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Heute

Kino-Tipp 'Das Gewicht der Welt'

Es ist fünf nach Zwölf

Die Glaziologin Dr. Maria Hörhold mit einem eintausend Jahre alten Kern des Grönland-Eisschildes im Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven.

Vogelperspektive auf einen nicht nur kranken, sondern toten Wald: Prof. Dr. Sebastian Seiffert, Professor für Physikalische Chemie an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, ist mit dem Rucksack durch seine Heimat, den Oberharz, unterwegs. Die Fichten-Monokultur ist nicht nur dem Borkenkäfer zum Opfer gefallen, sondern vor allem dem Klimawandel: Nach langer Trockenperiode fehlt es den Bäumen an Saft und Kraft, den Fressfeinden zu trotzen. Schnitt. Eine Gruppe von Wissenschaftlern, darunter Dr. Maria Hörhold, Glaziologin im Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung Bremerhaven, kleidet sich wie zu einer Expedition ein, um im Eiskernarchiv des Instituts einen bis zu eintausend Jahre alten Kern des Grönland-Eisschildes herauszuschneiden. Die Untersuchung dieses Kerns, in den die Atmosphäre der Vergangenheit eingeschlossen ist, belegt die rasante Erderwärmung, in deren Folge das Eis an den Polen ebenso rasch schmilzt wie die Gletscher in den Alpen. Schnitt. Aktivisten der Gruppen „Letzte Generation“ und „Scientist Rebellion“, darunter mit Dr. Nana-Maria Grüning eine Molekularbiologin an der Berliner Charité, unternehmen eine Farbattacke auf das Bundesverkehrsministerium und kleben sich später am Asphalt einer vielbefahrenen Ausfallstraße fest. Was unter die Rubrik „Friedlicher ziviler Ungehorsam“ fällt, wird kaum noch von den Medien wahrgenommen, weshalb in Strategiediskussionen eine Radikalisierung künftiger Aktionen gefordert wird. Wissenschaft soll sachlich sein: Fakten statt Gefühle. Aber die Naturwissenschaftler erleben schon seit geraumer Zeit, wie ihre Forschung durch den Klimawandel aus den Fugen gerät. Statt die Wunder der Natur zu entdecken und diese den Menschen nahezubringen, fühlen sich die drei Protagonisten des Dokumentarfilms „Das Gewicht der Welt“ zunehmend nur noch als Chronisten einer untergehenden Welt. Denn niemand hört auf sie, schon gar nicht in einer Zeit wie heute, wo Kriege und Krisen alle Aufmerksamkeit sowohl der Politiker als auch der völlig überforderten Bürger auf sich ziehen. Florian Heinzen-Ziobs („Dancing Pina“) 94-minütige Doku, die parallel zum Kinostart am 7. Mai 2026 beim Dokfilmfest München uraufgeführt wurde, offenbart die Dringlichkeit des Problems für die Menschheit insgesamt, die Erderwärmung wie den rapiden Schrumpfungsprozess der Biodiversität zu stoppen. Sie zeigt aber auch gleichzeitig die Sisyphusaufgabe einer sich der Aufklärung verpflichteten Wissenschaft, die sich dem Vorwurf – zumal von totalitären Regimen – erwehren muss, als grüne Kassandra aufzutreten. Die von einer Fakten-Vermittlerin zur politisch-gesellschaftlichen Aktivistin mutiert und sich so angreifbar macht. Zu beruflichen kommen familiäre Probleme, welche zumindest zeitweise einen Rückzug ins Private zur Folge haben. „Naturwissenschaften in Zeiten des Klimawandels“ lautet der Untertitel eines unterm Strich doch eher pessimistischen, in Teilen gar resignativen und daher sehr realistischen Films, der besonders der jungen Generation nahegebracht werden sollte etwa durch den Einsatz in Schulen und Universitäten. Die Erkenntnis „Wir irren uns empor“, mit der Prof. Seiffert seinen Uni-Grundkurs Physikalische Chemie eröffnet, lässt hoffen. Sein Blick aus dem Fenster der Harzer Schmalspurbahn unterhalb des Brocken auf eine apokalyptisch zerstörte Landschaft, lässt uns eher verzweifeln. „Das Gewicht der Welt“ läuft im Casablanca Bochum, im Sweetsixteen Dortmund, im Filmstudio Glückauf Essen sowie im Metropol Düsseldorf, ab Donnerstag, 21. Mai 2026 auch im Oberhausener Kino im Walzenlager.

Das Programm vom Strünkeder Sommer 2026

Fünf Monate Kultur am Schloss

Im und rund um das Schloss Strünkede sorgt der Strünkede Sommer 2026 für viel Unterhaltung: Ein Teil davon ist das Electric Residence am Samstag, 11. Juli 2026.

Für Kultur und gute Unterhaltung muss man nicht weit reisen. Der Strünkeder Sommer verwandelt Schloss und Park in diesem Sommer wieder in eine lebendige Bühne. Der Kultursommer bringt Musik, Theater, Kino und Festivals nach Herne. Am Donnerstag, 14. Mai 2026, geht es mit dem Familienfest der Herner Schützenvereine los. Der Strünkeder Sommer verbindet bewährte Angebote, die in Herne seit Jahren fester Bestandteil des Kulturkalenders sind, mit neuen Angeboten. Dabei bietet das Schloss Strünkede mit dem Park, der Kapelle sowie der wiedereröffneten Städtischen Galerie eine einzigartige Kulisse, die zum gemeinsamen Feiern und Genießen einlädt. An Christi Himmelfahrt, Donnerstag, 14. Mai, beginnt der Strünkeder Sommer mit einem Familienfest, bei dem Tradition und Gemeinschaft im Vordergrund stehen. Die Herner Schützenvereine und Spielmannszüge laden von 11 bis 19 Uhr zu einem offenen Programmtag für alle Altersgruppen ein. Der Eintritt ist frei. Besonders schön: Der gesamte Erlös kommt dem Lukas-Hospiz zugute. Sonntag, 17. Mai 2026, Internationaler Museumstag: Zum Internationalen Museumstag lädt das Emschertal-Museum in all seine Häuser ein. Dazu zählt neben dem Schloss, der Städtischen Galerie und der Kapelle auch das Heimatmuseum Unser Fritz. Es gibt kostenfreie Führungen und freien Eintritt während der Öffnungszeiten – die perfekte Gelegenheit, um einen Blick in die frisch sanierte Galerie zu werfen. Die Öffnungszeiten in allen Häusern sind von 11 bis 17 Uhr. Kostenlose Führungen gibt es im Heimatmuseum um 12 Uhr, im Schloss Strünkede um 14 Uhr und in der städtischen Galerie um 15 Uhr. Der Eintritt ist an diesem Tag in allen Häusern des Museums frei. Samstag, 11. Juli 2026, Electric Residence: Mit der vierten Auflage des Festivals etabliert sich „Electric Residence“ als House- und Techno-Oase mitten im Ruhrgebiet. Zwölf DJs, darunter auch nationale und internationale Bekanntheiten, werden den Schlosshof gebührend in Vibration versetzen. Eintritt ab 18 Jahren. Los geht es ab 16 Uhr, Ende ist um 1:30 Uhr. Tickets kosten im Vorverkauf 14 Euro, ermäßigt 12 Euro. Abendkasse: 20 / 18 Euro. Samstag, 1. August 2026, Sounds Like Sugar: Das zweite junge Musik-Festival (halloherne berichtete) des Strünkeder Sommers bleibt musikalisch seinem Anspruch treu, aktuelle Indie-, Pop- und Alternative-Sounds mit spannenden Newcomern und etablierten Acts zu verbinden. Headliner „Rikas“ stehen für groovigen Indie-Pop mit viel Retro-Charme, der international bereits große Aufmerksamkeit erzielt hat. Beginn ist ab 16 Uhr. Tickets kosten im Vorverkauf 14 Euro, ermäßigt 12 Euro. Abendkasse: 20 / 18 Euro. Donnerstag bis Sonntag, 13. bis 16. August 2026, Open-Air-Kino: Im Hochsommer verwandelt sich der Schlosshof für vier Abende in eines der schönsten Kinos im Ruhrgebiet. Die Filmwelt Herne zeigt vier Abende lang Filme unter freiem Himmel, wobei der Mittwochabend durch den Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) gestaltet wird. Das Programm ist ab Juli auf filmwelt-herne.de zu sehen. Einlass ist ab 19 Uhr, Beginn nach Sonnenuntergang. Tickets für Erwachsene kosten 12 Euro, Kinder 10 Euro, am ASB-Abend 8 Euro. Freitag bis Sonntag, 4. bis 6. September 2026, Mittelalterspektakel im Schlosspark: Über 100 mittelalterliche Lager laden Gäste zu einem Rundgang durch vergangene Zeiten rund um das Schloss ein. Das Mittelalterspektakel ist ohne Zweifel einer der Höhepunkte des Strünkeder Sommers; jedes Jahr kommen viele Tausend Menschen nach Herne gereist, um in die fabelhafte Welt der Mittelalter-Romantik einzutauchen. Die Öffnungszeiten sind Freitag 17 bis 23 Uhr, Samstag 11 bis 23 Uhr und Sonntag 12 bis 19 Uhr. Eintritt: Samstag und Sonntag: Abendkasse zwölf Euro, Kinder sechs Euro, Gewandete zehn Euro Freitag (Nacht der Spielleute): Abendkasse 19 Euro (Kinder und Gewandete 15 Euro), Vorverkauf 14,50 Euro zuzüglich Gebühr (Kinder und Gewandete zehn Euro) Sonntag, 13. September 2026, Museumsfest: 100 Jahre Emschertal-Museum! Mit viel Musik, Mitmachangeboten und Waffeln lädt das Team vom Museum nach Strünkede ein, um zu feiern. Gäste bekommen auf dem Familienfest außerdem einen ersten Eindruck von der großen Sonderausstellung über die Geschichte des Hauses, die im November beginnt. Informationen zu den Öffnungszeiten folgen. Der Eintritt ist frei. Zum Strünkeder Sommer gehören noch viele weitere spannende Veranstaltungen, darunter Das vollständige Programm des Strünkeder Sommers ist unter diesem Link als PDF zu finden. Der Kartenvorverkauf ist bei reservix.de oder über die Ticket-Hotline 07 61 / 88 84 99 99 möglich. Die Vorverkaufsstelle in Herne ist das Stadtmarketing Herne, Kirchhofstraße 5. Karten für das Open-Air-Kino können ab Anfang Juli bei der Filmwelt Herne, Berliner Platz 7-9, gekauft werden. Tickets für das Mittelalterspektakel gibt es auf suendenfrei.tv. Konzertkarten für die Folk-Veranstaltungen sind auf eventim.de erhältlich.

Abfuhrtermine zu Christi Himmelfahrt

Christi Himmelfahrt: Die Müllentsorgung findet einen Tag später statt.

Durch den Feiertag am Donnerstag, 14. Mai2026, ergeben sich Änderungen bei den Abfuhrterminen für die Restmülltonne, die Biotonne, die Papiertonne und die Wertstofftonne Im Abfallkalender sind die korrekten Abfuhrtermine bereits eingetragen.

7 Uhr

Gemütliches Zusammenkommen an Christi Himmelfahrt

Spendenaktion fürs Piratenschiff

Auf dieser Festwiese sollen bald wieder Kinder an einem Spielgerät toben.

Die Mitglieder des Kleingartenvereins Herne-Horsthausen wollen den dortigen Spielplatz wieder in einen Treffpunkt zum Spielen und Verweilen für Kinder und Familien verwandeln. Ende Januar 2025 musste das Spielgerüst auf der Festwiese des Kleingartenvereins aus Sicherheitsgründen abmontiert werden. Anfang April haben die Mitglieder nun eine GoFundMe-Kampagne gestartet, um den Platz wieder mit neuem Leben zu füllen und Kinderaugen zum Leuchten zu bringen. Die Kosten für das Gesamtprojekt belaufen sich auf gut 80.000 Euro. Ziel der Kampagne ist es, ein neues großes Spielgerüst in Form eines Piratenschiffes errichten zu können (halloherne berichtete). Bisher haben die Verantwortlichen schon Unterstützung erfahren, wie unter anderem vom SPD-Ortsverein des Stadtteils (halloherne berichtete). Nun steht eine weitere Aktion an. Die Mitglieder des Kleingartenvereins Herne-Horsthausen laden am Donnerstag, 14. Mai 2026, von 11 bis 15 Uhr zum kulinarischen Zwischenstopp zur Festwiese des Vereins ein. Es gibt dort Bratwurst im Brötchen und kühles Bier. Jeder Cent, der bei der Aktion erwirtschaftet wird, wird direkt für die Neuerrichtung des Spielgerätes genutzt. Die Mitglieder des Vereins hoffen auf ein zahlreiches Erscheinen und so Unterstützung für das Projekt.

11 Uhr

Haranni Kirchengemeinde lädt ein

Gottesdienst mit Familienfest

Die Evangelische Kirchengemeinde Haranni lädt an Christi Himmelfahrt, Donnerstag, 14. Mai 2026, ab 11 Uhr, zu einem Gottesdienst mit anschließendem Familienfest in den Gysenberg ein. Mit dabei werden die Zionis Soulkids sein und das Blasorchester des CVJM sein. Sollte das Wetter schlecht sein, findet die Veranstaltung in der Turnhalle statt.

11 Uhr

Emschertal-Museum an Christi Himmelfahrt

Die städtische Galerie am Karl-Brandt-Weg 2, gegenüber vom Schloss Strünkede.

Die Häuser des Emschertal-Museums haben am Donnerstag, 14. Mai 2026, an Christi Himmelfahrt geöffnet. Das Schloss Strünkede, die Städtische Galerie sowie das Heimatmuseum Unser Fritz sind in der Zeit von 11 bis 17 Uhr für Gäste zugänglich.

11 Uhr

Reitverein St. Hubertus Herne/Bochum-Gerthe informiert

Bevorstehende Turniere über Christi Himmelfahrt

Am langen Wochenende rund um Christi Himmelfahrt 2026 am Donnerstag, 14. Mai 2026, sowie am Samstag und Sonntag, 16. und 17. Mai 2026, werden auf der Anlage des Reitvereins St. Hubertus Herne/Bochum-Gerthe gleich zwei abwechslungsreiche Events stattfinden (Symbolbild)

Am langen Wochenende rund um Christi Himmelfahrt 2026 am Donnerstag, 14. Mai 2026, sowie am Samstag und Sonntag, 16. und 17. Mai 2026, werden auf der Anlage des Reitvereins St. Hubertus Herne/Bochum-Gerthe gleich zwei abwechslungsreiche Events stattfinden. Pferdesportbegeisterte, Familien und Neugierige dürfen sich auf spannende Wettkämpfe und ein buntes Rahmenprogramm freuen. Der Donnerstag steht ganz im Zeichen des Einstiegs in den Turniersport: Mit viel Spiel, Spaß und kleineren Prüfungen sammeln besonders junge Reiterinnen und Reiter ihre ersten wertvollen Turniererfahrungen. Für zusätzliche Unterhaltung sorgen außergewöhnliche Wettbewerbe wie die „Jump and Dog“- sowie die „Jump and Wheelbarrow“-Prüfung, die garantiert für Begeisterung und gute Stimmung bei Teilnehmern und Zuschauern sorgen. Passend zum Vatertag dürfen sich bei der „Jump and Wheelbarrow“-Prüfung zudem alle teilnehmenden Väter über einen besonderen Ehrenpreis freuen. In der Zeit von 15:00-16:00 Uhr findet außerdem eine Happy Hour statt. Am Samstag und Sonntag findet mit dem Youngster Meeting das sportliche Highlight des Wochenendes statt. Hier stehen zahlreiche Dressur- und Springprüfungen für junge Pferde auf dem Programm. Die Zuschauer erwartet hochklassiger Sport bis zur mittelschweren Klasse, bei dem sich die Pferde- und Reiterpaare präsentieren können. Abseits des Turniergeschehens ist bestens für das leibliche Wohl gesorgt. An allen drei Tagen kümmern sich die engagierten Vereinsmitglieder um ein vielfältiges gastronomisches Angebot. Wer also Pferdesport, gute Laune und leckeres Essen in angenehmer Atmosphäre verbinden möchte, sollte sich dieses besondere Wochenende nicht entgehen lassen.

15 Uhr

Fidena Festival in Herne

Bühnencomic, Miniaturfiguren und Objekttheater

What's wrong with people – das Stück des Duos 'half past selber schuld' kommt in die Flottmann Hallen.

Comictheater über das Menschsein, Miniaturfiguren aus dem 3D- Drucker und berührendes Objekttheater über eine vergangene Liebe – von Donnerstag bis Samstag, 14. bis 16. Mai 2026, ist das Fidena Festival wieder in Herne zu Gast. Neben den Flottmann-Hallen ist erstmalig das LWL-Museum für Archäologie und Kultur als Spielstätte dabei. Das internationale Figurentheaterfestival aus Bochum zeigt vier herausragende Produktionen aus Litauen, Tschechien und Deutschland sowie zwei Workshops für Jugendliche und Erwachsene. Los geht es am Donnerstagabend, 14. Mai 2026, 18 Uhr, in den Flottmann-Hallen. Das dem Herner Publikum bestens bekannte Düsseldorfer Duo half past selber schuld spielt „What’s wrong with people“. In ihrem sogenannten Bühnencomic, einer Mischung aus Figurenspiel, Animationsfilm, Projektion, und Musik entwerfen sie ein kritisches Gesellschaftsbild in grotesk-komischen Episoden. mehr Infos und Tickets In den Flottmann Hallen laufen am Freitag und Samstag, 15. und 16. Mai 2026, auch zwei Folgen der europäischen Theaterserie „TRANSPORT“. Mithilfe von Miniaturfiguren aus dem 3D-Drucker befasst sich die Serie in intimem Setting mit den Auswirkungen menschlichen Handelns auf die Umwelt. In „Fasten your Seat Belts!“ erzählt das Klaipėdos lėlių teatras aus Litauen von einer exzessiven Party unter Milliardär:innen und dem boomenden Weltraumtourismus. mehr Infos und Tickets In „Tipping Point“ vom Divadlo Alfa aus Pilsen beobachtet das Publikum ein spannendes Gerichtsdrama, das die Folgen einer verheerenden Ölkatastrophe beleuchtet. mehr Infos und Tickets Die anderen vier Teile zeigt das Festival in Bochum und Essen. Am 15. wird zudem eine Bustour mit Kaffee und Kuchen angeboten, mit der man alle sechs Teile hintereinander sehen kann. Im LWL-Museum für Archäologie und Kultur ist der Gewinner des Fritz- Wortelmann-Preises für Figurentheater am Freitag und Samstag, 15. und 16. Mai 2026, zu sehen. Akira Schroth spielt am 16. Mai dreimal sein Stück „fly with u“. In nur 15 Minuten entfaltet er die große Kraft des Objekttheaters und erzählt mit wenigen Mitteln eine Liebesgeschichte vor einem dunklen politischen Hintergrund. Im Museum läuft außerdem in Dauerschleife der Dokumentarfilm „Radikal Dinglich!“, der faszinierende Einblicke in eine überraschend vielfältige, lebendige Figurentheaterszene gibt. mehr Infos und Tickets Der Workshop „Die Logistik meines Alltags“ des Velberter Kollektivs Armada Theater lädt die Teilnehmer:innen am Samstag, 16. Mai 2026, ein, ihre Alltagsabläufe mit den Mitteln des Objekttheaters kreativ zu hinterfragen. Die Teilnahme ist kostenfrei. mehr Infos Im Workshop „Puppetry of the Invisible“ der niederländischen Puppenspielerin Cat Smits entstehen am Samstag, 16. Mai 2026, in der Zeit von 15 bis 18 Uhr, mit Puppenspieltechniken, Mimik, Körper und Bewegung aus kleinsten Elementen große Bilder. mehr Infos Die erste Festivalausgabe unter der neuen Leitung von Helene Ewert und Christofer Schmidt versammelt insgesamt 28 Produktionen aus 16 Ländern in Bochum, Essen, Herne, Recklinghausen, Gelsenkirchen und Wuppertal. Gerahmt werden die Vorstellungen durch Workshops, Talks, Partys und ein Kurzfilmprogramm. Infos und Karten zu allen Veranstaltungen gibt es auf der Fidena Homepage.

18 Uhr

'La fanciulla del West' in Essen

Der Wilde Westen in der Oper

Nicht nur Sheriff Jack Rance (Massimo Cavalletti, vorn) ist fasziniert vom aufregenden Cowgirl Minnie (Ilaria Alida), hat bei ihr aber – im wahren Wortsinn – die schlechteren Karten.

Sie steht gar nicht so selten auf den Spielplänen nicht nur der „Großen Häuser“ wie der Staatsoper und der Deutschen Oper Berlin, wie in Hamburg oder München, wo der Filmregisseur Andreas Dresen das 1910 in der New Yorker Metropolitan Opera uraufgeführte Werk inszenierte, auch Hagen und mit Detmold sogar ein Landestheater haben sich an den Dreiakter gewagt, von der ihr Komponist Giacomo Puccini schrieb: „‚La fanciulla del West‘ ist mir von allen Opern am besten gelungen.“ Dennoch gehört „Das Mädchen aus dem Goldenen Westen“, so der deutschsprachige Titel, nicht wie etwa „Tosca“ oder „Bohème“ zum Standard-Repertoire, und bei uns tief im Westen schon gar nicht. Weshalb die Neuinszenierung Dirk Schmiedings, die am 28. März 2026 einen Jubelsturm des Premierenpublikums im Essener Aalto-Theater evozierte wie schon lange nicht mehr, ein Ausrufezeichen setzt zum Ende der Intendanz von Dr. Merle Fahrholz. In der stimmungsvoll ausgestalteten Saloon-Kulisse von Ralf Käselau vertreiben sich die Goldgräber mit Kartenspiel und Whiskey die Zeit. Sie warten auf ihren größten Schatz, der ihr Heimweh stillt und den Feierabend nach einem harten Arbeitstag versüßt: Minnie (das blonde Cowgirl scheint gerade der „True Grit“-Leinwand entstiegen zu sein: die feurige italienische Sopranistin Ilaria Alida Quilico) gibt den harten Kerlen nicht zuletzt mit mahnenden Worten aus der Bibel ein warmes, familiäres Gefühl in der kalten Fremde. Als ein geheimnisvoller Fremder den Saloon „Polka“ betritt, zeigt sich nicht nur Sheriff Jack Rance (der international gefragte italienische Bariton Massimo Cavalletti als Gast) von seiner eifersüchtigen Seite. Denn Minnie scheint den Mann zu kennen, der sich als Dick Johnson (der dritte Großkaräter dieser Produktion wechselte zu Saisonbeginn von der Deutschen Oper Berlin nach Essen: der venezuelanische Tenor Jorge Puerta) ausgibt, in Wahrheit aber der gesuchte Verbrecher Ramerrez ist, der mit seiner Bande das von den Minenarbeitern geschürfte und von Minnie bewachte Gold rauben will… Nach Vollendung seiner „Butterfly“ war Puccini auf der Suche nach „etwas Neuem, Bewegendem und nie Gesehenem“. Seine Muse, die wohlhabende und überdies verheiratete Londonerin Sybil Seligman, besorgte ihm die italienische Übersetzung des Dramas „The Girl Of The Golden West“, in dem David Belasco den kalifornischen Goldrausch der 1850er Jahre aufgreift. Zusammen mit den Librettisten Guelfo Civinini und Carlo Zangarini entstand so die wahrscheinlich erste „Wildwestoper“ der Musikgeschichte, eine spannende, hoch emotionale Mischung aus Western-Romantik („Lucky Strike!“), Krimi-Spannung sowie Liebes- und Eifersuchtsdramatik. Puccinis Musik ist vergleichsweise arm an Arien, aber voll wunderbarer, mit amerikanischer Musik unterlegter Melodien, vom melancholischen Lied „Che faranno“ des heimwehkranken Jake Wallace über Minnies zarte Auftrittsarie „Dove eravamo?“ und Liebeslieder wie „Oh, se sapeste“ und „Ma non vi avrei rubato!“ bis hin zu Johnsons Arie „Ch’ella mi creda“, in der er darum bittet, dass Minnie nichts von seinem Tod erfahren soll. Das sind große Puccini-Momente, die unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Andrea Sanguineti voll zur Geltung kommen. In den Folgevorstellungen wird auch die armenische Sopranistin Astrik Khanamiryan aus dem Aalto-Ensemble in der Partie der Minnie zu erleben sein. Das Aalto-Regiedebüt Dirk Schmedings fällt zwiespältig aus. Auf der einen Seite sein vom Broadway und von Charlie Chaplins Film „The Gold Rush“ inspiriertes Konzept, eine Western-Filmkulisse zum Schauplatz zu machen, in der Charlie Chaplin in seiner 1915er Rolle als „The Tramp“ auf einem Dolly genannten Kamerawagen auf Schienen hereinfährt und der Videograf Johannes Kulz für Marlboro-Atmosphäre auf der Leinwand sorgt. Im Chaplin-Kostüm steckt übrigens Jihoon Kim, der gleich nach dem kollektiven „Hallo“-Auftakt des 1. Aktes das berührende Lied des Jake Wallace singt. Und im Bären-Kostüm steckt Jana Marković, die bisweilen wie ein flauschiges Nummerngirl über die Szene tapert. Womit wir bei der anderen Seite des Regiekonzeptes angekommen sind, das Puccinis Happy End (Minnie und Johnson sitzen auf Kinosesseln statt in Freiheit das Land zu verlassen) für unvermittelbar hält: Die Rollenbezeichnung Wowkle und Billy Jackrabbit verweisen auf das in der Oper vorkommende Indigenen-Paar (um das andere „I-Wort“ zu vermeiden). Das geht heute natürlich ebenso wenig wie die mexikanische Herkunft der Räuberbande. Also haben sich das Regieteam und die Aalto-Dramaturgin Savina Kationi auf eine „humorvolle Setzung“ verständigt, die über knapp drei Stunden wie ein Fremdkörper wirkt. Karten unter theater-essen.de oder unter Tel 0201 - 81 22 200.

18 Uhr

Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull

Klassenzimmerstück nach Thomas Mann

Hoppla, jetzt komm‘ ich: Mario Rolf Brutschin brilliert in der Titelrolle der Adaption des Thomas-Mann-Romans „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ am WLT.

In Thomas Manns unvollendet gebliebenem Entwicklungsroman „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“, an dem der Literatur-Nobelpreisträger von 1910 bis 1954 gearbeitet hat, blickt der 40-jährige Ich-Erzähler Felix auf sein bewegtes Leben zurück. „Aus feinstem Holz geschnitzt schon als kleiner Knabe“ habe sich der Sohn des rheinischen Lorley-Schaumwein-Produzenten als begnadeter Müßiggänger und notorischer Schulschwänzer, vor allem aber als höchst begabt zur „Große Freude“ genannten Liebeslust erwiesen – zunächst beim doppelt so alten Zimmermädchen Genovefa. Als die Sektfabrik pleite ist und sich sein Vater erschießt, zieht Felix mit seiner Mutter nach Frankfurt am Main, um dort eine kleine Pension zu eröffnen, während seine ältere Schwester Olympia zur Operette geht. Nachdem er sich, mit einer filmreifen realsatirischen Finte, bei der Wiesbadener Musterung dem Militärdienst entzogen hat, kann er als „Herzensgesellschafter“ der ungarischen Prostituierten Rosza ein bohèmehaftes Leben am Main führen, bevor er auf Vermittlung seines Paten Felix Schimmelpreester an der Seine beim Generaldirektor Stürzli im Pariser Grandhotel Saint James and Albany als Liftboy Armand beginnt. Und sogleich das Interesse einer Straßburger Dame, Madame Houpflé, erweckt. Bald kann der Frauenliebling bei Maitre Machatschek in den Kellnerdienst eintreten, wo er weiteren amourösen Versuchungen ausgesetzt ist von höheren Töchtern wie der 17-jährigen Eleanor aus Birmingham bis hin zu einem schottischen Lord. Felix freundet sich bei einem seiner Incognito-Ausflüge in die feine Gesellschaft mit dem Marquis de Venota an, der mit der schönen Soubrette Zaza liiert ist. Weshalb ihm seine Eltern mit Enterbung drohen, wenn er nicht ihr entsagt und auf Weltreise geht. Felix willigt ein, an seiner statt von Lissabon aus in See zu stechen und verwandelt sich mit den nötigen Papieren und Geldmitteln versehen in Louis de Venota alias Loulou. Bereits auf der Zugfahrt nach Portugal lernt er Antonio Jose Kuckuck kennen, Professor der Naturwissenschaft und Direktor des Naturhistorischen Museums Lissabon. Felix wird von dessen Gattin Maria Pia und Tochter Suzanna alias Zouzou herzlich aufgenommen. Als er mit Letzterer inflagranti erwischt wird, findet er Erfüllung am Busen der Mutter – bis zu seiner Abreise nach Südamerika… Nach Markus Kopfs Adaption „Mario und der Zauberer“ 2013 arbeitet das Westfälische Landestheater (WLT) Castrop-Rauxel mit „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ erneut einen bekannten Stoff Thomas Manns für ein junges Publikum (ab 15 Jahren bzw. 10. Klasse) auf. Karin Eppler hat ihre eigene Bühnenfassung als Klassenzimmerstück inszeniert mit dem 31-jährigen Schauspieler Mario Rolf Brutschin in der Solorolle des Felix Krull. Sie konzentriert sich dabei auf die erste Hälfte des 370-seitigen Romans, in dem sie eine überraschend gegenwärtige Geschichte entdeckt und von „Match!“ bis „Next Level“ behutsam sprachlich aktualisiert hat: „Felix Krull lügt kaum bewusst – er wird gelesen, interpretiert, bewundert. Mich interessiert, wie sehr eine Gesellschaft selbst daran beteiligt ist, ihren eigenen Betrug zu erzeugen.“ In unseren Zeiten der Fake News und der unter jungen Leuten grassierenden medialen Selbstinszenierung stellen sich Fragen nach der Wahrheit neu: Wer bestimmt, was wahr ist? Und warum lassen wir uns so gern täuschen? Mario Rolf Brutschin zieht gut fünfzig Minuten lang alle Register, verkörpert das achtjährige „Felix Wunderkind“ im Matrosenanzug ebenso virtuos wie den scheinbaren Epileptiker bei der Musterung im Unterhemd oder den gefälligen Liftboy in der Uniform der Pariser Nobelherberge. Der bei der Premiere am 5. Februar 2026 in der Recklinghäuser Käthe Kollwitz Gesamtschule heftig umjubelte WLT-Debütant schlüpft darüberhinaus rastellihaft in mehr als ein Dutzend Rollen. Geboren 1994 in Lörrach im Schwarzwald absolvierte Brutschin ein Studium an der Freiburger Schauspielschule, um danach vor allem am Landestheater Dinkelsbühl und am Münchner Theater für Kinder auf den Brettern zu stehen – und auf den Planken des TUI-Ozeanriesen „Mein Schiff“ für Unterhaltung auf den sieben Weltmeeren zu sorgen. 2024 mit dem Theaterpreis der Fränkischen Landeszeitung ausgezeichnet wird Mario Rolf Brutschin in dieser Spielzeit auch zum Ensemble der Rockshow „Respect! Die Würde des Menschen ist unantastbar“ von Tankred Schleinschock gehören, die – schon ‘mal zum Vormerken – am 21. Juni 2026 um 19.30 Uhr im Theater Duisburg gastiert. Doch zunächst tourt er in der 100. Jubiläumsinszenierung Karin Epplers, ihrer 16. Regiearbeit am WLT, durch das großen Einzugsgebiet des Landestheaters – und sorgt mit Extempores etwa zur erneuten Einführung der Wehrpflicht für beste Stimmung im Publikum. Am 25. Februar, 12. und 13. März 2026 können Schulen auch Vormittagsaufführungen im WLT-Studio am Europaplatz in Castrop-Rauxel buchen – und Erwachsene haben erstmals im Mai 2026 die Möglichkeit, Mario Rolf Brutschin im wahren Wortsinn hautnah zu erleben. Karten unter westfaelisches-landestheater.de oder Tel. 02305–978020.

20 Uhr

„Noch nicht tot, aber schon im Museum“

Hülk und Lippmeyer stellen in Düsseldorf aus

v.l. Wolfgang Hülk und Jörg Lippmeyer. 'Rettet die schönen Wörter' – Ausstellung im Mai 2026 in Düsseldorf.

Die beiden alten Künstlerfreunde tun es wieder: Der Zeichner und Fotograf Wolfgang Hülk und der freie Künstler Jörg Lippmeyer – beide Ur-Wanne-Eickeler – stellen ihre kollaborativ entstandenen Werke aus. Dieses Mal sind ihre Gemeinschaftsarbeiten von Mittwoch, 6. Mai, bis Sonntag, 31. Mai 2026, im Stadtmuseum Düsseldorf zu sehen. Die Eröffnungsrede zur Vernissage hält der Stadtführer und Buch-Autor Dietmar Schönhoff. Erneut widmen sich die Künstler Werken, mit denen sie sich anschicken, schöne Wörter dieser Welt zu retten. In einer Zeit, in der sich Sprache ständig weiterentwickelt und verändert, in der neue Begriffe – vorzugsweise aus technologischen Bereichen – entstehen, bleibt es ihr Anliegen, die Vielfalt der deutschen Sprache zu bewahren. Jörg Lippmeyer, vielen besser bekannt als „der bunte Mann aus Unser Fritz“, ist in seiner Heimatstadt bereits seit Jahren als Wörter-Retter unterwegs. In seinem Fundus finden sich Begriffe wie Flitzpiepe, Mumpitz, Brimborium, Kuddelmuddel oder auch Papperlapapp – Wörter, die vor dem Vergessen bewahrt werden sollen. Seit rund einem Jahr steht ihm dabei sein Düsseldorfer Künstlerfreund Wolfgang Hülk zur Seite. Hülk hat die Sammlung nicht nur erweitert, sondern sie auch um Düsseldorfer Mundart bereichert. So befinden sich nun so charmante Ausdrücke wie Retematäng oder Rotzech darin. Die beiden präsentieren die Wörter auf künstlerisch gestalteten Leinwänden. Anschließend bearbeitet jeder die Werke des anderen weiter, sodass fusionierte Arbeiten entstehen, die zwei Handschriften erkennen lassen. Mit diesem besonderen Projekt, leisten sie ihren Beitrag, die deutsche Sprache ein wenig lebendiger und fröhlicher zu behalten.

seit 6. Mai

Fuß- und Radverkehr wird über die Trasse Wanne-Constantin geführt

A43: Südstraße unter der Autobahn gesperrt

Die Autobahn Westfalen erneuert die A43-Brücke Südstraße im südlichen Herne (Symbolbild)

Die Autobahn Westfalen erneuert die A43-Brücke Südstraße im südlichen Herne. Für die Brückenbauarbeiten stehen weitere Sperrungen der Südstraße an. Folgende Termine sind geplant: Montag bis Mittwoch, 11. bis 20. Mai 2026, sowie Donnerstag, 21. Mai 2026, jeweils von 7 bis 18 Uhr. Umleitungen sind eingerichtet. Der Fuß- und Radverkehr wird über die Trasse Wanne-Constantin geführt. Der motorisierte Verkehr wird über die Bochumer Straße, den Westring, die Holsterhauser Straße und die Koniner Straße umgeleitet. Der Verkehr auf der A43 ist von den Arbeiten nicht betroffen.

seit 11. Mai

Freitag, 15. Mai

Handgemacht und kostenfrei

Rondoprinz verlost ein Gartenkonzert

Das vierte Album von Rondoprinz: "Gartentagebau" erklingt beim unplugged Konzert in einem Garten.

Der deutschsprachige Sänger und Gitarrist Chris Bigos, vielen besser bekannt unter seinem Künstlernamen Rondoprinz, geht auf Tour und hat dazu sein neuestes Album „Gartentagebau“ mit dem Titelsong „Geheimgarten“ im Gepäck. CD und auch die passende Kassette sind seit Januar 2026 im Handel erhältlich. Wer zudem auf der Suche nach etwas Besonderem ist, einen Garten im Umkreis von 200 km um Herne sein Eigen nennt und demnächst ein Gartenfest mit einem außergewöhnlichen Extra plant – zum Beispiel, um seine Liebste oder seinen Liebsten zu überraschen oder sich mit den Schwiegereltern gutzustellen – der sollte jetzt weiterlesen. Rondoprinz verlost exklusiv ein kostenfreies (Privat-)Konzert im Garten des Gewinners. Geplant sind zwei Sets von jeweils circa 30 Minuten. Das Konzert wird unplugged und privat für den Gastgeber und seine Gäste gespielt. Rondoprinz bringt die Musik direkt in den Garten – dieser sollte allerdings über einen Stromanschluss verfügen. Auch wenn Rondoprinz keine klassische Partymusik mit Coversongs liefert, die Menschen nicht auf den Tischen tanzen und grölen, sondern sie ehrliche, handgemachte und akustische Unterhaltung geliefert bekommen, wäre eine entspannte Nachbarschaft natürlich von Vorteil. Wie nimmt man teil? Ganz einfach: klassisch eine Postkarte oder einen Brief an Christian Bigos, Bismarckstraße 48, 44629 Herne schicken. Darin sollte auf jeden Fall stehen, wo sich der Garten befindet und warum Rondoprinz gerade in diesem Garten auftreten sollte. Außerdem müssen die Menschen, die sich an dem Gewinnspiel beteiligen, mindestens 18 Jahre alt sein. Wer es hingegen etwas moderner mag, kann alternativ eine E-Mail mit den gleichen Inhalten an dagmar@rondoprinz.de senden. Einsendeschluss ist Freitag, 15. Mai 2026. Anschließend erfolgt mit dem glücklichen Gewinner die genaue Terminabsprache. Wenn es Menschen geben sollte, die die Musik von Rondoprinz nicht kennen, die müssen nicht die Katze – pardon: Musik natürlich – im Sack nehmen, sondern können hier einmal hineinhören.

Fidena Festival in Herne

Bühnencomic, Miniaturfiguren und Objekttheater

What's wrong with people – das Stück des Duos 'half past selber schuld' kommt in die Flottmann Hallen.

Comictheater über das Menschsein, Miniaturfiguren aus dem 3D- Drucker und berührendes Objekttheater über eine vergangene Liebe – von Donnerstag bis Samstag, 14. bis 16. Mai 2026, ist das Fidena Festival wieder in Herne zu Gast. Neben den Flottmann-Hallen ist erstmalig das LWL-Museum für Archäologie und Kultur als Spielstätte dabei. Das internationale Figurentheaterfestival aus Bochum zeigt vier herausragende Produktionen aus Litauen, Tschechien und Deutschland sowie zwei Workshops für Jugendliche und Erwachsene. Los geht es am Donnerstagabend, 14. Mai 2026, 18 Uhr, in den Flottmann-Hallen. Das dem Herner Publikum bestens bekannte Düsseldorfer Duo half past selber schuld spielt „What’s wrong with people“. In ihrem sogenannten Bühnencomic, einer Mischung aus Figurenspiel, Animationsfilm, Projektion, und Musik entwerfen sie ein kritisches Gesellschaftsbild in grotesk-komischen Episoden. mehr Infos und Tickets In den Flottmann Hallen laufen am Freitag und Samstag, 15. und 16. Mai 2026, auch zwei Folgen der europäischen Theaterserie „TRANSPORT“. Mithilfe von Miniaturfiguren aus dem 3D-Drucker befasst sich die Serie in intimem Setting mit den Auswirkungen menschlichen Handelns auf die Umwelt. In „Fasten your Seat Belts!“ erzählt das Klaipėdos lėlių teatras aus Litauen von einer exzessiven Party unter Milliardär:innen und dem boomenden Weltraumtourismus. mehr Infos und Tickets In „Tipping Point“ vom Divadlo Alfa aus Pilsen beobachtet das Publikum ein spannendes Gerichtsdrama, das die Folgen einer verheerenden Ölkatastrophe beleuchtet. mehr Infos und Tickets Die anderen vier Teile zeigt das Festival in Bochum und Essen. Am 15. wird zudem eine Bustour mit Kaffee und Kuchen angeboten, mit der man alle sechs Teile hintereinander sehen kann. Im LWL-Museum für Archäologie und Kultur ist der Gewinner des Fritz- Wortelmann-Preises für Figurentheater am Freitag und Samstag, 15. und 16. Mai 2026, zu sehen. Akira Schroth spielt am 16. Mai dreimal sein Stück „fly with u“. In nur 15 Minuten entfaltet er die große Kraft des Objekttheaters und erzählt mit wenigen Mitteln eine Liebesgeschichte vor einem dunklen politischen Hintergrund. Im Museum läuft außerdem in Dauerschleife der Dokumentarfilm „Radikal Dinglich!“, der faszinierende Einblicke in eine überraschend vielfältige, lebendige Figurentheaterszene gibt. mehr Infos und Tickets Der Workshop „Die Logistik meines Alltags“ des Velberter Kollektivs Armada Theater lädt die Teilnehmer:innen am Samstag, 16. Mai 2026, ein, ihre Alltagsabläufe mit den Mitteln des Objekttheaters kreativ zu hinterfragen. Die Teilnahme ist kostenfrei. mehr Infos Im Workshop „Puppetry of the Invisible“ der niederländischen Puppenspielerin Cat Smits entstehen am Samstag, 16. Mai 2026, in der Zeit von 15 bis 18 Uhr, mit Puppenspieltechniken, Mimik, Körper und Bewegung aus kleinsten Elementen große Bilder. mehr Infos Die erste Festivalausgabe unter der neuen Leitung von Helene Ewert und Christofer Schmidt versammelt insgesamt 28 Produktionen aus 16 Ländern in Bochum, Essen, Herne, Recklinghausen, Gelsenkirchen und Wuppertal. Gerahmt werden die Vorstellungen durch Workshops, Talks, Partys und ein Kurzfilmprogramm. Infos und Karten zu allen Veranstaltungen gibt es auf der Fidena Homepage.

9 Uhr

Preisgekröntes Puppen- und Objekttheater im MiR

Solange das Fax funktioniert, ist alles gut

Die Büroangestellten Gruber (Luisa Krause), Noll (Moritz Ilmer), Weber (Gloria Iberl-Thieme) und das Paranormalen Phänomen (Daniel Jeroma, v.l.) in Svealena Kutschkes Stück „Fußnoten aus dem späten 21. Jahrhundert“.

„Ich will nur sagen: Zwei Stunden eine Zigarette rauchen, vielleicht geht das auch schneller“: Es sind ganz alltägliche Konflikte, die in Svealena Kutschkes Stück „Fußnoten aus dem späten 21. Jahrhundert“ das Salz in der faden Suppe des Büroalltags zwischen Abheften, Tackern und Kopieren darstellen. Ihr im vergangenen Jahr beim Heidelberger Stückemarkt ausgezeichnetes dystopisches Zukunftsszenario einer Klimakatastrophe, welche die Welt ins Chaos stürzt, feiert am Freitag, 13. Februar 2026, um 19.30 Uhr als Mischung aus Puppen- und Objekttheater im Kleinen Haus des Gelsenkirchener Musiktheaters im Revier Premiere in einer Inszenierung von Pablo Lawall. Gruber (Luisa Krause), Noll (Moritz Ilmer), Weber (Gloria Iberl-Thieme) und „Das paranormale Phänomen“ (Daniel Jeroma) arbeiten im Großraumbüro einer Behörde. Den Zweck ihres Tuns beschreiben sie so: „Aber unsere Aufgabe ist ja nicht das Lösen der, ähm, Probleme. Wir sind dafür zuständig, die, ähm, Probleme zu verwalten.“ In diesen Fußnoten steckt eine gute Portion Stromberg, doch bei Svealena Kutschke gibt es auch noch eine Außenwelt, in der es ziemlich übel zugeht. So sehr sich die wackeren Angestellten auch bemühen, die Katastrophe zu ignorieren, irgendwann können sie den riesigen Fleck, der sich an der Wand ausbreitet und überdeutlich vom nahenden Untergang kündet, nicht mehr übersehen. Und natürlich fragen sie sich: Warum hat dieser Fleck exakt die Umrisse von Deutschland? Svealena Kutschke erzählt in „Fußnoten aus dem späten 21. Jahrhundert“ mit einem hintersinnigen, manchmal absurden Humor, der sich mehr und mehr zuspitzt und verdunkelt, von Menschen im Großraumbüro einer Behörde, die unbeirrt ihre überflüssig gewordenen Aufgaben erfüllen, während draußen längst die gewohnte Ordnung zerbröckelt und das Chaos langsam durch die Wände ins Büro sickert. Mit diesem Text gewann sie 2025 beim renommierten Heidelberger Stückemarkt den erstmals vom Deutschen Forum für Figurentheater und Puppenspielkunst e.V. und dem Musiktheater im Revier gemeinsam ausgelobten Fidena-Preis. Die Koproduktion des MiR Puppentheaters (Bühne und Kostüme: Lex Hymer, Puppenbau: Ulrike Langenbein) mit dem Theater Heidelberg und dem Deutschen Forum für Figurentheater und Puppenspielkunst Fidena Bochum wird ab Ende April 2026 auch beim Heidelberger Stückemarkt gezeigt. Die 1977 in Lübeck geborene Autorin Svealena Kutschke lebt in Berlin und veröffentlichte bislang fünf Romane. Im Jahr 2019 wurde ihr erstes Theaterstück „zu unseren Füßen, das gold, aus dem boden verschwunden“ uraufgeführt. Es folgte 2023 „no shame in hope (eine Jogginghose ist ja kein Schicksal)“, das am Theater Oberhausen seine Uraufführung erlebte. Die Autorin war mehrfach Stipendiatin des Goetheinstitutes und erhielt etliche Auszeichnungen. Die Vorstellungen im Kleinen Haus des MiR: Karten unter musiktheater-im-revier.de oder unter Tel. 0209 – 4097200.

18 Uhr

Premiere des neuen Asterix-Bandes auf Ruhrdeutsch im LWL-Römermuseum

Lesung mit Bochumer Comedian Hennes Bender

Hennes Bender feiert mit dem zehnten Asterix-Band auf Ruhrdeutsch Premiere im LWL-Römermuseum.

Haltern. Am Freitag, 15. Mai 2026, um 19.30 Uhr liest der Autor Hennes Bender im LWL-Römermuseum in Haltern am See zum ersten Mal aus seiner neuen Ruhrdeutsch-Übersetzung des Comics „Der große Graben“, dem 25. Band der Asterix-Reihe. Bender hat den inzwischen zehnten Asterix-Band ins Ruhrdeutsche übersetzt. Diesmal heißt er „Der Mond von Wanne-Eickel“ und ist gleichzeitig der 105. aus der Reihe der Asterix-Mundartübersetzungen. Er erscheint am 7. April. Dieser Band erzählt die Geschichte von Schakeline und Fritz, in der die beiden versuchen, ihre verfeindeten Dörfer Wanne und Eickel wieder zu versöhnen. Hennes Bender: „Dat Abenteuer is eine Ode anne Liebe und gleichzeitich ein Aufruf zum Zusammenhalten, also genau dat wat dat Ruhrgebiet ausmachen tut: Spannung, Liebe, Lachen und Klopperei. Un über allem scheint er: Der Mond von Wanne-Eickel!“ Der Bochumer Hennes Bender ist Comedian, Autor, Moderator und Schauspieler - ausgezeichnet mit dem Deutschen Comedypreis 2004 und 2007, Gewinner von „Tegtmeiers Erben“ und Träger der Bochumer Grubenlampe in Gold. Er moderiert regelmäßig das Kabarettfest auf WDR5, war 2020 bis 2022 Podcaster bei „Blühende Landschaften“ mit Thomas Nicolai und bis Ende 2024 bei „Sträter Bender Streberg". Er ist Gastgeber beim "John Sinclair Nighttalk“ auf YouTube und regelmäßig zu Gast im Fernsehen und auf deutschen Bühnen. Nach der Lesung steht Bender für eine Signierstunde zur Verfügung. Karten für die Lesung kosten 20 Euro und können ab jetzt im Online-Vorverkauf oder direkt im LWL-Römermuseum erworben werden. Auch an der Abendkasse gibt es noch ein kleines Restkontingent. Hier geht es zum Online-Vorverkauf.

19:30 Uhr

'Vorsicht, Patienten!' am Kleinen Theater

Stefan Urban debütiert als Hausautor

'Vorsicht, Patienten!' heißt die neue Boulevardkomödie von Stefan Urban, die derzeit im Kleinen Theater Herne geprobt wird und am 18. April 2026 ihre Uraufführung feiert.

Das Kleine Theater Herne hat nach Jürgen Seifert und Dr. Christian Weymayr mit Stefan Urban einen dritten Hausautor. Nachdem der langjährige Schauspieler im Herner Amateurensemble 2021 bereits den Online-Krimi „Man(n) wird nur einmal 60“ vorlegte, ist „Vorsicht, Patienten!“ nun sein erstes Theaterstück. Die Uraufführungs-Premiere am 18. April 2026 ist bereits ausverkauft. In dem es recht boulevardesk zugeht: In der Arztpraxis von Dr. Stefan Liebhold (Markus Stehmann) läuft der Alltag selten nach Plan, denn hier treffen Temperamente aufeinander, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Da wäre die eigenwillige Ursula „Uschi“ Spritzmann (Gudrun Rosenke), die zwar kurz vor der Rente steht, aber mit einer Persönlichkeit ausgestattet ist, die man so schnell nicht vergisst. An ihrer Seite wirbelt die chaotische Auszubildende Sandy Schmatz (Lucy Janßen alternierend mit Lisa Liedtke), die jede Situation mit viel Enthusiasmus – und manchmal auch mit etwas zu viel Aktion – angeht. Und als wäre das nicht genug, sorgen die Patienten für ein Praxiserlebnis der besonderen Art: der Hypochonder Hugo Zipperlein (Benno Janßen) als Dauergast, Lieselotte Plauder (Anke Uzoma alternierend mit Christa Herzog) mit ihrem unerschöpflichen Redefluss, die elegante Beate Schwärmer (Heike Hebing alternierend mit Christine Boinski), der Außendienstler Bernd Hektikus (Jens Pelny alternierend mit Stephan Urban) im Dauerstress und der alternativ-entspannte Rainer Kräutergeist (Erik Hebing) bringen ihre ganz eigenen „Diagnosen“ mit – und treiben den Praxisbetrieb zuverlässig an die Grenze der Belastbarkeit. Zwischen Wartezimmer, Behandlungsraum und jeder Menge Pannen entsteht ein urkomischer Mikrokosmos, in dem Komödie und Realität auf charmante Weise verschwimmen. Stefan Urban gewährt in seinem Stück, das er auch selbst inszeniert, einen Blick hinter die Kulissen des Praxisalltags – voll Herz, Humor und liebevoller Alltagssatire. Sowohl die Uraufführungs-Premiere am 18. April 2026 als auch die drei Folgevorstellungen am 19., 24. und 26. April 2026 sind bereits ausverkauft, Restkarten sind für die Vorstellung am Sonntag, 3. Mai 2026, um 18 Uhr erhältlich.

20 Uhr

Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull

Klassenzimmerstück nach Thomas Mann

Hoppla, jetzt komm‘ ich: Mario Rolf Brutschin brilliert in der Titelrolle der Adaption des Thomas-Mann-Romans „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ am WLT.

In Thomas Manns unvollendet gebliebenem Entwicklungsroman „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“, an dem der Literatur-Nobelpreisträger von 1910 bis 1954 gearbeitet hat, blickt der 40-jährige Ich-Erzähler Felix auf sein bewegtes Leben zurück. „Aus feinstem Holz geschnitzt schon als kleiner Knabe“ habe sich der Sohn des rheinischen Lorley-Schaumwein-Produzenten als begnadeter Müßiggänger und notorischer Schulschwänzer, vor allem aber als höchst begabt zur „Große Freude“ genannten Liebeslust erwiesen – zunächst beim doppelt so alten Zimmermädchen Genovefa. Als die Sektfabrik pleite ist und sich sein Vater erschießt, zieht Felix mit seiner Mutter nach Frankfurt am Main, um dort eine kleine Pension zu eröffnen, während seine ältere Schwester Olympia zur Operette geht. Nachdem er sich, mit einer filmreifen realsatirischen Finte, bei der Wiesbadener Musterung dem Militärdienst entzogen hat, kann er als „Herzensgesellschafter“ der ungarischen Prostituierten Rosza ein bohèmehaftes Leben am Main führen, bevor er auf Vermittlung seines Paten Felix Schimmelpreester an der Seine beim Generaldirektor Stürzli im Pariser Grandhotel Saint James and Albany als Liftboy Armand beginnt. Und sogleich das Interesse einer Straßburger Dame, Madame Houpflé, erweckt. Bald kann der Frauenliebling bei Maitre Machatschek in den Kellnerdienst eintreten, wo er weiteren amourösen Versuchungen ausgesetzt ist von höheren Töchtern wie der 17-jährigen Eleanor aus Birmingham bis hin zu einem schottischen Lord. Felix freundet sich bei einem seiner Incognito-Ausflüge in die feine Gesellschaft mit dem Marquis de Venota an, der mit der schönen Soubrette Zaza liiert ist. Weshalb ihm seine Eltern mit Enterbung drohen, wenn er nicht ihr entsagt und auf Weltreise geht. Felix willigt ein, an seiner statt von Lissabon aus in See zu stechen und verwandelt sich mit den nötigen Papieren und Geldmitteln versehen in Louis de Venota alias Loulou. Bereits auf der Zugfahrt nach Portugal lernt er Antonio Jose Kuckuck kennen, Professor der Naturwissenschaft und Direktor des Naturhistorischen Museums Lissabon. Felix wird von dessen Gattin Maria Pia und Tochter Suzanna alias Zouzou herzlich aufgenommen. Als er mit Letzterer inflagranti erwischt wird, findet er Erfüllung am Busen der Mutter – bis zu seiner Abreise nach Südamerika… Nach Markus Kopfs Adaption „Mario und der Zauberer“ 2013 arbeitet das Westfälische Landestheater (WLT) Castrop-Rauxel mit „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ erneut einen bekannten Stoff Thomas Manns für ein junges Publikum (ab 15 Jahren bzw. 10. Klasse) auf. Karin Eppler hat ihre eigene Bühnenfassung als Klassenzimmerstück inszeniert mit dem 31-jährigen Schauspieler Mario Rolf Brutschin in der Solorolle des Felix Krull. Sie konzentriert sich dabei auf die erste Hälfte des 370-seitigen Romans, in dem sie eine überraschend gegenwärtige Geschichte entdeckt und von „Match!“ bis „Next Level“ behutsam sprachlich aktualisiert hat: „Felix Krull lügt kaum bewusst – er wird gelesen, interpretiert, bewundert. Mich interessiert, wie sehr eine Gesellschaft selbst daran beteiligt ist, ihren eigenen Betrug zu erzeugen.“ In unseren Zeiten der Fake News und der unter jungen Leuten grassierenden medialen Selbstinszenierung stellen sich Fragen nach der Wahrheit neu: Wer bestimmt, was wahr ist? Und warum lassen wir uns so gern täuschen? Mario Rolf Brutschin zieht gut fünfzig Minuten lang alle Register, verkörpert das achtjährige „Felix Wunderkind“ im Matrosenanzug ebenso virtuos wie den scheinbaren Epileptiker bei der Musterung im Unterhemd oder den gefälligen Liftboy in der Uniform der Pariser Nobelherberge. Der bei der Premiere am 5. Februar 2026 in der Recklinghäuser Käthe Kollwitz Gesamtschule heftig umjubelte WLT-Debütant schlüpft darüberhinaus rastellihaft in mehr als ein Dutzend Rollen. Geboren 1994 in Lörrach im Schwarzwald absolvierte Brutschin ein Studium an der Freiburger Schauspielschule, um danach vor allem am Landestheater Dinkelsbühl und am Münchner Theater für Kinder auf den Brettern zu stehen – und auf den Planken des TUI-Ozeanriesen „Mein Schiff“ für Unterhaltung auf den sieben Weltmeeren zu sorgen. 2024 mit dem Theaterpreis der Fränkischen Landeszeitung ausgezeichnet wird Mario Rolf Brutschin in dieser Spielzeit auch zum Ensemble der Rockshow „Respect! Die Würde des Menschen ist unantastbar“ von Tankred Schleinschock gehören, die – schon ‘mal zum Vormerken – am 21. Juni 2026 um 19.30 Uhr im Theater Duisburg gastiert. Doch zunächst tourt er in der 100. Jubiläumsinszenierung Karin Epplers, ihrer 16. Regiearbeit am WLT, durch das großen Einzugsgebiet des Landestheaters – und sorgt mit Extempores etwa zur erneuten Einführung der Wehrpflicht für beste Stimmung im Publikum. Am 25. Februar, 12. und 13. März 2026 können Schulen auch Vormittagsaufführungen im WLT-Studio am Europaplatz in Castrop-Rauxel buchen – und Erwachsene haben erstmals im Mai 2026 die Möglichkeit, Mario Rolf Brutschin im wahren Wortsinn hautnah zu erleben. Karten unter westfaelisches-landestheater.de oder Tel. 02305–978020.

20 Uhr

„Noch nicht tot, aber schon im Museum“

Hülk und Lippmeyer stellen in Düsseldorf aus

v.l. Wolfgang Hülk und Jörg Lippmeyer. 'Rettet die schönen Wörter' – Ausstellung im Mai 2026 in Düsseldorf.

Die beiden alten Künstlerfreunde tun es wieder: Der Zeichner und Fotograf Wolfgang Hülk und der freie Künstler Jörg Lippmeyer – beide Ur-Wanne-Eickeler – stellen ihre kollaborativ entstandenen Werke aus. Dieses Mal sind ihre Gemeinschaftsarbeiten von Mittwoch, 6. Mai, bis Sonntag, 31. Mai 2026, im Stadtmuseum Düsseldorf zu sehen. Die Eröffnungsrede zur Vernissage hält der Stadtführer und Buch-Autor Dietmar Schönhoff. Erneut widmen sich die Künstler Werken, mit denen sie sich anschicken, schöne Wörter dieser Welt zu retten. In einer Zeit, in der sich Sprache ständig weiterentwickelt und verändert, in der neue Begriffe – vorzugsweise aus technologischen Bereichen – entstehen, bleibt es ihr Anliegen, die Vielfalt der deutschen Sprache zu bewahren. Jörg Lippmeyer, vielen besser bekannt als „der bunte Mann aus Unser Fritz“, ist in seiner Heimatstadt bereits seit Jahren als Wörter-Retter unterwegs. In seinem Fundus finden sich Begriffe wie Flitzpiepe, Mumpitz, Brimborium, Kuddelmuddel oder auch Papperlapapp – Wörter, die vor dem Vergessen bewahrt werden sollen. Seit rund einem Jahr steht ihm dabei sein Düsseldorfer Künstlerfreund Wolfgang Hülk zur Seite. Hülk hat die Sammlung nicht nur erweitert, sondern sie auch um Düsseldorfer Mundart bereichert. So befinden sich nun so charmante Ausdrücke wie Retematäng oder Rotzech darin. Die beiden präsentieren die Wörter auf künstlerisch gestalteten Leinwänden. Anschließend bearbeitet jeder die Werke des anderen weiter, sodass fusionierte Arbeiten entstehen, die zwei Handschriften erkennen lassen. Mit diesem besonderen Projekt, leisten sie ihren Beitrag, die deutsche Sprache ein wenig lebendiger und fröhlicher zu behalten.

seit 6. Mai

Fuß- und Radverkehr wird über die Trasse Wanne-Constantin geführt

A43: Südstraße unter der Autobahn gesperrt

Die Autobahn Westfalen erneuert die A43-Brücke Südstraße im südlichen Herne (Symbolbild)

Die Autobahn Westfalen erneuert die A43-Brücke Südstraße im südlichen Herne. Für die Brückenbauarbeiten stehen weitere Sperrungen der Südstraße an. Folgende Termine sind geplant: Montag bis Mittwoch, 11. bis 20. Mai 2026, sowie Donnerstag, 21. Mai 2026, jeweils von 7 bis 18 Uhr. Umleitungen sind eingerichtet. Der Fuß- und Radverkehr wird über die Trasse Wanne-Constantin geführt. Der motorisierte Verkehr wird über die Bochumer Straße, den Westring, die Holsterhauser Straße und die Koniner Straße umgeleitet. Der Verkehr auf der A43 ist von den Arbeiten nicht betroffen.

seit 11. Mai

Abfuhrtermine zu Christi Himmelfahrt

Christi Himmelfahrt: Die Müllentsorgung findet einen Tag später statt.

Durch den Feiertag am Donnerstag, 14. Mai2026, ergeben sich Änderungen bei den Abfuhrterminen für die Restmülltonne, die Biotonne, die Papiertonne und die Wertstofftonne Im Abfallkalender sind die korrekten Abfuhrtermine bereits eingetragen.

seit 14. Mai

Samstag, 16. Mai

Reitverein St. Hubertus Herne/Bochum-Gerthe informiert

Bevorstehende Turniere über Christi Himmelfahrt

Am langen Wochenende rund um Christi Himmelfahrt 2026 am Donnerstag, 14. Mai 2026, sowie am Samstag und Sonntag, 16. und 17. Mai 2026, werden auf der Anlage des Reitvereins St. Hubertus Herne/Bochum-Gerthe gleich zwei abwechslungsreiche Events stattfinden (Symbolbild)

Am langen Wochenende rund um Christi Himmelfahrt 2026 am Donnerstag, 14. Mai 2026, sowie am Samstag und Sonntag, 16. und 17. Mai 2026, werden auf der Anlage des Reitvereins St. Hubertus Herne/Bochum-Gerthe gleich zwei abwechslungsreiche Events stattfinden. Pferdesportbegeisterte, Familien und Neugierige dürfen sich auf spannende Wettkämpfe und ein buntes Rahmenprogramm freuen. Der Donnerstag steht ganz im Zeichen des Einstiegs in den Turniersport: Mit viel Spiel, Spaß und kleineren Prüfungen sammeln besonders junge Reiterinnen und Reiter ihre ersten wertvollen Turniererfahrungen. Für zusätzliche Unterhaltung sorgen außergewöhnliche Wettbewerbe wie die „Jump and Dog“- sowie die „Jump and Wheelbarrow“-Prüfung, die garantiert für Begeisterung und gute Stimmung bei Teilnehmern und Zuschauern sorgen. Passend zum Vatertag dürfen sich bei der „Jump and Wheelbarrow“-Prüfung zudem alle teilnehmenden Väter über einen besonderen Ehrenpreis freuen. In der Zeit von 15:00-16:00 Uhr findet außerdem eine Happy Hour statt. Am Samstag und Sonntag findet mit dem Youngster Meeting das sportliche Highlight des Wochenendes statt. Hier stehen zahlreiche Dressur- und Springprüfungen für junge Pferde auf dem Programm. Die Zuschauer erwartet hochklassiger Sport bis zur mittelschweren Klasse, bei dem sich die Pferde- und Reiterpaare präsentieren können. Abseits des Turniergeschehens ist bestens für das leibliche Wohl gesorgt. An allen drei Tagen kümmern sich die engagierten Vereinsmitglieder um ein vielfältiges gastronomisches Angebot. Wer also Pferdesport, gute Laune und leckeres Essen in angenehmer Atmosphäre verbinden möchte, sollte sich dieses besondere Wochenende nicht entgehen lassen.

Pfarrei St. Christophorus

Frühlingsfest in Herz-Jesu

Frühlingsfest in Herz-Jesu.

Die Gemeinde Herz-Jesu in Wanne Nord an der Gahlenstraße lädt am Samstag, 16. Mai 2026, zu ihrem Frühlingsfest ein. Das Fest beginnt ab 15 Uhr rund um den Kirchturm. Waffeln und Gegrilltes stehen den Besuchern zur Stärkung parat, ebenso kalte und warme Getränke.

Lebenskluge Komödie der Volksbühne Körner

'Anderthalb Stunden zu spät'

In der lebensklugen französischen Komödie von Gérald Sibleyras und Jean Dell brillieren Klaus Mahlberg und Heike Gruß.

