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Jobsuche in einer Gondel vom Riesenrad

Job-Speeddating beim Weihnachtszauber

Auf dem Cranger Weihnachtszauber findet nun ein Job-Speeddating statt.

Am Freitag, 9. Dezember 2022, gibt es in der Zeit von 10 bis 13.45 Uhr die Möglichkeit auf ungewöhnliche Weise auf Jobsuche für leicht erlernbare Tätigkeiten zu gehen. Und zwar per Speeddating in einer Gondel des Riesenrads auf dem Cranger Weihnachtszauber am Cranger Kirmesplatz. Interessierte Bewerber melden sich bis Mittwoch, 30. November 2022, per Mail unter Herne.Veranstaltungen@arbeitsagentur.de und geben eine Rückrufnummer an. Gesucht werden Mitarbeiter für leicht erlernbare Tätigkeiten. Hoch oben in der Luft, in weihnachtlicher Atmosphäre haben Bewerber die Möglichkeit, Arbeitgeber von sich zu überzeugen und eine neue Anstellung zu finden. Frank Neukirchen-Füsers, Vorsitzender Geschäftsführer der Agentur für Arbeit, freut sich über die Teilnahmebereitschaft der Betriebe und betont, wie wichtig es ist, neue Wege bei der Rekrutierung von Personal zu nutzen: „Die Unternehmen suchen Händeringend Personal und zwar auf allen Ebenen. Gemeinsam mit der Stadt Herne und allen Bündnispartnern bieten wir unkonventionelle Möglichkeiten der Jobrekrutierung und unterstützen Betriebe bei ihrer Suche. Interessierte Bewerber möchte ich ermutigen, diese Chance zu nutzen. Bei dieser Bewerbung zählt vor allem die Chemie. Hoch oben in der Luft spielen Zeugnisse und Ausbildung keine Rolle. Wichtig ist, man kann miteinander“, betont der Arbeitsmarktexperte und ergänzt: „Wer bei der Aktion mitmacht und von sich überzeugt, macht sich selber ein Weihnachtsgeschenk.“ Bislang mit dabei sind: das Parkhotel Herne Betriebs GmbH & Co. KG, das Diakonisches Werk im Kirchenkreis Herne gGmbH, das Unternehmen Lidl, der Caritasverband Herne e.V., die Firma Dachser Logistikzentrum Herne, die Phoenix Pharmahandel GmbH & Co KG, das Vertriebszentrum Ruhr, die Firma Malzers, Brinker, HCR, der Herner Betrieb von Burgerme sowie das Heizung-Sanitär-Gastechnik Unternehmen von Ralf Körner Heizung-Sanitär-Gastechnik.

HCR fährt zum Cranger Weihnachtszauber

Die HCR-Linie 322 fährt den Weihnachtszauber an.

Die HCR erweitert mit Beginn des Cranger Weihnachtszaubers wieder ihr Angebot zum Kirmesplatz. In der Zeit von Donnerstag, 17. November, bis Freitag, 30. Dezember 2022, fährt die HCR-Linie 322 die Haltestelle direkt am Kirmesplatz an. Über den Linienweg der bekannten Kirmeslinie 322 werden zusätzliche Gelenkbusse zum Wanne-Eickeler Hbf und Herner Bf den Verkehr ergänzen. Fahrgäste können sich auf Zusatzfahrten an den kommenden Freitagen, Samstagen und Sonntagen verlassen. Die planmäßige Linie 323 steht auf dem Streckenstück von Bochum-Hiltrop über Herne Bf, Crange, Wanne-Eickel Hbf nach Bickern und zurück zusätzlich zur Verfügung. Beide Linien rollen mit bis zu sechs Fahrten pro Stunde und Richtung zum Weihnachtszauber. Die am Veranstaltungsgelände eingerichtete Haltestelle Cranger Weihnachtszauber dient erneut als Anlaufpunkt für HCR-Kunden. Der Halt wird von den Linien 322 und 323 zu den Öffnungszeiten angefahren und ist auf der Heerstraße zwischen den Haltestellen Crange und Fred-Endrikat-Straße zu finden. Alle Fahrzeiten sind auch in der HCR-App und unter www.hcr-herne.de abrufbar.

Fünf Termine für abendliche Show über Crange vorgesehen

Drohnenshow beim Weihnachtszauber

Der Cranger Weihnachtszauber zeigt an fünf Terminen im Jahr 2022 eine Drohnenshow.

Der Cranger Weihnachtszauber (halloherne berichtete) plant 2022 eine große Drohnenshow, teilte er am Montag (7.11.2022) mit. Sie soll die Besucher faszinieren und für ein ganz besonderes Erlebnis auf dem Cranger Kirmesplatz sorgen. Laut des Veranstalters soll es sich um die „größte Weihnachts-Drohnenshow Europas“ handeln. Farbige Leuchtkugeln sollen wie ein großes Feuerwerk wirken, mit dem Unterschied, dass die Effekte nicht verpuffen. Ein Heer bunter Drohnen soll durch die Luft schwirren und faszinierende Motive, Figuren und Schriftzüge bilden. Bunte Choreografien am Nachthimmel werden von stimmungsvollen Weihnachtsklängen begleitet. „Das ist die sensationelle Abend-Show über Crange, die alle Besucher in ihren Bann ziehen wird und von der alle sprechen werden“, zeigt sich Veranstalter Sebastian Küchenmeister in der Mitteilung überzeugt. Die vorläufigen geplanten fünf Termine sind: Mittwoch, 23. November, Donnerstag, 1. Dezember, Freitag, 9. Dezember, Samstag, 17. Dezember und Donnerstag, 22. Dezember 2022. Änderungen der Termine werden über die Social-Media-Seiten vom Weihnachtszauber bekanntgegeben. Der Weihnachtszauber selbst startet am Donnerstag, 17. November 2022 und bleibt bis Freitag, 30. Dezember 2022, geöffnet. Der Eintritt (ab vier Jahren) kostet zwei Euro, inklusive ein Euro Rabatt für das Riesenrad.

Die große grüne Attraktion zieht nach Soest

Abbau der Riesenschaukel Konga

Ein Abschied auf Zeit: Die Konga Riesenschaukel verlässt den Kirmesplatz für eine Woche und wird in Soest zur Allerheiligenkirmes aufgebaut.

Menschen, die sich bei einem ihrer regelmäßigen Bummel über das Kirmes-Gelände über den Aufbau des Weihnachtszaubers (halloherne berichtete) informierten, die staunten am Montag (31.10.2022) nicht schlecht: War doch die Riesenschaukel Konga einen Tag zuvor schon komplett aufgebaut, so stand das Team von Sebastian Küchenmeister nun wieder in der grünen Attraktion und baute alles ab. Sieben Tage haben die Jungs um Küchenmeister für den Aufbau und die Dekoration auf Crange benötigt und waren 17 Tage vor Beginn des Weihnachtszaubers (halloherne berichtete und berichtete) komplett spielbereit und hätten eigentlich starten können. Die Lichter waren alle ausgewechselt, die Probefahrten waren gemacht und die Weihnachtsgirlanden waren dort, wo sie sein sollten. Darum warf der sofortige Abbau der Schaukel doch die eine oder andere Frage auf. halloherne fragte direkt beim Chef nach und bekam diese Antwort: „Wir bekamen am Montagmorgen einen Anruf von der Stadt Soest, dort findet von Mittwoch bis Sonntag, 2. bis 6. November 2022, die traditionelle Allerheiligen-Kirmes statt. Der städtische Mitarbeiter fragte mich, ob wir Interesse hätten, an der Kirmes teilzunehmen, da ein Hochfahrgeschäft kurzfristig ausgefallen sein." Daraufhin sei er erst einmal sprachlos gewesen und bat um eine Stunde Bedenkzeit. „Da die Soester Allerheiligenkirmes aber eine sehr gute Veranstaltung ist", erzählt Küchenmeister im halloherne-Gespräch weiter, „haben wir uns dazu entschieden, an der Kirmes teilzunehmen. Obwohl die Zusage aber auch bedeutet, dass beim Aufbau des Weihnachtszaubers sechs Mitarbeiter für eine ganze Woche fehlen werden." Für sein Team bedeutet diese Entscheidung allerdings eine Höchstleistung. „Wir sind am Montagmorgen direkt um 8 Uhr angefangen und ich schätze, dass wir am Abend hier mit aller Manneskraft und noch mehr, gegen 20 Uhr Richtung Soest fahren werden." Der Plan ist, dass die Mannschaft am Dienstag, 1. November, um 7 Uhr mit dem Aufbau beginnt und in der Nacht fertig wird – pünktlich zum Soester-Start am Mittwoch, 2. November 2022, um 11 Uhr. Das passt alles auch nur, da in Soest nicht mehr abgewaschen wird, der Konga keine Deko und kein neues Licht bekommt. Außerdem werden sich am Aufbau mehr Menschen beteiligen, Menschen, die den Konga schon mehrfach aufgebaut haben. „Wir sind ein Familienbetrieb, das bedeutet, dass bei dieser Mammutaufgabe die gesamte Familie mithilft.“ „Das sind alles Profis, da sitzt jeder Handschlag“, erzählt Sebastian Küchenmeister. Schließlich würde die Riesenschaukel jedes Jahr zwischen 18 und 22 Mal aufgebaut. „Und das seit immerhin elf Jahren, also weit über 200 Mal. Das einzige, was uns dazwischen kommen könnte, ist, wenn uns beim Aufbau ein Bauteil kaputtgehen sollte, das wäre katastrophal.“

Aufbau Weihnachtszauber 2022

Der Weihnachtszauber 2022 im Aufbau.

Auf dem Cranger Platz tut sich was: Keine drei Wochen mehr, dann öffnet sich am Donnerstag, 17. November 2022, das Tor zum Weihnachtszauber 2022 (halloherne berichtete). halloherne-Mitarbeiter Herbert Terlau war Ende Oktober 2022 mit der Kamera auf dem Platz unterwegs und hat diese Bilder mitgebracht.

Richtfest am Cranger Kirmesplatz, Aufbau schreitet voran

Der große Weihnachtsbaum steht

Nur noch wenige Zentimeter: Die Krone samt Stern sitzt kurz nach dem Foto auf dem Weihnachtsbaum vom Cranger Weihnachtszauber.

Der Baum steht: Pünktlich zum Läuten der Glocken um 12 Uhr am Donnerstag (20.10.2022) wurde die Spitze vom rund 45 Meter hohen und insgesamt 80 Tonnen schweren Weihnachtsbaum des Cranger Weihnachtszaubers (halloherne berichtete) von einem großen Kran angebracht. Ebenso läuft der Aufbau der anderen Fahrgeschäfte und Buden auf Hochtouren. Zwei Etagen aus Holz und insgesamt acht runde, grüne Elemente werden nacheinander mit dem 200 Tonnen Mobilkran hochgezogen und aufeinandergesetzt. Im Inneren wurde dann über Leitern nach oben geklettert und alles verschraubt, ebenso in den unteren Gastroräumen. Mehrere Fernsehteams filmen das Ganze, zwei Drohnen machen ebenfalls Bilder und Videos. Veranstalter Sebastian Küchenmeister schaut derweil von außen genau zu, dass auch alles passt. Laut ihm ist es „der größte mobile Weihnachtsbaum der Welt“. Sitzt ein Teil beispielsweise nicht richtig, kann es hinein regnen und es kann zu einem Kurzschluss kommen - alles schon mal passiert. Nachdem alles fest verschraubt war, wollte der Chef mal die Lampen zum Test einschalten und aus der Tradition heraus ein erstes Selfie machen. Vorher hatte er noch Zeit, um über den aktuellen Stand zu reden: „Der Aufbau läuft insgesamt sehr gut, wir sind prima in der Zeit. In den vergangenen Jahren war das schon mal stressiger.“ Das liege daran, dass es in den vergangenen Tagen oft trocken und mild war, so würde der Aufbau leichter von der Hand gehen. „Ab Montag, 24. Oktober 2022, bringen wir dann die Girlanden als Deko an. Ebenso haben wir noch zwischen 25.000 und 30.000 Kugeln und Schleifen, die es noch zu verbauen gilt. Insgesamt ist es aber ein cooles Gefühl, nun vor dem fertigen Weihnachtsbaum zu stehen“, freut sich Küchenmeister. Die Riesenschaukel „Konga“, die ihm ebenfalls gehört, wird derzeit noch aufgebaut, der „Fortress“-Freefall-Tower ist dagegen schon fertig. Die Crew musste den Aufbau vorziehen und ist direkt weiter zum nächsten Standort, um dort weiterzuarbeiten. Sie wird aber pünktlich wieder zurück sein, wenn der Start für den Weihnachtszauber in vier Wochen am Donnerstag, 17. November 2022, ist. Bekanntlich müssen zwei Euro Eintritt gezahlt werden, die, so Küchenmeister, nicht als Energieausgleich gelten würden, sondern um das große Programm drumherum zu finanzieren. Pressesprecher Alex Talash teilte gegenüber halloherne mit, dass das Team noch in den Überlegungen stecke, inwiefern ein Rabatt für Kinder möglich sei. Sebastian Küchenmeister dazu: „Wir wollen uns da an Freizeitparks orientieren.“ Die Öffnungszeiten sind von Montag bis Freitag, 14 bis 21:45 Uhr. Am Wochenende von 12 bis 21:45 Uhr. Am Totensonntag, 20. November 2022, öffnet das Gelände ab 17 Uhr, die Fahrgeschäfte drehen sich ab 18 Uhr - auch hier ist um 21:45 Uhr Schluss. An Heiligabend und am ersten Weihnachtsfeiertag ist geschlossen, am zweiten Weihnachtsfeiertag (Montag, 26. Dezember 2022) öffnet der Rummel ab 14 Uhr. Weitere Infos: https://cranger-weihnachtszauber.de/.

Zwei Euro aufgrund von Energiekosten und vollem Programm

Cranger Weihnachtszauber nun mit Eintritt

Kehrt 2022 zurück: Der Cranger Weihnachtszauber mit dem markanten großen Weihnachtsbaum.

