halloherne.de

lokal, aktuell, online.

Rat lehnt wie erwartet Bürgerbegehren zum Hallenbad ab

Bürgerentscheid wahrscheinlich im Februar

Es kommt zu einem Bürgerentscheid über das Hallenbad Eickel: Soll der Ratsbeschluss aufgehoben werden oder nicht?

Es fehlte eigentlich nur noch die formale Bestätigung. Wie erwartet, kommt es in Herne zu einem Bürgerentscheid (halloherne berichtete). Der Rat der Stadt Herne stimmte am Dienstagnachmittag (29.11.2022) mit 57 Ja-Stimmen dafür, den Ratsbeschluss aus März 2022 (halloherne berichtete) nicht aufzuheben. Die Aufhebung war das erklärte Ziel der Bürgerinitiative (BI) Wiederinbetriebnahme Hallenbad Eickel, die dafür über 6.900 Unterschriften gesammelt hatte. Damit sollen nun die Herner darüber abstimmen, ob das Hallenbad stehen bleibt oder abgerissen wird, um dann mit dem Geld eines Investors ein Wohn- und Geschäftshaus samt Lehrschwimmbecken zu errichten. Stehen bleiben bedeutet jedoch nach Ansicht der Politik und Verwaltung: Die „Bauruine“ bliebe weiter ungenutzt und leer stehen und würde so neue Schwimmflächen blockieren. Die BI bekam in Person von Horst Schröder, Susanne Adami und Architekt Jürgen Köhne im Vorfeld der Abstimmung im Rat noch Rederecht, um ihre Positionen zu untermauern. Schröder beklagte fehlenden Respekt, unterstellte Arroganz und Ignoranz und sah in den verschiedenen Ausschüssen und im 'Arbeitskreis Schwimmen' nur Gleichgesinnte der Politik, die keine andere Meinung zulassen. Köhne sagte, dass es keine wirklichen Gespräche gegeben habe und die BI sich nicht ernst genommen fühle, außerdem gäbe es noch die Möglichkeit mit Hilfe eines Investors das Bad zu sanieren. „Nicht reden kostet nun 500.000 Euro“, hielt der Architekt fest und meinte damit die Kosten, die mit einem Bürgerentscheid verbunden sind, da dieser wie eine Wahl abläuft und das gleiche Prozedere bedeutet. Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda entschuldigte sich für möglichen fehlenden Respekt, merkte aber auch an, dass die Verwaltung sich an die Gemeindeordnung und entsprechende Regeln halten müsse. In den Redebeiträgen der Stadtverordneten war die Meinung größtenteils eindeutig. SPD-Fraktionschef Udo Sobieski: „Wir gratulieren der BI zu über 6.900 Unterschriften, aber die Politik hat nun mal eine andere Meinung.“ CDU-Fraktionschef Timon Radicke wurde noch deutlicher: „Es kostet uns hier alles Zeit, Geld und Fortschritt. Vor allem muss jedem Bürger klar sein, der beim Entscheid die BI unterstützt, dass dort dann trotzdem nichts saniert wird.“ Es gäbe laut Radicke keine Fördermittel, noch hätte die Stadt genügend Eigenmittel. Außerdem hätte die Bezirksregierung Arnsberg ein Veto-Papier quasi versandfertig in der Schublade liegen. Klaudia Scholz von den Linken zeigte in ihrem Redebeitrag Unterstützung für die BI, Lars Wind (Piraten) merkte an, dass bereits seit März wertvolle Zeit verstrichen ist und der Bürgerentscheid auch damals schon hätte kommen können (und im Nachhinein wohl auch müssen). Fabian May (Grüne) attestierte der BI, dass die Themen Schwimmflächen und Hallenbad durch ihre Arbeit in den Fokus gerückt wären. „Wir haben alle das gleiche Ziel: Kinder müssen mehr Möglichkeiten haben, Schwimmen zu lernen.“ Dafür könnte man die BI dann auch an einen Tisch holen, wenn mit einem Investor gesprochen wird. Nachdem die Abstimmung wie erwartet eindeutig war, erläuterte OB Dudda das weitere Vorgehen: „Nun wird der Bürgerentscheid vorbereitet, das benötigt aber Zeit. Innerhalb von drei Monaten muss er stattfinden, diese Zeit werden wir wohl auch ausschöpfen müssen.“ Vor Februar 2023 rechnet er nicht mit einem Termin, da nun Wahlvorstände, Wahlhelfer und alles weitere erst organisiert werden müsse. Nähere Infos will er bei der nächsten Ratssitzung am Dienstag, 13. Dezember 2022, mitteilen. Und die BI? Nach längerer Beratung teilte sie folgendes Statement mit: „Die Sitzung war lebhaft und von großer Unkenntnis geprägt. Wünschenswert wäre eine Vertagung gewesen, um der BI einen Kompromissweg zu eröffnen. Durch den Ratsbeschluss ist der Bürgerentscheid zwingend geworden und die damit verbundenen Kosten von circa 500.000 Euro müssen von der Stadt erbracht werden. Das hätte Oberbürgermeister Dudda Kraft seines Amtes verhindern können.“ Weiter heißt es: „Der BI sind somit die Hände gebunden, einen Kompromissvorschlag auszuarbeiten. Auch der klare Hinweis, das für die Sanierung des Bades auch ein Investor tätig werden kann, fand keine Beachtung.“

Ausstellung '1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland' startet

'Vielfältig, divers und lebendig'

Dr. Michael Rosenkranz erklärt OB Dr. Dudda, welchen Zweck die verschiedenen Gegenstände in der jüdischen Kultur und Religion haben.

„Die jüdische Kultur prägt in Deutschland schon sehr lange unsere Geschichte und Kultur maßgeblich mit und wird noch Generationen nach uns prägen“, sagte Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda anlässlich der Eröffnung der Ausstellung „1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ der Zeitbild-Stiftung. Und genau das wollen die Verantwortlichen der Ausstellung. Sie wollen zeigen, wie divers, vielfältig und lebendig das jüdische Leben in Deutschland war und auch heute noch ist. Zusätzlich zur Ausstellung bietet die vhs Herne ein umfangreiches Begleitprogramm an, um noch tiefer in die Geschichte des jüdischen Lebens eintauchen zu können. Dies geschehe in Kooperation mit der jüdischen Gemeinde Bochum-Herne-Hattingen, dem Emschertal-Museum, dem Eine-Welt-Zentrum, der Stadtbibliothek und dem Stadtarchiv. Die Ausstellung ist von Mittwoch, 30. November 2022, bis Dienstag, 31. Januar 2023, in der vhs im Kulturzentrum zu sehen. „Wir freuen uns, dass wir die Ausstellung nun zeigen können. Eigentlich sollte die Ausstellung schon im vergangenen Herbst laufen, aber Corona-bedingt mussten wir sie auf 2022 verschieben. Es ist uns ein Anliegen, dass die Besucher der Ausstellung einen Einblick in das jüdische Leben bekommen", so vhs-Leiterin Heike Bandholz. Als Teil der bundesweiten Ausstellung werden 20 Plakate gezeigt, durch die verschiedene Persönlichkeiten aus Kultur, Film, Fernsehen, Politik, aber auch unbekannte Personen, zu Wort kommen und erläutern, was für sie 'jüdisch sein' bedeutet. Unter anderem finden sich dort Statements von Charlotte Knobloch, dem Schauspieler Daniel Donskoy, des Rappers Ben Salomo oder auch von Schaupielerin Susan Sideropoulos wieder. Ebenso finden sich in der Ausstellung auch konkrete Bezüge und Geschichten zum jüdischen Leben in Herne wieder. Neben einem Miniaturnachbau der jüdischen Synagoge in Herne, gibt es auch alles Wissenswerte rund um die Geschichte der jüdischen Mitbürger in Herne. So gehen erste Nachweise über jüdisches Leben auf das Jahr 1748 zurück. „Es gibt unter anderem einen Torbalken in Alt-Crange, der einen hebräischen Segensspruch beinhalte, der in diese Zeit zu datieren ist", so Jürgen Hagen vom Stadtarchiv. Außerdem möchte die Ausstellung für den Umgang mit Antisemitismus sensibilisieren. „Wir haben mit dieser Ausstellung kulturhistorisch einen wertvollen Beitrag. Es geht bei dieser Ausstellung auch um persönliche Perspektiven und Toleranz, Diversität sowie Miteinander", machte OB Dr. Dudda deutlich. Auch erinnerte er an das rauer werdende Klima innerhalb der Gesellschaft. „Bei uns in der Stadt gab es zuletzt rechtsradikale und antisemitische Parolen an einer Kirche (halloherne berichtete). Das ist etwas, was wir nicht dulden. Wir müssen miteinander so umgehen, wie wir es in unseren Familien gewohnt sind. So miteinander diskutieren, dass wir wieder zueinanderfinden können", so der OB weiter. Dr. Michael Rosenkranz, Vorsitzender des Gemeinderates der Jüdischen Gemeinde Bochum-Herne-Hattingen, ergänzte: „Wenn wir Vorurteile und verrückte Gedanken über andere in den Köpfen haben, haben wir meist keine Ahnung von der Kultur oder der Religion der anderen." Rosenkranz zeigte sich deshalb erfreut, dass die Besucher so einen Einblick über das alltägliche jüdische Leben und die Geschichte erfahren können. „Heute, wo es kaum noch Juden gibt, wird mit ihnen meist nur noch die Shoah verbunden, aber dabei gab und gibt es immer schon jüdisches Leben. Wir sind der vhs Herne sehr dankbar und hoffen, dass es Gleiches auch für viele andere Kulturen noch geben wird", sagte der Vorsitzende des Gemeinderates der Jüdischen Gemeinde. Ferner erinnerte er ebenfalls daran, dass auch Geflüchtete es immer mehr mit Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit zu tun bekommen. So machte er deutlich: „Alle Zuwanderer, die in eine Stadt kommen, haben dieser immer etwas zu geben." Um den Besuchern die jüdische Kultur näher zu bringen, hat er auch gleich einiges aus seinem privaten Besitz der Ausstellung zur Verfügung gestellt. So brachte er beispielsweise Gebetsriemen und auch einen Gebetsmantel, die fürs Morgengebet verwendet werden, für die Ausstellung mit. Die Ausstellung ist noch bis Dienstag, 31. Januar 2023, in der vhs im Kulturzentrum von montags bis freitags von 10 bis 19 Uhr und samstags von 10 bis 13 Uhr zu sehen. Hier geht es zum Begleitprogramm der vhs.

