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Heute

Engpass im Tunnel an der Dorstener

Straßentunnel der Dorstener Straße.

Die Straßen.NRW-Regionalniederlassung Ruhr gibt in einer Pressemitteilung von Freitag (30.9.2022) bekannt, dass sie am Mittwoch, 5. Oktober 2022, zwischen 8 und 14 Uhr, die Technik im B226-Tunnel an der Dorstener Straße in Herne wartet. In dieser Zeit ist jeweils nur ein Fahrstreifen abwechselnd in jede Fahrtrichtung frei.

8 Uhr

Ausstellung in der vhs-Galerie mit dem Herner Künstlerbund

Energie auf verschiedene Arten sichtbar machen

Erinnerungen an „Banksy": In der VHS-Galerie im Haus am Grünen Ring startet die Ausstellung "Energie“ mit Werken vom Künstlern des Herner Künstlerbundes. Bahtiyar Demircan zeigt ein Mädchen mit einem Herz, statt einem Ballon.

Das Thema Energie: Da war doch was? Stimmt. Kaum ein aktuelleres und brisanteres Thema hätte sich die Volkshochschule für ihre neue Ausstellung im Haus am Grünen Ring aussuchen können. 19 Künstler des Herner Künstlerbundes zeigen von Freitag, 9. September, bis Freitag, 4. November 2022, dort 38 Werke, die auf verschiedene Art und Weise mit dem Thema zu tun haben. Offizielle Eröffnung ist am Freitag, 9. September 2022, um 19 Uhr. So nennt Natalie Dilekli, Programmbereichsleiterin der VHS-Galerie die neue Ausstellung „absolut zeitgemäß“, obwohl sie schon für 2021, anlässlich des 100. Geburtstages des Künstlers Joseph Beuys, geplant war. „Wir hatten das Thema frei in den Raum gestellt und da Energie so viele Facetten hat, hat jeder Künstler ganz individuell seine Interpretation davon umgesetzt“, so Dilekli. Die Auswahl der Werke habe eine Jury getroffen. Entstanden sind Zeichnungen, Malerei und Objekte über verschiedene Themenfelder, beispielsweise Energiequellen oder über spirituelle Lebensenergie. Viele der Werke sind sehr bunt, andere wiederum nur schwarz-weiß, einige haben eine Mischung erhalten. Manche sind reine Bilder, beispielsweise mit Öl auf Leinwand, andere sind Fotografien und es gibt eine Art Skulptur zu sehen. Helmut Kottkamp hat beispielsweise so eine abstrakte Figur aus Wasserschläuchen und -rohren erstellt, während Inge Weber maritime Motive mit Energie kombiniert hat - ein Werk zeigt ein Windrad, welches im Wasser steht, um das blaue Wasser drumherum sind bunte Farben verteilt. Reiner Glebsattel hat unter anderem einen Wasserfall gemalt, hinter dem zwei Strommasten stehen. Die Künstlerin Petra Katharina Engel mag es kleiner: In einer Badewanne, die nur rund 20 Zentimeter groß ist, liegen als Quelle der Energie zahlreiche Batterien. Wilhelm Tinnemann zeigt in weißen und grauen Tönen ebenfalls ein Windrad mit dem Titel „Die Zukunft hat begonnen". Tinnemann dazu: „Das ist genau das, was unsere Politiker derzeit diskutieren. Es ist ein aktuelles Thema, wie man die Energie in der Zukunft gewinnt und herstellt, dabei hat das Thema längst begonnen.“ Fotograf Günter Mottyll war für seine Bilder abends und nachts unterwegs, vor allem, wenn es vorher geregnet hat und so besondere Lichteffekte möglich sind. Er zeigt beispielsweise das Vonovia Ruhrstadion des VfL Bochum mit der fahrenden Straßenbahn davor, die blinkenden Neonlichter der Leuchtreklamen am Stadion, aber auch der Tankstelle gegenüber, sind seine Quelle der Energie. Heidrun Mottyll setzt sich mit dem Thema Ruhrgebiet auseinander: „Die Energie des Ruhrgebiets sind für mich die Menschen, auch wenn auf meinen Werken keine zu sehen sind“, hält sie fest. Neben quietschbunten Gemälden gibt es auch Portraits, als auch zwei Bilder von Bahtiyar Demircan, die stark an „Banksy“, ein unter einem Pseudonym arbeitenden britischen Streetart-Künstler, erinnern. Banksy ist bekannt für aufsehenerregende Aktionen. So zerstörte sich sein Werk „Girl With Balloon“ 2018 teilweise unmittelbar nach einer großen Auktion (Kaufpreis rund 1,18 Millionen Euro) mit einem im Rahmen versteckten Schredder. Demircan lässt ein Mädchen keinen Ballon hochhalten, sondern ein Herz. Wer die Ausstellung besuchen möchte, kann dies zu den gängigen Öffnungszeiten (Montag bis Freitag, 9 bis 20 Uhr) tun. In den Ferien gilt: Montag bis Donnerstag, 8:30 bis 12 und 13:30 bis 15:30 sowie Freitag 8:30 bis 12 Uhr.

9 Uhr

Seniorenfrühstück der Awo

Die Arbeiterwohlfahrt UB Ruhr-Mitte lädt am Mittwoch, 5. Oktober 2022, um 10 Uhr zum Seniorenfrühstück in das Karl-Hölkeskamp-Haus ein. An diesem Morgen wird Hermes von Kaweczynski vom 'Energiesparservice der Caritas' während eines Vortrags Energiespartipps geben. Die Energiekrise beschäftigt uns alle, Energiespartipps für den Alltag erhalten Sie hier. Mit einfachen Mitteln und Verhaltensänderungen lässt sich der Energieverbrauch senken und schont den Geldbeutel. Bei einem Frühstück in netter Runde freuen wir uns auf Ihre Teilnahme. Wir bitten um telefonische Voranmeldung bis zum 28. September 2022 bei P. Fuchs, Tel: 02323/95 24-10. Kostenbeitrag für das Frühstücksbuffet beträgt 3,50 Euro.

10 Uhr

Familienbüro lädt zum Familienfrühstück

Frühstück.

Das Familienbüro der Stadt Herne lädt zum Familienfrühstück am Mittwoch, 5. Oktober 2022, in der Zeit von 10 bis 11:30 Uhr, in das Familienbüro der Stadt Herne ein. Das Angebot richtet sich an Familien mit ihren Kindern im Alter bis drei Jahren. „Kunterbunt rund um den Mund“ lautet der Titel der Veranstaltung. In gemütlicher Atmosphäre wird Logopädin Katja Sommer zum Thema informieren und für Fragen zur Verfügung stehen.

10 Uhr

Aquaschool bietet Kurse für Senioren

Silvia Skibba bietet den Kursus für Senioren an.

In der Aquaschool werden ab Oktober auch Kurse für Senioren angeboten. Jeden Mittwoch um 13:45 Uhr an der Wörthstrasse 15 in Herne-Baukau bietet die AquaSchool Musikalische Wassergymnastik für Senioren an. Übungsleiterin ist Silvia Skibba (staatl. geprüfte Fitnesstherapeutin). Es wird kompetentes Training für Körper, Geist und Seele angeboten. Eine Kurseinheit geht 45 Minuten Anmeldungen unter Tel 02864/ 8049500. Silvia Skibba bietet zu dem auch „Sport am Samstag“ für Senioren an, jeden Samstag um 10 Uhr oder 11 Uhr, an der Wörthstrasse 15 wirkungsvolle Gelenkschonende Übungen auf Stuhl und Matte mit unterstützender Musik an. Eine Kurseinheit geht 45 Minuten. Man kann auch beide Angebote für Mittwoch und Samstag buchen. Anmeldungen unter Tel 02864/8049500

13:45 Uhr

Aleka Medina in der Künstlerzeche

'Aleka Medina: Das pochende Zentrum'

Die Videoperformance „Anidar/Anudar“ (im Hintergrund) zeigt eine mit Seilen angebundene Frau bei der Hausarbeit, die Bodeninstallation „Kiesgrube“ erinnert an verschwundene Mädchen und Frauen.

Die 1989 im zentralamerikanischen Guatemala geborene Aleka Medina, frischgebackene diplomierte Absolventin der Kunstakademie Münster, ist die diesjährige Trägerin des Förderpreises „Junge Positionen Nordrhein-Westfalen“, der am Samstag, 1. Oktober 2022, um 17 Uhr im Kauengebäude der Künstlerzeche Unser Unser Fritz 2/3 zum zehnten Mal verliehen wird. Für den mit 1.500 Euro Preisgeld und 1.000 Euro Materialgeld dotierte Preis können die beiden Kunstakademien unseres Landes, Münster und Düsseldorf, Vorschläge einreichen, die von einer Expertenjury der Künstlerzeche gewichtet werden. Die Preisträger, bisher stehen acht Frauen nur zwei Männern gegenüber, erhalten zudem– in diesem Fall von Danuta Karsten - kuratorische Unterstützung für eine Einzelausstellung in Unser Fritz sowie deren Dokumentation in einem Leporello. „Das pochende Zentrum“ ist der Titel der zeitgleich eröffneten Ausstellung von drei Installationen, zwei Videoperformances sowie filigranen Zeichnungen im Foyer und den beiden Eingängen zur Schwarz- und Weißkaue von Aleka Medina. Einführende Worte spricht der Kunsthistoriker Sebastián Eduardo Dávilla. Aleka Medina, die zunächst Visual Art an Universität San Carlos de Guatemala studierte, bevor sie Schülerin von Prof. Mariana Castillo Deball wurde, ein Auslandssemester in Mexiko bei Prof. Gerda Gruber absolvierte und in diesem Sommer ihr Studium an der Kunstakademie Münster mit dem Diplom abschloss, lebt nun in Berlin. Ihre Arbeit ist biografisch, aber auch zugleich politisch geprägt. Mit Medien wie Zeichnungen, Installationen und Video verarbeitet sie Ängste und Traumata der (post-)kolonialistischen und patriarchalischen Gesellschaft von Guatemala. Die Schwarzkaue wird beherrscht von ihrer in 2022 entstandenen Installation „Paloma Blancas“ (Weiße Tauben). Seile erzeugen eine räumliche Zeichnung aus geometrischen Linien, bestückt mit Keramikfiguren, die individuelle Geschichten von Frauen aus der Heimat der Künstlerin erzählen. Diese werden bei der Vernissage mit Kerzen illuminiert. In der Weißkaue zwei Videoperformances. „Anidar/Anudar“ (Verschachteln/Verknüpfen) spielt im Kinderzimmer Aleka Medinas, einen einst sicheren Ort im Elternhaus, der sich aber nach ihrer Migration in den Augen der Künstlerin verändert hat. In „Desvergonzarse“ (Schamlos) trägt Aleka Medina ein bedrucktes Nachthemd mit Geschichten, welche die machistische und patriarchalische Gesellschaft Guatemalas offenbaren: Aleka Medina kanalisiert mit ihrer Kunst ihre eigene Wut und wandelt sie in eine radikale Zärtlichkeit um. In ihrem Werk verbinden sich fast kindlich gezeichneten Charaktere mit einer groben Darstellung der Realität. Davor erinnert die Rauminstallation „Fosa Comun“ (Kriesgrube) mit Objekten aus einer Mischung aus Harz und Kalzit an die sterblichen Überreste der im Bürgerkrieg verstorbenen und von Kriminellen entführten Frauen und Mädchen. Die zylindrische Leinwand der begehbaren Installation „Alle Namen, die noch im Umlauf sind“, ist eine Reise in die Geschichte Guatemalas. Die mit der kosmologischen Vision der Maya beginnt und sich auf den „xibalba“ genannten Ort der Angst und der Unterwelt bezieht. Weitere historische Stationen sind u.a. die Versklavung im Feudalismus der 1920er Jahre, die zentralamerikanischen Emanzipationsbewegungen der 1940er Jahre sowie der bis heute andauernde Guerilla-Bürgerkrieg. Die Künstlerin: „Von unten gesehen entsteht beim Betrachten ein Gefühl, ein Kind zu sein. Ich nenne es gerne eine Geschichte für Kinder, gemacht für Erwachsene.“ Die Ausstellung „Aleka Medina: Das pochende Zentrum“ ist vom 1. bis zum 30. Oktober 2022 im Kauengebäude der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3, Zur Künstlerzeche 10 in 44653 Herne, zu sehen. Öffnungszeiten: Mittwoch und Samstag jeweils von 15 bis 18 Uhr, Sonntag von 14 bis 17 Uhr. Es gelten die jeweils aktuellen Corona-Schutz-Bestimmungen.

15 Uhr

Feierabendmarkt mit Musikbühne

Sodinger Bergfest

Der Feierabendmarkt, das Sodinger Bergfest, lockt vor die Akademie Mont-Cenis.

Vor der Akademie Mont-Cenis in Sodingen findet am Mittwoch, 5. Oktober 2022, das letzte Sodinger Bergfest für dieses Jahr statt. Der Fest, der Feierabendmarkt, beginnt um 16 Uhr und schließt um 21 Uhr. „Der Herner Förderturm als Veranstalter des Sodinger Bergfestes“ so Markus Lülf, „freut sich sehr, dass die Idee eines Feierabendmarktes in Sodingen, in dieser Form umgesetzt werden konnte. Diese Veranstaltung an der Akademie hat sich etabliert und ist von den Besuchern, insbesondere von der Sodinger Nachbarschaft, sehr gut angenommen worden.“ So wie beim ersten Feierabendmarkt wird auch bei der letzten Veranstaltung in dieser Saison wieder eine Bühne aufgestellt, auf der Herner Interpreten mit ihrer Musik zur Unterhaltung beitragen. Markus Lülf: „Wir hoffen sehr, dass das Wetter auch diesmal wieder mitspielt und die Saison erfolgreich abgeschlossen werden kann.“

16 Uhr

Programm für Oktober 2022

Veranstaltungen im Literaturhaus

Im Literaturhaus Herne Ruhr gibt es für Interessierte wieder einige Veranstaltungen

Im Oktober 2022 gibt es wieder einige Veranstaltungen im Literaturhaus Herne Ruhr. Los geht es am Mittwoch, 5. Oktober 2022, um 19 Uhr (Einlass 18:30 Uhr) mit einer musikalischen Lesung mit Live-Illustration. Robert Nippoldt liest „Der große Gatsby“. Darum geht es: Long Island im Jahr 1922: Auf dem prächtigen Anwesen des jungen Millionärs Jay Gatsby amüsiert sich allabendlich die New Yorker High Society auf der Suche nach Spaß und Zerstreuung. Doch der geheimnisumwitterte Gastgeber selbst hat kein Interesse an diesen rauschenden Festen, ist er doch rettungslos verliebt in eine Frau, die unerreichbar scheint. Während auf der Bühne aus „Der große Gatsby“ von F. Scott Fitzgerald gelesen wird, illustriert der Buchkünstler Robert Nippoldt die Geschichte um den liebenden Jay Gatsby live am Zeichentisch und bringt das Bühnenbild im Art-Déco-Stil auf die Leinwand. Ein poetisches Porträt der Goldenen Zwanziger vor 100 Jahren. Der Einritt kostet 20 Euro. Martin Brambach liest am Freitag, 21. Oktober 2022, ab 19 Uhr (Einlass 18:30 Uhr) aus „Die Panne“. In der Erzählung geht es Alfredo Traps. Weil sein Auto eine Panne hat, gerät Alfredo Traps in eine Villa, in der vier ältere Herren ein bizarres Gerichtsspiel abhalten, das ihnen - ehemaligen Richtern, Staatsanwälten und Verteidigern - zum Zeitvertreib dient. Traps findet sich plötzlich in der Rolle des Angeklagten wieder, überzeugt, sich nichts vorzuwerfen zu haben... Virtuos schlüpft Martin Brambach in alle Rollen der Dürrenmattschen Erzählung und brilliert in einem Kammerspiel um Verantwortung und Schuld. Hier kostet der Eintritt 25 Euro. Jürgen Wiebicke und Jean-Pierre Wils bieten am Mittwoch, 25. Oktober 2022, ab 19 Uhr (Einlass 18:30 Uhr) mit „WDR 5 - Das philosophische Radio“ einen philosophischer Talk an. WDR 5 hat mit der Sendung „Das philosophische Radio“ ein einzigartiges, regelmäßiges Forum für die öffentliche philosophische Diskussion geschaffen. In dieser Live-Aufzeichnung spricht der Moderator Jürgen Wiebicke mit seinem Gast Jean-Pierre Wils, Professor für Theologie und Ethik, über Fragen der Autonomie. Der Eintritt frei, jedoch ist eine Anmeldung erforderlich. Die Sopranistin und Weill-Spezialistin Stefanie Wüst führt gemeinsam mit dem Pianisten Christopher Arpin am Donnerstag, 27. Oktober 2022, ab 19 Uhr (Einlass 18:30 Uhr) musikalisch durch das Leben und Wirken des Komponisten Kurt Weill, der insbesondere durch die Zusammenarbeit mit Bertolt Brecht bekannt wurde. Kurt Weills Werk umfasst Opern, Operetten, Musik für Ballette und Schauspiel, Musicals, Werke für Orchester, Kammermusik, Lieder, Songs und Chansons. Von der Dreigroschen-Oper bis zu eleganten französischen Chansons erstreckt sich das Repertoire an diesem besonderen Abend. Der Eintritt kostet 28 Euro.

18:30 Uhr

vhs Online-Vortrag

Gemeinschaftliches Wohnen

Die vhs Herne bietet am Mittwoch, 5. Oktober 2022, 19 Uhr einen Online-Vortrag über verschiedene Formen des Gemeinschaftlichen Wohnens in den verschiedensten Lebenssituationen und –phasen. Referent des Abends ist der Wohnforscher und Gerontologe Prof. Dr. Ulrich Otto. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der vhs Böblingen-Sindelfingen statt und ist kostenfrei. Online-Anmeldung hier. Bitte melden Sie sich mit Nennung Ihrer Emailadresse an, damit wir Ihnen den Zugangscode zusenden können. Oder Tel 02323/16-2920 und 02323/16-3584.

19 Uhr

ARD-Korrespondent Thomas Spickhofen zu Gast bei ID-55

'London Calling'

ARD-Korrespondent Thomas Spickhofen bei seiner Arbeit vor Downing Street 10 in London, dem Sitz des englischen Premierministers.

Der Journalist Thomas Spickhofen, der viele Jahre als Korrespondent für die ARD aus London berichtete, ist am Mittwoch, 5. Oktober 2022, um 19 Uhr zu Gast beim ID55-Mittwochstreff im Restaurant Zille. Ob königliche Hochzeiten im Buckingham Palast, das Brexit-Drama oder die Turbulenzen um Boris Johnson - das alles und noch viel mehr gehörte zu seinem Aufgabenfeld. Thomas Spickhofen, Jahrgang 1964, kommt aus Herne. Parallel zum Studium der Geschichte, Germanistik und Katholischen Theologie fing der Fußballer und Musiker Mitte der Achtziger Jahre als Journalist bei der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ an. Später arbeitete er bei verschiedenen anderen Zeitungen und Radiostationen, volontierte dann beim NDR und wechselte schließlich zum WDR. Einige Jahre stand er an verschiedenen Steuerrädern der ARD - zum Beispiel als Chef vom Dienst beim NDR Hörfunk oder als Leiter der Intendanz beim WDR. Der Mittwochstreff beginnt um 19 Uhr in der Zille Herne. ID55-Mitglieder haben freien Eintritt, Gäste zahlen 5 Euro pro Person.

19 Uhr

Mit Freikarten-Verlosung

Glücks-Mix, die Kleinkunstshow

Das Duo Diagonal Johanna Zeul und Sebastian 23.

Die Flottmann-Hallen präsentieren am Mittwoch, 5. Oktober 2022, mit der Kleinkunstshow einen Glücks-Mix, den es noch nie gab. Die Flottmann-Hallen stellen halloherne 3x2 Freikarten zur Verfügung, die wir hier gerne verlosen. Wer Karten gewinnen möchte, der schreibt bis Dienstag, 4. Oktober 2022, 12 Uhr, eine Mail an hallo@halloherne.de. Bitte das Stichwort: „Glücks-Mix“ nennen. Unser unparteiischer Zufallsgenerator wird die Gewinner ermitteln und wir werden euch dann per E-Mail benachrichtigen. Man nehme: einen kabarettistischen Poetry-Slammer, eine energiegeladene Singer-Songwriterin und ein ungleiches Entertainer-Paar. Ein einmaliger Live Cocktail, der extra für Euch geschüttelt wird. Die vier Glücksbringer haben von bissiger Satire, starken Songs bis durchgedrehtem Slapstick für jeden etwas dabei. Die Reihe wurde vom Duo Diagonal erdacht und zusammengestellt und sorgt mit wechselnden hochkarätigen Gästen für ansteckende Glücksgefühle. Sebastian 23 – Poetry Slammer, Bestsellerautor, Internet-Star und Bochumer Kultmoderator Johanna Zeul – Berliner Singer-/Songwriterin, vielfach ausgezeichnetes Energiebündel an der Gitarre (u.a. Rio Reiser Songpreis) Durchs Programm führt das Duo Diagonal. Als slawischer Charmebolzen Branka B. und spackiger Entertainer Roger sind sie „wunderschön verrückt“ (Westfalen Post). Bei ihren Shows trifft Eleganz auf gekonnten Unfug. Jeder ist eingeladen sich ein Stück vom Glück zu holen. Karten für diese Veranstaltung gibt es nur an der Abendkasse: 18 und ermäßigt 13 Euro. Reservierungen per Mail über gluecksmix@gmx.de Zu den aktuellen Corona-Regeln der Flottmann-Hallen geht es hier entlang.

20 Uhr

Räuber Hotzenplotz, Krabat und die kleine Hexe

Otfried Preußlers Bildwelten

Illustration von Daniel Napp aus Otfried Preußler, „Das kleine Gespenst“

Die Ludwig Galerie Schloss Oberhausen hatte Mitte September 2020 eine große Retrospektive der Bildwelten des begnadeten Geschichtenerzählers Otfried Preußler nach nur kurzer Zeit coronabedingt wieder schließen müssen. Zwei Jahre später, am 17. September 2022 um 19 Uhr, ist Wiedereröffnung in erweitertem Umfang und mit einem tollen Rahmenprogramm für die ganze Familie. Otfried Preußler (1923–2013) gehört zu den bedeutendsten und einflussreichsten Kinder- und Jugendbuchautoren des deutschsprachigen Raums. Mit Geschichten wie „Der Räuber Hotzenplotz“, „Die kleine Hexe“ und „Das kleine Gespenst“ hat der im böhmischen Reichenberg geborene Autor seit den 1950er Jahren Figuren erschaffen, die bis heute Generationen von Heranwachsenden prägen und aus den Kinderzimmern dieser Welt sowie dem Schulunterricht nicht mehr wegzudenken sind. Insgesamt hat er über 35 Bücher geschrieben, die in mehr als 50 Sprachen übersetzt wurden und inzwischen eine Gesamtauflage von über 50 Millionen Exemplaren weltweit erreicht haben. Otfried Preußler hat nach der Vertreibung der Familie aus dem Sudetenland im bayerischen Rosenheim als Volksschullehrer und Lokalredakteur gearbeitet, bevor er den mündlich überlieferten Sagen- und Märchenschatz seiner Großmutter Dora aufzuschreiben begann und 1956 mit „Der kleine Wassermann“ den Grundstein zu seinem weltweiten Erfolg legte. Zahlreiche Zeichner haben seine Geschichten nicht nur illustriert, sondern seine Figuren geradezu zum Leben erweckt, indem sie von ihrem persönlichen Stil und eigenen Ideen Gebrauch machten. Kuratorin Linda Schmitz-Kleinreesink: „Besonders bekannt sind die Illustrationen von F. J. Tripp, die dem Räuber Hotzenplotz sein markantes Äußeres verleihen. Die holzschnitthaften Sepia-Zeichnungen, die Herbert Holzing für Krabat erschafft, bleiben über zahlreiche Auflagen hinweg bestehen. Das unverwechselbare Aussehen der kleinen Hexe, aber auch des kleinen Wassermanns, ist der Künstlerin Winnie Gebhardt zu verdanken.“ Mehr als fünfzig ihrer originalen Tuschezeichnungen hat der Thienemann-Esslinger Verlag aus seinem Archiv eigens für die Oberhausener Ausstellung bereitgestellt. Die Neuillustrationen der Klassiker durch Daniel Napp, Thorsten Saleina und Annette Swoboda sind in der umfangreichen Schau auf allen drei Etagen der Ludwig Galerie ebenso vertreten sein wie die frühen Zeichnungen. Auch selten gezeigte Originalzeichnungen zu „Hörbe“, einer eigenen Geschichte Preußlers, die 1981 seiner böhmischen Heimat ein Denkmal setzt, sind zu sehen. Hörbücher, Theateradaptionen, Filme und Spiele zeugen von der immensen Beliebtheit der jeweiligen Werke. Über 300 originale Zeichnungen sowie Filmrequisiten, Buchausgaben, Fotografien und Anton Bachleitners „Krabat“-Figuren des Düsseldorfer Marionettentheaters ermöglichen erstmals einen umfangreichen Überblick über das Wirken Otfried Preußlers und seiner Illustratoren. Die Ausstellung lädt dazu ein, unterschiedlichste Gattungen zu durchwandern: über klassische Bilderbücher, Geschichtensammlungen und traditionelle Sagen bis hin zu fantastischen Erzählungen. Alle Bücher liegen zum Schmökern für Jung und Alt aus, dazu werden Ausschnitte aus Kinoadaptionen gezeigt. Die Ausstellung „ Otfried Preußler – Figurenschöpfer und Geschichtenerzähler“ wird vom 18. September 2022 bis 15. Januar 2023 in der Ludwig Galerie Schloss Oberhausen, Konrad-Adenauer-Allee 46, gezeigt. Sie ist geöffnet Dienstag bis Sonntag jeweils von 11 bis 18 Uhr, geschlossen montags sowie am 24., 25. und 31. Dezember 2022 und am 1. Januar 2023. Der Eintritt kostet acht, ermäßigt vier Euro, Familien (zwei Erwachsene plus Kinder) zahlen 12 Euro, das Kombiticket mit dem Gasometer Oberhausen kostet 14 Euro. Ein Kinder-Mitmach-Heft führt spielend durch die Ausstellung, Oberhausener Schüler haben einen Kinder-Audioguide kreiert und es werden neben den öffentlichen Führungen an jedem Sonn- und Feiertag um 11:30 Uhr auch Führungen auf Ukrainisch/Russisch und Arabisch angeboten. Kuratorinnenführungen mit Linda Schmitz-Kleinreesink gibt es sonntags um 15 Uhr am 16. Oktober 2022, 13. November 2022, 11. Dezember 2022 und 15. Januar 2023. Die Direktorin Dr. Christine Vogt führt jeweils mittwochs um 16 Uhr durch die Ausstellung am 19. Oktober 2022 und am 30. November 2022. Sie hat zusammen mit Linda Schmitz-Kleinreesink den reich bebilderten, für 29,80 Euro äußerst wohlfeilen Katalog herausgegeben (ISBN 978-3-932236-44-0). Weitere Informationen auch über Lesungen, Figurentheateraufführungen und Vorträge gibt es auf der Homepage.

seit 18. Sept

'Beginners-class' ab 12 Jahren

Schneidern in den Herbstferien

Schneidern in den Herbstferien in der vhs.

In der vhs im Kulturzentrum findet in der Zeit von Dienstag bis Freitag, 4. bis 7. Oktober 2022, 10 bis 13 Uhr, ein Kursus für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren statt. Sie können dabei in die Welt des Modedesigns eintauchen. Die schon ermäßigte Gebühr beträgt 27 Euro. In diesem Kurs werden Rockgrundschnitte individuell auf die eigene Figur angepasst und das Wunschmodell an der Nähmaschine umgesetzt. Vhs-Kursleiterin Elvira Eida zeigt, wie man Passformfehler erkennt und korrigiert. Einblicke in Materialkunde und Schneidertechniken werden ebenfalls vermittelt. Bitte erkundigen Sie sich vor dem Kurs nach den mitzubringenden Materialien. Anmeldungen bis zum 28. September 2022 unter Angabe des Titels und der Kursnummer (6721) per Tel 02323 – 16 1643 oder direkt hier. Hier geht es zu den aktuell gültigen Corona-Regeln der vhs Herne.

seit 4. Okt

Spielstadt 2022

'Kinder geben den Ton an'

Die Spielestadt 2022 findet im Oktober statt.

Die Kinderanwältin Bibi Buntstrumpf bietet in Kooperation mit den Kinder- und Jugendeinrichtungen der Falken Herne (Galaxy Horsthausen, Kindertreff am Pütt, das JUP und dem Pub a la Pub) vom 4. bis 17. Oktober 2022 in den Herbstferien die Spielstadt an. Arbeiten, Steuern zahlen und wählen gehen, hier können die Jüngsten spielerisch lernen wie eine Stadt und Demokratie funktioniert. Täglich von 10:30 bis 15:30 Uhr sind alle Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren in die Einrichtung Galaxy Horsthausen auf der Gneisenaustraße 6 eingeladen, mit vielen anderen Kindern eine „Stadt im Kleinen“ zu gestalten. Die Kinder können hier in die Fußstapfen der Erwachsenen treten und ihre eigene kleine Stadt leiten, bei der Post, Bank , Jobcenter oder für die Zeitung arbeiten. Dieses komplexe Projekt ist ein umfassendes Bildungsangebot für die Kinder, Jungen wie Mädchen, unabhängig von Herkunft und Bildungshintergrund. Die inszenierte Welt der Spielstadt eröffnet den Kindern die Möglichkeit, probeweise im Spiel, aber in ernst genommenen Rollen, ein städtisches Gemeinwesen und im weitesten Sinne soziales Leben zu erfahren. Wie funktioniert das Stadtleben, wie die Verwaltung, die lokale Politik, der Kreislauf von Arbeit, Geld und Konsum? Die Wirklichkeit einer Stadt, wenn auch diesmal im kleineren Rahmen, bleibt anschlussfähig an die fantasievoll entwickelte Kinderwelt und umgekehrt. Am Donnerstag, 6. Oktober 2022, wird gewählt, Bürgermeister-Wahlen. So Lernen Kinder Einfluss auf Abläufe zu nehmen.

seit 4. Okt

Donnerstag, 6. Oktober

Ausstellung in der vhs-Galerie mit dem Herner Künstlerbund

Energie auf verschiedene Arten sichtbar machen

Erinnerungen an „Banksy": In der VHS-Galerie im Haus am Grünen Ring startet die Ausstellung "Energie“ mit Werken vom Künstlern des Herner Künstlerbundes. Bahtiyar Demircan zeigt ein Mädchen mit einem Herz, statt einem Ballon.

Das Thema Energie: Da war doch was? Stimmt. Kaum ein aktuelleres und brisanteres Thema hätte sich die Volkshochschule für ihre neue Ausstellung im Haus am Grünen Ring aussuchen können. 19 Künstler des Herner Künstlerbundes zeigen von Freitag, 9. September, bis Freitag, 4. November 2022, dort 38 Werke, die auf verschiedene Art und Weise mit dem Thema zu tun haben. Offizielle Eröffnung ist am Freitag, 9. September 2022, um 19 Uhr. So nennt Natalie Dilekli, Programmbereichsleiterin der VHS-Galerie die neue Ausstellung „absolut zeitgemäß“, obwohl sie schon für 2021, anlässlich des 100. Geburtstages des Künstlers Joseph Beuys, geplant war. „Wir hatten das Thema frei in den Raum gestellt und da Energie so viele Facetten hat, hat jeder Künstler ganz individuell seine Interpretation davon umgesetzt“, so Dilekli. Die Auswahl der Werke habe eine Jury getroffen. Entstanden sind Zeichnungen, Malerei und Objekte über verschiedene Themenfelder, beispielsweise Energiequellen oder über spirituelle Lebensenergie. Viele der Werke sind sehr bunt, andere wiederum nur schwarz-weiß, einige haben eine Mischung erhalten. Manche sind reine Bilder, beispielsweise mit Öl auf Leinwand, andere sind Fotografien und es gibt eine Art Skulptur zu sehen. Helmut Kottkamp hat beispielsweise so eine abstrakte Figur aus Wasserschläuchen und -rohren erstellt, während Inge Weber maritime Motive mit Energie kombiniert hat - ein Werk zeigt ein Windrad, welches im Wasser steht, um das blaue Wasser drumherum sind bunte Farben verteilt. Reiner Glebsattel hat unter anderem einen Wasserfall gemalt, hinter dem zwei Strommasten stehen. Die Künstlerin Petra Katharina Engel mag es kleiner: In einer Badewanne, die nur rund 20 Zentimeter groß ist, liegen als Quelle der Energie zahlreiche Batterien. Wilhelm Tinnemann zeigt in weißen und grauen Tönen ebenfalls ein Windrad mit dem Titel „Die Zukunft hat begonnen". Tinnemann dazu: „Das ist genau das, was unsere Politiker derzeit diskutieren. Es ist ein aktuelles Thema, wie man die Energie in der Zukunft gewinnt und herstellt, dabei hat das Thema längst begonnen.“ Fotograf Günter Mottyll war für seine Bilder abends und nachts unterwegs, vor allem, wenn es vorher geregnet hat und so besondere Lichteffekte möglich sind. Er zeigt beispielsweise das Vonovia Ruhrstadion des VfL Bochum mit der fahrenden Straßenbahn davor, die blinkenden Neonlichter der Leuchtreklamen am Stadion, aber auch der Tankstelle gegenüber, sind seine Quelle der Energie. Heidrun Mottyll setzt sich mit dem Thema Ruhrgebiet auseinander: „Die Energie des Ruhrgebiets sind für mich die Menschen, auch wenn auf meinen Werken keine zu sehen sind“, hält sie fest. Neben quietschbunten Gemälden gibt es auch Portraits, als auch zwei Bilder von Bahtiyar Demircan, die stark an „Banksy“, ein unter einem Pseudonym arbeitenden britischen Streetart-Künstler, erinnern. Banksy ist bekannt für aufsehenerregende Aktionen. So zerstörte sich sein Werk „Girl With Balloon“ 2018 teilweise unmittelbar nach einer großen Auktion (Kaufpreis rund 1,18 Millionen Euro) mit einem im Rahmen versteckten Schredder. Demircan lässt ein Mädchen keinen Ballon hochhalten, sondern ein Herz. Wer die Ausstellung besuchen möchte, kann dies zu den gängigen Öffnungszeiten (Montag bis Freitag, 9 bis 20 Uhr) tun. In den Ferien gilt: Montag bis Donnerstag, 8:30 bis 12 und 13:30 bis 15:30 sowie Freitag 8:30 bis 12 Uhr.

9 Uhr

Mathias Grunert lädt zur Bürgersprechstunde

Bezirksbürgermeister Mathias Grunert.

Mathias Grunert, Bezirksbürgermeister des Stadtbezirks Sodingen, lädt interessierte Bürger zur Sprechstunde ein. Am Donnerstag, 6. Oktober 2022, von 16 bis 18 Uhr, im Café der Malzers Backstube, Eupener Straße 4. In der Sprechstunde können die Bürger ihre Sorgen und Probleme ansprechen sowie Lösungsmöglichkeiten diskutieren. Eine Voranmeldung unter Tel 0 23 23 / 16 - 32 81 oder per E-Mail an ratsangelegenheiten@herne.de ist aufgrund der aktuellen Situation notwendig.

16 Uhr

Aktion der Stadtbibliothek

'Hui Buh und das Hexenschloss'

Hiu Buh, das kleine Gespenst.

Vorlesepatin Sara Kemerkaya liest am Donnerstag, 6. Oktober 2022, ab 17 Uhr, aus dem Buch: Hui Buh und das Hexenschloss. Die Aktion ist für Menschen ab 6 Jahren geeignet. „Hui Buh ist immer noch das einzig behördlich zugelassene Gespenst von Burgeck, und geht mit seinen dilettantischen Gruselversuchen nicht nur König Julius mächtig auf den Geist. Wenn Hui Buh nicht endlich eine überzeugende Grusel-Show auf die Beine stellt, steht das Schloss vor dem finanziellen Ruin. Da trifft es sich gut, dass plötzlich die kleine Hexe Ophelia vor der Tür steht: im Gepäck das Necronomicon – das mächtigste, böseste (und wahrscheinlich auch gerissenste) Zauberbuch der Welt. Das ist die Gelegenheit für Hui Buh, endlich gruselig zu werden.“ Es ist keine Anmeldung erforderlich. Weitere Informationen: Tel 0 23 23 / 16-27 93.

17 Uhr

vhs: Ein Spaziergang auf Englisch

Walking while Talking

Für alle diejenigen, die gerne spazieren gehen und ihre englische Sprache verbessern möchten, für die ist diese Treffen genau richtig. An zwei Donnerstagen, 6. und 13. Oktober 2022, ist der Treffpunkt bei Flottmann: You will get some information about the chosen area and have the chance to talk about it (or other themes) with your fellow walkers - in English. Bitte bis Freitag, 30. September 2022, anmelden: Tel 02323 / 16-2920 oder für den 6. Oktober und 13. Oktober online.

17 Uhr

vhs Online-Vortrag

Psychologie des Wohnens

In der Wohnpsychologie steht die Beziehung zwischen dem Menschen und den ihn umgebenden Räumen im Mittelpunkt.

In der Wohnpsychologie steht die Beziehung zwischen dem Menschen und den ihn umgebenden Räumen im Mittelpunkt. Es geht um die Frage, wie Räume auf uns wirken und was es zum glücklich Wohnen braucht. Dr. Perfahl erläutert in ihrem Online-Vortrag bei der vhs Herne am Donnerstag, 6. Oktober 2022, ab 19 Uhr einige wichtige Erkenntnisse der Wohnpsychologie und erklärt, warum Räume auf den Menschen wirken und welche Tipps uns die Wohnpsychologie für das Einrichten unserer Wohnungen gibt. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der vhs Böblingen-Sindelfingen statt und ist kostenlos. Bitte melden Sie sich mit Nennung Ihrer Emailadresse an, damit wir Ihnen den Zugangscode zusenden können. Hier gehts zur Anmeldung.

19 Uhr

'Kleines Theater Herne'

Theater-Escape - „Das ewige Licht“

Escape Room lädt eine.

Im Oktober wird an zwei Abenden im kleinen theater herne wieder das ewige Licht angeknipst. Am Donnerstag, 6., und am Donnerstag, 27. Oktober 2022, startet das Live-Theater-Event pünktlich um 20 Uhr. Das ewige Licht: Das Theaterlicht ist so etwas wie die" Ewige Flamme" für die schauspielerische Kunst. Es darf niemals verlöschen, egal ob das Geschäft brummt oder kein einziger Gast erscheint. Einer alten Sage nach wird derjenige zum Geist und in die Räumlichkeiten des jeweiligen Theaters verbannt, der dieses Licht ausschaltet. Er bleibt fortan auf ewig in der Dunkelheit des Theaters gefangen. Aber es gibt eine Lösung und die gilt es zu finden. Erst dann wird man erlöst. Da das Theater verflucht ist, könnt Ihr nicht einfach zu dem Lichtschalter vordringen. Ihr habt 60 Minuten Zeit, um sämtliche Rätsel zu lösen. Aber Obacht! Die Zeit sitzt euch im Nacken und die Rätsel sind richtig knifflig. Karten von 99 bis 149 Euro gibt es im Online-Shop, an der Theaterkasse. (mittwochs und freitags von 17:30 bis 19 Uhr; Tel 02323 / 911191) und im Ticketshop Herner Stadtmarketing. Alle Veranstaltungen finden im kleinen theater herne, Neustraße 67, statt. FFP 2 Maske müssen am Platz und während der Veranstaltung getragen werden.

20 Uhr

Räuber Hotzenplotz, Krabat und die kleine Hexe

Otfried Preußlers Bildwelten

Illustration von Daniel Napp aus Otfried Preußler, „Das kleine Gespenst“

Die Ludwig Galerie Schloss Oberhausen hatte Mitte September 2020 eine große Retrospektive der Bildwelten des begnadeten Geschichtenerzählers Otfried Preußler nach nur kurzer Zeit coronabedingt wieder schließen müssen. Zwei Jahre später, am 17. September 2022 um 19 Uhr, ist Wiedereröffnung in erweitertem Umfang und mit einem tollen Rahmenprogramm für die ganze Familie. Otfried Preußler (1923–2013) gehört zu den bedeutendsten und einflussreichsten Kinder- und Jugendbuchautoren des deutschsprachigen Raums. Mit Geschichten wie „Der Räuber Hotzenplotz“, „Die kleine Hexe“ und „Das kleine Gespenst“ hat der im böhmischen Reichenberg geborene Autor seit den 1950er Jahren Figuren erschaffen, die bis heute Generationen von Heranwachsenden prägen und aus den Kinderzimmern dieser Welt sowie dem Schulunterricht nicht mehr wegzudenken sind. Insgesamt hat er über 35 Bücher geschrieben, die in mehr als 50 Sprachen übersetzt wurden und inzwischen eine Gesamtauflage von über 50 Millionen Exemplaren weltweit erreicht haben. Otfried Preußler hat nach der Vertreibung der Familie aus dem Sudetenland im bayerischen Rosenheim als Volksschullehrer und Lokalredakteur gearbeitet, bevor er den mündlich überlieferten Sagen- und Märchenschatz seiner Großmutter Dora aufzuschreiben begann und 1956 mit „Der kleine Wassermann“ den Grundstein zu seinem weltweiten Erfolg legte. Zahlreiche Zeichner haben seine Geschichten nicht nur illustriert, sondern seine Figuren geradezu zum Leben erweckt, indem sie von ihrem persönlichen Stil und eigenen Ideen Gebrauch machten. Kuratorin Linda Schmitz-Kleinreesink: „Besonders bekannt sind die Illustrationen von F. J. Tripp, die dem Räuber Hotzenplotz sein markantes Äußeres verleihen. Die holzschnitthaften Sepia-Zeichnungen, die Herbert Holzing für Krabat erschafft, bleiben über zahlreiche Auflagen hinweg bestehen. Das unverwechselbare Aussehen der kleinen Hexe, aber auch des kleinen Wassermanns, ist der Künstlerin Winnie Gebhardt zu verdanken.“ Mehr als fünfzig ihrer originalen Tuschezeichnungen hat der Thienemann-Esslinger Verlag aus seinem Archiv eigens für die Oberhausener Ausstellung bereitgestellt. Die Neuillustrationen der Klassiker durch Daniel Napp, Thorsten Saleina und Annette Swoboda sind in der umfangreichen Schau auf allen drei Etagen der Ludwig Galerie ebenso vertreten sein wie die frühen Zeichnungen. Auch selten gezeigte Originalzeichnungen zu „Hörbe“, einer eigenen Geschichte Preußlers, die 1981 seiner böhmischen Heimat ein Denkmal setzt, sind zu sehen. Hörbücher, Theateradaptionen, Filme und Spiele zeugen von der immensen Beliebtheit der jeweiligen Werke. Über 300 originale Zeichnungen sowie Filmrequisiten, Buchausgaben, Fotografien und Anton Bachleitners „Krabat“-Figuren des Düsseldorfer Marionettentheaters ermöglichen erstmals einen umfangreichen Überblick über das Wirken Otfried Preußlers und seiner Illustratoren. Die Ausstellung lädt dazu ein, unterschiedlichste Gattungen zu durchwandern: über klassische Bilderbücher, Geschichtensammlungen und traditionelle Sagen bis hin zu fantastischen Erzählungen. Alle Bücher liegen zum Schmökern für Jung und Alt aus, dazu werden Ausschnitte aus Kinoadaptionen gezeigt. Die Ausstellung „ Otfried Preußler – Figurenschöpfer und Geschichtenerzähler“ wird vom 18. September 2022 bis 15. Januar 2023 in der Ludwig Galerie Schloss Oberhausen, Konrad-Adenauer-Allee 46, gezeigt. Sie ist geöffnet Dienstag bis Sonntag jeweils von 11 bis 18 Uhr, geschlossen montags sowie am 24., 25. und 31. Dezember 2022 und am 1. Januar 2023. Der Eintritt kostet acht, ermäßigt vier Euro, Familien (zwei Erwachsene plus Kinder) zahlen 12 Euro, das Kombiticket mit dem Gasometer Oberhausen kostet 14 Euro. Ein Kinder-Mitmach-Heft führt spielend durch die Ausstellung, Oberhausener Schüler haben einen Kinder-Audioguide kreiert und es werden neben den öffentlichen Führungen an jedem Sonn- und Feiertag um 11:30 Uhr auch Führungen auf Ukrainisch/Russisch und Arabisch angeboten. Kuratorinnenführungen mit Linda Schmitz-Kleinreesink gibt es sonntags um 15 Uhr am 16. Oktober 2022, 13. November 2022, 11. Dezember 2022 und 15. Januar 2023. Die Direktorin Dr. Christine Vogt führt jeweils mittwochs um 16 Uhr durch die Ausstellung am 19. Oktober 2022 und am 30. November 2022. Sie hat zusammen mit Linda Schmitz-Kleinreesink den reich bebilderten, für 29,80 Euro äußerst wohlfeilen Katalog herausgegeben (ISBN 978-3-932236-44-0). Weitere Informationen auch über Lesungen, Figurentheateraufführungen und Vorträge gibt es auf der Homepage.

seit 18. Sept

'Beginners-class' ab 12 Jahren

Schneidern in den Herbstferien

Schneidern in den Herbstferien in der vhs.

In der vhs im Kulturzentrum findet in der Zeit von Dienstag bis Freitag, 4. bis 7. Oktober 2022, 10 bis 13 Uhr, ein Kursus für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren statt. Sie können dabei in die Welt des Modedesigns eintauchen. Die schon ermäßigte Gebühr beträgt 27 Euro. In diesem Kurs werden Rockgrundschnitte individuell auf die eigene Figur angepasst und das Wunschmodell an der Nähmaschine umgesetzt. Vhs-Kursleiterin Elvira Eida zeigt, wie man Passformfehler erkennt und korrigiert. Einblicke in Materialkunde und Schneidertechniken werden ebenfalls vermittelt. Bitte erkundigen Sie sich vor dem Kurs nach den mitzubringenden Materialien. Anmeldungen bis zum 28. September 2022 unter Angabe des Titels und der Kursnummer (6721) per Tel 02323 – 16 1643 oder direkt hier. Hier geht es zu den aktuell gültigen Corona-Regeln der vhs Herne.

seit 4. Okt

Spielstadt 2022

'Kinder geben den Ton an'

Die Spielestadt 2022 findet im Oktober statt.

Die Kinderanwältin Bibi Buntstrumpf bietet in Kooperation mit den Kinder- und Jugendeinrichtungen der Falken Herne (Galaxy Horsthausen, Kindertreff am Pütt, das JUP und dem Pub a la Pub) vom 4. bis 17. Oktober 2022 in den Herbstferien die Spielstadt an. Arbeiten, Steuern zahlen und wählen gehen, hier können die Jüngsten spielerisch lernen wie eine Stadt und Demokratie funktioniert. Täglich von 10:30 bis 15:30 Uhr sind alle Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren in die Einrichtung Galaxy Horsthausen auf der Gneisenaustraße 6 eingeladen, mit vielen anderen Kindern eine „Stadt im Kleinen“ zu gestalten. Die Kinder können hier in die Fußstapfen der Erwachsenen treten und ihre eigene kleine Stadt leiten, bei der Post, Bank , Jobcenter oder für die Zeitung arbeiten. Dieses komplexe Projekt ist ein umfassendes Bildungsangebot für die Kinder, Jungen wie Mädchen, unabhängig von Herkunft und Bildungshintergrund. Die inszenierte Welt der Spielstadt eröffnet den Kindern die Möglichkeit, probeweise im Spiel, aber in ernst genommenen Rollen, ein städtisches Gemeinwesen und im weitesten Sinne soziales Leben zu erfahren. Wie funktioniert das Stadtleben, wie die Verwaltung, die lokale Politik, der Kreislauf von Arbeit, Geld und Konsum? Die Wirklichkeit einer Stadt, wenn auch diesmal im kleineren Rahmen, bleibt anschlussfähig an die fantasievoll entwickelte Kinderwelt und umgekehrt. Am Donnerstag, 6. Oktober 2022, wird gewählt, Bürgermeister-Wahlen. So Lernen Kinder Einfluss auf Abläufe zu nehmen.

seit 4. Okt

Freitag, 7. Oktober

Ausstellung in der vhs-Galerie mit dem Herner Künstlerbund

Energie auf verschiedene Arten sichtbar machen

Erinnerungen an „Banksy": In der VHS-Galerie im Haus am Grünen Ring startet die Ausstellung "Energie“ mit Werken vom Künstlern des Herner Künstlerbundes. Bahtiyar Demircan zeigt ein Mädchen mit einem Herz, statt einem Ballon.

Das Thema Energie: Da war doch was? Stimmt. Kaum ein aktuelleres und brisanteres Thema hätte sich die Volkshochschule für ihre neue Ausstellung im Haus am Grünen Ring aussuchen können. 19 Künstler des Herner Künstlerbundes zeigen von Freitag, 9. September, bis Freitag, 4. November 2022, dort 38 Werke, die auf verschiedene Art und Weise mit dem Thema zu tun haben. Offizielle Eröffnung ist am Freitag, 9. September 2022, um 19 Uhr. So nennt Natalie Dilekli, Programmbereichsleiterin der VHS-Galerie die neue Ausstellung „absolut zeitgemäß“, obwohl sie schon für 2021, anlässlich des 100. Geburtstages des Künstlers Joseph Beuys, geplant war. „Wir hatten das Thema frei in den Raum gestellt und da Energie so viele Facetten hat, hat jeder Künstler ganz individuell seine Interpretation davon umgesetzt“, so Dilekli. Die Auswahl der Werke habe eine Jury getroffen. Entstanden sind Zeichnungen, Malerei und Objekte über verschiedene Themenfelder, beispielsweise Energiequellen oder über spirituelle Lebensenergie. Viele der Werke sind sehr bunt, andere wiederum nur schwarz-weiß, einige haben eine Mischung erhalten. Manche sind reine Bilder, beispielsweise mit Öl auf Leinwand, andere sind Fotografien und es gibt eine Art Skulptur zu sehen. Helmut Kottkamp hat beispielsweise so eine abstrakte Figur aus Wasserschläuchen und -rohren erstellt, während Inge Weber maritime Motive mit Energie kombiniert hat - ein Werk zeigt ein Windrad, welches im Wasser steht, um das blaue Wasser drumherum sind bunte Farben verteilt. Reiner Glebsattel hat unter anderem einen Wasserfall gemalt, hinter dem zwei Strommasten stehen. Die Künstlerin Petra Katharina Engel mag es kleiner: In einer Badewanne, die nur rund 20 Zentimeter groß ist, liegen als Quelle der Energie zahlreiche Batterien. Wilhelm Tinnemann zeigt in weißen und grauen Tönen ebenfalls ein Windrad mit dem Titel „Die Zukunft hat begonnen". Tinnemann dazu: „Das ist genau das, was unsere Politiker derzeit diskutieren. Es ist ein aktuelles Thema, wie man die Energie in der Zukunft gewinnt und herstellt, dabei hat das Thema längst begonnen.“ Fotograf Günter Mottyll war für seine Bilder abends und nachts unterwegs, vor allem, wenn es vorher geregnet hat und so besondere Lichteffekte möglich sind. Er zeigt beispielsweise das Vonovia Ruhrstadion des VfL Bochum mit der fahrenden Straßenbahn davor, die blinkenden Neonlichter der Leuchtreklamen am Stadion, aber auch der Tankstelle gegenüber, sind seine Quelle der Energie. Heidrun Mottyll setzt sich mit dem Thema Ruhrgebiet auseinander: „Die Energie des Ruhrgebiets sind für mich die Menschen, auch wenn auf meinen Werken keine zu sehen sind“, hält sie fest. Neben quietschbunten Gemälden gibt es auch Portraits, als auch zwei Bilder von Bahtiyar Demircan, die stark an „Banksy“, ein unter einem Pseudonym arbeitenden britischen Streetart-Künstler, erinnern. Banksy ist bekannt für aufsehenerregende Aktionen. So zerstörte sich sein Werk „Girl With Balloon“ 2018 teilweise unmittelbar nach einer großen Auktion (Kaufpreis rund 1,18 Millionen Euro) mit einem im Rahmen versteckten Schredder. Demircan lässt ein Mädchen keinen Ballon hochhalten, sondern ein Herz. Wer die Ausstellung besuchen möchte, kann dies zu den gängigen Öffnungszeiten (Montag bis Freitag, 9 bis 20 Uhr) tun. In den Ferien gilt: Montag bis Donnerstag, 8:30 bis 12 und 13:30 bis 15:30 sowie Freitag 8:30 bis 12 Uhr.

9 Uhr

Andacht mit dem besonderen Kirmes-Charme

Crange: Kirmesgottesdienst

Schausteller-Gottesdienst im Bayernzelt. (Archivfoto).

Am Sonntag, 7. August 2022, wird um 10 Uhr im Festzelt der große Kirmesgottesdienst mit dem ganz besonderen Kirmes-Charme gefeiert. Wichtig: An diesem Sonntag findet in der Lutherkirche, Unser-Fritz-Str. 24, kein Gottesdienst statt.

10 Uhr

Reparatur-Café im Treffpunkt Eickel

Der Treffpunkt Eickel an der Reichsstraße.

Das Reparatur-Café Eickel lädt wieder alle Bürger dazu ein, ihre alten und defekten Schätzchen - Elektrogeräte, Textilien oder sonstiger Hausrat - zur Reichsstraße zu bringen. Dort besteht die Möglichkeit, sie gemeinsam mit kundigen Menschen wieder herzurichten. Am Freitag, 8. Juli 2022, wird im Café in der Zeit von 14:30 bis 17:30 Uhr gewerkelt und der Treffpunkt ist für alle Besucher geöffnet. Für Kaffee und Kuchen ist ebenfalls gesorgt. Ab August öffnet das Reparatur-Café wieder zweimal im Monat jeweils in der Zeit von 13 bis 16 Uhr.

13 Uhr

Führungen zu den Literaturtagen Recklinghausen

Museum: Zeitreise Strom

Museum Strom und Leben.

Das gerade technische Neuerungen wie die Elektrizität die Menschen dazu bewegt haben, sich Fragen nach der Zukunft zu stellen, zeigen die Mitarbeiter des Museums - Zeitreise Strom - in den beiden Führungen „Zeitreise“, die anlässlich der Literaturtage Freitag und Samstag, 7. und 8. Oktober 2022, 19 und 15 Uhr angeboten werden. Unsere Gesellschaft ist wie noch nie zuvor mit komplexen Fragestellungen konfrontiert und unsere Zukunft ist vielleicht ungewisser denn je. Wie diese wird, interessiert Menschen seit jeher. Nicht immer aber lagen sie dabei mit ihren Prognosen richtig. Erasmus Wilson aus Oxford etwa, der 1878 meinte: „Nach der Schließung der Weltausstellung in Paris wird das elektrische Licht ausgehen und wir werden nie mehr davon hören.“, irrte sich. Teilnahme an den Führungen kostet 13 Euro. Anmelden kann man sich online über die Homepage des Museums.

15 Uhr

Jetzt: 'Musikfestival Eickel-Live'

Der neue Eickeler Herbst rückt näher

Das Herbstfest in Eickel wird zum Musikfestival Eickel-Live.

Dass der Veranstalter und Inhaber der eventmusic-herne.de Bernd Sender das Eickeler Herbstfest in seiner bisher bekannten Form umkrempelt, das hatten wir schon berichtet (halloherne berichtete). Nun gibt er die Neuigkeiten dazu bekannt. Unter dem Motto „Musikfestival Eickel-Live“ findet es in diesem Jahr von Freitag bis Sonntag, 7. bis 9. Oktober 2022, statt. Freitag und Samstag: 15 bis 22 Uhr, Sonntag: 12 bis 22 Uhr. Der Titel soll an allen drei Tagen Programm sein. Nach Aussage von Bernd Sender, hat er „tief in die Tasche gegriffen und ein aufwendiges Showprogramm eingekauft. Verschiedene Party Bands und Künstler aus dem Rundfunk und Fernsehbereich werden in Eickel die Bühnentreppe rauf und runter gehen“, beteuert Sender. Sender: „Stargast wird Jürgen Peter sein, der unter anderem seinen Millionenhit Mary Jane' präsentieren wird.“ Eine Licht- Nebel- und Lasershow, die sowohl auf die Bühne und ins Publikum gerichtet wird, soll an diesem Wochenende für die richtige Partystimmung sorgen. Das „Musikfestival Eickel-Live“ - Essen, Trinken, Musik, Feiern - findet diesmal auf zwei Hauptplätzen statt. Einmal auf den historischen Marktplatz, dort steht die Bühne in diesem Jahr an der Königstraße und hier soll der Großteil der Künstler auftreten. Die Straße Eickeler Markt, von der Volksbank bis zur Hauptstraße wird in der gesamten Länge zusätzlich ein einziger großer Wein- und Biergarten mit über zweihundert zum Teil überdachten Sitzplätzen in großen Pagodenzelten sein. Sender: „Dieser Bereich wird quasi eine eigenständige Veranstaltung in der Veranstaltung. In der Zeltgastronomie längs der ehemaligen Hülsmann Brauerei wird separate Livemusik geboten.“ Das Weinangebot reicht von deutschen Anbaugebieten über Anbaugebiete aus Spanien, Italien und Portugal. Dazu sollen unterschiedliche Sektsorten angeboten werden. In diesem Bereich wird 'Dakota' die Gäste auf seiner Akustik Gitarre mit Songs aus den Sechzigern bis hin zu aktuellen Hits unterhalten. Dabei wird sich der Sänger im Bereich der Weinschänke und dem angrenzendem großen Biergarten zwischen den Gästen bewegen. Auf beiden Veranstaltungsplätzen, die nahtlos ineinander übergehen, wird es die unterschiedlichsten gastronomischen Angebote geben: Reibekuchen, Crêpes, Gebackene Champignons, Spezialitäten vom Grill, Grünkohl Pfanne mit Mettwurst, Flammkuchen und das zehn Meter große Knusperhaus von Wolfgang Heinz, das alle süßen Träume erfüllt. Das „Musikfestival Eickel-Live“ öffnet ab Freitag jeweils ab 15 Uhr, offiziell eröffnet wird es um 18 Uhr durch den Eickeler Bürgermeister Arnold Plickert und einem Vertreter der Veltins Brauerei. Mit einem zünftigen Fassanstich und anschließendem Freibier bis das Fass leer ist, geht es in den Abend. Danach soll die „Midnight Special Party Band“ die Besucher auf das Partywochenende einstimmen.

15 Uhr

Vorleseaktion für Kinder ab 3 Jahren

„Und wie schläfst du so?“

Vorlesepatin Jutta Wiemers mit Therapiehund Milky.

Jutta Wiemers liest am Freitag, 7. Oktober 2022, ab 15:30 Uhr in der Stadtbibliothek von Herne-Mitte aus dem Bilderbuch - Und wie schläfst du so? - für alle Menschen ab 3 Jahren vor. Dazu ist keine Anmeldung erforderlich. Mehr Informationen gibt es hier: Tel 02323 16-2793. Am Abend sitzt Notte Nachtäffchen mit ihrem Papa oben im Baum und beobachtet, wie die Menschen den Zoo verlassen. Der Himmel wird dunkel, die Sterne funkeln und für die Menschen bricht die Nacht herein. Doch wie schlafen die Menschen eigentlich? Hmm, gute Frage, aber Vater Nachtaffe kann ihr da leider nicht weiterhelfen, und so stiehlt sich Notte klammheimlich hinaus und macht einen spannenden Ausflug zu den einzelnen Zoobewohnern ... Ob die anderen Tiere vielleicht mehr wissen?

15:30 Uhr

Ehrung der Blutspender

Blutspende beim Deutschen Roten Kreuz.

Am kommenden Freitag, 7.Oktober 2022, 16 Uhr, findet im Gemeindezentrum der Kath. Kirchengemeinde St. Barbara an der Hofstraße eine weitere Blutspenderehrung statt. Die Blutspender werden von der Herner DRK-Präsidentin Magdalene Sonnenschein auszeichnen.

16 Uhr

Dritte Gruppenausstellung

Deutschen Pastell Gesellschaft stellt aus

Die Künstlergruppe Deutsche Pastell Gesellschaft stellt im Schollbrockhaus aus.

Von Freitag bis Sonntag, 7. bis 9. Oktober 2022, lädt die Künstlergruppe Deutsche Pastell Gesellschaft zu ihrer dritten Gemeinschaftsausstellung seit Bestehen in das Schollbrockhaus ein. Insgesamt wurden rund 70 Pastellarbeiten von 37 Künstlern aus insgesamt fast 200 Einsendungen durch eine Jury ausgewählt. Die Teilnehmer kommen aus ganz Deutschland und sind zum Teil während der Ausstellung anwesend. Die Motive sind vielfältig, reichen von detaillierten Personen- und Tierporträts über Stillleben bis hin zu Landschaften aller Art. Von Realismus bis Impressionismus sind verschiedene Stilrichtungen vertreten. Die noch relativ junge Künstlergruppe Deutsche Pastell Gesellschaft (DPG), gegründet 2015, zeigt ihre dritte Gruppenausstellung mit Unterstützung des Kunstvereins Schollbrockhaus in Herne. Zuletzt waren Arbeiten der Gruppe in Ratheim im Jahr 2018 in Präsenz zu sehen, im Jahr 2020 musste die für Herne geplante Gruppenausstellung aufgrund der Pandemie-Einschränkungen in eine reine Online-Ausstellung umgewandelt werden. Neu in diesem Jahr ist die externe Jury aus renommierten und erfahrenen Pastellkünstlern, Kuratoren und Experten von Herstellerseite. Die Deutsche Pastell Gesellschaft konnte folgende Juroren für die Auswahl der auszustellenden Arbeiten gewinnen: Die Deutsche Pastell Gesellschaft ist kein Verein, sondern ein Zusammenschluss von Künstlern, die ein gemeinsames Interesse haben: Das Medium Pastell in der bildenden Kunst und im Bewusstsein des Betrachters zu fördern: Durch Informationsaustausch, Ausschreibung von Wettbewerben, gemeinsamen Ausstellungen, Maltreffen und Workshops. Die Ausstellung in Herne mit dem Titel „Faszination Pastell“ soll dazu ihren Teil beitragen. Die Künstler zeigen nicht nur verschiedene Stilrichtungen und Handschriften, ihre Arbeiten repräsentieren auch die Vielfältigkeit des Mediums Pastell. So reicht die Bandbreite von detailliert gezeichneten Porträts bis hin zu fast impressionistisch anmutenden Landschaften. Während der Ausstellung besteht die Möglichkeit, mit den Künstlern ins Gespräch zu kommen und mehr über die Entstehung der einzelnen Werke und über das Arbeiten mit Pastellkreide zu erfahren.

18 Uhr

St. Anna Hospital Herne

Aquapower-Kurs nach der Geburt

Symbolfotos Aqua Fitness.

Im St. Anna Hospital Herne wird ab Freitag, 7. Oktober 2022, ein Aquapower-Kurs als Aufbaukurs nach der Rückbildungsgymnastik angeboten. Durch den Auftrieb, den das Wasser bietet, ist ein effektives und gelenkschonendes Training möglich. Aquajogging, Beckenbodentraining und verschiedene Fitnessübungen im Wasser sorgen dafür, die Rückbildung nach der Geburt zu vervollständigen. Der Kurs findet immer freitags von 19 bis 20 Uhr im Bewegungsbad des Zentrum für Prävention, Therapie, Rehabilitation und sportmedizinische Diagnostik, im St. Anna Hospital statt. Die Teilnahmegebühr beträgt 48 Euro für acht Termine. Hier geht es zur Information und Anmeldung oder Tel 0 23 23 - 499 - 27 37.

19 Uhr

MiR-Saisonstart mit Theaterfest

Alles kann, nichts muss

Daniel Müller-Schott ist der Solist des 1. Sinfoniekonzertes am 29. August 2022.

Das Gelsenkirchener Musiktheater im Revier startet die Spielzeit 2022/23 mit einem Theaterfest am Sonntag, 28. August 2022, um 12 Uhr im gesamten Haus und auf dem Vorplatz. Mit Kostümverkauf, Werkstätten-Parcours, Führungen und Mitmachprogramm für Kinder im Kleinen Haus und künstlerischen Beiträgen aller Sparten. Um 18 Uhr beschließt die Song-Revue „Alles kann, nichts muss“ das Fest im Großen Haus, bei der Ensemblemitglieder Highlights aus Rock, Pop und Schlager singen. Gleich am nächsten Tag, am Montag, 29. August 2022, beginnt um 19.30 Uhr im Großen Haus das 1. Sinfoniekonzert der Neuen Philharmonie Westfalen mit Generalmusikdirektor Rasmus Baumann am Pult. Die Konzertsaison startet mit einem Gipfeltreffen: Höchste Virtuosität für die Solo-Cello-Partie in Prokofjews „Sinfonia concertante“ mit dem Solisten Daniel Müller-Schott. Und spektakuläre Naturzeichnungen in Richard Strauss‘ großangelegter „Alpensinfonie“. Die traditionelle Eröffnungsgala findet am Sonntag, 4. September 2022, um 18 Uhr im Großen Haus am Kennedyplatz statt. Die Mitglieder des Opernensembles, der Dance Company und des Puppentheaters stellen mit der Neuen Philharmonie Westfalen wie gewohnt Highlights der kommenden Saison in Auszügen vor. Die erste Premiere kommt am Samstag, 24. September, im Großen Haus heraus: Die Revue-Operette „Drei Männer im Schnee“ nach Erich Kästners berühmtem Roman hat Thomas Pigor 2019 als Auftragswerk des Staatstheaters am Gärtnerplatz München adaptiert. Herausgekommen ist ein spritziges Musiktheater das mit viel Retro-Charme gleichzeitig die Geschichte überraschend zeitgemäß erzählt. Die beim Deutschen Musical Theater Preis dreifach ausgezeichnete Produktion wird nun in Gelsenkirchen erstmals nachinszeniert von Sandra Wissmann. Unter der musikalischen Leitung von Peter Kattermann dürfen wir uns auf Joachim G. Maaß, Sebastian Schiller und Mark Weigel in den Titelpartien freuen. Die erste Premiere im Kleinen Haus bestreitet das MiR Puppentheater am 7. Oktober 2022 mit Georg Büchners einziger Komödie „Leonce und Lena“ zur Musik von Herbert Grönemeyer. Die renommierte Puppentheaterregisseurin und Professorin an der Berliner Hochschule Ernst Busch Berlin, Astrid Griesbach, inszeniert die scharfzüngige Politsatire von 1836, die erst posthum 1895 uraufgeführt wurde. Karten ab 15. August 2022 an der Theaterkasse unter Tel. 0209 – 4097-200 oder ab sofort im Netz unter shop.musiktheater-im-revier.de.

19:30 Uhr

Theaterstückpremiere im Oktober

'Leonce und Lena' im MiR

Das Musiktheater im Revier.

Am Freitag, 7. Oktober 2022, 19:30 Uhr im Kleinen Haus feiert die Version von Regisseurin Astrid Griesbach des Lustspiel Leonce und Lena von Georg Büchners am Musiktheater im Revier Premiere. Mit Handpuppen, zustimmenden Wackeldackeln und Grönemeyers Musik entwirft sie in „Leonce und Lena“ eine märchenhafte Welt, die schrill und unterhaltsam ist, aber die satirische Gesellschaftskritik Georg Büchners nicht versteckt. Eskapismus, Liebe zum Müßiggang, Melancholie als operettenhafte Pose und Dekadenz diagnostizierte der Autor der Gesellschaft seiner Zeit. Ob sein Urteil über die Mitmenschen heute anders ausfallen würde? Darum geht es: Prinz Leonce von Popo und Prinzessin Lena von Pipi sollen heiraten. Dabei sind sich die beiden jungen Adligen noch überhaupt nie begegnet. Um dem fremdbestimmten Schicksal zu entgehen, entschließen sich beide zur Flucht. Wie das Schicksal es will, lernen sich Leonce und Lena auf ihrer Fahrt kennen und lieben und treten einander unerkannt in den Bund der Ehe ein. Das einzige Lustspiel von Georg Büchner, 1836 geschrieben, schwankt zwischen unterhaltsamer Liebesliteratur und ironischer Darstellung der höfischen Verhältnisse. Herbert Grönemeyer vertonte das Spiel des Herrschaftsnachwuchses 2003 für eine Inszenierung von Robert Wilson am Berliner Ensemble. In den zahlreichen Songs (Texte von Herbert Grönemeyer und Co-Texterin Arezu Weitholz) und Bühnenmusiken steuert er dem Stück einen ganz eigenen skurril-absurden Sound bei, der mal typisch Grönemeyer, mal klassischer Kabarettsong, Zirkusmusik oder Rap ist und zwischendurch in wilde Stummfilmmusik abschweift. Regisseurin Astrid Griesbach ist bekannt für groteske Bilder und ihre einzigartige Verbindung von Plüsch und Punk. Karten an der Theaterkasse: Montag und Samstag von 10 bis 14. Uhr, Dienstag bis Freitag von 10 bis 18:30 Uhr, E-Mail: theaterkasse@musiktheater-im-revier.de oder unter Tel 0209.4097-200. Ab 30 Minuten vor einer jeden Vorstellung (außer Premieren) können Last-Minute-Tickets zum Preis von 7,50 Euro im Kleinen Haus an der Abendkasse erworben werden. Dieses Angebot gilt für Schüler und Studierende (bis 27 Jahren), Arbeitssuchende, GE-Pass Inhaber und Azubis in allen Preisgruppen und nach Verfügbarkeit.

19:30 Uhr

Verdis „Maskenball“ im Aalto-Theater

Hilsdorf-Erfolg kehrt zurück

Dietrich W. Hilsdorfs umjubelte „Maskenball“-Inszenierung kehrt ans Essener Aalto-Theater zurück.

Verdis Dreiakter „Ein Maskenball“ kehrt am Freitag, 30. September 2022, auf die Aalto-Bühne zurück. Sechs Spielzeiten war Giuseppe Verdis Oper „Un ballo in maschera“ in der Inszenierung von Dietrich W. Hilsdorf und der Ausstattung von Johannes Leiacker nicht am Essener Aalto-Musiktheater zu sehen. Jetzt kehrt die Adaption des Dramas „Gustave III. ou le bal masqué“ von Eugène Scribe durch Antonio Somma, welche schon bei ihrer Uraufführung im Jahr 1859 Begeisterungsstürme auslöste, auf den Spielplan zurück. Die nach November 2015 erneute Wiederaufnahme der bei der Premiere am 20. November 1999 einmütig gefeierten Hilsdorf-Inszenierung (noch unter der musikalischen Leitung von Stefan Soltesz) beginnt am Freitag, 30. September, um 19:30 Uhr im Aalto-Theater. Weitere Vorstellungen folgen am 7. und 23. Oktober sowie am 4. November 2022. Jeweils dreißig Minuten vor Beginn findet im Aalto-Foyer eine Einführung statt. Unter der musikalischen Leitung von Elias Grandy, der charismatische Heidelberger Generalmusikdirektor gibt sein Aalto-Debüt, sind unter anderem Aalto-Tenor Carlos Cardoso als Riccardo, Jānis Apeinis als Renato, Valentina Boi als Amelia und Helena Zubanovich als Ulrica zu erleben. Gespannt sein darf man zudem auf den Auftritt von Bariton Oleh Lebedyev, der aktuell Mitglied des Opernstudios NRW ist und in dieser Produktion die Rolle des Silvano übernimmt. Die Oper basiert auf einer wahren Geschichte: dem Mord am Schwedenkönig Gustav III. zu Rokokozeiten. Die italienische Zensur im 19. Jahrhundert duldete die Darstellung eines solchen Attentats auf der Bühne nicht und entstellte das Drama in hohem Maße. Anlass genug für Regisseur Dietrich W. Hilsdorf, es völlig neu zu erzählen: Aus Gustav III. wird in dessen Inszenierung Riccardo, König von Neapel, einer der letzten höfischen Fantasten, der sich und seine Untertanen wie ein Gesamtkunstwerk inszeniert – der absolute Herrscher als selbstverliebter Schöpfer seiner eigenen Welt. Die Essener Produktion dauert 2 Stunden und 45 Minuten, wird in italienischer Sprache gesungen und ist mit deutschen Übertiteln versehen, die der Regisseur auch zur ironischen Kommentierung des Geschehens nutzt. Karten zum Preis von 11 bis 55 Euro sind erhältlich im TicketCenter der TUP, II. Hagen 2 (Mo 10-16 Uhr; Di-Fr 10-17 Uhr; Sa 10-14 Uhr), an der Kasse des Aalto-Theaters (Di-Sa 13-18 Uhr), online unter theater-essen.de oder hier: Tel 02 01 81 22-200.

19:30 Uhr

Räuber Hotzenplotz, Krabat und die kleine Hexe

Otfried Preußlers Bildwelten

Illustration von Daniel Napp aus Otfried Preußler, „Das kleine Gespenst“

Die Ludwig Galerie Schloss Oberhausen hatte Mitte September 2020 eine große Retrospektive der Bildwelten des begnadeten Geschichtenerzählers Otfried Preußler nach nur kurzer Zeit coronabedingt wieder schließen müssen. Zwei Jahre später, am 17. September 2022 um 19 Uhr, ist Wiedereröffnung in erweitertem Umfang und mit einem tollen Rahmenprogramm für die ganze Familie. Otfried Preußler (1923–2013) gehört zu den bedeutendsten und einflussreichsten Kinder- und Jugendbuchautoren des deutschsprachigen Raums. Mit Geschichten wie „Der Räuber Hotzenplotz“, „Die kleine Hexe“ und „Das kleine Gespenst“ hat der im böhmischen Reichenberg geborene Autor seit den 1950er Jahren Figuren erschaffen, die bis heute Generationen von Heranwachsenden prägen und aus den Kinderzimmern dieser Welt sowie dem Schulunterricht nicht mehr wegzudenken sind. Insgesamt hat er über 35 Bücher geschrieben, die in mehr als 50 Sprachen übersetzt wurden und inzwischen eine Gesamtauflage von über 50 Millionen Exemplaren weltweit erreicht haben. Otfried Preußler hat nach der Vertreibung der Familie aus dem Sudetenland im bayerischen Rosenheim als Volksschullehrer und Lokalredakteur gearbeitet, bevor er den mündlich überlieferten Sagen- und Märchenschatz seiner Großmutter Dora aufzuschreiben begann und 1956 mit „Der kleine Wassermann“ den Grundstein zu seinem weltweiten Erfolg legte. Zahlreiche Zeichner haben seine Geschichten nicht nur illustriert, sondern seine Figuren geradezu zum Leben erweckt, indem sie von ihrem persönlichen Stil und eigenen Ideen Gebrauch machten. Kuratorin Linda Schmitz-Kleinreesink: „Besonders bekannt sind die Illustrationen von F. J. Tripp, die dem Räuber Hotzenplotz sein markantes Äußeres verleihen. Die holzschnitthaften Sepia-Zeichnungen, die Herbert Holzing für Krabat erschafft, bleiben über zahlreiche Auflagen hinweg bestehen. Das unverwechselbare Aussehen der kleinen Hexe, aber auch des kleinen Wassermanns, ist der Künstlerin Winnie Gebhardt zu verdanken.“ Mehr als fünfzig ihrer originalen Tuschezeichnungen hat der Thienemann-Esslinger Verlag aus seinem Archiv eigens für die Oberhausener Ausstellung bereitgestellt. Die Neuillustrationen der Klassiker durch Daniel Napp, Thorsten Saleina und Annette Swoboda sind in der umfangreichen Schau auf allen drei Etagen der Ludwig Galerie ebenso vertreten sein wie die frühen Zeichnungen. Auch selten gezeigte Originalzeichnungen zu „Hörbe“, einer eigenen Geschichte Preußlers, die 1981 seiner böhmischen Heimat ein Denkmal setzt, sind zu sehen. Hörbücher, Theateradaptionen, Filme und Spiele zeugen von der immensen Beliebtheit der jeweiligen Werke. Über 300 originale Zeichnungen sowie Filmrequisiten, Buchausgaben, Fotografien und Anton Bachleitners „Krabat“-Figuren des Düsseldorfer Marionettentheaters ermöglichen erstmals einen umfangreichen Überblick über das Wirken Otfried Preußlers und seiner Illustratoren. Die Ausstellung lädt dazu ein, unterschiedlichste Gattungen zu durchwandern: über klassische Bilderbücher, Geschichtensammlungen und traditionelle Sagen bis hin zu fantastischen Erzählungen. Alle Bücher liegen zum Schmökern für Jung und Alt aus, dazu werden Ausschnitte aus Kinoadaptionen gezeigt. Die Ausstellung „ Otfried Preußler – Figurenschöpfer und Geschichtenerzähler“ wird vom 18. September 2022 bis 15. Januar 2023 in der Ludwig Galerie Schloss Oberhausen, Konrad-Adenauer-Allee 46, gezeigt. Sie ist geöffnet Dienstag bis Sonntag jeweils von 11 bis 18 Uhr, geschlossen montags sowie am 24., 25. und 31. Dezember 2022 und am 1. Januar 2023. Der Eintritt kostet acht, ermäßigt vier Euro, Familien (zwei Erwachsene plus Kinder) zahlen 12 Euro, das Kombiticket mit dem Gasometer Oberhausen kostet 14 Euro. Ein Kinder-Mitmach-Heft führt spielend durch die Ausstellung, Oberhausener Schüler haben einen Kinder-Audioguide kreiert und es werden neben den öffentlichen Führungen an jedem Sonn- und Feiertag um 11:30 Uhr auch Führungen auf Ukrainisch/Russisch und Arabisch angeboten. Kuratorinnenführungen mit Linda Schmitz-Kleinreesink gibt es sonntags um 15 Uhr am 16. Oktober 2022, 13. November 2022, 11. Dezember 2022 und 15. Januar 2023. Die Direktorin Dr. Christine Vogt führt jeweils mittwochs um 16 Uhr durch die Ausstellung am 19. Oktober 2022 und am 30. November 2022. Sie hat zusammen mit Linda Schmitz-Kleinreesink den reich bebilderten, für 29,80 Euro äußerst wohlfeilen Katalog herausgegeben (ISBN 978-3-932236-44-0). Weitere Informationen auch über Lesungen, Figurentheateraufführungen und Vorträge gibt es auf der Homepage.

seit 18. Sept

'Beginners-class' ab 12 Jahren

Schneidern in den Herbstferien

Schneidern in den Herbstferien in der vhs.

In der vhs im Kulturzentrum findet in der Zeit von Dienstag bis Freitag, 4. bis 7. Oktober 2022, 10 bis 13 Uhr, ein Kursus für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren statt. Sie können dabei in die Welt des Modedesigns eintauchen. Die schon ermäßigte Gebühr beträgt 27 Euro. In diesem Kurs werden Rockgrundschnitte individuell auf die eigene Figur angepasst und das Wunschmodell an der Nähmaschine umgesetzt. Vhs-Kursleiterin Elvira Eida zeigt, wie man Passformfehler erkennt und korrigiert. Einblicke in Materialkunde und Schneidertechniken werden ebenfalls vermittelt. Bitte erkundigen Sie sich vor dem Kurs nach den mitzubringenden Materialien. Anmeldungen bis zum 28. September 2022 unter Angabe des Titels und der Kursnummer (6721) per Tel 02323 – 16 1643 oder direkt hier. Hier geht es zu den aktuell gültigen Corona-Regeln der vhs Herne.

seit 4. Okt

Spielstadt 2022

'Kinder geben den Ton an'

Die Spielestadt 2022 findet im Oktober statt.

Die Kinderanwältin Bibi Buntstrumpf bietet in Kooperation mit den Kinder- und Jugendeinrichtungen der Falken Herne (Galaxy Horsthausen, Kindertreff am Pütt, das JUP und dem Pub a la Pub) vom 4. bis 17. Oktober 2022 in den Herbstferien die Spielstadt an. Arbeiten, Steuern zahlen und wählen gehen, hier können die Jüngsten spielerisch lernen wie eine Stadt und Demokratie funktioniert. Täglich von 10:30 bis 15:30 Uhr sind alle Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren in die Einrichtung Galaxy Horsthausen auf der Gneisenaustraße 6 eingeladen, mit vielen anderen Kindern eine „Stadt im Kleinen“ zu gestalten. Die Kinder können hier in die Fußstapfen der Erwachsenen treten und ihre eigene kleine Stadt leiten, bei der Post, Bank , Jobcenter oder für die Zeitung arbeiten. Dieses komplexe Projekt ist ein umfassendes Bildungsangebot für die Kinder, Jungen wie Mädchen, unabhängig von Herkunft und Bildungshintergrund. Die inszenierte Welt der Spielstadt eröffnet den Kindern die Möglichkeit, probeweise im Spiel, aber in ernst genommenen Rollen, ein städtisches Gemeinwesen und im weitesten Sinne soziales Leben zu erfahren. Wie funktioniert das Stadtleben, wie die Verwaltung, die lokale Politik, der Kreislauf von Arbeit, Geld und Konsum? Die Wirklichkeit einer Stadt, wenn auch diesmal im kleineren Rahmen, bleibt anschlussfähig an die fantasievoll entwickelte Kinderwelt und umgekehrt. Am Donnerstag, 6. Oktober 2022, wird gewählt, Bürgermeister-Wahlen. So Lernen Kinder Einfluss auf Abläufe zu nehmen.

seit 4. Okt

Samstag, 8. Oktober

Bunte Hunde e.V.

Agility-Vereinsmeister wird gesucht

Die Bunten Hunde suchen ihren Agility-Vereinsmeister.

Die Verantwortlichen des Vereins Bunte Hunde suchen am Samstag, 8. Oktober 2022, ab 9 Uhr den Vereinsmeister im Agility. Dabei durchlaufen die Hunde einen Parcours mit Hürden, Tunneln und Kontaktzonen. Dabei ist Teamwork, Geschicklichkeit und Schnelligkeit gefragt. Der Hund wird von seinem Menschen, im besten Fall fehlerfrei, durch den Parcours geschickt. Und das gegen die Uhr. Bei Grillgut, Kaltgetränk und Cocktails laden die bunten Hunde herzlich ein, die Teilnehmer anzufeuern und sich spannende Rennen anzusehen.

9 Uhr

Dritte Gruppenausstellung

Deutschen Pastell Gesellschaft stellt aus

Die Künstlergruppe Deutsche Pastell Gesellschaft stellt im Schollbrockhaus aus.

Von Freitag bis Sonntag, 7. bis 9. Oktober 2022, lädt die Künstlergruppe Deutsche Pastell Gesellschaft zu ihrer dritten Gemeinschaftsausstellung seit Bestehen in das Schollbrockhaus ein. Insgesamt wurden rund 70 Pastellarbeiten von 37 Künstlern aus insgesamt fast 200 Einsendungen durch eine Jury ausgewählt. Die Teilnehmer kommen aus ganz Deutschland und sind zum Teil während der Ausstellung anwesend. Die Motive sind vielfältig, reichen von detaillierten Personen- und Tierporträts über Stillleben bis hin zu Landschaften aller Art. Von Realismus bis Impressionismus sind verschiedene Stilrichtungen vertreten. Die noch relativ junge Künstlergruppe Deutsche Pastell Gesellschaft (DPG), gegründet 2015, zeigt ihre dritte Gruppenausstellung mit Unterstützung des Kunstvereins Schollbrockhaus in Herne. Zuletzt waren Arbeiten der Gruppe in Ratheim im Jahr 2018 in Präsenz zu sehen, im Jahr 2020 musste die für Herne geplante Gruppenausstellung aufgrund der Pandemie-Einschränkungen in eine reine Online-Ausstellung umgewandelt werden. Neu in diesem Jahr ist die externe Jury aus renommierten und erfahrenen Pastellkünstlern, Kuratoren und Experten von Herstellerseite. Die Deutsche Pastell Gesellschaft konnte folgende Juroren für die Auswahl der auszustellenden Arbeiten gewinnen: Die Deutsche Pastell Gesellschaft ist kein Verein, sondern ein Zusammenschluss von Künstlern, die ein gemeinsames Interesse haben: Das Medium Pastell in der bildenden Kunst und im Bewusstsein des Betrachters zu fördern: Durch Informationsaustausch, Ausschreibung von Wettbewerben, gemeinsamen Ausstellungen, Maltreffen und Workshops. Die Ausstellung in Herne mit dem Titel „Faszination Pastell“ soll dazu ihren Teil beitragen. Die Künstler zeigen nicht nur verschiedene Stilrichtungen und Handschriften, ihre Arbeiten repräsentieren auch die Vielfältigkeit des Mediums Pastell. So reicht die Bandbreite von detailliert gezeichneten Porträts bis hin zu fast impressionistisch anmutenden Landschaften. Während der Ausstellung besteht die Möglichkeit, mit den Künstlern ins Gespräch zu kommen und mehr über die Entstehung der einzelnen Werke und über das Arbeiten mit Pastellkreide zu erfahren.

11 Uhr

Vorleseaktion für Kinder ab 5 Jahren

„Die Gagas voll in Fahrt“

Dirk Hölter liest: Die Gagas voll in Fahrt.

Vorlesepate Dirk Hölter liest am Samstag, 8. Oktober 2022, ab 11:30 Uhr, in der Stadtbibliothek in Herne-Mitte für alle Menschen ab 5 Jahren aus dem Buch - „Die Gagas voll in Fahrt“ - vor. Dazu ist keine Anmeldung erforderlich. Weiter Infos gibt es hier: Tel 02323 16-2793. Den Gagas ist schrecklich langweilig. In der Regenbogen-Schule herrscht tote Hose. Da kommt ihnen die Klassenfahrt der 3a gerade recht. Im Bus versteckt, fahren sie als blinde Passagiere mit ins Landschulheim. Dort sorgen sie für mächtig Ärger. Aber Frida, Julie, Luis und Matti haben einen Plan, wie sie es den fünf Quälgeistern heimzahlen können. Wofür so popelige Fledermäuse doch alles gut sind...

11:30 Uhr

Mitmach-Ausstellung soll Herne in Szene setzen

LWL-Museum ruft zur Teilnahme auf

Das Westffälische Museum für Archäologie ruft zu einer Mitmach-Ausstellung auf.