Gefühlt ist gerade erst die 538. Cranger Kirmes zu Ende gegangen (halloherne berichtete), da wird es wieder voll auf dem Kirmesplatz. Der Cranger Weihnachtszauber steht vor der Tür und wird am Donnerstag, 17. November 2022, zum insgesamt vierten Mal eröffnen. Der letzte Öffnungstag für den weihnachtlichen Rummel ist am Freitag, 30. Dezember 2022. Veranstalter ist wie in den Vorjahren der Schausteller Sebastian Küchenmeister, die Laster rollen ab Mittwoch, 12. Oktober 2022, bereits an und liefern die ersten großen Teile für die Tore ab. Ab Donnerstag, 20. Oktober 2022, soll der Aufbau des Weihnachtsbaums mit einem großen Kran starten - aber ein paar Dinge ändern sich. Allen voran wird nun Eintritt erhoben. Zwei Euro sind nun pro Person zu zahlen - ob es beispielsweise Familienrabatte oder kostenlosen Eintritt für Kinder gibt und wenn ja, ab welchem Alter, stehe zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht fest, heißt es auf Nachfrage von halloherne. „Wir sind aufgrund der aktuellen Energiekrise dazu gezwungen. Im vergangenen Jahr gab es noch den Hygienezuschlag. Im Preis enthalten ist aber eine Rabattmarke von einem Euro für das Riesenrad“, erläutert Sebastian Küchenmeister. Für Stammgäste des Weihnachtszaubers gibt es für zehn Euro eine Art Dauerkarte, die zum unlimitierten Eintritt berechtigt. Die gestiegenen Strompreise machen sich auch an anderer Stelle bemerkbar. Der Weihnachtsbaum wird an jedem Abend nach dem Ende des Veranstaltungstages ausgeschaltet, die Eisbahn sowie das Eisstockschießen entfallen ganz. „Wir wollen damit einen Beitrag zum Energiesparen leisten, vor allem wenn es wärmer ist, ist die Eisbahn der größte Stromfresser“, sagt der Veranstalter. Dennoch verspricht Küchenmeister nach einem heruntergefahrenen Programm 2021 nun „einen Weihnachtszauber, wie es ihn noch nicht gab.“ Unter den 100 Ständen wie in den vergangenen Jahren sind acht Großfahrgeschäfte wie die Riesenschaukel Konga, das 38 Meter hohe ganz neue "White Wheel"-Riesenrad mit geschlossenen Gondeln auch beliebte Fahrgeschäfte wie der Loveexpress, Breakdance, Autoscooter, die Familienachterbahn „Feuer + Eis“ und ein Laufgeschäft. Highlight soll der 80 Meter hohe "Fortress"-Freefall-Tower sein, der eigentlich für den Eifelpark Gondorf gebaut wurde. Die weitere Liste an Programmpunkten ist laut Küchenmeister lang. Er zählt auf: In der Funkelgasse sollen sich 25 Händler tummeln, im Märchenwald ist eine Wahrsagerin sowie das Haus vom Weihnachtsmann, es gibt Fotospots, ähnlich wie in Disneyland, an denen man sich zu bestimmten Zeiten mit bekannten Figuren wie Elsa und Anna („Die Eiskönigin“) oder dem Grinch kostenfrei fotografieren lassen kann, dazu ist wie gewohnt der fliegende Weihnachtsmann dabei, der zwei Mal täglich (die Uhrzeit stehen noch nicht fest) über das Gelände schwebt. Außerdem gibt es eine Weihnachtsparade mit 40 Charakteren, die zu Musik und einer Choreografie zwei Mal pro Woche über das Gelände ziehen. Weitere Programmpunkte sind eine Feuershow, ein Kasperltheater sowie eine Fee als Stelzenläuferin. Auf 30.000 Quadratmetern Veranstaltungsfläche finden die Besucher im eingezäunten Gelände Platz, das sind rund 10.000 weniger als vor einem Jahr - dort wurde aufgrund der Corona-Pandemie alles etwas entzerrt. Rund die Hälfte der Fläche steht an Parkplätzen bereit, damit mehr als zuvor. Diese werden zum Teil derzeit noch saniert, um die „Matscherlebnisse“ aus dem Vorjahr zu verringern oder ganz zu vermeiden. Insgesamt sollen 1.000 Parkplätze zur Verfügung stehen, die vom Veranstalter bewirtschaftet werden (halloherne berichtete). Natürlich dürfen auch mehrere Imbiss- und Getränkestände nicht fehlen, die Firma Steinmeister baut ihre Ruhrpotthütten auf und hat noch ein anderes Konzept vorbereitet. Laut Küchenmeister soll der Bierabsatz genauso hoch sein, wie der des Glühweins. Ebenso ist noch ein besonderer Schnaps in Planung. Mit der Cranger Weihnachtsstube gibt es noch ein Indoorzelt. Die Preise der Gastronomie sollen sich mit leichten Anpassungen nach oben auf dem Niveau der Vorjahre bewegen: „Ich appelliere da auch an meine Schaustellerkollegen, da es hier eine Familienveranstaltung ist. Leichte Steigerungen lassen sich aber nicht vermeiden.“ Um etwas Geld zu sparen, gibt es auf der Internetseite https://cranger-weihnachtszauber.de/ im Vorverkauf limitierte Weihnachtszaubertaler - für 25 Euro erhält man Taler im Wert von 30 Euro, die beliebig einsetzbar sind. Die Öffnungszeiten sind von Montag bis Freitag, 14 bis 21:45 Uhr. Am Wochenende von 12 bis 21:45 Uhr. Am Totensonntag, 20. November 2022, öffnet das Gelände ab 17 Uhr, die Fahrgeschäfte drehen sich ab 18 Uhr - auch hier ist um 21:45 Uhr Schluss. An Heiligabend und am ersten Weihnachtsfeiertag ist geschlossen, am zweiten Weihnachtsfeiertag (Montag, 26. Dezember 2022) öffnet der Rummel ab 14 Uhr. Die etwas ungewöhnlich Schließungszeit begründet Küchenmeister ganz einfach: „Lärmschutz.“ Damit alle Besucher rechtzeitig das Gelände verlassen können, ist das Ende demnach eine Viertelstunde nach vorne gezogen. Corona-Beschränkungen gibt es vorerst keine. „Wir haben aber Hygienespender und sind gleichwohl vorbereitet, wenn es Landes- oder Bundeserlasse aufgrund der Pandemie-Situation gibt. Durch das vergangene Jahr sind wir da auch geübt“, sagt Küchenmeister. 2021 kamen rund 230.000 Besucher („Das ist gut angenommen worden“), in diesem Jahr rechnet der Chef mit mehr Rummelfreunden im Winter. Fußballfreunde müssen aber wohl auf die WM auf Crange verzichten. „Wir sind da noch in Gesprächen. Aufgrund der zeitlichen Knappheit bei Abendspielen und möglichen Verlängerungen wird es aber wohl nicht funktionieren.“ Dennoch dürften sich viele Besucher auf die weihnachtliche Kirmes freuen.

Countdown läuft: Nach Crange ist vor Crange

Nur noch 354 Tage...

Die cool cats freuen sich: Am Montag (15.8.2022) sind es nur noch 354 Tage bis zur 539. Cranger Kirmes im Jahr 2023!

Aus und vorbei: Die Lichter sind abgeschaltet, die Schaustellerbuden geschlossen und die Fahrgeschäfte werden abgebaut. Am Sonntagabend (14.8.2022) ging die 538. Cranger Kirmes zu Ende (halloherne berichtete). Leider, werden jetzt viele sagen, endlich, manch andere, denen die Besucherströme samt Autokolonnen mit Parkplatzsuche und die teils teuren Preise zu viel waren. Aber: Bekanntlich ist nach Crange auch vor Crange. Das gilt für die Besucher, Schausteller, Rettungskräfte wie Polizei und Feuerwehr und viele Personen, die sich um die Organisation kümmern. Schon jetzt ist klar, dass - sofern nicht wieder irgendein Virus um die Ecke kommt - die 539. Cranger Kirmes am Freitag, 4. August 2023, offiziell im Bayern Festzelt eröffnet wird. Man darf schon jetzt gespannt sein, welcher Stargast dann einige seiner Lieder präsentieren darf, nachdem nun Howard Carpendale die Ehre hatte (halloherne berichtete). Bis es jedoch so weit ist, folgen noch weitere Volksfeste und Kirmessen in ganz Deutschland, im kommenden Winter wird voraussichtlich wieder der Cranger Weihnachtszauber auf dem Kirmesplatz stehen, bevor dann im Frühling 2023 die erneute Kirmessaison beginnt. halloherne hat ausgerechnet, dass es am Montag (15.8.2022) noch exakt 354 Tage sind. Die Redaktion wünscht viel Spaß beim Herunterzählen des Countdowns! Und für diejenigen, die keine Kirmesfans sind: Crange lässt sich nicht aufhalten.

Hitze, Rekorde und Angriff auf Sanitäter

Das war Crange 2022

Impressionen der Cranger Kirmes 2022 am Abend.

Traditionell blicken die Vertreter der Stadt Herne, Schausteller, DRK, Feuerwehr und Polizei am letzten Kirmestag auf die Cranger Kirmes zurück. „Wir können zusammenfassend sagen: Das war eine höchst erfolgreiche Cranger Kirmes“, so Kirmesdezernent Dr. Frank Burbulla am Sonntag (14.8.2022). Laut Angaben der Stadt sollen rund 3,9 Millionen Menschen nach Crange gekommen sein. Das DRK berichtete über einen negativen Vorfall: Ein Sanitäter wurde am Samstagabend im Rahmen eines Einsatzes angegriffen und leicht verletzt. Wie war sie denn nun genau, die ersten Kirmes nach zwei Jahren Pause? Der Kirmesdezent berichtete von „ausschließlich freudestrahlenden Besuchern und einer sehr ausgelassenen Stimmung bei den Abendveranstaltungen. Rundherum kann man sagen: Eine gelungene Cranger Kirmes mit einem Top-Wetter, allerdings die letzten Tage etwas zu heiß". Ach ja, da war ja wieder die Sache mit dem Wetter. Petrus meinte es in diesem Jahr zu gut mit dem Sommer und bescherte über die Kirmestage hohe Temperaturen - ähnlich wie 2018. Wenn es zu warm ist, kommen die Menschen eher am Abend auf die Kirmes. „Die Hitze hat uns etwas gequält, da haben besonders die Kinderfahrgeschäfte drunter gelitten. Da die Familien bei der Hitze nicht auf dem Platz unterwegs waren. Die anderen Branchen konnten am Abend etwas aufholen, als die Sonne untergegangen war“, so Abert Ritter, Präsident des Deutschen Schaustellerbunds. Das Wetter sorgte auch für erhöhte Einsatzzahlen bei den Einsatzkräften des Deutsches Rotes Kreuz (DRK). „Wir haben überdurchschnittlich zu tun gehabt“, fasste DRK-Einsatzleiter, Karl-Thomas Jarolim zusammen. „Stand gestern Abend waren wir schon bei 710 Hilfeleistungen. Der Schnitt der letzten 20 Jahre liegt bei rund 550 Hilfeleistungen. Auch die Transportzahlen werden wir übertreffen: Bisher wurden 146 Patienten in ein Krankenhaus transportiert. Wir erwarten bis heute Nacht eine Gesamtzahl von 160 Transporten. Damit hätten wir den Rekord von 151 Fahrten eingestellt“, sagte der DRK-Einsatzleiter. Bei den vermissten Kindern gab's jedoch keine neuen Rekorde: Zwei Kindern wurden von den Helfern des DRK betreut, bis diese von den Eltern abgeholt wurden. „Das zeigt, dass die Eltern besonders gut aufpassen". Und wie kommen diese Zahlen zusammen? „Ein Teil der Sache ist dem Wetter geschuldet. Wir hatten bereits früh am Nachmittag die ersten Einsätze mit Kreislaufproblemen“, erläuterte Jarolim. „Und je später der Abend: Dann mussten wir Personen nach erheblichen Alkoholgenusses oder Unfällen bzw. Gewalttaten in die Krankenhäuser fahren.“ Ein Sanitäter wurde während eines Einsatzes angegriffen und leicht verletzt. „Wir waren in einer Versorgungsleistung und dabei, eine betroffene Person in einen Krankenwagen einzuladen. Damit war sein Umfeld nicht einverstanden und hat dann Gewalt angewendet“, so der Einsatzleiter Jarolim zu den Hintergründen. „Dem Helfer geht es gut und es sind ein paar Schwellungen übrig geblieben. Er wird heute wiederkommen, das war sein fester Wille.“ Die Sanitäter des DRK sind ehrenamtlich auf der Cranger Kirmes im Einsatz. Die Vertreter von Polizei und Feuerwehr bilanzierten eine ruhige Kirmes. „Die Einsatzbelastung orientierte sich am Jahr 2019. Wir waren nicht komplett ausgelastet. Einige Einsatzzahlen gingen leicht zurück“, so die Zusammenfassung von Roland Werfel von der Polizei. Wie auch in den Vorjahren mussten die Ausfahrten der Autobahn A42 zeitweise an den Wochenenden gesperrt werden. Apropos Vorjahre: Die Einsatzzahlen des Rettungsdienstes der Feuerwehr bewegte sich „auf dem Niveau der Vorjahre und hatten zehn Einsätze weniger als 2019“, sagte Benjamin Grunau von der Herner Feuerwehr. Deutlich weniger hatten die Einsatzkräfte aus dem Bereich Brandschutz zu tun: „Einmal fuhr das Löschfahrzeug zu einer unklaren Rauchentwicklung, welche sich als harmlos herausstellte.“ „Was in diesem Jahr besonders war, war das starke Interesse der Medien. Sechs Fernsehsender waren während der Woche hier“, sagte Dr. Burbulla. Ein Highlight war die Live-Übertragung des WDR am Freitag (12.8.2022) um 20:15 Uhr. „Das ist auch nicht selbstverständlich, dass man zur besten Sendezeit im WDR so ein langes und umfassendes Format bekommt.“ Der Veranstalter setzte zudem auf die sozialen Medien. „Wir haben Blogger und Influencer auf dem Kirmesplatz gehabt. Das führte nach unserer Einschätzung dazu, dass vor allem die Altersgruppe zwischen 18 und 30 vertreten waren.“ Und wer kam, kam oft mit dem Fahrrad. „Ein großer Erfolg waren unsere neuen Fahrradabstellplätze. Wir haben in diesem Jahr drei zusätzliche bewachte Plätze eingerichtet und insgesamt rund 6.000 Tickets verkauft. Das war ein guter Einstieg für uns und wir werden dies als Auftrag mitnehmen, weitere Fahrradstellplätze im nächsten Jahr hier zu errichten“, sagte Werner Friedhoff, Fachbereichsleiter Öffentliche Ordnung Und wer hatte Erfolg bei den Schaustellern? Dazu berichtete Werner Friedhoff, dass „die Wilde Maus XXL jedes Jahr bei uns top läuft und auch Apollo 13 besonders gut angenommen wird. Sehr zufrieden war unser neuer Riesenrad-Betreiber, der gerne im nächsten Jahr wiederkommen möchte.“ Patrick Arens fasste das kurz mit „gerade bei den Fahrgeschäften gibt's nur Gewinner“ zusammen. Aber der Vizepräsident Bundesverband Deutscher Schausteller und Marktkaufleute e. V. erzählte von einer besonderen Beobachtung: Die Spielgeschäfte wie zum Beispiel das Bällewerfen sind auch die absoluten Gewinner. Die haben dieses Jahr ein großes Comeback erlebt und bewiesen, dass diese neben Fahrgeschäften und Gastronomie ein fester Bestandteil der Kirmes sind." Die Schausteller mussten ihre Preise zur Cranger Kirmes anpassen (halloherne berichtete). Hatte dies Auswirkungen auf die Schausteller? „Die Besucher haben das akzeptiert und wir haben aufgrund der angepassten Preisanpassungen keine Einbrüche erlebt“, so die Antwort des Schaustellerpräsidenten Albert Ritter. Und Patrick Arens ergänzte: „Wir müssen unsere Preise so kalkulieren, dass der Besucher damit umgehen kann.“ Am Ende sei ein Besuch einer Kirmes wie Crange sogar nachhaltig. „Eine Studie über rund 30 Jahren ergab, dass die Schausteller einen Verbrauch von einem halben Kilowatt pro Besucher haben. Die gleiche Studie besagt auch, dass, wenn alle zu Hause bleiben, der Verbrauch sogar höher ist", so Arens. Stadt und Schausteller dankten den Anwohnern. „Da muss man mal ein Dankeschön aussprechen, dass die Anwohner große Geduld mit uns und viel Spaß daran hatten, Teil dieser Cranger Kirmes sein zu dürfen. Uns wurde das Leben nicht schwer, sondern leicht gemacht“, sagte Kirmesdezernent Dr. Frank Burbulla stellvertretend für die Stadt Herne. Albert Ritter, Präsident Deutscher Schaustellerbund e. V. fügte noch hinzu: „Es ist gar nicht hoch genug anzusetzen, wie hier die Anwohner mitmachen.“ Timo Lichte nutzte die Gelegenheit, um alle denjenigen einmal zu danken, die die Cranger Kirmes möglich machen. „Ich möchten den Menschen danken, die hier genauso viel Arbeiten wie die Schausteller. Das heißt: die Polizei, die Feuerwehr und auch das Rote Kreuz. Ihr habt einen tollen Job gemacht. Auch einen Dank an die Stadt und die Feuerwerker, dass ihr die Feuerwerke ermöglicht habt." Stichwort Feuerwerk: Hitze, Trockenheit und hohe Waldbrandgefahr. Trotzdem findet das Feuerwerk statt, denn Veranstalter, Behörden und Feuerwerker haben Maßnahmen ergriffen, die die Ausführung des Abschlussfeuerwerkes sicher machen sollen. „Seit gestern steht fest, dass wir den Abschussplatz für das Feuerwerk in eine vegetationsfreie Zone verlegt haben“, erklärte Marco Diesing. „Da wird sich für den Zuschauer aus dem Winkel nicht viel verändern, da es nur wenige Meter sind. Und war es wichtig, dass die Feuerwerker nicht in der Vegetation stehen, sondern auf dem Schotterplatz. Und wir haben die Anzahl der Einsatzkräfte zum Feuerwerk verdoppelt,“ so der Leiter der Herner Feuerwehr weiter. Das war sie also, die 538. Cranger Kirmes. Noch bis 0 Uhr drehen sich die Karussells. Das Abschlussfeuerwerk steigt um 22:30 Uhr in den Cranger Nachthimmel. Die 539. Cranger Kirmes soll dann übrigens vom 3. bis 13. August 2023 stattfinden.