Stand 19:30 Uhr: Alle Sperrungen werden aufgehoben

Bombe 'Am Westbach' entschärft

An der Straße "Am Westbach" wurde im Bereich der Hausnummern 1 bis 3 ein Blindgänger entdeckt, der entschärft wird.

Stadtsprecherin Anja Gladisch teilt mit, dass die Bombe erfolgreich entschärft wurde. Alle Sperrungen werden aufgehoben, die Bewohner können zurück in ihre Wohnungen. Die Menschen, die innerhalb des Sperrbereichs um den Fundort des Blindgängers, Am Westbach, ihre Häuser und Wohnungen haben, haben diese nun verlassen. Nun wird mit der Entschärfung des Kampfmittels begonnen, teilte die Stadt um 18:30 Uhr mit. Stadtsprecherin Anja Gladisch teilt mit, dass weiter die Evakuierung läuft. „Wir appellieren an die Anwohner in der Sperrzone, ihre Häuser und Wohnungen zu verlassen. Sonst muss der Kommunale Ordnungsdienst kommen“, sagt Gladisch. 80 Bewohner hätten sich bereits in der Kolibri-Schule eingefunden. Erst wenn alle Bewohner aus dem Sperrbereich sind, kann die Entschärfung starten. Bei einer Bohrlochdetektion ist am Dienstag (29.11.2022) im Bereich der Straße Am Westbach 1 bis 3 ein Blindgänger entdeckt worden, teilte die Stadt gegen 14 Uhr mit. Die 250-Kilogramm-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg soll im Laufe des Nachmittags entschärft werden. Etwa 1.500 Menschen müssen für die Entschärfung evakuiert werden. Die Evakuierung beginnt um 14:30 Uhr. Für Personen, die für die Dauer der Sperrmaßnahme keinen anderen Aufenthalt wissen, wird die Stadt Herne eine Anlaufstelle in der Kolibri-Schule, Jean-Vogel-Straße 36, einrichten. Unter der Rufnummer 0 23 23 / 16 - 93 20 hat die Stadt Herne eine Hotline geschaltet. Die Entschärfung beginnt, sobald die Anwohner den Sperrbereich verlassen haben. Eine zeitliche Prognose dazu, bis wann die Entschärfung und damit die Sperrmaßnahme dauert, ist nicht möglich. Der Sperrbereich ist in dieser PDF auf einer Karte eingezeichnet. Die Stadt Herne informiert fortlaufend auf www.herne.de und https://www.facebook.com/herne.de/ sowie per Pressemitteilung sobald es neue Entwicklungen gibt. halloherne wird ebenfalls über alle Neuigkeiten informieren.

Stadt wird Host Town für Delegation

Special Olympics kommen nach Herne

Freuen sich auf die Special Olympics: (v.l.) Kasangana Kalenda, Miriana Palermo, Blindenführhündin Xelies, Gabriele Cypel und Kerstin Fischer-Friedhoff.

1968 wurden die Special Olympics World Games von Eunice Kennedy-Shriver, der Schwester von US-Präsident John F. Kennedy, ins Leben gerufen. Mittlerweile sei es die größte Sportbewegung für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung. Mehr als fünf Millionen Athleten aus 174 Ländern gehören nun zur schon zur Sportbewegung. Im Jahr 2023 wird Berlin vom 17. bis 25. Juni der Austragungssort der Special Olympics World Games. Mehrere tausend Teilnehmer treten in 26 Sportarten gegeneinander an. Herne wird ebenfalls in Kooperation mit Castrop-Rauxel Host Town für eine Delegation werden. 50 Teilnehmer aus dem Irak werden in Herne beheimatet werden. Vor dem Hintergrund des nahenden Tages der Menschen mit Behinderung am Samstag, 3. Dezember 2022, wurden die Pläne für die Special Olympics am Montag (28.11.2022) in einem Pressegespräch vorgestellt. „Uns ist es wichtig, dass wir diesen Tag nutzen, um an die Wichtigkeit der Teilhabe-Chancen für Menschen mit Behinderung zu erinnern. Zum 3. Dezember machen wir immer besondere Aktionen - umso schöner, dass wir in diesem Jahr über die Special Olympics und Hernes Beteiligung als Host Town informieren können“, berichtete Kerstin Fischer-Friedhoff, stellvertretende Leiterin des Fachbereichs Soziales. Die Inklusionsbeauftragte Gabriele Cypel ergänzte: „Sport lebt von der Vielfalt und wir freuen uns, dass wir als Host Town der 50-köpfigen irakischen Delegation ausgelost wurden. Die Spiele sollen zu einer nachhaltigen inklusiven Gesellschaft beitragen." Die Delegation werde von Montag bis Donnerstag, 12. bis 15. Juni 2023, im B&B-Hotel untergebracht. Die Athleten sollen sich in ihrer Host Town akklimatisieren und auf die Spiele vorbereiten. So seien durch die Athleten auch viele verschiedene Sportarten wie Beachvolleyball, Radsport, Leichtathletik, Schwimmen, Badminton, Tischtennis, Bowling, Basketball, Kraftdreikampf oder auch Boccia vertreten. Ende Oktober gab es das erste Kennenlernen mit der irakischen Delegation. „Damit wir überhaupt ausgewählt werden konnten, haben wir uns mit einem Motivationsschreiben um eine Delegation bemüht. Auch Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda sowie Sozial- und Gesundheitsdezernent Johannes Chudziak befürworteten das Projekt sehr", so Cybel weiter. So wurde Herne nun in Kooperation mit Castrop-Rauxel als eine der 216 Host Towns ausgewählt. Für die Delegation habe man sich ein Besuchsprogamm überlegt. Von einer Stadttour bis zu einem Musikabend sei einiges dabei. Am Dienstag, 13. Juni 2023, werde es abends ins AGORA-Center nach Castrop-Rauxel gehen. Dort erwartet die Teilnehmer ein inklusiver Musikact. So wird auch Kasangana Kalenda, Pflegeassistent von Miriana Palermo, die im Fachbereich Soziales arbeitet, auftreten. „Mein Bruder und ich werden eine HipHop-Performance zeigen", so Kalenda. „Uns ist es wichtig, nicht über Menschen mit Behinderung zu sprechen, sondern mit ihnen und zu schauen, wie wir ihre Teilhabe stärken können. Durch meine eigene Behinderung bin ich sehr stark involviert", so Miriana Palermo vom Fachbereich Soziales. So war sie beispielsweise maßgeblich an der bundesweiten Kampagne Assistenzhund Willkommen beteiligt, bei der 70 Herner Einrichtungen als Assistenzhund-freundlich zertifiziert wurden. Ebenso gebe es in diesem Jahr wieder den digitalen Adventskalender der Stadt Herne, den das Inklusionsbüro und die Seniorenberatungsstelle gemeinsam kreiert haben. Hier gibt es am Dienstag, 6. Dezember 2022, eine besondere Verlosung. Aber auch die Leser dieses Artikels können etwas gewinnen. Das Inklusionsbüro veranstaltet anlässlich des Tages der Menschen mit Behinderung und der Special Olympics am Montag, 5. Dezember 2022, ein Gewinnspiel. Wer nun aufmerksam gelesen hat, kann sicherlich leicht folgende Frage beantworten: Die Delegation welchen Landes kommt nach Herne? Wer die Antwort weiß, kann am Montag, 5. Dezember 2022, in der Zeit von 10 bis 11 Uhr unter Tel 02323/16 3243 die richtige Lösung nennen und eine kleine Überraschung passend zu den Special Olympics gewinnen. Die ersten zehn Anrufer gewinnen. halloherne wünscht den Teilnehmern viel Glück.

SPD und CDU werben für Investorenmodell und Neubau

Hallenbad Eickel: Bürgerentscheid kommt

Wie geht es mit dem Hallenbad Eickel weiter? Es wird zu einem Bürgerentscheid kommen.

