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Heute

Spielwahnsinn startet am 1. Mai, halloherne verlost Karten

Es wird wieder gespielt in Herne

Thomas Moder (li.) und Susanne Klaus vom Spielezentrum freuen sich auf den Spielewahnsinn 2026. Er findet statt von Freitag bis Sonntag, 1. bis 3. Mai 2026, wie immer im Herner Kulturzentrum.

Hernes legendäres Spielefestival „Spielewahnsinn“ kehrt mit seiner 43. Auflage von Freitag bis Sonntag, 1. bis 3. Mai 2026, zurück ins Kulturzentrum Herne. Rund 50 Ausstellende präsentieren spannende Spieleneuheiten und weitere interessante Angebote. Alle jungen Gäste bis 18 Jahre haben freien Eintritt. In diesem Jahr sind natürlich neben den großen Verlagen auch kleinere Verlage und kreative Spieleautoren am Start. So ist beispielsweise ein 82-jähriger Herner Spieleentwickler und mit dem Spiel Könige der Katakomben gleich ehemalige Jugendliche des Spielezentrums mit dabei. „Es freut uns, dass sie ihre Spielfreude nicht verloren haben und jetzt erstmalig beim Spielwahnsinn dabei sind“, freut sich Susanne Klaus vom Spielezentrum. Das Spiel wird in einer Auflage von 100 Stück von Spielezentrum herausgegeben und kostet 20 Euro. Das Layout und die Spielfiguren seien eine Mischung aus „80er-Jahre und Minecraft“, erklärt Thomas Moder, Leiter des Spielezentrums. In diesem Jahr sind auch wieder rund 300 Neuheiten bei der Messe vertreten. Da sich die Veranstaltung aber auch an Familien richtet, kommen auch die kleinen Besucher nicht zu kurz. Natürlich ist der Spielebus vor Ort. Außerdem gibt es für die Kinder einen Fahrzeugparcours, eine Hüpfburg sowie weitere Kreativangebote. Im Untergeschoss des Kulturzentrums finden erneut Turniere statt, bei denen Teilnehmer in Spielen wie Memory, Tischfußball und Catan ihr Können unter Beweis stellen können. Das Finale der Deutschen Carcassonne-Meisterschaft wird am Samstag, 2. Mai 2026, wieder im Stadtteilzentrum H2Ö, Hölkeskampring 2, von 10 bis 19 Uhr ausgetragen. Wichtig zu beachten ist allerdings, dass die Spieliothek wieder in die oberen Räume des Kulturzentrums zieht. Die beleuchteten Regale, die sich zwei studentische Mitarbeitende im vergangenen Jahr ausgedacht haben, bleiben aber erhalten. Sie waren für die Besucher im vergangenen Jahr ein wahrer Eye-Catcher. In diesem Jahr gibt es auch wieder Cosplayer. Bis zu 20 Darsteller wollen die Besucher mit Marvel-Helden wie Captain America oder Disney-Prinzessinnen in originalgetreuen Kostümen verzaubern. Die Öffnungszeiten sind wie folgt: Am Freitag ist von 14 bis 19 Uhr geöffnet, am Samstag von 10 bis 19 Uhr und am Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Die Tageskarte kostet sechs Euro für Erwachsene und drei Euro für ermäßigungsberechtigte Personen. Für eine Dauerkarte zahlen Erwachsene zehn Euro, während ermäßigte Karten fünf Euro kosten. Aber auch halloherne-Leser können an Karten kommen. Wir verlosen 4x3 Freikarten. Wer gewinnen möchte, schickt bitte eine E-Mail mit Namen und Adresse sowie den Betreff Spielewahnsinn an gewinnen@halloherne.de. Einsendeschluss ist Montag, 27. April 2026, 12 Uhr. Ferner geben Thomas Moder und Susanne Klaus auch schon einen kleinen Vorgeschmack auf ein weiteres Termin-Highlight. Von Donnerstag bis Sonntag, 4. bis 7. Juni 2026, findet im Spielezentrum die 1. Deutsche Terraforming Mars Meisterschaft, organisiert vom Schwerkraft Verlag und dem Spielezentrum Herne, statt. Hier können insgesamt 300 Personen teilnehmen. Die Startgebühr beträgt 20 Euro und die Vorentscheide am Freitag und Samstag sind bereits ausgebucht. „Es ist jetzt erstmal ein Testballon, aber wir freuen uns, dass wir die Meisterschaft in diesem Jahr ausrichten können“, macht Thomas Moder deutlich. Aber nun stehe erst einmal der Spielewahnsinn an.

10 Uhr

Pflanzfest der Gärtnerei Maylahn

Die Gärtnerei Maylahn lädt zum Pflanzfest ein.

Die Gärtnerei Maylahn an der Jauerstraße lädt am zweiten Maitag, Samstag, 2. Mai 2026, zu ihrem großen Pflanzfest ein. Da der Winter vorbei ist, freuen sich die Blumenkästen auf den Fensterbänken, Balkonen, Terrassen und auch die Gärten nach einer neuen Bepflanzung. In der Zeit von 11 bis 16 Uhr haben die Besucher die große Auswahl an frischen Pflanznen. Das Team der Gärtnerei Maylahn bietet dies in Hülle und Fülle und lädt zu ihrem jährlichen Pflanzfest ein, sich mit der bunten Pracht einzudecken. Neben den unterschiedlichsten Pflanzen werden die Besucher auch mit Waffeln und Bratwurst versorgt. Dafür sorgt das Team der Kita Löwenherz von der Wiescherstraße. Diese Einnahmen kommen der Kita direkt zugute. Es ist für die Kinder, die sich ein neues Spielhaus wünschen.

11 Uhr

Installation 'Schwarzkaue/Weißkaue' zu sehen

Gereon Krebber in der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3

Keramische Kugeln im Außenraum der Künstlerzeche Unser Fritz erinnern an fragile Schneefragmente - sie sind Teil der Ausstellung und Installation "Schwarzkaue/Weißkaue" von Gereon Krebber.

Gereon Krebber, seit 2012 Professor für Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf, stellt eine raumgreifende Installation ins Kauengebäude der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3 und greift unter dem Titel „Schwarzkaue/Weißkaue“ am historischen Ort in Unser Fritz die historische Funktion der Kauen als Umkleideräume im Bergbau auf und verschiebt deren ursprüngliche Ordnung: Schwarz und Weiß, Arbeit und Alltag, werden räumlich vertauscht. Die von Danuta Karsten und Florian Kunath kuratierte Ausstellung wird am Samstag, 25. April 2026, um 17 Uhr in der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3 eröffnet. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des Fördervereins, Jürgen Hausmann, führt Georg Elben, Direktor des Skulpturenmuseums Marl, in Leben und Werk des Bildhauers ein. Nach einem Studium generale am Leibniz-Kolleg in Tübingen wechselte Gereon Krebber von 1994 bis 2000 an der Düsseldorfer Kunstakademie als Schüler von Tony Cragg und Hubert Kiecol. Anschließend setzte er seine Ausbildung mit einem Bildhauer-Studium am Royal College of Art in London fort. Krebber, der in Köln lebt und arbeitet, zählt längst zu den profilierten Bildhauern seiner Generation. Seine Arbeiten sind national und international in Ausstellungen und Sammlungen vertreten. Der gebürtige Oberhausener des Jahrgangs 1973 hat bereits in Herne ausgestellt, im Rahmen des Kultur-Hauptstadtjahres zusammen mit Luka Fineisen „Wasserspiegel“ in den Flottmann-Hallen als Auftakt der Ausstellungsreihe „liquid area“ (Flüssigkeitsbereich) der Ruhr.2010. Mit der Ausstellung „Schwarzkaue/Weißkaue“ entwickelt Gereon Krebber nun auf Unser Fritz eine ortsspezifische Installation, die direkt aus der Geschichte der ehemaligen Zeche heraus gedacht ist. Ausgangspunkt sind die sogenannten Kauen – die Umkleideräume der Bergleute, in denen zwischen Arbeits- und Alltagskleidung getrennt wurde. Krebber greift diese Struktur auf und kehrt sie bewusst um: Schwarz und Weiß, Arbeit und Alltag, verschieben ihre Plätze. In der Weißkaue breitet sich eine große, kohlenschwarze Formation aus verbranntem Holz aus, verschachtelt und beinahe labyrinthisch. In der Schwarzkaue hingegen hängt ein heller, unregelmäßig gesägter Körper aus Styropor und Wachs, leicht geneigt und in Bewegung. Diese Gegenüberstellung bildet den Kern der Ausstellung. Ergänzt wird sie durch eine Reihe eigenwilliger plastischer Arbeiten: farbig gesprenkelte, quallenartige Keramiken an den Wänden, ein grünlich schimmernder, von wurmartigen Strukturen überzogener Körper aus Bauschaum sowie keramische Kugeln im Außenraum, die an fragile Schneefragmente erinnern. Zwischen diesen Elementen entsteht ein irritierendes, zugleich spielerisches Szenario, das sich jeder eindeutigen Lesart entzieht. Inhaltlich verbindet die Ausstellung zwei zentrale Traditionslinien des Ruhrgebiets: Bergbau und Keramik. Ohne die materiellen und infrastrukturellen Voraussetzungen des Bergbaus wäre keramische Produktion in dieser Form nicht denkbar gewesen. Krebber nimmt diese historische Verbindung nicht illustrativ auf, sondern überführt sie in eine eigenständige, zeitgenössische Formensprache. Fragen von Material, Transformation und – unterschwellig – auch von Klima und Vergänglichkeit werden dabei mit verhandelt. Die Ausstellung „Schwarzkaue/Weißkaue“ ist im Anschluss an die Vernissage noch bis Sonntag, 17. Mai 2026 in der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3, Zur Künstlerzeche 10 in 44653 Herne bei freiem Eintritt zu sehen: Mittwochs und samstags jeweils zwischen 15 und 18 Uhr sowie sonntags von 14 bis 17 Uhr. Zum Rahmenprogramm gehören das Künstlercafé auf Unser Fritz am Samstag, 2. Mai 2026 von 14:30 bis 16:30 Uhr sowie der gemütliche Feierabend-Plausch „Schichtwechsel“ am Freitag, 8. Mai 2026 von 18 bis 21 Uhr.

14:30 Uhr

„Ghost Me, If You Can“ am Musiktheater im Revier

Verirrt im virtuellen Raum

Die musikalische Stückentwicklung „Ghost Me, If You Can“ bringt ab 28. März 2026 die digitale Gegenwart als Abenteuerwelt auf die Bühne des Kleinen Hauses am Gelsenkirchener Kennedyplyatz.

In vielen Familien ist es ständig wiederkehrendes Thema: Eltern und Kinder am Küchentisch und zwischen ihnen blinkende Smartphones. Statt miteinander zu sprechen, wird übereinander gechattet. Haben wir verlernt, einander zuzuhören? Auf „Jetzt leg doch mal das Handy weg!“ folgt „Schnauz mich nicht an!“. Die musikalische Stückentwicklung „Ghost Me, If You Can“, die am Samstag, 28. März 2026, um 19 Uhr im Kleinen Haus des Gelsenkirchener Musiktheaters im Revier uraufgeführt wird, schleudert das Publikum direkt auf das familiäre Schlachtfeld des digitalen Generationenkonflikts. Doch als plötzlich ein Geist namens „Ghost“ auftaucht und Teenager und Elternteil direkt in das Innere ihrer Smartphones katapultiert werden, beginnt eine Abenteuerreise ins Unbekannte. Zwei Generationen irren durch das Internet: Während eine im Chaos aus Memes und Trends aufblüht, scheitert die andere am neuesten Windows-Update. Je tiefer sie in das digitale Inferno eintauchen, desto deutlicher werden die Abgründe. Ob die beiden es wohl schaffen werden, ihre Filterblasen zu durchbrechen, um wieder zueinander zu finden? Das Physical-Theatre-Kollektiv „sticky fragments“ aus dem Ruhrgebiet entwickelte die Pop-Oper gemeinsam mit Gelsenkirchener Schülern und Senioren des Workshops „Diskurs & Daddeln“ im MiR.LAB. Die Berliner Komponistin, Vokalistin, Performance- und Theatermusikerin Victoria Stellpflug schrieb neun Songs für Drum-Set, Sound-Station und Gesang, die „Ghost Me, If You Can“ zur unterhaltsamen Pop-Oper machen. In ihren Kompositionen verarbeitete sie Motive aus der „Fantasia in G-Dur“ der blinden Komponistin Maria Theresia Paradis (1759-1824), die im Stück auch eine Rolle als Vertraute von Ghost spielt. Das transdisziplinäre Physical-Theatre-Kollektiv „sticky fragments“ besteht aus Meret König, Valentin Schwerdfeger und Charlie Wyrsch. Es arbeitet in seinen Stückentwicklungen themenbezogen mit Fragmenten aus Bildender Kunst, Digitalität oder Biografien historischer Figuren und entwickelt in intensiver Recherche und Kollaboration mit Experten den Stücktext. Dabei verbessert die Dramaturgin Sabine Kuxdorf die Zugänglichkeit der Arbeiten für sehbehinderte, blinde wie sehende Menschen mit den Mitteln der kreativen Audiodeskription. Vor der Vorstellung findet für alle interessierten Besucher eine Tastführung auf der Bühne statt, ein detailgetreues Tastmodell des Bühnenbildes, Audioeinführung und Begleitservice zur Spielstätte ergänzen den barrierearmen Zugang. Mit dieser Produktion erprobt das Musiktheater im Revier, das mit der „Hör.Oper“ seit über fünfzehn Jahren Maßstäbe setzt, neue Möglichkeiten, Barrieren zu reduzieren. Die weiteren Termine nach der Uraufführung am 28. März im Kleinen Haus des MiR: Karten ab 16 Euro unter musiktheater-im-revier.de sowie an der Theaterkasse unter Tel 0209 – 40 97 200.

19 Uhr

Vierte und letzte Brücke muss weichen

A43: Vollsperrung wegen Brückenabriss

Die A43 wird zwischen dem Kreuz Recklinghausen und Bochum-Riemke vollgesperrt: Der Grund dafür ist der Abriss der vierten und letzten Brücke im Kreuz Herne (Archivbild).

Im Kreuz Herne erneuert die Autobahn Westfalen vier Brücken. Für den Abriss der vierten und letzten Brücke muss die A43 gesperrt werden, zwischen dem Kreuz Recklinghausen und Bochum-Riemke in beiden Fahrtrichtungen, von Donnerstag, 30. April, ab 21 Uhr bis Sonntag, 3. Mai 2026, um 5 Uhr. Der Verkehr wird über die A40, die A45 und die A2 umgeleitet. Der Verkehr auf der A42 ist nicht betroffen, er wird an der Baustelle vorbeigeführt. Für den Neubau der Brücken im Kreuz Herne nutzt die Autobahn Westfalen eine innovative Schnellbauweise, bei der große Teile des Bauwerks bereits vor dem Transport zur Baustelle vorgefertigt werden. So wurde die erste Brücke im Kreuz im Zeitraum Mai bis August 2025 abgerissen, neu gebaut und wieder unter Verkehr genommen. Nach Abschluss der Brückenneubauten stehen im Kreuz noch Arbeiten an den Verbindungsfahrbahnen an. Der Neubau des Kreuzes Herne ist eines der wichtigsten Projekte im Rahmen des sechsstreifigen Ausbaus der A43 zwischen Marl und Witten. Viele verschiedene Rahmenfaktoren – von Bahnstrecken über städtische Straßen bis hin zu Stromleitungen – machen den Neubau zu einer spannenden Herausforderung für die Ingenieurinnen und Ingenieure der Autobahn Westfalen.

seit 30. April

Sonntag, 3. Mai

Geführte Radtour des ADFC mit Ritter Schröder

'100 Jahre Wanne-Eickel – wo war mal was'

Horst Schröder gibt bei dieser Sonntags-Tour Wanner Geschichten zum Besten.

Der ADFC Herne bietet am Sonntag, 3. Mai 2026, in Kooperation mit Horst Schröder von den Wanner Mondrittern eine geführte Thementour durch Wanne an. Anlass ist das 100-jährige Jubiläum der Stadt Wanne-Eickel. Los geht es um 11 Uhr am Buschmanns Hof in Wanne-Mitte, hier wird die Tour auch gegen 18 Uhr enden. Auf dieser Thementour steht die Information über bekannte und unbekannte Orte in Wanne im Vordergrund. Mit dem Fahrrad geht zügig von einem Stopp zum nächsten. An jedem Halt wird Horst Schröder Geschichten und Anekdoten über den jeweiligen Ort erzählen. Der erste Teil der Tour führt zuerst zum Mondpalast und zur Zeche Pluto-Wilhelm, dann weiter entlang der Erzbahntrasse zur Fleuthebrücke und durch das Resser Wäldchen. Nach der Überquerung des Kanals an der Künstlerzeche Unser-Fritz und einem Stopp am Malakowturm ist eine längere Mittagspause am Gleiscafe „Fritzchen“ geplant. Im zweiten Teil der Tour stehen der Cranger Kirmesplatz und Altcrange auf dem Programm, anschließend zum Emscherpferd. Durch den Florapark geht es dann zurück vorbei am Rathaus zum Ausgangspunkt. Die leichte, auch für ungeübte Radler zu bewältigende Tour mit einer Länge von ca. 16 Kilometern ist weitgehend flach. Die durchschnittliche Geschwindigkeit beträgt ca. 12 km/h. Eine Anmeldung über das Tourenportal der ADFC Herne ist erforderlich. Anmeldeschluss ist am Samstag, 2. Mai 2026 um 16 Uhr. Die Teilnehmeranzahl ist auf 15 begrenzt! Für ADFC - Mitglieder ist die Teilnahme kostenlos, Nicht-Mitglieder zahlen einen Betrag von 3 Euro.

10 Uhr

Spielwahnsinn startet am 1. Mai, halloherne verlost Karten

Es wird wieder gespielt in Herne

Thomas Moder (li.) und Susanne Klaus vom Spielezentrum freuen sich auf den Spielewahnsinn 2026. Er findet statt von Freitag bis Sonntag, 1. bis 3. Mai 2026, wie immer im Herner Kulturzentrum.

Hernes legendäres Spielefestival „Spielewahnsinn“ kehrt mit seiner 43. Auflage von Freitag bis Sonntag, 1. bis 3. Mai 2026, zurück ins Kulturzentrum Herne. Rund 50 Ausstellende präsentieren spannende Spieleneuheiten und weitere interessante Angebote. Alle jungen Gäste bis 18 Jahre haben freien Eintritt. In diesem Jahr sind natürlich neben den großen Verlagen auch kleinere Verlage und kreative Spieleautoren am Start. So ist beispielsweise ein 82-jähriger Herner Spieleentwickler und mit dem Spiel Könige der Katakomben gleich ehemalige Jugendliche des Spielezentrums mit dabei. „Es freut uns, dass sie ihre Spielfreude nicht verloren haben und jetzt erstmalig beim Spielwahnsinn dabei sind“, freut sich Susanne Klaus vom Spielezentrum. Das Spiel wird in einer Auflage von 100 Stück von Spielezentrum herausgegeben und kostet 20 Euro. Das Layout und die Spielfiguren seien eine Mischung aus „80er-Jahre und Minecraft“, erklärt Thomas Moder, Leiter des Spielezentrums. In diesem Jahr sind auch wieder rund 300 Neuheiten bei der Messe vertreten. Da sich die Veranstaltung aber auch an Familien richtet, kommen auch die kleinen Besucher nicht zu kurz. Natürlich ist der Spielebus vor Ort. Außerdem gibt es für die Kinder einen Fahrzeugparcours, eine Hüpfburg sowie weitere Kreativangebote. Im Untergeschoss des Kulturzentrums finden erneut Turniere statt, bei denen Teilnehmer in Spielen wie Memory, Tischfußball und Catan ihr Können unter Beweis stellen können. Das Finale der Deutschen Carcassonne-Meisterschaft wird am Samstag, 2. Mai 2026, wieder im Stadtteilzentrum H2Ö, Hölkeskampring 2, von 10 bis 19 Uhr ausgetragen. Wichtig zu beachten ist allerdings, dass die Spieliothek wieder in die oberen Räume des Kulturzentrums zieht. Die beleuchteten Regale, die sich zwei studentische Mitarbeitende im vergangenen Jahr ausgedacht haben, bleiben aber erhalten. Sie waren für die Besucher im vergangenen Jahr ein wahrer Eye-Catcher. In diesem Jahr gibt es auch wieder Cosplayer. Bis zu 20 Darsteller wollen die Besucher mit Marvel-Helden wie Captain America oder Disney-Prinzessinnen in originalgetreuen Kostümen verzaubern. Die Öffnungszeiten sind wie folgt: Am Freitag ist von 14 bis 19 Uhr geöffnet, am Samstag von 10 bis 19 Uhr und am Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Die Tageskarte kostet sechs Euro für Erwachsene und drei Euro für ermäßigungsberechtigte Personen. Für eine Dauerkarte zahlen Erwachsene zehn Euro, während ermäßigte Karten fünf Euro kosten. Aber auch halloherne-Leser können an Karten kommen. Wir verlosen 4x3 Freikarten. Wer gewinnen möchte, schickt bitte eine E-Mail mit Namen und Adresse sowie den Betreff Spielewahnsinn an gewinnen@halloherne.de. Einsendeschluss ist Montag, 27. April 2026, 12 Uhr. Ferner geben Thomas Moder und Susanne Klaus auch schon einen kleinen Vorgeschmack auf ein weiteres Termin-Highlight. Von Donnerstag bis Sonntag, 4. bis 7. Juni 2026, findet im Spielezentrum die 1. Deutsche Terraforming Mars Meisterschaft, organisiert vom Schwerkraft Verlag und dem Spielezentrum Herne, statt. Hier können insgesamt 300 Personen teilnehmen. Die Startgebühr beträgt 20 Euro und die Vorentscheide am Freitag und Samstag sind bereits ausgebucht. „Es ist jetzt erstmal ein Testballon, aber wir freuen uns, dass wir die Meisterschaft in diesem Jahr ausrichten können“, macht Thomas Moder deutlich. Aber nun stehe erst einmal der Spielewahnsinn an.

10 Uhr

Showeinblicke, Palasteindrücke und mehr im Gysenberg

Revuepalast lädt zum Tag der offenen Tür

Der Revuepalast Herne feiert mit Travestie-Ikone Jennifer Berlin und der Show „Like A Phoenix“ zum Tag der offenen Tür am Sonntag, 3. Mai 2026.

Bühne frei für einen besonderen Blick hinter die Kulissen. Der neue RevuePalast Ruhr (halloherne berichtete) lädt am Sonntag, 3. Mai 2026, erstmals zu einem Tag der offenen Tür ein. Von 11 bis 15 Uhr haben Gäste die Gelegenheit, das neue Showtheater im Herner Gysenberg ganz entspannt kennenzulernen, einen Blick in das Haus zu werfen und echte Palastluft zu schnuppern. Der Tag der offenen Tür findet parallel zum großen Flohmarkt im Gysenberg-Park statt und bietet damit die perfekte Gelegenheit für einen zusätzlichen Abstecher in den neuen Unterhaltungstempel. Besucher können das Foyer, den Saal und das besondere Ambiente des Hauses entdecken. Wer dann Lust auf mehr bekommen hat, kann sich vor Ort direkt attraktive 2:1-Gutscheine sichern. Sowohl für den RevuePalast Ruhr, aber auch für den Mondpalast von Wanne-Eickel, den zweiten Palast unter Marvin Boettchers Führung. „Wir freuen uns sehr auf unseren ersten Tag der offenen Tür in unserem neuen Zuhause. Viele Menschen kennen den RevuePalast Ruhr noch aus Herten oder haben schon von unserem Neustart im Gysenberg gehört. Jetzt ist die beste Gelegenheit, unsere neue Heimat ganz unkompliziert kennenzulernen“, so der Palastdirektor. Der Eintritt am Sonntag, 3. Mai, ist natürlich frei.

11 Uhr

Veranstaltung im Bergbau-Museum

'Triff den Bergmann'

An verschiedenen Stationen im Anschauungsbergwerk treffen Besuchende am Sonntag, 3. Mai 2026, zwischen 11 und 15 Uhr auf ehemalige Bergleute (Symbolbild).

An verschiedenen Stationen im Anschauungsbergwerk treffen Besuchende am Sonntag, 3. Mai 2026, zwischen 11 und 15 Uhr auf ehemalige Bergleute, die hautnah und authentisch spannende Geschichten von unter Tage erzählen. Fragen stellen ist ausdrücklich erwünscht Kosten sind im Museumseintritt enthalten. Eine Anmeldung nicht erforderlich

11 Uhr

Spielfilm 'Father Mother Sister Brother'

Jim Jarmusch im VHS-Filmforum

Lilith (Vicky Krieps) und ihre ältere Schwester Timothea (Cate Blanchett) beim alljährlichen Kaffeekränzchen im Haus ihrer dominanten Mutter (Charlotte Rampling, hinten) in Dublin.

„Father Mother Sister Brother“ ist ein zu Beginn in Farb- und Formsprache experimenteller, bald jedoch realistischer Spielfilm, der jedoch immer wieder von distanzierenden, im Brechtschen Sinn verfremdeten Szenen unterbrochen wird. Jim Jarmuschs als Triptychon komponierten drei Geschichten kreisen um die teils distanzierten Beziehungen erwachsener Kinder zu ihren Eltern und untereinander. Jedes der drei Kapitel spielt in der Gegenwart, jedes in einem anderen Land: Father ist im Nordosten der USA angesiedelt, Mother im irischen Dublin und Sister Brother in Paris. Im ersten Teil, Father, besuchen die Geschwister Jeff (Adam Driver) und Emily (Mayim Bialik) erstmals seit zwei Jahren ihren Vater (Tom Waits), der in einer abgelegenen, verschneiten Hütte an einem See in New Jersey wohnt und nach dem Tod seiner Gattin versucht, allein über die Runden zu kommen. Er versichert, dass mit ihm alles in Ordnung ist, dabei bemerken seine Kinder, die ihm vorsichtshalber Essen mitgebracht haben, schon die Verwahrlosung ihres so eigenwilligen wie verletzlichen Vaters in der nicht nur unaufgeräumten, sondern geradezu heruntergekommen Wohnung. Wer über keine Gemeinsamkeiten oder wenigstens Erinnerungen an gemeinsame Erlebnisse verfügt, hat sich außer Höflichkeitsfloskeln wenig zu sagen. Jeff und Emily aber müssen sich über ihre Zukunft und die ihres Vaters, der immer neue Projekte im Kopf hat, aber wohl über keine Sozialversicherung verfügt, ernstlich Gedanken machen. Was Emily nicht weiß: Ihr Bruder hat dem Vater immer wieder finanziell ausgeholfen. Und dann bemerken sie die echte Rolex am Arm ihres Vaters – und, nun stutzig geworden, wenig später auch einen schicken, unter einer Plane im Schuppen verdeckten „Zweitwagen“… Obwohl sie in derselben Stadt wohnen, steht im zweiten Teil, Mutter, für die Schwestern Timothea (Cate Blanchett) und Lilith (Vicky Krieps) der alljährliche Pflichtbesuch bei ihrer herrischen Mutter (Charlotte Rampling), einer renommierten Romanautorin, an. Während Erstere, eine konservativ eingestellte und entsprechend konventionell gekleidete, offenbar arrivierte aber sehr nervöse Frau, eine Autopanne hat und etwa eine Stunde zu spät ankommt, trudelt ihre jüngere, unkonventionell-flippige Schwester noch später ein. Sie lässt sich von einer Punklady ins gutbürgerliche Dubliner Stadtviertel kutschieren, mit der sie offenbar liiert ist, diese aber als Uber-Fahrerin ausgibt. Timothea und Lilith sind von der Dominanz ihrer erfolgsverwöhnten Mutter, die plakativ den Prospekt ihres Verlags in Sichtweite platziert hat, bei ihrer Ankunft jedoch gerade mit ihrer Psychiaterin telefoniert, so eingeschüchtert, dass sie den servierten Tee und die süßen Leckereien nicht wirklich genießen können. Die Unterhaltung, wenn der jährliche Rapport der Töchter überhaupt so genannt werden kann, erschöpft sich in nichtssagender Konversation voller gegenseitiger Komplimente, bei der die Mutter nichts von sich und ihrem Leben preisgibt. Während Timothea distanziert bleibt, buhlt Lilith, die wohl nicht zufällig eine Rolex-Imitation am Handgelenk trägt, um die Anerkennung ihrer Mutter, weshalb sie sehr darum bemüht ist, sich selbst in ein möglichst positives Licht zu rücken – und tunlichst ihre Freundin Jeanette (Sarah Greene) verschweigt. Die Zwillinge Skye (Indya Moore) und Billy (Luka Sabbat) haben bei einem Flugzeugunglück in den Azoren, bei dem ihr Vater am Steuer saß, ihre Eltern verloren. Sie kommen nun in der Seinemetropole zusammen, um das traumhaft mitten in der City gelegene elterliche Appartement mit Kamin und Balkon zu räumen. In unmittelbarer Nähe werden vor einem Club Drogen vertickt, von denen Erstere aber ‘runtergekommen ist: „Das Leben ist schon abgefahren genug für mich.“ In der bis auf Umzugskisten und die Küchenzeile leergeräumten Altbau-Wohnung schauen sich die beiden alte Fotos an, schwelgen in eigenen Erinnerungen, werden sich aber gleichzeitig bewusst, wie wenig sie über das vergangene Leben ihrer Eltern tatsächlich wissen. Erinnerungsstücke werden aufgeteilt, Billy erhält die Rolex des Vaters, Skye die Sonnenbrille der Mutter. Schließlich möchte Madame Gautier (Françoise Lebrun) noch die ausstehenden drei Monatsmieten kassieren. „Father Mother Sister Brother“ ist eine 110-minütige dreiteilige Charakterstudie, ruhig, beobachtend und ohne Wertung – und zugleich eine (Tragi-) Komödie, durchzogen von feinen Fäden der Melancholie. Die realistische Handlung wird immer wieder unterbrochen durch surreal anmutende Szenen, die mit ihr unmittelbar nichts zu tun haben: Junge Skateborder rasen auf einer abschüssigen Landstraße im ersten, kreuzen bei der Pannenhilfe auf im zweiten und fahren im dritten Teil am Pigalle Country Club vorbei, offenbar einem Umschlagplatz für Drogen aller Art. Sodass man neben der stets präsenten Wasser-Metapher, bei der u.a. die Frage gestellt wird, ob man bei einem gesellschaftlichen Ereignis überhaupt mit Mineralwasser anstoßen kann, und der Luxusuhr schon von einem dritten Roten Faden sprechen kann. In seinem nunmehr 14. Spielfilm lässt die 73-jährige US-amerikanische Regie-Ikone Jim Jarmusch den hochkarätigen Cast die Untiefen familiärer Beziehungen ausloten. „Father Mother Sister Brother“ wurde von November 2023 bis Juni 2024 in Paris, Dublin und West Milford (New Jersey) gedreht. Nach der Uraufführung am 31. August 2025 bei den 82. Filmfestspielen von Venedig gabs den Goldenen Löwen als Bester Film, Kinostart war der 26. Februar 2026. „Father Mother Sister Brother“ läuft im Rahmen des VHS-Filmforums dreimal in der Filmwelt Herne: Am Sonntag, 3. Mai 2026, um 12.30 Uhr, am Montag, 4. Mai 2026, um 20.15 Uhr sowie am Mittwoch, 6. Mai 2026, um 17.30 Uhr.

12:30 Uhr

Programm im zweiten Quartal 2026

vhs-Filmforum zeigt internationale Filmkunst

Internationale Filmkunst im vhs-Filmforum.

Mit dem Überraschungserfolg „Rental Family“ beginnt am Sonntag, 19. April 2026, das zweite Quartalsprogramm des Filmforums der vhs Herne. Erzählt wird die Geschichte eines amerikanischen Schauspielers, der bei einer japanischen Agentur als „Onkel auf Zeit“ gebucht werden kann. Alle Filme laufen wie gewohnt jeweils sonntags um 12:30 Uhr, montags um 20:15 Uhr und mittwochs um 17:30 Uhr in der Filmwelt Herne am Berliner Platz. Stets aktuelle Informationen zu Titeln und Terminen gibt es online unter vhs-herne.de und filmwelt-herne.de sowie im Programmflyer, der an vielen Stellen in der Stadt ausliegt und in den social media Kanälen. Das Thema „Familienverhältnisse“ zieht sich, rein zufällig, wie ein roter Faden durch diese aktuelle Auswahl internationaler Filmkunst, wenn auch nicht immer so unübersehbar, wie bei „Father Mother Sister Brother“ von Jim Jarmusch. Der Film des Kult-Regisseurs, der in Venedig mit dem Goldenen Löwen prämiert wurde, zählt zu den preisgekrönten Höhepunkten des neuen Programms. Ähnliches gilt für Chloé Zhaos „Hamnet“ (Oscar für die Beste Hauptdarstellerin) und Richard Linklaters „Nouvelle Vague“, der mit vier „Césars“ ausgezeichnet wurde. Den Abschluss des Programms bildet Mitte Juni der Film „Rose“, dessen Hauptdarstellerin Sandra Hüller bei der Berlinale den Silbernen Bären erhielt. Am Sonntag, 19., Montag, 20. und Mittwoch, 22. April 2026, wird der Film 'Rental Family' gezeigt. Regie: Hikari Darsteller: Brendan Fraser, Takehiro Hira, Mari Yamamoto, Akira Emoto, JAP/USA 2025, 103 Min. FSK 0 Weil ihm in der Heimat kein Erfolg beschieden ist, wandert der US-Schauspieler Philipp Vandarploeg nach Japan aus. Als auch hier, trotz seines kultverdächtigen Auftritts in einer Zahnpastawerbung, die Aufträge ausbleiben, heuert er widerwillig bei einer Agentur an, die falsche Familienmitglieder auf Zeit vermietet. Ab sofort spielt Philipp seine Rollen nicht mehr auf dem Bildschirm, sondern im wahren Leben. In einem Land, wo ein zumindest äußerlich perfektes Familienleben als Bedingung für gesellschaftlichen Erfolg gilt, geht ihm die Arbeit nicht mehr aus. So täuscht er als Bräutigam an der Seite einer 20 Jahre jüngeren Frau eine „ganz normale“ Hochzeit vor und setzt sich als Pseudo-Vater eines amerikanisch-japanischen Mädchens dafür ein, dass die 11-jährige Tochter an einer Eliteschule angenommen wird. Für „Philipp“, den Menschen hinter dem Schauspieler, wird es dabei immer schwieriger, die Grenzen zwischen Rolle und Realität zu bewahren. Am Sonntag, 26., Montag, 27. und Mittwoch, 29. April 2026, wird der Film „Hamnet“ gezeigt. Regie: Chloé Zhao Mit Jessie Buckley, Paul Mescal, Joe Alwyn, Emily Watson, Davis Wilmot, GB 2025, 125 Min. FSK 12. Das „Kind einer Waldhexe“, so wird Agnes von manchen Menschen im Stratford des späten 16. Jahrhunderts genannt. Auf den dort tätigen Lateinlehrer, der von seinen Schülern gelangweilt ist, hat diese junge Frau jedenfalls eine magische Anziehungskraft. William ist fasziniert von Agnes, vielleicht wegen ihrer Naturverbundenheit, die seiner Bildung und seinem literarischen Geist so entgegengesetzt ist. Trotz der Widerstände ihrer Elternhäuser heiraten sie, und schon bald werden die Kinder Susanna, Judith und Hamnet geboren. Doch der Ehe steht eine Zerreißprobe bevor: Die Pest wütet in England, und Hamnets früher Tod hinterlässt eine Wunde, die umso mehr schmerzt, als William kaum noch zuhause ist. Er, der schon immer mehr in seinem eigenen Kopf lebte, als auf der Erde, hält sich viel in London auf, wo seine Theaterstücke Erfolge feiern. Die Trauer über den Verlust bringt ihn dennoch fast um den Verstand. Der einzige Heilung versprechende Ausweg lautet: Schreiben. Am Sonntag, 3., Montag, 4. und Mittwoch, 6. Mai 2026, wird der Film „Father Mother Sister Brother“ gezeigt. Regie: Jim Jarmusch Mit Tom Waits, Adam Driver, Cate Blanchett, Vicky Krieps, Charlotte Rampling, USA/I/F/IRE 2025, 110 Min. (halloherne berichtete) Am Sonntag, 10., Montag, 11. und Mittwoch, 13. Mai 2026, wird der Film „Gelbe Briefe“ gezeigt (halloherne berichtete). Regie: Ilker Ҫatak Mit Özgü Naml, Tansu Biçer, Leyla Smyrna Cabas, Ipek Bilgin, D/TK/F 2026, 128 Min. FSK 12 . Das Ehepaar Derya und Aziz ist, gemeinsam mit der Teenager-Tochter Ezgi, in den intellektuellen Kreisen der türkischen Hauptstadt Ankara bestens etabliert. Die gefeierte Schauspielerin des Staatstheaters und der Autor und Universitätsdozent zählen zur Bildungselite ihres Landes, stehen politisch selbstverständlich links und äußern sich privat gerne kritisch gegenüber einer zunehmend autokratisch handelnden Regierung. Doch die politische Spaltung der Türkei, durch Terroranschläge, gewaltsame Proteste und dagegen aufgebotene Polizeitruppen, macht vor ihrer schicken Altbauwohnung nicht halt. Aziz verliert zunächst seinen Job an der Uni; dann wird sein Stück abgesetzt, in dem Derya die Hauptrolle spielt. Schon bald sieht sich die Familie gezwungen, zu Aziz‘ Mutter nach Istanbul zu ziehen. Auch an der Ehe gehen Geldsorgen, Platznot und Zukunftsängste nicht spurlos vorüber, zumal die Beiden unter äußerem Druck unterschiedliche Vorstellungen von einem Ausweg haben. Am Sonntag, 17., Montag, 18. und Mittwoch, 20. Mai 2026, wird der Film „The Testament of Ann Lee“ gezeigt. Regie: Mona Fastvold Mit Amanda Seyfried, Lewis Pullmann, Thomasin McKenzie, Matthew Beard, Christopher Abbott, GB 2025, 137 Min. FSK 12. Manchester 1736. Um dem tiefen Schmerz entgegenzuwirken, den der frühe Tod ihrer Kinder verursacht, gründet Ann Lee die utopisch-christliche Gemeinschaft der „Shaker“. Ausgelöst durch eine Vision von Adam und Eva im Garten Eden sieht die messianisch auftretende Frau die Gleichberechtigung der Geschlechter sowie harte, perfektionistische Arbeit und sexuelle Enthaltsamkeit als oberste Gebote. Die Nähe zu Gott soll nicht durch nüchterne Gebete, sondern durch ekstatische Tänze voller schüttelnder Körperbewegungen ausgelöst werden. In der Hoffnung auf religiöse Freiräume wandert die stetig wachsende Gemeinschaft nach New York aus. Doch auch dort gehören Ausgrenzung und Mißtrauen zum Alltag für diese von einer Frau angeführte Gruppierung, zumal Ann Lee auf die Neutralität der Shaker im Konflikt um die amerikanische Unabhängigkeit besteht. „The Testament of Ann Lee“ ist kein biederer Historienfilm, sondern genauso impulsiv und überraschend wie seine Hauptfigur. Am Sonntag, 31. Mai, Montag, 1. und Mittwoch, 3. Juni 2026, wird der Film 'Nouvelle Vague' gezeigt. Regie: Richard Linklater. Darsteller: Guillaume Marbeck, Zoey Deutch, Aubry Dullin, Adrien Rouyard, Antoine Besson, F/USA 2025, 106 Min. FSK 12 Paris 1959. Während der junge François Truffaut in Cannes Triumphe feiert, hat Jean-Luc Godard immer noch keinen Film realisiert. Dabei sieht sich der Kritiker der Szene-Zeitschrift „Cahiers du cinéma“ als das eigentliche Genie der neuen revolutionären Bewegung, die gerade dabei ist, das französische Kino auf den Kopf zu stellen. Doch der Weg zum Ruhm gestaltet sich beschwerlich für den eigenwilligen Intellektuellen, der sich nicht nur im Kino am liebsten allen geltenden Regeln widersetzen würde. Für seinen Debütfilm „Außer Atem“ verfügt Godard nur über wenig Geld und noch weniger Drehbuch. Seiner Überzeugung nach braucht man für einen Film aber auch nur „ein Mädchen und eine Knarre“. Neben dem unbekannten Jean-Paul Belmondo soll Hollywoodstar Jean Seberg die weibliche Hauptrolle spielen. Angesichts der Extravaganzen ihres Regisseurs, der schon mal den Kameramann in eine Kiste steckt, fühlt sich die charmante Darstellerin allerdings häufig wie im falschen Film. Am Sonntag, 7., Montag, 8. und Mittwoch, 10. Juni 2026, wird der Film „Vier minus Drei“ gezeigt (halloherne berichtete). Regie: Adrian Goiginger Mit Valerie Pachner, Robert Stadlober, Stefanie Reinsperger, Hanno Koffler, Ronald Zehrfeld, A/D 2026, 120 Min. FSK 12 Barbara und ihr Partner Heli führen mit ihren beiden Kindern Fini und Thimo ein glückliches und liebevolles Familienleben. Als professionelle Clowns nehmen sie das Leben nicht zu ernst und wissen, dass man auch über das lachen kann, was misslingt. Heli ist mit Leib und Seele Zirkusclown, bringt das große Publikum mit seiner Kunst zum Lachen. Barbara findet ihre Erfüllung im Kleinen und erhellt als Klinikclown den tristen Alltag kranker Kinder. Doch dann passiert das Unvorstellbare: Durch einen Verkehrsunfall verliert Barbara wie aus dem Nichts ihre Familie. Mit einem Schlag erscheint alles sinnlos und leer. Nur Erinnerungen sind noch da von dem gemeinsamen Weg, den sie mit Heli gegangen ist. Und nur noch Schmerz und Verzweiflung bleiben, wo alles voller Liebe war. Der Verlust lässt sie auch am Clownsein zweifeln. Doch Barbara will weiterleben. Mutig und unkonventionell sucht sie nach Wegen, mit der Trauer umzugehen – und mit dem Schicksal, noch am Leben zu sein Am Sonntag, 14., Montag, 15. und Mittwoch, 17. Juni 2026, wird der Film „Rose“ gezeigt. Regie: Markus Schleinzer. Darsteller: Sandra Hüller, Caro Braun, Marisa Growaldt, Godehard Giese, Robert Gwisdek, Maria Dragus, A/D 2026, 94 Min. FSK 12. In den Wirren des 30-jährigen Krieges erscheint ein mysteriöser Soldat in einem abgeschiedenen protestantischen Dorf im Harz. Wortkarg und schmal, das Gesicht durch eine Narbe entstellt, behauptet der Fremde, der rechtmäßige Erbe eines seit langem verlassenen Gutshofs zu sein. Zum großen Missfallen der Dorfgemeinschaft kann er auch ein Dokument vorlegen, das seinen Anspruch bestätigt. Über seine Herkunft oder seine Vorgeschichte in diesen Zeiten des Krieges hüllt er sich in Schweigen. Mit gutem Grund, denn der Fremde verbirgt ein Geheimnis. Doch sein Streben danach, anerkannt zu werden und hier sein Glück zu finden ist groß. Um dieses Ziel zu erreichen, schreckt er noch nicht einmal vor einer arrangierten Ehe mit Suzanna zurück, der Tochter eines Großbauern. Sie ist bereit, sein Geheimnis zu bewahren. Und als Suzanna von einem Unbekannten schwanger wird, glaubt Rose, so der wahre Name des Fremden, sich am Ziel ihrer Wünsche

12:30 Uhr

Familiensonntag zu Esskulturen im LWL-Museum

'Mit vollem Mund die Füße aufm Tisch'

Der Familiensonntag steht unter dem Motto: "Mit vollem Mund die Füße aufm Tisch".

Unter dem Motto „Mit vollem Mund die Füße aufm Tisch“ bietet das LWL-Museum für Archäologie und Kultur in Herne am Familiensonntag, 3. Mai 2026, um 13 Uhr und 15 Uhr ein kostenloses Kinderprogramm an. Während die jungen Besuchenden etwas über Esskulturen in aller Welt erfahren und an einem Servietten-Workshop teilnehmen, können Eltern und Erwachsene eine Führung durch die Ausstellungen genießen. Die Kosten für die öffentliche Führung betragen 2 Euro zzgl. Museumseintritt. Wie man sich zu Tisch richtig benimmt, hängt vor allem davon ab, wo und mit wem man isst. Die Teilnehmenden des Programms „Mit vollem Mund die Füße aufm Tisch“ gehen bei einer interaktiven Führung durch die aktuelle Sonderausstellung „Mahlzeit“ auf eine kleine Reise um die Welt und erfahren, wo ein „Bäuerchen“ zum guten Ton gehört und mit wem man besser nicht den Becher teilt. Wie es darüber hinaus gelingt, Eltern und Großeltern am Tisch zu beeindrucken, lernen Kinder im anschließenden Servietten-Workshop. Das Programm richtet sich an Kinder ab 8 Jahren und dauert 1,5 Stunden. Der Eintritt und die Teilnahme sind für Kinder bis einschließlich 17 Jahre kostenlos. Erwachsene zahlen nur den Museumseintritt. Für die öffentlichen Führungen durch die Dauer- und Sonderausstellung um 13 und 15 Uhr gilt zusätzlich für alle Teilnehmenden jeweils eine Gebühr von 2 Euro. Eine Anmeldung zum Familienprogramm „Mit vollem Mund die Füße aufm Tisch“ ist telefonisch unter 02323 94628-0 zu den Öffnungszeiten des Museums erforderlich. Die öffentliche Führung „gesucht. gefunden. ausgegraben.“ durch die Dauerausstellung steht am Familiensonntag um 13 Uhr auf dem Programm. Bei dem Rundgang folgen Besuchende in einer nachgestalteten Ausgrabung den Spuren der Menschen in Westfalen. Neben zahlreichen Funden erwartet sie beispielsweise der in Mitteleuropa einmalige Faustkeil aus Mammutknochen, der Schmuck der Damen von Ilse als eine der geheimnisvollsten Entdeckungen aus der Eisenzeit sowie das reich mit Beigaben ausgestattete Grab des Fürsten von Beckum. Am Familiensonntag im Mai beginnt um 15 Uhr die öffentliche Führung „Mahlzeit“ durch die gleichnamige Sonderausstellung. Gemeinsames Essen ist weit mehr als nur Nahrungsaufnahme. Ob beim königlichen Bankett, der einfachen Bauernmahlzeit, dem familiären Abendessen oder der gemeinsamen Mittagspause - überall offenbaren sich Fragen: Wer sitzt wo? Welche Rituale bestimmen das gemeinsame Mahl? Und was verrät das alles über Macht, Zugehörigkeit, gesellschaftlichen Wandel und vor allem Kultur? Von opulenten Festtafeln und rituellen Speisungen bis hin zu den Herausforderungen der Gegenwart - schnelle Snacks, digitale Ablenkung und der scheinbare Verlust gemeinsamer Rituale - zeigt diese Ausstellung, wie Essen seit Jahrtausenden als sozialer Klebstoff wirkt. Mit einem Blick auf mehr als 300 Exponate und Geschichten lädt „Mahlzeit!“ dazu ein, die kulturelle Dimension des Essens neu zu entdecken. Für die öffentlichen Führungen durch die Dauer- und Sonderausstellung (nicht die Kinderführung!) um 13 und 15 Uhr ist für alle Teilnehmenden jeweils eine Gebühr von 2 Euro plus Eintrittspreis zu bezahlen. Da die Plätze begrenzt sind, wird der Kauf eines Tickets im Online-Shop des Museums empfohlen.

13 Uhr

Familienprogramme, Lange Nacht der Mahlzeit und Extraschicht

Höhepunkte im LWL-Archäologiemuseum 2026

Das LWL Archäologiemuseum in Herne.

