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Heute

Jacqueline Jansens großartiges Regiedebüt

'Sechswochenamt' beim Dortmunder Festival

Lore (Magdalena Laubisch, re.) genießt kurze Momente der Erholung auf dem Hof ihrer Großmutter Inge (Gerta Gormanns).

Sechswochenamt" läuft als weitere Preview in Anwesenheit der Regisseurin Jacqueline Jansen am Dienstag, 16. Juni 2026, um 20 Uhr im Filmstudio Glückauf Essen. Zum regulären Kinostart am 18. Juni 2026 außerdem zu sehen im Casablanca Bochum und im Sweetsixteen Dortmund. Atmen, atmen, seufzen. Eine junge Frau, die 25-jährige Studentin Lore Mayer (Magdalena Laubich), wacht bis zuletzt am Bett ihrer an Krebs erkrankten Mutter Martha (Suzanne Ziellenbach) im Katharinen-Hospiz in Erkelenz. Und singt ihr ein hauchzartes Abschiedslied, bevor es Lore nach zahllosen Versuchen, das zugefrorene Fahrzeug ihrer Mutter in Bewegung zu setzen, gelingt, spät in der Nacht den außerhalb der Stadt gelegenen Hof ihrer Großmutter Inge (Gerta Gormanns) zu erreichen. Es ist bitterkalt im zweiten Corona-Lockdown Ende des Jahres 2020 und Lore muss gänzlich auf die erhoffte Hilfe ihrer Schwester Sophie (Lola Klamroth) verzichten, welche sich beruflich gerade in der Probezeit befindet. Was sie freilich nicht daran hindert, sich telefonisch immer wieder kontraproduktiv einzumischen, weshalb Lore eine geraume Zeit braucht, um den ganzen bürokratischen Kram zu erledigen. Der von der Sterbeurkunde für Sophie, deren Wohnung auf die Verstorbene läuft, bis zur TÜV-Plakette für Marthas Auto reicht, welche eine empathielose Politesse (Nicole Marischka) anmahnt. Erst danach kann Lore daran gehen, die Wohnung ihrer Mutter auszuräumen. Wobei ihr der Pastor Paulus (Marc Fischer), wenn schon nicht emotional, so doch konkret eine Hilfe ist, indem er für kleines Geld einen Großteil des Mobiliars für das Lager der Gemeinde übernimmt, aus dem sich Geflüchtete und Bedürftige bedienen können. War Martha aufgrund ihrer freigeistigen Einstellung und ihres unorthodoxen Lebenswandels ohne Ehegatten im Dorf eine Außenseiterin, so stößt ihr letzter Wille auch bei ihrem Bruder, dem Spargelbauer Hannes (Patrick Joswig), seiner Frau Sabine (Bettina Kaminski) und naturgemäß bei der gläubigen Katholikin „Omma“ Inge auf Unverständnis: Einäscherung in einem weißen Sarg und Seebestattung der Urne, nach Möglichkeit im Mittelmeer. Auf keinen Fall jedoch eine Bestattung im Erkelenzer Familiengrab. An eine Trauerfeier in der Friedhofskapelle ist in der Pandemie nicht zu denken, auch sonst muss Lore alle Register ziehen, um an dringend benötigte Materialien zu kommen wie etwa an weißen Stoff zum Abdecken des dunkelfarbigen Sarges, nachdem der Bestatter kein weißlackiertes Modell auf Lager hat. Dafür aber den Tipp, mit der Urne einen kleinen, wenn auch unerlaubten Umweg über Holland zu nehmen, um doch noch irgendwie Marthas letzten Willen erfüllen zu können. Dieser ganze Stress, noch getoppt von Frau Peters (Julia Schmitt) Einforderung des ausstehenden Rasenmäher-Geldes für ihren Gatten, entzieht Lore zunehmend den Boden unter den Füßen. Was im Badezimmer wörtlich zu nehmen ist. Da ist das kollektive Spargelstechen bei Onkel Hannes, der nach der Grenzsperrung auf seine holländischen Saisonkräfte verzichten muss, geradezu eine willkommene, wenn auch nicht rückenschonende Abwechslung. Lore, die sich schon als Kind nicht zwischen stillem oder sprudelndem Wasser, Snickers oder Mars, pink- oder rosafarbenen Klamotten entscheiden konnte, steht nun permanent ohne jede Hilfe vor grundsätzlichen Entscheidungen. Und trifft diese zunehmend selbstbewusst: Das traditionelle katholische Sechswochenamt findet trotz Versammlungsverbot statt – heimlich im Schlafzimmer der Verstorbenen mit zuvor auf dem Teppichboden mit Klebeband gezogenen Abstandsmarkierungen… „Sechswochenamt“, ohne Fördergelder vom 20. März bis 4. Mai 2024 mit einem per Crowdfunding zusammengekratzten Mini-Budget von 96.000 Euro in Erkelenz und Umgebung gedreht, sodass nicht ein Euro Gage floss, ist ein ganz erstaunliches autofiktionales Spielfilm-Debüt der 1994 auf einem Kohlbauernhof in Erkelenz geborenen Autodidaktin Jacqueline Jansen zur Frage, wie man richtig trauert angesichts einer zerstrittenen Familie in einer Zeit der pandemiebedingten Isolation. Der nach der Uraufführung am 29. Juni 2025 beim 42. Filmfest München mit gleich drei Förderpreisen „Neues Deutsches Kino“ in den Kategorien „Beste Produktion“ und „Beste Schauspielerin“ (Magdalena Laubisch) sowie den Fipresci-Kritikerpreis ausgezeichnet und inzwischen zu einem Dutzend Festivals eingeladen wurde. So gabs beim 30. Filmfestival Türkei Deutschland 2026 in Nürnberg neben dem Großen Preis der Jury auch den Preis als „Beste Hauptdarstellerin“ für Magdalena Laubisch. Der 98-minütige Film ist zugleich der Durchbruch der 1998 in Halle an der Saale geborenen Schauspielerin Magdalena Laubisch, die an der Theaterakademie August Everding in München sowie in Paris ausgebildet wurde und bisher vor allem in Kurzfilmen und TV-Serien vor der Kamera stand. Die 28-jährige Berlinerin wird gerade sehr gehypt. Vor dem Kinostart am Donnerstag, 18. Juni 2026 gibt’s eine Voraufführung am Sonntag, 26. April 2026, im Rahmen des Int. Frauenfilmfestivals Dortmund/Köln um 18 Uhr in der Schauburg Dortmund.

Zollverein Park zum zweiten Mal zur Bühne

„Boulevard of Dreams“ kommt zurück

Die Zeche Zollverein in Essen.

Essen. Das Welterbe Zollverein feiert vom 18. Juni bis 12. Juli das Festival "Boulevard of Dreams". Dafür wird der Zollverein Park zum zweiten Mal zur Bühne für Fantasie, Kreativität und gemeinschaftliches Erleben. Jeweils von Donnerstag bis Sonntag gibt es ein barriere- und kostenfreies Programm z. B. mit Konzerten, Performances, Yoga, Tanz- und Kreativworkshops. An den Sonntagen gibt es außerdem Angebote für die ganze Familie.

Europa, Wirtschaft und Soziales

RVR-Ausschuss tagt im RVR-Haus

Essen (idr). Der Ausschuss für Europa, Wirtschaft und Soziales des Regionalverbandes Ruhr (RVR) tagt am Donnerstag, 18. Juni 2026, 10 Uhr, im Robert-Schmidt-Saal (Plenarsaal) des RVR-Hauses, Kronprinzenstraße 35 in Essen. Auf der Tagesordnung steht u.a. der Sachstand zur Europäischen Jugendhauptstadt.

10 Uhr

Kindertheater in den Flottmannhallen

Endspurt vor den Sommerferien

Ein spielfreudiges Quartett, das Groß und Klein gleichermaßen Freude bereitet (v.l.): Svea Kirschmeier, Zeynep Topal, Sefa Küskü und Gareth Charles.

Das Theater Kohlenpott lädt zum Kindertheater-Endspurt vor den Sommerferien mit jeweils drei Aufführungen der Produktionen „Pinocchio – Ein Road-Trip“ nach Carlo Collodi und „Die Konferenz der Tiere“ nach Erich Kästner in die Flotmannhallen ein. Dort wird die Pinocchio-Inszenierung Frank Hörners überdies am Samstag, 27. Juni 2026, ab 18 Uhr in Auszügen bei der „Extraschicht“ in den Flottmannhallen gezeigt. Die Adaption von Henner Kallmeyer und Regisseur Frank Hörner von „Le Avventure Di Pinocchio: Storia Di Un Burattino“ von Carlo Collodi (halloherne berichtete) aus dem Jahr 2024, eine Koproduktion des Theater Kohlenpott mit dem Consol Theater Gelsenkirchen, wird wieder am Dienstag, 16. Juni 2026, am Mittwoch, 17. Juni 2026 sowie am Donnerstag, 18. Juni 2026 jeweils um 10 Uhr in den Flottmannhallen aufgeführt. Mit dem Herner Sefa Küskü in der Titelrolle und Gareth Charles, Svea Kirschmeier sowie Zeynep Topal an seiner Zeite zu köstlich animierten Bildern des Herners Patrick Paschma. Die Vorstellung beginnt bereits im Foyer, wo die Besucher mit Konferenzbändchen ausgestattet werden. Die Regisseurin Emma Khadija Herrmann hat ihre für das Theater Kohlenpott geschriebene Bühnenfassung des Romans „Die Konferenz der Tiere“ von Erich Kästner ganz auf ein junges Publikum ab acht Jahren ausgerichtet. Da geht es gleich heftig zur Sache in der verblüffend flexiblen Ausstattung von Jana Januschewski-Moze: Die Besucher sitzen auf Kissen am Boden zu beiden Seiten eines Laufstegs mit sich kreuzenden Nebenwegen, der rechterhand in ein geheimnisvolles Gebilde aus Treppenstufen und einem nicht einsehbaren Raum darunter besteht. Sie werden im Verlauf der gut einstündigen Aufführung immer wieder in die Handlung eingebunden, um ihre Meinung gefragt, können sich aber auch aktiv beteiligen in dieser höchst ungewöhnlichen Kombination aus körperbetontem Physical Theatre und choreographierter Erzählung. In Erich Kästners 1949 erschienenem ersten Roman nach dem Zweiten Weltkrieg haben der Löwe Alois (Jasha Eliah Deppe), die Giraffe Leopold (Kohlenpott-Debütant Francesco Matejcek) und der ‘mal wieder auf sich warten lassende Elefant Oskar (Zeynep Topal) davon erfahren, dass die 86. Internationale Konferenz der Menschen ohne Lösung für die von ihnen selbst verursachten Probleme wie Kriege, Hungersnöte und Umweltzerstörung beendet worden ist. Deshalb ergreifen sie selbst die Initiative und laden zu einer Konferenz der Tiere aus aller Welt ein. Zusätzlich soll ein Menschenkind von jedem Kontinent dabei sein: diese seien erstes unschuldig an der Politik der Erwachsenen und zweitens als Erste in der Lage, Pläne zur Verbesserung der Welt umzusetzen. Auf der nächsten Menschen-Konferenz wollen die Tiere mit ungewöhnlichen Mitteln die längst überfällige Einigung erzwingen: Nagetiere vernichten im Konferenzgebäude Akten, die sie für kontraproduktiv zum Ziel einer friedlichen Übereinkunft halten. Doch die Menschen schaffen Kopien herbei und gehen auf keine Forderung der Tiere ein. Die lassen Schwärme von Motten die Kleidung der Konferenzteilnehmer zerfressen. Als auch das nicht fruchtet, entführen sie deren Kinder. Erst jetzt wachen die Menschen auf und die Staatsoberhäupter legen in einem Vertrag fest, das alle Grenzen aufgehoben und alle Waffen abgeschafft werden… Die 24-jährige Emma Khadija Herrmann, bisher Assistentin bei zwei Koproduktionen des Theater Kohlenpott mit dem Consol Theater Gelsenkirchen, „Momo“ (2023) und „Pinocchio“ (2024), sowie der Urbanatix-Show „Essence“, überzeugt in ihrem Regie-Debüt durch hohes Tempo im Wechselspiel von atemraubender Artistik und poetischer Choreographie – und nicht zuletzt durch ihren enormen Einfallsreichtum gerade auch in der Nutzung der scheinbar so einfachen Ausstattung. Der Treppen-Kasten ist Nachrichtenquelle und Rückzugsort, Ausgangspunkt begeisternder Slapstick (der dicke Elefant passt nicht ins Ein- und Ausstiegsloch) wie solidarischer Streitschlichtung und Problembewältigung. Ob Erwachsene am liebsten Gras über die von ihnen selbst geschaffenen Probleme wachsen lassen oder Wollfäden die Darsteller mit dem Publikum und damit die Tiere mit den Menschen verknüpfen – die witzigen wie hintergründigen Bildmetaphern versteht jeder von acht bis achtzig Jahren auch ohne Holzhammer-Dramaturgie. „Die Konferenz der Tiere“ ist wieder am Mittwoch, 1. Juli 2026, am Donnerstag, 2. Juli 2026 sowie am Freitag, 3. Juli 2026, jeweils um 10 Uhr in den Flottmannhallen zu sehen. Karten auch für die „Pinocchio“-Vormittagsvorstellungen unter karten@theaterkohlenpott.de oder bei Gabriele Kloke unter Tel 0162 – 286 90 37.

10 Uhr

Vier verschiedene Stücke für Kinder und Jugendliche

Theater Kohlenpott spielt in den Flottis

Unter anderem "Troja - Blinde Passagiere" zeigt das Theater Kohlenpott im Sommer 2026 in den Flottmann-Hallen - zudem noch drei weitere Stücke.

Das Theater Kohlenpott zeigt von Mai bis Juli 2026 insgesamt vier verschiedene Stücke im Theatersaal der Flottmann-Hallen (Straße des Bohrhammers 5). Gespielt werden „Troja - blinde Passagiere“, „1984“, „Pinocchio - ein Road Trip“ und die „Konferenz der Tiere“. „Troja - blinde Passagiere“ (halloherne berichtete) wird von Mittwoch bis Freitag, 6. bis 8. Mai 2026, jeweils um 10 Uhr als Schulvorstellung gezeigt und eignet sich für Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren. Darum geht es: Briseis und Spourgitis kennen keinen Frieden. Seit zehn Jahren tobt der trojanische Krieg, als er ausbrach, waren sie noch kleine Kinder. Beide haben von den Kriegern gelernt: Hasst eure Feinde! „Die Griechen haben alle Fell!“, davon ist Spourgitis überzeugt. Obwohl er noch nie einen gesehen hat. „Alle in Troja haben Schweinenasen“, ist sich Briseis sicher. Und dass, obwohl sie keinen Trojaner kennt. Es ist Krieg, da lernt man sich nicht kennen, da wird nur gekämpft. Aber eines Nachts begegnen sich die beiden doch. In der letzten Nacht des Krieges treffen sie im trojanischen Pferd aufeinander. Und werden dabei beobachtet vom Götterboten Hermes, der eine ganz eigene Meinung vom Krieg hat. Karten gibt es zum Preis von 14 Euro (ermäßigt acht Euro) per Mail an karten@theaterkohlenpott.de. Schulgruppen zahlen sechs Euro pro Person, eine Begleitperson hat freien Eintritt. Anmeldung für Gruppen unter barbara.feldbrugge@theaterkohlenpott.de oder Tel 0177/5475568. Das Stück „1984“ nach George Orwell (halloherne berichtete) wird am Mittwoch und Donnerstag, 27. und 28. Mai 2026, jeweils um 10 Uhr gezeigt und ist der Kategorie Kinder- und Jugendtheater zuzuordnen und ab 13 Jahren geeignet. Darum geht es: „Big brother is watching you“, diesen weltberühmten Satz schrieb George Orwell 1948 in seinem Buch „1984“. Inzwischen ist er zum Synonym für jede Form des Überwachungsstaats geworden. Viele Situationen, die Orwell 1948 als beängstigende Zukunftsvision erzählte, kommen uns 2025 verstörend heutig vor. Aber 1984 ist weit mehr als eine Dystopie, es erzählt die Liebesgeschichte von Winston und Julia. Aber kann man eine Liebe leben in Zeiten, in denen jeder jedem misstraut? Karten gibt es zum Preis von 14 Euro (ermäßigt acht Euro) per Mail an karten@theaterkohlenpott.de. Schulgruppen zahlen sechs Euro pro Person, eine Begleitperson hat freien Eintritt. Anmeldung für Gruppen unter barbara.feldbrugge@theaterkohlenpott.de oder Tel 0177/5475568. Es herrscht freie Platzwahl. Das Stück „Pinocchio - ein Road Trip“ (halloherne berichtete) wird von Dienstag bis Donnerstag, 16. bis 18. Juni 2026, jeweils um 10 Uhr gezeigt. Es ist für Kinder ab sechs Jahren geeignet. Darum geht es: Kann man sich sein Kind einfach schnitzen? Nein? Gepetto kann das, denn er ist der beste Tischler weit und breit. Trotzdem ist er überrascht, als seine Holzfigur plötzlich anfängt zu leben, zu reden und zu widersprechen und zu lernen, wie ein ganz normales Kind. Als Pinocchio dann plötzlich aus der Tischlerei verschwindet, um die Welt zu entdecken, macht sich Gepetto auf den Weg, um seinen Jungen zu suchen. Und so beginnt eine abenteuerliche Reise, mit unerwarteten Begegnungen an fabelhaften Orten. Eine Geschichte voller Humor und voller Fragen an das Leben, eine Geschichte vom Erwachsen werden, die in den mehr als hundert Jahren seit seinem Erscheinen, nicht an Brisanz verloren hat. Um schließlich ein richtiges Kind zu werden, muss Pinocchio am Ende auf seine Unsterblichkeit verzichten. Denn die Sterblichkeit ist das größte Geschenk des Lebens, behauptet die Fee… Karten gibt es zum Preis von 14 Euro (ermäßigt acht Euro) per Mail an karten@theaterkohlenpott.de per DM an den Instagramaccount @theaterkohlenpott. Schulgruppen zahlen sechs Euro pro Person, eine Begleitperson hat freien Eintritt. Anmeldung für Gruppen unter barbara.feldbrugge@theaterkohlenpott.de oder Tel 0177/5475568. Das Theaterstück „Konferenz der Tiere“ (halloherne berichtete) läuft von Mittwoch bis Freitag, 1. bis 3. Juli 2026, jeweils um 10 Uhr. Es gehört zum Kinder- und Jugendtheater und ist für Zuschauer ab acht Jahren geeignet. Darum geht es: Die Welt ist in Aufruhr: überall gibt es Kriege, Krisen und Armut. Und die Erwachsenen? Die suchen in einem fort vergeblich nach Lösungen. Und so endet auch die 86. Konferenz der Menschen ohne ein Ergebnis. Eine Katastrophe! Finden die Tiere und Löwe, Giraffe und Elefant organisieren eine eigene Konferenz. Es soll ein Treffen werden, bei dem sich alle Tiere und Kinder überlegen, wie ein friedliches Zusammenleben und eine gute Zukunft aussehen können. Die Frage ist nur: wie kann etwas verändert werden? Wem wird überhaupt zugehört? Und wie geht eigentlich eine Konferenz? Gemeinsam mit den Tieren begebt ihr euch auf die Reise zur Konferenz, um genau das herauszufinden. Herzlich willkommen zur ersten Konferenz der Tiere – und natürlich auch der Kinder! Karten gibt es zum Preis von 12 Euro (ermäßigt sechs Euro) per Mail an karten@theaterkohlenpott.de per DM an den Instagramaccount @theaterkohlenpott. Schulgruppen zahlen sechs Euro pro Person, eine Begleitperson hat freien Eintritt. Anmeldung für Gruppen unter barbara.feldbrugge@theaterkohlenpott.de oder Tel 0177/5475568.

10 Uhr

An drei Tagen vor dem City Center auf der Bahnhofstraße

Infomobil des Deutschen Bundestages zu Besuch

Das Infomobil des Deutschen Bundestages ist an drei Tagen im Juni 2026 in Herne vor dem City Center zu Besuch.

Von Donnerstag bis Samstag,, 18. Juni bis 20. Juni 2026 ist das Infomobil des Deutschen Bundestages im Wahlkreis 140 „Herne – Bochum II“ zu Gast. Der Standort ist auf der Bahnhofstraße vor dem City Center, Höhe Hausnummer 7b. Die Öffnungszeiten sind: Donnerstag, 18. Juni 2026 von 11 bis 18 Uhr, Freitag, 19. Juni 2026 von 9 bis 18 Uhr sowie Samstag, 20. Juni 2026 von 9 bis 14 Uhr. Der 17 Meter lange und 26 Tonnen schwere Promotion-Truck tourt jedes Jahr durch rund 60 Städte in ganz Deutschland. Ziel ist es, die Arbeit des Parlaments anschaulich zu vermitteln – und im Laufe von zwei Wahlperioden alle 299 Wahlkreise zu besuchen. Besucher haben die Gelegenheit, sich vor Ort über die Aufgaben und Arbeitsweise des Parlaments zu informieren und das Gespräch mit Vertretern des Deutschen Bundestages zu suchen. Oft können auch die Bundestagsabgeordneten des Wahlkreises für Gespräche vor Ort sein. Dabei gilt zu beachten: Insbesondere während der Sitzungswochen des Bundestages in Berlin ist eine Anwesenheit der Abgeordneten vor Ort in der Regel nicht möglich. Gruppenbesuche, insbesondere von Schulklassen bis zu 30 Personen, können vereinbart werden. Fachkundige Honorarkräfte informieren im Auftrag des Bundestages, leiten Diskussionsrunden und beantworten Fragen rund um die parlamentarische Arbeit. Im Infomobil erwarten Sie zahlreiche Informationsangebote – gedruckt und digital. Eine Fotowand am Redepult des Plenarsaals lädt zu einem Erinnerungsfoto ein, und ein virtueller Rundgang ermöglicht einen digitalen Besuch im Bundestag. Auch ein Glücksrad mit kleinen Preisen sowie eine barrierefreie Hebebühne gehören zur Ausstattung. Weitere Informationen zum Infomobil und zu den anderen Instrumenten der mobilen Öffentlichkeitsarbeit des Deutschen Bundestages finden sich unter www.bundestag.de/unterwegs. Dort sind auch alle weiteren Stationen der Infotour 2026 aufgeführt. Wer das Infomobil diesmal nicht besuchen kann, findet viele Informationsmaterialien kostenlos unter www.btg-bestellservice.de. Dort lassen sich Flyer, Broschüren und das Grundgesetz als PDF herunterladen oder kostenfrei in gedruckter Form bestellen – teilweise auch in Fremdsprachen sowie in einfacher oder leichter Sprache.

11 Uhr

Diskussion mit dem Bezirksbürgermeister von Sodingen

Mathias Grunert lädt zur Bürgersprechstunde

Bezirksbürgermeister Mathias Grunert lädt zur Bürgersprechstunde.

Mathias Grunert, Bezirksbürgermeister des Stadtbezirks Sodingen, lädt interessierte Bürger zur Sprechstunde ein. Sie findet statt am Donnerstag, 18. Juni 2026, im Café der Malzers Backstube, Eupener Straße 4, von 16 bis 18 Uhr. In der Sprechstunde können Bürger ihre Sorgen und Probleme ansprechen sowie Lösungsmöglichkeiten diskutieren und eigene Ideen vortragen. Eine Voranmeldung unter Telefon 0 23 23 / 16 - 32 81 oder per E-Mail an ratsangelegenheiten@herne.de ist notwendig.

16 Uhr

Ausschüsse tagen im Rathaus

Gremiensitzungen in der 25. Woche

Herner Rathaus.

Ausschuss für Umweltschutz: Mittwoch, 17. Juni 2026, 16 Uhr, großer Sitzungssaal (Raum 312) des Herner Rathauses. Hier geht es zu den Sitzungsunterlagen samt Tagesordnung. Ausschusses für Kinder, Jugend und Familie: Donnerstag, 18. Juni 2026, 16 Uhr, großer Sitzungssaal (Raum 312) des Herner Rathauses. Hier geht es zu den Sitzungsunterlagen samt Tagesordnung.

16 Uhr

Veranstaltung im Sportpark

Liebscher & Bracht Übungsgruppe beginnt

Nicole Schwerdt veranstaltet bei der AWO, Im Sportpark 5, eine Liebscher & Bracht Übungsgruppe (Symbolbild).

Nicole Schwerdt veranstaltet bei der AWO, Im Sportpark 5, eine Liebscher & Bracht Übungsgruppe am Donnerstag, 18. Juni 2026, von 18 bis 19 Uhr. Die Teilnahmegebühr beträgt 10 Euro. Anmeldungen unter 0172-236-4544.

18 Uhr

„Lebenslänglich. Begegnungen auf Seelenhöhe“

Lesung und Gespräch: Rolf Stieber

Im Ludwig-Steil-Forum liest Rolf Stieber.

Die Fachstelle Eine Welt des Ev. Kirchenkreises Herne lädt in Kooperation mit der Ev. Kirchengemeinde Haranni am Donnerstag, 18. Juni 2026, in der Zeit von 18:30 bis 20 Uhr (Einlass ab 18 Uhr), zu einer Lesung mit Gespräch in das Ludwig-Steil-Forum, Europaplatz 2, ein. Dr. Rolf Stieber hat gewissermaßen sein berufliches Leben „lebenslänglich“ im Gefängnis verbracht: Ein Vierteljahrhundert gehörte der evangelische Pfarrer zum Seelsorgeteam in der Justizvollzugsanstalt Werl in Nordrhein-Westfalen, einem der größten Gefängnisse Deutschlands. Über 1.000 Männer leben hier auf engstem Raum zusammen. Von einigen seiner Begegnungen mit Gefangenen in diesen 25 Jahren, von berührenden Schicksalen und dem Alltag im „Knast“ erzählt der Theologe nun in einem neu erschienenen Buch. „Lebenslänglich. Begegnungen auf Seelenhöhe“ ist ein literarisches Sachbuch, das einen ganz eigenen Blick in den Gefängnisalltag ermöglicht. In seinem Vorwort geht Stieber auf die besondere Rolle der Gefängnisseelsorge ein, die Gefangenen einen geschützten Ort bietet, an dem Vertrauen, unabhängig von der jeweiligen Konfession, entstehen kann. Eingebettet sind in diese literarisch verarbeiteten Erzählungen über die Begegnung mit einzelnen Gefangenen, deren Beispiele individuell, aber auch exemplarisch für den Umgang mit Straffälligen in unserer Gesellschaft sind, in theologische Überlegungen und einen Sachbuchteil zum Thema Gefängnisseelsorge. Insofern ist dieses Buch interessant für Leser, die in diesem Bereich tätig sind, aber es reicht durch die fiktionalisierten Biografien auch darüber hinaus und gibt allgemein einen berührenden Einblick in eine uns sonst verschlossene Welt: „Gefängnisse sind unsichtbare Orte und die Gefangenen unsichtbare Personen. Denn die allermeisten Zeitgenossen wissen so gut wie nichts über die Lebenswirklichkeit in den Haftanstalten und noch viel weniger über die Lebensgeschichten der Menschen, die dort ihre Strafe verbüßen“, betont der bekannte Theologe und Autor Fulbert Steffensky in seinem Vorwort zum Buch. Der Weltladen Esperanza bietet Speisen und Getränke an. Der Eintritt ist frei – Spenden sind erbeten.

18:30 Uhr

Leonard Bernsteins Gesamtkunstwerk

'On The Town' im Theater Duisburg

Fahr ‘mal wieder U-Bahn: Ozzie (Peter Lewys Preston), Gabey (Leon de Graaf) und Chip (Julius Störmer) auf 24-Stunden-Trip in New York.

„New York, New York“: Mit dem eher träumerischen Gabey (überragend: der in Kolumbien geborene, in Amsterdam und Göteborg ausgebildete Musical-Allrounder Leon de Graaf), dem wissensdurstigen Chip (Folkwang-Absolvent Julius Störmer) und dem „Checker“ Ozzie (Peter Lewys Preston, zweifacher Sieger im Bundeswettbewerb Gesang) entsteigen drei US-Boys 1944 einem im Hintergrund auftauchenden Kriegsschiff (grandiose Bühne, suggestive Videos: Momme Hinrichs). Kurz bevor sie als Matrosen in den Zweiten Weltkrieg gegen die Nazis ziehen, wollen sie ihren 24-stündigen Landurlaub gründlich nutzen: Während es Chip eher zu den Sehenswürdigkeiten zieht, wollen die beiden anderen in Big Apple noch einmal ein Fass aufmachen – mit Mädchen versteht sich. „Gabey's Comin' To Town“: Als er in der Subway ein Plakat mit der „Miss U-Bahn des Juni“ entdeckt, ist Gabey hin und weg. Diese entzückende Ivy Smith (Maria Joachimstaller) soll Gesang und Malerei studieren. Doch wie sie finden? Chip gibt seinen Plan zugunsten des Freundes auf: Das Trio trennt sich, um abends nach erhofftem Erfolg am Times Square wieder zusammenzukommen. Ersterer wird von der gerade aus ihrem Job gefeuerten Taxifahrerin Hildy (besitzergreifend: Laura Magdalena Goblirsch) gesucht, gefunden und später daheim sogar bekocht. Wenigstens die letzte Tour mit ihrem geliebten Yellow Cab soll ihr noch Spaß machen. Währenddessen hat sich der Draufgänger Ozzie ins Naturkundemuseum verirrt, wo er auf die scheinbar unterkühlt-intellektuelle Anthropologie-Studentin Claire (stille Wasser sind tief: Valerie Luksch) trifft, die ausgerechnet diesen Checker als Urbild des Mannes entdeckt. Welcher freilich im Handumdrehen in ihr Saiten zum Klingen bringt, wie es ihrem langweiligen Verlobten, dem so noblen wie verständnisvollen und dabei auch noch geradezu verschwenderisch-großzügigen Richter Pitkin Brigework (glänzt auch als Moderator: der holländische Bariton Peter Bording) niemals möglich wäre: „Carried Away“ ist eines der zu Herzen gehenden Duette mit Ohrwurm-Qualität dieses völlig zu Unrecht kaum gespielten Frühwerks Leonard Bernsteins. „Lucky to Be Me“: Aber auch Gabey ist fündig geworden – in der Carnegie Hall, wo er auf seine preisgekrönte Schönheit Ivy trifft – und auf ihre Gesangslehrerin Madame Dilly (die Londoner Sopranistin Morenike Fadayomi aus dem Rheinopern-Ensemble). Die ist der Auffassung: „Sex und Kunst passen nicht zusammen“, weshalb sie die abendliche Verabredung hintertreibt. So erscheinen auf dem Times Square nur die Ivy-Doubles Claire und Hildy, weshalb Chip und Ozzie ihren trauernden Kameraden mit einer ausgiebigen Nachtclub-Tour aufmuntern wollen. Die weit nach Mitternacht auf Coney Island endet, wo Ivy in einer leichtbekleideten Tänzerin seine Miss U-Bahn erkennt. Doch kaum hat jeder Topf seinen Deckel gefunden, heißt es auch schon: Leinen los! Und das nächste Trio erlebnishungriger Matrosen entert die Pier... Mit seinem ersten, am 28. Dezember 1944 im New Yorker Adelphi Theatre uraufgeführten ersten Musical-Erstling „On the Town“ machte der junge Leonard Bernstein New York, der Stadt seiner Träume, und ihren Menschen eine rauschende Liebeserklärung. Mit jazzigem Sound und pulsierender Lebensfreude, die sich vor allem in rasanten Tanzszenen und grandiosen Ensemblenummern Bahn bricht, führte der anhaltend große Publikumserfolg 1949 zur legendären Verfilmung mit Gene Kelly und Frank Sinatra. Doch erst 1977 wurde diese auch unter „New York, New York“ bekannte Musical-Perle im Pfalztheater in Kaiserslautern auf Deutsch erstaufgeführt. Die alle Sinne ins Wallen bringende Neuproduktion der Deutschen Oper am Rhein, die unter der musikalischen Leitung von Stefan Klingele am Pult der Duisburger Philharmoniker in der turbulenten knapp dreistündigen Inszenierung von Louisa Proske am Premierenabend des 25. April 2026 stehend gefeiert wurde, vereint die im Original gesungene Musik mit den deutschen Dialogen von Jens Luckwaldt – eine glückliche Kombination. Um nicht zu viel zu verraten: Die Subway-Szenen haben ‘was vom Berlin-Musical „Linie 1“ mit Dominik Müller als Plakatkleber und Veronika de Vries als Wilmersdorfer Witwe, die Werbebotschaften der „Miss U-Bahn“ erinnern an nicht nur an die 1950er Jahre, sondern auch an manche aktuelle Kehrtwendungen der US-Politik im bewussten Kontrast zu den jungen, selbstbewussten Protagonistinnen unter Einschluss der Dragqueen Dolores (Joel Zupan), eine poetische Schirm-Choreographie wird von rasanten Tanzszenen abgelöst und der Burlesque-Schuppen könnte einem expressionistischen Film der 1920er Jahre entstammen. „Lonely Town“, „Ya Got Me“: Es sind nicht Ohrwürmer wie in seiner „West Side Story“, mit denen Leonard Bernstein in „On the Town“ begeistert, sondern es ist das Gesamtkunstwerk, zumal wenn es wie hier an der Rheinoper mit leichter Ironie und eher heiteren Bezügen auf unsere Gegenwart beiderseits des Großen Teichs angereichert wird. Da die Vorstellungen im Theater Duisburg bis Saisonende schon sehr gut gebucht sind, hat bereits der Vorverkauf für die kommende Spielzeit 2026/27 begonnen. Die weiteren Aufführungen im Theater Duisburg: Karten unter operamrhein.de oder Tel. 0203 – 28362100.

19:30 Uhr

Altmeisterlich: 'Endstation Sehnsucht'

John Neumeier an der Rheinoper

Selbst in der Irrenanstalt scheint die hauchzarte Prinzessin Blanche DuBois (Sophie Martin) ein Heiligenschein zu umgeben.

Die Endstation, an der die verarmte Südstaatenschönheit Blanche DuBois (hauchzarte Prinzessin: Sophie Martin) die Straßenbahn verlässt, ist ein ziemlich heruntergekommenes zweistöckiges Haus im Vieux Carre, dem französischen Viertel von New Orleans. Genauer gesagt eine enge Zweizimmerwohnung im Erdgeschoß, in der ihre lebenslustige Schwester Stella (unbedarfte Naive: Clara Nougé-Cazenave) zusammen mit ihrem Gatten Stanley Kowalski (nicht wirklich animalisch: Olgert Collaku) zur Untermiete wohnt. Blanche sucht Zuflucht bei ihrer jüngeren Schwester, nachdem sie nicht nur den von ihr verwalteten Familienbesitz Belle Rêve verloren, sondern nach einer Affäre mit einem minderjährigen Schüler auch noch ihre Stelle als Lehrerin eingebüßt hat. Doch Blanche hat sich in ihrer Scham vor der eigenen Wahrheit und ihrem Ekel vor dem wie zu erwarten konfliktträchtigen Zusammenleben auf engstem Raum mit dem machohaften „Polacken“ Stanley längst in die Traumwelt einer glücklicheren Vergangenheit zurückgezogen wie in ein Schneckenhaus. Selbst gegenüber ihrer einzigen Hoffnung auf Sicherheit und männlichen Schutz, Stanleys Kumpel Mitch (kein Mann zum Lieben: Nelson López Garlo), spielt Blanche die ewig junge, unberührte Elfe. Stanley hat Blanches Geschichte vom Verlust des traditionsreichen Familiengutes stets misstraut. Als er jetzt mitbekommt, wie sie sich an ihre Schwester klammert und diese zu beeinflussen trachtet, sich von ihm als einem „Überlebenden der Steinzeit“ zu trennen trotz des Kindes, dass sie erwartet, recherchiert er Blanches Vergangenheit. Mit dem Resultat, dass Mitch sie fallen lässt: Blanche ist endgültig aller Hoffnungen beraubt, zumal sich ihre Schwester ausdrücklich zu Stanley bekennt. Der es sich nicht nehmen lässt, seinen Sieg auszukosten... Die tragische Geschichte um Verlust, Liebe und Gewalt gehört zu den bedeutendsten Werken des Dramatikers Tennessee Williams. Es ist 1947 unter dem Originaltitel „A Streetcar Named Desire“ in New York von Elia Kazan u.a. mit Jessica Tandy und Marlon Brando uraufgeführt, im Jahr darauf mit dem begehrten Pulitzer-Preis ausgezeichnet und 1951 durch die Verfilmung Kazans mit Vivien Leigh und Marlon Brando weltberühmt geworden. Der 1939 geborene US-amerikanische Tänzer und Choreograph John Neumeier, von 1969 bis 1973 Ballettdirektor in Frankfurt am Main und anschließend bis 2024 am Hamburg Ballet, das er zu Weltgeltung geführt hat, gilt als Meister des Handlungsballetts. Seine zweistündige Version der „Endstation Sehnsucht“, 1983 für das Stuttgarter Ballett mit Marcia Haydée als Hauptfigur entstanden, ist ein mit einer Vielzahl von Preisen gewürdigter Klassiker, der bei der Premiere im Opernhaus Düsseldorf minutenlang mit stehenden Ovationen gefeiert wurde. John Neumeiers Version beginnt in der Irrenanstalt, in die Blanche DuBois eingeliefert worden ist, und erzählt die auf Belle Rêve („Schöner Traum“) spielende Vorgeschichte eines desaströsen Hochzeitstages: Nachdem Blanche ihren Bräutigam Allan Gray (Gustavo Carvalho) inflagranti in den Armen seines Freundes (Dukin Seo) erwischt hat, erschießt sich Allan – ein traumatisches, Blanche immer wieder einholendes tragisches Ereignis, das sie den Kontakt zur Wirklichkeit verlieren lässt. Vergeblich sucht sie mit Männergeschichten in der Rotlicht-Absteige Flamingo-Hotel Erlösung. Unterlegt ist der 1. Akt kongenial mit Sergei Prokofjews Visions fugitives op. 22, einer Sammlung kurzer „Flüchtiger Erscheinungen“, die abwechselnd vom Band kommen oder live vom Pianisten Aleksandr Ivanov gespielt werden. Im 2. Akt ist, und zwar mit Neumeiers originalen Tonbändern von 1983, Alfred Schnittkes Sinfonie Nr. 1 zu hören, die in ihrer kontrastreichen Polystilistik exakt zur dramatischen Choreographie passt, zumindest für meine Ohren aber die Grenze der Erträglichkeit erreicht. „Endstation Sehnsucht“ ist ein alles andere als in die Jahre gekommenes Ereignis und nur noch bis zum 9. Juli 2026 in der Rheinoper zu sehen ohne Übernahme nach Duisburg in der kommenden Spielzeit 2026/27. Karten unter operamrhein.de oder Tel. 0211 – 8925211 für die weiteren Vorstellungen im Düsseldorfer Opernhaus:

19:30 Uhr

Mein erster Kinobesuch

Mullewapp in der Filmwelt

Der Herner Schauspieler Joachim Król leiht dem Schwein Waldemar seine Stimme in „Mullewapp – Das große Kinoabenteuer“.

In der verdienstvollen Reihe „Mein erster Kinobesuch“ der Filmwelt Herne für die ganz kleinen Besucher kostet auch für die erwachsenen Begleiter der Eintritt nur vier Euro. Am Sonntag, 14. Juni 2026, wird um 13 Uhr Tony Loesers „Mullewapp – Das große Kinoabenteuer“ gezeigt: Der Herner Schauspieler Joachim Król leiht dem herzensguten Schwein Waldemar seine Stimme. Achim und Bettine von Borries (Buch) und Tony Loeser (Regie) haben den „Mullewapp“-Kinderbuchklassiker von Helme Heine für die Leinwand adaptiert – und zwar im unverwechselbaren Aquarellstil von Helme Heine. In „Mullewapp – Das große Kinoabenteuer“ (halloherne berichtete) spricht Joachim Król den dicken Waldemar, ein herzensgutes Schwein, das nicht nur wegen seiner Kraft und seines Mutes mit Fug und Recht als gute Seele des Bauernhofes Mullewapp bezeichnet werden kann. Waldemar ist außerdem ein sehr optimistischer, gutgläubiger – und verlässlicher Kumpel. In „Neben der Spur – Amnesie“, der Verfilmung des Romans „Lost“ (dt. „Amnesie“) von Michael Robotham durch Cyrill Boss und Philipp Stennert (Buch und Regie) ist Kommissar Vincent Ruiz (Jürgen Maurer) in ernsten Schwierigkeiten. Vor wenigen Tagen wurde der Leiter der Hamburger Mordkommission bewusstlos an der Elbe liegend aufgefunden. Während er drei Tage in der Klinik im Koma lag, ermitteln seine Chefin Veronika Nielsen (Michaela Rosen) und die junge Kollegin Anna Bartholomé (Marie Leuenberger), dass er von einem Motorboot ins Wasser gefallen sein muss, das unbemannt auf dem Wasser treibt. Einschusslöcher und Blutspuren weisen darauf hin, dass mindestens zwei Menschen auf dem Boot verletzt wurden. Als Ruiz wieder ansprechbar ist, sitzt neben seiner Chefin mit Dr. Philip Kampmann (Joachim Król) ein hartnäckiger Kollege von der „Internen“. Denn Ruiz, der keinen Dienst hatte, sondern im Urlaub war, hat keinerlei Erinnerungen an die fragliche Nacht… „Neben der Spur – Amnesie“ (halloherne berichtete) läuft am Donnerstag, 18. Juni 2026, um 20:15 Uhr im Kulturkanal 3-Sat von ARD, ZDF, dem Österreichischen und dem Schweizer Fernsehen. „Das verschwundene Mädchen“ und „Schattenwelten“ lauten die Einzeltitel des Fernseh-Zweiteilers „Tod im Internat“ (halloherne berichtete) mit dem Herner Schauspieler Joachim Król, den der Kulturkanal 3-Sat am Freitag, 19. Juni 2026 sowie am Freitag, 26. Juni 2026, jeweils um 20:15 Uhr ausstrahlt. „Auch stilistisch mehr als ein moderner Krimi über ‚Revoluzzer‘ von einst, die heute die Ärztekammer befehligen und ‚Schatten der Vergangenheit‘, die immer wieder auftauchen“ hieß es bei der Uraufführung im Programmheft des 13. Festivals des deutschen Films in Ludwigshafen am Rhein: „Eingebettet in große Gefühle werden politische Sachstände verhandelt und persönliche Rätsel gelöst. ‚Deutsche Geschichte‘ ist stets präsent in diesem spannenden Zweiteiler.“ Joachim Król spielt den designierten Präsidenten des Landeskriminalamtes (LKA), Herbert Wichert, dessen Tochter Sophie (Emma Drogunova) spurlos aus einem Elite-Internat verschwunden ist. Die LKA-Fahnderin Isabell Moosbach (Nadja Uhl) ermittelt undercover als Sportlehrerin. Dann wird ein Schüler erschossen aufgefunden. Bei ihren Ermittlungen stößt Isabell Mosbach, die vom LKA unter dem Decknamen Karla Parker eingeschleust worden ist, auf frühere DDR-Verbindungen, die bis zu den Frankfurter Polizistenmorden an der Startbahn West 1987 reichen.

20:15 Uhr

A43 Ausbau: Arbeiten über dem Weg dauern einen Monat

Trasse Wanne Constantin wird gesperrt

Trasse Wanne-Constantin wird für einen Monat gesperrt.

Herne. Die Arbeiten der Autobahn Westfalen für den A43-Ausbau bei Herne gehen voran. Für die nächste Bauphase kommt schweres Gerät zum Einsatz. Aus Sicherheitsgründen muss dabei die Unterführung des Geh- und Radweges Trasse Wanne Constantin unter der Autobahn gesperrt werden, ab Mittwoch, 27. Mai 2026, um 8 Uhr bis voraussichtlich Freitag, 26. Juni 2026. Eine Umleitung ist eingerichtet. Sie führt über die Bochumer Straße oder die Riemker Straße sowie die Südstraße.

seit 27. Mai

Ausstellung als 'begehbares Kinderbuch' erlebbar

„Emil und der Wal“ im Heimatmuseum

'Emil und der Wal' sind nun im Heimatmuseum zu bestaunen.

Das Heimatmuseum Unser Fritz präsentiert „Emil und der Wal“ als „begehbares Kinderbuch“ inklusive Bällebad, Spielstationen, dem Stillen (Kuschel-) Ozean, einem Trickfilm und Vitrinen voll mit Spielzeug. Eine Ausstellung für kleine und große Leichtmatrosinnen und Leichtmatrosen von drei bis 100 Jahren. „Ein Elefant und ein Wal schließen Freundschaft und erleben ein spannendes Abenteuer auf hoher See. Mit Möwen, Affen und Piraten. Ausgedacht hat sich das Kai Dümpe aus Castrop-Rauxel. Und wie die Geschichte ins Museum gekommen ist“, erklärt Ausstellungsmacher Ralf Piorr. „Kai hat mir sein Manuskript in die Hand gedrückt und ich habe es meinem Sohn als Gute-Nacht- Geschichte vorgelesen. Danach mussten wir es jeden Abend lesen. Mindestens vier Wochen lang.“ Eröffnet wurde die Ausstellung am Sonntag (31.5.2026) und ist noch bis zum 25. Oktober 2026 zu den Öffnungszeiten des Heimatmuseum erlebar.

seit 31. Mai

Ausstellung in der Schlosskapelle Strünkede

Ludger Hinse zeigt „Zauber des Lichts“

In zwölf Kirchen auf Herner Stadtgebiet, auch in der Schlosskapelle Strünkede, präsentiert der Künstler seine Lichtobjekte und lädt dazu ein, die Räume neu zu entdecken.

Die Ausstellung „Zauber des Lichts“ im Rahmen der Gesamtausstellung LICHTraum zeigt eine weitere Facette von Ludger Hinses Schaffen. In zwölf Kirchen auf Herner Stadtgebiet, auch in der Schlosskapelle Strünkede, präsentiert der Künstler seine Lichtobjekte und lädt dazu ein, die Räume neu zu entdecken. Im Emschertal-Museum wird von Sonntag, 14. Juni, bis zum Sonntag,16. August 2026, ein weiterer Bereich seiner Arbeiten zu sehen sein. Die informell-abstrakten farbigen Malereien und Aquarelle sprühen vor Lebendigkeit, ohne dass sie konkrete Dinge abbilden. Die vier Elemente Feuer, Erde, Wasser und Luft sind für seine abstrakten Werke von Relevanz. Hinse bannt Gefühle und Gedanken direkt auf die Leinwand. Die Glut des Feuers, die Materialität der Erde und das Flirren und Quirlen des Wassers übersetzt er in ein malerisches System. Hinse, geboren 1948, hat eine sehr persönliche Verbindung zur Stadt Herne. Sein Vater arbeitete als Bergmann auf der Zeche Mont Cenis, so dass er als Junge mit seinem Tretroller aus Recklinghausen zur Zeche fuhr. Seine erste Frau Ulla Schnidder stammte aus Herne-Süd, Tochter des Gewerkschafters Bernhard Schnidder. 1972 heirateten sie in Herz-Jesu und zogen nach Horsthausen. Nach seinem Studium begann er ein Verwaltungspraktikum im Jugendamt Wanne-Eickel. Seine Kinder besuchten die Hiberniaschule, so dass die Verbindung nach Herne auch noch bestehen blieb. Mit der Präsentation seiner Arbeiten auf Herner Stadtgebiet schließt sich für ihn auch ein Lebenskreis.

seit 14. Juni

Kreative Hochbetrieb mit über 80 verschiedenen Projekten

Projektwoche an der Städtischen Musikschule

Die Musikschule Herne lädt zur Projektwoche im Juni 2026.

In der Woche von Montag, 15. Juni, bis Freitag, 19. Juni 2026, herrscht an der Städtischen Musikschule Herne, Gräffstraße 43, kreativer Hochbetrieb. Über 80 Projekte bieten Interessierten die Möglichkeit, sich mit außergewöhnlichen musikalischen Inhalten auseinanderzusetzen. Das Angebot ist vielfältig: Im Kurs „Stadion Hymnen“ werden – passend zur Fußballweltmeisterschaft 2026 – Stadionhymnen gesungen, begleitet von Tasteninstrumenten und Gitarren. Welche Bilder Musik im Kopf erzeugt, zeigt der Kurs „Musik im Bild“, bei dem zunächst gemeinsam ein Musikstück gehört wird und die Teilnehmenden dann ein Bild in Acryl auf die Leinwand bringen. Das detaillierte Programm ist auf der Internetseite der Stadt Herne unter folgendem Link zu finden: www.herne.de/musikschule/. Im Programmflyer ist auch die Anmeldekarte hinterlegt, denn eine verbindliche Anmeldung für die Projekte ist erforderlich. Aufgrund der hohen Anzahl an Anmeldungen erfolgt keine explizite Anmeldebestätigung. Bei einigen Angeboten muss eigenes Material mitgebracht werden. Die Teilnahme an den Projekten ist kostenlos.

seit 15. Juni

Freitag, 19. Juni

Duo von 'The BossHoss' zu Gast: Verlosung für den Auftakt im Zelt

Cranger Kirmes Eröffnung: Karten zu gewinnen

Die Band "BossHoss" mit (v.li.) Alec Völkel und Sascha Vollmer: Sie treten bei der Crange-Eröffnung 2026 auf. Wer dabei sein will, kann Karten gewinnen.

Hernes Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda setzt eine gute Tradition fort und möchte auch in diesem Jahr 2026 wieder Kirmesfans zum Auftakt des größten Volksfestes in Nordrhein-Westfalen in die „Cranger Festhalle“ einladen. Musikalischer Stargast sind Alec Völkel und Sascha Vollmer als Duo der Band „The BossHoss“ (halloherne berichtete), der politische Gast steht offiziell noch nicht fest. Das Motto ist „galaktisch“ (halloherne berichtete), ebenso präsentiert die Kirmes wieder viele Neuheiten bei den Attraktionen (halloherne berichtete). Wer Interesse hat, an der Eröffnungsveranstaltung der Cranger Kirmes am Freitag, 7. August 2026, um 14 Uhr teilzunehmen, kann sich bis Freitag, 19. Juni 2026, an die E-Mail-Adresse eroeffnungcrange2026@herne.de wenden. Bitte Absender und Anschrift nicht vergessen. Gehen mehr Teilnahmewünsche ein, als Plätze zur Verfügung stehen, entscheidet das Los. Die Gewinner werden bis Ende Juli 2026 schriftlich benachrichtigt und erhalten rechtzeitig vor der Cranger Kirmes auf dem Postweg zwei Platzreservierungen und einige Wertmarken. Mit Übersendung einer E-Mail wird einer kurzfristigen Speicherung der persönlichen Daten zugestimmt.

Zum Ritter öffnet am 19. Juni

Beginn der Crange-Zeit

Aufbau Zum Ritter

Crange. Endlich ist's wieder so weit: Die Crange-Zeit beginnt. Der Ritter steht auf seinem Stammplatz am Kanal und öffnet am Freitag, 19. Juni 2026 für die Besucher. Direkt gegenüber entsteht langsam die Bayern-Festhalle. Die Crange Kirmes ist Tradition und Traditionen haben oftmals ihre eigenen Zeiten. Die Weihnachtszeit beginnt ja auch schon dann, wenn die erste Lebkuchen im Regel stehen (Anm. Was gefühlt direkt nach Crange passiert). Für die Karnevalsjecken startet die fünfte Jahreszeit am elften-eflten - und nicht erst mit Altweiber. Und genau so ist's auch bei Crange. Kaum stehen die ersten Wagen auf dem Platz, werden die Kirmesfans schon langsam hibbelig. Wenn's soweit ist, kann man schon die Wochen statt die Monate zählen. Schaustellerpräsident Albert Ritter ist mit seinem Biergarten der erste, der dem Kirmesplatz sein Leben einhaucht. Und wie die vielen Jahre davor auch, beginnt die Bayern-Festhalle ebenfalls schon mit dem Aufbau. Ab Freitag, dem 19. Juni, stehen Speisen und Getränke für die Besucher beim Ritter bereit.

An drei Tagen vor dem City Center auf der Bahnhofstraße

Infomobil des Deutschen Bundestages zu Besuch

Das Infomobil des Deutschen Bundestages ist an drei Tagen im Juni 2026 in Herne vor dem City Center zu Besuch.

Von Donnerstag bis Samstag,, 18. Juni bis 20. Juni 2026 ist das Infomobil des Deutschen Bundestages im Wahlkreis 140 „Herne – Bochum II“ zu Gast. Der Standort ist auf der Bahnhofstraße vor dem City Center, Höhe Hausnummer 7b. Die Öffnungszeiten sind: Donnerstag, 18. Juni 2026 von 11 bis 18 Uhr, Freitag, 19. Juni 2026 von 9 bis 18 Uhr sowie Samstag, 20. Juni 2026 von 9 bis 14 Uhr. Der 17 Meter lange und 26 Tonnen schwere Promotion-Truck tourt jedes Jahr durch rund 60 Städte in ganz Deutschland. Ziel ist es, die Arbeit des Parlaments anschaulich zu vermitteln – und im Laufe von zwei Wahlperioden alle 299 Wahlkreise zu besuchen. Besucher haben die Gelegenheit, sich vor Ort über die Aufgaben und Arbeitsweise des Parlaments zu informieren und das Gespräch mit Vertretern des Deutschen Bundestages zu suchen. Oft können auch die Bundestagsabgeordneten des Wahlkreises für Gespräche vor Ort sein. Dabei gilt zu beachten: Insbesondere während der Sitzungswochen des Bundestages in Berlin ist eine Anwesenheit der Abgeordneten vor Ort in der Regel nicht möglich. Gruppenbesuche, insbesondere von Schulklassen bis zu 30 Personen, können vereinbart werden. Fachkundige Honorarkräfte informieren im Auftrag des Bundestages, leiten Diskussionsrunden und beantworten Fragen rund um die parlamentarische Arbeit. Im Infomobil erwarten Sie zahlreiche Informationsangebote – gedruckt und digital. Eine Fotowand am Redepult des Plenarsaals lädt zu einem Erinnerungsfoto ein, und ein virtueller Rundgang ermöglicht einen digitalen Besuch im Bundestag. Auch ein Glücksrad mit kleinen Preisen sowie eine barrierefreie Hebebühne gehören zur Ausstattung. Weitere Informationen zum Infomobil und zu den anderen Instrumenten der mobilen Öffentlichkeitsarbeit des Deutschen Bundestages finden sich unter www.bundestag.de/unterwegs. Dort sind auch alle weiteren Stationen der Infotour 2026 aufgeführt. Wer das Infomobil diesmal nicht besuchen kann, findet viele Informationsmaterialien kostenlos unter www.btg-bestellservice.de. Dort lassen sich Flyer, Broschüren und das Grundgesetz als PDF herunterladen oder kostenfrei in gedruckter Form bestellen – teilweise auch in Fremdsprachen sowie in einfacher oder leichter Sprache.

9 Uhr

RVR-Ausschuss für Umwelt und Klima

Oberhausen (idr). Der Ausschuss für Umwelt, Klima und Liegenschaften des Regionalverbandes Ruhr (RVR) tagt am Freitag, 19. Juni 2026, 10 Uhr, im RVR-Besucherzentrum Haus Ripshorst, Ripshorster Straße 306 in Oberhausen. Auf der Tagesordnung stehen Themen wie der Ausbau Erneuerbarer Energien und Umweltbildung.

10 Uhr

Was die Gäste an der Kultgaststätte erwartet

Biergarten „Zum Ritter“ öffnet am Kirmesplatz

Die Biergarten Zum Ritter öffnet am 19. Juni 2026 für die Arbeiter und Besucher der Cranger Kirmes.

So langsam wird's ernst für die begeisterten Cranger Kirmes-Fans. Ab Freitag, 19. Juni 2026, öffnet der Biergarten „Zum Ritter“ von Schaustellerpräsident Albert Ritter sowie Tochter Yvonne seine Pforten. Besucher können dann nicht nur den Fortschritt der Crange-Aufbauarbeiten begutachten (halloherne berichtete), sondern sich auch mit Speisen und Getränken der Ritters stärken. Geöffnet hat der Biergarten in der Woche von 13 bis 22 Uhr und sonntags ab 12 Uhr. halloherne erwischt Yvonne Ritter für ein Gespräch gerade, als sie dabei ist, die traditionelle Paprika-Rahmsoße zuzubereiten und nimmt damit schon mal die Beantwortung einer Frage vorweg: Natürlich ist die Kultsoße für das Schnitzel in diesem Jahr wieder mit dabei. „Ebenso möchte ich in diesem Jahr auch ein Schaschlik mit selbstgemachter Soße anbieten“, kündigt Ritter gegenüber halloherne an. Aber auch die anderen Klassiker wie Kartoffelsalat, Pommes, Schnitzeln, Currywurst oder Burger kommen nicht zu kurz. Eine Neuheit verkündet Yvonne Ritter stolz. „Wir haben in diesem Jahr eine Aperol-Zapfanlage, damit die Menschen schnell ihren Durst löschen können“, erzählt Yvonne Ritter lachend im Gespräch mit halloherne. Im vergangenen Jahr erfreute sich nämlich dieses Getränk großer Beliebtheit. Die Biertrinker unter den Kirmesfans kommen allerdings auch nicht zu kurz und können sich trotz aller Preissteigerungen in der Welt außerhalb von Crange freuen, denn der Bierpreis beim Ritter bleibt beständig. Wie auch in den vergangenen beiden Jahren liegt der Bierpreis für 0,25 Liter bei 3,50 Euro. Ferner ist auch das 'Kanalwasser' wieder im Sortiment. Zur Erinnerung im Jahr 2025 führte Albert Ritter das Kultgetränk der 90er-Jahre - einen grünen Longdrink - auf Nachfrage von Kirmesfans wieder ein (halloherne berichtete). Wobei diese im vergangenen Jahr noch etwas schüchtern in Bezug auf die Bestellung des Kultgetränkes waren. „Aber die Nachfragen wurden immer höher, also glaube ich, dass es sich schnell wieder etablieren wird“, so Yvonne Ritter. Ab Freitag, 19. Juni 2026, können die Crange-Fans dies ja unter Beweis stellen. Mit der Eröffnung leiten die Ritters somit den Kirmes-Countdown ein, denn eingefleischte Fans wissen, ist der Biergarten erstmal eröffnet, dauert es auch nicht mehr allzu lange, bis sich wieder die Karussells drehen. Dass passiert bekanntlich am Donnerstag, 6. August 2026. Während es am Freitag, 7. August 2026, bei der offiziellen Eröffnung der Cranger Kirmes im Bayern-Festzelt heißt: Boots an und Cowboyhüte auf. Denn in diesem Jahr wird die Country-Era eingeleitet: „The BossHoss“ wird die 542. Cranger Kirmes musikalisch eröffnen (halloherne berichtete).

13 Uhr

... und dazu auch lecker warm

Schönes Wetter: In Eickel wird es lecker

"Lecker in Eickel" läutete auf dem Marktplatz in Eickel am Freitag das Wochenende ein.

Mit der Verlegung vom zweiten auf den dritten Freitag im Monat hat der Veranstalter, die Brennerei Eicker & Callen, offenbar den richtigen Riecher bewiesen: Für Freitag, 19. Juni 2026, dem Ausweichtermin der bewährten und beliebten Veranstaltung „Lecker in Eickel“, sind die Wetteraussichten mehr als vielversprechend. Prognostiziert wird ein Sommertag mit Temperaturen von bis zu 34 Grad. Dabei war es für den Veranstalter durchaus ein Glücksfall, dass alle Beschicker an diesem Freitag keine anderweitigen Verpflichtungen hatten und erneut auf dem Eickeler Markt vertreten sein können. So werden auch die Sardischen Schwestern wieder ihre Spezialitäten aus der Heimat anbieten. Selbstverständlich präsentiert auch der Veranstalter seine flüssigen Köstlichkeiten. Damit auch alles reibungslos läuft, dafür ist die Technik des Veranstaltungsservice LM:V um Norbert Menzel zuständig. Einen Neuzugang in Sachen Imbiss kann Florian Heisterkamp, der für das Marktgeschehen verantwortlich ist, präsentieren: Erstmalig dabei ist Cederic Pernak mit seinem Foodservice. Damit vor Ort alles reibungslos funktioniert, sorgt das Team des Veranstaltungsservice LM:V um Norbert Menzel für die technische Umsetzung. Einen Neuzugang im gastronomischen Angebot kann Florian Heisterkamp, verantwortlich für das Marktgeschehen, ebenfalls vorstellen: Erstmals dabei ist Cederic Pernak mit seinem Foodservice. Die weiteren Termine für das beliebte Konzept, das Besucher nicht nur aus der Nachbarschaft, sondern auch aus den umliegenden Städten nach Eickel lockt, stehen ebenfalls bereits fest:

17 Uhr

Secondhand-Kleidung für alle

Weiberkram – Taschen, Tücher und mehr

Die Gemeinde St. Marien veranstaltet einen Frauenflohmarkt.

Im Gemeindehaus von St. Marien Baukau findet an zwei Tage wieder der Secondhand Markt – Weiberkram – statt. Am Freitag, 19. Juni 2026, beginnt der Kram um 19 Uhr mit Musik und Cocktails. Der Start am Samstag, 20. Juni 2026, ist bereits um 10 Uhr und lockt unter anderem mit frisch gebackenen Waffeln.

19 Uhr

Mein erster Kinobesuch

Mullewapp in der Filmwelt

Der Herner Schauspieler Joachim Król leiht dem Schwein Waldemar seine Stimme in „Mullewapp – Das große Kinoabenteuer“.

In der verdienstvollen Reihe „Mein erster Kinobesuch“ der Filmwelt Herne für die ganz kleinen Besucher kostet auch für die erwachsenen Begleiter der Eintritt nur vier Euro. Am Sonntag, 14. Juni 2026, wird um 13 Uhr Tony Loesers „Mullewapp – Das große Kinoabenteuer“ gezeigt: Der Herner Schauspieler Joachim Król leiht dem herzensguten Schwein Waldemar seine Stimme. Achim und Bettine von Borries (Buch) und Tony Loeser (Regie) haben den „Mullewapp“-Kinderbuchklassiker von Helme Heine für die Leinwand adaptiert – und zwar im unverwechselbaren Aquarellstil von Helme Heine. In „Mullewapp – Das große Kinoabenteuer“ (halloherne berichtete) spricht Joachim Król den dicken Waldemar, ein herzensgutes Schwein, das nicht nur wegen seiner Kraft und seines Mutes mit Fug und Recht als gute Seele des Bauernhofes Mullewapp bezeichnet werden kann. Waldemar ist außerdem ein sehr optimistischer, gutgläubiger – und verlässlicher Kumpel. In „Neben der Spur – Amnesie“, der Verfilmung des Romans „Lost“ (dt. „Amnesie“) von Michael Robotham durch Cyrill Boss und Philipp Stennert (Buch und Regie) ist Kommissar Vincent Ruiz (Jürgen Maurer) in ernsten Schwierigkeiten. Vor wenigen Tagen wurde der Leiter der Hamburger Mordkommission bewusstlos an der Elbe liegend aufgefunden. Während er drei Tage in der Klinik im Koma lag, ermitteln seine Chefin Veronika Nielsen (Michaela Rosen) und die junge Kollegin Anna Bartholomé (Marie Leuenberger), dass er von einem Motorboot ins Wasser gefallen sein muss, das unbemannt auf dem Wasser treibt. Einschusslöcher und Blutspuren weisen darauf hin, dass mindestens zwei Menschen auf dem Boot verletzt wurden. Als Ruiz wieder ansprechbar ist, sitzt neben seiner Chefin mit Dr. Philip Kampmann (Joachim Król) ein hartnäckiger Kollege von der „Internen“. Denn Ruiz, der keinen Dienst hatte, sondern im Urlaub war, hat keinerlei Erinnerungen an die fragliche Nacht… „Neben der Spur – Amnesie“ (halloherne berichtete) läuft am Donnerstag, 18. Juni 2026, um 20:15 Uhr im Kulturkanal 3-Sat von ARD, ZDF, dem Österreichischen und dem Schweizer Fernsehen. „Das verschwundene Mädchen“ und „Schattenwelten“ lauten die Einzeltitel des Fernseh-Zweiteilers „Tod im Internat“ (halloherne berichtete) mit dem Herner Schauspieler Joachim Król, den der Kulturkanal 3-Sat am Freitag, 19. Juni 2026 sowie am Freitag, 26. Juni 2026, jeweils um 20:15 Uhr ausstrahlt. „Auch stilistisch mehr als ein moderner Krimi über ‚Revoluzzer‘ von einst, die heute die Ärztekammer befehligen und ‚Schatten der Vergangenheit‘, die immer wieder auftauchen“ hieß es bei der Uraufführung im Programmheft des 13. Festivals des deutschen Films in Ludwigshafen am Rhein: „Eingebettet in große Gefühle werden politische Sachstände verhandelt und persönliche Rätsel gelöst. ‚Deutsche Geschichte‘ ist stets präsent in diesem spannenden Zweiteiler.“ Joachim Król spielt den designierten Präsidenten des Landeskriminalamtes (LKA), Herbert Wichert, dessen Tochter Sophie (Emma Drogunova) spurlos aus einem Elite-Internat verschwunden ist. Die LKA-Fahnderin Isabell Moosbach (Nadja Uhl) ermittelt undercover als Sportlehrerin. Dann wird ein Schüler erschossen aufgefunden. Bei ihren Ermittlungen stößt Isabell Mosbach, die vom LKA unter dem Decknamen Karla Parker eingeschleust worden ist, auf frühere DDR-Verbindungen, die bis zu den Frankfurter Polizistenmorden an der Startbahn West 1987 reichen.

20:15 Uhr

A43 Ausbau: Arbeiten über dem Weg dauern einen Monat

Trasse Wanne Constantin wird gesperrt

Trasse Wanne-Constantin wird für einen Monat gesperrt.

Herne. Die Arbeiten der Autobahn Westfalen für den A43-Ausbau bei Herne gehen voran. Für die nächste Bauphase kommt schweres Gerät zum Einsatz. Aus Sicherheitsgründen muss dabei die Unterführung des Geh- und Radweges Trasse Wanne Constantin unter der Autobahn gesperrt werden, ab Mittwoch, 27. Mai 2026, um 8 Uhr bis voraussichtlich Freitag, 26. Juni 2026. Eine Umleitung ist eingerichtet. Sie führt über die Bochumer Straße oder die Riemker Straße sowie die Südstraße.

seit 27. Mai

Ausstellung als 'begehbares Kinderbuch' erlebbar

„Emil und der Wal“ im Heimatmuseum

'Emil und der Wal' sind nun im Heimatmuseum zu bestaunen.

Das Heimatmuseum Unser Fritz präsentiert „Emil und der Wal“ als „begehbares Kinderbuch“ inklusive Bällebad, Spielstationen, dem Stillen (Kuschel-) Ozean, einem Trickfilm und Vitrinen voll mit Spielzeug. Eine Ausstellung für kleine und große Leichtmatrosinnen und Leichtmatrosen von drei bis 100 Jahren. „Ein Elefant und ein Wal schließen Freundschaft und erleben ein spannendes Abenteuer auf hoher See. Mit Möwen, Affen und Piraten. Ausgedacht hat sich das Kai Dümpe aus Castrop-Rauxel. Und wie die Geschichte ins Museum gekommen ist“, erklärt Ausstellungsmacher Ralf Piorr. „Kai hat mir sein Manuskript in die Hand gedrückt und ich habe es meinem Sohn als Gute-Nacht- Geschichte vorgelesen. Danach mussten wir es jeden Abend lesen. Mindestens vier Wochen lang.“ Eröffnet wurde die Ausstellung am Sonntag (31.5.2026) und ist noch bis zum 25. Oktober 2026 zu den Öffnungszeiten des Heimatmuseum erlebar.

seit 31. Mai

Ausstellung in der Schlosskapelle Strünkede

Ludger Hinse zeigt „Zauber des Lichts“

In zwölf Kirchen auf Herner Stadtgebiet, auch in der Schlosskapelle Strünkede, präsentiert der Künstler seine Lichtobjekte und lädt dazu ein, die Räume neu zu entdecken.

Die Ausstellung „Zauber des Lichts“ im Rahmen der Gesamtausstellung LICHTraum zeigt eine weitere Facette von Ludger Hinses Schaffen. In zwölf Kirchen auf Herner Stadtgebiet, auch in der Schlosskapelle Strünkede, präsentiert der Künstler seine Lichtobjekte und lädt dazu ein, die Räume neu zu entdecken. Im Emschertal-Museum wird von Sonntag, 14. Juni, bis zum Sonntag,16. August 2026, ein weiterer Bereich seiner Arbeiten zu sehen sein. Die informell-abstrakten farbigen Malereien und Aquarelle sprühen vor Lebendigkeit, ohne dass sie konkrete Dinge abbilden. Die vier Elemente Feuer, Erde, Wasser und Luft sind für seine abstrakten Werke von Relevanz. Hinse bannt Gefühle und Gedanken direkt auf die Leinwand. Die Glut des Feuers, die Materialität der Erde und das Flirren und Quirlen des Wassers übersetzt er in ein malerisches System. Hinse, geboren 1948, hat eine sehr persönliche Verbindung zur Stadt Herne. Sein Vater arbeitete als Bergmann auf der Zeche Mont Cenis, so dass er als Junge mit seinem Tretroller aus Recklinghausen zur Zeche fuhr. Seine erste Frau Ulla Schnidder stammte aus Herne-Süd, Tochter des Gewerkschafters Bernhard Schnidder. 1972 heirateten sie in Herz-Jesu und zogen nach Horsthausen. Nach seinem Studium begann er ein Verwaltungspraktikum im Jugendamt Wanne-Eickel. Seine Kinder besuchten die Hiberniaschule, so dass die Verbindung nach Herne auch noch bestehen blieb. Mit der Präsentation seiner Arbeiten auf Herner Stadtgebiet schließt sich für ihn auch ein Lebenskreis.

seit 14. Juni

Kreative Hochbetrieb mit über 80 verschiedenen Projekten

Projektwoche an der Städtischen Musikschule

Die Musikschule Herne lädt zur Projektwoche im Juni 2026.

In der Woche von Montag, 15. Juni, bis Freitag, 19. Juni 2026, herrscht an der Städtischen Musikschule Herne, Gräffstraße 43, kreativer Hochbetrieb. Über 80 Projekte bieten Interessierten die Möglichkeit, sich mit außergewöhnlichen musikalischen Inhalten auseinanderzusetzen. Das Angebot ist vielfältig: Im Kurs „Stadion Hymnen“ werden – passend zur Fußballweltmeisterschaft 2026 – Stadionhymnen gesungen, begleitet von Tasteninstrumenten und Gitarren. Welche Bilder Musik im Kopf erzeugt, zeigt der Kurs „Musik im Bild“, bei dem zunächst gemeinsam ein Musikstück gehört wird und die Teilnehmenden dann ein Bild in Acryl auf die Leinwand bringen. Das detaillierte Programm ist auf der Internetseite der Stadt Herne unter folgendem Link zu finden: www.herne.de/musikschule/. Im Programmflyer ist auch die Anmeldekarte hinterlegt, denn eine verbindliche Anmeldung für die Projekte ist erforderlich. Aufgrund der hohen Anzahl an Anmeldungen erfolgt keine explizite Anmeldebestätigung. Bei einigen Angeboten muss eigenes Material mitgebracht werden. Die Teilnahme an den Projekten ist kostenlos.

seit 15. Juni

Zollverein Park zum zweiten Mal zur Bühne

„Boulevard of Dreams“ kommt zurück

Die Zeche Zollverein in Essen.

Essen. Das Welterbe Zollverein feiert vom 18. Juni bis 12. Juli das Festival "Boulevard of Dreams". Dafür wird der Zollverein Park zum zweiten Mal zur Bühne für Fantasie, Kreativität und gemeinschaftliches Erleben. Jeweils von Donnerstag bis Sonntag gibt es ein barriere- und kostenfreies Programm z. B. mit Konzerten, Performances, Yoga, Tanz- und Kreativworkshops. An den Sonntagen gibt es außerdem Angebote für die ganze Familie.

seit 18. Juni

Samstag, 20. Juni

Kombibad feiert 25-jähriges Bestehen mit Aktionen und Angeboten

Südpool startet in die Freibadsaison

Baden erlaubt: Der Südpool startet am Samstag, 30. Mai 2026, mit der Freibadsaison (Archivbild).

Endlich ist es so weit: Mit vielversprechenden Wetterprognosen startet der Südpool in Herne am Samstag, 30. Mai 2026, in die Freibadsaison. Gleichzeitig feiert das Kombibad in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass dürfen sich die Gäste über zahlreiche Aktionen und Angebote für Jung und Alt freuen, die über die gesamte Saison verteilt stattfinden werden. In der Therme LAGO im Gysenberg steht der Außenbereich den Gästen bereits seit Freitag (1.5.2026) zur Verfügung (halloherne berichtete). Den Auftakt des Jubiläumssommers im Südpool bildet das traditionelle „Anbaden“ zur Freibaderöffnung mit kostenfreiem Eintritt in der Zeit von 6:30 bis 8 Uhr sowie von 9 bis 12 Uhr. Zusätzlich erhalten die Gäste in diesem Zeitraum eine Prozentkarte für den nächsten Besuch. Die Club-Mitglieder können sich außerdem über ein Getränk oder eine kostenfreie Überraschung aus dem Freibad-Bistro freuen. Auch in den kommenden Monaten sind verschiedene Veranstaltungen geplant: Im Juni steht der Jahrgang 2001 im Mittelpunkt: Am Mittwoch, 3. Juni 2026. erhalten alle Gäste, die im Jahr 2001 geboren wurden, ganztägig freien Eintritt. Außerdem ist am Samstag, 20. Juni 2026 ein Spielenachmittag mit Attraktionen wie einer Hüpfburg und einer Eisenbahn für Kinder geplant. Im Juli können Besucherinnen und Besucher den gesamten Monat über an einem Quiz teilnehmen und dabei attraktive Preise gewinnen. Zusätzlich findet am Sonntag, 19. Juli 2026 ein Tischtennis-Turnier in Zusammenarbeit mit dem TTC Westfalia Herne statt. Das Angebot richtet sich sowohl an Einsteiger als auch an erfahrene Spielerinnen und Spieler. Am Mittwoch, 19. August 2026, folgt eine Schwimmabzeichen-Aktion. An diesem Tag können von 12 bis 18 Uhr die Abzeichen Seepferdchen, Seeräuber und Bronze kostenfrei abgelegt werden. Bevor die Freibadsaison am Sonntag, 27. September 2026, endet, veranstaltet die O-Fit GmbH am Samstag, 19. September 2026, unter dem Titel „AquaChella“ von 17 bis 22 Uhr eine Pool-Party mit DJ, Tanz und guter Stimmung. Als besonderer Abschluss wird am Dienstag, 29. September 2026, im Hallenbad eine Meditation auf dem Wasser angeboten. Karten hierfür sind bereits online erhältlich. Für sämtliche Aktionstage – mit Ausnahme der Meditation und der AquaChella – ist kein Ticketkauf und keine Anmeldung erforderlich. Eine weitere Neuheit in dieser Freibadsaison ist der neue Pächter des Südpool-Kiosks. Dieser wird künftig von Thomas Siewert durch die „Thomas Siewert & Dennis Kostrzewa GbR“ gepachtet und betrieben, der bereits Erfahrung aus der Gastronomie- und Schaustellerbranche mitbringt. Auch bei den Jubiläumsaktionen bringt er sich aktiv ein und wird unter anderem das Anbaden im Mai, den Spielenachmittag, sowie die AquaChella mit verschiedenen Attraktionen sowie Speisen und Getränken unterstützen. Abschließend heißt es: „Die Herner Bädergesellschaft freut sich im Jubiläumsjahr auf eine friedliche Saison mit tollen Aktionen und guter Stimmung.“

An drei Tagen vor dem City Center auf der Bahnhofstraße

Infomobil des Deutschen Bundestages zu Besuch

Das Infomobil des Deutschen Bundestages ist an drei Tagen im Juni 2026 in Herne vor dem City Center zu Besuch.

Von Donnerstag bis Samstag,, 18. Juni bis 20. Juni 2026 ist das Infomobil des Deutschen Bundestages im Wahlkreis 140 „Herne – Bochum II“ zu Gast. Der Standort ist auf der Bahnhofstraße vor dem City Center, Höhe Hausnummer 7b. Die Öffnungszeiten sind: Donnerstag, 18. Juni 2026 von 11 bis 18 Uhr, Freitag, 19. Juni 2026 von 9 bis 18 Uhr sowie Samstag, 20. Juni 2026 von 9 bis 14 Uhr. Der 17 Meter lange und 26 Tonnen schwere Promotion-Truck tourt jedes Jahr durch rund 60 Städte in ganz Deutschland. Ziel ist es, die Arbeit des Parlaments anschaulich zu vermitteln – und im Laufe von zwei Wahlperioden alle 299 Wahlkreise zu besuchen. Besucher haben die Gelegenheit, sich vor Ort über die Aufgaben und Arbeitsweise des Parlaments zu informieren und das Gespräch mit Vertretern des Deutschen Bundestages zu suchen. Oft können auch die Bundestagsabgeordneten des Wahlkreises für Gespräche vor Ort sein. Dabei gilt zu beachten: Insbesondere während der Sitzungswochen des Bundestages in Berlin ist eine Anwesenheit der Abgeordneten vor Ort in der Regel nicht möglich. Gruppenbesuche, insbesondere von Schulklassen bis zu 30 Personen, können vereinbart werden. Fachkundige Honorarkräfte informieren im Auftrag des Bundestages, leiten Diskussionsrunden und beantworten Fragen rund um die parlamentarische Arbeit. Im Infomobil erwarten Sie zahlreiche Informationsangebote – gedruckt und digital. Eine Fotowand am Redepult des Plenarsaals lädt zu einem Erinnerungsfoto ein, und ein virtueller Rundgang ermöglicht einen digitalen Besuch im Bundestag. Auch ein Glücksrad mit kleinen Preisen sowie eine barrierefreie Hebebühne gehören zur Ausstattung. Weitere Informationen zum Infomobil und zu den anderen Instrumenten der mobilen Öffentlichkeitsarbeit des Deutschen Bundestages finden sich unter www.bundestag.de/unterwegs. Dort sind auch alle weiteren Stationen der Infotour 2026 aufgeführt. Wer das Infomobil diesmal nicht besuchen kann, findet viele Informationsmaterialien kostenlos unter www.btg-bestellservice.de. Dort lassen sich Flyer, Broschüren und das Grundgesetz als PDF herunterladen oder kostenfrei in gedruckter Form bestellen – teilweise auch in Fremdsprachen sowie in einfacher oder leichter Sprache.

9 Uhr

vhs Sprachkursus

Niederländisch für die Reise

vhs-Herne Logo.

In der vhs im Kulturzentrum findet an drei Samstagen im Juni, 6., 20. und 27., der Kursus 'Niederländisch für die Reise' statt. Jeweils in der Zeit von 9:45 bis 13 Uhr bietet der Dozent der Herner vhs, Temilo van Zantwijk, noch rechtzeitig vor den Sommerferien diesen Wochenendkursus an. In diesem Grundkurs lernt man, einfache alltägliche Situationen auf Niederländisch zu bewältigen. Dann kann man sich ein wenig mit dem Vermieter der Ferienwohnung unterhalten, im Supermarkt einkaufen, in einem Lokal einen Tisch reservieren, bestellen und bezahlen und mehr. Auch lehrt der Dozent, ein bisschen auf Niederländisch zu lesen und berichtet einiges über interessante Orte, die sich für einen Besuch lohnen. Ein Skript wird im Kurs ausgehändigt und weiteres Material stellt der Dozent in der www.vhs.cloud zur Verfügung. Anmeldungen für den Kursus mit der Nummer können online hier oder in den Geschäftsstellen der vhs 02323 163584 oder 162920. Gebühr: 42 / 29 Euro.

9:45 Uhr

Der Lauf wird organisiert vom TV Börnig‑Sodingen 1889/90 und MGC Rot-Weiß Wanne-Eickel

24 Stunden in Bewegung

Am Samstag, 20. Juni 2026, ab 10 Uhr heißt es in Herne wieder: durchhalten, zusammenhalten und über sich hinauswachsen. Beim 24‑Stunden‑Lauf, organisiert vom TV Börnig‑Sodingen 1889/90 e. V., und dem MGC Rot-Weiß Wanne-Eickel e.V. steht nicht die Geschwindigkeit im Vordergrund, sondern die Ausdauer, der Teamgeist und die persönliche Herausforderung (Symbolbild)

Am Samstag, 20. Juni 2026, ab 10 Uhr heißt es in Herne wieder: durchhalten, zusammenhalten und über sich hinauswachsen. Beim 24‑Stunden‑Lauf, organisiert vom TV Börnig‑Sodingen 1889/90 e. V., und dem MGC Rot-Weiß Wanne-Eickel e.V. steht nicht die Geschwindigkeit im Vordergrund, sondern die Ausdauer, der Teamgeist und die persönliche Herausforderung. Start und Ziel befinden sich direkt an der Minigolfanlage im FunPark Wanne‑Eickel. Von dort aus bewegen sich die Teilnehmenden auf einem festen Rundkurs, der kontinuierlich über 24 Stunden durchlaufen wird. Ziel ist es, innerhalb dieses Zeitraums so viele Kilometer wie möglich zurückzulegen – ganz gleich, ob laufend, gehend oder in individuell gewählten Etappen. Der Lauf richtet sich an alle Altersgruppen und Leistungsniveaus. Sowohl Einzelstarter als auch Staffelteams sind herzlich willkommen. Während Einzelstarter ihre persönliche Grenze austesten, bietet die Staffelvariante eine ideale Möglichkeit, gemeinsam als Team die 24 Stunden zu meistern und sich gegenseitig zu motivieren. Der besondere Reiz dieses Events liegt in seiner offenen und inklusiven Atmosphäre: Ehrgeizige Sportler können ambitionierte Distanzen erreichen, während Freizeitsportler einfach die Freude an Bewegung genießen. Auch Zuschauer sind ausdrücklich eingeladen, Teil des Geschehens zu werden. Für Unterhaltung abseits der Strecke ist gesorgt – unter anderem mit der Möglichkeit, vor Ort eine entspannte Runde Minigolf zu spielen. Für Gäste und Teilnehmende stehen Snacks, Getränke und kleine Stärkungen bereit, sodass niemand hungrig oder durstig bleiben muss. Der 24‑Stunden‑Lauf ist damit weit mehr als ein Sportwettbewerb – er ist ein Gemeinschaftserlebnis für die ganze Region. Ob als Läufer, Unterstützer oder Zuschauer: Jeder ist eingeladen, dabei zu sein und diesen besonderen Tag – und diese besondere Nacht – mitzuerleben. Anmeldungen sind ab sofort möglich.

10 Uhr

Secondhand-Kleidung für alle

Weiberkram – Taschen, Tücher und mehr

Die Gemeinde St. Marien veranstaltet einen Frauenflohmarkt.