Gewinnerin kommt aus Wanne-Eickel

Melina Wilmsen ist neue NRW-Kirmeskönigin

Die neue NRW-Kirmeskönigin Melina I. (2. von re.) mit ihrer Vorgängerin Melissa I., Hernes OB Dr. Frank Dudda (re.) und Schausteller-Chef Albert Ritter.

Am letzten Kirmes-Wochenende „auf Crange“ regierte schon die neue NRW-Kirmeskönigin. Im Biergarten „Zum Ritter“ moderierte Schausteller-Chef Albert höchstpersönlich die Inthronisierung von Melina I. Sie löst Melissa I. ab, die bedingt durch die Corona-Pandemie drei Jahre auf dem Kirmesthron saß. Die neue Kirmeskönigin wurde für ein Jahr gewählt und soll mit ihren Auftritten „für Volksfeste als beliebte Kulturgüter mit einem anerkannt hohen Wirtschaftsfaktor“ werben, so der Schaustellerverband NRW. Melina I., die mit „bürgerlichem“ Namen Melina Wilmsen heißt, ist 21 Jahre jung und kommt aus dem Wanne-Eickeler Stadtteil Unser Fritz. Auf der Cranger Kirmes ist sie Stammgast, und zwar „seitdem ich laufen kann“. Einer der ersten Gratulanten nach ihrer Wahl war Hernes Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda.

Los geht es ab 22:30 Uhr

Abschlussfeuerwerk steigt am Sonntag

Das Abschlussfeuerwerk zur Cranger Kirmes 2022 kann stattfinden.

Angesichts der vergleichsweise trockenen ersten Jahreshälfte hat der Veranstalter der Cranger Kirmes die Böden und den Zustand der Vegetation rund um die Abschussstelle der Feuerwerke beobachtet. Dazu befindet er sich in enger Abstimmung sowohl mit der Feuerwehr als auch mit den Feuerwerkern. Durch die Niederschläge in den Tagen vor und in der Nacht unmittelbar vor dem Tag der offiziellen Eröffnung der Cranger Kirmes (5.8.2022) konnte das Eröffnungsfeuerwerk wie geplant und reibungslos steigen. Bei einer Ortsbegehung am Samstagmittag wurde das Brandrisiko von allen Verantwortlichen beim Veranstalter und bei der Berufsfeuerwehr Herne zusammen mit dem Feuerwerker erneut bewertet. Um die Sicherheit zu erhöhen, wurde die Abschussstelle geringfügig verlegt. Die Sichtbarkeit des Feuerwerks wird dadurch nicht beeinträchtigt. Unter diesen Bedingungen kann das Abschlussfeuerwerk am Sonntag, 14. August, um 22:30 Uhr wie geplant steigen. Das Feuerwerk dauert ebenso wie das Eröffnungsfeuerwerk rund eine Viertelstunde. Die Cranger Kirmes endet am Sonntag um Mitternacht.

DJ Robin und Julian Sommer sorgen für großartige Stimmung

Mallorca-Party im Bayern Festzelt

Brachte die Bühne und das Festzelt zum Beben: DJ Robin mit seinem Lied "Layla".

Es war laut, voll und es herrschte eine super Stimmung: Das Bayern Festzelt auf der Cranger Kirmes war am Donnerstagabend (11.8.2022) pickepacke voll. Der Grund: Die Veranstaltung „Malle dir einen“ mit den Top-Acts DJ Robin („Layla“) und Julian Sommer („Dicht im Flieger“). Spätestens mit Beginn von Sommers Auftritt gegen 21 Uhr war kaum noch ein Durchkommen, an den Bänken und Tischen war ohnehin kein freier Platz mehr. Das Publikum: größtenteils jung und im Bereich zwischen 18 und Mitte 20. Um 18 Uhr ging es mit dem Programm los, als um 20:15 Uhr Asphalt Anton („Borris“) mit seiner Wollmütze auf die Bühne kam, war das Zelt schon gut gefüllt. Rund 40 Minuten präsentierte der Bierkönig-erprobte Sänger seine Songs, als auch viele weitere Partyschlager-Hits, die auf Mallorca rauf und runter laufen. Natürlich durften auch Acapella-Versionen von „Layla“ nicht fehlen. Zwischendurch sang das Publikum teils sogar eigene Lieder und war damit hier und da lauter als der Sänger auf der Bühne. Spätestens jedoch als Shooting-Star Julian Sommer die Stufen zur Bühne erklommen hatte, wackelte das Festzelt und so gut wie alle klatschten und hüpften mit, mit unzähligem Handys wurde gefilmt und fotografiert. Die ersten „Zugabe"-Rufe kamen bereits nach dem ersten Lied. Neben seinen eigenen Songs spulte auch er die Partyklassiker ab, um die Menge zum Toben zu bringen. Der 24-jährige Autoverkäufer riss die Leute mit, lässig trug er dabei sein offenes Sommerhemd. Am Ende seines Auftritts sagte Sommer noch „Danke Crange“ und posierte mit Festzelt-Wirt Jan Patrick Wolters für gemeinsame Fotos. Nach kurzer Unterhaltungs-Überbrückung durch den Festzelt-DJ samt Liedern von Mickie Krause und Co. schlug dann um 22:15 Uhr die Stunde von DJ Robin - erneut gingen hunderte Arme mit Handys in der Hand in die Luft. Das Festzelt bebte und alle sangen lautstark „Layla“ mit - obwohl es bekanntlich im Vorfeld dazu einige Kritiken gegeben hatte (halloherne berichtete). Doch da es kein Verbot gab, hatte auch Festzelt-Wirt Wolters nichts zu befürchten - die Menge forderte ohnehin alle paar Minuten die Frau, die auf Arbeitnehmerinnen im horizontalen Gewerbe aufpasst. Jedoch verließen ein paar Besucher nach dem ersten Song bereits das Zelt, im Anschluss wurde es etwas leerer im hinteren und oberen Bereich. Auffällig war auch, dass der Song „Olivia“ der Zipfelbuben und DJ Cashi - der Text dürfte „Layla“-Kritikern ebenfalls zu sexistisch vorkommen - sehr oft angestimmt und gespielt wurde. Doch egal ob Mann oder Frau, jung oder alt: Alle sangen mit. Oben auf der Empore durften die Zuschauer jedoch nicht auf den Bänken und Tischen stehen, die Gefahr, herunter ins Erdgeschoss zu fallen, war der Security zu groß. Genauso musste auch die Treppe ständig freigeräumt werden, um freie Rettungswege zu haben. Währenddessen spulte DJ Robin ein einstündiges Set ab und kramte dabei seeehr tief in der Musikkiste. Das Tabaluga-Lied „Ich wollte nie erwachsen sein“ von Peter Maffay, die Kelly Family mit „An Angel“, Cascadas „Everytime We Touch“, „Bochum“ von Herbert Grönemeyer und Scooters „One (Always Hardcore)“ waren dabei nur einige Exoten neben den bewährten Ballermann-Hits. Doch eigentlich war es egal, welches Lied lief: Die Menge tobte. Und manchen waren dabei auch Handicaps egal: Einer hielt seine Krücken in die Luft, ein anderer junger Mann kam mit einer Halskrause ins Festzelt. Nach insgesamt vier oder fünf Mal „Layla“ in verschiedenen Remixen und Geschwindigkeiten verließ DJ Robin oberkörperfrei - sein geschwitztes Shirt hatte er in die Menge geworfen - die Bühne. „Es war phänomenal, die Stimmung war super und alle hatten Spaß und Freude“, fasst Festzelt-Wirt Jan Patrick Wolters den Abend aus seiner Sicht gegenüber halloherne zusammen. „Es war sehr schön, wie alle gefeiert haben - so konnten sie kostenlos die Künstler mal sehen.“ Ein kleiner Wermutstropfen: Einige Bänke und Tische sind während der Feierei kaputt gegangen, berichtet Wolters. Aber: „Das ist egal, solange den Leuten nichts passiert und es ist sonst nichts vorgefallen. Schön ist auch, dass, wenn die Musik ausgeht, die Besucher in Ruhe das Zelt verlassen.“ Ein Video vom Auftritt von DJ Robin mit dem Lied "Layla" hat die halloherne-Redaktion auf der Facebookseite geposted. Es ist unter diesem Link abrufbar: https://fb.watch/eS73nPuqcA/.

Platz für DRK, Polizei und Kirmesbüro

'Ohne die JKS würde nichts gehen'

Die Jugendkunstschule während der Cranger Kirmes.

Die Jugendkunstschule (JKS) an der Dorstener Straße ist - wie der Name schon sagt - ein kreativer Platz für die Jugend. Außer wenn Kirmes ist. Dann wird die JKS zum Standort und Heimathafen für Veranstalter, Deutsches Rotes Kreuz (DRK) und Polizei. Für das DRK bietet die Jugendkunstschule Platz für Behandlungsräume, Aufenthaltsräume für Einsatzkräfte und Einsatzleitung. Letztere befindet sich in einem Bürocontainer auf dem Vorplatz. „Jahrzehntelang stand an dieser Stelle ein ausgemusterter Bauwagen“, so Marvin Mohlek, Leiter der DRK-Wache auf der Kirmes. „Bis irgendwann das Dach runter kam“, ergänzt Mohlek und lacht. „Dann kam für die Kirmes 2018 ein Mietcontainer als Ersatz und seit 2019 haben wir diesen modernen Bürocontainer.“ Rund 50 Helfer des DRK sind auf der Kirmes in Einsatz, vom Ersthelfer bis zum Notfallsanitäter. Zudem steht ein Notfallseelsorger für die Einsatzkräfte auf Abruf bereit. „Das ist mir besonders wichtig, denn ohne unsere Helfer geht nichts“, erläutert Mohlek im halloherne-Gespräch. Die DRK-Wache an der JKS ist während der Kirmes zwei Stunden vor und nach den Öffnungszeiten besetzt. Ein Schichtsystem sorgt für Abwechslung bei dem Sanitätsdienst auf dem Volksfest. Alle zwei Stunden wechseln sich die Helfer mit den unterschiedlichen Aufgaben ab: Als Besetzung eines Krankenwagen, Streife auf dem Kirmesgelände, Sanitätspersonal direkt an der Wache, Funker oder Wachleiter. Ist eine Schicht zu Ende, geht's zurück zur Kirmeswache. Kurz ausruhen, etwas trinken oder essen. Dafür steht den Einsatzkräften ein großes Zelt mit Kühlschränken auf der Rückseite der Jugendkunstschule zur Verfügung. Das Essen kommt direkt aus der Küche des DRK-Hauses am Flottmannpark. In den Tanzsaal im Erdgeschoss der JKS richtete das DRK eine Sanitätswache mit drei Behandlungsräumen ein. Dort können sich die Sanitäter Abseits des Trubels auf dem Kirmesplatz um die Patienten kümmern oder verloren gegangene Kinder betreuen. „Wir versorgen nur Verletzungen und Erkrankungen, die nicht lebensbedrohlich sind“, sagt der Leiter der DRK-Wache. Der Kirmes-Dienst an der Jugendkunstschule entwickelt sich ständig weiter. Vor rund 30 Jahren befanden sich noch Behandlungsräume, Einsatzleitung und Aufenthaltsbereich für die Helfer im Tanzsaal. EDV-unterstützte Dienst- und Einsatzplanung gab's - noch - nicht. „Aber bei aller Entwicklung, die Traditionen müssen bleiben. So gibt's immer noch um 14 Uhr zum Schichtbeginn eine Ansprache an die Helfer. Wie schon vor 30 Jahren auch.“ Die Polizei besetzt ebenfalls während der Zeit der Cranger Kirmes eine Kirmeswache auf dem Gelände der Jugendkunstschule. Im ersten Obergeschoss befindet sich die Polizeiwache - mit allen Aufgaben, wie in einer städtischen Wache auch. „Wir haben hier Beamte aus den Bereichen der Schutzpolizei, der Kripo, des Erkennungsdienstes, des Verkehrsdienstes und der Hundertschaft“, so Felix Horn, Leiter der Polizeiinspektion Herne. Die Zuständigkeit der Beamten an der JKS ist nicht nur auf das Kirmesgelände beschränkt. „Wir fahren auch zu Einsätzen rund um das Kirmesgelände raus“, so Horn. Die Jugendkunstschule dient der Polizei für die Bearbeitung von Verwaltungsaufgaben, Disponieren von Einsätzen sowie Aufenthalt und Versorgung mit Essen und Getränken. „Seit diesem Jahr haben wir erstmalig auch warmes Essen an der Wache hier, sonst gab's vorher immer Verpflegungstüten. Und natürlich wird auch gegrillt, was immer das Highlight ist“, verrät Horn im Gespräch mit halloherne. Die Beamten haben zudem von ihrer Kirmeswache aus das Geschehen auf dem Platz im Blick: „Wir beobachten den Kirmesplatz mit unseren eigenen Kameras und bekommen dazu auch Bilder von den Kameras der Stadt zugespielt.“ Die Steuerung der Kameras der Polizei erfolgt von der Einsatzleitung im Bochumer Polizeipräsidium. Zwischen zwei und elf Beamte sind an der Kirmeswache stationiert. „Mit den Kollegen der Hundertschaft kommen dann aber bis zu 100 Beamte zusammen.“ Die Polizisten sammeln sich an der JKS, bevor diese auf das Kirmesgelände starten. „Wir sind an festen Plätzen, zum Beispiel am Steinmister und mit Streifen auf dem Platz präsent und immer anwesend“, so der Leiter der Polizeiinspektion Herne. Das Kirmesbüro des Ordnungsamtes befindet sich seit 2019 im Erdgeschoss der Jugendkunstschule und hat die Räume mit der Polizei getauscht. Das Kernteam besteht aus rund 20 Mitarbeitern. „Ohne die Jugendkunstschule würde nichts gehen“, so Tibo Zywietz, Platzmeister der Cranger Kirmes. Die Anlässe und Aufgaben der Mitarbeiter des Kirmesbüros fasst der Platzmeister mit zwei Worten zusammen: „Einfach alles! Wir sind Ansprechpartner und Bindeglied zwischen den Schaustellern, Anwohnern, Einsatzdienste wie Polizei, DRK und Feuerwehr, der verschiedenen Fachbereiche der Stadtverwaltung, Presse und Politik.“ Er führt fort: „Dies lässt sich in drei Kernbereiche aufteilen: Das Backoffice, der öffentliche Bereich und die Überwachung.“ Der Bereich Backoffice befasst sich mit der Organisation der Veranstaltung und der Durchführung. Der öffentliche Bereich ist der Ansprechpartner für Anwohner und Schausteller. Letztere müssen sich bei Eintreffen auf dem Platz erst im Kirmesbüro anmelden und diverse Nachweise wie die Gewerbenachweise oder den Abschluss einer Haftpflichtversicherung vorlegen. „Erst dann bekommen diese auch die Zulassungskarte für Crange“, sagte der Platzmeister. „Die Anwohner melden sich bei uns wegen einer Durchfahrtsgenehmigung. Wir prüfen zwar bereits zum 1. Juli anhand der Zulassungsdaten, wer auf dem Kirmesgelände wohnt und stellen die Durchfahrtsgenehmigungen automatisch aus. Aber wer durch das Raster fällt, muss sich halt im Kirmesbüro melden." Der dritte Bereich ist die Überwachung. „Dazu gehören regelmäßige Kontrollen der Lautstärke auf dem Platz und der Schließzeiten. Ansonsten lösen wir hier die zahlreichen kleinen und großen Probleme, die während einer Kirmes immer wieder auftauchen.“ Ebenfalls in der Jugendkunstschule befindet sich die Jobvermittlung für die Kirmes, bei der Jobs bei Fahrgeschäften und in der Gastronomie auf dem Platz vermittelt werden. Egal ob Helfer beim DRK, Polizeibeamter oder Mitarbeiter bei der Stadt Herne - alle haben etwas gemeinsam: Eine Leidenschaft für die Cranger Kirmes.