Die Zukunft des Hallenbad Eickels ist weiter ungeklärt - dafür ist aber der nächste Schritt sicher, noch bevor final darüber entschieden ist: Es wird zu einem Bürgerentscheid kommen. Am Dienstag, 29. November 2022, entscheidet der Rat der Stadt über das Bürgerbegehren der 'Bürgerinitiative (BI) Wiederinbetriebnahme Hallenbad Eickel', welches sich gegen den Ratsbeschluss von März 2022 richtet. Damit soll das Hallenbad abgerissen und mit Hilfe eines Investors ein Wohnhaus samt Lehrschwimmbecken, ggf. noch mit Geschäftsräumen, errichtet werden (halloherne berichtete und berichtete). Über 6.900 gültige Unterschriften wurden gesammelt, knapp 1.000 weniger waren nötig. Seit Montag (28.11.2022) ist klar: Die Mehrheit des Rates wird das Bürgerbegehren ablehnen. Das kündigten die Fraktionen der SPD sowie CDU bei einem Pressegespräch an. Das bedeutet: Innerhalb von drei Monaten ist ein Bürgerentscheid notwendig. Dieser läuft ab wie eine herkömmliche Wahl, kostet die Stadt aber deshalb auch rund 500.000 Euro. Das liebe Geld ist auch dauerhaft in den Gesprächen und Standpunkten der BI sowie der Verwaltung ein Thema. Die BI sagt, eine Renovierung sowie energetische Sanierung wäre nicht so teuer (einstelliger Millionenbereich), außerdem gäbe es Fördermittel. Die Verwaltung um Kämmerer Hans Werner Klee rechnete mehrmals einen immensen Betrag um die 20 Millionen Euro vor, von einem wirtschaftlichen Totalschaden war zu hören, zudem wären keine Fördermittel verfügbar (halloherne berichtete und berichtete). Nun schließt sich die rot-schwarze Ratskoalition also der Meinung der Verwaltung an, nachdem dem ersten Bürgerbegehren noch zugestimmt wurde. Einstimmige Meinung der beiden Fraktionschefs Udo Sobieski (SPD) sowie Timon Radicke (CDU) und der Herner Parteivorsitzenden Hendrik Bollmann (SPD) und Christoph Bussmann (CDU): Ein Stillstand in der Ruine soll verhindert werden, vielmehr sollen neue Wasserflächen entstehen, damit wieder mehr Kinder Schwimmen lernen können. „Die Stadt schafft es finanziell nicht aus eigener Kraft, daher ist das Investorenmodell die einzig sinnvolle Lösung. Ein Neubau wäre auch eine Aufwertung des Stadtbezirks, zudem ist die Erreichbarkeit mit dem ÖPNV sehr gut“, findet Sobieski. Radicke schließt an: „Wir wollen deutlich machen, dass der Bürger die Wahl haben wird und wir akzeptieren auch den Ausgang. Allerdings vertreten wir unsere Meinung, dass das Bürgerbegehren nun ein Rückschritt ist und eine sinnvolle Fortführung verhindert.“ Dies habe auch mit den gestiegenen Baukosten sowie Zinsen zu tun - je länger man mit einem möglichen Neubau warten würde, desto teurer wäre es am Ende. „Wir positionieren uns daher gegen den Erhalt und die Nostalgie, aber für einen Neubau und damit neue Wasserflächen.“ Christoph Bussmann merkte an, dass von der Bezirksregierung Arnsberg keine große finanzielle Unterstützung zu erwarten sei. „Die Bürger müssen sich daher entscheiden: Wollen sie neue Schwimmflächen oder eine Bauruine?“, fragt der Herner CDU-Vorsitzende. Beide Parteien wollen aktiv auf die Bürger zugehen und ihre Standpunkte sowie Argumente in einer Art Wahlkampf untermauern. Hendrik Bollmann ergänzt: „Es ist gut, dass es einen Bürgerentscheid gibt, denn das ist ein demokratischer Weg. Trotzdem ist das Investorenmodell die wahrscheinlichste Option, alles andere wird Arnsberg nicht akzeptieren. Auch aus sportpolitischer Sicht ist es wichtig, dass neue Wasserflächen entstehen.“ Ein Neubau sei zudem auch ökologischer als eine Bestandsimmobilie zu sanieren. Dabei, so merkt Bollmann an, sei noch gar nicht genau klar, wie der Neubau am Ende aussehen würde, das müsse noch geplant werden und hänge auch vom Investor ab. Denkbar wäre ein Doppel-Lehrschwimmbecken, welches allerdings bis auf eine Länge zwischen zwölf und 16 Metern gar nicht vordefiniert wäre. Möglich sei auch ein höhenverstellbarer Hubboden, um Sportabzeichen oder Schwimmkurse für erfahrene Schwimmer abhalten zu können. Eine Konkurrenz zum Wananas oder Südpool soll aber nicht entstehen - im Fokus soll vor allem das Schwimmen lernen stehen. Alle sind sich einig, dass, nachdem schon so viel Zeit verstrichen ist, nun Entscheidungen her müssen. „Unsere Standpunkte sind rational politisch überlegt. Es ist auch völlig in Ordnung, dass ein Teil der Bürger andere Ideen entwickelt hat. Daher wird es auch nicht einfach, die Unterstützer der BI von einer Ablehnung des Bürgerentscheids zu überzeugen“, sagt Udo Sobieski. Klar ist, dass zehn Prozent der Wahlberechtigten abstimmen müssen, damit das notwendige Quorum erreicht wird - schätzungsweise rund 13.000 Herner müssen demnach den Weg an die Wahlurne finden. „Wir wollen die Menschen vom – aus unserer Sicht – richtigen Weg überzeugen.“ Die BI dagegen hatte zuletzt im Arbeitskreis „Schwimmen lernen in Herne“ erneut dafür geworben, dass das Hallenbad saniert werden könne. Ebenso hält sie daran fest, dass die Schließung des Hallenbads aufgrund des Wananas-Neubaus zu einer Verschlechterung der Trainingsbedingungen für Vereine gesorgt und die Schwimmausbildung darunter gelitten hätte. Letztlich bleibt immer noch der Ratsbeschluss aus dem Jahr 2012 - damals wurde festgelegt, dass das Hallenbad trocken bleibt. Mit der kleinen Ausnahme als Übergangslösung blieb es auch seit 2016 dabei. Auf diesen Beschluss verweist die Stadtverwaltung regelmäßig. Man darf gespannt sein, wie die Diskussionen zum Tagesordnungspunkt im Rat ablaufen.

Veranstaltung zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember

'Gegen das Stigma'

Am 1. Dezember 2022 ist Welt-Aids-Tag.

Seit mehr als 34 Jahren wird jährlich weltweit am 1. Dezember an die Menschen, die an den Folgen von Aids verstorben sind, gedacht und sich dafür eingesetzt, noch bestehende Vorurteile abzubauen. Ebenso wird dieser Tag zur Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit genutzt. Wie jedes Jahr beteiligt sich auch die Aids-Hilfe Herne mit einer eigenen Veranstaltung an diesem Tag. „Weltweit leben circa 38 Millionen Menschen mit HIV. Wir wollen an diesem Tag ein Zeichen gegen Stigmatisierung setzen und uns für Solidarität mit den Betroffenen stark machen", berichtet die Vorsitzende der Aids-Hilfe Herne, Kristin Pfotenhauer, im Gespräch mit halloherne. So gibt es am Donnerstag, 1. Dezember 2022, von 15 bis 19 Uhr unter dem Motto 'Get together' eine Veranstaltung im Café 22. Sie wird organisiert von der Aids-Hilfe Herne in Kooperation mit zahlreichen weiteren Trägern. Eröffnet wird die Veranstaltung von Hernes 1. Bürgermeister Kai Gera. Die Besucher erwartet neben leckerem Essen und Getränken unter anderem ein Spendenrad und Livemusik mit Sven Pörsch. Dazu gibt es einen Covid-19-Impfbus und einen Trödelmarkt für Winterbekleidung. „Jeder, der möchte, kann sich an diesem Tag noch impfen lassen und außerdem haben wir den Trödelmarkt. Hier können wirklich alle bedürftigen Menschen vorbeikommen und sich eine warme Winterjacke oder Ähnliches abholen", so die Vorsitzende der Aids-Hilfe Herne. Weiter führt sie aus: „Wir freuen uns auf möglichst viele Besucher und wollen im Jahr 2022 gemeinsam ein Zeichen setzen."

Menschen-, Pflanzen- und Tierfreund

'Ein Baum für Jupp'

Eine Stele und eine Flügelnuss erinnern an das Wirken des Josef Göbbeler im Stadtbezirk Eickel.

Menschen, denen der Name Josef Göbbeler in Eickel nichts sagt, die wird man wohl an einer Hand abzählen können. Jupp, wie ihn alle nannten, war jahrzehntelang der Gartenbaumeister im Stadtbezirk Eickel. 'Sein' Betriebshof befindet sich im Ende des 19. Jahrhunderts angelegten Volksgarten – dem Zentrum seines Schaffens. Am 16. Mai 2022 verstarb der Gartenbaumeister aus Eickel im Alter von 90 Jahren in der Seniorenresidenz Curanum, die in Sichtweite seines Reviers liegt. Am Montag (21.11.2022) wurde für den Gartenbaumeister aus Eickel ein Baum in „seinem“ Park gepflanzt – eine Flügelnuss. Möglich gemacht haben das viele ehemalige Jupp-Mitarbeiter, denen es wichtig war, dass dieser besondere Mensch in Erinnerung bleibt. „Die Flügelnuss wurde ausgewählt, da sie zu den starkwüchsigen Bäumen gehört, sie wird groß und mächtig und wirft viel Schatten und zudem hat Josef Göbbeler sie selber gerne gepflanzt“, erzählt Beate Klumpen im Gespräch mit halloherne. Der jetzige Praxisanleiter auf dem Betriebshof, Uwe Päseler, hat den Pflanz-Plan maßgeblich umgesetzt. Er hat das Geld für den Baum und auch für die Erinnerungs-Stele und das Schild gesammelt. Am Pflanztag selber waren viele seiner ehemaligen Azubis dabei, Beschäftigte von Göbbeler, Vertreter des Vereins Pro-Park und auch Mitglieder der Kath. Gemeinde St. Barbara, dort hat er fast bis zum Schluss den Blumenschmuck für die Kirche hergerichtet. „Vorübergebeugter Gang, einen Hut auf dem Kopf, Schal oder Halstuch um, eine Wetterjacke an und dazu seine geliebte Zigarillo im Mundwinkel – so kannte man ihn, wenn er über seinen Betriebshof ging, um nach dem Rechten zu sehen.“ So beschreibt der Autor und Musiker Peter Zontkowski seinen ehemaligen Ausbilder Josef Göbbeler in seiner Rede, die er zur Baumpflanzung vortrug und mit der er das Herz aller Anwesenden erreichte. Zontkowski ist nur einer von vielen Gärtnern, die Jupp, zuständig für die Ausbildung der städtischen Landschaftsgärtner, ausbildete. Im halloherne-Gespräch erinnert er sich: „Ich kam 1985 in Jupps Revier. Zuvor hatte ich schon drei Jahre bei der Stadt als Gärtner (ohne Ausbildung) gearbeitet. Jupp, wurde mein Mentor, packte mich sofort zu den Azubis und verhalf mir so zur Ausbildung und Prüfung." „Mit Jupp zu arbeiten, hieß immer noch dazuzulernen. Jupp war jemand, der Freude daran hatte, sein Wissen weiterzugeben. Dabei machte er keinen Unterschied, zwischen unbekannten Menschen oder seinen Azubis." Hätten ihn Menschen bei Aldi angesprochen, weil ihr Ficus die Blätter verliert, er hätte ihnen einen Rat gegeben. „Hatte man Spaß an der Arbeit, am Pflanz- und Steinarbeiten, Baum- und Staudenbepflanzung bei Nieselregen, Frost oder Sommerhitze, dann war man bei Jupp an der richtigen Adresse.“ Als Jupp mit 65 Jahren in den Ruhestand ging, bedeutete das nicht, Ruhestand im eigentlichen Sinne: Unermüdlich gab er sein Wissen weiter und kümmerte sich um die Azubis. Zontkowski: „Bis zwei Jahre vor seinem Tod unterrichtete er sie noch in Theorie und Pflanzenkunde, dazu lief er durch den Volkspark und erklärte ihnen Bäume und Sträucher. Da er Jahrzehnte im Prüfungswesen der Landwirtschaftskammer NRW aktiv war, wusste er natürlich worauf es ankam." In den 1960er Jahren entstand auf Josef Göbbelers Initiative hin im Volkspark ein Tierpark. Hier fanden Kleintiere ein Zuhause: Kaninchen, Ziegen, Hausschweine, Meerschweinchen, Tauben und Hühner. Als der Tierpark im Jahr 2010 einer Wohnbebauung weichen sollte, nur ein Bürgerbegehren ihn rettete und sich der Verein „Pro Park“ gründete, gehörte Göbbeler zu den ersten Gründungsmitgliedern. Und noch im Jahr 2019 führte er Mitglieder der Kirchengemeinden durch den Stadtteil Eickel oder gab bei der vhs Herne Seminare, wie zum Beispiel: 'Die herbstliche Bodenvorbereitung für den Stadtgärtner'. Im selben Jahr erlitt er einen Oberschenkelhalsbruch und zog ins Curanum Seniorenheim. „Jetzt lebt er im Curanum , direkt an der Ranch (Betriebshof) und immer wenn ich ihn besuchte, traf ich auf einen milden, in sich ruhenden Mann, dessen Augen aufleuchteten, wenn er mich erkannte. Weil ich zuvor durch 'seinen' Park gegangen war, erzählte ich ihm vom Lauf der Natur, von den ersten Knospen oder den sich bunt verfärbenden Blätter und er hörte mir zu.“ Eine Park-Nachbarin erinnert sich im halloherne-Gespräch: „Ich kenne den Park seit Kindertagen und der Herr Göbbeler, der gehörte einfach zum Park. Im hohen Alter von 88 Jahren hat er in unserem Garten noch den Obstbaum beschnitten. Meine Kinder durften an manchen Abenden mit dem Gärtnermeister im Tierpark die Gehege säubern. Der größte Spaß war für sie, dass Herr Göbbeler sie in Begleitung eines Schweins durch den Park nach Hause brachte.“ „Demenz: Irgendwann erreichte ich ihn nicht mehr und die Besuche hatten ihre Leichtigkeit verloren. Ich fuhr in Urlaub an die Schlei. Eine grüne Landschaft, die ihm bestimmt gefallen hätte. – Als ich zurückkam lebte er nicht mehr.“ In den Gesprächen über Josef Göbbeler wunderten sich viele Menschen darüber, dass Josef Göbbeler von städtischer Seite anscheinend vergessen wurde: „Für alle möglichen Menschen wird ein Nachruf von der Stadt verfasst und veröffentlicht. Aber nicht für Herrn Göbbeler. Darüber bin nicht nur ich enttäuscht. Dass ein Mann, der so viel Gutes für den Stadtteil, die Menschen, den Park und die Kleintiere getan hat einfach so verschwindet, das ist nicht richtig.“ „So lange ich denken kann, war Josef Göbbeler im Park. Wir haben ihm ganz viel Gutes zu verdanken. Ohne ihn wäre die Welt in Eickel etwas anders.“ „Jupp hat jedem eine Chance und eine Aufgabe gegeben, auch wenn jemand vom Intellekt nicht für eine Ausbildung geschaffen war.“ „Als ich Josef Göbbeler von einem Freund erzählte, der die Gärtnerprüfung nicht schafft, da er unter extremer Prüfungsangst litt, hat Jupp ihm zu einer Arbeit im Park verholfen.“ „Jupp war der Auffassung, dass es die städtische Aufgabe ist, den Menschen zu einem Job zu verhelfen – ob mit oder ohne Prüfung.“

