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Vorträge zum Seniorentag 2022 im EvK Herne

'Nur ein bisschen tüddelig oder ist es Demenz'

Anlässlich des Weltseniorentages stellen Beartungsstellen ihre Angebote vor.

„Nur ein bisschen tüddelig oder ist es Demenz?“ Dies sei eine zentrale Frage für viele ältere Menschen, wenn sie beginnen vergesslich zu werden. Dr. Sylke Düllberg-Boden, Chefärztin der Klinik für Neurologie im Evangelischen Krankenhaus Herne, hat sich mit diesem Thema intensiv auseinandergesetzt. Ihr Vortrag mit dem gleichnamigen Titel bildet den Auftakt zum diesjährigen Seniorentag am EvK Herne. Eingeladen sind alle am Thema Interessierten. Die Veranstaltung findet statt am Mittwoch, 12. Oktober 2022, von 13:30 bis 16 Uhr im Seminarzentrum neben dem EvK. In einem weiteren Vortrag werden die Angebote der Seniorenberatungsstelle des Diakonischen Werks Herne vorgestellt. Referentin ist Sigrun Fedora. Darüber hinaus wartet eine ganze Palette von Informationen und Angeboten auf die Senioren und ihre Angehörigen, um einen umfassenden Eindruck von den Versorgungs- und Unterstützungsmöglichkeiten im Alter zu erhalten. Es präsentieren sich Pflegeeinrichtungen und Pflegedienste, vertreten sind auch der Ambulante Hospizdienst sowie die Seniorenberatungsstelle der Stadt Herne. Neben Informationen gibt es Angebote, wie Handmassage, Blutdruck- und Blutzuckermessung. Aus dem EvK stellen sich verschiedene Berufsgruppen vor, die besonders intensiv mit älteren Patienten befasst sind. Das beginnt bei den Betreuungsassistenten, die auf den Umgang mit kognitiv beeinträchtigten Menschen spezialisiert sind, geht über die geriatrische OP-Begleitung, die bei dem kompletten Prozess der OP-Vorbereitung bis hin zum Zeitpunkt des Aufwachens an der Seite der Senioren ist. Ebenfalls vertreten ist die Physiotherapie, die ein wichtiger Baustein in den Behandlungskonzepten der verschiedenen Kliniken sind. Hinzukommen noch Pflegeexpertinnen, die ihr Wissen zur Aromapflege präsentieren. Zu einer Aktivität der sanften Art lädt das Gesundheitszentrum ReVital e.V. mit seiner Hockergymnastik ein. Außerdem gibt es eine Bewirtung mit Getränken und kleinen Snacks sowie frisch gebackenen Waffeln. Einzige Teilnahmevoraussetzung: das Tragen einer FFP2-Maske. Folgende Einrichtungen stellen ihre Angebote vor: Ambulanter Hospizdienst Herne, Caritasverband Herne e.V., Diakonie Ambulante Pflegedienste Herne/Wanne-Eickel, DRK Herne/Wanne Ambulante und Soziale Dienste, Protea Care, Promedica Plus, Willi-Pohlmann-Seniorenzentrum, Johanneswerk Ludwig-Steil-Haus, Home Instead Seniorenbetreuung, ReVital e.V., Palliativstation am EvK, Tagespflege Herne, Haus Katharina.

20 Jahre Darmkrebsvorsorge

Erfolg des Darmkrebs-Screenings

Dr. Dietrich Hüppe

„Im Oktober 2002 ist die Darmspiegelung für Versicherte als Vorsorgeleistung der Gesetzlichen Krankenkassen eingeführt worden“, erinnern die Darmkrebsexperten der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte, Dr. Dietrich Hüppe und Dr. Jens Aschenbeck, in einer Pressemitteilung von Montag (3.10.2022). „Das seither erfolgte Screening der Bevölkerung ist ein beispielloses Erfolgsprogramm. Das beweisen die Fakten: Die Zahl der Neuerkrankungen ist in Deutschland in den letzten 20 Jahren um 25 Prozent und die Sterblichkeit um fast 40 Prozent zurückgegangen.“ Der Rückblick zeigt, dass der vor allem von Christa Maar und der Felix Burda Stiftung sowie von Jürgen Riemann und der Stiftung LebensBlicke vorangetriebene Kampf gegen den Darmkrebs alle Mühen wert ist. Und doch sind die erreichten Erfolge kein Grund sich zurückzulehnen. „Wir dürfen in unseren Bemühungen, die Menschen zur Vorsorge zu motivieren, nicht nachlassen“, so Dr. Aschenbeck, „denn immer noch stirbt in Deutschland alle 20 Minuten ein Mensch an Darmkrebs. Und das, obwohl dieser Krebs verhindert beziehungsweise in vielen Fällen geheilt werden kann.“ Es gibt also noch viel zu tun. Drei vordringliche Probleme stehen zurzeit im Fokus. Erstens nehmen nach wie vor viel zu wenige Menschen das bestehende Vorsorgeangebot an. Hier gilt es, mit verständlichen Informationen und persönlicher Ansprache von den unter Umständen lebensrettenden Vorteilen zu überzeugen. Zweitens gilt es, insbesondere diejenigen anzusprechen, die ein besonders hohes Erkrankungsrisiko haben, ohne davon zu wissen. Das sind in erster Linie nahe Angehörige von Darmkrebspatienten. Drittens gilt es bestimmte Bevölkerungsgruppen mit dem Vorsorgeangebot zu erreichen, die bisher zu wenig oder gar nicht beachtet worden sind. Dazu gehören die ganz jungen und die ganz alten Menschen, denen Vorsorge entweder noch nicht oder nicht mehr angeboten wird. Darüber hinaus hängen die Teilnahmeraten aber unter anderem auch vom Wohnort und den Lebensumständen ab. „Wenn die Vorstufen rechtzeitig entdeckt und entfernt werden, können wir den Darmkrebs besiegen“, erklärt Dr. Hüppe. „Selbst wenn bei der Vorsorge-Untersuchung ein Darmkrebs festgestellt wird, ist das noch lange kein Todesurteil. Rund 60 Prozent der Betroffenen sind zehn Jahre nach der Diagnose noch am Leben. Auch das ist ein Erfolg des Darmkrebs-Screenings."

Tool zeigt Stärken und Schwächen der Ernährungsgewohnheiten

Knappschaft entwickelt digitalen Ernährungstest

Ernährung: Fleisch oder Grünzeug?

