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»Kunstpause« wird künstlerisch überarbeitet

In einem Haselnusshain zwischen Autobahnzubringer und Emscher haben Landschaftsarchitekten Stege und Plattformen eingefügt und den Hain so begehbar gemacht.

Die »Kunstpause« in Dortmund, ein begehbares Kunstwerk aus Stegen, Plattformen und Staketenzäunen in einem Haselnusshain, ist Teil des Emscherkunstwegs und wird vom 4. bis 7. Oktober einer künstlerischen Revision unterzogen. Das Berliner Landschaftsarchitekturbüro atelier le balto verwandelte für die Emscherkunst 2016 das Wäldchen neben einem Autobahnzubringer in einen Ort zum Verweilen am Ufer der Emscher. Jetzt wird das Künstlerkollektiv das Werk erneut begutachten und überarbeiten. Der enorm gewachsene Baumbestand wird beschnitten, damit die »Kunstpause« wieder atmen und mit Licht versorgt werden kann. Auch soll der Saum des Wäldchens wieder klarer in Erscheinung treten und sich zum nahegelegenen Skatespot der Skateinitiative Dortmund öffnen. Die »Kunstpause« liegt zwischen der vielbefahrenen Huckarder Straße und einer Bahntrasse und wird von Fußgänger:innen und Radfahrer:innen zum Fortkommen zwischen Gewerbegebiet und Straßenbahn entlang des ehemaligen Abwasserkanals Emscher genutzt. Mit ihrer einfachen wie prägnanten Geste hat das Kollektiv dem vorher undefinierten Raum eine neue Aufenthaltsqualität gegeben. Die Holzeinbauten aus Stegen und Terrassen laden dazu ein, innezuhalten und den Ort jenseits des Transits zu erleben. Lässt man sich leiten, so gelangt man ins Innere des Hains und erfährt neben dem Perspektivwechsel zugleich eine veränderte Akustik. Plötzlich sind die Auto- und Bahngeräusche leiser. Nahe der Emscher ermöglicht ein tribünenartiger Aufbau einen vorsichtigen Blick auf das hier bereits renaturierte Gewässer.

Neuer Gesamtvorstand der Bundesagentur für Arbeit

Amtsantritt Dr. Katrin Krömer

Die Agentur für Arbeit in der Markgrafenstraße in Herne (NW), am Samstag (07.11.2020).

Mit dem Amtsantritt von Dr. Katrin Krömer zum 1. Oktober 2022 ist der neue Vorstand der Bundesagentur für Arbeit komplett. Krömer verantwortet ab sofort die Bereiche Personalmanagement, Organisationsentwicklung, Controlling, Infrastruktur und Einkauf. Zuvor leitete sie die Personal- und Führungskräfteentwicklung der Deutschen Bahn. Mit der BA ist die 49-Jährige bereits gut vertraut. Von 2009 bis 2015 verantwortete sie als Geschäftsführerin in der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg die Bereiche Personal, Finanzen und Controlling. Sie folgt auf Christiane Schönefeld, die Ende September in den Ruhestand wechselte. „Digitalisierung, Demographie und Dekarbonisierung verändern den Arbeitsmarkt. Wir werden den Menschen und Betrieben dabei zur Seite stehen, uns noch kundennäher aufstellen und als moderne, digitale, offene und lernende Organisation weiter stärken. Und wir werden uns selbst noch mehr als attraktive Arbeitgeberin zeigen, denn auch die BA spürt den Wandel am Arbeitsmarkt und steht im Wettbewerb um Fachkräfte“, so Krömer. Zum 1. August hatte Andrea Nahles das Amt der Vorstandsvorsitzenden angetreten. Die 52-jährige verantwortet zudem das Finanzressort und die IT der BA. „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Katrin Krömer. Sie ist für die BA ein doppelter Gewinn. Wir begrüßen eine erfahrene Personalmanagerin, die zudem durch ihre Vorerfahrung in der BA ein Gespür für die Organisation mitbringt. Im Vorstand sind wir nun komplett und widmen uns mit voller Kraft den langfristig strukturellen Trends sowie den aktuellen wirtschaftlichen Hürden am Arbeitsmarkt. Wir setzen alles daran, Arbeitslose in Arbeit zu bringen und Beschäftigte im Job zu halten“, sagt Nahles. Zum Vorstand gehören außerdem Vanessa Ahuja und Daniel Terzenbach. Ahuja fungiert seit Juli als Leistungsvorständin und verantwortet zudem die Familienleistungen und das internationale Geschäft. Zuvor war sie Abteilungsleiterin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Bereits seit 2019 gehört Terzenbach dem Vorstand an. Der 42-jährige ist als Vorstand Regionen für Beratung und Vermittlung und führt die Regionaldirektionen. In der BA arbeiten rund 110.000 Beschäftigte. Davon sind rund 42.000 in den Jobcentern tätig, 5.000 in der Familienkasse.

Rund 3000 neue Studierende im Wintersemester

FH Dortmund begrüßt Erstsemester

v.l. Rainer Holl, Rektor Prof. Dr. Wilhelm Schwick und die AStA-Vorsitzenden Alyssa Blümel und Mehmet Karul.

In den Westfalenhallen begrüßte der Rektor der Fachhochschule Dortmund, Prof. Dr. Wilhelm Schwick, Ende September 2022 rund 3.000 neue Studierende, die ab dem Wintersemester 2022/23 die FH bevölkern. „Ihr erstes Semester ist nicht nur für die Orientierung wichtig“, sagte Prof. Schwick, „sondern auch, um den Übergang ins selbstständige und intensive Arbeiten zu bewältigen. Aber keine Sorge: Wir helfen Ihnen dabei und wir haben darin viel Erfahrung.“ Oberbürgermeister Thomas Westphal bekräftigte in seiner Videobotschaft, dass die FH mit ihren rund 15.000 Studierenden einen wichtigen Teil der Wissenschaftsstadt Dortmund darstellt. Ein Erstsemesterfilm vermittelte den neuen Studierenden einen Eindruck vom Studium und von der Stadt Dortmund. Poetry-Slammer und Autor Rainer Holl moderierte mit Tempo und lockerem Mundwerk. Nach der Bühnenshow war das Informations-Forum umlagert: Hier konnten die Neuen bei Fachschaften, Bibliothek, AStA, Studienberatung, CSR-Office, Studierendenwerk, Familienservice, International Office, Zukunftswerkstatt, Gleichstellungsbüro und weiteren Einrichtungen Kontakte knüpfen und Material mitnehmen.

Knappschaft-Bahn-See

Prill und Weberink übernehmen Vorsitz

Versichertenvertreter Robert Prill am 1. Oktober 2022 den Vorsitz der Vertreterversammlung.

