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BI Hallenbad mit Vorwürfen an die Stadt, die weist sie zurück

'Keine Diskussion über Kompromissvorschläge'

Die Diskussionen rund um das Hallenbad Eickel gehen weiter.

Nachdem klar ist, dass es bezüglich der Zukunft vom Hallenbad Eickel zu einem Bürgerentscheid kommt (halloherne berichtete und berichtete), gehen die Schuldzuweisungen weiter. Die Bürgerinitiative (BI) „Wiederinbetriebnahme Hallenbad Eickel“ hat kürzlich folgende Stellungnahme mit Vorwürfen gegen die Stadt veröffentlicht. „Im Vorfeld der vergangenen Ratssitzung am Dienstag (29.11.2022) hatte die BI - angesichts der hohen Kosten für einen Bürgerentscheid - vorgeschlagen, die Abstimmung zu vertagen, um doch noch einen gemeinsamen Kompromissvorschlag zu erarbeiten. Auf den Vorwurf der Stadt, dass die BI längst einen Kompromissvorschlag hätte vorlegen können, stellt die BI fest: Nur mit wem? Die BI hat wiederholt vorgeschlagen, dass die Stadt die Pläne und Berechnungen der BI zum Hallenbad Eickel von neutralen Fachleuten überprüfen lassen solle, anstatt immer noch nicht nachgewiesene 'Fake-Kosten' von 15 Millionen über 17 und jetzt über 20 Millionen Euro in der Öffentlichkeit verbreiten.“ „Auch von den Parteien (SPD, CDU, Grüne, FDP) wurde dieses Angebot nicht angenommen, sondern nur die hohen Kosten - wie oben beschrieben - behauptet. Sie waren nicht bereit, sich inhaltlich auf die Vorlagen der BI einzulassen. In dem Gespräch mit OB Dr Frank Dudda am 29. Juni 2022 hat die BI noch einmal klar zu erkennen gegeben, dass für sie auch ein privater Investor infrage kommen könne. Auch hatte der Oberbürgermeister zugesagt, überprüfen zu lassen, in wie weit durch die Einsparung der Kosten für zwei geplante Lehrschwimmbecken in Eickel und die Aufgabe von Lehrschwimmbecken mit hohem Reparaturbedarf der größte Teil der Finanzierung für den Umbau des Hallenbades zu einem Vario-Bad mit Hubboden, Schwimmflächen in der Größe von 2 Lehrschwimmbecken und Sprungbereich gesichert sei“, heißt es weiter. „Auch der schriftliche Vorschlag der BI vom 27. September 2022 zu einem 'Runden Tisch' u. a. mit Dr. Hans Werner Klee, Schwimmvereinen und anderen wurde abgelehnt, wie auch der Kämmerer schon sehr früh 'weitere Gespräche für entbehrlich' hielt. Dabei hatten überhaupt keine Gespräche mit ihm oder der Verwaltung stattgefunden. Nach langem hin und her 'durften' nur zwei Vertreter der BI die Pläne im Ratsarbeitskreis 'Schwimmen lernen in Herne' in der Woche vor der Ratssitzung vorstellen. 30 Minuten wurden dafür gewährt. Außer einer unwichtigen Frage gab es keine Reaktionen, eine Diskussion erst recht nicht“, schreibt die BI weiter. Weiter schreibt sie: „Die BI hat vielfach Fakten und Vorschläge geliefert. Doch wo und mit wem sollte sie einen Kompromissvorschlag erarbeiten, wenn sich alle Verantwortlichen entziehen oder weigern? Die BI weist noch einmal darauf hin, dass durch einen Umbau (nicht Sanierung) das Hallenbad Eickel zu einem hochmodernen Vario-Bad mit höchsten technischen, energetischen und schwimmerischen Standards mit den dringend benötigten, und dem Bedarf entsprechenden, gut erreichbaren Wasserflächen für die Schulen, Vereine und die Bevölkerung werden kann und darüber hinaus zu einem Ort der vorbeugenden Gesundheitsförderung – wohnortnah, mitten in Wanne-Eickel.“ Stadtsprecher Christoph Hüsken antwortet auf Anfrage von halloherne so: „Zunächst einmal weisen wir den Begriff 'Fake-Kosten' zurück. Die Stadt Herne arbeitet während des gesamten Verfahrens streng faktenbasiert. Das entsprechende Kosten-Gutachten externer Fachleute hat die Stadt Herne im Juli 2022 der Öffentlichkeit vorgestellt. Daher von nicht nachgewiesen zu sprechen, ist falsch.“ Weiter führt er aus: „Grundsätzlich besteht auch weiterhin das Angebot der Stadt Herne zum Austausch mit der BI. Noch vor Weihnachten trifft sich der OB als Leiter der Stadtverwaltung zu einem weiteren Gespräch mit der BI und hat dies auch schon zuvor getan. Insofern ist der Vorwurf, die Stadt weigere bzw. entziehe sich, unbegründet. Wir weisen an dieser Stelle ausdrücklich darauf hin, dass alle Entscheidungen in diesem Zusammenhang durch den Rat zu treffen sind. Der Bürgerentscheid, der durch Frau Adami, Herrn Schröder und Herrn Köhne initiiert wurde, richtet sich nicht gegen Entscheidungen des laufenden Verwaltungsgeschäfts.“

Grundstein für Neubau der Grundschule Lackmannshof gelegt

'Herne hat Bock auf Bildung'

Befindet sich im Bau: Die Grundsteinlegung für den Neubau der Grundschule Lackmannshof erfolgte am Mittwoch (7.12.2022) - die Außenwände stehen bereits.

Die Realisierung der neuen Grundschule Lackmannshof nimmt weiter Formen an. Am Mittwoch (7.12.2022) wurde der Grundstein für das Gebäude am Lackmanns Hof 95 gelegt. Außerdem wurde eine Zeitkapsel eingemauert, die unter anderem mit einer Anstecknadel der Stadt Herne befüllt wurde. Der Neubau soll Bestandteil des kommenden Schloss-Campus zwischen Westring, Kaiserstraße, Forellstraße und Lackmanns Hof werden. „Es ist der erste Schulneubau seit 25 Jahren. Wir mussten lange darauf warten, aber jetzt wird er endlich Wirklichkeit", so OB Dr. Frank Dudda bei der Grundsteinlegung. Der Neubau, der 14 Millionen Euro kostet, soll im Mai 2024 fertig sein. „Es ist wichtig, gerade in Zeiten wie diesen, ein Ausrufezeichen zu setzen." Ferner erinnerte er in seiner Rede an die Anfänge der Planungen für den Neubau der Grundschule Forellstraße. Er resümierte über die Einbeziehung der Schüler, Lehrer, Elternvertretung sowie über die Erarbeitung eines Raumkonzeptes für die Schule. „Was wir hier planen, ist ein Konzept des kurzen Weges: Kita (halloherne berichtete), Schule, Parklandschaft und das Quartier Kaiserstraße (halloherne berichtete), all das trägt zur Entwicklung des Stadtteils bei. Wir wollen eine Urbanität der Zukunft realisieren", so Dudda weiter. Auch Schuldezernent Andreas Merkendorf lobt „den Aufholprozess“, den Herne in Sachen Bildung an den Tag legt: „Herne hat Bock auf Bildung. Ich war noch in Düsseldorf beschäftigt, als sich meine Heimatstadt entschied, 100 Millionen Euro für Bildung in die Hand zu nehmen. Das hat mich schon damals ziemlich stolz gemacht." Weiter führte er aus: „Es ist großartig, wie fachübergreifend in Herne zusammengearbeitet wird und das die Schule in solch eine Filetlage gebaut wird." Das neue Gebäude werde durch die Elementbauweise erstellt. Hierbei werden vorgefertigte, meist groß dimensionierte Bauteile, direkt auf der Baustelle zusammengefügt und montiert. Karla Fürtges, Geschäftsführerin der Herner Schulmodernisierungsgesellschaft (HSM), erläuterte: „Im September wurde bereits mit den Erdgeschossarbeiten begonnen und im März 2023 soll der Innenausbau starten." Das neue dreistöckige Gebäude soll 2.357 Quadratmeter umfassen sowie energieeffizient gebaut werden. „Es wird eine Photovoltaikanlage, eine wasserbasierte Kühlung, eine Dachbegrünung, ein grünes Klassenzimmer sowie einen Schulhof mit Hexengarten geben", ergänzt Fürtges. Dieser Hexengarten biete für die Schüler dann neben der Natur auch Klettermöglichkeiten sowie die Nutzung von Spielgeräten. Damit dieser Außenbereich dann auch für alle Kinder eine Freude sein kann, werde für die Planung des Außenbereiches auch der Beirat für Menschen mit Behinderung hinzugezogen. Alles in allem, so hoffen die Verantwortlichen, sollen dann im Jahr 2024 Kinder an der Grundschule Lackmannshof vor allem lernen, aber auch spielen können.

