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Kindheitspädagoge Nils Kubiak zum Internationalen Tag

Kinderrechte in Kitas

Kindheitspädagoge Nils Kubiak hat einen Text zum Weltkindertag verfasst.

Der Kindheitspädagoge Nils Kubiak, der im Waldorfkinderhaus-Herne e.V. arbeitet, wandte sich wie folgt anlässlich des Tages der Kinderrechte am Sonntag, 20. November 2022, an halloherne: „Man könnte glauben, sie seien selbstverständlich - die Kinderrechte. Aber dass es diese Rechte überhaupt in einer schriftlich festgelegten Form gibt, dafür haben die Vereinten Nationen (United Nations) gesorgt. Die „Kinderrechte in Deutschland“ feiern im November 2022 ihren 30. Geburtstag. Bereits 1989 beschlossen die UN-Vertreter nach zehnjähriger gemeinsamer Arbeit die Kinderrechtskonvention. 1992 wurde diese von der Bundesrepublik anerkannt. Die Kinderrechtskonvention ist ein Dokument, welches die kindlichen Bedürfnisse und Interessen hervorhebt. Es ist bedeutsam zu erwähnen, dass dieses Kinderrechte-Regelwerk für alle Kinder weltweit gilt – ganz gleich, wo sie leben, welche Hautfarbe oder Religion sie haben und ob sie Mädchen oder Junge sind. Denn allen Kindern ist eines gemeinsam: Sie brauchen besonderen Schutz und Fürsorge, um sich gesund zu entwickeln und voll zu entfalten. Ihnen genau diesen Schutz zu geben, darum geht es in der Kinderrechtskonvention. Jeder Mensch hat das Recht, seine eigene Meinung zu sagen, auch das Kind. Die Gedanken des Kindes sind frei und es darf diese auch äußern. Das Recht der „Freien Meinungsäußerung und Beteiligung“ ist lediglich nur eines der Kinderrechte, welches für die frühpädagogische Arbeit in Kindertagesstätten im Mittelpunkt stehen sollte. In diesem Kontext ist es wichtig, darauf zu verweisen, dass jeder Mensch in seinem intimsten Wesen nach eine geistige Individualität ist - das gilt auch für das Kind, da es genau wie die Erwachsenen den Anspruch auf Individualität in sich trägt und dies bedeutet, dass jeder den Grund seines Daseins in sich selbst hat. Infolgedessen sollte es in der Arbeit in Kindertagesstätten im Hinblick auf die „Kinderrechte“ und in Bezug auf das „Wohl des Kindes“ in der Erziehung von Kindern als selbstverständlich verstanden werden, einen gemeinsamen Weg dahingehend zu finden, dass das Kind selbst seinen Daseinsgrund frei, individuell und unbeschwert für sich entdecken kann. Wird im Zusammenhang mit den „Kinderrechten“ vom „Wohl des Kindes“ oder vom „Kindeswohl“ gesprochen, ist damit ein am Wohl des Kindes ausgerichtetes Handeln gemeint, welches die an den Grundrechten und Grundbedürfnissen von Kindern orientierte, für das Kind jeweils günstigste Handlungsalternative wählt. In frühpädagogischen Bildungs- und Betreuungseinrichtungen sollte es fernerhin als Selbstverständlichkeit erachtet werden, dass die Prinzipien „Toleranz“, „Offenheit“ und „Vielfalt“ als Grundsätze der Arbeit gepflegt werden. Es sollte sich zur Aufgabe gemacht werden, den Zusammenhang von Gleichheit und Verschiedenheit auf allen Bildungsebenen auszubalancieren und jedem Menschen das Recht auf gesellschaftliche Teilhabe und individuelle Entwicklung, unabhängig von Heterogenitätsmerkmalen wie ethnisch-kultureller Zugehörigkeit, Gender, sexueller Orientierung und Religion zu ermöglichen. Ziel jedes pädagogischen Handelns muss es sein, jedem Kind geeignete Rahmenbedingungen für seine individuelle Situation und seine Bedürfnisse zu bieten, damit es sich zurechtfinden und wohlfühlen kann. Dazu gehört überdies ein im pädagogischen Alltag etabliertes, situationsorientiertes und stets für das Kind zugängliches „Beschwerdemanagement“. Dieses sollte es Kindern ermöglichen, sich bei den Erziehern für ihre frühkindlichen Interessen und Rechte starkmachen zu können. Auf diese Weise können für die Kindesentwicklung, insbesondere betreffend der „demokratischen- und partizipativen Bildung“, günstige Voraussetzungen geschaffen werden. Für die Arbeit in Kindertagesstätten kann zusammenfassend festgehalten werden, dass jedes Kind in seiner Individualität wahr- und angenommen werden sollte, mit ihm partizipativ in Bezug auf die Bildungsprozesse der Einrichtung umgegangen werden sollte und darüber hinaus ermöglicht werden sollte, dass Barrieren für die Teilhabe kritisch reflektiert und, wenn notwendig, zum Wohl des Kindes verändert werden."

Gedicht von Leserin Christel Neuhaus

'Verdrehte Welt'

In der Natur und der Flora ist die Welt meistens noch in Ordnung - und selten verrückt.

Unsere halloherne-Leserin Christel Neuhaus sendete uns am Samstag (22.10.2022) ein kurzes Gedicht. Sie schreibt: Dazu schreibt sie noch: „Ich kann die Welt nicht ändern, aber ich kann mich mitteilen.“

Leserbrief von Carola Engler zur Schwimmsituation von Kindern

'Ohne Kontinuität fangen sie wieder bei null an'

Zum Thema Schwimmsituation von Kindern, hier im Bild das Lehrschwimmbecken im Wananas, hat Leserin Carola Engler einen Leserbrief verfasst.

Leserin Carola Engler hat folgenden Leserbrief an die halloherne-Redaktion zum Thema "Laurentiusschüler können schwimmen" (halloherne berichtete) verfasst: „Wenn diese Kinder nun nicht kontinuierlich weiter schwimmen gehen, fangen sie irgendwann wieder bei null an. Freie Plätze in den Schwimmvereinen gibt es nicht, eher lange Wartelisten, denn auch die Kinder in den Vereinen fangen durch Ausfälle oder Badschliessungen (zuletzt wieder LSB Michaelschule) von vorne an. Privat schwimmen gehen ist für Familien oft zu teuer.Diese Misere wird erst aufhören, wenn wir ein verlässliches Schwimmbad für Jedermann haben.“

Islamische Gemeinde Röhlinghausen

Leserbrief zum Attentat auf Rushdie

Tuncay Nazik von der Islamischen Gemeinde Röhlinghausen schickte uns am Sonntag (14.8.2022) folgenden Leserbrief, der sich auf das Messerattentat auf den indisch-britischen Schriftsteller Sir Ahmed Salman Rushdie bezieht. Der Angreifer hatte während einer Literaturveranstaltung am Freitag (12.8.2022) im Bundesstaat New York immer wieder auf Rushdie eingestochen. Rushdie musste anschließend notoperierte werden. Dazu schreibt Nazik: „Ein Kommentar zum abscheulichen Attentat gegen Salman Rushdie: Die verbale Offenbarung des Koran ermahnt die Gläubigen mit ganz klaren Worten: O ihr, die ihr glaubt, folgt nicht den Fußstapfen des Satans. Wer den Fußstapfen des Satans folgt, der gebietet das Schändliche und Verwerfliche. Und dennoch ist einer, der sich (nach jetzigem Kenntnisstand) als Muslim ausgibt, den Fußstapfen des Satan gefolgt und beging eine schändliche und verwerfliche Tat gegen den Autor des Buches „die satanischen Verse“, Salman Rushdie. Seit der Fatwa von Chomeini lebte Rushdie unter Polizeischutz und wurde erst dadurch der breiten Masse bekannt. So ist die Meinungsfreiheit zu seinem Lebensthema geworden. Es handelt sich um ein Menschenrecht, sagte der Autor auf der Frankfurter Buchmesse. Woraufhin der Iran die Buchmesse boykottierte. Schon im März 1989 widersprachen alle Mitgliedsstaaten der Islamischen Konferenz der Fatwa. Nur der Iran hielt an seiner Position fest. Man kann von Rushdies Buch halten was man will. - Man kann die Karikaturen über den Propheten doof finden. - Man kann die Zeichnungen des Charlie Hebdo Magazins als beleidigend einstufen. Viele empfinden es auch so. Eins haben aber alle Vorfälle gemeinsam; erst durch die übertriebenen Proteste der Muslim:innen weltweit und wegen der Anschläge gegen besagte Menschen, erlangten die jeweiligen Werke oder Veröffentlichungen die Berühmtheit, die sie jetzt haben. Somit haben die, teils unmenschlichen Reaktionen der Muslim:innen, genau das Gegenteil von dem erreicht, was eigentlich erreicht werden sollte: mehr Leser:innen, mehr Auflagen, mehr Aufrufe und Likes. Und der Koran als Wegweiser für alle Muslim:innen, schreibt bereits vor ca. 1.400 Jahren, wie ein:e Muslim:a mit solchen Vorfällen umzugehen hat: Und wenn du diejenigen siehst, die auf unsere Zeichen (spottend) eingehen, dann wende dich von ihnen ab, bis sie auf ein anderes Gespräch eingehen. Und wenn dich der Satan vergessen lässt, dann sollst du, nachdem du dich wieder daran erinnert hast, nicht mit den Leuten zusammensitzen, die Unrecht tun. An alle Schwestern und Brüder im Islam: wenn euch eine Sendung nicht gefällt, dann schaltet auf eine andere um. Wenn euch ein Karikatur nicht gefällt, dann schaut sie euch nicht an. - Wenn euch eine Meinung nicht gefällt, dann lest sie nicht. Und vergesst bitte nicht, dass es auch Menschen gibt, die unsere Meinungen, Sendungen und auch unsere Religion abscheulich finden. Uns gefällt es auch nicht, wenn wir dann diskriminiert oder verfolgt werden. Was du nicht willst, was man dir tu, das füge keinem anderen zu! - Falls ihr eurem Ärger aber Luft machen wollt, dann gibt es demokratische Mittel um das zu tun. Noch besser: wenn du zeigen willst, dass du deinen Propheten liebst, dann kauf dir seine Biografie und lese sie. Lerne deinen Propheten besser kennen und überlasse Gottes Angelegenheiten Gott. Wir sind nicht Gottes Anwält:innen und schon gar nicht seine Henker:innen. Auch wenn es eine extrem kleine Minderheit ist, die unter den Muslim:innen gewalttätig ist, reicht sie aus, um den gesamten Islam in den Dreck zu ziehen. Lasst uns gemeinsam dagegen vorgehen und extremistischem Gedankengut keinen Platz in unseren Reihen bieten. Wir verurteilen jegliche Art von Gewalt, ob religiös begründet oder nicht. Salman Rushdie wünschen wir schnelle Genesung. Nach Medienberichten werde er wahrscheinlich ein Auge verlieren. Wir wünschen ihm, dass er mit beiden Augen das Licht der Welt erblicken kann."