„Kommen wir zu spät?“ - „Ja, mit Sicherheit.“ - „Ach so, dann habe ich ja noch etwas Zeit“: Er tigert nervös im Mantel durch die modern eingerichtete Wohnung (Sonderapplaus für die Bühnenbildner Peter Mahlberg, Franz Josef Krabbe, Kijara Keppler und Karin Krebs), immer häufiger geht sein Blick zum gut bestückten Barwagen. Sie lässt sich zwar immer ‘mal wieder kurz blicken, verschwindet dann aber rasch mit immer wieder neuen Ausreden. Pierre (Klaus Mahlberg) und Laurence Sansieu (Heike Gruß) sind seit 30 Jahren verheiratet. Seit ihr gemeinsamer Sohn Alexander aus dem Haus ist, der Achtzehnjährige studiert in Straßburg, hat zumindest für Laurence ein neuer Lebensabschnitt begonnen. Zwar ist auch der erfolgreiche Pariser Steueranwalt bereit, zumindest etwas kürzer zu treten: Sein Freund und Geschäftspartner Chalmet hat Anteile an seiner Kanzlei erworben, was an diesem Abend gebührend gefeiert werden soll. Aber für Laurence stellt sich die Frage nach der Zukunftsgestaltung grundsätzlicher: „Ohne Kinder bin ich überflüssig.“ Weshalb ihr der Sinn nicht nach Smalltalk mit Chalmet steht, sondern nach einem offenen, tiefgründigen Austausch mit ihrem „Dealmaker“ von Gatten. Zumal die 56-Jährige gerade erfahren hat, dass sie Großmutter geworden ist und sie die englische Schwiegertochter partout nicht leiden kann. „Jetzt wollen wir das Fass aber nicht zum Überlaufen bringen“ mahnt Pierre, der alle Register gezogen hat, um seine Gattin umzustimmen, nun aber erkennen muss, sein Repertoire ausgereizt zu haben. Seufzend lässt er sich neben Laurence nieder in der Hoffnung, irgendwie doch noch die Kurve zu kriegen, wenn sie sich ausgesprochen hat über ihr bisheriges Leben in der Familie und das künftige zu zweit. Kurz: über den bevorstehenden Ruhestand, den „Endspurt zum Sarg.“ Sie möchte sich verstärkt ihrem Hobby, der Malerei, zuwenden und das nun verwaiste Zimmer des Jüngsten als Atelier nutzen. Schließlich sei sie nicht zur Glucke geboren, sondern eine geworden. Sichtlich widerwillig und zunehmend resigniert lässt sich Pierre auf das Gespräch ein, in dessen Verlauf sich Laurence von der enttäuschten Großmutter zur entflammten Kurtisane mausert und das am Premierenabend am Samstag (21.2.2026) begeisterte Publikum ganz nebenbei erfährt, nach welcher Logik die Welt funktioniert, wieso ein Ehebruch der Ehe guttut und wodurch Persönlichkeiten wie Vasco da Gama oder Leonardo da Vinci überhaupt erst möglich wurden. Kaum ein Lebensbereich bleibt unberührt; sogar Alexander der Große und Che Guevara werden miteinbezogen. Auf ungemein humorvoll-lebenskluge Weise zeichnen die Autoren Gérald Sibleyras und Jean Dell die Wünsche und Nöte dieses liebevoll gezeichneten „Vorruhestandspaares“, das mit großer Leidenschaft und Schlagfertigkeit ihre Beziehung seziert. Und je länger das Gespräch der beiden dauert, desto emotionaler und bewegender wird es. Alte Gewissheiten geraten ins Wanken und völlig neue Horizonte tun sich auf – um sich am Ende als Paar genau dort wiederzufinden, wo Laurence und Pierre angefangen haben. Denn trotz allem schaffen sie es noch: Sie kommen zwar zu spät, aber letztendlich „nur“ anderthalb Stunden… Das Zwei-Personen-Stück „Une heure et demie de retard“, so der Originaltitel, ist am 6. September 2005 Théâtre des Mathurins in Paris uraufgeführt worden. Die Deutschsprachige Erstaufführung folgte erst im September 2014 in der Berliner Komödie am Kurfürstendamm mit Herbert Herrmann (auch Regie) und Nora von Collande. Auch die Volksbühne Körner spielt die deutsche Übersetzung von Dorothea Renckhoff und Fedora Wesseler in der am Premierenabend mit stehenden Ovationen gefeierten Inszenierung Klaus Mahlbergs. Der in Heike Gruß eine in jeder Hinsicht ebenbürtige Bühnenpartnerin hat in dieser ganz von geschliffenen Dialogen lebenden Komödie, die binnen zweier höchst unterhaltsamer Stunden weder boulevardesk-türenknallend noch schenkelklopfend-pointengeil daherkommt, sondern beinahe pausenlos für enormen Wiedererkennungswert beim Publikum in der intimen Atmosphäre der Komödie am Park sorgt. Der Eickeler Bresser-Keller erweist sich einmal mehr als ideale Spielstätte für hautnah zu erlebendes emotionales Theater. Karten im Vorverkauf für die weiteren Vorstellungen in der Komödie am Park an der Hauptstraße 25 in Herne-Eickel am 28. und 29. März, 18. und 19. April, 16. und 17. Mai sowie 27. und 28. Juni 2026 sind bei „Blickpunkt Optik“ an der Hauptstraße 21 in Eickel, Tel. 02325 - 61760, erhältlich.

Fidena Festival in Herne

Bühnencomic, Miniaturfiguren und Objekttheater

What's wrong with people – das Stück des Duos 'half past selber schuld' kommt in die Flottmann Hallen.

Comictheater über das Menschsein, Miniaturfiguren aus dem 3D- Drucker und berührendes Objekttheater über eine vergangene Liebe – von Donnerstag bis Samstag, 14. bis 16. Mai 2026, ist das Fidena Festival wieder in Herne zu Gast. Neben den Flottmann-Hallen ist erstmalig das LWL-Museum für Archäologie und Kultur als Spielstätte dabei. Das internationale Figurentheaterfestival aus Bochum zeigt vier herausragende Produktionen aus Litauen, Tschechien und Deutschland sowie zwei Workshops für Jugendliche und Erwachsene. Los geht es am Donnerstagabend, 14. Mai 2026, 18 Uhr, in den Flottmann-Hallen. Das dem Herner Publikum bestens bekannte Düsseldorfer Duo half past selber schuld spielt „What’s wrong with people“. In ihrem sogenannten Bühnencomic, einer Mischung aus Figurenspiel, Animationsfilm, Projektion, und Musik entwerfen sie ein kritisches Gesellschaftsbild in grotesk-komischen Episoden. mehr Infos und Tickets In den Flottmann Hallen laufen am Freitag und Samstag, 15. und 16. Mai 2026, auch zwei Folgen der europäischen Theaterserie „TRANSPORT“. Mithilfe von Miniaturfiguren aus dem 3D-Drucker befasst sich die Serie in intimem Setting mit den Auswirkungen menschlichen Handelns auf die Umwelt. In „Fasten your Seat Belts!“ erzählt das Klaipėdos lėlių teatras aus Litauen von einer exzessiven Party unter Milliardär:innen und dem boomenden Weltraumtourismus. mehr Infos und Tickets In „Tipping Point“ vom Divadlo Alfa aus Pilsen beobachtet das Publikum ein spannendes Gerichtsdrama, das die Folgen einer verheerenden Ölkatastrophe beleuchtet. mehr Infos und Tickets Die anderen vier Teile zeigt das Festival in Bochum und Essen. Am 15. wird zudem eine Bustour mit Kaffee und Kuchen angeboten, mit der man alle sechs Teile hintereinander sehen kann. Im LWL-Museum für Archäologie und Kultur ist der Gewinner des Fritz- Wortelmann-Preises für Figurentheater am Freitag und Samstag, 15. und 16. Mai 2026, zu sehen. Akira Schroth spielt am 16. Mai dreimal sein Stück „fly with u“. In nur 15 Minuten entfaltet er die große Kraft des Objekttheaters und erzählt mit wenigen Mitteln eine Liebesgeschichte vor einem dunklen politischen Hintergrund. Im Museum läuft außerdem in Dauerschleife der Dokumentarfilm „Radikal Dinglich!“, der faszinierende Einblicke in eine überraschend vielfältige, lebendige Figurentheaterszene gibt. mehr Infos und Tickets Der Workshop „Die Logistik meines Alltags“ des Velberter Kollektivs Armada Theater lädt die Teilnehmer:innen am Samstag, 16. Mai 2026, ein, ihre Alltagsabläufe mit den Mitteln des Objekttheaters kreativ zu hinterfragen. Die Teilnahme ist kostenfrei. mehr Infos Im Workshop „Puppetry of the Invisible“ der niederländischen Puppenspielerin Cat Smits entstehen am Samstag, 16. Mai 2026, in der Zeit von 15 bis 18 Uhr, mit Puppenspieltechniken, Mimik, Körper und Bewegung aus kleinsten Elementen große Bilder. mehr Infos Die erste Festivalausgabe unter der neuen Leitung von Helene Ewert und Christofer Schmidt versammelt insgesamt 28 Produktionen aus 16 Ländern in Bochum, Essen, Herne, Recklinghausen, Gelsenkirchen und Wuppertal. Gerahmt werden die Vorstellungen durch Workshops, Talks, Partys und ein Kurzfilmprogramm. Infos und Karten zu allen Veranstaltungen gibt es auf der Fidena Homepage.

10 Uhr

HTC richtet Ligaturnier der Tänzer aus

Die HTC Tänzerinnen Be crazy – sie tanzen in der Regionalliga.

Der Herner Turn-Club 1880 richtet am Wochenende, Samstag und Sonntag, 16. und 17. Mai 2026, erneut ein großes Ligaturnier im Bereich Jazz- und Modern/Contemporary aus. Zum 15. Mal seit der Gründung der Tanzabteilung im Jahr 2006 wurde der HTC vom Tanzsportverband NRW mit der Ausrichtung beauftragt. An den beiden Tagen präsentieren 40 Mannschaften ihr Können in insgesamt vier Startklassen in der Sporthalle am Westring. Der Samstag beginnt mit der Kinderverbandsliga. Nach dem Aufstieg in die höchste Kinderliga in der vergangenen Saison tritt die HTC-Mannschaft La melodia mit dem Ziel an, sich in der Liga zu behaupten. Die Trainerinnen haben in den vergangenen Wochen intensiv an der Choreografie gearbeitet, um die bestmögliche Leistung auf die Fläche zu bringen. die HTC Tänzerinnen Move!. Im Anschluss folgt ab etwa 17:30 Uhr die Regionalliga – die höchste Liga der Erwachsenen an diesem Wochenende. Hier startet die HTC-Formation Be crazy, die sich in dieser Saison im Mittelfeld der Tabelle bewegt. Vor heimischem Publikum möchte das Team seine Leistung erneut bestätigen und wichtige Punkte sammeln. Am Sonntag öffnet die Westringhalle um 13 Uhr ihre Türen. Den Auftakt macht die Jugendlandesliga. Die Herner Mannschaft Move! liegt aktuell auf dem dritten Tabellenplatz und konnte in dieser Saison bereits zwei Pokale feiern. An diesen Erfolg möchte das Team zuhause anknüpfen. Den Abschluss des Turnierwochenendes bildet ab etwa 16:30 Uhr die Verbandsliga. Hier sind gleich zwei HTC-Teams vertreten: Während sixPoint aktuell souverän die Tabelle anführt und gute Chancen auf den Aufstieg in die Oberliga hat, kämpft FOURmation auf dem zweiten Platz um eine mögliche Relegation. Spannende Entscheidungen sind somit garantiert. Die Tanzabteilung des HTC freut sich auf zahlreiche Zuschauer, die mit ihrer Unterstützung für eine besondere Atmosphäre sorgen und alle Teams mit Applaus begleiten.

14 Uhr

Installation 'Schwarzkaue/Weißkaue' zu sehen

Gereon Krebber in der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3

Keramische Kugeln im Außenraum der Künstlerzeche Unser Fritz erinnern an fragile Schneefragmente - sie sind Teil der Ausstellung und Installation "Schwarzkaue/Weißkaue" von Gereon Krebber.

Gereon Krebber, seit 2012 Professor für Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf, stellt eine raumgreifende Installation ins Kauengebäude der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3 und greift unter dem Titel „Schwarzkaue/Weißkaue“ am historischen Ort in Unser Fritz die historische Funktion der Kauen als Umkleideräume im Bergbau auf und verschiebt deren ursprüngliche Ordnung: Schwarz und Weiß, Arbeit und Alltag, werden räumlich vertauscht. Die von Danuta Karsten und Florian Kunath kuratierte Ausstellung wird am Samstag, 25. April 2026, um 17 Uhr in der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3 eröffnet. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des Fördervereins, Jürgen Hausmann, führt Georg Elben, Direktor des Skulpturenmuseums Marl, in Leben und Werk des Bildhauers ein. Nach einem Studium generale am Leibniz-Kolleg in Tübingen wechselte Gereon Krebber von 1994 bis 2000 an der Düsseldorfer Kunstakademie als Schüler von Tony Cragg und Hubert Kiecol. Anschließend setzte er seine Ausbildung mit einem Bildhauer-Studium am Royal College of Art in London fort. Krebber, der in Köln lebt und arbeitet, zählt längst zu den profilierten Bildhauern seiner Generation. Seine Arbeiten sind national und international in Ausstellungen und Sammlungen vertreten. Der gebürtige Oberhausener des Jahrgangs 1973 hat bereits in Herne ausgestellt, im Rahmen des Kultur-Hauptstadtjahres zusammen mit Luka Fineisen „Wasserspiegel“ in den Flottmann-Hallen als Auftakt der Ausstellungsreihe „liquid area“ (Flüssigkeitsbereich) der Ruhr.2010. Mit der Ausstellung „Schwarzkaue/Weißkaue“ entwickelt Gereon Krebber nun auf Unser Fritz eine ortsspezifische Installation, die direkt aus der Geschichte der ehemaligen Zeche heraus gedacht ist. Ausgangspunkt sind die sogenannten Kauen – die Umkleideräume der Bergleute, in denen zwischen Arbeits- und Alltagskleidung getrennt wurde. Krebber greift diese Struktur auf und kehrt sie bewusst um: Schwarz und Weiß, Arbeit und Alltag, verschieben ihre Plätze. In der Weißkaue breitet sich eine große, kohlenschwarze Formation aus verbranntem Holz aus, verschachtelt und beinahe labyrinthisch. In der Schwarzkaue hingegen hängt ein heller, unregelmäßig gesägter Körper aus Styropor und Wachs, leicht geneigt und in Bewegung. Diese Gegenüberstellung bildet den Kern der Ausstellung. Ergänzt wird sie durch eine Reihe eigenwilliger plastischer Arbeiten: farbig gesprenkelte, quallenartige Keramiken an den Wänden, ein grünlich schimmernder, von wurmartigen Strukturen überzogener Körper aus Bauschaum sowie keramische Kugeln im Außenraum, die an fragile Schneefragmente erinnern. Zwischen diesen Elementen entsteht ein irritierendes, zugleich spielerisches Szenario, das sich jeder eindeutigen Lesart entzieht. Inhaltlich verbindet die Ausstellung zwei zentrale Traditionslinien des Ruhrgebiets: Bergbau und Keramik. Ohne die materiellen und infrastrukturellen Voraussetzungen des Bergbaus wäre keramische Produktion in dieser Form nicht denkbar gewesen. Krebber nimmt diese historische Verbindung nicht illustrativ auf, sondern überführt sie in eine eigenständige, zeitgenössische Formensprache. Fragen von Material, Transformation und – unterschwellig – auch von Klima und Vergänglichkeit werden dabei mit verhandelt. Die Ausstellung „Schwarzkaue/Weißkaue“ ist im Anschluss an die Vernissage noch bis Sonntag, 17. Mai 2026 in der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3, Zur Künstlerzeche 10 in 44653 Herne bei freiem Eintritt zu sehen: Mittwochs und samstags jeweils zwischen 15 und 18 Uhr sowie sonntags von 14 bis 17 Uhr. Zum Rahmenprogramm gehören das Künstlercafé auf Unser Fritz am Samstag, 2. Mai 2026 von 14:30 bis 16:30 Uhr sowie der gemütliche Feierabend-Plausch „Schichtwechsel“ am Freitag, 8. Mai 2026 von 18 bis 21 Uhr.

15 Uhr

Künstlergespräch mit Gereon Krebber

Der Kölner Bildhauer Gereon Krebber zeigt in der Künstlerzeche neben der raumgreifenden Installation auch eigenwillige plastische Arbeiten.

Die Künstlerzeche Unser Fritz 2/3 lädt am Samstag, 16. Mai 2026, ab 16 Uhr, zu einem Künstlergespräch mit Gereon Krebber ein. Gemeinsam mit dem Künstler können Besucher die Ausstellung „Schwarzkaue Weisskaue“ neu entdecken. (halloherne berichtete) Im Gespräch gibt Gereon Krebber Einblicke in seine Arbeitsweisen, Materialien und Denkvorgänge. Dabei geht es auch um die besondere Architektur der ehemaligen Zeche und die Verbindung von Skulptur, Raum und Erinnerung. Das Künstlergespräch bietet die Möglichkeit, die Ausstellung und ihre Hintergründe direkt mit dem Künstler zu erleben.

16 Uhr

Liederabend in der Kreuzkirche

Von Tiefe und Wärme

Fenster der Kreuzkirche.

In der Kreuzkirche findet am Samstag, 16. Mai 2026, ab 18 Uhr, ein Liederabend mit Werken von Purcell, Mozart, Wagner und anderen statt. Bei freiem Eintritt tragen Pia Leimann (Mezzodopran), Dirk Fried Karna (Bass) und Thomas Hinz (Klavier) die Werke vor.

18 Uhr

Leonard Bernsteins Gesamtkunstwerk

'On The Town' im Theater Duisburg

Fahr ‘mal wieder U-Bahn: Ozzie (Peter Lewys Preston), Gabey (Leon de Graaf) und Chip (Julius Störmer) auf 24-Stunden-Trip in New York.

„New York, New York“: Mit dem eher träumerischen Gabey (überragend: der in Kolumbien geborene, in Amsterdam und Göteborg ausgebildete Musical-Allrounder Leon de Graaf), dem wissensdurstigen Chip (Folkwang-Absolvent Julius Störmer) und dem „Checker“ Ozzie (Peter Lewys Preston, zweifacher Sieger im Bundeswettbewerb Gesang) entsteigen drei US-Boys 1944 einem im Hintergrund auftauchenden Kriegsschiff (grandiose Bühne, suggestive Videos: Momme Hinrichs). Kurz bevor sie als Matrosen in den Zweiten Weltkrieg gegen die Nazis ziehen, wollen sie ihren 24-stündigen Landurlaub gründlich nutzen: Während es Chip eher zu den Sehenswürdigkeiten zieht, wollen die beiden anderen in Big Apple noch einmal ein Fass aufmachen – mit Mädchen versteht sich. „Gabey's Comin' To Town“: Als er in der Subway ein Plakat mit der „Miss U-Bahn des Juni“ entdeckt, ist Gabey hin und weg. Diese entzückende Ivy Smith (Maria Joachimstaller) soll Gesang und Malerei studieren. Doch wie sie finden? Chip gibt seinen Plan zugunsten des Freundes auf: Das Trio trennt sich, um abends nach erhofftem Erfolg am Times Square wieder zusammenzukommen. Ersterer wird von der gerade aus ihrem Job gefeuerten Taxifahrerin Hildy (besitzergreifend: Laura Magdalena Goblirsch) gesucht, gefunden und später daheim sogar bekocht. Wenigstens die letzte Tour mit ihrem geliebten Yellow Cab soll ihr noch Spaß machen. Währenddessen hat sich der Draufgänger Ozzie ins Naturkundemuseum verirrt, wo er auf die scheinbar unterkühlt-intellektuelle Anthropologie-Studentin Claire (stille Wasser sind tief: Valerie Luksch) trifft, die ausgerechnet diesen Checker als Urbild des Mannes entdeckt. Welcher freilich im Handumdrehen in ihr Saiten zum Klingen bringt, wie es ihrem langweiligen Verlobten, dem so noblen wie verständnisvollen und dabei auch noch geradezu verschwenderisch-großzügigen Richter Pitkin Brigework (glänzt auch als Moderator: der holländische Bariton Peter Bording) niemals möglich wäre: „Carried Away“ ist eines der zu Herzen gehenden Duette mit Ohrwurm-Qualität dieses völlig zu Unrecht kaum gespielten Frühwerks Leonard Bernsteins. „Lucky to Be Me“: Aber auch Gabey ist fündig geworden – in der Carnegie Hall, wo er auf seine preisgekrönte Schönheit Ivy trifft – und auf ihre Gesangslehrerin Madame Dilly (die Londoner Sopranistin Morenike Fadayomi aus dem Rheinopern-Ensemble). Die ist der Auffassung: „Sex und Kunst passen nicht zusammen“, weshalb sie die abendliche Verabredung hintertreibt. So erscheinen auf dem Times Square nur die Ivy-Doubles Claire und Hildy, weshalb Chip und Ozzie ihren trauernden Kameraden mit einer ausgiebigen Nachtclub-Tour aufmuntern wollen. Die weit nach Mitternacht auf Coney Island endet, wo Ivy in einer leichtbekleideten Tänzerin seine Miss U-Bahn erkennt. Doch kaum hat jeder Topf seinen Deckel gefunden, heißt es auch schon: Leinen los! Und das nächste Trio erlebnishungriger Matrosen entert die Pier... Mit seinem ersten, am 28. Dezember 1944 im New Yorker Adelphi Theatre uraufgeführten ersten Musical-Erstling „On the Town“ machte der junge Leonard Bernstein New York, der Stadt seiner Träume, und ihren Menschen eine rauschende Liebeserklärung. Mit jazzigem Sound und pulsierender Lebensfreude, die sich vor allem in rasanten Tanzszenen und grandiosen Ensemblenummern Bahn bricht, führte der anhaltend große Publikumserfolg 1949 zur legendären Verfilmung mit Gene Kelly und Frank Sinatra. Doch erst 1977 wurde diese auch unter „New York, New York“ bekannte Musical-Perle im Pfalztheater in Kaiserslautern auf Deutsch erstaufgeführt. Die alle Sinne ins Wallen bringende Neuproduktion der Deutschen Oper am Rhein, die unter der musikalischen Leitung von Stefan Klingele am Pult der Duisburger Philharmoniker in der turbulenten knapp dreistündigen Inszenierung von Louisa Proske am Premierenabend des 25. April 2026 stehend gefeiert wurde, vereint die im Original gesungene Musik mit den deutschen Dialogen von Jens Luckwaldt – eine glückliche Kombination. Um nicht zu viel zu verraten: Die Subway-Szenen haben ‘was vom Berlin-Musical „Linie 1“ mit Dominik Müller als Plakatkleber und Veronika de Vries als Wilmersdorfer Witwe, die Werbebotschaften der „Miss U-Bahn“ erinnern an nicht nur an die 1950er Jahre, sondern auch an manche aktuelle Kehrtwendungen der US-Politik im bewussten Kontrast zu den jungen, selbstbewussten Protagonistinnen unter Einschluss der Dragqueen Dolores (Joel Zupan), eine poetische Schirm-Choreographie wird von rasanten Tanzszenen abgelöst und der Burlesque-Schuppen könnte einem expressionistischen Film der 1920er Jahre entstammen. „Lonely Town“, „Ya Got Me“: Es sind nicht Ohrwürmer wie in seiner „West Side Story“, mit denen Leonard Bernstein in „On the Town“ begeistert, sondern es ist das Gesamtkunstwerk, zumal wenn es wie hier an der Rheinoper mit leichter Ironie und eher heiteren Bezügen auf unsere Gegenwart beiderseits des Großen Teichs angereichert wird. Da die Vorstellungen im Theater Duisburg bis Saisonende schon sehr gut gebucht sind, hat bereits der Vorverkauf für die kommende Spielzeit 2026/27 begonnen. Die weiteren Aufführungen im Theater Duisburg: Karten unter operamrhein.de oder Tel. 0203 – 28362100.

19:30 Uhr

'Anderthalb Stunden zu spät'

Neue Komödie der Volksbühne Körner

Heike Gruß und Klaus Mahlberg geben in der Komödie „Anderthalb Stunden zu spät“ ein Ehepaar, das kurz vor der Pierres Pension steht, die bei Gattin Laurence einige Befürchtungen auslöst.

Laurence: „Kommen wir zu spät?“. Pierre: „Ja, mit Sicherheit.“ Laurence: „Ach so, dann habe ich ja noch etwas Zeit.“ Pierre (Klaus Mahlberg) und Laurence Sansieu (Heike Gruß), seit 30 Jahren verheiratet, sind zum Abendessen bei Pierres Geschäftspartner und Freund Chalmet eingeladen. Pierre wartet schon seit einer Viertelstunde darauf, dass Laurence endlich fertig wird – doch im letzten Moment entschließt sie sich, dass sie keine Lust auf die Einladung hat. Sie will endlich einmal mit ihm reden. Von sich. Von ihm. Von ihnen beiden. Von ihren Kindern. Und vor allem über die vielen, vielen gemeinsamen Jahre und davon, was am Horizont droht: Der Ruhestand. Eben ist Laurence Großmutter geworden, der jüngste Sohn ausgezogen. Mit dem bevorstehenden Ruhestand ihres Mannes könnte nun ein ruhigeres Kapitel im Leben der Eheleute beginnen – doch genau davor graut der eigenwilligen Hobbymalerin, denn die neue Lebensphase löst bei ihr nicht nur erhöhten Redebedarf, sondern auch eine Identitätskrise aus. Nur widerwillig lässt Pierre sich auf das Gespräch ein. Und so erfahren wir neben vielen anderen erhellenden Aussagen nicht nur, nach welcher Logik die Welt funktioniert, sondern auch, wieso ein Ehebruch der Ehe guttut und wodurch Persönlichkeiten wie Vasco da Gama oder Leonardo da Vinci überhaupt erst möglich wurden. Kaum ein Lebensbereich bleibt unberührt; sogar Alexander der Große und Che Guevara werden miteinbezogen. Auf sehr humorvolle Weise zeichnen die Autoren Gérald Sibleyras und Jean Dell die Wünsche und Nöte dieses liebevollen „Vorruhestandspaares“, das mit großer Leidenschaft und Schlagfertigkeit ihre Beziehung seziert. Und je länger das Gespräch der beiden dauert, desto emotionaler und bewegender wird es. Alte Gewissheiten geraten ins Wanken und völlig neue Horizonte tun sich auf – um sich am Ende als Paar genau dort wiederzufinden, wo Laurence und Pierre angefangen haben. Denn trotz allem schaffen sie es noch: Sie kommen zwar zu spät, aber letztendlich „nur“ ‚Anderthalb Stunden‘… Das Zwei-Personen-Stück „Une heure et demie de retard“, so der Originaltitel, stammt aus der Feder des am 7. November 1961 in Paris geborenen Gérald Sibleyras („Wind in den Pappeln“), der zu den meistgespielten französischen Theaterautoren Europas gehört. Er ist ebenso mit dem Prix Molière ausgezeichnet worden wie sein gleichaltriger, in Saint-Etienne geborener Ko-Autor, der Schauspieler Jean Dell, den man hierzulande etwa aus dem Film „Grace of Monaco“ an der Seite von Nicole Kidman kennt. Uraufgeführt am 6. September 2005 Théâtre des Mathurins in Paris in der Regie des Hausherrn Bernard Murat mit Patrick Chesnais und Evelyne Buyle fand die Deutschsprachige Erstaufführung im September 2014 in der Berliner Komödie am Kurfürstendamm mit Herbert Herrmann (auch Regie) und Nora von Collande statt. Auch die Volksbühne Körner spielt die deutsche Übersetzung von Dorothea Renckhoff und Fedora Wesseler, Premiere der Inszenierung von Klaus Mahlberg ist in der Komödie am Park am Samstag, 21. Februar 2026, um 19:30 Uhr. Karten im Vorverkauf auch für die weiteren Vorstellungen am 22. Februar, 28. und 29. März, 18. und 19. April, 16. und 17. Mai sowie 27. und 28. Juni 2026 sind bei „Blickpunkt Optik“ an der Hauptstraße 21 in Eickel, Tel 02325 - 61760, erhältlich.

19:30 Uhr

Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull

Klassenzimmerstück nach Thomas Mann

Hoppla, jetzt komm‘ ich: Mario Rolf Brutschin brilliert in der Titelrolle der Adaption des Thomas-Mann-Romans „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ am WLT.

In Thomas Manns unvollendet gebliebenem Entwicklungsroman „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“, an dem der Literatur-Nobelpreisträger von 1910 bis 1954 gearbeitet hat, blickt der 40-jährige Ich-Erzähler Felix auf sein bewegtes Leben zurück. „Aus feinstem Holz geschnitzt schon als kleiner Knabe“ habe sich der Sohn des rheinischen Lorley-Schaumwein-Produzenten als begnadeter Müßiggänger und notorischer Schulschwänzer, vor allem aber als höchst begabt zur „Große Freude“ genannten Liebeslust erwiesen – zunächst beim doppelt so alten Zimmermädchen Genovefa. Als die Sektfabrik pleite ist und sich sein Vater erschießt, zieht Felix mit seiner Mutter nach Frankfurt am Main, um dort eine kleine Pension zu eröffnen, während seine ältere Schwester Olympia zur Operette geht. Nachdem er sich, mit einer filmreifen realsatirischen Finte, bei der Wiesbadener Musterung dem Militärdienst entzogen hat, kann er als „Herzensgesellschafter“ der ungarischen Prostituierten Rosza ein bohèmehaftes Leben am Main führen, bevor er auf Vermittlung seines Paten Felix Schimmelpreester an der Seine beim Generaldirektor Stürzli im Pariser Grandhotel Saint James and Albany als Liftboy Armand beginnt. Und sogleich das Interesse einer Straßburger Dame, Madame Houpflé, erweckt. Bald kann der Frauenliebling bei Maitre Machatschek in den Kellnerdienst eintreten, wo er weiteren amourösen Versuchungen ausgesetzt ist von höheren Töchtern wie der 17-jährigen Eleanor aus Birmingham bis hin zu einem schottischen Lord. Felix freundet sich bei einem seiner Incognito-Ausflüge in die feine Gesellschaft mit dem Marquis de Venota an, der mit der schönen Soubrette Zaza liiert ist. Weshalb ihm seine Eltern mit Enterbung drohen, wenn er nicht ihr entsagt und auf Weltreise geht. Felix willigt ein, an seiner statt von Lissabon aus in See zu stechen und verwandelt sich mit den nötigen Papieren und Geldmitteln versehen in Louis de Venota alias Loulou. Bereits auf der Zugfahrt nach Portugal lernt er Antonio Jose Kuckuck kennen, Professor der Naturwissenschaft und Direktor des Naturhistorischen Museums Lissabon. Felix wird von dessen Gattin Maria Pia und Tochter Suzanna alias Zouzou herzlich aufgenommen. Als er mit Letzterer inflagranti erwischt wird, findet er Erfüllung am Busen der Mutter – bis zu seiner Abreise nach Südamerika… Nach Markus Kopfs Adaption „Mario und der Zauberer“ 2013 arbeitet das Westfälische Landestheater (WLT) Castrop-Rauxel mit „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ erneut einen bekannten Stoff Thomas Manns für ein junges Publikum (ab 15 Jahren bzw. 10. Klasse) auf. Karin Eppler hat ihre eigene Bühnenfassung als Klassenzimmerstück inszeniert mit dem 31-jährigen Schauspieler Mario Rolf Brutschin in der Solorolle des Felix Krull. Sie konzentriert sich dabei auf die erste Hälfte des 370-seitigen Romans, in dem sie eine überraschend gegenwärtige Geschichte entdeckt und von „Match!“ bis „Next Level“ behutsam sprachlich aktualisiert hat: „Felix Krull lügt kaum bewusst – er wird gelesen, interpretiert, bewundert. Mich interessiert, wie sehr eine Gesellschaft selbst daran beteiligt ist, ihren eigenen Betrug zu erzeugen.“ In unseren Zeiten der Fake News und der unter jungen Leuten grassierenden medialen Selbstinszenierung stellen sich Fragen nach der Wahrheit neu: Wer bestimmt, was wahr ist? Und warum lassen wir uns so gern täuschen? Mario Rolf Brutschin zieht gut fünfzig Minuten lang alle Register, verkörpert das achtjährige „Felix Wunderkind“ im Matrosenanzug ebenso virtuos wie den scheinbaren Epileptiker bei der Musterung im Unterhemd oder den gefälligen Liftboy in der Uniform der Pariser Nobelherberge. Der bei der Premiere am 5. Februar 2026 in der Recklinghäuser Käthe Kollwitz Gesamtschule heftig umjubelte WLT-Debütant schlüpft darüberhinaus rastellihaft in mehr als ein Dutzend Rollen. Geboren 1994 in Lörrach im Schwarzwald absolvierte Brutschin ein Studium an der Freiburger Schauspielschule, um danach vor allem am Landestheater Dinkelsbühl und am Münchner Theater für Kinder auf den Brettern zu stehen – und auf den Planken des TUI-Ozeanriesen „Mein Schiff“ für Unterhaltung auf den sieben Weltmeeren zu sorgen. 2024 mit dem Theaterpreis der Fränkischen Landeszeitung ausgezeichnet wird Mario Rolf Brutschin in dieser Spielzeit auch zum Ensemble der Rockshow „Respect! Die Würde des Menschen ist unantastbar“ von Tankred Schleinschock gehören, die – schon ‘mal zum Vormerken – am 21. Juni 2026 um 19.30 Uhr im Theater Duisburg gastiert. Doch zunächst tourt er in der 100. Jubiläumsinszenierung Karin Epplers, ihrer 16. Regiearbeit am WLT, durch das großen Einzugsgebiet des Landestheaters – und sorgt mit Extempores etwa zur erneuten Einführung der Wehrpflicht für beste Stimmung im Publikum. Am 25. Februar, 12. und 13. März 2026 können Schulen auch Vormittagsaufführungen im WLT-Studio am Europaplatz in Castrop-Rauxel buchen – und Erwachsene haben erstmals im Mai 2026 die Möglichkeit, Mario Rolf Brutschin im wahren Wortsinn hautnah zu erleben. Karten unter westfaelisches-landestheater.de oder Tel. 02305–978020.

20 Uhr

„Noch nicht tot, aber schon im Museum“

Hülk und Lippmeyer stellen in Düsseldorf aus

v.l. Wolfgang Hülk und Jörg Lippmeyer. 'Rettet die schönen Wörter' – Ausstellung im Mai 2026 in Düsseldorf.

Die beiden alten Künstlerfreunde tun es wieder: Der Zeichner und Fotograf Wolfgang Hülk und der freie Künstler Jörg Lippmeyer – beide Ur-Wanne-Eickeler – stellen ihre kollaborativ entstandenen Werke aus. Dieses Mal sind ihre Gemeinschaftsarbeiten von Mittwoch, 6. Mai, bis Sonntag, 31. Mai 2026, im Stadtmuseum Düsseldorf zu sehen. Die Eröffnungsrede zur Vernissage hält der Stadtführer und Buch-Autor Dietmar Schönhoff. Erneut widmen sich die Künstler Werken, mit denen sie sich anschicken, schöne Wörter dieser Welt zu retten. In einer Zeit, in der sich Sprache ständig weiterentwickelt und verändert, in der neue Begriffe – vorzugsweise aus technologischen Bereichen – entstehen, bleibt es ihr Anliegen, die Vielfalt der deutschen Sprache zu bewahren. Jörg Lippmeyer, vielen besser bekannt als „der bunte Mann aus Unser Fritz“, ist in seiner Heimatstadt bereits seit Jahren als Wörter-Retter unterwegs. In seinem Fundus finden sich Begriffe wie Flitzpiepe, Mumpitz, Brimborium, Kuddelmuddel oder auch Papperlapapp – Wörter, die vor dem Vergessen bewahrt werden sollen. Seit rund einem Jahr steht ihm dabei sein Düsseldorfer Künstlerfreund Wolfgang Hülk zur Seite. Hülk hat die Sammlung nicht nur erweitert, sondern sie auch um Düsseldorfer Mundart bereichert. So befinden sich nun so charmante Ausdrücke wie Retematäng oder Rotzech darin. Die beiden präsentieren die Wörter auf künstlerisch gestalteten Leinwänden. Anschließend bearbeitet jeder die Werke des anderen weiter, sodass fusionierte Arbeiten entstehen, die zwei Handschriften erkennen lassen. Mit diesem besonderen Projekt, leisten sie ihren Beitrag, die deutsche Sprache ein wenig lebendiger und fröhlicher zu behalten.

seit 6. Mai

Fuß- und Radverkehr wird über die Trasse Wanne-Constantin geführt

A43: Südstraße unter der Autobahn gesperrt

Die Autobahn Westfalen erneuert die A43-Brücke Südstraße im südlichen Herne (Symbolbild)

Die Autobahn Westfalen erneuert die A43-Brücke Südstraße im südlichen Herne. Für die Brückenbauarbeiten stehen weitere Sperrungen der Südstraße an. Folgende Termine sind geplant: Montag bis Mittwoch, 11. bis 20. Mai 2026, sowie Donnerstag, 21. Mai 2026, jeweils von 7 bis 18 Uhr. Umleitungen sind eingerichtet. Der Fuß- und Radverkehr wird über die Trasse Wanne-Constantin geführt. Der motorisierte Verkehr wird über die Bochumer Straße, den Westring, die Holsterhauser Straße und die Koniner Straße umgeleitet. Der Verkehr auf der A43 ist von den Arbeiten nicht betroffen.

seit 11. Mai

Sonntag, 17. Mai

Reitverein St. Hubertus Herne/Bochum-Gerthe informiert

Bevorstehende Turniere über Christi Himmelfahrt

Am langen Wochenende rund um Christi Himmelfahrt 2026 am Donnerstag, 14. Mai 2026, sowie am Samstag und Sonntag, 16. und 17. Mai 2026, werden auf der Anlage des Reitvereins St. Hubertus Herne/Bochum-Gerthe gleich zwei abwechslungsreiche Events stattfinden (Symbolbild)

Am langen Wochenende rund um Christi Himmelfahrt 2026 am Donnerstag, 14. Mai 2026, sowie am Samstag und Sonntag, 16. und 17. Mai 2026, werden auf der Anlage des Reitvereins St. Hubertus Herne/Bochum-Gerthe gleich zwei abwechslungsreiche Events stattfinden. Pferdesportbegeisterte, Familien und Neugierige dürfen sich auf spannende Wettkämpfe und ein buntes Rahmenprogramm freuen. Der Donnerstag steht ganz im Zeichen des Einstiegs in den Turniersport: Mit viel Spiel, Spaß und kleineren Prüfungen sammeln besonders junge Reiterinnen und Reiter ihre ersten wertvollen Turniererfahrungen. Für zusätzliche Unterhaltung sorgen außergewöhnliche Wettbewerbe wie die „Jump and Dog“- sowie die „Jump and Wheelbarrow“-Prüfung, die garantiert für Begeisterung und gute Stimmung bei Teilnehmern und Zuschauern sorgen. Passend zum Vatertag dürfen sich bei der „Jump and Wheelbarrow“-Prüfung zudem alle teilnehmenden Väter über einen besonderen Ehrenpreis freuen. In der Zeit von 15:00-16:00 Uhr findet außerdem eine Happy Hour statt. Am Samstag und Sonntag findet mit dem Youngster Meeting das sportliche Highlight des Wochenendes statt. Hier stehen zahlreiche Dressur- und Springprüfungen für junge Pferde auf dem Programm. Die Zuschauer erwartet hochklassiger Sport bis zur mittelschweren Klasse, bei dem sich die Pferde- und Reiterpaare präsentieren können. Abseits des Turniergeschehens ist bestens für das leibliche Wohl gesorgt. An allen drei Tagen kümmern sich die engagierten Vereinsmitglieder um ein vielfältiges gastronomisches Angebot. Wer also Pferdesport, gute Laune und leckeres Essen in angenehmer Atmosphäre verbinden möchte, sollte sich dieses besondere Wochenende nicht entgehen lassen.

Ballett „Phoenix Effect“ am MiR

Vom Beenden und immer wieder neu anfangen

Douglas Oliveira und Ashley Affolter in „Phoenix Effect“ ab Ende April 2026 in Gelsenkirchen.

Die Sage vom Phoenix, der am Ende seines sehr langen Lebenszyklus' verbrennt, um aus der Asche wiedergeboren zu werden, ist der Ausgangspunkt des letzten Ballettabends unter der alten Leitung am Gelsenkirchener Musiktheater im Revier. Sie geht zurück auf den altägyptischen Benu-Mythos, dessen Zyklus allerdings nur einen Tag dauert und der so den Kreislauf der Sonne symbolisiert. Die international gefragte Choreographin Lali Ayguadé teilt sich die Auseinandersetzung mit dem Mythos mit ihrem Kollegen Akira Yoshida. Zwei eigenständige Kreationen fügen sich zu einem kompletten Zyklus und abendfüllenden Stück zusammen. Dabei kommt ihnen zugute, dass sie schon in zahlreichen Projekten eng zusammengearbeitet haben und ihre unterschiedlichen Bewegungssprachen sich perfekt ergänzen. Akira Yoshida beschäftigt sich in „Ashes to Down“ (Arbeitstitel) mit dem Enden, also der ersten Hälfte des Zyklus', in einer Tanzsprache, die der Choreograph vom Vokabular des Breakdance her entwickelt. Die Katalanin Lali Ayguadé, die mit bedeutenden Künstlern wie Marcos Morau, Akram Khan und Hofesh Shechter zusammenarbeitete, setzt sich in ihrem Teil mit der Wiedergeburt als Chance auseinander. Am Donnerstag, 30. April 2026, um 19.30 Uhr feiert „Phoenix Effect“ im Kleinen Haus am Kennedyplatz seine Uraufführung. Gemeinsam ist beiden Choreographen eine sehr erzählerische Bewegungssprache, die sich aus der genauen Beobachtung alltäglicher Interaktion von Menschen herleitet. Das gibt ihren Stücken eine Unmittelbarkeit und Zugänglichkeit, die im zeitgenössischen Tanz nicht selbstverständlich ist. Gleichzeitig sind Gesten und Bewegungsmuster künstlerisch überformt und fügen sich zu einem ästhetischen Gesamtbild. Karten kosten ab 16 Euro. Als dritte Arbeit ergänzt „Hand made“ von Olivia Court Mesa den Abend. Das kurze, hoch konzentrierte Stück für vier Tänzer war bereits 2023 im Kunstmuseum Gelsenkirchen zu sehen. Jetzt ist die Kreation der Gewinnerin der Rotterdam International Duet Choreography Competition 2022 (RIDCC) erstmals auf der Theaterbühne zu erleben. Getanzt wird sie von den vier „Gründungsmitgliedern“ der MiR Dance Company: Marie-Louise Hertog, Alessio Monforte, Pablo Navarro Muñoz und Chiara Rontini. Zu dieser Produktion findet am Freitag, 24. April 2026, um 18 Uhr eine Tanz-Werkstatt, bei der das Publikum Einblicke in Proben erhält und Gelegenheit hat, die Choreographen kennen zu lernen, statt. Die weiteren Aufführungen nach der Premiere: Am Samstag, 9. Mai, Sonntag, 17. Mai, am Samstag, 6. Juni, Freitag, 12. Juni und Sonntag, 21. Juni sowie am Donnerstag, 2. Juli 2026. Karten unter musiktheater-im-revier.de oder Tel. 0209 – 4097200.

Lebenskluge Komödie der Volksbühne Körner

'Anderthalb Stunden zu spät'

In der lebensklugen französischen Komödie von Gérald Sibleyras und Jean Dell brillieren Klaus Mahlberg und Heike Gruß.

„Kommen wir zu spät?“ - „Ja, mit Sicherheit.“ - „Ach so, dann habe ich ja noch etwas Zeit“: Er tigert nervös im Mantel durch die modern eingerichtete Wohnung (Sonderapplaus für die Bühnenbildner Peter Mahlberg, Franz Josef Krabbe, Kijara Keppler und Karin Krebs), immer häufiger geht sein Blick zum gut bestückten Barwagen. Sie lässt sich zwar immer ‘mal wieder kurz blicken, verschwindet dann aber rasch mit immer wieder neuen Ausreden. Pierre (Klaus Mahlberg) und Laurence Sansieu (Heike Gruß) sind seit 30 Jahren verheiratet. Seit ihr gemeinsamer Sohn Alexander aus dem Haus ist, der Achtzehnjährige studiert in Straßburg, hat zumindest für Laurence ein neuer Lebensabschnitt begonnen. Zwar ist auch der erfolgreiche Pariser Steueranwalt bereit, zumindest etwas kürzer zu treten: Sein Freund und Geschäftspartner Chalmet hat Anteile an seiner Kanzlei erworben, was an diesem Abend gebührend gefeiert werden soll. Aber für Laurence stellt sich die Frage nach der Zukunftsgestaltung grundsätzlicher: „Ohne Kinder bin ich überflüssig.“ Weshalb ihr der Sinn nicht nach Smalltalk mit Chalmet steht, sondern nach einem offenen, tiefgründigen Austausch mit ihrem „Dealmaker“ von Gatten. Zumal die 56-Jährige gerade erfahren hat, dass sie Großmutter geworden ist und sie die englische Schwiegertochter partout nicht leiden kann. „Jetzt wollen wir das Fass aber nicht zum Überlaufen bringen“ mahnt Pierre, der alle Register gezogen hat, um seine Gattin umzustimmen, nun aber erkennen muss, sein Repertoire ausgereizt zu haben. Seufzend lässt er sich neben Laurence nieder in der Hoffnung, irgendwie doch noch die Kurve zu kriegen, wenn sie sich ausgesprochen hat über ihr bisheriges Leben in der Familie und das künftige zu zweit. Kurz: über den bevorstehenden Ruhestand, den „Endspurt zum Sarg.“ Sie möchte sich verstärkt ihrem Hobby, der Malerei, zuwenden und das nun verwaiste Zimmer des Jüngsten als Atelier nutzen. Schließlich sei sie nicht zur Glucke geboren, sondern eine geworden. Sichtlich widerwillig und zunehmend resigniert lässt sich Pierre auf das Gespräch ein, in dessen Verlauf sich Laurence von der enttäuschten Großmutter zur entflammten Kurtisane mausert und das am Premierenabend am Samstag (21.2.2026) begeisterte Publikum ganz nebenbei erfährt, nach welcher Logik die Welt funktioniert, wieso ein Ehebruch der Ehe guttut und wodurch Persönlichkeiten wie Vasco da Gama oder Leonardo da Vinci überhaupt erst möglich wurden. Kaum ein Lebensbereich bleibt unberührt; sogar Alexander der Große und Che Guevara werden miteinbezogen. Auf ungemein humorvoll-lebenskluge Weise zeichnen die Autoren Gérald Sibleyras und Jean Dell die Wünsche und Nöte dieses liebevoll gezeichneten „Vorruhestandspaares“, das mit großer Leidenschaft und Schlagfertigkeit ihre Beziehung seziert. Und je länger das Gespräch der beiden dauert, desto emotionaler und bewegender wird es. Alte Gewissheiten geraten ins Wanken und völlig neue Horizonte tun sich auf – um sich am Ende als Paar genau dort wiederzufinden, wo Laurence und Pierre angefangen haben. Denn trotz allem schaffen sie es noch: Sie kommen zwar zu spät, aber letztendlich „nur“ anderthalb Stunden… Das Zwei-Personen-Stück „Une heure et demie de retard“, so der Originaltitel, ist am 6. September 2005 Théâtre des Mathurins in Paris uraufgeführt worden. Die Deutschsprachige Erstaufführung folgte erst im September 2014 in der Berliner Komödie am Kurfürstendamm mit Herbert Herrmann (auch Regie) und Nora von Collande. Auch die Volksbühne Körner spielt die deutsche Übersetzung von Dorothea Renckhoff und Fedora Wesseler in der am Premierenabend mit stehenden Ovationen gefeierten Inszenierung Klaus Mahlbergs. Der in Heike Gruß eine in jeder Hinsicht ebenbürtige Bühnenpartnerin hat in dieser ganz von geschliffenen Dialogen lebenden Komödie, die binnen zweier höchst unterhaltsamer Stunden weder boulevardesk-türenknallend noch schenkelklopfend-pointengeil daherkommt, sondern beinahe pausenlos für enormen Wiedererkennungswert beim Publikum in der intimen Atmosphäre der Komödie am Park sorgt. Der Eickeler Bresser-Keller erweist sich einmal mehr als ideale Spielstätte für hautnah zu erlebendes emotionales Theater. Karten im Vorverkauf für die weiteren Vorstellungen in der Komödie am Park an der Hauptstraße 25 in Herne-Eickel am 28. und 29. März, 18. und 19. April, 16. und 17. Mai sowie 27. und 28. Juni 2026 sind bei „Blickpunkt Optik“ an der Hauptstraße 21 in Eickel, Tel. 02325 - 61760, erhältlich.

Freies Qi Gong im Gysenberg

Gesundheitstraining im Gysenberg an der frischen Luft: Im Bild: Yoga mit Wai Yin Keuchel. (Symbolfoto)

Auf der großen Wiese im Gysenberg findet am Sonntag, 17. Mai 2026, in der Zeit bon 9 bis 10 Uhr, wieder das Angebot – Freies Qi Gong – statt. Vorkenntnisse oder Anmeldung sind nicht nötig. Einfach vorbeikommen und mitmachen. Jeder, der möchte, sollte sich ein bisschen Zeit und Muße für ein sanftes Gesundheitstraining für Körper und Geist an der frischen Luft nehmen. Treffpunkt ist die Wiese gegenüber der Beach-Arena im.

9 Uhr

104. Deutschen Katholikentag

Abschluss-Gottesdienst im ZDF

Das Zweite Deutsch Fernsehen überträgt am Sonntag, 17. Mai 2026, ab 10 Uhr den Abschluss-Gottesdienst des 104. Deutschen Katholikentages vom Residenzplatz in Würzburg.

10 Uhr

Gottesdienste im Radio

Der WDR 5 überträgt am Sonntag, 10. Mai 2026, ab 10 Uhr den Gottesdienst aus der Pfarrkirche St. Agatha in Gronau-Epe. Am darauffolgenden Sonntag, 17. Mai 2026, überträgt der Deutschlandfunk ab 10 Uhr, den Abschlussgottesdienst des 104. Deutschen Katholikentages in Würzburg.

10 Uhr

Offene Türen und freier Eintritt

Emschertal-Museum: Geschichte zum Nulltarif

Die städtische Galerie am Karl-Brandt-Weg 2, gegenüber vom Schloss Strünkede. Gezeigt wird die Ausstellung Meisterwerke. Am Sonntag, 17. Mai 2026, ist freier Eintritt und es gibt Führungen an drei Orten.

Zum Internationalen Museumstag am Sonntag, 17. Mai 2026, öffnen die Häuser des Emschertal-Museums ihre Türen. Von 11 bis 17 Uhr sind das Schloss Strünkede und das Heimatmuseum „Unser Fritz“ für Besucher geöffnet. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht notwendig. Das ist in den Häusern zu sehen:

11 Uhr

Eintritt frei am Internationalen Museumstag

'Archäologen gesucht'

Der Familiensonntag im Mai steht unter dem Motto "Archäolog:innen gesucht!".

Haltern. Am kommenden Familientag, Sonntag, 17. Mai 2026, heißt es im LWL-Römermuseum in Haltern am See "Archäolog:innen gesucht!". Schon seit etwa 125 Jahren wird in Haltern am See nach römischen Hinterlassenschaften gegraben. Auch heute noch finden Archäologen hier Relikte aus der Römerzeit. Alle Interessierten können am Familientag zu ausgewählten Zeiten eine echte Ausgrabung besuchen und sich sogar selbst als Archäologen ausprobieren. Jeweils um 11 Uhr und um 14 Uhr findet die Führung „Auf die Grabung. fertig, los!“ für Familien mit Kindern ab sechs Jahren statt. Von 12 bis 14 Uhr und 15 bis 17 Uhr gilt es für alle angehenden „Achäologen“, selbst Hand anzulegen und bei der Aktion „Mitmach-Ausgrabung“ den Funden auf die Spur zu kommen. Es werden feste Schuhe und wettergerechte Kleidung empfohlen.

11 Uhr

Das Programm vom Strünkeder Sommer 2026

Fünf Monate Kultur am Schloss

Im und rund um das Schloss Strünkede sorgt der Strünkede Sommer 2026 für viel Unterhaltung: Ein Teil davon ist das Electric Residence am Samstag, 11. Juli 2026.

Für Kultur und gute Unterhaltung muss man nicht weit reisen. Der Strünkeder Sommer verwandelt Schloss und Park in diesem Sommer wieder in eine lebendige Bühne. Der Kultursommer bringt Musik, Theater, Kino und Festivals nach Herne. Am Donnerstag, 14. Mai 2026, geht es mit dem Familienfest der Herner Schützenvereine los. Der Strünkeder Sommer verbindet bewährte Angebote, die in Herne seit Jahren fester Bestandteil des Kulturkalenders sind, mit neuen Angeboten. Dabei bietet das Schloss Strünkede mit dem Park, der Kapelle sowie der wiedereröffneten Städtischen Galerie eine einzigartige Kulisse, die zum gemeinsamen Feiern und Genießen einlädt. An Christi Himmelfahrt, Donnerstag, 14. Mai, beginnt der Strünkeder Sommer mit einem Familienfest, bei dem Tradition und Gemeinschaft im Vordergrund stehen. Die Herner Schützenvereine und Spielmannszüge laden von 11 bis 19 Uhr zu einem offenen Programmtag für alle Altersgruppen ein. Der Eintritt ist frei. Besonders schön: Der gesamte Erlös kommt dem Lukas-Hospiz zugute. Sonntag, 17. Mai 2026, Internationaler Museumstag: Zum Internationalen Museumstag lädt das Emschertal-Museum in all seine Häuser ein. Dazu zählt neben dem Schloss, der Städtischen Galerie und der Kapelle auch das Heimatmuseum Unser Fritz. Es gibt kostenfreie Führungen und freien Eintritt während der Öffnungszeiten – die perfekte Gelegenheit, um einen Blick in die frisch sanierte Galerie zu werfen. Die Öffnungszeiten in allen Häusern sind von 11 bis 17 Uhr. Kostenlose Führungen gibt es im Heimatmuseum um 12 Uhr, im Schloss Strünkede um 14 Uhr und in der städtischen Galerie um 15 Uhr. Der Eintritt ist an diesem Tag in allen Häusern des Museums frei. Samstag, 11. Juli 2026, Electric Residence: Mit der vierten Auflage des Festivals etabliert sich „Electric Residence“ als House- und Techno-Oase mitten im Ruhrgebiet. Zwölf DJs, darunter auch nationale und internationale Bekanntheiten, werden den Schlosshof gebührend in Vibration versetzen. Eintritt ab 18 Jahren. Los geht es ab 16 Uhr, Ende ist um 1:30 Uhr. Tickets kosten im Vorverkauf 14 Euro, ermäßigt 12 Euro. Abendkasse: 20 / 18 Euro. Samstag, 1. August 2026, Sounds Like Sugar: Das zweite junge Musik-Festival (halloherne berichtete) des Strünkeder Sommers bleibt musikalisch seinem Anspruch treu, aktuelle Indie-, Pop- und Alternative-Sounds mit spannenden Newcomern und etablierten Acts zu verbinden. Headliner „Rikas“ stehen für groovigen Indie-Pop mit viel Retro-Charme, der international bereits große Aufmerksamkeit erzielt hat. Beginn ist ab 16 Uhr. Tickets kosten im Vorverkauf 14 Euro, ermäßigt 12 Euro. Abendkasse: 20 / 18 Euro. Donnerstag bis Sonntag, 13. bis 16. August 2026, Open-Air-Kino: Im Hochsommer verwandelt sich der Schlosshof für vier Abende in eines der schönsten Kinos im Ruhrgebiet. Die Filmwelt Herne zeigt vier Abende lang Filme unter freiem Himmel, wobei der Mittwochabend durch den Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) gestaltet wird. Das Programm ist ab Juli auf filmwelt-herne.de zu sehen. Einlass ist ab 19 Uhr, Beginn nach Sonnenuntergang. Tickets für Erwachsene kosten 12 Euro, Kinder 10 Euro, am ASB-Abend 8 Euro. Freitag bis Sonntag, 4. bis 6. September 2026, Mittelalterspektakel im Schlosspark: Über 100 mittelalterliche Lager laden Gäste zu einem Rundgang durch vergangene Zeiten rund um das Schloss ein. Das Mittelalterspektakel ist ohne Zweifel einer der Höhepunkte des Strünkeder Sommers; jedes Jahr kommen viele Tausend Menschen nach Herne gereist, um in die fabelhafte Welt der Mittelalter-Romantik einzutauchen. Die Öffnungszeiten sind Freitag 17 bis 23 Uhr, Samstag 11 bis 23 Uhr und Sonntag 12 bis 19 Uhr. Eintritt: Samstag und Sonntag: Abendkasse zwölf Euro, Kinder sechs Euro, Gewandete zehn Euro Freitag (Nacht der Spielleute): Abendkasse 19 Euro (Kinder und Gewandete 15 Euro), Vorverkauf 14,50 Euro zuzüglich Gebühr (Kinder und Gewandete zehn Euro) Sonntag, 13. September 2026, Museumsfest: 100 Jahre Emschertal-Museum! Mit viel Musik, Mitmachangeboten und Waffeln lädt das Team vom Museum nach Strünkede ein, um zu feiern. Gäste bekommen auf dem Familienfest außerdem einen ersten Eindruck von der großen Sonderausstellung über die Geschichte des Hauses, die im November beginnt. Informationen zu den Öffnungszeiten folgen. Der Eintritt ist frei. Zum Strünkeder Sommer gehören noch viele weitere spannende Veranstaltungen, darunter Das vollständige Programm des Strünkeder Sommers ist unter diesem Link als PDF zu finden. Der Kartenvorverkauf ist bei reservix.de oder über die Ticket-Hotline 07 61 / 88 84 99 99 möglich. Die Vorverkaufsstelle in Herne ist das Stadtmarketing Herne, Kirchhofstraße 5. Karten für das Open-Air-Kino können ab Anfang Juli bei der Filmwelt Herne, Berliner Platz 7-9, gekauft werden. Tickets für das Mittelalterspektakel gibt es auf suendenfrei.tv. Konzertkarten für die Folk-Veranstaltungen sind auf eventim.de erhältlich.

11 Uhr

Tag der offenen Tür auf den 17. Mai verschoben

Kasinoverein Harmonie Unser Fritz lädt ein

Kasinoverein Harmonie Unser Fritz lädt zum Tag der offenen Tür ein.

Aufgrund des schlechten Wetters verschiebt der Kasinoverein Harmonie Unser-Fritz den Tag der offenen Tür auf Sonntag, 17. Mai 2026. Die Uhrzeit bleibt gleich. Es ist schon eine liebgewonnene Tradition, dass der Kasinoverein Harmonie Unser-Fritz einmal im Jahr seine Türen für die Bevölkerung öffnet. Daher laden die Verantwortlichen am Donnerstag, 14. Mai 2026, in der Zeit von 12 bis 17 Uhr alle Menschen ein, die sich auf der Anlage umschauen möchten. Zudem habe sie an diesem Tag die Möglichkeit, dem Verein zu besonders günstigen Bedingungen beizutreten. Neben der Möglichkeit, das sonst hinter einer dicken Mauer verborgene Kleinod, bestehend aus denkmalgeschützter Direktorenvilla mit Gastronomie, gepflegtem Kasinogarten, einem Freibad mit Liegewiese, Tennisplatz, Kegelbahn und neuerdings einer Boule Bahn, kennenzulernen, erwartet die Gäste ein interessanter Nachmittag. Wer möchte, kann auf dem Tennisplatz erste Schläge probieren oder erste Erfahrungen auf der Boule Bahn machen. Für die kleinen Gäste wird ein Spieleparcours angeboten. Am Becken präsentiert der Canuverein Canu-Touring-Wanne etwas aus seinem Angebot. Für die Mitglieder ist dieser Tag auch gleichzeitig die offizielle Saisoneröffnung für die Sommersaison. Dazu werden die Gäste auch mit Getränken und Speisen versorgt.

12 Uhr

Programm im zweiten Quartal 2026

vhs-Filmforum zeigt internationale Filmkunst

Internationale Filmkunst im vhs-Filmforum.