Als Ersatz für Fällungen: Zwölf neue Bäume in Horsthausen

Pflanzaktion mit der Kita Pantringshof

Zwölf neue Bäume werden an der Pöppinghauser Straße sowie der Sonnenscheinstraße gepflanzt. Kinder der Kita Pantringshof helfen dabei.

Sie packten mit ihren kleinen Schaufeln ordentlich mit an: Kinder der Kita Pantringshof haben sich am Dienstag (6.12.2022) daran beteiligt, neue Bäume in Horsthausen zu pflanzen. Den Kindern gefiel die kurze körperliche Arbeit, bevor noch mit zwei Gießkannen ordentlich Wasser hinzugekippt wurde. Anschließend stand der Heimweg zurück zur Kita an, in der schon das Mittagessen wartete. Im kleinen Grünabschnitt entlang der Pöppinghauser Straße wurden allein sechs neue Linden in den Boden gesetzt - diese sind trotz ihrer geringen Größe schon rund sechs Jahre alt. Als ausgewachsen gelten sie mit rund 20 Jahren. An der Sonnenscheinstraße, direkt gegenüber, sowie an der Kita Pantringshof sind noch weitere sechs Bäume dazu gekommen, darunter eine Kastanie, eine Walnuss, ein Ahorn, eine Birne, eine Hainbuche sowie eine Zierkirsche. Nötig geworden war das, weil durch einen Erweiterungsbau an der Kita vier Bäume gefällt werden mussten. „Wir haben dafür nun mehr neue Bäume gepflanzt, als wir eigentlich mussten“, sagt Sascha Bachem vom Fachbereich Stadtgrün zur Pflanzaktion gegenüber halloherne. „Wir mussten erstmal noch geeignete Stellen suchen. An der Kita gibt es schon viele Bäume, dazu ist die Wiesenfläche groß. Der Standort hier an der Pöppinghauser Straße hat sich daher gut angeboten.“ An der Sonnenscheinstraße wurde der Spielplatz für neue Bäume auserkoren. Die Standortsuche sei etwas schwieriger gewesen, berichtet Sodingens Bezirksbürgermeister Mathias Grunert: „Die Bezirksvertretung musste dem erst zustimmen. Allerdings sind wir froh, dass passende Flächen gefunden worden. Es ist auch schön zu sehen, dass die Kinder hier mit einbezogen werden.“ Das soll auch in der Zukunft so bleiben. Die anwesenden Erzieherinnen sagten, dass die Kinder mit ihnen im Sommer öfters vorbeikommen werden, um die jungen Bäume mit Gießkannen zu wässern. Stichwort Wässerung: Die Bäume haben eine einjährige sogenannte Fertigstellungspflege. Das bedeutet, dass das Garten- und Landschaftsbauunternehmen aus Gelsenkirchen, welches die Bäume nun geliefert und eingegraben hat, für ein Jahr die Pflege übernimmt. Nach der Frist werden die Bäume überprüft. Sollten diese dann abgestorben sein, gibt es Ersatz - quasi eine Garantie mit längerer Rückgabeoption. Auch Heike Hütter, Abteilungsleiterin im Fachbereich Kinder-Jugend-Familie, freut sich über den grünen Zuwachs im halloherne-Gespräch: „Wir haben in der Kita großen Bedarf an weiterem Platz, daher waren die neuen Container und die Fällungen notwendig. Umso schöner, dass nun mehr Bäume als nötig gepflanzt wurden und die Kinder mit der Natur in Berührung kommen.“ Zusätzlich würde das neue Grün für mehr Nachhaltigkeit im Quartier sorgen, so Hütter weiter.

Sirenen werden getestet und Alarmmeldung per SMS verschickt

Herne beteiligt sich am bundesweiten Warntag

Warnhinweis im Vorfeld zum bundesweiten Warntag am Donnerstag, 8. Dezember 2022, per "Cell Broadcast" - allerdings können nicht alle Handys diese SMS empfangen.

Am Donnerstag, 8. Dezember 2022, werden ab 11 Uhr die Warnsysteme in ganz Deutschland getestet – auch in Herne. Alle Warnmittel sollen dabei auf ihre Funktion und auf mögliche Schwachstellen hin überprüft werden. Im Nachgang sollen von den Verantwortlichen gegebenenfalls Verbesserungen vorgenommen werden und so das System, mit dem die Bevölkerung auf mögliche Katastrophen oder Gefahren wie Überschwemmungen oder Brände aufmerksam gemacht werden sollen, sicherer gemacht werden. An diesem Aktionstag des Bundes nehmen die Länder sowie die Kreise, kreisfreien Städte und Gemeinden teil. Ab 11 Uhr wird es dann laut, wenn die beteiligten Behörden und Einsatzkräfte die Sirenen und unterschiedliche Warnmittel testen. Der bundesweite Warntag dient dazu, die Menschen in Deutschland zu informieren und sie vertraut zu machen mit dem Thema Warnung der Bevölkerung. mehr Info Zudem ist die Bevölkerung aufgefordert, sich bei einem Alarm über die Medien zu informieren und sich in Sicherheit zu bringen. Als Warnmittel mit Weckeffekt sind Sirenen nach wie vor wichtig. 20 Sirenen sind derzeit im Stadtgebiet einsatzbereit, insgesamt 26 sollen es werden. Sie weisen mit einem auf- und abschwellenden Heulton auf eine Gefahr hin. Weitere Informationen zur Gefahr sollten sich Betroffene über andere Kanäle beschaffen, also Warn-Apps oder lokale Radiosender. Mit einem einminütigen Dauerton geben Sirenen Entwarnung. Ein weiteres Signal ist ein einminütigen Dauerton mit zweimaliger Unterbrechung. Dies ist aber keine Warnung für die Bevölkerung. Mit diesem Signal werden Feuerwehrleute zum Einsatz gerufen. Beim Warntag wird zudem „Cell Broadcast“ zum ersten Mal getestet. Cell Broadcast ist eine Warnnachricht, die direkt aufs Handy geschickt wird – über einen eigenen Kanal. Mit keinem anderen Warnmittel können mehr Menschen erreicht werden. Bei Warnmeldungen über Cell Broadcast handelt es sich ausschließlich um Textnachrichten. Bilder oder Karten werden nicht übertragen. Der Vorteil hierbei ist, dass alle in einem Gebiet befindlichen Personen, die ein dafür eingerichtetes, empfangsbereites Mobilfunkendgerät bei sich führen, als Empfängerin und Empfänger einer Warnmeldung anonym erreicht werden können. Allerdings können nicht alle älteren Handys diese Nachricht empfangen. Die Geräte sollten alle aktuellen Updates haben und nicht im Flugmodus sein. Ausgeschaltete Handys bekommen die Warnung nicht. mehr Info Ziel ist es, dass die Warnung möglichst viele Menschen erreicht. Wer Rückmeldung geben möchte, ob er die Warnung bekommen hat, kann dies unter www.warntag-umfrage.de tun.

Bach-Interpret: Martin Stadtfeld in Wanne-Eickel

Lob der neuen Heimat

Pianist Martin Stadtfeld.