Weitere Packstation in Eickel

Eine neue DHL-Packstation an der Martinistraße.

Unser Leser Roland Wojta schickte uns das Foto einer weiteren neuen DHL-Packstation, die seit Kurzem ihren Betrieb an der Martinistraße kurz vor der Einmündung zum Eickeler Bruch aufgenommen hat. Die Postanschrift der Station mit der Nummer 217 lautet: Eickeler Bruch 109, 44652 Herne. Die Station hat durchgehend geöffnet, allerdings ist sie ausschließlich per App bedienbar. Hier ist es zu jeder Tages- und Nachtzeit möglich, Pakete zu versenden und auch in Empfang zu nehmen.

Leserbrief von Lars Wind zum Thema 'Layla'

'Reaktion ist für mich merkwürdig und planlos'

Auf der Cranger Kirmes 2022 soll der Song „Layla“ nicht gespielt werden - ein Verbot gibt es aber nicht. Für Lars Wind hat die Stadt Herne eigentlich andere Probleme (Archivbild).

Der Herner Bürger und Stadtverordnete Lars Wind hat der halloherne-Redaktion folgenden Leserbrief zur Diskussion um den Ballermann-Hit „Layla" zukommen lassen, der nach einem Appell vom Stadtmarketing nicht auf der Cranger Kirmes gespielt werden soll (halloherne berichtete). Dabei handele es sich um seine persönliche Meinung, nicht unbedingt die der Herner Piratenpartei: „Zum Song Layla kann man sicherlich unterschiedlicher Auffassung sein, denn Musikgeschmäcker sind glücklicherweise vielfältig. Wer entscheidet überhaupt was ein „Skandal-Song“ ist und was macht ein „Skandal-Song“ aus? Die Reaktion von Stadtmarketing Herne, also der Stadt Herne, bei diesem Thema ist für mich mehr als merkwürdig und wirkt planlos. Nachdem die Stadt Würzburg das Lied als erstes von seinem Volksfest verbannt hat, zog jetzt die Stadt Düsseldorf wegen den Rheinwiesen nach. Wenige Stunden später, als wäre es abgesprochen, gibt auch unsere Stadt eine „Empfehlung“ an die Schausteller ab. Es ist quasi ein Verbot für den Song, ohne es Verbot zu nennen. Fakt ist doch, dass der Song mittlerweile seit acht Wochen (davon drei Wochen auf Platz 1) in den deutschen Charts platziert ist. Es scheint also ein erfolgreicher Titel zu sein, ohne dieses Lied bewerten zu wollen. Für mich stellt sich jetzt die Frage, wie die Stadt Herne andere Dinge auf unserer Kirmes bewertet. Zum Bespiel der Auftritt von Mia Julia am Familientag im Festzelt oder wenn im Festzelt andere Lieder gespielt werden wie z. B. „Skandal im Sperrbezirk“. Komisch, scheint so als wäre das völlig normal und so gewünscht. Es gibt noch viele weitere Partylieder (auch auf Englisch), bei denen sich noch nie jemand darüber beschwert hat, dass diese sexistisch oder sonst etwas seinen. Ist es in Zukunft auch nicht mehr gerne gesehen und gehört nicht mehr auf eine Familienkirmes? Von betrunkenen Menschen (die Anwohner belästigen), Wildpinkeln und Schlägereien möchte ich gar nicht erst reden. Ich glaube, die Stadt ist auf einem Zug aufgesprungen, ohne wirklich die Realität eingeschätzt zu haben. Außerdem haben wir ganz andere Probleme in unserer Stadt, als irgendwelche Lieder zu bewerten.“

Leserbrief zur Landtagswahl von Rainer Burg

'Kurioses zum Wahlergebnis'

Zur Landtagswahl am Sonntag (15.5.2022, halloherne berichtete und berichtete) erreichte die halloherne-Redaktion ein Leserbrief von Rainer Burg. Darin heißt es: „In NRW waren am Sonntag (15.5.2022) wieder einmal Landtagswahlen. An sich nichts besonderes, da immer wieder alle paar Jahre diese Wahlen durchgeführt werden. Was aber kurios ist, ist der Umgang mit den Ergebnissen. Schon einmal hatte eine Partei, da aber bei einer Bundestagswahl, die Idee den Bürger- oder Wählerwillen nicht so auszuführen wie es die Wähler gewollt haben. Der damalige Wortführer und uneinsichtige Diskussionspartner hieß Gerhard Schröder (heute von vielen aufgrund seiner Handlungsweise geschmäht). Obwohl nach den erzielten Stimmen absolut nicht der gewollte Kandidat für das Bundeskanzleramt und die Regierung, war er der Überzeugung mit allerlei Tricks und Kniffen diese Positionen trotzdem zu besetzen. Dies scheinen wir nunmehr auch bei der erfolgten Landtagswahl in NRW zu haben. Obwohl die SPD nach Stimmen die Wahl verloren haben, wird jetzt schon vollmundig die Außerachtlassung des Bürgerwillens verkündet. Was geht eigentlich in diesen Köpfen vor? Der Bürger, wie es auch so schön heißt „alle Macht dem Volke“ und die bestehende angebliche Demokratie, wird hier mit Füssen getreten. Für eine Demokratie sicherlich ein absolutes No Go. Damit kann man sich demokratische Wahlen schenken und einen Putin 2 einsetzen, der dann bestimmt wer, wann, wie und wo, völlig egal was die angebliche Demokratie in einem Wahlverfahren bestimmt hat. Und auch wenn eine bis dahin absolut unbekannte Bürgerbewegung als Partei die Wahl gewonnen hätte, ist das Ergebnis ohne wenn und aber zu akzeptieren. Was einem dazu einfach nur einfällt: Armes Deutschland.“

Leserbrief von Reiner Gesk

Zur Baumfäll-Aktion in Röhlinghausen

Am Freitag (4.2.2022) veröffentlichten wir eine Meldung der Stadt, darin werden die Bürger über die Erweiterung der Kita an der Barbarastraße und die damit verbundene Baumfäll-Aktion informiert. Unser Leser Reiner Gesk schickte uns dazu folgenden Lesebrief: „Nachruf auf den Volkspark Röhlinghausen oder warum 'bürgerbeteiligung in herne' klein geschrieben wird! Nun beginnt in der nächsten Woche die Rodung des Volksparks Röhlinghausen. Sträucher werden entfernt und Bäume gefällt, so das Fazit ihres Artikels (Meldung der Stadt, Anm. d. Red.). Der Volkspark wird nun für seine Betonierung vorbereitet. Müßig zu erklären, dass wir Anwohner*Innen immer für eine Kita waren, nur nicht an diesem Ort. Vor langer Zeit habe ich der Verwaltung viele Alternativvorschläge für den Bau einer Kita an anderen Orten unterbreitet. FAKT IST, dass die Verwaltung diese Alternativen bis heute nicht einmal geprüft hat und wenn sie es getan hat, hat sie es nicht für nötig befunden, mir zu antworten. So viel zur bürgerbeteiligung. Den Anwohnern*Innen wurde zugesagt, dass es Gespräche mit der Verwaltung geben solle. FAKT IST, dass nun die Rodung beginnt, obwohl weder der Bebauungsplan geändert wurde noch, dass ein Bauantrag bei der Bauordnungsbehörde vorliegt. So werden Fakten durch die Verwaltung geschaffen. Wenn es dann zu einem späteren Zeitpunkt eine Planung gibt, ist die Artenschutzprüfung ja nur noch eine Formalie, da, wenn der Lebensraum erst zerstört ist und es keine Bäume und Sträucher mehr gibt, auch keine Arten vorkommen können, die es zu schützen gilt. Das ist wohl das Verwaltungsdenken. In der letzten Versammlung der Bezirksvertretung Eickel wurde das Verkehrskonzept vorgestellt. Fazit: Alles kann beim Alten bleiben! Durch den Bau der Kita Barbarastraße wird das dadurch zusätzliche Verkehrsaufkommen und die fehlenden Parkplätze nicht als problematisch bewertet. FAKT IST, dass die Daten, die dort erhoben wurden, nicht aussagekräftig sein können, da durch die Baustelle der Emscher Genossenschaft der untere schmale Teil der Barbarastraße seit ca. 2 Jahren mit einem Parkverbot belegt ist. Die Baustelle ist bald beendet und das Parkverbot soll dann wieder aufgehoben werden. Die Bedenken der Anwohner wurden vom Tisch gewischt. Aus Erfahrung weiß ich, dass die Anzahl der Autos, die die Barbarastraße als Abkürzung nutzen, um nach Gelsenkirchen oder Wattenscheid zu fahren und nicht an der Ampel an der Westfalenstraße stehen wollen in den letzten Jahren zugenommen hat; Schleichwege sprechen sich eben herum. FAKT IST, die Anwohner*Innen fragt die Verwaltung erst gar nicht, es könnte ja zu einem Erfahrungsaustausch kommen; das stört doch nur den Verwaltungsfrieden. Wenn die Verwaltung einer Stadt so mit ihren Bürgern*Innen verfährt, habe ich in den letzten Jahren gelernt, das bürgerbeteiligung in herne klein geschrieben wird. Dass die Bürger*Innen für die Verwaltung wohl nur ein lästiges Anhängsel sind, dass man möglichst umgeht und für dumm verkauft. Fazit: Die Kita an der Barbarastraße wird auf Biegen und Brechen von der Stadt gebaut werden. Die Bodenversiegelung in Herne wird damit weiter vorangetrieben, der Klimawandel wird in schöne Worte gekleidet: Mit Grün, Mit Wasser mittendrin der Bürger*Innen – kopfschüttelnd."

MdL Nückel (FDP) fragt nach

Bröckeldecke Herner Bahnhof

Abgesperrter Bereich im Herner Bahnhof soll die Bahnkunden vor Steinschlag von oben schützen.