Der Vorsitz in der Selbstverwaltung der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (KBS) wechselt jährlich am 1. Oktober zwischen den Gruppen der Versicherten- und Arbeitgebervertreter. Bei der KBS übernimmt der Versichertenvertreter Robert Prill am 1. Oktober 2022 den Vorsitz der Vertreterversammlung, dem „Parlament“ der KBS. Er löst den Arbeitgebervertreter Frank Vanhofen ab. In der Selbstverwaltung der Sozialversicherung gestalten Versicherte und Arbeitgeber die Verwaltung aktiv mit. Versicherte und Arbeitgeber wählen alle sechs Jahre bei den Sozialversicherungswahlen ihre Vertreter. Im kommenden Jahr findet die nächste Wahl statt. Die Vertreterversammlung hat 30 ehrenamtliche Mitglieder. Der Vorstandsvorsitz wechselt ebenfalls jährlich zum 1. Oktober turnusgemäß. So wird das Amt des Vorstandsvorsitzenden am 1. Oktober 2022 dem Arbeitgebervertreter Michael Weberink übertragen, der die Versichertenvertreterin Edeltraud Glänzer ablöst. Der Vorstand verwaltet das soziale Verbundsystem KBS – ausschließlich der laufenden Verwaltungsgeschäfte, die die Geschäftsführung übernimmt. So werden Entscheidungen über Organisation, Finanzen und Personal im 18-köpfigen Vorstand getroffen.

A43-Ausbau

Sperrungen im südlichen Recklinghausen

Brückenarbeiten im Zuge des Ausbaus der A43 (Symbolfoto).

Recklinghausen. Weil die Autobahn Westfalen an den A43-Brücken im südlichen Recklinghausen arbeitet, kommt es an mehreren Terminen im Oktober zu Einschränkungen auf den Stadtstraßen. Von Dienstag, 4., bis Donnerstag, 6. Oktober 2022, wird die Theodor-Körner-Straße unter der Autobahn in Fahrtrichtung Herten (Westen) gesperrt. Im Anschluss, von Donnerstag, 6., bis Montag, 10. Oktober 2022, ist die Straße dann in Fahrtrichtung Osten unter der Autobahn gesperrt. Die Aus- und Abfahrten der Anschlussstelle Recklinghausen-Hochlarmark bleiben geöffnet, mit Ausnahme der ohnehin gesperrten Auffahrt Richtung Wuppertal. Umleitungen sind ausgeschildert und führen jeweils über die Westfalenstraße, die Salentinstraße und die Hochstraße. Der Fuß- und Radverkehr ist von den Arbeiten nicht betroffen. Die Sperrungen der Theodor-Körner-Straße sind notwendig, weil die Autobahn Westfalen Hilfsgerüste an der Brücke demontiert und die neuen Entwässerungsleitungen herstellt. Im Anschluss wird von Mittwoch, 12., bis Montag, 17. Oktober 2022, die Hochlarmarkstraße unter der Autobahn voll gesperrt. Hier werden Fassadenteile montiert. Die Umleitung für Fahrzeuge führt über Karlstraße, Westfalenstraße, Theodor-Körner-Straße und Hochstraße. Fußgänger können die kürzere Strecke über die Wilhelmstraße und Richardstraße zur Westfalenstraße nutzen und werden statt über die Hochstraße über Am Südbahnhof zur Hochlarmarkstraße geführt. Die Unterführung Richardstraße bleibt weiterhin voll gesperrt und kann deswegen nicht als Umleitung für Fußgänger dienen. Eine weitere Sperrung der Hochlarmarkstraße folgt von Mittwoch, 26., bis Montag, 31. Oktober 2022. Dann werden Gerüste abgebaut und die Lärmschutzwand errichtet. Hier ist dieselbe Umleitung ausgeschildert wie bei der vorherigen Sperrung.

RevuePalast Ruhr zeigt: Diamonds & Glamour

Ein Universum der Lebensfreude

„Diamonds & Glamour“ im RevuePalast.

Ein Universum der Lebensfreude Noch opulentere Kostüme, noch mehr Live-Gesang: RevuePalast Ruhr zeigt neue Show „Diamonds & Glamour – Sternstunden der Travestie“ – feiert am 14. Oktober Premiere – der Vorverkauf läuft Herten. „Diamonds & Glamour – Sternstunden der Travestie“ – eine Supernova aus funkelnder Unterhaltung verspricht die neue Gala-Show im RevuePalast Ruhr auf Zeche Ewald in Herten. Noch opulentere Kostüme, noch mehr Live-Gesang mit Gänsehautgarantie und dazu jede Menge Spaß: Prinzipal Christian Stratmann entführt die Gäste in ein buntes Universum der Eleganz und Lebensfreude: „Mit der neuen Show hat unser Regisseur Ralf Kuta etwas Außergewöhnliches geschaffen. Weltklasse- Travestie in einem der schönsten Showtheater des Landes: Ich bin sicher, dieser Funke wird überspringen.“ Premiere ist am Freitag, 14. Oktober. Der Vorverkauf läuft. "Diamonds & Glamour“ wird eine Show der Rekorde, sagt Show-Regisseur Ralf Kuta. Erstmals sticheln neben Lalo Madrid in Essen und José Monteiro de Lima in Mülheim zwei weitere Kostümateliers für die magischen Momente der Verwandlung. Einen heißen Marilyn-Monroe-Dress entwirft gerade die Kostümdesignerin Anna Hörling aus Dortmund. Sie verpackte für die TV-Sendung „Viva la Diva“ Mallorca-Sänger Mickie Krause so kunstvoll als DragQueen, dass die Kostümbildner der RTL-Show jüngst den Deutschen Fernsehpreis einheimsten. Ralf Kuta: „Anna ist einfach unglaublich: Sie hat schon Pommes aus Pailletten gemacht!“ Stammkunde bei der Kostümkünstlerin Nita, heute 85, in Düsseldorf-Erkrath ist Ralf Kuta alias Dannyboy seit vielen Jahren. Unter Nitas Händen entstand zum Beispiel Ralfs ikonisches Marlene-Kleid, das zu einem Erkennungszeichen des RevuePalasts wurde. Damit nicht genug: Der kunstvoll glitzernde Federkopfschmuck, den Dannyboy in weiß und Jeanny in schwarz auf der Show-Bühne tragen, wurde für einen vierstelligen Betrag in einem Berliner Spezialatelier gefertigt und für das Fotoshooting zur Show per Express aus der Hauptstadt geordert. Zu jedem Einzelstück kann Ralf Kuta eine Geschichte erzählen. „Wir zeigen Kostüme und Schmuck aus aller Herren Länder“, sagt er: „So viel Aufwand war noch nie.“ Das Showprogramm selbst rückt legendäre Duos, Trios und Quartette in den Mittelpunkt. Elton John, Kiki Dee und RuPaul, aber auch die Flippers, Abba und Boney M. geben sich unter Kronleuchtern ein Stelldichein, unendlich wiederholt in den riesigen Wandspiegeln des Palasts. Eine musikalische Hommage an Marianne Rosenberg bildet einen Höhepunkt der Show. Durch den Abend führen zwei charmante Damen im Doppelpack: Publikumsliebling Jeanny und die Wuchtbrumme Roxy, die immer einen lockeren Spruch auf Lager haben. Im RevuePalast Ruhr nimmt man sich selbst nicht so ernst. Ob auf der Bühne oder im Publikum: Der Alltag weicht einem Lächeln, das lange anhält. Die Welt wird leicht, unbeschwert, sinnlich, sexy. Alles im Palast ist augenzwinkernde Unterhaltung. Willkommen bei „Diamonds & Glamour“: That’s Entertainment. Tickets ab 18,90 Euro gibt es auf online hier und am Tel hier02325 – 588 999 (mo bis fr, 10 bis 19 Uhr, und sa, 10 bis 14 Uhr)