Im Gemeindehaus von St. Marien Baukau findet an zwei Tage wieder der Secondhand Markt – Weiberkram – statt. Am Freitag, 19. Juni 2026, beginnt der Kram um 19 Uhr mit Musik und Cocktails. Der Start am Samstag, 20. Juni 2026, ist bereits um 10 Uhr und lockt unter anderem mit frisch gebackenen Waffeln.

10 Uhr

Finalturnier in Herne – Sporthalle am Westring

Deutsche Meisterschaft im Einradhockey

BTC-Einradhockey – Deutsche Meisterschaft in der Sporthalle am Westring. (Archivfoto)

Das Finalturnier um die deutsche Meisterschaft im Einradhockey findet am Wochenende, Samstag und Sonntag, 20. und 21. Juni 2026, in der Westringhalle in Herne statt. Die zehn besten Teams der Saison haben sich für dieses Event qualifiziert und mittendrin bzw. vorneweg, die BTC Baukau Boogaloos. Die Boogaloos haben die reguläre Saison als Tabellenführer abgeschlossen und sind amtierender Vizemeister. Somit gehen sie als einer der Top-Favoriten an den Start. Dirk Zoltberger, der Trainer BTC Baukau Boogaloos sagt dazu: „Nach dem Meistertitel 2018 und einem dritten und vier zweiten Plätzen seitdem, wird es nun wieder Zeit für einen deutschen Meister aus Herne. Dazu brauchen wir aber die Unterstützung der sportbegeisterten Herner. Je mehr uns an den beiden Tagen in der Halle unterstützen, desto stärker wird uns der Heimvorteil helfen.“ Start wird an beiden Tagen um 10 Uhr sein, das Ende am Samstag gegen 18 Uhr, am Sonntag gegen 16 Uhr mit dem Finalspiel um den Titel. Der Besuch in der Westringhalle ist kostenlos. Geboten wird dabei Einradhockey der Spitzenklasse, von den zehn besten Mannschaften Deutschlands. Beim Einradhockey spielen fünf Spieler und Spielerinnen in gemischten Teams (Damen und Herren) gegeneinander. Gespielt wird mit Eishockeyschläger und Tennisball. Die Spiele sind je nach Turnierart unterschiedlich lang, das Finale der DM dauert 2 x 15 Minuten. Es gibt eine deutsche Liga mit knapp 80 teilnehmenden Teams, die eine ganze Saison lang Turniere spielen. Die ersten zehn spielen dann in einem Finalturnier den Meister aus. Informationen dazu gibt es auf der Homepage. Die BTC Baukau Boogaloos sind seit Jahren das beste Team des Baukauer TurnClubs. Sie sind letztmals 2018 deutscher Meister geworden und seitdem einmal Dritter und vier mal Zweiter. Jetzt wird es also Zeit mit dem Heimvorteil im Rücken mal wieder den Titel zu holen. Informationen dazu gibt es auf der Homepage des Turnclubs.

10 Uhr

Kindertagesstätte am EvK Herne feiert 50. Geburtstag

'Gemeinsam die Welt entdecken'

Kindertagesstätte am EvK Herne lädt zur Feier des 50. Geburtstags ein.

Seit 1976 begleitet die Evangelische Kindertagesstätte am EvK Herne Kinder durch ihre ersten Jahre. Zum 50. Geburtstag lädt das Familienzentrum am Samstag, 20. Juni 2026, von 11 Uhr bis 15 Uhr zum Fest auf das Gelände an der Altenhöfener Straße 17 in Herne-Mitte ein. Eingeladen sind Familien, Ehemalige, Wegbegleiter und alle, die sich mit der Kita verbunden fühlen. Der Eintritt ist frei. Gegründet wurde die Kita am EvK Herne, um Kindern berufstätiger Eltern, insbesondere dem Nachwuchs der Mitarbeitenden des Krankenhauses, eine gute Betreuung zu gewährleisten. Bis heute gehört die Einrichtung zu den größten Kindertagesstätten in NRW. 27 Mitarbeitende betreuen aktuell rund 130 Mädchen und Jungen im Alter von wenigen Monaten bis sechs Jahren aus 16 Nationen. Träger der Kita ist der Verein Kindertagesstätte am EvK Herne e.V. unter Leitung des Theologischen Direktors Pfarrer Frank Obenlüneschloß. Das Jubiläumsfest steht unter dem Motto „Gemeinsam die Welt entdecken“. Am Samstag, 20. Juni, öffnen sich um 11 Uhr die Tore aufs Kita-Gelände. Um 11.30 Uhr gibt der Singkreis der Kita-Kids den Ton an, gefolgt von Grußworten, unter anderem von Bürgermeisterin Bettina Szelag. Bis 15 Uhr reihen sich bunte Programmpunkte aneinander - das Theaterstück „Der Grüffelo", Trommelworkshops und Musik mit einer Schülerband. Die jungen Gäste dürfen sich auf Kinderschminken, Bastelangebote und ein Karussell freuen. Für das leibliche Wohl sorgen die Krankenhaus-Azubis an der Grillstation und Büfetts mit Salaten und Kuchen.

11 Uhr

Programmübersicht: Neue Saison läuft für elf Wochen ab Mai

Das Herkules-Festival 2026 startet

Das Herkulesfest, hier ein Bild aus dem Jahr 2024, steigt wieder am Samstag und Sonntag, 20. und 21. Juni 2026.

Spielen, forschen, basteln und noch mehr bietet das Herkules-Festival für alle Kinder zwischen drei und zwölf Jahren. Mit über 100 Veranstaltungen hat der Herner Kinder-Kultur-Sommer für jeden Geschmack etwas im Programm. Das Herkules-Festival startete am Freitag (1.5.2026) in die neue Saison. Über elf Wochen bietet die Stadt Herne Kindern ein umfangreiches Kulturprogramm mit Workshops, Mitmachaktionen und Kreativangeboten – viele davon sind kostenlos. Höhepunkt des Festivals ist das zweitägige Herkules-Fest am Samstag, 20. Juni, und Sonntag, 21. Juni 2026. An beiden Tagen lädt der Schlosspark Strünkede jeweils von 13 bis 18 Uhr Kinder und Familien dazu ein, gemeinsam zu spielen und zu feiern. Neben dem beliebten Tigerenten-Rodeo gibt es hier noch viele weitere Angebote zum Mitmachen. Der Eintritt ist frei. Kreativangebote in der Städtischen Galerie: Die Städtische Galerie im Schlosspark Strünkede ist wieder geöffnet (halloherne berichtete) – auch für Kinder. Unterschiedliche Workshops laden zum Beispiel am Samstag, 9. Mai 2026, von 14 bis 17 Uhr, hier zum Gestalten und Kreativsein ein. Beim Servietten-Potch gestalten die Teilnehmer Bilder mit bunten Frühlingsservietten. Ein andermal geht es mit Hammer und Nagel daran, eigene Kunstwerke zu erschaffen. Manga-Workshop in der Stadtbibliothek: An zwei Samstagen, 30. Mai, 10 bis 14 Uhr und 13. Juni, 9 bis 13 Uhr, werden unter Anleitung einer Manga-Künstlerin Kinder ab acht Jahren Aufsteller, Mobiles und Pop-up-Welten gestalten. Vom Konzept bis zum Kolorieren lernen die Kinder alles, was sie zum Erschaffen ihrer Lieblingsfiguren brauchen. Musikquiz in der Städtischen Musikschule: Die Städtische Musikschule lädt am Mittwoch, 17. Juni 2026, um 16 Uhr, zu einem Musikquiz für alle ab sechs Jahren ein. Bei verschiedenen Quizspielen dreht sich alles um das Thema Musik. Gemeinsam isst man nicht allein: Das gemeinsame Essen ist in vielen Kulturen fest verankert. Das LWL-Museum für Archäologie und Kultur nimmt am Sonntag, 7. Juni, 13 bis 14:30 Uhr und 15 bis 16:30 Uhr die Teilnehmenden (ab acht Jahren) mit auf eine Expedition durch die Ausstellung „Mahlzeit! Wie Essen uns verbindet“. Weitere Informationen und das vollständige Programm sind auf herne.de/herkules zu finden. Bei manchen Veranstaltungen ist eine Voranmeldung nötig.

13 Uhr

Jahreshauptversammlung beim WSV Herne

Andreas Kruse – Vorsitzender Wassersportverein Herne.

In äußerst ruhigem Fahrwasser verlief die diesjährige Jahreshauptversammlung des Wassersportvereins Herne 1920 e.V., die Ende März 2026 im Vereinsheim an der Gneisenaustraße stattfand und bei der über 80 Mitglieder anwesend waren. In seinem Rechenschaftsbericht wies der 1. Vorsitzende Andreas Kruse auf die vertrauensvolle Arbeit im Vorstand und die Beteiligung des Vereins an der „Städtebaulichen Konzeptstudie Herner-Meer“ hin. Außerdem teilte er mit, dass weitere Wasserflächen im Hafen am Herner Meer angepachtet wurden, die demnächst eingezäunt werden sollen. Außerdem teilte er mit, dass die Heizungsanlage im Vereinsheim dringend erneuert werden muss. Nach der Ehrung verdienter Vereinsmitglieder schlossen sich die Berichte der Ruder- und der Motorbootabteilung sowie der Kassiererin und der Kassenprüfer an. Für die Ruderabteilung sucht der WSV zum nächstmöglichen Zeitpunkt einen Trainer oder eine Trainerin. Interessenten werden gebeten, über leiter-rubo@wsv-herne.de Kontakt zum Verein aufzunehmen. Das traditionelle „Anfahren“ findet am Samstag, den 18. April 2026 ab 13 Uhr statt, zu dem Gäste herzlich willkommen sind. Das Sommerfest ist am Samstag, 20. Juni 2026 ab 14 Uhr und das traditionelle „Abfahren“ am 10. Oktober ab 13 Uhr. Interessierte Motorbootler können jeden Sonntagvormittag in der Zeit von 11:30 bis 13 Uhr und jeden ersten Freitagabend im Monat zu freien Liegeplätzen oder zum Vereinsleben sowie auf der Vereins-Homepage Informationen erhalten.

14 Uhr

Erlebnisführungen im LWL-Museum Zeche Hannover

'Dinosaurier' der Technik in Bewegung

Der letzte Fördermaschinist der Zeche Hannover an seinem Arbeitsplatz – die Dampffördermaschine aus dem Baujahr 1893.

Bochum. Die Dampffördermaschine der Zeche Hannover, Baujahr 1893, ist die älteste ihrer Art, die noch an ihrem Originalstandort zu sehen ist. Bis zur Schließung der Zeche im Jahr 1973 war der Koloss in Betrieb. Im heutigen Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) können Besucher den Dinosaurier der Technik – heute angetrieben von einem modernen Elektromotor – regelmäßig in Bewegung sehen, am kommenden Wochenende gleich dreimal. Am Samstag, 20. Juni, um 15 Uhr und am Sonntag, 21. Juni 2026, um 12 und um 15 Uhr starten Erlebnisführungen mit Vorführung der historischen Dampffördermaschine. Die Teilnahme ist kostenfrei. Das Museum und die Sonderausstellung „Weg der Kohle - Fotografien von Khalil Noé Döring“ sowie die Outdoor-Ausstellung „Großstadt Wildnis“ sind Mittwoch bis Samstag von 14 bis 18 Uhr sowie an Sonn- und an Feiertagen von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Im Kinderbergwerk „Zeche Knirps“ können Kinder am Samstag zwischen 14 und 18 Uhr und an Sonn- und Feiertagen zwischen 11 und 18 Uhr selbst zu Bergleuten werden und den Betriebsablauf einer Zeche unter- und über Tage spielerisch kennenlernen.

15 Uhr

Hagar lädt zum Picknick in den Park

Ziegen im Mini-Zoo Eickel.

Das Hagar-Team lädt alleinerziehende Mütter und Väter am Samstag, 20. Juni 2026, ab 15 Uhr zum Austausch ein, um mit Menschen aus verschiedenen Institutionen und der Politik über die Situation von Alleinerziehenden in Herne zu sprechen.. Der Austausch kann genutzt werden, um neue Kontakte zu knüpfen. Geboten werden aber auch, Spaß mit Glitzertaottos und Luballontieren für die Kinder und zudem bietet der Barde Magister Stephanus einen musikalischen Genuss.

15 Uhr

Keramische Werkstatt Margaretenhöhe in der Künstlerzeche

Stille Gäste auf Unser Fritz 2/3

Florian Kunath, 1. Stellv. Vorsitzender der Künstlerzeche, präsentiert die in der Keramischen Werkstatt Margaretenhöhe hergestellte Ehrengabe der Stadt Herne mit dem neuen Wappen nach dem Zusammenschluss mit Wanne-Eickel.

Mit der Ausstellung „Stille Gäste“ präsentiert die Künstlerzeche Unser Fritz 2/3 vom 13. Juni bis 5. Juli 2026 Arbeiten der Keramischen Werkstatt Margaretenhöhe in Essen um die international renommierte koreanische Keramikerin Young-Jae Lee. Die Vernissage beginnt am Samstag, 13. Juni 2026, um 17 Uhr. Während in der Schwarzkaue die aktuellen Produkte der Essener, die übrigens sämtlich käuflich erworben werden können, sowie Sonderanfertigungen verschiedener Werkstatt-Keramiker zu sehen sind, hat Young-Jae Lee, seit 1986 (Ko-) Leiterin des inzwischen auf Zollverein residierenden Unternehmens, in der Weißkaue eine großflächige Bodeninstallation mit Objekten seit Gründung gestaltet. Auch ein Herner Krug ist vertreten: Zwischen 1970 und 1980 kamen die mit dem Stadtwappen geschmückten Ehrengaben aus der Essener Werkstatt. Da es 1975 zur Vereinigung mit Wanne-Eickel kam, gibt es zwei Krug-Varianten. Florian Kunath, 1. Stellv. Vorsitzender der Künstlerzeche: „Keramik gehört für viele Menschen selbstverständlich zum Alltag. Teller, Schalen, Becher, Vasen oder Gefäße werden täglich genutzt und oft kaum bewusst wahrgenommen. Dabei vereinen diese Objekte handwerkliche Meisterschaft, gestalterische Qualität und künstlerischen Ausdruck. Die Ausstellung „Stille Gäste“ möchte den Blick auf diese oft übersehene Seite der Keramik lenken.“ Der Titel, so Kunath, verweist auf die besondere Rolle keramischer Objekte: „Sie begleiten uns meist unauffällig durch das Leben, sind ständig präsent und bleiben dennoch häufig unbeachtet. In der Künstlerzeche treten sie aus dieser stillen Rolle heraus und werden als eigenständige Kunstwerke sichtbar. Die Arbeiten der Keramischen Werkstatt Margaretenhöhe begegnen dabei einer ungewöhnlichen Umgebung. In den Räumen der ehemaligen Zeche treffen zeitgenössische Keramikkunst und Industriekultur aufeinander. Es entsteht ein spannender Dialog zwischen der Ruhe und Präzision keramischer Formen und der Geschichte eines Ortes, der einst von Kohleförderung und schwerer Arbeit geprägt war.“ Als Margarete Krupp 1924 ein Siedlungsvorhaben in der Stadt Essen realisierte, das nach ihr „Margaretenhöhe“ benannt wurde, sollten die Bauten mit keramischem Schmuck ausgestattet werden. So initiierte Hermann Kätelhön, ihr künstlerischer Berater, die Gründung einer Keramikwerkstatt auf dem Gelände und bestimmte Will Lammert zum Leiter der Werkstatt, die 1925 als „Keramische Werkstatt Margaretenhöhe“ in das Handelsregister eingetragen wurde. 1986 haben die 1951 in Seoul geborene, bei Margot Münster (Keramik) und Erwin Schutzbach (Formgestaltung) an der Fachhochschule Wiesbaden ausgebildete Koreanerin Young-Jae Lee und die gebürtige Essenerin Hildegard Eggemann, die am 12. Mai 2025 verstarb, die Leitung übernommen mit dem Ziel, das Manufakturprogramms mit Serienproduktion eines speziell entworfenen Geschirrs unter Rückbesinnung auf die formalen Grundprinzipien des Bauhauses wiederaufzunehmen. 1987 erfolgte der Umzug in das Baulager des Weltkulturerbes Zeche Zollverein. 2006 ist die Werkstatt von der Ruhrkohle (RAG) übernommen und Young-Jae Lee, seit 1993 alleinige Leiterin, als Geschäftsführerin bestallt worden. Die Ausstellung wird am Samstag, 13. Juni 2026, um 17 Uhr eröffnet. Zur Einführung sprechen Prof. Dr. Hans-Peter Noll, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Stiftung Zollverein, sowie Dr. des. Sebastian Bank, Kurator für Europäisches Porzellan an den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und Vizepräsident der Gesellschaft der Keramikfreunde e.V. Begleitend zur Ausstellung finden weitere Veranstaltungen statt: Das Künstlercafé öffnet am Samstag, 20. Juni 2026, von 14.30 bis 16.30 Uhr in der Schwarzkaue. Und der beliebte „Schichtwechsel“ nach Feierabend findet wieder am Freitag, 26. Juni 2026, zwischen 18 und 21 Uhr in der Künstlerzeche statt. Zur Finissage am Sonntag, 5. Juli 2026, gibt’s einen Vortrag zum Thema „Weißes Gold“ mit anschließendem Austausch bei Kaffee und Kuchen. Die Ausstellung „Stille Gäste“ wird im Rahmen des Jahresthemas „Grenzbereiche II: Keramik“ vom 13. Juni bis 5. Juli 2026 in der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3, Zur Künstlerzeche 10 in 44653 Herne gezeigt zu folgenden Öffnungszeiten: Mi 15 – 18 Uhr, Sa 15 – 18 Uhr und So 14 – 17 Uhr sowie nach Vereinbarung unter Tel. 02325 – 55 91 462.

15 Uhr

'La fanciulla del West' in Essen

Der Wilde Westen in der Oper

Nicht nur Sheriff Jack Rance (Massimo Cavalletti, vorn) ist fasziniert vom aufregenden Cowgirl Minnie (Ilaria Alida), hat bei ihr aber – im wahren Wortsinn – die schlechteren Karten.

Sie steht gar nicht so selten auf den Spielplänen nicht nur der „Großen Häuser“ wie der Staatsoper und der Deutschen Oper Berlin, wie in Hamburg oder München, wo der Filmregisseur Andreas Dresen das 1910 in der New Yorker Metropolitan Opera uraufgeführte Werk inszenierte, auch Hagen und mit Detmold sogar ein Landestheater haben sich an den Dreiakter gewagt, von der ihr Komponist Giacomo Puccini schrieb: „‚La fanciulla del West‘ ist mir von allen Opern am besten gelungen.“ Dennoch gehört „Das Mädchen aus dem Goldenen Westen“, so der deutschsprachige Titel, nicht wie etwa „Tosca“ oder „Bohème“ zum Standard-Repertoire, und bei uns tief im Westen schon gar nicht. Weshalb die Neuinszenierung Dirk Schmiedings, die am 28. März 2026 einen Jubelsturm des Premierenpublikums im Essener Aalto-Theater evozierte wie schon lange nicht mehr, ein Ausrufezeichen setzt zum Ende der Intendanz von Dr. Merle Fahrholz. In der stimmungsvoll ausgestalteten Saloon-Kulisse von Ralf Käselau vertreiben sich die Goldgräber mit Kartenspiel und Whiskey die Zeit. Sie warten auf ihren größten Schatz, der ihr Heimweh stillt und den Feierabend nach einem harten Arbeitstag versüßt: Minnie (das blonde Cowgirl scheint gerade der „True Grit“-Leinwand entstiegen zu sein: die feurige italienische Sopranistin Ilaria Alida Quilico) gibt den harten Kerlen nicht zuletzt mit mahnenden Worten aus der Bibel ein warmes, familiäres Gefühl in der kalten Fremde. Als ein geheimnisvoller Fremder den Saloon „Polka“ betritt, zeigt sich nicht nur Sheriff Jack Rance (der international gefragte italienische Bariton Massimo Cavalletti als Gast) von seiner eifersüchtigen Seite. Denn Minnie scheint den Mann zu kennen, der sich als Dick Johnson (der dritte Großkaräter dieser Produktion wechselte zu Saisonbeginn von der Deutschen Oper Berlin nach Essen: der venezuelanische Tenor Jorge Puerta) ausgibt, in Wahrheit aber der gesuchte Verbrecher Ramerrez ist, der mit seiner Bande das von den Minenarbeitern geschürfte und von Minnie bewachte Gold rauben will… Nach Vollendung seiner „Butterfly“ war Puccini auf der Suche nach „etwas Neuem, Bewegendem und nie Gesehenem“. Seine Muse, die wohlhabende und überdies verheiratete Londonerin Sybil Seligman, besorgte ihm die italienische Übersetzung des Dramas „The Girl Of The Golden West“, in dem David Belasco den kalifornischen Goldrausch der 1850er Jahre aufgreift. Zusammen mit den Librettisten Guelfo Civinini und Carlo Zangarini entstand so die wahrscheinlich erste „Wildwestoper“ der Musikgeschichte, eine spannende, hoch emotionale Mischung aus Western-Romantik („Lucky Strike!“), Krimi-Spannung sowie Liebes- und Eifersuchtsdramatik. Puccinis Musik ist vergleichsweise arm an Arien, aber voll wunderbarer, mit amerikanischer Musik unterlegter Melodien, vom melancholischen Lied „Che faranno“ des heimwehkranken Jake Wallace über Minnies zarte Auftrittsarie „Dove eravamo?“ und Liebeslieder wie „Oh, se sapeste“ und „Ma non vi avrei rubato!“ bis hin zu Johnsons Arie „Ch’ella mi creda“, in der er darum bittet, dass Minnie nichts von seinem Tod erfahren soll. Das sind große Puccini-Momente, die unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Andrea Sanguineti voll zur Geltung kommen. In den Folgevorstellungen wird auch die armenische Sopranistin Astrik Khanamiryan aus dem Aalto-Ensemble in der Partie der Minnie zu erleben sein. Das Aalto-Regiedebüt Dirk Schmedings fällt zwiespältig aus. Auf der einen Seite sein vom Broadway und von Charlie Chaplins Film „The Gold Rush“ inspiriertes Konzept, eine Western-Filmkulisse zum Schauplatz zu machen, in der Charlie Chaplin in seiner 1915er Rolle als „The Tramp“ auf einem Dolly genannten Kamerawagen auf Schienen hereinfährt und der Videograf Johannes Kulz für Marlboro-Atmosphäre auf der Leinwand sorgt. Im Chaplin-Kostüm steckt übrigens Jihoon Kim, der gleich nach dem kollektiven „Hallo“-Auftakt des 1. Aktes das berührende Lied des Jake Wallace singt. Und im Bären-Kostüm steckt Jana Marković, die bisweilen wie ein flauschiges Nummerngirl über die Szene tapert. Womit wir bei der anderen Seite des Regiekonzeptes angekommen sind, das Puccinis Happy End (Minnie und Johnson sitzen auf Kinosesseln statt in Freiheit das Land zu verlassen) für unvermittelbar hält: Die Rollenbezeichnung Wowkle und Billy Jackrabbit verweisen auf das in der Oper vorkommende Indigenen-Paar (um das andere „I-Wort“ zu vermeiden). Das geht heute natürlich ebenso wenig wie die mexikanische Herkunft der Räuberbande. Also haben sich das Regieteam und die Aalto-Dramaturgin Savina Kationi auf eine „humorvolle Setzung“ verständigt, die über knapp drei Stunden wie ein Fremdkörper wirkt. Karten unter theater-essen.de oder unter Tel 0201 - 81 22 200.

18 Uhr

Sommerkonzert in der Kreuzkirche

Sommerkonzert in der Kreuzkirche.

Die Kirchengemeinde Haranni lädt ein zum Sommerkonzert des Kammerorchesters der Kreuzkirche mit Werken aus drei Musikepochen. Es beginnt am Samstag, 20. Juni, um 18 Uhr in der Kreuzkirche. Das Konzert beginnt mit der Kleinen Nachtmusik von Wolfgang Amadeus Mozart. Weiter stehen zwei Konzerte fr Orgel und Orchester auf dem Programm – eines von Georg Friedrich Händel mit Bernhard Schwarz als Solisten und ein romantisches in g-Moll von Joseph Rheinberger. Den Solopart übernimmt hier Kirchenmusikdirektor Detlef Renneberg aus Hannoversch Münden. Für Renneberg ist es das Konzert ein Treffen mit der eigenen Vergangenheit: Er ist der Vorgänger von Wolfgang Flunkert als Kantor der (damals noch) Kreuzkirchengemeinde. Die Gesamtleitung hat Gisela Röbbelen, die auch als Solistin an der Violine zu hören sein wird. Am Dirigentenpult stehen Dr. Björn Pfadenhauer und Bernhard Schwarz beim Rheinberger-Orgelkonzert.

18 Uhr

'Wort-Manage' im Circus Schnick-Schnack

Poetry-Slam trifft auf Zirkusflair

Wie hier gibt es wieder im Circus Schnick-Schnack einen Abend mit Poetry-Slam, der "Wort-Manege".

Im einzigartigen Ambiente des Circus Schnick-Schnack (Jürgens Hof 59) treffen Sprachartistik und Zirkusflair aufeinander. Alle zwei Monate präsentiert die Poetry Slam Wort-Manege in Herne die Crème de la Crème der deutschsprachigen Slamszene: Vier der besten Poeten des Landes verzaubern das Publikum mit ihren selbstgeschriebenen Texten. Die nächste Veranstaltung ist am Samstag, 20. Juni 2026, um 20 Uhr. Vom Veranstalter heißt es: „Zwischen Lyrik und Prosa, zwischen Humor und Tiefgründigkeit bleibt dabei garantiert kein Auge trocken. Der Wort-Manege Poetry Slam ist mehr als nur ein klassischer Dichterwettstreit: er ist ein Treffpunkt für alle, die Sprache lieben und Lust auf besondere Live-Kultur haben.“ Und weiter: „Das Besondere an diesem Poetry Slam ist die Atmosphäre: Der Circus Schnick-Schnack bietet eine Bühne, die man so in NRW kein zweites Mal findet. Zwischen Manege, Lichterglanz und Zirkuszauber entsteht ein Raum, in dem Worte lebendig werden und jede Performance besonders wirkt.“ Neben den auftretenden Poeten spielt auch das Publikum eine entscheidende Rolle. Es entscheidet, wer am Ende den Sieg mit nach Hause nimmt, genau dieser direkte Austausch macht den Abend so lebendig. Egal ob regelmäßige Slam-Besucher oder Neulinge: Dieses Event bietet eine Mischung aus Humor, Tiefgang, Entertainment und Überraschungsmomenten. Als gemeinnütziges Stadtteilzentrum fließen zudem alle Einnahmen vollständig zurück in kulturelle und pädagogische Arbeit. Folgende Künstler stehen auf der Bühne: Dilara Yüksek (28), Malte Küppers (geboren 1988 in Viersen) und Britta Kah. Tickets gibts für 12 Euro (ermäßigt 8 Euro) im VVK unter https://shop.ticketpay.de/GV5US8ZL.

20 Uhr

Biergarten kooperiert mit 'Reifen Stiebling' und zeigt viele Spiele

Großes Public Viewing bei 'Oskar am Kanal'

Public Viewing bei Oskar am Kanal zur Fußball-WM 2026: Es freuen sich (v.li.) Thorsten Kinhöfer, Alexander Stiebling (Reifen Stiebling) und Oskar Steinmeister.

Am Donnerstag, 11. Juni 2026, beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko. Wer die Spiele, vor allem die Matches der deutschen Nationalmannschaft, nicht alleine auf der Couch sondern mit Familie oder Freunden beim Public Viewing schauen möchte, hat nun eine weitere Anlaufstelle zur Auswahl. Der Biergarten „Oskar am Kanal“ (An der Künstlerzeche 10) von Oskar Steinmeister, direkt neben der Künstlerzeche Unser Fritz, zeigt auf zwei neu angeschafften und großen Großleinwänden und mehreren Fernsehern viele Spiele. Der Gastronom (halloherne berichtete) kooperiert dabei mit dem Herner Unternehmen Reifen Stiebling um Chef Alexander Stiebling. Der Reifenhändler hatte in den vergangenen Jahren schon häufiger ein Public Viewing angestoßen und unterstützt, trat auch mal als Namensgeber auf (halloherne berichtete). Nun gibt es mehr eine werbliche Unterstützung, aber auch noch besondere Programmpunkte. So wird der ehemalige FIFA-Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer, der während der WM für das ZDF in Berlin strittige Entscheidungen analysieren wird, am Tag vor den Partien der DFB-Elf über Social Media gesammelte Fragen zugeschickt bekommen und ein drei- bis fünfminütiges Video aufnehmen, welches dann jeweils abends gezeigt wird. Abends wird auch das Thema sein: Viele Spiele der WM sind sogar erst nachts zu deutscher Zeit. Die drei Vorrundenbegegnungen starten um 19 Uhr (Sonntag, 14. Juni, gegen Curaçao, ARD) sowie um 22 Uhr (Samstag, 20. Juni, gegen die Elfenbeinküste, ZDF, und Donnerstag, 25. Juni 2026, gegen Ecuador, ARD, sowie alle bei Magenta TV). „Durch eine Sondergenehmigung dürfen wir aber auch die späten Partien zeigen“, erklärt Oskar Steinmeister. Montag bis Mittwoch hat der Biergarten bis 22 Uhr geöffnet, von Donnerstag bis Sonntag sogar bis 2 Uhr nachts. „Ob die späteren Anstoßzeiten für mehr oder weniger Ansturm sorgen werden, werden wir sehen. Ich gehe davon aus, dass vor allem die späten Partien für feste Planungen bei Fans sorgen, und es keine spontanen Entscheidungen für einen Besuch beim Public Viewing geben wird.“ 650 Sitzplätze gibt es, von jedem Platz aus soll man einen guten Blick auf das Geschehen haben. „Ab einer Gruppenanzahl von vier Personen kann man bis zweieinhalb Stunden vor dem Spiel einen Tisch reservieren. Falls sich jemand dann noch spontan umentscheidet und nicht kommt, werden die Plätze an Gäste vergeben, die erst danach erscheinen“, sagt Steinmeister. Sehr viele Sitzplätze sind auch wetterunabhängig, da große Schirme möglichen Regen abhalten können. Reifen Stiebling möchte durch Videos auf seine neue Kampagne „Wir haben das gelernt“ aufmerksam machen, um neue Ausbildungsplätze zu besetzen. „Außerdem werden wir Gewinnspiele anbieten und an unserem 'Malocher Stammtisch' Kunden und Freunde einladen, um so bei den Deutschland-Spielen mit einer großen Gruppe gemeinsam der DFB-Elf die Daumen zu drücken“, erläutert Alexander Stiebling. Thorsten Kinhöfer ist froh, dass er durch die Videos Kontakt mit seiner Heimatstadt halten kann, während er als Schiri-Experte aus Berlin mit den Kommentatoren in den USA, Kanada und Mexiko verbunden ist. Für die deutsche Mannschaft sieht er keine großen Chancen auf den Titel: „Das Spiel in Mainz gegen Finnland (4:0 für Deutschland, Anm. d. Red.) war zwar gut, sollte man aber als Testspiel nicht überbewerten. Als Gruppenerster oder -zweiter warten im Sechzehntelfinale vermutlich Frankreich oder Brasilien auf uns. Die sehe ich als zu große Hürde an.“ Ansonsten gilt: Wie üblich gibt es überall Service am Tisch, Oskar Steinmeister will 60 bis 70 Mitarbeiter im Einsatz haben. Parkplätze gibt es direkt vor dem Biergarten, viele werden aber auch am Kanal entlang zu Fuß oder mit dem Rad erscheinen. Der Bus 342 der HCR fährt bis vor die Türe, aber auch „nur“ bis 23 Uhr. „Bislang stoßen wir bei der HCR auf die Frage, ob es Sonderbusse geben kann, auf Granit“, erklärt Steinmeister. Nun kann dann bald auch endlich der Ball rollen. Das Eröffnungsspiel bestreiten Mexiko und Südafrika am 11. Juni 2026 um 21 Uhr.

22 Uhr

Förderverein Peter und Paul zeigt Deutschland-Spiele

Public Viewing im Thomas-Morus-Haus

Im Thomas-Morus-Haus gibt es zur Fußball-WM 2026 Public Viewing (Symbolbild).

Der Förderverein Peter und Paul lädt zur anstehenden Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko zum Public Viewing für die Spiele der deutschen Fußballnationalmannschaft ins Thomas-Morus-Haus (Widumer Straße 23a). Los geht es am Sonntag, 14. Juni 2026, um 19 Uhr, mit dem Spiel gegen Curaçao. Als weiteren Termin kündigen die Veranstalter das zweite Gruppenspiel am Samstag, 20. Juni 2026, um 22 Uhr gegen die Elfenbeinküste an. Der Eintritt ist jeweils frei, über Spenden freuen sich die Veranstalter. Vor Ort soll es gute Stimmung, Bratwurst und Bier geben. Der Einlass ist jeweils 30 Minuten vor Spielbeginn.

22 Uhr

A43 Ausbau: Arbeiten über dem Weg dauern einen Monat

Trasse Wanne Constantin wird gesperrt

Trasse Wanne-Constantin wird für einen Monat gesperrt.

Herne. Die Arbeiten der Autobahn Westfalen für den A43-Ausbau bei Herne gehen voran. Für die nächste Bauphase kommt schweres Gerät zum Einsatz. Aus Sicherheitsgründen muss dabei die Unterführung des Geh- und Radweges Trasse Wanne Constantin unter der Autobahn gesperrt werden, ab Mittwoch, 27. Mai 2026, um 8 Uhr bis voraussichtlich Freitag, 26. Juni 2026. Eine Umleitung ist eingerichtet. Sie führt über die Bochumer Straße oder die Riemker Straße sowie die Südstraße.

seit 27. Mai

Ausstellung als 'begehbares Kinderbuch' erlebbar

„Emil und der Wal“ im Heimatmuseum

'Emil und der Wal' sind nun im Heimatmuseum zu bestaunen.

Das Heimatmuseum Unser Fritz präsentiert „Emil und der Wal“ als „begehbares Kinderbuch“ inklusive Bällebad, Spielstationen, dem Stillen (Kuschel-) Ozean, einem Trickfilm und Vitrinen voll mit Spielzeug. Eine Ausstellung für kleine und große Leichtmatrosinnen und Leichtmatrosen von drei bis 100 Jahren. „Ein Elefant und ein Wal schließen Freundschaft und erleben ein spannendes Abenteuer auf hoher See. Mit Möwen, Affen und Piraten. Ausgedacht hat sich das Kai Dümpe aus Castrop-Rauxel. Und wie die Geschichte ins Museum gekommen ist“, erklärt Ausstellungsmacher Ralf Piorr. „Kai hat mir sein Manuskript in die Hand gedrückt und ich habe es meinem Sohn als Gute-Nacht- Geschichte vorgelesen. Danach mussten wir es jeden Abend lesen. Mindestens vier Wochen lang.“ Eröffnet wurde die Ausstellung am Sonntag (31.5.2026) und ist noch bis zum 25. Oktober 2026 zu den Öffnungszeiten des Heimatmuseum erlebar.

seit 31. Mai

Ausstellung in der Schlosskapelle Strünkede

Ludger Hinse zeigt „Zauber des Lichts“

In zwölf Kirchen auf Herner Stadtgebiet, auch in der Schlosskapelle Strünkede, präsentiert der Künstler seine Lichtobjekte und lädt dazu ein, die Räume neu zu entdecken.

Die Ausstellung „Zauber des Lichts“ im Rahmen der Gesamtausstellung LICHTraum zeigt eine weitere Facette von Ludger Hinses Schaffen. In zwölf Kirchen auf Herner Stadtgebiet, auch in der Schlosskapelle Strünkede, präsentiert der Künstler seine Lichtobjekte und lädt dazu ein, die Räume neu zu entdecken. Im Emschertal-Museum wird von Sonntag, 14. Juni, bis zum Sonntag,16. August 2026, ein weiterer Bereich seiner Arbeiten zu sehen sein. Die informell-abstrakten farbigen Malereien und Aquarelle sprühen vor Lebendigkeit, ohne dass sie konkrete Dinge abbilden. Die vier Elemente Feuer, Erde, Wasser und Luft sind für seine abstrakten Werke von Relevanz. Hinse bannt Gefühle und Gedanken direkt auf die Leinwand. Die Glut des Feuers, die Materialität der Erde und das Flirren und Quirlen des Wassers übersetzt er in ein malerisches System. Hinse, geboren 1948, hat eine sehr persönliche Verbindung zur Stadt Herne. Sein Vater arbeitete als Bergmann auf der Zeche Mont Cenis, so dass er als Junge mit seinem Tretroller aus Recklinghausen zur Zeche fuhr. Seine erste Frau Ulla Schnidder stammte aus Herne-Süd, Tochter des Gewerkschafters Bernhard Schnidder. 1972 heirateten sie in Herz-Jesu und zogen nach Horsthausen. Nach seinem Studium begann er ein Verwaltungspraktikum im Jugendamt Wanne-Eickel. Seine Kinder besuchten die Hiberniaschule, so dass die Verbindung nach Herne auch noch bestehen blieb. Mit der Präsentation seiner Arbeiten auf Herner Stadtgebiet schließt sich für ihn auch ein Lebenskreis.

seit 14. Juni

Zollverein Park zum zweiten Mal zur Bühne

„Boulevard of Dreams“ kommt zurück

Die Zeche Zollverein in Essen.

Essen. Das Welterbe Zollverein feiert vom 18. Juni bis 12. Juli das Festival "Boulevard of Dreams". Dafür wird der Zollverein Park zum zweiten Mal zur Bühne für Fantasie, Kreativität und gemeinschaftliches Erleben. Jeweils von Donnerstag bis Sonntag gibt es ein barriere- und kostenfreies Programm z. B. mit Konzerten, Performances, Yoga, Tanz- und Kreativworkshops. An den Sonntagen gibt es außerdem Angebote für die ganze Familie.

seit 18. Juni

Sonntag, 21. Juni

Ballett „Phoenix Effect“ am MiR

Vom Beenden und immer wieder neu anfangen

Douglas Oliveira und Ashley Affolter in „Phoenix Effect“ ab Ende April 2026 in Gelsenkirchen.

Die Sage vom Phoenix, der am Ende seines sehr langen Lebenszyklus' verbrennt, um aus der Asche wiedergeboren zu werden, ist der Ausgangspunkt des letzten Ballettabends unter der alten Leitung am Gelsenkirchener Musiktheater im Revier. Sie geht zurück auf den altägyptischen Benu-Mythos, dessen Zyklus allerdings nur einen Tag dauert und der so den Kreislauf der Sonne symbolisiert. Die international gefragte Choreographin Lali Ayguadé teilt sich die Auseinandersetzung mit dem Mythos mit ihrem Kollegen Akira Yoshida. Zwei eigenständige Kreationen fügen sich zu einem kompletten Zyklus und abendfüllenden Stück zusammen. Dabei kommt ihnen zugute, dass sie schon in zahlreichen Projekten eng zusammengearbeitet haben und ihre unterschiedlichen Bewegungssprachen sich perfekt ergänzen. Akira Yoshida beschäftigt sich in „Ashes to Down“ (Arbeitstitel) mit dem Enden, also der ersten Hälfte des Zyklus', in einer Tanzsprache, die der Choreograph vom Vokabular des Breakdance her entwickelt. Die Katalanin Lali Ayguadé, die mit bedeutenden Künstlern wie Marcos Morau, Akram Khan und Hofesh Shechter zusammenarbeitete, setzt sich in ihrem Teil mit der Wiedergeburt als Chance auseinander. Am Donnerstag, 30. April 2026, um 19.30 Uhr feiert „Phoenix Effect“ im Kleinen Haus am Kennedyplatz seine Uraufführung. Gemeinsam ist beiden Choreographen eine sehr erzählerische Bewegungssprache, die sich aus der genauen Beobachtung alltäglicher Interaktion von Menschen herleitet. Das gibt ihren Stücken eine Unmittelbarkeit und Zugänglichkeit, die im zeitgenössischen Tanz nicht selbstverständlich ist. Gleichzeitig sind Gesten und Bewegungsmuster künstlerisch überformt und fügen sich zu einem ästhetischen Gesamtbild. Karten kosten ab 16 Euro. Als dritte Arbeit ergänzt „Hand made“ von Olivia Court Mesa den Abend. Das kurze, hoch konzentrierte Stück für vier Tänzer war bereits 2023 im Kunstmuseum Gelsenkirchen zu sehen. Jetzt ist die Kreation der Gewinnerin der Rotterdam International Duet Choreography Competition 2022 (RIDCC) erstmals auf der Theaterbühne zu erleben. Getanzt wird sie von den vier „Gründungsmitgliedern“ der MiR Dance Company: Marie-Louise Hertog, Alessio Monforte, Pablo Navarro Muñoz und Chiara Rontini. Zu dieser Produktion findet am Freitag, 24. April 2026, um 18 Uhr eine Tanz-Werkstatt, bei der das Publikum Einblicke in Proben erhält und Gelegenheit hat, die Choreographen kennen zu lernen, statt. Die weiteren Aufführungen nach der Premiere: Am Samstag, 9. Mai, Sonntag, 17. Mai, am Samstag, 6. Juni, Freitag, 12. Juni und Sonntag, 21. Juni sowie am Donnerstag, 2. Juli 2026. Karten unter musiktheater-im-revier.de oder Tel. 0209 – 4097200.

St. Dionysius und St. Christophorus laden ein

Autorin Regina Laudage-Kleeberg in Kinderkirche

Regina Laudage-Kleeberg – Religionswissenschaftlerin spricht in der Kinderkirche über ihr Buch: Mit Kindern über Gott sprechen – aber wie?

Eine Handreichung für alle, die mit Kindern über Gott sprechen wollen – aber nicht wissen, wie, die gab es lange nicht. Seit letztem Monat ist das anders. Die in Münster lebende Religionswissenschaftlerin Regina Laudage-Kleeberg hat ein solches Buch veröffentlicht. Und das soll in besonderer Form am Sonntag, 21. Juni 2026, ab 9:30 Uhr, im Sonntagsgottesdienst in der Kinderkirche St. Marien vorgestellt werden. Nach dem Gottesdienst bleibt Regina Laudage-Kleeberg noch in der Kirche, um mit den Anwesenden in den Austausch zu gehen und auf Wunsch Bücher zu signieren. Daneben ist ein Programm für Kinder und Begleitpersonen geplant (Buchverlosung, kreative Workshops, freies Spiel, Waffeln und Kaffee). Die Buchhandlung „Koethers und Röttsches“ unterstützt mit einem Büchertisch. Veranstalter sind die Pfarreien St. Dionysius und St. Christophorus. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wir haben so oft keine Sprache für das, was über uns hinausgeht, für das Unerklärliche, für das Nicht-nur-Sachliche. Die Worte fehlen aus vielen Gründen. Wenn man mit Kindern über alles sprechen möchte, was über uns Menschen und die sichtbare Welt hinausgeht, ist dieses Buch genau richtig. Die Autorin Regina Laudage-Kleeberg nimmt mit in ihren Alltag mit drei Kindern und erklärt das Abenteuer, Werte zu vermitteln, wenn einfach kein richtiger Hebel da ist.

9:30 Uhr

'Fürchtet euch nicht'

Katholischer Gottesdienst im ZDF

Am Sonntag, 21. Juni 2026, überträgt das ZDF den katholischen Gottesdienst ab 9:30 Uhr aus der Pfarrkirche St. Stephan in Karlsruhe, Bistum Freiburg. Auch dort, wo das Grauen spürbar ist, bleibt Gottes Zusage bestehen: „Fürchtet euch nicht“. Darum geht es im katholischen Gottesdienst aus der Kirche St. Stephan in Karlsruhe. Die liturgische Leitung des Gottesdienstes übernimmt Dekan Markus Miles. Die musikalische Gestaltung liegt bei Bezirkskantor Patrick Fritz-Benzing. Er wird an der Orgel zu hören sein und die Feier gemeinsam mit Sängerin Judith Ritter musikalisch prägen. Die katholische Stadtkirche St. Stephan liegt im Herzen der Karlsruher Innenstadt, unweit des Marktplatzes. Als Citykirche wird sie den ganzen Tag über von vielen Menschen als Ort des Gebets, der Stille und des Innehaltens aufgesucht.

9:30 Uhr

Ein erlebnisreicher Tag für die ganze Familie

Familientag im Tierpark Bochum

Der Humboldt-Pinguin fühlt sich pudelwohl im Wasser.

Bochum. Der Tierpark + Fossilium Bochum lädt am Sonntag, 21. Juni 2026, gemeinsam mit zahlreichen Kooperationspartnern von 10 bis 18 Uhr zum 20. Bochumer Familientag ein. Unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Jörg Lukat präsentieren rund 30 karitative Einrichtungen, ehrenamtliche Vereine und Verbände sowie kommunale Ämter an diesem Tag ihre Angebote aus den Bereichen der Pflege, Betreuung, Beratung, Therapie sowie der Kinder- und Jugendhilfe und gestalten ein buntes Mitmachprogramm für Groß und Klein. Durch die Unterstützung lokaler Sponsoren erhalten Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre an diesem Tag freien Eintritt. Ob kreative Spiel- und Bastelaktionen, Bewegungsangebote oder informative Beratungsstände – für alle Altersgruppen gibt es viel zu entdecken. Die Mini-Streicher der Musikschule Bochum eröffnen den Familientag, bevor die offizielle Begrüßung durch Oberbürgermeister Jörg Lukat und Zoodirektor Ralf Slabik erfolgt. Anschließend sorgen unter anderem der Chor der Musikschule Bochum, Los Rayitos Flamencos der Spanischsprachigen Gemeinde im Bistum Essen, die Ballettschule Danc’n Fun, die Köllerholzschule, der TVK Wattenscheid, Alla Turca von der Musikschule Bochum, die Dance Athletic Company sowie das Duo Artistico mit seiner Jonglage-Show für Unterhaltung. Das LWL-Klinikum greift zudem mit einem Beitrag zum Thema „Internetsucht“ ein aktuelles gesellschaftliches Thema auf. Darüber hinaus beteiligt sich die Zooschule des Tierparks mit einem pädagogischen Angebot, das Aspekte der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) vermittelt. Der Tierpark + Fossilium Bochum wird vom Landesamt für Natur, Umwelt und Klima NRW (LANUK) als BNE-Regionalzentrum gefördert und engagiert sich seit vielen Jahren in diesem Bereich. „Der Bochumer Familientag steht zum 20. Mal für Begegnung, Teilhabe und gemeinsames Erleben. Als gemeinnützige zoologische Einrichtung möchten wir Menschen zusammenbringen und einen Ort schaffen, an dem Familien unabhängig von ihren Lebensrealitäten einen besonderen Tag verbringen können. Dass wir dieses Jubiläum gemeinsam mit so vielen engagierten Partnern feiern dürfen, freut uns ganz besonders“, erklärt Ralf Slabik, Zoodirektor des Tierpark + Fossilium Bochum. Der Tierpark Bochum engagiert sich mit seinen Handlungskonzepten seit jeher für Inklusion und gleichberechtigte Teilhabe. Der Bochumer Familientag ist Ausdruck dieses Selbstverständnisses und wird durch die Mitwirkung lokaler Sponsoren ermöglicht, die den kostenfreien Eintritt für Kinder und Jugendliche finanzieren.

10 Uhr

Gottesdienste im Radio

Am Sonntag, 21. Juni 2026, überträgt der WDR 5 den Gottesdienst ab 10 Uhr. Der Deutschlandfunk überträgt einen Sonntag später, 28. Juni 2026, um 10:05 Uhr den Gottesdienst aus der Pfarrkirche Heilig Sakrament in Dillingen.

10 Uhr

Finalturnier in Herne – Sporthalle am Westring

Deutsche Meisterschaft im Einradhockey

BTC-Einradhockey – Deutsche Meisterschaft in der Sporthalle am Westring. (Archivfoto)

Das Finalturnier um die deutsche Meisterschaft im Einradhockey findet am Wochenende, Samstag und Sonntag, 20. und 21. Juni 2026, in der Westringhalle in Herne statt. Die zehn besten Teams der Saison haben sich für dieses Event qualifiziert und mittendrin bzw. vorneweg, die BTC Baukau Boogaloos. Die Boogaloos haben die reguläre Saison als Tabellenführer abgeschlossen und sind amtierender Vizemeister. Somit gehen sie als einer der Top-Favoriten an den Start. Dirk Zoltberger, der Trainer BTC Baukau Boogaloos sagt dazu: „Nach dem Meistertitel 2018 und einem dritten und vier zweiten Plätzen seitdem, wird es nun wieder Zeit für einen deutschen Meister aus Herne. Dazu brauchen wir aber die Unterstützung der sportbegeisterten Herner. Je mehr uns an den beiden Tagen in der Halle unterstützen, desto stärker wird uns der Heimvorteil helfen.“ Start wird an beiden Tagen um 10 Uhr sein, das Ende am Samstag gegen 18 Uhr, am Sonntag gegen 16 Uhr mit dem Finalspiel um den Titel. Der Besuch in der Westringhalle ist kostenlos. Geboten wird dabei Einradhockey der Spitzenklasse, von den zehn besten Mannschaften Deutschlands. Beim Einradhockey spielen fünf Spieler und Spielerinnen in gemischten Teams (Damen und Herren) gegeneinander. Gespielt wird mit Eishockeyschläger und Tennisball. Die Spiele sind je nach Turnierart unterschiedlich lang, das Finale der DM dauert 2 x 15 Minuten. Es gibt eine deutsche Liga mit knapp 80 teilnehmenden Teams, die eine ganze Saison lang Turniere spielen. Die ersten zehn spielen dann in einem Finalturnier den Meister aus. Informationen dazu gibt es auf der Homepage. Die BTC Baukau Boogaloos sind seit Jahren das beste Team des Baukauer TurnClubs. Sie sind letztmals 2018 deutscher Meister geworden und seitdem einmal Dritter und vier mal Zweiter. Jetzt wird es also Zeit mit dem Heimvorteil im Rücken mal wieder den Titel zu holen. Informationen dazu gibt es auf der Homepage des Turnclubs.

10 Uhr

ZOOM Erlebniswelt

Besondere Einblicke in die Welt der Giraffen

Nubische Giraffe in der Zoom Erlebniswelt.

Gelsenkirchen. Giraffen sind vom „stillen Aussterben“ bedroht. Die Population der majestätischen Tiere, die wie selbstverständlich als Teil der afrikanischen Savannenlandschaft gelten, ist laut IUCN (International Union for Conservation of Nature) in nur drei Jahrzehnten um rund 40 Prozent geschrumpft. Die ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen beteiligt sich daher Sonntag, 21. Juni 2026, am internationalen Welttag der Giraffen. Damit möchte der Zoo am Beispiel der in Gelsenkirchen lebenden Tiere auf die Bedrohung von Giraffen weltweit aufmerksam machen und Besucherinnen und Besuchern die seltene Gelegenheit bieten, Nubische Giraffen kennenzulernen. An diesem Tag öffnet das Giraffenhaus zwischen 10 und 16 Uhr seine Türen und gewährt Einblicke in Bereiche, die normalerweise nicht öffentlich zugänglich sind. Tierpflegerinnen und Tierpflegerstehen vor Ort für Fragen zur Verfügung und geben spannende Einblicke in den Alltag mit den Tieren. Ergänzt wird das Programm durch mehrere Themenstationen, an denen Interessierte Wissenswertes über Anatomie, Fütterung, Beschäftigung und medizinisches Training der Giraffen erfahren können. Zusätzlich finden am Außengehege an der Busch-Baumsavanne um 11 Uhr, 13 Uhr und 15 Uhr Tierpflegergespräche statt. Dabei stehen die einzelnen Tiere und ihre individuellen Besonderheiten im Fokus. Fragen zu den Tieren werden direkt durch die Tierpfleger beantwortet. Auch für Familien und Kinder hält der Aktionstag ein abwechslungsreiches Angebot bereit: So können sich die Besucher beim Blasrohrschießen ausprobieren oder sich mit tierischen Klebetattoos schmücken lassen. Eine Spendenaktion zugunsten der „Giraffe Conservation Foundation“ unterstützt Projekte zum Erhalt wildlebender Giraffen. Wer am Glücksrad teilnimmt, kann dabei zusätzlich attraktive Preise gewinnen. Die ZOOM Erlebniswelt ist am Veranstaltungstag regulär von 9 bis 18.30 Uhr geöffnet. Eine Anmeldung zur Veranstaltung ist nicht erforderlich. Es gelten die regulären Eintrittspreise.

10 Uhr

DGB Herne lädt auf den Wiescherfriedhof ein

Gedenkstunde für Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene

Die Gedenkstunde findet auf dem Wiescherfriedhof statt,

Die DGB Geschichtswerkstatt Herne lädt zur Gedenkstunde an den Gräbern von Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen (1941-1945) ein. Diese ist am Sonntag, 21. Juni 2026, um 11 Uhr auf dem Wiescherfriedhof, Treffpunkt ist am Haupteingang an der Wiescherstraße. Es sprechen Norbert Arndt von der DGB-Geschichtswerkstatt und Alex als Schüler. Zur Veranstaltung heißt es: „Während des 2. Weltkrieges befanden sich in Herne und Wanne-Eickel schätzungsweise 30.000 Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene aus 15 Nationen, die in 76 Barackenlagern untergebracht waren. Mehr als 1.700 von ihnen starben an Unterernährung bei gleichzeitiger Schwerstarbeit, durch Arbeitsunfälle, Folter, Seuchen oder durch kaltblütige Hinrichtungen. Das Herner Polizeigefängnis am Rathaus diente als zentrale Sammelstätte der Gestapo für flüchtige Ostarbeiter. Über 90 Todesfälle von überwiegend sowjetischen Häftlingen sind allein hier nachweisbar.“

11 Uhr

100 Jahre Wanne-Eickel, wo war mal was

ADFC lädt zur geführten Themen-Radtour

Horst Schröder am "Stein der Weisen", ein Überbleibsel einer früher gesprengten Brücke über den Kanal, direkt an der Künstlerzeche Unser Fritz. (Symbolfoto)

Der ADFC Herne bietet in Kooperation mit Horst Schröder von den Wanner Mondrittern am Sonntag, 21. Juni 2026, eine geführte Thementour durch Eickel an. Anlass ist das 100-jährige Jubiläum der Stadt Wanne-Eickel. Auf dieser Thementour steht die Information über bekannte und unbekannte Orte in Eickel im Vordergrund. Start ist um 11 Uhr am Buschmannhof in Wanne-Mitte. An jedem Halt wird Horst Schröder Geschichten und Anekdoten über den jeweiligen Ort erzählen. Der erste Teil der Tour führt am Blumenthalgelände vorbei durch den Dorneburger Park zur ehemaligen Dorneburg. Weiter geht es durch den Sportpark Eickel zum ehemaligen Kinderheim und zum Eickeler Markt. Nach kurzer Fahrt durch den Volksgarten Eickel erreichen wir das „Cafe im Eickeler Park“. Dort ist eine längere Mittagspause geplant. Im zweiten Teil der Tour besuchen wir zunächst das ehemalige Haus Bönninghaus und die Zeche Hannover. Dann radeln wir durch den Königsgruber Park und machen Halt am Jüdischen Friedhof, am Solbad, an der Alten Brennerei und am alten Hauptbahnhof. Die Tour endet gegen 16:30 Uhr wieder am Buschmannhof. Die leichte, auch für ungeübte Radler zu bewältigende Tour mit einer Länge von circa 15 Kilometern ist weitgehend flach. Die durchschnittliche Geschwindigkeit beträgt ca. 12 km/h. Eine Anmeldung ist über das Tourenportal des ADFC erforderlich. Anmeldeschluss ist am Samstag, 20. Juni 2026, 16 Uhr. Die Teilnehmeranzahl ist auf 15 begrenzt. Für ADFC - Mitglieder ist die Teilnahme kostenlos, Nicht-Mitglieder zahlen einen Betrag von 3 Euro.

11 Uhr

Der Familientag im LWL-Römermuseum

„Römisches Handwerk“ kennenlernen

Das LWL-Römermuseum in Haltern.

Haltern. Der Familientag am Sonntag, 21. Juni 2026, steht im LWL-Römermuseum in Haltern am See im Zeichen römischer Handwerkskunst. Vorführungen, Rundgänge sowie Kreativaktion sind ganz darauf ausgerichtet. Die Legionäre der 19. Legion präsentieren ihr Können: Von feinster Knochenschnitzerei, über heiße Schmiedekunst, bis zu aufwendigen Holzarbeiten sind sie Meister ihres Fachs. Waren sie als Handwerker eingesetzt, wurden solche Legionäre einst als „immunes“ (lateinisch, Plural von immunis, 'von (öffentlichen) Diensten befreit') bezeichnet. Ihnen wurden reguläre Arbeiten wie das Wacheschieben oft erlassen, da ihre handwerklichen Fähigkeiten für die Legion unverzichtbar waren. Um 11 Uhr erfahren Familien mit Kindern ab zehn Jahren bei der Führung „Handwerker der Legion“ mehr über Metall-, Holz-, Leder- und Bauhandwerk, Medizin und Töpferei. Ein Beispiel für die hohe Handwerkskunst der Römer können alle Besuchenden in der Sondervitrine „Rom in Westfalen“ bestaunen: Das römische Miniatur-Dosenschloss aus Gold und Eisen misst gerade einmal 1,2 mal 1,1 Zentimeter - und war voll funktionstüchtig. Was mag es einst verschlossen haben? Um 14 Uhr freut sich die Schmiedin Julia Fortuna Minor bei ihrem „Rundgang in römischer Begleitung“ über teilnehmende Erwachsene und Kinder ab acht Jahren. Sie ist überzeugt: Silenius' Bronze ist die beste! Und sie muss es wissen, denn sie vertreibt nicht nur das edle Metall, das ihr Mann herstellt. Sie übernimmt auch feine Schmiedearbeiten in ihrem Betrieb. Gerne erzählt sie aus ihrem Alltag. In der Zeit von 12 bis 14 Uhr und von 15 bis 17 Uhr können Kinder bei der Kreativaktion „Knochen-Schnitzen“ selbst zu römischen Handwerker:innen werden und ihre eigenen kleinen Kunstwerke anfertigen. Ganztägig ist im Museumskino die Edutainment-Reihe „Rom in Westfalen“ zu sehen. Für öffentliche Führungen gilt: Erwachsene und Kinder (ab sechs Jahre): 2 Euro zzgl. Museumseintritt (hier sind Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre frei), eine Anmeldung ist erforderlich.

11 Uhr

Schauschmiede im LWL-Museum für Archäologie und Kultur

Traditionshandwerk hautnah erleben

Als Kulturvermittler schlüpft Timo Reichelt in keine Rolle, er ist das Ruhrgebiet.

Am Sonntag, 21. Juni 2026, erwartet die Besucher des LWL-Museum für Archäologie und Kultur die Schau-Schmiede. Zwischen 12 und 17 Uhr zeigt der Schmied und Kulturvermittler Timo Reichelt, wie aus Eisen und Stahl kunstvolles Handwerk entsteht. Umgeben von sprühenden Funken erschafft er mit Hammer und Amboss vor den Augen der Besuchenden Haken, Klingen und filigrane Kettenglieder. Während der Schmiede-Vorführung haben Interessierte die Gelegenheit, nicht nur dem handwerklichen Können des Schmieds zuzuschauen, sondern auch direkt mit Reichelt ins Gespräch zu kommen und mehr über das Traditionshandwerk zu erfahren. Reichelt demonstriert die feine Oberflächenbearbeitung des Ziselierens oder auch das Kupfertreiben, eine jahrtausendealte Technik der Kupferverarbeitung. Reichelt: „Auf welche Art und Weise wird eine Klinge geschmiedet, wie ein Kettenhemd gemacht? All das erfahren die Leute bei mir. Ich habe vor einem Jahr angefangen, einen Ringpanzer zu knüpfen, selbst, aus Einzelringen, die ich gerinkelt, also verschnürt habe, und wo ich den Draht und die Nieten selbst hergestellt habe. Da bin ich unermüdlich. Vielleicht entstehen demnächst auch in der Schau-Schmiede Repliken.“ Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei, zu zahlen ist lediglich der Museumseintritt. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre sind kostenfrei. Um 13 und 15 Uhr können Besucher:innen auch an Führungen durch die Dauer- und Sonderausstellung teilnehmen. Die öffentliche Führung „gesucht. gefunden. ausgegraben.“ durch die Dauerausstellung steht am Sonntag (21.6.) um 13 Uhr auf dem Programm. Bei dem Rundgang folgen Besuchende in einer nachgestalteten Ausgrabung den Spuren der Menschen in Westfalen. Neben zahlreichen Funden erwartet sie beispielsweise der in Mitteleuropa einmalige, bekannte Faustkeil aus Mammutknochen, der Schmuck der Damen von Ilse als eine der geheimnisvollsten Entdeckungen aus der Eisenzeit sowie das reich mit Beigaben ausgestattete Grab des Fürsten von Beckum. Am Sonntag (21.6.) um 15 Uhr erwartet Besuchende des LWL-Museum für Archäologie und Kultur die öffentliche Führung „Mahlzeit“ durch die gleichnamige Sonderausstellung. Gemeinsames Essen ist weit mehr als nur Nahrungsaufnahme. Ob beim königlichen Bankett, der einfachen Bauernmahlzeit, dem familiären Abendessen oder der gemeinsamen Mittagspause - überall offenbaren sich spannende Fragen: Wer sitzt wo? Wer bekommt das beste Stück? Welche Rituale bestimmen das gemeinsame Mahl? Und was verrät das alles über Macht, Zugehörigkeit, gesellschaftlichen Wandel und vor allem Kultur? Von opulenten Festtafeln und rituellen Speisungen bis hin zu den Herausforderungen unserer Zeit - schnelle Snacks, digitale Ablenkung und der scheinbare Verlust gemeinsamer Rituale - zeigt diese Ausstellung, wie Essen seit Jahrtausenden als sozialer Klebstoff wirkt. Mit einem Blick auf über 300 Exponate und Geschichten lädt „Mahlzeit!“ dazu ein, die kulturelle Dimension des Essens neu zu entdecken. Die öffentlichen Führungen sind kostenlos. Zu zahlen ist nur der Museumseintritt. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre sind kostenfrei.

12 Uhr

Erlebnisführungen im LWL-Museum Zeche Hannover

'Dinosaurier' der Technik in Bewegung

Der letzte Fördermaschinist der Zeche Hannover an seinem Arbeitsplatz – die Dampffördermaschine aus dem Baujahr 1893.

Bochum. Die Dampffördermaschine der Zeche Hannover, Baujahr 1893, ist die älteste ihrer Art, die noch an ihrem Originalstandort zu sehen ist. Bis zur Schließung der Zeche im Jahr 1973 war der Koloss in Betrieb. Im heutigen Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) können Besucher den Dinosaurier der Technik – heute angetrieben von einem modernen Elektromotor – regelmäßig in Bewegung sehen, am kommenden Wochenende gleich dreimal. Am Samstag, 20. Juni, um 15 Uhr und am Sonntag, 21. Juni 2026, um 12 und um 15 Uhr starten Erlebnisführungen mit Vorführung der historischen Dampffördermaschine. Die Teilnahme ist kostenfrei. Das Museum und die Sonderausstellung „Weg der Kohle - Fotografien von Khalil Noé Döring“ sowie die Outdoor-Ausstellung „Großstadt Wildnis“ sind Mittwoch bis Samstag von 14 bis 18 Uhr sowie an Sonn- und an Feiertagen von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Im Kinderbergwerk „Zeche Knirps“ können Kinder am Samstag zwischen 14 und 18 Uhr und an Sonn- und Feiertagen zwischen 11 und 18 Uhr selbst zu Bergleuten werden und den Betriebsablauf einer Zeche unter- und über Tage spielerisch kennenlernen.

12 Uhr

Heike Hollenhorst zeigt Werke in Physiotherapiepraxis 'BeWegung'

Ausstellung 'Facetten von Struktur und Bewegung'

Künstlerin Heike Hollenhorst zeigt Werke mit dem Titel "Facetten von Struktur und Bewegung" in den Räumen der Physiotherapie BeWegung an der Mont-Cenis-Straße. Dieses Bild trägt den Titel Ausbruch.

Die Hernerin Heike Hollenhorst zeigt ab Sonntag, 7. Juni 2026, um 17 Uhr Werke ihrer neuen intuitiven, zeitgenössischen Kunst mit dem Titel „Facetten von Struktur und Bewegung“. Die Bilder werden in den Räumen der Physiotherapie BeWegung von Inhaber Björn Wilhelm, Mont-Cenis-Straße 245, zu sehen sein. Die Veranstaltung ist kostenfrei zu besuchen und wird wahrscheinlich gegen 19.30 Uhr enden. Da während des regulären Praxisbetriebs ein Besuch der Ausstellung nicht möglich ist, gibt es für Interessenten zussätzliche Besichtigungstermine. Und zwar jeweils am Sonntag, 14., 21. und 28. Juni 2026 in der Zeit von 13 bis 16 Uhr.

13 Uhr

Programmübersicht: Neue Saison läuft für elf Wochen ab Mai

Das Herkules-Festival 2026 startet

Das Herkulesfest, hier ein Bild aus dem Jahr 2024, steigt wieder am Samstag und Sonntag, 20. und 21. Juni 2026.

Spielen, forschen, basteln und noch mehr bietet das Herkules-Festival für alle Kinder zwischen drei und zwölf Jahren. Mit über 100 Veranstaltungen hat der Herner Kinder-Kultur-Sommer für jeden Geschmack etwas im Programm. Das Herkules-Festival startete am Freitag (1.5.2026) in die neue Saison. Über elf Wochen bietet die Stadt Herne Kindern ein umfangreiches Kulturprogramm mit Workshops, Mitmachaktionen und Kreativangeboten – viele davon sind kostenlos. Höhepunkt des Festivals ist das zweitägige Herkules-Fest am Samstag, 20. Juni, und Sonntag, 21. Juni 2026. An beiden Tagen lädt der Schlosspark Strünkede jeweils von 13 bis 18 Uhr Kinder und Familien dazu ein, gemeinsam zu spielen und zu feiern. Neben dem beliebten Tigerenten-Rodeo gibt es hier noch viele weitere Angebote zum Mitmachen. Der Eintritt ist frei. Kreativangebote in der Städtischen Galerie: Die Städtische Galerie im Schlosspark Strünkede ist wieder geöffnet (halloherne berichtete) – auch für Kinder. Unterschiedliche Workshops laden zum Beispiel am Samstag, 9. Mai 2026, von 14 bis 17 Uhr, hier zum Gestalten und Kreativsein ein. Beim Servietten-Potch gestalten die Teilnehmer Bilder mit bunten Frühlingsservietten. Ein andermal geht es mit Hammer und Nagel daran, eigene Kunstwerke zu erschaffen. Manga-Workshop in der Stadtbibliothek: An zwei Samstagen, 30. Mai, 10 bis 14 Uhr und 13. Juni, 9 bis 13 Uhr, werden unter Anleitung einer Manga-Künstlerin Kinder ab acht Jahren Aufsteller, Mobiles und Pop-up-Welten gestalten. Vom Konzept bis zum Kolorieren lernen die Kinder alles, was sie zum Erschaffen ihrer Lieblingsfiguren brauchen. Musikquiz in der Städtischen Musikschule: Die Städtische Musikschule lädt am Mittwoch, 17. Juni 2026, um 16 Uhr, zu einem Musikquiz für alle ab sechs Jahren ein. Bei verschiedenen Quizspielen dreht sich alles um das Thema Musik. Gemeinsam isst man nicht allein: Das gemeinsame Essen ist in vielen Kulturen fest verankert. Das LWL-Museum für Archäologie und Kultur nimmt am Sonntag, 7. Juni, 13 bis 14:30 Uhr und 15 bis 16:30 Uhr die Teilnehmenden (ab acht Jahren) mit auf eine Expedition durch die Ausstellung „Mahlzeit! Wie Essen uns verbindet“. Weitere Informationen und das vollständige Programm sind auf herne.de/herkules zu finden. Bei manchen Veranstaltungen ist eine Voranmeldung nötig.

13 Uhr

Keramische Werkstatt Margaretenhöhe in der Künstlerzeche

Stille Gäste auf Unser Fritz 2/3

Florian Kunath, 1. Stellv. Vorsitzender der Künstlerzeche, präsentiert die in der Keramischen Werkstatt Margaretenhöhe hergestellte Ehrengabe der Stadt Herne mit dem neuen Wappen nach dem Zusammenschluss mit Wanne-Eickel.

Mit der Ausstellung „Stille Gäste“ präsentiert die Künstlerzeche Unser Fritz 2/3 vom 13. Juni bis 5. Juli 2026 Arbeiten der Keramischen Werkstatt Margaretenhöhe in Essen um die international renommierte koreanische Keramikerin Young-Jae Lee. Die Vernissage beginnt am Samstag, 13. Juni 2026, um 17 Uhr. Während in der Schwarzkaue die aktuellen Produkte der Essener, die übrigens sämtlich käuflich erworben werden können, sowie Sonderanfertigungen verschiedener Werkstatt-Keramiker zu sehen sind, hat Young-Jae Lee, seit 1986 (Ko-) Leiterin des inzwischen auf Zollverein residierenden Unternehmens, in der Weißkaue eine großflächige Bodeninstallation mit Objekten seit Gründung gestaltet. Auch ein Herner Krug ist vertreten: Zwischen 1970 und 1980 kamen die mit dem Stadtwappen geschmückten Ehrengaben aus der Essener Werkstatt. Da es 1975 zur Vereinigung mit Wanne-Eickel kam, gibt es zwei Krug-Varianten. Florian Kunath, 1. Stellv. Vorsitzender der Künstlerzeche: „Keramik gehört für viele Menschen selbstverständlich zum Alltag. Teller, Schalen, Becher, Vasen oder Gefäße werden täglich genutzt und oft kaum bewusst wahrgenommen. Dabei vereinen diese Objekte handwerkliche Meisterschaft, gestalterische Qualität und künstlerischen Ausdruck. Die Ausstellung „Stille Gäste“ möchte den Blick auf diese oft übersehene Seite der Keramik lenken.“ Der Titel, so Kunath, verweist auf die besondere Rolle keramischer Objekte: „Sie begleiten uns meist unauffällig durch das Leben, sind ständig präsent und bleiben dennoch häufig unbeachtet. In der Künstlerzeche treten sie aus dieser stillen Rolle heraus und werden als eigenständige Kunstwerke sichtbar. Die Arbeiten der Keramischen Werkstatt Margaretenhöhe begegnen dabei einer ungewöhnlichen Umgebung. In den Räumen der ehemaligen Zeche treffen zeitgenössische Keramikkunst und Industriekultur aufeinander. Es entsteht ein spannender Dialog zwischen der Ruhe und Präzision keramischer Formen und der Geschichte eines Ortes, der einst von Kohleförderung und schwerer Arbeit geprägt war.“ Als Margarete Krupp 1924 ein Siedlungsvorhaben in der Stadt Essen realisierte, das nach ihr „Margaretenhöhe“ benannt wurde, sollten die Bauten mit keramischem Schmuck ausgestattet werden. So initiierte Hermann Kätelhön, ihr künstlerischer Berater, die Gründung einer Keramikwerkstatt auf dem Gelände und bestimmte Will Lammert zum Leiter der Werkstatt, die 1925 als „Keramische Werkstatt Margaretenhöhe“ in das Handelsregister eingetragen wurde. 1986 haben die 1951 in Seoul geborene, bei Margot Münster (Keramik) und Erwin Schutzbach (Formgestaltung) an der Fachhochschule Wiesbaden ausgebildete Koreanerin Young-Jae Lee und die gebürtige Essenerin Hildegard Eggemann, die am 12. Mai 2025 verstarb, die Leitung übernommen mit dem Ziel, das Manufakturprogramms mit Serienproduktion eines speziell entworfenen Geschirrs unter Rückbesinnung auf die formalen Grundprinzipien des Bauhauses wiederaufzunehmen. 1987 erfolgte der Umzug in das Baulager des Weltkulturerbes Zeche Zollverein. 2006 ist die Werkstatt von der Ruhrkohle (RAG) übernommen und Young-Jae Lee, seit 1993 alleinige Leiterin, als Geschäftsführerin bestallt worden. Die Ausstellung wird am Samstag, 13. Juni 2026, um 17 Uhr eröffnet. Zur Einführung sprechen Prof. Dr. Hans-Peter Noll, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Stiftung Zollverein, sowie Dr. des. Sebastian Bank, Kurator für Europäisches Porzellan an den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und Vizepräsident der Gesellschaft der Keramikfreunde e.V. Begleitend zur Ausstellung finden weitere Veranstaltungen statt: Das Künstlercafé öffnet am Samstag, 20. Juni 2026, von 14.30 bis 16.30 Uhr in der Schwarzkaue. Und der beliebte „Schichtwechsel“ nach Feierabend findet wieder am Freitag, 26. Juni 2026, zwischen 18 und 21 Uhr in der Künstlerzeche statt. Zur Finissage am Sonntag, 5. Juli 2026, gibt’s einen Vortrag zum Thema „Weißes Gold“ mit anschließendem Austausch bei Kaffee und Kuchen. Die Ausstellung „Stille Gäste“ wird im Rahmen des Jahresthemas „Grenzbereiche II: Keramik“ vom 13. Juni bis 5. Juli 2026 in der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3, Zur Künstlerzeche 10 in 44653 Herne gezeigt zu folgenden Öffnungszeiten: Mi 15 – 18 Uhr, Sa 15 – 18 Uhr und So 14 – 17 Uhr sowie nach Vereinbarung unter Tel. 02325 – 55 91 462.

14 Uhr

Kammermusik in der Ev. Christuskirche

Abendmusik mit Gemshörnern und Blockflöten

Abendmusik mit Gemshörnern und Blockflöten – Kammermusik in der Christuskirche.

In der Ev. Christuskirche Herne, an der Wiescherstraße, findet am Sonntag, 21. Juni 2026, ab 17 Uhr, wieder ein Kammermusikkonzert statt. Dargeboten werden Madrigale und Lieder aus der Renaissancezeit für Gemshörner oder Blockflöten in unterschiedlichen Stimmungen, dazu als Kontrast für Blockflötenbesetzung bearbeitete frühe Jazzmusik aus den USA. Das Ensemble 'Flautos Plus' mit Almut von Buttlar, Maria Rasch-Moldenhauer, Claudia Westermeier, Elsbeth Willeke und Brigitte Wilms, alle aus Bochum, widmet sich seit zwei Jahren intensiv der Erarbeitung von Blockflötenmusik unterschiedlichster Stilrichtungen mit dem Ziel, die Blockflöte vollständig von dem Nimbus eines bloßen Einstiegsinstrument für Kinder zu befreien. Der Eintritt zu diesem Konzert ist frei, am Ausgang wird um eine Spende gebeten.

17 Uhr

Auch geht es um das 60-jährige Jubiläum des Beatles Album 'Revolver'

Time Out im Juni 2026

Peter Zontkowski, Autor, Musiker und Macher der Radiosendung 'Time out' auf UKW 90,8. In knapp 60 Minuten präsentiert Zonte seinen Zuhörern jede Menge Musik abseits des Mainstreams mit Geplauder zum aktuellen Tagesgeschehen. Jeden 3. Sonntag, immer um 19:04 Uhr.

Einmal im Monat sendet der Radiomann von Herne, Peter Zontkowski, an jedem dritten Sonntag rockige, jazzige oder auch bluesige Musik über den Äther. Die nächste Ausgabe der Bürgerfunksendung „Time Out“ wird am Sonntag, 21. Juni 2026, ab 19:04 Uhr, auf UKW 90,8 in die Welt hinaus geschickt. Der Juni wird vielfältig und die Auswahl hat sogar -indirekt - sowas wie Lokalbezug. Zwei Songs drehen sich um unseren Trabanten, den Mond. Einmal ist er gelb, ein anderes Mal rot - besungen von den Neville Brothers aus New Orleans und der 50er Jahre-Kapelle eines italienischen Musikers mit dem schönen Namen Renato Carosone. So heißt es in einer Mitteilung: „Italo-angehaucht geht's weiter mit den Bands Fink und Erdmoebel. Mit den Kölner Pionieren Can tanzen wir den Moonshake und mit Michael Rother fahren wir Karussell. Mavis Staples beklagt eine traurige aber wunderschöne Welt und Erdmoebel werfen trotz aller Hoffnungslosigkeit die Hoffnungsmaschine an! Wenn ich in unserer Stadt unterwegs bin, fällt mir eines immer wieder auf - all die „Urbanisierungsmaßnahmen“, die Bauwut, der wuchernde Autoverkehr und das „an den Rand drängen“ der ohnehin gebeutelten Natur lassen mich an einer „von oben beschworenen“ goldenen Zukunft zweifeln! Dazu gibt's zwei Nummern aus der Krautrock-Aera, „Prima Klima“ von Kraan und „Future days“ von Can! Auch ein Jubiläum gibt es zu feiern - vor 60 Jahren erschien „Revolver“, das bahnbrechende Album der Beatles und wird mit zwei Stücken entsprechend gewürdigt.“

19:04 Uhr

Die Würde des Menschen ist unantastbar

Rockshow 'Respect!' am WLT

„Respect!“ ist ein politischer Abend über die Würde des Menschen, die unantastbar sein sollte, aber auch eine begeisternde Rockshow mit (v.l.) Marvin Moers, Jan-Hendrik Kroll, Peti van der Velde, Patrick Sühl und Lesley-Ann Eisenhardt.

„Respect! Die Würde des Menschen ist unantastbar“ ist eine gewagte Behauptung in diesen unseren Tagen, wo Diktatoren und Populisten beiderseits des Großen Teichs das große Wort schwingen – und es leider nicht nur bei Worten belassen. Bei Tankred Schleinschock, dem musikalischen Leiter des Westfälischen Landestheaters, wird der auch im deutschen Grundgesetz verankerte Satz zur Forderung in seiner neuen Rockshow, die vor naturgemäß ausverkauftem Auditorium am Freitag (13. Juni 2025) open Air stehend gefeierte Premiere feierte vor dem Proben- und Logistikzentrum unweit des Castrop-Rauxeler Europaplatzes. Der erste Teil des gut zweistündigen Abends beginnt mit Peti van der Velde und dem titelgebenden Song von Otis Redding, mit dem Aretha Franklin Mitte der 1960er Jahre die schwarze Bürgerrechtsbewegung in den USA befeuerte. Patrick Sühl im verfremdeten Uncle Sam-Outfit zieht mit Alice Coopers erschreckend aktuellem Song „Elected“ zur US-Wahl 1972 nach. Zum US-Schwerpunkt gehören auch zwei „Wow-Momente“ für Peti van der Velde wie fürs im Programmheft mit Hintergrundinformationen versorgte Publikum: Nina Simones Protestsong „Mississippi Goddamn“ gegen „blutigen Sonntag“ in Birmingham/Alabama am 15. September 1963 sowie „Strange Fruit“ von Abel Meeropol aka Lewis Allan von 1936, den Billie Holiday drei Jahre später bekannt machte. Dann geht es zurück nach Deutschland in die 1930er Jahre mit Friedrich Hollaender, Werner Finck („Lächeln ist die eleganteste Art, seinen Gegnern die Zähne zu zeigen“) und dem von den Nationalsozialisten gewaltsam zerstörten „Tingeltangel-Theater“ der Weimarer Republik. Leider ist es nur ein Katzensprung zu Udo Lindenberg („Sie brauchen keinen Führer“, 1984) und der Gruppe „Die Ärzte“ („Ein Sommer nur für mich“, 2000): Wer die Vergangenheit verdrängt oder gar leugnet, kann aus ihr nichts lernen. Auch im zweiten Teil nach der Pause hat Tankred Schleinschock nicht zu viel versprochen: „Die ausgewählten Songs sind eine Feier des Menschen in seiner Vielfalt. Sie geben Kraft und Energie. Sie machen Spaß und erinnern uns an drei grundlegende menschliche Fähigkeiten: Empathie, Freundlichkeit und Witz.“ Und das vom zeitgemäß interpretierten und ergänzten „Heideröslein“ Franz Schuberts nach Johann Wolfgang von Goethe (1789) über „Alte Kameraden“ (1947) des Berliner „Insulaner“-Kabarettisten Günter Neumann („Schwarzer Jahrmarkt“) bis hin zu Bill Taylors jazziger Hymne der US-Bürgerrechtsbewegung „I wish I knew how it would feel tob e free“ (1963). Die Zeitreise in der Ausstattung von Elke König (Bühne) und Maud Herrlein (Kostüme) ist ein Ensemblestück und stellt einmal mehr die darstellerischen, tänzerischen und musikalischen Qualitäten der WLT-Schauspieler Lesley-Yann Eisenhardt, Mike Kühne, Jan-Hendrik Kroll und des auch als Regieassistenten fungierenden Marvin Moers unter Beweis. Wie in zahlreichen „musikalischen Produktionen“ Tankred Schleinschocks seit seinem legendären „Beat-Club“ (2017), die stets über gewöhnliche Liederabende weit hinausgehen, sind mit der Niederländerin Peti van der Velde und dem gebürtigen Bonner Patrick Sühl zwei bundesweit gefragte Musical-Allrounder als Gäste dabei, die sich nahtlos einfügen.

19:30 Uhr

A43 Ausbau: Arbeiten über dem Weg dauern einen Monat

Trasse Wanne Constantin wird gesperrt

Trasse Wanne-Constantin wird für einen Monat gesperrt.

Herne. Die Arbeiten der Autobahn Westfalen für den A43-Ausbau bei Herne gehen voran. Für die nächste Bauphase kommt schweres Gerät zum Einsatz. Aus Sicherheitsgründen muss dabei die Unterführung des Geh- und Radweges Trasse Wanne Constantin unter der Autobahn gesperrt werden, ab Mittwoch, 27. Mai 2026, um 8 Uhr bis voraussichtlich Freitag, 26. Juni 2026. Eine Umleitung ist eingerichtet. Sie führt über die Bochumer Straße oder die Riemker Straße sowie die Südstraße.

seit 27. Mai

Ausstellung als 'begehbares Kinderbuch' erlebbar

„Emil und der Wal“ im Heimatmuseum

'Emil und der Wal' sind nun im Heimatmuseum zu bestaunen.

Das Heimatmuseum Unser Fritz präsentiert „Emil und der Wal“ als „begehbares Kinderbuch“ inklusive Bällebad, Spielstationen, dem Stillen (Kuschel-) Ozean, einem Trickfilm und Vitrinen voll mit Spielzeug. Eine Ausstellung für kleine und große Leichtmatrosinnen und Leichtmatrosen von drei bis 100 Jahren. „Ein Elefant und ein Wal schließen Freundschaft und erleben ein spannendes Abenteuer auf hoher See. Mit Möwen, Affen und Piraten. Ausgedacht hat sich das Kai Dümpe aus Castrop-Rauxel. Und wie die Geschichte ins Museum gekommen ist“, erklärt Ausstellungsmacher Ralf Piorr. „Kai hat mir sein Manuskript in die Hand gedrückt und ich habe es meinem Sohn als Gute-Nacht- Geschichte vorgelesen. Danach mussten wir es jeden Abend lesen. Mindestens vier Wochen lang.“ Eröffnet wurde die Ausstellung am Sonntag (31.5.2026) und ist noch bis zum 25. Oktober 2026 zu den Öffnungszeiten des Heimatmuseum erlebar.

seit 31. Mai

Ausstellung in der Schlosskapelle Strünkede

Ludger Hinse zeigt „Zauber des Lichts“

In zwölf Kirchen auf Herner Stadtgebiet, auch in der Schlosskapelle Strünkede, präsentiert der Künstler seine Lichtobjekte und lädt dazu ein, die Räume neu zu entdecken.