Jeffrey Bauer führt den Betrieb 'Zur alten Schnitzelmühle'

Mit viel Hingabe zum frischen Kirmes-Schnitzel

Guten Appetit: Im Gastrobetrieb „Zur alten Schnitzelmühle“ werden die Schnitzel frisch zubereitet. Der Chef ist Jeffrey Bauer, der tatkräftig mithilft. Er gewann den Award „Bester auf Crange 2019“.

Von der Seite hört es man es regelmäßig klopfen. In schöner Regelmäßigkeit wandert hier ein rohes Schnitzel nach dem anderen unter den „Klopfer“, bevor es ein paar Zentimeter daneben erst gewürzt wird und dann in die Panierstraße und schließlich ins heiße Fett gelangt. Anschließend wandert es mit oder ohne Beilagen auf den Teller oder ins Brötchen. Willkommen am Gastrobetrieb „Zur alten Schnitzelmühle“ auf der Cranger Kirmes, gegenüber vom Bayern Festzelt. Chef ist hier Jeffrey Bauer, der am Mittwoch (3.8.2022) den begehrten Award „Bester auf Crange“ erhalten hatte (halloherne berichtete). Eine Woche später, am Mittwoch (10.8.2022), lud er Pressevertreter zum Probeessen ein. Doch bevor das Essen auf den Teller kam, erzählte er noch etwas zu seiner persönlichen Geschichte. „Die Idee mit Live Cooking mit panieren und der Schnitzelmühle kam damals von meinem Vater. Ich wollte schon immer mal was anderes als die übliche Bratwurst anbieten und habe dann mit Schnitzeln angefangen. Seit 2012 stehe ich auf der Cranger Kirmes, zunächst drei Jahre an der Dorstener Straße und dann zwei Jahre beim Steinmeister, bevor ich nun hier am Festzelt stehe“, berichtet der 37-jährige Familienvater von zwei Kindern. Seine Frau Laura hilft auch tatkräftig am Stand mit. Dort gibt es nun also frisch zubereitete Schnitzel im Brötchen (8 Euro), mit Soße und Beilage (14 Euro) oder als Variation, als Jäger-, Zigeuner-, Rahm-, Hollandaise- und Diavoloschnitzel (je 14 Euro). Die Wartezeit beträgt oft nur zwei Minuten, maximal vier, die Qualität ist gut und die Schnitzel schmecken. Bei den Beilagen kann man aus Pommes, Bratkartoffeln und Krautsalat wählen. Preiselbeeren gibt es auch noch als Topping-Möglichkeit. „Wir haben uns auf diese fünf Soßen und drei Beilagen festgelegt. Damit kommen wir gut klar und das reicht auch den Gästen. Wir hatten auch mal Kroketten, aber dann wurden die nur zwei Mal am Tag bestellt. Das lohnte sich nicht“, so Bauer, der aus Worms kommt. Stichwort Worms: Die Stadt liegt in Rheinland-Pfalz und gehört zu einer Weinregion. Daher hat Bauer auch elf verschiedene Weine aus Rheinhessen und der Pfalz in seinem Weindorf „Weinmühle“ im Angebot. „Das ist ein wichtiger Teil der Schnitzelmühle geworden, wir haben 2016 mit einer kleinen Ecke gestartet und funktioniert immer besser.“ Aber auch die Schnitzel-Resonanz sei 2022 erneut sehr positiv, an manchen Tagen gehen um die 700 bis 800 Schnitzel über die Theke - der „Klopfer“ hat also viel zu tun. Die Schnitzel selbst kommen von einer Metzgerei aus Bad Rappenau in Baden-Württemberg, mit der schon Bauers Vater zusammengearbeitet hat. Die nächsten Ziele nach dem Herner Volksfest sind unter anderem der Jahrmarkt in Bad Kreuznach, das Wormser Backfischfest und die Cannstatter Wasen in Stuttgart. „Den größten Hunger auf Schnitzel gibt es aber auf der Cranger Kirmes“, sagt Bauer und fügt im Gespräch mit halloherne an: „Hier esse ich im Grunde täglich Schnitzel. Zu Hause aber nur selten.“

Bewohner des Grete-Fährmann Seniorenzentrums besuchen Kirmes

'Endlich wieder Crange'

Die Bewohner des Grete-Fährmann Seniorenzentrum besuchten die Kirmes.

Die Bewohner des Grete -Fährmann Seniorenzentrums besuchten gemeinsam mit Mitarbeiter die diesjährige Cranger Kirmes. Dies teilten die Verantwortlichen am Donnerstag (11.8.2022) in einer Pressemitteilung mit. Zuerst wurde eine Runde über den Platz gedreht und sich alles angeschaut. Die Bewohner erkannten vieles und erinnerten sich gleichzeitig daran, wie es früher auf dem Platz aussah und erzählten davon. Anschließend gab es noch eine leckere Stärkung in Form von Bratwurst, Langos und Getränken. Natürlich durfte ein Mitbringsel für zuhause nicht fehlen. Also gab es noch eine Runde Lakritz, Alpenbrot und ein leckeres Fischbrötchen. Die Bewohner waren froh, dass es nun wieder heißt: 'Endlich Cranger Kirmes'.

Bewohner und Mitarbeiter nahmen am Umzug teil

Grete-Fährmann Seniorenzentrum 'reif für Crange'

Die Bewohner des Grete-Fährmann Seniorenzentrum nahmen am Kirmesumzg teil

Piel op no Crange hieß es am Samstag (6.8.2022) für das Grete-Fährmann Seniorenzentrum. Nach zweijähriger Zwangspause durch die Pandemie konnten die Bewohner und Mitarbeiter, wie auch Ehrenamtliche des Hauses gemeinsam mit der Einrichtungsleitung Kerstin Thiel wieder am diesjährigen Festzug teilnehmen. Die Aufregung und Vorfreude waren groß, denn in diesem Jahr gab es für die Bewohner*innen einen Planwagen, mit dem sie im Festzug fuhren. Bei lauter Musik und Gesang war die Stimmung bestens. Allen ist klar, im nächsten Jahr ist das Grete-Fährmann wieder mit von der Partie gemeinsam mit dem Berta-Schulz-Seniorenzentrum, welches im November, ebenfalls unter der Leitung von Kerstin Thiel, eröffnet. Gleichzeitig feiert das Grete-Fährmann Seniorenzentrum 2023 50-Jähriges Bestehen.

Spende über 7.777 Euro aus dem Erlös des Kirmeskalenders

Ev. Kinderheim profitiert von Crange-Wartezeit

Bei der Übergabe der 7.777 Euro an Rilana Heinemann (2.v.li), Heimleiterin im Ev. Kinderheim Herne: Die Leo-Mitglieder Janina Kuciewski, Vanessa Kloos, Jana Biermann, Hendrik Bade und Michael Klein (v.li).

Eine Apple-Watch fürs Handgelenk, ein Saug- und Wischrobotor für den Haushalt, Wellness-Gutscheine für die Seele, eine Sonos-Box, eine Sofortbildkamera sowie Crangepässe zum Schlemmen oder Karussell fahren – nur einige der über 150 Preise im „Cranger Kirmeskalender“, der wie ein Adventskalender das Warten auf die tollen Tage am Rhein-Herne-Kanal verkürzt hatte (halloherne berichtete). Organisiert wird die Aktion seit mittlerweile neun Jahren vom Leo-Club „Dickköppe“ Wanne-Eickel, der die glücklichen Gewinner, jeder Kalender verfügt über eine Losnummer, auch immer zur Preisübergabe einlädt. Gewinner? Gewinner war vor allem das Ev. Kinderheim Herne. Jana Biermann vom Leo-Club: „Dank der starken Nachfrage, schon vor dem letzten Verkaufstag gab es keine Kalender mehr, konnten wir exakt 7.777 Euro ans Kinderheim überweisen. In diesem Jahr hatten wir 2.000 Kalender gedruckt und verkauft, im nächsten wird es eine noch größere Auflage geben.“ Für das Kinderheim nahm Rilana Heinemann den Scheck bei der Preisübergabe auf dem Gelände der Heinrich Müntefering Industrie- und Städtereinigungs-GmbH entgegen. Rilana Heinemann: „Wir freuen uns sehr und können die Spende gut gebrauchen. Wir werden von dem Geld sehr wahrscheinlich Spielgeräte für die Gärten unserer Wohngruppen anschaffen.“ Unterstützt wurde die mittlerweile neunte Auflage des Kirmeskalenders vom Lions-Club Wanne-Eickel, dem Patenclub der eigenständigen Jugendorganisation, der Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16 und 30 Jahren angehören. Wer seinen Preis bei der Übergabe nicht persönlich in Empfang nehmen konnte, kann dies in der Ruhr-Apotheke am Buschmannshof nachholen. Preise, die mit der Cranger Kirmes in Verbindung stehen (Bummel- und Schlemmerpässe, Kirmespakete), müssen allerdings bis zum Samstag, 13. August 2022, abgeholt werden – sie gelten natürlich nur für den diesjährigen Rummel und können nicht bis ins nächste Jahr aufgespart werden.

45-minütige Sondersendung zur Cranger Kirmes 2022

WDR-Fernsehen sendet live vom Rummelplatz

Der WDR zeigt eine 45-minütige Sondersendung „Lokalzeit live“ über die Cranger Kirmes.

Auch der Westdeutsche Rundfunk (WDR) ist in diesem Jahr „reif für Crange“ und stürzt sich mitten ins bunte Treiben auf dem Kirmesplatz am Rhein-Herne-Kanal. Die 45-minütige Sondersendung „Lokalzeit live“ im WDR-Fernsehen wird am Freitag, 12. August, live vom Kirmesplatz gesendet. Beginn ist um 20:15 Uhr (Wiederholung: Sonntag, 14. August 2022, 12:50 Uhr). Moderatorin Désirée Rösch ergründet in Reportagen und Bildern das Lebensgefühl „Crange“: Geschichten von Schaustellenden, die an elf Tagen Vollgas geben, Menschen, die ihren Jahresurlaub auf der Cranger Kirmes verbringen und Familien, die in den Hinterhöfen ihre eigenen Biergärten und Heckenwirtschaften öffnen. Hoch hinaus geht es bei einer Trauung im Riesenrad. Das Volksfest am Rhein-Herne-Kanal dauert noch bis zum kommenden Sonntag, 14. August 2022. Die Öffnungszeiten: Freitag/Samstag, 12./13. August, jeweils von 13 bis 2 Uhr; Sonntag, 14. August, 11 bis 24 Uhr. Wer die WDR-Dokumentation „Mega Kirmes Crange - Eine Stadt steht Kopf“ von Marika Liebsch über die Cranger Kirmes bisher verpasst hat, kann dies nachholen. Sie ist in der ARD-Mediathek abrufbar: www.ardmediathek.de. In 45 Minuten dreht sich auf den Bildschirmen alles um die bunte Traumwelt am Rhein-Herne-Kanal. Die Dokumentation blickt hinter die Kulissen des größten Volksfestes in NRW und begleitet diejenigen, die das ganze Jahr mit viel Herzblut auf „ihre Kirmes“ hinarbeiten. Dank neuester Kameratechnik entstanden ausdrucksstarke Bilder, die nicht nur die Herzen der Kirmesfans höherschlagen lassen.

SPD-Ratsfraktion trifft sich zu traditionellem Austausch mit den Schaustellern

Austausch auf Crange

Die SPD-Fraktion tauschte sich mit Schaustellern aus.

Endlich ist wieder Cranger Kirmes. Die Freude nach zwei Jahren der Entbehrungen ist in der ganzen Stadt zu spüren. Mit der Kirmes kehrte auch eine langgepflegte Tradition der SPD-Ratsfraktion zurück: Am Montag (8.8.2022) fand der Austausch mit den Schaustellern im Biergarten „zum Ritter“ statt. SPD-Fraktionschef Udo Sobieski, Oberbürgermeister Frank Dudda und Albert Ritter, Präsident des Deutschen Schaustellerbunds waren unisono froh, zufrieden und erleichtert, dass die Kirmes wieder stattfindet und wie vor der Pandemie vom Publikum angenommen wird. „Die letzten zwei Jahre ohne Cranger Kirmes waren für viele bedeutsam. Da wäre einerseits das Publikum, welches den Rummel schmerzlich vermisst hat. Andererseits bedeutete der Ausfall heftige Probleme für die Schausteller, die dieses Großevent erst zu dem machen, was es ist. Wir von der SPD-Ratsfraktion haben uns stets für die vielen Schausteller und ihre Familien eingesetzt. Eines ist klar: Wäre die Kirmes ein drittes Jahr in Folge ausgefallen, hätte es zahlreiche Menschen in den finanziellen Ruin getrieben“, resümiert Udo Sobieski.