Studienstart: „Leben und Studieren am Campus“

Hochschule BO begrüßt Erstsemester

Ein volles Haus in der "BlueBox" hatte Präsident Prof. Dr. Andreas Wytzisk-Arens bei der Begrüßung der Erstsemester-Studierenden der Hochschule Bochum.

Insgesamt deutlich mehr als 1.200 Erstsemester starten zum Wintersemester 2022/23 ein Studium an der Hochschule Bochum. Hochschulpräsident Prof. Dr. Andreas Wytzisk-Arens begrüßte sie am Montag (19.9.2022) persönlich in der BlueBox auf dem Bochumer Campus. Wegen der großen Anzahl hieß er zuerst Studenten der Fachbereiche Bau- und Umweltingenieurwesen, Elektrotechnik und Informatik und Geodäsie willkommen und anschließend die Studierenden der Fakultäten Mechatronik und Maschinenbau, Wirtschaft und Architektur. Der Präsident stellte die Hochschule mit ihrer persönlichen Atmosphäre, Praxisnähe, Nachhaltigkeitsorientierung und ihrer Fokussierung auf anwendungsorientierte Forschung vor und betonte die vielfältige Unterstützung, die die Studierenden in ihrem Studium etwa beim Aufarbeiten von Lerndefiziten oder bei anderen Problemen nützen könnten. Ein kleines Begrüßungsvideo gab es auch von Bochums Oberbürgermeister Thomas Eiskirch, der die Qualitäten der Stadt nicht zuletzt auch in Sachen Freizeitgestaltung hervorhob. „Bochum freut sich, ich freue mich persönlich, dass Sie hier bei uns in Bochum sind!“, sagte er. Konkretere Einblicke, wie erfolgreiches Studieren an der BO aussehen kann, gab Moderatorin Ann-Kristin Masjoshusmann durch Gesprächsrunden mit jeweils vier Absolventen. Die Kommunikationsmanagerin der Hochschule ließ sich erzählen, wie etwa Bauingenieur Christian Gottlob nach einem Studienstart an der TU Dortmund mit der Anonymität von manchmal 1.000 Menschen in einem Hörsaal zur Hochschule Bochum gewechselt ist, wo Mathematik in kleinen Gruppen gelernt wurde und es deutlich einfacher war, Anschluss zu den Kommilitonen zu finden und Freundschaften zu schließen. Sie ließ sich von Informatiker Marc Torchala schildern, dass er für das Bestehen eines Mathematikpraktikums drei Anläufe gebraucht hat und der Maschinenbau-Ingenieur Marc Panek berichtete, dass er wegen seines dualen Studiums eher wenig typisches Studentenleben erfahren konnte und dafür aber Kontakt zu anderen Studierenden der Kooperativen Ingenieurausbildung (KIA). Und schließlich konnte Miriam Trümper, die erst im Sommer ihren Bachelor in Nachhaltige Entwicklung absolviert hat, berichten, wie sie nun als Klimamanagerin für die Hochschule tätig ist. Im Anschluss an die Begrüßung hatten die Erstsemester jeweils die Möglichkeit, sich auf der Aktionsfläche „Leben und Studieren am Campus“ in der BlueBox und auf einigen Außenflächen ein detaillierteres Bild der BO zu machen und verschiedene Institutionen, Organisationen sowie auch Ansprechpartner und -partnerinnen der Hochschule kennenzulernen. So konnten sie sich etwa über das vielfältige Lehr- und Förderangebot des Instituts für Studienerfolg und Didaktik informieren und die Möglichkeiten, die das Studierendenwerk AKAFÖ bietet, kennenlernen. Sie konnten zudem erfahren, welchen Nutzen die Angebote der Zentralen Studienberatung, des International Office und der Hochschulbibliotheken bieten. Insgesamt 21 Anlaufstationen boten so neben den Ständen der Fachschaften Kontakt- und Informationsmöglichkeiten an. Vertieft wird diese Einführung in das Hochschulleben in den folgenden Tag durch das jeweils spezifische Einstiegsprogramm der sechs Fachbereiche... Obwohl die Einschreibungen noch nicht in allen Fällen abgeschlossen sind, kristallisieren sich bei den Immatrikulationszahlen Tendenzen heraus: So sind die Zahlen der neuen Studierenden im Bereich der Bachelorstudiengänge leicht, bei einigen Masterangeboten etwas deutlicher gesunken.

EGLV-Vorstandsvorsitzender ist DWA-Präsidenten

Prof. Dr. Uli Paetzel wiedergewählt

Einstimmig wurde Prof. Dr. Uli Paetzel für eine zweite Amtszeit wiedergewählt.