Das LWL-Museum für Archäologie in Herne ruft zum Mitmachen auf: Alle Interessierten, die einmal eine Ausstellung selbst gestalten wollen, sind eingeladen. Ein besonderer Stadtrundgang am Samstag, 8. Oktober 2022, durch Herne-Mitte soll die Exponate liefern, begleitet werden die Interessierten dabei von dem bekannten Szenografen Sven Klomp. Noch am selben Tag wird die Schau im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) eröffnet und wird dann für mehrere Wochen zu sehen sein. Auf dem Workshop des Szenografen Sven Klomp hatte Museumsleiterin Dr. Doreen Mölders eine spannennde partizipative Form des Ausstellungsmachens kennengelernt. „Dieser Workshop 'Aufmerksamkeit für das Gewöhnliche' hat mich sofort begeistert, und ich konnte mir das gut bei uns in Herne vorstellen“, so Mölders. Ohnehin sei eines der wichtigsten Anliegen des Museums, seine Besucher partizipativ mit einzubeziehen. „Warum nicht Besuchern, für die wir arbeiten, einmal Gelegenheit geben, selbst eine Ausstellung zu kreieren“, fragt Mölders. Außerdem sehe das Museum darin eine Gelegenheit, für beide Seiten einen Perspektivwechsel zu schaffen: Das Museumsteam bekommt einen besseren Einblick in das, was sich Besuchende von Ausstellungen wünschen. Die Besucher bekommen einen besseren Eindruck davon, was es bedeutet, eine Ausstellung zu machen. Der Beginn ist ein Stadtspaziergang durch Hernes Innenstadt. Um 14 Uhr werden die Teilnehmer gemeinsam mit Sven Klomp die Stadt erkunden und besondere Perspektiven einfangen. Mölders: „Sie werden eingeladen, auf dem Spaziergang ihre gewohnten Sichtweisen zu verlassen. Auf diese Weise schärfen sie ihre Sinne und es entstehen neue Begegnungen und Erlebnisse. Indem sie aufmerksam die Umgebung erkunden, vielleicht ein Objekt aufheben, das Detail eines Bauwerks fotografieren oder einen Ton aufnehmen, sammeln sie Exponate für die Ausstellung.“ Zurück im ehemaligen Bistro des LWL-Museums geht es an den Ausstellungsaufbau. Hier zeichnen die Teilnehmenden mit den gesammelten Exponaten und Momenten, die auf Tafeln präsentiert werden, den gegangenen Weg nach und gestalten auf diese Weise die Ausstellung. Wie bei jeder Ausstellung wird auch diese Präsentation feierlich eröffnet. Um 19 Uhr lädt das LWL-Museum für Archäologie alle Teilnehmer mit Freunden und Familie zur Eröffnung ein. Eingeladen zur Teilnahme sind alle Interessierten. Um Anmeldung bis zum 1. Oktober 2022 wird gebeten unter Tel 02323 94628-20 oder -24 oder besucherservice-herne@lwl.org. Kosten 10 Euro, ermäßigt 7 Euro (Studierende, erwerbslose, Auszubildende, FSJ, BFD, Menschen mit Einschränkungen ab 50 Prozent), Kinder und Jugendliche.

14 Uhr

Aleka Medina in der Künstlerzeche

'Aleka Medina: Das pochende Zentrum'

Die Videoperformance „Anidar/Anudar“ (im Hintergrund) zeigt eine mit Seilen angebundene Frau bei der Hausarbeit, die Bodeninstallation „Kiesgrube“ erinnert an verschwundene Mädchen und Frauen.

Die 1989 im zentralamerikanischen Guatemala geborene Aleka Medina, frischgebackene diplomierte Absolventin der Kunstakademie Münster, ist die diesjährige Trägerin des Förderpreises „Junge Positionen Nordrhein-Westfalen“, der am Samstag, 1. Oktober 2022, um 17 Uhr im Kauengebäude der Künstlerzeche Unser Unser Fritz 2/3 zum zehnten Mal verliehen wird. Für den mit 1.500 Euro Preisgeld und 1.000 Euro Materialgeld dotierte Preis können die beiden Kunstakademien unseres Landes, Münster und Düsseldorf, Vorschläge einreichen, die von einer Expertenjury der Künstlerzeche gewichtet werden. Die Preisträger, bisher stehen acht Frauen nur zwei Männern gegenüber, erhalten zudem– in diesem Fall von Danuta Karsten - kuratorische Unterstützung für eine Einzelausstellung in Unser Fritz sowie deren Dokumentation in einem Leporello. „Das pochende Zentrum“ ist der Titel der zeitgleich eröffneten Ausstellung von drei Installationen, zwei Videoperformances sowie filigranen Zeichnungen im Foyer und den beiden Eingängen zur Schwarz- und Weißkaue von Aleka Medina. Einführende Worte spricht der Kunsthistoriker Sebastián Eduardo Dávilla. Aleka Medina, die zunächst Visual Art an Universität San Carlos de Guatemala studierte, bevor sie Schülerin von Prof. Mariana Castillo Deball wurde, ein Auslandssemester in Mexiko bei Prof. Gerda Gruber absolvierte und in diesem Sommer ihr Studium an der Kunstakademie Münster mit dem Diplom abschloss, lebt nun in Berlin. Ihre Arbeit ist biografisch, aber auch zugleich politisch geprägt. Mit Medien wie Zeichnungen, Installationen und Video verarbeitet sie Ängste und Traumata der (post-)kolonialistischen und patriarchalischen Gesellschaft von Guatemala. Die Schwarzkaue wird beherrscht von ihrer in 2022 entstandenen Installation „Paloma Blancas“ (Weiße Tauben). Seile erzeugen eine räumliche Zeichnung aus geometrischen Linien, bestückt mit Keramikfiguren, die individuelle Geschichten von Frauen aus der Heimat der Künstlerin erzählen. Diese werden bei der Vernissage mit Kerzen illuminiert. In der Weißkaue zwei Videoperformances. „Anidar/Anudar“ (Verschachteln/Verknüpfen) spielt im Kinderzimmer Aleka Medinas, einen einst sicheren Ort im Elternhaus, der sich aber nach ihrer Migration in den Augen der Künstlerin verändert hat. In „Desvergonzarse“ (Schamlos) trägt Aleka Medina ein bedrucktes Nachthemd mit Geschichten, welche die machistische und patriarchalische Gesellschaft Guatemalas offenbaren: Aleka Medina kanalisiert mit ihrer Kunst ihre eigene Wut und wandelt sie in eine radikale Zärtlichkeit um. In ihrem Werk verbinden sich fast kindlich gezeichneten Charaktere mit einer groben Darstellung der Realität. Davor erinnert die Rauminstallation „Fosa Comun“ (Kriesgrube) mit Objekten aus einer Mischung aus Harz und Kalzit an die sterblichen Überreste der im Bürgerkrieg verstorbenen und von Kriminellen entführten Frauen und Mädchen. Die zylindrische Leinwand der begehbaren Installation „Alle Namen, die noch im Umlauf sind“, ist eine Reise in die Geschichte Guatemalas. Die mit der kosmologischen Vision der Maya beginnt und sich auf den „xibalba“ genannten Ort der Angst und der Unterwelt bezieht. Weitere historische Stationen sind u.a. die Versklavung im Feudalismus der 1920er Jahre, die zentralamerikanischen Emanzipationsbewegungen der 1940er Jahre sowie der bis heute andauernde Guerilla-Bürgerkrieg. Die Künstlerin: „Von unten gesehen entsteht beim Betrachten ein Gefühl, ein Kind zu sein. Ich nenne es gerne eine Geschichte für Kinder, gemacht für Erwachsene.“ Die Ausstellung „Aleka Medina: Das pochende Zentrum“ ist vom 1. bis zum 30. Oktober 2022 im Kauengebäude der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3, Zur Künstlerzeche 10 in 44653 Herne, zu sehen. Öffnungszeiten: Mittwoch und Samstag jeweils von 15 bis 18 Uhr, Sonntag von 14 bis 17 Uhr. Es gelten die jeweils aktuellen Corona-Schutz-Bestimmungen.

15 Uhr

Jetzt: 'Musikfestival Eickel-Live'

Der neue Eickeler Herbst rückt näher

Das Herbstfest in Eickel wird zum Musikfestival Eickel-Live.

Dass der Veranstalter und Inhaber der eventmusic-herne.de Bernd Sender das Eickeler Herbstfest in seiner bisher bekannten Form umkrempelt, das hatten wir schon berichtet (halloherne berichtete). Nun gibt er die Neuigkeiten dazu bekannt. Unter dem Motto „Musikfestival Eickel-Live“ findet es in diesem Jahr von Freitag bis Sonntag, 7. bis 9. Oktober 2022, statt. Freitag und Samstag: 15 bis 22 Uhr, Sonntag: 12 bis 22 Uhr. Der Titel soll an allen drei Tagen Programm sein. Nach Aussage von Bernd Sender, hat er „tief in die Tasche gegriffen und ein aufwendiges Showprogramm eingekauft. Verschiedene Party Bands und Künstler aus dem Rundfunk und Fernsehbereich werden in Eickel die Bühnentreppe rauf und runter gehen“, beteuert Sender. Sender: „Stargast wird Jürgen Peter sein, der unter anderem seinen Millionenhit Mary Jane' präsentieren wird.“ Eine Licht- Nebel- und Lasershow, die sowohl auf die Bühne und ins Publikum gerichtet wird, soll an diesem Wochenende für die richtige Partystimmung sorgen. Das „Musikfestival Eickel-Live“ - Essen, Trinken, Musik, Feiern - findet diesmal auf zwei Hauptplätzen statt. Einmal auf den historischen Marktplatz, dort steht die Bühne in diesem Jahr an der Königstraße und hier soll der Großteil der Künstler auftreten. Die Straße Eickeler Markt, von der Volksbank bis zur Hauptstraße wird in der gesamten Länge zusätzlich ein einziger großer Wein- und Biergarten mit über zweihundert zum Teil überdachten Sitzplätzen in großen Pagodenzelten sein. Sender: „Dieser Bereich wird quasi eine eigenständige Veranstaltung in der Veranstaltung. In der Zeltgastronomie längs der ehemaligen Hülsmann Brauerei wird separate Livemusik geboten.“ Das Weinangebot reicht von deutschen Anbaugebieten über Anbaugebiete aus Spanien, Italien und Portugal. Dazu sollen unterschiedliche Sektsorten angeboten werden. In diesem Bereich wird 'Dakota' die Gäste auf seiner Akustik Gitarre mit Songs aus den Sechzigern bis hin zu aktuellen Hits unterhalten. Dabei wird sich der Sänger im Bereich der Weinschänke und dem angrenzendem großen Biergarten zwischen den Gästen bewegen. Auf beiden Veranstaltungsplätzen, die nahtlos ineinander übergehen, wird es die unterschiedlichsten gastronomischen Angebote geben: Reibekuchen, Crêpes, Gebackene Champignons, Spezialitäten vom Grill, Grünkohl Pfanne mit Mettwurst, Flammkuchen und das zehn Meter große Knusperhaus von Wolfgang Heinz, das alle süßen Träume erfüllt. Das „Musikfestival Eickel-Live“ öffnet ab Freitag jeweils ab 15 Uhr, offiziell eröffnet wird es um 18 Uhr durch den Eickeler Bürgermeister Arnold Plickert und einem Vertreter der Veltins Brauerei. Mit einem zünftigen Fassanstich und anschließendem Freibier bis das Fass leer ist, geht es in den Abend. Danach soll die „Midnight Special Party Band“ die Besucher auf das Partywochenende einstimmen.

15 Uhr

Führungen zu den Literaturtagen Recklinghausen

Museum: Zeitreise Strom

Museum Strom und Leben.

Das gerade technische Neuerungen wie die Elektrizität die Menschen dazu bewegt haben, sich Fragen nach der Zukunft zu stellen, zeigen die Mitarbeiter des Museums - Zeitreise Strom - in den beiden Führungen „Zeitreise“, die anlässlich der Literaturtage Freitag und Samstag, 7. und 8. Oktober 2022, 19 und 15 Uhr angeboten werden. Unsere Gesellschaft ist wie noch nie zuvor mit komplexen Fragestellungen konfrontiert und unsere Zukunft ist vielleicht ungewisser denn je. Wie diese wird, interessiert Menschen seit jeher. Nicht immer aber lagen sie dabei mit ihren Prognosen richtig. Erasmus Wilson aus Oxford etwa, der 1878 meinte: „Nach der Schließung der Weltausstellung in Paris wird das elektrische Licht ausgehen und wir werden nie mehr davon hören.“, irrte sich. Teilnahme an den Führungen kostet 13 Euro. Anmelden kann man sich online über die Homepage des Museums.

19 Uhr

Musiktheater im Revier

Coppelius sind mit „KRABAT“ zurück

„Krabat“ - Rock trifft Oper: Krabat (Bastille alias Sebastian Schiller) und Kantorka (Bele Kumberger) lieben sich.

Im kommenden Frühjahr veröffentlicht Coppelius sein langerwartetes neues Album „Abwärts“. Bereits erschienen sind die Singles „Nur für dich“ und „Kryptoxenoarchäologie“. Bevor die Band 2023 ihr 220. Jubiläum mit einer Deutschland-Tour feiert, ist sie mit der Steampunk-Metal-Mistery-Oper Krabat von Coppelius und Himmelfahrt Scores zurück auf der großen Bühne des Musiktheater im Revier. Am Sonntag, 2. Oktober, 19.30 Uhr feiert die spektakuläre Show mit großem Orchester und Coppelius live, die bei ihrer Uraufführung im Juni 2022 Fans der Berliner Band genauso wie das Opernpublikum begeisterte, ihre Wiederaufnahme. Regisseur Manuel Schmitt und Bühnenbildner Julius Theodor Semmelmann meistern den Spagat zwischen großer Rockshow und atmosphärisch starker Operninszenierung und entdecken in Otfried Preußlers Vorlage überraschende Bedeutungsebenen. An sechs Terminen im Oktober und November besteht die Gelegenheit die düstere Story um den Müllersburschen Krabat, der sich zwischen der Macht der schwarzen Magie und der Liebe in Freiheit entscheiden muss, live im MiR zu erleben. In der Hauptrolle: Bastille von Coppelius. Tickets von 15-45 Euro unter mir.ruhr/tickets oder an der Theaterkasse: Montag und Samstag von 10 bis 14 Uhr, Dienstag bis Freitag von 10 bis 18:30 Uhr, E-Mail: theaterkasse@musiktheater-im-revier.de, Tel 0209.4097-200

19:30 Uhr

„Waschtag“ im Mondpalast

Nachbarschaft im Schleudergang

Waschtag: v.l. Auch das Rentnerpaar Irmgard (Astrid Breidbach) und Friedhelm Krösken (Martin Zaik) wäscht im Salon von Peter König (Ekki Eumann).

Kann es wirklich Zufall sein, dass moderne Hightech-Waschmaschinen pünktlich nach Ablauf der Garantie ihren Geist aufgeben? Die bunte Handvoll Menschen, die sich in solchen Fällen zwangsläufig in einem der letzten verbliebenen Waschsalons Wanne-Eickels trifft, ist jedenfalls davon überzeugt, dass hier digitale Viren im Spiel sind. Dieser Waschsalon steht auf den Brettern des Mondpalastes an der Wilhelmstraße und wird von Peter König aus Sachsen geführt, der uralte Maschinen von der Elbe mit an die Ruhr gebracht hat, die auch dreißig Jahre nach der Wende schier unverwüstlich waschen, spülen und schleudern. Und sollte es tatsächlich einmal ruckeln, ist mit Werner Biermann ein Handwerker zu Stelle – noch so ein rares Exemplar! Seit März 2019 mussten die Theaterfreunde coronabedingt auf eine neue Komödie aus der Feder von Sigi Domke, Hausautor am Mondpalast von Wanne-Eickel, warten. Nun kann Prinzipal Christian Stratmann Vollzug melden: Am Freitag, 30. September 2022, hebt sich um 20 Uhr der Vorhang zur Premiere von „Waschtag – Nachbarschaft im Schleudergang“ in der bewährten Regie von Thomas Rech. Und mit dem ganzen zehnköpfigen Ensemble! Im Bühnenbild von Arke Zeiß sind Ekki Eumann als Waschsalon-Eigentümer Peter König und Axel Schönnenberg als Handwerker Werner Biermann zu erleben. Dominik Brünnig spielt den alleinerziehenden Vater Lars Bäumchen, der dringend die Öko-Windeln seiner Zwillinge waschen muss. Denn: Einweg-Windeln sind umweltfeindlich und sowas von gestern. Melanie Linka dagegen als junge Frau Sheela Nymeier benötigt ebenso rasch saubere Kleidung für ihr nächstes Bewerbungsgespräch. Und wo wird die Kutte des von Heiko Büscher verkörperten Bikers Eddi Patzek wieder frisch? In ihrer Not versammeln sich Jung und Älter zum „Waschtag“ bei Peter König. Trommeln und Reizwäsche fest im Blick lernen sie sich sogar die hochnäsige Patricia Storck (Susanne Fernkorn) und Toni Walderer (Andreas Wunnenberg) besser kennen und selbst das in die Jahre gekommene Rentnerpaar Irmgard (Astrid Breidbach) und Friedhelm Krösken (Martin Zaik), eigentlich nur noch zu ihren Enkeln lieb, lernen sich von einer neuen Seite wieder kennen. Geht es doch nur gemeinsam gegen den „digitalen Killefitt“ unserer computerverrückten Konsumwelt. Da staunt Heidelinde Hornig (Silke Volkner), „High potential“-Mitarbeiterin von „Sup-Tec“, nicht schlecht… Christian Stratmann zum Markenkern seines Volkstheaters: „Auf unterhaltsame Weise greifen wir gesellschaftliche Themen und Trends auf und bieten vergnügliche Lösungen an, ohne den moralischen Zeigefinger zu heben.“ Und ohne die Preise anzuheben, wo doch überall alles teurer wird: Karten gibt’s ab 18,90 Euro im Vorverkauf unter mondpalast-com oder an der Kasse unter Tel 02325 – 588 999 (Mo-Fr 10-19, Sa 10-14 Uhr). Zur neuen Spielzeit ist der Herner Marvin Boettcher, von 2015 bis 2019 geschäftsführender Intendant des Mondpalastes, an die Wilhelmstraße zurückgekehrt. Der 35-Jährige kommt aktuell vom Essener GOP Varieté, um bewährte Kooperationen etwa mit Reiseveranstaltern zu beleben, neue Partner zu gewinnen und den Auftritt in den Social Media Kanälen zu verstärken. An der familiären Atmosphäre freilich wird nicht gerüttelt, der Gast auch weiterhin vom Prinzipal persönlich willkommen geheißen und rund um die Theateraufführung kulinarisch verwöhnt.

20 Uhr

Standing Ovations im Mondpalast

Waschtag - Nachbarschaft im Schleudergang

Im großartigen Bühnenbild von Arke Zeiß stresst ein vielköpfiges Ensemble für gut zwei Stunden unsere Lachmuskulatur bis zum Äußersten.

Sechs Kilo plus ein Waschmittel kosten bei Peter König (Ekki Eumann) vier Euro, dreizehn Kilo plus ein Waschmittel dagegen nur acht Euro. Da lohnt es sich, dass Lars Bäumchen (Dominik Brünnig) als junger alleinerziehender Vater die Öko-Windeln seiner Zwillinge in zwei dicken Taschen zum Waschsalon an der Wilhelmstraße 26 in Wanne-Eickel trägt: jeder Euro zählt. Freilich potenziert seine Sparsamkeit den olfaktorischen Faktor: „Hier hängt doch ein Hecht in der Luft!“ Während die junge Sheela Nymeier (Melanie Linka) nur kurzzeitig die Nase rümpft, sie steht vor ihrem 32. Bewerbungsgespräch und hat gerade wichtigere Dinge im Kopf, fühlt sich die vornehme Patricia Storck (Susanne Fernkorn) nicht nur des „Kinderkacke-Gestanks“ wegen völlig fehl am Platze. Doch was soll sie machen? Ihre moderne Hightech-Waschmaschine hat pünktlich nach Ablauf der zweijährigen Garantie ihren Geist aufgeben. Ersatz bieten nur die altertümlich anmutenden Gerätschaften mit „VEB“-Aufschrift bei „Beder Gönsch“, die der Sachse nach der Wende aus Radebeul mit nach Wanne-Eickel gebracht hat. Diese stammen nur scheinbar von einem „Volkseigenen Betrieb“ der untergegangenen DDR, sondern in Wahrheit aus dem Kaukasus, was die kyrillischen Buchstaben an den noch ganz händisch zu bedienenden Knöpfen und Türen erklärt. Wenn es bei den Technik-Dinos tatsächlich einmal hakt, steht mit Werner Biermann (Axel Schönnenberg) ein Handwerker parat, der im Übrigen auch für andere mechanische Gerätschaften eine passionierte Liebe entwickelt hat. Als mit dem prolligen Biker Eddi Patzek (Heiko Büscher), „der“ Toni Walderer (Andreas Wunnenberg) sowie dem Rentner-Ehepaar Irmgard (Astrid Breidbach) und Friedhelm „Schnecke“ Krösken (Martin Zaik) noch mehr Geschädigte des US-Geräteherstellers Sup-Tec im Waschsalon König auftauchen, entwickelt sich bald eine verschworene Gemeinschaft. Geht es doch nur gemeinsam gegen den „digitalen Killefitt“ unserer computerverrückten Konsumwelt. Was der Wanne-Eickeler „High potential“-Mitarbeiterin Heidelinde Hornig (Silke Volkner) gefährlich werden könnte… Seit März 2019 mussten die Theaterfreunde coronabedingt auf eine neue Komödie aus der Feder von Sigi Domke, Hausautor am Mondpalast von Wanne-Eickel, warten. Nun hob sich am 30. September 2022 erstmals der Vorhang zu einem gut zweistündigen Dauer-Angriff auf die Lachmuskeln eines in diesen unseren Krisenzeiten besonders unterhaltungsdurstigen Publikums: „Waschtag – Nachbarschaft im Schleudergang“ feierte in der bewährten Regie von Thomas Rech mit dem in Ovationsstärke gefeierten zehnköpfigen Stratmann-Ensemble Premiere an der Wilhelmstraße. Aus dem atmosphärischen zweiteiligen Bühnenbild von Arke Zeiß, im Mittelpunkt der sich im zweiten Teil nach der Pause zum Reparatur- und Tauschladen Reputala erweiternde Waschsalon König, ragt linkerhand das „Sup-Tec“-Büro der Schnapsdrossel Heidelinde Hornig ins Parkett. Und über der zweigeschossigen Trommel-Phalanx hängen die von den Kunden übersehenen Wäschestücke auf der Leine. „Waschtag – Eine Nachbarschaft im Schleudergang“ ist, man kann es kaum glauben, bereits die 17. Komödie Sigi Domkes für den Mondpalast. Wie gewohnt ungemein wortwitzig und pointiert („Man kann gar nicht soviel glotzen, wie man kotzen möchte“) geschrieben, dabei kein Blatt vor den Mund nehmend, volkstümlich dem Ruhri aufs Maul schauend, aber niemals anbiedernd oder gar volkstümelnd. Regisseur Thomas Rech kann in seinen mit flotter Mucke verbundenen kurzen Blackout-Szenen auf ein von B bis Z großartiges Ensemble aus lauter Rampensäuen bauen, das, wenn es darauf ankommt, jede Slapstick-Akrobatik fallen lässt und im nächsten Augenblick mit minimalster Gestik und Mimik das Publikum zu spontanen Jubelstürmen hinreißt. Weshalb es höchst ungerecht wäre, einzelne Schauspieler herauszuheben, auch wenn nicht verhehlt werden kann, dass sich Astrid Breidbach und Martin Zaik als Rentnerehepaar in Dauerfehde sogleich in die Herzen des Publikums spielen. Prinzipal Christian Stratmann, der nach wie vor seine Gäste im Foyer persönlich begrüßt, zum Markenkern seines über das Ruhrgebiet hinaus singulären Volkstheaters: „Auf unterhaltsame Weise greifen wir gesellschaftliche Themen und Trends auf und bieten vergnügliche Lösungen an, ohne den moralischen Zeigefinger zu heben.“ Und ohne die Preise anzuheben, wo doch überall alles teurer wird: Karten gibt’s bereits ab 18,90 Euro im Vorverkauf unter mondpalast.com oder an der Kasse unter Tel. 02325 – 588 999 (Mo-Fr 10-19, Sa 10-14 Uhr).

20 Uhr

Räuber Hotzenplotz, Krabat und die kleine Hexe

Otfried Preußlers Bildwelten

Illustration von Daniel Napp aus Otfried Preußler, „Das kleine Gespenst“

Die Ludwig Galerie Schloss Oberhausen hatte Mitte September 2020 eine große Retrospektive der Bildwelten des begnadeten Geschichtenerzählers Otfried Preußler nach nur kurzer Zeit coronabedingt wieder schließen müssen. Zwei Jahre später, am 17. September 2022 um 19 Uhr, ist Wiedereröffnung in erweitertem Umfang und mit einem tollen Rahmenprogramm für die ganze Familie. Otfried Preußler (1923–2013) gehört zu den bedeutendsten und einflussreichsten Kinder- und Jugendbuchautoren des deutschsprachigen Raums. Mit Geschichten wie „Der Räuber Hotzenplotz“, „Die kleine Hexe“ und „Das kleine Gespenst“ hat der im böhmischen Reichenberg geborene Autor seit den 1950er Jahren Figuren erschaffen, die bis heute Generationen von Heranwachsenden prägen und aus den Kinderzimmern dieser Welt sowie dem Schulunterricht nicht mehr wegzudenken sind. Insgesamt hat er über 35 Bücher geschrieben, die in mehr als 50 Sprachen übersetzt wurden und inzwischen eine Gesamtauflage von über 50 Millionen Exemplaren weltweit erreicht haben. Otfried Preußler hat nach der Vertreibung der Familie aus dem Sudetenland im bayerischen Rosenheim als Volksschullehrer und Lokalredakteur gearbeitet, bevor er den mündlich überlieferten Sagen- und Märchenschatz seiner Großmutter Dora aufzuschreiben begann und 1956 mit „Der kleine Wassermann“ den Grundstein zu seinem weltweiten Erfolg legte. Zahlreiche Zeichner haben seine Geschichten nicht nur illustriert, sondern seine Figuren geradezu zum Leben erweckt, indem sie von ihrem persönlichen Stil und eigenen Ideen Gebrauch machten. Kuratorin Linda Schmitz-Kleinreesink: „Besonders bekannt sind die Illustrationen von F. J. Tripp, die dem Räuber Hotzenplotz sein markantes Äußeres verleihen. Die holzschnitthaften Sepia-Zeichnungen, die Herbert Holzing für Krabat erschafft, bleiben über zahlreiche Auflagen hinweg bestehen. Das unverwechselbare Aussehen der kleinen Hexe, aber auch des kleinen Wassermanns, ist der Künstlerin Winnie Gebhardt zu verdanken.“ Mehr als fünfzig ihrer originalen Tuschezeichnungen hat der Thienemann-Esslinger Verlag aus seinem Archiv eigens für die Oberhausener Ausstellung bereitgestellt. Die Neuillustrationen der Klassiker durch Daniel Napp, Thorsten Saleina und Annette Swoboda sind in der umfangreichen Schau auf allen drei Etagen der Ludwig Galerie ebenso vertreten sein wie die frühen Zeichnungen. Auch selten gezeigte Originalzeichnungen zu „Hörbe“, einer eigenen Geschichte Preußlers, die 1981 seiner böhmischen Heimat ein Denkmal setzt, sind zu sehen. Hörbücher, Theateradaptionen, Filme und Spiele zeugen von der immensen Beliebtheit der jeweiligen Werke. Über 300 originale Zeichnungen sowie Filmrequisiten, Buchausgaben, Fotografien und Anton Bachleitners „Krabat“-Figuren des Düsseldorfer Marionettentheaters ermöglichen erstmals einen umfangreichen Überblick über das Wirken Otfried Preußlers und seiner Illustratoren. Die Ausstellung lädt dazu ein, unterschiedlichste Gattungen zu durchwandern: über klassische Bilderbücher, Geschichtensammlungen und traditionelle Sagen bis hin zu fantastischen Erzählungen. Alle Bücher liegen zum Schmökern für Jung und Alt aus, dazu werden Ausschnitte aus Kinoadaptionen gezeigt. Die Ausstellung „ Otfried Preußler – Figurenschöpfer und Geschichtenerzähler“ wird vom 18. September 2022 bis 15. Januar 2023 in der Ludwig Galerie Schloss Oberhausen, Konrad-Adenauer-Allee 46, gezeigt. Sie ist geöffnet Dienstag bis Sonntag jeweils von 11 bis 18 Uhr, geschlossen montags sowie am 24., 25. und 31. Dezember 2022 und am 1. Januar 2023. Der Eintritt kostet acht, ermäßigt vier Euro, Familien (zwei Erwachsene plus Kinder) zahlen 12 Euro, das Kombiticket mit dem Gasometer Oberhausen kostet 14 Euro. Ein Kinder-Mitmach-Heft führt spielend durch die Ausstellung, Oberhausener Schüler haben einen Kinder-Audioguide kreiert und es werden neben den öffentlichen Führungen an jedem Sonn- und Feiertag um 11:30 Uhr auch Führungen auf Ukrainisch/Russisch und Arabisch angeboten. Kuratorinnenführungen mit Linda Schmitz-Kleinreesink gibt es sonntags um 15 Uhr am 16. Oktober 2022, 13. November 2022, 11. Dezember 2022 und 15. Januar 2023. Die Direktorin Dr. Christine Vogt führt jeweils mittwochs um 16 Uhr durch die Ausstellung am 19. Oktober 2022 und am 30. November 2022. Sie hat zusammen mit Linda Schmitz-Kleinreesink den reich bebilderten, für 29,80 Euro äußerst wohlfeilen Katalog herausgegeben (ISBN 978-3-932236-44-0). Weitere Informationen auch über Lesungen, Figurentheateraufführungen und Vorträge gibt es auf der Homepage.

seit 18. Sept

Spielstadt 2022

'Kinder geben den Ton an'

Die Spielestadt 2022 findet im Oktober statt.

Die Kinderanwältin Bibi Buntstrumpf bietet in Kooperation mit den Kinder- und Jugendeinrichtungen der Falken Herne (Galaxy Horsthausen, Kindertreff am Pütt, das JUP und dem Pub a la Pub) vom 4. bis 17. Oktober 2022 in den Herbstferien die Spielstadt an. Arbeiten, Steuern zahlen und wählen gehen, hier können die Jüngsten spielerisch lernen wie eine Stadt und Demokratie funktioniert. Täglich von 10:30 bis 15:30 Uhr sind alle Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren in die Einrichtung Galaxy Horsthausen auf der Gneisenaustraße 6 eingeladen, mit vielen anderen Kindern eine „Stadt im Kleinen“ zu gestalten. Die Kinder können hier in die Fußstapfen der Erwachsenen treten und ihre eigene kleine Stadt leiten, bei der Post, Bank , Jobcenter oder für die Zeitung arbeiten. Dieses komplexe Projekt ist ein umfassendes Bildungsangebot für die Kinder, Jungen wie Mädchen, unabhängig von Herkunft und Bildungshintergrund. Die inszenierte Welt der Spielstadt eröffnet den Kindern die Möglichkeit, probeweise im Spiel, aber in ernst genommenen Rollen, ein städtisches Gemeinwesen und im weitesten Sinne soziales Leben zu erfahren. Wie funktioniert das Stadtleben, wie die Verwaltung, die lokale Politik, der Kreislauf von Arbeit, Geld und Konsum? Die Wirklichkeit einer Stadt, wenn auch diesmal im kleineren Rahmen, bleibt anschlussfähig an die fantasievoll entwickelte Kinderwelt und umgekehrt. Am Donnerstag, 6. Oktober 2022, wird gewählt, Bürgermeister-Wahlen. So Lernen Kinder Einfluss auf Abläufe zu nehmen.

seit 4. Okt

Sonntag, 9. Oktober

Gottesdienst aus Bad Laer

„Hauptsache gesund?“

Aus der Pfarrkirche Mariae Geburt in Bad Laer (Bistum Osnabrück) wird der Gottesdienst am 9.10.2022 live übertragen.

Das ZDF überträgt die Heilige Messe am 28. Sonntag im Jahreskreis aus der Pfarrkirche Mariae Geburt in Bad Laer. Am Sonntag, 9.10.2022, 9:30 Uhr, leitet Pfarrer Maik Stenzel als Zelebrant den Gottesdienst. Ausgehend vom Evangeliumstext des Tages geht er in seiner Predigt der Frage nach: Was ist das Wesentliche in meinem Leben? Hauptsache gesund? Oder ist da mehr? In der biblischen Erzählung, auf die er Bezug nimmt, wird berichtet, wie Jesus zehn Aussätzige heilt. Es ist nur eine von zahlreichen Heilungsgeschichten in den Evangelien. Gesundheit scheint also auch für Jesus ein hohes Gut gewesen zu sein. Doch nur von einem sagt er, dass sein Glaube ihn gerettet habe, weil dieser eine zu Jesus zurückkehrt nach der Heilung. Bad Laer ist ein Sole-Kurort im südlichen Osnabrücker Land. Es handelt sich um einen sehr alten Ort, der das erste Mal im Jahr 851 erwähnt wurde. In Laer, das in Form einer liegenden Acht auf einer Kalksinterplatte besiedelt wurde, liegt die Kirche Mariae Geburt inmitten einer noch heute erkennbaren Kirchhofburg. Im Anschluss an den Gottesdienst stehen Gemeindemitglieder von Bad Laer bis 18 Uhr für ein Telefon-Gespräch zur Verfügung unter der Nummer 0700-14141010 .

9:30 Uhr

Radio-Gottesdienst

Am Sonntag, 9. Oktober 2022, überträgt WDR 5 ab 10 Uhr den Gottesdienst aus der Kirche des St. Elisabethkrankenhauses in Köln.

10 Uhr

Geänderte Gottesdienstordnung

Patronatsfest St. Dionysius

Staute an der St. Bonifatiuskirche der Pfarrei St. Dionysius.

Das Patronatsfest der Pfarrei St. Dionysius wird am Sonntag, 9. Oktober 2022, ab 10:30 Uhr mit einem Gottesdienst gefeiert. Dazu wird ein Vertreter aus dem Erzbistum Paderborn kommen, der Pfarrei die Pastoralvereinbarung übergeben. Im Anschluss wird es ein Beisammensein im Pfarrzentrum unter der Kirche mit Speis und Trank geben. An diesem Sonntag fallen alle Sonntagsmessen in den anderen Kirchen aus. Es besteht die Gelegenheit am Samstag 8. Oktober 2022., die Hl. Messen in den Kirchen St. Peter und Paul und St. Elisabeth zu besuchen.

10:30 Uhr

Dritte Gruppenausstellung

Deutschen Pastell Gesellschaft stellt aus

Die Künstlergruppe Deutsche Pastell Gesellschaft stellt im Schollbrockhaus aus.

Von Freitag bis Sonntag, 7. bis 9. Oktober 2022, lädt die Künstlergruppe Deutsche Pastell Gesellschaft zu ihrer dritten Gemeinschaftsausstellung seit Bestehen in das Schollbrockhaus ein. Insgesamt wurden rund 70 Pastellarbeiten von 37 Künstlern aus insgesamt fast 200 Einsendungen durch eine Jury ausgewählt. Die Teilnehmer kommen aus ganz Deutschland und sind zum Teil während der Ausstellung anwesend. Die Motive sind vielfältig, reichen von detaillierten Personen- und Tierporträts über Stillleben bis hin zu Landschaften aller Art. Von Realismus bis Impressionismus sind verschiedene Stilrichtungen vertreten. Die noch relativ junge Künstlergruppe Deutsche Pastell Gesellschaft (DPG), gegründet 2015, zeigt ihre dritte Gruppenausstellung mit Unterstützung des Kunstvereins Schollbrockhaus in Herne. Zuletzt waren Arbeiten der Gruppe in Ratheim im Jahr 2018 in Präsenz zu sehen, im Jahr 2020 musste die für Herne geplante Gruppenausstellung aufgrund der Pandemie-Einschränkungen in eine reine Online-Ausstellung umgewandelt werden. Neu in diesem Jahr ist die externe Jury aus renommierten und erfahrenen Pastellkünstlern, Kuratoren und Experten von Herstellerseite. Die Deutsche Pastell Gesellschaft konnte folgende Juroren für die Auswahl der auszustellenden Arbeiten gewinnen: Die Deutsche Pastell Gesellschaft ist kein Verein, sondern ein Zusammenschluss von Künstlern, die ein gemeinsames Interesse haben: Das Medium Pastell in der bildenden Kunst und im Bewusstsein des Betrachters zu fördern: Durch Informationsaustausch, Ausschreibung von Wettbewerben, gemeinsamen Ausstellungen, Maltreffen und Workshops. Die Ausstellung in Herne mit dem Titel „Faszination Pastell“ soll dazu ihren Teil beitragen. Die Künstler zeigen nicht nur verschiedene Stilrichtungen und Handschriften, ihre Arbeiten repräsentieren auch die Vielfältigkeit des Mediums Pastell. So reicht die Bandbreite von detailliert gezeichneten Porträts bis hin zu fast impressionistisch anmutenden Landschaften. Während der Ausstellung besteht die Möglichkeit, mit den Künstlern ins Gespräch zu kommen und mehr über die Entstehung der einzelnen Werke und über das Arbeiten mit Pastellkreide zu erfahren.

11 Uhr

Jetzt: 'Musikfestival Eickel-Live'

Der neue Eickeler Herbst rückt näher

Das Herbstfest in Eickel wird zum Musikfestival Eickel-Live.

Dass der Veranstalter und Inhaber der eventmusic-herne.de Bernd Sender das Eickeler Herbstfest in seiner bisher bekannten Form umkrempelt, das hatten wir schon berichtet (halloherne berichtete). Nun gibt er die Neuigkeiten dazu bekannt. Unter dem Motto „Musikfestival Eickel-Live“ findet es in diesem Jahr von Freitag bis Sonntag, 7. bis 9. Oktober 2022, statt. Freitag und Samstag: 15 bis 22 Uhr, Sonntag: 12 bis 22 Uhr. Der Titel soll an allen drei Tagen Programm sein. Nach Aussage von Bernd Sender, hat er „tief in die Tasche gegriffen und ein aufwendiges Showprogramm eingekauft. Verschiedene Party Bands und Künstler aus dem Rundfunk und Fernsehbereich werden in Eickel die Bühnentreppe rauf und runter gehen“, beteuert Sender. Sender: „Stargast wird Jürgen Peter sein, der unter anderem seinen Millionenhit Mary Jane' präsentieren wird.“ Eine Licht- Nebel- und Lasershow, die sowohl auf die Bühne und ins Publikum gerichtet wird, soll an diesem Wochenende für die richtige Partystimmung sorgen. Das „Musikfestival Eickel-Live“ - Essen, Trinken, Musik, Feiern - findet diesmal auf zwei Hauptplätzen statt. Einmal auf den historischen Marktplatz, dort steht die Bühne in diesem Jahr an der Königstraße und hier soll der Großteil der Künstler auftreten. Die Straße Eickeler Markt, von der Volksbank bis zur Hauptstraße wird in der gesamten Länge zusätzlich ein einziger großer Wein- und Biergarten mit über zweihundert zum Teil überdachten Sitzplätzen in großen Pagodenzelten sein. Sender: „Dieser Bereich wird quasi eine eigenständige Veranstaltung in der Veranstaltung. In der Zeltgastronomie längs der ehemaligen Hülsmann Brauerei wird separate Livemusik geboten.“ Das Weinangebot reicht von deutschen Anbaugebieten über Anbaugebiete aus Spanien, Italien und Portugal. Dazu sollen unterschiedliche Sektsorten angeboten werden. In diesem Bereich wird 'Dakota' die Gäste auf seiner Akustik Gitarre mit Songs aus den Sechzigern bis hin zu aktuellen Hits unterhalten. Dabei wird sich der Sänger im Bereich der Weinschänke und dem angrenzendem großen Biergarten zwischen den Gästen bewegen. Auf beiden Veranstaltungsplätzen, die nahtlos ineinander übergehen, wird es die unterschiedlichsten gastronomischen Angebote geben: Reibekuchen, Crêpes, Gebackene Champignons, Spezialitäten vom Grill, Grünkohl Pfanne mit Mettwurst, Flammkuchen und das zehn Meter große Knusperhaus von Wolfgang Heinz, das alle süßen Träume erfüllt. Das „Musikfestival Eickel-Live“ öffnet ab Freitag jeweils ab 15 Uhr, offiziell eröffnet wird es um 18 Uhr durch den Eickeler Bürgermeister Arnold Plickert und einem Vertreter der Veltins Brauerei. Mit einem zünftigen Fassanstich und anschließendem Freibier bis das Fass leer ist, geht es in den Abend. Danach soll die „Midnight Special Party Band“ die Besucher auf das Partywochenende einstimmen.

12 Uhr

Aleka Medina in der Künstlerzeche

'Aleka Medina: Das pochende Zentrum'

Die Videoperformance „Anidar/Anudar“ (im Hintergrund) zeigt eine mit Seilen angebundene Frau bei der Hausarbeit, die Bodeninstallation „Kiesgrube“ erinnert an verschwundene Mädchen und Frauen.

Die 1989 im zentralamerikanischen Guatemala geborene Aleka Medina, frischgebackene diplomierte Absolventin der Kunstakademie Münster, ist die diesjährige Trägerin des Förderpreises „Junge Positionen Nordrhein-Westfalen“, der am Samstag, 1. Oktober 2022, um 17 Uhr im Kauengebäude der Künstlerzeche Unser Unser Fritz 2/3 zum zehnten Mal verliehen wird. Für den mit 1.500 Euro Preisgeld und 1.000 Euro Materialgeld dotierte Preis können die beiden Kunstakademien unseres Landes, Münster und Düsseldorf, Vorschläge einreichen, die von einer Expertenjury der Künstlerzeche gewichtet werden. Die Preisträger, bisher stehen acht Frauen nur zwei Männern gegenüber, erhalten zudem– in diesem Fall von Danuta Karsten - kuratorische Unterstützung für eine Einzelausstellung in Unser Fritz sowie deren Dokumentation in einem Leporello. „Das pochende Zentrum“ ist der Titel der zeitgleich eröffneten Ausstellung von drei Installationen, zwei Videoperformances sowie filigranen Zeichnungen im Foyer und den beiden Eingängen zur Schwarz- und Weißkaue von Aleka Medina. Einführende Worte spricht der Kunsthistoriker Sebastián Eduardo Dávilla. Aleka Medina, die zunächst Visual Art an Universität San Carlos de Guatemala studierte, bevor sie Schülerin von Prof. Mariana Castillo Deball wurde, ein Auslandssemester in Mexiko bei Prof. Gerda Gruber absolvierte und in diesem Sommer ihr Studium an der Kunstakademie Münster mit dem Diplom abschloss, lebt nun in Berlin. Ihre Arbeit ist biografisch, aber auch zugleich politisch geprägt. Mit Medien wie Zeichnungen, Installationen und Video verarbeitet sie Ängste und Traumata der (post-)kolonialistischen und patriarchalischen Gesellschaft von Guatemala. Die Schwarzkaue wird beherrscht von ihrer in 2022 entstandenen Installation „Paloma Blancas“ (Weiße Tauben). Seile erzeugen eine räumliche Zeichnung aus geometrischen Linien, bestückt mit Keramikfiguren, die individuelle Geschichten von Frauen aus der Heimat der Künstlerin erzählen. Diese werden bei der Vernissage mit Kerzen illuminiert. In der Weißkaue zwei Videoperformances. „Anidar/Anudar“ (Verschachteln/Verknüpfen) spielt im Kinderzimmer Aleka Medinas, einen einst sicheren Ort im Elternhaus, der sich aber nach ihrer Migration in den Augen der Künstlerin verändert hat. In „Desvergonzarse“ (Schamlos) trägt Aleka Medina ein bedrucktes Nachthemd mit Geschichten, welche die machistische und patriarchalische Gesellschaft Guatemalas offenbaren: Aleka Medina kanalisiert mit ihrer Kunst ihre eigene Wut und wandelt sie in eine radikale Zärtlichkeit um. In ihrem Werk verbinden sich fast kindlich gezeichneten Charaktere mit einer groben Darstellung der Realität. Davor erinnert die Rauminstallation „Fosa Comun“ (Kriesgrube) mit Objekten aus einer Mischung aus Harz und Kalzit an die sterblichen Überreste der im Bürgerkrieg verstorbenen und von Kriminellen entführten Frauen und Mädchen. Die zylindrische Leinwand der begehbaren Installation „Alle Namen, die noch im Umlauf sind“, ist eine Reise in die Geschichte Guatemalas. Die mit der kosmologischen Vision der Maya beginnt und sich auf den „xibalba“ genannten Ort der Angst und der Unterwelt bezieht. Weitere historische Stationen sind u.a. die Versklavung im Feudalismus der 1920er Jahre, die zentralamerikanischen Emanzipationsbewegungen der 1940er Jahre sowie der bis heute andauernde Guerilla-Bürgerkrieg. Die Künstlerin: „Von unten gesehen entsteht beim Betrachten ein Gefühl, ein Kind zu sein. Ich nenne es gerne eine Geschichte für Kinder, gemacht für Erwachsene.“ Die Ausstellung „Aleka Medina: Das pochende Zentrum“ ist vom 1. bis zum 30. Oktober 2022 im Kauengebäude der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3, Zur Künstlerzeche 10 in 44653 Herne, zu sehen. Öffnungszeiten: Mittwoch und Samstag jeweils von 15 bis 18 Uhr, Sonntag von 14 bis 17 Uhr. Es gelten die jeweils aktuellen Corona-Schutz-Bestimmungen.

14 Uhr

Radtour III Spezial Zollverein

Zeche Zollverein in Essen.

Die Emschergenossenschaft lädt zur nächsten Radtour ein. Am Sonntag, 9. Oktober 2022, geht es in der Zeit von 14 bis 17 Uhr von Essen-Katernberg bis Bottrop. Vom Zollverein-Gelände zum Theater der Pflanzen. Treffpunkt ist auf dem Gelände des UNESCO-Welterbes Zeche und Kokerei Zollverein vor dem Haupteingang des Ruhr Museums, Gelsenkirchener Straße 181, 45309 Essen. Ein eigenes Fahrrad ist Voraussetzung für die Teilnahme. Elektrofahrräder sind zulässig, müssen aber der Gruppengeschwindigkeit angepasst werden. Für Rennräder sind die Strecken eher ungeeignet. Die etwa 22 km lange Tour verläuft auf überwiegend flacher Strecke hauptsächlich auf Schotter- und Asphaltwegen. Bei einer mittleren Geschwindigkeit von ca. 14 km/h ist der Schwierigkeitsgrad leicht. Die Anreise zum Treffpunkt sowie die Abreise von dem Ort, an dem die Tour endet, sind individuell zu organisieren. Hier geht es zur Anmeldung. Vom Zollverein-Gelände zum Theater der Pflanzen: Wir fahren zu Werken von Olaf Nicolai/Douglas Gordon & Mogwai, Rita McBride, Mischa Kuball/Lawrence Weiner, Piet Oudolf/Gross.Max, Andreas Strauss.

14 Uhr

Führung durch Schloss Strünkede

Familie von Jobst von Strünkede (geb. im März 1551, gest. 1. Dezember 1602).

Das Emschertal-Museum der Stadt Herne bietet am zweiten Sonntag im Monat kostenfreie Führungen durch Schloss Strünkede an. Thema ist neben Architektur, Geschichte zur Kapelle und zum Schloss auch die Familie der Strünkeder. Am Sonntag, 9. Oktober 2022, ist der Treffpunkt um 15 Uhr am Schlosseingang. Die Führung dauert eine Stunde und ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist an diesem Tag im Schloss Strünkede und im Heimatmuseum Unser Fritz in der Zeit von 15 bis 17 Uhr frei. Alle interessierten Bürger sind herzlich eingeladen.

15 Uhr

„Waschtag“ im Mondpalast

Nachbarschaft im Schleudergang

Waschtag: v.l. Auch das Rentnerpaar Irmgard (Astrid Breidbach) und Friedhelm Krösken (Martin Zaik) wäscht im Salon von Peter König (Ekki Eumann).

Kann es wirklich Zufall sein, dass moderne Hightech-Waschmaschinen pünktlich nach Ablauf der Garantie ihren Geist aufgeben? Die bunte Handvoll Menschen, die sich in solchen Fällen zwangsläufig in einem der letzten verbliebenen Waschsalons Wanne-Eickels trifft, ist jedenfalls davon überzeugt, dass hier digitale Viren im Spiel sind. Dieser Waschsalon steht auf den Brettern des Mondpalastes an der Wilhelmstraße und wird von Peter König aus Sachsen geführt, der uralte Maschinen von der Elbe mit an die Ruhr gebracht hat, die auch dreißig Jahre nach der Wende schier unverwüstlich waschen, spülen und schleudern. Und sollte es tatsächlich einmal ruckeln, ist mit Werner Biermann ein Handwerker zu Stelle – noch so ein rares Exemplar! Seit März 2019 mussten die Theaterfreunde coronabedingt auf eine neue Komödie aus der Feder von Sigi Domke, Hausautor am Mondpalast von Wanne-Eickel, warten. Nun kann Prinzipal Christian Stratmann Vollzug melden: Am Freitag, 30. September 2022, hebt sich um 20 Uhr der Vorhang zur Premiere von „Waschtag – Nachbarschaft im Schleudergang“ in der bewährten Regie von Thomas Rech. Und mit dem ganzen zehnköpfigen Ensemble! Im Bühnenbild von Arke Zeiß sind Ekki Eumann als Waschsalon-Eigentümer Peter König und Axel Schönnenberg als Handwerker Werner Biermann zu erleben. Dominik Brünnig spielt den alleinerziehenden Vater Lars Bäumchen, der dringend die Öko-Windeln seiner Zwillinge waschen muss. Denn: Einweg-Windeln sind umweltfeindlich und sowas von gestern. Melanie Linka dagegen als junge Frau Sheela Nymeier benötigt ebenso rasch saubere Kleidung für ihr nächstes Bewerbungsgespräch. Und wo wird die Kutte des von Heiko Büscher verkörperten Bikers Eddi Patzek wieder frisch? In ihrer Not versammeln sich Jung und Älter zum „Waschtag“ bei Peter König. Trommeln und Reizwäsche fest im Blick lernen sie sich sogar die hochnäsige Patricia Storck (Susanne Fernkorn) und Toni Walderer (Andreas Wunnenberg) besser kennen und selbst das in die Jahre gekommene Rentnerpaar Irmgard (Astrid Breidbach) und Friedhelm Krösken (Martin Zaik), eigentlich nur noch zu ihren Enkeln lieb, lernen sich von einer neuen Seite wieder kennen. Geht es doch nur gemeinsam gegen den „digitalen Killefitt“ unserer computerverrückten Konsumwelt. Da staunt Heidelinde Hornig (Silke Volkner), „High potential“-Mitarbeiterin von „Sup-Tec“, nicht schlecht… Christian Stratmann zum Markenkern seines Volkstheaters: „Auf unterhaltsame Weise greifen wir gesellschaftliche Themen und Trends auf und bieten vergnügliche Lösungen an, ohne den moralischen Zeigefinger zu heben.“ Und ohne die Preise anzuheben, wo doch überall alles teurer wird: Karten gibt’s ab 18,90 Euro im Vorverkauf unter mondpalast-com oder an der Kasse unter Tel 02325 – 588 999 (Mo-Fr 10-19, Sa 10-14 Uhr). Zur neuen Spielzeit ist der Herner Marvin Boettcher, von 2015 bis 2019 geschäftsführender Intendant des Mondpalastes, an die Wilhelmstraße zurückgekehrt. Der 35-Jährige kommt aktuell vom Essener GOP Varieté, um bewährte Kooperationen etwa mit Reiseveranstaltern zu beleben, neue Partner zu gewinnen und den Auftritt in den Social Media Kanälen zu verstärken. An der familiären Atmosphäre freilich wird nicht gerüttelt, der Gast auch weiterhin vom Prinzipal persönlich willkommen geheißen und rund um die Theateraufführung kulinarisch verwöhnt.

17 Uhr

Saisonauftakt im 'Theater des Jahres'

'Alkestis' in Bochum

„Alkestis“ im Schauspielhaus Bochum: Alkestis (Anne Rietmeijer) und Admetos (Steven Scharf) am Eingang zur Unterwelt.

Apollon (Victor Ijdens) ist von seinem Vater Zeus zu Frondiensten im Hause des Admetos (Steven Scharf), dem König von Pherä in Tessalien, verdammt worden, weil er die Kyklopen tötete, die wiederum seinen Sohn Asklepius im Auftrag des Donnerers mit einem Todesblitz durchbohrten. Apollon will aus Dankbarkeit für die Freundlichkeit Admetos‘ dessen Leben retten, was nur möglich ist, wenn sich jemand findet, der für ihn in den Hades geht. Nachdem wie all‘ die Freunde auch sein Vater Pheres (Stefan Hunstein) dankend ablehnt, ist allein seine Gattin Alkestis (Anne Rietmeijer) bereit, Thanatos (Lukas von der Lühe) in die Unterwelt zu folgen. Unter der Bedingung, dass ihr Admetos ewige Treue schwört und den Kindern (Ann Göbel und Dominik Dos-Reis) keine Stiefmutter zumutet. Herakles (Pierre Bokma), Sohn des Zeus und der Alkmene, kommt an den Hof von Pherä, um des Thraken Diomedes Viergespann zu holen. Er wird von Admetos in seinem Trauerhaus beherbergt, aber über den Grund der Trauer im Unklaren gelassen. Als Herakles erfährt, dass Alkestis für ihren Gatten freiwillig in den Tod gegangen ist, macht er sich zum Felsengrab auf, um sie Thanatos wieder zu entreißen. Mit einer tiefverschleierten Person kehrt Herakles zurück und übergibt sie Admetos, bis er seinen Auftrag erfüllt hat. Als der sich an sein Wort gebunden fühlend weigert, eine Fremde aufzunehmen, entschleiert sich Alkestis. Die allseitige Freude ist groß, nur sprechen kann die glücklich Wiedererweckte erst, wenn sie den Totengöttern Sühnegaben geweiht hat. Eine Tragödie, die, mit einem Deus ex Machina-Schluss aufwartend, wie eine Komödie endet? Als „Alkestis“ im Jahre 438 vor Christus in der kreisrunden Orchestra am Südabhang der Athener Akropolis uraufgeführt und mit dem zweiten Preis ausgezeichnet wurde, folgte das Stück wie beim dreitägigen Wettkampf zu Ehren des Gottes Dionysos üblich einer Tragödien-Tetralogie (hier: Die Kreterinnen / Alkmaion in Psophis / Telephos) als Satyrspiel. „Sein und Nichtsein“: In der umgangssprachlichen Fassung von Mieke Koenen und Susanne Winnacker, die 2021 schon die Sophokles-Überschreibung „Ödipus, Herrscher“ für das Schauspielhaus Bochum verfassten, inszeniert Intendant Johan Simons in der heutigen Ausstattung von Johannes Schütz (Campingplatz-Bühne) und Greta Goiris (Kostüme) eine sehr ironische, binnen rund einhundert Minuten höchst unterhaltsame Komödie. Die, uraufgeführt am 1. Juli 2022 beim Epidaurus Festival in Athen, sich textlich erstaunlich nah am Original etwa in der Übersetzung Hans von Arnims bewegt, dafür an Ausschlägen in Richtung schenkelklopfend-plattem Boulevard schon in der Besetzung nicht spart: Admetos, eine das Publikum umwerbende Rampensau, als langmähniger Guildo Horn-Wiedergänger, sein Vater ein ewig junger Alt-Hippie, der seinen Sohn als Jammerlappen beschimpft, Herakles kein strahlender Held, der es mit unbezwingbaren Rössern aufnimmt, sondern ein rucksacktragender Alm-Öhi in Wanderschuhen, Thanatos ein einäugiger Hinkefuß mit Dieter Hacker-Maske aus der Steckel-Ära, der Alkestis nicht mit der Barke über den Styx rudert, sondern in einem alten Mercedes-Kombi verstaut, welcher partout nicht anspringen will. Das aber ist alles nichts gegen eine lebenslustige Titelfigur, die zum Vicky Leandros-Schlager „Ich liebe das Leben“ in den Tod tanzt. Überhaupt der Soundtrack: „God only knows“ der Beach Boys erklingt beim Empfang Herakles‘ durch Admetos und Marc Almonts „For One Moment“, als Herakles pathetisch die Amme (hohe Frau auch als Diener: Elsie de Brauw) küsst. Weil Johan Simons 2016 bei der Ruhrtriennale Christoph Willibald Glucks Oper „Alceste“ inszeniert hat, sorgen vier junge Sängerinnen zu Orgelklängen der alternierenden Aalto-Gäste Christopher Bruckmann und Boris Gurevich für ungewöhnliche chorische Interventionen: die beiden Sopranistinnen Antonia Busse und Radosavlevic, Master-Studentinnen an der Essener Folkwang-Universität sowie die beiden Mezzosopranistinnen Sarah-Lena Winterberg und Luzia Ostermann. Johan Simons hat ganz zeitgemäß die Frauen-Rollen aufgewertet: Während in der Antike nur Männer auf der Bühne standen und im Publikum saßen, darf die bei Euripides nicht zum Figurenarsenal gehörende Alkestis-Tochter den jungen Gott Apollon anhimmeln, Alkestis ihren Gatten zu einer weitreichenden Selbstverpflichtung veranlassen und sich die Amme als eigentliche Hofdame profilieren. Am Ende sucht der Sohn mit Sack und Pack das Weite und Alkestis verschwindet mit ihrer Tochter im Arm im Wohnwagen – einen rat- wie hilflosen Admetos zurücklassend. Nach dem heftig umjubelten Bochumer Saisonauftakt konnte Franz Wille von Theater heute“ dem Intendanten Johan Simons eine Urkunde überreichen, die an der Bochumer Königsallee zuletzt Claus Peymann vor vierzig Jahren entgegennehmen konnte: „Theater des Jahres“ nach der traditionellen Kritikerumfrage. Als Schauspielerin des Jahres wurde übrigens die Hernerin Lina Beckmann gewählt für die Titelrolle in Karin Henkels Hamburger Shakespeare-Überarbeitung „Richard the Kid & the King“. „Alkestis“ steht wieder am Mittwoch, 28. September 2022 (mit Einführung) sowie jeweils am Sonntag, 9. und 16. Oktober sowie Dienstag, 25. Oktober 2022 auf dem Spielplan, Karten unter schauspielhausbochum.de oder Tel 0234 – 33 33 55 55.

17 Uhr

Standing Ovations im Mondpalast

Waschtag - Nachbarschaft im Schleudergang

Im großartigen Bühnenbild von Arke Zeiß stresst ein vielköpfiges Ensemble für gut zwei Stunden unsere Lachmuskulatur bis zum Äußersten.

Sechs Kilo plus ein Waschmittel kosten bei Peter König (Ekki Eumann) vier Euro, dreizehn Kilo plus ein Waschmittel dagegen nur acht Euro. Da lohnt es sich, dass Lars Bäumchen (Dominik Brünnig) als junger alleinerziehender Vater die Öko-Windeln seiner Zwillinge in zwei dicken Taschen zum Waschsalon an der Wilhelmstraße 26 in Wanne-Eickel trägt: jeder Euro zählt. Freilich potenziert seine Sparsamkeit den olfaktorischen Faktor: „Hier hängt doch ein Hecht in der Luft!“ Während die junge Sheela Nymeier (Melanie Linka) nur kurzzeitig die Nase rümpft, sie steht vor ihrem 32. Bewerbungsgespräch und hat gerade wichtigere Dinge im Kopf, fühlt sich die vornehme Patricia Storck (Susanne Fernkorn) nicht nur des „Kinderkacke-Gestanks“ wegen völlig fehl am Platze. Doch was soll sie machen? Ihre moderne Hightech-Waschmaschine hat pünktlich nach Ablauf der zweijährigen Garantie ihren Geist aufgeben. Ersatz bieten nur die altertümlich anmutenden Gerätschaften mit „VEB“-Aufschrift bei „Beder Gönsch“, die der Sachse nach der Wende aus Radebeul mit nach Wanne-Eickel gebracht hat. Diese stammen nur scheinbar von einem „Volkseigenen Betrieb“ der untergegangenen DDR, sondern in Wahrheit aus dem Kaukasus, was die kyrillischen Buchstaben an den noch ganz händisch zu bedienenden Knöpfen und Türen erklärt. Wenn es bei den Technik-Dinos tatsächlich einmal hakt, steht mit Werner Biermann (Axel Schönnenberg) ein Handwerker parat, der im Übrigen auch für andere mechanische Gerätschaften eine passionierte Liebe entwickelt hat. Als mit dem prolligen Biker Eddi Patzek (Heiko Büscher), „der“ Toni Walderer (Andreas Wunnenberg) sowie dem Rentner-Ehepaar Irmgard (Astrid Breidbach) und Friedhelm „Schnecke“ Krösken (Martin Zaik) noch mehr Geschädigte des US-Geräteherstellers Sup-Tec im Waschsalon König auftauchen, entwickelt sich bald eine verschworene Gemeinschaft. Geht es doch nur gemeinsam gegen den „digitalen Killefitt“ unserer computerverrückten Konsumwelt. Was der Wanne-Eickeler „High potential“-Mitarbeiterin Heidelinde Hornig (Silke Volkner) gefährlich werden könnte… Seit März 2019 mussten die Theaterfreunde coronabedingt auf eine neue Komödie aus der Feder von Sigi Domke, Hausautor am Mondpalast von Wanne-Eickel, warten. Nun hob sich am 30. September 2022 erstmals der Vorhang zu einem gut zweistündigen Dauer-Angriff auf die Lachmuskeln eines in diesen unseren Krisenzeiten besonders unterhaltungsdurstigen Publikums: „Waschtag – Nachbarschaft im Schleudergang“ feierte in der bewährten Regie von Thomas Rech mit dem in Ovationsstärke gefeierten zehnköpfigen Stratmann-Ensemble Premiere an der Wilhelmstraße. Aus dem atmosphärischen zweiteiligen Bühnenbild von Arke Zeiß, im Mittelpunkt der sich im zweiten Teil nach der Pause zum Reparatur- und Tauschladen Reputala erweiternde Waschsalon König, ragt linkerhand das „Sup-Tec“-Büro der Schnapsdrossel Heidelinde Hornig ins Parkett. Und über der zweigeschossigen Trommel-Phalanx hängen die von den Kunden übersehenen Wäschestücke auf der Leine. „Waschtag – Eine Nachbarschaft im Schleudergang“ ist, man kann es kaum glauben, bereits die 17. Komödie Sigi Domkes für den Mondpalast. Wie gewohnt ungemein wortwitzig und pointiert („Man kann gar nicht soviel glotzen, wie man kotzen möchte“) geschrieben, dabei kein Blatt vor den Mund nehmend, volkstümlich dem Ruhri aufs Maul schauend, aber niemals anbiedernd oder gar volkstümelnd. Regisseur Thomas Rech kann in seinen mit flotter Mucke verbundenen kurzen Blackout-Szenen auf ein von B bis Z großartiges Ensemble aus lauter Rampensäuen bauen, das, wenn es darauf ankommt, jede Slapstick-Akrobatik fallen lässt und im nächsten Augenblick mit minimalster Gestik und Mimik das Publikum zu spontanen Jubelstürmen hinreißt. Weshalb es höchst ungerecht wäre, einzelne Schauspieler herauszuheben, auch wenn nicht verhehlt werden kann, dass sich Astrid Breidbach und Martin Zaik als Rentnerehepaar in Dauerfehde sogleich in die Herzen des Publikums spielen. Prinzipal Christian Stratmann, der nach wie vor seine Gäste im Foyer persönlich begrüßt, zum Markenkern seines über das Ruhrgebiet hinaus singulären Volkstheaters: „Auf unterhaltsame Weise greifen wir gesellschaftliche Themen und Trends auf und bieten vergnügliche Lösungen an, ohne den moralischen Zeigefinger zu heben.“ Und ohne die Preise anzuheben, wo doch überall alles teurer wird: Karten gibt’s bereits ab 18,90 Euro im Vorverkauf unter mondpalast.com oder an der Kasse unter Tel. 02325 – 588 999 (Mo-Fr 10-19, Sa 10-14 Uhr).

17:08 Uhr

Prinz-Regent-Leitungsduo verlängert

Auf den Dackel gekommen

Prinz-Regent-Leitungsduo verlängert: Auf den Hund gekommen: Hans Dreher und Anne Rockenfeller mit Dackel Valli.

Hans Dreher und Anne Rockenfeller, das Leitungsduo des Bochumer Prinz Regent Theaters nun schon im vierten Jahr, ist auf den Hund gekommen. Genauer gesagt auf Valli, einen sehr lebhaften sechsmonatigen Kurzhaardackel, der schon mit im Allgäu-Urlaub war und sich nun an die Theaterluft gewöhnen muss. Denn inzwischen haben die Proben zur ersten Saisonpremiere, „Philoktet“ von Heiner Müller nach Sophokles, begonnen. Die beiden Theatermacher konnten bei der Präsentation der Vorhaben in der ersten Hälfte der neuen Spielzeit 2022/23 mit einer weiteren guten Nachricht aufwarten: Der Vorstand des Trägervereins, Susanne Muthig-Beilmann und Dr. Hans H. Hanke, hat den Vertrag mit dem Leitungsduo um drei Jahre verlängert. Anne Rockenfeller und Hans Dreher hoffen nun, dass es mit den pandemiebedingten Einschränkungen bald ein Ende hat, um wieder größere Produktionen mit einem vielköpfigen Ensemble verwirklichen zu können. Bis zur Saison-Halbzeit sind vier Neuinszenierungen und ein Liederabend geplant vor der wie ein Damoklesschwert über dem freien Theater schwebenden Unsicherheit bei Corona-Regeln und Energiekosten. Am 18. September 2022 kommt „Philoktet“ heraus, am 27. November 2022 soll die Kompilation zweier „Tatortreiniger“-Folgen, beim Verlag sind „Currywurst“ und „Anbieterwechsel“ angefragt, Premiere feiern erneut mit Maximilian Strestik als Schotty in der Regie von Magz Barrawasser. Anfang 2023 steuern Hans Dreher und der Musiker Christoph Iacono einen Liederabend zum Thema Geld bei und im März 2023 wird die Zusammenarbeit mit der Folkwang-Universität fortgesetzt: Luis Liun Koch und Andreas Widenka, zwei Studenten des von Lisa Nielebock geleiteten Regie-Studiengangs, inszenieren einen Doppelabend, der eine Woche lang en suite im Bochumer Süden gezeigt wird, bevor das Kölner Theater im Bauturm übernimmt. Weil Philoktet die Nymphe Chryse, die ihn liebte, verschmähte, muss er leiden. Von einer Schlange ins Bein gebissen, leidet er geradezu unmenschliche Schmerzen. Philoktet schwächt mit wilden, defätistischen Unheilsrufen über den bevorstehenden Kampf um Troja das griechische Heer, sodass Odysseus sich gezwungen sieht, ihn auf der unbewohnten Insel Lemnos auszusetzen. In der Tragödie „Philoktet“ von Sophokles, 409 vor Christus in Athen uraufgeführt, kehrt Odysseus mit Neoptolemus, Sohn des Achilleus, heimlich auf die Insel zurück. Der Kampf um Troja geht ins zehnte Jahr und kein Ende ist abzusehen, weshalb der Feldherr den treffsicheren Bogenschützen mit seinen unentrinnbar totbringenden Pfeilen dazu bewegen will, an seiner Seite zu kämpfen. Der DDR-Dramatiker Heiner Müller (1929 - 1995) macht in seinem „Philoktet“, zwischen 1958 und 1964 entstanden und 1968 in München uraufgeführt, aus der sophokleischen Tragödie, die für den Titelhelden noch halbwegs glücklich endet, eine tragische Satire mit tödlichem Ausgang: Neoptolemos, hier ganz braver und leicht manipulierbarer Schüler seines verschlagen-skrupellosen Lehrmeisters Odysseus, ersticht Philoktet von hinten. Die „tausend Arme“ starke Truppe Philoktets lagert untätig vor Troja, weshalb Odysseus an der Legende strickt, dass Trojaner den Bogenschützen meuchlings ermordet haben, damit diese rachedurstig den Kampf wieder aufnimmt... Hans Dreher inszeniert das reine Männerstück als „Kriegsgeschichte, Kriminalstück und Kammerspiel“ mit einer weiblichen Besetzung: PRT-Rückkehrerin Nermina Kukic in der Titelrolle sowie die beiden PRT-Debütantinnen Sina Evell als Achills Sohn Neoptolemos und Katja Heinrich als Odysseus. Nach der Premiere am 18. September 2022 sind am 21. und 22. September sowie am 7. und 31. Oktober 2022 weitere Aufführungen terminiert. Zehn Inszenierungen werden in die neue Spielzeit übernommen, darunter der bisher stets ausverkaufte Kassenschlager „Dädalus und Ikarus“ von Dario Fo mit Roland Riebeling am 2., 26., 29. und 30. Oktober 2022 und Goethes „Faust“ in einer schon legendären Dreher-Inszenierung mit Maximilian Strestik, Oliver Möller, Nele Sommer und Laura Thomas am 9. Oktober 2022. Die Eintrittspreise sind jeweils um zwei Euro auf 18/ermäßigt 10 Euro angehoben worden, Karten unter prinzregenttheater.de oder Tel. 0234 – 77 11 17.

18 Uhr

Revue-Operette begeistert in Gelsenkirchen

Drei Männer im Schnee

Mehr als nur drei Männer im Schnee in der furiosen Revue-Operette im Stil der amerikanischen Screwball-Komödien.

„Tobler besitzt viele Millionen. Aber er ist kein Millionär“: Geheimrat Eduard Tobler (Paradepartie für den Erzkomödianten Joachim G. Maaß), der eine noble Villa an der Allee zwischen Halensee und Hundekehle in Berlin bewohnt, hat vor 15 Jahren einen Onkel beerbt und sich seither um nichts gekümmert. Weder um die Banken, Warenhäuser und Fabriken, die zu seinem Imperium gehören, noch um die schlesischen Bergwerke, die Hochöfen an der Ruhr oder seine Schifffahrtslinien. Dafür hat er sich, inkognito als Eduard Schulze, an einem Preisausschreiben seiner Putzblank-Werke beteiligt und den zweiten Preis gewonnen: zehn luxuriöse Urlaubstage im Grandhotel Bruckbeuren. „Schulze ist ein anderes Wort für Freiheit, für Glück“: Der Multi-Millionär verkleidet sich als armer Schlucker, um unerkannt in die Alpen zu reisen. Ein großes Kind auf Abenteuerfahrt. Womit er weder auf Verständnis bei seiner Tochter Hilde (Bele Kumberger) noch gar bei seiner langjährigen Haushälterin Kunkel („Hausdamen, die bellen, beißen nicht“: Christa Platzer) stößt: Insgeheim wird der Bruckbeurer Hoteldirektor Kühne (glänzt nicht nur hinter den Kulissen, sondern auch auf seinen Brettern: MiR-Intendant Michael Schulz) instruiert. „Karl der Kühne“, zumindest bei Erich Kästner selbst ein Hallodri von Junggeselle, der tagsüber auf der Skipiste und abends bei seinen alleinstehenden weiblichen Gästen auf der Tanzfläche seinen Mann steht, während sein erster Portier Polter (Bass der Extraklasse: Philipp Kranjc) den Nobelladen schmeißt, ist ganz Ohr: solche Exzentrik ist ganz nach seinem Geschmack. Er erkennt sogleich in Dr. Fritz Hagedorn (Sebastian Schiller), erster Preisträger des Wettbewerbs um den besten Reklameslogan und seit Jahren arbeitsloser Werbefachmann, weshalb sein Habitus arge Gebrauchsspuren aufweist, den verkappten Millionär. Fritz, der in Berlin vergeblich auf eine Barvergütung der Reise hoffte, könnte sich im siebten Wintersport-Himmel fühlen: geräumige Suite samt täglichem Masseur und allen nur denkbaren Annehmlichkeiten einer Luxusherberge, in der nur betuchte Stammgäste aus ganz Europa absteigen. Andererseits fühlt sich der nicht nur von Frau Casparius, der mannstollen Gattin eines Bremer Zigarrenfabrikanten (hier als mondäne Frau Calabré: Anke Sieloff), umlagerte Hagedorn wie im falschen Film - und gänzlich fehl am Platze. Ist er doch weder ein Freund deftiger Hausmannskost (Buletten mit Senf) noch eines heißen Ziegelsteins im Bett. Von (Siam-) Katzen dortselbst ganz zu schweigen. Johann Kesselhuth (Mark Weigel), Toblers langjähriger Kammerdiener, begleitet seinen Herrn als wohlhabender Adliger ins verschneite Alpenparadies, um für diesen, dem Portier Polter eine zugige, ungeheizte Dachkammer zugewiesen hat, das Menschenmögliche zu tun. Heimlich versteht sich. Der Millionär hat derweil im armen Schlucker Hagedorn einen Freund fürs Leben gefunden und genießt geradezu jede Demütigung durch die Hotelleitung. Gerade noch rechtzeitig vor dem großen Silvesterball trudeln Hilde Tobler und Claudia Kunkel ein... „Drei Männer im Schnee“ (1934), neben „Die verschwundene Zeit“ (1935) und „Der kleine Grenzverkehr“ (1938) zu den, so der Autor selbst, „humoristischen Romanen“ Erich Kästners gehörend, wurde in der dunkelsten Zeit Deutschlands unter dem Pseudonym Robert Neuner geschrieben, publiziert und für die Bühne adaptiert. 1934 in Bremen uraufgeführt und noch im gleichen Jahr in Bochum nachgespielt, kam dort 80 Jahre später eine fulminante Neuinszenierung Christian Breys heraus. Pointiert geschriebene Szenen wie der gemeinsame nächtliche Bau des Schneemannes Kasimir schrien geradezu nach einer Verfilmung, weshalb Metro Goldwyn Mayer gleich nach dem Krieg die Filmrechte der ersten beiden Romane erwarb. Nun ist unter der zupackenden musikalischen Leitung des 1. Kapellmeisters Peter Kattermann die Revue-Operettenfassung des Kabarettisten Thomas Pigor, die Auftragsarbeit des Münchner Gärtnerplatz-Theaters erlebte am 31. Januar 2019 dort ihre Uraufführung, in einer furiosen, an die amerikanischen Screwball-Komödien erinnernden Inszenierung Sandra Wissmanns am Gelsenkirchener Musiktheater im Revier herausgekommen – und nach gut zweieinhalb atemberaubenden Stunden am Premierenabend des 24. September 2022 in Ovationsstärke gefeiert worden. Neben Pigor zeichnen Konrad Koselleck, Benedikt Eichhorn und Christoph Israel für die grandiose Melange aus Swing und Jazz, Hanns Eislers Brecht-Vertonungen, der von Barrie Kosky wiederbelebten Berliner Operette und den Hits der 1930er Unterhaltungsmusik verantwortlich, zudem sorgen Volksmusikanklänge und Mozart-Zitate für österreichisches Lokalkolorit. „Jeder der sieben Sterne ist hart verdient“: Michael Schulz als Hoteldirektor Kühne ist allein das Eintrittsgeld wert. Um hier nicht zu viel zu verraten von der schenkelklopfenden Riesengaudi: in Britta Tönnes wandelbarer Kulisse und Beata Kornatowskas Kostümen der 1930er Jahre agiert ein Klasse-Ensemble, das den eigenen Spaß am turbulenten Geschehen eins zu eins über Rampe und Graben bringt. Es brennt geradezu ein Feuerwerk an heiteren Miniaturen und saukomischen Verwechslungen ab - von Rüdiger Klimm als Leipziger Tierhändler Seidelbast über Philipp Kranjc als weanerisch überheblicher Portier bis hin zum Brüderpaar Tobias Glagau/Frank Wöhrmann als alpenländische Stimmungskanonen. Ein so noch nie gesehener Stepptanz auf Skiern ist genau der richtige Blödsinn, um uns die Katastrophen dieser Zeit vorübergehend vergessen zu lassen. Karten für die weiteren Vorstellungen bis Ende Januar 2023 unter musiktheater-im-revier.de oder Tel 0209 – 40 97 200.

18 Uhr

'Kleines Theater Herne'

Für immer Disco

Für immer Disco.

Die Musikkomödie Für immer Disco von Andreas Wening wird am Sonntag, 9. Oktober2020, 18 Uhr, im Kleinen Theater Herne gezeigt. Es geht um Franz Hirschfeld, der ein Geheimnis hat. Er war Disco-Star in den 80ern. Gemeinsam mit Kumpel Bodo war er als Glitterboy die Billigantwort auf Modern Talking und Event-Managerin Regina Rautenstengel will das zerstrittene Duo auf eine lukrative Revival- Tournee schicken. Anzeige: 202208 Testzentrum Herne Während die beiden Herren bei ihren Gesangsproben mit den Nebenwirkungen von Botox,- und Hormoninjektionen zu kämpfen haben, mutiert Franz' Ehefrau Birgit zur knallharten Geschäftsfrau und veranlasst, dass die Promikochsendung Schmausen wie die Stars in ihrem Haus gefilmt wird. Der Haushalt wird durcheinander gewirbelt. Karten zu 14 Euro gibt es im Online-Shop, an der Theaterkasse. (mittwochs und freitags von 17:30 bis 19 Uhr; Tel 02323 / 911191) und im Ticketshop Herner Stadtmarketing. Alle Veranstaltungen finden im „kleinen theater herne“, Neustraße 67, statt. FFP 2 Maske müssen am Platz und während der Veranstaltung getragen werden.

18 Uhr

Räuber Hotzenplotz, Krabat und die kleine Hexe

Otfried Preußlers Bildwelten

Illustration von Daniel Napp aus Otfried Preußler, „Das kleine Gespenst“

Die Ludwig Galerie Schloss Oberhausen hatte Mitte September 2020 eine große Retrospektive der Bildwelten des begnadeten Geschichtenerzählers Otfried Preußler nach nur kurzer Zeit coronabedingt wieder schließen müssen. Zwei Jahre später, am 17. September 2022 um 19 Uhr, ist Wiedereröffnung in erweitertem Umfang und mit einem tollen Rahmenprogramm für die ganze Familie. Otfried Preußler (1923–2013) gehört zu den bedeutendsten und einflussreichsten Kinder- und Jugendbuchautoren des deutschsprachigen Raums. Mit Geschichten wie „Der Räuber Hotzenplotz“, „Die kleine Hexe“ und „Das kleine Gespenst“ hat der im böhmischen Reichenberg geborene Autor seit den 1950er Jahren Figuren erschaffen, die bis heute Generationen von Heranwachsenden prägen und aus den Kinderzimmern dieser Welt sowie dem Schulunterricht nicht mehr wegzudenken sind. Insgesamt hat er über 35 Bücher geschrieben, die in mehr als 50 Sprachen übersetzt wurden und inzwischen eine Gesamtauflage von über 50 Millionen Exemplaren weltweit erreicht haben. Otfried Preußler hat nach der Vertreibung der Familie aus dem Sudetenland im bayerischen Rosenheim als Volksschullehrer und Lokalredakteur gearbeitet, bevor er den mündlich überlieferten Sagen- und Märchenschatz seiner Großmutter Dora aufzuschreiben begann und 1956 mit „Der kleine Wassermann“ den Grundstein zu seinem weltweiten Erfolg legte. Zahlreiche Zeichner haben seine Geschichten nicht nur illustriert, sondern seine Figuren geradezu zum Leben erweckt, indem sie von ihrem persönlichen Stil und eigenen Ideen Gebrauch machten. Kuratorin Linda Schmitz-Kleinreesink: „Besonders bekannt sind die Illustrationen von F. J. Tripp, die dem Räuber Hotzenplotz sein markantes Äußeres verleihen. Die holzschnitthaften Sepia-Zeichnungen, die Herbert Holzing für Krabat erschafft, bleiben über zahlreiche Auflagen hinweg bestehen. Das unverwechselbare Aussehen der kleinen Hexe, aber auch des kleinen Wassermanns, ist der Künstlerin Winnie Gebhardt zu verdanken.“ Mehr als fünfzig ihrer originalen Tuschezeichnungen hat der Thienemann-Esslinger Verlag aus seinem Archiv eigens für die Oberhausener Ausstellung bereitgestellt. Die Neuillustrationen der Klassiker durch Daniel Napp, Thorsten Saleina und Annette Swoboda sind in der umfangreichen Schau auf allen drei Etagen der Ludwig Galerie ebenso vertreten sein wie die frühen Zeichnungen. Auch selten gezeigte Originalzeichnungen zu „Hörbe“, einer eigenen Geschichte Preußlers, die 1981 seiner böhmischen Heimat ein Denkmal setzt, sind zu sehen. Hörbücher, Theateradaptionen, Filme und Spiele zeugen von der immensen Beliebtheit der jeweiligen Werke. Über 300 originale Zeichnungen sowie Filmrequisiten, Buchausgaben, Fotografien und Anton Bachleitners „Krabat“-Figuren des Düsseldorfer Marionettentheaters ermöglichen erstmals einen umfangreichen Überblick über das Wirken Otfried Preußlers und seiner Illustratoren. Die Ausstellung lädt dazu ein, unterschiedlichste Gattungen zu durchwandern: über klassische Bilderbücher, Geschichtensammlungen und traditionelle Sagen bis hin zu fantastischen Erzählungen. Alle Bücher liegen zum Schmökern für Jung und Alt aus, dazu werden Ausschnitte aus Kinoadaptionen gezeigt. Die Ausstellung „ Otfried Preußler – Figurenschöpfer und Geschichtenerzähler“ wird vom 18. September 2022 bis 15. Januar 2023 in der Ludwig Galerie Schloss Oberhausen, Konrad-Adenauer-Allee 46, gezeigt. Sie ist geöffnet Dienstag bis Sonntag jeweils von 11 bis 18 Uhr, geschlossen montags sowie am 24., 25. und 31. Dezember 2022 und am 1. Januar 2023. Der Eintritt kostet acht, ermäßigt vier Euro, Familien (zwei Erwachsene plus Kinder) zahlen 12 Euro, das Kombiticket mit dem Gasometer Oberhausen kostet 14 Euro. Ein Kinder-Mitmach-Heft führt spielend durch die Ausstellung, Oberhausener Schüler haben einen Kinder-Audioguide kreiert und es werden neben den öffentlichen Führungen an jedem Sonn- und Feiertag um 11:30 Uhr auch Führungen auf Ukrainisch/Russisch und Arabisch angeboten. Kuratorinnenführungen mit Linda Schmitz-Kleinreesink gibt es sonntags um 15 Uhr am 16. Oktober 2022, 13. November 2022, 11. Dezember 2022 und 15. Januar 2023. Die Direktorin Dr. Christine Vogt führt jeweils mittwochs um 16 Uhr durch die Ausstellung am 19. Oktober 2022 und am 30. November 2022. Sie hat zusammen mit Linda Schmitz-Kleinreesink den reich bebilderten, für 29,80 Euro äußerst wohlfeilen Katalog herausgegeben (ISBN 978-3-932236-44-0). Weitere Informationen auch über Lesungen, Figurentheateraufführungen und Vorträge gibt es auf der Homepage.

seit 18. Sept

Spielstadt 2022

'Kinder geben den Ton an'

Die Spielestadt 2022 findet im Oktober statt.

Die Kinderanwältin Bibi Buntstrumpf bietet in Kooperation mit den Kinder- und Jugendeinrichtungen der Falken Herne (Galaxy Horsthausen, Kindertreff am Pütt, das JUP und dem Pub a la Pub) vom 4. bis 17. Oktober 2022 in den Herbstferien die Spielstadt an. Arbeiten, Steuern zahlen und wählen gehen, hier können die Jüngsten spielerisch lernen wie eine Stadt und Demokratie funktioniert. Täglich von 10:30 bis 15:30 Uhr sind alle Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren in die Einrichtung Galaxy Horsthausen auf der Gneisenaustraße 6 eingeladen, mit vielen anderen Kindern eine „Stadt im Kleinen“ zu gestalten. Die Kinder können hier in die Fußstapfen der Erwachsenen treten und ihre eigene kleine Stadt leiten, bei der Post, Bank , Jobcenter oder für die Zeitung arbeiten. Dieses komplexe Projekt ist ein umfassendes Bildungsangebot für die Kinder, Jungen wie Mädchen, unabhängig von Herkunft und Bildungshintergrund. Die inszenierte Welt der Spielstadt eröffnet den Kindern die Möglichkeit, probeweise im Spiel, aber in ernst genommenen Rollen, ein städtisches Gemeinwesen und im weitesten Sinne soziales Leben zu erfahren. Wie funktioniert das Stadtleben, wie die Verwaltung, die lokale Politik, der Kreislauf von Arbeit, Geld und Konsum? Die Wirklichkeit einer Stadt, wenn auch diesmal im kleineren Rahmen, bleibt anschlussfähig an die fantasievoll entwickelte Kinderwelt und umgekehrt. Am Donnerstag, 6. Oktober 2022, wird gewählt, Bürgermeister-Wahlen. So Lernen Kinder Einfluss auf Abläufe zu nehmen.

seit 4. Okt

Montag, 10. Oktober

Ausstellung in der vhs-Galerie mit dem Herner Künstlerbund

Energie auf verschiedene Arten sichtbar machen

Erinnerungen an „Banksy": In der VHS-Galerie im Haus am Grünen Ring startet die Ausstellung "Energie“ mit Werken vom Künstlern des Herner Künstlerbundes. Bahtiyar Demircan zeigt ein Mädchen mit einem Herz, statt einem Ballon.