Auch im neuen Jahr steht das LWL-Museum für Archäologie und Kultur in Herne im Zeichen der Sonderausstellung „Mahlzeit! Wie Essen uns verbindet“, die noch bis zum 13. September in Herne zu sehen ist. Unter der neuen Leitung von Melanie Wunsch setzt das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) verstärkt auf familienfreundliche Angebote - mit einem großen Familienwochenende am 31. Januar und 1. Februar sowie dem Familiensonntag an jedem ersten Sonntag im Monat. Höhepunkte im Veranstaltungskalender sind außerdem die Lange Museumsnacht am 27. März unter dem Motto „Mahlzeit!“ und die Extraschicht am 27. Juni. Die Vortragsreihe zur aktuellen Sonderausstellung „Mahlzeit!“ beleuchtet das Thema aus Sicht von Experten unterschiedlicher Fachdisziplinen. Von der Soziologin über den Historiker und den Archäologen bis hin zum Kulturwissenschaftler mit Schwerpunkt Ernährungs- und Agrarforschung: Warum wird so viel über das Essen debattiert? Wie sah die Esskultur bei den Römern aus? Was sind Chancen und Risiken der Ernährung für die Zukunft? Diesen Fragen gehen Fachleute in Vorträgen live und im Internet über Stream auf den Grund. Am letzten Wochenende im Januar widmet sich das Museum an zwei Tagen dem Thema Essen im Mittelalter. Wie funktionierte saisonale Ernährung in Westfalen vor 700 Jahren und was wurde wie importiert? Am Familienwochenende „Gar nicht unappetitlich - Das Mittelalter in Westfalen“ von 11 bis 18 Uhr am Samstag, 31. Januar 2026, und Sonntag, 1. Februar 2026, - in Zusammenarbeit mit der Living History-Gruppe „IG-Hochgotik“ - dreht sich alles um Ernährung, Esskultur, Tischsitten und die Verfügbarkeit von Lebensmitteln um 1300. Schon damals war Essen viel mehr als reine Nahrungsaufnahme. Wie das Essen ohne Gabel funktionierte und was es bedeutete, „jemandem das Wasser reichen zu können“, erfahren Kinder und Erwachsene bei einem kleinen Ausflug in die mittelalterliche Tischkultur. Natürlich geht es auch um die Repräsentation beim Essen. Am Modell eines typischen niederdeutschen Stadthauses erfahren Besuchende mehr über die zentrale Bedeutung des Herdes und der Küche im Haus. Ernährung war durch Religion geprägt. Fachleute zeigen, wie Mönche im Mittelalter ihre Mahlzeiten schweigend zu sich nahmen und es trotzdem schafften, um etwas vom Tisch zu bitten. Die Teilnahme an den Programmen ist kostenfrei. Zu zahlen ist lediglich der Museumseintritt (für alle Teilnehmenden ab 18 Jahren). Dr. Alexander Berner, Kurator am Ruhr Museum in Essen und Liebhaber obskurer Literaturen, liest aus dem neuen Fall von Sherlock Holmes am 5. Februar ab 19 Uhr inmitten der Dauerausstellung. Darum geht es: Unmittelbar vor der Eröffnung einer neuen altägyptischen Ausstellung im British Museum verschwindet die Hauptattraktion. Der Sarkophag, in dem sich eine Pharaonenmumie befunden haben soll, ist leer. Auf Ersuchen des verzweifelten Museumsdirektors übernehmen Holmes und Watson den Fall. Über 200.000 Downloads auf Spotify machen dieses neue Abenteuer aus der Feder von William K. Steward zu einer der beliebtesten Kriminalgeschichten der vergangenen Monate. Das Programm eignet sich für Erwachsene und Jugendliche ab zwölf Jahren. Der Eintrittspreis beträgt 9 Euro. Tickets sind ab sofort auch online erhältlich. Das LWL-Museum lädt am 27. März von 18 bis 24 Uhr zur „Langen Nacht der Mahlzeit“. Neben speziellen Programmen zur Sonderausstellung, wie Führungen und Workshops, stehen Musik, Comedy und kulinarische Höhepunkte auf dem Programm. Details werden zeitnah auf der Internetseite des Museums bekannt gegeben. Der Eintritt ist an diesem Tag frei. „Aus dem Löffel wird ein Ring - Schmuckbearbeitung für Einsteiger“ heißt das Kreativ-Angebot zur Sonderausstellung „Mahlzeit!“. Im Workshop 24. Januar und 11. April 2026 können Teilnehmende von 15 bis 17 Uhr aus einem einfachen Löffel einen einzigartigen Ring formen. Zunächst suchen sie sich vor Ort einen Löffel aus (im Preis enthalten). Unter fachkundiger Anleitung erfährt alle dann Schritt für Schritt, wie man das Besteckteil bearbeitet, formt und in ein edles Schmuckstück umwandelt. Die Kosten betragen 39 Euro pro Person, inklusive Material, zuzüglich Museumseintritt für alle Teilnehmenden ab 18 Jahren. Um Anmeldung wird gebeten per E-Mail oder unter Tel. 02323 94628-0. Einen „Einstieg in die Schmiedekunst“ erwartet Interessierte vom 9 bis 10. Mai jeweils von 11 bis 17 Uhr. Die Bearbeitung von Eisen ist eine Handwerkskunst, die mit Beginn der Eisenzeit vor rund 2.800 Jahren ihren Anfang nahm. Bis heute funktioniert das Schmieden nach dem gleichen Grundprinzip wie damals: „Schmiede das Eisen, solange es noch heiß ist!“ Die Techniken hingegen haben sich stets weiterentwickelt und im Mittelalter ihren Höhepunkt erfahren. Nach einem kurzen Rundgang durch die Dauerausstellung, in der die historisch archäologische Entwicklung der Schmiedekunst erläutert wird, geht es für die Teilnehmenden ans Feuer. Unter fachmännischer Anleitung fertigen sie Objekte, die zum mittelalterlichen Alltag gehörten. Darüber hinaus kann noch weiteres nach Wunsch hergestellt werden, je nach Geschick der Teilnehmenden. Der Kursus richtet sich an Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren. Die Kosten betragen 120 Euro pro Person, inklusive Material, zuzüglich Museumseintritt für alle Teilnehmenden ab 18 Jahren. Um Anmeldung wird gebeten. Achtung: Neuerdings bietet das LWL-Museum auch Schmiede-Vorführungen an (8. März, 16. April, 21. Juni, 12-17 Uhr). Museumspädagoge Timo Reichelt ist selbst ausgebildeter Schmied und zeigt sein Können. Ein Ausgrabungsabenteuer erleben Schüler im Osterferien-Programm „Ostercamp Archäologie“. Mit Schaufel und Pinsel geht es zunächst auf die Suche nach Funden aus der Steinzeit, der Zeit der Römer und des Mittelalters. Anschließend tauchen sie tief in die Vergangenheit ein. Wie genau war das Leben der Menschen vor 1.000, 2.000 und 10.000 Jahren? Die Teilnehmenden probieren es aus, ob beim Verarbeiten von Leder, beim Gestalten mit Ton oder bei der Zubereitung von Speisen am offenen Feuer. Das zweitägige Ferienangebot (7. und 8. April sowie 9. und 10. April, jeweils 9 bis 16 Uhr) richtet sich an Kinder zwischen 8 und 12 Jahren. Die Teilnahme ist kostenlos. Wie man sich zu Tisch richtig benimmt, hängt vor allen Dingen davon ab, wo und mit wem man isst. Das LWL-Museum lädt Kinder ab acht Jahren zu einer kleinen Zeitreise um die Welt ein (1. März., 3. Mai und 5. Juli, 13 Uhr und 15 Uhr). Hier erfahren sie, wo ein „Bäuerchen“ zum guten Ton gehört und mit wem sie besser nicht den Becher teilen. Wie es darüber hinaus gelingt, eine Tischgesellschaft zu beeindrucken, erfahren Teilnehmende im anschließenden „Servietten-Workshop“. Egal, ob in der Schule, daheim, bei einem Ausflug oder auf Festen: Die meisten Menschen essen ihre Mahlzeiten gemeinsam mit anderen. Wo, wann und wie sie das genau tun, erfahren Kinder ab acht Jahren beim Familiensonntag „Gemeinsam isst man nicht allein“ (12. April und 7. Juni, 13 Uhr und 15 Uhr). Auf ihrer Reise begegnen ihnen geheimnisvolle Drachenzungen, fürstliche Festtafeln und fremde Bräuche, die Appetit machen und zeigen, wie Essen Menschen verbindet. Gemeinsames Essen ist weit mehr als nur Nahrungsaufnahme. Ob beim königlichen Bankett, der einfachen Bauernmahlzeit, dem familiären Abendessen oder der gemeinsamen Mittagspause - überall offenbaren sich Fragen: Wer sitzt wo? Wer bekommt das beste Stück? Welche Rituale bestimmen das gemeinsame Mahl? Und was verrät das alles über Macht, Zugehörigkeit, gesellschaftlichen Wandel und vor allem Kultur? Von opulenten Festtafeln und rituellen Speisungen bis hin zu den Herausforderungen der Gegenwart - schnelle Snacks, digitale Ablenkung und der scheinbare Verlust gemeinsamer Rituale - zeigt die neue Sonderausstellung „Mahlzeit!“, wie Essen seit Jahrtausenden als sozialer Klebstoff funktioniert. Mit einem Blick auf mehr als 300 Exponate und Geschichten lädt das LWL-Museum für Archäologie und Kultur in Herne noch bis zum 13. September dazu ein, die kulturelle Dimension des Essens neu zu entdecken. Gefördert durch die LWL-Kulturstiftung. Allgemeine Informationen zum Museumsbesuch: Die öffentlichen Führungen sind kostenlos. Zu zahlen ist nur der Museumseintritt. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre sind kostenfrei. Mehr Informationen finden im Internet unter https://www.lwl-landesmuseum-herne.de.

13 Uhr

Installation 'Schwarzkaue/Weißkaue' zu sehen

Gereon Krebber in der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3

Keramische Kugeln im Außenraum der Künstlerzeche Unser Fritz erinnern an fragile Schneefragmente - sie sind Teil der Ausstellung und Installation "Schwarzkaue/Weißkaue" von Gereon Krebber.

Gereon Krebber, seit 2012 Professor für Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf, stellt eine raumgreifende Installation ins Kauengebäude der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3 und greift unter dem Titel „Schwarzkaue/Weißkaue“ am historischen Ort in Unser Fritz die historische Funktion der Kauen als Umkleideräume im Bergbau auf und verschiebt deren ursprüngliche Ordnung: Schwarz und Weiß, Arbeit und Alltag, werden räumlich vertauscht. Die von Danuta Karsten und Florian Kunath kuratierte Ausstellung wird am Samstag, 25. April 2026, um 17 Uhr in der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3 eröffnet. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des Fördervereins, Jürgen Hausmann, führt Georg Elben, Direktor des Skulpturenmuseums Marl, in Leben und Werk des Bildhauers ein. Nach einem Studium generale am Leibniz-Kolleg in Tübingen wechselte Gereon Krebber von 1994 bis 2000 an der Düsseldorfer Kunstakademie als Schüler von Tony Cragg und Hubert Kiecol. Anschließend setzte er seine Ausbildung mit einem Bildhauer-Studium am Royal College of Art in London fort. Krebber, der in Köln lebt und arbeitet, zählt längst zu den profilierten Bildhauern seiner Generation. Seine Arbeiten sind national und international in Ausstellungen und Sammlungen vertreten. Der gebürtige Oberhausener des Jahrgangs 1973 hat bereits in Herne ausgestellt, im Rahmen des Kultur-Hauptstadtjahres zusammen mit Luka Fineisen „Wasserspiegel“ in den Flottmann-Hallen als Auftakt der Ausstellungsreihe „liquid area“ (Flüssigkeitsbereich) der Ruhr.2010. Mit der Ausstellung „Schwarzkaue/Weißkaue“ entwickelt Gereon Krebber nun auf Unser Fritz eine ortsspezifische Installation, die direkt aus der Geschichte der ehemaligen Zeche heraus gedacht ist. Ausgangspunkt sind die sogenannten Kauen – die Umkleideräume der Bergleute, in denen zwischen Arbeits- und Alltagskleidung getrennt wurde. Krebber greift diese Struktur auf und kehrt sie bewusst um: Schwarz und Weiß, Arbeit und Alltag, verschieben ihre Plätze. In der Weißkaue breitet sich eine große, kohlenschwarze Formation aus verbranntem Holz aus, verschachtelt und beinahe labyrinthisch. In der Schwarzkaue hingegen hängt ein heller, unregelmäßig gesägter Körper aus Styropor und Wachs, leicht geneigt und in Bewegung. Diese Gegenüberstellung bildet den Kern der Ausstellung. Ergänzt wird sie durch eine Reihe eigenwilliger plastischer Arbeiten: farbig gesprenkelte, quallenartige Keramiken an den Wänden, ein grünlich schimmernder, von wurmartigen Strukturen überzogener Körper aus Bauschaum sowie keramische Kugeln im Außenraum, die an fragile Schneefragmente erinnern. Zwischen diesen Elementen entsteht ein irritierendes, zugleich spielerisches Szenario, das sich jeder eindeutigen Lesart entzieht. Inhaltlich verbindet die Ausstellung zwei zentrale Traditionslinien des Ruhrgebiets: Bergbau und Keramik. Ohne die materiellen und infrastrukturellen Voraussetzungen des Bergbaus wäre keramische Produktion in dieser Form nicht denkbar gewesen. Krebber nimmt diese historische Verbindung nicht illustrativ auf, sondern überführt sie in eine eigenständige, zeitgenössische Formensprache. Fragen von Material, Transformation und – unterschwellig – auch von Klima und Vergänglichkeit werden dabei mit verhandelt. Die Ausstellung „Schwarzkaue/Weißkaue“ ist im Anschluss an die Vernissage noch bis Sonntag, 17. Mai 2026 in der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3, Zur Künstlerzeche 10 in 44653 Herne bei freiem Eintritt zu sehen: Mittwochs und samstags jeweils zwischen 15 und 18 Uhr sowie sonntags von 14 bis 17 Uhr. Zum Rahmenprogramm gehören das Künstlercafé auf Unser Fritz am Samstag, 2. Mai 2026 von 14:30 bis 16:30 Uhr sowie der gemütliche Feierabend-Plausch „Schichtwechsel“ am Freitag, 8. Mai 2026 von 18 bis 21 Uhr.

14 Uhr

'Zu Gast: Bund Gelsenkirchener Künstler'

Der künstlerische Austausch geht weiter

'Zu Gast: Bund Gelsenkirchener Künstler'. Im Bild das Werk von Christian Hardick.

Der künstlerische Austausch geht in die nächste Runde. Dazu präsentiert der Herner Künstlerbund HKB ’90 vom 3. Mai bis einschließlich 14. Juni 2026 Arbeiten von 19 Gelsenkirchener Künstlern, die dem Bund Gelsenkirchener Künstler (BGK) angehören. Eröffnet wird die Ausstellung unter dem Titel „Zu Gast“ am Sonntag, 3. Mai 2026, um 15 Uhr. Mit einem impulsgebenden Blick „über den Tellerrand“, genauer gesagt über die Stadtgrenzen hinaus, fand im Januar 2026 der erste künstlerische Austausch unter dem Titel „Zu Gast“ statt – damals in Gelsenkirchen-Ückendorf, damals mit acht Künstlern aus Herne – nun also in Herne. Die Besucher können sich auf einen Querschnitt durch das Schaffen folgender Künstler aus der Nachbarstadt freuen: Angie Christiani, Gordana Djukic, Andreas Frings, Christian Hardick, Thomas J. Helms, Christel Klarhöfer, Heike Klinger, Sabine Leichner-Heuer, Maria Meza, Angelika Noa, Barbara Ring, Christiane Steffler, Monika Stolarczyk-Salehian, Karin Templin-Glees, Gabriele Tolksdorf, Wolfgang Weck, Jen Weissenbacher, Gregor Wildförster und Brigitte von der Eltz. Im Gespräch mit halloherne erklärt die zweite Vorsitzende des Vereins, Nina Ryschawy, das Zustandekommen der großen Anzahl an Beteiligten: „Für uns als Verein ist es wichtig, dass Künstler, die sich präsentieren möchten, dazu auch die Möglichkeit bekommen. In diesem Fall waren es eben 19.“ Das bedeutet zugleich, dass von jedem Künstler nur ein Werk gezeigt werden kann. Das sieht die zweite Vorsitzende nicht unbedingt als Manko an und sagt dazu: „Für uns stehen weniger die einzelnen Werke im Mittelpunkt als vielmehr die Künstler selbst und die gegenseitige Wertschätzung. Wir verstehen diese Ausstellungen als Ausdruck von Freundschaft und Austausch.“ Ein festgelegtes Thema gab es bewusst nicht. Die einzige Vorgabe war das Format – nicht größer als 50 × 100 cm. Dem Bund Gelsenkirchener Künstler, der im Jahr 2025 sein 75-jähriges Bestehen feierte, gehören derzeit 34 Kulturschaffende an. 19 von ihnen nehmen nun an der Ausstellung in den Räumen des HKB teil. Die Vernissage der Ausstellung „BGK zu Gast beim HKB ’90“ findet am Sonntag, 3. Mai 2026, um 15 Uhr im Kunstpunkt an der Mont-Cenis-Straße statt. Die Begrüßung übernimmt Gisela Schulte, zweite Vorsitzende der Herner Künstler. In das Thema führt Dr. Falko Herlemann ein. Für die musikalische Begleitung sorgt Greta Langer am Klavier und mit Gesang. Die Ausstellung ist anschließend mittwochs und sonntags jeweils von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Workshop: „Papierpoesie – Individuelle Grußkarten selbst gestalten“ mit Gordana Djukic und Jen Weissenbacher. Sonntag, 17. Mai 2026, 15 bis 18 Uhr Lesung: Angie Christiani, „Du und ich und irgendwas dazwischen“, Sonntag, 31. Mai 2026, ab 15 Uhr.

15 Uhr

'The Way of Amputee'

Radioprojekt 'Hör HER!' mit neuer Sendung

Karola Mono und Wolfgang Bökelmann.

„Hör HER!“, heißt es wieder am Sonntag, 1. März 2026, ab 19 Uhr auf Radio Herne, wenn Karola Mono vom buez – Selbsthilfe- Netzwerk interessante Gäste in der Radiowerkstatt der Volkshochschule Herne begrüßt. Vorgestellt wird die neue Selbsthilfegruppe „The Way of Amputee“. Sie hat sich im vergangenen Jahr in Herne gegründet, um Arm- und Beinamputierte in ihrem Alltag zu unterstützen. Dirk Grothausmann und Dirk Boelsen, die beiden Sprecher der Gruppe, erzählen vom Schmerz und der Unsicherheit der Betroffenen, vor allem aber davon, was Selbsthilfe mit neuer Lebensqualität zu tun hat. In einem Meinungsgespräch mit Marion Hornauer von der Selbsthilfegruppe „Spaß trotz Schmerz“ geht es um die Höhe der Mehrwertsteuer für verschreibungspflichtige Arzneien und einen Appell an alle Zuhörenden. Außerdem ist Katrin Petrikowski von der Lebenshilfe HERNE gemeinsam mit Steffi zu Gast. Sie lädt zu einer „Party mit Herz“ ein. Auch gibt es wieder Neuigkeiten und Veranstaltungshinweise aus der Gesundheitsförderung und dem buez – Selbsthilfe-Netzwerk. An der Technik ist Wolfgang Bökelmann, Projektleiter der vhs- Radiowerkstatt Herne. Moderiert wird „Hör HER“ von Karola Mono vom buez-Selbsthilfe-Netzwerk Herne. Das Radiomagazin „Hör HER“ hat einen Platz in den Bürgerfunksendungen auf Radio Herne am ersten Sonntag eines Monats nach den 19-Uhr-Nachrichten. Gesendet wird je nach Themenlage meist im zweimonatigen Abstand. Die aktuelle Sendung läuft am Sonntag, 1. März 2026, die kommende ist für Sonntag, 3. Mai 2026, geplant. Alle Beiträge sind nach der Sendung auch als Podcast bei NRWision.de abrufbar. Den Link dazu gibt es auch unter www.buez-herne.de in der Rubrik „Medien“.

19 Uhr

Vierte und letzte Brücke muss weichen

A43: Vollsperrung wegen Brückenabriss

Die A43 wird zwischen dem Kreuz Recklinghausen und Bochum-Riemke vollgesperrt: Der Grund dafür ist der Abriss der vierten und letzten Brücke im Kreuz Herne (Archivbild).

Im Kreuz Herne erneuert die Autobahn Westfalen vier Brücken. Für den Abriss der vierten und letzten Brücke muss die A43 gesperrt werden, zwischen dem Kreuz Recklinghausen und Bochum-Riemke in beiden Fahrtrichtungen, von Donnerstag, 30. April, ab 21 Uhr bis Sonntag, 3. Mai 2026, um 5 Uhr. Der Verkehr wird über die A40, die A45 und die A2 umgeleitet. Der Verkehr auf der A42 ist nicht betroffen, er wird an der Baustelle vorbeigeführt. Für den Neubau der Brücken im Kreuz Herne nutzt die Autobahn Westfalen eine innovative Schnellbauweise, bei der große Teile des Bauwerks bereits vor dem Transport zur Baustelle vorgefertigt werden. So wurde die erste Brücke im Kreuz im Zeitraum Mai bis August 2025 abgerissen, neu gebaut und wieder unter Verkehr genommen. Nach Abschluss der Brückenneubauten stehen im Kreuz noch Arbeiten an den Verbindungsfahrbahnen an. Der Neubau des Kreuzes Herne ist eines der wichtigsten Projekte im Rahmen des sechsstreifigen Ausbaus der A43 zwischen Marl und Witten. Viele verschiedene Rahmenfaktoren – von Bahnstrecken über städtische Straßen bis hin zu Stromleitungen – machen den Neubau zu einer spannenden Herausforderung für die Ingenieurinnen und Ingenieure der Autobahn Westfalen.

seit 30. April

Montag, 4. Mai

Grund ist die Erneuerung der Brücke

A43: Südstraße unter der Autobahn in Herne gesperrt

Die Südstraße unter der A43 wird gesperrt (Symbolbild).

Die Autobahn GmbH teilte am Mittwoch (15.4.2026) ein Update mit. Die noch ausstehenden Sperrungen müssen um jeweils einen Tag verlängert werden. Die Termine sind somit: Dienstag, 21. April, ab 7 Uhr bis Mittwoch, 22. April 2026, um 18 Uhr, Montag, 27. April, ab 7 Uhr bis Dienstag, 28. April 2026, um 18 Uhr sowie Montag, 4. Mai, ab 7 Uhr bis Dienstag, 5. Mai 2026 um 18 Uhr. Die Autobahn Westfalen erneuert die A43-Brücke Südstraße im südlichen Herne. Für die Brückenbauarbeiten stehen weitere Sperrungen der Südstraße an. Folgende Termine sind geplant: Montag, 13., Dienstag, 21., Montag, 27. April 2026, sowie Montag, 4. Mai 2026, jeweils von 7 bis 18 Uhr. Umleitungen sind eingerichtet. Der Fuß- und Radverkehr wird über die Trasse Wanne-Constantin geführt. Der motorisierte Verkehr wird über die Bochumer Straße, den Westring, die Holsterhauser Straße und die Koniner Straße umgeleitet. Der Verkehr auf der A43 ist von den Arbeiten nicht betroffen.

7 Uhr

DAAB Herne bietet einen Austausch über COPD und mehr

Selbsthilfetreffen für Lungenerkrankte

Der DAAB Herne bietet einen Austausch über COPD und mehr (Symbolbild).

Am Montag, 4. Mai 2026, trifft sich der Deutsche Allergie und Asthmabund (DAAB) OV Herne um 17 Uhr wieder im Rehazentrum der Revital, an der Düngelstraße 28, im Zimmer: Wanne Eickel. Parkmöglichkeiten sind vorhanden. Thema des Treffen ist dieses Mal: Lungenerkrankungen und Allergien. Begonnen wird mit der Atemschulung, danach findet der Gesprächskreis statt. Außerdem können sich Menschen mit Asthma, Allergien, COPD und weiteren Lungenerkrankungen sowie Herzerkrankungen austauschen und wichtige Tipps und Infos bekommen. Anmeldungen für die Reha-Lungensportgruppen des Reha-Lungensports Herne werden im Treffen ebenfalls entgegengenommen. Infos bei Elke Golfmann unter Tel 02323/25433.

17 Uhr

Kinder-Schnuppertag für neue Abteilung ein voller Erfolg

SC Constantin belebt Jugendarbeit neu

Der SC Constantin setzt zur Saison 2026/2027 wieder mehr auf Kinderfußball.

Lange Zeit war es ruhig um die Jugendarbeit beim SC Constantin (SCC) vom Wiescherberg. Während der Verein mit gleich vier Seniorenmannschaften – der 1. und 2. Mannschaft, der Damenmannschaft sowie den Alten Herren – sportlich gut aufgestellt ist, fehlte es zuletzt an einem eigenen Nachwuchsbereich. Das soll sich nun zur Saison 2026/2027 ändern: Engagierte und motivierte Ehrenamtliche haben sich zusammengefunden, um die Jugendabteilung des SC Constantin wieder aufzubauen und nachhaltig zu entwickeln. Ein erster wichtiger Schritt ist bereits gelungen. Die Informationsveranstaltung mit anschließendem Schnuppertraining am Montag (27.4.2026) erwies sich als voller Erfolg, schreibt der Verein in einer Mitteilung von Mittwochabend (29.4.2026). Rund 30 Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren nahmen teil, hatten sichtlich Spaß auf dem Platz und zeigten große Begeisterung für den Fußball. Aufbauend auf diesem positiven Start bietet der SC Constantin ab sofort ein regelmäßiges Training an. Jeden Montag sind alle fußballinteressierten Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren herzlich eingeladen, auf dem heimischen Sportplatz am Wiescherberg mitzutrainieren. Trainingsbeginn ist jeweils um 17:15 Uhr. Für die kommende Saison ist geplant, mindestens eine E- und eine D-Jugendmannschaft ins Leben zu rufen. Darüber hinaus zeigen sich die Verantwortlichen offen für weitere Teams, sofern sich genügend interessierte Kinder und engagierte Unterstützer finden. Abschließend heißt es vom SCC: „Mit dem Neustart der Jugendarbeit setzt der SC Constantin ein klares Zeichen für die Zukunft des Vereins und möchte jungen Fußballerinnen und Fußballern aus dem Stadtteil wieder eine sportliche Heimat bieten.“

17:15 Uhr

Programm im zweiten Quartal 2026

vhs-Filmforum zeigt internationale Filmkunst

Internationale Filmkunst im vhs-Filmforum.

Mit dem Überraschungserfolg „Rental Family“ beginnt am Sonntag, 19. April 2026, das zweite Quartalsprogramm des Filmforums der vhs Herne. Erzählt wird die Geschichte eines amerikanischen Schauspielers, der bei einer japanischen Agentur als „Onkel auf Zeit“ gebucht werden kann. Alle Filme laufen wie gewohnt jeweils sonntags um 12:30 Uhr, montags um 20:15 Uhr und mittwochs um 17:30 Uhr in der Filmwelt Herne am Berliner Platz. Stets aktuelle Informationen zu Titeln und Terminen gibt es online unter vhs-herne.de und filmwelt-herne.de sowie im Programmflyer, der an vielen Stellen in der Stadt ausliegt und in den social media Kanälen. Das Thema „Familienverhältnisse“ zieht sich, rein zufällig, wie ein roter Faden durch diese aktuelle Auswahl internationaler Filmkunst, wenn auch nicht immer so unübersehbar, wie bei „Father Mother Sister Brother“ von Jim Jarmusch. Der Film des Kult-Regisseurs, der in Venedig mit dem Goldenen Löwen prämiert wurde, zählt zu den preisgekrönten Höhepunkten des neuen Programms. Ähnliches gilt für Chloé Zhaos „Hamnet“ (Oscar für die Beste Hauptdarstellerin) und Richard Linklaters „Nouvelle Vague“, der mit vier „Césars“ ausgezeichnet wurde. Den Abschluss des Programms bildet Mitte Juni der Film „Rose“, dessen Hauptdarstellerin Sandra Hüller bei der Berlinale den Silbernen Bären erhielt. Am Sonntag, 19., Montag, 20. und Mittwoch, 22. April 2026, wird der Film 'Rental Family' gezeigt. Regie: Hikari Darsteller: Brendan Fraser, Takehiro Hira, Mari Yamamoto, Akira Emoto, JAP/USA 2025, 103 Min. FSK 0 Weil ihm in der Heimat kein Erfolg beschieden ist, wandert der US-Schauspieler Philipp Vandarploeg nach Japan aus. Als auch hier, trotz seines kultverdächtigen Auftritts in einer Zahnpastawerbung, die Aufträge ausbleiben, heuert er widerwillig bei einer Agentur an, die falsche Familienmitglieder auf Zeit vermietet. Ab sofort spielt Philipp seine Rollen nicht mehr auf dem Bildschirm, sondern im wahren Leben. In einem Land, wo ein zumindest äußerlich perfektes Familienleben als Bedingung für gesellschaftlichen Erfolg gilt, geht ihm die Arbeit nicht mehr aus. So täuscht er als Bräutigam an der Seite einer 20 Jahre jüngeren Frau eine „ganz normale“ Hochzeit vor und setzt sich als Pseudo-Vater eines amerikanisch-japanischen Mädchens dafür ein, dass die 11-jährige Tochter an einer Eliteschule angenommen wird. Für „Philipp“, den Menschen hinter dem Schauspieler, wird es dabei immer schwieriger, die Grenzen zwischen Rolle und Realität zu bewahren. Am Sonntag, 26., Montag, 27. und Mittwoch, 29. April 2026, wird der Film „Hamnet“ gezeigt. Regie: Chloé Zhao Mit Jessie Buckley, Paul Mescal, Joe Alwyn, Emily Watson, Davis Wilmot, GB 2025, 125 Min. FSK 12. Das „Kind einer Waldhexe“, so wird Agnes von manchen Menschen im Stratford des späten 16. Jahrhunderts genannt. Auf den dort tätigen Lateinlehrer, der von seinen Schülern gelangweilt ist, hat diese junge Frau jedenfalls eine magische Anziehungskraft. William ist fasziniert von Agnes, vielleicht wegen ihrer Naturverbundenheit, die seiner Bildung und seinem literarischen Geist so entgegengesetzt ist. Trotz der Widerstände ihrer Elternhäuser heiraten sie, und schon bald werden die Kinder Susanna, Judith und Hamnet geboren. Doch der Ehe steht eine Zerreißprobe bevor: Die Pest wütet in England, und Hamnets früher Tod hinterlässt eine Wunde, die umso mehr schmerzt, als William kaum noch zuhause ist. Er, der schon immer mehr in seinem eigenen Kopf lebte, als auf der Erde, hält sich viel in London auf, wo seine Theaterstücke Erfolge feiern. Die Trauer über den Verlust bringt ihn dennoch fast um den Verstand. Der einzige Heilung versprechende Ausweg lautet: Schreiben. Am Sonntag, 3., Montag, 4. und Mittwoch, 6. Mai 2026, wird der Film „Father Mother Sister Brother“ gezeigt. Regie: Jim Jarmusch Mit Tom Waits, Adam Driver, Cate Blanchett, Vicky Krieps, Charlotte Rampling, USA/I/F/IRE 2025, 110 Min. (halloherne berichtete) Am Sonntag, 10., Montag, 11. und Mittwoch, 13. Mai 2026, wird der Film „Gelbe Briefe“ gezeigt (halloherne berichtete). Regie: Ilker Ҫatak Mit Özgü Naml, Tansu Biçer, Leyla Smyrna Cabas, Ipek Bilgin, D/TK/F 2026, 128 Min. FSK 12 . Das Ehepaar Derya und Aziz ist, gemeinsam mit der Teenager-Tochter Ezgi, in den intellektuellen Kreisen der türkischen Hauptstadt Ankara bestens etabliert. Die gefeierte Schauspielerin des Staatstheaters und der Autor und Universitätsdozent zählen zur Bildungselite ihres Landes, stehen politisch selbstverständlich links und äußern sich privat gerne kritisch gegenüber einer zunehmend autokratisch handelnden Regierung. Doch die politische Spaltung der Türkei, durch Terroranschläge, gewaltsame Proteste und dagegen aufgebotene Polizeitruppen, macht vor ihrer schicken Altbauwohnung nicht halt. Aziz verliert zunächst seinen Job an der Uni; dann wird sein Stück abgesetzt, in dem Derya die Hauptrolle spielt. Schon bald sieht sich die Familie gezwungen, zu Aziz‘ Mutter nach Istanbul zu ziehen. Auch an der Ehe gehen Geldsorgen, Platznot und Zukunftsängste nicht spurlos vorüber, zumal die Beiden unter äußerem Druck unterschiedliche Vorstellungen von einem Ausweg haben. Am Sonntag, 17., Montag, 18. und Mittwoch, 20. Mai 2026, wird der Film „The Testament of Ann Lee“ gezeigt. Regie: Mona Fastvold Mit Amanda Seyfried, Lewis Pullmann, Thomasin McKenzie, Matthew Beard, Christopher Abbott, GB 2025, 137 Min. FSK 12. Manchester 1736. Um dem tiefen Schmerz entgegenzuwirken, den der frühe Tod ihrer Kinder verursacht, gründet Ann Lee die utopisch-christliche Gemeinschaft der „Shaker“. Ausgelöst durch eine Vision von Adam und Eva im Garten Eden sieht die messianisch auftretende Frau die Gleichberechtigung der Geschlechter sowie harte, perfektionistische Arbeit und sexuelle Enthaltsamkeit als oberste Gebote. Die Nähe zu Gott soll nicht durch nüchterne Gebete, sondern durch ekstatische Tänze voller schüttelnder Körperbewegungen ausgelöst werden. In der Hoffnung auf religiöse Freiräume wandert die stetig wachsende Gemeinschaft nach New York aus. Doch auch dort gehören Ausgrenzung und Mißtrauen zum Alltag für diese von einer Frau angeführte Gruppierung, zumal Ann Lee auf die Neutralität der Shaker im Konflikt um die amerikanische Unabhängigkeit besteht. „The Testament of Ann Lee“ ist kein biederer Historienfilm, sondern genauso impulsiv und überraschend wie seine Hauptfigur. Am Sonntag, 31. Mai, Montag, 1. und Mittwoch, 3. Juni 2026, wird der Film 'Nouvelle Vague' gezeigt. Regie: Richard Linklater. Darsteller: Guillaume Marbeck, Zoey Deutch, Aubry Dullin, Adrien Rouyard, Antoine Besson, F/USA 2025, 106 Min. FSK 12 Paris 1959. Während der junge François Truffaut in Cannes Triumphe feiert, hat Jean-Luc Godard immer noch keinen Film realisiert. Dabei sieht sich der Kritiker der Szene-Zeitschrift „Cahiers du cinéma“ als das eigentliche Genie der neuen revolutionären Bewegung, die gerade dabei ist, das französische Kino auf den Kopf zu stellen. Doch der Weg zum Ruhm gestaltet sich beschwerlich für den eigenwilligen Intellektuellen, der sich nicht nur im Kino am liebsten allen geltenden Regeln widersetzen würde. Für seinen Debütfilm „Außer Atem“ verfügt Godard nur über wenig Geld und noch weniger Drehbuch. Seiner Überzeugung nach braucht man für einen Film aber auch nur „ein Mädchen und eine Knarre“. Neben dem unbekannten Jean-Paul Belmondo soll Hollywoodstar Jean Seberg die weibliche Hauptrolle spielen. Angesichts der Extravaganzen ihres Regisseurs, der schon mal den Kameramann in eine Kiste steckt, fühlt sich die charmante Darstellerin allerdings häufig wie im falschen Film. Am Sonntag, 7., Montag, 8. und Mittwoch, 10. Juni 2026, wird der Film „Vier minus Drei“ gezeigt (halloherne berichtete). Regie: Adrian Goiginger Mit Valerie Pachner, Robert Stadlober, Stefanie Reinsperger, Hanno Koffler, Ronald Zehrfeld, A/D 2026, 120 Min. FSK 12 Barbara und ihr Partner Heli führen mit ihren beiden Kindern Fini und Thimo ein glückliches und liebevolles Familienleben. Als professionelle Clowns nehmen sie das Leben nicht zu ernst und wissen, dass man auch über das lachen kann, was misslingt. Heli ist mit Leib und Seele Zirkusclown, bringt das große Publikum mit seiner Kunst zum Lachen. Barbara findet ihre Erfüllung im Kleinen und erhellt als Klinikclown den tristen Alltag kranker Kinder. Doch dann passiert das Unvorstellbare: Durch einen Verkehrsunfall verliert Barbara wie aus dem Nichts ihre Familie. Mit einem Schlag erscheint alles sinnlos und leer. Nur Erinnerungen sind noch da von dem gemeinsamen Weg, den sie mit Heli gegangen ist. Und nur noch Schmerz und Verzweiflung bleiben, wo alles voller Liebe war. Der Verlust lässt sie auch am Clownsein zweifeln. Doch Barbara will weiterleben. Mutig und unkonventionell sucht sie nach Wegen, mit der Trauer umzugehen – und mit dem Schicksal, noch am Leben zu sein Am Sonntag, 14., Montag, 15. und Mittwoch, 17. Juni 2026, wird der Film „Rose“ gezeigt. Regie: Markus Schleinzer. Darsteller: Sandra Hüller, Caro Braun, Marisa Growaldt, Godehard Giese, Robert Gwisdek, Maria Dragus, A/D 2026, 94 Min. FSK 12. In den Wirren des 30-jährigen Krieges erscheint ein mysteriöser Soldat in einem abgeschiedenen protestantischen Dorf im Harz. Wortkarg und schmal, das Gesicht durch eine Narbe entstellt, behauptet der Fremde, der rechtmäßige Erbe eines seit langem verlassenen Gutshofs zu sein. Zum großen Missfallen der Dorfgemeinschaft kann er auch ein Dokument vorlegen, das seinen Anspruch bestätigt. Über seine Herkunft oder seine Vorgeschichte in diesen Zeiten des Krieges hüllt er sich in Schweigen. Mit gutem Grund, denn der Fremde verbirgt ein Geheimnis. Doch sein Streben danach, anerkannt zu werden und hier sein Glück zu finden ist groß. Um dieses Ziel zu erreichen, schreckt er noch nicht einmal vor einer arrangierten Ehe mit Suzanna zurück, der Tochter eines Großbauern. Sie ist bereit, sein Geheimnis zu bewahren. Und als Suzanna von einem Unbekannten schwanger wird, glaubt Rose, so der wahre Name des Fremden, sich am Ziel ihrer Wünsche

20:15 Uhr

Spielfilm 'Father Mother Sister Brother'

Jim Jarmusch im VHS-Filmforum

Lilith (Vicky Krieps) und ihre ältere Schwester Timothea (Cate Blanchett) beim alljährlichen Kaffeekränzchen im Haus ihrer dominanten Mutter (Charlotte Rampling, hinten) in Dublin.

„Father Mother Sister Brother“ ist ein zu Beginn in Farb- und Formsprache experimenteller, bald jedoch realistischer Spielfilm, der jedoch immer wieder von distanzierenden, im Brechtschen Sinn verfremdeten Szenen unterbrochen wird. Jim Jarmuschs als Triptychon komponierten drei Geschichten kreisen um die teils distanzierten Beziehungen erwachsener Kinder zu ihren Eltern und untereinander. Jedes der drei Kapitel spielt in der Gegenwart, jedes in einem anderen Land: Father ist im Nordosten der USA angesiedelt, Mother im irischen Dublin und Sister Brother in Paris. Im ersten Teil, Father, besuchen die Geschwister Jeff (Adam Driver) und Emily (Mayim Bialik) erstmals seit zwei Jahren ihren Vater (Tom Waits), der in einer abgelegenen, verschneiten Hütte an einem See in New Jersey wohnt und nach dem Tod seiner Gattin versucht, allein über die Runden zu kommen. Er versichert, dass mit ihm alles in Ordnung ist, dabei bemerken seine Kinder, die ihm vorsichtshalber Essen mitgebracht haben, schon die Verwahrlosung ihres so eigenwilligen wie verletzlichen Vaters in der nicht nur unaufgeräumten, sondern geradezu heruntergekommen Wohnung. Wer über keine Gemeinsamkeiten oder wenigstens Erinnerungen an gemeinsame Erlebnisse verfügt, hat sich außer Höflichkeitsfloskeln wenig zu sagen. Jeff und Emily aber müssen sich über ihre Zukunft und die ihres Vaters, der immer neue Projekte im Kopf hat, aber wohl über keine Sozialversicherung verfügt, ernstlich Gedanken machen. Was Emily nicht weiß: Ihr Bruder hat dem Vater immer wieder finanziell ausgeholfen. Und dann bemerken sie die echte Rolex am Arm ihres Vaters – und, nun stutzig geworden, wenig später auch einen schicken, unter einer Plane im Schuppen verdeckten „Zweitwagen“… Obwohl sie in derselben Stadt wohnen, steht im zweiten Teil, Mutter, für die Schwestern Timothea (Cate Blanchett) und Lilith (Vicky Krieps) der alljährliche Pflichtbesuch bei ihrer herrischen Mutter (Charlotte Rampling), einer renommierten Romanautorin, an. Während Erstere, eine konservativ eingestellte und entsprechend konventionell gekleidete, offenbar arrivierte aber sehr nervöse Frau, eine Autopanne hat und etwa eine Stunde zu spät ankommt, trudelt ihre jüngere, unkonventionell-flippige Schwester noch später ein. Sie lässt sich von einer Punklady ins gutbürgerliche Dubliner Stadtviertel kutschieren, mit der sie offenbar liiert ist, diese aber als Uber-Fahrerin ausgibt. Timothea und Lilith sind von der Dominanz ihrer erfolgsverwöhnten Mutter, die plakativ den Prospekt ihres Verlags in Sichtweite platziert hat, bei ihrer Ankunft jedoch gerade mit ihrer Psychiaterin telefoniert, so eingeschüchtert, dass sie den servierten Tee und die süßen Leckereien nicht wirklich genießen können. Die Unterhaltung, wenn der jährliche Rapport der Töchter überhaupt so genannt werden kann, erschöpft sich in nichtssagender Konversation voller gegenseitiger Komplimente, bei der die Mutter nichts von sich und ihrem Leben preisgibt. Während Timothea distanziert bleibt, buhlt Lilith, die wohl nicht zufällig eine Rolex-Imitation am Handgelenk trägt, um die Anerkennung ihrer Mutter, weshalb sie sehr darum bemüht ist, sich selbst in ein möglichst positives Licht zu rücken – und tunlichst ihre Freundin Jeanette (Sarah Greene) verschweigt. Die Zwillinge Skye (Indya Moore) und Billy (Luka Sabbat) haben bei einem Flugzeugunglück in den Azoren, bei dem ihr Vater am Steuer saß, ihre Eltern verloren. Sie kommen nun in der Seinemetropole zusammen, um das traumhaft mitten in der City gelegene elterliche Appartement mit Kamin und Balkon zu räumen. In unmittelbarer Nähe werden vor einem Club Drogen vertickt, von denen Erstere aber ‘runtergekommen ist: „Das Leben ist schon abgefahren genug für mich.“ In der bis auf Umzugskisten und die Küchenzeile leergeräumten Altbau-Wohnung schauen sich die beiden alte Fotos an, schwelgen in eigenen Erinnerungen, werden sich aber gleichzeitig bewusst, wie wenig sie über das vergangene Leben ihrer Eltern tatsächlich wissen. Erinnerungsstücke werden aufgeteilt, Billy erhält die Rolex des Vaters, Skye die Sonnenbrille der Mutter. Schließlich möchte Madame Gautier (Françoise Lebrun) noch die ausstehenden drei Monatsmieten kassieren. „Father Mother Sister Brother“ ist eine 110-minütige dreiteilige Charakterstudie, ruhig, beobachtend und ohne Wertung – und zugleich eine (Tragi-) Komödie, durchzogen von feinen Fäden der Melancholie. Die realistische Handlung wird immer wieder unterbrochen durch surreal anmutende Szenen, die mit ihr unmittelbar nichts zu tun haben: Junge Skateborder rasen auf einer abschüssigen Landstraße im ersten, kreuzen bei der Pannenhilfe auf im zweiten und fahren im dritten Teil am Pigalle Country Club vorbei, offenbar einem Umschlagplatz für Drogen aller Art. Sodass man neben der stets präsenten Wasser-Metapher, bei der u.a. die Frage gestellt wird, ob man bei einem gesellschaftlichen Ereignis überhaupt mit Mineralwasser anstoßen kann, und der Luxusuhr schon von einem dritten Roten Faden sprechen kann. In seinem nunmehr 14. Spielfilm lässt die 73-jährige US-amerikanische Regie-Ikone Jim Jarmusch den hochkarätigen Cast die Untiefen familiärer Beziehungen ausloten. „Father Mother Sister Brother“ wurde von November 2023 bis Juni 2024 in Paris, Dublin und West Milford (New Jersey) gedreht. Nach der Uraufführung am 31. August 2025 bei den 82. Filmfestspielen von Venedig gabs den Goldenen Löwen als Bester Film, Kinostart war der 26. Februar 2026. „Father Mother Sister Brother“ läuft im Rahmen des VHS-Filmforums dreimal in der Filmwelt Herne: Am Sonntag, 3. Mai 2026, um 12.30 Uhr, am Montag, 4. Mai 2026, um 20.15 Uhr sowie am Mittwoch, 6. Mai 2026, um 17.30 Uhr.

20:15 Uhr

Dienstag, 5. Mai

Pflegeberaterinnen zeigen im EvK Eickel Tipps und Kniffe

Kurs für pflegende Angehörige

Das EvK Eickel zeigt in einem Kurs Tipps und Kniffe für pflegende Angehörige (Symbolbild).

Angehörige, die zu Hause einen pflegebedürftigen Menschen zu versorgen haben, sind einem enormen Druck ausgesetzt – sowohl körperlich als auch psychisch. Unterstützung bietet ein Pflegekurs für Angehörige im Evangelischen Krankenhaus in Herne-Eickel. Das EvK ist Teil des EVA Ruhr (Evangelischer Verbund Augusta Ruhr), zu dem sieben Krankenhausstandorte in Bochum, Castrop-Rauxel, Gelsenkirchen, Hattingen, Herne und Witten gehören. Die Pflegeberaterinnen und examinierten Krankenschwestern Andrea Lendermann und Jolanta Cojaniz stellen Grundlegendes zum Thema häusliche Pflege vor. Sie zeigen Kniffe und Tricks, wie man mit einfachen, in jedem Haushalt vorhandenen Hilfsmitteln den Patienten Gutes tun und sich als pflegende Angehörige die Versorgung erleichtern kann. Darüber hinaus werden bei der Gestaltung des Kurses auch individuelle Fragestellungen aus dem Alltag der Teilnehmenden berücksichtigt. Der Kurs findet im EvK Herne-Eickel, Hordeler Straße 7-9, statt und läuft an insgesamt zwei Tagen: am Dienstag und Mittwoch, 5. und 6. Mai 2026, jeweils von 9.30 bis 13 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos, eine vorherige Anmeldung unter Tel 02323 498-92828 ist verpflichtend.

9:30 Uhr

Protesttag auf dem Herner Marktplatz

Gleichstellung von Menschen mit Unterstützungsbedarf

Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Unterstützungsbedarf.

An dem europaweiten Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Unterstützungsbedarf – Dienstag, 5. Mai 2026 – ist die Lebenshilfe Herne / Wanne-Eickel mittendrin – auf dem Marktplatz in Herne-Mitte. Von 9:30 bis 12:30 Uhr verteilen Bewohner gemeinsam mit Mitarbeitenden Blumen und Taschentuchpackungen mit den Botschaften „Respekt ist ansteckend“ und „Menschenrechte sind nicht verhandelbar". Die Aktion lädt alle Vorbeikommenden zum Gespräch ein und macht auf Inklusion, Teilhabe und Wertschätzung aufmerksam. Möglich wird dies durch die Förderung der Aktion Mensch, die sich bundesweit für eine inklusive Gesellschaft einsetzt. Der Protesttag am 5. Mai geht auf eine Initiative von Menschen mit Unterstützungsbedarf aus dem Jahr 1992 zurück und wird seitdem europaweit begangen. Er erinnert daran, dass Inklusion kein Bonus ist – sondern ein Menschenrecht.

9:30 Uhr

Zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung

Europäischer Protesttag im Mai 2026

Europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung im Mai 2026.

Am „Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung“ am Dienstag, 5. Mai 2026, heißt es: „Menschenrechte sind nicht verhandelbar!“. Das Inklusionsbüro der Stadt Herne lädt von 10 bis 14 Uhr zum Austausch in die Senioren- und Pflegeberatungsstelle der Stadt Herne, Hauptstraße 241, ein. Um für die Themen gleichberechtigte Teilhabe und Selbstbestimmung zu sensibilisieren und sich für die Rechte von Menschen mit Behinderung einzusetzen, öffnet das Inklusionsbüro des Fachbereichs Soziales der Stadt Herne die Türen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Seit über 30 Jahren finden an diesem Tag Aktionen statt, um auf Barrieren im Alltag aufmerksam zu machen, die Rechte von Menschen mit Behinderungen einzufordern und für eine Gesellschaft einzutreten, in der Gleichberechtigung und Teilhabe selbstverständlich sind. Der Protesttag ist ein Appell an alle Bürger, aktiv zu werden und Menschen mit Behinderungen dabei zu unterstützen, sich für ihre Rechte stark zu machen! Um auch eine breite Öffentlichkeit zu erreichen, besteht die Möglichkeit, am 5. Mai direkt am inklusiven Podcast „Palermos Pottcast“ der Stadt Herne mitzuwirken und die eigenen Perspektiven öffentlich hörbar zu machen. Wer sich im Vorfeld über den Podcast informieren möchte, kann reinhören unter www.youtube.com/@stadt_herne. Ein Gewinnspiel rundet das Angebot ab und macht die Veranstaltung zu einem lebendigen Forum des Austauschs. Mit dieser Aktion unterstreichen die Mitarbeitenden des Inklusionsbüros der Stadt Herne ihr kontinuierliches Engagement für Inklusion, Gleichberechtigung und Menschenrechte und bekräftigen, dass Menschenrechte nicht verhandelbar sind.