Die Ausstellung „Zauber des Lichts“ im Rahmen der Gesamtausstellung LICHTraum zeigt eine weitere Facette von Ludger Hinses Schaffen. In zwölf Kirchen auf Herner Stadtgebiet, auch in der Schlosskapelle Strünkede, präsentiert der Künstler seine Lichtobjekte und lädt dazu ein, die Räume neu zu entdecken. Im Emschertal-Museum wird von Sonntag, 14. Juni, bis zum Sonntag,16. August 2026, ein weiterer Bereich seiner Arbeiten zu sehen sein. Die informell-abstrakten farbigen Malereien und Aquarelle sprühen vor Lebendigkeit, ohne dass sie konkrete Dinge abbilden. Die vier Elemente Feuer, Erde, Wasser und Luft sind für seine abstrakten Werke von Relevanz. Hinse bannt Gefühle und Gedanken direkt auf die Leinwand. Die Glut des Feuers, die Materialität der Erde und das Flirren und Quirlen des Wassers übersetzt er in ein malerisches System. Hinse, geboren 1948, hat eine sehr persönliche Verbindung zur Stadt Herne. Sein Vater arbeitete als Bergmann auf der Zeche Mont Cenis, so dass er als Junge mit seinem Tretroller aus Recklinghausen zur Zeche fuhr. Seine erste Frau Ulla Schnidder stammte aus Herne-Süd, Tochter des Gewerkschafters Bernhard Schnidder. 1972 heirateten sie in Herz-Jesu und zogen nach Horsthausen. Nach seinem Studium begann er ein Verwaltungspraktikum im Jugendamt Wanne-Eickel. Seine Kinder besuchten die Hiberniaschule, so dass die Verbindung nach Herne auch noch bestehen blieb. Mit der Präsentation seiner Arbeiten auf Herner Stadtgebiet schließt sich für ihn auch ein Lebenskreis.

seit 14. Juni

Zollverein Park zum zweiten Mal zur Bühne

„Boulevard of Dreams“ kommt zurück

Die Zeche Zollverein in Essen.

Essen. Das Welterbe Zollverein feiert vom 18. Juni bis 12. Juli das Festival "Boulevard of Dreams". Dafür wird der Zollverein Park zum zweiten Mal zur Bühne für Fantasie, Kreativität und gemeinschaftliches Erleben. Jeweils von Donnerstag bis Sonntag gibt es ein barriere- und kostenfreies Programm z. B. mit Konzerten, Performances, Yoga, Tanz- und Kreativworkshops. An den Sonntagen gibt es außerdem Angebote für die ganze Familie.

seit 18. Juni

Montag, 22. Juni

Seit zehn Jahren gibt es den Aktionstag der Polizei Bochum

'Sicher unterwegs mit dem Rollator'

Ein sicherer Umgang mit dem Rollator will gelernt sein - seit nunmehr zehn Jahren lädt das Team der Verkehrsunfallprävention des Polizeipräsidiums Bochum gemeinsam mit zahlreichen Partnern zu Aktionstagen ein (Symbolbild).

Ein sicherer Umgang mit dem Rollator will gelernt sein - seit nunmehr zehn Jahren lädt das Team der Verkehrsunfallprävention des Polizeipräsidiums Bochum gemeinsam mit zahlreichen Partnern zu Aktionstagen ein. Auch im Jahr 2026 gibt es wieder acht Termine in Bochum, Herne und Witten, bei denen sich alle interessierten Seniorinnen und Senioren kostenlos beraten lassen können. Los geht's am Mittwoch, 8. April, auf dem Buscheyplatz in Bochum-Süd. Seit nunmehr zehn Jahren lernen die Teilnehmenden bei den Aktionstagen, wie man mit dem Rollator über verschiedene Böden geht oder wie man Bordsteine, Gullydeckel oder Straßenbahnschienen sicher bewältigt. Auch das Praxistraining an und in einem Linienbus sowie Hör-, Seh- und Reaktionstests haben sich über die Jahre bewährt. Mit praktischen Übungen und vielen hilfreichen Tipps stehen dafür die Expertinnen und Experten der Verkehrsunfallprävention des Polizeipräsidiums Bochum gemeinsam mit den Seniorenbüros Bochum, Herne und Witten, den Verkehrsbetrieben Bogestra und HCR, den Verkehrswachten Bochum und Wanne-Eickel, der Verbraucherzentrale Herne sowie lokalen Sanitätshäusern zur Seite. Auf einem Rollator-Parcours - der sich in den letzten zehn Jahren auch immer wieder angepasst hat und modernisiert worden ist - lernen die Seniorinnen und Senioren das sichere Gehen auf unterschiedlichen Untergründen sowie das Überwinden von Hindernissen. Denn wer sicher mit seinem Rollator umgehen kann, kann seine Aufmerksamkeit voll und ganz auf den Straßenverkehr richten, was Unfällen effektiv vorbeugt. Das Angebot ist kostenfrei und ohne Anmeldung.

12:30 Uhr

Offene Infoveranstaltung im Familienkiosk

Elternabende zur Sprachentwicklung von Kindern

Das Familienkiosk der Stadt: Hier gibt es zwei Elternabende zur Sprachentwicklung von Kindern.

Am Mittwoch, 27. Mai und Montag, 22. Juni 2026, informieren Experten im Familienkiosk Herne, Forellstraße 101 bis 113, über die Sprachentwicklung von Kindern. Die offenen Elternabende finden jeweils um 19 Uhr statt und dauern 90 Minuten. Die Sprachentwicklung von Kindern ist ein zentraler Bestandteil gesunder Entwicklung. Sprachentwicklungsstörungen zählen dabei zu den häufigsten Entwicklungsauffälligkeiten. Fast zehn Prozent aller Kinder sind davon betroffen. Gerade Eltern sind die wichtigsten Bezugspersonen, wenn es um die Sprachgesundheit ihrer Kinder geht – nicht nur als „Frühwarnsystem“ zur Entdeckung möglicher Auffälligkeiten, sondern auch durch die Art und Weise, wie im Familienalltag gesprochen, beantwortet und miteinander umgegangen wird. Die ersten Lebensjahre sind entscheidend für den Spracherwerb. Umso wichtiger ist, dass Eltern frühzeitig wissen, wie sie ihre Kinder beim Sprechen unterstützen können, worauf sie achten sollten und welche Signale auf einen möglichen Hilfebedarf hinweisen. Der Elternabend zum Thema „Sprachentwicklung von Kindern“ richtet sich daher ganz gezielt an Eltern von Kindern im Alter von zwei bis fünf Jahren – insbesondere auch an Eltern, die sich bereits Sorgen machen oder Fragen zur sprachlichen Entwicklung ihres Kindes haben. Im offenen Format gibt es zudem ausreichend Zeit, um persönliche Anliegen zu besprechen und Fragen zu klären. Gemeinsam ausgerichtet wird der Elternabend mit dem Studiengang für Logopädie der Hochschule Bochum unter der Leitung von Professorin Andrea Dohmen. Um eine Anmeldung wird gebeten unter Telefon 0 23 23 / 16 - 27 63 oder per E-Mail an familienkiosk@herne.de. Hier gibt es auch weitere Infos zu den Abenden.

19 Uhr

A43 Ausbau: Arbeiten über dem Weg dauern einen Monat

Trasse Wanne Constantin wird gesperrt

Trasse Wanne-Constantin wird für einen Monat gesperrt.

Herne. Die Arbeiten der Autobahn Westfalen für den A43-Ausbau bei Herne gehen voran. Für die nächste Bauphase kommt schweres Gerät zum Einsatz. Aus Sicherheitsgründen muss dabei die Unterführung des Geh- und Radweges Trasse Wanne Constantin unter der Autobahn gesperrt werden, ab Mittwoch, 27. Mai 2026, um 8 Uhr bis voraussichtlich Freitag, 26. Juni 2026. Eine Umleitung ist eingerichtet. Sie führt über die Bochumer Straße oder die Riemker Straße sowie die Südstraße.

seit 27. Mai

Ausstellung als 'begehbares Kinderbuch' erlebbar

„Emil und der Wal“ im Heimatmuseum

'Emil und der Wal' sind nun im Heimatmuseum zu bestaunen.

Das Heimatmuseum Unser Fritz präsentiert „Emil und der Wal“ als „begehbares Kinderbuch“ inklusive Bällebad, Spielstationen, dem Stillen (Kuschel-) Ozean, einem Trickfilm und Vitrinen voll mit Spielzeug. Eine Ausstellung für kleine und große Leichtmatrosinnen und Leichtmatrosen von drei bis 100 Jahren. „Ein Elefant und ein Wal schließen Freundschaft und erleben ein spannendes Abenteuer auf hoher See. Mit Möwen, Affen und Piraten. Ausgedacht hat sich das Kai Dümpe aus Castrop-Rauxel. Und wie die Geschichte ins Museum gekommen ist“, erklärt Ausstellungsmacher Ralf Piorr. „Kai hat mir sein Manuskript in die Hand gedrückt und ich habe es meinem Sohn als Gute-Nacht- Geschichte vorgelesen. Danach mussten wir es jeden Abend lesen. Mindestens vier Wochen lang.“ Eröffnet wurde die Ausstellung am Sonntag (31.5.2026) und ist noch bis zum 25. Oktober 2026 zu den Öffnungszeiten des Heimatmuseum erlebar.

seit 31. Mai

Ausstellung in der Schlosskapelle Strünkede

Ludger Hinse zeigt „Zauber des Lichts“

In zwölf Kirchen auf Herner Stadtgebiet, auch in der Schlosskapelle Strünkede, präsentiert der Künstler seine Lichtobjekte und lädt dazu ein, die Räume neu zu entdecken.

Die Ausstellung „Zauber des Lichts“ im Rahmen der Gesamtausstellung LICHTraum zeigt eine weitere Facette von Ludger Hinses Schaffen. In zwölf Kirchen auf Herner Stadtgebiet, auch in der Schlosskapelle Strünkede, präsentiert der Künstler seine Lichtobjekte und lädt dazu ein, die Räume neu zu entdecken. Im Emschertal-Museum wird von Sonntag, 14. Juni, bis zum Sonntag,16. August 2026, ein weiterer Bereich seiner Arbeiten zu sehen sein. Die informell-abstrakten farbigen Malereien und Aquarelle sprühen vor Lebendigkeit, ohne dass sie konkrete Dinge abbilden. Die vier Elemente Feuer, Erde, Wasser und Luft sind für seine abstrakten Werke von Relevanz. Hinse bannt Gefühle und Gedanken direkt auf die Leinwand. Die Glut des Feuers, die Materialität der Erde und das Flirren und Quirlen des Wassers übersetzt er in ein malerisches System. Hinse, geboren 1948, hat eine sehr persönliche Verbindung zur Stadt Herne. Sein Vater arbeitete als Bergmann auf der Zeche Mont Cenis, so dass er als Junge mit seinem Tretroller aus Recklinghausen zur Zeche fuhr. Seine erste Frau Ulla Schnidder stammte aus Herne-Süd, Tochter des Gewerkschafters Bernhard Schnidder. 1972 heirateten sie in Herz-Jesu und zogen nach Horsthausen. Nach seinem Studium begann er ein Verwaltungspraktikum im Jugendamt Wanne-Eickel. Seine Kinder besuchten die Hiberniaschule, so dass die Verbindung nach Herne auch noch bestehen blieb. Mit der Präsentation seiner Arbeiten auf Herner Stadtgebiet schließt sich für ihn auch ein Lebenskreis.

seit 14. Juni

Zollverein Park zum zweiten Mal zur Bühne

„Boulevard of Dreams“ kommt zurück

Die Zeche Zollverein in Essen.

Essen. Das Welterbe Zollverein feiert vom 18. Juni bis 12. Juli das Festival "Boulevard of Dreams". Dafür wird der Zollverein Park zum zweiten Mal zur Bühne für Fantasie, Kreativität und gemeinschaftliches Erleben. Jeweils von Donnerstag bis Sonntag gibt es ein barriere- und kostenfreies Programm z. B. mit Konzerten, Performances, Yoga, Tanz- und Kreativworkshops. An den Sonntagen gibt es außerdem Angebote für die ganze Familie.

seit 18. Juni

Dienstag, 23. Juni

Stadt lädt zu Projektarbeitsgruppen ein

Inklusionsplan wird fortgeschrieben

Steht für Fragen und Anmeldungen bereit: Miriana Palermo.

In Kürze starten die Projektarbeitsgruppen zur Fortschreibung des städtischen Inklusionsplans. Um eine möglichst breite Perspektive zu garantieren, lädt die Stadtverwaltung alle interessierten Bürger mit und ohne Behinderung dazu ein, ihre Ideen und Erfahrungen aktiv einzubringen. Der Prozess wird von einem starken Netzwerk aus Politik, Verwaltung, dem Stadtsportbund Herne sowie verschiedenen Einrichtungen und Beratungsstellen der Behindertenhilfe getragen. Nun soll die Expertise der Herner Bevölkerung das Fundament für die zukünftige Inklusionspolitik der Stadt vervollständigen. Die Treffen der drei Projektgruppen decken unterschiedliche Lebensbereiche ab und finden jeweils von 15:30 bis 17 Uhr im Wanner Einkaufszentrum, Raum 4.46, 4. Etage (WFZ) Hauptstraße 44, in 44649 Herne statt. Die Reihe der Arbeitsgruppen beginnt am Dienstag, 23. Juni 2026, mit der ersten Projektgruppe, die sich intensiv mit den Themen Arbeit und Beschäftigung, Kultur, Freizeit und Sport sowie Mobilität und Verkehr auseinandersetzt. Am Mittwoch, 24. Juni 2026, tagt die zweite Projektgruppe und berät über die Schwerpunkte Wohnen und Nahversorgung, Alter, Pflege und Gesundheit sowie ebenfalls über Fragen zu Mobilität und Verkehr. Den Abschluss bildet die dritte Projektgruppe am Donnerstag, 25. Juni 2026, bei der die Themen Öffentlichkeitsarbeit und Sensibilisierung, eine inklusive Verwaltung sowie erneut der Bereich Mobilität und Verkehr auf der Tagesordnung stehen. Da das Thema Mobilität und Verkehr alle Lebensbereiche berührt, ist es bewusst als fester Bestandteil in den Diskussionen aller drei Arbeitsgruppen verankert. Zur organisatorischen Vorbereitung der Sitzungen bittet die Stadt Herne alle Interessierten um eine vorherige Anmeldung. Für Fragen und Anmeldungen steht das Inklusionsbüro der Stadt Herne über die Ansprechpartnerin Miriana Palermo per Tel 0 23 23 / 16 - 36 34 sowie per E-Mail unter inklusion@herne.de zur Verfügung.

15:30 Uhr

Ort des Geschehens ist die Gaststätte Zille

ADFC Herne lädt zum Stammtisch

Die Gaststätte Zille ist Ort des Geschehens.

Der ADFC Herne lädt am Dienstag, 23. Juni 2026, zum Stammtisch ein. An jedem 4. Dienstag im Monat treffen sich Radlerfreunde um 18 Uhr in der Gaststätte Zille im Kulturzentrum in Herne. Mitglieder, Freunde und Interessierte sind eingeladen. In angenehmer Atmosphäre wollen wir über Themen rund ums Fahrrad und außerhalb des Rades plaudern, Kontakte pflegen und ein wenig Spaß miteinander haben.

18 Uhr

Geltungsbereich Binnen Motor/Segeln

Sportbootführerschein bei der vhs

Wer ein Motorboot führen möchte, der braucht einen Boots-Führerschein.

Thomas Hocevar ist der Dozent, der im Juni 2026 den Spotbootführerschein-Kursus in der vhs im Haus am Grünen Ring leitet. Der Kursus beinhaltet an drei Tagen jeweils zwei Unterrichtsstunden: Dienstag, 16. Juni, 18:30 bis 20 Uhr; Dienstag, 23 Juni, 18:30 bis 20 Uhr; Dienstag, 30. Juni, 18:30 bis 20 Uhr. Dieser amtliche Sportbootführerschein Geltungsbereich Binnen berechtigt zum Führen eines Sportbootes auf den deutschen Binnenschifffahrtsstraßen. Der Kursus vermittelt die erforderlichen theoretischen Inhalte nach den Ausbildungsvorschriften der Sportboot-Führerschein-Verordnung des Bundesministers für Verkehr und des Deutschen Seglerverbandes. Er begleitet die Schüler bis zur theoretischen Teilprüfung durch den Deutschen Seglerverband. Die Prüfung kann wahlweise nur „unter Motor“ als auch „unter Motor und Segeln“ abgelegt werden. Für den Praxisteil Motor wird der Sportbootführerschein Geltungsbereich See anerkannt. Anmeldungen zu dem Kursus mit der Nummer 26A8493 können online hier vorgenommen werden oder per Tel 02323 / 16-2920 oder 02323 / 16-3584. Entgelt: 20 / 14 Euro. Zusatzkosten: Lehrbuch: 24,90 Euro, Fragebögen 22,90 Euro. Die Prüfungsgebühren sind bereits in der Kombiprüfung „See / Binnen“ in Höhe von 177 Euro enthalten.

18:30 Uhr

A43 Ausbau: Arbeiten über dem Weg dauern einen Monat

Trasse Wanne Constantin wird gesperrt

Trasse Wanne-Constantin wird für einen Monat gesperrt.

Herne. Die Arbeiten der Autobahn Westfalen für den A43-Ausbau bei Herne gehen voran. Für die nächste Bauphase kommt schweres Gerät zum Einsatz. Aus Sicherheitsgründen muss dabei die Unterführung des Geh- und Radweges Trasse Wanne Constantin unter der Autobahn gesperrt werden, ab Mittwoch, 27. Mai 2026, um 8 Uhr bis voraussichtlich Freitag, 26. Juni 2026. Eine Umleitung ist eingerichtet. Sie führt über die Bochumer Straße oder die Riemker Straße sowie die Südstraße.

seit 27. Mai

Ausstellung als 'begehbares Kinderbuch' erlebbar

„Emil und der Wal“ im Heimatmuseum

'Emil und der Wal' sind nun im Heimatmuseum zu bestaunen.

Das Heimatmuseum Unser Fritz präsentiert „Emil und der Wal“ als „begehbares Kinderbuch“ inklusive Bällebad, Spielstationen, dem Stillen (Kuschel-) Ozean, einem Trickfilm und Vitrinen voll mit Spielzeug. Eine Ausstellung für kleine und große Leichtmatrosinnen und Leichtmatrosen von drei bis 100 Jahren. „Ein Elefant und ein Wal schließen Freundschaft und erleben ein spannendes Abenteuer auf hoher See. Mit Möwen, Affen und Piraten. Ausgedacht hat sich das Kai Dümpe aus Castrop-Rauxel. Und wie die Geschichte ins Museum gekommen ist“, erklärt Ausstellungsmacher Ralf Piorr. „Kai hat mir sein Manuskript in die Hand gedrückt und ich habe es meinem Sohn als Gute-Nacht- Geschichte vorgelesen. Danach mussten wir es jeden Abend lesen. Mindestens vier Wochen lang.“ Eröffnet wurde die Ausstellung am Sonntag (31.5.2026) und ist noch bis zum 25. Oktober 2026 zu den Öffnungszeiten des Heimatmuseum erlebar.

seit 31. Mai

Ausstellung in der Schlosskapelle Strünkede

Ludger Hinse zeigt „Zauber des Lichts“

In zwölf Kirchen auf Herner Stadtgebiet, auch in der Schlosskapelle Strünkede, präsentiert der Künstler seine Lichtobjekte und lädt dazu ein, die Räume neu zu entdecken.

Die Ausstellung „Zauber des Lichts“ im Rahmen der Gesamtausstellung LICHTraum zeigt eine weitere Facette von Ludger Hinses Schaffen. In zwölf Kirchen auf Herner Stadtgebiet, auch in der Schlosskapelle Strünkede, präsentiert der Künstler seine Lichtobjekte und lädt dazu ein, die Räume neu zu entdecken. Im Emschertal-Museum wird von Sonntag, 14. Juni, bis zum Sonntag,16. August 2026, ein weiterer Bereich seiner Arbeiten zu sehen sein. Die informell-abstrakten farbigen Malereien und Aquarelle sprühen vor Lebendigkeit, ohne dass sie konkrete Dinge abbilden. Die vier Elemente Feuer, Erde, Wasser und Luft sind für seine abstrakten Werke von Relevanz. Hinse bannt Gefühle und Gedanken direkt auf die Leinwand. Die Glut des Feuers, die Materialität der Erde und das Flirren und Quirlen des Wassers übersetzt er in ein malerisches System. Hinse, geboren 1948, hat eine sehr persönliche Verbindung zur Stadt Herne. Sein Vater arbeitete als Bergmann auf der Zeche Mont Cenis, so dass er als Junge mit seinem Tretroller aus Recklinghausen zur Zeche fuhr. Seine erste Frau Ulla Schnidder stammte aus Herne-Süd, Tochter des Gewerkschafters Bernhard Schnidder. 1972 heirateten sie in Herz-Jesu und zogen nach Horsthausen. Nach seinem Studium begann er ein Verwaltungspraktikum im Jugendamt Wanne-Eickel. Seine Kinder besuchten die Hiberniaschule, so dass die Verbindung nach Herne auch noch bestehen blieb. Mit der Präsentation seiner Arbeiten auf Herner Stadtgebiet schließt sich für ihn auch ein Lebenskreis.

seit 14. Juni

Zollverein Park zum zweiten Mal zur Bühne

„Boulevard of Dreams“ kommt zurück

Die Zeche Zollverein in Essen.

Essen. Das Welterbe Zollverein feiert vom 18. Juni bis 12. Juli das Festival "Boulevard of Dreams". Dafür wird der Zollverein Park zum zweiten Mal zur Bühne für Fantasie, Kreativität und gemeinschaftliches Erleben. Jeweils von Donnerstag bis Sonntag gibt es ein barriere- und kostenfreies Programm z. B. mit Konzerten, Performances, Yoga, Tanz- und Kreativworkshops. An den Sonntagen gibt es außerdem Angebote für die ganze Familie.

seit 18. Juni

Mittwoch, 24. Juni

'Prävention von Verletzungen und Tipps zur ersten Hilfe' lautet der Titel

Das Familienbüro lädt zum Frühstück

Das Familienbüro der Stadt Herne lädt zum Familienfrühstück am Mittwoch, 24. Juni 2026, von 10 bis 11:30 Uhr, in die KiTa Rappelkiste, Mont-Cenis-Straße 218, ein (Symbolbild).

Das Familienbüro der Stadt Herne lädt zum Familienfrühstück am Mittwoch, 24. Juni 2026, von 10 bis 11:30 Uhr, in die KiTa Rappelkiste, Mont-Cenis-Straße 218, ein. Das kostenfreie Angebot richtet sich an Herner Familien mit ihren Kindern im Alter von null bis drei Jahren. „Prävention von Verletzungen und Tipps zur ersten Hilfe“ lautet der Titel der Veranstaltung. In gemütlicher Atmosphäre informiert Kinderkrankenschwester Sylvia Meier über das Thema und steht für Fragen zur Verfügung. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich

10 Uhr

„Ghost Me, If You Can“ am Musiktheater im Revier

Verirrt im virtuellen Raum

Die musikalische Stückentwicklung „Ghost Me, If You Can“ bringt ab 28. März 2026 die digitale Gegenwart als Abenteuerwelt auf die Bühne des Kleinen Hauses am Gelsenkirchener Kennedyplyatz.

In vielen Familien ist es ständig wiederkehrendes Thema: Eltern und Kinder am Küchentisch und zwischen ihnen blinkende Smartphones. Statt miteinander zu sprechen, wird übereinander gechattet. Haben wir verlernt, einander zuzuhören? Auf „Jetzt leg doch mal das Handy weg!“ folgt „Schnauz mich nicht an!“. Die musikalische Stückentwicklung „Ghost Me, If You Can“, die am Samstag, 28. März 2026, um 19 Uhr im Kleinen Haus des Gelsenkirchener Musiktheaters im Revier uraufgeführt wird, schleudert das Publikum direkt auf das familiäre Schlachtfeld des digitalen Generationenkonflikts. Doch als plötzlich ein Geist namens „Ghost“ auftaucht und Teenager und Elternteil direkt in das Innere ihrer Smartphones katapultiert werden, beginnt eine Abenteuerreise ins Unbekannte. Zwei Generationen irren durch das Internet: Während eine im Chaos aus Memes und Trends aufblüht, scheitert die andere am neuesten Windows-Update. Je tiefer sie in das digitale Inferno eintauchen, desto deutlicher werden die Abgründe. Ob die beiden es wohl schaffen werden, ihre Filterblasen zu durchbrechen, um wieder zueinander zu finden? Das Physical-Theatre-Kollektiv „sticky fragments“ aus dem Ruhrgebiet entwickelte die Pop-Oper gemeinsam mit Gelsenkirchener Schülern und Senioren des Workshops „Diskurs & Daddeln“ im MiR.LAB. Die Berliner Komponistin, Vokalistin, Performance- und Theatermusikerin Victoria Stellpflug schrieb neun Songs für Drum-Set, Sound-Station und Gesang, die „Ghost Me, If You Can“ zur unterhaltsamen Pop-Oper machen. In ihren Kompositionen verarbeitete sie Motive aus der „Fantasia in G-Dur“ der blinden Komponistin Maria Theresia Paradis (1759-1824), die im Stück auch eine Rolle als Vertraute von Ghost spielt. Das transdisziplinäre Physical-Theatre-Kollektiv „sticky fragments“ besteht aus Meret König, Valentin Schwerdfeger und Charlie Wyrsch. Es arbeitet in seinen Stückentwicklungen themenbezogen mit Fragmenten aus Bildender Kunst, Digitalität oder Biografien historischer Figuren und entwickelt in intensiver Recherche und Kollaboration mit Experten den Stücktext. Dabei verbessert die Dramaturgin Sabine Kuxdorf die Zugänglichkeit der Arbeiten für sehbehinderte, blinde wie sehende Menschen mit den Mitteln der kreativen Audiodeskription. Vor der Vorstellung findet für alle interessierten Besucher eine Tastführung auf der Bühne statt, ein detailgetreues Tastmodell des Bühnenbildes, Audioeinführung und Begleitservice zur Spielstätte ergänzen den barrierearmen Zugang. Mit dieser Produktion erprobt das Musiktheater im Revier, das mit der „Hör.Oper“ seit über fünfzehn Jahren Maßstäbe setzt, neue Möglichkeiten, Barrieren zu reduzieren. Die weiteren Termine nach der Uraufführung am 28. März im Kleinen Haus des MiR: Karten ab 16 Euro unter musiktheater-im-revier.de sowie an der Theaterkasse unter Tel 0209 – 40 97 200.

10 Uhr

Ausstellung mit Arbeiten von Rita Rohlfing

„REFLECTIONS“ in den Flottmann-Hallen

In den Flottmann-Hallen ist von Sonntag, 10. Mai 2026, bis Freitag, 26. Juni 2026, die Ausstellung "REFLECTIONS" der Künstlerin Rita Rohlfing zu sehen. Es ist ein Zusammenspiel von geometrischer Form und visueller Wirkung.

Die Arbeiten von Rita Rohlfing zeichnen sich durch das Zusammenspiel von geometrischer Form und visueller Wirkung aus. Die Ausstellung „REFLECTIONS“ in den Flottmann-Hallen, Straße des Borhammers 5, bietet einen Überblick über Rohlfings Schaffen. Die Ausstellung ist bis Freitag, 26. Juni 2026, in Herne zu sehen. Rohlfings Werke, darunter die bekannten „untitled spaces“, sind das Ergebnis ihrer Genauigkeit. Hinter der Materialbeschreibung „Lackfarbe auf Aluminium“ verbirgt sich ein langwieriger Prozess aus Handwerk und Kunst. Das Ziel: Ein Erlebnis von Form und Raum, das den Betrachtenden einlädt, genauer hinzusehen. Wer sich vor den Arbeiten bewegt, entdeckt durch visuelle Irritationen ständig neue Facetten. Es ist eine Kunst, die vom Standpunkt ihres Publikums lebt. Das Herzstück der Schau ist die Installation „Lufttöne“. Sie wurde 1999 im Kunstmuseum Mülheim zuerst gezeigt. „Bei uns in den Flottmann- Hallen haben wir sie unter unserem Glasdach installiert. Hier korrespondiert das Werk auf 250 Quadratmetern mit dem wandernden Sonnenlicht und dem Blau des Himmels. Es ist eine der größten Installationen, welche die Flottmann-Hallen je beherbergt hat“, sagte Kuratorin Katrin Lieske bei der Vorstellung von „REFLECTIONS“. Rita Rohlfing, 1964 in Bad Oeynhausen geboren, lernte ihr Metier an der Hochschule für Bildende Kunst (HfBK) Braunschweig, wo sie 1992 Meisterschülerin wurde. Nach Studienjahren an der School of Visual Arts in New York schuf sie sich einen Namen als Meisterin des raumbezogenen Arbeitens. Heute lebt und arbeitet sie in Köln. Die Ausstellung ist mittwochs bis sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei. Die Vernissage findet am Sonntag, 10. Mai 2026, um 11 Uhr statt. Die Einführung gibt Dr. Gabriele Uelsberg, Direktorin a.D. des LVR-Landesmuseums Bonn. Die Führung „Kunst, Kaffee, Kuchen“ durch die Ausstellung findet zweimal statt, jeweils mittwochs am 3. und 24. Juni 2026, um 10:30 Uhr. Gelegenheit zum Gespräch mit der Künstlerin gibt es am Sonntag, 14. Juni 2026, um 15 Uhr.

10:30 Uhr

Rita Rohlfing in den Flottmann-Hallen

Programm rund um REFLECTIONS

In den Flottmann-Hallen ist von Sonntag, 10. Mai 2026, bis Freitag, 26. Juni 2026, die Ausstellung "REFLECTIONS" der Künstlerin Rita Rohlfing zu sehen. Es ist ein Zusammenspiel von geometrischer Form und visueller Wirkung.

Bis Freitag, 26. Juni 2026, zeigt Künstlerin Rita Rohlfing Wandarbeiten und die raumgreifende Installation „Lufttöne“ während der Ausstellung „REFLECTIONS“ in den Flottmann-Hallen (halloherne berichtete). Als Begleitprogramm findet am Mittwoch, 3. Juni, und am Mittwoch, 24. Juni, jeweils um 10:30 Uhr „Kunst, Kaffee und Kuchen – Das gemütliche Ausstellungsgespräch“ statt. Gemeinsam mit Dr. Falko Herlemann und Erika Porsch gibt es einen Ausstellungsrundgang und einen kunstgeschichtlichen Vortrag bei einem Stück Kuchen und einer Tasse Kaffee. Am Sonntag, 14. Juni, lädt Rita Rohlfing außerdem um 15 Uhr zu einem Künstlerinnengespräch ein. Die regulären Öffnungszeiten der Ausstellung sind Mittwoch bis Sonntag 14 bis 18 Uhr.

10:30 Uhr

Keramische Werkstatt Margaretenhöhe in der Künstlerzeche

Stille Gäste auf Unser Fritz 2/3

Florian Kunath, 1. Stellv. Vorsitzender der Künstlerzeche, präsentiert die in der Keramischen Werkstatt Margaretenhöhe hergestellte Ehrengabe der Stadt Herne mit dem neuen Wappen nach dem Zusammenschluss mit Wanne-Eickel.

Mit der Ausstellung „Stille Gäste“ präsentiert die Künstlerzeche Unser Fritz 2/3 vom 13. Juni bis 5. Juli 2026 Arbeiten der Keramischen Werkstatt Margaretenhöhe in Essen um die international renommierte koreanische Keramikerin Young-Jae Lee. Die Vernissage beginnt am Samstag, 13. Juni 2026, um 17 Uhr. Während in der Schwarzkaue die aktuellen Produkte der Essener, die übrigens sämtlich käuflich erworben werden können, sowie Sonderanfertigungen verschiedener Werkstatt-Keramiker zu sehen sind, hat Young-Jae Lee, seit 1986 (Ko-) Leiterin des inzwischen auf Zollverein residierenden Unternehmens, in der Weißkaue eine großflächige Bodeninstallation mit Objekten seit Gründung gestaltet. Auch ein Herner Krug ist vertreten: Zwischen 1970 und 1980 kamen die mit dem Stadtwappen geschmückten Ehrengaben aus der Essener Werkstatt. Da es 1975 zur Vereinigung mit Wanne-Eickel kam, gibt es zwei Krug-Varianten. Florian Kunath, 1. Stellv. Vorsitzender der Künstlerzeche: „Keramik gehört für viele Menschen selbstverständlich zum Alltag. Teller, Schalen, Becher, Vasen oder Gefäße werden täglich genutzt und oft kaum bewusst wahrgenommen. Dabei vereinen diese Objekte handwerkliche Meisterschaft, gestalterische Qualität und künstlerischen Ausdruck. Die Ausstellung „Stille Gäste“ möchte den Blick auf diese oft übersehene Seite der Keramik lenken.“ Der Titel, so Kunath, verweist auf die besondere Rolle keramischer Objekte: „Sie begleiten uns meist unauffällig durch das Leben, sind ständig präsent und bleiben dennoch häufig unbeachtet. In der Künstlerzeche treten sie aus dieser stillen Rolle heraus und werden als eigenständige Kunstwerke sichtbar. Die Arbeiten der Keramischen Werkstatt Margaretenhöhe begegnen dabei einer ungewöhnlichen Umgebung. In den Räumen der ehemaligen Zeche treffen zeitgenössische Keramikkunst und Industriekultur aufeinander. Es entsteht ein spannender Dialog zwischen der Ruhe und Präzision keramischer Formen und der Geschichte eines Ortes, der einst von Kohleförderung und schwerer Arbeit geprägt war.“ Als Margarete Krupp 1924 ein Siedlungsvorhaben in der Stadt Essen realisierte, das nach ihr „Margaretenhöhe“ benannt wurde, sollten die Bauten mit keramischem Schmuck ausgestattet werden. So initiierte Hermann Kätelhön, ihr künstlerischer Berater, die Gründung einer Keramikwerkstatt auf dem Gelände und bestimmte Will Lammert zum Leiter der Werkstatt, die 1925 als „Keramische Werkstatt Margaretenhöhe“ in das Handelsregister eingetragen wurde. 1986 haben die 1951 in Seoul geborene, bei Margot Münster (Keramik) und Erwin Schutzbach (Formgestaltung) an der Fachhochschule Wiesbaden ausgebildete Koreanerin Young-Jae Lee und die gebürtige Essenerin Hildegard Eggemann, die am 12. Mai 2025 verstarb, die Leitung übernommen mit dem Ziel, das Manufakturprogramms mit Serienproduktion eines speziell entworfenen Geschirrs unter Rückbesinnung auf die formalen Grundprinzipien des Bauhauses wiederaufzunehmen. 1987 erfolgte der Umzug in das Baulager des Weltkulturerbes Zeche Zollverein. 2006 ist die Werkstatt von der Ruhrkohle (RAG) übernommen und Young-Jae Lee, seit 1993 alleinige Leiterin, als Geschäftsführerin bestallt worden. Die Ausstellung wird am Samstag, 13. Juni 2026, um 17 Uhr eröffnet. Zur Einführung sprechen Prof. Dr. Hans-Peter Noll, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Stiftung Zollverein, sowie Dr. des. Sebastian Bank, Kurator für Europäisches Porzellan an den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und Vizepräsident der Gesellschaft der Keramikfreunde e.V. Begleitend zur Ausstellung finden weitere Veranstaltungen statt: Das Künstlercafé öffnet am Samstag, 20. Juni 2026, von 14.30 bis 16.30 Uhr in der Schwarzkaue. Und der beliebte „Schichtwechsel“ nach Feierabend findet wieder am Freitag, 26. Juni 2026, zwischen 18 und 21 Uhr in der Künstlerzeche statt. Zur Finissage am Sonntag, 5. Juli 2026, gibt’s einen Vortrag zum Thema „Weißes Gold“ mit anschließendem Austausch bei Kaffee und Kuchen. Die Ausstellung „Stille Gäste“ wird im Rahmen des Jahresthemas „Grenzbereiche II: Keramik“ vom 13. Juni bis 5. Juli 2026 in der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3, Zur Künstlerzeche 10 in 44653 Herne gezeigt zu folgenden Öffnungszeiten: Mi 15 – 18 Uhr, Sa 15 – 18 Uhr und So 14 – 17 Uhr sowie nach Vereinbarung unter Tel. 02325 – 55 91 462.

15 Uhr

Stadt lädt zu Projektarbeitsgruppen ein

Inklusionsplan wird fortgeschrieben

Steht für Fragen und Anmeldungen bereit: Miriana Palermo.

In Kürze starten die Projektarbeitsgruppen zur Fortschreibung des städtischen Inklusionsplans. Um eine möglichst breite Perspektive zu garantieren, lädt die Stadtverwaltung alle interessierten Bürger mit und ohne Behinderung dazu ein, ihre Ideen und Erfahrungen aktiv einzubringen. Der Prozess wird von einem starken Netzwerk aus Politik, Verwaltung, dem Stadtsportbund Herne sowie verschiedenen Einrichtungen und Beratungsstellen der Behindertenhilfe getragen. Nun soll die Expertise der Herner Bevölkerung das Fundament für die zukünftige Inklusionspolitik der Stadt vervollständigen. Die Treffen der drei Projektgruppen decken unterschiedliche Lebensbereiche ab und finden jeweils von 15:30 bis 17 Uhr im Wanner Einkaufszentrum, Raum 4.46, 4. Etage (WFZ) Hauptstraße 44, in 44649 Herne statt. Die Reihe der Arbeitsgruppen beginnt am Dienstag, 23. Juni 2026, mit der ersten Projektgruppe, die sich intensiv mit den Themen Arbeit und Beschäftigung, Kultur, Freizeit und Sport sowie Mobilität und Verkehr auseinandersetzt. Am Mittwoch, 24. Juni 2026, tagt die zweite Projektgruppe und berät über die Schwerpunkte Wohnen und Nahversorgung, Alter, Pflege und Gesundheit sowie ebenfalls über Fragen zu Mobilität und Verkehr. Den Abschluss bildet die dritte Projektgruppe am Donnerstag, 25. Juni 2026, bei der die Themen Öffentlichkeitsarbeit und Sensibilisierung, eine inklusive Verwaltung sowie erneut der Bereich Mobilität und Verkehr auf der Tagesordnung stehen. Da das Thema Mobilität und Verkehr alle Lebensbereiche berührt, ist es bewusst als fester Bestandteil in den Diskussionen aller drei Arbeitsgruppen verankert. Zur organisatorischen Vorbereitung der Sitzungen bittet die Stadt Herne alle Interessierten um eine vorherige Anmeldung. Für Fragen und Anmeldungen steht das Inklusionsbüro der Stadt Herne über die Ansprechpartnerin Miriana Palermo per Tel 0 23 23 / 16 - 36 34 sowie per E-Mail unter inklusion@herne.de zur Verfügung.

15:30 Uhr

Offener Gesprächskreis für Angehörige

'Herzensangelegenheit Demenz'

Anja Schröder leitet die Themenabende für den Ambulanten Hospizdienst.

Anja Schröder, Koordinatorin beim Ambulanten Hospizdienst, hat neue Termine für „Herzensangelegenheit Demenz“ angesetzt, einen offenen Gesprächskreis für Angehörige von Menschen mit Demenz. “Herzensangelegenheit Demenz”, seit 2018 ein festes Angebot des Hospizdienstes für Angehörige von Menschen mit Demenz, findet seit Ende 2025 als offener Themenabend statt – jeweils am letzten Mittwoch im Monat von 18 bis 19:30 Uhr im Gemeindezentrum Herz Jesu, Düngelstraße 32, in 44623 Herne. Die Teilnahme ist kostenfrei. Geleitet wird der Themenabend von Anja Schröder, Koordinatorin beim Ambulanten Hospizdienst. Anmeldung telefonisch unter 02323 – 988 290 oder per Mail unter info@hospizdienst-herne.de

18 Uhr

Es geht um die Zukunft der Gottesdienste

Podiumsgespräch der Pfarrei St. Dionysius

St. Bonifatiuskirche in der Pfarrei St. Dionysius.

Unter dem Titel „Gemeinsam feiern, unterschiedlich gestalten – Ein Podium zur gottesdienstlichen Vielfalt“ lädt die katholische Pfarrei St. Dionysius am Mittwoch, 24. Juni 2026, ab 19 Uhr ins Pfarrzentrum St. Dionysius (unter der Bonifatiuskirche) ein. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach der Zukunft der Gottesdienste angesichts gesellschaftlicher und kirchlicher Veränderungen. Wie kann die Eucharistie als geistliche Quelle und Ort gelebter Gemeinschaft gestärkt werden? Welche weiteren spirituellen und liturgischen Formen sind zukunftsfähig? Welche Rolle können Wort-Gottes-Feiern spielen und wie könnte eine zukünftige Gottesdienstordnung aussehen? Darüber diskutieren pastorale Akteure aus Herne und Wanne-Eickel sowie der Liturgiewissenschaftler Prof. Dr. Stephan Wahle von der Theologischen Fakultät Paderborn. Wahle ist dort seit drei Jahren Inhaber des Lehrstuhls für Liturgiewissenschaft. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die Liturgie in den aktuellen Veränderungen von Kirche und Gesellschaft, die kulturelle Bedeutung des Gottesdienstes sowie Fragen der Feier- und Erinnerungskultur. Das Podium möchte Raum für Information und Austausch über die zukünftige Gestalt des Gottesdienstes in der Pfarrei bieten.

19 Uhr

'Kirche und Kino' in Recklinghausen

Fünf Filme und ein Festival

Das packende Familiendrama „The Chance“ eröffnet am Mittwoch, 28. Januar 2026, das erste Halbjahr der ökumenischen Reihe „Kirche und Kino“ im Cineworld Recklinghausen.

Filme können Türen öffnen: zu neuen Gedanken, zu fremden Welten, zu den großen Fragen des Lebens. Genau das tut die ökumenische Reihe „Kirche und Kino“ seit mehr als 23 Jahren in Recklinghausen – und auch 2026 lädt sie wieder dazu ein, gemeinsam hinzuschauen, nachzudenken und ins Gespräch zu kommen im Cineworld-Multiplex an der Kemnastraße 3. Im ersten Halbjahr 2026 stehen fünf außergewöhnliche Filme auf dem Programm, die berühren, herausfordern und inspirieren. Den Auftakt macht am Mittwoch, 28. Januar 2026, 19:45 Uhr, „The Change“, ein packendes Familiendrama über die schleichende Radikalisierung und die Frage, wie stabil unsere Werte sind, wenn Angst und Machtversprechen Einzug halten. Am Mittwoch, 25. Februar 2026, präsentiert die Reihe eine Vorpremiere. Einen Tag vor dem offiziellen Kinostart in Deutschland dürfen sich Filmbegeisterte auf „Father Mother Sister Brother“ freuen – Jim Jarmuschs preisgekröntes Triptychon über flüchtige Begegnungen zwischen Eltern und Kindern; leise, absurd und voller Sehnsucht. Weiter geht es am 22. April 2026 mit „Lolita lesen in Teheran“. In der bewegenden Geschichte kämpft eine Literaturprofessorin im Iran der 1990er Jahre mit einem geheimen Lesekreis für Freiheit und Selbstbestimmung. Am 27. Mai 2026 steht „Rückkehr nach Ithaka“ auf dem Programm. Die eindringliche Neuinterpretation des Odysseus-Mythos mit Ralph Fiennes und Juliette Binoche erzählt von Schuld, Scham und der Hoffnung auf Versöhnung. Den Abschluss des ersten Halbjahres bildet am 24. Juni 2026 „Die Farben der Zeit“: Das farbenprächtige Familienportrait verbindet kunstvoll Vergangenheit und Gegenwart miteinander. Jede Vorstellung der Reihe „Kirche und Kino“ beginnt um 19.45 Uhr mit einer Einführung durch den Medien- und Religionspädagogen Michael M. Kleinschmidt vom Institut für Kino und Filmkultur. Im Anschluss sind die Gäste eingeladen, ihre Eindrücke zu teilen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Karten zum Preis zwischen 8 Euro und 9,50 Euro sind online unter cineworld-recklinghausen.de erhältlich. Der Vorverkauf für den Auftakt ist bereits gestartet, für die weiteren Filme jeweils am Folgetag der letzten Vorstellung. Weitere Informationen und das Programm zum Download gibt es unter kirchliches-filmfestival.de/kircheundkino im Netz. Ein besonderes Highlight für Filmfans ist das 16. Kirchliche Filmfestival vom 11. bis 15. März 2026 in Recklinghausen statt. Das Festivalteam arbeitet zurzeit unter Hochdruck, um ein Programm mit preisgekrönten Filmen, spannenden Gästen und intensiven Gesprächen zu präsentieren. Veranstaltet wird die Reihe von der Evangelischen Erwachsenenbildung im Kirchenkreis Recklinghausen und dem Katholischen Kreisdekanat Recklinghausen in Kooperation mit dem Institut für Kino und Filmkultur Wiesbaden und dem Cineworld Recklinghausen.

19:45 Uhr

A43 Ausbau: Arbeiten über dem Weg dauern einen Monat

Trasse Wanne Constantin wird gesperrt

Trasse Wanne-Constantin wird für einen Monat gesperrt.

Herne. Die Arbeiten der Autobahn Westfalen für den A43-Ausbau bei Herne gehen voran. Für die nächste Bauphase kommt schweres Gerät zum Einsatz. Aus Sicherheitsgründen muss dabei die Unterführung des Geh- und Radweges Trasse Wanne Constantin unter der Autobahn gesperrt werden, ab Mittwoch, 27. Mai 2026, um 8 Uhr bis voraussichtlich Freitag, 26. Juni 2026. Eine Umleitung ist eingerichtet. Sie führt über die Bochumer Straße oder die Riemker Straße sowie die Südstraße.

seit 27. Mai

Ausstellung als 'begehbares Kinderbuch' erlebbar

„Emil und der Wal“ im Heimatmuseum

'Emil und der Wal' sind nun im Heimatmuseum zu bestaunen.

Das Heimatmuseum Unser Fritz präsentiert „Emil und der Wal“ als „begehbares Kinderbuch“ inklusive Bällebad, Spielstationen, dem Stillen (Kuschel-) Ozean, einem Trickfilm und Vitrinen voll mit Spielzeug. Eine Ausstellung für kleine und große Leichtmatrosinnen und Leichtmatrosen von drei bis 100 Jahren. „Ein Elefant und ein Wal schließen Freundschaft und erleben ein spannendes Abenteuer auf hoher See. Mit Möwen, Affen und Piraten. Ausgedacht hat sich das Kai Dümpe aus Castrop-Rauxel. Und wie die Geschichte ins Museum gekommen ist“, erklärt Ausstellungsmacher Ralf Piorr. „Kai hat mir sein Manuskript in die Hand gedrückt und ich habe es meinem Sohn als Gute-Nacht- Geschichte vorgelesen. Danach mussten wir es jeden Abend lesen. Mindestens vier Wochen lang.“ Eröffnet wurde die Ausstellung am Sonntag (31.5.2026) und ist noch bis zum 25. Oktober 2026 zu den Öffnungszeiten des Heimatmuseum erlebar.

seit 31. Mai

Ausstellung in der Schlosskapelle Strünkede

Ludger Hinse zeigt „Zauber des Lichts“

In zwölf Kirchen auf Herner Stadtgebiet, auch in der Schlosskapelle Strünkede, präsentiert der Künstler seine Lichtobjekte und lädt dazu ein, die Räume neu zu entdecken.

Die Ausstellung „Zauber des Lichts“ im Rahmen der Gesamtausstellung LICHTraum zeigt eine weitere Facette von Ludger Hinses Schaffen. In zwölf Kirchen auf Herner Stadtgebiet, auch in der Schlosskapelle Strünkede, präsentiert der Künstler seine Lichtobjekte und lädt dazu ein, die Räume neu zu entdecken. Im Emschertal-Museum wird von Sonntag, 14. Juni, bis zum Sonntag,16. August 2026, ein weiterer Bereich seiner Arbeiten zu sehen sein. Die informell-abstrakten farbigen Malereien und Aquarelle sprühen vor Lebendigkeit, ohne dass sie konkrete Dinge abbilden. Die vier Elemente Feuer, Erde, Wasser und Luft sind für seine abstrakten Werke von Relevanz. Hinse bannt Gefühle und Gedanken direkt auf die Leinwand. Die Glut des Feuers, die Materialität der Erde und das Flirren und Quirlen des Wassers übersetzt er in ein malerisches System. Hinse, geboren 1948, hat eine sehr persönliche Verbindung zur Stadt Herne. Sein Vater arbeitete als Bergmann auf der Zeche Mont Cenis, so dass er als Junge mit seinem Tretroller aus Recklinghausen zur Zeche fuhr. Seine erste Frau Ulla Schnidder stammte aus Herne-Süd, Tochter des Gewerkschafters Bernhard Schnidder. 1972 heirateten sie in Herz-Jesu und zogen nach Horsthausen. Nach seinem Studium begann er ein Verwaltungspraktikum im Jugendamt Wanne-Eickel. Seine Kinder besuchten die Hiberniaschule, so dass die Verbindung nach Herne auch noch bestehen blieb. Mit der Präsentation seiner Arbeiten auf Herner Stadtgebiet schließt sich für ihn auch ein Lebenskreis.

seit 14. Juni

Zollverein Park zum zweiten Mal zur Bühne

„Boulevard of Dreams“ kommt zurück

Die Zeche Zollverein in Essen.

Essen. Das Welterbe Zollverein feiert vom 18. Juni bis 12. Juli das Festival "Boulevard of Dreams". Dafür wird der Zollverein Park zum zweiten Mal zur Bühne für Fantasie, Kreativität und gemeinschaftliches Erleben. Jeweils von Donnerstag bis Sonntag gibt es ein barriere- und kostenfreies Programm z. B. mit Konzerten, Performances, Yoga, Tanz- und Kreativworkshops. An den Sonntagen gibt es außerdem Angebote für die ganze Familie.

seit 18. Juni

Donnerstag, 25. Juni

Ein Angebot des Herner Caritasverbands

Sitztanzkurse für Senioren

Der Caritasverband Herne lädt zu Sitztanzkursen ein.

Der Herner Caritasverband lädt Senioren in Sodingen zu zwei Tanzkursen im Sitzen ein: Alle 14 Tage donnerstags von 15 bis 16 Uhr findet im Thomas-Morus-Haus der Gemeinde St. Peter und Paul, an der Widumer Straße 23 A, 44627 Herne, der Kursus „Tanzen ohne Partner:in“ statt. Im direkten Anschluss bietet Kursleiterin Petra Thiele von 16 bis 17 Uhr den Kurs „Tanzen im Sitzen“ an. Beide Kurse können nacheinander oder unabhängig voneinander besucht werden. Ein Einstieg, alleine oder in Begleitung, ist jederzeit möglich. Die nächsten Termine sind 25. Juni 2026 und 9. Juli 2026. „Sitztänze aktivieren und beleben Körper, Geist und Seele. In den Kursen kann man in geselliger Runde zusammenkommen, neue Kontakte knüpfen und ohne Druck aktiv sein“, erläutert Caritas-Mitarbeiterin Ulrike Lange die Idee des Angebots. „Im Vordergrund stehen Spaß und Freude an Bewegung und Musik. Und ganz nebenbei werden die Muskeln gestärkt und das Gedächtnis trainiert.“ Die Teilnahme ist kostenlos, eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Räumlichkeiten sind barrierefrei. Alle Interessierten sind herzlich willkommen. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich. Für Fragen stehen Ulrike Lange und Emine Ertan per Tel 02323 92960-934 oder per E-Mail an u.lange@caritas-herne.de und e.ertan@caritas-herne.de zur Verfügung.

15 Uhr

Stadt lädt zu Projektarbeitsgruppen ein

Inklusionsplan wird fortgeschrieben

Steht für Fragen und Anmeldungen bereit: Miriana Palermo.

In Kürze starten die Projektarbeitsgruppen zur Fortschreibung des städtischen Inklusionsplans. Um eine möglichst breite Perspektive zu garantieren, lädt die Stadtverwaltung alle interessierten Bürger mit und ohne Behinderung dazu ein, ihre Ideen und Erfahrungen aktiv einzubringen. Der Prozess wird von einem starken Netzwerk aus Politik, Verwaltung, dem Stadtsportbund Herne sowie verschiedenen Einrichtungen und Beratungsstellen der Behindertenhilfe getragen. Nun soll die Expertise der Herner Bevölkerung das Fundament für die zukünftige Inklusionspolitik der Stadt vervollständigen. Die Treffen der drei Projektgruppen decken unterschiedliche Lebensbereiche ab und finden jeweils von 15:30 bis 17 Uhr im Wanner Einkaufszentrum, Raum 4.46, 4. Etage (WFZ) Hauptstraße 44, in 44649 Herne statt. Die Reihe der Arbeitsgruppen beginnt am Dienstag, 23. Juni 2026, mit der ersten Projektgruppe, die sich intensiv mit den Themen Arbeit und Beschäftigung, Kultur, Freizeit und Sport sowie Mobilität und Verkehr auseinandersetzt. Am Mittwoch, 24. Juni 2026, tagt die zweite Projektgruppe und berät über die Schwerpunkte Wohnen und Nahversorgung, Alter, Pflege und Gesundheit sowie ebenfalls über Fragen zu Mobilität und Verkehr. Den Abschluss bildet die dritte Projektgruppe am Donnerstag, 25. Juni 2026, bei der die Themen Öffentlichkeitsarbeit und Sensibilisierung, eine inklusive Verwaltung sowie erneut der Bereich Mobilität und Verkehr auf der Tagesordnung stehen. Da das Thema Mobilität und Verkehr alle Lebensbereiche berührt, ist es bewusst als fester Bestandteil in den Diskussionen aller drei Arbeitsgruppen verankert. Zur organisatorischen Vorbereitung der Sitzungen bittet die Stadt Herne alle Interessierten um eine vorherige Anmeldung. Für Fragen und Anmeldungen steht das Inklusionsbüro der Stadt Herne über die Ansprechpartnerin Miriana Palermo per Tel 0 23 23 / 16 - 36 34 sowie per E-Mail unter inklusion@herne.de zur Verfügung.

15:30 Uhr

Die Themen und Termine für das zweite Quartal 2026

Bürgerdialoge bieten 'Zeit zum Reden'

Die Stadt bietet auch im zweiten Quartal 2026 das Format "Bürgerdialog" zum Austausch mit Bürgern an: Es gibt drei Themen und Termine.

Das Programm für die Bürgerdialoge im zweiten Quartal 2026 steht fest: An drei verschiedenen Abenden sollen wieder unterschiedliche Projekte aus der Stadtplanung und -entwicklung abseits formeller Rahmenbedingungen diskutiert werden. Im Fokus stehen dieses Mal die Wohnraumplanung, der Herne-Wanne-Eickel Hauptbahnhof und die Internationale Gartenausstellung 2027 (IGA). Für die Veranstaltungen ist keine Anmeldung notwendig. Der erste Dialog findet am Donnerstag, 23. April 2026, von 18 bis 20 Uhr im Stadt Forum, Bahnhofstraße 65, statt. Mit dem Thema „Mehr Wohnraum für Herne – einfacher umsetzen“ widmet dieser sich der Umsetzung von baulichen Entwicklungen in den Herner Quartieren auf bereits erschlossenen Flächen, der sogenannten Innenentwicklung. Die Möglichkeiten des „Bauturbos“ werden an diesem Abend ebenfalls vorgestellt und gemeinsam diskutiert. Am Donnerstag, 25. Juni 2026, von 18 bis 20 Uhr wird das Thema Internationale Gartenausstellung 2027 unter dem Titel „Ausblick ins Grüne!“ im Stadt Forum, Bahnhofstraße 65, behandelt. Auch Herne ist daran beteiligt, unter anderem mit dem Stadtteilpark Mont-Cenis, dem Stadtgarten Wanne-Eickel und dem Revierpark Gysenberg. An diesem Abend informiert die Stadtverwaltung über den aktuellen Stand der Vorbereitungen und den Weg zur IGA 2027. Bei schlechtem Wetter können Bürgerdialoge mit Ortsbegehung an einen anderen Ort verlegt werden. Der Veranstaltungsort wird auf www.buergerdialog-herne.de und über den WhatsApp-Kanal der Bürgerdialoge bekanntgegeben.

18 Uhr

vhs Herne lädt in in Kooperation mit dem Stadtarchiv ein

Veranstaltung „Bergbaugeschichtlicher Spurensucher'

Die vhs am Willi-Pohlmann-Platz.

Die vhs Herne bietet am Donnerstag, 25. Juni 2026, ab 18.30 Uhr im Kulturzentrum die Veranstaltung „Bergbaugeschichtlicher Spurensucher an der Filmkamera“ mit Filmvorführungen und Gesprächen. Die Veranstaltung wird kostenfrei in Kooperation mit dem Stadtarchiv Herne angeboten. Darum geht es: Schon als Buchautor betätigte sich Friedhelm Wessel als Spurensucher im Revier. Inzwischen widmet sich der ehemalige Zeitungsredakteur aus Herne einem alten Hobby: dem Filmemachen. Dabei hat er sich auf den Bergbau spezialisiert, holt Zeitzeugen vor die Kamera und geht zwischen Kamp-Lintfort und Bergkamen auf Spurensuche. Auch in Herne hat Friedhelm Wessel mehrfach gedreht. An diesem Abend stellt er die 17-minütiger Doku „Erinnerungen an den Bergbau in Sodingen“ und den Kurzspielfilm „Die Suche“ vor. Mit dem etwa 30 Minuten langen Spielfilm erfüllte sich der Herner einen lang gehegten Wunsch. Gedreht wurde unter anderem in Herne, Bochum, Gelsenkirchen, Recklinghausen und Bertlich – ausschließlich mit Amateuren. Anmeldungen sind online möglich.

18:30 Uhr

„Ghost Me, If You Can“ am Musiktheater im Revier

Verirrt im virtuellen Raum

Die musikalische Stückentwicklung „Ghost Me, If You Can“ bringt ab 28. März 2026 die digitale Gegenwart als Abenteuerwelt auf die Bühne des Kleinen Hauses am Gelsenkirchener Kennedyplyatz.

In vielen Familien ist es ständig wiederkehrendes Thema: Eltern und Kinder am Küchentisch und zwischen ihnen blinkende Smartphones. Statt miteinander zu sprechen, wird übereinander gechattet. Haben wir verlernt, einander zuzuhören? Auf „Jetzt leg doch mal das Handy weg!“ folgt „Schnauz mich nicht an!“. Die musikalische Stückentwicklung „Ghost Me, If You Can“, die am Samstag, 28. März 2026, um 19 Uhr im Kleinen Haus des Gelsenkirchener Musiktheaters im Revier uraufgeführt wird, schleudert das Publikum direkt auf das familiäre Schlachtfeld des digitalen Generationenkonflikts. Doch als plötzlich ein Geist namens „Ghost“ auftaucht und Teenager und Elternteil direkt in das Innere ihrer Smartphones katapultiert werden, beginnt eine Abenteuerreise ins Unbekannte. Zwei Generationen irren durch das Internet: Während eine im Chaos aus Memes und Trends aufblüht, scheitert die andere am neuesten Windows-Update. Je tiefer sie in das digitale Inferno eintauchen, desto deutlicher werden die Abgründe. Ob die beiden es wohl schaffen werden, ihre Filterblasen zu durchbrechen, um wieder zueinander zu finden? Das Physical-Theatre-Kollektiv „sticky fragments“ aus dem Ruhrgebiet entwickelte die Pop-Oper gemeinsam mit Gelsenkirchener Schülern und Senioren des Workshops „Diskurs & Daddeln“ im MiR.LAB. Die Berliner Komponistin, Vokalistin, Performance- und Theatermusikerin Victoria Stellpflug schrieb neun Songs für Drum-Set, Sound-Station und Gesang, die „Ghost Me, If You Can“ zur unterhaltsamen Pop-Oper machen. In ihren Kompositionen verarbeitete sie Motive aus der „Fantasia in G-Dur“ der blinden Komponistin Maria Theresia Paradis (1759-1824), die im Stück auch eine Rolle als Vertraute von Ghost spielt. Das transdisziplinäre Physical-Theatre-Kollektiv „sticky fragments“ besteht aus Meret König, Valentin Schwerdfeger und Charlie Wyrsch. Es arbeitet in seinen Stückentwicklungen themenbezogen mit Fragmenten aus Bildender Kunst, Digitalität oder Biografien historischer Figuren und entwickelt in intensiver Recherche und Kollaboration mit Experten den Stücktext. Dabei verbessert die Dramaturgin Sabine Kuxdorf die Zugänglichkeit der Arbeiten für sehbehinderte, blinde wie sehende Menschen mit den Mitteln der kreativen Audiodeskription. Vor der Vorstellung findet für alle interessierten Besucher eine Tastführung auf der Bühne statt, ein detailgetreues Tastmodell des Bühnenbildes, Audioeinführung und Begleitservice zur Spielstätte ergänzen den barrierearmen Zugang. Mit dieser Produktion erprobt das Musiktheater im Revier, das mit der „Hör.Oper“ seit über fünfzehn Jahren Maßstäbe setzt, neue Möglichkeiten, Barrieren zu reduzieren. Die weiteren Termine nach der Uraufführung am 28. März im Kleinen Haus des MiR: Karten ab 16 Euro unter musiktheater-im-revier.de sowie an der Theaterkasse unter Tel 0209 – 40 97 200.

19:30 Uhr

Biergarten kooperiert mit 'Reifen Stiebling' und zeigt viele Spiele

Großes Public Viewing bei 'Oskar am Kanal'

Public Viewing bei Oskar am Kanal zur Fußball-WM 2026: Es freuen sich (v.li.) Thorsten Kinhöfer, Alexander Stiebling (Reifen Stiebling) und Oskar Steinmeister.

Am Donnerstag, 11. Juni 2026, beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko. Wer die Spiele, vor allem die Matches der deutschen Nationalmannschaft, nicht alleine auf der Couch sondern mit Familie oder Freunden beim Public Viewing schauen möchte, hat nun eine weitere Anlaufstelle zur Auswahl. Der Biergarten „Oskar am Kanal“ (An der Künstlerzeche 10) von Oskar Steinmeister, direkt neben der Künstlerzeche Unser Fritz, zeigt auf zwei neu angeschafften und großen Großleinwänden und mehreren Fernsehern viele Spiele. Der Gastronom (halloherne berichtete) kooperiert dabei mit dem Herner Unternehmen Reifen Stiebling um Chef Alexander Stiebling. Der Reifenhändler hatte in den vergangenen Jahren schon häufiger ein Public Viewing angestoßen und unterstützt, trat auch mal als Namensgeber auf (halloherne berichtete). Nun gibt es mehr eine werbliche Unterstützung, aber auch noch besondere Programmpunkte. So wird der ehemalige FIFA-Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer, der während der WM für das ZDF in Berlin strittige Entscheidungen analysieren wird, am Tag vor den Partien der DFB-Elf über Social Media gesammelte Fragen zugeschickt bekommen und ein drei- bis fünfminütiges Video aufnehmen, welches dann jeweils abends gezeigt wird. Abends wird auch das Thema sein: Viele Spiele der WM sind sogar erst nachts zu deutscher Zeit. Die drei Vorrundenbegegnungen starten um 19 Uhr (Sonntag, 14. Juni, gegen Curaçao, ARD) sowie um 22 Uhr (Samstag, 20. Juni, gegen die Elfenbeinküste, ZDF, und Donnerstag, 25. Juni 2026, gegen Ecuador, ARD, sowie alle bei Magenta TV). „Durch eine Sondergenehmigung dürfen wir aber auch die späten Partien zeigen“, erklärt Oskar Steinmeister. Montag bis Mittwoch hat der Biergarten bis 22 Uhr geöffnet, von Donnerstag bis Sonntag sogar bis 2 Uhr nachts. „Ob die späteren Anstoßzeiten für mehr oder weniger Ansturm sorgen werden, werden wir sehen. Ich gehe davon aus, dass vor allem die späten Partien für feste Planungen bei Fans sorgen, und es keine spontanen Entscheidungen für einen Besuch beim Public Viewing geben wird.“ 650 Sitzplätze gibt es, von jedem Platz aus soll man einen guten Blick auf das Geschehen haben. „Ab einer Gruppenanzahl von vier Personen kann man bis zweieinhalb Stunden vor dem Spiel einen Tisch reservieren. Falls sich jemand dann noch spontan umentscheidet und nicht kommt, werden die Plätze an Gäste vergeben, die erst danach erscheinen“, sagt Steinmeister. Sehr viele Sitzplätze sind auch wetterunabhängig, da große Schirme möglichen Regen abhalten können. Reifen Stiebling möchte durch Videos auf seine neue Kampagne „Wir haben das gelernt“ aufmerksam machen, um neue Ausbildungsplätze zu besetzen. „Außerdem werden wir Gewinnspiele anbieten und an unserem 'Malocher Stammtisch' Kunden und Freunde einladen, um so bei den Deutschland-Spielen mit einer großen Gruppe gemeinsam der DFB-Elf die Daumen zu drücken“, erläutert Alexander Stiebling. Thorsten Kinhöfer ist froh, dass er durch die Videos Kontakt mit seiner Heimatstadt halten kann, während er als Schiri-Experte aus Berlin mit den Kommentatoren in den USA, Kanada und Mexiko verbunden ist. Für die deutsche Mannschaft sieht er keine großen Chancen auf den Titel: „Das Spiel in Mainz gegen Finnland (4:0 für Deutschland, Anm. d. Red.) war zwar gut, sollte man aber als Testspiel nicht überbewerten. Als Gruppenerster oder -zweiter warten im Sechzehntelfinale vermutlich Frankreich oder Brasilien auf uns. Die sehe ich als zu große Hürde an.“ Ansonsten gilt: Wie üblich gibt es überall Service am Tisch, Oskar Steinmeister will 60 bis 70 Mitarbeiter im Einsatz haben. Parkplätze gibt es direkt vor dem Biergarten, viele werden aber auch am Kanal entlang zu Fuß oder mit dem Rad erscheinen. Der Bus 342 der HCR fährt bis vor die Türe, aber auch „nur“ bis 23 Uhr. „Bislang stoßen wir bei der HCR auf die Frage, ob es Sonderbusse geben kann, auf Granit“, erklärt Steinmeister. Nun kann dann bald auch endlich der Ball rollen. Das Eröffnungsspiel bestreiten Mexiko und Südafrika am 11. Juni 2026 um 21 Uhr.

22 Uhr

A43 Ausbau: Arbeiten über dem Weg dauern einen Monat

Trasse Wanne Constantin wird gesperrt

Trasse Wanne-Constantin wird für einen Monat gesperrt.

Herne. Die Arbeiten der Autobahn Westfalen für den A43-Ausbau bei Herne gehen voran. Für die nächste Bauphase kommt schweres Gerät zum Einsatz. Aus Sicherheitsgründen muss dabei die Unterführung des Geh- und Radweges Trasse Wanne Constantin unter der Autobahn gesperrt werden, ab Mittwoch, 27. Mai 2026, um 8 Uhr bis voraussichtlich Freitag, 26. Juni 2026. Eine Umleitung ist eingerichtet. Sie führt über die Bochumer Straße oder die Riemker Straße sowie die Südstraße.

seit 27. Mai

Ausstellung als 'begehbares Kinderbuch' erlebbar

„Emil und der Wal“ im Heimatmuseum

'Emil und der Wal' sind nun im Heimatmuseum zu bestaunen.

Das Heimatmuseum Unser Fritz präsentiert „Emil und der Wal“ als „begehbares Kinderbuch“ inklusive Bällebad, Spielstationen, dem Stillen (Kuschel-) Ozean, einem Trickfilm und Vitrinen voll mit Spielzeug. Eine Ausstellung für kleine und große Leichtmatrosinnen und Leichtmatrosen von drei bis 100 Jahren. „Ein Elefant und ein Wal schließen Freundschaft und erleben ein spannendes Abenteuer auf hoher See. Mit Möwen, Affen und Piraten. Ausgedacht hat sich das Kai Dümpe aus Castrop-Rauxel. Und wie die Geschichte ins Museum gekommen ist“, erklärt Ausstellungsmacher Ralf Piorr. „Kai hat mir sein Manuskript in die Hand gedrückt und ich habe es meinem Sohn als Gute-Nacht- Geschichte vorgelesen. Danach mussten wir es jeden Abend lesen. Mindestens vier Wochen lang.“ Eröffnet wurde die Ausstellung am Sonntag (31.5.2026) und ist noch bis zum 25. Oktober 2026 zu den Öffnungszeiten des Heimatmuseum erlebar.

seit 31. Mai

Ausstellung in der Schlosskapelle Strünkede

Ludger Hinse zeigt „Zauber des Lichts“

In zwölf Kirchen auf Herner Stadtgebiet, auch in der Schlosskapelle Strünkede, präsentiert der Künstler seine Lichtobjekte und lädt dazu ein, die Räume neu zu entdecken.

Die Ausstellung „Zauber des Lichts“ im Rahmen der Gesamtausstellung LICHTraum zeigt eine weitere Facette von Ludger Hinses Schaffen. In zwölf Kirchen auf Herner Stadtgebiet, auch in der Schlosskapelle Strünkede, präsentiert der Künstler seine Lichtobjekte und lädt dazu ein, die Räume neu zu entdecken. Im Emschertal-Museum wird von Sonntag, 14. Juni, bis zum Sonntag,16. August 2026, ein weiterer Bereich seiner Arbeiten zu sehen sein. Die informell-abstrakten farbigen Malereien und Aquarelle sprühen vor Lebendigkeit, ohne dass sie konkrete Dinge abbilden. Die vier Elemente Feuer, Erde, Wasser und Luft sind für seine abstrakten Werke von Relevanz. Hinse bannt Gefühle und Gedanken direkt auf die Leinwand. Die Glut des Feuers, die Materialität der Erde und das Flirren und Quirlen des Wassers übersetzt er in ein malerisches System. Hinse, geboren 1948, hat eine sehr persönliche Verbindung zur Stadt Herne. Sein Vater arbeitete als Bergmann auf der Zeche Mont Cenis, so dass er als Junge mit seinem Tretroller aus Recklinghausen zur Zeche fuhr. Seine erste Frau Ulla Schnidder stammte aus Herne-Süd, Tochter des Gewerkschafters Bernhard Schnidder. 1972 heirateten sie in Herz-Jesu und zogen nach Horsthausen. Nach seinem Studium begann er ein Verwaltungspraktikum im Jugendamt Wanne-Eickel. Seine Kinder besuchten die Hiberniaschule, so dass die Verbindung nach Herne auch noch bestehen blieb. Mit der Präsentation seiner Arbeiten auf Herner Stadtgebiet schließt sich für ihn auch ein Lebenskreis.

seit 14. Juni

Zollverein Park zum zweiten Mal zur Bühne

„Boulevard of Dreams“ kommt zurück

Die Zeche Zollverein in Essen.

Essen. Das Welterbe Zollverein feiert vom 18. Juni bis 12. Juli das Festival "Boulevard of Dreams". Dafür wird der Zollverein Park zum zweiten Mal zur Bühne für Fantasie, Kreativität und gemeinschaftliches Erleben. Jeweils von Donnerstag bis Sonntag gibt es ein barriere- und kostenfreies Programm z. B. mit Konzerten, Performances, Yoga, Tanz- und Kreativworkshops. An den Sonntagen gibt es außerdem Angebote für die ganze Familie.

seit 18. Juni

Freitag, 26. Juni

Erste Sitzung im Volkshaus Röhlinghausen

Herner können neuen Landschaftsplan mitgestalten

Die Stadt Herne muss einen neuen Landschaftsplan aufstellen. Alle Herner sind eingeladen, sich aktiv zu beteiligen.

Die Stadt Herne stellt aktuell ihren Landschaftsplan für das gesamte Stadtgebiet neu auf. Alle Herner sind eingeladen, sich aktiv an der Gestaltung der lokalen Natur- und Landschaftsschutzgebiete zu beteiligen. Die offizielle Beteiligung der Öffentlichkeit startet am Donnerstag, 28. Mai 2026, um 17 Uhr mit einer gemeinsamen Sitzung aller Herner Bezirksvertretungen im Volkshaus Röhlinghausen, Am Alten Hof 28. Bürger können ihre Bedenken vortragen und Vorschläge machen. Der aktuell rechtskräftige Landschaftsplan der Stadt Herne ist über 35 Jahre alt. Trotz zahlreicher nachträglicher Änderungen kann das alte Regelwerk wichtige aktuelle Themen wie die Klimaanpassung, den Artenschutz und die biologische Vielfalt nicht mehr ausreichend abbilden. Neue Vorgaben wie der Regionalplan und der Flächennutzungsplan machen die umfassende Neuausrichtung jetzt dringend erforderlich. Bereits 2025 hatten die Einwohner bei Informationsveranstaltungen in jedem Stadtteil die Gelegenheit, ihre Ideen einzubringen. Die gemeinsamen Arbeitskreise waren gut besucht. Die formelle Beteiligung der Träger öffentlicher Belange und der Bürger erfolgt gemäß der Paragraphen 15 und 16 des Landesnaturschutzgesetzes. Diese startet offiziell mit der Veranstaltung am Donnerstag, 28. Mai. Ab dem Folgetag, Freitag, 29. Mai 2026, werden alle Planunterlagen digital unter www.herne.de/neuer-landschaftsplan veröffentlicht. Alternativ liegen die Dokumente in gedruckter Form beim Fachbereich Stadtgrün im Zentralen Betriebshof (ZBH), Meesmannstraße 9, aus. Eine Rückmeldung und das Einreichen von Stellungnahmen sind bis Freitag, 26. Juni 2026, möglich. Zu Beginn des Treffens im Volkshaus erklären die Fachleute die Karte und den Text des Plans. Die finale Karte setzt die Grenzen für Natur- und Landschaftsschutzgebiete in Herne rechtsverbindlich fest. Im Text des Plans wird erklärt, was in dem Gebiet erlaubt ist und was nicht. So werden alle Anwesenden aus erster Hand über die Zukunft der lokalen Naturräume informiert. Nach Ablauf der Frist prüft die Stadt alle eingegangenen Rückmeldungen. Berechtigte Vorschläge werden dann in den Plan eingearbeitet. Für Ende 2026 ist die Offenlage der Entwurfsfassung angesetzt, gefolgt von einer eventuellen erneuten Überarbeitung. Bevor der Rat der Stadt den finalen Satzungsbeschluss fasst, durchläuft das Werk diverse politische Gremien. Das Inkrafttreten des neuen Landschaftsplans ist für das zweite Halbjahr 2027 vorgesehen.

'Spaziergang nach Syrakus'

Neuer Kinofilm mit Lina Beckmann

Anne (Lina Beckmann, re.) und Paul (Charly Hübner) scheinen in "Spaziergang nach Syrakus" eine perfekte Ehe zu führen. Noch ahnt sie nichts von seinen heimlichen Reise- und Flucht-Plänen.

Die Hernerin Lina Beckmann versteht sich eher als Theater- denn als Film-Schauspielerin, weshalb sie sich außerhalb ihrer Serien-Rolle als TV-Kommissarin rar macht auf der Leinwand. Das vielfach ausgezeichnete Ensemblemitglied des Deutschen Schauspielhauses Hamburg ist ab Donnerstag, 20. August 2026 an der Seite ihres Mannes Charly Hübner in „Spaziergang nach Syrakus“ im Kino zu sehen. Vor der Theater-Sommerpause steht Lina Beckmann noch einmal am Samstag, 27. Juni 2026 im Deutschen Schauspielhaus Hamburg auf den Brettern in „Laios“, einem Part der fünfteiligen „Anthropolis“-Antikenserie von Roland Schimmelpfennig. In der Inszenierung Karin Beiers ist sie dafür u.a. als „Schauspielerin des Jahres“ ausgezeichnet worden. In der kommenden Spielzeit 2026/27 steht sie im größten deutschen Sprechtheater gegenüber dem Hamburger Hauptbahnhof in einem neuen Mammutprojekt von Roland Schimmelpfennig, der sechsteiligen Serie „Fremde Sonne“, auf der Bühne. Die ersten drei Teile in der Regie von Karin Beier sind bereits terminiert: „Medea in Kolchis“ und „Medea in Korinth“ haben am Sonntag, 27. September 2026 Premiere, „Medea in Athen“ am Samstag, 6. Februar 2027. In Lars Jessens 97-minütiger Leinwand-Adaption der Erzählung „Der Spaziergang von Rostock nach Syrakus“ von Friedrich Christian Delius wird beim Filmfest München, das von Freitag, 26. Juni bis Sonntag, 5. Juli 2026 stattfindet, uraufgeführt. Darin spielt Lina Beckmann Anne Gompitz, die Gattin von Paul Gompitz (Charly Hübner), der mit einer Reise nach Sizilien auf den Spuren des Dichters Johann Gottlieb Seume wandeln will. Da gibt es nur ein Problem: Wir schreiben das Jahr 1982 und Paul lebt in der DDR. Alle Versuche, eine offizielle Genehmigung für seine Ausreise zu bekommen, scheitern. Eine Besuchsreise zu seiner Cousine? Die Mitgliedschaft in der Liga für Völkerfreundschaft? Eine Studienreise? Alles wird abgelehnt! Was bleibt ihm anderes übrig? Paul muss seine Flucht planen, wozu auch das Segeln lernen bei Günter (Thorsten Merten) gehört. Was die Sache nicht einfacher macht: Er will danach auch wieder nach Hause zurück. Zurück nach Rostock, zur Ostsee, zu seiner Frau Anne. Paul ersinnt einen verwegenen Plan … Regisseur Lars Jessen („Mittagsstunde“) erzählt in „Spaziergang nach Syrakus“ von unstillbarer Sehnsucht und großem Mut, von tiefer Liebe und inniger Loyalität – und vom Wunsch, die Welt zu sehen, ohne die Heimat zu verlieren. Der Film entstand nach der im Rowohlt-Verlag erschienenen Erzählung, die wiederum auf der realen Flucht von Klaus Müller beruht. Der gebürtige Dresdener des Jahrgangs 1941 war begeisterter Hobbysegler. Der gelernte Schlosser hat in Rostock und Dresden, in den 1980er Jahren auch auf Hiddensee als Kellner gearbeitet. Durch Johann Gottfried Seumes Reisebericht „Der Spaziergang nach Syrakus“, wohl aber auch durch Goethes „Italienische Reise“ angefixt plante er, mit einem Boot von der Promi-Insel aus über die Ostsee zu flüchten. In der Nacht vom 7. zum 8. Juni 1988 erreichte er Gedser in Dänemark und bereiste in den folgenden Monaten Westdeutschland, Österreich und Italien. Im Oktober 1988 kehrte er in die DDR zurück.

AWO, Senioren-Internetc@fé und Verbraucherzentrale laden ein

Digitaltag 2026 in der AWO-Begegnungsstätte

Die AWO-Ruhr-Mitte, das Senioren-Internetc@fé Herne e.V. und die Verbraucherzentrale Herne laden am 26.06.26 von 10 bis 15 Uhr zum Digitaltag 2026 in die AWO-Begegnungsstätte, Breddestraße 14, ein (Symbolbild).

Die AWO-Ruhr-Mitte, das Senioren-Internetc@fé Herne e.V. und die Verbraucherzentrale Herne laden am 26. Juni 2026 von 10 bis 15 Uhr zum Digitaltag 2026 in die AWO-Begegnungsstätte, Breddestraße 14, ein. Der Digitaltag steht unter dem bundesweiten Motto „Digitale Sicherheit: Verstehen. Vermitteln. Vertrauen.“ Gemeinsam mit starken Partnern wie der Verbraucherzentrale NRW und dem Polizeipräsidium Bochum wurde ein praxisnahes Programm auf die Beine gestellt, dass Bürgerinnen und Bürgern wertvolle Orientierung in der digitalen Welt bietet. Um 10 Uhr startet der Tag mit einem Impulsvortrag über aktuelle digitale Betrugsmaschen und Abzock-Methoden im Netz. Als Referentin informiert Veronika Hensing, Leiterin der Verbraucherzentrale Herne . Danach werden an fünf verschiedenen Thementischen konkrete Fragen beantwortet. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, vorbeizukommen, Fragen mitzubringen und digitale Sicherheit ganz ungezwungen kennenzulernen. Der Eintritt ist frei, eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

10 Uhr

Start ist am Buschmannshof

ADFC Radtour „Feierabendtour ins Grüne“

Am Freitag den 26. Juni 2026, bietet der ADFC Herne eine geführte Radtour an. Der Start ist um 17 Uhr am Buschmannshof in Wanne.

Am Freitag den 26. Juni 2026, bietet der ADFC Herne eine geführte Radtour an. Der Start ist um 17 Uhr am Buschmannshof in Wanne. Lust die Seele nach getaner Arbeit baumeln zu lassen? Ab auf das Rad und los geht es über Schleichwege durch Kleingärten Richtung Hofsteder Grüngürtel und durch die Kapskolonie. Ein Stück begleitet uns die Erzbahntrasse bis zum RS1. An der Himmelsleiter vorbei und ab auf die Kray-Wanner – Bahn bis zu Holgers Erzbahnbude. Nach einer kurzen Verschnaufspause radeln wir über die Erzbahntrasse zurück zum Ausgangspunkt.Die mittelschwere Tour mit einzelnen Steigungen ist etwa 35 km lang. Die durchschnittliche Geschwindigkeit beträgt ca.18 km/h. Eine Anmeldung ist erforderlich. Sie muss über das Tourenportal des ADFC erfolgen und ist in wenigen Schritten schnell erledigt. Anmeldeschluss ist am Donnerstag, 25 Juni 2026 um 18 Uhr. Die Teilnehmeranzahl ist auf 18 begrenzt. Für ADFC - Mitglieder ist die Teilnahme kostenlos, Nicht-Mitglieder zahlen einen Betrag von 3 Euro.

17 Uhr

Altmeisterlich: 'Endstation Sehnsucht'

John Neumeier an der Rheinoper

Selbst in der Irrenanstalt scheint die hauchzarte Prinzessin Blanche DuBois (Sophie Martin) ein Heiligenschein zu umgeben.