Das Thema Energie: Da war doch was? Stimmt. Kaum ein aktuelleres und brisanteres Thema hätte sich die Volkshochschule für ihre neue Ausstellung im Haus am Grünen Ring aussuchen können. 19 Künstler des Herner Künstlerbundes zeigen von Freitag, 9. September, bis Freitag, 4. November 2022, dort 38 Werke, die auf verschiedene Art und Weise mit dem Thema zu tun haben. Offizielle Eröffnung ist am Freitag, 9. September 2022, um 19 Uhr. So nennt Natalie Dilekli, Programmbereichsleiterin der VHS-Galerie die neue Ausstellung „absolut zeitgemäß“, obwohl sie schon für 2021, anlässlich des 100. Geburtstages des Künstlers Joseph Beuys, geplant war. „Wir hatten das Thema frei in den Raum gestellt und da Energie so viele Facetten hat, hat jeder Künstler ganz individuell seine Interpretation davon umgesetzt“, so Dilekli. Die Auswahl der Werke habe eine Jury getroffen. Entstanden sind Zeichnungen, Malerei und Objekte über verschiedene Themenfelder, beispielsweise Energiequellen oder über spirituelle Lebensenergie. Viele der Werke sind sehr bunt, andere wiederum nur schwarz-weiß, einige haben eine Mischung erhalten. Manche sind reine Bilder, beispielsweise mit Öl auf Leinwand, andere sind Fotografien und es gibt eine Art Skulptur zu sehen. Helmut Kottkamp hat beispielsweise so eine abstrakte Figur aus Wasserschläuchen und -rohren erstellt, während Inge Weber maritime Motive mit Energie kombiniert hat - ein Werk zeigt ein Windrad, welches im Wasser steht, um das blaue Wasser drumherum sind bunte Farben verteilt. Reiner Glebsattel hat unter anderem einen Wasserfall gemalt, hinter dem zwei Strommasten stehen. Die Künstlerin Petra Katharina Engel mag es kleiner: In einer Badewanne, die nur rund 20 Zentimeter groß ist, liegen als Quelle der Energie zahlreiche Batterien. Wilhelm Tinnemann zeigt in weißen und grauen Tönen ebenfalls ein Windrad mit dem Titel „Die Zukunft hat begonnen". Tinnemann dazu: „Das ist genau das, was unsere Politiker derzeit diskutieren. Es ist ein aktuelles Thema, wie man die Energie in der Zukunft gewinnt und herstellt, dabei hat das Thema längst begonnen.“ Fotograf Günter Mottyll war für seine Bilder abends und nachts unterwegs, vor allem, wenn es vorher geregnet hat und so besondere Lichteffekte möglich sind. Er zeigt beispielsweise das Vonovia Ruhrstadion des VfL Bochum mit der fahrenden Straßenbahn davor, die blinkenden Neonlichter der Leuchtreklamen am Stadion, aber auch der Tankstelle gegenüber, sind seine Quelle der Energie. Heidrun Mottyll setzt sich mit dem Thema Ruhrgebiet auseinander: „Die Energie des Ruhrgebiets sind für mich die Menschen, auch wenn auf meinen Werken keine zu sehen sind“, hält sie fest. Neben quietschbunten Gemälden gibt es auch Portraits, als auch zwei Bilder von Bahtiyar Demircan, die stark an „Banksy“, ein unter einem Pseudonym arbeitenden britischen Streetart-Künstler, erinnern. Banksy ist bekannt für aufsehenerregende Aktionen. So zerstörte sich sein Werk „Girl With Balloon“ 2018 teilweise unmittelbar nach einer großen Auktion (Kaufpreis rund 1,18 Millionen Euro) mit einem im Rahmen versteckten Schredder. Demircan lässt ein Mädchen keinen Ballon hochhalten, sondern ein Herz. Wer die Ausstellung besuchen möchte, kann dies zu den gängigen Öffnungszeiten (Montag bis Freitag, 9 bis 20 Uhr) tun. In den Ferien gilt: Montag bis Donnerstag, 8:30 bis 12 und 13:30 bis 15:30 sowie Freitag 8:30 bis 12 Uhr.

9 Uhr

Aquaschool bietet Kurse für Senioren

Silvia Skibba bietet den Kursus für Senioren an.

In der Aquaschool werden ab Oktober auch Kurse für Senioren angeboten. Jeden Mittwoch um 13:45 Uhr an der Wörthstrasse 15 in Herne-Baukau bietet die AquaSchool Musikalische Wassergymnastik für Senioren an. Übungsleiterin ist Silvia Skibba (staatl. geprüfte Fitnesstherapeutin). Es wird kompetentes Training für Körper, Geist und Seele angeboten. Eine Kurseinheit geht 45 Minuten Anmeldungen unter Tel 02864/ 8049500. Silvia Skibba bietet zu dem auch „Sport am Samstag“ für Senioren an, jeden Samstag um 10 Uhr oder 11 Uhr, an der Wörthstrasse 15 wirkungsvolle Gelenkschonende Übungen auf Stuhl und Matte mit unterstützender Musik an. Eine Kurseinheit geht 45 Minuten. Man kann auch beide Angebote für Mittwoch und Samstag buchen. Anmeldungen unter Tel 02864/8049500

10 Uhr

Herbstferien 2022

Repair Café Pluto

Repair Cafe in der Bürgerwerkstatt am Stadtteilzentrum Pluto.

Das Repair Café Pluto unter dem Stadtteilzentrum Pluto macht Herbstferien. Das bedeutet, dass das Café, das von den beiden Elektrotechnikern betrieben wird vom 10. bis zum 24. Oktober 2022 geschlossen bleibt. Ab Dienstag, 25. Oktober 2022, sind Detlef Brune und Rainer Goltz dann wieder für die Bürger vor Ort. Die Männer sind zu Nicht-Ferienzeiten zu erreichen: Dienstag 10 bis12 Uhr; Donnerstag 14 bis 16 Uhr, Samstag 14 bis 16 Uhr. Unter der Tel 02325/666121 ist das Café ausschließlich donnerstags in der Zeit von 19-20 Uhr zu erreichen.

10 Uhr

Blickpunkt Auge bietet kostenlose Beratung an

Hilfe bei Sehverlust

Der Verein Blickpunkt Auge bietet eine kostenlose Beratung an.

Blickpunkt-Auge, Rat und Hilfe bei Sehverlust, bietet in Datteln eine kostenlose Beratung an. Sie findet am Montag, 10. Oktober 2022, von 15 bis 18 Uhr aus gegebenem Anlass telefonisch statt. Auch hierfür ist eine Anmeldung nötig. Menschen, bei denen eine Krankheit diagnostiziert wurde, die zu einer erheblichen Sehbehinderung oder zur Erblindung führen kann, benötigen umfassende Information und Hilfe. Von formalen Fragen zur neuen Lebenssituation, über wirtschaftliche Gesichtspunkte bis hin zur praktischen Alltagsbewältigung gibt es vieles zu bedenken. Um den Betroffenen zu helfen, bietet der Blinden und Sehbehindertenverein Recklinghausen die kostenlose Blickpunkt Auge Beratung an. Das Beratungsangebot richtet sich an alle Betroffenen und deren Angehörige, auch Nichtmitglieder sind willkommen. Ausgebildete und zertifizierte Berater für Sehbehinderte und Blinde informieren über alle Fragen, die mit der Sehbehinderung oder der Erblindung im Zusammenhang stehen, z.B. über Hilfsmittel, Selbständigkeit im Alltag, Erhalt des Arbeitsplatzes sowie Freizeit- und Urlaubsangebote. Auch Fragen zum Behindertenausweis, Blinden- und Sehbehindertengeld, Rundfunkgebührenermäßigung, Fahrausweis für den öffentlichen Nahverkehr, Kostenübernahme von Hilfsmitteln oder zum Rentenbereich gehören zum Gesamtbereich der Beratung.

15 Uhr

OAK Soziales der Herner Grünen

Tag der psychischen Gesundheit

OAK-Soziales der Grünen lädt zum Tag.

Allein für Nordrhein-Westfalen sind das in absoluten Zahlen um die 18 Millionen Menschen. Der OAK-Soziales der Herner Grünen lädt am Tag der psychischen Gesundheit am Montag, 10. Oktober 2022, um 18 Uhr zu einer filmischen Soiree ins Grüne Zentrum ein. Mindestens ein Drittel der Bevölkerung erleidet mindestens einmal im Leben eine psychische Herner Grünen möchte den Welttag der psychischen Gesundheit deshalb nutzen, um sich mit dieser Thematik zu beschäftigen. Immer noch wird psychisch kranken Menschen ein Art Charakterfehler unterstellt. Um diesem Missstand zu begegnen, Aufmerksamkeit zu schaffen sowie Informationen zu vermitteln lädt der OAK-Soziales zu einer filmischen Soiree ins Grüne Zentrum. "Anschließend möchten wir unter dem diesjährigen Motto „Reden hebt die Stimmung – Seelisch gesund in unserer Gesellschaft“ in den Austausch treten und das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten, heißt es in einer Mitteilung an die Redaktion. Milena Meyers, Beisitzerin im Vorstand der Herner Grünen und psychologische Psychotherapeutin, wird durch das Programm führen. Anmeldungen bitte unter: soziales@gruene-herne.de.

19 Uhr

Räuber Hotzenplotz, Krabat und die kleine Hexe

Otfried Preußlers Bildwelten

Illustration von Daniel Napp aus Otfried Preußler, „Das kleine Gespenst“

Die Ludwig Galerie Schloss Oberhausen hatte Mitte September 2020 eine große Retrospektive der Bildwelten des begnadeten Geschichtenerzählers Otfried Preußler nach nur kurzer Zeit coronabedingt wieder schließen müssen. Zwei Jahre später, am 17. September 2022 um 19 Uhr, ist Wiedereröffnung in erweitertem Umfang und mit einem tollen Rahmenprogramm für die ganze Familie. Otfried Preußler (1923–2013) gehört zu den bedeutendsten und einflussreichsten Kinder- und Jugendbuchautoren des deutschsprachigen Raums. Mit Geschichten wie „Der Räuber Hotzenplotz“, „Die kleine Hexe“ und „Das kleine Gespenst“ hat der im böhmischen Reichenberg geborene Autor seit den 1950er Jahren Figuren erschaffen, die bis heute Generationen von Heranwachsenden prägen und aus den Kinderzimmern dieser Welt sowie dem Schulunterricht nicht mehr wegzudenken sind. Insgesamt hat er über 35 Bücher geschrieben, die in mehr als 50 Sprachen übersetzt wurden und inzwischen eine Gesamtauflage von über 50 Millionen Exemplaren weltweit erreicht haben. Otfried Preußler hat nach der Vertreibung der Familie aus dem Sudetenland im bayerischen Rosenheim als Volksschullehrer und Lokalredakteur gearbeitet, bevor er den mündlich überlieferten Sagen- und Märchenschatz seiner Großmutter Dora aufzuschreiben begann und 1956 mit „Der kleine Wassermann“ den Grundstein zu seinem weltweiten Erfolg legte. Zahlreiche Zeichner haben seine Geschichten nicht nur illustriert, sondern seine Figuren geradezu zum Leben erweckt, indem sie von ihrem persönlichen Stil und eigenen Ideen Gebrauch machten. Kuratorin Linda Schmitz-Kleinreesink: „Besonders bekannt sind die Illustrationen von F. J. Tripp, die dem Räuber Hotzenplotz sein markantes Äußeres verleihen. Die holzschnitthaften Sepia-Zeichnungen, die Herbert Holzing für Krabat erschafft, bleiben über zahlreiche Auflagen hinweg bestehen. Das unverwechselbare Aussehen der kleinen Hexe, aber auch des kleinen Wassermanns, ist der Künstlerin Winnie Gebhardt zu verdanken.“ Mehr als fünfzig ihrer originalen Tuschezeichnungen hat der Thienemann-Esslinger Verlag aus seinem Archiv eigens für die Oberhausener Ausstellung bereitgestellt. Die Neuillustrationen der Klassiker durch Daniel Napp, Thorsten Saleina und Annette Swoboda sind in der umfangreichen Schau auf allen drei Etagen der Ludwig Galerie ebenso vertreten sein wie die frühen Zeichnungen. Auch selten gezeigte Originalzeichnungen zu „Hörbe“, einer eigenen Geschichte Preußlers, die 1981 seiner böhmischen Heimat ein Denkmal setzt, sind zu sehen. Hörbücher, Theateradaptionen, Filme und Spiele zeugen von der immensen Beliebtheit der jeweiligen Werke. Über 300 originale Zeichnungen sowie Filmrequisiten, Buchausgaben, Fotografien und Anton Bachleitners „Krabat“-Figuren des Düsseldorfer Marionettentheaters ermöglichen erstmals einen umfangreichen Überblick über das Wirken Otfried Preußlers und seiner Illustratoren. Die Ausstellung lädt dazu ein, unterschiedlichste Gattungen zu durchwandern: über klassische Bilderbücher, Geschichtensammlungen und traditionelle Sagen bis hin zu fantastischen Erzählungen. Alle Bücher liegen zum Schmökern für Jung und Alt aus, dazu werden Ausschnitte aus Kinoadaptionen gezeigt. Die Ausstellung „ Otfried Preußler – Figurenschöpfer und Geschichtenerzähler“ wird vom 18. September 2022 bis 15. Januar 2023 in der Ludwig Galerie Schloss Oberhausen, Konrad-Adenauer-Allee 46, gezeigt. Sie ist geöffnet Dienstag bis Sonntag jeweils von 11 bis 18 Uhr, geschlossen montags sowie am 24., 25. und 31. Dezember 2022 und am 1. Januar 2023. Der Eintritt kostet acht, ermäßigt vier Euro, Familien (zwei Erwachsene plus Kinder) zahlen 12 Euro, das Kombiticket mit dem Gasometer Oberhausen kostet 14 Euro. Ein Kinder-Mitmach-Heft führt spielend durch die Ausstellung, Oberhausener Schüler haben einen Kinder-Audioguide kreiert und es werden neben den öffentlichen Führungen an jedem Sonn- und Feiertag um 11:30 Uhr auch Führungen auf Ukrainisch/Russisch und Arabisch angeboten. Kuratorinnenführungen mit Linda Schmitz-Kleinreesink gibt es sonntags um 15 Uhr am 16. Oktober 2022, 13. November 2022, 11. Dezember 2022 und 15. Januar 2023. Die Direktorin Dr. Christine Vogt führt jeweils mittwochs um 16 Uhr durch die Ausstellung am 19. Oktober 2022 und am 30. November 2022. Sie hat zusammen mit Linda Schmitz-Kleinreesink den reich bebilderten, für 29,80 Euro äußerst wohlfeilen Katalog herausgegeben (ISBN 978-3-932236-44-0). Weitere Informationen auch über Lesungen, Figurentheateraufführungen und Vorträge gibt es auf der Homepage.

seit 18. Sept

Spielstadt 2022

'Kinder geben den Ton an'

Die Spielestadt 2022 findet im Oktober statt.

Die Kinderanwältin Bibi Buntstrumpf bietet in Kooperation mit den Kinder- und Jugendeinrichtungen der Falken Herne (Galaxy Horsthausen, Kindertreff am Pütt, das JUP und dem Pub a la Pub) vom 4. bis 17. Oktober 2022 in den Herbstferien die Spielstadt an. Arbeiten, Steuern zahlen und wählen gehen, hier können die Jüngsten spielerisch lernen wie eine Stadt und Demokratie funktioniert. Täglich von 10:30 bis 15:30 Uhr sind alle Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren in die Einrichtung Galaxy Horsthausen auf der Gneisenaustraße 6 eingeladen, mit vielen anderen Kindern eine „Stadt im Kleinen“ zu gestalten. Die Kinder können hier in die Fußstapfen der Erwachsenen treten und ihre eigene kleine Stadt leiten, bei der Post, Bank , Jobcenter oder für die Zeitung arbeiten. Dieses komplexe Projekt ist ein umfassendes Bildungsangebot für die Kinder, Jungen wie Mädchen, unabhängig von Herkunft und Bildungshintergrund. Die inszenierte Welt der Spielstadt eröffnet den Kindern die Möglichkeit, probeweise im Spiel, aber in ernst genommenen Rollen, ein städtisches Gemeinwesen und im weitesten Sinne soziales Leben zu erfahren. Wie funktioniert das Stadtleben, wie die Verwaltung, die lokale Politik, der Kreislauf von Arbeit, Geld und Konsum? Die Wirklichkeit einer Stadt, wenn auch diesmal im kleineren Rahmen, bleibt anschlussfähig an die fantasievoll entwickelte Kinderwelt und umgekehrt. Am Donnerstag, 6. Oktober 2022, wird gewählt, Bürgermeister-Wahlen. So Lernen Kinder Einfluss auf Abläufe zu nehmen.

seit 4. Okt

Dienstag, 11. Oktober

Ausstellung in der vhs-Galerie mit dem Herner Künstlerbund

Energie auf verschiedene Arten sichtbar machen

Erinnerungen an „Banksy": In der VHS-Galerie im Haus am Grünen Ring startet die Ausstellung "Energie“ mit Werken vom Künstlern des Herner Künstlerbundes. Bahtiyar Demircan zeigt ein Mädchen mit einem Herz, statt einem Ballon.

Das Thema Energie: Da war doch was? Stimmt. Kaum ein aktuelleres und brisanteres Thema hätte sich die Volkshochschule für ihre neue Ausstellung im Haus am Grünen Ring aussuchen können. 19 Künstler des Herner Künstlerbundes zeigen von Freitag, 9. September, bis Freitag, 4. November 2022, dort 38 Werke, die auf verschiedene Art und Weise mit dem Thema zu tun haben. Offizielle Eröffnung ist am Freitag, 9. September 2022, um 19 Uhr. So nennt Natalie Dilekli, Programmbereichsleiterin der VHS-Galerie die neue Ausstellung „absolut zeitgemäß“, obwohl sie schon für 2021, anlässlich des 100. Geburtstages des Künstlers Joseph Beuys, geplant war. „Wir hatten das Thema frei in den Raum gestellt und da Energie so viele Facetten hat, hat jeder Künstler ganz individuell seine Interpretation davon umgesetzt“, so Dilekli. Die Auswahl der Werke habe eine Jury getroffen. Entstanden sind Zeichnungen, Malerei und Objekte über verschiedene Themenfelder, beispielsweise Energiequellen oder über spirituelle Lebensenergie. Viele der Werke sind sehr bunt, andere wiederum nur schwarz-weiß, einige haben eine Mischung erhalten. Manche sind reine Bilder, beispielsweise mit Öl auf Leinwand, andere sind Fotografien und es gibt eine Art Skulptur zu sehen. Helmut Kottkamp hat beispielsweise so eine abstrakte Figur aus Wasserschläuchen und -rohren erstellt, während Inge Weber maritime Motive mit Energie kombiniert hat - ein Werk zeigt ein Windrad, welches im Wasser steht, um das blaue Wasser drumherum sind bunte Farben verteilt. Reiner Glebsattel hat unter anderem einen Wasserfall gemalt, hinter dem zwei Strommasten stehen. Die Künstlerin Petra Katharina Engel mag es kleiner: In einer Badewanne, die nur rund 20 Zentimeter groß ist, liegen als Quelle der Energie zahlreiche Batterien. Wilhelm Tinnemann zeigt in weißen und grauen Tönen ebenfalls ein Windrad mit dem Titel „Die Zukunft hat begonnen". Tinnemann dazu: „Das ist genau das, was unsere Politiker derzeit diskutieren. Es ist ein aktuelles Thema, wie man die Energie in der Zukunft gewinnt und herstellt, dabei hat das Thema längst begonnen.“ Fotograf Günter Mottyll war für seine Bilder abends und nachts unterwegs, vor allem, wenn es vorher geregnet hat und so besondere Lichteffekte möglich sind. Er zeigt beispielsweise das Vonovia Ruhrstadion des VfL Bochum mit der fahrenden Straßenbahn davor, die blinkenden Neonlichter der Leuchtreklamen am Stadion, aber auch der Tankstelle gegenüber, sind seine Quelle der Energie. Heidrun Mottyll setzt sich mit dem Thema Ruhrgebiet auseinander: „Die Energie des Ruhrgebiets sind für mich die Menschen, auch wenn auf meinen Werken keine zu sehen sind“, hält sie fest. Neben quietschbunten Gemälden gibt es auch Portraits, als auch zwei Bilder von Bahtiyar Demircan, die stark an „Banksy“, ein unter einem Pseudonym arbeitenden britischen Streetart-Künstler, erinnern. Banksy ist bekannt für aufsehenerregende Aktionen. So zerstörte sich sein Werk „Girl With Balloon“ 2018 teilweise unmittelbar nach einer großen Auktion (Kaufpreis rund 1,18 Millionen Euro) mit einem im Rahmen versteckten Schredder. Demircan lässt ein Mädchen keinen Ballon hochhalten, sondern ein Herz. Wer die Ausstellung besuchen möchte, kann dies zu den gängigen Öffnungszeiten (Montag bis Freitag, 9 bis 20 Uhr) tun. In den Ferien gilt: Montag bis Donnerstag, 8:30 bis 12 und 13:30 bis 15:30 sowie Freitag 8:30 bis 12 Uhr.

9 Uhr

Blog für Jugendkultur geht bald online

'Machtzentrale - nichts außer Kultur'

Das Stadtteilzentrum H2Ö am Hölkeskampring.

Der Blog für Jugendkultur geht bald online, der Name steht schon fest. Für ihr Redaktionsteam suchen die Herner Schüler noch Unterstützung. Nach vielen Stunden des Austausches, haben sich die Jugendlichen auf den Namen „Machtzentrale – nichts außer Kultur“ geeinigt. Bald wird der Blog online gehen. Damit der Blog auch in Zukunft aus verschiedenen Perspektiven betrieben und mit vielen Beiträgen gefüttert werden kann, können jetzt noch interessierte Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 18 Jahren zur Gruppe hinzustoßen und sich mit ihren Ideen und Interessen einbringen. Schreiben, fotografieren, gestalten, zeichnen – das Team sucht junge Leute mit den unterschiedlichsten Kenntnissen und Interessen. Beim Bloggen sind die jungen Menschen frei in ihren Themen, aber nicht allein in der Umsetzung. Denn mit unterschiedlichen Workshops und Trainings (unter anderem durch eine professionelle Bloggerin und eine Journalistin) haben die Schüler jede Unterstützung, die sie zur erfolgreichen Umsetzung ihrer Ideen brauchen. An zwei Schnuppertagen Dienstag und Mittwoch, 11. und 12. Oktober 2022, jeweils von 10 bis 14 Uhr, können Interessierte in das Projekt hineinschnuppern. Neben Workshops, Gruppenspielen und einem gemeinsamen Essen geht es natürlich auch um Inhalte für den Blog, damit dieser dann online gehen kann. Im Anschluss treffen sich die Blogger regelmäßig dienstags von 17:30 bis 19 Uhr im H2Ö. Wer hier noch einsteigen mag, ist herzlich eingeladen. Die Teilnahme ist kostenlos. Der Kulturblog ist ein Projekt des Kulturbüros, des Bildungsbüros und der Jugendförderung. Im Frühjahr 2022 ist das Projekt im H2Ö gestartet, dank der Förderung „Aufholen nach Corona“ kann das Projekt noch mindestens bis Ende des Jahres weiterlaufen.

10 Uhr

Die Sektion Herne lädt ein

SoVD-Ortsverband öffnet seine Türen

Der SoVD-Ortsverband Herne/Wanne-Eickel – Sektion Herne – lädt ein.

Der SoVD-Ortsverband Herne/Wanne-Eickel – Sektion Herne – lädt als Teil seiner Monatsversammlung interessierte Mitbürger zum Tag der offenen Tür ein. Er findet am Dienstag, 11. Oktober 2022, um 16 Uhr im Thomas-Morus-Haus auf der Widumer Str. 21statt. Gast ist Miriana Palermo mit dem Thema ‚Assistenzhunde.

16 Uhr

Ruhrgebiets-Roman von Erik Reger

'Union der festen Hand'

Der Umschlag der Neuauflage zeigt Gustav von Bohlen und Halbach mit August Thyssen (links) am 26. Juni 1918 in der Gussstahlfabrik der Firma Krupp in Essen.

„Wie kein anderer Roman der Zeit veranschaulicht 'Union der festen Hand‘, wie sich Industriemagnate und Nationalsozialisten aufeinander zubewegen“: Der langjährige NRW-Kulturkorrespondent der „Frankfurter Allgemeinen“, Andreas Rossmann, stellt den gerade neu aufgelegten Ruhrgebiets-Roman „Union der festen Hand“ von Erik Reger in zwei Lesungen vor. 1918, der Erste Weltkrieg steht vor dem Ende, gewaltige Umbrüche zeichnen sich für das Ruhrgebiet und die Menschen dort ab. Sie arbeiten für die Berg- und Stahlwerke, kämpfen gegen schlechte Löhne und Ausbeutung. Als der Kaiser kommt, um sie in ihren Anstrengungen für den Krieg zu bestärken, versucht man die Unruhestifter von ihm fernzuhalten. Doch der hohe Besuch geht gründlich schief, und bald geschieht ein Mord. Für den darin verstrickten Gewerkschafter Adam Griguszies bricht ein wechselvolles Jahrzehnt an: Die Auseinandersetzungen zwischen Arbeitern, Angestellten und einem Geheimbund der Unternehmer, der Union der festen Hand, ebnen den Weg für den Nationalsozialismus… Der 640-seitige, in fünf Bücher und zwanzig Kapitel aufgeteilte Industrieroman „Union der festen Hand“ ist ein bedeutendes Werk der Neuen Sachlichkeit und eines der wenigen literarischen Porträts des Ruhrgebiets. Zugleich ist es, zumindest für den zeitgenössischen Leser, ein großer Schlüsselroman über eine der bekanntesten Industriellendynastien Deutschlands, mit kritischem Witz verfasst von einem intimen Kenner des zynischen Machtgefüges rund um Kohle und Stahl, der erschreckend heutig ist. Was sich in der mit einem Nachwort von Andreas Rossmann versehenen Neuausgabe offenbart, die jetzt im Verlag Schöffling (Frankfurt/Main) erschienen und im Buchhandel für 32 Euro erhältlich ist (ISBN 978-3-89561-249-7). Erik Reger wird als Hermann Dannenberger 1893 in Bendorf am Rhein geboren. Der Sohn einer Bergmannsfamilie ist von 1920 bis 1927 Pressereferent bei der Friedrich Krupp AG in Essen und anschließend unter Pseudonym freier Schriftsteller. Für „Union der festen Hand“ (1931) wird er mit dem Kleist-Preis ausgezeichnet, der Roman wird von den Nazis verboten. Reger verfasst Romane und Erzählungen sowie ein Kriegstagebuch. Nach dem Zweiten Weltkrieg wird er Lizenzträger, Mitherausgeber und Chefredakteur des Berliner Tagesspiegel. Er stirbt 1954 in Wien. „Union der festen Hand“ ist 1978 von Claus Peter Witt für das ZDF als Zweiteiler verfilmt worden mit Dieter Laser und Eva Mattes als Adam und Paula Griguszies. Andreas Rossmann stellt das heute eher als historischer Roman wahrgenommene Mammutwerk, das die Zeitspanne von 1918 bis 1928 beleuchtet, in zwei Lesungen vor. Die erste findet im Rahmen der Literaturtage Recklinghausen am Freitag, 30. September 2022, um 19 Uhr im Institut für Stadtgeschichte an der Hohenzollernstraße 12 in 45659 Recklinghausen statt, Karten kosten 10 (ermäßigt 5,65) Euro. Die Essener Buchhandlung Proust und die „Schreibheft“-Redaktion laden zur zweiten Lesung mit Andreas Rossmann am Dienstag, 11. Oktober 2022, um 19:30 Uhr in den LeseRaum in der Akazienallee 8-10 in 45127 Essen ein, Karten kosten 10 (ermäßigt 7) Euro und sind vorab in der Buchhandlung Proust erhältlich.

19:30 Uhr

Turbulente Farce im Kulturzentrum

Lügen haben junge Beine

In freudiger Erwartung: Vicky (Simone Schuster) und ihre Mutter Mary (Samira Hempel).

Die 15-jährige Vicky (Ensemble-Neuzugang aus Berlin: Simone Schuster) aus dem vornehmen Londoner Stadtteil Wimbledon und der um ein Jahr ältere Gavin (Tobias Schwieger) aus dem kaum fünf Auto-Minuten entfernten, aber ungleich ärmeren Arbeiterbezirk Streatham sind sich rein zufällig begegnet. Aber ihrem Alter entsprechend neugierig. Und das vor allen Dingen aufeinander, seit sie festgestellten, dass sie beide den gleichen Namen Smith tragen und ihr jeweiliger Vater nicht nur John heißt, sondern auch noch Taxifahrer ist. Kann es einen krassen Zufall geben? Offenbar hat es das Schicksal gewollt, dass beide sich getroffen – und ineinander verliebt haben. Vom Ruf des Schicksals will besagter John Smith (Mario Thomanek) freilich nichts wissen. Hat er doch keinen Doppelgänger gleichen Namens und selbiger Profession, sondern ist schlicht der Vater beiden. Ist er doch sowohl mit Vickys Mutter Mary Smith (Samira Hempel) als auch mit Gavins Mutter Barbara Smith (Franziska Ferrari) verheiratet. Ein Doppelleben unter permanenter Herzinfarkt-Bedrohung, das nur durch ein extrem ausgeklügeltes System nach der Stoppuhr funktioniert. Wenn wieder einmal der Zeitplan ins Rutschen gerät und die eh‘ viel zu oft benutzte Standard-Ausrede mit einem Chauffeur-Sonderauftrag nicht zieht, springt Johns bester Freund Stanley Gardener (Mike Kühne) ein. Sein stets hilfsbereiter, freilich auch höchst chaotischer Wimbledoner Obermieter entfaltet immer neue kreative Ausreden, kann sich freilich bestimmten heiklen Situationen nicht entziehen, etwa wenn Gavin seine Freundin Vicky besucht und den überzeugten Hagestolz Stanley für ihren Vater hält. Was eine ganze Kette von Verwicklungen nach sich zieht, welche noch durch den überraschenden Besuch seines dementen Vaters (seine bisher schwerste Rolle am WLT: Guido Thurk soll keinen Ton von sich geben) befeuert werden. Dass stille Wasser durchaus über eine erhebliche Tiefe verfügen können, offenbart der verblüffende Schluss: Don’t worry, be happy… Der 1932 in London geborene Autor, Schauspieler, Regisseur und Theaterleiter Ray Cooney, der völlig zu Recht „Großmeister der Farce“ genannt wird, zieht mit seiner buchstäblich umwerfenden Komödie „Caught in the Net - Run for your Wife Again“ („Lügen haben junge Beine“) alle Register seines Könnens. Uraufgeführt 2001 in London ging die Deutschsprachige Erstaufführung der seinesgleichen suchenden Abfolge von immer extremeren Ausreden und abenteuerlichsten Verwechslungen bereits am 25. Mai 2002 über die Bühne des Staatsschauspiels Dresden. Die Fortsetzung der 2019 ebenfalls von Markus Kopf am WLT inszenierten und von Manfred Kaderk ausgestatteten turbulenten Farce „Taxi, Taxi – Doppelt leben hält besser“ („Run for your Wife“), in der bereits Mario Thomanek als John Smith, Franziska Ferrari als Barbara Smith und Mike Kühne als Stanley Gardener glänzten sowie, seinerzeit als Inspektor, Guido Thurk, sollte ursprünglich am 11. April 2021 in der Stadthalle Castrop-Rauxel Premiere feiern. Doch pandemiebedingt gab des nur eine interne Presse-Voraufführung, die Premiere wurde nun am Freitag (25.6.2021) um 20 Uhr open air auf dem Außengelände des WLT-Proben- und Logistikzentrums an der Bahnhofstraße 126 (neben dem Europaplatz) in Castrop-Rauxel nachgeholt. Einhundert pausenlose Minuten völlig überdrehter Lachmuskel-Anspannung erwarten die Theatergänger, die das Vorläufer-Stück nicht gesehen haben müssen. Eher im Gegenteil: Wer „Taxi, Taxi“ nicht kennt, hat (noch) mehr von dieser erneut rasant in Szene gesetzten singulären Anhäufung absurdester Situationskomik, welche in eine wunderbare und, soviel darf verraten werden, familientaugliche Pointe mündet. Das WLT gastiert mit Ray Cooneys Repertoire-Hit „Lügen haben junge Beine“am Dienstag, 11. Oktober 2022, um 19.30 Uhr im Kulturzentrum Herne.

19:30 Uhr

Räuber Hotzenplotz, Krabat und die kleine Hexe

Otfried Preußlers Bildwelten

Illustration von Daniel Napp aus Otfried Preußler, „Das kleine Gespenst“

Die Ludwig Galerie Schloss Oberhausen hatte Mitte September 2020 eine große Retrospektive der Bildwelten des begnadeten Geschichtenerzählers Otfried Preußler nach nur kurzer Zeit coronabedingt wieder schließen müssen. Zwei Jahre später, am 17. September 2022 um 19 Uhr, ist Wiedereröffnung in erweitertem Umfang und mit einem tollen Rahmenprogramm für die ganze Familie. Otfried Preußler (1923–2013) gehört zu den bedeutendsten und einflussreichsten Kinder- und Jugendbuchautoren des deutschsprachigen Raums. Mit Geschichten wie „Der Räuber Hotzenplotz“, „Die kleine Hexe“ und „Das kleine Gespenst“ hat der im böhmischen Reichenberg geborene Autor seit den 1950er Jahren Figuren erschaffen, die bis heute Generationen von Heranwachsenden prägen und aus den Kinderzimmern dieser Welt sowie dem Schulunterricht nicht mehr wegzudenken sind. Insgesamt hat er über 35 Bücher geschrieben, die in mehr als 50 Sprachen übersetzt wurden und inzwischen eine Gesamtauflage von über 50 Millionen Exemplaren weltweit erreicht haben. Otfried Preußler hat nach der Vertreibung der Familie aus dem Sudetenland im bayerischen Rosenheim als Volksschullehrer und Lokalredakteur gearbeitet, bevor er den mündlich überlieferten Sagen- und Märchenschatz seiner Großmutter Dora aufzuschreiben begann und 1956 mit „Der kleine Wassermann“ den Grundstein zu seinem weltweiten Erfolg legte. Zahlreiche Zeichner haben seine Geschichten nicht nur illustriert, sondern seine Figuren geradezu zum Leben erweckt, indem sie von ihrem persönlichen Stil und eigenen Ideen Gebrauch machten. Kuratorin Linda Schmitz-Kleinreesink: „Besonders bekannt sind die Illustrationen von F. J. Tripp, die dem Räuber Hotzenplotz sein markantes Äußeres verleihen. Die holzschnitthaften Sepia-Zeichnungen, die Herbert Holzing für Krabat erschafft, bleiben über zahlreiche Auflagen hinweg bestehen. Das unverwechselbare Aussehen der kleinen Hexe, aber auch des kleinen Wassermanns, ist der Künstlerin Winnie Gebhardt zu verdanken.“ Mehr als fünfzig ihrer originalen Tuschezeichnungen hat der Thienemann-Esslinger Verlag aus seinem Archiv eigens für die Oberhausener Ausstellung bereitgestellt. Die Neuillustrationen der Klassiker durch Daniel Napp, Thorsten Saleina und Annette Swoboda sind in der umfangreichen Schau auf allen drei Etagen der Ludwig Galerie ebenso vertreten sein wie die frühen Zeichnungen. Auch selten gezeigte Originalzeichnungen zu „Hörbe“, einer eigenen Geschichte Preußlers, die 1981 seiner böhmischen Heimat ein Denkmal setzt, sind zu sehen. Hörbücher, Theateradaptionen, Filme und Spiele zeugen von der immensen Beliebtheit der jeweiligen Werke. Über 300 originale Zeichnungen sowie Filmrequisiten, Buchausgaben, Fotografien und Anton Bachleitners „Krabat“-Figuren des Düsseldorfer Marionettentheaters ermöglichen erstmals einen umfangreichen Überblick über das Wirken Otfried Preußlers und seiner Illustratoren. Die Ausstellung lädt dazu ein, unterschiedlichste Gattungen zu durchwandern: über klassische Bilderbücher, Geschichtensammlungen und traditionelle Sagen bis hin zu fantastischen Erzählungen. Alle Bücher liegen zum Schmökern für Jung und Alt aus, dazu werden Ausschnitte aus Kinoadaptionen gezeigt. Die Ausstellung „ Otfried Preußler – Figurenschöpfer und Geschichtenerzähler“ wird vom 18. September 2022 bis 15. Januar 2023 in der Ludwig Galerie Schloss Oberhausen, Konrad-Adenauer-Allee 46, gezeigt. Sie ist geöffnet Dienstag bis Sonntag jeweils von 11 bis 18 Uhr, geschlossen montags sowie am 24., 25. und 31. Dezember 2022 und am 1. Januar 2023. Der Eintritt kostet acht, ermäßigt vier Euro, Familien (zwei Erwachsene plus Kinder) zahlen 12 Euro, das Kombiticket mit dem Gasometer Oberhausen kostet 14 Euro. Ein Kinder-Mitmach-Heft führt spielend durch die Ausstellung, Oberhausener Schüler haben einen Kinder-Audioguide kreiert und es werden neben den öffentlichen Führungen an jedem Sonn- und Feiertag um 11:30 Uhr auch Führungen auf Ukrainisch/Russisch und Arabisch angeboten. Kuratorinnenführungen mit Linda Schmitz-Kleinreesink gibt es sonntags um 15 Uhr am 16. Oktober 2022, 13. November 2022, 11. Dezember 2022 und 15. Januar 2023. Die Direktorin Dr. Christine Vogt führt jeweils mittwochs um 16 Uhr durch die Ausstellung am 19. Oktober 2022 und am 30. November 2022. Sie hat zusammen mit Linda Schmitz-Kleinreesink den reich bebilderten, für 29,80 Euro äußerst wohlfeilen Katalog herausgegeben (ISBN 978-3-932236-44-0). Weitere Informationen auch über Lesungen, Figurentheateraufführungen und Vorträge gibt es auf der Homepage.

seit 18. Sept

Spielstadt 2022

'Kinder geben den Ton an'

Die Spielestadt 2022 findet im Oktober statt.

Die Kinderanwältin Bibi Buntstrumpf bietet in Kooperation mit den Kinder- und Jugendeinrichtungen der Falken Herne (Galaxy Horsthausen, Kindertreff am Pütt, das JUP und dem Pub a la Pub) vom 4. bis 17. Oktober 2022 in den Herbstferien die Spielstadt an. Arbeiten, Steuern zahlen und wählen gehen, hier können die Jüngsten spielerisch lernen wie eine Stadt und Demokratie funktioniert. Täglich von 10:30 bis 15:30 Uhr sind alle Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren in die Einrichtung Galaxy Horsthausen auf der Gneisenaustraße 6 eingeladen, mit vielen anderen Kindern eine „Stadt im Kleinen“ zu gestalten. Die Kinder können hier in die Fußstapfen der Erwachsenen treten und ihre eigene kleine Stadt leiten, bei der Post, Bank , Jobcenter oder für die Zeitung arbeiten. Dieses komplexe Projekt ist ein umfassendes Bildungsangebot für die Kinder, Jungen wie Mädchen, unabhängig von Herkunft und Bildungshintergrund. Die inszenierte Welt der Spielstadt eröffnet den Kindern die Möglichkeit, probeweise im Spiel, aber in ernst genommenen Rollen, ein städtisches Gemeinwesen und im weitesten Sinne soziales Leben zu erfahren. Wie funktioniert das Stadtleben, wie die Verwaltung, die lokale Politik, der Kreislauf von Arbeit, Geld und Konsum? Die Wirklichkeit einer Stadt, wenn auch diesmal im kleineren Rahmen, bleibt anschlussfähig an die fantasievoll entwickelte Kinderwelt und umgekehrt. Am Donnerstag, 6. Oktober 2022, wird gewählt, Bürgermeister-Wahlen. So Lernen Kinder Einfluss auf Abläufe zu nehmen.

seit 4. Okt

Herbstferien 2022

Repair Café Pluto

Repair Cafe in der Bürgerwerkstatt am Stadtteilzentrum Pluto.

Das Repair Café Pluto unter dem Stadtteilzentrum Pluto macht Herbstferien. Das bedeutet, dass das Café, das von den beiden Elektrotechnikern betrieben wird vom 10. bis zum 24. Oktober 2022 geschlossen bleibt. Ab Dienstag, 25. Oktober 2022, sind Detlef Brune und Rainer Goltz dann wieder für die Bürger vor Ort. Die Männer sind zu Nicht-Ferienzeiten zu erreichen: Dienstag 10 bis12 Uhr; Donnerstag 14 bis 16 Uhr, Samstag 14 bis 16 Uhr. Unter der Tel 02325/666121 ist das Café ausschließlich donnerstags in der Zeit von 19-20 Uhr zu erreichen.

seit 10. Okt

Mittwoch, 12. Oktober

Ausstellung in der vhs-Galerie mit dem Herner Künstlerbund

Energie auf verschiedene Arten sichtbar machen

Erinnerungen an „Banksy": In der VHS-Galerie im Haus am Grünen Ring startet die Ausstellung "Energie“ mit Werken vom Künstlern des Herner Künstlerbundes. Bahtiyar Demircan zeigt ein Mädchen mit einem Herz, statt einem Ballon.

Das Thema Energie: Da war doch was? Stimmt. Kaum ein aktuelleres und brisanteres Thema hätte sich die Volkshochschule für ihre neue Ausstellung im Haus am Grünen Ring aussuchen können. 19 Künstler des Herner Künstlerbundes zeigen von Freitag, 9. September, bis Freitag, 4. November 2022, dort 38 Werke, die auf verschiedene Art und Weise mit dem Thema zu tun haben. Offizielle Eröffnung ist am Freitag, 9. September 2022, um 19 Uhr. So nennt Natalie Dilekli, Programmbereichsleiterin der VHS-Galerie die neue Ausstellung „absolut zeitgemäß“, obwohl sie schon für 2021, anlässlich des 100. Geburtstages des Künstlers Joseph Beuys, geplant war. „Wir hatten das Thema frei in den Raum gestellt und da Energie so viele Facetten hat, hat jeder Künstler ganz individuell seine Interpretation davon umgesetzt“, so Dilekli. Die Auswahl der Werke habe eine Jury getroffen. Entstanden sind Zeichnungen, Malerei und Objekte über verschiedene Themenfelder, beispielsweise Energiequellen oder über spirituelle Lebensenergie. Viele der Werke sind sehr bunt, andere wiederum nur schwarz-weiß, einige haben eine Mischung erhalten. Manche sind reine Bilder, beispielsweise mit Öl auf Leinwand, andere sind Fotografien und es gibt eine Art Skulptur zu sehen. Helmut Kottkamp hat beispielsweise so eine abstrakte Figur aus Wasserschläuchen und -rohren erstellt, während Inge Weber maritime Motive mit Energie kombiniert hat - ein Werk zeigt ein Windrad, welches im Wasser steht, um das blaue Wasser drumherum sind bunte Farben verteilt. Reiner Glebsattel hat unter anderem einen Wasserfall gemalt, hinter dem zwei Strommasten stehen. Die Künstlerin Petra Katharina Engel mag es kleiner: In einer Badewanne, die nur rund 20 Zentimeter groß ist, liegen als Quelle der Energie zahlreiche Batterien. Wilhelm Tinnemann zeigt in weißen und grauen Tönen ebenfalls ein Windrad mit dem Titel „Die Zukunft hat begonnen". Tinnemann dazu: „Das ist genau das, was unsere Politiker derzeit diskutieren. Es ist ein aktuelles Thema, wie man die Energie in der Zukunft gewinnt und herstellt, dabei hat das Thema längst begonnen.“ Fotograf Günter Mottyll war für seine Bilder abends und nachts unterwegs, vor allem, wenn es vorher geregnet hat und so besondere Lichteffekte möglich sind. Er zeigt beispielsweise das Vonovia Ruhrstadion des VfL Bochum mit der fahrenden Straßenbahn davor, die blinkenden Neonlichter der Leuchtreklamen am Stadion, aber auch der Tankstelle gegenüber, sind seine Quelle der Energie. Heidrun Mottyll setzt sich mit dem Thema Ruhrgebiet auseinander: „Die Energie des Ruhrgebiets sind für mich die Menschen, auch wenn auf meinen Werken keine zu sehen sind“, hält sie fest. Neben quietschbunten Gemälden gibt es auch Portraits, als auch zwei Bilder von Bahtiyar Demircan, die stark an „Banksy“, ein unter einem Pseudonym arbeitenden britischen Streetart-Künstler, erinnern. Banksy ist bekannt für aufsehenerregende Aktionen. So zerstörte sich sein Werk „Girl With Balloon“ 2018 teilweise unmittelbar nach einer großen Auktion (Kaufpreis rund 1,18 Millionen Euro) mit einem im Rahmen versteckten Schredder. Demircan lässt ein Mädchen keinen Ballon hochhalten, sondern ein Herz. Wer die Ausstellung besuchen möchte, kann dies zu den gängigen Öffnungszeiten (Montag bis Freitag, 9 bis 20 Uhr) tun. In den Ferien gilt: Montag bis Donnerstag, 8:30 bis 12 und 13:30 bis 15:30 sowie Freitag 8:30 bis 12 Uhr.

9 Uhr

Aktionswoche der seelischen Gesundheit

Woche der seelischen Gesundheit.

Zum vierten Mal lädt die Sucht- und Psychiatriekoordination der Stadt Herne in Kooperation mit der Volkshochschule Herne im Oktober 2022 zur „Woche der Seelischen Gesundheit“ ein. Unter dem Motto „Reden hebt die Stimmung – Seelisch gesund in unserer Gesellschaft“ soll die Woche über psychische Krankheiten und die Bedeutung seelischer Gesundheit aufklären sowie Hilfsangebote aufzeigen. Die Corona-Zeit habe zu einem deutlichen Zuwachs von ängstlich- depressiver Störungen bei Erwachsenen geführt und auch Kinder hätten sehr unter den pandemischen Bedingungen gelitten, erklärt Dr. Florian Ternes, Leiter des sozialpsychiatrischen Dienstes, bei der Vorstellung des Programms am Montag (19.9.2022) im Bürger-Selbsthilfe-Zentrum. Der Stadt Herne sei es ein großes Anliegen, die Akzeptanz psychischer Erkrankungen in der Gesellschaft zu erhöhen, berichtet Pia Plattner, städtische Sucht- und Psychiatriekoordinatorin. Was eine Depression ist, wüssten viele Menschen, „andere psychische Erkrankungen sind dagegen noch etwas verborgen und wir müssen daran arbeiten, dass auch diese Erkrankungen bekannter und entstigmatisiert werden“, so Plattner weiter. Im Vordergrund der „Woche der Seelischen Gesundheit“ stünden jedoch nicht Erkrankungen, sondern – wie es der Name bereits sagt – die psychische Gesundheit, betont Inga Mühlenbrock von der Volkshochschule Herne (VHS). Die Aktionswoche spreche daher nicht nur psychisch erkrankte Menschen an, sondern „auch diejenigen, die sich außer Balance fühlen, die sie sich psychisch beeinträchtigt fühlen und gesünder sein möchten“. Die bundesweite Aktionswoche findet jährlich um den internationalen Tag der seelischen Gesundheit am 10. Oktober statt. Bei der Stadt Herne sei es genau genommen nicht nur eine Woche, sondern ein ganzer Monat mit Veranstaltungen, erklärt Pia Plattner. Dr. Florian Ternes kündigt an: „Wir haben Hilfs-, Kontakt- und Informationsangebote im Programm, sowohl für Kinder und Jugendliche als auch für Erwachsene.“ „Besser umgehen mit Stress“ – wie das geht, erklärt ein Vortrag am Donnerstag, 27. Oktober 2022, von 18:30 bis 20 Uhr in der VHS im Kulturzentrum, Willi-Pohlmann-Platz 1. Referentin Nicole Schmied verrät, welche Lebensmittel bei Stress helfen und zu einem gesünderen Leben beitragen. Anmeldung: Tel 0 23 23 / 16 - 16 43 oder online. Wer immer schon mal Yoga ausprobieren wollte, hat die Gelegenheit dazu am Samstag, 29. Oktober 2022, von 10 bis 12 Uhr in der VHS im Kulturzentrum. Die Teilnahme am Workshop kostet acht Euro. Beratung für Betroffene, Angehörige und Interessierte leistet die offene Sprechstunde des sozialpsychiatrischen Dienstes am Mittwoch, 12. Oktober 2022, von 10 bis 13 Uhr, im Erdgeschoss des Gesundheitsamtes, Rathausstraße 6. Zu den Angeboten für Kinder gehört unter anderem eine Lesung der Herner Entspannungspädagogin Katrin Nedballa. Mit ihrem Buch „Lucie im Land der Sieben Seen“ lädt sie Kinder zwischen vier und zehn Jahren auf eine entspannende Fantasiereise ein. Die Lesung findet am Dienstag, 18. Oktober 2022, um 16:30 Uhr in der Stadtbibliothek Herne- Mitte statt. Interessierte können sich per E-Mail an stadtbibliothek@herne.de anmelden. „Mutig wie ein Superheld“ heißt es am Samstag, 29. Oktober 2022, von 9 bis 13 Uhr, in der VHS im Kulturzentrum: In dem Workshop lernen Grundschulkinder, wie sie Konflikte selbstsicher und ohne Provokation lösen können. Anmeldung: Tel 0 23 23 / 16 - 16 43 oder online hier. Das gesamte Programm liegt an vielen öffentlichen Stellen aus und ist im Internet hier zu finden.

10 Uhr

Blog für Jugendkultur geht bald online

'Machtzentrale - nichts außer Kultur'

Das Stadtteilzentrum H2Ö am Hölkeskampring.

Der Blog für Jugendkultur geht bald online, der Name steht schon fest. Für ihr Redaktionsteam suchen die Herner Schüler noch Unterstützung. Nach vielen Stunden des Austausches, haben sich die Jugendlichen auf den Namen „Machtzentrale – nichts außer Kultur“ geeinigt. Bald wird der Blog online gehen. Damit der Blog auch in Zukunft aus verschiedenen Perspektiven betrieben und mit vielen Beiträgen gefüttert werden kann, können jetzt noch interessierte Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 18 Jahren zur Gruppe hinzustoßen und sich mit ihren Ideen und Interessen einbringen. Schreiben, fotografieren, gestalten, zeichnen – das Team sucht junge Leute mit den unterschiedlichsten Kenntnissen und Interessen. Beim Bloggen sind die jungen Menschen frei in ihren Themen, aber nicht allein in der Umsetzung. Denn mit unterschiedlichen Workshops und Trainings (unter anderem durch eine professionelle Bloggerin und eine Journalistin) haben die Schüler jede Unterstützung, die sie zur erfolgreichen Umsetzung ihrer Ideen brauchen. An zwei Schnuppertagen Dienstag und Mittwoch, 11. und 12. Oktober 2022, jeweils von 10 bis 14 Uhr, können Interessierte in das Projekt hineinschnuppern. Neben Workshops, Gruppenspielen und einem gemeinsamen Essen geht es natürlich auch um Inhalte für den Blog, damit dieser dann online gehen kann. Im Anschluss treffen sich die Blogger regelmäßig dienstags von 17:30 bis 19 Uhr im H2Ö. Wer hier noch einsteigen mag, ist herzlich eingeladen. Die Teilnahme ist kostenlos. Der Kulturblog ist ein Projekt des Kulturbüros, des Bildungsbüros und der Jugendförderung. Im Frühjahr 2022 ist das Projekt im H2Ö gestartet, dank der Förderung „Aufholen nach Corona“ kann das Projekt noch mindestens bis Ende des Jahres weiterlaufen.

10 Uhr

Vorträge zum Seniorentag 2022 im EvK Herne

'Nur ein bisschen tüddelig oder ist es Demenz'

Anlässlich des Weltseniorentages stellen Beartungsstellen ihre Angebote vor.

„Nur ein bisschen tüddelig oder ist es Demenz?“ Dies sei eine zentrale Frage für viele ältere Menschen, wenn sie beginnen vergesslich zu werden. Dr. Sylke Düllberg-Boden, Chefärztin der Klinik für Neurologie im Evangelischen Krankenhaus Herne, hat sich mit diesem Thema intensiv auseinandergesetzt. Ihr Vortrag mit dem gleichnamigen Titel bildet den Auftakt zum diesjährigen Seniorentag am EvK Herne. Eingeladen sind alle am Thema Interessierten. Die Veranstaltung findet statt am Mittwoch, 12. Oktober 2022, von 13:30 bis 16 Uhr im Seminarzentrum neben dem EvK. In einem weiteren Vortrag werden die Angebote der Seniorenberatungsstelle des Diakonischen Werks Herne vorgestellt. Referentin ist Sigrun Fedora. Darüber hinaus wartet eine ganze Palette von Informationen und Angeboten auf die Senioren und ihre Angehörigen, um einen umfassenden Eindruck von den Versorgungs- und Unterstützungsmöglichkeiten im Alter zu erhalten. Es präsentieren sich Pflegeeinrichtungen und Pflegedienste, vertreten sind auch der Ambulante Hospizdienst sowie die Seniorenberatungsstelle der Stadt Herne. Neben Informationen gibt es Angebote, wie Handmassage, Blutdruck- und Blutzuckermessung. Aus dem EvK stellen sich verschiedene Berufsgruppen vor, die besonders intensiv mit älteren Patienten befasst sind. Das beginnt bei den Betreuungsassistenten, die auf den Umgang mit kognitiv beeinträchtigten Menschen spezialisiert sind, geht über die geriatrische OP-Begleitung, die bei dem kompletten Prozess der OP-Vorbereitung bis hin zum Zeitpunkt des Aufwachens an der Seite der Senioren ist. Ebenfalls vertreten ist die Physiotherapie, die ein wichtiger Baustein in den Behandlungskonzepten der verschiedenen Kliniken sind. Hinzukommen noch Pflegeexpertinnen, die ihr Wissen zur Aromapflege präsentieren. Zu einer Aktivität der sanften Art lädt das Gesundheitszentrum ReVital e.V. mit seiner Hockergymnastik ein. Außerdem gibt es eine Bewirtung mit Getränken und kleinen Snacks sowie frisch gebackenen Waffeln. Einzige Teilnahmevoraussetzung: das Tragen einer FFP2-Maske. Folgende Einrichtungen stellen ihre Angebote vor: Ambulanter Hospizdienst Herne, Caritasverband Herne e.V., Diakonie Ambulante Pflegedienste Herne/Wanne-Eickel, DRK Herne/Wanne Ambulante und Soziale Dienste, Protea Care, Promedica Plus, Willi-Pohlmann-Seniorenzentrum, Johanneswerk Ludwig-Steil-Haus, Home Instead Seniorenbetreuung, ReVital e.V., Palliativstation am EvK, Tagespflege Herne, Haus Katharina.

13:30 Uhr

Aleka Medina in der Künstlerzeche

'Aleka Medina: Das pochende Zentrum'

Die Videoperformance „Anidar/Anudar“ (im Hintergrund) zeigt eine mit Seilen angebundene Frau bei der Hausarbeit, die Bodeninstallation „Kiesgrube“ erinnert an verschwundene Mädchen und Frauen.

Die 1989 im zentralamerikanischen Guatemala geborene Aleka Medina, frischgebackene diplomierte Absolventin der Kunstakademie Münster, ist die diesjährige Trägerin des Förderpreises „Junge Positionen Nordrhein-Westfalen“, der am Samstag, 1. Oktober 2022, um 17 Uhr im Kauengebäude der Künstlerzeche Unser Unser Fritz 2/3 zum zehnten Mal verliehen wird. Für den mit 1.500 Euro Preisgeld und 1.000 Euro Materialgeld dotierte Preis können die beiden Kunstakademien unseres Landes, Münster und Düsseldorf, Vorschläge einreichen, die von einer Expertenjury der Künstlerzeche gewichtet werden. Die Preisträger, bisher stehen acht Frauen nur zwei Männern gegenüber, erhalten zudem– in diesem Fall von Danuta Karsten - kuratorische Unterstützung für eine Einzelausstellung in Unser Fritz sowie deren Dokumentation in einem Leporello. „Das pochende Zentrum“ ist der Titel der zeitgleich eröffneten Ausstellung von drei Installationen, zwei Videoperformances sowie filigranen Zeichnungen im Foyer und den beiden Eingängen zur Schwarz- und Weißkaue von Aleka Medina. Einführende Worte spricht der Kunsthistoriker Sebastián Eduardo Dávilla. Aleka Medina, die zunächst Visual Art an Universität San Carlos de Guatemala studierte, bevor sie Schülerin von Prof. Mariana Castillo Deball wurde, ein Auslandssemester in Mexiko bei Prof. Gerda Gruber absolvierte und in diesem Sommer ihr Studium an der Kunstakademie Münster mit dem Diplom abschloss, lebt nun in Berlin. Ihre Arbeit ist biografisch, aber auch zugleich politisch geprägt. Mit Medien wie Zeichnungen, Installationen und Video verarbeitet sie Ängste und Traumata der (post-)kolonialistischen und patriarchalischen Gesellschaft von Guatemala. Die Schwarzkaue wird beherrscht von ihrer in 2022 entstandenen Installation „Paloma Blancas“ (Weiße Tauben). Seile erzeugen eine räumliche Zeichnung aus geometrischen Linien, bestückt mit Keramikfiguren, die individuelle Geschichten von Frauen aus der Heimat der Künstlerin erzählen. Diese werden bei der Vernissage mit Kerzen illuminiert. In der Weißkaue zwei Videoperformances. „Anidar/Anudar“ (Verschachteln/Verknüpfen) spielt im Kinderzimmer Aleka Medinas, einen einst sicheren Ort im Elternhaus, der sich aber nach ihrer Migration in den Augen der Künstlerin verändert hat. In „Desvergonzarse“ (Schamlos) trägt Aleka Medina ein bedrucktes Nachthemd mit Geschichten, welche die machistische und patriarchalische Gesellschaft Guatemalas offenbaren: Aleka Medina kanalisiert mit ihrer Kunst ihre eigene Wut und wandelt sie in eine radikale Zärtlichkeit um. In ihrem Werk verbinden sich fast kindlich gezeichneten Charaktere mit einer groben Darstellung der Realität. Davor erinnert die Rauminstallation „Fosa Comun“ (Kriesgrube) mit Objekten aus einer Mischung aus Harz und Kalzit an die sterblichen Überreste der im Bürgerkrieg verstorbenen und von Kriminellen entführten Frauen und Mädchen. Die zylindrische Leinwand der begehbaren Installation „Alle Namen, die noch im Umlauf sind“, ist eine Reise in die Geschichte Guatemalas. Die mit der kosmologischen Vision der Maya beginnt und sich auf den „xibalba“ genannten Ort der Angst und der Unterwelt bezieht. Weitere historische Stationen sind u.a. die Versklavung im Feudalismus der 1920er Jahre, die zentralamerikanischen Emanzipationsbewegungen der 1940er Jahre sowie der bis heute andauernde Guerilla-Bürgerkrieg. Die Künstlerin: „Von unten gesehen entsteht beim Betrachten ein Gefühl, ein Kind zu sein. Ich nenne es gerne eine Geschichte für Kinder, gemacht für Erwachsene.“ Die Ausstellung „Aleka Medina: Das pochende Zentrum“ ist vom 1. bis zum 30. Oktober 2022 im Kauengebäude der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3, Zur Künstlerzeche 10 in 44653 Herne, zu sehen. Öffnungszeiten: Mittwoch und Samstag jeweils von 15 bis 18 Uhr, Sonntag von 14 bis 17 Uhr. Es gelten die jeweils aktuellen Corona-Schutz-Bestimmungen.

15 Uhr

St. Anna Hospital Herne

Geburtsvorbereitung für Frauen und Paare

Werdenden Eltern werden Informationen rund ums Baby vermittelt.

Die Verantwortlichen der Elternschule des St. Anna Hospital Herne laden Frauen und Paare zu einem neuen Kursus zur Geburtsvorbereitung ein. Der Kursus startet am Mittwoch, 12. Oktober 2022, und umfasst neun Abende. Für Frauen findet er von 18:30 bis 20 Uhr und für Paare von 20 bis 21: 30 Uhr, im Kongresszentrum (Konferenzraum 5 und 6) der St. Elisabeth Gruppe am St. Anna Hospital, Am Ruschenhof 24 statt. Die Gebühr für die Frau wird von der Krankenkasse übernommen, die Gebühr des Partners beträgt 100 Euro. Anmeldungen sind online oder unter Tel 02323499 - 2737 möglich. Es werden zahlreiche Informationen zum gesamten Themenbereich Schwangerschaft, Geburt, Stillen und Kinderpflege vermittelt. Neben Informationen zur Schwangerschaft werden Übungen zur Entspannung, zur Körperwahrnehmung und Wehenatmung angeboten. Ziel des Kurses ist eine optimale Vorbereitung auf die Geburt.

18:30 Uhr

Mars - von der Antike bis zu den Rovern

vhs-Vortrag Astronomie in der Sternwarte

Der Mars los.

Die Astronomische Arbeitsgemeinschaft Wanne-Eickel / Herne lädt am Mittwoch, 12. Oktober 2022, um 20 Uhr, zu einem vhs-Vortrag unter dem Titel: Mars-von der Antike bis zu den Rovern. Eine Anmeldung bei der vhs ist nicht notwendig. Der Kostenbeitrag beträgt 6 Euro und ist an der Abendkasse der Sternwarte zu entrichten. Seit Jahrtausenden beobachtet die Menschheit alle zwei Jahre einen gelborangenen Punkt am Himmel - den Mars. In der Antike wurde er als Kriegsgott gedeutet und erst mit der Erfindung des Fernrohrs begannen wir, mehr über ihn zu erfahren. Seine Oberfläche zeigt vielfältige Strukturen, die sich auch noch innerhalb von Wochen verändern können. Mittlerweile haben wir zahlreiche Sonden zu ihm geschickt und sind sogar mit Fahrzeugen wie Sojourner, Curiosity und Perseverance auf ihm gelandet. Was wissen wir bis heute mittels unbemannter Missionen über unseren rostroten Nachbarn? Bei klarem Wetter kann anschließend mit den Teleskopen der Sternwarte beobachtet werden, oder im Planetarium eine kurze Erklärung des aktuellen Himmels gezeigt werden.

20 Uhr

Räuber Hotzenplotz, Krabat und die kleine Hexe

Otfried Preußlers Bildwelten

Illustration von Daniel Napp aus Otfried Preußler, „Das kleine Gespenst“

Die Ludwig Galerie Schloss Oberhausen hatte Mitte September 2020 eine große Retrospektive der Bildwelten des begnadeten Geschichtenerzählers Otfried Preußler nach nur kurzer Zeit coronabedingt wieder schließen müssen. Zwei Jahre später, am 17. September 2022 um 19 Uhr, ist Wiedereröffnung in erweitertem Umfang und mit einem tollen Rahmenprogramm für die ganze Familie. Otfried Preußler (1923–2013) gehört zu den bedeutendsten und einflussreichsten Kinder- und Jugendbuchautoren des deutschsprachigen Raums. Mit Geschichten wie „Der Räuber Hotzenplotz“, „Die kleine Hexe“ und „Das kleine Gespenst“ hat der im böhmischen Reichenberg geborene Autor seit den 1950er Jahren Figuren erschaffen, die bis heute Generationen von Heranwachsenden prägen und aus den Kinderzimmern dieser Welt sowie dem Schulunterricht nicht mehr wegzudenken sind. Insgesamt hat er über 35 Bücher geschrieben, die in mehr als 50 Sprachen übersetzt wurden und inzwischen eine Gesamtauflage von über 50 Millionen Exemplaren weltweit erreicht haben. Otfried Preußler hat nach der Vertreibung der Familie aus dem Sudetenland im bayerischen Rosenheim als Volksschullehrer und Lokalredakteur gearbeitet, bevor er den mündlich überlieferten Sagen- und Märchenschatz seiner Großmutter Dora aufzuschreiben begann und 1956 mit „Der kleine Wassermann“ den Grundstein zu seinem weltweiten Erfolg legte. Zahlreiche Zeichner haben seine Geschichten nicht nur illustriert, sondern seine Figuren geradezu zum Leben erweckt, indem sie von ihrem persönlichen Stil und eigenen Ideen Gebrauch machten. Kuratorin Linda Schmitz-Kleinreesink: „Besonders bekannt sind die Illustrationen von F. J. Tripp, die dem Räuber Hotzenplotz sein markantes Äußeres verleihen. Die holzschnitthaften Sepia-Zeichnungen, die Herbert Holzing für Krabat erschafft, bleiben über zahlreiche Auflagen hinweg bestehen. Das unverwechselbare Aussehen der kleinen Hexe, aber auch des kleinen Wassermanns, ist der Künstlerin Winnie Gebhardt zu verdanken.“ Mehr als fünfzig ihrer originalen Tuschezeichnungen hat der Thienemann-Esslinger Verlag aus seinem Archiv eigens für die Oberhausener Ausstellung bereitgestellt. Die Neuillustrationen der Klassiker durch Daniel Napp, Thorsten Saleina und Annette Swoboda sind in der umfangreichen Schau auf allen drei Etagen der Ludwig Galerie ebenso vertreten sein wie die frühen Zeichnungen. Auch selten gezeigte Originalzeichnungen zu „Hörbe“, einer eigenen Geschichte Preußlers, die 1981 seiner böhmischen Heimat ein Denkmal setzt, sind zu sehen. Hörbücher, Theateradaptionen, Filme und Spiele zeugen von der immensen Beliebtheit der jeweiligen Werke. Über 300 originale Zeichnungen sowie Filmrequisiten, Buchausgaben, Fotografien und Anton Bachleitners „Krabat“-Figuren des Düsseldorfer Marionettentheaters ermöglichen erstmals einen umfangreichen Überblick über das Wirken Otfried Preußlers und seiner Illustratoren. Die Ausstellung lädt dazu ein, unterschiedlichste Gattungen zu durchwandern: über klassische Bilderbücher, Geschichtensammlungen und traditionelle Sagen bis hin zu fantastischen Erzählungen. Alle Bücher liegen zum Schmökern für Jung und Alt aus, dazu werden Ausschnitte aus Kinoadaptionen gezeigt. Die Ausstellung „ Otfried Preußler – Figurenschöpfer und Geschichtenerzähler“ wird vom 18. September 2022 bis 15. Januar 2023 in der Ludwig Galerie Schloss Oberhausen, Konrad-Adenauer-Allee 46, gezeigt. Sie ist geöffnet Dienstag bis Sonntag jeweils von 11 bis 18 Uhr, geschlossen montags sowie am 24., 25. und 31. Dezember 2022 und am 1. Januar 2023. Der Eintritt kostet acht, ermäßigt vier Euro, Familien (zwei Erwachsene plus Kinder) zahlen 12 Euro, das Kombiticket mit dem Gasometer Oberhausen kostet 14 Euro. Ein Kinder-Mitmach-Heft führt spielend durch die Ausstellung, Oberhausener Schüler haben einen Kinder-Audioguide kreiert und es werden neben den öffentlichen Führungen an jedem Sonn- und Feiertag um 11:30 Uhr auch Führungen auf Ukrainisch/Russisch und Arabisch angeboten. Kuratorinnenführungen mit Linda Schmitz-Kleinreesink gibt es sonntags um 15 Uhr am 16. Oktober 2022, 13. November 2022, 11. Dezember 2022 und 15. Januar 2023. Die Direktorin Dr. Christine Vogt führt jeweils mittwochs um 16 Uhr durch die Ausstellung am 19. Oktober 2022 und am 30. November 2022. Sie hat zusammen mit Linda Schmitz-Kleinreesink den reich bebilderten, für 29,80 Euro äußerst wohlfeilen Katalog herausgegeben (ISBN 978-3-932236-44-0). Weitere Informationen auch über Lesungen, Figurentheateraufführungen und Vorträge gibt es auf der Homepage.

seit 18. Sept

Spielstadt 2022

'Kinder geben den Ton an'

Die Spielestadt 2022 findet im Oktober statt.

Die Kinderanwältin Bibi Buntstrumpf bietet in Kooperation mit den Kinder- und Jugendeinrichtungen der Falken Herne (Galaxy Horsthausen, Kindertreff am Pütt, das JUP und dem Pub a la Pub) vom 4. bis 17. Oktober 2022 in den Herbstferien die Spielstadt an. Arbeiten, Steuern zahlen und wählen gehen, hier können die Jüngsten spielerisch lernen wie eine Stadt und Demokratie funktioniert. Täglich von 10:30 bis 15:30 Uhr sind alle Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren in die Einrichtung Galaxy Horsthausen auf der Gneisenaustraße 6 eingeladen, mit vielen anderen Kindern eine „Stadt im Kleinen“ zu gestalten. Die Kinder können hier in die Fußstapfen der Erwachsenen treten und ihre eigene kleine Stadt leiten, bei der Post, Bank , Jobcenter oder für die Zeitung arbeiten. Dieses komplexe Projekt ist ein umfassendes Bildungsangebot für die Kinder, Jungen wie Mädchen, unabhängig von Herkunft und Bildungshintergrund. Die inszenierte Welt der Spielstadt eröffnet den Kindern die Möglichkeit, probeweise im Spiel, aber in ernst genommenen Rollen, ein städtisches Gemeinwesen und im weitesten Sinne soziales Leben zu erfahren. Wie funktioniert das Stadtleben, wie die Verwaltung, die lokale Politik, der Kreislauf von Arbeit, Geld und Konsum? Die Wirklichkeit einer Stadt, wenn auch diesmal im kleineren Rahmen, bleibt anschlussfähig an die fantasievoll entwickelte Kinderwelt und umgekehrt. Am Donnerstag, 6. Oktober 2022, wird gewählt, Bürgermeister-Wahlen. So Lernen Kinder Einfluss auf Abläufe zu nehmen.

seit 4. Okt

Herbstferien 2022

Repair Café Pluto

Repair Cafe in der Bürgerwerkstatt am Stadtteilzentrum Pluto.

Das Repair Café Pluto unter dem Stadtteilzentrum Pluto macht Herbstferien. Das bedeutet, dass das Café, das von den beiden Elektrotechnikern betrieben wird vom 10. bis zum 24. Oktober 2022 geschlossen bleibt. Ab Dienstag, 25. Oktober 2022, sind Detlef Brune und Rainer Goltz dann wieder für die Bürger vor Ort. Die Männer sind zu Nicht-Ferienzeiten zu erreichen: Dienstag 10 bis12 Uhr; Donnerstag 14 bis 16 Uhr, Samstag 14 bis 16 Uhr. Unter der Tel 02325/666121 ist das Café ausschließlich donnerstags in der Zeit von 19-20 Uhr zu erreichen.

seit 10. Okt

Donnerstag, 13. Oktober

Ausstellung in der vhs-Galerie mit dem Herner Künstlerbund

Energie auf verschiedene Arten sichtbar machen

Erinnerungen an „Banksy": In der VHS-Galerie im Haus am Grünen Ring startet die Ausstellung "Energie“ mit Werken vom Künstlern des Herner Künstlerbundes. Bahtiyar Demircan zeigt ein Mädchen mit einem Herz, statt einem Ballon.

Das Thema Energie: Da war doch was? Stimmt. Kaum ein aktuelleres und brisanteres Thema hätte sich die Volkshochschule für ihre neue Ausstellung im Haus am Grünen Ring aussuchen können. 19 Künstler des Herner Künstlerbundes zeigen von Freitag, 9. September, bis Freitag, 4. November 2022, dort 38 Werke, die auf verschiedene Art und Weise mit dem Thema zu tun haben. Offizielle Eröffnung ist am Freitag, 9. September 2022, um 19 Uhr. So nennt Natalie Dilekli, Programmbereichsleiterin der VHS-Galerie die neue Ausstellung „absolut zeitgemäß“, obwohl sie schon für 2021, anlässlich des 100. Geburtstages des Künstlers Joseph Beuys, geplant war. „Wir hatten das Thema frei in den Raum gestellt und da Energie so viele Facetten hat, hat jeder Künstler ganz individuell seine Interpretation davon umgesetzt“, so Dilekli. Die Auswahl der Werke habe eine Jury getroffen. Entstanden sind Zeichnungen, Malerei und Objekte über verschiedene Themenfelder, beispielsweise Energiequellen oder über spirituelle Lebensenergie. Viele der Werke sind sehr bunt, andere wiederum nur schwarz-weiß, einige haben eine Mischung erhalten. Manche sind reine Bilder, beispielsweise mit Öl auf Leinwand, andere sind Fotografien und es gibt eine Art Skulptur zu sehen. Helmut Kottkamp hat beispielsweise so eine abstrakte Figur aus Wasserschläuchen und -rohren erstellt, während Inge Weber maritime Motive mit Energie kombiniert hat - ein Werk zeigt ein Windrad, welches im Wasser steht, um das blaue Wasser drumherum sind bunte Farben verteilt. Reiner Glebsattel hat unter anderem einen Wasserfall gemalt, hinter dem zwei Strommasten stehen. Die Künstlerin Petra Katharina Engel mag es kleiner: In einer Badewanne, die nur rund 20 Zentimeter groß ist, liegen als Quelle der Energie zahlreiche Batterien. Wilhelm Tinnemann zeigt in weißen und grauen Tönen ebenfalls ein Windrad mit dem Titel „Die Zukunft hat begonnen". Tinnemann dazu: „Das ist genau das, was unsere Politiker derzeit diskutieren. Es ist ein aktuelles Thema, wie man die Energie in der Zukunft gewinnt und herstellt, dabei hat das Thema längst begonnen.“ Fotograf Günter Mottyll war für seine Bilder abends und nachts unterwegs, vor allem, wenn es vorher geregnet hat und so besondere Lichteffekte möglich sind. Er zeigt beispielsweise das Vonovia Ruhrstadion des VfL Bochum mit der fahrenden Straßenbahn davor, die blinkenden Neonlichter der Leuchtreklamen am Stadion, aber auch der Tankstelle gegenüber, sind seine Quelle der Energie. Heidrun Mottyll setzt sich mit dem Thema Ruhrgebiet auseinander: „Die Energie des Ruhrgebiets sind für mich die Menschen, auch wenn auf meinen Werken keine zu sehen sind“, hält sie fest. Neben quietschbunten Gemälden gibt es auch Portraits, als auch zwei Bilder von Bahtiyar Demircan, die stark an „Banksy“, ein unter einem Pseudonym arbeitenden britischen Streetart-Künstler, erinnern. Banksy ist bekannt für aufsehenerregende Aktionen. So zerstörte sich sein Werk „Girl With Balloon“ 2018 teilweise unmittelbar nach einer großen Auktion (Kaufpreis rund 1,18 Millionen Euro) mit einem im Rahmen versteckten Schredder. Demircan lässt ein Mädchen keinen Ballon hochhalten, sondern ein Herz. Wer die Ausstellung besuchen möchte, kann dies zu den gängigen Öffnungszeiten (Montag bis Freitag, 9 bis 20 Uhr) tun. In den Ferien gilt: Montag bis Donnerstag, 8:30 bis 12 und 13:30 bis 15:30 sowie Freitag 8:30 bis 12 Uhr.

9 Uhr

Vorleseaktion für Kinder

'Star Wars-Geschichten'

Hernebration 5 mit einem kleine Star Wars Fan.

Vorlesepate Bernhard Dudel schnappt sich am Donnerstag, 13. Oktober 2022, um 16:30 Uhr, das Buch und liest Passend zum Star Wars Day, 14. Oktober 2022, Geschichten rund um die Jedi, Lichtschwerter und Co vor. Dazu ist keine Anmeldung erforderlich. Weiter Infos gibt es hier: Tel 02323 16-2793.

16:30 Uhr

Vorleseaktion für Kinder ab 6 Jahren

'Geschichten von Kommissar Pfote'

Geschichten von Kommissar Pfote.

Vorlesepate Heinrich Engelke liest am Donnerstag, 13. Oktober 2022, ab 17 Uhr, für Menschen ab sechs Jahren aus dem Buch - Geschichten von Kommissar Pfote - vor. Dazu ist keine Anmeldung erforderlich. Weiter Infos gibt es hier: Tel 02323 16-2793. WUFF, hier bellt die Polizei. Mein Name ist Pepper und ich werde auch Kommissar Pfote genannt, denn ich löse jeden Fall. PFOTE DRAUF. In den Geschichten dreht sich alles um den cleveren Polizeihund Pepper. Frei Schnauze erzählt er von seinen aufregenden Einsätzen bei der Polizei. Dabei kann er sich immer auf seine Spürnase verlassen und löst mit seinem Partner, Polizist Paul, jeden Fall.

17 Uhr

vhs: Ein Spaziergang auf Englisch

Walking while Talking

Für alle diejenigen, die gerne spazieren gehen und ihre englische Sprache verbessern möchten, für die ist diese Treffen genau richtig. An zwei Donnerstagen, 6. und 13. Oktober 2022, ist der Treffpunkt bei Flottmann: You will get some information about the chosen area and have the chance to talk about it (or other themes) with your fellow walkers - in English. Bitte bis Freitag, 30. September 2022, anmelden: Tel 02323 / 16-2920 oder für den 6. Oktober und 13. Oktober online.

17 Uhr

„Die Hohenzollern und die Nazis – Geschichte einer Kollaboration“

Livestream Deutscher Sachbuchpreis 2022

vhs-Herne Logo.

Die vhs Herne lädt am Donnerstag, 13. Oktober 2022, in der Zeit von 19:30 bis 21 Uhr, zu Online-Vortrag ein, der Teil des Programms der „Kooperation vhs.wissen live“ ist, und in Kooperation mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels stattfindet. Seit über 100 Jahren haben die »Oberhäupter« der Hohenzollern immer wieder mit Juristen, Historikern, Journalisten, Ghostwritern und PR-Beratern zusammengearbeitet, mit deren Hilfe sie das Bild der Familie in der Öffentlichkeit aufpolierten. In diesem Vortrag werden Rollen und Selbstdarstellung der wichtigsten Familienmitglieder von einem der besten Kenner der Materie analysiert und dargestellt: In einer großen historischen Erzählung zieht Stephan Malinowski den Bogen über drei Generationen von 1918 bis in die Gegenwart und beschreibt das politische Milieu, in dem sich ihre Akteure bewegten. Stephan Malinowski war Kennedy-Fellow an der Harvard University. Derzeit lehrt er Europäische Geschichte an der University of Edinburgh. Als Gutachter erstellte er im Auftrag des Landes Brandenburg ein Gutachten, das in der Diskussion um die vom »Chef des Hauses« Hohenzollern geltend gemachten Restitutionsansprüche eine entscheidende Rolle spielte. Seine Monographie zu den Hohenzollern wurde mit dem Deutschen Sachbuchpreis 2022 ausgezeichnet.

19:30 Uhr

Räuber Hotzenplotz, Krabat und die kleine Hexe

Otfried Preußlers Bildwelten

Illustration von Daniel Napp aus Otfried Preußler, „Das kleine Gespenst“

Die Ludwig Galerie Schloss Oberhausen hatte Mitte September 2020 eine große Retrospektive der Bildwelten des begnadeten Geschichtenerzählers Otfried Preußler nach nur kurzer Zeit coronabedingt wieder schließen müssen. Zwei Jahre später, am 17. September 2022 um 19 Uhr, ist Wiedereröffnung in erweitertem Umfang und mit einem tollen Rahmenprogramm für die ganze Familie. Otfried Preußler (1923–2013) gehört zu den bedeutendsten und einflussreichsten Kinder- und Jugendbuchautoren des deutschsprachigen Raums. Mit Geschichten wie „Der Räuber Hotzenplotz“, „Die kleine Hexe“ und „Das kleine Gespenst“ hat der im böhmischen Reichenberg geborene Autor seit den 1950er Jahren Figuren erschaffen, die bis heute Generationen von Heranwachsenden prägen und aus den Kinderzimmern dieser Welt sowie dem Schulunterricht nicht mehr wegzudenken sind. Insgesamt hat er über 35 Bücher geschrieben, die in mehr als 50 Sprachen übersetzt wurden und inzwischen eine Gesamtauflage von über 50 Millionen Exemplaren weltweit erreicht haben. Otfried Preußler hat nach der Vertreibung der Familie aus dem Sudetenland im bayerischen Rosenheim als Volksschullehrer und Lokalredakteur gearbeitet, bevor er den mündlich überlieferten Sagen- und Märchenschatz seiner Großmutter Dora aufzuschreiben begann und 1956 mit „Der kleine Wassermann“ den Grundstein zu seinem weltweiten Erfolg legte. Zahlreiche Zeichner haben seine Geschichten nicht nur illustriert, sondern seine Figuren geradezu zum Leben erweckt, indem sie von ihrem persönlichen Stil und eigenen Ideen Gebrauch machten. Kuratorin Linda Schmitz-Kleinreesink: „Besonders bekannt sind die Illustrationen von F. J. Tripp, die dem Räuber Hotzenplotz sein markantes Äußeres verleihen. Die holzschnitthaften Sepia-Zeichnungen, die Herbert Holzing für Krabat erschafft, bleiben über zahlreiche Auflagen hinweg bestehen. Das unverwechselbare Aussehen der kleinen Hexe, aber auch des kleinen Wassermanns, ist der Künstlerin Winnie Gebhardt zu verdanken.“ Mehr als fünfzig ihrer originalen Tuschezeichnungen hat der Thienemann-Esslinger Verlag aus seinem Archiv eigens für die Oberhausener Ausstellung bereitgestellt. Die Neuillustrationen der Klassiker durch Daniel Napp, Thorsten Saleina und Annette Swoboda sind in der umfangreichen Schau auf allen drei Etagen der Ludwig Galerie ebenso vertreten sein wie die frühen Zeichnungen. Auch selten gezeigte Originalzeichnungen zu „Hörbe“, einer eigenen Geschichte Preußlers, die 1981 seiner böhmischen Heimat ein Denkmal setzt, sind zu sehen. Hörbücher, Theateradaptionen, Filme und Spiele zeugen von der immensen Beliebtheit der jeweiligen Werke. Über 300 originale Zeichnungen sowie Filmrequisiten, Buchausgaben, Fotografien und Anton Bachleitners „Krabat“-Figuren des Düsseldorfer Marionettentheaters ermöglichen erstmals einen umfangreichen Überblick über das Wirken Otfried Preußlers und seiner Illustratoren. Die Ausstellung lädt dazu ein, unterschiedlichste Gattungen zu durchwandern: über klassische Bilderbücher, Geschichtensammlungen und traditionelle Sagen bis hin zu fantastischen Erzählungen. Alle Bücher liegen zum Schmökern für Jung und Alt aus, dazu werden Ausschnitte aus Kinoadaptionen gezeigt. Die Ausstellung „ Otfried Preußler – Figurenschöpfer und Geschichtenerzähler“ wird vom 18. September 2022 bis 15. Januar 2023 in der Ludwig Galerie Schloss Oberhausen, Konrad-Adenauer-Allee 46, gezeigt. Sie ist geöffnet Dienstag bis Sonntag jeweils von 11 bis 18 Uhr, geschlossen montags sowie am 24., 25. und 31. Dezember 2022 und am 1. Januar 2023. Der Eintritt kostet acht, ermäßigt vier Euro, Familien (zwei Erwachsene plus Kinder) zahlen 12 Euro, das Kombiticket mit dem Gasometer Oberhausen kostet 14 Euro. Ein Kinder-Mitmach-Heft führt spielend durch die Ausstellung, Oberhausener Schüler haben einen Kinder-Audioguide kreiert und es werden neben den öffentlichen Führungen an jedem Sonn- und Feiertag um 11:30 Uhr auch Führungen auf Ukrainisch/Russisch und Arabisch angeboten. Kuratorinnenführungen mit Linda Schmitz-Kleinreesink gibt es sonntags um 15 Uhr am 16. Oktober 2022, 13. November 2022, 11. Dezember 2022 und 15. Januar 2023. Die Direktorin Dr. Christine Vogt führt jeweils mittwochs um 16 Uhr durch die Ausstellung am 19. Oktober 2022 und am 30. November 2022. Sie hat zusammen mit Linda Schmitz-Kleinreesink den reich bebilderten, für 29,80 Euro äußerst wohlfeilen Katalog herausgegeben (ISBN 978-3-932236-44-0). Weitere Informationen auch über Lesungen, Figurentheateraufführungen und Vorträge gibt es auf der Homepage.

seit 18. Sept

Spielstadt 2022

'Kinder geben den Ton an'

Die Spielestadt 2022 findet im Oktober statt.

Die Kinderanwältin Bibi Buntstrumpf bietet in Kooperation mit den Kinder- und Jugendeinrichtungen der Falken Herne (Galaxy Horsthausen, Kindertreff am Pütt, das JUP und dem Pub a la Pub) vom 4. bis 17. Oktober 2022 in den Herbstferien die Spielstadt an. Arbeiten, Steuern zahlen und wählen gehen, hier können die Jüngsten spielerisch lernen wie eine Stadt und Demokratie funktioniert. Täglich von 10:30 bis 15:30 Uhr sind alle Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren in die Einrichtung Galaxy Horsthausen auf der Gneisenaustraße 6 eingeladen, mit vielen anderen Kindern eine „Stadt im Kleinen“ zu gestalten. Die Kinder können hier in die Fußstapfen der Erwachsenen treten und ihre eigene kleine Stadt leiten, bei der Post, Bank , Jobcenter oder für die Zeitung arbeiten. Dieses komplexe Projekt ist ein umfassendes Bildungsangebot für die Kinder, Jungen wie Mädchen, unabhängig von Herkunft und Bildungshintergrund. Die inszenierte Welt der Spielstadt eröffnet den Kindern die Möglichkeit, probeweise im Spiel, aber in ernst genommenen Rollen, ein städtisches Gemeinwesen und im weitesten Sinne soziales Leben zu erfahren. Wie funktioniert das Stadtleben, wie die Verwaltung, die lokale Politik, der Kreislauf von Arbeit, Geld und Konsum? Die Wirklichkeit einer Stadt, wenn auch diesmal im kleineren Rahmen, bleibt anschlussfähig an die fantasievoll entwickelte Kinderwelt und umgekehrt. Am Donnerstag, 6. Oktober 2022, wird gewählt, Bürgermeister-Wahlen. So Lernen Kinder Einfluss auf Abläufe zu nehmen.

seit 4. Okt

Herbstferien 2022

Repair Café Pluto

Repair Cafe in der Bürgerwerkstatt am Stadtteilzentrum Pluto.

Das Repair Café Pluto unter dem Stadtteilzentrum Pluto macht Herbstferien. Das bedeutet, dass das Café, das von den beiden Elektrotechnikern betrieben wird vom 10. bis zum 24. Oktober 2022 geschlossen bleibt. Ab Dienstag, 25. Oktober 2022, sind Detlef Brune und Rainer Goltz dann wieder für die Bürger vor Ort. Die Männer sind zu Nicht-Ferienzeiten zu erreichen: Dienstag 10 bis12 Uhr; Donnerstag 14 bis 16 Uhr, Samstag 14 bis 16 Uhr. Unter der Tel 02325/666121 ist das Café ausschließlich donnerstags in der Zeit von 19-20 Uhr zu erreichen.

seit 10. Okt

Freitag, 14. Oktober

Ausstellung in der vhs-Galerie mit dem Herner Künstlerbund

Energie auf verschiedene Arten sichtbar machen

Erinnerungen an „Banksy": In der VHS-Galerie im Haus am Grünen Ring startet die Ausstellung "Energie“ mit Werken vom Künstlern des Herner Künstlerbundes. Bahtiyar Demircan zeigt ein Mädchen mit einem Herz, statt einem Ballon.