Mit dem Überraschungserfolg „Rental Family“ beginnt am Sonntag, 19. April 2026, das zweite Quartalsprogramm des Filmforums der vhs Herne. Erzählt wird die Geschichte eines amerikanischen Schauspielers, der bei einer japanischen Agentur als „Onkel auf Zeit“ gebucht werden kann. Alle Filme laufen wie gewohnt jeweils sonntags um 12:30 Uhr, montags um 20:15 Uhr und mittwochs um 17:30 Uhr in der Filmwelt Herne am Berliner Platz. Stets aktuelle Informationen zu Titeln und Terminen gibt es online unter vhs-herne.de und filmwelt-herne.de sowie im Programmflyer, der an vielen Stellen in der Stadt ausliegt und in den social media Kanälen. Das Thema „Familienverhältnisse“ zieht sich, rein zufällig, wie ein roter Faden durch diese aktuelle Auswahl internationaler Filmkunst, wenn auch nicht immer so unübersehbar, wie bei „Father Mother Sister Brother“ von Jim Jarmusch. Der Film des Kult-Regisseurs, der in Venedig mit dem Goldenen Löwen prämiert wurde, zählt zu den preisgekrönten Höhepunkten des neuen Programms. Ähnliches gilt für Chloé Zhaos „Hamnet“ (Oscar für die Beste Hauptdarstellerin) und Richard Linklaters „Nouvelle Vague“, der mit vier „Césars“ ausgezeichnet wurde. Den Abschluss des Programms bildet Mitte Juni der Film „Rose“, dessen Hauptdarstellerin Sandra Hüller bei der Berlinale den Silbernen Bären erhielt. Am Sonntag, 19., Montag, 20. und Mittwoch, 22. April 2026, wird der Film 'Rental Family' gezeigt. Regie: Hikari Darsteller: Brendan Fraser, Takehiro Hira, Mari Yamamoto, Akira Emoto, JAP/USA 2025, 103 Min. FSK 0 Weil ihm in der Heimat kein Erfolg beschieden ist, wandert der US-Schauspieler Philipp Vandarploeg nach Japan aus. Als auch hier, trotz seines kultverdächtigen Auftritts in einer Zahnpastawerbung, die Aufträge ausbleiben, heuert er widerwillig bei einer Agentur an, die falsche Familienmitglieder auf Zeit vermietet. Ab sofort spielt Philipp seine Rollen nicht mehr auf dem Bildschirm, sondern im wahren Leben. In einem Land, wo ein zumindest äußerlich perfektes Familienleben als Bedingung für gesellschaftlichen Erfolg gilt, geht ihm die Arbeit nicht mehr aus. So täuscht er als Bräutigam an der Seite einer 20 Jahre jüngeren Frau eine „ganz normale“ Hochzeit vor und setzt sich als Pseudo-Vater eines amerikanisch-japanischen Mädchens dafür ein, dass die 11-jährige Tochter an einer Eliteschule angenommen wird. Für „Philipp“, den Menschen hinter dem Schauspieler, wird es dabei immer schwieriger, die Grenzen zwischen Rolle und Realität zu bewahren. Am Sonntag, 26., Montag, 27. und Mittwoch, 29. April 2026, wird der Film „Hamnet“ gezeigt. Regie: Chloé Zhao Mit Jessie Buckley, Paul Mescal, Joe Alwyn, Emily Watson, Davis Wilmot, GB 2025, 125 Min. FSK 12. Das „Kind einer Waldhexe“, so wird Agnes von manchen Menschen im Stratford des späten 16. Jahrhunderts genannt. Auf den dort tätigen Lateinlehrer, der von seinen Schülern gelangweilt ist, hat diese junge Frau jedenfalls eine magische Anziehungskraft. William ist fasziniert von Agnes, vielleicht wegen ihrer Naturverbundenheit, die seiner Bildung und seinem literarischen Geist so entgegengesetzt ist. Trotz der Widerstände ihrer Elternhäuser heiraten sie, und schon bald werden die Kinder Susanna, Judith und Hamnet geboren. Doch der Ehe steht eine Zerreißprobe bevor: Die Pest wütet in England, und Hamnets früher Tod hinterlässt eine Wunde, die umso mehr schmerzt, als William kaum noch zuhause ist. Er, der schon immer mehr in seinem eigenen Kopf lebte, als auf der Erde, hält sich viel in London auf, wo seine Theaterstücke Erfolge feiern. Die Trauer über den Verlust bringt ihn dennoch fast um den Verstand. Der einzige Heilung versprechende Ausweg lautet: Schreiben. Am Sonntag, 3., Montag, 4. und Mittwoch, 6. Mai 2026, wird der Film „Father Mother Sister Brother“ gezeigt. Regie: Jim Jarmusch Mit Tom Waits, Adam Driver, Cate Blanchett, Vicky Krieps, Charlotte Rampling, USA/I/F/IRE 2025, 110 Min. (halloherne berichtete) Am Sonntag, 10., Montag, 11. und Mittwoch, 13. Mai 2026, wird der Film „Gelbe Briefe“ gezeigt (halloherne berichtete). Regie: Ilker Ҫatak Mit Özgü Naml, Tansu Biçer, Leyla Smyrna Cabas, Ipek Bilgin, D/TK/F 2026, 128 Min. FSK 12 . Das Ehepaar Derya und Aziz ist, gemeinsam mit der Teenager-Tochter Ezgi, in den intellektuellen Kreisen der türkischen Hauptstadt Ankara bestens etabliert. Die gefeierte Schauspielerin des Staatstheaters und der Autor und Universitätsdozent zählen zur Bildungselite ihres Landes, stehen politisch selbstverständlich links und äußern sich privat gerne kritisch gegenüber einer zunehmend autokratisch handelnden Regierung. Doch die politische Spaltung der Türkei, durch Terroranschläge, gewaltsame Proteste und dagegen aufgebotene Polizeitruppen, macht vor ihrer schicken Altbauwohnung nicht halt. Aziz verliert zunächst seinen Job an der Uni; dann wird sein Stück abgesetzt, in dem Derya die Hauptrolle spielt. Schon bald sieht sich die Familie gezwungen, zu Aziz‘ Mutter nach Istanbul zu ziehen. Auch an der Ehe gehen Geldsorgen, Platznot und Zukunftsängste nicht spurlos vorüber, zumal die Beiden unter äußerem Druck unterschiedliche Vorstellungen von einem Ausweg haben. Am Sonntag, 17., Montag, 18. und Mittwoch, 20. Mai 2026, wird der Film „The Testament of Ann Lee“ gezeigt. Regie: Mona Fastvold Mit Amanda Seyfried, Lewis Pullmann, Thomasin McKenzie, Matthew Beard, Christopher Abbott, GB 2025, 137 Min. FSK 12. Manchester 1736. Um dem tiefen Schmerz entgegenzuwirken, den der frühe Tod ihrer Kinder verursacht, gründet Ann Lee die utopisch-christliche Gemeinschaft der „Shaker“. Ausgelöst durch eine Vision von Adam und Eva im Garten Eden sieht die messianisch auftretende Frau die Gleichberechtigung der Geschlechter sowie harte, perfektionistische Arbeit und sexuelle Enthaltsamkeit als oberste Gebote. Die Nähe zu Gott soll nicht durch nüchterne Gebete, sondern durch ekstatische Tänze voller schüttelnder Körperbewegungen ausgelöst werden. In der Hoffnung auf religiöse Freiräume wandert die stetig wachsende Gemeinschaft nach New York aus. Doch auch dort gehören Ausgrenzung und Mißtrauen zum Alltag für diese von einer Frau angeführte Gruppierung, zumal Ann Lee auf die Neutralität der Shaker im Konflikt um die amerikanische Unabhängigkeit besteht. „The Testament of Ann Lee“ ist kein biederer Historienfilm, sondern genauso impulsiv und überraschend wie seine Hauptfigur. Am Sonntag, 31. Mai, Montag, 1. und Mittwoch, 3. Juni 2026, wird der Film 'Nouvelle Vague' gezeigt. Regie: Richard Linklater. Darsteller: Guillaume Marbeck, Zoey Deutch, Aubry Dullin, Adrien Rouyard, Antoine Besson, F/USA 2025, 106 Min. FSK 12 Paris 1959. Während der junge François Truffaut in Cannes Triumphe feiert, hat Jean-Luc Godard immer noch keinen Film realisiert. Dabei sieht sich der Kritiker der Szene-Zeitschrift „Cahiers du cinéma“ als das eigentliche Genie der neuen revolutionären Bewegung, die gerade dabei ist, das französische Kino auf den Kopf zu stellen. Doch der Weg zum Ruhm gestaltet sich beschwerlich für den eigenwilligen Intellektuellen, der sich nicht nur im Kino am liebsten allen geltenden Regeln widersetzen würde. Für seinen Debütfilm „Außer Atem“ verfügt Godard nur über wenig Geld und noch weniger Drehbuch. Seiner Überzeugung nach braucht man für einen Film aber auch nur „ein Mädchen und eine Knarre“. Neben dem unbekannten Jean-Paul Belmondo soll Hollywoodstar Jean Seberg die weibliche Hauptrolle spielen. Angesichts der Extravaganzen ihres Regisseurs, der schon mal den Kameramann in eine Kiste steckt, fühlt sich die charmante Darstellerin allerdings häufig wie im falschen Film. Am Sonntag, 7., Montag, 8. und Mittwoch, 10. Juni 2026, wird der Film „Vier minus Drei“ gezeigt (halloherne berichtete). Regie: Adrian Goiginger Mit Valerie Pachner, Robert Stadlober, Stefanie Reinsperger, Hanno Koffler, Ronald Zehrfeld, A/D 2026, 120 Min. FSK 12 Barbara und ihr Partner Heli führen mit ihren beiden Kindern Fini und Thimo ein glückliches und liebevolles Familienleben. Als professionelle Clowns nehmen sie das Leben nicht zu ernst und wissen, dass man auch über das lachen kann, was misslingt. Heli ist mit Leib und Seele Zirkusclown, bringt das große Publikum mit seiner Kunst zum Lachen. Barbara findet ihre Erfüllung im Kleinen und erhellt als Klinikclown den tristen Alltag kranker Kinder. Doch dann passiert das Unvorstellbare: Durch einen Verkehrsunfall verliert Barbara wie aus dem Nichts ihre Familie. Mit einem Schlag erscheint alles sinnlos und leer. Nur Erinnerungen sind noch da von dem gemeinsamen Weg, den sie mit Heli gegangen ist. Und nur noch Schmerz und Verzweiflung bleiben, wo alles voller Liebe war. Der Verlust lässt sie auch am Clownsein zweifeln. Doch Barbara will weiterleben. Mutig und unkonventionell sucht sie nach Wegen, mit der Trauer umzugehen – und mit dem Schicksal, noch am Leben zu sein Am Sonntag, 14., Montag, 15. und Mittwoch, 17. Juni 2026, wird der Film „Rose“ gezeigt. Regie: Markus Schleinzer. Darsteller: Sandra Hüller, Caro Braun, Marisa Growaldt, Godehard Giese, Robert Gwisdek, Maria Dragus, A/D 2026, 94 Min. FSK 12. In den Wirren des 30-jährigen Krieges erscheint ein mysteriöser Soldat in einem abgeschiedenen protestantischen Dorf im Harz. Wortkarg und schmal, das Gesicht durch eine Narbe entstellt, behauptet der Fremde, der rechtmäßige Erbe eines seit langem verlassenen Gutshofs zu sein. Zum großen Missfallen der Dorfgemeinschaft kann er auch ein Dokument vorlegen, das seinen Anspruch bestätigt. Über seine Herkunft oder seine Vorgeschichte in diesen Zeiten des Krieges hüllt er sich in Schweigen. Mit gutem Grund, denn der Fremde verbirgt ein Geheimnis. Doch sein Streben danach, anerkannt zu werden und hier sein Glück zu finden ist groß. Um dieses Ziel zu erreichen, schreckt er noch nicht einmal vor einer arrangierten Ehe mit Suzanna zurück, der Tochter eines Großbauern. Sie ist bereit, sein Geheimnis zu bewahren. Und als Suzanna von einem Unbekannten schwanger wird, glaubt Rose, so der wahre Name des Fremden, sich am Ziel ihrer Wünsche

12:30 Uhr

HTC richtet Ligaturnier der Tänzer aus

Die HTC Tänzerinnen Be crazy – sie tanzen in der Regionalliga.

Der Herner Turn-Club 1880 richtet am Wochenende, Samstag und Sonntag, 16. und 17. Mai 2026, erneut ein großes Ligaturnier im Bereich Jazz- und Modern/Contemporary aus. Zum 15. Mal seit der Gründung der Tanzabteilung im Jahr 2006 wurde der HTC vom Tanzsportverband NRW mit der Ausrichtung beauftragt. An den beiden Tagen präsentieren 40 Mannschaften ihr Können in insgesamt vier Startklassen in der Sporthalle am Westring. Der Samstag beginnt mit der Kinderverbandsliga. Nach dem Aufstieg in die höchste Kinderliga in der vergangenen Saison tritt die HTC-Mannschaft La melodia mit dem Ziel an, sich in der Liga zu behaupten. Die Trainerinnen haben in den vergangenen Wochen intensiv an der Choreografie gearbeitet, um die bestmögliche Leistung auf die Fläche zu bringen. die HTC Tänzerinnen Move!. Im Anschluss folgt ab etwa 17:30 Uhr die Regionalliga – die höchste Liga der Erwachsenen an diesem Wochenende. Hier startet die HTC-Formation Be crazy, die sich in dieser Saison im Mittelfeld der Tabelle bewegt. Vor heimischem Publikum möchte das Team seine Leistung erneut bestätigen und wichtige Punkte sammeln. Am Sonntag öffnet die Westringhalle um 13 Uhr ihre Türen. Den Auftakt macht die Jugendlandesliga. Die Herner Mannschaft Move! liegt aktuell auf dem dritten Tabellenplatz und konnte in dieser Saison bereits zwei Pokale feiern. An diesen Erfolg möchte das Team zuhause anknüpfen. Den Abschluss des Turnierwochenendes bildet ab etwa 16:30 Uhr die Verbandsliga. Hier sind gleich zwei HTC-Teams vertreten: Während sixPoint aktuell souverän die Tabelle anführt und gute Chancen auf den Aufstieg in die Oberliga hat, kämpft FOURmation auf dem zweiten Platz um eine mögliche Relegation. Spannende Entscheidungen sind somit garantiert. Die Tanzabteilung des HTC freut sich auf zahlreiche Zuschauer, die mit ihrer Unterstützung für eine besondere Atmosphäre sorgen und alle Teams mit Applaus begleiten.

13 Uhr

Ist Angst ein Treiber von Queerfeindlichkeit?

QuAK lädt zum interaktiven Workshop

Im Stadtteilzentrum H2Ö am Hölkeskampring findet der Workshop des Queeren Arbeitskreises statt.

Zum Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit lädt der Verein Queer in Herne e. V. gemeinsam mit dem Queeren Arbeitskreis Herne (QuAK) zu einem interaktiven Workshop ein. Unter dem Titel „Angst als Treiber von Queerfeindlichkeit“ setzen sich die Teilnehmenden mit den Ursachen und Dynamiken von Queerfeindlichkeit auseinander. Die Veranstaltung findet am Sonntag, 17. Mai 2026, um 13 Uhr im Stadtteilzentrum H2Ö statt und dauert etwa anderthalb bis zwei Stunden. Im Mittelpunkt des Workshops steht die Frage, welche Rolle Angst als gesellschaftlicher und individueller Faktor bei der Entstehung von Queerfeindlichkeit spielt. Gemeinsam werden Mechanismen analysiert und alltagsnahe Handlungsmöglichkeiten erarbeitet. Das Format ist bewusst interaktiv angelegt und setzt auf Austausch und Beteiligung statt klassischer Vortragsstrukturen. Im Anschluss an den Workshop sind alle Teilnehmenden eingeladen, den Austausch bei veganen Snacks und Getränken fortzusetzen. Ab 17 Uhr besteht zudem die Möglichkeit, am Queeren Café Herne teilzunehmen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Aufgrund begrenzter Platzkapazitäten wird eine Anmeldung per E-Mail an info@queerinherne.de empfohlen. Spontane Teilnahmen sind möglich, können jedoch nicht garantiert werden. Der Veranstaltungsort ist barrierefrei zugänglich. Die Anreise ist sowohl mit öffentlichen Verkehrsmitteln (U-Bahn-Linie U35, Haltestelle Hölkeskampring) als auch mit dem Auto möglich.

13 Uhr

Installation 'Schwarzkaue/Weißkaue' zu sehen

Gereon Krebber in der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3

Keramische Kugeln im Außenraum der Künstlerzeche Unser Fritz erinnern an fragile Schneefragmente - sie sind Teil der Ausstellung und Installation "Schwarzkaue/Weißkaue" von Gereon Krebber.

Gereon Krebber, seit 2012 Professor für Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf, stellt eine raumgreifende Installation ins Kauengebäude der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3 und greift unter dem Titel „Schwarzkaue/Weißkaue“ am historischen Ort in Unser Fritz die historische Funktion der Kauen als Umkleideräume im Bergbau auf und verschiebt deren ursprüngliche Ordnung: Schwarz und Weiß, Arbeit und Alltag, werden räumlich vertauscht. Die von Danuta Karsten und Florian Kunath kuratierte Ausstellung wird am Samstag, 25. April 2026, um 17 Uhr in der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3 eröffnet. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des Fördervereins, Jürgen Hausmann, führt Georg Elben, Direktor des Skulpturenmuseums Marl, in Leben und Werk des Bildhauers ein. Nach einem Studium generale am Leibniz-Kolleg in Tübingen wechselte Gereon Krebber von 1994 bis 2000 an der Düsseldorfer Kunstakademie als Schüler von Tony Cragg und Hubert Kiecol. Anschließend setzte er seine Ausbildung mit einem Bildhauer-Studium am Royal College of Art in London fort. Krebber, der in Köln lebt und arbeitet, zählt längst zu den profilierten Bildhauern seiner Generation. Seine Arbeiten sind national und international in Ausstellungen und Sammlungen vertreten. Der gebürtige Oberhausener des Jahrgangs 1973 hat bereits in Herne ausgestellt, im Rahmen des Kultur-Hauptstadtjahres zusammen mit Luka Fineisen „Wasserspiegel“ in den Flottmann-Hallen als Auftakt der Ausstellungsreihe „liquid area“ (Flüssigkeitsbereich) der Ruhr.2010. Mit der Ausstellung „Schwarzkaue/Weißkaue“ entwickelt Gereon Krebber nun auf Unser Fritz eine ortsspezifische Installation, die direkt aus der Geschichte der ehemaligen Zeche heraus gedacht ist. Ausgangspunkt sind die sogenannten Kauen – die Umkleideräume der Bergleute, in denen zwischen Arbeits- und Alltagskleidung getrennt wurde. Krebber greift diese Struktur auf und kehrt sie bewusst um: Schwarz und Weiß, Arbeit und Alltag, verschieben ihre Plätze. In der Weißkaue breitet sich eine große, kohlenschwarze Formation aus verbranntem Holz aus, verschachtelt und beinahe labyrinthisch. In der Schwarzkaue hingegen hängt ein heller, unregelmäßig gesägter Körper aus Styropor und Wachs, leicht geneigt und in Bewegung. Diese Gegenüberstellung bildet den Kern der Ausstellung. Ergänzt wird sie durch eine Reihe eigenwilliger plastischer Arbeiten: farbig gesprenkelte, quallenartige Keramiken an den Wänden, ein grünlich schimmernder, von wurmartigen Strukturen überzogener Körper aus Bauschaum sowie keramische Kugeln im Außenraum, die an fragile Schneefragmente erinnern. Zwischen diesen Elementen entsteht ein irritierendes, zugleich spielerisches Szenario, das sich jeder eindeutigen Lesart entzieht. Inhaltlich verbindet die Ausstellung zwei zentrale Traditionslinien des Ruhrgebiets: Bergbau und Keramik. Ohne die materiellen und infrastrukturellen Voraussetzungen des Bergbaus wäre keramische Produktion in dieser Form nicht denkbar gewesen. Krebber nimmt diese historische Verbindung nicht illustrativ auf, sondern überführt sie in eine eigenständige, zeitgenössische Formensprache. Fragen von Material, Transformation und – unterschwellig – auch von Klima und Vergänglichkeit werden dabei mit verhandelt. Die Ausstellung „Schwarzkaue/Weißkaue“ ist im Anschluss an die Vernissage noch bis Sonntag, 17. Mai 2026 in der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3, Zur Künstlerzeche 10 in 44653 Herne bei freiem Eintritt zu sehen: Mittwochs und samstags jeweils zwischen 15 und 18 Uhr sowie sonntags von 14 bis 17 Uhr. Zum Rahmenprogramm gehören das Künstlercafé auf Unser Fritz am Samstag, 2. Mai 2026 von 14:30 bis 16:30 Uhr sowie der gemütliche Feierabend-Plausch „Schichtwechsel“ am Freitag, 8. Mai 2026 von 18 bis 21 Uhr.

14 Uhr

Fotos von Anja Niedringhaus in der Ludwiggalerie Oberhausen

Stets an vorderster Front

Ein irakisches Mädchen verlässt die Grundschule im Zentrum von Bagdad am 12. Oktober 2004.

Die 1965 im westfälischen Höxter geborene „Bilderkriegerin“ Anja Niedringhaus war seit 2002 festangestellte Fotografin bei der Agentur Associated Press (AP) und als solche stets in Kriegs- und Krisengebieten an vorderster Front unterwegs. Zahlreiche ihrer Arbeiten haben längst ikonischen Status, dass sie aber nicht nur „eingebettet“ gearbeitet hat, etwa als der US-Präsident George W. Busch 2003 in Bagdad amerikanische Soldaten besuchte, zeigt die Ludwig Galerie Oberhausen jetzt in einer allein schon der Materialfülle wegen eindrucksvollen Retrospektive. Von der idyllisch von Wald umgebenen nordhessischen Kleinstadt Kaufungen vor den Toren Kassels aus, gleich im ersten Ausstellungskapitel „Zuhause in Kaufungen“ sind Aufnahmen ihrer gemütlichen Wohnung zu sehen, ist Anja Niedringhaus in alle Welt aufgebrochen, um für zumindest die Menschen der westliche Welt einen Blick hinter die Kulissen zumeist höchst gewalttätiger Auseinandersetzungen zu ermöglichen. Paradigmatisch für ihr Verständnis von aktueller Pressefotografie, die über das rein Faktische hinausgeht, ist das Plakatmotiv: Es ist am 12. Oktober 2004 entstanden und zeigt, wie ein kleines irakisches Mädchen die Grundschule im Zentrum von Bagdad verlässt und mit freudigem Lächeln auf den schwerbewaffneten Soldaten am Eingangstor blickt. Zehn Jahre später erhielt Anja Niedringhaus – als erste Frau überhaupt – den renommierten Pulitzer-Preis für eine Fotoreportage aus dem Irak. Die Ausstellung „An vorderster Front“ trägt völlig zu Recht den Untertitel „Pulitzer-Preisträgerin, Pressefotografin, Porträtistin“, denn Anja Niedringhaus ist wohl als Kriegsreporterin mit spektakulären Aufnahmen, die sie in Afghanistan, im Irak und dem ganzen Balkan zwischen Bosnien und Albanien aufgenommen hat, stets ihrer Maxime verpflichtet: „Wenn ich es nicht fotografiere, wird es nicht bekannt“. In den Nullerjahren hat sie sich mit dem Anschlag auf das World Trade Center in New York und den Folgen u.a. für den Nahen Osten beschäftigt, ihre Bilder aus Kuwait, Lybien sowie den Palästinensergebieten Gaza und Westjordanland sind heute wertvolle Zeitdokumente. Ihr Interesse aber galt stets den menschlichen Regungen der Porträtierten, den handelnden Soldaten wie auch der unter den Ereignissen leidenden Zivilbevölkerung. Immer wieder hat Abja Niedringhaus die Lebensfreude und den Überlebenswillen der Menschen und insbesondere der Kinder in Kriegs- und Krisengebieten dokumentiert – mit bisweilen aus europäischer Sicht skurrilen, in jedem Fall aber unerwarteten Alltagsszenen. Die immer wieder ganze Geschichten in einem Motiv vereinen. Das 2. Obergeschoss ist ihren Fotografien im Bereich des Sports gewidmet. Vor allem Leichtathletik und Tennis, allein Wimbledon zwischen Steffi Graf 1999 und Novak Djokovic 2013, gehören zu ihren bevorzugten Disziplinen. Faszinierende Bewegungsstudien aber liefern auch Wasserspringer, Eiskunstläufer und Leichtathleten. Reine Freude drücken ihre Bilder von der Frauenfußball-Weltmeisterschaft 2007 in China aus. An vorderster Front ist Anja Niedringhaus 2014 durch Polizeikugeln im afghanischen Banda Khel gestorben und es wird höchste Zeit, dass Wikipedia sie in die Liste der „Persönlichkeiten“ Kaufungens aufnimmt, in der etwa ein gewisser Heinz Eggebrecht (1916–1994) zu finden ist, Oberst und Bezirksverwaltungsleiter des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR in Ost-Berlin. Die Werkschau „Anja Niedringhaus – An vorderster Front“ mit über 250 Aufnahmen, aber auch mit persönlichen Gegenständen wie ihren Blauhelm oder ihre Schutzweste wird vom 10. Mai bis 13. September 2026 in der Ludwiggalerie, Konrad-Adenauer-Allee 46, in Oberhausen gezeigt: Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen von 11 bis 18 Uhr, Montag geschlossen. Informationen über das umfangreiche Rahmenprogramm im Netz unter ludwiggalerie.de, wo auch die museumspädagogischen Angebote zu finden sind. Öffentliche Führungen sonn- und feiertags um 11.30 Uhr, Kuratorinnenführungen mit der Museumsdirektorin Dr. Christine Vogt am 17. Mai, 14. Juni, 5. Juli und 30. August 2026 jeweils um 15 Uhr.

15 Uhr

'Zu Gast: Bund Gelsenkirchener Künstler'

Der künstlerische Austausch geht weiter

'Zu Gast: Bund Gelsenkirchener Künstler'. Im Bild das Werk von Christian Hardick.

Der künstlerische Austausch geht in die nächste Runde. Dazu präsentiert der Herner Künstlerbund HKB ’90 vom 3. Mai bis einschließlich 14. Juni 2026 Arbeiten von 19 Gelsenkirchener Künstlern, die dem Bund Gelsenkirchener Künstler (BGK) angehören. Eröffnet wird die Ausstellung unter dem Titel „Zu Gast“ am Sonntag, 3. Mai 2026, um 15 Uhr. Mit einem impulsgebenden Blick „über den Tellerrand“, genauer gesagt über die Stadtgrenzen hinaus, fand im Januar 2026 der erste künstlerische Austausch unter dem Titel „Zu Gast“ statt – damals in Gelsenkirchen-Ückendorf, damals mit acht Künstlern aus Herne – nun also in Herne. Die Besucher können sich auf einen Querschnitt durch das Schaffen folgender Künstler aus der Nachbarstadt freuen: Angie Christiani, Gordana Djukic, Andreas Frings, Christian Hardick, Thomas J. Helms, Christel Klarhöfer, Heike Klinger, Sabine Leichner-Heuer, Maria Meza, Angelika Noa, Barbara Ring, Christiane Steffler, Monika Stolarczyk-Salehian, Karin Templin-Glees, Gabriele Tolksdorf, Wolfgang Weck, Jen Weissenbacher, Gregor Wildförster und Brigitte von der Eltz. Im Gespräch mit halloherne erklärt die zweite Vorsitzende des Vereins, Nina Ryschawy, das Zustandekommen der großen Anzahl an Beteiligten: „Für uns als Verein ist es wichtig, dass Künstler, die sich präsentieren möchten, dazu auch die Möglichkeit bekommen. In diesem Fall waren es eben 19.“ Das bedeutet zugleich, dass von jedem Künstler nur ein Werk gezeigt werden kann. Das sieht die zweite Vorsitzende nicht unbedingt als Manko an und sagt dazu: „Für uns stehen weniger die einzelnen Werke im Mittelpunkt als vielmehr die Künstler selbst und die gegenseitige Wertschätzung. Wir verstehen diese Ausstellungen als Ausdruck von Freundschaft und Austausch.“ Ein festgelegtes Thema gab es bewusst nicht. Die einzige Vorgabe war das Format – nicht größer als 50 × 100 cm. Dem Bund Gelsenkirchener Künstler, der im Jahr 2025 sein 75-jähriges Bestehen feierte, gehören derzeit 34 Kulturschaffende an. 19 von ihnen nehmen nun an der Ausstellung in den Räumen des HKB teil. Die Vernissage der Ausstellung „BGK zu Gast beim HKB ’90“ findet am Sonntag, 3. Mai 2026, um 15 Uhr im Kunstpunkt an der Mont-Cenis-Straße statt. Die Begrüßung übernimmt Gisela Schulte, zweite Vorsitzende der Herner Künstler. In das Thema führt Dr. Falko Herlemann ein. Für die musikalische Begleitung sorgt Greta Langer am Klavier und mit Gesang. Die Ausstellung ist anschließend mittwochs und sonntags jeweils von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Workshop: „Papierpoesie – Individuelle Grußkarten selbst gestalten“ mit Gordana Djukic und Jen Weissenbacher. Sonntag, 17. Mai 2026, 15 bis 18 Uhr Lesung: Angie Christiani, „Du und ich und irgendwas dazwischen“, Sonntag, 31. Mai 2026, ab 15 Uhr.

15 Uhr

Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull

Klassenzimmerstück nach Thomas Mann

Hoppla, jetzt komm‘ ich: Mario Rolf Brutschin brilliert in der Titelrolle der Adaption des Thomas-Mann-Romans „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ am WLT.

In Thomas Manns unvollendet gebliebenem Entwicklungsroman „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“, an dem der Literatur-Nobelpreisträger von 1910 bis 1954 gearbeitet hat, blickt der 40-jährige Ich-Erzähler Felix auf sein bewegtes Leben zurück. „Aus feinstem Holz geschnitzt schon als kleiner Knabe“ habe sich der Sohn des rheinischen Lorley-Schaumwein-Produzenten als begnadeter Müßiggänger und notorischer Schulschwänzer, vor allem aber als höchst begabt zur „Große Freude“ genannten Liebeslust erwiesen – zunächst beim doppelt so alten Zimmermädchen Genovefa. Als die Sektfabrik pleite ist und sich sein Vater erschießt, zieht Felix mit seiner Mutter nach Frankfurt am Main, um dort eine kleine Pension zu eröffnen, während seine ältere Schwester Olympia zur Operette geht. Nachdem er sich, mit einer filmreifen realsatirischen Finte, bei der Wiesbadener Musterung dem Militärdienst entzogen hat, kann er als „Herzensgesellschafter“ der ungarischen Prostituierten Rosza ein bohèmehaftes Leben am Main führen, bevor er auf Vermittlung seines Paten Felix Schimmelpreester an der Seine beim Generaldirektor Stürzli im Pariser Grandhotel Saint James and Albany als Liftboy Armand beginnt. Und sogleich das Interesse einer Straßburger Dame, Madame Houpflé, erweckt. Bald kann der Frauenliebling bei Maitre Machatschek in den Kellnerdienst eintreten, wo er weiteren amourösen Versuchungen ausgesetzt ist von höheren Töchtern wie der 17-jährigen Eleanor aus Birmingham bis hin zu einem schottischen Lord. Felix freundet sich bei einem seiner Incognito-Ausflüge in die feine Gesellschaft mit dem Marquis de Venota an, der mit der schönen Soubrette Zaza liiert ist. Weshalb ihm seine Eltern mit Enterbung drohen, wenn er nicht ihr entsagt und auf Weltreise geht. Felix willigt ein, an seiner statt von Lissabon aus in See zu stechen und verwandelt sich mit den nötigen Papieren und Geldmitteln versehen in Louis de Venota alias Loulou. Bereits auf der Zugfahrt nach Portugal lernt er Antonio Jose Kuckuck kennen, Professor der Naturwissenschaft und Direktor des Naturhistorischen Museums Lissabon. Felix wird von dessen Gattin Maria Pia und Tochter Suzanna alias Zouzou herzlich aufgenommen. Als er mit Letzterer inflagranti erwischt wird, findet er Erfüllung am Busen der Mutter – bis zu seiner Abreise nach Südamerika… Nach Markus Kopfs Adaption „Mario und der Zauberer“ 2013 arbeitet das Westfälische Landestheater (WLT) Castrop-Rauxel mit „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ erneut einen bekannten Stoff Thomas Manns für ein junges Publikum (ab 15 Jahren bzw. 10. Klasse) auf. Karin Eppler hat ihre eigene Bühnenfassung als Klassenzimmerstück inszeniert mit dem 31-jährigen Schauspieler Mario Rolf Brutschin in der Solorolle des Felix Krull. Sie konzentriert sich dabei auf die erste Hälfte des 370-seitigen Romans, in dem sie eine überraschend gegenwärtige Geschichte entdeckt und von „Match!“ bis „Next Level“ behutsam sprachlich aktualisiert hat: „Felix Krull lügt kaum bewusst – er wird gelesen, interpretiert, bewundert. Mich interessiert, wie sehr eine Gesellschaft selbst daran beteiligt ist, ihren eigenen Betrug zu erzeugen.“ In unseren Zeiten der Fake News und der unter jungen Leuten grassierenden medialen Selbstinszenierung stellen sich Fragen nach der Wahrheit neu: Wer bestimmt, was wahr ist? Und warum lassen wir uns so gern täuschen? Mario Rolf Brutschin zieht gut fünfzig Minuten lang alle Register, verkörpert das achtjährige „Felix Wunderkind“ im Matrosenanzug ebenso virtuos wie den scheinbaren Epileptiker bei der Musterung im Unterhemd oder den gefälligen Liftboy in der Uniform der Pariser Nobelherberge. Der bei der Premiere am 5. Februar 2026 in der Recklinghäuser Käthe Kollwitz Gesamtschule heftig umjubelte WLT-Debütant schlüpft darüberhinaus rastellihaft in mehr als ein Dutzend Rollen. Geboren 1994 in Lörrach im Schwarzwald absolvierte Brutschin ein Studium an der Freiburger Schauspielschule, um danach vor allem am Landestheater Dinkelsbühl und am Münchner Theater für Kinder auf den Brettern zu stehen – und auf den Planken des TUI-Ozeanriesen „Mein Schiff“ für Unterhaltung auf den sieben Weltmeeren zu sorgen. 2024 mit dem Theaterpreis der Fränkischen Landeszeitung ausgezeichnet wird Mario Rolf Brutschin in dieser Spielzeit auch zum Ensemble der Rockshow „Respect! Die Würde des Menschen ist unantastbar“ von Tankred Schleinschock gehören, die – schon ‘mal zum Vormerken – am 21. Juni 2026 um 19.30 Uhr im Theater Duisburg gastiert. Doch zunächst tourt er in der 100. Jubiläumsinszenierung Karin Epplers, ihrer 16. Regiearbeit am WLT, durch das großen Einzugsgebiet des Landestheaters – und sorgt mit Extempores etwa zur erneuten Einführung der Wehrpflicht für beste Stimmung im Publikum. Am 25. Februar, 12. und 13. März 2026 können Schulen auch Vormittagsaufführungen im WLT-Studio am Europaplatz in Castrop-Rauxel buchen – und Erwachsene haben erstmals im Mai 2026 die Möglichkeit, Mario Rolf Brutschin im wahren Wortsinn hautnah zu erleben. Karten unter westfaelisches-landestheater.de oder Tel. 02305–978020.

18 Uhr

'Anderthalb Stunden zu spät'

Neue Komödie der Volksbühne Körner

Heike Gruß und Klaus Mahlberg geben in der Komödie „Anderthalb Stunden zu spät“ ein Ehepaar, das kurz vor der Pierres Pension steht, die bei Gattin Laurence einige Befürchtungen auslöst.

Laurence: „Kommen wir zu spät?“. Pierre: „Ja, mit Sicherheit.“ Laurence: „Ach so, dann habe ich ja noch etwas Zeit.“ Pierre (Klaus Mahlberg) und Laurence Sansieu (Heike Gruß), seit 30 Jahren verheiratet, sind zum Abendessen bei Pierres Geschäftspartner und Freund Chalmet eingeladen. Pierre wartet schon seit einer Viertelstunde darauf, dass Laurence endlich fertig wird – doch im letzten Moment entschließt sie sich, dass sie keine Lust auf die Einladung hat. Sie will endlich einmal mit ihm reden. Von sich. Von ihm. Von ihnen beiden. Von ihren Kindern. Und vor allem über die vielen, vielen gemeinsamen Jahre und davon, was am Horizont droht: Der Ruhestand. Eben ist Laurence Großmutter geworden, der jüngste Sohn ausgezogen. Mit dem bevorstehenden Ruhestand ihres Mannes könnte nun ein ruhigeres Kapitel im Leben der Eheleute beginnen – doch genau davor graut der eigenwilligen Hobbymalerin, denn die neue Lebensphase löst bei ihr nicht nur erhöhten Redebedarf, sondern auch eine Identitätskrise aus. Nur widerwillig lässt Pierre sich auf das Gespräch ein. Und so erfahren wir neben vielen anderen erhellenden Aussagen nicht nur, nach welcher Logik die Welt funktioniert, sondern auch, wieso ein Ehebruch der Ehe guttut und wodurch Persönlichkeiten wie Vasco da Gama oder Leonardo da Vinci überhaupt erst möglich wurden. Kaum ein Lebensbereich bleibt unberührt; sogar Alexander der Große und Che Guevara werden miteinbezogen. Auf sehr humorvolle Weise zeichnen die Autoren Gérald Sibleyras und Jean Dell die Wünsche und Nöte dieses liebevollen „Vorruhestandspaares“, das mit großer Leidenschaft und Schlagfertigkeit ihre Beziehung seziert. Und je länger das Gespräch der beiden dauert, desto emotionaler und bewegender wird es. Alte Gewissheiten geraten ins Wanken und völlig neue Horizonte tun sich auf – um sich am Ende als Paar genau dort wiederzufinden, wo Laurence und Pierre angefangen haben. Denn trotz allem schaffen sie es noch: Sie kommen zwar zu spät, aber letztendlich „nur“ ‚Anderthalb Stunden‘… Das Zwei-Personen-Stück „Une heure et demie de retard“, so der Originaltitel, stammt aus der Feder des am 7. November 1961 in Paris geborenen Gérald Sibleyras („Wind in den Pappeln“), der zu den meistgespielten französischen Theaterautoren Europas gehört. Er ist ebenso mit dem Prix Molière ausgezeichnet worden wie sein gleichaltriger, in Saint-Etienne geborener Ko-Autor, der Schauspieler Jean Dell, den man hierzulande etwa aus dem Film „Grace of Monaco“ an der Seite von Nicole Kidman kennt. Uraufgeführt am 6. September 2005 Théâtre des Mathurins in Paris in der Regie des Hausherrn Bernard Murat mit Patrick Chesnais und Evelyne Buyle fand die Deutschsprachige Erstaufführung im September 2014 in der Berliner Komödie am Kurfürstendamm mit Herbert Herrmann (auch Regie) und Nora von Collande statt. Auch die Volksbühne Körner spielt die deutsche Übersetzung von Dorothea Renckhoff und Fedora Wesseler, Premiere der Inszenierung von Klaus Mahlberg ist in der Komödie am Park am Samstag, 21. Februar 2026, um 19:30 Uhr. Karten im Vorverkauf auch für die weiteren Vorstellungen am 22. Februar, 28. und 29. März, 18. und 19. April, 16. und 17. Mai sowie 27. und 28. Juni 2026 sind bei „Blickpunkt Optik“ an der Hauptstraße 21 in Eickel, Tel 02325 - 61760, erhältlich.

18 Uhr

Zwei Konzerte im Café Desaster

Das Cafe Desaster an der Mont-Cenis-Straße 26 i.

Das Café Desaster an der Mont-Cenis-Straße lädt zu zwei Konzerten ein. Am kommenden Sonntag, 17. Mai 2026, bringen ab 18 Uhr mit „Angels and Aliens“ eine Gitarre und zwei Stimmen mit ganz viel Emotionen unter die Zuhörer. Am letzten Mai im Jahr 2026, Sonntag, 31., spielen „Kalle Moosherr Experience“ im Café.

18 Uhr

Roughhouse & Eliane live zur Finissage von AUFBRUCH

Atelier P1 lädt zum Konzertabend

Atelier P1 lädt zum Konzertabend mit dem Akustikduo Circle of Happiness

Mit dem Konzertabend Circle of Happiness erweitert das Atelier P1 sein kulturelles Programm um eine besondere musikalische Begegnung. Am Sonntag, 17. Mai 2026, um 18 Uhr präsentieren der international bekannte Künstler Roughhouse und die Flötistin Eliane Hobbing ihr gemeinsames Akustikprojekt in den Räumen der Galerie P1. Der Eintritt kostet 25 Euro. Der Kartenverkauf im P1 findet Donnerstag und Sonntag von 15 bis 18 Uhr statt. Die Musik von Circle of Happiness verbindet Singer-Songwriter-, Pop-, Reggae- und World- Music-Einflüsse zu einem warmen, organischen und atmosphärischen Sound. Mit Stimme, Gitarre und Querflöte entsteht ein intensives Live-Erlebnis, das das Publikum auf eine gemeinsame musikalische Reise mitnimmt und eine Atmosphäre voller Verbindung, Präsenz und gemeinsamer Energie schafft. Der aus Jamaika stammende und heute in Dortmund lebende Künstler Roughhouse arbeitete im Laufe seiner Karriere unter anderem mit Patrice, Gentleman, Samy Deluxe, Max Herre und den Fantastischen Vier zusammen. Gemeinsam mit Eliane Hobbing gründete er das Akustikduo Circle of Happiness, das von musikalischer Nähe, emotionaler Tiefe und spontanen Momenten lebt und positive verbindende Botschaften zum Ausdruck bringt. Das Konzert findet parallel zur laufenden Ausstellung AUFBRUCH statt, die noch bis zum 17. Mai im Atelier P1 zu sehen ist. Die Ausstellung mit Werken von Bodo Bender und Gastkünstler Rainer Krampe versteht sich als offener Dialog zwischen unterschiedlichen künstlerischen Ausdrucksformen und schafft damit den passenden Rahmen für einen Abend zwischen Klang, Kunst und Begegnung. Mit diesem Konzertabend präsentiert sich das Atelier P1 als Ort für zeitgenössische Kunst, kulturellen Austausch und besondere atmosphärische Erlebnisse im Stadtteil.

18 Uhr

Kirchenmusikalische Maiandacht

St. Barbara Kirche in Röhlinghausen.

In der Kirche St. Barbara in Röhlinghausen findet am Sonntag, 17, Mai 2026, ab 19 Uhr eine kirchenmusikalische Maiandacht statt. Unter der Leitung von Kirchenmusiker Bernd Sägebarth Backwinkel sind verschiedene Chöre der Pfarrei daran beteiligt.

19 Uhr

'Herner Bachjahre'

Die Löwenkirche.

Am Sonntag,17. Mai 2026, findet um 19 Uhr in der Löwenkirche in Wanne die nächste Orgelvesper der Gesamtaufführung der Orgelmusik Johann Sebastian Bachs der BACHJAHRE HERNE statt. Dieses Mal finden sich die sechs Triosonaten im Programm. Mitwirkende an der Orgel sind Yvonne Kortmann und Torsten Laux, Professor für Orgel an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf, der als weitgereister weltweit renommierter Konzertorganist mitwirkt. Dazwischen gibt es wieder Textlesungen, gelesen von der Bochumer Theologin Petra Menrath.

19 Uhr

Bürgerfunksendung von Peter Zontkowski

'Time Out' auf UKW 90,8 im Mai 2026

Peter Zontkowski gemeinsam mit dem Toningenieur Wolfgang Bökelmann in der Radiowerkstatt der vhs Herne. Hier wird eine neue Sendung 'Time out' produziert. Musik mit Geplauder auf UKW 90,8. Gesendet wird jeden 3. Sonntag, immer um 19:04 Uhr.

Seit über zwölf Jahren lädt Radiomann Peter Zontkowski einmal im Monat zu seiner Radio-Bürgersendung „Time Out“ auf UKW 90,8 ein. Die nächste Sendung geht am Sonntag, 17. Mai 2026, 19:04 Uhr, 'On Air'. Seit geraumer Zeit feiern die heimischen Radiosender musikmäßig die 80er. Allerdings moniert der Autor und bekennender Musikliebhaber Zonte: "... aber nur leider mit den immer gleichen Songs. Von Vielfalt kann man da wirklich nicht reden, wenn das dargebotene Repertoire aus ein paar Dutzend zigmal durchgekauten Titeln besteht." Das ist für den Moderator wieder einmal Grund genug noch tiefer in der Kiste der Musik vergangener Tage zu gegraben und so manch einen Kracher an Licht der Musikwelt zu holen. Im halloherne-Gespräch erzählt der Kenner der Musik: „Die 80er waren ein musikalisch schillerndes Jahrzehnt, in dem aus Popmusik New Wave wurde. Speziell aus England kam viel Hörenswertes!" Da gab es die Ska-Bewegung mit Bands wie The Beat, Specials und Madness. Aus Schottland gab es Folkiges von Roddy Frame und seiner Formation Aztec Kamera. Melodiebetont-flott ging es bei Squeeze und XTC zu. Kühl und Keyboardbetont klangen die Eurhythmics mit der Sängerin Annie Lennox und Everything But The Girl flirteten mit Bossa Nova-Grooves. Außerdem brachten die Smiths aus Manchester eine ganz „neue Sensibilität“ in die Gehörgänge und Paul Weller überzeugte zunächst bei The Jam mit schrofferen Klängen um dann bei The Style Council mit Soulmusic zu flirten. Am Sonntag, 17. Mai 2026, beschließen schließlich Elvis Costello and The Attractions die Auswahl auf Radio Herne mit wundervoller und reggaebeeinflusster New Wave-Musik.

19:04 Uhr

„Noch nicht tot, aber schon im Museum“

Hülk und Lippmeyer stellen in Düsseldorf aus

v.l. Wolfgang Hülk und Jörg Lippmeyer. 'Rettet die schönen Wörter' – Ausstellung im Mai 2026 in Düsseldorf.

Die beiden alten Künstlerfreunde tun es wieder: Der Zeichner und Fotograf Wolfgang Hülk und der freie Künstler Jörg Lippmeyer – beide Ur-Wanne-Eickeler – stellen ihre kollaborativ entstandenen Werke aus. Dieses Mal sind ihre Gemeinschaftsarbeiten von Mittwoch, 6. Mai, bis Sonntag, 31. Mai 2026, im Stadtmuseum Düsseldorf zu sehen. Die Eröffnungsrede zur Vernissage hält der Stadtführer und Buch-Autor Dietmar Schönhoff. Erneut widmen sich die Künstler Werken, mit denen sie sich anschicken, schöne Wörter dieser Welt zu retten. In einer Zeit, in der sich Sprache ständig weiterentwickelt und verändert, in der neue Begriffe – vorzugsweise aus technologischen Bereichen – entstehen, bleibt es ihr Anliegen, die Vielfalt der deutschen Sprache zu bewahren. Jörg Lippmeyer, vielen besser bekannt als „der bunte Mann aus Unser Fritz“, ist in seiner Heimatstadt bereits seit Jahren als Wörter-Retter unterwegs. In seinem Fundus finden sich Begriffe wie Flitzpiepe, Mumpitz, Brimborium, Kuddelmuddel oder auch Papperlapapp – Wörter, die vor dem Vergessen bewahrt werden sollen. Seit rund einem Jahr steht ihm dabei sein Düsseldorfer Künstlerfreund Wolfgang Hülk zur Seite. Hülk hat die Sammlung nicht nur erweitert, sondern sie auch um Düsseldorfer Mundart bereichert. So befinden sich nun so charmante Ausdrücke wie Retematäng oder Rotzech darin. Die beiden präsentieren die Wörter auf künstlerisch gestalteten Leinwänden. Anschließend bearbeitet jeder die Werke des anderen weiter, sodass fusionierte Arbeiten entstehen, die zwei Handschriften erkennen lassen. Mit diesem besonderen Projekt, leisten sie ihren Beitrag, die deutsche Sprache ein wenig lebendiger und fröhlicher zu behalten.

seit 6. Mai

Fuß- und Radverkehr wird über die Trasse Wanne-Constantin geführt

A43: Südstraße unter der Autobahn gesperrt

Die Autobahn Westfalen erneuert die A43-Brücke Südstraße im südlichen Herne (Symbolbild)

Die Autobahn Westfalen erneuert die A43-Brücke Südstraße im südlichen Herne. Für die Brückenbauarbeiten stehen weitere Sperrungen der Südstraße an. Folgende Termine sind geplant: Montag bis Mittwoch, 11. bis 20. Mai 2026, sowie Donnerstag, 21. Mai 2026, jeweils von 7 bis 18 Uhr. Umleitungen sind eingerichtet. Der Fuß- und Radverkehr wird über die Trasse Wanne-Constantin geführt. Der motorisierte Verkehr wird über die Bochumer Straße, den Westring, die Holsterhauser Straße und die Koniner Straße umgeleitet. Der Verkehr auf der A43 ist von den Arbeiten nicht betroffen.

seit 11. Mai

Montag, 18. Mai

Herrmann-Löns wird gesperrt

Reparaturarbeiten an Fernwärmeleitung

Vollsperrung der Hermann-Löns-Straße, zwischen Viktor-Reuter-Straße und Schäferstraße

Um die Wärmeversorgung der Innenstadt bis zur kommenden Heizsaison sicherzustellen, beginnen die Stadtwerke ab Montag, 18. Mai 2026, mit Arbeiten an einer defekten Fernwärmeleitung am Rande der Herner Innenstadt. Auf Grund der örtlichen Gegebenheiten erfolgt eine Vollsperrung der Hermann-Löns-Straße zwischen Viktor-Reuter-Straße und Schäferstraße. Anwohnende haben weiterhin Zufahrt zu ihren Grundstücken und Gebäuden. Eine Umleitung ist ausgeschildert. Die Linie 303 der HCR wird umgeleitet. Die Haltestellen „Haranni-Gymnasium“ und „Glockenstraße“ werden zu den Haltestellen „Herne-Mitte“ und „Sparkasse“ verlegt. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Ende Oktober. Die Stadtwerke Herne bitten für die leider unvermeidbaren Beeinträchtigungen um Verständnis.

7 Uhr

vhs Bildungsurlaub

Ausstieg aus dem Berufsleben

Die vhs am Willi-Pohlmann-Platz.

„Ausstieg aus dem Berufsleben - Perspektiven und Zukünftiges: da geht noch was?!“ Unter diesem Motto können sich Teilnehmende im dreitägigen Bildungsurlaub auf den baldigen Ruhestand hin orientieren. Gemeinsam werden aus individuellen Ideen konkrete Perspektiven entwickelt. Der Dozent, selbst Rentner, ist langjährig erfahrener Berater. Der Kurs findet von Montag bis Mittwoch, 18. bis 20. Mai 2026, jeweils von 9 bis 15 Uhr in der vhs im Kulturzentrum, Willi-Pohlmann-Platz 1 statt. Entgelt 159 Euro (erm.107 Euro); für Arbeitnehmer als Bildungsurlaub nach dem AWbG NRW; auch offen für alle Interessierte in den letzten Berufsjahren. Anmeldung sind online möglich.

9 Uhr

Herz-Café mit Dr. Ali Halboos

Versteckte Gefahr Bluthochdruck

Chefarzt Dr. Ali Halboos informiert im Herz-Café zum Thema Bluthochdruck.

Dr. Ali Halboos, Chefarzt der Klinik für Kardiologie im Evangelischen Krankenhaus Herne, informiert in seinem nächsten Herz-Café am Montag, 18. Mai 2026, zum Bluthochdruck. Unter dem Titel „Bluthochdruck – die versteckte Gefahr“ erklärt er von 13 bis 15 Uhr im Seminarzentrum des EvK, wie Bluthochdruck entsteht, mit welchen modernen Verfahren er festgestellt und wie er behandelt werden kann. Außerdem erläutert Dr. Halboos, wie frühzeitige Vorsorge und gezielte Behandlung das Risiko für Folgeerkrankungen senken können. Bluthochdruck ist ein „stiller Killer“, denn oft bleibt er symptomlos. Betroffene fühlen sich in vielen Fällen trotz gefährlich hoher Werte vollkommen fit. Genau das macht ihn so heimtückisch, denn auf Dauer schädigt Bluthochdruck Herz und Gefäße. In Deutschland leidet mehr als jeder Vierte an Bluthochdruck. 20 Prozent der Betroffenen wissen allerdings nichts von ihrer Erkrankung. Bluthochdruck ist Risikofaktor Nummer 1 für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die in Deutschland für mehr als ein Drittel der Todesfälle verantwortlich sind. Das Herz-Café ist eine kostenlose Veranstaltungsreihe der Klinik für Kardiologie im EvK Herne, das Teil des EVA Ruhr mit sieben Klinikstandorten in Bochum, Castrop-Rauxel, Gelsenkirchen, Hattingen, Herne und Witten ist. Im Herz-Café haben Besuchende die Gelegenheit, in entspannter Atmosphäre bei Kaffee und Kuchen mit Gesundheitsexpertinnen und -experten über Medizinthemen zu plaudern. Das Parken im Parkhaus ist für Veranstaltungsbesuchende kostenlos.

13 Uhr

Caritas: Info-Angebot zu Seniorenwohngemeinschaften

Ein modernes Zuhause im Alter

Davina Rohloff, Leiterin der Caritas-Seniorenwohngemeinschaften.

Wie möchte ich im Alter leben – und welche Möglichkeiten gibt es heute überhaupt? Antworten auf diese wichtigen Fragen bietet ab Montag, 11. Mai 2026, ein neues, kostenloses Beratungsangebot des Herner Caritasverbandes. Das Angebot richtet sich gezielt an pflegende Angehörige und gibt Orientierung in einer oft herausfordernden Lebensphase gibt. In der neuen Sprechstunde informiert Davina Rohloff, Leiterin der Caritas-Seniorenwohngemeinschaften und erfahrene Pflegefachkraft, kostenlos und unverbindlich über Senioren-WGs als Alternative zum klassischen Pflegeheim, individuelle Unterstützungsangebote in Herne und wirksame Entlastungsmöglichkeiten für pflegende Angehörige. Die Sprechstunde am 11. Mai findet von 17 bis 19 Uhr im Caritas-Quartiersbüro Herne-Mitte, Viktor-Reuter-Straße 1, statt. „Wenn das Leben im eigenen Zuhause zunehmend herausfordernd wird, wünschen sich viele ältere Menschen vor allem eines: Geborgenheit, Gemeinschaft und ein echtes Zuhause-Gefühl. Genau hier setzen moderne Wohnformen wie Seniorenwohngemeinschaften an – persönlich, familiär und nah am Leben. Viele Menschen wissen gar nicht, wie vielfältig und menschlich die Wohnmöglichkeiten im Alter heute sind“, sagt Rohloff. „In unseren liebevoll eingerichteten Senioren-WGs leben ältere Menschen selbstbestimmt – und gleichzeitig in Gemeinschaft. Gemeinsame Mahlzeiten, Gespräche und ein strukturierter Alltag schaffen Lebensfreude und Sicherheit.“ Interessierte haben die Möglichkeit, die Wohngemeinschaften persönlich kennenzulernen und sich vor Ort ein Bild vom Leben und der Atmosphäre zu machen. Die Sprechstunde richtet sich bewusst auch an berufstätige Angehörige und findet zu arbeitnehmerfreundlichen Zeiten statt: jeden zweiten Montag im Monat von 17 bis 19 Uhr im Caritas-Quartiersbüro Herne-Mitte (Viktor-Reuter-Straße 1) sowie jeden dritten Montag im Monat von 17 bis 19 Uhr im Caritas-Quartiersbüro Wanne-Eickel (Hauptstraße 208). Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Infos: Davina Rohloff, Tel 0176 11928-273, E-Mail: d.rohloff.@caritas-herne.de. Die Termine werden auch regelmäßig auf der Caritas-Homepage veröffentlicht. „Ob Seniorenwohngemeinschaft, ambulante Pflege oder Tagespflege: Ziel der Beratung ist es, für jede Lebenssituation die passende Lösung zu finden. Dabei zählen nicht nur fachliche Informationen, sondern auch ein offenes Ohr und persönliche Begleitung“, so Rohloff. Sie betont: „Es muss nicht immer der Umzug in ein klassisches Pflegeheim sein. Gerade für Menschen mit Pflegebedarf oder beginnender Demenz kann eine Senioren-WG ein lebendiger, sicherer und erfüllender Lebensort sein.“

17 Uhr

Programm im zweiten Quartal 2026

vhs-Filmforum zeigt internationale Filmkunst

Internationale Filmkunst im vhs-Filmforum.

Mit dem Überraschungserfolg „Rental Family“ beginnt am Sonntag, 19. April 2026, das zweite Quartalsprogramm des Filmforums der vhs Herne. Erzählt wird die Geschichte eines amerikanischen Schauspielers, der bei einer japanischen Agentur als „Onkel auf Zeit“ gebucht werden kann. Alle Filme laufen wie gewohnt jeweils sonntags um 12:30 Uhr, montags um 20:15 Uhr und mittwochs um 17:30 Uhr in der Filmwelt Herne am Berliner Platz. Stets aktuelle Informationen zu Titeln und Terminen gibt es online unter vhs-herne.de und filmwelt-herne.de sowie im Programmflyer, der an vielen Stellen in der Stadt ausliegt und in den social media Kanälen. Das Thema „Familienverhältnisse“ zieht sich, rein zufällig, wie ein roter Faden durch diese aktuelle Auswahl internationaler Filmkunst, wenn auch nicht immer so unübersehbar, wie bei „Father Mother Sister Brother“ von Jim Jarmusch. Der Film des Kult-Regisseurs, der in Venedig mit dem Goldenen Löwen prämiert wurde, zählt zu den preisgekrönten Höhepunkten des neuen Programms. Ähnliches gilt für Chloé Zhaos „Hamnet“ (Oscar für die Beste Hauptdarstellerin) und Richard Linklaters „Nouvelle Vague“, der mit vier „Césars“ ausgezeichnet wurde. Den Abschluss des Programms bildet Mitte Juni der Film „Rose“, dessen Hauptdarstellerin Sandra Hüller bei der Berlinale den Silbernen Bären erhielt. Am Sonntag, 19., Montag, 20. und Mittwoch, 22. April 2026, wird der Film 'Rental Family' gezeigt. Regie: Hikari Darsteller: Brendan Fraser, Takehiro Hira, Mari Yamamoto, Akira Emoto, JAP/USA 2025, 103 Min. FSK 0 Weil ihm in der Heimat kein Erfolg beschieden ist, wandert der US-Schauspieler Philipp Vandarploeg nach Japan aus. Als auch hier, trotz seines kultverdächtigen Auftritts in einer Zahnpastawerbung, die Aufträge ausbleiben, heuert er widerwillig bei einer Agentur an, die falsche Familienmitglieder auf Zeit vermietet. Ab sofort spielt Philipp seine Rollen nicht mehr auf dem Bildschirm, sondern im wahren Leben. In einem Land, wo ein zumindest äußerlich perfektes Familienleben als Bedingung für gesellschaftlichen Erfolg gilt, geht ihm die Arbeit nicht mehr aus. So täuscht er als Bräutigam an der Seite einer 20 Jahre jüngeren Frau eine „ganz normale“ Hochzeit vor und setzt sich als Pseudo-Vater eines amerikanisch-japanischen Mädchens dafür ein, dass die 11-jährige Tochter an einer Eliteschule angenommen wird. Für „Philipp“, den Menschen hinter dem Schauspieler, wird es dabei immer schwieriger, die Grenzen zwischen Rolle und Realität zu bewahren. Am Sonntag, 26., Montag, 27. und Mittwoch, 29. April 2026, wird der Film „Hamnet“ gezeigt. Regie: Chloé Zhao Mit Jessie Buckley, Paul Mescal, Joe Alwyn, Emily Watson, Davis Wilmot, GB 2025, 125 Min. FSK 12. Das „Kind einer Waldhexe“, so wird Agnes von manchen Menschen im Stratford des späten 16. Jahrhunderts genannt. Auf den dort tätigen Lateinlehrer, der von seinen Schülern gelangweilt ist, hat diese junge Frau jedenfalls eine magische Anziehungskraft. William ist fasziniert von Agnes, vielleicht wegen ihrer Naturverbundenheit, die seiner Bildung und seinem literarischen Geist so entgegengesetzt ist. Trotz der Widerstände ihrer Elternhäuser heiraten sie, und schon bald werden die Kinder Susanna, Judith und Hamnet geboren. Doch der Ehe steht eine Zerreißprobe bevor: Die Pest wütet in England, und Hamnets früher Tod hinterlässt eine Wunde, die umso mehr schmerzt, als William kaum noch zuhause ist. Er, der schon immer mehr in seinem eigenen Kopf lebte, als auf der Erde, hält sich viel in London auf, wo seine Theaterstücke Erfolge feiern. Die Trauer über den Verlust bringt ihn dennoch fast um den Verstand. Der einzige Heilung versprechende Ausweg lautet: Schreiben. Am Sonntag, 3., Montag, 4. und Mittwoch, 6. Mai 2026, wird der Film „Father Mother Sister Brother“ gezeigt. Regie: Jim Jarmusch Mit Tom Waits, Adam Driver, Cate Blanchett, Vicky Krieps, Charlotte Rampling, USA/I/F/IRE 2025, 110 Min. (halloherne berichtete) Am Sonntag, 10., Montag, 11. und Mittwoch, 13. Mai 2026, wird der Film „Gelbe Briefe“ gezeigt (halloherne berichtete). Regie: Ilker Ҫatak Mit Özgü Naml, Tansu Biçer, Leyla Smyrna Cabas, Ipek Bilgin, D/TK/F 2026, 128 Min. FSK 12 . Das Ehepaar Derya und Aziz ist, gemeinsam mit der Teenager-Tochter Ezgi, in den intellektuellen Kreisen der türkischen Hauptstadt Ankara bestens etabliert. Die gefeierte Schauspielerin des Staatstheaters und der Autor und Universitätsdozent zählen zur Bildungselite ihres Landes, stehen politisch selbstverständlich links und äußern sich privat gerne kritisch gegenüber einer zunehmend autokratisch handelnden Regierung. Doch die politische Spaltung der Türkei, durch Terroranschläge, gewaltsame Proteste und dagegen aufgebotene Polizeitruppen, macht vor ihrer schicken Altbauwohnung nicht halt. Aziz verliert zunächst seinen Job an der Uni; dann wird sein Stück abgesetzt, in dem Derya die Hauptrolle spielt. Schon bald sieht sich die Familie gezwungen, zu Aziz‘ Mutter nach Istanbul zu ziehen. Auch an der Ehe gehen Geldsorgen, Platznot und Zukunftsängste nicht spurlos vorüber, zumal die Beiden unter äußerem Druck unterschiedliche Vorstellungen von einem Ausweg haben. Am Sonntag, 17., Montag, 18. und Mittwoch, 20. Mai 2026, wird der Film „The Testament of Ann Lee“ gezeigt. Regie: Mona Fastvold Mit Amanda Seyfried, Lewis Pullmann, Thomasin McKenzie, Matthew Beard, Christopher Abbott, GB 2025, 137 Min. FSK 12. Manchester 1736. Um dem tiefen Schmerz entgegenzuwirken, den der frühe Tod ihrer Kinder verursacht, gründet Ann Lee die utopisch-christliche Gemeinschaft der „Shaker“. Ausgelöst durch eine Vision von Adam und Eva im Garten Eden sieht die messianisch auftretende Frau die Gleichberechtigung der Geschlechter sowie harte, perfektionistische Arbeit und sexuelle Enthaltsamkeit als oberste Gebote. Die Nähe zu Gott soll nicht durch nüchterne Gebete, sondern durch ekstatische Tänze voller schüttelnder Körperbewegungen ausgelöst werden. In der Hoffnung auf religiöse Freiräume wandert die stetig wachsende Gemeinschaft nach New York aus. Doch auch dort gehören Ausgrenzung und Mißtrauen zum Alltag für diese von einer Frau angeführte Gruppierung, zumal Ann Lee auf die Neutralität der Shaker im Konflikt um die amerikanische Unabhängigkeit besteht. „The Testament of Ann Lee“ ist kein biederer Historienfilm, sondern genauso impulsiv und überraschend wie seine Hauptfigur. Am Sonntag, 31. Mai, Montag, 1. und Mittwoch, 3. Juni 2026, wird der Film 'Nouvelle Vague' gezeigt. Regie: Richard Linklater. Darsteller: Guillaume Marbeck, Zoey Deutch, Aubry Dullin, Adrien Rouyard, Antoine Besson, F/USA 2025, 106 Min. FSK 12 Paris 1959. Während der junge François Truffaut in Cannes Triumphe feiert, hat Jean-Luc Godard immer noch keinen Film realisiert. Dabei sieht sich der Kritiker der Szene-Zeitschrift „Cahiers du cinéma“ als das eigentliche Genie der neuen revolutionären Bewegung, die gerade dabei ist, das französische Kino auf den Kopf zu stellen. Doch der Weg zum Ruhm gestaltet sich beschwerlich für den eigenwilligen Intellektuellen, der sich nicht nur im Kino am liebsten allen geltenden Regeln widersetzen würde. Für seinen Debütfilm „Außer Atem“ verfügt Godard nur über wenig Geld und noch weniger Drehbuch. Seiner Überzeugung nach braucht man für einen Film aber auch nur „ein Mädchen und eine Knarre“. Neben dem unbekannten Jean-Paul Belmondo soll Hollywoodstar Jean Seberg die weibliche Hauptrolle spielen. Angesichts der Extravaganzen ihres Regisseurs, der schon mal den Kameramann in eine Kiste steckt, fühlt sich die charmante Darstellerin allerdings häufig wie im falschen Film. Am Sonntag, 7., Montag, 8. und Mittwoch, 10. Juni 2026, wird der Film „Vier minus Drei“ gezeigt (halloherne berichtete). Regie: Adrian Goiginger Mit Valerie Pachner, Robert Stadlober, Stefanie Reinsperger, Hanno Koffler, Ronald Zehrfeld, A/D 2026, 120 Min. FSK 12 Barbara und ihr Partner Heli führen mit ihren beiden Kindern Fini und Thimo ein glückliches und liebevolles Familienleben. Als professionelle Clowns nehmen sie das Leben nicht zu ernst und wissen, dass man auch über das lachen kann, was misslingt. Heli ist mit Leib und Seele Zirkusclown, bringt das große Publikum mit seiner Kunst zum Lachen. Barbara findet ihre Erfüllung im Kleinen und erhellt als Klinikclown den tristen Alltag kranker Kinder. Doch dann passiert das Unvorstellbare: Durch einen Verkehrsunfall verliert Barbara wie aus dem Nichts ihre Familie. Mit einem Schlag erscheint alles sinnlos und leer. Nur Erinnerungen sind noch da von dem gemeinsamen Weg, den sie mit Heli gegangen ist. Und nur noch Schmerz und Verzweiflung bleiben, wo alles voller Liebe war. Der Verlust lässt sie auch am Clownsein zweifeln. Doch Barbara will weiterleben. Mutig und unkonventionell sucht sie nach Wegen, mit der Trauer umzugehen – und mit dem Schicksal, noch am Leben zu sein Am Sonntag, 14., Montag, 15. und Mittwoch, 17. Juni 2026, wird der Film „Rose“ gezeigt. Regie: Markus Schleinzer. Darsteller: Sandra Hüller, Caro Braun, Marisa Growaldt, Godehard Giese, Robert Gwisdek, Maria Dragus, A/D 2026, 94 Min. FSK 12. In den Wirren des 30-jährigen Krieges erscheint ein mysteriöser Soldat in einem abgeschiedenen protestantischen Dorf im Harz. Wortkarg und schmal, das Gesicht durch eine Narbe entstellt, behauptet der Fremde, der rechtmäßige Erbe eines seit langem verlassenen Gutshofs zu sein. Zum großen Missfallen der Dorfgemeinschaft kann er auch ein Dokument vorlegen, das seinen Anspruch bestätigt. Über seine Herkunft oder seine Vorgeschichte in diesen Zeiten des Krieges hüllt er sich in Schweigen. Mit gutem Grund, denn der Fremde verbirgt ein Geheimnis. Doch sein Streben danach, anerkannt zu werden und hier sein Glück zu finden ist groß. Um dieses Ziel zu erreichen, schreckt er noch nicht einmal vor einer arrangierten Ehe mit Suzanna zurück, der Tochter eines Großbauern. Sie ist bereit, sein Geheimnis zu bewahren. Und als Suzanna von einem Unbekannten schwanger wird, glaubt Rose, so der wahre Name des Fremden, sich am Ziel ihrer Wünsche

20:15 Uhr

„Noch nicht tot, aber schon im Museum“

Hülk und Lippmeyer stellen in Düsseldorf aus

v.l. Wolfgang Hülk und Jörg Lippmeyer. 'Rettet die schönen Wörter' – Ausstellung im Mai 2026 in Düsseldorf.