Die Endstation, an der die verarmte Südstaatenschönheit Blanche DuBois (hauchzarte Prinzessin: Sophie Martin) die Straßenbahn verlässt, ist ein ziemlich heruntergekommenes zweistöckiges Haus im Vieux Carre, dem französischen Viertel von New Orleans. Genauer gesagt eine enge Zweizimmerwohnung im Erdgeschoß, in der ihre lebenslustige Schwester Stella (unbedarfte Naive: Clara Nougé-Cazenave) zusammen mit ihrem Gatten Stanley Kowalski (nicht wirklich animalisch: Olgert Collaku) zur Untermiete wohnt. Blanche sucht Zuflucht bei ihrer jüngeren Schwester, nachdem sie nicht nur den von ihr verwalteten Familienbesitz Belle Rêve verloren, sondern nach einer Affäre mit einem minderjährigen Schüler auch noch ihre Stelle als Lehrerin eingebüßt hat. Doch Blanche hat sich in ihrer Scham vor der eigenen Wahrheit und ihrem Ekel vor dem wie zu erwarten konfliktträchtigen Zusammenleben auf engstem Raum mit dem machohaften „Polacken“ Stanley längst in die Traumwelt einer glücklicheren Vergangenheit zurückgezogen wie in ein Schneckenhaus. Selbst gegenüber ihrer einzigen Hoffnung auf Sicherheit und männlichen Schutz, Stanleys Kumpel Mitch (kein Mann zum Lieben: Nelson López Garlo), spielt Blanche die ewig junge, unberührte Elfe. Stanley hat Blanches Geschichte vom Verlust des traditionsreichen Familiengutes stets misstraut. Als er jetzt mitbekommt, wie sie sich an ihre Schwester klammert und diese zu beeinflussen trachtet, sich von ihm als einem „Überlebenden der Steinzeit“ zu trennen trotz des Kindes, dass sie erwartet, recherchiert er Blanches Vergangenheit. Mit dem Resultat, dass Mitch sie fallen lässt: Blanche ist endgültig aller Hoffnungen beraubt, zumal sich ihre Schwester ausdrücklich zu Stanley bekennt. Der es sich nicht nehmen lässt, seinen Sieg auszukosten... Die tragische Geschichte um Verlust, Liebe und Gewalt gehört zu den bedeutendsten Werken des Dramatikers Tennessee Williams. Es ist 1947 unter dem Originaltitel „A Streetcar Named Desire“ in New York von Elia Kazan u.a. mit Jessica Tandy und Marlon Brando uraufgeführt, im Jahr darauf mit dem begehrten Pulitzer-Preis ausgezeichnet und 1951 durch die Verfilmung Kazans mit Vivien Leigh und Marlon Brando weltberühmt geworden. Der 1939 geborene US-amerikanische Tänzer und Choreograph John Neumeier, von 1969 bis 1973 Ballettdirektor in Frankfurt am Main und anschließend bis 2024 am Hamburg Ballet, das er zu Weltgeltung geführt hat, gilt als Meister des Handlungsballetts. Seine zweistündige Version der „Endstation Sehnsucht“, 1983 für das Stuttgarter Ballett mit Marcia Haydée als Hauptfigur entstanden, ist ein mit einer Vielzahl von Preisen gewürdigter Klassiker, der bei der Premiere im Opernhaus Düsseldorf minutenlang mit stehenden Ovationen gefeiert wurde. John Neumeiers Version beginnt in der Irrenanstalt, in die Blanche DuBois eingeliefert worden ist, und erzählt die auf Belle Rêve („Schöner Traum“) spielende Vorgeschichte eines desaströsen Hochzeitstages: Nachdem Blanche ihren Bräutigam Allan Gray (Gustavo Carvalho) inflagranti in den Armen seines Freundes (Dukin Seo) erwischt hat, erschießt sich Allan – ein traumatisches, Blanche immer wieder einholendes tragisches Ereignis, das sie den Kontakt zur Wirklichkeit verlieren lässt. Vergeblich sucht sie mit Männergeschichten in der Rotlicht-Absteige Flamingo-Hotel Erlösung. Unterlegt ist der 1. Akt kongenial mit Sergei Prokofjews Visions fugitives op. 22, einer Sammlung kurzer „Flüchtiger Erscheinungen“, die abwechselnd vom Band kommen oder live vom Pianisten Aleksandr Ivanov gespielt werden. Im 2. Akt ist, und zwar mit Neumeiers originalen Tonbändern von 1983, Alfred Schnittkes Sinfonie Nr. 1 zu hören, die in ihrer kontrastreichen Polystilistik exakt zur dramatischen Choreographie passt, zumindest für meine Ohren aber die Grenze der Erträglichkeit erreicht. „Endstation Sehnsucht“ ist ein alles andere als in die Jahre gekommenes Ereignis und nur noch bis zum 9. Juli 2026 in der Rheinoper zu sehen ohne Übernahme nach Duisburg in der kommenden Spielzeit 2026/27. Karten unter operamrhein.de oder Tel. 0211 – 8925211 für die weiteren Vorstellungen im Düsseldorfer Opernhaus:

19:30 Uhr

Stephan Urbans erfolgreiches Debüt

'Vorsicht, Patienten!' im Kleinen Theater Herne

Eine illustre Gesellschaft versammelt sich täglich im Wartezimmer (v.l.): Lieselotte „Lilo“ Plauder (Christa Herzog), Beate Schwärmer (Christa Boinski), Rainer Kräutergeist (Erik Hebing) und Hugo Zipperlein (Benno Janßen).

„Wir impfen alles und jeden“: Urinsteinbestimmung, Gallensteintransplantation, Nierensteinpolitur und Blutwertevereitelung – schon das Türschild zum Labor der Arztpraxis Dr. Liebhold rechterhand weist auf einen Ort des Geschehens hin, in dem es recht boulevardesk zugeht. Tatsächlich läuft bei Dr. Stefan Liebhold (Markus Stehmann) selten ‘was nach Plan – und alles schon gar nicht. Obwohl er mit Ursula „Uschi“ Spritzmann (Gudrun Rosenke) über eine so erfahrene wie resolute Fachkraft in der Anmeldung verfügt, die ihm nach Möglichkeit den Rücken freihält. Obwohl sie nach mehr als vierzig Arbeitsjahren kurz vor der Rente steht, hat sie ihren Kasernenhofton noch gut drauf, mit dem sie alle, die den Wartebereich mit dem innovativen Werbe-Bildschirm betreten, zur Händedesinfektion verdonnert. Nur mit der neuen Computer-Technik kommt Uschi nicht zurecht, die den Hinweis „Fenster schließen“ allzu wörtlich nimmt und ihrem alten Karteikasten-System manche Träne nachweint. Im Notfall kann Uschi auf die Auszubildende Sandy Schmatz (KTH-Debüt für Lisa Liedtke) zurückgreifen, die kurz vor ihrer Prüfung als Medizinische Fachangestellte steht. Welcher sie entgegenfiebert, da sie eine damit verbundene Gehaltserhöhung gut gebrauchen kann. Im Gegensatz zu Dr. Liebhold hegt Uschi freilich Zweifel, ob die verbal („Voll das Déjà-vu, Alter“) und outfitmäßig unorthodoxe, aber sehr engagierte junge Frau die Prüfung auch besteht. Mit dem Hypochonder Hugo Zipperlein (Benno Janßen), der sich nach täglichem Zappen durch die Social-Media-Welt immer neue Krankheiten andichtet („Krebs im Endstadium“), und der schnäbbeligen Lieselotte Plauder (Christa Herzog), der daheim offenbar die Decke auf den Kopf fällt und das Wartezimmer stets mit aktuellen bunten Blättern der Regenbogenpresse bestückt, ist die elegante Beate Schwärmer (Christine Boinski) Dauergast der, nomen est omen, von ihr angehimmelten Koryphäe in Weiß. Als auch noch der dauergestresste Außendienstler Bernd Hektikus (Jens Pelny) auftaucht, der, da neu in der Stadt, einen Hausarzt sucht, und wenig später der entspannte Öko-Aktivist Rainer Kräutergeist (Erik Hebing) hinzukommt, dessen altes Nokia-Handy die junge Sandy Bauklötze staunen lässt, kommt der Praxisbetrieb an die Grenze der Belastbarkeit und Uschi ist froh, es bald geschafft zu haben. Interessiert an ihrer Nachfolgerin ist sie natürlich trotzdem… Das Kleine Theater Herne hat nach Jürgen Seifert, sein Lustspiel „Der Schlüppa is weg“ steht noch am 30. April 2026 auf dem Spielplan, und Dr. Christian Weymayr, dessen Thrillerkomödie „Die geheimnisvolle Welt der Emily Hart“ noch bis 5. Juli gespielt wird, mit Stephan Urban einen dritten Hausautor. Der langjährige, seinerzeit mit den Loriot-Programmen gestartete Schauspieler im Herner Amateurensemble hat später auch selbst an der Neustraße inszeniert und zu Corona-Zeiten zwei Online-Krimis verfasst. Die heitere, eher humorvoll-charmante als bissig-satirische Komödie „Vorsicht, Patienten!“, die am 18. April 2026 umjubelte Uraufführungs-Premiere feierte, ist nun Stephan Urbans erstes Theaterstück – eine schwungvolle Boulevardkomödie mit vielen überraschenden Wendungen und einem verblüffenden Finale, das hier natürlich nicht gespoilert wird. Zum einmal mehr begeisternden Ensemble gehören auch die alternierenden Darstellerinnen Lucy Janßen als Sandy Schmatz, Anke Uzoma als Lieselotte Plauder sowie Heike Hebing als Beate Schwärmer. Die bei der Uraufführungs-Premiere ebenso vermisst wurde wie die komplette Theaterleitung und die beiden anderen Hausautoren. Nicht nur der höchst unterhaltsame Blick hinter die Kulissen des Praxisalltags, sondern auch das ganze Drumherum begeistert – von der witzigen Off-Ansage zu Beginn über den Running Gag des täglichen Wetterberichts in akustischer und optischer Form und die einmal mehr stimmungsvolle Bühne (Bernd Averbeck und Markus Stehmann) bis hin zu „Uschis Notfallshot“ an der Bar: Branca Menta. Josef Koll, dessen beiden interaktiven Kinderbücher mit Malvorlage um die Theatermaus Knabi im Foyer erhältlich sind, hat hier ganze Arbeit geleistet – und Stephan Urban bei der Premierenfeier ein Modell des Bühnenbildes überreicht. Nachdem die Premiere und die ersten Folgevorstellungen bereits vorab ausverkauft waren, gibt es derzeit noch wenige Karten für die Aufführungen am 15. Mai, 12, und 13. Juni 2026.

20 Uhr

'Vorsicht, Patienten!' am Kleinen Theater

Stefan Urban debütiert als Hausautor

'Vorsicht, Patienten!' heißt die neue Boulevardkomödie von Stefan Urban, die derzeit im Kleinen Theater Herne geprobt wird und am 18. April 2026 ihre Uraufführung feiert.

Das Kleine Theater Herne hat nach Jürgen Seifert und Dr. Christian Weymayr mit Stefan Urban einen dritten Hausautor. Nachdem der langjährige Schauspieler im Herner Amateurensemble 2021 bereits den Online-Krimi „Man(n) wird nur einmal 60“ vorlegte, ist „Vorsicht, Patienten!“ nun sein erstes Theaterstück. Die Uraufführungs-Premiere am 18. April 2026 ist bereits ausverkauft. In dem es recht boulevardesk zugeht: In der Arztpraxis von Dr. Stefan Liebhold (Markus Stehmann) läuft der Alltag selten nach Plan, denn hier treffen Temperamente aufeinander, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Da wäre die eigenwillige Ursula „Uschi“ Spritzmann (Gudrun Rosenke), die zwar kurz vor der Rente steht, aber mit einer Persönlichkeit ausgestattet ist, die man so schnell nicht vergisst. An ihrer Seite wirbelt die chaotische Auszubildende Sandy Schmatz (Lucy Janßen alternierend mit Lisa Liedtke), die jede Situation mit viel Enthusiasmus – und manchmal auch mit etwas zu viel Aktion – angeht. Und als wäre das nicht genug, sorgen die Patienten für ein Praxiserlebnis der besonderen Art: der Hypochonder Hugo Zipperlein (Benno Janßen) als Dauergast, Lieselotte Plauder (Anke Uzoma alternierend mit Christa Herzog) mit ihrem unerschöpflichen Redefluss, die elegante Beate Schwärmer (Heike Hebing alternierend mit Christine Boinski), der Außendienstler Bernd Hektikus (Jens Pelny alternierend mit Stephan Urban) im Dauerstress und der alternativ-entspannte Rainer Kräutergeist (Erik Hebing) bringen ihre ganz eigenen „Diagnosen“ mit – und treiben den Praxisbetrieb zuverlässig an die Grenze der Belastbarkeit. Zwischen Wartezimmer, Behandlungsraum und jeder Menge Pannen entsteht ein urkomischer Mikrokosmos, in dem Komödie und Realität auf charmante Weise verschwimmen. Stefan Urban gewährt in seinem Stück, das er auch selbst inszeniert, einen Blick hinter die Kulissen des Praxisalltags – voll Herz, Humor und liebevoller Alltagssatire. Sowohl die Uraufführungs-Premiere am 18. April 2026 als auch die drei Folgevorstellungen am 19., 24. und 26. April 2026 sind bereits ausverkauft, Restkarten sind für die Vorstellung am Sonntag, 3. Mai 2026, um 18 Uhr erhältlich.

20 Uhr

Mein erster Kinobesuch

Mullewapp in der Filmwelt

Der Herner Schauspieler Joachim Król leiht dem Schwein Waldemar seine Stimme in „Mullewapp – Das große Kinoabenteuer“.

In der verdienstvollen Reihe „Mein erster Kinobesuch“ der Filmwelt Herne für die ganz kleinen Besucher kostet auch für die erwachsenen Begleiter der Eintritt nur vier Euro. Am Sonntag, 14. Juni 2026, wird um 13 Uhr Tony Loesers „Mullewapp – Das große Kinoabenteuer“ gezeigt: Der Herner Schauspieler Joachim Król leiht dem herzensguten Schwein Waldemar seine Stimme. Achim und Bettine von Borries (Buch) und Tony Loeser (Regie) haben den „Mullewapp“-Kinderbuchklassiker von Helme Heine für die Leinwand adaptiert – und zwar im unverwechselbaren Aquarellstil von Helme Heine. In „Mullewapp – Das große Kinoabenteuer“ (halloherne berichtete) spricht Joachim Król den dicken Waldemar, ein herzensgutes Schwein, das nicht nur wegen seiner Kraft und seines Mutes mit Fug und Recht als gute Seele des Bauernhofes Mullewapp bezeichnet werden kann. Waldemar ist außerdem ein sehr optimistischer, gutgläubiger – und verlässlicher Kumpel. In „Neben der Spur – Amnesie“, der Verfilmung des Romans „Lost“ (dt. „Amnesie“) von Michael Robotham durch Cyrill Boss und Philipp Stennert (Buch und Regie) ist Kommissar Vincent Ruiz (Jürgen Maurer) in ernsten Schwierigkeiten. Vor wenigen Tagen wurde der Leiter der Hamburger Mordkommission bewusstlos an der Elbe liegend aufgefunden. Während er drei Tage in der Klinik im Koma lag, ermitteln seine Chefin Veronika Nielsen (Michaela Rosen) und die junge Kollegin Anna Bartholomé (Marie Leuenberger), dass er von einem Motorboot ins Wasser gefallen sein muss, das unbemannt auf dem Wasser treibt. Einschusslöcher und Blutspuren weisen darauf hin, dass mindestens zwei Menschen auf dem Boot verletzt wurden. Als Ruiz wieder ansprechbar ist, sitzt neben seiner Chefin mit Dr. Philip Kampmann (Joachim Król) ein hartnäckiger Kollege von der „Internen“. Denn Ruiz, der keinen Dienst hatte, sondern im Urlaub war, hat keinerlei Erinnerungen an die fragliche Nacht… „Neben der Spur – Amnesie“ (halloherne berichtete) läuft am Donnerstag, 18. Juni 2026, um 20:15 Uhr im Kulturkanal 3-Sat von ARD, ZDF, dem Österreichischen und dem Schweizer Fernsehen. „Das verschwundene Mädchen“ und „Schattenwelten“ lauten die Einzeltitel des Fernseh-Zweiteilers „Tod im Internat“ (halloherne berichtete) mit dem Herner Schauspieler Joachim Król, den der Kulturkanal 3-Sat am Freitag, 19. Juni 2026 sowie am Freitag, 26. Juni 2026, jeweils um 20:15 Uhr ausstrahlt. „Auch stilistisch mehr als ein moderner Krimi über ‚Revoluzzer‘ von einst, die heute die Ärztekammer befehligen und ‚Schatten der Vergangenheit‘, die immer wieder auftauchen“ hieß es bei der Uraufführung im Programmheft des 13. Festivals des deutschen Films in Ludwigshafen am Rhein: „Eingebettet in große Gefühle werden politische Sachstände verhandelt und persönliche Rätsel gelöst. ‚Deutsche Geschichte‘ ist stets präsent in diesem spannenden Zweiteiler.“ Joachim Król spielt den designierten Präsidenten des Landeskriminalamtes (LKA), Herbert Wichert, dessen Tochter Sophie (Emma Drogunova) spurlos aus einem Elite-Internat verschwunden ist. Die LKA-Fahnderin Isabell Moosbach (Nadja Uhl) ermittelt undercover als Sportlehrerin. Dann wird ein Schüler erschossen aufgefunden. Bei ihren Ermittlungen stößt Isabell Mosbach, die vom LKA unter dem Decknamen Karla Parker eingeschleust worden ist, auf frühere DDR-Verbindungen, die bis zu den Frankfurter Polizistenmorden an der Startbahn West 1987 reichen.

20:15 Uhr

A42/A43: Herne-Crange und Herne-Baukau in Fahrtrichtung Dortmund betroffen

Vollsperrung wegen Trägermontage

Parallel dazu muss auch die A42 zwischen Herne-Crange und Herne-Baukau in Fahrtrichtung Dortmund zu denselben Zeiten gesperrt werden.

Für die vierte und letzte neue Brücke im Kreuz Herne werden die Träger eingehoben. Dafür sperrt die Autobahn Westfalen die A43 zwischen Kreuz Recklinghausen und Bochum-Riemke in beiden Fahrtrichtungen von Freitag, 26. Juni 2026, ab 21 Uhr bis Montag, 29. Juni 2026, um 5 Uhr. Parallel dazu muss auch die A42 zwischen Herne-Crange und Herne-Baukau in Fahrtrichtung Dortmund zu denselben Zeiten gesperrt werden. Verkehrsteilnehmer sollten großräumig über die A2, die A45 und die A40 ausweichen. Zudem sind Umleitungen innerstädtisch ausgeschildert. Für den Neubau der Brücken im Kreuz Herne nutzt die Autobahn Westfalen eine innovative Schnellbauweise, bei der große Teile des Bauwerks bereits vor dem Transport zur Baustelle vorgefertigt werden. So wurde die erste Brücke im Kreuz im Zeitraum Mai bis August 2025 abgerissen, neu gebaut und wieder unter Verkehr genommen. Nach Abschluss der Brückenneubauten stehen im Kreuz noch Arbeiten an den Verbindungsfahrbahnen an. Der Neubau des Kreuzes Herne ist eines der wichtigsten Projekte im Rahmen des sechsstreifigen Ausbaus der A43 zwischen Marl und Witten. Viele verschiedene Rahmenfaktoren – von Bahnstrecken über städtische Straßen bis hin zu Stromleitungen – machen den Neubau zu einer spannenden Herausforderung für die Ingenieurinnen und Ingenieure der Autobahn Westfalen

21 Uhr

A43 Ausbau: Arbeiten über dem Weg dauern einen Monat

Trasse Wanne Constantin wird gesperrt

Trasse Wanne-Constantin wird für einen Monat gesperrt.

Herne. Die Arbeiten der Autobahn Westfalen für den A43-Ausbau bei Herne gehen voran. Für die nächste Bauphase kommt schweres Gerät zum Einsatz. Aus Sicherheitsgründen muss dabei die Unterführung des Geh- und Radweges Trasse Wanne Constantin unter der Autobahn gesperrt werden, ab Mittwoch, 27. Mai 2026, um 8 Uhr bis voraussichtlich Freitag, 26. Juni 2026. Eine Umleitung ist eingerichtet. Sie führt über die Bochumer Straße oder die Riemker Straße sowie die Südstraße.

seit 27. Mai

Ausstellung als 'begehbares Kinderbuch' erlebbar

„Emil und der Wal“ im Heimatmuseum

'Emil und der Wal' sind nun im Heimatmuseum zu bestaunen.

Das Heimatmuseum Unser Fritz präsentiert „Emil und der Wal“ als „begehbares Kinderbuch“ inklusive Bällebad, Spielstationen, dem Stillen (Kuschel-) Ozean, einem Trickfilm und Vitrinen voll mit Spielzeug. Eine Ausstellung für kleine und große Leichtmatrosinnen und Leichtmatrosen von drei bis 100 Jahren. „Ein Elefant und ein Wal schließen Freundschaft und erleben ein spannendes Abenteuer auf hoher See. Mit Möwen, Affen und Piraten. Ausgedacht hat sich das Kai Dümpe aus Castrop-Rauxel. Und wie die Geschichte ins Museum gekommen ist“, erklärt Ausstellungsmacher Ralf Piorr. „Kai hat mir sein Manuskript in die Hand gedrückt und ich habe es meinem Sohn als Gute-Nacht- Geschichte vorgelesen. Danach mussten wir es jeden Abend lesen. Mindestens vier Wochen lang.“ Eröffnet wurde die Ausstellung am Sonntag (31.5.2026) und ist noch bis zum 25. Oktober 2026 zu den Öffnungszeiten des Heimatmuseum erlebar.

seit 31. Mai

Ausstellung in der Schlosskapelle Strünkede

Ludger Hinse zeigt „Zauber des Lichts“

In zwölf Kirchen auf Herner Stadtgebiet, auch in der Schlosskapelle Strünkede, präsentiert der Künstler seine Lichtobjekte und lädt dazu ein, die Räume neu zu entdecken.

Die Ausstellung „Zauber des Lichts“ im Rahmen der Gesamtausstellung LICHTraum zeigt eine weitere Facette von Ludger Hinses Schaffen. In zwölf Kirchen auf Herner Stadtgebiet, auch in der Schlosskapelle Strünkede, präsentiert der Künstler seine Lichtobjekte und lädt dazu ein, die Räume neu zu entdecken. Im Emschertal-Museum wird von Sonntag, 14. Juni, bis zum Sonntag,16. August 2026, ein weiterer Bereich seiner Arbeiten zu sehen sein. Die informell-abstrakten farbigen Malereien und Aquarelle sprühen vor Lebendigkeit, ohne dass sie konkrete Dinge abbilden. Die vier Elemente Feuer, Erde, Wasser und Luft sind für seine abstrakten Werke von Relevanz. Hinse bannt Gefühle und Gedanken direkt auf die Leinwand. Die Glut des Feuers, die Materialität der Erde und das Flirren und Quirlen des Wassers übersetzt er in ein malerisches System. Hinse, geboren 1948, hat eine sehr persönliche Verbindung zur Stadt Herne. Sein Vater arbeitete als Bergmann auf der Zeche Mont Cenis, so dass er als Junge mit seinem Tretroller aus Recklinghausen zur Zeche fuhr. Seine erste Frau Ulla Schnidder stammte aus Herne-Süd, Tochter des Gewerkschafters Bernhard Schnidder. 1972 heirateten sie in Herz-Jesu und zogen nach Horsthausen. Nach seinem Studium begann er ein Verwaltungspraktikum im Jugendamt Wanne-Eickel. Seine Kinder besuchten die Hiberniaschule, so dass die Verbindung nach Herne auch noch bestehen blieb. Mit der Präsentation seiner Arbeiten auf Herner Stadtgebiet schließt sich für ihn auch ein Lebenskreis.

seit 14. Juni

Zollverein Park zum zweiten Mal zur Bühne

„Boulevard of Dreams“ kommt zurück

Die Zeche Zollverein in Essen.

Essen. Das Welterbe Zollverein feiert vom 18. Juni bis 12. Juli das Festival "Boulevard of Dreams". Dafür wird der Zollverein Park zum zweiten Mal zur Bühne für Fantasie, Kreativität und gemeinschaftliches Erleben. Jeweils von Donnerstag bis Sonntag gibt es ein barriere- und kostenfreies Programm z. B. mit Konzerten, Performances, Yoga, Tanz- und Kreativworkshops. An den Sonntagen gibt es außerdem Angebote für die ganze Familie.

seit 18. Juni

Samstag, 27. Juni

Lebenskluge Komödie der Volksbühne Körner

'Anderthalb Stunden zu spät'

In der lebensklugen französischen Komödie von Gérald Sibleyras und Jean Dell brillieren Klaus Mahlberg und Heike Gruß.

„Kommen wir zu spät?“ - „Ja, mit Sicherheit.“ - „Ach so, dann habe ich ja noch etwas Zeit“: Er tigert nervös im Mantel durch die modern eingerichtete Wohnung (Sonderapplaus für die Bühnenbildner Peter Mahlberg, Franz Josef Krabbe, Kijara Keppler und Karin Krebs), immer häufiger geht sein Blick zum gut bestückten Barwagen. Sie lässt sich zwar immer ‘mal wieder kurz blicken, verschwindet dann aber rasch mit immer wieder neuen Ausreden. Pierre (Klaus Mahlberg) und Laurence Sansieu (Heike Gruß) sind seit 30 Jahren verheiratet. Seit ihr gemeinsamer Sohn Alexander aus dem Haus ist, der Achtzehnjährige studiert in Straßburg, hat zumindest für Laurence ein neuer Lebensabschnitt begonnen. Zwar ist auch der erfolgreiche Pariser Steueranwalt bereit, zumindest etwas kürzer zu treten: Sein Freund und Geschäftspartner Chalmet hat Anteile an seiner Kanzlei erworben, was an diesem Abend gebührend gefeiert werden soll. Aber für Laurence stellt sich die Frage nach der Zukunftsgestaltung grundsätzlicher: „Ohne Kinder bin ich überflüssig.“ Weshalb ihr der Sinn nicht nach Smalltalk mit Chalmet steht, sondern nach einem offenen, tiefgründigen Austausch mit ihrem „Dealmaker“ von Gatten. Zumal die 56-Jährige gerade erfahren hat, dass sie Großmutter geworden ist und sie die englische Schwiegertochter partout nicht leiden kann. „Jetzt wollen wir das Fass aber nicht zum Überlaufen bringen“ mahnt Pierre, der alle Register gezogen hat, um seine Gattin umzustimmen, nun aber erkennen muss, sein Repertoire ausgereizt zu haben. Seufzend lässt er sich neben Laurence nieder in der Hoffnung, irgendwie doch noch die Kurve zu kriegen, wenn sie sich ausgesprochen hat über ihr bisheriges Leben in der Familie und das künftige zu zweit. Kurz: über den bevorstehenden Ruhestand, den „Endspurt zum Sarg.“ Sie möchte sich verstärkt ihrem Hobby, der Malerei, zuwenden und das nun verwaiste Zimmer des Jüngsten als Atelier nutzen. Schließlich sei sie nicht zur Glucke geboren, sondern eine geworden. Sichtlich widerwillig und zunehmend resigniert lässt sich Pierre auf das Gespräch ein, in dessen Verlauf sich Laurence von der enttäuschten Großmutter zur entflammten Kurtisane mausert und das am Premierenabend am Samstag (21.2.2026) begeisterte Publikum ganz nebenbei erfährt, nach welcher Logik die Welt funktioniert, wieso ein Ehebruch der Ehe guttut und wodurch Persönlichkeiten wie Vasco da Gama oder Leonardo da Vinci überhaupt erst möglich wurden. Kaum ein Lebensbereich bleibt unberührt; sogar Alexander der Große und Che Guevara werden miteinbezogen. Auf ungemein humorvoll-lebenskluge Weise zeichnen die Autoren Gérald Sibleyras und Jean Dell die Wünsche und Nöte dieses liebevoll gezeichneten „Vorruhestandspaares“, das mit großer Leidenschaft und Schlagfertigkeit ihre Beziehung seziert. Und je länger das Gespräch der beiden dauert, desto emotionaler und bewegender wird es. Alte Gewissheiten geraten ins Wanken und völlig neue Horizonte tun sich auf – um sich am Ende als Paar genau dort wiederzufinden, wo Laurence und Pierre angefangen haben. Denn trotz allem schaffen sie es noch: Sie kommen zwar zu spät, aber letztendlich „nur“ anderthalb Stunden… Das Zwei-Personen-Stück „Une heure et demie de retard“, so der Originaltitel, ist am 6. September 2005 Théâtre des Mathurins in Paris uraufgeführt worden. Die Deutschsprachige Erstaufführung folgte erst im September 2014 in der Berliner Komödie am Kurfürstendamm mit Herbert Herrmann (auch Regie) und Nora von Collande. Auch die Volksbühne Körner spielt die deutsche Übersetzung von Dorothea Renckhoff und Fedora Wesseler in der am Premierenabend mit stehenden Ovationen gefeierten Inszenierung Klaus Mahlbergs. Der in Heike Gruß eine in jeder Hinsicht ebenbürtige Bühnenpartnerin hat in dieser ganz von geschliffenen Dialogen lebenden Komödie, die binnen zweier höchst unterhaltsamer Stunden weder boulevardesk-türenknallend noch schenkelklopfend-pointengeil daherkommt, sondern beinahe pausenlos für enormen Wiedererkennungswert beim Publikum in der intimen Atmosphäre der Komödie am Park sorgt. Der Eickeler Bresser-Keller erweist sich einmal mehr als ideale Spielstätte für hautnah zu erlebendes emotionales Theater. Karten im Vorverkauf für die weiteren Vorstellungen in der Komödie am Park an der Hauptstraße 25 in Herne-Eickel am 28. und 29. März, 18. und 19. April, 16. und 17. Mai sowie 27. und 28. Juni 2026 sind bei „Blickpunkt Optik“ an der Hauptstraße 21 in Eickel, Tel. 02325 - 61760, erhältlich.

'Spaziergang nach Syrakus'

Neuer Kinofilm mit Lina Beckmann

Anne (Lina Beckmann, re.) und Paul (Charly Hübner) scheinen in "Spaziergang nach Syrakus" eine perfekte Ehe zu führen. Noch ahnt sie nichts von seinen heimlichen Reise- und Flucht-Plänen.

Die Hernerin Lina Beckmann versteht sich eher als Theater- denn als Film-Schauspielerin, weshalb sie sich außerhalb ihrer Serien-Rolle als TV-Kommissarin rar macht auf der Leinwand. Das vielfach ausgezeichnete Ensemblemitglied des Deutschen Schauspielhauses Hamburg ist ab Donnerstag, 20. August 2026 an der Seite ihres Mannes Charly Hübner in „Spaziergang nach Syrakus“ im Kino zu sehen. Vor der Theater-Sommerpause steht Lina Beckmann noch einmal am Samstag, 27. Juni 2026 im Deutschen Schauspielhaus Hamburg auf den Brettern in „Laios“, einem Part der fünfteiligen „Anthropolis“-Antikenserie von Roland Schimmelpfennig. In der Inszenierung Karin Beiers ist sie dafür u.a. als „Schauspielerin des Jahres“ ausgezeichnet worden. In der kommenden Spielzeit 2026/27 steht sie im größten deutschen Sprechtheater gegenüber dem Hamburger Hauptbahnhof in einem neuen Mammutprojekt von Roland Schimmelpfennig, der sechsteiligen Serie „Fremde Sonne“, auf der Bühne. Die ersten drei Teile in der Regie von Karin Beier sind bereits terminiert: „Medea in Kolchis“ und „Medea in Korinth“ haben am Sonntag, 27. September 2026 Premiere, „Medea in Athen“ am Samstag, 6. Februar 2027. In Lars Jessens 97-minütiger Leinwand-Adaption der Erzählung „Der Spaziergang von Rostock nach Syrakus“ von Friedrich Christian Delius wird beim Filmfest München, das von Freitag, 26. Juni bis Sonntag, 5. Juli 2026 stattfindet, uraufgeführt. Darin spielt Lina Beckmann Anne Gompitz, die Gattin von Paul Gompitz (Charly Hübner), der mit einer Reise nach Sizilien auf den Spuren des Dichters Johann Gottlieb Seume wandeln will. Da gibt es nur ein Problem: Wir schreiben das Jahr 1982 und Paul lebt in der DDR. Alle Versuche, eine offizielle Genehmigung für seine Ausreise zu bekommen, scheitern. Eine Besuchsreise zu seiner Cousine? Die Mitgliedschaft in der Liga für Völkerfreundschaft? Eine Studienreise? Alles wird abgelehnt! Was bleibt ihm anderes übrig? Paul muss seine Flucht planen, wozu auch das Segeln lernen bei Günter (Thorsten Merten) gehört. Was die Sache nicht einfacher macht: Er will danach auch wieder nach Hause zurück. Zurück nach Rostock, zur Ostsee, zu seiner Frau Anne. Paul ersinnt einen verwegenen Plan … Regisseur Lars Jessen („Mittagsstunde“) erzählt in „Spaziergang nach Syrakus“ von unstillbarer Sehnsucht und großem Mut, von tiefer Liebe und inniger Loyalität – und vom Wunsch, die Welt zu sehen, ohne die Heimat zu verlieren. Der Film entstand nach der im Rowohlt-Verlag erschienenen Erzählung, die wiederum auf der realen Flucht von Klaus Müller beruht. Der gebürtige Dresdener des Jahrgangs 1941 war begeisterter Hobbysegler. Der gelernte Schlosser hat in Rostock und Dresden, in den 1980er Jahren auch auf Hiddensee als Kellner gearbeitet. Durch Johann Gottfried Seumes Reisebericht „Der Spaziergang nach Syrakus“, wohl aber auch durch Goethes „Italienische Reise“ angefixt plante er, mit einem Boot von der Promi-Insel aus über die Ostsee zu flüchten. In der Nacht vom 7. zum 8. Juni 1988 erreichte er Gedser in Dänemark und bereiste in den folgenden Monaten Westdeutschland, Österreich und Italien. Im Oktober 1988 kehrte er in die DDR zurück.

vhs Sprachkursus

Niederländisch für die Reise

vhs-Herne Logo.

In der vhs im Kulturzentrum findet an drei Samstagen im Juni, 6., 20. und 27., der Kursus 'Niederländisch für die Reise' statt. Jeweils in der Zeit von 9:45 bis 13 Uhr bietet der Dozent der Herner vhs, Temilo van Zantwijk, noch rechtzeitig vor den Sommerferien diesen Wochenendkursus an. In diesem Grundkurs lernt man, einfache alltägliche Situationen auf Niederländisch zu bewältigen. Dann kann man sich ein wenig mit dem Vermieter der Ferienwohnung unterhalten, im Supermarkt einkaufen, in einem Lokal einen Tisch reservieren, bestellen und bezahlen und mehr. Auch lehrt der Dozent, ein bisschen auf Niederländisch zu lesen und berichtet einiges über interessante Orte, die sich für einen Besuch lohnen. Ein Skript wird im Kurs ausgehändigt und weiteres Material stellt der Dozent in der www.vhs.cloud zur Verfügung. Anmeldungen für den Kursus mit der Nummer können online hier oder in den Geschäftsstellen der vhs 02323 163584 oder 162920. Gebühr: 42 / 29 Euro.

9:45 Uhr

Neue und weitere Inklusionsprojekte vom SSB Herne im Jahr 2026

Rollstuhlbasketball kennenlernen und erleben

Der Stadtsportbund Herne (SSB) bietet ein neues Projekt am, um Rollstuhlbasketball kennenzulernen und auszutesten.

Gemeinsam mit den Special Olympics NRW setzt sich der Stadtsportbund Herne (SSB) das Ziel, mehr inklusive Sportangebote in Herne zu schaffen - seit 2025 ist die Stadt auch „Fokus Kommune Inklusion“. Dazu schafft er ab 2026 für Herner Trainer und Übungsleiter kostenlose Fortbildungsangebote. Los geht es mit Rollstuhlbasketball, welches interessierten Leuten näher gebracht werden soll. Dafür hat Frank Stieglitz, beim SSB Herne unter anderem für den Bereich „Inklusion im Sport“ zuständig, Rolli Basketballer von der RGB Dortmund mit ins Boot geholt. „Sie wollen uns und allen, die möchten, einen Einblick in ihren Sport geben“, erläutert Stieglitz. Dafür wurden zunächst zwei Termine auserkoren. Jeweils am Samstag, 24. Januar und 7. Februar 2026, von 14 bis 16 Uhr, wird Rollstuhlbasketball in der Sporthalle Hölkeskampus, Flottmannstraße 35, gespielt. Eingeladen sind sowohl Fußgänger, Rolli-Fahrer und alle weiteren interessierten Herner Sportler, die unter der professionellen Anleitung der Trainer vom RGB Dortmund Rollstuhlbasketball kennenlernen und erleben wollen. Anmeldung per Email (frank.stieglitz@ssb-herne.de) oder Telefon (02323 957 098) ist willkommen, aber keine Voraussetzung. Wegen mangelndem Interesse muss der zweite Termin am Samstag, 7. Februar 2026, gestrichen werden. Das teilte der SSB am Dienstag (27.1.2026) mit. Unterstützung gibt es dafür auch vom neuen „Landesaktionsplan Sport und Inklusion“ (www.sportland.nrw). Diesen möchte der hiesige SSB dafür nutzen, die Herner Sportvereine nach Kräften bei der Einrichtung von inklusiven Sportangeboten zu unterstützen. Der Landessportbund NRW (LSB) wiederum greift inklusiven Sportangeboten mit dem Förderprogramm 1000 x 1000 unter die Arme, über das Sportvereine jährlich bis zu 1.000 Euro, unter anderem auch für integrative und inklusive Maßnahmen, beantragen können. Darüber hinaus sind bereits verschiedene Aktionstage fest geplant. So steht am Freitag, 8. Mai 2026, von 12 bis 17 Uhr beim TC Blau-Weiß Wanne-Eickel (Emscherstraße 55) der Herner Aktivtag Sport und Inklusion an. Dabei soll es nach der Premiere im Jahr 2025 wieder ein inklusives Sportfest für alle geben. Nicht nur Gehörlosen- und Rolli-Tennis sowie Padel, auch viele weitere Sportarten wie Boccia, Cornhole, Fußball, Hockey, Minigolf werden vor Ort zum Testen angeboten. Eine Fortbildung für Tennistrainer, die Grundlagen im Para-Tennis als auch Inklusion im Tennis thematisiert, steht am Samstag, 30. Mai 2026, von 10 bis 14 Uhr, ebenfalls beim TC Blau-Weiß Wanne-Eickel (Emscherstraße 55) auf dem Programm. Vom SSB heißt es dazu: „Die Fortbildung vermittelt kompakt fachliche Hintergründe und grundlegende praktische Ansätze zum Umgang mit Heterogenität im Training und den Tennis-Disziplinen von Menschen mit Behinderung, etwa im Rollstuhltennis oder Blindentennis. Sie richtet sich an Trainer, die sich für Inklusion im Tennis interessieren, einen ersten, methodischen Einstieg ins sogenannte Para-Tennis suchen oder ihre eigenen Vorkenntnisse im Austausch mit dem Experten und der Gruppe vertiefen wollen.“ Referent ist der Sportwissenschaftler Niklas Höfken, er ist Rollstuhltennis-Bundestrainer und leitet das „Tennis für Alle“-Projekt der Gold-Kraemer-Stiftung. Er arbeitet mit Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen in allen Disziplinen des Para-Tennis, vom Nachwuchs- und Breiten- bis zum paralympischen Leistungssport. Er unterrichtet Tennis in Diversität an Universitäten und in Sportverbänden im In- und Ausland. Anmeldung per Email an: frank.stieglitz@ssb-herne.de. Zudem bietet der SSB eine Fortbildung für alle Herner Trainer und Übungsleiter mit dem Titel „Sport inklusiv gestalten – gleichberechtigte Teilhabe fördern: Methodische Hilfen für die Planung und Durchführung inklusiver Sportangebote“ an. Diese findet statt am Samstag, 27. Juni 2026, von 10 bis 17 Uhr, in der Sporthalle Hölkeskampus (Flottmannstraße 35). Neben einer kurzen Einführung in das Thema, stehen vorrangig viele Praxisbeispiele im Mittelpunkt der Fortbildung, anhand derer methodische Hilfen für die Planung und Durchführung von Spiel und Sport in inklusiven Gruppen vermittelt werden. Unter diesem Link geht es direkt zur Anmeldung.

10 Uhr

Handball-Tag steht beim TV Wanne 1885 an

Sport, Gemeinschaft und jede Menge Action

Rund um den Handball geht es beim Handball-Tag des TV Wanne 1885 am Samstag, 27. Juni 2026 (Symbolbild).

Am Samstag, 27. Juni 2026, wird die Sporthalle am Sportpark Eickel (Im Sportpark 20) zum Treffpunkt für alle Sportbegeisterten, Familien und Neugierigen: Der TV Wanne 1885 lädt zum großen Handball-Tag ein. Unter dem Motto „Kommen. Erleben. Mitmachen.“ erwartet die Besucher ab 10 Uhr ein abwechslungsreiches Programm rund um den Handballsport – zum Zuschauen, Ausprobieren und Mitfiebern. Der traditionsreiche Verein möchte mit diesem Event nicht nur seine Leidenschaft für den Handball teilen, sondern auch neue Mitglieder gewinnen und die Gemeinschaft stärken. Besonders Kinder und Jugendliche haben die Möglichkeit, ihr Können an verschiedenen Stationen unter Beweis zu stellen. Ob Wurfgeschwindigkeit, Koordination oder Zielgenauigkeit – für jeden ist etwas dabei. Ergänzt wird das Angebot durch eine kleine Trainingseinheit, bei der Interessierte einen authentischen Einblick in den Trainingsalltag bekommen. Ein besonderes Highlight des Tages ist die Vorstellung der neuen Damenmannschaft des Vereins. Mit frischem Elan und klaren Zielen startet das Team in die kommende Saison und präsentiert sich erstmals der Öffentlichkeit. Vereinsverantwortliche erhoffen sich dadurch zusätzliche Unterstützung und Begeisterung für den Damenhandball in der Region. Auch sportlich wird einiges geboten: In einem Freundschaftsspiel zeigen die erfahrenen Spieler des Vereins ihr Können. Hier können Besucher hautnah miterleben, wie dynamisch und spannend Handball ist – und vielleicht selbst Lust bekommen, Teil des Teams zu werden. Neben dem sportlichen Programm kommt auch das gesellige Miteinander nicht zu kurz. Besucher können den Tag in entspannter Atmosphäre genießen. Ob Snacks, Getränke oder kleine Leckereien – hier sei für jeden Geschmack etwas dabei, schreibt der Verein in einer Mitteilung. Der Handball-Tag des TV Wanne 1885 verspricht somit ein rundum gelungenes Event für die ganze Familie. Egal ob aktiver Sportler, interessierter Zuschauer oder einfach auf der Suche nach einem schönen Ausflug. Der TV Wanne freut sich über jeden Besucher und einen Tag im Zeichen des Handballs.

10 Uhr

Initiative und Verein sammeln 43,36 Kilogramm Müll

KAZ unterstützt 'Wanne-Süd gemeinsam'

Beim letzten Cleanup erhielt die Nachbarschaftsinitiative "Wanne-Süd gemeinsam" tatkräftige Unterstützung durch das KAZ - Kulturell-Alternatives Zentrum Herne.

Beim vergangenen Cleanup erhielt die Nachbarschaftsinitiative „Wanne-Süd gemeinsam“ tatkräftige Unterstützung durch das Kulturell-Alternatives Zentrum (KAZ( Herne. Mit zwölf Erwachsenen und einem Kind wurden in eineinhalb Stunden in zwölf Beuteln 43,36 kg Müll rund um den Steinplatz in Wanne-Süd gesammelt. Zusätzlich konnten eine Matratze, Teppiche, Schläuche, ein Schrottrad und jede Menge Glasflaschen aus Baumscheiben und Grünstreifen entfernt werden, so dass zum Schluss 243 kg gesammelt waren. Im Anschluss gab es für alle Beteiligten Currywurst und Pommes, ein Dankeschön von Hotte Schröder im Namen der Mondritterschaft und der DLRG für die spezielle Kronkorkensammlung zugunsten von Seepferdchenkursen für Kinder. Der nächste Cleanup findet Samstag, 27. Juni 2026, 11 bis 12.30 Uhr, statt.

11 Uhr

Keramische Werkstatt Margaretenhöhe in der Künstlerzeche

Stille Gäste auf Unser Fritz 2/3

Florian Kunath, 1. Stellv. Vorsitzender der Künstlerzeche, präsentiert die in der Keramischen Werkstatt Margaretenhöhe hergestellte Ehrengabe der Stadt Herne mit dem neuen Wappen nach dem Zusammenschluss mit Wanne-Eickel.

Mit der Ausstellung „Stille Gäste“ präsentiert die Künstlerzeche Unser Fritz 2/3 vom 13. Juni bis 5. Juli 2026 Arbeiten der Keramischen Werkstatt Margaretenhöhe in Essen um die international renommierte koreanische Keramikerin Young-Jae Lee. Die Vernissage beginnt am Samstag, 13. Juni 2026, um 17 Uhr. Während in der Schwarzkaue die aktuellen Produkte der Essener, die übrigens sämtlich käuflich erworben werden können, sowie Sonderanfertigungen verschiedener Werkstatt-Keramiker zu sehen sind, hat Young-Jae Lee, seit 1986 (Ko-) Leiterin des inzwischen auf Zollverein residierenden Unternehmens, in der Weißkaue eine großflächige Bodeninstallation mit Objekten seit Gründung gestaltet. Auch ein Herner Krug ist vertreten: Zwischen 1970 und 1980 kamen die mit dem Stadtwappen geschmückten Ehrengaben aus der Essener Werkstatt. Da es 1975 zur Vereinigung mit Wanne-Eickel kam, gibt es zwei Krug-Varianten. Florian Kunath, 1. Stellv. Vorsitzender der Künstlerzeche: „Keramik gehört für viele Menschen selbstverständlich zum Alltag. Teller, Schalen, Becher, Vasen oder Gefäße werden täglich genutzt und oft kaum bewusst wahrgenommen. Dabei vereinen diese Objekte handwerkliche Meisterschaft, gestalterische Qualität und künstlerischen Ausdruck. Die Ausstellung „Stille Gäste“ möchte den Blick auf diese oft übersehene Seite der Keramik lenken.“ Der Titel, so Kunath, verweist auf die besondere Rolle keramischer Objekte: „Sie begleiten uns meist unauffällig durch das Leben, sind ständig präsent und bleiben dennoch häufig unbeachtet. In der Künstlerzeche treten sie aus dieser stillen Rolle heraus und werden als eigenständige Kunstwerke sichtbar. Die Arbeiten der Keramischen Werkstatt Margaretenhöhe begegnen dabei einer ungewöhnlichen Umgebung. In den Räumen der ehemaligen Zeche treffen zeitgenössische Keramikkunst und Industriekultur aufeinander. Es entsteht ein spannender Dialog zwischen der Ruhe und Präzision keramischer Formen und der Geschichte eines Ortes, der einst von Kohleförderung und schwerer Arbeit geprägt war.“ Als Margarete Krupp 1924 ein Siedlungsvorhaben in der Stadt Essen realisierte, das nach ihr „Margaretenhöhe“ benannt wurde, sollten die Bauten mit keramischem Schmuck ausgestattet werden. So initiierte Hermann Kätelhön, ihr künstlerischer Berater, die Gründung einer Keramikwerkstatt auf dem Gelände und bestimmte Will Lammert zum Leiter der Werkstatt, die 1925 als „Keramische Werkstatt Margaretenhöhe“ in das Handelsregister eingetragen wurde. 1986 haben die 1951 in Seoul geborene, bei Margot Münster (Keramik) und Erwin Schutzbach (Formgestaltung) an der Fachhochschule Wiesbaden ausgebildete Koreanerin Young-Jae Lee und die gebürtige Essenerin Hildegard Eggemann, die am 12. Mai 2025 verstarb, die Leitung übernommen mit dem Ziel, das Manufakturprogramms mit Serienproduktion eines speziell entworfenen Geschirrs unter Rückbesinnung auf die formalen Grundprinzipien des Bauhauses wiederaufzunehmen. 1987 erfolgte der Umzug in das Baulager des Weltkulturerbes Zeche Zollverein. 2006 ist die Werkstatt von der Ruhrkohle (RAG) übernommen und Young-Jae Lee, seit 1993 alleinige Leiterin, als Geschäftsführerin bestallt worden. Die Ausstellung wird am Samstag, 13. Juni 2026, um 17 Uhr eröffnet. Zur Einführung sprechen Prof. Dr. Hans-Peter Noll, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Stiftung Zollverein, sowie Dr. des. Sebastian Bank, Kurator für Europäisches Porzellan an den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und Vizepräsident der Gesellschaft der Keramikfreunde e.V. Begleitend zur Ausstellung finden weitere Veranstaltungen statt: Das Künstlercafé öffnet am Samstag, 20. Juni 2026, von 14.30 bis 16.30 Uhr in der Schwarzkaue. Und der beliebte „Schichtwechsel“ nach Feierabend findet wieder am Freitag, 26. Juni 2026, zwischen 18 und 21 Uhr in der Künstlerzeche statt. Zur Finissage am Sonntag, 5. Juli 2026, gibt’s einen Vortrag zum Thema „Weißes Gold“ mit anschließendem Austausch bei Kaffee und Kuchen. Die Ausstellung „Stille Gäste“ wird im Rahmen des Jahresthemas „Grenzbereiche II: Keramik“ vom 13. Juni bis 5. Juli 2026 in der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3, Zur Künstlerzeche 10 in 44653 Herne gezeigt zu folgenden Öffnungszeiten: Mi 15 – 18 Uhr, Sa 15 – 18 Uhr und So 14 – 17 Uhr sowie nach Vereinbarung unter Tel. 02325 – 55 91 462.

15 Uhr

Neue Einblicke: ZwischenZeit

Debüt der Neumitglieder im Herner Künstlerbund

„Pix-Pics“ nennt Brigitte Szelag ihre Verfremdungen von Szenen alter US-amerikanischer Spielfilme u.a. mit Audrey Hepburn und Gregory Peck.

Der Herner Künstlerbund HKB ’90 konnte in jüngster Zeit acht neue Mitglieder begrüßen. Vier von ihnen präsentieren ihre Arbeiten ab 27. Juni 2026 in der Galerie Kunstpunkt neben dem Sodinger Hochbunker. Annett Breitfeld, Johanna Maria Falchi, Kira Selicke und Brigitte Szelag haben sich unter dem Thema „ZwischenZeit“ mit der Zeit zwischen Ereignissen künstlerisch auseinandergesetzt, die Zweifel und Furcht auslösen, aber nach einem Innehalten zum Durchatmen auch Raum für Hoffnung lassen. Uto Petrick zum Konzept: „Zwischen Hyperglobalisierung und Örtlichem liegt kaum mehr ein Katzensprung. Der Brieftaschendiebstahl reiht sich an die globale Krise – ist das Leid an diesem Punkt noch addierbar? Ist es noch vertretbar, den Menschen zum Hinsehen zu bewegen, zum Sich-damit- Beschäftigen – oder ist die Überforderung zu grandios, das Gehirn zu überreizt und überquollen mit Krisennachrichten und Katzen-Memes um noch etwas aufzunehmen?“ Und weiter: „Die Ablenkungsmöglichkeiten unserer Zeit sind vollkommen. Nicht mehr allzu soziales Social Media brät die Hirnwindungen bis zum perfekten Garpunkt, während das nächste ‚Familiendrama‘ mit Todesfall und drei humanitäre Krisen an ihm vorbeirauschen. Es ist nicht mehr nur nicht aufnahmefähig, es ist taub – ein Freezeframe eines Gebildes, was einst empathiefähig war. Die Ereignisse prasseln mit einer Geschwindigkeit an ihm vorbei, welche an Brutalität grenzt, während es wie kurz vor der Euthanasie regungslos in der Ecke liegt. In einer Gegenwart, wo Reichtum und schreckliches Leid direkt nebeneinander liegen, ist die bewusste Entscheidung zum Hinsehen das größte Gut. Zeitgleich ist das Abwenden ein überlebensnotwendiger Mechanismus, um für die Zukunft überhaupt aufnahmefähig zu bleiben.“ Der Balanceakt zwischen Hin- und Wegsehen ohne wahnhaft zu werden ist, so Uto Petrick, „ein modernes Problem, für das es noch keine abschließende Lösung gibt. Wenigstens scheinbar sichere Ruheinseln müssen geschaffen werden, um mündig zu bleiben – im Idealfall ein kalkulierter Rückzug auf Zeit. Aus diesem Dilemma erwachsen neue Aufgaben. Dieser im eigentlichen Sinne unfassbare Schwebezustand zwischen der Zeit ist es, der künstlerisch festgehalten werden soll. Diese Ambivalenz unserer gegenwärtigen Gesellschaft verträgt eine genauere Betrachtung, Augenpaare, welche ihren Blick zwischen die Menschen richten und die Ereignisse der Zwischenzeit ungeschönt aufnehmen.“ Die 1963 in Herne geborene Brigitte Szelag, Qualitätsmanagerin bei Vodafone, ist seit 1982 künstlerisch tätig. Nach diversen Schaffensphasen wie Titelbildern und Movie-Stills, widmet sie sich aktuell „Pix-Pics“. In ihren Pixel-Pictures verfremdet sie alte Spielfilmszenen mit farbigen Pixel-Störungen und schafft so eine einzigartige Verschmelzung von schwarz-weißer Filmkultur und knallig-bunten TV-Übertragungsfehlern. Wobei man ganz genau hinsehen sollte, um die sehr kleinen, feinen Tuschestriche in ihren Großformaten zu entdecken. Solchermaßen ganz neu zu entdecken sind James Stewart in „Ist das Leben nicht schön“, Charlie Chaplin in „Goldrausch“, Raymond Massey und Cray Grant in „Arsen und Spitzenhäubchen“, Audrey Hepburn in „Sabrina“ sowie Gregory Peck in „Ein Herz und eine Krone“. Die 1997 in Herne geborene Johanna Maria Falchi bezeichnet sich zwar als Autodidaktin, hat aber Kunst und Germanistik studiert und kennt sich mit klassischer Ölmalerei nicht nur in der Theorie, sondern ganz offensichtlich auch in der Praxis aus: „Wo ein Abgrund ist, blicke ich hinein, und ich blicke tief, bis mein Motiv mich findet. Die Gemälde thematisieren die Schwierigkeiten unserer Zeit und kosten die Grenzen der Schönheit aus. Das Hinsehen ist das höchste Gut. Denn in der Auffassung, dass alles Unästhetische und Unbequeme wenigstens betrachtenswert ist, verbirgt sich eines: die demutsvolle Verbeugung vor der Natur und dem Sein selbst.“ Ihre sechs in der Sodinger HKB-Galerie gezeigten surreal anmutenden Arbeiten, in wahrhaft altmeisterlicher Technik in Öl gemalt, tragen Titel wie „Dem Abglanz einen Thron“ und „Du siehst mich, doch hast nie gesehen“ und lassen auch Inspirationen durch die heute sehr beliebten Fantasy-Gestalten erkennen. Auch die 1989 in Herne geborene Psychotherapeutin Kira Selicke hat sich mit der Bewältigung von Krisen, Katastrophen und Kriegen auseinandergesetzt, vor allem in ihrem großformatigen Ölgemälde „Fulltime Bullshitter Meditation Act“, das mich an den gerade erst am 11. Juni 2026 in London gestorbenen britischen Künstler David Hockney erinnert. Künstlerisch sozialisiert in der Jugendkunstschule Wanne-Eickel hat sie während ihres Studiums an der Bochumer Ruhr-Universität weitere Anregungen von Ortrud Kabus am Musischen Zentrum erhalten. Kira Selicke ist im Kunstpunkt auch mit den beiden kleineren Acryl-Gemälden „Breathe“ und „Shutters“ vertreten, die eigene Emotionen im Nachhall der Corona-Zeit thematisieren. Sie hat zudem an der Essener Hochschule der bildenden Künste studiert und nennt als weitere Inspirationsquellen zwei sehr sensible queere US-amerikanische Künstler, den Maler, Zeichner und Bildhauer Louis Fratino sowie die gerade in Berlin ausstellende Malerin Celeste Rapone. „Wir haben keine andere Zeit als diese“: Der Schwerpunkt der 1965 in Recklinghausen geborenen Annett Breitfeld, die sich Mascha Kalekos Wahrheit zu eigen macht, liegt in der Tusche- und Kohlemalerei, aber auch in der Acryl- und Ölmalerei. Dabei versucht sie die verborgenen Seelen der Natur, der Dinge und der Menschen sichtbar zu machen. In ihrem Ölgemälde „Fokus I“ blickt ihr Enkel mit dem Fernglas nach vorn – und damit direkt auf den Betrachter. Daneben eine Mischtechnik (Aquarell mit Graphit) mit dem sprechenden Titel „Barmherzigkeit“. Gleich vorn am Eingang links ihre großformatige Arbeit „Der Weg“. Das zeitlos aktuelle Bild, Tusche auf Leinwand, ist inspiriert vom in Budapest geborenen und in Berlin zum Journalisten ausgebildeten US-amerikanischen Fotografen Robert Capa, der durch seine Aufnahmen vom Spanischen Bürgerkrieg Mitte der 1930er Jahre weltweit bekannt wurde. Er gehörte 1947 zu den Gründern der Fotoagentur Magnum. Wer zur Ausstellungseröffnung am Samstag, 27. Juni 2026, um 16 Uhr in den Kunstpunkt, Mont-Cenis-Straße 296, kommt, wird ein neues Raumgefühl der HKB-Galerie erleben. Die Begrüßung übernimmt der Künstlerbund-Vorsitzende Hassan Jelveh, für den musikalischen Rahmen sorgt Leonard Falchi-Piltz auf der französischen Schäferpfeife. Die Ausstellung „Neue Einblicke: ZwischenZeit“ kann nach der Vernissage bis zum 2. August 2026 zu folgenden Öffnungszeiten besichtigt werden: Mittwoch und Sonntag jeweils von 15 bis 18 Uhr.

16 Uhr

Die Linke lädt ein: Vortrag und Diskussion mit Sonja Lemke (MdB)

Kritischer Umgang mit Social Media

Patrick Gawliczek von der Partei Die Linke lädt zum Vortrag mit Diskussion ein.

die Partei Die Linke lädt am Samstag, 27. Juni 2026, ab 16 Uhr, zu einem Vortrag mit anschließender Diskussion in ihre Geschäftsstelle an der Hauptstraße ein. Sonja Lemke (MdB) wird dort ihren Vortrag – Kritischer Umgang mit Social Media und Was wir den Tech Bros entgegensetzen – halten und zur anschließenden Diskussion einladen. In der Einladung heißt es: Wir nutzen Social Media täglich. Vor allem für unsere politische Arbeit sind sie unerlässlich. Wir verbreiten darüber Positionierungen, kündigen Veranstaltungen an und erzählen von unseren politischen Tätigkeiten. Aber die großen Social Media Plattformen gehören den reichsten Männern der Welt. Sie profitieren von jedem Post, den wir auf ihren Plattformen machen, und können damit ihre Macht ausweiten. Daher braucht es einen kritischen Umgang – wie der aussehen kann, im Großen wie im Kleinen, dafür macht dieser Vortrag Vorschläge und anschließend gibt es die Möglichkeit zur Diskussion.

16 Uhr

Fachübungsleiter Michael Leonhard gibt Tipps und Antworten

Was tun bei Schlaganfall und Herzinfarkt?

Was tun bei einem Herzinfarkt? Darüber und was man zu einem Schlaganfall wissen muss, informiert Michael Leonhard (Symbolbild).

Fachübungsleiter vom Verein Sport mit Senioren Herne, Michael Leonhard, zeigt am Samstag, 27. Juni 2026, um 17 Uhr zwei Präsentationen zu den Themen Schlaganfall und Herzinfarkt. Die Veranstaltung ist in St. Bonifatius, Glockenstraße 7. Die Veranstaltung ist kostenlos. Anmeldung bei Reiner Glebsattel, Tel 02323-146088. Der Experte für innere Medizin wird mehrere Fragen beantworten und Tipps geben. Beim Herzinfarkt ist wichtig, wie viel Zeit man hat, dass ein Infarkt nicht gleich ein Infarkt ist, welche Symptome wichtig sind, wie Patienten stehen und sich verhalten, wen man informieren sollte und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt. Ebenso wird erklärt, was ein Stent und was ein Bypass ist. Beim Schlaganfall geht es auch um eine schnelle Reaktion und Behandlung. Wodurch kann er entstehen, welche Symptome gibt es, was soll man tun und an wen kann man sich wenden? Zusätzlich wird über die Behandlungsmöglichkeiten informiert. Alle Präsentationen sind für medizinisch nicht vorgebildete Teilnehmer, nach Möglichkeit ohne Fremdwörter. Während der Präsentationen darf Leonhard unterbrochen werden, um Fragen zu stellen. Sollte am Ende noch Zeit sein, könnte es noch eine dritte Präsentation geben.

17 Uhr

2026er Ausgabe in Herne zwischen Vergangenheit und Gegenwart

Extraschicht mit Kultur, Klang und Kreativität

Werden 2026 bestimmt auch wieder dabei sein: Besucher der ExtraSchicht am Spielort Flottmann-Hallen. Dieses Mal steigt die Ausgabe am Samstag, 27. Juni 2026.

Wenn am Samstag, 27. Juni 2026 die Nacht der Industriekultur startet (halloherne berichtete), feiert Herne an gleich zwei lebendigen Orten: in den Flottmann‑Hallen und im LWL‑Museum für Archäologie und Kultur. Beide zeigen auf ihre Weise, wie vielfältig Kunst und Geschichte im Ruhrgebiet zusammenfinden. In den Flottmann‑Hallen wird das 40‑jährige Jubiläum der „Flottis“ mit einem abwechslungsreichen Programm gefeiert. Das theaterkohlenpott präsentiert mit viel Musik Ausschnitte aus seiner aktuellen Produktion „Pinocchio“. Bei „Halt mal kurz“ bewegt sich die Benjamin Richter Company jonglierend und balancierend durchs Publikum und bringt Bewegung ins Ganze. Auf dem Außengelände sorgen drei lokale Bands für Live‑Musik, bevor die legendäre Kopfhörer‑Party mit zwei DJs das Gelände in eine tanzende Gemeinschaft verwandelt. Die Ausstellung von Rita Rohlfing mit der raumgreifenden Lichtinstallation „Lichttöne“ ist die ganze Nacht über geöffnet, ergänzt durch Führungen über das Gelände – ein Abend voller Kreativität, Bewegung und Begegnung. Nur wenige Straßen weiter öffnet das LWL‑Museum für Archäologie und Kultur seine Türen für eine vielseitige und unterhaltsame Nacht zwischen „Mahlzeit“ und „Glück auf“. Im Mittelpunkt steht die Ausstellung „Mahlzeit“, begleitet von einem Bühnenprogramm aus Musik, Comedy und Zauberkunst. Die Zucchini Sistaz bringen „gemüsikalische“ Unterhaltung mit Situationskomik, Skotty der Eismann kombiniert Eistheke und Jazz‑Trompete, und Schmitz‑Backes, einer der meistgebuchten Zauberkünstler Deutschlands, sorgt für niveauvolle Comedy und verblüffende Tricks. Auch an der Töpferscheibe kann gezaubert werden – gemeinsam mit Thomas Benirschke. Kollege Timo heizt die Schmiede an und begleitet Nachtgäste durch die Ausstellung und die Geschichte der Malocherzeit. Für stilechte Stärkung sorgt die Curry‑Kultur mit klassischer Currywurst. So vereint die ExtraSchicht 2026 in Herne zwei Perspektiven einer Region im Wandel: kulturelle Energie in den Flottmann‑Hallen und gelebte Geschichte mit Humor und Handwerk im LWL‑Museum. Zur ExtraSchicht 2026 bleibt das besondere ExtraSchicht-Gefühl weit über die Nacht hinaus erlebbar: Gemeinsam mit dem Modelabel Grubenhelden entsteht eine exklusive Streetwear-Kollektion. Die Designs übertragen die Geschichte und Werte des Ruhrgebiets in die Gegenwart. Inspiriert von ehemaligen Bergwerken und Industriestätten steht das ikonische Fördergerüst im Mittelpunkt – als reduziertes, prägnantes Symbol für Zusammenhalt, Ehrlichkeit und gelebte Gemeinschaft. Nach ihrem erfolgreichen Start im vergangenen Jahr steht die ExtraSchicht‑App 2026 erneut als digitaler Begleiter zur Verfügung. In Kooperation mit „rausgegangen“ bündelt sie das gesamte Programm aller Spielorte übersichtlich an einem Ort. Eine interaktive Karte zeigt Standorte, Busverbindungen und – mit einem Ampelsystem – die aktuelle Auslastung der Spielorte. Nutzer können Favoriten speichern, eine persönliche Route planen und so ihren Abend individuell gestalten. Hier geht es zur App: https://rausgegangen.de/specials/extraschicht-2026/. Das innovative Mobilitätskonzept der ExtraSchicht eröffnet den Gästen die Möglichkeit, mühelos zwischen den verschiedenen Standorten und Städten zu wechseln. Das Mobilitätsangebot beinhaltet über 150 kostenlose Shuttlebusse, die am Veranstaltungstag im 15 - 30 Minuten Takt von 18 bis 2 Uhr am Folgetag verfügbar sind sowie freie Fahrt im ÖPNV im Tarifraum des VRR und des Teilbereichs Münsterland – Ruhr-Lippe (2. Klasse) ganztägig am Veranstaltungstag und bis 7 Uhr am Folgetag. Die Tickets kosten im Vorverkauf 22 Euro, ermäßigt 17 Euro. Inhaber der RUHR.TOPCARD (an ausgewählten Vorverkaufsstellen/Online) sowie der ruhrkultur.card (nur im Online-Shop) zahlen bis zum 26. Juni nur 11 Euro. An der Abendkasse am 27. Juni kostet das Ticket 25 Euro, ein Spielort-Ticket für einen Standort ist für 15 Euro erhältlich. Weitere Infos und Tickets unter: www.extraschicht.de/tickets.

18 Uhr

'Anderthalb Stunden zu spät'

Neue Komödie der Volksbühne Körner

Heike Gruß und Klaus Mahlberg geben in der Komödie „Anderthalb Stunden zu spät“ ein Ehepaar, das kurz vor der Pierres Pension steht, die bei Gattin Laurence einige Befürchtungen auslöst.

Laurence: „Kommen wir zu spät?“. Pierre: „Ja, mit Sicherheit.“ Laurence: „Ach so, dann habe ich ja noch etwas Zeit.“ Pierre (Klaus Mahlberg) und Laurence Sansieu (Heike Gruß), seit 30 Jahren verheiratet, sind zum Abendessen bei Pierres Geschäftspartner und Freund Chalmet eingeladen. Pierre wartet schon seit einer Viertelstunde darauf, dass Laurence endlich fertig wird – doch im letzten Moment entschließt sie sich, dass sie keine Lust auf die Einladung hat. Sie will endlich einmal mit ihm reden. Von sich. Von ihm. Von ihnen beiden. Von ihren Kindern. Und vor allem über die vielen, vielen gemeinsamen Jahre und davon, was am Horizont droht: Der Ruhestand. Eben ist Laurence Großmutter geworden, der jüngste Sohn ausgezogen. Mit dem bevorstehenden Ruhestand ihres Mannes könnte nun ein ruhigeres Kapitel im Leben der Eheleute beginnen – doch genau davor graut der eigenwilligen Hobbymalerin, denn die neue Lebensphase löst bei ihr nicht nur erhöhten Redebedarf, sondern auch eine Identitätskrise aus. Nur widerwillig lässt Pierre sich auf das Gespräch ein. Und so erfahren wir neben vielen anderen erhellenden Aussagen nicht nur, nach welcher Logik die Welt funktioniert, sondern auch, wieso ein Ehebruch der Ehe guttut und wodurch Persönlichkeiten wie Vasco da Gama oder Leonardo da Vinci überhaupt erst möglich wurden. Kaum ein Lebensbereich bleibt unberührt; sogar Alexander der Große und Che Guevara werden miteinbezogen. Auf sehr humorvolle Weise zeichnen die Autoren Gérald Sibleyras und Jean Dell die Wünsche und Nöte dieses liebevollen „Vorruhestandspaares“, das mit großer Leidenschaft und Schlagfertigkeit ihre Beziehung seziert. Und je länger das Gespräch der beiden dauert, desto emotionaler und bewegender wird es. Alte Gewissheiten geraten ins Wanken und völlig neue Horizonte tun sich auf – um sich am Ende als Paar genau dort wiederzufinden, wo Laurence und Pierre angefangen haben. Denn trotz allem schaffen sie es noch: Sie kommen zwar zu spät, aber letztendlich „nur“ ‚Anderthalb Stunden‘… Das Zwei-Personen-Stück „Une heure et demie de retard“, so der Originaltitel, stammt aus der Feder des am 7. November 1961 in Paris geborenen Gérald Sibleyras („Wind in den Pappeln“), der zu den meistgespielten französischen Theaterautoren Europas gehört. Er ist ebenso mit dem Prix Molière ausgezeichnet worden wie sein gleichaltriger, in Saint-Etienne geborener Ko-Autor, der Schauspieler Jean Dell, den man hierzulande etwa aus dem Film „Grace of Monaco“ an der Seite von Nicole Kidman kennt. Uraufgeführt am 6. September 2005 Théâtre des Mathurins in Paris in der Regie des Hausherrn Bernard Murat mit Patrick Chesnais und Evelyne Buyle fand die Deutschsprachige Erstaufführung im September 2014 in der Berliner Komödie am Kurfürstendamm mit Herbert Herrmann (auch Regie) und Nora von Collande statt. Auch die Volksbühne Körner spielt die deutsche Übersetzung von Dorothea Renckhoff und Fedora Wesseler, Premiere der Inszenierung von Klaus Mahlberg ist in der Komödie am Park am Samstag, 21. Februar 2026, um 19:30 Uhr. Karten im Vorverkauf auch für die weiteren Vorstellungen am 22. Februar, 28. und 29. März, 18. und 19. April, 16. und 17. Mai sowie 27. und 28. Juni 2026 sind bei „Blickpunkt Optik“ an der Hauptstraße 21 in Eickel, Tel 02325 - 61760, erhältlich.

19:30 Uhr

'Vorsicht, Patienten!' am Kleinen Theater

Stefan Urban debütiert als Hausautor

'Vorsicht, Patienten!' heißt die neue Boulevardkomödie von Stefan Urban, die derzeit im Kleinen Theater Herne geprobt wird und am 18. April 2026 ihre Uraufführung feiert.

Das Kleine Theater Herne hat nach Jürgen Seifert und Dr. Christian Weymayr mit Stefan Urban einen dritten Hausautor. Nachdem der langjährige Schauspieler im Herner Amateurensemble 2021 bereits den Online-Krimi „Man(n) wird nur einmal 60“ vorlegte, ist „Vorsicht, Patienten!“ nun sein erstes Theaterstück. Die Uraufführungs-Premiere am 18. April 2026 ist bereits ausverkauft. In dem es recht boulevardesk zugeht: In der Arztpraxis von Dr. Stefan Liebhold (Markus Stehmann) läuft der Alltag selten nach Plan, denn hier treffen Temperamente aufeinander, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Da wäre die eigenwillige Ursula „Uschi“ Spritzmann (Gudrun Rosenke), die zwar kurz vor der Rente steht, aber mit einer Persönlichkeit ausgestattet ist, die man so schnell nicht vergisst. An ihrer Seite wirbelt die chaotische Auszubildende Sandy Schmatz (Lucy Janßen alternierend mit Lisa Liedtke), die jede Situation mit viel Enthusiasmus – und manchmal auch mit etwas zu viel Aktion – angeht. Und als wäre das nicht genug, sorgen die Patienten für ein Praxiserlebnis der besonderen Art: der Hypochonder Hugo Zipperlein (Benno Janßen) als Dauergast, Lieselotte Plauder (Anke Uzoma alternierend mit Christa Herzog) mit ihrem unerschöpflichen Redefluss, die elegante Beate Schwärmer (Heike Hebing alternierend mit Christine Boinski), der Außendienstler Bernd Hektikus (Jens Pelny alternierend mit Stephan Urban) im Dauerstress und der alternativ-entspannte Rainer Kräutergeist (Erik Hebing) bringen ihre ganz eigenen „Diagnosen“ mit – und treiben den Praxisbetrieb zuverlässig an die Grenze der Belastbarkeit. Zwischen Wartezimmer, Behandlungsraum und jeder Menge Pannen entsteht ein urkomischer Mikrokosmos, in dem Komödie und Realität auf charmante Weise verschwimmen. Stefan Urban gewährt in seinem Stück, das er auch selbst inszeniert, einen Blick hinter die Kulissen des Praxisalltags – voll Herz, Humor und liebevoller Alltagssatire. Sowohl die Uraufführungs-Premiere am 18. April 2026 als auch die drei Folgevorstellungen am 19., 24. und 26. April 2026 sind bereits ausverkauft, Restkarten sind für die Vorstellung am Sonntag, 3. Mai 2026, um 18 Uhr erhältlich.

20 Uhr

Stephan Urbans erfolgreiches Debüt

'Vorsicht, Patienten!' im Kleinen Theater Herne

Eine illustre Gesellschaft versammelt sich täglich im Wartezimmer (v.l.): Lieselotte „Lilo“ Plauder (Christa Herzog), Beate Schwärmer (Christa Boinski), Rainer Kräutergeist (Erik Hebing) und Hugo Zipperlein (Benno Janßen).

„Wir impfen alles und jeden“: Urinsteinbestimmung, Gallensteintransplantation, Nierensteinpolitur und Blutwertevereitelung – schon das Türschild zum Labor der Arztpraxis Dr. Liebhold rechterhand weist auf einen Ort des Geschehens hin, in dem es recht boulevardesk zugeht. Tatsächlich läuft bei Dr. Stefan Liebhold (Markus Stehmann) selten ‘was nach Plan – und alles schon gar nicht. Obwohl er mit Ursula „Uschi“ Spritzmann (Gudrun Rosenke) über eine so erfahrene wie resolute Fachkraft in der Anmeldung verfügt, die ihm nach Möglichkeit den Rücken freihält. Obwohl sie nach mehr als vierzig Arbeitsjahren kurz vor der Rente steht, hat sie ihren Kasernenhofton noch gut drauf, mit dem sie alle, die den Wartebereich mit dem innovativen Werbe-Bildschirm betreten, zur Händedesinfektion verdonnert. Nur mit der neuen Computer-Technik kommt Uschi nicht zurecht, die den Hinweis „Fenster schließen“ allzu wörtlich nimmt und ihrem alten Karteikasten-System manche Träne nachweint. Im Notfall kann Uschi auf die Auszubildende Sandy Schmatz (KTH-Debüt für Lisa Liedtke) zurückgreifen, die kurz vor ihrer Prüfung als Medizinische Fachangestellte steht. Welcher sie entgegenfiebert, da sie eine damit verbundene Gehaltserhöhung gut gebrauchen kann. Im Gegensatz zu Dr. Liebhold hegt Uschi freilich Zweifel, ob die verbal („Voll das Déjà-vu, Alter“) und outfitmäßig unorthodoxe, aber sehr engagierte junge Frau die Prüfung auch besteht. Mit dem Hypochonder Hugo Zipperlein (Benno Janßen), der sich nach täglichem Zappen durch die Social-Media-Welt immer neue Krankheiten andichtet („Krebs im Endstadium“), und der schnäbbeligen Lieselotte Plauder (Christa Herzog), der daheim offenbar die Decke auf den Kopf fällt und das Wartezimmer stets mit aktuellen bunten Blättern der Regenbogenpresse bestückt, ist die elegante Beate Schwärmer (Christine Boinski) Dauergast der, nomen est omen, von ihr angehimmelten Koryphäe in Weiß. Als auch noch der dauergestresste Außendienstler Bernd Hektikus (Jens Pelny) auftaucht, der, da neu in der Stadt, einen Hausarzt sucht, und wenig später der entspannte Öko-Aktivist Rainer Kräutergeist (Erik Hebing) hinzukommt, dessen altes Nokia-Handy die junge Sandy Bauklötze staunen lässt, kommt der Praxisbetrieb an die Grenze der Belastbarkeit und Uschi ist froh, es bald geschafft zu haben. Interessiert an ihrer Nachfolgerin ist sie natürlich trotzdem… Das Kleine Theater Herne hat nach Jürgen Seifert, sein Lustspiel „Der Schlüppa is weg“ steht noch am 30. April 2026 auf dem Spielplan, und Dr. Christian Weymayr, dessen Thrillerkomödie „Die geheimnisvolle Welt der Emily Hart“ noch bis 5. Juli gespielt wird, mit Stephan Urban einen dritten Hausautor. Der langjährige, seinerzeit mit den Loriot-Programmen gestartete Schauspieler im Herner Amateurensemble hat später auch selbst an der Neustraße inszeniert und zu Corona-Zeiten zwei Online-Krimis verfasst. Die heitere, eher humorvoll-charmante als bissig-satirische Komödie „Vorsicht, Patienten!“, die am 18. April 2026 umjubelte Uraufführungs-Premiere feierte, ist nun Stephan Urbans erstes Theaterstück – eine schwungvolle Boulevardkomödie mit vielen überraschenden Wendungen und einem verblüffenden Finale, das hier natürlich nicht gespoilert wird. Zum einmal mehr begeisternden Ensemble gehören auch die alternierenden Darstellerinnen Lucy Janßen als Sandy Schmatz, Anke Uzoma als Lieselotte Plauder sowie Heike Hebing als Beate Schwärmer. Die bei der Uraufführungs-Premiere ebenso vermisst wurde wie die komplette Theaterleitung und die beiden anderen Hausautoren. Nicht nur der höchst unterhaltsame Blick hinter die Kulissen des Praxisalltags, sondern auch das ganze Drumherum begeistert – von der witzigen Off-Ansage zu Beginn über den Running Gag des täglichen Wetterberichts in akustischer und optischer Form und die einmal mehr stimmungsvolle Bühne (Bernd Averbeck und Markus Stehmann) bis hin zu „Uschis Notfallshot“ an der Bar: Branca Menta. Josef Koll, dessen beiden interaktiven Kinderbücher mit Malvorlage um die Theatermaus Knabi im Foyer erhältlich sind, hat hier ganze Arbeit geleistet – und Stephan Urban bei der Premierenfeier ein Modell des Bühnenbildes überreicht. Nachdem die Premiere und die ersten Folgevorstellungen bereits vorab ausverkauft waren, gibt es derzeit noch wenige Karten für die Aufführungen am 15. Mai, 12, und 13. Juni 2026.

20 Uhr

Ausstellung als 'begehbares Kinderbuch' erlebbar

„Emil und der Wal“ im Heimatmuseum

'Emil und der Wal' sind nun im Heimatmuseum zu bestaunen.

Das Heimatmuseum Unser Fritz präsentiert „Emil und der Wal“ als „begehbares Kinderbuch“ inklusive Bällebad, Spielstationen, dem Stillen (Kuschel-) Ozean, einem Trickfilm und Vitrinen voll mit Spielzeug. Eine Ausstellung für kleine und große Leichtmatrosinnen und Leichtmatrosen von drei bis 100 Jahren. „Ein Elefant und ein Wal schließen Freundschaft und erleben ein spannendes Abenteuer auf hoher See. Mit Möwen, Affen und Piraten. Ausgedacht hat sich das Kai Dümpe aus Castrop-Rauxel. Und wie die Geschichte ins Museum gekommen ist“, erklärt Ausstellungsmacher Ralf Piorr. „Kai hat mir sein Manuskript in die Hand gedrückt und ich habe es meinem Sohn als Gute-Nacht- Geschichte vorgelesen. Danach mussten wir es jeden Abend lesen. Mindestens vier Wochen lang.“ Eröffnet wurde die Ausstellung am Sonntag (31.5.2026) und ist noch bis zum 25. Oktober 2026 zu den Öffnungszeiten des Heimatmuseum erlebar.

seit 31. Mai

Ausstellung in der Schlosskapelle Strünkede

Ludger Hinse zeigt „Zauber des Lichts“

In zwölf Kirchen auf Herner Stadtgebiet, auch in der Schlosskapelle Strünkede, präsentiert der Künstler seine Lichtobjekte und lädt dazu ein, die Räume neu zu entdecken.

Die Ausstellung „Zauber des Lichts“ im Rahmen der Gesamtausstellung LICHTraum zeigt eine weitere Facette von Ludger Hinses Schaffen. In zwölf Kirchen auf Herner Stadtgebiet, auch in der Schlosskapelle Strünkede, präsentiert der Künstler seine Lichtobjekte und lädt dazu ein, die Räume neu zu entdecken. Im Emschertal-Museum wird von Sonntag, 14. Juni, bis zum Sonntag,16. August 2026, ein weiterer Bereich seiner Arbeiten zu sehen sein. Die informell-abstrakten farbigen Malereien und Aquarelle sprühen vor Lebendigkeit, ohne dass sie konkrete Dinge abbilden. Die vier Elemente Feuer, Erde, Wasser und Luft sind für seine abstrakten Werke von Relevanz. Hinse bannt Gefühle und Gedanken direkt auf die Leinwand. Die Glut des Feuers, die Materialität der Erde und das Flirren und Quirlen des Wassers übersetzt er in ein malerisches System. Hinse, geboren 1948, hat eine sehr persönliche Verbindung zur Stadt Herne. Sein Vater arbeitete als Bergmann auf der Zeche Mont Cenis, so dass er als Junge mit seinem Tretroller aus Recklinghausen zur Zeche fuhr. Seine erste Frau Ulla Schnidder stammte aus Herne-Süd, Tochter des Gewerkschafters Bernhard Schnidder. 1972 heirateten sie in Herz-Jesu und zogen nach Horsthausen. Nach seinem Studium begann er ein Verwaltungspraktikum im Jugendamt Wanne-Eickel. Seine Kinder besuchten die Hiberniaschule, so dass die Verbindung nach Herne auch noch bestehen blieb. Mit der Präsentation seiner Arbeiten auf Herner Stadtgebiet schließt sich für ihn auch ein Lebenskreis.

seit 14. Juni

Zollverein Park zum zweiten Mal zur Bühne

„Boulevard of Dreams“ kommt zurück

Die Zeche Zollverein in Essen.

Essen. Das Welterbe Zollverein feiert vom 18. Juni bis 12. Juli das Festival "Boulevard of Dreams". Dafür wird der Zollverein Park zum zweiten Mal zur Bühne für Fantasie, Kreativität und gemeinschaftliches Erleben. Jeweils von Donnerstag bis Sonntag gibt es ein barriere- und kostenfreies Programm z. B. mit Konzerten, Performances, Yoga, Tanz- und Kreativworkshops. An den Sonntagen gibt es außerdem Angebote für die ganze Familie.

seit 18. Juni

A42/A43: Herne-Crange und Herne-Baukau in Fahrtrichtung Dortmund betroffen

Vollsperrung wegen Trägermontage

Parallel dazu muss auch die A42 zwischen Herne-Crange und Herne-Baukau in Fahrtrichtung Dortmund zu denselben Zeiten gesperrt werden.