10 Uhr

Grundlagen der digitalen Kommunikation

Das Innovationszentrum am Westring.

Im Innovationszentrum findet am Dienstag, 5. Mai 2026, in der Zeit von 15 bis 18 Uhr, ein Seminar statt, das die Grundlagen der digitalen Kommunikation vermitteln möchte. Der Referent ist Lukas Neweling. Das Seminar ist kostenfrei. Hier geht es zur Anmeldung. Zielgruppen sind Selbstständige und kleine Unternehmen

15 Uhr

Beratungen zu Häusern in Königsgrube und Hannover

Denkmalsprechstunde in zwei Siedlungen

Häuser wie dieses stehen in der Siedlung Königsgrube und sind denkmalgeschützt. Hier und in der Siedlung Hannover gibt es nun Denkmalsprechstunden, um Bürgerfragen zu klären.

Die Untere Denkmalbehörde der Stadt Herne berät ab Anfang Mai 2026 Denkmaleigentümer vor Ort in den historischen Siedlungen Königsgrube und Hannover zu allen anfallenden Fragen rund um ihr denkmalgeschütztes Haus. Darf ich meine Fenster tauschen? Bekomme ich finanzielle Unterstützung bei der Dachneueindeckung? Sind Photovoltaik-Anlagen erlaubt? Diese und viele weitere Fragen stellen sich Denkmaleigentümer bei geplanten Renovierungs- und Instandsetzungsarbeiten in ihren Eigenheimen. Viele kennen und nutzen bereits die Beratung der Sachbearbeiterinnen in der Unteren Denkmalbehörde. Um eine noch unkompliziertere und bürgernähere Beratung zu ermöglichen, bietet die Untere Denkmalbehörde ab Mai einmal im Monat eine offene Denkmalsprechstunde in den Siedlungen Königsgrube und Hannover an. Hier können im persönlichen Gespräch alle Fragen gestellt werden, die das Denkmal betreffen. Die Sprechstunden finden testweise von Mai bis Oktober 2026 statt. Bei Bedarf wird die Beratung auch auf die Wintermonate ausgeweitet. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Das Angebot findet in der jeweiligen Siedlung wie folgt statt. In der Siedlung Königsgrube in Röhlinghausen steht Ricarda Altvater von der Unteren Denkmalbehörde für die Sprechstunden zur Verfügung. Diese finden jeden ersten Dienstag im Monat von 15:30 bis 17 Uhr statt, auf dem Parkplatz am Kleingartenverein Königsgruber Park in der Günnigfelder Straße. Die Termine: 5. Mai, 2. Juni, 14. Juli (Ausweichtermin), 4. August, 1. September und 13. Oktober 2026 (Ausweichtermin). In der Siedlung Hannover in Eickel steht Svetoslava Radulov von der Unteren Denkmalbehörde für die Sprechstunden zur Verfügung. Diese finden jeden ersten Mittwoch im Monat von 15:30 bis 17 Uhr auf dem Parkplatz Sassenburg/Ecke Koloniestraße statt. Die Termine: 6. Mai, 3. Juni, 1. Juli, 5. August, 2. September und 7. Oktober 2026. Unabhängig von den geplanten Sprechstunden stehen die Sachbearbeiterinnen selbstverständlich auch weiterhin telefonisch oder per Mail zur Verfügung. Ricarda Altvater unter der Telefonnummer 0 23 23 / 16 - 29 93 oder per E-Mail an ricarda.altvater@herne.de. Svetoslava Radulov ist unter der Telefonnummer 0 23 23 16 - 30 30 zu erreichen oder per E-Mail an svetoslava.radulov@herne.de. Weitere Informationen zum Denkmalschutz sind auch auf der städtischen Homepage zu finden unter www.herne.de/denkmalschutz.

15:30 Uhr

Grund: Eingeschränkter Schiffsverkehr

Terminänderung bei den Kulturschiffen

Die Kulturschiffe mit der Santa Monika II fahren wieder.

Aufgrund einer Einschränkung im Schiffsverkehr kann das eingesetzte Veranstaltungsschiff Santa Monika II Ende April 2026 seinen Liegeplatz in Dortmund nicht verlassen. Daher können die für den 23. und 24. April 2026 geplanten Veranstaltungen der Reihe „Kulturschiffe Herne“ nicht wie vorgesehen stattfinden. Betroffen sind die Veranstaltungen „Crashkurs Ruhrgebiet“ sowie „FolkFriends on Tour“. Für beide Veranstaltungen wurden bereits Ersatztermine festgelegt: „Crashkurs Ruhrgebiet“ wird am Dienstag, 5. Mai 2026, nachgeholt. Crashkurs Ruhrgebiet mit Jens Dirksen, Adolf Winkelmann und Werner Boschmann. „FolkFriends on Tour“ findet nun am Freitag, 24. Juli 2026, statt. olkFriends On Tour – offene Bühne für Folkmusiker. Anmeldung über: folkfriends@gmx.de Einlass und Abfahrt ist jeweils um 18:30 Uhr und 19 Uhr. Bereits erworbene Tickets behalten für die jeweiligen Ersatztermine ihre Gültigkeit. Vorverkauf: in den Bibliotheken Herne und Wanne.

18:30 Uhr

Ausstellungeröffnung des Vereins 'Friends of Hagar Deutschland'

'A Dream of Peace in the Middle East' im KuZ

Die Ausstellung "A Dream of Peace in the Middle East" wird am Dienstag, 5. Mai 2026, im Foyer des Kulturzentrums eröffnet.

Am Dienstag, 5. Mai 2026, um 18.30 Uhr, stellt sich im Foyer der vhs im Kulturzentrum (Willi-Pohlmann-Platz 1), erstmalig der Verein „Friends of Hagar Deutschland“ in Herne vor. Initiiert wurde dieser Verein durch den stellvertretenden Schulleiter vom Gymnasium Wanne, Sebastian Heinichen. Zudem wird die Ausstellung „A Dream of Peace in the Middle East“, eine Kooperation des Fördervereins „Friends of Hagar Deutschland“ und der vhs Herne, im Foyer des Kulturzentrums eröffnet. Zur Ausstellung heißt es: „Hagar ist der Name einer jüdisch-arabischen Bildungsgemeinschaft im Süden Israels. In Beʾer Scheva leitet sie Kindergärten und eine Grundschule - eine von nur acht Schulen in ganz Israel, die ein Konzept des gemeinsamen und bilingualen Lernens von jüdischen und arabischen Kindern verfolgt und ihnen und ihren mutigen Eltern Hoffnung auf eine friedliche(re) Zukunft gibt. Die 'Friends of Hagar Deutschland' sind ein Förderverein, der diese Idee aus Deutschland heraus unterstützt.“ Außerdem heißt es in einer Ankündigung: „Die im Frühjahr 2025 bereits in Amsterdam gezeigte Ausstellung umfasst 25 Zeichnungen von Grundschulkindern aus Israel und Gaza sowie begleitende Texte, die das Gezeichnete einordnen und kommentieren. Als Betrachtende schauen wir in das Herz einer Generation, die weit mehr verbindet als trennt – neben Gewalterfahrungen, Trauer und Schmerz vor allem die Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung wird die Arbeit der Grundschule in Beʾer Scheva vorgestellt. Zudem wird Prof. Dr. Karim Fereidooni zum Thema 'Antimuslimischer Rassismus und Antisemitismus in der Schule' referieren.“ Begleitet wird die Präsentation durch eine Ausstellung von Kinderzeichnungen israelischer und palästinensischer Schüler, einem Grußwort von Bürgermeisterin Gabriele Przybyl und einer Live-Schalte nach Israel. Der Eintritt ist frei. Um eine Anmeldung über die Homepage der vhs Herne wird gebeten.

18:30 Uhr

'Ein Platz ist frei'

Spieleabend im Demokratiezentrum Herne

Stadt Forum.

Die Partnerschaft für Demokratie Herne lädt zu einem offenen Spieleabend in das Demokratiezentrum im StadtForum Herne ein. Die Veranstaltung findet am Dienstag, 5. Mai 2026, von 18:30 bis 20:30 Uhr statt. Unter dem Motto „Ein Platz ist frei“ sind Bürger aller Generationen eingeladen, gemeinsam zu spielen, miteinander ins Gespräch zu kommen und neue Kontakte zu knüpfen. Eine abwechslungsreiche Auswahl an Gesellschaftsspielen bietet sowohl Gelegenheit, bekannte Klassiker zu spielen, als auch neue Lieblingsspiele zu entdecken. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht das Miteinander. Ziel ist es, in einer offenen und niedrigschwelligen Atmosphäre Begegnungen zu ermöglichen und den Austausch zwischen unterschiedlichen Menschen zu fördern. Ergänzend werden kleine Snacks und Getränke angeboten. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Partnerschaft für Demokratie Herne engagiert sich im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ für die Stärkung von gesellschaftlichem Zusammenhalt, Teilhabe und respektvollem Miteinander in der Stadt.

18:30 Uhr

Nächsten Runde der Akustikreihe

Flottmann-Kneipe: Konzertsaison geht weiter

No Fishing eröffnen den Reigen der Konzertsaison 2026 in der Flottmann-Kneipe.

Auch in 2026 öffnet die Flottmann-Kneipe ihre Bühne wieder für lokale und regionale Musiktalente. Regelmäßig an den Dienstagabenden findet die Veranstaltung in der Kneipe an der Flottmannstraße 94 statt. Start ist am Dienstag, 13. Januar 2026, 19:30 Uhr mit „No Fishing“, einem Herner Original, die auch schon zur Premiere der Reihe im Januar 2024 spielten. Mit dieser nach wie vor beliebten Akustik-Kneipenkonzert-Reihe bietet Krystian Pietrzyk, Betreiber der Flottmann-Kneipe, auch unbekannteren Künstlern eine Plattform. Der Erfolg dieser Reihe zeigt sich in der großen Resonanz. Gästen wird eine Tischreservierung für die Dienstagskonzerte dringend empfohlen (Tel 02323 3983005, Mail info@flottmannkneipe.de). Bei freiem Eintritt haben im vergangenen Jahr zahlreiche Musikfreunde stimmungsvolle Abende mit Singer-Songwritern und Musik aus unterschiedlichen Genres erlebt.

19:30 Uhr

Grund ist die Erneuerung der Brücke

A43: Südstraße unter der Autobahn in Herne gesperrt

Die Südstraße unter der A43 wird gesperrt (Symbolbild).

Die Autobahn GmbH teilte am Mittwoch (15.4.2026) ein Update mit. Die noch ausstehenden Sperrungen müssen um jeweils einen Tag verlängert werden. Die Termine sind somit: Dienstag, 21. April, ab 7 Uhr bis Mittwoch, 22. April 2026, um 18 Uhr, Montag, 27. April, ab 7 Uhr bis Dienstag, 28. April 2026, um 18 Uhr sowie Montag, 4. Mai, ab 7 Uhr bis Dienstag, 5. Mai 2026 um 18 Uhr. Die Autobahn Westfalen erneuert die A43-Brücke Südstraße im südlichen Herne. Für die Brückenbauarbeiten stehen weitere Sperrungen der Südstraße an. Folgende Termine sind geplant: Montag, 13., Dienstag, 21., Montag, 27. April 2026, sowie Montag, 4. Mai 2026, jeweils von 7 bis 18 Uhr. Umleitungen sind eingerichtet. Der Fuß- und Radverkehr wird über die Trasse Wanne-Constantin geführt. Der motorisierte Verkehr wird über die Bochumer Straße, den Westring, die Holsterhauser Straße und die Koniner Straße umgeleitet. Der Verkehr auf der A43 ist von den Arbeiten nicht betroffen.

seit 4. Mai

Mittwoch, 6. Mai

Pflegeberaterinnen zeigen im EvK Eickel Tipps und Kniffe

Kurs für pflegende Angehörige

Das EvK Eickel zeigt in einem Kurs Tipps und Kniffe für pflegende Angehörige (Symbolbild).

Angehörige, die zu Hause einen pflegebedürftigen Menschen zu versorgen haben, sind einem enormen Druck ausgesetzt – sowohl körperlich als auch psychisch. Unterstützung bietet ein Pflegekurs für Angehörige im Evangelischen Krankenhaus in Herne-Eickel. Das EvK ist Teil des EVA Ruhr (Evangelischer Verbund Augusta Ruhr), zu dem sieben Krankenhausstandorte in Bochum, Castrop-Rauxel, Gelsenkirchen, Hattingen, Herne und Witten gehören. Die Pflegeberaterinnen und examinierten Krankenschwestern Andrea Lendermann und Jolanta Cojaniz stellen Grundlegendes zum Thema häusliche Pflege vor. Sie zeigen Kniffe und Tricks, wie man mit einfachen, in jedem Haushalt vorhandenen Hilfsmitteln den Patienten Gutes tun und sich als pflegende Angehörige die Versorgung erleichtern kann. Darüber hinaus werden bei der Gestaltung des Kurses auch individuelle Fragestellungen aus dem Alltag der Teilnehmenden berücksichtigt. Der Kurs findet im EvK Herne-Eickel, Hordeler Straße 7-9, statt und läuft an insgesamt zwei Tagen: am Dienstag und Mittwoch, 5. und 6. Mai 2026, jeweils von 9.30 bis 13 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos, eine vorherige Anmeldung unter Tel 02323 498-92828 ist verpflichtend.

9:30 Uhr

Vier verschiedene Stücke für Kinder und Jugendliche

Theater Kohlenpott spielt in den Flottis

Unter anderem "Troja - Blinde Passagiere" zeigt das Theater Kohlenpott im Sommer 2026 in den Flottmann-Hallen - zudem noch drei weitere Stücke.

Das Theater Kohlenpott zeigt von Mai bis Juli 2026 insgesamt vier verschiedene Stücke im Theatersaal der Flottmann-Hallen (Straße des Bohrhammers 5). Gespielt werden „Troja - blinde Passagiere“, „1984“, „Pinocchio - ein Road Trip“ und die „Konferenz der Tiere“. „Troja - blinde Passagiere“ (halloherne berichtete) wird von Mittwoch bis Freitag, 6. bis 8. Mai 2026, jeweils um 10 Uhr als Schulvorstellung gezeigt und eignet sich für Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren. Darum geht es: Briseis und Spourgitis kennen keinen Frieden. Seit zehn Jahren tobt der trojanische Krieg, als er ausbrach, waren sie noch kleine Kinder. Beide haben von den Kriegern gelernt: Hasst eure Feinde! „Die Griechen haben alle Fell!“, davon ist Spourgitis überzeugt. Obwohl er noch nie einen gesehen hat. „Alle in Troja haben Schweinenasen“, ist sich Briseis sicher. Und dass, obwohl sie keinen Trojaner kennt. Es ist Krieg, da lernt man sich nicht kennen, da wird nur gekämpft. Aber eines Nachts begegnen sich die beiden doch. In der letzten Nacht des Krieges treffen sie im trojanischen Pferd aufeinander. Und werden dabei beobachtet vom Götterboten Hermes, der eine ganz eigene Meinung vom Krieg hat. Karten gibt es zum Preis von 14 Euro (ermäßigt acht Euro) per Mail an karten@theaterkohlenpott.de. Schulgruppen zahlen sechs Euro pro Person, eine Begleitperson hat freien Eintritt. Anmeldung für Gruppen unter barbara.feldbrugge@theaterkohlenpott.de oder Tel 0177/5475568. Das Stück „1984“ nach George Orwell (halloherne berichtete) wird am Mittwoch und Donnerstag, 27. und 28. Mai 2026, jeweils um 10 Uhr gezeigt und ist der Kategorie Kinder- und Jugendtheater zuzuordnen und ab 13 Jahren geeignet. Darum geht es: „Big brother is watching you“, diesen weltberühmten Satz schrieb George Orwell 1948 in seinem Buch „1984“. Inzwischen ist er zum Synonym für jede Form des Überwachungsstaats geworden. Viele Situationen, die Orwell 1948 als beängstigende Zukunftsvision erzählte, kommen uns 2025 verstörend heutig vor. Aber 1984 ist weit mehr als eine Dystopie, es erzählt die Liebesgeschichte von Winston und Julia. Aber kann man eine Liebe leben in Zeiten, in denen jeder jedem misstraut? Karten gibt es zum Preis von 14 Euro (ermäßigt acht Euro) per Mail an karten@theaterkohlenpott.de. Schulgruppen zahlen sechs Euro pro Person, eine Begleitperson hat freien Eintritt. Anmeldung für Gruppen unter barbara.feldbrugge@theaterkohlenpott.de oder Tel 0177/5475568. Es herrscht freie Platzwahl. Das Stück „Pinocchio - ein Road Trip“ (halloherne berichtete) wird von Dienstag bis Donnerstag, 16. bis 18. Juni 2026, jeweils um 10 Uhr gezeigt. Es ist für Kinder ab sechs Jahren geeignet. Darum geht es: Kann man sich sein Kind einfach schnitzen? Nein? Gepetto kann das, denn er ist der beste Tischler weit und breit. Trotzdem ist er überrascht, als seine Holzfigur plötzlich anfängt zu leben, zu reden und zu widersprechen und zu lernen, wie ein ganz normales Kind. Als Pinocchio dann plötzlich aus der Tischlerei verschwindet, um die Welt zu entdecken, macht sich Gepetto auf den Weg, um seinen Jungen zu suchen. Und so beginnt eine abenteuerliche Reise, mit unerwarteten Begegnungen an fabelhaften Orten. Eine Geschichte voller Humor und voller Fragen an das Leben, eine Geschichte vom Erwachsen werden, die in den mehr als hundert Jahren seit seinem Erscheinen, nicht an Brisanz verloren hat. Um schließlich ein richtiges Kind zu werden, muss Pinocchio am Ende auf seine Unsterblichkeit verzichten. Denn die Sterblichkeit ist das größte Geschenk des Lebens, behauptet die Fee… Karten gibt es zum Preis von 14 Euro (ermäßigt acht Euro) per Mail an karten@theaterkohlenpott.de per DM an den Instagramaccount @theaterkohlenpott. Schulgruppen zahlen sechs Euro pro Person, eine Begleitperson hat freien Eintritt. Anmeldung für Gruppen unter barbara.feldbrugge@theaterkohlenpott.de oder Tel 0177/5475568. Das Theaterstück „Konferenz der Tiere“ (halloherne berichtete) läuft von Mittwoch bis Freitag, 1. bis 3. Juli 2026, jeweils um 10 Uhr. Es gehört zum Kinder- und Jugendtheater und ist für Zuschauer ab acht Jahren geeignet. Darum geht es: Die Welt ist in Aufruhr: überall gibt es Kriege, Krisen und Armut. Und die Erwachsenen? Die suchen in einem fort vergeblich nach Lösungen. Und so endet auch die 86. Konferenz der Menschen ohne ein Ergebnis. Eine Katastrophe! Finden die Tiere und Löwe, Giraffe und Elefant organisieren eine eigene Konferenz. Es soll ein Treffen werden, bei dem sich alle Tiere und Kinder überlegen, wie ein friedliches Zusammenleben und eine gute Zukunft aussehen können. Die Frage ist nur: wie kann etwas verändert werden? Wem wird überhaupt zugehört? Und wie geht eigentlich eine Konferenz? Gemeinsam mit den Tieren begebt ihr euch auf die Reise zur Konferenz, um genau das herauszufinden. Herzlich willkommen zur ersten Konferenz der Tiere – und natürlich auch der Kinder! Karten gibt es zum Preis von 12 Euro (ermäßigt sechs Euro) per Mail an karten@theaterkohlenpott.de per DM an den Instagramaccount @theaterkohlenpott. Schulgruppen zahlen sechs Euro pro Person, eine Begleitperson hat freien Eintritt. Anmeldung für Gruppen unter barbara.feldbrugge@theaterkohlenpott.de oder Tel 0177/5475568.

10 Uhr

Das Thema: Vater-Mutter-Kind-Kur

Familienbüro lädt zum Familienfrühstück

Frühstück.

Das Familienbüro der Stadt Herne lädt zum Familienfrühstück am Mittwoch, 6. Mai 2026, von 10 bis 11:30 Uhr, in das Familienbüro der Stadt Herne, Hauptstraße 241, ein. Das kostenfreie Angebot richtet sich an Herner Familien mit ihren Kindern im Alter von null bis drei Jahren. „‚Raus aus dem Alltag‘: Vater- Mutter-Kind-Kur – Beratung und Orientierungshilfen“ lautet der Titel der Veranstaltung. Sandra Colitti vom Caritasverband Herne informiert über das Thema und steht für Fragen zur Verfügung. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

10 Uhr

„Noch nicht tot, aber schon im Museum“

Hülk und Lippmeyer stellen in Düsseldorf aus

v.l. Wolfgang Hülk und Jörg Lippmeyer. 'Rettet die schönen Wörter' – Ausstellung im Mai 2026 in Düsseldorf.

Die beiden alten Künstlerfreunde tun es wieder: Der Zeichner und Fotograf Wolfgang Hülk und der freie Künstler Jörg Lippmeyer – beide Ur-Wanne-Eickeler – stellen ihre kollaborativ entstandenen Werke aus. Dieses Mal sind ihre Gemeinschaftsarbeiten von Mittwoch, 6. Mai, bis Sonntag, 31. Mai 2026, im Stadtmuseum Düsseldorf zu sehen. Die Eröffnungsrede zur Vernissage hält der Stadtführer und Buch-Autor Dietmar Schönhoff. Erneut widmen sich die Künstler Werken, mit denen sie sich anschicken, schöne Wörter dieser Welt zu retten. In einer Zeit, in der sich Sprache ständig weiterentwickelt und verändert, in der neue Begriffe – vorzugsweise aus technologischen Bereichen – entstehen, bleibt es ihr Anliegen, die Vielfalt der deutschen Sprache zu bewahren. Jörg Lippmeyer, vielen besser bekannt als „der bunte Mann aus Unser Fritz“, ist in seiner Heimatstadt bereits seit Jahren als Wörter-Retter unterwegs. In seinem Fundus finden sich Begriffe wie Flitzpiepe, Mumpitz, Brimborium, Kuddelmuddel oder auch Papperlapapp – Wörter, die vor dem Vergessen bewahrt werden sollen. Seit rund einem Jahr steht ihm dabei sein Düsseldorfer Künstlerfreund Wolfgang Hülk zur Seite. Hülk hat die Sammlung nicht nur erweitert, sondern sie auch um Düsseldorfer Mundart bereichert. So befinden sich nun so charmante Ausdrücke wie Retematäng oder Rotzech darin. Die beiden präsentieren die Wörter auf künstlerisch gestalteten Leinwänden. Anschließend bearbeitet jeder die Werke des anderen weiter, sodass fusionierte Arbeiten entstehen, die zwei Handschriften erkennen lassen. Mit diesem besonderen Projekt, leisten sie ihren Beitrag, die deutsche Sprache ein wenig lebendiger und fröhlicher zu behalten.

11 Uhr

Sektion Wanne-Eickel lädt zur Monatsversammlung

Der SoVD trifft sich

Der Sozialverband Deutschland mit dem Kreisverband Herne.

Der SoVD-Kreisverband Herne/Wanne-Eickel – Sektion Wanne-Eickel – lädt ein zur Monatsversammlung am Mittwoch, 6. Mai 2026, um 15 Uhr in der Flora-Marzina, Heidstraße 132. Die Frauengruppe trifft sich bereits um 14 Uhr.

15 Uhr

Installation 'Schwarzkaue/Weißkaue' zu sehen

Gereon Krebber in der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3

Keramische Kugeln im Außenraum der Künstlerzeche Unser Fritz erinnern an fragile Schneefragmente - sie sind Teil der Ausstellung und Installation "Schwarzkaue/Weißkaue" von Gereon Krebber.

Gereon Krebber, seit 2012 Professor für Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf, stellt eine raumgreifende Installation ins Kauengebäude der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3 und greift unter dem Titel „Schwarzkaue/Weißkaue“ am historischen Ort in Unser Fritz die historische Funktion der Kauen als Umkleideräume im Bergbau auf und verschiebt deren ursprüngliche Ordnung: Schwarz und Weiß, Arbeit und Alltag, werden räumlich vertauscht. Die von Danuta Karsten und Florian Kunath kuratierte Ausstellung wird am Samstag, 25. April 2026, um 17 Uhr in der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3 eröffnet. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des Fördervereins, Jürgen Hausmann, führt Georg Elben, Direktor des Skulpturenmuseums Marl, in Leben und Werk des Bildhauers ein. Nach einem Studium generale am Leibniz-Kolleg in Tübingen wechselte Gereon Krebber von 1994 bis 2000 an der Düsseldorfer Kunstakademie als Schüler von Tony Cragg und Hubert Kiecol. Anschließend setzte er seine Ausbildung mit einem Bildhauer-Studium am Royal College of Art in London fort. Krebber, der in Köln lebt und arbeitet, zählt längst zu den profilierten Bildhauern seiner Generation. Seine Arbeiten sind national und international in Ausstellungen und Sammlungen vertreten. Der gebürtige Oberhausener des Jahrgangs 1973 hat bereits in Herne ausgestellt, im Rahmen des Kultur-Hauptstadtjahres zusammen mit Luka Fineisen „Wasserspiegel“ in den Flottmann-Hallen als Auftakt der Ausstellungsreihe „liquid area“ (Flüssigkeitsbereich) der Ruhr.2010. Mit der Ausstellung „Schwarzkaue/Weißkaue“ entwickelt Gereon Krebber nun auf Unser Fritz eine ortsspezifische Installation, die direkt aus der Geschichte der ehemaligen Zeche heraus gedacht ist. Ausgangspunkt sind die sogenannten Kauen – die Umkleideräume der Bergleute, in denen zwischen Arbeits- und Alltagskleidung getrennt wurde. Krebber greift diese Struktur auf und kehrt sie bewusst um: Schwarz und Weiß, Arbeit und Alltag, verschieben ihre Plätze. In der Weißkaue breitet sich eine große, kohlenschwarze Formation aus verbranntem Holz aus, verschachtelt und beinahe labyrinthisch. In der Schwarzkaue hingegen hängt ein heller, unregelmäßig gesägter Körper aus Styropor und Wachs, leicht geneigt und in Bewegung. Diese Gegenüberstellung bildet den Kern der Ausstellung. Ergänzt wird sie durch eine Reihe eigenwilliger plastischer Arbeiten: farbig gesprenkelte, quallenartige Keramiken an den Wänden, ein grünlich schimmernder, von wurmartigen Strukturen überzogener Körper aus Bauschaum sowie keramische Kugeln im Außenraum, die an fragile Schneefragmente erinnern. Zwischen diesen Elementen entsteht ein irritierendes, zugleich spielerisches Szenario, das sich jeder eindeutigen Lesart entzieht. Inhaltlich verbindet die Ausstellung zwei zentrale Traditionslinien des Ruhrgebiets: Bergbau und Keramik. Ohne die materiellen und infrastrukturellen Voraussetzungen des Bergbaus wäre keramische Produktion in dieser Form nicht denkbar gewesen. Krebber nimmt diese historische Verbindung nicht illustrativ auf, sondern überführt sie in eine eigenständige, zeitgenössische Formensprache. Fragen von Material, Transformation und – unterschwellig – auch von Klima und Vergänglichkeit werden dabei mit verhandelt. Die Ausstellung „Schwarzkaue/Weißkaue“ ist im Anschluss an die Vernissage noch bis Sonntag, 17. Mai 2026 in der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3, Zur Künstlerzeche 10 in 44653 Herne bei freiem Eintritt zu sehen: Mittwochs und samstags jeweils zwischen 15 und 18 Uhr sowie sonntags von 14 bis 17 Uhr. Zum Rahmenprogramm gehören das Künstlercafé auf Unser Fritz am Samstag, 2. Mai 2026 von 14:30 bis 16:30 Uhr sowie der gemütliche Feierabend-Plausch „Schichtwechsel“ am Freitag, 8. Mai 2026 von 18 bis 21 Uhr.

15 Uhr

'Zu Gast: Bund Gelsenkirchener Künstler'

Der künstlerische Austausch geht weiter

'Zu Gast: Bund Gelsenkirchener Künstler'. Im Bild das Werk von Christian Hardick.

Der künstlerische Austausch geht in die nächste Runde. Dazu präsentiert der Herner Künstlerbund HKB ’90 vom 3. Mai bis einschließlich 14. Juni 2026 Arbeiten von 19 Gelsenkirchener Künstlern, die dem Bund Gelsenkirchener Künstler (BGK) angehören. Eröffnet wird die Ausstellung unter dem Titel „Zu Gast“ am Sonntag, 3. Mai 2026, um 15 Uhr. Mit einem impulsgebenden Blick „über den Tellerrand“, genauer gesagt über die Stadtgrenzen hinaus, fand im Januar 2026 der erste künstlerische Austausch unter dem Titel „Zu Gast“ statt – damals in Gelsenkirchen-Ückendorf, damals mit acht Künstlern aus Herne – nun also in Herne. Die Besucher können sich auf einen Querschnitt durch das Schaffen folgender Künstler aus der Nachbarstadt freuen: Angie Christiani, Gordana Djukic, Andreas Frings, Christian Hardick, Thomas J. Helms, Christel Klarhöfer, Heike Klinger, Sabine Leichner-Heuer, Maria Meza, Angelika Noa, Barbara Ring, Christiane Steffler, Monika Stolarczyk-Salehian, Karin Templin-Glees, Gabriele Tolksdorf, Wolfgang Weck, Jen Weissenbacher, Gregor Wildförster und Brigitte von der Eltz. Im Gespräch mit halloherne erklärt die zweite Vorsitzende des Vereins, Nina Ryschawy, das Zustandekommen der großen Anzahl an Beteiligten: „Für uns als Verein ist es wichtig, dass Künstler, die sich präsentieren möchten, dazu auch die Möglichkeit bekommen. In diesem Fall waren es eben 19.“ Das bedeutet zugleich, dass von jedem Künstler nur ein Werk gezeigt werden kann. Das sieht die zweite Vorsitzende nicht unbedingt als Manko an und sagt dazu: „Für uns stehen weniger die einzelnen Werke im Mittelpunkt als vielmehr die Künstler selbst und die gegenseitige Wertschätzung. Wir verstehen diese Ausstellungen als Ausdruck von Freundschaft und Austausch.“ Ein festgelegtes Thema gab es bewusst nicht. Die einzige Vorgabe war das Format – nicht größer als 50 × 100 cm. Dem Bund Gelsenkirchener Künstler, der im Jahr 2025 sein 75-jähriges Bestehen feierte, gehören derzeit 34 Kulturschaffende an. 19 von ihnen nehmen nun an der Ausstellung in den Räumen des HKB teil. Die Vernissage der Ausstellung „BGK zu Gast beim HKB ’90“ findet am Sonntag, 3. Mai 2026, um 15 Uhr im Kunstpunkt an der Mont-Cenis-Straße statt. Die Begrüßung übernimmt Gisela Schulte, zweite Vorsitzende der Herner Künstler. In das Thema führt Dr. Falko Herlemann ein. Für die musikalische Begleitung sorgt Greta Langer am Klavier und mit Gesang. Die Ausstellung ist anschließend mittwochs und sonntags jeweils von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Workshop: „Papierpoesie – Individuelle Grußkarten selbst gestalten“ mit Gordana Djukic und Jen Weissenbacher. Sonntag, 17. Mai 2026, 15 bis 18 Uhr Lesung: Angie Christiani, „Du und ich und irgendwas dazwischen“, Sonntag, 31. Mai 2026, ab 15 Uhr.

15 Uhr

Beratungen zu Häusern in Königsgrube und Hannover

Denkmalsprechstunde in zwei Siedlungen

Häuser wie dieses stehen in der Siedlung Königsgrube und sind denkmalgeschützt. Hier und in der Siedlung Hannover gibt es nun Denkmalsprechstunden, um Bürgerfragen zu klären.

Die Untere Denkmalbehörde der Stadt Herne berät ab Anfang Mai 2026 Denkmaleigentümer vor Ort in den historischen Siedlungen Königsgrube und Hannover zu allen anfallenden Fragen rund um ihr denkmalgeschütztes Haus. Darf ich meine Fenster tauschen? Bekomme ich finanzielle Unterstützung bei der Dachneueindeckung? Sind Photovoltaik-Anlagen erlaubt? Diese und viele weitere Fragen stellen sich Denkmaleigentümer bei geplanten Renovierungs- und Instandsetzungsarbeiten in ihren Eigenheimen. Viele kennen und nutzen bereits die Beratung der Sachbearbeiterinnen in der Unteren Denkmalbehörde. Um eine noch unkompliziertere und bürgernähere Beratung zu ermöglichen, bietet die Untere Denkmalbehörde ab Mai einmal im Monat eine offene Denkmalsprechstunde in den Siedlungen Königsgrube und Hannover an. Hier können im persönlichen Gespräch alle Fragen gestellt werden, die das Denkmal betreffen. Die Sprechstunden finden testweise von Mai bis Oktober 2026 statt. Bei Bedarf wird die Beratung auch auf die Wintermonate ausgeweitet. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Das Angebot findet in der jeweiligen Siedlung wie folgt statt. In der Siedlung Königsgrube in Röhlinghausen steht Ricarda Altvater von der Unteren Denkmalbehörde für die Sprechstunden zur Verfügung. Diese finden jeden ersten Dienstag im Monat von 15:30 bis 17 Uhr statt, auf dem Parkplatz am Kleingartenverein Königsgruber Park in der Günnigfelder Straße. Die Termine: 5. Mai, 2. Juni, 14. Juli (Ausweichtermin), 4. August, 1. September und 13. Oktober 2026 (Ausweichtermin). In der Siedlung Hannover in Eickel steht Svetoslava Radulov von der Unteren Denkmalbehörde für die Sprechstunden zur Verfügung. Diese finden jeden ersten Mittwoch im Monat von 15:30 bis 17 Uhr auf dem Parkplatz Sassenburg/Ecke Koloniestraße statt. Die Termine: 6. Mai, 3. Juni, 1. Juli, 5. August, 2. September und 7. Oktober 2026. Unabhängig von den geplanten Sprechstunden stehen die Sachbearbeiterinnen selbstverständlich auch weiterhin telefonisch oder per Mail zur Verfügung. Ricarda Altvater unter der Telefonnummer 0 23 23 / 16 - 29 93 oder per E-Mail an ricarda.altvater@herne.de. Svetoslava Radulov ist unter der Telefonnummer 0 23 23 16 - 30 30 zu erreichen oder per E-Mail an svetoslava.radulov@herne.de. Weitere Informationen zum Denkmalschutz sind auch auf der städtischen Homepage zu finden unter www.herne.de/denkmalschutz.

15:30 Uhr

Zwei Ausschüsse und zwei Bezirksvertretungen tagen

Gremiensitzungen in der KW 19

Im Volkshaus Röhlinghausen trifft sich die Bezirksvertretung Eickel.

In der Woche ab Montag, 4. Mai 2026, finden die Sitzungen folgender Gremien statt. Rechnungsprüfungsausschuss: Mittwoch, 6. Mai 2026, 16 Uhr, kleiner Sitzungssaal (Raum 214) des Herner Rathauses, Friedrich-Ebert-Platz 2. Bezirksvertretung des Stadtbezirks Sodingen: Mittwoch, 6. Mai 2026, 17 Uhr, Veranstaltungszentrum Gysenberg, Am Revierpark 40. Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Immobilien: Donnerstag, 7. Mai 2026, 16 Uhr, kleiner Sitzungssaal (Raum 214) des Herner Rathauses, Friedrich-Ebert-Platz 2. Bezirksvertretung des Stadtbezirks Eickel: Donnerstag, 7. Mai 2026, 17 Uhr Volkshaus Röhlinghausen, Am Alten Hof 28. Tagesordnungen und Sitzungsunterlagen können im Ratsinformationssystem auf www.herne.de/ris eingesehen werden.

16 Uhr

Digitalen Ausbildungs-Speeddating der EVA Ruhr

Den Schulabschluss so gut wie in der Tasche – doch wie geht es danach weiter? Wer noch unschlüssig ist, welchen beruflichen Weg er nach der Schule einschlagen soll, bekommt beim digitalen Ausbildungs-Speeddating des EVA Ruhr (Evangelischer Verbund Augusta Ruhr gGmbH) am Mittwoch, 6. Mai 2026, einen Überblick über die Ausbildungsmöglichkeiten. Der EVA Ruhr ist einer der größten evangelischen Verbünde für Gesundheit und Soziales in Deutschland. An seinen Standorten in Bochum, Castrop-Rauxel, Gelsenkirchen, Hattingen, Herne und Witten bildet er Nachwuchskräfte in insgesamt zwölf Ausbildungsberufen aus. Neben der Pflege zählen zum Beispiel auch kaufmännische Ausbildungen oder Ausbildungen zum Erzieher oder Koch dazu. Das digitale Kennenlernen per Zoom ist von 17 bis 17:30 Uhr oder von 18 bis 18:30 Uhr möglich. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wer möchte, kann unter speeddating einfach reinschalten. Einen Überblick über alle Ausbildungsberufe gibt es unter Ausbildung.

17 Uhr

Programm im zweiten Quartal 2026

vhs-Filmforum zeigt internationale Filmkunst

Internationale Filmkunst im vhs-Filmforum.

Mit dem Überraschungserfolg „Rental Family“ beginnt am Sonntag, 19. April 2026, das zweite Quartalsprogramm des Filmforums der vhs Herne. Erzählt wird die Geschichte eines amerikanischen Schauspielers, der bei einer japanischen Agentur als „Onkel auf Zeit“ gebucht werden kann. Alle Filme laufen wie gewohnt jeweils sonntags um 12:30 Uhr, montags um 20:15 Uhr und mittwochs um 17:30 Uhr in der Filmwelt Herne am Berliner Platz. Stets aktuelle Informationen zu Titeln und Terminen gibt es online unter vhs-herne.de und filmwelt-herne.de sowie im Programmflyer, der an vielen Stellen in der Stadt ausliegt und in den social media Kanälen. Das Thema „Familienverhältnisse“ zieht sich, rein zufällig, wie ein roter Faden durch diese aktuelle Auswahl internationaler Filmkunst, wenn auch nicht immer so unübersehbar, wie bei „Father Mother Sister Brother“ von Jim Jarmusch. Der Film des Kult-Regisseurs, der in Venedig mit dem Goldenen Löwen prämiert wurde, zählt zu den preisgekrönten Höhepunkten des neuen Programms. Ähnliches gilt für Chloé Zhaos „Hamnet“ (Oscar für die Beste Hauptdarstellerin) und Richard Linklaters „Nouvelle Vague“, der mit vier „Césars“ ausgezeichnet wurde. Den Abschluss des Programms bildet Mitte Juni der Film „Rose“, dessen Hauptdarstellerin Sandra Hüller bei der Berlinale den Silbernen Bären erhielt. Am Sonntag, 19., Montag, 20. und Mittwoch, 22. April 2026, wird der Film 'Rental Family' gezeigt. Regie: Hikari Darsteller: Brendan Fraser, Takehiro Hira, Mari Yamamoto, Akira Emoto, JAP/USA 2025, 103 Min. FSK 0 Weil ihm in der Heimat kein Erfolg beschieden ist, wandert der US-Schauspieler Philipp Vandarploeg nach Japan aus. Als auch hier, trotz seines kultverdächtigen Auftritts in einer Zahnpastawerbung, die Aufträge ausbleiben, heuert er widerwillig bei einer Agentur an, die falsche Familienmitglieder auf Zeit vermietet. Ab sofort spielt Philipp seine Rollen nicht mehr auf dem Bildschirm, sondern im wahren Leben. In einem Land, wo ein zumindest äußerlich perfektes Familienleben als Bedingung für gesellschaftlichen Erfolg gilt, geht ihm die Arbeit nicht mehr aus. So täuscht er als Bräutigam an der Seite einer 20 Jahre jüngeren Frau eine „ganz normale“ Hochzeit vor und setzt sich als Pseudo-Vater eines amerikanisch-japanischen Mädchens dafür ein, dass die 11-jährige Tochter an einer Eliteschule angenommen wird. Für „Philipp“, den Menschen hinter dem Schauspieler, wird es dabei immer schwieriger, die Grenzen zwischen Rolle und Realität zu bewahren. Am Sonntag, 26., Montag, 27. und Mittwoch, 29. April 2026, wird der Film „Hamnet“ gezeigt. Regie: Chloé Zhao Mit Jessie Buckley, Paul Mescal, Joe Alwyn, Emily Watson, Davis Wilmot, GB 2025, 125 Min. FSK 12. Das „Kind einer Waldhexe“, so wird Agnes von manchen Menschen im Stratford des späten 16. Jahrhunderts genannt. Auf den dort tätigen Lateinlehrer, der von seinen Schülern gelangweilt ist, hat diese junge Frau jedenfalls eine magische Anziehungskraft. William ist fasziniert von Agnes, vielleicht wegen ihrer Naturverbundenheit, die seiner Bildung und seinem literarischen Geist so entgegengesetzt ist. Trotz der Widerstände ihrer Elternhäuser heiraten sie, und schon bald werden die Kinder Susanna, Judith und Hamnet geboren. Doch der Ehe steht eine Zerreißprobe bevor: Die Pest wütet in England, und Hamnets früher Tod hinterlässt eine Wunde, die umso mehr schmerzt, als William kaum noch zuhause ist. Er, der schon immer mehr in seinem eigenen Kopf lebte, als auf der Erde, hält sich viel in London auf, wo seine Theaterstücke Erfolge feiern. Die Trauer über den Verlust bringt ihn dennoch fast um den Verstand. Der einzige Heilung versprechende Ausweg lautet: Schreiben. Am Sonntag, 3., Montag, 4. und Mittwoch, 6. Mai 2026, wird der Film „Father Mother Sister Brother“ gezeigt. Regie: Jim Jarmusch Mit Tom Waits, Adam Driver, Cate Blanchett, Vicky Krieps, Charlotte Rampling, USA/I/F/IRE 2025, 110 Min. (halloherne berichtete) Am Sonntag, 10., Montag, 11. und Mittwoch, 13. Mai 2026, wird der Film „Gelbe Briefe“ gezeigt (halloherne berichtete). Regie: Ilker Ҫatak Mit Özgü Naml, Tansu Biçer, Leyla Smyrna Cabas, Ipek Bilgin, D/TK/F 2026, 128 Min. FSK 12 . Das Ehepaar Derya und Aziz ist, gemeinsam mit der Teenager-Tochter Ezgi, in den intellektuellen Kreisen der türkischen Hauptstadt Ankara bestens etabliert. Die gefeierte Schauspielerin des Staatstheaters und der Autor und Universitätsdozent zählen zur Bildungselite ihres Landes, stehen politisch selbstverständlich links und äußern sich privat gerne kritisch gegenüber einer zunehmend autokratisch handelnden Regierung. Doch die politische Spaltung der Türkei, durch Terroranschläge, gewaltsame Proteste und dagegen aufgebotene Polizeitruppen, macht vor ihrer schicken Altbauwohnung nicht halt. Aziz verliert zunächst seinen Job an der Uni; dann wird sein Stück abgesetzt, in dem Derya die Hauptrolle spielt. Schon bald sieht sich die Familie gezwungen, zu Aziz‘ Mutter nach Istanbul zu ziehen. Auch an der Ehe gehen Geldsorgen, Platznot und Zukunftsängste nicht spurlos vorüber, zumal die Beiden unter äußerem Druck unterschiedliche Vorstellungen von einem Ausweg haben. Am Sonntag, 17., Montag, 18. und Mittwoch, 20. Mai 2026, wird der Film „The Testament of Ann Lee“ gezeigt. Regie: Mona Fastvold Mit Amanda Seyfried, Lewis Pullmann, Thomasin McKenzie, Matthew Beard, Christopher Abbott, GB 2025, 137 Min. FSK 12. Manchester 1736. Um dem tiefen Schmerz entgegenzuwirken, den der frühe Tod ihrer Kinder verursacht, gründet Ann Lee die utopisch-christliche Gemeinschaft der „Shaker“. Ausgelöst durch eine Vision von Adam und Eva im Garten Eden sieht die messianisch auftretende Frau die Gleichberechtigung der Geschlechter sowie harte, perfektionistische Arbeit und sexuelle Enthaltsamkeit als oberste Gebote. Die Nähe zu Gott soll nicht durch nüchterne Gebete, sondern durch ekstatische Tänze voller schüttelnder Körperbewegungen ausgelöst werden. In der Hoffnung auf religiöse Freiräume wandert die stetig wachsende Gemeinschaft nach New York aus. Doch auch dort gehören Ausgrenzung und Mißtrauen zum Alltag für diese von einer Frau angeführte Gruppierung, zumal Ann Lee auf die Neutralität der Shaker im Konflikt um die amerikanische Unabhängigkeit besteht. „The Testament of Ann Lee“ ist kein biederer Historienfilm, sondern genauso impulsiv und überraschend wie seine Hauptfigur. Am Sonntag, 31. Mai, Montag, 1. und Mittwoch, 3. Juni 2026, wird der Film 'Nouvelle Vague' gezeigt. Regie: Richard Linklater. Darsteller: Guillaume Marbeck, Zoey Deutch, Aubry Dullin, Adrien Rouyard, Antoine Besson, F/USA 2025, 106 Min. FSK 12 Paris 1959. Während der junge François Truffaut in Cannes Triumphe feiert, hat Jean-Luc Godard immer noch keinen Film realisiert. Dabei sieht sich der Kritiker der Szene-Zeitschrift „Cahiers du cinéma“ als das eigentliche Genie der neuen revolutionären Bewegung, die gerade dabei ist, das französische Kino auf den Kopf zu stellen. Doch der Weg zum Ruhm gestaltet sich beschwerlich für den eigenwilligen Intellektuellen, der sich nicht nur im Kino am liebsten allen geltenden Regeln widersetzen würde. Für seinen Debütfilm „Außer Atem“ verfügt Godard nur über wenig Geld und noch weniger Drehbuch. Seiner Überzeugung nach braucht man für einen Film aber auch nur „ein Mädchen und eine Knarre“. Neben dem unbekannten Jean-Paul Belmondo soll Hollywoodstar Jean Seberg die weibliche Hauptrolle spielen. Angesichts der Extravaganzen ihres Regisseurs, der schon mal den Kameramann in eine Kiste steckt, fühlt sich die charmante Darstellerin allerdings häufig wie im falschen Film. Am Sonntag, 7., Montag, 8. und Mittwoch, 10. Juni 2026, wird der Film „Vier minus Drei“ gezeigt (halloherne berichtete). Regie: Adrian Goiginger Mit Valerie Pachner, Robert Stadlober, Stefanie Reinsperger, Hanno Koffler, Ronald Zehrfeld, A/D 2026, 120 Min. FSK 12 Barbara und ihr Partner Heli führen mit ihren beiden Kindern Fini und Thimo ein glückliches und liebevolles Familienleben. Als professionelle Clowns nehmen sie das Leben nicht zu ernst und wissen, dass man auch über das lachen kann, was misslingt. Heli ist mit Leib und Seele Zirkusclown, bringt das große Publikum mit seiner Kunst zum Lachen. Barbara findet ihre Erfüllung im Kleinen und erhellt als Klinikclown den tristen Alltag kranker Kinder. Doch dann passiert das Unvorstellbare: Durch einen Verkehrsunfall verliert Barbara wie aus dem Nichts ihre Familie. Mit einem Schlag erscheint alles sinnlos und leer. Nur Erinnerungen sind noch da von dem gemeinsamen Weg, den sie mit Heli gegangen ist. Und nur noch Schmerz und Verzweiflung bleiben, wo alles voller Liebe war. Der Verlust lässt sie auch am Clownsein zweifeln. Doch Barbara will weiterleben. Mutig und unkonventionell sucht sie nach Wegen, mit der Trauer umzugehen – und mit dem Schicksal, noch am Leben zu sein Am Sonntag, 14., Montag, 15. und Mittwoch, 17. Juni 2026, wird der Film „Rose“ gezeigt. Regie: Markus Schleinzer. Darsteller: Sandra Hüller, Caro Braun, Marisa Growaldt, Godehard Giese, Robert Gwisdek, Maria Dragus, A/D 2026, 94 Min. FSK 12. In den Wirren des 30-jährigen Krieges erscheint ein mysteriöser Soldat in einem abgeschiedenen protestantischen Dorf im Harz. Wortkarg und schmal, das Gesicht durch eine Narbe entstellt, behauptet der Fremde, der rechtmäßige Erbe eines seit langem verlassenen Gutshofs zu sein. Zum großen Missfallen der Dorfgemeinschaft kann er auch ein Dokument vorlegen, das seinen Anspruch bestätigt. Über seine Herkunft oder seine Vorgeschichte in diesen Zeiten des Krieges hüllt er sich in Schweigen. Mit gutem Grund, denn der Fremde verbirgt ein Geheimnis. Doch sein Streben danach, anerkannt zu werden und hier sein Glück zu finden ist groß. Um dieses Ziel zu erreichen, schreckt er noch nicht einmal vor einer arrangierten Ehe mit Suzanna zurück, der Tochter eines Großbauern. Sie ist bereit, sein Geheimnis zu bewahren. Und als Suzanna von einem Unbekannten schwanger wird, glaubt Rose, so der wahre Name des Fremden, sich am Ziel ihrer Wünsche

17:30 Uhr

LWL lädt zum Treffen ein

Angehörigenreihe 'Ich darf an mich denken'

In Selbsthilfegruppen erfahren zahreiche Menschen unterstützung.