MdL Thomas Nückel (FDP) schickte uns am Donnerstag (10.2.2022) folgende Mitteilung: „In der Kuppelhalle des Herner Bahnhofs bröckelt seit Anfang Januar 2022 der Putz munter von der Decke. Ein kleiner Bereich unterhalb der Stellen wurde deshalb mit Flatterband abgesperrt." Der tägliche Bahnfahrer und FDP-Landtagsabgeordnete Thomas Nückel hat deshalb mit der zuständigen DB-Stelle Kontakt aufgenommen. Die Antwort, die er daraufhin bekam, die schickte er uns auch: „In den nächsten Tagen wird ein Handwerker vom Fach geschickt, um die Decke zunächst zu inspizieren und dann zeitnah die notwendigen Reparaturen durchzuführen.“

Ein Leserbrief

Vierte Welle der Corona-Pandemie

Die vierte Welle der Pandemie hat Deutschland im Griff.

Unser halloherne-Leser Horst Winkler schickte uns folgenden Leserbrief zur vierten Welle der Corona-Pandemie „Corona und kein Ende. Das kollektive Versagen der Politik hat die vierte Welle der Corona- Pandemie erst entstehen lassen. Alle gut begründeten Hinweise und Warnungen der Experten, der Virologen und Epidemiologen wurden nur halbherzig zur Kenntnis genommen. Hinzu kommt eine nicht gerade geringe Anzahl von Verharmlosern, Leugnern, Esoterikern und Verschwörungstheoretikern, die das Impfen boykottieren. Selbst das Ansteigen der Hospitalisierungsrate mit wieder bedauernswert zunehmenden Todeszahlen vermögen nur zögernd die Bereitschaft zum Impfen zu bewirken. Es führt in manchen Landesteilen gar dazu, dass sich „sogenannte“ Impfgegner radikalisieren und Mandatsträger in übelster Form bedrohen. Hier zeigt sich schon viel zu lange, wie eine militante Minderheit staatliche Einrichtungen „an der Nase“ herumzuführen vermag. Der Verfasser dieser Zeilen ist der Meinung, dass es absolut falsch war, von allen politisch Verantwortlichen einen kategorischen Ausschluss einer allgemeinen Impfpflicht zu propagieren. Auch wirken sich föderale Strukturen in einer Demokratie auf verschiedenen Politikfeldern als durchaus sinnvoll und wirkmächtig aus, sind aber in einer Pandemie nationalen Ausmaßes eher hindernd, hemmend und störend. Es führt in den Ländern zu einem Flickenteppich von Maßnahmen, die den Bürger irritieren, einschränken und verunsichern. Zu befürchten ist, dass die nach wie vor hohe Anzahl an Neuinfektionen verbunden mit dem Anstieg der Hospitalisierungsrate die Politik veranlassen könnte, härtere Maßnahmen zu beschließen, denn die Krankenhäuser sind mit ihrem Leistungsvermögen in großen Teilen schon länger im absolut roten Bereich.“

Leserbrief

Investitionsstau in den Kommunen

Unser halloherne-Leser Horst Winkler schickte uns folgenden Leserbrief zum Investitionsstau in den Kommunen: „Die deutschen Kommunen haben einen Investitionsstau in Höhe von circa 150 Milliarden Euro zu beklagen. Der Steuerzahler fragt sich zu Recht, wie kommt ein so immens hoher Betrag zustande. Der Gründe wird es eine Vielzahl geben. Liegt es nun an der fehlenden Kompetenz der städtischen Planer, Ausschreibungen an die Bauwirtschaft zu tätigen und deren Ausführung auch fachgerecht zu überprüfen ? Ist die Bauwirtschaft aufgrund ihrer Kapazitäten überhaupt in der Lage, Aufträge anzunehmen und sie auch durchzuführen ? Werden die von Bund und Land bereitgestellten Investitionsbeträge überhaupt abgerufen ? Investitionsmöglichkeiten gibt es in jeder Kommune in Hülle und Fülle. So ist der Zustand der Straßen in Herne in jämmerlicher Verfassung. Auch in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen gibt es zuhauf investive Bedarfe. Der Herner Haushalt ist durch Kassenkredite in nicht unbeträchtlicher Höhe stark belastet. Auch die Sozialausgaben machen dem Herner Kämmerer erhebliche Sorgen. Diese Haushaltsposten müssten durch Bund und Land merklich reduziert werden. Vielleicht hat die neu gegründete Ampel- Koalition eine Antwort auf diese dringend zu lösenden Probleme.“

Leserbrief

Strzalka zu Hartz-IV-Sanktionen

Franz-Josef Strzalka.

Das Arbeitslosenzentrum Herne e. V. / Beratungsstelle Herne sieht sich durch eine Studie des der Bundesagentur für Arbeit nahe stehendenden Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in seiner Haltung zu den Hartz-IV-Sanktionen bestätigt und der Leiter Franz-Josef Strzalka schreibt dazu: „Die Einrichtung spricht sich seit Jahren für eine Abschaffung der derzeitigen Sanktionspraxis im SGB II aus. Im Zweiten Sozialgesetzbuch (SGB II) sind Sanktionen eines der zentralen Instrumente, mithilfe derer der Gesetzgeber das Prinzip des „Forderns“ durchsetzt. Die IAB-Studie zeigt nun, dass Sanktionen zwar Übergänge in Beschäftigung erhöhen, sich aber negativ auf die Qualität der aufgenommenen Beschäftigung auswirken und darüber hinaus eine nachhaltige Erwerbs-Integration erschweren. Rund fünf Jahre nach der Sanktionierung ist die Beschäftigungsqualität bei Sanktionierten geringer als bei nicht Sanktionierten. Die Arbeitssuchtheorie geht davon aus, dass Leistungsbeziehende infolge einer Sanktion nicht nur verstärkt nach Arbeit suchen, sondern auch eher bereit oder gezwungen sind, eine qualitativ schlechtere Beschäftigung anzunehmen. Empirische Analysen bestätigen diese Annahmen. Langfristig ist die Beschäftigungswahrscheinlichkeit für die Sanktionierten allerdings geringer. Eine mögliche Erklärung für diese langfristig negativen Auswirkungen ist, dass Sanktionierte infolge der Sanktion eine schlechter bezahlte und weniger stabile Beschäftigung ausüben. Sanktionen können sich demnach sowohl auf den Erwerbsverlauf der Sanktionierten als auch auf ihre nachhaltige Integration in den Arbeitsmarkt negativ auswirken. Dies wiederum kann die in § 1 SGB II geforderte Stärkung der Eigenverantwortlichkeit von Leistungsbeziehenden und deren langfristige Erwerbsintegration erschweren. Nach Meinung des Arbeitslosenzentrums belegt die IAB-Studie klar, dass die Hartz-IV-Sanktionen kein probates Mittel sind, um Menschen langfristig und nachhaltig in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Insofern sei die im Urteil des BVerfG vom November 2019 angemahnte Einschränkung der Leistungsminderung durch Sanktionen zu begrüßen."

2. Leserbrief von Susanne Adami

Zum Verkauf des Hallenbades

Der Schriftzug des 'alten Hallenbades' an dem Kreativquartier.

halloherne Leserin Susanne Adami meldet sich, nachdem sie am 6. Juni 2021 einen Leserbrief zum Thema Hallenbad schrieb (halloherne berichtete), noch einmal zu diesem Thema zu Wort. „Gestern las ich im amtlichen Mitteilungsblatt der Stadt Herne, Ausgabetag 4. Juni 2021, 6. Jahrgang, Ausgabe 42 / 2021 unter 'TAGESORDNUNG für die Sitzung der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Eickel am Donnerstag, dem 10.06.2021, 17 Uhr' folgendes: Ich zitiere: „Nichtöffentlicher Teil“ ... „Verkauf des Grundstücks Am Solbad 7/7a (ehemaliges Hallenbad Eickel) an die Stadtentwicklungsgesellschaft Herne mbH & Co. KG, Stadtbezirk Eickel“. Hat die von dem sportpolitischen Sprecher der SPD-Fraktion Hendrik Bollmann benannte „transparente Debatte“ mit einer „Gegenüberstellung von Zahlen“ und „Zeit ..., um alles noch einmal zu beleuchten“ und vor allem das dazu angekündigte Gespräch der SPD-Fraktion mit Horst Schröder und seinen Wanner Mondrittern (siehe WAZ vom 14. Mai 2021) stattgefunden? Ein Gespräch mit Herrn Schröder und seinen Wanner Mondrittern hat, wie ich gestern (9.6.2021) hörte, auf jeden Fall nicht stattgefunden. Die Veröffentlichung im Amtsblatt ist keine amtliche Mitteilung vom Abriss des Hallenbades Solbad, dem Abriss, den OB Dudda laut WAZ beiläufig in einem Pressegespräch zum Stadtumbau Wanne-Süd schon erwähnte (WAZ vom 14. Mai 2021), sondern vom Verkauf. Verkauf in einer nicht öffentlichen Sitzung der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Eickel, das heißt für mich: Verkauf unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Wer betreibt die Stadtentwicklungsgesellschaft Herne mbH & Co. KG, die ganz in der Nähe des Hallenbades Solbad, in der Langenkampstr.36, ansässig ist? Im Internet heißt es unter Firmenwissen zur Stadtentwicklungsgesellschaft Herne mbH & Co. KG :'Das Unternehmen ist wirtschaftsaktiv. ... Das Unternehmen wird derzeit von 3 Managern (1x Prokurist, 1x Geschäftsführer, 1x Komplementär) geführt. Es sind 3 Gesellschafter an der Unternehmung beteiligt.' Namen erfährt man nicht. Wenn ich die Sache richtig verstehe, wird mit dem Verkauf städtisches Eigentum, also Eigentum der Allgemeinheit, privatisiert. - Ich bin fassungslos. Wurde der Verkauf ausgeschrieben? Wo wurde er ausgeschrieben? Gab es andere Interessenten? Zu welchem Preis wird das Grundstück einschließlich Hallenbad veräußert? Wie heißen die Personen, der Manager, der Geschäftsführer, der Komplementär und die drei Gesellschafter der Stadtentwicklungsgesellschaft Herne? Was geschieht mit der Planung zur Zukunft der Lehrschwimmbecken? ... . Und: Bei meinen Recherchen hatte ich ein passendes Förderprogramm der Bundesregierung gefunden; und zwar 'Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur', Projektaufruf 2020. Leider schon gelaufen. Die Förderung wurde für die Sanierung des Daches der Flottmannhallen beantrag und 90 Prozent der veranschlagten Kosten von 2,5 Millionen Euro bewilligt. Aktuell gibt es zur Städtebauförderung in Nordrhein-Westfalen, Programmaufruf 2022, erstellt durch das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, Februar 2021, ein Förderprogramm für städtebauliche Gesamtmaßnahmen mit den Programmlinien: „- Lebendige Zentren – Erhalt und Entwicklung der Stadt- und Ortskerne, - Sozialer Zusammenhalt – Zusammenleben im Quartier gemeinsam gestalten, - Wachstum und nachhaltige Erneuerung – Lebenswerte Quartiere gestalten.“ Antragsschluss ist der 30. September 2021. Es gibt wahrscheinlich noch andere Förderprogramme, aber wäre das nicht eine Möglichkeit; denn Wanne-Süd kann man sicher als Stadtteil mit Erneuerungsbedarf ansehen. Und ein Teil der städtebaulichen Gesamtmaßnahme könnte im Rahmen der Maßnahmen zur Sicherung der Daseinsvorsorge das Hallenbad Solbad sein. Von solch einer Maßnahme hätte ein wesentlich größerer Teil der Bewohner des Stadtteils und der Bevölkerung von ganz Hernes nachhaltig etwas, als von einem neugebauten Haus mit Wohnungen in Wanne-Süd. Und, wie ich in meinem Brief an Herrn Schröder auch schon geschrieben habe, Wanne-Süd braucht – so, wie ich das sehe – nicht dringend neue Wohnbebauung, denn gerade in Wanne-Süd stehen genug Wohnungen leer."