Berlin/Essen. Prof. Dr. Uli Paetzel ist für eine weitere Amtszeit zum Präsidenten der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) gewählt worden. Der 50-Jährige ist Vorstandsvorsitzender der beiden öffentlich-rechtlichen Wasserwirtschaftsunternehmen Emschergenossenschaft und Lippeverband im Ruhrgebiet. Die Mitgliederversammlung wählte ihn am Dienstag (27.9.2022) in Berlin einstimmig erneut ins Amt und honorierte damit sein erfolgreiches Wirken für die DWA wie die Wasserwirtschaft im Ganzen. Als politisch und wirtschaftlich unabhängige Vereinigung setzt sich die DWA für eine nachhaltige Wasserwirtschaft und für die Förderung von Forschung und Entwicklung ein. Der DWA spricht Paetzel eine große Wirkungsmacht zu, die auf einem guten Zusammenspiel von ehren- und hauptamtlichen Akteuren beruht. Wichtig für die Zukunft sind ihm die Digitalisierung, die Junge DWA sowie die Notwendigkeit, auch künftig Ehrenamtliche für die Mitarbeit in der DWA zu gewinnen. Die Wasserwirtschaft sieht er als eine für den Bürger kaum wahrnehmbare Schlüsselbranche, deren Bedeutung es parteipolitisch neutral, aber eben auch politisch relevant gegenüber der Öffentlichkeit darzustellen gilt. Dabei betont Paetzel vor allem die Mehrwert-Faktoren, die mit wasserwirtschaftlichen Maßnahmen einhergehen, wie etwa für die städtebauliche Planung. „Die ökonomische Entwicklung von Regionen kann durch den ökologischen Mehrwert befördert werden – sauberes Wasser spielt hierbei eine wichtige Rolle. Grün-blaue Infrastrukturen sind positive, harte Standortfaktoren. Dazu kommen aktuelle Herausforderungen, wie unterbrochene Lieferketten, die Energiekrise und andere Auswirkungen des grausamen Angriffs auf die Ukraine“, sagt Paetzel. Am 1.1.2019 hatte er seine erste Amtszeit als DWA-Präsident angetreten. Im Hinblick auf seine zweite Amtszeit, die von 2023 bis 2026 dauert, führt er aus, dass die Wasserwirtschaft entscheidende Beiträge zur Bewältigung der Klima- und Energiekrise leisten kann: „Die Energieautarkie der Wasserwirtschaft, der Ausbau der erneuerbaren Energien, die Durchsetzung des Prinzips der Schwammstadt und das Dürre- wie das Hochwassermanagement sind Themen, die wir als Branche schon länger diskutieren und tatkräftig angehen, deren Bedeutung aber erst jetzt schlaglichtartig hervortritt.“ 1971 in Gelsenkirchen geboren und in Herten aufgewachsen, ist Uli Paetzel seit 2016 Vorstandsvorsitzender von Emschergenossenschaft und Lippeverband. Er studierte Sozialwissenschaften und Französisch an der Ruhr-Universität Bochum und an der Université François Rabelais im französischen Tours. 2001 promovierte Paetzel an der Fakultät für Sozialwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum, wo er seit 1999 als Dozent für Soziologie ehrenamtlich tätig ist. Drei Jahre war er Abteilungsleiter für Öffentlichkeitsarbeit und Marketing einer Software-Firma, bevor Uli Paetzel von 2004 bis 2016 hauptamtlicher Bürgermeister der Stadt Herten war.

Security-Portfolio, IT-Trends und Barbecue

G DATA Tech Day 2022

G DATA Tech Day 2022: Andreas Lüning - Vorstand und Mitgründer.

Bochum. Insgesamt 170 Teilnehmende begrüßte G DATA CyberDefense zum Tech Day am Donnerstag (22.9.2022) auf dem Campus in Bochum. In der Eventhalle und remote an den Bildschirmen erwartete die Partner ein abwechslungsreiches und informatives Programm rund um ganzheitliche IT-Sicherheit: Vorträge zu neuen Sicherheitslösungen und Security Awareness Trainings, Einblicke in Security Monitoring und Incident Response, aber auch Informationen über ein gemeinsames Projekt mit Ionos und ein Vortrag vom BSI über IT-Sicherheit im KMU. Der ereignisreiche Tag endete mit Campus-Führungen, dem traditionellen G DATA Tech Day Barbecue und der Möglichkeit zum Networken. Erstmals seit der Corona-Pandemie fand der G DATA Tech Day wieder in Präsenz am Campus in Bochum statt. Durch das hybride Format verfolgten Teilnehmende auch über den Bildschirm das Partnerevent, das sich rund um ganzheitliche IT-Sicherheit drehte. Andreas Lüning, G DATA Vorstand und Mitbegründer, eröffnete den Tech Day und begrüßte alle Teilnehmer mit einem kritischen Blick auf die IT-Sicherheitslage: „Generell ist „Schutz“ etwas, dass uns in allen Lebenslagen als erstes einfällt, wenn es um die Sicherung eines Wertebestandes geht. In der digitalen Welt reicht dieser „Schutzgedanke“ aber nicht mehr aus. Das aktive Überwachung einer IT-Infrastruktur, die Einschätzung von Gefahrensituationen und ein Plan für den IT-Notfall müssen zusammen mit schützenden Technologien sind Elemente einer verteidigungsfähigen Unternehmens-IT, über die in den Chefetagen entschieden werden muss.“ Nach diesem Auftakt bekamen die Partner einen direkten Einblick in das zukünftige Produktportfolio und die Strategie des Cyber-Defense-Herstellers. Weitere Vorträge thematisierten die Gefahr von Phishing und gaben einen Überblick in Security Monitoring und Incident Response. In seinem Vortrag „Warum die meisten KMU ohne gute IT-Dienstleister verloren sind“ machte Manuel Bach, Leiter des Referats „Cyber-Sicherheit für KMU“ im Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), deutlich, wie verwundbar der Mittelstand für Cyberattacken ist. Gespannt hörten die Reseller ebenfalls beim gemeinsamen Vortrag von IONOS und G DATA zum neuen Projekt einer cloudbasierten Plattform zum Scannen von Dateien auf Schadcode zu. Neben dem Vortragsprogramm hatten die Partner die Möglichkeit, ein eigens von G DATA Mitarbeitenden für den Tag entwickeltes Jump-and-Run-Computerspiel – das Viri Game – zu spielen und dabei den aktuellen Highscore zu toppen. Der Cyber Security Escape Room bot mit VR-Brillen eine weitere interessante Abwechslung für die Partner. „Der Tech Day ist ein super Event für uns. Hier bekommen wir alle Informationen, die wir für unsere Kundeprojekte brauchen und können uns direkt austauschen. Wir arbeiten schon seit vielen Jahren mit G DATA zusammen und uns verbindet eine enge und vertrauensvolle Partnerschaft“, sagt Christian Kühling, Channel Account Manager bei GiT Systems GmbH. Robert Rohner, Teamleiter ICT bei swisspro AG: „Für mich ist der Tech Day jedes Mal total spannend. Besonders interessant war für mich in diesem Jahr der Einblick in die neue Produktreihe. Bisher war ich bei allen fünf mit dabei. Da die letzten beiden Tech Days nur remote stattfinden konnten, freue ich mich dieses Jahr umso mehr, dass ich wieder in Bochum sein konnte. Ich schätze den persönlichen eins-zu-eins-Kontakt auf dem Event und die Möglichkeit zum Netzwerken.“ Nach dem Vortragsprogramm hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, den G DATA Campus zu erkunden und einen Blick ins Museum zu werfen. Mit dem traditionellen G DATA Barbecue ging der Tech Day in den gemütlichen Teil über und bot den Partnern die Möglichkeit, die Vortragenden noch einmal zu ihren Themen zu befragen und auch das Networking kam nicht zu kurz.