Zwei Tage im Dezember

2. Altenhöfener Adventsmarkt

Zum 2. Adventsmarkt lädt der Stadtteil Altenhöfen ein (Symbolfoto).

Die SPD OV Altenhöfen und die Bürgerinitiative Süd laden am ersten Wochenende im Dezember zum 2. Altenhöfener Adventsmarkt ein. Am Samstag, 3., ab 14 Uhr, und am Sonntag, 4. Dezember 2022, ab 11 Uhr, wird sich das Gelände rund um das DRK-Haus am Flottmannpark wieder in einen Adventsmarkt verwandeln. Kai Gera, SPD Bürgermeister aus dem Wahlbezirk Altenhöfen: „Nach dem großen Erfolg im Jahre 2019 war für uns Veranstalter – SPD OV ALTenhöfen, DRK Haus, SG Herne 70, die BI Herne Süd und der LMV Veranstaltungsservice – schnell klar, es wird eine Neuauflage dieses Marktes geben. Leider hat Corona uns dann ja zwei Jahre einen Strich durch die Rechnung gemacht und wir mussten bis zum Jahr 2022 warten.“ Dazu haben die Verantwortlichen nun einen bunten Mix aus Essensangeboten und Dekoartikeln zusammen gestellt. Ebenso werden zahlreiche Institutionen wie zum Beispiel die AWO, der ASB, der Eine Welt Laden, Fairnica und auch Blumen Maylahn die Veranstaltung bereichern. Damit auch alles reibungslos „über die Bühne geht“, dafür sorgt der LMV Veranstaltungsservice. Am zweiten Tag, wird der Markt wieder mit einem ökumenischen Gottesdienst um 11:30 Uhr in der Freimaurer Loge „Eiche auf roter Erde“ eröffnet. An beiden Tagen wird der Nikolaus für die Kinder erwartet. Der gute Mann freut sich über selbstgebastelten Baumschmuck, den er dann an den vor Ort stehenden Weihnachtsbaum hängt, damit die Senioren, wenn sie aus dem Fenster schauen auf einen geschmückten Baum gucken. Für ein musikalisches Programm wird zudem auch gesorgt. Mit dabei sind der Kellerchor (Samstag, 14:10 Uhr), Timo Maiwald (Samstag, Rudelsingen 18 Uhr), Harry L. (Samstag, 19 Uhr). Street Marching Band der Musikschule Herne (Sonntag, 13:30 Uhr) und Frank Lindner (Sonntag, 18 Uhr) und für die musikalische Untermalung sorgt Rolf Scheitza mit seinem Keyboard. In der übrigen Zeit wird im Hintergrund weihnachtliche Musik abgespielt. Die Besucher werden gebeten die Parkplätze an den Flottmann Hallen zu nutzen, da am Pflegeheim keine Parkplätze zur Verfügung stehen. Da die HCR-Buslinie 312 direkt vor der Tür hält, sollte auch die Anfahrt mit dem ÖPNV in Betracht gezogen werden..

Gut 100 Menschen waren dabei

Ökumenisches Adventssingen

Ökumenisches Adventssingen – mit den Bläsern des CVJM unter der Leitung von Stefan Wilhelm.

Rund 100 Menschen folgten am Samstag (26. 11.2022) der Einladung der Evangelischen Kirchengemeinde Haranni und der Katholischen Pfarrei St. Dionysius, die zum adventlichen Singen mit dem CVJM Posaunenchor um Chorleiter Stefan Wilhelm eingeladen hatten. Mitten auf der Bahnhofstraße, dort wo die Glockenstraße endet, begann die adventliche Stunde mit der Einstimmung durch die Bläser: 'Hoch tut euch auf, ihre Tore der Welt'. Anschließend eröffneten – pünktlich um 17 Uhr – alle Anwesenden mit dem gemeinsamen Singen des Liedes 'Wir sagen euch an den Lieben Advent' die Adventszeit 2022. Weitere Lieder waren an diesem Abend unter anderem 'Macht hoch die Tür', 'Hört, der Engel helle Lieder' oder auch 'Tochter Zion, freue dich'. Begleitet wurde das Singen von der evangelischen Pfarrerin Melanie Jansen von der Kreuzkirchengemeinde und dem katholischen Pfarrer Georg Birwer, Leiter der Pfarrei St. Dionysius, die abwechselnd Texte zum Advent vorlasen. Sie lasen zum Beispiel Gedanken des Schweizer Kapuziner Anton Rotzetter 'Wenn wir Advent feiern' , von der Schriftstellerin Carola Moosbach 'Advent vielleicht' oder auch von Hanns Dieter Hüsch, der sich auf den Weg machte um einen Funken Hoffnung zu suchen in dieser Welt und Gott fand – 'nicht mächtig, nicht prächtig, sehr bescheiden, alltäglich als Kind in der Krippe, nackt, frierend, hilflos, mit einem Lächeln durch die Zeiten; das erreichte mich in meinen Dunkelheiten.' Nach dem Segen, einem Gebet sangen die Mensche das Lied 'Stern über Bethlehem' bevor sie wieder auseinandergingen.

Wunschkarten hängen in der Paracelsus-Apotheke

Weihnachtswunschbaum für Senioren

Wunschbaumaktion für Senioren in der Paracelsus-Apotheke in Zusammenarbeit mit dem Caritasverband Herne und der WAZ: (v.li.) Marc Opitz (Ludwig-Steil-Haus), Mechthild Greifenberg (Caritasverband Herne) und Heike Sibbel (Paracelsus-Apotheke) hoffen, dass alle Weihnachtskarten vom Baum geholt werden.

Senioren mit kleinen, gar nicht teuren Geschenken etwas Gutes tun und ihnen ein schönes Weihnachtsfest bescheren: Das ist möglich durch den Weihnachtswunschbaum, der in der Paracelsus-Apotheke in Wanne an der Gerichtsstraße steht. Bei der gemeinsamen Aktion der Paracelsus-Apotheke, des Caritasverbandes Herne und der WAZ, einem Titel der Funke Mediengruppe, ist der riesige bunte Weihnachtsbaum mit 85 Wunschkarten von Bewohnern des Alten- und Pflegeheims Ludwig-Steil-Haus im Evangelischen Johanneswerk geschmückt. In der Zeit von Freitag (25.11.2022) bis Dienstag, 13. Dezember 2022, sind Herner Bürger eingeladen, eine Karte vom Baum zu nehmen und einen Wunsch zu erfüllen. Die Geschenke können bis Abgabedatum – in einer Geschenktüte verpackt und mit der zugehörigen Wunschkarte versehen – in der Apotheke abgegeben werden. Bewohner des Ludwig-Steil-Hauses haben ihre Wünsche im Wert von jeweils 20 Euro auf die Karten geschrieben. Die bunte Palette reicht von Kuscheldecken über Pflegeprodukte, einen Wetzstein, warme Handschuhe und Schals bis zur Modell-Straßenbahn. Für die Beteiligten ist die Aktion ein Zeichen der Solidarität in einer schwierigen Zeit, denn der Krieg in der Ukraine, die Klimaveränderung und Corona belasten viele Menschen. „Gerade Menschen im höheren Alter machen sich Gedanken um ihre Angehörigen. Da ist eine solche Aktion eine gute Gelegenheit, schöne Erlebnisse und Kindheitserinnerungen ins Gedächtnis zu rufen“, berichtet Marc Opitz, Leiter vom Ludwig-Steil-Haus. „Die Resonanz war in den vergangenen Jahren immer riesig. Auch zum Start wurden bereits die ersten Karten vom Baum geholt. Wer sich an der Aktion beteiligen möchte, kann vorbeikommen und Karten vom Baum nehmen“, berichtet Apothekerin Heike Sibbel. 2021 waren die Karten schnell verteilt. „Wir hoffen natürlich, dass auch in diesem Jahr keine Karten übrigbleiben und viele Menschen in Herne Freude daran haben, einen Wunsch der Senioren zu erfüllen“, sagt Mechthild Greifenberg, Sozialarbeiterin beim Caritasverband Herne.

