halloherne.de lokal, aktuell, online.

Heute

Inszenierung des Theaters Kohlenpott

Theaterstück '1984 (13+)'

Das Theaterstück '1984 (13+)'.

Das Theater Kohlenpott zeigt am Samstag, 7. März 2026, um 19 Uhr das Stück '1984 (13+) ' nach George Orwell (halloherne berichtete), Textfassung von Henner Kallmeyer und Frank Hörner. Es ist geeignet für ein Publikum ab 13 Jahren. Darum geht es: „Big brother is watching you“, diesen weltberühmten Satz schrieb George Orwell 1948 in seinem Buch „1984“. Inzwischen ist er zum Synonym für jede Form des Überwachungsstaats geworden. Viele Situationen, die Orwell 1948 als beängstigende Zukunftsvision erzählte, kommen uns 2025 verstörend heutig vor. Aber 1984 ist weit mehr als eine Dystopie, es erzählt die Liebesgeschichte von Winston und Julia. Aber kann man eine Liebe leben in Zeiten, in denen jeder jedem misstraut?“ Einzelkarten kosten14 Euro/ erm. 8 Euro. Kartenreservierung unter: karten@theaterkohlenpott.de . Die Ticketpreis für Schulklassen betragen 6 Euro pro Person, eine Begleitperson pro Gruppe frei. Anmeldung für Gruppen unter: barbara.feldbrugge@theaterkohlenpott.de oder 0177/5475568

10 Uhr

'Mission Machen' zeigt Perspektiven auf das Handwerk

LWL-Wanderausstellung im Schloss Strünkede

Die LWL-Wanderausstellung "Mission Machen – Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk" ist im Schloss Strünkede zu sehen.

Am Donnerstag, 5. Februar 2026, um 18 Uhr eröffnet im Schloss Strünkede, Karl-Brandt-Weg 5, die Sonderausstellung „Mission Machen – Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk“. Diese wird bis Sonntag, 12. April 2026, zu sehen sein. Was zeichnet das Handwerk in Westfalen aus? Welchen Einfluss haben Themen wie Nachhaltigkeit, Umweltschutz, Digitalisierung, Globalisierung, Inklusion und Integration auf den Berufsalltag von Menschen im Handwerk? Welche Verantwortung übernehmen heutige Handwerksbetriebe? Die Fotoausstellung „Mission Machen - Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk“ geht diesen Fragen nach, indem sie die Arbeit in westfälischen Handwerksbetrieben individuell im Bild präsentiert. Tuula Kainulainen hat dafür den Arbeitsalltag von 25 Betrieben begleitet und dokumentiert. Die Fotografien vermitteln einen persönlichen Einblick in Alltagssituationen westfälischer Handwerkern, die sich aufgeschlossen, erfinderisch und engagiert zeigen. Unterteilt in vier große Themenbereiche können sich die Besucher ein eigenes Bild von der Vielfalt und der Innovationskraft des Handwerks in Westfalen-Lippe machen. Die Ausstellung ist dienstags bis freitags von 10 bis 13 Uhr sowie von 14 bis 17 Uhr geöffnet, an Samstagen von 14 bis 17 Uhr und an Sonntagen von 11 bis 17 Uhr. Die Ausstellung „Mission Machen – Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk“ ist ein Kooperationsprojekt mit dem LWL- Medienzentrum für Westfalen und dem LWL-Freilichtmuseum Hagen. In die Ausstellung einführen werden bei der Eröffnung Kurator Lennart Nickel vom LWL-Freilichtmuseum Hagen und die Fotografin Tuula Kainulainen vom LWL-Medienzentrum für Westfalen. Weitere Materialien und ergänzende Infos zur Wanderausstellung bietet die Webseite des LWL-Medienzentrums für Westfalen unter www.missionmachen.lwl.org. Zu der ursprünglich 2025 vom LWL-Freilichtmuseum in Hagen gezeigten Ausstellung ist ein Bildband erschienen, der alle Fotografien sowie ergänzende Texte und Hintergrundinformationen zur Entstehung des Projekts umfasst und für 24,90 Euro im Buchhandel erhältlich ist.

10 Uhr

Zwei Standorte in Baukau und Sodingen feiern mit

Weltgebetstag aus Nigeria

Zum Weltgebetstag aus Nigeria macht die Ev. Kirchengemeinde Haranni mit (Symbolbild).

Am Freitag, 6. März 2026, feiern Menschen in über 150 Ländern der Erde den Weltgebetstag. Unter dem Motto „Kommt! Bringt eure Last!“ laden christliche Frauen aus Nigeria, dem bevölkerungsreichsten Land Afrikas, zum Gottesdienst ein. Dazu heißt es von der Ev. Kirchengemeinde Haranni: „Wir hören von schweren, oft unsichtbaren Lasten, die Frauen in Nigeria tragen müssen. Ihre und unsere eigenen Lasten wollen wir vor Gott bringen. Es ist eine Einladung zu Solidarität, zum Gebet und zur Hoffnung.“ In der Matthäuskirche, Bismarckstraße 98 in Baukau, beginnt um 15:30 Uhr das Kaffeetrinken im Gemeindehaus, bevor um 17 Uhr der Gottesdienst in der Kirche beginnt. Im Gemeindehaus der Johanniskirche, Mont-Cenis-Straße 327 in Sodingen, geht es um 15 Uhr mit Kaffee los, der Gottesdienst ist ebenfalls um 17 Uhr.

15 Uhr

Kostenlose Naturerlebnisse für Kinder von März bis Juli 2026

Wildnistreff Herne startet in die neue Saison

Ab März 2026 lädt der Wildnistreff Herne wieder Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren ein.

Ab März 2026 lädt der Wildnistreff Herne wieder Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren ein, die Natur direkt vor ihrer Haustür zu entdecken. An zwei Standorten in Herne, in Holsterhausen und in Herne Mitte, treffen sich Kinder regelmäßig im Freien, um zu toben, zu matschen, Buden zu bauen und die Wildnis zu erkunden. Die Teilnahme ist kostenfrei und eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Kleinere Kinder sind herzlich willkommen, wenn sie in Begleitung einer erwachsenen Person kommen. Das Projekt „Wildnis für Kinder“ der Biologischen Station Östliches Ruhrgebiet bringt Naturerlebnisse mitten in den Stadtalltag. Die Wildnisflächen haben je nach Standort ihren ganz eigenen Charakter, einen ersten Eindruck vermitteln kurze Filme zu jedem Treffpunkt auf wildnis-fuer-kinder.de. „Natur erleben soll keine Frage des Geldbeutels sein. Deshalb sind unsere Wildnistreffs für alle Kinder offen – ohne Anmeldung, ohne Kosten“, sagt Nicola Wagner, Projektleitung Wildnis für Kinder. Herne Holsterhausen: An der Dorstener Straße, Zugang Hinterhof Nr. 151, jeweils dienstags, 15:30 – 17:30 Uhr | Start: 3. März 2026 Herne Mitte: Juri-Gerus-Weg 11, jeweils freitags, 15:30 – 17:30 Uhr | Start: 6. März 2026 Die Treffs laufen bis Juli 2026 und finden wöchentlich statt – mit Pause in den Schulferien. Weitere Informationen wildnis-fuer-kinder.de | @wildnisfuerkinder | info@biostation-ruhr-ost.de

15:30 Uhr

Akkordeonschüler zeigen ihr Können

Serenaden-Konzert in der städt. Musikschule

Die Musiker des Konzertes (v.l.): Noah Jansen, Stefanie Schulte-Hoffmann, Julius Hegenbarth und Zümra Hökelekli

In der städtischen Musikschule findet am Freitag, 6. März 2026, um 16.30 Uhr, ein Serenaden-Konzert in Raum EG 1 der Städt. Musikschule Herne, Gräffstr, 43 statt. Es musizieren die Akkordeonschüler Noah Jansen, Zümra Hökelekli und Julius Hegenbarth, zusammen mit ihrer Lehrerin Stefanie Schulte-Hoffmann. Das Akkordeon wird solistisch sowie im Duo und Ensemble erklingen. Es wird kurze Informationen über das vielseitige Instrument geben. Außerdem besteht für interessierte Kinder die Möglichkeit, im Anschluß an das Konzert, ein Akkordeon selbst auszuprobieren. Der Eintritt ist frei.

16:30 Uhr

'Kommt! Bringt eure Last.'

Weltgebetstag der Frauen

Bild zum Weltgebetstag 2026 mit dem Titel „Rest for the Weary“ von der Künstlerin Gift Amarachi Ottah.

In der Christuskirche in Wanne auf der Hauptstraße findet am Freitag, 6. März 2026, ab 17 Uhr der Gottesdienst zum Weltgebetstag der Frauen statt. Das diesjährige Motto lautet: „Kommt! Bringt eure Last" und wurde von Frauen unterschiedlichster Konfessionen aus Nigeria vorbereitet. Über Konfessions- und Ländergrenzen hinweg engagieren sich seit fast 100 Jahren – im Jahr 2027 findet das 100-jährige Jubiläum statt – Frauen beim Weltgebetstag dafür, dass Mädchen und Frauen überall auf der Welt in Frieden, Gerechtigkeit und Würde leben können. So entstand die größte Basisbewegung christlicher Frauen weltweit. Im Fokus des Gottesdienstes zum Weltgebetstag 2026 Nigeria steht die Einladung aus Matthäus 11,28-30. „In einer Zeit, in der Menschen auf der ganzen Welt schwere Lasten zu tragen haben, bieten unsere nigerianischen Schwestern tiefgründige Erkenntnisse darüber, wie man in Gott Ruhe und Erholung findet.“ Rund um den 6. März 2026 werden allein in Deutschland hunderttausende Frauen, Männer, Jugendliche und Kinder die Gottesdienste und Veranstaltungen zum Weltgebetstag besuchen: Gemeinsam mit Christen auf der ganzen Welt feiern sie diesen besonderen Tag. Sie hören die Stimmen aus Nigeria, lassen sich von ihrer Stärke inspirieren und bringen ihre eigenen Lasten vor Gott. Es ist eine Einladung zur Solidarität, zum Gebet und zur Hoffnung.

17 Uhr

Autorin Melanie Müller zu Gast

gfi-Lesung in der Frauenwoche

Die Autorin Melanie Müller liest bei der gfi während der Frauenwoche.

Die Gesellschaft zur Förderung der Integrationsarbeit in Herne (gfi) bietet im Rahmen der Herner Frauenwoche eine Lesung mit Autorin Melanie Müller (halloherne berichtete) an. Melanie Müller liest aus ihrem neuen Buch „Wo der Wind weiß, wann er gebraucht wird - Neapel“ an. Sie berichtet darin von ihren Erfahrungen und Erlebnissen, die sie bei unzähligen Reisen in diese Stadt mitgenommen hat. Es wird ein Abend voll Erinnerungen und Poesie. Die Lesung findet am Freitag, 6. März 2026 um 19 Uhr in den Räumen der gfi im Kulturzentrum dasO an der Overwegstraße 32 statt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Um Anmeldung unter gfi@herne.de wird gebeten.

19 Uhr

Arikia Orbáns Meisterstück

Suzie Millers Bühnen-Blockbuster 'Prima Facie'

Tessa Ensler (Arikia Orbán) ist eine toughe Juristin, die sich einen Namen gemacht hat als überaus erfolgreiche Strafverteidigerin von der Vergewaltigung beschuldigter Männer.

Tessa Ensler (Arikia Orbán) ist ein Star in der Welt der Juristen, Richter und Staatsanwälte. Dabei hat sie es nicht leicht gehabt – und auf der Eliteuniversität Cambridge schon gar nicht. Stammt sie doch nicht wie der weitaus größte Teil ihrer Kommilitonen aus wohlhabenden bürgerlichen Verhältnissen, hat keine Chance, als Tochter eines Staatsanwaltes als Protegé durchs Studium zu gehen oder nach dessen Abschluss die Kanzlei eines Vaters zu übernehmen. Die Dekanin hat ihr schon bei der Erstsemester-Einführung zu verstehen gegeben, dass sie sich auf einen gnadenlosen Kampf um möglichst gute Noten einstellen muss: Nur ein kleiner Teil der Studenten schafft es überhaupt zum Examen. Tessa hat es geschafft – und mit Auszeichnung bestanden. Und ist dabei, in der angesagten Großkanzlei die Karriereleiter einige Stufen auf einmal hinaufzusteigen, als sie von ihrem Kollegen Julian nach einer ausgelassenen Feier mit viel Alkohol vergewaltigt wird. Dabei hatte die Liaison mit sanftem, einvernehmlichem Sex begonnen und Tessa war gar nicht abgeneigt, diese unter dem Deckmantel beiderseitiger Verschwiegenheit gegenüber den Kollegen in der Kanzlei fortzusetzen. Doch nun ist sie bereit, ihr dreijähriges entbehrungsreiches Studium und sieben Jahre Berufserfahrung aufs Spiel zu setzen, indem sie Julian anzeigt: „Wenn eine Frau ‚'Nein‘ sagt, wenn ihr Verhalten ‚'Nein‘ sagt, ist das nichts Feinsinniges oder schwer zu verstehen … das Gesetz besagt, so darf man mit einer Frau nicht umgehen. Man darf nicht vergewaltigen. Und danach so tun, als wäre es einvernehmlich gewesen. Oder?“ Tessa weiß aus eigener Erfahrung, was auf sie zukommt, hat sie doch – auf der anderen Seite des Gerichtsaals – jahrelang mit Erfolg ihre Mandanten freigeboxt, indem sie Lücken in den Anklagen misshandelter und vergewaltigter Frauen entdeckt und diese so lange in Widersprüche verwickelt hat, bis sie freiwillig das Handtuch schmissen. Die Uraufführung des dramatischen Debüts „Prima Facie“ der australisch-britischen Immunologin, Mikrobiologin und Juristin Suzie Miller am 17. Mai 2019 am Griffin Theatre in Sidney löste geradezu ein Erdbeben in der Theaterwelt aus, allein im deutschsprachigen Raum hat es seitdem 44 Inszenierungen des unter die Haut gehenden Monodramas gegeben bis zur nach neunzig Minuten mit stehenden Ovationen gefeierten Premiere der Inszenierung des hier auch für die Ausstattung zuständigen WLT-Intendanten Ralf Ebeling am 11. Juli 2025 im WLT-Studio am Europaplatz in Castrop-Rauxel. Die in erster Linie naturgemäß Arikia Orbán galten, die nicht nur die Tessa verkörpert, was wörtlich zu nehmen ist mit jeder Faser ihres Körpers, sondern auch in zahlreiche andere Rollen schlüpft wie die der Unidozentin, des Richters, ihrer den Prozess beobachtenden Mutter und sogar in die ihres Vergewaltigers Julian. Der Stücktitel bezieht sich auf den aus dem Lateinischen stammenden juristischen Terminus „Prima Facie“, zu Deutsch „auf den ersten Blick“ oder „bei erster Betrachtung“. Er steht für den „Anscheinbeweis“, der vor Gericht genutzt wird, um einen Sachverhalt bei unzureichender Beweislage, wenn etwa Aussage gegen Aussage steht, so zu bewerten, wie er sich beim ersten Anschein präsentiert. Arikia Orbán, 1993 in Hamburg-Altona geboren und im Wendland aufgewachsen, ist nach ihrer Ausbildung im Hamburger Studio Frese zum Jungen Staatstheater Parchim nach Mecklenburg-Vorpommern gegangen. Von der Metropole in die Provinz an der Seite ihrer Kommilitonin und besten Freundin Gesa Penthin: Dieter Schumann hat die beiden jungen Frauen zwei Jahre begleitet für seine grandiose Kino-Dokumentation „Dann gehste eben nach Parchim - Von der Leidenschaft des jungen Theaters“, die noch bis zum 2. Februar 2026 in der ARD-Mediathek gestreamt werden kann. In der Arikia Orbán mit bewunderungswürdiger Offenheit über private Probleme nach dem allzu frühen Tod ihrer Eltern und berufliche Schwierigkeiten während der Corona-Pandemie spricht, sich förmlich offenbart. Eine Parallele zu ihrer bis an die Grenzen gehende Entäußerung als Tessa Ensler in „Prima Facie“, die unter die Haut geht: WLT-Ensemblemitglied seit 2024 hat die Allrounderin Arikia Orbán in Castrop-Rauxel „Cabaret“ gespielt und „Der zerbrochne Krug“ – und starke Frauen in zwei Literatur-Adaptionen verkörpert: Charlie in Frank Goosens „Sommerfest“ und Hanna Schmitz in Bernhard Schlinks „Der Vorleser“. Vier Jahre gehörte sie zum Mecklenburgischen Staatstheater, es sollten auch – mindestens – vier Jahre beim Westfälischen Landestheater werden. Was nach diesem Meisterstück nicht vorauszusehen ist. Alle im WLT-Studio Castrop-Rauxel, Europaplatz, Karten unter westfaelisches-landestheater oder Tel 0 23 05-97 80 20. Eine weitere Aufführung in unserer Region findet am Freitag, 6. März 2026, um 19:30 Uhr im Ruhrfestspielhaus Recklinghausen statt.

19:30 Uhr

Preisgekröntes Puppen- und Objekttheater im MiR

Solange das Fax funktioniert, ist alles gut

Die Büroangestellten Gruber (Luisa Krause), Noll (Moritz Ilmer), Weber (Gloria Iberl-Thieme) und das Paranormalen Phänomen (Daniel Jeroma, v.l.) in Svealena Kutschkes Stück „Fußnoten aus dem späten 21. Jahrhundert“.

„Ich will nur sagen: Zwei Stunden eine Zigarette rauchen, vielleicht geht das auch schneller“: Es sind ganz alltägliche Konflikte, die in Svealena Kutschkes Stück „Fußnoten aus dem späten 21. Jahrhundert“ das Salz in der faden Suppe des Büroalltags zwischen Abheften, Tackern und Kopieren darstellen. Ihr im vergangenen Jahr beim Heidelberger Stückemarkt ausgezeichnetes dystopisches Zukunftsszenario einer Klimakatastrophe, welche die Welt ins Chaos stürzt, feiert am Freitag, 13. Februar 2026, um 19.30 Uhr als Mischung aus Puppen- und Objekttheater im Kleinen Haus des Gelsenkirchener Musiktheaters im Revier Premiere in einer Inszenierung von Pablo Lawall. Gruber (Luisa Krause), Noll (Moritz Ilmer), Weber (Gloria Iberl-Thieme) und „Das paranormale Phänomen“ (Daniel Jeroma) arbeiten im Großraumbüro einer Behörde. Den Zweck ihres Tuns beschreiben sie so: „Aber unsere Aufgabe ist ja nicht das Lösen der, ähm, Probleme. Wir sind dafür zuständig, die, ähm, Probleme zu verwalten.“ In diesen Fußnoten steckt eine gute Portion Stromberg, doch bei Svealena Kutschke gibt es auch noch eine Außenwelt, in der es ziemlich übel zugeht. So sehr sich die wackeren Angestellten auch bemühen, die Katastrophe zu ignorieren, irgendwann können sie den riesigen Fleck, der sich an der Wand ausbreitet und überdeutlich vom nahenden Untergang kündet, nicht mehr übersehen. Und natürlich fragen sie sich: Warum hat dieser Fleck exakt die Umrisse von Deutschland? Svealena Kutschke erzählt in „Fußnoten aus dem späten 21. Jahrhundert“ mit einem hintersinnigen, manchmal absurden Humor, der sich mehr und mehr zuspitzt und verdunkelt, von Menschen im Großraumbüro einer Behörde, die unbeirrt ihre überflüssig gewordenen Aufgaben erfüllen, während draußen längst die gewohnte Ordnung zerbröckelt und das Chaos langsam durch die Wände ins Büro sickert. Mit diesem Text gewann sie 2025 beim renommierten Heidelberger Stückemarkt den erstmals vom Deutschen Forum für Figurentheater und Puppenspielkunst e.V. und dem Musiktheater im Revier gemeinsam ausgelobten Fidena-Preis. Die Koproduktion des MiR Puppentheaters (Bühne und Kostüme: Lex Hymer, Puppenbau: Ulrike Langenbein) mit dem Theater Heidelberg und dem Deutschen Forum für Figurentheater und Puppenspielkunst Fidena Bochum wird ab Ende April 2026 auch beim Heidelberger Stückemarkt gezeigt. Die 1977 in Lübeck geborene Autorin Svealena Kutschke lebt in Berlin und veröffentlichte bislang fünf Romane. Im Jahr 2019 wurde ihr erstes Theaterstück „zu unseren Füßen, das gold, aus dem boden verschwunden“ uraufgeführt. Es folgte 2023 „no shame in hope (eine Jogginghose ist ja kein Schicksal)“, das am Theater Oberhausen seine Uraufführung erlebte. Die Autorin war mehrfach Stipendiatin des Goetheinstitutes und erhielt etliche Auszeichnungen. Die Vorstellungen im Kleinen Haus des MiR: Karten unter musiktheater-im-revier.de oder unter Tel. 0209 – 4097200.

19:30 Uhr

Brooklyn Bounce, Starsplash und Co. als DJs mit dabei

'FridayDom Revival Party' im Prater Bochum

Die DJs der Gruppe von Brooklyn Bounce legen im Prater auf.

Bochum. Am Freitag, 6. März 2026, findet im Prater Bochum (Dorstener Straße 425, 44809 Bochum) die „FridayDom Revival Party“ statt. Dieses Event erinnert an die legendäre Eventreihe, die seit ihrer Gründung im März 2005 unzählige Nächte im Bochumer Nachtleben geprägt hat, schreibt die Diskothek PRater. Der Ticketvorverkauf hat bereits begonnen. Die Party wird von Brooklyn Bounce live auf der Bühne eröffnet. Die Gruppe ist bekannt für ihre Hits wie „Get Ready To Bounce“ und „Bass, Beats & Melody“ und gilt als einer der einflussreichsten Akte der elektronischen Musikszene. Zusätzlich beinhaltet das DJ-Lineup: Der FridayDom hat sich seit seiner Gründung 2005 im Prater Bochum zu einer der bekanntesten Eventreihen im Nachtleben entwickelt, heißt es in einer Ankündigung. Die Eventreihe hat zahlreiche prominente DJs angezogen und zum Markenzeichen für elektronische Musik in der Region geworden. Der Einlass ist ab 22 Uhr, der Eintritt ab 18 Jahren. Gäste, die vor 23 Uhr mit der Prater App einchecken, können an diesem Abend spezielle Drinks zum Angebotspreis erhalten. Tickets sind in der Early Bird Aktion ab 10 Euro erhältlich. An der Abendkasse sind ebenfalls Tickets verfügbar (Preis erhöht). Kostenlose Parkplätze stehen direkt vor und hinter dem Prater sowie auf dem angrenzenden Gelände des Hannibal Einkaufszentrums zur Verfügung. Es wird empfohlen, frühzeitig zu erscheinen, um einen reibungslosen Einlass zu gewährleisten. Weitere Informationen sind auf der Website des Prater Bochum verfügbar.

22 Uhr

Brückenarbeiten stehen an, Verkehrsführung wird angepasst

A42: Vollsperrungen im Kreuz Herne

Die A42 wird im Autobahnkreuz Herne Richtung Dortmund an zwei Wochenenden voll gesperrt - der Grund sind Brückenarbeiten (Archivbild).

Im Kreuz Herne geht der Neubau der vier A42-Brücken, welche die A43 überspannen, rasch voran. Für den Abriss der vierten und letzten Brücke muss nun die Verkehrsführung angepasst werden. Weil der Umbau komplex ist, sperrt die Autobahn Westfalen die A42 dafür an zwei Wochenenden zwischen Herne-Crange und Herne-Baukau in beiden Fahrtrichtungen. Das bestätigt Autobahn-Sprecher Anton Kurenbach gegenüber nach halloherne-Anfrage. Der erste Teil des Umbaus findet am Wochenende von Freitag, 20. Februar, ab 21 Uhr bis Montag, 23. Februar 2026, um 5 Uhr statt. Der zweite Teil – und die zweite Vollsperrung – finden voraussichtlich von Freitag, 6. März, ab 22 Uhr bis Montag, 9. März 2026, um 5 Uhr statt. Die A42 wird wie angekündigt am Kreuz Herne erneut gesperrt, allerdings beginnt die Sperrung wegen des Fußballspiels in Gelsenkirchen am Freitag, 6. März 2026, erst um 22 Uhr. Trotz der Sperrung ist es möglich, durch den neuen Tunnel Baukau von der A43 Fahrtrichtung Münster auf die A42 Fahrtrichtung Oberhausen zu gelangen. Auch die Verbindung von der A43 Fahrtrichtung Wuppertal auf die A42 Fahrtrichtung Oberhausen bleibt offen. Die Verbindung von der A43 Fahrtrichtung Münster auf die A42 Fahrtrichtung Dortmund muss allerdings gesperrt werden, ebenso wie die Verbindungen von der A42 auf die A43. Der Verkehr wird großräumig über die A2 umgeleitet. Zudem wird der Verkehr im Raum Herne über die städtischen Bedarfsumleitungen geführt. Für den Neubau der Brücken im Kreuz Herne nutzt die Autobahn Westfalen eine innovative Schnellbauweise. So wurde die erste Brücke im Kreuz im Zeitraum Mai bis August 2025 abgerissen, neu gebaut und wieder unter Verkehr genommen. Nach Abschluss der Brückenneubauten stehen im Kreuz noch Arbeiten an den Verbindungsfahrbahnen an. Der Neubau des Kreuzes Herne ist eines der wichtigsten Projekte im Rahmen des sechsstreifigen Ausbaus der A43 zwischen Marl und Witten. Viele verschiedene Rahmenfaktoren – von Bahnstrecken über städtische Straßen bis hin zu Stromleitungen – machen den Neubau zu einer spannenden Herausforderung für die Ingenieurinnen und Ingenieure der Autobahn Westfalen.

22 Uhr

'House of Banksy – An Unauthorized Exhibition'

Banksy-Ausstellung in Dortmund

Motive des derzeit wohl bekanntesten aber anonymen Straßenkünstlers Banksy, der mit seinen mal ironischen, mal politischen Graffitis bekannt wurde.

Dortmund. Die Pop-Up-Ausstellung „House of Banksy – An Unauthorized Exhibition“ lässt seit Mittwoch (17.12.2025) den anonymen Graffiti-Künstler Banksy in Dortmund hoch leben. Im ehemaligen C&A-Haus ist mit mehr als 150 Motiven eine umfangreiche Werkschau seiner Kunst zu sehen. Graffitis, Fotografien, Skulpturen, Videoinstallationen und Drucke wurden eigens für diese Schau reproduziert und sind jetzt an einem Ort zu sehen. Niemand weiß, wer Banksy ist, aber jeder kennt seinen Namen. Er ist einer der berühmtesten und gleichzeitig geheimnisvollsten Künstler der Welt. Banksy ist Untergrundkämpfer, Hotelbetreiber und ohne Zweifel der unumstrittene König der Straßenkunst, ein genialer Geist und Starkünstler, der mit seinen mal ironischen, mal politischen, aber stets poetischen Arbeiten die Menschen berührt und ihnen aus der Seele spricht. Seine Identität hält der Schätzungen zufolge etwa 45–50-jährige in Bristol geborene und bis heute anonyme Graffiti-Künstler bis heute erfolgreich geheim. Seine Werke dagegen erobern international nicht nur die Straßen, sondern auch die Auktionshäuser, und das höchst erfolgreich: Er gilt derzeit als einer der teuersten Künstler der Gegenwart. 2010 setzte ihn das „Time Magazine“ erstmals auf seine Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt, neben Persönlichkeiten wie Barack Obama, Steve Jobs oder Lady Gaga. Die Ausstellung läuft bis zum 15. März in Dortmund und ist montags bis sonntags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Letzter Einlass: Eine Stunde vor Ausstellungsende. Geschlossen hat das Haus am 24. und 25. Dezember 2025, am 1. Januar 2026. An Silvester, 31. Dezember 2025, ist die Ausstellung nur von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

seit 17. Dezember

40 Jahre Büro für Gleichstellung und Vielfalt und Einsatz für Frauenrechte

33. Herner Frauenwoche startet Anfang März

Freuen sich auf die 33. Herner Frauenwoche: (v.l.) Cordelia Neige und Melanie Kampa vom Büro für Gleichstellung und Vielfalt.

Wie immer rund um den Weltfrauentag am Sonntag, 8. März 2026, steht bei der Stadt Herne alles im Zeichen der Frau. Rund um diesen Tag fokussiert sich die Stadt während der 33. Frauenwoche auf zahlreiche Themen, die Frauen betreffen. In diesem Jahr ist der Aktionszeitraum von Montag bis Sonntag, 2. bis 15. März 2026. Beim Pressegespräch am Mittwoch (18.2.2026) stellten die Verantwortlichen des Büros für Gleichstellung und Vielfalt der Stadt Herne das diesjährige Programm vor und verrieten, dass die teilnehmenden Frauen ein vielfältiges Programm von mehr als 70 Veranstaltungen erwartet. Aber nicht nur die Frauenwoche wird kräftig gefeiert, es steht auch noch ein anderes Jubiläum an: Das Büro für Gleichstellung und Vielfalt wird 40 Jahre alt. Am 1. Januar 1986 bekam die Stadt Herne ihre erste Gleichstellungsstelle samt Beauftragter. Sie war damit Vorreiterin gegenüber anderen Ruhrgebietsstädten. „Pflicht wurde so eine Stelle erst ab dem Jahr 1994. Hier zeigt sich wie fortschrittlich die Stadt schon war, denn die gesellschaftlichen Verhältnisse waren Ende der 80er- und Anfang der 90er-Jahre einfach anders“, sagt Cordelia Neige, Leiterin des Herner Büros für Gleichstellung und Vielfalt. Die erste Leiterin, Anne Kalender-Sanders, sei damals sowas wie ein Ein-Frau-Betrieb gewesen, erst mit der dritten und in Herne immer noch sehr bekannten Gleichstellungsbeauftragen Sabine Schirmer-Klug, habe sich die Frauenwoche im Jahr 1993 entwickelt. „Sabine Schirmer-Klug war 33 Jahre lang im Amt. Sie hat ganz viel aufgebaut und das Büro zu dem gemacht, was es heute ist“, erinnert sich Neige zurück. In diesem Jahr liegt auch ein Fokus auf Themen wie Wechseljahre, geschlechtergerechte Bezahlung, häusliche Gewalt, Empowerment und Altersvorsorge. „Wir sehen, dass viele besonders junge Frauen Themen wie Altersvorsorge und Rente nicht im Blick haben. Dabei sind ihre Renten durch Eltern- oder Teilzeitbeschäftigungen sowie Pflegezeiten meist deutlich geringer als die eines Mannes. Daher bieten wir zu diesem Thema erstmalig eine Online-Veranstaltung an“, erläutert Melanie Kampa, stellvertretende Leiterin des Büros für Gleichstellung und Vielfalt. Aber auch das Thema der Anonymen Spurensicherung, die nach sexuellen Übergriffen helfen kann, Spuren zu sichern, wird erneut aufgegriffen. Hierzu findet am Donnerstag, 12. März 2026, um 16 Uhr ein Vortrag satt. „Diese Thematik ist immer noch mit einem großen Tabu behaftet und viele Menschen kennen dieses Angebot in Herne leider doch noch gar nicht, deshalb wollen wir informieren und sensibilisieren“, sagt Kampa weiter. Ferner werde es in Kooperation mit der Gesundheitswoche die Fachtagung „Free as a bird - Frauen und Mädchen mit nicht sichtbaren Behinderungen“ am Mittwoch, 11. März 2026, im H2Ö geben (halloherne berichtete). Ebenso stehen in diesem Jahr auch wieder Lesungen auf dem Programm. So kommen die Literaturpreisträgerin Cigdem Akoyl mit ihrem Roman 'Geliebte Mutter - Canim Annem' und Gisa Pauly mit ihrem neusten Roman 'La Paloma' nach Herne. „Wir hoffen, dass wir mit dem Angebot möglichst viele Frauen erreichen und ihnen die Möglichkeit zum Austausch sowie zur Solidarität bieten“, macht Neige abschließend deutlich. Da die Nachfrage nach vielen Veranstaltungen hoch sei, sei es klug, sich rechtzeitig für die gewünschte Veranstaltung anzumelden. Bei einigen Veranstaltungen sei auch ein kleines Entgelt zu entrichten. Hier geht es zum kompletten Programm und Anmeldung.

seit 2. März

Grund ist ein Brückenabriss

A43: Hibernia- und Südstraße unter Autobahn zeitweise gesperrt

Die Autobahn Westfalen erneuert die Brücken Hiberniastraße und Südstraße im südlichen Herne. Dabei werden die Bauwerke jeweils halbseitig abgerissen und neu gebaut (Symbolbild).

Die Autobahn Westfalen erneuert die Brücken Südstraße und Trasse Wanne-Constantin im südlichen Herne. Dabei werden die Bauwerke jeweils halbseitig abgerissen und neu gebaut. Für den Abriss müssen die städtischen Straßen unter den Brücken gesperrt werden: Der Fuß- und Radweg Trasse Wanne-Constantin kann von Montag, 2. März, ab 7 Uhr bis Donnerstag, 12. März 2026 um 18 Uhr, nicht genutzt werden. Die Südstraße wird im Anschluss vom Freitag um 7 Uhr bis Montag um 15 Uhr, 13. bis 16. März 2026, für den Verkehr gesperrt. Umleitungen sind eingerichtet. Der Fuß- und Radverkehr kann statt der Brücke an der Trasse die Südstraße nutzen – und umgekehrt. Der motorisierte Verkehr der Südstraße wird über die Bochumer Straße, den Westring, die Holsterhauser Straße und die Koniner Straße umgeleitet. Der Verkehr auf der A43 ist von den Arbeiten nicht betroffen. Er fließt wie bisher in einer Baustellenverkehrsführung über die jeweils andere Brückenhälfte.

seit 2. März

Samstag, 7. März

Bogestra, HCR und Vestische betroffen

Wieder Warnstreik im ÖPNV

Die ver.di ruft Beschäftigte der Bogestra, der HCR und der Vestischen zu einem ganztägigen regionalen Warnstreik auf.

In der Tarifrunde für die rund 30.000 Beschäftigten der kommunalen Nahverkehrsunternehmen in Nordrhein-Westfalen erhöht die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di NRW) den Druck auf die Arbeitgeber. Für Samstag, 7. März 2026, ruft ver.di Beschäftigte der Bogestra, der HCR und der Vestischen zu einem ganztägigen regionalen Warnstreik auf. In den betroffenen Unternehmen werden am Samstag von der frühesten Frühschicht bis zur spätesten Spätschicht keine Busse und Bahnen fahren. Der Betrieb von S-Bahnen und Regionalzügen ist nicht betroffen. Die Streikmaßnahmen treffen damit auch das Zweitliga-Heimspiel des VfL Bochum, der am Samstagabend gegen den 1. FC Kaiserslautern antritt. Die Tarifverhandlungen waren am Dienstag (3.3.2026) in Bochum in zweiter Runde ohne Ergebnis beendet worden. Ein Angebot der Arbeitgeberseite zu den Forderungen der Beschäftigten liegt weiterhin nicht vor. Stattdessen stellten die Arbeitgeber einen Katalog mit Verschlechterungen vor, etwa bei der Krankengeldregelung und bei Nachtarbeitszuschlägen. „Zu den Forderungen der Beschäftigten liegt bis heute kein verhandlungsfähiges Angebot der Arbeitgeber vor, obwohl diese seit November bekannt sind und im Februar konkretisiert wurden“, erklärt Heinz Rech, ver.di-Verhandlungsführer in NRW. „Stattdessen präsentieren sie einen Katalog mit Verschlechterungen bei der Krankengeldregelung, bei Nachtarbeitszuschlägen und weiteren Punkten. Das wird dem Ernst der Lage nicht gerecht und erhöht das Risiko einer weiteren Eskalation des Konflikts.“ Von der Tarifrunde betroffen sind in Nordrhein-Westfalen über 30 kommunale Verkehrsunternehmen mit rund 30.000 Beschäftigten. ver.di verhandelt mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen (KAV NW) über Verbesserungen der Arbeitsbedingungen im Nahverkehr. Im Mittelpunkt der Forderungen steht eine spürbare Entlastung der Beschäftigten. Dazu gehören insbesondere Entlastungen bei der Wochenarbeitszeit und den Schichtdiensten sowie höhere Zuschläge für Sonntagsarbeit. ver.di fordert unter anderem eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit bei vollem Lohnausgleich von derzeit 39 auf 37 Stunden. Die Tarifverhandlungen werden ab dem 24. März in dritter Runde fortgesetzt. Die HCR teilt mit: „Für Samstag, 7. März 2026, hat die HCR von der Gewerkschaft ver.di einen Streikaufruf erhalten. Deshalb können an diesem Tag keine Busse der HCR fahren. Auch die NachtExpress-Linien in der Nacht auf Sonntag, 8. März, sind betroffen. Das HCR-KundenCenter Herne Mitte bleibt ebenfalls geschlossen.“ Die Vestische vermeldet: „Betrieb stark eingeschränkt: Am Samstag, 7. März 2026, müssen die Busse der Vestischen auf den Betriebshöfen in Herten und Bottrop stehenbleiben. Die Gewerkschaften haben im Zuge der laufenden Verhandlungen zum Tarifvertrag Nahverkehr für diesen Termin Warnstreiks im ÖPNV angekündigt. Die Vestische muss deshalb den Betrieb in Herten und Bottrop für 24 Stunden stilllegen. Daher wird es zu massiven Fahrtausfällen in großen Teilen des Kreises Recklinghausen, in Bottrop sowie in Gelsenkirchen kommen. Auch die KundenCenter bleiben geschlossen.“ Von der Bogestra heißt es: „Am Samstag, 7. März 2026, können aufgrund des von Gewerkschaftsseite angekündigten Warnstreiks von Betriebsbeginn bis -ende im gesamten Betriebsgebiet keine Bus- und Bahnfahrten angeboten werden. Betroffen sind davon auch die NachtExpress-Fahrten in der Nacht von Samstag auf Sonntag. Ebenfalls betroffen sind NachtExpress-Fahrten in der Nacht von Freitag auf Samstag. Hier kann nur ein Teil der Fahrten angeboten werden. In Bochum finden die letzten Abfahrten der NachtExpress-Linien dieser Nacht von Bochum Hbf am Samstag um 2.20 bzw. 2.22 Uhr statt. In Gelsenkirchen sind die letzten Abfahrten der NachtExpress-Linien am Samstag am Gelsenkirchener Hauptbahnhof zwischen 2 und 2.30 Uhr. In Witten sind die letzten Abfahrten an Witten Hbf am Samstag beim NE17 um 3.01 Uhr (nur bis Heven Dorf) und beim NE18 um 2.23 Uhr.“ Weiter schreibt die Bogestra: „Die Fahrten, die in der Nacht von Freitag auf Samstag nicht stattfinden, werden aller Voraussicht nach ab Freitagnachmittag nicht mehr in den elektronischen Auskunftssystemen des VRR angezeigt, da bis dahin die aktualisierten Fahrplandaten in die Server eingespielt sein müssten. Wir empfehlen den Kunden, vor Reisebeginn in die Mutti-App zu schauen. Auch Fahrten durch Fremdunternehmen im Auftrag der Bogestra werden am 7. März 2026 nicht durchgeführt. Es entfallen aufgrund des Warnstreiks von Gewerkschaftsseite sowohl die Mobilitätsgarantie als auch das Pünktlichkeitsversprechen.“ Ebenfalls geschlossen sind an diesem Tag die KundenCenter. Aus Sicherheitsgründen sind jedoch alle Betriebseinrichtungen sowie Tunnelanlagen bewacht. Informationen erhalten Kunden auch am 7. März 2026 unter der ServiceNummer 0800 6 50 40 30 (gebührenfrei aus allen deutschen Netzen).

Der März im LWL-Museum für Archäologie

Familiensonntag, Lange Museumsnacht und mehr

Das Westfälische Museum für Archäologie des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL).

Im März 2026 erwartet die Besucher des LWL-Museums für Archäologie und Kultur in Herne einige Höhepunkte: Los geht es mit dem Familiensonntag unter dem Motto „Mit vollem Mund die Füße aufm Tisch“, einer Spezialführung für Kinder von acht bis zwölf Jahren mit anschließendem Servietten-Workshop sowie zeitgleich einer Führung für die Eltern und weiteren interessierten Erwachsenen. Beim Glasperlen-Workshop und in der Schau-Schmiede steht altes Traditionshandwerk im Fokus. Beim Vortrag geht es um römische Ess- und Trinkkultur. Ganz den Frauen widmet sich eine Spezialführung durch die aktuelle Sonderausstellung „Mahlzeit“ am Weltfrauentag. Ein Mix aus Rundgängen, Musik, Vorführungen und Kulinarik erwartet Besuchende bei der Langen Museumsnacht. „Mit vollem Mund die Füße aufm Tisch“ heißt es am Familiensonntag, 1. März 2026, im LWL-Museum für Archäologie und Kultur. Um 13 Uhr und 15 Uhr erfahren Kinder und Jugendliche von acht bis zwölf Jahren in der Spezial-Führung, wie früher gegessen wurde. Im anschließenden Servietten-Workshop lernen sie Techniken, mit denen sie ihre Eltern beim nächsten Sonntagsfrühstück beeindrucken können. „Benehmen ist Glücksache"? Wie man sich zu Tisch richtig benimmt, hängt vor allen Dingen davon ab, wo und mit wem man isst. Die Teilnehmenden machen eine kleine (Zeit-)Reise um die Welt und erfahren, wo ein "Bäuerchen“ zum guten Ton gehört und mit wem man besser nicht den Becher teilt. Wie es darüber hinaus gelingt, eine Tischgesellschaft zu beeindrucken, erfahren die Teilnehmenden im anschließenden Servietten-Workshop. Während die Kinder die Sonderausstellung „Mahlzeit“ bei der Spezial-Führung und dem Workshop erkunden, erwarten die Eltern zwei öffentliche Führungen durch die Sonder- und Dauerausstellung. Die öffentliche Führung „gesucht. gefunden. ausgegraben.“ durch die Dauerausstellung steht an allen Sonntagen im März (1., 8., 15., 22., und 29. März) um 13 Uhr auf dem Programm. Bei dem Rundgang folgen Besuchende in einer nachgestalteten Ausgrabung den Spuren der Menschen in Westfalen. Neben zahlreichen Funden erwartet sie beispielsweise der in Mitteleuropa einmalige, bekannte Faustkeil aus Mammutknochen, der Schmuck der Damen von Ilse als eine der geheimnisvollsten Entdeckungen aus der Eisenzeit sowie das mit Beigaben ausgestattete Grab des Fürsten von Beckum. Die Spezial-Führung durch die Sonderausstellung „Mahlzeit“ am Weltfrauentag, Sonntag, 8. März 2026, legt den Schwerpunkt auf Frauen und Ess- bzw. Trinkkultur. Welche Rolle kam Frauen beim griechischen Symposion zu? Warum bekamen Mädchen ein Puppenhaus und Jungen in der frühen Neuzeit Zinnsoldaten? Was steckt hinter dem Gewinn der Frauen-Fußball-Nationalmannschaft zu ihrem EM-Sieg 1989? Eine Führung nicht nur für Frauen. Am Sonntag (1., 15., 22. und 29. März) um 15 Uhr erwartet Besuchende des LWL-Museums für Archäologie und Kultur die öffentliche Führung „Mahlzeit“ durch die gleichnamige Sonderausstellung. Gemeinsames Essen ist weit mehr als nur Nahrungsaufnahme. Ob beim königlichen Bankett, der einfachen Bauernmahlzeit, dem familiären Abendessen oder der gemeinsamen Mittagspause - überall offenbaren sich Fragen: Wer sitzt wo? Wer bekommt das beste Stück? Welche Rituale bestimmen das gemeinsame Mahl? Und was verrät das alles über Macht, Zugehörigkeit, gesellschaftlichen Wandel und vor allem Kultur? Von opulenten Festtafeln und rituellen Speisungen bis hin zu den Herausforderungen unserer Zeit - schnelle Snacks, digitale Ablenkung und der scheinbare Verlust gemeinsamer Rituale - zeigt diese Ausstellung, wie Essen seit Jahrtausenden als sozialer Klebstoff wirkt. Mit einem Blick auf über 300 Exponate und Geschichten lädt „Mahlzeit!“ dazu ein, die kulturelle Dimension des Essens neu zu entdecken. Eine Reise durch die Welt des gemeinsamen Speisens. Das Kreativseminar „Bunte Pracht - Glasperlen selbst gemacht“ am Samstag, 7. März 2026, gibt Einblicke in die 3.500 Jahre alte Kunst der Glasherstellung. Wie kommt eine Glasperle zu ihrer Form und wie erhält sie ihre Farbe? Antworten auf diese Fragen und die Möglichkeit zum Ausprobieren bietet der Workshop im LWL-Museum für Archäologie und Kultur. Von 13 bis 17 Uhr haben Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren die Möglichkeit, die Technik des Glasperlenwickelns mit dem Bunsenbrenner zu erlernen. Am Ende der Veranstaltung können die Teilnehmenden ihre selbst gefertigten Glasperlen mit nach Hause nehmen - für sich selbst oder als Geschenk. Die Kosten für das Seminar betragen 45 Euro pro Person, inklusive Material und zuzüglich des Museumseintritts. Das Seminar richtet sich an Anfänger. Um Anmeldung wird gebeten unter Tel 02323-94628-24. In der „Schau-Schmiede“ haben junge und erwachsene Besucher am Sonntag, 15. März von 12 bis 17 Uhr erstmalig die Gelegenheit, dem Museumsschmied Timo Haken über die Schulter zu schauen. Mit Hammer, Amboss und inmitten von Esse-Funken schmiedet Haken, Schwerter oder kleinste Glieder für ein Kettenhemd. Während der Schmiede-Vorführung besteht auch die Möglichkeit, dem Schmied Fragen zu stellen. Das Angebot ist kostenlos. Die Vorführung findet im Innenhof des Museums statt. Am Sonntag, 15. März 2026, um 14 Uhr geht es „Mit dem Spielmann durch die Zeiten“. Abenteuerliche und amüsante Geschichten, die sich um die Vergangenheit Westfalens und ihre archäologischen Funde ranken, bilden den Inhalt der musikalischen Führung mit Spielmann Michel. Der zeitreisende Musikus geht mit Witz und Musikalität, mit Liedern, Texten und Klangbeispielen den Fragen nach: Wie klang die Musik der Neandertaler und wieso geht die Musik von Carlos Santana auf das Alte Griechenland zurück? Beim öffentlichen Vortrag „Wenn Trimalchio zu Tisch bittet - Esskultur bei den Römern“ am Donnerstag, 19. März 2026, um 19 Uhr veranschaulicht Dr. Josef Mühlenbrock, Leiter des LWL-Römermuseums in Haltern am See, was bei den Römern auf den Tisch kam. „Dank der archäologischen Funde können wir heute die Versorgungsmöglichkeiten im Römerlager rekonstruieren“, so Mühlenbrock. „Sie verraten, dass nicht nur einfacher Brei aus Weizenmehl, das Hauptnahrungsmittel eines Legionärs, im Lager gegessen wurde, sondern zumindest bei den höheren Dienstgraden durchaus auch Luxusgüter auf den Tisch kamen.“ Und wie sahen die Essgewohnheiten der Oberschicht aus? Diese und weitere Fragen stehen im Zentrum des kostenlosen Vortrags, der live auf dem YouTube-Kanal des LWL-Museums für Archäologie und Kultur zu sehen ist. Begleitet wird der Vortrag von Marianne Gorissen, die in römischer Gewandung aus dem sogenannten „Gastmahl des Trimalchon“ von Petronius liest. Am Freitag, 27. März 2026, von 18 bis 24 Uhr findet mit der „Langen Nacht der Mahlzeit“ ein Höhepunkt des Jahresprogramms statt. Neben speziellen Programmen zur Sonderausstellung, wie Führungen und Workshops, stehen Musik, Mitmachangebote und kulinarische Höhepunkte auf dem Programm. Der Eintritt ist an diesem Tag frei. Der erste Programmpunkt der Langen Museumsnacht ist von 18 bis 20 Uhr die „Schnuppergrabung im Grabungscamp“. Hier erwartet Erwachsene und Kinder ab acht Jahren eine unerschlossene Grabungslandschaft, die es archäologisch zu bearbeiten gilt. Mit echten Grabungswerkzeugen legen sie Schritt für Schritt Funde und Befunde frei, die ihnen unter anderem das Mittelalter, die römische Kaiserzeit oder auch die Jungsteinzeit direkt vor Augen führen. Sämtliche Arbeitsschritte werden im Team erledigt: Familien werden zu Forschergruppen, Freunde zu Grabungsteams und jeder Einzelne zum Archäologen für einen Tag. Der Eintritt ist frei. Mit den Speedos ist eine der „aktivsten Bands in Deutschland“ zu Gast. Sie begrüßt die Besuchenden im Foyer mit Liedern aus einem großen Repertoire. Passend zur Sonderausstellung „Mahlzeit“ liefern Spielmann Michael und Andreas Niggemeier ein exklusives Programm zwischen Candlelight Dinner und sinnloser Völlerei. Das Trio Ei-Der-Daus nimmt sich speziell der Trinklieder-Kultur an. Im Zentrum der Sonderausstellung stellt das Trio Liedgut vor, wie es vor rund 150 Jahren bei Bier und Wein gesungen wurde. Den ganzen Abend über bieten Führungen einen Überblick zur Geschichte des gemeinsamen Essens und zum Leben der Menschen in den vergangenen 250.000 Jahren. Ein besonderer Höhepunkt: die „Malocher-Führung“ mit Timo Reichelt. Wenn Reichelt nicht gerade mit seinem gewohnt lockeren Ruhrpott-Mundwerk durch die Ausstellung führt, lässt er die Funken fliegen - draußen an der Schau-Schmiede. Sicherlich ist die Schmiede auch ein spektakuläres Fotomotiv für alle Cosplayer, die das LWL-Museum für Archäologie und Kultur an diesem Abend einlädt. Egal, ob aus dem Star-Wars-Universum, der Disney-Märchenwelt oder dem weiten Anime-Kosmos: Jede Figur ist willkommen. Die jüngeren Nachtschwärmer lädt der Keramik-Künstler Thomas Benirschke ein, mit ihm vierhändig zu zaubern. Das Ergebnis ist ein hochwertiges Geschirrteil, das jeder „Zauberer“ mit nach Hause nehmen darf. Neben Geschirr geht es in der Sonderausstellung „Mahlzeit!“ auch um Besteck. Besuchende erleben selbst, dass Löffel, Gabel und Messer nicht nur hervorragende Werkzeuge zum Essen sind, sondern auch zu kreativen Schmuckstücken werden können. Wer sich den ganzen Abend mit dem Thema „Mahlzeit“ umgibt, wird natürlich hungrig. Wie Kaiser Augustus auf dem Ausstellungsplakat, so dürfen sich auch die Besuchende auf italienische Küche mit Pizza und Eis freuen. Im Museumscafé kümmert sich der Förderverein um den Ausschank von Getränken. Die öffentlichen Führungen sind kostenlos. Zu zahlen ist nur der Museumseintritt. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre sind kostenfrei.

gfi lädt ein

Seminar 'Nachhaltiger Obstbaumschnitt'

Nachbarschafts- und Begegnungsgarten der Einrichtung „dasO – Ort der Kulturen“.

Die Gesellschaft zur Förderung der Integrationsarbeit in Herne (gfi) bietet in ihrem Nachbarschaftsgarten, der gfi-gartenOase, ein Seminar zum Thema „Nachhaltiger Obstbaumschnitt - eine alte Kulturtechnik“ an. Ein ausgebildeter Obstbaumwart von Revierobst vermittelt die grundlegenden Schnittprinzipien und zeigt direkt am Baum, wie man Obstbäume gesund erhalten, vor Schäden schützen und ihren Ertrag fördern kann. Das Seminar findet am 7. März 2026 von 9 bis 14 Uhr in der gfi-gartenOase an der Overwegstraße 32 statt. Es fällt ein Teilnahmebeitrag in Höhe von 20,- Euro an, der vor Ort bezahlt werden kann. Eine Anmeldung unter gfi@herne.de ist erforderlich.

9 Uhr

Das Programm der Ruhrfestspiele 2026

'Erschrecken und Erstaunen'

Das Leitungsteam der Ruhrfestspiele, (v.l.) Chefdramaturg Jan Hein, Dispositionsleiterin Lilja Kopka und Intendant Olaf Kröck, stellte das Programm der Ruhrfestspiele 2026 vor.

„Erschrecken und Erstaunen“ ist das Motto der Ruhrfestspiele 2026, die von Freitag, 1. Mai bis Samstag, 13. Juni 2026 umbaubedingt in etwas anderem Rahmen stattfinden: Da die Technik des Großen Hauses auf Recklinghausens Grünem Hügel saniert werden muss, steht der zentrale Aufführungsort nicht zur Verfügung. Neben einem immerhin 500 Plätze fassenden Zelt im Stadtgarten wird daher vermehrt auf andere Spielstätten ausgewichen wie dem Theater Marl, der Christuskirche Recklinghausen und – bei der Uraufführung „Maus, Geld, Gespenst“ von Sunan Gu, sogar dem Schauspiel Essen. Intendant Olaf Kröck, der am Dienstag (3.3.2026) das Programm vorstellte: „In diesem Jahr jährt sich der legendäre Kohletausch zum 80. Mal, jener Akt der Solidarität, mit dem die Bergleute aus Recklinghausen im Nachkriegswinter 1946/47 dafür sorgten, dass die Hamburger Bühnen weiter Theater spielen konnten.“ Weiter sagte er: „Der diesjährige Spielplan steht im Zeichen dieses Ursprungsmoments, nicht als Jubiläum im klassischen Sinn, sondern als Moment des Erinnerns an die Kraft des Anfangs: an Solidarität, den Willen zum Neubeginn und die Überzeugung, dass Kultur Menschen verbinden kann, über geografische und kulturelle Grenzen, soziale Unterschiede und Generationen hinweg. In einer Zeit, in der weltweit Fakten infrage gestellt, demokratische Institutionen untergraben und autokratische Denkweisen wieder salonfähig werden, setzen die Ruhrfestspiele 2026 auf Kunst, die empathisch ist, komplex sein darf und gesellschaftliche Verantwortung einfordert.“ Unter dem Motto „Erschrecken und Erstaunen“ wird ein wieder alle Genres umfassender, vielfältiger, aber auch betont politischer Spielplan offeriert mit Schauspiel, Tanz, Literatur, Musik, Neuem Zirkus und Kabarett. Wie gewohnt wird mit einem großen Kulturvolksfest am 1. Mai 2026 gestartet, auch heuer setzt – nach erstmals rund sechs Wochen – eine Kopfhörer-Party den Schlussakkord. Da rund 10.000 Plätze weniger zur Verfügung stehen, sollten sich Interessierte frühzeitig um Karten bemühen, der Vorverkauf startet am Samstag, 7. März 2026, um 9 Uhr – persönlich in der Kartenstelle am Recklinghäuser Hauptbahnhof, telefonisch unter 02361 – 92180 sowie unter ruhrfestspiele.de im Netz. Wie gewohnt an dieser Stelle eine subjektive Highlight-Auswahl mit dem Hinweis, dass hier die Karten als Erstes vergriffen sein werden. So bei den Uraufführungen, Deutschlandpremieren und hochkarätigen Gastspielen im Schauspiel. Lisa Hagmeister und Cathérine Seifert kommen mit „Hard Times“ von Charles Dickens kurz nach der Premiere am Thalia-Theater Hamburg ins Theater Marl, wo auch Julia Gräfner und Wolfram Koch vom Deutschen Theater Berlin zu sehen sind in der Uraufführung des Projektes „Polaris“ von Jan-Christoph Gockel. Nach dem gleichnamigen Roman von Miranda July spielen Meike Droste, Fritzi Haberlandt, Sabine Auf der Heyde und Holle Münster „Auf allen Vieren“ im Kleinen Festspielhaus, wo auch Sibylle Bergs „Ein wenig Licht. Und diese Ruhe“ aus Hannover zu sehen ist mit Katja Riemann in einer Inszenierung von Lena Brasch. Die Bühnen Bern kommen ebenfalls ins Kleine Haus mit „Trophäe“ nach dem gleichnamigen Roman der flämischen Autorin Gea Schoeters, die auch live zu erleben ist im Gespräch mit Denis Scheck. Mit „Thauma“ des Objekttheaters La Mula kommt ein „szenisches Gedicht“ als Koproduktion mit dem Figurentheater-Festival Fidena ins Große Festspielzelt und im Theater Marl stellt Katharina Thalbach in einer szenischen Lesung „Kästners Berlin“ vor, Texte Erich Kästners aus und über die pulsierende Metropole der 1920er und 1930er Jahre. Bjarne Mädel, Angelika Richter und Bettina Stucky lesen im Theater Marl drei Monologe aus Ingrid Lausunds „Bin nebenan. Monologe für zuhause“. Das wie immer stark nachgefragte Kabarettprogramm bestreiten heuer Teresa Reichl, Sebastian 23, Frank Goosen, Katrin Bauerfeind, Wladimir Kaminer und Christian Ehring. Und die Neue Philharmonie Westfalen spielt in der Christuskirche Recklinghausen Werke von Wolfgang Amadeus Mozart und Anton Bruckner. Sein ganzes Leben hat Franz Kafka mit der Frage gerungen, was sein Jüdischsein für ihn bedeutet. Aufgewachsen in einer assimilierten Familie verband er die sporadischen Synagogenbesuche eher mit Zwang. Die religiösen Regeln, ihre Auslegungen und Erzählungen befremdeten ihn mindestens genauso, wie sie ihn faszinierten. Kaum verwunderlich, dass es vielmehr die jüdische Kultur, die Kunst, genauer gesagt: das Theater in jiddischer Sprache war, welches Kafka den ersten Anstoß gab, sich dem Judentum zu nähern. Im Herbst 1911 besuchte Kafka regelmäßig die Aufführungen einer ostjüdischen Theatergruppe. Ihre tragikomische Erzählweise, die Vermischung von Gesang, Tanz, Drama und der selbst-verständliche Umgang mit dem Jiddischen beeinflusste nachweislich sein Schreiben. Vor diesem Hintergrund hat Opernregisseur Barrie Kosky Kafkas berühmtesten Roman „Der Prozess“ und weitere Texte als Auseinandersetzung mit Kafkas Judentum auf Deutsch, Jiddisch, Hebräisch am Berliner Ensemble inszeniert, jeweils mit deutschen Untertiteln, und – natürlich – mit viel Musik! Die dreistündige Produktion unter der musikalischen Leitung von Adam Benzwi u.a. mit Constanze Becker, Kathrin Wehlisch und Alma Sadé ist seit der Premiere im September 2025 an der Spree fast ständig ausverkauft und jetzt von Dienstag bis Freitag, 9. bis 12. Juni 2026, im Theater Marl zu erleben. Dazu steuert Joachim Król Erzählungen von Franz Kafka bei in seiner Lesung am 7. Juni 2026 im Kleinen Haus. Rund 600 Künstler aus der ganzen Welt werden mit ihren Produktionen und Vorstellungen Teil der diesjährigen Ruhrfestspiele sein – in 80 Produktionen mit 220 Veranstaltungen, davon drei Uraufführungen, sechs Deutschlandpremieren und eine Europapremiere. Insgesamt sechs Produktionen sind koproduziert. 51.000 Plätze stehen heuer zur Verfügung, der Kartenvorverkauf beginnt am Samstag, 7. März, um 9 Uhr.

9 Uhr

Kirchenmusikseminar mit Matthias Nagel

Rock, Pop oder Jazz an der Kirchenorgel

In einem Kirchenmusikseminar mit Matthias Nagel, dem ehemaligen Dozent für Popularmusik, geht es um Chancen und Möglichkeiten von populären Spielstrukturen an der Kirchenorgel

Der Kirchenkreis Herne lädt ein zu einem Orgelseminar unter dem Titel „Experience Pop“. Es findet statt am Samstag, 7. März, von 10 bis 17 Uhr in der Stephanuskirche an der Ludwig-Steil-Straße 26 in Wanne-Eickel. Referent ist Matthias Nagel, ehemaliger Dozent für Popularmusik an der Hochschule für Kirchenmusik der Evangelischen Kirche von Westfalen, Komponist von grooviger Kirchenmusik und Autor zweier Lehrbücher über Pop auf der Orgel. In diesem Orgelseminar geht es um Chancen und Möglichkeiten von populären Spielstrukturen an der Kirchenorgel. Obwohl Popmusik – gemeint ist hier immer Rock-, Pop- oder Jazzmusik – nicht ursprünglich für die Kirchenorgel komponiert wird, sind viele groovige Strukturen an einer Orgel gut darstellbar. Der Orgelklang mit seiner im Verhältnis zum Piano recht statischen Klangerzeugung und Klangwirkung reizt in gewisser Weise durch seine drei Spielebenen und die damit verbundene Polyphonie sowie durch die Möglichkeiten der flächigen Klangwirkung („Pad“ in der Popmusik). Teilnehmende Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker sollen zur Vorbereitung auf das Seminar einen persönlichen „Favoriten“ aus dem Bereich Rock, Pop oder Jazz benennen – es sollte ein Stück sein, das ihnen aufgrund der Interpreten, der Musik, des Rhythmus‘ oder des Textes etwas bedeutet. Die Noten (z.B. aus Songbooks oder von Downloads oder mit selbst erstellten Leadsheets) können dann zum Seminar mitgebracht werden. Wenn das nicht möglich ist, wird die Umsetzung spontan und gemeinsam entwickelt – eine mp3-Datei auf dem Handy reicht. Wer möchte, kann dann im Seminar bereits mit einem eigenen Vorschlag zur Realisierung des Songs auf der Orgel starten. Spezielle Themen des Tages sind darüber hinaus u.a. das Spiel nach Akkordsymbolen, stilistische Unterschiede innerhalb von Pop, Orgelbegleitung neuer Lieder, Gestaltung von Intros, Improvisation, Licks oder Aktives Pop-Hören. Die Kursleitung hat Kreiskantor Wolfgang Flunkert, die Teilnahme kostet 30 Euro.

10 Uhr

Kreativer Zeichen-Workshop in der Bibliothek Herne-Mitte

Game-Charaktere als Anime-Figuren gestalten

In der Stadtbibliothek findet ein Kreativer Zeichen-Workshop für Anime-, Manga- und Videospielcharaktere statt.

Die Bibliothek Herne-Mitte lädt am Samstag, 7. März 2026, von 10 bis 14 Uhr Anime-, Manga- und Videospiel-Fans von zehn bis 14 Jahren zum Kulturrucksack ein. Unter dem Motto „Game-Charaktere als Anime-Figuren“ können die Teilnehmenden in der Bibliothek Herne-Mitte, Willi-Pohlmann-Platz 1, ihre Lieblingsfiguren aus der Spielewelt zeichnen. Im Fokus stehen bekannte Klassiker wie Super-Klempner, Elfenjungen, oder vermenschlichte Igelcharaktere. Neben den Game-Charakteren werden auch Kawaii-Motive wie Bubble-Teas mit Sternchen oder niedliche Pilze gezeichnet. In einer inspirierenden Umgebung mit farbenfroher Dekoration und einer großen Auswahl an Markern können die Teilnehmenden ihren Werken den typischen Anime-Stil verleihen – mit intensiven Farben und Glitzereffekten. Im letzten Teil des Workshops gestalten alle ein individuelles Lesezeichen mit selbst entworfenen Game-Charakteren. So nehmen die Teilnehmenden nicht nur vorgefertigte Motive, sondern auch ihre persönlichen Kreationen mit nach Hause. Alle Materialien werden bereitgestellt, für die Pause muss Essen und Trinken selbst mitgebracht werden. Um Anmeldung unter der Telefonnummer 0 23 23 / 16 - 28 03 oder per E-Mail an stadtbibliothek@herne.de wird gebeten.

10 Uhr

Veranstaltung der Partei Die.Linke

'Frauenkörper sichtbar machen'

Im Rahmen der 33. Herner Frauenwoche 2026 veranstaltet der Kreisverband Herne der Partei Die Linke am Samstag, dem 7. März 2026, einen ganztägigen Informations - und Gesprächstag unter dem Titel „Frauenkörper sichtbar machen“ (Symbolbild)

Im Rahmen der 33. Herner Frauenwoche 2026 veranstaltet der Kreisverband Herne der Partei Die Linke am Samstag, dem 7. März 2026, einen ganztägigen Informations - und Gesprächstag unter dem Titel „Frauenkörper sichtbar machen“. Von 11 bis 17 Uhr steht im Stadt Forum Herne die strukturelle Unsichtbarkeit von Frauen* in Medizin und Gesellschaft im Mittelpunkt. Ziel der Veranstaltung ist es, auf bestehende Ungleichheiten in der medizinischen Versorgung aufmerksam zu machen und politische Konsequenzen zu diskutieren. Thematisiert werden unter anderem kostenfreie Verhütung, die unzureichende Forschungslage bei frauen*spezifischen Erkrankungen sowie die Abschaffung des §218. Zugleich soll Solidarität mit besonders betroffenen Gruppen – etwa von Periodenarmut oder Obdachlosigkeit betroffenen Frauen* – gestärkt werden. Nach der Eröffnung um 11 Uhr widmet sich der erste Themenblock dem Schwerpunkt „Frauenkrankheiten und Medical Gaslighting“. Anhand von Endometriose berichten Betroffene aus dem Kreisverband über lange Diagnosewege und fehlende Anerkennung ihrer Beschwerden. Studien zeigen, dass Betroffene mit Endometriose durchschnittlich sieben bis zehn Jahre auf eine Diagnose warten. Erfahrungsberichte zu weiteren Erkrankungen wie Lipödem, chronischer Migräne, Fibromyalgie oder PMDS verdeutlichen, wie häufig Schmerzen bagatellisiert oder psychologisiert werden. In der anschließenden Diskussion geht es um strukturelle Ursachen dieser Verzögerungen und darum, weshalb unsichtbar gemachter Schmerz ein politisches Problem ist. Ab 14:15 Uhr stehen reproduktive Rechte im Fokus. Wiebke Köllner spricht über Schwangerschaftsabbrüche, die Abschaffung des §218 und die Kampagne „My Voice, My Choice“. Ergänzt wird das Programm durch eine Lesung und Diskussion mit der Autorin Sibel Schick aus ihrem Buch „Mein Körper – Wessen Entscheidung?“ . Eine weitere Diskussionsrunde widmet sich der Frage, was Frauen* für echte Selbstbestimmung benötigen und wie Verantwortung sowie finanzielle Lasten gerechter verteilt werden können – unter Einbeziehung von Männern als gesellschaftlich Mitverantwortliche. Den Abschluss bildet um 16:45 Uhr das Zusammentragen gemeinsam erarbeiteter Forderungen. Der Kreisverband Herne der Partei Die Linke lädt alle interessierten Bürger ein, sich zu informieren, mitzudiskutieren und gemeinsam für eine geschlechtergerechte Gesundheitsversorgung und reproduktive Selbstbestimmung einzutreten.

11 Uhr

Evangelischen Kirchengemeinde Wanne

Kinderkram-Markt in Crange

Kinderkram-Markt der Evangelischen Kirchengemeinde Wanne-Eickel.

Im Gemeindehaus an der evangelischen Lutherkirche, Unser-Fritz-Straße, findet am Samstag, 7. März 2026, in der Zeit von 11 bis 15 Uhr der 4. Kinderkram-Markt statt. Die Kleidungsstücke sind nach Geschlecht und den jeweiligen Größen sortiert. Neben einer Vielzahl an Kinderkleidung, gibt es auch einen speziellen Bereich für Babysachen, große Spielzeuge, Schuhe, Bücher und Spiele. Im Café gibt es Snacks, deren Erlös der Kinder- und Jugendarbeit der Gemeinde zugute kommt. Schwangere und Begleitung haben bereits ab 10:30Uhr Einlass.

11 Uhr

Veranstaltung während der Frauenwoche

Mädchenerlebnistag im Stadtteilzentrum Pluto

Das Café Pluto an der Wilhelmstraße 89a.

Die Jugendförderung beteiligt sich jedes Jahr an der Herner Frauenwoche mit einem Angebot für Mädchen, dem Mädchenerlebnistag. In diesem Jahr findet er am Samstag, 7. März 2026, im Stadtteilzentrum Pluto, Wilhelmstraße 89A, statt. Von 14 bis 17 Uhr sind Mädchen im Alter von sechs bis 13 Jahren herzlich eingeladen, Neues auszuprobieren, kreativ zu sein und viel Spaß miteinander zu haben. Unter dem Motto „Mädchen in Herne – Let‘s grow girl!“ können Musikinstrumente gebaut werden. Außerdem stehen Blumendruck, das Gestalten von Bilderrahmen, Bogenschießen und Tanzen auf dem Programm. Die Mitarbeiterinnen der Jugendförderung gestalten diesen Tag gemeinsam. Siefreuen sich auf rege Teilnahme und bieten Raum zum Kennenlernen und für Gespräche. Kleine Snacks und Getränke sind vorhanden. Eine Anmeldung ist nicht nötig, das Angebot ist kostenfrei.

14 Uhr

'Mission Machen' zeigt Perspektiven auf das Handwerk

LWL-Wanderausstellung im Schloss Strünkede

Die LWL-Wanderausstellung "Mission Machen – Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk" ist im Schloss Strünkede zu sehen.

Am Donnerstag, 5. Februar 2026, um 18 Uhr eröffnet im Schloss Strünkede, Karl-Brandt-Weg 5, die Sonderausstellung „Mission Machen – Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk“. Diese wird bis Sonntag, 12. April 2026, zu sehen sein. Was zeichnet das Handwerk in Westfalen aus? Welchen Einfluss haben Themen wie Nachhaltigkeit, Umweltschutz, Digitalisierung, Globalisierung, Inklusion und Integration auf den Berufsalltag von Menschen im Handwerk? Welche Verantwortung übernehmen heutige Handwerksbetriebe? Die Fotoausstellung „Mission Machen - Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk“ geht diesen Fragen nach, indem sie die Arbeit in westfälischen Handwerksbetrieben individuell im Bild präsentiert. Tuula Kainulainen hat dafür den Arbeitsalltag von 25 Betrieben begleitet und dokumentiert. Die Fotografien vermitteln einen persönlichen Einblick in Alltagssituationen westfälischer Handwerkern, die sich aufgeschlossen, erfinderisch und engagiert zeigen. Unterteilt in vier große Themenbereiche können sich die Besucher ein eigenes Bild von der Vielfalt und der Innovationskraft des Handwerks in Westfalen-Lippe machen. Die Ausstellung ist dienstags bis freitags von 10 bis 13 Uhr sowie von 14 bis 17 Uhr geöffnet, an Samstagen von 14 bis 17 Uhr und an Sonntagen von 11 bis 17 Uhr. Die Ausstellung „Mission Machen – Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk“ ist ein Kooperationsprojekt mit dem LWL- Medienzentrum für Westfalen und dem LWL-Freilichtmuseum Hagen. In die Ausstellung einführen werden bei der Eröffnung Kurator Lennart Nickel vom LWL-Freilichtmuseum Hagen und die Fotografin Tuula Kainulainen vom LWL-Medienzentrum für Westfalen. Weitere Materialien und ergänzende Infos zur Wanderausstellung bietet die Webseite des LWL-Medienzentrums für Westfalen unter www.missionmachen.lwl.org. Zu der ursprünglich 2025 vom LWL-Freilichtmuseum in Hagen gezeigten Ausstellung ist ein Bildband erschienen, der alle Fotografien sowie ergänzende Texte und Hintergrundinformationen zur Entstehung des Projekts umfasst und für 24,90 Euro im Buchhandel erhältlich ist.

14 Uhr

Ein Abend für Jung und Alt

Der CVJM lädt zum 3. Kneipenquiz

Das Logo des CVJM am Ludwig-Steil-Forum in Herne.

Da bekanntlich gute Traditionen gepflegt werden wollen, lädt der CVJM Herne (Christliche Verein Junger Menschen) am Samstag, 7. März 2026, zu seinem 3. Kneipenquiz ein. Der Einlass findet ab 18:30 Uhr statt. Ab 19 Uhr werden kleine Häppchen zur Stärkung der Gehirnleistung serviert und das Quiz beginnt um 19:30 Uhr. Dabei treten Gruppen von vier bis fünf Personen gegeneinander an. Die Teams können aus Freunden, Verwandten, Paaren, Kollegen oder Nachbarn bestehen. Die Anmeldungen werden als Gruppe oder als Einzelperson angenommen. Den Gewinnern winkt ein Preis, der hier noch nicht verraten sei. Für die Pause bereitet das CVJM-Team einen Whiskyausschank vor. Anmeldungen werden per Telefon 02323 3 888 444 oder E-Mail info@cvjm-herne.de. Der Eintritt kostet 12 Euro, für Mitglieder 10 Euro. Die Veranstaltung ist auf 60 Personen beschränkt und der Gewinn fließt zu 100 Prozent in die Jugendarbeit.

18:30 Uhr

Kirchenchor von St. Marien

'Missa brevis in G-Dur' in Laurentius

Der Kirchenchor aus St. Marien singt in der Kirche St. Laurentius.

Unter der Gesamtleitung von Kirchenmusiker Bernd Sägebarth-Backwinkel wird der Kirchenchor aus St. Marien am Samstag, 7. März 2026, in der Kirche St. Laurentius in Wanne Nord auftreten. Die Gäste bekommen die „Missa brevis in G-Dur“ von Joseph Haydn für 4-stimmigen Chor mit Streichern und Orgel zu hören. Die Orgel wird Sägebarth-Backwinkel spielen.

18:30 Uhr

Inszenierung des Theaters Kohlenpott

Theaterstück '1984 (13+)'

Das Theaterstück '1984 (13+)'.

Das Theater Kohlenpott zeigt am Samstag, 7. März 2026, um 19 Uhr das Stück '1984 (13+) ' nach George Orwell (halloherne berichtete), Textfassung von Henner Kallmeyer und Frank Hörner. Es ist geeignet für ein Publikum ab 13 Jahren. Darum geht es: „Big brother is watching you“, diesen weltberühmten Satz schrieb George Orwell 1948 in seinem Buch „1984“. Inzwischen ist er zum Synonym für jede Form des Überwachungsstaats geworden. Viele Situationen, die Orwell 1948 als beängstigende Zukunftsvision erzählte, kommen uns 2025 verstörend heutig vor. Aber 1984 ist weit mehr als eine Dystopie, es erzählt die Liebesgeschichte von Winston und Julia. Aber kann man eine Liebe leben in Zeiten, in denen jeder jedem misstraut?“ Einzelkarten kosten14 Euro/ erm. 8 Euro. Kartenreservierung unter: karten@theaterkohlenpott.de . Die Ticketpreis für Schulklassen betragen 6 Euro pro Person, eine Begleitperson pro Gruppe frei. Anmeldung für Gruppen unter: barbara.feldbrugge@theaterkohlenpott.de oder 0177/5475568

19 Uhr

'Die Gehaltserhöhung' im Bochumer Schauspielhaus

Schrille Farce aus der Arbeitswelt

Lauter Übertreibungskünstler in Dorothee Curios schrillen Klamotten (v.l.): Danai Chatzipetrou, Puk Brouwers, Jakob Schmidt, William Cooper und Jost Grix.

Sie haben reiflich nachgedacht haben ihren ganzen Mut zusammengenommen und entschließen sich, Ihren Abteilungsleiter aufzusuchen um ihn um eine Gehaltserhöhung zu bitten. Entweder ist er in seinem Büro oder aber er ist nicht in seinem Büro. Ist er nicht in seinem Büro, was wahrscheinlich ist, bleibt Ihnen folglich nur eins, im Flur auf seine Rückkehr – oder überhaupt auf seine Ankunft zu warten. Oder seiner Sekretärin, Mademoiselle Yolande, in ihrem Büro einen Besuch abzustatten. Wenn sie denn in ihrem Büro ist. Wenn nicht, bleibt immer noch die Möglichkeit, eine Runde durch die verschiedenen Abteilungen des fabelhaften Unternehmens drehen und dann einen erneuten Versuch zu starten… Der französische Autor, Filmemacher und Uni-Dozent im australischen Bisbane, Georges Perec (1936 Paris – 1982 in Ivry-sur-Seine), hat als Sohn polnischer Juden im Kindesalter die deutsche Besetzung Frankreichs im Zweiten Weltkrieg miterleben müssen. Sein Vater fiel 1940 als Freiwilliger in der französischen Armee, seine Mutter wurde 1943 nach Auschwitz verschleppt. Kurz vor ihrer Verhaftung konnte sie ihren Sohn mit einem Zug des Roten Kreuzes aufs Land schicken und ihm so das Leben retten. Vielleicht, so vermuten Literaturwissenschaftler, hat ihn diese frühe Prägung zu einem der sprachmächtigsten französischen Schriftsteller des vorigen Jahrhunderts werden lassen. In seinem erst posthum 2008 in Paris erschienenen Text „L’art et la manière d’aborder son chef de service pour lui demander une augmentation“, im Jahr darauf in der Übersetzung von Tobias Scheffel unter dem Titel „Über die Kunst, seinen Chef anzusprechen und ihn um eine Gehaltserhöhung zu bitten“ bei Klett-Cotta in Stuttgart herausgekommen, variiert Perec die immer gleiche Grundsituation: Ein Angestellter sucht seinen Abteilungsleiter auf, um eine Gehaltserhöhung zu erbitten. Am Ende schließt sich der Kreis: „Angenommen – etwas, das man alle Tage sieht – Sie haben Ihre Gehaltserhöhung nicht bekommen. In diesem Fall müssen Sie wieder von vorne anfangen“. „Wir schreiben nach Regeln, wir suchen nach Regeln, die es immer gegeben hat“: Der kurz vor seinem 46. Geburtstag verstorbene Perec, welcher der nur „Oulipo“ genannten experimentierfreudigen Werkstatt für potentielle Literatur („l’ouvroir de littérature potentielle“) um Raymond Queneau und Italo Calvino angehörte, spielt alle möglichen Variationen des Versuchs durch – und zwar auf Basis eines der Buchausgabe beigefügten Organigramms aus dem Jahr 1968, das ihm sein Freund Jacques Perriaud, Forscher im Rechenzentrum der Maison des sciences de l’homme, erstellt hat. Und das den absurden Witz des wissenschaftskritischen Textes erst richtig komplettiert. Aus dem zunächst in der Neuübersetzung von Eugen Helmlé ein Hörspiel entstand, die knapp 45-minütige Produktion des Saarländischen Rundfunks unter dem Titel „Wucherungen“ kann in der ARD-Audiothek abgerufen werden. Und dann ein Theaterstück, das unter dem Titel „L'augmentation“ am 26. Februar 1970 im Pariser Théâtre de la Gaîté uraufgeführt wurde. Seit der Deutschsprachigen Erstaufführung am 26. Oktober 1972 im Münchner Theater am Sozialamt (TamS) wird „Die Gehaltserhöhung“ immer wieder aufgeführt, zuletzt u.a. am Deutschen Theater Berlin. Un petit rien: Nun sorgt Albrecht Schroeder für die erstmalige Präsentation eines Perec-Werkes in Bochum. Von 2023 bis 2025 Regieassistent an der Bochumer Königsallee, wo er Arbeiten wie „Eschenliebe“ und „Clyde und Bonnie“ herausbrachte, hat er sich, seit dieser Spielzeit 2025/2026 CEO des Oval Office, mit Verve in die Aufgabe geworfen, diese realsatirische Farce aus der Arbeitswelt möglichst extraordinär auf die Bretter zu hieven. Seine turbulente, über 90 Minuten nicht immer kurzweilige Inszenierung, was einige Zuschauer am Sonntag (1.3.2026) zum vorzeitigen Verlassen der Premiere in den Kammerspielen veranlasste, ist vor allem eines: schrill. Wozu die Kostüme der Ausstatterin Dorothee Curio wesentlich beitragen. Das sichtlich hochmotivierte Darstellerteam aus den Ensemblemitgliedern Puk Brouwers, Danai Chatzipetrou, Linde Dercon und Jakob Schmidt, dem Bochum-Rückkehrer William Cooper sowie dem immer wieder gern gesehenen Gast Jost Grix gab dem Affen reichlich Zucker, sodass die in der Vorlage angelegte Differenzierung zur saftigen Typenschau mutierte. Das, so die Bochumer Dramaturgie, „hochnotkomische Zeugnis der Vergeblichkeit“ wird dennoch ganz sicher ein neunzigminütiger Repertoire-Renner. Die weiteren Aufführungen in den Kammerspielen des Schauspielhauses Bochum: Karten unter schauspielhausbochum.de oder Tel. 0234 – 33335555.

19:30 Uhr

'House of Banksy – An Unauthorized Exhibition'

Banksy-Ausstellung in Dortmund

Motive des derzeit wohl bekanntesten aber anonymen Straßenkünstlers Banksy, der mit seinen mal ironischen, mal politischen Graffitis bekannt wurde.

Dortmund. Die Pop-Up-Ausstellung „House of Banksy – An Unauthorized Exhibition“ lässt seit Mittwoch (17.12.2025) den anonymen Graffiti-Künstler Banksy in Dortmund hoch leben. Im ehemaligen C&A-Haus ist mit mehr als 150 Motiven eine umfangreiche Werkschau seiner Kunst zu sehen. Graffitis, Fotografien, Skulpturen, Videoinstallationen und Drucke wurden eigens für diese Schau reproduziert und sind jetzt an einem Ort zu sehen. Niemand weiß, wer Banksy ist, aber jeder kennt seinen Namen. Er ist einer der berühmtesten und gleichzeitig geheimnisvollsten Künstler der Welt. Banksy ist Untergrundkämpfer, Hotelbetreiber und ohne Zweifel der unumstrittene König der Straßenkunst, ein genialer Geist und Starkünstler, der mit seinen mal ironischen, mal politischen, aber stets poetischen Arbeiten die Menschen berührt und ihnen aus der Seele spricht. Seine Identität hält der Schätzungen zufolge etwa 45–50-jährige in Bristol geborene und bis heute anonyme Graffiti-Künstler bis heute erfolgreich geheim. Seine Werke dagegen erobern international nicht nur die Straßen, sondern auch die Auktionshäuser, und das höchst erfolgreich: Er gilt derzeit als einer der teuersten Künstler der Gegenwart. 2010 setzte ihn das „Time Magazine“ erstmals auf seine Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt, neben Persönlichkeiten wie Barack Obama, Steve Jobs oder Lady Gaga. Die Ausstellung läuft bis zum 15. März in Dortmund und ist montags bis sonntags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Letzter Einlass: Eine Stunde vor Ausstellungsende. Geschlossen hat das Haus am 24. und 25. Dezember 2025, am 1. Januar 2026. An Silvester, 31. Dezember 2025, ist die Ausstellung nur von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

seit 17. Dezember

40 Jahre Büro für Gleichstellung und Vielfalt und Einsatz für Frauenrechte

33. Herner Frauenwoche startet Anfang März

Freuen sich auf die 33. Herner Frauenwoche: (v.l.) Cordelia Neige und Melanie Kampa vom Büro für Gleichstellung und Vielfalt.

Wie immer rund um den Weltfrauentag am Sonntag, 8. März 2026, steht bei der Stadt Herne alles im Zeichen der Frau. Rund um diesen Tag fokussiert sich die Stadt während der 33. Frauenwoche auf zahlreiche Themen, die Frauen betreffen. In diesem Jahr ist der Aktionszeitraum von Montag bis Sonntag, 2. bis 15. März 2026. Beim Pressegespräch am Mittwoch (18.2.2026) stellten die Verantwortlichen des Büros für Gleichstellung und Vielfalt der Stadt Herne das diesjährige Programm vor und verrieten, dass die teilnehmenden Frauen ein vielfältiges Programm von mehr als 70 Veranstaltungen erwartet. Aber nicht nur die Frauenwoche wird kräftig gefeiert, es steht auch noch ein anderes Jubiläum an: Das Büro für Gleichstellung und Vielfalt wird 40 Jahre alt. Am 1. Januar 1986 bekam die Stadt Herne ihre erste Gleichstellungsstelle samt Beauftragter. Sie war damit Vorreiterin gegenüber anderen Ruhrgebietsstädten. „Pflicht wurde so eine Stelle erst ab dem Jahr 1994. Hier zeigt sich wie fortschrittlich die Stadt schon war, denn die gesellschaftlichen Verhältnisse waren Ende der 80er- und Anfang der 90er-Jahre einfach anders“, sagt Cordelia Neige, Leiterin des Herner Büros für Gleichstellung und Vielfalt. Die erste Leiterin, Anne Kalender-Sanders, sei damals sowas wie ein Ein-Frau-Betrieb gewesen, erst mit der dritten und in Herne immer noch sehr bekannten Gleichstellungsbeauftragen Sabine Schirmer-Klug, habe sich die Frauenwoche im Jahr 1993 entwickelt. „Sabine Schirmer-Klug war 33 Jahre lang im Amt. Sie hat ganz viel aufgebaut und das Büro zu dem gemacht, was es heute ist“, erinnert sich Neige zurück. In diesem Jahr liegt auch ein Fokus auf Themen wie Wechseljahre, geschlechtergerechte Bezahlung, häusliche Gewalt, Empowerment und Altersvorsorge. „Wir sehen, dass viele besonders junge Frauen Themen wie Altersvorsorge und Rente nicht im Blick haben. Dabei sind ihre Renten durch Eltern- oder Teilzeitbeschäftigungen sowie Pflegezeiten meist deutlich geringer als die eines Mannes. Daher bieten wir zu diesem Thema erstmalig eine Online-Veranstaltung an“, erläutert Melanie Kampa, stellvertretende Leiterin des Büros für Gleichstellung und Vielfalt. Aber auch das Thema der Anonymen Spurensicherung, die nach sexuellen Übergriffen helfen kann, Spuren zu sichern, wird erneut aufgegriffen. Hierzu findet am Donnerstag, 12. März 2026, um 16 Uhr ein Vortrag satt. „Diese Thematik ist immer noch mit einem großen Tabu behaftet und viele Menschen kennen dieses Angebot in Herne leider doch noch gar nicht, deshalb wollen wir informieren und sensibilisieren“, sagt Kampa weiter. Ferner werde es in Kooperation mit der Gesundheitswoche die Fachtagung „Free as a bird - Frauen und Mädchen mit nicht sichtbaren Behinderungen“ am Mittwoch, 11. März 2026, im H2Ö geben (halloherne berichtete). Ebenso stehen in diesem Jahr auch wieder Lesungen auf dem Programm. So kommen die Literaturpreisträgerin Cigdem Akoyl mit ihrem Roman 'Geliebte Mutter - Canim Annem' und Gisa Pauly mit ihrem neusten Roman 'La Paloma' nach Herne. „Wir hoffen, dass wir mit dem Angebot möglichst viele Frauen erreichen und ihnen die Möglichkeit zum Austausch sowie zur Solidarität bieten“, macht Neige abschließend deutlich. Da die Nachfrage nach vielen Veranstaltungen hoch sei, sei es klug, sich rechtzeitig für die gewünschte Veranstaltung anzumelden. Bei einigen Veranstaltungen sei auch ein kleines Entgelt zu entrichten. Hier geht es zum kompletten Programm und Anmeldung.

seit 2. März

Grund ist ein Brückenabriss

A43: Hibernia- und Südstraße unter Autobahn zeitweise gesperrt

Die Autobahn Westfalen erneuert die Brücken Hiberniastraße und Südstraße im südlichen Herne. Dabei werden die Bauwerke jeweils halbseitig abgerissen und neu gebaut (Symbolbild).

Die Autobahn Westfalen erneuert die Brücken Südstraße und Trasse Wanne-Constantin im südlichen Herne. Dabei werden die Bauwerke jeweils halbseitig abgerissen und neu gebaut. Für den Abriss müssen die städtischen Straßen unter den Brücken gesperrt werden: Der Fuß- und Radweg Trasse Wanne-Constantin kann von Montag, 2. März, ab 7 Uhr bis Donnerstag, 12. März 2026 um 18 Uhr, nicht genutzt werden. Die Südstraße wird im Anschluss vom Freitag um 7 Uhr bis Montag um 15 Uhr, 13. bis 16. März 2026, für den Verkehr gesperrt. Umleitungen sind eingerichtet. Der Fuß- und Radverkehr kann statt der Brücke an der Trasse die Südstraße nutzen – und umgekehrt. Der motorisierte Verkehr der Südstraße wird über die Bochumer Straße, den Westring, die Holsterhauser Straße und die Koniner Straße umgeleitet. Der Verkehr auf der A43 ist von den Arbeiten nicht betroffen. Er fließt wie bisher in einer Baustellenverkehrsführung über die jeweils andere Brückenhälfte.

seit 2. März

Brückenarbeiten stehen an, Verkehrsführung wird angepasst

A42: Vollsperrungen im Kreuz Herne

Die A42 wird im Autobahnkreuz Herne Richtung Dortmund an zwei Wochenenden voll gesperrt - der Grund sind Brückenarbeiten (Archivbild).

Im Kreuz Herne geht der Neubau der vier A42-Brücken, welche die A43 überspannen, rasch voran. Für den Abriss der vierten und letzten Brücke muss nun die Verkehrsführung angepasst werden. Weil der Umbau komplex ist, sperrt die Autobahn Westfalen die A42 dafür an zwei Wochenenden zwischen Herne-Crange und Herne-Baukau in beiden Fahrtrichtungen. Das bestätigt Autobahn-Sprecher Anton Kurenbach gegenüber nach halloherne-Anfrage. Der erste Teil des Umbaus findet am Wochenende von Freitag, 20. Februar, ab 21 Uhr bis Montag, 23. Februar 2026, um 5 Uhr statt. Der zweite Teil – und die zweite Vollsperrung – finden voraussichtlich von Freitag, 6. März, ab 22 Uhr bis Montag, 9. März 2026, um 5 Uhr statt. Die A42 wird wie angekündigt am Kreuz Herne erneut gesperrt, allerdings beginnt die Sperrung wegen des Fußballspiels in Gelsenkirchen am Freitag, 6. März 2026, erst um 22 Uhr. Trotz der Sperrung ist es möglich, durch den neuen Tunnel Baukau von der A43 Fahrtrichtung Münster auf die A42 Fahrtrichtung Oberhausen zu gelangen. Auch die Verbindung von der A43 Fahrtrichtung Wuppertal auf die A42 Fahrtrichtung Oberhausen bleibt offen. Die Verbindung von der A43 Fahrtrichtung Münster auf die A42 Fahrtrichtung Dortmund muss allerdings gesperrt werden, ebenso wie die Verbindungen von der A42 auf die A43. Der Verkehr wird großräumig über die A2 umgeleitet. Zudem wird der Verkehr im Raum Herne über die städtischen Bedarfsumleitungen geführt. Für den Neubau der Brücken im Kreuz Herne nutzt die Autobahn Westfalen eine innovative Schnellbauweise. So wurde die erste Brücke im Kreuz im Zeitraum Mai bis August 2025 abgerissen, neu gebaut und wieder unter Verkehr genommen. Nach Abschluss der Brückenneubauten stehen im Kreuz noch Arbeiten an den Verbindungsfahrbahnen an. Der Neubau des Kreuzes Herne ist eines der wichtigsten Projekte im Rahmen des sechsstreifigen Ausbaus der A43 zwischen Marl und Witten. Viele verschiedene Rahmenfaktoren – von Bahnstrecken über städtische Straßen bis hin zu Stromleitungen – machen den Neubau zu einer spannenden Herausforderung für die Ingenieurinnen und Ingenieure der Autobahn Westfalen.

seit 6. März

Sonntag, 8. März

Der März im LWL-Museum für Archäologie

Familiensonntag, Lange Museumsnacht und mehr

Das Westfälische Museum für Archäologie des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL).