Was verschlägt einen 1980 in Koblenz geborenen, im 600-Seelen-Dorf Gackenbach im Westerwald aufgewachsenen und in Frankfurt am Main ausgebildeten Weltklasse-Pianisten mitten ins Herz des Ruhrgebietes, nach Wanne-Eickel? Diese und andere Fragen beantwortete Martin Stadtfeld nun beim freitäglichen Redaktionsfrühstück (2.12.2022) des halloherne-Teams mit entwaffnender Offenheit. Seine künstlerische Laufbahn, die ihn in den ersten Monaten des Jahres 2023 etwa in den Herkulessaal der Münchner Residenz und in die atmosphärische Bremer Glocke führt, im Februar aber auch zum Hemsing-Festival nach Norwegen, bevor er im Mai 2023 eine weitere Japan-Tournee unternimmt, begann mit einem von seinen Eltern beim Räumungsverkauf erstandenen Klavier. Schon für den Siebenjährigen stand danach sein Berufswunsch fest: Konzertpianist. Fleißig erkundete er die Regeln und Geheimnisse von Kontrapunkt und Harmonielehre vor allem am Werk seines Leitsterns Johann Sebastian Bach. Der erste große Glücksfall lässt nicht lange auf sich warten: noch als Gymnasiast wird der 14-Jährige als „Jungstudent“ an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt/Main aufgenommen und kommt in die Klasse des russisch-amerikanischen Professors Lev Natochenny. Von da an gings steil bergauf mit Martin Stadtfeld: 1997 Sieger beim Rubinstein-Wettbewerb in Paris, 2001 Preisträger des Busoni-Wettbewerbs in Bozen und im Jahr darauf ein von ihm auch heute noch als Sensation empfundener Sieg beim Leipziger Bach-Wettbewerb, der zum Ausgangspunkt einer Karriere wurde, die Martin Stadtfeld heute zu den wichtigsten Festivals und den bedeutenden Konzerthäusern und Orchestern in der ganzen Welt führt. „Musik wirkt sehr unmittelbar auf uns Menschen. Einfache Harmonien können in jedem von uns etwas auslösen. Daher steht Musik für Menschlichkeit, für universelle Gefühle wie Trost, Hoffnung – und auch eine ständige Auseinandersetzung mit uns selbst“ sagt der 42-Jährige, dessen Credo lautet: „Aus dem Alten schöpfen und Neues daraus schaffen.“ Martin Stadtfeld fühlt sich neben der Musik Bachs vor allem den Sonaten Beethovens und der deutschen Romantik verpflichtet, sein Repertoire an Klavierkonzerten reicht freilich von Mozart bis Rachmaninoff. Als zweiten – beruflichen - Glücksfall empfindet er die nunmehr zwanzigjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Michael Brüggemann, dem Deutschland-Chef von Sony Classical. Gleich die erste Aufnahme, Johann Sebastian Bachs „Goldberg-Variationen“, landeten 2003 auf dem ersten Platz der deutschen Klassik-Charts. Seither sind 25 CDs bei Sony Classical erschienen, preisgekrönt und von der internationalen Kritik gefeiert. Was sich auch darin ausdrückt, dass Martin Stadtfeld vierfacher Träger des „Echo Klassik“ ist, von 1994 bis 2017 einer der bedeutendsten Musikpreise der Welt. Die jüngste CD ist während des zweiten Corona-Lockdown-Jahres entstanden, als die meisten Konzerte abgesagt wurden: deutsche Volkslieder von „Der Mond ist aufgegangen“ und „Es klappert die Mühle“ über „Der Mai ist gekommen“ bis hin zu „Schlafe, mein Prinzchen“. Ein ungewöhnliches Projekt für einen Konzertpianisten, den die Zeitlosigkeit der Lieder berühren: „Volkslieder scheinen einer Art Ur-Ton der menschlichen Seele zu entsprechen.“ Dreißig seiner Lieblingslieder – und die seines Sohnes – hat er für Klavier eingerichtet und bei Sony Classical eingespielt. Apropos Familie. Sie ist der Grund, warum Martin Stadtfeld vor nunmehr 15 Jahren nach Wanne-Eickel zog. Und damit in eine aus seiner Sicht hochspannende Region, die er heute als seine Heimat empfindet: „Hier ist ein direkter Menschenschlag, der lebt und leben lässt, der Offenheit und Integrationsfähigkeit seit Generationen vorlebt.“ Mit der Klavierfassung des berühmten „Steigerlieds“ erweist Stadtfeld auf seiner aktuellen CD seiner Wahlheimat Ruhrgebiet Reverenz. In der er freilich eher selten live zu erleben ist, zuletzt vor drei Wochen im Konzerthaus Dortmund. Beim Klavierfestival Ruhr 2023 wird er aber wieder in unserer Region auftreten.

Urkunde, Ehrenamtsnadel und Blumen

Oberbürgermeister ehrt 17 Ehrenamtliche

Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda (vorne, Mitte) mit den 14 Ehrenamtlern, die Anfang Dezember 2022 für ihr Engagement die Ehrenamtsnadel überreicht bekamen.

14 Männer und drei Frauen sind im Herner Rathaus für ihre ehrenamtliche Arbeit geehrt worden. Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda hat ihnen die Ehrenamtsnadel für ihr Engagement überreicht. Die Feier fand am Tag des Ehrenamtes am Montag (5.12.2022) im Ratssaal statt. „Heute ehren wir Herner Bürger, die ganz verschiedene ehrenamtliche Tätigkeiten ausüben, aber eins gemeinsam haben: Sie alle unterstützen Menschen in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen und bereichern das Zusammenleben und den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Dafür möchten wir heute ganz feierlich danke sagen, denn ihr bürgerschaftliches Engagement ist in besonderem Maße vorbildlich“, sagte Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda in seiner Rede. Die Menschen, die für ihren Einsatz geehrt wurden, stehen für viele weitere, die sich ebenfalls für eine gute Sache einsetzen. In Herne üben rund 40.000 Bürger ein Ehrenamt aus. Die Ehrenamtlern bekamen je eine Urkunde, eine Ehrenamtsnadel und einen Strauß Blumen vom Oberbürgermeister überreicht. Anschließend haben sie sich ins Ehrenbuch der Stadt Herne eingetragen. Die musikalische Begleitung kam von Timo Maiwald.

Basteln sowie singen mit Graf Hotte und eine Tombola

Sonnenschule lädt zum Winterfest

Winterfest der Sonnenschule.

Nach der Corona-bedingten Pause findet in diesem Jahr wieder das Winterfest an der Sonnenschule in Holsterhausen statt. Dazu wollen sich alle Klassen und die OGS der Grundschule am Freitag, 9. Dezember 2022, in der Zeit von 15 bis 18 Uhr, am Gelingen des Festes beteiligen. Los geht es um 15 Uhr in der schuleigenen Turnhalle. Dort führen Kinder der Theater-AG ein kleines Stück – passend zur Vorweihnachtszeit – auf. Anschließend öffnen sich die einzelnen Klassenräume und bieten für alle Kinder ein Bastelangebot. So können zum Beispiel Gläser für Kerzen bunt verziert oder auch eigene Christbaumkugeln gestaltet werden. Oder: Wer mag, der kann Tannenbäume aus Pappe ausschneiden und diese mit den unterschiedlichsten Materialien dekorieren. Die Offene Ganztagsschule (OGS), geleitet vom Caritasverband Herne, bietet auch zu diesem Winterfest eine Tombola an. Für einen Euro pro Los stehen die Chancen gut, einen der vielen Preise zu gewinnen. Dazu sind Mitarbeiterinnen der OGS während des Festes in der Schule unterwegs und bieten die Lose an. Es wird versichert: Jedes Los gewinnt. Der Erlös der Tombola kommt den Kindern der OGS zugute. Allen Besuchern sei gesagt: Essen Sie nicht zu Hause, denn die Verantwortlichen werden etwas vorbereiten. Da wird es Kaffee, Kuchen und Hot Dogs geben und wer mag, der kann sich auch am Glühwein oder Kakao laben. Ab 17 Uhr wird zudem Horst Schröder, vielen eher bekannt als Graf Hotte, auf dem Gelände erwartet. Er wird gegen 17:40 Uhr alle Kinder und Gäste zum Singen weihnachtlicher Lieder anstiften. Der schuleigene Förderverein der Sonnenschule setzt sich seit Jahren unter dem Motto Gemeinsam für unsere Kinder für die Schüler ein, um dort weiterzuhelfen, wo staatliche Mittel nicht mehr ausreichend sind. Darum geht auch der Erlös des Winterfestes – ähnlich wie der des Sponsorenlaufs – in die Kasse, aus der das Zirkusprojekt des nächsten Jahres finanziert wird. Mike Alexi, der Vorsitzende des Fördervereins: „Für die Finanzierung brauchen wir jeden Cent. Leider bekamen wir nun einen negativen Bescheid der Herner Sparkasse. Hier hatten wir einen Förderantrag über 4.000 Euro gestellt, der abgelehnt wurde."

Ehrenamtliche Aktion unterstützt bereits im dritten Jahr

Weihnachtsbäume und mehr für Bedürftige

Weihnachtsbäume für Bedürftige: Ein Team aus privaten Initiatoren hat diese Idee entwickelt. Nun geht die Aktion ins dritte Jahr (Symbolbild).