Bochum. Angehörige von psychisch erkrankten Menschen sind zur nächsten Infoveranstaltung der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Präventivmedizin des LWL-Universitätsklinikums der Ruhr-Universität Bochum im Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) eingeladen: Angehörigen-Treffen „Ich darf an mich denken!“ am 6. Mai 2026, von 17.30 Uhr bis 19 Uhr im LWL-Universitätsklinikum Bochum an der Alexandrinenstraße 1-3. Noch bis zum Sommer werden fortlaufend zweimal im Monat Infoabende angeboten. An allen Abenden, die an jedem ersten und dritten Mittwoch des Monats stattfinden, können sich Angehörige und Interessierte unter qualifizierter fachlicher Anleitung eines Arztes und eines Sozialarbeiters über psychische Erkrankungen und deren Behandlung informieren. Schwerpunkte der Gespräche sind Symptome, Ursachen, Entwicklung, Verlauf und Behandlung sowie der Umgang mit Belastungen und Krisen. Weiterhin steht der Austausch untereinander im Mittelpunkt der Angehörigenreihe. Die Teilnahme ist kostenlos und unabhängig davon, ob sich ein Familienmitglied in stationärer, teilstationärer oder ambulanter Behandlung befindet.

17:30 Uhr

Spielfilm 'Father Mother Sister Brother'

Jim Jarmusch im VHS-Filmforum

Lilith (Vicky Krieps) und ihre ältere Schwester Timothea (Cate Blanchett) beim alljährlichen Kaffeekränzchen im Haus ihrer dominanten Mutter (Charlotte Rampling, hinten) in Dublin.

„Father Mother Sister Brother“ ist ein zu Beginn in Farb- und Formsprache experimenteller, bald jedoch realistischer Spielfilm, der jedoch immer wieder von distanzierenden, im Brechtschen Sinn verfremdeten Szenen unterbrochen wird. Jim Jarmuschs als Triptychon komponierten drei Geschichten kreisen um die teils distanzierten Beziehungen erwachsener Kinder zu ihren Eltern und untereinander. Jedes der drei Kapitel spielt in der Gegenwart, jedes in einem anderen Land: Father ist im Nordosten der USA angesiedelt, Mother im irischen Dublin und Sister Brother in Paris. Im ersten Teil, Father, besuchen die Geschwister Jeff (Adam Driver) und Emily (Mayim Bialik) erstmals seit zwei Jahren ihren Vater (Tom Waits), der in einer abgelegenen, verschneiten Hütte an einem See in New Jersey wohnt und nach dem Tod seiner Gattin versucht, allein über die Runden zu kommen. Er versichert, dass mit ihm alles in Ordnung ist, dabei bemerken seine Kinder, die ihm vorsichtshalber Essen mitgebracht haben, schon die Verwahrlosung ihres so eigenwilligen wie verletzlichen Vaters in der nicht nur unaufgeräumten, sondern geradezu heruntergekommen Wohnung. Wer über keine Gemeinsamkeiten oder wenigstens Erinnerungen an gemeinsame Erlebnisse verfügt, hat sich außer Höflichkeitsfloskeln wenig zu sagen. Jeff und Emily aber müssen sich über ihre Zukunft und die ihres Vaters, der immer neue Projekte im Kopf hat, aber wohl über keine Sozialversicherung verfügt, ernstlich Gedanken machen. Was Emily nicht weiß: Ihr Bruder hat dem Vater immer wieder finanziell ausgeholfen. Und dann bemerken sie die echte Rolex am Arm ihres Vaters – und, nun stutzig geworden, wenig später auch einen schicken, unter einer Plane im Schuppen verdeckten „Zweitwagen“… Obwohl sie in derselben Stadt wohnen, steht im zweiten Teil, Mutter, für die Schwestern Timothea (Cate Blanchett) und Lilith (Vicky Krieps) der alljährliche Pflichtbesuch bei ihrer herrischen Mutter (Charlotte Rampling), einer renommierten Romanautorin, an. Während Erstere, eine konservativ eingestellte und entsprechend konventionell gekleidete, offenbar arrivierte aber sehr nervöse Frau, eine Autopanne hat und etwa eine Stunde zu spät ankommt, trudelt ihre jüngere, unkonventionell-flippige Schwester noch später ein. Sie lässt sich von einer Punklady ins gutbürgerliche Dubliner Stadtviertel kutschieren, mit der sie offenbar liiert ist, diese aber als Uber-Fahrerin ausgibt. Timothea und Lilith sind von der Dominanz ihrer erfolgsverwöhnten Mutter, die plakativ den Prospekt ihres Verlags in Sichtweite platziert hat, bei ihrer Ankunft jedoch gerade mit ihrer Psychiaterin telefoniert, so eingeschüchtert, dass sie den servierten Tee und die süßen Leckereien nicht wirklich genießen können. Die Unterhaltung, wenn der jährliche Rapport der Töchter überhaupt so genannt werden kann, erschöpft sich in nichtssagender Konversation voller gegenseitiger Komplimente, bei der die Mutter nichts von sich und ihrem Leben preisgibt. Während Timothea distanziert bleibt, buhlt Lilith, die wohl nicht zufällig eine Rolex-Imitation am Handgelenk trägt, um die Anerkennung ihrer Mutter, weshalb sie sehr darum bemüht ist, sich selbst in ein möglichst positives Licht zu rücken – und tunlichst ihre Freundin Jeanette (Sarah Greene) verschweigt. Die Zwillinge Skye (Indya Moore) und Billy (Luka Sabbat) haben bei einem Flugzeugunglück in den Azoren, bei dem ihr Vater am Steuer saß, ihre Eltern verloren. Sie kommen nun in der Seinemetropole zusammen, um das traumhaft mitten in der City gelegene elterliche Appartement mit Kamin und Balkon zu räumen. In unmittelbarer Nähe werden vor einem Club Drogen vertickt, von denen Erstere aber ‘runtergekommen ist: „Das Leben ist schon abgefahren genug für mich.“ In der bis auf Umzugskisten und die Küchenzeile leergeräumten Altbau-Wohnung schauen sich die beiden alte Fotos an, schwelgen in eigenen Erinnerungen, werden sich aber gleichzeitig bewusst, wie wenig sie über das vergangene Leben ihrer Eltern tatsächlich wissen. Erinnerungsstücke werden aufgeteilt, Billy erhält die Rolex des Vaters, Skye die Sonnenbrille der Mutter. Schließlich möchte Madame Gautier (Françoise Lebrun) noch die ausstehenden drei Monatsmieten kassieren. „Father Mother Sister Brother“ ist eine 110-minütige dreiteilige Charakterstudie, ruhig, beobachtend und ohne Wertung – und zugleich eine (Tragi-) Komödie, durchzogen von feinen Fäden der Melancholie. Die realistische Handlung wird immer wieder unterbrochen durch surreal anmutende Szenen, die mit ihr unmittelbar nichts zu tun haben: Junge Skateborder rasen auf einer abschüssigen Landstraße im ersten, kreuzen bei der Pannenhilfe auf im zweiten und fahren im dritten Teil am Pigalle Country Club vorbei, offenbar einem Umschlagplatz für Drogen aller Art. Sodass man neben der stets präsenten Wasser-Metapher, bei der u.a. die Frage gestellt wird, ob man bei einem gesellschaftlichen Ereignis überhaupt mit Mineralwasser anstoßen kann, und der Luxusuhr schon von einem dritten Roten Faden sprechen kann. In seinem nunmehr 14. Spielfilm lässt die 73-jährige US-amerikanische Regie-Ikone Jim Jarmusch den hochkarätigen Cast die Untiefen familiärer Beziehungen ausloten. „Father Mother Sister Brother“ wurde von November 2023 bis Juni 2024 in Paris, Dublin und West Milford (New Jersey) gedreht. Nach der Uraufführung am 31. August 2025 bei den 82. Filmfestspielen von Venedig gabs den Goldenen Löwen als Bester Film, Kinostart war der 26. Februar 2026. „Father Mother Sister Brother“ läuft im Rahmen des VHS-Filmforums dreimal in der Filmwelt Herne: Am Sonntag, 3. Mai 2026, um 12.30 Uhr, am Montag, 4. Mai 2026, um 20.15 Uhr sowie am Mittwoch, 6. Mai 2026, um 17.30 Uhr.

17:30 Uhr

Inforeihe startet ab 29. April mit der Gruppe 'Psychosen/Schizophrenien'

Treff für Angehörige von psychisch Erkrankten

Die LWL-Klinik Herten ermöglicht mit ihrer Informationsreihe seit vielen Jahren einen Austausch zwischen betroffenen Angehörigen und Experten der Klinik.

Herten. Die LWL-Klinik Herten für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin im Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) lädt zu ihrer Informationsreihe für Angehörige von psychisch erkrankten Menschen mit dem Themenschwerpunkt „Psychosen/Schizophrenien“ ein. Die Gruppe startet erstmals am Mittwoch, 29. April 2026, 18 bis 19.30 Uhr, in der LWL-Klinik Herten, Im Schloßpark 20, und trifft sich wöchentlich bis zum 27. Mai 2026. Die Hertener Klinik ermöglicht mit ihrer Informationsreihe seit vielen Jahren einen Austausch zwischen betroffenen Angehörigen und Experten der Klinik. In den Gesprächen erfahren die Angehörigen nicht nur Entlastung, sie erlangen auch ein besseres Verständnis für die psychische Erkrankung eines Elternteils, eines Kindes oder des Lebenspartners. An fünf Themenabenden erhalten die Teilnehmenden grundlegende Informationen über affektive Störungen, außerdem über Symptome, Ursachen, Entwicklungen, Verlauf und Umgang mit Belastungen und Krisen. Auch Fragen zum Umgang mit Medikamenten und zu Behandlungsmöglichkeiten werden von einem Facharzt oder einer Fachärztin beantwortet. Ein Einstieg ist zu jedem Termin möglich. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich - entweder über das Kontaktformular der Klinik-Homepage oder per E-Mail angehoerigenreihe.herten@lwl.org. Die Teilnahme ist kostenlos und unabhängig davon, ob sich ein Familienmitglied in stationärer, teilstationärer oder ambulanter Behandlung befindet. Alle weiteren Termine im Überblick: Jeweils Mittwoch, 6., 13., 20. und 27. Mai 2026. Ansprechpartnerinnen bei Fragen sind die beiden Sozialarbeiterinnen Diana Chafranov und Carolin von Rhein, E-Mail: angehoerigenreihe.herten@lwl.org.

18 Uhr

Elternschule des Marien Hospitals

Informationsabend für werdende Eltern in Präsenz

Info für werdende Eltern.

Die Elternschule des Marien Hospital Herne lädt am Mittwoch, 6. Mai 2026, werdende Eltern zum Informationsabend mit Kreißsaalführung in Präsenz ein. An dem Abend informiert das Team der Geburtshilfe des Marien Hospital Herne gemeinsam mit einem Anästhesisten zu den Themen Schwangerschaft, Geburt, Schmerzerleichterung und Wochenbett. Außerdem sollen die familienorientierte natürliche Geburtsvorbereitung, die selbstbestimmte Geburt sowie der hebammengeführte Kreißsaal erläutert werden. Die Veranstaltung findet in den Hörsälen 1 – 3 des Marien Hospital Herne, Hölkeskampring 40, 44625 Herne, statt. Beginn der Veranstaltung ist 18 Uhr. Es ist keine Anmeldung nötig.

18 Uhr

Donnerstag, 7. Mai

Benefiz-Dinner bringt 11.000 Euro für EvK-Palliativstation

Spargelzeit ist Spendenzeit

Alle Erwartungen übertroffen! Den Reinerlös von 11.000 Euro aus dem 3. Benefiz-Spargelessen konnte der Beirat jetzt an den Förderverein Palliativstation im EvK Herne und Ambulanter Hospizdienst übergeben: (v.li.) Thorsten Kinhöfer (Schirmherr Palliativstation), Heinz-Werner Bitter, Jessika Lüning, Dr. Ludger Kleyboldt, Sigrid Mertens, Harald Stöcker (alle Beirat), Walter Tschirch (Vorsitzender Beirat), Werner Karnik (Schatzmeister Förderverein) und Pfarrer Frank Obenlüneschloß (Vorsitzender Förderverein).

Spargelzeit ist Spendenzeit! Rund 100 Gäste tafelten im Mai 2025 beim 3. Benefiz-Spargelessen des Fördervereins Palliativstation im EvK Herne und Ambulanter Hospizdienst für den guten Zweck. Weil sämtliche Kosten durch private Sponsoren und das EvK Herne gedeckt waren, kamen im festlich dekorierten Seminarzentrum 11.000 Euro für die ambulante und stationäre Palliativversorgung in Herne und Wanne-Eickel zusammen, heißt es in einer Mitteilung von Mittwoch (8.10.2025). „Die Großzügigkeit unserer Gäste hat uns überwältigt. Jeder Spenden-Euro kommt vollständig der ambulanten und stationären Arbeit für und mit Menschen am Ende des Lebens zugute“, zog Pfarrer Frank Obenlüneschloß, Vorsitzender des Fördervereins, im Beirat eine Bilanz des genussreichen Mai-Abends. Dieser überzeugte besonders durch sein entspanntes Konzept. Auf Grußworte hatten die Organisatoren verzichtet. Stattdessen stimmte der Film „Die Zeitschenker - Was uns antreibt“ des Herner Videografen Lennard Lüning die Gäste einfühlsam auf das Thema ein. Der Film zeigt an aktuellen Beispielen, was Patientenbegleitung im palliativen Kontext bedeutet, und sorgte für viel Gesprächsstoff. Im Anschluss übertrafen sich die Krankenhausköche des EvK Herne wieder selbst – mit Spargelcremesuppe, Spargelvariationen, Schinken, Lachs und Erdbeeren zum Dessert. Die Servicekräfte des EvK – wegen ihrer Polo-Shirts liebevoll „Team Bordeaux“ genannt - sorgten für perfekten Service. Joline und Jonas Wernsmann von „Veginoo“ kredenzten die Weine junger Winzer so freigiebig, dass am Dinner-Donnerstag regelrecht Wochenend-Feeling aufkam. Zur guten Laune trugen auch die Musicalstars Marion Wilmer und Nigel Casey bei, die die Gäste mit ihrer Stimmgewalt und Professionalität auf Anhieb in ihren Bann zogen. Ob Starlight Express auf Rollschuhen, ABBA-Medley oder Broadway-Hits: Die Künstler der MuT-Konzertagentur aus Herne mussten eine Zugabe nach der anderen geben und wurden mit Standing Ovations belohnt. Nach drei erfolgreichen Jahren steht fest: Das Benefiz-Spargelessen im EvK Herne ist zur Tradition geworden. Das Rezept „Genießen und Gutes tun“ ist aufgegangen. „Engagement für Menschen am Ende ihrer Lebenszeit ist ein Gebot der Nächstenliebe. Dieser Abend zeigt, wie viele Menschen bereit sind zu helfen“, betont Pfarrer a.D. Walter Tschirch, Vorsitzender des Beirats des Fördervereins. Den Termin für die nächste Veranstaltung hat das Gremium bereits festgelegt. Das 4. Benefiz-Spargelessen findet am Donnerstag, 7. Mai 2026, im Seminarzentrum des EvK Herne statt.

Übersicht über das Programm 2026

Die Kulturschiffe legen wieder ab

Die Kulturschiffe mit der Santa Monika II fahren wieder.

Die Kulturschiffe Herne nehmen 2026 erneut Fahrt auf und laden zu sechs besonderen Kulturabenden auf dem Rhein-Herne-Kanal ein. An Bord des Ausflugsschiffs Santa Monika II verbindet sich ein abwechslungsreiches Kulturprogramm mit maritimer Atmosphäre und dem besonderen Blick auf das Ruhrgebiet vom Wasser aus. Die Veranstaltungsreihe hat sich in den vergangenen Jahren als feste Größe im Herner Kulturkalender etabliert und steht für Nähe, Vielfalt und außergewöhnliche Formate jenseits klassischer Spielstätten. Das Programm 2026 spannt einen breiten Bogen von Indie-, Pop- und Rockkonzerten über Jazz, Folk und Latin bis hin zu Comedy und diskursiven Wortformaten. Neben überregional bekannten Künstler sind auch regionale und lokale Akteure dabei. Ein besonderer Höhepunkt: Das „Sounds Like Sugar“-Festival bekommt ein eigenes Kulturschiff, das den Geist des erfolgreichen Indie-Festivals erstmals auf den Kanal überträgt. Als Headliner ist „Suzan Köcher’s Suprafon“ mit an Bord – eine der aktuell spannendsten Bands der deutschen Indie-Szene. Die Band wurde 2025 mit dem popNRW-Preis in der Kategorie „Outstanding Artist“ ausgezeichnet und steht für einen eigenständigen Sound zwischen Indie-Pop, Psychedelic und cineastischen Klangwelten. Ergänzt wird das Programm unter anderem durch die beliebte Comedy-Reihe „NachtSchnittchen“ mit Helmut Sanftenschneider sowie dem „Crashkurs Ruhrgebiet“, der mit Jens Dirksen, Adolf Winkelmann und Werner Boschmann gesellschaftliche und historische Themen der Region beleuchtet. Alle Fahrten starten am Anleger Unser Fritz in Herne-Wanne. Die begrenzte Kapazität an Bord sorgt für eine intime Atmosphäre und macht jede Fahrt zu einem besonderen Erlebnis. Aufgrund der große Nachfrage in den vergangenen Jahren wird eine frühzeitige Ticketbuchung empfohlen. Tickets für alle Veranstaltungen sind ab Freitag, 6. Februar 2026, auf unterschiedlichen Wegen erhältlich. Einen genauen Überblick über Programme und Tickets gibt es unter www.herne.de/kulturschiffe. Bei den Veranstaltungen Crashkurs Ruhrgebiet mit Jens Dirksen, Adolf Winkelmann und Werner Boschmann und bei FolkFriends On Tour – offene Bühne für Folkmusiker ändern sich die Termine. Die neuen Veranstaltungstage sind hier einzusehen. Donnerstag, 7. Mai 2026: setunion auf’m Kanal – Standards & Evergreens aus dem American Songbook. Vorverkauf: Städtische Musikschule Herne, Cafeteria und Sekretariat. Reservierungen unter 0 23 23/ 91 90 10 oder musikschule@herne.de. Samstag, 8. August 2026: NachtSchnittchen mit Helmut Sanftenschneider und Gästen. Ticketlink: www.reservix.de/tickets-nachtschnittchen Samstag, 5. September 2026: Latin auf’m Kanal mit „Six On The Beach“. Vorverkauf: Städtische Musikschule Herne, Cafeteria und Sekretariat. Reservierungen unter 0 23 23/ 91 90 10 oder musikschule@herne.de. Freitag, 16. Oktober 2026: „Sounds Like Sugar“-Kulturschiff. Tickets: www.reservix.de/tickets-sounds-like-sugar.

Seniorinnen nähen mit Schülern

Nähen verbindet Generationen

kreative Arbeiten mit Nähmaschine, Nadel, Faden und vor allem das Miteinander

Am Donnerstag, 7. Mai 2026, findet von 9:30 bis 12 Uhr in der Schule an der Forellstraße ein besonderes Inklusionsprojekt statt. Seniorinnen aus dem Nähkurs der Seniorenberatung Herne-Mitte der Stadt Herne treffen dort auf Schüler einer Förderschule mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung. Im Mittelpunkt der gemeinsamen Aktion steht das kreative Arbeiten mit Nähmaschine, Nadel, Faden und vor allem das Miteinander. Ziel ist es, Begegnungen zwischen den Generationen zu ermöglichen und Inklusion im Alltag erlebbar zu machen. Während die Seniorinnen ihre Erfahrungen im Nähen weitergeben, entdecken die Schüler neue Fähigkeiten und stärken ihr Selbstvertrauen. Gleichzeitig profitieren alle Beteiligten vom gegenseitigen Austausch und lernen voneinander. Genau solche Projekte zeigen, wie Inklusion im Alltag gelingen kann und wie wertvoll der Austausch zwischen den Generationen ist. Das Projekt setzt ein wichtiges Zeichen für gelebtes Miteinander und zeigt, wie bereichernd gemeinsames Handeln sein kann.

9:30 Uhr

Vier verschiedene Stücke für Kinder und Jugendliche

Theater Kohlenpott spielt in den Flottis

Unter anderem "Troja - Blinde Passagiere" zeigt das Theater Kohlenpott im Sommer 2026 in den Flottmann-Hallen - zudem noch drei weitere Stücke.

Das Theater Kohlenpott zeigt von Mai bis Juli 2026 insgesamt vier verschiedene Stücke im Theatersaal der Flottmann-Hallen (Straße des Bohrhammers 5). Gespielt werden „Troja - blinde Passagiere“, „1984“, „Pinocchio - ein Road Trip“ und die „Konferenz der Tiere“. „Troja - blinde Passagiere“ (halloherne berichtete) wird von Mittwoch bis Freitag, 6. bis 8. Mai 2026, jeweils um 10 Uhr als Schulvorstellung gezeigt und eignet sich für Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren. Darum geht es: Briseis und Spourgitis kennen keinen Frieden. Seit zehn Jahren tobt der trojanische Krieg, als er ausbrach, waren sie noch kleine Kinder. Beide haben von den Kriegern gelernt: Hasst eure Feinde! „Die Griechen haben alle Fell!“, davon ist Spourgitis überzeugt. Obwohl er noch nie einen gesehen hat. „Alle in Troja haben Schweinenasen“, ist sich Briseis sicher. Und dass, obwohl sie keinen Trojaner kennt. Es ist Krieg, da lernt man sich nicht kennen, da wird nur gekämpft. Aber eines Nachts begegnen sich die beiden doch. In der letzten Nacht des Krieges treffen sie im trojanischen Pferd aufeinander. Und werden dabei beobachtet vom Götterboten Hermes, der eine ganz eigene Meinung vom Krieg hat. Karten gibt es zum Preis von 14 Euro (ermäßigt acht Euro) per Mail an karten@theaterkohlenpott.de. Schulgruppen zahlen sechs Euro pro Person, eine Begleitperson hat freien Eintritt. Anmeldung für Gruppen unter barbara.feldbrugge@theaterkohlenpott.de oder Tel 0177/5475568. Das Stück „1984“ nach George Orwell (halloherne berichtete) wird am Mittwoch und Donnerstag, 27. und 28. Mai 2026, jeweils um 10 Uhr gezeigt und ist der Kategorie Kinder- und Jugendtheater zuzuordnen und ab 13 Jahren geeignet. Darum geht es: „Big brother is watching you“, diesen weltberühmten Satz schrieb George Orwell 1948 in seinem Buch „1984“. Inzwischen ist er zum Synonym für jede Form des Überwachungsstaats geworden. Viele Situationen, die Orwell 1948 als beängstigende Zukunftsvision erzählte, kommen uns 2025 verstörend heutig vor. Aber 1984 ist weit mehr als eine Dystopie, es erzählt die Liebesgeschichte von Winston und Julia. Aber kann man eine Liebe leben in Zeiten, in denen jeder jedem misstraut? Karten gibt es zum Preis von 14 Euro (ermäßigt acht Euro) per Mail an karten@theaterkohlenpott.de. Schulgruppen zahlen sechs Euro pro Person, eine Begleitperson hat freien Eintritt. Anmeldung für Gruppen unter barbara.feldbrugge@theaterkohlenpott.de oder Tel 0177/5475568. Es herrscht freie Platzwahl. Das Stück „Pinocchio - ein Road Trip“ (halloherne berichtete) wird von Dienstag bis Donnerstag, 16. bis 18. Juni 2026, jeweils um 10 Uhr gezeigt. Es ist für Kinder ab sechs Jahren geeignet. Darum geht es: Kann man sich sein Kind einfach schnitzen? Nein? Gepetto kann das, denn er ist der beste Tischler weit und breit. Trotzdem ist er überrascht, als seine Holzfigur plötzlich anfängt zu leben, zu reden und zu widersprechen und zu lernen, wie ein ganz normales Kind. Als Pinocchio dann plötzlich aus der Tischlerei verschwindet, um die Welt zu entdecken, macht sich Gepetto auf den Weg, um seinen Jungen zu suchen. Und so beginnt eine abenteuerliche Reise, mit unerwarteten Begegnungen an fabelhaften Orten. Eine Geschichte voller Humor und voller Fragen an das Leben, eine Geschichte vom Erwachsen werden, die in den mehr als hundert Jahren seit seinem Erscheinen, nicht an Brisanz verloren hat. Um schließlich ein richtiges Kind zu werden, muss Pinocchio am Ende auf seine Unsterblichkeit verzichten. Denn die Sterblichkeit ist das größte Geschenk des Lebens, behauptet die Fee… Karten gibt es zum Preis von 14 Euro (ermäßigt acht Euro) per Mail an karten@theaterkohlenpott.de per DM an den Instagramaccount @theaterkohlenpott. Schulgruppen zahlen sechs Euro pro Person, eine Begleitperson hat freien Eintritt. Anmeldung für Gruppen unter barbara.feldbrugge@theaterkohlenpott.de oder Tel 0177/5475568. Das Theaterstück „Konferenz der Tiere“ (halloherne berichtete) läuft von Mittwoch bis Freitag, 1. bis 3. Juli 2026, jeweils um 10 Uhr. Es gehört zum Kinder- und Jugendtheater und ist für Zuschauer ab acht Jahren geeignet. Darum geht es: Die Welt ist in Aufruhr: überall gibt es Kriege, Krisen und Armut. Und die Erwachsenen? Die suchen in einem fort vergeblich nach Lösungen. Und so endet auch die 86. Konferenz der Menschen ohne ein Ergebnis. Eine Katastrophe! Finden die Tiere und Löwe, Giraffe und Elefant organisieren eine eigene Konferenz. Es soll ein Treffen werden, bei dem sich alle Tiere und Kinder überlegen, wie ein friedliches Zusammenleben und eine gute Zukunft aussehen können. Die Frage ist nur: wie kann etwas verändert werden? Wem wird überhaupt zugehört? Und wie geht eigentlich eine Konferenz? Gemeinsam mit den Tieren begebt ihr euch auf die Reise zur Konferenz, um genau das herauszufinden. Herzlich willkommen zur ersten Konferenz der Tiere – und natürlich auch der Kinder! Karten gibt es zum Preis von 12 Euro (ermäßigt sechs Euro) per Mail an karten@theaterkohlenpott.de per DM an den Instagramaccount @theaterkohlenpott. Schulgruppen zahlen sechs Euro pro Person, eine Begleitperson hat freien Eintritt. Anmeldung für Gruppen unter barbara.feldbrugge@theaterkohlenpott.de oder Tel 0177/5475568.

10 Uhr

Zwei Ausschüsse und zwei Bezirksvertretungen tagen

Gremiensitzungen in der KW 19

Im Volkshaus Röhlinghausen trifft sich die Bezirksvertretung Eickel.

In der Woche ab Montag, 4. Mai 2026, finden die Sitzungen folgender Gremien statt. Rechnungsprüfungsausschuss: Mittwoch, 6. Mai 2026, 16 Uhr, kleiner Sitzungssaal (Raum 214) des Herner Rathauses, Friedrich-Ebert-Platz 2. Bezirksvertretung des Stadtbezirks Sodingen: Mittwoch, 6. Mai 2026, 17 Uhr, Veranstaltungszentrum Gysenberg, Am Revierpark 40. Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Immobilien: Donnerstag, 7. Mai 2026, 16 Uhr, kleiner Sitzungssaal (Raum 214) des Herner Rathauses, Friedrich-Ebert-Platz 2. Bezirksvertretung des Stadtbezirks Eickel: Donnerstag, 7. Mai 2026, 17 Uhr Volkshaus Röhlinghausen, Am Alten Hof 28. Tagesordnungen und Sitzungsunterlagen können im Ratsinformationssystem auf www.herne.de/ris eingesehen werden.

16 Uhr

Quartiersforum trifft sich

Rundgang durch Wanne-Mitte

Das Quartiersforum Wanne-Mitte geht am Donnerstag, 7. Mai 2026, in die nächste Runde (Symbolbild).

Das Quartiersforum Wanne-Mitte geht am Donnerstag, 7. Mai 2026, in die nächste Runde: Dialog, Austausch, Netzwerken, gemeinsam entwickeln und sich über die neusten Entwicklungen vor der eigenen Haustür informieren – das können die Bürger wieder miteinander tun. Das besondere diesmal: Das Forum findet in Form eines Spaziergangs entlang der Entwicklungsaktivitäten im Quartier statt. Schon zum achten Mal treffen sich interessierte Bürger, Vertretungen aus Institutionen, Verwaltung und Politik. Organisiert von der Abteilung „Zukunft der Gesellschaft“ lädt die Stadt Herne gemeinsam mit dem Bezirksbürgermeister Winfried Marx ein. Alle Interessierten sind von 16:30 bis 18:30 Uhr eingeladen, gemeinsam mit den Organisator*innen auf einem Rundgang durch Wanne die aktuellen Entwicklungsaktivitäten in Wanne-Mitte vor Ort kennenzulernen und mehr über diese zu erfahren. Treffpunkt ist vor der Stadtbibliothek in Wanne, Wanner Straße 21. Die Themen dieses Quartiersforums sind gewohnt vielfältig: Auf dem Rundgang können Interessierte aktuelle und geplante Projekte wie das K-Haus, das Rathauscarré, Veranstaltungen in der Christuskirche und ihrem Umfeld sowie die Umnutzung des Sparkassengebäudes am Buschmannshof direkt vor Ort kennenlernen und hinter die Kulissen blicken. Sie erfahren auch, was das Programm der Wanner Manifesta16Ruhr+ ist, was zudem im Jahr 2026 noch geplant ist und wie sich Bürger*innen beteiligen können. Aus organisatorischen Gründen ist die Teilnehmendenzahl in diesem Fall begrenzt. Um Anmeldung wird daher gebeten unter Telefon 0 23 23 / 16 – 27 09 oder per E-Mail. Die besichtigten Räumlichkeiten sind teilweise nicht oder nur eingeschränkt Barriere frei. Der Rundgang findet zu großen Teilen im Freien statt und ist somit wetterabhängig. Im Falle eines Unwetters behalten die Veranstalter sich die Möglichkeit einer kurzfristigen Absage vor. Mehr Infos hier. Die Quartiersforen finden bis zu dreimal jährlich statt und bieten den Raum, gemeinsam bedarfsorientierte Projekte für die Zukunft zu entwickeln. Sie dienen dazu, untereinander ins Gespräch und miteinander ins Handeln zu kommen, Interessen auszutauschen und relevante Themen für das Quartier zu entwickeln. Zudem bieten sie Raum dafür, sich mit eigenen Ideen einzubringen, Akteur*innen aus Verwaltung, Vereinen, Verbänden und Institutionen kennenzulernen, Fragen zu stellen und politische Entscheidungsprozesse nachzuvollziehen. Die Foren werden organisiert von der im Büro des Oberbürgermeisters angesiedelten Abteilung „Zukunft der Gesellschaft“ und den beiden Bezirksvertretungen. Die Abteilung wird unter anderem die bereits bestehenden und möglicherweise schon geplanten oder angestrebten Entwicklungsaktivitäten in ausgewählten Quartieren bündeln, harmonisieren und transparenter machen. Zunächst geschieht dies in Wanne-Mitte und im Feldherrenviertel in Horsthausen. Sie übernimmt die Koordination eines Prozesses, der „weiße Flecken“ in der Projektlandschaft identifizieren soll. Dann soll gemeinsam daran gearbeitet werden, Lösungsansätze und Projekte zu entwickeln. Außerdem sollen bestehende Projekte gestärkt werden, die eine zielorientierte, bedarfsorientierte, abgestimmte und zukunftsfähige Weiterentwicklung der angestoßenen Quartiersentwicklung fördern. Dabei wird auf die vorherigen Ansätze des Austausches und der Beteiligung aufgebaut. Der Dialog wird systematisiert und findet regelmäßig im jeweiligen Quartier statt

16:30 Uhr

Neuer Teil der Caritas-Gesprächsreihe 'Sicht im Schacht'

Sineb El Masrar liest aus 'Heult leise, Habibis!'

Sineb El Masrar Autorin, Journalistin, Dramatikerin und Moderatorin und liest aus ihrem Buch "Heult leise, Habibis!".

Der Herner Caritasverband lädt am Donnerstag, 7. Mai 2026, von 16.30 bis 18.30 Uhr alle Interessierten zur zweiten Veranstaltung seiner Gesprächsreihe „Sicht im Schacht: Eine Gesprächsreihe der Caritas Herne“ ein. Zu Gast ist die Autorin, Journalistin, Dramatikerin und Moderatorin Sineb El Masrar. Sie liest aus ihrem Buch „Heult leise, Habibis! Wie Ignoranz und Dauerempörung unsere Gesellschaft spalten“ (Eichborn Verlag 2024) und spricht über Probleme und Chancen einer Migrationsgesellschaft, stille Stimmen und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Veranstaltung findet im VHS-Saal im Kulturzentrum Herne, Willi-Pohlmann-Platz 1, 44623 Herne (Eingang der VHS), statt. Sineb El Masrar ist seit vielen Jahren als Publizistin und Autorin für Print- und Onlinemedien, TV und Theater tätig. Ihre Themenfelder sind unter anderem Feminismus, islamistische Tendenzen, Radikalisierung, Antisemitismus und Medien in unserer postmigrantischen Gesellschaft. In ihrem Buch „Heult leise, Habibis!“ setzt sie sich kritisch mit der Dauerempörung und Ignoranz auseinander, die in der heutigen Gesellschaft oft lautstark dominieren. El Masrar fordert dazu auf, die „vernünftigen Stillen“ in den Fokus zu nehmen und ihrem Wissen, ihren Eindrücken und Vorschlägen Gehör zu schenken. Um den Erhalt unserer Demokratie zu sichern, brauche es in unserer Gesellschaft dringend ein neues Gleichgewicht der Stimmen, indem die größere diverse Mehrheit der vernünftigen Stillen lauter wird. Moderiert wird die Veranstaltung von Ahmad Omeirate, Fachbereichsleiter „Integration, Migration und Beratende Dienste“ beim Herner Caritasverband. Das Programm des Abends umfasst neben der Lesung ausgewählter Passagen aus „Heult leise, Habibis!“ und einem Podiumsgespräch zwischen El Masrar und Omeirate eine offene Fragerunde mit dem Publikum sowie einen Büchertisch mit Signierstunde der Autorin und die Gelegenheit zum Austausch. Die Reihe „Sicht im Schacht“ ging im Oktober 2025 mit einer Lesung der SPIEGEL-Bestseller-Autorin Güner Yasemin Balci an den Start (halloherne berichtete). „Mit der Veranstaltungsreihe möchten wir eine Debattenkultur auf Augenhöhe fördern und durch Begegnung und Austausch unterschiedliche Perspektiven sichtbar machen“, erläutert Omeirate. An mehreren Terminen im Jahr lädt der Caritasverband im Rahmen von „Sicht im Schacht“ Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Gesellschaft ein, um aktuelle Fragen zu diskutieren und Impulse für ein demokratisches und vielfältiges Miteinander im Ruhrgebiet zu setzen. Der Eintritt zur Lesung mit Sineb El Masrar ist frei. Der Caritasverband bittet wegen der begrenzten Platzzahl um eine vorherige Anmeldung unter dem Link https://sichtimschacht.eventbrite.de oder per Mail an a.omeirate@caritas-herne.de.

16:30 Uhr

„Noch nicht tot, aber schon im Museum“

Hülk und Lippmeyer stellen in Düsseldorf aus

v.l. Wolfgang Hülk und Jörg Lippmeyer. 'Rettet die schönen Wörter' – Ausstellung im Mai 2026 in Düsseldorf.

Die beiden alten Künstlerfreunde tun es wieder: Der Zeichner und Fotograf Wolfgang Hülk und der freie Künstler Jörg Lippmeyer – beide Ur-Wanne-Eickeler – stellen ihre kollaborativ entstandenen Werke aus. Dieses Mal sind ihre Gemeinschaftsarbeiten von Mittwoch, 6. Mai, bis Sonntag, 31. Mai 2026, im Stadtmuseum Düsseldorf zu sehen. Die Eröffnungsrede zur Vernissage hält der Stadtführer und Buch-Autor Dietmar Schönhoff. Erneut widmen sich die Künstler Werken, mit denen sie sich anschicken, schöne Wörter dieser Welt zu retten. In einer Zeit, in der sich Sprache ständig weiterentwickelt und verändert, in der neue Begriffe – vorzugsweise aus technologischen Bereichen – entstehen, bleibt es ihr Anliegen, die Vielfalt der deutschen Sprache zu bewahren. Jörg Lippmeyer, vielen besser bekannt als „der bunte Mann aus Unser Fritz“, ist in seiner Heimatstadt bereits seit Jahren als Wörter-Retter unterwegs. In seinem Fundus finden sich Begriffe wie Flitzpiepe, Mumpitz, Brimborium, Kuddelmuddel oder auch Papperlapapp – Wörter, die vor dem Vergessen bewahrt werden sollen. Seit rund einem Jahr steht ihm dabei sein Düsseldorfer Künstlerfreund Wolfgang Hülk zur Seite. Hülk hat die Sammlung nicht nur erweitert, sondern sie auch um Düsseldorfer Mundart bereichert. So befinden sich nun so charmante Ausdrücke wie Retematäng oder Rotzech darin. Die beiden präsentieren die Wörter auf künstlerisch gestalteten Leinwänden. Anschließend bearbeitet jeder die Werke des anderen weiter, sodass fusionierte Arbeiten entstehen, die zwei Handschriften erkennen lassen. Mit diesem besonderen Projekt, leisten sie ihren Beitrag, die deutsche Sprache ein wenig lebendiger und fröhlicher zu behalten.

seit 6. Mai

Freitag, 8. Mai

Rundes Jubiläum des Umsonst-und-draußen-Festivals

'Essen Original' wird 30

Es legt das Berliner DJ-Team YouNotUs auf (Symbolbild).

Essen. Happy birthday, Essen Original: Das Umsonst-und-draußen-Festival feiert in diesem Jahr seinen 30. Geburtstag. Vom 8. bis 10. Mai 2026 gibt es wieder ein abwechslungsreiches Musikprogramm auf drei Bühnen. Top-Act ist am Freitag das Berliner DJ-Team YouNotUs ("Please tell Rosie", „Supergirl“, „Narcotic"), das seit Jahren auf großen Festivals wie Tomorrowland und Parookaville auflegt. Am Samstag steht Ásdis auf der Bühne. Die Isländerin feiert nicht nur allein mit Hits wie "Angel Eyes“ Erfolge, sondern auch zusammen mit Purple Disco Machine und Glockenbach.

Vier verschiedene Stücke für Kinder und Jugendliche

Theater Kohlenpott spielt in den Flottis

Unter anderem "Troja - Blinde Passagiere" zeigt das Theater Kohlenpott im Sommer 2026 in den Flottmann-Hallen - zudem noch drei weitere Stücke.

Das Theater Kohlenpott zeigt von Mai bis Juli 2026 insgesamt vier verschiedene Stücke im Theatersaal der Flottmann-Hallen (Straße des Bohrhammers 5). Gespielt werden „Troja - blinde Passagiere“, „1984“, „Pinocchio - ein Road Trip“ und die „Konferenz der Tiere“. „Troja - blinde Passagiere“ (halloherne berichtete) wird von Mittwoch bis Freitag, 6. bis 8. Mai 2026, jeweils um 10 Uhr als Schulvorstellung gezeigt und eignet sich für Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren. Darum geht es: Briseis und Spourgitis kennen keinen Frieden. Seit zehn Jahren tobt der trojanische Krieg, als er ausbrach, waren sie noch kleine Kinder. Beide haben von den Kriegern gelernt: Hasst eure Feinde! „Die Griechen haben alle Fell!“, davon ist Spourgitis überzeugt. Obwohl er noch nie einen gesehen hat. „Alle in Troja haben Schweinenasen“, ist sich Briseis sicher. Und dass, obwohl sie keinen Trojaner kennt. Es ist Krieg, da lernt man sich nicht kennen, da wird nur gekämpft. Aber eines Nachts begegnen sich die beiden doch. In der letzten Nacht des Krieges treffen sie im trojanischen Pferd aufeinander. Und werden dabei beobachtet vom Götterboten Hermes, der eine ganz eigene Meinung vom Krieg hat. Karten gibt es zum Preis von 14 Euro (ermäßigt acht Euro) per Mail an karten@theaterkohlenpott.de. Schulgruppen zahlen sechs Euro pro Person, eine Begleitperson hat freien Eintritt. Anmeldung für Gruppen unter barbara.feldbrugge@theaterkohlenpott.de oder Tel 0177/5475568. Das Stück „1984“ nach George Orwell (halloherne berichtete) wird am Mittwoch und Donnerstag, 27. und 28. Mai 2026, jeweils um 10 Uhr gezeigt und ist der Kategorie Kinder- und Jugendtheater zuzuordnen und ab 13 Jahren geeignet. Darum geht es: „Big brother is watching you“, diesen weltberühmten Satz schrieb George Orwell 1948 in seinem Buch „1984“. Inzwischen ist er zum Synonym für jede Form des Überwachungsstaats geworden. Viele Situationen, die Orwell 1948 als beängstigende Zukunftsvision erzählte, kommen uns 2025 verstörend heutig vor. Aber 1984 ist weit mehr als eine Dystopie, es erzählt die Liebesgeschichte von Winston und Julia. Aber kann man eine Liebe leben in Zeiten, in denen jeder jedem misstraut? Karten gibt es zum Preis von 14 Euro (ermäßigt acht Euro) per Mail an karten@theaterkohlenpott.de. Schulgruppen zahlen sechs Euro pro Person, eine Begleitperson hat freien Eintritt. Anmeldung für Gruppen unter barbara.feldbrugge@theaterkohlenpott.de oder Tel 0177/5475568. Es herrscht freie Platzwahl. Das Stück „Pinocchio - ein Road Trip“ (halloherne berichtete) wird von Dienstag bis Donnerstag, 16. bis 18. Juni 2026, jeweils um 10 Uhr gezeigt. Es ist für Kinder ab sechs Jahren geeignet. Darum geht es: Kann man sich sein Kind einfach schnitzen? Nein? Gepetto kann das, denn er ist der beste Tischler weit und breit. Trotzdem ist er überrascht, als seine Holzfigur plötzlich anfängt zu leben, zu reden und zu widersprechen und zu lernen, wie ein ganz normales Kind. Als Pinocchio dann plötzlich aus der Tischlerei verschwindet, um die Welt zu entdecken, macht sich Gepetto auf den Weg, um seinen Jungen zu suchen. Und so beginnt eine abenteuerliche Reise, mit unerwarteten Begegnungen an fabelhaften Orten. Eine Geschichte voller Humor und voller Fragen an das Leben, eine Geschichte vom Erwachsen werden, die in den mehr als hundert Jahren seit seinem Erscheinen, nicht an Brisanz verloren hat. Um schließlich ein richtiges Kind zu werden, muss Pinocchio am Ende auf seine Unsterblichkeit verzichten. Denn die Sterblichkeit ist das größte Geschenk des Lebens, behauptet die Fee… Karten gibt es zum Preis von 14 Euro (ermäßigt acht Euro) per Mail an karten@theaterkohlenpott.de per DM an den Instagramaccount @theaterkohlenpott. Schulgruppen zahlen sechs Euro pro Person, eine Begleitperson hat freien Eintritt. Anmeldung für Gruppen unter barbara.feldbrugge@theaterkohlenpott.de oder Tel 0177/5475568. Das Theaterstück „Konferenz der Tiere“ (halloherne berichtete) läuft von Mittwoch bis Freitag, 1. bis 3. Juli 2026, jeweils um 10 Uhr. Es gehört zum Kinder- und Jugendtheater und ist für Zuschauer ab acht Jahren geeignet. Darum geht es: Die Welt ist in Aufruhr: überall gibt es Kriege, Krisen und Armut. Und die Erwachsenen? Die suchen in einem fort vergeblich nach Lösungen. Und so endet auch die 86. Konferenz der Menschen ohne ein Ergebnis. Eine Katastrophe! Finden die Tiere und Löwe, Giraffe und Elefant organisieren eine eigene Konferenz. Es soll ein Treffen werden, bei dem sich alle Tiere und Kinder überlegen, wie ein friedliches Zusammenleben und eine gute Zukunft aussehen können. Die Frage ist nur: wie kann etwas verändert werden? Wem wird überhaupt zugehört? Und wie geht eigentlich eine Konferenz? Gemeinsam mit den Tieren begebt ihr euch auf die Reise zur Konferenz, um genau das herauszufinden. Herzlich willkommen zur ersten Konferenz der Tiere – und natürlich auch der Kinder! Karten gibt es zum Preis von 12 Euro (ermäßigt sechs Euro) per Mail an karten@theaterkohlenpott.de per DM an den Instagramaccount @theaterkohlenpott. Schulgruppen zahlen sechs Euro pro Person, eine Begleitperson hat freien Eintritt. Anmeldung für Gruppen unter barbara.feldbrugge@theaterkohlenpott.de oder Tel 0177/5475568.

10 Uhr

DRK-Blutspende-Mobil macht Halt bei wewole

Blutspende-Mobil.

Das Blutspende-Mobil des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) macht am Freitag, 8. Mai 2026, in der Zeit von 10 Uhr bis 14 Uhr, an der wewole STIFTUNG, an der Langforthstraße 24, halt. Jeder Mensch ab 18 Jahren, der über 50 Kg wiegt, darf Blutspenden und sollte zu dem Termin seinen Personalausweis dabei haben. Wer zum ersten Mal spendet muss unter 68 Jahren sein. Hier geht es zur Anmeldung. Eine einzelne Blutspende kann bis zu drei Leben retten. Menschen in allen Lebenslagen und aus allen Bevölkerungsgruppen benötigen Blutpräparate. Manche brauchen sie in akuten Fällen, um Unfälle zu überleben. Viele benötigen sie jedoch regelmäßig, da sie unter chronischen Krankheiten leiden. Mit Ihrer Blutspende sorgen Sie dafür, dass diese Menschen überleben und gesund werden können.

10 Uhr

Aktionstag vom SSB Herne beim TC Blau-Weiß Wanne-Eickel

Erstes inklusives Sportfest steht an

Der Stadtsportbund Herne (SSB) richtet das erste inklusive Sportfest am Freitag, 8. Mai 2026, auf der Anlage des TC Blau-Weiß aus. Dabei soll es unter anderem Rolli-Tennis geben (Symbolbild).

Der Stadtsportbund Herne (SSB) richtet das erste inklusive Sportfest in Herne aus. Es ist geplant für Freitag, 8. Mai 2026, von 12 bis 17 Uhr auf der Anlage vom TC Blau-Weiß Wanne-Eickel, Emscherstraße 55. Es ist Teil einer der Aktionstage im Rahmen des Landesaktionsplans Sport und Inklusion, zu dem auch weitere Termine im Jahr 2026 zählen (halloherne berichtete). Zur Eröffnung werden Vertreter der Staatskanzlei NRW, des SSB Herne und der Herner Stadtverwaltung sprechen. Danach können die Gäste mit und ohne Einschränkungen verschiedenste Sportarten gemeinsam ausprobieren und für sich entdecken. Nicht nur Gehörlosen- und Rolli-Tennis sowie Padel, auch viele weitere Sportarten wie Boccia, Cornhole, Fußball, Hockey, Minigolf sollen vor Ort zum Testen angeboten werden. Musik, Tanz und Artistik runden das Programm ab.

12 Uhr

Neue und weitere Inklusionsprojekte vom SSB Herne im Jahr 2026

Rollstuhlbasketball kennenlernen und erleben

Der Stadtsportbund Herne (SSB) bietet ein neues Projekt am, um Rollstuhlbasketball kennenzulernen und auszutesten.