Die beiden alten Künstlerfreunde tun es wieder: Der Zeichner und Fotograf Wolfgang Hülk und der freie Künstler Jörg Lippmeyer – beide Ur-Wanne-Eickeler – stellen ihre kollaborativ entstandenen Werke aus. Dieses Mal sind ihre Gemeinschaftsarbeiten von Mittwoch, 6. Mai, bis Sonntag, 31. Mai 2026, im Stadtmuseum Düsseldorf zu sehen. Die Eröffnungsrede zur Vernissage hält der Stadtführer und Buch-Autor Dietmar Schönhoff. Erneut widmen sich die Künstler Werken, mit denen sie sich anschicken, schöne Wörter dieser Welt zu retten. In einer Zeit, in der sich Sprache ständig weiterentwickelt und verändert, in der neue Begriffe – vorzugsweise aus technologischen Bereichen – entstehen, bleibt es ihr Anliegen, die Vielfalt der deutschen Sprache zu bewahren. Jörg Lippmeyer, vielen besser bekannt als „der bunte Mann aus Unser Fritz“, ist in seiner Heimatstadt bereits seit Jahren als Wörter-Retter unterwegs. In seinem Fundus finden sich Begriffe wie Flitzpiepe, Mumpitz, Brimborium, Kuddelmuddel oder auch Papperlapapp – Wörter, die vor dem Vergessen bewahrt werden sollen. Seit rund einem Jahr steht ihm dabei sein Düsseldorfer Künstlerfreund Wolfgang Hülk zur Seite. Hülk hat die Sammlung nicht nur erweitert, sondern sie auch um Düsseldorfer Mundart bereichert. So befinden sich nun so charmante Ausdrücke wie Retematäng oder Rotzech darin. Die beiden präsentieren die Wörter auf künstlerisch gestalteten Leinwänden. Anschließend bearbeitet jeder die Werke des anderen weiter, sodass fusionierte Arbeiten entstehen, die zwei Handschriften erkennen lassen. Mit diesem besonderen Projekt, leisten sie ihren Beitrag, die deutsche Sprache ein wenig lebendiger und fröhlicher zu behalten.

seit 6. Mai

Fuß- und Radverkehr wird über die Trasse Wanne-Constantin geführt

A43: Südstraße unter der Autobahn gesperrt

Die Autobahn Westfalen erneuert die A43-Brücke Südstraße im südlichen Herne (Symbolbild)

Die Autobahn Westfalen erneuert die A43-Brücke Südstraße im südlichen Herne. Für die Brückenbauarbeiten stehen weitere Sperrungen der Südstraße an. Folgende Termine sind geplant: Montag bis Mittwoch, 11. bis 20. Mai 2026, sowie Donnerstag, 21. Mai 2026, jeweils von 7 bis 18 Uhr. Umleitungen sind eingerichtet. Der Fuß- und Radverkehr wird über die Trasse Wanne-Constantin geführt. Der motorisierte Verkehr wird über die Bochumer Straße, den Westring, die Holsterhauser Straße und die Koniner Straße umgeleitet. Der Verkehr auf der A43 ist von den Arbeiten nicht betroffen.

seit 11. Mai

Dienstag, 19. Mai

Information bei belegten Brötchen im Café Pluto

Seniorenfrühstück zum Thema 'Schwerbehinderung'

Im Café des Stadtteilzentrums Pluto findet das Seniorenfrühstück statt.

Die städtischen Seniorenberatungsstellen laden am Dienstag, 19. Mai 2026, von 9 bis 12 Uhr zum Seniorenfrühstück ins Café Pluto, Wilhelmstraße 89 a, ein. Karen Bonkhoff-Müller, Mitarbeiterin der städtischen Seniorenberatungsstelle Wanne, wird über das Thema „Schwerbehinderung“ informieren. Dazu zählen unter anderem: Das Antragsverfahren, die Feststellung des Grades der Behinderung, die Bedeutung von Merkzeichen sowie mögliche Nachteilsausgleiche. Daneben steht sie den Teilnehmenden auch für Fragen zur Verfügung. Der Eigenanteil für das Frühstück beträgt 4,90 Euro und ist vor Ort zu zahlen. Es umfasst zwei Brötchen, Butter, Käse, Wurst, Marmelade, zwei Tassen Kaffee und Mineralwasser. Die Teilnahme ist nur mit vorheriger und verbindlicher Anmeldung möglich bis Montag, 11. Mai, unter den Telefonnummern 0 23 23 / 16 -30 81 oder - 27 04.

9 Uhr

Eine kleine Auszeit vom Alltag

Entspannung und Austausch für pflegende Angehörige

Wohltuende Düfte.

Am Dienstag, 19. Mai 2026, lädt die Tagespflege des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) pflegende Angehörige zu einem besonderen Angebot ein. In der Zeit von 14:30 bis 16 Uhr erwartet die Teilnehmenden eine entspannte Runde mit einem Wellnessangebot zum Thema „Düfte und deren Wirkung“. In angenehmer Atmosphäre haben pflegende Angehörige die Möglichkeit, neue Kraft zu schöpfen und sich über die wohltuende Wirkung verschiedener Düfte zu informieren. Kaffee und Kuchen laden zum Verweilen und Austausch ein. Darüber hinaus stehen die stellvertretende Leitung der Tagespflege sowie die Seniorenberaterin Frau Gregorzewski für alle Fragen rund um das Thema Alter und Pflege zur Verfügung. Eine telefonische Anmeldung ist zwingend erforderlich unter: 02325/969-1522 oder 0172 7274824 Alternativ per E-Mail: a.gregorzewski@drk-herne.de

14:30 Uhr

Plaudereien über Gott und die Welt

'Kommen Sie auf die Bank'

Wieder lädt Pastor Rösner Menschen auf die Bank vor der Christuskirche in Wanne-Mitte ein. An den letzten beiden Dienstagen im Mai, 19. und 26. Mai 2026, erwartet er gesprächsbereite Menschen, um mit ihnen über Gott und die Welt zu sprechen. Das Angebot findet bei schönem Wetter jeweils in der Zeit von 15 bis 17 Uhr statt.

15 Uhr

Neues Angebot für pflegende Angehörige in Röhlinghausen

DRK: 'Café Auszeit' startet 2026

Bei Kaffee und Kuchen stehen im "Café Auszeit" des DRK Herne an vier Terminen die pflegenden Angehörigen im Mittelpunkt, die sich austauschen können.

Pflegende Angehörige leisten täglich Enormes. Um sie in ihrem anspruchsvollen Alltag zu entlasten, startet im Jahr 2026 in Röhlinghausen ein neues, kostenfreies Angebot vom DRK Herne/ Wanne-Eickel: das „Café Auszeit“. Das Café richtet sich speziell an pflegende Angehörige und bietet Raum für Erholung, Austausch und Entspannung. Das „Café Auszeit“ wird in Kooperation mit der Tagespflege sowie der Seniorenberatung des DRK-Kreisverbandes Herne und Wanne-Eickel angeboten und findet in den Räumlichkeiten der Tagespflege im Altenhilfezentrum, Bergmannstraße 20, statt. An vier Terminen im Jahr, jeweils dienstags von 15:30 bis 17 Uhr, können sich pflegende Angehörige in entspannter Atmosphäre bei Kaffee, Tee und Kuchen eine Auszeit vom Pflegealltag gönnen. Neben der Möglichkeit zum Austausch über Themen rund um Alter und Pflege stehen auch thematische Angebote im Mittelpunkt. Die Termine sind (jeweils Dienstag): Für weitere Informationen stehen die Pflegedienstleitung Frau Kegel sowie die Seniorenberaterin Frau Gregorzewski zur Verfügung. Um vorherige Anmeldung wird gebeten unter Tel. 02325/969-1522 oder 02325/969-450 oder per E-Mail an a.gregorzewski@drk-herne.de. Darüber hinaus bietet die Seniorenberatungsstelle des DRK-Herne und Wanne-Eickel umfassende Unterstützung für Seniorinnen und Senioren sowie deren Angehörige. Die Beratungsstelle befindet sich in der Harkortstraße 29. Die Seniorenberaterin Frau Gregorzewski ist zu folgenden Zeiten erreichbar: Montag bis Mittwoch: 9:30 bis 12 Uhr und Donnerstag: 14 bis 16:30 Uhr. Die Seniorenberatung ist kostenlos und erfolgt in persönlichen Gesprächen, telefonisch oder – bei Bedarf – auch im Rahmen von Hausbesuchen. Zudem werden flexible Termine, beispielsweise für berufstätige Angehörige, angeboten. Die Seniorenberatung der Stadt Herne findet in Kooperation mit dem DRK-Kreisverband Herne und Wanne-Eickel statt.

15:30 Uhr

Einladung zum Taufvorbereitungsnachmittag

Taufvorbereitung in St. Christophorus.

Familien, die ihr Kind zur Taufe angemeldet haben sind am Dienstag, 24. Februar 2026, oder am Dienstag, 19. Mai 2026, jeweils in der Zeit von 17 bis 18:30 Uhr in das Gemeindehaus St. Joseph an der Hauptstraße zu einem Gespräch eingeladen. An diesem Taufvorbereitungsnachmittag mit einem Priester oder Diakon sind neben der Familie mit dem Täufling natürlich auch die Geschwisterkinder und Paten eingeladen. Der Nachmittag dient dem gegenseitige Kennenlernen der Tauffamilien, die Besprechung der Tauffeier sowie die Klärung aller offenen Fragen. Die Anmeldung dazu benötigen wir jeweils eine Woche im Voraus mit Anzahl der Personen. Für die Geschwisterkinder oder „älteren“ Taufkinder werden wir ein kreatives Angebot bereithalten. Uta Trosien: „Auch, wenn man nicht teilnehmen kann oder will, freuen wir uns über eine Rückmeldung per Mail: trosien@st-christophorus-wan.de.“

17 Uhr

Konzert im Kaminzimmer des Schloss Strünkede

Konzert mit Dave Goodman

Dave Goodman kommt nach Herne.

Dave Goodman - der Ausnahmekünstler, der oftmals auch als musikalisches Chamäleon beschrieben wird, kommt am Dienstag, 19. Mai 2026, ab 20 Uhr (Einlass: 19 Uhr) zum Konzert ins Kaminzimmer des Schloss Strünkede. Karten sind im VVK bei eventim-light zu erwerben. Nach vielen Jahren in Kanada und den USA und dem Studium der Musik, landete Dave Ende der 90er Jahre in Deutschland. Er schrieb die ersten Songs und entwickelte sich immer mehr zum Singer/Songwiter. Gleichzeitig begann er seine Fingerfertigkeit auf der akustischen Gitarre anzuwenden Goodmans Gesangsstimme variiert von einfühlsamen Timbre bei balladesken Stücken bis zu glissandoartigen Blues. Elf hochgelobte Solo-CDs, DVDs sowie Lehrbuchveröffentlichungen, gemeinsame Auftritte mit John Lee Hooker, Jeff Healey u.v.a., sowie ausgedehnte Tourneen und Festivals in vielen Ländern Europas, landesweit USA, Kanada, England und Deutschland zeugen von seiner Umtriebigkeit und sprechen eine deutliche Sprache. Die Konzerte dieses internationalen Bluesgitarristen und Songschreibers sind hoch- energische Live-Shows, die mit Humor und Spielwitz gespickt, sein Publikum auf eine gefühlvolle Reise durch sensible Balladen und teils witzigen, teils bewegenden Geschichten, entführt. Er sprengt den Bluesrahmen im engeren Sinne und führt sein Publikum durch ein weit gespanntes Spektrum von Emotionen und Erlebnissen. Diese enorme Bandbreite verbietet es, ihn als Singer/Songwriter irgend einem Genre unter zu ordnen. Jene faszinierende Kombination von umwerfend schönem Gitarrenspiel mit phänomenaler Fingerfertigkeit auf Weltklasseniveau, sowie zeitlosen Eigenkompositionen mit der Fähigkeit der Präsentation humorvoller Geschichten, haben Dave Goodman zu einem weltweit geschätzten Akustikkünstler gemacht und machen seine Konzerte zu einem einzigartigen und nachhaltigen Erlebnis.

20 Uhr

„Noch nicht tot, aber schon im Museum“

Hülk und Lippmeyer stellen in Düsseldorf aus

v.l. Wolfgang Hülk und Jörg Lippmeyer. 'Rettet die schönen Wörter' – Ausstellung im Mai 2026 in Düsseldorf.

Die beiden alten Künstlerfreunde tun es wieder: Der Zeichner und Fotograf Wolfgang Hülk und der freie Künstler Jörg Lippmeyer – beide Ur-Wanne-Eickeler – stellen ihre kollaborativ entstandenen Werke aus. Dieses Mal sind ihre Gemeinschaftsarbeiten von Mittwoch, 6. Mai, bis Sonntag, 31. Mai 2026, im Stadtmuseum Düsseldorf zu sehen. Die Eröffnungsrede zur Vernissage hält der Stadtführer und Buch-Autor Dietmar Schönhoff. Erneut widmen sich die Künstler Werken, mit denen sie sich anschicken, schöne Wörter dieser Welt zu retten. In einer Zeit, in der sich Sprache ständig weiterentwickelt und verändert, in der neue Begriffe – vorzugsweise aus technologischen Bereichen – entstehen, bleibt es ihr Anliegen, die Vielfalt der deutschen Sprache zu bewahren. Jörg Lippmeyer, vielen besser bekannt als „der bunte Mann aus Unser Fritz“, ist in seiner Heimatstadt bereits seit Jahren als Wörter-Retter unterwegs. In seinem Fundus finden sich Begriffe wie Flitzpiepe, Mumpitz, Brimborium, Kuddelmuddel oder auch Papperlapapp – Wörter, die vor dem Vergessen bewahrt werden sollen. Seit rund einem Jahr steht ihm dabei sein Düsseldorfer Künstlerfreund Wolfgang Hülk zur Seite. Hülk hat die Sammlung nicht nur erweitert, sondern sie auch um Düsseldorfer Mundart bereichert. So befinden sich nun so charmante Ausdrücke wie Retematäng oder Rotzech darin. Die beiden präsentieren die Wörter auf künstlerisch gestalteten Leinwänden. Anschließend bearbeitet jeder die Werke des anderen weiter, sodass fusionierte Arbeiten entstehen, die zwei Handschriften erkennen lassen. Mit diesem besonderen Projekt, leisten sie ihren Beitrag, die deutsche Sprache ein wenig lebendiger und fröhlicher zu behalten.

seit 6. Mai

Fuß- und Radverkehr wird über die Trasse Wanne-Constantin geführt

A43: Südstraße unter der Autobahn gesperrt

Die Autobahn Westfalen erneuert die A43-Brücke Südstraße im südlichen Herne (Symbolbild)

Die Autobahn Westfalen erneuert die A43-Brücke Südstraße im südlichen Herne. Für die Brückenbauarbeiten stehen weitere Sperrungen der Südstraße an. Folgende Termine sind geplant: Montag bis Mittwoch, 11. bis 20. Mai 2026, sowie Donnerstag, 21. Mai 2026, jeweils von 7 bis 18 Uhr. Umleitungen sind eingerichtet. Der Fuß- und Radverkehr wird über die Trasse Wanne-Constantin geführt. Der motorisierte Verkehr wird über die Bochumer Straße, den Westring, die Holsterhauser Straße und die Koniner Straße umgeleitet. Der Verkehr auf der A43 ist von den Arbeiten nicht betroffen.

seit 11. Mai

Mittwoch, 20. Mai

Thema: Hausmittel der Naturheilkunde für Kinder

Familienfrühstück im H2Ö

Das Familienbüro lädt zum Frühstück in das H2Ö ein (Symbolbild).

Das Familienbüro der Stadt Herne lädt zum Familienfrühstück am Mittwoch, 20. Mai 2026, von 10 bis 11:30 Uhr, in das Stadtteilzentrum H2Ö, Hölkeskampring 2, ein. Das kostenfreie Angebot richtet sich an Herner Familien mit ihren Kindern im Alter von null bis drei Jahren. „Wadenwickel und Co – Traditionelle Hausmittel der Naturheilkunde für Kinder“ lautet der Titel der Veranstaltung. In gemütlicher Atmosphäre informiert Dozentin und Heilpraktikerin Kira Busch über das Thema und steht für Fragen zur Verfügung. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

10 Uhr

Ein Angebot des EvK Herne

Angehörige lernen Umgang mit Demenzerkrankten

Das Evangelische Krankenhaus an der Wiescherstraße.

Angehörige, die einen dementen Menschen versorgen, sind einer starken Belastung ausgesetzt. Unterstützung bietet ein Kurs im Evangelischen Krankenhaus Herne-Mitte. Das EvK ist Teil des EVA Ruhr (Evangelischer Verbund Augusta Ruhr), zu dem sieben Krankenhausstandorte in Bochum, Castrop-Rauxel, Gelsenkirchen, Hattingen, Herne und Witten gehören. Der Kursus ist speziell darauf ausgerichtet, Fragestellungen rund ums Thema Demenz zu behandeln. Die Pflegeberaterinnen und examinierten Krankenschwestern Andrea Lendermann und Jolanta Cojaniz vermitteln, welche Möglichkeiten es gibt, mit Demenzerkrankten in Kommunikation zu treten. Ob Singen, Beten, Gedichte oder eine spezielle Art der Körpersprache: Die Teilnehmenden lernen, wie sie ihre dementen Angehörigen über die Gefühlsebene erreichen können. Thema ist auch, wie man aggressivem Verhalten begegnen oder es verhindern kann. Der Demenz-Kurs läuft an insgesamt zwei Tagen: am Mittwoch und Donnerstag, 20. und 21. Mai 2026, jeweils von 14:30 bis 18 Uhr. Veranstaltungsort ist das EvK in Herne-Mitte, Wiescherstraße 24. Die Teilnahme ist kostenlos, eine vorherige Anmeldung bei der Pflegeberatung unter 02323.498-92828 ist verpflichtend.

14:30 Uhr

Programm im zweiten Quartal 2026

vhs-Filmforum zeigt internationale Filmkunst

Internationale Filmkunst im vhs-Filmforum.

Mit dem Überraschungserfolg „Rental Family“ beginnt am Sonntag, 19. April 2026, das zweite Quartalsprogramm des Filmforums der vhs Herne. Erzählt wird die Geschichte eines amerikanischen Schauspielers, der bei einer japanischen Agentur als „Onkel auf Zeit“ gebucht werden kann. Alle Filme laufen wie gewohnt jeweils sonntags um 12:30 Uhr, montags um 20:15 Uhr und mittwochs um 17:30 Uhr in der Filmwelt Herne am Berliner Platz. Stets aktuelle Informationen zu Titeln und Terminen gibt es online unter vhs-herne.de und filmwelt-herne.de sowie im Programmflyer, der an vielen Stellen in der Stadt ausliegt und in den social media Kanälen. Das Thema „Familienverhältnisse“ zieht sich, rein zufällig, wie ein roter Faden durch diese aktuelle Auswahl internationaler Filmkunst, wenn auch nicht immer so unübersehbar, wie bei „Father Mother Sister Brother“ von Jim Jarmusch. Der Film des Kult-Regisseurs, der in Venedig mit dem Goldenen Löwen prämiert wurde, zählt zu den preisgekrönten Höhepunkten des neuen Programms. Ähnliches gilt für Chloé Zhaos „Hamnet“ (Oscar für die Beste Hauptdarstellerin) und Richard Linklaters „Nouvelle Vague“, der mit vier „Césars“ ausgezeichnet wurde. Den Abschluss des Programms bildet Mitte Juni der Film „Rose“, dessen Hauptdarstellerin Sandra Hüller bei der Berlinale den Silbernen Bären erhielt. Am Sonntag, 19., Montag, 20. und Mittwoch, 22. April 2026, wird der Film 'Rental Family' gezeigt. Regie: Hikari Darsteller: Brendan Fraser, Takehiro Hira, Mari Yamamoto, Akira Emoto, JAP/USA 2025, 103 Min. FSK 0 Weil ihm in der Heimat kein Erfolg beschieden ist, wandert der US-Schauspieler Philipp Vandarploeg nach Japan aus. Als auch hier, trotz seines kultverdächtigen Auftritts in einer Zahnpastawerbung, die Aufträge ausbleiben, heuert er widerwillig bei einer Agentur an, die falsche Familienmitglieder auf Zeit vermietet. Ab sofort spielt Philipp seine Rollen nicht mehr auf dem Bildschirm, sondern im wahren Leben. In einem Land, wo ein zumindest äußerlich perfektes Familienleben als Bedingung für gesellschaftlichen Erfolg gilt, geht ihm die Arbeit nicht mehr aus. So täuscht er als Bräutigam an der Seite einer 20 Jahre jüngeren Frau eine „ganz normale“ Hochzeit vor und setzt sich als Pseudo-Vater eines amerikanisch-japanischen Mädchens dafür ein, dass die 11-jährige Tochter an einer Eliteschule angenommen wird. Für „Philipp“, den Menschen hinter dem Schauspieler, wird es dabei immer schwieriger, die Grenzen zwischen Rolle und Realität zu bewahren. Am Sonntag, 26., Montag, 27. und Mittwoch, 29. April 2026, wird der Film „Hamnet“ gezeigt. Regie: Chloé Zhao Mit Jessie Buckley, Paul Mescal, Joe Alwyn, Emily Watson, Davis Wilmot, GB 2025, 125 Min. FSK 12. Das „Kind einer Waldhexe“, so wird Agnes von manchen Menschen im Stratford des späten 16. Jahrhunderts genannt. Auf den dort tätigen Lateinlehrer, der von seinen Schülern gelangweilt ist, hat diese junge Frau jedenfalls eine magische Anziehungskraft. William ist fasziniert von Agnes, vielleicht wegen ihrer Naturverbundenheit, die seiner Bildung und seinem literarischen Geist so entgegengesetzt ist. Trotz der Widerstände ihrer Elternhäuser heiraten sie, und schon bald werden die Kinder Susanna, Judith und Hamnet geboren. Doch der Ehe steht eine Zerreißprobe bevor: Die Pest wütet in England, und Hamnets früher Tod hinterlässt eine Wunde, die umso mehr schmerzt, als William kaum noch zuhause ist. Er, der schon immer mehr in seinem eigenen Kopf lebte, als auf der Erde, hält sich viel in London auf, wo seine Theaterstücke Erfolge feiern. Die Trauer über den Verlust bringt ihn dennoch fast um den Verstand. Der einzige Heilung versprechende Ausweg lautet: Schreiben. Am Sonntag, 3., Montag, 4. und Mittwoch, 6. Mai 2026, wird der Film „Father Mother Sister Brother“ gezeigt. Regie: Jim Jarmusch Mit Tom Waits, Adam Driver, Cate Blanchett, Vicky Krieps, Charlotte Rampling, USA/I/F/IRE 2025, 110 Min. (halloherne berichtete) Am Sonntag, 10., Montag, 11. und Mittwoch, 13. Mai 2026, wird der Film „Gelbe Briefe“ gezeigt (halloherne berichtete). Regie: Ilker Ҫatak Mit Özgü Naml, Tansu Biçer, Leyla Smyrna Cabas, Ipek Bilgin, D/TK/F 2026, 128 Min. FSK 12 . Das Ehepaar Derya und Aziz ist, gemeinsam mit der Teenager-Tochter Ezgi, in den intellektuellen Kreisen der türkischen Hauptstadt Ankara bestens etabliert. Die gefeierte Schauspielerin des Staatstheaters und der Autor und Universitätsdozent zählen zur Bildungselite ihres Landes, stehen politisch selbstverständlich links und äußern sich privat gerne kritisch gegenüber einer zunehmend autokratisch handelnden Regierung. Doch die politische Spaltung der Türkei, durch Terroranschläge, gewaltsame Proteste und dagegen aufgebotene Polizeitruppen, macht vor ihrer schicken Altbauwohnung nicht halt. Aziz verliert zunächst seinen Job an der Uni; dann wird sein Stück abgesetzt, in dem Derya die Hauptrolle spielt. Schon bald sieht sich die Familie gezwungen, zu Aziz‘ Mutter nach Istanbul zu ziehen. Auch an der Ehe gehen Geldsorgen, Platznot und Zukunftsängste nicht spurlos vorüber, zumal die Beiden unter äußerem Druck unterschiedliche Vorstellungen von einem Ausweg haben. Am Sonntag, 17., Montag, 18. und Mittwoch, 20. Mai 2026, wird der Film „The Testament of Ann Lee“ gezeigt. Regie: Mona Fastvold Mit Amanda Seyfried, Lewis Pullmann, Thomasin McKenzie, Matthew Beard, Christopher Abbott, GB 2025, 137 Min. FSK 12. Manchester 1736. Um dem tiefen Schmerz entgegenzuwirken, den der frühe Tod ihrer Kinder verursacht, gründet Ann Lee die utopisch-christliche Gemeinschaft der „Shaker“. Ausgelöst durch eine Vision von Adam und Eva im Garten Eden sieht die messianisch auftretende Frau die Gleichberechtigung der Geschlechter sowie harte, perfektionistische Arbeit und sexuelle Enthaltsamkeit als oberste Gebote. Die Nähe zu Gott soll nicht durch nüchterne Gebete, sondern durch ekstatische Tänze voller schüttelnder Körperbewegungen ausgelöst werden. In der Hoffnung auf religiöse Freiräume wandert die stetig wachsende Gemeinschaft nach New York aus. Doch auch dort gehören Ausgrenzung und Mißtrauen zum Alltag für diese von einer Frau angeführte Gruppierung, zumal Ann Lee auf die Neutralität der Shaker im Konflikt um die amerikanische Unabhängigkeit besteht. „The Testament of Ann Lee“ ist kein biederer Historienfilm, sondern genauso impulsiv und überraschend wie seine Hauptfigur. Am Sonntag, 31. Mai, Montag, 1. und Mittwoch, 3. Juni 2026, wird der Film 'Nouvelle Vague' gezeigt. Regie: Richard Linklater. Darsteller: Guillaume Marbeck, Zoey Deutch, Aubry Dullin, Adrien Rouyard, Antoine Besson, F/USA 2025, 106 Min. FSK 12 Paris 1959. Während der junge François Truffaut in Cannes Triumphe feiert, hat Jean-Luc Godard immer noch keinen Film realisiert. Dabei sieht sich der Kritiker der Szene-Zeitschrift „Cahiers du cinéma“ als das eigentliche Genie der neuen revolutionären Bewegung, die gerade dabei ist, das französische Kino auf den Kopf zu stellen. Doch der Weg zum Ruhm gestaltet sich beschwerlich für den eigenwilligen Intellektuellen, der sich nicht nur im Kino am liebsten allen geltenden Regeln widersetzen würde. Für seinen Debütfilm „Außer Atem“ verfügt Godard nur über wenig Geld und noch weniger Drehbuch. Seiner Überzeugung nach braucht man für einen Film aber auch nur „ein Mädchen und eine Knarre“. Neben dem unbekannten Jean-Paul Belmondo soll Hollywoodstar Jean Seberg die weibliche Hauptrolle spielen. Angesichts der Extravaganzen ihres Regisseurs, der schon mal den Kameramann in eine Kiste steckt, fühlt sich die charmante Darstellerin allerdings häufig wie im falschen Film. Am Sonntag, 7., Montag, 8. und Mittwoch, 10. Juni 2026, wird der Film „Vier minus Drei“ gezeigt (halloherne berichtete). Regie: Adrian Goiginger Mit Valerie Pachner, Robert Stadlober, Stefanie Reinsperger, Hanno Koffler, Ronald Zehrfeld, A/D 2026, 120 Min. FSK 12 Barbara und ihr Partner Heli führen mit ihren beiden Kindern Fini und Thimo ein glückliches und liebevolles Familienleben. Als professionelle Clowns nehmen sie das Leben nicht zu ernst und wissen, dass man auch über das lachen kann, was misslingt. Heli ist mit Leib und Seele Zirkusclown, bringt das große Publikum mit seiner Kunst zum Lachen. Barbara findet ihre Erfüllung im Kleinen und erhellt als Klinikclown den tristen Alltag kranker Kinder. Doch dann passiert das Unvorstellbare: Durch einen Verkehrsunfall verliert Barbara wie aus dem Nichts ihre Familie. Mit einem Schlag erscheint alles sinnlos und leer. Nur Erinnerungen sind noch da von dem gemeinsamen Weg, den sie mit Heli gegangen ist. Und nur noch Schmerz und Verzweiflung bleiben, wo alles voller Liebe war. Der Verlust lässt sie auch am Clownsein zweifeln. Doch Barbara will weiterleben. Mutig und unkonventionell sucht sie nach Wegen, mit der Trauer umzugehen – und mit dem Schicksal, noch am Leben zu sein Am Sonntag, 14., Montag, 15. und Mittwoch, 17. Juni 2026, wird der Film „Rose“ gezeigt. Regie: Markus Schleinzer. Darsteller: Sandra Hüller, Caro Braun, Marisa Growaldt, Godehard Giese, Robert Gwisdek, Maria Dragus, A/D 2026, 94 Min. FSK 12. In den Wirren des 30-jährigen Krieges erscheint ein mysteriöser Soldat in einem abgeschiedenen protestantischen Dorf im Harz. Wortkarg und schmal, das Gesicht durch eine Narbe entstellt, behauptet der Fremde, der rechtmäßige Erbe eines seit langem verlassenen Gutshofs zu sein. Zum großen Missfallen der Dorfgemeinschaft kann er auch ein Dokument vorlegen, das seinen Anspruch bestätigt. Über seine Herkunft oder seine Vorgeschichte in diesen Zeiten des Krieges hüllt er sich in Schweigen. Mit gutem Grund, denn der Fremde verbirgt ein Geheimnis. Doch sein Streben danach, anerkannt zu werden und hier sein Glück zu finden ist groß. Um dieses Ziel zu erreichen, schreckt er noch nicht einmal vor einer arrangierten Ehe mit Suzanna zurück, der Tochter eines Großbauern. Sie ist bereit, sein Geheimnis zu bewahren. Und als Suzanna von einem Unbekannten schwanger wird, glaubt Rose, so der wahre Name des Fremden, sich am Ziel ihrer Wünsche

17:30 Uhr

Fortbildung für ehrenamtliche Betreuer

Betreuungsvereine laden ein

Die Herner Betreuungsvereine laden am Mittwoch, 20. Mai 2026, in der Zeit von 17:30 bis 19 Uhr zu einer Fortbildungsveranstaltung für ehrenamtliche Betreuer ein. Das Thema, das in den Räumen des Caritasverbandes behandelt wird lautet: Fragen und Antworten mit Schwerpunkt Einführung in die gesetzliche Betreuung.

17:30 Uhr

Inforeihe startet ab 29. April mit der Gruppe 'Psychosen/Schizophrenien'

Treff für Angehörige von psychisch Erkrankten

Die LWL-Klinik Herten ermöglicht mit ihrer Informationsreihe seit vielen Jahren einen Austausch zwischen betroffenen Angehörigen und Experten der Klinik.

Herten. Die LWL-Klinik Herten für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin im Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) lädt zu ihrer Informationsreihe für Angehörige von psychisch erkrankten Menschen mit dem Themenschwerpunkt „Psychosen/Schizophrenien“ ein. Die Gruppe startet erstmals am Mittwoch, 29. April 2026, 18 bis 19.30 Uhr, in der LWL-Klinik Herten, Im Schloßpark 20, und trifft sich wöchentlich bis zum 27. Mai 2026. Die Hertener Klinik ermöglicht mit ihrer Informationsreihe seit vielen Jahren einen Austausch zwischen betroffenen Angehörigen und Experten der Klinik. In den Gesprächen erfahren die Angehörigen nicht nur Entlastung, sie erlangen auch ein besseres Verständnis für die psychische Erkrankung eines Elternteils, eines Kindes oder des Lebenspartners. An fünf Themenabenden erhalten die Teilnehmenden grundlegende Informationen über affektive Störungen, außerdem über Symptome, Ursachen, Entwicklungen, Verlauf und Umgang mit Belastungen und Krisen. Auch Fragen zum Umgang mit Medikamenten und zu Behandlungsmöglichkeiten werden von einem Facharzt oder einer Fachärztin beantwortet. Ein Einstieg ist zu jedem Termin möglich. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich - entweder über das Kontaktformular der Klinik-Homepage oder per E-Mail angehoerigenreihe.herten@lwl.org. Die Teilnahme ist kostenlos und unabhängig davon, ob sich ein Familienmitglied in stationärer, teilstationärer oder ambulanter Behandlung befindet. Alle weiteren Termine im Überblick: Jeweils Mittwoch, 6., 13., 20. und 27. Mai 2026. Ansprechpartnerinnen bei Fragen sind die beiden Sozialarbeiterinnen Diana Chafranov und Carolin von Rhein, E-Mail: angehoerigenreihe.herten@lwl.org.

18 Uhr

vhs Herne bietet Veranstaltung in Kooperation mit der Fachstelle Eine Welt

Vortrag 'Der Tod auf dem Nil?'

Die vhs am Willi-Pohlmann-Platz.

Die vhs Herne bietet in Kooperation mit der Fachstelle Eine Welt des Ev. Kirchenkreises Herne am Mittwoch, 20. Mai 2026, ab 19 Uhr den kostenfreien Vortrag von Herrn Dr. Reters 'Der Tod auf dem Nil? Vom Kolonial-Krimi zur postkolonialen Wirklichkeit'. Online gehts zur Anmeldung. Darum geht es: 1937 erschien Agatha Christies berühmter Kriminalroman „Tod auf dem Nil“. Christie reiste in die damalige britische Kolonie, fasziniert von den archäologischen Ausgrabungen. Der koloniale Charme des „Winterpalastes“ in Luxor und des „Old Cataract Hotels“ in Assuan, lässt sich noch heute nacherleben. Doch während die Touristen die Tempelanlagen der Pharaonen bestaunen, kämpfen die meisten Ägypter*Innen ums ökonomische Überleben. Handtuchverkäufer in kleinen Ruderbooten setzen zwischen den großen Kreuzfahrschiffen ihr Leben aufs Spiel. Der Smog der Nildampfer verpestet die Luft. Vor den Tempelanlagen in Luxor picknicken Familien im Plastikmüll. Und beim Überqueren einer Straße in Assuan blickt man jedes Mal dem Tod ins Auge. Im Vortrag vergleicht Dr. Torsten Reters Biografisches von Christie und Auszügen aus ihrem Kolonial-Krimi mit der postkolonialen Wirklichkeit im oberen Niltal.

19 Uhr

„Noch nicht tot, aber schon im Museum“

Hülk und Lippmeyer stellen in Düsseldorf aus

v.l. Wolfgang Hülk und Jörg Lippmeyer. 'Rettet die schönen Wörter' – Ausstellung im Mai 2026 in Düsseldorf.

Die beiden alten Künstlerfreunde tun es wieder: Der Zeichner und Fotograf Wolfgang Hülk und der freie Künstler Jörg Lippmeyer – beide Ur-Wanne-Eickeler – stellen ihre kollaborativ entstandenen Werke aus. Dieses Mal sind ihre Gemeinschaftsarbeiten von Mittwoch, 6. Mai, bis Sonntag, 31. Mai 2026, im Stadtmuseum Düsseldorf zu sehen. Die Eröffnungsrede zur Vernissage hält der Stadtführer und Buch-Autor Dietmar Schönhoff. Erneut widmen sich die Künstler Werken, mit denen sie sich anschicken, schöne Wörter dieser Welt zu retten. In einer Zeit, in der sich Sprache ständig weiterentwickelt und verändert, in der neue Begriffe – vorzugsweise aus technologischen Bereichen – entstehen, bleibt es ihr Anliegen, die Vielfalt der deutschen Sprache zu bewahren. Jörg Lippmeyer, vielen besser bekannt als „der bunte Mann aus Unser Fritz“, ist in seiner Heimatstadt bereits seit Jahren als Wörter-Retter unterwegs. In seinem Fundus finden sich Begriffe wie Flitzpiepe, Mumpitz, Brimborium, Kuddelmuddel oder auch Papperlapapp – Wörter, die vor dem Vergessen bewahrt werden sollen. Seit rund einem Jahr steht ihm dabei sein Düsseldorfer Künstlerfreund Wolfgang Hülk zur Seite. Hülk hat die Sammlung nicht nur erweitert, sondern sie auch um Düsseldorfer Mundart bereichert. So befinden sich nun so charmante Ausdrücke wie Retematäng oder Rotzech darin. Die beiden präsentieren die Wörter auf künstlerisch gestalteten Leinwänden. Anschließend bearbeitet jeder die Werke des anderen weiter, sodass fusionierte Arbeiten entstehen, die zwei Handschriften erkennen lassen. Mit diesem besonderen Projekt, leisten sie ihren Beitrag, die deutsche Sprache ein wenig lebendiger und fröhlicher zu behalten.

seit 6. Mai

Fuß- und Radverkehr wird über die Trasse Wanne-Constantin geführt

A43: Südstraße unter der Autobahn gesperrt

Die Autobahn Westfalen erneuert die A43-Brücke Südstraße im südlichen Herne (Symbolbild)

Die Autobahn Westfalen erneuert die A43-Brücke Südstraße im südlichen Herne. Für die Brückenbauarbeiten stehen weitere Sperrungen der Südstraße an. Folgende Termine sind geplant: Montag bis Mittwoch, 11. bis 20. Mai 2026, sowie Donnerstag, 21. Mai 2026, jeweils von 7 bis 18 Uhr. Umleitungen sind eingerichtet. Der Fuß- und Radverkehr wird über die Trasse Wanne-Constantin geführt. Der motorisierte Verkehr wird über die Bochumer Straße, den Westring, die Holsterhauser Straße und die Koniner Straße umgeleitet. Der Verkehr auf der A43 ist von den Arbeiten nicht betroffen.

seit 11. Mai

Donnerstag, 21. Mai

Neuer Song der Herner Mädchenband

'Sunny Sunshine' finden Herne 'geil'

Die Band Sunny Sunshine nimmt ihre neue Single auf. Im Bild zu sehen (v.l.): , Melisa, Elisa , Beverly, Fiona und Maria.

Nach dem Erfolg ihrer Singles „1.000 Sterne für Herne“ (halloherne berichtete) „Sunshine“, „Irgendwann hat jeder Glück“ (halloherne berichtete) oder „Du kannst mich mal“ will die Sunrise-Ruhr Mädchenband „Sunny Sunshine“ weiter durchstarten. Mit dem neuen Hit „Herne ist geil“ wollen sie nicht nur an „1.000 Sterne für Herne“ anknüpfen, sondern setzen ihrer Stadt auch musikalisch ein Denkmal. Die neue Single erscheint am Donnerstag, 21. Mai 2026. In den sozialen Netzwerken wie Instagram, YouTube und auf TikTok sind die Mädchen mittlerweile schon echte Bekanntheiten. So werden die Mädchen auch von Fans mittlerweile auf der Straße oder im Urlaub erkannt und auch ihre Auftritte werden von immer mehr Fans besucht. So gebe es nun schon Fantreffen zu denen nicht nur die Mädchenband, sondern auch deutschlandweit immer mehr Fans anreisen. Ihr neuer Song ist eine Liebeserklärung an ihre Heimat. „Wir wollen zeigen, dass Herne nicht nur geil ist, sondern sie uns jungen Menschen auch eine Zukunft bietet. Wir haben beispielsweise durch den Gesundheitscampus der St. Elisabeth Gruppe oder die gerade entstehende Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung viele Jobchancen“, so die 16-jährige Beverly. Außerdem möchten sie ihre Stadt bekannter machen, da viele Menschen außerhalb des Ruhrgebiets Herne noch nicht kennen würden. Dies will Sunny Sunshine nun ändern. Unterstützung bekommen sie wie immer von Jörg Menne. Menne spielt die Songs für die Mädchen im Studio ein. Ferner hilft er ihnen bei den Aufnahmen. Die Texte kommen von den Mädchen selbst. „Ich kann gar nicht oft genug sagen, wie dankbar wir Jörg für die ganze Unterstützung sind. Ohne ihn wäre vieles gar nicht möglich“, zeigt sich Bandmanager Michael Pfister ein bisschen ergriffen. Ferner arbeite man bei anderen Songs nun mit der befreundeten Mädchenband „Bunch of Ace“ aus Walsrode (Niedersachsen) zusammen. halloherne bekam beim Interview-Termin auch exklusiv eine erste a cappella-Hörprobe des neuen Songs und die konnte sich schon mal hören lassen. Überhaupt will sich die Band nun mehr auf ihre Musik konzentrieren. „Wir wollen mehr als ein TikTok-Phänomen sein und dort nun mehr unsere Musik promoten“, erläutert Melisa. Zuletzt seien sie sogar mit einem TikTok-Ausschnitt eines ihrer Videos beim Prosieben-Format TV Total gelandet. Auch wenn die Schule bei den Mädchen immer Vorrang hat, träumen sie schon von einer Gesangskarriere. „Es wäre schon großartig, wenn wir eines Tages von unserer Musik leben könnten“, berichtet Elisa gegenüber halloherne. Und ihrem Traum kommen sie mit jedem Auftritt ein bisschen näher. So sind sie gerade für ein Public-Viewing in Recklinghausen während der Fußball-WM im Gesprächen. Was jedoch schon sicher ist, ist der Auftritt am 10. August 2025, um 19:15 Uhr im Bayern Festzelt auf der Cranger Kirmes. „Das ist schon ein Ritterschlag und ehrt uns sehr, dass wir diese Möglichkeit bekommen“, so die 16-jährige Fiona. Der Kontakt sei über Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda zustande gekommen, der die Mädchen im Januar persönlich zum Neujahrsempfang der Stadt Herne eingeladen hatte. Doch so ein Erfolg ruft auch Neider auf den Plan. Immer wieder sehen sich die Mädchen auch mit negativen Kommentaren konfrontiert. „Das macht uns aber wenig aus“, macht Beverly deutlich. „Wir halten uns da ganz an unser Motto: Die einen kennen uns, die anderen können uns.“ Die Mädchenband „Sunny Sunshine“ geht unbeirrt ihren Weg und hofft mit ihrer Singleerscheinung am 21. Mai 2026 noch einige Hörer dazu zugewinnen. Hören kann man den Song ab da bei allen gängigen Streaming-Plattformen.

Kino-Tipp 'Das Gewicht der Welt'

Es ist fünf nach Zwölf

Die Glaziologin Dr. Maria Hörhold mit einem eintausend Jahre alten Kern des Grönland-Eisschildes im Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven.

Vogelperspektive auf einen nicht nur kranken, sondern toten Wald: Prof. Dr. Sebastian Seiffert, Professor für Physikalische Chemie an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, ist mit dem Rucksack durch seine Heimat, den Oberharz, unterwegs. Die Fichten-Monokultur ist nicht nur dem Borkenkäfer zum Opfer gefallen, sondern vor allem dem Klimawandel: Nach langer Trockenperiode fehlt es den Bäumen an Saft und Kraft, den Fressfeinden zu trotzen. Schnitt. Eine Gruppe von Wissenschaftlern, darunter Dr. Maria Hörhold, Glaziologin im Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung Bremerhaven, kleidet sich wie zu einer Expedition ein, um im Eiskernarchiv des Instituts einen bis zu eintausend Jahre alten Kern des Grönland-Eisschildes herauszuschneiden. Die Untersuchung dieses Kerns, in den die Atmosphäre der Vergangenheit eingeschlossen ist, belegt die rasante Erderwärmung, in deren Folge das Eis an den Polen ebenso rasch schmilzt wie die Gletscher in den Alpen. Schnitt. Aktivisten der Gruppen „Letzte Generation“ und „Scientist Rebellion“, darunter mit Dr. Nana-Maria Grüning eine Molekularbiologin an der Berliner Charité, unternehmen eine Farbattacke auf das Bundesverkehrsministerium und kleben sich später am Asphalt einer vielbefahrenen Ausfallstraße fest. Was unter die Rubrik „Friedlicher ziviler Ungehorsam“ fällt, wird kaum noch von den Medien wahrgenommen, weshalb in Strategiediskussionen eine Radikalisierung künftiger Aktionen gefordert wird. Wissenschaft soll sachlich sein: Fakten statt Gefühle. Aber die Naturwissenschaftler erleben schon seit geraumer Zeit, wie ihre Forschung durch den Klimawandel aus den Fugen gerät. Statt die Wunder der Natur zu entdecken und diese den Menschen nahezubringen, fühlen sich die drei Protagonisten des Dokumentarfilms „Das Gewicht der Welt“ zunehmend nur noch als Chronisten einer untergehenden Welt. Denn niemand hört auf sie, schon gar nicht in einer Zeit wie heute, wo Kriege und Krisen alle Aufmerksamkeit sowohl der Politiker als auch der völlig überforderten Bürger auf sich ziehen. Florian Heinzen-Ziobs („Dancing Pina“) 94-minütige Doku, die parallel zum Kinostart am 7. Mai 2026 beim Dokfilmfest München uraufgeführt wurde, offenbart die Dringlichkeit des Problems für die Menschheit insgesamt, die Erderwärmung wie den rapiden Schrumpfungsprozess der Biodiversität zu stoppen. Sie zeigt aber auch gleichzeitig die Sisyphusaufgabe einer sich der Aufklärung verpflichteten Wissenschaft, die sich dem Vorwurf – zumal von totalitären Regimen – erwehren muss, als grüne Kassandra aufzutreten. Die von einer Fakten-Vermittlerin zur politisch-gesellschaftlichen Aktivistin mutiert und sich so angreifbar macht. Zu beruflichen kommen familiäre Probleme, welche zumindest zeitweise einen Rückzug ins Private zur Folge haben. „Naturwissenschaften in Zeiten des Klimawandels“ lautet der Untertitel eines unterm Strich doch eher pessimistischen, in Teilen gar resignativen und daher sehr realistischen Films, der besonders der jungen Generation nahegebracht werden sollte etwa durch den Einsatz in Schulen und Universitäten. Die Erkenntnis „Wir irren uns empor“, mit der Prof. Seiffert seinen Uni-Grundkurs Physikalische Chemie eröffnet, lässt hoffen. Sein Blick aus dem Fenster der Harzer Schmalspurbahn unterhalb des Brocken auf eine apokalyptisch zerstörte Landschaft, lässt uns eher verzweifeln. „Das Gewicht der Welt“ läuft im Casablanca Bochum, im Sweetsixteen Dortmund, im Filmstudio Glückauf Essen sowie im Metropol Düsseldorf, ab Donnerstag, 21. Mai 2026 auch im Oberhausener Kino im Walzenlager.

Fuß- und Radverkehr wird über die Trasse Wanne-Constantin geführt

A43: Südstraße unter der Autobahn gesperrt

Die Autobahn Westfalen erneuert die A43-Brücke Südstraße im südlichen Herne (Symbolbild)

Die Autobahn Westfalen erneuert die A43-Brücke Südstraße im südlichen Herne. Für die Brückenbauarbeiten stehen weitere Sperrungen der Südstraße an. Folgende Termine sind geplant: Montag bis Mittwoch, 11. bis 20. Mai 2026, sowie Donnerstag, 21. Mai 2026, jeweils von 7 bis 18 Uhr. Umleitungen sind eingerichtet. Der Fuß- und Radverkehr wird über die Trasse Wanne-Constantin geführt. Der motorisierte Verkehr wird über die Bochumer Straße, den Westring, die Holsterhauser Straße und die Koniner Straße umgeleitet. Der Verkehr auf der A43 ist von den Arbeiten nicht betroffen.

7 Uhr

Ein Angebot des EvK Herne

Angehörige lernen Umgang mit Demenzerkrankten

Das Evangelische Krankenhaus an der Wiescherstraße.

Angehörige, die einen dementen Menschen versorgen, sind einer starken Belastung ausgesetzt. Unterstützung bietet ein Kurs im Evangelischen Krankenhaus Herne-Mitte. Das EvK ist Teil des EVA Ruhr (Evangelischer Verbund Augusta Ruhr), zu dem sieben Krankenhausstandorte in Bochum, Castrop-Rauxel, Gelsenkirchen, Hattingen, Herne und Witten gehören. Der Kursus ist speziell darauf ausgerichtet, Fragestellungen rund ums Thema Demenz zu behandeln. Die Pflegeberaterinnen und examinierten Krankenschwestern Andrea Lendermann und Jolanta Cojaniz vermitteln, welche Möglichkeiten es gibt, mit Demenzerkrankten in Kommunikation zu treten. Ob Singen, Beten, Gedichte oder eine spezielle Art der Körpersprache: Die Teilnehmenden lernen, wie sie ihre dementen Angehörigen über die Gefühlsebene erreichen können. Thema ist auch, wie man aggressivem Verhalten begegnen oder es verhindern kann. Der Demenz-Kurs läuft an insgesamt zwei Tagen: am Mittwoch und Donnerstag, 20. und 21. Mai 2026, jeweils von 14:30 bis 18 Uhr. Veranstaltungsort ist das EvK in Herne-Mitte, Wiescherstraße 24. Die Teilnahme ist kostenlos, eine vorherige Anmeldung bei der Pflegeberatung unter 02323.498-92828 ist verpflichtend.

14:30 Uhr

Am dritten Mai-Donnerstag

Arbeitskreis Stadtgeschichte trifft sich

Archivfoto eines Arbeitskreis Treffen

Der Arbeitskreis findet im Mai wegen des Feiertages nicht wie gewohnt am zweiten Donnerstag, sondern erst am 3. Donnerstag, 21. Mai 2026. Die Verantwortlichen sagen: "Wir freuen uns über neue Interessierte, die Anregungen und Geschichten einbringen und die wir dann weiter verarbeiten können." Treffpunkt ist der Lesesaal im Stadtarchiv (Raum 120), Beginn ist um 18 Uhr.

18 Uhr

Nachhaltigkeitsforum informiert über Gesundheitsgefahren und den Hitzeaktionsplan

Was tun gegen die Hitze - jetzt und in Zukunft?

Am Donnerstag, 21. Mai 2026, 18.30 Uhr findet das nächste Herner Nachhaltigkeitsforum in der vhs im Kulturzentrum, Willi-Pohlmann-Platz 1, statt. Bei der aktuellen Veranstaltung geht es um das Thema „Was tun gegen die Hitze – jetzt und in Zukunft?“

Am Donnerstag, 21. Mai 2026, 18.30 Uhr findet das nächste Herner Nachhaltigkeitsforum in der vhs im Kulturzentrum, Willi-Pohlmann-Platz 1, statt. Bei der aktuellen Veranstaltung geht es um das Thema „Was tun gegen die Hitze – jetzt und in Zukunft?“ Welche Folgen hat die Zunahme von Hitzetagen für die Gesundheit von Menschen in unserer Stadt, insbesondere von älteren Menschen, Säuglingen und Kleinkindern, Schwangeren und Chronisch Kranken? Was passiert in Herne zu dieser Problematik? Welche Schutzmaßnahmen gibt es? Darüber wollen wir mit Alexander Kucharski, Sozialplaner der Stadt Herne und Rasmus Nell, Fachbereich Gesundheit der Stadt Herne und weiteren Expert:innen sprechen. Sie werden u.a. den kommunalen Hitzeaktionsplan vorstellen und Fragen zum Thema beantworten. Weiterhin wird Anke Bolsmann (Wanne-Süd gemeinsam) über das Anlegen von Bürger:innenbeeten und Baumscheiben als praktischen Beitrag zum Hitzeschutz informieren. Das Herner Nachhaltigkeitsforum ist eine Veranstaltungsreihe der Fachstelle Eine Welt des Ev. Kirchenkreises Herne, der vhs Herne, des Bildungsbüro der Stadt Herne in Kooperation mit der AG Herner Nachhaltigkeitsforum und wird von Eine-Welt-Promotor Markus Heißler moderiert. Beim Forum werden über unterschiedliche Aspekte des Themas Nachhaltigkeit in Herne informiert und diskutiert. Der Eintritt ist frei – Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Temperaturrekorde, mehr Extremwetter und großflächige Waldbrände: Der Copernicus-Klimabericht 2025 meldet für Europa viele Negativrekorde. Das starke Aufheizen betrifft ganz Europa - beinahe ohne Ausnahme. In 95 Prozent der Regionen des europäischen Kontinents war die Jahrestemperatur überdurchschnittlich hoch, so die zentrale Botschaft des aktuellen Berichts. Die zunehmende Hitze kann krank machen und sogar töten. Für den Sommer 2023 hat das Robert Koch-Institut rund 3.200 hitzebedingte Sterbefälle in Deutschland geschätzt, für den Sommer 2024 rund 3.000.

18:30 Uhr

Alle Infos rund um die Veranstaltung und Anmeldung ist ab sofort möglich

12. Ausgabe des St. Elisabeth Firmenlaufs

Am Donnerstag, 21. Mai 2026, startet wieder der St. Elisabeth-Firmenlauf: Anmeldungen sind online möglich.

Bald heißt es wieder, Sportschuhe putzen und die Firmentrikots herausholen, denn am Donnerstag, 21. Mai 2026, findet die 12. Ausgabe des St. Elisabeth Firmenlaufs im Stadion des Sportparks Wanne-Eickel statt. Los geht es wie immer um 19 Uhr. Sportbegeisterte, die sich der fünf Kilometer langen Strecke stellen wollen, können sich ab sofort anmelden. Wie immer geht es nicht um die schnellste Zeit, sondern mehr um den Spaß an der Bewegung und um ein paar nette Stunden mit Freunden und Arbeitskollegen zu erleben. Obwohl in diesem Jahr Norbert Menzel mit seinem LM:V Veranstaltungsservice zusammen mit dem Co-Veranstalter Hamann and friends die Organisation des Laufes übernimmt und somit die Agentur Prinz ablöst, wird sich am bewährten Konzept aus den vergangenen Jahren nichts ändern, da LM:V in der Vergangenheit eh für die technische Organisation zuständig war. Das bedeutet, alles bleibt beim Alten: Gemeldet werden können Vierer-Teams aus Unternehmen, Institutionen, Vereinen, Familien, Freunden, Schulen - ganz egal, natürlich sind auch mehrere Teams aus einer Firma möglich. Das Mindestalter beträgt 14 Jahre. Allerdings gilt die Einschränkung: Nordic Walker, Skater, Hunde, Kinderwagen sind aus sicherheitstechnischen Gründen nicht zugelassen. Auch die Strecke bleibt gleich. Sie führt vom Sportpark Wanne-Eickel durch das Wohngebiet am Heisterkamp und durch den Sportpark rund um das Stadion wieder zurück zum Ziel. Leichte Änderungen bleiben aber beispielsweise durch Baustellen oder Wetterbedingungen möglich. Da es im vergangenen Jahr die höchste gemeldete Teilnehmeranzahl gab, wollen die Organisatoren hier anknüpfen. „Unser Traum waren immer 1.000 Anmeldungen, die haben wir 2025 mit 1.500 überschritten“, freut sich Rüdiger Döring aus dem Fachbereich Sport der Stadt Herne bei der diesjährigen Pressekonferenz am Montag (2.2.2026). Auch Norbert Menzel schließt sich an: „Natürlich wäre es super, wenn wir den Rekord knacken. Diese Zahl zeigt einfach, wie stark das Interesse und die Begeisterung für den Firmenlauf ist.“ Anmeldungen sind - wenn der Lauf nicht vorher ausverkauft ist - online bis Mittwoch, 13. Mai 2026, möglich. Die Startgebühr beträgt 89,90 Euro inkl. Mehrwertsteuer. Inkludiert sind vier Startnummern und Einweg-Zeitmesschips, kostenlose Zielverpflegung mit Wasser und Veltins Pilsener alkoholfrei, Streckensicherung und medizinische Erstversorgung. Nach dem Zieleinlauf gibt es wie immer die Siegerehrungen und eine After-Run-Party, um bei Kaltgetränken den Abend ausklingen zu lassen. Jeder Teilnehmer erhält eine Urkunde und ein Online-Video mit dem jeweiligen Zieleinlauf jedes Läufers. Weitere Infos rund um den Firmenlauf sind auf der Homepage zu finden. Dr. Sabine Edlinger, Geschäftsführerin vom Namensgeber St. Elisabeth-Gruppe, freut sich auf das Sportereignis und hat auf dem Weg zum Pressegespräch schon Mitarbeiter der St. Elisabeth Gruppe für den Lauf verpflichten können. „Der Spaß steht im Vordergrund, aber Bewegung fördert die Gesundheit und das Wohlergehen. Der Lauf lädt ein, sich in entspannter Atmosphäre zu bewegen, den Teamgeist zu stärken und sportliche Aktivität mit gemeinsamen Erlebnissen zu verbinden“, so Edlinger. In gewohnter Manier gibt es drei Wertungsklassen: Frauen, Männer und Mixed. Beim Alter wird jedoch kein Unterschied gemacht. Zusätzlich werden durch Sponsoren Sonderwertungen ausgelobt: Das älteste Team, das Unternehmen oder die Einrichtung mit den meisten Teams sowie die Gruppe mit dem originellsten Mannschaftsdress. Im vergangenen Jahr hat sich im Übrigen die Herrenmannschaft der Berufsfeuerwehr Herne den ersten Platz gesichert. Bei den Frauen war es das Team von Sergio Maestro Personaltraining. Die meisten Teams stellte mit 110 Mannschaften die St. Elisabeth Gruppe. Ob und wer in diesem Jahr ganz vorne liegt, wird sich zeigen.

19 Uhr

„Noch nicht tot, aber schon im Museum“

Hülk und Lippmeyer stellen in Düsseldorf aus

v.l. Wolfgang Hülk und Jörg Lippmeyer. 'Rettet die schönen Wörter' – Ausstellung im Mai 2026 in Düsseldorf.

Die beiden alten Künstlerfreunde tun es wieder: Der Zeichner und Fotograf Wolfgang Hülk und der freie Künstler Jörg Lippmeyer – beide Ur-Wanne-Eickeler – stellen ihre kollaborativ entstandenen Werke aus. Dieses Mal sind ihre Gemeinschaftsarbeiten von Mittwoch, 6. Mai, bis Sonntag, 31. Mai 2026, im Stadtmuseum Düsseldorf zu sehen. Die Eröffnungsrede zur Vernissage hält der Stadtführer und Buch-Autor Dietmar Schönhoff. Erneut widmen sich die Künstler Werken, mit denen sie sich anschicken, schöne Wörter dieser Welt zu retten. In einer Zeit, in der sich Sprache ständig weiterentwickelt und verändert, in der neue Begriffe – vorzugsweise aus technologischen Bereichen – entstehen, bleibt es ihr Anliegen, die Vielfalt der deutschen Sprache zu bewahren. Jörg Lippmeyer, vielen besser bekannt als „der bunte Mann aus Unser Fritz“, ist in seiner Heimatstadt bereits seit Jahren als Wörter-Retter unterwegs. In seinem Fundus finden sich Begriffe wie Flitzpiepe, Mumpitz, Brimborium, Kuddelmuddel oder auch Papperlapapp – Wörter, die vor dem Vergessen bewahrt werden sollen. Seit rund einem Jahr steht ihm dabei sein Düsseldorfer Künstlerfreund Wolfgang Hülk zur Seite. Hülk hat die Sammlung nicht nur erweitert, sondern sie auch um Düsseldorfer Mundart bereichert. So befinden sich nun so charmante Ausdrücke wie Retematäng oder Rotzech darin. Die beiden präsentieren die Wörter auf künstlerisch gestalteten Leinwänden. Anschließend bearbeitet jeder die Werke des anderen weiter, sodass fusionierte Arbeiten entstehen, die zwei Handschriften erkennen lassen. Mit diesem besonderen Projekt, leisten sie ihren Beitrag, die deutsche Sprache ein wenig lebendiger und fröhlicher zu behalten.

seit 6. Mai

Freitag, 22. Mai

Das Programm vom Strünkeder Sommer 2026

Fünf Monate Kultur am Schloss

Im und rund um das Schloss Strünkede sorgt der Strünkede Sommer 2026 für viel Unterhaltung: Ein Teil davon ist das Electric Residence am Samstag, 11. Juli 2026.

Für Kultur und gute Unterhaltung muss man nicht weit reisen. Der Strünkeder Sommer verwandelt Schloss und Park in diesem Sommer wieder in eine lebendige Bühne. Der Kultursommer bringt Musik, Theater, Kino und Festivals nach Herne. Am Donnerstag, 14. Mai 2026, geht es mit dem Familienfest der Herner Schützenvereine los. Der Strünkeder Sommer verbindet bewährte Angebote, die in Herne seit Jahren fester Bestandteil des Kulturkalenders sind, mit neuen Angeboten. Dabei bietet das Schloss Strünkede mit dem Park, der Kapelle sowie der wiedereröffneten Städtischen Galerie eine einzigartige Kulisse, die zum gemeinsamen Feiern und Genießen einlädt. An Christi Himmelfahrt, Donnerstag, 14. Mai, beginnt der Strünkeder Sommer mit einem Familienfest, bei dem Tradition und Gemeinschaft im Vordergrund stehen. Die Herner Schützenvereine und Spielmannszüge laden von 11 bis 19 Uhr zu einem offenen Programmtag für alle Altersgruppen ein. Der Eintritt ist frei. Besonders schön: Der gesamte Erlös kommt dem Lukas-Hospiz zugute. Sonntag, 17. Mai 2026, Internationaler Museumstag: Zum Internationalen Museumstag lädt das Emschertal-Museum in all seine Häuser ein. Dazu zählt neben dem Schloss, der Städtischen Galerie und der Kapelle auch das Heimatmuseum Unser Fritz. Es gibt kostenfreie Führungen und freien Eintritt während der Öffnungszeiten – die perfekte Gelegenheit, um einen Blick in die frisch sanierte Galerie zu werfen. Die Öffnungszeiten in allen Häusern sind von 11 bis 17 Uhr. Kostenlose Führungen gibt es im Heimatmuseum um 12 Uhr, im Schloss Strünkede um 14 Uhr und in der städtischen Galerie um 15 Uhr. Der Eintritt ist an diesem Tag in allen Häusern des Museums frei. Samstag, 11. Juli 2026, Electric Residence: Mit der vierten Auflage des Festivals etabliert sich „Electric Residence“ als House- und Techno-Oase mitten im Ruhrgebiet. Zwölf DJs, darunter auch nationale und internationale Bekanntheiten, werden den Schlosshof gebührend in Vibration versetzen. Eintritt ab 18 Jahren. Los geht es ab 16 Uhr, Ende ist um 1:30 Uhr. Tickets kosten im Vorverkauf 14 Euro, ermäßigt 12 Euro. Abendkasse: 20 / 18 Euro. Samstag, 1. August 2026, Sounds Like Sugar: Das zweite junge Musik-Festival (halloherne berichtete) des Strünkeder Sommers bleibt musikalisch seinem Anspruch treu, aktuelle Indie-, Pop- und Alternative-Sounds mit spannenden Newcomern und etablierten Acts zu verbinden. Headliner „Rikas“ stehen für groovigen Indie-Pop mit viel Retro-Charme, der international bereits große Aufmerksamkeit erzielt hat. Beginn ist ab 16 Uhr. Tickets kosten im Vorverkauf 14 Euro, ermäßigt 12 Euro. Abendkasse: 20 / 18 Euro. Donnerstag bis Sonntag, 13. bis 16. August 2026, Open-Air-Kino: Im Hochsommer verwandelt sich der Schlosshof für vier Abende in eines der schönsten Kinos im Ruhrgebiet. Die Filmwelt Herne zeigt vier Abende lang Filme unter freiem Himmel, wobei der Mittwochabend durch den Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) gestaltet wird. Das Programm ist ab Juli auf filmwelt-herne.de zu sehen. Einlass ist ab 19 Uhr, Beginn nach Sonnenuntergang. Tickets für Erwachsene kosten 12 Euro, Kinder 10 Euro, am ASB-Abend 8 Euro. Freitag bis Sonntag, 4. bis 6. September 2026, Mittelalterspektakel im Schlosspark: Über 100 mittelalterliche Lager laden Gäste zu einem Rundgang durch vergangene Zeiten rund um das Schloss ein. Das Mittelalterspektakel ist ohne Zweifel einer der Höhepunkte des Strünkeder Sommers; jedes Jahr kommen viele Tausend Menschen nach Herne gereist, um in die fabelhafte Welt der Mittelalter-Romantik einzutauchen. Die Öffnungszeiten sind Freitag 17 bis 23 Uhr, Samstag 11 bis 23 Uhr und Sonntag 12 bis 19 Uhr. Eintritt: Samstag und Sonntag: Abendkasse zwölf Euro, Kinder sechs Euro, Gewandete zehn Euro Freitag (Nacht der Spielleute): Abendkasse 19 Euro (Kinder und Gewandete 15 Euro), Vorverkauf 14,50 Euro zuzüglich Gebühr (Kinder und Gewandete zehn Euro) Sonntag, 13. September 2026, Museumsfest: 100 Jahre Emschertal-Museum! Mit viel Musik, Mitmachangeboten und Waffeln lädt das Team vom Museum nach Strünkede ein, um zu feiern. Gäste bekommen auf dem Familienfest außerdem einen ersten Eindruck von der großen Sonderausstellung über die Geschichte des Hauses, die im November beginnt. Informationen zu den Öffnungszeiten folgen. Der Eintritt ist frei. Zum Strünkeder Sommer gehören noch viele weitere spannende Veranstaltungen, darunter Das vollständige Programm des Strünkeder Sommers ist unter diesem Link als PDF zu finden. Der Kartenvorverkauf ist bei reservix.de oder über die Ticket-Hotline 07 61 / 88 84 99 99 möglich. Die Vorverkaufsstelle in Herne ist das Stadtmarketing Herne, Kirchhofstraße 5. Karten für das Open-Air-Kino können ab Anfang Juli bei der Filmwelt Herne, Berliner Platz 7-9, gekauft werden. Tickets für das Mittelalterspektakel gibt es auf suendenfrei.tv. Konzertkarten für die Folk-Veranstaltungen sind auf eventim.de erhältlich.