Das Thema Energie: Da war doch was? Stimmt. Kaum ein aktuelleres und brisanteres Thema hätte sich die Volkshochschule für ihre neue Ausstellung im Haus am Grünen Ring aussuchen können. 19 Künstler des Herner Künstlerbundes zeigen von Freitag, 9. September, bis Freitag, 4. November 2022, dort 38 Werke, die auf verschiedene Art und Weise mit dem Thema zu tun haben. Offizielle Eröffnung ist am Freitag, 9. September 2022, um 19 Uhr. So nennt Natalie Dilekli, Programmbereichsleiterin der VHS-Galerie die neue Ausstellung „absolut zeitgemäß“, obwohl sie schon für 2021, anlässlich des 100. Geburtstages des Künstlers Joseph Beuys, geplant war. „Wir hatten das Thema frei in den Raum gestellt und da Energie so viele Facetten hat, hat jeder Künstler ganz individuell seine Interpretation davon umgesetzt“, so Dilekli. Die Auswahl der Werke habe eine Jury getroffen. Entstanden sind Zeichnungen, Malerei und Objekte über verschiedene Themenfelder, beispielsweise Energiequellen oder über spirituelle Lebensenergie. Viele der Werke sind sehr bunt, andere wiederum nur schwarz-weiß, einige haben eine Mischung erhalten. Manche sind reine Bilder, beispielsweise mit Öl auf Leinwand, andere sind Fotografien und es gibt eine Art Skulptur zu sehen. Helmut Kottkamp hat beispielsweise so eine abstrakte Figur aus Wasserschläuchen und -rohren erstellt, während Inge Weber maritime Motive mit Energie kombiniert hat - ein Werk zeigt ein Windrad, welches im Wasser steht, um das blaue Wasser drumherum sind bunte Farben verteilt. Reiner Glebsattel hat unter anderem einen Wasserfall gemalt, hinter dem zwei Strommasten stehen. Die Künstlerin Petra Katharina Engel mag es kleiner: In einer Badewanne, die nur rund 20 Zentimeter groß ist, liegen als Quelle der Energie zahlreiche Batterien. Wilhelm Tinnemann zeigt in weißen und grauen Tönen ebenfalls ein Windrad mit dem Titel „Die Zukunft hat begonnen". Tinnemann dazu: „Das ist genau das, was unsere Politiker derzeit diskutieren. Es ist ein aktuelles Thema, wie man die Energie in der Zukunft gewinnt und herstellt, dabei hat das Thema längst begonnen.“ Fotograf Günter Mottyll war für seine Bilder abends und nachts unterwegs, vor allem, wenn es vorher geregnet hat und so besondere Lichteffekte möglich sind. Er zeigt beispielsweise das Vonovia Ruhrstadion des VfL Bochum mit der fahrenden Straßenbahn davor, die blinkenden Neonlichter der Leuchtreklamen am Stadion, aber auch der Tankstelle gegenüber, sind seine Quelle der Energie. Heidrun Mottyll setzt sich mit dem Thema Ruhrgebiet auseinander: „Die Energie des Ruhrgebiets sind für mich die Menschen, auch wenn auf meinen Werken keine zu sehen sind“, hält sie fest. Neben quietschbunten Gemälden gibt es auch Portraits, als auch zwei Bilder von Bahtiyar Demircan, die stark an „Banksy“, ein unter einem Pseudonym arbeitenden britischen Streetart-Künstler, erinnern. Banksy ist bekannt für aufsehenerregende Aktionen. So zerstörte sich sein Werk „Girl With Balloon“ 2018 teilweise unmittelbar nach einer großen Auktion (Kaufpreis rund 1,18 Millionen Euro) mit einem im Rahmen versteckten Schredder. Demircan lässt ein Mädchen keinen Ballon hochhalten, sondern ein Herz. Wer die Ausstellung besuchen möchte, kann dies zu den gängigen Öffnungszeiten (Montag bis Freitag, 9 bis 20 Uhr) tun. In den Ferien gilt: Montag bis Donnerstag, 8:30 bis 12 und 13:30 bis 15:30 sowie Freitag 8:30 bis 12 Uhr.

9 Uhr

Aktionstag rund um Star Wars

'Mitmachen du musst'

Star Wars.

In den beiden Stadtbibliotheken findet am Freitag, 14. Oktober 2022, jeweils ab 15 Uhr der Star Wars Reads Day - Aktionstag rund um Star Wars - statt. Die Kinder können sich am Star Wars Readys Day vom Padawan zum Jedi-Ritter ausbilden lassen, indem sie verschiedene Prüfungen durchlaufen. Teilnehmen können alle kleinen und großen Fans. Dazu ist keine Anmeldung erforderlich. Weiter Infos gibt es hier: Tel 02323 16-2793 (Herne) oder 02323 16-3274 (Wanne).

15 Uhr

Beliebte Feierabendveranstaltung

'Lecker in Eickel' ist zurück

Leckereien gibt es auch aus der 'Alten Drogerie Meinken'.

Im Mai 2019 feierte ein neues Veranstaltungsformat im Sud- und Treberviertel von Eickel seine Premiere: Lecker in Eickel. Dafür hatte Veranstalter Peter Meinken nach Feierabend zum Verweilen, Genießen und sich treffen auf den Eickeler Markt eingeladen. Und was soll man sagen: Die Veranstaltung war ein Erfolg und der Platz proppevoll. Doch dann kam Corona und mit der Pandemie kam eine zweijährige Zwangspause. Die ist jetzt vorbei und Peter Meinken kehrt mit seiner Veranstaltungsreihe „Lecker in Eickel“ auf den Marktplatz zurück. Am Freitag, 6. Mai 2022, von 16 bis 21:30 Uhr, bietet sich nun für alle Menschen die Gelegenheit, gemeinsam in gemütlicher Atmosphäre das Wochenende einzuläuten. Dabei habe Meinken mit Absicht auf Livemusik verzichtet, erklärt er im halloherne-Gespräch. „Wir wollen die Eickeler Bürger nicht mehr als nötig 'beschallen' und die Veranstaltung soll auch keinen Eventcharakter bekommen.“ Aus diesem Grund werde noch nicht einmal an den einzelnen Ständen Hintergrund-Musik abgespielt. Genau die Stände: Wichtig sei ihm, nach dieser langen Corona-Durststrecke, lokale Unternehmen zu fördern. So wird das Bier aus den Zapfhähnen der Steinmeisters fließen, „... die werden sicherlich auch ihren Gummibärchen-Schnaps im Angebot haben.“ Kai Weyers von der Eickeler VINOthek wird für eine nette Wein-Auswahl zuständig sein, Meinken selber wird mit seiner „Alten Drogerie“ Wein, Sekt und Liköre anbieten und die Brennerei Eicker & Callen, die wird dafür sorgen, dass die Gin-Freunde nicht zu kurz kommen. Zudem wird Norbert Menzel vom LMV-Veranstaltungsservice „mit einem leichten und normalen Imbiss die Verpflegung übernehmen“, erklärt Peter Meinken. „Burger-Trucks werden wir in diesem Jahr nicht einladen, da wir mit unserer Veranstaltung nicht in Konkurrenz zu den lokalen Geschäften rund um den Marktplatz treten wollen.“ Vielmehr sei es ihm ein Anliegen, die Geschäfte, die sich um den Marktplatz gruppieren, zu stärken. „Da unsere Veranstaltung um 21:30 Uhr endet, haben die Gäste die Möglichkeit, den Abend in den umliegenden Lokalitäten ausklingen zu lassen.“ Weitere sieben Termine hat Meinken für seine Feierabendveranstaltung in der Pipeline: 10., 24. und 25. Juni; 15. Juli; 2. und 23. September und den 14. Oktober 2022. Und Freunde der gepflegten Feierlaune können sich auch den 21. und den 22. Mai 2022 (Samstag und Sonntag) schon einmal im Kalender notieren. Dann steigt das legendäre Hoffest der Brennerei am Heitkampsfeld - natürlich mit den Lokalmatadoren 'Los Gerlachos'.

16 Uhr

Die Zeitreise Strom

Kuratorinnenführung

Das Strommuseum in Recklinghausen lädt zur Kuratorinnenführung.

Das Museum 'Die Zeitreise Strom' (früher Strom und Leben= lädt an den Freitagen, 23. September, und 14. Oktober 2022, jeweils um 18 Uhr zu einer Kuratorinnenführung mit dem Titel „Zeitreise Strom“ ein. Die „Zeitreise Strom“ findet in Deutschlands größtem Spezialmuseum zum Thema Elektrizität statt. Eine Besonderheit des Museums sind seine vielen an fassbaren Objekte. In der zweistündigen Kuratorinnenführung lernen die Gäste das Haus in einer ganz besonderen Weise kennen und erhalten viele Einblicke in die Themen des Museums. Zum Rundgang gehört an diesem Nachmittag ein Blick vom Dach der Umspannanlage ebenso, wie ein Begrüßungsgetränk. Es können pro Führung bis zu 15 Personen teilnehmen. Die Kosten für die Teilnahme an der Führung betragen pro Person 12 Euro. Anmeldungen sind Tel 02361 / 984-2216 oder per Mail info@zeitreisestrom.de möglich.

18 Uhr

RevuePalast Ruhr zeigt: Diamonds & Glamour

Ein Universum der Lebensfreude

„Diamonds & Glamour“ im RevuePalast.

Ein Universum der Lebensfreude Noch opulentere Kostüme, noch mehr Live-Gesang: RevuePalast Ruhr zeigt neue Show „Diamonds & Glamour – Sternstunden der Travestie“ – feiert am 14. Oktober Premiere – der Vorverkauf läuft Herten. „Diamonds & Glamour – Sternstunden der Travestie“ – eine Supernova aus funkelnder Unterhaltung verspricht die neue Gala-Show im RevuePalast Ruhr auf Zeche Ewald in Herten. Noch opulentere Kostüme, noch mehr Live-Gesang mit Gänsehautgarantie und dazu jede Menge Spaß: Prinzipal Christian Stratmann entführt die Gäste in ein buntes Universum der Eleganz und Lebensfreude: „Mit der neuen Show hat unser Regisseur Ralf Kuta etwas Außergewöhnliches geschaffen. Weltklasse- Travestie in einem der schönsten Showtheater des Landes: Ich bin sicher, dieser Funke wird überspringen.“ Premiere ist am Freitag, 14. Oktober. Der Vorverkauf läuft. "Diamonds & Glamour“ wird eine Show der Rekorde, sagt Show-Regisseur Ralf Kuta. Erstmals sticheln neben Lalo Madrid in Essen und José Monteiro de Lima in Mülheim zwei weitere Kostümateliers für die magischen Momente der Verwandlung. Einen heißen Marilyn-Monroe-Dress entwirft gerade die Kostümdesignerin Anna Hörling aus Dortmund. Sie verpackte für die TV-Sendung „Viva la Diva“ Mallorca-Sänger Mickie Krause so kunstvoll als DragQueen, dass die Kostümbildner der RTL-Show jüngst den Deutschen Fernsehpreis einheimsten. Ralf Kuta: „Anna ist einfach unglaublich: Sie hat schon Pommes aus Pailletten gemacht!“ Stammkunde bei der Kostümkünstlerin Nita, heute 85, in Düsseldorf-Erkrath ist Ralf Kuta alias Dannyboy seit vielen Jahren. Unter Nitas Händen entstand zum Beispiel Ralfs ikonisches Marlene-Kleid, das zu einem Erkennungszeichen des RevuePalasts wurde. Damit nicht genug: Der kunstvoll glitzernde Federkopfschmuck, den Dannyboy in weiß und Jeanny in schwarz auf der Show-Bühne tragen, wurde für einen vierstelligen Betrag in einem Berliner Spezialatelier gefertigt und für das Fotoshooting zur Show per Express aus der Hauptstadt geordert. Zu jedem Einzelstück kann Ralf Kuta eine Geschichte erzählen. „Wir zeigen Kostüme und Schmuck aus aller Herren Länder“, sagt er: „So viel Aufwand war noch nie.“ Das Showprogramm selbst rückt legendäre Duos, Trios und Quartette in den Mittelpunkt. Elton John, Kiki Dee und RuPaul, aber auch die Flippers, Abba und Boney M. geben sich unter Kronleuchtern ein Stelldichein, unendlich wiederholt in den riesigen Wandspiegeln des Palasts. Eine musikalische Hommage an Marianne Rosenberg bildet einen Höhepunkt der Show. Durch den Abend führen zwei charmante Damen im Doppelpack: Publikumsliebling Jeanny und die Wuchtbrumme Roxy, die immer einen lockeren Spruch auf Lager haben. Im RevuePalast Ruhr nimmt man sich selbst nicht so ernst. Ob auf der Bühne oder im Publikum: Der Alltag weicht einem Lächeln, das lange anhält. Die Welt wird leicht, unbeschwert, sinnlich, sexy. Alles im Palast ist augenzwinkernde Unterhaltung. Willkommen bei „Diamonds & Glamour“: That’s Entertainment. Tickets ab 18,90 Euro gibt es auf online hier und am Tel hier02325 – 588 999 (mo bis fr, 10 bis 19 Uhr, und sa, 10 bis 14 Uhr)

20 Uhr

Räuber Hotzenplotz, Krabat und die kleine Hexe

Otfried Preußlers Bildwelten

Illustration von Daniel Napp aus Otfried Preußler, „Das kleine Gespenst“

Die Ludwig Galerie Schloss Oberhausen hatte Mitte September 2020 eine große Retrospektive der Bildwelten des begnadeten Geschichtenerzählers Otfried Preußler nach nur kurzer Zeit coronabedingt wieder schließen müssen. Zwei Jahre später, am 17. September 2022 um 19 Uhr, ist Wiedereröffnung in erweitertem Umfang und mit einem tollen Rahmenprogramm für die ganze Familie. Otfried Preußler (1923–2013) gehört zu den bedeutendsten und einflussreichsten Kinder- und Jugendbuchautoren des deutschsprachigen Raums. Mit Geschichten wie „Der Räuber Hotzenplotz“, „Die kleine Hexe“ und „Das kleine Gespenst“ hat der im böhmischen Reichenberg geborene Autor seit den 1950er Jahren Figuren erschaffen, die bis heute Generationen von Heranwachsenden prägen und aus den Kinderzimmern dieser Welt sowie dem Schulunterricht nicht mehr wegzudenken sind. Insgesamt hat er über 35 Bücher geschrieben, die in mehr als 50 Sprachen übersetzt wurden und inzwischen eine Gesamtauflage von über 50 Millionen Exemplaren weltweit erreicht haben. Otfried Preußler hat nach der Vertreibung der Familie aus dem Sudetenland im bayerischen Rosenheim als Volksschullehrer und Lokalredakteur gearbeitet, bevor er den mündlich überlieferten Sagen- und Märchenschatz seiner Großmutter Dora aufzuschreiben begann und 1956 mit „Der kleine Wassermann“ den Grundstein zu seinem weltweiten Erfolg legte. Zahlreiche Zeichner haben seine Geschichten nicht nur illustriert, sondern seine Figuren geradezu zum Leben erweckt, indem sie von ihrem persönlichen Stil und eigenen Ideen Gebrauch machten. Kuratorin Linda Schmitz-Kleinreesink: „Besonders bekannt sind die Illustrationen von F. J. Tripp, die dem Räuber Hotzenplotz sein markantes Äußeres verleihen. Die holzschnitthaften Sepia-Zeichnungen, die Herbert Holzing für Krabat erschafft, bleiben über zahlreiche Auflagen hinweg bestehen. Das unverwechselbare Aussehen der kleinen Hexe, aber auch des kleinen Wassermanns, ist der Künstlerin Winnie Gebhardt zu verdanken.“ Mehr als fünfzig ihrer originalen Tuschezeichnungen hat der Thienemann-Esslinger Verlag aus seinem Archiv eigens für die Oberhausener Ausstellung bereitgestellt. Die Neuillustrationen der Klassiker durch Daniel Napp, Thorsten Saleina und Annette Swoboda sind in der umfangreichen Schau auf allen drei Etagen der Ludwig Galerie ebenso vertreten sein wie die frühen Zeichnungen. Auch selten gezeigte Originalzeichnungen zu „Hörbe“, einer eigenen Geschichte Preußlers, die 1981 seiner böhmischen Heimat ein Denkmal setzt, sind zu sehen. Hörbücher, Theateradaptionen, Filme und Spiele zeugen von der immensen Beliebtheit der jeweiligen Werke. Über 300 originale Zeichnungen sowie Filmrequisiten, Buchausgaben, Fotografien und Anton Bachleitners „Krabat“-Figuren des Düsseldorfer Marionettentheaters ermöglichen erstmals einen umfangreichen Überblick über das Wirken Otfried Preußlers und seiner Illustratoren. Die Ausstellung lädt dazu ein, unterschiedlichste Gattungen zu durchwandern: über klassische Bilderbücher, Geschichtensammlungen und traditionelle Sagen bis hin zu fantastischen Erzählungen. Alle Bücher liegen zum Schmökern für Jung und Alt aus, dazu werden Ausschnitte aus Kinoadaptionen gezeigt. Die Ausstellung „ Otfried Preußler – Figurenschöpfer und Geschichtenerzähler“ wird vom 18. September 2022 bis 15. Januar 2023 in der Ludwig Galerie Schloss Oberhausen, Konrad-Adenauer-Allee 46, gezeigt. Sie ist geöffnet Dienstag bis Sonntag jeweils von 11 bis 18 Uhr, geschlossen montags sowie am 24., 25. und 31. Dezember 2022 und am 1. Januar 2023. Der Eintritt kostet acht, ermäßigt vier Euro, Familien (zwei Erwachsene plus Kinder) zahlen 12 Euro, das Kombiticket mit dem Gasometer Oberhausen kostet 14 Euro. Ein Kinder-Mitmach-Heft führt spielend durch die Ausstellung, Oberhausener Schüler haben einen Kinder-Audioguide kreiert und es werden neben den öffentlichen Führungen an jedem Sonn- und Feiertag um 11:30 Uhr auch Führungen auf Ukrainisch/Russisch und Arabisch angeboten. Kuratorinnenführungen mit Linda Schmitz-Kleinreesink gibt es sonntags um 15 Uhr am 16. Oktober 2022, 13. November 2022, 11. Dezember 2022 und 15. Januar 2023. Die Direktorin Dr. Christine Vogt führt jeweils mittwochs um 16 Uhr durch die Ausstellung am 19. Oktober 2022 und am 30. November 2022. Sie hat zusammen mit Linda Schmitz-Kleinreesink den reich bebilderten, für 29,80 Euro äußerst wohlfeilen Katalog herausgegeben (ISBN 978-3-932236-44-0). Weitere Informationen auch über Lesungen, Figurentheateraufführungen und Vorträge gibt es auf der Homepage.

seit 18. Sept

Spielstadt 2022

'Kinder geben den Ton an'

Die Spielestadt 2022 findet im Oktober statt.

Die Kinderanwältin Bibi Buntstrumpf bietet in Kooperation mit den Kinder- und Jugendeinrichtungen der Falken Herne (Galaxy Horsthausen, Kindertreff am Pütt, das JUP und dem Pub a la Pub) vom 4. bis 17. Oktober 2022 in den Herbstferien die Spielstadt an. Arbeiten, Steuern zahlen und wählen gehen, hier können die Jüngsten spielerisch lernen wie eine Stadt und Demokratie funktioniert. Täglich von 10:30 bis 15:30 Uhr sind alle Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren in die Einrichtung Galaxy Horsthausen auf der Gneisenaustraße 6 eingeladen, mit vielen anderen Kindern eine „Stadt im Kleinen“ zu gestalten. Die Kinder können hier in die Fußstapfen der Erwachsenen treten und ihre eigene kleine Stadt leiten, bei der Post, Bank , Jobcenter oder für die Zeitung arbeiten. Dieses komplexe Projekt ist ein umfassendes Bildungsangebot für die Kinder, Jungen wie Mädchen, unabhängig von Herkunft und Bildungshintergrund. Die inszenierte Welt der Spielstadt eröffnet den Kindern die Möglichkeit, probeweise im Spiel, aber in ernst genommenen Rollen, ein städtisches Gemeinwesen und im weitesten Sinne soziales Leben zu erfahren. Wie funktioniert das Stadtleben, wie die Verwaltung, die lokale Politik, der Kreislauf von Arbeit, Geld und Konsum? Die Wirklichkeit einer Stadt, wenn auch diesmal im kleineren Rahmen, bleibt anschlussfähig an die fantasievoll entwickelte Kinderwelt und umgekehrt. Am Donnerstag, 6. Oktober 2022, wird gewählt, Bürgermeister-Wahlen. So Lernen Kinder Einfluss auf Abläufe zu nehmen.

seit 4. Okt

Herbstferien 2022

Repair Café Pluto

Repair Cafe in der Bürgerwerkstatt am Stadtteilzentrum Pluto.

Das Repair Café Pluto unter dem Stadtteilzentrum Pluto macht Herbstferien. Das bedeutet, dass das Café, das von den beiden Elektrotechnikern betrieben wird vom 10. bis zum 24. Oktober 2022 geschlossen bleibt. Ab Dienstag, 25. Oktober 2022, sind Detlef Brune und Rainer Goltz dann wieder für die Bürger vor Ort. Die Männer sind zu Nicht-Ferienzeiten zu erreichen: Dienstag 10 bis12 Uhr; Donnerstag 14 bis 16 Uhr, Samstag 14 bis 16 Uhr. Unter der Tel 02325/666121 ist das Café ausschließlich donnerstags in der Zeit von 19-20 Uhr zu erreichen.

seit 10. Okt

Samstag, 15. Oktober

Tagespflege am Jürgens Hof

Tag der offenen Tür

Die Tagespflege am Jürgens Hof öffnet ihre Türen

Gemeinsam statt einsam lautet das Motto in der Tagespflege-Betreuung am Jürgens Hof. Am Samstag, 15. Oktober 2022, lädt die Tagespflege am Jürgens Hof 69 von 11 bis 14 Uhr zum Tag der offenen Begehung ein. An diesem Tag sind alle Interessenten eingeladen, die Räume zu besichtigen, sich über das Konzept der Tagespflege zu informieren und das Team in einer entspannten Atmosphäre kennen zu lernen. Der Besuch der Tagespflege erleichtert es älteren Menschen, soziale Kontakte und neue Bekanntschaften zu knüpfen. Ob in Einzel- oder Gruppenbetreuung: Das Pflegeteam setzt auf eine mobilisierende und aktivierende Pflege, die Körper, Geist und Seele einbezieht. Sicherheit erhalten pflegebedürftige Menschen dabei unter anderem durch einen klar strukturierten Tagesablauf, feste Bezugspersonen und kleine Gruppen. „Der Alltag ist somit dabei alles andere als langweilig", so die Verantwortlichen. Interessierte erreichen die Ansprechpartner, Pflegedienstleitung Nicole Fechner und ihr Team unter Tel 02323 6237-302 sowie auch gerne per E- mail über nicole.fechner@alloheim.de.

11 Uhr

Fritz-Constantin-Gedächtnispreis

9. Schnellschachturnier: 'Mit Links Matt gesetzt'

9. Schnellschachturnier um den Fritz-Constantin-Gedächtnispreis findet statt.

Die Partei Die.LinkeHerne/Wanne-Eickel lädt zum 9. Schnellschachturnier um den Fritz-Constantin-Gedächtnispreis. Gespielt wird im Volkshaus Röhlinghausen am Samstag, 15. Oktober 2022, von 11 bis 16 Uhr. Die Teilnehmer spielen sieben Runden nach Schweizer-System. Es gibt eine Bedenkzeit von 15 Minuten pro Partie pro Spieler. Neben dem Fritz-Constantin-Gedächtnispokal geht es um ein kleines Preisgeld für die drei Bestplazierten. Dieses wird von den Schachfreunden aus Herne gespendet. Außerdem gibt es Sachpreise - zum Beispiel für die meisten Niederlagen, einen Ratingpreis für eine DWZ-Zahl von unter x (wird auf dem Turnier festgelegt) und einen Preis für den bestplatzierten Mitspieler, der nicht Mitglied eines Schachvereins ist. Die Teilnehmer erhalten Getränke und Verpflegung. Es wird kein Startgeld erhoben. Um Anmeldung wird unter Tel 02325/654051 oder per Mail

11 Uhr

Aleka Medina in der Künstlerzeche

'Aleka Medina: Das pochende Zentrum'

Die Videoperformance „Anidar/Anudar“ (im Hintergrund) zeigt eine mit Seilen angebundene Frau bei der Hausarbeit, die Bodeninstallation „Kiesgrube“ erinnert an verschwundene Mädchen und Frauen.

Die 1989 im zentralamerikanischen Guatemala geborene Aleka Medina, frischgebackene diplomierte Absolventin der Kunstakademie Münster, ist die diesjährige Trägerin des Förderpreises „Junge Positionen Nordrhein-Westfalen“, der am Samstag, 1. Oktober 2022, um 17 Uhr im Kauengebäude der Künstlerzeche Unser Unser Fritz 2/3 zum zehnten Mal verliehen wird. Für den mit 1.500 Euro Preisgeld und 1.000 Euro Materialgeld dotierte Preis können die beiden Kunstakademien unseres Landes, Münster und Düsseldorf, Vorschläge einreichen, die von einer Expertenjury der Künstlerzeche gewichtet werden. Die Preisträger, bisher stehen acht Frauen nur zwei Männern gegenüber, erhalten zudem– in diesem Fall von Danuta Karsten - kuratorische Unterstützung für eine Einzelausstellung in Unser Fritz sowie deren Dokumentation in einem Leporello. „Das pochende Zentrum“ ist der Titel der zeitgleich eröffneten Ausstellung von drei Installationen, zwei Videoperformances sowie filigranen Zeichnungen im Foyer und den beiden Eingängen zur Schwarz- und Weißkaue von Aleka Medina. Einführende Worte spricht der Kunsthistoriker Sebastián Eduardo Dávilla. Aleka Medina, die zunächst Visual Art an Universität San Carlos de Guatemala studierte, bevor sie Schülerin von Prof. Mariana Castillo Deball wurde, ein Auslandssemester in Mexiko bei Prof. Gerda Gruber absolvierte und in diesem Sommer ihr Studium an der Kunstakademie Münster mit dem Diplom abschloss, lebt nun in Berlin. Ihre Arbeit ist biografisch, aber auch zugleich politisch geprägt. Mit Medien wie Zeichnungen, Installationen und Video verarbeitet sie Ängste und Traumata der (post-)kolonialistischen und patriarchalischen Gesellschaft von Guatemala. Die Schwarzkaue wird beherrscht von ihrer in 2022 entstandenen Installation „Paloma Blancas“ (Weiße Tauben). Seile erzeugen eine räumliche Zeichnung aus geometrischen Linien, bestückt mit Keramikfiguren, die individuelle Geschichten von Frauen aus der Heimat der Künstlerin erzählen. Diese werden bei der Vernissage mit Kerzen illuminiert. In der Weißkaue zwei Videoperformances. „Anidar/Anudar“ (Verschachteln/Verknüpfen) spielt im Kinderzimmer Aleka Medinas, einen einst sicheren Ort im Elternhaus, der sich aber nach ihrer Migration in den Augen der Künstlerin verändert hat. In „Desvergonzarse“ (Schamlos) trägt Aleka Medina ein bedrucktes Nachthemd mit Geschichten, welche die machistische und patriarchalische Gesellschaft Guatemalas offenbaren: Aleka Medina kanalisiert mit ihrer Kunst ihre eigene Wut und wandelt sie in eine radikale Zärtlichkeit um. In ihrem Werk verbinden sich fast kindlich gezeichneten Charaktere mit einer groben Darstellung der Realität. Davor erinnert die Rauminstallation „Fosa Comun“ (Kriesgrube) mit Objekten aus einer Mischung aus Harz und Kalzit an die sterblichen Überreste der im Bürgerkrieg verstorbenen und von Kriminellen entführten Frauen und Mädchen. Die zylindrische Leinwand der begehbaren Installation „Alle Namen, die noch im Umlauf sind“, ist eine Reise in die Geschichte Guatemalas. Die mit der kosmologischen Vision der Maya beginnt und sich auf den „xibalba“ genannten Ort der Angst und der Unterwelt bezieht. Weitere historische Stationen sind u.a. die Versklavung im Feudalismus der 1920er Jahre, die zentralamerikanischen Emanzipationsbewegungen der 1940er Jahre sowie der bis heute andauernde Guerilla-Bürgerkrieg. Die Künstlerin: „Von unten gesehen entsteht beim Betrachten ein Gefühl, ein Kind zu sein. Ich nenne es gerne eine Geschichte für Kinder, gemacht für Erwachsene.“ Die Ausstellung „Aleka Medina: Das pochende Zentrum“ ist vom 1. bis zum 30. Oktober 2022 im Kauengebäude der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3, Zur Künstlerzeche 10 in 44653 Herne, zu sehen. Öffnungszeiten: Mittwoch und Samstag jeweils von 15 bis 18 Uhr, Sonntag von 14 bis 17 Uhr. Es gelten die jeweils aktuellen Corona-Schutz-Bestimmungen.

15 Uhr

Revue-Operette begeistert in Gelsenkirchen

Drei Männer im Schnee

Mehr als nur drei Männer im Schnee in der furiosen Revue-Operette im Stil der amerikanischen Screwball-Komödien.

„Tobler besitzt viele Millionen. Aber er ist kein Millionär“: Geheimrat Eduard Tobler (Paradepartie für den Erzkomödianten Joachim G. Maaß), der eine noble Villa an der Allee zwischen Halensee und Hundekehle in Berlin bewohnt, hat vor 15 Jahren einen Onkel beerbt und sich seither um nichts gekümmert. Weder um die Banken, Warenhäuser und Fabriken, die zu seinem Imperium gehören, noch um die schlesischen Bergwerke, die Hochöfen an der Ruhr oder seine Schifffahrtslinien. Dafür hat er sich, inkognito als Eduard Schulze, an einem Preisausschreiben seiner Putzblank-Werke beteiligt und den zweiten Preis gewonnen: zehn luxuriöse Urlaubstage im Grandhotel Bruckbeuren. „Schulze ist ein anderes Wort für Freiheit, für Glück“: Der Multi-Millionär verkleidet sich als armer Schlucker, um unerkannt in die Alpen zu reisen. Ein großes Kind auf Abenteuerfahrt. Womit er weder auf Verständnis bei seiner Tochter Hilde (Bele Kumberger) noch gar bei seiner langjährigen Haushälterin Kunkel („Hausdamen, die bellen, beißen nicht“: Christa Platzer) stößt: Insgeheim wird der Bruckbeurer Hoteldirektor Kühne (glänzt nicht nur hinter den Kulissen, sondern auch auf seinen Brettern: MiR-Intendant Michael Schulz) instruiert. „Karl der Kühne“, zumindest bei Erich Kästner selbst ein Hallodri von Junggeselle, der tagsüber auf der Skipiste und abends bei seinen alleinstehenden weiblichen Gästen auf der Tanzfläche seinen Mann steht, während sein erster Portier Polter (Bass der Extraklasse: Philipp Kranjc) den Nobelladen schmeißt, ist ganz Ohr: solche Exzentrik ist ganz nach seinem Geschmack. Er erkennt sogleich in Dr. Fritz Hagedorn (Sebastian Schiller), erster Preisträger des Wettbewerbs um den besten Reklameslogan und seit Jahren arbeitsloser Werbefachmann, weshalb sein Habitus arge Gebrauchsspuren aufweist, den verkappten Millionär. Fritz, der in Berlin vergeblich auf eine Barvergütung der Reise hoffte, könnte sich im siebten Wintersport-Himmel fühlen: geräumige Suite samt täglichem Masseur und allen nur denkbaren Annehmlichkeiten einer Luxusherberge, in der nur betuchte Stammgäste aus ganz Europa absteigen. Andererseits fühlt sich der nicht nur von Frau Casparius, der mannstollen Gattin eines Bremer Zigarrenfabrikanten (hier als mondäne Frau Calabré: Anke Sieloff), umlagerte Hagedorn wie im falschen Film - und gänzlich fehl am Platze. Ist er doch weder ein Freund deftiger Hausmannskost (Buletten mit Senf) noch eines heißen Ziegelsteins im Bett. Von (Siam-) Katzen dortselbst ganz zu schweigen. Johann Kesselhuth (Mark Weigel), Toblers langjähriger Kammerdiener, begleitet seinen Herrn als wohlhabender Adliger ins verschneite Alpenparadies, um für diesen, dem Portier Polter eine zugige, ungeheizte Dachkammer zugewiesen hat, das Menschenmögliche zu tun. Heimlich versteht sich. Der Millionär hat derweil im armen Schlucker Hagedorn einen Freund fürs Leben gefunden und genießt geradezu jede Demütigung durch die Hotelleitung. Gerade noch rechtzeitig vor dem großen Silvesterball trudeln Hilde Tobler und Claudia Kunkel ein... „Drei Männer im Schnee“ (1934), neben „Die verschwundene Zeit“ (1935) und „Der kleine Grenzverkehr“ (1938) zu den, so der Autor selbst, „humoristischen Romanen“ Erich Kästners gehörend, wurde in der dunkelsten Zeit Deutschlands unter dem Pseudonym Robert Neuner geschrieben, publiziert und für die Bühne adaptiert. 1934 in Bremen uraufgeführt und noch im gleichen Jahr in Bochum nachgespielt, kam dort 80 Jahre später eine fulminante Neuinszenierung Christian Breys heraus. Pointiert geschriebene Szenen wie der gemeinsame nächtliche Bau des Schneemannes Kasimir schrien geradezu nach einer Verfilmung, weshalb Metro Goldwyn Mayer gleich nach dem Krieg die Filmrechte der ersten beiden Romane erwarb. Nun ist unter der zupackenden musikalischen Leitung des 1. Kapellmeisters Peter Kattermann die Revue-Operettenfassung des Kabarettisten Thomas Pigor, die Auftragsarbeit des Münchner Gärtnerplatz-Theaters erlebte am 31. Januar 2019 dort ihre Uraufführung, in einer furiosen, an die amerikanischen Screwball-Komödien erinnernden Inszenierung Sandra Wissmanns am Gelsenkirchener Musiktheater im Revier herausgekommen – und nach gut zweieinhalb atemberaubenden Stunden am Premierenabend des 24. September 2022 in Ovationsstärke gefeiert worden. Neben Pigor zeichnen Konrad Koselleck, Benedikt Eichhorn und Christoph Israel für die grandiose Melange aus Swing und Jazz, Hanns Eislers Brecht-Vertonungen, der von Barrie Kosky wiederbelebten Berliner Operette und den Hits der 1930er Unterhaltungsmusik verantwortlich, zudem sorgen Volksmusikanklänge und Mozart-Zitate für österreichisches Lokalkolorit. „Jeder der sieben Sterne ist hart verdient“: Michael Schulz als Hoteldirektor Kühne ist allein das Eintrittsgeld wert. Um hier nicht zu viel zu verraten von der schenkelklopfenden Riesengaudi: in Britta Tönnes wandelbarer Kulisse und Beata Kornatowskas Kostümen der 1930er Jahre agiert ein Klasse-Ensemble, das den eigenen Spaß am turbulenten Geschehen eins zu eins über Rampe und Graben bringt. Es brennt geradezu ein Feuerwerk an heiteren Miniaturen und saukomischen Verwechslungen ab - von Rüdiger Klimm als Leipziger Tierhändler Seidelbast über Philipp Kranjc als weanerisch überheblicher Portier bis hin zum Brüderpaar Tobias Glagau/Frank Wöhrmann als alpenländische Stimmungskanonen. Ein so noch nie gesehener Stepptanz auf Skiern ist genau der richtige Blödsinn, um uns die Katastrophen dieser Zeit vorübergehend vergessen zu lassen. Karten für die weiteren Vorstellungen bis Ende Januar 2023 unter musiktheater-im-revier.de oder Tel 0209 – 40 97 200.

19:30 Uhr

RevuePalast Ruhr zeigt: Diamonds & Glamour

Ein Universum der Lebensfreude

„Diamonds & Glamour“ im RevuePalast.

Ein Universum der Lebensfreude Noch opulentere Kostüme, noch mehr Live-Gesang: RevuePalast Ruhr zeigt neue Show „Diamonds & Glamour – Sternstunden der Travestie“ – feiert am 14. Oktober Premiere – der Vorverkauf läuft Herten. „Diamonds & Glamour – Sternstunden der Travestie“ – eine Supernova aus funkelnder Unterhaltung verspricht die neue Gala-Show im RevuePalast Ruhr auf Zeche Ewald in Herten. Noch opulentere Kostüme, noch mehr Live-Gesang mit Gänsehautgarantie und dazu jede Menge Spaß: Prinzipal Christian Stratmann entführt die Gäste in ein buntes Universum der Eleganz und Lebensfreude: „Mit der neuen Show hat unser Regisseur Ralf Kuta etwas Außergewöhnliches geschaffen. Weltklasse- Travestie in einem der schönsten Showtheater des Landes: Ich bin sicher, dieser Funke wird überspringen.“ Premiere ist am Freitag, 14. Oktober. Der Vorverkauf läuft. "Diamonds & Glamour“ wird eine Show der Rekorde, sagt Show-Regisseur Ralf Kuta. Erstmals sticheln neben Lalo Madrid in Essen und José Monteiro de Lima in Mülheim zwei weitere Kostümateliers für die magischen Momente der Verwandlung. Einen heißen Marilyn-Monroe-Dress entwirft gerade die Kostümdesignerin Anna Hörling aus Dortmund. Sie verpackte für die TV-Sendung „Viva la Diva“ Mallorca-Sänger Mickie Krause so kunstvoll als DragQueen, dass die Kostümbildner der RTL-Show jüngst den Deutschen Fernsehpreis einheimsten. Ralf Kuta: „Anna ist einfach unglaublich: Sie hat schon Pommes aus Pailletten gemacht!“ Stammkunde bei der Kostümkünstlerin Nita, heute 85, in Düsseldorf-Erkrath ist Ralf Kuta alias Dannyboy seit vielen Jahren. Unter Nitas Händen entstand zum Beispiel Ralfs ikonisches Marlene-Kleid, das zu einem Erkennungszeichen des RevuePalasts wurde. Damit nicht genug: Der kunstvoll glitzernde Federkopfschmuck, den Dannyboy in weiß und Jeanny in schwarz auf der Show-Bühne tragen, wurde für einen vierstelligen Betrag in einem Berliner Spezialatelier gefertigt und für das Fotoshooting zur Show per Express aus der Hauptstadt geordert. Zu jedem Einzelstück kann Ralf Kuta eine Geschichte erzählen. „Wir zeigen Kostüme und Schmuck aus aller Herren Länder“, sagt er: „So viel Aufwand war noch nie.“ Das Showprogramm selbst rückt legendäre Duos, Trios und Quartette in den Mittelpunkt. Elton John, Kiki Dee und RuPaul, aber auch die Flippers, Abba und Boney M. geben sich unter Kronleuchtern ein Stelldichein, unendlich wiederholt in den riesigen Wandspiegeln des Palasts. Eine musikalische Hommage an Marianne Rosenberg bildet einen Höhepunkt der Show. Durch den Abend führen zwei charmante Damen im Doppelpack: Publikumsliebling Jeanny und die Wuchtbrumme Roxy, die immer einen lockeren Spruch auf Lager haben. Im RevuePalast Ruhr nimmt man sich selbst nicht so ernst. Ob auf der Bühne oder im Publikum: Der Alltag weicht einem Lächeln, das lange anhält. Die Welt wird leicht, unbeschwert, sinnlich, sexy. Alles im Palast ist augenzwinkernde Unterhaltung. Willkommen bei „Diamonds & Glamour“: That’s Entertainment. Tickets ab 18,90 Euro gibt es auf online hier und am Tel hier02325 – 588 999 (mo bis fr, 10 bis 19 Uhr, und sa, 10 bis 14 Uhr)

20 Uhr

Räuber Hotzenplotz, Krabat und die kleine Hexe

Otfried Preußlers Bildwelten

Illustration von Daniel Napp aus Otfried Preußler, „Das kleine Gespenst“

Die Ludwig Galerie Schloss Oberhausen hatte Mitte September 2020 eine große Retrospektive der Bildwelten des begnadeten Geschichtenerzählers Otfried Preußler nach nur kurzer Zeit coronabedingt wieder schließen müssen. Zwei Jahre später, am 17. September 2022 um 19 Uhr, ist Wiedereröffnung in erweitertem Umfang und mit einem tollen Rahmenprogramm für die ganze Familie. Otfried Preußler (1923–2013) gehört zu den bedeutendsten und einflussreichsten Kinder- und Jugendbuchautoren des deutschsprachigen Raums. Mit Geschichten wie „Der Räuber Hotzenplotz“, „Die kleine Hexe“ und „Das kleine Gespenst“ hat der im böhmischen Reichenberg geborene Autor seit den 1950er Jahren Figuren erschaffen, die bis heute Generationen von Heranwachsenden prägen und aus den Kinderzimmern dieser Welt sowie dem Schulunterricht nicht mehr wegzudenken sind. Insgesamt hat er über 35 Bücher geschrieben, die in mehr als 50 Sprachen übersetzt wurden und inzwischen eine Gesamtauflage von über 50 Millionen Exemplaren weltweit erreicht haben. Otfried Preußler hat nach der Vertreibung der Familie aus dem Sudetenland im bayerischen Rosenheim als Volksschullehrer und Lokalredakteur gearbeitet, bevor er den mündlich überlieferten Sagen- und Märchenschatz seiner Großmutter Dora aufzuschreiben begann und 1956 mit „Der kleine Wassermann“ den Grundstein zu seinem weltweiten Erfolg legte. Zahlreiche Zeichner haben seine Geschichten nicht nur illustriert, sondern seine Figuren geradezu zum Leben erweckt, indem sie von ihrem persönlichen Stil und eigenen Ideen Gebrauch machten. Kuratorin Linda Schmitz-Kleinreesink: „Besonders bekannt sind die Illustrationen von F. J. Tripp, die dem Räuber Hotzenplotz sein markantes Äußeres verleihen. Die holzschnitthaften Sepia-Zeichnungen, die Herbert Holzing für Krabat erschafft, bleiben über zahlreiche Auflagen hinweg bestehen. Das unverwechselbare Aussehen der kleinen Hexe, aber auch des kleinen Wassermanns, ist der Künstlerin Winnie Gebhardt zu verdanken.“ Mehr als fünfzig ihrer originalen Tuschezeichnungen hat der Thienemann-Esslinger Verlag aus seinem Archiv eigens für die Oberhausener Ausstellung bereitgestellt. Die Neuillustrationen der Klassiker durch Daniel Napp, Thorsten Saleina und Annette Swoboda sind in der umfangreichen Schau auf allen drei Etagen der Ludwig Galerie ebenso vertreten sein wie die frühen Zeichnungen. Auch selten gezeigte Originalzeichnungen zu „Hörbe“, einer eigenen Geschichte Preußlers, die 1981 seiner böhmischen Heimat ein Denkmal setzt, sind zu sehen. Hörbücher, Theateradaptionen, Filme und Spiele zeugen von der immensen Beliebtheit der jeweiligen Werke. Über 300 originale Zeichnungen sowie Filmrequisiten, Buchausgaben, Fotografien und Anton Bachleitners „Krabat“-Figuren des Düsseldorfer Marionettentheaters ermöglichen erstmals einen umfangreichen Überblick über das Wirken Otfried Preußlers und seiner Illustratoren. Die Ausstellung lädt dazu ein, unterschiedlichste Gattungen zu durchwandern: über klassische Bilderbücher, Geschichtensammlungen und traditionelle Sagen bis hin zu fantastischen Erzählungen. Alle Bücher liegen zum Schmökern für Jung und Alt aus, dazu werden Ausschnitte aus Kinoadaptionen gezeigt. Die Ausstellung „ Otfried Preußler – Figurenschöpfer und Geschichtenerzähler“ wird vom 18. September 2022 bis 15. Januar 2023 in der Ludwig Galerie Schloss Oberhausen, Konrad-Adenauer-Allee 46, gezeigt. Sie ist geöffnet Dienstag bis Sonntag jeweils von 11 bis 18 Uhr, geschlossen montags sowie am 24., 25. und 31. Dezember 2022 und am 1. Januar 2023. Der Eintritt kostet acht, ermäßigt vier Euro, Familien (zwei Erwachsene plus Kinder) zahlen 12 Euro, das Kombiticket mit dem Gasometer Oberhausen kostet 14 Euro. Ein Kinder-Mitmach-Heft führt spielend durch die Ausstellung, Oberhausener Schüler haben einen Kinder-Audioguide kreiert und es werden neben den öffentlichen Führungen an jedem Sonn- und Feiertag um 11:30 Uhr auch Führungen auf Ukrainisch/Russisch und Arabisch angeboten. Kuratorinnenführungen mit Linda Schmitz-Kleinreesink gibt es sonntags um 15 Uhr am 16. Oktober 2022, 13. November 2022, 11. Dezember 2022 und 15. Januar 2023. Die Direktorin Dr. Christine Vogt führt jeweils mittwochs um 16 Uhr durch die Ausstellung am 19. Oktober 2022 und am 30. November 2022. Sie hat zusammen mit Linda Schmitz-Kleinreesink den reich bebilderten, für 29,80 Euro äußerst wohlfeilen Katalog herausgegeben (ISBN 978-3-932236-44-0). Weitere Informationen auch über Lesungen, Figurentheateraufführungen und Vorträge gibt es auf der Homepage.

seit 18. Sept

Spielstadt 2022

'Kinder geben den Ton an'

Die Spielestadt 2022 findet im Oktober statt.

Die Kinderanwältin Bibi Buntstrumpf bietet in Kooperation mit den Kinder- und Jugendeinrichtungen der Falken Herne (Galaxy Horsthausen, Kindertreff am Pütt, das JUP und dem Pub a la Pub) vom 4. bis 17. Oktober 2022 in den Herbstferien die Spielstadt an. Arbeiten, Steuern zahlen und wählen gehen, hier können die Jüngsten spielerisch lernen wie eine Stadt und Demokratie funktioniert. Täglich von 10:30 bis 15:30 Uhr sind alle Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren in die Einrichtung Galaxy Horsthausen auf der Gneisenaustraße 6 eingeladen, mit vielen anderen Kindern eine „Stadt im Kleinen“ zu gestalten. Die Kinder können hier in die Fußstapfen der Erwachsenen treten und ihre eigene kleine Stadt leiten, bei der Post, Bank , Jobcenter oder für die Zeitung arbeiten. Dieses komplexe Projekt ist ein umfassendes Bildungsangebot für die Kinder, Jungen wie Mädchen, unabhängig von Herkunft und Bildungshintergrund. Die inszenierte Welt der Spielstadt eröffnet den Kindern die Möglichkeit, probeweise im Spiel, aber in ernst genommenen Rollen, ein städtisches Gemeinwesen und im weitesten Sinne soziales Leben zu erfahren. Wie funktioniert das Stadtleben, wie die Verwaltung, die lokale Politik, der Kreislauf von Arbeit, Geld und Konsum? Die Wirklichkeit einer Stadt, wenn auch diesmal im kleineren Rahmen, bleibt anschlussfähig an die fantasievoll entwickelte Kinderwelt und umgekehrt. Am Donnerstag, 6. Oktober 2022, wird gewählt, Bürgermeister-Wahlen. So Lernen Kinder Einfluss auf Abläufe zu nehmen.

seit 4. Okt

Herbstferien 2022

Repair Café Pluto

Repair Cafe in der Bürgerwerkstatt am Stadtteilzentrum Pluto.

Das Repair Café Pluto unter dem Stadtteilzentrum Pluto macht Herbstferien. Das bedeutet, dass das Café, das von den beiden Elektrotechnikern betrieben wird vom 10. bis zum 24. Oktober 2022 geschlossen bleibt. Ab Dienstag, 25. Oktober 2022, sind Detlef Brune und Rainer Goltz dann wieder für die Bürger vor Ort. Die Männer sind zu Nicht-Ferienzeiten zu erreichen: Dienstag 10 bis12 Uhr; Donnerstag 14 bis 16 Uhr, Samstag 14 bis 16 Uhr. Unter der Tel 02325/666121 ist das Café ausschließlich donnerstags in der Zeit von 19-20 Uhr zu erreichen.

seit 10. Okt

Sonntag, 16. Oktober

Das ZDF überträgt aus der Schweiz

Evangelisch-reformierter Gottesdienst

Der evangelisch-reformierte Gottesdienst wird am 16.10.2022 aus St. Peter in Zürich übertragen.

Am Sonntag, 16. Oktober 2022, ab 9:30 Uhr, überträgt das ZDF den Gottesdienst aus der Kirche St. Peter in Zürich. Niklaus von Flüe oder Bruder Klaus ist in der ganzen Schweiz bekannt. Er lebte im 15 Jahrhundert und war zunächst als Ratsherr in der Politik sehr geschätzt. Später wurde er Einsiedler und Mystiker. Von ihm stammt das bekannte Gebet «Mein Herr und mein Gott, nimm alles von mir, was mich hindert zu dir». Der zeitgenössische Schweizer Komponist Carl Rütti hat diese Worte vertont. Seine Liedkantate wird im Gottesdient erklingen. Davon ausgehend fragt Pfarrerin Cornalia Camichel Bromeis in ihrer Predigt, wie Menschen mit Gott reden. Musikalisch gestalten den Gottesdienst die Kantorei St. Peter unter Leitung von Roman Walker und Philipp Mestrinel, die Sopranistin Liv Lange Rohrer, das Bläserensemble St. Peter und Margrit Fluor an der Orgel.

9:30 Uhr

Theater für Menschen ab drei Jahren

Tigerpalast zeigt Rumpelstilzchen

Feiert 20-jähriges Jubiläum: der Tigerpalast am Heisterkamp 62.

Das alte Märchen vom Rumpelstilzchen wird am Sonntag, 16. Oktober 2022, 11 Uhr, im Tigerpalast am Heisterkamp vom pappmobil Kindertheater mit jungem Gemüse erzählt. Fröhlich, spannend, lehrreich und gesund, wie Märchen so sein sollten, können Menschen ab 3 Jahren das Stück im Heisterkamp erleben. Eintritt: Kinder 6 Euro / Erwachsene 7 Euro. Kartenvorbestellungen: 02325/35632 oder 0172 282 1997

11 Uhr

Aleka Medina in der Künstlerzeche

'Aleka Medina: Das pochende Zentrum'

Die Videoperformance „Anidar/Anudar“ (im Hintergrund) zeigt eine mit Seilen angebundene Frau bei der Hausarbeit, die Bodeninstallation „Kiesgrube“ erinnert an verschwundene Mädchen und Frauen.

Die 1989 im zentralamerikanischen Guatemala geborene Aleka Medina, frischgebackene diplomierte Absolventin der Kunstakademie Münster, ist die diesjährige Trägerin des Förderpreises „Junge Positionen Nordrhein-Westfalen“, der am Samstag, 1. Oktober 2022, um 17 Uhr im Kauengebäude der Künstlerzeche Unser Unser Fritz 2/3 zum zehnten Mal verliehen wird. Für den mit 1.500 Euro Preisgeld und 1.000 Euro Materialgeld dotierte Preis können die beiden Kunstakademien unseres Landes, Münster und Düsseldorf, Vorschläge einreichen, die von einer Expertenjury der Künstlerzeche gewichtet werden. Die Preisträger, bisher stehen acht Frauen nur zwei Männern gegenüber, erhalten zudem– in diesem Fall von Danuta Karsten - kuratorische Unterstützung für eine Einzelausstellung in Unser Fritz sowie deren Dokumentation in einem Leporello. „Das pochende Zentrum“ ist der Titel der zeitgleich eröffneten Ausstellung von drei Installationen, zwei Videoperformances sowie filigranen Zeichnungen im Foyer und den beiden Eingängen zur Schwarz- und Weißkaue von Aleka Medina. Einführende Worte spricht der Kunsthistoriker Sebastián Eduardo Dávilla. Aleka Medina, die zunächst Visual Art an Universität San Carlos de Guatemala studierte, bevor sie Schülerin von Prof. Mariana Castillo Deball wurde, ein Auslandssemester in Mexiko bei Prof. Gerda Gruber absolvierte und in diesem Sommer ihr Studium an der Kunstakademie Münster mit dem Diplom abschloss, lebt nun in Berlin. Ihre Arbeit ist biografisch, aber auch zugleich politisch geprägt. Mit Medien wie Zeichnungen, Installationen und Video verarbeitet sie Ängste und Traumata der (post-)kolonialistischen und patriarchalischen Gesellschaft von Guatemala. Die Schwarzkaue wird beherrscht von ihrer in 2022 entstandenen Installation „Paloma Blancas“ (Weiße Tauben). Seile erzeugen eine räumliche Zeichnung aus geometrischen Linien, bestückt mit Keramikfiguren, die individuelle Geschichten von Frauen aus der Heimat der Künstlerin erzählen. Diese werden bei der Vernissage mit Kerzen illuminiert. In der Weißkaue zwei Videoperformances. „Anidar/Anudar“ (Verschachteln/Verknüpfen) spielt im Kinderzimmer Aleka Medinas, einen einst sicheren Ort im Elternhaus, der sich aber nach ihrer Migration in den Augen der Künstlerin verändert hat. In „Desvergonzarse“ (Schamlos) trägt Aleka Medina ein bedrucktes Nachthemd mit Geschichten, welche die machistische und patriarchalische Gesellschaft Guatemalas offenbaren: Aleka Medina kanalisiert mit ihrer Kunst ihre eigene Wut und wandelt sie in eine radikale Zärtlichkeit um. In ihrem Werk verbinden sich fast kindlich gezeichneten Charaktere mit einer groben Darstellung der Realität. Davor erinnert die Rauminstallation „Fosa Comun“ (Kriesgrube) mit Objekten aus einer Mischung aus Harz und Kalzit an die sterblichen Überreste der im Bürgerkrieg verstorbenen und von Kriminellen entführten Frauen und Mädchen. Die zylindrische Leinwand der begehbaren Installation „Alle Namen, die noch im Umlauf sind“, ist eine Reise in die Geschichte Guatemalas. Die mit der kosmologischen Vision der Maya beginnt und sich auf den „xibalba“ genannten Ort der Angst und der Unterwelt bezieht. Weitere historische Stationen sind u.a. die Versklavung im Feudalismus der 1920er Jahre, die zentralamerikanischen Emanzipationsbewegungen der 1940er Jahre sowie der bis heute andauernde Guerilla-Bürgerkrieg. Die Künstlerin: „Von unten gesehen entsteht beim Betrachten ein Gefühl, ein Kind zu sein. Ich nenne es gerne eine Geschichte für Kinder, gemacht für Erwachsene.“ Die Ausstellung „Aleka Medina: Das pochende Zentrum“ ist vom 1. bis zum 30. Oktober 2022 im Kauengebäude der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3, Zur Künstlerzeche 10 in 44653 Herne, zu sehen. Öffnungszeiten: Mittwoch und Samstag jeweils von 15 bis 18 Uhr, Sonntag von 14 bis 17 Uhr. Es gelten die jeweils aktuellen Corona-Schutz-Bestimmungen.

14 Uhr

Revue-Operette begeistert in Gelsenkirchen

Drei Männer im Schnee

Mehr als nur drei Männer im Schnee in der furiosen Revue-Operette im Stil der amerikanischen Screwball-Komödien.

„Tobler besitzt viele Millionen. Aber er ist kein Millionär“: Geheimrat Eduard Tobler (Paradepartie für den Erzkomödianten Joachim G. Maaß), der eine noble Villa an der Allee zwischen Halensee und Hundekehle in Berlin bewohnt, hat vor 15 Jahren einen Onkel beerbt und sich seither um nichts gekümmert. Weder um die Banken, Warenhäuser und Fabriken, die zu seinem Imperium gehören, noch um die schlesischen Bergwerke, die Hochöfen an der Ruhr oder seine Schifffahrtslinien. Dafür hat er sich, inkognito als Eduard Schulze, an einem Preisausschreiben seiner Putzblank-Werke beteiligt und den zweiten Preis gewonnen: zehn luxuriöse Urlaubstage im Grandhotel Bruckbeuren. „Schulze ist ein anderes Wort für Freiheit, für Glück“: Der Multi-Millionär verkleidet sich als armer Schlucker, um unerkannt in die Alpen zu reisen. Ein großes Kind auf Abenteuerfahrt. Womit er weder auf Verständnis bei seiner Tochter Hilde (Bele Kumberger) noch gar bei seiner langjährigen Haushälterin Kunkel („Hausdamen, die bellen, beißen nicht“: Christa Platzer) stößt: Insgeheim wird der Bruckbeurer Hoteldirektor Kühne (glänzt nicht nur hinter den Kulissen, sondern auch auf seinen Brettern: MiR-Intendant Michael Schulz) instruiert. „Karl der Kühne“, zumindest bei Erich Kästner selbst ein Hallodri von Junggeselle, der tagsüber auf der Skipiste und abends bei seinen alleinstehenden weiblichen Gästen auf der Tanzfläche seinen Mann steht, während sein erster Portier Polter (Bass der Extraklasse: Philipp Kranjc) den Nobelladen schmeißt, ist ganz Ohr: solche Exzentrik ist ganz nach seinem Geschmack. Er erkennt sogleich in Dr. Fritz Hagedorn (Sebastian Schiller), erster Preisträger des Wettbewerbs um den besten Reklameslogan und seit Jahren arbeitsloser Werbefachmann, weshalb sein Habitus arge Gebrauchsspuren aufweist, den verkappten Millionär. Fritz, der in Berlin vergeblich auf eine Barvergütung der Reise hoffte, könnte sich im siebten Wintersport-Himmel fühlen: geräumige Suite samt täglichem Masseur und allen nur denkbaren Annehmlichkeiten einer Luxusherberge, in der nur betuchte Stammgäste aus ganz Europa absteigen. Andererseits fühlt sich der nicht nur von Frau Casparius, der mannstollen Gattin eines Bremer Zigarrenfabrikanten (hier als mondäne Frau Calabré: Anke Sieloff), umlagerte Hagedorn wie im falschen Film - und gänzlich fehl am Platze. Ist er doch weder ein Freund deftiger Hausmannskost (Buletten mit Senf) noch eines heißen Ziegelsteins im Bett. Von (Siam-) Katzen dortselbst ganz zu schweigen. Johann Kesselhuth (Mark Weigel), Toblers langjähriger Kammerdiener, begleitet seinen Herrn als wohlhabender Adliger ins verschneite Alpenparadies, um für diesen, dem Portier Polter eine zugige, ungeheizte Dachkammer zugewiesen hat, das Menschenmögliche zu tun. Heimlich versteht sich. Der Millionär hat derweil im armen Schlucker Hagedorn einen Freund fürs Leben gefunden und genießt geradezu jede Demütigung durch die Hotelleitung. Gerade noch rechtzeitig vor dem großen Silvesterball trudeln Hilde Tobler und Claudia Kunkel ein... „Drei Männer im Schnee“ (1934), neben „Die verschwundene Zeit“ (1935) und „Der kleine Grenzverkehr“ (1938) zu den, so der Autor selbst, „humoristischen Romanen“ Erich Kästners gehörend, wurde in der dunkelsten Zeit Deutschlands unter dem Pseudonym Robert Neuner geschrieben, publiziert und für die Bühne adaptiert. 1934 in Bremen uraufgeführt und noch im gleichen Jahr in Bochum nachgespielt, kam dort 80 Jahre später eine fulminante Neuinszenierung Christian Breys heraus. Pointiert geschriebene Szenen wie der gemeinsame nächtliche Bau des Schneemannes Kasimir schrien geradezu nach einer Verfilmung, weshalb Metro Goldwyn Mayer gleich nach dem Krieg die Filmrechte der ersten beiden Romane erwarb. Nun ist unter der zupackenden musikalischen Leitung des 1. Kapellmeisters Peter Kattermann die Revue-Operettenfassung des Kabarettisten Thomas Pigor, die Auftragsarbeit des Münchner Gärtnerplatz-Theaters erlebte am 31. Januar 2019 dort ihre Uraufführung, in einer furiosen, an die amerikanischen Screwball-Komödien erinnernden Inszenierung Sandra Wissmanns am Gelsenkirchener Musiktheater im Revier herausgekommen – und nach gut zweieinhalb atemberaubenden Stunden am Premierenabend des 24. September 2022 in Ovationsstärke gefeiert worden. Neben Pigor zeichnen Konrad Koselleck, Benedikt Eichhorn und Christoph Israel für die grandiose Melange aus Swing und Jazz, Hanns Eislers Brecht-Vertonungen, der von Barrie Kosky wiederbelebten Berliner Operette und den Hits der 1930er Unterhaltungsmusik verantwortlich, zudem sorgen Volksmusikanklänge und Mozart-Zitate für österreichisches Lokalkolorit. „Jeder der sieben Sterne ist hart verdient“: Michael Schulz als Hoteldirektor Kühne ist allein das Eintrittsgeld wert. Um hier nicht zu viel zu verraten von der schenkelklopfenden Riesengaudi: in Britta Tönnes wandelbarer Kulisse und Beata Kornatowskas Kostümen der 1930er Jahre agiert ein Klasse-Ensemble, das den eigenen Spaß am turbulenten Geschehen eins zu eins über Rampe und Graben bringt. Es brennt geradezu ein Feuerwerk an heiteren Miniaturen und saukomischen Verwechslungen ab - von Rüdiger Klimm als Leipziger Tierhändler Seidelbast über Philipp Kranjc als weanerisch überheblicher Portier bis hin zum Brüderpaar Tobias Glagau/Frank Wöhrmann als alpenländische Stimmungskanonen. Ein so noch nie gesehener Stepptanz auf Skiern ist genau der richtige Blödsinn, um uns die Katastrophen dieser Zeit vorübergehend vergessen zu lassen. Karten für die weiteren Vorstellungen bis Ende Januar 2023 unter musiktheater-im-revier.de oder Tel 0209 – 40 97 200.

16 Uhr

Musikalische Rosenkranzandacht

Rosenkranz.

Unter der Leitung von Bernd Sägebarth-Backwinkel findet am Sonntag, 16. Oktober 2022, um 17 Uhr in der St. Laurentius Kirche eine kirchenmusikalische Rosenkranzandacht statt. An dieser Andacht wirken mit: Gemischtes Ensemble Wanne-Eickel, das Männerchor-Ensemble Wanne-Eickel, an der Orgel Bernd Sägebarth-Backwinkel und er Celebrant ist Diakon Schult-Pelkum. Die Kollekte ist für die Kirchenmusik.

17 Uhr

Kleines Theater Herne

„Täglich klopft der Sensenmann“

Leslie (Manu Kempin) und John (Christian Weymayr) werden vom Tod (Jessica Majchrzak) bedroht in Freddy Sinclairs schwarzer Komödie „Täglich klopft der Sensenmann“.

Im 'kleinen theater herne' klopft wieder der Sensemann: An den Sonntagen, 2. und 16. Oktober 2022, steht mit „Täglich klopft der Sensemann“ wieder britisch-schwarzer Humor, große Gefühle und rasante Wortgefechte von Freddy Sinclair auf dem Programm. Was für ein Alptraum! John erlebt denselben Tag immer wieder: Er schreckt aus einem Nickerchen hoch, weil seine Nachbarin Leslie an die Tür klopft. Doch sie bleibt nicht die einzige Besucherin. Der Tod steht vor der Tür. John stirbt – und wacht erneut auf, weil Leslie klopft … Wie kann John den Teufelskreis durchbrechen? Lässt sich der Tod bequatschen? Der ist ja offenbar recht vernünftig. Oder muss er Leslie erobern? Das sollte doch nicht so schwer sein. Aber leider zeigt sich, dass beide ihren eigenen Kopf haben. Dann trifft John auch noch ein Schicksalsschlag nach dem anderen – und seine Fassade beginnt zu bröckeln. Karten zu 14 Euro gibt es im Online-Shop, an der Theaterkasse. (mittwochs und freitags von 17:30 bis 19 Uhr; Tel 02323 / 911191) und im Ticketshop Herner Stadtmarketing. Alle Veranstaltungen finden im 'kleinen theater herne', Neustraße 67, statt. FFP 2 Maske müssen am Platz und während der Veranstaltung getragen werden.

18 Uhr

Saisonauftakt im 'Theater des Jahres'

'Alkestis' in Bochum

„Alkestis“ im Schauspielhaus Bochum: Alkestis (Anne Rietmeijer) und Admetos (Steven Scharf) am Eingang zur Unterwelt.

Apollon (Victor Ijdens) ist von seinem Vater Zeus zu Frondiensten im Hause des Admetos (Steven Scharf), dem König von Pherä in Tessalien, verdammt worden, weil er die Kyklopen tötete, die wiederum seinen Sohn Asklepius im Auftrag des Donnerers mit einem Todesblitz durchbohrten. Apollon will aus Dankbarkeit für die Freundlichkeit Admetos‘ dessen Leben retten, was nur möglich ist, wenn sich jemand findet, der für ihn in den Hades geht. Nachdem wie all‘ die Freunde auch sein Vater Pheres (Stefan Hunstein) dankend ablehnt, ist allein seine Gattin Alkestis (Anne Rietmeijer) bereit, Thanatos (Lukas von der Lühe) in die Unterwelt zu folgen. Unter der Bedingung, dass ihr Admetos ewige Treue schwört und den Kindern (Ann Göbel und Dominik Dos-Reis) keine Stiefmutter zumutet. Herakles (Pierre Bokma), Sohn des Zeus und der Alkmene, kommt an den Hof von Pherä, um des Thraken Diomedes Viergespann zu holen. Er wird von Admetos in seinem Trauerhaus beherbergt, aber über den Grund der Trauer im Unklaren gelassen. Als Herakles erfährt, dass Alkestis für ihren Gatten freiwillig in den Tod gegangen ist, macht er sich zum Felsengrab auf, um sie Thanatos wieder zu entreißen. Mit einer tiefverschleierten Person kehrt Herakles zurück und übergibt sie Admetos, bis er seinen Auftrag erfüllt hat. Als der sich an sein Wort gebunden fühlend weigert, eine Fremde aufzunehmen, entschleiert sich Alkestis. Die allseitige Freude ist groß, nur sprechen kann die glücklich Wiedererweckte erst, wenn sie den Totengöttern Sühnegaben geweiht hat. Eine Tragödie, die, mit einem Deus ex Machina-Schluss aufwartend, wie eine Komödie endet? Als „Alkestis“ im Jahre 438 vor Christus in der kreisrunden Orchestra am Südabhang der Athener Akropolis uraufgeführt und mit dem zweiten Preis ausgezeichnet wurde, folgte das Stück wie beim dreitägigen Wettkampf zu Ehren des Gottes Dionysos üblich einer Tragödien-Tetralogie (hier: Die Kreterinnen / Alkmaion in Psophis / Telephos) als Satyrspiel. „Sein und Nichtsein“: In der umgangssprachlichen Fassung von Mieke Koenen und Susanne Winnacker, die 2021 schon die Sophokles-Überschreibung „Ödipus, Herrscher“ für das Schauspielhaus Bochum verfassten, inszeniert Intendant Johan Simons in der heutigen Ausstattung von Johannes Schütz (Campingplatz-Bühne) und Greta Goiris (Kostüme) eine sehr ironische, binnen rund einhundert Minuten höchst unterhaltsame Komödie. Die, uraufgeführt am 1. Juli 2022 beim Epidaurus Festival in Athen, sich textlich erstaunlich nah am Original etwa in der Übersetzung Hans von Arnims bewegt, dafür an Ausschlägen in Richtung schenkelklopfend-plattem Boulevard schon in der Besetzung nicht spart: Admetos, eine das Publikum umwerbende Rampensau, als langmähniger Guildo Horn-Wiedergänger, sein Vater ein ewig junger Alt-Hippie, der seinen Sohn als Jammerlappen beschimpft, Herakles kein strahlender Held, der es mit unbezwingbaren Rössern aufnimmt, sondern ein rucksacktragender Alm-Öhi in Wanderschuhen, Thanatos ein einäugiger Hinkefuß mit Dieter Hacker-Maske aus der Steckel-Ära, der Alkestis nicht mit der Barke über den Styx rudert, sondern in einem alten Mercedes-Kombi verstaut, welcher partout nicht anspringen will. Das aber ist alles nichts gegen eine lebenslustige Titelfigur, die zum Vicky Leandros-Schlager „Ich liebe das Leben“ in den Tod tanzt. Überhaupt der Soundtrack: „God only knows“ der Beach Boys erklingt beim Empfang Herakles‘ durch Admetos und Marc Almonts „For One Moment“, als Herakles pathetisch die Amme (hohe Frau auch als Diener: Elsie de Brauw) küsst. Weil Johan Simons 2016 bei der Ruhrtriennale Christoph Willibald Glucks Oper „Alceste“ inszeniert hat, sorgen vier junge Sängerinnen zu Orgelklängen der alternierenden Aalto-Gäste Christopher Bruckmann und Boris Gurevich für ungewöhnliche chorische Interventionen: die beiden Sopranistinnen Antonia Busse und Radosavlevic, Master-Studentinnen an der Essener Folkwang-Universität sowie die beiden Mezzosopranistinnen Sarah-Lena Winterberg und Luzia Ostermann. Johan Simons hat ganz zeitgemäß die Frauen-Rollen aufgewertet: Während in der Antike nur Männer auf der Bühne standen und im Publikum saßen, darf die bei Euripides nicht zum Figurenarsenal gehörende Alkestis-Tochter den jungen Gott Apollon anhimmeln, Alkestis ihren Gatten zu einer weitreichenden Selbstverpflichtung veranlassen und sich die Amme als eigentliche Hofdame profilieren. Am Ende sucht der Sohn mit Sack und Pack das Weite und Alkestis verschwindet mit ihrer Tochter im Arm im Wohnwagen – einen rat- wie hilflosen Admetos zurücklassend. Nach dem heftig umjubelten Bochumer Saisonauftakt konnte Franz Wille von Theater heute“ dem Intendanten Johan Simons eine Urkunde überreichen, die an der Bochumer Königsallee zuletzt Claus Peymann vor vierzig Jahren entgegennehmen konnte: „Theater des Jahres“ nach der traditionellen Kritikerumfrage. Als Schauspielerin des Jahres wurde übrigens die Hernerin Lina Beckmann gewählt für die Titelrolle in Karin Henkels Hamburger Shakespeare-Überarbeitung „Richard the Kid & the King“. „Alkestis“ steht wieder am Mittwoch, 28. September 2022 (mit Einführung) sowie jeweils am Sonntag, 9. und 16. Oktober sowie Dienstag, 25. Oktober 2022 auf dem Spielplan, Karten unter schauspielhausbochum.de oder Tel 0234 – 33 33 55 55.

19 Uhr

Räuber Hotzenplotz, Krabat und die kleine Hexe

Otfried Preußlers Bildwelten

Illustration von Daniel Napp aus Otfried Preußler, „Das kleine Gespenst“

Die Ludwig Galerie Schloss Oberhausen hatte Mitte September 2020 eine große Retrospektive der Bildwelten des begnadeten Geschichtenerzählers Otfried Preußler nach nur kurzer Zeit coronabedingt wieder schließen müssen. Zwei Jahre später, am 17. September 2022 um 19 Uhr, ist Wiedereröffnung in erweitertem Umfang und mit einem tollen Rahmenprogramm für die ganze Familie. Otfried Preußler (1923–2013) gehört zu den bedeutendsten und einflussreichsten Kinder- und Jugendbuchautoren des deutschsprachigen Raums. Mit Geschichten wie „Der Räuber Hotzenplotz“, „Die kleine Hexe“ und „Das kleine Gespenst“ hat der im böhmischen Reichenberg geborene Autor seit den 1950er Jahren Figuren erschaffen, die bis heute Generationen von Heranwachsenden prägen und aus den Kinderzimmern dieser Welt sowie dem Schulunterricht nicht mehr wegzudenken sind. Insgesamt hat er über 35 Bücher geschrieben, die in mehr als 50 Sprachen übersetzt wurden und inzwischen eine Gesamtauflage von über 50 Millionen Exemplaren weltweit erreicht haben. Otfried Preußler hat nach der Vertreibung der Familie aus dem Sudetenland im bayerischen Rosenheim als Volksschullehrer und Lokalredakteur gearbeitet, bevor er den mündlich überlieferten Sagen- und Märchenschatz seiner Großmutter Dora aufzuschreiben begann und 1956 mit „Der kleine Wassermann“ den Grundstein zu seinem weltweiten Erfolg legte. Zahlreiche Zeichner haben seine Geschichten nicht nur illustriert, sondern seine Figuren geradezu zum Leben erweckt, indem sie von ihrem persönlichen Stil und eigenen Ideen Gebrauch machten. Kuratorin Linda Schmitz-Kleinreesink: „Besonders bekannt sind die Illustrationen von F. J. Tripp, die dem Räuber Hotzenplotz sein markantes Äußeres verleihen. Die holzschnitthaften Sepia-Zeichnungen, die Herbert Holzing für Krabat erschafft, bleiben über zahlreiche Auflagen hinweg bestehen. Das unverwechselbare Aussehen der kleinen Hexe, aber auch des kleinen Wassermanns, ist der Künstlerin Winnie Gebhardt zu verdanken.“ Mehr als fünfzig ihrer originalen Tuschezeichnungen hat der Thienemann-Esslinger Verlag aus seinem Archiv eigens für die Oberhausener Ausstellung bereitgestellt. Die Neuillustrationen der Klassiker durch Daniel Napp, Thorsten Saleina und Annette Swoboda sind in der umfangreichen Schau auf allen drei Etagen der Ludwig Galerie ebenso vertreten sein wie die frühen Zeichnungen. Auch selten gezeigte Originalzeichnungen zu „Hörbe“, einer eigenen Geschichte Preußlers, die 1981 seiner böhmischen Heimat ein Denkmal setzt, sind zu sehen. Hörbücher, Theateradaptionen, Filme und Spiele zeugen von der immensen Beliebtheit der jeweiligen Werke. Über 300 originale Zeichnungen sowie Filmrequisiten, Buchausgaben, Fotografien und Anton Bachleitners „Krabat“-Figuren des Düsseldorfer Marionettentheaters ermöglichen erstmals einen umfangreichen Überblick über das Wirken Otfried Preußlers und seiner Illustratoren. Die Ausstellung lädt dazu ein, unterschiedlichste Gattungen zu durchwandern: über klassische Bilderbücher, Geschichtensammlungen und traditionelle Sagen bis hin zu fantastischen Erzählungen. Alle Bücher liegen zum Schmökern für Jung und Alt aus, dazu werden Ausschnitte aus Kinoadaptionen gezeigt. Die Ausstellung „ Otfried Preußler – Figurenschöpfer und Geschichtenerzähler“ wird vom 18. September 2022 bis 15. Januar 2023 in der Ludwig Galerie Schloss Oberhausen, Konrad-Adenauer-Allee 46, gezeigt. Sie ist geöffnet Dienstag bis Sonntag jeweils von 11 bis 18 Uhr, geschlossen montags sowie am 24., 25. und 31. Dezember 2022 und am 1. Januar 2023. Der Eintritt kostet acht, ermäßigt vier Euro, Familien (zwei Erwachsene plus Kinder) zahlen 12 Euro, das Kombiticket mit dem Gasometer Oberhausen kostet 14 Euro. Ein Kinder-Mitmach-Heft führt spielend durch die Ausstellung, Oberhausener Schüler haben einen Kinder-Audioguide kreiert und es werden neben den öffentlichen Führungen an jedem Sonn- und Feiertag um 11:30 Uhr auch Führungen auf Ukrainisch/Russisch und Arabisch angeboten. Kuratorinnenführungen mit Linda Schmitz-Kleinreesink gibt es sonntags um 15 Uhr am 16. Oktober 2022, 13. November 2022, 11. Dezember 2022 und 15. Januar 2023. Die Direktorin Dr. Christine Vogt führt jeweils mittwochs um 16 Uhr durch die Ausstellung am 19. Oktober 2022 und am 30. November 2022. Sie hat zusammen mit Linda Schmitz-Kleinreesink den reich bebilderten, für 29,80 Euro äußerst wohlfeilen Katalog herausgegeben (ISBN 978-3-932236-44-0). Weitere Informationen auch über Lesungen, Figurentheateraufführungen und Vorträge gibt es auf der Homepage.

seit 18. Sept

Spielstadt 2022

'Kinder geben den Ton an'

Die Spielestadt 2022 findet im Oktober statt.

Die Kinderanwältin Bibi Buntstrumpf bietet in Kooperation mit den Kinder- und Jugendeinrichtungen der Falken Herne (Galaxy Horsthausen, Kindertreff am Pütt, das JUP und dem Pub a la Pub) vom 4. bis 17. Oktober 2022 in den Herbstferien die Spielstadt an. Arbeiten, Steuern zahlen und wählen gehen, hier können die Jüngsten spielerisch lernen wie eine Stadt und Demokratie funktioniert. Täglich von 10:30 bis 15:30 Uhr sind alle Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren in die Einrichtung Galaxy Horsthausen auf der Gneisenaustraße 6 eingeladen, mit vielen anderen Kindern eine „Stadt im Kleinen“ zu gestalten. Die Kinder können hier in die Fußstapfen der Erwachsenen treten und ihre eigene kleine Stadt leiten, bei der Post, Bank , Jobcenter oder für die Zeitung arbeiten. Dieses komplexe Projekt ist ein umfassendes Bildungsangebot für die Kinder, Jungen wie Mädchen, unabhängig von Herkunft und Bildungshintergrund. Die inszenierte Welt der Spielstadt eröffnet den Kindern die Möglichkeit, probeweise im Spiel, aber in ernst genommenen Rollen, ein städtisches Gemeinwesen und im weitesten Sinne soziales Leben zu erfahren. Wie funktioniert das Stadtleben, wie die Verwaltung, die lokale Politik, der Kreislauf von Arbeit, Geld und Konsum? Die Wirklichkeit einer Stadt, wenn auch diesmal im kleineren Rahmen, bleibt anschlussfähig an die fantasievoll entwickelte Kinderwelt und umgekehrt. Am Donnerstag, 6. Oktober 2022, wird gewählt, Bürgermeister-Wahlen. So Lernen Kinder Einfluss auf Abläufe zu nehmen.

seit 4. Okt

Herbstferien 2022

Repair Café Pluto

Repair Cafe in der Bürgerwerkstatt am Stadtteilzentrum Pluto.

Das Repair Café Pluto unter dem Stadtteilzentrum Pluto macht Herbstferien. Das bedeutet, dass das Café, das von den beiden Elektrotechnikern betrieben wird vom 10. bis zum 24. Oktober 2022 geschlossen bleibt. Ab Dienstag, 25. Oktober 2022, sind Detlef Brune und Rainer Goltz dann wieder für die Bürger vor Ort. Die Männer sind zu Nicht-Ferienzeiten zu erreichen: Dienstag 10 bis12 Uhr; Donnerstag 14 bis 16 Uhr, Samstag 14 bis 16 Uhr. Unter der Tel 02325/666121 ist das Café ausschließlich donnerstags in der Zeit von 19-20 Uhr zu erreichen.

seit 10. Okt

Montag, 17. Oktober

Ausstellung in der vhs-Galerie mit dem Herner Künstlerbund

Energie auf verschiedene Arten sichtbar machen

Erinnerungen an „Banksy": In der VHS-Galerie im Haus am Grünen Ring startet die Ausstellung "Energie“ mit Werken vom Künstlern des Herner Künstlerbundes. Bahtiyar Demircan zeigt ein Mädchen mit einem Herz, statt einem Ballon.

Das Thema Energie: Da war doch was? Stimmt. Kaum ein aktuelleres und brisanteres Thema hätte sich die Volkshochschule für ihre neue Ausstellung im Haus am Grünen Ring aussuchen können. 19 Künstler des Herner Künstlerbundes zeigen von Freitag, 9. September, bis Freitag, 4. November 2022, dort 38 Werke, die auf verschiedene Art und Weise mit dem Thema zu tun haben. Offizielle Eröffnung ist am Freitag, 9. September 2022, um 19 Uhr. So nennt Natalie Dilekli, Programmbereichsleiterin der VHS-Galerie die neue Ausstellung „absolut zeitgemäß“, obwohl sie schon für 2021, anlässlich des 100. Geburtstages des Künstlers Joseph Beuys, geplant war. „Wir hatten das Thema frei in den Raum gestellt und da Energie so viele Facetten hat, hat jeder Künstler ganz individuell seine Interpretation davon umgesetzt“, so Dilekli. Die Auswahl der Werke habe eine Jury getroffen. Entstanden sind Zeichnungen, Malerei und Objekte über verschiedene Themenfelder, beispielsweise Energiequellen oder über spirituelle Lebensenergie. Viele der Werke sind sehr bunt, andere wiederum nur schwarz-weiß, einige haben eine Mischung erhalten. Manche sind reine Bilder, beispielsweise mit Öl auf Leinwand, andere sind Fotografien und es gibt eine Art Skulptur zu sehen. Helmut Kottkamp hat beispielsweise so eine abstrakte Figur aus Wasserschläuchen und -rohren erstellt, während Inge Weber maritime Motive mit Energie kombiniert hat - ein Werk zeigt ein Windrad, welches im Wasser steht, um das blaue Wasser drumherum sind bunte Farben verteilt. Reiner Glebsattel hat unter anderem einen Wasserfall gemalt, hinter dem zwei Strommasten stehen. Die Künstlerin Petra Katharina Engel mag es kleiner: In einer Badewanne, die nur rund 20 Zentimeter groß ist, liegen als Quelle der Energie zahlreiche Batterien. Wilhelm Tinnemann zeigt in weißen und grauen Tönen ebenfalls ein Windrad mit dem Titel „Die Zukunft hat begonnen". Tinnemann dazu: „Das ist genau das, was unsere Politiker derzeit diskutieren. Es ist ein aktuelles Thema, wie man die Energie in der Zukunft gewinnt und herstellt, dabei hat das Thema längst begonnen.“ Fotograf Günter Mottyll war für seine Bilder abends und nachts unterwegs, vor allem, wenn es vorher geregnet hat und so besondere Lichteffekte möglich sind. Er zeigt beispielsweise das Vonovia Ruhrstadion des VfL Bochum mit der fahrenden Straßenbahn davor, die blinkenden Neonlichter der Leuchtreklamen am Stadion, aber auch der Tankstelle gegenüber, sind seine Quelle der Energie. Heidrun Mottyll setzt sich mit dem Thema Ruhrgebiet auseinander: „Die Energie des Ruhrgebiets sind für mich die Menschen, auch wenn auf meinen Werken keine zu sehen sind“, hält sie fest. Neben quietschbunten Gemälden gibt es auch Portraits, als auch zwei Bilder von Bahtiyar Demircan, die stark an „Banksy“, ein unter einem Pseudonym arbeitenden britischen Streetart-Künstler, erinnern. Banksy ist bekannt für aufsehenerregende Aktionen. So zerstörte sich sein Werk „Girl With Balloon“ 2018 teilweise unmittelbar nach einer großen Auktion (Kaufpreis rund 1,18 Millionen Euro) mit einem im Rahmen versteckten Schredder. Demircan lässt ein Mädchen keinen Ballon hochhalten, sondern ein Herz. Wer die Ausstellung besuchen möchte, kann dies zu den gängigen Öffnungszeiten (Montag bis Freitag, 9 bis 20 Uhr) tun. In den Ferien gilt: Montag bis Donnerstag, 8:30 bis 12 und 13:30 bis 15:30 sowie Freitag 8:30 bis 12 Uhr.

9 Uhr

Gesprächskreis für türkischsprachige pflegende Angehörige

Gemeinsam über die Pflege zu Hause austauschen

Das Team vom Gesprächskreis für türkischsprachige pflegende Angehörige: (v.li.) Ulrike Lange (Fachbereich Soziales), Teilnehmerin Fatma Tügen und Zehra Sagdic (PlanB Ruhr).

Gute Nachrichten für die Integration in Herne: Das Modellprojekt „Guter Lebensabend NRW“, an dem 21 Kommunen, darunter auch Herne, teilnehmen, wurde bis Ende 2023 verlängert. Das bedeutet, dass auch die damit angestoßenen Projekte der Stadt und von PlanB Ruhr, fortgeführt werden können. Ein wesentlicher Teil davon ist ein Gesprächskreis für türkischsprachige pflegende Angehörige, da dieses Thema bei vielen Migranten zu Hause nicht sonderlich besprochen wird. „Das Projekt ist 2021 entstanden (halloherne berichtete) und anschließend haben wir die Selbsthilfegruppe initiiert. Wir haben uns bewusst für eine türkischsprachige Gruppe entschieden. Wir wollen aber in der Community auch aufklären und für interkulturelle Öffnungen sorgen“, sagt Zehra Sagdic von PlanB. Das Angebot sei niederschwellig und kostenlos, ebenso bestehe keine Verbindlichkeit zum regelmäßigen Erscheinen. „Man soll unter Gleichgesinnten sein.“ Der Hintergrund: In der türkischen Gemeinschaft sei es sehr wichtig, kranke oder nicht mehr fitte Elternteile zu Hause zu pflegen, erzählt Fatma Tügen. „Ich habe meinen Beruf als Krankenschwester aufgegeben, um für meine Eltern da zu sein. Mein Vater ist vor fünf Jahren verstorben, seitdem kümmere ich mich nur noch um meine kranke Mutter. Ich habe ihnen versprochen, sie so lange zu pflegen, wie es körperlich noch funktioniert.“ Pflegeheime oder ambulante Pflegedienste seien in der türkischen Community kaum bekannt oder würden als nicht richtig angesehen - daher „müssen“ es die Angehörigen übernehmen. „Allerdings komme ich da an meine Grenzen. Zwischendurch hatte ich die Tagespflege für meine Mutter entdeckt, da hatte ich dann mal acht Stunden Zeit, um mich zu erholen“, so Tügen. Kürzlich habe sie noch eine Reha für pflegende Angehörige absolviert. „Da bin ich gut erholt von zurückgekommen.“ Um genau diese Tipps und Ratschläge dreht sich der Gesprächskreis. Zusammen erhalten hier die pflegenden Angehörigen Hilfestellung, wie sie die Pflege zu Hause gestalten können, ohne ans körperliche Limit zu kommen. Dabei unterstützt sie Ulrike Lange vom Fachbereich Soziales der Stadt: „Wir wollen, dass die Gruppe bekannter wird und mehr Leute kommen. Wir treffen uns einmal im Monat und sprechen über die Probleme, die entstehen. Schnell wechselt es dann auch ins Türkische, da die Personen so intimere Fragen stellen und sich einfacher unterhalten können.“ Der Treffpunkt ist im Quartiersbüro der Caritas Herne an der Viktor-Reuter-Str. 1 in der Herner City neben dem Café Extrablatt, jeweils an einem Montag zwischen 15 und 16:30 Uhr. Die nächsten Termine sind: 15. August, 12. September, 17. Oktober, 14. November und 12. Dezember 2022. Eine Anmeldung ist nicht notwendig, kann aber per Telefon an Ulrike Lange (Tel 0176 119 28 265) oder Zehra Sagdic (Tel 0173 585 1290) erfolgen. „Wir versuchen auch, in Wanne einen Treffpunkt zu etablieren“, ergänzt Lange. Bei den Treffen erzählt dann auch Fatma Tügen von ihren Erfahrungen: „Ich bin manchmal richtig platt, wenn ich meine Mutter pflege - auch wenn ich das gerne mache. Aber manche verstehen es nicht, dass es ein 24/7-Job ist und manchmal die Motivation oder der Schlaf fehlt.“ Zehra Sagdic fügt hinzu: „Wir wollen in der Selbsthilfegruppe über weitere Pflegemöglichkeiten informieren und aufklären - auch für türkische Personen gibt es mehr, als die Pflege zu Hause.“

15 Uhr

vhs Herne

Neuer Kursus zur Atemarbeit

Die vhs am Willi-Pohlmann-Platz.