Fachtagung an der FH Dortmund setzt Grundstein für konstruktiven Dialog

Gewaltprävention in Behinderten-Werkstätten

Zahlreiche Interessierte sind zur Fachtagung gekommen.

Wie können Menschen mit Behinderungen in Einrichtungen der Eingliederungshilfe wirksam vor Gewalt geschützt werden? Welche strukturellen Veränderungen sind nötig und möglich? Betroffene, Experten und Aufsichtsbehörden haben sich diesem Thema beim Fachtag „Gewaltprävention und Gewaltschutz“ an der Fachhochschule Dortmund gestellt. Dies teilten die Verantwortlichen am Donnerstag (29.9.2022) mit. Die Missstände, die ein Undercover-Reportage-Team in einer Werkstätte für Menschen mit Behinderung aufzeichnete, sorgten 2017 bundesweit für Empörung. Schikane, Druck und körperliche Gewalt wurden dokumentiert. Die betroffene Einrichtung zog Konsequenzen und auch die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen. Erstmals in einem Bundesland wird es in NRW einen Kriterienkatalog geben, mit dem Heimaufsichten die Einrichtungen der Eingliederungshilfe regelmäßig prüfen. Reicht das aus, um Betroffene wirksam zu schützen? Darüber diskutierten Betroffene, Leistungsträger, Kontrollbehörden und Expertin beim Fachtag „Gewaltprävention und Gewaltschutz“. Mehr als 220 Gäste waren der Einladung von Prof. Dr. Michael Boecker vom Fachbereich Angewandte Sozialwissenschaften und Dr. Michael Weber, Geschäftsführer des Heilpädagogischen Zentrums Krefeld, an die FH Dortmund gefolgt. „Es ist ein Thema, das sehr bewegt“, sagt Prof. Boecker mit Blick auf die vielen Anmeldungen. Die Fachtagung diente dem offenen Diskurs. Denn auch wenn Gewaltschutz in den Werkstätten in NRW eine hohe Priorität genieße und Schutzkonzepte sowie Fortbildungsmaßnahmen zur gelebten Praxis gehörten, stießen Werkstattverantwortliche in ihrer täglichen Arbeit immer wieder auf neue Herausforderungen. „Das hängt im Wesentlichen von zwei Faktoren ab: Zeit und Raum“, so Michael Boecker. Längst nicht alle Einrichtungen böten die nötigen Rückzugsräume, um auch in konfrontativen Situationen den Bedürfnissen von Menschen mit Behinderungen gerecht zu werden. Zudem fehle es an Personal. „Der Druck auf die Beschäftigten ist groß“, sagt Michael Boecker. Denn gleichzeitig seien die Werkstätten auch Wirtschaftsbetriebe. Den Mitarbeitenden fehle Zeit für die Betroffenen, aber auch für Reflektion. „Ein Handbuch für Qualitätsmanagement im Regal wird diese Herausforderungen nicht lösen“, betont der Sozialwissenschaftler. Mit einer Fortsetzung des Dialogs möchten Prof. Boecker und Dr. Weber die sich wandelnden Anforderungen an die Einrichtungen der Eingliederungshilfe begleiten und gemeinsam Ansätze für strukturelle Anpassungen erarbeiten. Vertreter des Landes NRW lobten den direkten Austausch mit Betroffenen, Beschäftigten und Leistungsträgern an der FH Dortmund und wollen den konstruktiven Dialog fortsetzen.

FH Dortmund knackt Marke seit Start des Stipendienprogramms

Erstmals 100 Deutschlandstipendien

Dirk Rutenhofer (l.) und Dennis Ochmann mit den Stipendiatinnen Julia Günther (2.v.l.) und Sina Wieschhörster (2.v.r.). FH-Rektor Prof. Dr. Wilhelm Schwick (3.v.r.) und Adrian Kels vom FH-Marketing (r.) überreichten dankend die Urkunde und gratulierten den Stipendiatinnen.

Zum ersten Mal seit dem bundesweiten Start des Stipendienprogramms 2011 hat die Fachhochschule Dortmund die Marke von 100 Deutschlandstipendien erreicht. 369 Studierende hatten sich für die aktuelle Förderphase beworben, die am Samstag, 1. Oktober 2022, beginnt. Unter ihnen wählte eine hochschulinterne Kommission diejenigen aus, die nun für mindestens zwei Semester pro Monat 300 Euro erhalten – unabhängig von Einkommen, Nationalität und ohne Anrechnung aufs BAföG. Zu den Bewertungskriterien zählen nicht nur eine gute Leistung, sondern auch das gesellschaftliche Engagement der Bewerber*innen. Die Weckbacher Sicherheitssysteme GmbH, in diesem Jahr erstmals Förderer des Deutschlandstipendiums, hat das 100. Stipendium möglich gemacht. Insgesamt unterstützt das Dortmunder Unternehmen zwei Studierende aus dem Fachbereich Wirtschaft. Darüber hinaus ist es auch Partner der Fachhochschule Dortmund im Dualen Studiengang Informatik. Dirk Rutenhofer, Geschäftsführender Gesellschafter, sagt: „Wir freuen uns darauf, durch diese Kooperation Studierende auf ihrem Bildungsweg zu unterstützen, Einblicke in unser Unternehmen zu ermöglichen und frühzeitig Kontakte zu knüpfen.“ Die Förderpartnerleisten einen wichtigen Beitrag zur Ausbildung qualifizierter Nachwuchskräfte, betont Prof. Dr. Wilhelm Schwick, Rektor der Fachhochschule Dortmund: „Die Zahl der Förderer des Deutschlandstipendiums an unserer Hochschule ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Für dieses Engagement bedanke ich mich herzlich. Das Stipendienprogramm hilft jungen Menschen dabei, ihr Potenzial zu entfalten und sich auf ihr Studium zu konzentrieren.“ Vergeben wird das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung ins Leben gerufene Deutschlandstipendium an leistungsstarke, engagierte Studierende aller Fachbereiche. Finanziert wird es zu einer Hälfte von Unternehmen, Stiftungen, Vereinen oder Privatpersonen. Die andere Hälfte übernimmt das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Im Förderjahr 2022/2023 unterstützen insgesamt 34 Kooperationspartner*innen das Deutschlandstipendium an der FH Dortmund. Viele Stifter arbeiten bereits seit Start des Programms mit der Hochschule zusammen. Neu dabei sind die Unternehmen AEB SE, itemis AG, LEUE & NILL GmbH + Co. KG, REMONDIS Assets & Services GmbH & Co. KG, Schraeder GmbH, K. Schräder Nachf., WECKBACHER Sicherheitssysteme GmbH, Westenergie AG.

ZOOM Erlebniswelt

Hinterwälder auf dem Grimberger Hof

Hinterwälder Rinder erweitern den Grimberger Hof: Frau Meier und Vroni.