Areal soll beim 5-Standorte-Programm zentrale Rolle spielen

Planungen für Blumenthal-Gelände

Das Gelände der ehemaligen Zeche Blumenthal.

Als Teil des 5-Standorte-Programms, das vom Ausstieg aus der Kohleverstromung betroffene Städte und Kreise unterstützt, sollen in Herne verschiedene Projekte gefördert werden (halloherne berichtete). Eine wichtige Rolle in der Herner Strategie spielt hierbei die ehemalige Bergwerksfläche General Blumenthal. Wie genau die Strategie aussieht, stellten die städtischen Akteure bei einem Pressegespräch am Freitag (25.11.2022) vor. Geplant sei für das Gelände der ehemaligen Zeche Blumenthal eine ganzheitlich integrierte Entwicklungsstrategie. „Das 5-Standorte-Programm ist ohne Klippen nicht zu bewältigen. Wir hoffen, dass wir für unsere Ideen bezüglich der Fläche des Areals Blumenthal eine Förderung aus dem Programm erhalten können", berichtete Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda. „Der Strukturstärkungsrat tagt am Donnerstag, 15. Dezember 2022, erstmals in Herne und wir wollen Blumenthal dort platzieren." Weiter führte Dudda aus: „Wir hoffen, dass wir dort einen Start beginnen können. Jedoch, und das ist mir wichtig zu betonen, ist der Kommunale Entwicklungsrat gerade dabei, seine Stellungnahme zu Ende zu bringen. Diese ist ein wichtiger Faktor und wird Berücksichtigung finden." Dr. Svenja Rebsch, Leiterin des Projektbüros für das 5-Standorte-Programm bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Herne (Herne.Business), erläuterte die Komplexität des Programms. „Es ist ein sehr komplexes Verfahren. Zunächst mussten wir unsere Projektskizze einreichen. Nach der Prüfung kommt sie nun in den Strukturstärkungsrat und wird dort diskutiert." Der Strukturstärkungsrat sei aktiv an der Projektqualifizierung und an der Auswahl beteiligt. Nach einer eingängigen Prüfung werde dann im besten Fall eine Förderempfehlung ausgesprochen. Die Stadt möchte für den ersten Schritt eine Förderung in Höhe von 3,5 Millionen Euro beantragen. „Damit wollen wir personelle Kapazitäten schaffen", so Dirk Drenk, Geschäftsführer von Herne.Business. „Unser Ziel ist es, dass ganz am Ende eine Entwicklungsstrategie steht. Dadurch können wir dann die Gesamtkosten für den Umbau, den Zeitplan und die Beschäftigungseffekte erfahren." Der neue Arbeitstitel für das Areal Blumenthal laute nun Techno Ruhr International. „Wir planen eine ganzheitliche integrierte Entwicklungsstrategie. Wir denken größer und schauen zusätzlich noch auf die Fläche des ehemaligen Kraftwerks Shamrock und dem brachliegenden Heitkamp-Gelände", so Stadtrat Karlheinz Friedrichs. Weiter führte er aus: „Im nächsten Jahr wollen wir dazu einen Rahmenplan ausarbeiten, weiterhin soll eine Machbarkeitsstudie angefertigt werden, die unter anderem den Artenschutz, die Natur, das Mikroklima und die Verkehrssituation berücksichtigen soll. Dazu setzen wir außerdem auf eine große Öffentlichkeitsbeteiligung." Mit dem geplanten Projekt sollen circa 3.900 bis 5.400 Arbeitsplätze geschaffen werden, die Stadtreparatur und außerdem der Wunsch, die grünste Region der Welt zu werden, vorangebracht werden. Geplant sei die Entstehung eines Ortes, der lebens- und liebenswert sei. Um dies aber alles zukünftig realisieren zu können, müsse eine eigene Entwicklungsgesellschaft gegründet und das Grundstück von der Ruhrkohle AG (RAG) erworben werden. „Noch ist es im Besitz der RAG. Wir sind in Gesprächen über den Verkauf, warten aber noch auf den richtigen Zeitpunkt", erläuterte Stadtdirektor und Kämmerer Dr. Hans Werner Klee. Denn zunächst muss die RAG das sogenannte Abschlussbetriebsverfahren vollziehen. Dieses Verfahren ist nötig, wenn man eine ehemalige Bergbaufläche für eine Folgenutzung aufbereiten will. „Wir erwarten, dass das Verfahren Mitte 2023 abgeschlossen ist und die RAG das Grundstück entlassen kann. Danach werden wir mit der RAG über den Verkauf verhandeln", so OB Dr. Dudda. „Vorher müssen wir aber wissen, was auf dem Grundstück los ist, dazu sollen dann zunächst die Förderungen dienen." All das ist aber vorläufig noch Zukunftsmusik. Zunächst müsse personelle Kompetenz aufgebaut, die Grundlage für zukünftige Nutzung und Beschäftigungseffekte im Detail, Schätzung der Entwicklungskosten, Schaffung von Baurecht und die bauliche Umsetzung geschaffen werden. Damit aber überhaupt mit den Planungen begonnen werden könne, muss die Projektidee erstmal vom Strukturstärkungsrat abgesegnet werden. Danach könne man mit der Beantragung der Förderung den ersten Baustein zur Erschließung des Areals umsetzen.

Büchlein haben eine Auflage von je 1.000 Stück

Eigene Pixi-Bücher des Emschertalmuseums

Das Schloss Strünkede und das Heimatmuseum Unser Fritz haben jeweils ein eigenes Pixi-Buch.

Schloss Strünkede und das Heimatmuseum Unser Fritz haben jeweils ein eigenes Pixi-Buch. In Kooperation mit dem Carlsen- Verlag ermöglichte es der Deutsche Museumsbund den teilnehmenden Museen, ihre Häuser zum Schauplatz einer spannenden Geschichte zu machen Die Büchlein in einer Auflage von je 1.000 Stück sind zum Preis von 0,99 Euro ab sofort in den Häusern des Emschertal-Museums an der Kasse erhältlich. „Die Geschichte ist für alle Museen gleich, einige Seiten wurden in Zusammenarbeit mit dem Emschertal-Museum personalisiert“, so Andrea Prislan bei der Vorstellung der limitierten Auflage mit dem Titel „Lola und Leonardo im Museum“. Individualisiert sind auch die Namen der Museumsmitarbeitenden im Buch: Mustafa und Angelika sind nicht nur im Buch, sondern auch in den jeweiligen Museen anzutreffen. Auf der Grundlage von Fotos wurden Ausstellungsräume und besondere Exponate von Zeichnern des Verlags in das Buch eingebracht.

Selbstgebastelter Weihnachtsschmuck am Robert-Brauner-Platz

160 Kita-Kinder schmücken Tannenbäume

160 Kinder aus elf Kitas schmücken am Robert-Brauner-Platz mehrere Tannenbäume: Mit dabei war auch Elionor (vorne).

Viel Trubel und Aufgeregtheit war am Freitagvormittag (25.11.2022) bei Sonnenschein am Robert-Brauner-Platz zu vernehmen. Dort hatten sich rund 160 Kinder aus elf Kitas und Kindergärten samt ihren Erziehern versammelt. Der Grund dafür war aus alter Tradition heraus ein ganz besonderer: Alle Kinder hatten selbstgebastelten Weihnachtsschmuck mitgebracht. Pünktlich um 11 Uhr hieß: Die Deko kann starten. Malen, Ausschneiden, Falten, Zusammenkleben – die kreativen Techniken und Ideen waren in diesem Jahr besonders vielfältig. Flink machten sich die kleinen Kinder nach dem Startschuss an die Arbeit. Die Freude ließ sich an den Gesichtern der Kleinsten rund um die Tannenbäume ablesen. Manche kamen selbst an die Tannenzweige, andere ließen sich von den Erziehern helfen oder wurden kurzerhand einfach hochgehoben, um dann viele bunte Sterne, Kreise, die einlaminiert waren, und weitere Anhänger aus Holz anzubringen. Die kleine Elionor freut sich im Gespräch mit halloherne besonders: „Das ist schön, dass wir das hier dran hängen dürfen. Jetzt sehen die Tannenbäume viel besser aus.“ Zur Tannenbaumlandschaft gehören wie in den Vorjahren auch die Krippenfiguren des Essener Künstlers Roger Löcherbach. „Diese Aktion hat schon Tradition und das macht sie so besonders. Das hier ist ein kleiner und familiärer Weihnachtsmarkt und durch den eigenen Weihnachtsschmuck wird alles noch viel persönlicher“, freut sich auch Tina Dzierla, die zuständige Projektleiterin beim Stadtmarketing Herne, über das gemeinsame Schmücken. „Jedes Jahr sind wir fasziniert, dass die Kinder komplett neue Ideen für die Deko haben. Mit diesem süßen Termin läutet man auch immer die Weihnachtszeit ein, daher sind wir alle sehr froh, dass es wieder funktioniert hat und die Kinder so toll mitgemacht haben. Hier bleiben auch die Passanten stehen und schauen zu“, erläutert Dzierla gegenüber halloherne. „So fühlt man sich auch immer selbst ein bisschen in die Kindheit zurückversetzt.“ So viele Kinder wie 2022 hätten sich zuletzt vor vier Jahren beteiligt, merkte Dzierla noch an. Allzu lange dürfe man aber nicht warten, wenn die Kinder langsam am Robert-Brauner-Platz eintrudeln würden. „Sie sind dann alle aufgeregt und wollen am liebsten direkt loslegen“, schildert die Projektleiterin vom Stadtmarketing. Nach knapp zehn Minuten waren dann auch alle Sterne und die weiteren Dekoartikel an den Bäumen. Als Belohnung für die Arbeit gab es für alle Kinder Kakao oder Kinderpunsch sowie eine süße Überraschung von der Crêpes Lounge, bevor es langsam wieder zurück in die Kitas ging. Die beteiligten Kindergärten bzw. Kindertageseinrichtungen:

Vorläufige Vereinbarung für Gelände an der Hunbergstraße

Waterkotte plant Neubau von Hallen

Unterzeichnung einer "Exklusivitätsvereinbarung" für ein Gelände an der Hunbergstraße: (v.li.) Marcell Jansen-Wallraven (Bereichsleiter Vertrieb und Service Waterkotte), OB Dr. Frank Dudda, Thomas Wazynski (Geschäftsführer Waterkotte) und Kadir Karabulut (Bereichsleiter Vertrieb und Service Waterkotte).