Leserbrief

Überlegungen zum Hallenbad Eickel

Der Schriftzug des alten Hallenbads hängt nun über dem Eingang zum KreativQuartier Wanne.

Der Wanne-Eickeler Horst Schröder setzt sich für den Erhalt und die Restaurierung des alten Hallenbads in Eickel ein, da er sonst die Gefahr sieht, dass immer weniger Herner Kinder die Möglichkeit haben, das Schwimmen zu erlernen. Mit seinen Mondritter ermöglichte er vielen Herner Kindern das Schwimmabzeichen 'Seepferdchen' (halloherne berichtete). Ende Mai 2021 bekam Schröder einen Brief von Susanne Adami, die darin ihre ganz eigenen Gedanken zu dem Thema - Hallenbad, Wasserflächen, Schwimmmöglichkeiten - zum Ausdruck brachte. Mit der Erlaubnis der Verfasserin leitete Schröder den Brief an uns weiter, mit der Bitte um Veröffentlichung: „Sehr geehrter Herr Horst Schröder, die Nachricht, dass die Stadt Herne den Bad-Abriss plant (halloherne berichtete), um dort Wohnungen zu bauen, hat mir sehr zu Denken gegeben und mich dazu veranlasst, Auskünfte einzuholen. Nach dem Artikel „Stadt baut zwei neue Becken“ vom 14.5.2021 in der WAZ wird es höchste Zeit, Ihnen zu schreiben. Vor mehr als 30 Jahren erteilte ich als Lehrerin an der HS Jürgens-Hof im 5. Jahrgang Schwimmunterricht. Die Schüler nahmen damals hochmotiviert am Schwimmunterricht teil. Die meisten Kinder konnten nicht schwimmen. Deshalb war der Schwimmunterricht in der 5. Klasse für diese Kinder eher ein Einstieg. Regelmäßiges Weiterüben wäre für sie erforderlich gewesen, um sicher schwimmen zu können. Dazu fehlte in vielen Fällen die Möglichkeit, da das nächste Schwimmbad für die Kinder zu weit war. Damals waren viele türkischstämmige Kinder in den Klassen. Das mag mit ein Grund dafür gewesen sein, dass vor mehr als 30 Jahren so viele Kinder einer 5. Klasse nicht schwimmen konnten. Im Mai 2021, hörte ich im Radio (WDR 5), dass immer weniger Kinder schwimmen können. Mit dieser Aussage waren alle Kinder gemeint, nicht nur die Kinder mit Migrationshintergrund. Wie das folgende Zitat aus dem Internet zeigt, gibt es diese Tendenz schon länger: „Die Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) schlägt jetzt Alarm: Immer weniger Kinder können schwimmen. Von den 10-Jährigen kann sich mehr als die Hälfte nicht sicher im Wasser bewegen.“ (ZDFtivi 6.6.2019). Es besteht die Gefahr, dass die Möglichkeit für Kinder, im Laufe der Schulzeit Schwimmen zu lernen, in Herne weiter schwindet; da der Lebenszyklus bei allen Schul-Bädern in Herne überschritten ist. Das Hallenbad liegt in Wanne-Süd 1. Hier ist die Besiedlungsdichte besonders hoch. Im Schnitt lebten am 31.12.2019 in Herne 3.034 Menschen auf einem Quadratkilometer (Quelle:Internet). Rund um die Straße Am Solbad ist die Besiedlungsdichte mehr als doppelt so hoch und westlich der Hauptstraße mehr als dreimal so hoch (Klimaananlyse der Stadt Herne, 2018, S. 129). In Wanne-Süd 2, dem Nachbarstadtteil auf der östlichen Seite, leben sehr viele Jugendliche. Wanne-Süd 2 ist einer der 15 Monitoringräume Hernes mit dem höchsten Jugendquotienten. (Integriertes, kleinräumiges Monitoring für die Stadt Herne, 2019, S. 46, 25.5.2012). In diesem Stadtteil ist die Armutsbetroffenheit und -gefährdung laut Monitoringbericht stark überdurchschnittlich hoch. Im Einzelnen: Die Mindestsicherungsquote beträgt 29 Prozent und mehr, die Arbeitslosenrate 13 Prozent und mehr und der Anteil der Alleinerziehenden 6,3 Prozent und mehr. Alle drei Quoten sind stark überdurchschnittlich hoch (Monitoringbericht, S.17 - S.21). Auch der Bezug von Leistungen nach SGB II bei Kindern und Jugendlichen unter 15 Jahren ist in diesem Stadtgebiet mit 51,8 Prozent und mehr stark überdurchschnittlich hoch (Monitoringbericht, S. 38). Hier haben etwa die Hälfte der Menschen (46,6-52,8 Prozent) haben einen Migrationshintergrund. Dies ist im Vergleich zum Durchschnitt in Herne von 34,3 Prozent stark überdurchschnittlich hoch. Auch die Fluktuation der Wohnbevölkerung in diesem Viertel ist mit 251,9 und mehr Menschen stark überdurchschnittlich hoch, die Wahlbeteiligung unterdurchschnittlich. „Hohe Ausprägungen in diesen Werten“, so heißt es im Integrierten, kleinräumigen Monitoring für die Stadt Herne auf S. 26, „weisen auf erhöhte Integrationserfordernisse hin.“ (Monitoringbericht ..., S. 22 – 26.). Es fehlt offenbar so etwas wie Identifikation, Verbundenheit mit dem Ort, an dem die Menschen leben. Eine „vom kommunalen Bildungsbüro mit Unterstützung der Ruhr-Universität hier durchgeführte Befragung“ von Kindern und Jugendlichen „zu Umwelt, Wohlbefinden und Entwicklung “ hat bei mehr als der Hälfte ein leicht überdurchschnittlich niedriges Wohlbefinden ermittelt (Monitoringbericht, S. 44f. Zu den kompletten Ergebnissen der Studie vgl. ZEFIR, 2018.) Es wäre gut, zu wissen, was die Jugendlichen zu bemängeln haben und wollen. Leider habe ich im Moment nicht die Zeit, die Studie zu lesen. Wie problematisch die Situation in diesem Stadtgebiet ist, zeigt auch der Zeitungsartikel, der im letzten Monat (15.4.21) in der WAZ zu lesen war 'In Herne seien zu viele Kinder übergewichtig und ernährten sich falsch'. Weiteres Problem: Die starke Zunahme der psychischen Erkrankungen bei Kindern. Neben Anlaufpunkten für Gespräche und Beratungen könnten auch mehr Möglichkeiten, sich zu begegnen, Sport zu treiben und mehr Bewegung helfen; Bewegung, auch das Schwimmen, kann mit dazu beitragen, mehr Gefühl für den eigenen Körper zu entwickeln. Sport hilft bei Depression, fördert soziales Lernen ebenso wie auch schulisches Lernen. Dazu braucht es Möglichkeiten für die Bürger, sich im Wohnumfeld zu begegnen und zu bewegen, Möglichkeiten, die fußläufig oder auch mit dem Fahrrad gut zu erreichen sind: Spielplatz, Sportplatz, Park oder eben auch ein Schwimmbad. Ein Schwimmbad für alle Altersgruppen, für Übergewichtige, Rückenkranke etc., ein Schwimmbad nicht nur als Ort des Spiels und der Ertüchtigung, sondern auch als Treffpunkt und als Ort der Rehabilitation, Regeneration. Die nächsten Möglichkeiten vom Hallenbad aus gesehen, Schwimmen zu gehen, sind zu Fuß - (Wananas, 3 km), (Südpool, 5,4 km), (Schwimmbad Wellenfreibad Südfeldmark, 6 km), (Lago Herne, 7,4 km) - zu weit entfernt. Sie erreicht man mit dem Fahrrad, Bus oder Auto fahren, wenn man denn ein Auto hat. Mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln beträgt die Fahrtzeit für eine Strecke knapp 30 Minuten bis zu einer guten Stunde. Ziemlich zeitaufwendig, meine ich, und es entstehen Fahrtkosten. Dazu kommen dann noch die Kosten für den Eintritt von 5 Euro für ein Kind für 2 Stunden im Wananas. (Angabe im Internet im April 2021.) Der Abriss vom Hallenbad Solbad würde die Möglichkeit, Schwimmen zu gehen, nicht nur für die Kinder aus dem Umfeld des Bades, sondern für alle Altersgruppen erschweren! Besonders betroffen wären meines Erachtens die Kinder, Alleinerziehende, Schwerbehinderte und Senioren, weil für diese Gruppen die gute Erreichbarkeit eine wichtige Rolle spielt. Auch die Kosten für den Besuch eines der oben aufgeführten Bäder würden für viele Bewohner des Stadtviertels Wanne-Süd 1 angesichts der oben beschriebenen finanziellen Lage ein Problem sein. Wenn man bei den Sportmöglichkeiten, hier bei dem Hallenbad spart, entstehen Kosten für Jung und Alt an anderer Stelle, wie zum Beispiel im Gesundheitsbereich. Es entstehen auch soziale Probleme vor allem für Kinder und Jugendliche, die die Stadt, die Gemeinschaft ein ganzes Menschenleben lang mit trägt. Hallenbad Solbad und Bau von Wohnungen möglich? Man sollte nicht nur in Alternativen denken: Entweder Hallenbad oder Wohnungsbau. In Kopenhagen gibt es seit 2017 eine Müllverbrennungsanlage, die gleichzeitig Park und Skipiste ist. (AMANGER RESSOURCE CENTER, in: Friedrich von Borries, Benjamin Kasten, Stadt der Zukunft, S.157ff.) Ich denke am Hallenbad Eickel kann man vielleicht ein bis zwei Stockwerke drauf setzen. An das Hallenbad schließt sich nach Westen hin schon ein Wohnhaus im gleichen Baustil an. Die Fläche um das Gebäude herum wird man eher nicht weiter bebauen, da dort alte Bäume stehen, die sicher dort bleiben sollten. Was da möglich ist, müsste sich mal ein Architekt anschauen. Und es müsste auch eingehend geprüft werden, ob, angesichts der hohen Besiedlungsdichte und der dem entsprechend dichten, überwiegend mehrstöckigen Bebauung bei wenigen Ein- u. Zweifamilienhäusern, ein in die Höhe bauen - auch im Hinblick auf die Klimafolgen - sinnvoll wäre. Die Flächenbewertung aus klimaökologischer Sicht ist auf der Nordseite der Straße Am Solbad ungünstig bis sehr ungünstig (Klimaanalyse ..., S. 140.) Die Anfälligkeit gegenüber Hitzebelastung in dem Stadtteil ist erhöht. Das Gebiet liegt schon jetzt im Bereich einer Wärmeinsel (Klimaanalyse.., S. 123). Möglicherweise könnte es zu (Luft-)Austauschproblemen kommen, da keine unmittelbare Anbindung an den bioklimatischen Ausgleichsraum im Süd – Westen besteht; denn westlich der Hauptstraße liegt zwischen dem bioklimatischen Ausgleichsraum im Süd -Westen und der Straße Am Solbad ein sehr dicht besiedeltes Gebiet. Zu der Berechnung der für Schwimmmöglichkeiten zu investierenden Kosten gehört auch die Berechnung und Berücksichtigung der Kosten für den Rückbau bzw. Abbruch des bestehenden, wenn auch sanierungsbedürftigen Gebäudes, das ja im Prinzip nur an anderer Stelle und in anderer Form wieder aufgebaut wird, wie in diesem Fall in Form der Erweiterung des Herner Südpools um zwei Lehrschwimmbecken. Das Hallenbad bietet sicher mehr, als die zwei Lehrschwimmbecken. Wenn man die Kosten für beide Projekte vergleichen will, muss man m.E. berechnen: So könnte man den Preis für den Bau bzw. die Sanierung der zwei Lehrschwimmbecken oder Entsprechendem miteinander in etwa vergleichen. Mit dem Abriss des Hallenbades würde ein Gebäude verschwinden, was neben anderen alten Gebäuden das Viertel so einzigartig, besonders macht. Der Stadtteil würde so ein Stück weit auch seiner Geschichte beraubt. Mir stellt sich die Frage: Müssen in diesem Stadtteil unbedingt weitere Wohnungen gebaut werden? Zur Alternative, Abriss und Bau von Wohnungen, möchte ich neben dem oben aufgeführten Bedarf an Freizeit- und Sportmöglichkeiten auch noch folgendes zu Bedenken geben: Im Montoringbericht ist auf S. 56 der Karte 34 zu entnehmen, dass der Wohnungsleerstand im Umfeld des Hallenbades , mit 7,8 Prozent und mehr stark überdurchschnittlich hoch ist. Wäre ein Schwimmbad mit vielen Möglichkeiten im Hinblick auf das Sichbewegen und Fortbewegen im Wasser und darüber hinaus zum Treffen und Verweilen an einem Kiosk zum Beispiel vorne am Eingang oder auf einer begrünten Dachterrasse nicht viel sinnvoller angesichts der Probleme in Wanne-Süd 1? Könnte ein solches Modell nicht auch deshalb schon mit zur Problemlösung beitragen, weil hier langfristig sichere Arbeitsplätze geschaffen werden könnten für Bademeister, Krankengymnasten (Kurse, Wassergymnastik), Reinigungskräfte, und darüber hinaus auch Arbeitsplätze in der Gastronomie. Könnten in einem sanierten Hallenbad nicht auch neue Ausbildungsplätze entstehen? Und da es sich um ein städtisches Bad handelt, könnte in diesem Fall nicht festgelegt werden, dass die Arbeits- und Ausbildungsplätze nur von Menschen besetzt werden, die in Herne, möglichst im Umfeld des Bades leben? Das Hallenbad könnte (wieder) ein Magnet sein nicht nur für Vereine, sondern auch für die Bevölkerung der umliegenden Stadtteile, weil die Teilnahme an Wassergymnastik- Kursen und Ähnlichem zum Beispiel für Senioren aus Eickel und darüber hinaus attraktiv ist und von der Entfernung her erreichbar. Die Menschen, die in Wanne-Süd und Umgebung leben, müssten gefragt werden, was sie wollen. Ist das schon geschehen? Es lohnt sich meines Erachtens auch, die Möglichkeiten der öffentlichen Förderung noch mal eingehend zu prüfen und Ablehnungen auch öffentlich zu machen. Ich möchte Ihre Petition (halloherne berichtete) auf jeden Fall auch unterschreiben. Bitte senden Sie mir eine Durchschrift mit Unterschriftenliste zu. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass es noch viele andere Menschen gibt, die unterschreiben würden, u.a. Schulkollegen, die Sport bzw. Schwimmunterricht erteilen und vermutlich schon lange mit dem Mangel an Lehrschwimmbecken und Bewegungsproblemen bei einer großen Anzahl von Schülern konfrontiert sind. Vielen Dank und freundliche Grüße Susanne Adami."