Ein Großteil der Bundesbürger meint, überwiegend gesunde Nahrungsmittel zu sich zu nehmen. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der Kranken- und Pflegeversicherung Knappschaft. Studien beispielsweise zum Übergewicht der Bevölkerung bestätigen diese Selbsteinschätzung hingegen nicht. So sind laut einer Erhebung von Eurostat aus dem Jahr 2021 rund 61 Prozent der deutschen Männer und 47 Prozent der deutschen Frauen übergewichtig. Das ist laut der Civey-Umfrage der Knappschaft bei einer großen Mehrheit der Deutschen kein Problem. Mehr als zwei Drittel der Befragten (71 Prozent) gibt bei der aktuellen Befragung an, sich „sehr gesund“ oder wenigstens „eher gesund“ zu ernähren. Lediglich 21,7 Prozent der Befragten sagt, sie ernähre sich „weniger gesund“ und 4,2 Prozent kreuzt an, „gar nicht gesund“ zu essen. Die Ergebnisse der Civey-Umfrage stehen allerdings in einem großen Missverhältnis zu den tatsächlichen Essgewohnheiten der Deutschen. 54 Prozent und damit mehr als jeder zweite Bundesbürger ist laut Eurostat übergewichtig. Das heißt, sie oder er bringt einen Body-Mass-Index (BMI) von über 25 auf die Waage. Zur Einordnung: Laut WHO sind Menschen normalgewichtig, wenn der BMI bei 18,5 bis 25 liegt. Ungesunde Ernährung birgt viele Risiken für Krankheiten wie Adipositas, Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Eine Auswertung der Versichertendaten der Knappschaft aus dem Jahr 2021 zeigt einen deutlichen Anstieg dieser Erkrankungen mit zunehmendem Alter. So leiden rund sechs Prozent der 3- bis 18-jährigen, rund 19 Prozent der 50- bis 60-jährigen und knapp 24 Prozent der 70- bis 80-jährigen Versicherten der Knappschaft an Adipositas. Ähnlich verhält es sich bei Diabetes Mellitus Typ 2. Bei den unter 18-Jährigen leiden lediglich 0,06 Prozent an Diabetes Typ 2. Bei den 50- bis 60-Jährigen sind es bereits rund 13 Prozent und bei den 80- bis 90-Jährigen sogar jeder Dritte. Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die auch durch ungesunde Ernährung beeinflusst werden, wie beispielsweise Bluthochdruck, Herzschwäche oder Krankheiten der Arterien, zeigt sich das Ergebnis am deutlichsten. Hier sind in der Altersgruppe der 18- bis 30-Jährigen rund vier Prozent betroffen. Bei den 50- bis 60-Jährigen sind es schon rund 47 Prozent und bei den 80- bis 90-Jährigen sogar über 90 Prozent der Versicherten, die an einer solchen Herz-Kreislauf-Erkrankung leiden. Zwar ist es laut Civey-Umfrage für neun von zehn Menschen in Deutschland wichtig, dass ihr Essen gesund ist. Trotzdem ist der Pro-Kopf-Konsum von Zucker, einem Haupttreiber für Diabetes, seit den 1970er-Jahren nicht gesunken und liegt nach wie vor bei 30 Kilogramm im Jahr. Fast 30 Prozent der deutschen Bevölkerung greift laut des Ernährungsreports 2021 des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft täglich zu süßen oder salzigen Snacks. Und: Rund zwei Millionen Kinder in Deutschland sind übergewichtig. „Diese Missstände zu beheben ist eine kaum lösbare Mammutaufgabe. Ein erster Ansatz könnte Ernährungsbildung in KiTas und Schulen sein. Eine verbindliche, eindeutige und sinnvolle Kennzeichnung ungünstiger Inhaltsstoffe könnte ein weiterer Schritt sein, wie beispielsweise die Lebensmittelampel. Der Nutri Score ist bisher aber für die Lebensmittelhersteller nicht verbindlich“, sagt Sarah Schwietering. Die Ernährungsexpertin der Kanppschaft ist Diätassistentin im Ernährungszentrum am Berger See (Bergmannsheil und Kinderklinik Buer GmbH) in Gelsenkirchen und verfügt über einen Master-Abschluss in angewandter Ernährungsmedizin der Medizinischen Universität Graz.ist Diätassistentin im Ernährungszentrum am Berger See (Bergmannsheil und Kinderklinik Buer GmbH) in Gelsenkirchen und verfügt über einen Master-Abschluss in angewandter Ernährungsmedizin der Medizinischen Universität Graz. Die Knappschaft will mit dem digitalen Test „Iss was? - Mein Ernährungstest“ die Essgewohnheiten der Deutschen verbessern. Basis für das Ernährungstest-Tool ist ein wissenschaftlich fundierter, aber gleichzeitig nutzerfreundlicher Online-Fragebogen. Teilnehmende des digitalen Tests „Iss was?“ können schnell und einfach ihren persönlichen Ernährungstypen feststellen. Er gibt zusätzlich praktische Alltagshilfen an die Hand, um die für sie geeignete Ernährungsform zu finden – und sich daran zu halten. Zudem erhalten die Nutzerinnen und Nutzer Inhalte und weiterführende Beiträge passend für ihren Ernährungstypen. Die Ernährungsexpertin aus dem medizinischen Kompetenznetz der Knappschaft Sarah Schwietering erklärt beispielsweise, wie jeder seine eigenen Essgewohnheiten kennenlernen und optimieren kann. Der digitale Ernährungstest ab sofort auf der Homepage verfügbar und für alle Interessenten kostenfrei nutzbar. Zusätzlich stellt die Knappschaft ihren Versicherten eine große Auswahl an individuellen Gesundheitskursen zur Ernährung zur Verfügung.

Ev. Krankenhausgemeinschaft

16 neue Wundexperten

16 neue Wundexperten im EvK.

Über ihren erfolgreichen Abschluss als Wundexperten ICW freuen sich im September 2022 16 Gesundheits- und Krankenpflegekräfte der Evangelischen Krankenhäuser in Herne-Mitte, Herne-Eickel, Castrop-Rauxel und Witten. Mehr als ein Vierteljahr haben sie neben ihrem Alltag auf den Stationen eine Fachweiterbildung absolviert, um Spezialwissen zum Thema Wundversorgung zu erwerben. Die Weiterbildung setzte sich aus theoretischem Blockunterricht, einer Hospitation in einer externen Einrichtung und einer schriftlichen Prüfung zusammen. Die erfolgreichen Absolvent dürfen nun die fachliche Zusatzbezeichnung Wundexperte ICW tragen. Die fachliche Leitung der Weiterbildung lag bei Maria Schürholz, die organisatorische bei Kerstin Stefanides.

Nächste Runde des Laufabzeichen-Wettbewerb

„Laufwunder“ - jetzt anmelden

Die Aktion Laufwunder (Archivfoto).

Es geht wieder los und die Vorfreude ist riesengroß. Alle Schulen in Herne sollten sich jetzt für den Laufabzeichen-Wettbewerb ‚AOK-Laufwunder 2022/2023’ in Westfalen-Lippe hier anmelden. „Das AOK-Laufwunder ist ein wahrer Klassiker. Viele Schulen warten schon auf den Saisonstart für das aktuelle Schuljahr“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Jörg Kock. Bis zum 1. Juli nächsten Jahres können die Schüler an allen allgemein- und berufsbildenden Schulen in Westfalen-Lippe zeigen, welche Ausdauer sie haben. In Westfalen-Lippe findet der Laufabzeichen-Wettbewerb in diesem Jahr zum 8. Mal statt und erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit bei vielen Schulen. Er wird veranstaltet von der AOK NordWest, dem Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen e.V. (FLVW) und mit der Unterstützung des Ministeriums für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen. Die AOK NordWest betont, dass es nach wie vor wichtig sei, Kinder und Jugendliche für mehr Bewegung und für Ausdauersportarten zu begeistern. Gemeinsam zu laufen macht vielen Schülern einfach mehr Spaß. Dabei kommt es nicht auf die Schnelligkeit des Einzelnen, sondern auf die Ausdauer der gesamten Schule an. „Beim Laufabzeichenwettbewerb stehen Fitness und Ausdauer im Vordergrund“, sagt Kock. Je nach Kondition laufen die Schüler ohne Unterbrechung 15, 30 oder 60 Minuten. Gewertet wird dann die Laufleistung der ganzen Schule. Alle erfolgreichen Läufer erhalten das begehrte Laufwunder-Armband und werden mit einer Urkunde ausgezeichnet. Nach Abschluss der Saison wird dann die Laufleistung der ganzen Schule gewertet. Die Gewinnerschulen werden zur großen Siegerehrung im Herbst 2023 ins SportCentrum Kaiserau eingeladen. Die drei Erfolgreichsten je Schulgruppe sowie zehn ausgeloste Schulen werden mit Geldpreisen von insgesamt 5.000 Euro vor Ort geehrt.