Wenn wir uns gestresst fühlen, atmen wir nicht mehr richtig. Auch als Nachwirkungen von einer Corona-Infektion kann die Lungenkapazität beeinträchtigt sein. Interessierte lernen im Kursus mit Nathalie Bonk-Kleinschmidt etwas über die aktive Atemlenkung und tun sich und ihrem Körper etwas Gutes. Der Kursus startet am Montag,17. Oktober 2022, immer viermal montags von 18:30-19:30 Ihr in der vhs im Kulturzentrum. Die Kursgebühr beträgt 14 Euro. Hier geht es zur Anmeldung.

18:30 Uhr

Livestream durch die amerikanische Geschichte

Das Erbe der Sklaverei - in englischer Sprache

vhs-Herne Logo.

Die vhs bietet am Montag, 17. Oktober 2022, 19:30 Uhr, eine kostenfreie Veranstaltung als Livestream an: Eine Reise durch die amerikanische Geschichte ist. In einem Gespräch folgen der Historiker Michael Hochgeschwender und der Bestsellerautor Clint Smith den Spuren des transatlantischen Sklavenhandels. Sie stellen historische Stätten in den USA vor, die von der Geschichte der Sklaverei erzählen. Dabei wird sichtbar, wie eng alltägliche Orte, Feiertage und sogar ganze Stadtteile bis heute mit diesem gewaltsamen Kapitel der amerikanischen Geschichte verflochten sind und so noch immer die Gegenwart prägen. Bitte melden Sie sich spätestens zwei Werktage vor der Veranstaltung mit Nennung Ihrer Emailadresse an. Wir senden Ihnen den Zuganglink zu. Anmeldungen nehmen die Geschäftsstellen der vhs Herne unter 02323/16-2920 und 02323/16-3584 entgegen.

19:30 Uhr

Räuber Hotzenplotz, Krabat und die kleine Hexe

Otfried Preußlers Bildwelten

Illustration von Daniel Napp aus Otfried Preußler, „Das kleine Gespenst“

Die Ludwig Galerie Schloss Oberhausen hatte Mitte September 2020 eine große Retrospektive der Bildwelten des begnadeten Geschichtenerzählers Otfried Preußler nach nur kurzer Zeit coronabedingt wieder schließen müssen. Zwei Jahre später, am 17. September 2022 um 19 Uhr, ist Wiedereröffnung in erweitertem Umfang und mit einem tollen Rahmenprogramm für die ganze Familie. Otfried Preußler (1923–2013) gehört zu den bedeutendsten und einflussreichsten Kinder- und Jugendbuchautoren des deutschsprachigen Raums. Mit Geschichten wie „Der Räuber Hotzenplotz“, „Die kleine Hexe“ und „Das kleine Gespenst“ hat der im böhmischen Reichenberg geborene Autor seit den 1950er Jahren Figuren erschaffen, die bis heute Generationen von Heranwachsenden prägen und aus den Kinderzimmern dieser Welt sowie dem Schulunterricht nicht mehr wegzudenken sind. Insgesamt hat er über 35 Bücher geschrieben, die in mehr als 50 Sprachen übersetzt wurden und inzwischen eine Gesamtauflage von über 50 Millionen Exemplaren weltweit erreicht haben. Otfried Preußler hat nach der Vertreibung der Familie aus dem Sudetenland im bayerischen Rosenheim als Volksschullehrer und Lokalredakteur gearbeitet, bevor er den mündlich überlieferten Sagen- und Märchenschatz seiner Großmutter Dora aufzuschreiben begann und 1956 mit „Der kleine Wassermann“ den Grundstein zu seinem weltweiten Erfolg legte. Zahlreiche Zeichner haben seine Geschichten nicht nur illustriert, sondern seine Figuren geradezu zum Leben erweckt, indem sie von ihrem persönlichen Stil und eigenen Ideen Gebrauch machten. Kuratorin Linda Schmitz-Kleinreesink: „Besonders bekannt sind die Illustrationen von F. J. Tripp, die dem Räuber Hotzenplotz sein markantes Äußeres verleihen. Die holzschnitthaften Sepia-Zeichnungen, die Herbert Holzing für Krabat erschafft, bleiben über zahlreiche Auflagen hinweg bestehen. Das unverwechselbare Aussehen der kleinen Hexe, aber auch des kleinen Wassermanns, ist der Künstlerin Winnie Gebhardt zu verdanken.“ Mehr als fünfzig ihrer originalen Tuschezeichnungen hat der Thienemann-Esslinger Verlag aus seinem Archiv eigens für die Oberhausener Ausstellung bereitgestellt. Die Neuillustrationen der Klassiker durch Daniel Napp, Thorsten Saleina und Annette Swoboda sind in der umfangreichen Schau auf allen drei Etagen der Ludwig Galerie ebenso vertreten sein wie die frühen Zeichnungen. Auch selten gezeigte Originalzeichnungen zu „Hörbe“, einer eigenen Geschichte Preußlers, die 1981 seiner böhmischen Heimat ein Denkmal setzt, sind zu sehen. Hörbücher, Theateradaptionen, Filme und Spiele zeugen von der immensen Beliebtheit der jeweiligen Werke. Über 300 originale Zeichnungen sowie Filmrequisiten, Buchausgaben, Fotografien und Anton Bachleitners „Krabat“-Figuren des Düsseldorfer Marionettentheaters ermöglichen erstmals einen umfangreichen Überblick über das Wirken Otfried Preußlers und seiner Illustratoren. Die Ausstellung lädt dazu ein, unterschiedlichste Gattungen zu durchwandern: über klassische Bilderbücher, Geschichtensammlungen und traditionelle Sagen bis hin zu fantastischen Erzählungen. Alle Bücher liegen zum Schmökern für Jung und Alt aus, dazu werden Ausschnitte aus Kinoadaptionen gezeigt. Die Ausstellung „ Otfried Preußler – Figurenschöpfer und Geschichtenerzähler“ wird vom 18. September 2022 bis 15. Januar 2023 in der Ludwig Galerie Schloss Oberhausen, Konrad-Adenauer-Allee 46, gezeigt. Sie ist geöffnet Dienstag bis Sonntag jeweils von 11 bis 18 Uhr, geschlossen montags sowie am 24., 25. und 31. Dezember 2022 und am 1. Januar 2023. Der Eintritt kostet acht, ermäßigt vier Euro, Familien (zwei Erwachsene plus Kinder) zahlen 12 Euro, das Kombiticket mit dem Gasometer Oberhausen kostet 14 Euro. Ein Kinder-Mitmach-Heft führt spielend durch die Ausstellung, Oberhausener Schüler haben einen Kinder-Audioguide kreiert und es werden neben den öffentlichen Führungen an jedem Sonn- und Feiertag um 11:30 Uhr auch Führungen auf Ukrainisch/Russisch und Arabisch angeboten. Kuratorinnenführungen mit Linda Schmitz-Kleinreesink gibt es sonntags um 15 Uhr am 16. Oktober 2022, 13. November 2022, 11. Dezember 2022 und 15. Januar 2023. Die Direktorin Dr. Christine Vogt führt jeweils mittwochs um 16 Uhr durch die Ausstellung am 19. Oktober 2022 und am 30. November 2022. Sie hat zusammen mit Linda Schmitz-Kleinreesink den reich bebilderten, für 29,80 Euro äußerst wohlfeilen Katalog herausgegeben (ISBN 978-3-932236-44-0). Weitere Informationen auch über Lesungen, Figurentheateraufführungen und Vorträge gibt es auf der Homepage.

seit 18. Sept

Spielstadt 2022

'Kinder geben den Ton an'

Die Spielestadt 2022 findet im Oktober statt.

Die Kinderanwältin Bibi Buntstrumpf bietet in Kooperation mit den Kinder- und Jugendeinrichtungen der Falken Herne (Galaxy Horsthausen, Kindertreff am Pütt, das JUP und dem Pub a la Pub) vom 4. bis 17. Oktober 2022 in den Herbstferien die Spielstadt an. Arbeiten, Steuern zahlen und wählen gehen, hier können die Jüngsten spielerisch lernen wie eine Stadt und Demokratie funktioniert. Täglich von 10:30 bis 15:30 Uhr sind alle Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren in die Einrichtung Galaxy Horsthausen auf der Gneisenaustraße 6 eingeladen, mit vielen anderen Kindern eine „Stadt im Kleinen“ zu gestalten. Die Kinder können hier in die Fußstapfen der Erwachsenen treten und ihre eigene kleine Stadt leiten, bei der Post, Bank , Jobcenter oder für die Zeitung arbeiten. Dieses komplexe Projekt ist ein umfassendes Bildungsangebot für die Kinder, Jungen wie Mädchen, unabhängig von Herkunft und Bildungshintergrund. Die inszenierte Welt der Spielstadt eröffnet den Kindern die Möglichkeit, probeweise im Spiel, aber in ernst genommenen Rollen, ein städtisches Gemeinwesen und im weitesten Sinne soziales Leben zu erfahren. Wie funktioniert das Stadtleben, wie die Verwaltung, die lokale Politik, der Kreislauf von Arbeit, Geld und Konsum? Die Wirklichkeit einer Stadt, wenn auch diesmal im kleineren Rahmen, bleibt anschlussfähig an die fantasievoll entwickelte Kinderwelt und umgekehrt. Am Donnerstag, 6. Oktober 2022, wird gewählt, Bürgermeister-Wahlen. So Lernen Kinder Einfluss auf Abläufe zu nehmen.

seit 4. Okt

Herbstferien 2022

Repair Café Pluto

Repair Cafe in der Bürgerwerkstatt am Stadtteilzentrum Pluto.

Das Repair Café Pluto unter dem Stadtteilzentrum Pluto macht Herbstferien. Das bedeutet, dass das Café, das von den beiden Elektrotechnikern betrieben wird vom 10. bis zum 24. Oktober 2022 geschlossen bleibt. Ab Dienstag, 25. Oktober 2022, sind Detlef Brune und Rainer Goltz dann wieder für die Bürger vor Ort. Die Männer sind zu Nicht-Ferienzeiten zu erreichen: Dienstag 10 bis12 Uhr; Donnerstag 14 bis 16 Uhr, Samstag 14 bis 16 Uhr. Unter der Tel 02325/666121 ist das Café ausschließlich donnerstags in der Zeit von 19-20 Uhr zu erreichen.

seit 10. Okt

Dienstag, 18. Oktober

Ausstellung in der vhs-Galerie mit dem Herner Künstlerbund

Energie auf verschiedene Arten sichtbar machen

Erinnerungen an „Banksy": In der VHS-Galerie im Haus am Grünen Ring startet die Ausstellung "Energie“ mit Werken vom Künstlern des Herner Künstlerbundes. Bahtiyar Demircan zeigt ein Mädchen mit einem Herz, statt einem Ballon.

Das Thema Energie: Da war doch was? Stimmt. Kaum ein aktuelleres und brisanteres Thema hätte sich die Volkshochschule für ihre neue Ausstellung im Haus am Grünen Ring aussuchen können. 19 Künstler des Herner Künstlerbundes zeigen von Freitag, 9. September, bis Freitag, 4. November 2022, dort 38 Werke, die auf verschiedene Art und Weise mit dem Thema zu tun haben. Offizielle Eröffnung ist am Freitag, 9. September 2022, um 19 Uhr. So nennt Natalie Dilekli, Programmbereichsleiterin der VHS-Galerie die neue Ausstellung „absolut zeitgemäß“, obwohl sie schon für 2021, anlässlich des 100. Geburtstages des Künstlers Joseph Beuys, geplant war. „Wir hatten das Thema frei in den Raum gestellt und da Energie so viele Facetten hat, hat jeder Künstler ganz individuell seine Interpretation davon umgesetzt“, so Dilekli. Die Auswahl der Werke habe eine Jury getroffen. Entstanden sind Zeichnungen, Malerei und Objekte über verschiedene Themenfelder, beispielsweise Energiequellen oder über spirituelle Lebensenergie. Viele der Werke sind sehr bunt, andere wiederum nur schwarz-weiß, einige haben eine Mischung erhalten. Manche sind reine Bilder, beispielsweise mit Öl auf Leinwand, andere sind Fotografien und es gibt eine Art Skulptur zu sehen. Helmut Kottkamp hat beispielsweise so eine abstrakte Figur aus Wasserschläuchen und -rohren erstellt, während Inge Weber maritime Motive mit Energie kombiniert hat - ein Werk zeigt ein Windrad, welches im Wasser steht, um das blaue Wasser drumherum sind bunte Farben verteilt. Reiner Glebsattel hat unter anderem einen Wasserfall gemalt, hinter dem zwei Strommasten stehen. Die Künstlerin Petra Katharina Engel mag es kleiner: In einer Badewanne, die nur rund 20 Zentimeter groß ist, liegen als Quelle der Energie zahlreiche Batterien. Wilhelm Tinnemann zeigt in weißen und grauen Tönen ebenfalls ein Windrad mit dem Titel „Die Zukunft hat begonnen". Tinnemann dazu: „Das ist genau das, was unsere Politiker derzeit diskutieren. Es ist ein aktuelles Thema, wie man die Energie in der Zukunft gewinnt und herstellt, dabei hat das Thema längst begonnen.“ Fotograf Günter Mottyll war für seine Bilder abends und nachts unterwegs, vor allem, wenn es vorher geregnet hat und so besondere Lichteffekte möglich sind. Er zeigt beispielsweise das Vonovia Ruhrstadion des VfL Bochum mit der fahrenden Straßenbahn davor, die blinkenden Neonlichter der Leuchtreklamen am Stadion, aber auch der Tankstelle gegenüber, sind seine Quelle der Energie. Heidrun Mottyll setzt sich mit dem Thema Ruhrgebiet auseinander: „Die Energie des Ruhrgebiets sind für mich die Menschen, auch wenn auf meinen Werken keine zu sehen sind“, hält sie fest. Neben quietschbunten Gemälden gibt es auch Portraits, als auch zwei Bilder von Bahtiyar Demircan, die stark an „Banksy“, ein unter einem Pseudonym arbeitenden britischen Streetart-Künstler, erinnern. Banksy ist bekannt für aufsehenerregende Aktionen. So zerstörte sich sein Werk „Girl With Balloon“ 2018 teilweise unmittelbar nach einer großen Auktion (Kaufpreis rund 1,18 Millionen Euro) mit einem im Rahmen versteckten Schredder. Demircan lässt ein Mädchen keinen Ballon hochhalten, sondern ein Herz. Wer die Ausstellung besuchen möchte, kann dies zu den gängigen Öffnungszeiten (Montag bis Freitag, 9 bis 20 Uhr) tun. In den Ferien gilt: Montag bis Donnerstag, 8:30 bis 12 und 13:30 bis 15:30 sowie Freitag 8:30 bis 12 Uhr.

9 Uhr

Aktionswoche der seelischen Gesundheit

Woche der seelischen Gesundheit.

Zum vierten Mal lädt die Sucht- und Psychiatriekoordination der Stadt Herne in Kooperation mit der Volkshochschule Herne im Oktober 2022 zur „Woche der Seelischen Gesundheit“ ein. Unter dem Motto „Reden hebt die Stimmung – Seelisch gesund in unserer Gesellschaft“ soll die Woche über psychische Krankheiten und die Bedeutung seelischer Gesundheit aufklären sowie Hilfsangebote aufzeigen. Die Corona-Zeit habe zu einem deutlichen Zuwachs von ängstlich- depressiver Störungen bei Erwachsenen geführt und auch Kinder hätten sehr unter den pandemischen Bedingungen gelitten, erklärt Dr. Florian Ternes, Leiter des sozialpsychiatrischen Dienstes, bei der Vorstellung des Programms am Montag (19.9.2022) im Bürger-Selbsthilfe-Zentrum. Der Stadt Herne sei es ein großes Anliegen, die Akzeptanz psychischer Erkrankungen in der Gesellschaft zu erhöhen, berichtet Pia Plattner, städtische Sucht- und Psychiatriekoordinatorin. Was eine Depression ist, wüssten viele Menschen, „andere psychische Erkrankungen sind dagegen noch etwas verborgen und wir müssen daran arbeiten, dass auch diese Erkrankungen bekannter und entstigmatisiert werden“, so Plattner weiter. Im Vordergrund der „Woche der Seelischen Gesundheit“ stünden jedoch nicht Erkrankungen, sondern – wie es der Name bereits sagt – die psychische Gesundheit, betont Inga Mühlenbrock von der Volkshochschule Herne (VHS). Die Aktionswoche spreche daher nicht nur psychisch erkrankte Menschen an, sondern „auch diejenigen, die sich außer Balance fühlen, die sie sich psychisch beeinträchtigt fühlen und gesünder sein möchten“. Die bundesweite Aktionswoche findet jährlich um den internationalen Tag der seelischen Gesundheit am 10. Oktober statt. Bei der Stadt Herne sei es genau genommen nicht nur eine Woche, sondern ein ganzer Monat mit Veranstaltungen, erklärt Pia Plattner. Dr. Florian Ternes kündigt an: „Wir haben Hilfs-, Kontakt- und Informationsangebote im Programm, sowohl für Kinder und Jugendliche als auch für Erwachsene.“ „Besser umgehen mit Stress“ – wie das geht, erklärt ein Vortrag am Donnerstag, 27. Oktober 2022, von 18:30 bis 20 Uhr in der VHS im Kulturzentrum, Willi-Pohlmann-Platz 1. Referentin Nicole Schmied verrät, welche Lebensmittel bei Stress helfen und zu einem gesünderen Leben beitragen. Anmeldung: Tel 0 23 23 / 16 - 16 43 oder online. Wer immer schon mal Yoga ausprobieren wollte, hat die Gelegenheit dazu am Samstag, 29. Oktober 2022, von 10 bis 12 Uhr in der VHS im Kulturzentrum. Die Teilnahme am Workshop kostet acht Euro. Beratung für Betroffene, Angehörige und Interessierte leistet die offene Sprechstunde des sozialpsychiatrischen Dienstes am Mittwoch, 12. Oktober 2022, von 10 bis 13 Uhr, im Erdgeschoss des Gesundheitsamtes, Rathausstraße 6. Zu den Angeboten für Kinder gehört unter anderem eine Lesung der Herner Entspannungspädagogin Katrin Nedballa. Mit ihrem Buch „Lucie im Land der Sieben Seen“ lädt sie Kinder zwischen vier und zehn Jahren auf eine entspannende Fantasiereise ein. Die Lesung findet am Dienstag, 18. Oktober 2022, um 16:30 Uhr in der Stadtbibliothek Herne- Mitte statt. Interessierte können sich per E-Mail an stadtbibliothek@herne.de anmelden. „Mutig wie ein Superheld“ heißt es am Samstag, 29. Oktober 2022, von 9 bis 13 Uhr, in der VHS im Kulturzentrum: In dem Workshop lernen Grundschulkinder, wie sie Konflikte selbstsicher und ohne Provokation lösen können. Anmeldung: Tel 0 23 23 / 16 - 16 43 oder online hier. Das gesamte Programm liegt an vielen öffentlichen Stellen aus und ist im Internet hier zu finden.

16:30 Uhr

vhs Info-Abende

Demenz-Zirkel - Wie fühlt sich Demenz an?

In der vhs im Kulturzentrum finden zwei entgeltfreie Info-Abende statt, die sich mit dem Thema Demenz beschäftigen. Wie fühlt sich Demenz an? Und wie kann ich Jemanden am Lebenende möglichst gut begleiten? Am Donnerstag, 29. September 2022, informieren zwei Mitarbeiterinnen des Palliativ-Netzwerks Herne, Wanne-Eickel, Castrop-Rauxel e.V. zum Thema „Letzte Hilfe - Umsorgen und begleiten am Lebensende". In der Zeit von 17 bis 20.30 Uhr. Kursus Nummer 8207. Der interaktive Vortragsabend "Wie fühlt sich Demenz an?“ findet am Dienstag, 18. Oktober 2020, in der Zeit 17 bis 20:30 Uhr statt - Kursus Nummer 8209. Dabei gibt eine gerontopsychiatrische Fachkraft Einblicke in die Gefühlswelt von Menschen mit Demenz, thematisiert den Umgang von Angehörigen damit und gibt Tipps. Beide Angebote richten sich an jeweils Angehörige und Interessierte. Anmelden können Sie sich persönlich, telefonisch 02323-16-1643; oder online: Kursus Nummer 8207 oder Kusus Nummer 8209. Hier geht es zu den aktuell gültigen Corona-Regeln der vhs Herne.

17 Uhr

Webinar für Homepage-Redakteure

Das Dekanat bietet ein Webinar an.

Am Dienstag,18. Oktober 2022, um 18 Uhr wird ein Webinar für Homepage-Redakteure angeboten. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine vorherige Anmeldung im Dekanatsbüro per E-Mail unter sekretariat@dekanat-emschertal.de oder unter Tel 02323-92960-80 unbedingt erforderlich. Einführung Übungsphase Accounterstellung. Ab 17:30 Uhr besteht die Gelegenheit zum Technikcheck, im Anschluss gibt es für Interessierte noch die Gelegenheit zum Fachsimpeln. Voraussichtliches Ende: circa 20.30 Uhr. Das Webinar bietet den Vorteil, dass man bequem von zu Hause aus mit Laptop, PC, Tablett oder größerem Smartphone teilnehmen kann.

18 Uhr

Lesung aus dem Werk der Brüder Capek

Mit Pinsel gegen Krieg und Faschismus

Museum Strom und Leben.

In Kooperation mit der VHS und Kinderlehrhaus zur Förderung interreligiösen und interkulturellen Lernens findet am Dienstag, 18. Oktober 2022, 19 Uhr, im Museum Strom und Leben eine Lesung aus dem Werk der Brüder Josef und Karel Capek statt: Mit Pinsel und Feder gegen Krieg und Faschismus. Josef Capek (1887–1945) war wohl einer der vielfältigsten europäischen Künstler. Er arbeitete als Maler, Graphiker, Zeichner, Illustrator, Bühnenbildner und Autor und als politischer Karikaturist. Sein jüngerer Bruder Karel (1890–1938) ist einer der bekanntesten Autoren phantastischer, gesellschaftskritischer Literatur der 1920er Jahre. Mit dem Staatspräsidenten der ersten tschechoslowakischen Republik, Masaryk, waren beide freundschaftlich verbunden; in ihrem Haus waren Chefredakteure führender Tageszeitungen, Politiker, Literaten und Künstler zu Gast. Die Brüder Capek waren scharfsinnige Beobachter des politischen Weltgeschehens und ausgewiesene Kenner der Geschichte. Sie warnten eindringlich „mit Pinsel und Feder“ vor wachsendem Nationalsozialismus und Faschismus. Die Lesung von Roswitha Killinger und Gerda E.H. Koch gibt einen Einblick in das Schaffen der Künstler, das stark von den politischen Ereignissen zwischen den zwei Weltkriegen geprägt war und von erschreckender Aktualität ist. Die Brüder waren aber nicht nur genaue Beobachter ihrer Zeit. In seinem Theaterstück „R.U.R“ wagte Karel Capek einen Blick in die Zukunft und hat dabei - zumindest literarisch - den Roboter erfunden. Das wiederum bringt ihn in die Nähe unseres Museums und so bieten wir im Anschluss an die Lesung eine Führung im Museum unter dem Schwerpunkt Roboter und Zukunft an. Wer die Veranstaltung besuchen möchte, meldet Sie sich bitte bis zum 17. Oktober 2022 bei der VHS Recklinghausen an.

19 Uhr

vhs: Geschichten und Anekdötchen

Rund um den Bergbau

Fördergerüst Teutoburgia.

In der vhs im Kulturzentrum findet am Dienstag, 18. Oktober 2022, 19 bis 20:30 Uhr, eine Veranstaltung statt, die sich um 'Geschichten und Anekdötchen rund um den Bergbau' dreht. Friedhelm Wessel und Lothar Lange - auf einer Gezähekiste (Werkzeugkiste der Bergleute) sitzend - erzählen und spielen Anekdötchen rund um den heimischen Bergbau und schlüpfen dabei in die unterschiedlichsten Rollen. Dabei geht es unter anderem um das legendäre ‚Mutterklötzken‘, den Besuch eines hohen kirchlichen Würdenträgers, Flöznamen und den von Lothar Lange gespielten Wettermann Franek aus Ostpreußen. Zwischendurch werden bergbauliche Kurzgeschichten vorgelesen, die Friedhelm Wessel gesammelt und niedergeschrieben hat. Zur Online-Anmeldungen oder zur telefonischen Anmeldung: 02323/16-2920 und 02323/16-3584.

19 Uhr

Räuber Hotzenplotz, Krabat und die kleine Hexe

Otfried Preußlers Bildwelten

Illustration von Daniel Napp aus Otfried Preußler, „Das kleine Gespenst“

Die Ludwig Galerie Schloss Oberhausen hatte Mitte September 2020 eine große Retrospektive der Bildwelten des begnadeten Geschichtenerzählers Otfried Preußler nach nur kurzer Zeit coronabedingt wieder schließen müssen. Zwei Jahre später, am 17. September 2022 um 19 Uhr, ist Wiedereröffnung in erweitertem Umfang und mit einem tollen Rahmenprogramm für die ganze Familie. Otfried Preußler (1923–2013) gehört zu den bedeutendsten und einflussreichsten Kinder- und Jugendbuchautoren des deutschsprachigen Raums. Mit Geschichten wie „Der Räuber Hotzenplotz“, „Die kleine Hexe“ und „Das kleine Gespenst“ hat der im böhmischen Reichenberg geborene Autor seit den 1950er Jahren Figuren erschaffen, die bis heute Generationen von Heranwachsenden prägen und aus den Kinderzimmern dieser Welt sowie dem Schulunterricht nicht mehr wegzudenken sind. Insgesamt hat er über 35 Bücher geschrieben, die in mehr als 50 Sprachen übersetzt wurden und inzwischen eine Gesamtauflage von über 50 Millionen Exemplaren weltweit erreicht haben. Otfried Preußler hat nach der Vertreibung der Familie aus dem Sudetenland im bayerischen Rosenheim als Volksschullehrer und Lokalredakteur gearbeitet, bevor er den mündlich überlieferten Sagen- und Märchenschatz seiner Großmutter Dora aufzuschreiben begann und 1956 mit „Der kleine Wassermann“ den Grundstein zu seinem weltweiten Erfolg legte. Zahlreiche Zeichner haben seine Geschichten nicht nur illustriert, sondern seine Figuren geradezu zum Leben erweckt, indem sie von ihrem persönlichen Stil und eigenen Ideen Gebrauch machten. Kuratorin Linda Schmitz-Kleinreesink: „Besonders bekannt sind die Illustrationen von F. J. Tripp, die dem Räuber Hotzenplotz sein markantes Äußeres verleihen. Die holzschnitthaften Sepia-Zeichnungen, die Herbert Holzing für Krabat erschafft, bleiben über zahlreiche Auflagen hinweg bestehen. Das unverwechselbare Aussehen der kleinen Hexe, aber auch des kleinen Wassermanns, ist der Künstlerin Winnie Gebhardt zu verdanken.“ Mehr als fünfzig ihrer originalen Tuschezeichnungen hat der Thienemann-Esslinger Verlag aus seinem Archiv eigens für die Oberhausener Ausstellung bereitgestellt. Die Neuillustrationen der Klassiker durch Daniel Napp, Thorsten Saleina und Annette Swoboda sind in der umfangreichen Schau auf allen drei Etagen der Ludwig Galerie ebenso vertreten sein wie die frühen Zeichnungen. Auch selten gezeigte Originalzeichnungen zu „Hörbe“, einer eigenen Geschichte Preußlers, die 1981 seiner böhmischen Heimat ein Denkmal setzt, sind zu sehen. Hörbücher, Theateradaptionen, Filme und Spiele zeugen von der immensen Beliebtheit der jeweiligen Werke. Über 300 originale Zeichnungen sowie Filmrequisiten, Buchausgaben, Fotografien und Anton Bachleitners „Krabat“-Figuren des Düsseldorfer Marionettentheaters ermöglichen erstmals einen umfangreichen Überblick über das Wirken Otfried Preußlers und seiner Illustratoren. Die Ausstellung lädt dazu ein, unterschiedlichste Gattungen zu durchwandern: über klassische Bilderbücher, Geschichtensammlungen und traditionelle Sagen bis hin zu fantastischen Erzählungen. Alle Bücher liegen zum Schmökern für Jung und Alt aus, dazu werden Ausschnitte aus Kinoadaptionen gezeigt. Die Ausstellung „ Otfried Preußler – Figurenschöpfer und Geschichtenerzähler“ wird vom 18. September 2022 bis 15. Januar 2023 in der Ludwig Galerie Schloss Oberhausen, Konrad-Adenauer-Allee 46, gezeigt. Sie ist geöffnet Dienstag bis Sonntag jeweils von 11 bis 18 Uhr, geschlossen montags sowie am 24., 25. und 31. Dezember 2022 und am 1. Januar 2023. Der Eintritt kostet acht, ermäßigt vier Euro, Familien (zwei Erwachsene plus Kinder) zahlen 12 Euro, das Kombiticket mit dem Gasometer Oberhausen kostet 14 Euro. Ein Kinder-Mitmach-Heft führt spielend durch die Ausstellung, Oberhausener Schüler haben einen Kinder-Audioguide kreiert und es werden neben den öffentlichen Führungen an jedem Sonn- und Feiertag um 11:30 Uhr auch Führungen auf Ukrainisch/Russisch und Arabisch angeboten. Kuratorinnenführungen mit Linda Schmitz-Kleinreesink gibt es sonntags um 15 Uhr am 16. Oktober 2022, 13. November 2022, 11. Dezember 2022 und 15. Januar 2023. Die Direktorin Dr. Christine Vogt führt jeweils mittwochs um 16 Uhr durch die Ausstellung am 19. Oktober 2022 und am 30. November 2022. Sie hat zusammen mit Linda Schmitz-Kleinreesink den reich bebilderten, für 29,80 Euro äußerst wohlfeilen Katalog herausgegeben (ISBN 978-3-932236-44-0). Weitere Informationen auch über Lesungen, Figurentheateraufführungen und Vorträge gibt es auf der Homepage.

seit 18. Sept

Herbstferien 2022

Repair Café Pluto

Repair Cafe in der Bürgerwerkstatt am Stadtteilzentrum Pluto.

Das Repair Café Pluto unter dem Stadtteilzentrum Pluto macht Herbstferien. Das bedeutet, dass das Café, das von den beiden Elektrotechnikern betrieben wird vom 10. bis zum 24. Oktober 2022 geschlossen bleibt. Ab Dienstag, 25. Oktober 2022, sind Detlef Brune und Rainer Goltz dann wieder für die Bürger vor Ort. Die Männer sind zu Nicht-Ferienzeiten zu erreichen: Dienstag 10 bis12 Uhr; Donnerstag 14 bis 16 Uhr, Samstag 14 bis 16 Uhr. Unter der Tel 02325/666121 ist das Café ausschließlich donnerstags in der Zeit von 19-20 Uhr zu erreichen.

seit 10. Okt

Mittwoch, 19. Oktober

Ausstellung in der vhs-Galerie mit dem Herner Künstlerbund

Energie auf verschiedene Arten sichtbar machen

Erinnerungen an „Banksy": In der VHS-Galerie im Haus am Grünen Ring startet die Ausstellung "Energie“ mit Werken vom Künstlern des Herner Künstlerbundes. Bahtiyar Demircan zeigt ein Mädchen mit einem Herz, statt einem Ballon.

Das Thema Energie: Da war doch was? Stimmt. Kaum ein aktuelleres und brisanteres Thema hätte sich die Volkshochschule für ihre neue Ausstellung im Haus am Grünen Ring aussuchen können. 19 Künstler des Herner Künstlerbundes zeigen von Freitag, 9. September, bis Freitag, 4. November 2022, dort 38 Werke, die auf verschiedene Art und Weise mit dem Thema zu tun haben. Offizielle Eröffnung ist am Freitag, 9. September 2022, um 19 Uhr. So nennt Natalie Dilekli, Programmbereichsleiterin der VHS-Galerie die neue Ausstellung „absolut zeitgemäß“, obwohl sie schon für 2021, anlässlich des 100. Geburtstages des Künstlers Joseph Beuys, geplant war. „Wir hatten das Thema frei in den Raum gestellt und da Energie so viele Facetten hat, hat jeder Künstler ganz individuell seine Interpretation davon umgesetzt“, so Dilekli. Die Auswahl der Werke habe eine Jury getroffen. Entstanden sind Zeichnungen, Malerei und Objekte über verschiedene Themenfelder, beispielsweise Energiequellen oder über spirituelle Lebensenergie. Viele der Werke sind sehr bunt, andere wiederum nur schwarz-weiß, einige haben eine Mischung erhalten. Manche sind reine Bilder, beispielsweise mit Öl auf Leinwand, andere sind Fotografien und es gibt eine Art Skulptur zu sehen. Helmut Kottkamp hat beispielsweise so eine abstrakte Figur aus Wasserschläuchen und -rohren erstellt, während Inge Weber maritime Motive mit Energie kombiniert hat - ein Werk zeigt ein Windrad, welches im Wasser steht, um das blaue Wasser drumherum sind bunte Farben verteilt. Reiner Glebsattel hat unter anderem einen Wasserfall gemalt, hinter dem zwei Strommasten stehen. Die Künstlerin Petra Katharina Engel mag es kleiner: In einer Badewanne, die nur rund 20 Zentimeter groß ist, liegen als Quelle der Energie zahlreiche Batterien. Wilhelm Tinnemann zeigt in weißen und grauen Tönen ebenfalls ein Windrad mit dem Titel „Die Zukunft hat begonnen". Tinnemann dazu: „Das ist genau das, was unsere Politiker derzeit diskutieren. Es ist ein aktuelles Thema, wie man die Energie in der Zukunft gewinnt und herstellt, dabei hat das Thema längst begonnen.“ Fotograf Günter Mottyll war für seine Bilder abends und nachts unterwegs, vor allem, wenn es vorher geregnet hat und so besondere Lichteffekte möglich sind. Er zeigt beispielsweise das Vonovia Ruhrstadion des VfL Bochum mit der fahrenden Straßenbahn davor, die blinkenden Neonlichter der Leuchtreklamen am Stadion, aber auch der Tankstelle gegenüber, sind seine Quelle der Energie. Heidrun Mottyll setzt sich mit dem Thema Ruhrgebiet auseinander: „Die Energie des Ruhrgebiets sind für mich die Menschen, auch wenn auf meinen Werken keine zu sehen sind“, hält sie fest. Neben quietschbunten Gemälden gibt es auch Portraits, als auch zwei Bilder von Bahtiyar Demircan, die stark an „Banksy“, ein unter einem Pseudonym arbeitenden britischen Streetart-Künstler, erinnern. Banksy ist bekannt für aufsehenerregende Aktionen. So zerstörte sich sein Werk „Girl With Balloon“ 2018 teilweise unmittelbar nach einer großen Auktion (Kaufpreis rund 1,18 Millionen Euro) mit einem im Rahmen versteckten Schredder. Demircan lässt ein Mädchen keinen Ballon hochhalten, sondern ein Herz. Wer die Ausstellung besuchen möchte, kann dies zu den gängigen Öffnungszeiten (Montag bis Freitag, 9 bis 20 Uhr) tun. In den Ferien gilt: Montag bis Donnerstag, 8:30 bis 12 und 13:30 bis 15:30 sowie Freitag 8:30 bis 12 Uhr.

9 Uhr

AquaSchool bietet neue Kurse

Aquapädagogin Marina Lohmann leitet die AquaSchool

Die AquaSchool bietet in den Herbstferien wieder neue Kurse an. So wird ein Intensivkursus für Kinder ab fünf Jahre und älter angeboten, um das Seepferdchen zu erlangen. Der Kursus umfasst dieses Mal 10x60 Minuten Kurseinheiten und ist auf den Mittwoch und Samstag mit je 2x60 Minuten Unterricht in den Herbstferien verteilt. Am Dienstag 18. Oktober 2022, um 16 Uhr startet ein neuer Eltern-Kind-Kursus. Ein weiterer Seepferdchen-Kursus startet um 16: 45 Uhr und um 17:30 Uhr der Seeräuber-Kursus (Seepferdchen ist Pflicht) Ab 18:15 Uhr startet ein Anfänger-Schwimmkursus für Erwachsene. Der Kursus findet einer kleinen Gruppe und in einem nicht öffentlichen Bad statt. Neu im Programm ist freitags AquaFit für Schwangere. Der Kursus startet am 21. Oktober 2022, um 8:30 Uhr. Er umfasst einmal vier Kurseinheiten und dann kann man nochmal fünf Einheiten buchen bis zum Ende des Jahres. Um 9:15 Uhr starte an dem Freitag auch ein neuer Baby-Schwimmkursus, für Babys von vier bis zwölf Monaten. Für Senioren bieten wir ab Mittwoch, 19. Oktober 2022, ein AquaFit Kursus um 13:45 Uhr an unter der Leitung von Silvia Skibba. Am Samstag, 22. Oktober 2002, starten unter der gleichen Leitung zwei Seniorensportkurse in der Turnhalle. Man kann auch einen AquaFit-Kursus buchen und einen Sportkurs quasi ein Kombiangebot Für Fragen und Anmeldungen zu den Kursen ist das Aquaschool-Team unter Tel 02864/8049500, per E-Mail buero@aquaschool.de oder auf der Homepage erreichbar.

13:45 Uhr

Aleka Medina in der Künstlerzeche

'Aleka Medina: Das pochende Zentrum'

Die Videoperformance „Anidar/Anudar“ (im Hintergrund) zeigt eine mit Seilen angebundene Frau bei der Hausarbeit, die Bodeninstallation „Kiesgrube“ erinnert an verschwundene Mädchen und Frauen.

Die 1989 im zentralamerikanischen Guatemala geborene Aleka Medina, frischgebackene diplomierte Absolventin der Kunstakademie Münster, ist die diesjährige Trägerin des Förderpreises „Junge Positionen Nordrhein-Westfalen“, der am Samstag, 1. Oktober 2022, um 17 Uhr im Kauengebäude der Künstlerzeche Unser Unser Fritz 2/3 zum zehnten Mal verliehen wird. Für den mit 1.500 Euro Preisgeld und 1.000 Euro Materialgeld dotierte Preis können die beiden Kunstakademien unseres Landes, Münster und Düsseldorf, Vorschläge einreichen, die von einer Expertenjury der Künstlerzeche gewichtet werden. Die Preisträger, bisher stehen acht Frauen nur zwei Männern gegenüber, erhalten zudem– in diesem Fall von Danuta Karsten - kuratorische Unterstützung für eine Einzelausstellung in Unser Fritz sowie deren Dokumentation in einem Leporello. „Das pochende Zentrum“ ist der Titel der zeitgleich eröffneten Ausstellung von drei Installationen, zwei Videoperformances sowie filigranen Zeichnungen im Foyer und den beiden Eingängen zur Schwarz- und Weißkaue von Aleka Medina. Einführende Worte spricht der Kunsthistoriker Sebastián Eduardo Dávilla. Aleka Medina, die zunächst Visual Art an Universität San Carlos de Guatemala studierte, bevor sie Schülerin von Prof. Mariana Castillo Deball wurde, ein Auslandssemester in Mexiko bei Prof. Gerda Gruber absolvierte und in diesem Sommer ihr Studium an der Kunstakademie Münster mit dem Diplom abschloss, lebt nun in Berlin. Ihre Arbeit ist biografisch, aber auch zugleich politisch geprägt. Mit Medien wie Zeichnungen, Installationen und Video verarbeitet sie Ängste und Traumata der (post-)kolonialistischen und patriarchalischen Gesellschaft von Guatemala. Die Schwarzkaue wird beherrscht von ihrer in 2022 entstandenen Installation „Paloma Blancas“ (Weiße Tauben). Seile erzeugen eine räumliche Zeichnung aus geometrischen Linien, bestückt mit Keramikfiguren, die individuelle Geschichten von Frauen aus der Heimat der Künstlerin erzählen. Diese werden bei der Vernissage mit Kerzen illuminiert. In der Weißkaue zwei Videoperformances. „Anidar/Anudar“ (Verschachteln/Verknüpfen) spielt im Kinderzimmer Aleka Medinas, einen einst sicheren Ort im Elternhaus, der sich aber nach ihrer Migration in den Augen der Künstlerin verändert hat. In „Desvergonzarse“ (Schamlos) trägt Aleka Medina ein bedrucktes Nachthemd mit Geschichten, welche die machistische und patriarchalische Gesellschaft Guatemalas offenbaren: Aleka Medina kanalisiert mit ihrer Kunst ihre eigene Wut und wandelt sie in eine radikale Zärtlichkeit um. In ihrem Werk verbinden sich fast kindlich gezeichneten Charaktere mit einer groben Darstellung der Realität. Davor erinnert die Rauminstallation „Fosa Comun“ (Kriesgrube) mit Objekten aus einer Mischung aus Harz und Kalzit an die sterblichen Überreste der im Bürgerkrieg verstorbenen und von Kriminellen entführten Frauen und Mädchen. Die zylindrische Leinwand der begehbaren Installation „Alle Namen, die noch im Umlauf sind“, ist eine Reise in die Geschichte Guatemalas. Die mit der kosmologischen Vision der Maya beginnt und sich auf den „xibalba“ genannten Ort der Angst und der Unterwelt bezieht. Weitere historische Stationen sind u.a. die Versklavung im Feudalismus der 1920er Jahre, die zentralamerikanischen Emanzipationsbewegungen der 1940er Jahre sowie der bis heute andauernde Guerilla-Bürgerkrieg. Die Künstlerin: „Von unten gesehen entsteht beim Betrachten ein Gefühl, ein Kind zu sein. Ich nenne es gerne eine Geschichte für Kinder, gemacht für Erwachsene.“ Die Ausstellung „Aleka Medina: Das pochende Zentrum“ ist vom 1. bis zum 30. Oktober 2022 im Kauengebäude der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3, Zur Künstlerzeche 10 in 44653 Herne, zu sehen. Öffnungszeiten: Mittwoch und Samstag jeweils von 15 bis 18 Uhr, Sonntag von 14 bis 17 Uhr. Es gelten die jeweils aktuellen Corona-Schutz-Bestimmungen.

15 Uhr

vhs Herne

Malkursus für Kinder ab 7 Jahren

Die vhs Herne bietet Malkurse für Kinder ab 7 Jahren an.

Für Kinder ab 7 Jahren bietet die vhs Herne im September, Oktober und Dezember mit je 2 aufeinander folgenden Terminen Malkurse an: 1) 22B6521: Mittwoch 14. und 21. September. 2) 22B6521A: Mittwoch, 19. und 26. Oktober. 3) 22B6521B: Mittwoch, 7. und 14. Dezember 2022, jeweils von 15:45 bis 17:45 Uhr Zusammen mit anderen Kindern können sie in diesem Kursus lernen, das Material richtig einzusetzen. Gemalt wird in Acryltechnik. Gemeinsam erfahren die jungen Teilnehmer von vhs-Kursleiterin Aycan Buyruk, welche Freude beim Gestalten entsteht und wie man während des Malens alles andere um sich herum vergessen kann. Belohnt werden die Kinder mit ihrem ersten Kunstwerk auf Leinwand. Entsprechende Materialien (Farbe, Pinsel, Leinwand) können gegen einen Beitrag von 5 Euro bei der Dozentin erworben werden. Bitte Arbeitskleidung mitbringen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Online-Anmeldungen: 1) 22B6521: Mittwoch 14. Und 21.09. 2) 22B6521A: Mittwoch, 19. Und 26.10. 3) 22B6521B: Mittwoch, 7. Und 14.12., jeweils von 15.45 bis 17.45 Uhr oder Tel 02323 – 16 29 20. Bitte nennen Sie die Kursnummer und den Veranstaltungstitel. Zu den aktuellen Corona-Regeln der vhs geht es hierher.

15:45 Uhr

Sechstes Literaturfestival in Essen

lit.Ruhr präsentiert das Programm

Das Literaturfestival lit.ruhr ist in Essen, Bochum, Gelsenkirchen und Oberhausen.

Die sechste Ausgabe der im Ruhrgebiet erfolgreich etablierten lit.RUHR und der dazugehörigen lit.kid.RUHR von Mittwoch bis Sonntag, 19. bis 23. Oktober 2022, findet in äußerst unsteten Zeiten statt. Umso bedeutender, dass das Programm des internationalen Literaturfestivals mit insgesamt 61 Veranstaltungen in Essen, Bochum, Gelsenkirchen und Oberhausen dem Publikum erneut ebenso Grundlagen für tiefgreifende Debatten und horizonterweiternde Gedanken bietet wie niveauvolle Unterhaltung, neue Perspektiven und gemeinschaftlich erlebte Kultur. Diese Versprechen erfüllt gleich zur Eröffnung der ebenso profilierte Schauspieler wie begnadete Schriftsteller Joachim Meyerhoff. Seine autofiktionalen Romane (zuletzt: „Hamster im hinteren Stromgebiet“) sind große Literatur und allesamt Bestseller. Die lit.RUHR beehrt er mit einer Lesung ganz neuer, noch unveröffentlichter Texte (Mittwoch, 19. Oktober 2022, 19.30 Uhr, Lichtburg Essen). Weitere Lesungstermine: Tupoka Ogette ist Bestseller-Autorin („exit RACISM“), Trainerin und Beraterin für Antirassismus im deutschsprachigen Raum. Ihre Bücher (zuletzt: „Und jetzt du“) unterstützen alltagsnah und konkret bei einem rassismuskritischen Leben (Donnerstag, 20. Oktober 2022, 19.30 Uhr, Theater Oberhausen). Eine Buch-Premiere feiert die profilierte Klimaaktivistin Luisa Neubauer auf der lit.RUHR: Sie und ihre Großmutter, Dagmar Reemtsma, verhandeln in ihrem Buch „Gegen die Ohnmacht“ generationenübergreifend hundert Jahre deutscher und europäischer Geschichte zwischen NS-Diktatur und Klimakrise (Donnerstag, 20. Oktober 2022, 20 Uhr, UNESCO-Welterbe Zollverein, Halle 5). Der ehemalige Profifußballer Neven Subotić ist einst als Flüchtling nach Deutschland gekommen und hat mit seinem Talent Millionen verdient. Heute ermöglicht Subotić mit seiner Stiftung Trinkwasserprojekte in Äthiopien. Sein Buch „Alles geben“ ist ein Appell für mehr Gerechtigkeit sowohl im Profifußball als auch in der globalisierten Welt (Freitag, 21. Oktober 2022, 20 Uhr, UNESCO-Welterbe Zollverein, Salzlager). Ein spannender Abend über eine Zeit, die weiterhin unsere Gegenwart beeinflusst, verspricht das Aufeinandertreffen der Ersten Stellvertretenden Sprecherin der Bundesregierung und Autorin Christiane Hoffmann („Alles, was wir nicht erinnern“) und des Journalisten und Autors Harald Jähner („Wolfszeit. Deutschland und die Deutschen 1945-1955“) zu werden (Freitag, 21. Oktober 2022, 20 Uhr, UNESCO- Welterbe Zollverein, Halle 12). Mit einem seiner seltenen Auftritte bereichert der österreichische Schriftsteller Wolf Haas die lit.RUHR und liest aus dem neusten Fall seines Kultdetektivs Simon Brenner. In „Müll“ halten sämtlich falsch entsorgte Leichenteile auf einem der Wiener Mistplätze den Ermittler auf Trapp (Freitag, 21. Oktober 2022, 21 Uhr, UNESCO-Welterbe Zollverein, Halle 5). Der erfolgreiche Interview-Podcaster Matze Hielscher hat in „Die Akademie meines Lebens“ die eindrücklichsten Erkenntnisse aus den Gesprächen über Antrieb und Profession seiner prominenten Gäste zusammengetragen. Seine Gesprächspartnerin, Mariana Leky, ist ebenfalls eine begnadete Beobachterin des Menschseins, dessen Herausforderungen sie in „Kummer aller Art“ erneut skurril und warmherzig porträtiert hat (Samstag, 22. Oktober 2022, 18 Uhr, UNESCO-Welterbe Zollverein, Salzlager). Matthias Brandt (Stimme) und Jens Thomas (Stimme und Klavier) widmen sich mit ihrer von der RAG-Stiftung als Hauptförderer der lit.RUHR präsentierten neuen kongenialen Wort-Musik-Collage der Erzählung „Die Bergwerke zu Falun“ des bedeutenden deutschen Schriftstellers der Romantik E. T. A. Hoffmann – ein literarisch-musikalisches Highlight der lit.RUHR (Samstag, 22. Oktober 2022, 19 Uhr, UNESCO-Welterbe Zollverein, Halle 12). Shelly Kupferberg („Isidor: Ein jüdisches Leben“) und Per Leo („Flut und Boden“) haben ihre Familiengeschichten auf der Opfer- und Täterseite des nationalsozialistischen Antisemitismus literarisch verarbeitet. Über diesen Prozess, die Frage, was von der Vergangenheit bleibt sowie die deutsche Erinnerungskultur sprechen beide, präsentiert von den lit.RUHR-Hauptförderern Evonik und Brost- Stiftung (Sonntag, 23. Oktober 2022, 11 Uhr, UNESCO-Welterbe Zollverein, Halle 6) Die Premiere ihres neusten Buches „Ein Engel in der Nacht“ feiert die internationale Erfolgsautorin Cornelia Funke („Tintenherz“, „Herr der Diebe“) bei der lit.RUHR. Der Illustrator Mehrdad Zaeri verleiht der Lesung dieser Saga voller Poesie, Dramatik und einer unerwarteten Rettung mit seinen Live- Zeichnungen einen eigenen Zauber. Die Veranstaltung ist für Erwachsene und Jugendliche ab 14 Jahren geeignet (Sonntag, 23. Oktober 2022, 17 Uhr, UNESCO-Welterbe Zollverein, Halle 12). Weitere Infos und Tickets unter www.lit.ruhr und www.myticket.de.

17 Uhr

Vortrag und Ausstellungseröffnung

„Herne von damals bis morgen“

Gerd Biedermann beim Treffpunkt Stadtarchiv im Mai 2018.

In Kooperation mit dem Herner Stadtarchiv bietet die vhs Herne am Mittwoch, 19. Oktober 2022, 18:30 Uhr, einen Vortrag an, als Beitrag zum Stadtjubiläum und als Hommage an Gerd Biedermann, der im April 2021 verstorben ist. Den Vortrag zur Stadtentwicklung ab den 1970er Jahren halten Alina Gränitz und Jürgen Hagen vom Stadtarchiv in der vhs Herne im Kulturzentrum. Gleichzeitig blicken die Vortragenden in die Zukunft. Urban - Digital - International - so lautet das Zukunftsbild der Stadt. Der Vortrag ist zugleich der Auftakt zur Ausstellung „Herne von damals bis heute“ von Gerd Biedermann, die anschließend eröffnet wird. Mit kreativen und innovativen Ideen sollen Hernes Potenziale bei der Stadtplanung ausgeschöpft werden, um den Herausforderungen der Globalisierung, des Klimaumbaus und der Digitalisierung zu begegnen. Im Sinne dieses Zukunftsbildes entstanden und entstehen unter anderem der Shamrockpark, der Gewerbepark „Glückauf Zukunft“, die „Internationale Technologiewelt General Blumenthal“, das Stadtteilzentrum H2Ö, das Wohnhaus K111, der Europagarten, das Kaiserquartier, das H3, das we-house oder das Quartier Grimberger Pier. Es ist also eine Menge in Bewegung. Die Veranstaltung ist kostenfrei, es wird allerdings um vorherige Anmeldung gebeten. Anmeldungen nehmen die Geschäftsstellen der vhs Herne unter 02323/16-2920 und 02323/16-3584 entgegen.

18:30 Uhr

Was muss ich wissen?

Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung

Vorsorge rechtzeitig treffen.

Der Caritasverband der Stadt Castrop- Rauxel bietet ein Angebot für pflegende Angehörige und alle Interessierte an. Es findet am Mittwoch, 19. Oktober 2022, 18:30 bis 20 Uhr, in der Kirchengemeinde Korpus Christi in Castrop-Rauxel statt. Fragen und Anmeldung bei Elisabeth Kister: Tel 02305/9235535. Zu welchem Zeitpunkt ist es sinnvoll eine Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung zu erstellen? Was ist bei der Erstellung zu beachten? Nach einer Einführung in die Thematik besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen und in den inhaltlichen Austausch zu gehen. Im Anschluss an die Veranstaltung können Termine für ein persönliches Beratungsgespräch vereinbart werden. Die Veranstaltung findet unter den aktuellen Corona-Bedingungen statt.

18:30 Uhr

Räuber Hotzenplotz, Krabat und die kleine Hexe

Otfried Preußlers Bildwelten

Illustration von Daniel Napp aus Otfried Preußler, „Das kleine Gespenst“

Die Ludwig Galerie Schloss Oberhausen hatte Mitte September 2020 eine große Retrospektive der Bildwelten des begnadeten Geschichtenerzählers Otfried Preußler nach nur kurzer Zeit coronabedingt wieder schließen müssen. Zwei Jahre später, am 17. September 2022 um 19 Uhr, ist Wiedereröffnung in erweitertem Umfang und mit einem tollen Rahmenprogramm für die ganze Familie. Otfried Preußler (1923–2013) gehört zu den bedeutendsten und einflussreichsten Kinder- und Jugendbuchautoren des deutschsprachigen Raums. Mit Geschichten wie „Der Räuber Hotzenplotz“, „Die kleine Hexe“ und „Das kleine Gespenst“ hat der im böhmischen Reichenberg geborene Autor seit den 1950er Jahren Figuren erschaffen, die bis heute Generationen von Heranwachsenden prägen und aus den Kinderzimmern dieser Welt sowie dem Schulunterricht nicht mehr wegzudenken sind. Insgesamt hat er über 35 Bücher geschrieben, die in mehr als 50 Sprachen übersetzt wurden und inzwischen eine Gesamtauflage von über 50 Millionen Exemplaren weltweit erreicht haben. Otfried Preußler hat nach der Vertreibung der Familie aus dem Sudetenland im bayerischen Rosenheim als Volksschullehrer und Lokalredakteur gearbeitet, bevor er den mündlich überlieferten Sagen- und Märchenschatz seiner Großmutter Dora aufzuschreiben begann und 1956 mit „Der kleine Wassermann“ den Grundstein zu seinem weltweiten Erfolg legte. Zahlreiche Zeichner haben seine Geschichten nicht nur illustriert, sondern seine Figuren geradezu zum Leben erweckt, indem sie von ihrem persönlichen Stil und eigenen Ideen Gebrauch machten. Kuratorin Linda Schmitz-Kleinreesink: „Besonders bekannt sind die Illustrationen von F. J. Tripp, die dem Räuber Hotzenplotz sein markantes Äußeres verleihen. Die holzschnitthaften Sepia-Zeichnungen, die Herbert Holzing für Krabat erschafft, bleiben über zahlreiche Auflagen hinweg bestehen. Das unverwechselbare Aussehen der kleinen Hexe, aber auch des kleinen Wassermanns, ist der Künstlerin Winnie Gebhardt zu verdanken.“ Mehr als fünfzig ihrer originalen Tuschezeichnungen hat der Thienemann-Esslinger Verlag aus seinem Archiv eigens für die Oberhausener Ausstellung bereitgestellt. Die Neuillustrationen der Klassiker durch Daniel Napp, Thorsten Saleina und Annette Swoboda sind in der umfangreichen Schau auf allen drei Etagen der Ludwig Galerie ebenso vertreten sein wie die frühen Zeichnungen. Auch selten gezeigte Originalzeichnungen zu „Hörbe“, einer eigenen Geschichte Preußlers, die 1981 seiner böhmischen Heimat ein Denkmal setzt, sind zu sehen. Hörbücher, Theateradaptionen, Filme und Spiele zeugen von der immensen Beliebtheit der jeweiligen Werke. Über 300 originale Zeichnungen sowie Filmrequisiten, Buchausgaben, Fotografien und Anton Bachleitners „Krabat“-Figuren des Düsseldorfer Marionettentheaters ermöglichen erstmals einen umfangreichen Überblick über das Wirken Otfried Preußlers und seiner Illustratoren. Die Ausstellung lädt dazu ein, unterschiedlichste Gattungen zu durchwandern: über klassische Bilderbücher, Geschichtensammlungen und traditionelle Sagen bis hin zu fantastischen Erzählungen. Alle Bücher liegen zum Schmökern für Jung und Alt aus, dazu werden Ausschnitte aus Kinoadaptionen gezeigt. Die Ausstellung „ Otfried Preußler – Figurenschöpfer und Geschichtenerzähler“ wird vom 18. September 2022 bis 15. Januar 2023 in der Ludwig Galerie Schloss Oberhausen, Konrad-Adenauer-Allee 46, gezeigt. Sie ist geöffnet Dienstag bis Sonntag jeweils von 11 bis 18 Uhr, geschlossen montags sowie am 24., 25. und 31. Dezember 2022 und am 1. Januar 2023. Der Eintritt kostet acht, ermäßigt vier Euro, Familien (zwei Erwachsene plus Kinder) zahlen 12 Euro, das Kombiticket mit dem Gasometer Oberhausen kostet 14 Euro. Ein Kinder-Mitmach-Heft führt spielend durch die Ausstellung, Oberhausener Schüler haben einen Kinder-Audioguide kreiert und es werden neben den öffentlichen Führungen an jedem Sonn- und Feiertag um 11:30 Uhr auch Führungen auf Ukrainisch/Russisch und Arabisch angeboten. Kuratorinnenführungen mit Linda Schmitz-Kleinreesink gibt es sonntags um 15 Uhr am 16. Oktober 2022, 13. November 2022, 11. Dezember 2022 und 15. Januar 2023. Die Direktorin Dr. Christine Vogt führt jeweils mittwochs um 16 Uhr durch die Ausstellung am 19. Oktober 2022 und am 30. November 2022. Sie hat zusammen mit Linda Schmitz-Kleinreesink den reich bebilderten, für 29,80 Euro äußerst wohlfeilen Katalog herausgegeben (ISBN 978-3-932236-44-0). Weitere Informationen auch über Lesungen, Figurentheateraufführungen und Vorträge gibt es auf der Homepage.

seit 18. Sept

Herbstferien 2022

Repair Café Pluto

Repair Cafe in der Bürgerwerkstatt am Stadtteilzentrum Pluto.

Das Repair Café Pluto unter dem Stadtteilzentrum Pluto macht Herbstferien. Das bedeutet, dass das Café, das von den beiden Elektrotechnikern betrieben wird vom 10. bis zum 24. Oktober 2022 geschlossen bleibt. Ab Dienstag, 25. Oktober 2022, sind Detlef Brune und Rainer Goltz dann wieder für die Bürger vor Ort. Die Männer sind zu Nicht-Ferienzeiten zu erreichen: Dienstag 10 bis12 Uhr; Donnerstag 14 bis 16 Uhr, Samstag 14 bis 16 Uhr. Unter der Tel 02325/666121 ist das Café ausschließlich donnerstags in der Zeit von 19-20 Uhr zu erreichen.

seit 10. Okt

Donnerstag, 20. Oktober

Ausstellung in der vhs-Galerie mit dem Herner Künstlerbund

Energie auf verschiedene Arten sichtbar machen

Erinnerungen an „Banksy": In der VHS-Galerie im Haus am Grünen Ring startet die Ausstellung "Energie“ mit Werken vom Künstlern des Herner Künstlerbundes. Bahtiyar Demircan zeigt ein Mädchen mit einem Herz, statt einem Ballon.

Das Thema Energie: Da war doch was? Stimmt. Kaum ein aktuelleres und brisanteres Thema hätte sich die Volkshochschule für ihre neue Ausstellung im Haus am Grünen Ring aussuchen können. 19 Künstler des Herner Künstlerbundes zeigen von Freitag, 9. September, bis Freitag, 4. November 2022, dort 38 Werke, die auf verschiedene Art und Weise mit dem Thema zu tun haben. Offizielle Eröffnung ist am Freitag, 9. September 2022, um 19 Uhr. So nennt Natalie Dilekli, Programmbereichsleiterin der VHS-Galerie die neue Ausstellung „absolut zeitgemäß“, obwohl sie schon für 2021, anlässlich des 100. Geburtstages des Künstlers Joseph Beuys, geplant war. „Wir hatten das Thema frei in den Raum gestellt und da Energie so viele Facetten hat, hat jeder Künstler ganz individuell seine Interpretation davon umgesetzt“, so Dilekli. Die Auswahl der Werke habe eine Jury getroffen. Entstanden sind Zeichnungen, Malerei und Objekte über verschiedene Themenfelder, beispielsweise Energiequellen oder über spirituelle Lebensenergie. Viele der Werke sind sehr bunt, andere wiederum nur schwarz-weiß, einige haben eine Mischung erhalten. Manche sind reine Bilder, beispielsweise mit Öl auf Leinwand, andere sind Fotografien und es gibt eine Art Skulptur zu sehen. Helmut Kottkamp hat beispielsweise so eine abstrakte Figur aus Wasserschläuchen und -rohren erstellt, während Inge Weber maritime Motive mit Energie kombiniert hat - ein Werk zeigt ein Windrad, welches im Wasser steht, um das blaue Wasser drumherum sind bunte Farben verteilt. Reiner Glebsattel hat unter anderem einen Wasserfall gemalt, hinter dem zwei Strommasten stehen. Die Künstlerin Petra Katharina Engel mag es kleiner: In einer Badewanne, die nur rund 20 Zentimeter groß ist, liegen als Quelle der Energie zahlreiche Batterien. Wilhelm Tinnemann zeigt in weißen und grauen Tönen ebenfalls ein Windrad mit dem Titel „Die Zukunft hat begonnen". Tinnemann dazu: „Das ist genau das, was unsere Politiker derzeit diskutieren. Es ist ein aktuelles Thema, wie man die Energie in der Zukunft gewinnt und herstellt, dabei hat das Thema längst begonnen.“ Fotograf Günter Mottyll war für seine Bilder abends und nachts unterwegs, vor allem, wenn es vorher geregnet hat und so besondere Lichteffekte möglich sind. Er zeigt beispielsweise das Vonovia Ruhrstadion des VfL Bochum mit der fahrenden Straßenbahn davor, die blinkenden Neonlichter der Leuchtreklamen am Stadion, aber auch der Tankstelle gegenüber, sind seine Quelle der Energie. Heidrun Mottyll setzt sich mit dem Thema Ruhrgebiet auseinander: „Die Energie des Ruhrgebiets sind für mich die Menschen, auch wenn auf meinen Werken keine zu sehen sind“, hält sie fest. Neben quietschbunten Gemälden gibt es auch Portraits, als auch zwei Bilder von Bahtiyar Demircan, die stark an „Banksy“, ein unter einem Pseudonym arbeitenden britischen Streetart-Künstler, erinnern. Banksy ist bekannt für aufsehenerregende Aktionen. So zerstörte sich sein Werk „Girl With Balloon“ 2018 teilweise unmittelbar nach einer großen Auktion (Kaufpreis rund 1,18 Millionen Euro) mit einem im Rahmen versteckten Schredder. Demircan lässt ein Mädchen keinen Ballon hochhalten, sondern ein Herz. Wer die Ausstellung besuchen möchte, kann dies zu den gängigen Öffnungszeiten (Montag bis Freitag, 9 bis 20 Uhr) tun. In den Ferien gilt: Montag bis Donnerstag, 8:30 bis 12 und 13:30 bis 15:30 sowie Freitag 8:30 bis 12 Uhr.

9 Uhr

Stadt Herne versteigert Fundsachen

Die Akademie Mont-Cenis.

Die Stadt Herne versteigert am Donnerstag, 20. Oktober 2022, Fundsachen. Die Versteigerung beginnt um 10 Uhr im Bürgersaal der Akademie Mont-Cenis, Mont-Cenis-Platz 1. Geboten werden kann beispielsweise auf Fahrräder und andere Fundgegenstände. Wer zuvor noch seinen Besitzanspruch auf die Gegenstände geltend machen möchte, kann dies noch bis Mittwoch, 19. Oktober 2022, beim Fundbüro im Fachbereich Öffentliche Ordnung, Berliner Platz 9, Zimmer 2.34, unter Vorlage des Personalausweises tun.

10 Uhr

Vorleseaktion für Kinder ab 6 Jahren

'Der kleine Flohling'

Andrea Sudkamp liest vor.

Vorlesepatin Andrea Sudkamp liest am Donnerstag, 20. Oktober 2022, ab 17 Uhr, in der Bibliothek in Herne-Mitte aus dem Buch: „Der kleine Flohling – Wunder im Littelwald“. Flohling, Lisbet und ihre Freunde sind zwar kleine Waldwichtel, aber sie haben ein großes Herz - vor allem für Tiere. Deshalb freuen sie sich ganz besonders auf die Sommerschule im Wald. Und tatsächlich erleben sie dort jede Menge aufregende Abenteuer. So machen sie während eines Ausflugs im Littelwald eine besondere Entdeckung: Im Bachlauf finden sie ein wahrhaftiges Wunder der Natur. Dazu ist keine Anmeldung erforderlich. Weiter Infos gibt es hier: Tel 02323 16-2793.

17 Uhr

Vortrag in der Martin-Opitz-Bibliothek

'Vivat Vratislavia' von Adam Wojtala

Der Eingang zur Martin-Opitz-Bibliothek.

In der Martin-Opitz-Bibliothek: Adam Wojtala - „Vivat Vratislavia!“ - Schlesien, Breslau und die katholischen deutschen Studentenverbindungen am 20. Oktober 2022 um 19 Uhr im Foyer der MOB (Erdgeschoss). Darumg geht es im Vortrag: Zu gemeinsamen Traditionen deutscher Universitäten gehören die sogenannten farbtragenden Studentenverbindungen, die vor 1945 ebenfalls eine wichtige Rolle im universitären Umfeld Breslaus spielten. Einen großen Zulauf verzeichneten dort nicht nur die Burschenschaften, sondern auch katholische Studentenverbindungen, allen voran die älteste von ihnen: Winfridia. Sie alle konnten nach der Vertreibung der Deutschen aus Schlesien im Westen reaktiviert werden und pflegen bis in die Gegenwart eine Erinnerungskultur, die regionale Elemente mit schlesischem Bezug beinhaltet. Der Vortrag wird sich der Kulturgeschichte dieser konfessionell geprägten Studentenvereine, ihrer Erinnerungskultur sowie ihren heutigen Bezügen zur Stammregion Schlesien widmen. Zum Referent: Adam Wojtala hat in Köln Mittlere und Neuere Geschichte studiert und arbeitet seit 2014 im Haus Schlesien als Wissenschaftlicher Mitarbeiter. In seinem Promotionsprojekt beschäftigt er sich mit kulturhistorischen Fragestellungen zum kollektiven Gedächtnis der katholischen deutschen Studentenverbindungen in Breslau. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei. Voranmeldung ist nicht erforderlich. Die aktuellen Corona-Regelungen der MOB finden Interessierte hier.

19 Uhr

Räuber Hotzenplotz, Krabat und die kleine Hexe

Otfried Preußlers Bildwelten

Illustration von Daniel Napp aus Otfried Preußler, „Das kleine Gespenst“

Die Ludwig Galerie Schloss Oberhausen hatte Mitte September 2020 eine große Retrospektive der Bildwelten des begnadeten Geschichtenerzählers Otfried Preußler nach nur kurzer Zeit coronabedingt wieder schließen müssen. Zwei Jahre später, am 17. September 2022 um 19 Uhr, ist Wiedereröffnung in erweitertem Umfang und mit einem tollen Rahmenprogramm für die ganze Familie. Otfried Preußler (1923–2013) gehört zu den bedeutendsten und einflussreichsten Kinder- und Jugendbuchautoren des deutschsprachigen Raums. Mit Geschichten wie „Der Räuber Hotzenplotz“, „Die kleine Hexe“ und „Das kleine Gespenst“ hat der im böhmischen Reichenberg geborene Autor seit den 1950er Jahren Figuren erschaffen, die bis heute Generationen von Heranwachsenden prägen und aus den Kinderzimmern dieser Welt sowie dem Schulunterricht nicht mehr wegzudenken sind. Insgesamt hat er über 35 Bücher geschrieben, die in mehr als 50 Sprachen übersetzt wurden und inzwischen eine Gesamtauflage von über 50 Millionen Exemplaren weltweit erreicht haben. Otfried Preußler hat nach der Vertreibung der Familie aus dem Sudetenland im bayerischen Rosenheim als Volksschullehrer und Lokalredakteur gearbeitet, bevor er den mündlich überlieferten Sagen- und Märchenschatz seiner Großmutter Dora aufzuschreiben begann und 1956 mit „Der kleine Wassermann“ den Grundstein zu seinem weltweiten Erfolg legte. Zahlreiche Zeichner haben seine Geschichten nicht nur illustriert, sondern seine Figuren geradezu zum Leben erweckt, indem sie von ihrem persönlichen Stil und eigenen Ideen Gebrauch machten. Kuratorin Linda Schmitz-Kleinreesink: „Besonders bekannt sind die Illustrationen von F. J. Tripp, die dem Räuber Hotzenplotz sein markantes Äußeres verleihen. Die holzschnitthaften Sepia-Zeichnungen, die Herbert Holzing für Krabat erschafft, bleiben über zahlreiche Auflagen hinweg bestehen. Das unverwechselbare Aussehen der kleinen Hexe, aber auch des kleinen Wassermanns, ist der Künstlerin Winnie Gebhardt zu verdanken.“ Mehr als fünfzig ihrer originalen Tuschezeichnungen hat der Thienemann-Esslinger Verlag aus seinem Archiv eigens für die Oberhausener Ausstellung bereitgestellt. Die Neuillustrationen der Klassiker durch Daniel Napp, Thorsten Saleina und Annette Swoboda sind in der umfangreichen Schau auf allen drei Etagen der Ludwig Galerie ebenso vertreten sein wie die frühen Zeichnungen. Auch selten gezeigte Originalzeichnungen zu „Hörbe“, einer eigenen Geschichte Preußlers, die 1981 seiner böhmischen Heimat ein Denkmal setzt, sind zu sehen. Hörbücher, Theateradaptionen, Filme und Spiele zeugen von der immensen Beliebtheit der jeweiligen Werke. Über 300 originale Zeichnungen sowie Filmrequisiten, Buchausgaben, Fotografien und Anton Bachleitners „Krabat“-Figuren des Düsseldorfer Marionettentheaters ermöglichen erstmals einen umfangreichen Überblick über das Wirken Otfried Preußlers und seiner Illustratoren. Die Ausstellung lädt dazu ein, unterschiedlichste Gattungen zu durchwandern: über klassische Bilderbücher, Geschichtensammlungen und traditionelle Sagen bis hin zu fantastischen Erzählungen. Alle Bücher liegen zum Schmökern für Jung und Alt aus, dazu werden Ausschnitte aus Kinoadaptionen gezeigt. Die Ausstellung „ Otfried Preußler – Figurenschöpfer und Geschichtenerzähler“ wird vom 18. September 2022 bis 15. Januar 2023 in der Ludwig Galerie Schloss Oberhausen, Konrad-Adenauer-Allee 46, gezeigt. Sie ist geöffnet Dienstag bis Sonntag jeweils von 11 bis 18 Uhr, geschlossen montags sowie am 24., 25. und 31. Dezember 2022 und am 1. Januar 2023. Der Eintritt kostet acht, ermäßigt vier Euro, Familien (zwei Erwachsene plus Kinder) zahlen 12 Euro, das Kombiticket mit dem Gasometer Oberhausen kostet 14 Euro. Ein Kinder-Mitmach-Heft führt spielend durch die Ausstellung, Oberhausener Schüler haben einen Kinder-Audioguide kreiert und es werden neben den öffentlichen Führungen an jedem Sonn- und Feiertag um 11:30 Uhr auch Führungen auf Ukrainisch/Russisch und Arabisch angeboten. Kuratorinnenführungen mit Linda Schmitz-Kleinreesink gibt es sonntags um 15 Uhr am 16. Oktober 2022, 13. November 2022, 11. Dezember 2022 und 15. Januar 2023. Die Direktorin Dr. Christine Vogt führt jeweils mittwochs um 16 Uhr durch die Ausstellung am 19. Oktober 2022 und am 30. November 2022. Sie hat zusammen mit Linda Schmitz-Kleinreesink den reich bebilderten, für 29,80 Euro äußerst wohlfeilen Katalog herausgegeben (ISBN 978-3-932236-44-0). Weitere Informationen auch über Lesungen, Figurentheateraufführungen und Vorträge gibt es auf der Homepage.

seit 18. Sept

Herbstferien 2022

Repair Café Pluto

Repair Cafe in der Bürgerwerkstatt am Stadtteilzentrum Pluto.

Das Repair Café Pluto unter dem Stadtteilzentrum Pluto macht Herbstferien. Das bedeutet, dass das Café, das von den beiden Elektrotechnikern betrieben wird vom 10. bis zum 24. Oktober 2022 geschlossen bleibt. Ab Dienstag, 25. Oktober 2022, sind Detlef Brune und Rainer Goltz dann wieder für die Bürger vor Ort. Die Männer sind zu Nicht-Ferienzeiten zu erreichen: Dienstag 10 bis12 Uhr; Donnerstag 14 bis 16 Uhr, Samstag 14 bis 16 Uhr. Unter der Tel 02325/666121 ist das Café ausschließlich donnerstags in der Zeit von 19-20 Uhr zu erreichen.

seit 10. Okt

Sechstes Literaturfestival in Essen

lit.Ruhr präsentiert das Programm

Das Literaturfestival lit.ruhr ist in Essen, Bochum, Gelsenkirchen und Oberhausen.

Die sechste Ausgabe der im Ruhrgebiet erfolgreich etablierten lit.RUHR und der dazugehörigen lit.kid.RUHR von Mittwoch bis Sonntag, 19. bis 23. Oktober 2022, findet in äußerst unsteten Zeiten statt. Umso bedeutender, dass das Programm des internationalen Literaturfestivals mit insgesamt 61 Veranstaltungen in Essen, Bochum, Gelsenkirchen und Oberhausen dem Publikum erneut ebenso Grundlagen für tiefgreifende Debatten und horizonterweiternde Gedanken bietet wie niveauvolle Unterhaltung, neue Perspektiven und gemeinschaftlich erlebte Kultur. Diese Versprechen erfüllt gleich zur Eröffnung der ebenso profilierte Schauspieler wie begnadete Schriftsteller Joachim Meyerhoff. Seine autofiktionalen Romane (zuletzt: „Hamster im hinteren Stromgebiet“) sind große Literatur und allesamt Bestseller. Die lit.RUHR beehrt er mit einer Lesung ganz neuer, noch unveröffentlichter Texte (Mittwoch, 19. Oktober 2022, 19.30 Uhr, Lichtburg Essen). Weitere Lesungstermine: Tupoka Ogette ist Bestseller-Autorin („exit RACISM“), Trainerin und Beraterin für Antirassismus im deutschsprachigen Raum. Ihre Bücher (zuletzt: „Und jetzt du“) unterstützen alltagsnah und konkret bei einem rassismuskritischen Leben (Donnerstag, 20. Oktober 2022, 19.30 Uhr, Theater Oberhausen). Eine Buch-Premiere feiert die profilierte Klimaaktivistin Luisa Neubauer auf der lit.RUHR: Sie und ihre Großmutter, Dagmar Reemtsma, verhandeln in ihrem Buch „Gegen die Ohnmacht“ generationenübergreifend hundert Jahre deutscher und europäischer Geschichte zwischen NS-Diktatur und Klimakrise (Donnerstag, 20. Oktober 2022, 20 Uhr, UNESCO-Welterbe Zollverein, Halle 5). Der ehemalige Profifußballer Neven Subotić ist einst als Flüchtling nach Deutschland gekommen und hat mit seinem Talent Millionen verdient. Heute ermöglicht Subotić mit seiner Stiftung Trinkwasserprojekte in Äthiopien. Sein Buch „Alles geben“ ist ein Appell für mehr Gerechtigkeit sowohl im Profifußball als auch in der globalisierten Welt (Freitag, 21. Oktober 2022, 20 Uhr, UNESCO-Welterbe Zollverein, Salzlager). Ein spannender Abend über eine Zeit, die weiterhin unsere Gegenwart beeinflusst, verspricht das Aufeinandertreffen der Ersten Stellvertretenden Sprecherin der Bundesregierung und Autorin Christiane Hoffmann („Alles, was wir nicht erinnern“) und des Journalisten und Autors Harald Jähner („Wolfszeit. Deutschland und die Deutschen 1945-1955“) zu werden (Freitag, 21. Oktober 2022, 20 Uhr, UNESCO- Welterbe Zollverein, Halle 12). Mit einem seiner seltenen Auftritte bereichert der österreichische Schriftsteller Wolf Haas die lit.RUHR und liest aus dem neusten Fall seines Kultdetektivs Simon Brenner. In „Müll“ halten sämtlich falsch entsorgte Leichenteile auf einem der Wiener Mistplätze den Ermittler auf Trapp (Freitag, 21. Oktober 2022, 21 Uhr, UNESCO-Welterbe Zollverein, Halle 5). Der erfolgreiche Interview-Podcaster Matze Hielscher hat in „Die Akademie meines Lebens“ die eindrücklichsten Erkenntnisse aus den Gesprächen über Antrieb und Profession seiner prominenten Gäste zusammengetragen. Seine Gesprächspartnerin, Mariana Leky, ist ebenfalls eine begnadete Beobachterin des Menschseins, dessen Herausforderungen sie in „Kummer aller Art“ erneut skurril und warmherzig porträtiert hat (Samstag, 22. Oktober 2022, 18 Uhr, UNESCO-Welterbe Zollverein, Salzlager). Matthias Brandt (Stimme) und Jens Thomas (Stimme und Klavier) widmen sich mit ihrer von der RAG-Stiftung als Hauptförderer der lit.RUHR präsentierten neuen kongenialen Wort-Musik-Collage der Erzählung „Die Bergwerke zu Falun“ des bedeutenden deutschen Schriftstellers der Romantik E. T. A. Hoffmann – ein literarisch-musikalisches Highlight der lit.RUHR (Samstag, 22. Oktober 2022, 19 Uhr, UNESCO-Welterbe Zollverein, Halle 12). Shelly Kupferberg („Isidor: Ein jüdisches Leben“) und Per Leo („Flut und Boden“) haben ihre Familiengeschichten auf der Opfer- und Täterseite des nationalsozialistischen Antisemitismus literarisch verarbeitet. Über diesen Prozess, die Frage, was von der Vergangenheit bleibt sowie die deutsche Erinnerungskultur sprechen beide, präsentiert von den lit.RUHR-Hauptförderern Evonik und Brost- Stiftung (Sonntag, 23. Oktober 2022, 11 Uhr, UNESCO-Welterbe Zollverein, Halle 6) Die Premiere ihres neusten Buches „Ein Engel in der Nacht“ feiert die internationale Erfolgsautorin Cornelia Funke („Tintenherz“, „Herr der Diebe“) bei der lit.RUHR. Der Illustrator Mehrdad Zaeri verleiht der Lesung dieser Saga voller Poesie, Dramatik und einer unerwarteten Rettung mit seinen Live- Zeichnungen einen eigenen Zauber. Die Veranstaltung ist für Erwachsene und Jugendliche ab 14 Jahren geeignet (Sonntag, 23. Oktober 2022, 17 Uhr, UNESCO-Welterbe Zollverein, Halle 12). Weitere Infos und Tickets unter www.lit.ruhr und www.myticket.de.

seit 19. Okt

Freitag, 21. Oktober

AquaSchool bietet neue Kurse

Aquapädagogin Marina Lohmann leitet die AquaSchool

Die AquaSchool bietet in den Herbstferien wieder neue Kurse an. So wird ein Intensivkursus für Kinder ab fünf Jahre und älter angeboten, um das Seepferdchen zu erlangen. Der Kursus umfasst dieses Mal 10x60 Minuten Kurseinheiten und ist auf den Mittwoch und Samstag mit je 2x60 Minuten Unterricht in den Herbstferien verteilt. Am Dienstag 18. Oktober 2022, um 16 Uhr startet ein neuer Eltern-Kind-Kursus. Ein weiterer Seepferdchen-Kursus startet um 16: 45 Uhr und um 17:30 Uhr der Seeräuber-Kursus (Seepferdchen ist Pflicht) Ab 18:15 Uhr startet ein Anfänger-Schwimmkursus für Erwachsene. Der Kursus findet einer kleinen Gruppe und in einem nicht öffentlichen Bad statt. Neu im Programm ist freitags AquaFit für Schwangere. Der Kursus startet am 21. Oktober 2022, um 8:30 Uhr. Er umfasst einmal vier Kurseinheiten und dann kann man nochmal fünf Einheiten buchen bis zum Ende des Jahres. Um 9:15 Uhr starte an dem Freitag auch ein neuer Baby-Schwimmkursus, für Babys von vier bis zwölf Monaten. Für Senioren bieten wir ab Mittwoch, 19. Oktober 2022, ein AquaFit Kursus um 13:45 Uhr an unter der Leitung von Silvia Skibba. Am Samstag, 22. Oktober 2002, starten unter der gleichen Leitung zwei Seniorensportkurse in der Turnhalle. Man kann auch einen AquaFit-Kursus buchen und einen Sportkurs quasi ein Kombiangebot Für Fragen und Anmeldungen zu den Kursen ist das Aquaschool-Team unter Tel 02864/8049500, per E-Mail buero@aquaschool.de oder auf der Homepage erreichbar.

8:30 Uhr

Ausstellung in der vhs-Galerie mit dem Herner Künstlerbund

Energie auf verschiedene Arten sichtbar machen

Erinnerungen an „Banksy": In der VHS-Galerie im Haus am Grünen Ring startet die Ausstellung "Energie“ mit Werken vom Künstlern des Herner Künstlerbundes. Bahtiyar Demircan zeigt ein Mädchen mit einem Herz, statt einem Ballon.

Das Thema Energie: Da war doch was? Stimmt. Kaum ein aktuelleres und brisanteres Thema hätte sich die Volkshochschule für ihre neue Ausstellung im Haus am Grünen Ring aussuchen können. 19 Künstler des Herner Künstlerbundes zeigen von Freitag, 9. September, bis Freitag, 4. November 2022, dort 38 Werke, die auf verschiedene Art und Weise mit dem Thema zu tun haben. Offizielle Eröffnung ist am Freitag, 9. September 2022, um 19 Uhr. So nennt Natalie Dilekli, Programmbereichsleiterin der VHS-Galerie die neue Ausstellung „absolut zeitgemäß“, obwohl sie schon für 2021, anlässlich des 100. Geburtstages des Künstlers Joseph Beuys, geplant war. „Wir hatten das Thema frei in den Raum gestellt und da Energie so viele Facetten hat, hat jeder Künstler ganz individuell seine Interpretation davon umgesetzt“, so Dilekli. Die Auswahl der Werke habe eine Jury getroffen. Entstanden sind Zeichnungen, Malerei und Objekte über verschiedene Themenfelder, beispielsweise Energiequellen oder über spirituelle Lebensenergie. Viele der Werke sind sehr bunt, andere wiederum nur schwarz-weiß, einige haben eine Mischung erhalten. Manche sind reine Bilder, beispielsweise mit Öl auf Leinwand, andere sind Fotografien und es gibt eine Art Skulptur zu sehen. Helmut Kottkamp hat beispielsweise so eine abstrakte Figur aus Wasserschläuchen und -rohren erstellt, während Inge Weber maritime Motive mit Energie kombiniert hat - ein Werk zeigt ein Windrad, welches im Wasser steht, um das blaue Wasser drumherum sind bunte Farben verteilt. Reiner Glebsattel hat unter anderem einen Wasserfall gemalt, hinter dem zwei Strommasten stehen. Die Künstlerin Petra Katharina Engel mag es kleiner: In einer Badewanne, die nur rund 20 Zentimeter groß ist, liegen als Quelle der Energie zahlreiche Batterien. Wilhelm Tinnemann zeigt in weißen und grauen Tönen ebenfalls ein Windrad mit dem Titel „Die Zukunft hat begonnen". Tinnemann dazu: „Das ist genau das, was unsere Politiker derzeit diskutieren. Es ist ein aktuelles Thema, wie man die Energie in der Zukunft gewinnt und herstellt, dabei hat das Thema längst begonnen.“ Fotograf Günter Mottyll war für seine Bilder abends und nachts unterwegs, vor allem, wenn es vorher geregnet hat und so besondere Lichteffekte möglich sind. Er zeigt beispielsweise das Vonovia Ruhrstadion des VfL Bochum mit der fahrenden Straßenbahn davor, die blinkenden Neonlichter der Leuchtreklamen am Stadion, aber auch der Tankstelle gegenüber, sind seine Quelle der Energie. Heidrun Mottyll setzt sich mit dem Thema Ruhrgebiet auseinander: „Die Energie des Ruhrgebiets sind für mich die Menschen, auch wenn auf meinen Werken keine zu sehen sind“, hält sie fest. Neben quietschbunten Gemälden gibt es auch Portraits, als auch zwei Bilder von Bahtiyar Demircan, die stark an „Banksy“, ein unter einem Pseudonym arbeitenden britischen Streetart-Künstler, erinnern. Banksy ist bekannt für aufsehenerregende Aktionen. So zerstörte sich sein Werk „Girl With Balloon“ 2018 teilweise unmittelbar nach einer großen Auktion (Kaufpreis rund 1,18 Millionen Euro) mit einem im Rahmen versteckten Schredder. Demircan lässt ein Mädchen keinen Ballon hochhalten, sondern ein Herz. Wer die Ausstellung besuchen möchte, kann dies zu den gängigen Öffnungszeiten (Montag bis Freitag, 9 bis 20 Uhr) tun. In den Ferien gilt: Montag bis Donnerstag, 8:30 bis 12 und 13:30 bis 15:30 sowie Freitag 8:30 bis 12 Uhr.