Im März 2026 erwartet die Besucher des LWL-Museums für Archäologie und Kultur in Herne einige Höhepunkte: Los geht es mit dem Familiensonntag unter dem Motto „Mit vollem Mund die Füße aufm Tisch“, einer Spezialführung für Kinder von acht bis zwölf Jahren mit anschließendem Servietten-Workshop sowie zeitgleich einer Führung für die Eltern und weiteren interessierten Erwachsenen. Beim Glasperlen-Workshop und in der Schau-Schmiede steht altes Traditionshandwerk im Fokus. Beim Vortrag geht es um römische Ess- und Trinkkultur. Ganz den Frauen widmet sich eine Spezialführung durch die aktuelle Sonderausstellung „Mahlzeit“ am Weltfrauentag. Ein Mix aus Rundgängen, Musik, Vorführungen und Kulinarik erwartet Besuchende bei der Langen Museumsnacht. „Mit vollem Mund die Füße aufm Tisch“ heißt es am Familiensonntag, 1. März 2026, im LWL-Museum für Archäologie und Kultur. Um 13 Uhr und 15 Uhr erfahren Kinder und Jugendliche von acht bis zwölf Jahren in der Spezial-Führung, wie früher gegessen wurde. Im anschließenden Servietten-Workshop lernen sie Techniken, mit denen sie ihre Eltern beim nächsten Sonntagsfrühstück beeindrucken können. „Benehmen ist Glücksache"? Wie man sich zu Tisch richtig benimmt, hängt vor allen Dingen davon ab, wo und mit wem man isst. Die Teilnehmenden machen eine kleine (Zeit-)Reise um die Welt und erfahren, wo ein "Bäuerchen“ zum guten Ton gehört und mit wem man besser nicht den Becher teilt. Wie es darüber hinaus gelingt, eine Tischgesellschaft zu beeindrucken, erfahren die Teilnehmenden im anschließenden Servietten-Workshop. Während die Kinder die Sonderausstellung „Mahlzeit“ bei der Spezial-Führung und dem Workshop erkunden, erwarten die Eltern zwei öffentliche Führungen durch die Sonder- und Dauerausstellung. Die öffentliche Führung „gesucht. gefunden. ausgegraben.“ durch die Dauerausstellung steht an allen Sonntagen im März (1., 8., 15., 22., und 29. März) um 13 Uhr auf dem Programm. Bei dem Rundgang folgen Besuchende in einer nachgestalteten Ausgrabung den Spuren der Menschen in Westfalen. Neben zahlreichen Funden erwartet sie beispielsweise der in Mitteleuropa einmalige, bekannte Faustkeil aus Mammutknochen, der Schmuck der Damen von Ilse als eine der geheimnisvollsten Entdeckungen aus der Eisenzeit sowie das mit Beigaben ausgestattete Grab des Fürsten von Beckum. Die Spezial-Führung durch die Sonderausstellung „Mahlzeit“ am Weltfrauentag, Sonntag, 8. März 2026, legt den Schwerpunkt auf Frauen und Ess- bzw. Trinkkultur. Welche Rolle kam Frauen beim griechischen Symposion zu? Warum bekamen Mädchen ein Puppenhaus und Jungen in der frühen Neuzeit Zinnsoldaten? Was steckt hinter dem Gewinn der Frauen-Fußball-Nationalmannschaft zu ihrem EM-Sieg 1989? Eine Führung nicht nur für Frauen. Am Sonntag (1., 15., 22. und 29. März) um 15 Uhr erwartet Besuchende des LWL-Museums für Archäologie und Kultur die öffentliche Führung „Mahlzeit“ durch die gleichnamige Sonderausstellung. Gemeinsames Essen ist weit mehr als nur Nahrungsaufnahme. Ob beim königlichen Bankett, der einfachen Bauernmahlzeit, dem familiären Abendessen oder der gemeinsamen Mittagspause - überall offenbaren sich Fragen: Wer sitzt wo? Wer bekommt das beste Stück? Welche Rituale bestimmen das gemeinsame Mahl? Und was verrät das alles über Macht, Zugehörigkeit, gesellschaftlichen Wandel und vor allem Kultur? Von opulenten Festtafeln und rituellen Speisungen bis hin zu den Herausforderungen unserer Zeit - schnelle Snacks, digitale Ablenkung und der scheinbare Verlust gemeinsamer Rituale - zeigt diese Ausstellung, wie Essen seit Jahrtausenden als sozialer Klebstoff wirkt. Mit einem Blick auf über 300 Exponate und Geschichten lädt „Mahlzeit!“ dazu ein, die kulturelle Dimension des Essens neu zu entdecken. Eine Reise durch die Welt des gemeinsamen Speisens. Das Kreativseminar „Bunte Pracht - Glasperlen selbst gemacht“ am Samstag, 7. März 2026, gibt Einblicke in die 3.500 Jahre alte Kunst der Glasherstellung. Wie kommt eine Glasperle zu ihrer Form und wie erhält sie ihre Farbe? Antworten auf diese Fragen und die Möglichkeit zum Ausprobieren bietet der Workshop im LWL-Museum für Archäologie und Kultur. Von 13 bis 17 Uhr haben Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren die Möglichkeit, die Technik des Glasperlenwickelns mit dem Bunsenbrenner zu erlernen. Am Ende der Veranstaltung können die Teilnehmenden ihre selbst gefertigten Glasperlen mit nach Hause nehmen - für sich selbst oder als Geschenk. Die Kosten für das Seminar betragen 45 Euro pro Person, inklusive Material und zuzüglich des Museumseintritts. Das Seminar richtet sich an Anfänger. Um Anmeldung wird gebeten unter Tel 02323-94628-24. In der „Schau-Schmiede“ haben junge und erwachsene Besucher am Sonntag, 15. März von 12 bis 17 Uhr erstmalig die Gelegenheit, dem Museumsschmied Timo Haken über die Schulter zu schauen. Mit Hammer, Amboss und inmitten von Esse-Funken schmiedet Haken, Schwerter oder kleinste Glieder für ein Kettenhemd. Während der Schmiede-Vorführung besteht auch die Möglichkeit, dem Schmied Fragen zu stellen. Das Angebot ist kostenlos. Die Vorführung findet im Innenhof des Museums statt. Am Sonntag, 15. März 2026, um 14 Uhr geht es „Mit dem Spielmann durch die Zeiten“. Abenteuerliche und amüsante Geschichten, die sich um die Vergangenheit Westfalens und ihre archäologischen Funde ranken, bilden den Inhalt der musikalischen Führung mit Spielmann Michel. Der zeitreisende Musikus geht mit Witz und Musikalität, mit Liedern, Texten und Klangbeispielen den Fragen nach: Wie klang die Musik der Neandertaler und wieso geht die Musik von Carlos Santana auf das Alte Griechenland zurück? Beim öffentlichen Vortrag „Wenn Trimalchio zu Tisch bittet - Esskultur bei den Römern“ am Donnerstag, 19. März 2026, um 19 Uhr veranschaulicht Dr. Josef Mühlenbrock, Leiter des LWL-Römermuseums in Haltern am See, was bei den Römern auf den Tisch kam. „Dank der archäologischen Funde können wir heute die Versorgungsmöglichkeiten im Römerlager rekonstruieren“, so Mühlenbrock. „Sie verraten, dass nicht nur einfacher Brei aus Weizenmehl, das Hauptnahrungsmittel eines Legionärs, im Lager gegessen wurde, sondern zumindest bei den höheren Dienstgraden durchaus auch Luxusgüter auf den Tisch kamen.“ Und wie sahen die Essgewohnheiten der Oberschicht aus? Diese und weitere Fragen stehen im Zentrum des kostenlosen Vortrags, der live auf dem YouTube-Kanal des LWL-Museums für Archäologie und Kultur zu sehen ist. Begleitet wird der Vortrag von Marianne Gorissen, die in römischer Gewandung aus dem sogenannten „Gastmahl des Trimalchon“ von Petronius liest. Am Freitag, 27. März 2026, von 18 bis 24 Uhr findet mit der „Langen Nacht der Mahlzeit“ ein Höhepunkt des Jahresprogramms statt. Neben speziellen Programmen zur Sonderausstellung, wie Führungen und Workshops, stehen Musik, Mitmachangebote und kulinarische Höhepunkte auf dem Programm. Der Eintritt ist an diesem Tag frei. Der erste Programmpunkt der Langen Museumsnacht ist von 18 bis 20 Uhr die „Schnuppergrabung im Grabungscamp“. Hier erwartet Erwachsene und Kinder ab acht Jahren eine unerschlossene Grabungslandschaft, die es archäologisch zu bearbeiten gilt. Mit echten Grabungswerkzeugen legen sie Schritt für Schritt Funde und Befunde frei, die ihnen unter anderem das Mittelalter, die römische Kaiserzeit oder auch die Jungsteinzeit direkt vor Augen führen. Sämtliche Arbeitsschritte werden im Team erledigt: Familien werden zu Forschergruppen, Freunde zu Grabungsteams und jeder Einzelne zum Archäologen für einen Tag. Der Eintritt ist frei. Mit den Speedos ist eine der „aktivsten Bands in Deutschland“ zu Gast. Sie begrüßt die Besuchenden im Foyer mit Liedern aus einem großen Repertoire. Passend zur Sonderausstellung „Mahlzeit“ liefern Spielmann Michael und Andreas Niggemeier ein exklusives Programm zwischen Candlelight Dinner und sinnloser Völlerei. Das Trio Ei-Der-Daus nimmt sich speziell der Trinklieder-Kultur an. Im Zentrum der Sonderausstellung stellt das Trio Liedgut vor, wie es vor rund 150 Jahren bei Bier und Wein gesungen wurde. Den ganzen Abend über bieten Führungen einen Überblick zur Geschichte des gemeinsamen Essens und zum Leben der Menschen in den vergangenen 250.000 Jahren. Ein besonderer Höhepunkt: die „Malocher-Führung“ mit Timo Reichelt. Wenn Reichelt nicht gerade mit seinem gewohnt lockeren Ruhrpott-Mundwerk durch die Ausstellung führt, lässt er die Funken fliegen - draußen an der Schau-Schmiede. Sicherlich ist die Schmiede auch ein spektakuläres Fotomotiv für alle Cosplayer, die das LWL-Museum für Archäologie und Kultur an diesem Abend einlädt. Egal, ob aus dem Star-Wars-Universum, der Disney-Märchenwelt oder dem weiten Anime-Kosmos: Jede Figur ist willkommen. Die jüngeren Nachtschwärmer lädt der Keramik-Künstler Thomas Benirschke ein, mit ihm vierhändig zu zaubern. Das Ergebnis ist ein hochwertiges Geschirrteil, das jeder „Zauberer“ mit nach Hause nehmen darf. Neben Geschirr geht es in der Sonderausstellung „Mahlzeit!“ auch um Besteck. Besuchende erleben selbst, dass Löffel, Gabel und Messer nicht nur hervorragende Werkzeuge zum Essen sind, sondern auch zu kreativen Schmuckstücken werden können. Wer sich den ganzen Abend mit dem Thema „Mahlzeit“ umgibt, wird natürlich hungrig. Wie Kaiser Augustus auf dem Ausstellungsplakat, so dürfen sich auch die Besuchende auf italienische Küche mit Pizza und Eis freuen. Im Museumscafé kümmert sich der Förderverein um den Ausschank von Getränken. Die öffentlichen Führungen sind kostenlos. Zu zahlen ist nur der Museumseintritt. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre sind kostenfrei.

Klasse-Programm beim 16. Kirchlichen Filmfestival

Menschen eine Stimme geben

Stellten in der Cineworld Recklinghausen das Programm des 16. Kirchlichen Filmfestivals vor (v.l.): Marc Gutzeit (Geschäftsführer Kreisdekanat), Julia Borries (Evang. Kirchenkreis), Pfarrerin Friederike Melloh, Kurator Michael M. Kleinschmidt, Kinoleiter Kai-Uwe Theveßen und Dirk van Buer (Sparkassen-Kulturstiftung)

Nicht kleckern, sondern klotzen: Kaum ist die Berlinale vorbei, lädt das inzwischen 16. Kirchliche Festival von Mittwoch bis Sonntag, 11. bis 15. März 2026, ins Cineworld-Multiplex nach Recklinghausen ein. Bevor etwa „Vier minus drei“ Mitte April in die Kinos kommt, ist Adrian Goingers zweistündiger Spielfilm bei unserem nördlichen Nachbarn zu sehen. Frisch ausgepackt: Nicht weniger als acht Previews werden gezeigt und zumeist von Schauspielern (Cindy Klink, David Knors, Mohamed Musa und Rony Herman), Drehbuchautoren (Antonia Rothe-Liermann) oder Regisseuren (Jacqueline Jansen und Georgi M. Unkovski) persönlich vorgestellt. Der Vorverkauf hat am Montag (23.2.2026) begonnen. Karten sind während der Öffnungszeiten an den Kassen des Cineworld sowie online unter cineworld-recklinghausen.de erhältlich. Das von den künstlerischen Leitern Horst Walther und Michael M. Kleinschmidt, die rund 120 Filme gesichtet haben, und einem Gremium kuratierte Festival wartet mit drei Preisverleihungen, zwölf Spielfilmen, einem Dokumentarfilm, zehn Kurzfilmen im Cineworld und, ein traditioneller Leckerbissen im vierten Jahr, einem Stummfilm in der besonderen Atmosphäre der St. Peter-Kirche auf. Zweitausend verkaufte Karten waren im vergangenen Jahr bereits ein Ausrufezeichen, bei diesem Klasse-Programm sollten Filmfreunde frühzeitig den Vorverkauf nutzen. Der Ökumenische Filmpreis des Kirchlichen Filmfestivals geht in diesem Jahr an den nordmazedonischen Spielfilm „DJ Ahmet“ von Regisseur Georgi M. Unkovski. Die Entscheidung würdigt einen Film, der durch erzählerische Kraft und gesellschaftliche Relevanz überzeugt. Die Jugendjury zeichnet mit „Wild Foxes“ eine belgisch-französische Produktion aus, die die Lebenswirklichkeit von heranwachsenden jungen Männern eindrucksvoll und sensibel beleuchtet. Die Kinderjury prämiert „Das geheime Stockwerk“, einen deutsch-österreichisch-luxemburgischen Spielfilm, der junge Zuschauerinnen und Zuschauer ernst nimmt und zugleich mit großer Leichtigkeit erzählt ist. Nach dem traditionellen Prolog, dem Ökumenischen Filmgottesdienst am 8. März 2026 um 17 Uhr in der Christuskirche, wird das Festival am 11. März 2026 um 19.30 Uhr mit einer Preview eröffnet: „Als wäre es leicht“, Milan Skrobaneks Debüt, ist ein berührender Spielfilm über eine Liebe jenseits aller Barrieren – gespielt von zwei Hauptdarstellenden, die selbst gehörlos beziehungsweise sehbeeinträchtigt sind. Dieser Akzent des Sichtbarmachens zieht sich durch die Festivaltage, etwa im belgischen Gerichtsdrama „Wir glauben euch“, im intensiven Familienporträt „Vier minus drei“ oder im finnischen historischen Drama „Nie allein“, das von jüdischen Geflüchteten während des Zweiten Weltkriegs erzählt. Fritz Langs Stummfilm „Der müde Tod“, der am 12. März um 19 Uhr in der Propsteikirche St. Peter gezeigt wird nach einer Einführung durch den Mainzer Filmwissenschaftler Arndt Klingelhöfer, wird vom Regionalkantor Thorsten Maus an der Klaisorgel begleitet. Der Eintritt ist frei, es wird aber um Spenden gebeten. Die Karten für das im Revier singuläre Programm mit anspruchsvollem Kino aus Deutschlands, Europa, Afrika und dem Nahen Osten, das Menschen eine Stimme gibt, die im Alltag wenig gesehen werden und deren Geschichten oft im Schatten stehen, kosten zehn Euro (Eröffnungsfilm und Ökumenischer Filmpreisabend 12 Euro, Kinder- und Jugendfilm fünf Euro). Die Kurzfilmrolle „Augenblicke 2026“ am 14. März 2026 um 14 Uhr mit insgesamt zehn Kurzfilmen mit einer Gesamtlänge von gut anderthalb Stunden und die Kunst-im-Kino-Matinee über Caravaggio am 15. März 2026 um 11.30 Uhr bieten weitere besondere cineastische Erfahrungen wie auch der Abschlussfilm „Calle Málaga – Ein Zuhause in Tanger“ am 15. März um 17 Uhr, der voller Wärme und Humor vom Kampf einer älteren Frau um ihr Zuhause und ihre Selbstbestimmung erzählt. Zum Rahmenprogramm gehören zudem Demokratie-Fitness-Sessions, die an drei Tagen dazu einladen, demokratisches Denken und Handeln spielerisch zu trainieren. Das komplette Programm steht unter kirchliches-filmfestival.de zum Download bereit.

ZDF überträgt aus Kassel

Evangelischer Gottesdienst

Evangelischer Kirche Kassel-Stadtmitte.

Der Evangelischer Gottesdienst aus Kassel wird am Sonntag, 8. März 2026, ab 9:30 Uhr vom ZDF live übertragen. Kirchen sind Orte der Stimmen. Hier hört man sie: wenn Menschen leise das Vaterunser beten, ihren Glauben zögernd bekennen oder den ersten Ton eines Liedes anstimmen. Jede Stimme ist einzigartig. Deshalb reagieren wir so sensibel darauf. Sie kann trösten, beruhigen, alarmieren - und verletzen. Pfarrerin Katharina Scholl und ihr Team sind überzeugt: In all unseren Stimmen schwingt mehr als Worte. In ihnen klingt Gottes Stimme mit und verändert unser Hören. Musikalisch gestaltet die Kantorei St. Martin unter Leitung von Kirchenmusikdirektor Eckhard Manz den Gottesdienst.

9:30 Uhr

Paare können sich im Marien Hospital informieren

Intensivkurs zur Geburtsvorbereitung

Werdende Eltern können sich über die Geburtsvorbereitung informieren (Symbolbild).

Die Elternschule des Marien Hospital Herne lädt am Sonntag, 8. März 2026 zu einem Geburtsvorbereitungskurs ein. Der Kurs findet am Sonntag von 10 bis 18 Uhr statt. Werdende Eltern erhalten zahlreiche Informationen zum gesamten Themenbereich Schwangerschaft, Geburt, Stillen und Wochenbett. Außerdem werden Übungen zur Entspannung, zur Körperwahrnehmung und Wehenatmung angeboten. Ziel des Kurses ist eine optimale Vorbereitung auf die Geburt für werdende Eltern ab der 26. Schwangerschaftswoche. Kursort ist die Elternschule an der Altenhöfener Straße 92, 44623 Herne. Wenn kein weiterer Geburtsvorbereitungskurs über die Krankenkasse abgerechnet wird, kann die Gebühr für die Frau von dieser übernommen werden. Die Gebühr für die Begleitperson beträgt 100 Euro. Informationen und Anmeldung über Tel 0 23 23 - 499 - 27 47 oder bildungswerk@elisabethgruppe.de sowie alternativ über die Website: www.marienhospital-herne.de/elternschule.

10 Uhr

Gottesdienste im Radio

Der Deutschlandfunk überträgt am Sonntag, 1. März 2026, ab 10:05 Uhr den Gottesdienst aus der Pfarrkirche St. Maria Himmelfahrt in Herxheim. Am darauf folgenden Sonntag, 8. März 2026, überträgt der WDR 5 am 10:05 Uhr den Gottesdienst aus der St. Josefkirche in Hollage.

10:05 Uhr

Neue Ausstellung in den Flottmann-Hallen

'sapiens?!' vom Belgier Mark Swysen

Künstler Mark Swysen zeigt in den Flottmann-Hallen seine Ausstellung "sapiens?!" über die Menschheit und die Natur.

In den Flottmann-Hallen, Straße des Bohrhammers 5, ist von Sonntag, 8. März, bis Sonntag, 19. April 2026, die Ausstellung „sapiens?!“ des Künstlers Mark Swysen zu sehen. Die Ausstellung fordert zur Auseinandersetzung mit den Widersprüchlichkeiten modernen menschlichen Lebens auf. Helle Skulpturen stehen in der Halle. An der Fensterfront sind große Kuscheltiere zu sehen. Ein gekreuzigter Teddybär mit Dornenkrone fällt ins Auge. In der Mitte des Raumes ist ein Schaufensterpuppentorso zu sehen, ebenfalls gekreuzigt. Umgeben ist die Figur von einer Konstruktion aus Regenschirmen. „Mit dem Titel 'sapiens?!‘ deute ich bereits an, worum es mir geht: Wir haben uns selbst den Namen 'kluger Mensch‘ gegeben, aber wie klug sind wir eigentlich?“, erklärt Mark Swysen den Hintergrund seiner Kunstinstallationen. „Wie gehen wir miteinander und mit der Umwelt um? Machen wir das gut oder nicht?“ Mit seiner Ausstellung möchte er die Besucher zum Nachdenken bringen: „Aus meiner Sicht ist Kunst eine Sache des Herzens. Der Titel hilft ein bisschen, um in meine Denkweise zu blicken. Aber ich möchte, dass die Betrachtenden versuchen, sich auf ihre Weise mit meiner Arbeit auseinanderzusetzen und sie mit ihrer eigenen Fantasie und vor dem Hintergrund ihrer eigenen Erfahrungen und Erlebnisse zu interpretieren.“ Vielleicht denken einige in Anbetracht der vielen Regenschirme um die Schaufensterpuppe an die „Umbrella Corporation“ aus der Resident-Evil-Computerspielreihe. Zuletzt stellte Mark Swysen 2016 in einer Gruppenausstellung in den Flottmann-Hallen aus. Katrin Lieske, Kuratorin der Ausstellung, freut sich über die erneute Zusammenarbeit mit dem Künstler: „Es ist uns wichtig, dass wir mit den Künstlerinnen und Künstlern langjährige Partnerschaften pflegen. Besonders mit solchen, von denen wir überzeugt sind und mit denen die Zusammenarbeit wirklich ergiebig war und Spaß gemacht hat. Und Mark ist eben einer dieser Künstler.“ Die Vernissage findet am Sonntag, 8. März, um 11 Uhr statt. Ein Gespräch zwischen dem Künstler und dem Moderator Eric Warm wird in die Ausstellung einführen. Zudem werden Führungen und Vorträge angeboten, die am Donnerstag, 19. März, und am Mittwoch, 15. April, jeweils um 10:30 Uhr stattfinden. An diesen Tagen können die Gäste bei Kunst, Kaffee und Kuchen die Werke näher betrachten. Die Ausstellung ist dienstags bis sonntags von 14 bis 18 Uhr zu sehen, der Eintritt ist frei. Mark Swysen, geboren 1965 in Belgien, hat Biologie und Kunst studiert. Heute lebt er in Antwerpen. In seinen Werken analysiert er menschliches Verhalten und gesellschaftliche Fragen. Oft sind seine Arbeiten klimabezogen. Seine Installationen regen zum Nachdenken über gesellschaftliche Verantwortung und notwendigen Handlungsbedarf an.

11 Uhr

'Mission Machen' zeigt Perspektiven auf das Handwerk

LWL-Wanderausstellung im Schloss Strünkede

Die LWL-Wanderausstellung "Mission Machen – Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk" ist im Schloss Strünkede zu sehen.

Am Donnerstag, 5. Februar 2026, um 18 Uhr eröffnet im Schloss Strünkede, Karl-Brandt-Weg 5, die Sonderausstellung „Mission Machen – Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk“. Diese wird bis Sonntag, 12. April 2026, zu sehen sein. Was zeichnet das Handwerk in Westfalen aus? Welchen Einfluss haben Themen wie Nachhaltigkeit, Umweltschutz, Digitalisierung, Globalisierung, Inklusion und Integration auf den Berufsalltag von Menschen im Handwerk? Welche Verantwortung übernehmen heutige Handwerksbetriebe? Die Fotoausstellung „Mission Machen - Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk“ geht diesen Fragen nach, indem sie die Arbeit in westfälischen Handwerksbetrieben individuell im Bild präsentiert. Tuula Kainulainen hat dafür den Arbeitsalltag von 25 Betrieben begleitet und dokumentiert. Die Fotografien vermitteln einen persönlichen Einblick in Alltagssituationen westfälischer Handwerkern, die sich aufgeschlossen, erfinderisch und engagiert zeigen. Unterteilt in vier große Themenbereiche können sich die Besucher ein eigenes Bild von der Vielfalt und der Innovationskraft des Handwerks in Westfalen-Lippe machen. Die Ausstellung ist dienstags bis freitags von 10 bis 13 Uhr sowie von 14 bis 17 Uhr geöffnet, an Samstagen von 14 bis 17 Uhr und an Sonntagen von 11 bis 17 Uhr. Die Ausstellung „Mission Machen – Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk“ ist ein Kooperationsprojekt mit dem LWL- Medienzentrum für Westfalen und dem LWL-Freilichtmuseum Hagen. In die Ausstellung einführen werden bei der Eröffnung Kurator Lennart Nickel vom LWL-Freilichtmuseum Hagen und die Fotografin Tuula Kainulainen vom LWL-Medienzentrum für Westfalen. Weitere Materialien und ergänzende Infos zur Wanderausstellung bietet die Webseite des LWL-Medienzentrums für Westfalen unter www.missionmachen.lwl.org. Zu der ursprünglich 2025 vom LWL-Freilichtmuseum in Hagen gezeigten Ausstellung ist ein Bildband erschienen, der alle Fotografien sowie ergänzende Texte und Hintergrundinformationen zur Entstehung des Projekts umfasst und für 24,90 Euro im Buchhandel erhältlich ist.

11 Uhr

3. Fastenpredigt in St. Bonifatius

St. Bonifatiuskirche in der Pfarrei St. Dionysius.

Nach dem großen Zuspruch im Jahr 2026 zeigt es sich, dass auch die Fastenpredigten-Reihe der St. Dionysius-Pfarrei in der Fastenzeit 2026 ein großer Erfolg ist. Das nächste Angebot ist am Sonntag, 8. März 2026, ab 11:30 Uhr Uhr. Dann spricht Pfarrer Dr. Nils Petrat mit der Pastoralreferentin Mirjam Gödeke. Es handelt sich eigentlich nicht um eine Predigt, sondern um ein lockeres Gespräch über den Glauben. Während im letzten Jahr Herner Prominente aus dem Sozialbereich Gäste in der St. Bonifatius-Kirche waren, werden in diesem Jahr Aktive aus dem Gemeindeleben bis Ostern vorgestellt.

11:30 Uhr

Familienprogramme, Lange Nacht der Mahlzeit und Extraschicht

Höhepunkte im LWL-Archäologiemuseum 2026

Das LWL Archäologiemuseum in Herne.

Auch im neuen Jahr steht das LWL-Museum für Archäologie und Kultur in Herne im Zeichen der Sonderausstellung „Mahlzeit! Wie Essen uns verbindet“, die noch bis zum 13. September in Herne zu sehen ist. Unter der neuen Leitung von Melanie Wunsch setzt das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) verstärkt auf familienfreundliche Angebote - mit einem großen Familienwochenende am 31. Januar und 1. Februar sowie dem Familiensonntag an jedem ersten Sonntag im Monat. Höhepunkte im Veranstaltungskalender sind außerdem die Lange Museumsnacht am 27. März unter dem Motto „Mahlzeit!“ und die Extraschicht am 27. Juni. Die Vortragsreihe zur aktuellen Sonderausstellung „Mahlzeit!“ beleuchtet das Thema aus Sicht von Experten unterschiedlicher Fachdisziplinen. Von der Soziologin über den Historiker und den Archäologen bis hin zum Kulturwissenschaftler mit Schwerpunkt Ernährungs- und Agrarforschung: Warum wird so viel über das Essen debattiert? Wie sah die Esskultur bei den Römern aus? Was sind Chancen und Risiken der Ernährung für die Zukunft? Diesen Fragen gehen Fachleute in Vorträgen live und im Internet über Stream auf den Grund. Am letzten Wochenende im Januar widmet sich das Museum an zwei Tagen dem Thema Essen im Mittelalter. Wie funktionierte saisonale Ernährung in Westfalen vor 700 Jahren und was wurde wie importiert? Am Familienwochenende „Gar nicht unappetitlich - Das Mittelalter in Westfalen“ von 11 bis 18 Uhr am Samstag, 31. Januar 2026, und Sonntag, 1. Februar 2026, - in Zusammenarbeit mit der Living History-Gruppe „IG-Hochgotik“ - dreht sich alles um Ernährung, Esskultur, Tischsitten und die Verfügbarkeit von Lebensmitteln um 1300. Schon damals war Essen viel mehr als reine Nahrungsaufnahme. Wie das Essen ohne Gabel funktionierte und was es bedeutete, „jemandem das Wasser reichen zu können“, erfahren Kinder und Erwachsene bei einem kleinen Ausflug in die mittelalterliche Tischkultur. Natürlich geht es auch um die Repräsentation beim Essen. Am Modell eines typischen niederdeutschen Stadthauses erfahren Besuchende mehr über die zentrale Bedeutung des Herdes und der Küche im Haus. Ernährung war durch Religion geprägt. Fachleute zeigen, wie Mönche im Mittelalter ihre Mahlzeiten schweigend zu sich nahmen und es trotzdem schafften, um etwas vom Tisch zu bitten. Die Teilnahme an den Programmen ist kostenfrei. Zu zahlen ist lediglich der Museumseintritt (für alle Teilnehmenden ab 18 Jahren). Dr. Alexander Berner, Kurator am Ruhr Museum in Essen und Liebhaber obskurer Literaturen, liest aus dem neuen Fall von Sherlock Holmes am 5. Februar ab 19 Uhr inmitten der Dauerausstellung. Darum geht es: Unmittelbar vor der Eröffnung einer neuen altägyptischen Ausstellung im British Museum verschwindet die Hauptattraktion. Der Sarkophag, in dem sich eine Pharaonenmumie befunden haben soll, ist leer. Auf Ersuchen des verzweifelten Museumsdirektors übernehmen Holmes und Watson den Fall. Über 200.000 Downloads auf Spotify machen dieses neue Abenteuer aus der Feder von William K. Steward zu einer der beliebtesten Kriminalgeschichten der vergangenen Monate. Das Programm eignet sich für Erwachsene und Jugendliche ab zwölf Jahren. Der Eintrittspreis beträgt 9 Euro. Tickets sind ab sofort auch online erhältlich. Das LWL-Museum lädt am 27. März von 18 bis 24 Uhr zur „Langen Nacht der Mahlzeit“. Neben speziellen Programmen zur Sonderausstellung, wie Führungen und Workshops, stehen Musik, Comedy und kulinarische Höhepunkte auf dem Programm. Details werden zeitnah auf der Internetseite des Museums bekannt gegeben. Der Eintritt ist an diesem Tag frei. „Aus dem Löffel wird ein Ring - Schmuckbearbeitung für Einsteiger“ heißt das Kreativ-Angebot zur Sonderausstellung „Mahlzeit!“. Im Workshop 24. Januar und 11. April 2026 können Teilnehmende von 15 bis 17 Uhr aus einem einfachen Löffel einen einzigartigen Ring formen. Zunächst suchen sie sich vor Ort einen Löffel aus (im Preis enthalten). Unter fachkundiger Anleitung erfährt alle dann Schritt für Schritt, wie man das Besteckteil bearbeitet, formt und in ein edles Schmuckstück umwandelt. Die Kosten betragen 39 Euro pro Person, inklusive Material, zuzüglich Museumseintritt für alle Teilnehmenden ab 18 Jahren. Um Anmeldung wird gebeten per E-Mail oder unter Tel. 02323 94628-0. Einen „Einstieg in die Schmiedekunst“ erwartet Interessierte vom 9 bis 10. Mai jeweils von 11 bis 17 Uhr. Die Bearbeitung von Eisen ist eine Handwerkskunst, die mit Beginn der Eisenzeit vor rund 2.800 Jahren ihren Anfang nahm. Bis heute funktioniert das Schmieden nach dem gleichen Grundprinzip wie damals: „Schmiede das Eisen, solange es noch heiß ist!“ Die Techniken hingegen haben sich stets weiterentwickelt und im Mittelalter ihren Höhepunkt erfahren. Nach einem kurzen Rundgang durch die Dauerausstellung, in der die historisch archäologische Entwicklung der Schmiedekunst erläutert wird, geht es für die Teilnehmenden ans Feuer. Unter fachmännischer Anleitung fertigen sie Objekte, die zum mittelalterlichen Alltag gehörten. Darüber hinaus kann noch weiteres nach Wunsch hergestellt werden, je nach Geschick der Teilnehmenden. Der Kursus richtet sich an Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren. Die Kosten betragen 120 Euro pro Person, inklusive Material, zuzüglich Museumseintritt für alle Teilnehmenden ab 18 Jahren. Um Anmeldung wird gebeten. Achtung: Neuerdings bietet das LWL-Museum auch Schmiede-Vorführungen an (8. März, 16. April, 21. Juni, 12-17 Uhr). Museumspädagoge Timo Reichelt ist selbst ausgebildeter Schmied und zeigt sein Können. Ein Ausgrabungsabenteuer erleben Schüler im Osterferien-Programm „Ostercamp Archäologie“. Mit Schaufel und Pinsel geht es zunächst auf die Suche nach Funden aus der Steinzeit, der Zeit der Römer und des Mittelalters. Anschließend tauchen sie tief in die Vergangenheit ein. Wie genau war das Leben der Menschen vor 1.000, 2.000 und 10.000 Jahren? Die Teilnehmenden probieren es aus, ob beim Verarbeiten von Leder, beim Gestalten mit Ton oder bei der Zubereitung von Speisen am offenen Feuer. Das zweitägige Ferienangebot (7. und 8. April sowie 9. und 10. April, jeweils 9 bis 16 Uhr) richtet sich an Kinder zwischen 8 und 12 Jahren. Die Teilnahme ist kostenlos. Wie man sich zu Tisch richtig benimmt, hängt vor allen Dingen davon ab, wo und mit wem man isst. Das LWL-Museum lädt Kinder ab acht Jahren zu einer kleinen Zeitreise um die Welt ein (1. März., 3. Mai und 5. Juli, 13 Uhr und 15 Uhr). Hier erfahren sie, wo ein „Bäuerchen“ zum guten Ton gehört und mit wem sie besser nicht den Becher teilen. Wie es darüber hinaus gelingt, eine Tischgesellschaft zu beeindrucken, erfahren Teilnehmende im anschließenden „Servietten-Workshop“. Egal, ob in der Schule, daheim, bei einem Ausflug oder auf Festen: Die meisten Menschen essen ihre Mahlzeiten gemeinsam mit anderen. Wo, wann und wie sie das genau tun, erfahren Kinder ab acht Jahren beim Familiensonntag „Gemeinsam isst man nicht allein“ (12. April und 7. Juni, 13 Uhr und 15 Uhr). Auf ihrer Reise begegnen ihnen geheimnisvolle Drachenzungen, fürstliche Festtafeln und fremde Bräuche, die Appetit machen und zeigen, wie Essen Menschen verbindet. Gemeinsames Essen ist weit mehr als nur Nahrungsaufnahme. Ob beim königlichen Bankett, der einfachen Bauernmahlzeit, dem familiären Abendessen oder der gemeinsamen Mittagspause - überall offenbaren sich Fragen: Wer sitzt wo? Wer bekommt das beste Stück? Welche Rituale bestimmen das gemeinsame Mahl? Und was verrät das alles über Macht, Zugehörigkeit, gesellschaftlichen Wandel und vor allem Kultur? Von opulenten Festtafeln und rituellen Speisungen bis hin zu den Herausforderungen der Gegenwart - schnelle Snacks, digitale Ablenkung und der scheinbare Verlust gemeinsamer Rituale - zeigt die neue Sonderausstellung „Mahlzeit!“, wie Essen seit Jahrtausenden als sozialer Klebstoff funktioniert. Mit einem Blick auf mehr als 300 Exponate und Geschichten lädt das LWL-Museum für Archäologie und Kultur in Herne noch bis zum 13. September dazu ein, die kulturelle Dimension des Essens neu zu entdecken. Gefördert durch die LWL-Kulturstiftung. Allgemeine Informationen zum Museumsbesuch: Die öffentlichen Führungen sind kostenlos. Zu zahlen ist nur der Museumseintritt. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre sind kostenfrei. Mehr Informationen finden im Internet unter https://www.lwl-landesmuseum-herne.de.

12 Uhr

Eingeladen sind alle von drei bis 99 Jahren

Spielezentrum lädt zum SpieleSonntag ins H2Ö

Das Stadtteilzentrum H2Ö am Hölkeskampring.

Am Sonntag, 8. März 2026, findet im Stadtteilzentrum H2Ö, Hölkeskampring 2, der SpieleSonntag des Spielezentrums statt. In der Zeit zwischen 12 und 18 Uhr kann aus über 18.000 Spielen der Spieliothek eine Auswahl getroffen und gespielt werden. Der Eintritt ist frei. Ergänzt wird das Angebot durch günstige Verpflegung mit einer Suppe, belegten Brötchen, Kuchen und Getränken. Fachkundiges Personal steht den Besuchenden mit Rat und Tat zur Seite. Der SpieleSonntag richtet sich an alle spielenden Familien, Viel- und Gelegenheitsspielende sowie weitere Spielebegeisterte von 3 bis 99 Jahren. Er wird einmal monatlich, jeweils am zweiten Sonntag, vom Spielezentrum der Stadt Herne veranstaltet.

12 Uhr

'Herne genießt gemeinsam...'

Der AWO-Kreisverband lädt zum Fischessen

Fischessen im Karl-Hölkeskamp-Haus.

Die Einladung des AWO-Kreisverbands zu einem gemütlichen Fisch-Essen richtet sich an Mitglieder, Senioren, Alleinstehende und Interessierte, am Sonntag, 8. März 2026. Einlass ist ab 11:30 Uhr, Beginn ist 12:30 Uhr. AWO-Vorsitzender Thorsten Kuligga und Köchin Carmen Obst freuen sich auf die nächste Runde von: „Herne genießt gemeinsam...“ und freuen sich über eine Spende. Anmeldung wird erbeten per Tel 02323-95 24-0 oder per Mail herne@awo-ruhr-mitte.de.

12:30 Uhr

Das Quartalsprogramm des vhs-Filmforums startet am 1. Februar

Vielfalt auf großer Leinwand

Eine Szene aus "Dann passiert das Leben", welcher beim vhs-Filmforum gezeigt wird: Rita (Anke Engelke) und Hans (Ulrich Tukur), ein in die Jahre gekommenes Ehepaar, muss erst wieder lernen, sich gegenseitig zu vertrauen.

Die ganze Vielfalt des aktuellen Programmkinos zeigen, und zwar auf der großen Leinwand in der Filmwelt Herne am Berliner Platz – das ist seit über 30 Jahren der Anspruch des vhs-Filmforums. Wie gewohnt laufen alle Filme wieder sonntags um 12:30 Uhr, montags um 20:15 Uhr und mittwochs um 17:30 Uhr. Mit der Auswahl der Filme möchte die vhs Herne dem Publikum die Unterschiedlichkeit künstlerisch-ästhetischer Filmgestaltung zeigen und eine breite Internationalität der Produktionsländer abbilden sowie eine große Spannweite gesellschaftlich relevanter Themen aufgreifen. Im ersten Quartal 2026 sind gleich mehrere deutschsprachige Filme im Programm (Rote Sterne überm Feld, Dann passiert das Leben oder Stiller). Zwei Beiträge erscheinen innerhalb der Frauenwoche in Herne und thematisieren das Thema Verantwortung im Kontext sexueller Belästigung und Fragen von Zugehörigkeit und Verletzungen im Familiensystem (Sorry, Baby und Sentimental Value). Gleichsam sind großartige Schauspieler wie Emma Stone in Bugonia, Mads Mikkelsen in Therapie für Wikinger oder Jennifer Lawrence in Die my love zu sehen. Die Filme Sorry, Baby und Rote Sterne überm Feld sind von politischer Relevanz, während Bugonia ein Beitrag der im Filmforum beliebten Literaturverfilmungen darstellt. Als Nischenfilm, der wesentlich mehr Aufmerksamkeit verdient hat, wird Therapie für Wikinger am Ende der Reihe gezeigt. Natalie Dilekli, bei der vhs Herne zuständig für das Filmforum, nennt ihren ganz persönlichen Tipp: „Bugonia mit Emma Stone lebt von der großartigen Schauspielkunst seiner Hauptdarstellerin, aber auch von jenem der beiden Darsteller der Entführer Teddy und Don. Eine ungewöhnliche Story, skurril und auch spannend. Das gehört ins Kino.“ Die Filme im Detail: Gerne plant die Filmwelt auch Vorführungen für Schulklassen. Abweichungen bei den Zeiten sind möglich und werden unter www.filmwelt-herne.de oder in den Social Media Kanälen veröffentlicht. Eintritt: 6 Euro auf allen Plätzen (Zuschlag bei Überlänge sowie Gebühren bei Onlinekauf). Programmübersicht: www.vhs-herne.de/filmforum-galerie.

12:30 Uhr

vhs Filmforum

Joachim Triers 'Sentimental Value'

Der erfolgreiche Filmemacher Gustav Borg (Stellan Skarsgård) lernt bei einer ihm gewidmeten Retrospektive auf dem Filmfestival Deauville in der Normandie die Hollywood-Schauspielerin Rachel Kemp (Elle Fanning) kennen.

Mit „Sentimental Value“ zeigt das VHS-Filmforum die Fortsetzung der preisgekrönten „Oslo“-Trilogie Joachim Triers – zu sehen dreimal in der Filmwelt Herne: Am Sonntag, 8. März 2026, um 13 Uhr, am Montag, 9. März 2026, um 20:15 Uhr sowie am Mittwoch, 11. März 2026, um 17:15 Uhr. Das rote Holzhaus, das seit einhundert Jahren in Oslo steht und der Familie Borg stets willkommener Rückzugsort vor den Zumutungen der Welt draußen gewesen ist, wird zum Gegenstand eines Schulaufsatzes der jungen Nora (gespielt u.a. von Irma Trier und Olivia Thompson). Die von ihrem Kinderzimmer schreibt und davon, dass das Haus keinen Lärm verträgt. Wenig später erleben wir sie als hypernervöse Theaterschauspielerin (Renate Reinsve), welche vor lauter Lampenfieber beinahe die Premiere von Anton Tschechows Drama „Die Möwe“ geschmissen hätte, in der sie die Hauptrolle der jungen Gutsbesitzertochter Nina verkörpert: Nora lässt sich von Jakob (Anders Danielsen Lee), ihrem verheirateten Liebhaber und Darsteller ihres Bühnen-Freundes, des Schriftstellers Trigorin, eine schallende Ohrfeige verpassen – und marschiert schnurstracks auf die Bühne, wo sie eine triumphale Vorstellung gibt. In der nächsten Einstellung ist das Haus voller schwarz gekleideter Menschen: Zur Beerdigung seiner Gattin Sissel (Ida Marianne Vassbotn Klasson) ist sogar der bekannte Filmemacher Gustav Borg (Stellan Skarsgård) an dem Ort erschienen, den er verlassen hat, als die Kinder noch klein waren. Weshalb die Schwestern Nora und Agnes (Inga Ibsdotter Lilleaas), eine mit Even Pettersen (Andreas Stoltenberg Granerud) verheiratete Geschichtswissenschaftlerin, nicht gerade begeistert sind über das Erscheinen ihres Vaters, der ihnen keiner gewesen ist. Dem allerdings nun das im ursprünglich aus Schweden kommenden Drachenstil erbaute Gebäude gehört, nachdem bei der Scheidung ihrer Eltern nichts Schriftliches fixiert worden ist. Nun soll das Haus, was der renommierte Regisseur seiner Lieblingstochter vorsichtshalber konspirativ in einem Café mitteilt, Gegenstand eines biographischen Films werden – und Nora soll die Hauptrolle seiner Mutter, also ihrer Großmutter, übernehmen. Diese ist während der deutschen Besetzung im Zweiten Weltkrieg als Widerstandskämpferin gefoltert worden und hat sich im Haus der Familie erhängt. Ein Angebot, das für Nora eine Zumutung bedeutet, welches sie so vehement ablehnt wie ihre Schwester Agnes die Bitte, ihrem Sohn Erik (Øyvind Hesjedal Loven) die Rolle des Vaters Gustav Borg als kleines Kind zu erlauben. Dabei könnte dieses Herzensprojekt, das Gustav Borg zuvor mit seinem langjährigen Kameramann Peter (Lars Väringer) besprochen hat, den Grundstein für eine Versöhnung zwischen Vater und Töchtern legen. Weil sich Nora standhaft weigert, auch nur das Drehbuch in die Hand zu nehmen, zieht der einst renommierte, nun aber schon seit 15 Jahren nicht mehr aktive Regisseur ein höchst attraktives Ass aus dem Ärmel: die junge Hollywood-Schauspielerin Rachel Kemp (Elle Fanning), die er bei einer ihm gewidmeten Retrospektive auf dem Filmfestival Deauville in der Normandie kennengelernt hat. Und die Chance, einen ernsthaften europäischen Film drehen zu können, mit großer Begeisterung ergreift. Auch wenn die Netflix-Produzenten zumindest ein Mitspracherecht beanspruchen. Als die erste Leseprobe größere Artikulationsprobleme der Amerikanerin offenbart, ist diese längst als Werbeikone plakatiert. Was niemand mehr als Gustav Borg bedauert, der längst erkannt hat, dass Rachel trotz großer, ernsthafter Bemühungen seiner Tochter Nora nicht das Wasser reichen kann. Was diese auch erkannt hat und Zweifel äußert, ob sie die Richtige für diese Rolle ist, obwohl Nora zunehmend in Depressionen verfällt und Vorstellungen absagen muss. Währenddessen forscht Agnes im Archiv nach der 1943 verhafteten Großmutter Karin Irgens (Sigrid Lorentzen Abelsnes, später Vilde Søyland) und ist von den gefundenen Dokumenten so elektrisiert, dass sie heimlich das Drehbuch liest – und nicht mehr davon loskommt. Agnes erkennt, das es vom Vater nur für ihre ältere Schwester Nora geschrieben worden ist – und bringt es ihr ans Bett. Nora und Agnes lesen gemeinsam daraus, brechen in Tränen aus, legen es nicht mehr aus der Hand… In „Sentimental Value“ stehen die Schwestern Nora und Agnes nach dem Tod ihrer Mutter vor der Herausforderung, sich mit ihrem entfremdeten Vater Gustav auseinanderzusetzen – eine Konstellation wie in einem Film Ingmar Bergmans. Die 135-minütige Tragikomödie ist ein hervorragend besetzter Spielfilm über das Filmemachen und über das Theaterspielen, ein Familienfilm über Generationskonflikte und das Altern – und noch vieles mehr. Gedreht vom 12. August bis zum 31. Oktober 2024 in Oslo und Umgebung sowie in der Normandie, ist „Sentimental Value“, auf Deutsch: Erinnerungswert, am 21. Mai 2025 im Wettbewerb der Int. Filmfestspiele Cannes uraufgeführt und mit dem Großen Preis der Jury ausgezeichnet worden, dem weitere internationale Auszeichnungen folgten. Wie der Audience Award nach der Deutschen Erstaufführung am 29. Juni 2025 beim Filmfest München

13 Uhr

Herz-Jesu-Kirche

Kunst-Auktion für guten Zweck

Kunst-Auktion für den guten Zweck in St. Dionysius.

Eine Kunst-Auktion der besonderen Art für gute Zwecke findet am zweiten Märzsonntag, 8. März 2026, ab 14 Uhr in der Herz-Jesu-Kirche an der Altenhöfener Straße 33 statt. Dabei kommen gespendete Kunstwerke aller Stilrichtungen, sehr alte Werke und zeitgenössische Kunst „unter den Hammer“. Als Auktionator fungiert Pastor Christian Schmidtke aus Dortmund. „Eine Anmeldung ist nicht notwendig, aber jeder Interessierte kann jetzt schon die Kunstwerke bestaunen und auf sich wirken lassen“, so der Organisator und ehrenamtliche Archivpfleger der Pfarrei, Andreas Janik. Jeweils sonntags vor und nach dem 10-Uhr-Gottesdienst ist Gelegenheit für eine Besichtigung. Ferner ist der Auktionskatalog schon jetzt online auf der Homepage der Pfarrei St. Dionysius anzuschauen. Kunst lebt davon, geteilt zu werden – von Menschen, die ihre Ideen, Geschichten und ihr Engagement weitergeben möchten. Die Kunstwerke und Objekte, die Sie in diesem Auktionskatalog entdecken, wurden mit großer Offenheit und Vertrauen gespendet. Sie stehen für die Vielfalt künstlerischer Ausdrucksformen und für die tiefe Verbundenheit ihrer Urheberinnen und Urheber mit einem gemeinsamen Anliegen. Jedes einzelne Stück erzählt seine eigene Geschichte. Mit dem gesamten Erlös der Auktion werden folgende Initiativen unterstützt: Der ökumenische Mittagstisch der Evangelischen Kirchengemeinde Haranni Herne im Ludwig-Steil-Forum, der Verein zur Förderung des Frauenhauses Herne e.V. sowie das Kinderpalliativzentrum Datteln an der Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln.

14 Uhr

German Pop Art in der Ludwig Galerie Oberhausen

Zwischen Provokation und Mainstream

Die "German Pop Art" in der Ludwiggalerie Oberhausen: Hier die Mondfähre von Bodo Boden.

Wenn wir an Pop-Art denken, haben wir Inkunabeln wie „Look Mickey“ (1961), Mickey Mouse und Donald Duck auf einem Bootssteg im Comic-Stil, und „Crying girl“ (1963) von Roy Lichtenstein, Teilnehmer der beiden für Europa stilbildenden Kasseler documenta-Ausstellungen 1968 und 1977, im Kopf. Und natürlich die überdimensionalen Skulpturen von Alltagsegenständen von Claes Oldenburg, etwa seine „Spitzhacke“ auf der documenta 1982, seinen Gartenschlauch (1983) im Freiburger Eschholzpark oder seinen Berliner „Houseball“ von 1997. Nun macht eine großartige Ausstellung in der Oberhausener Ludwig Galerie mit der deutschen Pop-Art bekannt mit 120 Grafiken und Multiples der Sammlung Heinz Beck sowie 50 Werken aus dem eigenen Kunstbesitz: Peter und Irene Ludwig haben diese aus dem angelsächsischen Raum kommende populäre Kunstrichtung, die hierzulande in den 1960er und 1970er Jahren verschiedenen Einflüssen wie Fluxus, Neo-Realismus, Op-Art und Zero-Kunst unterlag und keinen eigenen homogenen Stil entwickelte, zuerst bekannt gemacht. Die German Pop Art, so der Titel der vom 25. Januar bis zum 3. Mai 2026 im Oberhausener Schloss gezeigten Ausstellung mit dem Untertitel „Zwischen Provokation und Mainstream“, unterschied sich vor allem in der Themenwahl deutlich von den amerikanischen und britischen Varianten. Vordergründig zwar ebenfalls an Massenkultur und Werbung orientiert, liegt den Arbeiten der hier vertretenen 46 deutschen Künstler von Joseph Beuys und Sigmar Polke über Gerhard Richter und Klaus Staeck bis hin zu Timm Ulrichs und Wolf Vostell aber nicht der ungebrochene Optimismus ihrer englischsprachigen Kollegen zugrunde. Alltags- und Konsummotive sind zwar ebenfalls Gegenstand, doch sind diese hauptsächlich geprägt durch eine provokative Haltung sowie Kritik am politischen Zeitgeist, Anti-Kriegs-Haltungen und deutscher Vergangenheitsbewältigung. Die Devise der radikalen Demokratisierung von Kunst verfolgen die Künstler mit beeindruckender Konsequenz. Indem sie sich der Druckgrafik und Multiples bedienen, also kostengünstige weit verfügbare Kunst mit hohen Auflagen herstellen, erreichen sie eine breite Öffentlichkeit. Themen sind das Wirtschaftswunder in einer kleinbürgerlich-konservativen deutschen Gesellschaft (Joseph Beuys: „Ich kenne kein Weekend“), die kritische Auseinandersetzung mit dem American Way of Life (Wolf Vostell), dem Vietnamkrieg und der Verbindung von Gewalt und Sex (Peter Sorge) oder der kollektiven Verdrängung der jüngsten deutschen Geschichte, aber auch eine dezidiert anti-museale Haltung eines Timm Ulrichs, der sich konsequent dem kommerziellen Kunstmarkt verweigert. Im Erdgeschoss wird die gesellschaftlich relevante Arbeit von Künstlerinnen wie Maina-Miriam Munsky, Almut Heise oder Mary Baumeister präsentiert. Blickfang im 1. Obergeschoss ist die 1967 entstandene Figurengruppe „Die Bürger von B.“ von Siegfried Neuenhausen, die zur Sammlung des Ludwig-Forums für Internationale Kunst Aachen gehört. Und um 2. Obergeschoss gibt es mit einer Dokumentation der Aktion „Red Heels“ von Heiner Meyer aus dem Jahr 2020 einen Blick auf die German Pop Art 2.0. Begleitend dazu lässt ein Soundwalk mit der Musik jener Jahre das Zeitgefühl lebendig werden. So ist etwa der Kraftwerk-Hit „Autobahn“ von 1974 zu Peter Brünings Siebdruck „Autobahndenkmal“ aus dem Jahr 1968 zu hören. Auf dem zu sehen ist, dass die heute vor der Raststätte Ehrenberg stehende monumentale Skulptur ursprünglich auf dem begrünten Mittelstreifen der A 1 platziert werden sollte. Nach Ausstellungen zur amerikanischen (2016) und zur britischen Pop Art (2019), zu Roy Lichtenstein (2011) und zu Andy Warhol(2014) ermöglicht die herausragende Sammlung des 1923 im sächsischen Meerane geborenen Düsseldorfer Bankers und Rechtsanwalts Heinz Beck (1923–1988), die im Ludwigshafener Wilhelm-Hack-Museum bewahrt wird, erneut eine große Überblickschau in der Oberhausener Ludwig Galerie. Nach der Ausstellungseröffnung am Samstag, 24. Januar 2026, um 19 Uhr kann die Ausstellung „German Pop Art“ bis zum 3. Mai 2026 zu folgenden Öffnungszeiten besichtigt werden: Dienstag bis Sonntag jeweils von 11 bis 18 Uhr (Mo geschlossen; feiertags sowie Oster- und Pfingstmontag geöffnet). Der Eintritt kostet 12, ermäßigt 6 Euro, das Kombiticket mit dem Gasometer Oberhausen 19 Euro. Öffentliche Führungen werden jeden Sonn- und Feiertag um 11:30 Uhr angeboten. Die beliebten Kuratorinnenführungen, hier mit Dr. Sarah Hülsewig, finden jeweils sonntags um 15 Uhr statt am 8. Februar 2026, am 8. März 2026, am 29. März 2026 sowie am 19. April 2026. Auf keinen Fall entgehen lassen sollte man sich die Führung der Galerie-Direktorin Dr. Christine Vogt am Sonntag, 22. Februar 2026, um 15 Uhr. Zur Ausstellung ist ein Katalog erhältlich, hrsg. von Dr. Sarah Hülsewig und Dr. Christine Vogt; 208 S., 34,90 Euro an der Galerie-Kasse. Weitere Informationen unter ludwiggalerie.de.

15 Uhr

Veranstaltung zur Frauenwoche

Frauengeschichten im Schloss Strünkede

Das Schloss Strünkede.

Das Emschertal-Museum Herne lädt zur 33. Herner Frauenwoche am Sonntag, 8. März 2026, 15 Uhr, zu einer Führung in das Schloss Strünkede ein. Bei der Führung zum Thema „Auf Frauenwegen – Strünkeder Frauengeschichten“ gibt es Geschichten aus einem weiblichen Blickwinkel. Schmuck, Aussteuerkoffer, Geschirr, Poesiealben und Bilder sowie Grabsteine verweisen auf das Leben und Wirken der ehemaligen Bewohnerinnen und Herrinnen des Schlosses.

15 Uhr

'Im März … - Arbeiten auf Papier'

Maria Schleiner beim Herner Künstlerbund

Maria Schleiner, em. Professorin der Hochschule Düsseldorf, zeigt in der Galerie Kunstpunkt filigrane Arbeiten auf Papier, das abgebildete Werk ist von Blättern und Ranken in der Natur inspiriert. Die Eröffnung beginnt am 8. März 2026 ausnahmsweise erst um 15 Uhr.

Während noch bis Freitag, 27. März 2026 Arbeiten von Mitgliedern des Herner Künstlerbundes in der Ausstellung „Was ist feminin?“ im Haus am Grünen Ring an der Wilhelmstraße 37 (gegenüber dem Mondpalast) zu sehen sind, hat der HKB ’90 mit Maria Schleiner eine profilierte, zumeist Papier als Bildträger höchst filigraner Bilder nutzende Künstlerin aus Münster zu Gast in seiner Galerie Kunstpunkt an der Mont-Cenis-Straße 296 in Herne-Sodingen. Die Vernissage am Sonntag, 8. März 2026, beginnt ausnahmsweise erst um 15 Uhr, da am gleichen Tag um 11 Uhr in den Flottmannhallen die Ausstellung „sapiens?!“ mit Werken des Belgiers Mark Swysen (halloherne berichtete) eröffnet wird. 1960 im münsterländischen Havixbeck geboren erhielt Maria Schleiner ihre künstlerische Ausbildung in den USA und anschließend an der Kunstakademie Münster als Meisterschülerin von Günther Keusen. Nach Lehraufträgen u.a. an der Universität Santiago de Chile und der Johann Wolfgang Goethe Universität in Frankfurt/Main hatte sie bis zum vergangenen Jahr eine Professur „Bildende Kunst“ an der Hochschule Düsseldorf (HSD) inne. Dass Maria Schleiner ursprünglich von der Druckgraphik geprägt worden ist, sieht man ihren Papierarbeiten und aus Platzgründen jetzt in Herne nicht gezeigten Installationen an, die in mehreren Arbeitsschritten entstehen, die sich bisweilen über Jahre erstrecken. Ausgehend von spontanen, gestisch motivierten Zeichnungen häufig gegenständlicher und vielfach von der Natur inspirierter Motive werden diese nach und nach bearbeitet. Nicht nur mit Aquarell- oder bei älteren Arbeiten auch Ölfarbe, sondern auch mit der Schere. So entstehen luftig-leichte Bilder, deren auch räumliche Vielfalt sich erst bei genauem Betrachten erschließt. Denn die Collagen setzen sich aus mehreren Schichten unterschiedlich bearbeiteter Papiere zusammen, darunter auch Büttenpapier. So entstehen aus dem Bildträger Papier immer wieder kleine skulpturale Räume. Oder, etwa, wenn Maria Schleiner sich dem Blatt- und Rankenwerk von Bäumen und Sträuchern widmet, Illusionen von Dreidimensionalität. Wobei die Münsteranerin, die seit vielen Jahren ihr Atelier im Künstlerhaus Dortmund unweit des „U“-Turms hat, auch papierferne Materialien wie Alufolie einsetzt. In ihren abstrakten Bildern geht es um das Spiel von Farbe und Form, allerdings nicht statisch, sondern stets mit gestischer Ausgangssituation. Das Plakatmotiv, das etwas versteckt linkerhand in der Kunstpunkt-Galerie hängt, sticht dem Besucher in ihrer wunderbaren Farbigkeit jedoch sogleich ins Auge: „Paris blau/gelb“ ist wie zahlreiche andere Bilder im März des vergangenen Jahres in der Seine-Metropole entstanden, weshalb die Herner Ausstellung auch den Titel „Im März…“ trägt. In ihrer Biographie stößt man mehrfach auf Litauen, was damit zusammenhängt, dass Maria Schleiner im Baltikum an der Biennale für Papier 2014 teilgenommen und mit großformatigen Arbeiten Aufsehen erregt hat: Auf die Auszeichnung mit dem Grand Prix folgte zwei Jahre später in Kaunas eine große Einzelausstellung. Zu Maria Schleiners in Herne nicht vertretenem Œuvre gehören zudem Druckgraphik und Keramik. Die Ausstellung „Im März … - Arbeiten auf Papier“ wird am Sonntag, 8. März 2026 um 15 Uhr in der Galerie Kunstpunkt des Herner Künstlerbundes an der Mont-Cenis-Straße 296 eröffnet. Nach der Begrüßung durch den HKB-Vorsitzenden Hassan Jelveh führt der Düsseldorfer Professor Dr. Volker Eichener, in Herne inzwischen kein Unbekannter mehr, in das Werk Maria Schleiners ein. Die Ausstellung ist anschließend noch bis Sonntag, 19. April 2026 zu sehen jeweils mittwochs und sonntags zwischen 15 und 18 Uhr sowie nach Vereinbarung.

15 Uhr

Francesca da Rimini / Gianni Schicchi

Umjubelter Doppelabend in Gelsenkirchen

Verbotene Liebe: Paolo (Nenad Čiča) und Francesca (Susanne Serfling) in Sergej Rachmaninows Oper „Francesca da Rimini“.

Dante Alighieris Weltroman „Divina Commedia“ („Die göttliche Komödie“) ist die Verbindung zwischen zwei höchst unterschiedlichen, jeweils nur einstündigen Opern, die das Gelsenkirchener Musiktheater im Revier nun zu einem hochemotionalen Abend gebündelt hat. Der selten – und am MiR nun erstmals – gespielten Oper „Francesca da Rimini“ von Sergej Rachmaninow folgt nach der Pause Giacomo Puccinis herrlich satirische Familienfarce „Gianni Schicchi“, die vor gut zwanzig Jahren das letzte Mal am Kennedyplatz inszeniert worden ist (zusammen mit Alexander von Zemlinskys „Eine florentinische Tragödie“ nach Oscar Wilde). Beiden Titelfiguren begegnet Dante auf seinem Weg durch die Hölle. Unter der musikalischen Leitung von Giuliano Betta hat das Gelsenkirchener Musiktheater im Revier nun beide Werke zu einem Abend zusammengestellt, völlig zu Recht gefeierte Premiere war am 31. Januar 2026. „No Exit“: Regisseur Manuel Schmitt (am MiR u.a. „Die Perlenfischer“, „Krabat“ und „Salome“) hat sich als verbindendes Motto für beide Stücke das berühmte Dictum Jean Paul Sartres „Die Hölle, das sind die anderen“ gewählt. Klagende Töne aus dem Graben, Projektionen auf dem Eisernen: „Ohne mich bist du nichts.“ Im Prolog der am 24. Januar 1906 im Moskauer Bolschoi-Theater uraufgeführten Oper in zwei Szenen, deren Libretto Modest Tschaikowsky nach dem 5. Gesang des Inferno schrieb, aber auch durch einen realen Mordfall in Florenz um das Jahr 1275 inspiriert wurde, wandert Dante (Khanyiso Gwenxane) gemeinsam mit seinem Dichterkollegen Virgil (Philipp Kranjc) durch schaurige Höllenlandschaften. Frauen in bald blutgetränkten weißen Männer-Oberhemden werden unter Rotlicht von Herren in schwarzen Anzügen gedemütigt und geschlagen: Im Programmheft klärt MiR-Chefdramaturgin Larissa Wiectorek darüber auf, dass weltweit „durchschnittlich alle zehn Minuten eine Frau Opfer eines Femizids“ wird. Dante und Virgil, von Carola Volles warum auch immer als distinguierte Engländer mit Hut und Schirm kostümiert, entdecken unter ihnen die von ihrem Gatten ermordete Francesca (mit Ovationen gefeiert: die Sopranistin Susanne Serfling als Gast). Sie hatte sich in Paolo (der serbische Tenor Nenad Čiča als Gast vom Theater Bielefeld) verliebt, als dieser stellvertretend für seinen Bruder Lanciotto Malatesta (Simon Stricker) um ihre Hand anhielt. Die auf halbe Höhe gezogene Cinemascope-Bühne Julia K. Berndts bewegt sich beinahe unmerklich, bis sich linkerhand unter dickem Nebel und kaltem Neonlicht tatsächlich ein Höllenschlund auftut: „Ich dachte, wenn ich still bin, hört es auf.“ Schwere Kost: Sergej Rachmaninow hat zu dieser tragischen Liebesgeschichte eine düster-dräuende, dabei aber durchaus farbenreiche Musik komponiert, die das Höllendasein sowohl der Titelfigur (gespeist wird an einer überlangen, an Wladimir Putins Psychospielchen erinnernden Tafel) als auch der ewig gequälten Seelen im Hades mindestens so effektvoll unterstreicht wie die Flammen-Symbolik der Ausstatterin. Aus der Ehe- in die Erbschafts-Hölle: Ausgangspunkt für Giovacchino Forzanos Libretto der am 14. Dezember 1918 in der New Yorker Metropolitan Opera uraufgeführten komischen Oper in einem Akt waren lediglich drei Verse aus dem 30. Gesang des Inferno, die von einem anonymen Florentiner des 14. Jahrhunderts fortgesponnen wurden. Der Titelheld (Ovationen für den europaweit gefragten britischen Bariton Benedict Nelson als Gast) nimmt die Rolle des gerade verstorbenen Buoso Donati ein, um dessen erheblichen Nachlass nicht wie im Testament vorgesehen einem Mönchskloster zukommen zu lassen, sondern unter den nächsten Verwandten aufzuteilen. Dass Schicchi, der wie ein prolliger Strizzi daherkommt, nur bedingt den Wünschen der habgierigen Erbschleicher entspricht und sich selbst das Sahnestück vermacht, kommt zwei Liebenden zugute, womit sich ein weiterer Kreis dieses Gelsenkirchener Doppelabends schließt, diesmal mit glücklichem Ausgang: Rinuccio (der großartige Tenor Khanyiso Gwenxane), Neffe der herrischen Zita (einmal mehr auch darstellerisch eine Wucht: Ensemblekollegin Almuth Herbst), kann endlich Schicchis Tochter Lauretta (eine Bank: die MiR-Sopranistin Heejin Kim) heiraten. „O mio babbino caro“: Giacomo Puccini zeigt sich als grandioser Komödiant, der die verlogene Trauer der Angehörigen musikalisch entlarvt in Form einer – aus heutiger Sicht – geradezu boulevardesken Gesellschaftssatire. Für die das Einheitsbühnenbild nur um wenige Büromöbel ergänzt werden musste und das MiR-Ensemble u.a. mit Anke Sieloff, Simon Stricker und Sergio Augusto genau die richtigen Gesangssolisten aufbieten kann. Karten unter musiktheater-im-revier oder an der Theaterkasse unter Tel 0209 – 4097200.

16 Uhr

Ab 17 Uhr haben Männer keinen Zutritt

Ladies Abend im Lago

Das LAGO im Revierpark Gysenberg in Herne (NW), am Sonntag (15.03.2020).

Zum Weltfrauentag am Sonntag, 8. März 2026, schließt das Lago ab 17 Uhr für den regulären Bade- und Saunabetrieb seine Pforten, denn in der Zeit von 17 bis 22 Uhr findet der erste Ladies Abend im Lago statt. Der Zutritt ist in dieser Zeit ausschließlich Frauen vorbehalten. Männliche Präsenz gibt es nur in Form von Service- und Fachpersonal für das angebotene Entspannungsprogramm: besondere Aufgüsse und Dampfbadrituale, Gesichts- und Hautpeelings, Klangschalen- und Räucherzeremonien, Aqua-Fitness, Breathwork, Aqua-Floating, Haut- und Haaranwendungen und weitere Überraschungen. Zusätzlich können in der Physiowellness-Welt, entspannende Massagen gebucht werden (Hierfür ist eine vorherige Terminvereinbarung unter 02323 9887388 notwendig). Auch die Gastronomiebereiche bieten besondere Speisen und Getränke an.

17 Uhr

Konzert mit Pop, Rock und mehr im Café Desaster

Bochumer Band 'Lidschi' tritt auf

Im Cafe Desaster an der Mont-Cenis-Straße 26 spielt die Band "Lidschi" aus Bochum ein Konzert.

Die Bochumer Band "Lidschi" hat bald ihren nächsten Auftritt auf Herner Stadtgebiet. Am Sonntag, 8. März 2026, ab 18 Uhr, spielt die Band im Café Desaster (Mont-Cenis-Straße 26). Der Eintritt ist frei. Lidschi: Das sind Stella, Flavius und Johannes. Die Bochumer Band gibt es seit 2023. Das Trio liebt es, zusammen Musik zu machen und dabei auch ganz verschiedene Genres auszuprobieren. Die drei Bandmitglieder sind echte Allrounder was Musik angeht: Gesang, Gitarre, Bass, Klavier oder Percussion. Am Ende entsteht ganz unterschiedliche Musik: von Hip Hop über Pop, bis zu Techno oder Punk. Die drei sind außerdem Teil eines großen gemeinsamen Freundeskreises. Auf einer Party in Flavius' und Johannes' gemeinsamer WG haben die beiden Stella singen und Gitarre spielen gehört - seitdem proben die drei zusammen im WG-Keller. Das Band-Trio schreibt und produziert seine Musik selbst. Im Entstehungsprozess gibt's natürlich auch mal Krisen, aber am Ende fließt in jedes Lied von allen dreien was ein.

18 Uhr

Verbotene Liebe unter Wikingern

'Die Fritjof-Saga' in Essen

Ihr Liebesduett im 2. Akt ist neben der Ouvertüre der Höhepunkt der Fritjof-Saga: Der in Dortmund aufgewachsene Tenor Mirko Roschkowski begeistert als Fritjof ebenso wie die Hagener Sopranistin Ann-Kathrin Niemczyk als Ingeborg.

Ingeborg (Ann-Kathrin Niemczyk), Tochter des norwegischen Königs Bele, und Fritjof (Mirko Roschkowski), Sohn des Vasallen Thorstein Vikingsson, bester Krieger und Freund des Königs, wachsen zusammen auf. Als ihr Vater stirbt, ist längst die Liebe zwischen Prinzessin und Bauernsohn erwacht. Doch Ingeborgs Bruder Helge (Friedemann Röhlig), der nun auf dem Thron sitzt, schickt Fritjof in die Fremde. Als dieser zurückehrt, hat der despotische Helge seine Schwester mit dem siegreichen König Ring (Andreas Hermann) verheiratet und damit weitere kriegerische Auseinandersetzungen verhindert. Was der Liebe Ingeborgs zu ihrem Jugendfreund aber keinen Abbruch tut, wie Helges Gattin, die als „Hexe“ verschriene Sami-Prinzessin Guatemi (Deirdre Angenent), ihrem Gatten steckt. Verbotene Liebe: Wie im 1847 erschienenen Roman „Wuthering Heights“ von Emily Brontë, der gerade von Emerald Fennell mit Jacob Elordi als Heathcliff und Margot Robbie als Cathy opulent verfilmt in unsere Kinos gekommen ist, geht es in der „Fritjof-Saga“, die am 7. Februar 2026 im Essener Aalto-Theater in einer eigens erstellten deutschsprachigen Fassung von Bettina Bartz umjubelte szenische Uraufführung feierte, um große Gefühle und gnadenlose (männliche) Machtausübung. Die dreiaktige Oper von Elfrida Andrée (1841 Visby – 1929 Göteborg), 1894 anonymer Beitrag im Wettbewerb zur Eröffnung des neuen königlichen Opernhauses in Stockholm, basiert auf einem altnordischen Versepos von Esaias Tegnér aus dem 13. Jahrhundert. „Die Fritjof-Saga“, dessen Libretto von der schwedischen Autorin Selma Lagerlöf („Nils Holgersson“) stammt, die 1909 als erste Frau den Nobelpreis für Literatur gewinnen konnte, ist erst 2019 in Göteborg in konzertanter Form uraufgeführt worden. Sie spielt in der Zeit der Wikinger, greift aber auch Motive der archaisch-nordischen Naturreligion um die mythologische Gottheit Jumala auf, was Frank Philipp Schlössmann in seinem sehr atmosphärischen Bühnenbild integriert. Umso bedauerlicher, dass die Ouvertüre, neben dem Liebesduett zwischen Ingeborg und Fritjof im 2. Akt „der“ Höhepunkt der musikalisch zwischen Mendelssohn und dem jungen Wagner angesiedelten knapp dreistündigen klassizistischen Oper, durch die Regisseurin Anika Rutkofsky szenisch und sogar akustisch überlagert wird durch einen völlig überflüssigen Bezug auf die aktuelle Kriegssituation und die damit verbundene Flüchtlingsproblematik in Europa. Jenseits der großen Emotionen gibt es jedoch einen deutlichen Unterschied zu Brontës „Sturmhöhe“: Ingeborg hat sich aus Gründen der Staatsraison freiwillig zur Ehe mit Ring entschieden – und das im 2. Akt gegenüber dem erstmals auf der Bühne erscheinenden Fritjof bekräftigt. Als der mächtige, aber bereits betagte neue Herrscher Norwegens seinem Ende entgegensieht, übergibt König Ring die Macht an Ingeborg und den inzwischen geläuterten, friedfertigen Fritjof… Unter der musikalischen Leitung des 1. Kapellmeisters Wolfram-Maria Märtig brillieren neben dem Aalto-Chor in großen Tableaus vor allem zwei Wagner-erprobte Gesangssolisten als Gäste: die in Hagen geborene 26-jährige Sopranistin Ann-Kathrin Niemczyk als Ingeborg und der 50-jährige, in Bremerhaven geborene und in Dortmund aufgewachsene Tenor Mirko Roschkowski. Beide sind freiberuflich tätig und inzwischen in allen großen Opernhäusern Mitteleuropas gern gesehene Gäste, die Festivals in Bayreuth und Salzburg eingeschlossen. „Das Prachtstück lohnt sich“ hat Jan Brachmann in der Frankfurter Allgemeinen (vom 9. Februar 2026) bilanziert. Dem ist nichts hinzuzufügen. Karten unter theater-essen.de oder Tel 0201 81 22-200.

18 Uhr

'House of Banksy – An Unauthorized Exhibition'

Banksy-Ausstellung in Dortmund

Motive des derzeit wohl bekanntesten aber anonymen Straßenkünstlers Banksy, der mit seinen mal ironischen, mal politischen Graffitis bekannt wurde.

Dortmund. Die Pop-Up-Ausstellung „House of Banksy – An Unauthorized Exhibition“ lässt seit Mittwoch (17.12.2025) den anonymen Graffiti-Künstler Banksy in Dortmund hoch leben. Im ehemaligen C&A-Haus ist mit mehr als 150 Motiven eine umfangreiche Werkschau seiner Kunst zu sehen. Graffitis, Fotografien, Skulpturen, Videoinstallationen und Drucke wurden eigens für diese Schau reproduziert und sind jetzt an einem Ort zu sehen. Niemand weiß, wer Banksy ist, aber jeder kennt seinen Namen. Er ist einer der berühmtesten und gleichzeitig geheimnisvollsten Künstler der Welt. Banksy ist Untergrundkämpfer, Hotelbetreiber und ohne Zweifel der unumstrittene König der Straßenkunst, ein genialer Geist und Starkünstler, der mit seinen mal ironischen, mal politischen, aber stets poetischen Arbeiten die Menschen berührt und ihnen aus der Seele spricht. Seine Identität hält der Schätzungen zufolge etwa 45–50-jährige in Bristol geborene und bis heute anonyme Graffiti-Künstler bis heute erfolgreich geheim. Seine Werke dagegen erobern international nicht nur die Straßen, sondern auch die Auktionshäuser, und das höchst erfolgreich: Er gilt derzeit als einer der teuersten Künstler der Gegenwart. 2010 setzte ihn das „Time Magazine“ erstmals auf seine Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt, neben Persönlichkeiten wie Barack Obama, Steve Jobs oder Lady Gaga. Die Ausstellung läuft bis zum 15. März in Dortmund und ist montags bis sonntags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Letzter Einlass: Eine Stunde vor Ausstellungsende. Geschlossen hat das Haus am 24. und 25. Dezember 2025, am 1. Januar 2026. An Silvester, 31. Dezember 2025, ist die Ausstellung nur von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

seit 17. Dezember

40 Jahre Büro für Gleichstellung und Vielfalt und Einsatz für Frauenrechte

33. Herner Frauenwoche startet Anfang März

Freuen sich auf die 33. Herner Frauenwoche: (v.l.) Cordelia Neige und Melanie Kampa vom Büro für Gleichstellung und Vielfalt.

Wie immer rund um den Weltfrauentag am Sonntag, 8. März 2026, steht bei der Stadt Herne alles im Zeichen der Frau. Rund um diesen Tag fokussiert sich die Stadt während der 33. Frauenwoche auf zahlreiche Themen, die Frauen betreffen. In diesem Jahr ist der Aktionszeitraum von Montag bis Sonntag, 2. bis 15. März 2026. Beim Pressegespräch am Mittwoch (18.2.2026) stellten die Verantwortlichen des Büros für Gleichstellung und Vielfalt der Stadt Herne das diesjährige Programm vor und verrieten, dass die teilnehmenden Frauen ein vielfältiges Programm von mehr als 70 Veranstaltungen erwartet. Aber nicht nur die Frauenwoche wird kräftig gefeiert, es steht auch noch ein anderes Jubiläum an: Das Büro für Gleichstellung und Vielfalt wird 40 Jahre alt. Am 1. Januar 1986 bekam die Stadt Herne ihre erste Gleichstellungsstelle samt Beauftragter. Sie war damit Vorreiterin gegenüber anderen Ruhrgebietsstädten. „Pflicht wurde so eine Stelle erst ab dem Jahr 1994. Hier zeigt sich wie fortschrittlich die Stadt schon war, denn die gesellschaftlichen Verhältnisse waren Ende der 80er- und Anfang der 90er-Jahre einfach anders“, sagt Cordelia Neige, Leiterin des Herner Büros für Gleichstellung und Vielfalt. Die erste Leiterin, Anne Kalender-Sanders, sei damals sowas wie ein Ein-Frau-Betrieb gewesen, erst mit der dritten und in Herne immer noch sehr bekannten Gleichstellungsbeauftragen Sabine Schirmer-Klug, habe sich die Frauenwoche im Jahr 1993 entwickelt. „Sabine Schirmer-Klug war 33 Jahre lang im Amt. Sie hat ganz viel aufgebaut und das Büro zu dem gemacht, was es heute ist“, erinnert sich Neige zurück. In diesem Jahr liegt auch ein Fokus auf Themen wie Wechseljahre, geschlechtergerechte Bezahlung, häusliche Gewalt, Empowerment und Altersvorsorge. „Wir sehen, dass viele besonders junge Frauen Themen wie Altersvorsorge und Rente nicht im Blick haben. Dabei sind ihre Renten durch Eltern- oder Teilzeitbeschäftigungen sowie Pflegezeiten meist deutlich geringer als die eines Mannes. Daher bieten wir zu diesem Thema erstmalig eine Online-Veranstaltung an“, erläutert Melanie Kampa, stellvertretende Leiterin des Büros für Gleichstellung und Vielfalt. Aber auch das Thema der Anonymen Spurensicherung, die nach sexuellen Übergriffen helfen kann, Spuren zu sichern, wird erneut aufgegriffen. Hierzu findet am Donnerstag, 12. März 2026, um 16 Uhr ein Vortrag satt. „Diese Thematik ist immer noch mit einem großen Tabu behaftet und viele Menschen kennen dieses Angebot in Herne leider doch noch gar nicht, deshalb wollen wir informieren und sensibilisieren“, sagt Kampa weiter. Ferner werde es in Kooperation mit der Gesundheitswoche die Fachtagung „Free as a bird - Frauen und Mädchen mit nicht sichtbaren Behinderungen“ am Mittwoch, 11. März 2026, im H2Ö geben (halloherne berichtete). Ebenso stehen in diesem Jahr auch wieder Lesungen auf dem Programm. So kommen die Literaturpreisträgerin Cigdem Akoyl mit ihrem Roman 'Geliebte Mutter - Canim Annem' und Gisa Pauly mit ihrem neusten Roman 'La Paloma' nach Herne. „Wir hoffen, dass wir mit dem Angebot möglichst viele Frauen erreichen und ihnen die Möglichkeit zum Austausch sowie zur Solidarität bieten“, macht Neige abschließend deutlich. Da die Nachfrage nach vielen Veranstaltungen hoch sei, sei es klug, sich rechtzeitig für die gewünschte Veranstaltung anzumelden. Bei einigen Veranstaltungen sei auch ein kleines Entgelt zu entrichten. Hier geht es zum kompletten Programm und Anmeldung.

seit 2. März

Grund ist ein Brückenabriss

A43: Hibernia- und Südstraße unter Autobahn zeitweise gesperrt

Die Autobahn Westfalen erneuert die Brücken Hiberniastraße und Südstraße im südlichen Herne. Dabei werden die Bauwerke jeweils halbseitig abgerissen und neu gebaut (Symbolbild).

Die Autobahn Westfalen erneuert die Brücken Südstraße und Trasse Wanne-Constantin im südlichen Herne. Dabei werden die Bauwerke jeweils halbseitig abgerissen und neu gebaut. Für den Abriss müssen die städtischen Straßen unter den Brücken gesperrt werden: Der Fuß- und Radweg Trasse Wanne-Constantin kann von Montag, 2. März, ab 7 Uhr bis Donnerstag, 12. März 2026 um 18 Uhr, nicht genutzt werden. Die Südstraße wird im Anschluss vom Freitag um 7 Uhr bis Montag um 15 Uhr, 13. bis 16. März 2026, für den Verkehr gesperrt. Umleitungen sind eingerichtet. Der Fuß- und Radverkehr kann statt der Brücke an der Trasse die Südstraße nutzen – und umgekehrt. Der motorisierte Verkehr der Südstraße wird über die Bochumer Straße, den Westring, die Holsterhauser Straße und die Koniner Straße umgeleitet. Der Verkehr auf der A43 ist von den Arbeiten nicht betroffen. Er fließt wie bisher in einer Baustellenverkehrsführung über die jeweils andere Brückenhälfte.

seit 2. März

Brückenarbeiten stehen an, Verkehrsführung wird angepasst

A42: Vollsperrungen im Kreuz Herne

Die A42 wird im Autobahnkreuz Herne Richtung Dortmund an zwei Wochenenden voll gesperrt - der Grund sind Brückenarbeiten (Archivbild).

Im Kreuz Herne geht der Neubau der vier A42-Brücken, welche die A43 überspannen, rasch voran. Für den Abriss der vierten und letzten Brücke muss nun die Verkehrsführung angepasst werden. Weil der Umbau komplex ist, sperrt die Autobahn Westfalen die A42 dafür an zwei Wochenenden zwischen Herne-Crange und Herne-Baukau in beiden Fahrtrichtungen. Das bestätigt Autobahn-Sprecher Anton Kurenbach gegenüber nach halloherne-Anfrage. Der erste Teil des Umbaus findet am Wochenende von Freitag, 20. Februar, ab 21 Uhr bis Montag, 23. Februar 2026, um 5 Uhr statt. Der zweite Teil – und die zweite Vollsperrung – finden voraussichtlich von Freitag, 6. März, ab 22 Uhr bis Montag, 9. März 2026, um 5 Uhr statt. Die A42 wird wie angekündigt am Kreuz Herne erneut gesperrt, allerdings beginnt die Sperrung wegen des Fußballspiels in Gelsenkirchen am Freitag, 6. März 2026, erst um 22 Uhr. Trotz der Sperrung ist es möglich, durch den neuen Tunnel Baukau von der A43 Fahrtrichtung Münster auf die A42 Fahrtrichtung Oberhausen zu gelangen. Auch die Verbindung von der A43 Fahrtrichtung Wuppertal auf die A42 Fahrtrichtung Oberhausen bleibt offen. Die Verbindung von der A43 Fahrtrichtung Münster auf die A42 Fahrtrichtung Dortmund muss allerdings gesperrt werden, ebenso wie die Verbindungen von der A42 auf die A43. Der Verkehr wird großräumig über die A2 umgeleitet. Zudem wird der Verkehr im Raum Herne über die städtischen Bedarfsumleitungen geführt. Für den Neubau der Brücken im Kreuz Herne nutzt die Autobahn Westfalen eine innovative Schnellbauweise. So wurde die erste Brücke im Kreuz im Zeitraum Mai bis August 2025 abgerissen, neu gebaut und wieder unter Verkehr genommen. Nach Abschluss der Brückenneubauten stehen im Kreuz noch Arbeiten an den Verbindungsfahrbahnen an. Der Neubau des Kreuzes Herne ist eines der wichtigsten Projekte im Rahmen des sechsstreifigen Ausbaus der A43 zwischen Marl und Witten. Viele verschiedene Rahmenfaktoren – von Bahnstrecken über städtische Straßen bis hin zu Stromleitungen – machen den Neubau zu einer spannenden Herausforderung für die Ingenieurinnen und Ingenieure der Autobahn Westfalen.

seit 6. März

Montag, 9. März

Abwechslungsreiches Programm für Kinder und Jugendliche

Ferienschwimmkurse im Wananas

Das Freizeitbad Wananas bietet Ferienschwimmkurse in den Osterferien 2026 an.

Das Sport- und Erlebnisbad Wananas bietet in den bevorstehenden Osterferien 2026 erneut ein abwechslungsreiches Kursprogramm für Kinder und Jugendliche an. Im Zeitraum von Dienstag, 31. März bis Freitag, 10. April 2026 finden verschiedene Schwimmkurse statt, die – je nach Kurs – zwischen vier und neun Einheiten à 45 Minuten umfassen. Kinder im Alter von 5 bis 15 Jahren werden dabei gezielt auf unterschiedliche Schwimmabzeichen vorbereitet. Neben Einsteigerkursen mit dem Ziel des Seepferdchens werden auch Kurse zur Vorbereitung auf das Deutsche Schwimmabzeichen in Bronze und Silber angeboten. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, auch Schwimmkurse außerhalb der Ferien zu buchen. Das Wananas bietet Wassergewöhnungs- und Anfänger-Schwimmkurse für Kinder im Alter von 5 bis 15 Jahren im Zeitraum von Montag, 9. März bis Freitag, 22. Mai 2026 an. Die Anmeldung zu allen Kursen erfolgt ausschließlich online. Weitere Informationen zu Terminen, Kursinhalten und Preisen sind auf der Kursbuchungsseite unter www.wananas.de zu finden. Weitere Kontaktmöglichkeiten: E-Mail: info@herner-baeder.de und Telefon: 0 23 25 / 92 60 – 16.

Bildungsurlaub nach dem AWbG NRW

A2 Englisch für Beruf und Alltag

Englischkurse haben noch Plätze frei.

Die vhs bietet einen A2 Englischkurs für Beruf und Alltag vom 9. bis 13. März 2026 jeweils von 8.30 bis 14.15 Uhr in der vhs in der Wilhelmstraße in Wanne statt. In kompakter Form wollen wir in diesem Wochenseminar einige der allgemein englischen Grundlagen auffrischen. Der Schwerpunkt liegt auf der gesprochenen Sprache. Die Wiederholung ausgewählter Kapitel der Grammatik, relevante Sprechabsichten im Alltag und Smalltalk, sowie die Vermittlung des praxisnahen Wortschatzes für Alltag und Beruf werden in diesem Bildungsurlaub Lernziele sein. A1-Sprachvorkenntnisse werden vorausgesetzt. Anmeldung sind online möglich.

8:30 Uhr

Kundgebung am 9. März auf dem Europaplatz

Frauen*streik 2026

Der Europaplatz mit der Kreuzkirche im Hintergrund.

Am Montag, 9. März 2026, beteiligt sich Herne am bundesweiten intersektional- feministischen Frauen*streik, der vom Töchter Kollektiv koordiniert wird. Ab 16 Uhr findet auf dem Europaplatz eine Kundgebung statt. Organisiert wird die Aktion in Herne von der Privatperson Kerstin Brosius mit Unterstützung des Bündnis Herne. Geplant sind Redebeiträge, Informationstische und eine symbolische Mitmachaktion: Unter dem Motto #ohneunsstehtallesstill wollen sich Teilnehmende auf den Boden legen, um auf die Bedeutung schlecht und unbezahlter und häufig unsichtbarer Arbeit aufmerksam zu machen. Beteiligt sind unter anderem die Stadtbücherei Herne mit feministischer Literatur, die GfA mit einer Spendenaktion für Periodenprodukte für Frauen in Syrien sowie Queer in Herne mit Informationen zum CSD Herne. Darüber hinaus sind mehrere Redebeiträge aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Perspektiven sowie eingespielte musikalische Beiträge vorgesehen. Der Frauen*streik sei ein politischer Aktionstag und kein tarifrechtlicher Streik. Er richte sich an alle, die sich für Gleichstellung, Gewaltschutz, die Anerkennung von Care-Arbeit und soziale Absicherung einsetzen. Der Aktionstag ist laut Veranstaltern Teil einer bundesweiten Bewegung, die sich für Gleichstellung, soziale Gerechtigkeit und ein selbstbestimmtes Leben für Frauen und marginalisierte Geschlechter einsetzt. Im Mittelpunkt stehe das Konzept der Intersektionalität – also die Berücksichtigung mehrfacher struktureller Diskriminierung, etwa aufgrund von Geschlecht, rassistischer Zuschreibung, Behinderung, sozialer Lage oder Migrationserfahrung.

16 Uhr

Geeignet zur Kräftigung der Muskulatur und Ausdauersteigerung

Präventionskurs Aquafit beim SV Herne 14

Der SV Herne 14 bietet einen neuen Präventionkurs Aquafit im Schwimmbad Wörthstraße.

Der SV Herne 14 bietet einen neuen Präventionskurs Aquafit an. Am Montag, 9. März 2026, startet der neue Präventionskurs um 17 Uhr im Schwimmbad Wörthstraße in Herne. Der Kurs richtet sich an Personenkreise, die bisher weniger oder gar keinen Sport gemacht haben, sowie an Wiedereinsteiger zur Kräftigung der gesamten Muskulatur und Steigerung der Ausdauer. Der Kurs umfasst zehn Unterrichtseinheiten und kostet 100 Euro. Die Kosten hierfür werden meist zu 100 Prozent von den Krankenkassen erstattet, heißt es vom Verein. Infos und Anmeldungen unter Tel 0172 / 2800 729.

17 Uhr

Lesung aus ihrer Autobiographie

Angela Merkel in der Lichtburg Essen

Angela Merkel bei der Feier zum 25. Jahrestag der Deutschen Einheit in Berlin (Archivfoto).

Essen. Angela Merkel kommt am 9. März 2026, 19 Uhr, in die Lichtburg Essen. Dort liest die frühere Bundeskanzlerin aus ihrem Buch „Freiheit“, das sie gemeinsam mit ihrer langjährigen politischen Beraterin Beate Baumann verfasst hat. In ihren Erinnerungen schaut Merkel zurück auf ihr Leben in zwei deutschen Staaten. Sie erzählt von Kindheit, Jugend und Studium in der DDR, vom Mauerfall 1989 und ihrem politischen Leben im wiedervereinten Deutschland. Ihre Autobiographie „Freiheit" bietet einen Einblick in das Innere der Macht – und ist ein entschiedenes Plädoyer für die Freiheit. Die Karten zu der Lesung kosten zwischen 39 und 59 Euro und sind hier zu bestellen.

19 Uhr

vhs Filmforum

Joachim Triers 'Sentimental Value'

Der erfolgreiche Filmemacher Gustav Borg (Stellan Skarsgård) lernt bei einer ihm gewidmeten Retrospektive auf dem Filmfestival Deauville in der Normandie die Hollywood-Schauspielerin Rachel Kemp (Elle Fanning) kennen.