AOK NordWest informiert

Gesundheits-Checks von Teenagern wenig genutzt

Die Jugenduntersuchungen werden zu wenig genutzt. Dabei leisten sie einen wichtigen Beitrag für eine gesunde Entwicklung. (NUR AOK)

Mit Babys und Kleinkindern gehen die meisten Eltern in Herne regelmäßig zur Vorsorge. Doch die Motivation lässt im Laufe der Jahre nach. Nach einer aktuellen Auswertung der AOK NordWest nutzten im vergangenen Jahr nur 31,2 Prozent der AOK-versicherten Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 17 Jahren die medizinischen Checks, die von der AOK NordWest für ihre Versicherten kostenfrei angeboten werden. Im Vorjahr waren es 23,5 Prozent. „Im Vergleich zu den Früherkennungsuntersuchungen für Kinder werden die Jugenduntersuchungen deutlich weniger genutzt. Dabei leisten gerade Jugenduntersuchungen einen wichtigen Beitrag zur körperlichen und seelischen Gesundheit und sollten auch unter den Bedingungen der Corona-Pandemie unbedingt wahrgenommen werden. Wir appellieren deshalb dringend an alle Eltern, ihre Kinder zu diesen wichtigen Vorsorgeuntersuchungen zu motivieren“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Jörg Kock. Die AOK als größte gesetzliche Krankenkasse in Herne schreibt alle bei ihr versicherten Jugendlichen sogar persönlich an und weist auch auf verschiedenen digitalen Kanälen auf die wichtigen Vorsorgeuntersuchungen gezielt hin. Nach den bekannten U-Untersuchungen für Kinder werden die sogenannten Jugenduntersuchungen angeboten. Die J1 für Jugendliche zwischen zwölf und 14 Jahren gehört zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen. Während in 2021 immerhin noch 48,3 Prozent der Jugendlichen zumindest diese Untersuchung genutzt haben, nahmen nur 13,5 Prozent die J2 wahr, die die AOK NordWest als besondere Mehrleistung für ihre Versicherten im Alter zwischen 16 und 17 bezahlt. Als Teil der J1 werden Größe, Gewicht und der Impfstatus sowie Blut und Harn überprüft. Bei der körperlichen Untersuchung klärt der Arzt die pubertären Entwicklungsstadien sowie den Zustand der Organe, des Skelettsystems und der Sinnesfunktionen ab. Fehlhaltungen aufgrund von Wachstumsschüben sowie chronische Krankheiten können bei den Jugenduntersuchungen frühzeitig erkannt und entsprechend behandelt werden. Auch auf eventuelle Hautprobleme und Essstörungen wie Magersucht oder Übergewicht wird eingegangen. Bei Bedarf empfiehlt der Arzt individuelle Präventionsmaßnahmen. Die Jugenduntersuchung J2 zielt zusätzlich unter anderem auf das Erkennen von Pubertäts- und Sexualitätsstörungen, Haltungsstörungen und Diabetes-Risiko ab. Zu den Terminen sollten die elektronische Gesundheitskarte und der Impfpass mitgebracht werden. Beide Untersuchungen bieten neben einem Gesundheits-Check auch immer die Chance, ausführlich mit dem Arzt zu sprechen. Denn in dem Alter ist es wichtig, nicht nur die körperliche Entwicklung zu kontrollieren, sondern auch über die geistigen und sozialen Kompetenzen sowie eine gesundheitsfördernde Lebensführung zu beraten. Das persönliche Gespräch ist selbstverständlich vertraulich.

Bei sportartspezifischen Verletzungen

Operative und physiotherapeutische Behandlungen

Gemeinsam mit Experten aus der Physiotherapie sowie des Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie der St. Elisabeth Gruppe informierte Alexander Kröplin (Mitte), Leitung des Zentrum für Prävention, Therapie, Rehabilitation und sportmedizinische Diagnostik der St. Elisabeth Gruppe am Standort St. Anna Hospital Herne, über neue Behandlungsansätze im Breiten- und Leistungssport.

Am Mittwoch (21.9.2022) informierten Experten des Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie und des Zentrum für Prävention, Therapie, Rehabilitation und sportmedizinische Diagnostik der St. Elisabeth Gruppe im Rahmen der Fachveranstaltung „Physiotherapie im Breiten- und Leistungssport – Umsetzung in der alltäglichen Praxis“ über innovative operative und physiotherapeutische Behandlungsansätze bei sportartspezifischen Verletzungen. „Im Sport, egal ob als Profi oder als Hobby, können vielfältige Verletzungen auftreten. Damit die Patienten möglichst schnell wieder fit sind, nimmt die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Physiotherapeuten und Ärzten eine bedeutende Rolle ein und somit auch der gegenseitige Fachaustausch“, betont Priv.-Doz. Dr. Sebastian Rütten, Direktor des Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie und Chefarzt des Zentrum für Wirbelsäulenchirurgie und Schmerztherapie. Zu Beginn der Veranstaltung wurde der Fokus auf Sportverletzungen am Ellenbogen und deren Behandlungsmöglichkeiten gelegt. „Die Ellenbogenluxation, also ein ausgerenkter Ellenbogen, und eine Radiuskopffraktur, dies ist ein Bruch im oberen Teil der Speiche in der Nähe des Ellenbogens, sind dafür typische Beispiele. Eine spezialisierte Behandlung ermöglicht es den Patienten, bereits nach wenigen Wochen wieder auf dem sportlichen Niveau vor der Verletzung zu sein“, erklärt Dr. Roderich Heikenfeld, Chefarzt des Zentrum für Schulter-, Ellenbogen- und Handchirurgie des Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie. Im Anschluss wurde darüber informiert, welche physiotherapeutischen Therapien nach Schulter-Operationen möglich sind, um wieder Überkopf- und Schlagsportarten ausüben zu können. „Eine abrupte Verdrehung des Kniegelenks kann zu komplexen Bandverletzungen des Kniegelenks führen, zum Beispiel beim Fußball spielen oder Ski fahren. Damit die Sportler so schnell wie möglich wieder aktiv werden können, wird individuell geschaut, welche OP-Methode exakt zu der jeweiligen Verletzung passt“, sagt Dr. Oliver Meyer, Chefarzt des Zentrum für Becken-, Hüft-, Knie- und Fußchirurgie des Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie. Ergänzend dazu wurden Rehabilitationsprogramme nach solchen Kniegelenksverletzungen thematisiert, die im Leistungs- und Amateursport eingesetzt werden können. Auch bei Läufern können typische Erkrankungen entstehen, zum Beispiel Überlastungen des Schienbeins oder an der Außenseite des Oberschenkels. Neben allgemeinen Informationen zu diesen Krankheitsbildern, informierten die Experten über die physiotherapeutische Betreuung von Läufern. „Um solchen Erkrankungen vorzubeugen und einen Beitrag zur optimalen Leistung der Sportler zu bringen, ist eine sportphysiotherapeutische Behandlung wichtig. Dabei kommen unter anderem Laufbandanalysen und die Beratung zur Schuhauswahl zum Einsatz“, sagt Alexander Kröplin, Leitung des Zentrum für Prävention, Therapie, Rehabilitation und sportmedizinische Diagnostik der St. Elisabeth Gruppe am Standort St. Anna Hospital Herne.