Caritas und St. Laurentius laden ins Quartier ein

Nachbarschaftsaktion in Wanne-Nord

Nachbarschaftliche Begegnungsaktion vor der St. Laurentiuskirche in Wanne Nord.

Die Kirchengemeinde St. Laurentius organisiert zum „Tag der Nachbarschaft“, Freitag, 22. Mai 2026, zusammen mit dem Projekt „Gemeinsam älter werden“ des Herner Caritasverbandes wieder eine nachbarschaftliche Begegnungsaktion. Die Aktion findet in der Zeit von 11 bis 15 Uhr auf dem Platz vor der St. Laurentius-Kirche statt. Die Organisatoren laden alle Bürger aus dem Quartier rund um die Laurentiuskirche ein, sich bei Gebäck und einer Tasse Kaffee kennenzulernen, sich untereinander auszutauschen und eigene Ideen oder Wünsche für ihren Stadtteil mitzuteilen. Wer sich aktiv in die Quartiersarbeit einbringen möchte, kann hier mit den Organisatoren in Kontakt treten. Die Ehrenamtlichen der St. Laurentius-Gemeinde stellen vor Ort ihren regelmäßigen Treff „Begegnung mit Kaffee“ vor, den sie jeden Donnerstag von 15 bis 17 Uhr für alle Interessierten im Gemeindezentrum St. Laurentius (Karlstraße 7, 44649 Herne) organisieren. Das Projekt „Gemeinsam älter werden“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Lebensbedingungen der älteren Bürger:innnen in verschiedenen Stadtteilen Hernes zu verbessern, und wird durch die Lotterie „GlücksSpirale“ gefördert.

11 Uhr

Bewegungsprojekt im 'Pluto' für Kinder und Jugendliche

'Move Your Power' wird fortgesetzt

Das Bewegungsprojekt "Move Your Power" wird im Stadtteilzentrum Pluto fortgesetzt. Geleitet wird das Angebot von Bboy Juz (Julian Süßengut, re.)

Nach dem erfolgreichen Osterferienprogramm wird das Projekt Move Your Power im Stadtteilzentrum Pluto, Wilhelmstraße 89a, in Herne fortgesetzt: Ab Freitag, 22. Mai 2026, finden wöchentliche, offene Trainings für Kinder und Jugendliche statt, die Bewegung, Kreativität und gemeinsames Erleben in den Mittelpunkt stellen. Das Angebot richtet sich gezielt an Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 14 Jahren und schafft einen niedrigschwelligen Zugang zu regelmäßiger körperlicher Aktivität. Die Einheiten beinhalten unter anderem Elemente aus dem Breakdance, die spielerisch vermittelt werden und Bewegung mit Musik, Rhythmus und Ausdruck verbinden. Neben körperlicher Aktivität stehen insbesondere das Erleben von Selbstwirksamkeit, der Aufbau sozialer Kompetenzen sowie die Stärkung des Wohlbefindens im Fokus. Die Übungsstunden finden bis zu den Sommerferien freitags von 15:30 bis 17 Uhr statt und knüpfen an die positiven Erfahrungen aus dem Ferienprogramm an. Geleitet wird das Angebot von Bboy Juz (Julian Süßengut), der seine Erfahrung aus der urbanen Tanzkultur praxisnah in die Einheiten einbringt. Ziel ist es, langfristige und verlässliche Freizeitangebote im Stadtteil zu etablieren und Kindern und Jugendlichen einen geschützten Raum für Entwicklung, Austausch und Teilhabe zu bieten. Wer mal reinschnuppern möchte, kann gerne auch an den Intensiv-Sonntagen dazukommen, am 26. April und 28. Juni 2026, in der Zeit von 14:30 bis 17:30 Uhr. Das kostenfreie Angebot findet im Rahmen der Jugendförderung der Stadt Herne statt und wird durch pädagogische Fachkräfte begleitet, die eine altersgerechte und unterstützende Atmosphäre gewährleisten. Das Projekt wird gefördert durch die Techniker Krankenkasse mit Unterstützung des Fachbereichs Gesundheit der Stadt Herne. Eine Teilnahme ist ohne Anmeldung möglich.

15:30 Uhr

Die neue Spielzeit 2025/26

Kindertheater der Stadt Herne

Dschungelbuch - das Musical.

Jede Menge Theater für junges Publikum im Kulturzentrum Herne – an zehn Nachmittagen gibt es in der kommenden Saison Geschichten und Abenteuer mit vielen bekannten Lieblingshelden zu erleben. Das Kulturbüro bietet einen günstigen Abo-Tarif an. Abonnements sind bis zur ersten Veranstaltung der jeweiligen Abo- Reihe beim Kulturbüro der Stadt Herne erhältlich. Ansprechpartnerin Denise Goldhahn nimmt Anmeldungen unter 02323 / 16 - 23 45 oder per Mail an denise.goldhahn@herne.de entgegen. Der Kauf von Einzelkarten ist ab Montag, 1. September 2025, beim Stadtmarketing an der Kirchhofstraße möglich. Außerdem gibt es Karten auf reservix.de sowie über die Reservix- Hotline (07 61) 88 84 99 99. Der Einzelpreis pro Ticket beträgt sechs Euro. Der Abo-Preis für die Reihen „Gänseblümchen“ und „Kleeblatt“ mit je vier Vorführungen ist 18 Euro, für „Sonnenblume“ mit zwei Veranstaltungen werden im Abo zehn Euro fällig. Der gestiefelte Kater – Dienstag, 23. September 2025, 16 Uhr.Ein zauberhaftes Märchenmusical nach den Gebrüdern Grimm über eine außergewöhnliche Freundschaft. Mit viel Witz kämpft unser cleverer Kater für seinen Besitzer Heiner und nutzt dabei die Geltungssucht und Gier der Menschen, um sie zu täuschen. Robin Hood – Dienstag, 4. November 2025, 16 Uhr. Dies ist die berühmte Geschichte eines freien Menschen: Robin Hood nimmt von den Reichen und gibt den Armen. Zusammen mit seiner Bande lebt Robin von Locksley im Sherwood Forest und setzt sich für die Unterdrückten ein. Für einen Wettbewerb im Bogenschießen verlässt Robin Hood seinen Wald. So trifft er nicht nur auf die bezaubernde Prinzessin Marian, sondern auch auf den bösen Sheriff von Nottingham. Feuerwehrmann Sam – Abenteuer auf der Dino-Insel – Donnerstag, 22. Januar 2026, 16 Uhr. Als Professor Pickles auf einer Insel ein sehr altes Dino-Ei findet, vermutet er, dass es dort noch andere Dinosaurier-Fossilien geben könnte. Ein Glück, dass Feuerwehrmann Sam sich mit auf Entdeckungsreise begibt. Denn als der Professor und sein Assistent in einer uralten Höhle in Schwierigkeiten geraten, müssen Sam und sein Team schnell zur Stelle sein. Das tapfere Schneiderlein – Dienstag, 10. März 2026, 16 Uhr. Ein Held muss her, denn der Garten des Königs wird von Riesen bedroht! Da kommt Schneider Felix gerade recht. Mit seinen verblüffenden Schneidertricks besiegt er heldenhaft das tückische Einhorn, die singenden Riesen und das gefährliche Wildschwein. Alice im Wunderland – Dienstag, 7. Oktober 2025, 16 Uhr. Alice folgt dem weißen Kaninchen und fällt durch einen Schacht ins Wunderland. Sie begegnet einer rauchenden Raupe, einem teetrinkenden Hutmacher und einer grinsenden Katze. Dieser verrückten Gesellschaft entflohen, gelangt sie zum Hofstaat der grausamen Herzkönigin. Jemand muss ihr die Stirn bieten. A Capella Christmas for Kids – Mittwoch, 17. Dezember 2025, 16 Uhr. Fünf Stimmen, eine Band – „Quintense“ bringen auch in diesem Jahr ein musikalisches Winter Wonderland zum Mitsingen nach Herne. Ob verträumt, gut gelaunt, andächtig oder mit Wumms: Jeder Sound entsteht allein durch Gesang und Beatbox. Auf der Reise durch eine musikalische Winterlandschaft mit großen Weihnachts-Klassikern von Frank Sinatra und Michael Bublé lassen „Quintense“ ihr Publikum immer wieder Teil der Musik werden. Dschungelbuch – Das Musical – Mittwoch, 4. Februar 2026, 16 Uhr. Mithilfe seines Freundes Balu und des weisen Panthers Baghira erlernt Mogli die Gesetze des Dschungels, er will schließlich in das Wolfsrudel aufgenommen werden. Der Dschungel birgt jede Menge Gefahren: Die dreiste Affenbande mischt den Urwald auf, und die geheimnisvolle Schlange Kaa spinnt ihre Intrigen. Am meisten ist es jedoch der mächtige Tiger Shir Khan, der Mogli zu schaffen macht. Der tapfere Junge muss allen Mut aufbringen, um sich zu behaupten. Ronja Räubertochter – Montag, 13. April 2026, 16 Uhr. In einer Gewitternacht wird auf der Mattisburg ein Mädchen geboren: Ronja, die Tochter des Räuberhauptmanns Mattis. Zur gleichen Zeit erblickt auch Birk Borkason das Licht der Welt. Die Mattis- und Borkaräuber sind seit jeher verfeindet, doch Ronja und Birk werden Freunde. Als die Räuber ihre Freundschaft entdecken, flüchten die beiden in den Mattiswald. Auch wenn sie ihre Familien sehr lieben, wollen sich Birk und Ronja ihre Freundschaft nicht verbieten lassen. Im Mondpalast von Wanne-Eickel: Die drei ??? Kids – Der singende Geist – Mittwoch, 1. Oktober 2025, 16 Uhr. Onkel Titus hat eine alte Standuhr ersteigert. Kaum steht sie auf dem Schrottplatz, sind plötzlich jede Menge Leute hinter ihr her. Die drei ??? merken schnell, dass die Uhr ein Geheimnis verbirgt. Ein singender Geist gibt den drei Detektiven jede Menge knifflige Rätsel auf und führt sie auf eine gefährliche Spur Herkules – Freitag, 22. Mai 2026, 16 Uhr. Der berühmteste Held der Antike hat das Unglaubliche geschafft: den gigantischen Löwen und die neunköpfige Hydra zu bezwingen, den Höllenhund aus der Unterwelt zu entführen und noch mehr. Doch wie geht es einem Halbgott wirklich, wenn er nur auf sein Äußeres und seine Muskeln reduziert wird? So begibt sich Herkules auf sein wohl aufregendstes Abenteuer: die Suche nach sich selbst.

16 Uhr

Thomas Bernhards Klassiker im Kulturzentrum

Ganz heutiger 'Theatermacher'

Ein Despot unserer Tage: Mike Kühne als „geborener Theatermacher“ Bruscon in der neuen WLT-Inszenierung des Thomas Bernhardschen Klassikers.

„Ein gewisses Talent für das Theater / schon als Kind / geborener Theatermacher wissen Sie / Theatermacher / Fallensteller schon sehr früh“: Die Komödie, die der Staatsschauspieler Bruscon (Mike Kühne) mit den Worten „Eine Menschheitskomödie, die in Wahrheit eine Tragödie ist“ charakterisiert, trägt den schönen Titel „Das Rad der Geschichte“. Diese „Geschichtsstandpauke“, für die Bruscon neun Jahre seines Lebens geopfert hat, allein die „Metternich-Szene“ hat acht Monate Zeit gekostet, soll – jedenfalls in Thomas Bernhards Theater-auf-dem-Theater-Klassiker „Der Theatermacher“ – im Tanzsaal des „Schwarzen Hirschen“ zu Utzbach, einem 280-Seelen-Nest irgendwo in der österreichischen Provinz, aufgeführt werden – bei drückender Sommer-Schwüle und ausgerechnet am Blutwursttag. Frauenpower am Westfälischen Landestheater Castrop-Rauxel: Für die am Sonntag (12.4.2026) in der Stadthalle Castrop-Rauxel erstaufgeführte, nur einhundertminütige Inszenierung von Dalila Niksic, die mit der Wirtin und ihrer Tochter Erna ausgerechnet zwei Frauenrollen gestrichen und den Text stark gekürzt hat, haben die beiden Ausstatterinnen Clara Eigeldinger und Rabea Stadthaus den Ort in eine angeschmuddelte Kneipe aus den 1990er Jahren verlegt mit Discokugel unter der Decke und reichlich Plakaten und Stickern an den Wänden. Aber auch mit einer kleinen Bühne mit Beleuchterbrücke aus vergangenen Nachtbar-Zeiten. „Wir gehen auf Tournee / und gehen doch in eine Falle / eine Theaterfalle“: Trotz dieser Erkenntnis will der narzisstische Prinzipal („Shakespeare – Goethe – Bruscon, das ist die Wahrheit“) sein Opus Magnum hier aufführen zusammen mit seiner Gattin Agathe („Der einzige Reiz an dir ist der Hustenreiz“: Carolin Leweling) sowie ihren Kindern Ferrucio („Das Antitalent“: Vincent John) und Sarah („Du bist die einzige Schwachstelle in meiner Komödie“: Arikia Orbán). Die erst einmal damit beschäftigt sind, die technischen Voraussetzungen zu schaffen – von der Beleuchtung bis zu den Requisiten, bevor es ans Rekapitulieren des Textes gehen kann. Nur der vom Blitzeinschlag in Brand gesetzte Pfarrhof retten das Utzbacher wie das WLT-Publikum vor diesem Theaterereignis… Thomas Bernhards viertes Stück ist am 17. August 1985 u.a. mit der Hernerin Tana Schanzara als Wirtin bei den Salzburger Festspielen uraufgeführt und am 21. September 1985 erstmals in Bochum gezeigt worden, bevor es später mit dem Regisseur Claus Peymann ans Wiener Burgtheater wechselte. Wer es heute herausbringt, kämpft immer noch mit dem Nachhall der legendären Ur-Besetzung um Traugott Buhre, Kirsten Dene und Martin Schwab. Die 1999 in Siegen geborene Bochumer Regisseurin Dalila Niksic setzt zeitgemäße Akzente, ohne die sprachmächtigen Wortschöpfungen des Autors zu beschädigen: In nonverbalen szenischen Miniaturen verbünden sich nicht nur die Mutter und die Kinder gegen den tyrannischen Vater, sondern diese sich auch mit dem von Jan-Hendrik Kroll verkörperten Wirt. Der gibt statt des damals von Hugo Lindinger verkörperten bräsig-unterwürfigen, darin aber beharrlichen Dörflers einen coolen, empathischen, immer wieder zu Stricknadeln greifenden Wollmützenträger unserer Tage. „Ohne Minetti geht es nicht“ unkte einst Theaterpapst Benjamin Henrichs nach der Salzburger Uraufführung in der „Zeit“, nachdem sich der „Geistestheaterkopf“ Bernhards für die Titelrolle in William Shakespeares „Lear“ am damals größten deutschen Schauspielhaus, dem Berliner Schillertheater, entschieden hatte. Der enorme Erfolg der Peymann-Inszenierung hat die Kritiker eines Besseren belehrt. Mike Kühne zeigt nun eindrucksvoll, dass es auch ohne Traugott Buhre geht: Sein Bruscon legt sich mit Verve ins Zeug für die aus seiner Sicht einzig wahre Kunst, kennt auch gegen die Seinen kein Pardon – und ist sich letztlich doch des eigenen Scheiterns bewusst. Dieser stark verdichtete „Theatermacher“ ist am Donnerstag, 23. April 2026, um 19.30 Uhr im Kulturzentrum Herne sowie am Freitag, 22. Mai 2026, um 20 Uhr im WLT-Studio am Europaplatz in Castrop-Rauxel zu sehen. Karten sind an der Abendkasse sowie im Vorverkauf beim Stadtmarketing Herne, Kirchhofstraße 5, oder online über reservix.de erhältlich. Im Vorverkauf kosten Karten je nach Platzkategorie ab 18 Euro, ermäßigt 9,25 Euro und an der Abendkasse ab 20 Euro, ermäßigt 10,50 Euro.

20 Uhr

„Noch nicht tot, aber schon im Museum“

Hülk und Lippmeyer stellen in Düsseldorf aus

v.l. Wolfgang Hülk und Jörg Lippmeyer. 'Rettet die schönen Wörter' – Ausstellung im Mai 2026 in Düsseldorf.

Die beiden alten Künstlerfreunde tun es wieder: Der Zeichner und Fotograf Wolfgang Hülk und der freie Künstler Jörg Lippmeyer – beide Ur-Wanne-Eickeler – stellen ihre kollaborativ entstandenen Werke aus. Dieses Mal sind ihre Gemeinschaftsarbeiten von Mittwoch, 6. Mai, bis Sonntag, 31. Mai 2026, im Stadtmuseum Düsseldorf zu sehen. Die Eröffnungsrede zur Vernissage hält der Stadtführer und Buch-Autor Dietmar Schönhoff. Erneut widmen sich die Künstler Werken, mit denen sie sich anschicken, schöne Wörter dieser Welt zu retten. In einer Zeit, in der sich Sprache ständig weiterentwickelt und verändert, in der neue Begriffe – vorzugsweise aus technologischen Bereichen – entstehen, bleibt es ihr Anliegen, die Vielfalt der deutschen Sprache zu bewahren. Jörg Lippmeyer, vielen besser bekannt als „der bunte Mann aus Unser Fritz“, ist in seiner Heimatstadt bereits seit Jahren als Wörter-Retter unterwegs. In seinem Fundus finden sich Begriffe wie Flitzpiepe, Mumpitz, Brimborium, Kuddelmuddel oder auch Papperlapapp – Wörter, die vor dem Vergessen bewahrt werden sollen. Seit rund einem Jahr steht ihm dabei sein Düsseldorfer Künstlerfreund Wolfgang Hülk zur Seite. Hülk hat die Sammlung nicht nur erweitert, sondern sie auch um Düsseldorfer Mundart bereichert. So befinden sich nun so charmante Ausdrücke wie Retematäng oder Rotzech darin. Die beiden präsentieren die Wörter auf künstlerisch gestalteten Leinwänden. Anschließend bearbeitet jeder die Werke des anderen weiter, sodass fusionierte Arbeiten entstehen, die zwei Handschriften erkennen lassen. Mit diesem besonderen Projekt, leisten sie ihren Beitrag, die deutsche Sprache ein wenig lebendiger und fröhlicher zu behalten.

seit 6. Mai

Samstag, 23. Mai

Das Programm vom Strünkeder Sommer 2026

Fünf Monate Kultur am Schloss

Im und rund um das Schloss Strünkede sorgt der Strünkede Sommer 2026 für viel Unterhaltung: Ein Teil davon ist das Electric Residence am Samstag, 11. Juli 2026.

Für Kultur und gute Unterhaltung muss man nicht weit reisen. Der Strünkeder Sommer verwandelt Schloss und Park in diesem Sommer wieder in eine lebendige Bühne. Der Kultursommer bringt Musik, Theater, Kino und Festivals nach Herne. Am Donnerstag, 14. Mai 2026, geht es mit dem Familienfest der Herner Schützenvereine los. Der Strünkeder Sommer verbindet bewährte Angebote, die in Herne seit Jahren fester Bestandteil des Kulturkalenders sind, mit neuen Angeboten. Dabei bietet das Schloss Strünkede mit dem Park, der Kapelle sowie der wiedereröffneten Städtischen Galerie eine einzigartige Kulisse, die zum gemeinsamen Feiern und Genießen einlädt. An Christi Himmelfahrt, Donnerstag, 14. Mai, beginnt der Strünkeder Sommer mit einem Familienfest, bei dem Tradition und Gemeinschaft im Vordergrund stehen. Die Herner Schützenvereine und Spielmannszüge laden von 11 bis 19 Uhr zu einem offenen Programmtag für alle Altersgruppen ein. Der Eintritt ist frei. Besonders schön: Der gesamte Erlös kommt dem Lukas-Hospiz zugute. Sonntag, 17. Mai 2026, Internationaler Museumstag: Zum Internationalen Museumstag lädt das Emschertal-Museum in all seine Häuser ein. Dazu zählt neben dem Schloss, der Städtischen Galerie und der Kapelle auch das Heimatmuseum Unser Fritz. Es gibt kostenfreie Führungen und freien Eintritt während der Öffnungszeiten – die perfekte Gelegenheit, um einen Blick in die frisch sanierte Galerie zu werfen. Die Öffnungszeiten in allen Häusern sind von 11 bis 17 Uhr. Kostenlose Führungen gibt es im Heimatmuseum um 12 Uhr, im Schloss Strünkede um 14 Uhr und in der städtischen Galerie um 15 Uhr. Der Eintritt ist an diesem Tag in allen Häusern des Museums frei. Samstag, 11. Juli 2026, Electric Residence: Mit der vierten Auflage des Festivals etabliert sich „Electric Residence“ als House- und Techno-Oase mitten im Ruhrgebiet. Zwölf DJs, darunter auch nationale und internationale Bekanntheiten, werden den Schlosshof gebührend in Vibration versetzen. Eintritt ab 18 Jahren. Los geht es ab 16 Uhr, Ende ist um 1:30 Uhr. Tickets kosten im Vorverkauf 14 Euro, ermäßigt 12 Euro. Abendkasse: 20 / 18 Euro. Samstag, 1. August 2026, Sounds Like Sugar: Das zweite junge Musik-Festival (halloherne berichtete) des Strünkeder Sommers bleibt musikalisch seinem Anspruch treu, aktuelle Indie-, Pop- und Alternative-Sounds mit spannenden Newcomern und etablierten Acts zu verbinden. Headliner „Rikas“ stehen für groovigen Indie-Pop mit viel Retro-Charme, der international bereits große Aufmerksamkeit erzielt hat. Beginn ist ab 16 Uhr. Tickets kosten im Vorverkauf 14 Euro, ermäßigt 12 Euro. Abendkasse: 20 / 18 Euro. Donnerstag bis Sonntag, 13. bis 16. August 2026, Open-Air-Kino: Im Hochsommer verwandelt sich der Schlosshof für vier Abende in eines der schönsten Kinos im Ruhrgebiet. Die Filmwelt Herne zeigt vier Abende lang Filme unter freiem Himmel, wobei der Mittwochabend durch den Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) gestaltet wird. Das Programm ist ab Juli auf filmwelt-herne.de zu sehen. Einlass ist ab 19 Uhr, Beginn nach Sonnenuntergang. Tickets für Erwachsene kosten 12 Euro, Kinder 10 Euro, am ASB-Abend 8 Euro. Freitag bis Sonntag, 4. bis 6. September 2026, Mittelalterspektakel im Schlosspark: Über 100 mittelalterliche Lager laden Gäste zu einem Rundgang durch vergangene Zeiten rund um das Schloss ein. Das Mittelalterspektakel ist ohne Zweifel einer der Höhepunkte des Strünkeder Sommers; jedes Jahr kommen viele Tausend Menschen nach Herne gereist, um in die fabelhafte Welt der Mittelalter-Romantik einzutauchen. Die Öffnungszeiten sind Freitag 17 bis 23 Uhr, Samstag 11 bis 23 Uhr und Sonntag 12 bis 19 Uhr. Eintritt: Samstag und Sonntag: Abendkasse zwölf Euro, Kinder sechs Euro, Gewandete zehn Euro Freitag (Nacht der Spielleute): Abendkasse 19 Euro (Kinder und Gewandete 15 Euro), Vorverkauf 14,50 Euro zuzüglich Gebühr (Kinder und Gewandete zehn Euro) Sonntag, 13. September 2026, Museumsfest: 100 Jahre Emschertal-Museum! Mit viel Musik, Mitmachangeboten und Waffeln lädt das Team vom Museum nach Strünkede ein, um zu feiern. Gäste bekommen auf dem Familienfest außerdem einen ersten Eindruck von der großen Sonderausstellung über die Geschichte des Hauses, die im November beginnt. Informationen zu den Öffnungszeiten folgen. Der Eintritt ist frei. Zum Strünkeder Sommer gehören noch viele weitere spannende Veranstaltungen, darunter Das vollständige Programm des Strünkeder Sommers ist unter diesem Link als PDF zu finden. Der Kartenvorverkauf ist bei reservix.de oder über die Ticket-Hotline 07 61 / 88 84 99 99 möglich. Die Vorverkaufsstelle in Herne ist das Stadtmarketing Herne, Kirchhofstraße 5. Karten für das Open-Air-Kino können ab Anfang Juli bei der Filmwelt Herne, Berliner Platz 7-9, gekauft werden. Tickets für das Mittelalterspektakel gibt es auf suendenfrei.tv. Konzertkarten für die Folk-Veranstaltungen sind auf eventim.de erhältlich.

In Vorgärten und Garagen Schnäppchen entdecken

Siedlungströdelmarkt in der Hannover-Kolonie

Die Nachbarschaft der Hannoverkolonie in Eickel lädt zum Garagen- und Straßentrödelmarkt ein (Archivbild).

Am Samstag, 23. Mai 2026, findet in der Zeit von 10 bis 15 Uhr in der Hannoverkolonie um die Dahlhauser Straße in Wanne-Eickel ein nachbarschaftlicher Garagen- und Straßentrödelmarkt statt. Viele Anwohner bieten in ihren Vorgärten und Garageneinfahrten allerlei Schönes und Nützliches an – darunter Kinderkleidung, Spielzeug, Gartengeräte sowie allerlei Krimskrams und kleine Schätze. Die Hannoverkolonie lädt an diesem Tag zu einem gemütlichen Spaziergang durch die Siedlung ein. Besucher können in entspannter Atmosphäre stöbern, Schnäppchen entdecken und mit den Nachbarn ins Gespräch kommen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, vorbeizuschauen und einen schönen Tag in der Nachbarschaft zu verbringen, schreiben die Organisatoren in einer Ankündigung.

10 Uhr

Mit dabei: DAME DIOP

Afrikatage im Schollbrockhaus

Der Trommler und Tänzer DAME DIOP aus Mbour/Senegal kommt zu den Afrikatagen im Mai 2026 ins Schollbrockhaus.

Die Vorsitzende des Schollbrockhaus Hanne Krüger und die Weihrauch/Jebram GbR laden am Samstag, 23.Mai 2026, zu einem Konzert mit dem aus Mbour/Senegal stammenden Trommler, Tänzer und Tanzlehrer, Dame Diop Sabar ins Herner Schollbrockhaus ein. Beginn ist um 19 Uhr. Dame war lange Zeit Schüler von Nago Koité, ein senegalischer Tanzlehrer mit internationalen Erfolgen. Er arbeitet als Dozent für westafrikanischen Tanz und tritt auch mit der traditionellen Trommel- und Tanzformation „Lamp Fall“ auf diversen Festivals auf. Dames Tanzstil ist von Experimentierfreude und Stilvariabilität geprägt. Er legt bei seinen Auftritten Wert auf ein genaues Verständnis der Rhythmen – mit viel Spaß und Humor. Als Dozent berücksichtigt er die Bedürfnisse europäischer Schüler und führt sie zu den, in unserer Kultur ungewohnten, Bewegungen hin und ermutigt dazu, die Beweglichkeit des eigenen Körpers zu entdecken und seine Lebendigkeit zu spüren. Dabei vermittelt er den Zuschauern offen und unkompliziert Spaß und Freude an der Bewegung und möchte mit seinem Unterricht und Auftritten Einblick in die energiegeladene Tanzkunst Westafrikas geben. Die Veranstalter versprechen, dass es an diesem Abend Speisen und Getränke geben wird, die zu dem Thema passen werden. Das Gastspiel von Dame Diop Sabar ist ein Teil der Veranstaltungsreihe zum Thema „Afrika“, die von Hanne Krüger im Schollbrockaus bis zu 7. Juni 2026 im Schollbrockhaus durchgeführt wird.

19 Uhr

„Noch nicht tot, aber schon im Museum“

Hülk und Lippmeyer stellen in Düsseldorf aus

v.l. Wolfgang Hülk und Jörg Lippmeyer. 'Rettet die schönen Wörter' – Ausstellung im Mai 2026 in Düsseldorf.

Die beiden alten Künstlerfreunde tun es wieder: Der Zeichner und Fotograf Wolfgang Hülk und der freie Künstler Jörg Lippmeyer – beide Ur-Wanne-Eickeler – stellen ihre kollaborativ entstandenen Werke aus. Dieses Mal sind ihre Gemeinschaftsarbeiten von Mittwoch, 6. Mai, bis Sonntag, 31. Mai 2026, im Stadtmuseum Düsseldorf zu sehen. Die Eröffnungsrede zur Vernissage hält der Stadtführer und Buch-Autor Dietmar Schönhoff. Erneut widmen sich die Künstler Werken, mit denen sie sich anschicken, schöne Wörter dieser Welt zu retten. In einer Zeit, in der sich Sprache ständig weiterentwickelt und verändert, in der neue Begriffe – vorzugsweise aus technologischen Bereichen – entstehen, bleibt es ihr Anliegen, die Vielfalt der deutschen Sprache zu bewahren. Jörg Lippmeyer, vielen besser bekannt als „der bunte Mann aus Unser Fritz“, ist in seiner Heimatstadt bereits seit Jahren als Wörter-Retter unterwegs. In seinem Fundus finden sich Begriffe wie Flitzpiepe, Mumpitz, Brimborium, Kuddelmuddel oder auch Papperlapapp – Wörter, die vor dem Vergessen bewahrt werden sollen. Seit rund einem Jahr steht ihm dabei sein Düsseldorfer Künstlerfreund Wolfgang Hülk zur Seite. Hülk hat die Sammlung nicht nur erweitert, sondern sie auch um Düsseldorfer Mundart bereichert. So befinden sich nun so charmante Ausdrücke wie Retematäng oder Rotzech darin. Die beiden präsentieren die Wörter auf künstlerisch gestalteten Leinwänden. Anschließend bearbeitet jeder die Werke des anderen weiter, sodass fusionierte Arbeiten entstehen, die zwei Handschriften erkennen lassen. Mit diesem besonderen Projekt, leisten sie ihren Beitrag, die deutsche Sprache ein wenig lebendiger und fröhlicher zu behalten.

seit 6. Mai

Sonntag, 24. Mai

Das Programm vom Strünkeder Sommer 2026

Fünf Monate Kultur am Schloss

Im und rund um das Schloss Strünkede sorgt der Strünkede Sommer 2026 für viel Unterhaltung: Ein Teil davon ist das Electric Residence am Samstag, 11. Juli 2026.

Für Kultur und gute Unterhaltung muss man nicht weit reisen. Der Strünkeder Sommer verwandelt Schloss und Park in diesem Sommer wieder in eine lebendige Bühne. Der Kultursommer bringt Musik, Theater, Kino und Festivals nach Herne. Am Donnerstag, 14. Mai 2026, geht es mit dem Familienfest der Herner Schützenvereine los. Der Strünkeder Sommer verbindet bewährte Angebote, die in Herne seit Jahren fester Bestandteil des Kulturkalenders sind, mit neuen Angeboten. Dabei bietet das Schloss Strünkede mit dem Park, der Kapelle sowie der wiedereröffneten Städtischen Galerie eine einzigartige Kulisse, die zum gemeinsamen Feiern und Genießen einlädt. An Christi Himmelfahrt, Donnerstag, 14. Mai, beginnt der Strünkeder Sommer mit einem Familienfest, bei dem Tradition und Gemeinschaft im Vordergrund stehen. Die Herner Schützenvereine und Spielmannszüge laden von 11 bis 19 Uhr zu einem offenen Programmtag für alle Altersgruppen ein. Der Eintritt ist frei. Besonders schön: Der gesamte Erlös kommt dem Lukas-Hospiz zugute. Sonntag, 17. Mai 2026, Internationaler Museumstag: Zum Internationalen Museumstag lädt das Emschertal-Museum in all seine Häuser ein. Dazu zählt neben dem Schloss, der Städtischen Galerie und der Kapelle auch das Heimatmuseum Unser Fritz. Es gibt kostenfreie Führungen und freien Eintritt während der Öffnungszeiten – die perfekte Gelegenheit, um einen Blick in die frisch sanierte Galerie zu werfen. Die Öffnungszeiten in allen Häusern sind von 11 bis 17 Uhr. Kostenlose Führungen gibt es im Heimatmuseum um 12 Uhr, im Schloss Strünkede um 14 Uhr und in der städtischen Galerie um 15 Uhr. Der Eintritt ist an diesem Tag in allen Häusern des Museums frei. Samstag, 11. Juli 2026, Electric Residence: Mit der vierten Auflage des Festivals etabliert sich „Electric Residence“ als House- und Techno-Oase mitten im Ruhrgebiet. Zwölf DJs, darunter auch nationale und internationale Bekanntheiten, werden den Schlosshof gebührend in Vibration versetzen. Eintritt ab 18 Jahren. Los geht es ab 16 Uhr, Ende ist um 1:30 Uhr. Tickets kosten im Vorverkauf 14 Euro, ermäßigt 12 Euro. Abendkasse: 20 / 18 Euro. Samstag, 1. August 2026, Sounds Like Sugar: Das zweite junge Musik-Festival (halloherne berichtete) des Strünkeder Sommers bleibt musikalisch seinem Anspruch treu, aktuelle Indie-, Pop- und Alternative-Sounds mit spannenden Newcomern und etablierten Acts zu verbinden. Headliner „Rikas“ stehen für groovigen Indie-Pop mit viel Retro-Charme, der international bereits große Aufmerksamkeit erzielt hat. Beginn ist ab 16 Uhr. Tickets kosten im Vorverkauf 14 Euro, ermäßigt 12 Euro. Abendkasse: 20 / 18 Euro. Donnerstag bis Sonntag, 13. bis 16. August 2026, Open-Air-Kino: Im Hochsommer verwandelt sich der Schlosshof für vier Abende in eines der schönsten Kinos im Ruhrgebiet. Die Filmwelt Herne zeigt vier Abende lang Filme unter freiem Himmel, wobei der Mittwochabend durch den Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) gestaltet wird. Das Programm ist ab Juli auf filmwelt-herne.de zu sehen. Einlass ist ab 19 Uhr, Beginn nach Sonnenuntergang. Tickets für Erwachsene kosten 12 Euro, Kinder 10 Euro, am ASB-Abend 8 Euro. Freitag bis Sonntag, 4. bis 6. September 2026, Mittelalterspektakel im Schlosspark: Über 100 mittelalterliche Lager laden Gäste zu einem Rundgang durch vergangene Zeiten rund um das Schloss ein. Das Mittelalterspektakel ist ohne Zweifel einer der Höhepunkte des Strünkeder Sommers; jedes Jahr kommen viele Tausend Menschen nach Herne gereist, um in die fabelhafte Welt der Mittelalter-Romantik einzutauchen. Die Öffnungszeiten sind Freitag 17 bis 23 Uhr, Samstag 11 bis 23 Uhr und Sonntag 12 bis 19 Uhr. Eintritt: Samstag und Sonntag: Abendkasse zwölf Euro, Kinder sechs Euro, Gewandete zehn Euro Freitag (Nacht der Spielleute): Abendkasse 19 Euro (Kinder und Gewandete 15 Euro), Vorverkauf 14,50 Euro zuzüglich Gebühr (Kinder und Gewandete zehn Euro) Sonntag, 13. September 2026, Museumsfest: 100 Jahre Emschertal-Museum! Mit viel Musik, Mitmachangeboten und Waffeln lädt das Team vom Museum nach Strünkede ein, um zu feiern. Gäste bekommen auf dem Familienfest außerdem einen ersten Eindruck von der großen Sonderausstellung über die Geschichte des Hauses, die im November beginnt. Informationen zu den Öffnungszeiten folgen. Der Eintritt ist frei. Zum Strünkeder Sommer gehören noch viele weitere spannende Veranstaltungen, darunter Das vollständige Programm des Strünkeder Sommers ist unter diesem Link als PDF zu finden. Der Kartenvorverkauf ist bei reservix.de oder über die Ticket-Hotline 07 61 / 88 84 99 99 möglich. Die Vorverkaufsstelle in Herne ist das Stadtmarketing Herne, Kirchhofstraße 5. Karten für das Open-Air-Kino können ab Anfang Juli bei der Filmwelt Herne, Berliner Platz 7-9, gekauft werden. Tickets für das Mittelalterspektakel gibt es auf suendenfrei.tv. Konzertkarten für die Folk-Veranstaltungen sind auf eventim.de erhältlich.

Für den Unterricht oder Workshops: Brettspiel 'Schwamm drunter!'

Städte spielerisch klimarobust umbauen

Das Brettspiel "Schwamm drunter!" von der Initiative Klima.Werk der Emschergenossenschaft: Gemeinsam für eine klimaresiliente Stadtentwicklung.

Emscher-Lippe-Region. Spielerisch lernen, wie Städte klimarobust umgebaut werden können: Das bietet das kollaborative Brettspiel „Schwamm drunter!“ der Zukunftsinitiative Klima.Werk, zu der 21 Kommunen im Ruhrgebiet und Emschergenossenschaft/Lippeverband gehören. Anhand des Spieles wird niederschwellig das städtebauliche Prinzip der Schwammstadt erläutert und zum Mitmachen und Diskutieren angeregt. Das Brettspiel „Schwamm drunter!“ dient zu Bildungszwecken und kann im Unterricht von weiterführenden Schulen (ab 14 Jahre), in Bildungseinrichtungen für Erwachsene oder im Rahmen von Workshops in Verwaltungen oder Unternehmen eingesetzt werden. Es lädt dazu ein, gemeinsam neue Ideen zu entwickeln und klärt mit Realbeispielen zum Schwammstadt-Umbau aus der Emscher-Lippe-Region über mögliche Lösungen für eine klimaresiliente Stadt der Zukunft auf. Bis Sonntag, 24. Mai 2026 bietet die Zukunftsinitiative Klima.Werk von Emschergenossenschaft/Lippeverband und Kommunen einmalig eine Aktion an, bei der das Spiel zum Druckkostenpreis von 34,03 Euro/Stück zuzüglich Versandkosten erworben werden kann. Bestellungen sind unter diesem Link möglich: https://luudoo.de/de/schwamm-drunter. Weitere Infos unter diesem Link. Kontakt: hallo@klima-werk.de.

Besuch an zwei Tagen möglich

Emschertal-Museum zu Pfingsten geöffnet

Heimatmuseum Unser Fritz, eines der Emschertal-Museen, hat an Pfingsten 2026 offen.

Die Häuser des Emschertal-Museums haben an den Pfingstfeiertagen, Pfingstsonntag, 24. Mai 2026, und Pfingstmontag, 25. Mai 2026, an beiden Tagen von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

11 Uhr

„Noch nicht tot, aber schon im Museum“

Hülk und Lippmeyer stellen in Düsseldorf aus

v.l. Wolfgang Hülk und Jörg Lippmeyer. 'Rettet die schönen Wörter' – Ausstellung im Mai 2026 in Düsseldorf.

Die beiden alten Künstlerfreunde tun es wieder: Der Zeichner und Fotograf Wolfgang Hülk und der freie Künstler Jörg Lippmeyer – beide Ur-Wanne-Eickeler – stellen ihre kollaborativ entstandenen Werke aus. Dieses Mal sind ihre Gemeinschaftsarbeiten von Mittwoch, 6. Mai, bis Sonntag, 31. Mai 2026, im Stadtmuseum Düsseldorf zu sehen. Die Eröffnungsrede zur Vernissage hält der Stadtführer und Buch-Autor Dietmar Schönhoff. Erneut widmen sich die Künstler Werken, mit denen sie sich anschicken, schöne Wörter dieser Welt zu retten. In einer Zeit, in der sich Sprache ständig weiterentwickelt und verändert, in der neue Begriffe – vorzugsweise aus technologischen Bereichen – entstehen, bleibt es ihr Anliegen, die Vielfalt der deutschen Sprache zu bewahren. Jörg Lippmeyer, vielen besser bekannt als „der bunte Mann aus Unser Fritz“, ist in seiner Heimatstadt bereits seit Jahren als Wörter-Retter unterwegs. In seinem Fundus finden sich Begriffe wie Flitzpiepe, Mumpitz, Brimborium, Kuddelmuddel oder auch Papperlapapp – Wörter, die vor dem Vergessen bewahrt werden sollen. Seit rund einem Jahr steht ihm dabei sein Düsseldorfer Künstlerfreund Wolfgang Hülk zur Seite. Hülk hat die Sammlung nicht nur erweitert, sondern sie auch um Düsseldorfer Mundart bereichert. So befinden sich nun so charmante Ausdrücke wie Retematäng oder Rotzech darin. Die beiden präsentieren die Wörter auf künstlerisch gestalteten Leinwänden. Anschließend bearbeitet jeder die Werke des anderen weiter, sodass fusionierte Arbeiten entstehen, die zwei Handschriften erkennen lassen. Mit diesem besonderen Projekt, leisten sie ihren Beitrag, die deutsche Sprache ein wenig lebendiger und fröhlicher zu behalten.

seit 6. Mai

Montag, 25. Mai

Das Programm vom Strünkeder Sommer 2026

Fünf Monate Kultur am Schloss

Im und rund um das Schloss Strünkede sorgt der Strünkede Sommer 2026 für viel Unterhaltung: Ein Teil davon ist das Electric Residence am Samstag, 11. Juli 2026.

Für Kultur und gute Unterhaltung muss man nicht weit reisen. Der Strünkeder Sommer verwandelt Schloss und Park in diesem Sommer wieder in eine lebendige Bühne. Der Kultursommer bringt Musik, Theater, Kino und Festivals nach Herne. Am Donnerstag, 14. Mai 2026, geht es mit dem Familienfest der Herner Schützenvereine los. Der Strünkeder Sommer verbindet bewährte Angebote, die in Herne seit Jahren fester Bestandteil des Kulturkalenders sind, mit neuen Angeboten. Dabei bietet das Schloss Strünkede mit dem Park, der Kapelle sowie der wiedereröffneten Städtischen Galerie eine einzigartige Kulisse, die zum gemeinsamen Feiern und Genießen einlädt. An Christi Himmelfahrt, Donnerstag, 14. Mai, beginnt der Strünkeder Sommer mit einem Familienfest, bei dem Tradition und Gemeinschaft im Vordergrund stehen. Die Herner Schützenvereine und Spielmannszüge laden von 11 bis 19 Uhr zu einem offenen Programmtag für alle Altersgruppen ein. Der Eintritt ist frei. Besonders schön: Der gesamte Erlös kommt dem Lukas-Hospiz zugute. Sonntag, 17. Mai 2026, Internationaler Museumstag: Zum Internationalen Museumstag lädt das Emschertal-Museum in all seine Häuser ein. Dazu zählt neben dem Schloss, der Städtischen Galerie und der Kapelle auch das Heimatmuseum Unser Fritz. Es gibt kostenfreie Führungen und freien Eintritt während der Öffnungszeiten – die perfekte Gelegenheit, um einen Blick in die frisch sanierte Galerie zu werfen. Die Öffnungszeiten in allen Häusern sind von 11 bis 17 Uhr. Kostenlose Führungen gibt es im Heimatmuseum um 12 Uhr, im Schloss Strünkede um 14 Uhr und in der städtischen Galerie um 15 Uhr. Der Eintritt ist an diesem Tag in allen Häusern des Museums frei. Samstag, 11. Juli 2026, Electric Residence: Mit der vierten Auflage des Festivals etabliert sich „Electric Residence“ als House- und Techno-Oase mitten im Ruhrgebiet. Zwölf DJs, darunter auch nationale und internationale Bekanntheiten, werden den Schlosshof gebührend in Vibration versetzen. Eintritt ab 18 Jahren. Los geht es ab 16 Uhr, Ende ist um 1:30 Uhr. Tickets kosten im Vorverkauf 14 Euro, ermäßigt 12 Euro. Abendkasse: 20 / 18 Euro. Samstag, 1. August 2026, Sounds Like Sugar: Das zweite junge Musik-Festival (halloherne berichtete) des Strünkeder Sommers bleibt musikalisch seinem Anspruch treu, aktuelle Indie-, Pop- und Alternative-Sounds mit spannenden Newcomern und etablierten Acts zu verbinden. Headliner „Rikas“ stehen für groovigen Indie-Pop mit viel Retro-Charme, der international bereits große Aufmerksamkeit erzielt hat. Beginn ist ab 16 Uhr. Tickets kosten im Vorverkauf 14 Euro, ermäßigt 12 Euro. Abendkasse: 20 / 18 Euro. Donnerstag bis Sonntag, 13. bis 16. August 2026, Open-Air-Kino: Im Hochsommer verwandelt sich der Schlosshof für vier Abende in eines der schönsten Kinos im Ruhrgebiet. Die Filmwelt Herne zeigt vier Abende lang Filme unter freiem Himmel, wobei der Mittwochabend durch den Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) gestaltet wird. Das Programm ist ab Juli auf filmwelt-herne.de zu sehen. Einlass ist ab 19 Uhr, Beginn nach Sonnenuntergang. Tickets für Erwachsene kosten 12 Euro, Kinder 10 Euro, am ASB-Abend 8 Euro. Freitag bis Sonntag, 4. bis 6. September 2026, Mittelalterspektakel im Schlosspark: Über 100 mittelalterliche Lager laden Gäste zu einem Rundgang durch vergangene Zeiten rund um das Schloss ein. Das Mittelalterspektakel ist ohne Zweifel einer der Höhepunkte des Strünkeder Sommers; jedes Jahr kommen viele Tausend Menschen nach Herne gereist, um in die fabelhafte Welt der Mittelalter-Romantik einzutauchen. Die Öffnungszeiten sind Freitag 17 bis 23 Uhr, Samstag 11 bis 23 Uhr und Sonntag 12 bis 19 Uhr. Eintritt: Samstag und Sonntag: Abendkasse zwölf Euro, Kinder sechs Euro, Gewandete zehn Euro Freitag (Nacht der Spielleute): Abendkasse 19 Euro (Kinder und Gewandete 15 Euro), Vorverkauf 14,50 Euro zuzüglich Gebühr (Kinder und Gewandete zehn Euro) Sonntag, 13. September 2026, Museumsfest: 100 Jahre Emschertal-Museum! Mit viel Musik, Mitmachangeboten und Waffeln lädt das Team vom Museum nach Strünkede ein, um zu feiern. Gäste bekommen auf dem Familienfest außerdem einen ersten Eindruck von der großen Sonderausstellung über die Geschichte des Hauses, die im November beginnt. Informationen zu den Öffnungszeiten folgen. Der Eintritt ist frei. Zum Strünkeder Sommer gehören noch viele weitere spannende Veranstaltungen, darunter Das vollständige Programm des Strünkeder Sommers ist unter diesem Link als PDF zu finden. Der Kartenvorverkauf ist bei reservix.de oder über die Ticket-Hotline 07 61 / 88 84 99 99 möglich. Die Vorverkaufsstelle in Herne ist das Stadtmarketing Herne, Kirchhofstraße 5. Karten für das Open-Air-Kino können ab Anfang Juli bei der Filmwelt Herne, Berliner Platz 7-9, gekauft werden. Tickets für das Mittelalterspektakel gibt es auf suendenfrei.tv. Konzertkarten für die Folk-Veranstaltungen sind auf eventim.de erhältlich.

Besuch an zwei Tagen möglich

Emschertal-Museum zu Pfingsten geöffnet

Heimatmuseum Unser Fritz, eines der Emschertal-Museen, hat an Pfingsten 2026 offen.

Die Häuser des Emschertal-Museums haben an den Pfingstfeiertagen, Pfingstsonntag, 24. Mai 2026, und Pfingstmontag, 25. Mai 2026, an beiden Tagen von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

11 Uhr

Leonard Bernsteins Gesamtkunstwerk

'On The Town' im Theater Duisburg

Fahr ‘mal wieder U-Bahn: Ozzie (Peter Lewys Preston), Gabey (Leon de Graaf) und Chip (Julius Störmer) auf 24-Stunden-Trip in New York.

„New York, New York“: Mit dem eher träumerischen Gabey (überragend: der in Kolumbien geborene, in Amsterdam und Göteborg ausgebildete Musical-Allrounder Leon de Graaf), dem wissensdurstigen Chip (Folkwang-Absolvent Julius Störmer) und dem „Checker“ Ozzie (Peter Lewys Preston, zweifacher Sieger im Bundeswettbewerb Gesang) entsteigen drei US-Boys 1944 einem im Hintergrund auftauchenden Kriegsschiff (grandiose Bühne, suggestive Videos: Momme Hinrichs). Kurz bevor sie als Matrosen in den Zweiten Weltkrieg gegen die Nazis ziehen, wollen sie ihren 24-stündigen Landurlaub gründlich nutzen: Während es Chip eher zu den Sehenswürdigkeiten zieht, wollen die beiden anderen in Big Apple noch einmal ein Fass aufmachen – mit Mädchen versteht sich. „Gabey's Comin' To Town“: Als er in der Subway ein Plakat mit der „Miss U-Bahn des Juni“ entdeckt, ist Gabey hin und weg. Diese entzückende Ivy Smith (Maria Joachimstaller) soll Gesang und Malerei studieren. Doch wie sie finden? Chip gibt seinen Plan zugunsten des Freundes auf: Das Trio trennt sich, um abends nach erhofftem Erfolg am Times Square wieder zusammenzukommen. Ersterer wird von der gerade aus ihrem Job gefeuerten Taxifahrerin Hildy (besitzergreifend: Laura Magdalena Goblirsch) gesucht, gefunden und später daheim sogar bekocht. Wenigstens die letzte Tour mit ihrem geliebten Yellow Cab soll ihr noch Spaß machen. Währenddessen hat sich der Draufgänger Ozzie ins Naturkundemuseum verirrt, wo er auf die scheinbar unterkühlt-intellektuelle Anthropologie-Studentin Claire (stille Wasser sind tief: Valerie Luksch) trifft, die ausgerechnet diesen Checker als Urbild des Mannes entdeckt. Welcher freilich im Handumdrehen in ihr Saiten zum Klingen bringt, wie es ihrem langweiligen Verlobten, dem so noblen wie verständnisvollen und dabei auch noch geradezu verschwenderisch-großzügigen Richter Pitkin Brigework (glänzt auch als Moderator: der holländische Bariton Peter Bording) niemals möglich wäre: „Carried Away“ ist eines der zu Herzen gehenden Duette mit Ohrwurm-Qualität dieses völlig zu Unrecht kaum gespielten Frühwerks Leonard Bernsteins. „Lucky to Be Me“: Aber auch Gabey ist fündig geworden – in der Carnegie Hall, wo er auf seine preisgekrönte Schönheit Ivy trifft – und auf ihre Gesangslehrerin Madame Dilly (die Londoner Sopranistin Morenike Fadayomi aus dem Rheinopern-Ensemble). Die ist der Auffassung: „Sex und Kunst passen nicht zusammen“, weshalb sie die abendliche Verabredung hintertreibt. So erscheinen auf dem Times Square nur die Ivy-Doubles Claire und Hildy, weshalb Chip und Ozzie ihren trauernden Kameraden mit einer ausgiebigen Nachtclub-Tour aufmuntern wollen. Die weit nach Mitternacht auf Coney Island endet, wo Ivy in einer leichtbekleideten Tänzerin seine Miss U-Bahn erkennt. Doch kaum hat jeder Topf seinen Deckel gefunden, heißt es auch schon: Leinen los! Und das nächste Trio erlebnishungriger Matrosen entert die Pier... Mit seinem ersten, am 28. Dezember 1944 im New Yorker Adelphi Theatre uraufgeführten ersten Musical-Erstling „On the Town“ machte der junge Leonard Bernstein New York, der Stadt seiner Träume, und ihren Menschen eine rauschende Liebeserklärung. Mit jazzigem Sound und pulsierender Lebensfreude, die sich vor allem in rasanten Tanzszenen und grandiosen Ensemblenummern Bahn bricht, führte der anhaltend große Publikumserfolg 1949 zur legendären Verfilmung mit Gene Kelly und Frank Sinatra. Doch erst 1977 wurde diese auch unter „New York, New York“ bekannte Musical-Perle im Pfalztheater in Kaiserslautern auf Deutsch erstaufgeführt. Die alle Sinne ins Wallen bringende Neuproduktion der Deutschen Oper am Rhein, die unter der musikalischen Leitung von Stefan Klingele am Pult der Duisburger Philharmoniker in der turbulenten knapp dreistündigen Inszenierung von Louisa Proske am Premierenabend des 25. April 2026 stehend gefeiert wurde, vereint die im Original gesungene Musik mit den deutschen Dialogen von Jens Luckwaldt – eine glückliche Kombination. Um nicht zu viel zu verraten: Die Subway-Szenen haben ‘was vom Berlin-Musical „Linie 1“ mit Dominik Müller als Plakatkleber und Veronika de Vries als Wilmersdorfer Witwe, die Werbebotschaften der „Miss U-Bahn“ erinnern an nicht nur an die 1950er Jahre, sondern auch an manche aktuelle Kehrtwendungen der US-Politik im bewussten Kontrast zu den jungen, selbstbewussten Protagonistinnen unter Einschluss der Dragqueen Dolores (Joel Zupan), eine poetische Schirm-Choreographie wird von rasanten Tanzszenen abgelöst und der Burlesque-Schuppen könnte einem expressionistischen Film der 1920er Jahre entstammen. „Lonely Town“, „Ya Got Me“: Es sind nicht Ohrwürmer wie in seiner „West Side Story“, mit denen Leonard Bernstein in „On the Town“ begeistert, sondern es ist das Gesamtkunstwerk, zumal wenn es wie hier an der Rheinoper mit leichter Ironie und eher heiteren Bezügen auf unsere Gegenwart beiderseits des Großen Teichs angereichert wird. Da die Vorstellungen im Theater Duisburg bis Saisonende schon sehr gut gebucht sind, hat bereits der Vorverkauf für die kommende Spielzeit 2026/27 begonnen. Die weiteren Aufführungen im Theater Duisburg: Karten unter operamrhein.de oder Tel. 0203 – 28362100.

15 Uhr

„Noch nicht tot, aber schon im Museum“

Hülk und Lippmeyer stellen in Düsseldorf aus

v.l. Wolfgang Hülk und Jörg Lippmeyer. 'Rettet die schönen Wörter' – Ausstellung im Mai 2026 in Düsseldorf.

Die beiden alten Künstlerfreunde tun es wieder: Der Zeichner und Fotograf Wolfgang Hülk und der freie Künstler Jörg Lippmeyer – beide Ur-Wanne-Eickeler – stellen ihre kollaborativ entstandenen Werke aus. Dieses Mal sind ihre Gemeinschaftsarbeiten von Mittwoch, 6. Mai, bis Sonntag, 31. Mai 2026, im Stadtmuseum Düsseldorf zu sehen. Die Eröffnungsrede zur Vernissage hält der Stadtführer und Buch-Autor Dietmar Schönhoff. Erneut widmen sich die Künstler Werken, mit denen sie sich anschicken, schöne Wörter dieser Welt zu retten. In einer Zeit, in der sich Sprache ständig weiterentwickelt und verändert, in der neue Begriffe – vorzugsweise aus technologischen Bereichen – entstehen, bleibt es ihr Anliegen, die Vielfalt der deutschen Sprache zu bewahren. Jörg Lippmeyer, vielen besser bekannt als „der bunte Mann aus Unser Fritz“, ist in seiner Heimatstadt bereits seit Jahren als Wörter-Retter unterwegs. In seinem Fundus finden sich Begriffe wie Flitzpiepe, Mumpitz, Brimborium, Kuddelmuddel oder auch Papperlapapp – Wörter, die vor dem Vergessen bewahrt werden sollen. Seit rund einem Jahr steht ihm dabei sein Düsseldorfer Künstlerfreund Wolfgang Hülk zur Seite. Hülk hat die Sammlung nicht nur erweitert, sondern sie auch um Düsseldorfer Mundart bereichert. So befinden sich nun so charmante Ausdrücke wie Retematäng oder Rotzech darin. Die beiden präsentieren die Wörter auf künstlerisch gestalteten Leinwänden. Anschließend bearbeitet jeder die Werke des anderen weiter, sodass fusionierte Arbeiten entstehen, die zwei Handschriften erkennen lassen. Mit diesem besonderen Projekt, leisten sie ihren Beitrag, die deutsche Sprache ein wenig lebendiger und fröhlicher zu behalten.

seit 6. Mai

Dienstag, 26. Mai

Plaudereien über Gott und die Welt

'Kommen Sie auf die Bank'

Wieder lädt Pastor Rösner Menschen auf die Bank vor der Christuskirche in Wanne-Mitte ein. An den letzten beiden Dienstagen im Mai, 19. und 26. Mai 2026, erwartet er gesprächsbereite Menschen, um mit ihnen über Gott und die Welt zu sprechen. Das Angebot findet bei schönem Wetter jeweils in der Zeit von 15 bis 17 Uhr statt.

15 Uhr

„Noch nicht tot, aber schon im Museum“

Hülk und Lippmeyer stellen in Düsseldorf aus

v.l. Wolfgang Hülk und Jörg Lippmeyer. 'Rettet die schönen Wörter' – Ausstellung im Mai 2026 in Düsseldorf.

Die beiden alten Künstlerfreunde tun es wieder: Der Zeichner und Fotograf Wolfgang Hülk und der freie Künstler Jörg Lippmeyer – beide Ur-Wanne-Eickeler – stellen ihre kollaborativ entstandenen Werke aus. Dieses Mal sind ihre Gemeinschaftsarbeiten von Mittwoch, 6. Mai, bis Sonntag, 31. Mai 2026, im Stadtmuseum Düsseldorf zu sehen. Die Eröffnungsrede zur Vernissage hält der Stadtführer und Buch-Autor Dietmar Schönhoff. Erneut widmen sich die Künstler Werken, mit denen sie sich anschicken, schöne Wörter dieser Welt zu retten. In einer Zeit, in der sich Sprache ständig weiterentwickelt und verändert, in der neue Begriffe – vorzugsweise aus technologischen Bereichen – entstehen, bleibt es ihr Anliegen, die Vielfalt der deutschen Sprache zu bewahren. Jörg Lippmeyer, vielen besser bekannt als „der bunte Mann aus Unser Fritz“, ist in seiner Heimatstadt bereits seit Jahren als Wörter-Retter unterwegs. In seinem Fundus finden sich Begriffe wie Flitzpiepe, Mumpitz, Brimborium, Kuddelmuddel oder auch Papperlapapp – Wörter, die vor dem Vergessen bewahrt werden sollen. Seit rund einem Jahr steht ihm dabei sein Düsseldorfer Künstlerfreund Wolfgang Hülk zur Seite. Hülk hat die Sammlung nicht nur erweitert, sondern sie auch um Düsseldorfer Mundart bereichert. So befinden sich nun so charmante Ausdrücke wie Retematäng oder Rotzech darin. Die beiden präsentieren die Wörter auf künstlerisch gestalteten Leinwänden. Anschließend bearbeitet jeder die Werke des anderen weiter, sodass fusionierte Arbeiten entstehen, die zwei Handschriften erkennen lassen. Mit diesem besonderen Projekt, leisten sie ihren Beitrag, die deutsche Sprache ein wenig lebendiger und fröhlicher zu behalten.

seit 6. Mai

Mittwoch, 27. Mai

Ein Sommer im gfi-Garten

'Open-Air-Atelier' – Kunst in der gfi-gartenOase

Nachbarschafts- und Begegnungsgarten der Einrichtung „dasO – Ort der Kulturen“.

Das Projekt „Open-Air-Atelier – Kunst in der gfi-gartenOase" will den Garten der Gesellschaft zur Förderung der Integrationsarbeit in Herne (gfi) im Sommer 2026 in ein partizipatives und kostenloses Outdoor-Atelier, dass künstlerische Praxis, ökologische Bildung und soziale Teilhabe verbindet, öffnen. Der Auftakt findet am Mittwoch, 27. Mai 2026, mit zwei Kennenlern-Treffen 9:30 Uhr und 16 Uhr statt. Dabei werden die inhaltliche und kreative Ausrichtung des Projekts gemeinsam mit den Interessen und Fähigkeiten der Teilnehmer*innen entwickelt. Anschließend wird es jeweils zwei Gruppen geben die sich mittwochs von 9:30 bis 11 Uhr und von 16 von 17:30 Uhr treffen. Das Open-Air-Atelier ist ein Ort für Nachbarn, Ehrenamtliche, Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Kunst erfahrene oder Anfängern - für alle Menschen die Lust haben. Besonders willkommen sind Frauen mit Zuwanderungsgeschichte. Unter der künstlerischer Leitung von Locu Locuratolo sollen kreative Workshops entstehen, die sich an den Interessen und Fähigkeiten der Teilnehmer orientieren. Es entsteht so über den Projektzeitraum ein großformatiges Kunstwerk am Gartenzaun der gfi, dass als sichtbares Zeichen von kollektiver Kreativität und sozialen Zusammenhalt Menschen verbindet. Das Open-Air-Atelier ist ein Projekt der gfi herne unter der Leitung von Locu Locuratolo in Kooperation mit der Fachstelle Eine Welt des Evangelischen Kirchenkreises und der Künstlerin Chiara Cremon. Gefördert wird das Projekt durch Soziokultur NRW. Anmeldungen sind via Whatsapp/Nachricht unter +49 15731761819 bei Locu Locuratolo möglich. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

9:30 Uhr

Vier verschiedene Stücke für Kinder und Jugendliche

Theater Kohlenpott spielt in den Flottis

Unter anderem "Troja - Blinde Passagiere" zeigt das Theater Kohlenpott im Sommer 2026 in den Flottmann-Hallen - zudem noch drei weitere Stücke.