Noch ist es nur eine sogenannte "Exklusivitätsvereinbarung" für eine Fläche an der Hunbergstraße, die Vertreter der Firma Waterkotte am Donnerstag (24.11.2022) zusammen mit Hernes OB Dr. Frank Dudda im Rathaus unterzeichneten. Bis Ende Januar 2023 soll dann ein Kaufvertrag stehen. Die Firma, die an der Gewerkenstraße sitzt und die erdgebundene Wärmepumpe erfunden hat, plant neue Produktions- sowie Logistikhallen und ein Bürogebäude, da die bisherigen Kapazitäten an ihre Grenzen stoßen. Wärmepumpen haben in den vergangenen Jahren eine erhöhte Nachfrage in Bezug auf Gebäudeheizungen erhalten - diese Nachfrage wurde durch den russischen Krieg in der Ukraine und den daraus resultierenden Problemen der Gas- und Energiekrise nochmal vergrößert. Da die Verantwortlichen von Waterkotte mit einem weiter steigenden Interesse rechnen - aktuell habe das Unternehmen ein Umsatzwachstum von rund 20 Prozent jährlich - müssen größere Produktionshallen her. In Zusammenarbeit mit der Stadt Herne wurde dafür die Fläche in der Nähe vom Technischen Hilfswerk (THW) ins Auge gefasst. Diese ist rund 44.000 Quadratmeter groß und frei. Bis Ende Januar hat Waterkotte bzw. der schwedische Mutterkonzern NIBE nun noch Zeit, Gutachten einzuholen, das Unterfangen zu prüfen sowie rechtliche Fragen zu klären, da es an der Börse notiert ist. Die Stadt bereitet in dieser Zeit den Kaufvertrag für das Gelände, welches sich in ihrer Hand befindet, vor. Beide Parteien sind zuversichtlich, dass es zu einem Abschluss kommt. So könnten dann zügig die Bagger rollen und ab 2025 bereits an diesem Standort bis zu 20.000 Wärmepumpen pro Jahr produziert werden - aktuell sind es rund 4.000. Als Alleinstellungsmerkmal in der NIBE-Gruppe hätte der Herner Standort dann die Produktion von Wärmepumpen mit 50 kW. „Das Thema Wärmepumpe ist in aller Munde, daher stoßen wir am bisherigen Standort langsam an unsere Grenzen. Wir wollen aber auf Linienfertigung umstellen und jedes Jahr rund 25 neue Mitarbeiter einstellen. Dafür brauchen wir neuen Platz“, fasst Thomas Wazynski, Geschäftsführer der Waterkotte GmbH, zusammen. Aktuell habe das Unternehmen rund 140 Mitarbeiter, das mittelfristige Ziel wären 300. Auch deshalb soll hier ausgebildet werden, zudem werden weiter Fachkräfte gesucht - die „Hochleveln!“-Kampagne der Stadt (halloherne berichtete) kann dabei helfen. Frank Dudda sieht in der Vergrößerung der Produktionsstätte eine Menge Potenzial. „Das ist ein Meilenstein für die industrielle Unternehmenslandschaft in Herne. In einem solchen zukunftsträchtigen Bereich bin ich überzeugt, dass das ein gutes Engagement ist“, sagt der Oberbürgermeister. „Die Firma ist hier schon beheimatet – das neue Vorhaben zeigt, dass man Herne als Standort ernst nimmt.“ So sei auch das Wechselspiel zwischen Forschung und Anwendung gegeben – Dudda erinnert hier an die Möglichkeiten mit dem Forschungsverbund ruhrvalley (halloherne berichtete und berichtete). Die Investitionssumme sei noch nicht bekannt, es ist aber mindestens von einer stattlichen zweistelligen Millionensumme auszugehen. „Mitten im Ruhrgebiet diese Zukunftsindustrie anzusiedeln ist etwas ganz Besonderes – im kleineren Umfang ist uns das schon mit dem Werk von Tropos Motors (mittlerweile Cenntro Motors, Anm. d. Red.) gelungen“, freut sich Dudda. „Uns gefällt der neue Standort auch sehr, da er fußläufig vom bisherigen entfernt ist. Dort wollen wir das alte Gebäude weiter als Akademie- und Ausbildungsstandort nutzen“, erläutert Marcell Jansen-Wallraven, Bereichsleiter für Vertrieb und Service bei Waterkotte. „Uns war es auch wichtig in Herne zu bleiben, damit alle Mitarbeiter mitkommen können.“

Heimatmuseum lädt zur Zeitreise ein

Zurück in die 80er-Jahre

Die Kuratoren haben allerhand Schätze der 80er zusammengestellt.

„Wir wollen mit dieser Ausstellung jenseits der ganzen 80er-Jahre-Erinnerungsshows einen realistischeren Blick auf das Jahrzehnt werfen. Denn die ganzen Fernsehshows haben ein völlig falsches Bild des Jahrzehnts vermittelt. Es war nicht alles klasse. Die 80er waren ebenso geprägt von wirtschaftlichen Problemen, der Tschernobyl-Katastrophe, Aids sowie den Ostermärschen", berichtet der Historiker und Kurator Ralf Piorr anlässlich der neuen Ausstellung – „Immer wieder aufstehn - Die neue Stadt Herne 1980 -1989“ – im Heimatmuseum 'Unser Fritz', die am Donnerstag, 24. November 2022, um 19 Uhr eröffnet wird. Die Ausstellung spiegelt die wichtigsten Ereignisse des Jahrzehnts und der Geschichte der Stadt wider. „Herne hatte damals mit der wirtschaftlichen Rezension zu kämpfen. Eigentlich wurden in dieser Zeit nur zwei wichtige strukturelle Dinge vorangebracht: Der Logistikpark Friedrich der Große und die damalige Einkaufspassage I-Punkt an der Bahnhofstraße", so Piorr. Weiter führt er aus: „Arbeitslosigkeit war ein großes Thema in Herne, besonders bei den jungen Menschen. Die Zahl der Jugendarbeitslosen im Jahr 1987 lag bei 23 Prozent." So finden sich in der Ausstellung auch Werke aus der Fotoserie 'Brockenhaus' des Fotojournalisten und halloherne-Mitbegründer Wolfgang Quickels (2014 verstorben) wieder. Er begleitete zwischen 1983/84 arbeitslose Jugendliche, die mit einem uralten Ford-Transit unterwegs waren, um alte Möbel aus Haushaltsauflösungen einzusammeln und diese aufgearbeitet weiterzugeben. Ferner zeigen die Verantwortlichen Ausschnitte aus der siebenteiligen Serie Hans im Glück, die in Herne spielte und 1983 im ZDF ausgestrahlt wurde. Im Mittelpunkt der Serie standen auch hier die Jugendarbeitslosigkeit und das damalige Lebensgefühl im Ruhrgebiet. „Die Serie wurde überwiegend mit Laiendarstellern realisiert. Hauptdrehort war die Emscherstraße. Die Serie sorgte für viele Diskussionen. Es wurde unter anderem die Darstellung Hernes kritisiert", so der Journalist und Filmemacher Peter Hesse, der Ralf Piorr bei der Ausstellung mit seiner Expertise unterstützt. Zudem wird in der Ausstellung auch die Hausbesetzerszene von 1981 und der Umgang der Stadt mit jenen Jugendlichen thematisiert. Dazu findet sich auf den zwei Ausstellungsebenen alles, was den Zeitgeist der 80er-Jahre einfängt. So gibt es beispielsweise einen Bereich, in dem alte Schätze das Herz von Zeitzeugen höherschlagen lassen. 80er-Jahre-Fans werden hier sicher bei dem einen oder anderen Schätzchen fündig: Eine Alf-Figur, Teile des Kultautos Opel Manta, der gute alte Gettoblaster oder auch Rollschuhe werden den ein oder anderen Besucher in Erinnerungen schwelgen lassen. Das, gepaart mit historischen Fakten, bringt sicherlich auch jüngeren Besuchern das Lebensgefühl dieses Jahrzehntes näher. Im Hof des Heimatmuseums erwartet die Besucher ein 'Panic-Room' in einer kleinen Hütte. „Hier zeigen wir einen Film, in dem die düsteren Aspekte des Jahrzehnts dargestellt werden", so Hesse. Da es bei solchen Jahrzehnten-Ausstellungen ja immer etwas gibt, was Besucher vermissen könnten oder sich noch gewünscht hätten zu sehen, haben sich die Kuratoren etwas Besonderes ausgedacht. „Wir haben Postkarten, die die Besucher mit Verbesserungswünschen beschriften und in einen Briefkasten einwerfen können. Diesen Briefkasten durften wir uns im Übrigen von der Restaurationswerkstatt Bochum für die Dauer der Ausstellung ausleihen", berichtete Piorr. Zur Ausstellung gibt es noch einen 104-seitigen Katalog, in dem die Chronik einer Stadt erzählt wird. Wer nun Lust bekommen hat, seine Erinnerungen an die 80er-Jahre aufzufrischen: Die Ausstellung läuft noch bis Sonntag, 26. Februar 2023. Sie kann immer zu den Öffnungszeiten des Museums besucht werden. Der Eintritt kostet für Erwachsene 1,50 und für Kinder ab sechs Jahren 0,50 Euro.

Stadtbibliothek möchte mit Spenden helfen

Weihnachtswunschbaum für Kinder und Tiere

Weihnachtswunschbaumaktion der Stadtbibliothek Herne für Kinder sowie Tiere.