Frauenklinik des Marien Hospital klärte über Behandlung auf

Hilfe bei Harnverlust

Prof. Dr. Clemens Tempfer.

Mehr als jede zehnte Frau leidet an einer Schwäche und Senkung des Beckenbodens. Begleitend tritt in vielen Fällen eine Inkontinenz auf. Die Betroffenen leben oft mit Harnverlust, Schmerzen im Unterbauch und häufigem Harndrang. Prof. Clemens Tempfer, Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Marien Hospital Herne – Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum und sein Team klärten während der Patientinnenveranstaltung „Hilfe bei Harnverlust“ am Donnerstag (22.9.2022) über Behandlungsmöglichkeiten auf. Der Anteil älterer Menschen an der Bevölkerung nimmt immer weiter zu. Somit gewinnen auch urogynäkologische Erkrankungen und Beschwerden an Bedeutung. Um den Patientinnen, die unter eine Blasensenkung oder Drangbeschwerden leiden, zu helfen gibt es unterschiedliche nicht-operative und operative Behandlungsverfahren, die den Teilnehmern der Veranstaltung vorgestellt wurden. In einem Vortrag wurde die Behandlung von Drangbeschwerden mit Botox erläutert: Da Drangbeschwerden in manchen Fällen durch eine dauerhaft angespannte Blasenmuskulatur entstehen, kann Botox bei der Entspannung der Muskulatur helfen. Bei Senkungsbeschwerden wurden die Interessierten sowohl über konservative Behandlungsverfahren, wie Beckenbodentraining und Elektrostimulation, als auch über operative Behandlungsmöglichkeiten wie eine Senkungsoperation oder Beckenbodenrekonstruktionen informiert. „Die Betroffenen müssen nicht länger mit diesen Symptomen leben. Mit Hilfe der geeigneten Therapie sind Schwäche und Senkung des Beckenbodens behandelbar,“ erklärt Prof. Clemens Tempfer.

AOK informiert

Warnung vor Internetabhänigkeit

Die AOK warnt vor den Gefahren von zu viel Internetnutzung bei Jugendlichen.

Mit Freunden und Freundinnen schreiben, angesagten Trends folgen und herausfinden, wer man ist - all das können Heranwachsende in sozialen Netzwerken. Besonders Jugendliche pflegen ihre sozialen Kontakte über Social Media. In den letzten zwanzig Jahren erlebte die Welt einen enormen digitalen Wandel, es gehört zum Alltag. Nahezu alle Zwölf- bis 25-Jährigen nutzen täglich in ihrer Freizeit das Smartphone, Tablet oder den Computer. Auch wenn die Technik es möglich macht, auch gerade in Coronazeiten, sich zumindest digital mit seinen Freunden auszutauschen, fehlt andererseits durch den ständigen digitalen Medienkonsum ausreichend Bewegung und reale Kommunikation. „Es ist normal, wenn Kinder und Jugendliche auch mal ausschweifend im Netz surfen, spielen oder chatten“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Jörg Kock. „Wenn die intensive Nutzung auch nach Monaten nicht wieder abnimmt und den Tag bestimmt, sollten Eltern unbedingt handeln.“ Medien- und Internetabhängigkeit ist quasi die Droge der Zukunft. Immer mehr Kinder und Jugendliche nutzen digitale Medien mehr als ihnen guttut. Aus der Studie zur Drogenaffinität von Kindern und Jugendlichen im Alter von zwölf bis 25 Jahren der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) vom Dezember 2020 geht hervor, dass nahezu alle der rund 7.000 Befragten Computerspiele und/oder das Internet täglich nutzten. Kommunikation und Unterhaltung stehen hier im Vordergrund des Technikeinsatzes. In der Woche kommen so mehr als 24 Stunden vor dem Bildschirm oder Display zusammen - zusätzlich zur Nutzung für Schule, Studium oder Arbeit. Die empfohlenen Obergrenzen für Jugendliche ab zehn Jahren sind zehn Minuten Medienzeit pro Lebensjahr pro Tag oder eine Stunde pro Lebensjahr pro Woche. Allein die Nutzungsdauer macht aber noch keine Mediensucht aus. Hierfür müssen noch weitere Warnzeichen hinzukommen. Ein übersteigerter Medienkonsum und Computerspielabhängigkeit wird den Verhaltenssüchten zugerechnet. Wie bei einer Alkohol-, Tabak- oder Drogenabhängigkeit wird mit dem jeweiligen Verhalten das Belohnungssystem aktiviert und die Betroffenen möchten sich immer wieder mit diesem Kick belohnen, wollen immer wieder ‚likes‘ für ihre Beiträge oder Fotos und Videos. Dabei verlieren sie die Kontrolle über ihr Verhalten, vernachlässigen andere Interessen und ignorieren gesundheitliche Beeinträchtigungen. Für die Kinder und Jugendlichen wird der Computer dann wichtiger als Freunde, Eltern, Hobbys oder Schule. Sie können sich nicht mehr gut konzentrieren, der Rücken tut weh, sie fühlen sich müde und nicht mehr so fit. „Das kann so weit gehen, dass diese Kinder den Herausforderungen der realen Welt kaum noch gewachsen sind und sich von ihrer Umgebung regelrecht entfremden", so Kock. Eltern sollten auf jeden Fall versuchen, mit ihrem Kind darüber zu sprechen und fragen, warum es so lange online ist. Experten empfehlen, möglichst nicht sofort zu bewerten, sondern wirklich neugierig auf die Erklärungen ihres Kindes zu sein. Dabei ist es wichtig, Druck rauszunehmen, um den Konflikt zu entschärfen. Gleichzeitig sollten Eltern auch Grenzen setzen, indem sie Regeln zur Mediennutzung festlegen - am besten schriftlich in einem Mediennutzungsvertrag, den Eltern und Kind unterschreiben. Betroffene Eltern können sich auch an eine Erziehungsberatungsstelle wenden. Dort kann zunächst geklärt werden, ob der Verdacht auf eine Mediensucht berechtigt ist oder nicht. Hilfreiche Informationen gibt es im Internet bei der AOK oder hier.

Die Tagespflege kennenlernen

Tag der offenen Tür in den Widumer Höfen

Die Tagespflege der Widumer Höfe lädt zum Tag der offenen Tür ein.