Kurzfristig noch weitere Arbeitsplätze zu vergeben

Dudda besucht Jobvermittlung auf Crange

Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda (3.v.r.) besuchte die Jobvermittlung auf dem Cranger Kirmesplatz.

Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda hat am Dienstag (9.8.2022) die Jobvermittlung auf dem Cranger Kirmesplatz besucht, die in der Jugendkunstschule an der Dorstener Straße unweit des Cranger Tors zu finden ist. Dort machte er sich ein Bild von der Arbeit des Teams, das traditionell Jobs bei Fahrgeschäften und in der Gastronomie auf dem Platz vermittelt. Dudda erfuhr bei dem Besuch, dass auch kurzfristig noch Jobs auf Crange zu vergeben sind. Wer sich darüber informieren möchte, findet die Kontaktdaten und Öffnungszeiten unter anderem auf der Seite der Cranger Kirmes: https://cranger-kirmes.de/2022/07/19/jobboerse/.

Miguel Leßig über seinen Job zur wohl schönsten Zeit des Jahres

Gestatten, ich bin Fritz, das Kirmesmaskottchen

Miguel Leßig, das Kirmesmaskottchen Fritz.

Fritz, das Maskottchen der Cranger Kirmes, erfreut sich bei den großen und kleinen Kirmesbesuchern einer großen Beliebtheit. Immer wieder ist es ein umschwärmtes Fotomotiv, wenn die eingefleischten Kirmesfans das Maskottchen auf dem Cranger Rummel erblicken. Doch wer steckt eigentlich in dem Kostüm? Für halloherne lüftete Fritz sein Kostüm und siehe da, unter der Maske steckt Miguel Leßig. Der Herner ist bereits seit 2017 als Fritz unterwegs. „Die Maskottchenstelle war damals ausgeschrieben. Ich dachte, aus Spaß kann man sich ja mal bewerben und schwupps, hatte ich die Stelle", verrät Leßig im Gespräch mit halloherne. Für den Herner ist es immer wieder eine Freude, den Kirmesfans ein Strahlen ins Gesicht zu zaubern. So steht er stets für Fotos bereit, auch wenn dabei schon mal eine Menge an Fotowünschen zusammenkommen. „Beim Umzug am Wochenende (halloherne berichtete) hab ich so geschätzt für gut 250 Fotos posiert", sagt der 32-jährige. Weiter führt er aus: „Es war aber auch eine wahnsinnige Stimmung. Man merkte einfach, dass die Leute nach zwei Jahren Zwangspause wieder richtig Bock auf die Kirmes haben. Es scheint, sie sind noch heißer auf Crange als früher." Dennoch kommt Miguel Leßig oftmals in seinem Kostüm mächtig ins Schwitzen. „Ich glaube, dass darunter schon 35 oder 36 Grad sind. Je nachdem wie das Wetter ist. Am Donnerstag (4.8.2022) auf dem Pferdemarkt auf Gut Steinhausen (halloherne berichtete) war es aufgrund der heißen Temperaturen echt extrem", berichtete Miguel Leßig. „Da lief mir dann auch schon mal der Schweiß ins Auge. Dann hieß es kurz Kopf runter, mit einem Handtuch das Gesicht abputzen und weiter gehts." Für das Kirmesmaskottchen ist die Kirmeseröffnung mit Fassanstich immer eines der Highlights zur Kirmeszeit (halloherne berichtete). „Meine erste Eröffnung mit Fassanstich 2017 war natürlich etwas ganz Besonderes. Die werde ich auch immer in Erinnerung und im Herzen haben. Dennoch ist jede Eröffnung mein Highlight, weil es dann endlich offiziell losgeht", sagt der Herner. Bis Sonntag, 14. August 2022, wird man Miguel Leßig als Fritz noch des öfteren auf der Cranger Kirmes antreffen können. „Ich freue mich, wenn ich dann noch dem ein oder anderen Kirmesbesucher mit einem Foto eine Freude machen kann", sagt der Herner abschließend.

Cranger Arche betreut 20 Schaustellerkinder

Auch bei der 538. Cranger Kirmes werden die Kinder der Schausteller wieder im Evangelischen Kindergarten „Cranger Arche“ an der Sternstraße betreut.

Dass im Evangelischen Kindergarten „Cranger Arche“ an der Sternstraße 30 in Wanne-Eickel der Duft von gebrannten Mandeln in der Luft hängt, liegt daran, dass hier zurzeit Kinder von Schaustellerfamilien betreut werden. „Die fühlen sich hier wohl und bringen immer mal was von ihren Ständen mit, das sie mit den anderen Kindern teilen“, berichtet die stellvertretende Kindergartenleiterin Stefanie Rohde-Metz. Vom 1. bis zum 14. August sind die 20 „Kirmeskinder“ im Alter von zwei bis sieben Jahren in der Einrichtung - sieben Tage die Woche, jeweils von 12 bis 18 Uhr. Nach ihrer Ankunft bekommen sie ein warmes Mittagessen, mit einem gemeinsamen Abendsnack endet ihr Tag im Kindergarten. Die Schaustellerkinder sind im Kirchsaal untergebracht, wo Spielbereiche zum Basteln, Spielen, Toben oder Malen aufgebaut sind. Das sei nicht anders möglich, weil zurzeit auch die Eingewöhnung der neuen Kinder stattfindet. „Meistens sind sie bei dem schönen Wetter natürlich draußen, dann spielen sie mit ‚unseren‘ Kindern“, so Rohde-Metz. Der Erzieher Sebastian Kania hat die Leitung der Gruppe übernommen, unterstützt wird er von Bärbel Daniel-Zimny, einer Erzieherin im Ruhestand, und drei Honorarkräften. Die Kosten für Honorar, Essen etc. tragen die Schausteller durch ihren Beitrag. „Trotz der Mehrarbeit freuen wir uns über die ‚Kirmeskinder‘, die jedes Jahr zu uns kommen“, sagt Rohde-Metz. „Für uns ist es spannend zu sehen, wie besonders aufgeschlossen sie sind; sie haben überhaupt keine Berührungsängste und lassen sich deshalb sehr einfach integrieren.“

'Engagiert in Herne' kürt Sieger des Festumzuges

Emotionen und Gefühle bei Ehrenamtlichen

Sieger bei den Mottowagen des Cranger Festumzugs: die „Kirmespiraten“ bei der Veranstaltung "Engagiert in Herne".

Da war selbst ein so erfahrener Moderator wie Peter Großmann sprachlos. Sechs Ehrungen der Sieger und Platzierten im Cranger Festumzug nahm er am Montagabend (8.8.2022) in der Cranger Festhalle gemeinsam mit Hernes Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda vor – und immer begleitet von einem emotionalen Gespräch. So erinnerten die „Kirmespiraten“ und die „Wanner Blagen“, Sieger und Drittplatzierte bei den Mottowagen, auf der Bühne an kürzlich verstorbene Mitglieder, wieder andere, wie zum Beispiel das LWL-Museum für Archäologie, spendeten ihre Prämie an Organisationen wie die „Herner Tafel“ oder den Kinderschutzbund. „Lasst uns an die denken, denen es nicht so gut geht in unserer Stadt. Denn Gemeinde kommt von Gemeinschaft“, riefen die Wanner Blagen der voll besetzten Festhalle zu. „Engagiert in Herne“ ist jährlich ein großer Dank der Stadt an die unzähligen Ehrenamtlichen in Herne und Wanne-Eickel. „Wir sind stolz auf Sie, weil Sie so engagiert sind“, sagte Hernes Oberbürgermeister bei seiner Begrüßung. Danach bedankte er sich bei den Teilnehmenden des Festumzuges am ersten Kirmessamstag (halloherne berichtete): „Sie haben für epische Gefühle unter allen 150.000 Besuchern gesorgt.“ Und dass Herne eine „echte Sportstadt“ ist, dafür führte Frank Dudda gleich zwei Beispiele an: „Der Cranger-Kirmes-Cup wurde zwar auf einem schlechten Rasen, aber mit sehr guten Teams gespielt. Und im Sportpark Wanne-Süd finden zurzeit die Weltmeisterschaften im Minigolf statt, deren Besuch ich Ihnen ans Herz legen möchte, wenn Sie von der Kirmes einmal ermattet sein sollten.“ Anschließend ehrte er gemeinsam mit Peter Großmann, bekannt aus dem ARD-Morgenmagazin, die Sieger des Festumzuges in den Kategorien Fußgruppen und Mottowagen – inklusive der emotionalen Höhepunkte. Übrigens waren alle sechs Sieger in vollem Ornat erschienen und ernteten auch dafür noch einmal verdienten Beifall. Den kassierten auch die Fußballer des Lüner SV, des DSC Wanne-Eickel und der Spvgg. Erkenschwick - Sieger, Zweiter und Dritter im Kirmes-Cup des SV Sodingen. Im Showprogramm gab Neue-Deutsche-Welle-Kultstar Markus noch einmal richtig Gas und ließ natürlich auch die „kleine Taschenlampe brennen“. Auftritte von Artisten sowie ein Show-Act aus dem Ruhrgebietsmusical „Radio Ruhrpott“ rundeten den Abend „Engagiert in Herne“ ab, den Peter Großmann so beschrieb: „Hier wird das Ehrenamt gefeiert. Denn ohne Sie, die Ehrenamtlichen, läuft eh’ nix!“

Die erste Hochzeit im Riesenrad der Kirmes

Crange: In 13 Minuten zum Glück

Hochzeit im Riesenrad: Liane (re.) und Thomas Heusipp nach der Trauung im Riesenrad mit dem Herner Standesbeamten Christoph Waluga (li.).

Sie haben „Ja“ gesagt – in etwa 50 Meter Höhe: Liane Holley und Thomas Heusipp sind das erste Paar, das offiziell auf der Cranger Kirmes getraut wurde, heißt es in einer Mitteilung. 13 Minuten dauerte am Dienstag (9.8.2022) die Rundreise ins Glück im „Jupiter“-Riesenrad. Nur Liane, die jetzt mit Nachnamen Heusipp heißt, ihr frischgebackener Ehemann Thomas sowie der Herner Standesbeamte Christoph Waluga durften für die Zeremonie in der Gondel Platz nehmen, ein Kameramann des WDR drehte den offiziellen Akt mit Tausch der Eheringe, Küsschen und Übergabe des Familienbuches. Fünf Freunde des Paares, das sich seit 13 Jahren kennt und in Wanne-Eickel lebt, hatten in einer Nachbargondel des Riesenrades Platz genommen, das sich am Dienstag um 12.02 Uhr nur für die kleine Hochzeitsgesellschaft in Bewegung setzte. Ohne Musik, aber mit dem Glockengeläut der benachbarten Cranger Kirche drehte sich das Riesenrad im extra langsamen „Romantik-Modus“. Nach 13 Minuten war die Fahrt vorbei. Die geplante letzte Runde musste ausfallen, die Braut klagte über leichteres Bauchweh. Vor Aufregung? Vom Drehen? „Von beidem etwas“, lachte sie, als sie wieder festen Boden unter ihren Füßen hatte. Am Dienstag (9.8.2022) heiratete im „Jupiter“-Riesenrad noch ein weiteres Paar, am Donnerstag, 11. August 2022, folgen zwei weitere Eheschließungen in luftiger Höhe. Da dieses neue Angebot im Rahmen der Cranger Kirmes sehr stark nachgefragt wurde, soll sich, so die Standesbeamtin Christin Detert, in 2023 erneut im Riesenrad das Ja-Wort gegeben werden.

Tausch- und Verkaufsbörse

Crange: Eine Tauschbörse für die Pins vom Fritz

Die Cool Cats wollen auch Mitglied der Cranger-Kirmes-Pin-Tausch und Verkaufsbörse werden.

Eine weitere lieb gewonnene Tradition der Cranger Kirmes: Das Sammeln der Fritz-Pins. Seit 1996 gibt es in jedem Jahr einen Ansteckpin des Kirmesmaskottchen Fritz – auch in Zeiten der Pandemie, als die Kirmes nicht stattfand. In diesen zwei Jahren ließen sich die 'Pin-Macher' etwas Besonderes einfallen: Im ersten Jahr der Pandemie gab es den Pin mit dem Masken-Fritzchen und im zweiten Jahr, da schaute der Fritz in eine Wahrsagerkugel. Die einen sagen, das ist an die uralte Jahrmarktstradition angelehnt, aber andere behaupten auch, der Fritz schaut in die Kristallkugel, um zu sehen, wann die kirmeslose Zeit endlich endet. Wie dem auch sei, der Fritz-Pin ist das beliebteste Andenken an den Rummel auf Crange und erfreut sich einer immer größer werdenden Beliebtheit. Viele Sammler haben sich manche Ausgabe sogar in doppelter Ausführung gekauft, damit sie ein Tauschobjekt zur Verfügung haben. Da bei manchen Sammlern die Pin-Reihe nicht ganz vollzählig ist, suchen sie Gleichgesinnte, mit denen sie die Pins tauschen können. Aber wie findet man diese Menschen? Hier hatte Mondritter Gerd Herzog die zündende Idee. Er gründete die Cranger Kirmes Pin Tausch- und Verkaufsbörse. Damit scheint er einen Nerv getroffen zu haben, denn die Gruppe hat im Augenblick (Stand 8.8.2022) 378 Mitglieder. So hat Herzog seine Sammlung komplettiert und besitzt jetzt alle Pins, die jemals herausgekommen sind. Dazu zählt er auch die Gold- und Sonderpins, die zu Ostern (2021) und Weihnachten (2020) herausgekommen sind. Die Mitgliederzahl ist laut Gerd Herzog aber noch steigerungsfähig, er sagt: „Es wäre schön, wenn wir bis zum Ende der Cranger Kirmes 500 Mitglieder hätten.“ Jeder Fritz-Pin ist so unterschiedlich und bunt wie die Kirmes: Mal hat Fritz ein Kirmesherz in der Hand, oder einen Paradiesapfel oder Zuckerwatte, und da Fritz für sein Leben gerne Karussell fährt, gibt es den Pin natürlich auf mit den verschiedensten Fahrgeschäften. Fritz auf dem Breakdance No.2, auf dem Riesenrad, im Autoscooter und im Jahr2019 stach Fritz mit dem Happy Sailor in See, diesen 24. Fritz-Pin gab es sogar in Gold und in einem schwarzen Schmucketui. Weitere Fritz-Artikel sind Tasse, Schlüsselanhänger, Radiergummi oder die Baumwolltasche mit langen oder kurzen Henkeln oder auch der Fritz-Pin als Kühlschrankmagnet.

Eventachterbahn lädt zur Fahrt auf Crange ein

Die Wilde Maus XXL ist zurück

Die Wilde Maus XXL ist zurück auf Crange.