Leserzuschrift

Ausflug zum Ümminger See

Impressionen vom Ümminger See in Bo-Langendreer.

Unser halloherne-Leser Burkhard Ladewig schickte uns einige Impressionen von dem Ümminger See, einem beliebten Naherholungsgebiet in Bochum-Langendreer. Rund um den See, der sich durch den Hapener Bach speist, sind sowohl große als auch kleine Menschen willkommen. Gelegenheiten für die unterschiedlichsten Sportarten finden sich hier. So können zum Beispiel Wanderer den Rundweg um den See nutzen (2 km), ebenfalls treffen sich Radfahrer, Boule-Spieler und Inline-Fahrer hier. Aber auch Naturfreunde entspannen am Ufer des Sees. Zur letzten Spezies zählt auch der Herner Burkhard Ladewig, der sich am Dienstag (11.5.2021), gemeinsam mit seiner Frau, auf den Weg nach Langendreer machte. Im Gepäck hatten sie einen Picknick-Korb und natürlich eine Kamera, denn an dem See lebt eine größere Population Kormorane, aber auch Fischreiher sind häufig zu beobachten, zudem tummelten sich in dem See sich jede Menge Karpfen und die boten dem Ehepaar Ladewig immer wieder Rangeleien. Von ihrem 'Ausflug um Ümminger See' schickte uns die Familie Ladewig einige Impressionen, die wir unseren Lesern nicht vorenthalten möchten.

Leserbrief

Bezirksvertretung Eickel 6.5.2021

Gesperrt sind nicht Wasserflächen, auch Teile der Bezirksvertretung-Eickel.

In einem Leserbrief vom 12. Mai 2021 an unsere Redaktion äußert halloherne-Leserin Ingeborg Müller-Schuitz ihre Irritation über die Vorgehensweise der Bezirksvertretung Eickel am Donnerstag (6.5.2021): „Während Horst Schröder und der Mondkanal eine Online Petition zum Thema - Erhaltet das Hallenbad - initiiert haben (halloherne berichtete), wird zu Beginn der Sitzung der Bezirksvertretung Eickel auf Antrag der Verwaltung der - TO 11 Hallenbad - in den nicht-öffentlichen Teil verlegt, da möglicherweise vertrauliche Informationen mitgeteilt werden könnten. Dabei waren nur drei einfache Fragen zu beantworten: Wer, wie, was? Bin gespannt, wie es weitergeht. Die Option, am Südpol 2 Lehrschwimmbecken zu bauen, ist für Eickeler und Wanner wirklich ein hoffnungsfroher Streifen am fernen Herner Horizont. Mit sportlichen Grüßen Ingeborg Müller-Schuitz."

Leserbrief des SPD-Ratsfraktionsvorsitzenden

Sobieski: CDU lenkt Lkw durch die Stadt

Udo Sobieski.

„Wenn es nach dem Fraktions- und Parteichef der CDU, Timon Radicke, ginge, würde das Brückenproblem auf der A43 durch eine vierspurige Bochumer Straße gelöst. Das würde bedeuten: Radicke ist für mehr Lkw in der Innenstadt. - Eine gute Idee? Wohl eher nicht! Erst werden die Lkw auf die Bochumer Straße gelockt und dann, Herr Radicke? Soll der Lieferverkehr dann über den Westring weiterfließen oder doch charmant über den Hölkeskampring geleitet werden? Es würde mich nicht wundern, wenn Herr Radicke auch noch vorschlagen würde, die Herner Bahnhofstraße für den Lkw-Verkehr (ab 3,5 t) freizugeben. Wir sind froh darüber, dass wir nicht auf Herrn Radicke gehört haben und dass er nicht in verantwortlicher Position bei Straßen.NRW ist.“

Leserbrief

Zum Abriss des Hallenbads

Wandgestaltung im Kreativquartier mit einer Nachahmung des Mosaiks des Künstlers Edmund Schuitz.

Von unserer Leserin Ingeborg Müller-Schuitz erreichte uns am Montag (12.4.2021) ein weiterer Leserbrief zu dem geplanten Abriss des Hallenbads, darin heißt es: „2018 das Namensschild 'Hallenbad' neu montieren und die Toilettentüren mit den Mosaiken aus dem alten Schwimmbad zu tapezieren als Erinnerung, reicht einfach nicht aus. Das alte Thema 'Hallenbad' wird seit Jahren wie eine 'heiße Kartoffel' rumgeworfen. Die Schwimmflächen fehlen seit Jahrzehnten, weil Lehrschwimmbecken geschlossen beziehungsweise immer wieder repariert werden mussten und somit Übungsfläche ausfiel. Hätte man die gleiche Energie für den Erhalt der Sportstätte aufgebracht wie für dieses Kreativzentrum an der Heinestraße und Ideen entwickelt wie für das „Hertie-Haus“: Ein Vorzeigeprojekt für Breitensport wäre in dem arg gebeutelten Stadtteil Wanne-Süd entstanden. Dazu die Nähe zur Sporthalle, Verkehrsanbindung, Schulen....so viele Pluspunkte, die für den Erhalt sprachen. Die Diskussion in der Bezirksvertretung Eickel und die Anerkennung als Denkmal 2018 brachte nur ein kurzes Innehalten, 2019 war der Schutz schon dahin. Denn wenn der politische Wille fehlt.....kommt der Abriss."