Gelsenkirchen. Die zwei Hinterwälder Rinder Frau Meier und Vroni fühlen sich in der ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen sehr wohl. Gut zwei Monate wohnen sie nun (September 2022) im Grimberger Hof und sind eine weitere der bedrohten Nutztierrassen des Bauernhofes. Die Organisation und die Vermittlung der Rinder übernahm Zuchtleiter Dr. Franz Maus vom Landwirtschaftsamt Donaueschingen. Am 17. Mai zogen die Hinterwälder nach Gelsenkirchen um. Ab 1. Juli 2022 konnten Besucher die Tiere das erste Mal in ihrem Gehege bestaunen. Was sofort auffällt: Die Rinder sind von ihrer Größe her kleiner als die sonst bekannten Milchkühe. Denn: Die Hinterwälder Rinder sind die kleinste Rinderrasse Europas und gelten in ihrem Bestand als gefährdet. Obwohl sie sehr viele positive Eigenschaften für die Landwirtschaft mitbringen, sind sie für die heute Nutztierhaltung nicht effizient genug. „Viele alte Rassen erfüllen nicht die Ansprüche an eine moderne Landwirtschaft, wie eine hohe Milchleistung oder ein schnelles Wachstum“, berichtet Anna Bresser, Zoopädagogin in der ZOOM Erlebniswelt. „Der Erhalt dieser Rassen ist aber im Hinblick auf biologische Vielfalt und unser Kulturerbe wichtig. Denn aus dem Genpool dieser Stammrassen können wir neue Züchtungen gewinnen“, so die Pädagogin weiter. Daher setzt auch die ZOOM Erlebniswelt auf eine Züchtung der Hinterwälder Rinder. Alle Vorkehrungen dafür sind bereits getroffen, ab jetzt wird auf Nachwuchs gehofft. Die ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen ist Mitglied im Fleischrinder-Herdbuch Bonn e.V., sodass einer züchterischen Weiterentwicklung nichts mehr im Wege steht. Doch es sind nicht nur die Hinterwälder Rinder, die im Grimberger Hof als gefährdete Nutztierrasse gehalten werden. Ebenso leben dort die Rotbunten Husumer Protestschweine, die Moorschnucken und seit einigen Monaten auch die Deutschen Sperber. Über diese und weitere gefährdete Nutztierrassen informiert der neue Nutztierkoffer des VdZ (Verband der Zoologischen Gärten). Dieser kommt in der Zooschule der ZOOM Erlebniswelt zum Einsatz. Illustrationen, tierische Produkte und verschiedene Gummitiere helfen, den Unterschied zwischen Haus-, Heim-, Nutz-, und Wildtier zu verstehen. „In echt“ können einige Tiere darüber hinaus in der ZOOM Erlebniswelt bestaunt und teilweise auch gestreichelt werden.

Neu und digital

„Reisekumpel“ - Reiseführer für das Ruhrgebiet

Im Landschaftspark Duisburg im Jahr 2000.

Im Zuge fortschreitender Digitalisierung baut die Ruhr Tourismus GmbH derzeit gemeinsam mit den 53 städtischen Partner:innen der Region eine touristische Datenbank auf. Ein erster umfangreicher Ausspielkanal ist der digitale Reiseführer „Reisekumpel“, der jetzt in seiner finalen Version auf der Homepage veröffentlicht wurde. Der Reisekumpel speist sich aus der neuen, zentralen Datenbank und gibt einen Überblick über das touristische Angebot der Metropole Ruhr. Dazu gehören nicht nur Sehenswürdigkeiten und Gastronomie, sondern auch Events, buchbare Angebote sowie Radwege und Hotels. Die ausgespielten Informationen zu den einzelnen Points of Interest (POIs) umfassen die Informationen, die in der Datenbank angelegt wurden. Dazu gehören die Adresse, Öffnungszeiten, Preise, Beschreibungstexte sowie Fotos und Videos. Die Pflege der Datensätze liegt bei den städtischen Partner:innen und Marketinggesellschaften oder direkt bei den Leistungsträger:innen der Region. Der Reisekumpel richtet sich an alle, die sich umfangreich über das touristische Angebot informieren und ungewöhnliche Orte entdecken möchten. Für Axel Biermann, Geschäftsführer der RTG, ist der Reisekumpel ein wichtiger Meilenstein: „Inhalte müssen heute zwingend digital verfügbar sein, um im Wettbewerb mit anderen Regionen wettbewerbsfähig zu bleiben. Das gilt insbesondere in Bezug auf junge Erwachsene, die gerne unkonventionell reisen möchten. Der Reisekumpel ist also ein elementarer Bestandteil unserer Zielgruppenansprache. Er ist inspirierend und lädt dazu ein, das Ruhrgebiet von seiner noch unbekannten Seite zu entdecken.“ Den Nutzern werden drei verschiedene Hauptfunktionen geboten. Bei der Funktion „Hier und Jetzt“ werden standortbezogen POIs wie Sehenswürdigkeiten, Gastronomie, Radwege etc. angezeigt. In der Kategorie „Tipps von Locals“ berichten Mitarbeiter der RTG sowie Blogger über ihre Ruhrlaubstage. In der dritten Kategorie „Plane deinen Ruhrlaub“ können die Anwender mehrere Fragen zu ihren „Ruhrlaubspräferenzen“ beantworten. Daraus wird automatisch ein individueller Tagesplan generiert, der Restaurants sowie drei thematisch passende Ausflugsziele vorschlägt.

Industriemuseen von LWL und LVR

100. Ausgabe der Zeitschrift „Industriekultur“

Cover der 100. Ausgabe der Zeitschrift "Industriekultur".

Dortmund/Oberhausen (lwl/lvr). Mit einem Länderschwerpunkt zu Chile, dem Land der Bodenschätze und Eisenbahnen, ist soeben die 100. Ausgabe der „Industriekultur“ erschienen. Die von den Industriemuseen der Landschaftsverbände Westfalen-Lippe (LWL) und Rheinland (LVR) gemeinsam herausgegebene Zeitschrift für Denkmalpflege, Landschaft, Sozial-, Umwelt- und Technikgeschichte erscheint seit 1995. Einer der Ideengeber für die damals neuartige Publikation war der Chef der Internationalen Bauausstellung (IBA) Emscherpark, Karl Ganser. Mit Schwerpunkten zu einzelnen Regionen oder Themen wie „Working Girls“, Müll und Schrott, Maschinenbau oder Energiewandel nimmt die in Essen erscheinende Zeitschrift in jeder Ausgabe die industriekulturelle Szene in den Blick. Ein internationales Netzwerk an Korrespondent:innen liefert vierteljährlich lesenswerte Beiträge und Fotografien. Zur 100. Ausgabe der Industriekultur gratuliert unter anderen Sir Neil Cossons, Pionier der Erhaltung und Vermittlung des Industriellen Erbes in Großbritannien: „Die Zeitschrift bietet Einblicke in alle Facetten der Industrielandschaft, nicht nur in Deutschland, sondern weltweit - immer scharfsinnig, informiert, intelligent und auf den Punkt gebracht. Es gibt nichts Vergleichbares!“ Die Zeitschrift erscheint im Essener Klartext-Verlag. Die Website informiert über aktuelle Veranstaltungen, Tagungen und Exkursionen der Industriekultur-Szene in Deutschland und Europa.