Sie ist wieder da. Corona überlebt – wie Ihr getreuer Firmenchef und vom Virus nicht infiziert – schmückt sie die Cranger Kirmes noch bis Sonntag, 14. August 2022: Die größte reisende Wilde Maus der Welt, die Wilde Maus XXL. Der 73-jährige Besitzer Max Johannes Eberhard ist voller Euphorie: „Es ist so wunderbar, dass wir nach den vielen Monaten des Wartens, des absoluten Stillstandes und der immer wiederkehrenden Volksfestabsagen endlich wieder gemeinsam feiern können.“ Eberhard ist sich sicher: Nicht nur ihm gehe es so. Schon während der Aufbauzeit habe man allerorts in Herne die Vorfreude auf die Veranstaltung gespürt. Für den Hamburger steht fest: „Ein Leben ohne Kirmes ist möglich, aber völlig sinnlos.“ In Herne präsentiert sich die Wilde Maus mit all ihren Freunden: das liebe Federvieh mit brütenden Störchen, Oma Rosi auf dem Herz-Klo und die milchbringenden Viecher – sie alle sind dabei und werden von dem wohl schrulligsten Bauern auf dem Festplatz bewacht - von dem 13 Meter hohen „Wilden Willy“. Er ist bei den vorbeiziehenden Gästen ein begehrtes Fotomotiv. Die 15 Tonnen schwere Figur steht auf einem knapp vier Quadratmeter großen Podest, dass mit rund 4.000 Litern Wasser gefüllt ist, um so die Standfestigkeit zu garantieren. Die imposante Figur passt zu der gigantischen Anlage, die Eberhard gern als Eventachterbahn anpreist. Aber in der Tat, nicht ganz zu unrecht. Denn neben der 605 Meter langen Fahrstrecke durch die rasanten Mauskurven und tiefen Täler bietet das 250 Tonnen schwere Geschäft Wasserfontänen und einen über 100 Meter langen Laufparcours. Bevor die wilde Fahrt beginnt, gilt es zunächst 23 Belustigungselemente zu überwinden. Und wer die Achterbahnfahrt real nicht erträgt, der kann sie virtuell erleben. Mit der Brille auf der Nase jagt der Gast durch eine Farm. „Eine neue Generation von Virtual-Reality Brillen (VR) entwickelt jetzt ein besonderes Akustik-Erlebnis. Die digitale Revolution erobert Stück für Stück auch die Volksfeste“, so Eberhard. Wer diesen Spaß nicht verpassen möchte, der sollte allerdings früh am Tag an der Kasse stehen. An die Cranger Kirmes 2019 erinnert sich der Maus-Chef, als sei sie gestern zu Ende gegangen. Einerseits weil hier in dem realistisch dekorierten Kuhstall mit dem simulierten Melkspiel der absolute Melkrekord aufgestellt worden ist. 18 Liter weiß gefärbtes Wasser ist aus den Eutern der gefleckten Viecher gequetscht worden, so Eberhard, soviel wie auf keinem anderen Festplatz. Aber hier in Herne habe man auch zum ersten Mal eine Platinkarte für das schönste Gedicht auf die Wilde Maus übergeben - an Nicole Uhrmann (halloherne berichtete). Sie darf nun lebenslang die Achterbahn mit Kultstatus fahren. „Ich hoffe sehr, sie macht jetzt kräftig davon Gebrauch“, so Eberhard. Sieben Euro kostet jetzt die Fahrt für Erwachsene – für Kinder bleibt der Preis stabil bei vier Euro. Wer VR ausprobieren möchte, muss noch Mal zwei Euro draufzahlen. „Ja, ich weiß, es ist bitter“, sagt der Firmenchef nachdenklich, „aber alleine die Spritpreise für die 25 Transporte haben sich seit 2019 verdoppelt, die Löhne sind gestiegen“, und dann schüttelt er den Kopf und fügt schnell hinzu: „Nein, heute möchte ich nicht wieder über die Schattenseiten des Gewerbes sinnieren.“ Nach zwei Jahren Grübeln über die Zukunft soll 2022 endlich mal die Freude über die Normalität herrschen. Und für den Mann mit den grauen Haaren gibt es eigentlich viel zu freuen. Hier in Herne feiert er sein 50-jähriges Betriebsjubiläum und die Wilde Maus XXL ist seit zehn Jahren am Start. Hier hat er in den letzten Jahrzehnten alle seine großen Fahrattraktionen präsentiert. Hier ist auch ein Stück zu Hause. „NRW ist ein Kirmesland, das ist ganz klar. Die Bindung der Menschen zu dieser speziellen Veranstaltung und Schaustellern ist schon irgendwie einzigartig. Hier ist es die fünfte Jahreszeit“, sagt der Maus-Chef, dreht sich um und verschwindet in sein Kassenhäuschen.

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GfH mit kanadischen Gästen beim Kirmesumzug

Mit fünf kanadischen Gästen an Bord, beteiligte sich die Gesellschaft für Heimatkunde Wanne-Eickel e.V. am Kirmesumzug.

Mit kanadischen Gästen an Bord, beteiligte sich auch in diesem Jahr die Gesellschaft für Heimatkunde Wanne-Eickel e.V. (GfH) mit einem eigenen Wagen am Kirmesumzug. Der Umzug fand am Samstag (6.8.2022) statt (halloherne berichtete). Aus Montreal angereist, besuchte die gebürtige Wanne-Eickelerin Sabine Schnittka-Lauzon mit ihren drei Kindern und einer Freundin eines Sohnes das Cranger Volksfest. Die GfH bot ihnen Plätze auf dem Kirmeswagen an. Mit Begeisterung erlebten sie die Fahrt durch die riesige Menschenmenge.

Die Mondritter haben es wieder getan

Mit 150 Kindern auf die Cranger Kirmes

Die Mondritter mit einem kleinen Teil der 150 Kinder nach dem Gottesdienst.

Es ist eine der guten Traditionen, die die Kirmes-Zeit zu bieten: Jahr für Jahr laden die Mitglieder der Mondritterschaft zu Wanne-Eickel Kinder zu einem Besuch der Cranger Kirmes ein, bezahlen die Fahrgeschäfte und das Mittagessen. Am Sonntag (7.8.2022) hatten die Mondritter 100 Kinder aus dem Ev. Kinderheim samt Außen-Wohngruppen und 50 Kinder aus benachteiligten Familien samt Betreuer zu Gast. Zudem waren in diesem Jahr auch ukrainische Mütter mit ihren Kindern dabei. Der Tradition folgend, fing auch in diesem Jahr der Tag mit einem gemeinsamen Besuch des Schausteller-Gottesdienstes in der Cranger Festhalle an. Im Anschluss daran ging es gemeinsam in den Karaoke-Biergarten der Familie Arens. Wer jetzt ins Grübeln kommt, da er weiß, wie schwierig es bei einem Besuch der Kirmes mit mehreren Kindern ist keines zu verlieren, der wäre aus dem Staunen nicht herausgekommen. Von den 150 Kindern ging keines während des Bummels verloren - es war ein rücksichtsvolles und aufpassendes Miteinander. Das Karaoke-Zelt ist seit rund acht Jahren für die Mondritter mit ihren Gästen zu dieser Zeit reserviert - kostenfrei samt Personal und Freigetränken. Besitzer Patrick Arens sagt im halloherne-Gespräch: „Für uns ist es eine Herzensangelegenheit, die Ritter bei ihrem Tun zu unterstützen. Das Super-Engagement, das sie an den Tag legen, wollen wir so unterstützen. Hut ab. Crange ist eine der Kirmessen, die sich ihren dörflichen Charakter bewahrt haben, trotz ihrer Größe - und diese ritterliche Aktion gehört für mich zu einer Familienkirmes." Ritter Frank und Ritter Gerd hatte keine Mühen gescheut, sich am Morgen vor den Pizzaofen gestellt und aus 5 Kilogramm Mehl Pizzen für alle gezaubert, die an die Kinder und Betreuer verteilt wurden. Anschließend erfolgte die Verteilung der Bummelpässe. Jedes Kind erhielt einen Pass im Wert von 20 Euro und dazu ein Kirmesherz mit der Aufschrift: Mondritter. Beides wurde finanziert durch die letzten beiden Auftritte von Graf Hotte zur Extraschicht im Archäologiemuseum (halloherne berichtete) und am ersten Kirmes-Montag im Karaoke-Biergarten. Hilfe bei der Verteilung der Pässe und der Herzen erhielten die Mondritter in diesem Jahr von einem Jawa aus dem Star-Wars-Universum. Der Ureinwohner des Planeten Tatoonie hatte seinen kleinen Freund, den Baby-Joda Grogu, dabei. Beide, aber vor allem Grogu wurden nicht nur von den Kindern umringt, auch so manch ein Ritter hatte seine helle Freude an ihm. Unter der dunkelbraunen Kapuze steckte Simone Schwengler, die nicht von einer fernen Galaxie kam, sondern einen wesentlich kürzeren Anreiseweg hatte: Sie kam aus Bochum. Danach folgte der obligatorische Gang der Ritter mit den Kindern über den Festplatz. Die erste Station war, auch hier folgten die Ritter der Tradition, das Riesenrad. Da Oscar Bruch mit seinem Riesenrad Bellevue in diesem nicht auf dem Cranger Rummel steht - hier gab es in den vergangenen Jahren die Fahrt für jedes Kind kostenfrei - , wurde das Jupiter Riesenrad angesteuert. Auch Riesenradbetreiber Rudolf Barth kam den Rittern entgegen, sie mussten für jedes Kind nur den halben Fahrpreis bezahlen. Zum Abschluss des Treffens hieß es wieder Schlange stehen. Die Eiskonditorei Schmalhaus spendierte Kirmes-Eis nach Wahl für die gesamte Truppe: Schoko, Vanille, Erdbeer... egal, jeder durfte sich etwas aussuchen. Das zauberte ein Lächeln auf 150 Kindergesichter und mit einer fröhlichen Aufforderung: „Kommt im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder.“ - verabschiedete sich die lächelnde Belegschaft von der doch etwas größeren Gruppe.

Auch Julian Sommer und Asphalt Anton bei 'Malle dir einen'

DJ Robin spielt 'Layla' im Crange-Festzelt

Sind für "Layla" verantwortlich: DJ Robin (li.) und Schürze - der DJ spielt das Lied am Donnerstag, 11. August 2022, im Bayern Festzelt.

Viel Aufregung hatte Mitte Juli 2022 die Nachricht erzeugt, dass der Sommerhit „Layla“ von DJ Robin und Schürze nicht auf der Cranger Kirmes gespielt werden soll (halloherne berichtete) - nun gibt es aber eine Nachricht, die manch einen Fan freuen wird. Am Donnerstag, 11. August 2022, kommt DJ Robin zur Veranstaltung „Malle dir einen“ persönlich ins Bayern Festzelt und wird seinen Hit performen - aber nicht nur er ist dabei. Nachdem die Stadt Würzburg ein „Layla“-Verbot erteilt hatte, zog zunächst die Düsseldorfer Rheinkirmes nach, bevor das Stadtmarketing Herne als hiesiger Veranstalter zwar kein Verbot aussprach, aber von einer Empfehlung für die Schausteller sprach und auf das Familienimage der Kirmes verwies. Bereits am ersten Abend der Rheinkirmes wurde sich dort aber über die Kritiker, die dem Song einen sexistischen Liedtext vorwerfen, hinweg gesetzt und eine Instrumentalversion gespielt - die Besucher grölten lautstark mit. Wie sieht es nun in Crange aus? Hier wird „Layla“ am Donnerstag, 11. August 2022, aus den Boxen dröhnen. Der Wirt des Bayern Festzelts, Jan Patrick Wolters, freut sich bereits darauf. „Bereits in den ersten Tagen der Kirmes, wenn mal für kurze Zeit kein Lied im Zelt lief, stimmten die Besucher es einfach selbst an. Sie alle wollen das Lied hören, erst recht, nachdem der Hype durch die Verbote entstanden ist“, sagt Wolters im Gespräch mit halloherne. Um möglichen Problemen aus dem Weg zu gehen, wird DJ Robin auch erst ab 22 Uhr auftreten - zu dieser Zeit sollten die meisten Kinder bereits zu Hause sein. Los geht es mit dem Programm ab 18 Uhr, ein DJ heizt dann die Feierwütigen ein. Um 20 Uhr tritt Asphalt Anton auf die Bühne, der mit seinen Liedern wie „Borris“ und „Engel und Teufel“ noch zu den Ballermann-Newcomern gehört. Ab 21 Uhr folgt dann der erste große Act: Julian Sommer, der mit „Dicht im Flieger“ in diesem Sommer einen ähnlich großen Erfolg wie DJ Robin und Schürze hat und daher nun schon zum Ballermann-Stamm gehört, wird für weitere Stimmung sorgen, bevor DJ Robin den Abschluss bildet. „Der Eintritt ist frei, ich verzichte auf einen Kartenverkauf. Für rund 3.000 Personen ist im Zelt Platz, es werden solange Gäste hereingelassen, bis die Kapazitätsgrenze erreicht ist“, sagt Wirt Jan Patrick Wolters. Das Zelt selbst öffnet ab 13 Uhr, um einen sicheren Platz zu ergattern, empfiehlt sich also ein frühes Erscheinen, es gilt freie Sitz- und Stehplatzwahl. Der Eintritt erfolgt ab 18 Jahren.

Crange reduziert am Familientag die Preise

Familientag auf der Cranger Kirmes lockt mit vergünstigten Preisen (Archivfoto).

„Familientag“ auf Crange: Am Mittwoch, 10. August 2022, bieten auf der Cranger Kirmes alle kleinen und großen Fahrgeschäfte sowie die Imbiss- und Ausschankbetriebe ihren Gästen mindestens eine Vergünstigung an. Diese Regelung gilt am gesamten Kirmestag von 13 Uhr bis um Mitternacht, der Besuch des Volksfestes am Rhein-Herne-Kanal wird dadurch etwas preisgünstiger. Jede der rund 500 Schaustellungen auf dem größten Volksfest in NRW hat sich, so das Stadtmarketing Herne, vertraglich verpflichtet, zum „Familientag“ mindestens ein Angebot preiswerter als an den anderen Kirmestagen anzubieten. Ein Beispiel: Der Biergarten serviert seinen Gästen ein bestimmtes Getränk zum reduzierten, die knackige Bratwurst dazu kostet den normalen Preis. Übrigens: Ihr jeweiliges „Familientag-Schnäppchen“ präsentieren die Schausteller am Mittwoch auf extra angefertigten und gut erkennbaren Hinweisschildern an ihren Fahrgeschäften, Ausschankbetrieben oder Losbuden. Mit den beliebten Crangetalern der Schlemmer- und Fahrpässe kann am „Familientag“ nicht bezahlt werden. Als Familienkirmes lockt Crange in diesem Jahr mit 15 Fahrgeschäften, die sich eigens an Kinder richten, vom Rundfahr-Karussell über den Kinder-Autoscooter bis zur Kinder-Achterbahn. Die Kinderführung im Rahmen der Crange-Erlebnisse war schnell ausgebucht, und auch die Kirmesandenken für die Jüngsten wie der Plüsch-Fritz, das Kirmesmemory-Spiel oder das Babylätzchen erfreuen sich großer Beliebtheit. Kinder fühlen sich auf der Familienkirmes Crange sehr wohl. Daher sollte auf dem größten Volksfest in NRW auch kein Kind verloren gehen. Am Souvenir- und Infostand am Cranger Tor oder an den Kinderfahrbetrieben gibt es kostenlose Kinderarmbänder, auf denen die Telefonnummer der Eltern geschrieben werden kann. „Aufgefundene“ Kinder werden beim DRK in der Jugendkunstschule an der Dorstener Straße betreut. „Am besten einen Treffpunkt mit dem Kind vereinbaren, zum Beispiel am Souvenirwagen am Cranger Tor. Dort kann das Kind auf die Eltern warten“, so Kirmessprecher Alexander Christian.