Mit „Sentimental Value“ zeigt das VHS-Filmforum die Fortsetzung der preisgekrönten „Oslo“-Trilogie Joachim Triers – zu sehen dreimal in der Filmwelt Herne: Am Sonntag, 8. März 2026, um 13 Uhr, am Montag, 9. März 2026, um 20:15 Uhr sowie am Mittwoch, 11. März 2026, um 17:15 Uhr. Das rote Holzhaus, das seit einhundert Jahren in Oslo steht und der Familie Borg stets willkommener Rückzugsort vor den Zumutungen der Welt draußen gewesen ist, wird zum Gegenstand eines Schulaufsatzes der jungen Nora (gespielt u.a. von Irma Trier und Olivia Thompson). Die von ihrem Kinderzimmer schreibt und davon, dass das Haus keinen Lärm verträgt. Wenig später erleben wir sie als hypernervöse Theaterschauspielerin (Renate Reinsve), welche vor lauter Lampenfieber beinahe die Premiere von Anton Tschechows Drama „Die Möwe“ geschmissen hätte, in der sie die Hauptrolle der jungen Gutsbesitzertochter Nina verkörpert: Nora lässt sich von Jakob (Anders Danielsen Lee), ihrem verheirateten Liebhaber und Darsteller ihres Bühnen-Freundes, des Schriftstellers Trigorin, eine schallende Ohrfeige verpassen – und marschiert schnurstracks auf die Bühne, wo sie eine triumphale Vorstellung gibt. In der nächsten Einstellung ist das Haus voller schwarz gekleideter Menschen: Zur Beerdigung seiner Gattin Sissel (Ida Marianne Vassbotn Klasson) ist sogar der bekannte Filmemacher Gustav Borg (Stellan Skarsgård) an dem Ort erschienen, den er verlassen hat, als die Kinder noch klein waren. Weshalb die Schwestern Nora und Agnes (Inga Ibsdotter Lilleaas), eine mit Even Pettersen (Andreas Stoltenberg Granerud) verheiratete Geschichtswissenschaftlerin, nicht gerade begeistert sind über das Erscheinen ihres Vaters, der ihnen keiner gewesen ist. Dem allerdings nun das im ursprünglich aus Schweden kommenden Drachenstil erbaute Gebäude gehört, nachdem bei der Scheidung ihrer Eltern nichts Schriftliches fixiert worden ist. Nun soll das Haus, was der renommierte Regisseur seiner Lieblingstochter vorsichtshalber konspirativ in einem Café mitteilt, Gegenstand eines biographischen Films werden – und Nora soll die Hauptrolle seiner Mutter, also ihrer Großmutter, übernehmen. Diese ist während der deutschen Besetzung im Zweiten Weltkrieg als Widerstandskämpferin gefoltert worden und hat sich im Haus der Familie erhängt. Ein Angebot, das für Nora eine Zumutung bedeutet, welches sie so vehement ablehnt wie ihre Schwester Agnes die Bitte, ihrem Sohn Erik (Øyvind Hesjedal Loven) die Rolle des Vaters Gustav Borg als kleines Kind zu erlauben. Dabei könnte dieses Herzensprojekt, das Gustav Borg zuvor mit seinem langjährigen Kameramann Peter (Lars Väringer) besprochen hat, den Grundstein für eine Versöhnung zwischen Vater und Töchtern legen. Weil sich Nora standhaft weigert, auch nur das Drehbuch in die Hand zu nehmen, zieht der einst renommierte, nun aber schon seit 15 Jahren nicht mehr aktive Regisseur ein höchst attraktives Ass aus dem Ärmel: die junge Hollywood-Schauspielerin Rachel Kemp (Elle Fanning), die er bei einer ihm gewidmeten Retrospektive auf dem Filmfestival Deauville in der Normandie kennengelernt hat. Und die Chance, einen ernsthaften europäischen Film drehen zu können, mit großer Begeisterung ergreift. Auch wenn die Netflix-Produzenten zumindest ein Mitspracherecht beanspruchen. Als die erste Leseprobe größere Artikulationsprobleme der Amerikanerin offenbart, ist diese längst als Werbeikone plakatiert. Was niemand mehr als Gustav Borg bedauert, der längst erkannt hat, dass Rachel trotz großer, ernsthafter Bemühungen seiner Tochter Nora nicht das Wasser reichen kann. Was diese auch erkannt hat und Zweifel äußert, ob sie die Richtige für diese Rolle ist, obwohl Nora zunehmend in Depressionen verfällt und Vorstellungen absagen muss. Währenddessen forscht Agnes im Archiv nach der 1943 verhafteten Großmutter Karin Irgens (Sigrid Lorentzen Abelsnes, später Vilde Søyland) und ist von den gefundenen Dokumenten so elektrisiert, dass sie heimlich das Drehbuch liest – und nicht mehr davon loskommt. Agnes erkennt, das es vom Vater nur für ihre ältere Schwester Nora geschrieben worden ist – und bringt es ihr ans Bett. Nora und Agnes lesen gemeinsam daraus, brechen in Tränen aus, legen es nicht mehr aus der Hand… In „Sentimental Value“ stehen die Schwestern Nora und Agnes nach dem Tod ihrer Mutter vor der Herausforderung, sich mit ihrem entfremdeten Vater Gustav auseinanderzusetzen – eine Konstellation wie in einem Film Ingmar Bergmans. Die 135-minütige Tragikomödie ist ein hervorragend besetzter Spielfilm über das Filmemachen und über das Theaterspielen, ein Familienfilm über Generationskonflikte und das Altern – und noch vieles mehr. Gedreht vom 12. August bis zum 31. Oktober 2024 in Oslo und Umgebung sowie in der Normandie, ist „Sentimental Value“, auf Deutsch: Erinnerungswert, am 21. Mai 2025 im Wettbewerb der Int. Filmfestspiele Cannes uraufgeführt und mit dem Großen Preis der Jury ausgezeichnet worden, dem weitere internationale Auszeichnungen folgten. Wie der Audience Award nach der Deutschen Erstaufführung am 29. Juni 2025 beim Filmfest München

20:15 Uhr

Das Quartalsprogramm des vhs-Filmforums startet am 1. Februar

Vielfalt auf großer Leinwand

Eine Szene aus "Dann passiert das Leben", welcher beim vhs-Filmforum gezeigt wird: Rita (Anke Engelke) und Hans (Ulrich Tukur), ein in die Jahre gekommenes Ehepaar, muss erst wieder lernen, sich gegenseitig zu vertrauen.

Die ganze Vielfalt des aktuellen Programmkinos zeigen, und zwar auf der großen Leinwand in der Filmwelt Herne am Berliner Platz – das ist seit über 30 Jahren der Anspruch des vhs-Filmforums. Wie gewohnt laufen alle Filme wieder sonntags um 12:30 Uhr, montags um 20:15 Uhr und mittwochs um 17:30 Uhr. Mit der Auswahl der Filme möchte die vhs Herne dem Publikum die Unterschiedlichkeit künstlerisch-ästhetischer Filmgestaltung zeigen und eine breite Internationalität der Produktionsländer abbilden sowie eine große Spannweite gesellschaftlich relevanter Themen aufgreifen. Im ersten Quartal 2026 sind gleich mehrere deutschsprachige Filme im Programm (Rote Sterne überm Feld, Dann passiert das Leben oder Stiller). Zwei Beiträge erscheinen innerhalb der Frauenwoche in Herne und thematisieren das Thema Verantwortung im Kontext sexueller Belästigung und Fragen von Zugehörigkeit und Verletzungen im Familiensystem (Sorry, Baby und Sentimental Value). Gleichsam sind großartige Schauspieler wie Emma Stone in Bugonia, Mads Mikkelsen in Therapie für Wikinger oder Jennifer Lawrence in Die my love zu sehen. Die Filme Sorry, Baby und Rote Sterne überm Feld sind von politischer Relevanz, während Bugonia ein Beitrag der im Filmforum beliebten Literaturverfilmungen darstellt. Als Nischenfilm, der wesentlich mehr Aufmerksamkeit verdient hat, wird Therapie für Wikinger am Ende der Reihe gezeigt. Natalie Dilekli, bei der vhs Herne zuständig für das Filmforum, nennt ihren ganz persönlichen Tipp: „Bugonia mit Emma Stone lebt von der großartigen Schauspielkunst seiner Hauptdarstellerin, aber auch von jenem der beiden Darsteller der Entführer Teddy und Don. Eine ungewöhnliche Story, skurril und auch spannend. Das gehört ins Kino.“ Die Filme im Detail: Gerne plant die Filmwelt auch Vorführungen für Schulklassen. Abweichungen bei den Zeiten sind möglich und werden unter www.filmwelt-herne.de oder in den Social Media Kanälen veröffentlicht. Eintritt: 6 Euro auf allen Plätzen (Zuschlag bei Überlänge sowie Gebühren bei Onlinekauf). Programmübersicht: www.vhs-herne.de/filmforum-galerie.

20:15 Uhr

'House of Banksy – An Unauthorized Exhibition'

Banksy-Ausstellung in Dortmund

Motive des derzeit wohl bekanntesten aber anonymen Straßenkünstlers Banksy, der mit seinen mal ironischen, mal politischen Graffitis bekannt wurde.

Dortmund. Die Pop-Up-Ausstellung „House of Banksy – An Unauthorized Exhibition“ lässt seit Mittwoch (17.12.2025) den anonymen Graffiti-Künstler Banksy in Dortmund hoch leben. Im ehemaligen C&A-Haus ist mit mehr als 150 Motiven eine umfangreiche Werkschau seiner Kunst zu sehen. Graffitis, Fotografien, Skulpturen, Videoinstallationen und Drucke wurden eigens für diese Schau reproduziert und sind jetzt an einem Ort zu sehen. Niemand weiß, wer Banksy ist, aber jeder kennt seinen Namen. Er ist einer der berühmtesten und gleichzeitig geheimnisvollsten Künstler der Welt. Banksy ist Untergrundkämpfer, Hotelbetreiber und ohne Zweifel der unumstrittene König der Straßenkunst, ein genialer Geist und Starkünstler, der mit seinen mal ironischen, mal politischen, aber stets poetischen Arbeiten die Menschen berührt und ihnen aus der Seele spricht. Seine Identität hält der Schätzungen zufolge etwa 45–50-jährige in Bristol geborene und bis heute anonyme Graffiti-Künstler bis heute erfolgreich geheim. Seine Werke dagegen erobern international nicht nur die Straßen, sondern auch die Auktionshäuser, und das höchst erfolgreich: Er gilt derzeit als einer der teuersten Künstler der Gegenwart. 2010 setzte ihn das „Time Magazine“ erstmals auf seine Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt, neben Persönlichkeiten wie Barack Obama, Steve Jobs oder Lady Gaga. Die Ausstellung läuft bis zum 15. März in Dortmund und ist montags bis sonntags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Letzter Einlass: Eine Stunde vor Ausstellungsende. Geschlossen hat das Haus am 24. und 25. Dezember 2025, am 1. Januar 2026. An Silvester, 31. Dezember 2025, ist die Ausstellung nur von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

seit 17. Dezember

40 Jahre Büro für Gleichstellung und Vielfalt und Einsatz für Frauenrechte

33. Herner Frauenwoche startet Anfang März

Freuen sich auf die 33. Herner Frauenwoche: (v.l.) Cordelia Neige und Melanie Kampa vom Büro für Gleichstellung und Vielfalt.

Wie immer rund um den Weltfrauentag am Sonntag, 8. März 2026, steht bei der Stadt Herne alles im Zeichen der Frau. Rund um diesen Tag fokussiert sich die Stadt während der 33. Frauenwoche auf zahlreiche Themen, die Frauen betreffen. In diesem Jahr ist der Aktionszeitraum von Montag bis Sonntag, 2. bis 15. März 2026. Beim Pressegespräch am Mittwoch (18.2.2026) stellten die Verantwortlichen des Büros für Gleichstellung und Vielfalt der Stadt Herne das diesjährige Programm vor und verrieten, dass die teilnehmenden Frauen ein vielfältiges Programm von mehr als 70 Veranstaltungen erwartet. Aber nicht nur die Frauenwoche wird kräftig gefeiert, es steht auch noch ein anderes Jubiläum an: Das Büro für Gleichstellung und Vielfalt wird 40 Jahre alt. Am 1. Januar 1986 bekam die Stadt Herne ihre erste Gleichstellungsstelle samt Beauftragter. Sie war damit Vorreiterin gegenüber anderen Ruhrgebietsstädten. „Pflicht wurde so eine Stelle erst ab dem Jahr 1994. Hier zeigt sich wie fortschrittlich die Stadt schon war, denn die gesellschaftlichen Verhältnisse waren Ende der 80er- und Anfang der 90er-Jahre einfach anders“, sagt Cordelia Neige, Leiterin des Herner Büros für Gleichstellung und Vielfalt. Die erste Leiterin, Anne Kalender-Sanders, sei damals sowas wie ein Ein-Frau-Betrieb gewesen, erst mit der dritten und in Herne immer noch sehr bekannten Gleichstellungsbeauftragen Sabine Schirmer-Klug, habe sich die Frauenwoche im Jahr 1993 entwickelt. „Sabine Schirmer-Klug war 33 Jahre lang im Amt. Sie hat ganz viel aufgebaut und das Büro zu dem gemacht, was es heute ist“, erinnert sich Neige zurück. In diesem Jahr liegt auch ein Fokus auf Themen wie Wechseljahre, geschlechtergerechte Bezahlung, häusliche Gewalt, Empowerment und Altersvorsorge. „Wir sehen, dass viele besonders junge Frauen Themen wie Altersvorsorge und Rente nicht im Blick haben. Dabei sind ihre Renten durch Eltern- oder Teilzeitbeschäftigungen sowie Pflegezeiten meist deutlich geringer als die eines Mannes. Daher bieten wir zu diesem Thema erstmalig eine Online-Veranstaltung an“, erläutert Melanie Kampa, stellvertretende Leiterin des Büros für Gleichstellung und Vielfalt. Aber auch das Thema der Anonymen Spurensicherung, die nach sexuellen Übergriffen helfen kann, Spuren zu sichern, wird erneut aufgegriffen. Hierzu findet am Donnerstag, 12. März 2026, um 16 Uhr ein Vortrag satt. „Diese Thematik ist immer noch mit einem großen Tabu behaftet und viele Menschen kennen dieses Angebot in Herne leider doch noch gar nicht, deshalb wollen wir informieren und sensibilisieren“, sagt Kampa weiter. Ferner werde es in Kooperation mit der Gesundheitswoche die Fachtagung „Free as a bird - Frauen und Mädchen mit nicht sichtbaren Behinderungen“ am Mittwoch, 11. März 2026, im H2Ö geben (halloherne berichtete). Ebenso stehen in diesem Jahr auch wieder Lesungen auf dem Programm. So kommen die Literaturpreisträgerin Cigdem Akoyl mit ihrem Roman 'Geliebte Mutter - Canim Annem' und Gisa Pauly mit ihrem neusten Roman 'La Paloma' nach Herne. „Wir hoffen, dass wir mit dem Angebot möglichst viele Frauen erreichen und ihnen die Möglichkeit zum Austausch sowie zur Solidarität bieten“, macht Neige abschließend deutlich. Da die Nachfrage nach vielen Veranstaltungen hoch sei, sei es klug, sich rechtzeitig für die gewünschte Veranstaltung anzumelden. Bei einigen Veranstaltungen sei auch ein kleines Entgelt zu entrichten. Hier geht es zum kompletten Programm und Anmeldung.

seit 2. März

Grund ist ein Brückenabriss

A43: Hibernia- und Südstraße unter Autobahn zeitweise gesperrt

Die Autobahn Westfalen erneuert die Brücken Hiberniastraße und Südstraße im südlichen Herne. Dabei werden die Bauwerke jeweils halbseitig abgerissen und neu gebaut (Symbolbild).

Die Autobahn Westfalen erneuert die Brücken Südstraße und Trasse Wanne-Constantin im südlichen Herne. Dabei werden die Bauwerke jeweils halbseitig abgerissen und neu gebaut. Für den Abriss müssen die städtischen Straßen unter den Brücken gesperrt werden: Der Fuß- und Radweg Trasse Wanne-Constantin kann von Montag, 2. März, ab 7 Uhr bis Donnerstag, 12. März 2026 um 18 Uhr, nicht genutzt werden. Die Südstraße wird im Anschluss vom Freitag um 7 Uhr bis Montag um 15 Uhr, 13. bis 16. März 2026, für den Verkehr gesperrt. Umleitungen sind eingerichtet. Der Fuß- und Radverkehr kann statt der Brücke an der Trasse die Südstraße nutzen – und umgekehrt. Der motorisierte Verkehr der Südstraße wird über die Bochumer Straße, den Westring, die Holsterhauser Straße und die Koniner Straße umgeleitet. Der Verkehr auf der A43 ist von den Arbeiten nicht betroffen. Er fließt wie bisher in einer Baustellenverkehrsführung über die jeweils andere Brückenhälfte.

seit 2. März

Brückenarbeiten stehen an, Verkehrsführung wird angepasst

A42: Vollsperrungen im Kreuz Herne

Die A42 wird im Autobahnkreuz Herne Richtung Dortmund an zwei Wochenenden voll gesperrt - der Grund sind Brückenarbeiten (Archivbild).

Im Kreuz Herne geht der Neubau der vier A42-Brücken, welche die A43 überspannen, rasch voran. Für den Abriss der vierten und letzten Brücke muss nun die Verkehrsführung angepasst werden. Weil der Umbau komplex ist, sperrt die Autobahn Westfalen die A42 dafür an zwei Wochenenden zwischen Herne-Crange und Herne-Baukau in beiden Fahrtrichtungen. Das bestätigt Autobahn-Sprecher Anton Kurenbach gegenüber nach halloherne-Anfrage. Der erste Teil des Umbaus findet am Wochenende von Freitag, 20. Februar, ab 21 Uhr bis Montag, 23. Februar 2026, um 5 Uhr statt. Der zweite Teil – und die zweite Vollsperrung – finden voraussichtlich von Freitag, 6. März, ab 22 Uhr bis Montag, 9. März 2026, um 5 Uhr statt. Die A42 wird wie angekündigt am Kreuz Herne erneut gesperrt, allerdings beginnt die Sperrung wegen des Fußballspiels in Gelsenkirchen am Freitag, 6. März 2026, erst um 22 Uhr. Trotz der Sperrung ist es möglich, durch den neuen Tunnel Baukau von der A43 Fahrtrichtung Münster auf die A42 Fahrtrichtung Oberhausen zu gelangen. Auch die Verbindung von der A43 Fahrtrichtung Wuppertal auf die A42 Fahrtrichtung Oberhausen bleibt offen. Die Verbindung von der A43 Fahrtrichtung Münster auf die A42 Fahrtrichtung Dortmund muss allerdings gesperrt werden, ebenso wie die Verbindungen von der A42 auf die A43. Der Verkehr wird großräumig über die A2 umgeleitet. Zudem wird der Verkehr im Raum Herne über die städtischen Bedarfsumleitungen geführt. Für den Neubau der Brücken im Kreuz Herne nutzt die Autobahn Westfalen eine innovative Schnellbauweise. So wurde die erste Brücke im Kreuz im Zeitraum Mai bis August 2025 abgerissen, neu gebaut und wieder unter Verkehr genommen. Nach Abschluss der Brückenneubauten stehen im Kreuz noch Arbeiten an den Verbindungsfahrbahnen an. Der Neubau des Kreuzes Herne ist eines der wichtigsten Projekte im Rahmen des sechsstreifigen Ausbaus der A43 zwischen Marl und Witten. Viele verschiedene Rahmenfaktoren – von Bahnstrecken über städtische Straßen bis hin zu Stromleitungen – machen den Neubau zu einer spannenden Herausforderung für die Ingenieurinnen und Ingenieure der Autobahn Westfalen.

seit 6. März

Dienstag, 10. März

Ein Streifzug durch Herne und Wanne-Eickel

Erinnerungszeichen im öffentlichen Raum

Denkmal für Kriegsopfer von dem Bildhauer Herbert Volwahsen.

In Kooperation mit dem Stadtarchiv Herne bietet die vhs Dienstag, 10. März 2026, in der Zeit von 19 bis 10:30 Uhr eine 'Streifzug durch Hernes und Wanne-Eickels Erinnerungszeichen im öffentlichen Raum' an. „Genius und Hydra“ als Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus vor der Herner Arbeitsagentur sowie der „Kaiserbrunnen“ im Wanner Stadtgarten sind weithin bekannt. Aber was hat es mit dem Stadtrelief des schlesischen „Strehlen“ an der Kreuzung Hölkeskampring/Wiescherstraße und vielen anderen Erinnerungszeichen im öffentlichen Raum auf sich? Klaus Füßmann präsentiert die Erinnerungszeichen unserer Stadt in der vhs Herne im Kulturzentrum. Zu dieser entgeltfreien Veranstaltung lädt die vhs in Kooperation mit dem Stadtarchiv Herne ein. Anmeldungen zum der kostenfreien Veranstaltung mit der Nummer 26A2004 nehmen die Geschäftsstellen der vhs Herne unter 02323/16-2920 und 02323/16-3584 entgegen. 818 Zeichen

Grund dafür ist eine ganztägige Fortbildungsveranstaltung

Standesamt schließt für einen Tag

Das Standesamt bleibt am Dienstag, 10. März 2026, geschlossen. Grund dafür ist eine ganztägige Fortbildungsveranstaltung.

Das Standesamt bleibt am Dienstag, 10. März 2026, geschlossen. Grund dafür ist eine ganztägige Fortbildungsveranstaltung. Für die Einschränkung bittet die Stadt Herne um Verständnis.

6 Uhr

Grund ist eine Fortbildung

Sozialhilfe und Wohngeldstelle bleibt geschlossen

Der Bereich Sozialhilfe und Wohngeldstelle der Stadt Herne bleibt am Dienstag, 10. März 2026, aufgrund einer Fortbildung bis 13 Uhr geschlossen. Danach geht der Betrieb wie gewohnt weiter.

Der Bereich Sozialhilfe und Wohngeldstelle der Stadt Herne bleibt am Dienstag, 10. März 2026, aufgrund einer Fortbildung bis 13 Uhr geschlossen. Danach geht der Betrieb wie gewohnt weiter.

6 Uhr

Inszenierung des Theaters Kohlenpott

Theaterstück '1984 (13+)'

Das Theaterstück '1984 (13+)'.

Das Theater Kohlenpott zeigt am Samstag, 7. März 2026, um 19 Uhr das Stück '1984 (13+) ' nach George Orwell (halloherne berichtete), Textfassung von Henner Kallmeyer und Frank Hörner. Es ist geeignet für ein Publikum ab 13 Jahren. Darum geht es: „Big brother is watching you“, diesen weltberühmten Satz schrieb George Orwell 1948 in seinem Buch „1984“. Inzwischen ist er zum Synonym für jede Form des Überwachungsstaats geworden. Viele Situationen, die Orwell 1948 als beängstigende Zukunftsvision erzählte, kommen uns 2025 verstörend heutig vor. Aber 1984 ist weit mehr als eine Dystopie, es erzählt die Liebesgeschichte von Winston und Julia. Aber kann man eine Liebe leben in Zeiten, in denen jeder jedem misstraut?“ Einzelkarten kosten14 Euro/ erm. 8 Euro. Kartenreservierung unter: karten@theaterkohlenpott.de . Die Ticketpreis für Schulklassen betragen 6 Euro pro Person, eine Begleitperson pro Gruppe frei. Anmeldung für Gruppen unter: barbara.feldbrugge@theaterkohlenpott.de oder 0177/5475568

10 Uhr

Veranstaltung im St. Anna Hospital

Erste-Hilfe-Kurs bei Kindern und Säuglingen

Die Elternschule des St. Anna Hospital Herne veranstaltet einen zweiteiligen Erste-Hilfe-Kurs für Eltern (Symbolbild).

Die Elternschule des St. Anna Hospital Herne veranstaltet einen zweiteiligen Erste-Hilfe-Kurs für Eltern. Der Kurs findet am Dienstag, 10. März 2026, von 10 bis 13 Uhr und am Mittwoch, den 11. März 2026 von 10 bis 13 Uhr statt. In vielen Fällen entscheiden die ersten Minuten schon über Leben und Tod, mit wenigen einfach zu erlernenden Maßnahmen kann wichtige Zeit sinnvoll genutzt werden. In diesem Kurs lernen Eltern von der Wundversorgung bis zur Wiederbelebung alles das, was im Ernstfall lebensrettend sein kann. Der Kurs wird von einem Lehrrettungsassistenten geleitet und findet an beiden Tagen im Kongresszentrum (Konferenzraum 3+4) des St. Anna Hospital, Hospitalstraße 19, 44649 Herne, statt. Die Teilnahmegebühr beträgt 35 Euro, für Paare 50 Euro. Informationen und Anmeldung unter Fon 0 23 23 - 499 - 27 37 oder online.

10 Uhr

'Mission Machen' zeigt Perspektiven auf das Handwerk

LWL-Wanderausstellung im Schloss Strünkede

Die LWL-Wanderausstellung "Mission Machen – Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk" ist im Schloss Strünkede zu sehen.

Am Donnerstag, 5. Februar 2026, um 18 Uhr eröffnet im Schloss Strünkede, Karl-Brandt-Weg 5, die Sonderausstellung „Mission Machen – Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk“. Diese wird bis Sonntag, 12. April 2026, zu sehen sein. Was zeichnet das Handwerk in Westfalen aus? Welchen Einfluss haben Themen wie Nachhaltigkeit, Umweltschutz, Digitalisierung, Globalisierung, Inklusion und Integration auf den Berufsalltag von Menschen im Handwerk? Welche Verantwortung übernehmen heutige Handwerksbetriebe? Die Fotoausstellung „Mission Machen - Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk“ geht diesen Fragen nach, indem sie die Arbeit in westfälischen Handwerksbetrieben individuell im Bild präsentiert. Tuula Kainulainen hat dafür den Arbeitsalltag von 25 Betrieben begleitet und dokumentiert. Die Fotografien vermitteln einen persönlichen Einblick in Alltagssituationen westfälischer Handwerkern, die sich aufgeschlossen, erfinderisch und engagiert zeigen. Unterteilt in vier große Themenbereiche können sich die Besucher ein eigenes Bild von der Vielfalt und der Innovationskraft des Handwerks in Westfalen-Lippe machen. Die Ausstellung ist dienstags bis freitags von 10 bis 13 Uhr sowie von 14 bis 17 Uhr geöffnet, an Samstagen von 14 bis 17 Uhr und an Sonntagen von 11 bis 17 Uhr. Die Ausstellung „Mission Machen – Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk“ ist ein Kooperationsprojekt mit dem LWL- Medienzentrum für Westfalen und dem LWL-Freilichtmuseum Hagen. In die Ausstellung einführen werden bei der Eröffnung Kurator Lennart Nickel vom LWL-Freilichtmuseum Hagen und die Fotografin Tuula Kainulainen vom LWL-Medienzentrum für Westfalen. Weitere Materialien und ergänzende Infos zur Wanderausstellung bietet die Webseite des LWL-Medienzentrums für Westfalen unter www.missionmachen.lwl.org. Zu der ursprünglich 2025 vom LWL-Freilichtmuseum in Hagen gezeigten Ausstellung ist ein Bildband erschienen, der alle Fotografien sowie ergänzende Texte und Hintergrundinformationen zur Entstehung des Projekts umfasst und für 24,90 Euro im Buchhandel erhältlich ist.

10 Uhr

Veranstaltung im Marien Hospital Herne

Neuer Babymassage-Kurs

Ab Dienstag, 10. März 2026, findet für Eltern ein neuer Babymassage-Kurs der Elternschule im Marien Hospital Herne – Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum statt (Symbolbild).

Ab Dienstag, 10. März 2026, findet für Eltern ein neuer Babymassage-Kurs der Elternschule im Marien Hospital Herne statt. In dem 6-wöchigen Kurs lernen die Eltern, ihr Kind sanft zu berühren, zu streicheln und zu massieren. Positive Effekte sind dabei die Ganzkörpermassage gegen Koliken und Blähungen, die Kommunikation mit dem Kind und das Erlernen einer Entspannungstechnik für Eltern und Kind. Außerdem werden Geborgenheit und Liebe an das Kind vermittelt. Der einstündige Kurs startet um 12 Uhr in der Elternschule des Marien Hospital Herne, Altenhöfener Straße 92, 44623 Herne. Die Kursgebühr beträgt 75,00 Euro für 6 Termine. Das Massageöl ist im Kurspreis inbegriffen. Informationen und Anmeldung über Fon 0 23 23 - 499 - 27 47 oder bildungswerk@elisabethgruppe.de sowie alternativ über die Website: www.marienhospital-herne.de/elternschule.

12 Uhr

Anlass ist der 150. Geburtstag der Künstlerin

Vortrag zur Malerin Paula Modersohn-Becker

Das Schloss Strünkede.

Paula Modersohn-Becker (1876 bis 1907) lebte für eine Frau um 1900 ein ungewöhnlich eigenständiges Leben, denn sie verwirklichte kühn ihren Traum, Malerin zu werden. Das Emschertal-Museum bietet zum 150. Geburtstag der Künstlerin einen Vortrag an, am Dienstag, 10. März 2026, 15 Uhr, im Schloss Strünkede, Karl-Brandt-Weg 5. Der Eintritt kostet fünf Euro. Der Vortrag der Bochumer Kunsthistorikerin Dr. Birgit Poppe ist Teil der 33. Herner Frauenwoche. Im September 1898 zog Modersohn-Becker in die Künstlerkolonie Worpswede bei Bremen, ein kleines Bauerndorf am Rande des Teufelsmoors, wo neben Fritz Mackensen, Heinrich Vogeler und ihrem späteren Ehemann Otto Modersohn auch einige Frauen künstlerisch tätig waren und sich vom einfachen ländlichen Leben neue Impulse versprachen. Paula Modersohn-Becker gestaltete in naturalistischem Stil poetische Stimmungslandschaften und Darstellungen von Frauen und Kindern. Während mehrerer Paris-Aufenthalte emanzipierte sie sich und entdeckte in ihren farbkräftigen Bildern einen eigenen Zugang zum Expressionismus. Eine Anmeldung ist erforderlich unter Telefon 0 23 23 / 16 - 26 11 oder per E-Mail.

15 Uhr

Lingerie und Bademode für brustoperierte Frauen im St. Anna

Modenschau für Brustkrebspatientinnen

Im St. Anna Hospital Herne gibt es eine Modenschau für Brustkrebspatientinnen.

Am Dienstag, 10. März 2026, lädt die Patientinneninitiative PIA zur Modenschau in das Kongresszentrum der St. Elisabeth Gruppe am St. Anna Hospital Herne ein. Präsentiert wird aktuelle Lingerie und Bademode mit Brustprothesen für brustoperierte Frauen. Eine Brustkrebserkrankung bringt für viele Betroffene nicht nur eine medizinische, sondern auch eine persönliche Herausforderung mit sich. Je nach Verlauf der Erkrankung ist neben einer brusterhaltenden Operation in manchen Fällen auch eine vollständige Entfernung der Brust – eine sogenannte Mastektomie – erforderlich. Neben der onkologischen Therapie spielt daher auch der Umgang mit dem veränderten Körperbild eine zentrale Rolle. Bei der Modenschau werden aktuelle Kollektionen mit Brustprothesen vorgestellt. Die speziell entwickelte Wäsche und Bademode verbindet funktionale Anforderungen mit modernen Schnitten und hochwertigen Materialien. Ziel ist es, die natürliche Silhouette zu unterstützen und so das Wohlbefinden im Alltag zu stärken. Die Veranstaltung findet am 10. März 2026 um 15 Uhr im Kongresszentrum der St. Elisabeth Gruppe am St. Anna Hospital, 5. Etage, Am Ruschenhof 24, 44649 Herne, statt. Sie richtet sich an von Brustkrebs betroffene und erkrankte Frauen sowie ihre Angehörigen. Informationen und Anmeldung unter Tel 02325 - 986 – 2306.

15 Uhr

Die neue Spielzeit 2025/26

Kindertheater der Stadt Herne

Dschungelbuch - das Musical.

Jede Menge Theater für junges Publikum im Kulturzentrum Herne – an zehn Nachmittagen gibt es in der kommenden Saison Geschichten und Abenteuer mit vielen bekannten Lieblingshelden zu erleben. Das Kulturbüro bietet einen günstigen Abo-Tarif an. Abonnements sind bis zur ersten Veranstaltung der jeweiligen Abo- Reihe beim Kulturbüro der Stadt Herne erhältlich. Ansprechpartnerin Denise Goldhahn nimmt Anmeldungen unter 02323 / 16 - 23 45 oder per Mail an denise.goldhahn@herne.de entgegen. Der Kauf von Einzelkarten ist ab Montag, 1. September 2025, beim Stadtmarketing an der Kirchhofstraße möglich. Außerdem gibt es Karten auf reservix.de sowie über die Reservix- Hotline (07 61) 88 84 99 99. Der Einzelpreis pro Ticket beträgt sechs Euro. Der Abo-Preis für die Reihen „Gänseblümchen“ und „Kleeblatt“ mit je vier Vorführungen ist 18 Euro, für „Sonnenblume“ mit zwei Veranstaltungen werden im Abo zehn Euro fällig. Der gestiefelte Kater – Dienstag, 23. September 2025, 16 Uhr.Ein zauberhaftes Märchenmusical nach den Gebrüdern Grimm über eine außergewöhnliche Freundschaft. Mit viel Witz kämpft unser cleverer Kater für seinen Besitzer Heiner und nutzt dabei die Geltungssucht und Gier der Menschen, um sie zu täuschen. Robin Hood – Dienstag, 4. November 2025, 16 Uhr. Dies ist die berühmte Geschichte eines freien Menschen: Robin Hood nimmt von den Reichen und gibt den Armen. Zusammen mit seiner Bande lebt Robin von Locksley im Sherwood Forest und setzt sich für die Unterdrückten ein. Für einen Wettbewerb im Bogenschießen verlässt Robin Hood seinen Wald. So trifft er nicht nur auf die bezaubernde Prinzessin Marian, sondern auch auf den bösen Sheriff von Nottingham. Feuerwehrmann Sam – Abenteuer auf der Dino-Insel – Donnerstag, 22. Januar 2026, 16 Uhr. Als Professor Pickles auf einer Insel ein sehr altes Dino-Ei findet, vermutet er, dass es dort noch andere Dinosaurier-Fossilien geben könnte. Ein Glück, dass Feuerwehrmann Sam sich mit auf Entdeckungsreise begibt. Denn als der Professor und sein Assistent in einer uralten Höhle in Schwierigkeiten geraten, müssen Sam und sein Team schnell zur Stelle sein. Das tapfere Schneiderlein – Dienstag, 10. März 2026, 16 Uhr. Ein Held muss her, denn der Garten des Königs wird von Riesen bedroht! Da kommt Schneider Felix gerade recht. Mit seinen verblüffenden Schneidertricks besiegt er heldenhaft das tückische Einhorn, die singenden Riesen und das gefährliche Wildschwein. Alice im Wunderland – Dienstag, 7. Oktober 2025, 16 Uhr. Alice folgt dem weißen Kaninchen und fällt durch einen Schacht ins Wunderland. Sie begegnet einer rauchenden Raupe, einem teetrinkenden Hutmacher und einer grinsenden Katze. Dieser verrückten Gesellschaft entflohen, gelangt sie zum Hofstaat der grausamen Herzkönigin. Jemand muss ihr die Stirn bieten. A Capella Christmas for Kids – Mittwoch, 17. Dezember 2025, 16 Uhr. Fünf Stimmen, eine Band – „Quintense“ bringen auch in diesem Jahr ein musikalisches Winter Wonderland zum Mitsingen nach Herne. Ob verträumt, gut gelaunt, andächtig oder mit Wumms: Jeder Sound entsteht allein durch Gesang und Beatbox. Auf der Reise durch eine musikalische Winterlandschaft mit großen Weihnachts-Klassikern von Frank Sinatra und Michael Bublé lassen „Quintense“ ihr Publikum immer wieder Teil der Musik werden. Dschungelbuch – Das Musical – Mittwoch, 4. Februar 2026, 16 Uhr. Mithilfe seines Freundes Balu und des weisen Panthers Baghira erlernt Mogli die Gesetze des Dschungels, er will schließlich in das Wolfsrudel aufgenommen werden. Der Dschungel birgt jede Menge Gefahren: Die dreiste Affenbande mischt den Urwald auf, und die geheimnisvolle Schlange Kaa spinnt ihre Intrigen. Am meisten ist es jedoch der mächtige Tiger Shir Khan, der Mogli zu schaffen macht. Der tapfere Junge muss allen Mut aufbringen, um sich zu behaupten. Ronja Räubertochter – Montag, 13. April 2026, 16 Uhr. In einer Gewitternacht wird auf der Mattisburg ein Mädchen geboren: Ronja, die Tochter des Räuberhauptmanns Mattis. Zur gleichen Zeit erblickt auch Birk Borkason das Licht der Welt. Die Mattis- und Borkaräuber sind seit jeher verfeindet, doch Ronja und Birk werden Freunde. Als die Räuber ihre Freundschaft entdecken, flüchten die beiden in den Mattiswald. Auch wenn sie ihre Familien sehr lieben, wollen sich Birk und Ronja ihre Freundschaft nicht verbieten lassen. Im Mondpalast von Wanne-Eickel: Die drei ??? Kids – Der singende Geist – Mittwoch, 1. Oktober 2025, 16 Uhr. Onkel Titus hat eine alte Standuhr ersteigert. Kaum steht sie auf dem Schrottplatz, sind plötzlich jede Menge Leute hinter ihr her. Die drei ??? merken schnell, dass die Uhr ein Geheimnis verbirgt. Ein singender Geist gibt den drei Detektiven jede Menge knifflige Rätsel auf und führt sie auf eine gefährliche Spur Herkules – Freitag, 22. Mai 2026, 16 Uhr. Der berühmteste Held der Antike hat das Unglaubliche geschafft: den gigantischen Löwen und die neunköpfige Hydra zu bezwingen, den Höllenhund aus der Unterwelt zu entführen und noch mehr. Doch wie geht es einem Halbgott wirklich, wenn er nur auf sein Äußeres und seine Muskeln reduziert wird? So begibt sich Herkules auf sein wohl aufregendstes Abenteuer: die Suche nach sich selbst.

16 Uhr

„theater mimikri“ lädt zum Grimmschen Märchen Theater

„Das tapfere Schneiderlein“ im Kulturzentrum

Das Kulturzentrum am Willi-Pohlmann-Platz.

Das „theater mimikri“ macht aus einem Grimmschen Märchen Theater für Kinder und Jugendliche. Für die Vorstellung am Dienstag, 10. März 2026, um 16 Uhr im Kulturzentrum sind noch Karten erhältlich. Man muss keine Riesenstärke besitzen, um ein Held zu sein. „Das tapfere Schneiderlein“ lehrt stattdessen, dass Witz und Einfallsreichtum die größeren Qualitäten sind. Mit fantasievollem Bühnenbild und Live-Musik zieht die Inszenierung ihr Publikum in die Geschichte hinein – ohne sie mit Effekten zu überladen. Die Aufführung findet am Dienstag, 10. März 2026 um 16 Uhr im Kulturzentrum Herne, Willi-Pohlmann-Platz 1, 44623 Herne, statt und dauert etwa 100 Minuten inklusive Pause. Tickets kosten sechs Euro. Vorverkaufsstelle ist das Stadtmarketing Herne, Kirchhofstraße 5, 44623 Herne. Auch auf reservix.de und an der Tageskasse sind Tickets verfügbar. Alarm im Königreich: Der Garten des Königs wird von Riesen bedroht. Ein Held muss her. Da kommt Schneider Felix gerade recht. „Sieben auf einen Streich“ steht auf seinem Gürtel. Dass es nur Fliegen auf dem Musbrot waren, die der Schneider da erschlagen hat, weiß zum Glück niemand. Nun muss sich der Schneider als Held beweisen. Mit Witz und Spannung wird die Selbstfindung des liebenswerten singenden Schneiderleins gezeigt. Er bezwingt heldenhaft Riesen, Einhorn und Wildschwein mit seinen verblüffenden Schneidertricks. Aber kann er auch die Königstochter Sofia beeindrucken, die mit Helden gar nichts zu tun haben will?

16 Uhr

vhs Kursus

'Excel - Modul I - Arbeitsgrundlagen'

Die vhs am Willi-Pohlmann-Platz.

Die vhs Herne lädt ab Dienstag, 10. März 2026, immer von 18 bis 21 Uhr zum Kursus „Excel - Modul I - Arbeitsgrundlagen“ ein. Die Kosten für vier Unterrichtstunden belaufen sich auf 20 Euro. - Excel-Anwendungsfenster - Excel-Arbeitsmappe - Markieren - Kopieren, Verschieben, Einfügen - Zeilen und Spalten ein- und ausblenden - Zeilenhöhen und Spaltenbreiten verändern und automatisch anpassen Online geht es zur Anmeldung.

18 Uhr

LWL-Klinikums Marl-Dortmund bietet Raum für Infos und Fragen

Zwischen Rückzug und Ausbruch

Warum äußert sich innere Not bei manchen männlichen Jugendlichen durch einen stillen Rückzug, diese und weitere Fragen beantwortet die Marler LWL-Fachklinik (Symbolbild).

Marl. Männliche Jugendliche und ihr herausforderndes Verhalten stehen im Mittelpunkt des Haard-Dialogs des Klinikums Marl-Dortmund - Haardklinik im Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL). Hierzu lädt die Marler LWL-Fachklinik alle Interessierten am Dienstag, 10. März 2026, um 18:30 Uhr in ihren Festsaal ein. „Jens zieht sich immer mehr zurück. Er kommt kaum noch aus seinem Zimmer. Wir erreichen ihn gar nicht mehr ... Marvin flippt immer öfter aus. Schon die kleinste Kleinigkeit löst einen Wutausbruch bei ihm aus. Mittlerweile kommt er auch in der Schule immer wieder in Schwierigkeiten." Das sind nur zwei Beispiele der Probleme, die Eltern beschreiben, wenn sie mit ihren pubertierenden Jungen auf die Station Wagemut der LWL-Haardklinik kommen. Warum äußert sich innere Not bei manchen männlichen Jugendlichen durch einen stillen Rückzug und bei anderen eher laut, durch Wut, Impulsivität oder aggressives Verhalten? Welche Rolle spielen persönliche Erfahrungen und gesellschaftliche Rollenbilder? Wann sind diese Veränderungen Teil einer normalen Entwicklung und wann ist es Zeit für Eltern und Betroffene, sich professionelle Hilfe zu suchen? Und wie kann eine erfolgreiche Therapie für diese jungen Menschen aussehen? Diese und weitere Fragen beantworten im Haard-Dialog Dr. Rüdiger Haas, Ärztlicher Direktor des LWL-Klinikums sowie seine Kolleginnen, die Bereichsleitende Fachärztin Lena Berning und die Stationsleiterin Janine Büttgen. Wie immer gibt es viel Raum für Nachfragen und Diskussionen.

18:30 Uhr

Nächsten Runde der Akustikreihe

Flottmann-Kneipe: Konzertsaison geht weiter

No Fishing eröffnen den Reigen der Konzertsaison 2026 in der Flottmann-Kneipe.

Auch in 2026 öffnet die Flottmann-Kneipe ihre Bühne wieder für lokale und regionale Musiktalente. Regelmäßig an den Dienstagabenden findet die Veranstaltung in der Kneipe an der Flottmannstraße 94 statt. Start ist am Dienstag, 13. Januar 2026, 19:30 Uhr mit „No Fishing“, einem Herner Original, die auch schon zur Premiere der Reihe im Januar 2024 spielten. Mit dieser nach wie vor beliebten Akustik-Kneipenkonzert-Reihe bietet Krystian Pietrzyk, Betreiber der Flottmann-Kneipe, auch unbekannteren Künstlern eine Plattform. Der Erfolg dieser Reihe zeigt sich in der großen Resonanz. Gästen wird eine Tischreservierung für die Dienstagskonzerte dringend empfohlen (Tel 02323 3983005, Mail info@flottmannkneipe.de). Bei freiem Eintritt haben im vergangenen Jahr zahlreiche Musikfreunde stimmungsvolle Abende mit Singer-Songwritern und Musik aus unterschiedlichen Genres erlebt.

19:30 Uhr

'House of Banksy – An Unauthorized Exhibition'

Banksy-Ausstellung in Dortmund

Motive des derzeit wohl bekanntesten aber anonymen Straßenkünstlers Banksy, der mit seinen mal ironischen, mal politischen Graffitis bekannt wurde.

Dortmund. Die Pop-Up-Ausstellung „House of Banksy – An Unauthorized Exhibition“ lässt seit Mittwoch (17.12.2025) den anonymen Graffiti-Künstler Banksy in Dortmund hoch leben. Im ehemaligen C&A-Haus ist mit mehr als 150 Motiven eine umfangreiche Werkschau seiner Kunst zu sehen. Graffitis, Fotografien, Skulpturen, Videoinstallationen und Drucke wurden eigens für diese Schau reproduziert und sind jetzt an einem Ort zu sehen. Niemand weiß, wer Banksy ist, aber jeder kennt seinen Namen. Er ist einer der berühmtesten und gleichzeitig geheimnisvollsten Künstler der Welt. Banksy ist Untergrundkämpfer, Hotelbetreiber und ohne Zweifel der unumstrittene König der Straßenkunst, ein genialer Geist und Starkünstler, der mit seinen mal ironischen, mal politischen, aber stets poetischen Arbeiten die Menschen berührt und ihnen aus der Seele spricht. Seine Identität hält der Schätzungen zufolge etwa 45–50-jährige in Bristol geborene und bis heute anonyme Graffiti-Künstler bis heute erfolgreich geheim. Seine Werke dagegen erobern international nicht nur die Straßen, sondern auch die Auktionshäuser, und das höchst erfolgreich: Er gilt derzeit als einer der teuersten Künstler der Gegenwart. 2010 setzte ihn das „Time Magazine“ erstmals auf seine Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt, neben Persönlichkeiten wie Barack Obama, Steve Jobs oder Lady Gaga. Die Ausstellung läuft bis zum 15. März in Dortmund und ist montags bis sonntags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Letzter Einlass: Eine Stunde vor Ausstellungsende. Geschlossen hat das Haus am 24. und 25. Dezember 2025, am 1. Januar 2026. An Silvester, 31. Dezember 2025, ist die Ausstellung nur von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

seit 17. Dezember

40 Jahre Büro für Gleichstellung und Vielfalt und Einsatz für Frauenrechte

33. Herner Frauenwoche startet Anfang März

Freuen sich auf die 33. Herner Frauenwoche: (v.l.) Cordelia Neige und Melanie Kampa vom Büro für Gleichstellung und Vielfalt.

Wie immer rund um den Weltfrauentag am Sonntag, 8. März 2026, steht bei der Stadt Herne alles im Zeichen der Frau. Rund um diesen Tag fokussiert sich die Stadt während der 33. Frauenwoche auf zahlreiche Themen, die Frauen betreffen. In diesem Jahr ist der Aktionszeitraum von Montag bis Sonntag, 2. bis 15. März 2026. Beim Pressegespräch am Mittwoch (18.2.2026) stellten die Verantwortlichen des Büros für Gleichstellung und Vielfalt der Stadt Herne das diesjährige Programm vor und verrieten, dass die teilnehmenden Frauen ein vielfältiges Programm von mehr als 70 Veranstaltungen erwartet. Aber nicht nur die Frauenwoche wird kräftig gefeiert, es steht auch noch ein anderes Jubiläum an: Das Büro für Gleichstellung und Vielfalt wird 40 Jahre alt. Am 1. Januar 1986 bekam die Stadt Herne ihre erste Gleichstellungsstelle samt Beauftragter. Sie war damit Vorreiterin gegenüber anderen Ruhrgebietsstädten. „Pflicht wurde so eine Stelle erst ab dem Jahr 1994. Hier zeigt sich wie fortschrittlich die Stadt schon war, denn die gesellschaftlichen Verhältnisse waren Ende der 80er- und Anfang der 90er-Jahre einfach anders“, sagt Cordelia Neige, Leiterin des Herner Büros für Gleichstellung und Vielfalt. Die erste Leiterin, Anne Kalender-Sanders, sei damals sowas wie ein Ein-Frau-Betrieb gewesen, erst mit der dritten und in Herne immer noch sehr bekannten Gleichstellungsbeauftragen Sabine Schirmer-Klug, habe sich die Frauenwoche im Jahr 1993 entwickelt. „Sabine Schirmer-Klug war 33 Jahre lang im Amt. Sie hat ganz viel aufgebaut und das Büro zu dem gemacht, was es heute ist“, erinnert sich Neige zurück. In diesem Jahr liegt auch ein Fokus auf Themen wie Wechseljahre, geschlechtergerechte Bezahlung, häusliche Gewalt, Empowerment und Altersvorsorge. „Wir sehen, dass viele besonders junge Frauen Themen wie Altersvorsorge und Rente nicht im Blick haben. Dabei sind ihre Renten durch Eltern- oder Teilzeitbeschäftigungen sowie Pflegezeiten meist deutlich geringer als die eines Mannes. Daher bieten wir zu diesem Thema erstmalig eine Online-Veranstaltung an“, erläutert Melanie Kampa, stellvertretende Leiterin des Büros für Gleichstellung und Vielfalt. Aber auch das Thema der Anonymen Spurensicherung, die nach sexuellen Übergriffen helfen kann, Spuren zu sichern, wird erneut aufgegriffen. Hierzu findet am Donnerstag, 12. März 2026, um 16 Uhr ein Vortrag satt. „Diese Thematik ist immer noch mit einem großen Tabu behaftet und viele Menschen kennen dieses Angebot in Herne leider doch noch gar nicht, deshalb wollen wir informieren und sensibilisieren“, sagt Kampa weiter. Ferner werde es in Kooperation mit der Gesundheitswoche die Fachtagung „Free as a bird - Frauen und Mädchen mit nicht sichtbaren Behinderungen“ am Mittwoch, 11. März 2026, im H2Ö geben (halloherne berichtete). Ebenso stehen in diesem Jahr auch wieder Lesungen auf dem Programm. So kommen die Literaturpreisträgerin Cigdem Akoyl mit ihrem Roman 'Geliebte Mutter - Canim Annem' und Gisa Pauly mit ihrem neusten Roman 'La Paloma' nach Herne. „Wir hoffen, dass wir mit dem Angebot möglichst viele Frauen erreichen und ihnen die Möglichkeit zum Austausch sowie zur Solidarität bieten“, macht Neige abschließend deutlich. Da die Nachfrage nach vielen Veranstaltungen hoch sei, sei es klug, sich rechtzeitig für die gewünschte Veranstaltung anzumelden. Bei einigen Veranstaltungen sei auch ein kleines Entgelt zu entrichten. Hier geht es zum kompletten Programm und Anmeldung.

seit 2. März

Grund ist ein Brückenabriss

A43: Hibernia- und Südstraße unter Autobahn zeitweise gesperrt

Die Autobahn Westfalen erneuert die Brücken Hiberniastraße und Südstraße im südlichen Herne. Dabei werden die Bauwerke jeweils halbseitig abgerissen und neu gebaut (Symbolbild).

Die Autobahn Westfalen erneuert die Brücken Südstraße und Trasse Wanne-Constantin im südlichen Herne. Dabei werden die Bauwerke jeweils halbseitig abgerissen und neu gebaut. Für den Abriss müssen die städtischen Straßen unter den Brücken gesperrt werden: Der Fuß- und Radweg Trasse Wanne-Constantin kann von Montag, 2. März, ab 7 Uhr bis Donnerstag, 12. März 2026 um 18 Uhr, nicht genutzt werden. Die Südstraße wird im Anschluss vom Freitag um 7 Uhr bis Montag um 15 Uhr, 13. bis 16. März 2026, für den Verkehr gesperrt. Umleitungen sind eingerichtet. Der Fuß- und Radverkehr kann statt der Brücke an der Trasse die Südstraße nutzen – und umgekehrt. Der motorisierte Verkehr der Südstraße wird über die Bochumer Straße, den Westring, die Holsterhauser Straße und die Koniner Straße umgeleitet. Der Verkehr auf der A43 ist von den Arbeiten nicht betroffen. Er fließt wie bisher in einer Baustellenverkehrsführung über die jeweils andere Brückenhälfte.

seit 2. März

Mittwoch, 11. März

Engagierte, Vereine und Co. können Anträge stellen

Stadt fördert Projekte für digitales Engagement

Die Stadt fördert durch das Projekt "2000 x 1000 Euro" digitales Engagement mit dem Thema "Digital in die Zukunft – engagiert mit KI und Co".

Im Rahmen des Förderprogramms „2.000 x 1.000 Euro für das Engagement“ kann die Stadt Herne wieder 19 ehrenamtliche Projekte mit je 1.000 Euro unterstützen. Das Thema lautet in diesem Jahr „Digital in die Zukunft – engagiert mit KI und Co.“. Engagierte, Vereine, zivilgesellschaftliche Organisationen und Initiativen in Herne können ab Montag, 2. März 2026, Anträge stellen. Förderfähige Maßnahmen sind zum Beispiel Projekte, die dazu beitragen, Digitalisierungsprozesse und die Nutzung von KI bei der ehrenamtlichen Tätigkeit voranzubringen. Die Förderanträge können online über das Förderportal https://www.förderung.nrw bis 1. November 2026 eingereicht werden. Die Anträge werden nach dem Zeitpunkt der Antragsstellung beschieden. Weitere Informationen zur Antragsstellung und Förderrichtlinien gibt es unter www.engagiert-in-nrw.de/foerderprogramm-2000-x-1000-euro-fuer-das-engagement. Das Ehrenamtsbüro der Stadt Herne freut sich, Teil des Förderprogramms zu sein und damit das Engagement der Stadt zu fördern und zu stärken. Die Landesservicestelle für bürgerschaftliches Engagement bietet allen Engagierten an, sich bei einem Webinar am Dienstag, 3. März 2026, oder Mittwoch, 11. März 2026, über das Förderprogramm und die Antragsstellung zu informieren. Eine Anmeldung ist möglich unter: https://veranstaltungen- landesservicestelle-nrw.de/category/foerdermittel/. Viele Menschen in Nordrhein-Westfalen engagieren sich ehrenamtlich und leisten damit einen unverzichtbaren Beitrag für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat das Ziel, diese Menschen mit ihren Organisationen und Initiativen zu unterstützen und die Rahmenbedingungen für ihr Engagement zu verbessern. Das Förderprogramm „2.000 x 1.000 Euro für das Engagement“ ist ein Ergebnis der Engagementstrategie für das Land Nordrhein-Westfalen. Seit 2021 werden jährlich 2.000 Vorhaben zur Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements zu einem jährlich wechselnden Schwerpunktthema mit je 1.000 Euro gefördert.

Inszenierung des Theaters Kohlenpott

Theaterstück '1984 (13+)'

Das Theaterstück '1984 (13+)'.

Das Theater Kohlenpott zeigt am Samstag, 7. März 2026, um 19 Uhr das Stück '1984 (13+) ' nach George Orwell (halloherne berichtete), Textfassung von Henner Kallmeyer und Frank Hörner. Es ist geeignet für ein Publikum ab 13 Jahren. Darum geht es: „Big brother is watching you“, diesen weltberühmten Satz schrieb George Orwell 1948 in seinem Buch „1984“. Inzwischen ist er zum Synonym für jede Form des Überwachungsstaats geworden. Viele Situationen, die Orwell 1948 als beängstigende Zukunftsvision erzählte, kommen uns 2025 verstörend heutig vor. Aber 1984 ist weit mehr als eine Dystopie, es erzählt die Liebesgeschichte von Winston und Julia. Aber kann man eine Liebe leben in Zeiten, in denen jeder jedem misstraut?“ Einzelkarten kosten14 Euro/ erm. 8 Euro. Kartenreservierung unter: karten@theaterkohlenpott.de . Die Ticketpreis für Schulklassen betragen 6 Euro pro Person, eine Begleitperson pro Gruppe frei. Anmeldung für Gruppen unter: barbara.feldbrugge@theaterkohlenpott.de oder 0177/5475568

10 Uhr

Mitarbeiterinnen des Frauenhauses berichten

Frauenfrühstück in der Frauenwoche

Frühstück Symbolfoto.

Es ist eine schöne Tradition geworden, die jährliche Eröffnung des Frühstücksangebots der Arbeiterwohlfahrt UB Ruhr-Mitte vom Frauenhaus in Herne, während der Frauenwoche, zu besetzen. Das Frauenfrühstück findet am Mittwoch, 11. März 2026, ab 10 Uhr im Karl-Hölkeskamp-Haus statt. Der Kostenbeitrag beträgt 3,50 Euro. Um Anmeldung wird gebeten: Tel 02323-95 24-0. Die Mitarbeiter des Frauenhauses setzen sich täglich mit einigen Herausforderungen auseinander, aber auch schöne Ereignisse sind zu berichten. Wie die Förderungen aussehen und welche Mittel bereitgestellt werden, um die wichtige Arbeit zum Schutz gewaltbetroffener Frauen und Kinder zu sichern, erfahren die Gäste während des Frühstücks. In den vergangenen Jahren waren wir immer wieder überrascht, wie schwierig die Situation der Frauen und der helfenden Institutionen sich gestalten.

10 Uhr

Veranstaltung im St. Anna Hospital

Erste-Hilfe-Kurs bei Kindern und Säuglingen

Die Elternschule des St. Anna Hospital Herne veranstaltet einen zweiteiligen Erste-Hilfe-Kurs für Eltern (Symbolbild).

Die Elternschule des St. Anna Hospital Herne veranstaltet einen zweiteiligen Erste-Hilfe-Kurs für Eltern. Der Kurs findet am Dienstag, 10. März 2026, von 10 bis 13 Uhr und am Mittwoch, den 11. März 2026 von 10 bis 13 Uhr statt. In vielen Fällen entscheiden die ersten Minuten schon über Leben und Tod, mit wenigen einfach zu erlernenden Maßnahmen kann wichtige Zeit sinnvoll genutzt werden. In diesem Kurs lernen Eltern von der Wundversorgung bis zur Wiederbelebung alles das, was im Ernstfall lebensrettend sein kann. Der Kurs wird von einem Lehrrettungsassistenten geleitet und findet an beiden Tagen im Kongresszentrum (Konferenzraum 3+4) des St. Anna Hospital, Hospitalstraße 19, 44649 Herne, statt. Die Teilnahmegebühr beträgt 35 Euro, für Paare 50 Euro. Informationen und Anmeldung unter Fon 0 23 23 - 499 - 27 37 oder online.

10 Uhr

'Mission Machen' zeigt Perspektiven auf das Handwerk

LWL-Wanderausstellung im Schloss Strünkede

Die LWL-Wanderausstellung "Mission Machen – Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk" ist im Schloss Strünkede zu sehen.

Am Donnerstag, 5. Februar 2026, um 18 Uhr eröffnet im Schloss Strünkede, Karl-Brandt-Weg 5, die Sonderausstellung „Mission Machen – Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk“. Diese wird bis Sonntag, 12. April 2026, zu sehen sein. Was zeichnet das Handwerk in Westfalen aus? Welchen Einfluss haben Themen wie Nachhaltigkeit, Umweltschutz, Digitalisierung, Globalisierung, Inklusion und Integration auf den Berufsalltag von Menschen im Handwerk? Welche Verantwortung übernehmen heutige Handwerksbetriebe? Die Fotoausstellung „Mission Machen - Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk“ geht diesen Fragen nach, indem sie die Arbeit in westfälischen Handwerksbetrieben individuell im Bild präsentiert. Tuula Kainulainen hat dafür den Arbeitsalltag von 25 Betrieben begleitet und dokumentiert. Die Fotografien vermitteln einen persönlichen Einblick in Alltagssituationen westfälischer Handwerkern, die sich aufgeschlossen, erfinderisch und engagiert zeigen. Unterteilt in vier große Themenbereiche können sich die Besucher ein eigenes Bild von der Vielfalt und der Innovationskraft des Handwerks in Westfalen-Lippe machen. Die Ausstellung ist dienstags bis freitags von 10 bis 13 Uhr sowie von 14 bis 17 Uhr geöffnet, an Samstagen von 14 bis 17 Uhr und an Sonntagen von 11 bis 17 Uhr. Die Ausstellung „Mission Machen – Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk“ ist ein Kooperationsprojekt mit dem LWL- Medienzentrum für Westfalen und dem LWL-Freilichtmuseum Hagen. In die Ausstellung einführen werden bei der Eröffnung Kurator Lennart Nickel vom LWL-Freilichtmuseum Hagen und die Fotografin Tuula Kainulainen vom LWL-Medienzentrum für Westfalen. Weitere Materialien und ergänzende Infos zur Wanderausstellung bietet die Webseite des LWL-Medienzentrums für Westfalen unter www.missionmachen.lwl.org. Zu der ursprünglich 2025 vom LWL-Freilichtmuseum in Hagen gezeigten Ausstellung ist ein Bildband erschienen, der alle Fotografien sowie ergänzende Texte und Hintergrundinformationen zur Entstehung des Projekts umfasst und für 24,90 Euro im Buchhandel erhältlich ist.

10 Uhr

Fachveranstaltung 'Free as a bird' im H2Ö

Nicht sichtbare Behinderungen im Fokus

Das Stadtteilzentrum H2Ö am Hölkeskampring ist Ort der Fachveranstaltung Free as a Bird, bei der nicht sichtbare Behinderungen in den Fokus gerückt werden. Die Veranstaltung ist am Mittwoch, 11. März 2026.

Die Fachtagung „Free as a bird“ findet in diesem Jahr am Mittwoch, 11. März 2026, von 13 bis 17 Uhr, im Stadtteilzentrum H2Ö, Hölkeskampring 2, statt. Die Veranstaltung trägt den Titel „Mehr als man sieht: Frauen und Mädchen mit nicht sichtbaren Behinderungen im Fokus“. Organisatoren sind das Büro für Gleichstellung und Vielfalt, der Fachbereich Gesundheit und das Inklusionsbüro der Stadt Herne. Die aktuelle Ausgabe von „Free as a bird“ möchte für nicht sichtbare Behinderungen bei Frauen und Mädchen sensibilisieren. Dazu gehören etwa Depressionen und die Autismus-Spektrum-Störung. Fachleute aus Medizin und Beratung informieren über Symptome, Diagnostik und Unterstützungsmöglichkeiten, während Betroffene aus ihrem Lebensalltag berichten. Indem die Perspektiven von Betroffenen und Fachleuten zusammengebracht werden, soll die Inklusion von Frauen und Mädchen mit nicht sichtbaren Behinderungen gestärkt werden. Die Teilnehmenden können sich auf zwei spannende Vorträge und eine Podiumsdiskussion freuen. Die Fachtagung steht allen Interessierten offen, richtet sich jedoch insbesondere an Fachkräfte, Betroffene und Entscheidungsträger im Sozial- und Gesundheitswesen. Die Veranstaltung ist im Rahmen der Zertifizierung der ärztlichen Fortbildung der Ärztekammer Westfalen-Lippe mit vier Punkten (Kategorie A) anrechenbar. Die Veranstaltung ist kostenfrei, die Plätze sind aber begrenzt. Eine Anmeldung ist bis Mittwoch, 4. März 2026, erforderlich per E-Mail an gesundheitswoche@herne.de oder unter der Telefonnummer 0 23 23 / 16 - 37 39 oder -34 06. Das Stadtteilzentrum H2Ö ist barrierefrei. Die Veranstaltung wird von einer Gebärdensprachdolmetscherin begleitet. Für Speisen und Getränke ist gesorgt. Weitere Informationen gibt es unter www.herne.de/Stadt-und-Leben/Frauen/Free-as-a-bird/.

13 Uhr

'Im März … - Arbeiten auf Papier'

Maria Schleiner beim Herner Künstlerbund

Maria Schleiner, em. Professorin der Hochschule Düsseldorf, zeigt in der Galerie Kunstpunkt filigrane Arbeiten auf Papier, das abgebildete Werk ist von Blättern und Ranken in der Natur inspiriert. Die Eröffnung beginnt am 8. März 2026 ausnahmsweise erst um 15 Uhr.

Während noch bis Freitag, 27. März 2026 Arbeiten von Mitgliedern des Herner Künstlerbundes in der Ausstellung „Was ist feminin?“ im Haus am Grünen Ring an der Wilhelmstraße 37 (gegenüber dem Mondpalast) zu sehen sind, hat der HKB ’90 mit Maria Schleiner eine profilierte, zumeist Papier als Bildträger höchst filigraner Bilder nutzende Künstlerin aus Münster zu Gast in seiner Galerie Kunstpunkt an der Mont-Cenis-Straße 296 in Herne-Sodingen. Die Vernissage am Sonntag, 8. März 2026, beginnt ausnahmsweise erst um 15 Uhr, da am gleichen Tag um 11 Uhr in den Flottmannhallen die Ausstellung „sapiens?!“ mit Werken des Belgiers Mark Swysen (halloherne berichtete) eröffnet wird. 1960 im münsterländischen Havixbeck geboren erhielt Maria Schleiner ihre künstlerische Ausbildung in den USA und anschließend an der Kunstakademie Münster als Meisterschülerin von Günther Keusen. Nach Lehraufträgen u.a. an der Universität Santiago de Chile und der Johann Wolfgang Goethe Universität in Frankfurt/Main hatte sie bis zum vergangenen Jahr eine Professur „Bildende Kunst“ an der Hochschule Düsseldorf (HSD) inne. Dass Maria Schleiner ursprünglich von der Druckgraphik geprägt worden ist, sieht man ihren Papierarbeiten und aus Platzgründen jetzt in Herne nicht gezeigten Installationen an, die in mehreren Arbeitsschritten entstehen, die sich bisweilen über Jahre erstrecken. Ausgehend von spontanen, gestisch motivierten Zeichnungen häufig gegenständlicher und vielfach von der Natur inspirierter Motive werden diese nach und nach bearbeitet. Nicht nur mit Aquarell- oder bei älteren Arbeiten auch Ölfarbe, sondern auch mit der Schere. So entstehen luftig-leichte Bilder, deren auch räumliche Vielfalt sich erst bei genauem Betrachten erschließt. Denn die Collagen setzen sich aus mehreren Schichten unterschiedlich bearbeiteter Papiere zusammen, darunter auch Büttenpapier. So entstehen aus dem Bildträger Papier immer wieder kleine skulpturale Räume. Oder, etwa, wenn Maria Schleiner sich dem Blatt- und Rankenwerk von Bäumen und Sträuchern widmet, Illusionen von Dreidimensionalität. Wobei die Münsteranerin, die seit vielen Jahren ihr Atelier im Künstlerhaus Dortmund unweit des „U“-Turms hat, auch papierferne Materialien wie Alufolie einsetzt. In ihren abstrakten Bildern geht es um das Spiel von Farbe und Form, allerdings nicht statisch, sondern stets mit gestischer Ausgangssituation. Das Plakatmotiv, das etwas versteckt linkerhand in der Kunstpunkt-Galerie hängt, sticht dem Besucher in ihrer wunderbaren Farbigkeit jedoch sogleich ins Auge: „Paris blau/gelb“ ist wie zahlreiche andere Bilder im März des vergangenen Jahres in der Seine-Metropole entstanden, weshalb die Herner Ausstellung auch den Titel „Im März…“ trägt. In ihrer Biographie stößt man mehrfach auf Litauen, was damit zusammenhängt, dass Maria Schleiner im Baltikum an der Biennale für Papier 2014 teilgenommen und mit großformatigen Arbeiten Aufsehen erregt hat: Auf die Auszeichnung mit dem Grand Prix folgte zwei Jahre später in Kaunas eine große Einzelausstellung. Zu Maria Schleiners in Herne nicht vertretenem Œuvre gehören zudem Druckgraphik und Keramik. Die Ausstellung „Im März … - Arbeiten auf Papier“ wird am Sonntag, 8. März 2026 um 15 Uhr in der Galerie Kunstpunkt des Herner Künstlerbundes an der Mont-Cenis-Straße 296 eröffnet. Nach der Begrüßung durch den HKB-Vorsitzenden Hassan Jelveh führt der Düsseldorfer Professor Dr. Volker Eichener, in Herne inzwischen kein Unbekannter mehr, in das Werk Maria Schleiners ein. Die Ausstellung ist anschließend noch bis Sonntag, 19. April 2026 zu sehen jeweils mittwochs und sonntags zwischen 15 und 18 Uhr sowie nach Vereinbarung.

15 Uhr

Veranstaltung im Marien Hospital Herne

„Du & ich“ Geschwisterkursus

Ein neues Baby bringt viele Veränderungen mit sich – auch für die großen Geschwister (Symbolbild).

Ein neues Baby bringt viele Veränderungen mit sich – auch für die großen Geschwister. Im Geschwisterkurs „Du & ich“ werden Kinder ab drei Jahren spielerisch auf ihre neue Rolle vorbereitet. Der Kurs findet am Mittwoch, 11. März 2026, von 16 bis 18 Uhr in der Elternschule, Altenhöfer Straße 92, statt. Die Teilnahmegebühr beträgt 5 Euro. Gemeinsam mit Mama, Papa oder den Großeltern lernen sie, was ein Baby braucht, wie man es richtig hält, wickelt, badet und anzieht – am liebsten mit der eigenen Puppe oder dem Kuscheltier. Die Kinder dürfen basteln, malen und ein kleines Willkommensgeschenk für das Baby gestalten. Zum Abschluss gibt es ein Erinnerungsfoto für das Familienalbum und ein Geschwisterdiplom.

16 Uhr

Bochumer Venentag im März

'Zeigt her eure Beine'

Ob im Büro, am Ladentisch oder im Auto: Wer sich wenig bewegt, lange sitzt oder steht, der strapaziert seine Venen. Die Folgen: Schwere Beine, geschwollene und schmerzende Waden, sichtbare Besenreiser, Krampfadern oder sogar Thrombosen mit der lebensbedrohlichen Komplikation einer Lungenembolie. Welche Vorsorge- und Behandlungsmöglichkeiten es gibt, zeigt der Bochumer Venentag am Mittwoch, 11. März 2026, unter dem Motto „Verliebe dich wieder in deine Beine…“ (Symbolbild).

Bochum. Ob im Büro, am Ladentisch oder im Auto: Wer sich wenig bewegt, lange sitzt oder steht, der strapaziert seine Venen. Die Folgen: Schwere Beine, geschwollene und schmerzende Waden, sichtbare Besenreiser, Krampfadern oder sogar Thrombosen mit der lebensbedrohlichen Komplikation einer Lungenembolie. Welche Vorsorge- und Behandlungsmöglichkeiten es gibt, zeigt der Bochumer Venentag am Mittwoch, 11. März 2026, unter dem Motto „Verliebe dich wieder in deine Beine…“. In einem Aktionsbündnis mit der AOK NordWest, dem Sanitätshaus Amberg und dem Hilfsmittel-Hersteller medi hat das im Gerther St. Maria Hilf-Krankenhaus beheimatete Venenzentrum der dermatologischen und gefäßchirurgischen Kliniken, Ruhr-Universität Bochum, für die Zeit von 16 bis 19 Uhr ein buntes Programm zusammengestellt. Neben Vorträgen zur Diagnostik und Therapie von Venenleiden (Prof. Dr. Markus Stücker) sowie zur Ernährung (Antje Gottschall) gibt es eine OP-Führung (Dr. Jan Günther) sowie Venengymnastik zum Mitmachen mit Gerlinde Carl von der RuhrSportReha. Im Rahmenprogramm bietet die AOK NordWest eine Körperfett-Analyse und Übungen auf dem Balance-Bord an, das Sanitätshaus Amberg eine Venenmessung und die Firma medi eine Ausstellung zur Venengesundheit mit Produkten wie Anziehhilfen und Kompressionsstrümpfen. Der Eintritt zum Venentag ist kostenlos, eine Anmeldung für die Informationsveranstaltung ist nicht erforderlich. Um eine telefonische Terminvereinbarung (0234 / 8792-532) werden lediglich jene Besucher gebeten, die Interesse an einer Venen-, Arterien-, Körperfett- oder Blutdruck-Messung haben, um lange Wartezeiten zu vermeiden. Mehr Informationen über den Venentag und das Venenzentrum Bochum finden Interessierte im Netz.

16 Uhr

Programmierung: Fortschritt sicher anwenden

Kardiologen zu modernen Herzschrittmachern

Marien Hospital Herne

Herzschrittmacher kommen zum Einsatz, wenn das Herz zu langsam oder unregelmäßig schlägt und Beschwerden verursacht. Moderne Schrittmacher sind heute deutlich kleiner als früher, manche Modelle kommen sogar ganz ohne Kabel aus. Gleichzeitig sind sie technisch sehr viel präziser geworden. Zudem ermöglichen neue Implantationstechniken die gezielte Stimulation des spezifischen Reizleitungssystems. Mit diesen Fortschritten werden die Systeme jedoch auch komplexer und stellen dadurch höhere Anforderungen an die medizinische Überwachung und Kontrolle. Vor diesem Hintergrund lädt die Medizinische Klinik II – Kardiologie / Angiologie des Marien Hospital Herne – Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum am Mittwoch, 11. März 2026, um 17 Uhr zur Fachveranstaltung „Workshop Advanced Programming – Interaktives Seminar zur Schrittmacherprogrammierung“ ein. Die Veranstaltung richtet sich an Kardiologen, die ihre Kenntnisse in der modernen Schrittmachertherapie gezielt vertiefen oder erweitern möchten. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Entwicklungen in der Schrittmachertherapie und deren Bedeutung für die tägliche Praxis. Dabei geht es um die zum Teil komplexe Kontrolle moderner, teilweise kabelloser Systeme und um eine optimale Einstellung der Geräte. Auch spezielle Schrittmacher, die beide Herzkammern gleichzeitig stimulieren (CRT-Schrittmacher) sowie das spezifische Reizleitungssystem (CSP-Schrittmacher) stimulieren, werden berücksichtigt. Diese Stimulationstechniken haben mittlerweile an großer Bedeutung gewonnen, da hiermit dem Auftreten einer Herzschrittmacher-induzierten Herzschwäche, eine ernstzunehmende Komplikation der Schrittmacherbehandlung, präventiv begegnet werden kann. Ein umfangreicher Praxisteil an Demonstrationsgeräten ermöglicht es den Teilnehmern, moderne Schrittmachersysteme zu programmieren und konkrete Fragestellungen im kollegialen Austausch zu diskutieren.

17 Uhr

vhs Herne lädt ein

Kursus zu PC-Grundlagen

Die vhs lädt zum PC-Grundlagenkursus ein (Symbolbild).

Im Mittelpunkt dieses Kurses, der am Mittwoch, 11. März 2026, von 17 bis 19:15 Uhr startet, steht der praktische Umgang mit dem Computer: Teilnehmer lernen, wie Maus und Tastatur funktionieren, erfahren etwas über das Betriebssystem Windows und unternehmen erste Schritte in der Textverarbeitung Word. Die Teilnahmegebühr beträgt 76 Euro. Interessierte lernen, Dateien zu erstellen, z.B. einen Brief in Word, diese abzuspeichern und zu drucken. Sie erstellen Ordner, um Ihre Dateien übersichtlich abzulegen und zu verwalten. Sie erhalten einen Einblick in die Anwendungsmöglichkeiten des Computers und damit einen strukturierten Einstieg für Ihre ganz persönliche Nutzung der vielen Möglichkeiten, die die digitale Technik uns beruflich wie privat bietet. Computer-Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Online geht es zur Anmeldung.

17 Uhr

vhs Filmforum

Joachim Triers 'Sentimental Value'

Der erfolgreiche Filmemacher Gustav Borg (Stellan Skarsgård) lernt bei einer ihm gewidmeten Retrospektive auf dem Filmfestival Deauville in der Normandie die Hollywood-Schauspielerin Rachel Kemp (Elle Fanning) kennen.

Mit „Sentimental Value“ zeigt das VHS-Filmforum die Fortsetzung der preisgekrönten „Oslo“-Trilogie Joachim Triers – zu sehen dreimal in der Filmwelt Herne: Am Sonntag, 8. März 2026, um 13 Uhr, am Montag, 9. März 2026, um 20:15 Uhr sowie am Mittwoch, 11. März 2026, um 17:15 Uhr. Das rote Holzhaus, das seit einhundert Jahren in Oslo steht und der Familie Borg stets willkommener Rückzugsort vor den Zumutungen der Welt draußen gewesen ist, wird zum Gegenstand eines Schulaufsatzes der jungen Nora (gespielt u.a. von Irma Trier und Olivia Thompson). Die von ihrem Kinderzimmer schreibt und davon, dass das Haus keinen Lärm verträgt. Wenig später erleben wir sie als hypernervöse Theaterschauspielerin (Renate Reinsve), welche vor lauter Lampenfieber beinahe die Premiere von Anton Tschechows Drama „Die Möwe“ geschmissen hätte, in der sie die Hauptrolle der jungen Gutsbesitzertochter Nina verkörpert: Nora lässt sich von Jakob (Anders Danielsen Lee), ihrem verheirateten Liebhaber und Darsteller ihres Bühnen-Freundes, des Schriftstellers Trigorin, eine schallende Ohrfeige verpassen – und marschiert schnurstracks auf die Bühne, wo sie eine triumphale Vorstellung gibt. In der nächsten Einstellung ist das Haus voller schwarz gekleideter Menschen: Zur Beerdigung seiner Gattin Sissel (Ida Marianne Vassbotn Klasson) ist sogar der bekannte Filmemacher Gustav Borg (Stellan Skarsgård) an dem Ort erschienen, den er verlassen hat, als die Kinder noch klein waren. Weshalb die Schwestern Nora und Agnes (Inga Ibsdotter Lilleaas), eine mit Even Pettersen (Andreas Stoltenberg Granerud) verheiratete Geschichtswissenschaftlerin, nicht gerade begeistert sind über das Erscheinen ihres Vaters, der ihnen keiner gewesen ist. Dem allerdings nun das im ursprünglich aus Schweden kommenden Drachenstil erbaute Gebäude gehört, nachdem bei der Scheidung ihrer Eltern nichts Schriftliches fixiert worden ist. Nun soll das Haus, was der renommierte Regisseur seiner Lieblingstochter vorsichtshalber konspirativ in einem Café mitteilt, Gegenstand eines biographischen Films werden – und Nora soll die Hauptrolle seiner Mutter, also ihrer Großmutter, übernehmen. Diese ist während der deutschen Besetzung im Zweiten Weltkrieg als Widerstandskämpferin gefoltert worden und hat sich im Haus der Familie erhängt. Ein Angebot, das für Nora eine Zumutung bedeutet, welches sie so vehement ablehnt wie ihre Schwester Agnes die Bitte, ihrem Sohn Erik (Øyvind Hesjedal Loven) die Rolle des Vaters Gustav Borg als kleines Kind zu erlauben. Dabei könnte dieses Herzensprojekt, das Gustav Borg zuvor mit seinem langjährigen Kameramann Peter (Lars Väringer) besprochen hat, den Grundstein für eine Versöhnung zwischen Vater und Töchtern legen. Weil sich Nora standhaft weigert, auch nur das Drehbuch in die Hand zu nehmen, zieht der einst renommierte, nun aber schon seit 15 Jahren nicht mehr aktive Regisseur ein höchst attraktives Ass aus dem Ärmel: die junge Hollywood-Schauspielerin Rachel Kemp (Elle Fanning), die er bei einer ihm gewidmeten Retrospektive auf dem Filmfestival Deauville in der Normandie kennengelernt hat. Und die Chance, einen ernsthaften europäischen Film drehen zu können, mit großer Begeisterung ergreift. Auch wenn die Netflix-Produzenten zumindest ein Mitspracherecht beanspruchen. Als die erste Leseprobe größere Artikulationsprobleme der Amerikanerin offenbart, ist diese längst als Werbeikone plakatiert. Was niemand mehr als Gustav Borg bedauert, der längst erkannt hat, dass Rachel trotz großer, ernsthafter Bemühungen seiner Tochter Nora nicht das Wasser reichen kann. Was diese auch erkannt hat und Zweifel äußert, ob sie die Richtige für diese Rolle ist, obwohl Nora zunehmend in Depressionen verfällt und Vorstellungen absagen muss. Währenddessen forscht Agnes im Archiv nach der 1943 verhafteten Großmutter Karin Irgens (Sigrid Lorentzen Abelsnes, später Vilde Søyland) und ist von den gefundenen Dokumenten so elektrisiert, dass sie heimlich das Drehbuch liest – und nicht mehr davon loskommt. Agnes erkennt, das es vom Vater nur für ihre ältere Schwester Nora geschrieben worden ist – und bringt es ihr ans Bett. Nora und Agnes lesen gemeinsam daraus, brechen in Tränen aus, legen es nicht mehr aus der Hand… In „Sentimental Value“ stehen die Schwestern Nora und Agnes nach dem Tod ihrer Mutter vor der Herausforderung, sich mit ihrem entfremdeten Vater Gustav auseinanderzusetzen – eine Konstellation wie in einem Film Ingmar Bergmans. Die 135-minütige Tragikomödie ist ein hervorragend besetzter Spielfilm über das Filmemachen und über das Theaterspielen, ein Familienfilm über Generationskonflikte und das Altern – und noch vieles mehr. Gedreht vom 12. August bis zum 31. Oktober 2024 in Oslo und Umgebung sowie in der Normandie, ist „Sentimental Value“, auf Deutsch: Erinnerungswert, am 21. Mai 2025 im Wettbewerb der Int. Filmfestspiele Cannes uraufgeführt und mit dem Großen Preis der Jury ausgezeichnet worden, dem weitere internationale Auszeichnungen folgten. Wie der Audience Award nach der Deutschen Erstaufführung am 29. Juni 2025 beim Filmfest München

17:15 Uhr

Das Quartalsprogramm des vhs-Filmforums startet am 1. Februar

Vielfalt auf großer Leinwand

Eine Szene aus "Dann passiert das Leben", welcher beim vhs-Filmforum gezeigt wird: Rita (Anke Engelke) und Hans (Ulrich Tukur), ein in die Jahre gekommenes Ehepaar, muss erst wieder lernen, sich gegenseitig zu vertrauen.

Die ganze Vielfalt des aktuellen Programmkinos zeigen, und zwar auf der großen Leinwand in der Filmwelt Herne am Berliner Platz – das ist seit über 30 Jahren der Anspruch des vhs-Filmforums. Wie gewohnt laufen alle Filme wieder sonntags um 12:30 Uhr, montags um 20:15 Uhr und mittwochs um 17:30 Uhr. Mit der Auswahl der Filme möchte die vhs Herne dem Publikum die Unterschiedlichkeit künstlerisch-ästhetischer Filmgestaltung zeigen und eine breite Internationalität der Produktionsländer abbilden sowie eine große Spannweite gesellschaftlich relevanter Themen aufgreifen. Im ersten Quartal 2026 sind gleich mehrere deutschsprachige Filme im Programm (Rote Sterne überm Feld, Dann passiert das Leben oder Stiller). Zwei Beiträge erscheinen innerhalb der Frauenwoche in Herne und thematisieren das Thema Verantwortung im Kontext sexueller Belästigung und Fragen von Zugehörigkeit und Verletzungen im Familiensystem (Sorry, Baby und Sentimental Value). Gleichsam sind großartige Schauspieler wie Emma Stone in Bugonia, Mads Mikkelsen in Therapie für Wikinger oder Jennifer Lawrence in Die my love zu sehen. Die Filme Sorry, Baby und Rote Sterne überm Feld sind von politischer Relevanz, während Bugonia ein Beitrag der im Filmforum beliebten Literaturverfilmungen darstellt. Als Nischenfilm, der wesentlich mehr Aufmerksamkeit verdient hat, wird Therapie für Wikinger am Ende der Reihe gezeigt. Natalie Dilekli, bei der vhs Herne zuständig für das Filmforum, nennt ihren ganz persönlichen Tipp: „Bugonia mit Emma Stone lebt von der großartigen Schauspielkunst seiner Hauptdarstellerin, aber auch von jenem der beiden Darsteller der Entführer Teddy und Don. Eine ungewöhnliche Story, skurril und auch spannend. Das gehört ins Kino.“ Die Filme im Detail: Gerne plant die Filmwelt auch Vorführungen für Schulklassen. Abweichungen bei den Zeiten sind möglich und werden unter www.filmwelt-herne.de oder in den Social Media Kanälen veröffentlicht. Eintritt: 6 Euro auf allen Plätzen (Zuschlag bei Überlänge sowie Gebühren bei Onlinekauf). Programmübersicht: www.vhs-herne.de/filmforum-galerie.

17:30 Uhr

vhs Veranstaltung während der Frauenwoche

Vortrag 'Frauen im Krieg'

Seit 1993 findet die Herner Frauenwoche statt.

Während der Frauenwoche bietet die vhs Herne am Mittwoch, 11. März 2026, im Kulturzentrum ab 18.30 Uhr den entgeltfreien Vortrag von Cassandra Speer „Frauen im Krieg“ an. Die Veranstaltung ist kostenlos. Zur Veranstaltung heißt es: „Von jeher können Frauen verschiedene Rollen innerhalb von Kriegen einnehmen. Ob ein selbst gewähltes Rollenbild oder eine staatlich verordnete Sichtweise, die Palette reicht von der Krankenschwester über die Flakhelferin bis hin zur Kriegsreporterin. Auf der anderen Seite erleiden Frauen in vielfältiger Weise auch Gewalt in Kriegen, die zu Traumata führen, welche die Frauen nie mehr ganz loslassen.“ Online geht es zur Anmeldung.

18:30 Uhr

Veranstaltung der Elternschule des St. Anna Hospital Herne

Geburtsvorbereitung für Frauen und Paare

Die Elternschule des St. Anna Hospital Herne bietet ab dem 11. März 2026 bis zum 6. Mai 2026 einen neunteiligen Geburtsvorbereitungskurs jeweils für Frauen und Paare an (Symbolbild).

Die Elternschule des St. Anna Hospital Herne bietet ab dem 11. März 2026 bis zum 6. Mai 2026 einen neunteiligen Geburtsvorbereitungskurs jeweils für Frauen und Paare an. Der Kurs für Frauen findet insgesamt neun Mal mittwochs ab dem 11. März 2026 bis zum 6. Mai 2026 jeweils von 18:30 bis 20:00 Uhr statt. Der Kurs für Paare findet an denselben Tagen von 20 bis 21:30 Uhr statt. Der Kurs findet im Bewegungsraum in der Elternschule des St. Anna Hospital Herne, Hospitalstraße 19 statt. Übungen, Informationen und Gespräche über den gesamten Themenbereich Schwangerschaft wechseln sich in diesem Kurs ab. Neben Übungen zur Entspannung, Körperwahrnehmung und Wehen-Atmung beantworten die Hebammen umfassend Fragen zur Schwangerschaft, der Geburt, dem Stillen und der Kinderpflege. Die Gebühr für die Schwangere rechnet die Hebamme direkt mit den Krankenkassen ab. Die Gebühr für den Partner/eine Begleitperson beträgt 110 €. Die Elternschule bitte darum, diese am ersten Termin bar zu bezahlen. Anmeldung nur für Frauen sind hier online möglich und Anmeldung für Paare ebenfalls hier online.

18:30 Uhr

'House of Banksy – An Unauthorized Exhibition'

Banksy-Ausstellung in Dortmund

Motive des derzeit wohl bekanntesten aber anonymen Straßenkünstlers Banksy, der mit seinen mal ironischen, mal politischen Graffitis bekannt wurde.

Dortmund. Die Pop-Up-Ausstellung „House of Banksy – An Unauthorized Exhibition“ lässt seit Mittwoch (17.12.2025) den anonymen Graffiti-Künstler Banksy in Dortmund hoch leben. Im ehemaligen C&A-Haus ist mit mehr als 150 Motiven eine umfangreiche Werkschau seiner Kunst zu sehen. Graffitis, Fotografien, Skulpturen, Videoinstallationen und Drucke wurden eigens für diese Schau reproduziert und sind jetzt an einem Ort zu sehen. Niemand weiß, wer Banksy ist, aber jeder kennt seinen Namen. Er ist einer der berühmtesten und gleichzeitig geheimnisvollsten Künstler der Welt. Banksy ist Untergrundkämpfer, Hotelbetreiber und ohne Zweifel der unumstrittene König der Straßenkunst, ein genialer Geist und Starkünstler, der mit seinen mal ironischen, mal politischen, aber stets poetischen Arbeiten die Menschen berührt und ihnen aus der Seele spricht. Seine Identität hält der Schätzungen zufolge etwa 45–50-jährige in Bristol geborene und bis heute anonyme Graffiti-Künstler bis heute erfolgreich geheim. Seine Werke dagegen erobern international nicht nur die Straßen, sondern auch die Auktionshäuser, und das höchst erfolgreich: Er gilt derzeit als einer der teuersten Künstler der Gegenwart. 2010 setzte ihn das „Time Magazine“ erstmals auf seine Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt, neben Persönlichkeiten wie Barack Obama, Steve Jobs oder Lady Gaga. Die Ausstellung läuft bis zum 15. März in Dortmund und ist montags bis sonntags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Letzter Einlass: Eine Stunde vor Ausstellungsende. Geschlossen hat das Haus am 24. und 25. Dezember 2025, am 1. Januar 2026. An Silvester, 31. Dezember 2025, ist die Ausstellung nur von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

seit 17. Dezember

40 Jahre Büro für Gleichstellung und Vielfalt und Einsatz für Frauenrechte

33. Herner Frauenwoche startet Anfang März

Freuen sich auf die 33. Herner Frauenwoche: (v.l.) Cordelia Neige und Melanie Kampa vom Büro für Gleichstellung und Vielfalt.

Wie immer rund um den Weltfrauentag am Sonntag, 8. März 2026, steht bei der Stadt Herne alles im Zeichen der Frau. Rund um diesen Tag fokussiert sich die Stadt während der 33. Frauenwoche auf zahlreiche Themen, die Frauen betreffen. In diesem Jahr ist der Aktionszeitraum von Montag bis Sonntag, 2. bis 15. März 2026. Beim Pressegespräch am Mittwoch (18.2.2026) stellten die Verantwortlichen des Büros für Gleichstellung und Vielfalt der Stadt Herne das diesjährige Programm vor und verrieten, dass die teilnehmenden Frauen ein vielfältiges Programm von mehr als 70 Veranstaltungen erwartet. Aber nicht nur die Frauenwoche wird kräftig gefeiert, es steht auch noch ein anderes Jubiläum an: Das Büro für Gleichstellung und Vielfalt wird 40 Jahre alt. Am 1. Januar 1986 bekam die Stadt Herne ihre erste Gleichstellungsstelle samt Beauftragter. Sie war damit Vorreiterin gegenüber anderen Ruhrgebietsstädten. „Pflicht wurde so eine Stelle erst ab dem Jahr 1994. Hier zeigt sich wie fortschrittlich die Stadt schon war, denn die gesellschaftlichen Verhältnisse waren Ende der 80er- und Anfang der 90er-Jahre einfach anders“, sagt Cordelia Neige, Leiterin des Herner Büros für Gleichstellung und Vielfalt. Die erste Leiterin, Anne Kalender-Sanders, sei damals sowas wie ein Ein-Frau-Betrieb gewesen, erst mit der dritten und in Herne immer noch sehr bekannten Gleichstellungsbeauftragen Sabine Schirmer-Klug, habe sich die Frauenwoche im Jahr 1993 entwickelt. „Sabine Schirmer-Klug war 33 Jahre lang im Amt. Sie hat ganz viel aufgebaut und das Büro zu dem gemacht, was es heute ist“, erinnert sich Neige zurück. In diesem Jahr liegt auch ein Fokus auf Themen wie Wechseljahre, geschlechtergerechte Bezahlung, häusliche Gewalt, Empowerment und Altersvorsorge. „Wir sehen, dass viele besonders junge Frauen Themen wie Altersvorsorge und Rente nicht im Blick haben. Dabei sind ihre Renten durch Eltern- oder Teilzeitbeschäftigungen sowie Pflegezeiten meist deutlich geringer als die eines Mannes. Daher bieten wir zu diesem Thema erstmalig eine Online-Veranstaltung an“, erläutert Melanie Kampa, stellvertretende Leiterin des Büros für Gleichstellung und Vielfalt. Aber auch das Thema der Anonymen Spurensicherung, die nach sexuellen Übergriffen helfen kann, Spuren zu sichern, wird erneut aufgegriffen. Hierzu findet am Donnerstag, 12. März 2026, um 16 Uhr ein Vortrag satt. „Diese Thematik ist immer noch mit einem großen Tabu behaftet und viele Menschen kennen dieses Angebot in Herne leider doch noch gar nicht, deshalb wollen wir informieren und sensibilisieren“, sagt Kampa weiter. Ferner werde es in Kooperation mit der Gesundheitswoche die Fachtagung „Free as a bird - Frauen und Mädchen mit nicht sichtbaren Behinderungen“ am Mittwoch, 11. März 2026, im H2Ö geben (halloherne berichtete). Ebenso stehen in diesem Jahr auch wieder Lesungen auf dem Programm. So kommen die Literaturpreisträgerin Cigdem Akoyl mit ihrem Roman 'Geliebte Mutter - Canim Annem' und Gisa Pauly mit ihrem neusten Roman 'La Paloma' nach Herne. „Wir hoffen, dass wir mit dem Angebot möglichst viele Frauen erreichen und ihnen die Möglichkeit zum Austausch sowie zur Solidarität bieten“, macht Neige abschließend deutlich. Da die Nachfrage nach vielen Veranstaltungen hoch sei, sei es klug, sich rechtzeitig für die gewünschte Veranstaltung anzumelden. Bei einigen Veranstaltungen sei auch ein kleines Entgelt zu entrichten. Hier geht es zum kompletten Programm und Anmeldung.

seit 2. März

Grund ist ein Brückenabriss

A43: Hibernia- und Südstraße unter Autobahn zeitweise gesperrt

Die Autobahn Westfalen erneuert die Brücken Hiberniastraße und Südstraße im südlichen Herne. Dabei werden die Bauwerke jeweils halbseitig abgerissen und neu gebaut (Symbolbild).

Die Autobahn Westfalen erneuert die Brücken Südstraße und Trasse Wanne-Constantin im südlichen Herne. Dabei werden die Bauwerke jeweils halbseitig abgerissen und neu gebaut. Für den Abriss müssen die städtischen Straßen unter den Brücken gesperrt werden: Der Fuß- und Radweg Trasse Wanne-Constantin kann von Montag, 2. März, ab 7 Uhr bis Donnerstag, 12. März 2026 um 18 Uhr, nicht genutzt werden. Die Südstraße wird im Anschluss vom Freitag um 7 Uhr bis Montag um 15 Uhr, 13. bis 16. März 2026, für den Verkehr gesperrt. Umleitungen sind eingerichtet. Der Fuß- und Radverkehr kann statt der Brücke an der Trasse die Südstraße nutzen – und umgekehrt. Der motorisierte Verkehr der Südstraße wird über die Bochumer Straße, den Westring, die Holsterhauser Straße und die Koniner Straße umgeleitet. Der Verkehr auf der A43 ist von den Arbeiten nicht betroffen. Er fließt wie bisher in einer Baustellenverkehrsführung über die jeweils andere Brückenhälfte.

seit 2. März

Donnerstag, 12. März

'Mission Machen' zeigt Perspektiven auf das Handwerk

LWL-Wanderausstellung im Schloss Strünkede

Die LWL-Wanderausstellung "Mission Machen – Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk" ist im Schloss Strünkede zu sehen.