Gemeinsam mit den Special Olympics NRW setzt sich der Stadtsportbund Herne (SSB) das Ziel, mehr inklusive Sportangebote in Herne zu schaffen - seit 2025 ist die Stadt auch „Fokus Kommune Inklusion“. Dazu schafft er ab 2026 für Herner Trainer und Übungsleiter kostenlose Fortbildungsangebote. Los geht es mit Rollstuhlbasketball, welches interessierten Leuten näher gebracht werden soll. Dafür hat Frank Stieglitz, beim SSB Herne unter anderem für den Bereich „Inklusion im Sport“ zuständig, Rolli Basketballer von der RGB Dortmund mit ins Boot geholt. „Sie wollen uns und allen, die möchten, einen Einblick in ihren Sport geben“, erläutert Stieglitz. Dafür wurden zunächst zwei Termine auserkoren. Jeweils am Samstag, 24. Januar und 7. Februar 2026, von 14 bis 16 Uhr, wird Rollstuhlbasketball in der Sporthalle Hölkeskampus, Flottmannstraße 35, gespielt. Eingeladen sind sowohl Fußgänger, Rolli-Fahrer und alle weiteren interessierten Herner Sportler, die unter der professionellen Anleitung der Trainer vom RGB Dortmund Rollstuhlbasketball kennenlernen und erleben wollen. Anmeldung per Email (frank.stieglitz@ssb-herne.de) oder Telefon (02323 957 098) ist willkommen, aber keine Voraussetzung. Wegen mangelndem Interesse muss der zweite Termin am Samstag, 7. Februar 2026, gestrichen werden. Das teilte der SSB am Dienstag (27.1.2026) mit. Unterstützung gibt es dafür auch vom neuen „Landesaktionsplan Sport und Inklusion“ (www.sportland.nrw). Diesen möchte der hiesige SSB dafür nutzen, die Herner Sportvereine nach Kräften bei der Einrichtung von inklusiven Sportangeboten zu unterstützen. Der Landessportbund NRW (LSB) wiederum greift inklusiven Sportangeboten mit dem Förderprogramm 1000 x 1000 unter die Arme, über das Sportvereine jährlich bis zu 1.000 Euro, unter anderem auch für integrative und inklusive Maßnahmen, beantragen können. Darüber hinaus sind bereits verschiedene Aktionstage fest geplant. So steht am Freitag, 8. Mai 2026, von 12 bis 17 Uhr beim TC Blau-Weiß Wanne-Eickel (Emscherstraße 55) der Herner Aktivtag Sport und Inklusion an. Dabei soll es nach der Premiere im Jahr 2025 wieder ein inklusives Sportfest für alle geben. Nicht nur Gehörlosen- und Rolli-Tennis sowie Padel, auch viele weitere Sportarten wie Boccia, Cornhole, Fußball, Hockey, Minigolf werden vor Ort zum Testen angeboten. Eine Fortbildung für Tennistrainer, die Grundlagen im Para-Tennis als auch Inklusion im Tennis thematisiert, steht am Samstag, 30. Mai 2026, von 10 bis 14 Uhr, ebenfalls beim TC Blau-Weiß Wanne-Eickel (Emscherstraße 55) auf dem Programm. Vom SSB heißt es dazu: „Die Fortbildung vermittelt kompakt fachliche Hintergründe und grundlegende praktische Ansätze zum Umgang mit Heterogenität im Training und den Tennis-Disziplinen von Menschen mit Behinderung, etwa im Rollstuhltennis oder Blindentennis. Sie richtet sich an Trainer, die sich für Inklusion im Tennis interessieren, einen ersten, methodischen Einstieg ins sogenannte Para-Tennis suchen oder ihre eigenen Vorkenntnisse im Austausch mit dem Experten und der Gruppe vertiefen wollen.“ Referent ist der Sportwissenschaftler Niklas Höfken, er ist Rollstuhltennis-Bundestrainer und leitet das „Tennis für Alle“-Projekt der Gold-Kraemer-Stiftung. Er arbeitet mit Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen in allen Disziplinen des Para-Tennis, vom Nachwuchs- und Breiten- bis zum paralympischen Leistungssport. Er unterrichtet Tennis in Diversität an Universitäten und in Sportverbänden im In- und Ausland. Anmeldung per Email an: frank.stieglitz@ssb-herne.de. Zudem bietet der SSB eine Fortbildung für alle Herner Trainer und Übungsleiter mit dem Titel „Sport inklusiv gestalten – gleichberechtigte Teilhabe fördern: Methodische Hilfen für die Planung und Durchführung inklusiver Sportangebote“ an. Diese findet statt am Samstag, 27. Juni 2026, von 10 bis 17 Uhr, in der Sporthalle Hölkeskampus (Flottmannstraße 35). Neben einer kurzen Einführung in das Thema, stehen vorrangig viele Praxisbeispiele im Mittelpunkt der Fortbildung, anhand derer methodische Hilfen für die Planung und Durchführung von Spiel und Sport in inklusiven Gruppen vermittelt werden. Unter diesem Link geht es direkt zur Anmeldung.

12 Uhr

Caritas-Quartiersbüro veranstaltet Büchertauschbörse für Kinder

Vierte Bücherschrank-Aktion der Caritas

v.r. Ulrike Lange und Emine Ertan vom Caritas-Quartiersbüro und Bücherschrankpatin Ina Meyer laden auch in diesem Jahr zum Stöbern in vielfältigen Kinderbüchern ein. Das Bild entstand bei der Bücherschrank-Aktion 2025.

Das Caritas-Quartiersbüro in Herne-Mitte lädt am Freitag, 8. Mai 2026, von 14 bis 16 Uhr wieder zu einer Kinderbuchaktion rund um den Bücherschrank in der Herner Innenstadt ein. Der Bücherschrank befindet sich auf der Bahnhofstraße in Höhe des Kugelbrunnens und bietet Lesestoff für alle Altersklassen einschließlich einer Kinderbuchecke. Jung und Alt sind herzlich eingeladen, in den ausgestellten Kinderbüchern zu stöbern, ins Gespräch zu kommen und Bücher und Lesetipps zu tauschen. Zum vierten Mal lädt der Herner Caritasverband alle großen und kleinen Herner zur Büchertauschbörse ein. Wie bei den erfolgreichen Veranstaltungen in den Vorjahren werden auch in diesem Jahr neue Kinderbücher vorgestellt, die im Laufe der letzten Monate als Spende im Quartiersbüro abgegeben wurden. Während der Veranstaltung werden rund um den Bücherschrank Kinderbücher für alle Altersklassen an die Passanten verteilt. Unterstützt wird die Aktion von Bücherschrankpatin Ina Meyer, die seit über sechs Jahren ehrenamtlich für einen aufgeräumten und gut sortierten Bücherschrank auf der Bahnhofstraße sorgt. „Das Motto der diesjährigen Caritas-Jahreskampagne lautet „Zusammen geht was. Caritas verbindet Generationen.“ Auch gemeinsames Lesen und Vorlesen verbindet Generationen. Sind die Kinder klein, lesen die Erwachsenen ihnen Geschichten vor. Werden die Menschen älter, freuen sie sich, wenn die Jüngeren ihnen aus Büchern oder Zeitungen vorlesen“, sagt Ulrike Lange vom Caritas-Quartiersbüro. „Das Teilen und Wiederverwenden von Büchern schont zudem Ressourcen, reduziert Abfall und trägt somit zum Klimaschutz bei.“ Mit der Aktion wolle man die Lust aufs Lesen wecken und auf den Bücherschrank aufmerksam machen. Der öffentliche Bücherschrank auf der Bahnhofstraße ist frei zugänglich. Alle Bürger sind eingeladen, sich dort mit Lektüre zu versorgen oder Bücher hineinzustellen. Wer Kinder- und Bilderbücher für die Kinderabteilung des Bücherschranks spenden möchte, kann diese dienstags und donnerstags vormittags im Caritas-Quartiersbüro, Viktor-Reuter-Straße 1 in Herne-Mitte, abgeben. Die Bücherschrank-Aktion findet zum Projekt „Gemeinsam älter werden“ statt und wird von der GlücksSpirale gefördert. Weitere Infos: Ulrike Lange und Emine Ertan, 02323 92960-934, u.lange@caritas-herne.de und e.ertan@caritas-herne.de.

14 Uhr

„May the Book Be With You!“

Star Wars Reads in der Bibliothek Herne-Mitte

Am Freitag, 8. Mai 2026, verwandelt sich die Bibliothek Herne-Mitte, Willi-Pohlmann-Platz 1, in eine Bühne für eine weit, weit entfernte Galaxis: Beim „Star Wars ReadsTM“ sind Kinder ab fünf Jahren, Familien und alle Fans eingeladen, Lesen und Fantasie auf einzigartige Weise zu erleben (Symbolbild).

Am Freitag, 8. Mai 2026, verwandelt sich die Bibliothek Herne-Mitte, Willi-Pohlmann-Platz 1, in eine Bühne für eine weit, weit entfernte Galaxis: Beim „Star Wars ReadsTM“ sind Kinder ab fünf Jahren, Familien und alle Fans eingeladen, Lesen und Fantasie auf einzigartige Weise zu erleben. Ab 15 Uhr startet ein Programm mit kreativen Mitmachaktionen wie Lichtschwerter basteln, Rätsel lösen, einen eigenen Papier-C-3PO gestalten und Bilder ausmalen. Alle Besucher*innen sind eingeladen, sich als Jedi, Sith oder Droide zu verkleiden. Ab 17 Uhr erwartet sie eine exklusive Star-Wars-Lesung, gefolgt von einer Auslosung und Preisübergabe. Für authentische Atmosphäre sorgen der Star-Wars-Kostümclub „501st Legion German Garrison“ und die Jedi Ritter von „Industrial Light and Saber“. Der Eintritt ist frei.

15 Uhr

Installation 'Schwarzkaue/Weißkaue' zu sehen

Gereon Krebber in der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3

Keramische Kugeln im Außenraum der Künstlerzeche Unser Fritz erinnern an fragile Schneefragmente - sie sind Teil der Ausstellung und Installation "Schwarzkaue/Weißkaue" von Gereon Krebber.

Gereon Krebber, seit 2012 Professor für Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf, stellt eine raumgreifende Installation ins Kauengebäude der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3 und greift unter dem Titel „Schwarzkaue/Weißkaue“ am historischen Ort in Unser Fritz die historische Funktion der Kauen als Umkleideräume im Bergbau auf und verschiebt deren ursprüngliche Ordnung: Schwarz und Weiß, Arbeit und Alltag, werden räumlich vertauscht. Die von Danuta Karsten und Florian Kunath kuratierte Ausstellung wird am Samstag, 25. April 2026, um 17 Uhr in der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3 eröffnet. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des Fördervereins, Jürgen Hausmann, führt Georg Elben, Direktor des Skulpturenmuseums Marl, in Leben und Werk des Bildhauers ein. Nach einem Studium generale am Leibniz-Kolleg in Tübingen wechselte Gereon Krebber von 1994 bis 2000 an der Düsseldorfer Kunstakademie als Schüler von Tony Cragg und Hubert Kiecol. Anschließend setzte er seine Ausbildung mit einem Bildhauer-Studium am Royal College of Art in London fort. Krebber, der in Köln lebt und arbeitet, zählt längst zu den profilierten Bildhauern seiner Generation. Seine Arbeiten sind national und international in Ausstellungen und Sammlungen vertreten. Der gebürtige Oberhausener des Jahrgangs 1973 hat bereits in Herne ausgestellt, im Rahmen des Kultur-Hauptstadtjahres zusammen mit Luka Fineisen „Wasserspiegel“ in den Flottmann-Hallen als Auftakt der Ausstellungsreihe „liquid area“ (Flüssigkeitsbereich) der Ruhr.2010. Mit der Ausstellung „Schwarzkaue/Weißkaue“ entwickelt Gereon Krebber nun auf Unser Fritz eine ortsspezifische Installation, die direkt aus der Geschichte der ehemaligen Zeche heraus gedacht ist. Ausgangspunkt sind die sogenannten Kauen – die Umkleideräume der Bergleute, in denen zwischen Arbeits- und Alltagskleidung getrennt wurde. Krebber greift diese Struktur auf und kehrt sie bewusst um: Schwarz und Weiß, Arbeit und Alltag, verschieben ihre Plätze. In der Weißkaue breitet sich eine große, kohlenschwarze Formation aus verbranntem Holz aus, verschachtelt und beinahe labyrinthisch. In der Schwarzkaue hingegen hängt ein heller, unregelmäßig gesägter Körper aus Styropor und Wachs, leicht geneigt und in Bewegung. Diese Gegenüberstellung bildet den Kern der Ausstellung. Ergänzt wird sie durch eine Reihe eigenwilliger plastischer Arbeiten: farbig gesprenkelte, quallenartige Keramiken an den Wänden, ein grünlich schimmernder, von wurmartigen Strukturen überzogener Körper aus Bauschaum sowie keramische Kugeln im Außenraum, die an fragile Schneefragmente erinnern. Zwischen diesen Elementen entsteht ein irritierendes, zugleich spielerisches Szenario, das sich jeder eindeutigen Lesart entzieht. Inhaltlich verbindet die Ausstellung zwei zentrale Traditionslinien des Ruhrgebiets: Bergbau und Keramik. Ohne die materiellen und infrastrukturellen Voraussetzungen des Bergbaus wäre keramische Produktion in dieser Form nicht denkbar gewesen. Krebber nimmt diese historische Verbindung nicht illustrativ auf, sondern überführt sie in eine eigenständige, zeitgenössische Formensprache. Fragen von Material, Transformation und – unterschwellig – auch von Klima und Vergänglichkeit werden dabei mit verhandelt. Die Ausstellung „Schwarzkaue/Weißkaue“ ist im Anschluss an die Vernissage noch bis Sonntag, 17. Mai 2026 in der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3, Zur Künstlerzeche 10 in 44653 Herne bei freiem Eintritt zu sehen: Mittwochs und samstags jeweils zwischen 15 und 18 Uhr sowie sonntags von 14 bis 17 Uhr. Zum Rahmenprogramm gehören das Künstlercafé auf Unser Fritz am Samstag, 2. Mai 2026 von 14:30 bis 16:30 Uhr sowie der gemütliche Feierabend-Plausch „Schichtwechsel“ am Freitag, 8. Mai 2026 von 18 bis 21 Uhr.

18 Uhr

Felix Carlos Ringering-Fritsche

Zweiter Teil – Jazz im ZEITMAUL

Jazz- und Improvisationsmusiker Felix Carlos Ringering-Fritsche.

Im Bochumer ZEITMAUL Theater stellen die Verantwortlichen im zweiten Teil der Reihe – Jazz im ZEITMAUL – am Freitag, 8. Mai 2026, ab 19:30 Uhr einen Musiker der modernen Jazz- und Improvisationsmusik aus der Region vor: Felix Carlos Ringering-Fritsche, geb. 1986 in Kirchheimbolanden/Pfalz, studierte Saxophon an der Folkwang Universität der Künste Essen. Seit 2011 ist er Mitglied von der Großformation „The Dorf“, mit der er den Jazzpreis Ruhr 2013 erhielt und unter anderem Konzerte beim Moers Festival und während der Zappanale in Bad Doberan gab. Konzerte führten ihn unter anderem nach Frankreich, Italien, Niederlande, Polen, Österreich, Südkorea, Brasilien und Südafrika. Daneben wirkt er in zahlreichen Musical-, Theater- und Studioproduktionen mit. Fritsche arbeitet seit Ende 2019 Saxophonlehrer und Bigband-Leiter an der städtischen Musikschule in Gelsenkirchen. Bei dem Konzert am 8. Mai werden eigens arrangierte Stücke von Felix Ringering-Fritsche, Eckard Koltermann, Thelonious Monk und Eric Dolphy aufgeführt. Felix Carlos Ringering-Fritsche - Altsaxophon, Bassklarinette; Eckard Koltermann - Bassklarinette, Baritonsaxophon; Serge Corteyn - Gitarre, Electronics. Die Karten an der Abendkasse kosten 15 Euro, ermäßigte Karte für Schüler / Studenten kosten 10 Euro.

19:30 Uhr

'Vorsicht, Patienten!' am Kleinen Theater

Stefan Urban debütiert als Hausautor

'Vorsicht, Patienten!' heißt die neue Boulevardkomödie von Stefan Urban, die derzeit im Kleinen Theater Herne geprobt wird und am 18. April 2026 ihre Uraufführung feiert.

Das Kleine Theater Herne hat nach Jürgen Seifert und Dr. Christian Weymayr mit Stefan Urban einen dritten Hausautor. Nachdem der langjährige Schauspieler im Herner Amateurensemble 2021 bereits den Online-Krimi „Man(n) wird nur einmal 60“ vorlegte, ist „Vorsicht, Patienten!“ nun sein erstes Theaterstück. Die Uraufführungs-Premiere am 18. April 2026 ist bereits ausverkauft. In dem es recht boulevardesk zugeht: In der Arztpraxis von Dr. Stefan Liebhold (Markus Stehmann) läuft der Alltag selten nach Plan, denn hier treffen Temperamente aufeinander, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Da wäre die eigenwillige Ursula „Uschi“ Spritzmann (Gudrun Rosenke), die zwar kurz vor der Rente steht, aber mit einer Persönlichkeit ausgestattet ist, die man so schnell nicht vergisst. An ihrer Seite wirbelt die chaotische Auszubildende Sandy Schmatz (Lucy Janßen alternierend mit Lisa Liedtke), die jede Situation mit viel Enthusiasmus – und manchmal auch mit etwas zu viel Aktion – angeht. Und als wäre das nicht genug, sorgen die Patienten für ein Praxiserlebnis der besonderen Art: der Hypochonder Hugo Zipperlein (Benno Janßen) als Dauergast, Lieselotte Plauder (Anke Uzoma alternierend mit Christa Herzog) mit ihrem unerschöpflichen Redefluss, die elegante Beate Schwärmer (Heike Hebing alternierend mit Christine Boinski), der Außendienstler Bernd Hektikus (Jens Pelny alternierend mit Stephan Urban) im Dauerstress und der alternativ-entspannte Rainer Kräutergeist (Erik Hebing) bringen ihre ganz eigenen „Diagnosen“ mit – und treiben den Praxisbetrieb zuverlässig an die Grenze der Belastbarkeit. Zwischen Wartezimmer, Behandlungsraum und jeder Menge Pannen entsteht ein urkomischer Mikrokosmos, in dem Komödie und Realität auf charmante Weise verschwimmen. Stefan Urban gewährt in seinem Stück, das er auch selbst inszeniert, einen Blick hinter die Kulissen des Praxisalltags – voll Herz, Humor und liebevoller Alltagssatire. Sowohl die Uraufführungs-Premiere am 18. April 2026 als auch die drei Folgevorstellungen am 19., 24. und 26. April 2026 sind bereits ausverkauft, Restkarten sind für die Vorstellung am Sonntag, 3. Mai 2026, um 18 Uhr erhältlich.

20 Uhr

„Noch nicht tot, aber schon im Museum“

Hülk und Lippmeyer stellen in Düsseldorf aus

v.l. Wolfgang Hülk und Jörg Lippmeyer. 'Rettet die schönen Wörter' – Ausstellung im Mai 2026 in Düsseldorf.

Die beiden alten Künstlerfreunde tun es wieder: Der Zeichner und Fotograf Wolfgang Hülk und der freie Künstler Jörg Lippmeyer – beide Ur-Wanne-Eickeler – stellen ihre kollaborativ entstandenen Werke aus. Dieses Mal sind ihre Gemeinschaftsarbeiten von Mittwoch, 6. Mai, bis Sonntag, 31. Mai 2026, im Stadtmuseum Düsseldorf zu sehen. Die Eröffnungsrede zur Vernissage hält der Stadtführer und Buch-Autor Dietmar Schönhoff. Erneut widmen sich die Künstler Werken, mit denen sie sich anschicken, schöne Wörter dieser Welt zu retten. In einer Zeit, in der sich Sprache ständig weiterentwickelt und verändert, in der neue Begriffe – vorzugsweise aus technologischen Bereichen – entstehen, bleibt es ihr Anliegen, die Vielfalt der deutschen Sprache zu bewahren. Jörg Lippmeyer, vielen besser bekannt als „der bunte Mann aus Unser Fritz“, ist in seiner Heimatstadt bereits seit Jahren als Wörter-Retter unterwegs. In seinem Fundus finden sich Begriffe wie Flitzpiepe, Mumpitz, Brimborium, Kuddelmuddel oder auch Papperlapapp – Wörter, die vor dem Vergessen bewahrt werden sollen. Seit rund einem Jahr steht ihm dabei sein Düsseldorfer Künstlerfreund Wolfgang Hülk zur Seite. Hülk hat die Sammlung nicht nur erweitert, sondern sie auch um Düsseldorfer Mundart bereichert. So befinden sich nun so charmante Ausdrücke wie Retematäng oder Rotzech darin. Die beiden präsentieren die Wörter auf künstlerisch gestalteten Leinwänden. Anschließend bearbeitet jeder die Werke des anderen weiter, sodass fusionierte Arbeiten entstehen, die zwei Handschriften erkennen lassen. Mit diesem besonderen Projekt, leisten sie ihren Beitrag, die deutsche Sprache ein wenig lebendiger und fröhlicher zu behalten.

seit 6. Mai

Samstag, 9. Mai

Ballett „Phoenix Effect“ am MiR

Vom Beenden und immer wieder neu anfangen

Douglas Oliveira und Ashley Affolter in „Phoenix Effect“ ab Ende April 2026 in Gelsenkirchen.

Die Sage vom Phoenix, der am Ende seines sehr langen Lebenszyklus' verbrennt, um aus der Asche wiedergeboren zu werden, ist der Ausgangspunkt des letzten Ballettabends unter der alten Leitung am Gelsenkirchener Musiktheater im Revier. Sie geht zurück auf den altägyptischen Benu-Mythos, dessen Zyklus allerdings nur einen Tag dauert und der so den Kreislauf der Sonne symbolisiert. Die international gefragte Choreographin Lali Ayguadé teilt sich die Auseinandersetzung mit dem Mythos mit ihrem Kollegen Akira Yoshida. Zwei eigenständige Kreationen fügen sich zu einem kompletten Zyklus und abendfüllenden Stück zusammen. Dabei kommt ihnen zugute, dass sie schon in zahlreichen Projekten eng zusammengearbeitet haben und ihre unterschiedlichen Bewegungssprachen sich perfekt ergänzen. Akira Yoshida beschäftigt sich in „Ashes to Down“ (Arbeitstitel) mit dem Enden, also der ersten Hälfte des Zyklus', in einer Tanzsprache, die der Choreograph vom Vokabular des Breakdance her entwickelt. Die Katalanin Lali Ayguadé, die mit bedeutenden Künstlern wie Marcos Morau, Akram Khan und Hofesh Shechter zusammenarbeitete, setzt sich in ihrem Teil mit der Wiedergeburt als Chance auseinander. Am Donnerstag, 30. April 2026, um 19.30 Uhr feiert „Phoenix Effect“ im Kleinen Haus am Kennedyplatz seine Uraufführung. Gemeinsam ist beiden Choreographen eine sehr erzählerische Bewegungssprache, die sich aus der genauen Beobachtung alltäglicher Interaktion von Menschen herleitet. Das gibt ihren Stücken eine Unmittelbarkeit und Zugänglichkeit, die im zeitgenössischen Tanz nicht selbstverständlich ist. Gleichzeitig sind Gesten und Bewegungsmuster künstlerisch überformt und fügen sich zu einem ästhetischen Gesamtbild. Karten kosten ab 16 Euro. Als dritte Arbeit ergänzt „Hand made“ von Olivia Court Mesa den Abend. Das kurze, hoch konzentrierte Stück für vier Tänzer war bereits 2023 im Kunstmuseum Gelsenkirchen zu sehen. Jetzt ist die Kreation der Gewinnerin der Rotterdam International Duet Choreography Competition 2022 (RIDCC) erstmals auf der Theaterbühne zu erleben. Getanzt wird sie von den vier „Gründungsmitgliedern“ der MiR Dance Company: Marie-Louise Hertog, Alessio Monforte, Pablo Navarro Muñoz und Chiara Rontini. Zu dieser Produktion findet am Freitag, 24. April 2026, um 18 Uhr eine Tanz-Werkstatt, bei der das Publikum Einblicke in Proben erhält und Gelegenheit hat, die Choreographen kennen zu lernen, statt. Die weiteren Aufführungen nach der Premiere: Am Samstag, 9. Mai, Sonntag, 17. Mai, am Samstag, 6. Juni, Freitag, 12. Juni und Sonntag, 21. Juni sowie am Donnerstag, 2. Juli 2026. Karten unter musiktheater-im-revier.de oder Tel. 0209 – 4097200.

Junge Menschen ab 14 Jahren sind eingeladen

Jugendforum Dekanat Emschertal 2026

Paul Junglas Dekanatsreferent für Jugend und Familie.

Am Samstag, 8. Mai 2026, sind junge Menschen ab 14 Jahren in das Stadtforum von Herne eingeladen. In der Zeit von 16 bis 20 Uhr geht es zum Beispiel um Fragen wie: Was braucht ihr im Dekanat Emschertal um gute Jugendarbeit zu machen? Mit wem kann ich kooperieren? Wen gibt es noch hier? Wer sind Gleichgesinnte? In lockerer Atmosphäre geht es dann um die Zukunft der Jugend(verbands)arbeit im Dekanat Emschertal. Es geht darum, wie die jungen Christen sich die Jugend(verbands)arbeit vorstellen und was sie an Support brauchen. Hier geht es zu mehr Infos und zur Anmeldung.

Rundgang durch 'Unsere Heimat, unsere Liebe' und Erinnerungstour

Vielschichtige Fußballgeschichte im Doppelpack

Florian Kovatsch (Mitte), hier bei einer Führung im Stadtpark Bochum. Außerdem führt er durch die Ausstellung "Unsere Heimat, unsere Liebe".

Bochum. Die Reihe „Dein Fußball-Wochenende in Bochum“ wird am Samstag, 9. Mai 2026, vor dem Heimspiel des VfL Bochum 1848 gegen Hannover 96 fortgesetzt. Bochum Marketing lädt gemeinsam mit dem Fanprojekt Bochum zu einer kombinierten Führung durch die bewegende Ausstellung „Unsere Heimat, unsere Liebe“ und einer anschließenden Tour zu zentralen Erinnerungsorten des Bochumer Fußballs ein. Beginn ist um 10 Uhr im Ladenlokal am Dr.-Ruer-Platz 4 in der Innenstadt. Das Ziel wird gegen 11:30 Uhr das Vonovia Ruhrstadion sein, wo ab 13 Uhr der Ball rollt. Tickets für zehn Euro sind ab sofort erhältlich, ein Teil des Erlöses fließt in die Jugendarbeit des Fanprojekts Bochum. Der Termin am 9. Mai teilt sich in zwei „Halbzeiten“ auf. Zum Auftakt führt Florian Kovatsch vom Fanprojekt Bochum durch die Ausstellung „Unsere Heimat, unsere Liebe“. Die Schau beleuchtet die Gründung des VfL Bochum, die NS- Vergangenheit der Stadt Bochum sowie die Geschichte des letzten Fußballmeisters im jüdischen Verbund, Schild Bochum. Alle Interessierten können dabei erleben, wie eng Fußball, Stadtgeschichte und gesellschaftliche Verantwortung verzahnt sind. Zusammengestellt wurde die Wanderausstellung unter Koordination des Fanprojekts Bochum von der Arbeitsgruppe „1938 nur damit es jeder weiß“. Über 20 Fans des VfL wirkten bei der inhaltlichen und grafischen Gestaltung der Ausstellung mit. Im direkten Anschluss beginnt die „zweite Halbzeit“ unter freiem Himmel: Die Gruppe besucht unter Kovatschs Führung ausgewählte Erinnerungsorte mit Fußballbezug, darunter den Erich-Gottschalk-Platz und den Stadtpark als historische Geburtsstätte des Vereins. Über die Castroper Straße führt der Weg schließlich zum Vonovia Ruhrstadion, wo die Tour endet. Die Führung gibt Einblicke in persönliche Schicksale, sportliche Erfolge, gesellschaftliche Entwicklungen und die facettenreiche Geschichte des Fußballs in Bochum. Sie baut – in einer verkürzten Version – auf der seit 2018 viel gelobten Tour „Auf den Spuren Erich Gottschalks“ auf und knüpft an die erfolgreichen Fußballführungen der Vorjahre an. Tickets für die kombinierten Führung durch die Ausstellung „Unsere Heimat, unsere Liebe“ und die anschließende Tour zum Ruhrstadion im Rahmen von „Dein Fußball-Wochenende in Bochum“ sind online unter www.bochum-tourismus.de/fussball-wochenende erhältlich. Im Preis von 10 Euro ist eine Spende für die Jugendarbeit des Fanprojekts Bochum enthalten. Eintrittskarten für das Heimspiel des VfL Bochum 1848 gegen Hannover 96 sind nicht im Preis enthalten.

10 Uhr

MTB-Fahrtechnik-Training auf der Halde Hoheward

Mehr Spaß, weniger Angst auf dem Bike

Im Landschaftspark Hoheward kann man auf der Halde ein MTB-Fahrtechnik-Training nutzen.

Herten/Recklinghausen. Mehr Spaß, weniger Angst: Unter diesem Motto bietet Mountainbike Ruhrgebiet zusammen mit dem Besucherzentrum Hoheward am Samstag, 9. Mai 2026, von 11 bis 15 Uhr ein Fahrtechnik-Training für MTB- und eMTB-Neulinge an. Ausgebildete Trainer führen auf der Halde an der Stadtgrenze Herten/Recklinghausen an die Grundlagen der richtigen Fahrtechnik heran und erleichtern den sicheren Umgang im Gelände. Nach dem Bikecheck stehen u.a. die korrekte Haltung und Blickführung sowie Kurven- und Bremsen-Basics auf dem Programm. Voraussetzung für die Teilnahme sind ein technisch funktionsfähiges MTB sowie Helm, Handschuhe und Radbrille. Protektoren werden empfohlen. Außerdem sollten Pannenausrüstung und Proviant mitgebracht werden. Treffpunkt ist das Besucherzentrum Hoheward, Werner-Heisenberg-Straße 14 in Herten. Der Kurs kostet 99 Euro. Eine Anmeldung unter http://www.hoheward.rvr.ruhr, 02366/181160 oder hoheward@rvr.ruhr ist notwendig. Weitere MTB-Trainings finden am jeweils am Samstag, 4. Juli, 1. August und 19. September 2026 statt. Das Besucherzentrum Hoheward ist eine Einrichtung des Regionalverbandes Ruhr (RVR) in Kooperation mit den Städten Herten und Recklinghausen. Alle Veranstaltungen und Infos sind unter https://www.hoheward.rvr.ruhr zu finden.

11 Uhr

Familienprogramme, Lange Nacht der Mahlzeit und Extraschicht

Höhepunkte im LWL-Archäologiemuseum 2026

Das LWL Archäologiemuseum in Herne.

Auch im neuen Jahr steht das LWL-Museum für Archäologie und Kultur in Herne im Zeichen der Sonderausstellung „Mahlzeit! Wie Essen uns verbindet“, die noch bis zum 13. September in Herne zu sehen ist. Unter der neuen Leitung von Melanie Wunsch setzt das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) verstärkt auf familienfreundliche Angebote - mit einem großen Familienwochenende am 31. Januar und 1. Februar sowie dem Familiensonntag an jedem ersten Sonntag im Monat. Höhepunkte im Veranstaltungskalender sind außerdem die Lange Museumsnacht am 27. März unter dem Motto „Mahlzeit!“ und die Extraschicht am 27. Juni. Die Vortragsreihe zur aktuellen Sonderausstellung „Mahlzeit!“ beleuchtet das Thema aus Sicht von Experten unterschiedlicher Fachdisziplinen. Von der Soziologin über den Historiker und den Archäologen bis hin zum Kulturwissenschaftler mit Schwerpunkt Ernährungs- und Agrarforschung: Warum wird so viel über das Essen debattiert? Wie sah die Esskultur bei den Römern aus? Was sind Chancen und Risiken der Ernährung für die Zukunft? Diesen Fragen gehen Fachleute in Vorträgen live und im Internet über Stream auf den Grund. Am letzten Wochenende im Januar widmet sich das Museum an zwei Tagen dem Thema Essen im Mittelalter. Wie funktionierte saisonale Ernährung in Westfalen vor 700 Jahren und was wurde wie importiert? Am Familienwochenende „Gar nicht unappetitlich - Das Mittelalter in Westfalen“ von 11 bis 18 Uhr am Samstag, 31. Januar 2026, und Sonntag, 1. Februar 2026, - in Zusammenarbeit mit der Living History-Gruppe „IG-Hochgotik“ - dreht sich alles um Ernährung, Esskultur, Tischsitten und die Verfügbarkeit von Lebensmitteln um 1300. Schon damals war Essen viel mehr als reine Nahrungsaufnahme. Wie das Essen ohne Gabel funktionierte und was es bedeutete, „jemandem das Wasser reichen zu können“, erfahren Kinder und Erwachsene bei einem kleinen Ausflug in die mittelalterliche Tischkultur. Natürlich geht es auch um die Repräsentation beim Essen. Am Modell eines typischen niederdeutschen Stadthauses erfahren Besuchende mehr über die zentrale Bedeutung des Herdes und der Küche im Haus. Ernährung war durch Religion geprägt. Fachleute zeigen, wie Mönche im Mittelalter ihre Mahlzeiten schweigend zu sich nahmen und es trotzdem schafften, um etwas vom Tisch zu bitten. Die Teilnahme an den Programmen ist kostenfrei. Zu zahlen ist lediglich der Museumseintritt (für alle Teilnehmenden ab 18 Jahren). Dr. Alexander Berner, Kurator am Ruhr Museum in Essen und Liebhaber obskurer Literaturen, liest aus dem neuen Fall von Sherlock Holmes am 5. Februar ab 19 Uhr inmitten der Dauerausstellung. Darum geht es: Unmittelbar vor der Eröffnung einer neuen altägyptischen Ausstellung im British Museum verschwindet die Hauptattraktion. Der Sarkophag, in dem sich eine Pharaonenmumie befunden haben soll, ist leer. Auf Ersuchen des verzweifelten Museumsdirektors übernehmen Holmes und Watson den Fall. Über 200.000 Downloads auf Spotify machen dieses neue Abenteuer aus der Feder von William K. Steward zu einer der beliebtesten Kriminalgeschichten der vergangenen Monate. Das Programm eignet sich für Erwachsene und Jugendliche ab zwölf Jahren. Der Eintrittspreis beträgt 9 Euro. Tickets sind ab sofort auch online erhältlich. Das LWL-Museum lädt am 27. März von 18 bis 24 Uhr zur „Langen Nacht der Mahlzeit“. Neben speziellen Programmen zur Sonderausstellung, wie Führungen und Workshops, stehen Musik, Comedy und kulinarische Höhepunkte auf dem Programm. Details werden zeitnah auf der Internetseite des Museums bekannt gegeben. Der Eintritt ist an diesem Tag frei. „Aus dem Löffel wird ein Ring - Schmuckbearbeitung für Einsteiger“ heißt das Kreativ-Angebot zur Sonderausstellung „Mahlzeit!“. Im Workshop 24. Januar und 11. April 2026 können Teilnehmende von 15 bis 17 Uhr aus einem einfachen Löffel einen einzigartigen Ring formen. Zunächst suchen sie sich vor Ort einen Löffel aus (im Preis enthalten). Unter fachkundiger Anleitung erfährt alle dann Schritt für Schritt, wie man das Besteckteil bearbeitet, formt und in ein edles Schmuckstück umwandelt. Die Kosten betragen 39 Euro pro Person, inklusive Material, zuzüglich Museumseintritt für alle Teilnehmenden ab 18 Jahren. Um Anmeldung wird gebeten per E-Mail oder unter Tel. 02323 94628-0. Einen „Einstieg in die Schmiedekunst“ erwartet Interessierte vom 9 bis 10. Mai jeweils von 11 bis 17 Uhr. Die Bearbeitung von Eisen ist eine Handwerkskunst, die mit Beginn der Eisenzeit vor rund 2.800 Jahren ihren Anfang nahm. Bis heute funktioniert das Schmieden nach dem gleichen Grundprinzip wie damals: „Schmiede das Eisen, solange es noch heiß ist!“ Die Techniken hingegen haben sich stets weiterentwickelt und im Mittelalter ihren Höhepunkt erfahren. Nach einem kurzen Rundgang durch die Dauerausstellung, in der die historisch archäologische Entwicklung der Schmiedekunst erläutert wird, geht es für die Teilnehmenden ans Feuer. Unter fachmännischer Anleitung fertigen sie Objekte, die zum mittelalterlichen Alltag gehörten. Darüber hinaus kann noch weiteres nach Wunsch hergestellt werden, je nach Geschick der Teilnehmenden. Der Kursus richtet sich an Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren. Die Kosten betragen 120 Euro pro Person, inklusive Material, zuzüglich Museumseintritt für alle Teilnehmenden ab 18 Jahren. Um Anmeldung wird gebeten. Achtung: Neuerdings bietet das LWL-Museum auch Schmiede-Vorführungen an (8. März, 16. April, 21. Juni, 12-17 Uhr). Museumspädagoge Timo Reichelt ist selbst ausgebildeter Schmied und zeigt sein Können. Ein Ausgrabungsabenteuer erleben Schüler im Osterferien-Programm „Ostercamp Archäologie“. Mit Schaufel und Pinsel geht es zunächst auf die Suche nach Funden aus der Steinzeit, der Zeit der Römer und des Mittelalters. Anschließend tauchen sie tief in die Vergangenheit ein. Wie genau war das Leben der Menschen vor 1.000, 2.000 und 10.000 Jahren? Die Teilnehmenden probieren es aus, ob beim Verarbeiten von Leder, beim Gestalten mit Ton oder bei der Zubereitung von Speisen am offenen Feuer. Das zweitägige Ferienangebot (7. und 8. April sowie 9. und 10. April, jeweils 9 bis 16 Uhr) richtet sich an Kinder zwischen 8 und 12 Jahren. Die Teilnahme ist kostenlos. Wie man sich zu Tisch richtig benimmt, hängt vor allen Dingen davon ab, wo und mit wem man isst. Das LWL-Museum lädt Kinder ab acht Jahren zu einer kleinen Zeitreise um die Welt ein (1. März., 3. Mai und 5. Juli, 13 Uhr und 15 Uhr). Hier erfahren sie, wo ein „Bäuerchen“ zum guten Ton gehört und mit wem sie besser nicht den Becher teilen. Wie es darüber hinaus gelingt, eine Tischgesellschaft zu beeindrucken, erfahren Teilnehmende im anschließenden „Servietten-Workshop“. Egal, ob in der Schule, daheim, bei einem Ausflug oder auf Festen: Die meisten Menschen essen ihre Mahlzeiten gemeinsam mit anderen. Wo, wann und wie sie das genau tun, erfahren Kinder ab acht Jahren beim Familiensonntag „Gemeinsam isst man nicht allein“ (12. April und 7. Juni, 13 Uhr und 15 Uhr). Auf ihrer Reise begegnen ihnen geheimnisvolle Drachenzungen, fürstliche Festtafeln und fremde Bräuche, die Appetit machen und zeigen, wie Essen Menschen verbindet. Gemeinsames Essen ist weit mehr als nur Nahrungsaufnahme. Ob beim königlichen Bankett, der einfachen Bauernmahlzeit, dem familiären Abendessen oder der gemeinsamen Mittagspause - überall offenbaren sich Fragen: Wer sitzt wo? Wer bekommt das beste Stück? Welche Rituale bestimmen das gemeinsame Mahl? Und was verrät das alles über Macht, Zugehörigkeit, gesellschaftlichen Wandel und vor allem Kultur? Von opulenten Festtafeln und rituellen Speisungen bis hin zu den Herausforderungen der Gegenwart - schnelle Snacks, digitale Ablenkung und der scheinbare Verlust gemeinsamer Rituale - zeigt die neue Sonderausstellung „Mahlzeit!“, wie Essen seit Jahrtausenden als sozialer Klebstoff funktioniert. Mit einem Blick auf mehr als 300 Exponate und Geschichten lädt das LWL-Museum für Archäologie und Kultur in Herne noch bis zum 13. September dazu ein, die kulturelle Dimension des Essens neu zu entdecken. Gefördert durch die LWL-Kulturstiftung. Allgemeine Informationen zum Museumsbesuch: Die öffentlichen Führungen sind kostenlos. Zu zahlen ist nur der Museumseintritt. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre sind kostenfrei. Mehr Informationen finden im Internet unter https://www.lwl-landesmuseum-herne.de.

11 Uhr

Stadtsportbund lädt ein

Aktionstag mit Bogenschießen

Der Stadtsportbund Herne (SSB) lädt am Samstag, 9. Mai 2026, in der Zeit von 11 bis 14 Uhr, zu einem Aktionstag ein. Auf dem Gelände des Bürgerschützenvereins (BSV) Holthausen sind alle Menschen willkommen, die sich für das Bogenschießen interessieren und diese Sportart einmal kostenfrei kennenlernen und ausprobieren möchten (Symbolbild).

Der Stadtsportbund Herne (SSB) lädt am Samstag, 9. Mai 2026, in der Zeit von 11 bis 14 Uhr, zu einem Aktionstag ein. Auf dem Gelände des Bürgerschützenvereins (BSV) Holthausen sind alle Menschen willkommen, die sich für das Bogenschießen interessieren und diese Sportart einmal kostenfrei kennenlernen und ausprobieren möchten. Die Mitglieder des BSV Holthausen stehen mit vielen Tipps und der kompletten Ausrüstung an diesem Tag unterstützend bereit und freuen sich auf einen sportlichen Tag mit allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen. Anmeldung sind per Mail möglich, natürlich kann man auch spontan vorbeikommen.

11 Uhr

Segensfeier für werdende Eltern

In der St. Jospehskirche (Löwenkirche) findet die Segensfeier für werdende Eltern statt..

Die St. Christophorus Pfarrei lädt am Samstag, 9. Mai 2026, um 11 Uhr, werdende Eltern zu einer ökumenischen Segensfeier ein – offen für alle werdenden Eltern, unabhängig von Konfession oder Religion. In der Einladung heißt es: „In einer achtsamen und herzlichen Atmosphäre wollen wir gemeinsam innehalten, euch ermutigen und euch sowie das werdende Leben mit guten Wünschen und einem persönlichen Segen begleiten.“ Ein besonderer Bestandteil der Feier ist die Ausstellung LICHTraum: Dort wird ein Lichtobjekt des Künstlers Ludger Hinse zu sehen sein, das mit seinem Spiel von Licht und Farbe einen inspirierenden und hoffnungsvollen Rahmen schafft. Familien, Freundinnen und Freunde sowie alle Nahestehende Menschen, sind ebenfalls herzlich willkommen

11 Uhr

Fachstelle Eine Welt lädt ein

Führung über den Wiescher-Friedhof in Herne

Bei der kostenlosen Führung der Fachstelle Eine Welt des Evangelischen Kirchenkreises am Samstag, 9. Mai 2026, von 11 bis 12:30 Uhr über den parkähnlichen Friedhof werden verschiedene Kulturen und religiöse Vorstellungen kennengelernt.

Bei der kostenlosen Führung der Fachstelle Eine Welt des Evangelischen Kirchenkreises am Samstag, 9. Mai 2026, von 11 bis 12:30 Uhr über den parkähnlichen Friedhof werden verschiedene Kulturen und religiöse Vorstellungen kennengelernt. Welche Gedanken - über Leben und Tod und ein mögliches Leben nach dem Tod - werden in der Grabgestaltung sichtbar? Wie hat sich die Begräbniskultur gewandelt? Auf dem Weg wird an Gedenkstätten aus der Geschichte der Stadt Herne innegehalten. Treffpunkt ist die Trauerhalle auf dem Friedhof Wiescherstraße.

11 Uhr

Mehr Platz, mehr Tickets und neue Künstler wie Mickie Krause

Mallorca-Party 'Crange total' vergrößert sich

Mallorca-Star Mickie Krause wird der Top-Act bei der zweiten Auflage von "Crange total" am Samstag, 9. Mai 2026, sein - zudem treten einige andere Ballermann- und Schlagersänger auf.

Im Mai liegt Mallorca nicht am Mittelmeer, sondern neben dem Rhein-Herne-Kanal: Die zweite Auflage des Festivals „Crange total“ steht auf dem Cranger Kirmesplatz an. Das Team vom LM:V Veranstaltungsservice um die Juniorchefs Mika und Jano Menzel möchte am Samstag, 9. Mai 2026, ab 13 Uhr (Einlass ab 12 Uhr) wieder mit zahlreichen Stars der Szene die feiernde Meute anheizen. Dabei soll in diesem Jahr noch vieles besser und größer werden als zur Premiere (halloherne berichtete). Vor knapp einem Jahr feierten 4.500 Ballermann-Fans bei bestem Wetter auf dem Kirmesgelände, die Veranstalter vermeldeten ein ausverkauftes Haus, obwohl laut der Nutzungsgenehmigung noch 500 Tickets mehr hätten verkauft werden können. Nun erweitern die Macher ihre Idee. „Weil wir gute Rückmeldungen und nahezu keine Beschwerden erhalten haben, erhöhen wir die maximale Besucherzahl auf 10.000“, schildert Jano Menzel bei der Pressekonferenz am Mittwoch (18.3.2026). Das bedeutet: Die Gesamtfläche wächst von rund 4.500 Quadratmetern auf 11.000 Quadratmeter an. Denn mehr potenzielle Besucher brauchen mehr Platz, mehr Sitzgelegenheiten, mehr Bars und Foodstände und mehr Sanitäranlagen, damit es zu keinem Chaos kommt. Die Familie Menzel peilt 6.000 bis 8.000 Mallorca-Liebhaber an, über noch mehr verkaufte Karten samt Getränke würde sich naturgemäß niemand beschweren. Das hängt wie bei allen Open-Air-Veranstaltungen aber auch vom Wetter ab. Der Aufbau des Geländes verändert sich dadurch auch leicht. Die Freifläche zum Feiern, Tanzen und Mitsingen - bei dem ein oder anderen vielleicht auch eher ein Mitgröhlen - wird größer, ebenso der Sitzbereich, wenn man mal ein bisschen Pause braucht. „Weil im vergangenen Jahr kritisiert wurde, dass es zu wenig Sonnenschutz gab, werden wir an diesen Stellen weitere Sonnenschirme neben den Sitzgelegenheiten aufstellen“, verspricht Jano Menzel. Wenn es regnen sollte, sollen Regencapes verteilt werden. Drei Bars, mehrere Essensstände (es wird eine noch größere Auswahl als noch im Jahr 2025 angekündigt), die gewohnte große Bühne und auch ein abgetrennter VIP-Bereich samt Zelt, falls es mal regnet, stehen zur Verfügung. Insgesamt setzen die Veranstalter zum Großteil auf die Erfahrungswerte ihrer gelungenen Premiere aus dem Vorjahr. Durchgemischt wurde dagegen das Line-Up der Künstler. Top-Act ist Mallorca-Star Mickie Krause. Der mittlerweile schon 55-jährige Dauerbrenner vom Ballermann ist neuer Headliner und verspricht mit seinen bekannten Songs („Baila Baila“, „Eine Woche wach“, „Schatzi schenk mir ein Foto“) überall, wo er die Bühne betritt, gute Laune. Seine Perücke ist seit jeher sein Markenzeichen. Hinzu kommen Rumbombe, der im vergangenen Jahr mit seinem Song „Hurensohn“ trotz des zumindest diskutablen Titels einen Mega-Hit feiern konnte - zuvor überzeugte er schon mit „Mallelele“ und „Zum Greifen nah“. Frenzy („3er“, „Lampen an“) ist ebenso Stammgast am Ballermann und bei Mallorca-Festivals zu Gast wie Almklausi („Mama Laudaaa“ und „Tretboot“). Recht neu im Inselgeschäft ist Breitner, der mit „Baby Bell“ erst vor wenigen Monaten durchstartete. Damit auch Schlagerfans auf ihre Kosten kommen, ist dieses Jahr unter anderem Jörg Bausch („Am Zuckerwattenstand“, „Großes Kino“) mit dabei. Er sagt: „Ich habe Videos und Fotos aus dem vergangenen Jahr gesehen, die Jungs haben eine super Veranstaltung auf die Beine gestellt. Es ist auch schön, dass nicht nur Ballermann-Musik, sondern auch der Schlager Teil von 'Crange total' sein darf.“ Die Herner Lokalmatadorin Angelique Sendzik ist neben dem Duo „Neon“ die einzige, mit der wieder ein Vertrag geschlossen wurde. Das Line-Up komplettieren Milla Pink („Auf dem Besen an den Tresen“) und Isselcopter, der ebenfalls noch zu den Newcomern zählt. „Vor einem Jahr gab's meinen Namen noch nicht und nun bin ich bei 'Crange total' dabei, das ehrt mich sehr. Mittlerweile habe ich schon zwei eigene Songs („Wieder in den König“, „Apres Ski Lehrer“) und streue auch immer mal was von Wolfgang Petry ein - er hat eine große Fanbase im Ruhrgebiet, die dazu abfeiern möchte.“ Die Moderation und Bühne habe ihm früher schon viel Spaß gemacht und weil seine Freunde mal meinten „Mach was aus deinem Entertainment-Talent“, schrieb er einen eigenen Song und nervte weitere Freunde mit einem Tonstudio so lange, bis sie ihm ein Lied produzierten. Für eine Buchung am hart umkämpften Ballermann hat es derweil noch nicht gereicht, aber mit der nötigen Power kann auch der 32-jährige Isselcopter, der einen auffälligen glitzernden Helm in Silber mit sich trägt, bald durchstarten und abheben. Einen kurzen Auftritt eines weitestgehend unbekannten Newcomers wird es ebenfalls noch geben. In den Pausen zwischen den Auftritten sorgt das DJ-Duo Tim & Thaler für musikalische Unterhaltung - sie kennen das Areal durch die Bayern Festhalle bestens. Bezahlt wird vor Ort wieder „cashless“ mit einem Bändchen, welches jeder Gast erhält. Aufladen kann man das bereits von zu Hause aus bequem online, über sein Smartphone vor Ort oder an Kassenständen mit Bargeld oder EC-Karte. Wer sein Guthaben nicht aufbraucht, muss sich keine Sorgen machen: Kurze Zeit nach der Veranstaltung kann man online die Auszahlung auf sein Bankkonto veranlassen. Neu ist in diesem Jahr, dass Besucher Merchandise von „Crange total“ wie T-Shirts, Sonnenhüte und Fächer erwerben können. Außerdem gibt es eine Kooperation mit dem Prater Bochum. Da aufgrund von Lärmschutzauflagen der letzte Künstler um 21:45 Uhr von der Bühne muss, manche dann aber noch nicht nach Hause wollen, bieten die Veranstalter einen kostenfreien Shuttlebus zur Disko an der Dorstener Straße 425 auf Bochumer Seite an. Wer bis 0 Uhr dort eintrifft, zahlt im Prater keinen Eintritt. Tickets für die Veranstaltung kosten im Vorverkauf 29,99 Euro plus Gebühren und sind damit leicht teurer geworden als noch vor einem Jahr. VIP-Tickets für den Zugang zum Zelt samt „All in“ für Getränke und Speisen kosten 149,99 Euro plus Gebühren. Erhältlich sind die Karten über die Homepage www.crange-total.de.