Jede Herner Familie braucht einen Weihnachtsbaum: Mit diesem Motto starteten Fabian Schellberg und zwei Freunde von ihm 2020 eine ehrenamtliche Aktion. 20 Bäume wurden so aus privaten Mitteln an Bedürftige verteilt – mittlerweile ist die Aktion deutlich größer geworden. „Im Jahr 2021 waren wir bereits bei rund 300 Anfragen und 23 Helfern angekommen, letztendlich konnten wir 60 Familien beliefern. Nun werden wir einen neuen Rekord aufstellen“, kündigt Schellberg im Gespräch mit halloherne an. Die Aktion geht nun in ihr drittes Jahr. „Wir haben bis jetzt über 700 Anfragen, dabei kommen diese bereits seit dem vergangenen Jahr nicht mehr nur aus Herne, sondern aus dem ganzen Ruhrgebiet - viele sind aus Gelsenkirchen dabei. So ist aus einer ganz kleinen Idee etwas ganz Großes geworden“, freut sich der Initiator. Vierstellig dürften die Anfragen wohl werden. „Corona, Krieg, Inflation - in der aktuellen Situation werden die Mails aus den unterschiedlichsten Gründen mehr“, sagt Schellberg. Das Ganze läuft so: Wer noch keinen Weihnachtsbaum zu Hause hat und sich keinen leisten kann, schreibt bis Sonntag, 11. Dezember 2022, eine Mail an herner.weihnachtswunder@web.de. Darin müssen der Name, die Anschrift und eine Telefonnummer enthalten sein. Wichtig: Jeder, der einen Baum erhalten möchte, sollte einige Sätze zur eigenen Situation schreiben, warum er oder sie bedürftig ist oder möglicherweise welche Schicksalsschläge erlebt wurden. Anspruch auf eine Lieferung besteht nicht, das Team der Initiatoren liest sich jede „Bewerbung“ sorgfältig durch, überprüft diese in Einzelfällen und fällt dann eine Entscheidung – falsche Angaben werden aussortiert, damit diejenigen davon profitieren, die es wirklich brauchen. Wichtig ist außerdem: Nicht nur Familien dürfen sich bewerben, auch Alleinerziehende und genauso Senioren, deren Rente knapp bemessen ist, können sich gerne melden. Schellberg erläutert weitere Eckpunkte: „Es geht nicht mehr nur um die Weihnachtsbäume, die uns vom 'Hof Große-Lahr' zur Verfügung gestellt werden. Seit 2021 haben auch verschiedene Unternehmen mitgemacht und Gutscheine, Tickets und Geschenke verteilt.“ So seien beispielsweise die Filmwelt, das Wananas, der Bottroper MoviePark, verschiedene Restaurants und auch Supermärkte mit im Spenderboot vereint. Die Herner Autovermietung „Trans-Cars“ stellt ihre Transporter kostenlos zur Verfügung. Geldspenden von Privatleuten werden dann unter anderem für die Spritkosten genutzt. „Mittlerweile ist es so groß geworden, dass uns noch Helfer fehlen. Diese können sich auch gerne unter der angegebenen Mailadresse bei uns melden“, erläutert Schellberg. Das Gleiche gilt für Unternehmen, die das Projekt noch unterstützen möchten. Nach der Deadline werden dann zügig die Weihnachtsbäume sowie die Geschenke ausgeliefert, damit mehr Personen als sonst ein schöneres Weihnachtsfest haben.

KARTENVERLOSUNG für das Trio Spielraum

'Berliner Tage - Broadway Nights'

Das Trio Spielraum tritt in den Flottmann-Hallen auf: v.l. Michael Kotzian, Silvia Droste und Stefan Werni.

Dreigroschenoper, Mackie Messer, Bertolt Brecht, Broadway, Musical Begriffe, die man sofort mit dem Namen Kurt Weill verbindet. Nach der erfolgreichen Präsentation des Konzertformats zur Musik von George Gershwin wollten Michael Kotzian und Stefan Werni Musik und Leben des Komponisten Kurt Weill am Freitag, 9. Dezember 2022, ab 20 Uhr, auf die Bühne der Flottmann-Hallen bringen. Dazu haben die Flottmann-Hallen uns 5 x 2 Freikarten zur Verfügung gestellt, die wir an dieser Stelle verlosen. Wer an der Verlosung teilnehmen möchte, der schreibt bis Freitag, 9. Dezember 2022, 8 Uhr, eine E-Mail mit seinem Namen und Adresse an gewinnen@halloherne.de. Die von unserer Glücksfee aus dem Einsendungspool gezogenen Gewinner werden von uns per E-Mail benachrichtigt und dürfen ihre Freikarten am Abend ab 19 Uhr an der Flottmann-Kasse abholen. Nicht nur den amerikanischen Kurt Weill von Musicalsongs wie Speak Low, My Ship oder September Song, sondern auch den Berliner Kurt Weill aus der Dreigroschenoper, aus Mahagonny und Happy End. Nur musste es wegen der Texte diesmal eine deutschsprachige Sängerin sein. Für dieses neue Projekt konnten sie die international renommierte Jazzsängerin Silvia Droste gewinnen. So entstand das Trio Spielraum und das neue Konzertformat „Berliner Tage Broadway Nights: Musik und Leben von Kurt Weill“. In diesem Konzertformat sollten nicht nur Songs wie Mackie Messer, Alabama Song, Surabaya Johnny oder Seeräuber Jenny für das Trio mit Jazzmusikern besetzt einen Platz haben, sondern auch das bewegte Leben von Kurt Weill vorgestellt werden. Silvia Droste führt dabei durch Kurt Weills Leben, in dem sich Berlin in den 1930er und New York in den 1940er Jahre spiegeln. Weill musste als jüdischer Komponist nach 1933 aus Berlin emigrieren und kam über Frankreich nach New York, wo er ein sehr erfolgreicher Komponist am Broadway wurde. Früh mit 51 Jahren verstarb er an den Folgen eines Herzinfarktes. Das Konzert ist für Freitag, 9. Dezember 2022, 20 Uhr in den Flottmann-Hallen vorgesehen. Karten im VVK 10 Euro zzgl. Gebühren, Abendkasse 15 Euro (ermäßigt 10 Euro). Eintrittskarten sind in allen bekannten Vorverkaufsstellen mit Anbindung an ProTicket erhältlich.

Nikolaus ohne Kopfbedeckung?

Die Mütze ist futsch

Der Kunstkater 'Simba' mit der Kopfbedeckung vom Nikolaus.

Ohje, ohje! Wir haben den 6. Dezember – und somit ist der Nikolaustag da. Nikolaus, der gute Mann, hat ordentlich zu tun. All die leeren Stiefel und Strümpfe, die die Kinder vor die Tür stellten, sie wollen befüllt werden. Allerdings hat der rundliche, ältere Herr ein Problem: Der Vater unserer Cool Cats, Jörg Lippmeyer, hat einen kleinen und äußerst vorwitzigen Kater: Simba. Und was sollen wir sagen? Simba hat dem rotgewandeten Mann die Kopfbedeckung geklaut. Ein Nikolaus ohne Mütze? Das geht doch gar nicht! Nun drücken wir in der halloherne-Redaktion ganz fest die Daumen, dass der Nikolaus schnell einen (Mützen-)Ersatz findet, damit er allen braven Erdenkindern ihre kleinen oder auch größeren Geschenke bringen kann. Denn: Wer artig war, hat am 6. Dezember mindestens eine süße Überraschung im Stiefel.

Bühne verwandelt sich ins Klassenzimmer

Schnick-Schnack lädt zum Wintercircus

"Eine Frage des Systems" heißt das Stück des diesjährigen Wintercircus des Circus Schnick-Schnack.

Endlich ist es wieder so weit: Der Circus Schnick-Schnack lädt von Freitag bis Sonntag, 9. bis 11. Dezember 2022, zum Wintercircus in die Zeltstadt an der Eschstraße 75. Dieses Mal dreht sich alles ums Thema Schule. Unter dem Motto Eine Frage des Systems setzen sich die 22 Artisten künstlerisch-kritisch mit dem Schulsystem auseinander. halloherne war bei der Generalprobe am Sonntag (4.12.2022) dabei und konnte selbst einen ersten Blick auf's Programm werfen. Außerdem waren zahlreiche Kinder aus den umliegenden Jugendeinrichtungen vor Ort, um das Circus-Spektakel mitzuerleben. „Bei uns haben junge Menschen die Möglichkeit, sich in einem professionellen Umfeld zu entwickeln und ihr Können weiter zu festigen. Es ist uns wichtig, ihnen Wertschätzung entgegenzubringen", so Christopher Deutsch, künstlerischer Leiter des Circus Schnick-Schnacks. So waren nun erstmals alle 22 Artisten die ganze Show über auf der Bühne. „Dass sie die ganze Zeit hindurch auf der Bühne aktiv sind, ist für unsere Artistinnen und Artisten etwas komplett Neues. Dementsprechend nervös waren sie zunächst bei unseren Proben. Aber wir sind wirklich stolz, wie toll sie sich entwickelt haben", sagt Christopher Deutsch. Geprobt wurde über ein halbes Jahr mindestens einmal in der Woche. Und was die Circus-Familie in diesem Jahr auf die Beine gestellt hat - das sei bereits verraten - kann sich sehen lassen. Neben Luft- und Bodenakrobatik, Tanz, Springseildarbietungen oder einer Feuershow, ziehen auch die Lichtgestaltung und hämmernden Beats die Zuschauer in ihren Bann. Dies wurde schon bei der Generalprobe deutlich. Wohin man schaute, blickte man in strahlende Kinderaugen. Die kleinen und großen Besucher zitterten und freuten sich mit den Artisten. Immer wieder wurde die Circus-Familie mit Zwischenapplaus belohnt. Bei den verschiedenen Einlagen höre man vielfach ein Raunen sowie 'Ah'- und 'Oh'-Rufe im Publikum. Wer sich selbst in die bunte Circus-Welt entführen lassen möchte: Hier geht es zum Kartenvorverkauf und Infos zum Hygienekonzept. Die Eintrittspreise liegen je nach Platz zwischen 8 und 12 Euro. Außerdem verlost halloherne nun 10 x 3 Karten für die Vorstellung am Samstag, 10. Dezember 2022, um 19 Uhr. Wer zu den glücklichen Gewinnern gehören möchte, der schreibt bitte bis Mittwoch, 7. Dezember 2022, 12 Uhr, eine Mail mit dem Stichwort „Frage des Systems“ an gewinnen@halloherne.de. Die Gewinner können die Karten am Abend gegen Vorlage ihres Personalausweises an der Circus-Kasse abholen. Darum unbedingt auch den Namen in der E-Mail nicht vergessen. halloherne wünscht allen Teilnehmenden viel Glück. Ferner habe sich die Firma IFÜREL zur Unterstützung des Circus eine Aktion überlegt. Die Firma biete einen Adventskalender, bei dem sich hinter jedem der 24-Türchen eine Überraschung befinde. Als Teil der vorweihnachtlichen Aktion „Teilen für den guten Zweck“ wirft IFÜREL in diesem Jahr nun jedes Mal, wenn dieser Adventskalender geteilt wurde, einen Euro in die Spendenkasse des Herner Circus-Schnick-Schnack. Mehr Informationen gibt es auf der Homepage des Circus.

'Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist'

14 „Sprach-Kitas“ zertifiziert

Kinder der Kita Wilhelmstraße.

Seit 2016 beteiligt sich die Stadt Herne am Programm des Bundesfamilienministeriums „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“. In Herne gibt es 21 sogenannte „Sprach- Kitas“ unterschiedlicher Träger, die die Sprachbildung der Kinder gezielt fördern. Am Freitag (25.11.2022) wurden 14 Herner „Sprach-Kitas“ im Stadtteilzentrum Pluto zertifiziert. „Das, was Sie machen, ist mit das Wichtigste, was wir den Kindern beibringen können“, richtete sich Bildungsdezernent Andreas Merkendorf an die Fachkräfte, bei denen er sich über die geleistete Arbeit bedankte. Stephanie Jordan, Leiterin des städtischen Fachbereichs Kinder-Jugend-Familie, sagte in ihrem Grußwort: „Wir wissen, dass die Kitas einen enormen Einfluss auf die Biografien der Kleinen haben. Sprachförderung ist und bleibt da essentiell.“ Welchen Erfolg Sprachbildung haben kann, zeigten zwölf Kinder der Kita Wilhelmstraße. Sie sangen und tanzten während der Zertifizierungsveranstaltung. In den Sprach-Kitas arbeiten zusätzliche Fachkräfte. Diese begleiten und unterstützen die pädagogischen Fachkräfte in der Kita bei der Weiterentwicklung der pädagogischen Arbeit in den Handlungsfeldern des Bundesprogramms. Eine Fachberaterin, Christine Milk, zuvor Anke Schmidt, betreut neun städtische und fünf Einrichtungen anderer Träger (Plan B, Lebenshilfe und katholische Kirche). Die übrigen sieben Einrichtungen sind in anderen Verbünden organisiert. Für das Bundesprogramm wurden Einrichtungen ausgewählt, die einen überdurchschnittlich hohen Anteil von Kindern mit sprachlichem Förderbedarf haben. Christine Milk und Anke Schmidt zogen vor der Zertifikatsübergabe eine positive Bilanz des Programms. Sie erinnerten an die Anfänge und an die Erfolge, die seit 2016 gefeiert werden können. „Ich bin sehr froh und stolz auf die hohe Qualität des Projekts in Herne“, betonte Christine Milk. Die Kita Am Weustenbusch, Kita Drögenkamp, Kita Florastraße, Kita Hofstraße, Kita Horsthauser Straße, Kita Langforthstraße, Kita Unser Fritz, Kita Wilhelmstraße, Kita Lerchenweg, Kita Europagarten, Kita Regenbogenland, Kita St. Laurentius, Kinderwelt Herne-Mitte und Kinderwelt Herne-Eickel. Stellvertretend für die Kindertagesstätten haben die jeweiligen Sprachfachkräfte und die Leitungen die Zertifikate entgegengenommen. mehr Infos zum Bundesprogramm „Sprach-Kitas“

Viertbeliebtester Weihnachtsmarkt laut Ranking

Großer Andrang beim Weihnachtszauber

Bunt, blinkend und voll: Der Cranger Weihnachtszauber 2022.

Zum Start ins dritte Wochenende pilgerten wieder zahlreiche Besucher zum Cranger Weihnachtszauber. Neben den zahlreichen Fahrgeschäften bieten ebenso die vielen unterschiedlichsten Stände Zeit für ein geselliges Miteinander, was die Besucher auch ausnutzen. So ist auch die Funkelgasse mit ihren Händlern, die ausgesuchte Weihnachtsgeschenke präsentieren, ein beliebter Publikumsmagnet. Bei den kleinen Besuchern lassen bekannte Figuren wie zum Beispiel Elsa und Anna aus „Die Eiskönigin“, der Grinch oder auch der Weihnachtsmann die Herzen höherschlagen. Viele Familien nutzen dazu an den unterschiedlichsten Fotopoints die Gelegenheit, um sich mit ihren Helden kostenfrei fotografieren zu lassen. halloherne sprach mit dem Pressesprecher des Cranger Weihnachtszaubers, Alex Talash, über die zurückliegenden ersten zwei Wochen. „Wir sind zufrieden über den erfolgreichen Start. Bis jetzt hatten wir schon über 10.000 Besucher." Weiterhin führt er aus: „Die Leute kommen nicht nur aus den umliegenden Städten zu uns, sie kommen aus ganz NRW und sogar aus Holland zum Cranger Weihnachtszauber. Wir sehen, dass unser Konzept sowie das Gesamt-Angebot richtig ist und die Menschen zu uns kommen wollen. Das freut uns natürlich sehr." Außerdem sei auch die Kulisse des Cranger Weihnachtszaubers ein beliebtes Fotomotiv für die Besucher. Dies bestätige auch ein Ranking des Versandhändlers PosterXXL. Demnach gehöre der Cranger Weihnachtszauber zu den viertbeliebtesten Weihnachtsmärkten in Deutschland. Dazu habe PosterXXL analysiert, welche Weihnachtsmärkte wie oft mit Fotos auf Instagram vertreten sind. So stehe der Cranger Weihnachtszauber mit 5.665 Beiträgen auf Platz 4 der beliebtesten Weihnachtsmärkte Deutschlands. Den ersten Platz belege nach Angaben von PosterXXL der Striezelmarkt in Dresden. Er sei mit über 20.000 Instagram-Beiträgen der beliebteste Markt Deutschlands bei den Besuchern. Unser hallloherne-Fotograf war am Freitag (2.12.2022) vor Ort und hat Eindrücke von der weihnachtlichen Atmosphäre eingefangen. Wer sich selbst ein Bild vom weihnachtlichen Spektakel machen möchte, kann dies noch bis Freitag, 30. Dezember 2022, tun. Der Zauber ist von montags bis freitags in der Zeit von 14 bis 21:45 Uhr geöffnet, samstags und sonntags von 12 bis 21:45 Uhr geöffnet. Hier geht es zum Lageplan im pdf-Format und hier geht es zum Programm bis Silvester

Auszeichnung ist nun in Herne

Total-E-Quality-Prädikat

Freuen sich über das Zertifikat: (v.l.) Sabine Schirmer-Klug, OB Dr. Frank Dudda und Cordelia Neige.

Nach 2019 hat die Stadt Herne in diesem Jahr das Total-E-Quality Prädikat zum zweiten Mal erhalten. Nun haben Sabine Schirmer-Klug und Cordelia Neige vom städtischen Büro für Gleichstellung und Vielfalt die Urkunde in Erfurt entgegengenommen. Total E-Quality-Management ist ein Organisations‐ und Personalmanagement-Instrument, das sich an Geschlechter‐ und Diversitätsgerechtigkeit orientiert. Das Total-E-Quality‐Prädikat würdigt Unternehmen und Organisationen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung für ihr Engagement bei der Verankerung und beim Ausbau von Chancengleichheit und Vielfalt im Unternehmen. Grundsätzliche Haltungen, Strategien, Maßnahmen und deren Monitoring werden in der Bewerbung dokumentiert. Eine unabhängige Jury prüft die Bewerbungsunterlagen im Auftrag des Vereins und entscheidet über die Vergabe. Kriterium ist, dass die Organisationen einen Konsens erzielen zwischen wirtschaftlichen Belangen einerseits und Strategien zur Umsetzung von Chancengleichheit im Interesse der Mitarbeitenden andererseits. Dabei werden die unterschiedlichen Ausgangssituationen und Gegebenheiten der Bewerber*innen durch die Jury berücksichtigt. Das Prädikat wird jeweils für drei Jahre verliehen. Die Preisträger erhalten eine Urkunde und können das Total-E-Quality‐Logo in allen Innen‐ und Außenbeziehungen zur Präsentation und Imagepflege verwenden. Ein Teil der Jurybegründung 2022 für die Stadt Herne lautete: „Die Stadt Herne hat Chancengleichheit sehr gut strukturell wie strategisch in Planungs- und Steuerungselementen zur Organisationsentwicklung verankert. Das gesellschaftspolitische Bekenntnis zu Chancengleichheit ist klar sichtbar. Die Stadt Herne strebt eine Unternehmenskultur an, die auf Wertschätzung basiert. In einem Arbeitsumfeld, das von gegenseitigem Respekt geprägt ist und die Gleichbehandlung aller Beschäftigten sicherstellt, wird die Motivation der Mitarbeitenden, sich engagiert und kompetent für die Aufgaben und ihre Arbeitgeberin einzusetzen, erhöht.“ Weitere Informationen gibt es online.