Am Donnerstag, 5. Februar 2026, um 18 Uhr eröffnet im Schloss Strünkede, Karl-Brandt-Weg 5, die Sonderausstellung „Mission Machen – Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk“. Diese wird bis Sonntag, 12. April 2026, zu sehen sein. Was zeichnet das Handwerk in Westfalen aus? Welchen Einfluss haben Themen wie Nachhaltigkeit, Umweltschutz, Digitalisierung, Globalisierung, Inklusion und Integration auf den Berufsalltag von Menschen im Handwerk? Welche Verantwortung übernehmen heutige Handwerksbetriebe? Die Fotoausstellung „Mission Machen - Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk“ geht diesen Fragen nach, indem sie die Arbeit in westfälischen Handwerksbetrieben individuell im Bild präsentiert. Tuula Kainulainen hat dafür den Arbeitsalltag von 25 Betrieben begleitet und dokumentiert. Die Fotografien vermitteln einen persönlichen Einblick in Alltagssituationen westfälischer Handwerkern, die sich aufgeschlossen, erfinderisch und engagiert zeigen. Unterteilt in vier große Themenbereiche können sich die Besucher ein eigenes Bild von der Vielfalt und der Innovationskraft des Handwerks in Westfalen-Lippe machen. Die Ausstellung ist dienstags bis freitags von 10 bis 13 Uhr sowie von 14 bis 17 Uhr geöffnet, an Samstagen von 14 bis 17 Uhr und an Sonntagen von 11 bis 17 Uhr. Die Ausstellung „Mission Machen – Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk“ ist ein Kooperationsprojekt mit dem LWL- Medienzentrum für Westfalen und dem LWL-Freilichtmuseum Hagen. In die Ausstellung einführen werden bei der Eröffnung Kurator Lennart Nickel vom LWL-Freilichtmuseum Hagen und die Fotografin Tuula Kainulainen vom LWL-Medienzentrum für Westfalen. Weitere Materialien und ergänzende Infos zur Wanderausstellung bietet die Webseite des LWL-Medienzentrums für Westfalen unter www.missionmachen.lwl.org. Zu der ursprünglich 2025 vom LWL-Freilichtmuseum in Hagen gezeigten Ausstellung ist ein Bildband erschienen, der alle Fotografien sowie ergänzende Texte und Hintergrundinformationen zur Entstehung des Projekts umfasst und für 24,90 Euro im Buchhandel erhältlich ist.

10 Uhr

Veranstaltung in Horsthausen

Quartiersforum Feldherrenviertel trifft sich

Das Wohnen im Feldherrenviertel soll analysiert werden.

Am Donnerstag, 12. März 2026, findet von 16:30 bis 18:30 Uhr das nächste Quartiersforum in Horsthausen im Vereinsheim der Sportvereinigung Herne-Horsthausen 1912/26 e.V., Horsthauser Str. 169a, statt. Einlass für Teilnehmende ist ab 16 Uhr. Dialog, Austausch, Netzwerken, gemeinsam aktiv werden und sich über die neusten Entwicklungen vor der eigenen Haustür informieren – alles das kann die Horsthausener Bewohnerschaft im März wieder tun: Schon zum siebten Mal treffen sich interessierte Quartiersbewohner , Vertretungen aus Institutionen, Verwaltung und Politik im März zum Quartiersforum. Organisiert von der Abteilung „Zukunft der Gesellschaft“ im Büro des Oberbürgermeisters lädt die Stadt Herne gemeinsam mit dem Bezirksbürgermeister Mathias Grunert, stellvertretend für die Bezirksvertretung Sodingen, alle interessierten Bürger*innen ein, das Quartiersforum zu besuchen. Bereits seit zwei Jahren engagieren sich in Horsthausen verschiedene Akteur aus der Stadtgesellschaft für eine positive Quartiersentwicklung. Unterstützt werden sie hierbei durch die Quartierskoordination in der Abteilung „Zukunft der Gesellschaft“ aus dem Büro des Oberbürgermeisters der Stadt Herne. Gemeinsam wollen alle für das Quartier engagierten Akteur und Institutionen besprechen, was bisher auf dem Weg gebracht wurde und wie es zukünftig weitergeht – sowohl inhaltlich als auch methodisch. Ein wichtiges Thema wird die Diskussion über die Kulturinsel Herne im Circus Schnick-Schnack als neuem Begegnungsort im Quartier sein. Dazu wird sich Claudia Krieger vorstellen, die beim Circus Schnick- Schnack das Thema Weiterentwicklung der neuen Begegnungsstätte – auch „Dritter Orte“ genannt – schwerpunktmäßig bearbeitet. Dazu präsentiert sie die bisherigen Arbeitsergebnisse, um daran anknüpfend mit den Besucher des Quartiersforums an der Umsetzung weiterer, konkreter Projektideen zu arbeiten. Dies bietet allen interessierten Teilnehmer die Möglichkeit, sich einzubringen und das eigene Lebensumfeld aktiv mitzugestalten. Insofern sind alle interessierten Einwohner herzlich eingeladen, an dem offenen und kostenfreien Dialogformat teilzunehmen. Die Teilnahme ist selbstverständlich kostenfrei und erfordert keine Voranmeldung.

16:30 Uhr

Arbeitskreis Stadtgeschichte lädt zur Veranstaltung

Film erinnert an Bert Fengler

Die Veranstaltung findet im Stadtarchiv statt.

Im Rahmen des Arbeitskreises Stadtgeschichte wird am Donnerstag 12. März 2026, ein fast vergessener Künstler aus Wanne-Eickel neu gewürdigt: Bert Fengler. Beginn ist wie immer um 18 Uhr im Stadtarchiv Herne, Lesesaal, Raum 120. Der ausgebildete Balletttänzer, Kunstmaler, Bühnenbildner und Filmemacher prägte das kulturelle Leben seiner Heimatstadt auf vielfältige Weise. In einer filmischen Kurzbiografie zeichnet der Filmemacher der Geschichtsgruppe „Die Vier!“, Roland Schönig, Fenglers Lebensweg nach. Besonders im Mittelpunkt steht Fenglers Film „Wanne-Eickel – meine Heimatstadt“, das Schönig aufwendig restauriert, mit Musik und Text neu gestaltet und damit als wertvolles stadthistorisches Dokument wieder zum Leben erweckt hat. Zur Uraufführung im Lesesaal des Stadtarchivs sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Die Veranstaltung bietet die Gelegenheit, einen außergewöhnlichen Künstler und ein Stück Stadtgeschichte neu zu entdecken.

18 Uhr

Veranstaltung von vhs Herne und der Fachstelle Eine Welt

Vortrag 'Koloniale Spuren in Herne'

Die vhs am Willi-Pohlmann-Platz.

Die vhs Herne bietet in Kooperation mit der Fachstelle Eine Welt des Ev. Kirchenkreises Herne am Donnerstag, 12. März von 18.30 bis 20 Uhr im Kulturzentrum den entgeltfreien Vortrag 'Koloniale Spuren in Herne'. Zur Veranstaltung heißt es: „Die deutschen Kolonien sind weit weg – so fühlt es sich zumindest an. Aber Kolonialismus fand nicht nur in Afrika, China und der Südsee statt. Und deutsche Kolonialpolitik wurde nicht nur in den Handels- und politischen Zentren wie Hamburg oder Berlin gemacht. Kolonialismus war Teil des Alltags – auch in Ruhrgebietsstädten wie Herne und Wanne-Eickel. In seinem Vortrag deckt Dr Daniel Sobanski die Spuren auf, die die Kolonialzeit in Herne hinterlassen hat. Dabei betrachtet er Kultur, Politik und Wirtschaft und ordnet die Ergebnisse in den weiteren Kontext der Kolonialgeschichte ein. Die kostenfreie Veranstaltung findet in der vhs Herne im Kulturzentrum statt.“ Online sind Anmeldungen möglich.

18:30 Uhr

Hendrik Bollmann lädt ein

Thekengespräch in Herne-Süd

Der Herner SPD-Bundestagsabgeordnete Hendrik Bollmann.

Der Bundestagsabgeordnete Hendrik Bollmann lädt am Donnerstag, 12. März 2026, um 18:30 Uhr zum Thekengespräch in „René’s Stübchen“, Bochumer Straße 192, ein. Gemeinsam mit dem Stadtverordneten Jan Zajic möchte er mit Bürgern aus Herne-Süd ins Gespräch kommen. Im Mittelpunkt des Abends stehen aktuelle Themen aus dem Stadtteil und der Bundespolitik – von bezahlbarem Wohnen über gute Arbeitsbedingungen bis hin zu Bildungschancen und dem gesellschaftlichen Zusammenhalt. „Politik lebt vom direkten Austausch. Mir ist wichtig zu erfahren, welche Themen die Menschen vor Ort konkret bewegen“, erklärt Bollmann. „Das Thekengespräch bietet die Gelegenheit, in entspannter Atmosphäre offen zu diskutieren und Anliegen direkt an- zusprechen.“ Die Veranstaltung ist öffentlich. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

18:30 Uhr

Klasse-Programm beim 16. Kirchlichen Filmfestival

Menschen eine Stimme geben

Stellten in der Cineworld Recklinghausen das Programm des 16. Kirchlichen Filmfestivals vor (v.l.): Marc Gutzeit (Geschäftsführer Kreisdekanat), Julia Borries (Evang. Kirchenkreis), Pfarrerin Friederike Melloh, Kurator Michael M. Kleinschmidt, Kinoleiter Kai-Uwe Theveßen und Dirk van Buer (Sparkassen-Kulturstiftung)

Nicht kleckern, sondern klotzen: Kaum ist die Berlinale vorbei, lädt das inzwischen 16. Kirchliche Festival von Mittwoch bis Sonntag, 11. bis 15. März 2026, ins Cineworld-Multiplex nach Recklinghausen ein. Bevor etwa „Vier minus drei“ Mitte April in die Kinos kommt, ist Adrian Goingers zweistündiger Spielfilm bei unserem nördlichen Nachbarn zu sehen. Frisch ausgepackt: Nicht weniger als acht Previews werden gezeigt und zumeist von Schauspielern (Cindy Klink, David Knors, Mohamed Musa und Rony Herman), Drehbuchautoren (Antonia Rothe-Liermann) oder Regisseuren (Jacqueline Jansen und Georgi M. Unkovski) persönlich vorgestellt. Der Vorverkauf hat am Montag (23.2.2026) begonnen. Karten sind während der Öffnungszeiten an den Kassen des Cineworld sowie online unter cineworld-recklinghausen.de erhältlich. Das von den künstlerischen Leitern Horst Walther und Michael M. Kleinschmidt, die rund 120 Filme gesichtet haben, und einem Gremium kuratierte Festival wartet mit drei Preisverleihungen, zwölf Spielfilmen, einem Dokumentarfilm, zehn Kurzfilmen im Cineworld und, ein traditioneller Leckerbissen im vierten Jahr, einem Stummfilm in der besonderen Atmosphäre der St. Peter-Kirche auf. Zweitausend verkaufte Karten waren im vergangenen Jahr bereits ein Ausrufezeichen, bei diesem Klasse-Programm sollten Filmfreunde frühzeitig den Vorverkauf nutzen. Der Ökumenische Filmpreis des Kirchlichen Filmfestivals geht in diesem Jahr an den nordmazedonischen Spielfilm „DJ Ahmet“ von Regisseur Georgi M. Unkovski. Die Entscheidung würdigt einen Film, der durch erzählerische Kraft und gesellschaftliche Relevanz überzeugt. Die Jugendjury zeichnet mit „Wild Foxes“ eine belgisch-französische Produktion aus, die die Lebenswirklichkeit von heranwachsenden jungen Männern eindrucksvoll und sensibel beleuchtet. Die Kinderjury prämiert „Das geheime Stockwerk“, einen deutsch-österreichisch-luxemburgischen Spielfilm, der junge Zuschauerinnen und Zuschauer ernst nimmt und zugleich mit großer Leichtigkeit erzählt ist. Nach dem traditionellen Prolog, dem Ökumenischen Filmgottesdienst am 8. März 2026 um 17 Uhr in der Christuskirche, wird das Festival am 11. März 2026 um 19.30 Uhr mit einer Preview eröffnet: „Als wäre es leicht“, Milan Skrobaneks Debüt, ist ein berührender Spielfilm über eine Liebe jenseits aller Barrieren – gespielt von zwei Hauptdarstellenden, die selbst gehörlos beziehungsweise sehbeeinträchtigt sind. Dieser Akzent des Sichtbarmachens zieht sich durch die Festivaltage, etwa im belgischen Gerichtsdrama „Wir glauben euch“, im intensiven Familienporträt „Vier minus drei“ oder im finnischen historischen Drama „Nie allein“, das von jüdischen Geflüchteten während des Zweiten Weltkriegs erzählt. Fritz Langs Stummfilm „Der müde Tod“, der am 12. März um 19 Uhr in der Propsteikirche St. Peter gezeigt wird nach einer Einführung durch den Mainzer Filmwissenschaftler Arndt Klingelhöfer, wird vom Regionalkantor Thorsten Maus an der Klaisorgel begleitet. Der Eintritt ist frei, es wird aber um Spenden gebeten. Die Karten für das im Revier singuläre Programm mit anspruchsvollem Kino aus Deutschlands, Europa, Afrika und dem Nahen Osten, das Menschen eine Stimme gibt, die im Alltag wenig gesehen werden und deren Geschichten oft im Schatten stehen, kosten zehn Euro (Eröffnungsfilm und Ökumenischer Filmpreisabend 12 Euro, Kinder- und Jugendfilm fünf Euro). Die Kurzfilmrolle „Augenblicke 2026“ am 14. März 2026 um 14 Uhr mit insgesamt zehn Kurzfilmen mit einer Gesamtlänge von gut anderthalb Stunden und die Kunst-im-Kino-Matinee über Caravaggio am 15. März 2026 um 11.30 Uhr bieten weitere besondere cineastische Erfahrungen wie auch der Abschlussfilm „Calle Málaga – Ein Zuhause in Tanger“ am 15. März um 17 Uhr, der voller Wärme und Humor vom Kampf einer älteren Frau um ihr Zuhause und ihre Selbstbestimmung erzählt. Zum Rahmenprogramm gehören zudem Demokratie-Fitness-Sessions, die an drei Tagen dazu einladen, demokratisches Denken und Handeln spielerisch zu trainieren. Das komplette Programm steht unter kirchliches-filmfestival.de zum Download bereit.

19 Uhr

Er liest und diskutiert in der Bonifatius-Kirche

Journalist Robin Alexander kommt nach Herne

Der Wanne-Eickeler Journalist Robin Alexander.

Ein streitbarer Journalist kommt auf Einladung der St. Dionysius-Pfarrei am Donnerstag, 12. März 2026, in seine alte Heimat. Robin Alexander liest ab 19:30 Uhr in der St. Bonifatius-Kirche aus seinem aktuellen Buch. Das Fachmedium „Kommunikation & Politik“ krönte den Wanne-Eickeler Alexander Ende 2025 zum „besten politischen Journalisten“. Nach dem Abi am Gymnasium Eickel absolvierte er ein Praktikum bei der damaligen Lokalredaktion der WAZ in Wanne-Eickel. Zivildienst leistete Robin Alexander beim „Eine-Welt-Zentrum“ des evangelischen Kirchenkreises Herne. Die Redaktionen der linksgrünen taz und von Vanity Fair säumten seinen frühen Weg als Journalist. Bekannt wurde er aber als streitbarer Kopf beim Axel-Springer-Konzern. Bis vor kurzem war er stellvertretender Chefredakteur der Zeitung „Welt“. Anfang diesen Jahres hat er sich mit seiner Ex-Springer-Kollegin Dagmar Rosenfeld für ein neues Unternehmen zusammengetan. Beide betreiben den Podcast „Machtwechsel“. Robin Alexander schreibt ferner noch Kolumnen für den Springer-Verlag und hat Erfolg als Bestsellerautor. „Letzte Chance. Der neue Kanzler und der Kampf um die Demokratie“ heißt sein neuester Bestseller. Daraus wird er in der Bonifatiuskirche ab 19:30 Uhr vorlesen und anschließend mit Pfarrer Dr. Nils Petrat diskutieren. Unter anderem soll es sich auch um die Frage nach dem Verhältnis von Kirche und Politik drehen und über die Lage im Ruhrgebiet. Der 50-jährige Autor ist verheiratet und Vater von drei Kindern und lebt fern der Heimat in Berlin-Neukölln. Eintrittskarten sind zum Preis von 10 Euro (wird als Spende weitergegeben) im Gemeindebüro der St. Dionysius- Pfarrei an der Glockenstraße 7 und in der Buchhandlung Koethers & Röttsches im Literaturhaus an der Bebelstraße 18 erhältlich.

19:30 Uhr

Bauarbeiten laufen auf Hochtouren, Premiere am 12. März

Neuer RevuePalast Ruhr erwacht im Gysenberg

Noch ist es viel Baustelle, aber sie warten schon auf die Premiere im RevuePalast Ruhr am Gysenberg: (v.li.) Künstlerin Roxy, Theaterdirektor Marvin Boettcher (oben) und "Aerial Pole"-Artistin Sabrina Püschel.

Die Bauarbeiten laufen auf Hochtouren, der Umbau befindet sich auf der Zielgeraden: Am Donnerstag, 12. März 2026, soll die erste Vorstellung von „Like a Phoenix“ (halloherne berichtete) im neuen RevuePalast Ruhr am Gysenberg über die Bühne gehen. Theaterdirektor Marvin Boettcher nimmt bekanntlich eine ordentliche Summe Geld in die Hand, um den Umzug von Herten nach Sodingen (halloherne berichtete und berichtete) zu vollziehen. Da genau am Donnerstag (12.2.2026) zur Baustellenbesichtigung und Pressekonferenz die Stadtwerke vor Ort waren, um die neue Stromleitung zu verlegen und den Hausanschlusskasten anzuschließen, war gerade mal ein Baustellenstrahler zur Beleuchtung eingeschalten, die Räume also recht düster. Ein schlechtes Omen für die restlichen vier Wochen? Marvin Boettcher wiegelt ab. „Wir sind zwar mitten in den Arbeiten, liegen aber voll im Zeitplan. Im Dezember haben wir angefangen, nach einer Weihnachtspause läuft nun seit Januar der Umbau von morgens bis abends.“ Noch sieht es auf den rund 1.000 Quadratmetern relativ kahl innen drin aus, wo bald jede Menge Shows auf der Bühne und bis zu 600 Besucher an Tischen und auf Stühlen vor der Bühne sein werden. „Die Bühne ist ein Riesenteil geworden. In wenigen Tagen werden noch die Treppen zum Sitzbereich fertig gestellt“, berichtet Boettcher. „Insgesamt läuft alles gut, aber es ist stressig. Wir werden aber in vier Wochen fertig sein.“ Zumindest soweit, dass die Shows starten können - kleinere Details könnten noch fehlen. Um alles fertig zu bekommen, arbeiten 15 Gewerke aus Herne und Umgebung in der früheren Squash-Halle neben der HEV-Eishalle. Kleiner Fun Fact: Die Arbeiter haben zig Tennis- und Squashbälle beim Umbau gefunden, teilweise sogar in den Decken und den Luftrohren. Wer also noch Bedarf hat: Die Bälle werden sicherlich verschenkt. 750.000 Euro investiert der Chef des Mondpalastes am Gysenberg. Diese fließen unter anderem in ein großzügiges Foyer, in neue Technik und ein stilvolles Ambiente - alles barrierefrei. „Für Lichtstrahler mussten wir zum Beispiel extra Stahlträger unter die Decke anbringen lassen, weil es sonst keine andere Möglichkeit dafür gab“, schildert der 38-Jährige. Er fügt an: „In den kommenden Tagen wird der Trockenbauer mit dem Boden fertig, bevor anschließend die Vorhänge angebracht werden. Stühle und Tische folgen danach.“ Somit können sich die Besucher dann auf die neue Show „Like a Phoenix“, die von Carlos Sampaio choreografiert wird, freuen. Sie erzählt vom Aufbruch, vom Mut zum Neubeginn und vom Zauber der Illusion. Auf der Bühne werden beliebte RevuePalast-Stars stehen, neue Künstler sind ebenfalls mit dabei. Ein Wiedersehen gibt es zum Beispiel mit den Tänzern Ivaldo und Carlos. Publikumsliebling Roxy gehört ebenfalls dazu. Ihr Debüt am Gysenberg werden unter anderem „Ariel Pole“-Artistin Sabrina Püschel und der Burlesque-Künstler Majestic Luxor geben. Wer bei den ersten Shows dabei sein möchte, muss sich sputen. Laut den Verantwortlichen soll es nur noch Restkarten geben. Eine Woche später, ab Freitag, 20. März 2026, zeigt Zauberkünstler André Blake mit seiner Show „Magic Magic“ den Besuchern die Welt der Illusionen. So will er sich entfesseln, Frauen schweben und Gegenstände verschwinden lassen. Tickets gibt es unter www.revuepalast-ruhr.com, dort sind auch alle Termine gelistet.

20 Uhr

'House of Banksy – An Unauthorized Exhibition'

Banksy-Ausstellung in Dortmund

Motive des derzeit wohl bekanntesten aber anonymen Straßenkünstlers Banksy, der mit seinen mal ironischen, mal politischen Graffitis bekannt wurde.

Dortmund. Die Pop-Up-Ausstellung „House of Banksy – An Unauthorized Exhibition“ lässt seit Mittwoch (17.12.2025) den anonymen Graffiti-Künstler Banksy in Dortmund hoch leben. Im ehemaligen C&A-Haus ist mit mehr als 150 Motiven eine umfangreiche Werkschau seiner Kunst zu sehen. Graffitis, Fotografien, Skulpturen, Videoinstallationen und Drucke wurden eigens für diese Schau reproduziert und sind jetzt an einem Ort zu sehen. Niemand weiß, wer Banksy ist, aber jeder kennt seinen Namen. Er ist einer der berühmtesten und gleichzeitig geheimnisvollsten Künstler der Welt. Banksy ist Untergrundkämpfer, Hotelbetreiber und ohne Zweifel der unumstrittene König der Straßenkunst, ein genialer Geist und Starkünstler, der mit seinen mal ironischen, mal politischen, aber stets poetischen Arbeiten die Menschen berührt und ihnen aus der Seele spricht. Seine Identität hält der Schätzungen zufolge etwa 45–50-jährige in Bristol geborene und bis heute anonyme Graffiti-Künstler bis heute erfolgreich geheim. Seine Werke dagegen erobern international nicht nur die Straßen, sondern auch die Auktionshäuser, und das höchst erfolgreich: Er gilt derzeit als einer der teuersten Künstler der Gegenwart. 2010 setzte ihn das „Time Magazine“ erstmals auf seine Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt, neben Persönlichkeiten wie Barack Obama, Steve Jobs oder Lady Gaga. Die Ausstellung läuft bis zum 15. März in Dortmund und ist montags bis sonntags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Letzter Einlass: Eine Stunde vor Ausstellungsende. Geschlossen hat das Haus am 24. und 25. Dezember 2025, am 1. Januar 2026. An Silvester, 31. Dezember 2025, ist die Ausstellung nur von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

seit 17. Dezember

40 Jahre Büro für Gleichstellung und Vielfalt und Einsatz für Frauenrechte

33. Herner Frauenwoche startet Anfang März

Freuen sich auf die 33. Herner Frauenwoche: (v.l.) Cordelia Neige und Melanie Kampa vom Büro für Gleichstellung und Vielfalt.

Wie immer rund um den Weltfrauentag am Sonntag, 8. März 2026, steht bei der Stadt Herne alles im Zeichen der Frau. Rund um diesen Tag fokussiert sich die Stadt während der 33. Frauenwoche auf zahlreiche Themen, die Frauen betreffen. In diesem Jahr ist der Aktionszeitraum von Montag bis Sonntag, 2. bis 15. März 2026. Beim Pressegespräch am Mittwoch (18.2.2026) stellten die Verantwortlichen des Büros für Gleichstellung und Vielfalt der Stadt Herne das diesjährige Programm vor und verrieten, dass die teilnehmenden Frauen ein vielfältiges Programm von mehr als 70 Veranstaltungen erwartet. Aber nicht nur die Frauenwoche wird kräftig gefeiert, es steht auch noch ein anderes Jubiläum an: Das Büro für Gleichstellung und Vielfalt wird 40 Jahre alt. Am 1. Januar 1986 bekam die Stadt Herne ihre erste Gleichstellungsstelle samt Beauftragter. Sie war damit Vorreiterin gegenüber anderen Ruhrgebietsstädten. „Pflicht wurde so eine Stelle erst ab dem Jahr 1994. Hier zeigt sich wie fortschrittlich die Stadt schon war, denn die gesellschaftlichen Verhältnisse waren Ende der 80er- und Anfang der 90er-Jahre einfach anders“, sagt Cordelia Neige, Leiterin des Herner Büros für Gleichstellung und Vielfalt. Die erste Leiterin, Anne Kalender-Sanders, sei damals sowas wie ein Ein-Frau-Betrieb gewesen, erst mit der dritten und in Herne immer noch sehr bekannten Gleichstellungsbeauftragen Sabine Schirmer-Klug, habe sich die Frauenwoche im Jahr 1993 entwickelt. „Sabine Schirmer-Klug war 33 Jahre lang im Amt. Sie hat ganz viel aufgebaut und das Büro zu dem gemacht, was es heute ist“, erinnert sich Neige zurück. In diesem Jahr liegt auch ein Fokus auf Themen wie Wechseljahre, geschlechtergerechte Bezahlung, häusliche Gewalt, Empowerment und Altersvorsorge. „Wir sehen, dass viele besonders junge Frauen Themen wie Altersvorsorge und Rente nicht im Blick haben. Dabei sind ihre Renten durch Eltern- oder Teilzeitbeschäftigungen sowie Pflegezeiten meist deutlich geringer als die eines Mannes. Daher bieten wir zu diesem Thema erstmalig eine Online-Veranstaltung an“, erläutert Melanie Kampa, stellvertretende Leiterin des Büros für Gleichstellung und Vielfalt. Aber auch das Thema der Anonymen Spurensicherung, die nach sexuellen Übergriffen helfen kann, Spuren zu sichern, wird erneut aufgegriffen. Hierzu findet am Donnerstag, 12. März 2026, um 16 Uhr ein Vortrag satt. „Diese Thematik ist immer noch mit einem großen Tabu behaftet und viele Menschen kennen dieses Angebot in Herne leider doch noch gar nicht, deshalb wollen wir informieren und sensibilisieren“, sagt Kampa weiter. Ferner werde es in Kooperation mit der Gesundheitswoche die Fachtagung „Free as a bird - Frauen und Mädchen mit nicht sichtbaren Behinderungen“ am Mittwoch, 11. März 2026, im H2Ö geben (halloherne berichtete). Ebenso stehen in diesem Jahr auch wieder Lesungen auf dem Programm. So kommen die Literaturpreisträgerin Cigdem Akoyl mit ihrem Roman 'Geliebte Mutter - Canim Annem' und Gisa Pauly mit ihrem neusten Roman 'La Paloma' nach Herne. „Wir hoffen, dass wir mit dem Angebot möglichst viele Frauen erreichen und ihnen die Möglichkeit zum Austausch sowie zur Solidarität bieten“, macht Neige abschließend deutlich. Da die Nachfrage nach vielen Veranstaltungen hoch sei, sei es klug, sich rechtzeitig für die gewünschte Veranstaltung anzumelden. Bei einigen Veranstaltungen sei auch ein kleines Entgelt zu entrichten. Hier geht es zum kompletten Programm und Anmeldung.

seit 2. März

Grund ist ein Brückenabriss

A43: Hibernia- und Südstraße unter Autobahn zeitweise gesperrt

Die Autobahn Westfalen erneuert die Brücken Hiberniastraße und Südstraße im südlichen Herne. Dabei werden die Bauwerke jeweils halbseitig abgerissen und neu gebaut (Symbolbild).

Die Autobahn Westfalen erneuert die Brücken Südstraße und Trasse Wanne-Constantin im südlichen Herne. Dabei werden die Bauwerke jeweils halbseitig abgerissen und neu gebaut. Für den Abriss müssen die städtischen Straßen unter den Brücken gesperrt werden: Der Fuß- und Radweg Trasse Wanne-Constantin kann von Montag, 2. März, ab 7 Uhr bis Donnerstag, 12. März 2026 um 18 Uhr, nicht genutzt werden. Die Südstraße wird im Anschluss vom Freitag um 7 Uhr bis Montag um 15 Uhr, 13. bis 16. März 2026, für den Verkehr gesperrt. Umleitungen sind eingerichtet. Der Fuß- und Radverkehr kann statt der Brücke an der Trasse die Südstraße nutzen – und umgekehrt. Der motorisierte Verkehr der Südstraße wird über die Bochumer Straße, den Westring, die Holsterhauser Straße und die Koniner Straße umgeleitet. Der Verkehr auf der A43 ist von den Arbeiten nicht betroffen. Er fließt wie bisher in einer Baustellenverkehrsführung über die jeweils andere Brückenhälfte.

seit 2. März

Freitag, 13. März

Herner Schauspieler Joachim Król spielt in Berlin

Neue Doku 'Vier von hier'

Zwei der „Vier von hier“ standen auch gemeinsam vor der Kamera: Dietmar Bär und Joachim Król in „Drechslers zweite Chance“.

Als der Herner Schauspieler Joachim Król vor zwei Jahren zusammen mit seinen Revierkollegen Dietmar Bär, Peter Lohmeyer und Armin Rohde den mit 100.000 Euro dotierten Ruhr-Preis der Essener Brost-Stiftung erhielt (halloherne berichtete), entstand Ende 2024 die 23-minütige Dokumentation „Vier von hier“ des 1957 in Gelsenkirchen geborenen Regisseurs und Berliner Produzenten Christoph Rüter. Im Pressetext dazu heißt es: „Ein Film über vier Künstler aus dem Pott. Sie sind Schauspieler und Großkomiker, die das Ruhrgebiet bis heute als ihre Heimat sehr schätzen, auch wenn sie bis auf Armin Rohde woanders leben. Gemeinsam haben sie alle in Bochum am Theater angefangen. Nun begeben sie sich auf eine Spurensuche nach ihrer Herkunft, ihrer Geschichte miteinander, ihren Film- und Theaterarbeiten und ihrer Situation heute.“ Weiter steht dort: „Der Kohlenpott ist der fünfte Protagonist in einem Film über vier Ausnahme-Künstler, die ihrem Hiersein, ihrem Dasein in einer industrialisierten Zone mehr verdanken, als es eigentlich üblich ist: Überlebens-Komödianten-Künstler der direkten Art.“ Das erste Mal gemeinsam auf den Brettern standen drei der „Vier von hier“ 1984 im Schauspielhaus Bochum: Joachim Król spielte den Räuber Schwarz an der Seite von Dietmar Bär und Armin Rohde in der Schiller-Inszenierung „Die Räuber“ des damaligen Ko-Intendanten Alfred Kirchner. Nun dreht Christoph Rüter, der u.a. als Assistent von Hans Neuenfels an der damaligen Freien Volksbühne West-Berlin auch auf ein bewegtes Theaterleben zurückblicken kann, eine Fortsetzung der „Vier von hier“-Doku. Um Joachim Król zu treffen, brauchte Rüter, dessen Produktionsfirma in Berlin ansässig ist, nicht in den tiefen Westen zu reisen. Denn der Herner probt zur Zeit im Berliner Renaissance-Theater die Komödie „Sophia oder Das Ende der Humanisten“ von Moritz Rinke. Darum geht’s: Wolfgang Bergmann (Joachim Król), Professor für Alte Geschichte, begreift sich zwar als Hüter des Abendlandes, spürt aber, wie ihm allmählich die Welt entgleitet. Erst haben sich seine Studenten von ihm abgewendet, dann hat ihn seine Universität vorzeitig in den Ruhestand versetzt. Als ihn auch noch seine Frau aufgrund seiner „Rückständigkeit“ verlassen hat, macht er sich trotzig daran, alle zu überholen und der Zukunft voraus zu sein. Mit Sophia (Katharine Merling) hat er sich einen Androiden angeschafft, eine KI in makellos schöner Menschengestalt: klug, schnell, unendlich geduldig und ihm bedingungslos zugewandt. Kurz: Endlich die perfekte Frau, die ihn umsorgt und intellektuell fordert. Seine Tochter Helena (Christin Nichols), eine Psychologin, die Wolfgang zu seinem 60. Geburtstag besucht, ist entsetzt: Lebt ihr Vater jetzt etwa mit einem Sexroboter zusammen? Helenas Freund hingegen, der gescheiterter Informatikstudent Jonas (Tanju Bilir), ist von Sophia völlig fasziniert. Aber dann ändert er ihre Systemeinstellungen, und plötzlich beginnt Sophia, sich selbst zu programmieren. Außer Kontrolle geraten wirkt sie bald nicht nur menschlicher als wir, sondern stellt ihre eigene Existenz infrage. Was als Experiment beginnt, wird immer mehr zur existenziellen Bedrohung… Das Theaterstück „Sophia oder Das Ende der Humanisten“ von Moritz Rinke, gerade erst am Donnerstag (26.2.2026) in der Regie von Amélie Niermeyer am Wiener Theater in der Josefstadt uraufgeführt, führt heiter in die beängstigende Logik der „Intelligenzexplosion“, wie sie der britische Mathematiker Irving John Good voraussagte: Die erste ultraintelligente Maschine wird die letzte Erfindung des Menschen sein. Die heitere Dystopie bringt der Hausherr Guntbert Warns nach zwei Voraufführungen am 15. März 2026 in Deutscher Erstaufführung am Renaissance-Theater Berlin heraus in der Ausstattung von Momme Röhrbein (Bühne) und Ariane Warns (Kostüme). Das Stück steht danach bis zum 28. Mai 2026 auf dem Spielplan, was dem Herner Schauspieler Joachim Król einen längeren Aufenthalt in der Hauptstadt beschert. Ob sich der Wahl-Kölner und bekennende BVB-Fan das Spiel „seiner“ Borussia am Samstag, 7. März 2026, im Rhein-Energie-Stadion beim 1. FC Köln anschauen kann mitten in den Endproben zum ersten Try-Out am Freitag, 13. März 2026 bleibt daher fraglich.

Grund ist ein Brückenabriss

A43: Hibernia- und Südstraße unter Autobahn zeitweise gesperrt

Die Autobahn Westfalen erneuert die Brücken Hiberniastraße und Südstraße im südlichen Herne. Dabei werden die Bauwerke jeweils halbseitig abgerissen und neu gebaut (Symbolbild).

Die Autobahn Westfalen erneuert die Brücken Südstraße und Trasse Wanne-Constantin im südlichen Herne. Dabei werden die Bauwerke jeweils halbseitig abgerissen und neu gebaut. Für den Abriss müssen die städtischen Straßen unter den Brücken gesperrt werden: Der Fuß- und Radweg Trasse Wanne-Constantin kann von Montag, 2. März, ab 7 Uhr bis Donnerstag, 12. März 2026 um 18 Uhr, nicht genutzt werden. Die Südstraße wird im Anschluss vom Freitag um 7 Uhr bis Montag um 15 Uhr, 13. bis 16. März 2026, für den Verkehr gesperrt. Umleitungen sind eingerichtet. Der Fuß- und Radverkehr kann statt der Brücke an der Trasse die Südstraße nutzen – und umgekehrt. Der motorisierte Verkehr der Südstraße wird über die Bochumer Straße, den Westring, die Holsterhauser Straße und die Koniner Straße umgeleitet. Der Verkehr auf der A43 ist von den Arbeiten nicht betroffen. Er fließt wie bisher in einer Baustellenverkehrsführung über die jeweils andere Brückenhälfte.

7 Uhr

Infoveranstaltung für Senioren beim Caritasverband

'Sicher unterwegs: Taschendieben keine Chance'

Bei der Infoveranstaltung „Sicher unterwegs: Taschendieben keine Chance“ gibt es für Senioren Tipps, um sich vor Taschendieben zu schützen (Symbolbild).

Im Rahmen des Projekts „Lebensraum Lernen“ lädt das Caritas-Quartiersbüro Wanne-Eickel interessierte Senioren zu einem informativen Vormittag rund um den Schutz vor Taschendieben ein. Die Veranstaltung findet am Freitag, 13. März 2026, von 10 bis 12 Uhr in den Räumlichkeiten des Quartiersbüros (Hauptstraße 208, 44649 Herne) statt. Unter dem Motto „Sicher unterwegs: Geben Sie Taschendieben keine Chance“ informiert Reinhard Dembowy, Geschäftsführer der Verkehrswacht Wanne-Eickel, die Teilnehmenden über mögliche Tatorte, die Vorgehensweisen von Taschendieben und wirksame Möglichkeiten, sich im Alltag zu schützen. „Oft nutzen Taschendiebe einen kurzen Moment der Unachtsamkeit oder Ablenkung. Wenn das Opfer den Diebstahl bemerkt, sind die Täter in den meisten Fällen schon über alle Berge“, sagt Caritas-Mitarbeiterin Ayse Ünal. „Mit Reinhard Dembowy haben wir einen Experten zu Gast, der nicht nur hilfreiche Infos und praktische Tipps weitergibt, sondern auch die individuellen Fragen der Teilnehmenden sachkundig beantwortet.“ Die Veranstaltung ist kostenlos. Alle Interessierten sind herzlich willkommen. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich. Für Fragen und weitere Auskünfte stehen Ayse Ünal (Tel 02323 92960-695, a.uenal@caritas-herne.de) und Fadi Klesli (Tel 02323 92960-694, f.klesli@caritas-herne.de) zur Verfügung. Das Projekt „Lebensraum Lernen“ wird im Rahmen des Programms „Bildung und Engagement ein Leben lang“ (BELL) durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und durch die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert.

10 Uhr

'Mission Machen' zeigt Perspektiven auf das Handwerk

LWL-Wanderausstellung im Schloss Strünkede

Die LWL-Wanderausstellung "Mission Machen – Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk" ist im Schloss Strünkede zu sehen.

Am Donnerstag, 5. Februar 2026, um 18 Uhr eröffnet im Schloss Strünkede, Karl-Brandt-Weg 5, die Sonderausstellung „Mission Machen – Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk“. Diese wird bis Sonntag, 12. April 2026, zu sehen sein. Was zeichnet das Handwerk in Westfalen aus? Welchen Einfluss haben Themen wie Nachhaltigkeit, Umweltschutz, Digitalisierung, Globalisierung, Inklusion und Integration auf den Berufsalltag von Menschen im Handwerk? Welche Verantwortung übernehmen heutige Handwerksbetriebe? Die Fotoausstellung „Mission Machen - Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk“ geht diesen Fragen nach, indem sie die Arbeit in westfälischen Handwerksbetrieben individuell im Bild präsentiert. Tuula Kainulainen hat dafür den Arbeitsalltag von 25 Betrieben begleitet und dokumentiert. Die Fotografien vermitteln einen persönlichen Einblick in Alltagssituationen westfälischer Handwerkern, die sich aufgeschlossen, erfinderisch und engagiert zeigen. Unterteilt in vier große Themenbereiche können sich die Besucher ein eigenes Bild von der Vielfalt und der Innovationskraft des Handwerks in Westfalen-Lippe machen. Die Ausstellung ist dienstags bis freitags von 10 bis 13 Uhr sowie von 14 bis 17 Uhr geöffnet, an Samstagen von 14 bis 17 Uhr und an Sonntagen von 11 bis 17 Uhr. Die Ausstellung „Mission Machen – Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk“ ist ein Kooperationsprojekt mit dem LWL- Medienzentrum für Westfalen und dem LWL-Freilichtmuseum Hagen. In die Ausstellung einführen werden bei der Eröffnung Kurator Lennart Nickel vom LWL-Freilichtmuseum Hagen und die Fotografin Tuula Kainulainen vom LWL-Medienzentrum für Westfalen. Weitere Materialien und ergänzende Infos zur Wanderausstellung bietet die Webseite des LWL-Medienzentrums für Westfalen unter www.missionmachen.lwl.org. Zu der ursprünglich 2025 vom LWL-Freilichtmuseum in Hagen gezeigten Ausstellung ist ein Bildband erschienen, der alle Fotografien sowie ergänzende Texte und Hintergrundinformationen zur Entstehung des Projekts umfasst und für 24,90 Euro im Buchhandel erhältlich ist.

10 Uhr

Kooperation: vhs und Ambulanter Hospizdienst Herne

Demenz-Zirkel - Demenzparcours Workshop

Anja Schröder.

Die vhs Herne bietet in Kooperation mit dem Ambulanten Hospizdienst Herne an zwei Tagen einen Demenzparcours Workshop für Angehörige und alle Interessierten an. Ort ist das Gemeindezentrum an der Düngelstraße. Die Termine sind: Freitag, 13. März, 17 bis 20:15 Uhr, und Samstag, 14. März 2026, 10 bis 13 Uhr. Die Veranstaltungen sind kostenfrei. Die Referentin ist Anja Schröder, Koordinatorin. Anmeldung über vhs Herne. Anmeldungen nimmt die vhs online hier entgegen: Freitag, Kursus-Nummer 26A8209 und Samstag Kursus-Nummer 26A8209.

17 Uhr

24-Stunden Auszeit

"24 Stunden für Gott" – Die Aktion in 2026

Die Löwenkirche lädt ein: 24-Stunden für Gott.

„24 Stunden für Gott“ die weltweite Initiative der katholischen Kirche, meist am Freitag und Samstag vor dem vierten Fastensonntag, wurde von Papst Franziskus ins Leben gerufen. Während der Kirchen bleiben 24 Stunden geöffnet für eucharistische Anbetung, Stille, Gebet und Beichte, um zur Versöhnung einzuladen. Die Aktion bietet den Christen einmal für einen Tag raus aus dem Gewohnten, aus Alltag, Familie, Beruf. 24 Stunden Zeit haben für mich, für Gott. 24 Stunden zum Innehalten, Durchatmen, Ressourcen entdecken und stärken, Neuausrichten Der Alltag lässt häufig keine langen Unterbrechungen zu. Da kann eine kurze Auszeit von einem Tag schon hilfreich sein. Beginn ist am Freitagabend gegen 18 Uhr. Es bleibt viel Zeit für die persönliche Gestaltung, zum Innehalten und Ausruhen, zur Neuorientierung. Am späten Samstagnachmittag endet die Auszeit. 24 Stunden Zeit für: Stilles Gebet und Kerzen für den Frieden anzünden Atemholen und Ausruhen Anbetung und Lobpreis - Lob, Dank, Bitte Heilungsgebete - persönliches Beichtgespräch Beratung und Gespräch mit Priestern. In der Löwenkirche, St. Joseph, findet die Aktion von Freitag, 13. März, bis Samstag, 14. März 2026, statt. Die Christen sind eingeladen zu Gebet, Anbetung, Gottesdienst oder Beicht- und Gesprächsgelegenheiten in die Kirche. Aber auch, wer 'nur' eine Kerze für den Frieden anzünden möchte, kann das gerne tun. Die Kirche ist durchgehend von Freitag, 18 Uhr bis Samstag 17 Uhr geöffnet.

18 Uhr

Passionskonzert in Laurentius

Passionskonzert in St. Laurentius (Symbolfoto).

In der St. Laurentiuskirche in Wanne-Nord findet am Freitag, 13. März 2026, ein Passionskonzert statt, zu dem Interessierte – bei freiem Eintritt – eingeladen sind. Am Ende des Konzerts wird um eine Spende für die Kirchenmusik gebeten. Mitwirkende sind das Männer-Vocalensemble der Pfarrei, das Gemischte Vocalensemble sowie als Solistinnen Ruth Schulte-Huxel aus Gelsenkirchen sowie Eva Hoffmann aus Haltern am See. Die Gesamtleitung liegt in den Händen von Bernd Sägebarth-Backwinkel. Der Eintritt zu diesem Konzert ist frei. Wir bitten am Ende um eine Spende für die Kirchenmusik.

18:30 Uhr

'Ronja Räubertochter' auf der Bühne der Hiberniaschule

Sporthalle wird zur Mattisburg

In der Sporthalle der Hiberniaschule wird von der Klasse 8a das Stück "Ronja Räubertochter" aufgeführt.

Die Klasse 8a der Hiberniaschule Herne bringt „Ronja Räubertochter“ auf die Bühne. Die öffentlichen Aufführungen sind am Freitag, 13. März, um 19 Uhr und am Samstag, 14. März 2026, um 16 Uhr in der Sporthalle an der Holsterhauser Straße 70. Der Eintritt ist frei, es wird um Spenden gebeten. Zum Stück unter der Regie von Timm Lehky und der Klassenlehrerin Nadja Röpke heißt es: „In einer stürmischen Gewitternacht, als der Donner über die Wälder rollt und ein Blitz die alte Burg in zwei Hälften spaltet, beginnt eine ganz besondere Geschichte: Ronja Räubertochter wird geboren. Hoch oben in der gefürchteten Mattisburg, mitten im tiefsten Wald, wächst sie als Tochter des Räuberhauptmanns Mattis zwischen wilden Räubern, rauem Gelächter und großen Abenteuern auf.“ Und weiter: „Auf der anderen Seite der Burg lebt die verfeindete Borkasippe. Als Ronja eines Tages auf Birk Borkason, den Sohn des gegnerischen Hauptmanns, trifft, prallen zunächst Stolz und Misstrauen aufeinander. Doch zwischen den moosbewachsenen Felsen, über dem gähnenden Höllenschlund und im Schatten uralter Bäume entsteht etwas Unerwartetes: eine tiefe Freundschaft. Doch sie müssen sich gegen Hass, alte Regeln und ihre Väter stellen. Ist ihre Freundschaft stark genug?“ Die Klasse 8a lädt herzlich dazu ein, Ronja, Birk, eine Menge Räuber und Waldbewohner auf ihren Abenteuern zu begleiten. Ein Schauspiel für die ganze Familie.

19 Uhr

Deep-sky-Beobachtung

vhs-Vortrag in der Sternwarte

Sternwarte und Planetarium Herne.

In dem Vortrag von Hubertus Rieger, zu dem die Astronomische Arbeitsgemeinschaft zusammen mit der VHS am Donnerstag, 12. März 2026, in die Sternwarte einlädt, geht es um die Frage: Lohnt ambitionierte Deep-sky-Beobachtung auch ohne Fotografie heute noch? Mit seinem dritten Vortrag rundet Hubertus Rieger seine Reihe zu „Disziplinen des astronomischen Sehens“ ab. Dieses Mal behandelt der Vortrag die visuellen Beobachtungstechniken, mit welchen unter Landhimmel abseits des Ruhrgebiets die Grenzen des Sichtbaren ausgereizt werden. Eine Anmeldung bei der vhs ist nicht notwendig. Der Kostenbeitrag beträgt 8 Euro und ist an der Abendkasse der Sternwarte zu entrichten.

19 Uhr

... und wieder werden Schlauberger gesucht

Quizabend in der Kulturküche

Die Kulturküche lädt zum Quizabend ein.

Die Kulturküche in Sodingen verwandelt sich ein weiteres Mal am Freitag, 13. März 2026, ab 19 Uhr in eine Quiz-Location. Pfiffikusse werden hier wieder glänzen können, wenn Fragen rund um unnützes Wissen gefordert ist. Bewerben können sich Teams und Einzelkandidaten. Durch das Programm führt – wie kann es auch anders sein – das renommierte und bewährte Moderatorenteam Völkel und Niggemeier. Wie immer soll ein vergnüglicher Abend rund um das unnütze Wissen garantiert sein. Es werden in etwa solche Fragen gestellt: Welcher Monty-Python-Film ist eine Parodie auf die Weihnachtsgeschichte? Wie heißt der Zauberschüler, der von J.K. Rowling erfunden wurde? Ein berühmter Komiker aus Herne: Wie ist der richtige Name von Adolf Tegtmeier? Anmeldekarten liegen in der Kulturküche aus. Anmeldungen werden aber auch per Tel 02323 3689354 angenommen oder über die Homepage der Kulturküche.

19 Uhr

Zu Gast in der Musikschule Herne

JJO Jugendjazzorchester NRW

Das JugendJazzOrchester Nordrhein-Westfalen (JJO NRW).

Das JugendJazzOrchester Nordrhein-Westfalen (JJO NRW) wird am Freitag, 13. März 2026, zu Gast in der Städtischen Musikschule von Herne sein. Beginn ist um 19 Uhr, der Einlass ist ab 18:30 Uhr. Das JugendJazzOrchester Nordrhein-Westfalen (JJO NRW) besteht seit 1975. Nordrhein-Westfalen war das erste Bundesland, das mit Unterstützung seines damaligen Ministerpräsidenten Johannes Rau ein Landesjugendjazzorchester einrichtete und förderte. Es wurde gegründet, um auch auf dem Gebiet des Jazz eine angemessene künstlerische Nachwuchs-förderung zu betreiben. Das JJO NRW hat sich als Vermittler nordrhein-westfälischer Kultur- und Jugendarbeit im In- und Ausland große Verdienste erworben. Bisherige Reisen führten unter anderem nach Weißrussland, in die ehemalige Sowjetunion, in die Türkei, nach Indien, nach China und Korea, nach Afrika, Nord-, Mittel- und Südamerika, in die Karibik, nach Australien und Neuseeland, nach Israel und in die Vereinigten Arabischen Emirate. Das Repertoire des JJO NRW wird sowohl durch die Jazztradition als auch durch zeitgenössische Strömungen bestimmt. Es umfasst vor allem Eigenkompositionen und Arrangements der Leiter, die auf die Besetzung und spielerischen Möglichkeiten der Band zugeschnitten sind. 13 Tonträgerproduktionen sind ein Beleg für vielfältige Aktivitäten und stetige Präsenz auf der lokalen und überregionalen Jazzszene. Träger des Orchesters ist der Verein zur Förderung junger Jazzmusiker in NRW e.V.; es wird gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Landesmusikrat NRW e. V. Karten für den Abend kosten inkl. Fahrkarte zu 15 Euro; 10 Euro ermäßigt; 5 Euro Studenten der Folkwang-Universität der Künste sowie Schüler der Städt. Musikschule Herne bis zu 25 Jahren und sind im Vorverkauf im Sekretariat und dem Café der Städtische Musikschule Herne zu bekommen.

19 Uhr

Deutsch-Türkisches Puppenmusical am MiR

Osmans Töchter – Kochshow wider Willen

Nicht immer ein Herz und eine Seele: die selbstbewusste Cemre (Neda Pourbakhshayeshi) und Baba Osman (Emir Tebatebai).

Eine Küche mag ein Ort der Geheimnisse, der Gerüche, der Verführung und nicht zuletzt der Vorfreude auf bevorstehende Gaumenfreuden sein. Wie bei „Osmans Töchter“, einem türkischen Restaurant unweit des S-Bahnhofs Schönhauser Allee im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg, Namensgeber des deutsch-türkische Puppenmusicals der renommierten Berliner Off-Truppe „Das Helmi“ um Florian Loycke, der sich selbst die Rolle eines Eşek, also eines Grautiers, zugedacht hat. Baba Osman Özer (Emir Tebatebai) war nicht als Koch nach Deutschland gekommen, sondern als Ingenieur, wie seine jüngste Tochter Cemre (Neda Pourbakhshayeshi aka addeN) zu Beginn erzählt. Aber als alleinerziehender Vater von (jedenfalls in Gelsenkirchen) gleich drei Töchtern musste er sich, nachdem ihm seine Frau davongelaufen war, als Selbständiger durchbeißen und eröffnete ein Fischrestaurant. In dem sich ziemlich krasse Dramen abspielen: Ein Oktopus will lieber die Kochmütze aufsetzen als selbst gekocht zu werden und hat deshalb für den Topf eine Ente geordert. Und eine eitle Fleischtomate beansprucht die Hauptrolle im Salat. Das alles wächst Baba, einem richtigen, aber sympathischen Patriarchen, über den Kopf, zumal sich seine älteste Tochter Petra (Gizem Akmann) nach Istanbul verabschiedet hat, seine Freundin Katharina (Gloria Iberl-Thieme als „Kathi“ Thalbach) nur eine „Freundschaft-Plus-Geschichte“ will und seine Tochter Nilüfer (Daniel Jeroma), die stolz auf ihren deutschen Pass und das Deutschland-Ticket ist, auch noch einen Habibi Alman (Maximilian Teschemacher) anschleppt. Vom bürokratischen Stress, Thomas vom Gesundheitsamt als Warzenschwein, ganz abgesehen hat sich auch noch Ex-Kanzlerin Angela Merkel als Gast angesagt! Mit einem Knall verschwindet Baba Osman von der Bildfläche. Wer übernimmt für ihn das Ruder? Wie auf Kommando steht Petra in der Tür, die in Istanbul von Babas Verschwinden gehört hat. Aber Cemre ist bereit zum Kampf gegen ihre beiden Schwestern um die Nachfolge des offenbar heimwehkranken Patriarchen… Nach der Uraufführung am 2. November 2025 in einer intimen Spielstätte des Saarländischen Staatstheaters am Saarbrücker Osthafen hagelte es niederschmetternde Verrisse, welche den Regisseur Florian Loycke zu einigen Änderungen veranlassten, die in Gelsenkirchen im Kleinen Haus sogleich zündeten. Wesentlichen Anteil hat neben der Straffung der Aufführung auf neunzig Minuten (die Pause mit Catering wurde gestrichen) der von zwei auf sechs großartige alevitische Stimmungskanonen erweiterte „Chor“ der Teyzes, also der Tanten mütterlicherseits bzw. der älteren Frauen. Die bringen die im Vergleich zur Saar an Ruhr und Emscher naturgemäß wesentlich größere türkische Community im Handumdrehen auf Betriebstemperatur. Dass da noch viel mehr geht, beweisen die bewegenden „Istanbul“-Abende im Essener Grillo-Theater. An den skurril-verknitterten Schaumstoff-Puppen liegts jedenfalls nicht, sondern daran, dass die Berliner Helmi-Truppe zu viel in die Geschichte hineingepackt hat, von der moralischen Integrität Mesut Özils über die deutsche Ost-West-Problematik bis hin zum gescheiterten Versuch einer neuen Nationalhymne nach der Wiedervereinigung. Ausbaufähig ist sicherlich auch der musikalische Anteil, wenn man schon den Gattungsbegriff „Musical“ verwendet. Schließlich hat das „Helmi“-Kollektiv sein Können 2024 bei der ersten Zusammenarbeit mit dem MiR-Puppentheater, dem Nick-Cave-Musical „Death is not the end“, bewiesen. Was mich besonders freut: Der musikalische Leiter Jakob Dobers erinnert mit seiner Rollenfigur Cem Karaca an „den“ türkischen Rockstar (Istanbul 1945 – 2004), der zwischen 1970 und 1987 in Deutschland lebte. Sein bei „Pläne“ in Dortmund herausgebrachtes Album „Die Kanaken“ haben Martin Burkert und Harry Bösecke zur Grundlage ihres musikalischen Schauspiels „Ab in den Orient-Express“ gemacht, das 1983 am Westfälischen Landestheater Castrop-Rauxel uraufgeführt wurde und auch in Istanbul gastierte. Vierzig Jahre später hat folgender Liedtext daraus nichts an Aktualität verloren: „Deutscher, Deutscher wechsel dich / wirf die Kleider hinter dich / kleb dir einen Schnauzbart an / fertig ist der Muselmann / Willst du mal ein anderer sein / kriechst ganz einfach in ihn rein / siehst mit seinen Augen dann / schade - dass man das nicht kann / Haare, Kleider ändern sich / doch das ist nur äußerlich / anders aussehn ist nicht schwer / anders sein dagegen sehr.“ Karten gibt es unter musiktheater-im-revier oder Tel. 0209 – 4097200

19:30 Uhr

'House of Banksy – An Unauthorized Exhibition'

Banksy-Ausstellung in Dortmund

Motive des derzeit wohl bekanntesten aber anonymen Straßenkünstlers Banksy, der mit seinen mal ironischen, mal politischen Graffitis bekannt wurde.

Dortmund. Die Pop-Up-Ausstellung „House of Banksy – An Unauthorized Exhibition“ lässt seit Mittwoch (17.12.2025) den anonymen Graffiti-Künstler Banksy in Dortmund hoch leben. Im ehemaligen C&A-Haus ist mit mehr als 150 Motiven eine umfangreiche Werkschau seiner Kunst zu sehen. Graffitis, Fotografien, Skulpturen, Videoinstallationen und Drucke wurden eigens für diese Schau reproduziert und sind jetzt an einem Ort zu sehen. Niemand weiß, wer Banksy ist, aber jeder kennt seinen Namen. Er ist einer der berühmtesten und gleichzeitig geheimnisvollsten Künstler der Welt. Banksy ist Untergrundkämpfer, Hotelbetreiber und ohne Zweifel der unumstrittene König der Straßenkunst, ein genialer Geist und Starkünstler, der mit seinen mal ironischen, mal politischen, aber stets poetischen Arbeiten die Menschen berührt und ihnen aus der Seele spricht. Seine Identität hält der Schätzungen zufolge etwa 45–50-jährige in Bristol geborene und bis heute anonyme Graffiti-Künstler bis heute erfolgreich geheim. Seine Werke dagegen erobern international nicht nur die Straßen, sondern auch die Auktionshäuser, und das höchst erfolgreich: Er gilt derzeit als einer der teuersten Künstler der Gegenwart. 2010 setzte ihn das „Time Magazine“ erstmals auf seine Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt, neben Persönlichkeiten wie Barack Obama, Steve Jobs oder Lady Gaga. Die Ausstellung läuft bis zum 15. März in Dortmund und ist montags bis sonntags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Letzter Einlass: Eine Stunde vor Ausstellungsende. Geschlossen hat das Haus am 24. und 25. Dezember 2025, am 1. Januar 2026. An Silvester, 31. Dezember 2025, ist die Ausstellung nur von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

seit 17. Dezember

40 Jahre Büro für Gleichstellung und Vielfalt und Einsatz für Frauenrechte

33. Herner Frauenwoche startet Anfang März

Freuen sich auf die 33. Herner Frauenwoche: (v.l.) Cordelia Neige und Melanie Kampa vom Büro für Gleichstellung und Vielfalt.

Wie immer rund um den Weltfrauentag am Sonntag, 8. März 2026, steht bei der Stadt Herne alles im Zeichen der Frau. Rund um diesen Tag fokussiert sich die Stadt während der 33. Frauenwoche auf zahlreiche Themen, die Frauen betreffen. In diesem Jahr ist der Aktionszeitraum von Montag bis Sonntag, 2. bis 15. März 2026. Beim Pressegespräch am Mittwoch (18.2.2026) stellten die Verantwortlichen des Büros für Gleichstellung und Vielfalt der Stadt Herne das diesjährige Programm vor und verrieten, dass die teilnehmenden Frauen ein vielfältiges Programm von mehr als 70 Veranstaltungen erwartet. Aber nicht nur die Frauenwoche wird kräftig gefeiert, es steht auch noch ein anderes Jubiläum an: Das Büro für Gleichstellung und Vielfalt wird 40 Jahre alt. Am 1. Januar 1986 bekam die Stadt Herne ihre erste Gleichstellungsstelle samt Beauftragter. Sie war damit Vorreiterin gegenüber anderen Ruhrgebietsstädten. „Pflicht wurde so eine Stelle erst ab dem Jahr 1994. Hier zeigt sich wie fortschrittlich die Stadt schon war, denn die gesellschaftlichen Verhältnisse waren Ende der 80er- und Anfang der 90er-Jahre einfach anders“, sagt Cordelia Neige, Leiterin des Herner Büros für Gleichstellung und Vielfalt. Die erste Leiterin, Anne Kalender-Sanders, sei damals sowas wie ein Ein-Frau-Betrieb gewesen, erst mit der dritten und in Herne immer noch sehr bekannten Gleichstellungsbeauftragen Sabine Schirmer-Klug, habe sich die Frauenwoche im Jahr 1993 entwickelt. „Sabine Schirmer-Klug war 33 Jahre lang im Amt. Sie hat ganz viel aufgebaut und das Büro zu dem gemacht, was es heute ist“, erinnert sich Neige zurück. In diesem Jahr liegt auch ein Fokus auf Themen wie Wechseljahre, geschlechtergerechte Bezahlung, häusliche Gewalt, Empowerment und Altersvorsorge. „Wir sehen, dass viele besonders junge Frauen Themen wie Altersvorsorge und Rente nicht im Blick haben. Dabei sind ihre Renten durch Eltern- oder Teilzeitbeschäftigungen sowie Pflegezeiten meist deutlich geringer als die eines Mannes. Daher bieten wir zu diesem Thema erstmalig eine Online-Veranstaltung an“, erläutert Melanie Kampa, stellvertretende Leiterin des Büros für Gleichstellung und Vielfalt. Aber auch das Thema der Anonymen Spurensicherung, die nach sexuellen Übergriffen helfen kann, Spuren zu sichern, wird erneut aufgegriffen. Hierzu findet am Donnerstag, 12. März 2026, um 16 Uhr ein Vortrag satt. „Diese Thematik ist immer noch mit einem großen Tabu behaftet und viele Menschen kennen dieses Angebot in Herne leider doch noch gar nicht, deshalb wollen wir informieren und sensibilisieren“, sagt Kampa weiter. Ferner werde es in Kooperation mit der Gesundheitswoche die Fachtagung „Free as a bird - Frauen und Mädchen mit nicht sichtbaren Behinderungen“ am Mittwoch, 11. März 2026, im H2Ö geben (halloherne berichtete). Ebenso stehen in diesem Jahr auch wieder Lesungen auf dem Programm. So kommen die Literaturpreisträgerin Cigdem Akoyl mit ihrem Roman 'Geliebte Mutter - Canim Annem' und Gisa Pauly mit ihrem neusten Roman 'La Paloma' nach Herne. „Wir hoffen, dass wir mit dem Angebot möglichst viele Frauen erreichen und ihnen die Möglichkeit zum Austausch sowie zur Solidarität bieten“, macht Neige abschließend deutlich. Da die Nachfrage nach vielen Veranstaltungen hoch sei, sei es klug, sich rechtzeitig für die gewünschte Veranstaltung anzumelden. Bei einigen Veranstaltungen sei auch ein kleines Entgelt zu entrichten. Hier geht es zum kompletten Programm und Anmeldung.

seit 2. März

Samstag, 14. März

Nach drei Niederlagen keine Chance mehr auf die Playoffs

HEV verabschiedet sich in die Sommerpause

Der Herner EV verabschiedet sich in die Sommerpause.

Nachdem sich der Herner EV am letzten Wochenende sechs Punkte erkämpfen konnte, gingen die Miners in den letzten drei Spielen der Saison 2025/26 nicht mehr siegreich vom Eis. Nach der Niederlage am Sonntagabend (1.3.2026) gegen Rostock stand fest, dass der HEV keine Chance mehr hat, die Playoffs zu erreichen. Die Partie gegen die Black Dragons Erfurt war also das letzte Spiel der Saison 2025/26 für die Miners. Herner EV – Icefighters Leipzig, 27.2.2026: Am Freitagabend waren die Miners bis zehn Minuten vor Schluss die überlegene Mannschaft, das Endergebnis war für den HEV am Ende aber umso enttäuschender. Das Spiel begann in der 7. Spielminute mit dem Treffer durch Daniel Schwamberger, der sich gezielt vor dem Tor positionierte und zum 1:0 unhaltbar für Schumacher über die Schulter abfälschte. Herne erspielte sich weiter vielversprechende Chancen, scheiterte an diesem Abend aber – wie über das gesamte Wochenende – an der eigenen Chancenverwertung. In der 13. Spielminute legte dann Leipzig den zweiten Treffer nach. Nach guter Vorarbeit von Schumacher und Volkmann musste Chad Bassen nur noch ins leere Tor einschieben. Dann konnte Herne endlich eine seiner Chancen nutzen, als Tommy Munichiello in der 14. Minute seine Tor¬flaute beendete und zum 1:2 Anschlusstreffer einnetzen konnte. Wenig später erhöhte Leipzig auf 1:3. Eriksson überwand Rodion Schumacher mit einem strammen Schlagschuss über die Schulter. Mit diesem Spielstand ging es in die Drittelpause. Zwanzig Schüsse der Miners und nur ein Tor sprachen nach dem ersten Drittel für sich. Ein starker Konstantin Kessler, der Pfosten und die eigene Chancenverwertung ließen an diesem Abend nur selten Tore der Herner zu. Dann schaffte Herne durch eine gute Einzelaktion jedoch den erneuten Anschlusstreffer. Demmler setzte sich stark gegen die gesamte Leipziger Defensive durch und legte gut für Nifosi auf, der unhaltbar für Kessler in den Winkel zum 2:3 abzog. Danach agierte Herne wieder druckvoller, Leipzig ließ aber nicht viel Hoffnung aufkommen, als das Team in der 42. Spielminute auf 2:4 erhöhte. Lukas Vantuch bekam zu viel Platz und konnte ohne Probleme im Powerplay einnetzen. Enock erzielte dann – ebenfalls im Powerplay – den dritten Anschlusstreffer der Miners an diesem Abend. Nur 13 Sekunden später gelang Leipzig im direkten Gegenzug aber das 3:5, was den Nackenschlag in dieser Partie bedeutete. Danach gingen die Köpfe der Miners allmählich herunter, worunter auch die Defensivleistung der Grün-Weiß-Roten litt. In den letzten zehn Minuten erzielten die Icefighters gleich vier Treffer. Yannic Bauer markierte in der 51. Spielminute das 3:6, Luke Volkmann legte in der 52. Minute sogar das 3:7 nach. Chad Bassen erhöhte in der 55. Spielminute auf 3:8. Herne erzielte jedoch im direkten Gegenzug durch Nick Ford das 4:8. Daniel Visner setzte schließlich mit dem letzten Treffer des Abends den Schlusspunkt zum 4:9. Rostock Piranhas – Herner EV, 1.3.2026: Die Chance auf die Playoffs war am Sonntag für die Miners in diesem Spiel zwar schon gering, sie war jedoch noch gegeben. Drei Punkte hätten die Miners noch im Playoff-Rennen gehalten – und bis zur letzten Minute sah es gut aus. Die Miners führten 25 Sekunden vor Schluss mit 4:3, Rostock glich jedoch noch aus, was die Playoff-Träume des HEV endgültig zunichtemachte. Früh starteten die Piranhas in das Spiel, als sie bereits nach 55 Sekunden den ersten Treffer erzielten. Rodion Schumacher lag nach einem Zusammenprall am Boden und hatte bei dem Schuss von Stromberg keine Abwehrmöglichkeit mehr, wodurch Rostock das 1:0 markierte. Man merkte den Hernern aber die Leidenschaft an und so kamen sie in der 14. Spielminute zum verdienten Ausgleich. Tommy Munichiello erzielte auf Vorlage von Stöhr und Ford das 1:1. Doch nicht nur zu Beginn des Drittels konnte Rostock treffen – auch 13 Sekunden vor Schluss blieben die Piranhas zielsicher: Stopinski brachte die Rostocker nach einer schönen Kombination erneut in Führung. Herne glich durch Hofmann zwar in der 31. Minute wieder aus, in der 37. Spielminute hatte Rostock aber erneut die richtige Antwort parat und stellte durch Kilian Steinmann den alten Abstand wieder her. Drittelergebnis: 3:2 für die Piranhas. In der 45. Spielminute kam Herne dann erneut zum Ausgleich. Munichiello bewies sein gutes Auge und fand Valle Pfeifer frei im Slot, der ohne Probleme an Sebastian Albrecht vorbei einschieben konnte. In der 55. Spielminute war es dann Nick Ford, der für großen Jubel sorgte, als er nach einer guten Einzelleistung die gesamte Rostocker Defensive aushebelte und durch die Beine von Albrecht den 4:3 Führungstreffer für die Miners erzielte. Kurz nach diesem Treffer zogen die Piranhas ihren Torwart. Ganze fünf Minuten spielten sie ohne Goalie und drückten auf den Ausgleich. Herne hatte zwar mehrere Schüsse auf das leere Tor, konnte den entscheidenden Treffer aber nicht erzielen. Rostock nutzte den Vorteil des zusätzlichen Feldspielers aus und kam durch Stopinski 25 Sekunden vor Schluss erneut zum Ausgleich. Keines der beiden Teams erzielte danach einen weiteren Treffer, sodass es in die Verlängerung ging. Damit hatten sich die Playoffs für beide Mannschaften zwar erledigt, die anstehende Overtime musste dennoch ausgespielt werden. Diese entschied sich in der 62. Spielminute durch Liam Fraser, der den Piranhas den Extrapunkt sicherte. Herner EV – TecArt Black Dragons Erfurt, 3.3.2026: Auch in diesem Spiel starteten die Miners am Dienstag – wie in den letzten beiden Spielen – als bessere Mannschaft, brachten die Scheibe jedoch nicht ins Tor, wodurch Erfurt erfolgreiche Konter fahren konnte. In der 11. Minute nutzte Erfurt aber zunächst ein Powerplay: Louis Postel hatte zu viel Zeit und zog unhaltbar für Döge in den Winkel ab. In der 14. Spielminute war es dann ein Erfurter Konter, der die Thüringer mit zwei Toren in Führung brachte. Topscorer Markkula bewies im Konter eine gute Übersicht und fand Chris Seto im hohen Slot, der in Torjägermanier an Döge vorbei das 2:0 erzielte. Das zweite Drittel lief ähnlich ab wie das erste, und Erfurt konnte den nächsten Treffer erzielen. Erneut legte Markkula auf, Santeri Haarala übernahm die Scheibe und erzielte unnachahmlich das 3:0 in der 30. Minute. Nachfolgend erspielten sich beide Teams Chancen, ein Tor fiel jedoch nicht mehr. Kurz vor Drittelende wurde die Partie hitziger, als ein Herner Stürmer durch ein Beinstellen der Erfurter mit Goalie Patrick Glatzel zusammenprallte. Nach kurzer Rangelei wurde das Spiel fortgesetzt – für Glatzel kam anschließend Justin Spiewok ins Spiel. In der 45. Minute erhöhte Erfurt zunächst noch einmal: Miro Markkula, Vorlagengeber zum 2:0 und 3:0, traf mit einem Nachschuss im Konter zum 4:0. Dann startete Herne eine kleine Gegenoffensive und machte das Spiel fünf Minuten vor Schluss noch einmal spannend: Auf guter Vorarbeit von Ford musste erst Munichiello in der 55. Spielminute nur noch einschieben (1:4). In der 56. Minute bewies Ford wieder sein gutes Auge und legte für Rennert auf, der ebenfalls einschieben konnte (2:4). In der 58. Minute legte Ford dann nicht auf, sondern wurde von Tommy Munichiello bedient und erzielte selbst den 3:4 Anschlusstreffer. Chris Seto traf kurz darauf zum 3:5 Empty-Net-Treffer, doch Ford brachte Herne mit seinem zweiten Tor eine Minute vor Schluss wieder auf einen Treffer Abstand (4:5). Miro Markkula machte dann aber 30 Sekunden vor Schluss den entscheidenden Empty-Net-Treffer zum 4:6, wodurch Erfurt sich die drei Punkte sichern konnte. Während für die anderen Teams nun die Playoffs anstehen, verabschiedet sich der HEV damit in die Sommerpause. Die Mannschaft wird bis Mitte März 2026 trainieren. Am Samstag, 14. März 2026, steht außerdem die alljährliche Saisonabschlussparty an. Die genaue Uhrzeit gibt der Verein im Laufe der Woche bekannt.

Das Jahresprogramm der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3

Vom Schwarzen Gold zum Weißen Gold

Gerhard Hahn eröffnet am Samstag, 14. März 2026 den Ausstellungsreigen in der Künstlerzeche mit großformatige Skulpturen, meist aus Terrakotta, die bewusst die Analogie zwischen Natur, Zelle, Körper und vom Menschen Geschaffenem, Gerät oder Maschine, suchen.

Keramik und Bergbau sind historisch eng miteinander verbunden. Wie das Vorstandsmitglied Florian Kunath bei der Vorstellung des Jahresprogramms 2026 der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3 ausführte, verdanken wir nicht zuletzt den Bergleuten, dass im 18. Jahrhundert die Porzellanherstellung in Sachsen für den europäischen Raum entschlüsselt werden konnte. Zugleich bilden Rohstoffe aus dem Bergbau bis heute die Grundlage keramischer Produktion: „Es überrascht daher nicht, dass bergbauliche Motive über lange Zeit hinweg zu beliebten Sujets der Keramik gehörten“, so Kunath am Mittwoch (25.2.2026). Die fruchtbare Symbiose zwischen Bergbau und Porzellan erreichte im 18. Jahrhundert eine besondere Intensität und schöpferische Produktivität, deren Nachwirkungen bis heute spürbar sind. In dieser Tradition präsentiert die Künstlerzeche Unser Fritz 2/3 im Rahmen des Themenjahres Keramik aktuelle Positionen der Gegenwart. Den Anfang macht Gerhard Hahn am Samstag, 14. März 2026 unter dem Titel „Titania“ mit großformatigen Skulpturen und einer Installation. Im weiteren Verlauf des Jahres kann die Vielfalt und der Zauber zeitgenössischer Keramik in den beiden Ausstellungsräumen des Kauengebäudes mit Arbeiten von Gereon Krebber, Young-Jae Lee, der Essener Keramischen Werkstatt Margaretenhöhe sowie Ursula Commandeur, Mitglied des Herner Künstlerbundes, und David Rauer, dem ersten Förderpreisträger der Künstlerzeche, erlebt werden. Das Themenjahr „Grenzbereiche II: Keramik“ widmet sich insbesondere der Keramik als künstlerischem Medium und beleuchtet deren Verbindung zu Industriekultur, zur Bergbaugeschichte und zur zeitgenössischer Kunstpraxis. Den Abschluss des Ausstellungsjahres bildet traditionell die Präsentation „Förderpreis Junge Positionen“ mit Arbeiten der Absolventen der nordrhein-westfälischen Kunstakademien von Samstag, 7. November bis Sonntag, 29. November 2026. Was danach kommt, hängt vom Baufortschritt der Sanierungsarbeiten des Kauengebäudes ab. Geplant in einem Zeitraum von drei Jahren sollen das Dach, der Keller und die Außenfassade der Künstlerzeche gründlich renoviert bzw. erneuert werden. Florian Kunath hofft, zumindest 2028 mit einer größeren thematischen Ausstellung in Kooperation mit dem Deutschen Bergbau-Museum wieder ins Kauengebäude zurückkehren zu können. In der Zwischenzeit soll es Auslagerungen innerhalb der Stadtgrenzen geben, auch könnte das benachbarte Fördermaschinenhaus genutzt werden. Dort plant die von den drei professionell ausgebildeten jungen Schauspielern Dominik Cerne, Jakob Kubisch und Lucien Räderscheidt gegründete „Bühne Unser Fritz“, die im November 2025 mit „Die Brücke am Kanal“ von Martin Zaik die erste Premiere herausgebracht hat (halloherne berichtete), in diesem Jahr drei Neuinszenierungen – wenn entsprechende öffentliche Zuschüsse fließen. Sollte sich das Freie Theater in Unser Fritz etablieren, steht das Gebäude im nächsten Jahr nur sporadisch für Veranstaltungen oder gar Ausstellungen zur Verfügung. Zusammen mit dem in 2025 erheblich erweiterten Veranstaltungsprogramm hat sich die Zahl der Besucher in der Künstlerzeche verdreifacht. Was, so Florian Kunath, Herausforderung und Verpflichtung zugleich bedeutet. Erfolgsformate wie der Feierabend-„Schichtwechsel“ und BYOB (Bring Your Own Beamer) werden fortgesetzt – und die Teilnahme an der revierweiten „N8schicht“ Ende Mai 2026 auf zwei Tage ausgeweitet mit offenen Ateliers, einer Ausstellung mit aktuellen Arbeiten der Unser-Fritz-Künstler sowie Live-Musik. Apropos Musik. Erstmals wird es am Samstag, 6. Juni 2026, ein Live-Konzert mit namhaften Künstlern der Rap- und HipHop-Szene geben in Zusammenarbeit mit dem KAZ. Und das bisher im Emschertalmuseum abgehaltene Künstlercafé wechselt heuer nach Unser Fritz, erstmals am Samstag, 21. März 2026. Im Rahmen des Jahresthemas wird es am Samstag und Sonntag, 12. und 13. September 2026 einen Keramikmarkt in der Künstlerzeche mit, Stand heute, 26 Ausstellern, darunter auch der Keramikwerkstatt des Schollbrockhauses.

Kooperation: vhs und Ambulanter Hospizdienst Herne

Demenz-Zirkel - Demenzparcours Workshop

Anja Schröder.

Die vhs Herne bietet in Kooperation mit dem Ambulanten Hospizdienst Herne an zwei Tagen einen Demenzparcours Workshop für Angehörige und alle Interessierten an. Ort ist das Gemeindezentrum an der Düngelstraße. Die Termine sind: Freitag, 13. März, 17 bis 20:15 Uhr, und Samstag, 14. März 2026, 10 bis 13 Uhr. Die Veranstaltungen sind kostenfrei. Die Referentin ist Anja Schröder, Koordinatorin. Anmeldung über vhs Herne. Anmeldungen nimmt die vhs online hier entgegen: Freitag, Kursus-Nummer 26A8209 und Samstag Kursus-Nummer 26A8209.

10 Uhr

vhs-Kooperation mit der Biologischen Station Östliches Ruhrgebiet

'Naturspaß für Kinder gestalten'

In der biologischen Station lernen Eltern und Kinder die Natur kennen.

In diesem Workshop am Samstag, 14. März 2026, von 11 bis 13 und am Dienstag, 24. März 2026, von 15:30 bis 17 Uhr gibt es kreative Spielideen und Impulse, wie man sein Kind motivieren kann, mal wieder rauszugehen. Mit einfachen Mitteln können bereits aufregende Abenteuer in der Natur, direkt vor der Haustür, gestaltet werden. Ob mittels Tierbeobachtung, Bäume erraten, Spurensuche, Barfußabenteuer, Pflanzenmandalas legen oder Nachtspaziergang unter dem Sternenhimmel – der Kreativität sind fast keine Grenzen gesetzt. Für ein solches Draußenspiel sind keine speziell ausgestatteten Spielplätze notwendig. Es genügen natürliche Freiflächen, wie es sie in Bochum und Herne bspw. in Form der Naturerfahrungsräume gibt, selbst mitten in der Stadt. Diese Flächen sind rund um die Uhr und kostenfrei zugänglich. Im Workshop werden wir auch gemeinsam eine solche Fläche besuchen. Daher bitte wetterfeste Kleidung und robuste Schuhe anziehen. Insbesondere für Eltern und Bezugspersonen von Kindern zwischen fünf bis zwölf Jahren. Auch geeignet, wenn man noch nach Inspiration für den nächsten Kindergeburtstag im Grünen sucht. Online gehts zur Anmeldung.

11 Uhr

vhs-Exkursion per Rad

Windmühlen im Emschertal

Jeder bringt sein eingenes Fahrrad mit.

Die vhs im Haus am Grünen Ring ist am Samstag, 14. März 2026, um 11 Uhr der Startpunkt eine vhs-Rad-Exkursion zu den Windmühlen im Emschertal. Windmühlen kennt man aus Holland oder vom Niederrhein, aber es gibt sie auch noch bei uns. Man findet sie, wenn man genau hinschaut, u.a. in Bottrop. Sie erzählen spannende Geschichten vergangener Zeiten. Unsere Radtour führt durchs Grüne nach Bottrop zu drei restaurierten Windmühlen. Die Tour hat eine Gesamtlänge von ca. 45 km. Eine Einkehr ist vorgesehen. Kommen Sie mit dem eigenen Rad. Anmeldungen zu der kostenpflichtigen Teilnahme (12 Euro) nehmen die Geschäftsstellen der vhs Herne unter Tel 02323/16-2920 und 02323/16-3584 entgegen.

11 Uhr

Klasse-Programm beim 16. Kirchlichen Filmfestival

Menschen eine Stimme geben

Stellten in der Cineworld Recklinghausen das Programm des 16. Kirchlichen Filmfestivals vor (v.l.): Marc Gutzeit (Geschäftsführer Kreisdekanat), Julia Borries (Evang. Kirchenkreis), Pfarrerin Friederike Melloh, Kurator Michael M. Kleinschmidt, Kinoleiter Kai-Uwe Theveßen und Dirk van Buer (Sparkassen-Kulturstiftung)

Nicht kleckern, sondern klotzen: Kaum ist die Berlinale vorbei, lädt das inzwischen 16. Kirchliche Festival von Mittwoch bis Sonntag, 11. bis 15. März 2026, ins Cineworld-Multiplex nach Recklinghausen ein. Bevor etwa „Vier minus drei“ Mitte April in die Kinos kommt, ist Adrian Goingers zweistündiger Spielfilm bei unserem nördlichen Nachbarn zu sehen. Frisch ausgepackt: Nicht weniger als acht Previews werden gezeigt und zumeist von Schauspielern (Cindy Klink, David Knors, Mohamed Musa und Rony Herman), Drehbuchautoren (Antonia Rothe-Liermann) oder Regisseuren (Jacqueline Jansen und Georgi M. Unkovski) persönlich vorgestellt. Der Vorverkauf hat am Montag (23.2.2026) begonnen. Karten sind während der Öffnungszeiten an den Kassen des Cineworld sowie online unter cineworld-recklinghausen.de erhältlich. Das von den künstlerischen Leitern Horst Walther und Michael M. Kleinschmidt, die rund 120 Filme gesichtet haben, und einem Gremium kuratierte Festival wartet mit drei Preisverleihungen, zwölf Spielfilmen, einem Dokumentarfilm, zehn Kurzfilmen im Cineworld und, ein traditioneller Leckerbissen im vierten Jahr, einem Stummfilm in der besonderen Atmosphäre der St. Peter-Kirche auf. Zweitausend verkaufte Karten waren im vergangenen Jahr bereits ein Ausrufezeichen, bei diesem Klasse-Programm sollten Filmfreunde frühzeitig den Vorverkauf nutzen. Der Ökumenische Filmpreis des Kirchlichen Filmfestivals geht in diesem Jahr an den nordmazedonischen Spielfilm „DJ Ahmet“ von Regisseur Georgi M. Unkovski. Die Entscheidung würdigt einen Film, der durch erzählerische Kraft und gesellschaftliche Relevanz überzeugt. Die Jugendjury zeichnet mit „Wild Foxes“ eine belgisch-französische Produktion aus, die die Lebenswirklichkeit von heranwachsenden jungen Männern eindrucksvoll und sensibel beleuchtet. Die Kinderjury prämiert „Das geheime Stockwerk“, einen deutsch-österreichisch-luxemburgischen Spielfilm, der junge Zuschauerinnen und Zuschauer ernst nimmt und zugleich mit großer Leichtigkeit erzählt ist. Nach dem traditionellen Prolog, dem Ökumenischen Filmgottesdienst am 8. März 2026 um 17 Uhr in der Christuskirche, wird das Festival am 11. März 2026 um 19.30 Uhr mit einer Preview eröffnet: „Als wäre es leicht“, Milan Skrobaneks Debüt, ist ein berührender Spielfilm über eine Liebe jenseits aller Barrieren – gespielt von zwei Hauptdarstellenden, die selbst gehörlos beziehungsweise sehbeeinträchtigt sind. Dieser Akzent des Sichtbarmachens zieht sich durch die Festivaltage, etwa im belgischen Gerichtsdrama „Wir glauben euch“, im intensiven Familienporträt „Vier minus drei“ oder im finnischen historischen Drama „Nie allein“, das von jüdischen Geflüchteten während des Zweiten Weltkriegs erzählt. Fritz Langs Stummfilm „Der müde Tod“, der am 12. März um 19 Uhr in der Propsteikirche St. Peter gezeigt wird nach einer Einführung durch den Mainzer Filmwissenschaftler Arndt Klingelhöfer, wird vom Regionalkantor Thorsten Maus an der Klaisorgel begleitet. Der Eintritt ist frei, es wird aber um Spenden gebeten. Die Karten für das im Revier singuläre Programm mit anspruchsvollem Kino aus Deutschlands, Europa, Afrika und dem Nahen Osten, das Menschen eine Stimme gibt, die im Alltag wenig gesehen werden und deren Geschichten oft im Schatten stehen, kosten zehn Euro (Eröffnungsfilm und Ökumenischer Filmpreisabend 12 Euro, Kinder- und Jugendfilm fünf Euro). Die Kurzfilmrolle „Augenblicke 2026“ am 14. März 2026 um 14 Uhr mit insgesamt zehn Kurzfilmen mit einer Gesamtlänge von gut anderthalb Stunden und die Kunst-im-Kino-Matinee über Caravaggio am 15. März 2026 um 11.30 Uhr bieten weitere besondere cineastische Erfahrungen wie auch der Abschlussfilm „Calle Málaga – Ein Zuhause in Tanger“ am 15. März um 17 Uhr, der voller Wärme und Humor vom Kampf einer älteren Frau um ihr Zuhause und ihre Selbstbestimmung erzählt. Zum Rahmenprogramm gehören zudem Demokratie-Fitness-Sessions, die an drei Tagen dazu einladen, demokratisches Denken und Handeln spielerisch zu trainieren. Das komplette Programm steht unter kirchliches-filmfestival.de zum Download bereit.

14 Uhr

'Mission Machen' zeigt Perspektiven auf das Handwerk

LWL-Wanderausstellung im Schloss Strünkede

Die LWL-Wanderausstellung "Mission Machen – Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk" ist im Schloss Strünkede zu sehen.

Am Donnerstag, 5. Februar 2026, um 18 Uhr eröffnet im Schloss Strünkede, Karl-Brandt-Weg 5, die Sonderausstellung „Mission Machen – Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk“. Diese wird bis Sonntag, 12. April 2026, zu sehen sein. Was zeichnet das Handwerk in Westfalen aus? Welchen Einfluss haben Themen wie Nachhaltigkeit, Umweltschutz, Digitalisierung, Globalisierung, Inklusion und Integration auf den Berufsalltag von Menschen im Handwerk? Welche Verantwortung übernehmen heutige Handwerksbetriebe? Die Fotoausstellung „Mission Machen - Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk“ geht diesen Fragen nach, indem sie die Arbeit in westfälischen Handwerksbetrieben individuell im Bild präsentiert. Tuula Kainulainen hat dafür den Arbeitsalltag von 25 Betrieben begleitet und dokumentiert. Die Fotografien vermitteln einen persönlichen Einblick in Alltagssituationen westfälischer Handwerkern, die sich aufgeschlossen, erfinderisch und engagiert zeigen. Unterteilt in vier große Themenbereiche können sich die Besucher ein eigenes Bild von der Vielfalt und der Innovationskraft des Handwerks in Westfalen-Lippe machen. Die Ausstellung ist dienstags bis freitags von 10 bis 13 Uhr sowie von 14 bis 17 Uhr geöffnet, an Samstagen von 14 bis 17 Uhr und an Sonntagen von 11 bis 17 Uhr. Die Ausstellung „Mission Machen – Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk“ ist ein Kooperationsprojekt mit dem LWL- Medienzentrum für Westfalen und dem LWL-Freilichtmuseum Hagen. In die Ausstellung einführen werden bei der Eröffnung Kurator Lennart Nickel vom LWL-Freilichtmuseum Hagen und die Fotografin Tuula Kainulainen vom LWL-Medienzentrum für Westfalen. Weitere Materialien und ergänzende Infos zur Wanderausstellung bietet die Webseite des LWL-Medienzentrums für Westfalen unter www.missionmachen.lwl.org. Zu der ursprünglich 2025 vom LWL-Freilichtmuseum in Hagen gezeigten Ausstellung ist ein Bildband erschienen, der alle Fotografien sowie ergänzende Texte und Hintergrundinformationen zur Entstehung des Projekts umfasst und für 24,90 Euro im Buchhandel erhältlich ist.

14 Uhr

Kompaktseminar im Schloss Strünkede

'Marc, Macke, Kandinsky – Maler der Farbenklänge'

Im Schloss Strünkede gibt es drei Kompaktseminare zu Malern der Farbenklänge.

Informativ, unterhaltsam und anregend präsentiert sich an festgelegten Samstagnachmittagen die Schlossakademie im Schloss Strünkede, Karl-Brandt-Weg 5. Die Kunsthistorikerin Dr. Birgit Poppe wird in diesem Seminar drei berühmte Künstler, die alle mit der Klassischen Moderne, vor allem mit der Künstlergruppe „Blauer Reiter“ verbunden sind, vorstellen. Am Samstag, 24. Januar 2026, 14:30 bis 17 Uhr geht um das Leben und Werk des expressionistischen Malers Franz Marc (1880-1916) kennen. Weitere Termine sind Samstag, 14. Februar 2026 für die Veranstaltung zu August Macke und Samstag, 14. März 2026 für die Veranstaltung zu Wassily Kandinsky. Die Veranstaltungen können unabhängig voneinander und einzeln besucht werden. Kunsthistorische Vorkenntnisse sind nicht notwendig. Die Teilnahme kostet pro Person zehn Euro, für die Mitglieder des Museumsfördervereins fünf Euro. Eine Anmeldung ist erforderlich unter Telefon 0 23 23 / 16 - 26 11 oder per E-Mail an emschertal-museum@herne.de.

14:30 Uhr

Neues Veranstaltungsformat im Circus Schnick-Schnack/ Kartenverlosung

Rock im Zirkuszelt

Im Circus Schnick Schnack findet am 14. März das neue Veranstaltungsformat Rock'n'Roll Circus statt. Im Bild (v.l).: Phil und Christian Holtkamp, Tobias Stiebling sowie Christian Stoll.

Wer gute Musik, Zirkuskunst und modernste Veranstaltungstechnik live erleben möchte, der ist am Samstag, 14. März 2026, ab 16 Uhr (Einlass ist ab 15 Uhr) in der Zeltstadt des Circus Schnick-Schnack an der richtigen Adresse. Denn dort findet in der überdachten sowie beheizten Manege erstmalig das neue Format „Rock'n'Roll Circus“ statt. Im vergangenen Jahr startete die Circus-Veranstaltungsreihe „Unter der Kuppel“ bei dem die Feuerwehrband 499 zu Gast war. Nun wird mit dem neuen Format an diese Reihe angeknüpft. Dafür ist neben der Firma Holtkamp Media Rental, als Initiator Tobias Stiebling am Start, der die Idee zur Veranstaltung hatte. „Ich habe mit meiner Idee offene Türen eingerannt. Nachdem ersten Kontakt mit den Circus-Verantwortlichen war schnell klar: Das passt, wie die Faust aufs Auge“, erzählt Tobias Stiebling bei der Pressekonferenz am Mittwoch (11.2.2026). Somit wird es nun am 14. März viel Rockmusik im Zirkuszelt geben. Neben Stieblings eigener Band Arbeitstiere, tritt die bekannte Heavy-Rockband Tyler Leads als Headliner auf und ebenso die Band Screenplay aus dem Ruhrgebiet. Ferner wird der Singer-Songwriter Max Buskohl, der vielen sicherlich noch durch seine Zeit bei Deutschland sucht den Superstars im Jahr 2007 ein Begriff ist, auftreten. Moderiert wird die ganze Veranstaltung von Dennis Kazakis. „Wir werden neben eigenen Stücken, unter anderem das Beste von Green Day, Blink 182 oder den Foo Fighters spielen. Tyler Leads bringt Old-School-Rock auf die Bühne und Screenplay steuert Rock à la Paramore bei“, verrät Stiebling. Damit sich die Besucher auch während des Bühnenumbaus für die einzelnen Bands nicht langweilen, spielt Max Buskohl, dessen Vater Carl Carlton seit Jahrzehnten Gitarrist bei Udo Lindenberg und Peter Maffay ist, auch kleine Sets im anderen Zelt. Aber es wäre ja keine Veranstaltung unter Beteiligung des Circus Schnick-Schnack, wenn keine Artistik dabei wäre. „Wir bringen Musik und Circus zusammen. Es wird definitiv eine Verbindung von Artistik und der Live-Musik geben. Mal ist unsere Circus-Familie auf der Bühne, mal die Musiker. Aber es gibt auch Programmpunkte, wobei Musik und Artistik verschmelzen“, erläutert Christian Stoll vom Circus Schnick-Schnack die Pläne. Unterstützung bekommen sie dabei von der Veranstaltungstechnik-Firma Holtkamp Media Rental. „Es ist uns ein Anliegen, Künstler, die unterm Radar fliegen zu unterstützen und eine Plattform zu geben“, so der Inhaber Christian Holtkamp. Die Bands spielen bis 22 Uhr. Danach müssen Nachtschwärmer aber noch nicht den Heimweg antreten. Denn die Verantwortlichen haben sich überlegt, die Veranstaltung – anwohnerfreundlich – weiterlaufen zu lassen. Nach dem letzten Live-Act werden Kopfhörer mit zwei wählbaren Kanälen mit unterschiedlichen Musikrichtungen verteilt, sodass bis 2 Uhr leise weitergefeiert werden kann. Es wird wie immer ein Parkleitsystem geben, um die Anwohner zu entlasten. Die Parkmöglichkeiten werden sich im Parkhaus der wewole an der Langforthstraße befinden. Wer mit dem Bus anreisen möchte, hat aufgrund der guten Anbindungen dazu auch die Möglichkeit. Wer jetzt Lust auf die Veranstaltung bekommen hat: Der Kartenverkauf ist angelaufen. Für 14 Euro (ermäßigt 12 Euro) können Karten online erworben werden. An der Abendkasse kosten die Karten 16 Euro, sollte die Veranstaltung bis dahin nicht ausverkauft sein. Der Erlös der Veranstaltung wird nach Kostendeckung der Circus Arbeit zugutekommen. Mit ein bisschen Glück kann man aber auch Karten gewinnen: halloherne verlost insgesamt 3x2 Tickets für die Veranstaltung. Wer eine dieser Karten gewinnen möchte, der schreibt bitte eine E-Mail mit seinem Namen und mit dem Betreff „Rock“ an gewinnen@halloherne.de . Einsendeschluss ist Freitag, 27. Februar 2026, um 12 Uhr. Die Gewinner werden per E-Mail benachrichtigt und die Karten an der Abendkasse hinterlegt.