13 Uhr

Veranstalter stellen das geplante Line-Up für die Mallorca-Party vor

'Crange total': Mickie Krause ist 2026 dabei

Das Mallorca-Festival "Crange Total" auf dem Kirmesplatz kehrt zurück und steigt am Samstag, 9. Mai 2026. Wieder mit dabei ist das Duo Neon (auf der Bühne).

Das Mallorca-Festival „Crange total“ bringt auch im Jahr 2026 die Partyschlager-Stars auf den Kirmesplatz – genauer gesagt am Samstag, 9. Mai 2026. Seit Sonntag (26.10.2025) wurden nun auch offiziell große Teile des Line-Ups bekannt gegeben. Headliner für die zweite Auflage der Sause, die im Mai 2025 zum ersten Mal in dieser Form über die Bühne ging (halloherne berichtete und berichtete), ist Ballermann-Star Mickie Krause. Veranstalter ist erneut das Herner Familienunternehmer LM:V Veranstaltungsservice um Norbert Menzel, Ehefrau Martina sowie die beiden Söhne Mika und Jano. Um den Besuchern Abwechslung zu bieten, wurde die Aufstellung der Partysänger ordentlich durchgemischt. Zum Mallorca-Barden Mickie Krause („Schatzi, schenk' mir ein Foto“, „Eine Woche wach“, „Geh' mal Bier hol'n“, „Ich bin solo“) muss gar nicht mehr viel gesagt werden – seit dem Durchbruch 1999 mit dem bekannten Song „Zehn nackte Friseusen“ steht er dauerhaft auf den Partybühnen in Deutschland und auf der Baleareninsel und bringt einen Hit nach dem anderen heraus. Ebenfalls neu im Line-Up ist Rumbombe („Mallelelele“, „Leiche“). Sein Hit mit dem zumindest diskutablen Namen „Hurensohn“ wurde im Sommer 2025 rauf und runter gespielt. Frenzy („3er“, „Lampen an“, „Eine Nacht in Arenal“) soll mit ihrer lockeren Art die maximal 5.000 Besucher auf dem Kirmesplatz zum Feiern bringen. Almklausi („Tretboot“, „Mama Lauda“) sorgte auch für Texte, die in den Köpfen der Malle-Fans blieben. Etwas unbekannter ist Isselcopter („Wieder in den König“), der seine Chance nutzen will, sich dem Herner und Wanner Publikum vorzustellen. Es gibt aber auch Künstler, die erneut eingeladen und gebucht wurden. Dazu gehören das Duo Neon und die Herner Lokalmatadorin Angelique. Für die nötige Stimmung samt Songs zum Einheizen zwischen den Auftritten sollen DJ Tim und Thaler sorgen. Damit sind acht Plätze im Line-Up fest belegt. Doch dabei soll es nicht bleiben, heißt es von den Veranstaltern: „Wie im vergangenen Jahr gibt es wieder einen Newcomer Slot“, kündigen sie an. Den bekam zuletzt Beng K.O.X. und war etwas aufgeregt vor seinem Auftritt. „Außerdem gibt es einen Überraschungsgast“, teilt LM:V mit. Wann diese Überraschung gelüftet wird, wird nicht gesagt. Tickets gibt es über die Homepage für rund 31 Euro. VIP-Tickets für rund 150 Euro sind ebenfalls erhältlich. Die Party steigt ab 13 Uhr, der Einlass beginnt eine Stunde früher. Vor Ort sind mehrere Getränke- als auch Essensstände vorgesehen. Besucher erhalten vor Ort ein Armband versehen mit einem Chip, welches per Handy oder an einem Stand aufgeladen werden kann, um Speisen und Drinks 'cashless' zu bezahlen.

13 Uhr

Programmübersicht: Neue Saison läuft für elf Wochen ab Mai

Das Herkules-Festival 2026 startet

Das Herkulesfest, hier ein Bild aus dem Jahr 2024, steigt wieder am Samstag und Sonntag, 20. und 21. Juni 2026.

Spielen, forschen, basteln und noch mehr bietet das Herkules-Festival für alle Kinder zwischen drei und zwölf Jahren. Mit über 100 Veranstaltungen hat der Herner Kinder-Kultur-Sommer für jeden Geschmack etwas im Programm. Das Herkules-Festival startete am Freitag (1.5.2026) in die neue Saison. Über elf Wochen bietet die Stadt Herne Kindern ein umfangreiches Kulturprogramm mit Workshops, Mitmachaktionen und Kreativangeboten – viele davon sind kostenlos. Höhepunkt des Festivals ist das zweitägige Herkules-Fest am Samstag, 20. Juni, und Sonntag, 21. Juni 2026. An beiden Tagen lädt der Schlosspark Strünkede jeweils von 13 bis 18 Uhr Kinder und Familien dazu ein, gemeinsam zu spielen und zu feiern. Neben dem beliebten Tigerenten-Rodeo gibt es hier noch viele weitere Angebote zum Mitmachen. Der Eintritt ist frei. Kreativangebote in der Städtischen Galerie: Die Städtische Galerie im Schlosspark Strünkede ist wieder geöffnet (halloherne berichtete) – auch für Kinder. Unterschiedliche Workshops laden zum Beispiel am Samstag, 9. Mai 2026, von 14 bis 17 Uhr, hier zum Gestalten und Kreativsein ein. Beim Servietten-Potch gestalten die Teilnehmer Bilder mit bunten Frühlingsservietten. Ein andermal geht es mit Hammer und Nagel daran, eigene Kunstwerke zu erschaffen. Manga-Workshop in der Stadtbibliothek: An zwei Samstagen, 30. Mai, 10 bis 14 Uhr und 13. Juni, 9 bis 13 Uhr, werden unter Anleitung einer Manga-Künstlerin Kinder ab acht Jahren Aufsteller, Mobiles und Pop-up-Welten gestalten. Vom Konzept bis zum Kolorieren lernen die Kinder alles, was sie zum Erschaffen ihrer Lieblingsfiguren brauchen. Musikquiz in der Städtischen Musikschule: Die Städtische Musikschule lädt am Mittwoch, 17. Juni 2026, um 16 Uhr, zu einem Musikquiz für alle ab sechs Jahren ein. Bei verschiedenen Quizspielen dreht sich alles um das Thema Musik. Gemeinsam isst man nicht allein: Das gemeinsame Essen ist in vielen Kulturen fest verankert. Das LWL-Museum für Archäologie und Kultur nimmt am Sonntag, 7. Juni, 13 bis 14:30 Uhr und 15 bis 16:30 Uhr die Teilnehmenden (ab acht Jahren) mit auf eine Expedition durch die Ausstellung „Mahlzeit! Wie Essen uns verbindet“. Weitere Informationen und das vollständige Programm sind auf herne.de/herkules zu finden. Bei manchen Veranstaltungen ist eine Voranmeldung nötig.

14 Uhr

Installation 'Schwarzkaue/Weißkaue' zu sehen

Gereon Krebber in der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3

Keramische Kugeln im Außenraum der Künstlerzeche Unser Fritz erinnern an fragile Schneefragmente - sie sind Teil der Ausstellung und Installation "Schwarzkaue/Weißkaue" von Gereon Krebber.

Gereon Krebber, seit 2012 Professor für Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf, stellt eine raumgreifende Installation ins Kauengebäude der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3 und greift unter dem Titel „Schwarzkaue/Weißkaue“ am historischen Ort in Unser Fritz die historische Funktion der Kauen als Umkleideräume im Bergbau auf und verschiebt deren ursprüngliche Ordnung: Schwarz und Weiß, Arbeit und Alltag, werden räumlich vertauscht. Die von Danuta Karsten und Florian Kunath kuratierte Ausstellung wird am Samstag, 25. April 2026, um 17 Uhr in der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3 eröffnet. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des Fördervereins, Jürgen Hausmann, führt Georg Elben, Direktor des Skulpturenmuseums Marl, in Leben und Werk des Bildhauers ein. Nach einem Studium generale am Leibniz-Kolleg in Tübingen wechselte Gereon Krebber von 1994 bis 2000 an der Düsseldorfer Kunstakademie als Schüler von Tony Cragg und Hubert Kiecol. Anschließend setzte er seine Ausbildung mit einem Bildhauer-Studium am Royal College of Art in London fort. Krebber, der in Köln lebt und arbeitet, zählt längst zu den profilierten Bildhauern seiner Generation. Seine Arbeiten sind national und international in Ausstellungen und Sammlungen vertreten. Der gebürtige Oberhausener des Jahrgangs 1973 hat bereits in Herne ausgestellt, im Rahmen des Kultur-Hauptstadtjahres zusammen mit Luka Fineisen „Wasserspiegel“ in den Flottmann-Hallen als Auftakt der Ausstellungsreihe „liquid area“ (Flüssigkeitsbereich) der Ruhr.2010. Mit der Ausstellung „Schwarzkaue/Weißkaue“ entwickelt Gereon Krebber nun auf Unser Fritz eine ortsspezifische Installation, die direkt aus der Geschichte der ehemaligen Zeche heraus gedacht ist. Ausgangspunkt sind die sogenannten Kauen – die Umkleideräume der Bergleute, in denen zwischen Arbeits- und Alltagskleidung getrennt wurde. Krebber greift diese Struktur auf und kehrt sie bewusst um: Schwarz und Weiß, Arbeit und Alltag, verschieben ihre Plätze. In der Weißkaue breitet sich eine große, kohlenschwarze Formation aus verbranntem Holz aus, verschachtelt und beinahe labyrinthisch. In der Schwarzkaue hingegen hängt ein heller, unregelmäßig gesägter Körper aus Styropor und Wachs, leicht geneigt und in Bewegung. Diese Gegenüberstellung bildet den Kern der Ausstellung. Ergänzt wird sie durch eine Reihe eigenwilliger plastischer Arbeiten: farbig gesprenkelte, quallenartige Keramiken an den Wänden, ein grünlich schimmernder, von wurmartigen Strukturen überzogener Körper aus Bauschaum sowie keramische Kugeln im Außenraum, die an fragile Schneefragmente erinnern. Zwischen diesen Elementen entsteht ein irritierendes, zugleich spielerisches Szenario, das sich jeder eindeutigen Lesart entzieht. Inhaltlich verbindet die Ausstellung zwei zentrale Traditionslinien des Ruhrgebiets: Bergbau und Keramik. Ohne die materiellen und infrastrukturellen Voraussetzungen des Bergbaus wäre keramische Produktion in dieser Form nicht denkbar gewesen. Krebber nimmt diese historische Verbindung nicht illustrativ auf, sondern überführt sie in eine eigenständige, zeitgenössische Formensprache. Fragen von Material, Transformation und – unterschwellig – auch von Klima und Vergänglichkeit werden dabei mit verhandelt. Die Ausstellung „Schwarzkaue/Weißkaue“ ist im Anschluss an die Vernissage noch bis Sonntag, 17. Mai 2026 in der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3, Zur Künstlerzeche 10 in 44653 Herne bei freiem Eintritt zu sehen: Mittwochs und samstags jeweils zwischen 15 und 18 Uhr sowie sonntags von 14 bis 17 Uhr. Zum Rahmenprogramm gehören das Künstlercafé auf Unser Fritz am Samstag, 2. Mai 2026 von 14:30 bis 16:30 Uhr sowie der gemütliche Feierabend-Plausch „Schichtwechsel“ am Freitag, 8. Mai 2026 von 18 bis 21 Uhr.

15 Uhr

Die Gleise führen ins KZ

'Der Freischütz' in Essen

Max (Maximilian Schmitt, in der Wiederaufnahme: Alejandro del Angel) muss sich dem Mob der aufgestachelten Bauern und rückwärtsgewandten Bürger erwehren.

„Doch mich umgarnen finstre Mächte”: Seit ihrer Uraufführung am 18. Juni 1821 im von Karl Friedrich Schinkel erbauten, vier Wochen zuvor eröffneten Königlichen Schauspielhaus Berlin, dem heutigen Konzerthaus am Gendarmenmarkt, gilt „Der Freischütz” als Inbegriff der romantischen Oper. Carl Maria von Weber (1786-1826) stand am sechsten Jahrestag der Schlacht von Waterloo selbst am Pult eines Werks, das Zeitgenossen als Feier des Sieges über Napoleon Bonaparte und der französischen Hegemonie empfanden. Kurz nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges im Böhmerwald: Um Agathes Hand, Tochter des Erbförsters Kuno, zu erlangen, muss der Jägerbursche Max traditionsgemäß einen Probeschuss abliefern. Aus Angst vor dem Versagen verbündet er sich auf Vermittlung seines Kollegen Kaspar mit dem dämonischen Samiel. Der Schuss mit der letzten Freikugel geht fehl, dem die Braut beinahe zum Opfer fällt. Doch letztlich siegen, dank des Ratschlags eines Eremiten, die Vernunft, aus dem Probeschuss wird ein Probejahr – und die Liebe. „Man mag es den Armen hingehen lassen, dass sie sich mit solchen Vaterlandssurrogaten gütlich tun“: Ludwig Börne warnte schon am 16. April 1822 in einem Brief an seine langjährige Vertraute Jeanette Wohl vor den Gefahren einer Nationalbewegung, die sich auf den „Freischütz“ bezieht, war andererseits aber von der Musik Carl Maria von Webers begeistert: „Es ist eine Deutsche Volksthümliche Musik, wie wir doch eigentlich noch gar keine haben. (…) Es ist recht viel Originelles darin, und viel singbare Sachen. Die Stücke werden alle Gassenlieder werden.“ „Durch die Wälder durch die Auen“: Beides hat sich – leider – bewahrheitet, weshalb der „Freischütz“ zwar nach wie vor zu den populärsten deutschsprachigen Opern gehört, nach der ideologischen Vereinnahmung durch die Nationalsozialisten aber kaum noch auf den Spielplänen unserer Musiktheater auftaucht. Und wenn doch, dann mit radikalem Regietheater. So inszenierte Manfred Weiss vor einem Vierteljahrhundert in Gelsenkirchen den Generationskonflikt der Nachkriegszeit: der Fürst, sein Erbförster und der reiche Bauer Kilian stehen für die überkommene, lebensfeindliche Tradition der Militaristen und Chauvinisten, welche sich über Kriegsversehrte und KZ-Häftlinge lustig machen, Max, Agathe und Ännchen dagegen stehen für ein neues Lebensgefühl. Deus ex machina war 2001 ein schwarzer Militärpfarrer der amerikanischen Besatzungsmacht. „Hier im ird‘schen Jammertal”: Auch die Berliner Regisseurin Tatjana Gürbaca hat sich in ihrer erstmals am 8. Dezember 2018 herausgekommen Aalto-Inszenierung mit Jessica Muirhead, Tamara Banjesevic und Maximilian Schmitt vom Zeitbezug gelöst. In der nüchtern-stilisierten Ausstattung von Klaus Grünberg (Bühne) und Silke Willret (Kostüme) herrscht eine aggressive Stimmung auf dem hier einer Massenkopulation gleichen Schützenfest, bei dem sich Max (Alejandro del Angel), der angebliche Jägerbursche steckt im hellen Anzug mit Weste, den Zumutungen des die alten Zeiten beschwörenden, vielfach noch in Uniformen steckenden Mobs um den aus Eifersucht intriganten Kaspar (Heiko Trinsinger) erwehren muss. Fürst Ottokar (Tobias Greenhalgh) und Erbförster Kuno (Karel Martin Ludvik) treten als alte Kameraden auf, selbst Ännchen (die Sopranistin Natalia Labourdette wird gerade als Cunegonde in Bernsteins „Candide“ gefeiert) salutiert militärisch und zündet sich eine Zigarette an, die sie im Duett mit Agathe („Leise, leise, fromme Weise“: die wunderbare Sopranistin Irina Simmes) an Kunos Tochter weiterreicht. Eierlikör aus der Flasche, ein Koffer im Schlepptau, Selbstmord-Szene am Pfuhl der Wolfsschlucht: Nicht alle Regieeinfälle der Tochter eines türkischen Vaters und einer italienischen Mutter, die Kaspar die Freikugeln aus den blutigen Eingeweiden Kaspars klauben und den Fürsten wie in den Defa-Märchenfilmen als feisten Fresser erscheinen lässt, erschließen sich mir. Von der schon nicht mehr grenzwertigen Zerfledderung der Heiligen Schrift hinter dem mit verfremdeten Scream-Masken aus den Horrorstreifen Wes Cravens übersäten Gazevorhang ganz zu schweigen, auf dem nach historischen Kriegsbildern am Schluss die Bahngleise des Konzentrationslagers Auschwitz projiziert werden. „Wir winden dir den Jungfernkranz“: Unter der bei der zweieinhalbstündigen Wiederaufnahme-Premiere am 6. März 2026 umjubelten musikalischen Leitung von Andrea Sanguineti überzeugt die bis auf einen Gast reine Aalto-Hausbesetzung einschließlich des Chores und des Extrachores rundum bis hin zu Baurzhan Anderzhanov als Eremit und dem südkoreanischen Bariton Sono Yu vom Opernstudio NRW als Bauer Kilian. Bei dem einzigen Gast handelt es sich um die Folkwang-Absolventin Irina Simmes, dem Revier-Publikum auch aus ihrer Zeit am Gelsenkirchener Musiktheater wie an der Oper Dortmund bestens bekannt. Die deutsche Sopranistin überzeugt derzeit auch in der Partie der Violetta Valéry in „La Traviata“ im Aalto Theater. Karten online unter theater-essen.de oder unter Tel 0201 81 22-200.

19 Uhr

'Vorsicht, Patienten!' am Kleinen Theater

Stefan Urban debütiert als Hausautor

'Vorsicht, Patienten!' heißt die neue Boulevardkomödie von Stefan Urban, die derzeit im Kleinen Theater Herne geprobt wird und am 18. April 2026 ihre Uraufführung feiert.

Das Kleine Theater Herne hat nach Jürgen Seifert und Dr. Christian Weymayr mit Stefan Urban einen dritten Hausautor. Nachdem der langjährige Schauspieler im Herner Amateurensemble 2021 bereits den Online-Krimi „Man(n) wird nur einmal 60“ vorlegte, ist „Vorsicht, Patienten!“ nun sein erstes Theaterstück. Die Uraufführungs-Premiere am 18. April 2026 ist bereits ausverkauft. In dem es recht boulevardesk zugeht: In der Arztpraxis von Dr. Stefan Liebhold (Markus Stehmann) läuft der Alltag selten nach Plan, denn hier treffen Temperamente aufeinander, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Da wäre die eigenwillige Ursula „Uschi“ Spritzmann (Gudrun Rosenke), die zwar kurz vor der Rente steht, aber mit einer Persönlichkeit ausgestattet ist, die man so schnell nicht vergisst. An ihrer Seite wirbelt die chaotische Auszubildende Sandy Schmatz (Lucy Janßen alternierend mit Lisa Liedtke), die jede Situation mit viel Enthusiasmus – und manchmal auch mit etwas zu viel Aktion – angeht. Und als wäre das nicht genug, sorgen die Patienten für ein Praxiserlebnis der besonderen Art: der Hypochonder Hugo Zipperlein (Benno Janßen) als Dauergast, Lieselotte Plauder (Anke Uzoma alternierend mit Christa Herzog) mit ihrem unerschöpflichen Redefluss, die elegante Beate Schwärmer (Heike Hebing alternierend mit Christine Boinski), der Außendienstler Bernd Hektikus (Jens Pelny alternierend mit Stephan Urban) im Dauerstress und der alternativ-entspannte Rainer Kräutergeist (Erik Hebing) bringen ihre ganz eigenen „Diagnosen“ mit – und treiben den Praxisbetrieb zuverlässig an die Grenze der Belastbarkeit. Zwischen Wartezimmer, Behandlungsraum und jeder Menge Pannen entsteht ein urkomischer Mikrokosmos, in dem Komödie und Realität auf charmante Weise verschwimmen. Stefan Urban gewährt in seinem Stück, das er auch selbst inszeniert, einen Blick hinter die Kulissen des Praxisalltags – voll Herz, Humor und liebevoller Alltagssatire. Sowohl die Uraufführungs-Premiere am 18. April 2026 als auch die drei Folgevorstellungen am 19., 24. und 26. April 2026 sind bereits ausverkauft, Restkarten sind für die Vorstellung am Sonntag, 3. Mai 2026, um 18 Uhr erhältlich.

20 Uhr

„Noch nicht tot, aber schon im Museum“

Hülk und Lippmeyer stellen in Düsseldorf aus

v.l. Wolfgang Hülk und Jörg Lippmeyer. 'Rettet die schönen Wörter' – Ausstellung im Mai 2026 in Düsseldorf.

Die beiden alten Künstlerfreunde tun es wieder: Der Zeichner und Fotograf Wolfgang Hülk und der freie Künstler Jörg Lippmeyer – beide Ur-Wanne-Eickeler – stellen ihre kollaborativ entstandenen Werke aus. Dieses Mal sind ihre Gemeinschaftsarbeiten von Mittwoch, 6. Mai, bis Sonntag, 31. Mai 2026, im Stadtmuseum Düsseldorf zu sehen. Die Eröffnungsrede zur Vernissage hält der Stadtführer und Buch-Autor Dietmar Schönhoff. Erneut widmen sich die Künstler Werken, mit denen sie sich anschicken, schöne Wörter dieser Welt zu retten. In einer Zeit, in der sich Sprache ständig weiterentwickelt und verändert, in der neue Begriffe – vorzugsweise aus technologischen Bereichen – entstehen, bleibt es ihr Anliegen, die Vielfalt der deutschen Sprache zu bewahren. Jörg Lippmeyer, vielen besser bekannt als „der bunte Mann aus Unser Fritz“, ist in seiner Heimatstadt bereits seit Jahren als Wörter-Retter unterwegs. In seinem Fundus finden sich Begriffe wie Flitzpiepe, Mumpitz, Brimborium, Kuddelmuddel oder auch Papperlapapp – Wörter, die vor dem Vergessen bewahrt werden sollen. Seit rund einem Jahr steht ihm dabei sein Düsseldorfer Künstlerfreund Wolfgang Hülk zur Seite. Hülk hat die Sammlung nicht nur erweitert, sondern sie auch um Düsseldorfer Mundart bereichert. So befinden sich nun so charmante Ausdrücke wie Retematäng oder Rotzech darin. Die beiden präsentieren die Wörter auf künstlerisch gestalteten Leinwänden. Anschließend bearbeitet jeder die Werke des anderen weiter, sodass fusionierte Arbeiten entstehen, die zwei Handschriften erkennen lassen. Mit diesem besonderen Projekt, leisten sie ihren Beitrag, die deutsche Sprache ein wenig lebendiger und fröhlicher zu behalten.

seit 6. Mai

Rundes Jubiläum des Umsonst-und-draußen-Festivals

'Essen Original' wird 30

Es legt das Berliner DJ-Team YouNotUs auf (Symbolbild).

Essen. Happy birthday, Essen Original: Das Umsonst-und-draußen-Festival feiert in diesem Jahr seinen 30. Geburtstag. Vom 8. bis 10. Mai 2026 gibt es wieder ein abwechslungsreiches Musikprogramm auf drei Bühnen. Top-Act ist am Freitag das Berliner DJ-Team YouNotUs ("Please tell Rosie", „Supergirl“, „Narcotic"), das seit Jahren auf großen Festivals wie Tomorrowland und Parookaville auflegt. Am Samstag steht Ásdis auf der Bühne. Die Isländerin feiert nicht nur allein mit Hits wie "Angel Eyes“ Erfolge, sondern auch zusammen mit Purple Disco Machine und Glockenbach.

seit 8. Mai

Sonntag, 10. Mai

Gesellschaft für Heimatkunde hat noch Plätze frei

Exkursion nach Weimar und Erfurt

Die Gesellschaft für Heimatkunde plant eine Exkursion nach Thüringen, unter anderem wird Erfurt (im Bild) angesteuert.

Die Gesellschaft für Heimatkunde (GfH) Wanne-Eickel startet am Sonntag, 28. Juni 2026 zu einer fünftägigen Fahrt nach Thüringen. Die Exkursion findet in Kooperation mit dem Heinz-Kühn-Bildungswerk statt (Bildungsurlaub möglich). Mitglieder und Gäste haben die Möglichkeit, sich noch kurzfristig für diese Rundfahrt anzumelden. Der Preis für die Fahrt inklusive vier Übernachtungen samt Frühstück im Doppelzimmer, zwei Mal Essen und Besichtigungsprogramm, beträgt 560 Euro. Eine Einzelzimmer-Buchung ist mit Zuschlag möglich. Eine Anmeldung ist erforderlich beim Geschäftsführer Dieter Gottschling, per Mail an Dieter.Gottschling@t-online.de oder Tel 02325/55353. Die Frist zur Anmeldung läuft bis Sonntag, 10. Mai 2026. Bei Gottschling erhalten Interessierte auch Infos zum Programm und zu den Zahlungsbedingungen.

Familienprogramme, Lange Nacht der Mahlzeit und Extraschicht

Höhepunkte im LWL-Archäologiemuseum 2026

Das LWL Archäologiemuseum in Herne.

Auch im neuen Jahr steht das LWL-Museum für Archäologie und Kultur in Herne im Zeichen der Sonderausstellung „Mahlzeit! Wie Essen uns verbindet“, die noch bis zum 13. September in Herne zu sehen ist. Unter der neuen Leitung von Melanie Wunsch setzt das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) verstärkt auf familienfreundliche Angebote - mit einem großen Familienwochenende am 31. Januar und 1. Februar sowie dem Familiensonntag an jedem ersten Sonntag im Monat. Höhepunkte im Veranstaltungskalender sind außerdem die Lange Museumsnacht am 27. März unter dem Motto „Mahlzeit!“ und die Extraschicht am 27. Juni. Die Vortragsreihe zur aktuellen Sonderausstellung „Mahlzeit!“ beleuchtet das Thema aus Sicht von Experten unterschiedlicher Fachdisziplinen. Von der Soziologin über den Historiker und den Archäologen bis hin zum Kulturwissenschaftler mit Schwerpunkt Ernährungs- und Agrarforschung: Warum wird so viel über das Essen debattiert? Wie sah die Esskultur bei den Römern aus? Was sind Chancen und Risiken der Ernährung für die Zukunft? Diesen Fragen gehen Fachleute in Vorträgen live und im Internet über Stream auf den Grund. Am letzten Wochenende im Januar widmet sich das Museum an zwei Tagen dem Thema Essen im Mittelalter. Wie funktionierte saisonale Ernährung in Westfalen vor 700 Jahren und was wurde wie importiert? Am Familienwochenende „Gar nicht unappetitlich - Das Mittelalter in Westfalen“ von 11 bis 18 Uhr am Samstag, 31. Januar 2026, und Sonntag, 1. Februar 2026, - in Zusammenarbeit mit der Living History-Gruppe „IG-Hochgotik“ - dreht sich alles um Ernährung, Esskultur, Tischsitten und die Verfügbarkeit von Lebensmitteln um 1300. Schon damals war Essen viel mehr als reine Nahrungsaufnahme. Wie das Essen ohne Gabel funktionierte und was es bedeutete, „jemandem das Wasser reichen zu können“, erfahren Kinder und Erwachsene bei einem kleinen Ausflug in die mittelalterliche Tischkultur. Natürlich geht es auch um die Repräsentation beim Essen. Am Modell eines typischen niederdeutschen Stadthauses erfahren Besuchende mehr über die zentrale Bedeutung des Herdes und der Küche im Haus. Ernährung war durch Religion geprägt. Fachleute zeigen, wie Mönche im Mittelalter ihre Mahlzeiten schweigend zu sich nahmen und es trotzdem schafften, um etwas vom Tisch zu bitten. Die Teilnahme an den Programmen ist kostenfrei. Zu zahlen ist lediglich der Museumseintritt (für alle Teilnehmenden ab 18 Jahren). Dr. Alexander Berner, Kurator am Ruhr Museum in Essen und Liebhaber obskurer Literaturen, liest aus dem neuen Fall von Sherlock Holmes am 5. Februar ab 19 Uhr inmitten der Dauerausstellung. Darum geht es: Unmittelbar vor der Eröffnung einer neuen altägyptischen Ausstellung im British Museum verschwindet die Hauptattraktion. Der Sarkophag, in dem sich eine Pharaonenmumie befunden haben soll, ist leer. Auf Ersuchen des verzweifelten Museumsdirektors übernehmen Holmes und Watson den Fall. Über 200.000 Downloads auf Spotify machen dieses neue Abenteuer aus der Feder von William K. Steward zu einer der beliebtesten Kriminalgeschichten der vergangenen Monate. Das Programm eignet sich für Erwachsene und Jugendliche ab zwölf Jahren. Der Eintrittspreis beträgt 9 Euro. Tickets sind ab sofort auch online erhältlich. Das LWL-Museum lädt am 27. März von 18 bis 24 Uhr zur „Langen Nacht der Mahlzeit“. Neben speziellen Programmen zur Sonderausstellung, wie Führungen und Workshops, stehen Musik, Comedy und kulinarische Höhepunkte auf dem Programm. Details werden zeitnah auf der Internetseite des Museums bekannt gegeben. Der Eintritt ist an diesem Tag frei. „Aus dem Löffel wird ein Ring - Schmuckbearbeitung für Einsteiger“ heißt das Kreativ-Angebot zur Sonderausstellung „Mahlzeit!“. Im Workshop 24. Januar und 11. April 2026 können Teilnehmende von 15 bis 17 Uhr aus einem einfachen Löffel einen einzigartigen Ring formen. Zunächst suchen sie sich vor Ort einen Löffel aus (im Preis enthalten). Unter fachkundiger Anleitung erfährt alle dann Schritt für Schritt, wie man das Besteckteil bearbeitet, formt und in ein edles Schmuckstück umwandelt. Die Kosten betragen 39 Euro pro Person, inklusive Material, zuzüglich Museumseintritt für alle Teilnehmenden ab 18 Jahren. Um Anmeldung wird gebeten per E-Mail oder unter Tel. 02323 94628-0. Einen „Einstieg in die Schmiedekunst“ erwartet Interessierte vom 9 bis 10. Mai jeweils von 11 bis 17 Uhr. Die Bearbeitung von Eisen ist eine Handwerkskunst, die mit Beginn der Eisenzeit vor rund 2.800 Jahren ihren Anfang nahm. Bis heute funktioniert das Schmieden nach dem gleichen Grundprinzip wie damals: „Schmiede das Eisen, solange es noch heiß ist!“ Die Techniken hingegen haben sich stets weiterentwickelt und im Mittelalter ihren Höhepunkt erfahren. Nach einem kurzen Rundgang durch die Dauerausstellung, in der die historisch archäologische Entwicklung der Schmiedekunst erläutert wird, geht es für die Teilnehmenden ans Feuer. Unter fachmännischer Anleitung fertigen sie Objekte, die zum mittelalterlichen Alltag gehörten. Darüber hinaus kann noch weiteres nach Wunsch hergestellt werden, je nach Geschick der Teilnehmenden. Der Kursus richtet sich an Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren. Die Kosten betragen 120 Euro pro Person, inklusive Material, zuzüglich Museumseintritt für alle Teilnehmenden ab 18 Jahren. Um Anmeldung wird gebeten. Achtung: Neuerdings bietet das LWL-Museum auch Schmiede-Vorführungen an (8. März, 16. April, 21. Juni, 12-17 Uhr). Museumspädagoge Timo Reichelt ist selbst ausgebildeter Schmied und zeigt sein Können. Ein Ausgrabungsabenteuer erleben Schüler im Osterferien-Programm „Ostercamp Archäologie“. Mit Schaufel und Pinsel geht es zunächst auf die Suche nach Funden aus der Steinzeit, der Zeit der Römer und des Mittelalters. Anschließend tauchen sie tief in die Vergangenheit ein. Wie genau war das Leben der Menschen vor 1.000, 2.000 und 10.000 Jahren? Die Teilnehmenden probieren es aus, ob beim Verarbeiten von Leder, beim Gestalten mit Ton oder bei der Zubereitung von Speisen am offenen Feuer. Das zweitägige Ferienangebot (7. und 8. April sowie 9. und 10. April, jeweils 9 bis 16 Uhr) richtet sich an Kinder zwischen 8 und 12 Jahren. Die Teilnahme ist kostenlos. Wie man sich zu Tisch richtig benimmt, hängt vor allen Dingen davon ab, wo und mit wem man isst. Das LWL-Museum lädt Kinder ab acht Jahren zu einer kleinen Zeitreise um die Welt ein (1. März., 3. Mai und 5. Juli, 13 Uhr und 15 Uhr). Hier erfahren sie, wo ein „Bäuerchen“ zum guten Ton gehört und mit wem sie besser nicht den Becher teilen. Wie es darüber hinaus gelingt, eine Tischgesellschaft zu beeindrucken, erfahren Teilnehmende im anschließenden „Servietten-Workshop“. Egal, ob in der Schule, daheim, bei einem Ausflug oder auf Festen: Die meisten Menschen essen ihre Mahlzeiten gemeinsam mit anderen. Wo, wann und wie sie das genau tun, erfahren Kinder ab acht Jahren beim Familiensonntag „Gemeinsam isst man nicht allein“ (12. April und 7. Juni, 13 Uhr und 15 Uhr). Auf ihrer Reise begegnen ihnen geheimnisvolle Drachenzungen, fürstliche Festtafeln und fremde Bräuche, die Appetit machen und zeigen, wie Essen Menschen verbindet. Gemeinsames Essen ist weit mehr als nur Nahrungsaufnahme. Ob beim königlichen Bankett, der einfachen Bauernmahlzeit, dem familiären Abendessen oder der gemeinsamen Mittagspause - überall offenbaren sich Fragen: Wer sitzt wo? Wer bekommt das beste Stück? Welche Rituale bestimmen das gemeinsame Mahl? Und was verrät das alles über Macht, Zugehörigkeit, gesellschaftlichen Wandel und vor allem Kultur? Von opulenten Festtafeln und rituellen Speisungen bis hin zu den Herausforderungen der Gegenwart - schnelle Snacks, digitale Ablenkung und der scheinbare Verlust gemeinsamer Rituale - zeigt die neue Sonderausstellung „Mahlzeit!“, wie Essen seit Jahrtausenden als sozialer Klebstoff funktioniert. Mit einem Blick auf mehr als 300 Exponate und Geschichten lädt das LWL-Museum für Archäologie und Kultur in Herne noch bis zum 13. September dazu ein, die kulturelle Dimension des Essens neu zu entdecken. Gefördert durch die LWL-Kulturstiftung. Allgemeine Informationen zum Museumsbesuch: Die öffentlichen Führungen sind kostenlos. Zu zahlen ist nur der Museumseintritt. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre sind kostenfrei. Mehr Informationen finden im Internet unter https://www.lwl-landesmuseum-herne.de.

11 Uhr

Muttertag am Haus der Natur

ADFC Herne codiert Fahrräder

Fahrrad-Codieraktion des ADFC. Die Codier-Maschine in Aktion.

Die Mitglieder des ADFC Herne empfehlen Privatpersonen ihre Räder codieren zu lassen und sagen: „Das hat sich als Schutz gegen Diebstahl bewährt.“ Diesen Service bieten sie an Muttertag, Sonntag, 10. Mai 2026, in der Zeit von 11 bis 17 Uhr am Haus der Natur an der Vinkestraße an. Codierte Fahrräder sind als Diebesgut schwerer zu verkaufen. Die Codierung ist daher effektiver Diebstahlschutz. Sie zeigt, wer Eigentümer des Fahrrads ist und macht es der Polizei leicht, aufgefundene Fahrräder ihren Besitzern zuzuordnen. Mit einer Fahrrad-Codierung sinkt der Verkaufswert eines gestohlenen Fahrrads enorm. Sie wirkt deshalb abschreckend und hilft, dass die Zahl der Fahrraddiebstähle sinkt. Die Aufklärungsquote hingegen steigt, weil aufgefundene und als gestohlen gemeldete Fahrräder ihren Besitzer*innen zugeordnet werden können. Der Code wird am Rahmen des Fahrrads eingraviert, eingeprägt oder aufgeklebt. Der Code besteht aus einer Ziffern- und Buchstabenkombination. Der Code ist die „Eigentümer-Identifizierungs-Nummer“ (EIN-Code). Die Nummer setzt sich zusammen aus den Autokennzeichen sowie der Gemeinde- und Straßenzahl des Wohnortes und wird ergänzt durch die Hausnummer und die Anfangsbuchstaben der Eigentümer. Eind Terminbuchung ist sinnvoll, um lange Wartezeiten zu vermeiden und kann über die ADFC Herne Seite vorgenommen werden. Interessierte gehen dazu wie folgt vor: Anmeldung Touren und Termine – Fahrradcodierung. Zur Terminanmeldung bitte die Uhrzeit buchen, Persönliche Daten angeben, Codierauftrag ausfüllen und 1 x ausdrucken. Für jedes Fahrrad muss ein eigener Termin gebucht werden und zur Codierung mitgebracht werden. Neben dem Fahrrad, sind folgende Unterlagen mitzubringen: Eigentumsnachweis (Kaufvertrag, Rechnung, Quittung) für das Fahrrad. (ohne Eigentumsnachweis ist keine Codierung möglich) - Identitätsnachweis (Personalausweis oder Reisepass) - Für das Codier-Team vor Ort wäre es hilfreich, wenn sie den Codier Auftrag ausgefüllt zur Codierung mitbringen. Wer einen gebuchten Termin nicht wahrnehmen kann, der wird gebeten, diese Absage dem ADFC mitzuteilen. Die Codierung kostet für ADFC-Mitglieder 10 Euro und für Nicht-Mitglieder 15 Euro je Fahrrad. Radler, die ohne Terminbuchung zur Codierung kommen, müssen eventuell mit längeren Wartezeiten rechnen.

11 Uhr

Der Meiler in Haltern entzündet

RVR Ruhr Grün lädt zum Handwerkermarkt ein

Das Familienwochenende und der Mitmachmarkt locken am 10. und 11. Mai 2025 zum Köhler in die Haardt.

Haltern. "Gut Brand": Mit dem traditionellen Köhler-Gruß wird am Freitag, 1. Mai 2026, 11 Uhr, wieder der Holzkohle-Meiler in der Haard bei Haltern entzündet. Etwa zwei Wochen lang lebt das alte Handwerk der Köhlerei neu auf. So lange dauert es, bis das zu einem Meiler aufgeschichtete Holz verkohlt ist. Organisiert wird die Aktion vom Eigenbetrieb Ruhr Grün des Regionalverbandes Ruhr (RVR). Die Arbeit von Köhler Andre Verheyen aus Ennepetal beginnt bereits Ende April 2026 mit dem Aufschichten des Meilers. Das feierliche Entzünden am 1. Mai 2026 wird von einem Handwerkermarkt begleitet, der zwischen 10 und 17 Uhr geöffnet ist. Dort erhalten Besucher Einblick in alte Gewerke wie z. B. Seilerei, Blaudruck und Schmiedekunst. Für Essen und Trinken ist gesorgt. In den folgenden Tagen ist Andre Verheyen Tag und Nacht vor Ort, um den Meiler zu überwachen und die Luftzufuhr zu regeln. In dieser Zeit können Interessierte ihm über die Schulter schauen. Am Sonntag, 10. Mai 2026, 11 bis 17:30 Uhr, findet ein Mitmachmarkt mit Workshops und Aktionen auf dem Meilerplatz Dachsberg statt. Dabei dreht sich alles um den Wald und seine Bewohner sowie um ein altes Handwerk. Mit dabei sind u. a. die Rollende Waldschule und Kräuterpädagogen von RVR Ruhr Grün. Voraussichtlich ab dem 17. Mai 2026 öffnet der Köhler den Meiler und zieht die fertige Holzkohle heraus. Diese wird anschließend verpackt in Säcken zu zehn Kilogramm verkauft. Die Kohle kann nach telefonischer Anmeldung unter 02369/984965 werktags zwischen 9 und 15 Uhr am Rangerstützpunkt Hof Punsmann, Im Höltken 9 in Dorsten, abgeholt werden. Außerdem ist sie am 23. Mai 2026, 13 bis 18 Uhr, am Forsthof Haard, Recklinghäuser Straße 291 in Haltern, erhältlich. Ein Sack kostet 15 Euro.

11 Uhr

Musikalisch gestalteter Gottesdienst mit dem Chor 77

'Entzünde das Feuer deiner Liebe'

Kirchenfenster in der St. Barbarakirche in Röhlinghausen.

Der Chor 77 lädt unter der Leitung von Johannes Rau am Sonntag, 10. Mai 2026, ab 11:30 Uhr zu einem musikalisch gestalteten Gottesdienst in die St. Peter und Paul Kirche ein. Das Predigtgespräch führt Pastor Thomas Poggel mit dem Künstler Ludger Hinse passend zur Ausstellung „LICHTraum“. Mit der Ausstellung LICHTraum verwandelt der Künstler Lichtobjekte an 12 Orten in Herne in ein Erleben aus Farbe, Bewegung und Stille, u.a. die St. Peter und Paul Kirche. S

11:30 Uhr

Programm im zweiten Quartal 2026

vhs-Filmforum zeigt internationale Filmkunst

Internationale Filmkunst im vhs-Filmforum.

Mit dem Überraschungserfolg „Rental Family“ beginnt am Sonntag, 19. April 2026, das zweite Quartalsprogramm des Filmforums der vhs Herne. Erzählt wird die Geschichte eines amerikanischen Schauspielers, der bei einer japanischen Agentur als „Onkel auf Zeit“ gebucht werden kann. Alle Filme laufen wie gewohnt jeweils sonntags um 12:30 Uhr, montags um 20:15 Uhr und mittwochs um 17:30 Uhr in der Filmwelt Herne am Berliner Platz. Stets aktuelle Informationen zu Titeln und Terminen gibt es online unter vhs-herne.de und filmwelt-herne.de sowie im Programmflyer, der an vielen Stellen in der Stadt ausliegt und in den social media Kanälen. Das Thema „Familienverhältnisse“ zieht sich, rein zufällig, wie ein roter Faden durch diese aktuelle Auswahl internationaler Filmkunst, wenn auch nicht immer so unübersehbar, wie bei „Father Mother Sister Brother“ von Jim Jarmusch. Der Film des Kult-Regisseurs, der in Venedig mit dem Goldenen Löwen prämiert wurde, zählt zu den preisgekrönten Höhepunkten des neuen Programms. Ähnliches gilt für Chloé Zhaos „Hamnet“ (Oscar für die Beste Hauptdarstellerin) und Richard Linklaters „Nouvelle Vague“, der mit vier „Césars“ ausgezeichnet wurde. Den Abschluss des Programms bildet Mitte Juni der Film „Rose“, dessen Hauptdarstellerin Sandra Hüller bei der Berlinale den Silbernen Bären erhielt. Am Sonntag, 19., Montag, 20. und Mittwoch, 22. April 2026, wird der Film 'Rental Family' gezeigt. Regie: Hikari Darsteller: Brendan Fraser, Takehiro Hira, Mari Yamamoto, Akira Emoto, JAP/USA 2025, 103 Min. FSK 0 Weil ihm in der Heimat kein Erfolg beschieden ist, wandert der US-Schauspieler Philipp Vandarploeg nach Japan aus. Als auch hier, trotz seines kultverdächtigen Auftritts in einer Zahnpastawerbung, die Aufträge ausbleiben, heuert er widerwillig bei einer Agentur an, die falsche Familienmitglieder auf Zeit vermietet. Ab sofort spielt Philipp seine Rollen nicht mehr auf dem Bildschirm, sondern im wahren Leben. In einem Land, wo ein zumindest äußerlich perfektes Familienleben als Bedingung für gesellschaftlichen Erfolg gilt, geht ihm die Arbeit nicht mehr aus. So täuscht er als Bräutigam an der Seite einer 20 Jahre jüngeren Frau eine „ganz normale“ Hochzeit vor und setzt sich als Pseudo-Vater eines amerikanisch-japanischen Mädchens dafür ein, dass die 11-jährige Tochter an einer Eliteschule angenommen wird. Für „Philipp“, den Menschen hinter dem Schauspieler, wird es dabei immer schwieriger, die Grenzen zwischen Rolle und Realität zu bewahren. Am Sonntag, 26., Montag, 27. und Mittwoch, 29. April 2026, wird der Film „Hamnet“ gezeigt. Regie: Chloé Zhao Mit Jessie Buckley, Paul Mescal, Joe Alwyn, Emily Watson, Davis Wilmot, GB 2025, 125 Min. FSK 12. Das „Kind einer Waldhexe“, so wird Agnes von manchen Menschen im Stratford des späten 16. Jahrhunderts genannt. Auf den dort tätigen Lateinlehrer, der von seinen Schülern gelangweilt ist, hat diese junge Frau jedenfalls eine magische Anziehungskraft. William ist fasziniert von Agnes, vielleicht wegen ihrer Naturverbundenheit, die seiner Bildung und seinem literarischen Geist so entgegengesetzt ist. Trotz der Widerstände ihrer Elternhäuser heiraten sie, und schon bald werden die Kinder Susanna, Judith und Hamnet geboren. Doch der Ehe steht eine Zerreißprobe bevor: Die Pest wütet in England, und Hamnets früher Tod hinterlässt eine Wunde, die umso mehr schmerzt, als William kaum noch zuhause ist. Er, der schon immer mehr in seinem eigenen Kopf lebte, als auf der Erde, hält sich viel in London auf, wo seine Theaterstücke Erfolge feiern. Die Trauer über den Verlust bringt ihn dennoch fast um den Verstand. Der einzige Heilung versprechende Ausweg lautet: Schreiben. Am Sonntag, 3., Montag, 4. und Mittwoch, 6. Mai 2026, wird der Film „Father Mother Sister Brother“ gezeigt. Regie: Jim Jarmusch Mit Tom Waits, Adam Driver, Cate Blanchett, Vicky Krieps, Charlotte Rampling, USA/I/F/IRE 2025, 110 Min. (halloherne berichtete) Am Sonntag, 10., Montag, 11. und Mittwoch, 13. Mai 2026, wird der Film „Gelbe Briefe“ gezeigt (halloherne berichtete). Regie: Ilker Ҫatak Mit Özgü Naml, Tansu Biçer, Leyla Smyrna Cabas, Ipek Bilgin, D/TK/F 2026, 128 Min. FSK 12 . Das Ehepaar Derya und Aziz ist, gemeinsam mit der Teenager-Tochter Ezgi, in den intellektuellen Kreisen der türkischen Hauptstadt Ankara bestens etabliert. Die gefeierte Schauspielerin des Staatstheaters und der Autor und Universitätsdozent zählen zur Bildungselite ihres Landes, stehen politisch selbstverständlich links und äußern sich privat gerne kritisch gegenüber einer zunehmend autokratisch handelnden Regierung. Doch die politische Spaltung der Türkei, durch Terroranschläge, gewaltsame Proteste und dagegen aufgebotene Polizeitruppen, macht vor ihrer schicken Altbauwohnung nicht halt. Aziz verliert zunächst seinen Job an der Uni; dann wird sein Stück abgesetzt, in dem Derya die Hauptrolle spielt. Schon bald sieht sich die Familie gezwungen, zu Aziz‘ Mutter nach Istanbul zu ziehen. Auch an der Ehe gehen Geldsorgen, Platznot und Zukunftsängste nicht spurlos vorüber, zumal die Beiden unter äußerem Druck unterschiedliche Vorstellungen von einem Ausweg haben. Am Sonntag, 17., Montag, 18. und Mittwoch, 20. Mai 2026, wird der Film „The Testament of Ann Lee“ gezeigt. Regie: Mona Fastvold Mit Amanda Seyfried, Lewis Pullmann, Thomasin McKenzie, Matthew Beard, Christopher Abbott, GB 2025, 137 Min. FSK 12. Manchester 1736. Um dem tiefen Schmerz entgegenzuwirken, den der frühe Tod ihrer Kinder verursacht, gründet Ann Lee die utopisch-christliche Gemeinschaft der „Shaker“. Ausgelöst durch eine Vision von Adam und Eva im Garten Eden sieht die messianisch auftretende Frau die Gleichberechtigung der Geschlechter sowie harte, perfektionistische Arbeit und sexuelle Enthaltsamkeit als oberste Gebote. Die Nähe zu Gott soll nicht durch nüchterne Gebete, sondern durch ekstatische Tänze voller schüttelnder Körperbewegungen ausgelöst werden. In der Hoffnung auf religiöse Freiräume wandert die stetig wachsende Gemeinschaft nach New York aus. Doch auch dort gehören Ausgrenzung und Mißtrauen zum Alltag für diese von einer Frau angeführte Gruppierung, zumal Ann Lee auf die Neutralität der Shaker im Konflikt um die amerikanische Unabhängigkeit besteht. „The Testament of Ann Lee“ ist kein biederer Historienfilm, sondern genauso impulsiv und überraschend wie seine Hauptfigur. Am Sonntag, 31. Mai, Montag, 1. und Mittwoch, 3. Juni 2026, wird der Film 'Nouvelle Vague' gezeigt. Regie: Richard Linklater. Darsteller: Guillaume Marbeck, Zoey Deutch, Aubry Dullin, Adrien Rouyard, Antoine Besson, F/USA 2025, 106 Min. FSK 12 Paris 1959. Während der junge François Truffaut in Cannes Triumphe feiert, hat Jean-Luc Godard immer noch keinen Film realisiert. Dabei sieht sich der Kritiker der Szene-Zeitschrift „Cahiers du cinéma“ als das eigentliche Genie der neuen revolutionären Bewegung, die gerade dabei ist, das französische Kino auf den Kopf zu stellen. Doch der Weg zum Ruhm gestaltet sich beschwerlich für den eigenwilligen Intellektuellen, der sich nicht nur im Kino am liebsten allen geltenden Regeln widersetzen würde. Für seinen Debütfilm „Außer Atem“ verfügt Godard nur über wenig Geld und noch weniger Drehbuch. Seiner Überzeugung nach braucht man für einen Film aber auch nur „ein Mädchen und eine Knarre“. Neben dem unbekannten Jean-Paul Belmondo soll Hollywoodstar Jean Seberg die weibliche Hauptrolle spielen. Angesichts der Extravaganzen ihres Regisseurs, der schon mal den Kameramann in eine Kiste steckt, fühlt sich die charmante Darstellerin allerdings häufig wie im falschen Film. Am Sonntag, 7., Montag, 8. und Mittwoch, 10. Juni 2026, wird der Film „Vier minus Drei“ gezeigt (halloherne berichtete). Regie: Adrian Goiginger Mit Valerie Pachner, Robert Stadlober, Stefanie Reinsperger, Hanno Koffler, Ronald Zehrfeld, A/D 2026, 120 Min. FSK 12 Barbara und ihr Partner Heli führen mit ihren beiden Kindern Fini und Thimo ein glückliches und liebevolles Familienleben. Als professionelle Clowns nehmen sie das Leben nicht zu ernst und wissen, dass man auch über das lachen kann, was misslingt. Heli ist mit Leib und Seele Zirkusclown, bringt das große Publikum mit seiner Kunst zum Lachen. Barbara findet ihre Erfüllung im Kleinen und erhellt als Klinikclown den tristen Alltag kranker Kinder. Doch dann passiert das Unvorstellbare: Durch einen Verkehrsunfall verliert Barbara wie aus dem Nichts ihre Familie. Mit einem Schlag erscheint alles sinnlos und leer. Nur Erinnerungen sind noch da von dem gemeinsamen Weg, den sie mit Heli gegangen ist. Und nur noch Schmerz und Verzweiflung bleiben, wo alles voller Liebe war. Der Verlust lässt sie auch am Clownsein zweifeln. Doch Barbara will weiterleben. Mutig und unkonventionell sucht sie nach Wegen, mit der Trauer umzugehen – und mit dem Schicksal, noch am Leben zu sein Am Sonntag, 14., Montag, 15. und Mittwoch, 17. Juni 2026, wird der Film „Rose“ gezeigt. Regie: Markus Schleinzer. Darsteller: Sandra Hüller, Caro Braun, Marisa Growaldt, Godehard Giese, Robert Gwisdek, Maria Dragus, A/D 2026, 94 Min. FSK 12. In den Wirren des 30-jährigen Krieges erscheint ein mysteriöser Soldat in einem abgeschiedenen protestantischen Dorf im Harz. Wortkarg und schmal, das Gesicht durch eine Narbe entstellt, behauptet der Fremde, der rechtmäßige Erbe eines seit langem verlassenen Gutshofs zu sein. Zum großen Missfallen der Dorfgemeinschaft kann er auch ein Dokument vorlegen, das seinen Anspruch bestätigt. Über seine Herkunft oder seine Vorgeschichte in diesen Zeiten des Krieges hüllt er sich in Schweigen. Mit gutem Grund, denn der Fremde verbirgt ein Geheimnis. Doch sein Streben danach, anerkannt zu werden und hier sein Glück zu finden ist groß. Um dieses Ziel zu erreichen, schreckt er noch nicht einmal vor einer arrangierten Ehe mit Suzanna zurück, der Tochter eines Großbauern. Sie ist bereit, sein Geheimnis zu bewahren. Und als Suzanna von einem Unbekannten schwanger wird, glaubt Rose, so der wahre Name des Fremden, sich am Ziel ihrer Wünsche

12:30 Uhr

Installation 'Schwarzkaue/Weißkaue' zu sehen

Gereon Krebber in der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3

Keramische Kugeln im Außenraum der Künstlerzeche Unser Fritz erinnern an fragile Schneefragmente - sie sind Teil der Ausstellung und Installation "Schwarzkaue/Weißkaue" von Gereon Krebber.