9 Uhr

Reparatur-Café im Treffpunkt Eickel

Der Treffpunkt Eickel an der Reichsstraße.

Das Reparatur-Café Eickel lädt wieder alle Bürger dazu ein, ihre alten und defekten Schätzchen - Elektrogeräte, Textilien oder sonstiger Hausrat - zur Reichsstraße zu bringen. Dort besteht die Möglichkeit, sie gemeinsam mit kundigen Menschen wieder herzurichten. Am Freitag, 8. Juli 2022, wird im Café in der Zeit von 14:30 bis 17:30 Uhr gewerkelt und der Treffpunkt ist für alle Besucher geöffnet. Für Kaffee und Kuchen ist ebenfalls gesorgt. Ab August öffnet das Reparatur-Café wieder zweimal im Monat jeweils in der Zeit von 13 bis 16 Uhr.

13 Uhr

DRK Quartiersbüro Wanne-Süd

Pflegekursus für die Nachbarschaftshilfe

Das DRK bietet einen Pflegekursus an. (Symbolbild).

In Zusammenarbeit mit dem Regionalbüro Alter, Pflege und Demenz bietet das DRK Quartiersbüro Wanne-Süd einen Pflegekursus für die Nachbarschaftshilfe an. Er findet am Freitag, 21. Oktober 2022, von 14 bis 19 Uhr Uhr und Samstag, 22. Oktober 2022, von 9:30 bis 15 Uhr in der DRK Geschäftsstelle, an der Harkortstraße 29 statt. Der Kursus richtet sich an alle Freunde, Nachbarn und andere Unterstützende von Pflegebedürftigen. Er umfasst 12 Unterrichtseinheiten und ist kostenlos. Wer Interesse hat kann sich an Projektkoordinatorin Petra Urban unter Tel 02325-969-1526 wenden.

14 Uhr

Zeitreise Strom - Deutsches Elektrizitätsmuseum

Führung mit Weinprobe

Weinfest und Musik in der City.

Recklinghausen. In dem Museum - Zeitreise Strom - dem Deutschen Elektrizitätsmuseum - an der direkten Stadtgrenze Herne / Recklinghausen ist am Freitag, 21. Oktober 2022, das Weingut Ritter zu Gast und bietet Interessierten die Möglichkeit zu einer Weinprobe an. Um 15 Uhr und am Abend um 19 Uhr finden zwei Veranstaltungen statt. Sie beginnen jeweils mit einer Führung durch das Museum, an die sich dann die Weinverprobung mit verschiedenen Weinen aus dem Sortiment des Weinguts anschließt. Das Weingut Ritter bewirtschaftet 15ha Weinberge in Guldental, der größten Weinbaugemeinde an der Nahe. Im gesamten Herstellungsprozess achtet der Familienbetrieb darauf, bei größtmöglich umweltschonender Arbeitsweise, die bestmögliche Qualität zu erbringen. Auch im Keller wird auf eine schonende Verarbeitung der Trauben geachtet. Die weißen Rebsorten werden direkt nach der Lese gekeltert und in Tanks ausgebaut, um möglichst frische Aromen zu erhalten. Den roten Rebsorten, die im großen Holzfass, teilweise auch im Barrique ausgebaut werden, wird eine entsprechende Maischestandzeit gegönnt, um möglichst viel Aroma und Farbe aus der Beerenhaut zu gewinnen. An beiden Terminen der Führung mit Weinprobe können maximal 20 Personen teilnehmen. Tickets für die Veranstaltung sind zum Preis von 15 Euro über den Ticket Shop des Museums erhältlich.

15 Uhr

Italienisch am Wochenende

Italienische Flagge.

In der vhs im Kulturzentrum bietet die Dozentin Ricarda Erler einen Italienisch Anfangskursus kompakt am Wochenende an. Der Kurs beginnt Freitag, 21. Oktober, 18 bis 21:15 Uhr, wird fortgesetzt Samstag, 22.Oktober, 10 bis 13:15 Uhr sowie an den beiden Folgewochenenden. Dieser Kursus ist nur geeignet für Einsteiger ohne Vorkenntnisse. Die Dozentin lädt ein, wichtiges Rüstzeug für eine Reise nach Italien zu erwerben: sich begrüßen und vorstellen, etwas fragen, im ristorante die Gnocchi oder Pizza korrekt bestellen, eine Durchsage verstehen, Museumshinweise lesen und mehr. Die kompakte Form bedeutet schnelleres Lernen, setzt jedoch regelmäßige Teilnahme an möglichst allen 6 Tagen voraus. Lehrmaterial wird im Kurs verteilt und ist in der Gebühr von 72 Euro, ermäßigt 49 Euro enthalten. Zur Anmeldung geht es hierher.

18 Uhr

Programm für Oktober 2022

Veranstaltungen im Literaturhaus

Im Literaturhaus Herne Ruhr gibt es für Interessierte wieder einige Veranstaltungen

Im Oktober 2022 gibt es wieder einige Veranstaltungen im Literaturhaus Herne Ruhr. Los geht es am Mittwoch, 5. Oktober 2022, um 19 Uhr (Einlass 18:30 Uhr) mit einer musikalischen Lesung mit Live-Illustration. Robert Nippoldt liest „Der große Gatsby“. Darum geht es: Long Island im Jahr 1922: Auf dem prächtigen Anwesen des jungen Millionärs Jay Gatsby amüsiert sich allabendlich die New Yorker High Society auf der Suche nach Spaß und Zerstreuung. Doch der geheimnisumwitterte Gastgeber selbst hat kein Interesse an diesen rauschenden Festen, ist er doch rettungslos verliebt in eine Frau, die unerreichbar scheint. Während auf der Bühne aus „Der große Gatsby“ von F. Scott Fitzgerald gelesen wird, illustriert der Buchkünstler Robert Nippoldt die Geschichte um den liebenden Jay Gatsby live am Zeichentisch und bringt das Bühnenbild im Art-Déco-Stil auf die Leinwand. Ein poetisches Porträt der Goldenen Zwanziger vor 100 Jahren. Der Einritt kostet 20 Euro. Martin Brambach liest am Freitag, 21. Oktober 2022, ab 19 Uhr (Einlass 18:30 Uhr) aus „Die Panne“. In der Erzählung geht es Alfredo Traps. Weil sein Auto eine Panne hat, gerät Alfredo Traps in eine Villa, in der vier ältere Herren ein bizarres Gerichtsspiel abhalten, das ihnen - ehemaligen Richtern, Staatsanwälten und Verteidigern - zum Zeitvertreib dient. Traps findet sich plötzlich in der Rolle des Angeklagten wieder, überzeugt, sich nichts vorzuwerfen zu haben... Virtuos schlüpft Martin Brambach in alle Rollen der Dürrenmattschen Erzählung und brilliert in einem Kammerspiel um Verantwortung und Schuld. Hier kostet der Eintritt 25 Euro. Jürgen Wiebicke und Jean-Pierre Wils bieten am Mittwoch, 25. Oktober 2022, ab 19 Uhr (Einlass 18:30 Uhr) mit „WDR 5 - Das philosophische Radio“ einen philosophischer Talk an. WDR 5 hat mit der Sendung „Das philosophische Radio“ ein einzigartiges, regelmäßiges Forum für die öffentliche philosophische Diskussion geschaffen. In dieser Live-Aufzeichnung spricht der Moderator Jürgen Wiebicke mit seinem Gast Jean-Pierre Wils, Professor für Theologie und Ethik, über Fragen der Autonomie. Der Eintritt frei, jedoch ist eine Anmeldung erforderlich. Die Sopranistin und Weill-Spezialistin Stefanie Wüst führt gemeinsam mit dem Pianisten Christopher Arpin am Donnerstag, 27. Oktober 2022, ab 19 Uhr (Einlass 18:30 Uhr) musikalisch durch das Leben und Wirken des Komponisten Kurt Weill, der insbesondere durch die Zusammenarbeit mit Bertolt Brecht bekannt wurde. Kurt Weills Werk umfasst Opern, Operetten, Musik für Ballette und Schauspiel, Musicals, Werke für Orchester, Kammermusik, Lieder, Songs und Chansons. Von der Dreigroschen-Oper bis zu eleganten französischen Chansons erstreckt sich das Repertoire an diesem besonderen Abend. Der Eintritt kostet 28 Euro.

18:30 Uhr

Tod in der Therme

Zoom-Krimi

Das 'Kleine Theater Herne' an der Neustraße 67.

Zu einer weiteren Online-Veranstaltung - Spieldauer mit Pausen: ca. 3 bis 4 Stunden - lädt das kleine theater herne an drei Terminen ein. Am Samstag, 1., am Freitag, 21. und am Sonntag, 23. Oktober 2022, beginnt die Online-Veranstaltung jeweils um 19 Uhr. Wollten Sie schon immer mal in eine Rolle schlüpfen, aber trauen sich nicht auf die Bretter, die die Welt bedeuten? Das kleine theater bringt diese Welt zu Ihnen. Sie buchen ein Ticket zu diesem Online-Event und erhalten Ihre ganz persönliche Rollenbeschreibung für das Spiel. Natürlich mit nützlichen Hintergrundinformationen zur eigenen Rolle, den anderen teilnehmenden Charakteren, zu den Beziehungen zueinander und natürlich auch die eigenen dunklen Geheimnisse. Und schon beginnt ein unterhaltsames OnlineReality-Spiel und Sie sind mitten drin. Gemeinsam erleben wir einen coronakonformen VIP-Krimiabend in kleiner Runde mit maximal acht Teilnehmern. Ein Wochenende zum Entspannen! An einem Wochenende im Oktober ist in einemIrrtümer und Änderungen im Spielplan vorbehalten Wellness-Thermen-Hotel in Bad Germerstein die „Lichter-Sauna-Nacht“ geplant. Das Event wurde in Bad Germerstein und Umgebung fleißig beworben. Und so machen sich die eineiigen Zwillinge Frank und Karsten Neubert mit ihren Frauen Nina und Katja, sowie jeweils einzeln, Evelyn Gembinski und Felix Schmidt auf den Weg in das Wellness-Thermen-Hotel, um Entspannung zu suchen. Dass allerdings Frank Neubert dort seine ewige Ruhe findet, war so nicht geplant… Welcher der hier Anwesenden trägt die Verantwortung für den Mord an Frank Neubert? Karten zu 14 Euro gibt es im Online-Shop, an der Theaterkasse. (mittwochs und freitags von 17:30 bis 19 Uhr; Tel 02323 / 911191) und im Ticketshop Herner Stadtmarketing. Alle Veranstaltungen finden im kleinen theater herne, Neustraße 67, statt. FFP 2 Maske müssen am Platz und während der Veranstaltung getragen werden.

19 Uhr

Räuber Hotzenplotz, Krabat und die kleine Hexe

Otfried Preußlers Bildwelten

Illustration von Daniel Napp aus Otfried Preußler, „Das kleine Gespenst“

Die Ludwig Galerie Schloss Oberhausen hatte Mitte September 2020 eine große Retrospektive der Bildwelten des begnadeten Geschichtenerzählers Otfried Preußler nach nur kurzer Zeit coronabedingt wieder schließen müssen. Zwei Jahre später, am 17. September 2022 um 19 Uhr, ist Wiedereröffnung in erweitertem Umfang und mit einem tollen Rahmenprogramm für die ganze Familie. Otfried Preußler (1923–2013) gehört zu den bedeutendsten und einflussreichsten Kinder- und Jugendbuchautoren des deutschsprachigen Raums. Mit Geschichten wie „Der Räuber Hotzenplotz“, „Die kleine Hexe“ und „Das kleine Gespenst“ hat der im böhmischen Reichenberg geborene Autor seit den 1950er Jahren Figuren erschaffen, die bis heute Generationen von Heranwachsenden prägen und aus den Kinderzimmern dieser Welt sowie dem Schulunterricht nicht mehr wegzudenken sind. Insgesamt hat er über 35 Bücher geschrieben, die in mehr als 50 Sprachen übersetzt wurden und inzwischen eine Gesamtauflage von über 50 Millionen Exemplaren weltweit erreicht haben. Otfried Preußler hat nach der Vertreibung der Familie aus dem Sudetenland im bayerischen Rosenheim als Volksschullehrer und Lokalredakteur gearbeitet, bevor er den mündlich überlieferten Sagen- und Märchenschatz seiner Großmutter Dora aufzuschreiben begann und 1956 mit „Der kleine Wassermann“ den Grundstein zu seinem weltweiten Erfolg legte. Zahlreiche Zeichner haben seine Geschichten nicht nur illustriert, sondern seine Figuren geradezu zum Leben erweckt, indem sie von ihrem persönlichen Stil und eigenen Ideen Gebrauch machten. Kuratorin Linda Schmitz-Kleinreesink: „Besonders bekannt sind die Illustrationen von F. J. Tripp, die dem Räuber Hotzenplotz sein markantes Äußeres verleihen. Die holzschnitthaften Sepia-Zeichnungen, die Herbert Holzing für Krabat erschafft, bleiben über zahlreiche Auflagen hinweg bestehen. Das unverwechselbare Aussehen der kleinen Hexe, aber auch des kleinen Wassermanns, ist der Künstlerin Winnie Gebhardt zu verdanken.“ Mehr als fünfzig ihrer originalen Tuschezeichnungen hat der Thienemann-Esslinger Verlag aus seinem Archiv eigens für die Oberhausener Ausstellung bereitgestellt. Die Neuillustrationen der Klassiker durch Daniel Napp, Thorsten Saleina und Annette Swoboda sind in der umfangreichen Schau auf allen drei Etagen der Ludwig Galerie ebenso vertreten sein wie die frühen Zeichnungen. Auch selten gezeigte Originalzeichnungen zu „Hörbe“, einer eigenen Geschichte Preußlers, die 1981 seiner böhmischen Heimat ein Denkmal setzt, sind zu sehen. Hörbücher, Theateradaptionen, Filme und Spiele zeugen von der immensen Beliebtheit der jeweiligen Werke. Über 300 originale Zeichnungen sowie Filmrequisiten, Buchausgaben, Fotografien und Anton Bachleitners „Krabat“-Figuren des Düsseldorfer Marionettentheaters ermöglichen erstmals einen umfangreichen Überblick über das Wirken Otfried Preußlers und seiner Illustratoren. Die Ausstellung lädt dazu ein, unterschiedlichste Gattungen zu durchwandern: über klassische Bilderbücher, Geschichtensammlungen und traditionelle Sagen bis hin zu fantastischen Erzählungen. Alle Bücher liegen zum Schmökern für Jung und Alt aus, dazu werden Ausschnitte aus Kinoadaptionen gezeigt. Die Ausstellung „ Otfried Preußler – Figurenschöpfer und Geschichtenerzähler“ wird vom 18. September 2022 bis 15. Januar 2023 in der Ludwig Galerie Schloss Oberhausen, Konrad-Adenauer-Allee 46, gezeigt. Sie ist geöffnet Dienstag bis Sonntag jeweils von 11 bis 18 Uhr, geschlossen montags sowie am 24., 25. und 31. Dezember 2022 und am 1. Januar 2023. Der Eintritt kostet acht, ermäßigt vier Euro, Familien (zwei Erwachsene plus Kinder) zahlen 12 Euro, das Kombiticket mit dem Gasometer Oberhausen kostet 14 Euro. Ein Kinder-Mitmach-Heft führt spielend durch die Ausstellung, Oberhausener Schüler haben einen Kinder-Audioguide kreiert und es werden neben den öffentlichen Führungen an jedem Sonn- und Feiertag um 11:30 Uhr auch Führungen auf Ukrainisch/Russisch und Arabisch angeboten. Kuratorinnenführungen mit Linda Schmitz-Kleinreesink gibt es sonntags um 15 Uhr am 16. Oktober 2022, 13. November 2022, 11. Dezember 2022 und 15. Januar 2023. Die Direktorin Dr. Christine Vogt führt jeweils mittwochs um 16 Uhr durch die Ausstellung am 19. Oktober 2022 und am 30. November 2022. Sie hat zusammen mit Linda Schmitz-Kleinreesink den reich bebilderten, für 29,80 Euro äußerst wohlfeilen Katalog herausgegeben (ISBN 978-3-932236-44-0). Weitere Informationen auch über Lesungen, Figurentheateraufführungen und Vorträge gibt es auf der Homepage.

seit 18. Sept

Herbstferien 2022

Repair Café Pluto

Repair Cafe in der Bürgerwerkstatt am Stadtteilzentrum Pluto.

Das Repair Café Pluto unter dem Stadtteilzentrum Pluto macht Herbstferien. Das bedeutet, dass das Café, das von den beiden Elektrotechnikern betrieben wird vom 10. bis zum 24. Oktober 2022 geschlossen bleibt. Ab Dienstag, 25. Oktober 2022, sind Detlef Brune und Rainer Goltz dann wieder für die Bürger vor Ort. Die Männer sind zu Nicht-Ferienzeiten zu erreichen: Dienstag 10 bis12 Uhr; Donnerstag 14 bis 16 Uhr, Samstag 14 bis 16 Uhr. Unter der Tel 02325/666121 ist das Café ausschließlich donnerstags in der Zeit von 19-20 Uhr zu erreichen.

seit 10. Okt

Sechstes Literaturfestival in Essen

lit.Ruhr präsentiert das Programm

Das Literaturfestival lit.ruhr ist in Essen, Bochum, Gelsenkirchen und Oberhausen.

Die sechste Ausgabe der im Ruhrgebiet erfolgreich etablierten lit.RUHR und der dazugehörigen lit.kid.RUHR von Mittwoch bis Sonntag, 19. bis 23. Oktober 2022, findet in äußerst unsteten Zeiten statt. Umso bedeutender, dass das Programm des internationalen Literaturfestivals mit insgesamt 61 Veranstaltungen in Essen, Bochum, Gelsenkirchen und Oberhausen dem Publikum erneut ebenso Grundlagen für tiefgreifende Debatten und horizonterweiternde Gedanken bietet wie niveauvolle Unterhaltung, neue Perspektiven und gemeinschaftlich erlebte Kultur. Diese Versprechen erfüllt gleich zur Eröffnung der ebenso profilierte Schauspieler wie begnadete Schriftsteller Joachim Meyerhoff. Seine autofiktionalen Romane (zuletzt: „Hamster im hinteren Stromgebiet“) sind große Literatur und allesamt Bestseller. Die lit.RUHR beehrt er mit einer Lesung ganz neuer, noch unveröffentlichter Texte (Mittwoch, 19. Oktober 2022, 19.30 Uhr, Lichtburg Essen). Weitere Lesungstermine: Tupoka Ogette ist Bestseller-Autorin („exit RACISM“), Trainerin und Beraterin für Antirassismus im deutschsprachigen Raum. Ihre Bücher (zuletzt: „Und jetzt du“) unterstützen alltagsnah und konkret bei einem rassismuskritischen Leben (Donnerstag, 20. Oktober 2022, 19.30 Uhr, Theater Oberhausen). Eine Buch-Premiere feiert die profilierte Klimaaktivistin Luisa Neubauer auf der lit.RUHR: Sie und ihre Großmutter, Dagmar Reemtsma, verhandeln in ihrem Buch „Gegen die Ohnmacht“ generationenübergreifend hundert Jahre deutscher und europäischer Geschichte zwischen NS-Diktatur und Klimakrise (Donnerstag, 20. Oktober 2022, 20 Uhr, UNESCO-Welterbe Zollverein, Halle 5). Der ehemalige Profifußballer Neven Subotić ist einst als Flüchtling nach Deutschland gekommen und hat mit seinem Talent Millionen verdient. Heute ermöglicht Subotić mit seiner Stiftung Trinkwasserprojekte in Äthiopien. Sein Buch „Alles geben“ ist ein Appell für mehr Gerechtigkeit sowohl im Profifußball als auch in der globalisierten Welt (Freitag, 21. Oktober 2022, 20 Uhr, UNESCO-Welterbe Zollverein, Salzlager). Ein spannender Abend über eine Zeit, die weiterhin unsere Gegenwart beeinflusst, verspricht das Aufeinandertreffen der Ersten Stellvertretenden Sprecherin der Bundesregierung und Autorin Christiane Hoffmann („Alles, was wir nicht erinnern“) und des Journalisten und Autors Harald Jähner („Wolfszeit. Deutschland und die Deutschen 1945-1955“) zu werden (Freitag, 21. Oktober 2022, 20 Uhr, UNESCO- Welterbe Zollverein, Halle 12). Mit einem seiner seltenen Auftritte bereichert der österreichische Schriftsteller Wolf Haas die lit.RUHR und liest aus dem neusten Fall seines Kultdetektivs Simon Brenner. In „Müll“ halten sämtlich falsch entsorgte Leichenteile auf einem der Wiener Mistplätze den Ermittler auf Trapp (Freitag, 21. Oktober 2022, 21 Uhr, UNESCO-Welterbe Zollverein, Halle 5). Der erfolgreiche Interview-Podcaster Matze Hielscher hat in „Die Akademie meines Lebens“ die eindrücklichsten Erkenntnisse aus den Gesprächen über Antrieb und Profession seiner prominenten Gäste zusammengetragen. Seine Gesprächspartnerin, Mariana Leky, ist ebenfalls eine begnadete Beobachterin des Menschseins, dessen Herausforderungen sie in „Kummer aller Art“ erneut skurril und warmherzig porträtiert hat (Samstag, 22. Oktober 2022, 18 Uhr, UNESCO-Welterbe Zollverein, Salzlager). Matthias Brandt (Stimme) und Jens Thomas (Stimme und Klavier) widmen sich mit ihrer von der RAG-Stiftung als Hauptförderer der lit.RUHR präsentierten neuen kongenialen Wort-Musik-Collage der Erzählung „Die Bergwerke zu Falun“ des bedeutenden deutschen Schriftstellers der Romantik E. T. A. Hoffmann – ein literarisch-musikalisches Highlight der lit.RUHR (Samstag, 22. Oktober 2022, 19 Uhr, UNESCO-Welterbe Zollverein, Halle 12). Shelly Kupferberg („Isidor: Ein jüdisches Leben“) und Per Leo („Flut und Boden“) haben ihre Familiengeschichten auf der Opfer- und Täterseite des nationalsozialistischen Antisemitismus literarisch verarbeitet. Über diesen Prozess, die Frage, was von der Vergangenheit bleibt sowie die deutsche Erinnerungskultur sprechen beide, präsentiert von den lit.RUHR-Hauptförderern Evonik und Brost- Stiftung (Sonntag, 23. Oktober 2022, 11 Uhr, UNESCO-Welterbe Zollverein, Halle 6) Die Premiere ihres neusten Buches „Ein Engel in der Nacht“ feiert die internationale Erfolgsautorin Cornelia Funke („Tintenherz“, „Herr der Diebe“) bei der lit.RUHR. Der Illustrator Mehrdad Zaeri verleiht der Lesung dieser Saga voller Poesie, Dramatik und einer unerwarteten Rettung mit seinen Live- Zeichnungen einen eigenen Zauber. Die Veranstaltung ist für Erwachsene und Jugendliche ab 14 Jahren geeignet (Sonntag, 23. Oktober 2022, 17 Uhr, UNESCO-Welterbe Zollverein, Halle 12). Weitere Infos und Tickets unter www.lit.ruhr und www.myticket.de.

seit 19. Okt

Samstag, 22. Oktober

AquaSchool bietet neue Kurse

Aquapädagogin Marina Lohmann leitet die AquaSchool

Die AquaSchool bietet in den Herbstferien wieder neue Kurse an. So wird ein Intensivkursus für Kinder ab fünf Jahre und älter angeboten, um das Seepferdchen zu erlangen. Der Kursus umfasst dieses Mal 10x60 Minuten Kurseinheiten und ist auf den Mittwoch und Samstag mit je 2x60 Minuten Unterricht in den Herbstferien verteilt. Am Dienstag 18. Oktober 2022, um 16 Uhr startet ein neuer Eltern-Kind-Kursus. Ein weiterer Seepferdchen-Kursus startet um 16: 45 Uhr und um 17:30 Uhr der Seeräuber-Kursus (Seepferdchen ist Pflicht) Ab 18:15 Uhr startet ein Anfänger-Schwimmkursus für Erwachsene. Der Kursus findet einer kleinen Gruppe und in einem nicht öffentlichen Bad statt. Neu im Programm ist freitags AquaFit für Schwangere. Der Kursus startet am 21. Oktober 2022, um 8:30 Uhr. Er umfasst einmal vier Kurseinheiten und dann kann man nochmal fünf Einheiten buchen bis zum Ende des Jahres. Um 9:15 Uhr starte an dem Freitag auch ein neuer Baby-Schwimmkursus, für Babys von vier bis zwölf Monaten. Für Senioren bieten wir ab Mittwoch, 19. Oktober 2022, ein AquaFit Kursus um 13:45 Uhr an unter der Leitung von Silvia Skibba. Am Samstag, 22. Oktober 2002, starten unter der gleichen Leitung zwei Seniorensportkurse in der Turnhalle. Man kann auch einen AquaFit-Kursus buchen und einen Sportkurs quasi ein Kombiangebot Für Fragen und Anmeldungen zu den Kursen ist das Aquaschool-Team unter Tel 02864/8049500, per E-Mail buero@aquaschool.de oder auf der Homepage erreichbar.

ver.di Aufruf zur Demo in Düsseldorf

Aufruf- #SolidarischerHerbst

Ver.di Betriebsgruppe Herne ruft zur Demonstration vor dem NRW-Landtag auf (Archivfoto).

Die ver.di Betriebsgruppe der Stadtverwaltung Herne beteiligt sich an einer Großdemonstration vor dem NRW-Landtag in Düsseldorf, zu der der ver.di Landesbezirk NRW, der Paritätische Wohlfahrtsverband, campact, BUND u.a. aufrufen. Ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis will am Samstag, 22. Oktober 2022, den immer lauter werdenden Protest gegen die mangelhaften Reaktionen der Bundesregierung auf die aktuelle Inflation und Energiekrise auf die Straße bringen. Inflation und steigende Energiepreise verursachen massive Einschnitte in das Leben vieler tausender Menschen in Herne. Das kürzlich beschlossene Dritte Entlastungspaket der Bundesregierung reicht bei weitem nicht aus. Zudem fehlt den beschlossenen Maßnahmen die soziale Balance. Sie sind zu zögerlich und werden der aktuellen Situation nicht gerecht. Sie reichen bei weitem nicht aus, um für die Menschen in Herne die zu erwartenden Härten im Winter abzufedern. Die steigenden Kosten für Lebensmittel und Energie sind enorm belastend: Laut statistischem Bundesamt betrug die Teuerungsrate im August 2022 im Vergleich zum Vorjahresmonat bei Lebensmitteln 16,6 Prozent. Im Bereich Haushaltsenergie und Kraftstoffe stiegen die Preise sogar um 35,6 Prozent. Für Menschen mit geringem und mittlerem Einkommen, für Rentner*innen, Auszubildende, Studierende und Arbeitslose ist das tägliche Leben schon jetzt kaum bezahlbar. Und wenn im Winter die Heizkosten massiv steigen, wird sich die Situation für alle weiter verschlimmern. In Herne ist die Situation besonders ernst: Im landesweiten Vergleich leben in Herne überdurchschnittlich viele Geringverdiener*innen, die von den steigenden Preisen besonders getroffen sind, weil sie einen Großteil ihres Einkommens für Energie und Lebensmittel ausgeben müssen. Hierzu Kolja Arndt, Sprecher der ver.di Betriebsgruppe der Stadtverwaltung Herne: „Wer weniger Geld in der Tasche hat, spürt die steigenden Preise doppelt und dreifach. Die Energiekrise entwickelt sich zur sozialen Krise. Und dabei wäre es so einfach: Starke Schultern müssen mehr tragen als schwache Schultern. Wer von der Kraft unserer Gesellschaft profitiert, muss etwas zurückgeben.“. Ein besonderes Anliegen der ver.di Betriebsgruppe ist es, einzufordern, das überall im Land gleichwertige Lebensverhältnisse erreicht werden müssen. Die Ungleichheiten zwischen finanzschwachen und -starken Kommunen darf durch die aktuellen Entwicklungen nicht weiter zunehmen. Die Handlungsfähigkeit überschuldeter Kommunen wie Herne muss wiederhergestellt werden. Bund und Land müssen hierzu endlich eine funktionierende und effektive Altschuldenregelung finden. Hierzu ebenfalls Kolja Arndt: „Wenn nicht unverzüglich gegengesteuert wird, drohen bald erneut Haushaltssperren und das Verschieben dringend notwendiger Investitionen. Das wäre sehr bitter und hätte fatale Auswirkungen für Herne!“. Für ihre Forderungen ruft die ver.di Betriebsgruppe dazu auf, am Samstag, 22. Oktober 2022, auf die Straße gehen und betont dabei alle Bevölkerungsgruppen im Blick zu haben – aus der Überzeugung heraus, dass diese Ziele nur gemeinsam und solidarisch erreicht werden können. Denn nicht einzelne gesellschaftliche Gruppen seien das Problem, sondern unsolidarisches politisches Handeln.

DRK Quartiersbüro Wanne-Süd

Pflegekursus für die Nachbarschaftshilfe

Das DRK bietet einen Pflegekursus an. (Symbolbild).

In Zusammenarbeit mit dem Regionalbüro Alter, Pflege und Demenz bietet das DRK Quartiersbüro Wanne-Süd einen Pflegekursus für die Nachbarschaftshilfe an. Er findet am Freitag, 21. Oktober 2022, von 14 bis 19 Uhr Uhr und Samstag, 22. Oktober 2022, von 9:30 bis 15 Uhr in der DRK Geschäftsstelle, an der Harkortstraße 29 statt. Der Kursus richtet sich an alle Freunde, Nachbarn und andere Unterstützende von Pflegebedürftigen. Er umfasst 12 Unterrichtseinheiten und ist kostenlos. Wer Interesse hat kann sich an Projektkoordinatorin Petra Urban unter Tel 02325-969-1526 wenden.

9:30 Uhr

Vortrag der Schlossakademie im Schloss Strünkede

Jüdische Künstlerinnen im 20. Jahrhundert

Der Vortrag "Leben, Werk und Schicksal jüdischer Künstlerinnen im 20. Jahrhundert in Deutschland" lädt zwei Mal ins Schloss Strünkede.

Die Schlossakademie im Schloss Strünkede bietet einen Vortrag über jüdische Künstlerinnen im 20. Jahrhundert an. Die Veranstaltung beginnt am Samstag, 17. September 2022, um 14:30 Uhr und endet um 17 Uhr. Die Veranstaltung trägt den Titel „Leben, Werk und Schicksal jüdischer Künstlerinnen im 20. Jahrhundert in Deutschland - Hamburg bis Berlin“. Wer kennt heute noch die Namen und die Werke jüdischer Künstlerinnen, die Anfang bis Mitte des 20. Jahrhunderts noch erfolgreich in Deutschland tätig waren? Abrupt wurde den künstlerischen Karrieren dieser kreativen Frauen im Nationalsozialismus ein Ende gesetzt: Sie wurden verfemt, verfolgt, vertrieben und sogar umgebracht, ihre Werke vernichtet oder sie gelten als verschollen. Die Teilnehmenden können dem Leben und Schicksal einiger dieser Künstlerinnen, unter anderem Julie Wolfthorn, Charlotte Salomon, Maria Luiko, Charlotte Jacobi, Lea Grundig und Lotte Laserstein, nachspüren. Es werden viele ihrer Werke vorgestellt, vor allem Gemälde, Grafiken und Fotografien. Kunsthistorische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Diese Künstlerinnen lebten in Berlin, Hamburg, Frankfurt oder München und engagierten sich in ländlichen Malerkolonien – manchmal sogar beides, wie die Malerinnen, die den „Hiddenseer Künstlerinnenbund“ gründeten und später wie viele ihrer Kolleginnen im KZ starben. Einigen Künstlerinnen gelang es noch rechtzeitig Deutschland zu verlassen und ins Ausland zu gehen, in andere Länder Europas oder sogar bis in die USA, um dort mal mehr, mal weniger glücklich zu werden. Weiterer Termin: Samstag, 22. Oktober 2022, 14:30 bis 17 Uhr, „München bis Frankfurt“. Teilnahme: 10 Euro; Mitglieder im Verein „Freunde des Emschertal-Museums“ ermäßigt 5 Euro. Anmeldung erforderlich unter Tel 02323 / 16 - 26 11 oder per E-Mail: emschertal-museum@herne.de.

14:30 Uhr

Aleka Medina in der Künstlerzeche

'Aleka Medina: Das pochende Zentrum'

Die Videoperformance „Anidar/Anudar“ (im Hintergrund) zeigt eine mit Seilen angebundene Frau bei der Hausarbeit, die Bodeninstallation „Kiesgrube“ erinnert an verschwundene Mädchen und Frauen.

Die 1989 im zentralamerikanischen Guatemala geborene Aleka Medina, frischgebackene diplomierte Absolventin der Kunstakademie Münster, ist die diesjährige Trägerin des Förderpreises „Junge Positionen Nordrhein-Westfalen“, der am Samstag, 1. Oktober 2022, um 17 Uhr im Kauengebäude der Künstlerzeche Unser Unser Fritz 2/3 zum zehnten Mal verliehen wird. Für den mit 1.500 Euro Preisgeld und 1.000 Euro Materialgeld dotierte Preis können die beiden Kunstakademien unseres Landes, Münster und Düsseldorf, Vorschläge einreichen, die von einer Expertenjury der Künstlerzeche gewichtet werden. Die Preisträger, bisher stehen acht Frauen nur zwei Männern gegenüber, erhalten zudem– in diesem Fall von Danuta Karsten - kuratorische Unterstützung für eine Einzelausstellung in Unser Fritz sowie deren Dokumentation in einem Leporello. „Das pochende Zentrum“ ist der Titel der zeitgleich eröffneten Ausstellung von drei Installationen, zwei Videoperformances sowie filigranen Zeichnungen im Foyer und den beiden Eingängen zur Schwarz- und Weißkaue von Aleka Medina. Einführende Worte spricht der Kunsthistoriker Sebastián Eduardo Dávilla. Aleka Medina, die zunächst Visual Art an Universität San Carlos de Guatemala studierte, bevor sie Schülerin von Prof. Mariana Castillo Deball wurde, ein Auslandssemester in Mexiko bei Prof. Gerda Gruber absolvierte und in diesem Sommer ihr Studium an der Kunstakademie Münster mit dem Diplom abschloss, lebt nun in Berlin. Ihre Arbeit ist biografisch, aber auch zugleich politisch geprägt. Mit Medien wie Zeichnungen, Installationen und Video verarbeitet sie Ängste und Traumata der (post-)kolonialistischen und patriarchalischen Gesellschaft von Guatemala. Die Schwarzkaue wird beherrscht von ihrer in 2022 entstandenen Installation „Paloma Blancas“ (Weiße Tauben). Seile erzeugen eine räumliche Zeichnung aus geometrischen Linien, bestückt mit Keramikfiguren, die individuelle Geschichten von Frauen aus der Heimat der Künstlerin erzählen. Diese werden bei der Vernissage mit Kerzen illuminiert. In der Weißkaue zwei Videoperformances. „Anidar/Anudar“ (Verschachteln/Verknüpfen) spielt im Kinderzimmer Aleka Medinas, einen einst sicheren Ort im Elternhaus, der sich aber nach ihrer Migration in den Augen der Künstlerin verändert hat. In „Desvergonzarse“ (Schamlos) trägt Aleka Medina ein bedrucktes Nachthemd mit Geschichten, welche die machistische und patriarchalische Gesellschaft Guatemalas offenbaren: Aleka Medina kanalisiert mit ihrer Kunst ihre eigene Wut und wandelt sie in eine radikale Zärtlichkeit um. In ihrem Werk verbinden sich fast kindlich gezeichneten Charaktere mit einer groben Darstellung der Realität. Davor erinnert die Rauminstallation „Fosa Comun“ (Kriesgrube) mit Objekten aus einer Mischung aus Harz und Kalzit an die sterblichen Überreste der im Bürgerkrieg verstorbenen und von Kriminellen entführten Frauen und Mädchen. Die zylindrische Leinwand der begehbaren Installation „Alle Namen, die noch im Umlauf sind“, ist eine Reise in die Geschichte Guatemalas. Die mit der kosmologischen Vision der Maya beginnt und sich auf den „xibalba“ genannten Ort der Angst und der Unterwelt bezieht. Weitere historische Stationen sind u.a. die Versklavung im Feudalismus der 1920er Jahre, die zentralamerikanischen Emanzipationsbewegungen der 1940er Jahre sowie der bis heute andauernde Guerilla-Bürgerkrieg. Die Künstlerin: „Von unten gesehen entsteht beim Betrachten ein Gefühl, ein Kind zu sein. Ich nenne es gerne eine Geschichte für Kinder, gemacht für Erwachsene.“ Die Ausstellung „Aleka Medina: Das pochende Zentrum“ ist vom 1. bis zum 30. Oktober 2022 im Kauengebäude der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3, Zur Künstlerzeche 10 in 44653 Herne, zu sehen. Öffnungszeiten: Mittwoch und Samstag jeweils von 15 bis 18 Uhr, Sonntag von 14 bis 17 Uhr. Es gelten die jeweils aktuellen Corona-Schutz-Bestimmungen.

15 Uhr

Musiktheater im Revier

Coppelius sind mit „KRABAT“ zurück

„Krabat“ - Rock trifft Oper: Krabat (Bastille alias Sebastian Schiller) und Kantorka (Bele Kumberger) lieben sich.

Im kommenden Frühjahr veröffentlicht Coppelius sein langerwartetes neues Album „Abwärts“. Bereits erschienen sind die Singles „Nur für dich“ und „Kryptoxenoarchäologie“. Bevor die Band 2023 ihr 220. Jubiläum mit einer Deutschland-Tour feiert, ist sie mit der Steampunk-Metal-Mistery-Oper Krabat von Coppelius und Himmelfahrt Scores zurück auf der großen Bühne des Musiktheater im Revier. Am Sonntag, 2. Oktober, 19.30 Uhr feiert die spektakuläre Show mit großem Orchester und Coppelius live, die bei ihrer Uraufführung im Juni 2022 Fans der Berliner Band genauso wie das Opernpublikum begeisterte, ihre Wiederaufnahme. Regisseur Manuel Schmitt und Bühnenbildner Julius Theodor Semmelmann meistern den Spagat zwischen großer Rockshow und atmosphärisch starker Operninszenierung und entdecken in Otfried Preußlers Vorlage überraschende Bedeutungsebenen. An sechs Terminen im Oktober und November besteht die Gelegenheit die düstere Story um den Müllersburschen Krabat, der sich zwischen der Macht der schwarzen Magie und der Liebe in Freiheit entscheiden muss, live im MiR zu erleben. In der Hauptrolle: Bastille von Coppelius. Tickets von 15-45 Euro unter mir.ruhr/tickets oder an der Theaterkasse: Montag und Samstag von 10 bis 14 Uhr, Dienstag bis Freitag von 10 bis 18:30 Uhr, E-Mail: theaterkasse@musiktheater-im-revier.de, Tel 0209.4097-200

19:30 Uhr

RevuePalast Ruhr zeigt: Diamonds & Glamour

Ein Universum der Lebensfreude

„Diamonds & Glamour“ im RevuePalast.

Ein Universum der Lebensfreude Noch opulentere Kostüme, noch mehr Live-Gesang: RevuePalast Ruhr zeigt neue Show „Diamonds & Glamour – Sternstunden der Travestie“ – feiert am 14. Oktober Premiere – der Vorverkauf läuft Herten. „Diamonds & Glamour – Sternstunden der Travestie“ – eine Supernova aus funkelnder Unterhaltung verspricht die neue Gala-Show im RevuePalast Ruhr auf Zeche Ewald in Herten. Noch opulentere Kostüme, noch mehr Live-Gesang mit Gänsehautgarantie und dazu jede Menge Spaß: Prinzipal Christian Stratmann entführt die Gäste in ein buntes Universum der Eleganz und Lebensfreude: „Mit der neuen Show hat unser Regisseur Ralf Kuta etwas Außergewöhnliches geschaffen. Weltklasse- Travestie in einem der schönsten Showtheater des Landes: Ich bin sicher, dieser Funke wird überspringen.“ Premiere ist am Freitag, 14. Oktober. Der Vorverkauf läuft. "Diamonds & Glamour“ wird eine Show der Rekorde, sagt Show-Regisseur Ralf Kuta. Erstmals sticheln neben Lalo Madrid in Essen und José Monteiro de Lima in Mülheim zwei weitere Kostümateliers für die magischen Momente der Verwandlung. Einen heißen Marilyn-Monroe-Dress entwirft gerade die Kostümdesignerin Anna Hörling aus Dortmund. Sie verpackte für die TV-Sendung „Viva la Diva“ Mallorca-Sänger Mickie Krause so kunstvoll als DragQueen, dass die Kostümbildner der RTL-Show jüngst den Deutschen Fernsehpreis einheimsten. Ralf Kuta: „Anna ist einfach unglaublich: Sie hat schon Pommes aus Pailletten gemacht!“ Stammkunde bei der Kostümkünstlerin Nita, heute 85, in Düsseldorf-Erkrath ist Ralf Kuta alias Dannyboy seit vielen Jahren. Unter Nitas Händen entstand zum Beispiel Ralfs ikonisches Marlene-Kleid, das zu einem Erkennungszeichen des RevuePalasts wurde. Damit nicht genug: Der kunstvoll glitzernde Federkopfschmuck, den Dannyboy in weiß und Jeanny in schwarz auf der Show-Bühne tragen, wurde für einen vierstelligen Betrag in einem Berliner Spezialatelier gefertigt und für das Fotoshooting zur Show per Express aus der Hauptstadt geordert. Zu jedem Einzelstück kann Ralf Kuta eine Geschichte erzählen. „Wir zeigen Kostüme und Schmuck aus aller Herren Länder“, sagt er: „So viel Aufwand war noch nie.“ Das Showprogramm selbst rückt legendäre Duos, Trios und Quartette in den Mittelpunkt. Elton John, Kiki Dee und RuPaul, aber auch die Flippers, Abba und Boney M. geben sich unter Kronleuchtern ein Stelldichein, unendlich wiederholt in den riesigen Wandspiegeln des Palasts. Eine musikalische Hommage an Marianne Rosenberg bildet einen Höhepunkt der Show. Durch den Abend führen zwei charmante Damen im Doppelpack: Publikumsliebling Jeanny und die Wuchtbrumme Roxy, die immer einen lockeren Spruch auf Lager haben. Im RevuePalast Ruhr nimmt man sich selbst nicht so ernst. Ob auf der Bühne oder im Publikum: Der Alltag weicht einem Lächeln, das lange anhält. Die Welt wird leicht, unbeschwert, sinnlich, sexy. Alles im Palast ist augenzwinkernde Unterhaltung. Willkommen bei „Diamonds & Glamour“: That’s Entertainment. Tickets ab 18,90 Euro gibt es auf online hier und am Tel hier02325 – 588 999 (mo bis fr, 10 bis 19 Uhr, und sa, 10 bis 14 Uhr)

20 Uhr

Räuber Hotzenplotz, Krabat und die kleine Hexe

Otfried Preußlers Bildwelten

Illustration von Daniel Napp aus Otfried Preußler, „Das kleine Gespenst“

Die Ludwig Galerie Schloss Oberhausen hatte Mitte September 2020 eine große Retrospektive der Bildwelten des begnadeten Geschichtenerzählers Otfried Preußler nach nur kurzer Zeit coronabedingt wieder schließen müssen. Zwei Jahre später, am 17. September 2022 um 19 Uhr, ist Wiedereröffnung in erweitertem Umfang und mit einem tollen Rahmenprogramm für die ganze Familie. Otfried Preußler (1923–2013) gehört zu den bedeutendsten und einflussreichsten Kinder- und Jugendbuchautoren des deutschsprachigen Raums. Mit Geschichten wie „Der Räuber Hotzenplotz“, „Die kleine Hexe“ und „Das kleine Gespenst“ hat der im böhmischen Reichenberg geborene Autor seit den 1950er Jahren Figuren erschaffen, die bis heute Generationen von Heranwachsenden prägen und aus den Kinderzimmern dieser Welt sowie dem Schulunterricht nicht mehr wegzudenken sind. Insgesamt hat er über 35 Bücher geschrieben, die in mehr als 50 Sprachen übersetzt wurden und inzwischen eine Gesamtauflage von über 50 Millionen Exemplaren weltweit erreicht haben. Otfried Preußler hat nach der Vertreibung der Familie aus dem Sudetenland im bayerischen Rosenheim als Volksschullehrer und Lokalredakteur gearbeitet, bevor er den mündlich überlieferten Sagen- und Märchenschatz seiner Großmutter Dora aufzuschreiben begann und 1956 mit „Der kleine Wassermann“ den Grundstein zu seinem weltweiten Erfolg legte. Zahlreiche Zeichner haben seine Geschichten nicht nur illustriert, sondern seine Figuren geradezu zum Leben erweckt, indem sie von ihrem persönlichen Stil und eigenen Ideen Gebrauch machten. Kuratorin Linda Schmitz-Kleinreesink: „Besonders bekannt sind die Illustrationen von F. J. Tripp, die dem Räuber Hotzenplotz sein markantes Äußeres verleihen. Die holzschnitthaften Sepia-Zeichnungen, die Herbert Holzing für Krabat erschafft, bleiben über zahlreiche Auflagen hinweg bestehen. Das unverwechselbare Aussehen der kleinen Hexe, aber auch des kleinen Wassermanns, ist der Künstlerin Winnie Gebhardt zu verdanken.“ Mehr als fünfzig ihrer originalen Tuschezeichnungen hat der Thienemann-Esslinger Verlag aus seinem Archiv eigens für die Oberhausener Ausstellung bereitgestellt. Die Neuillustrationen der Klassiker durch Daniel Napp, Thorsten Saleina und Annette Swoboda sind in der umfangreichen Schau auf allen drei Etagen der Ludwig Galerie ebenso vertreten sein wie die frühen Zeichnungen. Auch selten gezeigte Originalzeichnungen zu „Hörbe“, einer eigenen Geschichte Preußlers, die 1981 seiner böhmischen Heimat ein Denkmal setzt, sind zu sehen. Hörbücher, Theateradaptionen, Filme und Spiele zeugen von der immensen Beliebtheit der jeweiligen Werke. Über 300 originale Zeichnungen sowie Filmrequisiten, Buchausgaben, Fotografien und Anton Bachleitners „Krabat“-Figuren des Düsseldorfer Marionettentheaters ermöglichen erstmals einen umfangreichen Überblick über das Wirken Otfried Preußlers und seiner Illustratoren. Die Ausstellung lädt dazu ein, unterschiedlichste Gattungen zu durchwandern: über klassische Bilderbücher, Geschichtensammlungen und traditionelle Sagen bis hin zu fantastischen Erzählungen. Alle Bücher liegen zum Schmökern für Jung und Alt aus, dazu werden Ausschnitte aus Kinoadaptionen gezeigt. Die Ausstellung „ Otfried Preußler – Figurenschöpfer und Geschichtenerzähler“ wird vom 18. September 2022 bis 15. Januar 2023 in der Ludwig Galerie Schloss Oberhausen, Konrad-Adenauer-Allee 46, gezeigt. Sie ist geöffnet Dienstag bis Sonntag jeweils von 11 bis 18 Uhr, geschlossen montags sowie am 24., 25. und 31. Dezember 2022 und am 1. Januar 2023. Der Eintritt kostet acht, ermäßigt vier Euro, Familien (zwei Erwachsene plus Kinder) zahlen 12 Euro, das Kombiticket mit dem Gasometer Oberhausen kostet 14 Euro. Ein Kinder-Mitmach-Heft führt spielend durch die Ausstellung, Oberhausener Schüler haben einen Kinder-Audioguide kreiert und es werden neben den öffentlichen Führungen an jedem Sonn- und Feiertag um 11:30 Uhr auch Führungen auf Ukrainisch/Russisch und Arabisch angeboten. Kuratorinnenführungen mit Linda Schmitz-Kleinreesink gibt es sonntags um 15 Uhr am 16. Oktober 2022, 13. November 2022, 11. Dezember 2022 und 15. Januar 2023. Die Direktorin Dr. Christine Vogt führt jeweils mittwochs um 16 Uhr durch die Ausstellung am 19. Oktober 2022 und am 30. November 2022. Sie hat zusammen mit Linda Schmitz-Kleinreesink den reich bebilderten, für 29,80 Euro äußerst wohlfeilen Katalog herausgegeben (ISBN 978-3-932236-44-0). Weitere Informationen auch über Lesungen, Figurentheateraufführungen und Vorträge gibt es auf der Homepage.

seit 18. Sept

Herbstferien 2022

Repair Café Pluto

Repair Cafe in der Bürgerwerkstatt am Stadtteilzentrum Pluto.

Das Repair Café Pluto unter dem Stadtteilzentrum Pluto macht Herbstferien. Das bedeutet, dass das Café, das von den beiden Elektrotechnikern betrieben wird vom 10. bis zum 24. Oktober 2022 geschlossen bleibt. Ab Dienstag, 25. Oktober 2022, sind Detlef Brune und Rainer Goltz dann wieder für die Bürger vor Ort. Die Männer sind zu Nicht-Ferienzeiten zu erreichen: Dienstag 10 bis12 Uhr; Donnerstag 14 bis 16 Uhr, Samstag 14 bis 16 Uhr. Unter der Tel 02325/666121 ist das Café ausschließlich donnerstags in der Zeit von 19-20 Uhr zu erreichen.

seit 10. Okt

Sechstes Literaturfestival in Essen

lit.Ruhr präsentiert das Programm

Das Literaturfestival lit.ruhr ist in Essen, Bochum, Gelsenkirchen und Oberhausen.

Die sechste Ausgabe der im Ruhrgebiet erfolgreich etablierten lit.RUHR und der dazugehörigen lit.kid.RUHR von Mittwoch bis Sonntag, 19. bis 23. Oktober 2022, findet in äußerst unsteten Zeiten statt. Umso bedeutender, dass das Programm des internationalen Literaturfestivals mit insgesamt 61 Veranstaltungen in Essen, Bochum, Gelsenkirchen und Oberhausen dem Publikum erneut ebenso Grundlagen für tiefgreifende Debatten und horizonterweiternde Gedanken bietet wie niveauvolle Unterhaltung, neue Perspektiven und gemeinschaftlich erlebte Kultur. Diese Versprechen erfüllt gleich zur Eröffnung der ebenso profilierte Schauspieler wie begnadete Schriftsteller Joachim Meyerhoff. Seine autofiktionalen Romane (zuletzt: „Hamster im hinteren Stromgebiet“) sind große Literatur und allesamt Bestseller. Die lit.RUHR beehrt er mit einer Lesung ganz neuer, noch unveröffentlichter Texte (Mittwoch, 19. Oktober 2022, 19.30 Uhr, Lichtburg Essen). Weitere Lesungstermine: Tupoka Ogette ist Bestseller-Autorin („exit RACISM“), Trainerin und Beraterin für Antirassismus im deutschsprachigen Raum. Ihre Bücher (zuletzt: „Und jetzt du“) unterstützen alltagsnah und konkret bei einem rassismuskritischen Leben (Donnerstag, 20. Oktober 2022, 19.30 Uhr, Theater Oberhausen). Eine Buch-Premiere feiert die profilierte Klimaaktivistin Luisa Neubauer auf der lit.RUHR: Sie und ihre Großmutter, Dagmar Reemtsma, verhandeln in ihrem Buch „Gegen die Ohnmacht“ generationenübergreifend hundert Jahre deutscher und europäischer Geschichte zwischen NS-Diktatur und Klimakrise (Donnerstag, 20. Oktober 2022, 20 Uhr, UNESCO-Welterbe Zollverein, Halle 5). Der ehemalige Profifußballer Neven Subotić ist einst als Flüchtling nach Deutschland gekommen und hat mit seinem Talent Millionen verdient. Heute ermöglicht Subotić mit seiner Stiftung Trinkwasserprojekte in Äthiopien. Sein Buch „Alles geben“ ist ein Appell für mehr Gerechtigkeit sowohl im Profifußball als auch in der globalisierten Welt (Freitag, 21. Oktober 2022, 20 Uhr, UNESCO-Welterbe Zollverein, Salzlager). Ein spannender Abend über eine Zeit, die weiterhin unsere Gegenwart beeinflusst, verspricht das Aufeinandertreffen der Ersten Stellvertretenden Sprecherin der Bundesregierung und Autorin Christiane Hoffmann („Alles, was wir nicht erinnern“) und des Journalisten und Autors Harald Jähner („Wolfszeit. Deutschland und die Deutschen 1945-1955“) zu werden (Freitag, 21. Oktober 2022, 20 Uhr, UNESCO- Welterbe Zollverein, Halle 12). Mit einem seiner seltenen Auftritte bereichert der österreichische Schriftsteller Wolf Haas die lit.RUHR und liest aus dem neusten Fall seines Kultdetektivs Simon Brenner. In „Müll“ halten sämtlich falsch entsorgte Leichenteile auf einem der Wiener Mistplätze den Ermittler auf Trapp (Freitag, 21. Oktober 2022, 21 Uhr, UNESCO-Welterbe Zollverein, Halle 5). Der erfolgreiche Interview-Podcaster Matze Hielscher hat in „Die Akademie meines Lebens“ die eindrücklichsten Erkenntnisse aus den Gesprächen über Antrieb und Profession seiner prominenten Gäste zusammengetragen. Seine Gesprächspartnerin, Mariana Leky, ist ebenfalls eine begnadete Beobachterin des Menschseins, dessen Herausforderungen sie in „Kummer aller Art“ erneut skurril und warmherzig porträtiert hat (Samstag, 22. Oktober 2022, 18 Uhr, UNESCO-Welterbe Zollverein, Salzlager). Matthias Brandt (Stimme) und Jens Thomas (Stimme und Klavier) widmen sich mit ihrer von der RAG-Stiftung als Hauptförderer der lit.RUHR präsentierten neuen kongenialen Wort-Musik-Collage der Erzählung „Die Bergwerke zu Falun“ des bedeutenden deutschen Schriftstellers der Romantik E. T. A. Hoffmann – ein literarisch-musikalisches Highlight der lit.RUHR (Samstag, 22. Oktober 2022, 19 Uhr, UNESCO-Welterbe Zollverein, Halle 12). Shelly Kupferberg („Isidor: Ein jüdisches Leben“) und Per Leo („Flut und Boden“) haben ihre Familiengeschichten auf der Opfer- und Täterseite des nationalsozialistischen Antisemitismus literarisch verarbeitet. Über diesen Prozess, die Frage, was von der Vergangenheit bleibt sowie die deutsche Erinnerungskultur sprechen beide, präsentiert von den lit.RUHR-Hauptförderern Evonik und Brost- Stiftung (Sonntag, 23. Oktober 2022, 11 Uhr, UNESCO-Welterbe Zollverein, Halle 6) Die Premiere ihres neusten Buches „Ein Engel in der Nacht“ feiert die internationale Erfolgsautorin Cornelia Funke („Tintenherz“, „Herr der Diebe“) bei der lit.RUHR. Der Illustrator Mehrdad Zaeri verleiht der Lesung dieser Saga voller Poesie, Dramatik und einer unerwarteten Rettung mit seinen Live- Zeichnungen einen eigenen Zauber. Die Veranstaltung ist für Erwachsene und Jugendliche ab 14 Jahren geeignet (Sonntag, 23. Oktober 2022, 17 Uhr, UNESCO-Welterbe Zollverein, Halle 12). Weitere Infos und Tickets unter www.lit.ruhr und www.myticket.de.

seit 19. Okt

Sonntag, 23. Oktober

Aleka Medina in der Künstlerzeche

'Aleka Medina: Das pochende Zentrum'

Die Videoperformance „Anidar/Anudar“ (im Hintergrund) zeigt eine mit Seilen angebundene Frau bei der Hausarbeit, die Bodeninstallation „Kiesgrube“ erinnert an verschwundene Mädchen und Frauen.

Die 1989 im zentralamerikanischen Guatemala geborene Aleka Medina, frischgebackene diplomierte Absolventin der Kunstakademie Münster, ist die diesjährige Trägerin des Förderpreises „Junge Positionen Nordrhein-Westfalen“, der am Samstag, 1. Oktober 2022, um 17 Uhr im Kauengebäude der Künstlerzeche Unser Unser Fritz 2/3 zum zehnten Mal verliehen wird. Für den mit 1.500 Euro Preisgeld und 1.000 Euro Materialgeld dotierte Preis können die beiden Kunstakademien unseres Landes, Münster und Düsseldorf, Vorschläge einreichen, die von einer Expertenjury der Künstlerzeche gewichtet werden. Die Preisträger, bisher stehen acht Frauen nur zwei Männern gegenüber, erhalten zudem– in diesem Fall von Danuta Karsten - kuratorische Unterstützung für eine Einzelausstellung in Unser Fritz sowie deren Dokumentation in einem Leporello. „Das pochende Zentrum“ ist der Titel der zeitgleich eröffneten Ausstellung von drei Installationen, zwei Videoperformances sowie filigranen Zeichnungen im Foyer und den beiden Eingängen zur Schwarz- und Weißkaue von Aleka Medina. Einführende Worte spricht der Kunsthistoriker Sebastián Eduardo Dávilla. Aleka Medina, die zunächst Visual Art an Universität San Carlos de Guatemala studierte, bevor sie Schülerin von Prof. Mariana Castillo Deball wurde, ein Auslandssemester in Mexiko bei Prof. Gerda Gruber absolvierte und in diesem Sommer ihr Studium an der Kunstakademie Münster mit dem Diplom abschloss, lebt nun in Berlin. Ihre Arbeit ist biografisch, aber auch zugleich politisch geprägt. Mit Medien wie Zeichnungen, Installationen und Video verarbeitet sie Ängste und Traumata der (post-)kolonialistischen und patriarchalischen Gesellschaft von Guatemala. Die Schwarzkaue wird beherrscht von ihrer in 2022 entstandenen Installation „Paloma Blancas“ (Weiße Tauben). Seile erzeugen eine räumliche Zeichnung aus geometrischen Linien, bestückt mit Keramikfiguren, die individuelle Geschichten von Frauen aus der Heimat der Künstlerin erzählen. Diese werden bei der Vernissage mit Kerzen illuminiert. In der Weißkaue zwei Videoperformances. „Anidar/Anudar“ (Verschachteln/Verknüpfen) spielt im Kinderzimmer Aleka Medinas, einen einst sicheren Ort im Elternhaus, der sich aber nach ihrer Migration in den Augen der Künstlerin verändert hat. In „Desvergonzarse“ (Schamlos) trägt Aleka Medina ein bedrucktes Nachthemd mit Geschichten, welche die machistische und patriarchalische Gesellschaft Guatemalas offenbaren: Aleka Medina kanalisiert mit ihrer Kunst ihre eigene Wut und wandelt sie in eine radikale Zärtlichkeit um. In ihrem Werk verbinden sich fast kindlich gezeichneten Charaktere mit einer groben Darstellung der Realität. Davor erinnert die Rauminstallation „Fosa Comun“ (Kriesgrube) mit Objekten aus einer Mischung aus Harz und Kalzit an die sterblichen Überreste der im Bürgerkrieg verstorbenen und von Kriminellen entführten Frauen und Mädchen. Die zylindrische Leinwand der begehbaren Installation „Alle Namen, die noch im Umlauf sind“, ist eine Reise in die Geschichte Guatemalas. Die mit der kosmologischen Vision der Maya beginnt und sich auf den „xibalba“ genannten Ort der Angst und der Unterwelt bezieht. Weitere historische Stationen sind u.a. die Versklavung im Feudalismus der 1920er Jahre, die zentralamerikanischen Emanzipationsbewegungen der 1940er Jahre sowie der bis heute andauernde Guerilla-Bürgerkrieg. Die Künstlerin: „Von unten gesehen entsteht beim Betrachten ein Gefühl, ein Kind zu sein. Ich nenne es gerne eine Geschichte für Kinder, gemacht für Erwachsene.“ Die Ausstellung „Aleka Medina: Das pochende Zentrum“ ist vom 1. bis zum 30. Oktober 2022 im Kauengebäude der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3, Zur Künstlerzeche 10 in 44653 Herne, zu sehen. Öffnungszeiten: Mittwoch und Samstag jeweils von 15 bis 18 Uhr, Sonntag von 14 bis 17 Uhr. Es gelten die jeweils aktuellen Corona-Schutz-Bestimmungen.

14 Uhr

Musiktheater im Revier

Coppelius sind mit „KRABAT“ zurück

„Krabat“ - Rock trifft Oper: Krabat (Bastille alias Sebastian Schiller) und Kantorka (Bele Kumberger) lieben sich.

Im kommenden Frühjahr veröffentlicht Coppelius sein langerwartetes neues Album „Abwärts“. Bereits erschienen sind die Singles „Nur für dich“ und „Kryptoxenoarchäologie“. Bevor die Band 2023 ihr 220. Jubiläum mit einer Deutschland-Tour feiert, ist sie mit der Steampunk-Metal-Mistery-Oper Krabat von Coppelius und Himmelfahrt Scores zurück auf der großen Bühne des Musiktheater im Revier. Am Sonntag, 2. Oktober, 19.30 Uhr feiert die spektakuläre Show mit großem Orchester und Coppelius live, die bei ihrer Uraufführung im Juni 2022 Fans der Berliner Band genauso wie das Opernpublikum begeisterte, ihre Wiederaufnahme. Regisseur Manuel Schmitt und Bühnenbildner Julius Theodor Semmelmann meistern den Spagat zwischen großer Rockshow und atmosphärisch starker Operninszenierung und entdecken in Otfried Preußlers Vorlage überraschende Bedeutungsebenen. An sechs Terminen im Oktober und November besteht die Gelegenheit die düstere Story um den Müllersburschen Krabat, der sich zwischen der Macht der schwarzen Magie und der Liebe in Freiheit entscheiden muss, live im MiR zu erleben. In der Hauptrolle: Bastille von Coppelius. Tickets von 15-45 Euro unter mir.ruhr/tickets oder an der Theaterkasse: Montag und Samstag von 10 bis 14 Uhr, Dienstag bis Freitag von 10 bis 18:30 Uhr, E-Mail: theaterkasse@musiktheater-im-revier.de, Tel 0209.4097-200

16 Uhr

Pfarrei St. Christophorus

Alpha-Glaubenskursus

Die Löwenkirche.

Die Pfarrei St. Christophorus lädt zu einem Alpha Glaubenskursus ein: Er findet an zwölf Sonntagen im Gemeindehaus von St. Joseph an der Löwenkirchen statt. Er ist gedacht für alle, die sich mit Lebens- und Glaubensfragen beschäftigen wollen. Ganz unabhängig davon, ob Sie Kirchgänger sind oder nicht, jeder ist eingeladen. Die Abende haben jeweils drei Elemente: das gemeinsame Essen, das Schauen eines Video-Impulses sowie ein offener Austausch zum jeweiligen Thema. Der Kursus findet vom 23. Oktober 2022 bis zum 22. Januar 2023 jeweils in der Zeit von 17 bis19:30 Uhr statt. Die Teilnahme an dem Alphakursus ist kostenlos. Interessenten können sich bei Elke Willnat unter 0160/95088110 oder per Mail elke.willnat@gmx.de oder bei Mirijam Mroncz unter 0157/59415314 oder per Mail jamisch@gmx.de melden. Die Akteure bitten darum diese E-Mail-Adressen zu nutzen, da sich in dem Flyer ein Fehler eingeschlichen hat.

17 Uhr

Verdis „Maskenball“ im Aalto-Theater

Hilsdorf-Erfolg kehrt zurück

Dietrich W. Hilsdorfs umjubelte „Maskenball“-Inszenierung kehrt ans Essener Aalto-Theater zurück.

Verdis Dreiakter „Ein Maskenball“ kehrt am Freitag, 30. September 2022, auf die Aalto-Bühne zurück. Sechs Spielzeiten war Giuseppe Verdis Oper „Un ballo in maschera“ in der Inszenierung von Dietrich W. Hilsdorf und der Ausstattung von Johannes Leiacker nicht am Essener Aalto-Musiktheater zu sehen. Jetzt kehrt die Adaption des Dramas „Gustave III. ou le bal masqué“ von Eugène Scribe durch Antonio Somma, welche schon bei ihrer Uraufführung im Jahr 1859 Begeisterungsstürme auslöste, auf den Spielplan zurück. Die nach November 2015 erneute Wiederaufnahme der bei der Premiere am 20. November 1999 einmütig gefeierten Hilsdorf-Inszenierung (noch unter der musikalischen Leitung von Stefan Soltesz) beginnt am Freitag, 30. September, um 19:30 Uhr im Aalto-Theater. Weitere Vorstellungen folgen am 7. und 23. Oktober sowie am 4. November 2022. Jeweils dreißig Minuten vor Beginn findet im Aalto-Foyer eine Einführung statt. Unter der musikalischen Leitung von Elias Grandy, der charismatische Heidelberger Generalmusikdirektor gibt sein Aalto-Debüt, sind unter anderem Aalto-Tenor Carlos Cardoso als Riccardo, Jānis Apeinis als Renato, Valentina Boi als Amelia und Helena Zubanovich als Ulrica zu erleben. Gespannt sein darf man zudem auf den Auftritt von Bariton Oleh Lebedyev, der aktuell Mitglied des Opernstudios NRW ist und in dieser Produktion die Rolle des Silvano übernimmt. Die Oper basiert auf einer wahren Geschichte: dem Mord am Schwedenkönig Gustav III. zu Rokokozeiten. Die italienische Zensur im 19. Jahrhundert duldete die Darstellung eines solchen Attentats auf der Bühne nicht und entstellte das Drama in hohem Maße. Anlass genug für Regisseur Dietrich W. Hilsdorf, es völlig neu zu erzählen: Aus Gustav III. wird in dessen Inszenierung Riccardo, König von Neapel, einer der letzten höfischen Fantasten, der sich und seine Untertanen wie ein Gesamtkunstwerk inszeniert – der absolute Herrscher als selbstverliebter Schöpfer seiner eigenen Welt. Die Essener Produktion dauert 2 Stunden und 45 Minuten, wird in italienischer Sprache gesungen und ist mit deutschen Übertiteln versehen, die der Regisseur auch zur ironischen Kommentierung des Geschehens nutzt. Karten zum Preis von 11 bis 55 Euro sind erhältlich im TicketCenter der TUP, II. Hagen 2 (Mo 10-16 Uhr; Di-Fr 10-17 Uhr; Sa 10-14 Uhr), an der Kasse des Aalto-Theaters (Di-Sa 13-18 Uhr), online unter theater-essen.de oder hier: Tel 02 01 81 22-200.

18 Uhr

Tod in der Therme

Zoom-Krimi

Das 'Kleine Theater Herne' an der Neustraße 67.

Zu einer weiteren Online-Veranstaltung - Spieldauer mit Pausen: ca. 3 bis 4 Stunden - lädt das kleine theater herne an drei Terminen ein. Am Samstag, 1., am Freitag, 21. und am Sonntag, 23. Oktober 2022, beginnt die Online-Veranstaltung jeweils um 19 Uhr. Wollten Sie schon immer mal in eine Rolle schlüpfen, aber trauen sich nicht auf die Bretter, die die Welt bedeuten? Das kleine theater bringt diese Welt zu Ihnen. Sie buchen ein Ticket zu diesem Online-Event und erhalten Ihre ganz persönliche Rollenbeschreibung für das Spiel. Natürlich mit nützlichen Hintergrundinformationen zur eigenen Rolle, den anderen teilnehmenden Charakteren, zu den Beziehungen zueinander und natürlich auch die eigenen dunklen Geheimnisse. Und schon beginnt ein unterhaltsames OnlineReality-Spiel und Sie sind mitten drin. Gemeinsam erleben wir einen coronakonformen VIP-Krimiabend in kleiner Runde mit maximal acht Teilnehmern. Ein Wochenende zum Entspannen! An einem Wochenende im Oktober ist in einemIrrtümer und Änderungen im Spielplan vorbehalten Wellness-Thermen-Hotel in Bad Germerstein die „Lichter-Sauna-Nacht“ geplant. Das Event wurde in Bad Germerstein und Umgebung fleißig beworben. Und so machen sich die eineiigen Zwillinge Frank und Karsten Neubert mit ihren Frauen Nina und Katja, sowie jeweils einzeln, Evelyn Gembinski und Felix Schmidt auf den Weg in das Wellness-Thermen-Hotel, um Entspannung zu suchen. Dass allerdings Frank Neubert dort seine ewige Ruhe findet, war so nicht geplant… Welcher der hier Anwesenden trägt die Verantwortung für den Mord an Frank Neubert? Karten zu 14 Euro gibt es im Online-Shop, an der Theaterkasse. (mittwochs und freitags von 17:30 bis 19 Uhr; Tel 02323 / 911191) und im Ticketshop Herner Stadtmarketing. Alle Veranstaltungen finden im kleinen theater herne, Neustraße 67, statt. FFP 2 Maske müssen am Platz und während der Veranstaltung getragen werden.

19 Uhr

RevuePalast Ruhr zeigt: Diamonds & Glamour

Ein Universum der Lebensfreude

„Diamonds & Glamour“ im RevuePalast.

Ein Universum der Lebensfreude Noch opulentere Kostüme, noch mehr Live-Gesang: RevuePalast Ruhr zeigt neue Show „Diamonds & Glamour – Sternstunden der Travestie“ – feiert am 14. Oktober Premiere – der Vorverkauf läuft Herten. „Diamonds & Glamour – Sternstunden der Travestie“ – eine Supernova aus funkelnder Unterhaltung verspricht die neue Gala-Show im RevuePalast Ruhr auf Zeche Ewald in Herten. Noch opulentere Kostüme, noch mehr Live-Gesang mit Gänsehautgarantie und dazu jede Menge Spaß: Prinzipal Christian Stratmann entführt die Gäste in ein buntes Universum der Eleganz und Lebensfreude: „Mit der neuen Show hat unser Regisseur Ralf Kuta etwas Außergewöhnliches geschaffen. Weltklasse- Travestie in einem der schönsten Showtheater des Landes: Ich bin sicher, dieser Funke wird überspringen.“ Premiere ist am Freitag, 14. Oktober. Der Vorverkauf läuft. "Diamonds & Glamour“ wird eine Show der Rekorde, sagt Show-Regisseur Ralf Kuta. Erstmals sticheln neben Lalo Madrid in Essen und José Monteiro de Lima in Mülheim zwei weitere Kostümateliers für die magischen Momente der Verwandlung. Einen heißen Marilyn-Monroe-Dress entwirft gerade die Kostümdesignerin Anna Hörling aus Dortmund. Sie verpackte für die TV-Sendung „Viva la Diva“ Mallorca-Sänger Mickie Krause so kunstvoll als DragQueen, dass die Kostümbildner der RTL-Show jüngst den Deutschen Fernsehpreis einheimsten. Ralf Kuta: „Anna ist einfach unglaublich: Sie hat schon Pommes aus Pailletten gemacht!“ Stammkunde bei der Kostümkünstlerin Nita, heute 85, in Düsseldorf-Erkrath ist Ralf Kuta alias Dannyboy seit vielen Jahren. Unter Nitas Händen entstand zum Beispiel Ralfs ikonisches Marlene-Kleid, das zu einem Erkennungszeichen des RevuePalasts wurde. Damit nicht genug: Der kunstvoll glitzernde Federkopfschmuck, den Dannyboy in weiß und Jeanny in schwarz auf der Show-Bühne tragen, wurde für einen vierstelligen Betrag in einem Berliner Spezialatelier gefertigt und für das Fotoshooting zur Show per Express aus der Hauptstadt geordert. Zu jedem Einzelstück kann Ralf Kuta eine Geschichte erzählen. „Wir zeigen Kostüme und Schmuck aus aller Herren Länder“, sagt er: „So viel Aufwand war noch nie.“ Das Showprogramm selbst rückt legendäre Duos, Trios und Quartette in den Mittelpunkt. Elton John, Kiki Dee und RuPaul, aber auch die Flippers, Abba und Boney M. geben sich unter Kronleuchtern ein Stelldichein, unendlich wiederholt in den riesigen Wandspiegeln des Palasts. Eine musikalische Hommage an Marianne Rosenberg bildet einen Höhepunkt der Show. Durch den Abend führen zwei charmante Damen im Doppelpack: Publikumsliebling Jeanny und die Wuchtbrumme Roxy, die immer einen lockeren Spruch auf Lager haben. Im RevuePalast Ruhr nimmt man sich selbst nicht so ernst. Ob auf der Bühne oder im Publikum: Der Alltag weicht einem Lächeln, das lange anhält. Die Welt wird leicht, unbeschwert, sinnlich, sexy. Alles im Palast ist augenzwinkernde Unterhaltung. Willkommen bei „Diamonds & Glamour“: That’s Entertainment. Tickets ab 18,90 Euro gibt es auf online hier und am Tel hier02325 – 588 999 (mo bis fr, 10 bis 19 Uhr, und sa, 10 bis 14 Uhr)

19 Uhr

Räuber Hotzenplotz, Krabat und die kleine Hexe

Otfried Preußlers Bildwelten

Illustration von Daniel Napp aus Otfried Preußler, „Das kleine Gespenst“

Die Ludwig Galerie Schloss Oberhausen hatte Mitte September 2020 eine große Retrospektive der Bildwelten des begnadeten Geschichtenerzählers Otfried Preußler nach nur kurzer Zeit coronabedingt wieder schließen müssen. Zwei Jahre später, am 17. September 2022 um 19 Uhr, ist Wiedereröffnung in erweitertem Umfang und mit einem tollen Rahmenprogramm für die ganze Familie. Otfried Preußler (1923–2013) gehört zu den bedeutendsten und einflussreichsten Kinder- und Jugendbuchautoren des deutschsprachigen Raums. Mit Geschichten wie „Der Räuber Hotzenplotz“, „Die kleine Hexe“ und „Das kleine Gespenst“ hat der im böhmischen Reichenberg geborene Autor seit den 1950er Jahren Figuren erschaffen, die bis heute Generationen von Heranwachsenden prägen und aus den Kinderzimmern dieser Welt sowie dem Schulunterricht nicht mehr wegzudenken sind. Insgesamt hat er über 35 Bücher geschrieben, die in mehr als 50 Sprachen übersetzt wurden und inzwischen eine Gesamtauflage von über 50 Millionen Exemplaren weltweit erreicht haben. Otfried Preußler hat nach der Vertreibung der Familie aus dem Sudetenland im bayerischen Rosenheim als Volksschullehrer und Lokalredakteur gearbeitet, bevor er den mündlich überlieferten Sagen- und Märchenschatz seiner Großmutter Dora aufzuschreiben begann und 1956 mit „Der kleine Wassermann“ den Grundstein zu seinem weltweiten Erfolg legte. Zahlreiche Zeichner haben seine Geschichten nicht nur illustriert, sondern seine Figuren geradezu zum Leben erweckt, indem sie von ihrem persönlichen Stil und eigenen Ideen Gebrauch machten. Kuratorin Linda Schmitz-Kleinreesink: „Besonders bekannt sind die Illustrationen von F. J. Tripp, die dem Räuber Hotzenplotz sein markantes Äußeres verleihen. Die holzschnitthaften Sepia-Zeichnungen, die Herbert Holzing für Krabat erschafft, bleiben über zahlreiche Auflagen hinweg bestehen. Das unverwechselbare Aussehen der kleinen Hexe, aber auch des kleinen Wassermanns, ist der Künstlerin Winnie Gebhardt zu verdanken.“ Mehr als fünfzig ihrer originalen Tuschezeichnungen hat der Thienemann-Esslinger Verlag aus seinem Archiv eigens für die Oberhausener Ausstellung bereitgestellt. Die Neuillustrationen der Klassiker durch Daniel Napp, Thorsten Saleina und Annette Swoboda sind in der umfangreichen Schau auf allen drei Etagen der Ludwig Galerie ebenso vertreten sein wie die frühen Zeichnungen. Auch selten gezeigte Originalzeichnungen zu „Hörbe“, einer eigenen Geschichte Preußlers, die 1981 seiner böhmischen Heimat ein Denkmal setzt, sind zu sehen. Hörbücher, Theateradaptionen, Filme und Spiele zeugen von der immensen Beliebtheit der jeweiligen Werke. Über 300 originale Zeichnungen sowie Filmrequisiten, Buchausgaben, Fotografien und Anton Bachleitners „Krabat“-Figuren des Düsseldorfer Marionettentheaters ermöglichen erstmals einen umfangreichen Überblick über das Wirken Otfried Preußlers und seiner Illustratoren. Die Ausstellung lädt dazu ein, unterschiedlichste Gattungen zu durchwandern: über klassische Bilderbücher, Geschichtensammlungen und traditionelle Sagen bis hin zu fantastischen Erzählungen. Alle Bücher liegen zum Schmökern für Jung und Alt aus, dazu werden Ausschnitte aus Kinoadaptionen gezeigt. Die Ausstellung „ Otfried Preußler – Figurenschöpfer und Geschichtenerzähler“ wird vom 18. September 2022 bis 15. Januar 2023 in der Ludwig Galerie Schloss Oberhausen, Konrad-Adenauer-Allee 46, gezeigt. Sie ist geöffnet Dienstag bis Sonntag jeweils von 11 bis 18 Uhr, geschlossen montags sowie am 24., 25. und 31. Dezember 2022 und am 1. Januar 2023. Der Eintritt kostet acht, ermäßigt vier Euro, Familien (zwei Erwachsene plus Kinder) zahlen 12 Euro, das Kombiticket mit dem Gasometer Oberhausen kostet 14 Euro. Ein Kinder-Mitmach-Heft führt spielend durch die Ausstellung, Oberhausener Schüler haben einen Kinder-Audioguide kreiert und es werden neben den öffentlichen Führungen an jedem Sonn- und Feiertag um 11:30 Uhr auch Führungen auf Ukrainisch/Russisch und Arabisch angeboten. Kuratorinnenführungen mit Linda Schmitz-Kleinreesink gibt es sonntags um 15 Uhr am 16. Oktober 2022, 13. November 2022, 11. Dezember 2022 und 15. Januar 2023. Die Direktorin Dr. Christine Vogt führt jeweils mittwochs um 16 Uhr durch die Ausstellung am 19. Oktober 2022 und am 30. November 2022. Sie hat zusammen mit Linda Schmitz-Kleinreesink den reich bebilderten, für 29,80 Euro äußerst wohlfeilen Katalog herausgegeben (ISBN 978-3-932236-44-0). Weitere Informationen auch über Lesungen, Figurentheateraufführungen und Vorträge gibt es auf der Homepage.

seit 18. Sept

Herbstferien 2022

Repair Café Pluto

Repair Cafe in der Bürgerwerkstatt am Stadtteilzentrum Pluto.

Das Repair Café Pluto unter dem Stadtteilzentrum Pluto macht Herbstferien. Das bedeutet, dass das Café, das von den beiden Elektrotechnikern betrieben wird vom 10. bis zum 24. Oktober 2022 geschlossen bleibt. Ab Dienstag, 25. Oktober 2022, sind Detlef Brune und Rainer Goltz dann wieder für die Bürger vor Ort. Die Männer sind zu Nicht-Ferienzeiten zu erreichen: Dienstag 10 bis12 Uhr; Donnerstag 14 bis 16 Uhr, Samstag 14 bis 16 Uhr. Unter der Tel 02325/666121 ist das Café ausschließlich donnerstags in der Zeit von 19-20 Uhr zu erreichen.

seit 10. Okt

Sechstes Literaturfestival in Essen

lit.Ruhr präsentiert das Programm

Das Literaturfestival lit.ruhr ist in Essen, Bochum, Gelsenkirchen und Oberhausen.

Die sechste Ausgabe der im Ruhrgebiet erfolgreich etablierten lit.RUHR und der dazugehörigen lit.kid.RUHR von Mittwoch bis Sonntag, 19. bis 23. Oktober 2022, findet in äußerst unsteten Zeiten statt. Umso bedeutender, dass das Programm des internationalen Literaturfestivals mit insgesamt 61 Veranstaltungen in Essen, Bochum, Gelsenkirchen und Oberhausen dem Publikum erneut ebenso Grundlagen für tiefgreifende Debatten und horizonterweiternde Gedanken bietet wie niveauvolle Unterhaltung, neue Perspektiven und gemeinschaftlich erlebte Kultur. Diese Versprechen erfüllt gleich zur Eröffnung der ebenso profilierte Schauspieler wie begnadete Schriftsteller Joachim Meyerhoff. Seine autofiktionalen Romane (zuletzt: „Hamster im hinteren Stromgebiet“) sind große Literatur und allesamt Bestseller. Die lit.RUHR beehrt er mit einer Lesung ganz neuer, noch unveröffentlichter Texte (Mittwoch, 19. Oktober 2022, 19.30 Uhr, Lichtburg Essen). Weitere Lesungstermine: Tupoka Ogette ist Bestseller-Autorin („exit RACISM“), Trainerin und Beraterin für Antirassismus im deutschsprachigen Raum. Ihre Bücher (zuletzt: „Und jetzt du“) unterstützen alltagsnah und konkret bei einem rassismuskritischen Leben (Donnerstag, 20. Oktober 2022, 19.30 Uhr, Theater Oberhausen). Eine Buch-Premiere feiert die profilierte Klimaaktivistin Luisa Neubauer auf der lit.RUHR: Sie und ihre Großmutter, Dagmar Reemtsma, verhandeln in ihrem Buch „Gegen die Ohnmacht“ generationenübergreifend hundert Jahre deutscher und europäischer Geschichte zwischen NS-Diktatur und Klimakrise (Donnerstag, 20. Oktober 2022, 20 Uhr, UNESCO-Welterbe Zollverein, Halle 5). Der ehemalige Profifußballer Neven Subotić ist einst als Flüchtling nach Deutschland gekommen und hat mit seinem Talent Millionen verdient. Heute ermöglicht Subotić mit seiner Stiftung Trinkwasserprojekte in Äthiopien. Sein Buch „Alles geben“ ist ein Appell für mehr Gerechtigkeit sowohl im Profifußball als auch in der globalisierten Welt (Freitag, 21. Oktober 2022, 20 Uhr, UNESCO-Welterbe Zollverein, Salzlager). Ein spannender Abend über eine Zeit, die weiterhin unsere Gegenwart beeinflusst, verspricht das Aufeinandertreffen der Ersten Stellvertretenden Sprecherin der Bundesregierung und Autorin Christiane Hoffmann („Alles, was wir nicht erinnern“) und des Journalisten und Autors Harald Jähner („Wolfszeit. Deutschland und die Deutschen 1945-1955“) zu werden (Freitag, 21. Oktober 2022, 20 Uhr, UNESCO- Welterbe Zollverein, Halle 12). Mit einem seiner seltenen Auftritte bereichert der österreichische Schriftsteller Wolf Haas die lit.RUHR und liest aus dem neusten Fall seines Kultdetektivs Simon Brenner. In „Müll“ halten sämtlich falsch entsorgte Leichenteile auf einem der Wiener Mistplätze den Ermittler auf Trapp (Freitag, 21. Oktober 2022, 21 Uhr, UNESCO-Welterbe Zollverein, Halle 5). Der erfolgreiche Interview-Podcaster Matze Hielscher hat in „Die Akademie meines Lebens“ die eindrücklichsten Erkenntnisse aus den Gesprächen über Antrieb und Profession seiner prominenten Gäste zusammengetragen. Seine Gesprächspartnerin, Mariana Leky, ist ebenfalls eine begnadete Beobachterin des Menschseins, dessen Herausforderungen sie in „Kummer aller Art“ erneut skurril und warmherzig porträtiert hat (Samstag, 22. Oktober 2022, 18 Uhr, UNESCO-Welterbe Zollverein, Salzlager). Matthias Brandt (Stimme) und Jens Thomas (Stimme und Klavier) widmen sich mit ihrer von der RAG-Stiftung als Hauptförderer der lit.RUHR präsentierten neuen kongenialen Wort-Musik-Collage der Erzählung „Die Bergwerke zu Falun“ des bedeutenden deutschen Schriftstellers der Romantik E. T. A. Hoffmann – ein literarisch-musikalisches Highlight der lit.RUHR (Samstag, 22. Oktober 2022, 19 Uhr, UNESCO-Welterbe Zollverein, Halle 12). Shelly Kupferberg („Isidor: Ein jüdisches Leben“) und Per Leo („Flut und Boden“) haben ihre Familiengeschichten auf der Opfer- und Täterseite des nationalsozialistischen Antisemitismus literarisch verarbeitet. Über diesen Prozess, die Frage, was von der Vergangenheit bleibt sowie die deutsche Erinnerungskultur sprechen beide, präsentiert von den lit.RUHR-Hauptförderern Evonik und Brost- Stiftung (Sonntag, 23. Oktober 2022, 11 Uhr, UNESCO-Welterbe Zollverein, Halle 6) Die Premiere ihres neusten Buches „Ein Engel in der Nacht“ feiert die internationale Erfolgsautorin Cornelia Funke („Tintenherz“, „Herr der Diebe“) bei der lit.RUHR. Der Illustrator Mehrdad Zaeri verleiht der Lesung dieser Saga voller Poesie, Dramatik und einer unerwarteten Rettung mit seinen Live- Zeichnungen einen eigenen Zauber. Die Veranstaltung ist für Erwachsene und Jugendliche ab 14 Jahren geeignet (Sonntag, 23. Oktober 2022, 17 Uhr, UNESCO-Welterbe Zollverein, Halle 12). Weitere Infos und Tickets unter www.lit.ruhr und www.myticket.de.

seit 19. Okt

Montag, 24. Oktober

Ausstellung in der vhs-Galerie mit dem Herner Künstlerbund

Energie auf verschiedene Arten sichtbar machen

Erinnerungen an „Banksy": In der VHS-Galerie im Haus am Grünen Ring startet die Ausstellung "Energie“ mit Werken vom Künstlern des Herner Künstlerbundes. Bahtiyar Demircan zeigt ein Mädchen mit einem Herz, statt einem Ballon.