16 Uhr

'Ronja Räubertochter' auf der Bühne der Hiberniaschule

Sporthalle wird zur Mattisburg

In der Sporthalle der Hiberniaschule wird von der Klasse 8a das Stück "Ronja Räubertochter" aufgeführt.

Die Klasse 8a der Hiberniaschule Herne bringt „Ronja Räubertochter“ auf die Bühne. Die öffentlichen Aufführungen sind am Freitag, 13. März, um 19 Uhr und am Samstag, 14. März 2026, um 16 Uhr in der Sporthalle an der Holsterhauser Straße 70. Der Eintritt ist frei, es wird um Spenden gebeten. Zum Stück unter der Regie von Timm Lehky und der Klassenlehrerin Nadja Röpke heißt es: „In einer stürmischen Gewitternacht, als der Donner über die Wälder rollt und ein Blitz die alte Burg in zwei Hälften spaltet, beginnt eine ganz besondere Geschichte: Ronja Räubertochter wird geboren. Hoch oben in der gefürchteten Mattisburg, mitten im tiefsten Wald, wächst sie als Tochter des Räuberhauptmanns Mattis zwischen wilden Räubern, rauem Gelächter und großen Abenteuern auf.“ Und weiter: „Auf der anderen Seite der Burg lebt die verfeindete Borkasippe. Als Ronja eines Tages auf Birk Borkason, den Sohn des gegnerischen Hauptmanns, trifft, prallen zunächst Stolz und Misstrauen aufeinander. Doch zwischen den moosbewachsenen Felsen, über dem gähnenden Höllenschlund und im Schatten uralter Bäume entsteht etwas Unerwartetes: eine tiefe Freundschaft. Doch sie müssen sich gegen Hass, alte Regeln und ihre Väter stellen. Ist ihre Freundschaft stark genug?“ Die Klasse 8a lädt herzlich dazu ein, Ronja, Birk, eine Menge Räuber und Waldbewohner auf ihren Abenteuern zu begleiten. Ein Schauspiel für die ganze Familie.

16 Uhr

Francesca da Rimini / Gianni Schicchi

Umjubelter Doppelabend in Gelsenkirchen

Verbotene Liebe: Paolo (Nenad Čiča) und Francesca (Susanne Serfling) in Sergej Rachmaninows Oper „Francesca da Rimini“.

Dante Alighieris Weltroman „Divina Commedia“ („Die göttliche Komödie“) ist die Verbindung zwischen zwei höchst unterschiedlichen, jeweils nur einstündigen Opern, die das Gelsenkirchener Musiktheater im Revier nun zu einem hochemotionalen Abend gebündelt hat. Der selten – und am MiR nun erstmals – gespielten Oper „Francesca da Rimini“ von Sergej Rachmaninow folgt nach der Pause Giacomo Puccinis herrlich satirische Familienfarce „Gianni Schicchi“, die vor gut zwanzig Jahren das letzte Mal am Kennedyplatz inszeniert worden ist (zusammen mit Alexander von Zemlinskys „Eine florentinische Tragödie“ nach Oscar Wilde). Beiden Titelfiguren begegnet Dante auf seinem Weg durch die Hölle. Unter der musikalischen Leitung von Giuliano Betta hat das Gelsenkirchener Musiktheater im Revier nun beide Werke zu einem Abend zusammengestellt, völlig zu Recht gefeierte Premiere war am 31. Januar 2026. „No Exit“: Regisseur Manuel Schmitt (am MiR u.a. „Die Perlenfischer“, „Krabat“ und „Salome“) hat sich als verbindendes Motto für beide Stücke das berühmte Dictum Jean Paul Sartres „Die Hölle, das sind die anderen“ gewählt. Klagende Töne aus dem Graben, Projektionen auf dem Eisernen: „Ohne mich bist du nichts.“ Im Prolog der am 24. Januar 1906 im Moskauer Bolschoi-Theater uraufgeführten Oper in zwei Szenen, deren Libretto Modest Tschaikowsky nach dem 5. Gesang des Inferno schrieb, aber auch durch einen realen Mordfall in Florenz um das Jahr 1275 inspiriert wurde, wandert Dante (Khanyiso Gwenxane) gemeinsam mit seinem Dichterkollegen Virgil (Philipp Kranjc) durch schaurige Höllenlandschaften. Frauen in bald blutgetränkten weißen Männer-Oberhemden werden unter Rotlicht von Herren in schwarzen Anzügen gedemütigt und geschlagen: Im Programmheft klärt MiR-Chefdramaturgin Larissa Wiectorek darüber auf, dass weltweit „durchschnittlich alle zehn Minuten eine Frau Opfer eines Femizids“ wird. Dante und Virgil, von Carola Volles warum auch immer als distinguierte Engländer mit Hut und Schirm kostümiert, entdecken unter ihnen die von ihrem Gatten ermordete Francesca (mit Ovationen gefeiert: die Sopranistin Susanne Serfling als Gast). Sie hatte sich in Paolo (der serbische Tenor Nenad Čiča als Gast vom Theater Bielefeld) verliebt, als dieser stellvertretend für seinen Bruder Lanciotto Malatesta (Simon Stricker) um ihre Hand anhielt. Die auf halbe Höhe gezogene Cinemascope-Bühne Julia K. Berndts bewegt sich beinahe unmerklich, bis sich linkerhand unter dickem Nebel und kaltem Neonlicht tatsächlich ein Höllenschlund auftut: „Ich dachte, wenn ich still bin, hört es auf.“ Schwere Kost: Sergej Rachmaninow hat zu dieser tragischen Liebesgeschichte eine düster-dräuende, dabei aber durchaus farbenreiche Musik komponiert, die das Höllendasein sowohl der Titelfigur (gespeist wird an einer überlangen, an Wladimir Putins Psychospielchen erinnernden Tafel) als auch der ewig gequälten Seelen im Hades mindestens so effektvoll unterstreicht wie die Flammen-Symbolik der Ausstatterin. Aus der Ehe- in die Erbschafts-Hölle: Ausgangspunkt für Giovacchino Forzanos Libretto der am 14. Dezember 1918 in der New Yorker Metropolitan Opera uraufgeführten komischen Oper in einem Akt waren lediglich drei Verse aus dem 30. Gesang des Inferno, die von einem anonymen Florentiner des 14. Jahrhunderts fortgesponnen wurden. Der Titelheld (Ovationen für den europaweit gefragten britischen Bariton Benedict Nelson als Gast) nimmt die Rolle des gerade verstorbenen Buoso Donati ein, um dessen erheblichen Nachlass nicht wie im Testament vorgesehen einem Mönchskloster zukommen zu lassen, sondern unter den nächsten Verwandten aufzuteilen. Dass Schicchi, der wie ein prolliger Strizzi daherkommt, nur bedingt den Wünschen der habgierigen Erbschleicher entspricht und sich selbst das Sahnestück vermacht, kommt zwei Liebenden zugute, womit sich ein weiterer Kreis dieses Gelsenkirchener Doppelabends schließt, diesmal mit glücklichem Ausgang: Rinuccio (der großartige Tenor Khanyiso Gwenxane), Neffe der herrischen Zita (einmal mehr auch darstellerisch eine Wucht: Ensemblekollegin Almuth Herbst), kann endlich Schicchis Tochter Lauretta (eine Bank: die MiR-Sopranistin Heejin Kim) heiraten. „O mio babbino caro“: Giacomo Puccini zeigt sich als grandioser Komödiant, der die verlogene Trauer der Angehörigen musikalisch entlarvt in Form einer – aus heutiger Sicht – geradezu boulevardesken Gesellschaftssatire. Für die das Einheitsbühnenbild nur um wenige Büromöbel ergänzt werden musste und das MiR-Ensemble u.a. mit Anke Sieloff, Simon Stricker und Sergio Augusto genau die richtigen Gesangssolisten aufbieten kann. Karten unter musiktheater-im-revier oder an der Theaterkasse unter Tel 0209 – 4097200.

19 Uhr

Verbotene Liebe unter Wikingern

'Die Fritjof-Saga' in Essen

Ihr Liebesduett im 2. Akt ist neben der Ouvertüre der Höhepunkt der Fritjof-Saga: Der in Dortmund aufgewachsene Tenor Mirko Roschkowski begeistert als Fritjof ebenso wie die Hagener Sopranistin Ann-Kathrin Niemczyk als Ingeborg.

Ingeborg (Ann-Kathrin Niemczyk), Tochter des norwegischen Königs Bele, und Fritjof (Mirko Roschkowski), Sohn des Vasallen Thorstein Vikingsson, bester Krieger und Freund des Königs, wachsen zusammen auf. Als ihr Vater stirbt, ist längst die Liebe zwischen Prinzessin und Bauernsohn erwacht. Doch Ingeborgs Bruder Helge (Friedemann Röhlig), der nun auf dem Thron sitzt, schickt Fritjof in die Fremde. Als dieser zurückehrt, hat der despotische Helge seine Schwester mit dem siegreichen König Ring (Andreas Hermann) verheiratet und damit weitere kriegerische Auseinandersetzungen verhindert. Was der Liebe Ingeborgs zu ihrem Jugendfreund aber keinen Abbruch tut, wie Helges Gattin, die als „Hexe“ verschriene Sami-Prinzessin Guatemi (Deirdre Angenent), ihrem Gatten steckt. Verbotene Liebe: Wie im 1847 erschienenen Roman „Wuthering Heights“ von Emily Brontë, der gerade von Emerald Fennell mit Jacob Elordi als Heathcliff und Margot Robbie als Cathy opulent verfilmt in unsere Kinos gekommen ist, geht es in der „Fritjof-Saga“, die am 7. Februar 2026 im Essener Aalto-Theater in einer eigens erstellten deutschsprachigen Fassung von Bettina Bartz umjubelte szenische Uraufführung feierte, um große Gefühle und gnadenlose (männliche) Machtausübung. Die dreiaktige Oper von Elfrida Andrée (1841 Visby – 1929 Göteborg), 1894 anonymer Beitrag im Wettbewerb zur Eröffnung des neuen königlichen Opernhauses in Stockholm, basiert auf einem altnordischen Versepos von Esaias Tegnér aus dem 13. Jahrhundert. „Die Fritjof-Saga“, dessen Libretto von der schwedischen Autorin Selma Lagerlöf („Nils Holgersson“) stammt, die 1909 als erste Frau den Nobelpreis für Literatur gewinnen konnte, ist erst 2019 in Göteborg in konzertanter Form uraufgeführt worden. Sie spielt in der Zeit der Wikinger, greift aber auch Motive der archaisch-nordischen Naturreligion um die mythologische Gottheit Jumala auf, was Frank Philipp Schlössmann in seinem sehr atmosphärischen Bühnenbild integriert. Umso bedauerlicher, dass die Ouvertüre, neben dem Liebesduett zwischen Ingeborg und Fritjof im 2. Akt „der“ Höhepunkt der musikalisch zwischen Mendelssohn und dem jungen Wagner angesiedelten knapp dreistündigen klassizistischen Oper, durch die Regisseurin Anika Rutkofsky szenisch und sogar akustisch überlagert wird durch einen völlig überflüssigen Bezug auf die aktuelle Kriegssituation und die damit verbundene Flüchtlingsproblematik in Europa. Jenseits der großen Emotionen gibt es jedoch einen deutlichen Unterschied zu Brontës „Sturmhöhe“: Ingeborg hat sich aus Gründen der Staatsraison freiwillig zur Ehe mit Ring entschieden – und das im 2. Akt gegenüber dem erstmals auf der Bühne erscheinenden Fritjof bekräftigt. Als der mächtige, aber bereits betagte neue Herrscher Norwegens seinem Ende entgegensieht, übergibt König Ring die Macht an Ingeborg und den inzwischen geläuterten, friedfertigen Fritjof… Unter der musikalischen Leitung des 1. Kapellmeisters Wolfram-Maria Märtig brillieren neben dem Aalto-Chor in großen Tableaus vor allem zwei Wagner-erprobte Gesangssolisten als Gäste: die in Hagen geborene 26-jährige Sopranistin Ann-Kathrin Niemczyk als Ingeborg und der 50-jährige, in Bremerhaven geborene und in Dortmund aufgewachsene Tenor Mirko Roschkowski. Beide sind freiberuflich tätig und inzwischen in allen großen Opernhäusern Mitteleuropas gern gesehene Gäste, die Festivals in Bayreuth und Salzburg eingeschlossen. „Das Prachtstück lohnt sich“ hat Jan Brachmann in der Frankfurter Allgemeinen (vom 9. Februar 2026) bilanziert. Dem ist nichts hinzuzufügen. Karten unter theater-essen.de oder Tel 0201 81 22-200.

19 Uhr

Tom Bohne Quartett in der Kulturküche

Tom Bohne Quartett.

Das Tom Bohne Quartett gastiert am Samstag, 14. März 2026, in der Sodinger KulturKüche. Das Quartettt steht für ehrliche, handgemachte Musik mit einem hohen Wiedererkennungswert und starken deutschen Texten. Zwei Gitarren, Bass, Cajon und ausdrucksstarke Stimmen vereinen sich zu Songs, die mal heiter, mal spielerisch, ernst oder beschwingt daherkommen. Mit klarer Sprache erzählen sie vom Leben in all seinen Facetten und Nebenwirkungen. Vier Männer aus dem Ruhrgebiet – mit ihren unterschiedlichen Geschichten – übersetzen ihre Lebenserfahrungen in gemeinsame Musik. Heraus kommen Lieder mit Tiefgang, die trotzdem nicht schwer, dafür aber echt und einzigartig sind. Die Musiker sagen zu ihrer Musik: „Unsere Musik sucht Menschen die Lust und Freude daran haben zuzuhören, Zwischentöne hören und sich einlassen wollen, um zumindest Momenteweise anzukommen, vielleicht auch im eigenen Kosmos mit all den Widersprüchen.“ Der Eintritt ist frei.

19 Uhr

'Die Gehaltserhöhung' im Bochumer Schauspielhaus

Schrille Farce aus der Arbeitswelt

Lauter Übertreibungskünstler in Dorothee Curios schrillen Klamotten (v.l.): Danai Chatzipetrou, Puk Brouwers, Jakob Schmidt, William Cooper und Jost Grix.

Sie haben reiflich nachgedacht haben ihren ganzen Mut zusammengenommen und entschließen sich, Ihren Abteilungsleiter aufzusuchen um ihn um eine Gehaltserhöhung zu bitten. Entweder ist er in seinem Büro oder aber er ist nicht in seinem Büro. Ist er nicht in seinem Büro, was wahrscheinlich ist, bleibt Ihnen folglich nur eins, im Flur auf seine Rückkehr – oder überhaupt auf seine Ankunft zu warten. Oder seiner Sekretärin, Mademoiselle Yolande, in ihrem Büro einen Besuch abzustatten. Wenn sie denn in ihrem Büro ist. Wenn nicht, bleibt immer noch die Möglichkeit, eine Runde durch die verschiedenen Abteilungen des fabelhaften Unternehmens drehen und dann einen erneuten Versuch zu starten… Der französische Autor, Filmemacher und Uni-Dozent im australischen Bisbane, Georges Perec (1936 Paris – 1982 in Ivry-sur-Seine), hat als Sohn polnischer Juden im Kindesalter die deutsche Besetzung Frankreichs im Zweiten Weltkrieg miterleben müssen. Sein Vater fiel 1940 als Freiwilliger in der französischen Armee, seine Mutter wurde 1943 nach Auschwitz verschleppt. Kurz vor ihrer Verhaftung konnte sie ihren Sohn mit einem Zug des Roten Kreuzes aufs Land schicken und ihm so das Leben retten. Vielleicht, so vermuten Literaturwissenschaftler, hat ihn diese frühe Prägung zu einem der sprachmächtigsten französischen Schriftsteller des vorigen Jahrhunderts werden lassen. In seinem erst posthum 2008 in Paris erschienenen Text „L’art et la manière d’aborder son chef de service pour lui demander une augmentation“, im Jahr darauf in der Übersetzung von Tobias Scheffel unter dem Titel „Über die Kunst, seinen Chef anzusprechen und ihn um eine Gehaltserhöhung zu bitten“ bei Klett-Cotta in Stuttgart herausgekommen, variiert Perec die immer gleiche Grundsituation: Ein Angestellter sucht seinen Abteilungsleiter auf, um eine Gehaltserhöhung zu erbitten. Am Ende schließt sich der Kreis: „Angenommen – etwas, das man alle Tage sieht – Sie haben Ihre Gehaltserhöhung nicht bekommen. In diesem Fall müssen Sie wieder von vorne anfangen“. „Wir schreiben nach Regeln, wir suchen nach Regeln, die es immer gegeben hat“: Der kurz vor seinem 46. Geburtstag verstorbene Perec, welcher der nur „Oulipo“ genannten experimentierfreudigen Werkstatt für potentielle Literatur („l’ouvroir de littérature potentielle“) um Raymond Queneau und Italo Calvino angehörte, spielt alle möglichen Variationen des Versuchs durch – und zwar auf Basis eines der Buchausgabe beigefügten Organigramms aus dem Jahr 1968, das ihm sein Freund Jacques Perriaud, Forscher im Rechenzentrum der Maison des sciences de l’homme, erstellt hat. Und das den absurden Witz des wissenschaftskritischen Textes erst richtig komplettiert. Aus dem zunächst in der Neuübersetzung von Eugen Helmlé ein Hörspiel entstand, die knapp 45-minütige Produktion des Saarländischen Rundfunks unter dem Titel „Wucherungen“ kann in der ARD-Audiothek abgerufen werden. Und dann ein Theaterstück, das unter dem Titel „L'augmentation“ am 26. Februar 1970 im Pariser Théâtre de la Gaîté uraufgeführt wurde. Seit der Deutschsprachigen Erstaufführung am 26. Oktober 1972 im Münchner Theater am Sozialamt (TamS) wird „Die Gehaltserhöhung“ immer wieder aufgeführt, zuletzt u.a. am Deutschen Theater Berlin. Un petit rien: Nun sorgt Albrecht Schroeder für die erstmalige Präsentation eines Perec-Werkes in Bochum. Von 2023 bis 2025 Regieassistent an der Bochumer Königsallee, wo er Arbeiten wie „Eschenliebe“ und „Clyde und Bonnie“ herausbrachte, hat er sich, seit dieser Spielzeit 2025/2026 CEO des Oval Office, mit Verve in die Aufgabe geworfen, diese realsatirische Farce aus der Arbeitswelt möglichst extraordinär auf die Bretter zu hieven. Seine turbulente, über 90 Minuten nicht immer kurzweilige Inszenierung, was einige Zuschauer am Sonntag (1.3.2026) zum vorzeitigen Verlassen der Premiere in den Kammerspielen veranlasste, ist vor allem eines: schrill. Wozu die Kostüme der Ausstatterin Dorothee Curio wesentlich beitragen. Das sichtlich hochmotivierte Darstellerteam aus den Ensemblemitgliedern Puk Brouwers, Danai Chatzipetrou, Linde Dercon und Jakob Schmidt, dem Bochum-Rückkehrer William Cooper sowie dem immer wieder gern gesehenen Gast Jost Grix gab dem Affen reichlich Zucker, sodass die in der Vorlage angelegte Differenzierung zur saftigen Typenschau mutierte. Das, so die Bochumer Dramaturgie, „hochnotkomische Zeugnis der Vergeblichkeit“ wird dennoch ganz sicher ein neunzigminütiger Repertoire-Renner. Die weiteren Aufführungen in den Kammerspielen des Schauspielhauses Bochum: Karten unter schauspielhausbochum.de oder Tel. 0234 – 33335555.

19:30 Uhr

'House of Banksy – An Unauthorized Exhibition'

Banksy-Ausstellung in Dortmund

Motive des derzeit wohl bekanntesten aber anonymen Straßenkünstlers Banksy, der mit seinen mal ironischen, mal politischen Graffitis bekannt wurde.

Dortmund. Die Pop-Up-Ausstellung „House of Banksy – An Unauthorized Exhibition“ lässt seit Mittwoch (17.12.2025) den anonymen Graffiti-Künstler Banksy in Dortmund hoch leben. Im ehemaligen C&A-Haus ist mit mehr als 150 Motiven eine umfangreiche Werkschau seiner Kunst zu sehen. Graffitis, Fotografien, Skulpturen, Videoinstallationen und Drucke wurden eigens für diese Schau reproduziert und sind jetzt an einem Ort zu sehen. Niemand weiß, wer Banksy ist, aber jeder kennt seinen Namen. Er ist einer der berühmtesten und gleichzeitig geheimnisvollsten Künstler der Welt. Banksy ist Untergrundkämpfer, Hotelbetreiber und ohne Zweifel der unumstrittene König der Straßenkunst, ein genialer Geist und Starkünstler, der mit seinen mal ironischen, mal politischen, aber stets poetischen Arbeiten die Menschen berührt und ihnen aus der Seele spricht. Seine Identität hält der Schätzungen zufolge etwa 45–50-jährige in Bristol geborene und bis heute anonyme Graffiti-Künstler bis heute erfolgreich geheim. Seine Werke dagegen erobern international nicht nur die Straßen, sondern auch die Auktionshäuser, und das höchst erfolgreich: Er gilt derzeit als einer der teuersten Künstler der Gegenwart. 2010 setzte ihn das „Time Magazine“ erstmals auf seine Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt, neben Persönlichkeiten wie Barack Obama, Steve Jobs oder Lady Gaga. Die Ausstellung läuft bis zum 15. März in Dortmund und ist montags bis sonntags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Letzter Einlass: Eine Stunde vor Ausstellungsende. Geschlossen hat das Haus am 24. und 25. Dezember 2025, am 1. Januar 2026. An Silvester, 31. Dezember 2025, ist die Ausstellung nur von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

seit 17. Dezember

40 Jahre Büro für Gleichstellung und Vielfalt und Einsatz für Frauenrechte

33. Herner Frauenwoche startet Anfang März

Freuen sich auf die 33. Herner Frauenwoche: (v.l.) Cordelia Neige und Melanie Kampa vom Büro für Gleichstellung und Vielfalt.

Wie immer rund um den Weltfrauentag am Sonntag, 8. März 2026, steht bei der Stadt Herne alles im Zeichen der Frau. Rund um diesen Tag fokussiert sich die Stadt während der 33. Frauenwoche auf zahlreiche Themen, die Frauen betreffen. In diesem Jahr ist der Aktionszeitraum von Montag bis Sonntag, 2. bis 15. März 2026. Beim Pressegespräch am Mittwoch (18.2.2026) stellten die Verantwortlichen des Büros für Gleichstellung und Vielfalt der Stadt Herne das diesjährige Programm vor und verrieten, dass die teilnehmenden Frauen ein vielfältiges Programm von mehr als 70 Veranstaltungen erwartet. Aber nicht nur die Frauenwoche wird kräftig gefeiert, es steht auch noch ein anderes Jubiläum an: Das Büro für Gleichstellung und Vielfalt wird 40 Jahre alt. Am 1. Januar 1986 bekam die Stadt Herne ihre erste Gleichstellungsstelle samt Beauftragter. Sie war damit Vorreiterin gegenüber anderen Ruhrgebietsstädten. „Pflicht wurde so eine Stelle erst ab dem Jahr 1994. Hier zeigt sich wie fortschrittlich die Stadt schon war, denn die gesellschaftlichen Verhältnisse waren Ende der 80er- und Anfang der 90er-Jahre einfach anders“, sagt Cordelia Neige, Leiterin des Herner Büros für Gleichstellung und Vielfalt. Die erste Leiterin, Anne Kalender-Sanders, sei damals sowas wie ein Ein-Frau-Betrieb gewesen, erst mit der dritten und in Herne immer noch sehr bekannten Gleichstellungsbeauftragen Sabine Schirmer-Klug, habe sich die Frauenwoche im Jahr 1993 entwickelt. „Sabine Schirmer-Klug war 33 Jahre lang im Amt. Sie hat ganz viel aufgebaut und das Büro zu dem gemacht, was es heute ist“, erinnert sich Neige zurück. In diesem Jahr liegt auch ein Fokus auf Themen wie Wechseljahre, geschlechtergerechte Bezahlung, häusliche Gewalt, Empowerment und Altersvorsorge. „Wir sehen, dass viele besonders junge Frauen Themen wie Altersvorsorge und Rente nicht im Blick haben. Dabei sind ihre Renten durch Eltern- oder Teilzeitbeschäftigungen sowie Pflegezeiten meist deutlich geringer als die eines Mannes. Daher bieten wir zu diesem Thema erstmalig eine Online-Veranstaltung an“, erläutert Melanie Kampa, stellvertretende Leiterin des Büros für Gleichstellung und Vielfalt. Aber auch das Thema der Anonymen Spurensicherung, die nach sexuellen Übergriffen helfen kann, Spuren zu sichern, wird erneut aufgegriffen. Hierzu findet am Donnerstag, 12. März 2026, um 16 Uhr ein Vortrag satt. „Diese Thematik ist immer noch mit einem großen Tabu behaftet und viele Menschen kennen dieses Angebot in Herne leider doch noch gar nicht, deshalb wollen wir informieren und sensibilisieren“, sagt Kampa weiter. Ferner werde es in Kooperation mit der Gesundheitswoche die Fachtagung „Free as a bird - Frauen und Mädchen mit nicht sichtbaren Behinderungen“ am Mittwoch, 11. März 2026, im H2Ö geben (halloherne berichtete). Ebenso stehen in diesem Jahr auch wieder Lesungen auf dem Programm. So kommen die Literaturpreisträgerin Cigdem Akoyl mit ihrem Roman 'Geliebte Mutter - Canim Annem' und Gisa Pauly mit ihrem neusten Roman 'La Paloma' nach Herne. „Wir hoffen, dass wir mit dem Angebot möglichst viele Frauen erreichen und ihnen die Möglichkeit zum Austausch sowie zur Solidarität bieten“, macht Neige abschließend deutlich. Da die Nachfrage nach vielen Veranstaltungen hoch sei, sei es klug, sich rechtzeitig für die gewünschte Veranstaltung anzumelden. Bei einigen Veranstaltungen sei auch ein kleines Entgelt zu entrichten. Hier geht es zum kompletten Programm und Anmeldung.

seit 2. März

Grund ist ein Brückenabriss

A43: Hibernia- und Südstraße unter Autobahn zeitweise gesperrt

Die Autobahn Westfalen erneuert die Brücken Hiberniastraße und Südstraße im südlichen Herne. Dabei werden die Bauwerke jeweils halbseitig abgerissen und neu gebaut (Symbolbild).

Die Autobahn Westfalen erneuert die Brücken Südstraße und Trasse Wanne-Constantin im südlichen Herne. Dabei werden die Bauwerke jeweils halbseitig abgerissen und neu gebaut. Für den Abriss müssen die städtischen Straßen unter den Brücken gesperrt werden: Der Fuß- und Radweg Trasse Wanne-Constantin kann von Montag, 2. März, ab 7 Uhr bis Donnerstag, 12. März 2026 um 18 Uhr, nicht genutzt werden. Die Südstraße wird im Anschluss vom Freitag um 7 Uhr bis Montag um 15 Uhr, 13. bis 16. März 2026, für den Verkehr gesperrt. Umleitungen sind eingerichtet. Der Fuß- und Radverkehr kann statt der Brücke an der Trasse die Südstraße nutzen – und umgekehrt. Der motorisierte Verkehr der Südstraße wird über die Bochumer Straße, den Westring, die Holsterhauser Straße und die Koniner Straße umgeleitet. Der Verkehr auf der A43 ist von den Arbeiten nicht betroffen. Er fließt wie bisher in einer Baustellenverkehrsführung über die jeweils andere Brückenhälfte.

seit 13. März

24-Stunden Auszeit

"24 Stunden für Gott" – Die Aktion in 2026

Die Löwenkirche lädt ein: 24-Stunden für Gott.

„24 Stunden für Gott“ die weltweite Initiative der katholischen Kirche, meist am Freitag und Samstag vor dem vierten Fastensonntag, wurde von Papst Franziskus ins Leben gerufen. Während der Kirchen bleiben 24 Stunden geöffnet für eucharistische Anbetung, Stille, Gebet und Beichte, um zur Versöhnung einzuladen. Die Aktion bietet den Christen einmal für einen Tag raus aus dem Gewohnten, aus Alltag, Familie, Beruf. 24 Stunden Zeit haben für mich, für Gott. 24 Stunden zum Innehalten, Durchatmen, Ressourcen entdecken und stärken, Neuausrichten Der Alltag lässt häufig keine langen Unterbrechungen zu. Da kann eine kurze Auszeit von einem Tag schon hilfreich sein. Beginn ist am Freitagabend gegen 18 Uhr. Es bleibt viel Zeit für die persönliche Gestaltung, zum Innehalten und Ausruhen, zur Neuorientierung. Am späten Samstagnachmittag endet die Auszeit. 24 Stunden Zeit für: Stilles Gebet und Kerzen für den Frieden anzünden Atemholen und Ausruhen Anbetung und Lobpreis - Lob, Dank, Bitte Heilungsgebete - persönliches Beichtgespräch Beratung und Gespräch mit Priestern. In der Löwenkirche, St. Joseph, findet die Aktion von Freitag, 13. März, bis Samstag, 14. März 2026, statt. Die Christen sind eingeladen zu Gebet, Anbetung, Gottesdienst oder Beicht- und Gesprächsgelegenheiten in die Kirche. Aber auch, wer 'nur' eine Kerze für den Frieden anzünden möchte, kann das gerne tun. Die Kirche ist durchgehend von Freitag, 18 Uhr bis Samstag 17 Uhr geöffnet.

seit 13. März

Sonntag, 15. März

Der März im LWL-Museum für Archäologie

Familiensonntag, Lange Museumsnacht und mehr

Das Westfälische Museum für Archäologie des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL).

Im März 2026 erwartet die Besucher des LWL-Museums für Archäologie und Kultur in Herne einige Höhepunkte: Los geht es mit dem Familiensonntag unter dem Motto „Mit vollem Mund die Füße aufm Tisch“, einer Spezialführung für Kinder von acht bis zwölf Jahren mit anschließendem Servietten-Workshop sowie zeitgleich einer Führung für die Eltern und weiteren interessierten Erwachsenen. Beim Glasperlen-Workshop und in der Schau-Schmiede steht altes Traditionshandwerk im Fokus. Beim Vortrag geht es um römische Ess- und Trinkkultur. Ganz den Frauen widmet sich eine Spezialführung durch die aktuelle Sonderausstellung „Mahlzeit“ am Weltfrauentag. Ein Mix aus Rundgängen, Musik, Vorführungen und Kulinarik erwartet Besuchende bei der Langen Museumsnacht. „Mit vollem Mund die Füße aufm Tisch“ heißt es am Familiensonntag, 1. März 2026, im LWL-Museum für Archäologie und Kultur. Um 13 Uhr und 15 Uhr erfahren Kinder und Jugendliche von acht bis zwölf Jahren in der Spezial-Führung, wie früher gegessen wurde. Im anschließenden Servietten-Workshop lernen sie Techniken, mit denen sie ihre Eltern beim nächsten Sonntagsfrühstück beeindrucken können. „Benehmen ist Glücksache"? Wie man sich zu Tisch richtig benimmt, hängt vor allen Dingen davon ab, wo und mit wem man isst. Die Teilnehmenden machen eine kleine (Zeit-)Reise um die Welt und erfahren, wo ein "Bäuerchen“ zum guten Ton gehört und mit wem man besser nicht den Becher teilt. Wie es darüber hinaus gelingt, eine Tischgesellschaft zu beeindrucken, erfahren die Teilnehmenden im anschließenden Servietten-Workshop. Während die Kinder die Sonderausstellung „Mahlzeit“ bei der Spezial-Führung und dem Workshop erkunden, erwarten die Eltern zwei öffentliche Führungen durch die Sonder- und Dauerausstellung. Die öffentliche Führung „gesucht. gefunden. ausgegraben.“ durch die Dauerausstellung steht an allen Sonntagen im März (1., 8., 15., 22., und 29. März) um 13 Uhr auf dem Programm. Bei dem Rundgang folgen Besuchende in einer nachgestalteten Ausgrabung den Spuren der Menschen in Westfalen. Neben zahlreichen Funden erwartet sie beispielsweise der in Mitteleuropa einmalige, bekannte Faustkeil aus Mammutknochen, der Schmuck der Damen von Ilse als eine der geheimnisvollsten Entdeckungen aus der Eisenzeit sowie das mit Beigaben ausgestattete Grab des Fürsten von Beckum. Die Spezial-Führung durch die Sonderausstellung „Mahlzeit“ am Weltfrauentag, Sonntag, 8. März 2026, legt den Schwerpunkt auf Frauen und Ess- bzw. Trinkkultur. Welche Rolle kam Frauen beim griechischen Symposion zu? Warum bekamen Mädchen ein Puppenhaus und Jungen in der frühen Neuzeit Zinnsoldaten? Was steckt hinter dem Gewinn der Frauen-Fußball-Nationalmannschaft zu ihrem EM-Sieg 1989? Eine Führung nicht nur für Frauen. Am Sonntag (1., 15., 22. und 29. März) um 15 Uhr erwartet Besuchende des LWL-Museums für Archäologie und Kultur die öffentliche Führung „Mahlzeit“ durch die gleichnamige Sonderausstellung. Gemeinsames Essen ist weit mehr als nur Nahrungsaufnahme. Ob beim königlichen Bankett, der einfachen Bauernmahlzeit, dem familiären Abendessen oder der gemeinsamen Mittagspause - überall offenbaren sich Fragen: Wer sitzt wo? Wer bekommt das beste Stück? Welche Rituale bestimmen das gemeinsame Mahl? Und was verrät das alles über Macht, Zugehörigkeit, gesellschaftlichen Wandel und vor allem Kultur? Von opulenten Festtafeln und rituellen Speisungen bis hin zu den Herausforderungen unserer Zeit - schnelle Snacks, digitale Ablenkung und der scheinbare Verlust gemeinsamer Rituale - zeigt diese Ausstellung, wie Essen seit Jahrtausenden als sozialer Klebstoff wirkt. Mit einem Blick auf über 300 Exponate und Geschichten lädt „Mahlzeit!“ dazu ein, die kulturelle Dimension des Essens neu zu entdecken. Eine Reise durch die Welt des gemeinsamen Speisens. Das Kreativseminar „Bunte Pracht - Glasperlen selbst gemacht“ am Samstag, 7. März 2026, gibt Einblicke in die 3.500 Jahre alte Kunst der Glasherstellung. Wie kommt eine Glasperle zu ihrer Form und wie erhält sie ihre Farbe? Antworten auf diese Fragen und die Möglichkeit zum Ausprobieren bietet der Workshop im LWL-Museum für Archäologie und Kultur. Von 13 bis 17 Uhr haben Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren die Möglichkeit, die Technik des Glasperlenwickelns mit dem Bunsenbrenner zu erlernen. Am Ende der Veranstaltung können die Teilnehmenden ihre selbst gefertigten Glasperlen mit nach Hause nehmen - für sich selbst oder als Geschenk. Die Kosten für das Seminar betragen 45 Euro pro Person, inklusive Material und zuzüglich des Museumseintritts. Das Seminar richtet sich an Anfänger. Um Anmeldung wird gebeten unter Tel 02323-94628-24. In der „Schau-Schmiede“ haben junge und erwachsene Besucher am Sonntag, 15. März von 12 bis 17 Uhr erstmalig die Gelegenheit, dem Museumsschmied Timo Haken über die Schulter zu schauen. Mit Hammer, Amboss und inmitten von Esse-Funken schmiedet Haken, Schwerter oder kleinste Glieder für ein Kettenhemd. Während der Schmiede-Vorführung besteht auch die Möglichkeit, dem Schmied Fragen zu stellen. Das Angebot ist kostenlos. Die Vorführung findet im Innenhof des Museums statt. Am Sonntag, 15. März 2026, um 14 Uhr geht es „Mit dem Spielmann durch die Zeiten“. Abenteuerliche und amüsante Geschichten, die sich um die Vergangenheit Westfalens und ihre archäologischen Funde ranken, bilden den Inhalt der musikalischen Führung mit Spielmann Michel. Der zeitreisende Musikus geht mit Witz und Musikalität, mit Liedern, Texten und Klangbeispielen den Fragen nach: Wie klang die Musik der Neandertaler und wieso geht die Musik von Carlos Santana auf das Alte Griechenland zurück? Beim öffentlichen Vortrag „Wenn Trimalchio zu Tisch bittet - Esskultur bei den Römern“ am Donnerstag, 19. März 2026, um 19 Uhr veranschaulicht Dr. Josef Mühlenbrock, Leiter des LWL-Römermuseums in Haltern am See, was bei den Römern auf den Tisch kam. „Dank der archäologischen Funde können wir heute die Versorgungsmöglichkeiten im Römerlager rekonstruieren“, so Mühlenbrock. „Sie verraten, dass nicht nur einfacher Brei aus Weizenmehl, das Hauptnahrungsmittel eines Legionärs, im Lager gegessen wurde, sondern zumindest bei den höheren Dienstgraden durchaus auch Luxusgüter auf den Tisch kamen.“ Und wie sahen die Essgewohnheiten der Oberschicht aus? Diese und weitere Fragen stehen im Zentrum des kostenlosen Vortrags, der live auf dem YouTube-Kanal des LWL-Museums für Archäologie und Kultur zu sehen ist. Begleitet wird der Vortrag von Marianne Gorissen, die in römischer Gewandung aus dem sogenannten „Gastmahl des Trimalchon“ von Petronius liest. Am Freitag, 27. März 2026, von 18 bis 24 Uhr findet mit der „Langen Nacht der Mahlzeit“ ein Höhepunkt des Jahresprogramms statt. Neben speziellen Programmen zur Sonderausstellung, wie Führungen und Workshops, stehen Musik, Mitmachangebote und kulinarische Höhepunkte auf dem Programm. Der Eintritt ist an diesem Tag frei. Der erste Programmpunkt der Langen Museumsnacht ist von 18 bis 20 Uhr die „Schnuppergrabung im Grabungscamp“. Hier erwartet Erwachsene und Kinder ab acht Jahren eine unerschlossene Grabungslandschaft, die es archäologisch zu bearbeiten gilt. Mit echten Grabungswerkzeugen legen sie Schritt für Schritt Funde und Befunde frei, die ihnen unter anderem das Mittelalter, die römische Kaiserzeit oder auch die Jungsteinzeit direkt vor Augen führen. Sämtliche Arbeitsschritte werden im Team erledigt: Familien werden zu Forschergruppen, Freunde zu Grabungsteams und jeder Einzelne zum Archäologen für einen Tag. Der Eintritt ist frei. Mit den Speedos ist eine der „aktivsten Bands in Deutschland“ zu Gast. Sie begrüßt die Besuchenden im Foyer mit Liedern aus einem großen Repertoire. Passend zur Sonderausstellung „Mahlzeit“ liefern Spielmann Michael und Andreas Niggemeier ein exklusives Programm zwischen Candlelight Dinner und sinnloser Völlerei. Das Trio Ei-Der-Daus nimmt sich speziell der Trinklieder-Kultur an. Im Zentrum der Sonderausstellung stellt das Trio Liedgut vor, wie es vor rund 150 Jahren bei Bier und Wein gesungen wurde. Den ganzen Abend über bieten Führungen einen Überblick zur Geschichte des gemeinsamen Essens und zum Leben der Menschen in den vergangenen 250.000 Jahren. Ein besonderer Höhepunkt: die „Malocher-Führung“ mit Timo Reichelt. Wenn Reichelt nicht gerade mit seinem gewohnt lockeren Ruhrpott-Mundwerk durch die Ausstellung führt, lässt er die Funken fliegen - draußen an der Schau-Schmiede. Sicherlich ist die Schmiede auch ein spektakuläres Fotomotiv für alle Cosplayer, die das LWL-Museum für Archäologie und Kultur an diesem Abend einlädt. Egal, ob aus dem Star-Wars-Universum, der Disney-Märchenwelt oder dem weiten Anime-Kosmos: Jede Figur ist willkommen. Die jüngeren Nachtschwärmer lädt der Keramik-Künstler Thomas Benirschke ein, mit ihm vierhändig zu zaubern. Das Ergebnis ist ein hochwertiges Geschirrteil, das jeder „Zauberer“ mit nach Hause nehmen darf. Neben Geschirr geht es in der Sonderausstellung „Mahlzeit!“ auch um Besteck. Besuchende erleben selbst, dass Löffel, Gabel und Messer nicht nur hervorragende Werkzeuge zum Essen sind, sondern auch zu kreativen Schmuckstücken werden können. Wer sich den ganzen Abend mit dem Thema „Mahlzeit“ umgibt, wird natürlich hungrig. Wie Kaiser Augustus auf dem Ausstellungsplakat, so dürfen sich auch die Besuchende auf italienische Küche mit Pizza und Eis freuen. Im Museumscafé kümmert sich der Förderverein um den Ausschank von Getränken. Die öffentlichen Führungen sind kostenlos. Zu zahlen ist nur der Museumseintritt. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre sind kostenfrei.

Herner Schauspieler Joachim Król spielt in Berlin

Neue Doku 'Vier von hier'

Zwei der „Vier von hier“ standen auch gemeinsam vor der Kamera: Dietmar Bär und Joachim Król in „Drechslers zweite Chance“.

Als der Herner Schauspieler Joachim Król vor zwei Jahren zusammen mit seinen Revierkollegen Dietmar Bär, Peter Lohmeyer und Armin Rohde den mit 100.000 Euro dotierten Ruhr-Preis der Essener Brost-Stiftung erhielt (halloherne berichtete), entstand Ende 2024 die 23-minütige Dokumentation „Vier von hier“ des 1957 in Gelsenkirchen geborenen Regisseurs und Berliner Produzenten Christoph Rüter. Im Pressetext dazu heißt es: „Ein Film über vier Künstler aus dem Pott. Sie sind Schauspieler und Großkomiker, die das Ruhrgebiet bis heute als ihre Heimat sehr schätzen, auch wenn sie bis auf Armin Rohde woanders leben. Gemeinsam haben sie alle in Bochum am Theater angefangen. Nun begeben sie sich auf eine Spurensuche nach ihrer Herkunft, ihrer Geschichte miteinander, ihren Film- und Theaterarbeiten und ihrer Situation heute.“ Weiter steht dort: „Der Kohlenpott ist der fünfte Protagonist in einem Film über vier Ausnahme-Künstler, die ihrem Hiersein, ihrem Dasein in einer industrialisierten Zone mehr verdanken, als es eigentlich üblich ist: Überlebens-Komödianten-Künstler der direkten Art.“ Das erste Mal gemeinsam auf den Brettern standen drei der „Vier von hier“ 1984 im Schauspielhaus Bochum: Joachim Król spielte den Räuber Schwarz an der Seite von Dietmar Bär und Armin Rohde in der Schiller-Inszenierung „Die Räuber“ des damaligen Ko-Intendanten Alfred Kirchner. Nun dreht Christoph Rüter, der u.a. als Assistent von Hans Neuenfels an der damaligen Freien Volksbühne West-Berlin auch auf ein bewegtes Theaterleben zurückblicken kann, eine Fortsetzung der „Vier von hier“-Doku. Um Joachim Król zu treffen, brauchte Rüter, dessen Produktionsfirma in Berlin ansässig ist, nicht in den tiefen Westen zu reisen. Denn der Herner probt zur Zeit im Berliner Renaissance-Theater die Komödie „Sophia oder Das Ende der Humanisten“ von Moritz Rinke. Darum geht’s: Wolfgang Bergmann (Joachim Król), Professor für Alte Geschichte, begreift sich zwar als Hüter des Abendlandes, spürt aber, wie ihm allmählich die Welt entgleitet. Erst haben sich seine Studenten von ihm abgewendet, dann hat ihn seine Universität vorzeitig in den Ruhestand versetzt. Als ihn auch noch seine Frau aufgrund seiner „Rückständigkeit“ verlassen hat, macht er sich trotzig daran, alle zu überholen und der Zukunft voraus zu sein. Mit Sophia (Katharine Merling) hat er sich einen Androiden angeschafft, eine KI in makellos schöner Menschengestalt: klug, schnell, unendlich geduldig und ihm bedingungslos zugewandt. Kurz: Endlich die perfekte Frau, die ihn umsorgt und intellektuell fordert. Seine Tochter Helena (Christin Nichols), eine Psychologin, die Wolfgang zu seinem 60. Geburtstag besucht, ist entsetzt: Lebt ihr Vater jetzt etwa mit einem Sexroboter zusammen? Helenas Freund hingegen, der gescheiterter Informatikstudent Jonas (Tanju Bilir), ist von Sophia völlig fasziniert. Aber dann ändert er ihre Systemeinstellungen, und plötzlich beginnt Sophia, sich selbst zu programmieren. Außer Kontrolle geraten wirkt sie bald nicht nur menschlicher als wir, sondern stellt ihre eigene Existenz infrage. Was als Experiment beginnt, wird immer mehr zur existenziellen Bedrohung… Das Theaterstück „Sophia oder Das Ende der Humanisten“ von Moritz Rinke, gerade erst am Donnerstag (26.2.2026) in der Regie von Amélie Niermeyer am Wiener Theater in der Josefstadt uraufgeführt, führt heiter in die beängstigende Logik der „Intelligenzexplosion“, wie sie der britische Mathematiker Irving John Good voraussagte: Die erste ultraintelligente Maschine wird die letzte Erfindung des Menschen sein. Die heitere Dystopie bringt der Hausherr Guntbert Warns nach zwei Voraufführungen am 15. März 2026 in Deutscher Erstaufführung am Renaissance-Theater Berlin heraus in der Ausstattung von Momme Röhrbein (Bühne) und Ariane Warns (Kostüme). Das Stück steht danach bis zum 28. Mai 2026 auf dem Spielplan, was dem Herner Schauspieler Joachim Król einen längeren Aufenthalt in der Hauptstadt beschert. Ob sich der Wahl-Kölner und bekennende BVB-Fan das Spiel „seiner“ Borussia am Samstag, 7. März 2026, im Rhein-Energie-Stadion beim 1. FC Köln anschauen kann mitten in den Endproben zum ersten Try-Out am Freitag, 13. März 2026 bleibt daher fraglich.

Budenzauber am Sportpark

Arminia Holsterhausen lädt zum Jugend-Hallenturnier

Die Sporthalle im Sportpark ist Ort des Geschehens.

Wenn der Ball wieder über das Hallenparkett rollt und hunderte Kinderaugen leuchten, dann ist es Zeit für Spitzenfußball von morgen. Die Spvg. Arminia Holsterhausen lädt alle Sportbegeisterten, Familien und Fußballfans am Sonntag, 15. März 2026, zu einem packenden Hallenturnier in die Sporthalle am Sportpark, Im Sportpark 20, ein. Einlass ist ab 8 Uhr, Das Ende zwischen 17 und 18 Uhr geplant. Der Eintritt ist frei. Abseits des Liga-Alltags steht an diesem Tag der Spaß am Spiel im Vordergrund - doch der sportliche Ehrgeiz kommt sicher nicht zu kurz. In spannenden Begegnungen treten talentierte Mannschaften der E- und F-Jugend gegeneinander an. Die Zuschauer dürfen sich auf technische Kabinettstückchen, leidenschaftlichen Einsatz und jede Menge Tore freuen. „Wir erwarten einige sehr interessante Begegnungen und tolle Spiele. Es ist immer wieder beeindruckend zu sehen, mit wie viel Herzblut die Kids bei der Sache sind“, so die Organisatoren der Arminia. Nicht nur auf dem Spielfeld wird einiges geboten: Die Stars von morgen zeigen ihr Können. Ferner gibt es von frischen Waffeln und Kuchen bis hin zu herzhaften Snacks und kühlen Getränken alles, was das Fan-Herz begehrt.

8 Uhr

Drucken mit Lego Dots und Alltagsgegenständen

Workshops zum Tag der Druckkunst

Die Werkstatt ARTig lädt zum Tag der Druckkunst zu Workshops am Sonntag, 15. März 2026.

Die Werkstatt ARTig (Kaiserstraße 101) lädt zum Tag der Druckkunst am Sonntag, 15. März 2026, zu zwei Workshops. Der erste heißt „Drucken mit Lego Dots“ und ist von 11 bis 13 Uhr. Mit den Dots des Herstellers entstehen Grafiken und Schriften. Gemeinsam wird mit Formen, Mustern und Wiederholungen experimentiert. Der Workshop ist als Tandem geplant, also als Erwachsener zusammen mit einem Kind (beispielsweise Mutter-Tocher, Vater-Sohn oder Oma-Enkel). Der Preis beträgt 25 Euro pro Pärchen inklusive Material. Der zweite Workshop heißt „Drucken mit Alltagsgegenständen“ und läuft von 15 bis 17 Uhr. Hier gibt es kreatives Drucken mit ungewöhnlichen Materialien wie Klorollen, Luftpolsterfolie und weiteren Alltagsgegenständen. Ein experimenteller Workshop für neue Druckerfahrungen. Der Preis liegt bei 15 Euro pro Person inklusive Material. Für beide Workshops ist eine Anmeldung notwendig, da die Plätze begrenzt sind. Kontakt per Mail: werkstattartig@gmx.de.

11 Uhr

'Mission Machen' zeigt Perspektiven auf das Handwerk

LWL-Wanderausstellung im Schloss Strünkede

Die LWL-Wanderausstellung "Mission Machen – Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk" ist im Schloss Strünkede zu sehen.

Am Donnerstag, 5. Februar 2026, um 18 Uhr eröffnet im Schloss Strünkede, Karl-Brandt-Weg 5, die Sonderausstellung „Mission Machen – Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk“. Diese wird bis Sonntag, 12. April 2026, zu sehen sein. Was zeichnet das Handwerk in Westfalen aus? Welchen Einfluss haben Themen wie Nachhaltigkeit, Umweltschutz, Digitalisierung, Globalisierung, Inklusion und Integration auf den Berufsalltag von Menschen im Handwerk? Welche Verantwortung übernehmen heutige Handwerksbetriebe? Die Fotoausstellung „Mission Machen - Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk“ geht diesen Fragen nach, indem sie die Arbeit in westfälischen Handwerksbetrieben individuell im Bild präsentiert. Tuula Kainulainen hat dafür den Arbeitsalltag von 25 Betrieben begleitet und dokumentiert. Die Fotografien vermitteln einen persönlichen Einblick in Alltagssituationen westfälischer Handwerkern, die sich aufgeschlossen, erfinderisch und engagiert zeigen. Unterteilt in vier große Themenbereiche können sich die Besucher ein eigenes Bild von der Vielfalt und der Innovationskraft des Handwerks in Westfalen-Lippe machen. Die Ausstellung ist dienstags bis freitags von 10 bis 13 Uhr sowie von 14 bis 17 Uhr geöffnet, an Samstagen von 14 bis 17 Uhr und an Sonntagen von 11 bis 17 Uhr. Die Ausstellung „Mission Machen – Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk“ ist ein Kooperationsprojekt mit dem LWL- Medienzentrum für Westfalen und dem LWL-Freilichtmuseum Hagen. In die Ausstellung einführen werden bei der Eröffnung Kurator Lennart Nickel vom LWL-Freilichtmuseum Hagen und die Fotografin Tuula Kainulainen vom LWL-Medienzentrum für Westfalen. Weitere Materialien und ergänzende Infos zur Wanderausstellung bietet die Webseite des LWL-Medienzentrums für Westfalen unter www.missionmachen.lwl.org. Zu der ursprünglich 2025 vom LWL-Freilichtmuseum in Hagen gezeigten Ausstellung ist ein Bildband erschienen, der alle Fotografien sowie ergänzende Texte und Hintergrundinformationen zur Entstehung des Projekts umfasst und für 24,90 Euro im Buchhandel erhältlich ist.

11 Uhr

Klasse-Programm beim 16. Kirchlichen Filmfestival

Menschen eine Stimme geben

Stellten in der Cineworld Recklinghausen das Programm des 16. Kirchlichen Filmfestivals vor (v.l.): Marc Gutzeit (Geschäftsführer Kreisdekanat), Julia Borries (Evang. Kirchenkreis), Pfarrerin Friederike Melloh, Kurator Michael M. Kleinschmidt, Kinoleiter Kai-Uwe Theveßen und Dirk van Buer (Sparkassen-Kulturstiftung)

Nicht kleckern, sondern klotzen: Kaum ist die Berlinale vorbei, lädt das inzwischen 16. Kirchliche Festival von Mittwoch bis Sonntag, 11. bis 15. März 2026, ins Cineworld-Multiplex nach Recklinghausen ein. Bevor etwa „Vier minus drei“ Mitte April in die Kinos kommt, ist Adrian Goingers zweistündiger Spielfilm bei unserem nördlichen Nachbarn zu sehen. Frisch ausgepackt: Nicht weniger als acht Previews werden gezeigt und zumeist von Schauspielern (Cindy Klink, David Knors, Mohamed Musa und Rony Herman), Drehbuchautoren (Antonia Rothe-Liermann) oder Regisseuren (Jacqueline Jansen und Georgi M. Unkovski) persönlich vorgestellt. Der Vorverkauf hat am Montag (23.2.2026) begonnen. Karten sind während der Öffnungszeiten an den Kassen des Cineworld sowie online unter cineworld-recklinghausen.de erhältlich. Das von den künstlerischen Leitern Horst Walther und Michael M. Kleinschmidt, die rund 120 Filme gesichtet haben, und einem Gremium kuratierte Festival wartet mit drei Preisverleihungen, zwölf Spielfilmen, einem Dokumentarfilm, zehn Kurzfilmen im Cineworld und, ein traditioneller Leckerbissen im vierten Jahr, einem Stummfilm in der besonderen Atmosphäre der St. Peter-Kirche auf. Zweitausend verkaufte Karten waren im vergangenen Jahr bereits ein Ausrufezeichen, bei diesem Klasse-Programm sollten Filmfreunde frühzeitig den Vorverkauf nutzen. Der Ökumenische Filmpreis des Kirchlichen Filmfestivals geht in diesem Jahr an den nordmazedonischen Spielfilm „DJ Ahmet“ von Regisseur Georgi M. Unkovski. Die Entscheidung würdigt einen Film, der durch erzählerische Kraft und gesellschaftliche Relevanz überzeugt. Die Jugendjury zeichnet mit „Wild Foxes“ eine belgisch-französische Produktion aus, die die Lebenswirklichkeit von heranwachsenden jungen Männern eindrucksvoll und sensibel beleuchtet. Die Kinderjury prämiert „Das geheime Stockwerk“, einen deutsch-österreichisch-luxemburgischen Spielfilm, der junge Zuschauerinnen und Zuschauer ernst nimmt und zugleich mit großer Leichtigkeit erzählt ist. Nach dem traditionellen Prolog, dem Ökumenischen Filmgottesdienst am 8. März 2026 um 17 Uhr in der Christuskirche, wird das Festival am 11. März 2026 um 19.30 Uhr mit einer Preview eröffnet: „Als wäre es leicht“, Milan Skrobaneks Debüt, ist ein berührender Spielfilm über eine Liebe jenseits aller Barrieren – gespielt von zwei Hauptdarstellenden, die selbst gehörlos beziehungsweise sehbeeinträchtigt sind. Dieser Akzent des Sichtbarmachens zieht sich durch die Festivaltage, etwa im belgischen Gerichtsdrama „Wir glauben euch“, im intensiven Familienporträt „Vier minus drei“ oder im finnischen historischen Drama „Nie allein“, das von jüdischen Geflüchteten während des Zweiten Weltkriegs erzählt. Fritz Langs Stummfilm „Der müde Tod“, der am 12. März um 19 Uhr in der Propsteikirche St. Peter gezeigt wird nach einer Einführung durch den Mainzer Filmwissenschaftler Arndt Klingelhöfer, wird vom Regionalkantor Thorsten Maus an der Klaisorgel begleitet. Der Eintritt ist frei, es wird aber um Spenden gebeten. Die Karten für das im Revier singuläre Programm mit anspruchsvollem Kino aus Deutschlands, Europa, Afrika und dem Nahen Osten, das Menschen eine Stimme gibt, die im Alltag wenig gesehen werden und deren Geschichten oft im Schatten stehen, kosten zehn Euro (Eröffnungsfilm und Ökumenischer Filmpreisabend 12 Euro, Kinder- und Jugendfilm fünf Euro). Die Kurzfilmrolle „Augenblicke 2026“ am 14. März 2026 um 14 Uhr mit insgesamt zehn Kurzfilmen mit einer Gesamtlänge von gut anderthalb Stunden und die Kunst-im-Kino-Matinee über Caravaggio am 15. März 2026 um 11.30 Uhr bieten weitere besondere cineastische Erfahrungen wie auch der Abschlussfilm „Calle Málaga – Ein Zuhause in Tanger“ am 15. März um 17 Uhr, der voller Wärme und Humor vom Kampf einer älteren Frau um ihr Zuhause und ihre Selbstbestimmung erzählt. Zum Rahmenprogramm gehören zudem Demokratie-Fitness-Sessions, die an drei Tagen dazu einladen, demokratisches Denken und Handeln spielerisch zu trainieren. Das komplette Programm steht unter kirchliches-filmfestival.de zum Download bereit.

11:30 Uhr

Das Quartalsprogramm des vhs-Filmforums startet am 1. Februar

Vielfalt auf großer Leinwand

Eine Szene aus "Dann passiert das Leben", welcher beim vhs-Filmforum gezeigt wird: Rita (Anke Engelke) und Hans (Ulrich Tukur), ein in die Jahre gekommenes Ehepaar, muss erst wieder lernen, sich gegenseitig zu vertrauen.

Die ganze Vielfalt des aktuellen Programmkinos zeigen, und zwar auf der großen Leinwand in der Filmwelt Herne am Berliner Platz – das ist seit über 30 Jahren der Anspruch des vhs-Filmforums. Wie gewohnt laufen alle Filme wieder sonntags um 12:30 Uhr, montags um 20:15 Uhr und mittwochs um 17:30 Uhr. Mit der Auswahl der Filme möchte die vhs Herne dem Publikum die Unterschiedlichkeit künstlerisch-ästhetischer Filmgestaltung zeigen und eine breite Internationalität der Produktionsländer abbilden sowie eine große Spannweite gesellschaftlich relevanter Themen aufgreifen. Im ersten Quartal 2026 sind gleich mehrere deutschsprachige Filme im Programm (Rote Sterne überm Feld, Dann passiert das Leben oder Stiller). Zwei Beiträge erscheinen innerhalb der Frauenwoche in Herne und thematisieren das Thema Verantwortung im Kontext sexueller Belästigung und Fragen von Zugehörigkeit und Verletzungen im Familiensystem (Sorry, Baby und Sentimental Value). Gleichsam sind großartige Schauspieler wie Emma Stone in Bugonia, Mads Mikkelsen in Therapie für Wikinger oder Jennifer Lawrence in Die my love zu sehen. Die Filme Sorry, Baby und Rote Sterne überm Feld sind von politischer Relevanz, während Bugonia ein Beitrag der im Filmforum beliebten Literaturverfilmungen darstellt. Als Nischenfilm, der wesentlich mehr Aufmerksamkeit verdient hat, wird Therapie für Wikinger am Ende der Reihe gezeigt. Natalie Dilekli, bei der vhs Herne zuständig für das Filmforum, nennt ihren ganz persönlichen Tipp: „Bugonia mit Emma Stone lebt von der großartigen Schauspielkunst seiner Hauptdarstellerin, aber auch von jenem der beiden Darsteller der Entführer Teddy und Don. Eine ungewöhnliche Story, skurril und auch spannend. Das gehört ins Kino.“ Die Filme im Detail: Gerne plant die Filmwelt auch Vorführungen für Schulklassen. Abweichungen bei den Zeiten sind möglich und werden unter www.filmwelt-herne.de oder in den Social Media Kanälen veröffentlicht. Eintritt: 6 Euro auf allen Plätzen (Zuschlag bei Überlänge sowie Gebühren bei Onlinekauf). Programmübersicht: www.vhs-herne.de/filmforum-galerie.

12:30 Uhr

'Im März … - Arbeiten auf Papier'

Maria Schleiner beim Herner Künstlerbund

Maria Schleiner, em. Professorin der Hochschule Düsseldorf, zeigt in der Galerie Kunstpunkt filigrane Arbeiten auf Papier, das abgebildete Werk ist von Blättern und Ranken in der Natur inspiriert. Die Eröffnung beginnt am 8. März 2026 ausnahmsweise erst um 15 Uhr.

Während noch bis Freitag, 27. März 2026 Arbeiten von Mitgliedern des Herner Künstlerbundes in der Ausstellung „Was ist feminin?“ im Haus am Grünen Ring an der Wilhelmstraße 37 (gegenüber dem Mondpalast) zu sehen sind, hat der HKB ’90 mit Maria Schleiner eine profilierte, zumeist Papier als Bildträger höchst filigraner Bilder nutzende Künstlerin aus Münster zu Gast in seiner Galerie Kunstpunkt an der Mont-Cenis-Straße 296 in Herne-Sodingen. Die Vernissage am Sonntag, 8. März 2026, beginnt ausnahmsweise erst um 15 Uhr, da am gleichen Tag um 11 Uhr in den Flottmannhallen die Ausstellung „sapiens?!“ mit Werken des Belgiers Mark Swysen (halloherne berichtete) eröffnet wird. 1960 im münsterländischen Havixbeck geboren erhielt Maria Schleiner ihre künstlerische Ausbildung in den USA und anschließend an der Kunstakademie Münster als Meisterschülerin von Günther Keusen. Nach Lehraufträgen u.a. an der Universität Santiago de Chile und der Johann Wolfgang Goethe Universität in Frankfurt/Main hatte sie bis zum vergangenen Jahr eine Professur „Bildende Kunst“ an der Hochschule Düsseldorf (HSD) inne. Dass Maria Schleiner ursprünglich von der Druckgraphik geprägt worden ist, sieht man ihren Papierarbeiten und aus Platzgründen jetzt in Herne nicht gezeigten Installationen an, die in mehreren Arbeitsschritten entstehen, die sich bisweilen über Jahre erstrecken. Ausgehend von spontanen, gestisch motivierten Zeichnungen häufig gegenständlicher und vielfach von der Natur inspirierter Motive werden diese nach und nach bearbeitet. Nicht nur mit Aquarell- oder bei älteren Arbeiten auch Ölfarbe, sondern auch mit der Schere. So entstehen luftig-leichte Bilder, deren auch räumliche Vielfalt sich erst bei genauem Betrachten erschließt. Denn die Collagen setzen sich aus mehreren Schichten unterschiedlich bearbeiteter Papiere zusammen, darunter auch Büttenpapier. So entstehen aus dem Bildträger Papier immer wieder kleine skulpturale Räume. Oder, etwa, wenn Maria Schleiner sich dem Blatt- und Rankenwerk von Bäumen und Sträuchern widmet, Illusionen von Dreidimensionalität. Wobei die Münsteranerin, die seit vielen Jahren ihr Atelier im Künstlerhaus Dortmund unweit des „U“-Turms hat, auch papierferne Materialien wie Alufolie einsetzt. In ihren abstrakten Bildern geht es um das Spiel von Farbe und Form, allerdings nicht statisch, sondern stets mit gestischer Ausgangssituation. Das Plakatmotiv, das etwas versteckt linkerhand in der Kunstpunkt-Galerie hängt, sticht dem Besucher in ihrer wunderbaren Farbigkeit jedoch sogleich ins Auge: „Paris blau/gelb“ ist wie zahlreiche andere Bilder im März des vergangenen Jahres in der Seine-Metropole entstanden, weshalb die Herner Ausstellung auch den Titel „Im März…“ trägt. In ihrer Biographie stößt man mehrfach auf Litauen, was damit zusammenhängt, dass Maria Schleiner im Baltikum an der Biennale für Papier 2014 teilgenommen und mit großformatigen Arbeiten Aufsehen erregt hat: Auf die Auszeichnung mit dem Grand Prix folgte zwei Jahre später in Kaunas eine große Einzelausstellung. Zu Maria Schleiners in Herne nicht vertretenem Œuvre gehören zudem Druckgraphik und Keramik. Die Ausstellung „Im März … - Arbeiten auf Papier“ wird am Sonntag, 8. März 2026 um 15 Uhr in der Galerie Kunstpunkt des Herner Künstlerbundes an der Mont-Cenis-Straße 296 eröffnet. Nach der Begrüßung durch den HKB-Vorsitzenden Hassan Jelveh führt der Düsseldorfer Professor Dr. Volker Eichener, in Herne inzwischen kein Unbekannter mehr, in das Werk Maria Schleiners ein. Die Ausstellung ist anschließend noch bis Sonntag, 19. April 2026 zu sehen jeweils mittwochs und sonntags zwischen 15 und 18 Uhr sowie nach Vereinbarung.

15 Uhr

Loriot-Version mit Götz Alsmann

Leonard Bernsteins „Candide“ in Essen

Traumpaar mit Hindernissen: Natalia Labourdette (Cunegonde) und Paul Curievici (Candide). Foto: Björn Hickmann

Alles steht zum Besten in der besten aller möglichen Welten und: Was immer ist, ist recht. Gegen diese von Gottfried Wilhelm Leibniz maßgeblich vertretene Eldorado-Philosophie hat der französische Aufklärer Voltaire 1759 seine satirische Novelle „Candide ou l’optimisme“ geschrieben. Darin wird der Titelheld, ein gutmütiger Tropf aus „Westphalia“, von seiner Geliebten Cunegonde getrennt und in die Welt geworfen. Nach einer wahren Odyssee mit Krieg, Erdbeben und Inquisition erkennt Candide: Das Leben ist weder gut noch schlecht, es will einfach nur gelebt werden. Leonard Bernstein hat daraus Mitte der 1950er Jahre unter dem Einfluss der politischen Situation, insbesondere der McCarthy-Tribunale gegen „unamerikanische Umtriebe“, vor denen auch seine Librettistin Lillian Hellman als angebliche Kommunistin angeklagt wird, eine verhalten optimistische „American Operetta“ gemacht, zugleich eine Liebeserklärung an die europäische Musik von Bach über Rossini und Gounod bis hin zu Mahler, von der Gavotte über Mazurka und Polka bis hin zum Walzer. Nach der Uraufführung am 29. Oktober 1956 in Boston brachten auch 73 Vorstellungen en suite ab Februar 1957 am Broadway unter der Leitung Bernsteins als neuem Ko-Dirigenten der New Yorker Philharmoniker nicht den gewünschten Erfolg: „Candide“ wurde rasch von der parallel entstandenen, am 19. August 1957 in Washington uraufgeführten „West Side Story“ in den Schatten gestellt. Was bis heute auch für die Spielpläne deutscher Opernhäuser gilt, so kann ich mich mit Blick aufs Revier nur an eine eher lärmende denn ironische oder gar satirische Inszenierung Gil Mehmerts zum Auftakt der Intendanz von Michael Schulz am Gelsenkirchener Musiktheater im Revier erinnern. Von der höchst problematischen deutschen Fassung ganz abgesehen konnte im Oktober 2008 nur Rasmus Baumann am Pult punkten: Bernsteins Partitur ist sowohl für das Orchester als auch für die Sänger so klippenreich wie Kap Hoorn. Da ist die Originalsprache schon ‘mal eine gute Entscheidung des weiblichen Aalto-Dreigestirns aus den Dramaturginnen Laura Bruckner und Elena Wachendorf sowie Marijke Malitius, für die szenische Einrichtung der konzertanten Aufführung verantwortlich. Weil Vicco von Bülow ganz recht hat, wenn er sagt, dass „Candide“ das einzige Stück ist, „dessen Inhaltsangabe, rasch vorgelesen, ebenso lange dauert, wie das Musical selbst“, ist die Entscheidung, auf den stark reduzierten Erzähltext Loriots zu setzen, das zweite große Plus. Die dritte gute Entscheidung ist, den neben Voltaires Novelle auch Hugh Wheelers Drehbuch des Musical-Films „Candide“ von Humphrey Burton aus dem Jahr 1991 adaptierenden Text Loriots von Götz Alsmann vortragen zu lassen. Der es sich zwischendurch auf dem berühmten grünen Sofa rechterhand bequem macht und mit seiner unverwechselbaren Stimme, aber auch seiner erstaunlich unprätentiösen, aber ungemein witzigen Art dem Publikum einen steifen Nacken bei der Lektüre der Übertitel erspart. Schließlich werden bedeutende philosophische Fragen verhandelt in den großartigen Musiknummern, die allein bis zur Pause auf die phantastische Ouvertüre folgen: Vom Duett „Oh, Happy We“ zwischen Candide (der britische Tenor Paul Curievici) und Cunegonde (herausragend: die spanische Sopranistin Natalia Labourdette, ehemaliges Mitglied des Opernstudios NRW) über die Trauerarie „Candide’s Lament“ und Cunegondes Koloratur-Arie „Glitter and Be Gay“ bis hin zum hoffnungsfrohen „Quartet Finale“ (ein Ereignis auch in der Polka „We Are Women“: doe Mezzosopranistin Almerija Delic, Gast vom Staatstheater Nürnberg, als feurige Old Lady) zum Ende des 1. Aktes. Mehr noch: So kann sich das Dutzend hervorragender Gesangsolisten auch mimisch und gestisch bewähren auf der großen Spielfläche des abgedeckten Orchestergrabens. Unbedingt zu erwähnen der kanadische Bass-Bariton Karel Martin Ludvik aus dem eigenen Ensemble, ein großer Komödiant sowohl als daueroptimistischer Dr. Pangloss als auch als pessimistischer Martin („Words, Words, Words“). Nicht zu vergessen der Chor, der sich immer wieder auszeichnen kann, so etwa im 2. Akt an der Seite Candides in der Eldorado-Ballade. Genug der Details, die nur dem Zweck dienen, aufzuzeigen, wie vielfältig Leonhard Bernsteins Komposition ist, die in Essen in den besten Händen des musikalischen Leiters Per-Otto Johanssons liegt. Der schwedische Dirigent ist Generalmusikdirektor am Landestheater Detmold. „Candide“ wieder neu belebt zu haben durch die geniale Verbindung aus Voltaire, Bernstein und Loriot, die knapp dreistündige Premiere am 22. Februar 2026 war triumphal für alle Beteiligten, ist ein großes Verdienst der in der veröffentlichten Meinung häufig gescholtenen Aalto Oper. Karten gibt es auf der Theater-Homepage oder per Tel 0201 – 81 22 200.

16:30 Uhr

Preisgekröntes Puppen- und Objekttheater im MiR

Solange das Fax funktioniert, ist alles gut

Die Büroangestellten Gruber (Luisa Krause), Noll (Moritz Ilmer), Weber (Gloria Iberl-Thieme) und das Paranormalen Phänomen (Daniel Jeroma, v.l.) in Svealena Kutschkes Stück „Fußnoten aus dem späten 21. Jahrhundert“.

„Ich will nur sagen: Zwei Stunden eine Zigarette rauchen, vielleicht geht das auch schneller“: Es sind ganz alltägliche Konflikte, die in Svealena Kutschkes Stück „Fußnoten aus dem späten 21. Jahrhundert“ das Salz in der faden Suppe des Büroalltags zwischen Abheften, Tackern und Kopieren darstellen. Ihr im vergangenen Jahr beim Heidelberger Stückemarkt ausgezeichnetes dystopisches Zukunftsszenario einer Klimakatastrophe, welche die Welt ins Chaos stürzt, feiert am Freitag, 13. Februar 2026, um 19.30 Uhr als Mischung aus Puppen- und Objekttheater im Kleinen Haus des Gelsenkirchener Musiktheaters im Revier Premiere in einer Inszenierung von Pablo Lawall. Gruber (Luisa Krause), Noll (Moritz Ilmer), Weber (Gloria Iberl-Thieme) und „Das paranormale Phänomen“ (Daniel Jeroma) arbeiten im Großraumbüro einer Behörde. Den Zweck ihres Tuns beschreiben sie so: „Aber unsere Aufgabe ist ja nicht das Lösen der, ähm, Probleme. Wir sind dafür zuständig, die, ähm, Probleme zu verwalten.“ In diesen Fußnoten steckt eine gute Portion Stromberg, doch bei Svealena Kutschke gibt es auch noch eine Außenwelt, in der es ziemlich übel zugeht. So sehr sich die wackeren Angestellten auch bemühen, die Katastrophe zu ignorieren, irgendwann können sie den riesigen Fleck, der sich an der Wand ausbreitet und überdeutlich vom nahenden Untergang kündet, nicht mehr übersehen. Und natürlich fragen sie sich: Warum hat dieser Fleck exakt die Umrisse von Deutschland? Svealena Kutschke erzählt in „Fußnoten aus dem späten 21. Jahrhundert“ mit einem hintersinnigen, manchmal absurden Humor, der sich mehr und mehr zuspitzt und verdunkelt, von Menschen im Großraumbüro einer Behörde, die unbeirrt ihre überflüssig gewordenen Aufgaben erfüllen, während draußen längst die gewohnte Ordnung zerbröckelt und das Chaos langsam durch die Wände ins Büro sickert. Mit diesem Text gewann sie 2025 beim renommierten Heidelberger Stückemarkt den erstmals vom Deutschen Forum für Figurentheater und Puppenspielkunst e.V. und dem Musiktheater im Revier gemeinsam ausgelobten Fidena-Preis. Die Koproduktion des MiR Puppentheaters (Bühne und Kostüme: Lex Hymer, Puppenbau: Ulrike Langenbein) mit dem Theater Heidelberg und dem Deutschen Forum für Figurentheater und Puppenspielkunst Fidena Bochum wird ab Ende April 2026 auch beim Heidelberger Stückemarkt gezeigt. Die 1977 in Lübeck geborene Autorin Svealena Kutschke lebt in Berlin und veröffentlichte bislang fünf Romane. Im Jahr 2019 wurde ihr erstes Theaterstück „zu unseren Füßen, das gold, aus dem boden verschwunden“ uraufgeführt. Es folgte 2023 „no shame in hope (eine Jogginghose ist ja kein Schicksal)“, das am Theater Oberhausen seine Uraufführung erlebte. Die Autorin war mehrfach Stipendiatin des Goetheinstitutes und erhielt etliche Auszeichnungen. Die Vorstellungen im Kleinen Haus des MiR: Karten unter musiktheater-im-revier.de oder unter Tel. 0209 – 4097200.

18 Uhr

Radiomann Zontkowski bietet die 140. Ausgabe

'Time Out' im März 2026

Peter Zontkowski, Autor, Musiker und Macher der Radiosendung 'Time out' auf UKW 90,8.

Weltschmerz ohne Ende – Größenwahn, Faschismus, Raffgier und Empathielosigkeit in Ost wie West: Das waren die Themen, die Peter Zontkowski für seine März-Ausgabe von „Time Out“ im Blick hatte. Doch angesichts der gegenwärtigen Weltlage hat er sich entschieden, seinen Zuhörern – und nicht zuletzt sich selbst – lieber eine kleine Auszeit zu gönnen. So wird er zu seiner – sage und schreibe – 140. Ausgabe von 'Time Out', am Sonntag, 15. März 2026, die eine oder andere Praline aus der Schachtel zaubern. Seit genau zwölf besucht uns Zonte mit seiner Musik, die quer durch die Musikgeschichte wabert, einmal im Monat am Sonntagabend in unserem Heim – für nicht wenige Menschen, eine entspannte Stunde. Am Sonntag, 15. März 2026, wird er Leckerchen in der Geschmacksrichtung „Rockig&Rollend“ und „Flott&Tanzbar“ im Angebot haben. Geboten wird Musik von den Beatles, Rolling Stones, Dave Edmunds, NRBQ, CCR, Nick Lowe, Golden Earring, Vitesse und Dr. Feelgood. Ganz ohne Quasselei und/oder lokaler Infos geht es dann doch nicht: Zu guter Letzt wird einem Eickeler „Original“ für mehr als vier Jahrzehnte Post- Zustellerdienst gedankt, einem Mann, der zu Eickel gehört, wie die Klingel zur Haustür! Sendetermin ist der dritte März-Sonntag, 15. März 2026, ab 19.04 Uhr. Zu empfangen auf UKW 90,8.

19:04 Uhr

'House of Banksy – An Unauthorized Exhibition'

Banksy-Ausstellung in Dortmund

Motive des derzeit wohl bekanntesten aber anonymen Straßenkünstlers Banksy, der mit seinen mal ironischen, mal politischen Graffitis bekannt wurde.

Dortmund. Die Pop-Up-Ausstellung „House of Banksy – An Unauthorized Exhibition“ lässt seit Mittwoch (17.12.2025) den anonymen Graffiti-Künstler Banksy in Dortmund hoch leben. Im ehemaligen C&A-Haus ist mit mehr als 150 Motiven eine umfangreiche Werkschau seiner Kunst zu sehen. Graffitis, Fotografien, Skulpturen, Videoinstallationen und Drucke wurden eigens für diese Schau reproduziert und sind jetzt an einem Ort zu sehen. Niemand weiß, wer Banksy ist, aber jeder kennt seinen Namen. Er ist einer der berühmtesten und gleichzeitig geheimnisvollsten Künstler der Welt. Banksy ist Untergrundkämpfer, Hotelbetreiber und ohne Zweifel der unumstrittene König der Straßenkunst, ein genialer Geist und Starkünstler, der mit seinen mal ironischen, mal politischen, aber stets poetischen Arbeiten die Menschen berührt und ihnen aus der Seele spricht. Seine Identität hält der Schätzungen zufolge etwa 45–50-jährige in Bristol geborene und bis heute anonyme Graffiti-Künstler bis heute erfolgreich geheim. Seine Werke dagegen erobern international nicht nur die Straßen, sondern auch die Auktionshäuser, und das höchst erfolgreich: Er gilt derzeit als einer der teuersten Künstler der Gegenwart. 2010 setzte ihn das „Time Magazine“ erstmals auf seine Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt, neben Persönlichkeiten wie Barack Obama, Steve Jobs oder Lady Gaga. Die Ausstellung läuft bis zum 15. März in Dortmund und ist montags bis sonntags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Letzter Einlass: Eine Stunde vor Ausstellungsende. Geschlossen hat das Haus am 24. und 25. Dezember 2025, am 1. Januar 2026. An Silvester, 31. Dezember 2025, ist die Ausstellung nur von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

seit 17. Dezember

40 Jahre Büro für Gleichstellung und Vielfalt und Einsatz für Frauenrechte

33. Herner Frauenwoche startet Anfang März

Freuen sich auf die 33. Herner Frauenwoche: (v.l.) Cordelia Neige und Melanie Kampa vom Büro für Gleichstellung und Vielfalt.

Wie immer rund um den Weltfrauentag am Sonntag, 8. März 2026, steht bei der Stadt Herne alles im Zeichen der Frau. Rund um diesen Tag fokussiert sich die Stadt während der 33. Frauenwoche auf zahlreiche Themen, die Frauen betreffen. In diesem Jahr ist der Aktionszeitraum von Montag bis Sonntag, 2. bis 15. März 2026. Beim Pressegespräch am Mittwoch (18.2.2026) stellten die Verantwortlichen des Büros für Gleichstellung und Vielfalt der Stadt Herne das diesjährige Programm vor und verrieten, dass die teilnehmenden Frauen ein vielfältiges Programm von mehr als 70 Veranstaltungen erwartet. Aber nicht nur die Frauenwoche wird kräftig gefeiert, es steht auch noch ein anderes Jubiläum an: Das Büro für Gleichstellung und Vielfalt wird 40 Jahre alt. Am 1. Januar 1986 bekam die Stadt Herne ihre erste Gleichstellungsstelle samt Beauftragter. Sie war damit Vorreiterin gegenüber anderen Ruhrgebietsstädten. „Pflicht wurde so eine Stelle erst ab dem Jahr 1994. Hier zeigt sich wie fortschrittlich die Stadt schon war, denn die gesellschaftlichen Verhältnisse waren Ende der 80er- und Anfang der 90er-Jahre einfach anders“, sagt Cordelia Neige, Leiterin des Herner Büros für Gleichstellung und Vielfalt. Die erste Leiterin, Anne Kalender-Sanders, sei damals sowas wie ein Ein-Frau-Betrieb gewesen, erst mit der dritten und in Herne immer noch sehr bekannten Gleichstellungsbeauftragen Sabine Schirmer-Klug, habe sich die Frauenwoche im Jahr 1993 entwickelt. „Sabine Schirmer-Klug war 33 Jahre lang im Amt. Sie hat ganz viel aufgebaut und das Büro zu dem gemacht, was es heute ist“, erinnert sich Neige zurück. In diesem Jahr liegt auch ein Fokus auf Themen wie Wechseljahre, geschlechtergerechte Bezahlung, häusliche Gewalt, Empowerment und Altersvorsorge. „Wir sehen, dass viele besonders junge Frauen Themen wie Altersvorsorge und Rente nicht im Blick haben. Dabei sind ihre Renten durch Eltern- oder Teilzeitbeschäftigungen sowie Pflegezeiten meist deutlich geringer als die eines Mannes. Daher bieten wir zu diesem Thema erstmalig eine Online-Veranstaltung an“, erläutert Melanie Kampa, stellvertretende Leiterin des Büros für Gleichstellung und Vielfalt. Aber auch das Thema der Anonymen Spurensicherung, die nach sexuellen Übergriffen helfen kann, Spuren zu sichern, wird erneut aufgegriffen. Hierzu findet am Donnerstag, 12. März 2026, um 16 Uhr ein Vortrag satt. „Diese Thematik ist immer noch mit einem großen Tabu behaftet und viele Menschen kennen dieses Angebot in Herne leider doch noch gar nicht, deshalb wollen wir informieren und sensibilisieren“, sagt Kampa weiter. Ferner werde es in Kooperation mit der Gesundheitswoche die Fachtagung „Free as a bird - Frauen und Mädchen mit nicht sichtbaren Behinderungen“ am Mittwoch, 11. März 2026, im H2Ö geben (halloherne berichtete). Ebenso stehen in diesem Jahr auch wieder Lesungen auf dem Programm. So kommen die Literaturpreisträgerin Cigdem Akoyl mit ihrem Roman 'Geliebte Mutter - Canim Annem' und Gisa Pauly mit ihrem neusten Roman 'La Paloma' nach Herne. „Wir hoffen, dass wir mit dem Angebot möglichst viele Frauen erreichen und ihnen die Möglichkeit zum Austausch sowie zur Solidarität bieten“, macht Neige abschließend deutlich. Da die Nachfrage nach vielen Veranstaltungen hoch sei, sei es klug, sich rechtzeitig für die gewünschte Veranstaltung anzumelden. Bei einigen Veranstaltungen sei auch ein kleines Entgelt zu entrichten. Hier geht es zum kompletten Programm und Anmeldung.

seit 2. März

Grund ist ein Brückenabriss

A43: Hibernia- und Südstraße unter Autobahn zeitweise gesperrt

Die Autobahn Westfalen erneuert die Brücken Hiberniastraße und Südstraße im südlichen Herne. Dabei werden die Bauwerke jeweils halbseitig abgerissen und neu gebaut (Symbolbild).

Die Autobahn Westfalen erneuert die Brücken Südstraße und Trasse Wanne-Constantin im südlichen Herne. Dabei werden die Bauwerke jeweils halbseitig abgerissen und neu gebaut. Für den Abriss müssen die städtischen Straßen unter den Brücken gesperrt werden: Der Fuß- und Radweg Trasse Wanne-Constantin kann von Montag, 2. März, ab 7 Uhr bis Donnerstag, 12. März 2026 um 18 Uhr, nicht genutzt werden. Die Südstraße wird im Anschluss vom Freitag um 7 Uhr bis Montag um 15 Uhr, 13. bis 16. März 2026, für den Verkehr gesperrt. Umleitungen sind eingerichtet. Der Fuß- und Radverkehr kann statt der Brücke an der Trasse die Südstraße nutzen – und umgekehrt. Der motorisierte Verkehr der Südstraße wird über die Bochumer Straße, den Westring, die Holsterhauser Straße und die Koniner Straße umgeleitet. Der Verkehr auf der A43 ist von den Arbeiten nicht betroffen. Er fließt wie bisher in einer Baustellenverkehrsführung über die jeweils andere Brückenhälfte.

seit 13. März

Montag, 16. März

Rekord bei Veranstaltungen, Motto: 'Gesund beginnt im Miteinander'

38. Herner Gesundheitswoche steht an

Freuen sich auf die 38. Herner Gesundheitswoche, die von Montag, 16. März, bis Sonntag, 22. März 2026, ansteht: (v.li.) Rasmus Nell, Shi Chen, Inga Mühlenbrock und Malina Schäfer-König, alle vom Fachbereich Gesundheit.

Die bereits 38. Auflage der Herner Gesundheitswoche startet am Montag, 16. März, und dauert bis Sonntag, 22. März 2026. Das diesjährige Motto lautet „Gesund beginnt im Miteinander!“ und soll ein starkes Gemeinschaftsgefühl, mehr gesundheitliche Prävention und ein Miteinander fördern. Malina Schäfer-König vom Fachbereich Gesundheit kann direkt einen Rekord verkünden: „Mit insgesamt rund 250 verschiedenen Angeboten haben wir rund 100 mehr als noch im vergangenen Jahr und damit so viele wie noch nie zuvor.“ Warum das so ist, erklärt sie so: „Das Motto kann dazu beigetragen haben. Zudem gibt es eine gute Öffentlichkeitsarbeit und unsere Frist zur Einreichung der Veranstaltungen wurde nochmal um eine Woche verlängert. Zudem hilft sicher auch, dass wir digitaler geworden sind. Insgesamt läuft es jedes Jahr besser, wir sind sehr zufrieden.“ Wie immer gilt bei den Angeboten: Alles ist kostenfrei. Teilweise sind aber Anmeldungen notwendig, meistens wegen begrenzter Platzkapazitäten. Die Eröffnung findet am Montag, 16. März 2026, von 11 bis ca. 13 Uhr im H2Ö Stadtteilzentrum (Hölkeskampring 2) statt. Wie üblich wird neben Angelika Burrichter (Leiterin Fachbereich Gesundheit) auch Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda ein Grußwort sprechen. Neben Aufführungen von Schulen und Kitas wird Gesundheitsberater Michael Schrick einen Impulsvortrag halten. Eine Anmeldung zum Besuch ist bis Montag, 9. März 2026, per Mail an gesundheitswoche@herne.de oder unter Tel 02323 16 3406 oder -3739 möglich. Stichwort Schulen und Kitas: Insgesamt sind 14 Schulen und sechs Kitas am Programm beteiligt. Von ihnen sind aber nicht alle Veranstaltungen, die sich hauptsächlich um Bewegung, gesunde Ernährung und soziale Gesundheit drehen, öffentlich. Wie üblich ist das übrige Veranstaltungsangebot während der sieben Tage sehr vielfältig. Malina Schäfer-König betont: „Es ist für alle Generationen und Lebensphase etwas dabei. Wir fangen mit Pilates in der Schwangerschaft an, es gibt einen Vater-Kind-Sporttag, über die Wechseljahre bei Frauen wird gesprochen, es gibt Informationen über Prothesen und auch Veranstaltungen, die sich mit Abschied und Trauer beschäftigen.“ Zu den Klassikern gehören beispielsweise der EvK-Gesundheitstag und der sportliche Aktivtag vom Stadtsportbund Herne (halloherne berichtete). Insgesamt ist den Verantwortlichen wichtig, Vielfalt abzubilden. „Es sind auch wieder jede Menge Sportangebote dabei, mit denen sich verschiedene Vereine präsentieren und ihre Türen öffnen. Es wäre schön, wenn der ein oder andere nach dem Ausprobieren dabei bleibt“, findet die Mitarbeiterin des Fachbereichs Gesundheit. Wer singen und musizieren mag oder sich dort weiterbilden möchte, wird ebenfalls fündig. Als Sonderveranstaltungen außerhalb der Gesundheitswoche werden die Fachtagung „Free as a bird - Frauen und Mädchen mit nicht sichtbaren Behinderungen“ (im Verbindung mit der Frauenwoche, Mittwoch, 11. März 2026, H2Ö, mit Anmeldung, halloherne berichtete), „Bewegung ohne Sporthalle“ (Mittwoch, 25. März 2026, 9 Uhr, Im Sportpark 20, nicht öffentlich) mit Spielen im Freien und der Frauentreff Wanne (Donnerstag, 26. März 2026, 9:30 Uhr, Familienzentrum Königin Luise, Wilhelmstraße 88) beworben. Einen Überblick über sämtliche Veranstaltungen bietet das erschienene Heft, welches in öffentlichen Gebäuden ausliegt und ebenfalls online auf der städtischen Homepage abrufbar ist.

Offene Türen in den Caritas Senioren-WGs im Stadthaus

'Gemeinsam statt einsam'

Davina Rohloff (l.), Leiterin der Caritas-Senioren-WGs, und ihr Team freuen sich auf viele Besucher im Stadthaus an der Bahnhofstraße 64 beim Tag der offenen Tür. Das Foto stammt von einer früheren Veranstaltung.

Am Montag, 16. März 2026, von 10 bis 13 Uhr, öffnet der Herner Caritasverband im Rahmen der 38. Herner Gesundheitswoche die Türen seiner Seniorenwohngemeinschaft im Stadthaus (2. OG), Bahnhofstraße 64, 44623 Herne. Unter dem Motto „Gemeinsam statt einsam“ stellt das Caritas-Team das Wohnkonzept, die Rahmenbedingungen und die Kosten der Senioren-WGs vor und beantwortet individuelle Fragen. Bei einem Rundgang durch die Räumlichkeiten erhalten die Besucher einen Eindruck vom Leben und den Abläufen in dieser Wohnform. „Unsere Senioren-WGs ermöglichen Menschen mit Pflegebedarf und beginnender Demenz ein aktives, selbstbestimmtes Leben und bieten gleichzeitig individuelle Unterstützung im Alltag. Sie sind oftmals eine gute Alternative zum Pflegeheim, wenn man im Alter nicht allein sein kann oder will, noch mobil ist und Freude am Leben in Gemeinschaft hat“, sagt Davina Rohloff, Leiterin der Caritas-Seniorenwohngemeinschaften. Weiter sagt sie: „Und für die Angehörigen ist es ein gutes Gefühl zu wissen, dass ihre Lieben sich hier wohlfühlen und gut aufgehoben sind.“ Alle Interessierten seien herzlich eingeladen, sich vor Ort ein Bild zu machen. Zur besseren Planbarkeit freue man sich über eine vorherige Anmeldung. Der Herner Caritasverband hat zwei Senioren-WGs im Stadthaus in Herne-Mitte und zwei weitere Wohngemeinschaften im Albert-Schweitzer-Haus in Herne-Röhlinghausen (Fritz-Reuter-Straße 13). Weitere Infos und Voranmeldung für die Veranstaltung am 16. März 2026 bei Davina Rohloff, Tel 02323 92960-682, d.rohloff@caritas-herne.de.

10 Uhr

Veranstaltungsreihe Mobbster26 des Theaters Traumbaum

Bochum macht gegen Schulmobbing mobil

Mit Theaterstücken wie 'Mobfer -f' wollen Birgit Iserloh & Ralf Lambrecht vom Theater Traumbaum Mobbingprävention leisten.