Das Theater Kohlenpott zeigt von Mai bis Juli 2026 insgesamt vier verschiedene Stücke im Theatersaal der Flottmann-Hallen (Straße des Bohrhammers 5). Gespielt werden „Troja - blinde Passagiere“, „1984“, „Pinocchio - ein Road Trip“ und die „Konferenz der Tiere“. „Troja - blinde Passagiere“ (halloherne berichtete) wird von Mittwoch bis Freitag, 6. bis 8. Mai 2026, jeweils um 10 Uhr als Schulvorstellung gezeigt und eignet sich für Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren. Darum geht es: Briseis und Spourgitis kennen keinen Frieden. Seit zehn Jahren tobt der trojanische Krieg, als er ausbrach, waren sie noch kleine Kinder. Beide haben von den Kriegern gelernt: Hasst eure Feinde! „Die Griechen haben alle Fell!“, davon ist Spourgitis überzeugt. Obwohl er noch nie einen gesehen hat. „Alle in Troja haben Schweinenasen“, ist sich Briseis sicher. Und dass, obwohl sie keinen Trojaner kennt. Es ist Krieg, da lernt man sich nicht kennen, da wird nur gekämpft. Aber eines Nachts begegnen sich die beiden doch. In der letzten Nacht des Krieges treffen sie im trojanischen Pferd aufeinander. Und werden dabei beobachtet vom Götterboten Hermes, der eine ganz eigene Meinung vom Krieg hat. Karten gibt es zum Preis von 14 Euro (ermäßigt acht Euro) per Mail an karten@theaterkohlenpott.de. Schulgruppen zahlen sechs Euro pro Person, eine Begleitperson hat freien Eintritt. Anmeldung für Gruppen unter barbara.feldbrugge@theaterkohlenpott.de oder Tel 0177/5475568. Das Stück „1984“ nach George Orwell (halloherne berichtete) wird am Mittwoch und Donnerstag, 27. und 28. Mai 2026, jeweils um 10 Uhr gezeigt und ist der Kategorie Kinder- und Jugendtheater zuzuordnen und ab 13 Jahren geeignet. Darum geht es: „Big brother is watching you“, diesen weltberühmten Satz schrieb George Orwell 1948 in seinem Buch „1984“. Inzwischen ist er zum Synonym für jede Form des Überwachungsstaats geworden. Viele Situationen, die Orwell 1948 als beängstigende Zukunftsvision erzählte, kommen uns 2025 verstörend heutig vor. Aber 1984 ist weit mehr als eine Dystopie, es erzählt die Liebesgeschichte von Winston und Julia. Aber kann man eine Liebe leben in Zeiten, in denen jeder jedem misstraut? Karten gibt es zum Preis von 14 Euro (ermäßigt acht Euro) per Mail an karten@theaterkohlenpott.de. Schulgruppen zahlen sechs Euro pro Person, eine Begleitperson hat freien Eintritt. Anmeldung für Gruppen unter barbara.feldbrugge@theaterkohlenpott.de oder Tel 0177/5475568. Es herrscht freie Platzwahl. Das Stück „Pinocchio - ein Road Trip“ (halloherne berichtete) wird von Dienstag bis Donnerstag, 16. bis 18. Juni 2026, jeweils um 10 Uhr gezeigt. Es ist für Kinder ab sechs Jahren geeignet. Darum geht es: Kann man sich sein Kind einfach schnitzen? Nein? Gepetto kann das, denn er ist der beste Tischler weit und breit. Trotzdem ist er überrascht, als seine Holzfigur plötzlich anfängt zu leben, zu reden und zu widersprechen und zu lernen, wie ein ganz normales Kind. Als Pinocchio dann plötzlich aus der Tischlerei verschwindet, um die Welt zu entdecken, macht sich Gepetto auf den Weg, um seinen Jungen zu suchen. Und so beginnt eine abenteuerliche Reise, mit unerwarteten Begegnungen an fabelhaften Orten. Eine Geschichte voller Humor und voller Fragen an das Leben, eine Geschichte vom Erwachsen werden, die in den mehr als hundert Jahren seit seinem Erscheinen, nicht an Brisanz verloren hat. Um schließlich ein richtiges Kind zu werden, muss Pinocchio am Ende auf seine Unsterblichkeit verzichten. Denn die Sterblichkeit ist das größte Geschenk des Lebens, behauptet die Fee… Karten gibt es zum Preis von 14 Euro (ermäßigt acht Euro) per Mail an karten@theaterkohlenpott.de per DM an den Instagramaccount @theaterkohlenpott. Schulgruppen zahlen sechs Euro pro Person, eine Begleitperson hat freien Eintritt. Anmeldung für Gruppen unter barbara.feldbrugge@theaterkohlenpott.de oder Tel 0177/5475568. Das Theaterstück „Konferenz der Tiere“ (halloherne berichtete) läuft von Mittwoch bis Freitag, 1. bis 3. Juli 2026, jeweils um 10 Uhr. Es gehört zum Kinder- und Jugendtheater und ist für Zuschauer ab acht Jahren geeignet. Darum geht es: Die Welt ist in Aufruhr: überall gibt es Kriege, Krisen und Armut. Und die Erwachsenen? Die suchen in einem fort vergeblich nach Lösungen. Und so endet auch die 86. Konferenz der Menschen ohne ein Ergebnis. Eine Katastrophe! Finden die Tiere und Löwe, Giraffe und Elefant organisieren eine eigene Konferenz. Es soll ein Treffen werden, bei dem sich alle Tiere und Kinder überlegen, wie ein friedliches Zusammenleben und eine gute Zukunft aussehen können. Die Frage ist nur: wie kann etwas verändert werden? Wem wird überhaupt zugehört? Und wie geht eigentlich eine Konferenz? Gemeinsam mit den Tieren begebt ihr euch auf die Reise zur Konferenz, um genau das herauszufinden. Herzlich willkommen zur ersten Konferenz der Tiere – und natürlich auch der Kinder! Karten gibt es zum Preis von 12 Euro (ermäßigt sechs Euro) per Mail an karten@theaterkohlenpott.de per DM an den Instagramaccount @theaterkohlenpott. Schulgruppen zahlen sechs Euro pro Person, eine Begleitperson hat freien Eintritt. Anmeldung für Gruppen unter barbara.feldbrugge@theaterkohlenpott.de oder Tel 0177/5475568.

10 Uhr

'Zu Gast: Bund Gelsenkirchener Künstler'

Der künstlerische Austausch geht weiter

'Zu Gast: Bund Gelsenkirchener Künstler'. Im Bild das Werk von Christian Hardick.

Der künstlerische Austausch geht in die nächste Runde. Dazu präsentiert der Herner Künstlerbund HKB ’90 vom 3. Mai bis einschließlich 14. Juni 2026 Arbeiten von 19 Gelsenkirchener Künstlern, die dem Bund Gelsenkirchener Künstler (BGK) angehören. Eröffnet wird die Ausstellung unter dem Titel „Zu Gast“ am Sonntag, 3. Mai 2026, um 15 Uhr. Mit einem impulsgebenden Blick „über den Tellerrand“, genauer gesagt über die Stadtgrenzen hinaus, fand im Januar 2026 der erste künstlerische Austausch unter dem Titel „Zu Gast“ statt – damals in Gelsenkirchen-Ückendorf, damals mit acht Künstlern aus Herne – nun also in Herne. Die Besucher können sich auf einen Querschnitt durch das Schaffen folgender Künstler aus der Nachbarstadt freuen: Angie Christiani, Gordana Djukic, Andreas Frings, Christian Hardick, Thomas J. Helms, Christel Klarhöfer, Heike Klinger, Sabine Leichner-Heuer, Maria Meza, Angelika Noa, Barbara Ring, Christiane Steffler, Monika Stolarczyk-Salehian, Karin Templin-Glees, Gabriele Tolksdorf, Wolfgang Weck, Jen Weissenbacher, Gregor Wildförster und Brigitte von der Eltz. Im Gespräch mit halloherne erklärt die zweite Vorsitzende des Vereins, Nina Ryschawy, das Zustandekommen der großen Anzahl an Beteiligten: „Für uns als Verein ist es wichtig, dass Künstler, die sich präsentieren möchten, dazu auch die Möglichkeit bekommen. In diesem Fall waren es eben 19.“ Das bedeutet zugleich, dass von jedem Künstler nur ein Werk gezeigt werden kann. Das sieht die zweite Vorsitzende nicht unbedingt als Manko an und sagt dazu: „Für uns stehen weniger die einzelnen Werke im Mittelpunkt als vielmehr die Künstler selbst und die gegenseitige Wertschätzung. Wir verstehen diese Ausstellungen als Ausdruck von Freundschaft und Austausch.“ Ein festgelegtes Thema gab es bewusst nicht. Die einzige Vorgabe war das Format – nicht größer als 50 × 100 cm. Dem Bund Gelsenkirchener Künstler, der im Jahr 2025 sein 75-jähriges Bestehen feierte, gehören derzeit 34 Kulturschaffende an. 19 von ihnen nehmen nun an der Ausstellung in den Räumen des HKB teil. Die Vernissage der Ausstellung „BGK zu Gast beim HKB ’90“ findet am Sonntag, 3. Mai 2026, um 15 Uhr im Kunstpunkt an der Mont-Cenis-Straße statt. Die Begrüßung übernimmt Gisela Schulte, zweite Vorsitzende der Herner Künstler. In das Thema führt Dr. Falko Herlemann ein. Für die musikalische Begleitung sorgt Greta Langer am Klavier und mit Gesang. Die Ausstellung ist anschließend mittwochs und sonntags jeweils von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Workshop: „Papierpoesie – Individuelle Grußkarten selbst gestalten“ mit Gordana Djukic und Jen Weissenbacher. Sonntag, 17. Mai 2026, 15 bis 18 Uhr Lesung: Angie Christiani, „Du und ich und irgendwas dazwischen“, Sonntag, 31. Mai 2026, ab 15 Uhr.

15 Uhr

Sorgen und Probleme für Wanne ansprechen

Winfried Marx lädt zur Bürgersprechstunde

Der Bezirksbürgermeister für Wanne, Winfried Marx, lädt zur Bürgersprechstunde.

Winfried Marx, Bezirksbürgermeister des Stadtbezirks Wanne, lädt interessierte Bürger zur Sprechstunde ein. Sie findet statt am Mittwoch, 27. Mai 2026, im Berta-Schulz-Seniorenzentrum, Karlstraße 6, von 16 bis 18 Uhr. In der Sprechstunde können die Bürger ihre Sorgen und Probleme ansprechen und Lösungsmöglichkeiten diskutieren. Eine Voranmeldung unter Telefon 0 23 23 / 16 - 32 81 oder per E-Mail an ratsangelegenheiten@herne.de ist notwendig.

16 Uhr

Die Themen und Termine für das zweite Quartal 2026

Bürgerdialoge bieten 'Zeit zum Reden'

Die Stadt bietet auch im zweiten Quartal 2026 das Format "Bürgerdialog" zum Austausch mit Bürgern an: Es gibt drei Themen und Termine.

Das Programm für die Bürgerdialoge im zweiten Quartal 2026 steht fest: An drei verschiedenen Abenden sollen wieder unterschiedliche Projekte aus der Stadtplanung und -entwicklung abseits formeller Rahmenbedingungen diskutiert werden. Im Fokus stehen dieses Mal die Wohnraumplanung, der Herne-Wanne-Eickel Hauptbahnhof und die Internationale Gartenausstellung 2027 (IGA). Für die Veranstaltungen ist keine Anmeldung notwendig. Der erste Dialog findet am Donnerstag, 23. April 2026, von 18 bis 20 Uhr im Stadt Forum, Bahnhofstraße 65, statt. Mit dem Thema „Mehr Wohnraum für Herne – einfacher umsetzen“ widmet dieser sich der Umsetzung von baulichen Entwicklungen in den Herner Quartieren auf bereits erschlossenen Flächen, der sogenannten Innenentwicklung. Die Möglichkeiten des „Bauturbos“ werden an diesem Abend ebenfalls vorgestellt und gemeinsam diskutiert. Am Mittwoch, 27. Mai 2026, von 18 bis 20 Uhr findet ein Bürgerdialog am Herne-Wanne-Eickel Hauptbahnhof, Heinz-Rühmann-Platz 1, statt. Das Thema des Abends lautet „Schöner ankommen: Herne-Wanne- Eickel Hauptbahnhof“. Es geht um die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes hinsichtlich des Bus- und Straßenbahnverkehrs sowie seiner Attraktivität. Es wurden zwei Konzeptentwürfe erarbeitet, die im Rahmen der Veranstaltung vorgestellt werden. Am Donnerstag, 25. Juni 2026, von 18 bis 20 Uhr wird das Thema Internationale Gartenausstellung 2027 unter dem Titel „Ausblick ins Grüne!“ im Stadt Forum, Bahnhofstraße 65, behandelt. Auch Herne ist daran beteiligt, unter anderem mit dem Stadtteilpark Mont-Cenis, dem Stadtgarten Wanne-Eickel und dem Revierpark Gysenberg. An diesem Abend informiert die Stadtverwaltung über den aktuellen Stand der Vorbereitungen und den Weg zur IGA 2027. Bei schlechtem Wetter können Bürgerdialoge mit Ortsbegehung an einen anderen Ort verlegt werden. Der Veranstaltungsort wird auf www.buergerdialog-herne.de und über den WhatsApp-Kanal der Bürgerdialoge bekanntgegeben.

18 Uhr

Inforeihe startet ab 29. April mit der Gruppe 'Psychosen/Schizophrenien'

Treff für Angehörige von psychisch Erkrankten

Die LWL-Klinik Herten ermöglicht mit ihrer Informationsreihe seit vielen Jahren einen Austausch zwischen betroffenen Angehörigen und Experten der Klinik.

Herten. Die LWL-Klinik Herten für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin im Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) lädt zu ihrer Informationsreihe für Angehörige von psychisch erkrankten Menschen mit dem Themenschwerpunkt „Psychosen/Schizophrenien“ ein. Die Gruppe startet erstmals am Mittwoch, 29. April 2026, 18 bis 19.30 Uhr, in der LWL-Klinik Herten, Im Schloßpark 20, und trifft sich wöchentlich bis zum 27. Mai 2026. Die Hertener Klinik ermöglicht mit ihrer Informationsreihe seit vielen Jahren einen Austausch zwischen betroffenen Angehörigen und Experten der Klinik. In den Gesprächen erfahren die Angehörigen nicht nur Entlastung, sie erlangen auch ein besseres Verständnis für die psychische Erkrankung eines Elternteils, eines Kindes oder des Lebenspartners. An fünf Themenabenden erhalten die Teilnehmenden grundlegende Informationen über affektive Störungen, außerdem über Symptome, Ursachen, Entwicklungen, Verlauf und Umgang mit Belastungen und Krisen. Auch Fragen zum Umgang mit Medikamenten und zu Behandlungsmöglichkeiten werden von einem Facharzt oder einer Fachärztin beantwortet. Ein Einstieg ist zu jedem Termin möglich. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich - entweder über das Kontaktformular der Klinik-Homepage oder per E-Mail angehoerigenreihe.herten@lwl.org. Die Teilnahme ist kostenlos und unabhängig davon, ob sich ein Familienmitglied in stationärer, teilstationärer oder ambulanter Behandlung befindet. Alle weiteren Termine im Überblick: Jeweils Mittwoch, 6., 13., 20. und 27. Mai 2026. Ansprechpartnerinnen bei Fragen sind die beiden Sozialarbeiterinnen Diana Chafranov und Carolin von Rhein, E-Mail: angehoerigenreihe.herten@lwl.org.

18 Uhr

Jeden letzten Mittwoch in der Flottmannkneipe

Neuer Stammtisch für Musikschaffende

Egal ob und welches Instrument gespielt wird, zum Stammtisch sind alle eingeladen.

Das Rondoprinz-Team – Dagmar Kurth und Chris Bigos – möchte sich mit Musikschaffenden vernetzen und ruft daher zu einem regelmäßigen Musikstammtisch für Musikschaffende auf. An jedem letzten Mittwoch eines Monats soll das Treffen in der Flottmann Kneipe stattfinden. Los geht es am Mittwoch, 27. Mai 2026, ab 19 Uhr. Alle Menschen aus Herne und der Umgebung, die Musik machen oder einfach nur Bock haben, sich mit Leuten aus der Szene zu treffen, sind eingeladen an den Treffen teilzunehmen. Rondoprinz sagt dazu: „Uns geht es dabei nicht um die große Bühne oder Perfektion, sondern ums gegenseitige Kennenlernen und Vernetzen.“ Die Idee dahinter ist, dass viele Musikschaffende und auch Musikliebhaber oft im stillen Kämmerlein sitzen, sich aber gerne austauschen würden – aber wo und mit wem? Dazu haben sie nun an jedem letzten Mittwoch im Monat die Gelegenheit. Dabei ist es egal, ob die Teilnehmer gerade erst anfangen oder schon länger unterwegs sind. In der Einladung heißt es: "Komm vorbei, bring deine Geschichten mit und lern neue Leute kennen." Geplant

19 Uhr

'Kirche und Kino' in Recklinghausen

Fünf Filme und ein Festival

Das packende Familiendrama „The Chance“ eröffnet am Mittwoch, 28. Januar 2026, das erste Halbjahr der ökumenischen Reihe „Kirche und Kino“ im Cineworld Recklinghausen.

Filme können Türen öffnen: zu neuen Gedanken, zu fremden Welten, zu den großen Fragen des Lebens. Genau das tut die ökumenische Reihe „Kirche und Kino“ seit mehr als 23 Jahren in Recklinghausen – und auch 2026 lädt sie wieder dazu ein, gemeinsam hinzuschauen, nachzudenken und ins Gespräch zu kommen im Cineworld-Multiplex an der Kemnastraße 3. Im ersten Halbjahr 2026 stehen fünf außergewöhnliche Filme auf dem Programm, die berühren, herausfordern und inspirieren. Den Auftakt macht am Mittwoch, 28. Januar 2026, 19:45 Uhr, „The Change“, ein packendes Familiendrama über die schleichende Radikalisierung und die Frage, wie stabil unsere Werte sind, wenn Angst und Machtversprechen Einzug halten. Am Mittwoch, 25. Februar 2026, präsentiert die Reihe eine Vorpremiere. Einen Tag vor dem offiziellen Kinostart in Deutschland dürfen sich Filmbegeisterte auf „Father Mother Sister Brother“ freuen – Jim Jarmuschs preisgekröntes Triptychon über flüchtige Begegnungen zwischen Eltern und Kindern; leise, absurd und voller Sehnsucht. Weiter geht es am 22. April 2026 mit „Lolita lesen in Teheran“. In der bewegenden Geschichte kämpft eine Literaturprofessorin im Iran der 1990er Jahre mit einem geheimen Lesekreis für Freiheit und Selbstbestimmung. Am 27. Mai 2026 steht „Rückkehr nach Ithaka“ auf dem Programm. Die eindringliche Neuinterpretation des Odysseus-Mythos mit Ralph Fiennes und Juliette Binoche erzählt von Schuld, Scham und der Hoffnung auf Versöhnung. Den Abschluss des ersten Halbjahres bildet am 24. Juni 2026 „Die Farben der Zeit“: Das farbenprächtige Familienportrait verbindet kunstvoll Vergangenheit und Gegenwart miteinander. Jede Vorstellung der Reihe „Kirche und Kino“ beginnt um 19.45 Uhr mit einer Einführung durch den Medien- und Religionspädagogen Michael M. Kleinschmidt vom Institut für Kino und Filmkultur. Im Anschluss sind die Gäste eingeladen, ihre Eindrücke zu teilen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Karten zum Preis zwischen 8 Euro und 9,50 Euro sind online unter cineworld-recklinghausen.de erhältlich. Der Vorverkauf für den Auftakt ist bereits gestartet, für die weiteren Filme jeweils am Folgetag der letzten Vorstellung. Weitere Informationen und das Programm zum Download gibt es unter kirchliches-filmfestival.de/kircheundkino im Netz. Ein besonderes Highlight für Filmfans ist das 16. Kirchliche Filmfestival vom 11. bis 15. März 2026 in Recklinghausen statt. Das Festivalteam arbeitet zurzeit unter Hochdruck, um ein Programm mit preisgekrönten Filmen, spannenden Gästen und intensiven Gesprächen zu präsentieren. Veranstaltet wird die Reihe von der Evangelischen Erwachsenenbildung im Kirchenkreis Recklinghausen und dem Katholischen Kreisdekanat Recklinghausen in Kooperation mit dem Institut für Kino und Filmkultur Wiesbaden und dem Cineworld Recklinghausen.

19:45 Uhr

„Noch nicht tot, aber schon im Museum“

Hülk und Lippmeyer stellen in Düsseldorf aus

v.l. Wolfgang Hülk und Jörg Lippmeyer. 'Rettet die schönen Wörter' – Ausstellung im Mai 2026 in Düsseldorf.

Die beiden alten Künstlerfreunde tun es wieder: Der Zeichner und Fotograf Wolfgang Hülk und der freie Künstler Jörg Lippmeyer – beide Ur-Wanne-Eickeler – stellen ihre kollaborativ entstandenen Werke aus. Dieses Mal sind ihre Gemeinschaftsarbeiten von Mittwoch, 6. Mai, bis Sonntag, 31. Mai 2026, im Stadtmuseum Düsseldorf zu sehen. Die Eröffnungsrede zur Vernissage hält der Stadtführer und Buch-Autor Dietmar Schönhoff. Erneut widmen sich die Künstler Werken, mit denen sie sich anschicken, schöne Wörter dieser Welt zu retten. In einer Zeit, in der sich Sprache ständig weiterentwickelt und verändert, in der neue Begriffe – vorzugsweise aus technologischen Bereichen – entstehen, bleibt es ihr Anliegen, die Vielfalt der deutschen Sprache zu bewahren. Jörg Lippmeyer, vielen besser bekannt als „der bunte Mann aus Unser Fritz“, ist in seiner Heimatstadt bereits seit Jahren als Wörter-Retter unterwegs. In seinem Fundus finden sich Begriffe wie Flitzpiepe, Mumpitz, Brimborium, Kuddelmuddel oder auch Papperlapapp – Wörter, die vor dem Vergessen bewahrt werden sollen. Seit rund einem Jahr steht ihm dabei sein Düsseldorfer Künstlerfreund Wolfgang Hülk zur Seite. Hülk hat die Sammlung nicht nur erweitert, sondern sie auch um Düsseldorfer Mundart bereichert. So befinden sich nun so charmante Ausdrücke wie Retematäng oder Rotzech darin. Die beiden präsentieren die Wörter auf künstlerisch gestalteten Leinwänden. Anschließend bearbeitet jeder die Werke des anderen weiter, sodass fusionierte Arbeiten entstehen, die zwei Handschriften erkennen lassen. Mit diesem besonderen Projekt, leisten sie ihren Beitrag, die deutsche Sprache ein wenig lebendiger und fröhlicher zu behalten.

seit 6. Mai

Donnerstag, 28. Mai

Vier verschiedene Stücke für Kinder und Jugendliche

Theater Kohlenpott spielt in den Flottis

Unter anderem "Troja - Blinde Passagiere" zeigt das Theater Kohlenpott im Sommer 2026 in den Flottmann-Hallen - zudem noch drei weitere Stücke.

Das Theater Kohlenpott zeigt von Mai bis Juli 2026 insgesamt vier verschiedene Stücke im Theatersaal der Flottmann-Hallen (Straße des Bohrhammers 5). Gespielt werden „Troja - blinde Passagiere“, „1984“, „Pinocchio - ein Road Trip“ und die „Konferenz der Tiere“. „Troja - blinde Passagiere“ (halloherne berichtete) wird von Mittwoch bis Freitag, 6. bis 8. Mai 2026, jeweils um 10 Uhr als Schulvorstellung gezeigt und eignet sich für Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren. Darum geht es: Briseis und Spourgitis kennen keinen Frieden. Seit zehn Jahren tobt der trojanische Krieg, als er ausbrach, waren sie noch kleine Kinder. Beide haben von den Kriegern gelernt: Hasst eure Feinde! „Die Griechen haben alle Fell!“, davon ist Spourgitis überzeugt. Obwohl er noch nie einen gesehen hat. „Alle in Troja haben Schweinenasen“, ist sich Briseis sicher. Und dass, obwohl sie keinen Trojaner kennt. Es ist Krieg, da lernt man sich nicht kennen, da wird nur gekämpft. Aber eines Nachts begegnen sich die beiden doch. In der letzten Nacht des Krieges treffen sie im trojanischen Pferd aufeinander. Und werden dabei beobachtet vom Götterboten Hermes, der eine ganz eigene Meinung vom Krieg hat. Karten gibt es zum Preis von 14 Euro (ermäßigt acht Euro) per Mail an karten@theaterkohlenpott.de. Schulgruppen zahlen sechs Euro pro Person, eine Begleitperson hat freien Eintritt. Anmeldung für Gruppen unter barbara.feldbrugge@theaterkohlenpott.de oder Tel 0177/5475568. Das Stück „1984“ nach George Orwell (halloherne berichtete) wird am Mittwoch und Donnerstag, 27. und 28. Mai 2026, jeweils um 10 Uhr gezeigt und ist der Kategorie Kinder- und Jugendtheater zuzuordnen und ab 13 Jahren geeignet. Darum geht es: „Big brother is watching you“, diesen weltberühmten Satz schrieb George Orwell 1948 in seinem Buch „1984“. Inzwischen ist er zum Synonym für jede Form des Überwachungsstaats geworden. Viele Situationen, die Orwell 1948 als beängstigende Zukunftsvision erzählte, kommen uns 2025 verstörend heutig vor. Aber 1984 ist weit mehr als eine Dystopie, es erzählt die Liebesgeschichte von Winston und Julia. Aber kann man eine Liebe leben in Zeiten, in denen jeder jedem misstraut? Karten gibt es zum Preis von 14 Euro (ermäßigt acht Euro) per Mail an karten@theaterkohlenpott.de. Schulgruppen zahlen sechs Euro pro Person, eine Begleitperson hat freien Eintritt. Anmeldung für Gruppen unter barbara.feldbrugge@theaterkohlenpott.de oder Tel 0177/5475568. Es herrscht freie Platzwahl. Das Stück „Pinocchio - ein Road Trip“ (halloherne berichtete) wird von Dienstag bis Donnerstag, 16. bis 18. Juni 2026, jeweils um 10 Uhr gezeigt. Es ist für Kinder ab sechs Jahren geeignet. Darum geht es: Kann man sich sein Kind einfach schnitzen? Nein? Gepetto kann das, denn er ist der beste Tischler weit und breit. Trotzdem ist er überrascht, als seine Holzfigur plötzlich anfängt zu leben, zu reden und zu widersprechen und zu lernen, wie ein ganz normales Kind. Als Pinocchio dann plötzlich aus der Tischlerei verschwindet, um die Welt zu entdecken, macht sich Gepetto auf den Weg, um seinen Jungen zu suchen. Und so beginnt eine abenteuerliche Reise, mit unerwarteten Begegnungen an fabelhaften Orten. Eine Geschichte voller Humor und voller Fragen an das Leben, eine Geschichte vom Erwachsen werden, die in den mehr als hundert Jahren seit seinem Erscheinen, nicht an Brisanz verloren hat. Um schließlich ein richtiges Kind zu werden, muss Pinocchio am Ende auf seine Unsterblichkeit verzichten. Denn die Sterblichkeit ist das größte Geschenk des Lebens, behauptet die Fee… Karten gibt es zum Preis von 14 Euro (ermäßigt acht Euro) per Mail an karten@theaterkohlenpott.de per DM an den Instagramaccount @theaterkohlenpott. Schulgruppen zahlen sechs Euro pro Person, eine Begleitperson hat freien Eintritt. Anmeldung für Gruppen unter barbara.feldbrugge@theaterkohlenpott.de oder Tel 0177/5475568. Das Theaterstück „Konferenz der Tiere“ (halloherne berichtete) läuft von Mittwoch bis Freitag, 1. bis 3. Juli 2026, jeweils um 10 Uhr. Es gehört zum Kinder- und Jugendtheater und ist für Zuschauer ab acht Jahren geeignet. Darum geht es: Die Welt ist in Aufruhr: überall gibt es Kriege, Krisen und Armut. Und die Erwachsenen? Die suchen in einem fort vergeblich nach Lösungen. Und so endet auch die 86. Konferenz der Menschen ohne ein Ergebnis. Eine Katastrophe! Finden die Tiere und Löwe, Giraffe und Elefant organisieren eine eigene Konferenz. Es soll ein Treffen werden, bei dem sich alle Tiere und Kinder überlegen, wie ein friedliches Zusammenleben und eine gute Zukunft aussehen können. Die Frage ist nur: wie kann etwas verändert werden? Wem wird überhaupt zugehört? Und wie geht eigentlich eine Konferenz? Gemeinsam mit den Tieren begebt ihr euch auf die Reise zur Konferenz, um genau das herauszufinden. Herzlich willkommen zur ersten Konferenz der Tiere – und natürlich auch der Kinder! Karten gibt es zum Preis von 12 Euro (ermäßigt sechs Euro) per Mail an karten@theaterkohlenpott.de per DM an den Instagramaccount @theaterkohlenpott. Schulgruppen zahlen sechs Euro pro Person, eine Begleitperson hat freien Eintritt. Anmeldung für Gruppen unter barbara.feldbrugge@theaterkohlenpott.de oder Tel 0177/5475568.

10 Uhr

Komiker im Kleinen Theater Herne zu Gast

'Scherztherapie' mit Ingo Oschmann

Komiker, Entertainer und Zauberkünstler Ingo Oschmann besucht zwei Mal das Kleine Theater Herne.

Der Komiker, Entertainer und Zauberkünstler Ingo Oschmann besucht mit seinem Programm "Scherztherapie - Lachen, bis einer heult!" zwei Mal das Kleine Theater Herne. Die Auftritte sind am Donnerstag und Freitag, 28. und 29. Mai 2026, jeweils um 20 Uhr an der Neustraße 67. Zum Inhalt heißt es vom Veranstalter in einem Ankündigungstext: „In diesem Programm werden Sie weinen bis es weh tut. Vor Lachen! Und dieses Lachen brennt! Im Zwerchfell, auf den Schenkeln und unter den Nägeln. Wie oft stehen wir fassungslos da, schütteln den Kopf und denken: Hä?!- Alle bekloppt, oder was? Ob Familie, Freunde, Beruf, irgendwie läuft immer etwas schief. Aber verzweifeln gilt nicht, auch wenn wir stellenweise das Gefühl haben, nur Beobachter unseres eigenen Lebens zu sein.“ Weiter heißt es dazu: „Komiker Ingo Oschmann seziert in seinem neuen Programm das große Ding, das wir Leben nennen und legt mit feinem Skalpell und pointierter Präzision das schlagende Herz frei. Er verbindet gute Stand up Comedy mit Wiedererkennungseffekt, pfiffige Improvisation und spannende, verblüffende Zaubertricks zu einem Abend der Extraklasse. Das macht er seit über 30 Jahren auf Deutschlands Bühnen, im Fernsehen, im Radio und richtig gut. Erleben Sie eine 90-minütige Spaßoperation nach dem Motto: Lach kaputt, was dich kaputt macht. Danach fühlen Sie sich nicht nur besser, Sie sehen auch besser aus.“ Tickets zum Preis von 27,10 Euro sind erhältlich über www.eventim.de.

20 Uhr

„Noch nicht tot, aber schon im Museum“

Hülk und Lippmeyer stellen in Düsseldorf aus

v.l. Wolfgang Hülk und Jörg Lippmeyer. 'Rettet die schönen Wörter' – Ausstellung im Mai 2026 in Düsseldorf.

Die beiden alten Künstlerfreunde tun es wieder: Der Zeichner und Fotograf Wolfgang Hülk und der freie Künstler Jörg Lippmeyer – beide Ur-Wanne-Eickeler – stellen ihre kollaborativ entstandenen Werke aus. Dieses Mal sind ihre Gemeinschaftsarbeiten von Mittwoch, 6. Mai, bis Sonntag, 31. Mai 2026, im Stadtmuseum Düsseldorf zu sehen. Die Eröffnungsrede zur Vernissage hält der Stadtführer und Buch-Autor Dietmar Schönhoff. Erneut widmen sich die Künstler Werken, mit denen sie sich anschicken, schöne Wörter dieser Welt zu retten. In einer Zeit, in der sich Sprache ständig weiterentwickelt und verändert, in der neue Begriffe – vorzugsweise aus technologischen Bereichen – entstehen, bleibt es ihr Anliegen, die Vielfalt der deutschen Sprache zu bewahren. Jörg Lippmeyer, vielen besser bekannt als „der bunte Mann aus Unser Fritz“, ist in seiner Heimatstadt bereits seit Jahren als Wörter-Retter unterwegs. In seinem Fundus finden sich Begriffe wie Flitzpiepe, Mumpitz, Brimborium, Kuddelmuddel oder auch Papperlapapp – Wörter, die vor dem Vergessen bewahrt werden sollen. Seit rund einem Jahr steht ihm dabei sein Düsseldorfer Künstlerfreund Wolfgang Hülk zur Seite. Hülk hat die Sammlung nicht nur erweitert, sondern sie auch um Düsseldorfer Mundart bereichert. So befinden sich nun so charmante Ausdrücke wie Retematäng oder Rotzech darin. Die beiden präsentieren die Wörter auf künstlerisch gestalteten Leinwänden. Anschließend bearbeitet jeder die Werke des anderen weiter, sodass fusionierte Arbeiten entstehen, die zwei Handschriften erkennen lassen. Mit diesem besonderen Projekt, leisten sie ihren Beitrag, die deutsche Sprache ein wenig lebendiger und fröhlicher zu behalten.

seit 6. Mai

Freitag, 29. Mai

Konzept der Mondnächte überarbeitet: Das ist geplant

Neuer 'Mondtreff' am Buschmannshof

Es verändert sich etwas am Buschmannshof: Die Wanner Mondnächte, hier ein Bild aus 2025, werden vorerst vom "Mondtreff" abgelöst: Einer der Gründe sind geringere Besucherzahlen und steigende Kosten.

Die Wanner Mondnächte erhalten 2026 erstmals eine abgewandelte Ausgabe: Das Stadtmarketing stellte am Donnerstag (30.4.2026) den neuen „Mondtreff“ vor. Der Ort bleibt mit dem Buschmannshof gleich, die Daten zur „Umsonst und draußen“-Feier sind Freitag und Samstag, 29. und 30. Mai 2026. Das neue Format sei ins Leben gerufen worden, weil die vergangenen Ausgaben der allgemein beliebten Mondnächte (in diesem Jahr wäre es die 22. Auflage gewesen) unter Besucherschwund gelitten hätten, erklärt Stadtmarketing-Chef Holger Wennrich. „Änderungen sind nach einem so langen Zeitraum angebracht. Weil die Welt und auch Wanne-Eickel sich verändert, mussten wir das Konzept überdenken. Die Kosten sind zudem immer höher, neben dem Zuspruch haben auch die Einnahmen abgenommen“, zählt Wennrich auf. Erste Überlegungen seien schon nach der 2024er Ausgabe aufgekommen, so Wennrich auf halloherne-Nachfrage. Nun sei man auf die Idee gekommen, eine Veranstaltung ohne „große laute“ Bühne, aber immerhin noch mit einer kleinen Bühne, auf die Beine zu stellen - ähnlich wie beliebte Feierabendmärkte und Treffs wie „Lecker in Eickel“, „Sodingen trifft“ (halloherne berichtete) oder der vor dem Herner Rathaus. Dort steht zwar im Normalfall gar keine Bühne, am Buschmannshof wird sie aber noch aufgebaut. „Events mit großen Bühnen haben früher gut funktioniert, aber mittlerweile sind Feierabendmärkte beliebter geworden. Wir glauben, dass der 'Mondtreff' nun ein Schritt nach vorne ist. Im Anschluss checken wir, wie es gelaufen ist“, erzählt der Stadtmarketing-Geschäftsführer. Ein Zwei-Jahres-Rhythmus mit Mondnächte und Mondtreff sei denkbar. Aber: „Wenn der Mondtreff nun gut läuft, bleibt es dabei.“ Das bedeutet im Umkehrschluss: 2025 könnten die letzten Wanner Mondnächte stattgefunden haben, dabei gab es hier vor einem Jahr sogar noch eine Überraschung auf der Bühne (halloherne berichtete). Nun aber zurück in die Zukunft: Was wird geboten? Der Platz am Buschmannshof wird mit einer Bühne, mehreren Stehtischen, Sitzgarnituren, darunter auch alte Kirchenbänke aus der Zwölf-Apostel-Kirche, Sonnenschirm und sogar drei größeren Dächern ausgestattet, um auch bei schlechtem Wetter geschützt zu sein. Passende Deko im Mond- und Astronautenstil wird ebenfalls aufgebaut. Drum herum sind zahlreiche Stände für Getränke und Speisen verteilt. Mit der Alten Drogerie Meinken, Ausschank Meinken, Cocktails von Steinmeister, Fisch Lichte oder Süßwaren von Morck sind bekannte lokale Namen vertreten. Hinzu gesellen sich weitere Anbieter. Mit dem Winzer Brummund gibt es auch erlesene Wein zum Verköstigen. Der Mondpalast wird ebenfalls mit einem Stand für Tickets vertreten sein. Die angesprochenen Dächer sind mit Lichterketten und Lautsprechern ausgestattet. Das liegt daran, dass einerseits mit einer kuratierten Playlist Musik gespielt wird. Etwas „lauter“ wird es an beiden Veranstaltungstagen von 20 bis 22 Uhr. Freitags legt der Herner DJ Carib ein Set auf. Einen Abend später stehen die Lokalmatadoren der „Los Gerlachos“ mit ihren Gitarren parat - wie schon bei sehr vielen Ausgaben der Mondnächte. Am ersten Abend startet das Event um 18 Uhr, dann machen auch die zahlreichen Stände auf. Samstags werden zudem von 15 bis 18 Uhr wieder rund um das Boulefeld zahlreiche Spiel- und Mitmachangebote für Kinder angeboten. So sind unter anderem die Herner Black Barons vor Ort, um American Football hautnah erlebbar zu machen.

18 Uhr

Richard Strauss` „Elektra“ in Düsseldorf

Triumphales Debüt Ingela Brimbergs

Elektra (Ingela Brimberg) kann endlich wieder auf ihren lang erwarteten Bruder Orest (Richard Šveda) zählen.

Das Geschlecht der Atriden ist vom Fluch der Rache vergiftet, nachdem König Tantalos die Speise der Götter geraubt und ihnen stattdessen seinen geschlachteten Sohn Pelops vorgesetzt hat. Keiner hat das so nüchtern zu Papier gebracht wie der Dramatiker Heiner Müller in seinem „Elektratext“, der programmatisch gleich am Anfang des Programmheftes zur knapp zweistündigen Neuinszenierung der Oper „Elektra“ von Richard Strauss an der Deutschen Oper am Rhein abgedruckt ist. König Agamemnon, der in Stephan Kimmigs Inszenierung in Person des belarussischen Cirque du Soleil-Artisten Aliaksei Liubezny als Untoter im Outfit eines Weißclowns seine enorme Beweglichkeit unter Beweis stellen kann, ist durch seine Gattin Klytämnestra (Linda Watson) und ihren Liebhaber Aegisth (Cornel Frey) ermordet worden. Weshalb Agamemnons Tochter Elektra (musste kurzfristig für die polnische Wagner-Spezialistin Magdalena Anna Hofmann einspringen: die völlig zu Recht mit Ovationen gefeierte schwedische Sopranistin Ingela Brimberg) auf Rache sinnt. Dabei aber vergeblich auf die Unterstützung ihrer jüngeren, dem Leben zugewandten Schwester Chrysothemis (die armenischen Sopranistin Liana Aleksanyan) hofft. Bevor Elektra selbst zur Axt greift, deponiert im Kofferraum eines Oldtimers, an dem sie, zünftig im Blaumann (Kostüme: Anja Rabes) gewandet, herumschraubt, taucht glücklicherweise ihr lange vermisster, ja bereits für tot erklärter Bruder Orest (slowakischen Bariton Richard Šveda) als Vollstrecker auf. In ihrem giftgrünen Glitzerkleid liegt die erschlagene Klytämnestra in einem weißen Sarg, der in den tristen Innenhof (Bühne: Katja Hass) eines kalten Wohngebäudes unserer Tage aus größtenteils mit Klinker-Riemchen verblendetem Beton geschoben wird. Warum ihre drei urplötzlich empathischen Kinder nun die Reinigung des Gesichts, der Hände und Füße der Toten übernehmen, erschließt sich mir ebenso wenig wie der Einsatz einer Live-Cam oder die Video-Projektionen zweier Clowns, die laut Programmheft Agamemnon und Menelaos darstellen sollen, auf die Rückwand. Hugo von Hofmannsthals Drama „Elektra“ nach der gleichnamigen, um 430 vor Christus in Athen uraufgeführten Tragödie des Sophokles, ist in Gegenwart von Richard Strauss am 30. Oktober 1903 im Kleinen Theater Berlin in einer Inszenierung von Max Reinhardt mit Gertrud Eysoldt in der Titelrolle erstmals herausgekommen. Zwei Jahre später, am 25. Januar 1909, kam die Oper „Elektra“ in Dresden heraus – und wurde ein Welterfolg. Unter der Leitung von Chefdirigent Vitali Alekseenok feierte die weltweit an führenden Opernhäusern gastierende Ingela Brimberg, übrigens auch eine ausgebildete Psychologin, die kurzfristig aus Gotland an den Rhein verpflichtet werden konnte und zuletzt die Partie der „Elektra“ in der Hamburger Elbphilharmonie sang, ein minutenlang gefeiertes Debüt im Düsseldorfer Opernhaus. An ihrer Seite mit Liana Aleksanyan und Richard Šveda zwei kaum weniger gefeierte Ensemblemitglieder sowie mit der Kammersängerin Linda Watson ein Ehrenmitglied der Rheinoper, die vor dreizehn Jahren in der Titelpartie auf denselben Brettern brillierte. Musikalisch also alles im grünen Bereich? „Ein Werk voller Kontraste, extremer Spannung und Emotionalität – mit einer Musik, die wie ein einziges großes Crescendo von einem Höhepunkt zum nächsten treibt“: Die Unerbittlichkeit, mit der der belarussische Dirigent die ungeheure Intensität der Musik im Graben befeuert, konterkariert das freilich ganz und gar nicht aufgehende Regiekonzept, nach dem sich die drei rachedurstigen Königskinder „remenschlichen“ (Stephan Kimmig) durch die „taktile Annäherung“ an den toten Körper ihrer Mutter. Zugegeben, in der Erinnerung verklärt sich manches. Aber Hildegard Behrens hat – vor dreißig Jahren – in Salzburg eine nicht nur wütende, nach Blutrache dürstende, sondern auch eine traurige, liebesbedürftige und vereinsamte Elektra verkörpert, darin kongenial unterstützt von Lorin Maazel am Pult der Wiener Philharmoniker, denen Joachim Kaiser in der SZ „faszinierende Zartheit und humane Betroffenheit“ attestierte. Im Übrigen halte ich es mit dem österreichischen Dramatiker Arthur Schnitzler („Reigen“), der nach der Wiener Premiere 1909 an Hofmannsthal schrieb: „Einen reineren Eindruck hatt’ ich zwischen Generalprobe und Aufführung, da ich gestern früh ihre unverstraußte Elektra wieder las, die etwas einfach Bewunderungswürdiges vorstellt und der ich für meinen Teil gestern Abend noch heftiger applaudiert habe, als der wahrhaft mächtigen Musikbegleitung.“ Die weiteren Aufführungen im Opernhaus Düsseldorf: Karten unter operamrhein.de oder Tel. 0211-8925210

19:30 Uhr

Komiker im Kleinen Theater Herne zu Gast

'Scherztherapie' mit Ingo Oschmann

Komiker, Entertainer und Zauberkünstler Ingo Oschmann besucht zwei Mal das Kleine Theater Herne.

Der Komiker, Entertainer und Zauberkünstler Ingo Oschmann besucht mit seinem Programm "Scherztherapie - Lachen, bis einer heult!" zwei Mal das Kleine Theater Herne. Die Auftritte sind am Donnerstag und Freitag, 28. und 29. Mai 2026, jeweils um 20 Uhr an der Neustraße 67. Zum Inhalt heißt es vom Veranstalter in einem Ankündigungstext: „In diesem Programm werden Sie weinen bis es weh tut. Vor Lachen! Und dieses Lachen brennt! Im Zwerchfell, auf den Schenkeln und unter den Nägeln. Wie oft stehen wir fassungslos da, schütteln den Kopf und denken: Hä?!- Alle bekloppt, oder was? Ob Familie, Freunde, Beruf, irgendwie läuft immer etwas schief. Aber verzweifeln gilt nicht, auch wenn wir stellenweise das Gefühl haben, nur Beobachter unseres eigenen Lebens zu sein.“ Weiter heißt es dazu: „Komiker Ingo Oschmann seziert in seinem neuen Programm das große Ding, das wir Leben nennen und legt mit feinem Skalpell und pointierter Präzision das schlagende Herz frei. Er verbindet gute Stand up Comedy mit Wiedererkennungseffekt, pfiffige Improvisation und spannende, verblüffende Zaubertricks zu einem Abend der Extraklasse. Das macht er seit über 30 Jahren auf Deutschlands Bühnen, im Fernsehen, im Radio und richtig gut. Erleben Sie eine 90-minütige Spaßoperation nach dem Motto: Lach kaputt, was dich kaputt macht. Danach fühlen Sie sich nicht nur besser, Sie sehen auch besser aus.“ Tickets zum Preis von 27,10 Euro sind erhältlich über www.eventim.de.

20 Uhr

„Noch nicht tot, aber schon im Museum“

Hülk und Lippmeyer stellen in Düsseldorf aus

v.l. Wolfgang Hülk und Jörg Lippmeyer. 'Rettet die schönen Wörter' – Ausstellung im Mai 2026 in Düsseldorf.

Die beiden alten Künstlerfreunde tun es wieder: Der Zeichner und Fotograf Wolfgang Hülk und der freie Künstler Jörg Lippmeyer – beide Ur-Wanne-Eickeler – stellen ihre kollaborativ entstandenen Werke aus. Dieses Mal sind ihre Gemeinschaftsarbeiten von Mittwoch, 6. Mai, bis Sonntag, 31. Mai 2026, im Stadtmuseum Düsseldorf zu sehen. Die Eröffnungsrede zur Vernissage hält der Stadtführer und Buch-Autor Dietmar Schönhoff. Erneut widmen sich die Künstler Werken, mit denen sie sich anschicken, schöne Wörter dieser Welt zu retten. In einer Zeit, in der sich Sprache ständig weiterentwickelt und verändert, in der neue Begriffe – vorzugsweise aus technologischen Bereichen – entstehen, bleibt es ihr Anliegen, die Vielfalt der deutschen Sprache zu bewahren. Jörg Lippmeyer, vielen besser bekannt als „der bunte Mann aus Unser Fritz“, ist in seiner Heimatstadt bereits seit Jahren als Wörter-Retter unterwegs. In seinem Fundus finden sich Begriffe wie Flitzpiepe, Mumpitz, Brimborium, Kuddelmuddel oder auch Papperlapapp – Wörter, die vor dem Vergessen bewahrt werden sollen. Seit rund einem Jahr steht ihm dabei sein Düsseldorfer Künstlerfreund Wolfgang Hülk zur Seite. Hülk hat die Sammlung nicht nur erweitert, sondern sie auch um Düsseldorfer Mundart bereichert. So befinden sich nun so charmante Ausdrücke wie Retematäng oder Rotzech darin. Die beiden präsentieren die Wörter auf künstlerisch gestalteten Leinwänden. Anschließend bearbeitet jeder die Werke des anderen weiter, sodass fusionierte Arbeiten entstehen, die zwei Handschriften erkennen lassen. Mit diesem besonderen Projekt, leisten sie ihren Beitrag, die deutsche Sprache ein wenig lebendiger und fröhlicher zu behalten.

seit 6. Mai

Samstag, 30. Mai

Neue und weitere Inklusionsprojekte vom SSB Herne im Jahr 2026

Rollstuhlbasketball kennenlernen und erleben

Der Stadtsportbund Herne (SSB) bietet ein neues Projekt am, um Rollstuhlbasketball kennenzulernen und auszutesten.

Gemeinsam mit den Special Olympics NRW setzt sich der Stadtsportbund Herne (SSB) das Ziel, mehr inklusive Sportangebote in Herne zu schaffen - seit 2025 ist die Stadt auch „Fokus Kommune Inklusion“. Dazu schafft er ab 2026 für Herner Trainer und Übungsleiter kostenlose Fortbildungsangebote. Los geht es mit Rollstuhlbasketball, welches interessierten Leuten näher gebracht werden soll. Dafür hat Frank Stieglitz, beim SSB Herne unter anderem für den Bereich „Inklusion im Sport“ zuständig, Rolli Basketballer von der RGB Dortmund mit ins Boot geholt. „Sie wollen uns und allen, die möchten, einen Einblick in ihren Sport geben“, erläutert Stieglitz. Dafür wurden zunächst zwei Termine auserkoren. Jeweils am Samstag, 24. Januar und 7. Februar 2026, von 14 bis 16 Uhr, wird Rollstuhlbasketball in der Sporthalle Hölkeskampus, Flottmannstraße 35, gespielt. Eingeladen sind sowohl Fußgänger, Rolli-Fahrer und alle weiteren interessierten Herner Sportler, die unter der professionellen Anleitung der Trainer vom RGB Dortmund Rollstuhlbasketball kennenlernen und erleben wollen. Anmeldung per Email (frank.stieglitz@ssb-herne.de) oder Telefon (02323 957 098) ist willkommen, aber keine Voraussetzung. Wegen mangelndem Interesse muss der zweite Termin am Samstag, 7. Februar 2026, gestrichen werden. Das teilte der SSB am Dienstag (27.1.2026) mit. Unterstützung gibt es dafür auch vom neuen „Landesaktionsplan Sport und Inklusion“ (www.sportland.nrw). Diesen möchte der hiesige SSB dafür nutzen, die Herner Sportvereine nach Kräften bei der Einrichtung von inklusiven Sportangeboten zu unterstützen. Der Landessportbund NRW (LSB) wiederum greift inklusiven Sportangeboten mit dem Förderprogramm 1000 x 1000 unter die Arme, über das Sportvereine jährlich bis zu 1.000 Euro, unter anderem auch für integrative und inklusive Maßnahmen, beantragen können. Darüber hinaus sind bereits verschiedene Aktionstage fest geplant. So steht am Freitag, 8. Mai 2026, von 12 bis 17 Uhr beim TC Blau-Weiß Wanne-Eickel (Emscherstraße 55) der Herner Aktivtag Sport und Inklusion an. Dabei soll es nach der Premiere im Jahr 2025 wieder ein inklusives Sportfest für alle geben. Nicht nur Gehörlosen- und Rolli-Tennis sowie Padel, auch viele weitere Sportarten wie Boccia, Cornhole, Fußball, Hockey, Minigolf werden vor Ort zum Testen angeboten. Eine Fortbildung für Tennistrainer, die Grundlagen im Para-Tennis als auch Inklusion im Tennis thematisiert, steht am Samstag, 30. Mai 2026, von 10 bis 14 Uhr, ebenfalls beim TC Blau-Weiß Wanne-Eickel (Emscherstraße 55) auf dem Programm. Vom SSB heißt es dazu: „Die Fortbildung vermittelt kompakt fachliche Hintergründe und grundlegende praktische Ansätze zum Umgang mit Heterogenität im Training und den Tennis-Disziplinen von Menschen mit Behinderung, etwa im Rollstuhltennis oder Blindentennis. Sie richtet sich an Trainer, die sich für Inklusion im Tennis interessieren, einen ersten, methodischen Einstieg ins sogenannte Para-Tennis suchen oder ihre eigenen Vorkenntnisse im Austausch mit dem Experten und der Gruppe vertiefen wollen.“ Referent ist der Sportwissenschaftler Niklas Höfken, er ist Rollstuhltennis-Bundestrainer und leitet das „Tennis für Alle“-Projekt der Gold-Kraemer-Stiftung. Er arbeitet mit Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen in allen Disziplinen des Para-Tennis, vom Nachwuchs- und Breiten- bis zum paralympischen Leistungssport. Er unterrichtet Tennis in Diversität an Universitäten und in Sportverbänden im In- und Ausland. Anmeldung per Email an: frank.stieglitz@ssb-herne.de. Zudem bietet der SSB eine Fortbildung für alle Herner Trainer und Übungsleiter mit dem Titel „Sport inklusiv gestalten – gleichberechtigte Teilhabe fördern: Methodische Hilfen für die Planung und Durchführung inklusiver Sportangebote“ an. Diese findet statt am Samstag, 27. Juni 2026, von 10 bis 17 Uhr, in der Sporthalle Hölkeskampus (Flottmannstraße 35). Neben einer kurzen Einführung in das Thema, stehen vorrangig viele Praxisbeispiele im Mittelpunkt der Fortbildung, anhand derer methodische Hilfen für die Planung und Durchführung von Spiel und Sport in inklusiven Gruppen vermittelt werden. Unter diesem Link geht es direkt zur Anmeldung.

10 Uhr

sachspenden gesucht, keine Kleidung

Großer Flohmarkt in Wanne

Turm der Auferstehungskirche.

Rund um die Auferstehungskirche an der Bickernstraße findet am Samstag, 30. Mai 2026, ein großer Flohmarkt statt. In der Zeit von 10 bis 16 Uhr kann hier lustig gestöbert werden. Dazu suchen die Verantwortlichen noch jede Menge Sachspenden wie zum Beispiel: Geschirr, Hausrat, Kleinmöbel, Spielzeug, Werkzeug oder auch Bücher. Diese können ab Dienstag, 26. Mai 2026, dienstags bis freitags in der Zeit von 10 bis 12 und 14 bis 18 Uhr, in der Kirche abgegeben werden.

10 Uhr

Dazu gibt es ein Masterclass Seminar

Taekwon‑Do Verein Wanne feiert 25‑jähriges Jubiläum

Der Tekwon‑Do Verein Wanne feiert sein 25‑jähriges Jubiläum mit einem Masterclass Seminar

Der Taekwon‑Do Verein Wanne e.V. begeht in diesem Jahr sein 25‑jähriges Bestehen und lädt aus diesem Anlass zu einem besonderen Jubiläumstag ein. Am Samstag, 30. Mai 2026, findet in der Sporthalle der Gesamtschule Wanne ein hochkarätiges Masterclass Seminar mit international renommierten Instruktoren statt. Unterrichten werden Großmeister Don Dalton (IX Dan) sowie Meister Juanito Arsol (VIII Dan). Das Seminar richtet sich an Taekwon‑Do‑Sportlerinnen und Sportler ab dem 8. Kup und umfasst fortgeschrittene Techniken, Kampfstrategien, Bruchtestmethodik, mentales Training sowie eine Q&A‑Runde. Beginn ist um 10:30 Uhr, die Teilnahmegebühr beträgt 15 Euro. Ab 15 Uhr startet das Jubiläumsprogramm für alle Vereinsmitglieder, Familien und Kinder – unabhängig von einer Seminarteilnahme. Angeboten werden Kaffee und Kuchen, eine Hüpfburg sowie Zeit für Austausch und gemeinsames Feiern. Der Tag endet ab 18 Uhr mit einem gemeinsamen Abendessen, für das der Verein Pizza bestellt. Die Anmeldung erfolgt über das Orgateam des Vereins. Anmeldeschluss ist der 15. Mai 2026. Der Taekwon‑Do Verein Wanne e.V. freut sich darauf, das Jubiläum gemeinsam mit seinen Mitgliedern und Gästen zu feiern.

10:30 Uhr

Konzept der Mondnächte überarbeitet: Das ist geplant

Neuer 'Mondtreff' am Buschmannshof

Es verändert sich etwas am Buschmannshof: Die Wanner Mondnächte, hier ein Bild aus 2025, werden vorerst vom "Mondtreff" abgelöst: Einer der Gründe sind geringere Besucherzahlen und steigende Kosten.

Die Wanner Mondnächte erhalten 2026 erstmals eine abgewandelte Ausgabe: Das Stadtmarketing stellte am Donnerstag (30.4.2026) den neuen „Mondtreff“ vor. Der Ort bleibt mit dem Buschmannshof gleich, die Daten zur „Umsonst und draußen“-Feier sind Freitag und Samstag, 29. und 30. Mai 2026. Das neue Format sei ins Leben gerufen worden, weil die vergangenen Ausgaben der allgemein beliebten Mondnächte (in diesem Jahr wäre es die 22. Auflage gewesen) unter Besucherschwund gelitten hätten, erklärt Stadtmarketing-Chef Holger Wennrich. „Änderungen sind nach einem so langen Zeitraum angebracht. Weil die Welt und auch Wanne-Eickel sich verändert, mussten wir das Konzept überdenken. Die Kosten sind zudem immer höher, neben dem Zuspruch haben auch die Einnahmen abgenommen“, zählt Wennrich auf. Erste Überlegungen seien schon nach der 2024er Ausgabe aufgekommen, so Wennrich auf halloherne-Nachfrage. Nun sei man auf die Idee gekommen, eine Veranstaltung ohne „große laute“ Bühne, aber immerhin noch mit einer kleinen Bühne, auf die Beine zu stellen - ähnlich wie beliebte Feierabendmärkte und Treffs wie „Lecker in Eickel“, „Sodingen trifft“ (halloherne berichtete) oder der vor dem Herner Rathaus. Dort steht zwar im Normalfall gar keine Bühne, am Buschmannshof wird sie aber noch aufgebaut. „Events mit großen Bühnen haben früher gut funktioniert, aber mittlerweile sind Feierabendmärkte beliebter geworden. Wir glauben, dass der 'Mondtreff' nun ein Schritt nach vorne ist. Im Anschluss checken wir, wie es gelaufen ist“, erzählt der Stadtmarketing-Geschäftsführer. Ein Zwei-Jahres-Rhythmus mit Mondnächte und Mondtreff sei denkbar. Aber: „Wenn der Mondtreff nun gut läuft, bleibt es dabei.“ Das bedeutet im Umkehrschluss: 2025 könnten die letzten Wanner Mondnächte stattgefunden haben, dabei gab es hier vor einem Jahr sogar noch eine Überraschung auf der Bühne (halloherne berichtete). Nun aber zurück in die Zukunft: Was wird geboten? Der Platz am Buschmannshof wird mit einer Bühne, mehreren Stehtischen, Sitzgarnituren, darunter auch alte Kirchenbänke aus der Zwölf-Apostel-Kirche, Sonnenschirm und sogar drei größeren Dächern ausgestattet, um auch bei schlechtem Wetter geschützt zu sein. Passende Deko im Mond- und Astronautenstil wird ebenfalls aufgebaut. Drum herum sind zahlreiche Stände für Getränke und Speisen verteilt. Mit der Alten Drogerie Meinken, Ausschank Meinken, Cocktails von Steinmeister, Fisch Lichte oder Süßwaren von Morck sind bekannte lokale Namen vertreten. Hinzu gesellen sich weitere Anbieter. Mit dem Winzer Brummund gibt es auch erlesene Wein zum Verköstigen. Der Mondpalast wird ebenfalls mit einem Stand für Tickets vertreten sein. Die angesprochenen Dächer sind mit Lichterketten und Lautsprechern ausgestattet. Das liegt daran, dass einerseits mit einer kuratierten Playlist Musik gespielt wird. Etwas „lauter“ wird es an beiden Veranstaltungstagen von 20 bis 22 Uhr. Freitags legt der Herner DJ Carib ein Set auf. Einen Abend später stehen die Lokalmatadoren der „Los Gerlachos“ mit ihren Gitarren parat - wie schon bei sehr vielen Ausgaben der Mondnächte. Am ersten Abend startet das Event um 18 Uhr, dann machen auch die zahlreichen Stände auf. Samstags werden zudem von 15 bis 18 Uhr wieder rund um das Boulefeld zahlreiche Spiel- und Mitmachangebote für Kinder angeboten. So sind unter anderem die Herner Black Barons vor Ort, um American Football hautnah erlebbar zu machen.

15 Uhr

Gemeinsam beschwingt ím Café Pluto

Tanztee für Senioren

Im Café Pluto an der Wilhelmstraße 89a gibt es den Tanztee für Senioren.

Im Saal des Cafés Pluto darf wieder geschwoft werden. Der nächste Tanztee für Senioren findet diesmal am Samstag, 30. Mai 2026, von 15 bis 17 Uhr statt. Der Einlass ist ab 14:30 Uhr im Saal des Cafés Pluto an der Wilhelmstraße 89a und kostet drei Euro. Für die musikalische Unterhaltung sorgt Ricky Kunze. In gemütlicher Atmosphäre bietet der Tanztee die Gelegenheit, schöne Stunden zu verbringen, Bekannte zu treffen und das Tanzbein zu schwingen. Die Senioren- und Pflegeberatungsstelle der Stadt Herne sowie das Café Pluto heißen alle Gäste herzlich willkommen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

15 Uhr

Gemeindehaus Sodingen

Salsa-Abende nur für Frauen

Salsa-Abende für Frauen.

Die Evangelische Kirchengemeinde Haranni bietet Frauen eine tanz-Plattform. Frauen die immer schon einmal gerne mit weiteren Frauen das Tanzbein schwingen möchten und Freude an lateinamerikanischer Musik haben, die sind im Gemeindehaus von Sodingen an einigen Abenden genau richtig. Wichtig ist den Veranstalterinn zu betonen, dass es ist kein Tanzkursus ist, in dem feste Tanzschritte eingeübt werden. Die Freude am gemeinsamen Tanzen steht im Vordergrund. Zu Salsa, Merengue, Cumbia, Mambo…. werden wir gemeinsamen Tanzen und Freude haben, uns rhythmischen zu bewegen.

19:30 Uhr

Neonwelle tritt auf

Neue Deutsche Welle Abend in der Gildenschänke

Das Musikduo Neonwelle tritt auf.

Am Samstag, 30. Mai 2026 ist das kultige NDW Party Duo Neonwelle an 20 Uhr zu Gast in der Gildenschänke. Der Eintritt ist frei. Neonwelle spielt die Top 40 Songs der Neuen Deutsche Welle aus der Epoche der Streifenleggins, Stirnbänder und Vokuhilas. Eine musikalische Zeitreise mit expressiven Gesang, punkigen Gitarrensounds und archaischen Synthesizern. Kantig, roh und ungeschliffen gespielt mit der Kadenz eines deutschen Maschinengewehrs. Dabei lautet das Motto der Band stets: “Zurück in die 80er, zurück zum Beton!“

20 Uhr

„Noch nicht tot, aber schon im Museum“

Hülk und Lippmeyer stellen in Düsseldorf aus

v.l. Wolfgang Hülk und Jörg Lippmeyer. 'Rettet die schönen Wörter' – Ausstellung im Mai 2026 in Düsseldorf.

Die beiden alten Künstlerfreunde tun es wieder: Der Zeichner und Fotograf Wolfgang Hülk und der freie Künstler Jörg Lippmeyer – beide Ur-Wanne-Eickeler – stellen ihre kollaborativ entstandenen Werke aus. Dieses Mal sind ihre Gemeinschaftsarbeiten von Mittwoch, 6. Mai, bis Sonntag, 31. Mai 2026, im Stadtmuseum Düsseldorf zu sehen. Die Eröffnungsrede zur Vernissage hält der Stadtführer und Buch-Autor Dietmar Schönhoff. Erneut widmen sich die Künstler Werken, mit denen sie sich anschicken, schöne Wörter dieser Welt zu retten. In einer Zeit, in der sich Sprache ständig weiterentwickelt und verändert, in der neue Begriffe – vorzugsweise aus technologischen Bereichen – entstehen, bleibt es ihr Anliegen, die Vielfalt der deutschen Sprache zu bewahren. Jörg Lippmeyer, vielen besser bekannt als „der bunte Mann aus Unser Fritz“, ist in seiner Heimatstadt bereits seit Jahren als Wörter-Retter unterwegs. In seinem Fundus finden sich Begriffe wie Flitzpiepe, Mumpitz, Brimborium, Kuddelmuddel oder auch Papperlapapp – Wörter, die vor dem Vergessen bewahrt werden sollen. Seit rund einem Jahr steht ihm dabei sein Düsseldorfer Künstlerfreund Wolfgang Hülk zur Seite. Hülk hat die Sammlung nicht nur erweitert, sondern sie auch um Düsseldorfer Mundart bereichert. So befinden sich nun so charmante Ausdrücke wie Retematäng oder Rotzech darin. Die beiden präsentieren die Wörter auf künstlerisch gestalteten Leinwänden. Anschließend bearbeitet jeder die Werke des anderen weiter, sodass fusionierte Arbeiten entstehen, die zwei Handschriften erkennen lassen. Mit diesem besonderen Projekt, leisten sie ihren Beitrag, die deutsche Sprache ein wenig lebendiger und fröhlicher zu behalten.

seit 6. Mai

Sonntag, 31. Mai

Gemeindefest St. Dreifaltigkeit

Hüpfburg beim Gemeindefest.

Die katholischen Kirchengemeinde St. Dreifaltigkeit lädt am Sonntag, 31. Mai 2026, zu ihrem Gemeindefest ein. Beginn ist ab 10 Uhr mit der Heiligen Messe, danach werden die unterschiedlichsten Stände geöffnet. Zur Stärkung werden die unterschiedlichsten Gerichte und Getränke angeboten. So sind Pommes und Bratwurst im Angebot, ein amerikanisches BBQ, aber auch Waffel, Kuchen und Kaffee. Die Kinder können sich über eine Hüpfburg freuen? Das Gemeindefest endet mit dem gemeinsamen Singen am Lagerfeuer. Freiwillige Helfer werden noch gesucht. Hinten in der Kirche liegen Listen aus, in die sich die Helfer eintragen können. die Verantwortlichen bitten zudem um Kuchenspenden.

10 Uhr

Programm im zweiten Quartal 2026

vhs-Filmforum zeigt internationale Filmkunst

Internationale Filmkunst im vhs-Filmforum.