Für die vierte und letzte neue Brücke im Kreuz Herne werden die Träger eingehoben. Dafür sperrt die Autobahn Westfalen die A43 zwischen Kreuz Recklinghausen und Bochum-Riemke in beiden Fahrtrichtungen von Freitag, 26. Juni 2026, ab 21 Uhr bis Montag, 29. Juni 2026, um 5 Uhr. Parallel dazu muss auch die A42 zwischen Herne-Crange und Herne-Baukau in Fahrtrichtung Dortmund zu denselben Zeiten gesperrt werden. Verkehrsteilnehmer sollten großräumig über die A2, die A45 und die A40 ausweichen. Zudem sind Umleitungen innerstädtisch ausgeschildert. Für den Neubau der Brücken im Kreuz Herne nutzt die Autobahn Westfalen eine innovative Schnellbauweise, bei der große Teile des Bauwerks bereits vor dem Transport zur Baustelle vorgefertigt werden. So wurde die erste Brücke im Kreuz im Zeitraum Mai bis August 2025 abgerissen, neu gebaut und wieder unter Verkehr genommen. Nach Abschluss der Brückenneubauten stehen im Kreuz noch Arbeiten an den Verbindungsfahrbahnen an. Der Neubau des Kreuzes Herne ist eines der wichtigsten Projekte im Rahmen des sechsstreifigen Ausbaus der A43 zwischen Marl und Witten. Viele verschiedene Rahmenfaktoren – von Bahnstrecken über städtische Straßen bis hin zu Stromleitungen – machen den Neubau zu einer spannenden Herausforderung für die Ingenieurinnen und Ingenieure der Autobahn Westfalen

seit 26. Juni

Sonntag, 28. Juni

Lebenskluge Komödie der Volksbühne Körner

'Anderthalb Stunden zu spät'

In der lebensklugen französischen Komödie von Gérald Sibleyras und Jean Dell brillieren Klaus Mahlberg und Heike Gruß.

„Kommen wir zu spät?“ - „Ja, mit Sicherheit.“ - „Ach so, dann habe ich ja noch etwas Zeit“: Er tigert nervös im Mantel durch die modern eingerichtete Wohnung (Sonderapplaus für die Bühnenbildner Peter Mahlberg, Franz Josef Krabbe, Kijara Keppler und Karin Krebs), immer häufiger geht sein Blick zum gut bestückten Barwagen. Sie lässt sich zwar immer ‘mal wieder kurz blicken, verschwindet dann aber rasch mit immer wieder neuen Ausreden. Pierre (Klaus Mahlberg) und Laurence Sansieu (Heike Gruß) sind seit 30 Jahren verheiratet. Seit ihr gemeinsamer Sohn Alexander aus dem Haus ist, der Achtzehnjährige studiert in Straßburg, hat zumindest für Laurence ein neuer Lebensabschnitt begonnen. Zwar ist auch der erfolgreiche Pariser Steueranwalt bereit, zumindest etwas kürzer zu treten: Sein Freund und Geschäftspartner Chalmet hat Anteile an seiner Kanzlei erworben, was an diesem Abend gebührend gefeiert werden soll. Aber für Laurence stellt sich die Frage nach der Zukunftsgestaltung grundsätzlicher: „Ohne Kinder bin ich überflüssig.“ Weshalb ihr der Sinn nicht nach Smalltalk mit Chalmet steht, sondern nach einem offenen, tiefgründigen Austausch mit ihrem „Dealmaker“ von Gatten. Zumal die 56-Jährige gerade erfahren hat, dass sie Großmutter geworden ist und sie die englische Schwiegertochter partout nicht leiden kann. „Jetzt wollen wir das Fass aber nicht zum Überlaufen bringen“ mahnt Pierre, der alle Register gezogen hat, um seine Gattin umzustimmen, nun aber erkennen muss, sein Repertoire ausgereizt zu haben. Seufzend lässt er sich neben Laurence nieder in der Hoffnung, irgendwie doch noch die Kurve zu kriegen, wenn sie sich ausgesprochen hat über ihr bisheriges Leben in der Familie und das künftige zu zweit. Kurz: über den bevorstehenden Ruhestand, den „Endspurt zum Sarg.“ Sie möchte sich verstärkt ihrem Hobby, der Malerei, zuwenden und das nun verwaiste Zimmer des Jüngsten als Atelier nutzen. Schließlich sei sie nicht zur Glucke geboren, sondern eine geworden. Sichtlich widerwillig und zunehmend resigniert lässt sich Pierre auf das Gespräch ein, in dessen Verlauf sich Laurence von der enttäuschten Großmutter zur entflammten Kurtisane mausert und das am Premierenabend am Samstag (21.2.2026) begeisterte Publikum ganz nebenbei erfährt, nach welcher Logik die Welt funktioniert, wieso ein Ehebruch der Ehe guttut und wodurch Persönlichkeiten wie Vasco da Gama oder Leonardo da Vinci überhaupt erst möglich wurden. Kaum ein Lebensbereich bleibt unberührt; sogar Alexander der Große und Che Guevara werden miteinbezogen. Auf ungemein humorvoll-lebenskluge Weise zeichnen die Autoren Gérald Sibleyras und Jean Dell die Wünsche und Nöte dieses liebevoll gezeichneten „Vorruhestandspaares“, das mit großer Leidenschaft und Schlagfertigkeit ihre Beziehung seziert. Und je länger das Gespräch der beiden dauert, desto emotionaler und bewegender wird es. Alte Gewissheiten geraten ins Wanken und völlig neue Horizonte tun sich auf – um sich am Ende als Paar genau dort wiederzufinden, wo Laurence und Pierre angefangen haben. Denn trotz allem schaffen sie es noch: Sie kommen zwar zu spät, aber letztendlich „nur“ anderthalb Stunden… Das Zwei-Personen-Stück „Une heure et demie de retard“, so der Originaltitel, ist am 6. September 2005 Théâtre des Mathurins in Paris uraufgeführt worden. Die Deutschsprachige Erstaufführung folgte erst im September 2014 in der Berliner Komödie am Kurfürstendamm mit Herbert Herrmann (auch Regie) und Nora von Collande. Auch die Volksbühne Körner spielt die deutsche Übersetzung von Dorothea Renckhoff und Fedora Wesseler in der am Premierenabend mit stehenden Ovationen gefeierten Inszenierung Klaus Mahlbergs. Der in Heike Gruß eine in jeder Hinsicht ebenbürtige Bühnenpartnerin hat in dieser ganz von geschliffenen Dialogen lebenden Komödie, die binnen zweier höchst unterhaltsamer Stunden weder boulevardesk-türenknallend noch schenkelklopfend-pointengeil daherkommt, sondern beinahe pausenlos für enormen Wiedererkennungswert beim Publikum in der intimen Atmosphäre der Komödie am Park sorgt. Der Eickeler Bresser-Keller erweist sich einmal mehr als ideale Spielstätte für hautnah zu erlebendes emotionales Theater. Karten im Vorverkauf für die weiteren Vorstellungen in der Komödie am Park an der Hauptstraße 25 in Herne-Eickel am 28. und 29. März, 18. und 19. April, 16. und 17. Mai sowie 27. und 28. Juni 2026 sind bei „Blickpunkt Optik“ an der Hauptstraße 21 in Eickel, Tel. 02325 - 61760, erhältlich.

Gesellschaft für Heimatkunde hat noch Plätze frei

Exkursion nach Weimar und Erfurt

Die Gesellschaft für Heimatkunde plant eine Exkursion nach Thüringen, unter anderem wird Erfurt (im Bild) angesteuert.

Die Gesellschaft für Heimatkunde (GfH) Wanne-Eickel startet am Sonntag, 28. Juni 2026 zu einer fünftägigen Fahrt nach Thüringen. Die Exkursion findet in Kooperation mit dem Heinz-Kühn-Bildungswerk statt (Bildungsurlaub möglich). Mitglieder und Gäste haben die Möglichkeit, sich noch kurzfristig für diese Rundfahrt anzumelden. Der Preis für die Fahrt inklusive vier Übernachtungen samt Frühstück im Doppelzimmer, zwei Mal Essen und Besichtigungsprogramm, beträgt 560 Euro. Eine Einzelzimmer-Buchung ist mit Zuschlag möglich. Eine Anmeldung ist erforderlich beim Geschäftsführer Dieter Gottschling, per Mail an Dieter.Gottschling@t-online.de oder Tel 02325/55353. Die Frist zur Anmeldung läuft bis Sonntag, 10. Mai 2026. Bei Gottschling erhalten Interessierte auch Infos zum Programm und zu den Zahlungsbedingungen.

Gottesdienste im Radio

Am Sonntag, 21. Juni 2026, überträgt der WDR 5 den Gottesdienst ab 10 Uhr. Der Deutschlandfunk überträgt einen Sonntag später, 28. Juni 2026, um 10:05 Uhr den Gottesdienst aus der Pfarrkirche Heilig Sakrament in Dillingen.

10:05 Uhr

'Lieder aus aller Welt'

Sonntags-Matinee in der Musikschule

Chorgemeinschaft Herne-Horsthausen (Archivfoto).

In der Aula der Musikschule an der Gräffstraße findet am Sonntag, 28. Juni 2026, ab 11 Uhr ein gemeinsames Konzert mit der Chorgemeinschaft Herne-Horsthausen 1979, dem Seemanns-Seniorenchor-Crange und der Ü-50 Singgemeinschaft „Sing ein Lied“ der Städtischen Musikschule statt. Unter dem Motto „Lieder aus aller Welt“ wird eine bunte Mischung aus bekannten Evergreens, maritimen Liedern und natürlich bekannten und beliebten Volksliedern vorgetragen. Die musikalische Leitung liegt in den Händen der Musikschullehrer Hans Bruhn und Joachim Stückemann. Durch das Programm führt Peter Gebert. Ein barrierefreier Zugang wird durch einen Aufzug gewährleistet. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.

11 Uhr

Im Gleiscafé Fritzchen Unser Fritz

ADFC Herne lädt zur Fahrradcodierung

Fahrrad-Codier-Aktion am Gleiscafé.

Der ADFC Herne bietet am Sonntag, 28. Juni 2026, von 11 bis 17 Uhr beim „Fritzchen das Gleiscafé“ die dritte Fahrradcodierung in 2026 an. Eine Terminbuchung über die Homepage des ADFC Herne wird empfohlen und ist ab sofort möglich. Dazu einfach auf der ADFC Homepage „Anmeldung Touren und Termine“ vorgenommen werden. Dazu die persönlichen Daten eingeben und den Codierauftrag ausfüllen. Der ausgefüllte Auftrag sollte ausgedruckt zum Termin mitgebracht werden. Wer einen gebuchten Termin nicht wahrnehmen kann, wird gebeten, diesen über den Link in der Bestätigungsmail zu stornieren, damit der Platz erneut vergeben werden kann. Wenn Sie ohne Termin kommen, kann es unter Umständen zu längeren Wartezeiten kommen. Für jedes Fahrrad ist ein eigener Termin erforderlich. Zur Codierung sind folgende Unterlagen mitzubringen: Ohne Eigentumsnachweis kann keine Codierung durchgeführt werden. Ein codiertes Fahrrad lässt sich deutlich schwerer als Diebesgut verkaufen. Die Fahrradcodierung wirkt daher abschreckend und trägt dazu bei, Fahrraddiebstähle zu reduzieren. Gleichzeitig erleichtert sie Polizei und Fundbüros die Zuordnung aufgefundener Fahrräder zu ihren rechtmäßigen Eigentümerinnen und Eigentümern. Bei der Codierung wird ein individueller Eigentümercode dauerhaft am Fahrradrahmen angebracht – je nach Rahmenmaterial durch Gravur, Prägung oder Aufkleber. Dieser sogenannte EIN-Code (Eigentümer-Identifizierungs-Nummer) setzt sich aus verschiedenen Angaben zum Wohnort der Eigentümerin beziehungsweise des Eigentümers zusammen und wird durch die Hausnummer sowie die Initialen ergänzt. Dadurch kann ein Fahrrad im Falle eines Diebstahls leichter seinem Besitzer zugeordnet werden. Grundsätzlich ist bei Leasingrädern Vorsicht geboten. Zwar ist der Arbeitnehmer während der Leasingzeit Besitzer des Fahrrads und nutzt es im Alltag, Eigentümer bleibt jedoch in der Regel die Leasinggesellschaft. Eine dauerhafte Fahrradcodierung kann den späteren Weiterverkauf des Fahrrads erschweren oder zusätzlichen Aufwand für den Leasinggeber verursachen. Deshalb sehen manche Leasinggesellschaften eine Codierung kritisch oder knüpfen sie an bestimmte Bedingungen. Wer ein Leasingrad codieren lassen möchte, sollte daher vorab die Zustimmung des Leasinggebers beziehungsweise die Regelungen im Leasingvertrag prüfen. Im Zweifel empfiehlt es sich, eine schriftliche Genehmigung einzuholen. Erst wenn die Leasinggesellschaft der Codierung zustimmt oder das Fahrrad nach Ablauf des Leasingvertrags in das Eigentum des Nutzers übergeht, bestehen in der Regel keine Bedenken gegen eine Codierung. Der ADFC empfiehlt daher, sich vor einer Terminbuchung über die Bedingungen des jeweiligen Leasinganbieters zu informieren.

11 Uhr

Heike Hollenhorst zeigt Werke in Physiotherapiepraxis 'BeWegung'

Ausstellung 'Facetten von Struktur und Bewegung'

Künstlerin Heike Hollenhorst zeigt Werke mit dem Titel "Facetten von Struktur und Bewegung" in den Räumen der Physiotherapie BeWegung an der Mont-Cenis-Straße. Dieses Bild trägt den Titel Ausbruch.

Die Hernerin Heike Hollenhorst zeigt ab Sonntag, 7. Juni 2026, um 17 Uhr Werke ihrer neuen intuitiven, zeitgenössischen Kunst mit dem Titel „Facetten von Struktur und Bewegung“. Die Bilder werden in den Räumen der Physiotherapie BeWegung von Inhaber Björn Wilhelm, Mont-Cenis-Straße 245, zu sehen sein. Die Veranstaltung ist kostenfrei zu besuchen und wird wahrscheinlich gegen 19.30 Uhr enden. Da während des regulären Praxisbetriebs ein Besuch der Ausstellung nicht möglich ist, gibt es für Interessenten zussätzliche Besichtigungstermine. Und zwar jeweils am Sonntag, 14., 21. und 28. Juni 2026 in der Zeit von 13 bis 16 Uhr.

13 Uhr

Keramische Werkstatt Margaretenhöhe in der Künstlerzeche

Stille Gäste auf Unser Fritz 2/3

Florian Kunath, 1. Stellv. Vorsitzender der Künstlerzeche, präsentiert die in der Keramischen Werkstatt Margaretenhöhe hergestellte Ehrengabe der Stadt Herne mit dem neuen Wappen nach dem Zusammenschluss mit Wanne-Eickel.

Mit der Ausstellung „Stille Gäste“ präsentiert die Künstlerzeche Unser Fritz 2/3 vom 13. Juni bis 5. Juli 2026 Arbeiten der Keramischen Werkstatt Margaretenhöhe in Essen um die international renommierte koreanische Keramikerin Young-Jae Lee. Die Vernissage beginnt am Samstag, 13. Juni 2026, um 17 Uhr. Während in der Schwarzkaue die aktuellen Produkte der Essener, die übrigens sämtlich käuflich erworben werden können, sowie Sonderanfertigungen verschiedener Werkstatt-Keramiker zu sehen sind, hat Young-Jae Lee, seit 1986 (Ko-) Leiterin des inzwischen auf Zollverein residierenden Unternehmens, in der Weißkaue eine großflächige Bodeninstallation mit Objekten seit Gründung gestaltet. Auch ein Herner Krug ist vertreten: Zwischen 1970 und 1980 kamen die mit dem Stadtwappen geschmückten Ehrengaben aus der Essener Werkstatt. Da es 1975 zur Vereinigung mit Wanne-Eickel kam, gibt es zwei Krug-Varianten. Florian Kunath, 1. Stellv. Vorsitzender der Künstlerzeche: „Keramik gehört für viele Menschen selbstverständlich zum Alltag. Teller, Schalen, Becher, Vasen oder Gefäße werden täglich genutzt und oft kaum bewusst wahrgenommen. Dabei vereinen diese Objekte handwerkliche Meisterschaft, gestalterische Qualität und künstlerischen Ausdruck. Die Ausstellung „Stille Gäste“ möchte den Blick auf diese oft übersehene Seite der Keramik lenken.“ Der Titel, so Kunath, verweist auf die besondere Rolle keramischer Objekte: „Sie begleiten uns meist unauffällig durch das Leben, sind ständig präsent und bleiben dennoch häufig unbeachtet. In der Künstlerzeche treten sie aus dieser stillen Rolle heraus und werden als eigenständige Kunstwerke sichtbar. Die Arbeiten der Keramischen Werkstatt Margaretenhöhe begegnen dabei einer ungewöhnlichen Umgebung. In den Räumen der ehemaligen Zeche treffen zeitgenössische Keramikkunst und Industriekultur aufeinander. Es entsteht ein spannender Dialog zwischen der Ruhe und Präzision keramischer Formen und der Geschichte eines Ortes, der einst von Kohleförderung und schwerer Arbeit geprägt war.“ Als Margarete Krupp 1924 ein Siedlungsvorhaben in der Stadt Essen realisierte, das nach ihr „Margaretenhöhe“ benannt wurde, sollten die Bauten mit keramischem Schmuck ausgestattet werden. So initiierte Hermann Kätelhön, ihr künstlerischer Berater, die Gründung einer Keramikwerkstatt auf dem Gelände und bestimmte Will Lammert zum Leiter der Werkstatt, die 1925 als „Keramische Werkstatt Margaretenhöhe“ in das Handelsregister eingetragen wurde. 1986 haben die 1951 in Seoul geborene, bei Margot Münster (Keramik) und Erwin Schutzbach (Formgestaltung) an der Fachhochschule Wiesbaden ausgebildete Koreanerin Young-Jae Lee und die gebürtige Essenerin Hildegard Eggemann, die am 12. Mai 2025 verstarb, die Leitung übernommen mit dem Ziel, das Manufakturprogramms mit Serienproduktion eines speziell entworfenen Geschirrs unter Rückbesinnung auf die formalen Grundprinzipien des Bauhauses wiederaufzunehmen. 1987 erfolgte der Umzug in das Baulager des Weltkulturerbes Zeche Zollverein. 2006 ist die Werkstatt von der Ruhrkohle (RAG) übernommen und Young-Jae Lee, seit 1993 alleinige Leiterin, als Geschäftsführerin bestallt worden. Die Ausstellung wird am Samstag, 13. Juni 2026, um 17 Uhr eröffnet. Zur Einführung sprechen Prof. Dr. Hans-Peter Noll, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Stiftung Zollverein, sowie Dr. des. Sebastian Bank, Kurator für Europäisches Porzellan an den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und Vizepräsident der Gesellschaft der Keramikfreunde e.V. Begleitend zur Ausstellung finden weitere Veranstaltungen statt: Das Künstlercafé öffnet am Samstag, 20. Juni 2026, von 14.30 bis 16.30 Uhr in der Schwarzkaue. Und der beliebte „Schichtwechsel“ nach Feierabend findet wieder am Freitag, 26. Juni 2026, zwischen 18 und 21 Uhr in der Künstlerzeche statt. Zur Finissage am Sonntag, 5. Juli 2026, gibt’s einen Vortrag zum Thema „Weißes Gold“ mit anschließendem Austausch bei Kaffee und Kuchen. Die Ausstellung „Stille Gäste“ wird im Rahmen des Jahresthemas „Grenzbereiche II: Keramik“ vom 13. Juni bis 5. Juli 2026 in der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3, Zur Künstlerzeche 10 in 44653 Herne gezeigt zu folgenden Öffnungszeiten: Mi 15 – 18 Uhr, Sa 15 – 18 Uhr und So 14 – 17 Uhr sowie nach Vereinbarung unter Tel. 02325 – 55 91 462.

14 Uhr

Bewegungsprojekt im 'Pluto' für Kinder und Jugendliche

'Move Your Power' wird fortgesetzt

Das Bewegungsprojekt "Move Your Power" wird im Stadtteilzentrum Pluto fortgesetzt. Geleitet wird das Angebot von Bboy Juz (Julian Süßengut, re.)

Nach dem erfolgreichen Osterferienprogramm wird das Projekt Move Your Power im Stadtteilzentrum Pluto, Wilhelmstraße 89a, in Herne fortgesetzt: Ab Freitag, 22. Mai 2026, finden wöchentliche, offene Trainings für Kinder und Jugendliche statt, die Bewegung, Kreativität und gemeinsames Erleben in den Mittelpunkt stellen. Das Angebot richtet sich gezielt an Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 14 Jahren und schafft einen niedrigschwelligen Zugang zu regelmäßiger körperlicher Aktivität. Die Einheiten beinhalten unter anderem Elemente aus dem Breakdance, die spielerisch vermittelt werden und Bewegung mit Musik, Rhythmus und Ausdruck verbinden. Neben körperlicher Aktivität stehen insbesondere das Erleben von Selbstwirksamkeit, der Aufbau sozialer Kompetenzen sowie die Stärkung des Wohlbefindens im Fokus. Die Übungsstunden finden bis zu den Sommerferien freitags von 15:30 bis 17 Uhr statt und knüpfen an die positiven Erfahrungen aus dem Ferienprogramm an. Geleitet wird das Angebot von Bboy Juz (Julian Süßengut), der seine Erfahrung aus der urbanen Tanzkultur praxisnah in die Einheiten einbringt. Ziel ist es, langfristige und verlässliche Freizeitangebote im Stadtteil zu etablieren und Kindern und Jugendlichen einen geschützten Raum für Entwicklung, Austausch und Teilhabe zu bieten. Wer mal reinschnuppern möchte, kann gerne auch an den Intensiv-Sonntagen dazukommen, am 26. April und 28. Juni 2026, in der Zeit von 14:30 bis 17:30 Uhr. Das kostenfreie Angebot findet im Rahmen der Jugendförderung der Stadt Herne statt und wird durch pädagogische Fachkräfte begleitet, die eine altersgerechte und unterstützende Atmosphäre gewährleisten. Das Projekt wird gefördert durch die Techniker Krankenkasse mit Unterstützung des Fachbereichs Gesundheit der Stadt Herne. Eine Teilnahme ist ohne Anmeldung möglich.

14:30 Uhr

Neue Einblicke: ZwischenZeit

Debüt der Neumitglieder im Herner Künstlerbund

„Pix-Pics“ nennt Brigitte Szelag ihre Verfremdungen von Szenen alter US-amerikanischer Spielfilme u.a. mit Audrey Hepburn und Gregory Peck.

Der Herner Künstlerbund HKB ’90 konnte in jüngster Zeit acht neue Mitglieder begrüßen. Vier von ihnen präsentieren ihre Arbeiten ab 27. Juni 2026 in der Galerie Kunstpunkt neben dem Sodinger Hochbunker. Annett Breitfeld, Johanna Maria Falchi, Kira Selicke und Brigitte Szelag haben sich unter dem Thema „ZwischenZeit“ mit der Zeit zwischen Ereignissen künstlerisch auseinandergesetzt, die Zweifel und Furcht auslösen, aber nach einem Innehalten zum Durchatmen auch Raum für Hoffnung lassen. Uto Petrick zum Konzept: „Zwischen Hyperglobalisierung und Örtlichem liegt kaum mehr ein Katzensprung. Der Brieftaschendiebstahl reiht sich an die globale Krise – ist das Leid an diesem Punkt noch addierbar? Ist es noch vertretbar, den Menschen zum Hinsehen zu bewegen, zum Sich-damit- Beschäftigen – oder ist die Überforderung zu grandios, das Gehirn zu überreizt und überquollen mit Krisennachrichten und Katzen-Memes um noch etwas aufzunehmen?“ Und weiter: „Die Ablenkungsmöglichkeiten unserer Zeit sind vollkommen. Nicht mehr allzu soziales Social Media brät die Hirnwindungen bis zum perfekten Garpunkt, während das nächste ‚Familiendrama‘ mit Todesfall und drei humanitäre Krisen an ihm vorbeirauschen. Es ist nicht mehr nur nicht aufnahmefähig, es ist taub – ein Freezeframe eines Gebildes, was einst empathiefähig war. Die Ereignisse prasseln mit einer Geschwindigkeit an ihm vorbei, welche an Brutalität grenzt, während es wie kurz vor der Euthanasie regungslos in der Ecke liegt. In einer Gegenwart, wo Reichtum und schreckliches Leid direkt nebeneinander liegen, ist die bewusste Entscheidung zum Hinsehen das größte Gut. Zeitgleich ist das Abwenden ein überlebensnotwendiger Mechanismus, um für die Zukunft überhaupt aufnahmefähig zu bleiben.“ Der Balanceakt zwischen Hin- und Wegsehen ohne wahnhaft zu werden ist, so Uto Petrick, „ein modernes Problem, für das es noch keine abschließende Lösung gibt. Wenigstens scheinbar sichere Ruheinseln müssen geschaffen werden, um mündig zu bleiben – im Idealfall ein kalkulierter Rückzug auf Zeit. Aus diesem Dilemma erwachsen neue Aufgaben. Dieser im eigentlichen Sinne unfassbare Schwebezustand zwischen der Zeit ist es, der künstlerisch festgehalten werden soll. Diese Ambivalenz unserer gegenwärtigen Gesellschaft verträgt eine genauere Betrachtung, Augenpaare, welche ihren Blick zwischen die Menschen richten und die Ereignisse der Zwischenzeit ungeschönt aufnehmen.“ Die 1963 in Herne geborene Brigitte Szelag, Qualitätsmanagerin bei Vodafone, ist seit 1982 künstlerisch tätig. Nach diversen Schaffensphasen wie Titelbildern und Movie-Stills, widmet sie sich aktuell „Pix-Pics“. In ihren Pixel-Pictures verfremdet sie alte Spielfilmszenen mit farbigen Pixel-Störungen und schafft so eine einzigartige Verschmelzung von schwarz-weißer Filmkultur und knallig-bunten TV-Übertragungsfehlern. Wobei man ganz genau hinsehen sollte, um die sehr kleinen, feinen Tuschestriche in ihren Großformaten zu entdecken. Solchermaßen ganz neu zu entdecken sind James Stewart in „Ist das Leben nicht schön“, Charlie Chaplin in „Goldrausch“, Raymond Massey und Cray Grant in „Arsen und Spitzenhäubchen“, Audrey Hepburn in „Sabrina“ sowie Gregory Peck in „Ein Herz und eine Krone“. Die 1997 in Herne geborene Johanna Maria Falchi bezeichnet sich zwar als Autodidaktin, hat aber Kunst und Germanistik studiert und kennt sich mit klassischer Ölmalerei nicht nur in der Theorie, sondern ganz offensichtlich auch in der Praxis aus: „Wo ein Abgrund ist, blicke ich hinein, und ich blicke tief, bis mein Motiv mich findet. Die Gemälde thematisieren die Schwierigkeiten unserer Zeit und kosten die Grenzen der Schönheit aus. Das Hinsehen ist das höchste Gut. Denn in der Auffassung, dass alles Unästhetische und Unbequeme wenigstens betrachtenswert ist, verbirgt sich eines: die demutsvolle Verbeugung vor der Natur und dem Sein selbst.“ Ihre sechs in der Sodinger HKB-Galerie gezeigten surreal anmutenden Arbeiten, in wahrhaft altmeisterlicher Technik in Öl gemalt, tragen Titel wie „Dem Abglanz einen Thron“ und „Du siehst mich, doch hast nie gesehen“ und lassen auch Inspirationen durch die heute sehr beliebten Fantasy-Gestalten erkennen. Auch die 1989 in Herne geborene Psychotherapeutin Kira Selicke hat sich mit der Bewältigung von Krisen, Katastrophen und Kriegen auseinandergesetzt, vor allem in ihrem großformatigen Ölgemälde „Fulltime Bullshitter Meditation Act“, das mich an den gerade erst am 11. Juni 2026 in London gestorbenen britischen Künstler David Hockney erinnert. Künstlerisch sozialisiert in der Jugendkunstschule Wanne-Eickel hat sie während ihres Studiums an der Bochumer Ruhr-Universität weitere Anregungen von Ortrud Kabus am Musischen Zentrum erhalten. Kira Selicke ist im Kunstpunkt auch mit den beiden kleineren Acryl-Gemälden „Breathe“ und „Shutters“ vertreten, die eigene Emotionen im Nachhall der Corona-Zeit thematisieren. Sie hat zudem an der Essener Hochschule der bildenden Künste studiert und nennt als weitere Inspirationsquellen zwei sehr sensible queere US-amerikanische Künstler, den Maler, Zeichner und Bildhauer Louis Fratino sowie die gerade in Berlin ausstellende Malerin Celeste Rapone. „Wir haben keine andere Zeit als diese“: Der Schwerpunkt der 1965 in Recklinghausen geborenen Annett Breitfeld, die sich Mascha Kalekos Wahrheit zu eigen macht, liegt in der Tusche- und Kohlemalerei, aber auch in der Acryl- und Ölmalerei. Dabei versucht sie die verborgenen Seelen der Natur, der Dinge und der Menschen sichtbar zu machen. In ihrem Ölgemälde „Fokus I“ blickt ihr Enkel mit dem Fernglas nach vorn – und damit direkt auf den Betrachter. Daneben eine Mischtechnik (Aquarell mit Graphit) mit dem sprechenden Titel „Barmherzigkeit“. Gleich vorn am Eingang links ihre großformatige Arbeit „Der Weg“. Das zeitlos aktuelle Bild, Tusche auf Leinwand, ist inspiriert vom in Budapest geborenen und in Berlin zum Journalisten ausgebildeten US-amerikanischen Fotografen Robert Capa, der durch seine Aufnahmen vom Spanischen Bürgerkrieg Mitte der 1930er Jahre weltweit bekannt wurde. Er gehörte 1947 zu den Gründern der Fotoagentur Magnum. Wer zur Ausstellungseröffnung am Samstag, 27. Juni 2026, um 16 Uhr in den Kunstpunkt, Mont-Cenis-Straße 296, kommt, wird ein neues Raumgefühl der HKB-Galerie erleben. Die Begrüßung übernimmt der Künstlerbund-Vorsitzende Hassan Jelveh, für den musikalischen Rahmen sorgt Leonard Falchi-Piltz auf der französischen Schäferpfeife. Die Ausstellung „Neue Einblicke: ZwischenZeit“ kann nach der Vernissage bis zum 2. August 2026 zu folgenden Öffnungszeiten besichtigt werden: Mittwoch und Sonntag jeweils von 15 bis 18 Uhr.

15 Uhr

Bewegung, Gemeinschaft und jede Menge gute Laune

Der HTC lädt zum großen Sommerfest ein

Herner Turn-Club: Großes Sommerfest vor der Sommerpause.

Der Herner Turn-Club 1880 (HTC) lädt zum Sommerfest am Sonntag, 28. Juni 2026, in die H2K-Arena ein. In der Zeit von 15 bis etwa 18 Uhr erwartet die Besucher ein abwechslungsreicher Nachmittag für Groß und Klein, der ganz im Zeichen von Bewegung, Gemeinschaft und guter Laune steht. Das Sommerfest bietet einen gute Gelegenheit, das sportliche Angebot des Vereins kennenzulernen. Ein Tanzprogramm sorgt für schwungvolle Momente, während die Fechtabteilung Einblicke in ihre Sportart gewährt und ihr Können präsentiert. Sportlich wird es außerdem beim 3x3-Basketballturnier, bei dem sich Spielerinnen und Spieler in kompakter Turnierform messen und für Action auf dem Court sorgen. Auch für Familien und insbesondere für die jüngsten Gäste ist bestens gesorgt: Mit einer Hüpfburg und einem Trampolin stehen Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten bereit, die für Spaß und Abwechslung sorgen. Ergänzt wird das Angebot durch weitere kleine Mitmachaktionen, die zum Ausprobieren und Verweilen einladen. Neben dem sportlichen und spielerischen Programm kommt auch das gesellige Miteinander nicht zu kurz. Der Herner TC stellt eine Auswahl an Speisen und Getränken bereit, sodass sich die Gäste zwischen den Angeboten immer wieder stärken können und einem entspannten Sommernachmittag nichts im Wege steht. Die Verantwortlichen des Herner TC freuen sich mit seinen Aktiven auf viele Gäste, gute Gespräche und einen rundum gelungenen Sommertag in der H2K-Arena. Anmeldungen für das 3x3 Turnier bitte an Luana.Wolter@htc-bb.de unter Angabe eines Teamnamens, der Spieleranzahl (ca. 3-5) sowie Altersklasse und Geschlecht. Anmeldeschluss ist der 23.06.2026.

15 Uhr

Die Gäste erwartet ein Mix aus Blues, Reggae, Rock und Americana

Sham Rock`n Blues Band im Cafe Desaster

Die Sham Rock`n Blues Band.

Am Sonntag, 28. Juni 2026, gibt die Sham Rock`n Blues Band wieder ein Konzert im Cafe Desaster Herne, Mont-Cenisstraße. Beginn ist 18 Uhr, der Eintritt ist frei, ein Hut geht rum. Die Gäste erwartet eine abwechslungsreiche Mischung aus Best Off Songs sowie Eigenkompositionen vom Blues, Reggae, Rock bis Americana.

18 Uhr

'Anderthalb Stunden zu spät'

Neue Komödie der Volksbühne Körner

Heike Gruß und Klaus Mahlberg geben in der Komödie „Anderthalb Stunden zu spät“ ein Ehepaar, das kurz vor der Pierres Pension steht, die bei Gattin Laurence einige Befürchtungen auslöst.

Laurence: „Kommen wir zu spät?“. Pierre: „Ja, mit Sicherheit.“ Laurence: „Ach so, dann habe ich ja noch etwas Zeit.“ Pierre (Klaus Mahlberg) und Laurence Sansieu (Heike Gruß), seit 30 Jahren verheiratet, sind zum Abendessen bei Pierres Geschäftspartner und Freund Chalmet eingeladen. Pierre wartet schon seit einer Viertelstunde darauf, dass Laurence endlich fertig wird – doch im letzten Moment entschließt sie sich, dass sie keine Lust auf die Einladung hat. Sie will endlich einmal mit ihm reden. Von sich. Von ihm. Von ihnen beiden. Von ihren Kindern. Und vor allem über die vielen, vielen gemeinsamen Jahre und davon, was am Horizont droht: Der Ruhestand. Eben ist Laurence Großmutter geworden, der jüngste Sohn ausgezogen. Mit dem bevorstehenden Ruhestand ihres Mannes könnte nun ein ruhigeres Kapitel im Leben der Eheleute beginnen – doch genau davor graut der eigenwilligen Hobbymalerin, denn die neue Lebensphase löst bei ihr nicht nur erhöhten Redebedarf, sondern auch eine Identitätskrise aus. Nur widerwillig lässt Pierre sich auf das Gespräch ein. Und so erfahren wir neben vielen anderen erhellenden Aussagen nicht nur, nach welcher Logik die Welt funktioniert, sondern auch, wieso ein Ehebruch der Ehe guttut und wodurch Persönlichkeiten wie Vasco da Gama oder Leonardo da Vinci überhaupt erst möglich wurden. Kaum ein Lebensbereich bleibt unberührt; sogar Alexander der Große und Che Guevara werden miteinbezogen. Auf sehr humorvolle Weise zeichnen die Autoren Gérald Sibleyras und Jean Dell die Wünsche und Nöte dieses liebevollen „Vorruhestandspaares“, das mit großer Leidenschaft und Schlagfertigkeit ihre Beziehung seziert. Und je länger das Gespräch der beiden dauert, desto emotionaler und bewegender wird es. Alte Gewissheiten geraten ins Wanken und völlig neue Horizonte tun sich auf – um sich am Ende als Paar genau dort wiederzufinden, wo Laurence und Pierre angefangen haben. Denn trotz allem schaffen sie es noch: Sie kommen zwar zu spät, aber letztendlich „nur“ ‚Anderthalb Stunden‘… Das Zwei-Personen-Stück „Une heure et demie de retard“, so der Originaltitel, stammt aus der Feder des am 7. November 1961 in Paris geborenen Gérald Sibleyras („Wind in den Pappeln“), der zu den meistgespielten französischen Theaterautoren Europas gehört. Er ist ebenso mit dem Prix Molière ausgezeichnet worden wie sein gleichaltriger, in Saint-Etienne geborener Ko-Autor, der Schauspieler Jean Dell, den man hierzulande etwa aus dem Film „Grace of Monaco“ an der Seite von Nicole Kidman kennt. Uraufgeführt am 6. September 2005 Théâtre des Mathurins in Paris in der Regie des Hausherrn Bernard Murat mit Patrick Chesnais und Evelyne Buyle fand die Deutschsprachige Erstaufführung im September 2014 in der Berliner Komödie am Kurfürstendamm mit Herbert Herrmann (auch Regie) und Nora von Collande statt. Auch die Volksbühne Körner spielt die deutsche Übersetzung von Dorothea Renckhoff und Fedora Wesseler, Premiere der Inszenierung von Klaus Mahlberg ist in der Komödie am Park am Samstag, 21. Februar 2026, um 19:30 Uhr. Karten im Vorverkauf auch für die weiteren Vorstellungen am 22. Februar, 28. und 29. März, 18. und 19. April, 16. und 17. Mai sowie 27. und 28. Juni 2026 sind bei „Blickpunkt Optik“ an der Hauptstraße 21 in Eickel, Tel 02325 - 61760, erhältlich.

18 Uhr

Ausstellung als 'begehbares Kinderbuch' erlebbar

„Emil und der Wal“ im Heimatmuseum

'Emil und der Wal' sind nun im Heimatmuseum zu bestaunen.

Das Heimatmuseum Unser Fritz präsentiert „Emil und der Wal“ als „begehbares Kinderbuch“ inklusive Bällebad, Spielstationen, dem Stillen (Kuschel-) Ozean, einem Trickfilm und Vitrinen voll mit Spielzeug. Eine Ausstellung für kleine und große Leichtmatrosinnen und Leichtmatrosen von drei bis 100 Jahren. „Ein Elefant und ein Wal schließen Freundschaft und erleben ein spannendes Abenteuer auf hoher See. Mit Möwen, Affen und Piraten. Ausgedacht hat sich das Kai Dümpe aus Castrop-Rauxel. Und wie die Geschichte ins Museum gekommen ist“, erklärt Ausstellungsmacher Ralf Piorr. „Kai hat mir sein Manuskript in die Hand gedrückt und ich habe es meinem Sohn als Gute-Nacht- Geschichte vorgelesen. Danach mussten wir es jeden Abend lesen. Mindestens vier Wochen lang.“ Eröffnet wurde die Ausstellung am Sonntag (31.5.2026) und ist noch bis zum 25. Oktober 2026 zu den Öffnungszeiten des Heimatmuseum erlebar.

seit 31. Mai

Ausstellung in der Schlosskapelle Strünkede

Ludger Hinse zeigt „Zauber des Lichts“

In zwölf Kirchen auf Herner Stadtgebiet, auch in der Schlosskapelle Strünkede, präsentiert der Künstler seine Lichtobjekte und lädt dazu ein, die Räume neu zu entdecken.

Die Ausstellung „Zauber des Lichts“ im Rahmen der Gesamtausstellung LICHTraum zeigt eine weitere Facette von Ludger Hinses Schaffen. In zwölf Kirchen auf Herner Stadtgebiet, auch in der Schlosskapelle Strünkede, präsentiert der Künstler seine Lichtobjekte und lädt dazu ein, die Räume neu zu entdecken. Im Emschertal-Museum wird von Sonntag, 14. Juni, bis zum Sonntag,16. August 2026, ein weiterer Bereich seiner Arbeiten zu sehen sein. Die informell-abstrakten farbigen Malereien und Aquarelle sprühen vor Lebendigkeit, ohne dass sie konkrete Dinge abbilden. Die vier Elemente Feuer, Erde, Wasser und Luft sind für seine abstrakten Werke von Relevanz. Hinse bannt Gefühle und Gedanken direkt auf die Leinwand. Die Glut des Feuers, die Materialität der Erde und das Flirren und Quirlen des Wassers übersetzt er in ein malerisches System. Hinse, geboren 1948, hat eine sehr persönliche Verbindung zur Stadt Herne. Sein Vater arbeitete als Bergmann auf der Zeche Mont Cenis, so dass er als Junge mit seinem Tretroller aus Recklinghausen zur Zeche fuhr. Seine erste Frau Ulla Schnidder stammte aus Herne-Süd, Tochter des Gewerkschafters Bernhard Schnidder. 1972 heirateten sie in Herz-Jesu und zogen nach Horsthausen. Nach seinem Studium begann er ein Verwaltungspraktikum im Jugendamt Wanne-Eickel. Seine Kinder besuchten die Hiberniaschule, so dass die Verbindung nach Herne auch noch bestehen blieb. Mit der Präsentation seiner Arbeiten auf Herner Stadtgebiet schließt sich für ihn auch ein Lebenskreis.

seit 14. Juni

Zollverein Park zum zweiten Mal zur Bühne

„Boulevard of Dreams“ kommt zurück

Die Zeche Zollverein in Essen.

Essen. Das Welterbe Zollverein feiert vom 18. Juni bis 12. Juli das Festival "Boulevard of Dreams". Dafür wird der Zollverein Park zum zweiten Mal zur Bühne für Fantasie, Kreativität und gemeinschaftliches Erleben. Jeweils von Donnerstag bis Sonntag gibt es ein barriere- und kostenfreies Programm z. B. mit Konzerten, Performances, Yoga, Tanz- und Kreativworkshops. An den Sonntagen gibt es außerdem Angebote für die ganze Familie.

seit 18. Juni

A42/A43: Herne-Crange und Herne-Baukau in Fahrtrichtung Dortmund betroffen

Vollsperrung wegen Trägermontage

Parallel dazu muss auch die A42 zwischen Herne-Crange und Herne-Baukau in Fahrtrichtung Dortmund zu denselben Zeiten gesperrt werden.

Für die vierte und letzte neue Brücke im Kreuz Herne werden die Träger eingehoben. Dafür sperrt die Autobahn Westfalen die A43 zwischen Kreuz Recklinghausen und Bochum-Riemke in beiden Fahrtrichtungen von Freitag, 26. Juni 2026, ab 21 Uhr bis Montag, 29. Juni 2026, um 5 Uhr. Parallel dazu muss auch die A42 zwischen Herne-Crange und Herne-Baukau in Fahrtrichtung Dortmund zu denselben Zeiten gesperrt werden. Verkehrsteilnehmer sollten großräumig über die A2, die A45 und die A40 ausweichen. Zudem sind Umleitungen innerstädtisch ausgeschildert. Für den Neubau der Brücken im Kreuz Herne nutzt die Autobahn Westfalen eine innovative Schnellbauweise, bei der große Teile des Bauwerks bereits vor dem Transport zur Baustelle vorgefertigt werden. So wurde die erste Brücke im Kreuz im Zeitraum Mai bis August 2025 abgerissen, neu gebaut und wieder unter Verkehr genommen. Nach Abschluss der Brückenneubauten stehen im Kreuz noch Arbeiten an den Verbindungsfahrbahnen an. Der Neubau des Kreuzes Herne ist eines der wichtigsten Projekte im Rahmen des sechsstreifigen Ausbaus der A43 zwischen Marl und Witten. Viele verschiedene Rahmenfaktoren – von Bahnstrecken über städtische Straßen bis hin zu Stromleitungen – machen den Neubau zu einer spannenden Herausforderung für die Ingenieurinnen und Ingenieure der Autobahn Westfalen

seit 26. Juni

Montag, 29. Juni

Ausstellung als 'begehbares Kinderbuch' erlebbar

„Emil und der Wal“ im Heimatmuseum

'Emil und der Wal' sind nun im Heimatmuseum zu bestaunen.

Das Heimatmuseum Unser Fritz präsentiert „Emil und der Wal“ als „begehbares Kinderbuch“ inklusive Bällebad, Spielstationen, dem Stillen (Kuschel-) Ozean, einem Trickfilm und Vitrinen voll mit Spielzeug. Eine Ausstellung für kleine und große Leichtmatrosinnen und Leichtmatrosen von drei bis 100 Jahren. „Ein Elefant und ein Wal schließen Freundschaft und erleben ein spannendes Abenteuer auf hoher See. Mit Möwen, Affen und Piraten. Ausgedacht hat sich das Kai Dümpe aus Castrop-Rauxel. Und wie die Geschichte ins Museum gekommen ist“, erklärt Ausstellungsmacher Ralf Piorr. „Kai hat mir sein Manuskript in die Hand gedrückt und ich habe es meinem Sohn als Gute-Nacht- Geschichte vorgelesen. Danach mussten wir es jeden Abend lesen. Mindestens vier Wochen lang.“ Eröffnet wurde die Ausstellung am Sonntag (31.5.2026) und ist noch bis zum 25. Oktober 2026 zu den Öffnungszeiten des Heimatmuseum erlebar.

seit 31. Mai

Ausstellung in der Schlosskapelle Strünkede

Ludger Hinse zeigt „Zauber des Lichts“

In zwölf Kirchen auf Herner Stadtgebiet, auch in der Schlosskapelle Strünkede, präsentiert der Künstler seine Lichtobjekte und lädt dazu ein, die Räume neu zu entdecken.

Die Ausstellung „Zauber des Lichts“ im Rahmen der Gesamtausstellung LICHTraum zeigt eine weitere Facette von Ludger Hinses Schaffen. In zwölf Kirchen auf Herner Stadtgebiet, auch in der Schlosskapelle Strünkede, präsentiert der Künstler seine Lichtobjekte und lädt dazu ein, die Räume neu zu entdecken. Im Emschertal-Museum wird von Sonntag, 14. Juni, bis zum Sonntag,16. August 2026, ein weiterer Bereich seiner Arbeiten zu sehen sein. Die informell-abstrakten farbigen Malereien und Aquarelle sprühen vor Lebendigkeit, ohne dass sie konkrete Dinge abbilden. Die vier Elemente Feuer, Erde, Wasser und Luft sind für seine abstrakten Werke von Relevanz. Hinse bannt Gefühle und Gedanken direkt auf die Leinwand. Die Glut des Feuers, die Materialität der Erde und das Flirren und Quirlen des Wassers übersetzt er in ein malerisches System. Hinse, geboren 1948, hat eine sehr persönliche Verbindung zur Stadt Herne. Sein Vater arbeitete als Bergmann auf der Zeche Mont Cenis, so dass er als Junge mit seinem Tretroller aus Recklinghausen zur Zeche fuhr. Seine erste Frau Ulla Schnidder stammte aus Herne-Süd, Tochter des Gewerkschafters Bernhard Schnidder. 1972 heirateten sie in Herz-Jesu und zogen nach Horsthausen. Nach seinem Studium begann er ein Verwaltungspraktikum im Jugendamt Wanne-Eickel. Seine Kinder besuchten die Hiberniaschule, so dass die Verbindung nach Herne auch noch bestehen blieb. Mit der Präsentation seiner Arbeiten auf Herner Stadtgebiet schließt sich für ihn auch ein Lebenskreis.

seit 14. Juni

Zollverein Park zum zweiten Mal zur Bühne

„Boulevard of Dreams“ kommt zurück

Die Zeche Zollverein in Essen.

Essen. Das Welterbe Zollverein feiert vom 18. Juni bis 12. Juli das Festival "Boulevard of Dreams". Dafür wird der Zollverein Park zum zweiten Mal zur Bühne für Fantasie, Kreativität und gemeinschaftliches Erleben. Jeweils von Donnerstag bis Sonntag gibt es ein barriere- und kostenfreies Programm z. B. mit Konzerten, Performances, Yoga, Tanz- und Kreativworkshops. An den Sonntagen gibt es außerdem Angebote für die ganze Familie.

seit 18. Juni

A42/A43: Herne-Crange und Herne-Baukau in Fahrtrichtung Dortmund betroffen

Vollsperrung wegen Trägermontage

Parallel dazu muss auch die A42 zwischen Herne-Crange und Herne-Baukau in Fahrtrichtung Dortmund zu denselben Zeiten gesperrt werden.

Für die vierte und letzte neue Brücke im Kreuz Herne werden die Träger eingehoben. Dafür sperrt die Autobahn Westfalen die A43 zwischen Kreuz Recklinghausen und Bochum-Riemke in beiden Fahrtrichtungen von Freitag, 26. Juni 2026, ab 21 Uhr bis Montag, 29. Juni 2026, um 5 Uhr. Parallel dazu muss auch die A42 zwischen Herne-Crange und Herne-Baukau in Fahrtrichtung Dortmund zu denselben Zeiten gesperrt werden. Verkehrsteilnehmer sollten großräumig über die A2, die A45 und die A40 ausweichen. Zudem sind Umleitungen innerstädtisch ausgeschildert. Für den Neubau der Brücken im Kreuz Herne nutzt die Autobahn Westfalen eine innovative Schnellbauweise, bei der große Teile des Bauwerks bereits vor dem Transport zur Baustelle vorgefertigt werden. So wurde die erste Brücke im Kreuz im Zeitraum Mai bis August 2025 abgerissen, neu gebaut und wieder unter Verkehr genommen. Nach Abschluss der Brückenneubauten stehen im Kreuz noch Arbeiten an den Verbindungsfahrbahnen an. Der Neubau des Kreuzes Herne ist eines der wichtigsten Projekte im Rahmen des sechsstreifigen Ausbaus der A43 zwischen Marl und Witten. Viele verschiedene Rahmenfaktoren – von Bahnstrecken über städtische Straßen bis hin zu Stromleitungen – machen den Neubau zu einer spannenden Herausforderung für die Ingenieurinnen und Ingenieure der Autobahn Westfalen

seit 26. Juni

Dienstag, 30. Juni

Bürger können ihre Sorgen und Probleme ansprechen

Ulrich Syberg lädt zur Bürgersprechstunde

Ulrich Syberg, Bezirksbürgermeister des Stadtbezirks Eickel, lädt interessierte Bürger zur Sprechstunde ein.

Ulrich Syberg, Bezirksbürgermeister des Stadtbezirks Eickel, lädt interessierte Bürger zur Sprechstunde ein. Sie findet statt am Dienstag, 30. Juni 2026, im Eiscafé Dolomiti, Herzogstraße 2, von 15 bis 17 Uhr. In der Sprechstunde können Bürger ihre Sorgen und Probleme ansprechen sowie Lösungsmöglichkeiten diskutieren und eigene Ideen vortragen. Eine Voranmeldung unter Tel 02323 / 16 - 3136 oder per E-Mail ist gewünscht.

15 Uhr

Bürger können Sorgen und Probleme ansprechen

Winfried Marx lädt zur Bürgersprechstunde ein

Winfried Marx.

Winfried Marx, Bezirksbürgermeister des Stadtbezirks Wanne, lädt interessierte Bürger zur Sprechstunde ein. Sie findet statt am Dienstag, 30. Juni 2026, von 16 bis 18 Uhr im Forum des Cafés Pluto, Wilhelmstraße 89a. In der Sprechstunde können Bürger Sorgen und Probleme ansprechen sowie Lösungsmöglichkeiten diskutieren und eigene Ideen vortragen. Eine Anmeldung unter Telefon 0 23 23 / 16 - 32 81 oder per E-Mail ist notwendig.

16 Uhr

Ausstellung als 'begehbares Kinderbuch' erlebbar

„Emil und der Wal“ im Heimatmuseum

'Emil und der Wal' sind nun im Heimatmuseum zu bestaunen.

Das Heimatmuseum Unser Fritz präsentiert „Emil und der Wal“ als „begehbares Kinderbuch“ inklusive Bällebad, Spielstationen, dem Stillen (Kuschel-) Ozean, einem Trickfilm und Vitrinen voll mit Spielzeug. Eine Ausstellung für kleine und große Leichtmatrosinnen und Leichtmatrosen von drei bis 100 Jahren. „Ein Elefant und ein Wal schließen Freundschaft und erleben ein spannendes Abenteuer auf hoher See. Mit Möwen, Affen und Piraten. Ausgedacht hat sich das Kai Dümpe aus Castrop-Rauxel. Und wie die Geschichte ins Museum gekommen ist“, erklärt Ausstellungsmacher Ralf Piorr. „Kai hat mir sein Manuskript in die Hand gedrückt und ich habe es meinem Sohn als Gute-Nacht- Geschichte vorgelesen. Danach mussten wir es jeden Abend lesen. Mindestens vier Wochen lang.“ Eröffnet wurde die Ausstellung am Sonntag (31.5.2026) und ist noch bis zum 25. Oktober 2026 zu den Öffnungszeiten des Heimatmuseum erlebar.

seit 31. Mai

Ausstellung in der Schlosskapelle Strünkede

Ludger Hinse zeigt „Zauber des Lichts“

In zwölf Kirchen auf Herner Stadtgebiet, auch in der Schlosskapelle Strünkede, präsentiert der Künstler seine Lichtobjekte und lädt dazu ein, die Räume neu zu entdecken.

Die Ausstellung „Zauber des Lichts“ im Rahmen der Gesamtausstellung LICHTraum zeigt eine weitere Facette von Ludger Hinses Schaffen. In zwölf Kirchen auf Herner Stadtgebiet, auch in der Schlosskapelle Strünkede, präsentiert der Künstler seine Lichtobjekte und lädt dazu ein, die Räume neu zu entdecken. Im Emschertal-Museum wird von Sonntag, 14. Juni, bis zum Sonntag,16. August 2026, ein weiterer Bereich seiner Arbeiten zu sehen sein. Die informell-abstrakten farbigen Malereien und Aquarelle sprühen vor Lebendigkeit, ohne dass sie konkrete Dinge abbilden. Die vier Elemente Feuer, Erde, Wasser und Luft sind für seine abstrakten Werke von Relevanz. Hinse bannt Gefühle und Gedanken direkt auf die Leinwand. Die Glut des Feuers, die Materialität der Erde und das Flirren und Quirlen des Wassers übersetzt er in ein malerisches System. Hinse, geboren 1948, hat eine sehr persönliche Verbindung zur Stadt Herne. Sein Vater arbeitete als Bergmann auf der Zeche Mont Cenis, so dass er als Junge mit seinem Tretroller aus Recklinghausen zur Zeche fuhr. Seine erste Frau Ulla Schnidder stammte aus Herne-Süd, Tochter des Gewerkschafters Bernhard Schnidder. 1972 heirateten sie in Herz-Jesu und zogen nach Horsthausen. Nach seinem Studium begann er ein Verwaltungspraktikum im Jugendamt Wanne-Eickel. Seine Kinder besuchten die Hiberniaschule, so dass die Verbindung nach Herne auch noch bestehen blieb. Mit der Präsentation seiner Arbeiten auf Herner Stadtgebiet schließt sich für ihn auch ein Lebenskreis.

seit 14. Juni

Zollverein Park zum zweiten Mal zur Bühne

„Boulevard of Dreams“ kommt zurück

Die Zeche Zollverein in Essen.

Essen. Das Welterbe Zollverein feiert vom 18. Juni bis 12. Juli das Festival "Boulevard of Dreams". Dafür wird der Zollverein Park zum zweiten Mal zur Bühne für Fantasie, Kreativität und gemeinschaftliches Erleben. Jeweils von Donnerstag bis Sonntag gibt es ein barriere- und kostenfreies Programm z. B. mit Konzerten, Performances, Yoga, Tanz- und Kreativworkshops. An den Sonntagen gibt es außerdem Angebote für die ganze Familie.

seit 18. Juni

Mittwoch, 1. Juli

Vier verschiedene Stücke für Kinder und Jugendliche

Theater Kohlenpott spielt in den Flottis

Unter anderem "Troja - Blinde Passagiere" zeigt das Theater Kohlenpott im Sommer 2026 in den Flottmann-Hallen - zudem noch drei weitere Stücke.

Das Theater Kohlenpott zeigt von Mai bis Juli 2026 insgesamt vier verschiedene Stücke im Theatersaal der Flottmann-Hallen (Straße des Bohrhammers 5). Gespielt werden „Troja - blinde Passagiere“, „1984“, „Pinocchio - ein Road Trip“ und die „Konferenz der Tiere“. „Troja - blinde Passagiere“ (halloherne berichtete) wird von Mittwoch bis Freitag, 6. bis 8. Mai 2026, jeweils um 10 Uhr als Schulvorstellung gezeigt und eignet sich für Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren. Darum geht es: Briseis und Spourgitis kennen keinen Frieden. Seit zehn Jahren tobt der trojanische Krieg, als er ausbrach, waren sie noch kleine Kinder. Beide haben von den Kriegern gelernt: Hasst eure Feinde! „Die Griechen haben alle Fell!“, davon ist Spourgitis überzeugt. Obwohl er noch nie einen gesehen hat. „Alle in Troja haben Schweinenasen“, ist sich Briseis sicher. Und dass, obwohl sie keinen Trojaner kennt. Es ist Krieg, da lernt man sich nicht kennen, da wird nur gekämpft. Aber eines Nachts begegnen sich die beiden doch. In der letzten Nacht des Krieges treffen sie im trojanischen Pferd aufeinander. Und werden dabei beobachtet vom Götterboten Hermes, der eine ganz eigene Meinung vom Krieg hat. Karten gibt es zum Preis von 14 Euro (ermäßigt acht Euro) per Mail an karten@theaterkohlenpott.de. Schulgruppen zahlen sechs Euro pro Person, eine Begleitperson hat freien Eintritt. Anmeldung für Gruppen unter barbara.feldbrugge@theaterkohlenpott.de oder Tel 0177/5475568. Das Stück „1984“ nach George Orwell (halloherne berichtete) wird am Mittwoch und Donnerstag, 27. und 28. Mai 2026, jeweils um 10 Uhr gezeigt und ist der Kategorie Kinder- und Jugendtheater zuzuordnen und ab 13 Jahren geeignet. Darum geht es: „Big brother is watching you“, diesen weltberühmten Satz schrieb George Orwell 1948 in seinem Buch „1984“. Inzwischen ist er zum Synonym für jede Form des Überwachungsstaats geworden. Viele Situationen, die Orwell 1948 als beängstigende Zukunftsvision erzählte, kommen uns 2025 verstörend heutig vor. Aber 1984 ist weit mehr als eine Dystopie, es erzählt die Liebesgeschichte von Winston und Julia. Aber kann man eine Liebe leben in Zeiten, in denen jeder jedem misstraut? Karten gibt es zum Preis von 14 Euro (ermäßigt acht Euro) per Mail an karten@theaterkohlenpott.de. Schulgruppen zahlen sechs Euro pro Person, eine Begleitperson hat freien Eintritt. Anmeldung für Gruppen unter barbara.feldbrugge@theaterkohlenpott.de oder Tel 0177/5475568. Es herrscht freie Platzwahl. Das Stück „Pinocchio - ein Road Trip“ (halloherne berichtete) wird von Dienstag bis Donnerstag, 16. bis 18. Juni 2026, jeweils um 10 Uhr gezeigt. Es ist für Kinder ab sechs Jahren geeignet. Darum geht es: Kann man sich sein Kind einfach schnitzen? Nein? Gepetto kann das, denn er ist der beste Tischler weit und breit. Trotzdem ist er überrascht, als seine Holzfigur plötzlich anfängt zu leben, zu reden und zu widersprechen und zu lernen, wie ein ganz normales Kind. Als Pinocchio dann plötzlich aus der Tischlerei verschwindet, um die Welt zu entdecken, macht sich Gepetto auf den Weg, um seinen Jungen zu suchen. Und so beginnt eine abenteuerliche Reise, mit unerwarteten Begegnungen an fabelhaften Orten. Eine Geschichte voller Humor und voller Fragen an das Leben, eine Geschichte vom Erwachsen werden, die in den mehr als hundert Jahren seit seinem Erscheinen, nicht an Brisanz verloren hat. Um schließlich ein richtiges Kind zu werden, muss Pinocchio am Ende auf seine Unsterblichkeit verzichten. Denn die Sterblichkeit ist das größte Geschenk des Lebens, behauptet die Fee… Karten gibt es zum Preis von 14 Euro (ermäßigt acht Euro) per Mail an karten@theaterkohlenpott.de per DM an den Instagramaccount @theaterkohlenpott. Schulgruppen zahlen sechs Euro pro Person, eine Begleitperson hat freien Eintritt. Anmeldung für Gruppen unter barbara.feldbrugge@theaterkohlenpott.de oder Tel 0177/5475568. Das Theaterstück „Konferenz der Tiere“ (halloherne berichtete) läuft von Mittwoch bis Freitag, 1. bis 3. Juli 2026, jeweils um 10 Uhr. Es gehört zum Kinder- und Jugendtheater und ist für Zuschauer ab acht Jahren geeignet. Darum geht es: Die Welt ist in Aufruhr: überall gibt es Kriege, Krisen und Armut. Und die Erwachsenen? Die suchen in einem fort vergeblich nach Lösungen. Und so endet auch die 86. Konferenz der Menschen ohne ein Ergebnis. Eine Katastrophe! Finden die Tiere und Löwe, Giraffe und Elefant organisieren eine eigene Konferenz. Es soll ein Treffen werden, bei dem sich alle Tiere und Kinder überlegen, wie ein friedliches Zusammenleben und eine gute Zukunft aussehen können. Die Frage ist nur: wie kann etwas verändert werden? Wem wird überhaupt zugehört? Und wie geht eigentlich eine Konferenz? Gemeinsam mit den Tieren begebt ihr euch auf die Reise zur Konferenz, um genau das herauszufinden. Herzlich willkommen zur ersten Konferenz der Tiere – und natürlich auch der Kinder! Karten gibt es zum Preis von 12 Euro (ermäßigt sechs Euro) per Mail an karten@theaterkohlenpott.de per DM an den Instagramaccount @theaterkohlenpott. Schulgruppen zahlen sechs Euro pro Person, eine Begleitperson hat freien Eintritt. Anmeldung für Gruppen unter barbara.feldbrugge@theaterkohlenpott.de oder Tel 0177/5475568.

10 Uhr

Kindertheater in den Flottmannhallen

Endspurt vor den Sommerferien

Ein spielfreudiges Quartett, das Groß und Klein gleichermaßen Freude bereitet (v.l.): Svea Kirschmeier, Zeynep Topal, Sefa Küskü und Gareth Charles.

Das Theater Kohlenpott lädt zum Kindertheater-Endspurt vor den Sommerferien mit jeweils drei Aufführungen der Produktionen „Pinocchio – Ein Road-Trip“ nach Carlo Collodi und „Die Konferenz der Tiere“ nach Erich Kästner in die Flotmannhallen ein. Dort wird die Pinocchio-Inszenierung Frank Hörners überdies am Samstag, 27. Juni 2026, ab 18 Uhr in Auszügen bei der „Extraschicht“ in den Flottmannhallen gezeigt. Die Adaption von Henner Kallmeyer und Regisseur Frank Hörner von „Le Avventure Di Pinocchio: Storia Di Un Burattino“ von Carlo Collodi (halloherne berichtete) aus dem Jahr 2024, eine Koproduktion des Theater Kohlenpott mit dem Consol Theater Gelsenkirchen, wird wieder am Dienstag, 16. Juni 2026, am Mittwoch, 17. Juni 2026 sowie am Donnerstag, 18. Juni 2026 jeweils um 10 Uhr in den Flottmannhallen aufgeführt. Mit dem Herner Sefa Küskü in der Titelrolle und Gareth Charles, Svea Kirschmeier sowie Zeynep Topal an seiner Zeite zu köstlich animierten Bildern des Herners Patrick Paschma. Die Vorstellung beginnt bereits im Foyer, wo die Besucher mit Konferenzbändchen ausgestattet werden. Die Regisseurin Emma Khadija Herrmann hat ihre für das Theater Kohlenpott geschriebene Bühnenfassung des Romans „Die Konferenz der Tiere“ von Erich Kästner ganz auf ein junges Publikum ab acht Jahren ausgerichtet. Da geht es gleich heftig zur Sache in der verblüffend flexiblen Ausstattung von Jana Januschewski-Moze: Die Besucher sitzen auf Kissen am Boden zu beiden Seiten eines Laufstegs mit sich kreuzenden Nebenwegen, der rechterhand in ein geheimnisvolles Gebilde aus Treppenstufen und einem nicht einsehbaren Raum darunter besteht. Sie werden im Verlauf der gut einstündigen Aufführung immer wieder in die Handlung eingebunden, um ihre Meinung gefragt, können sich aber auch aktiv beteiligen in dieser höchst ungewöhnlichen Kombination aus körperbetontem Physical Theatre und choreographierter Erzählung. In Erich Kästners 1949 erschienenem ersten Roman nach dem Zweiten Weltkrieg haben der Löwe Alois (Jasha Eliah Deppe), die Giraffe Leopold (Kohlenpott-Debütant Francesco Matejcek) und der ‘mal wieder auf sich warten lassende Elefant Oskar (Zeynep Topal) davon erfahren, dass die 86. Internationale Konferenz der Menschen ohne Lösung für die von ihnen selbst verursachten Probleme wie Kriege, Hungersnöte und Umweltzerstörung beendet worden ist. Deshalb ergreifen sie selbst die Initiative und laden zu einer Konferenz der Tiere aus aller Welt ein. Zusätzlich soll ein Menschenkind von jedem Kontinent dabei sein: diese seien erstes unschuldig an der Politik der Erwachsenen und zweitens als Erste in der Lage, Pläne zur Verbesserung der Welt umzusetzen. Auf der nächsten Menschen-Konferenz wollen die Tiere mit ungewöhnlichen Mitteln die längst überfällige Einigung erzwingen: Nagetiere vernichten im Konferenzgebäude Akten, die sie für kontraproduktiv zum Ziel einer friedlichen Übereinkunft halten. Doch die Menschen schaffen Kopien herbei und gehen auf keine Forderung der Tiere ein. Die lassen Schwärme von Motten die Kleidung der Konferenzteilnehmer zerfressen. Als auch das nicht fruchtet, entführen sie deren Kinder. Erst jetzt wachen die Menschen auf und die Staatsoberhäupter legen in einem Vertrag fest, das alle Grenzen aufgehoben und alle Waffen abgeschafft werden… Die 24-jährige Emma Khadija Herrmann, bisher Assistentin bei zwei Koproduktionen des Theater Kohlenpott mit dem Consol Theater Gelsenkirchen, „Momo“ (2023) und „Pinocchio“ (2024), sowie der Urbanatix-Show „Essence“, überzeugt in ihrem Regie-Debüt durch hohes Tempo im Wechselspiel von atemraubender Artistik und poetischer Choreographie – und nicht zuletzt durch ihren enormen Einfallsreichtum gerade auch in der Nutzung der scheinbar so einfachen Ausstattung. Der Treppen-Kasten ist Nachrichtenquelle und Rückzugsort, Ausgangspunkt begeisternder Slapstick (der dicke Elefant passt nicht ins Ein- und Ausstiegsloch) wie solidarischer Streitschlichtung und Problembewältigung. Ob Erwachsene am liebsten Gras über die von ihnen selbst geschaffenen Probleme wachsen lassen oder Wollfäden die Darsteller mit dem Publikum und damit die Tiere mit den Menschen verknüpfen – die witzigen wie hintergründigen Bildmetaphern versteht jeder von acht bis achtzig Jahren auch ohne Holzhammer-Dramaturgie. „Die Konferenz der Tiere“ ist wieder am Mittwoch, 1. Juli 2026, am Donnerstag, 2. Juli 2026 sowie am Freitag, 3. Juli 2026, jeweils um 10 Uhr in den Flottmannhallen zu sehen. Karten auch für die „Pinocchio“-Vormittagsvorstellungen unter karten@theaterkohlenpott.de oder bei Gabriele Kloke unter Tel 0162 – 286 90 37.

10 Uhr

Orientierungshilfe bei Studienzweifeln

'Die zweite Entscheidung'

Die Fachhochschule Dortmund beteiligt sich an den TalentTagen.

Für Studierende mit Zweifeln am Studium bieten die Fachhochschule Dortmund und die TU Dortmund am Mittwoch, 1. Juli 2026, in der Zeit von 11 bis 13 Uhr, die gemeinsame Infomesse „Die zweite Entscheidung“ an, um Lösungen und Alternativen vorzustellen. Auf einem „Markt der Möglichkeiten“ stehen Netzwerkpartner des „Beratungsnetzwerks Studienzweifel“ den Studierenden Rede und Antwort. Themen sind zum Beispiel Entscheidungsfindung, Studiengangs- und Hochschulwechsel oder Chancen für Studienaussteigende in der Berufsausbildung. Während der gesamten Veranstaltung haben Studierende die Möglichkeit für individuelle Gespräche mit den Experten. Neben der Allgemeinen und der Psychologischen Studienberatung der beiden Hochschulen sowie dem Career Service der FH beteiligen sich auch die Agentur für Arbeit Dortmund, die Industrie- und Handelskammer zu Dortmund sowie die Kreishandwerkerschaft Dortmund Hagen Lünen.

11 Uhr

Neue Einblicke: ZwischenZeit

Debüt der Neumitglieder im Herner Künstlerbund

„Pix-Pics“ nennt Brigitte Szelag ihre Verfremdungen von Szenen alter US-amerikanischer Spielfilme u.a. mit Audrey Hepburn und Gregory Peck.

Der Herner Künstlerbund HKB ’90 konnte in jüngster Zeit acht neue Mitglieder begrüßen. Vier von ihnen präsentieren ihre Arbeiten ab 27. Juni 2026 in der Galerie Kunstpunkt neben dem Sodinger Hochbunker. Annett Breitfeld, Johanna Maria Falchi, Kira Selicke und Brigitte Szelag haben sich unter dem Thema „ZwischenZeit“ mit der Zeit zwischen Ereignissen künstlerisch auseinandergesetzt, die Zweifel und Furcht auslösen, aber nach einem Innehalten zum Durchatmen auch Raum für Hoffnung lassen. Uto Petrick zum Konzept: „Zwischen Hyperglobalisierung und Örtlichem liegt kaum mehr ein Katzensprung. Der Brieftaschendiebstahl reiht sich an die globale Krise – ist das Leid an diesem Punkt noch addierbar? Ist es noch vertretbar, den Menschen zum Hinsehen zu bewegen, zum Sich-damit- Beschäftigen – oder ist die Überforderung zu grandios, das Gehirn zu überreizt und überquollen mit Krisennachrichten und Katzen-Memes um noch etwas aufzunehmen?“ Und weiter: „Die Ablenkungsmöglichkeiten unserer Zeit sind vollkommen. Nicht mehr allzu soziales Social Media brät die Hirnwindungen bis zum perfekten Garpunkt, während das nächste ‚Familiendrama‘ mit Todesfall und drei humanitäre Krisen an ihm vorbeirauschen. Es ist nicht mehr nur nicht aufnahmefähig, es ist taub – ein Freezeframe eines Gebildes, was einst empathiefähig war. Die Ereignisse prasseln mit einer Geschwindigkeit an ihm vorbei, welche an Brutalität grenzt, während es wie kurz vor der Euthanasie regungslos in der Ecke liegt. In einer Gegenwart, wo Reichtum und schreckliches Leid direkt nebeneinander liegen, ist die bewusste Entscheidung zum Hinsehen das größte Gut. Zeitgleich ist das Abwenden ein überlebensnotwendiger Mechanismus, um für die Zukunft überhaupt aufnahmefähig zu bleiben.“ Der Balanceakt zwischen Hin- und Wegsehen ohne wahnhaft zu werden ist, so Uto Petrick, „ein modernes Problem, für das es noch keine abschließende Lösung gibt. Wenigstens scheinbar sichere Ruheinseln müssen geschaffen werden, um mündig zu bleiben – im Idealfall ein kalkulierter Rückzug auf Zeit. Aus diesem Dilemma erwachsen neue Aufgaben. Dieser im eigentlichen Sinne unfassbare Schwebezustand zwischen der Zeit ist es, der künstlerisch festgehalten werden soll. Diese Ambivalenz unserer gegenwärtigen Gesellschaft verträgt eine genauere Betrachtung, Augenpaare, welche ihren Blick zwischen die Menschen richten und die Ereignisse der Zwischenzeit ungeschönt aufnehmen.“ Die 1963 in Herne geborene Brigitte Szelag, Qualitätsmanagerin bei Vodafone, ist seit 1982 künstlerisch tätig. Nach diversen Schaffensphasen wie Titelbildern und Movie-Stills, widmet sie sich aktuell „Pix-Pics“. In ihren Pixel-Pictures verfremdet sie alte Spielfilmszenen mit farbigen Pixel-Störungen und schafft so eine einzigartige Verschmelzung von schwarz-weißer Filmkultur und knallig-bunten TV-Übertragungsfehlern. Wobei man ganz genau hinsehen sollte, um die sehr kleinen, feinen Tuschestriche in ihren Großformaten zu entdecken. Solchermaßen ganz neu zu entdecken sind James Stewart in „Ist das Leben nicht schön“, Charlie Chaplin in „Goldrausch“, Raymond Massey und Cray Grant in „Arsen und Spitzenhäubchen“, Audrey Hepburn in „Sabrina“ sowie Gregory Peck in „Ein Herz und eine Krone“. Die 1997 in Herne geborene Johanna Maria Falchi bezeichnet sich zwar als Autodidaktin, hat aber Kunst und Germanistik studiert und kennt sich mit klassischer Ölmalerei nicht nur in der Theorie, sondern ganz offensichtlich auch in der Praxis aus: „Wo ein Abgrund ist, blicke ich hinein, und ich blicke tief, bis mein Motiv mich findet. Die Gemälde thematisieren die Schwierigkeiten unserer Zeit und kosten die Grenzen der Schönheit aus. Das Hinsehen ist das höchste Gut. Denn in der Auffassung, dass alles Unästhetische und Unbequeme wenigstens betrachtenswert ist, verbirgt sich eines: die demutsvolle Verbeugung vor der Natur und dem Sein selbst.“ Ihre sechs in der Sodinger HKB-Galerie gezeigten surreal anmutenden Arbeiten, in wahrhaft altmeisterlicher Technik in Öl gemalt, tragen Titel wie „Dem Abglanz einen Thron“ und „Du siehst mich, doch hast nie gesehen“ und lassen auch Inspirationen durch die heute sehr beliebten Fantasy-Gestalten erkennen. Auch die 1989 in Herne geborene Psychotherapeutin Kira Selicke hat sich mit der Bewältigung von Krisen, Katastrophen und Kriegen auseinandergesetzt, vor allem in ihrem großformatigen Ölgemälde „Fulltime Bullshitter Meditation Act“, das mich an den gerade erst am 11. Juni 2026 in London gestorbenen britischen Künstler David Hockney erinnert. Künstlerisch sozialisiert in der Jugendkunstschule Wanne-Eickel hat sie während ihres Studiums an der Bochumer Ruhr-Universität weitere Anregungen von Ortrud Kabus am Musischen Zentrum erhalten. Kira Selicke ist im Kunstpunkt auch mit den beiden kleineren Acryl-Gemälden „Breathe“ und „Shutters“ vertreten, die eigene Emotionen im Nachhall der Corona-Zeit thematisieren. Sie hat zudem an der Essener Hochschule der bildenden Künste studiert und nennt als weitere Inspirationsquellen zwei sehr sensible queere US-amerikanische Künstler, den Maler, Zeichner und Bildhauer Louis Fratino sowie die gerade in Berlin ausstellende Malerin Celeste Rapone. „Wir haben keine andere Zeit als diese“: Der Schwerpunkt der 1965 in Recklinghausen geborenen Annett Breitfeld, die sich Mascha Kalekos Wahrheit zu eigen macht, liegt in der Tusche- und Kohlemalerei, aber auch in der Acryl- und Ölmalerei. Dabei versucht sie die verborgenen Seelen der Natur, der Dinge und der Menschen sichtbar zu machen. In ihrem Ölgemälde „Fokus I“ blickt ihr Enkel mit dem Fernglas nach vorn – und damit direkt auf den Betrachter. Daneben eine Mischtechnik (Aquarell mit Graphit) mit dem sprechenden Titel „Barmherzigkeit“. Gleich vorn am Eingang links ihre großformatige Arbeit „Der Weg“. Das zeitlos aktuelle Bild, Tusche auf Leinwand, ist inspiriert vom in Budapest geborenen und in Berlin zum Journalisten ausgebildeten US-amerikanischen Fotografen Robert Capa, der durch seine Aufnahmen vom Spanischen Bürgerkrieg Mitte der 1930er Jahre weltweit bekannt wurde. Er gehörte 1947 zu den Gründern der Fotoagentur Magnum. Wer zur Ausstellungseröffnung am Samstag, 27. Juni 2026, um 16 Uhr in den Kunstpunkt, Mont-Cenis-Straße 296, kommt, wird ein neues Raumgefühl der HKB-Galerie erleben. Die Begrüßung übernimmt der Künstlerbund-Vorsitzende Hassan Jelveh, für den musikalischen Rahmen sorgt Leonard Falchi-Piltz auf der französischen Schäferpfeife. Die Ausstellung „Neue Einblicke: ZwischenZeit“ kann nach der Vernissage bis zum 2. August 2026 zu folgenden Öffnungszeiten besichtigt werden: Mittwoch und Sonntag jeweils von 15 bis 18 Uhr.

15 Uhr

Keramische Werkstatt Margaretenhöhe in der Künstlerzeche

Stille Gäste auf Unser Fritz 2/3

Florian Kunath, 1. Stellv. Vorsitzender der Künstlerzeche, präsentiert die in der Keramischen Werkstatt Margaretenhöhe hergestellte Ehrengabe der Stadt Herne mit dem neuen Wappen nach dem Zusammenschluss mit Wanne-Eickel.

Mit der Ausstellung „Stille Gäste“ präsentiert die Künstlerzeche Unser Fritz 2/3 vom 13. Juni bis 5. Juli 2026 Arbeiten der Keramischen Werkstatt Margaretenhöhe in Essen um die international renommierte koreanische Keramikerin Young-Jae Lee. Die Vernissage beginnt am Samstag, 13. Juni 2026, um 17 Uhr. Während in der Schwarzkaue die aktuellen Produkte der Essener, die übrigens sämtlich käuflich erworben werden können, sowie Sonderanfertigungen verschiedener Werkstatt-Keramiker zu sehen sind, hat Young-Jae Lee, seit 1986 (Ko-) Leiterin des inzwischen auf Zollverein residierenden Unternehmens, in der Weißkaue eine großflächige Bodeninstallation mit Objekten seit Gründung gestaltet. Auch ein Herner Krug ist vertreten: Zwischen 1970 und 1980 kamen die mit dem Stadtwappen geschmückten Ehrengaben aus der Essener Werkstatt. Da es 1975 zur Vereinigung mit Wanne-Eickel kam, gibt es zwei Krug-Varianten. Florian Kunath, 1. Stellv. Vorsitzender der Künstlerzeche: „Keramik gehört für viele Menschen selbstverständlich zum Alltag. Teller, Schalen, Becher, Vasen oder Gefäße werden täglich genutzt und oft kaum bewusst wahrgenommen. Dabei vereinen diese Objekte handwerkliche Meisterschaft, gestalterische Qualität und künstlerischen Ausdruck. Die Ausstellung „Stille Gäste“ möchte den Blick auf diese oft übersehene Seite der Keramik lenken.“ Der Titel, so Kunath, verweist auf die besondere Rolle keramischer Objekte: „Sie begleiten uns meist unauffällig durch das Leben, sind ständig präsent und bleiben dennoch häufig unbeachtet. In der Künstlerzeche treten sie aus dieser stillen Rolle heraus und werden als eigenständige Kunstwerke sichtbar. Die Arbeiten der Keramischen Werkstatt Margaretenhöhe begegnen dabei einer ungewöhnlichen Umgebung. In den Räumen der ehemaligen Zeche treffen zeitgenössische Keramikkunst und Industriekultur aufeinander. Es entsteht ein spannender Dialog zwischen der Ruhe und Präzision keramischer Formen und der Geschichte eines Ortes, der einst von Kohleförderung und schwerer Arbeit geprägt war.“ Als Margarete Krupp 1924 ein Siedlungsvorhaben in der Stadt Essen realisierte, das nach ihr „Margaretenhöhe“ benannt wurde, sollten die Bauten mit keramischem Schmuck ausgestattet werden. So initiierte Hermann Kätelhön, ihr künstlerischer Berater, die Gründung einer Keramikwerkstatt auf dem Gelände und bestimmte Will Lammert zum Leiter der Werkstatt, die 1925 als „Keramische Werkstatt Margaretenhöhe“ in das Handelsregister eingetragen wurde. 1986 haben die 1951 in Seoul geborene, bei Margot Münster (Keramik) und Erwin Schutzbach (Formgestaltung) an der Fachhochschule Wiesbaden ausgebildete Koreanerin Young-Jae Lee und die gebürtige Essenerin Hildegard Eggemann, die am 12. Mai 2025 verstarb, die Leitung übernommen mit dem Ziel, das Manufakturprogramms mit Serienproduktion eines speziell entworfenen Geschirrs unter Rückbesinnung auf die formalen Grundprinzipien des Bauhauses wiederaufzunehmen. 1987 erfolgte der Umzug in das Baulager des Weltkulturerbes Zeche Zollverein. 2006 ist die Werkstatt von der Ruhrkohle (RAG) übernommen und Young-Jae Lee, seit 1993 alleinige Leiterin, als Geschäftsführerin bestallt worden. Die Ausstellung wird am Samstag, 13. Juni 2026, um 17 Uhr eröffnet. Zur Einführung sprechen Prof. Dr. Hans-Peter Noll, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Stiftung Zollverein, sowie Dr. des. Sebastian Bank, Kurator für Europäisches Porzellan an den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und Vizepräsident der Gesellschaft der Keramikfreunde e.V. Begleitend zur Ausstellung finden weitere Veranstaltungen statt: Das Künstlercafé öffnet am Samstag, 20. Juni 2026, von 14.30 bis 16.30 Uhr in der Schwarzkaue. Und der beliebte „Schichtwechsel“ nach Feierabend findet wieder am Freitag, 26. Juni 2026, zwischen 18 und 21 Uhr in der Künstlerzeche statt. Zur Finissage am Sonntag, 5. Juli 2026, gibt’s einen Vortrag zum Thema „Weißes Gold“ mit anschließendem Austausch bei Kaffee und Kuchen. Die Ausstellung „Stille Gäste“ wird im Rahmen des Jahresthemas „Grenzbereiche II: Keramik“ vom 13. Juni bis 5. Juli 2026 in der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3, Zur Künstlerzeche 10 in 44653 Herne gezeigt zu folgenden Öffnungszeiten: Mi 15 – 18 Uhr, Sa 15 – 18 Uhr und So 14 – 17 Uhr sowie nach Vereinbarung unter Tel. 02325 – 55 91 462.

15 Uhr

Beratungen zu Häusern in Königsgrube und Hannover

Denkmalsprechstunde in zwei Siedlungen

Häuser wie dieses stehen in der Siedlung Königsgrube und sind denkmalgeschützt. Hier und in der Siedlung Hannover gibt es nun Denkmalsprechstunden, um Bürgerfragen zu klären.