Mobbing unter Schülern ist ein gravierendes Problem mit heftigsten Folgen. Nicht nur, dass es den Unterricht erschwert und das Klassenklima vergiftet, vor allem führt es zu Opfern, realen menschlichen Opfern. In Bochum bietet das Theater Traumbaum deshalb in Zusammenarbeit mit dem Kulturbüro und Jugendamt der Stadt Bochum ein umfangreiches nachhaltiges Präventionsangebot an. So bieten die Verantwortlichen Theaterstücke und theaterpädagogische Workshops zur Mobbingprävention für Schulklassen aller Altersstufen an. Viele Städte bemühen sich mit ihren Respekt-Kampagnen um einen wertschätzenden und gewaltfreien Umgang unter ihren Bürgern. Die Stadt Bochum ist seit 2019 dabei. Doch in diesem Jahr geht das Theater Traumbaum in Zusammenarbeit mit dem Kulturbüro und Jugendamt der Stadt Bochum einen Schritt weiter. Über den reinen Appell hinaus, bietet es mit der Veranstaltungsreihe Mobbster26 Theater gegen Schulmobbing vom 9. Februar 2026 bis 26. März 2026 konkrete nachhaltige Präventionsangebote an. „Mobbing unter Schüler ist ein gravierendes immer stärker werdendes Problem mit heftigsten Folgen. Nicht nur, dass es den Unterricht erschwert, das Klassenklima vergiftet, es führt zu Opfern, realen menschlichen Opfern. Da Mobber in der Regel davon ausgehen, unentdeckt zu bleiben, ist die Androhung von negativen Konsequenzen für potentielle Täter meistens ebenso erfolglos wie präventive moralische Appelle. Um Mobbing akut zu bremsen oder präventiv zu verhindern hilft es aber, jungen Menschen frühzeitig nachhaltige Empathie zu realen oder potentiellen Mobbingopfern zu schaffen und sie selbst dagegen zu wappnen, in die Opferrolle zu geraten“, heißt es von den Verantwortlichen des Theaters. Deshalb bietet das Theater Traumbaum für Schulklassen drei verschieden Theaterstücke mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten für verschiedene Alterszielgruppen und theaterpädagogische mobbingpräventive Workshops für alle Alterszielgruppen an. So gibt es beispielsweise das Theaterstück Mobfer-f, ein empathisches Theaterstück aus der Perspektive zweier Opfer. Es richtet sich an Schüler der Klasse 5 bis 7 und dauert 55 Minuten plus einer Nachbearbeitung. Der Eintritt kostet 6 Euro pro Person. Die Termine finden von Montag bis Donnerstag, 9. bis 12. Februar 2026, jeweils um 10 Uhr statt. Die Märztermine sind alle ausverkauft. Unter dem Titel Cybermobb, in´s Netz gegangen läuft das zweite Stück. Es handelt von Internet, Cybermobbing und der Kommunikations-Clash und richtet sich für Kinder ab zwölf Jahren beziehungsweise der Klasse 7. Der Eintritt kostet 6 Euro pro Person. Die Termine finden von Montag bis Mittwoch jeweils um 10 Uhr statt. Über dem Umgang mit Aggressionen informiert das Stück Stromboli - Knut und die Wut. Es richtet sich an Kinder ab sechs Jahren und die Klassen 2 bis 6. Es dauert 55 Minuten plus einer Nachbearbeitung. Der Eintritt kostet 6 Euro pro Person. Das Stück läift vom 9. bis 12. März 2026, jeweils um 10 Uhr. Leider sind alle Vorstellungen ausverkauft. Ferner gibt es noch den Theaterworkshop Bullymobb. Dieser Workshop bietet praktisch angewandte Mobbing-Prävention für die Klasse 4 bis12. Die Dauer beträgt 90 Minuten mit jeweils einer Klasse/Gruppe pro Termin. Kosten auf Anfrage an das Theater. Es gibt noch freie Termine zum Workshop am 2. und 3. März 2026 sowie am 16., 17. und 19. März 2026 jeweils ab 11 Uhr.

11 Uhr

Das Quartalsprogramm des vhs-Filmforums startet am 1. Februar

Vielfalt auf großer Leinwand

Eine Szene aus "Dann passiert das Leben", welcher beim vhs-Filmforum gezeigt wird: Rita (Anke Engelke) und Hans (Ulrich Tukur), ein in die Jahre gekommenes Ehepaar, muss erst wieder lernen, sich gegenseitig zu vertrauen.

Die ganze Vielfalt des aktuellen Programmkinos zeigen, und zwar auf der großen Leinwand in der Filmwelt Herne am Berliner Platz – das ist seit über 30 Jahren der Anspruch des vhs-Filmforums. Wie gewohnt laufen alle Filme wieder sonntags um 12:30 Uhr, montags um 20:15 Uhr und mittwochs um 17:30 Uhr. Mit der Auswahl der Filme möchte die vhs Herne dem Publikum die Unterschiedlichkeit künstlerisch-ästhetischer Filmgestaltung zeigen und eine breite Internationalität der Produktionsländer abbilden sowie eine große Spannweite gesellschaftlich relevanter Themen aufgreifen. Im ersten Quartal 2026 sind gleich mehrere deutschsprachige Filme im Programm (Rote Sterne überm Feld, Dann passiert das Leben oder Stiller). Zwei Beiträge erscheinen innerhalb der Frauenwoche in Herne und thematisieren das Thema Verantwortung im Kontext sexueller Belästigung und Fragen von Zugehörigkeit und Verletzungen im Familiensystem (Sorry, Baby und Sentimental Value). Gleichsam sind großartige Schauspieler wie Emma Stone in Bugonia, Mads Mikkelsen in Therapie für Wikinger oder Jennifer Lawrence in Die my love zu sehen. Die Filme Sorry, Baby und Rote Sterne überm Feld sind von politischer Relevanz, während Bugonia ein Beitrag der im Filmforum beliebten Literaturverfilmungen darstellt. Als Nischenfilm, der wesentlich mehr Aufmerksamkeit verdient hat, wird Therapie für Wikinger am Ende der Reihe gezeigt. Natalie Dilekli, bei der vhs Herne zuständig für das Filmforum, nennt ihren ganz persönlichen Tipp: „Bugonia mit Emma Stone lebt von der großartigen Schauspielkunst seiner Hauptdarstellerin, aber auch von jenem der beiden Darsteller der Entführer Teddy und Don. Eine ungewöhnliche Story, skurril und auch spannend. Das gehört ins Kino.“ Die Filme im Detail: Gerne plant die Filmwelt auch Vorführungen für Schulklassen. Abweichungen bei den Zeiten sind möglich und werden unter www.filmwelt-herne.de oder in den Social Media Kanälen veröffentlicht. Eintritt: 6 Euro auf allen Plätzen (Zuschlag bei Überlänge sowie Gebühren bei Onlinekauf). Programmübersicht: www.vhs-herne.de/filmforum-galerie.

20:15 Uhr

Grund ist ein Brückenabriss

A43: Hibernia- und Südstraße unter Autobahn zeitweise gesperrt

Die Autobahn Westfalen erneuert die Brücken Hiberniastraße und Südstraße im südlichen Herne. Dabei werden die Bauwerke jeweils halbseitig abgerissen und neu gebaut (Symbolbild).

Die Autobahn Westfalen erneuert die Brücken Südstraße und Trasse Wanne-Constantin im südlichen Herne. Dabei werden die Bauwerke jeweils halbseitig abgerissen und neu gebaut. Für den Abriss müssen die städtischen Straßen unter den Brücken gesperrt werden: Der Fuß- und Radweg Trasse Wanne-Constantin kann von Montag, 2. März, ab 7 Uhr bis Donnerstag, 12. März 2026 um 18 Uhr, nicht genutzt werden. Die Südstraße wird im Anschluss vom Freitag um 7 Uhr bis Montag um 15 Uhr, 13. bis 16. März 2026, für den Verkehr gesperrt. Umleitungen sind eingerichtet. Der Fuß- und Radverkehr kann statt der Brücke an der Trasse die Südstraße nutzen – und umgekehrt. Der motorisierte Verkehr der Südstraße wird über die Bochumer Straße, den Westring, die Holsterhauser Straße und die Koniner Straße umgeleitet. Der Verkehr auf der A43 ist von den Arbeiten nicht betroffen. Er fließt wie bisher in einer Baustellenverkehrsführung über die jeweils andere Brückenhälfte.

seit 13. März

Dienstag, 17. März

Unterschiedliche Auftritte und Mitmachangebote im KuZ

Sportlicher Aktivtag des SSB Herne

Es soll wieder unterschiedliche Auftritte und Mitmachangebote beim sportlichen Aktivtag SSB Herne im Kulturzentrum geben: Hier ein Bild von 2025.

Der Stadtsportbund Herne (SSB) freut sich sehr, während der Herner Gesundheitswoche am Dienstag, 17. März 2026, von 15 bis 18 Uhr (Einlass 14:30 Uhr) im Herner Kulturzentrum (Willi-Pohlmann-Platz 1) den beliebten „sportlichen Aktivtag des SSB“ durchzuführen. Herner Sportvereine sorgen mit den unterschiedlichsten Auftritten und auch vielen Mitmachangeboten für ein abwechslungsreiches Programm. Zusätzlich informieren diverse Einrichtungen ausführlich zum Thema „Gesund älter werden in Herne“ und bieten auch in der Pause die Möglichkeit, das ein oder andere auszuprobieren. Im Eintrittspreis von 12 Euro pro Person sind neben dem bunten Programm auch Kaffee und Kuchen enthalten. Eingeladen sind alle Bürger und Bürgerinnen, die Lust auf einen unterhaltsamen Nachmittag in Gesellschaft haben, schreibt der SSB Herne. Der Kartenvorverkauf beginnt ab Montag, 9. Februar 2026, in der SSB-Geschäftsstelle, dafür bitte unter elke.edlinger@ssb-herne.de oder telefonisch beim SSB unter 02323 9180 630 melden.

'Mission Machen' zeigt Perspektiven auf das Handwerk

LWL-Wanderausstellung im Schloss Strünkede

Die LWL-Wanderausstellung "Mission Machen – Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk" ist im Schloss Strünkede zu sehen.

Am Donnerstag, 5. Februar 2026, um 18 Uhr eröffnet im Schloss Strünkede, Karl-Brandt-Weg 5, die Sonderausstellung „Mission Machen – Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk“. Diese wird bis Sonntag, 12. April 2026, zu sehen sein. Was zeichnet das Handwerk in Westfalen aus? Welchen Einfluss haben Themen wie Nachhaltigkeit, Umweltschutz, Digitalisierung, Globalisierung, Inklusion und Integration auf den Berufsalltag von Menschen im Handwerk? Welche Verantwortung übernehmen heutige Handwerksbetriebe? Die Fotoausstellung „Mission Machen - Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk“ geht diesen Fragen nach, indem sie die Arbeit in westfälischen Handwerksbetrieben individuell im Bild präsentiert. Tuula Kainulainen hat dafür den Arbeitsalltag von 25 Betrieben begleitet und dokumentiert. Die Fotografien vermitteln einen persönlichen Einblick in Alltagssituationen westfälischer Handwerkern, die sich aufgeschlossen, erfinderisch und engagiert zeigen. Unterteilt in vier große Themenbereiche können sich die Besucher ein eigenes Bild von der Vielfalt und der Innovationskraft des Handwerks in Westfalen-Lippe machen. Die Ausstellung ist dienstags bis freitags von 10 bis 13 Uhr sowie von 14 bis 17 Uhr geöffnet, an Samstagen von 14 bis 17 Uhr und an Sonntagen von 11 bis 17 Uhr. Die Ausstellung „Mission Machen – Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk“ ist ein Kooperationsprojekt mit dem LWL- Medienzentrum für Westfalen und dem LWL-Freilichtmuseum Hagen. In die Ausstellung einführen werden bei der Eröffnung Kurator Lennart Nickel vom LWL-Freilichtmuseum Hagen und die Fotografin Tuula Kainulainen vom LWL-Medienzentrum für Westfalen. Weitere Materialien und ergänzende Infos zur Wanderausstellung bietet die Webseite des LWL-Medienzentrums für Westfalen unter www.missionmachen.lwl.org. Zu der ursprünglich 2025 vom LWL-Freilichtmuseum in Hagen gezeigten Ausstellung ist ein Bildband erschienen, der alle Fotografien sowie ergänzende Texte und Hintergrundinformationen zur Entstehung des Projekts umfasst und für 24,90 Euro im Buchhandel erhältlich ist.

10 Uhr

Veranstaltungsreihe Mobbster26 des Theaters Traumbaum

Bochum macht gegen Schulmobbing mobil

Mit Theaterstücken wie 'Mobfer -f' wollen Birgit Iserloh & Ralf Lambrecht vom Theater Traumbaum Mobbingprävention leisten.

Mobbing unter Schülern ist ein gravierendes Problem mit heftigsten Folgen. Nicht nur, dass es den Unterricht erschwert und das Klassenklima vergiftet, vor allem führt es zu Opfern, realen menschlichen Opfern. In Bochum bietet das Theater Traumbaum deshalb in Zusammenarbeit mit dem Kulturbüro und Jugendamt der Stadt Bochum ein umfangreiches nachhaltiges Präventionsangebot an. So bieten die Verantwortlichen Theaterstücke und theaterpädagogische Workshops zur Mobbingprävention für Schulklassen aller Altersstufen an. Viele Städte bemühen sich mit ihren Respekt-Kampagnen um einen wertschätzenden und gewaltfreien Umgang unter ihren Bürgern. Die Stadt Bochum ist seit 2019 dabei. Doch in diesem Jahr geht das Theater Traumbaum in Zusammenarbeit mit dem Kulturbüro und Jugendamt der Stadt Bochum einen Schritt weiter. Über den reinen Appell hinaus, bietet es mit der Veranstaltungsreihe Mobbster26 Theater gegen Schulmobbing vom 9. Februar 2026 bis 26. März 2026 konkrete nachhaltige Präventionsangebote an. „Mobbing unter Schüler ist ein gravierendes immer stärker werdendes Problem mit heftigsten Folgen. Nicht nur, dass es den Unterricht erschwert, das Klassenklima vergiftet, es führt zu Opfern, realen menschlichen Opfern. Da Mobber in der Regel davon ausgehen, unentdeckt zu bleiben, ist die Androhung von negativen Konsequenzen für potentielle Täter meistens ebenso erfolglos wie präventive moralische Appelle. Um Mobbing akut zu bremsen oder präventiv zu verhindern hilft es aber, jungen Menschen frühzeitig nachhaltige Empathie zu realen oder potentiellen Mobbingopfern zu schaffen und sie selbst dagegen zu wappnen, in die Opferrolle zu geraten“, heißt es von den Verantwortlichen des Theaters. Deshalb bietet das Theater Traumbaum für Schulklassen drei verschieden Theaterstücke mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten für verschiedene Alterszielgruppen und theaterpädagogische mobbingpräventive Workshops für alle Alterszielgruppen an. So gibt es beispielsweise das Theaterstück Mobfer-f, ein empathisches Theaterstück aus der Perspektive zweier Opfer. Es richtet sich an Schüler der Klasse 5 bis 7 und dauert 55 Minuten plus einer Nachbearbeitung. Der Eintritt kostet 6 Euro pro Person. Die Termine finden von Montag bis Donnerstag, 9. bis 12. Februar 2026, jeweils um 10 Uhr statt. Die Märztermine sind alle ausverkauft. Unter dem Titel Cybermobb, in´s Netz gegangen läuft das zweite Stück. Es handelt von Internet, Cybermobbing und der Kommunikations-Clash und richtet sich für Kinder ab zwölf Jahren beziehungsweise der Klasse 7. Der Eintritt kostet 6 Euro pro Person. Die Termine finden von Montag bis Mittwoch jeweils um 10 Uhr statt. Über dem Umgang mit Aggressionen informiert das Stück Stromboli - Knut und die Wut. Es richtet sich an Kinder ab sechs Jahren und die Klassen 2 bis 6. Es dauert 55 Minuten plus einer Nachbearbeitung. Der Eintritt kostet 6 Euro pro Person. Das Stück läift vom 9. bis 12. März 2026, jeweils um 10 Uhr. Leider sind alle Vorstellungen ausverkauft. Ferner gibt es noch den Theaterworkshop Bullymobb. Dieser Workshop bietet praktisch angewandte Mobbing-Prävention für die Klasse 4 bis12. Die Dauer beträgt 90 Minuten mit jeweils einer Klasse/Gruppe pro Termin. Kosten auf Anfrage an das Theater. Es gibt noch freie Termine zum Workshop am 2. und 3. März 2026 sowie am 16., 17. und 19. März 2026 jeweils ab 11 Uhr.

11 Uhr

Neues Angebot für pflegende Angehörige in Röhlinghausen

DRK: 'Café Auszeit' startet 2026

Bei Kaffee und Kuchen stehen im "Café Auszeit" des DRK Herne an vier Terminen die pflegenden Angehörigen im Mittelpunkt, die sich austauschen können.

Pflegende Angehörige leisten täglich Enormes. Um sie in ihrem anspruchsvollen Alltag zu entlasten, startet im Jahr 2026 in Röhlinghausen ein neues, kostenfreies Angebot vom DRK Herne/ Wanne-Eickel: das „Café Auszeit“. Das Café richtet sich speziell an pflegende Angehörige und bietet Raum für Erholung, Austausch und Entspannung. Das „Café Auszeit“ wird in Kooperation mit der Tagespflege sowie der Seniorenberatung des DRK-Kreisverbandes Herne und Wanne-Eickel angeboten und findet in den Räumlichkeiten der Tagespflege im Altenhilfezentrum, Bergmannstraße 20, statt. An vier Terminen im Jahr, jeweils dienstags von 15:30 bis 17 Uhr, können sich pflegende Angehörige in entspannter Atmosphäre bei Kaffee, Tee und Kuchen eine Auszeit vom Pflegealltag gönnen. Neben der Möglichkeit zum Austausch über Themen rund um Alter und Pflege stehen auch thematische Angebote im Mittelpunkt. Die Termine sind (jeweils Dienstag): Für weitere Informationen stehen die Pflegedienstleitung Frau Kegel sowie die Seniorenberaterin Frau Gregorzewski zur Verfügung. Um vorherige Anmeldung wird gebeten unter Tel. 02325/969-1522 oder 02325/969-450 oder per E-Mail an a.gregorzewski@drk-herne.de. Darüber hinaus bietet die Seniorenberatungsstelle des DRK-Herne und Wanne-Eickel umfassende Unterstützung für Seniorinnen und Senioren sowie deren Angehörige. Die Beratungsstelle befindet sich in der Harkortstraße 29. Die Seniorenberaterin Frau Gregorzewski ist zu folgenden Zeiten erreichbar: Montag bis Mittwoch: 9:30 bis 12 Uhr und Donnerstag: 14 bis 16:30 Uhr. Die Seniorenberatung ist kostenlos und erfolgt in persönlichen Gesprächen, telefonisch oder – bei Bedarf – auch im Rahmen von Hausbesuchen. Zudem werden flexible Termine, beispielsweise für berufstätige Angehörige, angeboten. Die Seniorenberatung der Stadt Herne findet in Kooperation mit dem DRK-Kreisverband Herne und Wanne-Eickel statt.

15:30 Uhr

Erste Veranstaltung im Café Auszeit vom DRK

Verwöhnprogramm für pflegende Angehörige

Ein Nachmittag mit Kaffee, Kuchen und mehr erwartet pflegende Angehörige im Café Auszeit vom DRK Herne (Symbolbild).

Im Rahmen der Herner Gesundheitswoche (halloherne berichtete) startet im Café Auszeit vom DRK Herne / Wanne-Eickel in Röhlinghausen das erste besondere Angebot für pflegende Angehörige. Am Dienstag, 17. März 2026, findet von 15:30 bis 17 Uhr in der Tagespflege des DRK-Altenhilfezentrums, Bergmannstraße 20, das Verwöhnprogramm statt. Pflegende Angehörige leisten täglich einen unschätzbaren Beitrag und stehen dabei häufig selbst unter hoher Belastung. Mit dem neuen Angebot möchte das Café Auszeit einen Raum zum Innehalten, Auftanken und Wohlfühlen schaffen. Neben Kaffee, Tee und Kuchen erwartet die Teilnehmenden ein Sinnesparcours, der die Konzentration fördert, die Wahrnehmung auf sich selbst und verschiedene Gegenstände lenkt und bewusst zum Durchatmen und Entspannen einlädt. Entspannen heißt loslassen und genießen – genau dafür bietet der Nachmittag den passenden Rahmen in angenehmer Atmosphäre. Für weitere Informationen stehen die Pflegedienstleitung Frau Kegel sowie die Seniorenberaterin Frau Gregorzewski gerne zur Verfügung. Um eine vorherige Anmeldung bis Donnerstag, 12. März 2026, wird gebeten unter den Telefonnummern 02325 / 969-1522 oder 02325 / 969-450 oder per E-Mail an a.gregorzewski@drk-herne.de.

15:30 Uhr

Onlineabstimmung für 'Seepferdchen für alle'

Mondritter-Projekt für Ehrenamtspreis nominiert

Das Projekt "Seepferdchen für alle" der Mondritterschaft wurde für den Ehrenamtspreis NRW nominiert. Dafür kann nun online abgestimmt werden (Symbolbild).

Das Projekt „Seepferdchen für alle“ der Mondritterschaft Wanne-Eickel um Horst Schröder ist für den Ehrenamtspreis NRW nominiert worden - genauer gesagt für den ausgelobten Publikumspreis. Für diesen kann nun online abgestimmt werden. Mit dem Projekt wurden bereits hunderte Grundschüler gefördert, Schwimmen zu lernen und das Seepferdchen-Abzeichen zu erreichen. Die meisten der Kurse wurden im Wananas abgehalten. Das Onlinevoting läuft noch bis Dienstag, 17. März 2026, 23:59 Uhr. Jede natürliche Person mit gültiger E-Mail-Adresse kann abstimmen. Es können bis zu drei Projekte ausgewählt werden, pro Projekt ist jeweils eine Stimme möglich. Hier geht es direkt zur Abstimmung: https://ehrenamtspreis-nrw.de/projektuebersicht-2026/. Insgesamt wurden 256 Projekte aus ganz Nordrhein-Westfalen eingereicht. Die Organisatoren freuen sich über diese starke Beteiligung und das vielfältige Engagement, das dadurch sichtbar wird.

23:59 Uhr

Rekord bei Veranstaltungen, Motto: 'Gesund beginnt im Miteinander'

38. Herner Gesundheitswoche steht an

Freuen sich auf die 38. Herner Gesundheitswoche, die von Montag, 16. März, bis Sonntag, 22. März 2026, ansteht: (v.li.) Rasmus Nell, Shi Chen, Inga Mühlenbrock und Malina Schäfer-König, alle vom Fachbereich Gesundheit.

Die bereits 38. Auflage der Herner Gesundheitswoche startet am Montag, 16. März, und dauert bis Sonntag, 22. März 2026. Das diesjährige Motto lautet „Gesund beginnt im Miteinander!“ und soll ein starkes Gemeinschaftsgefühl, mehr gesundheitliche Prävention und ein Miteinander fördern. Malina Schäfer-König vom Fachbereich Gesundheit kann direkt einen Rekord verkünden: „Mit insgesamt rund 250 verschiedenen Angeboten haben wir rund 100 mehr als noch im vergangenen Jahr und damit so viele wie noch nie zuvor.“ Warum das so ist, erklärt sie so: „Das Motto kann dazu beigetragen haben. Zudem gibt es eine gute Öffentlichkeitsarbeit und unsere Frist zur Einreichung der Veranstaltungen wurde nochmal um eine Woche verlängert. Zudem hilft sicher auch, dass wir digitaler geworden sind. Insgesamt läuft es jedes Jahr besser, wir sind sehr zufrieden.“ Wie immer gilt bei den Angeboten: Alles ist kostenfrei. Teilweise sind aber Anmeldungen notwendig, meistens wegen begrenzter Platzkapazitäten. Die Eröffnung findet am Montag, 16. März 2026, von 11 bis ca. 13 Uhr im H2Ö Stadtteilzentrum (Hölkeskampring 2) statt. Wie üblich wird neben Angelika Burrichter (Leiterin Fachbereich Gesundheit) auch Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda ein Grußwort sprechen. Neben Aufführungen von Schulen und Kitas wird Gesundheitsberater Michael Schrick einen Impulsvortrag halten. Eine Anmeldung zum Besuch ist bis Montag, 9. März 2026, per Mail an gesundheitswoche@herne.de oder unter Tel 02323 16 3406 oder -3739 möglich. Stichwort Schulen und Kitas: Insgesamt sind 14 Schulen und sechs Kitas am Programm beteiligt. Von ihnen sind aber nicht alle Veranstaltungen, die sich hauptsächlich um Bewegung, gesunde Ernährung und soziale Gesundheit drehen, öffentlich. Wie üblich ist das übrige Veranstaltungsangebot während der sieben Tage sehr vielfältig. Malina Schäfer-König betont: „Es ist für alle Generationen und Lebensphase etwas dabei. Wir fangen mit Pilates in der Schwangerschaft an, es gibt einen Vater-Kind-Sporttag, über die Wechseljahre bei Frauen wird gesprochen, es gibt Informationen über Prothesen und auch Veranstaltungen, die sich mit Abschied und Trauer beschäftigen.“ Zu den Klassikern gehören beispielsweise der EvK-Gesundheitstag und der sportliche Aktivtag vom Stadtsportbund Herne (halloherne berichtete). Insgesamt ist den Verantwortlichen wichtig, Vielfalt abzubilden. „Es sind auch wieder jede Menge Sportangebote dabei, mit denen sich verschiedene Vereine präsentieren und ihre Türen öffnen. Es wäre schön, wenn der ein oder andere nach dem Ausprobieren dabei bleibt“, findet die Mitarbeiterin des Fachbereichs Gesundheit. Wer singen und musizieren mag oder sich dort weiterbilden möchte, wird ebenfalls fündig. Als Sonderveranstaltungen außerhalb der Gesundheitswoche werden die Fachtagung „Free as a bird - Frauen und Mädchen mit nicht sichtbaren Behinderungen“ (im Verbindung mit der Frauenwoche, Mittwoch, 11. März 2026, H2Ö, mit Anmeldung, halloherne berichtete), „Bewegung ohne Sporthalle“ (Mittwoch, 25. März 2026, 9 Uhr, Im Sportpark 20, nicht öffentlich) mit Spielen im Freien und der Frauentreff Wanne (Donnerstag, 26. März 2026, 9:30 Uhr, Familienzentrum Königin Luise, Wilhelmstraße 88) beworben. Einen Überblick über sämtliche Veranstaltungen bietet das erschienene Heft, welches in öffentlichen Gebäuden ausliegt und ebenfalls online auf der städtischen Homepage abrufbar ist.

seit 16. März

Mittwoch, 18. März

Dialog mit der Öffentlichkeit

Integrierte Stadtbezirksplanung Wanne

Die Beteiligungs-Veranstaltung findet am Mittwoch, 18. März 2026, von 18 bis 20 Uhr im Stadtteilzentrum Pluto, Wilhelmstraße 89a, statt.

Wie soll der Stadtbezirk Wanne in Zukunft aussehen? Mit dieser Frage beschäftigt sich eine öffentliche Beteiligungsveranstaltung, zu der die Stadt Herne Bürger am Mittwoch, 18. März 2026, einlädt. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Erarbeitung der Integrierten Stadtbezirksplanung Wanne (ISP) statt. Die ISP Wanne soll eine langfristige und nachhaltige Entwicklungsperspektive für den Stadtbezirk formulieren und in ein umsetzungsorientiertes Handlungsprogramm übersetzen. Der Stadtbezirk ist mit einer Vielzahl von Herausforderungen, wie sozialen Problemlagen, dem demographischen Wandel, den Anforderungen von Mobilitätswende und Klimafolgenanpassung, konfrontiert. Gleichzeitig bestehen etwa durch die zentrale Lage in der Metropole Ruhr und die angestoßenen Entwicklungen wie den Kreativ- Kiez Wanne oder Blumenthal hoch3 Potenziale und Chancen für die Entwicklung des Stadtbezirks. Um die Perspektive möglichst vieler Bewohner des Stadtbezirks auf die Realitäten, Handlungserfordernisse und Zukunftsperspektiven einzubeziehen, findet eine öffentliche Beteiligungs-Veranstaltung am Mittwoch, 18. März 2026, von 18 bis 20 Uhr im Stadtteilzentrum Pluto, Wilhelmstraße 89a, statt. Alle interessierten Bürger sind hierzu herzlich eingeladen. Die Teilnahme ist ohne Voranmeldung möglich. Inhalt der moderierten Veranstaltung werden die Vorstellung und Diskussion der Bestandsaufnahme und -analyse sowie die Diskussion von Zukunftsthemen für den Bezirk sein. Die Teilnehmenden können ihre Vorschläge für die künftige Entwicklung von Wanne im Rahmen verschiedener Beteiligungsformate einbringen.

'Mission Machen' zeigt Perspektiven auf das Handwerk

LWL-Wanderausstellung im Schloss Strünkede

Die LWL-Wanderausstellung "Mission Machen – Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk" ist im Schloss Strünkede zu sehen.

Am Donnerstag, 5. Februar 2026, um 18 Uhr eröffnet im Schloss Strünkede, Karl-Brandt-Weg 5, die Sonderausstellung „Mission Machen – Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk“. Diese wird bis Sonntag, 12. April 2026, zu sehen sein. Was zeichnet das Handwerk in Westfalen aus? Welchen Einfluss haben Themen wie Nachhaltigkeit, Umweltschutz, Digitalisierung, Globalisierung, Inklusion und Integration auf den Berufsalltag von Menschen im Handwerk? Welche Verantwortung übernehmen heutige Handwerksbetriebe? Die Fotoausstellung „Mission Machen - Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk“ geht diesen Fragen nach, indem sie die Arbeit in westfälischen Handwerksbetrieben individuell im Bild präsentiert. Tuula Kainulainen hat dafür den Arbeitsalltag von 25 Betrieben begleitet und dokumentiert. Die Fotografien vermitteln einen persönlichen Einblick in Alltagssituationen westfälischer Handwerkern, die sich aufgeschlossen, erfinderisch und engagiert zeigen. Unterteilt in vier große Themenbereiche können sich die Besucher ein eigenes Bild von der Vielfalt und der Innovationskraft des Handwerks in Westfalen-Lippe machen. Die Ausstellung ist dienstags bis freitags von 10 bis 13 Uhr sowie von 14 bis 17 Uhr geöffnet, an Samstagen von 14 bis 17 Uhr und an Sonntagen von 11 bis 17 Uhr. Die Ausstellung „Mission Machen – Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk“ ist ein Kooperationsprojekt mit dem LWL- Medienzentrum für Westfalen und dem LWL-Freilichtmuseum Hagen. In die Ausstellung einführen werden bei der Eröffnung Kurator Lennart Nickel vom LWL-Freilichtmuseum Hagen und die Fotografin Tuula Kainulainen vom LWL-Medienzentrum für Westfalen. Weitere Materialien und ergänzende Infos zur Wanderausstellung bietet die Webseite des LWL-Medienzentrums für Westfalen unter www.missionmachen.lwl.org. Zu der ursprünglich 2025 vom LWL-Freilichtmuseum in Hagen gezeigten Ausstellung ist ein Bildband erschienen, der alle Fotografien sowie ergänzende Texte und Hintergrundinformationen zur Entstehung des Projekts umfasst und für 24,90 Euro im Buchhandel erhältlich ist.

10 Uhr

Mit der AWO wandern

Wandern durch Herne (Archivfoto).

Der AWO-Kreisverband Herne lädt am Mittwoch,18. März 2026, in der Zeit von 14-16 Uhr zu einer Wanderung durch das grüne Herne ein. Die Verantwortlichen fragen: „Haben Sie Lust, sich in der Natur zu bewegen und dabei das „Grüne Herne“ kennenzulernen? Dann wandern Sie mit dem AWO-Kreisverband Herne und lernen neue Menschen kennen. Sie genießen die Gemeinschaft und bewegen sich in der Natur. Bewegungen in der Natur reduzieren Stress und steigern das Wohlbefinden.“ Start und Ende der Wanderung ist die AWO-Begegnungsstätte, Breddestraße 14, Herne. Mit einem gemeinsamen Kaffeetrinken klingt der Nachmittag aus. Die Veranstaltung findet passend zur Herner Gesundheitswoche statt. Interessierte können sich Tel 02323/ 9524-10 anmelden oder spontan vorbeischauen.

14 Uhr

'Im März … - Arbeiten auf Papier'

Maria Schleiner beim Herner Künstlerbund

Maria Schleiner, em. Professorin der Hochschule Düsseldorf, zeigt in der Galerie Kunstpunkt filigrane Arbeiten auf Papier, das abgebildete Werk ist von Blättern und Ranken in der Natur inspiriert. Die Eröffnung beginnt am 8. März 2026 ausnahmsweise erst um 15 Uhr.

Während noch bis Freitag, 27. März 2026 Arbeiten von Mitgliedern des Herner Künstlerbundes in der Ausstellung „Was ist feminin?“ im Haus am Grünen Ring an der Wilhelmstraße 37 (gegenüber dem Mondpalast) zu sehen sind, hat der HKB ’90 mit Maria Schleiner eine profilierte, zumeist Papier als Bildträger höchst filigraner Bilder nutzende Künstlerin aus Münster zu Gast in seiner Galerie Kunstpunkt an der Mont-Cenis-Straße 296 in Herne-Sodingen. Die Vernissage am Sonntag, 8. März 2026, beginnt ausnahmsweise erst um 15 Uhr, da am gleichen Tag um 11 Uhr in den Flottmannhallen die Ausstellung „sapiens?!“ mit Werken des Belgiers Mark Swysen (halloherne berichtete) eröffnet wird. 1960 im münsterländischen Havixbeck geboren erhielt Maria Schleiner ihre künstlerische Ausbildung in den USA und anschließend an der Kunstakademie Münster als Meisterschülerin von Günther Keusen. Nach Lehraufträgen u.a. an der Universität Santiago de Chile und der Johann Wolfgang Goethe Universität in Frankfurt/Main hatte sie bis zum vergangenen Jahr eine Professur „Bildende Kunst“ an der Hochschule Düsseldorf (HSD) inne. Dass Maria Schleiner ursprünglich von der Druckgraphik geprägt worden ist, sieht man ihren Papierarbeiten und aus Platzgründen jetzt in Herne nicht gezeigten Installationen an, die in mehreren Arbeitsschritten entstehen, die sich bisweilen über Jahre erstrecken. Ausgehend von spontanen, gestisch motivierten Zeichnungen häufig gegenständlicher und vielfach von der Natur inspirierter Motive werden diese nach und nach bearbeitet. Nicht nur mit Aquarell- oder bei älteren Arbeiten auch Ölfarbe, sondern auch mit der Schere. So entstehen luftig-leichte Bilder, deren auch räumliche Vielfalt sich erst bei genauem Betrachten erschließt. Denn die Collagen setzen sich aus mehreren Schichten unterschiedlich bearbeiteter Papiere zusammen, darunter auch Büttenpapier. So entstehen aus dem Bildträger Papier immer wieder kleine skulpturale Räume. Oder, etwa, wenn Maria Schleiner sich dem Blatt- und Rankenwerk von Bäumen und Sträuchern widmet, Illusionen von Dreidimensionalität. Wobei die Münsteranerin, die seit vielen Jahren ihr Atelier im Künstlerhaus Dortmund unweit des „U“-Turms hat, auch papierferne Materialien wie Alufolie einsetzt. In ihren abstrakten Bildern geht es um das Spiel von Farbe und Form, allerdings nicht statisch, sondern stets mit gestischer Ausgangssituation. Das Plakatmotiv, das etwas versteckt linkerhand in der Kunstpunkt-Galerie hängt, sticht dem Besucher in ihrer wunderbaren Farbigkeit jedoch sogleich ins Auge: „Paris blau/gelb“ ist wie zahlreiche andere Bilder im März des vergangenen Jahres in der Seine-Metropole entstanden, weshalb die Herner Ausstellung auch den Titel „Im März…“ trägt. In ihrer Biographie stößt man mehrfach auf Litauen, was damit zusammenhängt, dass Maria Schleiner im Baltikum an der Biennale für Papier 2014 teilgenommen und mit großformatigen Arbeiten Aufsehen erregt hat: Auf die Auszeichnung mit dem Grand Prix folgte zwei Jahre später in Kaunas eine große Einzelausstellung. Zu Maria Schleiners in Herne nicht vertretenem Œuvre gehören zudem Druckgraphik und Keramik. Die Ausstellung „Im März … - Arbeiten auf Papier“ wird am Sonntag, 8. März 2026 um 15 Uhr in der Galerie Kunstpunkt des Herner Künstlerbundes an der Mont-Cenis-Straße 296 eröffnet. Nach der Begrüßung durch den HKB-Vorsitzenden Hassan Jelveh führt der Düsseldorfer Professor Dr. Volker Eichener, in Herne inzwischen kein Unbekannter mehr, in das Werk Maria Schleiners ein. Die Ausstellung ist anschließend noch bis Sonntag, 19. April 2026 zu sehen jeweils mittwochs und sonntags zwischen 15 und 18 Uhr sowie nach Vereinbarung.

15 Uhr

Das Quartalsprogramm des vhs-Filmforums startet am 1. Februar

Vielfalt auf großer Leinwand

Eine Szene aus "Dann passiert das Leben", welcher beim vhs-Filmforum gezeigt wird: Rita (Anke Engelke) und Hans (Ulrich Tukur), ein in die Jahre gekommenes Ehepaar, muss erst wieder lernen, sich gegenseitig zu vertrauen.

Die ganze Vielfalt des aktuellen Programmkinos zeigen, und zwar auf der großen Leinwand in der Filmwelt Herne am Berliner Platz – das ist seit über 30 Jahren der Anspruch des vhs-Filmforums. Wie gewohnt laufen alle Filme wieder sonntags um 12:30 Uhr, montags um 20:15 Uhr und mittwochs um 17:30 Uhr. Mit der Auswahl der Filme möchte die vhs Herne dem Publikum die Unterschiedlichkeit künstlerisch-ästhetischer Filmgestaltung zeigen und eine breite Internationalität der Produktionsländer abbilden sowie eine große Spannweite gesellschaftlich relevanter Themen aufgreifen. Im ersten Quartal 2026 sind gleich mehrere deutschsprachige Filme im Programm (Rote Sterne überm Feld, Dann passiert das Leben oder Stiller). Zwei Beiträge erscheinen innerhalb der Frauenwoche in Herne und thematisieren das Thema Verantwortung im Kontext sexueller Belästigung und Fragen von Zugehörigkeit und Verletzungen im Familiensystem (Sorry, Baby und Sentimental Value). Gleichsam sind großartige Schauspieler wie Emma Stone in Bugonia, Mads Mikkelsen in Therapie für Wikinger oder Jennifer Lawrence in Die my love zu sehen. Die Filme Sorry, Baby und Rote Sterne überm Feld sind von politischer Relevanz, während Bugonia ein Beitrag der im Filmforum beliebten Literaturverfilmungen darstellt. Als Nischenfilm, der wesentlich mehr Aufmerksamkeit verdient hat, wird Therapie für Wikinger am Ende der Reihe gezeigt. Natalie Dilekli, bei der vhs Herne zuständig für das Filmforum, nennt ihren ganz persönlichen Tipp: „Bugonia mit Emma Stone lebt von der großartigen Schauspielkunst seiner Hauptdarstellerin, aber auch von jenem der beiden Darsteller der Entführer Teddy und Don. Eine ungewöhnliche Story, skurril und auch spannend. Das gehört ins Kino.“ Die Filme im Detail: Gerne plant die Filmwelt auch Vorführungen für Schulklassen. Abweichungen bei den Zeiten sind möglich und werden unter www.filmwelt-herne.de oder in den Social Media Kanälen veröffentlicht. Eintritt: 6 Euro auf allen Plätzen (Zuschlag bei Überlänge sowie Gebühren bei Onlinekauf). Programmübersicht: www.vhs-herne.de/filmforum-galerie.

17:30 Uhr

Verbotene Liebe unter Wikingern

'Die Fritjof-Saga' in Essen

Ihr Liebesduett im 2. Akt ist neben der Ouvertüre der Höhepunkt der Fritjof-Saga: Der in Dortmund aufgewachsene Tenor Mirko Roschkowski begeistert als Fritjof ebenso wie die Hagener Sopranistin Ann-Kathrin Niemczyk als Ingeborg.

Ingeborg (Ann-Kathrin Niemczyk), Tochter des norwegischen Königs Bele, und Fritjof (Mirko Roschkowski), Sohn des Vasallen Thorstein Vikingsson, bester Krieger und Freund des Königs, wachsen zusammen auf. Als ihr Vater stirbt, ist längst die Liebe zwischen Prinzessin und Bauernsohn erwacht. Doch Ingeborgs Bruder Helge (Friedemann Röhlig), der nun auf dem Thron sitzt, schickt Fritjof in die Fremde. Als dieser zurückehrt, hat der despotische Helge seine Schwester mit dem siegreichen König Ring (Andreas Hermann) verheiratet und damit weitere kriegerische Auseinandersetzungen verhindert. Was der Liebe Ingeborgs zu ihrem Jugendfreund aber keinen Abbruch tut, wie Helges Gattin, die als „Hexe“ verschriene Sami-Prinzessin Guatemi (Deirdre Angenent), ihrem Gatten steckt. Verbotene Liebe: Wie im 1847 erschienenen Roman „Wuthering Heights“ von Emily Brontë, der gerade von Emerald Fennell mit Jacob Elordi als Heathcliff und Margot Robbie als Cathy opulent verfilmt in unsere Kinos gekommen ist, geht es in der „Fritjof-Saga“, die am 7. Februar 2026 im Essener Aalto-Theater in einer eigens erstellten deutschsprachigen Fassung von Bettina Bartz umjubelte szenische Uraufführung feierte, um große Gefühle und gnadenlose (männliche) Machtausübung. Die dreiaktige Oper von Elfrida Andrée (1841 Visby – 1929 Göteborg), 1894 anonymer Beitrag im Wettbewerb zur Eröffnung des neuen königlichen Opernhauses in Stockholm, basiert auf einem altnordischen Versepos von Esaias Tegnér aus dem 13. Jahrhundert. „Die Fritjof-Saga“, dessen Libretto von der schwedischen Autorin Selma Lagerlöf („Nils Holgersson“) stammt, die 1909 als erste Frau den Nobelpreis für Literatur gewinnen konnte, ist erst 2019 in Göteborg in konzertanter Form uraufgeführt worden. Sie spielt in der Zeit der Wikinger, greift aber auch Motive der archaisch-nordischen Naturreligion um die mythologische Gottheit Jumala auf, was Frank Philipp Schlössmann in seinem sehr atmosphärischen Bühnenbild integriert. Umso bedauerlicher, dass die Ouvertüre, neben dem Liebesduett zwischen Ingeborg und Fritjof im 2. Akt „der“ Höhepunkt der musikalisch zwischen Mendelssohn und dem jungen Wagner angesiedelten knapp dreistündigen klassizistischen Oper, durch die Regisseurin Anika Rutkofsky szenisch und sogar akustisch überlagert wird durch einen völlig überflüssigen Bezug auf die aktuelle Kriegssituation und die damit verbundene Flüchtlingsproblematik in Europa. Jenseits der großen Emotionen gibt es jedoch einen deutlichen Unterschied zu Brontës „Sturmhöhe“: Ingeborg hat sich aus Gründen der Staatsraison freiwillig zur Ehe mit Ring entschieden – und das im 2. Akt gegenüber dem erstmals auf der Bühne erscheinenden Fritjof bekräftigt. Als der mächtige, aber bereits betagte neue Herrscher Norwegens seinem Ende entgegensieht, übergibt König Ring die Macht an Ingeborg und den inzwischen geläuterten, friedfertigen Fritjof… Unter der musikalischen Leitung des 1. Kapellmeisters Wolfram-Maria Märtig brillieren neben dem Aalto-Chor in großen Tableaus vor allem zwei Wagner-erprobte Gesangssolisten als Gäste: die in Hagen geborene 26-jährige Sopranistin Ann-Kathrin Niemczyk als Ingeborg und der 50-jährige, in Bremerhaven geborene und in Dortmund aufgewachsene Tenor Mirko Roschkowski. Beide sind freiberuflich tätig und inzwischen in allen großen Opernhäusern Mitteleuropas gern gesehene Gäste, die Festivals in Bayreuth und Salzburg eingeschlossen. „Das Prachtstück lohnt sich“ hat Jan Brachmann in der Frankfurter Allgemeinen (vom 9. Februar 2026) bilanziert. Dem ist nichts hinzuzufügen. Karten unter theater-essen.de oder Tel 0201 81 22-200.

19:30 Uhr

Rekord bei Veranstaltungen, Motto: 'Gesund beginnt im Miteinander'

38. Herner Gesundheitswoche steht an

Freuen sich auf die 38. Herner Gesundheitswoche, die von Montag, 16. März, bis Sonntag, 22. März 2026, ansteht: (v.li.) Rasmus Nell, Shi Chen, Inga Mühlenbrock und Malina Schäfer-König, alle vom Fachbereich Gesundheit.

Die bereits 38. Auflage der Herner Gesundheitswoche startet am Montag, 16. März, und dauert bis Sonntag, 22. März 2026. Das diesjährige Motto lautet „Gesund beginnt im Miteinander!“ und soll ein starkes Gemeinschaftsgefühl, mehr gesundheitliche Prävention und ein Miteinander fördern. Malina Schäfer-König vom Fachbereich Gesundheit kann direkt einen Rekord verkünden: „Mit insgesamt rund 250 verschiedenen Angeboten haben wir rund 100 mehr als noch im vergangenen Jahr und damit so viele wie noch nie zuvor.“ Warum das so ist, erklärt sie so: „Das Motto kann dazu beigetragen haben. Zudem gibt es eine gute Öffentlichkeitsarbeit und unsere Frist zur Einreichung der Veranstaltungen wurde nochmal um eine Woche verlängert. Zudem hilft sicher auch, dass wir digitaler geworden sind. Insgesamt läuft es jedes Jahr besser, wir sind sehr zufrieden.“ Wie immer gilt bei den Angeboten: Alles ist kostenfrei. Teilweise sind aber Anmeldungen notwendig, meistens wegen begrenzter Platzkapazitäten. Die Eröffnung findet am Montag, 16. März 2026, von 11 bis ca. 13 Uhr im H2Ö Stadtteilzentrum (Hölkeskampring 2) statt. Wie üblich wird neben Angelika Burrichter (Leiterin Fachbereich Gesundheit) auch Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda ein Grußwort sprechen. Neben Aufführungen von Schulen und Kitas wird Gesundheitsberater Michael Schrick einen Impulsvortrag halten. Eine Anmeldung zum Besuch ist bis Montag, 9. März 2026, per Mail an gesundheitswoche@herne.de oder unter Tel 02323 16 3406 oder -3739 möglich. Stichwort Schulen und Kitas: Insgesamt sind 14 Schulen und sechs Kitas am Programm beteiligt. Von ihnen sind aber nicht alle Veranstaltungen, die sich hauptsächlich um Bewegung, gesunde Ernährung und soziale Gesundheit drehen, öffentlich. Wie üblich ist das übrige Veranstaltungsangebot während der sieben Tage sehr vielfältig. Malina Schäfer-König betont: „Es ist für alle Generationen und Lebensphase etwas dabei. Wir fangen mit Pilates in der Schwangerschaft an, es gibt einen Vater-Kind-Sporttag, über die Wechseljahre bei Frauen wird gesprochen, es gibt Informationen über Prothesen und auch Veranstaltungen, die sich mit Abschied und Trauer beschäftigen.“ Zu den Klassikern gehören beispielsweise der EvK-Gesundheitstag und der sportliche Aktivtag vom Stadtsportbund Herne (halloherne berichtete). Insgesamt ist den Verantwortlichen wichtig, Vielfalt abzubilden. „Es sind auch wieder jede Menge Sportangebote dabei, mit denen sich verschiedene Vereine präsentieren und ihre Türen öffnen. Es wäre schön, wenn der ein oder andere nach dem Ausprobieren dabei bleibt“, findet die Mitarbeiterin des Fachbereichs Gesundheit. Wer singen und musizieren mag oder sich dort weiterbilden möchte, wird ebenfalls fündig. Als Sonderveranstaltungen außerhalb der Gesundheitswoche werden die Fachtagung „Free as a bird - Frauen und Mädchen mit nicht sichtbaren Behinderungen“ (im Verbindung mit der Frauenwoche, Mittwoch, 11. März 2026, H2Ö, mit Anmeldung, halloherne berichtete), „Bewegung ohne Sporthalle“ (Mittwoch, 25. März 2026, 9 Uhr, Im Sportpark 20, nicht öffentlich) mit Spielen im Freien und der Frauentreff Wanne (Donnerstag, 26. März 2026, 9:30 Uhr, Familienzentrum Königin Luise, Wilhelmstraße 88) beworben. Einen Überblick über sämtliche Veranstaltungen bietet das erschienene Heft, welches in öffentlichen Gebäuden ausliegt und ebenfalls online auf der städtischen Homepage abrufbar ist.

seit 16. März

Donnerstag, 19. März

Der März im LWL-Museum für Archäologie

Familiensonntag, Lange Museumsnacht und mehr

Das Westfälische Museum für Archäologie des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL).

Im März 2026 erwartet die Besucher des LWL-Museums für Archäologie und Kultur in Herne einige Höhepunkte: Los geht es mit dem Familiensonntag unter dem Motto „Mit vollem Mund die Füße aufm Tisch“, einer Spezialführung für Kinder von acht bis zwölf Jahren mit anschließendem Servietten-Workshop sowie zeitgleich einer Führung für die Eltern und weiteren interessierten Erwachsenen. Beim Glasperlen-Workshop und in der Schau-Schmiede steht altes Traditionshandwerk im Fokus. Beim Vortrag geht es um römische Ess- und Trinkkultur. Ganz den Frauen widmet sich eine Spezialführung durch die aktuelle Sonderausstellung „Mahlzeit“ am Weltfrauentag. Ein Mix aus Rundgängen, Musik, Vorführungen und Kulinarik erwartet Besuchende bei der Langen Museumsnacht. „Mit vollem Mund die Füße aufm Tisch“ heißt es am Familiensonntag, 1. März 2026, im LWL-Museum für Archäologie und Kultur. Um 13 Uhr und 15 Uhr erfahren Kinder und Jugendliche von acht bis zwölf Jahren in der Spezial-Führung, wie früher gegessen wurde. Im anschließenden Servietten-Workshop lernen sie Techniken, mit denen sie ihre Eltern beim nächsten Sonntagsfrühstück beeindrucken können. „Benehmen ist Glücksache"? Wie man sich zu Tisch richtig benimmt, hängt vor allen Dingen davon ab, wo und mit wem man isst. Die Teilnehmenden machen eine kleine (Zeit-)Reise um die Welt und erfahren, wo ein "Bäuerchen“ zum guten Ton gehört und mit wem man besser nicht den Becher teilt. Wie es darüber hinaus gelingt, eine Tischgesellschaft zu beeindrucken, erfahren die Teilnehmenden im anschließenden Servietten-Workshop. Während die Kinder die Sonderausstellung „Mahlzeit“ bei der Spezial-Führung und dem Workshop erkunden, erwarten die Eltern zwei öffentliche Führungen durch die Sonder- und Dauerausstellung. Die öffentliche Führung „gesucht. gefunden. ausgegraben.“ durch die Dauerausstellung steht an allen Sonntagen im März (1., 8., 15., 22., und 29. März) um 13 Uhr auf dem Programm. Bei dem Rundgang folgen Besuchende in einer nachgestalteten Ausgrabung den Spuren der Menschen in Westfalen. Neben zahlreichen Funden erwartet sie beispielsweise der in Mitteleuropa einmalige, bekannte Faustkeil aus Mammutknochen, der Schmuck der Damen von Ilse als eine der geheimnisvollsten Entdeckungen aus der Eisenzeit sowie das mit Beigaben ausgestattete Grab des Fürsten von Beckum. Die Spezial-Führung durch die Sonderausstellung „Mahlzeit“ am Weltfrauentag, Sonntag, 8. März 2026, legt den Schwerpunkt auf Frauen und Ess- bzw. Trinkkultur. Welche Rolle kam Frauen beim griechischen Symposion zu? Warum bekamen Mädchen ein Puppenhaus und Jungen in der frühen Neuzeit Zinnsoldaten? Was steckt hinter dem Gewinn der Frauen-Fußball-Nationalmannschaft zu ihrem EM-Sieg 1989? Eine Führung nicht nur für Frauen. Am Sonntag (1., 15., 22. und 29. März) um 15 Uhr erwartet Besuchende des LWL-Museums für Archäologie und Kultur die öffentliche Führung „Mahlzeit“ durch die gleichnamige Sonderausstellung. Gemeinsames Essen ist weit mehr als nur Nahrungsaufnahme. Ob beim königlichen Bankett, der einfachen Bauernmahlzeit, dem familiären Abendessen oder der gemeinsamen Mittagspause - überall offenbaren sich Fragen: Wer sitzt wo? Wer bekommt das beste Stück? Welche Rituale bestimmen das gemeinsame Mahl? Und was verrät das alles über Macht, Zugehörigkeit, gesellschaftlichen Wandel und vor allem Kultur? Von opulenten Festtafeln und rituellen Speisungen bis hin zu den Herausforderungen unserer Zeit - schnelle Snacks, digitale Ablenkung und der scheinbare Verlust gemeinsamer Rituale - zeigt diese Ausstellung, wie Essen seit Jahrtausenden als sozialer Klebstoff wirkt. Mit einem Blick auf über 300 Exponate und Geschichten lädt „Mahlzeit!“ dazu ein, die kulturelle Dimension des Essens neu zu entdecken. Eine Reise durch die Welt des gemeinsamen Speisens. Das Kreativseminar „Bunte Pracht - Glasperlen selbst gemacht“ am Samstag, 7. März 2026, gibt Einblicke in die 3.500 Jahre alte Kunst der Glasherstellung. Wie kommt eine Glasperle zu ihrer Form und wie erhält sie ihre Farbe? Antworten auf diese Fragen und die Möglichkeit zum Ausprobieren bietet der Workshop im LWL-Museum für Archäologie und Kultur. Von 13 bis 17 Uhr haben Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren die Möglichkeit, die Technik des Glasperlenwickelns mit dem Bunsenbrenner zu erlernen. Am Ende der Veranstaltung können die Teilnehmenden ihre selbst gefertigten Glasperlen mit nach Hause nehmen - für sich selbst oder als Geschenk. Die Kosten für das Seminar betragen 45 Euro pro Person, inklusive Material und zuzüglich des Museumseintritts. Das Seminar richtet sich an Anfänger. Um Anmeldung wird gebeten unter Tel 02323-94628-24. In der „Schau-Schmiede“ haben junge und erwachsene Besucher am Sonntag, 15. März von 12 bis 17 Uhr erstmalig die Gelegenheit, dem Museumsschmied Timo Haken über die Schulter zu schauen. Mit Hammer, Amboss und inmitten von Esse-Funken schmiedet Haken, Schwerter oder kleinste Glieder für ein Kettenhemd. Während der Schmiede-Vorführung besteht auch die Möglichkeit, dem Schmied Fragen zu stellen. Das Angebot ist kostenlos. Die Vorführung findet im Innenhof des Museums statt. Am Sonntag, 15. März 2026, um 14 Uhr geht es „Mit dem Spielmann durch die Zeiten“. Abenteuerliche und amüsante Geschichten, die sich um die Vergangenheit Westfalens und ihre archäologischen Funde ranken, bilden den Inhalt der musikalischen Führung mit Spielmann Michel. Der zeitreisende Musikus geht mit Witz und Musikalität, mit Liedern, Texten und Klangbeispielen den Fragen nach: Wie klang die Musik der Neandertaler und wieso geht die Musik von Carlos Santana auf das Alte Griechenland zurück? Beim öffentlichen Vortrag „Wenn Trimalchio zu Tisch bittet - Esskultur bei den Römern“ am Donnerstag, 19. März 2026, um 19 Uhr veranschaulicht Dr. Josef Mühlenbrock, Leiter des LWL-Römermuseums in Haltern am See, was bei den Römern auf den Tisch kam. „Dank der archäologischen Funde können wir heute die Versorgungsmöglichkeiten im Römerlager rekonstruieren“, so Mühlenbrock. „Sie verraten, dass nicht nur einfacher Brei aus Weizenmehl, das Hauptnahrungsmittel eines Legionärs, im Lager gegessen wurde, sondern zumindest bei den höheren Dienstgraden durchaus auch Luxusgüter auf den Tisch kamen.“ Und wie sahen die Essgewohnheiten der Oberschicht aus? Diese und weitere Fragen stehen im Zentrum des kostenlosen Vortrags, der live auf dem YouTube-Kanal des LWL-Museums für Archäologie und Kultur zu sehen ist. Begleitet wird der Vortrag von Marianne Gorissen, die in römischer Gewandung aus dem sogenannten „Gastmahl des Trimalchon“ von Petronius liest. Am Freitag, 27. März 2026, von 18 bis 24 Uhr findet mit der „Langen Nacht der Mahlzeit“ ein Höhepunkt des Jahresprogramms statt. Neben speziellen Programmen zur Sonderausstellung, wie Führungen und Workshops, stehen Musik, Mitmachangebote und kulinarische Höhepunkte auf dem Programm. Der Eintritt ist an diesem Tag frei. Der erste Programmpunkt der Langen Museumsnacht ist von 18 bis 20 Uhr die „Schnuppergrabung im Grabungscamp“. Hier erwartet Erwachsene und Kinder ab acht Jahren eine unerschlossene Grabungslandschaft, die es archäologisch zu bearbeiten gilt. Mit echten Grabungswerkzeugen legen sie Schritt für Schritt Funde und Befunde frei, die ihnen unter anderem das Mittelalter, die römische Kaiserzeit oder auch die Jungsteinzeit direkt vor Augen führen. Sämtliche Arbeitsschritte werden im Team erledigt: Familien werden zu Forschergruppen, Freunde zu Grabungsteams und jeder Einzelne zum Archäologen für einen Tag. Der Eintritt ist frei. Mit den Speedos ist eine der „aktivsten Bands in Deutschland“ zu Gast. Sie begrüßt die Besuchenden im Foyer mit Liedern aus einem großen Repertoire. Passend zur Sonderausstellung „Mahlzeit“ liefern Spielmann Michael und Andreas Niggemeier ein exklusives Programm zwischen Candlelight Dinner und sinnloser Völlerei. Das Trio Ei-Der-Daus nimmt sich speziell der Trinklieder-Kultur an. Im Zentrum der Sonderausstellung stellt das Trio Liedgut vor, wie es vor rund 150 Jahren bei Bier und Wein gesungen wurde. Den ganzen Abend über bieten Führungen einen Überblick zur Geschichte des gemeinsamen Essens und zum Leben der Menschen in den vergangenen 250.000 Jahren. Ein besonderer Höhepunkt: die „Malocher-Führung“ mit Timo Reichelt. Wenn Reichelt nicht gerade mit seinem gewohnt lockeren Ruhrpott-Mundwerk durch die Ausstellung führt, lässt er die Funken fliegen - draußen an der Schau-Schmiede. Sicherlich ist die Schmiede auch ein spektakuläres Fotomotiv für alle Cosplayer, die das LWL-Museum für Archäologie und Kultur an diesem Abend einlädt. Egal, ob aus dem Star-Wars-Universum, der Disney-Märchenwelt oder dem weiten Anime-Kosmos: Jede Figur ist willkommen. Die jüngeren Nachtschwärmer lädt der Keramik-Künstler Thomas Benirschke ein, mit ihm vierhändig zu zaubern. Das Ergebnis ist ein hochwertiges Geschirrteil, das jeder „Zauberer“ mit nach Hause nehmen darf. Neben Geschirr geht es in der Sonderausstellung „Mahlzeit!“ auch um Besteck. Besuchende erleben selbst, dass Löffel, Gabel und Messer nicht nur hervorragende Werkzeuge zum Essen sind, sondern auch zu kreativen Schmuckstücken werden können. Wer sich den ganzen Abend mit dem Thema „Mahlzeit“ umgibt, wird natürlich hungrig. Wie Kaiser Augustus auf dem Ausstellungsplakat, so dürfen sich auch die Besuchende auf italienische Küche mit Pizza und Eis freuen. Im Museumscafé kümmert sich der Förderverein um den Ausschank von Getränken. Die öffentlichen Führungen sind kostenlos. Zu zahlen ist nur der Museumseintritt. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre sind kostenfrei.

Zweitägiger Workshop der Fachstelle 'Eine Welt'

'Alleinerziehend, gesund und gestärkt'

Im Lutherhaus an der Lutherstraße findet der zweitägige Workshop der Fachstelle Eine Welt für Alleinerziehende statt.

Zu einem zweitägigen Workshop mit dem Titel „Alleinerziehend, gesund und gestärkt in die Osterferien starten!“ lädt eine Kooperationsveranstaltung der Ev. Erwachsenenbildung in der Fachstelle Eine Welt des Ev. Kirchenkreises Herne sowie das Hagar Unterstützungsangebot. Jeweils am Donnerstag und Freitag, 19. und 20. März 2026, von 8 bis 13 Uhr, findet der Workshop im Gemeindehaus an der Lutherstraße 1 statt. Der Workshop richtet sich an Alleinerziehende. Die Teilnehmenden werden gemeinsam mit Annika Tegeler, Projektkoordinatorin des Hagar Unterstützungsangebots, zuerst einen Blick auf ihre Stärken und das, was sie alltäglich leisten, werfen. Nach Informationen über eine möglichst kostenfreie Feriengestaltung der Osterferien, wird Sandra Colitti vom Caritasverband Herne ihr Fachwissen über die Vielfältigkeit von Kurs-Angeboten an die Teilnehmenden weitergeben. Auch eine preisgünstige Seife können die Teilnehmenden selber herstellen. Eine Anmeldung ist erforderlich unter a.tegeler@diakonie-herne.de oder unter Tel 0152 5679 0009. Die Anmeldung kann nur mit der Teilnahme an beiden Kurstagen erfolgen. Diese Veranstaltung ist Teil der Herner Gesundheitswoche (halloherne berichtete).

8 Uhr

'Mission Machen' zeigt Perspektiven auf das Handwerk

LWL-Wanderausstellung im Schloss Strünkede

Die LWL-Wanderausstellung "Mission Machen – Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk" ist im Schloss Strünkede zu sehen.

Am Donnerstag, 5. Februar 2026, um 18 Uhr eröffnet im Schloss Strünkede, Karl-Brandt-Weg 5, die Sonderausstellung „Mission Machen – Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk“. Diese wird bis Sonntag, 12. April 2026, zu sehen sein. Was zeichnet das Handwerk in Westfalen aus? Welchen Einfluss haben Themen wie Nachhaltigkeit, Umweltschutz, Digitalisierung, Globalisierung, Inklusion und Integration auf den Berufsalltag von Menschen im Handwerk? Welche Verantwortung übernehmen heutige Handwerksbetriebe? Die Fotoausstellung „Mission Machen - Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk“ geht diesen Fragen nach, indem sie die Arbeit in westfälischen Handwerksbetrieben individuell im Bild präsentiert. Tuula Kainulainen hat dafür den Arbeitsalltag von 25 Betrieben begleitet und dokumentiert. Die Fotografien vermitteln einen persönlichen Einblick in Alltagssituationen westfälischer Handwerkern, die sich aufgeschlossen, erfinderisch und engagiert zeigen. Unterteilt in vier große Themenbereiche können sich die Besucher ein eigenes Bild von der Vielfalt und der Innovationskraft des Handwerks in Westfalen-Lippe machen. Die Ausstellung ist dienstags bis freitags von 10 bis 13 Uhr sowie von 14 bis 17 Uhr geöffnet, an Samstagen von 14 bis 17 Uhr und an Sonntagen von 11 bis 17 Uhr. Die Ausstellung „Mission Machen – Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk“ ist ein Kooperationsprojekt mit dem LWL- Medienzentrum für Westfalen und dem LWL-Freilichtmuseum Hagen. In die Ausstellung einführen werden bei der Eröffnung Kurator Lennart Nickel vom LWL-Freilichtmuseum Hagen und die Fotografin Tuula Kainulainen vom LWL-Medienzentrum für Westfalen. Weitere Materialien und ergänzende Infos zur Wanderausstellung bietet die Webseite des LWL-Medienzentrums für Westfalen unter www.missionmachen.lwl.org. Zu der ursprünglich 2025 vom LWL-Freilichtmuseum in Hagen gezeigten Ausstellung ist ein Bildband erschienen, der alle Fotografien sowie ergänzende Texte und Hintergrundinformationen zur Entstehung des Projekts umfasst und für 24,90 Euro im Buchhandel erhältlich ist.

10 Uhr

Neue Ausstellung in den Flottmann-Hallen

'sapiens?!' vom Belgier Mark Swysen

Künstler Mark Swysen zeigt in den Flottmann-Hallen seine Ausstellung "sapiens?!" über die Menschheit und die Natur.

In den Flottmann-Hallen, Straße des Bohrhammers 5, ist von Sonntag, 8. März, bis Sonntag, 19. April 2026, die Ausstellung „sapiens?!“ des Künstlers Mark Swysen zu sehen. Die Ausstellung fordert zur Auseinandersetzung mit den Widersprüchlichkeiten modernen menschlichen Lebens auf. Helle Skulpturen stehen in der Halle. An der Fensterfront sind große Kuscheltiere zu sehen. Ein gekreuzigter Teddybär mit Dornenkrone fällt ins Auge. In der Mitte des Raumes ist ein Schaufensterpuppentorso zu sehen, ebenfalls gekreuzigt. Umgeben ist die Figur von einer Konstruktion aus Regenschirmen. „Mit dem Titel 'sapiens?!‘ deute ich bereits an, worum es mir geht: Wir haben uns selbst den Namen 'kluger Mensch‘ gegeben, aber wie klug sind wir eigentlich?“, erklärt Mark Swysen den Hintergrund seiner Kunstinstallationen. „Wie gehen wir miteinander und mit der Umwelt um? Machen wir das gut oder nicht?“ Mit seiner Ausstellung möchte er die Besucher zum Nachdenken bringen: „Aus meiner Sicht ist Kunst eine Sache des Herzens. Der Titel hilft ein bisschen, um in meine Denkweise zu blicken. Aber ich möchte, dass die Betrachtenden versuchen, sich auf ihre Weise mit meiner Arbeit auseinanderzusetzen und sie mit ihrer eigenen Fantasie und vor dem Hintergrund ihrer eigenen Erfahrungen und Erlebnisse zu interpretieren.“ Vielleicht denken einige in Anbetracht der vielen Regenschirme um die Schaufensterpuppe an die „Umbrella Corporation“ aus der Resident-Evil-Computerspielreihe. Zuletzt stellte Mark Swysen 2016 in einer Gruppenausstellung in den Flottmann-Hallen aus. Katrin Lieske, Kuratorin der Ausstellung, freut sich über die erneute Zusammenarbeit mit dem Künstler: „Es ist uns wichtig, dass wir mit den Künstlerinnen und Künstlern langjährige Partnerschaften pflegen. Besonders mit solchen, von denen wir überzeugt sind und mit denen die Zusammenarbeit wirklich ergiebig war und Spaß gemacht hat. Und Mark ist eben einer dieser Künstler.“ Die Vernissage findet am Sonntag, 8. März, um 11 Uhr statt. Ein Gespräch zwischen dem Künstler und dem Moderator Eric Warm wird in die Ausstellung einführen. Zudem werden Führungen und Vorträge angeboten, die am Donnerstag, 19. März, und am Mittwoch, 15. April, jeweils um 10:30 Uhr stattfinden. An diesen Tagen können die Gäste bei Kunst, Kaffee und Kuchen die Werke näher betrachten. Die Ausstellung ist dienstags bis sonntags von 14 bis 18 Uhr zu sehen, der Eintritt ist frei. Mark Swysen, geboren 1965 in Belgien, hat Biologie und Kunst studiert. Heute lebt er in Antwerpen. In seinen Werken analysiert er menschliches Verhalten und gesellschaftliche Fragen. Oft sind seine Arbeiten klimabezogen. Seine Installationen regen zum Nachdenken über gesellschaftliche Verantwortung und notwendigen Handlungsbedarf an.

10:30 Uhr

Verbraucherzentrale lädt ein

Veranstaltung zur Elektronischen Patientenakte

Kostenloser Online-Selbstlernkursus: So klappt es mit der ePA.

Seit 2025 wird die elektronische Patientenakte (ePA) bundesweit eingeführt. Sie gilt als zentrale Neuerung für gesetzlich Krankenversicherte in Deutschland. Wer nicht ausdrücklich widerspricht, erhält die ePA automatisch von seiner Krankenkasse. Schritt für Schritt wird die digitale Akte mit persönlichen Gesundheitsdaten befüllt – etwa mit Arztbriefen, Befunden, Medikationsplänen, Laborbefunden oder Röntgenbildern. Patienten können auch selbst Dokumente in ihrem digitalen Gesundheitsordner ablegen. Was bedeutet das konkret für Versicherte? Welche technischen Voraussetzungen sind erforderlich, um die ePA zu nutzen? Wie funktionieren die Anwendungen – und worauf sollten Nutzer achten? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt eines Vortrags von Veronika Hensing, Leiterin der Verbraucherzentrale in Herne, am Donnerstag, 19. März, von 10.45 bis 12.15 Uhr. Die Expertin erläutert darin die wichtigsten Grundlagen und beantwortet individuelle Fragen. Die Veranstaltung wird von der Verbraucherzentrale in Kooperation mit der Volkshochschule Herne angeboten und richtet sich insbesondere an Interessierte, die die ePA bis- lang noch nicht eingerichtet haben. Die Teilnahme ist kostenfrei. Der Vortrag findet statt im Verwaltungsgebäude der Stadt Herne, Freiligrathstraße 12, 4. Etage, Raum 427. Um Anmeldung wird gebeten bis zum 13. März per E-Mail oder telefonisch unter 0211/91380 2036. Sollten mehr Anmeldungen eingehen als Plätze vorhanden sind, wird es weitere Vorträge geben.

10:45 Uhr

Veranstaltungsreihe Mobbster26 des Theaters Traumbaum

Bochum macht gegen Schulmobbing mobil

Mit Theaterstücken wie 'Mobfer -f' wollen Birgit Iserloh & Ralf Lambrecht vom Theater Traumbaum Mobbingprävention leisten.

Mobbing unter Schülern ist ein gravierendes Problem mit heftigsten Folgen. Nicht nur, dass es den Unterricht erschwert und das Klassenklima vergiftet, vor allem führt es zu Opfern, realen menschlichen Opfern. In Bochum bietet das Theater Traumbaum deshalb in Zusammenarbeit mit dem Kulturbüro und Jugendamt der Stadt Bochum ein umfangreiches nachhaltiges Präventionsangebot an. So bieten die Verantwortlichen Theaterstücke und theaterpädagogische Workshops zur Mobbingprävention für Schulklassen aller Altersstufen an. Viele Städte bemühen sich mit ihren Respekt-Kampagnen um einen wertschätzenden und gewaltfreien Umgang unter ihren Bürgern. Die Stadt Bochum ist seit 2019 dabei. Doch in diesem Jahr geht das Theater Traumbaum in Zusammenarbeit mit dem Kulturbüro und Jugendamt der Stadt Bochum einen Schritt weiter. Über den reinen Appell hinaus, bietet es mit der Veranstaltungsreihe Mobbster26 Theater gegen Schulmobbing vom 9. Februar 2026 bis 26. März 2026 konkrete nachhaltige Präventionsangebote an. „Mobbing unter Schüler ist ein gravierendes immer stärker werdendes Problem mit heftigsten Folgen. Nicht nur, dass es den Unterricht erschwert, das Klassenklima vergiftet, es führt zu Opfern, realen menschlichen Opfern. Da Mobber in der Regel davon ausgehen, unentdeckt zu bleiben, ist die Androhung von negativen Konsequenzen für potentielle Täter meistens ebenso erfolglos wie präventive moralische Appelle. Um Mobbing akut zu bremsen oder präventiv zu verhindern hilft es aber, jungen Menschen frühzeitig nachhaltige Empathie zu realen oder potentiellen Mobbingopfern zu schaffen und sie selbst dagegen zu wappnen, in die Opferrolle zu geraten“, heißt es von den Verantwortlichen des Theaters. Deshalb bietet das Theater Traumbaum für Schulklassen drei verschieden Theaterstücke mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten für verschiedene Alterszielgruppen und theaterpädagogische mobbingpräventive Workshops für alle Alterszielgruppen an. So gibt es beispielsweise das Theaterstück Mobfer-f, ein empathisches Theaterstück aus der Perspektive zweier Opfer. Es richtet sich an Schüler der Klasse 5 bis 7 und dauert 55 Minuten plus einer Nachbearbeitung. Der Eintritt kostet 6 Euro pro Person. Die Termine finden von Montag bis Donnerstag, 9. bis 12. Februar 2026, jeweils um 10 Uhr statt. Die Märztermine sind alle ausverkauft. Unter dem Titel Cybermobb, in´s Netz gegangen läuft das zweite Stück. Es handelt von Internet, Cybermobbing und der Kommunikations-Clash und richtet sich für Kinder ab zwölf Jahren beziehungsweise der Klasse 7. Der Eintritt kostet 6 Euro pro Person. Die Termine finden von Montag bis Mittwoch jeweils um 10 Uhr statt. Über dem Umgang mit Aggressionen informiert das Stück Stromboli - Knut und die Wut. Es richtet sich an Kinder ab sechs Jahren und die Klassen 2 bis 6. Es dauert 55 Minuten plus einer Nachbearbeitung. Der Eintritt kostet 6 Euro pro Person. Das Stück läift vom 9. bis 12. März 2026, jeweils um 10 Uhr. Leider sind alle Vorstellungen ausverkauft. Ferner gibt es noch den Theaterworkshop Bullymobb. Dieser Workshop bietet praktisch angewandte Mobbing-Prävention für die Klasse 4 bis12. Die Dauer beträgt 90 Minuten mit jeweils einer Klasse/Gruppe pro Termin. Kosten auf Anfrage an das Theater. Es gibt noch freie Termine zum Workshop am 2. und 3. März 2026 sowie am 16., 17. und 19. März 2026 jeweils ab 11 Uhr.

11 Uhr

Ev. Kirchengemeinde Haranni informiert

„Siehe, ich mache alles neu.“

Das Ludwig-Steil-Forum am Europaplatz.

Die Ev. Kirchengemeinde Haranni wird in den nächsten Jahren drei Kirchen schließen. In diesem Zusammenhang soll ein neues Gottesdienst-Konzept erarbeitet werden. Deshalb laden die Verantwortlichen am Donnerstag, 19 März 2026, von18:30 bis 21:30 Uhr zu einem Workshop rund um ein neues Gottesdienstkonzept ins Ludwig Steil Forum ein.. Gemeinsam wollen die Teilnehmenden Gottesdienst neu denken, Glauben feiern und Raum schaffen für Vielfalt, Wünsche und neue Ideen. Dieser Workshop lebt vom kreativen Mitgestalten: „Bringen Sie Ihre Gedanken, Erfahrungen und Visionen ein. Ob leise oder laut, traditionell oder experimentell – alles darf Platz haben. Zusammen wollen wir entdecken, wie Gottesdienst heute und morgen in Haranni aussehen kann. Seien Sie dabei, wenn wir Neues wagen, ausprobieren und gemeinsam gestalten. Denn: Gott lädt uns ein, Neues entstehen zu lassen,“ heißt es von der Gemeinde. Um Anmeldung bis Freitag, 13. März 2026, wird gebeten im Gemeindebüro Haranni an; telefonisch unter 02323/12499 oder per E-Mail.

18 Uhr

Workshop im Ludwig-Steil-Forum

'Siehe, ich mache alles neu' (Offenbarung 21,5)

Das evangelischen Gemeindezentrums Ludwig-Steil-Forum.

Am Donnerstag, 19. März 2026, sind alle Interessierten zu einem Workshop rund um ein neues Gottesdienstkonzept in das Ludwig-Steilforum eingeladen. Gemeinsam soll hier Gottesdienst neu gedacht, Glauben gefeiert und Raum für Vielfalt geschaffen werden. Wünsche und neue Ideen sollen eingebracht werden. Die Teilnehmer sollen ihre Gedanken, Erfahrungen und Visionen einbringen. Ob leise oder laut, traditionell oder experimentell – alles darf Platz haben. Zusammen soll entdeckt werden, wie Gottesdienst heute und morgen in Haranni aussehen kann. In der Einladung heißt es: „Seien Sie dabei, wenn wir Neues wagen, ausprobieren und gemeinsam gestalten. Denn: Gott lädt uns ein, Neues entstehen zu lassen.“ Bitte melden Sie sich bis Freitag, 13.März 2026, im Gemeindebüro Haranni an; telefonisch unter 02323/12499 oder per E-Mail an haranni@ekvw.de.

18:30 Uhr

Neues zur Darmkrebsvorsorge

Darmkrebs: Vortrag im Restaurant 'Zille'

Dr. Dietrich Hüppe

Die Gesellschaft für Gastroenterologie Herne lädt am Donnerstag, 19. März 2026, ab 19 Uhr zu einem Vortrag zur Darmkrebsvorsorge ein: Ein kleiner Schritt zur Darmkrebsvorsorge – ein großer fürs Leben! Der Referent ist Dr. med. Dietrich Hüppe, der Fragen wie: 24 Jahre Darmkrebsvorsorge - was hat das gebracht? Welche Möglichkeiten gibt es? Was nützt der Stuhltest, was die Darmspiegelung? Welcher Aufwand kommt auf mich zu? Gibt es Risiken? behandeln wird. Der Eintritt ist frei.

19 Uhr

Rekord bei Veranstaltungen, Motto: 'Gesund beginnt im Miteinander'

38. Herner Gesundheitswoche steht an

Freuen sich auf die 38. Herner Gesundheitswoche, die von Montag, 16. März, bis Sonntag, 22. März 2026, ansteht: (v.li.) Rasmus Nell, Shi Chen, Inga Mühlenbrock und Malina Schäfer-König, alle vom Fachbereich Gesundheit.

Die bereits 38. Auflage der Herner Gesundheitswoche startet am Montag, 16. März, und dauert bis Sonntag, 22. März 2026. Das diesjährige Motto lautet „Gesund beginnt im Miteinander!“ und soll ein starkes Gemeinschaftsgefühl, mehr gesundheitliche Prävention und ein Miteinander fördern. Malina Schäfer-König vom Fachbereich Gesundheit kann direkt einen Rekord verkünden: „Mit insgesamt rund 250 verschiedenen Angeboten haben wir rund 100 mehr als noch im vergangenen Jahr und damit so viele wie noch nie zuvor.“ Warum das so ist, erklärt sie so: „Das Motto kann dazu beigetragen haben. Zudem gibt es eine gute Öffentlichkeitsarbeit und unsere Frist zur Einreichung der Veranstaltungen wurde nochmal um eine Woche verlängert. Zudem hilft sicher auch, dass wir digitaler geworden sind. Insgesamt läuft es jedes Jahr besser, wir sind sehr zufrieden.“ Wie immer gilt bei den Angeboten: Alles ist kostenfrei. Teilweise sind aber Anmeldungen notwendig, meistens wegen begrenzter Platzkapazitäten. Die Eröffnung findet am Montag, 16. März 2026, von 11 bis ca. 13 Uhr im H2Ö Stadtteilzentrum (Hölkeskampring 2) statt. Wie üblich wird neben Angelika Burrichter (Leiterin Fachbereich Gesundheit) auch Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda ein Grußwort sprechen. Neben Aufführungen von Schulen und Kitas wird Gesundheitsberater Michael Schrick einen Impulsvortrag halten. Eine Anmeldung zum Besuch ist bis Montag, 9. März 2026, per Mail an gesundheitswoche@herne.de oder unter Tel 02323 16 3406 oder -3739 möglich. Stichwort Schulen und Kitas: Insgesamt sind 14 Schulen und sechs Kitas am Programm beteiligt. Von ihnen sind aber nicht alle Veranstaltungen, die sich hauptsächlich um Bewegung, gesunde Ernährung und soziale Gesundheit drehen, öffentlich. Wie üblich ist das übrige Veranstaltungsangebot während der sieben Tage sehr vielfältig. Malina Schäfer-König betont: „Es ist für alle Generationen und Lebensphase etwas dabei. Wir fangen mit Pilates in der Schwangerschaft an, es gibt einen Vater-Kind-Sporttag, über die Wechseljahre bei Frauen wird gesprochen, es gibt Informationen über Prothesen und auch Veranstaltungen, die sich mit Abschied und Trauer beschäftigen.“ Zu den Klassikern gehören beispielsweise der EvK-Gesundheitstag und der sportliche Aktivtag vom Stadtsportbund Herne (halloherne berichtete). Insgesamt ist den Verantwortlichen wichtig, Vielfalt abzubilden. „Es sind auch wieder jede Menge Sportangebote dabei, mit denen sich verschiedene Vereine präsentieren und ihre Türen öffnen. Es wäre schön, wenn der ein oder andere nach dem Ausprobieren dabei bleibt“, findet die Mitarbeiterin des Fachbereichs Gesundheit. Wer singen und musizieren mag oder sich dort weiterbilden möchte, wird ebenfalls fündig. Als Sonderveranstaltungen außerhalb der Gesundheitswoche werden die Fachtagung „Free as a bird - Frauen und Mädchen mit nicht sichtbaren Behinderungen“ (im Verbindung mit der Frauenwoche, Mittwoch, 11. März 2026, H2Ö, mit Anmeldung, halloherne berichtete), „Bewegung ohne Sporthalle“ (Mittwoch, 25. März 2026, 9 Uhr, Im Sportpark 20, nicht öffentlich) mit Spielen im Freien und der Frauentreff Wanne (Donnerstag, 26. März 2026, 9:30 Uhr, Familienzentrum Königin Luise, Wilhelmstraße 88) beworben. Einen Überblick über sämtliche Veranstaltungen bietet das erschienene Heft, welches in öffentlichen Gebäuden ausliegt und ebenfalls online auf der städtischen Homepage abrufbar ist.

seit 16. März

Freitag, 20. März

'GG Open 2026' startet mit kleinen Änderungen, Anmeldung läuft

Vier Spieletitel und neue School Edition

Es wird wieder bei der "GG Open 2026" gezockt: Los geht es mit Mario Kart World. Einziger Unterschied: Bis auf das Finale der School Edition werden alle Qualitage und die Finals in der GG Open Lobby ausgespielt.

Die Herner E-Sport-Stadtmeisterschaft 2026 startet an diesem Wochenende. Zum Auftakt der „GG Open“ geht es in Mario Kart World auf die Rennstrecke. Bereits zum vierten Mal organisiert der DSC Wanne-Eickel den stadtweiten Wettbewerb, alle vier Disziplinen werden im E-Sport-Zentrum des DSC durchgeführt, der „GG Open Lobby“, in der Wanner Fußgängerzone (Hauptstraße 240). Die Teilnahme ist wie immer kostenfrei möglich, Anmeldungen erfolgen über ggopen.de. Ausgespielt werden in diesem Jahr erneut die Titel in den Spielen Mario Kart World (Finale: Freitag, 20. März 2026), Super Smash Bros. (Finale: Freitag, 12. Juni 2026), Fortnite (Finale: Freitag, 11. September 2026) und EAFC (Finale: Freitag, 11. Dezember 2026), jeweils mit einem Finalturnier, zu dem es vorab zwei Qualifikationsmöglichkeiten gibt, allesamt in der GG Open Lobby. Das obligatorische Grand Final wie in den Vorjahren in den Herner Flottmann Hallen ist in diesem Jahr einem zusätzlichen besonderen Event vorbehalten. Denn 2026 richtet der Verein erstmals zusätzlich die „GG Open School Edition“ aus, eine Schul-Stadtmeisterschaft, mit Vertretungen aus allen weiterführenden Schulen Hernes. Auch hierfür werden über vorgeschaltete Qualifikationsturniere in verschiedenen Schulen die Finalteilnehmer bestimmt. Das Grand Final 2026 wird dann am Samstag, 31. Oktober 2026, in den Flottmannhallen ausgetragen. Los geht es jetzt mit Rasanz, wenn nämlich Mario, Luigi und Co. Strecke für Strecke abzuarbeiten haben. Das Qualifikationsturnier Nummer eins im virtuellen Autorennen auf der Switch 2 findet statt am Freitag, 16. Januar 2026. Ab 18 Uhr werden die Ampeln auf Grün geschaltet. Anmeldungen zur Teilnahme sind noch möglich. Alle Wettbewerbe werden in gewohnter Manier kommentiert und live auf dem Twitch-Kanal des Vereins gestreamt (@ggopenlobby).

Zweitägiger Workshop der Fachstelle 'Eine Welt'

'Alleinerziehend, gesund und gestärkt'

Im Lutherhaus an der Lutherstraße findet der zweitägige Workshop der Fachstelle Eine Welt für Alleinerziehende statt.

Zu einem zweitägigen Workshop mit dem Titel „Alleinerziehend, gesund und gestärkt in die Osterferien starten!“ lädt eine Kooperationsveranstaltung der Ev. Erwachsenenbildung in der Fachstelle Eine Welt des Ev. Kirchenkreises Herne sowie das Hagar Unterstützungsangebot. Jeweils am Donnerstag und Freitag, 19. und 20. März 2026, von 8 bis 13 Uhr, findet der Workshop im Gemeindehaus an der Lutherstraße 1 statt. Der Workshop richtet sich an Alleinerziehende. Die Teilnehmenden werden gemeinsam mit Annika Tegeler, Projektkoordinatorin des Hagar Unterstützungsangebots, zuerst einen Blick auf ihre Stärken und das, was sie alltäglich leisten, werfen. Nach Informationen über eine möglichst kostenfreie Feriengestaltung der Osterferien, wird Sandra Colitti vom Caritasverband Herne ihr Fachwissen über die Vielfältigkeit von Kurs-Angeboten an die Teilnehmenden weitergeben. Auch eine preisgünstige Seife können die Teilnehmenden selber herstellen. Eine Anmeldung ist erforderlich unter a.tegeler@diakonie-herne.de oder unter Tel 0152 5679 0009. Die Anmeldung kann nur mit der Teilnahme an beiden Kurstagen erfolgen. Diese Veranstaltung ist Teil der Herner Gesundheitswoche (halloherne berichtete).

8 Uhr

'Mission Machen' zeigt Perspektiven auf das Handwerk

LWL-Wanderausstellung im Schloss Strünkede

Die LWL-Wanderausstellung "Mission Machen – Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk" ist im Schloss Strünkede zu sehen.

Am Donnerstag, 5. Februar 2026, um 18 Uhr eröffnet im Schloss Strünkede, Karl-Brandt-Weg 5, die Sonderausstellung „Mission Machen – Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk“. Diese wird bis Sonntag, 12. April 2026, zu sehen sein. Was zeichnet das Handwerk in Westfalen aus? Welchen Einfluss haben Themen wie Nachhaltigkeit, Umweltschutz, Digitalisierung, Globalisierung, Inklusion und Integration auf den Berufsalltag von Menschen im Handwerk? Welche Verantwortung übernehmen heutige Handwerksbetriebe? Die Fotoausstellung „Mission Machen - Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk“ geht diesen Fragen nach, indem sie die Arbeit in westfälischen Handwerksbetrieben individuell im Bild präsentiert. Tuula Kainulainen hat dafür den Arbeitsalltag von 25 Betrieben begleitet und dokumentiert. Die Fotografien vermitteln einen persönlichen Einblick in Alltagssituationen westfälischer Handwerkern, die sich aufgeschlossen, erfinderisch und engagiert zeigen. Unterteilt in vier große Themenbereiche können sich die Besucher ein eigenes Bild von der Vielfalt und der Innovationskraft des Handwerks in Westfalen-Lippe machen. Die Ausstellung ist dienstags bis freitags von 10 bis 13 Uhr sowie von 14 bis 17 Uhr geöffnet, an Samstagen von 14 bis 17 Uhr und an Sonntagen von 11 bis 17 Uhr. Die Ausstellung „Mission Machen – Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk“ ist ein Kooperationsprojekt mit dem LWL- Medienzentrum für Westfalen und dem LWL-Freilichtmuseum Hagen. In die Ausstellung einführen werden bei der Eröffnung Kurator Lennart Nickel vom LWL-Freilichtmuseum Hagen und die Fotografin Tuula Kainulainen vom LWL-Medienzentrum für Westfalen. Weitere Materialien und ergänzende Infos zur Wanderausstellung bietet die Webseite des LWL-Medienzentrums für Westfalen unter www.missionmachen.lwl.org. Zu der ursprünglich 2025 vom LWL-Freilichtmuseum in Hagen gezeigten Ausstellung ist ein Bildband erschienen, der alle Fotografien sowie ergänzende Texte und Hintergrundinformationen zur Entstehung des Projekts umfasst und für 24,90 Euro im Buchhandel erhältlich ist.

10 Uhr

Fotografien von Khalil Noé Döring

Ausstellung auf Hannover: 'Weg der Kohle'

Titelbild der Ausstellung: Weg der Kohle (beschnitten) von Khalil Noé Döring.

Im LWL-Museum Zeche Hannover findet am Freitag, 20. März 2026, um 18 Uhr, die Eröffnung der Ausstellung „Weg der Kohle“ mit Fotografien von Khalil Noé Döring statt. Die Gäste wird Eva Irrgang – Vorsitzende der Landschaftsversammlung Westfalen-Lippe – begrüßen gemeinsam mit Carolin Freitag – Leiterin LWL-Museum Zeche Hannove. Die Einführung übernimmt der Fotograf Khalil Noé Döring im Gespräch mit Annemarie Gareis, der Wissenschaftlichen Volontärin LWL-Museum Zeche Hannover., ­ ­ ­ Der Ausstieg aus der Kohle vollzieht sich schleichend. Während in Deutschland seit 2018 keine Steinkohle mehr abgebaut wird, läuft ihr Import auf Hochtouren: Für die Produktion von Strom und Stahl wird sie noch gebraucht. Mit seinen Fotos dokumentiert Khalil Noé Döring den Weg der Kohle von der niederländischen Küste ins Ruhrgebiet. Ende 2022 besuchte er die Kohlenlager im Europoort in Rotterdam, reiste auf einem Kohle- und Erzfrachter über die Waal und den Rhein nach Duisburg und warf anschließend einen Blick hinter die Kulissen von Kokerei, Hochofen und Stahlwerk in Duisburg.

18 Uhr

Bauarbeiten laufen auf Hochtouren, Premiere am 12. März

Neuer RevuePalast Ruhr erwacht im Gysenberg

Noch ist es viel Baustelle, aber sie warten schon auf die Premiere im RevuePalast Ruhr am Gysenberg: (v.li.) Künstlerin Roxy, Theaterdirektor Marvin Boettcher (oben) und "Aerial Pole"-Artistin Sabrina Püschel.

Die Bauarbeiten laufen auf Hochtouren, der Umbau befindet sich auf der Zielgeraden: Am Donnerstag, 12. März 2026, soll die erste Vorstellung von „Like a Phoenix“ (halloherne berichtete) im neuen RevuePalast Ruhr am Gysenberg über die Bühne gehen. Theaterdirektor Marvin Boettcher nimmt bekanntlich eine ordentliche Summe Geld in die Hand, um den Umzug von Herten nach Sodingen (halloherne berichtete und berichtete) zu vollziehen. Da genau am Donnerstag (12.2.2026) zur Baustellenbesichtigung und Pressekonferenz die Stadtwerke vor Ort waren, um die neue Stromleitung zu verlegen und den Hausanschlusskasten anzuschließen, war gerade mal ein Baustellenstrahler zur Beleuchtung eingeschalten, die Räume also recht düster. Ein schlechtes Omen für die restlichen vier Wochen? Marvin Boettcher wiegelt ab. „Wir sind zwar mitten in den Arbeiten, liegen aber voll im Zeitplan. Im Dezember haben wir angefangen, nach einer Weihnachtspause läuft nun seit Januar der Umbau von morgens bis abends.“ Noch sieht es auf den rund 1.000 Quadratmetern relativ kahl innen drin aus, wo bald jede Menge Shows auf der Bühne und bis zu 600 Besucher an Tischen und auf Stühlen vor der Bühne sein werden. „Die Bühne ist ein Riesenteil geworden. In wenigen Tagen werden noch die Treppen zum Sitzbereich fertig gestellt“, berichtet Boettcher. „Insgesamt läuft alles gut, aber es ist stressig. Wir werden aber in vier Wochen fertig sein.“ Zumindest soweit, dass die Shows starten können - kleinere Details könnten noch fehlen. Um alles fertig zu bekommen, arbeiten 15 Gewerke aus Herne und Umgebung in der früheren Squash-Halle neben der HEV-Eishalle. Kleiner Fun Fact: Die Arbeiter haben zig Tennis- und Squashbälle beim Umbau gefunden, teilweise sogar in den Decken und den Luftrohren. Wer also noch Bedarf hat: Die Bälle werden sicherlich verschenkt. 750.000 Euro investiert der Chef des Mondpalastes am Gysenberg. Diese fließen unter anderem in ein großzügiges Foyer, in neue Technik und ein stilvolles Ambiente - alles barrierefrei. „Für Lichtstrahler mussten wir zum Beispiel extra Stahlträger unter die Decke anbringen lassen, weil es sonst keine andere Möglichkeit dafür gab“, schildert der 38-Jährige. Er fügt an: „In den kommenden Tagen wird der Trockenbauer mit dem Boden fertig, bevor anschließend die Vorhänge angebracht werden. Stühle und Tische folgen danach.“ Somit können sich die Besucher dann auf die neue Show „Like a Phoenix“, die von Carlos Sampaio choreografiert wird, freuen. Sie erzählt vom Aufbruch, vom Mut zum Neubeginn und vom Zauber der Illusion. Auf der Bühne werden beliebte RevuePalast-Stars stehen, neue Künstler sind ebenfalls mit dabei. Ein Wiedersehen gibt es zum Beispiel mit den Tänzern Ivaldo und Carlos. Publikumsliebling Roxy gehört ebenfalls dazu. Ihr Debüt am Gysenberg werden unter anderem „Ariel Pole“-Artistin Sabrina Püschel und der Burlesque-Künstler Majestic Luxor geben. Wer bei den ersten Shows dabei sein möchte, muss sich sputen. Laut den Verantwortlichen soll es nur noch Restkarten geben. Eine Woche später, ab Freitag, 20. März 2026, zeigt Zauberkünstler André Blake mit seiner Show „Magic Magic“ den Besuchern die Welt der Illusionen. So will er sich entfesseln, Frauen schweben und Gegenstände verschwinden lassen. Tickets gibt es unter www.revuepalast-ruhr.com, dort sind auch alle Termine gelistet.