Ausstellungen und Veranstaltungen

LWL-Museumstour gibt einen Überblick

Die "LWL-Museumstour" ist 2022 als Broschüre erschienen.

Westfalen-Lippe (lwl). Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat jetzt die 25. Ausgabe seiner LWL-Museumstour herausgegeben. Damit lädt er ein zu einer Entdeckungstour der besonderen Art durch die Museen des LWL. Die „LWL-Museumstour“ ist als Broschüre in allen LWL-Museen und im Internet im PDF Format erhältlich. Das Planetarium des LWL-Museums für Naturkunde in Münster ist frisch saniert und rundum erneuert. Besucher kommen in den Genuss eines der modernsten Planetarien Europas und können eine neue Akustik, den neuen Sternenprojektor, die neue Laserprojektionsanlage, die bequeme Bestuhlung und eine verbesserte Sicht durch ansteigende Sitzreihen genießen. Die im Boden verborgene Induktionsschleife ermöglicht hörbehinderten Menschen eine bessere Tonqualität. Ein Relikt aus der Vergangenheit scheinen Handwerker zu sein, die sofort einen Termin frei haben. Sie sind mancherorts "seltener geworden als der Luchs oder die Mopsfledermaus". So wirbt das LWL-Freilichtmuseum Hagen für die Sonderausstellung "Handwerk hat doppelten Boden". Der Brückenschlag zwischen Vergangenheit und Gegenwart gelingt der Ausstellung „Latein. Tot oder lebendig!?“ der Stiftung Kloster Dalheim in Lichtenau (Kreis Paderborn). Sie zeigt, dass Latein nicht dem Untergang geweiht ist. Ganz am Puls der Zeit ist das LWL-Museum für Naturkunde in Münster mit dem Klima. Klimakatastrophen, wie Tornados, Überschwemmungen oder lange Hitzeperioden, beunruhigen die Menschen in zunehmendem Maße. Was es wirklich mit dem Klima auf sich hat, zeigt die Sonderausstellung „Das Klima". Mit der Energiewende-Ausstellung "Power2Charge: Mission Energiewende“ zeigt das LWL-Industriemuseum Henrichshütte in Hattingen (Kreis Ennepe-Ruhr) eine Ausstellung zu einem verwandten Thema. Wie in eine Zeitkapsel versetzt fühlen sich die Besucher:innen in der Ausstellung zu „Barbarossa. Die Kunst der Herrschaft“, die die Besucher:innen im LWL-Museum für Kunst und Kultur (ab 28. Oktober) und in Schloss Cappenberg (seit 14. September) erwartet. „Wir sind froh und stolz, dass wir wieder mehr analoge Angebote machen können. Die Besucherzahlen steigen und wir freuen uns über das positive Feedback. Gerade in Krisenzeiten ist Kultur ein unabdingbarer Ausgleich für die Menschen“, sagt LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger.

Wie verbinden wir Ökologie und Ökonomie im Ruhrgebiet?

Neue Folge des EGLV-Podcasts „Redefluss“

Wasserkreuz in Castrop-Rauxel.

Emscher-Lippe-Region. In der neuen Folge des Podcasts „Redefluss“ von Emschergenossenschaft und Lippeverband ist Thomas Jorberg zu Gast. Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender von EGLV, spricht mit dem Vorstandssprecher der GLS Gemeinschaftsbank über die Frage: „Wie können wir Ökologie und Ökonomie im Ruhrgebiet verbinden?“ Verfügbar ist der Podcast auf allen gängigen Plattformen sowie auf www.eglv.de/podcast. In dem neuen Format diskutiert Prof. Dr. Uli Paetzel mit wechselnden Gästen über wichtige Zukunftsthemen der Region. Dieses Mal spricht er mit dem „Ökobanker“ Thomas Jorberg über „Greenwashing“, nachhaltige Finanzanlagen und wie Unternehmen und Gesellschaft im Ganzen die Transformation hin zur Klimaneutralität schaffen können. Welche Weichen muss die Politik stellen, um diesen Wandel voranzutreiben und ist das Ruhrgebiet für diese nötigen Veränderungen überhaupt gewappnet?

Kostenloser Branchentreff

rku.it lädt zum INSIDE Kongress

Impressionen vom INSIDE Kongress.

Zum nunmehr vierten Mal findet am Donnerstag, 10. November 2022, der INSIDE Kongress in Ruhrgebietskulisse auf dem Gelände der Zeche Waltrop statt. Unter dem Motto CONNECT bietet der Gastgeber rku.it den Teilnehmenden die Möglichkeit, sich im Rahmen des kostenlosen Branchentreffs über aktuelle sowie zukunftsrelevante Themen auszutauschen. Zu interaktiven Diskussionsrunden laden die namhaften Keynote Speaker ein. Nach zwei Jahren findet die Veranstaltung als Hybrid-Event und somit auch wieder in Präsenz statt. „Das persönliche Connecten kam zu- letzt gezwungenermaßen oft zu kurz, deshalb freuen wir uns auf das große Wiedersehen von Bekannten sowie das große Kennenlernen von neuen Gesichtern“, so Timo Dell, Leiter des INSIDE-Teams und Mitglied des Management-Boards von rku.it. Gemeinsam mit Lutz Heuser, renommierter Experte in den Bereichen Smart City und Plattformen, moderiert Timo Dell den Tag. Die Schwerpunktthemen an diesem Tag sind IT-Security und Plattformen. Ein weiteres Highlight bilden Prof. Timo Leukefeld, Softwaretechniker, Dozent und Publizist sowie Energiewirtschaftsfachmann Dr. Andreas Lied von der BBH Consulting AG auf dem Kongress. „Unser INSIDE Kongress ist zudem selbst eine Plattform für einen starken Austausch, der allen Teilnehmer durch die unterschiedlichen Vorträge unserer Partner verschiedene Blickwinkel eröffnet“, so Dell weiter zu den bewährten Vorzügen des Events. „Der bisherige Erfolg von INSIDE bestätigt unser Format und wir freuen uns, diesen Erfolg in diesem Jahr fortführen zu können“, äu- ßert sich Dirk Stieler, Geschäftsführer von rku.it vorausblickend. Interessierte (und zukünftige INSIDER) können sich unter www.rku- it.de/inside-kongress/ ab sofort eines der kostenlosen Tickets sichern. Präsenztickets sind dabei stark limitiert.