Die Untere Denkmalbehörde der Stadt Herne berät ab Anfang Mai 2026 Denkmaleigentümer vor Ort in den historischen Siedlungen Königsgrube und Hannover zu allen anfallenden Fragen rund um ihr denkmalgeschütztes Haus. Darf ich meine Fenster tauschen? Bekomme ich finanzielle Unterstützung bei der Dachneueindeckung? Sind Photovoltaik-Anlagen erlaubt? Diese und viele weitere Fragen stellen sich Denkmaleigentümer bei geplanten Renovierungs- und Instandsetzungsarbeiten in ihren Eigenheimen. Viele kennen und nutzen bereits die Beratung der Sachbearbeiterinnen in der Unteren Denkmalbehörde. Um eine noch unkompliziertere und bürgernähere Beratung zu ermöglichen, bietet die Untere Denkmalbehörde ab Mai einmal im Monat eine offene Denkmalsprechstunde in den Siedlungen Königsgrube und Hannover an. Hier können im persönlichen Gespräch alle Fragen gestellt werden, die das Denkmal betreffen. Die Sprechstunden finden testweise von Mai bis Oktober 2026 statt. Bei Bedarf wird die Beratung auch auf die Wintermonate ausgeweitet. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Das Angebot findet in der jeweiligen Siedlung wie folgt statt. In der Siedlung Königsgrube in Röhlinghausen steht Ricarda Altvater von der Unteren Denkmalbehörde für die Sprechstunden zur Verfügung. Diese finden jeden ersten Dienstag im Monat von 15:30 bis 17 Uhr statt, auf dem Parkplatz am Kleingartenverein Königsgruber Park in der Günnigfelder Straße. Die Termine: 5. Mai, 2. Juni, 14. Juli (Ausweichtermin), 4. August, 1. September und 13. Oktober 2026 (Ausweichtermin). In der Siedlung Hannover in Eickel steht Svetoslava Radulov von der Unteren Denkmalbehörde für die Sprechstunden zur Verfügung. Diese finden jeden ersten Mittwoch im Monat von 15:30 bis 17 Uhr auf dem Parkplatz Sassenburg/Ecke Koloniestraße statt. Die Termine: 6. Mai, 3. Juni, 1. Juli, 5. August, 2. September und 7. Oktober 2026. Unabhängig von den geplanten Sprechstunden stehen die Sachbearbeiterinnen selbstverständlich auch weiterhin telefonisch oder per Mail zur Verfügung. Ricarda Altvater unter der Telefonnummer 0 23 23 / 16 - 29 93 oder per E-Mail an ricarda.altvater@herne.de. Svetoslava Radulov ist unter der Telefonnummer 0 23 23 16 - 30 30 zu erreichen oder per E-Mail an svetoslava.radulov@herne.de. Weitere Informationen zum Denkmalschutz sind auch auf der städtischen Homepage zu finden unter www.herne.de/denkmalschutz.

15:30 Uhr

Ideen- und Brainstorming-Abend

Glauben mitten im Leben

St. Bonifatiuskirche in der Pfarrei St. Dionysius.

Im Pfarrzentrum von St. Bonifatius findet am Mittwoch, 1. Juli 2026, ab 19 Uhr ein offener Ideen- und Brainstorming-Abend statt. Viele Angebote in der Kirche richten sich an Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene oder Senioren. Was ist aber mit den Menschen mitten im Leben? Für diese Zielgruppe sollen neue Räume geschaffen werden zum Austausch über Glauben und Leben. Welche Themen bewegen dich? Welche Formate tun gut? Bringe Ideen und ggf. kleine Teams mit – und gestalte neue Angebote für diese Lebensphase aktiv mit! Über eine kurze Anmeldung bis zum 28. Juni 2026, (ein spontanes dazustoßen ist aber auch möglich), freuen sich: Sabrina Gehentges Sabrina.gehentges@gmail.com Jennifer Markwiok (Engagementförderung) 0174 6892103 jennifer.markwiok@erzbistum-paderborn.de

19 Uhr

Ausstellung als 'begehbares Kinderbuch' erlebbar

„Emil und der Wal“ im Heimatmuseum

'Emil und der Wal' sind nun im Heimatmuseum zu bestaunen.

Das Heimatmuseum Unser Fritz präsentiert „Emil und der Wal“ als „begehbares Kinderbuch“ inklusive Bällebad, Spielstationen, dem Stillen (Kuschel-) Ozean, einem Trickfilm und Vitrinen voll mit Spielzeug. Eine Ausstellung für kleine und große Leichtmatrosinnen und Leichtmatrosen von drei bis 100 Jahren. „Ein Elefant und ein Wal schließen Freundschaft und erleben ein spannendes Abenteuer auf hoher See. Mit Möwen, Affen und Piraten. Ausgedacht hat sich das Kai Dümpe aus Castrop-Rauxel. Und wie die Geschichte ins Museum gekommen ist“, erklärt Ausstellungsmacher Ralf Piorr. „Kai hat mir sein Manuskript in die Hand gedrückt und ich habe es meinem Sohn als Gute-Nacht- Geschichte vorgelesen. Danach mussten wir es jeden Abend lesen. Mindestens vier Wochen lang.“ Eröffnet wurde die Ausstellung am Sonntag (31.5.2026) und ist noch bis zum 25. Oktober 2026 zu den Öffnungszeiten des Heimatmuseum erlebar.

seit 31. Mai

Ausstellung in der Schlosskapelle Strünkede

Ludger Hinse zeigt „Zauber des Lichts“

In zwölf Kirchen auf Herner Stadtgebiet, auch in der Schlosskapelle Strünkede, präsentiert der Künstler seine Lichtobjekte und lädt dazu ein, die Räume neu zu entdecken.

Die Ausstellung „Zauber des Lichts“ im Rahmen der Gesamtausstellung LICHTraum zeigt eine weitere Facette von Ludger Hinses Schaffen. In zwölf Kirchen auf Herner Stadtgebiet, auch in der Schlosskapelle Strünkede, präsentiert der Künstler seine Lichtobjekte und lädt dazu ein, die Räume neu zu entdecken. Im Emschertal-Museum wird von Sonntag, 14. Juni, bis zum Sonntag,16. August 2026, ein weiterer Bereich seiner Arbeiten zu sehen sein. Die informell-abstrakten farbigen Malereien und Aquarelle sprühen vor Lebendigkeit, ohne dass sie konkrete Dinge abbilden. Die vier Elemente Feuer, Erde, Wasser und Luft sind für seine abstrakten Werke von Relevanz. Hinse bannt Gefühle und Gedanken direkt auf die Leinwand. Die Glut des Feuers, die Materialität der Erde und das Flirren und Quirlen des Wassers übersetzt er in ein malerisches System. Hinse, geboren 1948, hat eine sehr persönliche Verbindung zur Stadt Herne. Sein Vater arbeitete als Bergmann auf der Zeche Mont Cenis, so dass er als Junge mit seinem Tretroller aus Recklinghausen zur Zeche fuhr. Seine erste Frau Ulla Schnidder stammte aus Herne-Süd, Tochter des Gewerkschafters Bernhard Schnidder. 1972 heirateten sie in Herz-Jesu und zogen nach Horsthausen. Nach seinem Studium begann er ein Verwaltungspraktikum im Jugendamt Wanne-Eickel. Seine Kinder besuchten die Hiberniaschule, so dass die Verbindung nach Herne auch noch bestehen blieb. Mit der Präsentation seiner Arbeiten auf Herner Stadtgebiet schließt sich für ihn auch ein Lebenskreis.

seit 14. Juni

Zollverein Park zum zweiten Mal zur Bühne

„Boulevard of Dreams“ kommt zurück

Die Zeche Zollverein in Essen.

Essen. Das Welterbe Zollverein feiert vom 18. Juni bis 12. Juli das Festival "Boulevard of Dreams". Dafür wird der Zollverein Park zum zweiten Mal zur Bühne für Fantasie, Kreativität und gemeinschaftliches Erleben. Jeweils von Donnerstag bis Sonntag gibt es ein barriere- und kostenfreies Programm z. B. mit Konzerten, Performances, Yoga, Tanz- und Kreativworkshops. An den Sonntagen gibt es außerdem Angebote für die ganze Familie.

seit 18. Juni

Donnerstag, 2. Juli

Ballett „Phoenix Effect“ am MiR

Vom Beenden und immer wieder neu anfangen

Douglas Oliveira und Ashley Affolter in „Phoenix Effect“ ab Ende April 2026 in Gelsenkirchen.

Die Sage vom Phoenix, der am Ende seines sehr langen Lebenszyklus' verbrennt, um aus der Asche wiedergeboren zu werden, ist der Ausgangspunkt des letzten Ballettabends unter der alten Leitung am Gelsenkirchener Musiktheater im Revier. Sie geht zurück auf den altägyptischen Benu-Mythos, dessen Zyklus allerdings nur einen Tag dauert und der so den Kreislauf der Sonne symbolisiert. Die international gefragte Choreographin Lali Ayguadé teilt sich die Auseinandersetzung mit dem Mythos mit ihrem Kollegen Akira Yoshida. Zwei eigenständige Kreationen fügen sich zu einem kompletten Zyklus und abendfüllenden Stück zusammen. Dabei kommt ihnen zugute, dass sie schon in zahlreichen Projekten eng zusammengearbeitet haben und ihre unterschiedlichen Bewegungssprachen sich perfekt ergänzen. Akira Yoshida beschäftigt sich in „Ashes to Down“ (Arbeitstitel) mit dem Enden, also der ersten Hälfte des Zyklus', in einer Tanzsprache, die der Choreograph vom Vokabular des Breakdance her entwickelt. Die Katalanin Lali Ayguadé, die mit bedeutenden Künstlern wie Marcos Morau, Akram Khan und Hofesh Shechter zusammenarbeitete, setzt sich in ihrem Teil mit der Wiedergeburt als Chance auseinander. Am Donnerstag, 30. April 2026, um 19.30 Uhr feiert „Phoenix Effect“ im Kleinen Haus am Kennedyplatz seine Uraufführung. Gemeinsam ist beiden Choreographen eine sehr erzählerische Bewegungssprache, die sich aus der genauen Beobachtung alltäglicher Interaktion von Menschen herleitet. Das gibt ihren Stücken eine Unmittelbarkeit und Zugänglichkeit, die im zeitgenössischen Tanz nicht selbstverständlich ist. Gleichzeitig sind Gesten und Bewegungsmuster künstlerisch überformt und fügen sich zu einem ästhetischen Gesamtbild. Karten kosten ab 16 Euro. Als dritte Arbeit ergänzt „Hand made“ von Olivia Court Mesa den Abend. Das kurze, hoch konzentrierte Stück für vier Tänzer war bereits 2023 im Kunstmuseum Gelsenkirchen zu sehen. Jetzt ist die Kreation der Gewinnerin der Rotterdam International Duet Choreography Competition 2022 (RIDCC) erstmals auf der Theaterbühne zu erleben. Getanzt wird sie von den vier „Gründungsmitgliedern“ der MiR Dance Company: Marie-Louise Hertog, Alessio Monforte, Pablo Navarro Muñoz und Chiara Rontini. Zu dieser Produktion findet am Freitag, 24. April 2026, um 18 Uhr eine Tanz-Werkstatt, bei der das Publikum Einblicke in Proben erhält und Gelegenheit hat, die Choreographen kennen zu lernen, statt. Die weiteren Aufführungen nach der Premiere: Am Samstag, 9. Mai, Sonntag, 17. Mai, am Samstag, 6. Juni, Freitag, 12. Juni und Sonntag, 21. Juni sowie am Donnerstag, 2. Juli 2026. Karten unter musiktheater-im-revier.de oder Tel. 0209 – 4097200.

Vier verschiedene Stücke für Kinder und Jugendliche

Theater Kohlenpott spielt in den Flottis

Unter anderem "Troja - Blinde Passagiere" zeigt das Theater Kohlenpott im Sommer 2026 in den Flottmann-Hallen - zudem noch drei weitere Stücke.

Das Theater Kohlenpott zeigt von Mai bis Juli 2026 insgesamt vier verschiedene Stücke im Theatersaal der Flottmann-Hallen (Straße des Bohrhammers 5). Gespielt werden „Troja - blinde Passagiere“, „1984“, „Pinocchio - ein Road Trip“ und die „Konferenz der Tiere“. „Troja - blinde Passagiere“ (halloherne berichtete) wird von Mittwoch bis Freitag, 6. bis 8. Mai 2026, jeweils um 10 Uhr als Schulvorstellung gezeigt und eignet sich für Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren. Darum geht es: Briseis und Spourgitis kennen keinen Frieden. Seit zehn Jahren tobt der trojanische Krieg, als er ausbrach, waren sie noch kleine Kinder. Beide haben von den Kriegern gelernt: Hasst eure Feinde! „Die Griechen haben alle Fell!“, davon ist Spourgitis überzeugt. Obwohl er noch nie einen gesehen hat. „Alle in Troja haben Schweinenasen“, ist sich Briseis sicher. Und dass, obwohl sie keinen Trojaner kennt. Es ist Krieg, da lernt man sich nicht kennen, da wird nur gekämpft. Aber eines Nachts begegnen sich die beiden doch. In der letzten Nacht des Krieges treffen sie im trojanischen Pferd aufeinander. Und werden dabei beobachtet vom Götterboten Hermes, der eine ganz eigene Meinung vom Krieg hat. Karten gibt es zum Preis von 14 Euro (ermäßigt acht Euro) per Mail an karten@theaterkohlenpott.de. Schulgruppen zahlen sechs Euro pro Person, eine Begleitperson hat freien Eintritt. Anmeldung für Gruppen unter barbara.feldbrugge@theaterkohlenpott.de oder Tel 0177/5475568. Das Stück „1984“ nach George Orwell (halloherne berichtete) wird am Mittwoch und Donnerstag, 27. und 28. Mai 2026, jeweils um 10 Uhr gezeigt und ist der Kategorie Kinder- und Jugendtheater zuzuordnen und ab 13 Jahren geeignet. Darum geht es: „Big brother is watching you“, diesen weltberühmten Satz schrieb George Orwell 1948 in seinem Buch „1984“. Inzwischen ist er zum Synonym für jede Form des Überwachungsstaats geworden. Viele Situationen, die Orwell 1948 als beängstigende Zukunftsvision erzählte, kommen uns 2025 verstörend heutig vor. Aber 1984 ist weit mehr als eine Dystopie, es erzählt die Liebesgeschichte von Winston und Julia. Aber kann man eine Liebe leben in Zeiten, in denen jeder jedem misstraut? Karten gibt es zum Preis von 14 Euro (ermäßigt acht Euro) per Mail an karten@theaterkohlenpott.de. Schulgruppen zahlen sechs Euro pro Person, eine Begleitperson hat freien Eintritt. Anmeldung für Gruppen unter barbara.feldbrugge@theaterkohlenpott.de oder Tel 0177/5475568. Es herrscht freie Platzwahl. Das Stück „Pinocchio - ein Road Trip“ (halloherne berichtete) wird von Dienstag bis Donnerstag, 16. bis 18. Juni 2026, jeweils um 10 Uhr gezeigt. Es ist für Kinder ab sechs Jahren geeignet. Darum geht es: Kann man sich sein Kind einfach schnitzen? Nein? Gepetto kann das, denn er ist der beste Tischler weit und breit. Trotzdem ist er überrascht, als seine Holzfigur plötzlich anfängt zu leben, zu reden und zu widersprechen und zu lernen, wie ein ganz normales Kind. Als Pinocchio dann plötzlich aus der Tischlerei verschwindet, um die Welt zu entdecken, macht sich Gepetto auf den Weg, um seinen Jungen zu suchen. Und so beginnt eine abenteuerliche Reise, mit unerwarteten Begegnungen an fabelhaften Orten. Eine Geschichte voller Humor und voller Fragen an das Leben, eine Geschichte vom Erwachsen werden, die in den mehr als hundert Jahren seit seinem Erscheinen, nicht an Brisanz verloren hat. Um schließlich ein richtiges Kind zu werden, muss Pinocchio am Ende auf seine Unsterblichkeit verzichten. Denn die Sterblichkeit ist das größte Geschenk des Lebens, behauptet die Fee… Karten gibt es zum Preis von 14 Euro (ermäßigt acht Euro) per Mail an karten@theaterkohlenpott.de per DM an den Instagramaccount @theaterkohlenpott. Schulgruppen zahlen sechs Euro pro Person, eine Begleitperson hat freien Eintritt. Anmeldung für Gruppen unter barbara.feldbrugge@theaterkohlenpott.de oder Tel 0177/5475568. Das Theaterstück „Konferenz der Tiere“ (halloherne berichtete) läuft von Mittwoch bis Freitag, 1. bis 3. Juli 2026, jeweils um 10 Uhr. Es gehört zum Kinder- und Jugendtheater und ist für Zuschauer ab acht Jahren geeignet. Darum geht es: Die Welt ist in Aufruhr: überall gibt es Kriege, Krisen und Armut. Und die Erwachsenen? Die suchen in einem fort vergeblich nach Lösungen. Und so endet auch die 86. Konferenz der Menschen ohne ein Ergebnis. Eine Katastrophe! Finden die Tiere und Löwe, Giraffe und Elefant organisieren eine eigene Konferenz. Es soll ein Treffen werden, bei dem sich alle Tiere und Kinder überlegen, wie ein friedliches Zusammenleben und eine gute Zukunft aussehen können. Die Frage ist nur: wie kann etwas verändert werden? Wem wird überhaupt zugehört? Und wie geht eigentlich eine Konferenz? Gemeinsam mit den Tieren begebt ihr euch auf die Reise zur Konferenz, um genau das herauszufinden. Herzlich willkommen zur ersten Konferenz der Tiere – und natürlich auch der Kinder! Karten gibt es zum Preis von 12 Euro (ermäßigt sechs Euro) per Mail an karten@theaterkohlenpott.de per DM an den Instagramaccount @theaterkohlenpott. Schulgruppen zahlen sechs Euro pro Person, eine Begleitperson hat freien Eintritt. Anmeldung für Gruppen unter barbara.feldbrugge@theaterkohlenpott.de oder Tel 0177/5475568.

10 Uhr

Kindertheater in den Flottmannhallen

Endspurt vor den Sommerferien

Ein spielfreudiges Quartett, das Groß und Klein gleichermaßen Freude bereitet (v.l.): Svea Kirschmeier, Zeynep Topal, Sefa Küskü und Gareth Charles.

Das Theater Kohlenpott lädt zum Kindertheater-Endspurt vor den Sommerferien mit jeweils drei Aufführungen der Produktionen „Pinocchio – Ein Road-Trip“ nach Carlo Collodi und „Die Konferenz der Tiere“ nach Erich Kästner in die Flotmannhallen ein. Dort wird die Pinocchio-Inszenierung Frank Hörners überdies am Samstag, 27. Juni 2026, ab 18 Uhr in Auszügen bei der „Extraschicht“ in den Flottmannhallen gezeigt. Die Adaption von Henner Kallmeyer und Regisseur Frank Hörner von „Le Avventure Di Pinocchio: Storia Di Un Burattino“ von Carlo Collodi (halloherne berichtete) aus dem Jahr 2024, eine Koproduktion des Theater Kohlenpott mit dem Consol Theater Gelsenkirchen, wird wieder am Dienstag, 16. Juni 2026, am Mittwoch, 17. Juni 2026 sowie am Donnerstag, 18. Juni 2026 jeweils um 10 Uhr in den Flottmannhallen aufgeführt. Mit dem Herner Sefa Küskü in der Titelrolle und Gareth Charles, Svea Kirschmeier sowie Zeynep Topal an seiner Zeite zu köstlich animierten Bildern des Herners Patrick Paschma. Die Vorstellung beginnt bereits im Foyer, wo die Besucher mit Konferenzbändchen ausgestattet werden. Die Regisseurin Emma Khadija Herrmann hat ihre für das Theater Kohlenpott geschriebene Bühnenfassung des Romans „Die Konferenz der Tiere“ von Erich Kästner ganz auf ein junges Publikum ab acht Jahren ausgerichtet. Da geht es gleich heftig zur Sache in der verblüffend flexiblen Ausstattung von Jana Januschewski-Moze: Die Besucher sitzen auf Kissen am Boden zu beiden Seiten eines Laufstegs mit sich kreuzenden Nebenwegen, der rechterhand in ein geheimnisvolles Gebilde aus Treppenstufen und einem nicht einsehbaren Raum darunter besteht. Sie werden im Verlauf der gut einstündigen Aufführung immer wieder in die Handlung eingebunden, um ihre Meinung gefragt, können sich aber auch aktiv beteiligen in dieser höchst ungewöhnlichen Kombination aus körperbetontem Physical Theatre und choreographierter Erzählung. In Erich Kästners 1949 erschienenem ersten Roman nach dem Zweiten Weltkrieg haben der Löwe Alois (Jasha Eliah Deppe), die Giraffe Leopold (Kohlenpott-Debütant Francesco Matejcek) und der ‘mal wieder auf sich warten lassende Elefant Oskar (Zeynep Topal) davon erfahren, dass die 86. Internationale Konferenz der Menschen ohne Lösung für die von ihnen selbst verursachten Probleme wie Kriege, Hungersnöte und Umweltzerstörung beendet worden ist. Deshalb ergreifen sie selbst die Initiative und laden zu einer Konferenz der Tiere aus aller Welt ein. Zusätzlich soll ein Menschenkind von jedem Kontinent dabei sein: diese seien erstes unschuldig an der Politik der Erwachsenen und zweitens als Erste in der Lage, Pläne zur Verbesserung der Welt umzusetzen. Auf der nächsten Menschen-Konferenz wollen die Tiere mit ungewöhnlichen Mitteln die längst überfällige Einigung erzwingen: Nagetiere vernichten im Konferenzgebäude Akten, die sie für kontraproduktiv zum Ziel einer friedlichen Übereinkunft halten. Doch die Menschen schaffen Kopien herbei und gehen auf keine Forderung der Tiere ein. Die lassen Schwärme von Motten die Kleidung der Konferenzteilnehmer zerfressen. Als auch das nicht fruchtet, entführen sie deren Kinder. Erst jetzt wachen die Menschen auf und die Staatsoberhäupter legen in einem Vertrag fest, das alle Grenzen aufgehoben und alle Waffen abgeschafft werden… Die 24-jährige Emma Khadija Herrmann, bisher Assistentin bei zwei Koproduktionen des Theater Kohlenpott mit dem Consol Theater Gelsenkirchen, „Momo“ (2023) und „Pinocchio“ (2024), sowie der Urbanatix-Show „Essence“, überzeugt in ihrem Regie-Debüt durch hohes Tempo im Wechselspiel von atemraubender Artistik und poetischer Choreographie – und nicht zuletzt durch ihren enormen Einfallsreichtum gerade auch in der Nutzung der scheinbar so einfachen Ausstattung. Der Treppen-Kasten ist Nachrichtenquelle und Rückzugsort, Ausgangspunkt begeisternder Slapstick (der dicke Elefant passt nicht ins Ein- und Ausstiegsloch) wie solidarischer Streitschlichtung und Problembewältigung. Ob Erwachsene am liebsten Gras über die von ihnen selbst geschaffenen Probleme wachsen lassen oder Wollfäden die Darsteller mit dem Publikum und damit die Tiere mit den Menschen verknüpfen – die witzigen wie hintergründigen Bildmetaphern versteht jeder von acht bis achtzig Jahren auch ohne Holzhammer-Dramaturgie. „Die Konferenz der Tiere“ ist wieder am Mittwoch, 1. Juli 2026, am Donnerstag, 2. Juli 2026 sowie am Freitag, 3. Juli 2026, jeweils um 10 Uhr in den Flottmannhallen zu sehen. Karten auch für die „Pinocchio“-Vormittagsvorstellungen unter karten@theaterkohlenpott.de oder bei Gabriele Kloke unter Tel 0162 – 286 90 37.

10 Uhr

Königsgrube und Hannover

Terminänderung der Denkmalsprechstunde

Häuser wie dieses stehen in der Siedlung Königsgrube und sind denkmalgeschützt.

Die Untere Denkmalbehörde der Stadt Herne berät seit Anfang Mai 2026 Denkmaleigentümer vor Ort in den historischen Siedlungen Königsgrube und Hannover zu allen anfallenden Fragen rund um ihr denkmalgeschütztes Haus. Eine dieser Sprechstunden in der Siedlung Hannover muss um einen Tag verschoben werden. Aufgrund von Terminüberschneidungen wird die ursprünglich für Mittwoch, 1. Juli 2026, geplante Siedlungssprechstunde auf Donnerstag, 2. Juli 2026, verlegt. Alle weiteren Termine bleiben wie zuvor angekündigt bestehen. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. In der Siedlung Königsgrube in Röhlinghausen steht Ricarda Altvater von der Unteren Denkmalbehörde für die Sprechstunden zur Verfügung. Diese finden jeden ersten Dienstag im Monat von 15:30 bis 17 Uhr statt, auf dem Parkplatz am Kleingartenverein Königsgruber Park e.V. in der Günnigfelder Straße. Die Termine: 14. Juli (Ausweichtermin), 4. August, 1. September und 13. Oktober (Ausweichtermin). In der Siedlung Hannover in Eickel steht Svetoslava Radulov von der Unteren Denkmalbehörde für die Sprechstunden zur Verfügung. Diese finden jeden ersten Mittwoch im Monat von 15:30 bis 17 Uhr auf dem Parkplatz Sassenburg/Ecke Koloniestraße statt. Die Termine: 2. Juli, 5. August, 2. September, 7. Oktober. Unabhängig von den geplanten Sprechstunden stehen die Sachbearbeiterinnen selbstverständlich auch weiterhin telefonisch oder per Mail zur Verfügung. Ricarda Altvater unter Tel 02323 / 16 - 29 93 oder per E-Mail an ricarda.altvater@herne.de. Svetoslava Radulov ist unter Tel 02323 / 16 - 30 30 zu erreichen oder per E-Mail an svetoslava.radulov@herne.de. Weitere Informationen zum Denkmalschutz sind auch auf der städtischen Homepage zu finden.

15:30 Uhr

Ausstellung als 'begehbares Kinderbuch' erlebbar

„Emil und der Wal“ im Heimatmuseum

'Emil und der Wal' sind nun im Heimatmuseum zu bestaunen.

Das Heimatmuseum Unser Fritz präsentiert „Emil und der Wal“ als „begehbares Kinderbuch“ inklusive Bällebad, Spielstationen, dem Stillen (Kuschel-) Ozean, einem Trickfilm und Vitrinen voll mit Spielzeug. Eine Ausstellung für kleine und große Leichtmatrosinnen und Leichtmatrosen von drei bis 100 Jahren. „Ein Elefant und ein Wal schließen Freundschaft und erleben ein spannendes Abenteuer auf hoher See. Mit Möwen, Affen und Piraten. Ausgedacht hat sich das Kai Dümpe aus Castrop-Rauxel. Und wie die Geschichte ins Museum gekommen ist“, erklärt Ausstellungsmacher Ralf Piorr. „Kai hat mir sein Manuskript in die Hand gedrückt und ich habe es meinem Sohn als Gute-Nacht- Geschichte vorgelesen. Danach mussten wir es jeden Abend lesen. Mindestens vier Wochen lang.“ Eröffnet wurde die Ausstellung am Sonntag (31.5.2026) und ist noch bis zum 25. Oktober 2026 zu den Öffnungszeiten des Heimatmuseum erlebar.

seit 31. Mai

Ausstellung in der Schlosskapelle Strünkede

Ludger Hinse zeigt „Zauber des Lichts“

In zwölf Kirchen auf Herner Stadtgebiet, auch in der Schlosskapelle Strünkede, präsentiert der Künstler seine Lichtobjekte und lädt dazu ein, die Räume neu zu entdecken.

Die Ausstellung „Zauber des Lichts“ im Rahmen der Gesamtausstellung LICHTraum zeigt eine weitere Facette von Ludger Hinses Schaffen. In zwölf Kirchen auf Herner Stadtgebiet, auch in der Schlosskapelle Strünkede, präsentiert der Künstler seine Lichtobjekte und lädt dazu ein, die Räume neu zu entdecken. Im Emschertal-Museum wird von Sonntag, 14. Juni, bis zum Sonntag,16. August 2026, ein weiterer Bereich seiner Arbeiten zu sehen sein. Die informell-abstrakten farbigen Malereien und Aquarelle sprühen vor Lebendigkeit, ohne dass sie konkrete Dinge abbilden. Die vier Elemente Feuer, Erde, Wasser und Luft sind für seine abstrakten Werke von Relevanz. Hinse bannt Gefühle und Gedanken direkt auf die Leinwand. Die Glut des Feuers, die Materialität der Erde und das Flirren und Quirlen des Wassers übersetzt er in ein malerisches System. Hinse, geboren 1948, hat eine sehr persönliche Verbindung zur Stadt Herne. Sein Vater arbeitete als Bergmann auf der Zeche Mont Cenis, so dass er als Junge mit seinem Tretroller aus Recklinghausen zur Zeche fuhr. Seine erste Frau Ulla Schnidder stammte aus Herne-Süd, Tochter des Gewerkschafters Bernhard Schnidder. 1972 heirateten sie in Herz-Jesu und zogen nach Horsthausen. Nach seinem Studium begann er ein Verwaltungspraktikum im Jugendamt Wanne-Eickel. Seine Kinder besuchten die Hiberniaschule, so dass die Verbindung nach Herne auch noch bestehen blieb. Mit der Präsentation seiner Arbeiten auf Herner Stadtgebiet schließt sich für ihn auch ein Lebenskreis.

seit 14. Juni

Zollverein Park zum zweiten Mal zur Bühne

„Boulevard of Dreams“ kommt zurück

Die Zeche Zollverein in Essen.

Essen. Das Welterbe Zollverein feiert vom 18. Juni bis 12. Juli das Festival "Boulevard of Dreams". Dafür wird der Zollverein Park zum zweiten Mal zur Bühne für Fantasie, Kreativität und gemeinschaftliches Erleben. Jeweils von Donnerstag bis Sonntag gibt es ein barriere- und kostenfreies Programm z. B. mit Konzerten, Performances, Yoga, Tanz- und Kreativworkshops. An den Sonntagen gibt es außerdem Angebote für die ganze Familie.

seit 18. Juni

Freitag, 3. Juli

Hilsdorfs „Il Trittico“ an der Rheinoper

Verachtet mir die Meister nicht

Mit der turbulenten Erbschleicher-Komödie „Gianni Schicchi“, hier die bigotte Trauergemeinde auf dem Totenbett, beginnt der großartige Puccini-Abend in Düsseldorf.

Giacomo Puccinis unter dem Titel „Il Trittico“ (Das Triptychon) zusammengefassten einaktigen Opern „Il Tabarro“ (Der Mantel), „Suor Angelica“ (Schwester Angelica) und „Gianni Schicchi“, in dieser Reihenfolge uraufgeführt am 14. Dezember 1918 an der Metropolitan Opera New York, waren in Analogie zu den drei Teilen „Inferno“, „Purgatorio“ und „Paradiso“ in Dantes „Divina comedia“ entstanden. Nachdem nur „Gianni Schicchi“ beim Publikum Erfolg hatte, stimmte der Komponist einer Aufführung einzelner Teile zu. In Gelsenkirchen etwa, wo Dietrich W. Hilsdorf 1981 sein Opern-Regiedebut gab, wurde 2004 „Gianni Schicchi“ mit „Eine florentinische Tragödie“ Alexander von Zemlinskys und 2016 mit „Francesca di Rimini“ Sergej Rachmaninows verbunden. Aber auch, wer das Triptychon komplett aufführt, ändert zumeist die Reihenfolge – mit Ausnahme der Essener Aalto-Oper vor vier Jahren. Verachtet mir die Meister nicht: Dietrich W. Hilsdorf hat mit seinem Mozart-Da Ponte-Zyklus in Gelsenkirchen und seinen nicht weniger spektakulären Verdi-Inszenierungen im Aalto-Theater Regietheater-Maßstäbe gesetzt. Und mit seiner großartigen, weil völlig zurückgenommenen Inszenierung aus dem Jahr 2003, die am 29. März 2026 bei der erneuten Wiederaufnahme im Düsseldorfer Opernhaus stürmisch gefeiert wurde, auf ganz andere Weise überrascht, hat sich der Altmeister doch mit einer Ausnahme in „Suor Angelica“ heute üblichen und zumeist nervigen Überhöhungen, Stilisierungen, Neuinterpretationen und Aktualisierungen enthalten. „Addio Speranza“: Lebewohl Hoffnung. Hilsdorf beginnt mit Commedia dell’arte, die sich in der bewusst kalten, karg ausgestatteten Bühne in den bunten Kostümen des Ausstatters Johannes Leiackers spiegelt. In der turbulenten florentinischen Erbschleicher-Komödie „Gianni Schicchi“ sitzen die potentiellen Erben des Buoso Donatis am Bett des Verstorbenen, der sein erhebliches Vermögen der Kirche vermacht hat. So beauftragen sie den schlitzohrigen Schicchi (der stimmgewaltige usbekische Bariton Alexey Zekenkov brilliert auch als Michele im „Mantel“), in der Rolle des Toten dem herbeigerufenen Notar ein neues Testament zu diktieren. Was der Titelheld zu Gunsten seiner jungen Tochter Lauretta („O mio babbino caro“: die deutsch-griechische Sopranistin Anna Sophia Theil) und ihres Freundes Rinuccio (der deutsch-italienische Tenor Riccardo Romeo) manipuliert, die nun endlich heiraten können. Nach der ersten Pause verwandelt sich das Sterbezimmer in eine spartanische Klosterzelle mit unverputzten Wänden, in die nur wenig Licht von außen dringt: „Suor Angelica“ (die ungarische Sopranistin Sylvia Hamvasi rührt zu Tränen) ist von ihrer vornehmen Familie nach der Geburt ihres unehelichen Kindes verstoßen worden und daher auch unter ihren Mitschwestern nicht wohlgelitten, von der strengen Äbtissin (Ovationen für die russische Mezzosopranistin Maria Gulik als Gast) ganz abgesehen. Als die eiskalte Fürstin (die rumänische Mezzosopranistin Ramona Zaharia) im Kloster erscheint, ihre Sänfte wird von Kreuzträgern in Ku-Klux-Klan-Vermummung getragen, um Angelica die Nachricht vom Tod ihres Kindes mitzuteilen und im gleichen Atemzug das Erbe neu zu regeln, bricht die Titelheldin zusammen. Zu ihrem unter die Haut gehenden Gebet „Senza mamma, o bimbo, tu sei morto“ und Puccinis erschütternder (Chor-) Musik mischt sich Angelica ihren Todestrank: als gläubige Christin ist sie von der Vereinigung mit ihrem Kind im Himmel überzeugt. Wofür Hilsdorf eine von manchen Kritikern seinerzeit als so drastisch wie kitschig empfundene Überhöhung erfand, die jedoch bewusst ein kathartisches Mitleiden des Publikums unterläuft und damit zur vorbildllich klaren Inszenierung des Triptychons beiträgt. Den Schlussteil bildet die veristische Kurzoper „Il Tabarro“, welche im Schiffermilieu der Pariser Vorstadt Belleville (die Lagerhallen-Bühne nun mit Bullaugen und Eisentür) spielt: Seit sie vor einem Jahr ihr gemeinsames Kind verloren haben, ist die Ehe von Giorgetta (Ovationen für die irische Star-Sopranistin Celine Byrne als Gast) und Michele zerstört. Während Letzterer sich in Arbeit stürzt, sehnt sich seine Frau nach Zärtlichkeit und Liebe, welche sie bei Luigi (der spanische Tenor Eduardo Aladrén) findet: In „È ben altro il mio sogno!“ singen beide von ihrer Sehnsucht nach einem beschaulichen Leben, das sie sich mit einem feigen Mord erkaufen wollen. Doch Michele kommt hinter das Verhältnis… Unter der musikalischen Leitung des italienischen Leonard Bernstein-Schüles Stefanio Ranzani überzeugt eine herausragende Ensemble-Besetzung, ergänzt nur um die beiden genannten, der Weltklasse zuzurechnenden Gäste über die volle Distanz von knapp vier Stunden einschließlich zweier Pausen. Noch mehr Puccini in der Rheinoper: Dietrich W. Hilsdorfs „Tosca“-Inszenierung aus dem Jahr 2002, die am 16. Januar 2025 als einzige Produktion zum 100. Todestag des Komponisten völlig zu Recht mit stehenden Ovationen gefeierte Wiederaufnahme-Premiere in Düsseldorf feierte (halloherne berichtete), ist wieder ab Freitag, 3. Juli 2026 zu sehen, wobei die Vorstellung am Donnerstag, 16. Juli 2026 bereits ausverkauft ist. Karten für die Triptychon-Vorstellungen gibt es unter operamrhein.de oder Tel 0211 – 8925211.

Kindertheater in den Flottmannhallen

Endspurt vor den Sommerferien

Ein spielfreudiges Quartett, das Groß und Klein gleichermaßen Freude bereitet (v.l.): Svea Kirschmeier, Zeynep Topal, Sefa Küskü und Gareth Charles.

Das Theater Kohlenpott lädt zum Kindertheater-Endspurt vor den Sommerferien mit jeweils drei Aufführungen der Produktionen „Pinocchio – Ein Road-Trip“ nach Carlo Collodi und „Die Konferenz der Tiere“ nach Erich Kästner in die Flotmannhallen ein. Dort wird die Pinocchio-Inszenierung Frank Hörners überdies am Samstag, 27. Juni 2026, ab 18 Uhr in Auszügen bei der „Extraschicht“ in den Flottmannhallen gezeigt. Die Adaption von Henner Kallmeyer und Regisseur Frank Hörner von „Le Avventure Di Pinocchio: Storia Di Un Burattino“ von Carlo Collodi (halloherne berichtete) aus dem Jahr 2024, eine Koproduktion des Theater Kohlenpott mit dem Consol Theater Gelsenkirchen, wird wieder am Dienstag, 16. Juni 2026, am Mittwoch, 17. Juni 2026 sowie am Donnerstag, 18. Juni 2026 jeweils um 10 Uhr in den Flottmannhallen aufgeführt. Mit dem Herner Sefa Küskü in der Titelrolle und Gareth Charles, Svea Kirschmeier sowie Zeynep Topal an seiner Zeite zu köstlich animierten Bildern des Herners Patrick Paschma. Die Vorstellung beginnt bereits im Foyer, wo die Besucher mit Konferenzbändchen ausgestattet werden. Die Regisseurin Emma Khadija Herrmann hat ihre für das Theater Kohlenpott geschriebene Bühnenfassung des Romans „Die Konferenz der Tiere“ von Erich Kästner ganz auf ein junges Publikum ab acht Jahren ausgerichtet. Da geht es gleich heftig zur Sache in der verblüffend flexiblen Ausstattung von Jana Januschewski-Moze: Die Besucher sitzen auf Kissen am Boden zu beiden Seiten eines Laufstegs mit sich kreuzenden Nebenwegen, der rechterhand in ein geheimnisvolles Gebilde aus Treppenstufen und einem nicht einsehbaren Raum darunter besteht. Sie werden im Verlauf der gut einstündigen Aufführung immer wieder in die Handlung eingebunden, um ihre Meinung gefragt, können sich aber auch aktiv beteiligen in dieser höchst ungewöhnlichen Kombination aus körperbetontem Physical Theatre und choreographierter Erzählung. In Erich Kästners 1949 erschienenem ersten Roman nach dem Zweiten Weltkrieg haben der Löwe Alois (Jasha Eliah Deppe), die Giraffe Leopold (Kohlenpott-Debütant Francesco Matejcek) und der ‘mal wieder auf sich warten lassende Elefant Oskar (Zeynep Topal) davon erfahren, dass die 86. Internationale Konferenz der Menschen ohne Lösung für die von ihnen selbst verursachten Probleme wie Kriege, Hungersnöte und Umweltzerstörung beendet worden ist. Deshalb ergreifen sie selbst die Initiative und laden zu einer Konferenz der Tiere aus aller Welt ein. Zusätzlich soll ein Menschenkind von jedem Kontinent dabei sein: diese seien erstes unschuldig an der Politik der Erwachsenen und zweitens als Erste in der Lage, Pläne zur Verbesserung der Welt umzusetzen. Auf der nächsten Menschen-Konferenz wollen die Tiere mit ungewöhnlichen Mitteln die längst überfällige Einigung erzwingen: Nagetiere vernichten im Konferenzgebäude Akten, die sie für kontraproduktiv zum Ziel einer friedlichen Übereinkunft halten. Doch die Menschen schaffen Kopien herbei und gehen auf keine Forderung der Tiere ein. Die lassen Schwärme von Motten die Kleidung der Konferenzteilnehmer zerfressen. Als auch das nicht fruchtet, entführen sie deren Kinder. Erst jetzt wachen die Menschen auf und die Staatsoberhäupter legen in einem Vertrag fest, das alle Grenzen aufgehoben und alle Waffen abgeschafft werden… Die 24-jährige Emma Khadija Herrmann, bisher Assistentin bei zwei Koproduktionen des Theater Kohlenpott mit dem Consol Theater Gelsenkirchen, „Momo“ (2023) und „Pinocchio“ (2024), sowie der Urbanatix-Show „Essence“, überzeugt in ihrem Regie-Debüt durch hohes Tempo im Wechselspiel von atemraubender Artistik und poetischer Choreographie – und nicht zuletzt durch ihren enormen Einfallsreichtum gerade auch in der Nutzung der scheinbar so einfachen Ausstattung. Der Treppen-Kasten ist Nachrichtenquelle und Rückzugsort, Ausgangspunkt begeisternder Slapstick (der dicke Elefant passt nicht ins Ein- und Ausstiegsloch) wie solidarischer Streitschlichtung und Problembewältigung. Ob Erwachsene am liebsten Gras über die von ihnen selbst geschaffenen Probleme wachsen lassen oder Wollfäden die Darsteller mit dem Publikum und damit die Tiere mit den Menschen verknüpfen – die witzigen wie hintergründigen Bildmetaphern versteht jeder von acht bis achtzig Jahren auch ohne Holzhammer-Dramaturgie. „Die Konferenz der Tiere“ ist wieder am Mittwoch, 1. Juli 2026, am Donnerstag, 2. Juli 2026 sowie am Freitag, 3. Juli 2026, jeweils um 10 Uhr in den Flottmannhallen zu sehen. Karten auch für die „Pinocchio“-Vormittagsvorstellungen unter karten@theaterkohlenpott.de oder bei Gabriele Kloke unter Tel 0162 – 286 90 37.

10 Uhr

Vier verschiedene Stücke für Kinder und Jugendliche

Theater Kohlenpott spielt in den Flottis

Unter anderem "Troja - Blinde Passagiere" zeigt das Theater Kohlenpott im Sommer 2026 in den Flottmann-Hallen - zudem noch drei weitere Stücke.

Das Theater Kohlenpott zeigt von Mai bis Juli 2026 insgesamt vier verschiedene Stücke im Theatersaal der Flottmann-Hallen (Straße des Bohrhammers 5). Gespielt werden „Troja - blinde Passagiere“, „1984“, „Pinocchio - ein Road Trip“ und die „Konferenz der Tiere“. „Troja - blinde Passagiere“ (halloherne berichtete) wird von Mittwoch bis Freitag, 6. bis 8. Mai 2026, jeweils um 10 Uhr als Schulvorstellung gezeigt und eignet sich für Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren. Darum geht es: Briseis und Spourgitis kennen keinen Frieden. Seit zehn Jahren tobt der trojanische Krieg, als er ausbrach, waren sie noch kleine Kinder. Beide haben von den Kriegern gelernt: Hasst eure Feinde! „Die Griechen haben alle Fell!“, davon ist Spourgitis überzeugt. Obwohl er noch nie einen gesehen hat. „Alle in Troja haben Schweinenasen“, ist sich Briseis sicher. Und dass, obwohl sie keinen Trojaner kennt. Es ist Krieg, da lernt man sich nicht kennen, da wird nur gekämpft. Aber eines Nachts begegnen sich die beiden doch. In der letzten Nacht des Krieges treffen sie im trojanischen Pferd aufeinander. Und werden dabei beobachtet vom Götterboten Hermes, der eine ganz eigene Meinung vom Krieg hat. Karten gibt es zum Preis von 14 Euro (ermäßigt acht Euro) per Mail an karten@theaterkohlenpott.de. Schulgruppen zahlen sechs Euro pro Person, eine Begleitperson hat freien Eintritt. Anmeldung für Gruppen unter barbara.feldbrugge@theaterkohlenpott.de oder Tel 0177/5475568. Das Stück „1984“ nach George Orwell (halloherne berichtete) wird am Mittwoch und Donnerstag, 27. und 28. Mai 2026, jeweils um 10 Uhr gezeigt und ist der Kategorie Kinder- und Jugendtheater zuzuordnen und ab 13 Jahren geeignet. Darum geht es: „Big brother is watching you“, diesen weltberühmten Satz schrieb George Orwell 1948 in seinem Buch „1984“. Inzwischen ist er zum Synonym für jede Form des Überwachungsstaats geworden. Viele Situationen, die Orwell 1948 als beängstigende Zukunftsvision erzählte, kommen uns 2025 verstörend heutig vor. Aber 1984 ist weit mehr als eine Dystopie, es erzählt die Liebesgeschichte von Winston und Julia. Aber kann man eine Liebe leben in Zeiten, in denen jeder jedem misstraut? Karten gibt es zum Preis von 14 Euro (ermäßigt acht Euro) per Mail an karten@theaterkohlenpott.de. Schulgruppen zahlen sechs Euro pro Person, eine Begleitperson hat freien Eintritt. Anmeldung für Gruppen unter barbara.feldbrugge@theaterkohlenpott.de oder Tel 0177/5475568. Es herrscht freie Platzwahl. Das Stück „Pinocchio - ein Road Trip“ (halloherne berichtete) wird von Dienstag bis Donnerstag, 16. bis 18. Juni 2026, jeweils um 10 Uhr gezeigt. Es ist für Kinder ab sechs Jahren geeignet. Darum geht es: Kann man sich sein Kind einfach schnitzen? Nein? Gepetto kann das, denn er ist der beste Tischler weit und breit. Trotzdem ist er überrascht, als seine Holzfigur plötzlich anfängt zu leben, zu reden und zu widersprechen und zu lernen, wie ein ganz normales Kind. Als Pinocchio dann plötzlich aus der Tischlerei verschwindet, um die Welt zu entdecken, macht sich Gepetto auf den Weg, um seinen Jungen zu suchen. Und so beginnt eine abenteuerliche Reise, mit unerwarteten Begegnungen an fabelhaften Orten. Eine Geschichte voller Humor und voller Fragen an das Leben, eine Geschichte vom Erwachsen werden, die in den mehr als hundert Jahren seit seinem Erscheinen, nicht an Brisanz verloren hat. Um schließlich ein richtiges Kind zu werden, muss Pinocchio am Ende auf seine Unsterblichkeit verzichten. Denn die Sterblichkeit ist das größte Geschenk des Lebens, behauptet die Fee… Karten gibt es zum Preis von 14 Euro (ermäßigt acht Euro) per Mail an karten@theaterkohlenpott.de per DM an den Instagramaccount @theaterkohlenpott. Schulgruppen zahlen sechs Euro pro Person, eine Begleitperson hat freien Eintritt. Anmeldung für Gruppen unter barbara.feldbrugge@theaterkohlenpott.de oder Tel 0177/5475568. Das Theaterstück „Konferenz der Tiere“ (halloherne berichtete) läuft von Mittwoch bis Freitag, 1. bis 3. Juli 2026, jeweils um 10 Uhr. Es gehört zum Kinder- und Jugendtheater und ist für Zuschauer ab acht Jahren geeignet. Darum geht es: Die Welt ist in Aufruhr: überall gibt es Kriege, Krisen und Armut. Und die Erwachsenen? Die suchen in einem fort vergeblich nach Lösungen. Und so endet auch die 86. Konferenz der Menschen ohne ein Ergebnis. Eine Katastrophe! Finden die Tiere und Löwe, Giraffe und Elefant organisieren eine eigene Konferenz. Es soll ein Treffen werden, bei dem sich alle Tiere und Kinder überlegen, wie ein friedliches Zusammenleben und eine gute Zukunft aussehen können. Die Frage ist nur: wie kann etwas verändert werden? Wem wird überhaupt zugehört? Und wie geht eigentlich eine Konferenz? Gemeinsam mit den Tieren begebt ihr euch auf die Reise zur Konferenz, um genau das herauszufinden. Herzlich willkommen zur ersten Konferenz der Tiere – und natürlich auch der Kinder! Karten gibt es zum Preis von 12 Euro (ermäßigt sechs Euro) per Mail an karten@theaterkohlenpott.de per DM an den Instagramaccount @theaterkohlenpott. Schulgruppen zahlen sechs Euro pro Person, eine Begleitperson hat freien Eintritt. Anmeldung für Gruppen unter barbara.feldbrugge@theaterkohlenpott.de oder Tel 0177/5475568.

10 Uhr

Caritas Herne lädt zum Demokratie- und Begegnungsfest ein

30 Jahre Integration und Migration

Mit einem Demokratie- und Begegnungsfest feiert der Caritasverband Herne am Freitag, 3. Juli 2026, das 30-jährige Bestehen seines Fachdienstes Integration und Migration (FIM) (Symbolbild).

Mit einem Demokratie- und Begegnungsfest feiert der Caritasverband Herne am Freitag, 3. Juli 2026, das 30-jährige Bestehen seines Fachdienstes Integration und Migration (FIM). Von 12 bis 17 Uhr sind alle Bürger, Familien, Vereine, Initiativen und Interessierte auf das Gelände des Caritasverbandes, Schulstraße 16 in Herne-Mitte, eingeladen. Unter dem Motto „Zusammen geht was: Ja zu Begegnung, Respekt und Vielfalt in Herne“ setzt die Veranstaltung ein Zeichen für Demokratie, gesellschaftlichen Zusammenhalt und ein respektvolles Miteinander in der Stadt. Seit drei Jahrzehnten begleitet der Fachdienst Menschen mit Einwanderungs- und Fluchtgeschichte beim Ankommen in Herne, unterstützt sie bei der gesellschaftlichen Teilhabe und schafft Räume für Begegnung, Austausch und Verständigung. Was 1996 als Antwort auf die Herausforderungen einer vielfältiger werdenden Gesellschaft begann, ist heute ein wichtiger Bestandteil der sozialen Infrastruktur in Herne. Tausende Menschen haben in den vergangenen 30 Jahren Beratung, Orientierung und Unterstützung erhalten. Gleichzeitig wurden Netzwerke aufgebaut, Projekte entwickelt und Brücken zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft geschlagen. Der Fachdienst hat die Integrationsarbeit in Herne über drei Jahrzehnte hinweg maßgeblich mitgestaltet und gehört heute zu den zentralen Anlaufstellen für Menschen mit Einwanderungs- und Fluchtgeschichte in der Stadt. „Seit 30 Jahren steht unser Fachdienst Integration und Migration für gelebte Solidarität, gesellschaftliche Teilhabe und ein respektvolles Miteinander. Die vielen Menschen, die wir in dieser Zeit begleiten durften, haben unsere Stadt mitgeprägt und bereichert. Dieses Jubiläum ist für uns Anlass, Danke zu sagen und zugleich ein deutliches Zeichen für Demokratie und Zusammenhalt zu setzen“, erklärt Caritas-Vorstand Ansgar Montag. Das Jubiläum solle nicht nur Anlass zum Rückblick sein, sondern auch den Blick in die Zukunft richten. Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung, zunehmender Ausgrenzungstendenzen und demokratischer Herausforderungen seien Orte der Begegnung wichtiger denn je. „Integration gelingt dort, wo Menschen einander begegnen, miteinander ins Gespräch kommen und gemeinsam Verantwortung für das Zusammenleben übernehmen. Genau dafür steht unsere Arbeit seit 30 Jahren. Mit dem Demokratie- und Begegnungsfest möchten wir die Vielfalt in Herne sichtbar machen und Menschen zusammenbringen, die unsere Stadt jeden Tag mitgestalten“, sagt Ahmad Omeirate, Fachbereichsleitung Integration, Migration, Beratende Dienste und Quartiersarbeit beim Herner Caritasverband. Die Besucher:innen erwartet ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm mit Musik, Tanz, künstlerischen Beiträgen und Mitmachaktionen. Zahlreiche Vereine, Initiativen und Organisationen aus dem Herner Netzwerk präsentieren ihre Arbeit und laden zum Austausch ein. Für Kinder und Familien stehen unter anderem eine Hüpfburg, Kinderschminken und weitere Spiel- und Mitmachangebote bereit. Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt. Der Caritasverband lädt alle Bürger ein, das Jubiläum gemeinsam zu feiern, miteinander ins Gespräch zu kommen und ein sichtbares Zeichen für Respekt, Vielfalt und Demokratie in Herne zu setzen. Der Eintritt ist frei. Hinweis: Das Demokratie- und Begegnungsfest ist als Open-Air-Veranstaltung geplant. Über eventuelle wetterbedingte Änderungen informiert der Caritasverband Herne rechtzeitig über seine Kommunikationskanäle.

12 Uhr

'La fanciulla del West' in Essen

Der Wilde Westen in der Oper

Nicht nur Sheriff Jack Rance (Massimo Cavalletti, vorn) ist fasziniert vom aufregenden Cowgirl Minnie (Ilaria Alida), hat bei ihr aber – im wahren Wortsinn – die schlechteren Karten.

Sie steht gar nicht so selten auf den Spielplänen nicht nur der „Großen Häuser“ wie der Staatsoper und der Deutschen Oper Berlin, wie in Hamburg oder München, wo der Filmregisseur Andreas Dresen das 1910 in der New Yorker Metropolitan Opera uraufgeführte Werk inszenierte, auch Hagen und mit Detmold sogar ein Landestheater haben sich an den Dreiakter gewagt, von der ihr Komponist Giacomo Puccini schrieb: „‚La fanciulla del West‘ ist mir von allen Opern am besten gelungen.“ Dennoch gehört „Das Mädchen aus dem Goldenen Westen“, so der deutschsprachige Titel, nicht wie etwa „Tosca“ oder „Bohème“ zum Standard-Repertoire, und bei uns tief im Westen schon gar nicht. Weshalb die Neuinszenierung Dirk Schmiedings, die am 28. März 2026 einen Jubelsturm des Premierenpublikums im Essener Aalto-Theater evozierte wie schon lange nicht mehr, ein Ausrufezeichen setzt zum Ende der Intendanz von Dr. Merle Fahrholz. In der stimmungsvoll ausgestalteten Saloon-Kulisse von Ralf Käselau vertreiben sich die Goldgräber mit Kartenspiel und Whiskey die Zeit. Sie warten auf ihren größten Schatz, der ihr Heimweh stillt und den Feierabend nach einem harten Arbeitstag versüßt: Minnie (das blonde Cowgirl scheint gerade der „True Grit“-Leinwand entstiegen zu sein: die feurige italienische Sopranistin Ilaria Alida Quilico) gibt den harten Kerlen nicht zuletzt mit mahnenden Worten aus der Bibel ein warmes, familiäres Gefühl in der kalten Fremde. Als ein geheimnisvoller Fremder den Saloon „Polka“ betritt, zeigt sich nicht nur Sheriff Jack Rance (der international gefragte italienische Bariton Massimo Cavalletti als Gast) von seiner eifersüchtigen Seite. Denn Minnie scheint den Mann zu kennen, der sich als Dick Johnson (der dritte Großkaräter dieser Produktion wechselte zu Saisonbeginn von der Deutschen Oper Berlin nach Essen: der venezuelanische Tenor Jorge Puerta) ausgibt, in Wahrheit aber der gesuchte Verbrecher Ramerrez ist, der mit seiner Bande das von den Minenarbeitern geschürfte und von Minnie bewachte Gold rauben will… Nach Vollendung seiner „Butterfly“ war Puccini auf der Suche nach „etwas Neuem, Bewegendem und nie Gesehenem“. Seine Muse, die wohlhabende und überdies verheiratete Londonerin Sybil Seligman, besorgte ihm die italienische Übersetzung des Dramas „The Girl Of The Golden West“, in dem David Belasco den kalifornischen Goldrausch der 1850er Jahre aufgreift. Zusammen mit den Librettisten Guelfo Civinini und Carlo Zangarini entstand so die wahrscheinlich erste „Wildwestoper“ der Musikgeschichte, eine spannende, hoch emotionale Mischung aus Western-Romantik („Lucky Strike!“), Krimi-Spannung sowie Liebes- und Eifersuchtsdramatik. Puccinis Musik ist vergleichsweise arm an Arien, aber voll wunderbarer, mit amerikanischer Musik unterlegter Melodien, vom melancholischen Lied „Che faranno“ des heimwehkranken Jake Wallace über Minnies zarte Auftrittsarie „Dove eravamo?“ und Liebeslieder wie „Oh, se sapeste“ und „Ma non vi avrei rubato!“ bis hin zu Johnsons Arie „Ch’ella mi creda“, in der er darum bittet, dass Minnie nichts von seinem Tod erfahren soll. Das sind große Puccini-Momente, die unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Andrea Sanguineti voll zur Geltung kommen. In den Folgevorstellungen wird auch die armenische Sopranistin Astrik Khanamiryan aus dem Aalto-Ensemble in der Partie der Minnie zu erleben sein. Das Aalto-Regiedebüt Dirk Schmedings fällt zwiespältig aus. Auf der einen Seite sein vom Broadway und von Charlie Chaplins Film „The Gold Rush“ inspiriertes Konzept, eine Western-Filmkulisse zum Schauplatz zu machen, in der Charlie Chaplin in seiner 1915er Rolle als „The Tramp“ auf einem Dolly genannten Kamerawagen auf Schienen hereinfährt und der Videograf Johannes Kulz für Marlboro-Atmosphäre auf der Leinwand sorgt. Im Chaplin-Kostüm steckt übrigens Jihoon Kim, der gleich nach dem kollektiven „Hallo“-Auftakt des 1. Aktes das berührende Lied des Jake Wallace singt. Und im Bären-Kostüm steckt Jana Marković, die bisweilen wie ein flauschiges Nummerngirl über die Szene tapert. Womit wir bei der anderen Seite des Regiekonzeptes angekommen sind, das Puccinis Happy End (Minnie und Johnson sitzen auf Kinosesseln statt in Freiheit das Land zu verlassen) für unvermittelbar hält: Die Rollenbezeichnung Wowkle und Billy Jackrabbit verweisen auf das in der Oper vorkommende Indigenen-Paar (um das andere „I-Wort“ zu vermeiden). Das geht heute natürlich ebenso wenig wie die mexikanische Herkunft der Räuberbande. Also haben sich das Regieteam und die Aalto-Dramaturgin Savina Kationi auf eine „humorvolle Setzung“ verständigt, die über knapp drei Stunden wie ein Fremdkörper wirkt. Karten unter theater-essen.de oder unter Tel 0201 - 81 22 200.

19:30 Uhr

Ausstellung als 'begehbares Kinderbuch' erlebbar

„Emil und der Wal“ im Heimatmuseum

'Emil und der Wal' sind nun im Heimatmuseum zu bestaunen.

Das Heimatmuseum Unser Fritz präsentiert „Emil und der Wal“ als „begehbares Kinderbuch“ inklusive Bällebad, Spielstationen, dem Stillen (Kuschel-) Ozean, einem Trickfilm und Vitrinen voll mit Spielzeug. Eine Ausstellung für kleine und große Leichtmatrosinnen und Leichtmatrosen von drei bis 100 Jahren. „Ein Elefant und ein Wal schließen Freundschaft und erleben ein spannendes Abenteuer auf hoher See. Mit Möwen, Affen und Piraten. Ausgedacht hat sich das Kai Dümpe aus Castrop-Rauxel. Und wie die Geschichte ins Museum gekommen ist“, erklärt Ausstellungsmacher Ralf Piorr. „Kai hat mir sein Manuskript in die Hand gedrückt und ich habe es meinem Sohn als Gute-Nacht- Geschichte vorgelesen. Danach mussten wir es jeden Abend lesen. Mindestens vier Wochen lang.“ Eröffnet wurde die Ausstellung am Sonntag (31.5.2026) und ist noch bis zum 25. Oktober 2026 zu den Öffnungszeiten des Heimatmuseum erlebar.

seit 31. Mai

Ausstellung in der Schlosskapelle Strünkede

Ludger Hinse zeigt „Zauber des Lichts“

In zwölf Kirchen auf Herner Stadtgebiet, auch in der Schlosskapelle Strünkede, präsentiert der Künstler seine Lichtobjekte und lädt dazu ein, die Räume neu zu entdecken.

Die Ausstellung „Zauber des Lichts“ im Rahmen der Gesamtausstellung LICHTraum zeigt eine weitere Facette von Ludger Hinses Schaffen. In zwölf Kirchen auf Herner Stadtgebiet, auch in der Schlosskapelle Strünkede, präsentiert der Künstler seine Lichtobjekte und lädt dazu ein, die Räume neu zu entdecken. Im Emschertal-Museum wird von Sonntag, 14. Juni, bis zum Sonntag,16. August 2026, ein weiterer Bereich seiner Arbeiten zu sehen sein. Die informell-abstrakten farbigen Malereien und Aquarelle sprühen vor Lebendigkeit, ohne dass sie konkrete Dinge abbilden. Die vier Elemente Feuer, Erde, Wasser und Luft sind für seine abstrakten Werke von Relevanz. Hinse bannt Gefühle und Gedanken direkt auf die Leinwand. Die Glut des Feuers, die Materialität der Erde und das Flirren und Quirlen des Wassers übersetzt er in ein malerisches System. Hinse, geboren 1948, hat eine sehr persönliche Verbindung zur Stadt Herne. Sein Vater arbeitete als Bergmann auf der Zeche Mont Cenis, so dass er als Junge mit seinem Tretroller aus Recklinghausen zur Zeche fuhr. Seine erste Frau Ulla Schnidder stammte aus Herne-Süd, Tochter des Gewerkschafters Bernhard Schnidder. 1972 heirateten sie in Herz-Jesu und zogen nach Horsthausen. Nach seinem Studium begann er ein Verwaltungspraktikum im Jugendamt Wanne-Eickel. Seine Kinder besuchten die Hiberniaschule, so dass die Verbindung nach Herne auch noch bestehen blieb. Mit der Präsentation seiner Arbeiten auf Herner Stadtgebiet schließt sich für ihn auch ein Lebenskreis.

seit 14. Juni

Zollverein Park zum zweiten Mal zur Bühne

„Boulevard of Dreams“ kommt zurück

Die Zeche Zollverein in Essen.

Essen. Das Welterbe Zollverein feiert vom 18. Juni bis 12. Juli das Festival "Boulevard of Dreams". Dafür wird der Zollverein Park zum zweiten Mal zur Bühne für Fantasie, Kreativität und gemeinschaftliches Erleben. Jeweils von Donnerstag bis Sonntag gibt es ein barriere- und kostenfreies Programm z. B. mit Konzerten, Performances, Yoga, Tanz- und Kreativworkshops. An den Sonntagen gibt es außerdem Angebote für die ganze Familie.

seit 18. Juni

Samstag, 4. Juli

220 Jugendliche kommen zum Landesgremientreffen

Workshop „Brücken bauen unter Palmen“

Das Herner Kinder- und Jugendparlament richtet im Auftrag des NRW-Familienministeriums vom Samstag, 4. Juli, bis Sonntag, 5. Juli 2026, das 21. Treffen der Kinder- und Jugendgremien NRW in der Akademie Mont-Cenis, Mont-Cenis-Platz 1, aus.

Das Herner Kinder- und Jugendparlament richtet im Auftrag des NRW-Familienministeriums vom Samstag, 4. Juli, bis Sonntag, 5. Juli 2026, das 21. Treffen der Kinder- und Jugendgremien NRW in der Akademie Mont-Cenis, Mont-Cenis-Platz 1, aus. Rund 220 junge Teilnehmende aus 40 Städten werden zu diesem Netzwerktreffen erwartet. Der diesjährige „Workshop unter Palmen“ steht im Kontext der Manifesta 16 Ruhr unter dem Leitgedanken Build Bridges (Brücken bauen). Im Mittelpunkt stehen Begegnung und Austausch. Zudem feiert der von Armin Laschet gegründete Kinder- und Jugendrat NRW sein 20-jähriges Bestehen. Zu Gast sind Abordnungen aus Brandenburg, Niedersachsen sowie aus der britischen Partnerstadt Wakefield. Das Programm bietet unter anderem eine Diskussionsrunde am Sonntag, 5. Juli 2026: Gespräch mit dem Politikwissenschaftler Prof. Dr. Sebastian Kurtenbach, Mitautor des Sachbuchs „Kinder – Minderheit ohne Schutz“.

MTB-Fahrtechnik-Training auf der Halde Hoheward

Mehr Spaß, weniger Angst auf dem Bike

Im Landschaftspark Hoheward kann man auf der Halde ein MTB-Fahrtechnik-Training nutzen.

Herten/Recklinghausen. Mehr Spaß, weniger Angst: Unter diesem Motto bietet Mountainbike Ruhrgebiet zusammen mit dem Besucherzentrum Hoheward am Samstag, 9. Mai 2026, von 11 bis 15 Uhr ein Fahrtechnik-Training für MTB- und eMTB-Neulinge an. Ausgebildete Trainer führen auf der Halde an der Stadtgrenze Herten/Recklinghausen an die Grundlagen der richtigen Fahrtechnik heran und erleichtern den sicheren Umgang im Gelände. Nach dem Bikecheck stehen u.a. die korrekte Haltung und Blickführung sowie Kurven- und Bremsen-Basics auf dem Programm. Voraussetzung für die Teilnahme sind ein technisch funktionsfähiges MTB sowie Helm, Handschuhe und Radbrille. Protektoren werden empfohlen. Außerdem sollten Pannenausrüstung und Proviant mitgebracht werden. Treffpunkt ist das Besucherzentrum Hoheward, Werner-Heisenberg-Straße 14 in Herten. Der Kurs kostet 99 Euro. Eine Anmeldung unter http://www.hoheward.rvr.ruhr, 02366/181160 oder hoheward@rvr.ruhr ist notwendig. Weitere MTB-Trainings finden am jeweils am Samstag, 4. Juli, 1. August und 19. September 2026 statt. Das Besucherzentrum Hoheward ist eine Einrichtung des Regionalverbandes Ruhr (RVR) in Kooperation mit den Städten Herten und Recklinghausen. Alle Veranstaltungen und Infos sind unter https://www.hoheward.rvr.ruhr zu finden.

11 Uhr

Besucher können die Schule kennenlernen

Galileo-Schule lädt zum Schulfest 2026 ein

Die Galileo-Schule feiert das Schulfest.

Die Galileo-Schule lädt am Samstag, 4. Juli 2026, von 12 bis 16 Uhr zum diesjährigen Schulfest ein. Das Fest bildet den feierlichen Abschluss der vorausgehenden Forscher-Woche und steht unter dem Motto: Entdecken, ausprobieren und staunen. Eingeladen sind alle Mitglieder und Familien der Schulgemeinde, ehemalige Schüler, unsere zukünftigen Schüler sowie alle Interessierten. Gemeinsam wird das Schulfest um 12 Uhr auf dem Schulhof eröffnet. Die Besucher erwartet ein abwechslungsreicher Nachmittag mit vielfältigen Spiel-, Bewegungs-, Kreativ- und Forscherangeboten für Kinder und Familien. Zahlreiche Mitmachstationen laden dazu ein, selbst aktiv zu werden, Neues auszuprobieren und gemeinsam zu staunen. Mit einem Forscherpass können die verschiedenen Stationen besucht und entdeckt werden. Nach erfolgreicher Teilnahme wartet ein Abschluss-Button als Erinnerung auf die Kinder. Auch kulinarisch ist für alle Gäste gesorgt. Darüber hinaus präsentieren die Kinder Ergebnisse und Eindrücke aus der Forscher-Woche und geben Einblicke in ihre Projekte und Ideen. Mit dem Schulfest möchte die Galileo-Schule Begegnungen schaffen, Gemeinschaft stärken und die Freude am gemeinsamen Lernen, Entdecken und Forschen sichtbar machen. Die Galileo-Schule freut sich auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher und ein fröhliches gemeinsames Fest.

12 Uhr

'Kleidung. Kommunikation. Knigge.'

Die kfd Herz Jesu lädt zum Vortrag

Welche Kleidung steht uns.

Die kfd Herz Jesu Herne lädt am Samstag, 4. Juli 2026, ab 14:30 Uhr zu einem interaktiven Vortrag unter dem Titel „Kleidung. Kommunikation. Knigge. Die drei K‘s Emschertal von heute“ ins Gemeindezentrum ein. Imageberaterin Ingrid Muhr-Hellmann wirft einen frischen Blick auf Stil, Auftreten und Miteinander - lebensnah, verständlich und mit einem feinen Augenzwinkern. Ein Nachmittag voller Impulse für Frauen, die wissen, wer sie sind - und das auch ausstrahlen möchten. Der Eintritt beträgt 8 Euro. Anmeldungen sind möglich nach den Hl. Messen in Herz Jesu an den Sonntagen 14., 21. und 28. Juni 2026.

14:30 Uhr

Keramische Werkstatt Margaretenhöhe in der Künstlerzeche

Stille Gäste auf Unser Fritz 2/3

Florian Kunath, 1. Stellv. Vorsitzender der Künstlerzeche, präsentiert die in der Keramischen Werkstatt Margaretenhöhe hergestellte Ehrengabe der Stadt Herne mit dem neuen Wappen nach dem Zusammenschluss mit Wanne-Eickel.

Mit der Ausstellung „Stille Gäste“ präsentiert die Künstlerzeche Unser Fritz 2/3 vom 13. Juni bis 5. Juli 2026 Arbeiten der Keramischen Werkstatt Margaretenhöhe in Essen um die international renommierte koreanische Keramikerin Young-Jae Lee. Die Vernissage beginnt am Samstag, 13. Juni 2026, um 17 Uhr. Während in der Schwarzkaue die aktuellen Produkte der Essener, die übrigens sämtlich käuflich erworben werden können, sowie Sonderanfertigungen verschiedener Werkstatt-Keramiker zu sehen sind, hat Young-Jae Lee, seit 1986 (Ko-) Leiterin des inzwischen auf Zollverein residierenden Unternehmens, in der Weißkaue eine großflächige Bodeninstallation mit Objekten seit Gründung gestaltet. Auch ein Herner Krug ist vertreten: Zwischen 1970 und 1980 kamen die mit dem Stadtwappen geschmückten Ehrengaben aus der Essener Werkstatt. Da es 1975 zur Vereinigung mit Wanne-Eickel kam, gibt es zwei Krug-Varianten. Florian Kunath, 1. Stellv. Vorsitzender der Künstlerzeche: „Keramik gehört für viele Menschen selbstverständlich zum Alltag. Teller, Schalen, Becher, Vasen oder Gefäße werden täglich genutzt und oft kaum bewusst wahrgenommen. Dabei vereinen diese Objekte handwerkliche Meisterschaft, gestalterische Qualität und künstlerischen Ausdruck. Die Ausstellung „Stille Gäste“ möchte den Blick auf diese oft übersehene Seite der Keramik lenken.“ Der Titel, so Kunath, verweist auf die besondere Rolle keramischer Objekte: „Sie begleiten uns meist unauffällig durch das Leben, sind ständig präsent und bleiben dennoch häufig unbeachtet. In der Künstlerzeche treten sie aus dieser stillen Rolle heraus und werden als eigenständige Kunstwerke sichtbar. Die Arbeiten der Keramischen Werkstatt Margaretenhöhe begegnen dabei einer ungewöhnlichen Umgebung. In den Räumen der ehemaligen Zeche treffen zeitgenössische Keramikkunst und Industriekultur aufeinander. Es entsteht ein spannender Dialog zwischen der Ruhe und Präzision keramischer Formen und der Geschichte eines Ortes, der einst von Kohleförderung und schwerer Arbeit geprägt war.“ Als Margarete Krupp 1924 ein Siedlungsvorhaben in der Stadt Essen realisierte, das nach ihr „Margaretenhöhe“ benannt wurde, sollten die Bauten mit keramischem Schmuck ausgestattet werden. So initiierte Hermann Kätelhön, ihr künstlerischer Berater, die Gründung einer Keramikwerkstatt auf dem Gelände und bestimmte Will Lammert zum Leiter der Werkstatt, die 1925 als „Keramische Werkstatt Margaretenhöhe“ in das Handelsregister eingetragen wurde. 1986 haben die 1951 in Seoul geborene, bei Margot Münster (Keramik) und Erwin Schutzbach (Formgestaltung) an der Fachhochschule Wiesbaden ausgebildete Koreanerin Young-Jae Lee und die gebürtige Essenerin Hildegard Eggemann, die am 12. Mai 2025 verstarb, die Leitung übernommen mit dem Ziel, das Manufakturprogramms mit Serienproduktion eines speziell entworfenen Geschirrs unter Rückbesinnung auf die formalen Grundprinzipien des Bauhauses wiederaufzunehmen. 1987 erfolgte der Umzug in das Baulager des Weltkulturerbes Zeche Zollverein. 2006 ist die Werkstatt von der Ruhrkohle (RAG) übernommen und Young-Jae Lee, seit 1993 alleinige Leiterin, als Geschäftsführerin bestallt worden. Die Ausstellung wird am Samstag, 13. Juni 2026, um 17 Uhr eröffnet. Zur Einführung sprechen Prof. Dr. Hans-Peter Noll, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Stiftung Zollverein, sowie Dr. des. Sebastian Bank, Kurator für Europäisches Porzellan an den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und Vizepräsident der Gesellschaft der Keramikfreunde e.V. Begleitend zur Ausstellung finden weitere Veranstaltungen statt: Das Künstlercafé öffnet am Samstag, 20. Juni 2026, von 14.30 bis 16.30 Uhr in der Schwarzkaue. Und der beliebte „Schichtwechsel“ nach Feierabend findet wieder am Freitag, 26. Juni 2026, zwischen 18 und 21 Uhr in der Künstlerzeche statt. Zur Finissage am Sonntag, 5. Juli 2026, gibt’s einen Vortrag zum Thema „Weißes Gold“ mit anschließendem Austausch bei Kaffee und Kuchen. Die Ausstellung „Stille Gäste“ wird im Rahmen des Jahresthemas „Grenzbereiche II: Keramik“ vom 13. Juni bis 5. Juli 2026 in der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3, Zur Künstlerzeche 10 in 44653 Herne gezeigt zu folgenden Öffnungszeiten: Mi 15 – 18 Uhr, Sa 15 – 18 Uhr und So 14 – 17 Uhr sowie nach Vereinbarung unter Tel. 02325 – 55 91 462.

15 Uhr

Saisonhöhepunkt an der Rheinoper

Astor Piazzollas „María de Buenos Aires“

Als María mit Ovationen gefeiert: die international gefragte Mezzosopranistin Maria Kataeva (Mitte) aus dem Ensemble der Deutschen Oper am Rhein.

María (mit Ovationen gefeiert: die international gefragte Mezzosopranistin Maria Kataeva aus dem Ensemble) liegt zusammengekauert auf dem Souffleurkasten an der Rampe. Sie ist gestorben, wie uns der hier nicht nur, aber vor allem in der Tradition des antiken griechischen Kommentators gefragte Chor mitteilt. Die Bühne Katrin Connans, ein surreales Environment, ist eine einzige Augenweide: Sie ist der Sala Planeta nachempfunden, einem Varietétheater in der argentinischen Hauptstadt, dem Uraufführungsort der einzigen Oper Astor Piazzollas „María de Buenos Aires“. Im Hintergrund ein riesiges aufgefächertes Bandonéon, rechts ein weißer Kindersarg und zu beiden Seiten Musikinstrumente. Zu dieser halbseidenen Kaschemmen-Atmosphäre passt El Duende, der die vergessene Stimme Marías beschwört und ihre Geschichte erzählt. Dieser Geist, verkörpert von der argentinischen Sänger-, Schauspieler- und Komponisten-Legende Alejandro Guyot, kommt wie ein Held aus einem 1950er-Jahre-Western daher, dem Jorge Jara freilich ein pinkes Outfit verpasst hat. Unterstützt wird er von einem alten, Payador genannten Bandonéon-Sänger (der Bariton Jorge Espino aus dem Ensemble), der, statt sich auf der Gitarre zu begleiten, auf dem Klavier rechterhand sitzt und – als Chronist – auf einer alten mechanischen Schreibmaschine tippt. „Ich bin María… María Tango, María der Vorstadt, María Nacht, María fatale Leidenschaft, María der Liebe zu Buenos Aires bin ich!“: Während die Kellner-Riege im Hintergrund als Walk-Act in Slowmotion ihrer Profession nachgeht, von Running Gag kann hier nicht wirklich die Rede sein, geht es vorn um die vielfältigen Facetten der Titelfigur, die sich später verdreifacht als Schatten (die Sopranistin Morenike Fadayoumi aus dem Ensemble) und als Puppe mit charakteristischen flammend roten Haaren. Effektvoll unterstützt von nur scheinbaren Live-Bildern auf dem Gazevorhang entsteht ein Eindruck des auch verruchten Lebens in Buenos Aires, „der Stadt des Schmerzes und der Feste“ – zusammen mit der mitreißenden „Tango Nuevo“-Musik Astor Piazzollas. Welche plötzlich, geradezu ein Schreckmoment, von einem auf Deutsch gesungenen Chorgesang unterbrochen wird: „Du edles Angesichte…“ aus Johann Sebastian Bachs Matthäus-Passion. Der zweiten Strophe des Chorals „O Haupt von Blut und Wunden“ folgt vor der Pause noch mit der emotionsgeladenen, von Morenike Fadayomi gesungenen Arie „Erbarme dich“ ein weiteres Stück aus der Matthäus-Passion, während im zweiten (Backstage-) Teil Auszüge der h-Moll-Messe Bachs und seines Adagios nach Marcello erklingen: Astor Piazzolla ist mit der Musik Bachs in Paris erstmals in Berührung gekommen, die ihn fortan sein ganzes Leben (1921 Mar del Plata – 1992 Buenos Aires) begleitet hat. Der Schauwert der Inszenierung Johannes Eraths („Vissi d’arte“, „La Sonnambula“ und „Septembersonate“ an der Rheinoper) ist enorm, etwa wenn ein Gitter zur funkensprühenden Lichtquelle für einen ikonischen Auftritt der „aufregenden Zauberin“ wird. Die Handlung der am 8. Mai 1968 uraufgeführten „Tango Operita“, die gerade zur Karnevalszeit ins katholisch geprägte Rheinland passt, Premiere war am 7. Februar 2026 im Düsseldorfer Opernhaus, gerät dabei etwas ins Hintertreffen, was freilich auch an der sehr poetischen Sprache des Librettisten Horacio Ferrer liegt: Seine verrätselten lyrischen Metaphern, noch dazu mit dem „Lunfardo“ genannten Dialekt, der „Ganovensprache“ der Jahrhundertwende um 1900 aus den Hafenvierteln La Boca und Palermo in Buenos Aires durchzogen, lassen sich kaum ins Deutsche übertragen und noch weniger zu Übertiteln verkürzen. Die Passionsgeschichte Marías zwischen Lebensfreude und Melancholie, die ihr Glück in der Großstadt Buenos Aires suchte und sterbend zur mythischen Gestalt wird, entfaltet sich in der grandiosen Rheinopern-Produktion, für mich ein Saisonhöhepunkt, zum einen optisch. Wozu neben den Ausstattern (im zweiten Teil eine wilde Mischung aus Pop-Art und Frida Kahlo-Kostümen) und der Videokünstlerin Bibi Abel (mit Anklängen an den Düsseldorfer Akademie-Professor Gerhard Richter) wesentlich die argentinische Choreographin Agostina Tarchini beiträgt: Die weltweit renommierte Meisterin des Tango Argentino kann man auch als feurige Tänzerin an der Seite ihrer Landsleute Mariano Agustín Messad und Andrés Sautel auf der Bühne bewundern. Zum anderen musikalisch. Unter der Leitung des mehrfach ausgezeichneten argentinisch-italienischen Dirigenten Mariano Chiacchiarini klingen die 20-köpfigen Düsseldorfer Symphoniker, verstärkt um die Pariser Bandonéon-Virtuosin Carmela Delgado und den serbischen Gitarristen Ilija Tošić, als hätten sie den Tango im Blut. Unter der Führung des neuen Direktors Albert Horne sorgt der als Sprechchor wie szenisch stark geforderte Chor der Deutschen Oper am Rhein schließlich für beglückenden Raumklang aus des Proszeniums-Logen. Karten unter operamrhein.de oder Tel. 0211 – 8925211. Karten unter theater-duisburg.de oder Tel. 0203 – 28362100.

19:30 Uhr

Altmeisterlich: 'Endstation Sehnsucht'

John Neumeier an der Rheinoper

Selbst in der Irrenanstalt scheint die hauchzarte Prinzessin Blanche DuBois (Sophie Martin) ein Heiligenschein zu umgeben.

Die Endstation, an der die verarmte Südstaatenschönheit Blanche DuBois (hauchzarte Prinzessin: Sophie Martin) die Straßenbahn verlässt, ist ein ziemlich heruntergekommenes zweistöckiges Haus im Vieux Carre, dem französischen Viertel von New Orleans. Genauer gesagt eine enge Zweizimmerwohnung im Erdgeschoß, in der ihre lebenslustige Schwester Stella (unbedarfte Naive: Clara Nougé-Cazenave) zusammen mit ihrem Gatten Stanley Kowalski (nicht wirklich animalisch: Olgert Collaku) zur Untermiete wohnt. Blanche sucht Zuflucht bei ihrer jüngeren Schwester, nachdem sie nicht nur den von ihr verwalteten Familienbesitz Belle Rêve verloren, sondern nach einer Affäre mit einem minderjährigen Schüler auch noch ihre Stelle als Lehrerin eingebüßt hat. Doch Blanche hat sich in ihrer Scham vor der eigenen Wahrheit und ihrem Ekel vor dem wie zu erwarten konfliktträchtigen Zusammenleben auf engstem Raum mit dem machohaften „Polacken“ Stanley längst in die Traumwelt einer glücklicheren Vergangenheit zurückgezogen wie in ein Schneckenhaus. Selbst gegenüber ihrer einzigen Hoffnung auf Sicherheit und männlichen Schutz, Stanleys Kumpel Mitch (kein Mann zum Lieben: Nelson López Garlo), spielt Blanche die ewig junge, unberührte Elfe. Stanley hat Blanches Geschichte vom Verlust des traditionsreichen Familiengutes stets misstraut. Als er jetzt mitbekommt, wie sie sich an ihre Schwester klammert und diese zu beeinflussen trachtet, sich von ihm als einem „Überlebenden der Steinzeit“ zu trennen trotz des Kindes, dass sie erwartet, recherchiert er Blanches Vergangenheit. Mit dem Resultat, dass Mitch sie fallen lässt: Blanche ist endgültig aller Hoffnungen beraubt, zumal sich ihre Schwester ausdrücklich zu Stanley bekennt. Der es sich nicht nehmen lässt, seinen Sieg auszukosten... Die tragische Geschichte um Verlust, Liebe und Gewalt gehört zu den bedeutendsten Werken des Dramatikers Tennessee Williams. Es ist 1947 unter dem Originaltitel „A Streetcar Named Desire“ in New York von Elia Kazan u.a. mit Jessica Tandy und Marlon Brando uraufgeführt, im Jahr darauf mit dem begehrten Pulitzer-Preis ausgezeichnet und 1951 durch die Verfilmung Kazans mit Vivien Leigh und Marlon Brando weltberühmt geworden. Der 1939 geborene US-amerikanische Tänzer und Choreograph John Neumeier, von 1969 bis 1973 Ballettdirektor in Frankfurt am Main und anschließend bis 2024 am Hamburg Ballet, das er zu Weltgeltung geführt hat, gilt als Meister des Handlungsballetts. Seine zweistündige Version der „Endstation Sehnsucht“, 1983 für das Stuttgarter Ballett mit Marcia Haydée als Hauptfigur entstanden, ist ein mit einer Vielzahl von Preisen gewürdigter Klassiker, der bei der Premiere im Opernhaus Düsseldorf minutenlang mit stehenden Ovationen gefeiert wurde. John Neumeiers Version beginnt in der Irrenanstalt, in die Blanche DuBois eingeliefert worden ist, und erzählt die auf Belle Rêve („Schöner Traum“) spielende Vorgeschichte eines desaströsen Hochzeitstages: Nachdem Blanche ihren Bräutigam Allan Gray (Gustavo Carvalho) inflagranti in den Armen seines Freundes (Dukin Seo) erwischt hat, erschießt sich Allan – ein traumatisches, Blanche immer wieder einholendes tragisches Ereignis, das sie den Kontakt zur Wirklichkeit verlieren lässt. Vergeblich sucht sie mit Männergeschichten in der Rotlicht-Absteige Flamingo-Hotel Erlösung. Unterlegt ist der 1. Akt kongenial mit Sergei Prokofjews Visions fugitives op. 22, einer Sammlung kurzer „Flüchtiger Erscheinungen“, die abwechselnd vom Band kommen oder live vom Pianisten Aleksandr Ivanov gespielt werden. Im 2. Akt ist, und zwar mit Neumeiers originalen Tonbändern von 1983, Alfred Schnittkes Sinfonie Nr. 1 zu hören, die in ihrer kontrastreichen Polystilistik exakt zur dramatischen Choreographie passt, zumindest für meine Ohren aber die Grenze der Erträglichkeit erreicht. „Endstation Sehnsucht“ ist ein alles andere als in die Jahre gekommenes Ereignis und nur noch bis zum 9. Juli 2026 in der Rheinoper zu sehen ohne Übernahme nach Duisburg in der kommenden Spielzeit 2026/27. Karten unter operamrhein.de oder Tel. 0211 – 8925211 für die weiteren Vorstellungen im Düsseldorfer Opernhaus:

19:30 Uhr

Ausstellung als 'begehbares Kinderbuch' erlebbar

„Emil und der Wal“ im Heimatmuseum

'Emil und der Wal' sind nun im Heimatmuseum zu bestaunen.