Gedenken zum Welt-Aids-Tag im Café 22

HIV ins Bewusstsein bringen

Der diesjährige Weltaidstag fand im Café 22 statt.

„Wir wollen heute ein Zeichen des Miteinanders und der Solidarität mit Betroffenen setzen", so Hernes 1. Bürgermeister Kai Gera bei der Gedenkveranstaltung zum Welt-Aids-Tag am Donnerstag (1.12.2022) im Café 22 (halloherne berichtete). „HIV ist mittlerweile gut behandelbar. Die Betroffenen können und wollen normal leben. Doch Stigmatisierung und Vorurteile machen ihnen das Leben stellenweise weiterhin unnötig schwer." Jedoch machte er ebenfalls deutlich: „Aber immer noch haben weltweit nicht alle Menschen Zugang zu den überlebenswichtigen Medikamenten. Dies ist etwas, was sich dringend ändern muss." Zahlreiche Menschen fanden an diesem Tag den Weg ins Café 22. So wurde den Besuchern auch einiges geboten. Neben leckerem Essen und Getränken, gab es unter anderem ein Spendenrad und Musik von Rondoprinz, der mit einem Mix aus Rock, Pop und Alternativ das Publikum unterhielt. Sein neues Album 'Die Dramatik der Vergeblichkeit' erscheint am Samstag, 28. Januar 2023. Kristin Pfotenhauer, Vorsitzende der AIDS-Hilfe Herne, zeigte sich erfreut über die Vielzahl an Teilnehmern: „Wir sind überwältigt, dass so viele Menschen gekommen sind und wir so gemeinsam ein Zeichen für die Betroffenen setzen können. Wir sind dankbar für alle Kooperationspartner und denken darüber nach, diese Veranstaltung in ähnlicher Form wieder zu machen." Ebenso wurde dieser Tag zur Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit genutzt. „Es ist wichtig, dass das Thema Aids wieder mehr ins Bewusstsein der Menschen gebracht wird. Es muss wieder mehr Aufklärungsarbeit stattfinden, da man das Gefühl hat, dass diese Thematik in den Hintergrund gerückt ist", so Julia Steinbach vom Vorstand der AIDS-Hilfe Herne. Vor dem Café gab es einen Covid-19-Impfbus und einen Trödelmarkt für Winterbekleidung. „Es ist toll, dass wir an diesem Tag die Möglichkeit bekommen, bedürftige Menschen unterstützen zu können. Wir bieten den Menschen von Winterjacken bis Mützen alles, was sie für die kalten Tage brauchen", so Sylwia von der Initiative 'Du bist nicht allein'. Auch Fabian Rybak, der als Streetworker am Buschmannshof tätig ist, war beim Weltaidstag zugegen. „Die Präventionsarbeit ist in der Öffentlichkeit in den Hintergrund gerückt und die Themen Aids sowie HIV sind fast nur am Weltaidstag präsent, dabei betrifft Aids so viele Menschen. Es ist wichtig, dass sich betroffene Menschen angenommen fühlen und wissen, dass auch sie Unterstützung erfahren", so der Streetworker. Die AIDS-Hilfe Herne zog insgesamt ein positives Resümee der Veranstaltung. „Die vergangenen zwei Jahre lang sind die Themen HIV und Aids durch die COVID-19-Pandemie in den Hintergrund gerückt und die öffentlichen Veranstaltungen mit persönlichem Kontakt zum Welt-Aids-Tag waren nicht möglich. Doch nun sind wir mehr als dankbar, dass diese Veranstaltung heute und hier im Café 22 stattfinden konnte", so Kristin Pfotenhauer abschließend. Gleichzeitig konnte sich die AIDS-Hilfe Herne über neue Mitgliedsanträge freuen, die durch die Veranstaltung an Interessierte vermittelt werden konnten. Weitere Informationen über die AIDS-Hilfe Herne mit Sitz an der Hauptstraße 94, gibt es unter Tel 02325 60990 oder per Mail sowie über den Instagram-Account.

Friedhelm Wessel präsentiert alte Bilder und Anekdoten

Neues Buch: Schalke 04 in den 70er-Jahren

Sieger in blau: Die A-Jugend von Schalke 04 siegt 1976 im Stadion am Schloss Strünkede in Herne im Finale um die Deutsche Meisterschaft gegen Rot-Weiss Essen.

So mancher Fan von Schalke 04 genießt möglicherweise momentan die Bundesliga-freie Zeit - auch wenn er sich nicht für die Fußball-WM in Katar interessiert. Denn in der Liga läuft es nach dem Aufstieg im Sommer 2022 für die Knappen bekanntlich schlecht. Nur zwei Siege und insgesamt neun Punkte sammelten die Königsblauen in den bisherigen 15 Spielen. Doch auch wenn es aktuell sportlich nicht so läuft und bisher keine Deutsche Meisterschaft errungen werden konnte - 2001 war man sehr nah dran - gab es in der langen Geschichte bessere Zeiten. Darunter fällt unter anderem das Jahrzehnt der 70er. Auch wenn hier vor allem die Teams von Borussia Mönchengladbach und vom FC Bayern dominierten, hielt Schalke hier bis auf vereinzelte Ausreißer gut mit. In dieses Jahrzehnt fällt auch die Tätigkeit von Friedhelm Wessel bei den Ruhr Nachrichten. Von 1973 bis 1976 war der Herner zunächst nur Fotograf, anschließend auch Redakteur. Der fußballinteressierte Rentner, der im Ruhestand zum Autor geworden ist, hat nun ein neues Buch herausgebracht. Im Werk „Schalke 04 in den 70er-Jahren - Ein königsblaues Jahrzehnt in Bildern“, welches im Sutton Verlag erschienen ist, sind auf 128 Seiten über 160 Fotos sowie mehrere Geschichten und Anekdoten veröffentlicht. „Das ist bereits mein sechstes Fußballbuch und das 40. insgesamt. Bei den Fotos habe ich mich aber nicht nur auf Spielszenen beschränkt, es werden auch Begegnungen außerhalb des Stadions, Ehrungen, das Training und die Spieler auf der Ersatzbank gezeigt“, erzählt Friedhelm Wessel im Gespräch mit halloherne. „Vor allem ist nicht nur der legendäre Klaus Fischer zu sehen. Ich habe versucht, von allen Spielern, die zu meiner Fotografen- und Reporterzeit aktiv waren, ein paar Bilder zu finden.“ In den verschiedenen Geschichten werden Dinge erzählt, die bisher kaum bekannt sind. „Vier Fans, die damals regelmäßig dabei waren, beschreiben ihre Erlebnisse. Dazu kommen zwei ehemalige Spieler zu Wort“, erläutert Wessel. Der eine ist Roland Kosien, der einst sein Bundesligadebüt für Schalke gab und nach nur zwei Einsätzen zunächst zu Westfalia Herne wechselte und später beim DSC Wanne-Eickel mit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga seine wohl stärkste Zeit erlebte. Der andere ist Rudi Schonhoff, der die Möglichkeit hatte, Profi zu werden, sich aber dagegen entschied und lieber Immobilienkaufmann wurde. „Außerdem gibt es eine Geschichte über Torwart Norbert Nigbur, der sogar Nationalspieler wurde. Er wurde mal bei einem Spiel im Bochumer Ruhrstadion auf der Toilette eingeschlossen. Bis das jemand merkte, fehlte er minutenlang“, erinnert sich der Autor. Auch Klaus Fischer, der für seine Fallrückzieher bekannt war, ist mit Text im Buch vertreten: Er hat das Vorwort geschrieben. „Ich habe ein großes Archiv von damals mit vielen Negativen und habe dem Verlag mal die Idee vorgeschlagen. Auch wenn es derzeit bei den Schalkern nicht so läuft, gab es das Ok für das Buch - es werden ja die guten alten Zeiten erzählt“, freut sich Wessel. Er selbst bezeichnet sich als Fußballfan der Ruhrgebietsvereine - nicht im Speziellen nur von Schalke, dem BVB oder sonstigen Teams. „Wenn sie gewinnen, freue ich mich.“ Mitte 2021 hatte Friedhelm Wessel ein Buch über den talentierten Siegfried „Siggi“ Grams veröffentlicht, der ebenfalls bei Schalke 04 1966 sein Debüt in der Bundesliga gab. Allerdings sollte es sein einziges Spiel in der obersten Liga bleiben (halloherne berichtete). Das neue Buch - es wird sehr wahrscheinlich nicht das letzte von Wessel bleiben - ist im Buchhandel sowie im Internet erhältlich und kostet 22,99 Euro. ISBN: 978 396303327 8.