Eicker & Callen übernimmt

'Lehnerts Hof' - der Generationenwechsel

Lehnerts Hof auf der Cranger Kirmes.

Seit über 50 Jahren ist der Hofausschank 'Lehnerts Hof' an der Hauptstraße eine Institution auf der Cranger Kirmes. Die Familie besaß damals einen kleinen Lebensmittelladen, der während der Kirmeszeit nicht nur von den Schaustellern frequentiert wurde. Da auch Kirmesbesucher von nah und fern sich unter anderem mit Bier versorgten, war der kleine Laden während der 'fünften Wanner Jahreszeit' immer rappelvoll. In einem früheren Gespräch mit halloherne sagte Karin Lehnert einmal: „Zu dieser Zeit passte nicht einmal mehr ein Schuhanzieher in den Laden.“ Und da Not nun einmal erfinderisch macht, stellte die Familie eine Theke in die Einfahrt und verkaufte von dort aus das Bier. Somit war der erste Hofausschank oder wie es auch heißt, die erste Heckenwirtschaft der Cranger Kirmes eröffnet. 50 Jahre bedienten Karin und Hansi Lehnert Jahr für Jahr ihre Gäste. Der Theke in der Einfahrt folgte eine große Theke zusammen mit Tischen und Stühlen im Hof. Wer neben dem Rummel eine gemütliche Atmosphäre suchte, der war bei Lehnerts genau richtig. Mit den Jahren kam der Imbissbetrieb von Laser dazu, der die Gäste mit Grillspezialitäten versorgte. 50 Jahre Lehnerts Hof, das ist eine lange Zeit, weshalb ein Generationenwechsel nicht wirklich erstaunt. Allerdings wurde der still und leise vollzogen. Betrieben wird der Ausschank nun von der Kornbrennerei Eicker & Callen. Inhaber Peter Meinken erzählt im halloherne-Gespräch: „Die Familien Meinken und Lehnert sind seit Jahren freundschaftlich verbandelt. Meine Großmutter und Frau Lehnert waren seit Ewigkeiten befreundet. Im Jahr 2018 haben wir dann erstmals verschiedene Spirituosen für den Ausschank geliefert und sind so langsam mit reingewachsen.“ „Als es sich abzeichnete, dass Frau Lehnert den Ausschank nicht mehr betreiben wird, haben wir dann den Zuschlag zur Übernahme bekommen“, erzählt Meinken weiter. Großartig ändern will er - bis auf einen Wechsel der Biersorte - erst einmal nichts. Statt Krombacher wird es nun Veltins geben und dazu das Eisenbahner Bier. Klar, die Spirituosen werden alle aus der Destillerie kommen und der Imbissbetrieb Laser, der wird vorerst auch mit seinem Grillgut-Angebot dabei sein. Ein kleine Neuerung verrät er gegenüber halloherne: Für den zweiten Kirmes-Freitag, am 12. August 2022, ist die Band 'Brandschaden' angeheuert. Mit der Übernahme will die Brennerei ein Stück Kirmeskultur bewahren. Meinken: „Früher gab es an acht verschiedenen Stellen einen Hofausschank, heute sind sind es nur noch vier.“ Und er zählt auf: „Alte Drogerie, Dörnemann, Hanno und Lehnerts Hof.“

Herner Pirat Lars Wind führt die Parteitradition weiter

Kirmes-Freikarten für ein Kinderheim

Lars Wind (re.), Ratsmitglied der Piraten in Herne, über seine ihm zur Verfügung gestellten Kirmes-Freikarten an die Heimleiterin des evangelischen Kindersheims, Rilana Heinemann.

In bewährter Tradition übergab Lars Wind, Ratsmitglied der Piraten in Herne, seine ihm kostenfrei zur Verfügung gestellten Freikarten für Fahrgeschäfte auf der Cranger Kirmes an das evangelische Kinderheim, heißt es in einer Mitteilung von Sonntagabend (7.8.2022). Mit den Freikarten ist es möglich, einer Wohngruppe des Kinderheims den Besuch der Cranger Kirmes zu ermöglichen und einen schönen Nachmittag in Crange zu verbringen. Die Übergabe an die Heimleiterin Rilana Heinemann erfolgte zusammen mit einer kleinen Geldspende verschiedener Parteimitglieder. Mit der Übergabe der Freikarten folgte Lars Wind einer Tradition, die die Herner Piraten seit ihrem Einzug in den Rat der Stadt Herne aufnahmen.

Crange-Umzugs-Teilnehmer werden prämiert

Crange 2022: 'Engagiert in Herne'

Eine Weintraube auf zwei Beinen - der erste Platz der Fußgruppe ging an die Südlichter.

Für die Teilnahme an der Veranstaltung „Engagiert in Herne“, die am Montag, 8. August 2023, in der Cranger Festhalle stattfindet, konnten sich Herner Vereine und Verbände, die in den Bereichen Sport, Kultur und Soziales in Herne tätig sind, bewerben. Aber an diesem Abend werden auch die Festwagen und Fußgruppen prämiert, die von der Jury während des Cranger Kirmes Umzugs als originellste Teilnehmer 'entdeckt' wurden. Festwagen: Den ersten Platz bei den Festwagen belegen die 'Kirmespiraten'; gefolgt von den Fußballern des SV Holsterhausen, die sich das Motto 'Crange ist auferstanden' ausgedacht hatten und an dritter Stelle sind die 'Wanner Blagen' zu nennen, die ihren Wagen mit dem Zitat 'Endlich wieder im Himmel. Denn ohne Crange ist die Hölle' schmückten. Fußgruppen: Unter den Fußgruppen erschien der Jury die 'Herner Südlichter' als die originellste Gruppe, da sich die Mitglieder als ein bunter Obstteller präsentierten; der zweite Platz ging an das Team des Herner Archäologie-Museum, ihr Motto an diesem Tag war 'God save the Stones'– womit sie auf ihre aktuelle Ausstellung zu „Stonehenge“ hinwiesen, der dritte Platz, der wurde der Gesellschaft zur Förderung der Integrationsarbeit (gfi) mit ihren Regenschirmen zum Thema 'Crange ist so bunt wie das Meer' zugeschrieben. Die Gäste von Gastgeber Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda können sich auf ein Programm mit viel Musik freuen, durch das der ARD Morgenmagazin-Sportmoderator Peter Großmann führt.

1,5 Millionen zeigten sich „reif für Crange“

Crange 2022: Das erste Kirmes-Wochenende

Der erste Kirmestag der Cranger Kirmes 2022 war gut besucht.

Volksfeste sind nach der über zweijährigen Pandemiepause wieder „in“. Vor allem die Cranger Kirmes, das größte Volksfest in NRW: Vom ersten Kirmestag am Donnerstag (4., bis Sonntagabend, 7. 8.2022) rechnet die veranstaltende Stadt Herne mit rund 1,5 Millionen Besuchern auf dem circa elf Hektar großen Rummelplatz am Rhein-Herne-Kanal. Am Donnerstag pilgerten 150.000 Besucher zu „ihrer“ Kirmes, am Freitag und Samstag zusammen rund 900.000 – und am Sonntag (7.8.2022) war der Platz ab der Mittagzeit schon pickepacke voll. Und die Gäste konsumieren auch. „Die Geschäfte laufen gut“, sagte bei der ersten Zwischenbilanz-Pressekonferenz Patrick Arens. Der Vize-Präsident des Bundesverbandes Deutscher Schausteller und Marktkaufleute notierte an den ersten drei Tagen „auf Crange“ auch, dass „unsere Gäste wieder jünger werden. Crange ist zurzeit der Hit auf allen Social-Media-Kanälen. Ein Fahrgeschäft wie der 'Break Dance' zum Beispiel wird so stark angenommen, als wenn es neu wäre“. Auch Albert Ritter, Präsident des Deutschen Schaustellerbundes, schlug am Sonntag in diese Kerbe: „Wir Schausteller zeigen, was für eine starke Wirtschaftskraft wir sind.“ Dann bedankte sich der Essener noch einmal ausdrücklich bei allen Anwohnern rund um den Festplatz für deren Geduld und Verständnis und lobte zudem den Cranger-Kirmes-Festumzug am Samstag: „Sensationell. Einzigartig.“ Superlative, die auch Dr. Frank Burbulla benutzte: „Die Menschen sind reif für Crange gewesen. Das zeigen die Besucherzahlen, aber auch die gelöste Atmosphäre auf dem Platz, bei der offiziellen Eröffnung am Freitag oder beim Festumzug am Samstag. Bisher war es eine ruhige und sichere Kirmes“, so Hernes Kirmesdezernent, der ebenfalls „viele, viele junge Menschen hier auf dem Platz“ sah. Auch das neue Mobilitätskonzept greift, dazu gehören unter anderem vier bewachte Abstellmöglichkeiten für Fahrräder „mit extrem hohen Nutzungszahlen“, so Burbulla, sowie ausgewiesene Stellflächen für E-Scooter. Trotz des hohen Besucheraufkommens am Freitag und Samstag hat es bisher auf dem Platz kaum Staus gegeben. Eduard Belker, stellv. Leiter des Fachbereiches Öffentliche Ordnung: „Dies ist auch das Resultat des Einsatzes unserer neuen digitalen Infotafeln, die über sieben Kameras gefüttert werden. Damit lenken wir den Besucherstrom und können unsere Gäste bei einem Engpass an einer Kreuzung zum Beispiel bitten, nicht nach links, sondern nach rechts zu gehen.“ Engpässe, und das freut die Schausteller, gab es bisher auch an den rund 50 Fahr- und Laufgeschäften. „Sie werden ohne Ausnahme alle stark frequentiert“, so Belker. Die Favoriten der Crange-Besucher seien an den ersten drei Kirmestagen die „Wilde Maus XXL“, „Apollo 13“ sowie die Neuheit „Heidi the Coaster“ gewesen. Zum guten Gesamteindruck trägt auch die Bilanz der Sicherheits- und Rettungskräfte bei. „Von der Polizeiseite aus gesehen war es bisher eine reibungslose Kirmes“, so der 1. Polizeihauptkommissar Michael Bloch. Nur der Parksuchverkehr bereite ihm und seinen Kollegen Sorgen: „Es kommen immer noch zu viele Besucher mit dem eigenen Pkw.“ Daher mussten am Samstag beide Auf- und Abfahrten der A 42 (Herne-Crange und -Wanne) gesperrt werden, ebenso am Freitag und Samstag die Heerstraße an der Kreuzung zur Corneliusstraße. Michael Bloch: „Es wird immer wieder Verkehrsstörungen aus Anlass der Kirmes geben. Daher empfehlen wir dringend die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel.“ Die Feuerwehr zählte in diesem Jahr an den ersten drei Kirmestagen 25 rettungsdienstliche Einsätze gegenüber 20 im Vergleichszeitraum des Jahres 2019. „Trotzdem war es für uns ein sehr ruhiges Wochenende“, so Hernes Feuerwehrchef Marco Diesing. Thomas Jarolim berichtete als Einsatzleiter des DRK von „durchschnittlichen“ Einsatzzahlen und keinen Auffälligkeiten: „Auch die Wespen halten sich nach unserem Eindruck bisher zurück.“ Die Cranger Kirmes 2022 läuft noch bis zum Sonntag, 14. August.

Crange: Schaustellergottesdienst im Festzelt

Schaustellergottesdienst in der Cranger Festhalle mit Schaustellerpfarrer Torsten Heinrich und Pastor Günter Mattner.

Zum traditionellen Schaustellergottesdienst am Sonntag (7.8.2022) im Festzelt auf der Cranger Kirmes begrüßten Schaustellerpfarrer Torsten Hinrich und Pastor Günther Mattner als Vertreter der ansässigen Gemeinde, die zusammen den Gottesdienst leiteten, neben Ehrengästen und Schaustellerfamilien auch viele Gemeindemitglieder aus ganz Herne, die das Festzelt der Kirmes gut füllten. Die musikalischen Rahmen gestaltete der Kirmes-Posaunenchor (CVJM) und die Gruppe „Zwischentöne“(Joe Doll Gesang, Peter Brand Sax und Wolfgang Flunkert Drums). Zu Beginn gab - zum dritten Mal in Folge- Norbert Sindermann einen alten Hannes-Wader Song (an der Gitarre Torsten Hinrich) zum besten und alle sangen mit, denn nie passte der Text besser als in diesem Jahr: „Nun Freunde, lasst es mich einmal sagen, gut, wieder hier zu sein, gut euch zu sehn! / Mit meinen Wünschen, mit meinen Fragen fühl ich mich nicht allein,-gut euch zu sehn!" Die Freude, wieder „auf Crange“ zu sein, zog sich wie ein roter Faden durch den ganzen Gottesdienst. Das Thema des Gottesdienstes „Und ob“ ist ein Zitat aus dem Psalm 23 (Der Herr ist mein Hirte) und drückt sicherlich das Lebensgefühl vieler Menschen hier und heute Morgen im Zelt aus: „...und ob ich schon wanderte im finstern Tal, ich fürchte kein Unglück, denn du bist bei mir…" Dieses Vertrauen findet sich auch im Text aus dem Matthäusevangelium (Mt 14, 22-33) wieder, in dem erzählt wird, dass die Jünger Jesu, allein unterwegs auf dem Schiff in Sturm und Seenot auf dem See Genezareth, Jesus übers Wasser kommen sehen. Petrus, der Jesus übers Wasser entgegen gehen will, gerät in Panik, findet dann aber Halt durch die Hand Jesu. Mit ökumenischen Fürbitten, dem Schaustellergebet, vorgetragen durch zwei junge Mädchen aus einer Schaustellerfamilie, dem gemeinsamen Vaterunser und dem Schlusssegen klang der Gottesdienst aus. Nicht zu vergessen die Kollekte, die sowohl für die Circus- und Schaustellerseelsorge als auch für Kinder-und Jugendarbeit im Bezirk Crange bestimmt ist.

Max & Moritz und MandelWerk

Die dritte Generation Morck auf Crange

Das MandelWerk der Familie Morck.