Die Stadtbibliothek baut in diesem Jahr zum zweiten Mal den „Wunschweihnachtsbaum“ auf, teilte sie am Dienstag (22.11.2022) mit. Start der Wohltätigkeitsaktion ist Montag, 28. November 2022. Auch in diesem Jahr möchte die Stadtbibliothek Herne Kinderaugen zum Leuchten bringen und Tieren helfen. Daher bittet sie Bürger um Spenden. In Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Kinder-Jugend-Familie der Stadt Herne hat die Stadtbibliothek Wünsche von benachteiligten Kindern und Jugendlichen aus der Region gesammelt. Die Wünsche sind ganz unterschiedlich und mit einem Budget von maximal 30 Euro oder weniger erfüllbar. Interessierte finden die Wunschkarten an den Weihnachtsbäumen im Foyer der Stadtbibliothek Herne-Mitte, Willi-Pohlmann-Platz 1. Auch in der Stadtbibliothek Herne-Wanne, Wanner Straße 21, liegen die Karten aus. Es können eine oder mehrere Wunschkarten vom Baum genommen werden. Spendende werden gebeten, den entsprechenden Wunsch zu kaufen, als Geschenk zu verpacken und in der Stadtbibliothek Herne-Mitte oder Herne-Wanne bis Samstag, 10. Dezember 2022, abzugeben. Wichtig ist, dass die Wunschkarte gut sichtbar am jeweiligen Geschenk angebracht wird, damit der Wunsch das passende Kind erreicht. Auch die tierischen Bewohner des Tierschutzvereins Herne-Wanne sollen nicht leer ausgehen. Von Futter über Spielzeuge und Leinen bis hin zu Einstreu – vieles wird dringend im Tierheim Herne-Wanne benötigt und kann als Wunsch von einem der Weihnachtsbäume in Herne-Mitte oder Herne-Wanne entnommen werden. Die Spendenden werden gebeten, den ausgesuchten Wunsch des Tieres zu kaufen und ihn bis Dienstag, 20. Dezember 2022, in der Stadtbibliothek Herne-Mitte oder Herne-Wanne abzugeben. Sowohl die Sachspenden für Kinder und Jugendliche als auch für Tiere können ausschließlich innerhalb der regulären Öffnungszeiten der Stadtbibliothek abgegeben werden. Insbesondere die Präsente für die Kinder und Jugendlichen sollten rechtzeitig abgegeben werden, damit diese auch am Heiligabend die Kinder erreichen. Sachspenden für das Tierheim Herne-Wanne nimmt die Stadtbibliothek auch noch bis Freitag, 30. Dezember 2022, entgegen. Alle Spenden kommen dem jeweiligen Kind und den Tieren des Tierheims Herne-Wanne zugute und werden von Mitarbeitenden der Stadtbibliothek oder dem Fachbereich Kinder-Jugend-Familie der Stadt Herne überreicht. Passend zur Weihnachtswunschbaum-Aktion erscheint auch das neuste Abenteuer der Maskottchen „Herni“, „Wannda“ und „Julius“ als Comic. Der Comic ist kostenlos in der Stadtbibliothek Herne-Mitte und Herne-Wanne oder im Tierheim Herne-Wanne ab Dezember erhältlich. Die Stadtbibliothek Herne freut sich über eine rege Beteiligung des Herzensprojekts und wünscht eine besinnliche Vorweihnachtszeit. Die Stadtbibliothek Herne bedankt sich bei allen Unterstützenden. Rückfragen und Anliegen können unter Tel 0 23 23 / 16 - 28 03 oder per E-Mail an stadtbibliothek@herne.de gestellt werden.

Werke werden im Rathaus gezeigt

Jahresausstellung des HKB

Die Künstler des HKB zeigen ihre Werke.

Seit 2008 ist die Jahresausstellung des Herner Künstlerbundes (HKB) im Herner Rathaus eine feste Größe. Sie musste nur einmal, im Jahr 2020, coronabedingt ausfallen. Die aktuelle Jahresausstellung wird am Freitag, 25. November 2022, um 17 Uhr im Herner Rathaus, Friedrich-Ebert-Platz 6, eröffnet. In 54 Werken zeigen 20 Künstler einen repräsentativen Querschnitt ihres Schaffens des vergangenen Jahres. Auf zwei Rathausetagen präsentiert der HKB eine breite Palette ganz unterschiedlicher Werke, Portraits, Landschaften, Stillleben, Fotografien, grafische Arbeiten, reliefartige Collagen, abstrakte, plastische und textile Arbeiten, Ansichten der Industriekultur. Dabei bedienen sich die Künstler ganz verschiedener Techniken beziehungsweise Materialien wie Öl und Acryl, Filzpappe, Mischtechniken, Bleistift, Graphit und Pastell, Collagen, Wolle und Baumrinden. Die Ausstellung ist von Freitag, 25. November 2022, bis Freitag, 27. Januar 2023, zu den Öffnungszeiten des Rathauses, Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr, zu sehen.

Cartoonist Michael Holtschulte in Herne

Sensenmann-Gipfel

Aus der „Tot aber lustig“-Serie des Herner Cartoonisten Michael Holtschulte.

Das Kleine Theater Herne lädt zum Sensenmann-Gipfel ein: Der gebürtige Herner Illustrator und Cartoonist Michael Holtschulte, bekannt unter anderem für seine Sensenmann-Cartoons, wird am Freitag, 25. November 2022, seine Bücher und Kalender an der Neustraße 67 verkaufen und signieren am Rande der Vorstellung von „Täglich klopft der Sensenmann“. Holtschulte zeichnet für so namhafte Medien wie die Süddeutsche Zeitung, die Berliner taz und das Satiremagazin Eulenspiegel. Zudem hat er zahlreiche Bücher veröffentlicht. 2012 bekam er den Deutschen Preis für die politische Karikatur, 2014 den Deutschen Karikaturenpreis und im letzten Jahr den Bürgerpreis der Stadt Herten für sein kulturelles Engagement. In der schwarzhumorigen Komödie „Täglich klopft der Sensenmann“ ist John Pearson (Christian Weymayr), ein Mann in den besten Jahren, in seiner Londoner Wohnung bei der Lektüre der Financial Times eingenickt. Er wird aus seinem Ledersessel aufgeschreckt durch die junge, attraktive Nachbarin Leslie (Carolin Rossow), die den gleichen Nachnamen trägt wie er, mit John aber weder verschwägert noch verschwistert – und schon gar nicht verheiratet ist. Das aus Suffolk stammende Ostküsten-Girl, das Betriebswirtschaft studiert, um einmal die Londoner Filiale der elterlichen Maßschneiderei zu übernehmen, hat für den Manager der Automobilzulieferbranche ein Paket angenommen, dass sie ihm auf den Beistelltisch stellt. Das „Landei“ lässt ihren Charme spielen, aber der hektische Bunburysierer gibt vor, einen dringenden beruflichen Termin wahrnehmen zu müssen und nestelt fahrig an seiner Krawatte. Dabei geht es seiner Firma, die Bauteile für Dieselmotoren herstellt, schlecht in diesen unseren Zeiten der E-Mobilität. Und außerdem: der Schwerenöter hält sich mit der gleichen Ausrede seine Gattin Charlett, die daheim auf ihn wartet, vom Hals, um sich an den seiner Geliebten Cindy, die altersmäßig seine Tochter sein könnte, werfen zu können. Bevor die Konversation der Nachbarn in Schwung kommt, klopft es vernehmlich an der Tür: der Sensenmann (Marco Fahrland-Jadue) behauptet, sich nicht in der Adresse geirrt zu haben… Die Vorstellung beginnt um 20 Uhr, Einlass ist um 19 Uhr. Vor der Vorstellung sowie zur Pause freut sich Michael Holtschulte auf die Gäste des Kleinen Theaters Herne zu diesem ganz besonderen Event. Karten zum üblichen Preis von 14 Euro sind unter Tel 02323 / 91 11 91 erhältlich.

InfoTruck macht Halt an der Gesamtschule Wanne-Eickel

Schüler für Metall- und Elektrobranche begeistern

Die InfoTrucks der Metall-und Elektroindustrie sind in ganz Deutschland unterwegs.