Mittelalter Adventsmarkt im Schloss und Park

Leuchtende Sterne für Herne

Der Mittelalterliche Adventsmarkt am Schloss Strünkede kehrt zurück.

Schmiedefeuer, Fackelschein, Glühweinduft, Harfenklänge, Livemusik, Feuerspucker, Handkurbel-Karussell, Mandel- und Lebkuchenduft, Handwerk- und Handelsstände und über all dem leuchten mehr als zwei Dutzend Sterne, die den Park zu Strünkede in ein sanftes Gelb tauchen. In der Zeit von Freitag, 9., bis Sonntag, 18. Dezember 2022, kehrt das Mittelalter in einer romantischen Variante nach Herne zurück – der mittelalterliche Adventsmarkt lockt in das Schloss und den Park. Die Stadtverwaltung und das Kulturbüro haben – gemeinsam mit der Agentur „Sündenfrei“ aus Torgau – dafür gesorgt, dass der Markt nach dem Erfolg des Vorjahres mit einer Neuauflage durchstartet. An zehn Tagen erwarten Krämer, Handwerker und Gastronomen 'aus aller Herren Länder' die Besucher. Rund 40 Stände hat die Agentur rund um Chef Henri Bibow für dieses Jahr verpflichtet. Dies sei in Zeiten von Energiekrise und Personalmangel keine leichte Aufgabe, erzählt Bibow im halloherne-Gespräch: „Doch es ist uns gelungen, einen ganz besonderen Markt für diesen schönen Ort im Ruhrgebiet zusammenzustellen.“ In der hektischen Weihnachtszeit sollen Fackeln, Kerzen und Feuer, die den Markt stimmungsvoll erleuchten, den Markt in eine kleine Oase der Ruhe und Besinnlichkeit für die ganze Familie verwandeln. An den Ständen bieten Händler ihre Waren an, Handwerksmeister sind bei der Arbeit zu bewundern. Aufgebaut werden unter anderem eine Schmiede, ein Riemenschneider, eine Schnitzerei mit Bogenbau, die Lederwerkstatt, eine Schneiderei und auch Hersteller von Düften und Seifen werden nach Herne reisen. Verkauft werden zudem Keramik, Glas, Schmuck, Felle, Eisen- und Lederwaren, Kinderspielzeug, Mineralien und Kleidung. So können sich die Besucher auf einen Einkaufsbummel im Mittelalter freuen und es wird gehandelt, gefeilscht, gearbeitet und beköstigt wie in der „guten alten Zeit“ der Rittersleute zu Strünkede. Genüsse wie Spanferkel, Speisen aus dem Orient sowie Glühwein, Bier und Met sorgen für die Stärkung der Gäste. Einige Wege und die große Wiese bekommen einen Fußboden aus hölzernen Platten, damit die Gäste trockenen Fußes an Stände, Sitzplätze und die Bühne kommen. Fackeln und Feuerstellen laden zum Aufwärmen und Verweilen ein und auf der Bühne im Park und im Schlosshof erfreut ein Programm aus Livemusik, Gaukelei, Feuerspuckerei und Märchen die kleinen und großen Besucher. Eine Krippe erzählt im Schlosshof die Weihnachtsgeschichte, ein handbetriebenes Karussell dreht die Kleinen im Kreise, eine Bogenbahn steht bereit und hier und da gibt es die Möglichkeit, an einem der Stände etwas zu basteln oder auszuprobieren. An allen zehn Tagen erzählt Elain Morgain mit Hilfe ihrer Harfe keltische Märchen im Schlosshof. Im Märchenwagen zeigt die Laterna Magica mit Einbruch der Dunkelheit Grimmsche Märchen für Rotznasen und deren Aufpasser. Und als Höhepunkt eines jeden Tages versprechen die Veranstalter die abendliche Feuershow. Natürlich sorgen die Veranstalter auch bei diesem Markt wieder für Musik, die die verschiedensten Spielleute darbieten: So spielen am ersten Markt-Wochenende das Duo Absolemio, die Spielleute Ralf & Michael und der Gaukler Lautnhals auf. Am zweiten Wochenende erleben die Marktbesucher die Spielleute The Sandsacks, Absolemio und den Gaukler Tamino. Aber auch an allen Wochentagen werden Spielleute auf dem Gelände unterwegs sein und die Besucher mit ihren Moritaten und Lieder erfreuen. Der Eintritt kostet wie im Vorjahr an den Wochenenden 5 Euro für Erwachsene, Kinder zahlen 3 Euro; von Montag bis Donnerstag liegt der Eintritt bei 3 Euro beziehungsweise 2 Euro für Kinder. Es gibt keinen Ticketvorverkauf. Freien Eintritt haben Kinder im Vorschulalter. Hunde an der Leine sind erlaubt. Einzelheiten zum Programm sind auf der Homepage www.mittelalter-advent.de zu finden.

Nun dreht es sich an der Jugendverkehrsschule

Neue Heimat für ein altes Stadtwappen

Neue Heimat für ein altes Stadtwappen: Mitglieder der Verkehrswacht W-E, Mondritter und die beiden Stifter des Wappens: 4. und 5. v.l. Frank und Ralf Scheffer.

Als Herne noch Herne war, bekam die Stadt im Jahr 1954 steinerne Stadtwappen, die die Eingänge in die Stadt markierten. Abgesegnet vom damaligen Hauptausschuss – aus Gründen der Stadtwerbung – wurden davon rund zehn Stück nach Entwürfen des Herner Künstlers Hermann Gesing angefertigt und aufgestellt. Pro Stein kostete es damals die Stadt 470 DM. Als im Jahr 1975 die NRW-Gebietsreform den Zusammenschluss der Städte Wanne-Eickel und Herne vorgab, das Wappen und auch die Stadtgrenzen sich veränderten, verloren die Steine ihre eigentliche Funktion und verschwanden aus dem Blickwinkel. Nach nunmehr 47 Jahren sind jetzt vereinzelte Stein wieder aufgetaucht und über die Gruppe „Herne von damals bis heute“ dem digitalen Geschichtsbuch für Herne und Wanne-Eickel entstand ein Kontakt zu den Mondrittern. Ritter Horst Schröder: „Der Besitzer eines Stadtwappens fragte, ob wir Interesses an einem Stein hätten und versicherte uns, dass der Stein noch in einem guten Zustand sei. Daraufhin haben wir ihn uns angesehen, ihn für gut befunden und den Transport organisiert.“ Ein möglicher Standpunkt war schnell gefunden: Das Gelände der neuen Jugendverkehrsschule. Die Mondritter nahmen Kontakt mit der Verkehrswacht Wanne-Eickel auf, die das Gelände betreut. Nachdem die Verantwortlichen ihre Zustimmung gegeben hatten, schritten die Ritter zur Tat und bereiteten den neuen Standplatz – eine gut sichtbare Ecke des Verkehrsübungsplatzes – vor. Nach allen abgeschlossenen Arbeiten wurde das steinerne Wappen, das jetzt auf einem drehbaren Untersatz steht, am Donnerstag (1.12.2022) offiziell vorgestellt und Ritter Horst Schröder erzählt mit einem Augenzwinkern: „Im Vorfeld haben wir das Wappen zu einem Restaurator gebracht, da der Stein ja schön werden sollte, die Patina aber, die sollte erhalten bleiben." Und somit zog er das Tuch, das den Stein bis dahin verhüllte ab – aber das Wappen war fort. Ein kleiner Scherz am Rande, zeigte es doch die freie Rückseite des Steins. Das damalige Herner Stadtwappen ziert nach wie vor eine Seite des Steins. Allerdings haben sich die Mondritter ein kleines Gimmick einfallen lassen und ein Wappen der Stadt Wanne-Eickel anfertigen lassen, das nun die leere Seite des Steins ziert. Schröder dazu: „Wir haben den Platz sozusagen verdoppelt: Die Kids können nun, da der Stein ja drehbar ist, in Wanne-Eickel und in Herne die Verkehrsregeln üben.“ Auch Stadtarchivar Jürgen Hagen findet die Idee großartig: „Hier haben wir jetzt doch ein Stück Stadtgeschichte, das im öffentlichen Raum steht, was greifbar ist und was sicherlich auch die Kinder, die hier üben, neugierig macht.“ Sein Tipp ist allerdings: „Sie sollten sich den Stein doch lieber anschauen, bevor sie das Fahren üben, denn es gibt einen Bericht aus dem Jahr 1971, darin steht, dass ein Stein, der an der Stadtgrenze zu Bochum stand von einem Autofahrer umgefahren wurde und ersetzt werden musste.“ Möglich gemacht haben dies alles die Brüder Ralf und Frank Scheffer, die bei dem Termin am Donnerstag auch anwesend waren. Sie erzählen: „Unser Vater war technischer Angestellter bei der Stadt Herne und als die Steine abmontiert wurden und alle auf einem Schuttberg lagen, da dachte er sich, dass es zu schade sei, die Steine zu zerschreddern. Also hat er sich den besten ausgesucht, der fortan in unserem Garten stand.“ Dort stand er lange und gut. Als der Vater starb und das Haus verkauft wurde, wollten die Brüder, dass der Stein eine dauerhafte Bleibe bekommt, begaben sich in die Gruppe 'Herne von damals bis heute' und nahmen Kontakt zu den Mondrittern auf.