19 Uhr

Ostern = Licht = Osterkerze – kreieren und gestalten

Ladies Night in St. Christophorus

Die Ladies Night lädt zum gestalten einer Osterkerze ein.

Die nächste Ladies Night in der Pfarrei St. Christophorus steht an und an diesem Abend gestalten die 'Ladies' eine Hausosterkerze. Am Freitag, 20. März 2026, ist der Treffpunkt um 19 Uhr das Gemeindehaus von St. Laurentius. Wir gestalten unsere Hausosterkerzen selbst! Am 20. März um 19 Uhr sind Sie im Gemeindehaus von St. Laurentius, Karlstraße 7, herzlich eingeladen zu kreieren und gestalten. Bitte melden Sie sich für diese Veranstaltung bei dybowskibarbara1@gmail.com oder per Tel 0160-6560244 an.

19 Uhr

Verbotene Liebe unter Wikingern

'Die Fritjof-Saga' in Essen

Ihr Liebesduett im 2. Akt ist neben der Ouvertüre der Höhepunkt der Fritjof-Saga: Der in Dortmund aufgewachsene Tenor Mirko Roschkowski begeistert als Fritjof ebenso wie die Hagener Sopranistin Ann-Kathrin Niemczyk als Ingeborg.

Ingeborg (Ann-Kathrin Niemczyk), Tochter des norwegischen Königs Bele, und Fritjof (Mirko Roschkowski), Sohn des Vasallen Thorstein Vikingsson, bester Krieger und Freund des Königs, wachsen zusammen auf. Als ihr Vater stirbt, ist längst die Liebe zwischen Prinzessin und Bauernsohn erwacht. Doch Ingeborgs Bruder Helge (Friedemann Röhlig), der nun auf dem Thron sitzt, schickt Fritjof in die Fremde. Als dieser zurückehrt, hat der despotische Helge seine Schwester mit dem siegreichen König Ring (Andreas Hermann) verheiratet und damit weitere kriegerische Auseinandersetzungen verhindert. Was der Liebe Ingeborgs zu ihrem Jugendfreund aber keinen Abbruch tut, wie Helges Gattin, die als „Hexe“ verschriene Sami-Prinzessin Guatemi (Deirdre Angenent), ihrem Gatten steckt. Verbotene Liebe: Wie im 1847 erschienenen Roman „Wuthering Heights“ von Emily Brontë, der gerade von Emerald Fennell mit Jacob Elordi als Heathcliff und Margot Robbie als Cathy opulent verfilmt in unsere Kinos gekommen ist, geht es in der „Fritjof-Saga“, die am 7. Februar 2026 im Essener Aalto-Theater in einer eigens erstellten deutschsprachigen Fassung von Bettina Bartz umjubelte szenische Uraufführung feierte, um große Gefühle und gnadenlose (männliche) Machtausübung. Die dreiaktige Oper von Elfrida Andrée (1841 Visby – 1929 Göteborg), 1894 anonymer Beitrag im Wettbewerb zur Eröffnung des neuen königlichen Opernhauses in Stockholm, basiert auf einem altnordischen Versepos von Esaias Tegnér aus dem 13. Jahrhundert. „Die Fritjof-Saga“, dessen Libretto von der schwedischen Autorin Selma Lagerlöf („Nils Holgersson“) stammt, die 1909 als erste Frau den Nobelpreis für Literatur gewinnen konnte, ist erst 2019 in Göteborg in konzertanter Form uraufgeführt worden. Sie spielt in der Zeit der Wikinger, greift aber auch Motive der archaisch-nordischen Naturreligion um die mythologische Gottheit Jumala auf, was Frank Philipp Schlössmann in seinem sehr atmosphärischen Bühnenbild integriert. Umso bedauerlicher, dass die Ouvertüre, neben dem Liebesduett zwischen Ingeborg und Fritjof im 2. Akt „der“ Höhepunkt der musikalisch zwischen Mendelssohn und dem jungen Wagner angesiedelten knapp dreistündigen klassizistischen Oper, durch die Regisseurin Anika Rutkofsky szenisch und sogar akustisch überlagert wird durch einen völlig überflüssigen Bezug auf die aktuelle Kriegssituation und die damit verbundene Flüchtlingsproblematik in Europa. Jenseits der großen Emotionen gibt es jedoch einen deutlichen Unterschied zu Brontës „Sturmhöhe“: Ingeborg hat sich aus Gründen der Staatsraison freiwillig zur Ehe mit Ring entschieden – und das im 2. Akt gegenüber dem erstmals auf der Bühne erscheinenden Fritjof bekräftigt. Als der mächtige, aber bereits betagte neue Herrscher Norwegens seinem Ende entgegensieht, übergibt König Ring die Macht an Ingeborg und den inzwischen geläuterten, friedfertigen Fritjof… Unter der musikalischen Leitung des 1. Kapellmeisters Wolfram-Maria Märtig brillieren neben dem Aalto-Chor in großen Tableaus vor allem zwei Wagner-erprobte Gesangssolisten als Gäste: die in Hagen geborene 26-jährige Sopranistin Ann-Kathrin Niemczyk als Ingeborg und der 50-jährige, in Bremerhaven geborene und in Dortmund aufgewachsene Tenor Mirko Roschkowski. Beide sind freiberuflich tätig und inzwischen in allen großen Opernhäusern Mitteleuropas gern gesehene Gäste, die Festivals in Bayreuth und Salzburg eingeschlossen. „Das Prachtstück lohnt sich“ hat Jan Brachmann in der Frankfurter Allgemeinen (vom 9. Februar 2026) bilanziert. Dem ist nichts hinzuzufügen. Karten unter theater-essen.de oder Tel 0201 81 22-200.

19:30 Uhr

Tiago Rodrigues‘ 'Catarina' am Schauspielhaus Bochum

Von der Schönheit, Faschisten zu töten

Regisseurin Mateja Koležnik sorgt in Bochum erneut für großes Schauspielertheater mit (v.l.) Ole Lagerpusch, Rainer Bock, Mona Vojacek Koper, Felix Knopp, Elsie de Brauw und Konstantin Bühler.

„Wer ein Feuer legt, kann am Ende selbst verbrennen“: Seit 73 Jahren versammelt sich eine siebenköpfige portugiesische Familie stets am 19. Mai im abgelegenen, inmitten eines Korkeichenhains gelegenen Landhaus der Urgroßmutter, um einen zuvor gefangengenommenen Faschisten zu töten. Dabei muss es sich gar nicht um ein großes Tier handeln, es reicht auch wie im aktuellen Fall um einen intellektuellen Kopf der Bewegung, der ein Bündnis der Rechtsradikalen mit den Christdemokraten vorbereitet, um die Verfassung des Landes ändern zu können. Denn genau am 19. Mai im Jahr 1954 – zu Zeiten der portugiesischen Diktatur unter António de Oliveira Salazar – wurde die 26-jährige Erntehelferin Catarina Eufémia von einem faschistischen Polizeikommandeur erschossen: Sie hatte für höhere Löhne für Frauen demonstriert. Eine Freundin von Catarina, die Urgroßmutter der Familie, erschoss damals ihren Mann, einen Soldaten, der untätig der Ermordung Catarinas zusah. Ihren Schwur, an dem bestimmten Tag Jahr für Jahr einen Faschisten umzubringen, hat sie später zu Papier gebracht als Vermächtnis an die Nachgeborenen: „Wenn Ihr es für notwendig haltet, zögert nicht, Böses zu tun, um Gutes zu bewirken.“ „Catarina oder: Von der Schönheit, Faschisten zu töten“ des 1977 geborenen portugiesischen Autors, Schauspielers, Regisseurs und seit 2023 Leiters des Festival d’Avignon, Tiago Rodrigues, spielt in naher Zukunft in Portugal. Die Neuen Rechten sind an die Macht gewählt worden und planen, die demokratische Verfassung abzuschaffen. Uraufgeführt am 19. September 2020 im Centro Cultural de Vila Flor in Guimarães, gastierte die dreistündige Lissaboner Inszenierung des Teatro Nacional D. Maria II im Juni 2021 bei den Wiener Festwochen. Jetzt sorgte das Schauspielhaus Bochum für eine auf gut einhundert Minuten eingedampfte Deutschsprachige Erstaufführung des international gefeierten, von der Berlinerin Niki Graça ins Deutsche übersetzten Stücks „Catarina e a beleza de matar fascistas“, dessen zweistündige Premiere am Samstag (14.2.2026) kurz vor einem Polizeieinsatz stand. Raimund Orfeo Voigt hat einen nach allen Seiten einsehbaren, aber mit Lamellen an den Fenstern versehenen Kubus auf die Bühne des Großen Hauses gestellt, der sich mit wenigen Handgriffen öffnen lässt für die verschiedenen Räumlichkeiten des Landhauses. „Wir sind die, die nicht vergessen, wir sind die, die töten“: Alle Familienmitglieder hat die kroatische Kostümbildnerin Ana Savić Gecan in schwarze Kleider gesteckt. Die voluminösen Hüte erinnern wohl nicht zufällig an die konservative täuferisch-protestantische Glaubensgemeinschaft der Amischen, die einst aus Süddeutschland in die USA auswanderten, um in der Abgeschiedenheit Pennsylvanias weiterhin ein archaisches Leben wie im 17. Jahrhundert führen zu können. Während auf dem Bildschirm ein Militäraufmarsch zu sehen ist, versammeln sich am Tisch des zentralen Raumes nach und nach die sich sämtlich Catarina nennenden Familienmitglieder, allen voran der eher ruhige, aber nicht gelassen wirkende Patriarch António (endlich ist seine unverwechselbare Stimme live on stage zu vernehmen: Rainer Bock), der das allgemeine Handy-Verbot umgeht, weil er einen Anruf seiner Ärztin erwartet – und deren tödliche Diagnose tunlichst verschweigt. Die nur sein sensibler Sohn Marco (auch als Erzähler: Alexander Wertmann) mitbekommt, der sich dem Zwang der Gemeinschaft gefügt hat, daran offenbar aber innerlich zerbrochen ist und sich in die Welt der Musik flüchtet. „Wer nicht gegen die Barbarei kämpft, macht sich zum Mittäter“: Für die sich als starke, geradezu tyrannische Mutter der Kompagnie gebende Isabel (Elsie de Brauw) ist das Leben jenseits christlicher Vergebung nur im Suff zu ertragen, während ihre Brüder, der belesene Geschäftsmann Rui (Konstantin Bühler) und der Romantiker Pedro (Felix Knopp), über das Leben philosophieren: Der eine zitiert bei jeder Gelegenheit Bert Brecht, der andere versteht sich als naturverbundener Erbeverwalter und kochender Gastgeber. Schließlich die jüngste Generation, Isabels Töchter Beatriz (Mona Vojacek Koper) und Sara (Carla Richardsen). Erstere verschmäht als Veganerin nicht nur das traditionelle Abendmahl vor der Hinrichtung (Schweinsfüße in Koriander), sondern auch das Spargelomelette, obwohl die Eier von glücklichen, da freilaufenden Hühnern stammen. Und Letztere, die Jüngste, verweigert sich der Familientradition, den im Nebenraum gefesselten Politiker Romeu (Ole Lagerpusch) zu erschießen. Dennoch kommt es zum großen Showdown, denn: „Der Sinn liegt im Tun, auch beim Töten“. Den Schusswechsel überleben nur der introvertierte Marco und der entführte Politiker Romeu. Was letzteren, wie Donald Trump nach dem Attentat auf ihn, in seiner vom Fernsehen übertragenen Wahlkampfrede von „Vorsehung“ sprechen lässt. Sein auf nur zehn Minuten zusammengestrichener Schlussmonolog, eine Zusammenfassung von Positionen auch der Neuen Rechten in Deutschland, ist eine einzige Provokation für ein Publikum, das gewohnt ist, von woken Theatermachern nur in ihrer eigenen Blase als moralisch auf der richtigen Seite stehende Gutmenschen bedient, also in Ruhe gelassen zu werden. Die harschen bis gewalttätigen Reaktionen auf die bisherigen Inszenierungen auf der Iberischen Halbinsel oder in Frankreich hätten der Bochumer Theaterleitung eine Warnung sein müssen: So ging es Ole Lagerpusch als vermeintlich smartem AfDler am Premierenabend beinahe an den Kragen, als ein Bühnensturm aufgebrachter Zuschauer gerade noch eingedämmt werden konnte. In der zweiten Vorstellung gabs dann eine persönlich vorgetragene Triggerwarnung der stellvertretenden Intendantin Angela Obst und beim Schlussmonolog zwei Bodyguards beiderseits der Rampe. Mit dem hervorragenden, um die drei hochkarätigen Gäste Rainer Bock, Felix Knopp und Ole Lagerpusch ergänzten Bochumer Ensemble hat die 1962 in slowenischen Metlika geborene Regisseurin Mateja Koležnik nach ihrer 2023 zum Berliner Theatertreffen eingeladenen Gorki-Inszenierung „Kinder der Sonne“ erneut für einen Abend großen Schauspielertheaters an der Bochumer Königsallee gesorgt. Der künftig hoffentlich in ruhigeren Bahnen verläuft, obwohl die eingepreiste Provokation ja nicht wirklich gegen das Publikum spricht, weshalb von einem Theaterskandal auch keine Rede sein kann. Der außergewöhnlichen Besetzung geschuldet steht die großartige Inszenierung der Nestroy-Preisträgerin nur selten auf dem Spielplan, wieder am Sonntag, 1. März 2026, um 19 Uhr (Restkarten) und am Freitag, 20. März 2026, um 19.30 Uhr. Karten unter schauspielhausbochum.de oder Tel. 0234/33335555.

19:30 Uhr

Rekord bei Veranstaltungen, Motto: 'Gesund beginnt im Miteinander'

38. Herner Gesundheitswoche steht an

Freuen sich auf die 38. Herner Gesundheitswoche, die von Montag, 16. März, bis Sonntag, 22. März 2026, ansteht: (v.li.) Rasmus Nell, Shi Chen, Inga Mühlenbrock und Malina Schäfer-König, alle vom Fachbereich Gesundheit.

Die bereits 38. Auflage der Herner Gesundheitswoche startet am Montag, 16. März, und dauert bis Sonntag, 22. März 2026. Das diesjährige Motto lautet „Gesund beginnt im Miteinander!“ und soll ein starkes Gemeinschaftsgefühl, mehr gesundheitliche Prävention und ein Miteinander fördern. Malina Schäfer-König vom Fachbereich Gesundheit kann direkt einen Rekord verkünden: „Mit insgesamt rund 250 verschiedenen Angeboten haben wir rund 100 mehr als noch im vergangenen Jahr und damit so viele wie noch nie zuvor.“ Warum das so ist, erklärt sie so: „Das Motto kann dazu beigetragen haben. Zudem gibt es eine gute Öffentlichkeitsarbeit und unsere Frist zur Einreichung der Veranstaltungen wurde nochmal um eine Woche verlängert. Zudem hilft sicher auch, dass wir digitaler geworden sind. Insgesamt läuft es jedes Jahr besser, wir sind sehr zufrieden.“ Wie immer gilt bei den Angeboten: Alles ist kostenfrei. Teilweise sind aber Anmeldungen notwendig, meistens wegen begrenzter Platzkapazitäten. Die Eröffnung findet am Montag, 16. März 2026, von 11 bis ca. 13 Uhr im H2Ö Stadtteilzentrum (Hölkeskampring 2) statt. Wie üblich wird neben Angelika Burrichter (Leiterin Fachbereich Gesundheit) auch Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda ein Grußwort sprechen. Neben Aufführungen von Schulen und Kitas wird Gesundheitsberater Michael Schrick einen Impulsvortrag halten. Eine Anmeldung zum Besuch ist bis Montag, 9. März 2026, per Mail an gesundheitswoche@herne.de oder unter Tel 02323 16 3406 oder -3739 möglich. Stichwort Schulen und Kitas: Insgesamt sind 14 Schulen und sechs Kitas am Programm beteiligt. Von ihnen sind aber nicht alle Veranstaltungen, die sich hauptsächlich um Bewegung, gesunde Ernährung und soziale Gesundheit drehen, öffentlich. Wie üblich ist das übrige Veranstaltungsangebot während der sieben Tage sehr vielfältig. Malina Schäfer-König betont: „Es ist für alle Generationen und Lebensphase etwas dabei. Wir fangen mit Pilates in der Schwangerschaft an, es gibt einen Vater-Kind-Sporttag, über die Wechseljahre bei Frauen wird gesprochen, es gibt Informationen über Prothesen und auch Veranstaltungen, die sich mit Abschied und Trauer beschäftigen.“ Zu den Klassikern gehören beispielsweise der EvK-Gesundheitstag und der sportliche Aktivtag vom Stadtsportbund Herne (halloherne berichtete). Insgesamt ist den Verantwortlichen wichtig, Vielfalt abzubilden. „Es sind auch wieder jede Menge Sportangebote dabei, mit denen sich verschiedene Vereine präsentieren und ihre Türen öffnen. Es wäre schön, wenn der ein oder andere nach dem Ausprobieren dabei bleibt“, findet die Mitarbeiterin des Fachbereichs Gesundheit. Wer singen und musizieren mag oder sich dort weiterbilden möchte, wird ebenfalls fündig. Als Sonderveranstaltungen außerhalb der Gesundheitswoche werden die Fachtagung „Free as a bird - Frauen und Mädchen mit nicht sichtbaren Behinderungen“ (im Verbindung mit der Frauenwoche, Mittwoch, 11. März 2026, H2Ö, mit Anmeldung, halloherne berichtete), „Bewegung ohne Sporthalle“ (Mittwoch, 25. März 2026, 9 Uhr, Im Sportpark 20, nicht öffentlich) mit Spielen im Freien und der Frauentreff Wanne (Donnerstag, 26. März 2026, 9:30 Uhr, Familienzentrum Königin Luise, Wilhelmstraße 88) beworben. Einen Überblick über sämtliche Veranstaltungen bietet das erschienene Heft, welches in öffentlichen Gebäuden ausliegt und ebenfalls online auf der städtischen Homepage abrufbar ist.

seit 16. März

Samstag, 21. März

Das Jahresprogramm der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3

Vom Schwarzen Gold zum Weißen Gold

Gerhard Hahn eröffnet am Samstag, 14. März 2026 den Ausstellungsreigen in der Künstlerzeche mit großformatige Skulpturen, meist aus Terrakotta, die bewusst die Analogie zwischen Natur, Zelle, Körper und vom Menschen Geschaffenem, Gerät oder Maschine, suchen.

Keramik und Bergbau sind historisch eng miteinander verbunden. Wie das Vorstandsmitglied Florian Kunath bei der Vorstellung des Jahresprogramms 2026 der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3 ausführte, verdanken wir nicht zuletzt den Bergleuten, dass im 18. Jahrhundert die Porzellanherstellung in Sachsen für den europäischen Raum entschlüsselt werden konnte. Zugleich bilden Rohstoffe aus dem Bergbau bis heute die Grundlage keramischer Produktion: „Es überrascht daher nicht, dass bergbauliche Motive über lange Zeit hinweg zu beliebten Sujets der Keramik gehörten“, so Kunath am Mittwoch (25.2.2026). Die fruchtbare Symbiose zwischen Bergbau und Porzellan erreichte im 18. Jahrhundert eine besondere Intensität und schöpferische Produktivität, deren Nachwirkungen bis heute spürbar sind. In dieser Tradition präsentiert die Künstlerzeche Unser Fritz 2/3 im Rahmen des Themenjahres Keramik aktuelle Positionen der Gegenwart. Den Anfang macht Gerhard Hahn am Samstag, 14. März 2026 unter dem Titel „Titania“ mit großformatigen Skulpturen und einer Installation. Im weiteren Verlauf des Jahres kann die Vielfalt und der Zauber zeitgenössischer Keramik in den beiden Ausstellungsräumen des Kauengebäudes mit Arbeiten von Gereon Krebber, Young-Jae Lee, der Essener Keramischen Werkstatt Margaretenhöhe sowie Ursula Commandeur, Mitglied des Herner Künstlerbundes, und David Rauer, dem ersten Förderpreisträger der Künstlerzeche, erlebt werden. Das Themenjahr „Grenzbereiche II: Keramik“ widmet sich insbesondere der Keramik als künstlerischem Medium und beleuchtet deren Verbindung zu Industriekultur, zur Bergbaugeschichte und zur zeitgenössischer Kunstpraxis. Den Abschluss des Ausstellungsjahres bildet traditionell die Präsentation „Förderpreis Junge Positionen“ mit Arbeiten der Absolventen der nordrhein-westfälischen Kunstakademien von Samstag, 7. November bis Sonntag, 29. November 2026. Was danach kommt, hängt vom Baufortschritt der Sanierungsarbeiten des Kauengebäudes ab. Geplant in einem Zeitraum von drei Jahren sollen das Dach, der Keller und die Außenfassade der Künstlerzeche gründlich renoviert bzw. erneuert werden. Florian Kunath hofft, zumindest 2028 mit einer größeren thematischen Ausstellung in Kooperation mit dem Deutschen Bergbau-Museum wieder ins Kauengebäude zurückkehren zu können. In der Zwischenzeit soll es Auslagerungen innerhalb der Stadtgrenzen geben, auch könnte das benachbarte Fördermaschinenhaus genutzt werden. Dort plant die von den drei professionell ausgebildeten jungen Schauspielern Dominik Cerne, Jakob Kubisch und Lucien Räderscheidt gegründete „Bühne Unser Fritz“, die im November 2025 mit „Die Brücke am Kanal“ von Martin Zaik die erste Premiere herausgebracht hat (halloherne berichtete), in diesem Jahr drei Neuinszenierungen – wenn entsprechende öffentliche Zuschüsse fließen. Sollte sich das Freie Theater in Unser Fritz etablieren, steht das Gebäude im nächsten Jahr nur sporadisch für Veranstaltungen oder gar Ausstellungen zur Verfügung. Zusammen mit dem in 2025 erheblich erweiterten Veranstaltungsprogramm hat sich die Zahl der Besucher in der Künstlerzeche verdreifacht. Was, so Florian Kunath, Herausforderung und Verpflichtung zugleich bedeutet. Erfolgsformate wie der Feierabend-„Schichtwechsel“ und BYOB (Bring Your Own Beamer) werden fortgesetzt – und die Teilnahme an der revierweiten „N8schicht“ Ende Mai 2026 auf zwei Tage ausgeweitet mit offenen Ateliers, einer Ausstellung mit aktuellen Arbeiten der Unser-Fritz-Künstler sowie Live-Musik. Apropos Musik. Erstmals wird es am Samstag, 6. Juni 2026, ein Live-Konzert mit namhaften Künstlern der Rap- und HipHop-Szene geben in Zusammenarbeit mit dem KAZ. Und das bisher im Emschertalmuseum abgehaltene Künstlercafé wechselt heuer nach Unser Fritz, erstmals am Samstag, 21. März 2026. Im Rahmen des Jahresthemas wird es am Samstag und Sonntag, 12. und 13. September 2026 einen Keramikmarkt in der Künstlerzeche mit, Stand heute, 26 Ausstellern, darunter auch der Keramikwerkstatt des Schollbrockhauses.

Psychokrimi nach Charlotte Link am WLT und im KuZ

'Am Ende des Schweigens'

Philipp Bowen (Guido Thurk) und Jessica Wahlberg (Anna Döing) verstehen sich auf Anhieb, als sie sich draußen in der Natur (grünes Licht) erstmals begegnen. Im Hintergrund (v.l.) Vincent John, Moira Pawellek, Arikia Orbán, Jan-Hendrik Kroll, Lesley-Ann Eisenhard und Marvin Moers.

Jessica Wahlberg (Anna Döing) ist erstmals Teil einer Gruppe von ursprünglich vier Freunden, die seit vielen Jahren ihre Ferien im Stanbury House in Yorkshire gemeinsam verbringen: die Deutschen Alexander Wahlberg (Marvin Moers), Jessicas Gatte und Historiker, der gerade an seiner Promotionsarbeit schreibende Psychoanalytiker Tim Burkhard (Vincent John) und der jüngst eine eigene Kanzlei eröffnete Rechtsanwalt Leon Roth (Jan-Hendrik Kroll) sind einst hier in Brontë-Country aufs Internat gegangen und suchen in dem idyllisch gelegenen Anwesen Erholung vom Alltag, seit es Patricia Roth (Arikia Orbán), die sie seit Schulzeiten kennen, von ihrem Großvater geerbt hat. Die Tierärztin Jessica fühlt sich in dieser Runde zunehmend unwohl und unternimmt häufiger längere Spaziergänge in die Natur. Was zum einen daran liegt, dass der sensible Alexander bei Problemen mit seiner 15-jährigen Tochter Ricarda (Lesley-Ann Eisenhardt) immer noch mit seiner „Ex“ Elena telefoniert. Und zum anderen an Ricarda, die fälschlicherweise ihre junge und dazu noch schwangere Stiefmutter für die Scheidung der Eltern verantwortlich macht – und Jessica das täglich spüren lässt. Die auch aus anderen Gründen sehr fragile Ruhe, bei denen Geldsorgen, psychische Probleme und ein immer noch sehr präsentes Ereignis aus der gemeinsamen Schulzeit eine Rolle spielen, wird in diesem Jahr zusätzlich durch einen seltsamen, ziemlich heruntergekommen erscheinenden Fremden gestört. Der offenbar nervöse und zunehmend aggressive Mann scheint die Gegend zu erkunden und wird immer wieder in der Nähe des Grundstückes gesehen. Philipp Bowen (Guido Thurk) behauptet, ein Verwandter von Patricia Roth zu sein und als Erbe ein Anrecht auf das Landhaus zu haben. Als Jessica einige Tage später von einem ihrer langen Spaziergänge zurückkommt, empfängt sie ein bedrohliches Schweigen, das unheilvoll über der ganzen Gegend lastet. Kurz darauf macht sie eine grauenhafte Entdeckung: Die Gastgeberin Patricia liegt vor dem Haus, tot, blutüberströmt. Jemand hat ihr die Kehle durchgeschnitten. Im Haus noch weitere Tote. Es gibt nur drei Überlebende des Massakers, darunter Evelin (Moira Pawellek), Tim Burghards Ehefrau, die traumatisiert im Badezimmer kauert. Aber deren Aussagen bringen keine wirklichen Erkenntnisse. Wer ist in diesen scheinbar so friedlichen Landsitz eingedrungen? Und warum? Philipp Bowen, der Hauptverdächtige, hat zwar kein Alibi, an seiner Kleidung finden sich aber keine Blutspuren… Die zweistündige Inszenierung Karin Epplers kommt im ersten Teil, der die Personen vorstellt und ihre verzwickten Verbindungen in Vergangenheit und Gegenwart offenlegt, nur schwer in Gang: Was Charlotte Link in ihrem 2003 erschienenen und für den Deutschen Buchpreis nominierten Roman „Am Ende des Schweigens“ in epischer Breite auf 600 Seiten schildern konnte, musste die Regisseurin in ihrer Dramatisierung notgedrungen raffen, sodass der Psychokrimi vor der Pause wie ein Konversationsstück daherkommt. In dem zwei Gäste ihr eindrucksvolles WLT-Debüt geben: Die in Bochum ausgebildete Anna Döing, die neben zahllosen TV-Rollen zuletzt vor allem in Bamberg, aber auch im Rottstr5-Theater gespielt hat, und die zuletzt in Ulm engagierte Moira Pawellek. Und das in einer Einheitsbühne im Cinemascope-Format des Ausstatters Philipp Kiefer, dessen mittig situierter Kamin nur zu Beginn ein horribles Ausrufezeichen setzt: Alle Bewohner des Stanbury House sind stets präsent, Drehsessel und Lichtregie (Grün steht für die Natur draußen) zeigen die Szenen-, Stimmungs- und Ortswechsel an. Nach der Pause kann die Inszenierung jedoch enorme Fahrt aufnehmen, denn nun geht es um die Aufklärung einer wahnwitzigen Bluttat durch die Befragung der wenigen Überlebenden durch den eher behäbigen Polizei-Superintendenten Norman (Mike Kühne) und die den Überlebenden zur Seite stehende Polizeipsychologin (Arikia Orbán). Eines kann verraten werden: Die erste Theateradaption des Romans, weshalb das WLT von einer Uraufführung sprechen kann, ist im zweiten Teil weitaus spannender als u.a. mit Christine Neubauer, Gesine Cukrowski und Martin Feifel prominent besetzte Verfilmung von Erhard Riedlsperger 2006 fürs ZDF. Das Stück steht nach der am Samstag (13.12.2025) minutenlang mit rhythmischem Klatschen des begeisterten Publikums gefeierten Premiere wieder am 21. März 2026 in Castrop-Rauxel auf dem Spielplan (die Vorstellung am 20. Dezember 2025 ist ausverkauft) und ist am Dienstag, 3. Februar 2026 um 19.30 Uhr auch im Kulturzentrum Herne zu sehen.

Backkursus an der vhs

Gebäck und Kuchen aus Griechenland

Gebäck und Kuchen aus verschiedenen Regionen Griechenlands werden in dem vhs-Kursus zubereitet. (Symbolfoto)

In der vhs im Kulturzentrum findet am Samstag, 21. März 2026, in der Zeit von 9 bis 13:15 Uhr, ein Backkursus statt, mit vhs-Kursleiterin Maria Laftsidis-Krüger Kuchen und Gebäck aus verschiedenen Regionen Griechenlands kennen. Der Norden mit seinem Galaktobouriko und Kreta Olivenölkuchen sind natürlich mit dabei. Ergänzend zum Gebäck stellen die Teilnehmenden ein Honig-Eis her und kochen griechischen Mokka. Anmeldungen zu dem Kursus mit der Nummer 26A7400 werden bis zum 14. März 2026 hier entgegengenommen: Tel 02323 161643 oder online hier. Das Entgelt beträgt 41 / 36 Euro inklusive der Lebensmittelumlage.

9 Uhr

Starterveranstaltung für neue Gremien

Gemeinsam zu neuen Aufgaben unterwegs.

Die Dekanate des Kooperationsraumes West zu dem auch das Dekanat Emschertal gehört, laden alle neu gewählten und berufenen Mitglieder der neuen pastoralen Gremien zu einem gemeinsamen Informations- und Austauschtag ein. Die Veranstaltung findet am Samstag, 21. März 2026, in der Zeit von 10 bis 16 Uhr in der Katholischen Akademie Schwerte statt. Hier geht es zur Anmeldung und zu mehr Infos.

10 Uhr

'Mission Machen' zeigt Perspektiven auf das Handwerk

LWL-Wanderausstellung im Schloss Strünkede

Die LWL-Wanderausstellung "Mission Machen – Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk" ist im Schloss Strünkede zu sehen.

Am Donnerstag, 5. Februar 2026, um 18 Uhr eröffnet im Schloss Strünkede, Karl-Brandt-Weg 5, die Sonderausstellung „Mission Machen – Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk“. Diese wird bis Sonntag, 12. April 2026, zu sehen sein. Was zeichnet das Handwerk in Westfalen aus? Welchen Einfluss haben Themen wie Nachhaltigkeit, Umweltschutz, Digitalisierung, Globalisierung, Inklusion und Integration auf den Berufsalltag von Menschen im Handwerk? Welche Verantwortung übernehmen heutige Handwerksbetriebe? Die Fotoausstellung „Mission Machen - Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk“ geht diesen Fragen nach, indem sie die Arbeit in westfälischen Handwerksbetrieben individuell im Bild präsentiert. Tuula Kainulainen hat dafür den Arbeitsalltag von 25 Betrieben begleitet und dokumentiert. Die Fotografien vermitteln einen persönlichen Einblick in Alltagssituationen westfälischer Handwerkern, die sich aufgeschlossen, erfinderisch und engagiert zeigen. Unterteilt in vier große Themenbereiche können sich die Besucher ein eigenes Bild von der Vielfalt und der Innovationskraft des Handwerks in Westfalen-Lippe machen. Die Ausstellung ist dienstags bis freitags von 10 bis 13 Uhr sowie von 14 bis 17 Uhr geöffnet, an Samstagen von 14 bis 17 Uhr und an Sonntagen von 11 bis 17 Uhr. Die Ausstellung „Mission Machen – Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk“ ist ein Kooperationsprojekt mit dem LWL- Medienzentrum für Westfalen und dem LWL-Freilichtmuseum Hagen. In die Ausstellung einführen werden bei der Eröffnung Kurator Lennart Nickel vom LWL-Freilichtmuseum Hagen und die Fotografin Tuula Kainulainen vom LWL-Medienzentrum für Westfalen. Weitere Materialien und ergänzende Infos zur Wanderausstellung bietet die Webseite des LWL-Medienzentrums für Westfalen unter www.missionmachen.lwl.org. Zu der ursprünglich 2025 vom LWL-Freilichtmuseum in Hagen gezeigten Ausstellung ist ein Bildband erschienen, der alle Fotografien sowie ergänzende Texte und Hintergrundinformationen zur Entstehung des Projekts umfasst und für 24,90 Euro im Buchhandel erhältlich ist.

14 Uhr

'Die Gehaltserhöhung' im Bochumer Schauspielhaus

Schrille Farce aus der Arbeitswelt

Lauter Übertreibungskünstler in Dorothee Curios schrillen Klamotten (v.l.): Danai Chatzipetrou, Puk Brouwers, Jakob Schmidt, William Cooper und Jost Grix.

Sie haben reiflich nachgedacht haben ihren ganzen Mut zusammengenommen und entschließen sich, Ihren Abteilungsleiter aufzusuchen um ihn um eine Gehaltserhöhung zu bitten. Entweder ist er in seinem Büro oder aber er ist nicht in seinem Büro. Ist er nicht in seinem Büro, was wahrscheinlich ist, bleibt Ihnen folglich nur eins, im Flur auf seine Rückkehr – oder überhaupt auf seine Ankunft zu warten. Oder seiner Sekretärin, Mademoiselle Yolande, in ihrem Büro einen Besuch abzustatten. Wenn sie denn in ihrem Büro ist. Wenn nicht, bleibt immer noch die Möglichkeit, eine Runde durch die verschiedenen Abteilungen des fabelhaften Unternehmens drehen und dann einen erneuten Versuch zu starten… Der französische Autor, Filmemacher und Uni-Dozent im australischen Bisbane, Georges Perec (1936 Paris – 1982 in Ivry-sur-Seine), hat als Sohn polnischer Juden im Kindesalter die deutsche Besetzung Frankreichs im Zweiten Weltkrieg miterleben müssen. Sein Vater fiel 1940 als Freiwilliger in der französischen Armee, seine Mutter wurde 1943 nach Auschwitz verschleppt. Kurz vor ihrer Verhaftung konnte sie ihren Sohn mit einem Zug des Roten Kreuzes aufs Land schicken und ihm so das Leben retten. Vielleicht, so vermuten Literaturwissenschaftler, hat ihn diese frühe Prägung zu einem der sprachmächtigsten französischen Schriftsteller des vorigen Jahrhunderts werden lassen. In seinem erst posthum 2008 in Paris erschienenen Text „L’art et la manière d’aborder son chef de service pour lui demander une augmentation“, im Jahr darauf in der Übersetzung von Tobias Scheffel unter dem Titel „Über die Kunst, seinen Chef anzusprechen und ihn um eine Gehaltserhöhung zu bitten“ bei Klett-Cotta in Stuttgart herausgekommen, variiert Perec die immer gleiche Grundsituation: Ein Angestellter sucht seinen Abteilungsleiter auf, um eine Gehaltserhöhung zu erbitten. Am Ende schließt sich der Kreis: „Angenommen – etwas, das man alle Tage sieht – Sie haben Ihre Gehaltserhöhung nicht bekommen. In diesem Fall müssen Sie wieder von vorne anfangen“. „Wir schreiben nach Regeln, wir suchen nach Regeln, die es immer gegeben hat“: Der kurz vor seinem 46. Geburtstag verstorbene Perec, welcher der nur „Oulipo“ genannten experimentierfreudigen Werkstatt für potentielle Literatur („l’ouvroir de littérature potentielle“) um Raymond Queneau und Italo Calvino angehörte, spielt alle möglichen Variationen des Versuchs durch – und zwar auf Basis eines der Buchausgabe beigefügten Organigramms aus dem Jahr 1968, das ihm sein Freund Jacques Perriaud, Forscher im Rechenzentrum der Maison des sciences de l’homme, erstellt hat. Und das den absurden Witz des wissenschaftskritischen Textes erst richtig komplettiert. Aus dem zunächst in der Neuübersetzung von Eugen Helmlé ein Hörspiel entstand, die knapp 45-minütige Produktion des Saarländischen Rundfunks unter dem Titel „Wucherungen“ kann in der ARD-Audiothek abgerufen werden. Und dann ein Theaterstück, das unter dem Titel „L'augmentation“ am 26. Februar 1970 im Pariser Théâtre de la Gaîté uraufgeführt wurde. Seit der Deutschsprachigen Erstaufführung am 26. Oktober 1972 im Münchner Theater am Sozialamt (TamS) wird „Die Gehaltserhöhung“ immer wieder aufgeführt, zuletzt u.a. am Deutschen Theater Berlin. Un petit rien: Nun sorgt Albrecht Schroeder für die erstmalige Präsentation eines Perec-Werkes in Bochum. Von 2023 bis 2025 Regieassistent an der Bochumer Königsallee, wo er Arbeiten wie „Eschenliebe“ und „Clyde und Bonnie“ herausbrachte, hat er sich, seit dieser Spielzeit 2025/2026 CEO des Oval Office, mit Verve in die Aufgabe geworfen, diese realsatirische Farce aus der Arbeitswelt möglichst extraordinär auf die Bretter zu hieven. Seine turbulente, über 90 Minuten nicht immer kurzweilige Inszenierung, was einige Zuschauer am Sonntag (1.3.2026) zum vorzeitigen Verlassen der Premiere in den Kammerspielen veranlasste, ist vor allem eines: schrill. Wozu die Kostüme der Ausstatterin Dorothee Curio wesentlich beitragen. Das sichtlich hochmotivierte Darstellerteam aus den Ensemblemitgliedern Puk Brouwers, Danai Chatzipetrou, Linde Dercon und Jakob Schmidt, dem Bochum-Rückkehrer William Cooper sowie dem immer wieder gern gesehenen Gast Jost Grix gab dem Affen reichlich Zucker, sodass die in der Vorlage angelegte Differenzierung zur saftigen Typenschau mutierte. Das, so die Bochumer Dramaturgie, „hochnotkomische Zeugnis der Vergeblichkeit“ wird dennoch ganz sicher ein neunzigminütiger Repertoire-Renner. Die weiteren Aufführungen in den Kammerspielen des Schauspielhauses Bochum: Karten unter schauspielhausbochum.de oder Tel. 0234 – 33335555.

18 Uhr

Konzerttermin im Januar verschoben

Akkordeonistin Lydie Auvray kommt später nach Herne

Die Akkordeonistin Lydie Auvray spielt in Herne.

Eigentlich sollte die bekannte französische Akkordeonistin Lydie Auvray bereits am Freitag (30.1.2026) in unsere Stadt kommen, aber krankheitsbedingt verschiebt sich der Termin nun auf März. Der neue Termin findet am Samstag, 21. März 2025, um 20 Uhr in der Städtischen Musikschule statt. Die bisherigen Tickets behalten ihre Gültigkeit. Sollte eine Teilnahme am neuen Termin nicht möglich sein, ist eine Rückerstattung der Karten nur über eventim möglich.

20 Uhr

Rekord bei Veranstaltungen, Motto: 'Gesund beginnt im Miteinander'

38. Herner Gesundheitswoche steht an

Freuen sich auf die 38. Herner Gesundheitswoche, die von Montag, 16. März, bis Sonntag, 22. März 2026, ansteht: (v.li.) Rasmus Nell, Shi Chen, Inga Mühlenbrock und Malina Schäfer-König, alle vom Fachbereich Gesundheit.

Die bereits 38. Auflage der Herner Gesundheitswoche startet am Montag, 16. März, und dauert bis Sonntag, 22. März 2026. Das diesjährige Motto lautet „Gesund beginnt im Miteinander!“ und soll ein starkes Gemeinschaftsgefühl, mehr gesundheitliche Prävention und ein Miteinander fördern. Malina Schäfer-König vom Fachbereich Gesundheit kann direkt einen Rekord verkünden: „Mit insgesamt rund 250 verschiedenen Angeboten haben wir rund 100 mehr als noch im vergangenen Jahr und damit so viele wie noch nie zuvor.“ Warum das so ist, erklärt sie so: „Das Motto kann dazu beigetragen haben. Zudem gibt es eine gute Öffentlichkeitsarbeit und unsere Frist zur Einreichung der Veranstaltungen wurde nochmal um eine Woche verlängert. Zudem hilft sicher auch, dass wir digitaler geworden sind. Insgesamt läuft es jedes Jahr besser, wir sind sehr zufrieden.“ Wie immer gilt bei den Angeboten: Alles ist kostenfrei. Teilweise sind aber Anmeldungen notwendig, meistens wegen begrenzter Platzkapazitäten. Die Eröffnung findet am Montag, 16. März 2026, von 11 bis ca. 13 Uhr im H2Ö Stadtteilzentrum (Hölkeskampring 2) statt. Wie üblich wird neben Angelika Burrichter (Leiterin Fachbereich Gesundheit) auch Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda ein Grußwort sprechen. Neben Aufführungen von Schulen und Kitas wird Gesundheitsberater Michael Schrick einen Impulsvortrag halten. Eine Anmeldung zum Besuch ist bis Montag, 9. März 2026, per Mail an gesundheitswoche@herne.de oder unter Tel 02323 16 3406 oder -3739 möglich. Stichwort Schulen und Kitas: Insgesamt sind 14 Schulen und sechs Kitas am Programm beteiligt. Von ihnen sind aber nicht alle Veranstaltungen, die sich hauptsächlich um Bewegung, gesunde Ernährung und soziale Gesundheit drehen, öffentlich. Wie üblich ist das übrige Veranstaltungsangebot während der sieben Tage sehr vielfältig. Malina Schäfer-König betont: „Es ist für alle Generationen und Lebensphase etwas dabei. Wir fangen mit Pilates in der Schwangerschaft an, es gibt einen Vater-Kind-Sporttag, über die Wechseljahre bei Frauen wird gesprochen, es gibt Informationen über Prothesen und auch Veranstaltungen, die sich mit Abschied und Trauer beschäftigen.“ Zu den Klassikern gehören beispielsweise der EvK-Gesundheitstag und der sportliche Aktivtag vom Stadtsportbund Herne (halloherne berichtete). Insgesamt ist den Verantwortlichen wichtig, Vielfalt abzubilden. „Es sind auch wieder jede Menge Sportangebote dabei, mit denen sich verschiedene Vereine präsentieren und ihre Türen öffnen. Es wäre schön, wenn der ein oder andere nach dem Ausprobieren dabei bleibt“, findet die Mitarbeiterin des Fachbereichs Gesundheit. Wer singen und musizieren mag oder sich dort weiterbilden möchte, wird ebenfalls fündig. Als Sonderveranstaltungen außerhalb der Gesundheitswoche werden die Fachtagung „Free as a bird - Frauen und Mädchen mit nicht sichtbaren Behinderungen“ (im Verbindung mit der Frauenwoche, Mittwoch, 11. März 2026, H2Ö, mit Anmeldung, halloherne berichtete), „Bewegung ohne Sporthalle“ (Mittwoch, 25. März 2026, 9 Uhr, Im Sportpark 20, nicht öffentlich) mit Spielen im Freien und der Frauentreff Wanne (Donnerstag, 26. März 2026, 9:30 Uhr, Familienzentrum Königin Luise, Wilhelmstraße 88) beworben. Einen Überblick über sämtliche Veranstaltungen bietet das erschienene Heft, welches in öffentlichen Gebäuden ausliegt und ebenfalls online auf der städtischen Homepage abrufbar ist.

seit 16. März

Sonntag, 22. März

Der März im LWL-Museum für Archäologie

Familiensonntag, Lange Museumsnacht und mehr

Das Westfälische Museum für Archäologie des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL).

Im März 2026 erwartet die Besucher des LWL-Museums für Archäologie und Kultur in Herne einige Höhepunkte: Los geht es mit dem Familiensonntag unter dem Motto „Mit vollem Mund die Füße aufm Tisch“, einer Spezialführung für Kinder von acht bis zwölf Jahren mit anschließendem Servietten-Workshop sowie zeitgleich einer Führung für die Eltern und weiteren interessierten Erwachsenen. Beim Glasperlen-Workshop und in der Schau-Schmiede steht altes Traditionshandwerk im Fokus. Beim Vortrag geht es um römische Ess- und Trinkkultur. Ganz den Frauen widmet sich eine Spezialführung durch die aktuelle Sonderausstellung „Mahlzeit“ am Weltfrauentag. Ein Mix aus Rundgängen, Musik, Vorführungen und Kulinarik erwartet Besuchende bei der Langen Museumsnacht. „Mit vollem Mund die Füße aufm Tisch“ heißt es am Familiensonntag, 1. März 2026, im LWL-Museum für Archäologie und Kultur. Um 13 Uhr und 15 Uhr erfahren Kinder und Jugendliche von acht bis zwölf Jahren in der Spezial-Führung, wie früher gegessen wurde. Im anschließenden Servietten-Workshop lernen sie Techniken, mit denen sie ihre Eltern beim nächsten Sonntagsfrühstück beeindrucken können. „Benehmen ist Glücksache"? Wie man sich zu Tisch richtig benimmt, hängt vor allen Dingen davon ab, wo und mit wem man isst. Die Teilnehmenden machen eine kleine (Zeit-)Reise um die Welt und erfahren, wo ein "Bäuerchen“ zum guten Ton gehört und mit wem man besser nicht den Becher teilt. Wie es darüber hinaus gelingt, eine Tischgesellschaft zu beeindrucken, erfahren die Teilnehmenden im anschließenden Servietten-Workshop. Während die Kinder die Sonderausstellung „Mahlzeit“ bei der Spezial-Führung und dem Workshop erkunden, erwarten die Eltern zwei öffentliche Führungen durch die Sonder- und Dauerausstellung. Die öffentliche Führung „gesucht. gefunden. ausgegraben.“ durch die Dauerausstellung steht an allen Sonntagen im März (1., 8., 15., 22., und 29. März) um 13 Uhr auf dem Programm. Bei dem Rundgang folgen Besuchende in einer nachgestalteten Ausgrabung den Spuren der Menschen in Westfalen. Neben zahlreichen Funden erwartet sie beispielsweise der in Mitteleuropa einmalige, bekannte Faustkeil aus Mammutknochen, der Schmuck der Damen von Ilse als eine der geheimnisvollsten Entdeckungen aus der Eisenzeit sowie das mit Beigaben ausgestattete Grab des Fürsten von Beckum. Die Spezial-Führung durch die Sonderausstellung „Mahlzeit“ am Weltfrauentag, Sonntag, 8. März 2026, legt den Schwerpunkt auf Frauen und Ess- bzw. Trinkkultur. Welche Rolle kam Frauen beim griechischen Symposion zu? Warum bekamen Mädchen ein Puppenhaus und Jungen in der frühen Neuzeit Zinnsoldaten? Was steckt hinter dem Gewinn der Frauen-Fußball-Nationalmannschaft zu ihrem EM-Sieg 1989? Eine Führung nicht nur für Frauen. Am Sonntag (1., 15., 22. und 29. März) um 15 Uhr erwartet Besuchende des LWL-Museums für Archäologie und Kultur die öffentliche Führung „Mahlzeit“ durch die gleichnamige Sonderausstellung. Gemeinsames Essen ist weit mehr als nur Nahrungsaufnahme. Ob beim königlichen Bankett, der einfachen Bauernmahlzeit, dem familiären Abendessen oder der gemeinsamen Mittagspause - überall offenbaren sich Fragen: Wer sitzt wo? Wer bekommt das beste Stück? Welche Rituale bestimmen das gemeinsame Mahl? Und was verrät das alles über Macht, Zugehörigkeit, gesellschaftlichen Wandel und vor allem Kultur? Von opulenten Festtafeln und rituellen Speisungen bis hin zu den Herausforderungen unserer Zeit - schnelle Snacks, digitale Ablenkung und der scheinbare Verlust gemeinsamer Rituale - zeigt diese Ausstellung, wie Essen seit Jahrtausenden als sozialer Klebstoff wirkt. Mit einem Blick auf über 300 Exponate und Geschichten lädt „Mahlzeit!“ dazu ein, die kulturelle Dimension des Essens neu zu entdecken. Eine Reise durch die Welt des gemeinsamen Speisens. Das Kreativseminar „Bunte Pracht - Glasperlen selbst gemacht“ am Samstag, 7. März 2026, gibt Einblicke in die 3.500 Jahre alte Kunst der Glasherstellung. Wie kommt eine Glasperle zu ihrer Form und wie erhält sie ihre Farbe? Antworten auf diese Fragen und die Möglichkeit zum Ausprobieren bietet der Workshop im LWL-Museum für Archäologie und Kultur. Von 13 bis 17 Uhr haben Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren die Möglichkeit, die Technik des Glasperlenwickelns mit dem Bunsenbrenner zu erlernen. Am Ende der Veranstaltung können die Teilnehmenden ihre selbst gefertigten Glasperlen mit nach Hause nehmen - für sich selbst oder als Geschenk. Die Kosten für das Seminar betragen 45 Euro pro Person, inklusive Material und zuzüglich des Museumseintritts. Das Seminar richtet sich an Anfänger. Um Anmeldung wird gebeten unter Tel 02323-94628-24. In der „Schau-Schmiede“ haben junge und erwachsene Besucher am Sonntag, 15. März von 12 bis 17 Uhr erstmalig die Gelegenheit, dem Museumsschmied Timo Haken über die Schulter zu schauen. Mit Hammer, Amboss und inmitten von Esse-Funken schmiedet Haken, Schwerter oder kleinste Glieder für ein Kettenhemd. Während der Schmiede-Vorführung besteht auch die Möglichkeit, dem Schmied Fragen zu stellen. Das Angebot ist kostenlos. Die Vorführung findet im Innenhof des Museums statt. Am Sonntag, 15. März 2026, um 14 Uhr geht es „Mit dem Spielmann durch die Zeiten“. Abenteuerliche und amüsante Geschichten, die sich um die Vergangenheit Westfalens und ihre archäologischen Funde ranken, bilden den Inhalt der musikalischen Führung mit Spielmann Michel. Der zeitreisende Musikus geht mit Witz und Musikalität, mit Liedern, Texten und Klangbeispielen den Fragen nach: Wie klang die Musik der Neandertaler und wieso geht die Musik von Carlos Santana auf das Alte Griechenland zurück? Beim öffentlichen Vortrag „Wenn Trimalchio zu Tisch bittet - Esskultur bei den Römern“ am Donnerstag, 19. März 2026, um 19 Uhr veranschaulicht Dr. Josef Mühlenbrock, Leiter des LWL-Römermuseums in Haltern am See, was bei den Römern auf den Tisch kam. „Dank der archäologischen Funde können wir heute die Versorgungsmöglichkeiten im Römerlager rekonstruieren“, so Mühlenbrock. „Sie verraten, dass nicht nur einfacher Brei aus Weizenmehl, das Hauptnahrungsmittel eines Legionärs, im Lager gegessen wurde, sondern zumindest bei den höheren Dienstgraden durchaus auch Luxusgüter auf den Tisch kamen.“ Und wie sahen die Essgewohnheiten der Oberschicht aus? Diese und weitere Fragen stehen im Zentrum des kostenlosen Vortrags, der live auf dem YouTube-Kanal des LWL-Museums für Archäologie und Kultur zu sehen ist. Begleitet wird der Vortrag von Marianne Gorissen, die in römischer Gewandung aus dem sogenannten „Gastmahl des Trimalchon“ von Petronius liest. Am Freitag, 27. März 2026, von 18 bis 24 Uhr findet mit der „Langen Nacht der Mahlzeit“ ein Höhepunkt des Jahresprogramms statt. Neben speziellen Programmen zur Sonderausstellung, wie Führungen und Workshops, stehen Musik, Mitmachangebote und kulinarische Höhepunkte auf dem Programm. Der Eintritt ist an diesem Tag frei. Der erste Programmpunkt der Langen Museumsnacht ist von 18 bis 20 Uhr die „Schnuppergrabung im Grabungscamp“. Hier erwartet Erwachsene und Kinder ab acht Jahren eine unerschlossene Grabungslandschaft, die es archäologisch zu bearbeiten gilt. Mit echten Grabungswerkzeugen legen sie Schritt für Schritt Funde und Befunde frei, die ihnen unter anderem das Mittelalter, die römische Kaiserzeit oder auch die Jungsteinzeit direkt vor Augen führen. Sämtliche Arbeitsschritte werden im Team erledigt: Familien werden zu Forschergruppen, Freunde zu Grabungsteams und jeder Einzelne zum Archäologen für einen Tag. Der Eintritt ist frei. Mit den Speedos ist eine der „aktivsten Bands in Deutschland“ zu Gast. Sie begrüßt die Besuchenden im Foyer mit Liedern aus einem großen Repertoire. Passend zur Sonderausstellung „Mahlzeit“ liefern Spielmann Michael und Andreas Niggemeier ein exklusives Programm zwischen Candlelight Dinner und sinnloser Völlerei. Das Trio Ei-Der-Daus nimmt sich speziell der Trinklieder-Kultur an. Im Zentrum der Sonderausstellung stellt das Trio Liedgut vor, wie es vor rund 150 Jahren bei Bier und Wein gesungen wurde. Den ganzen Abend über bieten Führungen einen Überblick zur Geschichte des gemeinsamen Essens und zum Leben der Menschen in den vergangenen 250.000 Jahren. Ein besonderer Höhepunkt: die „Malocher-Führung“ mit Timo Reichelt. Wenn Reichelt nicht gerade mit seinem gewohnt lockeren Ruhrpott-Mundwerk durch die Ausstellung führt, lässt er die Funken fliegen - draußen an der Schau-Schmiede. Sicherlich ist die Schmiede auch ein spektakuläres Fotomotiv für alle Cosplayer, die das LWL-Museum für Archäologie und Kultur an diesem Abend einlädt. Egal, ob aus dem Star-Wars-Universum, der Disney-Märchenwelt oder dem weiten Anime-Kosmos: Jede Figur ist willkommen. Die jüngeren Nachtschwärmer lädt der Keramik-Künstler Thomas Benirschke ein, mit ihm vierhändig zu zaubern. Das Ergebnis ist ein hochwertiges Geschirrteil, das jeder „Zauberer“ mit nach Hause nehmen darf. Neben Geschirr geht es in der Sonderausstellung „Mahlzeit!“ auch um Besteck. Besuchende erleben selbst, dass Löffel, Gabel und Messer nicht nur hervorragende Werkzeuge zum Essen sind, sondern auch zu kreativen Schmuckstücken werden können. Wer sich den ganzen Abend mit dem Thema „Mahlzeit“ umgibt, wird natürlich hungrig. Wie Kaiser Augustus auf dem Ausstellungsplakat, so dürfen sich auch die Besuchende auf italienische Küche mit Pizza und Eis freuen. Im Museumscafé kümmert sich der Förderverein um den Ausschank von Getränken. Die öffentlichen Führungen sind kostenlos. Zu zahlen ist nur der Museumseintritt. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre sind kostenfrei.

'Mission Machen' zeigt Perspektiven auf das Handwerk

LWL-Wanderausstellung im Schloss Strünkede

Die LWL-Wanderausstellung "Mission Machen – Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk" ist im Schloss Strünkede zu sehen.

Am Donnerstag, 5. Februar 2026, um 18 Uhr eröffnet im Schloss Strünkede, Karl-Brandt-Weg 5, die Sonderausstellung „Mission Machen – Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk“. Diese wird bis Sonntag, 12. April 2026, zu sehen sein. Was zeichnet das Handwerk in Westfalen aus? Welchen Einfluss haben Themen wie Nachhaltigkeit, Umweltschutz, Digitalisierung, Globalisierung, Inklusion und Integration auf den Berufsalltag von Menschen im Handwerk? Welche Verantwortung übernehmen heutige Handwerksbetriebe? Die Fotoausstellung „Mission Machen - Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk“ geht diesen Fragen nach, indem sie die Arbeit in westfälischen Handwerksbetrieben individuell im Bild präsentiert. Tuula Kainulainen hat dafür den Arbeitsalltag von 25 Betrieben begleitet und dokumentiert. Die Fotografien vermitteln einen persönlichen Einblick in Alltagssituationen westfälischer Handwerkern, die sich aufgeschlossen, erfinderisch und engagiert zeigen. Unterteilt in vier große Themenbereiche können sich die Besucher ein eigenes Bild von der Vielfalt und der Innovationskraft des Handwerks in Westfalen-Lippe machen. Die Ausstellung ist dienstags bis freitags von 10 bis 13 Uhr sowie von 14 bis 17 Uhr geöffnet, an Samstagen von 14 bis 17 Uhr und an Sonntagen von 11 bis 17 Uhr. Die Ausstellung „Mission Machen – Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk“ ist ein Kooperationsprojekt mit dem LWL- Medienzentrum für Westfalen und dem LWL-Freilichtmuseum Hagen. In die Ausstellung einführen werden bei der Eröffnung Kurator Lennart Nickel vom LWL-Freilichtmuseum Hagen und die Fotografin Tuula Kainulainen vom LWL-Medienzentrum für Westfalen. Weitere Materialien und ergänzende Infos zur Wanderausstellung bietet die Webseite des LWL-Medienzentrums für Westfalen unter www.missionmachen.lwl.org. Zu der ursprünglich 2025 vom LWL-Freilichtmuseum in Hagen gezeigten Ausstellung ist ein Bildband erschienen, der alle Fotografien sowie ergänzende Texte und Hintergrundinformationen zur Entstehung des Projekts umfasst und für 24,90 Euro im Buchhandel erhältlich ist.

11 Uhr

Das Quartalsprogramm des vhs-Filmforums startet am 1. Februar

Vielfalt auf großer Leinwand

Eine Szene aus "Dann passiert das Leben", welcher beim vhs-Filmforum gezeigt wird: Rita (Anke Engelke) und Hans (Ulrich Tukur), ein in die Jahre gekommenes Ehepaar, muss erst wieder lernen, sich gegenseitig zu vertrauen.

Die ganze Vielfalt des aktuellen Programmkinos zeigen, und zwar auf der großen Leinwand in der Filmwelt Herne am Berliner Platz – das ist seit über 30 Jahren der Anspruch des vhs-Filmforums. Wie gewohnt laufen alle Filme wieder sonntags um 12:30 Uhr, montags um 20:15 Uhr und mittwochs um 17:30 Uhr. Mit der Auswahl der Filme möchte die vhs Herne dem Publikum die Unterschiedlichkeit künstlerisch-ästhetischer Filmgestaltung zeigen und eine breite Internationalität der Produktionsländer abbilden sowie eine große Spannweite gesellschaftlich relevanter Themen aufgreifen. Im ersten Quartal 2026 sind gleich mehrere deutschsprachige Filme im Programm (Rote Sterne überm Feld, Dann passiert das Leben oder Stiller). Zwei Beiträge erscheinen innerhalb der Frauenwoche in Herne und thematisieren das Thema Verantwortung im Kontext sexueller Belästigung und Fragen von Zugehörigkeit und Verletzungen im Familiensystem (Sorry, Baby und Sentimental Value). Gleichsam sind großartige Schauspieler wie Emma Stone in Bugonia, Mads Mikkelsen in Therapie für Wikinger oder Jennifer Lawrence in Die my love zu sehen. Die Filme Sorry, Baby und Rote Sterne überm Feld sind von politischer Relevanz, während Bugonia ein Beitrag der im Filmforum beliebten Literaturverfilmungen darstellt. Als Nischenfilm, der wesentlich mehr Aufmerksamkeit verdient hat, wird Therapie für Wikinger am Ende der Reihe gezeigt. Natalie Dilekli, bei der vhs Herne zuständig für das Filmforum, nennt ihren ganz persönlichen Tipp: „Bugonia mit Emma Stone lebt von der großartigen Schauspielkunst seiner Hauptdarstellerin, aber auch von jenem der beiden Darsteller der Entführer Teddy und Don. Eine ungewöhnliche Story, skurril und auch spannend. Das gehört ins Kino.“ Die Filme im Detail: Gerne plant die Filmwelt auch Vorführungen für Schulklassen. Abweichungen bei den Zeiten sind möglich und werden unter www.filmwelt-herne.de oder in den Social Media Kanälen veröffentlicht. Eintritt: 6 Euro auf allen Plätzen (Zuschlag bei Überlänge sowie Gebühren bei Onlinekauf). Programmübersicht: www.vhs-herne.de/filmforum-galerie.

12:30 Uhr

Henna-Tattoos, Waffeln, Geschenktüten und mehr

Islamische Gemeinde mit Ramadanfeier

Die Islamische Gemeinde Röhlinghausen lädt zur öffentlichen Ramadanfeier und bietet unter anderem frische Waffeln, Getränke und Geschenktüten für Kinder an - hier ein Bild von 2025 (Archivbild).

Die Islamische Gemeinde Röhlinghausen lädt zur Ramadanfeier. Diese steigt am Sonntag, 22. März 2026, von 13 bis 17 Uhr in den Räumlichkeiten an der Rheinischen Straße 25. Die Besucher erwarten Henna-Tattoos, frische Waffeln, Getränke und Geschenktüten für Kinder. Der Eintritt und alle Angebote sind kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

13 Uhr

Konzert in der Lutherkirche

Sounds of Life – Lieder zwischen Dur und Moll

Der Kinderchor Crange und das Chörchen bieten mit Sounds of Life Lieder zwischen Dur und Moll.

Der Kinderchor und das Chörchen aus Crange laden am Sonntag, 22. März 2026, ab 15 Uhr in die Lutherkirche an der Unser-Fritz-Straße zu ihrem Konzert – Sounds of Life – Lieder zwischen Dur und Moll – ein. Beginn ist um 15 Uhr, der Einlass ist ab 14:40 Uhr. Der Eintritt zu diesem Konzert ist frei. Das Leben schreibt die unterschiedlichsten Lieder: mal glücklich und beschwingt, mal traurig und belastend, mal froh und friedlich, mal schmerzhaft und bedrückend. Darum heißt das Konzert, in dem der Kinderchor und das Chörchen aus Crange die unterschiedlichen Lebensfacetten beleuchten werden „Sounds of Life – Lieder zwischen Dur und Moll“. Dabei werden die Songs Antworten aufzeigen, wie das Leben bereichert und gestärkt werden kann. Schon die Proben mit den gut 50 Kindern im Kinderchor und dem Chörchen berührten und zeigten, wie lebensnah die biblische Botschaft ist. Mal beschwingt mal ruhig wirken die Liedtext und Melodien in unsere Zeit hinein, geben Hilfe und Orientierung in schweren Erfahrungen und lassen dankbar sein, für gute Begegnungen und Erlebnisse. Die musikalische Begleitung liegt wieder bei der gemeindlichen Band Heartbeat, die sich mit großem Engagement auf das Konzert vorbereitet. In der Einladung heißt es: „Auch in diesem Konzert werden die Besucher mehr als berührende und ermutigende Lieder hören, für manche Überraschung ist in der Vorstellung gesorgt.“

14:30 Uhr

'Im März … - Arbeiten auf Papier'

Maria Schleiner beim Herner Künstlerbund

Maria Schleiner, em. Professorin der Hochschule Düsseldorf, zeigt in der Galerie Kunstpunkt filigrane Arbeiten auf Papier, das abgebildete Werk ist von Blättern und Ranken in der Natur inspiriert. Die Eröffnung beginnt am 8. März 2026 ausnahmsweise erst um 15 Uhr.

Während noch bis Freitag, 27. März 2026 Arbeiten von Mitgliedern des Herner Künstlerbundes in der Ausstellung „Was ist feminin?“ im Haus am Grünen Ring an der Wilhelmstraße 37 (gegenüber dem Mondpalast) zu sehen sind, hat der HKB ’90 mit Maria Schleiner eine profilierte, zumeist Papier als Bildträger höchst filigraner Bilder nutzende Künstlerin aus Münster zu Gast in seiner Galerie Kunstpunkt an der Mont-Cenis-Straße 296 in Herne-Sodingen. Die Vernissage am Sonntag, 8. März 2026, beginnt ausnahmsweise erst um 15 Uhr, da am gleichen Tag um 11 Uhr in den Flottmannhallen die Ausstellung „sapiens?!“ mit Werken des Belgiers Mark Swysen (halloherne berichtete) eröffnet wird. 1960 im münsterländischen Havixbeck geboren erhielt Maria Schleiner ihre künstlerische Ausbildung in den USA und anschließend an der Kunstakademie Münster als Meisterschülerin von Günther Keusen. Nach Lehraufträgen u.a. an der Universität Santiago de Chile und der Johann Wolfgang Goethe Universität in Frankfurt/Main hatte sie bis zum vergangenen Jahr eine Professur „Bildende Kunst“ an der Hochschule Düsseldorf (HSD) inne. Dass Maria Schleiner ursprünglich von der Druckgraphik geprägt worden ist, sieht man ihren Papierarbeiten und aus Platzgründen jetzt in Herne nicht gezeigten Installationen an, die in mehreren Arbeitsschritten entstehen, die sich bisweilen über Jahre erstrecken. Ausgehend von spontanen, gestisch motivierten Zeichnungen häufig gegenständlicher und vielfach von der Natur inspirierter Motive werden diese nach und nach bearbeitet. Nicht nur mit Aquarell- oder bei älteren Arbeiten auch Ölfarbe, sondern auch mit der Schere. So entstehen luftig-leichte Bilder, deren auch räumliche Vielfalt sich erst bei genauem Betrachten erschließt. Denn die Collagen setzen sich aus mehreren Schichten unterschiedlich bearbeiteter Papiere zusammen, darunter auch Büttenpapier. So entstehen aus dem Bildträger Papier immer wieder kleine skulpturale Räume. Oder, etwa, wenn Maria Schleiner sich dem Blatt- und Rankenwerk von Bäumen und Sträuchern widmet, Illusionen von Dreidimensionalität. Wobei die Münsteranerin, die seit vielen Jahren ihr Atelier im Künstlerhaus Dortmund unweit des „U“-Turms hat, auch papierferne Materialien wie Alufolie einsetzt. In ihren abstrakten Bildern geht es um das Spiel von Farbe und Form, allerdings nicht statisch, sondern stets mit gestischer Ausgangssituation. Das Plakatmotiv, das etwas versteckt linkerhand in der Kunstpunkt-Galerie hängt, sticht dem Besucher in ihrer wunderbaren Farbigkeit jedoch sogleich ins Auge: „Paris blau/gelb“ ist wie zahlreiche andere Bilder im März des vergangenen Jahres in der Seine-Metropole entstanden, weshalb die Herner Ausstellung auch den Titel „Im März…“ trägt. In ihrer Biographie stößt man mehrfach auf Litauen, was damit zusammenhängt, dass Maria Schleiner im Baltikum an der Biennale für Papier 2014 teilgenommen und mit großformatigen Arbeiten Aufsehen erregt hat: Auf die Auszeichnung mit dem Grand Prix folgte zwei Jahre später in Kaunas eine große Einzelausstellung. Zu Maria Schleiners in Herne nicht vertretenem Œuvre gehören zudem Druckgraphik und Keramik. Die Ausstellung „Im März … - Arbeiten auf Papier“ wird am Sonntag, 8. März 2026 um 15 Uhr in der Galerie Kunstpunkt des Herner Künstlerbundes an der Mont-Cenis-Straße 296 eröffnet. Nach der Begrüßung durch den HKB-Vorsitzenden Hassan Jelveh führt der Düsseldorfer Professor Dr. Volker Eichener, in Herne inzwischen kein Unbekannter mehr, in das Werk Maria Schleiners ein. Die Ausstellung ist anschließend noch bis Sonntag, 19. April 2026 zu sehen jeweils mittwochs und sonntags zwischen 15 und 18 Uhr sowie nach Vereinbarung.

15 Uhr

Nach dem Kultfilm 'Das Leben des Brian' im Musiktheater

'Monty Python’s Not the Messiah'

In „Monty Python’s Not the Messiah“ verschmelzen am Gelsenkirchener Musiktheater im Revier ab 13. Dezember 2025 Konzert-Parodie und Musical zu einem absurd-komischen Spektakel.

Spekulatius, Adventskranz und Glühwein gehören zur Weihnachtszeit genauso wie ein Oratorium. Es muss nicht immer „Jauchzet, frohlocket“ und Johann Sebastian Bach oder Georg Friedrich Händels „Messias“ sein nicht einmal Jesus, denn im Stall nebenan soll zur gleichen Zeit der kleine Brian Cohen zur Welt gekommen sein, dessen Geschichte bestens aus dem 1979er Kultfilm „Das Leben des Brian“ bekannt ist. Eric Idle, Mitglied der britischen Komikertruppe Monty Python, machte es sich zur Aufgabe, die berühmte Story als waschechtes Oratorium auch auf die Konzertbühnen der Welt zu bringen. Mit dem Komponisten John Du Prez hatte er einen Partner in Crime, mit dem er bereits erfolgreich das Monty-Python-Musical „Spamalot“ realisiert hatte. Am Samstag, 13. Dezember 2025, um 19 Uhr, feiert „Monty Python’s Not the Messiah“ in deutscher Sprache im Großen Haus des Gelsenkirchener Musiktheaters im Revier Premiere in der szenischen Einrichtung von Carsten Kirchmeier. Der tiefschwarze und absurde Humor von Monty Python steckt bei „Not the Messiah“ nicht nur in der Geschichte von Brian, der aus Versehen und gänzlich ungewollt zum Messias erklärt wird, sondern mindestens genauso in der musikalischen Form. Eric Idle und John du Prez haben ein Oratorium komponiert, das sehr glaubhaft die großen barocken Vorbilder imitiert, nur um dann umso überraschender in etwas ganz anderes abzurutschen: Mal biegt ein Tango um die Ecke, dann ist da plötzliche eine Mariachi-Band auf der Bühne oder ein entfesselter Gospelchor bricht über das Geschehen herein. Ohne zu viel zu verraten: Bei all‘ dem spielen Schafe eine kaum zu überschätzende Rolle und mit dem hoffnungsfrohen Ratschlag „Allways look on the bright side of life“ kommt wie der Film auch das Oratorium zu einem seligen Ende. Unter der musikalischen Leitung des 2. Kapellmeisters Mateo Peñaloza Cecconi, der Rasmus Baumann-Schüler leitet u.a. den Philharmonischen Chor Bochum und den Städtischen Chor Recklinghausen, sind die Gesangssolisten Katherine Allen (Sopran), Almuth Herbst (Alt), Adam Temple-Smith (Tenor), Dirk Weiler (Bariton) und Philipp Kranjc (Bass) sowie der Schauspieler Daniel Jeroma zu erleben in Anna von der Heides Kostümen. Die deutsche Übersetzung von Thomas Pigor, der zuletzt mit seiner Adaption von Erich Kästners „Drei Männer im Schnee“ am MiR bezauberte, nimmt auch Bezug auf deutsche Traditionen. Auf die Premiere folgen weitere Vorstellungen am Donnerstag, 25. Dezember 2025, um 18 Uhr, am Mittwoch, 31.Dezember 2025, um 19 Uhr (nur noch Restkarten), am Samstag, 24. Januar 2026, um 19 Uhr, am Samstag, 7. Februar 2026, um 19 Uhr (anschl. Bargespräche), am Sonntag, 22. März 2026, um 18 Uhr (mit Spezial-Einführung um 17.15 Uhr) sowie am Sonntag, 5. April 2026, um 18 Uhr. Karten unter musiktheater-im-revier.de oder unter Tel. 0209 – 4097200.

18 Uhr

Saisonhöhepunkt an der Rheinoper

Astor Piazzollas „María de Buenos Aires“

Als María mit Ovationen gefeiert: die international gefragte Mezzosopranistin Maria Kataeva (Mitte) aus dem Ensemble der Deutschen Oper am Rhein.

María (mit Ovationen gefeiert: die international gefragte Mezzosopranistin Maria Kataeva aus dem Ensemble) liegt zusammengekauert auf dem Souffleurkasten an der Rampe. Sie ist gestorben, wie uns der hier nicht nur, aber vor allem in der Tradition des antiken griechischen Kommentators gefragte Chor mitteilt. Die Bühne Katrin Connans, ein surreales Environment, ist eine einzige Augenweide: Sie ist der Sala Planeta nachempfunden, einem Varietétheater in der argentinischen Hauptstadt, dem Uraufführungsort der einzigen Oper Astor Piazzollas „María de Buenos Aires“. Im Hintergrund ein riesiges aufgefächertes Bandonéon, rechts ein weißer Kindersarg und zu beiden Seiten Musikinstrumente. Zu dieser halbseidenen Kaschemmen-Atmosphäre passt El Duende, der die vergessene Stimme Marías beschwört und ihre Geschichte erzählt. Dieser Geist, verkörpert von der argentinischen Sänger-, Schauspieler- und Komponisten-Legende Alejandro Guyot, kommt wie ein Held aus einem 1950er-Jahre-Western daher, dem Jorge Jara freilich ein pinkes Outfit verpasst hat. Unterstützt wird er von einem alten, Payador genannten Bandonéon-Sänger (der Bariton Jorge Espino aus dem Ensemble), der, statt sich auf der Gitarre zu begleiten, auf dem Klavier rechterhand sitzt und – als Chronist – auf einer alten mechanischen Schreibmaschine tippt. „Ich bin María… María Tango, María der Vorstadt, María Nacht, María fatale Leidenschaft, María der Liebe zu Buenos Aires bin ich!“: Während die Kellner-Riege im Hintergrund als Walk-Act in Slowmotion ihrer Profession nachgeht, von Running Gag kann hier nicht wirklich die Rede sein, geht es vorn um die vielfältigen Facetten der Titelfigur, die sich später verdreifacht als Schatten (die Sopranistin Morenike Fadayoumi aus dem Ensemble) und als Puppe mit charakteristischen flammend roten Haaren. Effektvoll unterstützt von nur scheinbaren Live-Bildern auf dem Gazevorhang entsteht ein Eindruck des auch verruchten Lebens in Buenos Aires, „der Stadt des Schmerzes und der Feste“ – zusammen mit der mitreißenden „Tango Nuevo“-Musik Astor Piazzollas. Welche plötzlich, geradezu ein Schreckmoment, von einem auf Deutsch gesungenen Chorgesang unterbrochen wird: „Du edles Angesichte…“ aus Johann Sebastian Bachs Matthäus-Passion. Der zweiten Strophe des Chorals „O Haupt von Blut und Wunden“ folgt vor der Pause noch mit der emotionsgeladenen, von Morenike Fadayomi gesungenen Arie „Erbarme dich“ ein weiteres Stück aus der Matthäus-Passion, während im zweiten (Backstage-) Teil Auszüge der h-Moll-Messe Bachs und seines Adagios nach Marcello erklingen: Astor Piazzolla ist mit der Musik Bachs in Paris erstmals in Berührung gekommen, die ihn fortan sein ganzes Leben (1921 Mar del Plata – 1992 Buenos Aires) begleitet hat. Der Schauwert der Inszenierung Johannes Eraths („Vissi d’arte“, „La Sonnambula“ und „Septembersonate“ an der Rheinoper) ist enorm, etwa wenn ein Gitter zur funkensprühenden Lichtquelle für einen ikonischen Auftritt der „aufregenden Zauberin“ wird. Die Handlung der am 8. Mai 1968 uraufgeführten „Tango Operita“, die gerade zur Karnevalszeit ins katholisch geprägte Rheinland passt, Premiere war am 7. Februar 2026 im Düsseldorfer Opernhaus, gerät dabei etwas ins Hintertreffen, was freilich auch an der sehr poetischen Sprache des Librettisten Horacio Ferrer liegt: Seine verrätselten lyrischen Metaphern, noch dazu mit dem „Lunfardo“ genannten Dialekt, der „Ganovensprache“ der Jahrhundertwende um 1900 aus den Hafenvierteln La Boca und Palermo in Buenos Aires durchzogen, lassen sich kaum ins Deutsche übertragen und noch weniger zu Übertiteln verkürzen. Die Passionsgeschichte Marías zwischen Lebensfreude und Melancholie, die ihr Glück in der Großstadt Buenos Aires suchte und sterbend zur mythischen Gestalt wird, entfaltet sich in der grandiosen Rheinopern-Produktion, für mich ein Saisonhöhepunkt, zum einen optisch. Wozu neben den Ausstattern (im zweiten Teil eine wilde Mischung aus Pop-Art und Frida Kahlo-Kostümen) und der Videokünstlerin Bibi Abel (mit Anklängen an den Düsseldorfer Akademie-Professor Gerhard Richter) wesentlich die argentinische Choreographin Agostina Tarchini beiträgt: Die weltweit renommierte Meisterin des Tango Argentino kann man auch als feurige Tänzerin an der Seite ihrer Landsleute Mariano Agustín Messad und Andrés Sautel auf der Bühne bewundern. Zum anderen musikalisch. Unter der Leitung des mehrfach ausgezeichneten argentinisch-italienischen Dirigenten Mariano Chiacchiarini klingen die 20-köpfigen Düsseldorfer Symphoniker, verstärkt um die Pariser Bandonéon-Virtuosin Carmela Delgado und den serbischen Gitarristen Ilija Tošić, als hätten sie den Tango im Blut. Unter der Führung des neuen Direktors Albert Horne sorgt der als Sprechchor wie szenisch stark geforderte Chor der Deutschen Oper am Rhein schließlich für beglückenden Raumklang aus des Proszeniums-Logen. Karten unter operamrhein.de oder Tel. 0211 – 8925211. Karten unter theater-duisburg.de oder Tel. 0203 – 28362100.

18:30 Uhr

Rekord bei Veranstaltungen, Motto: 'Gesund beginnt im Miteinander'

38. Herner Gesundheitswoche steht an

Freuen sich auf die 38. Herner Gesundheitswoche, die von Montag, 16. März, bis Sonntag, 22. März 2026, ansteht: (v.li.) Rasmus Nell, Shi Chen, Inga Mühlenbrock und Malina Schäfer-König, alle vom Fachbereich Gesundheit.

Die bereits 38. Auflage der Herner Gesundheitswoche startet am Montag, 16. März, und dauert bis Sonntag, 22. März 2026. Das diesjährige Motto lautet „Gesund beginnt im Miteinander!“ und soll ein starkes Gemeinschaftsgefühl, mehr gesundheitliche Prävention und ein Miteinander fördern. Malina Schäfer-König vom Fachbereich Gesundheit kann direkt einen Rekord verkünden: „Mit insgesamt rund 250 verschiedenen Angeboten haben wir rund 100 mehr als noch im vergangenen Jahr und damit so viele wie noch nie zuvor.“ Warum das so ist, erklärt sie so: „Das Motto kann dazu beigetragen haben. Zudem gibt es eine gute Öffentlichkeitsarbeit und unsere Frist zur Einreichung der Veranstaltungen wurde nochmal um eine Woche verlängert. Zudem hilft sicher auch, dass wir digitaler geworden sind. Insgesamt läuft es jedes Jahr besser, wir sind sehr zufrieden.“ Wie immer gilt bei den Angeboten: Alles ist kostenfrei. Teilweise sind aber Anmeldungen notwendig, meistens wegen begrenzter Platzkapazitäten. Die Eröffnung findet am Montag, 16. März 2026, von 11 bis ca. 13 Uhr im H2Ö Stadtteilzentrum (Hölkeskampring 2) statt. Wie üblich wird neben Angelika Burrichter (Leiterin Fachbereich Gesundheit) auch Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda ein Grußwort sprechen. Neben Aufführungen von Schulen und Kitas wird Gesundheitsberater Michael Schrick einen Impulsvortrag halten. Eine Anmeldung zum Besuch ist bis Montag, 9. März 2026, per Mail an gesundheitswoche@herne.de oder unter Tel 02323 16 3406 oder -3739 möglich. Stichwort Schulen und Kitas: Insgesamt sind 14 Schulen und sechs Kitas am Programm beteiligt. Von ihnen sind aber nicht alle Veranstaltungen, die sich hauptsächlich um Bewegung, gesunde Ernährung und soziale Gesundheit drehen, öffentlich. Wie üblich ist das übrige Veranstaltungsangebot während der sieben Tage sehr vielfältig. Malina Schäfer-König betont: „Es ist für alle Generationen und Lebensphase etwas dabei. Wir fangen mit Pilates in der Schwangerschaft an, es gibt einen Vater-Kind-Sporttag, über die Wechseljahre bei Frauen wird gesprochen, es gibt Informationen über Prothesen und auch Veranstaltungen, die sich mit Abschied und Trauer beschäftigen.“ Zu den Klassikern gehören beispielsweise der EvK-Gesundheitstag und der sportliche Aktivtag vom Stadtsportbund Herne (halloherne berichtete). Insgesamt ist den Verantwortlichen wichtig, Vielfalt abzubilden. „Es sind auch wieder jede Menge Sportangebote dabei, mit denen sich verschiedene Vereine präsentieren und ihre Türen öffnen. Es wäre schön, wenn der ein oder andere nach dem Ausprobieren dabei bleibt“, findet die Mitarbeiterin des Fachbereichs Gesundheit. Wer singen und musizieren mag oder sich dort weiterbilden möchte, wird ebenfalls fündig. Als Sonderveranstaltungen außerhalb der Gesundheitswoche werden die Fachtagung „Free as a bird - Frauen und Mädchen mit nicht sichtbaren Behinderungen“ (im Verbindung mit der Frauenwoche, Mittwoch, 11. März 2026, H2Ö, mit Anmeldung, halloherne berichtete), „Bewegung ohne Sporthalle“ (Mittwoch, 25. März 2026, 9 Uhr, Im Sportpark 20, nicht öffentlich) mit Spielen im Freien und der Frauentreff Wanne (Donnerstag, 26. März 2026, 9:30 Uhr, Familienzentrum Königin Luise, Wilhelmstraße 88) beworben. Einen Überblick über sämtliche Veranstaltungen bietet das erschienene Heft, welches in öffentlichen Gebäuden ausliegt und ebenfalls online auf der städtischen Homepage abrufbar ist.

seit 16. März

Montag, 23. März

Großes Saubermachen vor Saisonstart, Öffnungszeiten ändern sich

Minigolfanlagen werden vorbereitet

Die Minigolfbahnen im FunPark Eickel werden gesäubert und für die Sommersaison 2026 vorbereitet.

Das Wetter ist herrlich frühlingshaft und der Sonnenschein bringt viele Menschen dazu, nach draußen zu gehen, den winterlichen Verhältnissen „adieu“ zu sagen und Sonne und Bewegung zu genießen. So treffen sich an den Minigolfanlagen im FunPark Eickel die einen, die die Minigolfanlagen fit für die Saison machen, und die, die sich auf die Saison freuen. So mancher fragt dann auch zaghaft, ob es denn noch lange dauern wird, die Filzgolfbahnen von Moos und Algen und die Miniaturgolfanlage von Staub und Blättern zu befreien. Und ob man nicht doch schon vielleicht auf die Anlage könnte, ein bisschen minigolfen? Denn das Wetter ist so schön. Die Bahnen der Filgolfanlage werden derzeit gesäubert, heißt es in einer Mitteilung von Dienstag (3.3.2026). Dann steht noch an, das die Ablagelinien für die „Vereinsspieler“ nachgezogen werden müssen. Dann erst ist die Anlage für die kommenden Spiele gerüstet und auch das Publikum kann auf die Bahnen. Ähnliches gilt für die Miniaturgolfbahnen: Säubern, eventuell einiges ausbessern, Markierungen erneuern, fertig. Es kann wieder gespielt werden. Das Spielen fängt für die Vereinspieler auch bald an. Ende März 2026 wird der 1. Spieltag der Ligen des Nordrhein-Westfälischen Bahnengolf-Verbandes ausgetragen. Schon bald kommt die 1. Bundesliga nach Wanne-Eickel. Am Samstag und Sonntag, 18./19. April 2026, werden die Teams von Hardenberg-Pötter, Dormagen-Brechten, Göttingen, Neheim-Hüsten und dem Aufsteiger Wesel, mit einem Turnier auf der Filzgolfanlage in ihre Saison starten. Wer schon als „Publikumsspieler“ mit dem Schläger die Bälle über die Bahnen laufen lassen will, der kann das schon jetzt zu folgenden Zeiten machen: Donnerstag ab 14 Uhr, Samstag ab 10 Uhr. Sonntags bei entsprechendem Minigolfwetter bitte am Platztelefon nachfragen, ob geöffnet ist: Tel 02325-45310. Ab Montag, 23. März 2026, wird die Minigolfanlage dann in den „Sommerbetrieb“ gehen. Das bedeutet, dass Montag bis Freitag von 14 bis 20 Uhr und Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 12 bis 20 Uhr gespielt werden kann. Weitere Infos gibt es auf der Homepage unter www.mgc-wanne.de.

Bundesweite Aktion am 23. März

Apotheker kündigen Proteste an

Ende März 2026 wird es erneut einen Protesttag geben. Hier im Bild zu sehen, ein Hinweisschild zum Protesttag der Apotheken aus dem Jahr 2023.

Die Apotheken in Westfalen-Lippe schließen, damit sie auch in Zukunft den Menschen in Krankheit und Notlagen offenstehen. „Wir werden uns den heute angekündigten bundesweiten Protesten anschließen und am Montag, 23. März 2026, unsere Apotheken schließen, um in Düsseldorf zu demonstrieren“, so Thomas Rochell, Vorstandsvorsitzender des Apothekerverbandes Westfalen-Lippe (AVWL). Weiter führt er aus: „Wir bitten die Patienten um Verständnis, dass an diesem und vielleicht auch weiteren Protesttagen die Apotheken in Westfalen-Lippe nicht geöffnet sind. Wir sehen keine andere Möglichkeit mehr, die Politik endlich davon zu überzeugen, dass die Apotheken stabilisiert werden müssen, um das seit Jahren anhaltende Apothekensterben endlich zu beenden.“ In Akutfällen werde die Versorgung am Protesttag durch die notdiensthabenden Apotheken gesichert sein, versichert Rochell. Zugleich bittet er die Bürger, ihre Apotheken zu unterstützen und eine Online-Petition zu unterzeichnen. Online könnten sich die Menschen eintragen und damit ein Zeichen für den Erhalt des flächendeckenden Apothekensystems setzen. Seit mehr als 20 Jahren sei das staatlich geregelte Apothekenhonorar kaum mehr von der Politik erhöht worden – zuletzt habe es im Jahr 2013 eine ganz geringfügige Anpassung von rund 3 Prozent gegeben, erläutert Rochell die Gründe für die Proteste. Seitdem aber seien Personal- und Sachkosten um 65 Prozent gestiegen. Hinzu komme die Inflation, zunehmende bürokratische Lasten und mehr Arbeitsaufwand etwa durch Lieferengpässe. Mittlerweile sei ein Viertel der Apotheken vor Ort massiv wirtschaftlich gefährdet. Nahezu zehn Prozent arbeiteten defizitär. „Mit jeder Apotheke, die schließt, werden die Wege für Patienten weiter, die Wartezeiten länger und das Leistungsangebot dünner, weil Impfungen und andere Services aufgrund der Arbeitsbelastungen nur eingeschränkt angeboten werden können“, so Rochell. „In Zeiten des demografischen Wandels und zunehmender weltweiter Krisen brauchen wir aber eher mehr Apotheken und mehr Leistungen als weniger. Und wir brauchen ein verlässliches, stabiles Netz, das im Falle von Cyberangriffen, Terroranschlägen, Naturkatastrophen und schlimmstenfalls eines Bündnisfalles die Versorgung dezentral sicherstellt.“ Deshalb sei es auch vollkommen widersinnig, die Anforderungen an die Apothekenausstattung – zum Beispiel mit Laboren – wie nun von der Politik geplant aus Spargründen herunterzufahren und damit die Leistungsfähigkeit der Apotheken zu schwächen. „Das ist eine Milchmädchenrechnung. Wer die Apotheken kaputt spart, macht die Versorgung nur teurer durch Folgeerkrankungen, unnötige Arztbesuche und Krankenhausaufenthalte.“ Zwar hätten Union und SPD im Koalitionsvertrag vereinbart, das Apothekenhonorar zu erhöhen. „Doch dieses Ver- sprechen ist bislang nicht erfüllt, sondern auf unbestimmt vertagt worden“, kritisiert der AVWL-Vorstandsvorsitzende. Die chronische Unterfinanzierung sei im Übrigen nicht die einzige Bedrohung für die Versorgung: „Die Politik versäumt es weiterhin, die Arzneimittelpreisbindung rechtlich abzusichern. Diese Preisbindung dient dem Verbraucherschutz sowie dem Schutz des Solidarsystems, denn es kann nicht sein, dass Patienten im Krankheitsfall Preise vergleichen müssten und Arzneimittelkosten im Falle von Epidemien, Engpässen und Krisen explodieren. „Dann bekommt unser Gesundheitswesen ein noch größeres Finanzierungsproblem“, so Rochell. Die Apotheken protestierten im Interesse ihrer Patienten, „die wir auch in Zukunft bestmöglich versorgen wollen. Deshalb möchte ich die Bürgerinnen und Bürger noch einmal bitten: Unterstützen Sie uns. Kommen Sie gern mit nach Düsseldorf – und unterschreiben Sie unsere Online- Petition mit der wir die Politik zum Einlenken bewegen wollen.“

6 Uhr

Das Quartalsprogramm des vhs-Filmforums startet am 1. Februar

Vielfalt auf großer Leinwand

Eine Szene aus "Dann passiert das Leben", welcher beim vhs-Filmforum gezeigt wird: Rita (Anke Engelke) und Hans (Ulrich Tukur), ein in die Jahre gekommenes Ehepaar, muss erst wieder lernen, sich gegenseitig zu vertrauen.

Die ganze Vielfalt des aktuellen Programmkinos zeigen, und zwar auf der großen Leinwand in der Filmwelt Herne am Berliner Platz – das ist seit über 30 Jahren der Anspruch des vhs-Filmforums. Wie gewohnt laufen alle Filme wieder sonntags um 12:30 Uhr, montags um 20:15 Uhr und mittwochs um 17:30 Uhr. Mit der Auswahl der Filme möchte die vhs Herne dem Publikum die Unterschiedlichkeit künstlerisch-ästhetischer Filmgestaltung zeigen und eine breite Internationalität der Produktionsländer abbilden sowie eine große Spannweite gesellschaftlich relevanter Themen aufgreifen. Im ersten Quartal 2026 sind gleich mehrere deutschsprachige Filme im Programm (Rote Sterne überm Feld, Dann passiert das Leben oder Stiller). Zwei Beiträge erscheinen innerhalb der Frauenwoche in Herne und thematisieren das Thema Verantwortung im Kontext sexueller Belästigung und Fragen von Zugehörigkeit und Verletzungen im Familiensystem (Sorry, Baby und Sentimental Value). Gleichsam sind großartige Schauspieler wie Emma Stone in Bugonia, Mads Mikkelsen in Therapie für Wikinger oder Jennifer Lawrence in Die my love zu sehen. Die Filme Sorry, Baby und Rote Sterne überm Feld sind von politischer Relevanz, während Bugonia ein Beitrag der im Filmforum beliebten Literaturverfilmungen darstellt. Als Nischenfilm, der wesentlich mehr Aufmerksamkeit verdient hat, wird Therapie für Wikinger am Ende der Reihe gezeigt. Natalie Dilekli, bei der vhs Herne zuständig für das Filmforum, nennt ihren ganz persönlichen Tipp: „Bugonia mit Emma Stone lebt von der großartigen Schauspielkunst seiner Hauptdarstellerin, aber auch von jenem der beiden Darsteller der Entführer Teddy und Don. Eine ungewöhnliche Story, skurril und auch spannend. Das gehört ins Kino.“ Die Filme im Detail: Gerne plant die Filmwelt auch Vorführungen für Schulklassen. Abweichungen bei den Zeiten sind möglich und werden unter www.filmwelt-herne.de oder in den Social Media Kanälen veröffentlicht. Eintritt: 6 Euro auf allen Plätzen (Zuschlag bei Überlänge sowie Gebühren bei Onlinekauf). Programmübersicht: www.vhs-herne.de/filmforum-galerie.

20:15 Uhr

Dienstag, 24. März

'Mission Machen' zeigt Perspektiven auf das Handwerk

LWL-Wanderausstellung im Schloss Strünkede

Die LWL-Wanderausstellung "Mission Machen – Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk" ist im Schloss Strünkede zu sehen.