Mit dem Überraschungserfolg „Rental Family“ beginnt am Sonntag, 19. April 2026, das zweite Quartalsprogramm des Filmforums der vhs Herne. Erzählt wird die Geschichte eines amerikanischen Schauspielers, der bei einer japanischen Agentur als „Onkel auf Zeit“ gebucht werden kann. Alle Filme laufen wie gewohnt jeweils sonntags um 12:30 Uhr, montags um 20:15 Uhr und mittwochs um 17:30 Uhr in der Filmwelt Herne am Berliner Platz. Stets aktuelle Informationen zu Titeln und Terminen gibt es online unter vhs-herne.de und filmwelt-herne.de sowie im Programmflyer, der an vielen Stellen in der Stadt ausliegt und in den social media Kanälen. Das Thema „Familienverhältnisse“ zieht sich, rein zufällig, wie ein roter Faden durch diese aktuelle Auswahl internationaler Filmkunst, wenn auch nicht immer so unübersehbar, wie bei „Father Mother Sister Brother“ von Jim Jarmusch. Der Film des Kult-Regisseurs, der in Venedig mit dem Goldenen Löwen prämiert wurde, zählt zu den preisgekrönten Höhepunkten des neuen Programms. Ähnliches gilt für Chloé Zhaos „Hamnet“ (Oscar für die Beste Hauptdarstellerin) und Richard Linklaters „Nouvelle Vague“, der mit vier „Césars“ ausgezeichnet wurde. Den Abschluss des Programms bildet Mitte Juni der Film „Rose“, dessen Hauptdarstellerin Sandra Hüller bei der Berlinale den Silbernen Bären erhielt. Am Sonntag, 19., Montag, 20. und Mittwoch, 22. April 2026, wird der Film 'Rental Family' gezeigt. Regie: Hikari Darsteller: Brendan Fraser, Takehiro Hira, Mari Yamamoto, Akira Emoto, JAP/USA 2025, 103 Min. FSK 0 Weil ihm in der Heimat kein Erfolg beschieden ist, wandert der US-Schauspieler Philipp Vandarploeg nach Japan aus. Als auch hier, trotz seines kultverdächtigen Auftritts in einer Zahnpastawerbung, die Aufträge ausbleiben, heuert er widerwillig bei einer Agentur an, die falsche Familienmitglieder auf Zeit vermietet. Ab sofort spielt Philipp seine Rollen nicht mehr auf dem Bildschirm, sondern im wahren Leben. In einem Land, wo ein zumindest äußerlich perfektes Familienleben als Bedingung für gesellschaftlichen Erfolg gilt, geht ihm die Arbeit nicht mehr aus. So täuscht er als Bräutigam an der Seite einer 20 Jahre jüngeren Frau eine „ganz normale“ Hochzeit vor und setzt sich als Pseudo-Vater eines amerikanisch-japanischen Mädchens dafür ein, dass die 11-jährige Tochter an einer Eliteschule angenommen wird. Für „Philipp“, den Menschen hinter dem Schauspieler, wird es dabei immer schwieriger, die Grenzen zwischen Rolle und Realität zu bewahren. Am Sonntag, 26., Montag, 27. und Mittwoch, 29. April 2026, wird der Film „Hamnet“ gezeigt. Regie: Chloé Zhao Mit Jessie Buckley, Paul Mescal, Joe Alwyn, Emily Watson, Davis Wilmot, GB 2025, 125 Min. FSK 12. Das „Kind einer Waldhexe“, so wird Agnes von manchen Menschen im Stratford des späten 16. Jahrhunderts genannt. Auf den dort tätigen Lateinlehrer, der von seinen Schülern gelangweilt ist, hat diese junge Frau jedenfalls eine magische Anziehungskraft. William ist fasziniert von Agnes, vielleicht wegen ihrer Naturverbundenheit, die seiner Bildung und seinem literarischen Geist so entgegengesetzt ist. Trotz der Widerstände ihrer Elternhäuser heiraten sie, und schon bald werden die Kinder Susanna, Judith und Hamnet geboren. Doch der Ehe steht eine Zerreißprobe bevor: Die Pest wütet in England, und Hamnets früher Tod hinterlässt eine Wunde, die umso mehr schmerzt, als William kaum noch zuhause ist. Er, der schon immer mehr in seinem eigenen Kopf lebte, als auf der Erde, hält sich viel in London auf, wo seine Theaterstücke Erfolge feiern. Die Trauer über den Verlust bringt ihn dennoch fast um den Verstand. Der einzige Heilung versprechende Ausweg lautet: Schreiben. Am Sonntag, 3., Montag, 4. und Mittwoch, 6. Mai 2026, wird der Film „Father Mother Sister Brother“ gezeigt. Regie: Jim Jarmusch Mit Tom Waits, Adam Driver, Cate Blanchett, Vicky Krieps, Charlotte Rampling, USA/I/F/IRE 2025, 110 Min. (halloherne berichtete) Am Sonntag, 10., Montag, 11. und Mittwoch, 13. Mai 2026, wird der Film „Gelbe Briefe“ gezeigt (halloherne berichtete). Regie: Ilker Ҫatak Mit Özgü Naml, Tansu Biçer, Leyla Smyrna Cabas, Ipek Bilgin, D/TK/F 2026, 128 Min. FSK 12 . Das Ehepaar Derya und Aziz ist, gemeinsam mit der Teenager-Tochter Ezgi, in den intellektuellen Kreisen der türkischen Hauptstadt Ankara bestens etabliert. Die gefeierte Schauspielerin des Staatstheaters und der Autor und Universitätsdozent zählen zur Bildungselite ihres Landes, stehen politisch selbstverständlich links und äußern sich privat gerne kritisch gegenüber einer zunehmend autokratisch handelnden Regierung. Doch die politische Spaltung der Türkei, durch Terroranschläge, gewaltsame Proteste und dagegen aufgebotene Polizeitruppen, macht vor ihrer schicken Altbauwohnung nicht halt. Aziz verliert zunächst seinen Job an der Uni; dann wird sein Stück abgesetzt, in dem Derya die Hauptrolle spielt. Schon bald sieht sich die Familie gezwungen, zu Aziz‘ Mutter nach Istanbul zu ziehen. Auch an der Ehe gehen Geldsorgen, Platznot und Zukunftsängste nicht spurlos vorüber, zumal die Beiden unter äußerem Druck unterschiedliche Vorstellungen von einem Ausweg haben. Am Sonntag, 17., Montag, 18. und Mittwoch, 20. Mai 2026, wird der Film „The Testament of Ann Lee“ gezeigt. Regie: Mona Fastvold Mit Amanda Seyfried, Lewis Pullmann, Thomasin McKenzie, Matthew Beard, Christopher Abbott, GB 2025, 137 Min. FSK 12. Manchester 1736. Um dem tiefen Schmerz entgegenzuwirken, den der frühe Tod ihrer Kinder verursacht, gründet Ann Lee die utopisch-christliche Gemeinschaft der „Shaker“. Ausgelöst durch eine Vision von Adam und Eva im Garten Eden sieht die messianisch auftretende Frau die Gleichberechtigung der Geschlechter sowie harte, perfektionistische Arbeit und sexuelle Enthaltsamkeit als oberste Gebote. Die Nähe zu Gott soll nicht durch nüchterne Gebete, sondern durch ekstatische Tänze voller schüttelnder Körperbewegungen ausgelöst werden. In der Hoffnung auf religiöse Freiräume wandert die stetig wachsende Gemeinschaft nach New York aus. Doch auch dort gehören Ausgrenzung und Mißtrauen zum Alltag für diese von einer Frau angeführte Gruppierung, zumal Ann Lee auf die Neutralität der Shaker im Konflikt um die amerikanische Unabhängigkeit besteht. „The Testament of Ann Lee“ ist kein biederer Historienfilm, sondern genauso impulsiv und überraschend wie seine Hauptfigur. Am Sonntag, 31. Mai, Montag, 1. und Mittwoch, 3. Juni 2026, wird der Film 'Nouvelle Vague' gezeigt. Regie: Richard Linklater. Darsteller: Guillaume Marbeck, Zoey Deutch, Aubry Dullin, Adrien Rouyard, Antoine Besson, F/USA 2025, 106 Min. FSK 12 Paris 1959. Während der junge François Truffaut in Cannes Triumphe feiert, hat Jean-Luc Godard immer noch keinen Film realisiert. Dabei sieht sich der Kritiker der Szene-Zeitschrift „Cahiers du cinéma“ als das eigentliche Genie der neuen revolutionären Bewegung, die gerade dabei ist, das französische Kino auf den Kopf zu stellen. Doch der Weg zum Ruhm gestaltet sich beschwerlich für den eigenwilligen Intellektuellen, der sich nicht nur im Kino am liebsten allen geltenden Regeln widersetzen würde. Für seinen Debütfilm „Außer Atem“ verfügt Godard nur über wenig Geld und noch weniger Drehbuch. Seiner Überzeugung nach braucht man für einen Film aber auch nur „ein Mädchen und eine Knarre“. Neben dem unbekannten Jean-Paul Belmondo soll Hollywoodstar Jean Seberg die weibliche Hauptrolle spielen. Angesichts der Extravaganzen ihres Regisseurs, der schon mal den Kameramann in eine Kiste steckt, fühlt sich die charmante Darstellerin allerdings häufig wie im falschen Film. Am Sonntag, 7., Montag, 8. und Mittwoch, 10. Juni 2026, wird der Film „Vier minus Drei“ gezeigt (halloherne berichtete). Regie: Adrian Goiginger Mit Valerie Pachner, Robert Stadlober, Stefanie Reinsperger, Hanno Koffler, Ronald Zehrfeld, A/D 2026, 120 Min. FSK 12 Barbara und ihr Partner Heli führen mit ihren beiden Kindern Fini und Thimo ein glückliches und liebevolles Familienleben. Als professionelle Clowns nehmen sie das Leben nicht zu ernst und wissen, dass man auch über das lachen kann, was misslingt. Heli ist mit Leib und Seele Zirkusclown, bringt das große Publikum mit seiner Kunst zum Lachen. Barbara findet ihre Erfüllung im Kleinen und erhellt als Klinikclown den tristen Alltag kranker Kinder. Doch dann passiert das Unvorstellbare: Durch einen Verkehrsunfall verliert Barbara wie aus dem Nichts ihre Familie. Mit einem Schlag erscheint alles sinnlos und leer. Nur Erinnerungen sind noch da von dem gemeinsamen Weg, den sie mit Heli gegangen ist. Und nur noch Schmerz und Verzweiflung bleiben, wo alles voller Liebe war. Der Verlust lässt sie auch am Clownsein zweifeln. Doch Barbara will weiterleben. Mutig und unkonventionell sucht sie nach Wegen, mit der Trauer umzugehen – und mit dem Schicksal, noch am Leben zu sein Am Sonntag, 14., Montag, 15. und Mittwoch, 17. Juni 2026, wird der Film „Rose“ gezeigt. Regie: Markus Schleinzer. Darsteller: Sandra Hüller, Caro Braun, Marisa Growaldt, Godehard Giese, Robert Gwisdek, Maria Dragus, A/D 2026, 94 Min. FSK 12. In den Wirren des 30-jährigen Krieges erscheint ein mysteriöser Soldat in einem abgeschiedenen protestantischen Dorf im Harz. Wortkarg und schmal, das Gesicht durch eine Narbe entstellt, behauptet der Fremde, der rechtmäßige Erbe eines seit langem verlassenen Gutshofs zu sein. Zum großen Missfallen der Dorfgemeinschaft kann er auch ein Dokument vorlegen, das seinen Anspruch bestätigt. Über seine Herkunft oder seine Vorgeschichte in diesen Zeiten des Krieges hüllt er sich in Schweigen. Mit gutem Grund, denn der Fremde verbirgt ein Geheimnis. Doch sein Streben danach, anerkannt zu werden und hier sein Glück zu finden ist groß. Um dieses Ziel zu erreichen, schreckt er noch nicht einmal vor einer arrangierten Ehe mit Suzanna zurück, der Tochter eines Großbauern. Sie ist bereit, sein Geheimnis zu bewahren. Und als Suzanna von einem Unbekannten schwanger wird, glaubt Rose, so der wahre Name des Fremden, sich am Ziel ihrer Wünsche

12:30 Uhr

Spargelessen mit der AWO

Spargelgericht mit Bärlauch, Tomaten und Schweinefilet (Symbolfoto).

Der Kreisverband der AWO lädt pünktlich zur Spargelsaison, zum Spargelessen in das Karl-Hölkeskamp-Haus ein. Am Sonntag, 31. Maii 2026, 12:30 Uhr, Einlass ist um 11:30 Uhr. Dazu servieren die Veranstalter ein leckeres Menü und die Gäste können sich auf ein schönes Mittagessen in angenehmer Runde freuen. Anmeldungen werden per Tel 02323-95 24-0 oder per Mail herne@awo-ruhr-mitte.de entgegengenommen.

12:30 Uhr

'Zu Gast: Bund Gelsenkirchener Künstler'

Der künstlerische Austausch geht weiter

'Zu Gast: Bund Gelsenkirchener Künstler'. Im Bild das Werk von Christian Hardick.

Der künstlerische Austausch geht in die nächste Runde. Dazu präsentiert der Herner Künstlerbund HKB ’90 vom 3. Mai bis einschließlich 14. Juni 2026 Arbeiten von 19 Gelsenkirchener Künstlern, die dem Bund Gelsenkirchener Künstler (BGK) angehören. Eröffnet wird die Ausstellung unter dem Titel „Zu Gast“ am Sonntag, 3. Mai 2026, um 15 Uhr. Mit einem impulsgebenden Blick „über den Tellerrand“, genauer gesagt über die Stadtgrenzen hinaus, fand im Januar 2026 der erste künstlerische Austausch unter dem Titel „Zu Gast“ statt – damals in Gelsenkirchen-Ückendorf, damals mit acht Künstlern aus Herne – nun also in Herne. Die Besucher können sich auf einen Querschnitt durch das Schaffen folgender Künstler aus der Nachbarstadt freuen: Angie Christiani, Gordana Djukic, Andreas Frings, Christian Hardick, Thomas J. Helms, Christel Klarhöfer, Heike Klinger, Sabine Leichner-Heuer, Maria Meza, Angelika Noa, Barbara Ring, Christiane Steffler, Monika Stolarczyk-Salehian, Karin Templin-Glees, Gabriele Tolksdorf, Wolfgang Weck, Jen Weissenbacher, Gregor Wildförster und Brigitte von der Eltz. Im Gespräch mit halloherne erklärt die zweite Vorsitzende des Vereins, Nina Ryschawy, das Zustandekommen der großen Anzahl an Beteiligten: „Für uns als Verein ist es wichtig, dass Künstler, die sich präsentieren möchten, dazu auch die Möglichkeit bekommen. In diesem Fall waren es eben 19.“ Das bedeutet zugleich, dass von jedem Künstler nur ein Werk gezeigt werden kann. Das sieht die zweite Vorsitzende nicht unbedingt als Manko an und sagt dazu: „Für uns stehen weniger die einzelnen Werke im Mittelpunkt als vielmehr die Künstler selbst und die gegenseitige Wertschätzung. Wir verstehen diese Ausstellungen als Ausdruck von Freundschaft und Austausch.“ Ein festgelegtes Thema gab es bewusst nicht. Die einzige Vorgabe war das Format – nicht größer als 50 × 100 cm. Dem Bund Gelsenkirchener Künstler, der im Jahr 2025 sein 75-jähriges Bestehen feierte, gehören derzeit 34 Kulturschaffende an. 19 von ihnen nehmen nun an der Ausstellung in den Räumen des HKB teil. Die Vernissage der Ausstellung „BGK zu Gast beim HKB ’90“ findet am Sonntag, 3. Mai 2026, um 15 Uhr im Kunstpunkt an der Mont-Cenis-Straße statt. Die Begrüßung übernimmt Gisela Schulte, zweite Vorsitzende der Herner Künstler. In das Thema führt Dr. Falko Herlemann ein. Für die musikalische Begleitung sorgt Greta Langer am Klavier und mit Gesang. Die Ausstellung ist anschließend mittwochs und sonntags jeweils von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Workshop: „Papierpoesie – Individuelle Grußkarten selbst gestalten“ mit Gordana Djukic und Jen Weissenbacher. Sonntag, 17. Mai 2026, 15 bis 18 Uhr Lesung: Angie Christiani, „Du und ich und irgendwas dazwischen“, Sonntag, 31. Mai 2026, ab 15 Uhr.

15 Uhr

Café TODquatschen lädt ein

Leben und Sterben auf den Tisch bringen

Café TODquatschen des Ambulanten Hospizdienstes lädt ein.

Am Sonntag, 31. Mai 2026, öffnet das Café TODquatschen in Herne seine Türen. Von 16 bis 17:30 Uhr haben die Koordinatorinnen und Ehrenamtlichen des Hospizdienstes im Gemeindezentrum Herz Jesu, Düngelstraße 34, den Kaffeetisch für Gäste gedeckt. Im November 2023 gestartet, hat sich das Konzept bewährt. In entspannter Runde spricht man bei Kaffee und Keksen über Themen, die sonst oft gemieden werden: Tod, Sterben und Trauer. „Wir wollen diese Tabuthemen aus der dunklen Ecke holen, denn der Tod gehört zum Leben einfach dazu“, erklärt die Seelsorgerin Karola Rehrmann, zertifizierte Trauerbegleiterin und Koordinatorin beim Hospizdienst. Die Idee der „Death Cafés“ stammt ursprünglich aus der Schweiz und hat sich weltweit verbreitet. Bei den Treffen können Interessierte offen Fragen diskutieren: Wie geht unsere Kultur mit dem Tod um? Was kommt nach dem Tod? Wie will ich beerdigt werden? Es geht nicht um Trauerbegleitung, sondern Austausch über grundsätzliche Lebensfragen. Eigene Erfahrungen mit Verlust sind keine Voraussetzung.

16 Uhr

Zwei Konzerte im Café Desaster

Das Cafe Desaster an der Mont-Cenis-Straße 26 i.

Das Café Desaster an der Mont-Cenis-Straße lädt zu zwei Konzerten ein. Am kommenden Sonntag, 17. Mai 2026, bringen ab 18 Uhr mit „Angels and Aliens“ eine Gitarre und zwei Stimmen mit ganz viel Emotionen unter die Zuhörer. Am letzten Mai im Jahr 2026, Sonntag, 31., spielen „Kalle Moosherr Experience“ im Café.

18 Uhr

„Noch nicht tot, aber schon im Museum“

Hülk und Lippmeyer stellen in Düsseldorf aus

v.l. Wolfgang Hülk und Jörg Lippmeyer. 'Rettet die schönen Wörter' – Ausstellung im Mai 2026 in Düsseldorf.

Die beiden alten Künstlerfreunde tun es wieder: Der Zeichner und Fotograf Wolfgang Hülk und der freie Künstler Jörg Lippmeyer – beide Ur-Wanne-Eickeler – stellen ihre kollaborativ entstandenen Werke aus. Dieses Mal sind ihre Gemeinschaftsarbeiten von Mittwoch, 6. Mai, bis Sonntag, 31. Mai 2026, im Stadtmuseum Düsseldorf zu sehen. Die Eröffnungsrede zur Vernissage hält der Stadtführer und Buch-Autor Dietmar Schönhoff. Erneut widmen sich die Künstler Werken, mit denen sie sich anschicken, schöne Wörter dieser Welt zu retten. In einer Zeit, in der sich Sprache ständig weiterentwickelt und verändert, in der neue Begriffe – vorzugsweise aus technologischen Bereichen – entstehen, bleibt es ihr Anliegen, die Vielfalt der deutschen Sprache zu bewahren. Jörg Lippmeyer, vielen besser bekannt als „der bunte Mann aus Unser Fritz“, ist in seiner Heimatstadt bereits seit Jahren als Wörter-Retter unterwegs. In seinem Fundus finden sich Begriffe wie Flitzpiepe, Mumpitz, Brimborium, Kuddelmuddel oder auch Papperlapapp – Wörter, die vor dem Vergessen bewahrt werden sollen. Seit rund einem Jahr steht ihm dabei sein Düsseldorfer Künstlerfreund Wolfgang Hülk zur Seite. Hülk hat die Sammlung nicht nur erweitert, sondern sie auch um Düsseldorfer Mundart bereichert. So befinden sich nun so charmante Ausdrücke wie Retematäng oder Rotzech darin. Die beiden präsentieren die Wörter auf künstlerisch gestalteten Leinwänden. Anschließend bearbeitet jeder die Werke des anderen weiter, sodass fusionierte Arbeiten entstehen, die zwei Handschriften erkennen lassen. Mit diesem besonderen Projekt, leisten sie ihren Beitrag, die deutsche Sprache ein wenig lebendiger und fröhlicher zu behalten.

seit 6. Mai

Montag, 1. Juni

Programm im zweiten Quartal 2026

vhs-Filmforum zeigt internationale Filmkunst

Internationale Filmkunst im vhs-Filmforum.

Mit dem Überraschungserfolg „Rental Family“ beginnt am Sonntag, 19. April 2026, das zweite Quartalsprogramm des Filmforums der vhs Herne. Erzählt wird die Geschichte eines amerikanischen Schauspielers, der bei einer japanischen Agentur als „Onkel auf Zeit“ gebucht werden kann. Alle Filme laufen wie gewohnt jeweils sonntags um 12:30 Uhr, montags um 20:15 Uhr und mittwochs um 17:30 Uhr in der Filmwelt Herne am Berliner Platz. Stets aktuelle Informationen zu Titeln und Terminen gibt es online unter vhs-herne.de und filmwelt-herne.de sowie im Programmflyer, der an vielen Stellen in der Stadt ausliegt und in den social media Kanälen. Das Thema „Familienverhältnisse“ zieht sich, rein zufällig, wie ein roter Faden durch diese aktuelle Auswahl internationaler Filmkunst, wenn auch nicht immer so unübersehbar, wie bei „Father Mother Sister Brother“ von Jim Jarmusch. Der Film des Kult-Regisseurs, der in Venedig mit dem Goldenen Löwen prämiert wurde, zählt zu den preisgekrönten Höhepunkten des neuen Programms. Ähnliches gilt für Chloé Zhaos „Hamnet“ (Oscar für die Beste Hauptdarstellerin) und Richard Linklaters „Nouvelle Vague“, der mit vier „Césars“ ausgezeichnet wurde. Den Abschluss des Programms bildet Mitte Juni der Film „Rose“, dessen Hauptdarstellerin Sandra Hüller bei der Berlinale den Silbernen Bären erhielt. Am Sonntag, 19., Montag, 20. und Mittwoch, 22. April 2026, wird der Film 'Rental Family' gezeigt. Regie: Hikari Darsteller: Brendan Fraser, Takehiro Hira, Mari Yamamoto, Akira Emoto, JAP/USA 2025, 103 Min. FSK 0 Weil ihm in der Heimat kein Erfolg beschieden ist, wandert der US-Schauspieler Philipp Vandarploeg nach Japan aus. Als auch hier, trotz seines kultverdächtigen Auftritts in einer Zahnpastawerbung, die Aufträge ausbleiben, heuert er widerwillig bei einer Agentur an, die falsche Familienmitglieder auf Zeit vermietet. Ab sofort spielt Philipp seine Rollen nicht mehr auf dem Bildschirm, sondern im wahren Leben. In einem Land, wo ein zumindest äußerlich perfektes Familienleben als Bedingung für gesellschaftlichen Erfolg gilt, geht ihm die Arbeit nicht mehr aus. So täuscht er als Bräutigam an der Seite einer 20 Jahre jüngeren Frau eine „ganz normale“ Hochzeit vor und setzt sich als Pseudo-Vater eines amerikanisch-japanischen Mädchens dafür ein, dass die 11-jährige Tochter an einer Eliteschule angenommen wird. Für „Philipp“, den Menschen hinter dem Schauspieler, wird es dabei immer schwieriger, die Grenzen zwischen Rolle und Realität zu bewahren. Am Sonntag, 26., Montag, 27. und Mittwoch, 29. April 2026, wird der Film „Hamnet“ gezeigt. Regie: Chloé Zhao Mit Jessie Buckley, Paul Mescal, Joe Alwyn, Emily Watson, Davis Wilmot, GB 2025, 125 Min. FSK 12. Das „Kind einer Waldhexe“, so wird Agnes von manchen Menschen im Stratford des späten 16. Jahrhunderts genannt. Auf den dort tätigen Lateinlehrer, der von seinen Schülern gelangweilt ist, hat diese junge Frau jedenfalls eine magische Anziehungskraft. William ist fasziniert von Agnes, vielleicht wegen ihrer Naturverbundenheit, die seiner Bildung und seinem literarischen Geist so entgegengesetzt ist. Trotz der Widerstände ihrer Elternhäuser heiraten sie, und schon bald werden die Kinder Susanna, Judith und Hamnet geboren. Doch der Ehe steht eine Zerreißprobe bevor: Die Pest wütet in England, und Hamnets früher Tod hinterlässt eine Wunde, die umso mehr schmerzt, als William kaum noch zuhause ist. Er, der schon immer mehr in seinem eigenen Kopf lebte, als auf der Erde, hält sich viel in London auf, wo seine Theaterstücke Erfolge feiern. Die Trauer über den Verlust bringt ihn dennoch fast um den Verstand. Der einzige Heilung versprechende Ausweg lautet: Schreiben. Am Sonntag, 3., Montag, 4. und Mittwoch, 6. Mai 2026, wird der Film „Father Mother Sister Brother“ gezeigt. Regie: Jim Jarmusch Mit Tom Waits, Adam Driver, Cate Blanchett, Vicky Krieps, Charlotte Rampling, USA/I/F/IRE 2025, 110 Min. (halloherne berichtete) Am Sonntag, 10., Montag, 11. und Mittwoch, 13. Mai 2026, wird der Film „Gelbe Briefe“ gezeigt (halloherne berichtete). Regie: Ilker Ҫatak Mit Özgü Naml, Tansu Biçer, Leyla Smyrna Cabas, Ipek Bilgin, D/TK/F 2026, 128 Min. FSK 12 . Das Ehepaar Derya und Aziz ist, gemeinsam mit der Teenager-Tochter Ezgi, in den intellektuellen Kreisen der türkischen Hauptstadt Ankara bestens etabliert. Die gefeierte Schauspielerin des Staatstheaters und der Autor und Universitätsdozent zählen zur Bildungselite ihres Landes, stehen politisch selbstverständlich links und äußern sich privat gerne kritisch gegenüber einer zunehmend autokratisch handelnden Regierung. Doch die politische Spaltung der Türkei, durch Terroranschläge, gewaltsame Proteste und dagegen aufgebotene Polizeitruppen, macht vor ihrer schicken Altbauwohnung nicht halt. Aziz verliert zunächst seinen Job an der Uni; dann wird sein Stück abgesetzt, in dem Derya die Hauptrolle spielt. Schon bald sieht sich die Familie gezwungen, zu Aziz‘ Mutter nach Istanbul zu ziehen. Auch an der Ehe gehen Geldsorgen, Platznot und Zukunftsängste nicht spurlos vorüber, zumal die Beiden unter äußerem Druck unterschiedliche Vorstellungen von einem Ausweg haben. Am Sonntag, 17., Montag, 18. und Mittwoch, 20. Mai 2026, wird der Film „The Testament of Ann Lee“ gezeigt. Regie: Mona Fastvold Mit Amanda Seyfried, Lewis Pullmann, Thomasin McKenzie, Matthew Beard, Christopher Abbott, GB 2025, 137 Min. FSK 12. Manchester 1736. Um dem tiefen Schmerz entgegenzuwirken, den der frühe Tod ihrer Kinder verursacht, gründet Ann Lee die utopisch-christliche Gemeinschaft der „Shaker“. Ausgelöst durch eine Vision von Adam und Eva im Garten Eden sieht die messianisch auftretende Frau die Gleichberechtigung der Geschlechter sowie harte, perfektionistische Arbeit und sexuelle Enthaltsamkeit als oberste Gebote. Die Nähe zu Gott soll nicht durch nüchterne Gebete, sondern durch ekstatische Tänze voller schüttelnder Körperbewegungen ausgelöst werden. In der Hoffnung auf religiöse Freiräume wandert die stetig wachsende Gemeinschaft nach New York aus. Doch auch dort gehören Ausgrenzung und Mißtrauen zum Alltag für diese von einer Frau angeführte Gruppierung, zumal Ann Lee auf die Neutralität der Shaker im Konflikt um die amerikanische Unabhängigkeit besteht. „The Testament of Ann Lee“ ist kein biederer Historienfilm, sondern genauso impulsiv und überraschend wie seine Hauptfigur. Am Sonntag, 31. Mai, Montag, 1. und Mittwoch, 3. Juni 2026, wird der Film 'Nouvelle Vague' gezeigt. Regie: Richard Linklater. Darsteller: Guillaume Marbeck, Zoey Deutch, Aubry Dullin, Adrien Rouyard, Antoine Besson, F/USA 2025, 106 Min. FSK 12 Paris 1959. Während der junge François Truffaut in Cannes Triumphe feiert, hat Jean-Luc Godard immer noch keinen Film realisiert. Dabei sieht sich der Kritiker der Szene-Zeitschrift „Cahiers du cinéma“ als das eigentliche Genie der neuen revolutionären Bewegung, die gerade dabei ist, das französische Kino auf den Kopf zu stellen. Doch der Weg zum Ruhm gestaltet sich beschwerlich für den eigenwilligen Intellektuellen, der sich nicht nur im Kino am liebsten allen geltenden Regeln widersetzen würde. Für seinen Debütfilm „Außer Atem“ verfügt Godard nur über wenig Geld und noch weniger Drehbuch. Seiner Überzeugung nach braucht man für einen Film aber auch nur „ein Mädchen und eine Knarre“. Neben dem unbekannten Jean-Paul Belmondo soll Hollywoodstar Jean Seberg die weibliche Hauptrolle spielen. Angesichts der Extravaganzen ihres Regisseurs, der schon mal den Kameramann in eine Kiste steckt, fühlt sich die charmante Darstellerin allerdings häufig wie im falschen Film. Am Sonntag, 7., Montag, 8. und Mittwoch, 10. Juni 2026, wird der Film „Vier minus Drei“ gezeigt (halloherne berichtete). Regie: Adrian Goiginger Mit Valerie Pachner, Robert Stadlober, Stefanie Reinsperger, Hanno Koffler, Ronald Zehrfeld, A/D 2026, 120 Min. FSK 12 Barbara und ihr Partner Heli führen mit ihren beiden Kindern Fini und Thimo ein glückliches und liebevolles Familienleben. Als professionelle Clowns nehmen sie das Leben nicht zu ernst und wissen, dass man auch über das lachen kann, was misslingt. Heli ist mit Leib und Seele Zirkusclown, bringt das große Publikum mit seiner Kunst zum Lachen. Barbara findet ihre Erfüllung im Kleinen und erhellt als Klinikclown den tristen Alltag kranker Kinder. Doch dann passiert das Unvorstellbare: Durch einen Verkehrsunfall verliert Barbara wie aus dem Nichts ihre Familie. Mit einem Schlag erscheint alles sinnlos und leer. Nur Erinnerungen sind noch da von dem gemeinsamen Weg, den sie mit Heli gegangen ist. Und nur noch Schmerz und Verzweiflung bleiben, wo alles voller Liebe war. Der Verlust lässt sie auch am Clownsein zweifeln. Doch Barbara will weiterleben. Mutig und unkonventionell sucht sie nach Wegen, mit der Trauer umzugehen – und mit dem Schicksal, noch am Leben zu sein Am Sonntag, 14., Montag, 15. und Mittwoch, 17. Juni 2026, wird der Film „Rose“ gezeigt. Regie: Markus Schleinzer. Darsteller: Sandra Hüller, Caro Braun, Marisa Growaldt, Godehard Giese, Robert Gwisdek, Maria Dragus, A/D 2026, 94 Min. FSK 12. In den Wirren des 30-jährigen Krieges erscheint ein mysteriöser Soldat in einem abgeschiedenen protestantischen Dorf im Harz. Wortkarg und schmal, das Gesicht durch eine Narbe entstellt, behauptet der Fremde, der rechtmäßige Erbe eines seit langem verlassenen Gutshofs zu sein. Zum großen Missfallen der Dorfgemeinschaft kann er auch ein Dokument vorlegen, das seinen Anspruch bestätigt. Über seine Herkunft oder seine Vorgeschichte in diesen Zeiten des Krieges hüllt er sich in Schweigen. Mit gutem Grund, denn der Fremde verbirgt ein Geheimnis. Doch sein Streben danach, anerkannt zu werden und hier sein Glück zu finden ist groß. Um dieses Ziel zu erreichen, schreckt er noch nicht einmal vor einer arrangierten Ehe mit Suzanna zurück, der Tochter eines Großbauern. Sie ist bereit, sein Geheimnis zu bewahren. Und als Suzanna von einem Unbekannten schwanger wird, glaubt Rose, so der wahre Name des Fremden, sich am Ziel ihrer Wünsche

20:15 Uhr

Dienstag, 2. Juni

Akademie für Selbsthilfe und Bürgerengagement

Workshops im ersten Halbjahr 2026

Das buez – Selbsthilfe-Netzwerk – hat seinen Sitz im Rathaus Wanne: Hier gibt es mehrere Workshops.

Im ersten Halbjahr 2026 bietet die Herner Akademie für Selbsthilfe und Bürgerengagement ein Programm für ehrenamtlich Aktive und selbsthilfeinteressierte Menschen in Herne an. Das Ehrenamtsbüro und das buez – Selbsthilfe-Netzwerk der Stadt Herne laden gemeinsam zu den kostenlosen Veranstaltungen ein. Los geht es am Dienstag, 17. März 2026, um 16 Uhr mit einer Veranstaltung zum Thema „Krankenhaus, was nun?“ mit Informationen zum Überleitungs- und Entlassmanagement im buez – Selbsthilfe- Netzwerk Herne, Rathausstraße 6. Referentin Edeltraut Krause beantwortet die Frage: „Was funktioniert und wo hapert es noch beim Übergang von der stationären in die ambulante Versorgung?“ In ihrem zweiten Workshop für Selbsthilfegruppen und andere Interessierte unter dem Titel „Selbsthilfe als Teamwork 2.0 – Das crazy–Konfliktmanagement“ stellt Claudia Schwarz-Albert praktikable Problemlösungen für die Gruppenarbeit vor und gibt wertvolle Impulse, um schnell und kreativ wieder in den gegenseitigen Austausch zu finden. Der Termin ist Dienstag, 14. April 2026, um 17 Uhr im buez – Selbsthilfe-Netzwerk Herne, Rathausstraße 6. Als besonderer Höhepunkt im Rahmen der Herner Akademie gibt es am Freitag, 24. April 2026, um 16 Uhr „Zirkus zum Mitmachen: Stark im Team – Balance im Alltag“. Das Angebot des Circus Schnick Schnack zur Förderung von Zusammenarbeit, Vertrauen und Motivation für Engagierte in Selbsthilfegruppen und Ehrenamt findet im Circus Schnick Schnack, Jürgens Hof 59, statt. Am Mittwoch, 13. Mai 2026, um 14:30 Uhr heißt es „Social-Media für Dein Ehrenamt“ im Rathaus Herne, Raum 429, Friedrich-Ebert-Platz 2. Daniel Djan, Mitarbeiter Öffentlichkeitsarbeit im Büro OB der Stadt Herne, vermittelt Neueinsteigern einen Einblick in die digitale Welt von Social-Media und gibt Tipps, wie sie ihre Zielgruppen am besten erreichen können. Am Dienstag, 2. Juni 2026, um 14:30 Uhr beantwortet Uwe van der Lely, Geschäftsführer der Bochumer Ehrenamtsagentur, in seinem Impulsvortrag die Frage: „Wie gewinne ich junge Menschen für ein Ehrenamt?“. Veranstaltungsort ist das Stadtforum Herne, Bahnhofstraße 65. Alle Veranstaltungen sind kostenfrei. Anmeldungen sind ab sofort möglich, je nach Veranstaltung per E-Mail an buez@herne.de oder ehrenamt@herne.de und unter der Tel 02323 / 16 - 36 36 oder - 17 16. Der Flyer liegt in den Herner Rathäusern und in vielen städtischen Einrichtungen und Beratungsstellen aus und ist online hier abrufbar. Die Herner Akademie für Selbsthilfe und Bürgerengagement ist eine gemeinsame Initiative des buez – Selbsthilfe-Netzwerks und des Ehrenamtsbüros der Stadt Herne. Das Angebot richtet sich an alle interessierten Herner Bürger. Besonders eingeladen sind jedoch Menschen, die sich bereits bürgerschaftlich engagieren oder zukünftig engagieren wollen. Darüber hinaus sind auch hauptberufliche Mitarbeiter sozialer und gesundheitlicher Einrichtungen und Dienste willkommen. Seminarwünsche für kommende Programme können gerne beim buez oder im Ehrenamtsbüro eingereicht werden.

14:30 Uhr

Beratungen zu Häusern in Königsgrube und Hannover

Denkmalsprechstunde in zwei Siedlungen

Häuser wie dieses stehen in der Siedlung Königsgrube und sind denkmalgeschützt. Hier und in der Siedlung Hannover gibt es nun Denkmalsprechstunden, um Bürgerfragen zu klären.

Die Untere Denkmalbehörde der Stadt Herne berät ab Anfang Mai 2026 Denkmaleigentümer vor Ort in den historischen Siedlungen Königsgrube und Hannover zu allen anfallenden Fragen rund um ihr denkmalgeschütztes Haus. Darf ich meine Fenster tauschen? Bekomme ich finanzielle Unterstützung bei der Dachneueindeckung? Sind Photovoltaik-Anlagen erlaubt? Diese und viele weitere Fragen stellen sich Denkmaleigentümer bei geplanten Renovierungs- und Instandsetzungsarbeiten in ihren Eigenheimen. Viele kennen und nutzen bereits die Beratung der Sachbearbeiterinnen in der Unteren Denkmalbehörde. Um eine noch unkompliziertere und bürgernähere Beratung zu ermöglichen, bietet die Untere Denkmalbehörde ab Mai einmal im Monat eine offene Denkmalsprechstunde in den Siedlungen Königsgrube und Hannover an. Hier können im persönlichen Gespräch alle Fragen gestellt werden, die das Denkmal betreffen. Die Sprechstunden finden testweise von Mai bis Oktober 2026 statt. Bei Bedarf wird die Beratung auch auf die Wintermonate ausgeweitet. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Das Angebot findet in der jeweiligen Siedlung wie folgt statt. In der Siedlung Königsgrube in Röhlinghausen steht Ricarda Altvater von der Unteren Denkmalbehörde für die Sprechstunden zur Verfügung. Diese finden jeden ersten Dienstag im Monat von 15:30 bis 17 Uhr statt, auf dem Parkplatz am Kleingartenverein Königsgruber Park in der Günnigfelder Straße. Die Termine: 5. Mai, 2. Juni, 14. Juli (Ausweichtermin), 4. August, 1. September und 13. Oktober 2026 (Ausweichtermin). In der Siedlung Hannover in Eickel steht Svetoslava Radulov von der Unteren Denkmalbehörde für die Sprechstunden zur Verfügung. Diese finden jeden ersten Mittwoch im Monat von 15:30 bis 17 Uhr auf dem Parkplatz Sassenburg/Ecke Koloniestraße statt. Die Termine: 6. Mai, 3. Juni, 1. Juli, 5. August, 2. September und 7. Oktober 2026. Unabhängig von den geplanten Sprechstunden stehen die Sachbearbeiterinnen selbstverständlich auch weiterhin telefonisch oder per Mail zur Verfügung. Ricarda Altvater unter der Telefonnummer 0 23 23 / 16 - 29 93 oder per E-Mail an ricarda.altvater@herne.de. Svetoslava Radulov ist unter der Telefonnummer 0 23 23 16 - 30 30 zu erreichen oder per E-Mail an svetoslava.radulov@herne.de. Weitere Informationen zum Denkmalschutz sind auch auf der städtischen Homepage zu finden unter www.herne.de/denkmalschutz.

15:30 Uhr

Mittwoch, 3. Juni

Ausstellung mit Arbeiten von Rita Rohlfing

„REFLECTIONS“ in den Flottmann-Hallen

In den Flottmann-Hallen ist von Sonntag, 10. Mai 2026, bis Freitag, 26. Juni 2026, die Ausstellung "REFLECTIONS" der Künstlerin Rita Rohlfing zu sehen. Es ist ein Zusammenspiel von geometrischer Form und visueller Wirkung.

Die Arbeiten von Rita Rohlfing zeichnen sich durch das Zusammenspiel von geometrischer Form und visueller Wirkung aus. Die Ausstellung „REFLECTIONS“ in den Flottmann-Hallen, Straße des Borhammers 5, bietet einen Überblick über Rohlfings Schaffen. Die Ausstellung ist bis Freitag, 26. Juni 2026, in Herne zu sehen. Rohlfings Werke, darunter die bekannten „untitled spaces“, sind das Ergebnis ihrer Genauigkeit. Hinter der Materialbeschreibung „Lackfarbe auf Aluminium“ verbirgt sich ein langwieriger Prozess aus Handwerk und Kunst. Das Ziel: Ein Erlebnis von Form und Raum, das den Betrachtenden einlädt, genauer hinzusehen. Wer sich vor den Arbeiten bewegt, entdeckt durch visuelle Irritationen ständig neue Facetten. Es ist eine Kunst, die vom Standpunkt ihres Publikums lebt. Das Herzstück der Schau ist die Installation „Lufttöne“. Sie wurde 1999 im Kunstmuseum Mülheim zuerst gezeigt. „Bei uns in den Flottmann- Hallen haben wir sie unter unserem Glasdach installiert. Hier korrespondiert das Werk auf 250 Quadratmetern mit dem wandernden Sonnenlicht und dem Blau des Himmels. Es ist eine der größten Installationen, welche die Flottmann-Hallen je beherbergt hat“, sagte Kuratorin Katrin Lieske bei der Vorstellung von „REFLECTIONS“. Rita Rohlfing, 1964 in Bad Oeynhausen geboren, lernte ihr Metier an der Hochschule für Bildende Kunst (HfBK) Braunschweig, wo sie 1992 Meisterschülerin wurde. Nach Studienjahren an der School of Visual Arts in New York schuf sie sich einen Namen als Meisterin des raumbezogenen Arbeitens. Heute lebt und arbeitet sie in Köln. Die Ausstellung ist mittwochs bis sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei. Die Vernissage findet am Sonntag, 10. Mai 2026, um 11 Uhr statt. Die Einführung gibt Dr. Gabriele Uelsberg, Direktorin a.D. des LVR-Landesmuseums Bonn. Die Führung „Kunst, Kaffee, Kuchen“ durch die Ausstellung findet zweimal statt, jeweils mittwochs am 3. und 24. Juni 2026, um 10:30 Uhr. Gelegenheit zum Gespräch mit der Künstlerin gibt es am Sonntag, 14. Juni 2026, um 15 Uhr.

10:30 Uhr

'Zu Gast: Bund Gelsenkirchener Künstler'

Der künstlerische Austausch geht weiter

'Zu Gast: Bund Gelsenkirchener Künstler'. Im Bild das Werk von Christian Hardick.

Der künstlerische Austausch geht in die nächste Runde. Dazu präsentiert der Herner Künstlerbund HKB ’90 vom 3. Mai bis einschließlich 14. Juni 2026 Arbeiten von 19 Gelsenkirchener Künstlern, die dem Bund Gelsenkirchener Künstler (BGK) angehören. Eröffnet wird die Ausstellung unter dem Titel „Zu Gast“ am Sonntag, 3. Mai 2026, um 15 Uhr. Mit einem impulsgebenden Blick „über den Tellerrand“, genauer gesagt über die Stadtgrenzen hinaus, fand im Januar 2026 der erste künstlerische Austausch unter dem Titel „Zu Gast“ statt – damals in Gelsenkirchen-Ückendorf, damals mit acht Künstlern aus Herne – nun also in Herne. Die Besucher können sich auf einen Querschnitt durch das Schaffen folgender Künstler aus der Nachbarstadt freuen: Angie Christiani, Gordana Djukic, Andreas Frings, Christian Hardick, Thomas J. Helms, Christel Klarhöfer, Heike Klinger, Sabine Leichner-Heuer, Maria Meza, Angelika Noa, Barbara Ring, Christiane Steffler, Monika Stolarczyk-Salehian, Karin Templin-Glees, Gabriele Tolksdorf, Wolfgang Weck, Jen Weissenbacher, Gregor Wildförster und Brigitte von der Eltz. Im Gespräch mit halloherne erklärt die zweite Vorsitzende des Vereins, Nina Ryschawy, das Zustandekommen der großen Anzahl an Beteiligten: „Für uns als Verein ist es wichtig, dass Künstler, die sich präsentieren möchten, dazu auch die Möglichkeit bekommen. In diesem Fall waren es eben 19.“ Das bedeutet zugleich, dass von jedem Künstler nur ein Werk gezeigt werden kann. Das sieht die zweite Vorsitzende nicht unbedingt als Manko an und sagt dazu: „Für uns stehen weniger die einzelnen Werke im Mittelpunkt als vielmehr die Künstler selbst und die gegenseitige Wertschätzung. Wir verstehen diese Ausstellungen als Ausdruck von Freundschaft und Austausch.“ Ein festgelegtes Thema gab es bewusst nicht. Die einzige Vorgabe war das Format – nicht größer als 50 × 100 cm. Dem Bund Gelsenkirchener Künstler, der im Jahr 2025 sein 75-jähriges Bestehen feierte, gehören derzeit 34 Kulturschaffende an. 19 von ihnen nehmen nun an der Ausstellung in den Räumen des HKB teil. Die Vernissage der Ausstellung „BGK zu Gast beim HKB ’90“ findet am Sonntag, 3. Mai 2026, um 15 Uhr im Kunstpunkt an der Mont-Cenis-Straße statt. Die Begrüßung übernimmt Gisela Schulte, zweite Vorsitzende der Herner Künstler. In das Thema führt Dr. Falko Herlemann ein. Für die musikalische Begleitung sorgt Greta Langer am Klavier und mit Gesang. Die Ausstellung ist anschließend mittwochs und sonntags jeweils von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Workshop: „Papierpoesie – Individuelle Grußkarten selbst gestalten“ mit Gordana Djukic und Jen Weissenbacher. Sonntag, 17. Mai 2026, 15 bis 18 Uhr Lesung: Angie Christiani, „Du und ich und irgendwas dazwischen“, Sonntag, 31. Mai 2026, ab 15 Uhr.

15 Uhr

Beratungen zu Häusern in Königsgrube und Hannover

Denkmalsprechstunde in zwei Siedlungen

Häuser wie dieses stehen in der Siedlung Königsgrube und sind denkmalgeschützt. Hier und in der Siedlung Hannover gibt es nun Denkmalsprechstunden, um Bürgerfragen zu klären.

Die Untere Denkmalbehörde der Stadt Herne berät ab Anfang Mai 2026 Denkmaleigentümer vor Ort in den historischen Siedlungen Königsgrube und Hannover zu allen anfallenden Fragen rund um ihr denkmalgeschütztes Haus. Darf ich meine Fenster tauschen? Bekomme ich finanzielle Unterstützung bei der Dachneueindeckung? Sind Photovoltaik-Anlagen erlaubt? Diese und viele weitere Fragen stellen sich Denkmaleigentümer bei geplanten Renovierungs- und Instandsetzungsarbeiten in ihren Eigenheimen. Viele kennen und nutzen bereits die Beratung der Sachbearbeiterinnen in der Unteren Denkmalbehörde. Um eine noch unkompliziertere und bürgernähere Beratung zu ermöglichen, bietet die Untere Denkmalbehörde ab Mai einmal im Monat eine offene Denkmalsprechstunde in den Siedlungen Königsgrube und Hannover an. Hier können im persönlichen Gespräch alle Fragen gestellt werden, die das Denkmal betreffen. Die Sprechstunden finden testweise von Mai bis Oktober 2026 statt. Bei Bedarf wird die Beratung auch auf die Wintermonate ausgeweitet. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Das Angebot findet in der jeweiligen Siedlung wie folgt statt. In der Siedlung Königsgrube in Röhlinghausen steht Ricarda Altvater von der Unteren Denkmalbehörde für die Sprechstunden zur Verfügung. Diese finden jeden ersten Dienstag im Monat von 15:30 bis 17 Uhr statt, auf dem Parkplatz am Kleingartenverein Königsgruber Park in der Günnigfelder Straße. Die Termine: 5. Mai, 2. Juni, 14. Juli (Ausweichtermin), 4. August, 1. September und 13. Oktober 2026 (Ausweichtermin). In der Siedlung Hannover in Eickel steht Svetoslava Radulov von der Unteren Denkmalbehörde für die Sprechstunden zur Verfügung. Diese finden jeden ersten Mittwoch im Monat von 15:30 bis 17 Uhr auf dem Parkplatz Sassenburg/Ecke Koloniestraße statt. Die Termine: 6. Mai, 3. Juni, 1. Juli, 5. August, 2. September und 7. Oktober 2026. Unabhängig von den geplanten Sprechstunden stehen die Sachbearbeiterinnen selbstverständlich auch weiterhin telefonisch oder per Mail zur Verfügung. Ricarda Altvater unter der Telefonnummer 0 23 23 / 16 - 29 93 oder per E-Mail an ricarda.altvater@herne.de. Svetoslava Radulov ist unter der Telefonnummer 0 23 23 16 - 30 30 zu erreichen oder per E-Mail an svetoslava.radulov@herne.de. Weitere Informationen zum Denkmalschutz sind auch auf der städtischen Homepage zu finden unter www.herne.de/denkmalschutz.

15:30 Uhr

Donnerstag, 4. Juni

Richard Strauss` „Elektra“ in Düsseldorf

Triumphales Debüt Ingela Brimbergs

Elektra (Ingela Brimberg) kann endlich wieder auf ihren lang erwarteten Bruder Orest (Richard Šveda) zählen.

Das Geschlecht der Atriden ist vom Fluch der Rache vergiftet, nachdem König Tantalos die Speise der Götter geraubt und ihnen stattdessen seinen geschlachteten Sohn Pelops vorgesetzt hat. Keiner hat das so nüchtern zu Papier gebracht wie der Dramatiker Heiner Müller in seinem „Elektratext“, der programmatisch gleich am Anfang des Programmheftes zur knapp zweistündigen Neuinszenierung der Oper „Elektra“ von Richard Strauss an der Deutschen Oper am Rhein abgedruckt ist. König Agamemnon, der in Stephan Kimmigs Inszenierung in Person des belarussischen Cirque du Soleil-Artisten Aliaksei Liubezny als Untoter im Outfit eines Weißclowns seine enorme Beweglichkeit unter Beweis stellen kann, ist durch seine Gattin Klytämnestra (Linda Watson) und ihren Liebhaber Aegisth (Cornel Frey) ermordet worden. Weshalb Agamemnons Tochter Elektra (musste kurzfristig für die polnische Wagner-Spezialistin Magdalena Anna Hofmann einspringen: die völlig zu Recht mit Ovationen gefeierte schwedische Sopranistin Ingela Brimberg) auf Rache sinnt. Dabei aber vergeblich auf die Unterstützung ihrer jüngeren, dem Leben zugewandten Schwester Chrysothemis (die armenischen Sopranistin Liana Aleksanyan) hofft. Bevor Elektra selbst zur Axt greift, deponiert im Kofferraum eines Oldtimers, an dem sie, zünftig im Blaumann (Kostüme: Anja Rabes) gewandet, herumschraubt, taucht glücklicherweise ihr lange vermisster, ja bereits für tot erklärter Bruder Orest (slowakischen Bariton Richard Šveda) als Vollstrecker auf. In ihrem giftgrünen Glitzerkleid liegt die erschlagene Klytämnestra in einem weißen Sarg, der in den tristen Innenhof (Bühne: Katja Hass) eines kalten Wohngebäudes unserer Tage aus größtenteils mit Klinker-Riemchen verblendetem Beton geschoben wird. Warum ihre drei urplötzlich empathischen Kinder nun die Reinigung des Gesichts, der Hände und Füße der Toten übernehmen, erschließt sich mir ebenso wenig wie der Einsatz einer Live-Cam oder die Video-Projektionen zweier Clowns, die laut Programmheft Agamemnon und Menelaos darstellen sollen, auf die Rückwand. Hugo von Hofmannsthals Drama „Elektra“ nach der gleichnamigen, um 430 vor Christus in Athen uraufgeführten Tragödie des Sophokles, ist in Gegenwart von Richard Strauss am 30. Oktober 1903 im Kleinen Theater Berlin in einer Inszenierung von Max Reinhardt mit Gertrud Eysoldt in der Titelrolle erstmals herausgekommen. Zwei Jahre später, am 25. Januar 1909, kam die Oper „Elektra“ in Dresden heraus – und wurde ein Welterfolg. Unter der Leitung von Chefdirigent Vitali Alekseenok feierte die weltweit an führenden Opernhäusern gastierende Ingela Brimberg, übrigens auch eine ausgebildete Psychologin, die kurzfristig aus Gotland an den Rhein verpflichtet werden konnte und zuletzt die Partie der „Elektra“ in der Hamburger Elbphilharmonie sang, ein minutenlang gefeiertes Debüt im Düsseldorfer Opernhaus. An ihrer Seite mit Liana Aleksanyan und Richard Šveda zwei kaum weniger gefeierte Ensemblemitglieder sowie mit der Kammersängerin Linda Watson ein Ehrenmitglied der Rheinoper, die vor dreizehn Jahren in der Titelpartie auf denselben Brettern brillierte. Musikalisch also alles im grünen Bereich? „Ein Werk voller Kontraste, extremer Spannung und Emotionalität – mit einer Musik, die wie ein einziges großes Crescendo von einem Höhepunkt zum nächsten treibt“: Die Unerbittlichkeit, mit der der belarussische Dirigent die ungeheure Intensität der Musik im Graben befeuert, konterkariert das freilich ganz und gar nicht aufgehende Regiekonzept, nach dem sich die drei rachedurstigen Königskinder „remenschlichen“ (Stephan Kimmig) durch die „taktile Annäherung“ an den toten Körper ihrer Mutter. Zugegeben, in der Erinnerung verklärt sich manches. Aber Hildegard Behrens hat – vor dreißig Jahren – in Salzburg eine nicht nur wütende, nach Blutrache dürstende, sondern auch eine traurige, liebesbedürftige und vereinsamte Elektra verkörpert, darin kongenial unterstützt von Lorin Maazel am Pult der Wiener Philharmoniker, denen Joachim Kaiser in der SZ „faszinierende Zartheit und humane Betroffenheit“ attestierte. Im Übrigen halte ich es mit dem österreichischen Dramatiker Arthur Schnitzler („Reigen“), der nach der Wiener Premiere 1909 an Hofmannsthal schrieb: „Einen reineren Eindruck hatt’ ich zwischen Generalprobe und Aufführung, da ich gestern früh ihre unverstraußte Elektra wieder las, die etwas einfach Bewunderungswürdiges vorstellt und der ich für meinen Teil gestern Abend noch heftiger applaudiert habe, als der wahrhaft mächtigen Musikbegleitung.“ Die weiteren Aufführungen im Opernhaus Düsseldorf: Karten unter operamrhein.de oder Tel. 0211-8925210

18:30 Uhr

Freitag, 5. Juni

Gleichzeitig steigt die 19. Carcassone-WM im H2Ö

Spielezentrum zum 37. Mal auf der 'Spiel'

Freuen sich auf den insgesamt 37. Besuch des Spielezentrums auf der Messe "Spiel" in Essen: (v.li.) Daniel Krause (Brettspiel-News), Susanne Klaus (stellv. Leiterin Spielezentrum) und Thomas Moder (Leiter Spielezentrum). Die Spiele vor ihnen sind älter, bei der Messe bekommen sie die Neuheiten zur Verfügung gestellt.

Zwei besonders wichtige Termine stehen jedes Jahr im Kalender vom Spielezentrum, welches im Stadtteilzentrum H2Ö am Hölkeskampring beheimatet ist. Zum einen der selbst veranstaltete Spielewahnsinn im Mai (halloherne berichtete), zum anderen der Besuch auf der mehrtägigen Messe „Spiel“ in Essen. Letztere steht nun wieder an und das Spielezentrum wird dort zum bereits 37. Mal vertreten sein. Die „Spiel“ dauert von Donnerstag, 23. Oktober, bis Sonntag, 26. Oktober 2025 und gilt als die wichtigste und weltweit größte Veranstaltung für Gesellschaftsspiele. „Wir werden weiterhin der größte nicht kommerzielle Stand dort sein“, kündigt Thomas Moder, Leiter des Spielezentrums, an. 20 Tische auf einer Fläche von 200 Quadratmetern stehen in Halle 1 (Stand F800) bereit. „Wir bieten erneut als einziger Aussteller Spiele von vielen verschiedenen Verlagen zum Ausprobieren an.“ Etwa 300 bis 400 Neuheiten, die am Tag vor der Messe eingesammelt werden, stehen zur Verfügung. Susanne Klaus wird als stellvertretende Leiterin des Spielezentrums mit 17 weiteren Personen vor Ort sein und freut sich auf viele neugierige Besucher. Sie hat schon viele Messen miterlebt und erkennt einen Wandel: „Früher war es familiärer. Es hat sich etwas geändert, heutzutage steht der Verkauf mehr im Vordergrund. Im Gegensatz steht bei unserem Spielewahnsinn das Ausprobieren im Fokus.“ Wer an einem der vier Tage in Essen vor Ort ist (Tickets gibt es nur noch online, Dauerkarten sind nicht mehr erhältlich), kann auch das Begleitprogramm nutzen. Hierbei werden immer mehr Talks und Vorträge zu verschiedenen Themen und Spielen angeboten, teilweise auch mit Gästen. Aber aufgepasst: Spontane Besucher könnten Pech haben, vor allem der Donnerstag und Samstag sind schon mit Stand von Dienstag (14.10.2025) fast ausverkauft. Mit am Stand des Spielezentrums ist ein „Untermieter“, offiziell Mitaussteller genannt. Die Webseite www.brettspiel-news.de, die reichweitenstärkste deutschsprachige Plattform zum Thema Gesellschaftsspiele, wird unter anderem Autoren und verschiedene Verlage einladen, um vor Ort Interviews zu führen. Ebenfalls sollen Autogrammstunden mit bekannten Spielautoren möglich sein. Daniel Krause aus dem Team erklärt: „Uns gibt es seit neun Jahren und wir sind eine Gruppe von über 30 Personen. Wir wollten schon länger mal mit dabei sein und nun hat es geklappt.“ Das Spielezentrum wechselt jedes Jahr seinen „Untermieter“ für den Stand und sucht daher immer nach neuen Partnern. Krause führt weiter aus: „Unter anderem wird Spieleautor Uwe Rosenberg zwei soziale Projekte vorstellen und Lukas Zach sowie Michael Palm, Erfinder vom preisgekrönten Spiel 'Dorfromantik', sind ebenfalls bei uns zu finden.“ Eine erste Auflage eines Prinzmagazins, mehrere Podcast-Aufzeichnungen und YouTube-Videos runden den Auftritt von „Brettspiel-News“ in Essen ab. Das Spielezentrum ist aber ebenfalls mit einigen Aktionen am Start: Am Donnerstag, 23. Oktober, stellt ein 72-jähriger Spieleerfinder aus Hattingen sein Erstlingswerk „Murmel7“ vor, einen Tag später präsentiert Thomas Spitzer aus Dortmund den Prototyp von „Westfalen Hanse“. Am Wochenende werden Vivek Mehta und Stefan Wingo ihr Spiel „The Fallpoint“ vorstellen. Dieses erhielt bei der BerlinCon den Prototypenpreis als innovatives Klimaspiel. Zudem gibt es für Besucher das beliebte Würfellotto mit verschiedenen Preisen. Währenddessen herrscht auch in den Herner Räumen Hochbetrieb. Am Samstag, 25. Oktober 2025, findet im H2Ö das Finale der 19. Carcassonne-Weltmeisterschaft statt. Moder geht derzeit von 50, vielleicht 51 Teilnehmern aus der ganzen Welt, mit Ausnahme des Kontinents Afrika, aus. Online wird es wieder einen Live-Stream geben. Ganz frisch ist diese Ankündigung: Von Freitag bis Sonntag, 5. bis 7. Juni 2026, wird im H2Ö die erste Deutsche Meisterschaft im Spiel „Terraforming Mars“ stattfinden. Die Organisatoren rechnen hier mit rund 200 Teilnehmern. Anmeldungen sind online unter https://spielezentrum.de/de/mars.htm möglich. Für dieses Spiel soll es auch noch eine besondere „Herne“-Karte geben, die mit ins Spiel intregriert werden kann.

Samstag, 6. Juni

Das Jahresprogramm der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3

Vom Schwarzen Gold zum Weißen Gold

Gerhard Hahn eröffnet am Samstag, 14. März 2026 den Ausstellungsreigen in der Künstlerzeche mit großformatige Skulpturen, meist aus Terrakotta, die bewusst die Analogie zwischen Natur, Zelle, Körper und vom Menschen Geschaffenem, Gerät oder Maschine, suchen.

Keramik und Bergbau sind historisch eng miteinander verbunden. Wie das Vorstandsmitglied Florian Kunath bei der Vorstellung des Jahresprogramms 2026 der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3 ausführte, verdanken wir nicht zuletzt den Bergleuten, dass im 18. Jahrhundert die Porzellanherstellung in Sachsen für den europäischen Raum entschlüsselt werden konnte. Zugleich bilden Rohstoffe aus dem Bergbau bis heute die Grundlage keramischer Produktion: „Es überrascht daher nicht, dass bergbauliche Motive über lange Zeit hinweg zu beliebten Sujets der Keramik gehörten“, so Kunath am Mittwoch (25.2.2026). Die fruchtbare Symbiose zwischen Bergbau und Porzellan erreichte im 18. Jahrhundert eine besondere Intensität und schöpferische Produktivität, deren Nachwirkungen bis heute spürbar sind. In dieser Tradition präsentiert die Künstlerzeche Unser Fritz 2/3 im Rahmen des Themenjahres Keramik aktuelle Positionen der Gegenwart. Den Anfang macht Gerhard Hahn am Samstag, 14. März 2026 unter dem Titel „Titania“ mit großformatigen Skulpturen und einer Installation. Im weiteren Verlauf des Jahres kann die Vielfalt und der Zauber zeitgenössischer Keramik in den beiden Ausstellungsräumen des Kauengebäudes mit Arbeiten von Gereon Krebber, Young-Jae Lee, der Essener Keramischen Werkstatt Margaretenhöhe sowie Ursula Commandeur, Mitglied des Herner Künstlerbundes, und David Rauer, dem ersten Förderpreisträger der Künstlerzeche, erlebt werden. Das Themenjahr „Grenzbereiche II: Keramik“ widmet sich insbesondere der Keramik als künstlerischem Medium und beleuchtet deren Verbindung zu Industriekultur, zur Bergbaugeschichte und zur zeitgenössischer Kunstpraxis. Den Abschluss des Ausstellungsjahres bildet traditionell die Präsentation „Förderpreis Junge Positionen“ mit Arbeiten der Absolventen der nordrhein-westfälischen Kunstakademien von Samstag, 7. November bis Sonntag, 29. November 2026. Was danach kommt, hängt vom Baufortschritt der Sanierungsarbeiten des Kauengebäudes ab. Geplant in einem Zeitraum von drei Jahren sollen das Dach, der Keller und die Außenfassade der Künstlerzeche gründlich renoviert bzw. erneuert werden. Florian Kunath hofft, zumindest 2028 mit einer größeren thematischen Ausstellung in Kooperation mit dem Deutschen Bergbau-Museum wieder ins Kauengebäude zurückkehren zu können. In der Zwischenzeit soll es Auslagerungen innerhalb der Stadtgrenzen geben, auch könnte das benachbarte Fördermaschinenhaus genutzt werden. Dort plant die von den drei professionell ausgebildeten jungen Schauspielern Dominik Cerne, Jakob Kubisch und Lucien Räderscheidt gegründete „Bühne Unser Fritz“, die im November 2025 mit „Die Brücke am Kanal“ von Martin Zaik die erste Premiere herausgebracht hat (halloherne berichtete), in diesem Jahr drei Neuinszenierungen – wenn entsprechende öffentliche Zuschüsse fließen. Sollte sich das Freie Theater in Unser Fritz etablieren, steht das Gebäude im nächsten Jahr nur sporadisch für Veranstaltungen oder gar Ausstellungen zur Verfügung. Zusammen mit dem in 2025 erheblich erweiterten Veranstaltungsprogramm hat sich die Zahl der Besucher in der Künstlerzeche verdreifacht. Was, so Florian Kunath, Herausforderung und Verpflichtung zugleich bedeutet. Erfolgsformate wie der Feierabend-„Schichtwechsel“ und BYOB (Bring Your Own Beamer) werden fortgesetzt – und die Teilnahme an der revierweiten „N8schicht“ Ende Mai 2026 auf zwei Tage ausgeweitet mit offenen Ateliers, einer Ausstellung mit aktuellen Arbeiten der Unser-Fritz-Künstler sowie Live-Musik. Apropos Musik. Erstmals wird es am Samstag, 6. Juni 2026, ein Live-Konzert mit namhaften Künstlern der Rap- und HipHop-Szene geben in Zusammenarbeit mit dem KAZ. Und das bisher im Emschertalmuseum abgehaltene Künstlercafé wechselt heuer nach Unser Fritz, erstmals am Samstag, 21. März 2026. Im Rahmen des Jahresthemas wird es am Samstag und Sonntag, 12. und 13. September 2026 einen Keramikmarkt in der Künstlerzeche mit, Stand heute, 26 Ausstellern, darunter auch der Keramikwerkstatt des Schollbrockhauses.