Das Heimatmuseum Unser Fritz präsentiert „Emil und der Wal“ als „begehbares Kinderbuch“ inklusive Bällebad, Spielstationen, dem Stillen (Kuschel-) Ozean, einem Trickfilm und Vitrinen voll mit Spielzeug. Eine Ausstellung für kleine und große Leichtmatrosinnen und Leichtmatrosen von drei bis 100 Jahren. „Ein Elefant und ein Wal schließen Freundschaft und erleben ein spannendes Abenteuer auf hoher See. Mit Möwen, Affen und Piraten. Ausgedacht hat sich das Kai Dümpe aus Castrop-Rauxel. Und wie die Geschichte ins Museum gekommen ist“, erklärt Ausstellungsmacher Ralf Piorr. „Kai hat mir sein Manuskript in die Hand gedrückt und ich habe es meinem Sohn als Gute-Nacht- Geschichte vorgelesen. Danach mussten wir es jeden Abend lesen. Mindestens vier Wochen lang.“ Eröffnet wurde die Ausstellung am Sonntag (31.5.2026) und ist noch bis zum 25. Oktober 2026 zu den Öffnungszeiten des Heimatmuseum erlebar.

seit 31. Mai

Ausstellung in der Schlosskapelle Strünkede

Ludger Hinse zeigt „Zauber des Lichts“

In zwölf Kirchen auf Herner Stadtgebiet, auch in der Schlosskapelle Strünkede, präsentiert der Künstler seine Lichtobjekte und lädt dazu ein, die Räume neu zu entdecken.

Die Ausstellung „Zauber des Lichts“ im Rahmen der Gesamtausstellung LICHTraum zeigt eine weitere Facette von Ludger Hinses Schaffen. In zwölf Kirchen auf Herner Stadtgebiet, auch in der Schlosskapelle Strünkede, präsentiert der Künstler seine Lichtobjekte und lädt dazu ein, die Räume neu zu entdecken. Im Emschertal-Museum wird von Sonntag, 14. Juni, bis zum Sonntag,16. August 2026, ein weiterer Bereich seiner Arbeiten zu sehen sein. Die informell-abstrakten farbigen Malereien und Aquarelle sprühen vor Lebendigkeit, ohne dass sie konkrete Dinge abbilden. Die vier Elemente Feuer, Erde, Wasser und Luft sind für seine abstrakten Werke von Relevanz. Hinse bannt Gefühle und Gedanken direkt auf die Leinwand. Die Glut des Feuers, die Materialität der Erde und das Flirren und Quirlen des Wassers übersetzt er in ein malerisches System. Hinse, geboren 1948, hat eine sehr persönliche Verbindung zur Stadt Herne. Sein Vater arbeitete als Bergmann auf der Zeche Mont Cenis, so dass er als Junge mit seinem Tretroller aus Recklinghausen zur Zeche fuhr. Seine erste Frau Ulla Schnidder stammte aus Herne-Süd, Tochter des Gewerkschafters Bernhard Schnidder. 1972 heirateten sie in Herz-Jesu und zogen nach Horsthausen. Nach seinem Studium begann er ein Verwaltungspraktikum im Jugendamt Wanne-Eickel. Seine Kinder besuchten die Hiberniaschule, so dass die Verbindung nach Herne auch noch bestehen blieb. Mit der Präsentation seiner Arbeiten auf Herner Stadtgebiet schließt sich für ihn auch ein Lebenskreis.

seit 14. Juni

Zollverein Park zum zweiten Mal zur Bühne

„Boulevard of Dreams“ kommt zurück

Die Zeche Zollverein in Essen.

Essen. Das Welterbe Zollverein feiert vom 18. Juni bis 12. Juli das Festival "Boulevard of Dreams". Dafür wird der Zollverein Park zum zweiten Mal zur Bühne für Fantasie, Kreativität und gemeinschaftliches Erleben. Jeweils von Donnerstag bis Sonntag gibt es ein barriere- und kostenfreies Programm z. B. mit Konzerten, Performances, Yoga, Tanz- und Kreativworkshops. An den Sonntagen gibt es außerdem Angebote für die ganze Familie.

seit 18. Juni

Sonntag, 5. Juli

220 Jugendliche kommen zum Landesgremientreffen

Workshop „Brücken bauen unter Palmen“

Das Herner Kinder- und Jugendparlament richtet im Auftrag des NRW-Familienministeriums vom Samstag, 4. Juli, bis Sonntag, 5. Juli 2026, das 21. Treffen der Kinder- und Jugendgremien NRW in der Akademie Mont-Cenis, Mont-Cenis-Platz 1, aus.

Das Herner Kinder- und Jugendparlament richtet im Auftrag des NRW-Familienministeriums vom Samstag, 4. Juli, bis Sonntag, 5. Juli 2026, das 21. Treffen der Kinder- und Jugendgremien NRW in der Akademie Mont-Cenis, Mont-Cenis-Platz 1, aus. Rund 220 junge Teilnehmende aus 40 Städten werden zu diesem Netzwerktreffen erwartet. Der diesjährige „Workshop unter Palmen“ steht im Kontext der Manifesta 16 Ruhr unter dem Leitgedanken Build Bridges (Brücken bauen). Im Mittelpunkt stehen Begegnung und Austausch. Zudem feiert der von Armin Laschet gegründete Kinder- und Jugendrat NRW sein 20-jähriges Bestehen. Zu Gast sind Abordnungen aus Brandenburg, Niedersachsen sowie aus der britischen Partnerstadt Wakefield. Das Programm bietet unter anderem eine Diskussionsrunde am Sonntag, 5. Juli 2026: Gespräch mit dem Politikwissenschaftler Prof. Dr. Sebastian Kurtenbach, Mitautor des Sachbuchs „Kinder – Minderheit ohne Schutz“.

Familienprogramme, Lange Nacht der Mahlzeit und Extraschicht

Höhepunkte im LWL-Archäologiemuseum 2026

Das LWL Archäologiemuseum in Herne.

Auch im neuen Jahr steht das LWL-Museum für Archäologie und Kultur in Herne im Zeichen der Sonderausstellung „Mahlzeit! Wie Essen uns verbindet“, die noch bis zum 13. September in Herne zu sehen ist. Unter der neuen Leitung von Melanie Wunsch setzt das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) verstärkt auf familienfreundliche Angebote - mit einem großen Familienwochenende am 31. Januar und 1. Februar sowie dem Familiensonntag an jedem ersten Sonntag im Monat. Höhepunkte im Veranstaltungskalender sind außerdem die Lange Museumsnacht am 27. März unter dem Motto „Mahlzeit!“ und die Extraschicht am 27. Juni. Die Vortragsreihe zur aktuellen Sonderausstellung „Mahlzeit!“ beleuchtet das Thema aus Sicht von Experten unterschiedlicher Fachdisziplinen. Von der Soziologin über den Historiker und den Archäologen bis hin zum Kulturwissenschaftler mit Schwerpunkt Ernährungs- und Agrarforschung: Warum wird so viel über das Essen debattiert? Wie sah die Esskultur bei den Römern aus? Was sind Chancen und Risiken der Ernährung für die Zukunft? Diesen Fragen gehen Fachleute in Vorträgen live und im Internet über Stream auf den Grund. Am letzten Wochenende im Januar widmet sich das Museum an zwei Tagen dem Thema Essen im Mittelalter. Wie funktionierte saisonale Ernährung in Westfalen vor 700 Jahren und was wurde wie importiert? Am Familienwochenende „Gar nicht unappetitlich - Das Mittelalter in Westfalen“ von 11 bis 18 Uhr am Samstag, 31. Januar 2026, und Sonntag, 1. Februar 2026, - in Zusammenarbeit mit der Living History-Gruppe „IG-Hochgotik“ - dreht sich alles um Ernährung, Esskultur, Tischsitten und die Verfügbarkeit von Lebensmitteln um 1300. Schon damals war Essen viel mehr als reine Nahrungsaufnahme. Wie das Essen ohne Gabel funktionierte und was es bedeutete, „jemandem das Wasser reichen zu können“, erfahren Kinder und Erwachsene bei einem kleinen Ausflug in die mittelalterliche Tischkultur. Natürlich geht es auch um die Repräsentation beim Essen. Am Modell eines typischen niederdeutschen Stadthauses erfahren Besuchende mehr über die zentrale Bedeutung des Herdes und der Küche im Haus. Ernährung war durch Religion geprägt. Fachleute zeigen, wie Mönche im Mittelalter ihre Mahlzeiten schweigend zu sich nahmen und es trotzdem schafften, um etwas vom Tisch zu bitten. Die Teilnahme an den Programmen ist kostenfrei. Zu zahlen ist lediglich der Museumseintritt (für alle Teilnehmenden ab 18 Jahren). Dr. Alexander Berner, Kurator am Ruhr Museum in Essen und Liebhaber obskurer Literaturen, liest aus dem neuen Fall von Sherlock Holmes am 5. Februar ab 19 Uhr inmitten der Dauerausstellung. Darum geht es: Unmittelbar vor der Eröffnung einer neuen altägyptischen Ausstellung im British Museum verschwindet die Hauptattraktion. Der Sarkophag, in dem sich eine Pharaonenmumie befunden haben soll, ist leer. Auf Ersuchen des verzweifelten Museumsdirektors übernehmen Holmes und Watson den Fall. Über 200.000 Downloads auf Spotify machen dieses neue Abenteuer aus der Feder von William K. Steward zu einer der beliebtesten Kriminalgeschichten der vergangenen Monate. Das Programm eignet sich für Erwachsene und Jugendliche ab zwölf Jahren. Der Eintrittspreis beträgt 9 Euro. Tickets sind ab sofort auch online erhältlich. Das LWL-Museum lädt am 27. März von 18 bis 24 Uhr zur „Langen Nacht der Mahlzeit“. Neben speziellen Programmen zur Sonderausstellung, wie Führungen und Workshops, stehen Musik, Comedy und kulinarische Höhepunkte auf dem Programm. Details werden zeitnah auf der Internetseite des Museums bekannt gegeben. Der Eintritt ist an diesem Tag frei. „Aus dem Löffel wird ein Ring - Schmuckbearbeitung für Einsteiger“ heißt das Kreativ-Angebot zur Sonderausstellung „Mahlzeit!“. Im Workshop 24. Januar und 11. April 2026 können Teilnehmende von 15 bis 17 Uhr aus einem einfachen Löffel einen einzigartigen Ring formen. Zunächst suchen sie sich vor Ort einen Löffel aus (im Preis enthalten). Unter fachkundiger Anleitung erfährt alle dann Schritt für Schritt, wie man das Besteckteil bearbeitet, formt und in ein edles Schmuckstück umwandelt. Die Kosten betragen 39 Euro pro Person, inklusive Material, zuzüglich Museumseintritt für alle Teilnehmenden ab 18 Jahren. Um Anmeldung wird gebeten per E-Mail oder unter Tel. 02323 94628-0. Einen „Einstieg in die Schmiedekunst“ erwartet Interessierte vom 9 bis 10. Mai jeweils von 11 bis 17 Uhr. Die Bearbeitung von Eisen ist eine Handwerkskunst, die mit Beginn der Eisenzeit vor rund 2.800 Jahren ihren Anfang nahm. Bis heute funktioniert das Schmieden nach dem gleichen Grundprinzip wie damals: „Schmiede das Eisen, solange es noch heiß ist!“ Die Techniken hingegen haben sich stets weiterentwickelt und im Mittelalter ihren Höhepunkt erfahren. Nach einem kurzen Rundgang durch die Dauerausstellung, in der die historisch archäologische Entwicklung der Schmiedekunst erläutert wird, geht es für die Teilnehmenden ans Feuer. Unter fachmännischer Anleitung fertigen sie Objekte, die zum mittelalterlichen Alltag gehörten. Darüber hinaus kann noch weiteres nach Wunsch hergestellt werden, je nach Geschick der Teilnehmenden. Der Kursus richtet sich an Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren. Die Kosten betragen 120 Euro pro Person, inklusive Material, zuzüglich Museumseintritt für alle Teilnehmenden ab 18 Jahren. Um Anmeldung wird gebeten. Ein Ausgrabungsabenteuer erleben Schüler im Osterferien-Programm „Ostercamp Archäologie“. Mit Schaufel und Pinsel geht es zunächst auf die Suche nach Funden aus der Steinzeit, der Zeit der Römer und des Mittelalters. Anschließend tauchen sie tief in die Vergangenheit ein. Wie genau war das Leben der Menschen vor 1.000, 2.000 und 10.000 Jahren? Die Teilnehmenden probieren es aus, ob beim Verarbeiten von Leder, beim Gestalten mit Ton oder bei der Zubereitung von Speisen am offenen Feuer. Das zweitägige Ferienangebot (7. und 8. April sowie 9. und 10. April, jeweils 9 bis 16 Uhr) richtet sich an Kinder zwischen 8 und 12 Jahren. Die Teilnahme ist kostenlos. Wie man sich zu Tisch richtig benimmt, hängt vor allen Dingen davon ab, wo und mit wem man isst. Das LWL-Museum lädt Kinder ab acht Jahren zu einer kleinen Zeitreise um die Welt ein (1. März., 3. Mai und 5. Juli, 13 Uhr und 15 Uhr). Hier erfahren sie, wo ein „Bäuerchen“ zum guten Ton gehört und mit wem sie besser nicht den Becher teilen. Wie es darüber hinaus gelingt, eine Tischgesellschaft zu beeindrucken, erfahren Teilnehmende im anschließenden „Servietten-Workshop“. Egal, ob in der Schule, daheim, bei einem Ausflug oder auf Festen: Die meisten Menschen essen ihre Mahlzeiten gemeinsam mit anderen. Wo, wann und wie sie das genau tun, erfahren Kinder ab acht Jahren beim Familiensonntag „Gemeinsam isst man nicht allein“ (12. April und 7. Juni, 13 Uhr und 15 Uhr). Auf ihrer Reise begegnen ihnen geheimnisvolle Drachenzungen, fürstliche Festtafeln und fremde Bräuche, die Appetit machen und zeigen, wie Essen Menschen verbindet. Gemeinsames Essen ist weit mehr als nur Nahrungsaufnahme. Ob beim königlichen Bankett, der einfachen Bauernmahlzeit, dem familiären Abendessen oder der gemeinsamen Mittagspause - überall offenbaren sich Fragen: Wer sitzt wo? Wer bekommt das beste Stück? Welche Rituale bestimmen das gemeinsame Mahl? Und was verrät das alles über Macht, Zugehörigkeit, gesellschaftlichen Wandel und vor allem Kultur? Von opulenten Festtafeln und rituellen Speisungen bis hin zu den Herausforderungen der Gegenwart - schnelle Snacks, digitale Ablenkung und der scheinbare Verlust gemeinsamer Rituale - zeigt die neue Sonderausstellung „Mahlzeit!“, wie Essen seit Jahrtausenden als sozialer Klebstoff funktioniert. Mit einem Blick auf mehr als 300 Exponate und Geschichten lädt das LWL-Museum für Archäologie und Kultur in Herne noch bis zum 13. September dazu ein, die kulturelle Dimension des Essens neu zu entdecken. Gefördert durch die LWL-Kulturstiftung. Allgemeine Informationen zum Museumsbesuch: Die öffentlichen Führungen sind kostenlos. Zu zahlen ist nur der Museumseintritt. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre sind kostenfrei. Mehr Informationen finden im Internet unter https://www.lwl-landesmuseum-herne.de.

10:30 Uhr

Gottesdient und Festlichkeiten

Gemeindefest an der Johanniskirche

Am Sonntag, den 5. Juli 2026, lädt die Ev. Kirchengemeinde Haranni, herzlich zum Gemeindefest an der Johanniskirche in Sodingen, Mont-Cenis-Str. 325, ein. Um 11 Uhr beginnen sie mit einem Familiengottesdienst (Symbolbild)

Am Sonntag, den 5. Juli 2026, lädt die Ev. Kirchengemeinde Haranni, herzlich zum Gemeindefest an der Johanniskirche in Sodingen, Mont-Cenis-Str. 325, ein. Um 11 Uhr beginnen sie mit einem Familiengottesdienst. Im Anschluss feiern alle Teilnehmenden gemeinsam und verbringen bei Essen und Getränken einen schönen Tag miteinander. Die Gruppe „SoulVoices“ bereichert das Fest mit musikalischen Beiträgen. Für Kinder gibt es ein abwechslungsreiches Programm in der Kita.

11 Uhr

Geführte Touren entlang des Emscherkunstwegs

Mit dem Rad zur Kunst

Ab Sonntag, 7. Juni 2026, geht’s wieder mit dem Rad zur Emscherkunst.

Emscher-Gebiet. Ein Fluss, ein Radweg und ganz viel Kunst: Das ganze Jahr hindurch bietet der Emscherkunstweg mit seinen 24 Kunstwerken entlang der Emscher inspirierende Ausflugsziele! An jedem ersten Sonntag im Monat finden bis September öffentliche Radtouren entlang des Emscherkunstwegs statt. Die kostenfreien Ausflüge führen zu mindestens vier Kunstwerken und werden von geschultem Personal auf dem Fahrrad begleitet. Jede Tour startet sonntags um 14 Uhr von unterschiedlichen Treffpunkten aus, die den Einzelterminen auf der Website www.emscherkunstweg.de zu entnehmen sind. Ein eigenes Fahrrad ist Voraussetzung für die Teilnahme. Elektrofahrräder sind nur zulässig, wenn der Motor ausgeschaltet werden kann. Die Anreise zum Treffpunkt sowie die Abreise von dem Ort, an dem die Tour endet, sind individuell zu organisieren. Eine Anmeldung unter www.emscherkunstweg.de ist zwingend notwendig. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Weitere Informationen zur Tour und zu den Teilnahmebedingungen werden mit der Teilnahmebestätigung wenige Tage vor der jeweiligen Tour per Mail verschickt. Die nächste Radtour findet am Sonntag, 7. Juni 2026 statt. Dazu lädt die Emschergenossenschaft herzlich ein. Alle Termine und Routen im Überblick: Sonntag, 7. Juni, 14–17 Uhr, Route: Tour IV - Verspielt: Vom Landschaftspark Duisburg-Nord bis zum Kaisergarten Oberhausen (Kunstwerke von Julius von Bismarck/Marta Dyachenko, Nicole Wermers, Apolonjia Šušteršič, Tobias Rehberger) Sonntag, 5. Juli, 14–17 Uhr, Route: Tour III NEU - Monumental: Von der Königsgrube in Herne bis zum Theater der Pflanzen in Bottrop (Kunstwerke von Markus Jeschaunig, Olaf Nicolai/Douglas Gordon & Mogwai, Rita McBride, Mischa Kuball/Lawrence Weiner, Piet Oudolf/GROSS.MAX, Andreas Strauss) Sonntag, 2. August, 14–17 Uhr, Route: Tour V - Catch me if you can: Vom BernePark Bottrop bis Neustadt in Duisburg (Kunstwerke von Mischa Kuball/Lawrence Weiner, Piet Oudolf/GROSS.MAX, Andreas Strauss, Inges Idee, Tobias Rehberger, Julius von Bismarck/Marta Dyachenko) Sonntag, 6. September, 14–18 Uhr, Route: Tour I - Naturnah: Von Zur kleinen Weile in Dortmund zur Quelle in Holzwickede (Kunstwerke von raumlabor, Studio Orta, David Jablonowski, Sofía Taboás, Henrik Håkansson)

14 Uhr

Keramische Werkstatt Margaretenhöhe in der Künstlerzeche

Stille Gäste auf Unser Fritz 2/3

Florian Kunath, 1. Stellv. Vorsitzender der Künstlerzeche, präsentiert die in der Keramischen Werkstatt Margaretenhöhe hergestellte Ehrengabe der Stadt Herne mit dem neuen Wappen nach dem Zusammenschluss mit Wanne-Eickel.

Mit der Ausstellung „Stille Gäste“ präsentiert die Künstlerzeche Unser Fritz 2/3 vom 13. Juni bis 5. Juli 2026 Arbeiten der Keramischen Werkstatt Margaretenhöhe in Essen um die international renommierte koreanische Keramikerin Young-Jae Lee. Die Vernissage beginnt am Samstag, 13. Juni 2026, um 17 Uhr. Während in der Schwarzkaue die aktuellen Produkte der Essener, die übrigens sämtlich käuflich erworben werden können, sowie Sonderanfertigungen verschiedener Werkstatt-Keramiker zu sehen sind, hat Young-Jae Lee, seit 1986 (Ko-) Leiterin des inzwischen auf Zollverein residierenden Unternehmens, in der Weißkaue eine großflächige Bodeninstallation mit Objekten seit Gründung gestaltet. Auch ein Herner Krug ist vertreten: Zwischen 1970 und 1980 kamen die mit dem Stadtwappen geschmückten Ehrengaben aus der Essener Werkstatt. Da es 1975 zur Vereinigung mit Wanne-Eickel kam, gibt es zwei Krug-Varianten. Florian Kunath, 1. Stellv. Vorsitzender der Künstlerzeche: „Keramik gehört für viele Menschen selbstverständlich zum Alltag. Teller, Schalen, Becher, Vasen oder Gefäße werden täglich genutzt und oft kaum bewusst wahrgenommen. Dabei vereinen diese Objekte handwerkliche Meisterschaft, gestalterische Qualität und künstlerischen Ausdruck. Die Ausstellung „Stille Gäste“ möchte den Blick auf diese oft übersehene Seite der Keramik lenken.“ Der Titel, so Kunath, verweist auf die besondere Rolle keramischer Objekte: „Sie begleiten uns meist unauffällig durch das Leben, sind ständig präsent und bleiben dennoch häufig unbeachtet. In der Künstlerzeche treten sie aus dieser stillen Rolle heraus und werden als eigenständige Kunstwerke sichtbar. Die Arbeiten der Keramischen Werkstatt Margaretenhöhe begegnen dabei einer ungewöhnlichen Umgebung. In den Räumen der ehemaligen Zeche treffen zeitgenössische Keramikkunst und Industriekultur aufeinander. Es entsteht ein spannender Dialog zwischen der Ruhe und Präzision keramischer Formen und der Geschichte eines Ortes, der einst von Kohleförderung und schwerer Arbeit geprägt war.“ Als Margarete Krupp 1924 ein Siedlungsvorhaben in der Stadt Essen realisierte, das nach ihr „Margaretenhöhe“ benannt wurde, sollten die Bauten mit keramischem Schmuck ausgestattet werden. So initiierte Hermann Kätelhön, ihr künstlerischer Berater, die Gründung einer Keramikwerkstatt auf dem Gelände und bestimmte Will Lammert zum Leiter der Werkstatt, die 1925 als „Keramische Werkstatt Margaretenhöhe“ in das Handelsregister eingetragen wurde. 1986 haben die 1951 in Seoul geborene, bei Margot Münster (Keramik) und Erwin Schutzbach (Formgestaltung) an der Fachhochschule Wiesbaden ausgebildete Koreanerin Young-Jae Lee und die gebürtige Essenerin Hildegard Eggemann, die am 12. Mai 2025 verstarb, die Leitung übernommen mit dem Ziel, das Manufakturprogramms mit Serienproduktion eines speziell entworfenen Geschirrs unter Rückbesinnung auf die formalen Grundprinzipien des Bauhauses wiederaufzunehmen. 1987 erfolgte der Umzug in das Baulager des Weltkulturerbes Zeche Zollverein. 2006 ist die Werkstatt von der Ruhrkohle (RAG) übernommen und Young-Jae Lee, seit 1993 alleinige Leiterin, als Geschäftsführerin bestallt worden. Die Ausstellung wird am Samstag, 13. Juni 2026, um 17 Uhr eröffnet. Zur Einführung sprechen Prof. Dr. Hans-Peter Noll, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Stiftung Zollverein, sowie Dr. des. Sebastian Bank, Kurator für Europäisches Porzellan an den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und Vizepräsident der Gesellschaft der Keramikfreunde e.V. Begleitend zur Ausstellung finden weitere Veranstaltungen statt: Das Künstlercafé öffnet am Samstag, 20. Juni 2026, von 14.30 bis 16.30 Uhr in der Schwarzkaue. Und der beliebte „Schichtwechsel“ nach Feierabend findet wieder am Freitag, 26. Juni 2026, zwischen 18 und 21 Uhr in der Künstlerzeche statt. Zur Finissage am Sonntag, 5. Juli 2026, gibt’s einen Vortrag zum Thema „Weißes Gold“ mit anschließendem Austausch bei Kaffee und Kuchen. Die Ausstellung „Stille Gäste“ wird im Rahmen des Jahresthemas „Grenzbereiche II: Keramik“ vom 13. Juni bis 5. Juli 2026 in der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3, Zur Künstlerzeche 10 in 44653 Herne gezeigt zu folgenden Öffnungszeiten: Mi 15 – 18 Uhr, Sa 15 – 18 Uhr und So 14 – 17 Uhr sowie nach Vereinbarung unter Tel. 02325 – 55 91 462.

14 Uhr

Das Programm vom Strünkeder Sommer 2026

Fünf Monate Kultur am Schloss

Im und rund um das Schloss Strünkede sorgt der Strünkede Sommer 2026 für viel Unterhaltung: Ein Teil davon ist das Electric Residence am Samstag, 11. Juli 2026.

Für Kultur und gute Unterhaltung muss man nicht weit reisen. Der Strünkeder Sommer verwandelt Schloss und Park in diesem Sommer wieder in eine lebendige Bühne. Der Kultursommer bringt Musik, Theater, Kino und Festivals nach Herne. Am Donnerstag, 14. Mai 2026, geht es mit dem Familienfest der Herner Schützenvereine los. Der Strünkeder Sommer verbindet bewährte Angebote, die in Herne seit Jahren fester Bestandteil des Kulturkalenders sind, mit neuen Angeboten. Dabei bietet das Schloss Strünkede mit dem Park, der Kapelle sowie der wiedereröffneten Städtischen Galerie eine einzigartige Kulisse, die zum gemeinsamen Feiern und Genießen einlädt. An Christi Himmelfahrt, Donnerstag, 14. Mai, beginnt der Strünkeder Sommer mit einem Familienfest, bei dem Tradition und Gemeinschaft im Vordergrund stehen. Die Herner Schützenvereine und Spielmannszüge laden von 11 bis 19 Uhr zu einem offenen Programmtag für alle Altersgruppen ein. Der Eintritt ist frei. Besonders schön: Der gesamte Erlös kommt dem Lukas-Hospiz zugute. Sonntag, 17. Mai 2026, Internationaler Museumstag: Zum Internationalen Museumstag lädt das Emschertal-Museum in all seine Häuser ein. Dazu zählt neben dem Schloss, der Städtischen Galerie und der Kapelle auch das Heimatmuseum Unser Fritz. Es gibt kostenfreie Führungen und freien Eintritt während der Öffnungszeiten – die perfekte Gelegenheit, um einen Blick in die frisch sanierte Galerie zu werfen. Die Öffnungszeiten in allen Häusern sind von 11 bis 17 Uhr. Kostenlose Führungen gibt es im Heimatmuseum um 12 Uhr, im Schloss Strünkede um 14 Uhr und in der städtischen Galerie um 15 Uhr. Der Eintritt ist an diesem Tag in allen Häusern des Museums frei. Samstag, 11. Juli 2026, Electric Residence: Mit der vierten Auflage des Festivals etabliert sich „Electric Residence“ als House- und Techno-Oase mitten im Ruhrgebiet. Zwölf DJs, darunter auch nationale und internationale Bekanntheiten, werden den Schlosshof gebührend in Vibration versetzen. Eintritt ab 18 Jahren. Los geht es ab 16 Uhr, Ende ist um 1:30 Uhr. Tickets kosten im Vorverkauf 14 Euro, ermäßigt 12 Euro. Abendkasse: 20 / 18 Euro. Samstag, 1. August 2026, Sounds Like Sugar: Das zweite junge Musik-Festival (halloherne berichtete) des Strünkeder Sommers bleibt musikalisch seinem Anspruch treu, aktuelle Indie-, Pop- und Alternative-Sounds mit spannenden Newcomern und etablierten Acts zu verbinden. Headliner „Rikas“ stehen für groovigen Indie-Pop mit viel Retro-Charme, der international bereits große Aufmerksamkeit erzielt hat. Beginn ist ab 16 Uhr. Tickets kosten im Vorverkauf 14 Euro, ermäßigt 12 Euro. Abendkasse: 20 / 18 Euro. Donnerstag bis Sonntag, 13. bis 16. August 2026, Open-Air-Kino: Im Hochsommer verwandelt sich der Schlosshof für vier Abende in eines der schönsten Kinos im Ruhrgebiet. Die Filmwelt Herne zeigt vier Abende lang Filme unter freiem Himmel, wobei der Mittwochabend durch den Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) gestaltet wird. Das Programm ist ab Juli auf filmwelt-herne.de zu sehen. Einlass ist ab 19 Uhr, Beginn nach Sonnenuntergang. Tickets für Erwachsene kosten 12 Euro, Kinder 10 Euro, am ASB-Abend 8 Euro. Freitag bis Sonntag, 4. bis 6. September 2026, Mittelalterspektakel im Schlosspark: Über 100 mittelalterliche Lager laden Gäste zu einem Rundgang durch vergangene Zeiten rund um das Schloss ein. Das Mittelalterspektakel ist ohne Zweifel einer der Höhepunkte des Strünkeder Sommers; jedes Jahr kommen viele Tausend Menschen nach Herne gereist, um in die fabelhafte Welt der Mittelalter-Romantik einzutauchen. Die Öffnungszeiten sind Freitag 17 bis 23 Uhr, Samstag 11 bis 23 Uhr und Sonntag 12 bis 19 Uhr. Eintritt: Samstag und Sonntag: Abendkasse zwölf Euro, Kinder sechs Euro, Gewandete zehn Euro Freitag (Nacht der Spielleute): Abendkasse 19 Euro (Kinder und Gewandete 15 Euro), Vorverkauf 14,50 Euro zuzüglich Gebühr (Kinder und Gewandete zehn Euro) Sonntag, 13. September 2026, Museumsfest: 100 Jahre Emschertal-Museum! Mit viel Musik, Mitmachangeboten und Waffeln lädt das Team vom Museum nach Strünkede ein, um zu feiern. Gäste bekommen auf dem Familienfest außerdem einen ersten Eindruck von der großen Sonderausstellung über die Geschichte des Hauses, die im November beginnt. Informationen zu den Öffnungszeiten folgen. Der Eintritt ist frei. Zum Strünkeder Sommer gehören noch viele weitere spannende Veranstaltungen, darunter Das vollständige Programm des Strünkeder Sommers ist unter diesem Link als PDF zu finden. Der Kartenvorverkauf ist bei reservix.de oder über die Ticket-Hotline 07 61 / 88 84 99 99 möglich. Die Vorverkaufsstelle in Herne ist das Stadtmarketing Herne, Kirchhofstraße 5. Karten für das Open-Air-Kino können ab Anfang Juli bei der Filmwelt Herne, Berliner Platz 7-9, gekauft werden. Tickets für das Mittelalterspektakel gibt es auf suendenfrei.tv. Konzertkarten für die Folk-Veranstaltungen sind auf eventim.de erhältlich.

15 Uhr

Fotos von Anja Niedringhaus in der Ludwiggalerie Oberhausen

Stets an vorderster Front

Ein irakisches Mädchen verlässt die Grundschule im Zentrum von Bagdad am 12. Oktober 2004.

Die 1965 im westfälischen Höxter geborene „Bilderkriegerin“ Anja Niedringhaus war seit 2002 festangestellte Fotografin bei der Agentur Associated Press (AP) und als solche stets in Kriegs- und Krisengebieten an vorderster Front unterwegs. Zahlreiche ihrer Arbeiten haben längst ikonischen Status, dass sie aber nicht nur „eingebettet“ gearbeitet hat, etwa als der US-Präsident George W. Busch 2003 in Bagdad amerikanische Soldaten besuchte, zeigt die Ludwig Galerie Oberhausen jetzt in einer allein schon der Materialfülle wegen eindrucksvollen Retrospektive. Von der idyllisch von Wald umgebenen nordhessischen Kleinstadt Kaufungen vor den Toren Kassels aus, gleich im ersten Ausstellungskapitel „Zuhause in Kaufungen“ sind Aufnahmen ihrer gemütlichen Wohnung zu sehen, ist Anja Niedringhaus in alle Welt aufgebrochen, um für zumindest die Menschen der westliche Welt einen Blick hinter die Kulissen zumeist höchst gewalttätiger Auseinandersetzungen zu ermöglichen. Paradigmatisch für ihr Verständnis von aktueller Pressefotografie, die über das rein Faktische hinausgeht, ist das Plakatmotiv: Es ist am 12. Oktober 2004 entstanden und zeigt, wie ein kleines irakisches Mädchen die Grundschule im Zentrum von Bagdad verlässt und mit freudigem Lächeln auf den schwerbewaffneten Soldaten am Eingangstor blickt. Zehn Jahre später erhielt Anja Niedringhaus – als erste Frau überhaupt – den renommierten Pulitzer-Preis für eine Fotoreportage aus dem Irak. Die Ausstellung „An vorderster Front“ trägt völlig zu Recht den Untertitel „Pulitzer-Preisträgerin, Pressefotografin, Porträtistin“, denn Anja Niedringhaus ist wohl als Kriegsreporterin mit spektakulären Aufnahmen, die sie in Afghanistan, im Irak und dem ganzen Balkan zwischen Bosnien und Albanien aufgenommen hat, stets ihrer Maxime verpflichtet: „Wenn ich es nicht fotografiere, wird es nicht bekannt“. In den Nullerjahren hat sie sich mit dem Anschlag auf das World Trade Center in New York und den Folgen u.a. für den Nahen Osten beschäftigt, ihre Bilder aus Kuwait, Lybien sowie den Palästinensergebieten Gaza und Westjordanland sind heute wertvolle Zeitdokumente. Ihr Interesse aber galt stets den menschlichen Regungen der Porträtierten, den handelnden Soldaten wie auch der unter den Ereignissen leidenden Zivilbevölkerung. Immer wieder hat Abja Niedringhaus die Lebensfreude und den Überlebenswillen der Menschen und insbesondere der Kinder in Kriegs- und Krisengebieten dokumentiert – mit bisweilen aus europäischer Sicht skurrilen, in jedem Fall aber unerwarteten Alltagsszenen. Die immer wieder ganze Geschichten in einem Motiv vereinen. Das 2. Obergeschoss ist ihren Fotografien im Bereich des Sports gewidmet. Vor allem Leichtathletik und Tennis, allein Wimbledon zwischen Steffi Graf 1999 und Novak Djokovic 2013, gehören zu ihren bevorzugten Disziplinen. Faszinierende Bewegungsstudien aber liefern auch Wasserspringer, Eiskunstläufer und Leichtathleten. Reine Freude drücken ihre Bilder von der Frauenfußball-Weltmeisterschaft 2007 in China aus. An vorderster Front ist Anja Niedringhaus 2014 durch Polizeikugeln im afghanischen Banda Khel gestorben und es wird höchste Zeit, dass Wikipedia sie in die Liste der „Persönlichkeiten“ Kaufungens aufnimmt, in der etwa ein gewisser Heinz Eggebrecht (1916–1994) zu finden ist, Oberst und Bezirksverwaltungsleiter des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR in Ost-Berlin. Die Werkschau „Anja Niedringhaus – An vorderster Front“ mit über 250 Aufnahmen, aber auch mit persönlichen Gegenständen wie ihren Blauhelm oder ihre Schutzweste wird vom 10. Mai bis 13. September 2026 in der Ludwiggalerie, Konrad-Adenauer-Allee 46, in Oberhausen gezeigt: Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen von 11 bis 18 Uhr, Montag geschlossen. Informationen über das umfangreiche Rahmenprogramm im Netz unter ludwiggalerie.de, wo auch die museumspädagogischen Angebote zu finden sind. Öffentliche Führungen sonn- und feiertags um 11.30 Uhr, Kuratorinnenführungen mit der Museumsdirektorin Dr. Christine Vogt am 17. Mai, 14. Juni, 5. Juli und 30. August 2026 jeweils um 15 Uhr.

15 Uhr

Neue Einblicke: ZwischenZeit

Debüt der Neumitglieder im Herner Künstlerbund

„Pix-Pics“ nennt Brigitte Szelag ihre Verfremdungen von Szenen alter US-amerikanischer Spielfilme u.a. mit Audrey Hepburn und Gregory Peck.

Der Herner Künstlerbund HKB ’90 konnte in jüngster Zeit acht neue Mitglieder begrüßen. Vier von ihnen präsentieren ihre Arbeiten ab 27. Juni 2026 in der Galerie Kunstpunkt neben dem Sodinger Hochbunker. Annett Breitfeld, Johanna Maria Falchi, Kira Selicke und Brigitte Szelag haben sich unter dem Thema „ZwischenZeit“ mit der Zeit zwischen Ereignissen künstlerisch auseinandergesetzt, die Zweifel und Furcht auslösen, aber nach einem Innehalten zum Durchatmen auch Raum für Hoffnung lassen. Uto Petrick zum Konzept: „Zwischen Hyperglobalisierung und Örtlichem liegt kaum mehr ein Katzensprung. Der Brieftaschendiebstahl reiht sich an die globale Krise – ist das Leid an diesem Punkt noch addierbar? Ist es noch vertretbar, den Menschen zum Hinsehen zu bewegen, zum Sich-damit- Beschäftigen – oder ist die Überforderung zu grandios, das Gehirn zu überreizt und überquollen mit Krisennachrichten und Katzen-Memes um noch etwas aufzunehmen?“ Und weiter: „Die Ablenkungsmöglichkeiten unserer Zeit sind vollkommen. Nicht mehr allzu soziales Social Media brät die Hirnwindungen bis zum perfekten Garpunkt, während das nächste ‚Familiendrama‘ mit Todesfall und drei humanitäre Krisen an ihm vorbeirauschen. Es ist nicht mehr nur nicht aufnahmefähig, es ist taub – ein Freezeframe eines Gebildes, was einst empathiefähig war. Die Ereignisse prasseln mit einer Geschwindigkeit an ihm vorbei, welche an Brutalität grenzt, während es wie kurz vor der Euthanasie regungslos in der Ecke liegt. In einer Gegenwart, wo Reichtum und schreckliches Leid direkt nebeneinander liegen, ist die bewusste Entscheidung zum Hinsehen das größte Gut. Zeitgleich ist das Abwenden ein überlebensnotwendiger Mechanismus, um für die Zukunft überhaupt aufnahmefähig zu bleiben.“ Der Balanceakt zwischen Hin- und Wegsehen ohne wahnhaft zu werden ist, so Uto Petrick, „ein modernes Problem, für das es noch keine abschließende Lösung gibt. Wenigstens scheinbar sichere Ruheinseln müssen geschaffen werden, um mündig zu bleiben – im Idealfall ein kalkulierter Rückzug auf Zeit. Aus diesem Dilemma erwachsen neue Aufgaben. Dieser im eigentlichen Sinne unfassbare Schwebezustand zwischen der Zeit ist es, der künstlerisch festgehalten werden soll. Diese Ambivalenz unserer gegenwärtigen Gesellschaft verträgt eine genauere Betrachtung, Augenpaare, welche ihren Blick zwischen die Menschen richten und die Ereignisse der Zwischenzeit ungeschönt aufnehmen.“ Die 1963 in Herne geborene Brigitte Szelag, Qualitätsmanagerin bei Vodafone, ist seit 1982 künstlerisch tätig. Nach diversen Schaffensphasen wie Titelbildern und Movie-Stills, widmet sie sich aktuell „Pix-Pics“. In ihren Pixel-Pictures verfremdet sie alte Spielfilmszenen mit farbigen Pixel-Störungen und schafft so eine einzigartige Verschmelzung von schwarz-weißer Filmkultur und knallig-bunten TV-Übertragungsfehlern. Wobei man ganz genau hinsehen sollte, um die sehr kleinen, feinen Tuschestriche in ihren Großformaten zu entdecken. Solchermaßen ganz neu zu entdecken sind James Stewart in „Ist das Leben nicht schön“, Charlie Chaplin in „Goldrausch“, Raymond Massey und Cray Grant in „Arsen und Spitzenhäubchen“, Audrey Hepburn in „Sabrina“ sowie Gregory Peck in „Ein Herz und eine Krone“. Die 1997 in Herne geborene Johanna Maria Falchi bezeichnet sich zwar als Autodidaktin, hat aber Kunst und Germanistik studiert und kennt sich mit klassischer Ölmalerei nicht nur in der Theorie, sondern ganz offensichtlich auch in der Praxis aus: „Wo ein Abgrund ist, blicke ich hinein, und ich blicke tief, bis mein Motiv mich findet. Die Gemälde thematisieren die Schwierigkeiten unserer Zeit und kosten die Grenzen der Schönheit aus. Das Hinsehen ist das höchste Gut. Denn in der Auffassung, dass alles Unästhetische und Unbequeme wenigstens betrachtenswert ist, verbirgt sich eines: die demutsvolle Verbeugung vor der Natur und dem Sein selbst.“ Ihre sechs in der Sodinger HKB-Galerie gezeigten surreal anmutenden Arbeiten, in wahrhaft altmeisterlicher Technik in Öl gemalt, tragen Titel wie „Dem Abglanz einen Thron“ und „Du siehst mich, doch hast nie gesehen“ und lassen auch Inspirationen durch die heute sehr beliebten Fantasy-Gestalten erkennen. Auch die 1989 in Herne geborene Psychotherapeutin Kira Selicke hat sich mit der Bewältigung von Krisen, Katastrophen und Kriegen auseinandergesetzt, vor allem in ihrem großformatigen Ölgemälde „Fulltime Bullshitter Meditation Act“, das mich an den gerade erst am 11. Juni 2026 in London gestorbenen britischen Künstler David Hockney erinnert. Künstlerisch sozialisiert in der Jugendkunstschule Wanne-Eickel hat sie während ihres Studiums an der Bochumer Ruhr-Universität weitere Anregungen von Ortrud Kabus am Musischen Zentrum erhalten. Kira Selicke ist im Kunstpunkt auch mit den beiden kleineren Acryl-Gemälden „Breathe“ und „Shutters“ vertreten, die eigene Emotionen im Nachhall der Corona-Zeit thematisieren. Sie hat zudem an der Essener Hochschule der bildenden Künste studiert und nennt als weitere Inspirationsquellen zwei sehr sensible queere US-amerikanische Künstler, den Maler, Zeichner und Bildhauer Louis Fratino sowie die gerade in Berlin ausstellende Malerin Celeste Rapone. „Wir haben keine andere Zeit als diese“: Der Schwerpunkt der 1965 in Recklinghausen geborenen Annett Breitfeld, die sich Mascha Kalekos Wahrheit zu eigen macht, liegt in der Tusche- und Kohlemalerei, aber auch in der Acryl- und Ölmalerei. Dabei versucht sie die verborgenen Seelen der Natur, der Dinge und der Menschen sichtbar zu machen. In ihrem Ölgemälde „Fokus I“ blickt ihr Enkel mit dem Fernglas nach vorn – und damit direkt auf den Betrachter. Daneben eine Mischtechnik (Aquarell mit Graphit) mit dem sprechenden Titel „Barmherzigkeit“. Gleich vorn am Eingang links ihre großformatige Arbeit „Der Weg“. Das zeitlos aktuelle Bild, Tusche auf Leinwand, ist inspiriert vom in Budapest geborenen und in Berlin zum Journalisten ausgebildeten US-amerikanischen Fotografen Robert Capa, der durch seine Aufnahmen vom Spanischen Bürgerkrieg Mitte der 1930er Jahre weltweit bekannt wurde. Er gehörte 1947 zu den Gründern der Fotoagentur Magnum. Wer zur Ausstellungseröffnung am Samstag, 27. Juni 2026, um 16 Uhr in den Kunstpunkt, Mont-Cenis-Straße 296, kommt, wird ein neues Raumgefühl der HKB-Galerie erleben. Die Begrüßung übernimmt der Künstlerbund-Vorsitzende Hassan Jelveh, für den musikalischen Rahmen sorgt Leonard Falchi-Piltz auf der französischen Schäferpfeife. Die Ausstellung „Neue Einblicke: ZwischenZeit“ kann nach der Vernissage bis zum 2. August 2026 zu folgenden Öffnungszeiten besichtigt werden: Mittwoch und Sonntag jeweils von 15 bis 18 Uhr.

15 Uhr

Ausstellung als 'begehbares Kinderbuch' erlebbar

„Emil und der Wal“ im Heimatmuseum

'Emil und der Wal' sind nun im Heimatmuseum zu bestaunen.

Das Heimatmuseum Unser Fritz präsentiert „Emil und der Wal“ als „begehbares Kinderbuch“ inklusive Bällebad, Spielstationen, dem Stillen (Kuschel-) Ozean, einem Trickfilm und Vitrinen voll mit Spielzeug. Eine Ausstellung für kleine und große Leichtmatrosinnen und Leichtmatrosen von drei bis 100 Jahren. „Ein Elefant und ein Wal schließen Freundschaft und erleben ein spannendes Abenteuer auf hoher See. Mit Möwen, Affen und Piraten. Ausgedacht hat sich das Kai Dümpe aus Castrop-Rauxel. Und wie die Geschichte ins Museum gekommen ist“, erklärt Ausstellungsmacher Ralf Piorr. „Kai hat mir sein Manuskript in die Hand gedrückt und ich habe es meinem Sohn als Gute-Nacht- Geschichte vorgelesen. Danach mussten wir es jeden Abend lesen. Mindestens vier Wochen lang.“ Eröffnet wurde die Ausstellung am Sonntag (31.5.2026) und ist noch bis zum 25. Oktober 2026 zu den Öffnungszeiten des Heimatmuseum erlebar.

seit 31. Mai

Ausstellung in der Schlosskapelle Strünkede

Ludger Hinse zeigt „Zauber des Lichts“

In zwölf Kirchen auf Herner Stadtgebiet, auch in der Schlosskapelle Strünkede, präsentiert der Künstler seine Lichtobjekte und lädt dazu ein, die Räume neu zu entdecken.

Die Ausstellung „Zauber des Lichts“ im Rahmen der Gesamtausstellung LICHTraum zeigt eine weitere Facette von Ludger Hinses Schaffen. In zwölf Kirchen auf Herner Stadtgebiet, auch in der Schlosskapelle Strünkede, präsentiert der Künstler seine Lichtobjekte und lädt dazu ein, die Räume neu zu entdecken. Im Emschertal-Museum wird von Sonntag, 14. Juni, bis zum Sonntag,16. August 2026, ein weiterer Bereich seiner Arbeiten zu sehen sein. Die informell-abstrakten farbigen Malereien und Aquarelle sprühen vor Lebendigkeit, ohne dass sie konkrete Dinge abbilden. Die vier Elemente Feuer, Erde, Wasser und Luft sind für seine abstrakten Werke von Relevanz. Hinse bannt Gefühle und Gedanken direkt auf die Leinwand. Die Glut des Feuers, die Materialität der Erde und das Flirren und Quirlen des Wassers übersetzt er in ein malerisches System. Hinse, geboren 1948, hat eine sehr persönliche Verbindung zur Stadt Herne. Sein Vater arbeitete als Bergmann auf der Zeche Mont Cenis, so dass er als Junge mit seinem Tretroller aus Recklinghausen zur Zeche fuhr. Seine erste Frau Ulla Schnidder stammte aus Herne-Süd, Tochter des Gewerkschafters Bernhard Schnidder. 1972 heirateten sie in Herz-Jesu und zogen nach Horsthausen. Nach seinem Studium begann er ein Verwaltungspraktikum im Jugendamt Wanne-Eickel. Seine Kinder besuchten die Hiberniaschule, so dass die Verbindung nach Herne auch noch bestehen blieb. Mit der Präsentation seiner Arbeiten auf Herner Stadtgebiet schließt sich für ihn auch ein Lebenskreis.

seit 14. Juni

Zollverein Park zum zweiten Mal zur Bühne

„Boulevard of Dreams“ kommt zurück

Die Zeche Zollverein in Essen.

Essen. Das Welterbe Zollverein feiert vom 18. Juni bis 12. Juli das Festival "Boulevard of Dreams". Dafür wird der Zollverein Park zum zweiten Mal zur Bühne für Fantasie, Kreativität und gemeinschaftliches Erleben. Jeweils von Donnerstag bis Sonntag gibt es ein barriere- und kostenfreies Programm z. B. mit Konzerten, Performances, Yoga, Tanz- und Kreativworkshops. An den Sonntagen gibt es außerdem Angebote für die ganze Familie.

seit 18. Juni

Montag, 6. Juli

Ausstellung als 'begehbares Kinderbuch' erlebbar

„Emil und der Wal“ im Heimatmuseum

'Emil und der Wal' sind nun im Heimatmuseum zu bestaunen.

Das Heimatmuseum Unser Fritz präsentiert „Emil und der Wal“ als „begehbares Kinderbuch“ inklusive Bällebad, Spielstationen, dem Stillen (Kuschel-) Ozean, einem Trickfilm und Vitrinen voll mit Spielzeug. Eine Ausstellung für kleine und große Leichtmatrosinnen und Leichtmatrosen von drei bis 100 Jahren. „Ein Elefant und ein Wal schließen Freundschaft und erleben ein spannendes Abenteuer auf hoher See. Mit Möwen, Affen und Piraten. Ausgedacht hat sich das Kai Dümpe aus Castrop-Rauxel. Und wie die Geschichte ins Museum gekommen ist“, erklärt Ausstellungsmacher Ralf Piorr. „Kai hat mir sein Manuskript in die Hand gedrückt und ich habe es meinem Sohn als Gute-Nacht- Geschichte vorgelesen. Danach mussten wir es jeden Abend lesen. Mindestens vier Wochen lang.“ Eröffnet wurde die Ausstellung am Sonntag (31.5.2026) und ist noch bis zum 25. Oktober 2026 zu den Öffnungszeiten des Heimatmuseum erlebar.

seit 31. Mai

Ausstellung in der Schlosskapelle Strünkede

Ludger Hinse zeigt „Zauber des Lichts“

In zwölf Kirchen auf Herner Stadtgebiet, auch in der Schlosskapelle Strünkede, präsentiert der Künstler seine Lichtobjekte und lädt dazu ein, die Räume neu zu entdecken.

Die Ausstellung „Zauber des Lichts“ im Rahmen der Gesamtausstellung LICHTraum zeigt eine weitere Facette von Ludger Hinses Schaffen. In zwölf Kirchen auf Herner Stadtgebiet, auch in der Schlosskapelle Strünkede, präsentiert der Künstler seine Lichtobjekte und lädt dazu ein, die Räume neu zu entdecken. Im Emschertal-Museum wird von Sonntag, 14. Juni, bis zum Sonntag,16. August 2026, ein weiterer Bereich seiner Arbeiten zu sehen sein. Die informell-abstrakten farbigen Malereien und Aquarelle sprühen vor Lebendigkeit, ohne dass sie konkrete Dinge abbilden. Die vier Elemente Feuer, Erde, Wasser und Luft sind für seine abstrakten Werke von Relevanz. Hinse bannt Gefühle und Gedanken direkt auf die Leinwand. Die Glut des Feuers, die Materialität der Erde und das Flirren und Quirlen des Wassers übersetzt er in ein malerisches System. Hinse, geboren 1948, hat eine sehr persönliche Verbindung zur Stadt Herne. Sein Vater arbeitete als Bergmann auf der Zeche Mont Cenis, so dass er als Junge mit seinem Tretroller aus Recklinghausen zur Zeche fuhr. Seine erste Frau Ulla Schnidder stammte aus Herne-Süd, Tochter des Gewerkschafters Bernhard Schnidder. 1972 heirateten sie in Herz-Jesu und zogen nach Horsthausen. Nach seinem Studium begann er ein Verwaltungspraktikum im Jugendamt Wanne-Eickel. Seine Kinder besuchten die Hiberniaschule, so dass die Verbindung nach Herne auch noch bestehen blieb. Mit der Präsentation seiner Arbeiten auf Herner Stadtgebiet schließt sich für ihn auch ein Lebenskreis.

seit 14. Juni

Zollverein Park zum zweiten Mal zur Bühne

„Boulevard of Dreams“ kommt zurück

Die Zeche Zollverein in Essen.

Essen. Das Welterbe Zollverein feiert vom 18. Juni bis 12. Juli das Festival "Boulevard of Dreams". Dafür wird der Zollverein Park zum zweiten Mal zur Bühne für Fantasie, Kreativität und gemeinschaftliches Erleben. Jeweils von Donnerstag bis Sonntag gibt es ein barriere- und kostenfreies Programm z. B. mit Konzerten, Performances, Yoga, Tanz- und Kreativworkshops. An den Sonntagen gibt es außerdem Angebote für die ganze Familie.

seit 18. Juni

Dienstag, 7. Juli

Es gibt eine Podiumsdiskussion mit Experten aus Wissenschaft, Medien und Präventionspraxis

Fachtag 'Islamismusprävention' im Juli

In der vhs Herne im Haus am Grünen Ring findet der Fachtag „Islamismusprävention im Spannungsfeld von Problemanalyse, Rassismuskritik und pädagogischer Praxis“ statt.

Am 7. Juli 2026 findet von 9:30 bis 16:30 Uhr in der vhs Herne im Haus am Grünen Ring der Fachtag „Islamismusprävention im Spannungsfeld von Problemanalyse, Rassismuskritik und pädagogischer Praxis“ statt. Die Veranstaltung widmet sich der Frage, wie Islamismus als gesellschaftliches Phänomen differenziert analysiert und thematisiert werden kann, ohne dabei zur Stigmatisierung beizutragen oder problematische Entwicklungen zu verharmlosen. Im Mittelpunkt stehen die Herausforderungen, die sich aus dem Spannungsfeld zwischen sicherheits- und problemorientierten Perspektiven, rassismuskritischen Ansätzen sowie den Anforderungen pädagogischer Praxis ergeben. Darüber hinaus wird diskutiert, wie Fachkräfte mit gesellschaftlichen Kontroversen, politischen Debatten und komplexen Fallkonstellationen umgehen können. Den Auftakt des Fachtags bildet eine Keynote von Prof. Dr. Kemal Bozay. In der anschließenden Podiumsdiskussion unter dem Titel „Über Islamismus sprechen: Zwischen Stigmatisierung und Verharmlosung?“ diskutieren Experten aus Wissenschaft, Medien und Präventionspraxis aktuelle Herausforderungen im Umgang mit dem Thema. Zu den bisherigen Gästen der Podiumsdiskussion zählen unter anderen die Journalistin und Autorin Sineb El Masrar sowie der Journalist und ZDF- Moderator Abdul-Ahmad Rashid. Im weiteren Verlauf des Tages bieten zwei Workshopphasen die Möglichkeit, sich vertiefend mit unterschiedlichen Aspekten der Islamismusprävention auseinanderzusetzen. Die Teilnehmenden können aus sechs Workshops wählen und zwei Angebote besuchen. Der Fachtag wird gemeinsam vom Caritasverband Herne e.V. und der IFAK e.V. (Verbund Islamismusprävention und Demokratieförderung/KN:IX connect und der Partnerschaft für Demokratie in Herne) durchgeführt. Anmeldungen sind ab sofort möglich

9:30 Uhr

Saisonhöhepunkt an der Rheinoper

Astor Piazzollas „María de Buenos Aires“

Als María mit Ovationen gefeiert: die international gefragte Mezzosopranistin Maria Kataeva (Mitte) aus dem Ensemble der Deutschen Oper am Rhein.

María (mit Ovationen gefeiert: die international gefragte Mezzosopranistin Maria Kataeva aus dem Ensemble) liegt zusammengekauert auf dem Souffleurkasten an der Rampe. Sie ist gestorben, wie uns der hier nicht nur, aber vor allem in der Tradition des antiken griechischen Kommentators gefragte Chor mitteilt. Die Bühne Katrin Connans, ein surreales Environment, ist eine einzige Augenweide: Sie ist der Sala Planeta nachempfunden, einem Varietétheater in der argentinischen Hauptstadt, dem Uraufführungsort der einzigen Oper Astor Piazzollas „María de Buenos Aires“. Im Hintergrund ein riesiges aufgefächertes Bandonéon, rechts ein weißer Kindersarg und zu beiden Seiten Musikinstrumente. Zu dieser halbseidenen Kaschemmen-Atmosphäre passt El Duende, der die vergessene Stimme Marías beschwört und ihre Geschichte erzählt. Dieser Geist, verkörpert von der argentinischen Sänger-, Schauspieler- und Komponisten-Legende Alejandro Guyot, kommt wie ein Held aus einem 1950er-Jahre-Western daher, dem Jorge Jara freilich ein pinkes Outfit verpasst hat. Unterstützt wird er von einem alten, Payador genannten Bandonéon-Sänger (der Bariton Jorge Espino aus dem Ensemble), der, statt sich auf der Gitarre zu begleiten, auf dem Klavier rechterhand sitzt und – als Chronist – auf einer alten mechanischen Schreibmaschine tippt. „Ich bin María… María Tango, María der Vorstadt, María Nacht, María fatale Leidenschaft, María der Liebe zu Buenos Aires bin ich!“: Während die Kellner-Riege im Hintergrund als Walk-Act in Slowmotion ihrer Profession nachgeht, von Running Gag kann hier nicht wirklich die Rede sein, geht es vorn um die vielfältigen Facetten der Titelfigur, die sich später verdreifacht als Schatten (die Sopranistin Morenike Fadayoumi aus dem Ensemble) und als Puppe mit charakteristischen flammend roten Haaren. Effektvoll unterstützt von nur scheinbaren Live-Bildern auf dem Gazevorhang entsteht ein Eindruck des auch verruchten Lebens in Buenos Aires, „der Stadt des Schmerzes und der Feste“ – zusammen mit der mitreißenden „Tango Nuevo“-Musik Astor Piazzollas. Welche plötzlich, geradezu ein Schreckmoment, von einem auf Deutsch gesungenen Chorgesang unterbrochen wird: „Du edles Angesichte…“ aus Johann Sebastian Bachs Matthäus-Passion. Der zweiten Strophe des Chorals „O Haupt von Blut und Wunden“ folgt vor der Pause noch mit der emotionsgeladenen, von Morenike Fadayomi gesungenen Arie „Erbarme dich“ ein weiteres Stück aus der Matthäus-Passion, während im zweiten (Backstage-) Teil Auszüge der h-Moll-Messe Bachs und seines Adagios nach Marcello erklingen: Astor Piazzolla ist mit der Musik Bachs in Paris erstmals in Berührung gekommen, die ihn fortan sein ganzes Leben (1921 Mar del Plata – 1992 Buenos Aires) begleitet hat. Der Schauwert der Inszenierung Johannes Eraths („Vissi d’arte“, „La Sonnambula“ und „Septembersonate“ an der Rheinoper) ist enorm, etwa wenn ein Gitter zur funkensprühenden Lichtquelle für einen ikonischen Auftritt der „aufregenden Zauberin“ wird. Die Handlung der am 8. Mai 1968 uraufgeführten „Tango Operita“, die gerade zur Karnevalszeit ins katholisch geprägte Rheinland passt, Premiere war am 7. Februar 2026 im Düsseldorfer Opernhaus, gerät dabei etwas ins Hintertreffen, was freilich auch an der sehr poetischen Sprache des Librettisten Horacio Ferrer liegt: Seine verrätselten lyrischen Metaphern, noch dazu mit dem „Lunfardo“ genannten Dialekt, der „Ganovensprache“ der Jahrhundertwende um 1900 aus den Hafenvierteln La Boca und Palermo in Buenos Aires durchzogen, lassen sich kaum ins Deutsche übertragen und noch weniger zu Übertiteln verkürzen. Die Passionsgeschichte Marías zwischen Lebensfreude und Melancholie, die ihr Glück in der Großstadt Buenos Aires suchte und sterbend zur mythischen Gestalt wird, entfaltet sich in der grandiosen Rheinopern-Produktion, für mich ein Saisonhöhepunkt, zum einen optisch. Wozu neben den Ausstattern (im zweiten Teil eine wilde Mischung aus Pop-Art und Frida Kahlo-Kostümen) und der Videokünstlerin Bibi Abel (mit Anklängen an den Düsseldorfer Akademie-Professor Gerhard Richter) wesentlich die argentinische Choreographin Agostina Tarchini beiträgt: Die weltweit renommierte Meisterin des Tango Argentino kann man auch als feurige Tänzerin an der Seite ihrer Landsleute Mariano Agustín Messad und Andrés Sautel auf der Bühne bewundern. Zum anderen musikalisch. Unter der Leitung des mehrfach ausgezeichneten argentinisch-italienischen Dirigenten Mariano Chiacchiarini klingen die 20-köpfigen Düsseldorfer Symphoniker, verstärkt um die Pariser Bandonéon-Virtuosin Carmela Delgado und den serbischen Gitarristen Ilija Tošić, als hätten sie den Tango im Blut. Unter der Führung des neuen Direktors Albert Horne sorgt der als Sprechchor wie szenisch stark geforderte Chor der Deutschen Oper am Rhein schließlich für beglückenden Raumklang aus des Proszeniums-Logen. Karten unter operamrhein.de oder Tel. 0211 – 8925211. Karten unter theater-duisburg.de oder Tel. 0203 – 28362100.

19:30 Uhr

Ausstellung als 'begehbares Kinderbuch' erlebbar

„Emil und der Wal“ im Heimatmuseum

'Emil und der Wal' sind nun im Heimatmuseum zu bestaunen.

Das Heimatmuseum Unser Fritz präsentiert „Emil und der Wal“ als „begehbares Kinderbuch“ inklusive Bällebad, Spielstationen, dem Stillen (Kuschel-) Ozean, einem Trickfilm und Vitrinen voll mit Spielzeug. Eine Ausstellung für kleine und große Leichtmatrosinnen und Leichtmatrosen von drei bis 100 Jahren. „Ein Elefant und ein Wal schließen Freundschaft und erleben ein spannendes Abenteuer auf hoher See. Mit Möwen, Affen und Piraten. Ausgedacht hat sich das Kai Dümpe aus Castrop-Rauxel. Und wie die Geschichte ins Museum gekommen ist“, erklärt Ausstellungsmacher Ralf Piorr. „Kai hat mir sein Manuskript in die Hand gedrückt und ich habe es meinem Sohn als Gute-Nacht- Geschichte vorgelesen. Danach mussten wir es jeden Abend lesen. Mindestens vier Wochen lang.“ Eröffnet wurde die Ausstellung am Sonntag (31.5.2026) und ist noch bis zum 25. Oktober 2026 zu den Öffnungszeiten des Heimatmuseum erlebar.

seit 31. Mai

Ausstellung in der Schlosskapelle Strünkede

Ludger Hinse zeigt „Zauber des Lichts“

In zwölf Kirchen auf Herner Stadtgebiet, auch in der Schlosskapelle Strünkede, präsentiert der Künstler seine Lichtobjekte und lädt dazu ein, die Räume neu zu entdecken.

Die Ausstellung „Zauber des Lichts“ im Rahmen der Gesamtausstellung LICHTraum zeigt eine weitere Facette von Ludger Hinses Schaffen. In zwölf Kirchen auf Herner Stadtgebiet, auch in der Schlosskapelle Strünkede, präsentiert der Künstler seine Lichtobjekte und lädt dazu ein, die Räume neu zu entdecken. Im Emschertal-Museum wird von Sonntag, 14. Juni, bis zum Sonntag,16. August 2026, ein weiterer Bereich seiner Arbeiten zu sehen sein. Die informell-abstrakten farbigen Malereien und Aquarelle sprühen vor Lebendigkeit, ohne dass sie konkrete Dinge abbilden. Die vier Elemente Feuer, Erde, Wasser und Luft sind für seine abstrakten Werke von Relevanz. Hinse bannt Gefühle und Gedanken direkt auf die Leinwand. Die Glut des Feuers, die Materialität der Erde und das Flirren und Quirlen des Wassers übersetzt er in ein malerisches System. Hinse, geboren 1948, hat eine sehr persönliche Verbindung zur Stadt Herne. Sein Vater arbeitete als Bergmann auf der Zeche Mont Cenis, so dass er als Junge mit seinem Tretroller aus Recklinghausen zur Zeche fuhr. Seine erste Frau Ulla Schnidder stammte aus Herne-Süd, Tochter des Gewerkschafters Bernhard Schnidder. 1972 heirateten sie in Herz-Jesu und zogen nach Horsthausen. Nach seinem Studium begann er ein Verwaltungspraktikum im Jugendamt Wanne-Eickel. Seine Kinder besuchten die Hiberniaschule, so dass die Verbindung nach Herne auch noch bestehen blieb. Mit der Präsentation seiner Arbeiten auf Herner Stadtgebiet schließt sich für ihn auch ein Lebenskreis.

seit 14. Juni

Zollverein Park zum zweiten Mal zur Bühne

„Boulevard of Dreams“ kommt zurück

Die Zeche Zollverein in Essen.

Essen. Das Welterbe Zollverein feiert vom 18. Juni bis 12. Juli das Festival "Boulevard of Dreams". Dafür wird der Zollverein Park zum zweiten Mal zur Bühne für Fantasie, Kreativität und gemeinschaftliches Erleben. Jeweils von Donnerstag bis Sonntag gibt es ein barriere- und kostenfreies Programm z. B. mit Konzerten, Performances, Yoga, Tanz- und Kreativworkshops. An den Sonntagen gibt es außerdem Angebote für die ganze Familie.

seit 18. Juni

Mittwoch, 8. Juli

Neue Einblicke: ZwischenZeit

Debüt der Neumitglieder im Herner Künstlerbund

„Pix-Pics“ nennt Brigitte Szelag ihre Verfremdungen von Szenen alter US-amerikanischer Spielfilme u.a. mit Audrey Hepburn und Gregory Peck.

Der Herner Künstlerbund HKB ’90 konnte in jüngster Zeit acht neue Mitglieder begrüßen. Vier von ihnen präsentieren ihre Arbeiten ab 27. Juni 2026 in der Galerie Kunstpunkt neben dem Sodinger Hochbunker. Annett Breitfeld, Johanna Maria Falchi, Kira Selicke und Brigitte Szelag haben sich unter dem Thema „ZwischenZeit“ mit der Zeit zwischen Ereignissen künstlerisch auseinandergesetzt, die Zweifel und Furcht auslösen, aber nach einem Innehalten zum Durchatmen auch Raum für Hoffnung lassen. Uto Petrick zum Konzept: „Zwischen Hyperglobalisierung und Örtlichem liegt kaum mehr ein Katzensprung. Der Brieftaschendiebstahl reiht sich an die globale Krise – ist das Leid an diesem Punkt noch addierbar? Ist es noch vertretbar, den Menschen zum Hinsehen zu bewegen, zum Sich-damit- Beschäftigen – oder ist die Überforderung zu grandios, das Gehirn zu überreizt und überquollen mit Krisennachrichten und Katzen-Memes um noch etwas aufzunehmen?“ Und weiter: „Die Ablenkungsmöglichkeiten unserer Zeit sind vollkommen. Nicht mehr allzu soziales Social Media brät die Hirnwindungen bis zum perfekten Garpunkt, während das nächste ‚Familiendrama‘ mit Todesfall und drei humanitäre Krisen an ihm vorbeirauschen. Es ist nicht mehr nur nicht aufnahmefähig, es ist taub – ein Freezeframe eines Gebildes, was einst empathiefähig war. Die Ereignisse prasseln mit einer Geschwindigkeit an ihm vorbei, welche an Brutalität grenzt, während es wie kurz vor der Euthanasie regungslos in der Ecke liegt. In einer Gegenwart, wo Reichtum und schreckliches Leid direkt nebeneinander liegen, ist die bewusste Entscheidung zum Hinsehen das größte Gut. Zeitgleich ist das Abwenden ein überlebensnotwendiger Mechanismus, um für die Zukunft überhaupt aufnahmefähig zu bleiben.“ Der Balanceakt zwischen Hin- und Wegsehen ohne wahnhaft zu werden ist, so Uto Petrick, „ein modernes Problem, für das es noch keine abschließende Lösung gibt. Wenigstens scheinbar sichere Ruheinseln müssen geschaffen werden, um mündig zu bleiben – im Idealfall ein kalkulierter Rückzug auf Zeit. Aus diesem Dilemma erwachsen neue Aufgaben. Dieser im eigentlichen Sinne unfassbare Schwebezustand zwischen der Zeit ist es, der künstlerisch festgehalten werden soll. Diese Ambivalenz unserer gegenwärtigen Gesellschaft verträgt eine genauere Betrachtung, Augenpaare, welche ihren Blick zwischen die Menschen richten und die Ereignisse der Zwischenzeit ungeschönt aufnehmen.“ Die 1963 in Herne geborene Brigitte Szelag, Qualitätsmanagerin bei Vodafone, ist seit 1982 künstlerisch tätig. Nach diversen Schaffensphasen wie Titelbildern und Movie-Stills, widmet sie sich aktuell „Pix-Pics“. In ihren Pixel-Pictures verfremdet sie alte Spielfilmszenen mit farbigen Pixel-Störungen und schafft so eine einzigartige Verschmelzung von schwarz-weißer Filmkultur und knallig-bunten TV-Übertragungsfehlern. Wobei man ganz genau hinsehen sollte, um die sehr kleinen, feinen Tuschestriche in ihren Großformaten zu entdecken. Solchermaßen ganz neu zu entdecken sind James Stewart in „Ist das Leben nicht schön“, Charlie Chaplin in „Goldrausch“, Raymond Massey und Cray Grant in „Arsen und Spitzenhäubchen“, Audrey Hepburn in „Sabrina“ sowie Gregory Peck in „Ein Herz und eine Krone“. Die 1997 in Herne geborene Johanna Maria Falchi bezeichnet sich zwar als Autodidaktin, hat aber Kunst und Germanistik studiert und kennt sich mit klassischer Ölmalerei nicht nur in der Theorie, sondern ganz offensichtlich auch in der Praxis aus: „Wo ein Abgrund ist, blicke ich hinein, und ich blicke tief, bis mein Motiv mich findet. Die Gemälde thematisieren die Schwierigkeiten unserer Zeit und kosten die Grenzen der Schönheit aus. Das Hinsehen ist das höchste Gut. Denn in der Auffassung, dass alles Unästhetische und Unbequeme wenigstens betrachtenswert ist, verbirgt sich eines: die demutsvolle Verbeugung vor der Natur und dem Sein selbst.“ Ihre sechs in der Sodinger HKB-Galerie gezeigten surreal anmutenden Arbeiten, in wahrhaft altmeisterlicher Technik in Öl gemalt, tragen Titel wie „Dem Abglanz einen Thron“ und „Du siehst mich, doch hast nie gesehen“ und lassen auch Inspirationen durch die heute sehr beliebten Fantasy-Gestalten erkennen. Auch die 1989 in Herne geborene Psychotherapeutin Kira Selicke hat sich mit der Bewältigung von Krisen, Katastrophen und Kriegen auseinandergesetzt, vor allem in ihrem großformatigen Ölgemälde „Fulltime Bullshitter Meditation Act“, das mich an den gerade erst am 11. Juni 2026 in London gestorbenen britischen Künstler David Hockney erinnert. Künstlerisch sozialisiert in der Jugendkunstschule Wanne-Eickel hat sie während ihres Studiums an der Bochumer Ruhr-Universität weitere Anregungen von Ortrud Kabus am Musischen Zentrum erhalten. Kira Selicke ist im Kunstpunkt auch mit den beiden kleineren Acryl-Gemälden „Breathe“ und „Shutters“ vertreten, die eigene Emotionen im Nachhall der Corona-Zeit thematisieren. Sie hat zudem an der Essener Hochschule der bildenden Künste studiert und nennt als weitere Inspirationsquellen zwei sehr sensible queere US-amerikanische Künstler, den Maler, Zeichner und Bildhauer Louis Fratino sowie die gerade in Berlin ausstellende Malerin Celeste Rapone. „Wir haben keine andere Zeit als diese“: Der Schwerpunkt der 1965 in Recklinghausen geborenen Annett Breitfeld, die sich Mascha Kalekos Wahrheit zu eigen macht, liegt in der Tusche- und Kohlemalerei, aber auch in der Acryl- und Ölmalerei. Dabei versucht sie die verborgenen Seelen der Natur, der Dinge und der Menschen sichtbar zu machen. In ihrem Ölgemälde „Fokus I“ blickt ihr Enkel mit dem Fernglas nach vorn – und damit direkt auf den Betrachter. Daneben eine Mischtechnik (Aquarell mit Graphit) mit dem sprechenden Titel „Barmherzigkeit“. Gleich vorn am Eingang links ihre großformatige Arbeit „Der Weg“. Das zeitlos aktuelle Bild, Tusche auf Leinwand, ist inspiriert vom in Budapest geborenen und in Berlin zum Journalisten ausgebildeten US-amerikanischen Fotografen Robert Capa, der durch seine Aufnahmen vom Spanischen Bürgerkrieg Mitte der 1930er Jahre weltweit bekannt wurde. Er gehörte 1947 zu den Gründern der Fotoagentur Magnum. Wer zur Ausstellungseröffnung am Samstag, 27. Juni 2026, um 16 Uhr in den Kunstpunkt, Mont-Cenis-Straße 296, kommt, wird ein neues Raumgefühl der HKB-Galerie erleben. Die Begrüßung übernimmt der Künstlerbund-Vorsitzende Hassan Jelveh, für den musikalischen Rahmen sorgt Leonard Falchi-Piltz auf der französischen Schäferpfeife. Die Ausstellung „Neue Einblicke: ZwischenZeit“ kann nach der Vernissage bis zum 2. August 2026 zu folgenden Öffnungszeiten besichtigt werden: Mittwoch und Sonntag jeweils von 15 bis 18 Uhr.

15 Uhr

'La fanciulla del West' in Essen

Der Wilde Westen in der Oper

Nicht nur Sheriff Jack Rance (Massimo Cavalletti, vorn) ist fasziniert vom aufregenden Cowgirl Minnie (Ilaria Alida), hat bei ihr aber – im wahren Wortsinn – die schlechteren Karten.

Sie steht gar nicht so selten auf den Spielplänen nicht nur der „Großen Häuser“ wie der Staatsoper und der Deutschen Oper Berlin, wie in Hamburg oder München, wo der Filmregisseur Andreas Dresen das 1910 in der New Yorker Metropolitan Opera uraufgeführte Werk inszenierte, auch Hagen und mit Detmold sogar ein Landestheater haben sich an den Dreiakter gewagt, von der ihr Komponist Giacomo Puccini schrieb: „‚La fanciulla del West‘ ist mir von allen Opern am besten gelungen.“ Dennoch gehört „Das Mädchen aus dem Goldenen Westen“, so der deutschsprachige Titel, nicht wie etwa „Tosca“ oder „Bohème“ zum Standard-Repertoire, und bei uns tief im Westen schon gar nicht. Weshalb die Neuinszenierung Dirk Schmiedings, die am 28. März 2026 einen Jubelsturm des Premierenpublikums im Essener Aalto-Theater evozierte wie schon lange nicht mehr, ein Ausrufezeichen setzt zum Ende der Intendanz von Dr. Merle Fahrholz. In der stimmungsvoll ausgestalteten Saloon-Kulisse von Ralf Käselau vertreiben sich die Goldgräber mit Kartenspiel und Whiskey die Zeit. Sie warten auf ihren größten Schatz, der ihr Heimweh stillt und den Feierabend nach einem harten Arbeitstag versüßt: Minnie (das blonde Cowgirl scheint gerade der „True Grit“-Leinwand entstiegen zu sein: die feurige italienische Sopranistin Ilaria Alida Quilico) gibt den harten Kerlen nicht zuletzt mit mahnenden Worten aus der Bibel ein warmes, familiäres Gefühl in der kalten Fremde. Als ein geheimnisvoller Fremder den Saloon „Polka“ betritt, zeigt sich nicht nur Sheriff Jack Rance (der international gefragte italienische Bariton Massimo Cavalletti als Gast) von seiner eifersüchtigen Seite. Denn Minnie scheint den Mann zu kennen, der sich als Dick Johnson (der dritte Großkaräter dieser Produktion wechselte zu Saisonbeginn von der Deutschen Oper Berlin nach Essen: der venezuelanische Tenor Jorge Puerta) ausgibt, in Wahrheit aber der gesuchte Verbrecher Ramerrez ist, der mit seiner Bande das von den Minenarbeitern geschürfte und von Minnie bewachte Gold rauben will… Nach Vollendung seiner „Butterfly“ war Puccini auf der Suche nach „etwas Neuem, Bewegendem und nie Gesehenem“. Seine Muse, die wohlhabende und überdies verheiratete Londonerin Sybil Seligman, besorgte ihm die italienische Übersetzung des Dramas „The Girl Of The Golden West“, in dem David Belasco den kalifornischen Goldrausch der 1850er Jahre aufgreift. Zusammen mit den Librettisten Guelfo Civinini und Carlo Zangarini entstand so die wahrscheinlich erste „Wildwestoper“ der Musikgeschichte, eine spannende, hoch emotionale Mischung aus Western-Romantik („Lucky Strike!“), Krimi-Spannung sowie Liebes- und Eifersuchtsdramatik. Puccinis Musik ist vergleichsweise arm an Arien, aber voll wunderbarer, mit amerikanischer Musik unterlegter Melodien, vom melancholischen Lied „Che faranno“ des heimwehkranken Jake Wallace über Minnies zarte Auftrittsarie „Dove eravamo?“ und Liebeslieder wie „Oh, se sapeste“ und „Ma non vi avrei rubato!“ bis hin zu Johnsons Arie „Ch’ella mi creda“, in der er darum bittet, dass Minnie nichts von seinem Tod erfahren soll. Das sind große Puccini-Momente, die unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Andrea Sanguineti voll zur Geltung kommen. In den Folgevorstellungen wird auch die armenische Sopranistin Astrik Khanamiryan aus dem Aalto-Ensemble in der Partie der Minnie zu erleben sein. Das Aalto-Regiedebüt Dirk Schmedings fällt zwiespältig aus. Auf der einen Seite sein vom Broadway und von Charlie Chaplins Film „The Gold Rush“ inspiriertes Konzept, eine Western-Filmkulisse zum Schauplatz zu machen, in der Charlie Chaplin in seiner 1915er Rolle als „The Tramp“ auf einem Dolly genannten Kamerawagen auf Schienen hereinfährt und der Videograf Johannes Kulz für Marlboro-Atmosphäre auf der Leinwand sorgt. Im Chaplin-Kostüm steckt übrigens Jihoon Kim, der gleich nach dem kollektiven „Hallo“-Auftakt des 1. Aktes das berührende Lied des Jake Wallace singt. Und im Bären-Kostüm steckt Jana Marković, die bisweilen wie ein flauschiges Nummerngirl über die Szene tapert. Womit wir bei der anderen Seite des Regiekonzeptes angekommen sind, das Puccinis Happy End (Minnie und Johnson sitzen auf Kinosesseln statt in Freiheit das Land zu verlassen) für unvermittelbar hält: Die Rollenbezeichnung Wowkle und Billy Jackrabbit verweisen auf das in der Oper vorkommende Indigenen-Paar (um das andere „I-Wort“ zu vermeiden). Das geht heute natürlich ebenso wenig wie die mexikanische Herkunft der Räuberbande. Also haben sich das Regieteam und die Aalto-Dramaturgin Savina Kationi auf eine „humorvolle Setzung“ verständigt, die über knapp drei Stunden wie ein Fremdkörper wirkt. Karten unter theater-essen.de oder unter Tel 0201 - 81 22 200.

19:30 Uhr

Ausstellung als 'begehbares Kinderbuch' erlebbar

„Emil und der Wal“ im Heimatmuseum

'Emil und der Wal' sind nun im Heimatmuseum zu bestaunen.

Das Heimatmuseum Unser Fritz präsentiert „Emil und der Wal“ als „begehbares Kinderbuch“ inklusive Bällebad, Spielstationen, dem Stillen (Kuschel-) Ozean, einem Trickfilm und Vitrinen voll mit Spielzeug. Eine Ausstellung für kleine und große Leichtmatrosinnen und Leichtmatrosen von drei bis 100 Jahren. „Ein Elefant und ein Wal schließen Freundschaft und erleben ein spannendes Abenteuer auf hoher See. Mit Möwen, Affen und Piraten. Ausgedacht hat sich das Kai Dümpe aus Castrop-Rauxel. Und wie die Geschichte ins Museum gekommen ist“, erklärt Ausstellungsmacher Ralf Piorr. „Kai hat mir sein Manuskript in die Hand gedrückt und ich habe es meinem Sohn als Gute-Nacht- Geschichte vorgelesen. Danach mussten wir es jeden Abend lesen. Mindestens vier Wochen lang.“ Eröffnet wurde die Ausstellung am Sonntag (31.5.2026) und ist noch bis zum 25. Oktober 2026 zu den Öffnungszeiten des Heimatmuseum erlebar.

seit 31. Mai

Ausstellung in der Schlosskapelle Strünkede

Ludger Hinse zeigt „Zauber des Lichts“

In zwölf Kirchen auf Herner Stadtgebiet, auch in der Schlosskapelle Strünkede, präsentiert der Künstler seine Lichtobjekte und lädt dazu ein, die Räume neu zu entdecken.