Leserbrief

Zum Abriss des Hallenbads Eickel

Wasserflächen für Schwimmer sind in Herne rar.

Zu dem Abriss des Hallenbads in Eickel schickt unser Leser Walter Müller folgenden Leserbrief: „Als Kurzzeitschwimmer konnte ich unmittelbar erleben, wie mit Beginn der Planung des 'Wananas' die Vernachlässigung des Eickeler Hallenbades betrieben wurde. Ein funktionierendes Sportbad wurde zugunsten eines Spaßbades bewusst außer Stand gesetzt. Die Klagen über fehlende Lehrschwimmbecken sind uralt, ebenso die Forderungen nach mehr Schwimmunterricht und Möglichkeiten für den DSC, die 'Lebenshilfe', die Schwimmvereine Hellas und Wiking, Sport für Senioren, Versehrten-Sport-Gemeinschaft, Schwimmen für muslimische Frauen. Die Vorstellung, ein schlichtes Schwimmbad für den Breitensport zu erhalten, stieß auf taube Ohren. Ebenso der Vorschlag, Wanne -Süd zu einem Breitensportzentrum auszubauen in Verbindung mit der Sporthalle, dem Sportpark, der Minigolfanlage, der Tanzschule, wurde beiseite geschoben. Die gute Verkehrsanbindung, der Einzugsbereich von fußläufig mindestens 5 Schulen konnte nicht überzeugen, sich um Fördermittel oder andere Trägerschaften zu bemühen. Auch die Aktion 'Denkmalschutz' 2018 hielt den lange geplanten Abriss nicht auf, der Denkmalschutz wurde 2019 wieder aufgehoben. Spätestens in dieser Phase zeigte sich der Mangel an Schwimmflächen mehr als deutlich. Im Status des Denkmalschutzes wären schlichte Instandsetzungen möglich gewesen, nach Aufhebung ist eine Sanierung mit ganz anderen Anforderungen verbunden. Schwimmer und Nichtschwimmer brauchen weder Rutschen, Piratenschiffe noch Babybecken. Etliche Kurzschwimmer kamen und kommen im 'Wananas' nicht zurecht, da der Einstieg nur über die Leiter oder den Lift möglich ist. Schade, schade, schade....."

Leserbrief der Herner Piraten

Radverkehr in Herne - Es reicht

Fahrradstraße auf der Bochumer Straße.

„Wir Piraten haben nachgefragt, nach dem aktuellen Stand zum Radverkehr in Herne. Besonders interessant für uns sind dabei die Planungen, was denn konkret ansteht. Die Anfrage wurde für die Ratssitzung am 2. März 2021 eingereicht. Jetzt hat die Stadt ihre Antwort auch im Ratsinformationssystem für alle veröffentlicht. Der Radverkehr in unserer Stadt, ist für uns Piraten eine Herzensangelegenheit. Wir haben uns bereits in der letzten Ratsperiode durch aktive Mitarbeit in den entsprechenden Gremien (Projektgruppe Radverkehr) mitgewirkt und unsere Forderungen in einem Arbeitspapierzusammengefasst. Mit unserer Anfrage wollten wir genau wissen, wo Herne steht und auf den ersten Blick ist es eine umfangreiche Liste, die die Stadt vorgelegt hat. Leider nur auf den ersten Blick. Vieles sind Versprechungen (Fahrradparkhaus am Hauptbahnhof in Wanne-Eickel oder der Bau von Brücken für den Radverkehr über den Rhein-Herne-Kanal), vieles sind Planungen, die sich im Rahmen von Straßenplanungen ergeben und damit nicht eigenständig sind oder Maßnahmen, die nichts kosten, wie die umstrittene Öffnung der Hauptstraße in Wanne für den Radverkehr. Als bedeutendes Projekt wurde der radgerechte Umbau der Sodinger Straße hervorgeheben, allerdings ist hier nicht die Stadt sondern der Landesbetrieb Straßen NRW zuständig. Besonders peinlich für die Stadt: Auf unsere Anfrage, ob die Stadt denn Projekte für ein Förderprogramm angemeldet hat, dass zu 100 Prozent gefördert wird, musste die Stadt passen. Es wurden keine Anträge gestellt. In der Stadt Herne sind für die Planung von Radverkehr zwei Stellen vorgesehen. Wie man an unserer Anfrage deutlich erkennt, reicht dieses bei weitem nicht aus, wenn man den Radverkehr in Herne voranbringen möchte. Projekte und Bedarf gibt es genug in unserer Stadt. Geld – siehe 100 Prozent Förderung – ist auch da. Was aber fehlt sind die Ressourcen, ein eigenständiges Konzept für den Radverkehr und offensichtlich der politische Wille, sich diesem Thema zu widmen. Wir bleiben am Ball!"

Leserbrief

Corona-Zahlen in Herne

Unser halloherne-Leser Horst Winkler schickt uns folgenden Leserbrief, in dem er Bezug auf die Inzidenz-Zahlen in Herne nimmt: „Nachdem Anfang März 2021 in der Konferenz der Länderministerpräsidentinnen/präsidenten und Mitgliedern der Bundesregierung leichte Lockerungen in der Corona-Pandemie abgesprochen wurden, kämpft die kreisfreie Stadt Herne immer noch mit einer relativ hohen Inzidenz (Stand 08.03.21= 102,4). Das ist im Verhältnis zu den Nachbarstädten, dem Landkreis Recklinghausen und der kreisfreien Stadt Bochum, circa das Doppelte an Neuinfektionen auf 100 000 Einwohnern an sieben Tagen. Da erhebt sich für den nachdenklichen Zeitgenossen die Frage, wie lässt sich so etwas plausibel erklären ? Hierfür kann es meines Erachtens nur zwei belastbare Gründe geben. Entweder nehmen die Bürgerinnen und Bürger die allseits bekannten Vorsichtsgebote nicht ausreichend ernst, oder es kränkelt am fehlenden Ideenreichtum weiterer Maßnahmen beziehungsweise konsequenter Kontrollen der Kommunalverwaltung.“

Leserbrief

Keine Bebauung im Volkspark Röhlinghausen

Keine Bebauung im Volkspark Röhlinghausen (Symbolbild).

Ein Leserbrief unseres Lesers Reiner Gesk erreichte uns am Mittwoch (16.12.2020). Darin äußert er seinen Unmut über die Pläne im Volkspark Röhlinghausen eine zweigeschossige KITA zu bauen. Damit würde eine Grünfläche vernichtet, die den Bürgern zu Naherholung diene. Dass dies KITA dringend nötig sei, das sei unserem Leser schon klar, aber er moniert den Standort. Alternative Standorte würden von der Verwaltung nicht akzeptiert. Das erregt den Unmut vieler Anwohner. „Überrascht und überrumpelt sind die AnwohnerInnen der Barbarastraße von dem Vorstoß der Bezirksvertretung Eickel den Volkspark Röhlinghausen mit einer zweigeschossigen Kindertagesstätte zu bebauen. Am Dienstag (1.12.2020) erfuhren wir auf einer virtuellen Bürgersprechstunde der SPD, dass eine Kindertagesstätte mitten in den Park gebaut werden soll. Schon da gab es einigen Widerspruch der AnwohnerInnen und gute Argumente, den Park in seiner jetzigen Form zu erhalten. Die Mehrzahl der betroffenen BürgerInnen sind davon überzeugt, dass der Neubau einer Kindertagesstätte in Röhlinghausen eine gute Sache ist und dagegen hat sicher niemand etwas einzuwenden. Aber der Standort, der jetzt mit heißer Nadel gestrickt wurde, sorgt für ziemlichen Unmut. Die Planung, die jetzt circa 3.000 Quadratmeter öffentliche Grünfläche und den Durchgang zum Volkshaus Röhlinghausen den Baggern zum Fraß vorwirft, ist keine ordentliche Planung, sondern ein Schlag ins Gesicht der Menschen, die den Park zur Naherholung nutzen. Die Bebauung des Volksparks Röhlinghausen sorgt nicht nur für einen enormen Flächenverlust des Volksparks, sondern vernichtet auch die in den letzten Jahren neugestaltete Anbindung des Volkshauses Röhlinghausen und des Sportsplatzes der Spielvereinigung und SC Röhlinghausen über den Volkspark Röhlinghausen. Gerade am Wochenende wird dieser barrierefreie Weg von zahlreichen BürgerInnen genutzt. Von Bürgerbeteiligung würde ich dann nicht mehr sprechen wollen, sondern nur von Bürgerinformation, denn am Donnerstag (3.12.2020) wurden in der Sitzung der Bezirksvertretung Eickel Fakten geschaffen. Dem Ortsverband der SPD Röhlinghausen muss dabei zugutegehalten werden, dass er mindestens die Anlieger informiert hat. Sowohl bei der digitalen Bürgersprechstunde am Dienstag (1.12.2020) als auch bei einem Ortstermin am Freitag (4.12.2020) mit Bezirksbürgermeister Arnold Plickert und Hendrick Bollmann (Vorsitzender der SPD in Röhlinghausen), brachten zahlreiche BürgerInnen neben ihrer Entrüstung und dem Unverständnis zu einer Bebauung im Volkspark Röhlinghausen, zahlreiche alternative Standorte für die dringend benötigte KiTa ein. Die Begründung der Verwaltung allerdings, dass eine erneute Standort-Suche aus zeitlichen Gründen nicht möglich sei, kann besonders in Bezug auf die lange Historie des Volksparks Röhlinghausen, in dem Generationen von RöhlinghauserInnen Erholung gesucht haben und der extrem kurzen Planungszeit nicht akzeptiert werden. Eine solche öffentliche Grünfläche im Hauruckverfahren einer Bebauung zuzuführen und die Öffentlichkeit nicht zu beteiligen sorgt bei den AnwohnerInnen für Wut und mächtiges Unverständnis. Auch wenn der Druck auf die Verwaltung aufgrund des Betreuungsplätzemangels sicherlich enorm ist und die Entscheidung der Bezirksvertretung Eickel bei Entscheidungen über Bauvorhaben auf den Baumschutz zu achten, nach zahlreichen Rodungsaktionen im Stadtgebiet (z.B. Umbau Hüller Bach, Rodungen an der Berliner Straße), ein Schritt in die richtige Richtung ist, kann und darf die Lösung nicht die Bebauung von öffentlichen Grünanlagen sein. Bei einer solchen Entscheidung „zwischen Pest und Cholera“ aus Zeitgründen keine weiteren Alternativen zu prüfen kann nicht im öffentlichen Interesse liegen. Hinzu kommt, dass die teilweise hochfrequentierte Barbarastraße in einigen Teilen sehr verengt ist und zum jetzigen Zeitpunkt kein Verkehrswegekonzept vorliegt. Wenn dann im weiteren Verlauf der Planungen rettungsdienstliche Erwägungen oder andere verkehrstechnische Maßnahmen aufkommen, um die Straße an den Engstellen zu verbreitern und weitere Bäume zu fällen, schlage ich nur noch die Hände über den Kopf zusammen. Als Bürger dieser Stadt fordere ich eine ausgewogene Planung der KiTa in Röhlinghausen, die nicht im Vorfeld jegliche Alternativen bei Seite schiebt. Bürgerbeteiligung heißt, dass BürgerInnen sich einbringen können und nicht nur über schon im Vorhinein feststehende Tatsachen informiert werden."