Die Tagespflege der Widumer Höfe lädt am Samstag, 1. Oktober 2022, von 11 bis 16 Uhr zum Tag der offenen Tür ein. Die Besucher erhalten alle relevanten Informationen rund um die Räumlichkeiten, Angebote und Finanzierungsmöglichkeiten. „An unserem Tag der offenen Tür führen wir durch die Räumlichkeiten der Widumer Höfe und stellen einzelne Angebote vor, zum Beispiel die Gymnastik. Auch eine Beratung zur Finanzierung der Tagespflege und die Vereinbarung von Probetagen sind möglich“, sagt Jacek Michalak, Leitung der Senioreneinrichtung der St. Elisabeth Gruppe. Mit Snacks zum Mittagessen, einem Kuchenbuffet sowie warmen und kalten Getränken ist auch für das leibliche Wohl gesorgt. Pflegebedürftigen Menschen ermöglichen, so lange wie möglich in der gewohnten Umgebung zu leben, und dabei pflegende Angehörige entlasten – dies ist ein Vorteil der Tagespflege. In den Widumer Höfen stehen dazu 24 Plätze zur Verfügung. Ein weiterer Fokus liegt dabei auf der Aktivität und Unterhaltung der Gäste in geselliger Atmosphäre. Die Angebote reichen dabei von Gedächtnistraining über gemeinsames Kochen und Backen bis hin zu Bingonachmittagen und bieten so ein vielfältiges Tagesprogramm. Die Betreuung ist von montags bis freitags zwischen 8 und 16 Uhr möglich Zur Teilnahme am Tag der offenen Tür in den Widumer Höfen, Widumer Straße 8a, ist eine Anmeldung notwendig. Dies ist telefonisch unter Tel 02323 – 364576700 oder per E-Mail an senioreneinrichtungen@elisabethgruppe.de möglich. Außerdem wird ein aktueller negativer Corona-Schnelltest benötigt, der direkt vor Ort durchgeführt werden kann. Pressekontakt:

Weiterhin konsequente Hygiene-Maßnahmen erforderlich

MRSA-Infektionen rückläufig

Auch außerhalb des Krankenhauses ist MRSA mittlerweile unter der Bevölkerung zu finden.

In den vergangenen Jahren wurden viele Krankenhausinfektionen durch Methicillin-resistente Staphylococcus aureus-Stämme – kurz MRSA genannt – verursacht. Hierbei handelt es sich um häufig vorkommende Bakterien, die insbesondere die Haut und Schleimhäute besiedeln. Die Besonderheit von MRSA ist jedoch, dass sie gegen gängige Antibiotika unempfindlich sind. Seit 2015 beobachten Experten des Robert-Koch-Instituts (RKI) in Nordrhein-Westfalen glücklicherweise einen Rückgang der Infektionszahlen. „Bei einer MRSA-Infektion sind die Therapiemöglichkeiten sehr eingeschränkt. Die Folge können Infektionen mit schweren bis tödlichen Verläufen sein. Auch wenn die Tendenz weiterhin rückläufig ist, bleiben MRSA-Keime für die Menschen auch in Herne weiterhin ein ernstes Thema“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Jörg Kock. MRSA hat in den vergangenen Jahrzehnten als Krankenhauskeim an Bedeutung gewonnen. Die widerstandsfähigen Bakterien können schwere Infektionen auslösen. Das Problem: MRSA ist gegen viele Antibiotika unempfindlich, eine Behandlung daher schwierig. Aber auch außerhalb des Krankenhauses ist MRSA unter der Bevölkerung zu finden. Denn der Erreger ist ansteckend und kann durch direkten Kontakt von Mensch zu Mensch, beispielsweise über die Hände, übertragen werden. Verunreinigte Gegenstände wie Türklinken, Handläufe oder Handtücher können ebenfalls Übertragungswege darstellen. MRSA siedelt sich nach der Übertragung auf der Körperoberfläche an, in erster Linie in den Nasenschleimhäuten, aber auch in den Achselhöhlen, der Leistengegend oder zwischen den Zehen. Überall dort, wo es warm und feucht ist, findet das Bakterium die besten Lebensbedingungen. Gesunde Menschen mit einer gut funktionierenden körpereigenen Abwehr können MRSA auf der Haut tragen, ohne es zu wissen. Und sie werden davon in der Regel auch nicht krank. MRSA gehören bei diesen Menschen zur normalen Hautflora. Erst wenn die Bakterien über eine Hautwunde, beispielsweise durch eine Operation, oder über die Atem- oder Harnwege in den Körper gelangen und die Bedingungen für eine Ausbreitung der Bakterien günstig sind, besteht die Gefahr einer Infektion. Vor allem für ältere Menschen und Kinder kann die Infektion mit MRSA-Keimen zu einer Gefahr werden. Bei betroffenen Menschen äußert sich die Infektion durch hohes Fieber, Blutdruckabfall und Bewusstseinsstörungen. „Bei Verdacht einer MRSA-Infektion, die nicht während einer stationären Krankenhausbehandlung erworben wurde, sollte zunächst der Hausarzt aufgesucht werden. Dieser kann mithilfe eines Wattestäbchens einen Abstrich von der Haut in den Achseln und in der Leiste oder aus der Schleimhaut in der Nase und im Rachen entnehmen und damit die Diagnose stellen und die entsprechende Therapie einleiten. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen diese Leistung“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Kock. Neben einer effektiven Infektionskontrolle und – prävention ist ein gemäßigter Einsatz von Antibiotika ein entscheidender Faktor, um Resistenzen zu vermeiden. „Eine zurückhaltende Verordnung von Antibiotika ist wichtig, um die Entwicklung von Resistenzen zu vermeiden. Die Resistenzlage ändert sich jedoch im Laufe der Zeit und ältere Antibiotika können in der Behandlung von Patienten wieder an Bedeutung gewinnen. Es ist deshalb wichtig, dass der Arzt das passende Antibiotikum stets individuell auswählt“, sagt Kock. Aber auch Patienten können dazu beitragen, Resistenzentwicklungen aufzuhalten, indem sie die gebotenen Hygienemaßnahmen strikt einhalten und dem Arzt oder der Ärztin vertrauen, wenn bei einer Erkältung nicht gleich ein Antibiotikum verordnet wird, weil hier meistens Viren der Auslöser sind. Wenn dann aber doch ein Antibiotikum notwendig ist, sind die ärztlichen Einnahmehinweise zu den Zeitabständen und zur Dauer der Medikation genau zu beachten.

Experten informierten über Neuerungen in der Allgemeinmedizin

5. Allgemeinmedizin Update

Prof. Dr. Timm Westhoff (m.), Direktor der Medizinischen Klinik I – Allgemeine Innere, Nephrologie, Gastroenterologie, Pneumologie des Marien Hospital Herne informierte gemeinsam mit weiteren Fachmedizinern über Neuigkeiten in der Allgemeinmedizin.