Am Donnerstag, 5. Februar 2026, um 18 Uhr eröffnet im Schloss Strünkede, Karl-Brandt-Weg 5, die Sonderausstellung „Mission Machen – Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk“. Diese wird bis Sonntag, 12. April 2026, zu sehen sein. Was zeichnet das Handwerk in Westfalen aus? Welchen Einfluss haben Themen wie Nachhaltigkeit, Umweltschutz, Digitalisierung, Globalisierung, Inklusion und Integration auf den Berufsalltag von Menschen im Handwerk? Welche Verantwortung übernehmen heutige Handwerksbetriebe? Die Fotoausstellung „Mission Machen - Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk“ geht diesen Fragen nach, indem sie die Arbeit in westfälischen Handwerksbetrieben individuell im Bild präsentiert. Tuula Kainulainen hat dafür den Arbeitsalltag von 25 Betrieben begleitet und dokumentiert. Die Fotografien vermitteln einen persönlichen Einblick in Alltagssituationen westfälischer Handwerkern, die sich aufgeschlossen, erfinderisch und engagiert zeigen. Unterteilt in vier große Themenbereiche können sich die Besucher ein eigenes Bild von der Vielfalt und der Innovationskraft des Handwerks in Westfalen-Lippe machen. Die Ausstellung ist dienstags bis freitags von 10 bis 13 Uhr sowie von 14 bis 17 Uhr geöffnet, an Samstagen von 14 bis 17 Uhr und an Sonntagen von 11 bis 17 Uhr. Die Ausstellung „Mission Machen – Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk“ ist ein Kooperationsprojekt mit dem LWL- Medienzentrum für Westfalen und dem LWL-Freilichtmuseum Hagen. In die Ausstellung einführen werden bei der Eröffnung Kurator Lennart Nickel vom LWL-Freilichtmuseum Hagen und die Fotografin Tuula Kainulainen vom LWL-Medienzentrum für Westfalen. Weitere Materialien und ergänzende Infos zur Wanderausstellung bietet die Webseite des LWL-Medienzentrums für Westfalen unter www.missionmachen.lwl.org. Zu der ursprünglich 2025 vom LWL-Freilichtmuseum in Hagen gezeigten Ausstellung ist ein Bildband erschienen, der alle Fotografien sowie ergänzende Texte und Hintergrundinformationen zur Entstehung des Projekts umfasst und für 24,90 Euro im Buchhandel erhältlich ist.

10 Uhr

vhs-Kooperation mit der Biologischen Station Östliches Ruhrgebiet

'Naturspaß für Kinder gestalten'

In der biologischen Station lernen Eltern und Kinder die Natur kennen.

In diesem Workshop am Samstag, 14. März 2026, von 11 bis 13 und am Dienstag, 24. März 2026, von 15:30 bis 17 Uhr gibt es kreative Spielideen und Impulse, wie man sein Kind motivieren kann, mal wieder rauszugehen. Mit einfachen Mitteln können bereits aufregende Abenteuer in der Natur, direkt vor der Haustür, gestaltet werden. Ob mittels Tierbeobachtung, Bäume erraten, Spurensuche, Barfußabenteuer, Pflanzenmandalas legen oder Nachtspaziergang unter dem Sternenhimmel – der Kreativität sind fast keine Grenzen gesetzt. Für ein solches Draußenspiel sind keine speziell ausgestatteten Spielplätze notwendig. Es genügen natürliche Freiflächen, wie es sie in Bochum und Herne bspw. in Form der Naturerfahrungsräume gibt, selbst mitten in der Stadt. Diese Flächen sind rund um die Uhr und kostenfrei zugänglich. Im Workshop werden wir auch gemeinsam eine solche Fläche besuchen. Daher bitte wetterfeste Kleidung und robuste Schuhe anziehen. Insbesondere für Eltern und Bezugspersonen von Kindern zwischen fünf bis zwölf Jahren. Auch geeignet, wenn man noch nach Inspiration für den nächsten Kindergeburtstag im Grünen sucht. Online gehts zur Anmeldung.

15:30 Uhr

Nächsten Runde der Akustikreihe

Flottmann-Kneipe: Konzertsaison geht weiter

No Fishing eröffnen den Reigen der Konzertsaison 2026 in der Flottmann-Kneipe.

Auch in 2026 öffnet die Flottmann-Kneipe ihre Bühne wieder für lokale und regionale Musiktalente. Regelmäßig an den Dienstagabenden findet die Veranstaltung in der Kneipe an der Flottmannstraße 94 statt. Start ist am Dienstag, 13. Januar 2026, 19:30 Uhr mit „No Fishing“, einem Herner Original, die auch schon zur Premiere der Reihe im Januar 2024 spielten. Mit dieser nach wie vor beliebten Akustik-Kneipenkonzert-Reihe bietet Krystian Pietrzyk, Betreiber der Flottmann-Kneipe, auch unbekannteren Künstlern eine Plattform. Der Erfolg dieser Reihe zeigt sich in der großen Resonanz. Gästen wird eine Tischreservierung für die Dienstagskonzerte dringend empfohlen (Tel 02323 3983005, Mail info@flottmannkneipe.de). Bei freiem Eintritt haben im vergangenen Jahr zahlreiche Musikfreunde stimmungsvolle Abende mit Singer-Songwritern und Musik aus unterschiedlichen Genres erlebt.

19:30 Uhr

Mittwoch, 25. März

'Mission Machen' zeigt Perspektiven auf das Handwerk

LWL-Wanderausstellung im Schloss Strünkede

Die LWL-Wanderausstellung "Mission Machen – Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk" ist im Schloss Strünkede zu sehen.

Am Donnerstag, 5. Februar 2026, um 18 Uhr eröffnet im Schloss Strünkede, Karl-Brandt-Weg 5, die Sonderausstellung „Mission Machen – Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk“. Diese wird bis Sonntag, 12. April 2026, zu sehen sein. Was zeichnet das Handwerk in Westfalen aus? Welchen Einfluss haben Themen wie Nachhaltigkeit, Umweltschutz, Digitalisierung, Globalisierung, Inklusion und Integration auf den Berufsalltag von Menschen im Handwerk? Welche Verantwortung übernehmen heutige Handwerksbetriebe? Die Fotoausstellung „Mission Machen - Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk“ geht diesen Fragen nach, indem sie die Arbeit in westfälischen Handwerksbetrieben individuell im Bild präsentiert. Tuula Kainulainen hat dafür den Arbeitsalltag von 25 Betrieben begleitet und dokumentiert. Die Fotografien vermitteln einen persönlichen Einblick in Alltagssituationen westfälischer Handwerkern, die sich aufgeschlossen, erfinderisch und engagiert zeigen. Unterteilt in vier große Themenbereiche können sich die Besucher ein eigenes Bild von der Vielfalt und der Innovationskraft des Handwerks in Westfalen-Lippe machen. Die Ausstellung ist dienstags bis freitags von 10 bis 13 Uhr sowie von 14 bis 17 Uhr geöffnet, an Samstagen von 14 bis 17 Uhr und an Sonntagen von 11 bis 17 Uhr. Die Ausstellung „Mission Machen – Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk“ ist ein Kooperationsprojekt mit dem LWL- Medienzentrum für Westfalen und dem LWL-Freilichtmuseum Hagen. In die Ausstellung einführen werden bei der Eröffnung Kurator Lennart Nickel vom LWL-Freilichtmuseum Hagen und die Fotografin Tuula Kainulainen vom LWL-Medienzentrum für Westfalen. Weitere Materialien und ergänzende Infos zur Wanderausstellung bietet die Webseite des LWL-Medienzentrums für Westfalen unter www.missionmachen.lwl.org. Zu der ursprünglich 2025 vom LWL-Freilichtmuseum in Hagen gezeigten Ausstellung ist ein Bildband erschienen, der alle Fotografien sowie ergänzende Texte und Hintergrundinformationen zur Entstehung des Projekts umfasst und für 24,90 Euro im Buchhandel erhältlich ist.

10 Uhr

'Im März … - Arbeiten auf Papier'

Maria Schleiner beim Herner Künstlerbund

Maria Schleiner, em. Professorin der Hochschule Düsseldorf, zeigt in der Galerie Kunstpunkt filigrane Arbeiten auf Papier, das abgebildete Werk ist von Blättern und Ranken in der Natur inspiriert. Die Eröffnung beginnt am 8. März 2026 ausnahmsweise erst um 15 Uhr.

Während noch bis Freitag, 27. März 2026 Arbeiten von Mitgliedern des Herner Künstlerbundes in der Ausstellung „Was ist feminin?“ im Haus am Grünen Ring an der Wilhelmstraße 37 (gegenüber dem Mondpalast) zu sehen sind, hat der HKB ’90 mit Maria Schleiner eine profilierte, zumeist Papier als Bildträger höchst filigraner Bilder nutzende Künstlerin aus Münster zu Gast in seiner Galerie Kunstpunkt an der Mont-Cenis-Straße 296 in Herne-Sodingen. Die Vernissage am Sonntag, 8. März 2026, beginnt ausnahmsweise erst um 15 Uhr, da am gleichen Tag um 11 Uhr in den Flottmannhallen die Ausstellung „sapiens?!“ mit Werken des Belgiers Mark Swysen (halloherne berichtete) eröffnet wird. 1960 im münsterländischen Havixbeck geboren erhielt Maria Schleiner ihre künstlerische Ausbildung in den USA und anschließend an der Kunstakademie Münster als Meisterschülerin von Günther Keusen. Nach Lehraufträgen u.a. an der Universität Santiago de Chile und der Johann Wolfgang Goethe Universität in Frankfurt/Main hatte sie bis zum vergangenen Jahr eine Professur „Bildende Kunst“ an der Hochschule Düsseldorf (HSD) inne. Dass Maria Schleiner ursprünglich von der Druckgraphik geprägt worden ist, sieht man ihren Papierarbeiten und aus Platzgründen jetzt in Herne nicht gezeigten Installationen an, die in mehreren Arbeitsschritten entstehen, die sich bisweilen über Jahre erstrecken. Ausgehend von spontanen, gestisch motivierten Zeichnungen häufig gegenständlicher und vielfach von der Natur inspirierter Motive werden diese nach und nach bearbeitet. Nicht nur mit Aquarell- oder bei älteren Arbeiten auch Ölfarbe, sondern auch mit der Schere. So entstehen luftig-leichte Bilder, deren auch räumliche Vielfalt sich erst bei genauem Betrachten erschließt. Denn die Collagen setzen sich aus mehreren Schichten unterschiedlich bearbeiteter Papiere zusammen, darunter auch Büttenpapier. So entstehen aus dem Bildträger Papier immer wieder kleine skulpturale Räume. Oder, etwa, wenn Maria Schleiner sich dem Blatt- und Rankenwerk von Bäumen und Sträuchern widmet, Illusionen von Dreidimensionalität. Wobei die Münsteranerin, die seit vielen Jahren ihr Atelier im Künstlerhaus Dortmund unweit des „U“-Turms hat, auch papierferne Materialien wie Alufolie einsetzt. In ihren abstrakten Bildern geht es um das Spiel von Farbe und Form, allerdings nicht statisch, sondern stets mit gestischer Ausgangssituation. Das Plakatmotiv, das etwas versteckt linkerhand in der Kunstpunkt-Galerie hängt, sticht dem Besucher in ihrer wunderbaren Farbigkeit jedoch sogleich ins Auge: „Paris blau/gelb“ ist wie zahlreiche andere Bilder im März des vergangenen Jahres in der Seine-Metropole entstanden, weshalb die Herner Ausstellung auch den Titel „Im März…“ trägt. In ihrer Biographie stößt man mehrfach auf Litauen, was damit zusammenhängt, dass Maria Schleiner im Baltikum an der Biennale für Papier 2014 teilgenommen und mit großformatigen Arbeiten Aufsehen erregt hat: Auf die Auszeichnung mit dem Grand Prix folgte zwei Jahre später in Kaunas eine große Einzelausstellung. Zu Maria Schleiners in Herne nicht vertretenem Œuvre gehören zudem Druckgraphik und Keramik. Die Ausstellung „Im März … - Arbeiten auf Papier“ wird am Sonntag, 8. März 2026 um 15 Uhr in der Galerie Kunstpunkt des Herner Künstlerbundes an der Mont-Cenis-Straße 296 eröffnet. Nach der Begrüßung durch den HKB-Vorsitzenden Hassan Jelveh führt der Düsseldorfer Professor Dr. Volker Eichener, in Herne inzwischen kein Unbekannter mehr, in das Werk Maria Schleiners ein. Die Ausstellung ist anschließend noch bis Sonntag, 19. April 2026 zu sehen jeweils mittwochs und sonntags zwischen 15 und 18 Uhr sowie nach Vereinbarung.

15 Uhr

Das Quartalsprogramm des vhs-Filmforums startet am 1. Februar

Vielfalt auf großer Leinwand

Eine Szene aus "Dann passiert das Leben", welcher beim vhs-Filmforum gezeigt wird: Rita (Anke Engelke) und Hans (Ulrich Tukur), ein in die Jahre gekommenes Ehepaar, muss erst wieder lernen, sich gegenseitig zu vertrauen.

Die ganze Vielfalt des aktuellen Programmkinos zeigen, und zwar auf der großen Leinwand in der Filmwelt Herne am Berliner Platz – das ist seit über 30 Jahren der Anspruch des vhs-Filmforums. Wie gewohnt laufen alle Filme wieder sonntags um 12:30 Uhr, montags um 20:15 Uhr und mittwochs um 17:30 Uhr. Mit der Auswahl der Filme möchte die vhs Herne dem Publikum die Unterschiedlichkeit künstlerisch-ästhetischer Filmgestaltung zeigen und eine breite Internationalität der Produktionsländer abbilden sowie eine große Spannweite gesellschaftlich relevanter Themen aufgreifen. Im ersten Quartal 2026 sind gleich mehrere deutschsprachige Filme im Programm (Rote Sterne überm Feld, Dann passiert das Leben oder Stiller). Zwei Beiträge erscheinen innerhalb der Frauenwoche in Herne und thematisieren das Thema Verantwortung im Kontext sexueller Belästigung und Fragen von Zugehörigkeit und Verletzungen im Familiensystem (Sorry, Baby und Sentimental Value). Gleichsam sind großartige Schauspieler wie Emma Stone in Bugonia, Mads Mikkelsen in Therapie für Wikinger oder Jennifer Lawrence in Die my love zu sehen. Die Filme Sorry, Baby und Rote Sterne überm Feld sind von politischer Relevanz, während Bugonia ein Beitrag der im Filmforum beliebten Literaturverfilmungen darstellt. Als Nischenfilm, der wesentlich mehr Aufmerksamkeit verdient hat, wird Therapie für Wikinger am Ende der Reihe gezeigt. Natalie Dilekli, bei der vhs Herne zuständig für das Filmforum, nennt ihren ganz persönlichen Tipp: „Bugonia mit Emma Stone lebt von der großartigen Schauspielkunst seiner Hauptdarstellerin, aber auch von jenem der beiden Darsteller der Entführer Teddy und Don. Eine ungewöhnliche Story, skurril und auch spannend. Das gehört ins Kino.“ Die Filme im Detail: Gerne plant die Filmwelt auch Vorführungen für Schulklassen. Abweichungen bei den Zeiten sind möglich und werden unter www.filmwelt-herne.de oder in den Social Media Kanälen veröffentlicht. Eintritt: 6 Euro auf allen Plätzen (Zuschlag bei Überlänge sowie Gebühren bei Onlinekauf). Programmübersicht: www.vhs-herne.de/filmforum-galerie.

17:30 Uhr

Donnerstag, 26. März

'Mission Machen' zeigt Perspektiven auf das Handwerk

LWL-Wanderausstellung im Schloss Strünkede

Die LWL-Wanderausstellung "Mission Machen – Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk" ist im Schloss Strünkede zu sehen.

Am Donnerstag, 5. Februar 2026, um 18 Uhr eröffnet im Schloss Strünkede, Karl-Brandt-Weg 5, die Sonderausstellung „Mission Machen – Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk“. Diese wird bis Sonntag, 12. April 2026, zu sehen sein. Was zeichnet das Handwerk in Westfalen aus? Welchen Einfluss haben Themen wie Nachhaltigkeit, Umweltschutz, Digitalisierung, Globalisierung, Inklusion und Integration auf den Berufsalltag von Menschen im Handwerk? Welche Verantwortung übernehmen heutige Handwerksbetriebe? Die Fotoausstellung „Mission Machen - Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk“ geht diesen Fragen nach, indem sie die Arbeit in westfälischen Handwerksbetrieben individuell im Bild präsentiert. Tuula Kainulainen hat dafür den Arbeitsalltag von 25 Betrieben begleitet und dokumentiert. Die Fotografien vermitteln einen persönlichen Einblick in Alltagssituationen westfälischer Handwerkern, die sich aufgeschlossen, erfinderisch und engagiert zeigen. Unterteilt in vier große Themenbereiche können sich die Besucher ein eigenes Bild von der Vielfalt und der Innovationskraft des Handwerks in Westfalen-Lippe machen. Die Ausstellung ist dienstags bis freitags von 10 bis 13 Uhr sowie von 14 bis 17 Uhr geöffnet, an Samstagen von 14 bis 17 Uhr und an Sonntagen von 11 bis 17 Uhr. Die Ausstellung „Mission Machen – Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk“ ist ein Kooperationsprojekt mit dem LWL- Medienzentrum für Westfalen und dem LWL-Freilichtmuseum Hagen. In die Ausstellung einführen werden bei der Eröffnung Kurator Lennart Nickel vom LWL-Freilichtmuseum Hagen und die Fotografin Tuula Kainulainen vom LWL-Medienzentrum für Westfalen. Weitere Materialien und ergänzende Infos zur Wanderausstellung bietet die Webseite des LWL-Medienzentrums für Westfalen unter www.missionmachen.lwl.org. Zu der ursprünglich 2025 vom LWL-Freilichtmuseum in Hagen gezeigten Ausstellung ist ein Bildband erschienen, der alle Fotografien sowie ergänzende Texte und Hintergrundinformationen zur Entstehung des Projekts umfasst und für 24,90 Euro im Buchhandel erhältlich ist.

10 Uhr

Bürgerdialoge gehen 2026 weiter

'Zeit zum Reden!'

Die Stadt bietet das Format "Bürgerdialog" zum Austausch mit Bürgern im Stadt Forum an. An mehreren Terminen werden verschiedene Bau-, Planungs- und Umweltthemen besprochen.

Das Programm für die Bürgerdialoge im ersten Quartal 2026 steht fest: An drei verschiedenen Abenden sollen wieder unterschiedliche Projekte aus der Stadtplanung und -entwicklung abseits formeller Rahmenbedingungen im Stadt Forum, Bahnhofstraße 65, diskutiert werden. Im Fokus stehen dieses Mal die Planungen zum Herner Meer, zum Urban Arts District und zum ForellQuartier. Für die Veranstaltungen ist keine Anmeldung notwendig. „Die Bürgerdialoge bieten eine wertvolle Gelegenheit, um direkt mit den Menschen vor Ort Impulse für die Projekte unserer Stadt zu sammeln und Lösungen für Herausforderungen zu finden“, so Thomas Lökenhoff vom Fachbereich Umwelt und Stadtplanung der Stadt Herne, der die Bürgerdialoge organisiert. Mit der Durchführung der insgesamt 15 Veranstaltungen im vergangenen Jahr sei man zufrieden. Die Veranstaltung mit den meisten Teilnehmenden war der Dialog zum Projekt „Umgestaltung Eickeler Markt“. Dieser wurde unmittelbar auf dem Eickeler Marktplatz mit dem neuen Info-Bus der Stadt Herne durchgeführt. Deshalb sollen die Dialoge bei wärmeren Temperaturen in Zukunft regelmäßig vor Ort und nicht nur ausschließlich im Stadt Forum veranstaltet werden. Der nächste Dialog findet am Donnerstag, 22. Januar 2026, von 18 bis 20 Uhr statt. Mit dem Thema „Mehr Stadt am Meer“ widmet dieser sich der städtebaulichen Konzeptstudie zum „Herner Meer“. Das bezeichnet den Bereich des Rhein-Herne-Kanals oberhalb der Schleuse Herne-Ost. In einer städtebaulichen Konzeptstudie ist hierfür ein Zielbild erarbeitet worden, das in dieser Veranstaltung vorgestellt und gemeinsam diskutiert wird. Am Donnerstag, 26. Februar 2026, von 18 bis 20 Uhr findet der nächste Bürgerdialog statt. Das Thema des Abends lautet „Kreativ-Kiez Wanne“. Mit dem „Urban Arts District“ soll ein künstlerisch und sozial aktivierter Stadtraum in Wanne entstehen. Kreative und kulturelle Interventionen sollen öffentliche Räume aufwerten, Aufenthaltsqualität steigern, Investitionen anregen und die lokale Identifikation stärken. Die Stadtverwaltung lädt ein, Ideen und Fragen zur Quartiersentwicklung zu besprechen. Am Donnerstag, 26. März 2026, von 18 bis 20 Uhr wird das Thema „Zukunftsort ForellQuartier“ behandelt. Dieses soll als dienstleistungsorientiertes Gewerbegebiet die Entwicklung Hernes zu einem innovativen und zukunftsorientierten Wirtschaftsstandort stärken und Unternehmen im Service-, Digitalisierungs- und Forschungssektor eine attraktive Adresse bieten. An diesem Abend wird die Rahmenplanung mit den Entwicklungsstrategien präsentiert und besprochen. Planen, Bauen und Umwelt – was läuft da eigentlich alles bei der Stadt? Wie und wo können sich Bürger in bestimmte Projekte einbringen? Oder sich auch einfach nur zum einen oder anderen Thema informieren? Genau dafür bietet der Bürgerdialog eine niederschwellige Anlaufstelle und Plattform. Abseits von förmlichen Rahmenbedingungen und „Behördenalltag“ möchte die Stadtverwaltung zu unterschiedlichen Themen, Planungen und Projekten ins Gespräch kommen.

18 Uhr

'Siehe, ich mache alles neu.' (Offenbarung 21,5)

Gottesdienst neu denken, Glauben feiern

Workshop im Ludwig-Steil-Haus.

Das Ludwig-Steil-Forum ist am Donnerstag, 26. März 2026, von 18:30 bis 21:30 Uhr, der Ort eines Workshops, der vom kreativen Mitgestalten lebt. Die Verantwortlichen der Ev. Kirchengemeinde Haranni laden zu einem Workshop rund um ein neues Gottesdienstkonzept ein. Gemeinsam wollen sie Gottesdienst neu denken, Glauben feiern und Raum schaffen für Vielfalt, Wünsche und neue Ideen. Bringen Sie Ihre Gedanken, Erfahrungen und Visionen ein. Ob leise oder laut, traditionell oder experimentell – alles darf Platz haben. Zusammen wollen wir entdecken, wie Gottesdienst heute und morgen in Haranni aussehen kann. Seien Sie dabei, wenn wir Neues wagen, ausprobieren und gemeinsam gestalten. Denn: Gott lädt uns ein, Neues entstehen zu lassen. Anmeldungen nimmt bis Freitag, 13. März2026, das Gemeindebüro Haranni an; oder per Tel 02323/12499 oder per E-Mail an haranni@ekvw.de .

18:30 Uhr

Freitag, 27. März

Der März im LWL-Museum für Archäologie

Familiensonntag, Lange Museumsnacht und mehr

Das Westfälische Museum für Archäologie des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL).

Im März 2026 erwartet die Besucher des LWL-Museums für Archäologie und Kultur in Herne einige Höhepunkte: Los geht es mit dem Familiensonntag unter dem Motto „Mit vollem Mund die Füße aufm Tisch“, einer Spezialführung für Kinder von acht bis zwölf Jahren mit anschließendem Servietten-Workshop sowie zeitgleich einer Führung für die Eltern und weiteren interessierten Erwachsenen. Beim Glasperlen-Workshop und in der Schau-Schmiede steht altes Traditionshandwerk im Fokus. Beim Vortrag geht es um römische Ess- und Trinkkultur. Ganz den Frauen widmet sich eine Spezialführung durch die aktuelle Sonderausstellung „Mahlzeit“ am Weltfrauentag. Ein Mix aus Rundgängen, Musik, Vorführungen und Kulinarik erwartet Besuchende bei der Langen Museumsnacht. „Mit vollem Mund die Füße aufm Tisch“ heißt es am Familiensonntag, 1. März 2026, im LWL-Museum für Archäologie und Kultur. Um 13 Uhr und 15 Uhr erfahren Kinder und Jugendliche von acht bis zwölf Jahren in der Spezial-Führung, wie früher gegessen wurde. Im anschließenden Servietten-Workshop lernen sie Techniken, mit denen sie ihre Eltern beim nächsten Sonntagsfrühstück beeindrucken können. „Benehmen ist Glücksache"? Wie man sich zu Tisch richtig benimmt, hängt vor allen Dingen davon ab, wo und mit wem man isst. Die Teilnehmenden machen eine kleine (Zeit-)Reise um die Welt und erfahren, wo ein "Bäuerchen“ zum guten Ton gehört und mit wem man besser nicht den Becher teilt. Wie es darüber hinaus gelingt, eine Tischgesellschaft zu beeindrucken, erfahren die Teilnehmenden im anschließenden Servietten-Workshop. Während die Kinder die Sonderausstellung „Mahlzeit“ bei der Spezial-Führung und dem Workshop erkunden, erwarten die Eltern zwei öffentliche Führungen durch die Sonder- und Dauerausstellung. Die öffentliche Führung „gesucht. gefunden. ausgegraben.“ durch die Dauerausstellung steht an allen Sonntagen im März (1., 8., 15., 22., und 29. März) um 13 Uhr auf dem Programm. Bei dem Rundgang folgen Besuchende in einer nachgestalteten Ausgrabung den Spuren der Menschen in Westfalen. Neben zahlreichen Funden erwartet sie beispielsweise der in Mitteleuropa einmalige, bekannte Faustkeil aus Mammutknochen, der Schmuck der Damen von Ilse als eine der geheimnisvollsten Entdeckungen aus der Eisenzeit sowie das mit Beigaben ausgestattete Grab des Fürsten von Beckum. Die Spezial-Führung durch die Sonderausstellung „Mahlzeit“ am Weltfrauentag, Sonntag, 8. März 2026, legt den Schwerpunkt auf Frauen und Ess- bzw. Trinkkultur. Welche Rolle kam Frauen beim griechischen Symposion zu? Warum bekamen Mädchen ein Puppenhaus und Jungen in der frühen Neuzeit Zinnsoldaten? Was steckt hinter dem Gewinn der Frauen-Fußball-Nationalmannschaft zu ihrem EM-Sieg 1989? Eine Führung nicht nur für Frauen. Am Sonntag (1., 15., 22. und 29. März) um 15 Uhr erwartet Besuchende des LWL-Museums für Archäologie und Kultur die öffentliche Führung „Mahlzeit“ durch die gleichnamige Sonderausstellung. Gemeinsames Essen ist weit mehr als nur Nahrungsaufnahme. Ob beim königlichen Bankett, der einfachen Bauernmahlzeit, dem familiären Abendessen oder der gemeinsamen Mittagspause - überall offenbaren sich Fragen: Wer sitzt wo? Wer bekommt das beste Stück? Welche Rituale bestimmen das gemeinsame Mahl? Und was verrät das alles über Macht, Zugehörigkeit, gesellschaftlichen Wandel und vor allem Kultur? Von opulenten Festtafeln und rituellen Speisungen bis hin zu den Herausforderungen unserer Zeit - schnelle Snacks, digitale Ablenkung und der scheinbare Verlust gemeinsamer Rituale - zeigt diese Ausstellung, wie Essen seit Jahrtausenden als sozialer Klebstoff wirkt. Mit einem Blick auf über 300 Exponate und Geschichten lädt „Mahlzeit!“ dazu ein, die kulturelle Dimension des Essens neu zu entdecken. Eine Reise durch die Welt des gemeinsamen Speisens. Das Kreativseminar „Bunte Pracht - Glasperlen selbst gemacht“ am Samstag, 7. März 2026, gibt Einblicke in die 3.500 Jahre alte Kunst der Glasherstellung. Wie kommt eine Glasperle zu ihrer Form und wie erhält sie ihre Farbe? Antworten auf diese Fragen und die Möglichkeit zum Ausprobieren bietet der Workshop im LWL-Museum für Archäologie und Kultur. Von 13 bis 17 Uhr haben Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren die Möglichkeit, die Technik des Glasperlenwickelns mit dem Bunsenbrenner zu erlernen. Am Ende der Veranstaltung können die Teilnehmenden ihre selbst gefertigten Glasperlen mit nach Hause nehmen - für sich selbst oder als Geschenk. Die Kosten für das Seminar betragen 45 Euro pro Person, inklusive Material und zuzüglich des Museumseintritts. Das Seminar richtet sich an Anfänger. Um Anmeldung wird gebeten unter Tel 02323-94628-24. In der „Schau-Schmiede“ haben junge und erwachsene Besucher am Sonntag, 15. März von 12 bis 17 Uhr erstmalig die Gelegenheit, dem Museumsschmied Timo Haken über die Schulter zu schauen. Mit Hammer, Amboss und inmitten von Esse-Funken schmiedet Haken, Schwerter oder kleinste Glieder für ein Kettenhemd. Während der Schmiede-Vorführung besteht auch die Möglichkeit, dem Schmied Fragen zu stellen. Das Angebot ist kostenlos. Die Vorführung findet im Innenhof des Museums statt. Am Sonntag, 15. März 2026, um 14 Uhr geht es „Mit dem Spielmann durch die Zeiten“. Abenteuerliche und amüsante Geschichten, die sich um die Vergangenheit Westfalens und ihre archäologischen Funde ranken, bilden den Inhalt der musikalischen Führung mit Spielmann Michel. Der zeitreisende Musikus geht mit Witz und Musikalität, mit Liedern, Texten und Klangbeispielen den Fragen nach: Wie klang die Musik der Neandertaler und wieso geht die Musik von Carlos Santana auf das Alte Griechenland zurück? Beim öffentlichen Vortrag „Wenn Trimalchio zu Tisch bittet - Esskultur bei den Römern“ am Donnerstag, 19. März 2026, um 19 Uhr veranschaulicht Dr. Josef Mühlenbrock, Leiter des LWL-Römermuseums in Haltern am See, was bei den Römern auf den Tisch kam. „Dank der archäologischen Funde können wir heute die Versorgungsmöglichkeiten im Römerlager rekonstruieren“, so Mühlenbrock. „Sie verraten, dass nicht nur einfacher Brei aus Weizenmehl, das Hauptnahrungsmittel eines Legionärs, im Lager gegessen wurde, sondern zumindest bei den höheren Dienstgraden durchaus auch Luxusgüter auf den Tisch kamen.“ Und wie sahen die Essgewohnheiten der Oberschicht aus? Diese und weitere Fragen stehen im Zentrum des kostenlosen Vortrags, der live auf dem YouTube-Kanal des LWL-Museums für Archäologie und Kultur zu sehen ist. Begleitet wird der Vortrag von Marianne Gorissen, die in römischer Gewandung aus dem sogenannten „Gastmahl des Trimalchon“ von Petronius liest. Am Freitag, 27. März 2026, von 18 bis 24 Uhr findet mit der „Langen Nacht der Mahlzeit“ ein Höhepunkt des Jahresprogramms statt. Neben speziellen Programmen zur Sonderausstellung, wie Führungen und Workshops, stehen Musik, Mitmachangebote und kulinarische Höhepunkte auf dem Programm. Der Eintritt ist an diesem Tag frei. Der erste Programmpunkt der Langen Museumsnacht ist von 18 bis 20 Uhr die „Schnuppergrabung im Grabungscamp“. Hier erwartet Erwachsene und Kinder ab acht Jahren eine unerschlossene Grabungslandschaft, die es archäologisch zu bearbeiten gilt. Mit echten Grabungswerkzeugen legen sie Schritt für Schritt Funde und Befunde frei, die ihnen unter anderem das Mittelalter, die römische Kaiserzeit oder auch die Jungsteinzeit direkt vor Augen führen. Sämtliche Arbeitsschritte werden im Team erledigt: Familien werden zu Forschergruppen, Freunde zu Grabungsteams und jeder Einzelne zum Archäologen für einen Tag. Der Eintritt ist frei. Mit den Speedos ist eine der „aktivsten Bands in Deutschland“ zu Gast. Sie begrüßt die Besuchenden im Foyer mit Liedern aus einem großen Repertoire. Passend zur Sonderausstellung „Mahlzeit“ liefern Spielmann Michael und Andreas Niggemeier ein exklusives Programm zwischen Candlelight Dinner und sinnloser Völlerei. Das Trio Ei-Der-Daus nimmt sich speziell der Trinklieder-Kultur an. Im Zentrum der Sonderausstellung stellt das Trio Liedgut vor, wie es vor rund 150 Jahren bei Bier und Wein gesungen wurde. Den ganzen Abend über bieten Führungen einen Überblick zur Geschichte des gemeinsamen Essens und zum Leben der Menschen in den vergangenen 250.000 Jahren. Ein besonderer Höhepunkt: die „Malocher-Führung“ mit Timo Reichelt. Wenn Reichelt nicht gerade mit seinem gewohnt lockeren Ruhrpott-Mundwerk durch die Ausstellung führt, lässt er die Funken fliegen - draußen an der Schau-Schmiede. Sicherlich ist die Schmiede auch ein spektakuläres Fotomotiv für alle Cosplayer, die das LWL-Museum für Archäologie und Kultur an diesem Abend einlädt. Egal, ob aus dem Star-Wars-Universum, der Disney-Märchenwelt oder dem weiten Anime-Kosmos: Jede Figur ist willkommen. Die jüngeren Nachtschwärmer lädt der Keramik-Künstler Thomas Benirschke ein, mit ihm vierhändig zu zaubern. Das Ergebnis ist ein hochwertiges Geschirrteil, das jeder „Zauberer“ mit nach Hause nehmen darf. Neben Geschirr geht es in der Sonderausstellung „Mahlzeit!“ auch um Besteck. Besuchende erleben selbst, dass Löffel, Gabel und Messer nicht nur hervorragende Werkzeuge zum Essen sind, sondern auch zu kreativen Schmuckstücken werden können. Wer sich den ganzen Abend mit dem Thema „Mahlzeit“ umgibt, wird natürlich hungrig. Wie Kaiser Augustus auf dem Ausstellungsplakat, so dürfen sich auch die Besuchende auf italienische Küche mit Pizza und Eis freuen. Im Museumscafé kümmert sich der Förderverein um den Ausschank von Getränken. Die öffentlichen Führungen sind kostenlos. Zu zahlen ist nur der Museumseintritt. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre sind kostenfrei.

'Mission Machen' zeigt Perspektiven auf das Handwerk

LWL-Wanderausstellung im Schloss Strünkede

Die LWL-Wanderausstellung "Mission Machen – Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk" ist im Schloss Strünkede zu sehen.

Am Donnerstag, 5. Februar 2026, um 18 Uhr eröffnet im Schloss Strünkede, Karl-Brandt-Weg 5, die Sonderausstellung „Mission Machen – Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk“. Diese wird bis Sonntag, 12. April 2026, zu sehen sein. Was zeichnet das Handwerk in Westfalen aus? Welchen Einfluss haben Themen wie Nachhaltigkeit, Umweltschutz, Digitalisierung, Globalisierung, Inklusion und Integration auf den Berufsalltag von Menschen im Handwerk? Welche Verantwortung übernehmen heutige Handwerksbetriebe? Die Fotoausstellung „Mission Machen - Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk“ geht diesen Fragen nach, indem sie die Arbeit in westfälischen Handwerksbetrieben individuell im Bild präsentiert. Tuula Kainulainen hat dafür den Arbeitsalltag von 25 Betrieben begleitet und dokumentiert. Die Fotografien vermitteln einen persönlichen Einblick in Alltagssituationen westfälischer Handwerkern, die sich aufgeschlossen, erfinderisch und engagiert zeigen. Unterteilt in vier große Themenbereiche können sich die Besucher ein eigenes Bild von der Vielfalt und der Innovationskraft des Handwerks in Westfalen-Lippe machen. Die Ausstellung ist dienstags bis freitags von 10 bis 13 Uhr sowie von 14 bis 17 Uhr geöffnet, an Samstagen von 14 bis 17 Uhr und an Sonntagen von 11 bis 17 Uhr. Die Ausstellung „Mission Machen – Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk“ ist ein Kooperationsprojekt mit dem LWL- Medienzentrum für Westfalen und dem LWL-Freilichtmuseum Hagen. In die Ausstellung einführen werden bei der Eröffnung Kurator Lennart Nickel vom LWL-Freilichtmuseum Hagen und die Fotografin Tuula Kainulainen vom LWL-Medienzentrum für Westfalen. Weitere Materialien und ergänzende Infos zur Wanderausstellung bietet die Webseite des LWL-Medienzentrums für Westfalen unter www.missionmachen.lwl.org. Zu der ursprünglich 2025 vom LWL-Freilichtmuseum in Hagen gezeigten Ausstellung ist ein Bildband erschienen, der alle Fotografien sowie ergänzende Texte und Hintergrundinformationen zur Entstehung des Projekts umfasst und für 24,90 Euro im Buchhandel erhältlich ist.

10 Uhr

Gemütlicher Rückzugsort für Musikfans und Pendler

'In Between – Listening Session' im Alten Wartesaal

Die Listening Session "In Between" verwandelt den Alten Wartesaal im Herner Bahnhof zu einem gemütlichen Rückzugsort für Musikfans: Der nächste Termin ist am Freitag, 13. Februar 2026.

Der Alte Wartesaal am Herner Bahnhof wird am Freitag, 13. Februar 2026, von 18 bis 20 Uhr zum gemütlichen Rückzugsort für Musikfans. Dann eröffnet die erste „In Between – Listening Session“ des Jahres mit der Herner Künstlerin „sha“ und dem Bochumer DJ „Peif“. Der Eintritt ist frei. Die Herner Künstlerin „sha“ lädt mit einer persönlichen Songauswahl zum Zuhören und Mitfühlen ein und spielt einige Stücke live. DJ „Peif“ präsentiert seine Lieblingsstücke aus einer sorgfältig kuratierten Plattensammlung. Für ein angenehmes Hörerlebnis stehen den Gästen professionelle Studio-Kopfhörer zur Verfügung, die Umgebungsgeräusche ausblenden. Bequeme Sitzgelegenheiten sowie Tee und kleine Snacks runden das Angebot ab. Auf die nächste Bahn warten oder gleich für ein paar Stunden entspannen – „In Between“ macht beides möglich. Bei der Veranstaltungsreihe im Alten Wartesaal können Gäste für kurze Zeit dem Alltag entfliehen und Musik genießen. Das Format verbindet entspannende Klänge, ruhige Atmosphäre und moderierte Interview- Elemente. Die kommenden „In Between – Listening Sessions“ finden am Freitag, 27. März, und Freitag, 17. April 2026, jeweils von 18 bis 20 Uhr statt. Infos zu den Veranstaltungen und den Künstlern „sha“ und „Peif“ gibt es unter instagram.com/inbetween_herne.

18 Uhr

Francesca da Rimini / Gianni Schicchi

Umjubelter Doppelabend in Gelsenkirchen

Verbotene Liebe: Paolo (Nenad Čiča) und Francesca (Susanne Serfling) in Sergej Rachmaninows Oper „Francesca da Rimini“.

Dante Alighieris Weltroman „Divina Commedia“ („Die göttliche Komödie“) ist die Verbindung zwischen zwei höchst unterschiedlichen, jeweils nur einstündigen Opern, die das Gelsenkirchener Musiktheater im Revier nun zu einem hochemotionalen Abend gebündelt hat. Der selten – und am MiR nun erstmals – gespielten Oper „Francesca da Rimini“ von Sergej Rachmaninow folgt nach der Pause Giacomo Puccinis herrlich satirische Familienfarce „Gianni Schicchi“, die vor gut zwanzig Jahren das letzte Mal am Kennedyplatz inszeniert worden ist (zusammen mit Alexander von Zemlinskys „Eine florentinische Tragödie“ nach Oscar Wilde). Beiden Titelfiguren begegnet Dante auf seinem Weg durch die Hölle. Unter der musikalischen Leitung von Giuliano Betta hat das Gelsenkirchener Musiktheater im Revier nun beide Werke zu einem Abend zusammengestellt, völlig zu Recht gefeierte Premiere war am 31. Januar 2026. „No Exit“: Regisseur Manuel Schmitt (am MiR u.a. „Die Perlenfischer“, „Krabat“ und „Salome“) hat sich als verbindendes Motto für beide Stücke das berühmte Dictum Jean Paul Sartres „Die Hölle, das sind die anderen“ gewählt. Klagende Töne aus dem Graben, Projektionen auf dem Eisernen: „Ohne mich bist du nichts.“ Im Prolog der am 24. Januar 1906 im Moskauer Bolschoi-Theater uraufgeführten Oper in zwei Szenen, deren Libretto Modest Tschaikowsky nach dem 5. Gesang des Inferno schrieb, aber auch durch einen realen Mordfall in Florenz um das Jahr 1275 inspiriert wurde, wandert Dante (Khanyiso Gwenxane) gemeinsam mit seinem Dichterkollegen Virgil (Philipp Kranjc) durch schaurige Höllenlandschaften. Frauen in bald blutgetränkten weißen Männer-Oberhemden werden unter Rotlicht von Herren in schwarzen Anzügen gedemütigt und geschlagen: Im Programmheft klärt MiR-Chefdramaturgin Larissa Wiectorek darüber auf, dass weltweit „durchschnittlich alle zehn Minuten eine Frau Opfer eines Femizids“ wird. Dante und Virgil, von Carola Volles warum auch immer als distinguierte Engländer mit Hut und Schirm kostümiert, entdecken unter ihnen die von ihrem Gatten ermordete Francesca (mit Ovationen gefeiert: die Sopranistin Susanne Serfling als Gast). Sie hatte sich in Paolo (der serbische Tenor Nenad Čiča als Gast vom Theater Bielefeld) verliebt, als dieser stellvertretend für seinen Bruder Lanciotto Malatesta (Simon Stricker) um ihre Hand anhielt. Die auf halbe Höhe gezogene Cinemascope-Bühne Julia K. Berndts bewegt sich beinahe unmerklich, bis sich linkerhand unter dickem Nebel und kaltem Neonlicht tatsächlich ein Höllenschlund auftut: „Ich dachte, wenn ich still bin, hört es auf.“ Schwere Kost: Sergej Rachmaninow hat zu dieser tragischen Liebesgeschichte eine düster-dräuende, dabei aber durchaus farbenreiche Musik komponiert, die das Höllendasein sowohl der Titelfigur (gespeist wird an einer überlangen, an Wladimir Putins Psychospielchen erinnernden Tafel) als auch der ewig gequälten Seelen im Hades mindestens so effektvoll unterstreicht wie die Flammen-Symbolik der Ausstatterin. Aus der Ehe- in die Erbschafts-Hölle: Ausgangspunkt für Giovacchino Forzanos Libretto der am 14. Dezember 1918 in der New Yorker Metropolitan Opera uraufgeführten komischen Oper in einem Akt waren lediglich drei Verse aus dem 30. Gesang des Inferno, die von einem anonymen Florentiner des 14. Jahrhunderts fortgesponnen wurden. Der Titelheld (Ovationen für den europaweit gefragten britischen Bariton Benedict Nelson als Gast) nimmt die Rolle des gerade verstorbenen Buoso Donati ein, um dessen erheblichen Nachlass nicht wie im Testament vorgesehen einem Mönchskloster zukommen zu lassen, sondern unter den nächsten Verwandten aufzuteilen. Dass Schicchi, der wie ein prolliger Strizzi daherkommt, nur bedingt den Wünschen der habgierigen Erbschleicher entspricht und sich selbst das Sahnestück vermacht, kommt zwei Liebenden zugute, womit sich ein weiterer Kreis dieses Gelsenkirchener Doppelabends schließt, diesmal mit glücklichem Ausgang: Rinuccio (der großartige Tenor Khanyiso Gwenxane), Neffe der herrischen Zita (einmal mehr auch darstellerisch eine Wucht: Ensemblekollegin Almuth Herbst), kann endlich Schicchis Tochter Lauretta (eine Bank: die MiR-Sopranistin Heejin Kim) heiraten. „O mio babbino caro“: Giacomo Puccini zeigt sich als grandioser Komödiant, der die verlogene Trauer der Angehörigen musikalisch entlarvt in Form einer – aus heutiger Sicht – geradezu boulevardesken Gesellschaftssatire. Für die das Einheitsbühnenbild nur um wenige Büromöbel ergänzt werden musste und das MiR-Ensemble u.a. mit Anke Sieloff, Simon Stricker und Sergio Augusto genau die richtigen Gesangssolisten aufbieten kann. Karten unter musiktheater-im-revier oder an der Theaterkasse unter Tel 0209 – 4097200.

19:30 Uhr

Samstag, 28. März

Veranstaltung von Entsorgung Herne in Kooperation mit der Verbraucherzentrale

Kreativtauschbörse auf dem Wertstoffhof

Der Wertstoffhof von Entsorgung Herne an der Meesmannstraße.

Eine Tauschbörse für: Strickbegeisterte, Maschenzähler, Gießexperten, Plotterverliebte, Pinselschwinger, Filzexperten, Klötzchenbauer, Tonformer, Papierfalter, Schönschreiber, Buchbinder, Makrameeflechter, Siebdruckkünstler, Brandmaler, Lichthausgestalter, Linoldruckbegeisterte, Stempeldrücker, Etageren-Stapler, Puppenhausdesigner, Mosaikleger, Schmuckdesigner, Glasschneider… für alle kreativen Menschen in und um Herne Während der Sammelphase vom 25. bis zum 27. März 2026 kann Hobbyzubehör an folgenden Stellen abgegeben werden: Entsorgung Herne, Besucherzentrum auf dem Wertstoffhof 2: Abgabezeiten: Mittwoch 9 – 13 Uhr, Donnerstag 9 – 13 Uhr und Freitag 12 – 16 Uhr Verbraucherzentrale Herne, Freiligrathstr. 12: Abgabezeiten: Mittwoch, Donnerstag und Freitag: 10 – 14 Uhr Für die Tauschobjekte gibt es Tauschpunkte, die am Tauschtag gegen andere Tauschobjekte eingetauscht werden können. Abgegeben werden können z. B.: Silikonformen, Gießpulver, Schablonen, Stoffe, Reiß- verschlüsse, Nähmaschinen, Häkelnadeln, Stricknadeln, Filznadeln, Plotterfolie, Stanz- und Prägeformen, Staffeleien, Pinselsets, Farben (keine Reste), Origamipapier, Bücher zum Thema Hobby, Wolle, Motivstanzer, Webrahmen. Das große Tauschen findet am Samstag, 28. März 2026, in der Zeit von 10-12.30 Uhr im Besucherzentrum auf dem Wertstoffhof Herne, Meesmannstraße 2 statt. Hier können die Tauschpunkte gegen andere spannende und interessante Hobbymaterialien getauscht werden. Die Anzahl der Tauschpunkte ist gestaffelt: 1 Tauschpunkt für insgesamt fünf kleine Bastelteile wie z. B. eine Häkelnadel, eine Stricknadel, eine Tüte Holzperlen, eine Bastelschere und ein Mini-Stempel. 1 Tauschpunkt für eine Silikonform oder einen Meter Stoff, eine Staffelei, eine Schneidmatte, einen Stempel, ein Set Acrylstifte, eine Stoffschere… 3 Tauschpunkte für große, funktionsfähige elektrische Geräte wie eine Nähmaschine, oder Hitzepresse oder nicht elektrische, aber hochwertige Geräte wie ein Stanz- oder Prägegerät. Alle Tauschobjekte müssen gut erhalten, sauber und vollständig sein. Die Organisatoren behalten sich vor, unbrauchbares Zubehör abzulehnen (verschmutzte oder kaputte Teile, winzige Stoffreste oder halbe Wollknäuel usw.).

10 Uhr

'Mission Machen' zeigt Perspektiven auf das Handwerk

LWL-Wanderausstellung im Schloss Strünkede

Die LWL-Wanderausstellung "Mission Machen – Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk" ist im Schloss Strünkede zu sehen.

Am Donnerstag, 5. Februar 2026, um 18 Uhr eröffnet im Schloss Strünkede, Karl-Brandt-Weg 5, die Sonderausstellung „Mission Machen – Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk“. Diese wird bis Sonntag, 12. April 2026, zu sehen sein. Was zeichnet das Handwerk in Westfalen aus? Welchen Einfluss haben Themen wie Nachhaltigkeit, Umweltschutz, Digitalisierung, Globalisierung, Inklusion und Integration auf den Berufsalltag von Menschen im Handwerk? Welche Verantwortung übernehmen heutige Handwerksbetriebe? Die Fotoausstellung „Mission Machen - Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk“ geht diesen Fragen nach, indem sie die Arbeit in westfälischen Handwerksbetrieben individuell im Bild präsentiert. Tuula Kainulainen hat dafür den Arbeitsalltag von 25 Betrieben begleitet und dokumentiert. Die Fotografien vermitteln einen persönlichen Einblick in Alltagssituationen westfälischer Handwerkern, die sich aufgeschlossen, erfinderisch und engagiert zeigen. Unterteilt in vier große Themenbereiche können sich die Besucher ein eigenes Bild von der Vielfalt und der Innovationskraft des Handwerks in Westfalen-Lippe machen. Die Ausstellung ist dienstags bis freitags von 10 bis 13 Uhr sowie von 14 bis 17 Uhr geöffnet, an Samstagen von 14 bis 17 Uhr und an Sonntagen von 11 bis 17 Uhr. Die Ausstellung „Mission Machen – Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk“ ist ein Kooperationsprojekt mit dem LWL- Medienzentrum für Westfalen und dem LWL-Freilichtmuseum Hagen. In die Ausstellung einführen werden bei der Eröffnung Kurator Lennart Nickel vom LWL-Freilichtmuseum Hagen und die Fotografin Tuula Kainulainen vom LWL-Medienzentrum für Westfalen. Weitere Materialien und ergänzende Infos zur Wanderausstellung bietet die Webseite des LWL-Medienzentrums für Westfalen unter www.missionmachen.lwl.org. Zu der ursprünglich 2025 vom LWL-Freilichtmuseum in Hagen gezeigten Ausstellung ist ein Bildband erschienen, der alle Fotografien sowie ergänzende Texte und Hintergrundinformationen zur Entstehung des Projekts umfasst und für 24,90 Euro im Buchhandel erhältlich ist.

14 Uhr

Astronomietag in der Sternwarte

Sternwarte und Planetarium Herne.

Die Astronomische Arbeitsgemeinschaft Wanne-Eickel / Herne e.V. lädt am Samstag, 28. März 2026, ab 16 Uhr zum Astronomietag 2026 ein Interessierte sind an diesem Nachmittag eingeladen, sich die Sternwarte anzuschauen. Einige Teleskope werden aufgebaut sein, an denen je nach Wetter und Uhrzeit Sonne, Mond, Venus und Jupiter zu beobachten sein werden. Weiterhin ist auch für Speis und Trank gesorgt. Wir haben Stadionwurst vom Grill mit einem Brötchen dazu, Softdrinks und auch Kaffee. (Es findet kein Alkoholausschank statt)

16 Uhr

'Anderthalb Stunden zu spät'

Neue Komödie der Volksbühne Körner

Heike Gruß und Klaus Mahlberg geben in der Komödie „Anderthalb Stunden zu spät“ ein Ehepaar, das kurz vor der Pierres Pension steht, die bei Gattin Laurence einige Befürchtungen auslöst.

Laurence: „Kommen wir zu spät?“. Pierre: „Ja, mit Sicherheit.“ Laurence: „Ach so, dann habe ich ja noch etwas Zeit.“ Pierre (Klaus Mahlberg) und Laurence Sansieu (Heike Gruß), seit 30 Jahren verheiratet, sind zum Abendessen bei Pierres Geschäftspartner und Freund Chalmet eingeladen. Pierre wartet schon seit einer Viertelstunde darauf, dass Laurence endlich fertig wird – doch im letzten Moment entschließt sie sich, dass sie keine Lust auf die Einladung hat. Sie will endlich einmal mit ihm reden. Von sich. Von ihm. Von ihnen beiden. Von ihren Kindern. Und vor allem über die vielen, vielen gemeinsamen Jahre und davon, was am Horizont droht: Der Ruhestand. Eben ist Laurence Großmutter geworden, der jüngste Sohn ausgezogen. Mit dem bevorstehenden Ruhestand ihres Mannes könnte nun ein ruhigeres Kapitel im Leben der Eheleute beginnen – doch genau davor graut der eigenwilligen Hobbymalerin, denn die neue Lebensphase löst bei ihr nicht nur erhöhten Redebedarf, sondern auch eine Identitätskrise aus. Nur widerwillig lässt Pierre sich auf das Gespräch ein. Und so erfahren wir neben vielen anderen erhellenden Aussagen nicht nur, nach welcher Logik die Welt funktioniert, sondern auch, wieso ein Ehebruch der Ehe guttut und wodurch Persönlichkeiten wie Vasco da Gama oder Leonardo da Vinci überhaupt erst möglich wurden. Kaum ein Lebensbereich bleibt unberührt; sogar Alexander der Große und Che Guevara werden miteinbezogen. Auf sehr humorvolle Weise zeichnen die Autoren Gérald Sibleyras und Jean Dell die Wünsche und Nöte dieses liebevollen „Vorruhestandspaares“, das mit großer Leidenschaft und Schlagfertigkeit ihre Beziehung seziert. Und je länger das Gespräch der beiden dauert, desto emotionaler und bewegender wird es. Alte Gewissheiten geraten ins Wanken und völlig neue Horizonte tun sich auf – um sich am Ende als Paar genau dort wiederzufinden, wo Laurence und Pierre angefangen haben. Denn trotz allem schaffen sie es noch: Sie kommen zwar zu spät, aber letztendlich „nur“ ‚Anderthalb Stunden‘… Das Zwei-Personen-Stück „Une heure et demie de retard“, so der Originaltitel, stammt aus der Feder des am 7. November 1961 in Paris geborenen Gérald Sibleyras („Wind in den Pappeln“), der zu den meistgespielten französischen Theaterautoren Europas gehört. Er ist ebenso mit dem Prix Molière ausgezeichnet worden wie sein gleichaltriger, in Saint-Etienne geborener Ko-Autor, der Schauspieler Jean Dell, den man hierzulande etwa aus dem Film „Grace of Monaco“ an der Seite von Nicole Kidman kennt. Uraufgeführt am 6. September 2005 Théâtre des Mathurins in Paris in der Regie des Hausherrn Bernard Murat mit Patrick Chesnais und Evelyne Buyle fand die Deutschsprachige Erstaufführung im September 2014 in der Berliner Komödie am Kurfürstendamm mit Herbert Herrmann (auch Regie) und Nora von Collande statt. Auch die Volksbühne Körner spielt die deutsche Übersetzung von Dorothea Renckhoff und Fedora Wesseler, Premiere der Inszenierung von Klaus Mahlberg ist in der Komödie am Park am Samstag, 21. Februar 2026, um 19:30 Uhr. Karten im Vorverkauf auch für die weiteren Vorstellungen am 22. Februar, 28. und 29. März, 18. und 19. April, 16. und 17. Mai sowie 27. und 28. Juni 2026 sind bei „Blickpunkt Optik“ an der Hauptstraße 21 in Eickel, Tel 02325 - 61760, erhältlich.

19:30 Uhr

Erhellende musikalische Zeitgeschichte

'Kreislers kalte Füße' im Schauspielhaus

Jetzt in den Bochumer Kammerspielen: (v.li.) Jörg Siebenhaar, Veronika Nickl und Mickey Neher in „Kreislers kalte Füße“.

„Dann geht’s mir gut“: Die Schauspielerin und (klassisch ausgebildete) Sängerin Veronika Nickl mit weinroter Schürze serviert in den zur „Hotel zur Traube“ mutierten Kammerspielen Bochum ihren beiden musikalischen Mitstreitern, dem Schlagzeuger Mickey Neher („Bochum“, „Club des Belugas“) und dem blinden Pianisten und Akkordeon-Virtuosen Jörg Siebenhaar („Mit anderen Augen“), die zwischen Bühne und Parkett auf typischen Wiener Kaffeehausstühlen sitzen, die georderten Getränke. Der Rest im einmal mehr sehr gut besuchten „Kleinen Haus“ an der Königsallee geht freilich leer aus. Wäre auch nicht anders möglich, denn gleich geht’s mit dem kurzen Stanzerl „Das Mädchen mit den drei blauen Augen“ weiter, das wie der Dauerbrenner „Tauben vergiften“ zu den sogenannten Everblacks gehört, die Georg Kreisler (1922 – 2011) für seine Programme und Alben mehrfach neu interpretiert und arrangiert hat. Dieser geniale Komponist und Texter humorvoller, oft zärtlicher und verzweifelter, auch mal böser, hin und wieder absurder und manchmal anarchischer Lieder ist als jüdischer Österreicher geboren worden. Mit dem Anschluss der Heimat Adolf Hitlers ans Tausendjährige Reich wurde er 1938 unfreiwillig Deutscher, um 1943 ganz freiwillig die amerikanische Staatsbürgerschaft anzunehmen. Georg Kreisler war wie sein Landsmann Thomas Bernhard ein scharfzüngiger Wien-Verächter. Und doch zugleich ganz Wiener, wovon zahllose Lieder und selbst „Wien ohne Wiener“ zeugen. „Der Tod, das muss ein Wiener sein“: Seine schmerzhafte Biographie als politisch Verfolgter, aber auch als vierfach Verheirateter, die uns Veronika Nickl in Wort und Bild näherbringt, erzählen uns aus dem 20. Jahrhundert und sind heute noch immer erschreckend aktuell: „Am besten wär´s, die Russen bleib´n in Russland stehen, und die Chinesen bleib´n in China, dort ist´s schön! Denn so ein Krieg ist doch auf kein´n Fall gsund – mir kann´s ja wurscht sein. Aber sagn´S, was macht mein Hund?“ „Ich weiß nicht, was soll ich bedeuten“ lautet der Titel eines seiner Bücher. Der ungemein vielfältige, „Kreislers kalte Füße“ betitelte Abend offenbart, dass der, so der gefürchtete Theaterkritiker Hans Weigel, „Dichterkomponistchansonnierpianist“ sehr wohl sehr viel bedeuten kann, als witzig-ironischer Wortakrobat ebenso wie als unermüdlicher Mahner und Warner. Der Hawelka-Kaffeehausliterat schrieb 1962 über Kreisler diese wahren Worte: „Sie sind Lieder, die keine Lieder sind, sondern Chansons, die keine Chansons sind; sie sind sowohl lyrische Dichtungen mit Musikbegleitung als auch Musikstücke mit Textbegleitung, aber sie sind weder das eine noch das andere wirklich. Sie sind heiter, aber auch tiefgründig, ihr Pessimismus ist amüsant, ihre Spaßhaftigkeit beängstigend; und wenn wir genau wüssten, was das eigentlich bedeutet: kabarettistisch, dann könnten wir sagen, dass sie nicht kabarettistisch sind.“ „Aus der Hölle ins Paradies“: Kreisler, der als Fünfzehnjähriger seiner Familie das Leben rettete, indem er 1938 Visa für die USA besorgte, kam in der Neuen Welt erstmals mit Jazz und Swing in Berührung. Seine Begeisterung trübte aber seinen Blick auf die Realität des Exils in keiner Weise: Das von Friedrich Hollaender geschriebene melancholische Chanson „Wenn ich mir was wünschen dürfte“ begleitet eine heitere Episode in schrecklicher Zeit, die Schilderung Georg Kreislers der Silvesterfeier 1941 in Hollywood in der Villa seines Schwiegervaters mit Marlene Dietrich: „Es fehlte an nichts – nur an der Wirklichkeit.“ Kreisler kann in Los Angeles mit Charly Chaplin und Hanns Eisler arbeiten, widersteht aber der Verlockung der Metropole New York nicht, wo er sich als Nachtclub-Pianist mehr schlecht als recht über Wasser hält und Mitte der 1950er Jahre nach Wien zurückkehrt. Doch der Mittdreißiger wird in seiner Heimat nicht heimisch, geht nach mit seiner dritten Gattin, der Operetten-Soubrette Topsy Küppers, nach München, um sich schließlich an der Seite seiner vierten Ehefrau Barbara Peters in Berlin ganz dem Kabarett zu verschreiben. Unter den Songs des kurzweiligen, viel zu kurzen Abends wirkt das Spottlied „Das gibt es nur in Gelsenkirchen“ wie ein Fremdkörper – zumal ohne Erklärung fürs Publikum. Es hat einen autobiographischen Hintergrund: Kreisler verfasste dieses Pamphlet auf die Revierstadt 1961, nachdem seine aktuelle Gattin Topsy Küppers von der Leitung der Städt. Bühnen, deren Ensemble damals mit Tana Schanzara und Waldemar Mauelshagen auch zwei Herner Schauspieler angehörten, gefeuert worden war. „Banalität des Bösen“: Veronika Nickl garniert ihre zeitgeschichtlich eingeordnete Biographie Georg Kreislers zwischendurch mit einer Prise Hannah Arendt. Dazu der Hinweis, dass der Dokumentarfilm „Denken ist gefährlich“ (2025) von Maia Harris, Jeff Bieber und Chana Gazit, der Leben und Werk der deutsch-amerikanischen Publizistin nachzeichnet, am Dienstag, 3. März 2026, um 15 Uhr im Rahmen des Kommunalen Kinos der Volkshochschule im Casablanca Bochum läuft. Fast zwei Jahrzehnte nach dem unvergessenen Doppelabend „Ist das normal? Ist das erlaubt?“ mit den alten bösen Liedern des Wiener Kosmopoliten Georg Kreisler und den frechen Gassenhauern der aus Gelsenkirchen stammenden Berliner Chansonette und Kabarettistin Claire Waldoff – mit Tana Schazara und Veronika Nickl – gibt es in den Bochumer Kammerspielen wieder ein szenisch-musikalisches Ereignis zu feiern, das nach der Premiere am 6. März 2025 im intimen Oval Office-Keller des Schauspielhauses Bochum ständig ausverkauft war und deshalb ab 9. Juli 2025 ins größere „Kleine Haus“ verlegt wurde. Die nächsten Vorstellungen des Repertoire-Dauerbrenners: Am Donnerstag, 5. März 2026, und am Samstag, 28. März 2026, jeweils um 19.30 Uhr, Karten unter schauspielhausbochum.de oder Tel. 0234/33335555.

19:30 Uhr

Celtic Folk Duo „THE HOODIE CROWS“

'Folk Plus' im Kaminzimmer Schloss Strünkede

The Hoodie Crows – Sebastian Barwinek und Johannes Single.

Die Weihrauch/Jebram GbR setzt ihre Reihe „Folk Plus“ mit einer Reihe von Konzerten im Kaminzimmer des Schloss Strünkede in Herne Baukau fort. Den Anfang macht am Samstag, 28. März 2026 das Celtic Folk Duo „THE HOODIE CROWS“ (& Guests). Das Duo, Sebastian Barwinek und Johannes Single, ist seit 2014 auf den Bühnen Deutschlands und Großbritanniens unterwegs. Beide sind „alte Hasen“ in der deutschen Folkszene. 2019 geht das Folk-Duo mit dem Album „Two in the Bush“ neue Wege. Während ihr, von der Kritik hochgelobtes Erstlingswerk „On the Wing“ noch primär auf traditionelles Material setzte, sind gut die Hälfte der Stücke auf dem neuen Album aus eigener Feder. Vom mystischen „Fair Maid of Ireland“ bis hin zu dem aufwühlenden Seemannslied „Buzzard Bay“ zeigt sich eine thematische Bandbreite. Getragen werden die Stücke von dem flexiblen Saitenspiel von Johannes und Sebastian, die ein Arsenal von Zupfinstrumenten auffahren und ihren charismatischen Singstimmen, die mal rau und mal sanft von (verlorenen) Liebsten, der Ignoranz der Gesellschaft oder den Gefahren der Seefahrt erzählen. Mit vielen Geschichten, Anekdoten, Witz und Charme bringen die „Hoodies“ eine Auswahl keltisch inspirierter Musik aus die Bretter, die die Welt bedeuten, und sie beflügeln zu einer Reise in vergangene Zeiten, immer wieder mit scharfem Blick aus der Vogelperspektive auf die heutige Zeit und ihre Absonderlichkeiten. Zu diesem Konzert im Kaminzimmer werden weiter (musikalische) Gäste erwartet. Karten gibt es im Vorverkauf für 13 Euro+ Gebühr bei eventim light.

20 Uhr

Sonntag, 29. März

Der März im LWL-Museum für Archäologie

Familiensonntag, Lange Museumsnacht und mehr

Das Westfälische Museum für Archäologie des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL).

Im März 2026 erwartet die Besucher des LWL-Museums für Archäologie und Kultur in Herne einige Höhepunkte: Los geht es mit dem Familiensonntag unter dem Motto „Mit vollem Mund die Füße aufm Tisch“, einer Spezialführung für Kinder von acht bis zwölf Jahren mit anschließendem Servietten-Workshop sowie zeitgleich einer Führung für die Eltern und weiteren interessierten Erwachsenen. Beim Glasperlen-Workshop und in der Schau-Schmiede steht altes Traditionshandwerk im Fokus. Beim Vortrag geht es um römische Ess- und Trinkkultur. Ganz den Frauen widmet sich eine Spezialführung durch die aktuelle Sonderausstellung „Mahlzeit“ am Weltfrauentag. Ein Mix aus Rundgängen, Musik, Vorführungen und Kulinarik erwartet Besuchende bei der Langen Museumsnacht. „Mit vollem Mund die Füße aufm Tisch“ heißt es am Familiensonntag, 1. März 2026, im LWL-Museum für Archäologie und Kultur. Um 13 Uhr und 15 Uhr erfahren Kinder und Jugendliche von acht bis zwölf Jahren in der Spezial-Führung, wie früher gegessen wurde. Im anschließenden Servietten-Workshop lernen sie Techniken, mit denen sie ihre Eltern beim nächsten Sonntagsfrühstück beeindrucken können. „Benehmen ist Glücksache"? Wie man sich zu Tisch richtig benimmt, hängt vor allen Dingen davon ab, wo und mit wem man isst. Die Teilnehmenden machen eine kleine (Zeit-)Reise um die Welt und erfahren, wo ein "Bäuerchen“ zum guten Ton gehört und mit wem man besser nicht den Becher teilt. Wie es darüber hinaus gelingt, eine Tischgesellschaft zu beeindrucken, erfahren die Teilnehmenden im anschließenden Servietten-Workshop. Während die Kinder die Sonderausstellung „Mahlzeit“ bei der Spezial-Führung und dem Workshop erkunden, erwarten die Eltern zwei öffentliche Führungen durch die Sonder- und Dauerausstellung. Die öffentliche Führung „gesucht. gefunden. ausgegraben.“ durch die Dauerausstellung steht an allen Sonntagen im März (1., 8., 15., 22., und 29. März) um 13 Uhr auf dem Programm. Bei dem Rundgang folgen Besuchende in einer nachgestalteten Ausgrabung den Spuren der Menschen in Westfalen. Neben zahlreichen Funden erwartet sie beispielsweise der in Mitteleuropa einmalige, bekannte Faustkeil aus Mammutknochen, der Schmuck der Damen von Ilse als eine der geheimnisvollsten Entdeckungen aus der Eisenzeit sowie das mit Beigaben ausgestattete Grab des Fürsten von Beckum. Die Spezial-Führung durch die Sonderausstellung „Mahlzeit“ am Weltfrauentag, Sonntag, 8. März 2026, legt den Schwerpunkt auf Frauen und Ess- bzw. Trinkkultur. Welche Rolle kam Frauen beim griechischen Symposion zu? Warum bekamen Mädchen ein Puppenhaus und Jungen in der frühen Neuzeit Zinnsoldaten? Was steckt hinter dem Gewinn der Frauen-Fußball-Nationalmannschaft zu ihrem EM-Sieg 1989? Eine Führung nicht nur für Frauen. Am Sonntag (1., 15., 22. und 29. März) um 15 Uhr erwartet Besuchende des LWL-Museums für Archäologie und Kultur die öffentliche Führung „Mahlzeit“ durch die gleichnamige Sonderausstellung. Gemeinsames Essen ist weit mehr als nur Nahrungsaufnahme. Ob beim königlichen Bankett, der einfachen Bauernmahlzeit, dem familiären Abendessen oder der gemeinsamen Mittagspause - überall offenbaren sich Fragen: Wer sitzt wo? Wer bekommt das beste Stück? Welche Rituale bestimmen das gemeinsame Mahl? Und was verrät das alles über Macht, Zugehörigkeit, gesellschaftlichen Wandel und vor allem Kultur? Von opulenten Festtafeln und rituellen Speisungen bis hin zu den Herausforderungen unserer Zeit - schnelle Snacks, digitale Ablenkung und der scheinbare Verlust gemeinsamer Rituale - zeigt diese Ausstellung, wie Essen seit Jahrtausenden als sozialer Klebstoff wirkt. Mit einem Blick auf über 300 Exponate und Geschichten lädt „Mahlzeit!“ dazu ein, die kulturelle Dimension des Essens neu zu entdecken. Eine Reise durch die Welt des gemeinsamen Speisens. Das Kreativseminar „Bunte Pracht - Glasperlen selbst gemacht“ am Samstag, 7. März 2026, gibt Einblicke in die 3.500 Jahre alte Kunst der Glasherstellung. Wie kommt eine Glasperle zu ihrer Form und wie erhält sie ihre Farbe? Antworten auf diese Fragen und die Möglichkeit zum Ausprobieren bietet der Workshop im LWL-Museum für Archäologie und Kultur. Von 13 bis 17 Uhr haben Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren die Möglichkeit, die Technik des Glasperlenwickelns mit dem Bunsenbrenner zu erlernen. Am Ende der Veranstaltung können die Teilnehmenden ihre selbst gefertigten Glasperlen mit nach Hause nehmen - für sich selbst oder als Geschenk. Die Kosten für das Seminar betragen 45 Euro pro Person, inklusive Material und zuzüglich des Museumseintritts. Das Seminar richtet sich an Anfänger. Um Anmeldung wird gebeten unter Tel 02323-94628-24. In der „Schau-Schmiede“ haben junge und erwachsene Besucher am Sonntag, 15. März von 12 bis 17 Uhr erstmalig die Gelegenheit, dem Museumsschmied Timo Haken über die Schulter zu schauen. Mit Hammer, Amboss und inmitten von Esse-Funken schmiedet Haken, Schwerter oder kleinste Glieder für ein Kettenhemd. Während der Schmiede-Vorführung besteht auch die Möglichkeit, dem Schmied Fragen zu stellen. Das Angebot ist kostenlos. Die Vorführung findet im Innenhof des Museums statt. Am Sonntag, 15. März 2026, um 14 Uhr geht es „Mit dem Spielmann durch die Zeiten“. Abenteuerliche und amüsante Geschichten, die sich um die Vergangenheit Westfalens und ihre archäologischen Funde ranken, bilden den Inhalt der musikalischen Führung mit Spielmann Michel. Der zeitreisende Musikus geht mit Witz und Musikalität, mit Liedern, Texten und Klangbeispielen den Fragen nach: Wie klang die Musik der Neandertaler und wieso geht die Musik von Carlos Santana auf das Alte Griechenland zurück? Beim öffentlichen Vortrag „Wenn Trimalchio zu Tisch bittet - Esskultur bei den Römern“ am Donnerstag, 19. März 2026, um 19 Uhr veranschaulicht Dr. Josef Mühlenbrock, Leiter des LWL-Römermuseums in Haltern am See, was bei den Römern auf den Tisch kam. „Dank der archäologischen Funde können wir heute die Versorgungsmöglichkeiten im Römerlager rekonstruieren“, so Mühlenbrock. „Sie verraten, dass nicht nur einfacher Brei aus Weizenmehl, das Hauptnahrungsmittel eines Legionärs, im Lager gegessen wurde, sondern zumindest bei den höheren Dienstgraden durchaus auch Luxusgüter auf den Tisch kamen.“ Und wie sahen die Essgewohnheiten der Oberschicht aus? Diese und weitere Fragen stehen im Zentrum des kostenlosen Vortrags, der live auf dem YouTube-Kanal des LWL-Museums für Archäologie und Kultur zu sehen ist. Begleitet wird der Vortrag von Marianne Gorissen, die in römischer Gewandung aus dem sogenannten „Gastmahl des Trimalchon“ von Petronius liest. Am Freitag, 27. März 2026, von 18 bis 24 Uhr findet mit der „Langen Nacht der Mahlzeit“ ein Höhepunkt des Jahresprogramms statt. Neben speziellen Programmen zur Sonderausstellung, wie Führungen und Workshops, stehen Musik, Mitmachangebote und kulinarische Höhepunkte auf dem Programm. Der Eintritt ist an diesem Tag frei. Der erste Programmpunkt der Langen Museumsnacht ist von 18 bis 20 Uhr die „Schnuppergrabung im Grabungscamp“. Hier erwartet Erwachsene und Kinder ab acht Jahren eine unerschlossene Grabungslandschaft, die es archäologisch zu bearbeiten gilt. Mit echten Grabungswerkzeugen legen sie Schritt für Schritt Funde und Befunde frei, die ihnen unter anderem das Mittelalter, die römische Kaiserzeit oder auch die Jungsteinzeit direkt vor Augen führen. Sämtliche Arbeitsschritte werden im Team erledigt: Familien werden zu Forschergruppen, Freunde zu Grabungsteams und jeder Einzelne zum Archäologen für einen Tag. Der Eintritt ist frei. Mit den Speedos ist eine der „aktivsten Bands in Deutschland“ zu Gast. Sie begrüßt die Besuchenden im Foyer mit Liedern aus einem großen Repertoire. Passend zur Sonderausstellung „Mahlzeit“ liefern Spielmann Michael und Andreas Niggemeier ein exklusives Programm zwischen Candlelight Dinner und sinnloser Völlerei. Das Trio Ei-Der-Daus nimmt sich speziell der Trinklieder-Kultur an. Im Zentrum der Sonderausstellung stellt das Trio Liedgut vor, wie es vor rund 150 Jahren bei Bier und Wein gesungen wurde. Den ganzen Abend über bieten Führungen einen Überblick zur Geschichte des gemeinsamen Essens und zum Leben der Menschen in den vergangenen 250.000 Jahren. Ein besonderer Höhepunkt: die „Malocher-Führung“ mit Timo Reichelt. Wenn Reichelt nicht gerade mit seinem gewohnt lockeren Ruhrpott-Mundwerk durch die Ausstellung führt, lässt er die Funken fliegen - draußen an der Schau-Schmiede. Sicherlich ist die Schmiede auch ein spektakuläres Fotomotiv für alle Cosplayer, die das LWL-Museum für Archäologie und Kultur an diesem Abend einlädt. Egal, ob aus dem Star-Wars-Universum, der Disney-Märchenwelt oder dem weiten Anime-Kosmos: Jede Figur ist willkommen. Die jüngeren Nachtschwärmer lädt der Keramik-Künstler Thomas Benirschke ein, mit ihm vierhändig zu zaubern. Das Ergebnis ist ein hochwertiges Geschirrteil, das jeder „Zauberer“ mit nach Hause nehmen darf. Neben Geschirr geht es in der Sonderausstellung „Mahlzeit!“ auch um Besteck. Besuchende erleben selbst, dass Löffel, Gabel und Messer nicht nur hervorragende Werkzeuge zum Essen sind, sondern auch zu kreativen Schmuckstücken werden können. Wer sich den ganzen Abend mit dem Thema „Mahlzeit“ umgibt, wird natürlich hungrig. Wie Kaiser Augustus auf dem Ausstellungsplakat, so dürfen sich auch die Besuchende auf italienische Küche mit Pizza und Eis freuen. Im Museumscafé kümmert sich der Förderverein um den Ausschank von Getränken. Die öffentlichen Führungen sind kostenlos. Zu zahlen ist nur der Museumseintritt. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre sind kostenfrei.

'Mission Machen' zeigt Perspektiven auf das Handwerk

LWL-Wanderausstellung im Schloss Strünkede

Die LWL-Wanderausstellung "Mission Machen – Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk" ist im Schloss Strünkede zu sehen.

Am Donnerstag, 5. Februar 2026, um 18 Uhr eröffnet im Schloss Strünkede, Karl-Brandt-Weg 5, die Sonderausstellung „Mission Machen – Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk“. Diese wird bis Sonntag, 12. April 2026, zu sehen sein. Was zeichnet das Handwerk in Westfalen aus? Welchen Einfluss haben Themen wie Nachhaltigkeit, Umweltschutz, Digitalisierung, Globalisierung, Inklusion und Integration auf den Berufsalltag von Menschen im Handwerk? Welche Verantwortung übernehmen heutige Handwerksbetriebe? Die Fotoausstellung „Mission Machen - Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk“ geht diesen Fragen nach, indem sie die Arbeit in westfälischen Handwerksbetrieben individuell im Bild präsentiert. Tuula Kainulainen hat dafür den Arbeitsalltag von 25 Betrieben begleitet und dokumentiert. Die Fotografien vermitteln einen persönlichen Einblick in Alltagssituationen westfälischer Handwerkern, die sich aufgeschlossen, erfinderisch und engagiert zeigen. Unterteilt in vier große Themenbereiche können sich die Besucher ein eigenes Bild von der Vielfalt und der Innovationskraft des Handwerks in Westfalen-Lippe machen. Die Ausstellung ist dienstags bis freitags von 10 bis 13 Uhr sowie von 14 bis 17 Uhr geöffnet, an Samstagen von 14 bis 17 Uhr und an Sonntagen von 11 bis 17 Uhr. Die Ausstellung „Mission Machen – Neue Perspektiven auf das westfälische Handwerk“ ist ein Kooperationsprojekt mit dem LWL- Medienzentrum für Westfalen und dem LWL-Freilichtmuseum Hagen. In die Ausstellung einführen werden bei der Eröffnung Kurator Lennart Nickel vom LWL-Freilichtmuseum Hagen und die Fotografin Tuula Kainulainen vom LWL-Medienzentrum für Westfalen. Weitere Materialien und ergänzende Infos zur Wanderausstellung bietet die Webseite des LWL-Medienzentrums für Westfalen unter www.missionmachen.lwl.org. Zu der ursprünglich 2025 vom LWL-Freilichtmuseum in Hagen gezeigten Ausstellung ist ein Bildband erschienen, der alle Fotografien sowie ergänzende Texte und Hintergrundinformationen zur Entstehung des Projekts umfasst und für 24,90 Euro im Buchhandel erhältlich ist.

11 Uhr

German Pop Art in der Ludwig Galerie Oberhausen

Zwischen Provokation und Mainstream

Die "German Pop Art" in der Ludwiggalerie Oberhausen: Hier die Mondfähre von Bodo Boden.

Wenn wir an Pop-Art denken, haben wir Inkunabeln wie „Look Mickey“ (1961), Mickey Mouse und Donald Duck auf einem Bootssteg im Comic-Stil, und „Crying girl“ (1963) von Roy Lichtenstein, Teilnehmer der beiden für Europa stilbildenden Kasseler documenta-Ausstellungen 1968 und 1977, im Kopf. Und natürlich die überdimensionalen Skulpturen von Alltagsegenständen von Claes Oldenburg, etwa seine „Spitzhacke“ auf der documenta 1982, seinen Gartenschlauch (1983) im Freiburger Eschholzpark oder seinen Berliner „Houseball“ von 1997. Nun macht eine großartige Ausstellung in der Oberhausener Ludwig Galerie mit der deutschen Pop-Art bekannt mit 120 Grafiken und Multiples der Sammlung Heinz Beck sowie 50 Werken aus dem eigenen Kunstbesitz: Peter und Irene Ludwig haben diese aus dem angelsächsischen Raum kommende populäre Kunstrichtung, die hierzulande in den 1960er und 1970er Jahren verschiedenen Einflüssen wie Fluxus, Neo-Realismus, Op-Art und Zero-Kunst unterlag und keinen eigenen homogenen Stil entwickelte, zuerst bekannt gemacht. Die German Pop Art, so der Titel der vom 25. Januar bis zum 3. Mai 2026 im Oberhausener Schloss gezeigten Ausstellung mit dem Untertitel „Zwischen Provokation und Mainstream“, unterschied sich vor allem in der Themenwahl deutlich von den amerikanischen und britischen Varianten. Vordergründig zwar ebenfalls an Massenkultur und Werbung orientiert, liegt den Arbeiten der hier vertretenen 46 deutschen Künstler von Joseph Beuys und Sigmar Polke über Gerhard Richter und Klaus Staeck bis hin zu Timm Ulrichs und Wolf Vostell aber nicht der ungebrochene Optimismus ihrer englischsprachigen Kollegen zugrunde. Alltags- und Konsummotive sind zwar ebenfalls Gegenstand, doch sind diese hauptsächlich geprägt durch eine provokative Haltung sowie Kritik am politischen Zeitgeist, Anti-Kriegs-Haltungen und deutscher Vergangenheitsbewältigung. Die Devise der radikalen Demokratisierung von Kunst verfolgen die Künstler mit beeindruckender Konsequenz. Indem sie sich der Druckgrafik und Multiples bedienen, also kostengünstige weit verfügbare Kunst mit hohen Auflagen herstellen, erreichen sie eine breite Öffentlichkeit. Themen sind das Wirtschaftswunder in einer kleinbürgerlich-konservativen deutschen Gesellschaft (Joseph Beuys: „Ich kenne kein Weekend“), die kritische Auseinandersetzung mit dem American Way of Life (Wolf Vostell), dem Vietnamkrieg und der Verbindung von Gewalt und Sex (Peter Sorge) oder der kollektiven Verdrängung der jüngsten deutschen Geschichte, aber auch eine dezidiert anti-museale Haltung eines Timm Ulrichs, der sich konsequent dem kommerziellen Kunstmarkt verweigert. Im Erdgeschoss wird die gesellschaftlich relevante Arbeit von Künstlerinnen wie Maina-Miriam Munsky, Almut Heise oder Mary Baumeister präsentiert. Blickfang im 1. Obergeschoss ist die 1967 entstandene Figurengruppe „Die Bürger von B.“ von Siegfried Neuenhausen, die zur Sammlung des Ludwig-Forums für Internationale Kunst Aachen gehört. Und um 2. Obergeschoss gibt es mit einer Dokumentation der Aktion „Red Heels“ von Heiner Meyer aus dem Jahr 2020 einen Blick auf die German Pop Art 2.0. Begleitend dazu lässt ein Soundwalk mit der Musik jener Jahre das Zeitgefühl lebendig werden. So ist etwa der Kraftwerk-Hit „Autobahn“ von 1974 zu Peter Brünings Siebdruck „Autobahndenkmal“ aus dem Jahr 1968 zu hören. Auf dem zu sehen ist, dass die heute vor der Raststätte Ehrenberg stehende monumentale Skulptur ursprünglich auf dem begrünten Mittelstreifen der A 1 platziert werden sollte. Nach Ausstellungen zur amerikanischen (2016) und zur britischen Pop Art (2019), zu Roy Lichtenstein (2011) und zu Andy Warhol(2014) ermöglicht die herausragende Sammlung des 1923 im sächsischen Meerane geborenen Düsseldorfer Bankers und Rechtsanwalts Heinz Beck (1923–1988), die im Ludwigshafener Wilhelm-Hack-Museum bewahrt wird, erneut eine große Überblickschau in der Oberhausener Ludwig Galerie. Nach der Ausstellungseröffnung am Samstag, 24. Januar 2026, um 19 Uhr kann die Ausstellung „German Pop Art“ bis zum 3. Mai 2026 zu folgenden Öffnungszeiten besichtigt werden: Dienstag bis Sonntag jeweils von 11 bis 18 Uhr (Mo geschlossen; feiertags sowie Oster- und Pfingstmontag geöffnet). Der Eintritt kostet 12, ermäßigt 6 Euro, das Kombiticket mit dem Gasometer Oberhausen 19 Euro. Öffentliche Führungen werden jeden Sonn- und Feiertag um 11:30 Uhr angeboten. Die beliebten Kuratorinnenführungen, hier mit Dr. Sarah Hülsewig, finden jeweils sonntags um 15 Uhr statt am 8. Februar 2026, am 8. März 2026, am 29. März 2026 sowie am 19. April 2026. Auf keinen Fall entgehen lassen sollte man sich die Führung der Galerie-Direktorin Dr. Christine Vogt am Sonntag, 22. Februar 2026, um 15 Uhr. Zur Ausstellung ist ein Katalog erhältlich, hrsg. von Dr. Sarah Hülsewig und Dr. Christine Vogt; 208 S., 34,90 Euro an der Galerie-Kasse. Weitere Informationen unter ludwiggalerie.de.

15 Uhr

'Im März … - Arbeiten auf Papier'

Maria Schleiner beim Herner Künstlerbund

Maria Schleiner, em. Professorin der Hochschule Düsseldorf, zeigt in der Galerie Kunstpunkt filigrane Arbeiten auf Papier, das abgebildete Werk ist von Blättern und Ranken in der Natur inspiriert. Die Eröffnung beginnt am 8. März 2026 ausnahmsweise erst um 15 Uhr.

Während noch bis Freitag, 27. März 2026 Arbeiten von Mitgliedern des Herner Künstlerbundes in der Ausstellung „Was ist feminin?“ im Haus am Grünen Ring an der Wilhelmstraße 37 (gegenüber dem Mondpalast) zu sehen sind, hat der HKB ’90 mit Maria Schleiner eine profilierte, zumeist Papier als Bildträger höchst filigraner Bilder nutzende Künstlerin aus Münster zu Gast in seiner Galerie Kunstpunkt an der Mont-Cenis-Straße 296 in Herne-Sodingen. Die Vernissage am Sonntag, 8. März 2026, beginnt ausnahmsweise erst um 15 Uhr, da am gleichen Tag um 11 Uhr in den Flottmannhallen die Ausstellung „sapiens?!“ mit Werken des Belgiers Mark Swysen (halloherne berichtete) eröffnet wird. 1960 im münsterländischen Havixbeck geboren erhielt Maria Schleiner ihre künstlerische Ausbildung in den USA und anschließend an der Kunstakademie Münster als Meisterschülerin von Günther Keusen. Nach Lehraufträgen u.a. an der Universität Santiago de Chile und der Johann Wolfgang Goethe Universität in Frankfurt/Main hatte sie bis zum vergangenen Jahr eine Professur „Bildende Kunst“ an der Hochschule Düsseldorf (HSD) inne. Dass Maria Schleiner ursprünglich von der Druckgraphik geprägt worden ist, sieht man ihren Papierarbeiten und aus Platzgründen jetzt in Herne nicht gezeigten Installationen an, die in mehreren Arbeitsschritten entstehen, die sich bisweilen über Jahre erstrecken. Ausgehend von spontanen, gestisch motivierten Zeichnungen häufig gegenständlicher und vielfach von der Natur inspirierter Motive werden diese nach und nach bearbeitet. Nicht nur mit Aquarell- oder bei älteren Arbeiten auch Ölfarbe, sondern auch mit der Schere. So entstehen luftig-leichte Bilder, deren auch räumliche Vielfalt sich erst bei genauem Betrachten erschließt. Denn die Collagen setzen sich aus mehreren Schichten unterschiedlich bearbeiteter Papiere zusammen, darunter auch Büttenpapier. So entstehen aus dem Bildträger Papier immer wieder kleine skulpturale Räume. Oder, etwa, wenn Maria Schleiner sich dem Blatt- und Rankenwerk von Bäumen und Sträuchern widmet, Illusionen von Dreidimensionalität. Wobei die Münsteranerin, die seit vielen Jahren ihr Atelier im Künstlerhaus Dortmund unweit des „U“-Turms hat, auch papierferne Materialien wie Alufolie einsetzt. In ihren abstrakten Bildern geht es um das Spiel von Farbe und Form, allerdings nicht statisch, sondern stets mit gestischer Ausgangssituation. Das Plakatmotiv, das etwas versteckt linkerhand in der Kunstpunkt-Galerie hängt, sticht dem Besucher in ihrer wunderbaren Farbigkeit jedoch sogleich ins Auge: „Paris blau/gelb“ ist wie zahlreiche andere Bilder im März des vergangenen Jahres in der Seine-Metropole entstanden, weshalb die Herner Ausstellung auch den Titel „Im März…“ trägt. In ihrer Biographie stößt man mehrfach auf Litauen, was damit zusammenhängt, dass Maria Schleiner im Baltikum an der Biennale für Papier 2014 teilgenommen und mit großformatigen Arbeiten Aufsehen erregt hat: Auf die Auszeichnung mit dem Grand Prix folgte zwei Jahre später in Kaunas eine große Einzelausstellung. Zu Maria Schleiners in Herne nicht vertretenem Œuvre gehören zudem Druckgraphik und Keramik. Die Ausstellung „Im März … - Arbeiten auf Papier“ wird am Sonntag, 8. März 2026 um 15 Uhr in der Galerie Kunstpunkt des Herner Künstlerbundes an der Mont-Cenis-Straße 296 eröffnet. Nach der Begrüßung durch den HKB-Vorsitzenden Hassan Jelveh führt der Düsseldorfer Professor Dr. Volker Eichener, in Herne inzwischen kein Unbekannter mehr, in das Werk Maria Schleiners ein. Die Ausstellung ist anschließend noch bis Sonntag, 19. April 2026 zu sehen jeweils mittwochs und sonntags zwischen 15 und 18 Uhr sowie nach Vereinbarung.

15 Uhr

'Anderthalb Stunden zu spät'

Neue Komödie der Volksbühne Körner

Heike Gruß und Klaus Mahlberg geben in der Komödie „Anderthalb Stunden zu spät“ ein Ehepaar, das kurz vor der Pierres Pension steht, die bei Gattin Laurence einige Befürchtungen auslöst.

Laurence: „Kommen wir zu spät?“. Pierre: „Ja, mit Sicherheit.“ Laurence: „Ach so, dann habe ich ja noch etwas Zeit.“ Pierre (Klaus Mahlberg) und Laurence Sansieu (Heike Gruß), seit 30 Jahren verheiratet, sind zum Abendessen bei Pierres Geschäftspartner und Freund Chalmet eingeladen. Pierre wartet schon seit einer Viertelstunde darauf, dass Laurence endlich fertig wird – doch im letzten Moment entschließt sie sich, dass sie keine Lust auf die Einladung hat. Sie will endlich einmal mit ihm reden. Von sich. Von ihm. Von ihnen beiden. Von ihren Kindern. Und vor allem über die vielen, vielen gemeinsamen Jahre und davon, was am Horizont droht: Der Ruhestand. Eben ist Laurence Großmutter geworden, der jüngste Sohn ausgezogen. Mit dem bevorstehenden Ruhestand ihres Mannes könnte nun ein ruhigeres Kapitel im Leben der Eheleute beginnen – doch genau davor graut der eigenwilligen Hobbymalerin, denn die neue Lebensphase löst bei ihr nicht nur erhöhten Redebedarf, sondern auch eine Identitätskrise aus. Nur widerwillig lässt Pierre sich auf das Gespräch ein. Und so erfahren wir neben vielen anderen erhellenden Aussagen nicht nur, nach welcher Logik die Welt funktioniert, sondern auch, wieso ein Ehebruch der Ehe guttut und wodurch Persönlichkeiten wie Vasco da Gama oder Leonardo da Vinci überhaupt erst möglich wurden. Kaum ein Lebensbereich bleibt unberührt; sogar Alexander der Große und Che Guevara werden miteinbezogen. Auf sehr humorvolle Weise zeichnen die Autoren Gérald Sibleyras und Jean Dell die Wünsche und Nöte dieses liebevollen „Vorruhestandspaares“, das mit großer Leidenschaft und Schlagfertigkeit ihre Beziehung seziert. Und je länger das Gespräch der beiden dauert, desto emotionaler und bewegender wird es. Alte Gewissheiten geraten ins Wanken und völlig neue Horizonte tun sich auf – um sich am Ende als Paar genau dort wiederzufinden, wo Laurence und Pierre angefangen haben. Denn trotz allem schaffen sie es noch: Sie kommen zwar zu spät, aber letztendlich „nur“ ‚Anderthalb Stunden‘… Das Zwei-Personen-Stück „Une heure et demie de retard“, so der Originaltitel, stammt aus der Feder des am 7. November 1961 in Paris geborenen Gérald Sibleyras („Wind in den Pappeln“), der zu den meistgespielten französischen Theaterautoren Europas gehört. Er ist ebenso mit dem Prix Molière ausgezeichnet worden wie sein gleichaltriger, in Saint-Etienne geborener Ko-Autor, der Schauspieler Jean Dell, den man hierzulande etwa aus dem Film „Grace of Monaco“ an der Seite von Nicole Kidman kennt. Uraufgeführt am 6. September 2005 Théâtre des Mathurins in Paris in der Regie des Hausherrn Bernard Murat mit Patrick Chesnais und Evelyne Buyle fand die Deutschsprachige Erstaufführung im September 2014 in der Berliner Komödie am Kurfürstendamm mit Herbert Herrmann (auch Regie) und Nora von Collande statt. Auch die Volksbühne Körner spielt die deutsche Übersetzung von Dorothea Renckhoff und Fedora Wesseler, Premiere der Inszenierung von Klaus Mahlberg ist in der Komödie am Park am Samstag, 21. Februar 2026, um 19:30 Uhr. Karten im Vorverkauf auch für die weiteren Vorstellungen am 22. Februar, 28. und 29. März, 18. und 19. April, 16. und 17. Mai sowie 27. und 28. Juni 2026 sind bei „Blickpunkt Optik“ an der Hauptstraße 21 in Eickel, Tel 02325 - 61760, erhältlich.

19:30 Uhr