Das Thema Energie: Da war doch was? Stimmt. Kaum ein aktuelleres und brisanteres Thema hätte sich die Volkshochschule für ihre neue Ausstellung im Haus am Grünen Ring aussuchen können. 19 Künstler des Herner Künstlerbundes zeigen von Freitag, 9. September, bis Freitag, 4. November 2022, dort 38 Werke, die auf verschiedene Art und Weise mit dem Thema zu tun haben. Offizielle Eröffnung ist am Freitag, 9. September 2022, um 19 Uhr. So nennt Natalie Dilekli, Programmbereichsleiterin der VHS-Galerie die neue Ausstellung „absolut zeitgemäß“, obwohl sie schon für 2021, anlässlich des 100. Geburtstages des Künstlers Joseph Beuys, geplant war. „Wir hatten das Thema frei in den Raum gestellt und da Energie so viele Facetten hat, hat jeder Künstler ganz individuell seine Interpretation davon umgesetzt“, so Dilekli. Die Auswahl der Werke habe eine Jury getroffen. Entstanden sind Zeichnungen, Malerei und Objekte über verschiedene Themenfelder, beispielsweise Energiequellen oder über spirituelle Lebensenergie. Viele der Werke sind sehr bunt, andere wiederum nur schwarz-weiß, einige haben eine Mischung erhalten. Manche sind reine Bilder, beispielsweise mit Öl auf Leinwand, andere sind Fotografien und es gibt eine Art Skulptur zu sehen. Helmut Kottkamp hat beispielsweise so eine abstrakte Figur aus Wasserschläuchen und -rohren erstellt, während Inge Weber maritime Motive mit Energie kombiniert hat - ein Werk zeigt ein Windrad, welches im Wasser steht, um das blaue Wasser drumherum sind bunte Farben verteilt. Reiner Glebsattel hat unter anderem einen Wasserfall gemalt, hinter dem zwei Strommasten stehen. Die Künstlerin Petra Katharina Engel mag es kleiner: In einer Badewanne, die nur rund 20 Zentimeter groß ist, liegen als Quelle der Energie zahlreiche Batterien. Wilhelm Tinnemann zeigt in weißen und grauen Tönen ebenfalls ein Windrad mit dem Titel „Die Zukunft hat begonnen". Tinnemann dazu: „Das ist genau das, was unsere Politiker derzeit diskutieren. Es ist ein aktuelles Thema, wie man die Energie in der Zukunft gewinnt und herstellt, dabei hat das Thema längst begonnen.“ Fotograf Günter Mottyll war für seine Bilder abends und nachts unterwegs, vor allem, wenn es vorher geregnet hat und so besondere Lichteffekte möglich sind. Er zeigt beispielsweise das Vonovia Ruhrstadion des VfL Bochum mit der fahrenden Straßenbahn davor, die blinkenden Neonlichter der Leuchtreklamen am Stadion, aber auch der Tankstelle gegenüber, sind seine Quelle der Energie. Heidrun Mottyll setzt sich mit dem Thema Ruhrgebiet auseinander: „Die Energie des Ruhrgebiets sind für mich die Menschen, auch wenn auf meinen Werken keine zu sehen sind“, hält sie fest. Neben quietschbunten Gemälden gibt es auch Portraits, als auch zwei Bilder von Bahtiyar Demircan, die stark an „Banksy“, ein unter einem Pseudonym arbeitenden britischen Streetart-Künstler, erinnern. Banksy ist bekannt für aufsehenerregende Aktionen. So zerstörte sich sein Werk „Girl With Balloon“ 2018 teilweise unmittelbar nach einer großen Auktion (Kaufpreis rund 1,18 Millionen Euro) mit einem im Rahmen versteckten Schredder. Demircan lässt ein Mädchen keinen Ballon hochhalten, sondern ein Herz. Wer die Ausstellung besuchen möchte, kann dies zu den gängigen Öffnungszeiten (Montag bis Freitag, 9 bis 20 Uhr) tun. In den Ferien gilt: Montag bis Donnerstag, 8:30 bis 12 und 13:30 bis 15:30 sowie Freitag 8:30 bis 12 Uhr.

9 Uhr

Vhs-Livestream

Preisträger Serhij Zhadan im Gespräch

vhs-Herne Logo.

In Kooperation mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels bietet die vhs Herne am Montag, 24. Oktober 2022, in der Zeit von 19 bis 20:30 Uhr einen Livestream zum Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2022 an. Preisträger Serhij Zhadan im Gespräch mit Stephan Detjen in Leipzig Dieser Online-Vortrag ist Teil des Programms der 'Kooperation vhs.wissen live' - hier geht es zur Online-Anmeldung. In seinen Romanen, Essays, Gedichten und Songtexten führt uns Serhij Zhadan in eine Welt, die große Umbrüche erfahren hat und zugleich von der Tradition lebt. Seine Texte erzählen, wie Krieg und Zerstörung in diese Welt einziehen und die Menschen erschüttern. Dabei findet der Schriftsteller eine eigene Sprache, die uns eindringlich und differenziert vor Augen führt, was viele lange nicht sehen wollten. Nachdenklich und zuhörend, in poetischem und radikalem Ton erkundet Serhij Zhadan, wie die Menschen in der Ukraine trotz aller Gewalt versuchen, ein unabhängiges, von Frieden und Freiheit bestimmtes Leben zu führen. Stephan Detjen, Chefkorrespondent des Deutschlandfunks, spricht mit dem Friedenspreisträger Serhij Zhadan über sein Leben, seine Bücher und über den aktuellen Krieg in der Ukraine. Die Schauspielerin Verena Noll liest Texte aus dem umfangreichen Werk des Autors.

19 Uhr

Räuber Hotzenplotz, Krabat und die kleine Hexe

Otfried Preußlers Bildwelten

Illustration von Daniel Napp aus Otfried Preußler, „Das kleine Gespenst“

Die Ludwig Galerie Schloss Oberhausen hatte Mitte September 2020 eine große Retrospektive der Bildwelten des begnadeten Geschichtenerzählers Otfried Preußler nach nur kurzer Zeit coronabedingt wieder schließen müssen. Zwei Jahre später, am 17. September 2022 um 19 Uhr, ist Wiedereröffnung in erweitertem Umfang und mit einem tollen Rahmenprogramm für die ganze Familie. Otfried Preußler (1923–2013) gehört zu den bedeutendsten und einflussreichsten Kinder- und Jugendbuchautoren des deutschsprachigen Raums. Mit Geschichten wie „Der Räuber Hotzenplotz“, „Die kleine Hexe“ und „Das kleine Gespenst“ hat der im böhmischen Reichenberg geborene Autor seit den 1950er Jahren Figuren erschaffen, die bis heute Generationen von Heranwachsenden prägen und aus den Kinderzimmern dieser Welt sowie dem Schulunterricht nicht mehr wegzudenken sind. Insgesamt hat er über 35 Bücher geschrieben, die in mehr als 50 Sprachen übersetzt wurden und inzwischen eine Gesamtauflage von über 50 Millionen Exemplaren weltweit erreicht haben. Otfried Preußler hat nach der Vertreibung der Familie aus dem Sudetenland im bayerischen Rosenheim als Volksschullehrer und Lokalredakteur gearbeitet, bevor er den mündlich überlieferten Sagen- und Märchenschatz seiner Großmutter Dora aufzuschreiben begann und 1956 mit „Der kleine Wassermann“ den Grundstein zu seinem weltweiten Erfolg legte. Zahlreiche Zeichner haben seine Geschichten nicht nur illustriert, sondern seine Figuren geradezu zum Leben erweckt, indem sie von ihrem persönlichen Stil und eigenen Ideen Gebrauch machten. Kuratorin Linda Schmitz-Kleinreesink: „Besonders bekannt sind die Illustrationen von F. J. Tripp, die dem Räuber Hotzenplotz sein markantes Äußeres verleihen. Die holzschnitthaften Sepia-Zeichnungen, die Herbert Holzing für Krabat erschafft, bleiben über zahlreiche Auflagen hinweg bestehen. Das unverwechselbare Aussehen der kleinen Hexe, aber auch des kleinen Wassermanns, ist der Künstlerin Winnie Gebhardt zu verdanken.“ Mehr als fünfzig ihrer originalen Tuschezeichnungen hat der Thienemann-Esslinger Verlag aus seinem Archiv eigens für die Oberhausener Ausstellung bereitgestellt. Die Neuillustrationen der Klassiker durch Daniel Napp, Thorsten Saleina und Annette Swoboda sind in der umfangreichen Schau auf allen drei Etagen der Ludwig Galerie ebenso vertreten sein wie die frühen Zeichnungen. Auch selten gezeigte Originalzeichnungen zu „Hörbe“, einer eigenen Geschichte Preußlers, die 1981 seiner böhmischen Heimat ein Denkmal setzt, sind zu sehen. Hörbücher, Theateradaptionen, Filme und Spiele zeugen von der immensen Beliebtheit der jeweiligen Werke. Über 300 originale Zeichnungen sowie Filmrequisiten, Buchausgaben, Fotografien und Anton Bachleitners „Krabat“-Figuren des Düsseldorfer Marionettentheaters ermöglichen erstmals einen umfangreichen Überblick über das Wirken Otfried Preußlers und seiner Illustratoren. Die Ausstellung lädt dazu ein, unterschiedlichste Gattungen zu durchwandern: über klassische Bilderbücher, Geschichtensammlungen und traditionelle Sagen bis hin zu fantastischen Erzählungen. Alle Bücher liegen zum Schmökern für Jung und Alt aus, dazu werden Ausschnitte aus Kinoadaptionen gezeigt. Die Ausstellung „ Otfried Preußler – Figurenschöpfer und Geschichtenerzähler“ wird vom 18. September 2022 bis 15. Januar 2023 in der Ludwig Galerie Schloss Oberhausen, Konrad-Adenauer-Allee 46, gezeigt. Sie ist geöffnet Dienstag bis Sonntag jeweils von 11 bis 18 Uhr, geschlossen montags sowie am 24., 25. und 31. Dezember 2022 und am 1. Januar 2023. Der Eintritt kostet acht, ermäßigt vier Euro, Familien (zwei Erwachsene plus Kinder) zahlen 12 Euro, das Kombiticket mit dem Gasometer Oberhausen kostet 14 Euro. Ein Kinder-Mitmach-Heft führt spielend durch die Ausstellung, Oberhausener Schüler haben einen Kinder-Audioguide kreiert und es werden neben den öffentlichen Führungen an jedem Sonn- und Feiertag um 11:30 Uhr auch Führungen auf Ukrainisch/Russisch und Arabisch angeboten. Kuratorinnenführungen mit Linda Schmitz-Kleinreesink gibt es sonntags um 15 Uhr am 16. Oktober 2022, 13. November 2022, 11. Dezember 2022 und 15. Januar 2023. Die Direktorin Dr. Christine Vogt führt jeweils mittwochs um 16 Uhr durch die Ausstellung am 19. Oktober 2022 und am 30. November 2022. Sie hat zusammen mit Linda Schmitz-Kleinreesink den reich bebilderten, für 29,80 Euro äußerst wohlfeilen Katalog herausgegeben (ISBN 978-3-932236-44-0). Weitere Informationen auch über Lesungen, Figurentheateraufführungen und Vorträge gibt es auf der Homepage.

seit 18. Sept

Herbstferien 2022

Repair Café Pluto

Repair Cafe in der Bürgerwerkstatt am Stadtteilzentrum Pluto.

Das Repair Café Pluto unter dem Stadtteilzentrum Pluto macht Herbstferien. Das bedeutet, dass das Café, das von den beiden Elektrotechnikern betrieben wird vom 10. bis zum 24. Oktober 2022 geschlossen bleibt. Ab Dienstag, 25. Oktober 2022, sind Detlef Brune und Rainer Goltz dann wieder für die Bürger vor Ort. Die Männer sind zu Nicht-Ferienzeiten zu erreichen: Dienstag 10 bis12 Uhr; Donnerstag 14 bis 16 Uhr, Samstag 14 bis 16 Uhr. Unter der Tel 02325/666121 ist das Café ausschließlich donnerstags in der Zeit von 19-20 Uhr zu erreichen.

seit 10. Okt

Pfarrei St. Christophorus

Alpha-Glaubenskursus

Die Löwenkirche.

Die Pfarrei St. Christophorus lädt zu einem Alpha Glaubenskursus ein: Er findet an zwölf Sonntagen im Gemeindehaus von St. Joseph an der Löwenkirchen statt. Er ist gedacht für alle, die sich mit Lebens- und Glaubensfragen beschäftigen wollen. Ganz unabhängig davon, ob Sie Kirchgänger sind oder nicht, jeder ist eingeladen. Die Abende haben jeweils drei Elemente: das gemeinsame Essen, das Schauen eines Video-Impulses sowie ein offener Austausch zum jeweiligen Thema. Der Kursus findet vom 23. Oktober 2022 bis zum 22. Januar 2023 jeweils in der Zeit von 17 bis19:30 Uhr statt. Die Teilnahme an dem Alphakursus ist kostenlos. Interessenten können sich bei Elke Willnat unter 0160/95088110 oder per Mail elke.willnat@gmx.de oder bei Mirijam Mroncz unter 0157/59415314 oder per Mail jamisch@gmx.de melden. Die Akteure bitten darum diese E-Mail-Adressen zu nutzen, da sich in dem Flyer ein Fehler eingeschlichen hat.

seit 23. Okt

Dienstag, 25. Oktober

Ausstellung in der vhs-Galerie mit dem Herner Künstlerbund

Energie auf verschiedene Arten sichtbar machen

Erinnerungen an „Banksy": In der VHS-Galerie im Haus am Grünen Ring startet die Ausstellung "Energie“ mit Werken vom Künstlern des Herner Künstlerbundes. Bahtiyar Demircan zeigt ein Mädchen mit einem Herz, statt einem Ballon.

Das Thema Energie: Da war doch was? Stimmt. Kaum ein aktuelleres und brisanteres Thema hätte sich die Volkshochschule für ihre neue Ausstellung im Haus am Grünen Ring aussuchen können. 19 Künstler des Herner Künstlerbundes zeigen von Freitag, 9. September, bis Freitag, 4. November 2022, dort 38 Werke, die auf verschiedene Art und Weise mit dem Thema zu tun haben. Offizielle Eröffnung ist am Freitag, 9. September 2022, um 19 Uhr. So nennt Natalie Dilekli, Programmbereichsleiterin der VHS-Galerie die neue Ausstellung „absolut zeitgemäß“, obwohl sie schon für 2021, anlässlich des 100. Geburtstages des Künstlers Joseph Beuys, geplant war. „Wir hatten das Thema frei in den Raum gestellt und da Energie so viele Facetten hat, hat jeder Künstler ganz individuell seine Interpretation davon umgesetzt“, so Dilekli. Die Auswahl der Werke habe eine Jury getroffen. Entstanden sind Zeichnungen, Malerei und Objekte über verschiedene Themenfelder, beispielsweise Energiequellen oder über spirituelle Lebensenergie. Viele der Werke sind sehr bunt, andere wiederum nur schwarz-weiß, einige haben eine Mischung erhalten. Manche sind reine Bilder, beispielsweise mit Öl auf Leinwand, andere sind Fotografien und es gibt eine Art Skulptur zu sehen. Helmut Kottkamp hat beispielsweise so eine abstrakte Figur aus Wasserschläuchen und -rohren erstellt, während Inge Weber maritime Motive mit Energie kombiniert hat - ein Werk zeigt ein Windrad, welches im Wasser steht, um das blaue Wasser drumherum sind bunte Farben verteilt. Reiner Glebsattel hat unter anderem einen Wasserfall gemalt, hinter dem zwei Strommasten stehen. Die Künstlerin Petra Katharina Engel mag es kleiner: In einer Badewanne, die nur rund 20 Zentimeter groß ist, liegen als Quelle der Energie zahlreiche Batterien. Wilhelm Tinnemann zeigt in weißen und grauen Tönen ebenfalls ein Windrad mit dem Titel „Die Zukunft hat begonnen". Tinnemann dazu: „Das ist genau das, was unsere Politiker derzeit diskutieren. Es ist ein aktuelles Thema, wie man die Energie in der Zukunft gewinnt und herstellt, dabei hat das Thema längst begonnen.“ Fotograf Günter Mottyll war für seine Bilder abends und nachts unterwegs, vor allem, wenn es vorher geregnet hat und so besondere Lichteffekte möglich sind. Er zeigt beispielsweise das Vonovia Ruhrstadion des VfL Bochum mit der fahrenden Straßenbahn davor, die blinkenden Neonlichter der Leuchtreklamen am Stadion, aber auch der Tankstelle gegenüber, sind seine Quelle der Energie. Heidrun Mottyll setzt sich mit dem Thema Ruhrgebiet auseinander: „Die Energie des Ruhrgebiets sind für mich die Menschen, auch wenn auf meinen Werken keine zu sehen sind“, hält sie fest. Neben quietschbunten Gemälden gibt es auch Portraits, als auch zwei Bilder von Bahtiyar Demircan, die stark an „Banksy“, ein unter einem Pseudonym arbeitenden britischen Streetart-Künstler, erinnern. Banksy ist bekannt für aufsehenerregende Aktionen. So zerstörte sich sein Werk „Girl With Balloon“ 2018 teilweise unmittelbar nach einer großen Auktion (Kaufpreis rund 1,18 Millionen Euro) mit einem im Rahmen versteckten Schredder. Demircan lässt ein Mädchen keinen Ballon hochhalten, sondern ein Herz. Wer die Ausstellung besuchen möchte, kann dies zu den gängigen Öffnungszeiten (Montag bis Freitag, 9 bis 20 Uhr) tun. In den Ferien gilt: Montag bis Donnerstag, 8:30 bis 12 und 13:30 bis 15:30 sowie Freitag 8:30 bis 12 Uhr.

9 Uhr

Programm für Oktober 2022

Veranstaltungen im Literaturhaus

Im Literaturhaus Herne Ruhr gibt es für Interessierte wieder einige Veranstaltungen

Im Oktober 2022 gibt es wieder einige Veranstaltungen im Literaturhaus Herne Ruhr. Los geht es am Mittwoch, 5. Oktober 2022, um 19 Uhr (Einlass 18:30 Uhr) mit einer musikalischen Lesung mit Live-Illustration. Robert Nippoldt liest „Der große Gatsby“. Darum geht es: Long Island im Jahr 1922: Auf dem prächtigen Anwesen des jungen Millionärs Jay Gatsby amüsiert sich allabendlich die New Yorker High Society auf der Suche nach Spaß und Zerstreuung. Doch der geheimnisumwitterte Gastgeber selbst hat kein Interesse an diesen rauschenden Festen, ist er doch rettungslos verliebt in eine Frau, die unerreichbar scheint. Während auf der Bühne aus „Der große Gatsby“ von F. Scott Fitzgerald gelesen wird, illustriert der Buchkünstler Robert Nippoldt die Geschichte um den liebenden Jay Gatsby live am Zeichentisch und bringt das Bühnenbild im Art-Déco-Stil auf die Leinwand. Ein poetisches Porträt der Goldenen Zwanziger vor 100 Jahren. Der Einritt kostet 20 Euro. Martin Brambach liest am Freitag, 21. Oktober 2022, ab 19 Uhr (Einlass 18:30 Uhr) aus „Die Panne“. In der Erzählung geht es Alfredo Traps. Weil sein Auto eine Panne hat, gerät Alfredo Traps in eine Villa, in der vier ältere Herren ein bizarres Gerichtsspiel abhalten, das ihnen - ehemaligen Richtern, Staatsanwälten und Verteidigern - zum Zeitvertreib dient. Traps findet sich plötzlich in der Rolle des Angeklagten wieder, überzeugt, sich nichts vorzuwerfen zu haben... Virtuos schlüpft Martin Brambach in alle Rollen der Dürrenmattschen Erzählung und brilliert in einem Kammerspiel um Verantwortung und Schuld. Hier kostet der Eintritt 25 Euro. Jürgen Wiebicke und Jean-Pierre Wils bieten am Mittwoch, 25. Oktober 2022, ab 19 Uhr (Einlass 18:30 Uhr) mit „WDR 5 - Das philosophische Radio“ einen philosophischer Talk an. WDR 5 hat mit der Sendung „Das philosophische Radio“ ein einzigartiges, regelmäßiges Forum für die öffentliche philosophische Diskussion geschaffen. In dieser Live-Aufzeichnung spricht der Moderator Jürgen Wiebicke mit seinem Gast Jean-Pierre Wils, Professor für Theologie und Ethik, über Fragen der Autonomie. Der Eintritt frei, jedoch ist eine Anmeldung erforderlich. Die Sopranistin und Weill-Spezialistin Stefanie Wüst führt gemeinsam mit dem Pianisten Christopher Arpin am Donnerstag, 27. Oktober 2022, ab 19 Uhr (Einlass 18:30 Uhr) musikalisch durch das Leben und Wirken des Komponisten Kurt Weill, der insbesondere durch die Zusammenarbeit mit Bertolt Brecht bekannt wurde. Kurt Weills Werk umfasst Opern, Operetten, Musik für Ballette und Schauspiel, Musicals, Werke für Orchester, Kammermusik, Lieder, Songs und Chansons. Von der Dreigroschen-Oper bis zu eleganten französischen Chansons erstreckt sich das Repertoire an diesem besonderen Abend. Der Eintritt kostet 28 Euro.

18:30 Uhr

KlassikFAKTen

Zweite Saison für 'Piano!'

Interpreten des „PIANO! - KlassikFAKTen“ im ShamrockEye und dem Literaturhaus Herne

Das Europäische Klassikfestival feiert 2022 sein 25-jähriges Bestehen. Mit „PIANO! – KlassikFAKTen“ startet seine jüngste Konzertreihe jedoch erst in die zweite Saison, in der es neben Duisburg, Essen, Herne und Marl zusätzlich noch nach Dorsten und Haltern am See expandiert hat. Nach wie vor stehen Klavierabende internationaler Pianisten in historisch einzigartigen und bedeutenden Gebäuden im Ruhrgebiet von Oktober bis April im Fokus dieser Reihe. Los geht es im Oktober 2022 mit dem finnischen Pianistenstar Henri Sigfridsson, der dem Ruhrgebiet als Professor für Klavier an der Folkwang Universität der Künste ganz besonders verbunden ist. Auf dem Programm stehen die Sonate KV 570 und die Ouvertüre aus der Oper „Die Zauberflöte“ KV 620 von W.A. Mozart sowie die Etüden für die linke Hand aus op. 10 und op. 25 von Frédéric Chopin in der Bearbeitung von Leopold Godowsky. Im Dezember 2022 interpretieren der in Frankfurt lehrende Kanadier Marc Pierre Toth und PianistenIntendant Volker Zwetzschke sowohl im Duo als auch solistisch Werke von Beethoven und Chopin. Im März 2023 heißt es dann „In memoriam Sergej W. Rachmaninow“, dessen 150. Geburtstag sich Oleg Poliansky in diesem Konzert widmet, das erstmalig in Kooperation mit dem Literaturhaus Herne Ruhr stattfindet Ende April 2023 ist mit Francesco Cipolletta ein maßgeblicher Vertreter der italienischen Pianistentradition zu Gast, die er selber als Professor an der Hochschule in Cuneo an die nächsten Generationen weitergibt. Neben Schumanns Kreisleriana op. 16 hat er als Botschafter seiner Heimat Werke von den italienischen Komponisten Clementi, Busoni und Respighi auf das Programm gesetzt. Weitere Infos und Karten zu VVK-Preisen von 18 / ermäßigt 13 Euro (AK-Zuschlag 2 Euro) für alle Konzerte gibt es im Internet unter www.eu-klassikfestival.de sowie in allen EVENTIM-Ticketcentern und auch im Ticketshop des Stadtmarketing Herne.

19:30 Uhr

Saisonauftakt im 'Theater des Jahres'

'Alkestis' in Bochum

„Alkestis“ im Schauspielhaus Bochum: Alkestis (Anne Rietmeijer) und Admetos (Steven Scharf) am Eingang zur Unterwelt.

Apollon (Victor Ijdens) ist von seinem Vater Zeus zu Frondiensten im Hause des Admetos (Steven Scharf), dem König von Pherä in Tessalien, verdammt worden, weil er die Kyklopen tötete, die wiederum seinen Sohn Asklepius im Auftrag des Donnerers mit einem Todesblitz durchbohrten. Apollon will aus Dankbarkeit für die Freundlichkeit Admetos‘ dessen Leben retten, was nur möglich ist, wenn sich jemand findet, der für ihn in den Hades geht. Nachdem wie all‘ die Freunde auch sein Vater Pheres (Stefan Hunstein) dankend ablehnt, ist allein seine Gattin Alkestis (Anne Rietmeijer) bereit, Thanatos (Lukas von der Lühe) in die Unterwelt zu folgen. Unter der Bedingung, dass ihr Admetos ewige Treue schwört und den Kindern (Ann Göbel und Dominik Dos-Reis) keine Stiefmutter zumutet. Herakles (Pierre Bokma), Sohn des Zeus und der Alkmene, kommt an den Hof von Pherä, um des Thraken Diomedes Viergespann zu holen. Er wird von Admetos in seinem Trauerhaus beherbergt, aber über den Grund der Trauer im Unklaren gelassen. Als Herakles erfährt, dass Alkestis für ihren Gatten freiwillig in den Tod gegangen ist, macht er sich zum Felsengrab auf, um sie Thanatos wieder zu entreißen. Mit einer tiefverschleierten Person kehrt Herakles zurück und übergibt sie Admetos, bis er seinen Auftrag erfüllt hat. Als der sich an sein Wort gebunden fühlend weigert, eine Fremde aufzunehmen, entschleiert sich Alkestis. Die allseitige Freude ist groß, nur sprechen kann die glücklich Wiedererweckte erst, wenn sie den Totengöttern Sühnegaben geweiht hat. Eine Tragödie, die, mit einem Deus ex Machina-Schluss aufwartend, wie eine Komödie endet? Als „Alkestis“ im Jahre 438 vor Christus in der kreisrunden Orchestra am Südabhang der Athener Akropolis uraufgeführt und mit dem zweiten Preis ausgezeichnet wurde, folgte das Stück wie beim dreitägigen Wettkampf zu Ehren des Gottes Dionysos üblich einer Tragödien-Tetralogie (hier: Die Kreterinnen / Alkmaion in Psophis / Telephos) als Satyrspiel. „Sein und Nichtsein“: In der umgangssprachlichen Fassung von Mieke Koenen und Susanne Winnacker, die 2021 schon die Sophokles-Überschreibung „Ödipus, Herrscher“ für das Schauspielhaus Bochum verfassten, inszeniert Intendant Johan Simons in der heutigen Ausstattung von Johannes Schütz (Campingplatz-Bühne) und Greta Goiris (Kostüme) eine sehr ironische, binnen rund einhundert Minuten höchst unterhaltsame Komödie. Die, uraufgeführt am 1. Juli 2022 beim Epidaurus Festival in Athen, sich textlich erstaunlich nah am Original etwa in der Übersetzung Hans von Arnims bewegt, dafür an Ausschlägen in Richtung schenkelklopfend-plattem Boulevard schon in der Besetzung nicht spart: Admetos, eine das Publikum umwerbende Rampensau, als langmähniger Guildo Horn-Wiedergänger, sein Vater ein ewig junger Alt-Hippie, der seinen Sohn als Jammerlappen beschimpft, Herakles kein strahlender Held, der es mit unbezwingbaren Rössern aufnimmt, sondern ein rucksacktragender Alm-Öhi in Wanderschuhen, Thanatos ein einäugiger Hinkefuß mit Dieter Hacker-Maske aus der Steckel-Ära, der Alkestis nicht mit der Barke über den Styx rudert, sondern in einem alten Mercedes-Kombi verstaut, welcher partout nicht anspringen will. Das aber ist alles nichts gegen eine lebenslustige Titelfigur, die zum Vicky Leandros-Schlager „Ich liebe das Leben“ in den Tod tanzt. Überhaupt der Soundtrack: „God only knows“ der Beach Boys erklingt beim Empfang Herakles‘ durch Admetos und Marc Almonts „For One Moment“, als Herakles pathetisch die Amme (hohe Frau auch als Diener: Elsie de Brauw) küsst. Weil Johan Simons 2016 bei der Ruhrtriennale Christoph Willibald Glucks Oper „Alceste“ inszeniert hat, sorgen vier junge Sängerinnen zu Orgelklängen der alternierenden Aalto-Gäste Christopher Bruckmann und Boris Gurevich für ungewöhnliche chorische Interventionen: die beiden Sopranistinnen Antonia Busse und Radosavlevic, Master-Studentinnen an der Essener Folkwang-Universität sowie die beiden Mezzosopranistinnen Sarah-Lena Winterberg und Luzia Ostermann. Johan Simons hat ganz zeitgemäß die Frauen-Rollen aufgewertet: Während in der Antike nur Männer auf der Bühne standen und im Publikum saßen, darf die bei Euripides nicht zum Figurenarsenal gehörende Alkestis-Tochter den jungen Gott Apollon anhimmeln, Alkestis ihren Gatten zu einer weitreichenden Selbstverpflichtung veranlassen und sich die Amme als eigentliche Hofdame profilieren. Am Ende sucht der Sohn mit Sack und Pack das Weite und Alkestis verschwindet mit ihrer Tochter im Arm im Wohnwagen – einen rat- wie hilflosen Admetos zurücklassend. Nach dem heftig umjubelten Bochumer Saisonauftakt konnte Franz Wille von Theater heute“ dem Intendanten Johan Simons eine Urkunde überreichen, die an der Bochumer Königsallee zuletzt Claus Peymann vor vierzig Jahren entgegennehmen konnte: „Theater des Jahres“ nach der traditionellen Kritikerumfrage. Als Schauspielerin des Jahres wurde übrigens die Hernerin Lina Beckmann gewählt für die Titelrolle in Karin Henkels Hamburger Shakespeare-Überarbeitung „Richard the Kid & the King“. „Alkestis“ steht wieder am Mittwoch, 28. September 2022 (mit Einführung) sowie jeweils am Sonntag, 9. und 16. Oktober sowie Dienstag, 25. Oktober 2022 auf dem Spielplan, Karten unter schauspielhausbochum.de oder Tel 0234 – 33 33 55 55.

19:30 Uhr

Räuber Hotzenplotz, Krabat und die kleine Hexe

Otfried Preußlers Bildwelten

Illustration von Daniel Napp aus Otfried Preußler, „Das kleine Gespenst“

Die Ludwig Galerie Schloss Oberhausen hatte Mitte September 2020 eine große Retrospektive der Bildwelten des begnadeten Geschichtenerzählers Otfried Preußler nach nur kurzer Zeit coronabedingt wieder schließen müssen. Zwei Jahre später, am 17. September 2022 um 19 Uhr, ist Wiedereröffnung in erweitertem Umfang und mit einem tollen Rahmenprogramm für die ganze Familie. Otfried Preußler (1923–2013) gehört zu den bedeutendsten und einflussreichsten Kinder- und Jugendbuchautoren des deutschsprachigen Raums. Mit Geschichten wie „Der Räuber Hotzenplotz“, „Die kleine Hexe“ und „Das kleine Gespenst“ hat der im böhmischen Reichenberg geborene Autor seit den 1950er Jahren Figuren erschaffen, die bis heute Generationen von Heranwachsenden prägen und aus den Kinderzimmern dieser Welt sowie dem Schulunterricht nicht mehr wegzudenken sind. Insgesamt hat er über 35 Bücher geschrieben, die in mehr als 50 Sprachen übersetzt wurden und inzwischen eine Gesamtauflage von über 50 Millionen Exemplaren weltweit erreicht haben. Otfried Preußler hat nach der Vertreibung der Familie aus dem Sudetenland im bayerischen Rosenheim als Volksschullehrer und Lokalredakteur gearbeitet, bevor er den mündlich überlieferten Sagen- und Märchenschatz seiner Großmutter Dora aufzuschreiben begann und 1956 mit „Der kleine Wassermann“ den Grundstein zu seinem weltweiten Erfolg legte. Zahlreiche Zeichner haben seine Geschichten nicht nur illustriert, sondern seine Figuren geradezu zum Leben erweckt, indem sie von ihrem persönlichen Stil und eigenen Ideen Gebrauch machten. Kuratorin Linda Schmitz-Kleinreesink: „Besonders bekannt sind die Illustrationen von F. J. Tripp, die dem Räuber Hotzenplotz sein markantes Äußeres verleihen. Die holzschnitthaften Sepia-Zeichnungen, die Herbert Holzing für Krabat erschafft, bleiben über zahlreiche Auflagen hinweg bestehen. Das unverwechselbare Aussehen der kleinen Hexe, aber auch des kleinen Wassermanns, ist der Künstlerin Winnie Gebhardt zu verdanken.“ Mehr als fünfzig ihrer originalen Tuschezeichnungen hat der Thienemann-Esslinger Verlag aus seinem Archiv eigens für die Oberhausener Ausstellung bereitgestellt. Die Neuillustrationen der Klassiker durch Daniel Napp, Thorsten Saleina und Annette Swoboda sind in der umfangreichen Schau auf allen drei Etagen der Ludwig Galerie ebenso vertreten sein wie die frühen Zeichnungen. Auch selten gezeigte Originalzeichnungen zu „Hörbe“, einer eigenen Geschichte Preußlers, die 1981 seiner böhmischen Heimat ein Denkmal setzt, sind zu sehen. Hörbücher, Theateradaptionen, Filme und Spiele zeugen von der immensen Beliebtheit der jeweiligen Werke. Über 300 originale Zeichnungen sowie Filmrequisiten, Buchausgaben, Fotografien und Anton Bachleitners „Krabat“-Figuren des Düsseldorfer Marionettentheaters ermöglichen erstmals einen umfangreichen Überblick über das Wirken Otfried Preußlers und seiner Illustratoren. Die Ausstellung lädt dazu ein, unterschiedlichste Gattungen zu durchwandern: über klassische Bilderbücher, Geschichtensammlungen und traditionelle Sagen bis hin zu fantastischen Erzählungen. Alle Bücher liegen zum Schmökern für Jung und Alt aus, dazu werden Ausschnitte aus Kinoadaptionen gezeigt. Die Ausstellung „ Otfried Preußler – Figurenschöpfer und Geschichtenerzähler“ wird vom 18. September 2022 bis 15. Januar 2023 in der Ludwig Galerie Schloss Oberhausen, Konrad-Adenauer-Allee 46, gezeigt. Sie ist geöffnet Dienstag bis Sonntag jeweils von 11 bis 18 Uhr, geschlossen montags sowie am 24., 25. und 31. Dezember 2022 und am 1. Januar 2023. Der Eintritt kostet acht, ermäßigt vier Euro, Familien (zwei Erwachsene plus Kinder) zahlen 12 Euro, das Kombiticket mit dem Gasometer Oberhausen kostet 14 Euro. Ein Kinder-Mitmach-Heft führt spielend durch die Ausstellung, Oberhausener Schüler haben einen Kinder-Audioguide kreiert und es werden neben den öffentlichen Führungen an jedem Sonn- und Feiertag um 11:30 Uhr auch Führungen auf Ukrainisch/Russisch und Arabisch angeboten. Kuratorinnenführungen mit Linda Schmitz-Kleinreesink gibt es sonntags um 15 Uhr am 16. Oktober 2022, 13. November 2022, 11. Dezember 2022 und 15. Januar 2023. Die Direktorin Dr. Christine Vogt führt jeweils mittwochs um 16 Uhr durch die Ausstellung am 19. Oktober 2022 und am 30. November 2022. Sie hat zusammen mit Linda Schmitz-Kleinreesink den reich bebilderten, für 29,80 Euro äußerst wohlfeilen Katalog herausgegeben (ISBN 978-3-932236-44-0). Weitere Informationen auch über Lesungen, Figurentheateraufführungen und Vorträge gibt es auf der Homepage.

seit 18. Sept

Pfarrei St. Christophorus

Alpha-Glaubenskursus

Die Löwenkirche.

Die Pfarrei St. Christophorus lädt zu einem Alpha Glaubenskursus ein: Er findet an zwölf Sonntagen im Gemeindehaus von St. Joseph an der Löwenkirchen statt. Er ist gedacht für alle, die sich mit Lebens- und Glaubensfragen beschäftigen wollen. Ganz unabhängig davon, ob Sie Kirchgänger sind oder nicht, jeder ist eingeladen. Die Abende haben jeweils drei Elemente: das gemeinsame Essen, das Schauen eines Video-Impulses sowie ein offener Austausch zum jeweiligen Thema. Der Kursus findet vom 23. Oktober 2022 bis zum 22. Januar 2023 jeweils in der Zeit von 17 bis19:30 Uhr statt. Die Teilnahme an dem Alphakursus ist kostenlos. Interessenten können sich bei Elke Willnat unter 0160/95088110 oder per Mail elke.willnat@gmx.de oder bei Mirijam Mroncz unter 0157/59415314 oder per Mail jamisch@gmx.de melden. Die Akteure bitten darum diese E-Mail-Adressen zu nutzen, da sich in dem Flyer ein Fehler eingeschlichen hat.

seit 23. Okt

Mittwoch, 26. Oktober

Ausstellung in der vhs-Galerie mit dem Herner Künstlerbund

Energie auf verschiedene Arten sichtbar machen

Erinnerungen an „Banksy": In der VHS-Galerie im Haus am Grünen Ring startet die Ausstellung "Energie“ mit Werken vom Künstlern des Herner Künstlerbundes. Bahtiyar Demircan zeigt ein Mädchen mit einem Herz, statt einem Ballon.

Das Thema Energie: Da war doch was? Stimmt. Kaum ein aktuelleres und brisanteres Thema hätte sich die Volkshochschule für ihre neue Ausstellung im Haus am Grünen Ring aussuchen können. 19 Künstler des Herner Künstlerbundes zeigen von Freitag, 9. September, bis Freitag, 4. November 2022, dort 38 Werke, die auf verschiedene Art und Weise mit dem Thema zu tun haben. Offizielle Eröffnung ist am Freitag, 9. September 2022, um 19 Uhr. So nennt Natalie Dilekli, Programmbereichsleiterin der VHS-Galerie die neue Ausstellung „absolut zeitgemäß“, obwohl sie schon für 2021, anlässlich des 100. Geburtstages des Künstlers Joseph Beuys, geplant war. „Wir hatten das Thema frei in den Raum gestellt und da Energie so viele Facetten hat, hat jeder Künstler ganz individuell seine Interpretation davon umgesetzt“, so Dilekli. Die Auswahl der Werke habe eine Jury getroffen. Entstanden sind Zeichnungen, Malerei und Objekte über verschiedene Themenfelder, beispielsweise Energiequellen oder über spirituelle Lebensenergie. Viele der Werke sind sehr bunt, andere wiederum nur schwarz-weiß, einige haben eine Mischung erhalten. Manche sind reine Bilder, beispielsweise mit Öl auf Leinwand, andere sind Fotografien und es gibt eine Art Skulptur zu sehen. Helmut Kottkamp hat beispielsweise so eine abstrakte Figur aus Wasserschläuchen und -rohren erstellt, während Inge Weber maritime Motive mit Energie kombiniert hat - ein Werk zeigt ein Windrad, welches im Wasser steht, um das blaue Wasser drumherum sind bunte Farben verteilt. Reiner Glebsattel hat unter anderem einen Wasserfall gemalt, hinter dem zwei Strommasten stehen. Die Künstlerin Petra Katharina Engel mag es kleiner: In einer Badewanne, die nur rund 20 Zentimeter groß ist, liegen als Quelle der Energie zahlreiche Batterien. Wilhelm Tinnemann zeigt in weißen und grauen Tönen ebenfalls ein Windrad mit dem Titel „Die Zukunft hat begonnen". Tinnemann dazu: „Das ist genau das, was unsere Politiker derzeit diskutieren. Es ist ein aktuelles Thema, wie man die Energie in der Zukunft gewinnt und herstellt, dabei hat das Thema längst begonnen.“ Fotograf Günter Mottyll war für seine Bilder abends und nachts unterwegs, vor allem, wenn es vorher geregnet hat und so besondere Lichteffekte möglich sind. Er zeigt beispielsweise das Vonovia Ruhrstadion des VfL Bochum mit der fahrenden Straßenbahn davor, die blinkenden Neonlichter der Leuchtreklamen am Stadion, aber auch der Tankstelle gegenüber, sind seine Quelle der Energie. Heidrun Mottyll setzt sich mit dem Thema Ruhrgebiet auseinander: „Die Energie des Ruhrgebiets sind für mich die Menschen, auch wenn auf meinen Werken keine zu sehen sind“, hält sie fest. Neben quietschbunten Gemälden gibt es auch Portraits, als auch zwei Bilder von Bahtiyar Demircan, die stark an „Banksy“, ein unter einem Pseudonym arbeitenden britischen Streetart-Künstler, erinnern. Banksy ist bekannt für aufsehenerregende Aktionen. So zerstörte sich sein Werk „Girl With Balloon“ 2018 teilweise unmittelbar nach einer großen Auktion (Kaufpreis rund 1,18 Millionen Euro) mit einem im Rahmen versteckten Schredder. Demircan lässt ein Mädchen keinen Ballon hochhalten, sondern ein Herz. Wer die Ausstellung besuchen möchte, kann dies zu den gängigen Öffnungszeiten (Montag bis Freitag, 9 bis 20 Uhr) tun. In den Ferien gilt: Montag bis Donnerstag, 8:30 bis 12 und 13:30 bis 15:30 sowie Freitag 8:30 bis 12 Uhr.

9 Uhr

Was bewegt die Menschen im Stadtteil Bickern?

Grüne Herne laden zum Stadtteilgespräch

Grüne laden zum Stadtteilgespräch ein.

Die Grünen in Herne hören zu und wollen von den Bürgern vor Ort erfahren, was den Stadtteil Bickern besonders macht. Darum bieten sie am Mittwoch, 28. September 2022, in der Zeit von 10 bis 12 Uhr das erste Stadtteilgespäch Bickern am Café Pluto an der Wilhelmstraße an. „Ich mag meinen Stadtteil und möchte vor Ort dafür sorgen, dass die Politik einen größeren Berührungspunkt mit uns Bürgern bekommt“, so Sarah Schanz von den Herner Grünen. Es ist ein niederschwelliges Gesprächsangebot gemeinsam mit Dorothea Schulte von den Grünen in Herne. Beide haben ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte der Gesprächspartner vor Ort. Neben den offenen Gesprächen gibt es den roten Faden, der sich um das Thema Energieversorgung drehen soll. In diesem Jahr am gleichen Ort folgen noch zwei weitere Termine am 26. Oktober und am 23. November ebenfalls von 10 bis 12 Uhr am Café Pluto. „Wir möchten wissen, was es für Geschichten gibt, welche Menschen im Stadtteil Bickern zusammenleben, und wir wollen hören, wo der Schuh drückt“, so Sarah Schanz abschließend.

10 Uhr

Aleka Medina in der Künstlerzeche

'Aleka Medina: Das pochende Zentrum'

Die Videoperformance „Anidar/Anudar“ (im Hintergrund) zeigt eine mit Seilen angebundene Frau bei der Hausarbeit, die Bodeninstallation „Kiesgrube“ erinnert an verschwundene Mädchen und Frauen.

Die 1989 im zentralamerikanischen Guatemala geborene Aleka Medina, frischgebackene diplomierte Absolventin der Kunstakademie Münster, ist die diesjährige Trägerin des Förderpreises „Junge Positionen Nordrhein-Westfalen“, der am Samstag, 1. Oktober 2022, um 17 Uhr im Kauengebäude der Künstlerzeche Unser Unser Fritz 2/3 zum zehnten Mal verliehen wird. Für den mit 1.500 Euro Preisgeld und 1.000 Euro Materialgeld dotierte Preis können die beiden Kunstakademien unseres Landes, Münster und Düsseldorf, Vorschläge einreichen, die von einer Expertenjury der Künstlerzeche gewichtet werden. Die Preisträger, bisher stehen acht Frauen nur zwei Männern gegenüber, erhalten zudem– in diesem Fall von Danuta Karsten - kuratorische Unterstützung für eine Einzelausstellung in Unser Fritz sowie deren Dokumentation in einem Leporello. „Das pochende Zentrum“ ist der Titel der zeitgleich eröffneten Ausstellung von drei Installationen, zwei Videoperformances sowie filigranen Zeichnungen im Foyer und den beiden Eingängen zur Schwarz- und Weißkaue von Aleka Medina. Einführende Worte spricht der Kunsthistoriker Sebastián Eduardo Dávilla. Aleka Medina, die zunächst Visual Art an Universität San Carlos de Guatemala studierte, bevor sie Schülerin von Prof. Mariana Castillo Deball wurde, ein Auslandssemester in Mexiko bei Prof. Gerda Gruber absolvierte und in diesem Sommer ihr Studium an der Kunstakademie Münster mit dem Diplom abschloss, lebt nun in Berlin. Ihre Arbeit ist biografisch, aber auch zugleich politisch geprägt. Mit Medien wie Zeichnungen, Installationen und Video verarbeitet sie Ängste und Traumata der (post-)kolonialistischen und patriarchalischen Gesellschaft von Guatemala. Die Schwarzkaue wird beherrscht von ihrer in 2022 entstandenen Installation „Paloma Blancas“ (Weiße Tauben). Seile erzeugen eine räumliche Zeichnung aus geometrischen Linien, bestückt mit Keramikfiguren, die individuelle Geschichten von Frauen aus der Heimat der Künstlerin erzählen. Diese werden bei der Vernissage mit Kerzen illuminiert. In der Weißkaue zwei Videoperformances. „Anidar/Anudar“ (Verschachteln/Verknüpfen) spielt im Kinderzimmer Aleka Medinas, einen einst sicheren Ort im Elternhaus, der sich aber nach ihrer Migration in den Augen der Künstlerin verändert hat. In „Desvergonzarse“ (Schamlos) trägt Aleka Medina ein bedrucktes Nachthemd mit Geschichten, welche die machistische und patriarchalische Gesellschaft Guatemalas offenbaren: Aleka Medina kanalisiert mit ihrer Kunst ihre eigene Wut und wandelt sie in eine radikale Zärtlichkeit um. In ihrem Werk verbinden sich fast kindlich gezeichneten Charaktere mit einer groben Darstellung der Realität. Davor erinnert die Rauminstallation „Fosa Comun“ (Kriesgrube) mit Objekten aus einer Mischung aus Harz und Kalzit an die sterblichen Überreste der im Bürgerkrieg verstorbenen und von Kriminellen entführten Frauen und Mädchen. Die zylindrische Leinwand der begehbaren Installation „Alle Namen, die noch im Umlauf sind“, ist eine Reise in die Geschichte Guatemalas. Die mit der kosmologischen Vision der Maya beginnt und sich auf den „xibalba“ genannten Ort der Angst und der Unterwelt bezieht. Weitere historische Stationen sind u.a. die Versklavung im Feudalismus der 1920er Jahre, die zentralamerikanischen Emanzipationsbewegungen der 1940er Jahre sowie der bis heute andauernde Guerilla-Bürgerkrieg. Die Künstlerin: „Von unten gesehen entsteht beim Betrachten ein Gefühl, ein Kind zu sein. Ich nenne es gerne eine Geschichte für Kinder, gemacht für Erwachsene.“ Die Ausstellung „Aleka Medina: Das pochende Zentrum“ ist vom 1. bis zum 30. Oktober 2022 im Kauengebäude der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3, Zur Künstlerzeche 10 in 44653 Herne, zu sehen. Öffnungszeiten: Mittwoch und Samstag jeweils von 15 bis 18 Uhr, Sonntag von 14 bis 17 Uhr. Es gelten die jeweils aktuellen Corona-Schutz-Bestimmungen.

15 Uhr

vhs Herne

Malkursus für Kinder ab 7 Jahren

Die vhs Herne bietet Malkurse für Kinder ab 7 Jahren an.

Für Kinder ab 7 Jahren bietet die vhs Herne im September, Oktober und Dezember mit je 2 aufeinander folgenden Terminen Malkurse an: 1) 22B6521: Mittwoch 14. und 21. September. 2) 22B6521A: Mittwoch, 19. und 26. Oktober. 3) 22B6521B: Mittwoch, 7. und 14. Dezember 2022, jeweils von 15:45 bis 17:45 Uhr Zusammen mit anderen Kindern können sie in diesem Kursus lernen, das Material richtig einzusetzen. Gemalt wird in Acryltechnik. Gemeinsam erfahren die jungen Teilnehmer von vhs-Kursleiterin Aycan Buyruk, welche Freude beim Gestalten entsteht und wie man während des Malens alles andere um sich herum vergessen kann. Belohnt werden die Kinder mit ihrem ersten Kunstwerk auf Leinwand. Entsprechende Materialien (Farbe, Pinsel, Leinwand) können gegen einen Beitrag von 5 Euro bei der Dozentin erworben werden. Bitte Arbeitskleidung mitbringen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Online-Anmeldungen: 1) 22B6521: Mittwoch 14. Und 21.09. 2) 22B6521A: Mittwoch, 19. Und 26.10. 3) 22B6521B: Mittwoch, 7. Und 14.12., jeweils von 15.45 bis 17.45 Uhr oder Tel 02323 – 16 29 20. Bitte nennen Sie die Kursnummer und den Veranstaltungstitel. Zu den aktuellen Corona-Regeln der vhs geht es hierher.

15:45 Uhr

Prinz-Regent-Leitungsduo verlängert

Auf den Dackel gekommen

Prinz-Regent-Leitungsduo verlängert: Auf den Hund gekommen: Hans Dreher und Anne Rockenfeller mit Dackel Valli.

Hans Dreher und Anne Rockenfeller, das Leitungsduo des Bochumer Prinz Regent Theaters nun schon im vierten Jahr, ist auf den Hund gekommen. Genauer gesagt auf Valli, einen sehr lebhaften sechsmonatigen Kurzhaardackel, der schon mit im Allgäu-Urlaub war und sich nun an die Theaterluft gewöhnen muss. Denn inzwischen haben die Proben zur ersten Saisonpremiere, „Philoktet“ von Heiner Müller nach Sophokles, begonnen. Die beiden Theatermacher konnten bei der Präsentation der Vorhaben in der ersten Hälfte der neuen Spielzeit 2022/23 mit einer weiteren guten Nachricht aufwarten: Der Vorstand des Trägervereins, Susanne Muthig-Beilmann und Dr. Hans H. Hanke, hat den Vertrag mit dem Leitungsduo um drei Jahre verlängert. Anne Rockenfeller und Hans Dreher hoffen nun, dass es mit den pandemiebedingten Einschränkungen bald ein Ende hat, um wieder größere Produktionen mit einem vielköpfigen Ensemble verwirklichen zu können. Bis zur Saison-Halbzeit sind vier Neuinszenierungen und ein Liederabend geplant vor der wie ein Damoklesschwert über dem freien Theater schwebenden Unsicherheit bei Corona-Regeln und Energiekosten. Am 18. September 2022 kommt „Philoktet“ heraus, am 27. November 2022 soll die Kompilation zweier „Tatortreiniger“-Folgen, beim Verlag sind „Currywurst“ und „Anbieterwechsel“ angefragt, Premiere feiern erneut mit Maximilian Strestik als Schotty in der Regie von Magz Barrawasser. Anfang 2023 steuern Hans Dreher und der Musiker Christoph Iacono einen Liederabend zum Thema Geld bei und im März 2023 wird die Zusammenarbeit mit der Folkwang-Universität fortgesetzt: Luis Liun Koch und Andreas Widenka, zwei Studenten des von Lisa Nielebock geleiteten Regie-Studiengangs, inszenieren einen Doppelabend, der eine Woche lang en suite im Bochumer Süden gezeigt wird, bevor das Kölner Theater im Bauturm übernimmt. Weil Philoktet die Nymphe Chryse, die ihn liebte, verschmähte, muss er leiden. Von einer Schlange ins Bein gebissen, leidet er geradezu unmenschliche Schmerzen. Philoktet schwächt mit wilden, defätistischen Unheilsrufen über den bevorstehenden Kampf um Troja das griechische Heer, sodass Odysseus sich gezwungen sieht, ihn auf der unbewohnten Insel Lemnos auszusetzen. In der Tragödie „Philoktet“ von Sophokles, 409 vor Christus in Athen uraufgeführt, kehrt Odysseus mit Neoptolemus, Sohn des Achilleus, heimlich auf die Insel zurück. Der Kampf um Troja geht ins zehnte Jahr und kein Ende ist abzusehen, weshalb der Feldherr den treffsicheren Bogenschützen mit seinen unentrinnbar totbringenden Pfeilen dazu bewegen will, an seiner Seite zu kämpfen. Der DDR-Dramatiker Heiner Müller (1929 - 1995) macht in seinem „Philoktet“, zwischen 1958 und 1964 entstanden und 1968 in München uraufgeführt, aus der sophokleischen Tragödie, die für den Titelhelden noch halbwegs glücklich endet, eine tragische Satire mit tödlichem Ausgang: Neoptolemos, hier ganz braver und leicht manipulierbarer Schüler seines verschlagen-skrupellosen Lehrmeisters Odysseus, ersticht Philoktet von hinten. Die „tausend Arme“ starke Truppe Philoktets lagert untätig vor Troja, weshalb Odysseus an der Legende strickt, dass Trojaner den Bogenschützen meuchlings ermordet haben, damit diese rachedurstig den Kampf wieder aufnimmt... Hans Dreher inszeniert das reine Männerstück als „Kriegsgeschichte, Kriminalstück und Kammerspiel“ mit einer weiblichen Besetzung: PRT-Rückkehrerin Nermina Kukic in der Titelrolle sowie die beiden PRT-Debütantinnen Sina Evell als Achills Sohn Neoptolemos und Katja Heinrich als Odysseus. Nach der Premiere am 18. September 2022 sind am 21. und 22. September sowie am 7. und 31. Oktober 2022 weitere Aufführungen terminiert. Zehn Inszenierungen werden in die neue Spielzeit übernommen, darunter der bisher stets ausverkaufte Kassenschlager „Dädalus und Ikarus“ von Dario Fo mit Roland Riebeling am 2., 26., 29. und 30. Oktober 2022 und Goethes „Faust“ in einer schon legendären Dreher-Inszenierung mit Maximilian Strestik, Oliver Möller, Nele Sommer und Laura Thomas am 9. Oktober 2022. Die Eintrittspreise sind jeweils um zwei Euro auf 18/ermäßigt 10 Euro angehoben worden, Karten unter prinzregenttheater.de oder Tel. 0234 – 77 11 17.

19:30 Uhr

Jan van Weyde

Absage: 'Große Klappe die Erste'

Jan van Weyde.

Die Christian Strüder von den Flottmann-Hallen teilt in einer Pressemeldung von Dienstag (15.2.2022) mit, dass krankheitsbedingt nun leider auch das Gastspiel „Große Klappe die Erste“ des Comedian und Tegtmeier-Finalisten JAN VAN WEYDE am Mittwoch, 16. Februar 2022, kurzfristig ausfallen muss. Allerdings wurde bereits mit der Agentur des Künstlers einen Nachholtermin vereinbart: Mittwoch, 26. Oktober 2022. Alle bereits erworbenen Karten behalten ihre Gültigkeit. Allerdings können die Tickets auch umgetauscht werden. Dazu werden alle Kartenbesitzer gebeten sich per Mail unter flottmann-hallen@herne.de oder Tel unter 02323-162953 (Mo - Fr, 10 - 16 Uhr) an die Flottmann-Hallen zu wenden. In den Flottmannhallen tritt mit Jan van Weye ein Tegtmeier-Finalist 21 auf die Bühnenbretter, dessen Karriere als Schauspieler in Vorabendserien begann. Mittlerweile ist er Stand-Up Comedian und Synchronsprecher und lebt sozusagen von Ersprochenem. Das jedoch erstaunlich gut. Ein Mann, ein Mikro: mit seiner authentisch-unaufgeregten Art und einem großartigen Slapstick-Talent begeistert er sein Publikum. Sein Solo-Programm ,,Große Klappe - die Erste!" umfasst den ganzen Wahnsinn, mit dem ein junger Vater zu kämpfen hat, der mit einem Beruf ,,in den Medien" seine Familie zu ernähren versucht. Ob als Werbegesicht, im Tonstudio oder auf der Bühne - oder eben als Papa. Zwischen Kunst und Kommerz, Kameras und Klamauk, Kinderbettchen und Kackastrophen – seine Geschichten im Spannungsfeld zwischen schönem Schein und bodenständigem Familienleben sind aus dem Leben gegriffen, manchmal sogar aus einer vollen Hose, auf jeden Fall sauwitzig. Seine größte Waffe ist dabei seine große Klappe. Hätte er die nur nicht weiter vererbt... Inzwischen ist Jan van Weyde aus der jungen Comedy-Szene nicht mehr wegzudenken und zählt zu den größten Talenten der Republik. Er spielt regelmäßig im Quatsch Comedy Club oder bei NightWash und gewann in den letzten drei Jahren schon etliche Preise. Ton ab, Kamera läuft, Große Klappe - die Erste... und Äktschn! Bitte informieren Sie sich tagesaktuell über die geltenden Regelungen. Nach der aktuellen Corona-Schutzverordnung stehen die kulturellen Einrichtungen ausschließlich geimpften oder genesenen Personen („2G-Regel“) offen. Insofern muss beim Besuch einer Veranstaltung der Flottmann-Hallen der jeweilige Immunisierungsnachweis und ein amtliches Ausweispapier vorgezeigt werden. Von den bisherigen Schutzmaßnahmen verbleibt ferner nur noch die verbindliche Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske und nach Möglichkeit die Einhaltung des Abstandes von mindestens 1,5m in den Flottmann-Hallen. Die Maske kann jedoch auf dem Sitzplatz abgenommen werden. mehr Infos Karten kosten im Vorverkauf: 18 Euro / erm. 13 Euro (zzgl. Gebühren), an der Abendkasse: 22 Euro / erm. 18 Euro. Karten gibt es an den Ticketshops Herne: Stadtmarketing Herne, Kirchhofstraße 5, Tel 02323 / 9190514; Bürgerbüro Wanne-Eickel, Hauptstraße 241 (WEZ), Tel 02323 / 161616; Flottmann Kneipe, Flottmannstrasse 94, Tel 02323 / 3983005 oder bei ProTicket. Reservierungen für die Abendkasse per Mail unter flottmann-hallen@herne.de

20 Uhr

Räuber Hotzenplotz, Krabat und die kleine Hexe

Otfried Preußlers Bildwelten

Illustration von Daniel Napp aus Otfried Preußler, „Das kleine Gespenst“

Die Ludwig Galerie Schloss Oberhausen hatte Mitte September 2020 eine große Retrospektive der Bildwelten des begnadeten Geschichtenerzählers Otfried Preußler nach nur kurzer Zeit coronabedingt wieder schließen müssen. Zwei Jahre später, am 17. September 2022 um 19 Uhr, ist Wiedereröffnung in erweitertem Umfang und mit einem tollen Rahmenprogramm für die ganze Familie. Otfried Preußler (1923–2013) gehört zu den bedeutendsten und einflussreichsten Kinder- und Jugendbuchautoren des deutschsprachigen Raums. Mit Geschichten wie „Der Räuber Hotzenplotz“, „Die kleine Hexe“ und „Das kleine Gespenst“ hat der im böhmischen Reichenberg geborene Autor seit den 1950er Jahren Figuren erschaffen, die bis heute Generationen von Heranwachsenden prägen und aus den Kinderzimmern dieser Welt sowie dem Schulunterricht nicht mehr wegzudenken sind. Insgesamt hat er über 35 Bücher geschrieben, die in mehr als 50 Sprachen übersetzt wurden und inzwischen eine Gesamtauflage von über 50 Millionen Exemplaren weltweit erreicht haben. Otfried Preußler hat nach der Vertreibung der Familie aus dem Sudetenland im bayerischen Rosenheim als Volksschullehrer und Lokalredakteur gearbeitet, bevor er den mündlich überlieferten Sagen- und Märchenschatz seiner Großmutter Dora aufzuschreiben begann und 1956 mit „Der kleine Wassermann“ den Grundstein zu seinem weltweiten Erfolg legte. Zahlreiche Zeichner haben seine Geschichten nicht nur illustriert, sondern seine Figuren geradezu zum Leben erweckt, indem sie von ihrem persönlichen Stil und eigenen Ideen Gebrauch machten. Kuratorin Linda Schmitz-Kleinreesink: „Besonders bekannt sind die Illustrationen von F. J. Tripp, die dem Räuber Hotzenplotz sein markantes Äußeres verleihen. Die holzschnitthaften Sepia-Zeichnungen, die Herbert Holzing für Krabat erschafft, bleiben über zahlreiche Auflagen hinweg bestehen. Das unverwechselbare Aussehen der kleinen Hexe, aber auch des kleinen Wassermanns, ist der Künstlerin Winnie Gebhardt zu verdanken.“ Mehr als fünfzig ihrer originalen Tuschezeichnungen hat der Thienemann-Esslinger Verlag aus seinem Archiv eigens für die Oberhausener Ausstellung bereitgestellt. Die Neuillustrationen der Klassiker durch Daniel Napp, Thorsten Saleina und Annette Swoboda sind in der umfangreichen Schau auf allen drei Etagen der Ludwig Galerie ebenso vertreten sein wie die frühen Zeichnungen. Auch selten gezeigte Originalzeichnungen zu „Hörbe“, einer eigenen Geschichte Preußlers, die 1981 seiner böhmischen Heimat ein Denkmal setzt, sind zu sehen. Hörbücher, Theateradaptionen, Filme und Spiele zeugen von der immensen Beliebtheit der jeweiligen Werke. Über 300 originale Zeichnungen sowie Filmrequisiten, Buchausgaben, Fotografien und Anton Bachleitners „Krabat“-Figuren des Düsseldorfer Marionettentheaters ermöglichen erstmals einen umfangreichen Überblick über das Wirken Otfried Preußlers und seiner Illustratoren. Die Ausstellung lädt dazu ein, unterschiedlichste Gattungen zu durchwandern: über klassische Bilderbücher, Geschichtensammlungen und traditionelle Sagen bis hin zu fantastischen Erzählungen. Alle Bücher liegen zum Schmökern für Jung und Alt aus, dazu werden Ausschnitte aus Kinoadaptionen gezeigt. Die Ausstellung „ Otfried Preußler – Figurenschöpfer und Geschichtenerzähler“ wird vom 18. September 2022 bis 15. Januar 2023 in der Ludwig Galerie Schloss Oberhausen, Konrad-Adenauer-Allee 46, gezeigt. Sie ist geöffnet Dienstag bis Sonntag jeweils von 11 bis 18 Uhr, geschlossen montags sowie am 24., 25. und 31. Dezember 2022 und am 1. Januar 2023. Der Eintritt kostet acht, ermäßigt vier Euro, Familien (zwei Erwachsene plus Kinder) zahlen 12 Euro, das Kombiticket mit dem Gasometer Oberhausen kostet 14 Euro. Ein Kinder-Mitmach-Heft führt spielend durch die Ausstellung, Oberhausener Schüler haben einen Kinder-Audioguide kreiert und es werden neben den öffentlichen Führungen an jedem Sonn- und Feiertag um 11:30 Uhr auch Führungen auf Ukrainisch/Russisch und Arabisch angeboten. Kuratorinnenführungen mit Linda Schmitz-Kleinreesink gibt es sonntags um 15 Uhr am 16. Oktober 2022, 13. November 2022, 11. Dezember 2022 und 15. Januar 2023. Die Direktorin Dr. Christine Vogt führt jeweils mittwochs um 16 Uhr durch die Ausstellung am 19. Oktober 2022 und am 30. November 2022. Sie hat zusammen mit Linda Schmitz-Kleinreesink den reich bebilderten, für 29,80 Euro äußerst wohlfeilen Katalog herausgegeben (ISBN 978-3-932236-44-0). Weitere Informationen auch über Lesungen, Figurentheateraufführungen und Vorträge gibt es auf der Homepage.

seit 18. Sept

Pfarrei St. Christophorus

Alpha-Glaubenskursus

Die Löwenkirche.

Die Pfarrei St. Christophorus lädt zu einem Alpha Glaubenskursus ein: Er findet an zwölf Sonntagen im Gemeindehaus von St. Joseph an der Löwenkirchen statt. Er ist gedacht für alle, die sich mit Lebens- und Glaubensfragen beschäftigen wollen. Ganz unabhängig davon, ob Sie Kirchgänger sind oder nicht, jeder ist eingeladen. Die Abende haben jeweils drei Elemente: das gemeinsame Essen, das Schauen eines Video-Impulses sowie ein offener Austausch zum jeweiligen Thema. Der Kursus findet vom 23. Oktober 2022 bis zum 22. Januar 2023 jeweils in der Zeit von 17 bis19:30 Uhr statt. Die Teilnahme an dem Alphakursus ist kostenlos. Interessenten können sich bei Elke Willnat unter 0160/95088110 oder per Mail elke.willnat@gmx.de oder bei Mirijam Mroncz unter 0157/59415314 oder per Mail jamisch@gmx.de melden. Die Akteure bitten darum diese E-Mail-Adressen zu nutzen, da sich in dem Flyer ein Fehler eingeschlichen hat.

seit 23. Okt

Donnerstag, 27. Oktober

Ausstellung in der vhs-Galerie mit dem Herner Künstlerbund

Energie auf verschiedene Arten sichtbar machen

Erinnerungen an „Banksy": In der VHS-Galerie im Haus am Grünen Ring startet die Ausstellung "Energie“ mit Werken vom Künstlern des Herner Künstlerbundes. Bahtiyar Demircan zeigt ein Mädchen mit einem Herz, statt einem Ballon.

Das Thema Energie: Da war doch was? Stimmt. Kaum ein aktuelleres und brisanteres Thema hätte sich die Volkshochschule für ihre neue Ausstellung im Haus am Grünen Ring aussuchen können. 19 Künstler des Herner Künstlerbundes zeigen von Freitag, 9. September, bis Freitag, 4. November 2022, dort 38 Werke, die auf verschiedene Art und Weise mit dem Thema zu tun haben. Offizielle Eröffnung ist am Freitag, 9. September 2022, um 19 Uhr. So nennt Natalie Dilekli, Programmbereichsleiterin der VHS-Galerie die neue Ausstellung „absolut zeitgemäß“, obwohl sie schon für 2021, anlässlich des 100. Geburtstages des Künstlers Joseph Beuys, geplant war. „Wir hatten das Thema frei in den Raum gestellt und da Energie so viele Facetten hat, hat jeder Künstler ganz individuell seine Interpretation davon umgesetzt“, so Dilekli. Die Auswahl der Werke habe eine Jury getroffen. Entstanden sind Zeichnungen, Malerei und Objekte über verschiedene Themenfelder, beispielsweise Energiequellen oder über spirituelle Lebensenergie. Viele der Werke sind sehr bunt, andere wiederum nur schwarz-weiß, einige haben eine Mischung erhalten. Manche sind reine Bilder, beispielsweise mit Öl auf Leinwand, andere sind Fotografien und es gibt eine Art Skulptur zu sehen. Helmut Kottkamp hat beispielsweise so eine abstrakte Figur aus Wasserschläuchen und -rohren erstellt, während Inge Weber maritime Motive mit Energie kombiniert hat - ein Werk zeigt ein Windrad, welches im Wasser steht, um das blaue Wasser drumherum sind bunte Farben verteilt. Reiner Glebsattel hat unter anderem einen Wasserfall gemalt, hinter dem zwei Strommasten stehen. Die Künstlerin Petra Katharina Engel mag es kleiner: In einer Badewanne, die nur rund 20 Zentimeter groß ist, liegen als Quelle der Energie zahlreiche Batterien. Wilhelm Tinnemann zeigt in weißen und grauen Tönen ebenfalls ein Windrad mit dem Titel „Die Zukunft hat begonnen". Tinnemann dazu: „Das ist genau das, was unsere Politiker derzeit diskutieren. Es ist ein aktuelles Thema, wie man die Energie in der Zukunft gewinnt und herstellt, dabei hat das Thema längst begonnen.“ Fotograf Günter Mottyll war für seine Bilder abends und nachts unterwegs, vor allem, wenn es vorher geregnet hat und so besondere Lichteffekte möglich sind. Er zeigt beispielsweise das Vonovia Ruhrstadion des VfL Bochum mit der fahrenden Straßenbahn davor, die blinkenden Neonlichter der Leuchtreklamen am Stadion, aber auch der Tankstelle gegenüber, sind seine Quelle der Energie. Heidrun Mottyll setzt sich mit dem Thema Ruhrgebiet auseinander: „Die Energie des Ruhrgebiets sind für mich die Menschen, auch wenn auf meinen Werken keine zu sehen sind“, hält sie fest. Neben quietschbunten Gemälden gibt es auch Portraits, als auch zwei Bilder von Bahtiyar Demircan, die stark an „Banksy“, ein unter einem Pseudonym arbeitenden britischen Streetart-Künstler, erinnern. Banksy ist bekannt für aufsehenerregende Aktionen. So zerstörte sich sein Werk „Girl With Balloon“ 2018 teilweise unmittelbar nach einer großen Auktion (Kaufpreis rund 1,18 Millionen Euro) mit einem im Rahmen versteckten Schredder. Demircan lässt ein Mädchen keinen Ballon hochhalten, sondern ein Herz. Wer die Ausstellung besuchen möchte, kann dies zu den gängigen Öffnungszeiten (Montag bis Freitag, 9 bis 20 Uhr) tun. In den Ferien gilt: Montag bis Donnerstag, 8:30 bis 12 und 13:30 bis 15:30 sowie Freitag 8:30 bis 12 Uhr.

9 Uhr

Vorleseaktion für Kinder ab 6 Jahren

'Ein Sams zu viel'

Ein Sams zu viel.

Vorlesepatin Margherita Sinnathamby liest am Donnerstag, 27. Oktober 2022, ab 17 Uhr, für kleine Menschen ab sechs Jahren aus dem Buch: Ein Sams zuviel. Dazu ist keine Anmeldung erforderlich. Weiter Infos gibt es hier: Tel 02323 16-2793. Wunschpunktalarm. Herr Taschenbier bekommt vom Sams zum Geburtstag ein besonders kostbares Geschenk: einen allerletzten Wunschpunkt. Doch was macht Herr Taschenbier? Wünscht sich natürlich das Falsche, nämlich ein Sams für seine nervige Nachbarin Frau Rotkohl. Und prompt sitzt an ihrem Esstisch ein zweites Sams. Das ist zwar furchterregend brav, aber es fordert das Taschenbier- Sams ganz schön heraus.

17 Uhr

Gute Unterhaltung garantiert

Helmuts Comedy Club im Museum

Helmut Sanftenschneider.

Recklinghausen. Noch zweimal im Jahr 2022 wird Gastgeber Helmut Sanftenschneider im Comedy-Club am Donnerstag, 27. Oktober, und am Donnerstag, 24. November 2022, mit dem Mikro in der Hand oder der Gitarre um den Hals in gewohnt witziger Art durch das Programm führen. Dazu wird er wieder amüsante Überraschungs-Gäste präsentieren, die für einen gelungen Abend sorgen werden. Präsentiert werden die Ausgaben von Helmuts Comedy Club von dem Verein Genau Hier! Südstadt RE e.V. im Umspannwerk Recklinghausen. Tickets zum Preis von 18 Euro können entweder über die Homepage des Museums bestellt, oder bei der Firma Pocholek oder im Museum zu den jeweiligen Öffnungszeiten gekauft werden. Der nächste Comedy-Club findet dann am 24.November im Umspannwerk Recklinghausen statt.

18:30 Uhr

Aktionswoche der seelischen Gesundheit

Woche der seelischen Gesundheit.

Zum vierten Mal lädt die Sucht- und Psychiatriekoordination der Stadt Herne in Kooperation mit der Volkshochschule Herne im Oktober 2022 zur „Woche der Seelischen Gesundheit“ ein. Unter dem Motto „Reden hebt die Stimmung – Seelisch gesund in unserer Gesellschaft“ soll die Woche über psychische Krankheiten und die Bedeutung seelischer Gesundheit aufklären sowie Hilfsangebote aufzeigen. Die Corona-Zeit habe zu einem deutlichen Zuwachs von ängstlich- depressiver Störungen bei Erwachsenen geführt und auch Kinder hätten sehr unter den pandemischen Bedingungen gelitten, erklärt Dr. Florian Ternes, Leiter des sozialpsychiatrischen Dienstes, bei der Vorstellung des Programms am Montag (19.9.2022) im Bürger-Selbsthilfe-Zentrum. Der Stadt Herne sei es ein großes Anliegen, die Akzeptanz psychischer Erkrankungen in der Gesellschaft zu erhöhen, berichtet Pia Plattner, städtische Sucht- und Psychiatriekoordinatorin. Was eine Depression ist, wüssten viele Menschen, „andere psychische Erkrankungen sind dagegen noch etwas verborgen und wir müssen daran arbeiten, dass auch diese Erkrankungen bekannter und entstigmatisiert werden“, so Plattner weiter. Im Vordergrund der „Woche der Seelischen Gesundheit“ stünden jedoch nicht Erkrankungen, sondern – wie es der Name bereits sagt – die psychische Gesundheit, betont Inga Mühlenbrock von der Volkshochschule Herne (VHS). Die Aktionswoche spreche daher nicht nur psychisch erkrankte Menschen an, sondern „auch diejenigen, die sich außer Balance fühlen, die sie sich psychisch beeinträchtigt fühlen und gesünder sein möchten“. Die bundesweite Aktionswoche findet jährlich um den internationalen Tag der seelischen Gesundheit am 10. Oktober statt. Bei der Stadt Herne sei es genau genommen nicht nur eine Woche, sondern ein ganzer Monat mit Veranstaltungen, erklärt Pia Plattner. Dr. Florian Ternes kündigt an: „Wir haben Hilfs-, Kontakt- und Informationsangebote im Programm, sowohl für Kinder und Jugendliche als auch für Erwachsene.“ „Besser umgehen mit Stress“ – wie das geht, erklärt ein Vortrag am Donnerstag, 27. Oktober 2022, von 18:30 bis 20 Uhr in der VHS im Kulturzentrum, Willi-Pohlmann-Platz 1. Referentin Nicole Schmied verrät, welche Lebensmittel bei Stress helfen und zu einem gesünderen Leben beitragen. Anmeldung: Tel 0 23 23 / 16 - 16 43 oder online. Wer immer schon mal Yoga ausprobieren wollte, hat die Gelegenheit dazu am Samstag, 29. Oktober 2022, von 10 bis 12 Uhr in der VHS im Kulturzentrum. Die Teilnahme am Workshop kostet acht Euro. Beratung für Betroffene, Angehörige und Interessierte leistet die offene Sprechstunde des sozialpsychiatrischen Dienstes am Mittwoch, 12. Oktober 2022, von 10 bis 13 Uhr, im Erdgeschoss des Gesundheitsamtes, Rathausstraße 6. Zu den Angeboten für Kinder gehört unter anderem eine Lesung der Herner Entspannungspädagogin Katrin Nedballa. Mit ihrem Buch „Lucie im Land der Sieben Seen“ lädt sie Kinder zwischen vier und zehn Jahren auf eine entspannende Fantasiereise ein. Die Lesung findet am Dienstag, 18. Oktober 2022, um 16:30 Uhr in der Stadtbibliothek Herne- Mitte statt. Interessierte können sich per E-Mail an stadtbibliothek@herne.de anmelden. „Mutig wie ein Superheld“ heißt es am Samstag, 29. Oktober 2022, von 9 bis 13 Uhr, in der VHS im Kulturzentrum: In dem Workshop lernen Grundschulkinder, wie sie Konflikte selbstsicher und ohne Provokation lösen können. Anmeldung: Tel 0 23 23 / 16 - 16 43 oder online hier. Das gesamte Programm liegt an vielen öffentlichen Stellen aus und ist im Internet hier zu finden.

18:30 Uhr

'Kleines Theater Herne'

Theater-Escape - „Das ewige Licht“

Escape Room lädt eine.

Im Oktober wird an zwei Abenden im kleinen theater herne wieder das ewige Licht angeknipst. Am Donnerstag, 6., und am Donnerstag, 27. Oktober 2022, startet das Live-Theater-Event pünktlich um 20 Uhr. Das ewige Licht: Das Theaterlicht ist so etwas wie die" Ewige Flamme" für die schauspielerische Kunst. Es darf niemals verlöschen, egal ob das Geschäft brummt oder kein einziger Gast erscheint. Einer alten Sage nach wird derjenige zum Geist und in die Räumlichkeiten des jeweiligen Theaters verbannt, der dieses Licht ausschaltet. Er bleibt fortan auf ewig in der Dunkelheit des Theaters gefangen. Aber es gibt eine Lösung und die gilt es zu finden. Erst dann wird man erlöst. Da das Theater verflucht ist, könnt Ihr nicht einfach zu dem Lichtschalter vordringen. Ihr habt 60 Minuten Zeit, um sämtliche Rätsel zu lösen. Aber Obacht! Die Zeit sitzt euch im Nacken und die Rätsel sind richtig knifflig. Karten von 99 bis 149 Euro gibt es im Online-Shop, an der Theaterkasse. (mittwochs und freitags von 17:30 bis 19 Uhr; Tel 02323 / 911191) und im Ticketshop Herner Stadtmarketing. Alle Veranstaltungen finden im kleinen theater herne, Neustraße 67, statt. FFP 2 Maske müssen am Platz und während der Veranstaltung getragen werden.

20 Uhr

Räuber Hotzenplotz, Krabat und die kleine Hexe

Otfried Preußlers Bildwelten

Illustration von Daniel Napp aus Otfried Preußler, „Das kleine Gespenst“

Die Ludwig Galerie Schloss Oberhausen hatte Mitte September 2020 eine große Retrospektive der Bildwelten des begnadeten Geschichtenerzählers Otfried Preußler nach nur kurzer Zeit coronabedingt wieder schließen müssen. Zwei Jahre später, am 17. September 2022 um 19 Uhr, ist Wiedereröffnung in erweitertem Umfang und mit einem tollen Rahmenprogramm für die ganze Familie. Otfried Preußler (1923–2013) gehört zu den bedeutendsten und einflussreichsten Kinder- und Jugendbuchautoren des deutschsprachigen Raums. Mit Geschichten wie „Der Räuber Hotzenplotz“, „Die kleine Hexe“ und „Das kleine Gespenst“ hat der im böhmischen Reichenberg geborene Autor seit den 1950er Jahren Figuren erschaffen, die bis heute Generationen von Heranwachsenden prägen und aus den Kinderzimmern dieser Welt sowie dem Schulunterricht nicht mehr wegzudenken sind. Insgesamt hat er über 35 Bücher geschrieben, die in mehr als 50 Sprachen übersetzt wurden und inzwischen eine Gesamtauflage von über 50 Millionen Exemplaren weltweit erreicht haben. Otfried Preußler hat nach der Vertreibung der Familie aus dem Sudetenland im bayerischen Rosenheim als Volksschullehrer und Lokalredakteur gearbeitet, bevor er den mündlich überlieferten Sagen- und Märchenschatz seiner Großmutter Dora aufzuschreiben begann und 1956 mit „Der kleine Wassermann“ den Grundstein zu seinem weltweiten Erfolg legte. Zahlreiche Zeichner haben seine Geschichten nicht nur illustriert, sondern seine Figuren geradezu zum Leben erweckt, indem sie von ihrem persönlichen Stil und eigenen Ideen Gebrauch machten. Kuratorin Linda Schmitz-Kleinreesink: „Besonders bekannt sind die Illustrationen von F. J. Tripp, die dem Räuber Hotzenplotz sein markantes Äußeres verleihen. Die holzschnitthaften Sepia-Zeichnungen, die Herbert Holzing für Krabat erschafft, bleiben über zahlreiche Auflagen hinweg bestehen. Das unverwechselbare Aussehen der kleinen Hexe, aber auch des kleinen Wassermanns, ist der Künstlerin Winnie Gebhardt zu verdanken.“ Mehr als fünfzig ihrer originalen Tuschezeichnungen hat der Thienemann-Esslinger Verlag aus seinem Archiv eigens für die Oberhausener Ausstellung bereitgestellt. Die Neuillustrationen der Klassiker durch Daniel Napp, Thorsten Saleina und Annette Swoboda sind in der umfangreichen Schau auf allen drei Etagen der Ludwig Galerie ebenso vertreten sein wie die frühen Zeichnungen. Auch selten gezeigte Originalzeichnungen zu „Hörbe“, einer eigenen Geschichte Preußlers, die 1981 seiner böhmischen Heimat ein Denkmal setzt, sind zu sehen. Hörbücher, Theateradaptionen, Filme und Spiele zeugen von der immensen Beliebtheit der jeweiligen Werke. Über 300 originale Zeichnungen sowie Filmrequisiten, Buchausgaben, Fotografien und Anton Bachleitners „Krabat“-Figuren des Düsseldorfer Marionettentheaters ermöglichen erstmals einen umfangreichen Überblick über das Wirken Otfried Preußlers und seiner Illustratoren. Die Ausstellung lädt dazu ein, unterschiedlichste Gattungen zu durchwandern: über klassische Bilderbücher, Geschichtensammlungen und traditionelle Sagen bis hin zu fantastischen Erzählungen. Alle Bücher liegen zum Schmökern für Jung und Alt aus, dazu werden Ausschnitte aus Kinoadaptionen gezeigt. Die Ausstellung „ Otfried Preußler – Figurenschöpfer und Geschichtenerzähler“ wird vom 18. September 2022 bis 15. Januar 2023 in der Ludwig Galerie Schloss Oberhausen, Konrad-Adenauer-Allee 46, gezeigt. Sie ist geöffnet Dienstag bis Sonntag jeweils von 11 bis 18 Uhr, geschlossen montags sowie am 24., 25. und 31. Dezember 2022 und am 1. Januar 2023. Der Eintritt kostet acht, ermäßigt vier Euro, Familien (zwei Erwachsene plus Kinder) zahlen 12 Euro, das Kombiticket mit dem Gasometer Oberhausen kostet 14 Euro. Ein Kinder-Mitmach-Heft führt spielend durch die Ausstellung, Oberhausener Schüler haben einen Kinder-Audioguide kreiert und es werden neben den öffentlichen Führungen an jedem Sonn- und Feiertag um 11:30 Uhr auch Führungen auf Ukrainisch/Russisch und Arabisch angeboten. Kuratorinnenführungen mit Linda Schmitz-Kleinreesink gibt es sonntags um 15 Uhr am 16. Oktober 2022, 13. November 2022, 11. Dezember 2022 und 15. Januar 2023. Die Direktorin Dr. Christine Vogt führt jeweils mittwochs um 16 Uhr durch die Ausstellung am 19. Oktober 2022 und am 30. November 2022. Sie hat zusammen mit Linda Schmitz-Kleinreesink den reich bebilderten, für 29,80 Euro äußerst wohlfeilen Katalog herausgegeben (ISBN 978-3-932236-44-0). Weitere Informationen auch über Lesungen, Figurentheateraufführungen und Vorträge gibt es auf der Homepage.

seit 18. Sept

Pfarrei St. Christophorus

Alpha-Glaubenskursus

Die Löwenkirche.

Die Pfarrei St. Christophorus lädt zu einem Alpha Glaubenskursus ein: Er findet an zwölf Sonntagen im Gemeindehaus von St. Joseph an der Löwenkirchen statt. Er ist gedacht für alle, die sich mit Lebens- und Glaubensfragen beschäftigen wollen. Ganz unabhängig davon, ob Sie Kirchgänger sind oder nicht, jeder ist eingeladen. Die Abende haben jeweils drei Elemente: das gemeinsame Essen, das Schauen eines Video-Impulses sowie ein offener Austausch zum jeweiligen Thema. Der Kursus findet vom 23. Oktober 2022 bis zum 22. Januar 2023 jeweils in der Zeit von 17 bis19:30 Uhr statt. Die Teilnahme an dem Alphakursus ist kostenlos. Interessenten können sich bei Elke Willnat unter 0160/95088110 oder per Mail elke.willnat@gmx.de oder bei Mirijam Mroncz unter 0157/59415314 oder per Mail jamisch@gmx.de melden. Die Akteure bitten darum diese E-Mail-Adressen zu nutzen, da sich in dem Flyer ein Fehler eingeschlichen hat.

seit 23. Okt

Freitag, 28. Oktober

Ausstellung in der vhs-Galerie mit dem Herner Künstlerbund

Energie auf verschiedene Arten sichtbar machen

Erinnerungen an „Banksy": In der VHS-Galerie im Haus am Grünen Ring startet die Ausstellung "Energie“ mit Werken vom Künstlern des Herner Künstlerbundes. Bahtiyar Demircan zeigt ein Mädchen mit einem Herz, statt einem Ballon.

Das Thema Energie: Da war doch was? Stimmt. Kaum ein aktuelleres und brisanteres Thema hätte sich die Volkshochschule für ihre neue Ausstellung im Haus am Grünen Ring aussuchen können. 19 Künstler des Herner Künstlerbundes zeigen von Freitag, 9. September, bis Freitag, 4. November 2022, dort 38 Werke, die auf verschiedene Art und Weise mit dem Thema zu tun haben. Offizielle Eröffnung ist am Freitag, 9. September 2022, um 19 Uhr. So nennt Natalie Dilekli, Programmbereichsleiterin der VHS-Galerie die neue Ausstellung „absolut zeitgemäß“, obwohl sie schon für 2021, anlässlich des 100. Geburtstages des Künstlers Joseph Beuys, geplant war. „Wir hatten das Thema frei in den Raum gestellt und da Energie so viele Facetten hat, hat jeder Künstler ganz individuell seine Interpretation davon umgesetzt“, so Dilekli. Die Auswahl der Werke habe eine Jury getroffen. Entstanden sind Zeichnungen, Malerei und Objekte über verschiedene Themenfelder, beispielsweise Energiequellen oder über spirituelle Lebensenergie. Viele der Werke sind sehr bunt, andere wiederum nur schwarz-weiß, einige haben eine Mischung erhalten. Manche sind reine Bilder, beispielsweise mit Öl auf Leinwand, andere sind Fotografien und es gibt eine Art Skulptur zu sehen. Helmut Kottkamp hat beispielsweise so eine abstrakte Figur aus Wasserschläuchen und -rohren erstellt, während Inge Weber maritime Motive mit Energie kombiniert hat - ein Werk zeigt ein Windrad, welches im Wasser steht, um das blaue Wasser drumherum sind bunte Farben verteilt. Reiner Glebsattel hat unter anderem einen Wasserfall gemalt, hinter dem zwei Strommasten stehen. Die Künstlerin Petra Katharina Engel mag es kleiner: In einer Badewanne, die nur rund 20 Zentimeter groß ist, liegen als Quelle der Energie zahlreiche Batterien. Wilhelm Tinnemann zeigt in weißen und grauen Tönen ebenfalls ein Windrad mit dem Titel „Die Zukunft hat begonnen". Tinnemann dazu: „Das ist genau das, was unsere Politiker derzeit diskutieren. Es ist ein aktuelles Thema, wie man die Energie in der Zukunft gewinnt und herstellt, dabei hat das Thema längst begonnen.“ Fotograf Günter Mottyll war für seine Bilder abends und nachts unterwegs, vor allem, wenn es vorher geregnet hat und so besondere Lichteffekte möglich sind. Er zeigt beispielsweise das Vonovia Ruhrstadion des VfL Bochum mit der fahrenden Straßenbahn davor, die blinkenden Neonlichter der Leuchtreklamen am Stadion, aber auch der Tankstelle gegenüber, sind seine Quelle der Energie. Heidrun Mottyll setzt sich mit dem Thema Ruhrgebiet auseinander: „Die Energie des Ruhrgebiets sind für mich die Menschen, auch wenn auf meinen Werken keine zu sehen sind“, hält sie fest. Neben quietschbunten Gemälden gibt es auch Portraits, als auch zwei Bilder von Bahtiyar Demircan, die stark an „Banksy“, ein unter einem Pseudonym arbeitenden britischen Streetart-Künstler, erinnern. Banksy ist bekannt für aufsehenerregende Aktionen. So zerstörte sich sein Werk „Girl With Balloon“ 2018 teilweise unmittelbar nach einer großen Auktion (Kaufpreis rund 1,18 Millionen Euro) mit einem im Rahmen versteckten Schredder. Demircan lässt ein Mädchen keinen Ballon hochhalten, sondern ein Herz. Wer die Ausstellung besuchen möchte, kann dies zu den gängigen Öffnungszeiten (Montag bis Freitag, 9 bis 20 Uhr) tun. In den Ferien gilt: Montag bis Donnerstag, 8:30 bis 12 und 13:30 bis 15:30 sowie Freitag 8:30 bis 12 Uhr.