Am Donnerstag (15.9.2022) lud Prof. Dr. Timm Westhoff, Direktor der Medizinischen Klinik I – Allgemeine Innere, Nephrologie, Gastroenterologie, Pneumologie des Marien Hospital Herne zum 5. Allgemeinmedizin Update. Gemeinsam mit seinem Team informierte er interessiertes Fachpersonal über Neuerungen aus dem Bereich der Allgemeinmedizin. „Unsere Möglichkeiten, internistische Erkrankungen zu behandeln, entwickeln sich stetig weiter. Darum ist es wichtig, regelmäßig über Neuerungen zu informieren“ so Prof. Dr. Timm Westhoff. Als Teil der Fortbildungsveranstaltung stellte er daher zusammen mit seinem Team der Medizinischen Klinik I und der Medizinischen Klinik II dem Fachpublikum neueste Erkenntnisse über Diagnosen und Behandlungen von verschiedenen internistischen Erkrankungen vor. Dazu zählt auch Covid-19 sowie das Post- oder Long-Covid Syndrom. Der Leidensdruck der Patienten mit Long-Covid Syndrom ist hoch, die Erkrankung aber noch unzureichend verstanden. „Wir benötigen für diese Patienten dringend Therapiemöglichkeiten. Hier wollen wir einen Beitrag leisten.“, erklärt Prof. Dr. Timm Westhoff. Ein weiterer Vortrag beinhaltete Neuerungen im Bereich der Gastroenterologie. In diesem Fachbereich werden sämtliche Erkrankungen des Magen- und Darmtraktes, der Leber und Gallenwege aber auch der Bauchspeicheldrüse behandelt. Ebenfalls Thema der Veranstaltung war ein Update aus dem Bereich der Pneumologie. Die Medizinische Klinik I betreut in diesem Fachbereich Patienten mit allen Formen von akuten und chronischen Lungenerkrankungen sowie Patienten mit Beatmung und Sauerstofftherapie. Ein weiterer Schwerpunkt waren Entwicklungen aus dem Bereich der Kardiologie. Diese umfasst die Diagnostik und Therapie von Herz- und Gefäßerkrankungen, zum Beispiel Bluthochdruck, Herzinsuffizienz, Herzrhythmusstörungen und Vorhofflimmern. Anhand von aktuellen Fallbeispielen aus der Praxis wurde interessiertes Fachpersonal außerdem über die Entwicklungen der Inneren Medizin des vergangenen Jahres informiert.

Rheumazentrum Ruhrgebiet erhält Ehrung von Deutscher Rheumastiftung

Zwei Forschungsprojekte ausgeszeichnet

v.l. Dr. Ioana Andreica (l.), Oberärztin, Rheumazentrum Ruhrgebiet, und Priv.-Doz. Dr. Uta Kiltz (r.), Oberärztin, Rheumazentrum Ruhrgebiet.

Gleich zwei der vier Projektpreise der deutschen Rheumastiftung gingen in diesem Jahr an das Rheumazentrum Ruhrgebiet: Die Forschung von Dr. Ioana Andreica und Priv.- Doz. Dr. Uta Kiltz wurde je mit einem der 10.000 Euro dotierten Preise ausgezeichnet. Die Projektpreise wurden den beiden Oberärztinnen während des Deutschen Rheumatologiekongresses 2022 am Samstag (3.9.2022) in Berlin verliehen. Entzündlich-rheumatische Erkrankungen sind chronische Krankheiten des Immunsystems. Sie rufen entzündliche Reaktionen im Körper hervor. Besonders häufig sind Knochen, Gelenke und Muskeln betroffen, wo sie zu Gelenkschmerzen, Bewegungseinschränkungen und beim Fehlen einer adäquaten Behandlung zum Teil irreversiblen Schädigungen und Beeinträchtigungen führen. Etwa 1,5 Millionen Menschen sind in Deutschland nach einer Statistik aus 2017 von rheumatischen Erkrankungen betroffen. Obwohl Rheuma weit verbreitet ist, ist es bisher im Vergleich zu vielen anderen Erkrankungen wenig erforscht. Mit der Vergabe von Projektpreisen möchte die Deutsche Rheumastiftung die Wissenschaft im Bereich der Rheumatologie fördern. Die prämierten Forschungsprojekte sollen helfen, die Bedürfnisse oder die Unter Rheuma werden mehrere hundert unterschiedliche Erkrankungen zusammengefasst, über die die Allgemeinbevölkerung wenig bis gar nichts weiß. Dr. Andreica untersucht in ihrer Studie, inwiefern Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen sich selbst online über ihre Krankheit informieren und die Hürden, mit denen sich dabei die Patienten konfrontiert sehen. In standardisierten Fragebögen werden die Patienten unter anderem befragt, welche Quellen sie zur Recherche verwenden, wie aufwändig die Suche nach Informationen ist und welchen Herausforderungen sie sich dabei stellen müssen. Grundlage dieser wissenschaftlichen Untersuchung ist, das Wissen, dass informierte Patienten sich wesentlich häufiger an Therapieempfehlungen halten als Patienten, die sich nicht selbst informieren. Dr. Andreica möchte dies genauer untersuchen: „Mit meiner Studie möchte ich herausfinden, inwieweit im Internet gefundene Informationen die Gesundheitskompetenz des Patienten verbessern können und dabei helfen, dass Patienten Therapieempfehlungen einhalten“, erläutert Dr. Andreica. Priv.- Doz. Dr. Kiltz erhielt einen Projektpreis für die Untersuchung des Zusammenhangs von Rheuma und Psyche. Der Leidensdruck ist bei Rheumapatienten häufig sehr hoch. Sie sind durch ihre chronische Erkrankung im Alltag oft eingeschränkt, haben Schmerzen, sind häufig beim Arzt und müssen Medikamente nehmen. Oft gehen entzündlich-rheumatische Erkrankungen mit psychischen Erkrankungen wie Depressionen einher und ein Teil der Patienten äußert auch Suizidgedanken. Im Rahmen ihres Forschungsprojektes untersucht Priv.- Doz. Dr. Kiltz nun, welche Faktoren bei Rheumapatienten im Zusammenhang mit Selbstmordgedanken festgestellt werden können. In standardisierten Fragebögen werden Patienten zu verschiedenen Faktoren befragt: Dabei werden sowohl demografische Faktoren – wie Alter, Familienstand oder Religion – als auch Fragen zur rheumatischen Grunderkrankung – wie Symptome und Krankheitsaktivität – und Fragen zur Psyche und Persönlichkeitsmerkmalen erfasst. Zur genaueren Abgrenzung der Faktoren werden zusätzlich Rheumapatienten desselben Geschlechts und derselben Altersgruppe befragt, die keine Suizidgedanken geäußert haben. Darüber hinaus werden die Patienten mit Suizidgedanken psychosomatisch in einer kooperierenden Klinik untersucht. So lässt sich beurteilen, ob die Suizidgedanken eher auf die rheumatische Erkrankung oder psychische Faktoren zurückzuführen sind. „Ziel der Studie ist es herauszufinden, welche Faktoren bei Rheumapatienten zu Suizidgedanken führen. Das Wissen um diese Faktoren kann dabei helfen, den Zusammenhang von Rheuma und Psyche besser zu verstehen und diese Faktoren zu eliminieren“, erklärt Priv.-Doz. Dr. Kiltz das Forschungsvorhaben der aktuell laufenden Studie.

Evangelischen Krankenhaus Herne

Angehörige lernen Umgang mit Demenzerkrankten

Die Verantwortlichen des EvK Herne bieten Unterstützung im Umgang mit Demenzerkrankten.