LWL präsentiert Wort des Monats

Die 'Büxe' - weder Dose noch Waffe

Büxe ist das LWL-Wort des Monats.

Mit dem Wort „Büxe“ ist weder eine Konservendose noch eine Feuerwaffe gemeint. Im Plattdeutschen meint die „Büxe“ vielmehr eine Hose. Woher das Wort des Monats September kommt, wissen die Sprachwissenschaftler des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL). Viele ältere Menschen in Westfalen kennen die Zeilen „O, wat is dat Pöggsken fien met de gröne Bücks!“ aus dem Gedicht „Dat Pöggsken“ von Augustin Wibbelt. Hier trägt ein Frosch tatsächlich eine grüne Hose. „Das Wort wird in Norddeutschland nicht nur im Plattdeutschen, sondern auch in der Umgangssprache verwendet“, erklärt Markus Denkler, Geschäftsführer der Kommission für Mundart- und Namenforschung beim LWL. Am Westrand Westfalens, etwa von Rheine (Kreis Steinfurt) bis Lüdenscheid (Märkischer Kreis), ist die Form „Buxe“ mit u üblich. „Entstanden ist das Wort aus der Zusammensetzung Buck-hose. Ursprünglich ist damit also ein Beinkleid aus Bocksleder gemeint“, so Denkler.

Carpe Noctem: Flucht aus Aliso

Escape Room am LWL-Römermuseum

Europaweit erster Römer-Escape Room eröffnet im LWL-Römermuseum Haltern am See.

Haltern. Das LWL-Römermuseum und seine Römerbaustelle Aliso werden - dank der vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW zur Verfügung gestellten Mittel - um eine Attraktion reicher - einen Escape-Room. Am originalen Standort wurde ein Gebäude nachgebaut, dessen Spuren Archäologen 2013 ausgegraben haben: das Wachhaus am Westtor. Nun ist der erste Römer-Escape-Room Europas hier eingezogen und wird ab dem 20. September 2022 für alle Interessierten buchbar sein. Teilnehmen können drei bis sechs Personen, empfohlenes Mindestalter ist 14 Jahre. Das Spiel dauert 60 Minuten. Der Escape Room entstand in Zusammenarbeit der Firma Adventurebox Münster mit den Wissenschaftler:innen des LWL-Römermuseums, um ein möglichst authentisches Erlebnis zu bieten. Viele Rätselelemente basieren auf historischen Überlieferungen. In einem Kastell an der Lippe vor 2.000 Jahren: die Teilnehmer:innen gehören zu den letzten Legionären, die im Römerlager Aliso die Stellung halten. Sie werden von Germanen belagert, die die Versorgungswege abschneiden. Die Nahrung wird knapp und die Hoffnung auf einen Sieg schwindet. Dann gibt der Centurio den Auftrag: Die Gruppe soll aus dem Lager entkommen. Einen entsprechenden Fluchtplan hat er bereits vorbereitet, denn die Schlacht vor den Toren von Aliso kippt zusehends zu Ungunsten der Römer. Das Blatt nun noch zu wenden erfordert bedarf einer wohldurchdachten List. Während sich die letzten Legionäre auf den Mauern halten, durchsucht die Gruppe das Wachhaus nach dem Fluchtplan, den der Centurio gut versteckt hat - denn wenn sein Plan in die Hände des Feindes gerät, ist Aliso endgültig verloren. Der Escape Room ist eine authentische Kulisse: Direkt hinter der Holz-Erde-Mauer auf dem Außengelände des LWL-Römermuseums Haltern am See wurde 2022 aufwändig ein römisches Wachhaus samt Inneneinrichtung vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) rekonstruiert - mit finanzieller Unterstützung des Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen. Entdeckt hatten Fachleute der LWL-Archäologie für Westfalen das Haus im Jahr 2013. Sie konnten Pfostenspuren freilegen, die sich wie Puzzleteile zu einem ungewöhnlichen Grund-riss zusammenfügen ließen: einem fast 120 Quadratmeter großen Gebäude mit einer vorgelagerten Säulenhalle. LWL-Chefarchäologe Prof Dr. Michael Rind: „Aufgrund der Nähe zur Wehrmauer und zum Westtor kam man zu der Überzeugung, dass es sich um ein Wachhaus gehandelt haben muss. Denn das Torgebäude befand sich an der Außengrenze des Lagers. Hier wurden vermutlich die angelieferten Waren kontrolliert und aufgelistet sowie Personenkontrollen durchgeführt.“ Im großen hallenartigen Anbau bewahrten die Legionäre möglichwerweise ihre Geschütze auf, die für die Verteidigung des Lagers notwendig waren. Wahrscheinlich war auch die Mannschaft, die Dienst auf der Mauer hatte, hier untergebracht. So musste sie im Verteidigungsfall mit diesen Waffen nur kurze Wege zurücklegen. Dort waren wahrscheinlich die Legionäre untergebracht, die in der Nacht auf der Mauer Wache schieben mussten. Das rekonstruierte Wachhaus ist ein Ständerwerk aus 15 Kubikmetern Eichenholz, 20 Zentimeter dicken Fachwerkwänden aus Weidenruten mit Lehmbewurf, 170 Quadratmetern Dachschindeln aus Lärchenholz.

Verkehrsverbund Rhein-Ruhr veranstaltet Aktionstag

Freie Fahrt für Kinder am Weltkindertag 2022

Am Weltkindertag fahren kinder unter 15 Jahren kostenlos mit Bus und Bahn. (Symbolbild).

Deutschland feiert am Dienstag, 20. September 2022, den Weltkindertag. Auch in diesem Jahr unterstützt der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr den Aktionstag. Alle Kinder unter 15 Jahren fahren deshalb am Dienstag kostenlos in sämtlichen Bussen und Bahnen der Verkehrsunternehmen im Verbundraum und in ganz NRW. Ein Ticket ist nicht nötig. In einer Mitteilung heißt es: „Der VRR freut sich, wenn bereits junge Fahrgäste in Bussen und Bahnen unterwegs sind. Der Weltkindertag bietet für sie eine gute Gelegenheit, die Fahrt mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln auszuprobieren. Eltern können mit ihren Kindern beispielsweise den Schulweg mit dem Bus zurücklegen oder gemeinsam zum ersten Mal Zug fahren.“ . Gerade im VRR-Gebiet wächst das Verkehrsaufkommen – insbesondere in den Städten, sodass eine sichere und selbständige Mobilität von Kindesbeinen an wichtig ist. So lernen Kinder frühzeitig die Orientierung im alltäglichen Verkehrsgeschehen und den sicheren Umgang mit Bus und Bahn. Kinder unter sechs Jahren dürfen ausschließlich in Begleitung eines Erwachsenen fahren.