Die Ausstellung „Zauber des Lichts“ im Rahmen der Gesamtausstellung LICHTraum zeigt eine weitere Facette von Ludger Hinses Schaffen. In zwölf Kirchen auf Herner Stadtgebiet, auch in der Schlosskapelle Strünkede, präsentiert der Künstler seine Lichtobjekte und lädt dazu ein, die Räume neu zu entdecken. Im Emschertal-Museum wird von Sonntag, 14. Juni, bis zum Sonntag,16. August 2026, ein weiterer Bereich seiner Arbeiten zu sehen sein. Die informell-abstrakten farbigen Malereien und Aquarelle sprühen vor Lebendigkeit, ohne dass sie konkrete Dinge abbilden. Die vier Elemente Feuer, Erde, Wasser und Luft sind für seine abstrakten Werke von Relevanz. Hinse bannt Gefühle und Gedanken direkt auf die Leinwand. Die Glut des Feuers, die Materialität der Erde und das Flirren und Quirlen des Wassers übersetzt er in ein malerisches System. Hinse, geboren 1948, hat eine sehr persönliche Verbindung zur Stadt Herne. Sein Vater arbeitete als Bergmann auf der Zeche Mont Cenis, so dass er als Junge mit seinem Tretroller aus Recklinghausen zur Zeche fuhr. Seine erste Frau Ulla Schnidder stammte aus Herne-Süd, Tochter des Gewerkschafters Bernhard Schnidder. 1972 heirateten sie in Herz-Jesu und zogen nach Horsthausen. Nach seinem Studium begann er ein Verwaltungspraktikum im Jugendamt Wanne-Eickel. Seine Kinder besuchten die Hiberniaschule, so dass die Verbindung nach Herne auch noch bestehen blieb. Mit der Präsentation seiner Arbeiten auf Herner Stadtgebiet schließt sich für ihn auch ein Lebenskreis.

seit 14. Juni

Zollverein Park zum zweiten Mal zur Bühne

„Boulevard of Dreams“ kommt zurück

Die Zeche Zollverein in Essen.

Essen. Das Welterbe Zollverein feiert vom 18. Juni bis 12. Juli das Festival "Boulevard of Dreams". Dafür wird der Zollverein Park zum zweiten Mal zur Bühne für Fantasie, Kreativität und gemeinschaftliches Erleben. Jeweils von Donnerstag bis Sonntag gibt es ein barriere- und kostenfreies Programm z. B. mit Konzerten, Performances, Yoga, Tanz- und Kreativworkshops. An den Sonntagen gibt es außerdem Angebote für die ganze Familie.

seit 18. Juni

Donnerstag, 9. Juli

Ein Angebot des Herner Caritasverbands

Sitztanzkurse für Senioren

Der Caritasverband Herne lädt zu Sitztanzkursen ein.

Der Herner Caritasverband lädt Senioren in Sodingen zu zwei Tanzkursen im Sitzen ein: Alle 14 Tage donnerstags von 15 bis 16 Uhr findet im Thomas-Morus-Haus der Gemeinde St. Peter und Paul, an der Widumer Straße 23 A, 44627 Herne, der Kursus „Tanzen ohne Partner:in“ statt. Im direkten Anschluss bietet Kursleiterin Petra Thiele von 16 bis 17 Uhr den Kurs „Tanzen im Sitzen“ an. Beide Kurse können nacheinander oder unabhängig voneinander besucht werden. Ein Einstieg, alleine oder in Begleitung, ist jederzeit möglich. Die nächsten Termine sind 25. Juni 2026 und 9. Juli 2026. „Sitztänze aktivieren und beleben Körper, Geist und Seele. In den Kursen kann man in geselliger Runde zusammenkommen, neue Kontakte knüpfen und ohne Druck aktiv sein“, erläutert Caritas-Mitarbeiterin Ulrike Lange die Idee des Angebots. „Im Vordergrund stehen Spaß und Freude an Bewegung und Musik. Und ganz nebenbei werden die Muskeln gestärkt und das Gedächtnis trainiert.“ Die Teilnahme ist kostenlos, eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Räumlichkeiten sind barrierefrei. Alle Interessierten sind herzlich willkommen. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich. Für Fragen stehen Ulrike Lange und Emine Ertan per Tel 02323 92960-934 oder per E-Mail an u.lange@caritas-herne.de und e.ertan@caritas-herne.de zur Verfügung.

15 Uhr

Altmeisterlich: 'Endstation Sehnsucht'

John Neumeier an der Rheinoper

Selbst in der Irrenanstalt scheint die hauchzarte Prinzessin Blanche DuBois (Sophie Martin) ein Heiligenschein zu umgeben.

Die Endstation, an der die verarmte Südstaatenschönheit Blanche DuBois (hauchzarte Prinzessin: Sophie Martin) die Straßenbahn verlässt, ist ein ziemlich heruntergekommenes zweistöckiges Haus im Vieux Carre, dem französischen Viertel von New Orleans. Genauer gesagt eine enge Zweizimmerwohnung im Erdgeschoß, in der ihre lebenslustige Schwester Stella (unbedarfte Naive: Clara Nougé-Cazenave) zusammen mit ihrem Gatten Stanley Kowalski (nicht wirklich animalisch: Olgert Collaku) zur Untermiete wohnt. Blanche sucht Zuflucht bei ihrer jüngeren Schwester, nachdem sie nicht nur den von ihr verwalteten Familienbesitz Belle Rêve verloren, sondern nach einer Affäre mit einem minderjährigen Schüler auch noch ihre Stelle als Lehrerin eingebüßt hat. Doch Blanche hat sich in ihrer Scham vor der eigenen Wahrheit und ihrem Ekel vor dem wie zu erwarten konfliktträchtigen Zusammenleben auf engstem Raum mit dem machohaften „Polacken“ Stanley längst in die Traumwelt einer glücklicheren Vergangenheit zurückgezogen wie in ein Schneckenhaus. Selbst gegenüber ihrer einzigen Hoffnung auf Sicherheit und männlichen Schutz, Stanleys Kumpel Mitch (kein Mann zum Lieben: Nelson López Garlo), spielt Blanche die ewig junge, unberührte Elfe. Stanley hat Blanches Geschichte vom Verlust des traditionsreichen Familiengutes stets misstraut. Als er jetzt mitbekommt, wie sie sich an ihre Schwester klammert und diese zu beeinflussen trachtet, sich von ihm als einem „Überlebenden der Steinzeit“ zu trennen trotz des Kindes, dass sie erwartet, recherchiert er Blanches Vergangenheit. Mit dem Resultat, dass Mitch sie fallen lässt: Blanche ist endgültig aller Hoffnungen beraubt, zumal sich ihre Schwester ausdrücklich zu Stanley bekennt. Der es sich nicht nehmen lässt, seinen Sieg auszukosten... Die tragische Geschichte um Verlust, Liebe und Gewalt gehört zu den bedeutendsten Werken des Dramatikers Tennessee Williams. Es ist 1947 unter dem Originaltitel „A Streetcar Named Desire“ in New York von Elia Kazan u.a. mit Jessica Tandy und Marlon Brando uraufgeführt, im Jahr darauf mit dem begehrten Pulitzer-Preis ausgezeichnet und 1951 durch die Verfilmung Kazans mit Vivien Leigh und Marlon Brando weltberühmt geworden. Der 1939 geborene US-amerikanische Tänzer und Choreograph John Neumeier, von 1969 bis 1973 Ballettdirektor in Frankfurt am Main und anschließend bis 2024 am Hamburg Ballet, das er zu Weltgeltung geführt hat, gilt als Meister des Handlungsballetts. Seine zweistündige Version der „Endstation Sehnsucht“, 1983 für das Stuttgarter Ballett mit Marcia Haydée als Hauptfigur entstanden, ist ein mit einer Vielzahl von Preisen gewürdigter Klassiker, der bei der Premiere im Opernhaus Düsseldorf minutenlang mit stehenden Ovationen gefeiert wurde. John Neumeiers Version beginnt in der Irrenanstalt, in die Blanche DuBois eingeliefert worden ist, und erzählt die auf Belle Rêve („Schöner Traum“) spielende Vorgeschichte eines desaströsen Hochzeitstages: Nachdem Blanche ihren Bräutigam Allan Gray (Gustavo Carvalho) inflagranti in den Armen seines Freundes (Dukin Seo) erwischt hat, erschießt sich Allan – ein traumatisches, Blanche immer wieder einholendes tragisches Ereignis, das sie den Kontakt zur Wirklichkeit verlieren lässt. Vergeblich sucht sie mit Männergeschichten in der Rotlicht-Absteige Flamingo-Hotel Erlösung. Unterlegt ist der 1. Akt kongenial mit Sergei Prokofjews Visions fugitives op. 22, einer Sammlung kurzer „Flüchtiger Erscheinungen“, die abwechselnd vom Band kommen oder live vom Pianisten Aleksandr Ivanov gespielt werden. Im 2. Akt ist, und zwar mit Neumeiers originalen Tonbändern von 1983, Alfred Schnittkes Sinfonie Nr. 1 zu hören, die in ihrer kontrastreichen Polystilistik exakt zur dramatischen Choreographie passt, zumindest für meine Ohren aber die Grenze der Erträglichkeit erreicht. „Endstation Sehnsucht“ ist ein alles andere als in die Jahre gekommenes Ereignis und nur noch bis zum 9. Juli 2026 in der Rheinoper zu sehen ohne Übernahme nach Duisburg in der kommenden Spielzeit 2026/27. Karten unter operamrhein.de oder Tel. 0211 – 8925211 für die weiteren Vorstellungen im Düsseldorfer Opernhaus:

19:30 Uhr

Ausstellung als 'begehbares Kinderbuch' erlebbar

„Emil und der Wal“ im Heimatmuseum

'Emil und der Wal' sind nun im Heimatmuseum zu bestaunen.

Das Heimatmuseum Unser Fritz präsentiert „Emil und der Wal“ als „begehbares Kinderbuch“ inklusive Bällebad, Spielstationen, dem Stillen (Kuschel-) Ozean, einem Trickfilm und Vitrinen voll mit Spielzeug. Eine Ausstellung für kleine und große Leichtmatrosinnen und Leichtmatrosen von drei bis 100 Jahren. „Ein Elefant und ein Wal schließen Freundschaft und erleben ein spannendes Abenteuer auf hoher See. Mit Möwen, Affen und Piraten. Ausgedacht hat sich das Kai Dümpe aus Castrop-Rauxel. Und wie die Geschichte ins Museum gekommen ist“, erklärt Ausstellungsmacher Ralf Piorr. „Kai hat mir sein Manuskript in die Hand gedrückt und ich habe es meinem Sohn als Gute-Nacht- Geschichte vorgelesen. Danach mussten wir es jeden Abend lesen. Mindestens vier Wochen lang.“ Eröffnet wurde die Ausstellung am Sonntag (31.5.2026) und ist noch bis zum 25. Oktober 2026 zu den Öffnungszeiten des Heimatmuseum erlebar.

seit 31. Mai

Ausstellung in der Schlosskapelle Strünkede

Ludger Hinse zeigt „Zauber des Lichts“

In zwölf Kirchen auf Herner Stadtgebiet, auch in der Schlosskapelle Strünkede, präsentiert der Künstler seine Lichtobjekte und lädt dazu ein, die Räume neu zu entdecken.

Die Ausstellung „Zauber des Lichts“ im Rahmen der Gesamtausstellung LICHTraum zeigt eine weitere Facette von Ludger Hinses Schaffen. In zwölf Kirchen auf Herner Stadtgebiet, auch in der Schlosskapelle Strünkede, präsentiert der Künstler seine Lichtobjekte und lädt dazu ein, die Räume neu zu entdecken. Im Emschertal-Museum wird von Sonntag, 14. Juni, bis zum Sonntag,16. August 2026, ein weiterer Bereich seiner Arbeiten zu sehen sein. Die informell-abstrakten farbigen Malereien und Aquarelle sprühen vor Lebendigkeit, ohne dass sie konkrete Dinge abbilden. Die vier Elemente Feuer, Erde, Wasser und Luft sind für seine abstrakten Werke von Relevanz. Hinse bannt Gefühle und Gedanken direkt auf die Leinwand. Die Glut des Feuers, die Materialität der Erde und das Flirren und Quirlen des Wassers übersetzt er in ein malerisches System. Hinse, geboren 1948, hat eine sehr persönliche Verbindung zur Stadt Herne. Sein Vater arbeitete als Bergmann auf der Zeche Mont Cenis, so dass er als Junge mit seinem Tretroller aus Recklinghausen zur Zeche fuhr. Seine erste Frau Ulla Schnidder stammte aus Herne-Süd, Tochter des Gewerkschafters Bernhard Schnidder. 1972 heirateten sie in Herz-Jesu und zogen nach Horsthausen. Nach seinem Studium begann er ein Verwaltungspraktikum im Jugendamt Wanne-Eickel. Seine Kinder besuchten die Hiberniaschule, so dass die Verbindung nach Herne auch noch bestehen blieb. Mit der Präsentation seiner Arbeiten auf Herner Stadtgebiet schließt sich für ihn auch ein Lebenskreis.

seit 14. Juni

Zollverein Park zum zweiten Mal zur Bühne

„Boulevard of Dreams“ kommt zurück

Die Zeche Zollverein in Essen.

Essen. Das Welterbe Zollverein feiert vom 18. Juni bis 12. Juli das Festival "Boulevard of Dreams". Dafür wird der Zollverein Park zum zweiten Mal zur Bühne für Fantasie, Kreativität und gemeinschaftliches Erleben. Jeweils von Donnerstag bis Sonntag gibt es ein barriere- und kostenfreies Programm z. B. mit Konzerten, Performances, Yoga, Tanz- und Kreativworkshops. An den Sonntagen gibt es außerdem Angebote für die ganze Familie.

seit 18. Juni

Freitag, 10. Juli

... und dazu auch lecker warm

Schönes Wetter: In Eickel wird es lecker

"Lecker in Eickel" läutete auf dem Marktplatz in Eickel am Freitag das Wochenende ein.

Mit der Verlegung vom zweiten auf den dritten Freitag im Monat hat der Veranstalter, die Brennerei Eicker & Callen, offenbar den richtigen Riecher bewiesen: Für Freitag, 19. Juni 2026, dem Ausweichtermin der bewährten und beliebten Veranstaltung „Lecker in Eickel“, sind die Wetteraussichten mehr als vielversprechend. Prognostiziert wird ein Sommertag mit Temperaturen von bis zu 34 Grad. Dabei war es für den Veranstalter durchaus ein Glücksfall, dass alle Beschicker an diesem Freitag keine anderweitigen Verpflichtungen hatten und erneut auf dem Eickeler Markt vertreten sein können. So werden auch die Sardischen Schwestern wieder ihre Spezialitäten aus der Heimat anbieten. Selbstverständlich präsentiert auch der Veranstalter seine flüssigen Köstlichkeiten. Damit auch alles reibungslos läuft, dafür ist die Technik des Veranstaltungsservice LM:V um Norbert Menzel zuständig. Einen Neuzugang in Sachen Imbiss kann Florian Heisterkamp, der für das Marktgeschehen verantwortlich ist, präsentieren: Erstmalig dabei ist Cederic Pernak mit seinem Foodservice. Damit vor Ort alles reibungslos funktioniert, sorgt das Team des Veranstaltungsservice LM:V um Norbert Menzel für die technische Umsetzung. Einen Neuzugang im gastronomischen Angebot kann Florian Heisterkamp, verantwortlich für das Marktgeschehen, ebenfalls vorstellen: Erstmals dabei ist Cederic Pernak mit seinem Foodservice. Die weiteren Termine für das beliebte Konzept, das Besucher nicht nur aus der Nachbarschaft, sondern auch aus den umliegenden Städten nach Eickel lockt, stehen ebenfalls bereits fest:

17 Uhr

Saisonhöhepunkt an der Rheinoper

Astor Piazzollas „María de Buenos Aires“

Als María mit Ovationen gefeiert: die international gefragte Mezzosopranistin Maria Kataeva (Mitte) aus dem Ensemble der Deutschen Oper am Rhein.

María (mit Ovationen gefeiert: die international gefragte Mezzosopranistin Maria Kataeva aus dem Ensemble) liegt zusammengekauert auf dem Souffleurkasten an der Rampe. Sie ist gestorben, wie uns der hier nicht nur, aber vor allem in der Tradition des antiken griechischen Kommentators gefragte Chor mitteilt. Die Bühne Katrin Connans, ein surreales Environment, ist eine einzige Augenweide: Sie ist der Sala Planeta nachempfunden, einem Varietétheater in der argentinischen Hauptstadt, dem Uraufführungsort der einzigen Oper Astor Piazzollas „María de Buenos Aires“. Im Hintergrund ein riesiges aufgefächertes Bandonéon, rechts ein weißer Kindersarg und zu beiden Seiten Musikinstrumente. Zu dieser halbseidenen Kaschemmen-Atmosphäre passt El Duende, der die vergessene Stimme Marías beschwört und ihre Geschichte erzählt. Dieser Geist, verkörpert von der argentinischen Sänger-, Schauspieler- und Komponisten-Legende Alejandro Guyot, kommt wie ein Held aus einem 1950er-Jahre-Western daher, dem Jorge Jara freilich ein pinkes Outfit verpasst hat. Unterstützt wird er von einem alten, Payador genannten Bandonéon-Sänger (der Bariton Jorge Espino aus dem Ensemble), der, statt sich auf der Gitarre zu begleiten, auf dem Klavier rechterhand sitzt und – als Chronist – auf einer alten mechanischen Schreibmaschine tippt. „Ich bin María… María Tango, María der Vorstadt, María Nacht, María fatale Leidenschaft, María der Liebe zu Buenos Aires bin ich!“: Während die Kellner-Riege im Hintergrund als Walk-Act in Slowmotion ihrer Profession nachgeht, von Running Gag kann hier nicht wirklich die Rede sein, geht es vorn um die vielfältigen Facetten der Titelfigur, die sich später verdreifacht als Schatten (die Sopranistin Morenike Fadayoumi aus dem Ensemble) und als Puppe mit charakteristischen flammend roten Haaren. Effektvoll unterstützt von nur scheinbaren Live-Bildern auf dem Gazevorhang entsteht ein Eindruck des auch verruchten Lebens in Buenos Aires, „der Stadt des Schmerzes und der Feste“ – zusammen mit der mitreißenden „Tango Nuevo“-Musik Astor Piazzollas. Welche plötzlich, geradezu ein Schreckmoment, von einem auf Deutsch gesungenen Chorgesang unterbrochen wird: „Du edles Angesichte…“ aus Johann Sebastian Bachs Matthäus-Passion. Der zweiten Strophe des Chorals „O Haupt von Blut und Wunden“ folgt vor der Pause noch mit der emotionsgeladenen, von Morenike Fadayomi gesungenen Arie „Erbarme dich“ ein weiteres Stück aus der Matthäus-Passion, während im zweiten (Backstage-) Teil Auszüge der h-Moll-Messe Bachs und seines Adagios nach Marcello erklingen: Astor Piazzolla ist mit der Musik Bachs in Paris erstmals in Berührung gekommen, die ihn fortan sein ganzes Leben (1921 Mar del Plata – 1992 Buenos Aires) begleitet hat. Der Schauwert der Inszenierung Johannes Eraths („Vissi d’arte“, „La Sonnambula“ und „Septembersonate“ an der Rheinoper) ist enorm, etwa wenn ein Gitter zur funkensprühenden Lichtquelle für einen ikonischen Auftritt der „aufregenden Zauberin“ wird. Die Handlung der am 8. Mai 1968 uraufgeführten „Tango Operita“, die gerade zur Karnevalszeit ins katholisch geprägte Rheinland passt, Premiere war am 7. Februar 2026 im Düsseldorfer Opernhaus, gerät dabei etwas ins Hintertreffen, was freilich auch an der sehr poetischen Sprache des Librettisten Horacio Ferrer liegt: Seine verrätselten lyrischen Metaphern, noch dazu mit dem „Lunfardo“ genannten Dialekt, der „Ganovensprache“ der Jahrhundertwende um 1900 aus den Hafenvierteln La Boca und Palermo in Buenos Aires durchzogen, lassen sich kaum ins Deutsche übertragen und noch weniger zu Übertiteln verkürzen. Die Passionsgeschichte Marías zwischen Lebensfreude und Melancholie, die ihr Glück in der Großstadt Buenos Aires suchte und sterbend zur mythischen Gestalt wird, entfaltet sich in der grandiosen Rheinopern-Produktion, für mich ein Saisonhöhepunkt, zum einen optisch. Wozu neben den Ausstattern (im zweiten Teil eine wilde Mischung aus Pop-Art und Frida Kahlo-Kostümen) und der Videokünstlerin Bibi Abel (mit Anklängen an den Düsseldorfer Akademie-Professor Gerhard Richter) wesentlich die argentinische Choreographin Agostina Tarchini beiträgt: Die weltweit renommierte Meisterin des Tango Argentino kann man auch als feurige Tänzerin an der Seite ihrer Landsleute Mariano Agustín Messad und Andrés Sautel auf der Bühne bewundern. Zum anderen musikalisch. Unter der Leitung des mehrfach ausgezeichneten argentinisch-italienischen Dirigenten Mariano Chiacchiarini klingen die 20-köpfigen Düsseldorfer Symphoniker, verstärkt um die Pariser Bandonéon-Virtuosin Carmela Delgado und den serbischen Gitarristen Ilija Tošić, als hätten sie den Tango im Blut. Unter der Führung des neuen Direktors Albert Horne sorgt der als Sprechchor wie szenisch stark geforderte Chor der Deutschen Oper am Rhein schließlich für beglückenden Raumklang aus des Proszeniums-Logen. Karten unter operamrhein.de oder Tel. 0211 – 8925211. Karten unter theater-duisburg.de oder Tel. 0203 – 28362100.

19:30 Uhr

Stephan Urbans erfolgreiches Debüt

'Vorsicht, Patienten!' im Kleinen Theater Herne

Eine illustre Gesellschaft versammelt sich täglich im Wartezimmer (v.l.): Lieselotte „Lilo“ Plauder (Christa Herzog), Beate Schwärmer (Christa Boinski), Rainer Kräutergeist (Erik Hebing) und Hugo Zipperlein (Benno Janßen).

„Wir impfen alles und jeden“: Urinsteinbestimmung, Gallensteintransplantation, Nierensteinpolitur und Blutwertevereitelung – schon das Türschild zum Labor der Arztpraxis Dr. Liebhold rechterhand weist auf einen Ort des Geschehens hin, in dem es recht boulevardesk zugeht. Tatsächlich läuft bei Dr. Stefan Liebhold (Markus Stehmann) selten ‘was nach Plan – und alles schon gar nicht. Obwohl er mit Ursula „Uschi“ Spritzmann (Gudrun Rosenke) über eine so erfahrene wie resolute Fachkraft in der Anmeldung verfügt, die ihm nach Möglichkeit den Rücken freihält. Obwohl sie nach mehr als vierzig Arbeitsjahren kurz vor der Rente steht, hat sie ihren Kasernenhofton noch gut drauf, mit dem sie alle, die den Wartebereich mit dem innovativen Werbe-Bildschirm betreten, zur Händedesinfektion verdonnert. Nur mit der neuen Computer-Technik kommt Uschi nicht zurecht, die den Hinweis „Fenster schließen“ allzu wörtlich nimmt und ihrem alten Karteikasten-System manche Träne nachweint. Im Notfall kann Uschi auf die Auszubildende Sandy Schmatz (KTH-Debüt für Lisa Liedtke) zurückgreifen, die kurz vor ihrer Prüfung als Medizinische Fachangestellte steht. Welcher sie entgegenfiebert, da sie eine damit verbundene Gehaltserhöhung gut gebrauchen kann. Im Gegensatz zu Dr. Liebhold hegt Uschi freilich Zweifel, ob die verbal („Voll das Déjà-vu, Alter“) und outfitmäßig unorthodoxe, aber sehr engagierte junge Frau die Prüfung auch besteht. Mit dem Hypochonder Hugo Zipperlein (Benno Janßen), der sich nach täglichem Zappen durch die Social-Media-Welt immer neue Krankheiten andichtet („Krebs im Endstadium“), und der schnäbbeligen Lieselotte Plauder (Christa Herzog), der daheim offenbar die Decke auf den Kopf fällt und das Wartezimmer stets mit aktuellen bunten Blättern der Regenbogenpresse bestückt, ist die elegante Beate Schwärmer (Christine Boinski) Dauergast der, nomen est omen, von ihr angehimmelten Koryphäe in Weiß. Als auch noch der dauergestresste Außendienstler Bernd Hektikus (Jens Pelny) auftaucht, der, da neu in der Stadt, einen Hausarzt sucht, und wenig später der entspannte Öko-Aktivist Rainer Kräutergeist (Erik Hebing) hinzukommt, dessen altes Nokia-Handy die junge Sandy Bauklötze staunen lässt, kommt der Praxisbetrieb an die Grenze der Belastbarkeit und Uschi ist froh, es bald geschafft zu haben. Interessiert an ihrer Nachfolgerin ist sie natürlich trotzdem… Das Kleine Theater Herne hat nach Jürgen Seifert, sein Lustspiel „Der Schlüppa is weg“ steht noch am 30. April 2026 auf dem Spielplan, und Dr. Christian Weymayr, dessen Thrillerkomödie „Die geheimnisvolle Welt der Emily Hart“ noch bis 5. Juli gespielt wird, mit Stephan Urban einen dritten Hausautor. Der langjährige, seinerzeit mit den Loriot-Programmen gestartete Schauspieler im Herner Amateurensemble hat später auch selbst an der Neustraße inszeniert und zu Corona-Zeiten zwei Online-Krimis verfasst. Die heitere, eher humorvoll-charmante als bissig-satirische Komödie „Vorsicht, Patienten!“, die am 18. April 2026 umjubelte Uraufführungs-Premiere feierte, ist nun Stephan Urbans erstes Theaterstück – eine schwungvolle Boulevardkomödie mit vielen überraschenden Wendungen und einem verblüffenden Finale, das hier natürlich nicht gespoilert wird. Zum einmal mehr begeisternden Ensemble gehören auch die alternierenden Darstellerinnen Lucy Janßen als Sandy Schmatz, Anke Uzoma als Lieselotte Plauder sowie Heike Hebing als Beate Schwärmer. Die bei der Uraufführungs-Premiere ebenso vermisst wurde wie die komplette Theaterleitung und die beiden anderen Hausautoren. Nicht nur der höchst unterhaltsame Blick hinter die Kulissen des Praxisalltags, sondern auch das ganze Drumherum begeistert – von der witzigen Off-Ansage zu Beginn über den Running Gag des täglichen Wetterberichts in akustischer und optischer Form und die einmal mehr stimmungsvolle Bühne (Bernd Averbeck und Markus Stehmann) bis hin zu „Uschis Notfallshot“ an der Bar: Branca Menta. Josef Koll, dessen beiden interaktiven Kinderbücher mit Malvorlage um die Theatermaus Knabi im Foyer erhältlich sind, hat hier ganze Arbeit geleistet – und Stephan Urban bei der Premierenfeier ein Modell des Bühnenbildes überreicht. Nachdem die Premiere und die ersten Folgevorstellungen bereits vorab ausverkauft waren, gibt es derzeit noch wenige Karten für die Aufführungen am 15. Mai, 12, und 13. Juni 2026.

20 Uhr

'Vorsicht, Patienten!' am Kleinen Theater

Stefan Urban debütiert als Hausautor

'Vorsicht, Patienten!' heißt die neue Boulevardkomödie von Stefan Urban, die derzeit im Kleinen Theater Herne geprobt wird und am 18. April 2026 ihre Uraufführung feiert.

Das Kleine Theater Herne hat nach Jürgen Seifert und Dr. Christian Weymayr mit Stefan Urban einen dritten Hausautor. Nachdem der langjährige Schauspieler im Herner Amateurensemble 2021 bereits den Online-Krimi „Man(n) wird nur einmal 60“ vorlegte, ist „Vorsicht, Patienten!“ nun sein erstes Theaterstück. Die Uraufführungs-Premiere am 18. April 2026 ist bereits ausverkauft. In dem es recht boulevardesk zugeht: In der Arztpraxis von Dr. Stefan Liebhold (Markus Stehmann) läuft der Alltag selten nach Plan, denn hier treffen Temperamente aufeinander, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Da wäre die eigenwillige Ursula „Uschi“ Spritzmann (Gudrun Rosenke), die zwar kurz vor der Rente steht, aber mit einer Persönlichkeit ausgestattet ist, die man so schnell nicht vergisst. An ihrer Seite wirbelt die chaotische Auszubildende Sandy Schmatz (Lucy Janßen alternierend mit Lisa Liedtke), die jede Situation mit viel Enthusiasmus – und manchmal auch mit etwas zu viel Aktion – angeht. Und als wäre das nicht genug, sorgen die Patienten für ein Praxiserlebnis der besonderen Art: der Hypochonder Hugo Zipperlein (Benno Janßen) als Dauergast, Lieselotte Plauder (Anke Uzoma alternierend mit Christa Herzog) mit ihrem unerschöpflichen Redefluss, die elegante Beate Schwärmer (Heike Hebing alternierend mit Christine Boinski), der Außendienstler Bernd Hektikus (Jens Pelny alternierend mit Stephan Urban) im Dauerstress und der alternativ-entspannte Rainer Kräutergeist (Erik Hebing) bringen ihre ganz eigenen „Diagnosen“ mit – und treiben den Praxisbetrieb zuverlässig an die Grenze der Belastbarkeit. Zwischen Wartezimmer, Behandlungsraum und jeder Menge Pannen entsteht ein urkomischer Mikrokosmos, in dem Komödie und Realität auf charmante Weise verschwimmen. Stefan Urban gewährt in seinem Stück, das er auch selbst inszeniert, einen Blick hinter die Kulissen des Praxisalltags – voll Herz, Humor und liebevoller Alltagssatire. Sowohl die Uraufführungs-Premiere am 18. April 2026 als auch die drei Folgevorstellungen am 19., 24. und 26. April 2026 sind bereits ausverkauft, Restkarten sind für die Vorstellung am Sonntag, 3. Mai 2026, um 18 Uhr erhältlich.

20 Uhr

Ausstellung als 'begehbares Kinderbuch' erlebbar

„Emil und der Wal“ im Heimatmuseum

'Emil und der Wal' sind nun im Heimatmuseum zu bestaunen.

Das Heimatmuseum Unser Fritz präsentiert „Emil und der Wal“ als „begehbares Kinderbuch“ inklusive Bällebad, Spielstationen, dem Stillen (Kuschel-) Ozean, einem Trickfilm und Vitrinen voll mit Spielzeug. Eine Ausstellung für kleine und große Leichtmatrosinnen und Leichtmatrosen von drei bis 100 Jahren. „Ein Elefant und ein Wal schließen Freundschaft und erleben ein spannendes Abenteuer auf hoher See. Mit Möwen, Affen und Piraten. Ausgedacht hat sich das Kai Dümpe aus Castrop-Rauxel. Und wie die Geschichte ins Museum gekommen ist“, erklärt Ausstellungsmacher Ralf Piorr. „Kai hat mir sein Manuskript in die Hand gedrückt und ich habe es meinem Sohn als Gute-Nacht- Geschichte vorgelesen. Danach mussten wir es jeden Abend lesen. Mindestens vier Wochen lang.“ Eröffnet wurde die Ausstellung am Sonntag (31.5.2026) und ist noch bis zum 25. Oktober 2026 zu den Öffnungszeiten des Heimatmuseum erlebar.

seit 31. Mai

Ausstellung in der Schlosskapelle Strünkede

Ludger Hinse zeigt „Zauber des Lichts“

In zwölf Kirchen auf Herner Stadtgebiet, auch in der Schlosskapelle Strünkede, präsentiert der Künstler seine Lichtobjekte und lädt dazu ein, die Räume neu zu entdecken.

Die Ausstellung „Zauber des Lichts“ im Rahmen der Gesamtausstellung LICHTraum zeigt eine weitere Facette von Ludger Hinses Schaffen. In zwölf Kirchen auf Herner Stadtgebiet, auch in der Schlosskapelle Strünkede, präsentiert der Künstler seine Lichtobjekte und lädt dazu ein, die Räume neu zu entdecken. Im Emschertal-Museum wird von Sonntag, 14. Juni, bis zum Sonntag,16. August 2026, ein weiterer Bereich seiner Arbeiten zu sehen sein. Die informell-abstrakten farbigen Malereien und Aquarelle sprühen vor Lebendigkeit, ohne dass sie konkrete Dinge abbilden. Die vier Elemente Feuer, Erde, Wasser und Luft sind für seine abstrakten Werke von Relevanz. Hinse bannt Gefühle und Gedanken direkt auf die Leinwand. Die Glut des Feuers, die Materialität der Erde und das Flirren und Quirlen des Wassers übersetzt er in ein malerisches System. Hinse, geboren 1948, hat eine sehr persönliche Verbindung zur Stadt Herne. Sein Vater arbeitete als Bergmann auf der Zeche Mont Cenis, so dass er als Junge mit seinem Tretroller aus Recklinghausen zur Zeche fuhr. Seine erste Frau Ulla Schnidder stammte aus Herne-Süd, Tochter des Gewerkschafters Bernhard Schnidder. 1972 heirateten sie in Herz-Jesu und zogen nach Horsthausen. Nach seinem Studium begann er ein Verwaltungspraktikum im Jugendamt Wanne-Eickel. Seine Kinder besuchten die Hiberniaschule, so dass die Verbindung nach Herne auch noch bestehen blieb. Mit der Präsentation seiner Arbeiten auf Herner Stadtgebiet schließt sich für ihn auch ein Lebenskreis.

seit 14. Juni

Zollverein Park zum zweiten Mal zur Bühne

„Boulevard of Dreams“ kommt zurück

Die Zeche Zollverein in Essen.

Essen. Das Welterbe Zollverein feiert vom 18. Juni bis 12. Juli das Festival "Boulevard of Dreams". Dafür wird der Zollverein Park zum zweiten Mal zur Bühne für Fantasie, Kreativität und gemeinschaftliches Erleben. Jeweils von Donnerstag bis Sonntag gibt es ein barriere- und kostenfreies Programm z. B. mit Konzerten, Performances, Yoga, Tanz- und Kreativworkshops. An den Sonntagen gibt es außerdem Angebote für die ganze Familie.

seit 18. Juni

Samstag, 11. Juli

Event verbindet Genuss, Bewegung und Stadtentdeckung

Kulinarische Schnitzeljagd feiert Premiere

Im Juli 2026 kommt die Kulinarische Schnitzeljagd nach Herne.

In gemütlicher Atmosphäre zusammenkommen und gemeinsam kulinarische Köstlichkeiten in seiner Stadt kennenlernen, dies ist am Samstag, 11. Juli 2026, von 11 bis 18 Uhr möglich. Denn das Veranstaltungsformat Kulinarische Schnitzeljagd feiert an diesem Tag seine Eventpremiere in Herne. Organisiert wird die Herner Tour von Jessica Derksen, die Genuss, Bewegung sowie Stadtentdeckung vereinen und Menschen zusammenbringen will. Gegründet wurde die Kulinarische Schnitzeljagd von Susanna und Peter Wiedeking im Jahr 2014. Derksen ist eine der lokalen Scouts und hat bereits seit 2021 verschiedene Events organisiert. Im vergangenen Jahr gab es beispielsweise eine Veranstaltung in Münster, nun will sie in Herne an diesen Erfolg anknüpfen. „Seit fünf Jahren sind wir bei diesem Event aktiv. Mein Mann ist gelernter Koch und ich komme aus dem Hotelgewerbe, von daher waren wir essenstechnisch schon immer viel unterwegs“, verrät Jessica Derksen im Gespräch mit halloherne. Das Konzept des Events ist einfach erklärt. Die Teilnehmer besuchen an einem Tag mehrere Gastronomien. Diese wurden im Vorhinein ausgewählt. Es kann sich dabei um Restaurants, Cafés oder Bars handeln. An jeder Station erwartet die Teilnehmer eine kulinarische Kostprobe oder ein Getränk. Diese sei von herzhaft bis süß, von regional bis international. „Viele unserer Besucher nehmen als Gruppe oder Familie an dem Event teil. Wobei es sich auch gut eignet, wenn man neu in einer Stadt ist und Menschen kennenlernen möchte“, meint Derksen weiter. In Essen würden das Format auch viele Erstsemesterstudierende nutzen, um Kontakte zu knüpfen. In Herne sind bisher neun Unternehmer dabei, drei stehen noch in Verhandlungen. Sicher dabei sind beispielsweise unter anderem die Palastkantine, Kreta Natürlich, die Pottmühle, der Weltladen Esperanza oder das Wirtshaus Herne. Laut Derksen sei die Tour gut mit dem Fahrrad zu absolvieren, da die Lokalitäten zentral liegen und der Weg dorthin mit einem netten Ausflug verbunden werden könne. In jedem Lokal verweilen die Teilnehmer im Schnitt immer eine Viertelstunde, da ja alle Standorte an diesem Tag mitgenommen werden sollen. In jeder Lokalität stellt der Unternehmer seine Gastronomie kurz vor und die Besucher erhalten dann auch eine Kostprobe des Angebots. „Wichtig ist hierbei, die Teilnehmer können starten, wo sie möchten, es gibt kein festes Konzept. Das wäre ja auch bei geschätzten 300 Teilnehmern zu viel für eine Gastronomie auf einmal“, sagt die Leiterin der Kulinarischen Schnitzeljagd-Tour Herne lachend. Wichtig sei den Verantwortlichen der Kulinarischen Schnitzeljagd, dass die Besucher neben einem leckeren Nachmittag, einen Einblick über das gastronomische Angebot einer Stadt bekommen und so die Unternehmen vor Ort gestärkt werden. Wer nun Lust auf die kulinarische Reise hat: Für das Event in Herne gibt es 300 Tickets. Die Tickets kosten im Vorverkauf 33 Euro (bis zwei Wochen vor der Tour) und danach 40 Euro. Der Online-Verkauf endet am Dienstag, 7. Juli 2026, um 12 Uhr. Tickets gibt es ab Freitag, 20. März 2026, sowie weitere Informationen zur Veranstaltung sind online erhältlich.

11 Uhr

Musik, Tanz, Gegrilltes, Trödel

Sommerfest an der St. Pius-Kirche

Sommerfest der Show & Tanzgarde Herne 87 und St.Pius.

Die Show & Tanzgarde Herne 87 und die Gemeinde St.Pius laden am Samstag, 11. Juli 2026, zu ihrem gemeinsamen großen Sommerfest auf dem Gelände rund um St. Pius ein. Alle Herner sind eingeladen dabei zu sein. Die Verantwortlichen haben nicht gekleckert und ein Programm auf die Beine gestellt, das sich sehen lassen kann: Bei der Live-Musik haben sie nicht nur Tina Turner alias Emily K. verpflichten können, auch das Duo Kaipitinja und Janine Marx werden sich die Ehre geben. Dazu wird auch die Tanzgarde das Tanzbein schwingen. Weiterhin haben sie für eine Tombola, einen Trödelmarkt und Kinderschminken gesorgt. Ein Grillstand und frische Waffeln sollen den kleinen und auch den großen Hunger vertreiben.

14 Uhr

Das Programm vom Strünkeder Sommer 2026

Fünf Monate Kultur am Schloss

Im und rund um das Schloss Strünkede sorgt der Strünkede Sommer 2026 für viel Unterhaltung: Ein Teil davon ist das Electric Residence am Samstag, 11. Juli 2026.

Für Kultur und gute Unterhaltung muss man nicht weit reisen. Der Strünkeder Sommer verwandelt Schloss und Park in diesem Sommer wieder in eine lebendige Bühne. Der Kultursommer bringt Musik, Theater, Kino und Festivals nach Herne. Am Donnerstag, 14. Mai 2026, geht es mit dem Familienfest der Herner Schützenvereine los. Der Strünkeder Sommer verbindet bewährte Angebote, die in Herne seit Jahren fester Bestandteil des Kulturkalenders sind, mit neuen Angeboten. Dabei bietet das Schloss Strünkede mit dem Park, der Kapelle sowie der wiedereröffneten Städtischen Galerie eine einzigartige Kulisse, die zum gemeinsamen Feiern und Genießen einlädt. An Christi Himmelfahrt, Donnerstag, 14. Mai, beginnt der Strünkeder Sommer mit einem Familienfest, bei dem Tradition und Gemeinschaft im Vordergrund stehen. Die Herner Schützenvereine und Spielmannszüge laden von 11 bis 19 Uhr zu einem offenen Programmtag für alle Altersgruppen ein. Der Eintritt ist frei. Besonders schön: Der gesamte Erlös kommt dem Lukas-Hospiz zugute. Sonntag, 17. Mai 2026, Internationaler Museumstag: Zum Internationalen Museumstag lädt das Emschertal-Museum in all seine Häuser ein. Dazu zählt neben dem Schloss, der Städtischen Galerie und der Kapelle auch das Heimatmuseum Unser Fritz. Es gibt kostenfreie Führungen und freien Eintritt während der Öffnungszeiten – die perfekte Gelegenheit, um einen Blick in die frisch sanierte Galerie zu werfen. Die Öffnungszeiten in allen Häusern sind von 11 bis 17 Uhr. Kostenlose Führungen gibt es im Heimatmuseum um 12 Uhr, im Schloss Strünkede um 14 Uhr und in der städtischen Galerie um 15 Uhr. Der Eintritt ist an diesem Tag in allen Häusern des Museums frei. Samstag, 11. Juli 2026, Electric Residence: Mit der vierten Auflage des Festivals etabliert sich „Electric Residence“ als House- und Techno-Oase mitten im Ruhrgebiet. Zwölf DJs, darunter auch nationale und internationale Bekanntheiten, werden den Schlosshof gebührend in Vibration versetzen. Eintritt ab 18 Jahren. Los geht es ab 16 Uhr, Ende ist um 1:30 Uhr. Tickets kosten im Vorverkauf 14 Euro, ermäßigt 12 Euro. Abendkasse: 20 / 18 Euro. Samstag, 1. August 2026, Sounds Like Sugar: Das zweite junge Musik-Festival (halloherne berichtete) des Strünkeder Sommers bleibt musikalisch seinem Anspruch treu, aktuelle Indie-, Pop- und Alternative-Sounds mit spannenden Newcomern und etablierten Acts zu verbinden. Headliner „Rikas“ stehen für groovigen Indie-Pop mit viel Retro-Charme, der international bereits große Aufmerksamkeit erzielt hat. Beginn ist ab 16 Uhr. Tickets kosten im Vorverkauf 14 Euro, ermäßigt 12 Euro. Abendkasse: 20 / 18 Euro. Donnerstag bis Sonntag, 13. bis 16. August 2026, Open-Air-Kino: Im Hochsommer verwandelt sich der Schlosshof für vier Abende in eines der schönsten Kinos im Ruhrgebiet. Die Filmwelt Herne zeigt vier Abende lang Filme unter freiem Himmel, wobei der Mittwochabend durch den Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) gestaltet wird. Das Programm ist ab Juli auf filmwelt-herne.de zu sehen. Einlass ist ab 19 Uhr, Beginn nach Sonnenuntergang. Tickets für Erwachsene kosten 12 Euro, Kinder 10 Euro, am ASB-Abend 8 Euro. Freitag bis Sonntag, 4. bis 6. September 2026, Mittelalterspektakel im Schlosspark: Über 100 mittelalterliche Lager laden Gäste zu einem Rundgang durch vergangene Zeiten rund um das Schloss ein. Das Mittelalterspektakel ist ohne Zweifel einer der Höhepunkte des Strünkeder Sommers; jedes Jahr kommen viele Tausend Menschen nach Herne gereist, um in die fabelhafte Welt der Mittelalter-Romantik einzutauchen. Die Öffnungszeiten sind Freitag 17 bis 23 Uhr, Samstag 11 bis 23 Uhr und Sonntag 12 bis 19 Uhr. Eintritt: Samstag und Sonntag: Abendkasse zwölf Euro, Kinder sechs Euro, Gewandete zehn Euro Freitag (Nacht der Spielleute): Abendkasse 19 Euro (Kinder und Gewandete 15 Euro), Vorverkauf 14,50 Euro zuzüglich Gebühr (Kinder und Gewandete zehn Euro) Sonntag, 13. September 2026, Museumsfest: 100 Jahre Emschertal-Museum! Mit viel Musik, Mitmachangeboten und Waffeln lädt das Team vom Museum nach Strünkede ein, um zu feiern. Gäste bekommen auf dem Familienfest außerdem einen ersten Eindruck von der großen Sonderausstellung über die Geschichte des Hauses, die im November beginnt. Informationen zu den Öffnungszeiten folgen. Der Eintritt ist frei. Zum Strünkeder Sommer gehören noch viele weitere spannende Veranstaltungen, darunter Das vollständige Programm des Strünkeder Sommers ist unter diesem Link als PDF zu finden. Der Kartenvorverkauf ist bei reservix.de oder über die Ticket-Hotline 07 61 / 88 84 99 99 möglich. Die Vorverkaufsstelle in Herne ist das Stadtmarketing Herne, Kirchhofstraße 5. Karten für das Open-Air-Kino können ab Anfang Juli bei der Filmwelt Herne, Berliner Platz 7-9, gekauft werden. Tickets für das Mittelalterspektakel gibt es auf suendenfrei.tv. Konzertkarten für die Folk-Veranstaltungen sind auf eventim.de erhältlich.

16 Uhr

Atmosphäre aus Musik, Anbetung und Gemeinschaft

Worship Nacht in der Eickeler Johanneskirche

Am Samstag, dem 11. Juli, findet um 19 Uhr die sechste Worship Nacht in der Eickeler Johanneskirche an der Richard-Wagner-Straße 5 statt

Am Samstag, 11. Juli 2026, findet um 19 Uhr die sechste Worship Nacht in der Eickeler Johanneskirche an der Richard-Wagner-Straße 5 statt. Bei den letzten Worship Nächten kamen etwa 320 Menschen zusammen, um eine besondere Atmosphäre aus Musik, Anbetung und Gemeinschaft zu erleben. Die musikalische Gestaltung übernimmt wie gewohnt die Band Zion Collective, die aus Musikern besteht, die sich während der bisherigen Worship Nächte zusammengefunden haben. Das musikalische Repertoire der diesjährigen Worship Nacht reicht von Klassikern bis hin zu moderneren Liedern. Die etwa zweistündige Anbetungszeit bietet Raum für persönliche Besinnung und gemeinsames Singen. Im Anschluss an den musikalischen Teil sind alle Besucher eingeladen, den Abend bei Gegrilltem und Getränken in lockerer Atmosphäre in und neben der Kirche ausklingen zu lassen. Die Worship Nacht richtet sich an Menschen jeden Alters. Der Eintritt ist frei, am Ausgang wird um eine Spende gebeten.

19 Uhr

Stephan Urbans erfolgreiches Debüt

'Vorsicht, Patienten!' im Kleinen Theater Herne

Eine illustre Gesellschaft versammelt sich täglich im Wartezimmer (v.l.): Lieselotte „Lilo“ Plauder (Christa Herzog), Beate Schwärmer (Christa Boinski), Rainer Kräutergeist (Erik Hebing) und Hugo Zipperlein (Benno Janßen).

„Wir impfen alles und jeden“: Urinsteinbestimmung, Gallensteintransplantation, Nierensteinpolitur und Blutwertevereitelung – schon das Türschild zum Labor der Arztpraxis Dr. Liebhold rechterhand weist auf einen Ort des Geschehens hin, in dem es recht boulevardesk zugeht. Tatsächlich läuft bei Dr. Stefan Liebhold (Markus Stehmann) selten ‘was nach Plan – und alles schon gar nicht. Obwohl er mit Ursula „Uschi“ Spritzmann (Gudrun Rosenke) über eine so erfahrene wie resolute Fachkraft in der Anmeldung verfügt, die ihm nach Möglichkeit den Rücken freihält. Obwohl sie nach mehr als vierzig Arbeitsjahren kurz vor der Rente steht, hat sie ihren Kasernenhofton noch gut drauf, mit dem sie alle, die den Wartebereich mit dem innovativen Werbe-Bildschirm betreten, zur Händedesinfektion verdonnert. Nur mit der neuen Computer-Technik kommt Uschi nicht zurecht, die den Hinweis „Fenster schließen“ allzu wörtlich nimmt und ihrem alten Karteikasten-System manche Träne nachweint. Im Notfall kann Uschi auf die Auszubildende Sandy Schmatz (KTH-Debüt für Lisa Liedtke) zurückgreifen, die kurz vor ihrer Prüfung als Medizinische Fachangestellte steht. Welcher sie entgegenfiebert, da sie eine damit verbundene Gehaltserhöhung gut gebrauchen kann. Im Gegensatz zu Dr. Liebhold hegt Uschi freilich Zweifel, ob die verbal („Voll das Déjà-vu, Alter“) und outfitmäßig unorthodoxe, aber sehr engagierte junge Frau die Prüfung auch besteht. Mit dem Hypochonder Hugo Zipperlein (Benno Janßen), der sich nach täglichem Zappen durch die Social-Media-Welt immer neue Krankheiten andichtet („Krebs im Endstadium“), und der schnäbbeligen Lieselotte Plauder (Christa Herzog), der daheim offenbar die Decke auf den Kopf fällt und das Wartezimmer stets mit aktuellen bunten Blättern der Regenbogenpresse bestückt, ist die elegante Beate Schwärmer (Christine Boinski) Dauergast der, nomen est omen, von ihr angehimmelten Koryphäe in Weiß. Als auch noch der dauergestresste Außendienstler Bernd Hektikus (Jens Pelny) auftaucht, der, da neu in der Stadt, einen Hausarzt sucht, und wenig später der entspannte Öko-Aktivist Rainer Kräutergeist (Erik Hebing) hinzukommt, dessen altes Nokia-Handy die junge Sandy Bauklötze staunen lässt, kommt der Praxisbetrieb an die Grenze der Belastbarkeit und Uschi ist froh, es bald geschafft zu haben. Interessiert an ihrer Nachfolgerin ist sie natürlich trotzdem… Das Kleine Theater Herne hat nach Jürgen Seifert, sein Lustspiel „Der Schlüppa is weg“ steht noch am 30. April 2026 auf dem Spielplan, und Dr. Christian Weymayr, dessen Thrillerkomödie „Die geheimnisvolle Welt der Emily Hart“ noch bis 5. Juli gespielt wird, mit Stephan Urban einen dritten Hausautor. Der langjährige, seinerzeit mit den Loriot-Programmen gestartete Schauspieler im Herner Amateurensemble hat später auch selbst an der Neustraße inszeniert und zu Corona-Zeiten zwei Online-Krimis verfasst. Die heitere, eher humorvoll-charmante als bissig-satirische Komödie „Vorsicht, Patienten!“, die am 18. April 2026 umjubelte Uraufführungs-Premiere feierte, ist nun Stephan Urbans erstes Theaterstück – eine schwungvolle Boulevardkomödie mit vielen überraschenden Wendungen und einem verblüffenden Finale, das hier natürlich nicht gespoilert wird. Zum einmal mehr begeisternden Ensemble gehören auch die alternierenden Darstellerinnen Lucy Janßen als Sandy Schmatz, Anke Uzoma als Lieselotte Plauder sowie Heike Hebing als Beate Schwärmer. Die bei der Uraufführungs-Premiere ebenso vermisst wurde wie die komplette Theaterleitung und die beiden anderen Hausautoren. Nicht nur der höchst unterhaltsame Blick hinter die Kulissen des Praxisalltags, sondern auch das ganze Drumherum begeistert – von der witzigen Off-Ansage zu Beginn über den Running Gag des täglichen Wetterberichts in akustischer und optischer Form und die einmal mehr stimmungsvolle Bühne (Bernd Averbeck und Markus Stehmann) bis hin zu „Uschis Notfallshot“ an der Bar: Branca Menta. Josef Koll, dessen beiden interaktiven Kinderbücher mit Malvorlage um die Theatermaus Knabi im Foyer erhältlich sind, hat hier ganze Arbeit geleistet – und Stephan Urban bei der Premierenfeier ein Modell des Bühnenbildes überreicht. Nachdem die Premiere und die ersten Folgevorstellungen bereits vorab ausverkauft waren, gibt es derzeit noch wenige Karten für die Aufführungen am 15. Mai, 12, und 13. Juni 2026.

20 Uhr

'Vorsicht, Patienten!' am Kleinen Theater

Stefan Urban debütiert als Hausautor

'Vorsicht, Patienten!' heißt die neue Boulevardkomödie von Stefan Urban, die derzeit im Kleinen Theater Herne geprobt wird und am 18. April 2026 ihre Uraufführung feiert.

Das Kleine Theater Herne hat nach Jürgen Seifert und Dr. Christian Weymayr mit Stefan Urban einen dritten Hausautor. Nachdem der langjährige Schauspieler im Herner Amateurensemble 2021 bereits den Online-Krimi „Man(n) wird nur einmal 60“ vorlegte, ist „Vorsicht, Patienten!“ nun sein erstes Theaterstück. Die Uraufführungs-Premiere am 18. April 2026 ist bereits ausverkauft. In dem es recht boulevardesk zugeht: In der Arztpraxis von Dr. Stefan Liebhold (Markus Stehmann) läuft der Alltag selten nach Plan, denn hier treffen Temperamente aufeinander, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Da wäre die eigenwillige Ursula „Uschi“ Spritzmann (Gudrun Rosenke), die zwar kurz vor der Rente steht, aber mit einer Persönlichkeit ausgestattet ist, die man so schnell nicht vergisst. An ihrer Seite wirbelt die chaotische Auszubildende Sandy Schmatz (Lucy Janßen alternierend mit Lisa Liedtke), die jede Situation mit viel Enthusiasmus – und manchmal auch mit etwas zu viel Aktion – angeht. Und als wäre das nicht genug, sorgen die Patienten für ein Praxiserlebnis der besonderen Art: der Hypochonder Hugo Zipperlein (Benno Janßen) als Dauergast, Lieselotte Plauder (Anke Uzoma alternierend mit Christa Herzog) mit ihrem unerschöpflichen Redefluss, die elegante Beate Schwärmer (Heike Hebing alternierend mit Christine Boinski), der Außendienstler Bernd Hektikus (Jens Pelny alternierend mit Stephan Urban) im Dauerstress und der alternativ-entspannte Rainer Kräutergeist (Erik Hebing) bringen ihre ganz eigenen „Diagnosen“ mit – und treiben den Praxisbetrieb zuverlässig an die Grenze der Belastbarkeit. Zwischen Wartezimmer, Behandlungsraum und jeder Menge Pannen entsteht ein urkomischer Mikrokosmos, in dem Komödie und Realität auf charmante Weise verschwimmen. Stefan Urban gewährt in seinem Stück, das er auch selbst inszeniert, einen Blick hinter die Kulissen des Praxisalltags – voll Herz, Humor und liebevoller Alltagssatire. Sowohl die Uraufführungs-Premiere am 18. April 2026 als auch die drei Folgevorstellungen am 19., 24. und 26. April 2026 sind bereits ausverkauft, Restkarten sind für die Vorstellung am Sonntag, 3. Mai 2026, um 18 Uhr erhältlich.

20 Uhr

Ausstellung als 'begehbares Kinderbuch' erlebbar

„Emil und der Wal“ im Heimatmuseum

'Emil und der Wal' sind nun im Heimatmuseum zu bestaunen.

Das Heimatmuseum Unser Fritz präsentiert „Emil und der Wal“ als „begehbares Kinderbuch“ inklusive Bällebad, Spielstationen, dem Stillen (Kuschel-) Ozean, einem Trickfilm und Vitrinen voll mit Spielzeug. Eine Ausstellung für kleine und große Leichtmatrosinnen und Leichtmatrosen von drei bis 100 Jahren. „Ein Elefant und ein Wal schließen Freundschaft und erleben ein spannendes Abenteuer auf hoher See. Mit Möwen, Affen und Piraten. Ausgedacht hat sich das Kai Dümpe aus Castrop-Rauxel. Und wie die Geschichte ins Museum gekommen ist“, erklärt Ausstellungsmacher Ralf Piorr. „Kai hat mir sein Manuskript in die Hand gedrückt und ich habe es meinem Sohn als Gute-Nacht- Geschichte vorgelesen. Danach mussten wir es jeden Abend lesen. Mindestens vier Wochen lang.“ Eröffnet wurde die Ausstellung am Sonntag (31.5.2026) und ist noch bis zum 25. Oktober 2026 zu den Öffnungszeiten des Heimatmuseum erlebar.

seit 31. Mai

Ausstellung in der Schlosskapelle Strünkede

Ludger Hinse zeigt „Zauber des Lichts“

In zwölf Kirchen auf Herner Stadtgebiet, auch in der Schlosskapelle Strünkede, präsentiert der Künstler seine Lichtobjekte und lädt dazu ein, die Räume neu zu entdecken.

Die Ausstellung „Zauber des Lichts“ im Rahmen der Gesamtausstellung LICHTraum zeigt eine weitere Facette von Ludger Hinses Schaffen. In zwölf Kirchen auf Herner Stadtgebiet, auch in der Schlosskapelle Strünkede, präsentiert der Künstler seine Lichtobjekte und lädt dazu ein, die Räume neu zu entdecken. Im Emschertal-Museum wird von Sonntag, 14. Juni, bis zum Sonntag,16. August 2026, ein weiterer Bereich seiner Arbeiten zu sehen sein. Die informell-abstrakten farbigen Malereien und Aquarelle sprühen vor Lebendigkeit, ohne dass sie konkrete Dinge abbilden. Die vier Elemente Feuer, Erde, Wasser und Luft sind für seine abstrakten Werke von Relevanz. Hinse bannt Gefühle und Gedanken direkt auf die Leinwand. Die Glut des Feuers, die Materialität der Erde und das Flirren und Quirlen des Wassers übersetzt er in ein malerisches System. Hinse, geboren 1948, hat eine sehr persönliche Verbindung zur Stadt Herne. Sein Vater arbeitete als Bergmann auf der Zeche Mont Cenis, so dass er als Junge mit seinem Tretroller aus Recklinghausen zur Zeche fuhr. Seine erste Frau Ulla Schnidder stammte aus Herne-Süd, Tochter des Gewerkschafters Bernhard Schnidder. 1972 heirateten sie in Herz-Jesu und zogen nach Horsthausen. Nach seinem Studium begann er ein Verwaltungspraktikum im Jugendamt Wanne-Eickel. Seine Kinder besuchten die Hiberniaschule, so dass die Verbindung nach Herne auch noch bestehen blieb. Mit der Präsentation seiner Arbeiten auf Herner Stadtgebiet schließt sich für ihn auch ein Lebenskreis.

seit 14. Juni

Zollverein Park zum zweiten Mal zur Bühne

„Boulevard of Dreams“ kommt zurück

Die Zeche Zollverein in Essen.

Essen. Das Welterbe Zollverein feiert vom 18. Juni bis 12. Juli das Festival "Boulevard of Dreams". Dafür wird der Zollverein Park zum zweiten Mal zur Bühne für Fantasie, Kreativität und gemeinschaftliches Erleben. Jeweils von Donnerstag bis Sonntag gibt es ein barriere- und kostenfreies Programm z. B. mit Konzerten, Performances, Yoga, Tanz- und Kreativworkshops. An den Sonntagen gibt es außerdem Angebote für die ganze Familie.

seit 18. Juni

Sonntag, 12. Juli

Neue Einblicke: ZwischenZeit

Debüt der Neumitglieder im Herner Künstlerbund

„Pix-Pics“ nennt Brigitte Szelag ihre Verfremdungen von Szenen alter US-amerikanischer Spielfilme u.a. mit Audrey Hepburn und Gregory Peck.

Der Herner Künstlerbund HKB ’90 konnte in jüngster Zeit acht neue Mitglieder begrüßen. Vier von ihnen präsentieren ihre Arbeiten ab 27. Juni 2026 in der Galerie Kunstpunkt neben dem Sodinger Hochbunker. Annett Breitfeld, Johanna Maria Falchi, Kira Selicke und Brigitte Szelag haben sich unter dem Thema „ZwischenZeit“ mit der Zeit zwischen Ereignissen künstlerisch auseinandergesetzt, die Zweifel und Furcht auslösen, aber nach einem Innehalten zum Durchatmen auch Raum für Hoffnung lassen. Uto Petrick zum Konzept: „Zwischen Hyperglobalisierung und Örtlichem liegt kaum mehr ein Katzensprung. Der Brieftaschendiebstahl reiht sich an die globale Krise – ist das Leid an diesem Punkt noch addierbar? Ist es noch vertretbar, den Menschen zum Hinsehen zu bewegen, zum Sich-damit- Beschäftigen – oder ist die Überforderung zu grandios, das Gehirn zu überreizt und überquollen mit Krisennachrichten und Katzen-Memes um noch etwas aufzunehmen?“ Und weiter: „Die Ablenkungsmöglichkeiten unserer Zeit sind vollkommen. Nicht mehr allzu soziales Social Media brät die Hirnwindungen bis zum perfekten Garpunkt, während das nächste ‚Familiendrama‘ mit Todesfall und drei humanitäre Krisen an ihm vorbeirauschen. Es ist nicht mehr nur nicht aufnahmefähig, es ist taub – ein Freezeframe eines Gebildes, was einst empathiefähig war. Die Ereignisse prasseln mit einer Geschwindigkeit an ihm vorbei, welche an Brutalität grenzt, während es wie kurz vor der Euthanasie regungslos in der Ecke liegt. In einer Gegenwart, wo Reichtum und schreckliches Leid direkt nebeneinander liegen, ist die bewusste Entscheidung zum Hinsehen das größte Gut. Zeitgleich ist das Abwenden ein überlebensnotwendiger Mechanismus, um für die Zukunft überhaupt aufnahmefähig zu bleiben.“ Der Balanceakt zwischen Hin- und Wegsehen ohne wahnhaft zu werden ist, so Uto Petrick, „ein modernes Problem, für das es noch keine abschließende Lösung gibt. Wenigstens scheinbar sichere Ruheinseln müssen geschaffen werden, um mündig zu bleiben – im Idealfall ein kalkulierter Rückzug auf Zeit. Aus diesem Dilemma erwachsen neue Aufgaben. Dieser im eigentlichen Sinne unfassbare Schwebezustand zwischen der Zeit ist es, der künstlerisch festgehalten werden soll. Diese Ambivalenz unserer gegenwärtigen Gesellschaft verträgt eine genauere Betrachtung, Augenpaare, welche ihren Blick zwischen die Menschen richten und die Ereignisse der Zwischenzeit ungeschönt aufnehmen.“ Die 1963 in Herne geborene Brigitte Szelag, Qualitätsmanagerin bei Vodafone, ist seit 1982 künstlerisch tätig. Nach diversen Schaffensphasen wie Titelbildern und Movie-Stills, widmet sie sich aktuell „Pix-Pics“. In ihren Pixel-Pictures verfremdet sie alte Spielfilmszenen mit farbigen Pixel-Störungen und schafft so eine einzigartige Verschmelzung von schwarz-weißer Filmkultur und knallig-bunten TV-Übertragungsfehlern. Wobei man ganz genau hinsehen sollte, um die sehr kleinen, feinen Tuschestriche in ihren Großformaten zu entdecken. Solchermaßen ganz neu zu entdecken sind James Stewart in „Ist das Leben nicht schön“, Charlie Chaplin in „Goldrausch“, Raymond Massey und Cray Grant in „Arsen und Spitzenhäubchen“, Audrey Hepburn in „Sabrina“ sowie Gregory Peck in „Ein Herz und eine Krone“. Die 1997 in Herne geborene Johanna Maria Falchi bezeichnet sich zwar als Autodidaktin, hat aber Kunst und Germanistik studiert und kennt sich mit klassischer Ölmalerei nicht nur in der Theorie, sondern ganz offensichtlich auch in der Praxis aus: „Wo ein Abgrund ist, blicke ich hinein, und ich blicke tief, bis mein Motiv mich findet. Die Gemälde thematisieren die Schwierigkeiten unserer Zeit und kosten die Grenzen der Schönheit aus. Das Hinsehen ist das höchste Gut. Denn in der Auffassung, dass alles Unästhetische und Unbequeme wenigstens betrachtenswert ist, verbirgt sich eines: die demutsvolle Verbeugung vor der Natur und dem Sein selbst.“ Ihre sechs in der Sodinger HKB-Galerie gezeigten surreal anmutenden Arbeiten, in wahrhaft altmeisterlicher Technik in Öl gemalt, tragen Titel wie „Dem Abglanz einen Thron“ und „Du siehst mich, doch hast nie gesehen“ und lassen auch Inspirationen durch die heute sehr beliebten Fantasy-Gestalten erkennen. Auch die 1989 in Herne geborene Psychotherapeutin Kira Selicke hat sich mit der Bewältigung von Krisen, Katastrophen und Kriegen auseinandergesetzt, vor allem in ihrem großformatigen Ölgemälde „Fulltime Bullshitter Meditation Act“, das mich an den gerade erst am 11. Juni 2026 in London gestorbenen britischen Künstler David Hockney erinnert. Künstlerisch sozialisiert in der Jugendkunstschule Wanne-Eickel hat sie während ihres Studiums an der Bochumer Ruhr-Universität weitere Anregungen von Ortrud Kabus am Musischen Zentrum erhalten. Kira Selicke ist im Kunstpunkt auch mit den beiden kleineren Acryl-Gemälden „Breathe“ und „Shutters“ vertreten, die eigene Emotionen im Nachhall der Corona-Zeit thematisieren. Sie hat zudem an der Essener Hochschule der bildenden Künste studiert und nennt als weitere Inspirationsquellen zwei sehr sensible queere US-amerikanische Künstler, den Maler, Zeichner und Bildhauer Louis Fratino sowie die gerade in Berlin ausstellende Malerin Celeste Rapone. „Wir haben keine andere Zeit als diese“: Der Schwerpunkt der 1965 in Recklinghausen geborenen Annett Breitfeld, die sich Mascha Kalekos Wahrheit zu eigen macht, liegt in der Tusche- und Kohlemalerei, aber auch in der Acryl- und Ölmalerei. Dabei versucht sie die verborgenen Seelen der Natur, der Dinge und der Menschen sichtbar zu machen. In ihrem Ölgemälde „Fokus I“ blickt ihr Enkel mit dem Fernglas nach vorn – und damit direkt auf den Betrachter. Daneben eine Mischtechnik (Aquarell mit Graphit) mit dem sprechenden Titel „Barmherzigkeit“. Gleich vorn am Eingang links ihre großformatige Arbeit „Der Weg“. Das zeitlos aktuelle Bild, Tusche auf Leinwand, ist inspiriert vom in Budapest geborenen und in Berlin zum Journalisten ausgebildeten US-amerikanischen Fotografen Robert Capa, der durch seine Aufnahmen vom Spanischen Bürgerkrieg Mitte der 1930er Jahre weltweit bekannt wurde. Er gehörte 1947 zu den Gründern der Fotoagentur Magnum. Wer zur Ausstellungseröffnung am Samstag, 27. Juni 2026, um 16 Uhr in den Kunstpunkt, Mont-Cenis-Straße 296, kommt, wird ein neues Raumgefühl der HKB-Galerie erleben. Die Begrüßung übernimmt der Künstlerbund-Vorsitzende Hassan Jelveh, für den musikalischen Rahmen sorgt Leonard Falchi-Piltz auf der französischen Schäferpfeife. Die Ausstellung „Neue Einblicke: ZwischenZeit“ kann nach der Vernissage bis zum 2. August 2026 zu folgenden Öffnungszeiten besichtigt werden: Mittwoch und Sonntag jeweils von 15 bis 18 Uhr.

15 Uhr

Stephan Urbans erfolgreiches Debüt

'Vorsicht, Patienten!' im Kleinen Theater Herne

Eine illustre Gesellschaft versammelt sich täglich im Wartezimmer (v.l.): Lieselotte „Lilo“ Plauder (Christa Herzog), Beate Schwärmer (Christa Boinski), Rainer Kräutergeist (Erik Hebing) und Hugo Zipperlein (Benno Janßen).

„Wir impfen alles und jeden“: Urinsteinbestimmung, Gallensteintransplantation, Nierensteinpolitur und Blutwertevereitelung – schon das Türschild zum Labor der Arztpraxis Dr. Liebhold rechterhand weist auf einen Ort des Geschehens hin, in dem es recht boulevardesk zugeht. Tatsächlich läuft bei Dr. Stefan Liebhold (Markus Stehmann) selten ‘was nach Plan – und alles schon gar nicht. Obwohl er mit Ursula „Uschi“ Spritzmann (Gudrun Rosenke) über eine so erfahrene wie resolute Fachkraft in der Anmeldung verfügt, die ihm nach Möglichkeit den Rücken freihält. Obwohl sie nach mehr als vierzig Arbeitsjahren kurz vor der Rente steht, hat sie ihren Kasernenhofton noch gut drauf, mit dem sie alle, die den Wartebereich mit dem innovativen Werbe-Bildschirm betreten, zur Händedesinfektion verdonnert. Nur mit der neuen Computer-Technik kommt Uschi nicht zurecht, die den Hinweis „Fenster schließen“ allzu wörtlich nimmt und ihrem alten Karteikasten-System manche Träne nachweint. Im Notfall kann Uschi auf die Auszubildende Sandy Schmatz (KTH-Debüt für Lisa Liedtke) zurückgreifen, die kurz vor ihrer Prüfung als Medizinische Fachangestellte steht. Welcher sie entgegenfiebert, da sie eine damit verbundene Gehaltserhöhung gut gebrauchen kann. Im Gegensatz zu Dr. Liebhold hegt Uschi freilich Zweifel, ob die verbal („Voll das Déjà-vu, Alter“) und outfitmäßig unorthodoxe, aber sehr engagierte junge Frau die Prüfung auch besteht. Mit dem Hypochonder Hugo Zipperlein (Benno Janßen), der sich nach täglichem Zappen durch die Social-Media-Welt immer neue Krankheiten andichtet („Krebs im Endstadium“), und der schnäbbeligen Lieselotte Plauder (Christa Herzog), der daheim offenbar die Decke auf den Kopf fällt und das Wartezimmer stets mit aktuellen bunten Blättern der Regenbogenpresse bestückt, ist die elegante Beate Schwärmer (Christine Boinski) Dauergast der, nomen est omen, von ihr angehimmelten Koryphäe in Weiß. Als auch noch der dauergestresste Außendienstler Bernd Hektikus (Jens Pelny) auftaucht, der, da neu in der Stadt, einen Hausarzt sucht, und wenig später der entspannte Öko-Aktivist Rainer Kräutergeist (Erik Hebing) hinzukommt, dessen altes Nokia-Handy die junge Sandy Bauklötze staunen lässt, kommt der Praxisbetrieb an die Grenze der Belastbarkeit und Uschi ist froh, es bald geschafft zu haben. Interessiert an ihrer Nachfolgerin ist sie natürlich trotzdem… Das Kleine Theater Herne hat nach Jürgen Seifert, sein Lustspiel „Der Schlüppa is weg“ steht noch am 30. April 2026 auf dem Spielplan, und Dr. Christian Weymayr, dessen Thrillerkomödie „Die geheimnisvolle Welt der Emily Hart“ noch bis 5. Juli gespielt wird, mit Stephan Urban einen dritten Hausautor. Der langjährige, seinerzeit mit den Loriot-Programmen gestartete Schauspieler im Herner Amateurensemble hat später auch selbst an der Neustraße inszeniert und zu Corona-Zeiten zwei Online-Krimis verfasst. Die heitere, eher humorvoll-charmante als bissig-satirische Komödie „Vorsicht, Patienten!“, die am 18. April 2026 umjubelte Uraufführungs-Premiere feierte, ist nun Stephan Urbans erstes Theaterstück – eine schwungvolle Boulevardkomödie mit vielen überraschenden Wendungen und einem verblüffenden Finale, das hier natürlich nicht gespoilert wird. Zum einmal mehr begeisternden Ensemble gehören auch die alternierenden Darstellerinnen Lucy Janßen als Sandy Schmatz, Anke Uzoma als Lieselotte Plauder sowie Heike Hebing als Beate Schwärmer. Die bei der Uraufführungs-Premiere ebenso vermisst wurde wie die komplette Theaterleitung und die beiden anderen Hausautoren. Nicht nur der höchst unterhaltsame Blick hinter die Kulissen des Praxisalltags, sondern auch das ganze Drumherum begeistert – von der witzigen Off-Ansage zu Beginn über den Running Gag des täglichen Wetterberichts in akustischer und optischer Form und die einmal mehr stimmungsvolle Bühne (Bernd Averbeck und Markus Stehmann) bis hin zu „Uschis Notfallshot“ an der Bar: Branca Menta. Josef Koll, dessen beiden interaktiven Kinderbücher mit Malvorlage um die Theatermaus Knabi im Foyer erhältlich sind, hat hier ganze Arbeit geleistet – und Stephan Urban bei der Premierenfeier ein Modell des Bühnenbildes überreicht. Nachdem die Premiere und die ersten Folgevorstellungen bereits vorab ausverkauft waren, gibt es derzeit noch wenige Karten für die Aufführungen am 15. Mai, 12, und 13. Juni 2026.

18 Uhr

'La fanciulla del West' in Essen

Der Wilde Westen in der Oper

Nicht nur Sheriff Jack Rance (Massimo Cavalletti, vorn) ist fasziniert vom aufregenden Cowgirl Minnie (Ilaria Alida), hat bei ihr aber – im wahren Wortsinn – die schlechteren Karten.

Sie steht gar nicht so selten auf den Spielplänen nicht nur der „Großen Häuser“ wie der Staatsoper und der Deutschen Oper Berlin, wie in Hamburg oder München, wo der Filmregisseur Andreas Dresen das 1910 in der New Yorker Metropolitan Opera uraufgeführte Werk inszenierte, auch Hagen und mit Detmold sogar ein Landestheater haben sich an den Dreiakter gewagt, von der ihr Komponist Giacomo Puccini schrieb: „‚La fanciulla del West‘ ist mir von allen Opern am besten gelungen.“ Dennoch gehört „Das Mädchen aus dem Goldenen Westen“, so der deutschsprachige Titel, nicht wie etwa „Tosca“ oder „Bohème“ zum Standard-Repertoire, und bei uns tief im Westen schon gar nicht. Weshalb die Neuinszenierung Dirk Schmiedings, die am 28. März 2026 einen Jubelsturm des Premierenpublikums im Essener Aalto-Theater evozierte wie schon lange nicht mehr, ein Ausrufezeichen setzt zum Ende der Intendanz von Dr. Merle Fahrholz. In der stimmungsvoll ausgestalteten Saloon-Kulisse von Ralf Käselau vertreiben sich die Goldgräber mit Kartenspiel und Whiskey die Zeit. Sie warten auf ihren größten Schatz, der ihr Heimweh stillt und den Feierabend nach einem harten Arbeitstag versüßt: Minnie (das blonde Cowgirl scheint gerade der „True Grit“-Leinwand entstiegen zu sein: die feurige italienische Sopranistin Ilaria Alida Quilico) gibt den harten Kerlen nicht zuletzt mit mahnenden Worten aus der Bibel ein warmes, familiäres Gefühl in der kalten Fremde. Als ein geheimnisvoller Fremder den Saloon „Polka“ betritt, zeigt sich nicht nur Sheriff Jack Rance (der international gefragte italienische Bariton Massimo Cavalletti als Gast) von seiner eifersüchtigen Seite. Denn Minnie scheint den Mann zu kennen, der sich als Dick Johnson (der dritte Großkaräter dieser Produktion wechselte zu Saisonbeginn von der Deutschen Oper Berlin nach Essen: der venezuelanische Tenor Jorge Puerta) ausgibt, in Wahrheit aber der gesuchte Verbrecher Ramerrez ist, der mit seiner Bande das von den Minenarbeitern geschürfte und von Minnie bewachte Gold rauben will… Nach Vollendung seiner „Butterfly“ war Puccini auf der Suche nach „etwas Neuem, Bewegendem und nie Gesehenem“. Seine Muse, die wohlhabende und überdies verheiratete Londonerin Sybil Seligman, besorgte ihm die italienische Übersetzung des Dramas „The Girl Of The Golden West“, in dem David Belasco den kalifornischen Goldrausch der 1850er Jahre aufgreift. Zusammen mit den Librettisten Guelfo Civinini und Carlo Zangarini entstand so die wahrscheinlich erste „Wildwestoper“ der Musikgeschichte, eine spannende, hoch emotionale Mischung aus Western-Romantik („Lucky Strike!“), Krimi-Spannung sowie Liebes- und Eifersuchtsdramatik. Puccinis Musik ist vergleichsweise arm an Arien, aber voll wunderbarer, mit amerikanischer Musik unterlegter Melodien, vom melancholischen Lied „Che faranno“ des heimwehkranken Jake Wallace über Minnies zarte Auftrittsarie „Dove eravamo?“ und Liebeslieder wie „Oh, se sapeste“ und „Ma non vi avrei rubato!“ bis hin zu Johnsons Arie „Ch’ella mi creda“, in der er darum bittet, dass Minnie nichts von seinem Tod erfahren soll. Das sind große Puccini-Momente, die unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Andrea Sanguineti voll zur Geltung kommen. In den Folgevorstellungen wird auch die armenische Sopranistin Astrik Khanamiryan aus dem Aalto-Ensemble in der Partie der Minnie zu erleben sein. Das Aalto-Regiedebüt Dirk Schmedings fällt zwiespältig aus. Auf der einen Seite sein vom Broadway und von Charlie Chaplins Film „The Gold Rush“ inspiriertes Konzept, eine Western-Filmkulisse zum Schauplatz zu machen, in der Charlie Chaplin in seiner 1915er Rolle als „The Tramp“ auf einem Dolly genannten Kamerawagen auf Schienen hereinfährt und der Videograf Johannes Kulz für Marlboro-Atmosphäre auf der Leinwand sorgt. Im Chaplin-Kostüm steckt übrigens Jihoon Kim, der gleich nach dem kollektiven „Hallo“-Auftakt des 1. Aktes das berührende Lied des Jake Wallace singt. Und im Bären-Kostüm steckt Jana Marković, die bisweilen wie ein flauschiges Nummerngirl über die Szene tapert. Womit wir bei der anderen Seite des Regiekonzeptes angekommen sind, das Puccinis Happy End (Minnie und Johnson sitzen auf Kinosesseln statt in Freiheit das Land zu verlassen) für unvermittelbar hält: Die Rollenbezeichnung Wowkle und Billy Jackrabbit verweisen auf das in der Oper vorkommende Indigenen-Paar (um das andere „I-Wort“ zu vermeiden). Das geht heute natürlich ebenso wenig wie die mexikanische Herkunft der Räuberbande. Also haben sich das Regieteam und die Aalto-Dramaturgin Savina Kationi auf eine „humorvolle Setzung“ verständigt, die über knapp drei Stunden wie ein Fremdkörper wirkt. Karten unter theater-essen.de oder unter Tel 0201 - 81 22 200.

18 Uhr

Ausstellung als 'begehbares Kinderbuch' erlebbar

„Emil und der Wal“ im Heimatmuseum

'Emil und der Wal' sind nun im Heimatmuseum zu bestaunen.

Das Heimatmuseum Unser Fritz präsentiert „Emil und der Wal“ als „begehbares Kinderbuch“ inklusive Bällebad, Spielstationen, dem Stillen (Kuschel-) Ozean, einem Trickfilm und Vitrinen voll mit Spielzeug. Eine Ausstellung für kleine und große Leichtmatrosinnen und Leichtmatrosen von drei bis 100 Jahren. „Ein Elefant und ein Wal schließen Freundschaft und erleben ein spannendes Abenteuer auf hoher See. Mit Möwen, Affen und Piraten. Ausgedacht hat sich das Kai Dümpe aus Castrop-Rauxel. Und wie die Geschichte ins Museum gekommen ist“, erklärt Ausstellungsmacher Ralf Piorr. „Kai hat mir sein Manuskript in die Hand gedrückt und ich habe es meinem Sohn als Gute-Nacht- Geschichte vorgelesen. Danach mussten wir es jeden Abend lesen. Mindestens vier Wochen lang.“ Eröffnet wurde die Ausstellung am Sonntag (31.5.2026) und ist noch bis zum 25. Oktober 2026 zu den Öffnungszeiten des Heimatmuseum erlebar.

seit 31. Mai

Ausstellung in der Schlosskapelle Strünkede

Ludger Hinse zeigt „Zauber des Lichts“

In zwölf Kirchen auf Herner Stadtgebiet, auch in der Schlosskapelle Strünkede, präsentiert der Künstler seine Lichtobjekte und lädt dazu ein, die Räume neu zu entdecken.

Die Ausstellung „Zauber des Lichts“ im Rahmen der Gesamtausstellung LICHTraum zeigt eine weitere Facette von Ludger Hinses Schaffen. In zwölf Kirchen auf Herner Stadtgebiet, auch in der Schlosskapelle Strünkede, präsentiert der Künstler seine Lichtobjekte und lädt dazu ein, die Räume neu zu entdecken. Im Emschertal-Museum wird von Sonntag, 14. Juni, bis zum Sonntag,16. August 2026, ein weiterer Bereich seiner Arbeiten zu sehen sein. Die informell-abstrakten farbigen Malereien und Aquarelle sprühen vor Lebendigkeit, ohne dass sie konkrete Dinge abbilden. Die vier Elemente Feuer, Erde, Wasser und Luft sind für seine abstrakten Werke von Relevanz. Hinse bannt Gefühle und Gedanken direkt auf die Leinwand. Die Glut des Feuers, die Materialität der Erde und das Flirren und Quirlen des Wassers übersetzt er in ein malerisches System. Hinse, geboren 1948, hat eine sehr persönliche Verbindung zur Stadt Herne. Sein Vater arbeitete als Bergmann auf der Zeche Mont Cenis, so dass er als Junge mit seinem Tretroller aus Recklinghausen zur Zeche fuhr. Seine erste Frau Ulla Schnidder stammte aus Herne-Süd, Tochter des Gewerkschafters Bernhard Schnidder. 1972 heirateten sie in Herz-Jesu und zogen nach Horsthausen. Nach seinem Studium begann er ein Verwaltungspraktikum im Jugendamt Wanne-Eickel. Seine Kinder besuchten die Hiberniaschule, so dass die Verbindung nach Herne auch noch bestehen blieb. Mit der Präsentation seiner Arbeiten auf Herner Stadtgebiet schließt sich für ihn auch ein Lebenskreis.

seit 14. Juni

Zollverein Park zum zweiten Mal zur Bühne

„Boulevard of Dreams“ kommt zurück

Die Zeche Zollverein in Essen.

Essen. Das Welterbe Zollverein feiert vom 18. Juni bis 12. Juli das Festival "Boulevard of Dreams". Dafür wird der Zollverein Park zum zweiten Mal zur Bühne für Fantasie, Kreativität und gemeinschaftliches Erleben. Jeweils von Donnerstag bis Sonntag gibt es ein barriere- und kostenfreies Programm z. B. mit Konzerten, Performances, Yoga, Tanz- und Kreativworkshops. An den Sonntagen gibt es außerdem Angebote für die ganze Familie.

seit 18. Juni