Angehörige, die einen dementen Menschen versorgen, sind einer starken Belastung ausgesetzt. Unterstützung bietet ein Kurs im Evangelischen Krankenhaus Herne, der speziell darauf ausgerichtet ist, Fragestellungen rund ums Thema Demenz zu behandeln. Die Pflegeberaterin und examinierte Krankenschwester Andrea Lendermann vermittelt, welche Möglichkeiten es gibt, mit Demenzkranken in Kommunikation zu treten. Ob Singen, Beten, Gedichte oder eine spezielle Art der Körpersprache, die Teilnehmer*innen lernen, wie sie ihre dementen Angehörigen über die Gefühlsebene erreichen können. Thema ist auch, wie man aggressivem Verhalten begegnen oder es verhindern kann. Der Demenz-Kursus läuft an insgesamt drei Tagen: Am 28., 29. und 30. September 2022 jeweils von 9:30 bis 13 Uhr und wird unter Beachtung der am EvK geltenden Corona-Regeln durchgeführt. Veranstaltungsort ist das EvK Herne, Wiescherstraße 24. Die Teilnahme ist kostenlos, eine vorherige Anmeldung bei der Pflegeberaterin unter Tel 02323 498-92828 ist ebenso verpflichtend wie der Nachweis eines negativen Corona-Tests.

Experten informierten

Endosummer 2022 im St. Anna

Dr. Viktor Rempel (mitte), Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie des St. Anna Hospital Herne und Dr. Monika Engelke (2.v.r.), Lehrgangsleiterin des Bildungszentrum Ruhr, freuten sich gemeinsam mit weiteren Experten über die erfolgreiche Fortbildungsveranstaltung.

Am Samstag (10.9.2022) luden die Klinik für Gastroenterologie und die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie des St. Anna Hospital Herne zum 14. Mal zur Fortbildungsveranstaltung Endosummer ein. Nach der digitalen Version im letzten Jahr, fand der Endosummer 2022 wieder im St. Anna Hospital Herne statt. Den Themenschwerpunkt der Veranstaltung bildeten die Ausbildung in der interventionellen Endoskopie aus ärztlicher und pflegerischer Sicht, sowie Innovationen und Zukunftsaussichten in der Endoskopie. Mit Hilfe des Endoskops kann der Arzt nicht nur Aufnahmen des Magen-Darm-Traktes machen, die ihm eine Diagnose erlauben. Er führt auch minimal-invasive Eingriffe ohne Bauchschnitt durch, bei denen er die Instrumente durch das Endoskop an den Behandlungsort führt und über einen Bildschirm die Details des Behandlungsbereiches sieht. Die interventionelle Endoskopie erlaubt es somit, schonend verschiedene Eingriffe durchzuführen, wie z.B. die Entfernung von erkranktem Gewebe oder die Stillung von Blutungen im Magen-Darm-Trakt. Die neusten Methoden und Techniken ermöglichen hierbei Auffälligkeiten im Verdauungstrakt möglichst genau zu untersuchen und zu behandeln. Durch regelmäßige Innovationen werden Untersuchungen und Behandlungen stetig weiterentwickelt und verbessert. „Die Herzstücke unseres Endosummers bleiben die Live-Demonstrationen in 4K Qualität aus der modernen Endoskopie und aus dem OP des St. Anna Hospital Herne“, so Dr. Viktor Rempel, Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie des St. Anna Hospital Herne. Die Mitarbeiter der Klinik für Gastroenterologie und der Allgemein- und Viszeralchirurgie demonstrierten auch dieses Jahr die neuesten endoskopischen und operativ minimal-invasiven Techniken und erläuterten diese. Begleitet wurde die Veranstaltung von Vorträgen von internen sowie externen Spezialisten, unter anderem von Prof. Dr. Siegbert Faiss aus Berlin und Prof. Dr. Alexander Meining aus Würzburg.

AOK informiert zum Tag der Zahngesundheit

Auch in Pandemiezeiten zur Prophylaxe

Die Zahnvorsorge als Teil der Individualprophylaxe wird bei Kindern und Jugendlichen in Herne wieder mehr genutzt.

Die Zahnvorsorge als Teil der Individualprophylaxe wird bei Kindern und Jugendlichen in Herne wieder mehr genutzt. Nachdem es zu Beginn der Corona-Pandemie in 2020 zu einem Rückgang bei der Inanspruchnahme kam, sind die Zahlen im vergangenen Jahr wieder angestiegen – ein Plus von 3,7 Prozent gegenüber 2020. Das ergab eine aktuelle Auswertung der AOK NordWest anlässlich des Tages der Zahngesundheit am Sonntag, 25. September 2022. Danach nahmen insgesamt 2.503 Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 17 Jahren die kostenfreien Untersuchungen in Anspruch. Das entspricht 49,2 Prozent aller AOK-versicherten Kinder und Jugendlichen in der Altersgruppe. „Viele Eltern haben zu Beginn der Pandemie offenbar aus Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus auf einen Zahnarztbesuch ihrer Kinder verzichtet. Inzwischen wurde das Vor-Corona-Niveau fast wieder erreicht. Das ist eine positive Entwicklung, denn Vorsorge ist auch in Pandemiezeiten das A und O für gesunde Zähne“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Jörg Kock. Zum Tag der Zahngesundheit weist die AOK NordWest darauf hin, wie wichtig die kostenfreien Untersuchungen im Rahmen der Individualprophylaxe sind. Danach haben Kinder und Jugendliche im Alter zwischen sechs und 17 Jahren je Kalender-Halbjahr Anspruch auf die zahnmedizinische Vorsorgeuntersuchung. Dabei erhebt der Zahnarzt oder die Zahnärztin den Mundhygienestatus und informiert Kinder und Eltern über Mundhygiene und Ernährung. Zusätzlich können die Zähne bei hoher Kariesneigung bis zu zweimal je Halbjahr mit speziellem Fluoridlack gehärtet werden. Da die großen Backenzähne mit ihren Rillen und Vertiefungen, den so genannten Fissuren, besonders kariesgefährdet sind, können die Fissuren entsprechend versiegelt werden. „Für gesunde Zähne ist es wichtig, dass Kinder und Jugendliche regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung zum Zahnarzt gehen. Das gilt auch in Pandemiezeiten. Die Zahnärzte halten hier entsprechende Hygienekonzepte vor“, so Kock. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Prophylaxe ab dem sechsten Lebensjahr zweimal im Jahr. Auch die Fissurenversiegelung der bleibenden großen Backenzähne wird bis zum 18. Lebensjahr vollständig bezahlt.

Verantwortliche des St. Anna Hospitals laden ein

Digitalen Infoabend für werdende Eltern

Infos für werdende Eltern gibt es digital beim St. Anna.

Das St. Anna Hospital Herne lädt werdende Eltern ein am „Digitalen Informationsabend über Schwangerschaft und Geburt für werdende Eltern“ teilzunehmen. Der Infoabend findet am Donnerstag, dem 29. September 2022, als Livestream auf dem Instagram-Account @st.elisabethgruppe statt. Werdende Eltern können dem Team der Geburtshilfe vorab sowie während des Livestreams individuelle Fragen stellen. „Wir nutzen gerne den Livestream um werdende Eltern digital zu informieren und bei der Geburtsvorbereitung zu unterstützen“, so Valentin Menke, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des St. Anna Hospital Herne. Neben Themen rund um Schwangerschaft, Geburt, Stillen und dem Wochenbett, werden auch die derzeit geltenden Corona-Regeln erläutert. Begleitet wird der Infoabend von Chefarzt Valentin Menke, seinem Team der Geburtshilfe sowie Mitarbeitern der Wochenbettstation. Zuschauer haben die Möglichkeit, über den Instagram-Account @st.elisabethgruppe, vorab Fragen an das Team der Geburtshilfe zu stellen. Während des Livestreams steht die Kommentarfunktion zur Verfügung, sodass weiterhin offene Fragen gestellt werden können. Die Fragen werden gesammelt und anschließend live von den Experten beantwortet, um werdende Eltern bestmöglich zu beraten und auf die Geburt vorzubereiten.