Leserzuschrift

Zu den Neuinfektionen in Herne

Unser Leser Horst Winkler hat uns am Donnerstag (5.11.2020) folgenden Leserbrief zu den Neuinfektionen in Herne geschickt. „Die Neuinfektionen mit dem Corona-Virus in Herne sind besorgniserregend und alarmierend. Mit einer Inzidenz von derzeit 272 auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen nimmt Herne den unrühmlichen Spitzenplatz in NRW ein und ist auch bundesweit im oberen Negativbereich angesiedelt. Das stimmt traurig und macht nachdenklich. Eine Häufung von Infektionen, die einem bestimmten Bereich zuzuordnen wären, kann nicht festgestellt werden. So bleibt deshalb nur die Erkenntnis, dass das Gros der Ansteckungen durch Sozialkontakte in allen Bereichen des Zusammenkommens von Bürgern erfolgt. Da können die Bundesregierung und die Landesregierungen den Menschen noch so viele Maßnahmen zumuten und Verhaltensregeln an die Hand geben, wenn diese jedoch nicht oder völlig unzureichend und mit großer Bereitschaft und einem hohen Maß an Disziplin angenommen werden, ist messbarer Erfolg nicht zu erreichen. So gilt es die sattsam bekannten Regeln wie z. B. Maske tragen und Abstand halten zu verinnerlichen, um die Neuinfektionen sukzessive zu verringern. Auch die Nachverfolgung von Kontakten beim Gesundheitsamt kann trotz großen Bemühens der dort Beschäftigten nicht mehr in dem erforderlichen Umfang nachvollzogen werden. Nur wenn sich jede und jeder angesprochen fühlt, Einsicht und Solidarität zeigt, ist dieser Problematik nachhaltig beizukommen.“

Leserbrief / Stellungnahme

Schockiert und wütend

Die Islamische Gemeinde Röhlinghausen hat "schockiert und wütend" auf die Nachricht über die Enthauptung des Geschichtslehrers Samuel Paty reagiert. Paty, der seinen Schülern während des Unterrichts zum Thema Meinungsfreiheit Mohammed-Karikaturen gezeigt haben soll, wurde am Freitag (16.10.2020) in einem Pariser Vorort von einem 18-Jährigen mit einem Küchenmesser getötet. Nach der Tat soll der Täter "Allahu Akbar" (Gott ist groß) gerufen haben. Anschließend wurde der Täter von der Polizei erschossen. Dazu schreibt die Islamische Gemeinde Röhlinghausen: „Die Nachricht aus Frankreich, dass ein Lehrer wegen seiner Meinung enthauptet wurde, hat uns zutiefst schockiert und gleichzeitig wütend gemacht. Schockiert hat uns der grauenhafte Mord auf offener Straße. Schockiert hat es uns, weil der Lehrer im Unterricht über Meinungs- und Glaubensfreiheit gesprochen hat und deswegen sein Leben verloren hat. Schockiert hat uns auch, dass ein Teil der muslimischen Community immer noch nicht die Werte der Gesellschaft in der wir leben, akzeptiert oder gar verstanden haben. Wütend machen uns solche Gewalttaten, weil sie im Namen unserer Religion ausgeübt werden. Wütend machen uns solche terroristischen Anschläge, weil es keine Grundlage in unsere Religion dafür gibt. Wütend macht uns, dass ein Fanatiker behauptet, er könne Gottes Henker spielen. Nein, es gibt für solche Taten keine Entschuldigung - egal wer wie kritisiert wird. Wir lieben unsere Propheten, wir leben unsere Religion. Wir sind auch nicht mit allem, was über den Islam oder Muslime gesagt oder geschrieben wird, einverstanden. Aber als Gegenmittel kann und darf Gewalt nie in Frage kommen. Ohne Wenn und Aber! Wir leben in einem Land, wo Meinungsfreiheit hochgeschätzt und Kritik legitim ist. Damit müssen sich alle, auch Muslime abfinden. Wer das nicht kann, ist weder ein guter Muslim noch hat er/sie hier etwas zu suchen. Wir sprechen unser Mitgefühl der Familie des getöteten Lehrers aus und wünschen in der schwierigen Zeit viel Kraft und Geduld."

Stellungnahme des ADFC

Stadtradeln Herne - mit Geschmäckle

Die Mitglieder des ADFC Herne kritisieren die Berichterstattung der Stadt Herne zu der Bewertung der Aktion Stadtradeln - Herne in der Metropole Ruhr - wie folgt: „Im Vorjahr hat das Team des ADFC – damals unter dem Namen „Mehr Platz fürs Rad“ – bei den Kategorien „Team-km“ und „km pro Kopf“ den jeweils ersten Platz erradelt und wurde durch die Stadtverwaltung während einer kleinen Siegerehrung entsprechend gewürdigt. In diesem Jahr hat das Team „ADFC Herne“ mit 16.003 km wiederum den ersten Platz in der Teamwertung erlangt, bei der Bewertung „km pro Kopf“ wurde mit durchschnittlich 471 km der 4. Platz erreicht. Das Team der Stadtverwaltung Herne erreichte in der Gesamtwertung mit 13.040 km – mit rund 3.000 km weniger – den zweiten Platz, in der Bewertung „km pro Kopf“ jedoch nur den 7. Platz, was auch dem Umstand geschuldet ist, dass dieses Team mit 53 aktiven Radelnden deutlich größer war als unser Team mit 34 aktiven Radelnden. Zur allgemeinen Überraschung hat die Stadt kurzerhand und ohne vorherige Kommunikation die Siegkriterien geändert und in der Bewertung der Teams nicht die Kilometerleistung, sondern die Größe des Teams sprich: Mannschaftstärke gewürdigt. Rückfragen des ADFC hierzu blieben bisher unbeantwortet, aber Verlautbarungen in der Presse geben mittlerweile einen Aufschluss darüber, welche Änderung der Siegkriterien die Stadtverwaltung beim diesjährigen Wettbewerb vorgenommen hat. So wurde unter anderem ausgeführt, beim Stadtradeln käme es nicht nur auf die gefahrenen Kilometer an, sondern darauf, mit Spaß auf klimafreundliche Fortbewegung umzusteigen. Daher habe man die größten Teams gekürt (und die Kilometerleistung der Teams unberücksichtigt gelassen). Stadtradeln ist ein Wettbewerb, bei dem es darum geht, 21 Tage lang möglichst viele Alltagswege klimafreundlich mit dem Fahrrad zurückzulegen. Dabei ist es egal, ob man bereits jeden Tag fährt oder bisher eher selten mit dem Rad unterwegs bist. Jeder Kilometer zählt – erst recht wenn man ihn sonst mit dem Auto zurückgelegt hätte. Dieses Grundprinzip – nachzulesen auf der Homepage von STADTRADELN – ist von der Stadt Herne, die erst zum dritten Mal an diesem Wettbewerb teilgenommen hat, möglicherweise noch nicht ganz verinnerlicht worden. Selbstverständlich soll das Umsteigen auf das klimafreundliche Fortbewegungsmittel Fahrrad Spaß machen, aber ein Team nur nach Größe sprich: Mannschaftstärke zu bewerten und dabei die Gesamtleistung des Teams völlig unberücksichtigt zu lassen, hat mit Leistungskriterien nichts zu tun und löst bei Radlern eher Irritationen aus. Ein Grundgedanke des Stadtradelns, nämlich in einem bestimmten Zeitraum (und in einem Team) möglichst viel km mit dem Rad und nicht mit dem Pkw zurückzulegen und somit möglichst viel Co2 einzusparen, wird ad absurdum geführt. Engagierte Stadtradler, die sich während des Wettbewerbs - im Vertrauen auf die Siegkriterien der Vorjahre – regelmäßig im Web über das Ranking ihres Teams informiert haben, werden vor den Kopf gestoßen. Dass durch die von der Stadtverwaltung geänderten und nicht vorher kommunizierten Siegkriterien das Team der – Überraschung! – Stadtverwaltung auf einen ersten Platz gehievt wurde, welches in der Teamwertung nach gesamt-km mit einem Abstand von rd. 3.000 km „nur“ den zweiten Rang belegt und nach pro-Kopf-km eher abgeschlagen rangiert, entbehrt nicht einer gewissen Pikanterie. Mit solch eher diskussionswürdigen Siegkriterien entfacht man bei engagierten Radlern eher wenig Begeisterung für das Stadtradeln. Die Leistung der Mitglieder des Teams der Stadtverwaltung soll keineswegs geschmälert werden, im Gegenteil – der ADFC Herne gratuliert herzlich! Aber ein Geschmäckle bleibt …"