9 Uhr

Islamische Gemeinde, 'Herne mit Respekt' & 'Partnerschaft für Demokratie'

Themenmonat: Antimuslimischer Rassismus

Gemeinsam mit der islamischen Gemeinde Herne Röhlinghausen und der Herner Respektkampagne veranstaltet Partnerschaft für Demokratie in Herne im November eine Veranstaltungsreihe zum Thema antimuslimischer Rassismus.

Im November 2022 gibt es vier Veranstaltungen der islamische Gemeinde Herne Röhlinghausen, der Kampagne „Herne mit Respekt“ und von „Partnerschaft für Demokratie", in denen das Thema antimuslimischer Rassismus und dessen unterschiedliche Facetten beleuchtet wird. Um Anmeldungen zu den Veranstaltungen wird gebeten. Interessierte können eine Mail an franz@ifak-bochum.de schicken. Hierbei ist es wichtig den Namen, ggf. Insitution und für welche Veranstaltung(en) man sich anmelden möchte zu nennen. In einer Mitteilung an die Redaktion heißt es: „Der Islam gilt als undurchsichtig und als wenig kompatibel mit unseren westlichen Werten. Diejenigen, die den Islam praktizieren oder so aussehen, als täten sie dies, werden als potenzielle Terroristen und Frauenunterdrücker wahrgenommen. Frauen, die ein Kopftuch tragen, haben in dieser Wahrnehmung keine Meinung und zu Hause keine Stimme; in Moscheen finden angeblich Hasspredigten statt. Warum sonst sollte man dort nicht Deutsch sprechen? Dies sind nur wenige aus der Fülle an diskriminierenden Stigmata, die im Leben von muslimischen Mitbürger:innen in Deutschland alltäglich sind. Sie begegnen ihnen in Behörden, in den Medien, in der Schule, in der Straßenbahn usw. Die Ablehnung gipfelt in Drohungen, die islamische Gemeinden, auch in Herne, im Briefkasten oder dem E-Mail-Postfach finden. (Aus „Demokratieförderung in Herne“)." Ferner lautet es: „Antimuslimischer Rassismus betrifft in Deutschland praktizierende Muslim:innen sowie Personen, die als solche verstanden/interpretiert werden. Vorurteile und Diskriminierung begegnen diesen Personen tagtäglich in unterschiedlichsten Kontexten. Das Spektrum der Diskriminierungserfahrungen reicht von Ungleichbehandlung, Benachteiligung und verstohlenen Blicken bis hin zu verbalen und physischen Übergriffen und manchmal auch Mordanschlägen. Die Auseinandersetzungen hierüber finden häufig ohne Muslim:innen selbst statt und enden zu häufig in Integrationsdebatten." Anfang November, der genau Termin wird noch bekannt gegeben, wird der Film „Rabiye Kurnaz gegen Georg W. Bush“ in der Filmwelt Herne zu sehen sein. Im Anschluss an die Filmvorführung findet ein Podiumsgespräch zwischen Bernhard Docke, Anwalt von Rabiye Kurnaz, und Tuncay Nazik, Leiter der islamischen Gemeinde Herne Röhlinghausen e.V. statt. Darum geht es: Murat ist weg. Inhaftiert im US-Gefangenenlager Guantanamo. Rabiye Kurnaz, Bremer Hausfrau und liebende Mutter, versteht die Welt nicht mehr. Geht zur Polizei, informiert Behörden und verzweifelt fast an ihrer Ohnmacht. Bis sie Bernhard Docke findet. Der zurückhaltende, besonnene Menschenrechtsanwalt und die temperamentvolle, türkische Mutter – sie kämpfen nun Seite an Seite für die Freilassung von Murat. Papier ist geduldig, Rabiye ist es nicht. Eigentlich möchte sie nur zurück zur Familie in ihr Reihenhaus und wird doch immer wieder in die Weltgeschichte katapultiert. Sie zieht mit Bernhard bis vor den Supreme Court nach Washington, um gegen George W. Bush zu klagen. Bernhard gibt dabei auf sie acht. Und Rabiye bringt ihn zum Lachen. Mit Herz und Seele. Mit letzter Kraft. Und am Ende geschieht, was niemand mehr für möglich hält. Am Freitag, 11. November 2022, wird es von 18 bis 20 Uhr im Volkshaus Röhlinghausen eine Theateraufführung geben, die die Geschehnisse um einen Mord nacherzählt, dessen Tatmotiv antimuslimischer Rassismus war. Im Anschluss an diese Aufführung wird es eine Podiumsdiskussion mit zwei Angehörigen der NSU-Morde und dem Anschlag von Hanau, sowie den beiden Darstellerinnen geben. Das Gespräch wird Tuncay Nazik moderieren. Ebenfalls findet im Volkshaus Röhlinghausen am Freitag, 18. November 2022, ab 18 Uhr ein Vortragsabend mit Dr. Yasemin El-Menouar und anschließendem Publikumsgespräch statt. Dr. El-Menouar ist studierte Soziologie und Islamwissenschaften (Magister) in Köln, wo sie zudem zum Dr. rer. pol. promovierte. Sie war von 2005 bis 2012 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Sozialwissenschaften der Heinrich- Heine-Universität Düsseldorf. Von 2012 bis 2014 leitete sie im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge Forschungsprojekte im Auftrag der Deutschen Islam Konferenz. Seit 2014 ist sie Leiterin des Religionsmonitor-Projekts der Bertelsmann Stiftung. Der Religionsmonitor untersucht die Rolle der Religion und der zunehmenden religiösen Vielfalt in europäischen Gesellschaften. Von 2018 bis 2020 forschte sie zudem als Associate Fellow der Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) zur Rolle von Religionsgemeinschaften in der Außenpolitik. Sie ist Mitglied des Unabhängigen Expertenkreises Muslimfeindlichkeit (UEM) und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Islamkolleg e.V. (IKD) in Osnabrück. Die Veranstaltungsreihe endet mit einer Fortbildung am Montag, 28. November 2022, die durch Prof. Dr. Karim Fereidooni zu dem Thema „Alltagsrassismus: Warum ist es so schwierig, über Rassismus(-erfahrungen) zu sprechen?“ von 10 bis 17 Uhr im Stadtteilzentrum Pluto stattfinden wird. Darum geht es: In diesem Workshop werden grundlegende Kenntnisse in Bezug auf die Entstehung und Weiterverbreitung von Alltagsrassismus in der Gesellschaft vermittelt. Im Fokus stehen die allgemeinen rassistisch-hegemonialen Normen der bundesdeutschen Gesellschaft. Außerdem werden gesellschaftliche Distanzierungsmuster und individuelle Abwehrstrategien bezüglich des Alltagsrassismus fokussiert, sowie gesellschaftliche Machverhältnisse untersucht. Die Teilnehmer*innen werden sich mit unterschiedlichen Formen des Alltagsrassismus auseinandersetzen sowie Strategien kennenlernen und entwickeln, die dazu angelegt sind, sich langfristig in Bezug auf Alltagsrassismus zu sensibilisieren. Erwartet wird eine aktive Teilnahme, die sich in der Bereitschaft der Teilnehmer*innen ausdrückt, sich auf das vermittelte Wissen einzulassen und darüber miteinander in Diskussion zu treten. Prof. Dr. Karim Fereidooni ist Juniorprofessor für Didaktik der sozialwissenschaftlichen Bildung an der Ruhr-Universität Bochum. Seine Arbeitsschwerpunkte sind: Rassismuskritik in pädagogischen Institutionen, Schulforschung und Politische Bildung in der Migrationsgesellschaft und Diversitätssensible Lehrerbildung. Weitere Informationen auf http://www.sowi.rub.de/sowifd/ und http://www.karimfereidooni.de/. Darüber hinaus hat Prof. Dr. Karim Fereidooni die Bundesregierung (Kabinett Merkel IV) in dem Kabinettsausschuss der Bundesregierung zur Bekämpfung von Rechtsextremismus und Rassismus beraten. Prof. Dr. Karim Fereidooni berät das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat im Unabhängigen Expertkreis Muslimfeindlichkeit, sowie das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Nationalen Aktionsplans Integration zum Thema Integration durch Bildung. Auf Einladung von Bundeskanzlerin Merkel hat Professor Fereidooni den 13. Integrationsgipfel der Bundesregierung am 9. März 2021 mit einer Keynote zum Themenfeld „Diversität gestalten, Teilhabe und Partizipation fördern: Erfolgsfaktoren für Zusammenwachsen und Zusammenhalt“ eröffnet.

10 Uhr

Programm für Oktober 2022

Veranstaltungen im Literaturhaus

Im Literaturhaus Herne Ruhr gibt es für Interessierte wieder einige Veranstaltungen

Im Oktober 2022 gibt es wieder einige Veranstaltungen im Literaturhaus Herne Ruhr. Los geht es am Mittwoch, 5. Oktober 2022, um 19 Uhr (Einlass 18:30 Uhr) mit einer musikalischen Lesung mit Live-Illustration. Robert Nippoldt liest „Der große Gatsby“. Darum geht es: Long Island im Jahr 1922: Auf dem prächtigen Anwesen des jungen Millionärs Jay Gatsby amüsiert sich allabendlich die New Yorker High Society auf der Suche nach Spaß und Zerstreuung. Doch der geheimnisumwitterte Gastgeber selbst hat kein Interesse an diesen rauschenden Festen, ist er doch rettungslos verliebt in eine Frau, die unerreichbar scheint. Während auf der Bühne aus „Der große Gatsby“ von F. Scott Fitzgerald gelesen wird, illustriert der Buchkünstler Robert Nippoldt die Geschichte um den liebenden Jay Gatsby live am Zeichentisch und bringt das Bühnenbild im Art-Déco-Stil auf die Leinwand. Ein poetisches Porträt der Goldenen Zwanziger vor 100 Jahren. Der Einritt kostet 20 Euro. Martin Brambach liest am Freitag, 21. Oktober 2022, ab 19 Uhr (Einlass 18:30 Uhr) aus „Die Panne“. In der Erzählung geht es Alfredo Traps. Weil sein Auto eine Panne hat, gerät Alfredo Traps in eine Villa, in der vier ältere Herren ein bizarres Gerichtsspiel abhalten, das ihnen - ehemaligen Richtern, Staatsanwälten und Verteidigern - zum Zeitvertreib dient. Traps findet sich plötzlich in der Rolle des Angeklagten wieder, überzeugt, sich nichts vorzuwerfen zu haben... Virtuos schlüpft Martin Brambach in alle Rollen der Dürrenmattschen Erzählung und brilliert in einem Kammerspiel um Verantwortung und Schuld. Hier kostet der Eintritt 25 Euro. Jürgen Wiebicke und Jean-Pierre Wils bieten am Mittwoch, 25. Oktober 2022, ab 19 Uhr (Einlass 18:30 Uhr) mit „WDR 5 - Das philosophische Radio“ einen philosophischer Talk an. WDR 5 hat mit der Sendung „Das philosophische Radio“ ein einzigartiges, regelmäßiges Forum für die öffentliche philosophische Diskussion geschaffen. In dieser Live-Aufzeichnung spricht der Moderator Jürgen Wiebicke mit seinem Gast Jean-Pierre Wils, Professor für Theologie und Ethik, über Fragen der Autonomie. Der Eintritt frei, jedoch ist eine Anmeldung erforderlich. Die Sopranistin und Weill-Spezialistin Stefanie Wüst führt gemeinsam mit dem Pianisten Christopher Arpin am Donnerstag, 27. Oktober 2022, ab 19 Uhr (Einlass 18:30 Uhr) musikalisch durch das Leben und Wirken des Komponisten Kurt Weill, der insbesondere durch die Zusammenarbeit mit Bertolt Brecht bekannt wurde. Kurt Weills Werk umfasst Opern, Operetten, Musik für Ballette und Schauspiel, Musicals, Werke für Orchester, Kammermusik, Lieder, Songs und Chansons. Von der Dreigroschen-Oper bis zu eleganten französischen Chansons erstreckt sich das Repertoire an diesem besonderen Abend. Der Eintritt kostet 28 Euro.

18:30 Uhr

KlassikFAKTen

Zweite Saison für 'Piano!'

Interpreten des „PIANO! - KlassikFAKTen“ im ShamrockEye und dem Literaturhaus Herne

Das Europäische Klassikfestival feiert 2022 sein 25-jähriges Bestehen. Mit „PIANO! – KlassikFAKTen“ startet seine jüngste Konzertreihe jedoch erst in die zweite Saison, in der es neben Duisburg, Essen, Herne und Marl zusätzlich noch nach Dorsten und Haltern am See expandiert hat. Nach wie vor stehen Klavierabende internationaler Pianisten in historisch einzigartigen und bedeutenden Gebäuden im Ruhrgebiet von Oktober bis April im Fokus dieser Reihe. Los geht es im Oktober 2022 mit dem finnischen Pianistenstar Henri Sigfridsson, der dem Ruhrgebiet als Professor für Klavier an der Folkwang Universität der Künste ganz besonders verbunden ist. Auf dem Programm stehen die Sonate KV 570 und die Ouvertüre aus der Oper „Die Zauberflöte“ KV 620 von W.A. Mozart sowie die Etüden für die linke Hand aus op. 10 und op. 25 von Frédéric Chopin in der Bearbeitung von Leopold Godowsky. Im Dezember 2022 interpretieren der in Frankfurt lehrende Kanadier Marc Pierre Toth und PianistenIntendant Volker Zwetzschke sowohl im Duo als auch solistisch Werke von Beethoven und Chopin. Im März 2023 heißt es dann „In memoriam Sergej W. Rachmaninow“, dessen 150. Geburtstag sich Oleg Poliansky in diesem Konzert widmet, das erstmalig in Kooperation mit dem Literaturhaus Herne Ruhr stattfindet Ende April 2023 ist mit Francesco Cipolletta ein maßgeblicher Vertreter der italienischen Pianistentradition zu Gast, die er selber als Professor an der Hochschule in Cuneo an die nächsten Generationen weitergibt. Neben Schumanns Kreisleriana op. 16 hat er als Botschafter seiner Heimat Werke von den italienischen Komponisten Clementi, Busoni und Respighi auf das Programm gesetzt. Weitere Infos und Karten zu VVK-Preisen von 18 / ermäßigt 13 Euro (AK-Zuschlag 2 Euro) für alle Konzerte gibt es im Internet unter www.eu-klassikfestival.de sowie in allen EVENTIM-Ticketcentern und auch im Ticketshop des Stadtmarketing Herne.

19:30 Uhr

Revue-Operette begeistert in Gelsenkirchen

Drei Männer im Schnee

Mehr als nur drei Männer im Schnee in der furiosen Revue-Operette im Stil der amerikanischen Screwball-Komödien.

„Tobler besitzt viele Millionen. Aber er ist kein Millionär“: Geheimrat Eduard Tobler (Paradepartie für den Erzkomödianten Joachim G. Maaß), der eine noble Villa an der Allee zwischen Halensee und Hundekehle in Berlin bewohnt, hat vor 15 Jahren einen Onkel beerbt und sich seither um nichts gekümmert. Weder um die Banken, Warenhäuser und Fabriken, die zu seinem Imperium gehören, noch um die schlesischen Bergwerke, die Hochöfen an der Ruhr oder seine Schifffahrtslinien. Dafür hat er sich, inkognito als Eduard Schulze, an einem Preisausschreiben seiner Putzblank-Werke beteiligt und den zweiten Preis gewonnen: zehn luxuriöse Urlaubstage im Grandhotel Bruckbeuren. „Schulze ist ein anderes Wort für Freiheit, für Glück“: Der Multi-Millionär verkleidet sich als armer Schlucker, um unerkannt in die Alpen zu reisen. Ein großes Kind auf Abenteuerfahrt. Womit er weder auf Verständnis bei seiner Tochter Hilde (Bele Kumberger) noch gar bei seiner langjährigen Haushälterin Kunkel („Hausdamen, die bellen, beißen nicht“: Christa Platzer) stößt: Insgeheim wird der Bruckbeurer Hoteldirektor Kühne (glänzt nicht nur hinter den Kulissen, sondern auch auf seinen Brettern: MiR-Intendant Michael Schulz) instruiert. „Karl der Kühne“, zumindest bei Erich Kästner selbst ein Hallodri von Junggeselle, der tagsüber auf der Skipiste und abends bei seinen alleinstehenden weiblichen Gästen auf der Tanzfläche seinen Mann steht, während sein erster Portier Polter (Bass der Extraklasse: Philipp Kranjc) den Nobelladen schmeißt, ist ganz Ohr: solche Exzentrik ist ganz nach seinem Geschmack. Er erkennt sogleich in Dr. Fritz Hagedorn (Sebastian Schiller), erster Preisträger des Wettbewerbs um den besten Reklameslogan und seit Jahren arbeitsloser Werbefachmann, weshalb sein Habitus arge Gebrauchsspuren aufweist, den verkappten Millionär. Fritz, der in Berlin vergeblich auf eine Barvergütung der Reise hoffte, könnte sich im siebten Wintersport-Himmel fühlen: geräumige Suite samt täglichem Masseur und allen nur denkbaren Annehmlichkeiten einer Luxusherberge, in der nur betuchte Stammgäste aus ganz Europa absteigen. Andererseits fühlt sich der nicht nur von Frau Casparius, der mannstollen Gattin eines Bremer Zigarrenfabrikanten (hier als mondäne Frau Calabré: Anke Sieloff), umlagerte Hagedorn wie im falschen Film - und gänzlich fehl am Platze. Ist er doch weder ein Freund deftiger Hausmannskost (Buletten mit Senf) noch eines heißen Ziegelsteins im Bett. Von (Siam-) Katzen dortselbst ganz zu schweigen. Johann Kesselhuth (Mark Weigel), Toblers langjähriger Kammerdiener, begleitet seinen Herrn als wohlhabender Adliger ins verschneite Alpenparadies, um für diesen, dem Portier Polter eine zugige, ungeheizte Dachkammer zugewiesen hat, das Menschenmögliche zu tun. Heimlich versteht sich. Der Millionär hat derweil im armen Schlucker Hagedorn einen Freund fürs Leben gefunden und genießt geradezu jede Demütigung durch die Hotelleitung. Gerade noch rechtzeitig vor dem großen Silvesterball trudeln Hilde Tobler und Claudia Kunkel ein... „Drei Männer im Schnee“ (1934), neben „Die verschwundene Zeit“ (1935) und „Der kleine Grenzverkehr“ (1938) zu den, so der Autor selbst, „humoristischen Romanen“ Erich Kästners gehörend, wurde in der dunkelsten Zeit Deutschlands unter dem Pseudonym Robert Neuner geschrieben, publiziert und für die Bühne adaptiert. 1934 in Bremen uraufgeführt und noch im gleichen Jahr in Bochum nachgespielt, kam dort 80 Jahre später eine fulminante Neuinszenierung Christian Breys heraus. Pointiert geschriebene Szenen wie der gemeinsame nächtliche Bau des Schneemannes Kasimir schrien geradezu nach einer Verfilmung, weshalb Metro Goldwyn Mayer gleich nach dem Krieg die Filmrechte der ersten beiden Romane erwarb. Nun ist unter der zupackenden musikalischen Leitung des 1. Kapellmeisters Peter Kattermann die Revue-Operettenfassung des Kabarettisten Thomas Pigor, die Auftragsarbeit des Münchner Gärtnerplatz-Theaters erlebte am 31. Januar 2019 dort ihre Uraufführung, in einer furiosen, an die amerikanischen Screwball-Komödien erinnernden Inszenierung Sandra Wissmanns am Gelsenkirchener Musiktheater im Revier herausgekommen – und nach gut zweieinhalb atemberaubenden Stunden am Premierenabend des 24. September 2022 in Ovationsstärke gefeiert worden. Neben Pigor zeichnen Konrad Koselleck, Benedikt Eichhorn und Christoph Israel für die grandiose Melange aus Swing und Jazz, Hanns Eislers Brecht-Vertonungen, der von Barrie Kosky wiederbelebten Berliner Operette und den Hits der 1930er Unterhaltungsmusik verantwortlich, zudem sorgen Volksmusikanklänge und Mozart-Zitate für österreichisches Lokalkolorit. „Jeder der sieben Sterne ist hart verdient“: Michael Schulz als Hoteldirektor Kühne ist allein das Eintrittsgeld wert. Um hier nicht zu viel zu verraten von der schenkelklopfenden Riesengaudi: in Britta Tönnes wandelbarer Kulisse und Beata Kornatowskas Kostümen der 1930er Jahre agiert ein Klasse-Ensemble, das den eigenen Spaß am turbulenten Geschehen eins zu eins über Rampe und Graben bringt. Es brennt geradezu ein Feuerwerk an heiteren Miniaturen und saukomischen Verwechslungen ab - von Rüdiger Klimm als Leipziger Tierhändler Seidelbast über Philipp Kranjc als weanerisch überheblicher Portier bis hin zum Brüderpaar Tobias Glagau/Frank Wöhrmann als alpenländische Stimmungskanonen. Ein so noch nie gesehener Stepptanz auf Skiern ist genau der richtige Blödsinn, um uns die Katastrophen dieser Zeit vorübergehend vergessen zu lassen. Karten für die weiteren Vorstellungen bis Ende Januar 2023 unter musiktheater-im-revier.de oder Tel 0209 – 40 97 200.

19:30 Uhr

Räuber Hotzenplotz, Krabat und die kleine Hexe

Otfried Preußlers Bildwelten

Illustration von Daniel Napp aus Otfried Preußler, „Das kleine Gespenst“

Die Ludwig Galerie Schloss Oberhausen hatte Mitte September 2020 eine große Retrospektive der Bildwelten des begnadeten Geschichtenerzählers Otfried Preußler nach nur kurzer Zeit coronabedingt wieder schließen müssen. Zwei Jahre später, am 17. September 2022 um 19 Uhr, ist Wiedereröffnung in erweitertem Umfang und mit einem tollen Rahmenprogramm für die ganze Familie. Otfried Preußler (1923–2013) gehört zu den bedeutendsten und einflussreichsten Kinder- und Jugendbuchautoren des deutschsprachigen Raums. Mit Geschichten wie „Der Räuber Hotzenplotz“, „Die kleine Hexe“ und „Das kleine Gespenst“ hat der im böhmischen Reichenberg geborene Autor seit den 1950er Jahren Figuren erschaffen, die bis heute Generationen von Heranwachsenden prägen und aus den Kinderzimmern dieser Welt sowie dem Schulunterricht nicht mehr wegzudenken sind. Insgesamt hat er über 35 Bücher geschrieben, die in mehr als 50 Sprachen übersetzt wurden und inzwischen eine Gesamtauflage von über 50 Millionen Exemplaren weltweit erreicht haben. Otfried Preußler hat nach der Vertreibung der Familie aus dem Sudetenland im bayerischen Rosenheim als Volksschullehrer und Lokalredakteur gearbeitet, bevor er den mündlich überlieferten Sagen- und Märchenschatz seiner Großmutter Dora aufzuschreiben begann und 1956 mit „Der kleine Wassermann“ den Grundstein zu seinem weltweiten Erfolg legte. Zahlreiche Zeichner haben seine Geschichten nicht nur illustriert, sondern seine Figuren geradezu zum Leben erweckt, indem sie von ihrem persönlichen Stil und eigenen Ideen Gebrauch machten. Kuratorin Linda Schmitz-Kleinreesink: „Besonders bekannt sind die Illustrationen von F. J. Tripp, die dem Räuber Hotzenplotz sein markantes Äußeres verleihen. Die holzschnitthaften Sepia-Zeichnungen, die Herbert Holzing für Krabat erschafft, bleiben über zahlreiche Auflagen hinweg bestehen. Das unverwechselbare Aussehen der kleinen Hexe, aber auch des kleinen Wassermanns, ist der Künstlerin Winnie Gebhardt zu verdanken.“ Mehr als fünfzig ihrer originalen Tuschezeichnungen hat der Thienemann-Esslinger Verlag aus seinem Archiv eigens für die Oberhausener Ausstellung bereitgestellt. Die Neuillustrationen der Klassiker durch Daniel Napp, Thorsten Saleina und Annette Swoboda sind in der umfangreichen Schau auf allen drei Etagen der Ludwig Galerie ebenso vertreten sein wie die frühen Zeichnungen. Auch selten gezeigte Originalzeichnungen zu „Hörbe“, einer eigenen Geschichte Preußlers, die 1981 seiner böhmischen Heimat ein Denkmal setzt, sind zu sehen. Hörbücher, Theateradaptionen, Filme und Spiele zeugen von der immensen Beliebtheit der jeweiligen Werke. Über 300 originale Zeichnungen sowie Filmrequisiten, Buchausgaben, Fotografien und Anton Bachleitners „Krabat“-Figuren des Düsseldorfer Marionettentheaters ermöglichen erstmals einen umfangreichen Überblick über das Wirken Otfried Preußlers und seiner Illustratoren. Die Ausstellung lädt dazu ein, unterschiedlichste Gattungen zu durchwandern: über klassische Bilderbücher, Geschichtensammlungen und traditionelle Sagen bis hin zu fantastischen Erzählungen. Alle Bücher liegen zum Schmökern für Jung und Alt aus, dazu werden Ausschnitte aus Kinoadaptionen gezeigt. Die Ausstellung „ Otfried Preußler – Figurenschöpfer und Geschichtenerzähler“ wird vom 18. September 2022 bis 15. Januar 2023 in der Ludwig Galerie Schloss Oberhausen, Konrad-Adenauer-Allee 46, gezeigt. Sie ist geöffnet Dienstag bis Sonntag jeweils von 11 bis 18 Uhr, geschlossen montags sowie am 24., 25. und 31. Dezember 2022 und am 1. Januar 2023. Der Eintritt kostet acht, ermäßigt vier Euro, Familien (zwei Erwachsene plus Kinder) zahlen 12 Euro, das Kombiticket mit dem Gasometer Oberhausen kostet 14 Euro. Ein Kinder-Mitmach-Heft führt spielend durch die Ausstellung, Oberhausener Schüler haben einen Kinder-Audioguide kreiert und es werden neben den öffentlichen Führungen an jedem Sonn- und Feiertag um 11:30 Uhr auch Führungen auf Ukrainisch/Russisch und Arabisch angeboten. Kuratorinnenführungen mit Linda Schmitz-Kleinreesink gibt es sonntags um 15 Uhr am 16. Oktober 2022, 13. November 2022, 11. Dezember 2022 und 15. Januar 2023. Die Direktorin Dr. Christine Vogt führt jeweils mittwochs um 16 Uhr durch die Ausstellung am 19. Oktober 2022 und am 30. November 2022. Sie hat zusammen mit Linda Schmitz-Kleinreesink den reich bebilderten, für 29,80 Euro äußerst wohlfeilen Katalog herausgegeben (ISBN 978-3-932236-44-0). Weitere Informationen auch über Lesungen, Figurentheateraufführungen und Vorträge gibt es auf der Homepage.

seit 18. Sept

Pfarrei St. Christophorus

Alpha-Glaubenskursus

Die Löwenkirche.

Die Pfarrei St. Christophorus lädt zu einem Alpha Glaubenskursus ein: Er findet an zwölf Sonntagen im Gemeindehaus von St. Joseph an der Löwenkirchen statt. Er ist gedacht für alle, die sich mit Lebens- und Glaubensfragen beschäftigen wollen. Ganz unabhängig davon, ob Sie Kirchgänger sind oder nicht, jeder ist eingeladen. Die Abende haben jeweils drei Elemente: das gemeinsame Essen, das Schauen eines Video-Impulses sowie ein offener Austausch zum jeweiligen Thema. Der Kursus findet vom 23. Oktober 2022 bis zum 22. Januar 2023 jeweils in der Zeit von 17 bis19:30 Uhr statt. Die Teilnahme an dem Alphakursus ist kostenlos. Interessenten können sich bei Elke Willnat unter 0160/95088110 oder per Mail elke.willnat@gmx.de oder bei Mirijam Mroncz unter 0157/59415314 oder per Mail jamisch@gmx.de melden. Die Akteure bitten darum diese E-Mail-Adressen zu nutzen, da sich in dem Flyer ein Fehler eingeschlichen hat.

seit 23. Okt

Samstag, 29. Oktober

Aktionswoche der seelischen Gesundheit

Woche der seelischen Gesundheit.

Zum vierten Mal lädt die Sucht- und Psychiatriekoordination der Stadt Herne in Kooperation mit der Volkshochschule Herne im Oktober 2022 zur „Woche der Seelischen Gesundheit“ ein. Unter dem Motto „Reden hebt die Stimmung – Seelisch gesund in unserer Gesellschaft“ soll die Woche über psychische Krankheiten und die Bedeutung seelischer Gesundheit aufklären sowie Hilfsangebote aufzeigen. Die Corona-Zeit habe zu einem deutlichen Zuwachs von ängstlich- depressiver Störungen bei Erwachsenen geführt und auch Kinder hätten sehr unter den pandemischen Bedingungen gelitten, erklärt Dr. Florian Ternes, Leiter des sozialpsychiatrischen Dienstes, bei der Vorstellung des Programms am Montag (19.9.2022) im Bürger-Selbsthilfe-Zentrum. Der Stadt Herne sei es ein großes Anliegen, die Akzeptanz psychischer Erkrankungen in der Gesellschaft zu erhöhen, berichtet Pia Plattner, städtische Sucht- und Psychiatriekoordinatorin. Was eine Depression ist, wüssten viele Menschen, „andere psychische Erkrankungen sind dagegen noch etwas verborgen und wir müssen daran arbeiten, dass auch diese Erkrankungen bekannter und entstigmatisiert werden“, so Plattner weiter. Im Vordergrund der „Woche der Seelischen Gesundheit“ stünden jedoch nicht Erkrankungen, sondern – wie es der Name bereits sagt – die psychische Gesundheit, betont Inga Mühlenbrock von der Volkshochschule Herne (VHS). Die Aktionswoche spreche daher nicht nur psychisch erkrankte Menschen an, sondern „auch diejenigen, die sich außer Balance fühlen, die sie sich psychisch beeinträchtigt fühlen und gesünder sein möchten“. Die bundesweite Aktionswoche findet jährlich um den internationalen Tag der seelischen Gesundheit am 10. Oktober statt. Bei der Stadt Herne sei es genau genommen nicht nur eine Woche, sondern ein ganzer Monat mit Veranstaltungen, erklärt Pia Plattner. Dr. Florian Ternes kündigt an: „Wir haben Hilfs-, Kontakt- und Informationsangebote im Programm, sowohl für Kinder und Jugendliche als auch für Erwachsene.“ „Besser umgehen mit Stress“ – wie das geht, erklärt ein Vortrag am Donnerstag, 27. Oktober 2022, von 18:30 bis 20 Uhr in der VHS im Kulturzentrum, Willi-Pohlmann-Platz 1. Referentin Nicole Schmied verrät, welche Lebensmittel bei Stress helfen und zu einem gesünderen Leben beitragen. Anmeldung: Tel 0 23 23 / 16 - 16 43 oder online. Wer immer schon mal Yoga ausprobieren wollte, hat die Gelegenheit dazu am Samstag, 29. Oktober 2022, von 10 bis 12 Uhr in der VHS im Kulturzentrum. Die Teilnahme am Workshop kostet acht Euro. Beratung für Betroffene, Angehörige und Interessierte leistet die offene Sprechstunde des sozialpsychiatrischen Dienstes am Mittwoch, 12. Oktober 2022, von 10 bis 13 Uhr, im Erdgeschoss des Gesundheitsamtes, Rathausstraße 6. Zu den Angeboten für Kinder gehört unter anderem eine Lesung der Herner Entspannungspädagogin Katrin Nedballa. Mit ihrem Buch „Lucie im Land der Sieben Seen“ lädt sie Kinder zwischen vier und zehn Jahren auf eine entspannende Fantasiereise ein. Die Lesung findet am Dienstag, 18. Oktober 2022, um 16:30 Uhr in der Stadtbibliothek Herne- Mitte statt. Interessierte können sich per E-Mail an stadtbibliothek@herne.de anmelden. „Mutig wie ein Superheld“ heißt es am Samstag, 29. Oktober 2022, von 9 bis 13 Uhr, in der VHS im Kulturzentrum: In dem Workshop lernen Grundschulkinder, wie sie Konflikte selbstsicher und ohne Provokation lösen können. Anmeldung: Tel 0 23 23 / 16 - 16 43 oder online hier. Das gesamte Programm liegt an vielen öffentlichen Stellen aus und ist im Internet hier zu finden.

9 Uhr

Flohmarkt beim CVJM

Der CVJM veranstaltet Ende Oktober einen Flohmarkt.

Am Samstag, 29. Oktober 2022, wird der CVJM Herne einen Flohmarkt veranstalten. Der Flohmarkt wird von 10 bis 18 Uhr im Ludwig-Steil-Forum am Europaplatz 2 stattfinden. Die Räumlichkeiten werden gefüllt sein mit vielen verschiedenen Dingen, die für kleines Geld erworben werden können. Ebenso wird für Essen und Trinken gesorgt sein und es gibt für Kinder ausreichend Spielmöglichkeiten. Wer etwas beisteuern möchte oder etwas abzugeben hat kann gerne nach telefonischer Voranmeldung unter Tel 02323/3888444 ab September von dienstags bis freitags zwischen 9 und 13 Uhr sowieso zwischen 16 und 19 Uhr vorbeikommen.

10 Uhr

SPD-Ortsverein Herne-Horsthausen lädt ein

Fahrt zum Prickings-Hof in Haltern am See

Der SPD-Ortsverein Herne-Horsthausen lädt ein.

Der SPD-Ortsverein Herne-Horsthausen bietet am Samstag, 29. Oktober 2022, für alle Interessierten einen Ausflug zum Prickings-Hof in Haltern am See an. Treffpunkt ist der Parkplatz des Netto in Elpeshof, wo die Busfahrt um 11:30 Uhr beginnen wird. Die Rückfahrt ist für ca. 16 Uhr geplant und wird wieder am Netto Elpeshof enden. Der Unkostenbeitrag für den Bus beträgt pro Person 16,50 Euro. Essen, Getränke und weitere individuelle Ausgaben vor Ort sind von den Reisenden selbst zu tragen. Auf Grund der begrenzten Anzahl an Plätzen wird um verbindliche Reservierung bis spätestens zum 10. Oktober 2022 gebeten. Diese kann bei der Vorsitzenden des SPD-Ortsvereins Herne-Horsthausen Andrea Ellerbrock telefonisch unter Tel 0175 9891836 oder per E-Mail unter spd.horsthausen@yahoo.com erfolgen.

11:30 Uhr

Aleka Medina in der Künstlerzeche

'Aleka Medina: Das pochende Zentrum'

Die Videoperformance „Anidar/Anudar“ (im Hintergrund) zeigt eine mit Seilen angebundene Frau bei der Hausarbeit, die Bodeninstallation „Kiesgrube“ erinnert an verschwundene Mädchen und Frauen.

Die 1989 im zentralamerikanischen Guatemala geborene Aleka Medina, frischgebackene diplomierte Absolventin der Kunstakademie Münster, ist die diesjährige Trägerin des Förderpreises „Junge Positionen Nordrhein-Westfalen“, der am Samstag, 1. Oktober 2022, um 17 Uhr im Kauengebäude der Künstlerzeche Unser Unser Fritz 2/3 zum zehnten Mal verliehen wird. Für den mit 1.500 Euro Preisgeld und 1.000 Euro Materialgeld dotierte Preis können die beiden Kunstakademien unseres Landes, Münster und Düsseldorf, Vorschläge einreichen, die von einer Expertenjury der Künstlerzeche gewichtet werden. Die Preisträger, bisher stehen acht Frauen nur zwei Männern gegenüber, erhalten zudem– in diesem Fall von Danuta Karsten - kuratorische Unterstützung für eine Einzelausstellung in Unser Fritz sowie deren Dokumentation in einem Leporello. „Das pochende Zentrum“ ist der Titel der zeitgleich eröffneten Ausstellung von drei Installationen, zwei Videoperformances sowie filigranen Zeichnungen im Foyer und den beiden Eingängen zur Schwarz- und Weißkaue von Aleka Medina. Einführende Worte spricht der Kunsthistoriker Sebastián Eduardo Dávilla. Aleka Medina, die zunächst Visual Art an Universität San Carlos de Guatemala studierte, bevor sie Schülerin von Prof. Mariana Castillo Deball wurde, ein Auslandssemester in Mexiko bei Prof. Gerda Gruber absolvierte und in diesem Sommer ihr Studium an der Kunstakademie Münster mit dem Diplom abschloss, lebt nun in Berlin. Ihre Arbeit ist biografisch, aber auch zugleich politisch geprägt. Mit Medien wie Zeichnungen, Installationen und Video verarbeitet sie Ängste und Traumata der (post-)kolonialistischen und patriarchalischen Gesellschaft von Guatemala. Die Schwarzkaue wird beherrscht von ihrer in 2022 entstandenen Installation „Paloma Blancas“ (Weiße Tauben). Seile erzeugen eine räumliche Zeichnung aus geometrischen Linien, bestückt mit Keramikfiguren, die individuelle Geschichten von Frauen aus der Heimat der Künstlerin erzählen. Diese werden bei der Vernissage mit Kerzen illuminiert. In der Weißkaue zwei Videoperformances. „Anidar/Anudar“ (Verschachteln/Verknüpfen) spielt im Kinderzimmer Aleka Medinas, einen einst sicheren Ort im Elternhaus, der sich aber nach ihrer Migration in den Augen der Künstlerin verändert hat. In „Desvergonzarse“ (Schamlos) trägt Aleka Medina ein bedrucktes Nachthemd mit Geschichten, welche die machistische und patriarchalische Gesellschaft Guatemalas offenbaren: Aleka Medina kanalisiert mit ihrer Kunst ihre eigene Wut und wandelt sie in eine radikale Zärtlichkeit um. In ihrem Werk verbinden sich fast kindlich gezeichneten Charaktere mit einer groben Darstellung der Realität. Davor erinnert die Rauminstallation „Fosa Comun“ (Kriesgrube) mit Objekten aus einer Mischung aus Harz und Kalzit an die sterblichen Überreste der im Bürgerkrieg verstorbenen und von Kriminellen entführten Frauen und Mädchen. Die zylindrische Leinwand der begehbaren Installation „Alle Namen, die noch im Umlauf sind“, ist eine Reise in die Geschichte Guatemalas. Die mit der kosmologischen Vision der Maya beginnt und sich auf den „xibalba“ genannten Ort der Angst und der Unterwelt bezieht. Weitere historische Stationen sind u.a. die Versklavung im Feudalismus der 1920er Jahre, die zentralamerikanischen Emanzipationsbewegungen der 1940er Jahre sowie der bis heute andauernde Guerilla-Bürgerkrieg. Die Künstlerin: „Von unten gesehen entsteht beim Betrachten ein Gefühl, ein Kind zu sein. Ich nenne es gerne eine Geschichte für Kinder, gemacht für Erwachsene.“ Die Ausstellung „Aleka Medina: Das pochende Zentrum“ ist vom 1. bis zum 30. Oktober 2022 im Kauengebäude der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3, Zur Künstlerzeche 10 in 44653 Herne, zu sehen. Öffnungszeiten: Mittwoch und Samstag jeweils von 15 bis 18 Uhr, Sonntag von 14 bis 17 Uhr. Es gelten die jeweils aktuellen Corona-Schutz-Bestimmungen.

15 Uhr

Theaterverein Fidele Horst präsentiert Komödie

'Zu früh getraut'

Tobias und Melina Weichert spielen zwei Hauptrollen

„Durchlaufprobe“ - das ist zur Zeit das geflügelte Wort beim Theaterverein Fidele Horst. Bis zur Premiere der Komödie „Zu früh getraut“ am Freitag, 28. Oktober 2022, im Volkshaus Röhlinghausen, stehen neben den normalen Proben noch drei „Durchläufe“, eine Reparaturprobe, eine Intensiv-Probe und letztlich die Generalprobe auf dem Terminplan der Schauspieler und aller Akteure rund um neue Stück. „Wir freuen uns über die erhöhte Nachfrage nach Karten und haben uns entschlossen am Freitag, 4. November 2022, die Bühne im Volkshaus Röhlinghausen für eine weitere Vorstellung zu nutzen“, begründet Vorsitzender Tobias Weichert die Entscheidung des Vorstandes. Und mit Blick auf die Publikumserfolge der letzten beiden Stücke „Der Neurosen-Kavalier“ (2018) und „Die spanische Fliege“ (2019) fügt er hinzu: „Wir wollen getreu dem Motto des Vereins die Zuschauer lachen machen.“ Der Vereinsvorsitzende spielt in dem turbulenten und in vielen Szenen beinahe irrwitzigen Stück wieder die Hauptrolle. Als Bräutigam spinnt er mit seinem Freund ein Netz aus Lügen und verwickelt seine Mutter, Schwiegermutter und seine Freunde so darin, dass zuletzt fast niemand mehr weiß, wie es in diesem Tohuwabohu eine Lösung geben kann. Als Regisseur führt Olaf Weichert das Ensemble wieder geschickt durch die Irrungen und Wirrungen bis zur Auflösung des fast nicht zu lösenden Knotens. Nachdem er vor drei Jahren auf der Jubiläumsfeier zum 100-jährigen Bestehen des Vereins zum Ehrenmitglied ernannt worden war, hat Olaf Weichert die Regie wieder übernommen. „Das Ensemble macht gut mit, Texte, Mimik und Laufwege sind schon gut aufeinander abgestimmt. Wir werden unserem Publikum ein Theaterstück bieten, in dem das Lachen nicht zu kurz kommen wird“, ist er überzeugt. Die Premiere des Stückes ist am Freitag, 28. Oktober 2022, um19 Uhr im Volkshaus Röhlinghausen. Die weiteren Aufführungen sind am Samstag, 29. Oktober 2022, Freitag, 4. November und Samstag, 5. November 2022, jeweils um 19 Uhr, während die Vorstellung am Sonntag, dem 6. November 2022, schon um 17 Uhr beginnt. Wie in den letzten Jahren wird der Verein auch wieder eine Aufführung mit einem Gebärdensprach-Dolmetscher anbieten, diese ist am 4. November 2022.. Karten für die Aufführungen gibt es ab sofort telefonisch beim Theater Fidele Horst 02325/3776315 sowie über die Homepage und bei den Vorverkaufsstellen Reisebüro Wiecorek, Edmund-Weber-Straße 193-195, Telefon 02325/62420, Ruhr-Apotheke, Hauptstraße 225, 02325/73138, und Stadtmarketing Herne, Ticketshop, Kirchhofstraße 5, 02323/9190514.

19 Uhr

Prinz-Regent-Leitungsduo verlängert

Auf den Dackel gekommen

Prinz-Regent-Leitungsduo verlängert: Auf den Hund gekommen: Hans Dreher und Anne Rockenfeller mit Dackel Valli.

Hans Dreher und Anne Rockenfeller, das Leitungsduo des Bochumer Prinz Regent Theaters nun schon im vierten Jahr, ist auf den Hund gekommen. Genauer gesagt auf Valli, einen sehr lebhaften sechsmonatigen Kurzhaardackel, der schon mit im Allgäu-Urlaub war und sich nun an die Theaterluft gewöhnen muss. Denn inzwischen haben die Proben zur ersten Saisonpremiere, „Philoktet“ von Heiner Müller nach Sophokles, begonnen. Die beiden Theatermacher konnten bei der Präsentation der Vorhaben in der ersten Hälfte der neuen Spielzeit 2022/23 mit einer weiteren guten Nachricht aufwarten: Der Vorstand des Trägervereins, Susanne Muthig-Beilmann und Dr. Hans H. Hanke, hat den Vertrag mit dem Leitungsduo um drei Jahre verlängert. Anne Rockenfeller und Hans Dreher hoffen nun, dass es mit den pandemiebedingten Einschränkungen bald ein Ende hat, um wieder größere Produktionen mit einem vielköpfigen Ensemble verwirklichen zu können. Bis zur Saison-Halbzeit sind vier Neuinszenierungen und ein Liederabend geplant vor der wie ein Damoklesschwert über dem freien Theater schwebenden Unsicherheit bei Corona-Regeln und Energiekosten. Am 18. September 2022 kommt „Philoktet“ heraus, am 27. November 2022 soll die Kompilation zweier „Tatortreiniger“-Folgen, beim Verlag sind „Currywurst“ und „Anbieterwechsel“ angefragt, Premiere feiern erneut mit Maximilian Strestik als Schotty in der Regie von Magz Barrawasser. Anfang 2023 steuern Hans Dreher und der Musiker Christoph Iacono einen Liederabend zum Thema Geld bei und im März 2023 wird die Zusammenarbeit mit der Folkwang-Universität fortgesetzt: Luis Liun Koch und Andreas Widenka, zwei Studenten des von Lisa Nielebock geleiteten Regie-Studiengangs, inszenieren einen Doppelabend, der eine Woche lang en suite im Bochumer Süden gezeigt wird, bevor das Kölner Theater im Bauturm übernimmt. Weil Philoktet die Nymphe Chryse, die ihn liebte, verschmähte, muss er leiden. Von einer Schlange ins Bein gebissen, leidet er geradezu unmenschliche Schmerzen. Philoktet schwächt mit wilden, defätistischen Unheilsrufen über den bevorstehenden Kampf um Troja das griechische Heer, sodass Odysseus sich gezwungen sieht, ihn auf der unbewohnten Insel Lemnos auszusetzen. In der Tragödie „Philoktet“ von Sophokles, 409 vor Christus in Athen uraufgeführt, kehrt Odysseus mit Neoptolemus, Sohn des Achilleus, heimlich auf die Insel zurück. Der Kampf um Troja geht ins zehnte Jahr und kein Ende ist abzusehen, weshalb der Feldherr den treffsicheren Bogenschützen mit seinen unentrinnbar totbringenden Pfeilen dazu bewegen will, an seiner Seite zu kämpfen. Der DDR-Dramatiker Heiner Müller (1929 - 1995) macht in seinem „Philoktet“, zwischen 1958 und 1964 entstanden und 1968 in München uraufgeführt, aus der sophokleischen Tragödie, die für den Titelhelden noch halbwegs glücklich endet, eine tragische Satire mit tödlichem Ausgang: Neoptolemos, hier ganz braver und leicht manipulierbarer Schüler seines verschlagen-skrupellosen Lehrmeisters Odysseus, ersticht Philoktet von hinten. Die „tausend Arme“ starke Truppe Philoktets lagert untätig vor Troja, weshalb Odysseus an der Legende strickt, dass Trojaner den Bogenschützen meuchlings ermordet haben, damit diese rachedurstig den Kampf wieder aufnimmt... Hans Dreher inszeniert das reine Männerstück als „Kriegsgeschichte, Kriminalstück und Kammerspiel“ mit einer weiblichen Besetzung: PRT-Rückkehrerin Nermina Kukic in der Titelrolle sowie die beiden PRT-Debütantinnen Sina Evell als Achills Sohn Neoptolemos und Katja Heinrich als Odysseus. Nach der Premiere am 18. September 2022 sind am 21. und 22. September sowie am 7. und 31. Oktober 2022 weitere Aufführungen terminiert. Zehn Inszenierungen werden in die neue Spielzeit übernommen, darunter der bisher stets ausverkaufte Kassenschlager „Dädalus und Ikarus“ von Dario Fo mit Roland Riebeling am 2., 26., 29. und 30. Oktober 2022 und Goethes „Faust“ in einer schon legendären Dreher-Inszenierung mit Maximilian Strestik, Oliver Möller, Nele Sommer und Laura Thomas am 9. Oktober 2022. Die Eintrittspreise sind jeweils um zwei Euro auf 18/ermäßigt 10 Euro angehoben worden, Karten unter prinzregenttheater.de oder Tel. 0234 – 77 11 17.

19:30 Uhr

Revue-Operette begeistert in Gelsenkirchen

Drei Männer im Schnee

Mehr als nur drei Männer im Schnee in der furiosen Revue-Operette im Stil der amerikanischen Screwball-Komödien.

„Tobler besitzt viele Millionen. Aber er ist kein Millionär“: Geheimrat Eduard Tobler (Paradepartie für den Erzkomödianten Joachim G. Maaß), der eine noble Villa an der Allee zwischen Halensee und Hundekehle in Berlin bewohnt, hat vor 15 Jahren einen Onkel beerbt und sich seither um nichts gekümmert. Weder um die Banken, Warenhäuser und Fabriken, die zu seinem Imperium gehören, noch um die schlesischen Bergwerke, die Hochöfen an der Ruhr oder seine Schifffahrtslinien. Dafür hat er sich, inkognito als Eduard Schulze, an einem Preisausschreiben seiner Putzblank-Werke beteiligt und den zweiten Preis gewonnen: zehn luxuriöse Urlaubstage im Grandhotel Bruckbeuren. „Schulze ist ein anderes Wort für Freiheit, für Glück“: Der Multi-Millionär verkleidet sich als armer Schlucker, um unerkannt in die Alpen zu reisen. Ein großes Kind auf Abenteuerfahrt. Womit er weder auf Verständnis bei seiner Tochter Hilde (Bele Kumberger) noch gar bei seiner langjährigen Haushälterin Kunkel („Hausdamen, die bellen, beißen nicht“: Christa Platzer) stößt: Insgeheim wird der Bruckbeurer Hoteldirektor Kühne (glänzt nicht nur hinter den Kulissen, sondern auch auf seinen Brettern: MiR-Intendant Michael Schulz) instruiert. „Karl der Kühne“, zumindest bei Erich Kästner selbst ein Hallodri von Junggeselle, der tagsüber auf der Skipiste und abends bei seinen alleinstehenden weiblichen Gästen auf der Tanzfläche seinen Mann steht, während sein erster Portier Polter (Bass der Extraklasse: Philipp Kranjc) den Nobelladen schmeißt, ist ganz Ohr: solche Exzentrik ist ganz nach seinem Geschmack. Er erkennt sogleich in Dr. Fritz Hagedorn (Sebastian Schiller), erster Preisträger des Wettbewerbs um den besten Reklameslogan und seit Jahren arbeitsloser Werbefachmann, weshalb sein Habitus arge Gebrauchsspuren aufweist, den verkappten Millionär. Fritz, der in Berlin vergeblich auf eine Barvergütung der Reise hoffte, könnte sich im siebten Wintersport-Himmel fühlen: geräumige Suite samt täglichem Masseur und allen nur denkbaren Annehmlichkeiten einer Luxusherberge, in der nur betuchte Stammgäste aus ganz Europa absteigen. Andererseits fühlt sich der nicht nur von Frau Casparius, der mannstollen Gattin eines Bremer Zigarrenfabrikanten (hier als mondäne Frau Calabré: Anke Sieloff), umlagerte Hagedorn wie im falschen Film - und gänzlich fehl am Platze. Ist er doch weder ein Freund deftiger Hausmannskost (Buletten mit Senf) noch eines heißen Ziegelsteins im Bett. Von (Siam-) Katzen dortselbst ganz zu schweigen. Johann Kesselhuth (Mark Weigel), Toblers langjähriger Kammerdiener, begleitet seinen Herrn als wohlhabender Adliger ins verschneite Alpenparadies, um für diesen, dem Portier Polter eine zugige, ungeheizte Dachkammer zugewiesen hat, das Menschenmögliche zu tun. Heimlich versteht sich. Der Millionär hat derweil im armen Schlucker Hagedorn einen Freund fürs Leben gefunden und genießt geradezu jede Demütigung durch die Hotelleitung. Gerade noch rechtzeitig vor dem großen Silvesterball trudeln Hilde Tobler und Claudia Kunkel ein... „Drei Männer im Schnee“ (1934), neben „Die verschwundene Zeit“ (1935) und „Der kleine Grenzverkehr“ (1938) zu den, so der Autor selbst, „humoristischen Romanen“ Erich Kästners gehörend, wurde in der dunkelsten Zeit Deutschlands unter dem Pseudonym Robert Neuner geschrieben, publiziert und für die Bühne adaptiert. 1934 in Bremen uraufgeführt und noch im gleichen Jahr in Bochum nachgespielt, kam dort 80 Jahre später eine fulminante Neuinszenierung Christian Breys heraus. Pointiert geschriebene Szenen wie der gemeinsame nächtliche Bau des Schneemannes Kasimir schrien geradezu nach einer Verfilmung, weshalb Metro Goldwyn Mayer gleich nach dem Krieg die Filmrechte der ersten beiden Romane erwarb. Nun ist unter der zupackenden musikalischen Leitung des 1. Kapellmeisters Peter Kattermann die Revue-Operettenfassung des Kabarettisten Thomas Pigor, die Auftragsarbeit des Münchner Gärtnerplatz-Theaters erlebte am 31. Januar 2019 dort ihre Uraufführung, in einer furiosen, an die amerikanischen Screwball-Komödien erinnernden Inszenierung Sandra Wissmanns am Gelsenkirchener Musiktheater im Revier herausgekommen – und nach gut zweieinhalb atemberaubenden Stunden am Premierenabend des 24. September 2022 in Ovationsstärke gefeiert worden. Neben Pigor zeichnen Konrad Koselleck, Benedikt Eichhorn und Christoph Israel für die grandiose Melange aus Swing und Jazz, Hanns Eislers Brecht-Vertonungen, der von Barrie Kosky wiederbelebten Berliner Operette und den Hits der 1930er Unterhaltungsmusik verantwortlich, zudem sorgen Volksmusikanklänge und Mozart-Zitate für österreichisches Lokalkolorit. „Jeder der sieben Sterne ist hart verdient“: Michael Schulz als Hoteldirektor Kühne ist allein das Eintrittsgeld wert. Um hier nicht zu viel zu verraten von der schenkelklopfenden Riesengaudi: in Britta Tönnes wandelbarer Kulisse und Beata Kornatowskas Kostümen der 1930er Jahre agiert ein Klasse-Ensemble, das den eigenen Spaß am turbulenten Geschehen eins zu eins über Rampe und Graben bringt. Es brennt geradezu ein Feuerwerk an heiteren Miniaturen und saukomischen Verwechslungen ab - von Rüdiger Klimm als Leipziger Tierhändler Seidelbast über Philipp Kranjc als weanerisch überheblicher Portier bis hin zum Brüderpaar Tobias Glagau/Frank Wöhrmann als alpenländische Stimmungskanonen. Ein so noch nie gesehener Stepptanz auf Skiern ist genau der richtige Blödsinn, um uns die Katastrophen dieser Zeit vorübergehend vergessen zu lassen. Karten für die weiteren Vorstellungen bis Ende Januar 2023 unter musiktheater-im-revier.de oder Tel 0209 – 40 97 200.

19:30 Uhr

Der Petersilien-Mörder

Monika Sprenger, Jürgen Seifert und Inge Schmitt in Der Petersilienmörder.

Im „kleinen theater herner“ geht wieder der Petersilien-Mörder um. Am Samstag 29. Oktober 2022, kommen die Bewohner des Seniorenstiftes „Von und Zu“ kommen von der vierten Beerdigung in vier Monaten. Alle Bewohner und Angestellte des Stiftes sind beunruhigt. Bei der Kripo wird man hellhörig. Kommissar Küpper und sein Gehilfe Lostreter ermitteln. Nachdem man einen Sarg wieder gehoben hat, findet man in der Leiche ein seltenes Gift. Die drei anderen Särge werden nun auch gehoben. Die Leichen darin weisen das gleiche Gift auf. Die Angestellten des Stiftes, Frau Dr. Gertrud von Blase und die Krankenschwester Heidi von Trübsinn, stehen genauso unter Verdacht wie die drei Bewohner, Gräfin Inge von Streiter, Gräfin Mona von Springer und der ehemalige Vorstandsvorsitzende Graf Johann von Dreister, der gerne einen trinkt. Man versucht sich die Morde gegenseitig unterzuschieben. Das Ganze wird immer verworrener, denn die fünf Verdächtigen haben alle Macken, die das Geschehen lustig und undurchsichtig machen. Ob es der Kripo gelingt die Morde aufzuklären? Man wird sehen, denn das Ende wird kommen. Karten zu 14 Euro gibt es im Online-Shop, an der Theaterkasse. (mittwochs und freitags von 17:30 bis 19 Uhr; Tel 02323 / 911191) und im Ticketshop Herner Stadtmarketing. Das Tragen eine FFP 2 Maske am Platz und während der Veranstaltung ist verpflichtend.

20 Uhr

Räuber Hotzenplotz, Krabat und die kleine Hexe

Otfried Preußlers Bildwelten

Illustration von Daniel Napp aus Otfried Preußler, „Das kleine Gespenst“

Die Ludwig Galerie Schloss Oberhausen hatte Mitte September 2020 eine große Retrospektive der Bildwelten des begnadeten Geschichtenerzählers Otfried Preußler nach nur kurzer Zeit coronabedingt wieder schließen müssen. Zwei Jahre später, am 17. September 2022 um 19 Uhr, ist Wiedereröffnung in erweitertem Umfang und mit einem tollen Rahmenprogramm für die ganze Familie. Otfried Preußler (1923–2013) gehört zu den bedeutendsten und einflussreichsten Kinder- und Jugendbuchautoren des deutschsprachigen Raums. Mit Geschichten wie „Der Räuber Hotzenplotz“, „Die kleine Hexe“ und „Das kleine Gespenst“ hat der im böhmischen Reichenberg geborene Autor seit den 1950er Jahren Figuren erschaffen, die bis heute Generationen von Heranwachsenden prägen und aus den Kinderzimmern dieser Welt sowie dem Schulunterricht nicht mehr wegzudenken sind. Insgesamt hat er über 35 Bücher geschrieben, die in mehr als 50 Sprachen übersetzt wurden und inzwischen eine Gesamtauflage von über 50 Millionen Exemplaren weltweit erreicht haben. Otfried Preußler hat nach der Vertreibung der Familie aus dem Sudetenland im bayerischen Rosenheim als Volksschullehrer und Lokalredakteur gearbeitet, bevor er den mündlich überlieferten Sagen- und Märchenschatz seiner Großmutter Dora aufzuschreiben begann und 1956 mit „Der kleine Wassermann“ den Grundstein zu seinem weltweiten Erfolg legte. Zahlreiche Zeichner haben seine Geschichten nicht nur illustriert, sondern seine Figuren geradezu zum Leben erweckt, indem sie von ihrem persönlichen Stil und eigenen Ideen Gebrauch machten. Kuratorin Linda Schmitz-Kleinreesink: „Besonders bekannt sind die Illustrationen von F. J. Tripp, die dem Räuber Hotzenplotz sein markantes Äußeres verleihen. Die holzschnitthaften Sepia-Zeichnungen, die Herbert Holzing für Krabat erschafft, bleiben über zahlreiche Auflagen hinweg bestehen. Das unverwechselbare Aussehen der kleinen Hexe, aber auch des kleinen Wassermanns, ist der Künstlerin Winnie Gebhardt zu verdanken.“ Mehr als fünfzig ihrer originalen Tuschezeichnungen hat der Thienemann-Esslinger Verlag aus seinem Archiv eigens für die Oberhausener Ausstellung bereitgestellt. Die Neuillustrationen der Klassiker durch Daniel Napp, Thorsten Saleina und Annette Swoboda sind in der umfangreichen Schau auf allen drei Etagen der Ludwig Galerie ebenso vertreten sein wie die frühen Zeichnungen. Auch selten gezeigte Originalzeichnungen zu „Hörbe“, einer eigenen Geschichte Preußlers, die 1981 seiner böhmischen Heimat ein Denkmal setzt, sind zu sehen. Hörbücher, Theateradaptionen, Filme und Spiele zeugen von der immensen Beliebtheit der jeweiligen Werke. Über 300 originale Zeichnungen sowie Filmrequisiten, Buchausgaben, Fotografien und Anton Bachleitners „Krabat“-Figuren des Düsseldorfer Marionettentheaters ermöglichen erstmals einen umfangreichen Überblick über das Wirken Otfried Preußlers und seiner Illustratoren. Die Ausstellung lädt dazu ein, unterschiedlichste Gattungen zu durchwandern: über klassische Bilderbücher, Geschichtensammlungen und traditionelle Sagen bis hin zu fantastischen Erzählungen. Alle Bücher liegen zum Schmökern für Jung und Alt aus, dazu werden Ausschnitte aus Kinoadaptionen gezeigt. Die Ausstellung „ Otfried Preußler – Figurenschöpfer und Geschichtenerzähler“ wird vom 18. September 2022 bis 15. Januar 2023 in der Ludwig Galerie Schloss Oberhausen, Konrad-Adenauer-Allee 46, gezeigt. Sie ist geöffnet Dienstag bis Sonntag jeweils von 11 bis 18 Uhr, geschlossen montags sowie am 24., 25. und 31. Dezember 2022 und am 1. Januar 2023. Der Eintritt kostet acht, ermäßigt vier Euro, Familien (zwei Erwachsene plus Kinder) zahlen 12 Euro, das Kombiticket mit dem Gasometer Oberhausen kostet 14 Euro. Ein Kinder-Mitmach-Heft führt spielend durch die Ausstellung, Oberhausener Schüler haben einen Kinder-Audioguide kreiert und es werden neben den öffentlichen Führungen an jedem Sonn- und Feiertag um 11:30 Uhr auch Führungen auf Ukrainisch/Russisch und Arabisch angeboten. Kuratorinnenführungen mit Linda Schmitz-Kleinreesink gibt es sonntags um 15 Uhr am 16. Oktober 2022, 13. November 2022, 11. Dezember 2022 und 15. Januar 2023. Die Direktorin Dr. Christine Vogt führt jeweils mittwochs um 16 Uhr durch die Ausstellung am 19. Oktober 2022 und am 30. November 2022. Sie hat zusammen mit Linda Schmitz-Kleinreesink den reich bebilderten, für 29,80 Euro äußerst wohlfeilen Katalog herausgegeben (ISBN 978-3-932236-44-0). Weitere Informationen auch über Lesungen, Figurentheateraufführungen und Vorträge gibt es auf der Homepage.

seit 18. Sept

Pfarrei St. Christophorus

Alpha-Glaubenskursus

Die Löwenkirche.

Die Pfarrei St. Christophorus lädt zu einem Alpha Glaubenskursus ein: Er findet an zwölf Sonntagen im Gemeindehaus von St. Joseph an der Löwenkirchen statt. Er ist gedacht für alle, die sich mit Lebens- und Glaubensfragen beschäftigen wollen. Ganz unabhängig davon, ob Sie Kirchgänger sind oder nicht, jeder ist eingeladen. Die Abende haben jeweils drei Elemente: das gemeinsame Essen, das Schauen eines Video-Impulses sowie ein offener Austausch zum jeweiligen Thema. Der Kursus findet vom 23. Oktober 2022 bis zum 22. Januar 2023 jeweils in der Zeit von 17 bis19:30 Uhr statt. Die Teilnahme an dem Alphakursus ist kostenlos. Interessenten können sich bei Elke Willnat unter 0160/95088110 oder per Mail elke.willnat@gmx.de oder bei Mirijam Mroncz unter 0157/59415314 oder per Mail jamisch@gmx.de melden. Die Akteure bitten darum diese E-Mail-Adressen zu nutzen, da sich in dem Flyer ein Fehler eingeschlichen hat.

seit 23. Okt

Sonntag, 30. Oktober

Aleka Medina in der Künstlerzeche

'Aleka Medina: Das pochende Zentrum'

Die Videoperformance „Anidar/Anudar“ (im Hintergrund) zeigt eine mit Seilen angebundene Frau bei der Hausarbeit, die Bodeninstallation „Kiesgrube“ erinnert an verschwundene Mädchen und Frauen.

Die 1989 im zentralamerikanischen Guatemala geborene Aleka Medina, frischgebackene diplomierte Absolventin der Kunstakademie Münster, ist die diesjährige Trägerin des Förderpreises „Junge Positionen Nordrhein-Westfalen“, der am Samstag, 1. Oktober 2022, um 17 Uhr im Kauengebäude der Künstlerzeche Unser Unser Fritz 2/3 zum zehnten Mal verliehen wird. Für den mit 1.500 Euro Preisgeld und 1.000 Euro Materialgeld dotierte Preis können die beiden Kunstakademien unseres Landes, Münster und Düsseldorf, Vorschläge einreichen, die von einer Expertenjury der Künstlerzeche gewichtet werden. Die Preisträger, bisher stehen acht Frauen nur zwei Männern gegenüber, erhalten zudem– in diesem Fall von Danuta Karsten - kuratorische Unterstützung für eine Einzelausstellung in Unser Fritz sowie deren Dokumentation in einem Leporello. „Das pochende Zentrum“ ist der Titel der zeitgleich eröffneten Ausstellung von drei Installationen, zwei Videoperformances sowie filigranen Zeichnungen im Foyer und den beiden Eingängen zur Schwarz- und Weißkaue von Aleka Medina. Einführende Worte spricht der Kunsthistoriker Sebastián Eduardo Dávilla. Aleka Medina, die zunächst Visual Art an Universität San Carlos de Guatemala studierte, bevor sie Schülerin von Prof. Mariana Castillo Deball wurde, ein Auslandssemester in Mexiko bei Prof. Gerda Gruber absolvierte und in diesem Sommer ihr Studium an der Kunstakademie Münster mit dem Diplom abschloss, lebt nun in Berlin. Ihre Arbeit ist biografisch, aber auch zugleich politisch geprägt. Mit Medien wie Zeichnungen, Installationen und Video verarbeitet sie Ängste und Traumata der (post-)kolonialistischen und patriarchalischen Gesellschaft von Guatemala. Die Schwarzkaue wird beherrscht von ihrer in 2022 entstandenen Installation „Paloma Blancas“ (Weiße Tauben). Seile erzeugen eine räumliche Zeichnung aus geometrischen Linien, bestückt mit Keramikfiguren, die individuelle Geschichten von Frauen aus der Heimat der Künstlerin erzählen. Diese werden bei der Vernissage mit Kerzen illuminiert. In der Weißkaue zwei Videoperformances. „Anidar/Anudar“ (Verschachteln/Verknüpfen) spielt im Kinderzimmer Aleka Medinas, einen einst sicheren Ort im Elternhaus, der sich aber nach ihrer Migration in den Augen der Künstlerin verändert hat. In „Desvergonzarse“ (Schamlos) trägt Aleka Medina ein bedrucktes Nachthemd mit Geschichten, welche die machistische und patriarchalische Gesellschaft Guatemalas offenbaren: Aleka Medina kanalisiert mit ihrer Kunst ihre eigene Wut und wandelt sie in eine radikale Zärtlichkeit um. In ihrem Werk verbinden sich fast kindlich gezeichneten Charaktere mit einer groben Darstellung der Realität. Davor erinnert die Rauminstallation „Fosa Comun“ (Kriesgrube) mit Objekten aus einer Mischung aus Harz und Kalzit an die sterblichen Überreste der im Bürgerkrieg verstorbenen und von Kriminellen entführten Frauen und Mädchen. Die zylindrische Leinwand der begehbaren Installation „Alle Namen, die noch im Umlauf sind“, ist eine Reise in die Geschichte Guatemalas. Die mit der kosmologischen Vision der Maya beginnt und sich auf den „xibalba“ genannten Ort der Angst und der Unterwelt bezieht. Weitere historische Stationen sind u.a. die Versklavung im Feudalismus der 1920er Jahre, die zentralamerikanischen Emanzipationsbewegungen der 1940er Jahre sowie der bis heute andauernde Guerilla-Bürgerkrieg. Die Künstlerin: „Von unten gesehen entsteht beim Betrachten ein Gefühl, ein Kind zu sein. Ich nenne es gerne eine Geschichte für Kinder, gemacht für Erwachsene.“ Die Ausstellung „Aleka Medina: Das pochende Zentrum“ ist vom 1. bis zum 30. Oktober 2022 im Kauengebäude der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3, Zur Künstlerzeche 10 in 44653 Herne, zu sehen. Öffnungszeiten: Mittwoch und Samstag jeweils von 15 bis 18 Uhr, Sonntag von 14 bis 17 Uhr. Es gelten die jeweils aktuellen Corona-Schutz-Bestimmungen.

14 Uhr

Kindertheater im kleinen theater

Käpt'n Brummbär und Paul Schlau

Käpt'n Brummbär und Paul Schlau.

Käpt'n Brummbär und Paul Schlau treten am Sonntag, 18. September 2022, ab 15 Uhr wieder auf die Bühnenbretter des kleinen theaters in der Neustraße und bringen alle Leichtmatrosen zum Lachen. Beim Kinderfernsehen „Knalltüte“ hat Käpt'n Brummbär einen Wettbewerb gewonnen, indem er seine Abenteuergeschichten dorthin verschickte. Doch er weiß nichts von seinem Gewinner-Glück. Sein Seemannsgefährte Paul Schlau findet das heraus und sagt ihm nichts. Beide Seemänner erzählen abenteuerliche, schaurige und spannende Geschichten aus ihrer Vergangenheit. Bis dann das Kamerateam vor der Tür steht... Karten zu 8 Euro gibt es im Online-Shop, an der Theaterkasse. (mittwochs und freitags von 17:30 bis 19 Uhr; Tel 02323 / 911191) und im Ticketshop Herner Stadtmarketing. Alle Veranstaltungen finden im kleinen theater herne, Neustraße 67, statt. FFP 2 Maske müssen am Platz und während der Veranstaltung getragen werden.

15 Uhr

Prinz-Regent-Leitungsduo verlängert

Auf den Dackel gekommen

Prinz-Regent-Leitungsduo verlängert: Auf den Hund gekommen: Hans Dreher und Anne Rockenfeller mit Dackel Valli.

Hans Dreher und Anne Rockenfeller, das Leitungsduo des Bochumer Prinz Regent Theaters nun schon im vierten Jahr, ist auf den Hund gekommen. Genauer gesagt auf Valli, einen sehr lebhaften sechsmonatigen Kurzhaardackel, der schon mit im Allgäu-Urlaub war und sich nun an die Theaterluft gewöhnen muss. Denn inzwischen haben die Proben zur ersten Saisonpremiere, „Philoktet“ von Heiner Müller nach Sophokles, begonnen. Die beiden Theatermacher konnten bei der Präsentation der Vorhaben in der ersten Hälfte der neuen Spielzeit 2022/23 mit einer weiteren guten Nachricht aufwarten: Der Vorstand des Trägervereins, Susanne Muthig-Beilmann und Dr. Hans H. Hanke, hat den Vertrag mit dem Leitungsduo um drei Jahre verlängert. Anne Rockenfeller und Hans Dreher hoffen nun, dass es mit den pandemiebedingten Einschränkungen bald ein Ende hat, um wieder größere Produktionen mit einem vielköpfigen Ensemble verwirklichen zu können. Bis zur Saison-Halbzeit sind vier Neuinszenierungen und ein Liederabend geplant vor der wie ein Damoklesschwert über dem freien Theater schwebenden Unsicherheit bei Corona-Regeln und Energiekosten. Am 18. September 2022 kommt „Philoktet“ heraus, am 27. November 2022 soll die Kompilation zweier „Tatortreiniger“-Folgen, beim Verlag sind „Currywurst“ und „Anbieterwechsel“ angefragt, Premiere feiern erneut mit Maximilian Strestik als Schotty in der Regie von Magz Barrawasser. Anfang 2023 steuern Hans Dreher und der Musiker Christoph Iacono einen Liederabend zum Thema Geld bei und im März 2023 wird die Zusammenarbeit mit der Folkwang-Universität fortgesetzt: Luis Liun Koch und Andreas Widenka, zwei Studenten des von Lisa Nielebock geleiteten Regie-Studiengangs, inszenieren einen Doppelabend, der eine Woche lang en suite im Bochumer Süden gezeigt wird, bevor das Kölner Theater im Bauturm übernimmt. Weil Philoktet die Nymphe Chryse, die ihn liebte, verschmähte, muss er leiden. Von einer Schlange ins Bein gebissen, leidet er geradezu unmenschliche Schmerzen. Philoktet schwächt mit wilden, defätistischen Unheilsrufen über den bevorstehenden Kampf um Troja das griechische Heer, sodass Odysseus sich gezwungen sieht, ihn auf der unbewohnten Insel Lemnos auszusetzen. In der Tragödie „Philoktet“ von Sophokles, 409 vor Christus in Athen uraufgeführt, kehrt Odysseus mit Neoptolemus, Sohn des Achilleus, heimlich auf die Insel zurück. Der Kampf um Troja geht ins zehnte Jahr und kein Ende ist abzusehen, weshalb der Feldherr den treffsicheren Bogenschützen mit seinen unentrinnbar totbringenden Pfeilen dazu bewegen will, an seiner Seite zu kämpfen. Der DDR-Dramatiker Heiner Müller (1929 - 1995) macht in seinem „Philoktet“, zwischen 1958 und 1964 entstanden und 1968 in München uraufgeführt, aus der sophokleischen Tragödie, die für den Titelhelden noch halbwegs glücklich endet, eine tragische Satire mit tödlichem Ausgang: Neoptolemos, hier ganz braver und leicht manipulierbarer Schüler seines verschlagen-skrupellosen Lehrmeisters Odysseus, ersticht Philoktet von hinten. Die „tausend Arme“ starke Truppe Philoktets lagert untätig vor Troja, weshalb Odysseus an der Legende strickt, dass Trojaner den Bogenschützen meuchlings ermordet haben, damit diese rachedurstig den Kampf wieder aufnimmt... Hans Dreher inszeniert das reine Männerstück als „Kriegsgeschichte, Kriminalstück und Kammerspiel“ mit einer weiblichen Besetzung: PRT-Rückkehrerin Nermina Kukic in der Titelrolle sowie die beiden PRT-Debütantinnen Sina Evell als Achills Sohn Neoptolemos und Katja Heinrich als Odysseus. Nach der Premiere am 18. September 2022 sind am 21. und 22. September sowie am 7. und 31. Oktober 2022 weitere Aufführungen terminiert. Zehn Inszenierungen werden in die neue Spielzeit übernommen, darunter der bisher stets ausverkaufte Kassenschlager „Dädalus und Ikarus“ von Dario Fo mit Roland Riebeling am 2., 26., 29. und 30. Oktober 2022 und Goethes „Faust“ in einer schon legendären Dreher-Inszenierung mit Maximilian Strestik, Oliver Möller, Nele Sommer und Laura Thomas am 9. Oktober 2022. Die Eintrittspreise sind jeweils um zwei Euro auf 18/ermäßigt 10 Euro angehoben worden, Karten unter prinzregenttheater.de oder Tel. 0234 – 77 11 17.

18 Uhr

Geister und Hexen in der ZOOM Erlebniswelt

Vorverkauf für Halloween gestartet

Halloween 2022 in der Zoom Erlebniswelt.

Gelsenkirchen. Geister und Hexen übernehmen das Kommando in der ZOOM Erlebniswelt. Es ist wieder Halloween! Hämisches Lachen und Wolfsgeheul ertönt am Sonntag und Montag, 30. und 31. Oktober 2022, aus allen Winkeln. Der Vorverkauf für das traditionelle Gruselspektakel ist bereits gestartet. Von 18 bis 22 Uhr können große und kleine Gruselfreunde den Zoo von seiner schaurig-schönen Seite erleben. Unheimliche Geräusche, zauberhafte Illuminationen und inszenierte Gruselkulissen garantieren für Gänsehaut und ein ganz besonderes Ambiente. Auf den gespenstischen Gruselpfaden in den Erlebniswelten Alaska und Asien sorgen außerdem Hexen, Geister und andere Spukgestalten für Schreckmomente und Nervenkitzel. Wieder dabei ist die atemberaubende Feuertheatershow im Eingangsbereich. Tickets sind ab sofort im Onlineshop der ZOOM Erlebniswelt erhältlich. Die Anzahl der Tickets ist begrenzt. Tages-, Dauer- und Jahreskarten haben keine Gültigkeit. Die Sonderveranstaltung ist für Kinder ab etwa sechs Jahren geeignet, die Mitnahme von Hunden wird nicht empfohlen. Erwachsene zahlen 17,50 Euro, Kinder 12,50 Euro.

18 Uhr

'Von Liebe allein wird auch keiner satt!'

Ingrid Kühne im Kulturzentrum

Ingrid Kühne: „Von der Liebe allein wird auch keiner satt!“

Ingrid Kühne ist schlagfertig und spontan. In ihrem dritten Soloprogramm „Von Liebe allein wird auch keiner satt!“ ist sie auf dem Weg durch die Widrigkeiten des Alltags, mit Mann Ralf und Sohn Sven, der auch langsam erwachsen wird – was man als Mutter schon mal erfolgreich verdrängt. Mit ihrer Selbstironie begeistert sie das Publikum, das sich in ihren Geschichten immer auch selbst erkennt. Am Sonntag, 30. Oktober 2022, steht sie ab 19 Uhr im Kulturzentrum auf der Bühne. „Von Liebe allein wird auch keiner satt!“ ...und Ingrid schon mal gar nicht. Dabei darf man auch nicht verkennen, dass zumindest ihre Männer es nicht satt werden, sie ständig herauszufordern! Wie man es bei Ingrid Kühne kennt, bekommen auch in ihrem neuen Programm besonders ihre Lieben reichlich etwas ab: Ehemann Ralf, Sohn Sven, die Schwiegermutter und ihre Mutter. Dabei bleibt sie ihrer charmanten Art treu, so dass man sie einfach liebhaben muss. Thema „satt“: Laut Duden bedeutet das Wort „nicht mehr hungrig; kein Bedürfnis nach Nahrungsaufnahme mehr verspüren“. Das kommt in dieser Form für Ingrid sowieso nicht infrage … Und es gibt schließlich auch sattes Blau, oder etwas kostet satte 300 Euro. Darüber hinaus kann man auch die Launen einiger Mitbürger satt sein. Alltägliche Situationen skizziert die gebürtige Niederrheinerin im aktuellen Programm wieder so, dass ihre Zuschauer aus dem Lachen einfach nicht mehr herauskommen. Auch ruhigere Töne finden hier ihren Platz, aber nur, um dann noch mal richtig Fahrt aufs Zwerchfell des Publikums aufzunehmen. Tickets zu 29,90 Euro sind hier Tel 02405 / 40 8 60 oder hier zu bekommen.

19 Uhr

Räuber Hotzenplotz, Krabat und die kleine Hexe

Otfried Preußlers Bildwelten

Illustration von Daniel Napp aus Otfried Preußler, „Das kleine Gespenst“

Die Ludwig Galerie Schloss Oberhausen hatte Mitte September 2020 eine große Retrospektive der Bildwelten des begnadeten Geschichtenerzählers Otfried Preußler nach nur kurzer Zeit coronabedingt wieder schließen müssen. Zwei Jahre später, am 17. September 2022 um 19 Uhr, ist Wiedereröffnung in erweitertem Umfang und mit einem tollen Rahmenprogramm für die ganze Familie. Otfried Preußler (1923–2013) gehört zu den bedeutendsten und einflussreichsten Kinder- und Jugendbuchautoren des deutschsprachigen Raums. Mit Geschichten wie „Der Räuber Hotzenplotz“, „Die kleine Hexe“ und „Das kleine Gespenst“ hat der im böhmischen Reichenberg geborene Autor seit den 1950er Jahren Figuren erschaffen, die bis heute Generationen von Heranwachsenden prägen und aus den Kinderzimmern dieser Welt sowie dem Schulunterricht nicht mehr wegzudenken sind. Insgesamt hat er über 35 Bücher geschrieben, die in mehr als 50 Sprachen übersetzt wurden und inzwischen eine Gesamtauflage von über 50 Millionen Exemplaren weltweit erreicht haben. Otfried Preußler hat nach der Vertreibung der Familie aus dem Sudetenland im bayerischen Rosenheim als Volksschullehrer und Lokalredakteur gearbeitet, bevor er den mündlich überlieferten Sagen- und Märchenschatz seiner Großmutter Dora aufzuschreiben begann und 1956 mit „Der kleine Wassermann“ den Grundstein zu seinem weltweiten Erfolg legte. Zahlreiche Zeichner haben seine Geschichten nicht nur illustriert, sondern seine Figuren geradezu zum Leben erweckt, indem sie von ihrem persönlichen Stil und eigenen Ideen Gebrauch machten. Kuratorin Linda Schmitz-Kleinreesink: „Besonders bekannt sind die Illustrationen von F. J. Tripp, die dem Räuber Hotzenplotz sein markantes Äußeres verleihen. Die holzschnitthaften Sepia-Zeichnungen, die Herbert Holzing für Krabat erschafft, bleiben über zahlreiche Auflagen hinweg bestehen. Das unverwechselbare Aussehen der kleinen Hexe, aber auch des kleinen Wassermanns, ist der Künstlerin Winnie Gebhardt zu verdanken.“ Mehr als fünfzig ihrer originalen Tuschezeichnungen hat der Thienemann-Esslinger Verlag aus seinem Archiv eigens für die Oberhausener Ausstellung bereitgestellt. Die Neuillustrationen der Klassiker durch Daniel Napp, Thorsten Saleina und Annette Swoboda sind in der umfangreichen Schau auf allen drei Etagen der Ludwig Galerie ebenso vertreten sein wie die frühen Zeichnungen. Auch selten gezeigte Originalzeichnungen zu „Hörbe“, einer eigenen Geschichte Preußlers, die 1981 seiner böhmischen Heimat ein Denkmal setzt, sind zu sehen. Hörbücher, Theateradaptionen, Filme und Spiele zeugen von der immensen Beliebtheit der jeweiligen Werke. Über 300 originale Zeichnungen sowie Filmrequisiten, Buchausgaben, Fotografien und Anton Bachleitners „Krabat“-Figuren des Düsseldorfer Marionettentheaters ermöglichen erstmals einen umfangreichen Überblick über das Wirken Otfried Preußlers und seiner Illustratoren. Die Ausstellung lädt dazu ein, unterschiedlichste Gattungen zu durchwandern: über klassische Bilderbücher, Geschichtensammlungen und traditionelle Sagen bis hin zu fantastischen Erzählungen. Alle Bücher liegen zum Schmökern für Jung und Alt aus, dazu werden Ausschnitte aus Kinoadaptionen gezeigt. Die Ausstellung „ Otfried Preußler – Figurenschöpfer und Geschichtenerzähler“ wird vom 18. September 2022 bis 15. Januar 2023 in der Ludwig Galerie Schloss Oberhausen, Konrad-Adenauer-Allee 46, gezeigt. Sie ist geöffnet Dienstag bis Sonntag jeweils von 11 bis 18 Uhr, geschlossen montags sowie am 24., 25. und 31. Dezember 2022 und am 1. Januar 2023. Der Eintritt kostet acht, ermäßigt vier Euro, Familien (zwei Erwachsene plus Kinder) zahlen 12 Euro, das Kombiticket mit dem Gasometer Oberhausen kostet 14 Euro. Ein Kinder-Mitmach-Heft führt spielend durch die Ausstellung, Oberhausener Schüler haben einen Kinder-Audioguide kreiert und es werden neben den öffentlichen Führungen an jedem Sonn- und Feiertag um 11:30 Uhr auch Führungen auf Ukrainisch/Russisch und Arabisch angeboten. Kuratorinnenführungen mit Linda Schmitz-Kleinreesink gibt es sonntags um 15 Uhr am 16. Oktober 2022, 13. November 2022, 11. Dezember 2022 und 15. Januar 2023. Die Direktorin Dr. Christine Vogt führt jeweils mittwochs um 16 Uhr durch die Ausstellung am 19. Oktober 2022 und am 30. November 2022. Sie hat zusammen mit Linda Schmitz-Kleinreesink den reich bebilderten, für 29,80 Euro äußerst wohlfeilen Katalog herausgegeben (ISBN 978-3-932236-44-0). Weitere Informationen auch über Lesungen, Figurentheateraufführungen und Vorträge gibt es auf der Homepage.

seit 18. Sept

Pfarrei St. Christophorus

Alpha-Glaubenskursus

Die Löwenkirche.

Die Pfarrei St. Christophorus lädt zu einem Alpha Glaubenskursus ein: Er findet an zwölf Sonntagen im Gemeindehaus von St. Joseph an der Löwenkirchen statt. Er ist gedacht für alle, die sich mit Lebens- und Glaubensfragen beschäftigen wollen. Ganz unabhängig davon, ob Sie Kirchgänger sind oder nicht, jeder ist eingeladen. Die Abende haben jeweils drei Elemente: das gemeinsame Essen, das Schauen eines Video-Impulses sowie ein offener Austausch zum jeweiligen Thema. Der Kursus findet vom 23. Oktober 2022 bis zum 22. Januar 2023 jeweils in der Zeit von 17 bis19:30 Uhr statt. Die Teilnahme an dem Alphakursus ist kostenlos. Interessenten können sich bei Elke Willnat unter 0160/95088110 oder per Mail elke.willnat@gmx.de oder bei Mirijam Mroncz unter 0157/59415314 oder per Mail jamisch@gmx.de melden. Die Akteure bitten darum diese E-Mail-Adressen zu nutzen, da sich in dem Flyer ein Fehler eingeschlichen hat.

seit 23. Okt

November 2022

Dienstag, 8. November

Mittwoch, 16. November

Donnerstag, 17. November

Donnerstag, 24. November

Samstag, 26. November

Montag, 28. November

Donnerstag, 1. Januar

Januar 2023

Donnerstag, 12. Januar

Samstag, 28. Januar

Donnerstag, 1. Januar

Februar 2023

Samstag, 4. Februar

Sonntag, 5. Februar

März 2023

Donnerstag, 2. März

Donnerstag, 23. März

April 2023

Dienstag, 25. April