St. Anna Hospital Herne

Geburtsvorbereitung für Frauen und Paare

Die Elternschule des St. Anna Hospital Herne lädt Frauen und Paare zu einem neuen Kursus zur Geburtsvorbereitung ein.

Die Elternschule des St. Anna Hospital Herne lädt Frauen und Paare zu einem neuen Kursus zur Geburtsvorbereitung ein. Der Kursus startet am Dienstag, 27. September 2022, und umfasst acht Abende. Es werden zahlreiche Informationen zum gesamten Themenbereich Schwangerschaft, Geburt, Stillen und Kinderpflege vermittelt. Neben Informationen zur Schwangerschaft werden Übungen zur Entspannung, zur Körperwahrnehmung und Wehenatmung angeboten. Ziel des Kurses ist eine optimale Vorbereitung auf die Geburt. Für Frauen findet der Kurs von 18 bis 19:45 Uhr, für Paare von 20 bis 21:45 Uhr, im Kongresszentrum (Konferenzraum 5 und 6) der St. Elisabeth Gruppe am St. Anna Hospital, Am Ruschenhof 24 statt. Die Gebühr für die Frau wird von der Krankenkasse übernommen, die Gebühr des Partners beträgt 100,00 Euro. Anmeldungen sind online oder unter Tel 0 23 23 - 499 - 27 37 möglich.

Experten des Marien Hospital Herne informierten

Aktuelles aus der Urogynäkologie

Prof. Dr. Clemens Tempfer, Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Marien Hospital Herne informierte über aktuelle Therapiemöglichkeiten in der Urogynäkologie.

Aktuelle Therapiemöglichkeiten bei Inkontinenz und Beckenbodenschwächen standen bei der Fachveranstaltung „Aktuelles aus der Urogynäkologie“ der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Marien Hospital Herne im Fokus. Die Veranstaltung fand am Dienstag (13.9.2022) über die Online-Plattform Zoom statt. Vor allem durch den kontinuierlichen Anstieg des Anteiles älterer Menschen an der Bevölkerung nimmt die Bedeutung urogynäkologischer Fragestellungen stetig zu. Inkontinenz- und Beckenbodenschwächen gehören zu den häufigsten Gesundheitsproblemen bei Frauen. In der Frauenklinik und Geburtshilfe des Marien Hospital Herne bildet die Urogynäkologie daher einen Behandlungsschwerpunkt. „Viele urogynäkologische Probleme lassen sich konservativ behandeln und bedürfen glücklicherweise keiner Operation“, erklärt Prof. Dr. Clemens Tempfer, Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Marien Hospital Herne – Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum. Der Experte informierte in der Fachveranstaltung zum Beispiel über den Einsatz von Botox bei Dranginkontinenz. Führt eine konservative Behandlung zu keinem Erfolg, gibt es verschiedene minimal-invasive Therapiemöglichkeiten. Dr. Eva Tempfer-Benz informierte in der Fachveranstaltung über verschiedene minimal-invasive Operationsverfahren, die zum Beispiel bei einer Beckenbodensenkung eingesetzt werden können. Die Teilnehmer hatten neben der Möglichkeit, sich über aktuelle Therapiemöglichkeiten in der Urogynäkologie zu informieren, am Ende der Veranstaltung Zeit zum fachlichen Austausch.

Die Pflegeausbildung in der St. Elisabeth Gruppe

Vom Säugling bis zum Senior

Der Campus der St. Elisabeth-Gruppe an der Widumer Straße.

Eine Ausbildung - Viele Möglichkeiten: Durch die generalistische Pflegeausbildung erhalten die Auszubildenden alle Kompetenzen, die sie für die Pflege von Menschen jeder Altersgruppe benötigen. Die Pflegeschule der St. Elisabeth Gruppe stellt am Dienstag, 20. September 2022, um 18 Uhr als Teil eines Infoabends die dreijährige Ausbildung zur Pflegefachkraft vor, die in diesem Jahr am 1. Oktober und 1. Dezember startet. Der Infoabend findet vor Ort am Campus der St. Elisabeth Gruppe statt. Die Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich. Während der generalistischen Pflegeausbildung werden die Auszubildenden in den ersten beiden Jahren gemeinsam unterrichtet und erhalten so einen Einblick in alle Bereiche der Pflege. Dazu zählen unter anderem die Krankenpflege, die Kinderkrankenpflege und die Altenpflege. „Im dritten Ausbildungsjahr können sich die Auszubildenden dann für einen dieser Bereiche als späteren beruflichen Schwerpunkt entscheiden“, erklärt Sabine Dreßler, Leitung der Pflegeschule. Beim Infoabend stellen Mitarbeiter der Pflegeschule die Ausbildung vor und geben Tipps für die Bewerbung. Los geht es um 18 Uhr am Campus der St. Elisabeth Gruppe, Hörsaal, Widumer Str. 8, 44627 Herne. Weitere Infos und Anmeldung online unter: www.elisabethgruppe.de/gkp. Voraussetzung für die Teilnahme ist die 2G-Regelung: Teilnehmer müssen einen Nachweis über eine vollständige Impfung oder eine Genesung vorweisen

Veranstaltung klärt über Behandlungsmethoden auf

Hilfe bei Harnverlust

Prof. Dr. Clemens Tempfer informiert ü die Behandlungsmöglichkeiten bei Funktionsstörungen.

Harnverlust, Schmerzen im Unterbauch und häufiger Harndrang - dies können Symptome für Funktionsstörungen des Beckenbodens sein. Dazu zählen zum Beispiel Blasensenkungen und Drangbeschwerden. Diese Erkrankungen und ihre Symptome können die Lebensqualität der Betroffenen stark einschränken – sie sind aber heilbar. Prof. Clemens Tempfer, Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Marien Hospital Herne und sein Team, werden während der Patientinnenveranstaltung „Hilfe bei Harnverlust“ am Donnerstag, 22. September 2022, um 17 Uhr über die Behandlungsmöglichkeiten dieser beiden Funktionsstörungen informieren. Die Veranstaltung findet am 22. September 2022, in den Hörsälen 1 - 3 im Marien Hospital Herne statt. Interessierte können sich bis zum 19. September 2022 online unter: www.marienhospital-herne.de/patientenveranstaltung-urogynaekologie anmelden. Sollte eine Präsenzveranstaltung aufgrund der Corona-Pandemie nicht möglich sein, wird die Veranstaltung in digitaler Form über die Online-Plattform Zoom stattfinden. In diesem Fall würden die Anmeldedaten per E-Mail an alle Teilnehmer verschickt werden. Darum geht es: Durch den immer größer werdenden Anteil älterer Menschen an der Bevölkerung nimmt auch die Bedeutung urogynäkologischer Erkrankungen und Beschwerden zu. Daher bildet die Urogynäkologie einen wichtigen Schwerpunkt in der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Marien Hospital Herne. Um den Betroffenen, die an einer Blasensenkung oder Drangbeschwerden leiden, Linderung zu verschaffen, gibt es unterschiedliche nicht-operative und operative Behandlungsmöglichkeiten. In einem Vortrag wird zum Beispiel die Behandlung von Drangbeschwerden mit Hilfe von Botox erläutert.