Was genau Menschen tun, die in der Metall- und Elektroindustrie (M+E-Industrie) arbeiten, ist für viele Schüler eher abstrakt und sie haben keine genauen Vorstellungen von den tatsächlichen Arbeitsprozessen. Dem möchten die Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektroindustrie mithilfe von sogenannten Infotrucks entgegenwirken. Zehn dieser Trucks sind in ganz Deutschland unterwegs, um Jugendlichen die verschiedenen Berufsbilder näherzubringen. Einer von ihnen machte am Dienstag (22.11.2022) Halt an der Gesamtschule Wanne-Eickel. halloherne war dabei, als der G-Kurs Deutsch der Klasse 10a in dem zweigeschossigen Bus mit knapp 100 Quadratmeter großer Projektionsfläche einen Einblick in die Berufsfelder der Metall- und Elektroindustrie gewinnen konnte. „Wir möchten den Jugendlichen die Ausbildungsmöglichkeiten in der Metall- und Elektroindustrie praxisnah vorstellen. Dazu arbeiten wir mit Experimentierstationen, an denen die Schüler alles selbst ausprobieren können", berichtete Falk Schug vom Team ME-InfoTruck. Weiter erzählte er: „Die Erfolgschancen unseres Trucks sind sehr hoch. Wir erleben sehr interessierte Schüler. Wir verstehen es als Angebot beziehungsweise als Chance, dass die Schüler ihre eigenen Interessen entdecken und vielleicht merken, das ist etwas für mich oder eben nicht." Im oberen Teil des Trucks stand für die Schüler zunächst der informative Teil des Vormittages an. Katrin Schulz informierte die Schüler über die Berufsbilder, stand aber auch für Fragen der Schüler zur Verfügung. Viele der Schüler-Fragen drehten sich um Abschlüsse und Weiterbildungsmöglichkeiten. Für das Team des ME-InfoTrucks war es wichtig, dass die Schüler über ihre Perspektiven nachdenken und sich auch Ausbildungen in ihrem Interessenbereich suchen. „Sucht euch einen Job, der euch Spaß macht. Denn so werden ihr auch erfolgreich sein", ermutigt Katrin Schulz die Schüler, ihren eigenen Weg in Sachen Ausbildung zu gehen. Danach folgte im unteren Teil des Trucks für die Schüler der praxisnahe Teil. Nach kurzer Einweisung konnten sie an den verschiedenen Experimentierstationen direkt in die Welt der Metall- und Elektroindustrie hineinschnuppern. So konnten die Jugendlichen beispielsweise an der CNC-Fräsmaschine unter Anleitung durch eigene Programmierung ein kleines Werkstück fräsen. An der Station Cobot erlebten die Jugendlichen die Kollaboration von Mensch und Maschine hautnah. Gemeinsam mit dem Cobot bauten sie ein Zahnradgetriebe zusammen. Außerdem gab es einen Elektroarbeitsplatz und ein Steckerexponat, an dem die Schüler elektrische Systeme über entsprechende Stecker miteinander verbanden. Ferner gab es noch ein Pneumatik-Modell. Hier setzten die Jugendlichen mithilfe eines Druckluftarms per Einzelschrittsteuerung ein Werkstück auf ein Fließband um. „Ich finde das Angebot hier ziemlich informativ. Ich hatte vorher gar keine Vorstellung von der Thematik, daher finde ich es toll, dass wir hier alles auch selbst ausprobieren können", sagte Schülerin Lea. Obwohl Asli bereits weiß, dass sie nach dem Schulabschluss im sozialen Bereich arbeiten will, zeigte sie sich interessiert für das Angebot des Infotrucks: „Ich weiß zwar schon, was ich später einmal machen möchte, aber ich finde die Experimentierstationen trotzdem sehr gut. Besonders, dass wir selbst an der Fräsmaschine arbeiten durften, fand ich klasse." Zu den jeweiligen Experimentierstationen gibt es noch Touchmonitore, auf denen sich Infos zu den verschiedenen Berufen, Quizze oder auch Praktikums-und Ausbildungsangebote befinden. Ebenso sind dort freie Lehrstellen von Unternehmen zu finden. Auf jedem dieser Monitore befinden sich auch QR-Codes, über die die Schüler weitere interaktive und nachhaltige Berufsinformationen erhalten können. Dafür müssen sich lediglich vorher die passende App des InfoTrucks herunterladen. Auch Klassenlehrer Ben Möller freute sich für seine Schüler, dass sie dieses Angebot wahrnehmen konnten. „Zu meiner Schulzeit gab es solche Angebote nicht, von daher finde ich es jetzt umso schöner, dass unsere Schüler nun diese Möglichkeiten bekommen. Ich merke, dass sie sehr interessiert sind und ihnen das selbst ausprobieren gut gefällt." Alexander Füten, Pressesprecher der Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektroindustrie, verdeutlichte im Gespräch mit halloherne, dass sie hier den Jugendlichen eine Möglichkeit zur Berufsorientierung bieten möchten. „Mit diesen Trucks hoffen wir, dass wir Jugendliche für die Berufsbilder begeistern und den Fachkräftenachwuchs sichern können. Die Jugendlichen erhalten so einen Einblick, was hinter den Kulissen passiert", so Füten. Weiter führte er aus: „Wir möchten den Jugendlichen auch zeigen, dass es noch etwas anderes als das klassische Studium gibt und es ebenso vielfältige Ausbildungsmöglichkeiten in der Metall- und Elektroindustrie gibt, wie beispielsweise auch das duale Studium." Eine Unterrichtseinheit mit dem InfoTruck umfasse circa 90 Minuten. Ausgerichtet sei das Programm an die 7. bis 10. Klassen an Haupt-, Real- und Gesamtschulen sowie an Gymnasien.

Aus den Stadtnachrichten

Workshop mit Dr. Karim Fereidooni

Themenmonat 'antimuslimischer Rassismus'

Der Workshop: „Alltagsrassismus: Warum ist es so schwierig, über Rassismus(erfahrungen) zu sprechen?“ wurde von Dr. Karim Fereidooni gegeben.

Auf der letzten Veranstaltung einem Workshop mit Dr. Karim Fereidooni am Montag (28.11.2022) als Teil des Themenmonats „antimuslimischer Rassismus“ wurde folgenden Fragen nachgegangen: Was ist Rassismus? Wie kann ich ihn erkennen? Bin ich selbst von Rassismus betroffen? Habe ich selber eine rassistische Denkweise? „Durch die Klärung der Frage, was Rassismus eigentlich ist, konnte den Teilnehmenden die „Brille“ abgenommen werden, das heißt, sie konnten sensibilisiert werden, vor allem auch gegenüber den verschiedenen Arten von Rassismus. Auch die Bedeutung des „Weiß-Sein“ wurde diskutiert, weil Rassismus immer von der Mehrheit, „von oben“ ausgeht und daher nie von Rassismus gegenüber Weißen bzw. Deutschen die Rede sein kann. Wichtig ist auch, dass dieses „Weiß-Sein“ vor allem „privilegiert sein“ bedeutet. Weiße Menschen können sich von öffentlichen Diskussionen über Rassismus zurückziehen und sagen, dass es sie nicht interessiert. Doch Menschen, die nicht als weiß gelesen werden, haben dieses Privileg nicht“, so die Verantwortlichen. Zuletzt wurde darüber geredet, welche Bedeutung das Wort „Migrationshintergrund“ in der Schule habe und was es mit Betroffenen mache, wenn dieser ständig im Vordergrund stehe. „Wir danken der PfD Herne für die Organisation, Karim Fereidooni für den informativen Workshop und den Teilnehmenden für den regen Austausch", so die Verantwortlichen abschließend.

Kultur in Herne

Herr Rössler und sein Tiffany Ensemble

Jochen Malmsheimer: Jauchzet, Frohlocket!

Jochen Malmsheimer.

In das Kulturzentrum lädt Jochen Malmsheimer am Mittwoch, 30. November 2022, um 20 Uhr ein. Gemeinsam mit Herrn Rössler und seinem Tiffany rät er: Jauchzet, Frohlocket! Bei diesem vorweihnachtlichen Adventssingen predigt Jochen Malmsheimer und es lobpreisen: Herr Rössler und sein Tiffany-Ensemble. „Jauchzet, Frohlocket“ ist ein halbkonzertanter Spaß für Liebhaber beißender Pointen, die Jochen Malmsheimer seinem Publikum gnadenlos entgegen schmettert. Anhand der großen „B“ wie Basteln, Backen, Bescherung und Bamilie modelliert Malmsheimer die weltlichen Aspekte dieses deutschesten aller Zentralfeste ein wenig heraus, auf dass man gestärkt in die Feiertage gehe und allenthalben Freude sei und den Menschen ein Wohlgefallen. Halleluja! Doch auch für zarten Schmelz und die eine oder andere Weihnachtsüberraschung der besonderen musikalischen Art ist gesorgt: Uwe Rössler und sein unvergleichliches Tiffany Ensemble, eines der originellsten, lebendigsten und sympathischsten Salonmusik-Ensembles in Deutschland, begeistern mit einer musikalischen Schlittenfahrt von Bach bis Crosby. Gemeinsam gehen also Jochen Malmsheimer und das Tiffany-Ensemble auf die Suche nach den schönen Momenten in den Weihnachtstagen. Denn die muss es geben. Irgendwo da draußen. Amen. Hier geht es zum Kauf der Karten über eventim. Die Karten kosten bei freier Platzwahl - 18 Euro zzgl. Vorverkaufs-Gebühren. Ansonsten bekommt man die Karten an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Sport in Herne

HEV verliert verdient mit 1:5 in Hamm

Individuelle Fehler sorgen für Niederlage

Dennis Swinnen und der HEV erwischten in Hamm keinen guten Tag und verloren verdient mit 1:5.

Der Herner EV hat am Sonntag (27.11.2022) das Auswärtsspiel bei den Hammer Eisbären verdient mit 1:5 (1:2/0:2/0:1) verloren. Dabei begann die Partie für die Mannschaft von Tobias Stolikowski komplett nach Plan. Direkt das erste Überzahlspiel nutzte Kapitän Michel Ackers zur Herner Führung. Nils Liesegang legte den Puck auf, Ackers hämmerte die Scheibe zum 0:1 ins Tor. Doch auch Hamm konnte direkt die erste Möglichkeit in Überzahl nutzen. Michal Spacek traf mit einem Schuss von der blauen Linie genau unter die Latte. Vier Minuten vor Drittelende spielte Kyle Brothers einen guten Pass auf Christopher Schutz und der Hammer Topscorer nutze den Nachschuss zur 2:1-Pausenführung. Im zweiten Abschnitt war es zu Beginn ein offenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten, doch die starken Keeper Sebastian Wieber und Björn Linda waren lange nicht zu überwinden. In eigener Überzahl, nach Strafe gegen Emil Lessard-Aydin, traf Hamm dann zum 3:1. Erst konnte Björn Linda noch abwehren, Elvijs Biezais schlug vor dem eigenen Tor über die Scheibe und Daniel Reichert musste nur noch „Danke“ sagen. Zwei Minuten später war es dann Eisbären-Kapitän Kevin Lavallee, der einen Puckverlust des HEV nutze, um den vierten Treffer in eigener Unterzahl zu erzielen. Zweieinhalb Minuten waren im Schlussdrittel erst gespielt, als der ehemalige HEV-Akteur Artur Tegkaev mit dem fünften Treffer der Gastgeber bereits alles klarmachte. Herne kam zwar immer noch mal zu kleineren Chancen, aber ein weiteres Tor fiel nicht mehr. „Das war eine absolut verdiente Niederlage. Im zweiten Abschnitt hatten wir keinen Zugriff und waren immer zu weit weg von den Gegenspielern. In der neutralen Zone gab es zu viele Lücken“, bilanzierte Tobias Stolikowski die Niederlage, die auf Grund der Punktverluste der Konkurrenten im Kampf um die direkten Playoff-Plätze noch ärgerlicher war. Bereits am Dienstagabend, 29. November 2022, können die Miners aber Wiedergutmachung betreiben. Dann ist der Tabellenfünfte zu Gast in der Kartoffelhalle bei den TecArt Black Dragons aus Erfurt. Bully in Thüringen ist um 20 Uhr. Am kommenden Wochenende erwartet der HEV am Freitagabend, 2. Dezember 2022 um 20 Uhr den EV Duisburg zum kleinen „Ruhrpott-Derby“ in der Hannibal-Arena. Am Sonntag, 4. Dezember 2022, geht es um 17.15 Uhr zum Krefelder EV.

Traueranzeigen

Traueranzeige 832
Traueranzeige 831
Traueranzeige 830
Traueranzeige 829
Traueranzeige 828
Traueranzeige 827
Traueranzeige 826
Traueranzeige 825

Die Veröffentlichung der Traueranzeigen ist ein Service der Herner Bestatter und der halloherne UG. Sie ist kostenlos für die Angehörigen.

Weitere Traueranzeigen und Informationen rund um die Themen Trauer und Bestattung finden Sie auf der Trauerseite ...

Jetzt zur Trauerseite