Gereon Krebber, seit 2012 Professor für Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf, stellt eine raumgreifende Installation ins Kauengebäude der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3 und greift unter dem Titel „Schwarzkaue/Weißkaue“ am historischen Ort in Unser Fritz die historische Funktion der Kauen als Umkleideräume im Bergbau auf und verschiebt deren ursprüngliche Ordnung: Schwarz und Weiß, Arbeit und Alltag, werden räumlich vertauscht. Die von Danuta Karsten und Florian Kunath kuratierte Ausstellung wird am Samstag, 25. April 2026, um 17 Uhr in der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3 eröffnet. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des Fördervereins, Jürgen Hausmann, führt Georg Elben, Direktor des Skulpturenmuseums Marl, in Leben und Werk des Bildhauers ein. Nach einem Studium generale am Leibniz-Kolleg in Tübingen wechselte Gereon Krebber von 1994 bis 2000 an der Düsseldorfer Kunstakademie als Schüler von Tony Cragg und Hubert Kiecol. Anschließend setzte er seine Ausbildung mit einem Bildhauer-Studium am Royal College of Art in London fort. Krebber, der in Köln lebt und arbeitet, zählt längst zu den profilierten Bildhauern seiner Generation. Seine Arbeiten sind national und international in Ausstellungen und Sammlungen vertreten. Der gebürtige Oberhausener des Jahrgangs 1973 hat bereits in Herne ausgestellt, im Rahmen des Kultur-Hauptstadtjahres zusammen mit Luka Fineisen „Wasserspiegel“ in den Flottmann-Hallen als Auftakt der Ausstellungsreihe „liquid area“ (Flüssigkeitsbereich) der Ruhr.2010. Mit der Ausstellung „Schwarzkaue/Weißkaue“ entwickelt Gereon Krebber nun auf Unser Fritz eine ortsspezifische Installation, die direkt aus der Geschichte der ehemaligen Zeche heraus gedacht ist. Ausgangspunkt sind die sogenannten Kauen – die Umkleideräume der Bergleute, in denen zwischen Arbeits- und Alltagskleidung getrennt wurde. Krebber greift diese Struktur auf und kehrt sie bewusst um: Schwarz und Weiß, Arbeit und Alltag, verschieben ihre Plätze. In der Weißkaue breitet sich eine große, kohlenschwarze Formation aus verbranntem Holz aus, verschachtelt und beinahe labyrinthisch. In der Schwarzkaue hingegen hängt ein heller, unregelmäßig gesägter Körper aus Styropor und Wachs, leicht geneigt und in Bewegung. Diese Gegenüberstellung bildet den Kern der Ausstellung. Ergänzt wird sie durch eine Reihe eigenwilliger plastischer Arbeiten: farbig gesprenkelte, quallenartige Keramiken an den Wänden, ein grünlich schimmernder, von wurmartigen Strukturen überzogener Körper aus Bauschaum sowie keramische Kugeln im Außenraum, die an fragile Schneefragmente erinnern. Zwischen diesen Elementen entsteht ein irritierendes, zugleich spielerisches Szenario, das sich jeder eindeutigen Lesart entzieht. Inhaltlich verbindet die Ausstellung zwei zentrale Traditionslinien des Ruhrgebiets: Bergbau und Keramik. Ohne die materiellen und infrastrukturellen Voraussetzungen des Bergbaus wäre keramische Produktion in dieser Form nicht denkbar gewesen. Krebber nimmt diese historische Verbindung nicht illustrativ auf, sondern überführt sie in eine eigenständige, zeitgenössische Formensprache. Fragen von Material, Transformation und – unterschwellig – auch von Klima und Vergänglichkeit werden dabei mit verhandelt. Die Ausstellung „Schwarzkaue/Weißkaue“ ist im Anschluss an die Vernissage noch bis Sonntag, 17. Mai 2026 in der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3, Zur Künstlerzeche 10 in 44653 Herne bei freiem Eintritt zu sehen: Mittwochs und samstags jeweils zwischen 15 und 18 Uhr sowie sonntags von 14 bis 17 Uhr. Zum Rahmenprogramm gehören das Künstlercafé auf Unser Fritz am Samstag, 2. Mai 2026 von 14:30 bis 16:30 Uhr sowie der gemütliche Feierabend-Plausch „Schichtwechsel“ am Freitag, 8. Mai 2026 von 18 bis 21 Uhr.

14 Uhr

'Zu Gast: Bund Gelsenkirchener Künstler'

Der künstlerische Austausch geht weiter

'Zu Gast: Bund Gelsenkirchener Künstler'. Im Bild das Werk von Christian Hardick.

Der künstlerische Austausch geht in die nächste Runde. Dazu präsentiert der Herner Künstlerbund HKB ’90 vom 3. Mai bis einschließlich 14. Juni 2026 Arbeiten von 19 Gelsenkirchener Künstlern, die dem Bund Gelsenkirchener Künstler (BGK) angehören. Eröffnet wird die Ausstellung unter dem Titel „Zu Gast“ am Sonntag, 3. Mai 2026, um 15 Uhr. Mit einem impulsgebenden Blick „über den Tellerrand“, genauer gesagt über die Stadtgrenzen hinaus, fand im Januar 2026 der erste künstlerische Austausch unter dem Titel „Zu Gast“ statt – damals in Gelsenkirchen-Ückendorf, damals mit acht Künstlern aus Herne – nun also in Herne. Die Besucher können sich auf einen Querschnitt durch das Schaffen folgender Künstler aus der Nachbarstadt freuen: Angie Christiani, Gordana Djukic, Andreas Frings, Christian Hardick, Thomas J. Helms, Christel Klarhöfer, Heike Klinger, Sabine Leichner-Heuer, Maria Meza, Angelika Noa, Barbara Ring, Christiane Steffler, Monika Stolarczyk-Salehian, Karin Templin-Glees, Gabriele Tolksdorf, Wolfgang Weck, Jen Weissenbacher, Gregor Wildförster und Brigitte von der Eltz. Im Gespräch mit halloherne erklärt die zweite Vorsitzende des Vereins, Nina Ryschawy, das Zustandekommen der großen Anzahl an Beteiligten: „Für uns als Verein ist es wichtig, dass Künstler, die sich präsentieren möchten, dazu auch die Möglichkeit bekommen. In diesem Fall waren es eben 19.“ Das bedeutet zugleich, dass von jedem Künstler nur ein Werk gezeigt werden kann. Das sieht die zweite Vorsitzende nicht unbedingt als Manko an und sagt dazu: „Für uns stehen weniger die einzelnen Werke im Mittelpunkt als vielmehr die Künstler selbst und die gegenseitige Wertschätzung. Wir verstehen diese Ausstellungen als Ausdruck von Freundschaft und Austausch.“ Ein festgelegtes Thema gab es bewusst nicht. Die einzige Vorgabe war das Format – nicht größer als 50 × 100 cm. Dem Bund Gelsenkirchener Künstler, der im Jahr 2025 sein 75-jähriges Bestehen feierte, gehören derzeit 34 Kulturschaffende an. 19 von ihnen nehmen nun an der Ausstellung in den Räumen des HKB teil. Die Vernissage der Ausstellung „BGK zu Gast beim HKB ’90“ findet am Sonntag, 3. Mai 2026, um 15 Uhr im Kunstpunkt an der Mont-Cenis-Straße statt. Die Begrüßung übernimmt Gisela Schulte, zweite Vorsitzende der Herner Künstler. In das Thema führt Dr. Falko Herlemann ein. Für die musikalische Begleitung sorgt Greta Langer am Klavier und mit Gesang. Die Ausstellung ist anschließend mittwochs und sonntags jeweils von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Workshop: „Papierpoesie – Individuelle Grußkarten selbst gestalten“ mit Gordana Djukic und Jen Weissenbacher. Sonntag, 17. Mai 2026, 15 bis 18 Uhr Lesung: Angie Christiani, „Du und ich und irgendwas dazwischen“, Sonntag, 31. Mai 2026, ab 15 Uhr.

15 Uhr

Loriot-Version mit Götz Alsmann

Leonard Bernsteins „Candide“ in Essen

Traumpaar mit Hindernissen: Natalia Labourdette (Cunegonde) und Paul Curievici (Candide). Foto: Björn Hickmann

Alles steht zum Besten in der besten aller möglichen Welten und: Was immer ist, ist recht. Gegen diese von Gottfried Wilhelm Leibniz maßgeblich vertretene Eldorado-Philosophie hat der französische Aufklärer Voltaire 1759 seine satirische Novelle „Candide ou l’optimisme“ geschrieben. Darin wird der Titelheld, ein gutmütiger Tropf aus „Westphalia“, von seiner Geliebten Cunegonde getrennt und in die Welt geworfen. Nach einer wahren Odyssee mit Krieg, Erdbeben und Inquisition erkennt Candide: Das Leben ist weder gut noch schlecht, es will einfach nur gelebt werden. Leonard Bernstein hat daraus Mitte der 1950er Jahre unter dem Einfluss der politischen Situation, insbesondere der McCarthy-Tribunale gegen „unamerikanische Umtriebe“, vor denen auch seine Librettistin Lillian Hellman als angebliche Kommunistin angeklagt wird, eine verhalten optimistische „American Operetta“ gemacht, zugleich eine Liebeserklärung an die europäische Musik von Bach über Rossini und Gounod bis hin zu Mahler, von der Gavotte über Mazurka und Polka bis hin zum Walzer. Nach der Uraufführung am 29. Oktober 1956 in Boston brachten auch 73 Vorstellungen en suite ab Februar 1957 am Broadway unter der Leitung Bernsteins als neuem Ko-Dirigenten der New Yorker Philharmoniker nicht den gewünschten Erfolg: „Candide“ wurde rasch von der parallel entstandenen, am 19. August 1957 in Washington uraufgeführten „West Side Story“ in den Schatten gestellt. Was bis heute auch für die Spielpläne deutscher Opernhäuser gilt, so kann ich mich mit Blick aufs Revier nur an eine eher lärmende denn ironische oder gar satirische Inszenierung Gil Mehmerts zum Auftakt der Intendanz von Michael Schulz am Gelsenkirchener Musiktheater im Revier erinnern. Von der höchst problematischen deutschen Fassung ganz abgesehen konnte im Oktober 2008 nur Rasmus Baumann am Pult punkten: Bernsteins Partitur ist sowohl für das Orchester als auch für die Sänger so klippenreich wie Kap Hoorn. Da ist die Originalsprache schon ‘mal eine gute Entscheidung des weiblichen Aalto-Dreigestirns aus den Dramaturginnen Laura Bruckner und Elena Wachendorf sowie Marijke Malitius, für die szenische Einrichtung der konzertanten Aufführung verantwortlich. Weil Vicco von Bülow ganz recht hat, wenn er sagt, dass „Candide“ das einzige Stück ist, „dessen Inhaltsangabe, rasch vorgelesen, ebenso lange dauert, wie das Musical selbst“, ist die Entscheidung, auf den stark reduzierten Erzähltext Loriots zu setzen, das zweite große Plus. Die dritte gute Entscheidung ist, den neben Voltaires Novelle auch Hugh Wheelers Drehbuch des Musical-Films „Candide“ von Humphrey Burton aus dem Jahr 1991 adaptierenden Text Loriots von Götz Alsmann vortragen zu lassen. Der es sich zwischendurch auf dem berühmten grünen Sofa rechterhand bequem macht und mit seiner unverwechselbaren Stimme, aber auch seiner erstaunlich unprätentiösen, aber ungemein witzigen Art dem Publikum einen steifen Nacken bei der Lektüre der Übertitel erspart. Schließlich werden bedeutende philosophische Fragen verhandelt in den großartigen Musiknummern, die allein bis zur Pause auf die phantastische Ouvertüre folgen: Vom Duett „Oh, Happy We“ zwischen Candide (der britische Tenor Paul Curievici) und Cunegonde (herausragend: die spanische Sopranistin Natalia Labourdette, ehemaliges Mitglied des Opernstudios NRW) über die Trauerarie „Candide’s Lament“ und Cunegondes Koloratur-Arie „Glitter and Be Gay“ bis hin zum hoffnungsfrohen „Quartet Finale“ (ein Ereignis auch in der Polka „We Are Women“: doe Mezzosopranistin Almerija Delic, Gast vom Staatstheater Nürnberg, als feurige Old Lady) zum Ende des 1. Aktes. Mehr noch: So kann sich das Dutzend hervorragender Gesangsolisten auch mimisch und gestisch bewähren auf der großen Spielfläche des abgedeckten Orchestergrabens. Unbedingt zu erwähnen der kanadische Bass-Bariton Karel Martin Ludvik aus dem eigenen Ensemble, ein großer Komödiant sowohl als daueroptimistischer Dr. Pangloss als auch als pessimistischer Martin („Words, Words, Words“). Nicht zu vergessen der Chor, der sich immer wieder auszeichnen kann, so etwa im 2. Akt an der Seite Candides in der Eldorado-Ballade. Genug der Details, die nur dem Zweck dienen, aufzuzeigen, wie vielfältig Leonhard Bernsteins Komposition ist, die in Essen in den besten Händen des musikalischen Leiters Per-Otto Johanssons liegt. Der schwedische Dirigent ist Generalmusikdirektor am Landestheater Detmold. „Candide“ wieder neu belebt zu haben durch die geniale Verbindung aus Voltaire, Bernstein und Loriot, die knapp dreistündige Premiere am 22. Februar 2026 war triumphal für alle Beteiligten, ist ein großes Verdienst der in der veröffentlichten Meinung häufig gescholtenen Aalto Oper. Karten gibt es auf der Theater-Homepage oder per Tel 0201 – 81 22 200.

18 Uhr

Hilsdorfs „Il Trittico“ an der Rheinoper

Verachtet mir die Meister nicht

Mit der turbulenten Erbschleicher-Komödie „Gianni Schicchi“, hier die bigotte Trauergemeinde auf dem Totenbett, beginnt der großartige Puccini-Abend in Düsseldorf.

Giacomo Puccinis unter dem Titel „Il Trittico“ (Das Triptychon) zusammengefassten einaktigen Opern „Il Tabarro“ (Der Mantel), „Suor Angelica“ (Schwester Angelica) und „Gianni Schicchi“, in dieser Reihenfolge uraufgeführt am 14. Dezember 1918 an der Metropolitan Opera New York, waren in Analogie zu den drei Teilen „Inferno“, „Purgatorio“ und „Paradiso“ in Dantes „Divina comedia“ entstanden. Nachdem nur „Gianni Schicchi“ beim Publikum Erfolg hatte, stimmte der Komponist einer Aufführung einzelner Teile zu. In Gelsenkirchen etwa, wo Dietrich W. Hilsdorf 1981 sein Opern-Regiedebut gab, wurde 2004 „Gianni Schicchi“ mit „Eine florentinische Tragödie“ Alexander von Zemlinskys und 2016 mit „Francesca di Rimini“ Sergej Rachmaninows verbunden. Aber auch, wer das Triptychon komplett aufführt, ändert zumeist die Reihenfolge – mit Ausnahme der Essener Aalto-Oper vor vier Jahren. Verachtet mir die Meister nicht: Dietrich W. Hilsdorf hat mit seinem Mozart-Da Ponte-Zyklus in Gelsenkirchen und seinen nicht weniger spektakulären Verdi-Inszenierungen im Aalto-Theater Regietheater-Maßstäbe gesetzt. Und mit seiner großartigen, weil völlig zurückgenommenen Inszenierung aus dem Jahr 2003, die am 29. März 2026 bei der erneuten Wiederaufnahme im Düsseldorfer Opernhaus stürmisch gefeiert wurde, auf ganz andere Weise überrascht, hat sich der Altmeister doch mit einer Ausnahme in „Suor Angelica“ heute üblichen und zumeist nervigen Überhöhungen, Stilisierungen, Neuinterpretationen und Aktualisierungen enthalten. „Addio Speranza“: Lebewohl Hoffnung. Hilsdorf beginnt mit Commedia dell’arte, die sich in der bewusst kalten, karg ausgestatteten Bühne in den bunten Kostümen des Ausstatters Johannes Leiackers spiegelt. In der turbulenten florentinischen Erbschleicher-Komödie „Gianni Schicchi“ sitzen die potentiellen Erben des Buoso Donatis am Bett des Verstorbenen, der sein erhebliches Vermögen der Kirche vermacht hat. So beauftragen sie den schlitzohrigen Schicchi (der stimmgewaltige usbekische Bariton Alexey Zekenkov brilliert auch als Michele im „Mantel“), in der Rolle des Toten dem herbeigerufenen Notar ein neues Testament zu diktieren. Was der Titelheld zu Gunsten seiner jungen Tochter Lauretta („O mio babbino caro“: die deutsch-griechische Sopranistin Anna Sophia Theil) und ihres Freundes Rinuccio (der deutsch-italienische Tenor Riccardo Romeo) manipuliert, die nun endlich heiraten können. Nach der ersten Pause verwandelt sich das Sterbezimmer in eine spartanische Klosterzelle mit unverputzten Wänden, in die nur wenig Licht von außen dringt: „Suor Angelica“ (die ungarische Sopranistin Sylvia Hamvasi rührt zu Tränen) ist von ihrer vornehmen Familie nach der Geburt ihres unehelichen Kindes verstoßen worden und daher auch unter ihren Mitschwestern nicht wohlgelitten, von der strengen Äbtissin (Ovationen für die russische Mezzosopranistin Maria Gulik als Gast) ganz abgesehen. Als die eiskalte Fürstin (die rumänische Mezzosopranistin Ramona Zaharia) im Kloster erscheint, ihre Sänfte wird von Kreuzträgern in Ku-Klux-Klan-Vermummung getragen, um Angelica die Nachricht vom Tod ihres Kindes mitzuteilen und im gleichen Atemzug das Erbe neu zu regeln, bricht die Titelheldin zusammen. Zu ihrem unter die Haut gehenden Gebet „Senza mamma, o bimbo, tu sei morto“ und Puccinis erschütternder (Chor-) Musik mischt sich Angelica ihren Todestrank: als gläubige Christin ist sie von der Vereinigung mit ihrem Kind im Himmel überzeugt. Wofür Hilsdorf eine von manchen Kritikern seinerzeit als so drastisch wie kitschig empfundene Überhöhung erfand, die jedoch bewusst ein kathartisches Mitleiden des Publikums unterläuft und damit zur vorbildllich klaren Inszenierung des Triptychons beiträgt. Den Schlussteil bildet die veristische Kurzoper „Il Tabarro“, welche im Schiffermilieu der Pariser Vorstadt Belleville (die Lagerhallen-Bühne nun mit Bullaugen und Eisentür) spielt: Seit sie vor einem Jahr ihr gemeinsames Kind verloren haben, ist die Ehe von Giorgetta (Ovationen für die irische Star-Sopranistin Celine Byrne als Gast) und Michele zerstört. Während Letzterer sich in Arbeit stürzt, sehnt sich seine Frau nach Zärtlichkeit und Liebe, welche sie bei Luigi (der spanische Tenor Eduardo Aladrén) findet: In „È ben altro il mio sogno!“ singen beide von ihrer Sehnsucht nach einem beschaulichen Leben, das sie sich mit einem feigen Mord erkaufen wollen. Doch Michele kommt hinter das Verhältnis… Unter der musikalischen Leitung des italienischen Leonard Bernstein-Schüles Stefanio Ranzani überzeugt eine herausragende Ensemble-Besetzung, ergänzt nur um die beiden genannten, der Weltklasse zuzurechnenden Gäste über die volle Distanz von knapp vier Stunden einschließlich zweier Pausen. Noch mehr Puccini in der Rheinoper: Dietrich W. Hilsdorfs „Tosca“-Inszenierung aus dem Jahr 2002, die am 16. Januar 2025 als einzige Produktion zum 100. Todestag des Komponisten völlig zu Recht mit stehenden Ovationen gefeierte Wiederaufnahme-Premiere in Düsseldorf feierte (halloherne berichtete), ist wieder ab Freitag, 3. Juli 2026 zu sehen, wobei die Vorstellung am Donnerstag, 16. Juli 2026 bereits ausverkauft ist. Karten für die Triptychon-Vorstellungen gibt es unter operamrhein.de oder Tel 0211 – 8925211.

18:30 Uhr

„Noch nicht tot, aber schon im Museum“

Hülk und Lippmeyer stellen in Düsseldorf aus

v.l. Wolfgang Hülk und Jörg Lippmeyer. 'Rettet die schönen Wörter' – Ausstellung im Mai 2026 in Düsseldorf.

Die beiden alten Künstlerfreunde tun es wieder: Der Zeichner und Fotograf Wolfgang Hülk und der freie Künstler Jörg Lippmeyer – beide Ur-Wanne-Eickeler – stellen ihre kollaborativ entstandenen Werke aus. Dieses Mal sind ihre Gemeinschaftsarbeiten von Mittwoch, 6. Mai, bis Sonntag, 31. Mai 2026, im Stadtmuseum Düsseldorf zu sehen. Die Eröffnungsrede zur Vernissage hält der Stadtführer und Buch-Autor Dietmar Schönhoff. Erneut widmen sich die Künstler Werken, mit denen sie sich anschicken, schöne Wörter dieser Welt zu retten. In einer Zeit, in der sich Sprache ständig weiterentwickelt und verändert, in der neue Begriffe – vorzugsweise aus technologischen Bereichen – entstehen, bleibt es ihr Anliegen, die Vielfalt der deutschen Sprache zu bewahren. Jörg Lippmeyer, vielen besser bekannt als „der bunte Mann aus Unser Fritz“, ist in seiner Heimatstadt bereits seit Jahren als Wörter-Retter unterwegs. In seinem Fundus finden sich Begriffe wie Flitzpiepe, Mumpitz, Brimborium, Kuddelmuddel oder auch Papperlapapp – Wörter, die vor dem Vergessen bewahrt werden sollen. Seit rund einem Jahr steht ihm dabei sein Düsseldorfer Künstlerfreund Wolfgang Hülk zur Seite. Hülk hat die Sammlung nicht nur erweitert, sondern sie auch um Düsseldorfer Mundart bereichert. So befinden sich nun so charmante Ausdrücke wie Retematäng oder Rotzech darin. Die beiden präsentieren die Wörter auf künstlerisch gestalteten Leinwänden. Anschließend bearbeitet jeder die Werke des anderen weiter, sodass fusionierte Arbeiten entstehen, die zwei Handschriften erkennen lassen. Mit diesem besonderen Projekt, leisten sie ihren Beitrag, die deutsche Sprache ein wenig lebendiger und fröhlicher zu behalten.

seit 6. Mai

Rundes Jubiläum des Umsonst-und-draußen-Festivals

'Essen Original' wird 30

Es legt das Berliner DJ-Team YouNotUs auf (Symbolbild).

Essen. Happy birthday, Essen Original: Das Umsonst-und-draußen-Festival feiert in diesem Jahr seinen 30. Geburtstag. Vom 8. bis 10. Mai 2026 gibt es wieder ein abwechslungsreiches Musikprogramm auf drei Bühnen. Top-Act ist am Freitag das Berliner DJ-Team YouNotUs ("Please tell Rosie", „Supergirl“, „Narcotic"), das seit Jahren auf großen Festivals wie Tomorrowland und Parookaville auflegt. Am Samstag steht Ásdis auf der Bühne. Die Isländerin feiert nicht nur allein mit Hits wie "Angel Eyes“ Erfolge, sondern auch zusammen mit Purple Disco Machine und Glockenbach.

seit 8. Mai

Montag, 11. Mai

Caritas: Info-Angebot zu Seniorenwohngemeinschaften

Ein modernes Zuhause im Alter

Davina Rohloff, Leiterin der Caritas-Seniorenwohngemeinschaften.

Wie möchte ich im Alter leben – und welche Möglichkeiten gibt es heute überhaupt? Antworten auf diese wichtigen Fragen bietet ab Montag, 11. Mai 2026, ein neues, kostenloses Beratungsangebot des Herner Caritasverbandes. Das Angebot richtet sich gezielt an pflegende Angehörige und gibt Orientierung in einer oft herausfordernden Lebensphase gibt. In der neuen Sprechstunde informiert Davina Rohloff, Leiterin der Caritas-Seniorenwohngemeinschaften und erfahrene Pflegefachkraft, kostenlos und unverbindlich über Senioren-WGs als Alternative zum klassischen Pflegeheim, individuelle Unterstützungsangebote in Herne und wirksame Entlastungsmöglichkeiten für pflegende Angehörige. Die Sprechstunde am 11. Mai findet von 17 bis 19 Uhr im Caritas-Quartiersbüro Herne-Mitte, Viktor-Reuter-Straße 1, statt. „Wenn das Leben im eigenen Zuhause zunehmend herausfordernd wird, wünschen sich viele ältere Menschen vor allem eines: Geborgenheit, Gemeinschaft und ein echtes Zuhause-Gefühl. Genau hier setzen moderne Wohnformen wie Seniorenwohngemeinschaften an – persönlich, familiär und nah am Leben. Viele Menschen wissen gar nicht, wie vielfältig und menschlich die Wohnmöglichkeiten im Alter heute sind“, sagt Rohloff. „In unseren liebevoll eingerichteten Senioren-WGs leben ältere Menschen selbstbestimmt – und gleichzeitig in Gemeinschaft. Gemeinsame Mahlzeiten, Gespräche und ein strukturierter Alltag schaffen Lebensfreude und Sicherheit.“ Interessierte haben die Möglichkeit, die Wohngemeinschaften persönlich kennenzulernen und sich vor Ort ein Bild vom Leben und der Atmosphäre zu machen. Die Sprechstunde richtet sich bewusst auch an berufstätige Angehörige und findet zu arbeitnehmerfreundlichen Zeiten statt: jeden zweiten Montag im Monat von 17 bis 19 Uhr im Caritas-Quartiersbüro Herne-Mitte (Viktor-Reuter-Straße 1) sowie jeden dritten Montag im Monat von 17 bis 19 Uhr im Caritas-Quartiersbüro Wanne-Eickel (Hauptstraße 208). Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Infos: Davina Rohloff, Tel 0176 11928-273, E-Mail: d.rohloff.@caritas-herne.de. Die Termine werden auch regelmäßig auf der Caritas-Homepage veröffentlicht. „Ob Seniorenwohngemeinschaft, ambulante Pflege oder Tagespflege: Ziel der Beratung ist es, für jede Lebenssituation die passende Lösung zu finden. Dabei zählen nicht nur fachliche Informationen, sondern auch ein offenes Ohr und persönliche Begleitung“, so Rohloff. Sie betont: „Es muss nicht immer der Umzug in ein klassisches Pflegeheim sein. Gerade für Menschen mit Pflegebedarf oder beginnender Demenz kann eine Senioren-WG ein lebendiger, sicherer und erfüllender Lebensort sein.“

17 Uhr

Programm im zweiten Quartal 2026

vhs-Filmforum zeigt internationale Filmkunst

Internationale Filmkunst im vhs-Filmforum.

Mit dem Überraschungserfolg „Rental Family“ beginnt am Sonntag, 19. April 2026, das zweite Quartalsprogramm des Filmforums der vhs Herne. Erzählt wird die Geschichte eines amerikanischen Schauspielers, der bei einer japanischen Agentur als „Onkel auf Zeit“ gebucht werden kann. Alle Filme laufen wie gewohnt jeweils sonntags um 12:30 Uhr, montags um 20:15 Uhr und mittwochs um 17:30 Uhr in der Filmwelt Herne am Berliner Platz. Stets aktuelle Informationen zu Titeln und Terminen gibt es online unter vhs-herne.de und filmwelt-herne.de sowie im Programmflyer, der an vielen Stellen in der Stadt ausliegt und in den social media Kanälen. Das Thema „Familienverhältnisse“ zieht sich, rein zufällig, wie ein roter Faden durch diese aktuelle Auswahl internationaler Filmkunst, wenn auch nicht immer so unübersehbar, wie bei „Father Mother Sister Brother“ von Jim Jarmusch. Der Film des Kult-Regisseurs, der in Venedig mit dem Goldenen Löwen prämiert wurde, zählt zu den preisgekrönten Höhepunkten des neuen Programms. Ähnliches gilt für Chloé Zhaos „Hamnet“ (Oscar für die Beste Hauptdarstellerin) und Richard Linklaters „Nouvelle Vague“, der mit vier „Césars“ ausgezeichnet wurde. Den Abschluss des Programms bildet Mitte Juni der Film „Rose“, dessen Hauptdarstellerin Sandra Hüller bei der Berlinale den Silbernen Bären erhielt. Am Sonntag, 19., Montag, 20. und Mittwoch, 22. April 2026, wird der Film 'Rental Family' gezeigt. Regie: Hikari Darsteller: Brendan Fraser, Takehiro Hira, Mari Yamamoto, Akira Emoto, JAP/USA 2025, 103 Min. FSK 0 Weil ihm in der Heimat kein Erfolg beschieden ist, wandert der US-Schauspieler Philipp Vandarploeg nach Japan aus. Als auch hier, trotz seines kultverdächtigen Auftritts in einer Zahnpastawerbung, die Aufträge ausbleiben, heuert er widerwillig bei einer Agentur an, die falsche Familienmitglieder auf Zeit vermietet. Ab sofort spielt Philipp seine Rollen nicht mehr auf dem Bildschirm, sondern im wahren Leben. In einem Land, wo ein zumindest äußerlich perfektes Familienleben als Bedingung für gesellschaftlichen Erfolg gilt, geht ihm die Arbeit nicht mehr aus. So täuscht er als Bräutigam an der Seite einer 20 Jahre jüngeren Frau eine „ganz normale“ Hochzeit vor und setzt sich als Pseudo-Vater eines amerikanisch-japanischen Mädchens dafür ein, dass die 11-jährige Tochter an einer Eliteschule angenommen wird. Für „Philipp“, den Menschen hinter dem Schauspieler, wird es dabei immer schwieriger, die Grenzen zwischen Rolle und Realität zu bewahren. Am Sonntag, 26., Montag, 27. und Mittwoch, 29. April 2026, wird der Film „Hamnet“ gezeigt. Regie: Chloé Zhao Mit Jessie Buckley, Paul Mescal, Joe Alwyn, Emily Watson, Davis Wilmot, GB 2025, 125 Min. FSK 12. Das „Kind einer Waldhexe“, so wird Agnes von manchen Menschen im Stratford des späten 16. Jahrhunderts genannt. Auf den dort tätigen Lateinlehrer, der von seinen Schülern gelangweilt ist, hat diese junge Frau jedenfalls eine magische Anziehungskraft. William ist fasziniert von Agnes, vielleicht wegen ihrer Naturverbundenheit, die seiner Bildung und seinem literarischen Geist so entgegengesetzt ist. Trotz der Widerstände ihrer Elternhäuser heiraten sie, und schon bald werden die Kinder Susanna, Judith und Hamnet geboren. Doch der Ehe steht eine Zerreißprobe bevor: Die Pest wütet in England, und Hamnets früher Tod hinterlässt eine Wunde, die umso mehr schmerzt, als William kaum noch zuhause ist. Er, der schon immer mehr in seinem eigenen Kopf lebte, als auf der Erde, hält sich viel in London auf, wo seine Theaterstücke Erfolge feiern. Die Trauer über den Verlust bringt ihn dennoch fast um den Verstand. Der einzige Heilung versprechende Ausweg lautet: Schreiben. Am Sonntag, 3., Montag, 4. und Mittwoch, 6. Mai 2026, wird der Film „Father Mother Sister Brother“ gezeigt. Regie: Jim Jarmusch Mit Tom Waits, Adam Driver, Cate Blanchett, Vicky Krieps, Charlotte Rampling, USA/I/F/IRE 2025, 110 Min. (halloherne berichtete) Am Sonntag, 10., Montag, 11. und Mittwoch, 13. Mai 2026, wird der Film „Gelbe Briefe“ gezeigt (halloherne berichtete). Regie: Ilker Ҫatak Mit Özgü Naml, Tansu Biçer, Leyla Smyrna Cabas, Ipek Bilgin, D/TK/F 2026, 128 Min. FSK 12 . Das Ehepaar Derya und Aziz ist, gemeinsam mit der Teenager-Tochter Ezgi, in den intellektuellen Kreisen der türkischen Hauptstadt Ankara bestens etabliert. Die gefeierte Schauspielerin des Staatstheaters und der Autor und Universitätsdozent zählen zur Bildungselite ihres Landes, stehen politisch selbstverständlich links und äußern sich privat gerne kritisch gegenüber einer zunehmend autokratisch handelnden Regierung. Doch die politische Spaltung der Türkei, durch Terroranschläge, gewaltsame Proteste und dagegen aufgebotene Polizeitruppen, macht vor ihrer schicken Altbauwohnung nicht halt. Aziz verliert zunächst seinen Job an der Uni; dann wird sein Stück abgesetzt, in dem Derya die Hauptrolle spielt. Schon bald sieht sich die Familie gezwungen, zu Aziz‘ Mutter nach Istanbul zu ziehen. Auch an der Ehe gehen Geldsorgen, Platznot und Zukunftsängste nicht spurlos vorüber, zumal die Beiden unter äußerem Druck unterschiedliche Vorstellungen von einem Ausweg haben. Am Sonntag, 17., Montag, 18. und Mittwoch, 20. Mai 2026, wird der Film „The Testament of Ann Lee“ gezeigt. Regie: Mona Fastvold Mit Amanda Seyfried, Lewis Pullmann, Thomasin McKenzie, Matthew Beard, Christopher Abbott, GB 2025, 137 Min. FSK 12. Manchester 1736. Um dem tiefen Schmerz entgegenzuwirken, den der frühe Tod ihrer Kinder verursacht, gründet Ann Lee die utopisch-christliche Gemeinschaft der „Shaker“. Ausgelöst durch eine Vision von Adam und Eva im Garten Eden sieht die messianisch auftretende Frau die Gleichberechtigung der Geschlechter sowie harte, perfektionistische Arbeit und sexuelle Enthaltsamkeit als oberste Gebote. Die Nähe zu Gott soll nicht durch nüchterne Gebete, sondern durch ekstatische Tänze voller schüttelnder Körperbewegungen ausgelöst werden. In der Hoffnung auf religiöse Freiräume wandert die stetig wachsende Gemeinschaft nach New York aus. Doch auch dort gehören Ausgrenzung und Mißtrauen zum Alltag für diese von einer Frau angeführte Gruppierung, zumal Ann Lee auf die Neutralität der Shaker im Konflikt um die amerikanische Unabhängigkeit besteht. „The Testament of Ann Lee“ ist kein biederer Historienfilm, sondern genauso impulsiv und überraschend wie seine Hauptfigur. Am Sonntag, 31. Mai, Montag, 1. und Mittwoch, 3. Juni 2026, wird der Film 'Nouvelle Vague' gezeigt. Regie: Richard Linklater. Darsteller: Guillaume Marbeck, Zoey Deutch, Aubry Dullin, Adrien Rouyard, Antoine Besson, F/USA 2025, 106 Min. FSK 12 Paris 1959. Während der junge François Truffaut in Cannes Triumphe feiert, hat Jean-Luc Godard immer noch keinen Film realisiert. Dabei sieht sich der Kritiker der Szene-Zeitschrift „Cahiers du cinéma“ als das eigentliche Genie der neuen revolutionären Bewegung, die gerade dabei ist, das französische Kino auf den Kopf zu stellen. Doch der Weg zum Ruhm gestaltet sich beschwerlich für den eigenwilligen Intellektuellen, der sich nicht nur im Kino am liebsten allen geltenden Regeln widersetzen würde. Für seinen Debütfilm „Außer Atem“ verfügt Godard nur über wenig Geld und noch weniger Drehbuch. Seiner Überzeugung nach braucht man für einen Film aber auch nur „ein Mädchen und eine Knarre“. Neben dem unbekannten Jean-Paul Belmondo soll Hollywoodstar Jean Seberg die weibliche Hauptrolle spielen. Angesichts der Extravaganzen ihres Regisseurs, der schon mal den Kameramann in eine Kiste steckt, fühlt sich die charmante Darstellerin allerdings häufig wie im falschen Film. Am Sonntag, 7., Montag, 8. und Mittwoch, 10. Juni 2026, wird der Film „Vier minus Drei“ gezeigt (halloherne berichtete). Regie: Adrian Goiginger Mit Valerie Pachner, Robert Stadlober, Stefanie Reinsperger, Hanno Koffler, Ronald Zehrfeld, A/D 2026, 120 Min. FSK 12 Barbara und ihr Partner Heli führen mit ihren beiden Kindern Fini und Thimo ein glückliches und liebevolles Familienleben. Als professionelle Clowns nehmen sie das Leben nicht zu ernst und wissen, dass man auch über das lachen kann, was misslingt. Heli ist mit Leib und Seele Zirkusclown, bringt das große Publikum mit seiner Kunst zum Lachen. Barbara findet ihre Erfüllung im Kleinen und erhellt als Klinikclown den tristen Alltag kranker Kinder. Doch dann passiert das Unvorstellbare: Durch einen Verkehrsunfall verliert Barbara wie aus dem Nichts ihre Familie. Mit einem Schlag erscheint alles sinnlos und leer. Nur Erinnerungen sind noch da von dem gemeinsamen Weg, den sie mit Heli gegangen ist. Und nur noch Schmerz und Verzweiflung bleiben, wo alles voller Liebe war. Der Verlust lässt sie auch am Clownsein zweifeln. Doch Barbara will weiterleben. Mutig und unkonventionell sucht sie nach Wegen, mit der Trauer umzugehen – und mit dem Schicksal, noch am Leben zu sein Am Sonntag, 14., Montag, 15. und Mittwoch, 17. Juni 2026, wird der Film „Rose“ gezeigt. Regie: Markus Schleinzer. Darsteller: Sandra Hüller, Caro Braun, Marisa Growaldt, Godehard Giese, Robert Gwisdek, Maria Dragus, A/D 2026, 94 Min. FSK 12. In den Wirren des 30-jährigen Krieges erscheint ein mysteriöser Soldat in einem abgeschiedenen protestantischen Dorf im Harz. Wortkarg und schmal, das Gesicht durch eine Narbe entstellt, behauptet der Fremde, der rechtmäßige Erbe eines seit langem verlassenen Gutshofs zu sein. Zum großen Missfallen der Dorfgemeinschaft kann er auch ein Dokument vorlegen, das seinen Anspruch bestätigt. Über seine Herkunft oder seine Vorgeschichte in diesen Zeiten des Krieges hüllt er sich in Schweigen. Mit gutem Grund, denn der Fremde verbirgt ein Geheimnis. Doch sein Streben danach, anerkannt zu werden und hier sein Glück zu finden ist groß. Um dieses Ziel zu erreichen, schreckt er noch nicht einmal vor einer arrangierten Ehe mit Suzanna zurück, der Tochter eines Großbauern. Sie ist bereit, sein Geheimnis zu bewahren. Und als Suzanna von einem Unbekannten schwanger wird, glaubt Rose, so der wahre Name des Fremden, sich am Ziel ihrer Wünsche

20:15 Uhr

„Noch nicht tot, aber schon im Museum“

Hülk und Lippmeyer stellen in Düsseldorf aus

v.l. Wolfgang Hülk und Jörg Lippmeyer. 'Rettet die schönen Wörter' – Ausstellung im Mai 2026 in Düsseldorf.

Die beiden alten Künstlerfreunde tun es wieder: Der Zeichner und Fotograf Wolfgang Hülk und der freie Künstler Jörg Lippmeyer – beide Ur-Wanne-Eickeler – stellen ihre kollaborativ entstandenen Werke aus. Dieses Mal sind ihre Gemeinschaftsarbeiten von Mittwoch, 6. Mai, bis Sonntag, 31. Mai 2026, im Stadtmuseum Düsseldorf zu sehen. Die Eröffnungsrede zur Vernissage hält der Stadtführer und Buch-Autor Dietmar Schönhoff. Erneut widmen sich die Künstler Werken, mit denen sie sich anschicken, schöne Wörter dieser Welt zu retten. In einer Zeit, in der sich Sprache ständig weiterentwickelt und verändert, in der neue Begriffe – vorzugsweise aus technologischen Bereichen – entstehen, bleibt es ihr Anliegen, die Vielfalt der deutschen Sprache zu bewahren. Jörg Lippmeyer, vielen besser bekannt als „der bunte Mann aus Unser Fritz“, ist in seiner Heimatstadt bereits seit Jahren als Wörter-Retter unterwegs. In seinem Fundus finden sich Begriffe wie Flitzpiepe, Mumpitz, Brimborium, Kuddelmuddel oder auch Papperlapapp – Wörter, die vor dem Vergessen bewahrt werden sollen. Seit rund einem Jahr steht ihm dabei sein Düsseldorfer Künstlerfreund Wolfgang Hülk zur Seite. Hülk hat die Sammlung nicht nur erweitert, sondern sie auch um Düsseldorfer Mundart bereichert. So befinden sich nun so charmante Ausdrücke wie Retematäng oder Rotzech darin. Die beiden präsentieren die Wörter auf künstlerisch gestalteten Leinwänden. Anschließend bearbeitet jeder die Werke des anderen weiter, sodass fusionierte Arbeiten entstehen, die zwei Handschriften erkennen lassen. Mit diesem besonderen Projekt, leisten sie ihren Beitrag, die deutsche Sprache ein wenig lebendiger und fröhlicher zu behalten.

seit 6. Mai

Dienstag, 12. Mai

Bezirksregierung und #UseTheNews fördern Nachrichtenkompetenz

Newscamp an der Hans-Tilkowski-Schule geplant

Fake News sind ein vielschichtiges Thema: Deshalb findet durch die Bezirksregierung Arnsberg und #UseTheNews ein Newscamp am Dienstag, 12. Mai 2026, statt (Symbolbild).

Am Dienstag, 12. Mai 2026, ab 9 Uhr ist in Herne ein Newscamp geplant. Dabei sollen Schüler, Eltern und Lehrkräfte in Nachrichten- und Medienkompetenz gestärkt und für demokratische Partizipation begeistert werden. Veranstaltungsort ist die Hans-Tilkowski-Schule, Edmund-Weber-Straße 127. Die Bezirksregierung Arnsberg und die Medieninitiative #UseTheNews bringen in Kooperation mit dem Bildungsbüro Herne Nachrichtenkompetenz direkt in die Schule. Dort lernen Jugendliche, Lehrkräfte und Eltern, Falschmeldungen zu erkennen und Nachrichten kritisch zu bewerten. Ziele sind unter anderem, Einblicke in redaktionelle Arbeit zu gewinnen, richtigen Umgang mit Falschmeldungen zu erlernen und Nachrichtenkompetenz zu erwerben. Teilnehmen können bis zu 200 Schüler der Jahrgangsstufen acht und neun aus allen weiterführenden Herner Schulen. Die Newscamps fördern in Zusammenarbeit mit lokalen und überregionalen Medienpartnern wie der Funke Mediengruppe, Correctiv oder dem Spiegel gezielt die Medienbildung von Jugendlichen. Dazu erlernen die Jugendlichen in interaktiven Workshops und an Mitmach-Stationen journalistische Arbeitsweisen, Quellen zu prüfen und den Umgang mit Desinformation. Außerdem geht es darum, mit den richtigen Werkzeugen Falschmeldungen zu erkennen und Nachrichten kritisch zu bewerten. Die Jugendlichen haben unter anderem auch Gelegenheit, eigene Inhalte zu produzieren oder sich mit jungen Journalist*innen auszutauschen. Auch lokale Medien- und Bildungsakteure haben die Möglichkeit, sich mit einem Stand zu präsentieren oder eine Mitmachstation zu gestalten. Zusätzlich zu den Vormittagsangeboten für die Jugendlichen werden am Nachmittag Fortbildungen für Lehrkräfte angeboten. Am Abend folgt ein offener Medien-Informationsabend für interessierte Eltern, unterstützt durch die Landesanstalt für Medien NRW. Alle Veranstaltungen sind kostenlos. Eltern können sich unter diesem Link zur Abendveranstaltung anmelden: https://nemename.limesurvey.net/utnXbra_erb. Lehrer und Schülergruppen kommen hier zur Anmeldung: https://nemename.limesurvey.net/utnXbra_sus.