Leserzuschrift

Kleine Sichtweise zur politischen Präsenz

Unser Leser Rainer Burg schickte uns folgenden Leserbrief, den wir unseren anderen Lesern nicht vorenthalten wollen: „Ja es muss geschrieben werden „kleine Sichtweise“, denn es ist die Sichtweise des Autors, also meine. Sicherlich haben eventuell andere Menschen ähnliche oder sogar die gleiche Sichtweise, aber das zu behaupten wäre natürlich Glaskugelleserei. Erst einmal, es geht um Herne und ausschließlich um Herne, da der Einblick in andere kommunalpolitische Aktivitäten zu gering ist, um diese mit einzubeziehen. Aber bestimmt ist einiges übertragbar. Vorab gesprochen geht es hier nicht um eine bestimmte Partei oder politische Richtung. Es sind alle angesprochen oder dürfen sich angesprochen fühlen. Denn auffällig ist, dass man damit alle ansprechen könnte. Grundsätzlich macht der derzeitige Oberbürgermeister, Dr. Frank Dudda, eine sehr gute Arbeit, eine Arbeit die in den letzten Jahrzehnten keiner seiner Vorgänger in dieser Art und Weise gemacht hat. Was aber auch der ihm eigenen, professionellen Medienpräsenz zuzuschreiben ist. Was aber bei allen politisch aktiven Kommunalpolitikern oder Interessierten auffällig ist und wirklich parteiübergreifendes Bakterium genannt werden kann, ist die momentane „Phönix aus der Asche“ Mentalität. Wenn alle politisch aktiven Menschen so aktiv und präsent wären wie in den paar Wochen vor der Kommunalwahl, würden bestimmt viele Bürger auch viel mehr verstehen oder zumindest zur Kenntnis nehmen. Plötzlich kommt jeder ansonsten mehr oder weniger politisch Aktive aus dem Gebüsch gesprungen und hat eine Nachricht entsprechend seiner politischen Ausrichtung zu verbreiten. Ob diese Nachricht nun relevant ist für einen politischen Führungsanspruch auf welcher Ebene auch immer, lassen wir einmal dahingestellt sein. Fest steht - und von allen problemlos nachvollziehbar, wenn man nur vier Tage hintereinander die lokalen Medien verfolgt ist, dass die jeweiligen verschiedenen Aussagen in geballter Form aus allen politischen Lägern den Stadtbereich überschwemmen. Noch vor ein paar Wochen war da so gut wie nichts. Mal eine kurze Mitteilung über ein Kleingartenfest, ein Sommerfest oder ähnliches, aber sonst - nichts. Die Betreffenden sollten es sich zu eigen machen, auch außerhalb der Wahlzeiten, das was sie zu sagen haben öffentlicher zu verbreiten und sich dann vom Bürger an der zügigen Umsetzung dieser Aussagen und dieser Versprechen messen lassen. Denn nur so kann der Wahrheitsgehalt von diesen, durch den Bürger nachvollzogen werden. Nicht wie ein Wahlversprechen, welches nach einigen Wochen in keiner Rede oder Ankündigung mehr zu hören ist, ganz abgesehen davon, dass man dann auch von vielen der jetzt auf der Werbeplattform befindlichen politisch Aktiven gar nichts mehr hört."

Tipps und Hilfestellung für den Ernstfall

Richtig Haushalten bei knapper Kasse

Richtig Haushalten bei knapper Kasse.

Viele Herner Haushalte müssen infolge der Corona-Pandemie finanzielle Einbußen verkraften. Bundestag und Bundesrat haben deshalb ein Gesetz beschlossen, das von der Corona-Krise betroffene Verbraucher unterstützt. „Wer zum Beispiel seinen Job verloren hat oder in Kurzarbeit ist, muss ständige Rechnungen wie Strom, Gas, Wasser oder Telefon erst mal nicht zahlen. Auch bei der Miete gibt es von April bis Juni 2020 einen Zahlungsaufschub und Kreditraten werden gestundet“, erklärt Veronika Hensing, Leiterin der Beratungsstelle Herne der Verbraucherzentrale NRW. „Wichtig ist aber, dabei im Auge zu behalten, dass man alle Zahlungen später nachholen muss“, betont Hensing. Um die Regelung in Anspruch nehmen zu können, muss man dem Energieversorger, dem Vermieter oder der Versicherung mitteilen, dass man nicht zahlen kann und belegen, dass die Ursache dafür Geldknappheit als Folge der Corona-Pandemie ist. Auch bei seiner Bank sollte man das tun, wenn man Raten nicht zahlen kann. Veronika Hensing weist darauf hin, dass dabei eine gute Planung der Ausgaben unbedingt notwendig ist. Was also tun, wenn das Geld knapp wird? Die Verbraucherzentrale NRW zeigt Möglichkeiten auf, stellt Musterbriefe und eine Checkliste zur Verfügung und gibt Tipps, worauf bei der Inanspruchnahme der Hilfen zu achten ist. Auch wenn es beruhigend ist, dass Mietern bis Juni nicht gekündigt werden darf, wenn sie bis zu drei Monatsmieten nicht zahlen: Lassen Sie sich nicht dazu verführen, die Mietzahlung komplett einzustellen, um finanziell Luft zu haben. Denn die Mietzahlungen werden nur gestundet. Gezahlt werden muss am Ende trotzdem, spätestens bis Juni 2022. Das bedeutet, dass Sie in ein paar Monaten zusätzlich zur vollen Miete auch noch die Rückstände an Ihren Vermieter zahlen müssen. Daher sollten Sie versuchen, zumindest einen Teil der Miete zu bezahlen. Von diesen Leistungen der Grundversorgung soll wegen der Corona-Pandemie niemand abgeschnitten werden. Hier haben Sie für Verträge, die vor dem 8. März 2020 abgeschlossen wurden, ebenfalls die Möglichkeit, vorübergehend bis zum 30. Juni 2020 nicht zu zahlen. Darauf müssen Sie sich aber ausdrücklich berufen und auch nachweisen, dass Ihre Zahlungsschwierigkeiten aufgrund der Corona-Krise bestehen. Sie müssen darlegen, dass Ihnen der notwendige Lebensunterhalt durch die Corona-Krise nicht mehr möglich wäre, wenn Sie zusätzlich für Strom, Gas, Wasser, Internet oder Telefon zahlen. Nehmen Sie zu Ihrem Anbieter / Versorger Kontakt auf, wenn Sie nun wegen der Corona-Krise weniger Geld zur Verfügung haben und diese Dinge nur noch teilweise oder gar nicht mehr bezahlen können. Die Verbraucherzentrale NRW bietet dazu einen Musterbrief zum kostenlosen Download an. Auch hier gilt: Die Zahlungen werden nicht erlassen, sondern nur aufgeschoben. Tauschen Sie sich daher am besten mit den Anbietern auch bereits über Zeitpunkt und Art der Nachzahlung aus. (Ehe-)Paare, die über ein gemeinsames Girokonto verfügen und jetzt mit Einkommensbußen zurechtkommen müssen, sollten vorsorglich das Konto auf nur einen der Partner umschreiben lassen. Denn können Verbindlichkeiten über längere Zeit nicht bedient werden und es kommt zu einer Kontopfändung, können Gelder nur auf einem Einzelkonto wirksam geschützt werden. Mit einer Vollmacht kann der Partner das Konto weiterhin nutzen. Mit dem neuen Gesetz können Sie für einen Raten- oder Immobilienkredit eine dreimonatige Stundung erhalten, wenn Sie Zins und Tilgung nicht mehr leisten können. Das gilt für Darlehensverträge, die vor dem 15. März 2020 abgeschlossen wurden. Auch hier sollten Sie gegenüber der Bank erklären, dass Sie durch die Corona-Krise nicht mehr zahlen können. Der Kredit wird dann entsprechend nach hinten verschoben. Ob eine Stundung für Ihre Verträge überhaupt in Frage kommt, können Sie anhand einer Checkliste prüfen, die wir online zur Verfügung stellen. Auf unserer Homepage finden Sie auch einen Musterbrief zur Beantragung. Dass man Beiträge aussetzen kann, gilt auch für Versicherungen, die vor dem 8. März 2020 abgeschlossen wurden, allerdings nur für Pflichtversicherungen. Das sind beispielsweise private Krankenvoll- und Pflegepflichtversicherung sowie die Kfz-Haftpflicht. Kontaktieren Sie Ihren Versicherer. Bei nicht verpflichtenden Policen wie Lebens-, Hausrat- oder Berufsunfähigkeitsversicherung gilt das Gesetz nicht. Hier können Sie Ihren Versicherer dennoch nach einer Stundung der Beiträge fragen. Einige Versicherungen haben dies schon von sich aus angeboten. Damit sich trotz der Zahlungsaufschübe kein Schuldenberg auftürmt, erkundigen Sie sich möglichst schnell nach staatlichen Hilfen, wenn sich Ihre berufliche Situation ändert und / oder Ihnen das Geld ausgeht. Erst mit dem Antrag kann überhaupt die Auszahlung beginnen. Dauert die Bewilligung etwas länger, gibt es meist rückwirkend Geld. Mögliche Leistungen, die Sie aktuell unterstützen könnten sind: Kurzarbeitergeld, falls Sie weiter arbeiten, nun aber weniger. Das müsste Ihr Arbeitgeber beantragen. Arbeitslosengeld, falls Ihnen nun gekündigt wird. Dann sollten Sie sich schnell bei der Agentur für Arbeit melden. Wohngeld, falls es nicht mehr für die Miete reicht. Das können Sie bei Ihrer Gemeinde beantragen Aufstockungsleistungen nach SGB II / „Hartz IV“ kommen in Frage, wenn Sie keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld haben. Beantragen können es z. B. Selbstständige, die nun in Not geraten, und Angestellte, die nun unterhalb der Grundsicherung verdienen. Melden Sie sich so schnell wie möglich beim Jobcenter. Informationen und rechtliche Hilfestellungen zu akuten Verbraucherfragen gibt auch die örtliche Beratungsstelle der Verbraucherzentrale NRW in Herne – telefonisch 02323-960 42 50 oder per E-Mail.

Müll im Constantiner Wald

Mülleimer werden nicht geleert

halloherne-Leser - Lothar Schulz - schickte uns dieses 'Müllfoto' aus dem Constantiner Wald.

halloherne-Leser Lothar Schulz schrieb uns, nach einem Sparziergang im Naherholungsgebiet Constantiner Wald, folgenden Leserbrief: „Der Constantiner Wald an der Stadtgrenze Herne Bochum ist ein begehrtes Naherholungsgebiet. Viele Spaziergänger und Hundebesitzer nutzen dieses stadtnahe Kleinod für ihre Naherholung. Dabei fällt natürlich auch Müll an. Tempotaschentücher, Trinkpäckchen von Kindern, Kotbeutel, in denen verantwortungsbewusste Hundebesitzer die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner entsorgen und Reste vom Silvesterfeuerwerk. Aber wohin mit dem Müll, wenn die aufgestellten Müllbehälter seit Wochen nicht geleert werden? Bürger mit Sinn für die Umwelt haben schon Müllbeutel an den Behältern aufgehängt. Viele bemühen sich, ihren Müll ordnungsgemäß zu entsorgen. Der Betreiber des Waldes, ich glaube es ist der RVR, macht es uns nicht leichter. Ich stelle fest, es liegt immer mehr Kot auf den Wegen. Es sind nur wenige Behältnisse vorhanden. Darüber hinaus stellt sich mir die Frage: Sind Reiter nicht für die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner verantwortlich?"