Das Ehepaar Lindsay überträgt Flipper-Turniere bei Twitch

Mit Pinball-Streams Spenden sammeln

Haben ein seltenes Hobby mit Flippern: Dina (re.) und Jim Lindsay übertragen mit der Technik auf dem Tisch über Twitch Pinball-Turniere und Meisterschaften. Zusammen haben sie eine Spendenaktion für das Lukas-Hospiz und das Palliativnetzwerk ins Leben gerufen und werden die Summe verdoppeln.

Sie blinken in vielen verschiedenen Farben, haben meist Filmszenerien zum Vorbild, geben Töne von sich und um den Kugeln zu folgen und diese auch zu treffen, braucht man schon flinke Augen und Finger. Die Rede ist von Flippertischen, auch bekannt als Pinball. Früher standen sie oft in Kneipen, heutzutage sind sie entweder bei Sammlern zu Hause, in speziellen Museen, Jugendeinrichtungen oder in manchen Spielhallen zu finden, in denen kein Geld eingesetzt wird. Doch es gibt auch eine Community, die damit Turniere veranstaltet und Flippermeisterschaften austrägt - dank zweier Herner werden diese sogar im Internet übertragen. Diese beiden Personen sind Dina Lindsay und ihr Mann Jim. Sie sind ebenfalls Fans vom kompetitiven Pinball. Die beiden kamen eher zufällig zu diesem Hobby - einen Anteil daran hat die britische Band „The Who“, die 1969 den Song „Pinball Wizard“ veröffentlichte. „Irgendwann haben wir Lust aufs Flippern bekommen und haben dann regelmäßig an Turnieren teilgenommen“, erzählt Dina Lindsay im Gespräch mit halloherne. Über den Verein „Freeplay.Ruhr“ in Herten ging das schließlich soweit, dass auch internationale Turniere auf dem Plan standen. „Dann kam uns die Idee, über die Streamingplattform Twitch die Spiele zu übertragen. Am Anfang war das noch nicht so ausgereift, aber mit der Zeit hatten wir bessere Technik und mehr Möglichkeiten. So wurden wir immer bekannter und hatten Zuschauer aus der ganzen Welt“, erläutert die 39-Jährige. So kam es auch dazu, dass die International Flipper Pinball Association (IFPA) mit Sitz in Chicago in den USA anfragte, ob die Lindsays die Weltmeisterschaft 2019 in Italien übertragen möchten - sie wollten. „Das war dann ein ganz besonderes Erlebnis, im Finale hatten wir viele Zuschauer. Aktuell haben wir rund 1.600 Abonnenten bei Twitch und über 1.100 bei YouTube.“ Seitdem sind die beiden Herner in Europa unterwegs und geben so die Möglichkeit, von zu Hause aus die spannenden Partien zu verfolgen. Die Turniere laufen (verkürzt gesagt) so ab: Man hat drei Bälle nacheinander zur Verfügung, gespielt wird im Modus Head-to-head, es gibt jeweils eine bestimmte Anzahl an Runden, dazu werden verschiedene Geräte, also Flipper, genutzt. Die gesammelten Punkte entscheiden über Sieg oder Niederlage. Das genaue Regelwerk kann man auch auf der IFPA-Seite nachlesen. „Die Vorbereitung als auch die Nachbereitung bedeuten schon viel Zeitaufwand. Als Gegenleistung müssen wir aber die Turniergebühren, meist so 50 Euro pro Tag, nicht bezahlen. Ab und zu ist auch mal die Verpflegung und die Unterkunft mit dabei“, berichtet Dina Lindsay, die im Maschinenbau für Bergbau arbeitet. Mitte November ging es zu den Dutch Open im niederländischen Flipper-Museum in Rotterdam. Jedoch stehen beim Ehepaar auf jeden Fall der Spaß und das Hobby im Vordergrund, nicht etwa die Bezahlung. Das macht auch eine andere Aktion deutlich. „Im September 2022 ist meine Mutter an einer Krebserkrankung gestorben. In den drei Monaten zuvor wurde sie vom Palliativnetzwerk betreut und hat die letzte Woche ihres Lebens im Lukas-Hospiz verbracht“, sagt die Twitch-Streamerin gegenüber halloherne. „Beide Organisationen haben uns sehr geholfen und leisten grundsätzlich phänomenale Arbeit, also haben wir uns entschieden, im Namen meiner Mutter eine Spendenaktion zugunsten der beiden Vereine zu starten.“ So sind bereits über 2.000 Euro zusammengekommen. „Die absolute Mehrheit von den Spenden stammen von der Pinball-Community weltweit, darunter Australien, ganz Europa bis nach Kanada, und wurden von unseren Twitch-Followern beigesteuert. Wir wollen die Summe aus eigenen Mitteln verdoppeln. Somit bekommen beide Organisationen jeweils 2.000 Euro“, kündigt Lindsay an. Im Dezember 2022 soll das Geld übergeben werden. Bis dahin kann noch unter diesem Link gespendet werden.

Kultur in Herne

Fidele Horst peilt Ostern-Auftritte an

Vorstand 'Fidele Horst' Dezember 2022: Dieter Fregin, Lena Hortz, Tobias Weichert, Olaf Weichert.

Auf der Jahreshauptversammlung des Theater 'Fidele Horst' im Dezember 2022 bildete der Rückblick auf das Comeback mit der Komödie „Zu früh getraut“ einen der wichtigsten Punkte. Die Euphorie der begeisterten Zuschauer und die Resonanz im Anschluss an die von über 1.300 Zuschauern im Volkshaus Röhlinghausen besuchten fünf Aufführungen war ein wichtiges Thema der Versammlung, wie Pressesprecher Helmut Holz in einer Pressemeldung von Mittwoch (7.12.2022) mitteilte.. „Dass wir nach der dreieinhalbjährigen Corona-Pause sofort wieder an die Erfolge der vorherigen Produktionen 'Der Neurosen-Kavalier' (2018) und 'Die spanische Fliege' (2019) anknüpfen konnten, macht uns stolz", sagte der Vorsitzende des Vereins Tobias Weichert. Weil viele der Zuschauer schon unmittelbar nach den einzelnen Aufführungen angefragt hatten, ob der Verein diese Komödie nicht im Frühjahr auf die Bühne im Mondpalast bringen könne und weil es auch darüber hinaus schon zahlreiche Anfragen gleichen Inhaltes bei den Vorstandsmitgliedern gegeben hatte, war diese Frage das wichtigste Thema der Jahreshauptversammlung. Mit großer Mehrheit wurde letztlich der Entschluss gefasst, den Tobias Weichert stolz verkündete: „Wir wollen am Wochenende nach Ostern mit dem gleichen Stück auf die Bühne im Mondpalast!“ Die neuen Aufführungstermine: Freitag, 14. April, Samstag, 15. April, und Sonntag, 16. April 2022. Alle Mitglieder und Mitwirkenden freuen sich schon jetzt auf die Rückkehr nach vier Jahren Mondpalast-Pause. Des Weiteren freut sich die Traditionsbühne auch über drei Aufnahmeanträge. „Und es gibt noch weitere Interessenten, die zu uns kommen wollen“, freut sich Tobias Weichert mit Blick auf die Zukunft. Er wurde als Vorsitzender genau wie Schriftführerin Lena Hortz einstimmig im Amt bestätigt. Olaf Weichert als zweiter Vorsitzender und Kassierer Dieter Fregin standen turnusmäßig nicht zur Wahl.

Traueranzeigen

Traueranzeige 833
Traueranzeige 834
Traueranzeige 832
Traueranzeige 831
Traueranzeige 830
Traueranzeige 829
Traueranzeige 828
Traueranzeige 827

Die Veröffentlichung der Traueranzeigen ist ein Service der Herner Bestatter und der halloherne UG. Sie ist kostenlos für die Angehörigen.

Weitere Traueranzeigen und Informationen rund um die Themen Trauer und Bestattung finden Sie auf der Trauerseite ...

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