Die Mitglieder der Familie Morck sind in der dritten Generation Schausteller, und das mit Leib und Seele. Seit rund 70 Jahren stehen sie mit ihrer Mandelbrennerei auf dem Rummel in Crange, und mit dem „Max & Moritz“ Festzelt mittlerweile im 35. Jahr. So war auch für sie die zweijährige Zwangspause eine „ziemliche Katastrophe - finanziell, aber auch menschlich. Denn der Kontakt mit den Besuchern ist für uns Schausteller ebenso wichtig wie die Einnahmen, die unseren Lebensunterhalt sichern“, sagt Junior Marius Morck, der während der Pandemie den Online-Mandel-Handel ins Leben rief (halloherne berichtete). Die Pandemie-Zeit hat Familie Morck auch ansonsten nicht untätig verbracht. Die Zeit nutzten sie, um das Festzelt „Max & Moritz“ aufzupeppen. Der Biergarten wurde moderner aufgestellt. Der Einsatz von Traversen und Bühnendächern soll für eine modernere Optik sorgen und insgesamt wollen sie den Besuchern ein breites Spektrum an unterschiedlichen Programmpunkten geben. So wird an den Wochenenden DJ Tom die Gäste des Biergartens mit den unterschiedlichsten Musikrichtungen einheizen. Marius Morck: „Allerdings ist das absolute Highlight bei uns der Montag: Dann heißt es wieder Rainbow Monday. An diesem Tag sorgen immer die unterschiedlichsten Stars der Travestie-Szene für allerbeste Partystimmung.“ In diesem Jahr werden es Wanda Kay und Elke Winter sein. Sie bezaubern am Montag, 8. August 2022, ab 20 Uhr das Publikum. Die Mandelbrennerei von Morck ist seit 1950 in Herne dabei und auch hier hat die Schaustellerfamilie in Pandemie-Zeiten investiert und ein brandneues MandelWerk gebaut. Menschen, für die ein Besuch des Rummels ohne Kirmes-Mandeln nicht vorstellbar ist, die finden das Morksche MandelWerk wie seit Jahrzehnten vorne auf dem Platz - direkt am Eingang Heerstraße. Marius Morck: „Wir sind die, die seit 1950 dabei sind, wir haben einfach nur ein moderneres Äußeres bekommen. Unsere Mandeln werden bei uns immer noch nach einer alten Familienrezeptur gebrannt.“

Polizei empfiehlt die Anreise mit dem ÖPNV

Verkehrsstörungen rund um die Cranger Kirmes

Die Polizei rät zur Anreise zur Cranger Kirmes die Nutzung vom ÖPNV.

Viele Menschen sind am Samstagabend (6.8.2022) unterwegs zur Cranger Kirmes, schreibt die Polizei in einer Pressemitteilung um 19:30 Uhr. Dabei nutzt der Großteil das Auto. Die Parkplätze sind zwischenzeitlich alle voll, genauso wie die Straßen im weiten Umfeld der Cranger Kirmes. Die Polizei empfiehlt daher dringend, nicht mehr mit Autos anzureisen, sondern auf die öffentlichen Verkehrsmittel auszuweichen. Hier sind weitere Informationen zur Anreise zu erhalten: https://cranger-kirmes.de/besuch/. Update, 20:50 Uhr: Wegen Rückstau sind die Abfahrten Crange und Wanne auf der A42 in beiden Fahrtrichtungen gesperrt.

Sonne, Festumzug und Kamelle

Crange Umzug - Partymeile

Festumzug zur Cranger Kirmes 2022

Schon lange vor Beginn säumten weit über 100.000 Besucher die rund vier Kilometer lange Partymeile des Cranger Kirmes Festumzugs 2022. Start war am Samstag (6.8.2022) um 10:30 Uhr traditionell auf dem St. Jörgens Platz in Eickel. Hier stellten sich die 4.000 Menschen, die am Umzug beteiligt waren, auf. Mit mehr als 100 Gruppen - Fußgruppen und Festwagen - schlängelte sich der Lindwurm Richtung Kirmesplatz. Nach der zweijährigen Pandemie-bedingten Pause, zeigten sich die Gruppen und auch die Zuschauer in einer besonderen Feierlaune. Der Wettergott spielte auch mit und schickte seinen schönsten Sonnenschein auf die bunte Partymeile. Etwa zwei Stunden brauchten die geschmückten Festwagen oder tanzenden Fußgruppen für den Weg über die Hauptstraße in Richtung Kirmesplatz in Crange. Nach gut zwei Drittel der Strecke präsentierten sich die Teilnehmer an der Ehrentribüne, die in diesem Jahr erstmalig nicht an der Christuskirche, sondern am Buschmannshof aufgebaut wurde. Hier fand dann auch das obligatorische Gruß-Winke-Winke vor der Jury statt, damit die sich ein Bild von den schönsten Fußgruppen und Festwagen des Kirmesumzugs machen konnte. Ausgezeichnet werden die Gruppen am Montag in der Cranger Festhalle während der Veranstaltung "Engagiert in Herne", die gegen 19 Uhr startet (halloherne berichtete). Die halloherne-Fotografen Björn Koch und Fabian Faloco standen an der Strecke und hielten den Kirmesumzug 2022 mit der Kamera fest.

Feuerwerk über Crange

Das Eröffnungsfeuerwerk zur Cranger Kirmes 2022, aufgenommen von der Halde Hoheward in Herten aus.

Das Eröffnungsfeuerwerk zur 538. Cranger Kirmes fand am Freitagabend (5.8.2022) statt - am Nachmittag gab es die offizielle Eröffnung im Festzelt (halloherne berichtete). Die endgültige Entscheidung, ob die bunten Lichter überhaupt in den Himmel geschossen werden können, fiel erst wenige Stunden zuvor (halloherne berichtete). Das freute natürlich die Besucher und auch viele Menschen in Teilen von Wanne, die das Feuerwerk von ihren Häusern aus sehen konnten. Zumal in den vergangenen Wochen darüber nachgedacht wurde, das Feuerwerk wegen der heißen und trockenen Wochen abzusagen. In den vergangenen Jahren - also schon vor Corona - fielen Feuerwerke zur Cranger Kirmes aufgrund von Trockenheit immer wieder aus, da durch herabfallende Glut Brände entstehen könnten. Auch die 2022er-Ausgabe stand auf der Kippe. Doch Petrus scheint ein Crange-Fan zu sein und schickte am Freitag noch genügend Regen über das Land. So starteten (fast) pünktlich um 22:30 Uhr die Raketen in den Nachthimmel. Zahlreiche Menschen verfolgten das Feuerwerk vom Kirmesgelände, den Brücken, ihren Dächern, Dachfenstern oder Balkonen aus.

Dudda braucht drei Schläge für das Fass, Howard Carpendale singt

Los geht's: 538. Cranger Kirmes ist eröffnet

"Piel op no Crange": Der Fassanstich von OB Dudda li. eröffnete die 538. Cranger Kirmes, re. Bundestagspräsidentin Bärbel Bas.

Um exakt 14:43 Uhr sprach Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda am Freitag (5.8.2022) die magischen Worte: „Die 538. Cranger Kirmes ist eröffnet - Piel op no Crange.“ Nach der inoffiziellen Eröffnung am Donnerstag (4.8.2022) ab 16 Uhr, bei dem der Veranstalter bei bestem Wetter bereits 150.000 Besucher zählte und die Polizei einen „außergewöhnlich ruhigen“ Abend erlebte, nun also der 'richtige' Startschuss samt Fassanstich, für den Frank Dudda nur drei Schläge benötigte, bevor das Bier sprudelte. Stargast und Schlagerlegende Howard Carpendale heizte im Anschluss im ohnehin warmen und pickepacke vollen Cranger Festzelt den rund 2.000 geladenen Zuschauern gehörig ein. Bereits am Donnerstagvormittag (4.8.2022) fand der traditionelle Pferdemarkt statt (halloherne berichtete). „Hier schlägt das Herz des Ruhrgebiets, welches nach zwei Jahren Rhythmusstörungen nun wieder seelisches Gleichgewicht erhält“, sagte der Oberbürgermeister zu Beginn seiner Rede. „Wir sind wieder da, wir sind wieder reif und geben nun elf Tage Power. Wir können wieder Familien und Freude aus nah und fern begrüßen. Dieses Bild von hier oben vom Rednerpult, das ist mehr Wert als sechs Wahlperioden.“ Er dankte ferner den Schaustellern zur Wahrung der Tradition: „Crange liebt euch!" Außerdem, so Dudda, sei Crange das Herz der Stadt, auch wenn der Herzschlag für die Jahre 2020 und 2021 nicht stimmte. Dann stimmte der OB etwas ernstere Töne an: „Ich möchte nach der Kirmes keine Klagen der Einsatzkräfte, die für die Besucher im Einsatz sind, hören - hier ist der Respekt notwendig. Das Gleiche gilt auch in Bezug auf die Anwohner." Als Ehrengast war die Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) nach Crange gekommen - genau wie die stellvertretende Ministerpräsidentin von NRW, Mona Neubaur (Grüne). Bas, die aus Duisburg kommt und sich daher als „Kind des Ruhrgebiets“ bezeichnete, schlug schnell sanfte Töne an: „Was gibt es Schöneres, als eine Kirmes zu eröffnen, vor allem nach dieser langen Zeit? Als Frank Dudda mich gefragt hat, habe ich sofort 'Ja' gesagt." Auch sie dankte den Schaustellern und mahnte zur Rücksicht und Solidarität mit den Einsatzkräften und den Anwohnern: „Ich bin froh, dass Sie das alles mitmachen." Zusätzlich gab es noch ein Lebkuchenherz mit der Aufschrift "Wanner Kiez" - das es in Rot gehalten ist, sei "rein zufällig", sagte Parteigenosse Dudda. Zu diesem Zeitpunkt waren die Fahnenabordnungen der Schaustellerverbände sowie das Bergmannsorchester samt Steigerlied bereits unter viel Applaus in die Halle einmarschiert - ebenso hatte das „Wanner Urgestein“ und Schlagersänger Frank Lindner seinen Auftritt hinter sich. Mit seinen Liedern „Sterne über Herne“ und „Wir leben Crange“ sorgte er für gute Stimmung beim Publikum. Besonders ehrte ihn der Fakt, dass er vor Carpendale auftreten durfte. Nach dem flüssigen Höhepunkt folgte dann der musikalische - Howard Carpendale, seit Jahrzehnten im Geschäft, betrat die Bühne. Acht Songs, darunter die bekannten Klassiker wie „Hello again“, „Ti amo“ und „Tür an Tür mit Alice“, aber auch neue Songs wie „Wegen Dir“ und als Zugabe brandneu „Das größte Glück der Welt“ gab es für die Zeltgäste zum Mitsingen und klatschen. Die Stimmung war prächtig, bei den meisten Liedern stand das ganze Zelt und sang lautstark mit. Zwischen den Liedern hatte er auch mal Zeit für ein Späßchen: „Als ich mein Team fragte, wohin wir fahren, wurde mir Herne gesagt. Hier wurde mir dann Wanne genannt. Jetzt sage ich einfach: Ich bin auf Crange", so der 76-Jährige. Oder: „Wenn mich jemand 'Howie' nennt, sage ich immer: Hau ihn selber." Für etwas Verstimmung sorgte die Regelung seiner Begleiter, die nach den ersten beiden Liedern alle Fotografen und Kameraleute aufforderten, die Geräte abzuschalten und nicht mehr zu knipsen und zu filmen - davon betroffen war auch halloherne-Fotograf Björn Koch. Privatpersonen durften dagegen weiter ihre Handys in die Luft halten. Der Großteil der Besucher bekam davon aber gar nichts mit und feierte ausgelassen den rund 40-minütigen Auftritt - nach dem Ende leerte sich das Bayern Festzelt auch wieder rasch. Die meisten der geladenen Besucher zogen weiter an nahe gelegene Bierstände - schließlich muss die Zeit bis Sonntag, 14. August 2022, genutzt werden.

Crange: Eröffnungsfeuerwerk findet statt

Cranger Eröffnungsfeuerwerk findet statt.

Alea iacta est - die Würfel sind gefallen! Zumindest für das Eröffnungsfeuerwerk der diesjährigen Cranger Kirmes. Am heutigen Freitag, 5. August 2022, findet wie geplant ab 22:30 Uhr das große Feuerwerk über Crange statt. Das gab Stadtmarketing der Stadt Herne am Freitag bekannt. Da es in letzten Tagen heiß und trocken war, wurde die endgültige Entscheidung darüber, ob das Feuerwerk gezündet werden kann, auf Freitag verlegt. Nun ist klar: Freitag, 22:30 Uhr leuchten die (Feuerwerks) Sterne über Crange.

Tradition lebt wieder auf, Folklore-Gruppe aus der Mongolei

Pferdemarkt zur Cranger Kirmes

Artistisch: Mehrere Personen zeigten Vorführungen im Voltigieren.

Die Cranger Kirmes lebt von Traditionen. Eine davon ist der Pferdemarkt auf Gut Steinhausen im Waldgebiet der Resser Mark, der - ganz traditionell - am Tag vor der feierlichen Eröffnung der inoffizielle Startschuss der Kirmes ist. Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda kam mit der Kutsche zur Eröffnung und erinnerte bei seinem Grußwort an die Geschichte und den Ursprung der Cranger Kirmes: den Pferdemarkt. Zu dem Programm der 2022er-Ausgabe am Donnerstag (4.8.2022) gehörte unter anderem Vorführungen im Voltigieren und Westernreiten. Höhepunkt der Veranstaltung war ein Auftritt einer mongolischen Folklore-Gruppe. Also wie ist das jetzt mit den Traditionen? Kurz erklärt: Die Cranger Kirmes startet am ersten Freitag im August und am Donnerstag vor dem ersten Freitag im August ist Pferdemarkt. Und da der Pferdemarkt der erste offizielle Programmpunkt zur Cranger Kirmes ist, ist er auch gleichzeitig der inoffizielle Beginn der Kirmes. Denn der Start der Cranger Kirmes am gleichen Tag - also der Donnerstag vor dem ersten Freitag im August - kam erst viele, viele Jahre später. Oder wie es Frank Dudda auf den Punkt brachte: „Was wäre die Cranger Kirmes ohne unsere Tradition und ohne unseren Pferdemarkt?" Und weiter: „Dies ist die 538. Cranger Kirmes, die zum 536. Mal stattfindet.“ Der eigentliche Handel mit Pferden und Zubehör rückte mit den Jahren immer mehr in den Hintergrund. Dafür kam die Show mit den Voltigier-Gruppen oder den Westernreiterinnen. Was über die vielen Jahrzehnte geblieben ist: Das gemütliche Beisammensein der Pferde- und Crange-Freunde bei Bratwurst, Waffeln und kalten Getränken. Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda begrüßte zum Pferdemarkt den Botschafter der Mongolei, Dr. Mandakhbileg Birvaa. Dr. Birvaa wünschte in seinem Grußwort „eine friedliche Kirmes". Eine mongolische Folklore-Gruppe aus Ingolstadt trat als Höhepunkt des Showprogramms auf. „Das ist unser Beitrag zur Cranger Kirmes“, so der Botschafter. Der mongolische Straßenbauverband, vertreten und eingeladen durch die Firma Heitkamp, sorgte für den Auftritt. Traditionell kommt am Ende meist das Wetter. Zumindest bei den Nachrichten. Also noch kurz was zum Wetter: „Ab morgen gibt's Regen“, so die Vorhersage von Dr. Dudda. „Das hat aber die Schaustellervereinigung bestellt. Und das heißt dann Jäckchenwetter.“ Ja, Jäckchenwetter ist das beste Kirmeswetter. Nicht zu warm und nicht zu heiß - also genau richtig.