Ballett „Phoenix Effect“ am MiR

Vom Beenden und immer wieder neu anfangen

Douglas Oliveira und Ashley Affolter in „Phoenix Effect“ ab Ende April 2026 in Gelsenkirchen.

Die Sage vom Phoenix, der am Ende seines sehr langen Lebenszyklus' verbrennt, um aus der Asche wiedergeboren zu werden, ist der Ausgangspunkt des letzten Ballettabends unter der alten Leitung am Gelsenkirchener Musiktheater im Revier. Sie geht zurück auf den altägyptischen Benu-Mythos, dessen Zyklus allerdings nur einen Tag dauert und der so den Kreislauf der Sonne symbolisiert. Die international gefragte Choreographin Lali Ayguadé teilt sich die Auseinandersetzung mit dem Mythos mit ihrem Kollegen Akira Yoshida. Zwei eigenständige Kreationen fügen sich zu einem kompletten Zyklus und abendfüllenden Stück zusammen. Dabei kommt ihnen zugute, dass sie schon in zahlreichen Projekten eng zusammengearbeitet haben und ihre unterschiedlichen Bewegungssprachen sich perfekt ergänzen. Akira Yoshida beschäftigt sich in „Ashes to Down“ (Arbeitstitel) mit dem Enden, also der ersten Hälfte des Zyklus', in einer Tanzsprache, die der Choreograph vom Vokabular des Breakdance her entwickelt. Die Katalanin Lali Ayguadé, die mit bedeutenden Künstlern wie Marcos Morau, Akram Khan und Hofesh Shechter zusammenarbeitete, setzt sich in ihrem Teil mit der Wiedergeburt als Chance auseinander. Am Donnerstag, 30. April 2026, um 19.30 Uhr feiert „Phoenix Effect“ im Kleinen Haus am Kennedyplatz seine Uraufführung. Gemeinsam ist beiden Choreographen eine sehr erzählerische Bewegungssprache, die sich aus der genauen Beobachtung alltäglicher Interaktion von Menschen herleitet. Das gibt ihren Stücken eine Unmittelbarkeit und Zugänglichkeit, die im zeitgenössischen Tanz nicht selbstverständlich ist. Gleichzeitig sind Gesten und Bewegungsmuster künstlerisch überformt und fügen sich zu einem ästhetischen Gesamtbild. Karten kosten ab 16 Euro. Als dritte Arbeit ergänzt „Hand made“ von Olivia Court Mesa den Abend. Das kurze, hoch konzentrierte Stück für vier Tänzer war bereits 2023 im Kunstmuseum Gelsenkirchen zu sehen. Jetzt ist die Kreation der Gewinnerin der Rotterdam International Duet Choreography Competition 2022 (RIDCC) erstmals auf der Theaterbühne zu erleben. Getanzt wird sie von den vier „Gründungsmitgliedern“ der MiR Dance Company: Marie-Louise Hertog, Alessio Monforte, Pablo Navarro Muñoz und Chiara Rontini. Zu dieser Produktion findet am Freitag, 24. April 2026, um 18 Uhr eine Tanz-Werkstatt, bei der das Publikum Einblicke in Proben erhält und Gelegenheit hat, die Choreographen kennen zu lernen, statt. Die weiteren Aufführungen nach der Premiere: Am Samstag, 9. Mai, Sonntag, 17. Mai, am Samstag, 6. Juni, Freitag, 12. Juni und Sonntag, 21. Juni sowie am Donnerstag, 2. Juli 2026. Karten unter musiktheater-im-revier.de oder Tel. 0209 – 4097200.

Sprachkursus bei der vhs

Niederländisch für die Reise

Niederländisch in der vhs im Kulturzentrum.

In der vhs im Kulturzentrum beginnt am Samstag, 6. Juni 2026, ein Grundkurs in Niederländisch für Anfänger. An drei Samstagen im Juni – 6., 20. und 27. – treffen sich die Teilnehmenden mit Dr. Temilo van Zantwijk, der aus Ermelo stammt, in Utrecht studiert hat und der nun Niederländisch an der vhs unterrichtet. Er bietet diesen Wochenendkursus für Anfänger an, die gern in die Niederlande reisen und in der Landessprache mit unseren Nachbarn kommunizieren wollen. Die Interessierten lernen, einfache alltägliche Situationen auf Niederländisch zu bewältigen. Dann können sie sich ein wenig mit dem Vermieter der Ferienwohnung unterhalten, im Supermarkt einkaufen, in einem Lokal einen Tisch reservieren, bestellen und bezahlen und mehr. Auch vermittelt der Dozent einiges über interessante Orte, die sich für einen Besuch lohnen. Ein Skript wird im Kursus ausgehändigt und ist in der Gebühr von 42 Euro enthalten. Anmeldung über die vhs-homepage oder in den Geschäftsstellen, Tel 02323/ 163584 oder 162920.

9:45 Uhr

Kolpingsfamilie Herne Zentral lädt ein

Repair-Café im Juni

Das Repair Cafe findet in St. Bonifatius statt.

Das Repair-Café findet am 6. Juni 2026 von 10 bis 13 Uhr statt. Organisiert wird es von der Kolpingsfamilie Herne Zentral. Anmeldung ist nicht notwendig.

10 Uhr

Leonard Bernsteins Gesamtkunstwerk

'On The Town' im Theater Duisburg

Fahr ‘mal wieder U-Bahn: Ozzie (Peter Lewys Preston), Gabey (Leon de Graaf) und Chip (Julius Störmer) auf 24-Stunden-Trip in New York.

„New York, New York“: Mit dem eher träumerischen Gabey (überragend: der in Kolumbien geborene, in Amsterdam und Göteborg ausgebildete Musical-Allrounder Leon de Graaf), dem wissensdurstigen Chip (Folkwang-Absolvent Julius Störmer) und dem „Checker“ Ozzie (Peter Lewys Preston, zweifacher Sieger im Bundeswettbewerb Gesang) entsteigen drei US-Boys 1944 einem im Hintergrund auftauchenden Kriegsschiff (grandiose Bühne, suggestive Videos: Momme Hinrichs). Kurz bevor sie als Matrosen in den Zweiten Weltkrieg gegen die Nazis ziehen, wollen sie ihren 24-stündigen Landurlaub gründlich nutzen: Während es Chip eher zu den Sehenswürdigkeiten zieht, wollen die beiden anderen in Big Apple noch einmal ein Fass aufmachen – mit Mädchen versteht sich. „Gabey's Comin' To Town“: Als er in der Subway ein Plakat mit der „Miss U-Bahn des Juni“ entdeckt, ist Gabey hin und weg. Diese entzückende Ivy Smith (Maria Joachimstaller) soll Gesang und Malerei studieren. Doch wie sie finden? Chip gibt seinen Plan zugunsten des Freundes auf: Das Trio trennt sich, um abends nach erhofftem Erfolg am Times Square wieder zusammenzukommen. Ersterer wird von der gerade aus ihrem Job gefeuerten Taxifahrerin Hildy (besitzergreifend: Laura Magdalena Goblirsch) gesucht, gefunden und später daheim sogar bekocht. Wenigstens die letzte Tour mit ihrem geliebten Yellow Cab soll ihr noch Spaß machen. Währenddessen hat sich der Draufgänger Ozzie ins Naturkundemuseum verirrt, wo er auf die scheinbar unterkühlt-intellektuelle Anthropologie-Studentin Claire (stille Wasser sind tief: Valerie Luksch) trifft, die ausgerechnet diesen Checker als Urbild des Mannes entdeckt. Welcher freilich im Handumdrehen in ihr Saiten zum Klingen bringt, wie es ihrem langweiligen Verlobten, dem so noblen wie verständnisvollen und dabei auch noch geradezu verschwenderisch-großzügigen Richter Pitkin Brigework (glänzt auch als Moderator: der holländische Bariton Peter Bording) niemals möglich wäre: „Carried Away“ ist eines der zu Herzen gehenden Duette mit Ohrwurm-Qualität dieses völlig zu Unrecht kaum gespielten Frühwerks Leonard Bernsteins. „Lucky to Be Me“: Aber auch Gabey ist fündig geworden – in der Carnegie Hall, wo er auf seine preisgekrönte Schönheit Ivy trifft – und auf ihre Gesangslehrerin Madame Dilly (die Londoner Sopranistin Morenike Fadayomi aus dem Rheinopern-Ensemble). Die ist der Auffassung: „Sex und Kunst passen nicht zusammen“, weshalb sie die abendliche Verabredung hintertreibt. So erscheinen auf dem Times Square nur die Ivy-Doubles Claire und Hildy, weshalb Chip und Ozzie ihren trauernden Kameraden mit einer ausgiebigen Nachtclub-Tour aufmuntern wollen. Die weit nach Mitternacht auf Coney Island endet, wo Ivy in einer leichtbekleideten Tänzerin seine Miss U-Bahn erkennt. Doch kaum hat jeder Topf seinen Deckel gefunden, heißt es auch schon: Leinen los! Und das nächste Trio erlebnishungriger Matrosen entert die Pier... Mit seinem ersten, am 28. Dezember 1944 im New Yorker Adelphi Theatre uraufgeführten ersten Musical-Erstling „On the Town“ machte der junge Leonard Bernstein New York, der Stadt seiner Träume, und ihren Menschen eine rauschende Liebeserklärung. Mit jazzigem Sound und pulsierender Lebensfreude, die sich vor allem in rasanten Tanzszenen und grandiosen Ensemblenummern Bahn bricht, führte der anhaltend große Publikumserfolg 1949 zur legendären Verfilmung mit Gene Kelly und Frank Sinatra. Doch erst 1977 wurde diese auch unter „New York, New York“ bekannte Musical-Perle im Pfalztheater in Kaiserslautern auf Deutsch erstaufgeführt. Die alle Sinne ins Wallen bringende Neuproduktion der Deutschen Oper am Rhein, die unter der musikalischen Leitung von Stefan Klingele am Pult der Duisburger Philharmoniker in der turbulenten knapp dreistündigen Inszenierung von Louisa Proske am Premierenabend des 25. April 2026 stehend gefeiert wurde, vereint die im Original gesungene Musik mit den deutschen Dialogen von Jens Luckwaldt – eine glückliche Kombination. Um nicht zu viel zu verraten: Die Subway-Szenen haben ‘was vom Berlin-Musical „Linie 1“ mit Dominik Müller als Plakatkleber und Veronika de Vries als Wilmersdorfer Witwe, die Werbebotschaften der „Miss U-Bahn“ erinnern an nicht nur an die 1950er Jahre, sondern auch an manche aktuelle Kehrtwendungen der US-Politik im bewussten Kontrast zu den jungen, selbstbewussten Protagonistinnen unter Einschluss der Dragqueen Dolores (Joel Zupan), eine poetische Schirm-Choreographie wird von rasanten Tanzszenen abgelöst und der Burlesque-Schuppen könnte einem expressionistischen Film der 1920er Jahre entstammen. „Lonely Town“, „Ya Got Me“: Es sind nicht Ohrwürmer wie in seiner „West Side Story“, mit denen Leonard Bernstein in „On the Town“ begeistert, sondern es ist das Gesamtkunstwerk, zumal wenn es wie hier an der Rheinoper mit leichter Ironie und eher heiteren Bezügen auf unsere Gegenwart beiderseits des Großen Teichs angereichert wird. Da die Vorstellungen im Theater Duisburg bis Saisonende schon sehr gut gebucht sind, hat bereits der Vorverkauf für die kommende Spielzeit 2026/27 begonnen. Die weiteren Aufführungen im Theater Duisburg: Karten unter operamrhein.de oder Tel. 0203 – 28362100.

19:30 Uhr

Das Programm vom Strünkeder Sommer 2026

Fünf Monate Kultur am Schloss

Im und rund um das Schloss Strünkede sorgt der Strünkede Sommer 2026 für viel Unterhaltung: Ein Teil davon ist das Electric Residence am Samstag, 11. Juli 2026.

Für Kultur und gute Unterhaltung muss man nicht weit reisen. Der Strünkeder Sommer verwandelt Schloss und Park in diesem Sommer wieder in eine lebendige Bühne. Der Kultursommer bringt Musik, Theater, Kino und Festivals nach Herne. Am Donnerstag, 14. Mai 2026, geht es mit dem Familienfest der Herner Schützenvereine los. Der Strünkeder Sommer verbindet bewährte Angebote, die in Herne seit Jahren fester Bestandteil des Kulturkalenders sind, mit neuen Angeboten. Dabei bietet das Schloss Strünkede mit dem Park, der Kapelle sowie der wiedereröffneten Städtischen Galerie eine einzigartige Kulisse, die zum gemeinsamen Feiern und Genießen einlädt. An Christi Himmelfahrt, Donnerstag, 14. Mai, beginnt der Strünkeder Sommer mit einem Familienfest, bei dem Tradition und Gemeinschaft im Vordergrund stehen. Die Herner Schützenvereine und Spielmannszüge laden von 11 bis 19 Uhr zu einem offenen Programmtag für alle Altersgruppen ein. Der Eintritt ist frei. Besonders schön: Der gesamte Erlös kommt dem Lukas-Hospiz zugute. Sonntag, 17. Mai 2026, Internationaler Museumstag: Zum Internationalen Museumstag lädt das Emschertal-Museum in all seine Häuser ein. Dazu zählt neben dem Schloss, der Städtischen Galerie und der Kapelle auch das Heimatmuseum Unser Fritz. Es gibt kostenfreie Führungen und freien Eintritt während der Öffnungszeiten – die perfekte Gelegenheit, um einen Blick in die frisch sanierte Galerie zu werfen. Die Öffnungszeiten in allen Häusern sind von 11 bis 17 Uhr. Kostenlose Führungen gibt es im Heimatmuseum um 12 Uhr, im Schloss Strünkede um 14 Uhr und in der städtischen Galerie um 15 Uhr. Der Eintritt ist an diesem Tag in allen Häusern des Museums frei. Samstag, 11. Juli 2026, Electric Residence: Mit der vierten Auflage des Festivals etabliert sich „Electric Residence“ als House- und Techno-Oase mitten im Ruhrgebiet. Zwölf DJs, darunter auch nationale und internationale Bekanntheiten, werden den Schlosshof gebührend in Vibration versetzen. Eintritt ab 18 Jahren. Los geht es ab 16 Uhr, Ende ist um 1:30 Uhr. Tickets kosten im Vorverkauf 14 Euro, ermäßigt 12 Euro. Abendkasse: 20 / 18 Euro. Samstag, 1. August 2026, Sounds Like Sugar: Das zweite junge Musik-Festival (halloherne berichtete) des Strünkeder Sommers bleibt musikalisch seinem Anspruch treu, aktuelle Indie-, Pop- und Alternative-Sounds mit spannenden Newcomern und etablierten Acts zu verbinden. Headliner „Rikas“ stehen für groovigen Indie-Pop mit viel Retro-Charme, der international bereits große Aufmerksamkeit erzielt hat. Beginn ist ab 16 Uhr. Tickets kosten im Vorverkauf 14 Euro, ermäßigt 12 Euro. Abendkasse: 20 / 18 Euro. Donnerstag bis Sonntag, 13. bis 16. August 2026, Open-Air-Kino: Im Hochsommer verwandelt sich der Schlosshof für vier Abende in eines der schönsten Kinos im Ruhrgebiet. Die Filmwelt Herne zeigt vier Abende lang Filme unter freiem Himmel, wobei der Mittwochabend durch den Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) gestaltet wird. Das Programm ist ab Juli auf filmwelt-herne.de zu sehen. Einlass ist ab 19 Uhr, Beginn nach Sonnenuntergang. Tickets für Erwachsene kosten 12 Euro, Kinder 10 Euro, am ASB-Abend 8 Euro. Freitag bis Sonntag, 4. bis 6. September 2026, Mittelalterspektakel im Schlosspark: Über 100 mittelalterliche Lager laden Gäste zu einem Rundgang durch vergangene Zeiten rund um das Schloss ein. Das Mittelalterspektakel ist ohne Zweifel einer der Höhepunkte des Strünkeder Sommers; jedes Jahr kommen viele Tausend Menschen nach Herne gereist, um in die fabelhafte Welt der Mittelalter-Romantik einzutauchen. Die Öffnungszeiten sind Freitag 17 bis 23 Uhr, Samstag 11 bis 23 Uhr und Sonntag 12 bis 19 Uhr. Eintritt: Samstag und Sonntag: Abendkasse zwölf Euro, Kinder sechs Euro, Gewandete zehn Euro Freitag (Nacht der Spielleute): Abendkasse 19 Euro (Kinder und Gewandete 15 Euro), Vorverkauf 14,50 Euro zuzüglich Gebühr (Kinder und Gewandete zehn Euro) Sonntag, 13. September 2026, Museumsfest: 100 Jahre Emschertal-Museum! Mit viel Musik, Mitmachangeboten und Waffeln lädt das Team vom Museum nach Strünkede ein, um zu feiern. Gäste bekommen auf dem Familienfest außerdem einen ersten Eindruck von der großen Sonderausstellung über die Geschichte des Hauses, die im November beginnt. Informationen zu den Öffnungszeiten folgen. Der Eintritt ist frei. Zum Strünkeder Sommer gehören noch viele weitere spannende Veranstaltungen, darunter Das vollständige Programm des Strünkeder Sommers ist unter diesem Link als PDF zu finden. Der Kartenvorverkauf ist bei reservix.de oder über die Ticket-Hotline 07 61 / 88 84 99 99 möglich. Die Vorverkaufsstelle in Herne ist das Stadtmarketing Herne, Kirchhofstraße 5. Karten für das Open-Air-Kino können ab Anfang Juli bei der Filmwelt Herne, Berliner Platz 7-9, gekauft werden. Tickets für das Mittelalterspektakel gibt es auf suendenfrei.tv. Konzertkarten für die Folk-Veranstaltungen sind auf eventim.de erhältlich.

20 Uhr

Konzert im Kaminzimmer des Schloss Strünkede

Steve Turner kommt nach Herne

Steve Turner kommt nach Herne.

Während des „Strünkeder Sommers“ veranstaltet die Weihrauch/Jebram GbR, in Zusammenarbeit mit dem FB Kultur der Stadt Herne, am 6. Juni 2026 um 20 Uhr (Einlass bereits eine halbe Stunde früher) ein Konzert mit dem „Master of the English Concertina“, Steve Turner. Den Support wird Chris Donovan übernehmen. Steve Turner gilt als Pionier des anspruchsvollen Concertina-Spiels. Er nutzt dieses Instrument nicht als Akkord- und Rhythmuswalze , sondern erarbeitet für jedes Stück Melodielinien, zweite Stimmen und auch rhythmisch kommen neue Facetten zur Geltung. Zusammen mit seinen exzellenten Gesang und der Passion für traditionelle Musik beschert er dem Publikum einen intensiven Abend, zumal er auch mit der Mandoline und der Citter umzugehen weiß. Seine Musiker-Karriere begann Mitte der 70er Jahre, als er mit der Band „Canny Fettle“ europaweit auf Tour ging. Seine erstes Solo-Solo Album „Out Stack“ veröffentlichte er 1979. Nach einer schöpferischen Pause erschien 2008 mit „Whirligig of Tome“ wieder ein Tonträger. Er gehört seitdem zu den meistbeschäftigten Solo-Künstlern Englands im Folk Bereich und hat auch schon etliche internationale Tourneen hinter sich. Mit „Late Cut“ ließ Turner 2019 erneut ein Album folgen, das seinen Ausnahmestatus unterstrich. Die Rezensionen lobten das Werk überschwänglich und waren der Meinung, dass diese CD Steve Turners Meisterwerk sei. Bereits 1979 gewann er den nationalen „Stars oft he 80s“ Wettbewerb des britischen Melody Maker und kehrte, nach längerer Pause, 2004 wieder ins Musikgeschäft zurück und produzierte 2008 sein fünftes, hochgelobtes Album „Whirligig of Time“ mit den britischen Koryphäen Martin Carthy, Nancy Kerr und Miranda Skyes. 2026 veröffentlichte Steve Turner sein zehntes Solo-Album „Host of Furious Fancies“, das schnell die ersten Fünf-Sterne-Rezensionen bekam. Er präsentiert auf diesem Album einzigartige Interpretationen britischer Balladen, zeigt aber auch, dass er Songs von Bob Dylan in seinen Stil „umbauen“ kann. Chris Donovan singt seit 35 Jahren irische Folksongs. Nachdem er die Dubliners hörte als er 17 war, fing er an das Gitarrenspiel zu erlernen, kaufte 1990 seine erste Bodhrán und fing fing 5 Jahre später an Bouzouki zu spielen. Airim, The Kilkenny-Band und Wet Your Whistle sind nur einige der Gruppen, deren Mitglied er war. Seit 2006 spielt er mit seinem Trio Sackville Street deutschlandweit; gibt aber auch Solo-Konzerte. Wenn er respekteinflößende irische Rebel Songs schmettert, oder einfühlsam traurige Balladen singt, bestätigen ihm die Zuhörer wiederholt seine eindrucksvolle und ausdrucksstarke Stimme. Sein Gitarren- und Bouzouki Spiel lässt sich als kraftvoll- perkussiv beschreiben, wenn die Gitarre nicht gerade gefühlvoll mit den Fingern gezupft wird. Karten sind im Vorverkauf bei eventim-light (12.- Euro + Gebühr) zu haben.

20 Uhr

Gleichzeitig steigt die 19. Carcassone-WM im H2Ö

Spielezentrum zum 37. Mal auf der 'Spiel'

Freuen sich auf den insgesamt 37. Besuch des Spielezentrums auf der Messe "Spiel" in Essen: (v.li.) Daniel Krause (Brettspiel-News), Susanne Klaus (stellv. Leiterin Spielezentrum) und Thomas Moder (Leiter Spielezentrum). Die Spiele vor ihnen sind älter, bei der Messe bekommen sie die Neuheiten zur Verfügung gestellt.

Zwei besonders wichtige Termine stehen jedes Jahr im Kalender vom Spielezentrum, welches im Stadtteilzentrum H2Ö am Hölkeskampring beheimatet ist. Zum einen der selbst veranstaltete Spielewahnsinn im Mai (halloherne berichtete), zum anderen der Besuch auf der mehrtägigen Messe „Spiel“ in Essen. Letztere steht nun wieder an und das Spielezentrum wird dort zum bereits 37. Mal vertreten sein. Die „Spiel“ dauert von Donnerstag, 23. Oktober, bis Sonntag, 26. Oktober 2025 und gilt als die wichtigste und weltweit größte Veranstaltung für Gesellschaftsspiele. „Wir werden weiterhin der größte nicht kommerzielle Stand dort sein“, kündigt Thomas Moder, Leiter des Spielezentrums, an. 20 Tische auf einer Fläche von 200 Quadratmetern stehen in Halle 1 (Stand F800) bereit. „Wir bieten erneut als einziger Aussteller Spiele von vielen verschiedenen Verlagen zum Ausprobieren an.“ Etwa 300 bis 400 Neuheiten, die am Tag vor der Messe eingesammelt werden, stehen zur Verfügung. Susanne Klaus wird als stellvertretende Leiterin des Spielezentrums mit 17 weiteren Personen vor Ort sein und freut sich auf viele neugierige Besucher. Sie hat schon viele Messen miterlebt und erkennt einen Wandel: „Früher war es familiärer. Es hat sich etwas geändert, heutzutage steht der Verkauf mehr im Vordergrund. Im Gegensatz steht bei unserem Spielewahnsinn das Ausprobieren im Fokus.“ Wer an einem der vier Tage in Essen vor Ort ist (Tickets gibt es nur noch online, Dauerkarten sind nicht mehr erhältlich), kann auch das Begleitprogramm nutzen. Hierbei werden immer mehr Talks und Vorträge zu verschiedenen Themen und Spielen angeboten, teilweise auch mit Gästen. Aber aufgepasst: Spontane Besucher könnten Pech haben, vor allem der Donnerstag und Samstag sind schon mit Stand von Dienstag (14.10.2025) fast ausverkauft. Mit am Stand des Spielezentrums ist ein „Untermieter“, offiziell Mitaussteller genannt. Die Webseite www.brettspiel-news.de, die reichweitenstärkste deutschsprachige Plattform zum Thema Gesellschaftsspiele, wird unter anderem Autoren und verschiedene Verlage einladen, um vor Ort Interviews zu führen. Ebenfalls sollen Autogrammstunden mit bekannten Spielautoren möglich sein. Daniel Krause aus dem Team erklärt: „Uns gibt es seit neun Jahren und wir sind eine Gruppe von über 30 Personen. Wir wollten schon länger mal mit dabei sein und nun hat es geklappt.“ Das Spielezentrum wechselt jedes Jahr seinen „Untermieter“ für den Stand und sucht daher immer nach neuen Partnern. Krause führt weiter aus: „Unter anderem wird Spieleautor Uwe Rosenberg zwei soziale Projekte vorstellen und Lukas Zach sowie Michael Palm, Erfinder vom preisgekrönten Spiel 'Dorfromantik', sind ebenfalls bei uns zu finden.“ Eine erste Auflage eines Prinzmagazins, mehrere Podcast-Aufzeichnungen und YouTube-Videos runden den Auftritt von „Brettspiel-News“ in Essen ab. Das Spielezentrum ist aber ebenfalls mit einigen Aktionen am Start: Am Donnerstag, 23. Oktober, stellt ein 72-jähriger Spieleerfinder aus Hattingen sein Erstlingswerk „Murmel7“ vor, einen Tag später präsentiert Thomas Spitzer aus Dortmund den Prototyp von „Westfalen Hanse“. Am Wochenende werden Vivek Mehta und Stefan Wingo ihr Spiel „The Fallpoint“ vorstellen. Dieses erhielt bei der BerlinCon den Prototypenpreis als innovatives Klimaspiel. Zudem gibt es für Besucher das beliebte Würfellotto mit verschiedenen Preisen. Währenddessen herrscht auch in den Herner Räumen Hochbetrieb. Am Samstag, 25. Oktober 2025, findet im H2Ö das Finale der 19. Carcassonne-Weltmeisterschaft statt. Moder geht derzeit von 50, vielleicht 51 Teilnehmern aus der ganzen Welt, mit Ausnahme des Kontinents Afrika, aus. Online wird es wieder einen Live-Stream geben. Ganz frisch ist diese Ankündigung: Von Freitag bis Sonntag, 5. bis 7. Juni 2026, wird im H2Ö die erste Deutsche Meisterschaft im Spiel „Terraforming Mars“ stattfinden. Die Organisatoren rechnen hier mit rund 200 Teilnehmern. Anmeldungen sind online unter https://spielezentrum.de/de/mars.htm möglich. Für dieses Spiel soll es auch noch eine besondere „Herne“-Karte geben, die mit ins Spiel intregriert werden kann.

seit 5. Juni

Sonntag, 7. Juni

Das Motto: Keine Gewalt gegen Einsatzkräfte

Mondritterschaft lädt zum Familienfest am Kanal

Mondritter laden zum Familienfest (Archivfoto).

Die Mondritterschaft Wanne-Eickel lädt am Sonntag, 7. Juni 2026, in Kooperation mit vielen Beteiligten, erneut zu ihrem Familienfest ein, das an der DLRG-Wache an der Belgorodstraße direkt am Rhein-Herne-Kanal stattfindet. In der Zeit von 12 bis 18 Uhr heißt das Motto wieder: „Keine Gewalt gegen Einsatzkräfte". Die Besucher erwartet ein abwechslungsreiches Programm für die ganze Familie – nicht nur mit spannenden Einblicken in die Arbeit von Rettungs- und Sicherheitskräften. Für alle Beteiligte, also für Kinder und Erwachsene, werden zudem auch zahlreichen Mitmachaktionen angeboten. Ritter Horst Schröder ist sich sicher: „Ein besonderes Highlight in diesem Jahr ist die Beteiligung der Wasserschutzpolizei Nordrhein-Westfalen, die gemeinsam mit der DLRG mit Booten auf dem Kanal präsent sein wird. Damit wird das Veranstaltungsgelände erstmals auch auf das Wasser ausgeweitet und bietet den Gästen eindrucksvolle Vorführungen aus nächster Nähe.“ Neben der Polizei mit dem Bezirksdienst Wanne-Eickel sind das Ordnungsamt Herne, die Freiwillige Feuerwehr Herne Löschzug Bickern/Crange, der Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Herne-Gelsenkirchen, die internationale Polizeivereinigung International Police Association, Motorradclubs wie die Blue Knights und die Red Knights, die Verkehrswacht Wanne-Eickel sowie zahlreiche weitere Organisationen und Initiativen vor Ort. Ein weiterer Publikumsmagnet dürfte der sogenannte „Tatortwagen“ des Landeskriminalamts Nordrhein-Westfalen sein, der spannende Einblicke in kriminaltechnische Arbeit ermöglicht. Neben familienfreundlichen Preisen erwarten die Gäste unter anderem Kinderschminken, eine Hüpfburg, ein Eiswagen sowie viele weitere Angebote für Groß und Klein. Zu dem eindeutigen Ziel der Veranstaltung sagt Mitinitiator Schröder: „Wir wollen insbesondere Familien und jungen Menschen die wichtige Arbeit von Einsatzkräften näherbringen und gleichzeitig ein klares gesellschaftliches Signal gegen Gewalt gegenüber Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten setzen.“

12 Uhr

Programm im zweiten Quartal 2026

vhs-Filmforum zeigt internationale Filmkunst

Internationale Filmkunst im vhs-Filmforum.

Mit dem Überraschungserfolg „Rental Family“ beginnt am Sonntag, 19. April 2026, das zweite Quartalsprogramm des Filmforums der vhs Herne. Erzählt wird die Geschichte eines amerikanischen Schauspielers, der bei einer japanischen Agentur als „Onkel auf Zeit“ gebucht werden kann. Alle Filme laufen wie gewohnt jeweils sonntags um 12:30 Uhr, montags um 20:15 Uhr und mittwochs um 17:30 Uhr in der Filmwelt Herne am Berliner Platz. Stets aktuelle Informationen zu Titeln und Terminen gibt es online unter vhs-herne.de und filmwelt-herne.de sowie im Programmflyer, der an vielen Stellen in der Stadt ausliegt und in den social media Kanälen. Das Thema „Familienverhältnisse“ zieht sich, rein zufällig, wie ein roter Faden durch diese aktuelle Auswahl internationaler Filmkunst, wenn auch nicht immer so unübersehbar, wie bei „Father Mother Sister Brother“ von Jim Jarmusch. Der Film des Kult-Regisseurs, der in Venedig mit dem Goldenen Löwen prämiert wurde, zählt zu den preisgekrönten Höhepunkten des neuen Programms. Ähnliches gilt für Chloé Zhaos „Hamnet“ (Oscar für die Beste Hauptdarstellerin) und Richard Linklaters „Nouvelle Vague“, der mit vier „Césars“ ausgezeichnet wurde. Den Abschluss des Programms bildet Mitte Juni der Film „Rose“, dessen Hauptdarstellerin Sandra Hüller bei der Berlinale den Silbernen Bären erhielt. Am Sonntag, 19., Montag, 20. und Mittwoch, 22. April 2026, wird der Film 'Rental Family' gezeigt. Regie: Hikari Darsteller: Brendan Fraser, Takehiro Hira, Mari Yamamoto, Akira Emoto, JAP/USA 2025, 103 Min. FSK 0 Weil ihm in der Heimat kein Erfolg beschieden ist, wandert der US-Schauspieler Philipp Vandarploeg nach Japan aus. Als auch hier, trotz seines kultverdächtigen Auftritts in einer Zahnpastawerbung, die Aufträge ausbleiben, heuert er widerwillig bei einer Agentur an, die falsche Familienmitglieder auf Zeit vermietet. Ab sofort spielt Philipp seine Rollen nicht mehr auf dem Bildschirm, sondern im wahren Leben. In einem Land, wo ein zumindest äußerlich perfektes Familienleben als Bedingung für gesellschaftlichen Erfolg gilt, geht ihm die Arbeit nicht mehr aus. So täuscht er als Bräutigam an der Seite einer 20 Jahre jüngeren Frau eine „ganz normale“ Hochzeit vor und setzt sich als Pseudo-Vater eines amerikanisch-japanischen Mädchens dafür ein, dass die 11-jährige Tochter an einer Eliteschule angenommen wird. Für „Philipp“, den Menschen hinter dem Schauspieler, wird es dabei immer schwieriger, die Grenzen zwischen Rolle und Realität zu bewahren. Am Sonntag, 26., Montag, 27. und Mittwoch, 29. April 2026, wird der Film „Hamnet“ gezeigt. Regie: Chloé Zhao Mit Jessie Buckley, Paul Mescal, Joe Alwyn, Emily Watson, Davis Wilmot, GB 2025, 125 Min. FSK 12. Das „Kind einer Waldhexe“, so wird Agnes von manchen Menschen im Stratford des späten 16. Jahrhunderts genannt. Auf den dort tätigen Lateinlehrer, der von seinen Schülern gelangweilt ist, hat diese junge Frau jedenfalls eine magische Anziehungskraft. William ist fasziniert von Agnes, vielleicht wegen ihrer Naturverbundenheit, die seiner Bildung und seinem literarischen Geist so entgegengesetzt ist. Trotz der Widerstände ihrer Elternhäuser heiraten sie, und schon bald werden die Kinder Susanna, Judith und Hamnet geboren. Doch der Ehe steht eine Zerreißprobe bevor: Die Pest wütet in England, und Hamnets früher Tod hinterlässt eine Wunde, die umso mehr schmerzt, als William kaum noch zuhause ist. Er, der schon immer mehr in seinem eigenen Kopf lebte, als auf der Erde, hält sich viel in London auf, wo seine Theaterstücke Erfolge feiern. Die Trauer über den Verlust bringt ihn dennoch fast um den Verstand. Der einzige Heilung versprechende Ausweg lautet: Schreiben. Am Sonntag, 3., Montag, 4. und Mittwoch, 6. Mai 2026, wird der Film „Father Mother Sister Brother“ gezeigt. Regie: Jim Jarmusch Mit Tom Waits, Adam Driver, Cate Blanchett, Vicky Krieps, Charlotte Rampling, USA/I/F/IRE 2025, 110 Min. (halloherne berichtete) Am Sonntag, 10., Montag, 11. und Mittwoch, 13. Mai 2026, wird der Film „Gelbe Briefe“ gezeigt (halloherne berichtete). Regie: Ilker Ҫatak Mit Özgü Naml, Tansu Biçer, Leyla Smyrna Cabas, Ipek Bilgin, D/TK/F 2026, 128 Min. FSK 12 . Das Ehepaar Derya und Aziz ist, gemeinsam mit der Teenager-Tochter Ezgi, in den intellektuellen Kreisen der türkischen Hauptstadt Ankara bestens etabliert. Die gefeierte Schauspielerin des Staatstheaters und der Autor und Universitätsdozent zählen zur Bildungselite ihres Landes, stehen politisch selbstverständlich links und äußern sich privat gerne kritisch gegenüber einer zunehmend autokratisch handelnden Regierung. Doch die politische Spaltung der Türkei, durch Terroranschläge, gewaltsame Proteste und dagegen aufgebotene Polizeitruppen, macht vor ihrer schicken Altbauwohnung nicht halt. Aziz verliert zunächst seinen Job an der Uni; dann wird sein Stück abgesetzt, in dem Derya die Hauptrolle spielt. Schon bald sieht sich die Familie gezwungen, zu Aziz‘ Mutter nach Istanbul zu ziehen. Auch an der Ehe gehen Geldsorgen, Platznot und Zukunftsängste nicht spurlos vorüber, zumal die Beiden unter äußerem Druck unterschiedliche Vorstellungen von einem Ausweg haben. Am Sonntag, 17., Montag, 18. und Mittwoch, 20. Mai 2026, wird der Film „The Testament of Ann Lee“ gezeigt. Regie: Mona Fastvold Mit Amanda Seyfried, Lewis Pullmann, Thomasin McKenzie, Matthew Beard, Christopher Abbott, GB 2025, 137 Min. FSK 12. Manchester 1736. Um dem tiefen Schmerz entgegenzuwirken, den der frühe Tod ihrer Kinder verursacht, gründet Ann Lee die utopisch-christliche Gemeinschaft der „Shaker“. Ausgelöst durch eine Vision von Adam und Eva im Garten Eden sieht die messianisch auftretende Frau die Gleichberechtigung der Geschlechter sowie harte, perfektionistische Arbeit und sexuelle Enthaltsamkeit als oberste Gebote. Die Nähe zu Gott soll nicht durch nüchterne Gebete, sondern durch ekstatische Tänze voller schüttelnder Körperbewegungen ausgelöst werden. In der Hoffnung auf religiöse Freiräume wandert die stetig wachsende Gemeinschaft nach New York aus. Doch auch dort gehören Ausgrenzung und Mißtrauen zum Alltag für diese von einer Frau angeführte Gruppierung, zumal Ann Lee auf die Neutralität der Shaker im Konflikt um die amerikanische Unabhängigkeit besteht. „The Testament of Ann Lee“ ist kein biederer Historienfilm, sondern genauso impulsiv und überraschend wie seine Hauptfigur. Am Sonntag, 31. Mai, Montag, 1. und Mittwoch, 3. Juni 2026, wird der Film 'Nouvelle Vague' gezeigt. Regie: Richard Linklater. Darsteller: Guillaume Marbeck, Zoey Deutch, Aubry Dullin, Adrien Rouyard, Antoine Besson, F/USA 2025, 106 Min. FSK 12 Paris 1959. Während der junge François Truffaut in Cannes Triumphe feiert, hat Jean-Luc Godard immer noch keinen Film realisiert. Dabei sieht sich der Kritiker der Szene-Zeitschrift „Cahiers du cinéma“ als das eigentliche Genie der neuen revolutionären Bewegung, die gerade dabei ist, das französische Kino auf den Kopf zu stellen. Doch der Weg zum Ruhm gestaltet sich beschwerlich für den eigenwilligen Intellektuellen, der sich nicht nur im Kino am liebsten allen geltenden Regeln widersetzen würde. Für seinen Debütfilm „Außer Atem“ verfügt Godard nur über wenig Geld und noch weniger Drehbuch. Seiner Überzeugung nach braucht man für einen Film aber auch nur „ein Mädchen und eine Knarre“. Neben dem unbekannten Jean-Paul Belmondo soll Hollywoodstar Jean Seberg die weibliche Hauptrolle spielen. Angesichts der Extravaganzen ihres Regisseurs, der schon mal den Kameramann in eine Kiste steckt, fühlt sich die charmante Darstellerin allerdings häufig wie im falschen Film. Am Sonntag, 7., Montag, 8. und Mittwoch, 10. Juni 2026, wird der Film „Vier minus Drei“ gezeigt (halloherne berichtete). Regie: Adrian Goiginger Mit Valerie Pachner, Robert Stadlober, Stefanie Reinsperger, Hanno Koffler, Ronald Zehrfeld, A/D 2026, 120 Min. FSK 12 Barbara und ihr Partner Heli führen mit ihren beiden Kindern Fini und Thimo ein glückliches und liebevolles Familienleben. Als professionelle Clowns nehmen sie das Leben nicht zu ernst und wissen, dass man auch über das lachen kann, was misslingt. Heli ist mit Leib und Seele Zirkusclown, bringt das große Publikum mit seiner Kunst zum Lachen. Barbara findet ihre Erfüllung im Kleinen und erhellt als Klinikclown den tristen Alltag kranker Kinder. Doch dann passiert das Unvorstellbare: Durch einen Verkehrsunfall verliert Barbara wie aus dem Nichts ihre Familie. Mit einem Schlag erscheint alles sinnlos und leer. Nur Erinnerungen sind noch da von dem gemeinsamen Weg, den sie mit Heli gegangen ist. Und nur noch Schmerz und Verzweiflung bleiben, wo alles voller Liebe war. Der Verlust lässt sie auch am Clownsein zweifeln. Doch Barbara will weiterleben. Mutig und unkonventionell sucht sie nach Wegen, mit der Trauer umzugehen – und mit dem Schicksal, noch am Leben zu sein Am Sonntag, 14., Montag, 15. und Mittwoch, 17. Juni 2026, wird der Film „Rose“ gezeigt. Regie: Markus Schleinzer. Darsteller: Sandra Hüller, Caro Braun, Marisa Growaldt, Godehard Giese, Robert Gwisdek, Maria Dragus, A/D 2026, 94 Min. FSK 12. In den Wirren des 30-jährigen Krieges erscheint ein mysteriöser Soldat in einem abgeschiedenen protestantischen Dorf im Harz. Wortkarg und schmal, das Gesicht durch eine Narbe entstellt, behauptet der Fremde, der rechtmäßige Erbe eines seit langem verlassenen Gutshofs zu sein. Zum großen Missfallen der Dorfgemeinschaft kann er auch ein Dokument vorlegen, das seinen Anspruch bestätigt. Über seine Herkunft oder seine Vorgeschichte in diesen Zeiten des Krieges hüllt er sich in Schweigen. Mit gutem Grund, denn der Fremde verbirgt ein Geheimnis. Doch sein Streben danach, anerkannt zu werden und hier sein Glück zu finden ist groß. Um dieses Ziel zu erreichen, schreckt er noch nicht einmal vor einer arrangierten Ehe mit Suzanna zurück, der Tochter eines Großbauern. Sie ist bereit, sein Geheimnis zu bewahren. Und als Suzanna von einem Unbekannten schwanger wird, glaubt Rose, so der wahre Name des Fremden, sich am Ziel ihrer Wünsche

12:30 Uhr

Familienprogramme, Lange Nacht der Mahlzeit und Extraschicht

Höhepunkte im LWL-Archäologiemuseum 2026

Das LWL Archäologiemuseum in Herne.

Auch im neuen Jahr steht das LWL-Museum für Archäologie und Kultur in Herne im Zeichen der Sonderausstellung „Mahlzeit! Wie Essen uns verbindet“, die noch bis zum 13. September in Herne zu sehen ist. Unter der neuen Leitung von Melanie Wunsch setzt das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) verstärkt auf familienfreundliche Angebote - mit einem großen Familienwochenende am 31. Januar und 1. Februar sowie dem Familiensonntag an jedem ersten Sonntag im Monat. Höhepunkte im Veranstaltungskalender sind außerdem die Lange Museumsnacht am 27. März unter dem Motto „Mahlzeit!“ und die Extraschicht am 27. Juni. Die Vortragsreihe zur aktuellen Sonderausstellung „Mahlzeit!“ beleuchtet das Thema aus Sicht von Experten unterschiedlicher Fachdisziplinen. Von der Soziologin über den Historiker und den Archäologen bis hin zum Kulturwissenschaftler mit Schwerpunkt Ernährungs- und Agrarforschung: Warum wird so viel über das Essen debattiert? Wie sah die Esskultur bei den Römern aus? Was sind Chancen und Risiken der Ernährung für die Zukunft? Diesen Fragen gehen Fachleute in Vorträgen live und im Internet über Stream auf den Grund. Am letzten Wochenende im Januar widmet sich das Museum an zwei Tagen dem Thema Essen im Mittelalter. Wie funktionierte saisonale Ernährung in Westfalen vor 700 Jahren und was wurde wie importiert? Am Familienwochenende „Gar nicht unappetitlich - Das Mittelalter in Westfalen“ von 11 bis 18 Uhr am Samstag, 31. Januar 2026, und Sonntag, 1. Februar 2026, - in Zusammenarbeit mit der Living History-Gruppe „IG-Hochgotik“ - dreht sich alles um Ernährung, Esskultur, Tischsitten und die Verfügbarkeit von Lebensmitteln um 1300. Schon damals war Essen viel mehr als reine Nahrungsaufnahme. Wie das Essen ohne Gabel funktionierte und was es bedeutete, „jemandem das Wasser reichen zu können“, erfahren Kinder und Erwachsene bei einem kleinen Ausflug in die mittelalterliche Tischkultur. Natürlich geht es auch um die Repräsentation beim Essen. Am Modell eines typischen niederdeutschen Stadthauses erfahren Besuchende mehr über die zentrale Bedeutung des Herdes und der Küche im Haus. Ernährung war durch Religion geprägt. Fachleute zeigen, wie Mönche im Mittelalter ihre Mahlzeiten schweigend zu sich nahmen und es trotzdem schafften, um etwas vom Tisch zu bitten. Die Teilnahme an den Programmen ist kostenfrei. Zu zahlen ist lediglich der Museumseintritt (für alle Teilnehmenden ab 18 Jahren). Dr. Alexander Berner, Kurator am Ruhr Museum in Essen und Liebhaber obskurer Literaturen, liest aus dem neuen Fall von Sherlock Holmes am 5. Februar ab 19 Uhr inmitten der Dauerausstellung. Darum geht es: Unmittelbar vor der Eröffnung einer neuen altägyptischen Ausstellung im British Museum verschwindet die Hauptattraktion. Der Sarkophag, in dem sich eine Pharaonenmumie befunden haben soll, ist leer. Auf Ersuchen des verzweifelten Museumsdirektors übernehmen Holmes und Watson den Fall. Über 200.000 Downloads auf Spotify machen dieses neue Abenteuer aus der Feder von William K. Steward zu einer der beliebtesten Kriminalgeschichten der vergangenen Monate. Das Programm eignet sich für Erwachsene und Jugendliche ab zwölf Jahren. Der Eintrittspreis beträgt 9 Euro. Tickets sind ab sofort auch online erhältlich. Das LWL-Museum lädt am 27. März von 18 bis 24 Uhr zur „Langen Nacht der Mahlzeit“. Neben speziellen Programmen zur Sonderausstellung, wie Führungen und Workshops, stehen Musik, Comedy und kulinarische Höhepunkte auf dem Programm. Details werden zeitnah auf der Internetseite des Museums bekannt gegeben. Der Eintritt ist an diesem Tag frei. „Aus dem Löffel wird ein Ring - Schmuckbearbeitung für Einsteiger“ heißt das Kreativ-Angebot zur Sonderausstellung „Mahlzeit!“. Im Workshop 24. Januar und 11. April 2026 können Teilnehmende von 15 bis 17 Uhr aus einem einfachen Löffel einen einzigartigen Ring formen. Zunächst suchen sie sich vor Ort einen Löffel aus (im Preis enthalten). Unter fachkundiger Anleitung erfährt alle dann Schritt für Schritt, wie man das Besteckteil bearbeitet, formt und in ein edles Schmuckstück umwandelt. Die Kosten betragen 39 Euro pro Person, inklusive Material, zuzüglich Museumseintritt für alle Teilnehmenden ab 18 Jahren. Um Anmeldung wird gebeten per E-Mail oder unter Tel. 02323 94628-0. Einen „Einstieg in die Schmiedekunst“ erwartet Interessierte vom 9 bis 10. Mai jeweils von 11 bis 17 Uhr. Die Bearbeitung von Eisen ist eine Handwerkskunst, die mit Beginn der Eisenzeit vor rund 2.800 Jahren ihren Anfang nahm. Bis heute funktioniert das Schmieden nach dem gleichen Grundprinzip wie damals: „Schmiede das Eisen, solange es noch heiß ist!“ Die Techniken hingegen haben sich stets weiterentwickelt und im Mittelalter ihren Höhepunkt erfahren. Nach einem kurzen Rundgang durch die Dauerausstellung, in der die historisch archäologische Entwicklung der Schmiedekunst erläutert wird, geht es für die Teilnehmenden ans Feuer. Unter fachmännischer Anleitung fertigen sie Objekte, die zum mittelalterlichen Alltag gehörten. Darüber hinaus kann noch weiteres nach Wunsch hergestellt werden, je nach Geschick der Teilnehmenden. Der Kursus richtet sich an Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren. Die Kosten betragen 120 Euro pro Person, inklusive Material, zuzüglich Museumseintritt für alle Teilnehmenden ab 18 Jahren. Um Anmeldung wird gebeten. Achtung: Neuerdings bietet das LWL-Museum auch Schmiede-Vorführungen an (8. März, 16. April, 21. Juni, 12-17 Uhr). Museumspädagoge Timo Reichelt ist selbst ausgebildeter Schmied und zeigt sein Können. Ein Ausgrabungsabenteuer erleben Schüler im Osterferien-Programm „Ostercamp Archäologie“. Mit Schaufel und Pinsel geht es zunächst auf die Suche nach Funden aus der Steinzeit, der Zeit der Römer und des Mittelalters. Anschließend tauchen sie tief in die Vergangenheit ein. Wie genau war das Leben der Menschen vor 1.000, 2.000 und 10.000 Jahren? Die Teilnehmenden probieren es aus, ob beim Verarbeiten von Leder, beim Gestalten mit Ton oder bei der Zubereitung von Speisen am offenen Feuer. Das zweitägige Ferienangebot (7. und 8. April sowie 9. und 10. April, jeweils 9 bis 16 Uhr) richtet sich an Kinder zwischen 8 und 12 Jahren. Die Teilnahme ist kostenlos. Wie man sich zu Tisch richtig benimmt, hängt vor allen Dingen davon ab, wo und mit wem man isst. Das LWL-Museum lädt Kinder ab acht Jahren zu einer kleinen Zeitreise um die Welt ein (1. März., 3. Mai und 5. Juli, 13 Uhr und 15 Uhr). Hier erfahren sie, wo ein „Bäuerchen“ zum guten Ton gehört und mit wem sie besser nicht den Becher teilen. Wie es darüber hinaus gelingt, eine Tischgesellschaft zu beeindrucken, erfahren Teilnehmende im anschließenden „Servietten-Workshop“. Egal, ob in der Schule, daheim, bei einem Ausflug oder auf Festen: Die meisten Menschen essen ihre Mahlzeiten gemeinsam mit anderen. Wo, wann und wie sie das genau tun, erfahren Kinder ab acht Jahren beim Familiensonntag „Gemeinsam isst man nicht allein“ (12. April und 7. Juni, 13 Uhr und 15 Uhr). Auf ihrer Reise begegnen ihnen geheimnisvolle Drachenzungen, fürstliche Festtafeln und fremde Bräuche, die Appetit machen und zeigen, wie Essen Menschen verbindet. Gemeinsames Essen ist weit mehr als nur Nahrungsaufnahme. Ob beim königlichen Bankett, der einfachen Bauernmahlzeit, dem familiären Abendessen oder der gemeinsamen Mittagspause - überall offenbaren sich Fragen: Wer sitzt wo? Wer bekommt das beste Stück? Welche Rituale bestimmen das gemeinsame Mahl? Und was verrät das alles über Macht, Zugehörigkeit, gesellschaftlichen Wandel und vor allem Kultur? Von opulenten Festtafeln und rituellen Speisungen bis hin zu den Herausforderungen der Gegenwart - schnelle Snacks, digitale Ablenkung und der scheinbare Verlust gemeinsamer Rituale - zeigt die neue Sonderausstellung „Mahlzeit!“, wie Essen seit Jahrtausenden als sozialer Klebstoff funktioniert. Mit einem Blick auf mehr als 300 Exponate und Geschichten lädt das LWL-Museum für Archäologie und Kultur in Herne noch bis zum 13. September dazu ein, die kulturelle Dimension des Essens neu zu entdecken. Gefördert durch die LWL-Kulturstiftung. Allgemeine Informationen zum Museumsbesuch: Die öffentlichen Führungen sind kostenlos. Zu zahlen ist nur der Museumseintritt. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre sind kostenfrei. Mehr Informationen finden im Internet unter https://www.lwl-landesmuseum-herne.de.

13 Uhr

Programmübersicht: Neue Saison läuft für elf Wochen ab Mai

Das Herkules-Festival 2026 startet

Das Herkulesfest, hier ein Bild aus dem Jahr 2024, steigt wieder am Samstag und Sonntag, 20. und 21. Juni 2026.

Spielen, forschen, basteln und noch mehr bietet das Herkules-Festival für alle Kinder zwischen drei und zwölf Jahren. Mit über 100 Veranstaltungen hat der Herner Kinder-Kultur-Sommer für jeden Geschmack etwas im Programm. Das Herkules-Festival startete am Freitag (1.5.2026) in die neue Saison. Über elf Wochen bietet die Stadt Herne Kindern ein umfangreiches Kulturprogramm mit Workshops, Mitmachaktionen und Kreativangeboten – viele davon sind kostenlos. Höhepunkt des Festivals ist das zweitägige Herkules-Fest am Samstag, 20. Juni, und Sonntag, 21. Juni 2026. An beiden Tagen lädt der Schlosspark Strünkede jeweils von 13 bis 18 Uhr Kinder und Familien dazu ein, gemeinsam zu spielen und zu feiern. Neben dem beliebten Tigerenten-Rodeo gibt es hier noch viele weitere Angebote zum Mitmachen. Der Eintritt ist frei. Kreativangebote in der Städtischen Galerie: Die Städtische Galerie im Schlosspark Strünkede ist wieder geöffnet (halloherne berichtete) – auch für Kinder. Unterschiedliche Workshops laden zum Beispiel am Samstag, 9. Mai 2026, von 14 bis 17 Uhr, hier zum Gestalten und Kreativsein ein. Beim Servietten-Potch gestalten die Teilnehmer Bilder mit bunten Frühlingsservietten. Ein andermal geht es mit Hammer und Nagel daran, eigene Kunstwerke zu erschaffen. Manga-Workshop in der Stadtbibliothek: An zwei Samstagen, 30. Mai, 10 bis 14 Uhr und 13. Juni, 9 bis 13 Uhr, werden unter Anleitung einer Manga-Künstlerin Kinder ab acht Jahren Aufsteller, Mobiles und Pop-up-Welten gestalten. Vom Konzept bis zum Kolorieren lernen die Kinder alles, was sie zum Erschaffen ihrer Lieblingsfiguren brauchen. Musikquiz in der Städtischen Musikschule: Die Städtische Musikschule lädt am Mittwoch, 17. Juni 2026, um 16 Uhr, zu einem Musikquiz für alle ab sechs Jahren ein. Bei verschiedenen Quizspielen dreht sich alles um das Thema Musik. Gemeinsam isst man nicht allein: Das gemeinsame Essen ist in vielen Kulturen fest verankert. Das LWL-Museum für Archäologie und Kultur nimmt am Sonntag, 7. Juni, 13 bis 14:30 Uhr und 15 bis 16:30 Uhr die Teilnehmenden (ab acht Jahren) mit auf eine Expedition durch die Ausstellung „Mahlzeit! Wie Essen uns verbindet“. Weitere Informationen und das vollständige Programm sind auf herne.de/herkules zu finden. Bei manchen Veranstaltungen ist eine Voranmeldung nötig.

13 Uhr

Kunstausstellung in der Physiotherapie BeWegung

'Facetten von Struktur und Bewegung'

In der Ausstellung 'Facetten von Struktur und Bewegung' werden Werke der Künstlerin Heike Hollenhorst gezeigt.

Vom 7. Juni bis 10 Juli 2026 wird die Kunstausstellung „Facetten von Struktur und Bewegung“ in der Physiotherapie BeWegung, Inh. Björn Wilhelm, Mont-Cenis-Str. 245. Gezeigt werden Werke der Künstlerin Heike Hollenhorst, die ihre intuitiven abstrakten bzw. halbabstrakten Arbeiten durch Mixed Media oder Structure Painting zum Leben erweckt. Jeweils Sonntags ist die Ausstellung besuchbar, während der Ausstellungsdauer, von 13 bis 16 Uhr, da der laufende Praxisbetrieb durch Besucher nicht gestört werden soll. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich und ein Eintrittspreis wird auch nicht verlangt.

13 Uhr

'Zu Gast: Bund Gelsenkirchener Künstler'

Der künstlerische Austausch geht weiter

'Zu Gast: Bund Gelsenkirchener Künstler'. Im Bild das Werk von Christian Hardick.

Der künstlerische Austausch geht in die nächste Runde. Dazu präsentiert der Herner Künstlerbund HKB ’90 vom 3. Mai bis einschließlich 14. Juni 2026 Arbeiten von 19 Gelsenkirchener Künstlern, die dem Bund Gelsenkirchener Künstler (BGK) angehören. Eröffnet wird die Ausstellung unter dem Titel „Zu Gast“ am Sonntag, 3. Mai 2026, um 15 Uhr. Mit einem impulsgebenden Blick „über den Tellerrand“, genauer gesagt über die Stadtgrenzen hinaus, fand im Januar 2026 der erste künstlerische Austausch unter dem Titel „Zu Gast“ statt – damals in Gelsenkirchen-Ückendorf, damals mit acht Künstlern aus Herne – nun also in Herne. Die Besucher können sich auf einen Querschnitt durch das Schaffen folgender Künstler aus der Nachbarstadt freuen: Angie Christiani, Gordana Djukic, Andreas Frings, Christian Hardick, Thomas J. Helms, Christel Klarhöfer, Heike Klinger, Sabine Leichner-Heuer, Maria Meza, Angelika Noa, Barbara Ring, Christiane Steffler, Monika Stolarczyk-Salehian, Karin Templin-Glees, Gabriele Tolksdorf, Wolfgang Weck, Jen Weissenbacher, Gregor Wildförster und Brigitte von der Eltz. Im Gespräch mit halloherne erklärt die zweite Vorsitzende des Vereins, Nina Ryschawy, das Zustandekommen der großen Anzahl an Beteiligten: „Für uns als Verein ist es wichtig, dass Künstler, die sich präsentieren möchten, dazu auch die Möglichkeit bekommen. In diesem Fall waren es eben 19.“ Das bedeutet zugleich, dass von jedem Künstler nur ein Werk gezeigt werden kann. Das sieht die zweite Vorsitzende nicht unbedingt als Manko an und sagt dazu: „Für uns stehen weniger die einzelnen Werke im Mittelpunkt als vielmehr die Künstler selbst und die gegenseitige Wertschätzung. Wir verstehen diese Ausstellungen als Ausdruck von Freundschaft und Austausch.“ Ein festgelegtes Thema gab es bewusst nicht. Die einzige Vorgabe war das Format – nicht größer als 50 × 100 cm. Dem Bund Gelsenkirchener Künstler, der im Jahr 2025 sein 75-jähriges Bestehen feierte, gehören derzeit 34 Kulturschaffende an. 19 von ihnen nehmen nun an der Ausstellung in den Räumen des HKB teil. Die Vernissage der Ausstellung „BGK zu Gast beim HKB ’90“ findet am Sonntag, 3. Mai 2026, um 15 Uhr im Kunstpunkt an der Mont-Cenis-Straße statt. Die Begrüßung übernimmt Gisela Schulte, zweite Vorsitzende der Herner Künstler. In das Thema führt Dr. Falko Herlemann ein. Für die musikalische Begleitung sorgt Greta Langer am Klavier und mit Gesang. Die Ausstellung ist anschließend mittwochs und sonntags jeweils von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Workshop: „Papierpoesie – Individuelle Grußkarten selbst gestalten“ mit Gordana Djukic und Jen Weissenbacher. Sonntag, 17. Mai 2026, 15 bis 18 Uhr Lesung: Angie Christiani, „Du und ich und irgendwas dazwischen“, Sonntag, 31. Mai 2026, ab 15 Uhr.

15 Uhr

Gleichzeitig steigt die 19. Carcassone-WM im H2Ö

Spielezentrum zum 37. Mal auf der 'Spiel'

Freuen sich auf den insgesamt 37. Besuch des Spielezentrums auf der Messe "Spiel" in Essen: (v.li.) Daniel Krause (Brettspiel-News), Susanne Klaus (stellv. Leiterin Spielezentrum) und Thomas Moder (Leiter Spielezentrum). Die Spiele vor ihnen sind älter, bei der Messe bekommen sie die Neuheiten zur Verfügung gestellt.

Zwei besonders wichtige Termine stehen jedes Jahr im Kalender vom Spielezentrum, welches im Stadtteilzentrum H2Ö am Hölkeskampring beheimatet ist. Zum einen der selbst veranstaltete Spielewahnsinn im Mai (halloherne berichtete), zum anderen der Besuch auf der mehrtägigen Messe „Spiel“ in Essen. Letztere steht nun wieder an und das Spielezentrum wird dort zum bereits 37. Mal vertreten sein. Die „Spiel“ dauert von Donnerstag, 23. Oktober, bis Sonntag, 26. Oktober 2025 und gilt als die wichtigste und weltweit größte Veranstaltung für Gesellschaftsspiele. „Wir werden weiterhin der größte nicht kommerzielle Stand dort sein“, kündigt Thomas Moder, Leiter des Spielezentrums, an. 20 Tische auf einer Fläche von 200 Quadratmetern stehen in Halle 1 (Stand F800) bereit. „Wir bieten erneut als einziger Aussteller Spiele von vielen verschiedenen Verlagen zum Ausprobieren an.“ Etwa 300 bis 400 Neuheiten, die am Tag vor der Messe eingesammelt werden, stehen zur Verfügung. Susanne Klaus wird als stellvertretende Leiterin des Spielezentrums mit 17 weiteren Personen vor Ort sein und freut sich auf viele neugierige Besucher. Sie hat schon viele Messen miterlebt und erkennt einen Wandel: „Früher war es familiärer. Es hat sich etwas geändert, heutzutage steht der Verkauf mehr im Vordergrund. Im Gegensatz steht bei unserem Spielewahnsinn das Ausprobieren im Fokus.“ Wer an einem der vier Tage in Essen vor Ort ist (Tickets gibt es nur noch online, Dauerkarten sind nicht mehr erhältlich), kann auch das Begleitprogramm nutzen. Hierbei werden immer mehr Talks und Vorträge zu verschiedenen Themen und Spielen angeboten, teilweise auch mit Gästen. Aber aufgepasst: Spontane Besucher könnten Pech haben, vor allem der Donnerstag und Samstag sind schon mit Stand von Dienstag (14.10.2025) fast ausverkauft. Mit am Stand des Spielezentrums ist ein „Untermieter“, offiziell Mitaussteller genannt. Die Webseite www.brettspiel-news.de, die reichweitenstärkste deutschsprachige Plattform zum Thema Gesellschaftsspiele, wird unter anderem Autoren und verschiedene Verlage einladen, um vor Ort Interviews zu führen. Ebenfalls sollen Autogrammstunden mit bekannten Spielautoren möglich sein. Daniel Krause aus dem Team erklärt: „Uns gibt es seit neun Jahren und wir sind eine Gruppe von über 30 Personen. Wir wollten schon länger mal mit dabei sein und nun hat es geklappt.“ Das Spielezentrum wechselt jedes Jahr seinen „Untermieter“ für den Stand und sucht daher immer nach neuen Partnern. Krause führt weiter aus: „Unter anderem wird Spieleautor Uwe Rosenberg zwei soziale Projekte vorstellen und Lukas Zach sowie Michael Palm, Erfinder vom preisgekrönten Spiel 'Dorfromantik', sind ebenfalls bei uns zu finden.“ Eine erste Auflage eines Prinzmagazins, mehrere Podcast-Aufzeichnungen und YouTube-Videos runden den Auftritt von „Brettspiel-News“ in Essen ab. Das Spielezentrum ist aber ebenfalls mit einigen Aktionen am Start: Am Donnerstag, 23. Oktober, stellt ein 72-jähriger Spieleerfinder aus Hattingen sein Erstlingswerk „Murmel7“ vor, einen Tag später präsentiert Thomas Spitzer aus Dortmund den Prototyp von „Westfalen Hanse“. Am Wochenende werden Vivek Mehta und Stefan Wingo ihr Spiel „The Fallpoint“ vorstellen. Dieses erhielt bei der BerlinCon den Prototypenpreis als innovatives Klimaspiel. Zudem gibt es für Besucher das beliebte Würfellotto mit verschiedenen Preisen. Währenddessen herrscht auch in den Herner Räumen Hochbetrieb. Am Samstag, 25. Oktober 2025, findet im H2Ö das Finale der 19. Carcassonne-Weltmeisterschaft statt. Moder geht derzeit von 50, vielleicht 51 Teilnehmern aus der ganzen Welt, mit Ausnahme des Kontinents Afrika, aus. Online wird es wieder einen Live-Stream geben. Ganz frisch ist diese Ankündigung: Von Freitag bis Sonntag, 5. bis 7. Juni 2026, wird im H2Ö die erste Deutsche Meisterschaft im Spiel „Terraforming Mars“ stattfinden. Die Organisatoren rechnen hier mit rund 200 Teilnehmern. Anmeldungen sind online unter https://spielezentrum.de/de/mars.htm möglich. Für dieses Spiel soll es auch noch eine besondere „Herne“-Karte geben, die mit ins Spiel intregriert werden kann.

seit 5. Juni