9 Uhr

Bürger können Sorgen und Probleme ansprechen

Peter Bornfelder lädt zur Bürgersprechstunde

Peter Bornfelder.

Peter Bornfelder, Bezirksbürgermeister des Stadtbezirks Herne- Mitte, lädt Interessierte zur Sprechstunde ein, am Dienstag, 12. Mai 2026, von 16 bis 18 Uhr im Ristorante Eiscafé Antica Roma am Schloßpark, Forellstraße 44. In der Sprechstunde können Bürger Sorgen und Probleme ansprechen sowie Lösungsmöglichkeiten diskutieren und eigene Ideen vortragen. Eine Anmeldung unter Telefon 0 23 23 / 16 - 31 36 oder per E-Mail an ist notwendig.

16 Uhr

SoVD-KV Herne/Wanne-Eickel – Sektion Herne - trifft sich

Versammlung im Thomas-Morus-Haus

Der Sozialverband Deutschland mit dem Kreisverband Herne.

Der SoVD-Kreisverband Herne/Wanne-Eickel – Sektion Herne – trifft sich am Dienstag, 12. Mai 2026, um 16 Uhr zur Monatsversammlung im Thomas-Morus-Haus auf der Widumer Str. 21.

16 Uhr

Mathias Grunert lädt zur Bürgersprechstunde

Mathias Grunert.

Mathias Grunert, Bezirksbürgermeister des Stadtbezirks Sodingen, lädt interessierte Bürger zur Sprechstunde ein. Sie findet statt am Dienstag, 12. Mai 2026, im Willi-Pohlmann- Seniorenzentrum von 16 bis 18 Uhr. In der Sprechstunde können Bürger ihre Sorgen und Probleme ansprechen sowie Lösungsmöglichkeiten diskutieren und eigene Ideen vortragen. Eine Voranmeldung unter Tel 0 23 23 / 16 - 32 81 oder per E-Mail an ratsangelegenheiten@herne.de ist notwendig.

16 Uhr

Peter Bornfelder lädt zur Bürgersprechstunde ein

Peter Bornfelder.

Peter Bornfelder, Bezirksbürgermeister des Stadtbezirks Herne- Mitte, lädt interessierte Bürger*innen zur Sprechstunde ein, am Dienstag, 12. Mai 2026, von 17 bis 19 Uhr im Ristorante Eiscafé Antica Roma am Schloßpark, Forellstraße 44. In der Sprechstunde können Bürger*innen Sorgen und Probleme ansprechen sowie Lösungsmöglichkeiten diskutieren und eigene Ideen vortragen. Eine Anmeldung unter Tel 02323 / 16 - 31 36 oder per E-Mail an ratsangelegenheiten@herne.de ist notwendig.

17 Uhr

Nächsten Runde der Akustikreihe

Flottmann-Kneipe: Konzertsaison geht weiter

No Fishing eröffnen den Reigen der Konzertsaison 2026 in der Flottmann-Kneipe.

Auch in 2026 öffnet die Flottmann-Kneipe ihre Bühne wieder für lokale und regionale Musiktalente. Regelmäßig an den Dienstagabenden findet die Veranstaltung in der Kneipe an der Flottmannstraße 94 statt. Start ist am Dienstag, 13. Januar 2026, 19:30 Uhr mit „No Fishing“, einem Herner Original, die auch schon zur Premiere der Reihe im Januar 2024 spielten. Mit dieser nach wie vor beliebten Akustik-Kneipenkonzert-Reihe bietet Krystian Pietrzyk, Betreiber der Flottmann-Kneipe, auch unbekannteren Künstlern eine Plattform. Der Erfolg dieser Reihe zeigt sich in der großen Resonanz. Gästen wird eine Tischreservierung für die Dienstagskonzerte dringend empfohlen (Tel 02323 3983005, Mail info@flottmannkneipe.de). Bei freiem Eintritt haben im vergangenen Jahr zahlreiche Musikfreunde stimmungsvolle Abende mit Singer-Songwritern und Musik aus unterschiedlichen Genres erlebt.

19:30 Uhr

„Noch nicht tot, aber schon im Museum“

Hülk und Lippmeyer stellen in Düsseldorf aus

v.l. Wolfgang Hülk und Jörg Lippmeyer. 'Rettet die schönen Wörter' – Ausstellung im Mai 2026 in Düsseldorf.

Die beiden alten Künstlerfreunde tun es wieder: Der Zeichner und Fotograf Wolfgang Hülk und der freie Künstler Jörg Lippmeyer – beide Ur-Wanne-Eickeler – stellen ihre kollaborativ entstandenen Werke aus. Dieses Mal sind ihre Gemeinschaftsarbeiten von Mittwoch, 6. Mai, bis Sonntag, 31. Mai 2026, im Stadtmuseum Düsseldorf zu sehen. Die Eröffnungsrede zur Vernissage hält der Stadtführer und Buch-Autor Dietmar Schönhoff. Erneut widmen sich die Künstler Werken, mit denen sie sich anschicken, schöne Wörter dieser Welt zu retten. In einer Zeit, in der sich Sprache ständig weiterentwickelt und verändert, in der neue Begriffe – vorzugsweise aus technologischen Bereichen – entstehen, bleibt es ihr Anliegen, die Vielfalt der deutschen Sprache zu bewahren. Jörg Lippmeyer, vielen besser bekannt als „der bunte Mann aus Unser Fritz“, ist in seiner Heimatstadt bereits seit Jahren als Wörter-Retter unterwegs. In seinem Fundus finden sich Begriffe wie Flitzpiepe, Mumpitz, Brimborium, Kuddelmuddel oder auch Papperlapapp – Wörter, die vor dem Vergessen bewahrt werden sollen. Seit rund einem Jahr steht ihm dabei sein Düsseldorfer Künstlerfreund Wolfgang Hülk zur Seite. Hülk hat die Sammlung nicht nur erweitert, sondern sie auch um Düsseldorfer Mundart bereichert. So befinden sich nun so charmante Ausdrücke wie Retematäng oder Rotzech darin. Die beiden präsentieren die Wörter auf künstlerisch gestalteten Leinwänden. Anschließend bearbeitet jeder die Werke des anderen weiter, sodass fusionierte Arbeiten entstehen, die zwei Handschriften erkennen lassen. Mit diesem besonderen Projekt, leisten sie ihren Beitrag, die deutsche Sprache ein wenig lebendiger und fröhlicher zu behalten.

seit 6. Mai

Mittwoch, 13. Mai

Seniorenfrühstück bei der AWO

Frühstück mit Info-Veranstaltung.

Zum Seniorenfrühstück am Mittwoch, 13. Mai 2026, der AWO Kreisverband ab 10 Uhr in das Karl-Hölkeskamp-Haus ein. Bei diesem Frühstück geht es um kein einfaches Thema, jedoch für viele von besonderer Wichtigkeit, eine Entscheidung, die Angehörige entlastet und Sicherheit schafft. ​Über den Tod spricht man nicht gern, doch die Vorsorge ist ein Akt der Fürsorge – für sich selbst und für die Menschen, die man liebt. Wer heute bereits festlegt, wie der letzte Weg aussehen soll, nimmt seinen Angehörigen später schwierige Entscheidungen ab und schafft Klarheit. Als Referenten werden Falk Springer und Dominik Springer vom Beerdigungsinstitut Hippe & Sohn Bestattungen in Herne zu Gast sein. Kostenbeitrag zum Frühstück: 3,50 Euro, wir bitten um Anmeldung unter: 023223-95 24-0.

10 Uhr

Akademie für Selbsthilfe und Bürgerengagement

Workshops im ersten Halbjahr 2026

Das buez – Selbsthilfe-Netzwerk – hat seinen Sitz im Rathaus Wanne: Hier gibt es mehrere Workshops.

Im ersten Halbjahr 2026 bietet die Herner Akademie für Selbsthilfe und Bürgerengagement ein Programm für ehrenamtlich Aktive und selbsthilfeinteressierte Menschen in Herne an. Das Ehrenamtsbüro und das buez – Selbsthilfe-Netzwerk der Stadt Herne laden gemeinsam zu den kostenlosen Veranstaltungen ein. Los geht es am Dienstag, 17. März 2026, um 16 Uhr mit einer Veranstaltung zum Thema „Krankenhaus, was nun?“ mit Informationen zum Überleitungs- und Entlassmanagement im buez – Selbsthilfe- Netzwerk Herne, Rathausstraße 6. Referentin Edeltraut Krause beantwortet die Frage: „Was funktioniert und wo hapert es noch beim Übergang von der stationären in die ambulante Versorgung?“ In ihrem zweiten Workshop für Selbsthilfegruppen und andere Interessierte unter dem Titel „Selbsthilfe als Teamwork 2.0 – Das crazy–Konfliktmanagement“ stellt Claudia Schwarz-Albert praktikable Problemlösungen für die Gruppenarbeit vor und gibt wertvolle Impulse, um schnell und kreativ wieder in den gegenseitigen Austausch zu finden. Der Termin ist Dienstag, 14. April 2026, um 17 Uhr im buez – Selbsthilfe-Netzwerk Herne, Rathausstraße 6. Als besonderer Höhepunkt im Rahmen der Herner Akademie gibt es am Freitag, 24. April 2026, um 16 Uhr „Zirkus zum Mitmachen: Stark im Team – Balance im Alltag“. Das Angebot des Circus Schnick Schnack zur Förderung von Zusammenarbeit, Vertrauen und Motivation für Engagierte in Selbsthilfegruppen und Ehrenamt findet im Circus Schnick Schnack, Jürgens Hof 59, statt. Am Mittwoch, 13. Mai 2026, um 14:30 Uhr heißt es „Social-Media für Dein Ehrenamt“ im Rathaus Herne, Raum 429, Friedrich-Ebert-Platz 2. Daniel Djan, Mitarbeiter Öffentlichkeitsarbeit im Büro OB der Stadt Herne, vermittelt Neueinsteigern einen Einblick in die digitale Welt von Social-Media und gibt Tipps, wie sie ihre Zielgruppen am besten erreichen können. Am Dienstag, 2. Juni 2026, um 14:30 Uhr beantwortet Uwe van der Lely, Geschäftsführer der Bochumer Ehrenamtsagentur, in seinem Impulsvortrag die Frage: „Wie gewinne ich junge Menschen für ein Ehrenamt?“. Veranstaltungsort ist das Stadtforum Herne, Bahnhofstraße 65. Alle Veranstaltungen sind kostenfrei. Anmeldungen sind ab sofort möglich, je nach Veranstaltung per E-Mail an buez@herne.de oder ehrenamt@herne.de und unter der Tel 02323 / 16 - 36 36 oder - 17 16. Der Flyer liegt in den Herner Rathäusern und in vielen städtischen Einrichtungen und Beratungsstellen aus und ist online hier abrufbar. Die Herner Akademie für Selbsthilfe und Bürgerengagement ist eine gemeinsame Initiative des buez – Selbsthilfe-Netzwerks und des Ehrenamtsbüros der Stadt Herne. Das Angebot richtet sich an alle interessierten Herner Bürger. Besonders eingeladen sind jedoch Menschen, die sich bereits bürgerschaftlich engagieren oder zukünftig engagieren wollen. Darüber hinaus sind auch hauptberufliche Mitarbeiter sozialer und gesundheitlicher Einrichtungen und Dienste willkommen. Seminarwünsche für kommende Programme können gerne beim buez oder im Ehrenamtsbüro eingereicht werden.

14:30 Uhr

'Zu Gast: Bund Gelsenkirchener Künstler'

Der künstlerische Austausch geht weiter

'Zu Gast: Bund Gelsenkirchener Künstler'. Im Bild das Werk von Christian Hardick.

Der künstlerische Austausch geht in die nächste Runde. Dazu präsentiert der Herner Künstlerbund HKB ’90 vom 3. Mai bis einschließlich 14. Juni 2026 Arbeiten von 19 Gelsenkirchener Künstlern, die dem Bund Gelsenkirchener Künstler (BGK) angehören. Eröffnet wird die Ausstellung unter dem Titel „Zu Gast“ am Sonntag, 3. Mai 2026, um 15 Uhr. Mit einem impulsgebenden Blick „über den Tellerrand“, genauer gesagt über die Stadtgrenzen hinaus, fand im Januar 2026 der erste künstlerische Austausch unter dem Titel „Zu Gast“ statt – damals in Gelsenkirchen-Ückendorf, damals mit acht Künstlern aus Herne – nun also in Herne. Die Besucher können sich auf einen Querschnitt durch das Schaffen folgender Künstler aus der Nachbarstadt freuen: Angie Christiani, Gordana Djukic, Andreas Frings, Christian Hardick, Thomas J. Helms, Christel Klarhöfer, Heike Klinger, Sabine Leichner-Heuer, Maria Meza, Angelika Noa, Barbara Ring, Christiane Steffler, Monika Stolarczyk-Salehian, Karin Templin-Glees, Gabriele Tolksdorf, Wolfgang Weck, Jen Weissenbacher, Gregor Wildförster und Brigitte von der Eltz. Im Gespräch mit halloherne erklärt die zweite Vorsitzende des Vereins, Nina Ryschawy, das Zustandekommen der großen Anzahl an Beteiligten: „Für uns als Verein ist es wichtig, dass Künstler, die sich präsentieren möchten, dazu auch die Möglichkeit bekommen. In diesem Fall waren es eben 19.“ Das bedeutet zugleich, dass von jedem Künstler nur ein Werk gezeigt werden kann. Das sieht die zweite Vorsitzende nicht unbedingt als Manko an und sagt dazu: „Für uns stehen weniger die einzelnen Werke im Mittelpunkt als vielmehr die Künstler selbst und die gegenseitige Wertschätzung. Wir verstehen diese Ausstellungen als Ausdruck von Freundschaft und Austausch.“ Ein festgelegtes Thema gab es bewusst nicht. Die einzige Vorgabe war das Format – nicht größer als 50 × 100 cm. Dem Bund Gelsenkirchener Künstler, der im Jahr 2025 sein 75-jähriges Bestehen feierte, gehören derzeit 34 Kulturschaffende an. 19 von ihnen nehmen nun an der Ausstellung in den Räumen des HKB teil. Die Vernissage der Ausstellung „BGK zu Gast beim HKB ’90“ findet am Sonntag, 3. Mai 2026, um 15 Uhr im Kunstpunkt an der Mont-Cenis-Straße statt. Die Begrüßung übernimmt Gisela Schulte, zweite Vorsitzende der Herner Künstler. In das Thema führt Dr. Falko Herlemann ein. Für die musikalische Begleitung sorgt Greta Langer am Klavier und mit Gesang. Die Ausstellung ist anschließend mittwochs und sonntags jeweils von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Workshop: „Papierpoesie – Individuelle Grußkarten selbst gestalten“ mit Gordana Djukic und Jen Weissenbacher. Sonntag, 17. Mai 2026, 15 bis 18 Uhr Lesung: Angie Christiani, „Du und ich und irgendwas dazwischen“, Sonntag, 31. Mai 2026, ab 15 Uhr.

15 Uhr

Installation 'Schwarzkaue/Weißkaue' zu sehen

Gereon Krebber in der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3

Keramische Kugeln im Außenraum der Künstlerzeche Unser Fritz erinnern an fragile Schneefragmente - sie sind Teil der Ausstellung und Installation "Schwarzkaue/Weißkaue" von Gereon Krebber.

Gereon Krebber, seit 2012 Professor für Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf, stellt eine raumgreifende Installation ins Kauengebäude der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3 und greift unter dem Titel „Schwarzkaue/Weißkaue“ am historischen Ort in Unser Fritz die historische Funktion der Kauen als Umkleideräume im Bergbau auf und verschiebt deren ursprüngliche Ordnung: Schwarz und Weiß, Arbeit und Alltag, werden räumlich vertauscht. Die von Danuta Karsten und Florian Kunath kuratierte Ausstellung wird am Samstag, 25. April 2026, um 17 Uhr in der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3 eröffnet. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des Fördervereins, Jürgen Hausmann, führt Georg Elben, Direktor des Skulpturenmuseums Marl, in Leben und Werk des Bildhauers ein. Nach einem Studium generale am Leibniz-Kolleg in Tübingen wechselte Gereon Krebber von 1994 bis 2000 an der Düsseldorfer Kunstakademie als Schüler von Tony Cragg und Hubert Kiecol. Anschließend setzte er seine Ausbildung mit einem Bildhauer-Studium am Royal College of Art in London fort. Krebber, der in Köln lebt und arbeitet, zählt längst zu den profilierten Bildhauern seiner Generation. Seine Arbeiten sind national und international in Ausstellungen und Sammlungen vertreten. Der gebürtige Oberhausener des Jahrgangs 1973 hat bereits in Herne ausgestellt, im Rahmen des Kultur-Hauptstadtjahres zusammen mit Luka Fineisen „Wasserspiegel“ in den Flottmann-Hallen als Auftakt der Ausstellungsreihe „liquid area“ (Flüssigkeitsbereich) der Ruhr.2010. Mit der Ausstellung „Schwarzkaue/Weißkaue“ entwickelt Gereon Krebber nun auf Unser Fritz eine ortsspezifische Installation, die direkt aus der Geschichte der ehemaligen Zeche heraus gedacht ist. Ausgangspunkt sind die sogenannten Kauen – die Umkleideräume der Bergleute, in denen zwischen Arbeits- und Alltagskleidung getrennt wurde. Krebber greift diese Struktur auf und kehrt sie bewusst um: Schwarz und Weiß, Arbeit und Alltag, verschieben ihre Plätze. In der Weißkaue breitet sich eine große, kohlenschwarze Formation aus verbranntem Holz aus, verschachtelt und beinahe labyrinthisch. In der Schwarzkaue hingegen hängt ein heller, unregelmäßig gesägter Körper aus Styropor und Wachs, leicht geneigt und in Bewegung. Diese Gegenüberstellung bildet den Kern der Ausstellung. Ergänzt wird sie durch eine Reihe eigenwilliger plastischer Arbeiten: farbig gesprenkelte, quallenartige Keramiken an den Wänden, ein grünlich schimmernder, von wurmartigen Strukturen überzogener Körper aus Bauschaum sowie keramische Kugeln im Außenraum, die an fragile Schneefragmente erinnern. Zwischen diesen Elementen entsteht ein irritierendes, zugleich spielerisches Szenario, das sich jeder eindeutigen Lesart entzieht. Inhaltlich verbindet die Ausstellung zwei zentrale Traditionslinien des Ruhrgebiets: Bergbau und Keramik. Ohne die materiellen und infrastrukturellen Voraussetzungen des Bergbaus wäre keramische Produktion in dieser Form nicht denkbar gewesen. Krebber nimmt diese historische Verbindung nicht illustrativ auf, sondern überführt sie in eine eigenständige, zeitgenössische Formensprache. Fragen von Material, Transformation und – unterschwellig – auch von Klima und Vergänglichkeit werden dabei mit verhandelt. Die Ausstellung „Schwarzkaue/Weißkaue“ ist im Anschluss an die Vernissage noch bis Sonntag, 17. Mai 2026 in der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3, Zur Künstlerzeche 10 in 44653 Herne bei freiem Eintritt zu sehen: Mittwochs und samstags jeweils zwischen 15 und 18 Uhr sowie sonntags von 14 bis 17 Uhr. Zum Rahmenprogramm gehören das Künstlercafé auf Unser Fritz am Samstag, 2. Mai 2026 von 14:30 bis 16:30 Uhr sowie der gemütliche Feierabend-Plausch „Schichtwechsel“ am Freitag, 8. Mai 2026 von 18 bis 21 Uhr.

15 Uhr

Programm im zweiten Quartal 2026

vhs-Filmforum zeigt internationale Filmkunst

Internationale Filmkunst im vhs-Filmforum.

Mit dem Überraschungserfolg „Rental Family“ beginnt am Sonntag, 19. April 2026, das zweite Quartalsprogramm des Filmforums der vhs Herne. Erzählt wird die Geschichte eines amerikanischen Schauspielers, der bei einer japanischen Agentur als „Onkel auf Zeit“ gebucht werden kann. Alle Filme laufen wie gewohnt jeweils sonntags um 12:30 Uhr, montags um 20:15 Uhr und mittwochs um 17:30 Uhr in der Filmwelt Herne am Berliner Platz. Stets aktuelle Informationen zu Titeln und Terminen gibt es online unter vhs-herne.de und filmwelt-herne.de sowie im Programmflyer, der an vielen Stellen in der Stadt ausliegt und in den social media Kanälen. Das Thema „Familienverhältnisse“ zieht sich, rein zufällig, wie ein roter Faden durch diese aktuelle Auswahl internationaler Filmkunst, wenn auch nicht immer so unübersehbar, wie bei „Father Mother Sister Brother“ von Jim Jarmusch. Der Film des Kult-Regisseurs, der in Venedig mit dem Goldenen Löwen prämiert wurde, zählt zu den preisgekrönten Höhepunkten des neuen Programms. Ähnliches gilt für Chloé Zhaos „Hamnet“ (Oscar für die Beste Hauptdarstellerin) und Richard Linklaters „Nouvelle Vague“, der mit vier „Césars“ ausgezeichnet wurde. Den Abschluss des Programms bildet Mitte Juni der Film „Rose“, dessen Hauptdarstellerin Sandra Hüller bei der Berlinale den Silbernen Bären erhielt. Am Sonntag, 19., Montag, 20. und Mittwoch, 22. April 2026, wird der Film 'Rental Family' gezeigt. Regie: Hikari Darsteller: Brendan Fraser, Takehiro Hira, Mari Yamamoto, Akira Emoto, JAP/USA 2025, 103 Min. FSK 0 Weil ihm in der Heimat kein Erfolg beschieden ist, wandert der US-Schauspieler Philipp Vandarploeg nach Japan aus. Als auch hier, trotz seines kultverdächtigen Auftritts in einer Zahnpastawerbung, die Aufträge ausbleiben, heuert er widerwillig bei einer Agentur an, die falsche Familienmitglieder auf Zeit vermietet. Ab sofort spielt Philipp seine Rollen nicht mehr auf dem Bildschirm, sondern im wahren Leben. In einem Land, wo ein zumindest äußerlich perfektes Familienleben als Bedingung für gesellschaftlichen Erfolg gilt, geht ihm die Arbeit nicht mehr aus. So täuscht er als Bräutigam an der Seite einer 20 Jahre jüngeren Frau eine „ganz normale“ Hochzeit vor und setzt sich als Pseudo-Vater eines amerikanisch-japanischen Mädchens dafür ein, dass die 11-jährige Tochter an einer Eliteschule angenommen wird. Für „Philipp“, den Menschen hinter dem Schauspieler, wird es dabei immer schwieriger, die Grenzen zwischen Rolle und Realität zu bewahren. Am Sonntag, 26., Montag, 27. und Mittwoch, 29. April 2026, wird der Film „Hamnet“ gezeigt. Regie: Chloé Zhao Mit Jessie Buckley, Paul Mescal, Joe Alwyn, Emily Watson, Davis Wilmot, GB 2025, 125 Min. FSK 12. Das „Kind einer Waldhexe“, so wird Agnes von manchen Menschen im Stratford des späten 16. Jahrhunderts genannt. Auf den dort tätigen Lateinlehrer, der von seinen Schülern gelangweilt ist, hat diese junge Frau jedenfalls eine magische Anziehungskraft. William ist fasziniert von Agnes, vielleicht wegen ihrer Naturverbundenheit, die seiner Bildung und seinem literarischen Geist so entgegengesetzt ist. Trotz der Widerstände ihrer Elternhäuser heiraten sie, und schon bald werden die Kinder Susanna, Judith und Hamnet geboren. Doch der Ehe steht eine Zerreißprobe bevor: Die Pest wütet in England, und Hamnets früher Tod hinterlässt eine Wunde, die umso mehr schmerzt, als William kaum noch zuhause ist. Er, der schon immer mehr in seinem eigenen Kopf lebte, als auf der Erde, hält sich viel in London auf, wo seine Theaterstücke Erfolge feiern. Die Trauer über den Verlust bringt ihn dennoch fast um den Verstand. Der einzige Heilung versprechende Ausweg lautet: Schreiben. Am Sonntag, 3., Montag, 4. und Mittwoch, 6. Mai 2026, wird der Film „Father Mother Sister Brother“ gezeigt. Regie: Jim Jarmusch Mit Tom Waits, Adam Driver, Cate Blanchett, Vicky Krieps, Charlotte Rampling, USA/I/F/IRE 2025, 110 Min. (halloherne berichtete) Am Sonntag, 10., Montag, 11. und Mittwoch, 13. Mai 2026, wird der Film „Gelbe Briefe“ gezeigt (halloherne berichtete). Regie: Ilker Ҫatak Mit Özgü Naml, Tansu Biçer, Leyla Smyrna Cabas, Ipek Bilgin, D/TK/F 2026, 128 Min. FSK 12 . Das Ehepaar Derya und Aziz ist, gemeinsam mit der Teenager-Tochter Ezgi, in den intellektuellen Kreisen der türkischen Hauptstadt Ankara bestens etabliert. Die gefeierte Schauspielerin des Staatstheaters und der Autor und Universitätsdozent zählen zur Bildungselite ihres Landes, stehen politisch selbstverständlich links und äußern sich privat gerne kritisch gegenüber einer zunehmend autokratisch handelnden Regierung. Doch die politische Spaltung der Türkei, durch Terroranschläge, gewaltsame Proteste und dagegen aufgebotene Polizeitruppen, macht vor ihrer schicken Altbauwohnung nicht halt. Aziz verliert zunächst seinen Job an der Uni; dann wird sein Stück abgesetzt, in dem Derya die Hauptrolle spielt. Schon bald sieht sich die Familie gezwungen, zu Aziz‘ Mutter nach Istanbul zu ziehen. Auch an der Ehe gehen Geldsorgen, Platznot und Zukunftsängste nicht spurlos vorüber, zumal die Beiden unter äußerem Druck unterschiedliche Vorstellungen von einem Ausweg haben. Am Sonntag, 17., Montag, 18. und Mittwoch, 20. Mai 2026, wird der Film „The Testament of Ann Lee“ gezeigt. Regie: Mona Fastvold Mit Amanda Seyfried, Lewis Pullmann, Thomasin McKenzie, Matthew Beard, Christopher Abbott, GB 2025, 137 Min. FSK 12. Manchester 1736. Um dem tiefen Schmerz entgegenzuwirken, den der frühe Tod ihrer Kinder verursacht, gründet Ann Lee die utopisch-christliche Gemeinschaft der „Shaker“. Ausgelöst durch eine Vision von Adam und Eva im Garten Eden sieht die messianisch auftretende Frau die Gleichberechtigung der Geschlechter sowie harte, perfektionistische Arbeit und sexuelle Enthaltsamkeit als oberste Gebote. Die Nähe zu Gott soll nicht durch nüchterne Gebete, sondern durch ekstatische Tänze voller schüttelnder Körperbewegungen ausgelöst werden. In der Hoffnung auf religiöse Freiräume wandert die stetig wachsende Gemeinschaft nach New York aus. Doch auch dort gehören Ausgrenzung und Mißtrauen zum Alltag für diese von einer Frau angeführte Gruppierung, zumal Ann Lee auf die Neutralität der Shaker im Konflikt um die amerikanische Unabhängigkeit besteht. „The Testament of Ann Lee“ ist kein biederer Historienfilm, sondern genauso impulsiv und überraschend wie seine Hauptfigur. Am Sonntag, 31. Mai, Montag, 1. und Mittwoch, 3. Juni 2026, wird der Film 'Nouvelle Vague' gezeigt. Regie: Richard Linklater. Darsteller: Guillaume Marbeck, Zoey Deutch, Aubry Dullin, Adrien Rouyard, Antoine Besson, F/USA 2025, 106 Min. FSK 12 Paris 1959. Während der junge François Truffaut in Cannes Triumphe feiert, hat Jean-Luc Godard immer noch keinen Film realisiert. Dabei sieht sich der Kritiker der Szene-Zeitschrift „Cahiers du cinéma“ als das eigentliche Genie der neuen revolutionären Bewegung, die gerade dabei ist, das französische Kino auf den Kopf zu stellen. Doch der Weg zum Ruhm gestaltet sich beschwerlich für den eigenwilligen Intellektuellen, der sich nicht nur im Kino am liebsten allen geltenden Regeln widersetzen würde. Für seinen Debütfilm „Außer Atem“ verfügt Godard nur über wenig Geld und noch weniger Drehbuch. Seiner Überzeugung nach braucht man für einen Film aber auch nur „ein Mädchen und eine Knarre“. Neben dem unbekannten Jean-Paul Belmondo soll Hollywoodstar Jean Seberg die weibliche Hauptrolle spielen. Angesichts der Extravaganzen ihres Regisseurs, der schon mal den Kameramann in eine Kiste steckt, fühlt sich die charmante Darstellerin allerdings häufig wie im falschen Film. Am Sonntag, 7., Montag, 8. und Mittwoch, 10. Juni 2026, wird der Film „Vier minus Drei“ gezeigt (halloherne berichtete). Regie: Adrian Goiginger Mit Valerie Pachner, Robert Stadlober, Stefanie Reinsperger, Hanno Koffler, Ronald Zehrfeld, A/D 2026, 120 Min. FSK 12 Barbara und ihr Partner Heli führen mit ihren beiden Kindern Fini und Thimo ein glückliches und liebevolles Familienleben. Als professionelle Clowns nehmen sie das Leben nicht zu ernst und wissen, dass man auch über das lachen kann, was misslingt. Heli ist mit Leib und Seele Zirkusclown, bringt das große Publikum mit seiner Kunst zum Lachen. Barbara findet ihre Erfüllung im Kleinen und erhellt als Klinikclown den tristen Alltag kranker Kinder. Doch dann passiert das Unvorstellbare: Durch einen Verkehrsunfall verliert Barbara wie aus dem Nichts ihre Familie. Mit einem Schlag erscheint alles sinnlos und leer. Nur Erinnerungen sind noch da von dem gemeinsamen Weg, den sie mit Heli gegangen ist. Und nur noch Schmerz und Verzweiflung bleiben, wo alles voller Liebe war. Der Verlust lässt sie auch am Clownsein zweifeln. Doch Barbara will weiterleben. Mutig und unkonventionell sucht sie nach Wegen, mit der Trauer umzugehen – und mit dem Schicksal, noch am Leben zu sein Am Sonntag, 14., Montag, 15. und Mittwoch, 17. Juni 2026, wird der Film „Rose“ gezeigt. Regie: Markus Schleinzer. Darsteller: Sandra Hüller, Caro Braun, Marisa Growaldt, Godehard Giese, Robert Gwisdek, Maria Dragus, A/D 2026, 94 Min. FSK 12. In den Wirren des 30-jährigen Krieges erscheint ein mysteriöser Soldat in einem abgeschiedenen protestantischen Dorf im Harz. Wortkarg und schmal, das Gesicht durch eine Narbe entstellt, behauptet der Fremde, der rechtmäßige Erbe eines seit langem verlassenen Gutshofs zu sein. Zum großen Missfallen der Dorfgemeinschaft kann er auch ein Dokument vorlegen, das seinen Anspruch bestätigt. Über seine Herkunft oder seine Vorgeschichte in diesen Zeiten des Krieges hüllt er sich in Schweigen. Mit gutem Grund, denn der Fremde verbirgt ein Geheimnis. Doch sein Streben danach, anerkannt zu werden und hier sein Glück zu finden ist groß. Um dieses Ziel zu erreichen, schreckt er noch nicht einmal vor einer arrangierten Ehe mit Suzanna zurück, der Tochter eines Großbauern. Sie ist bereit, sein Geheimnis zu bewahren. Und als Suzanna von einem Unbekannten schwanger wird, glaubt Rose, so der wahre Name des Fremden, sich am Ziel ihrer Wünsche

17:30 Uhr

Inforeihe startet ab 29. April mit der Gruppe 'Psychosen/Schizophrenien'

Treff für Angehörige von psychisch Erkrankten

Die LWL-Klinik Herten ermöglicht mit ihrer Informationsreihe seit vielen Jahren einen Austausch zwischen betroffenen Angehörigen und Experten der Klinik.

Herten. Die LWL-Klinik Herten für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin im Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) lädt zu ihrer Informationsreihe für Angehörige von psychisch erkrankten Menschen mit dem Themenschwerpunkt „Psychosen/Schizophrenien“ ein. Die Gruppe startet erstmals am Mittwoch, 29. April 2026, 18 bis 19.30 Uhr, in der LWL-Klinik Herten, Im Schloßpark 20, und trifft sich wöchentlich bis zum 27. Mai 2026. Die Hertener Klinik ermöglicht mit ihrer Informationsreihe seit vielen Jahren einen Austausch zwischen betroffenen Angehörigen und Experten der Klinik. In den Gesprächen erfahren die Angehörigen nicht nur Entlastung, sie erlangen auch ein besseres Verständnis für die psychische Erkrankung eines Elternteils, eines Kindes oder des Lebenspartners. An fünf Themenabenden erhalten die Teilnehmenden grundlegende Informationen über affektive Störungen, außerdem über Symptome, Ursachen, Entwicklungen, Verlauf und Umgang mit Belastungen und Krisen. Auch Fragen zum Umgang mit Medikamenten und zu Behandlungsmöglichkeiten werden von einem Facharzt oder einer Fachärztin beantwortet. Ein Einstieg ist zu jedem Termin möglich. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich - entweder über das Kontaktformular der Klinik-Homepage oder per E-Mail angehoerigenreihe.herten@lwl.org. Die Teilnahme ist kostenlos und unabhängig davon, ob sich ein Familienmitglied in stationärer, teilstationärer oder ambulanter Behandlung befindet. Alle weiteren Termine im Überblick: Jeweils Mittwoch, 6., 13., 20. und 27. Mai 2026. Ansprechpartnerinnen bei Fragen sind die beiden Sozialarbeiterinnen Diana Chafranov und Carolin von Rhein, E-Mail: angehoerigenreihe.herten@lwl.org.

18 Uhr

Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull

Klassenzimmerstück nach Thomas Mann

Hoppla, jetzt komm‘ ich: Mario Rolf Brutschin brilliert in der Titelrolle der Adaption des Thomas-Mann-Romans „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ am WLT.

In Thomas Manns unvollendet gebliebenem Entwicklungsroman „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“, an dem der Literatur-Nobelpreisträger von 1910 bis 1954 gearbeitet hat, blickt der 40-jährige Ich-Erzähler Felix auf sein bewegtes Leben zurück. „Aus feinstem Holz geschnitzt schon als kleiner Knabe“ habe sich der Sohn des rheinischen Lorley-Schaumwein-Produzenten als begnadeter Müßiggänger und notorischer Schulschwänzer, vor allem aber als höchst begabt zur „Große Freude“ genannten Liebeslust erwiesen – zunächst beim doppelt so alten Zimmermädchen Genovefa. Als die Sektfabrik pleite ist und sich sein Vater erschießt, zieht Felix mit seiner Mutter nach Frankfurt am Main, um dort eine kleine Pension zu eröffnen, während seine ältere Schwester Olympia zur Operette geht. Nachdem er sich, mit einer filmreifen realsatirischen Finte, bei der Wiesbadener Musterung dem Militärdienst entzogen hat, kann er als „Herzensgesellschafter“ der ungarischen Prostituierten Rosza ein bohèmehaftes Leben am Main führen, bevor er auf Vermittlung seines Paten Felix Schimmelpreester an der Seine beim Generaldirektor Stürzli im Pariser Grandhotel Saint James and Albany als Liftboy Armand beginnt. Und sogleich das Interesse einer Straßburger Dame, Madame Houpflé, erweckt. Bald kann der Frauenliebling bei Maitre Machatschek in den Kellnerdienst eintreten, wo er weiteren amourösen Versuchungen ausgesetzt ist von höheren Töchtern wie der 17-jährigen Eleanor aus Birmingham bis hin zu einem schottischen Lord. Felix freundet sich bei einem seiner Incognito-Ausflüge in die feine Gesellschaft mit dem Marquis de Venota an, der mit der schönen Soubrette Zaza liiert ist. Weshalb ihm seine Eltern mit Enterbung drohen, wenn er nicht ihr entsagt und auf Weltreise geht. Felix willigt ein, an seiner statt von Lissabon aus in See zu stechen und verwandelt sich mit den nötigen Papieren und Geldmitteln versehen in Louis de Venota alias Loulou. Bereits auf der Zugfahrt nach Portugal lernt er Antonio Jose Kuckuck kennen, Professor der Naturwissenschaft und Direktor des Naturhistorischen Museums Lissabon. Felix wird von dessen Gattin Maria Pia und Tochter Suzanna alias Zouzou herzlich aufgenommen. Als er mit Letzterer inflagranti erwischt wird, findet er Erfüllung am Busen der Mutter – bis zu seiner Abreise nach Südamerika… Nach Markus Kopfs Adaption „Mario und der Zauberer“ 2013 arbeitet das Westfälische Landestheater (WLT) Castrop-Rauxel mit „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ erneut einen bekannten Stoff Thomas Manns für ein junges Publikum (ab 15 Jahren bzw. 10. Klasse) auf. Karin Eppler hat ihre eigene Bühnenfassung als Klassenzimmerstück inszeniert mit dem 31-jährigen Schauspieler Mario Rolf Brutschin in der Solorolle des Felix Krull. Sie konzentriert sich dabei auf die erste Hälfte des 370-seitigen Romans, in dem sie eine überraschend gegenwärtige Geschichte entdeckt und von „Match!“ bis „Next Level“ behutsam sprachlich aktualisiert hat: „Felix Krull lügt kaum bewusst – er wird gelesen, interpretiert, bewundert. Mich interessiert, wie sehr eine Gesellschaft selbst daran beteiligt ist, ihren eigenen Betrug zu erzeugen.“ In unseren Zeiten der Fake News und der unter jungen Leuten grassierenden medialen Selbstinszenierung stellen sich Fragen nach der Wahrheit neu: Wer bestimmt, was wahr ist? Und warum lassen wir uns so gern täuschen? Mario Rolf Brutschin zieht gut fünfzig Minuten lang alle Register, verkörpert das achtjährige „Felix Wunderkind“ im Matrosenanzug ebenso virtuos wie den scheinbaren Epileptiker bei der Musterung im Unterhemd oder den gefälligen Liftboy in der Uniform der Pariser Nobelherberge. Der bei der Premiere am 5. Februar 2026 in der Recklinghäuser Käthe Kollwitz Gesamtschule heftig umjubelte WLT-Debütant schlüpft darüberhinaus rastellihaft in mehr als ein Dutzend Rollen. Geboren 1994 in Lörrach im Schwarzwald absolvierte Brutschin ein Studium an der Freiburger Schauspielschule, um danach vor allem am Landestheater Dinkelsbühl und am Münchner Theater für Kinder auf den Brettern zu stehen – und auf den Planken des TUI-Ozeanriesen „Mein Schiff“ für Unterhaltung auf den sieben Weltmeeren zu sorgen. 2024 mit dem Theaterpreis der Fränkischen Landeszeitung ausgezeichnet wird Mario Rolf Brutschin in dieser Spielzeit auch zum Ensemble der Rockshow „Respect! Die Würde des Menschen ist unantastbar“ von Tankred Schleinschock gehören, die – schon ‘mal zum Vormerken – am 21. Juni 2026 um 19.30 Uhr im Theater Duisburg gastiert. Doch zunächst tourt er in der 100. Jubiläumsinszenierung Karin Epplers, ihrer 16. Regiearbeit am WLT, durch das großen Einzugsgebiet des Landestheaters – und sorgt mit Extempores etwa zur erneuten Einführung der Wehrpflicht für beste Stimmung im Publikum. Am 25. Februar, 12. und 13. März 2026 können Schulen auch Vormittagsaufführungen im WLT-Studio am Europaplatz in Castrop-Rauxel buchen – und Erwachsene haben erstmals im Mai 2026 die Möglichkeit, Mario Rolf Brutschin im wahren Wortsinn hautnah zu erleben. Karten unter westfaelisches-landestheater.de oder Tel. 02305–978020.

20 Uhr

„Noch nicht tot, aber schon im Museum“

Hülk und Lippmeyer stellen in Düsseldorf aus

v.l. Wolfgang Hülk und Jörg Lippmeyer. 'Rettet die schönen Wörter' – Ausstellung im Mai 2026 in Düsseldorf.

Die beiden alten Künstlerfreunde tun es wieder: Der Zeichner und Fotograf Wolfgang Hülk und der freie Künstler Jörg Lippmeyer – beide Ur-Wanne-Eickeler – stellen ihre kollaborativ entstandenen Werke aus. Dieses Mal sind ihre Gemeinschaftsarbeiten von Mittwoch, 6. Mai, bis Sonntag, 31. Mai 2026, im Stadtmuseum Düsseldorf zu sehen. Die Eröffnungsrede zur Vernissage hält der Stadtführer und Buch-Autor Dietmar Schönhoff. Erneut widmen sich die Künstler Werken, mit denen sie sich anschicken, schöne Wörter dieser Welt zu retten. In einer Zeit, in der sich Sprache ständig weiterentwickelt und verändert, in der neue Begriffe – vorzugsweise aus technologischen Bereichen – entstehen, bleibt es ihr Anliegen, die Vielfalt der deutschen Sprache zu bewahren. Jörg Lippmeyer, vielen besser bekannt als „der bunte Mann aus Unser Fritz“, ist in seiner Heimatstadt bereits seit Jahren als Wörter-Retter unterwegs. In seinem Fundus finden sich Begriffe wie Flitzpiepe, Mumpitz, Brimborium, Kuddelmuddel oder auch Papperlapapp – Wörter, die vor dem Vergessen bewahrt werden sollen. Seit rund einem Jahr steht ihm dabei sein Düsseldorfer Künstlerfreund Wolfgang Hülk zur Seite. Hülk hat die Sammlung nicht nur erweitert, sondern sie auch um Düsseldorfer Mundart bereichert. So befinden sich nun so charmante Ausdrücke wie Retematäng oder Rotzech darin. Die beiden präsentieren die Wörter auf künstlerisch gestalteten Leinwänden. Anschließend bearbeitet jeder die Werke des anderen weiter, sodass fusionierte Arbeiten entstehen, die zwei Handschriften erkennen lassen. Mit diesem besonderen Projekt, leisten sie ihren Beitrag, die deutsche Sprache ein wenig lebendiger und fröhlicher zu behalten.

seit 6. Mai

Donnerstag, 14. Mai

'La fanciulla del West' in Essen

Der Wilde Westen in der Oper

Nicht nur Sheriff Jack Rance (Massimo Cavalletti, vorn) ist fasziniert vom aufregenden Cowgirl Minnie (Ilaria Alida), hat bei ihr aber – im wahren Wortsinn – die schlechteren Karten.

Sie steht gar nicht so selten auf den Spielplänen nicht nur der „Großen Häuser“ wie der Staatsoper und der Deutschen Oper Berlin, wie in Hamburg oder München, wo der Filmregisseur Andreas Dresen das 1910 in der New Yorker Metropolitan Opera uraufgeführte Werk inszenierte, auch Hagen und mit Detmold sogar ein Landestheater haben sich an den Dreiakter gewagt, von der ihr Komponist Giacomo Puccini schrieb: „‚La fanciulla del West‘ ist mir von allen Opern am besten gelungen.“ Dennoch gehört „Das Mädchen aus dem Goldenen Westen“, so der deutschsprachige Titel, nicht wie etwa „Tosca“ oder „Bohème“ zum Standard-Repertoire, und bei uns tief im Westen schon gar nicht. Weshalb die Neuinszenierung Dirk Schmiedings, die am 28. März 2026 einen Jubelsturm des Premierenpublikums im Essener Aalto-Theater evozierte wie schon lange nicht mehr, ein Ausrufezeichen setzt zum Ende der Intendanz von Dr. Merle Fahrholz. In der stimmungsvoll ausgestalteten Saloon-Kulisse von Ralf Käselau vertreiben sich die Goldgräber mit Kartenspiel und Whiskey die Zeit. Sie warten auf ihren größten Schatz, der ihr Heimweh stillt und den Feierabend nach einem harten Arbeitstag versüßt: Minnie (das blonde Cowgirl scheint gerade der „True Grit“-Leinwand entstiegen zu sein: die feurige italienische Sopranistin Ilaria Alida Quilico) gibt den harten Kerlen nicht zuletzt mit mahnenden Worten aus der Bibel ein warmes, familiäres Gefühl in der kalten Fremde. Als ein geheimnisvoller Fremder den Saloon „Polka“ betritt, zeigt sich nicht nur Sheriff Jack Rance (der international gefragte italienische Bariton Massimo Cavalletti als Gast) von seiner eifersüchtigen Seite. Denn Minnie scheint den Mann zu kennen, der sich als Dick Johnson (der dritte Großkaräter dieser Produktion wechselte zu Saisonbeginn von der Deutschen Oper Berlin nach Essen: der venezuelanische Tenor Jorge Puerta) ausgibt, in Wahrheit aber der gesuchte Verbrecher Ramerrez ist, der mit seiner Bande das von den Minenarbeitern geschürfte und von Minnie bewachte Gold rauben will… Nach Vollendung seiner „Butterfly“ war Puccini auf der Suche nach „etwas Neuem, Bewegendem und nie Gesehenem“. Seine Muse, die wohlhabende und überdies verheiratete Londonerin Sybil Seligman, besorgte ihm die italienische Übersetzung des Dramas „The Girl Of The Golden West“, in dem David Belasco den kalifornischen Goldrausch der 1850er Jahre aufgreift. Zusammen mit den Librettisten Guelfo Civinini und Carlo Zangarini entstand so die wahrscheinlich erste „Wildwestoper“ der Musikgeschichte, eine spannende, hoch emotionale Mischung aus Western-Romantik („Lucky Strike!“), Krimi-Spannung sowie Liebes- und Eifersuchtsdramatik. Puccinis Musik ist vergleichsweise arm an Arien, aber voll wunderbarer, mit amerikanischer Musik unterlegter Melodien, vom melancholischen Lied „Che faranno“ des heimwehkranken Jake Wallace über Minnies zarte Auftrittsarie „Dove eravamo?“ und Liebeslieder wie „Oh, se sapeste“ und „Ma non vi avrei rubato!“ bis hin zu Johnsons Arie „Ch’ella mi creda“, in der er darum bittet, dass Minnie nichts von seinem Tod erfahren soll. Das sind große Puccini-Momente, die unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Andrea Sanguineti voll zur Geltung kommen. In den Folgevorstellungen wird auch die armenische Sopranistin Astrik Khanamiryan aus dem Aalto-Ensemble in der Partie der Minnie zu erleben sein. Das Aalto-Regiedebüt Dirk Schmedings fällt zwiespältig aus. Auf der einen Seite sein vom Broadway und von Charlie Chaplins Film „The Gold Rush“ inspiriertes Konzept, eine Western-Filmkulisse zum Schauplatz zu machen, in der Charlie Chaplin in seiner 1915er Rolle als „The Tramp“ auf einem Dolly genannten Kamerawagen auf Schienen hereinfährt und der Videograf Johannes Kulz für Marlboro-Atmosphäre auf der Leinwand sorgt. Im Chaplin-Kostüm steckt übrigens Jihoon Kim, der gleich nach dem kollektiven „Hallo“-Auftakt des 1. Aktes das berührende Lied des Jake Wallace singt. Und im Bären-Kostüm steckt Jana Marković, die bisweilen wie ein flauschiges Nummerngirl über die Szene tapert. Womit wir bei der anderen Seite des Regiekonzeptes angekommen sind, das Puccinis Happy End (Minnie und Johnson sitzen auf Kinosesseln statt in Freiheit das Land zu verlassen) für unvermittelbar hält: Die Rollenbezeichnung Wowkle und Billy Jackrabbit verweisen auf das in der Oper vorkommende Indigenen-Paar (um das andere „I-Wort“ zu vermeiden). Das geht heute natürlich ebenso wenig wie die mexikanische Herkunft der Räuberbande. Also haben sich das Regieteam und die Aalto-Dramaturgin Savina Kationi auf eine „humorvolle Setzung“ verständigt, die über knapp drei Stunden wie ein Fremdkörper wirkt. Karten unter theater-essen.de oder unter Tel 0201 - 81 22 200.

18 Uhr

Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull

Klassenzimmerstück nach Thomas Mann

Hoppla, jetzt komm‘ ich: Mario Rolf Brutschin brilliert in der Titelrolle der Adaption des Thomas-Mann-Romans „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ am WLT.

In Thomas Manns unvollendet gebliebenem Entwicklungsroman „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“, an dem der Literatur-Nobelpreisträger von 1910 bis 1954 gearbeitet hat, blickt der 40-jährige Ich-Erzähler Felix auf sein bewegtes Leben zurück. „Aus feinstem Holz geschnitzt schon als kleiner Knabe“ habe sich der Sohn des rheinischen Lorley-Schaumwein-Produzenten als begnadeter Müßiggänger und notorischer Schulschwänzer, vor allem aber als höchst begabt zur „Große Freude“ genannten Liebeslust erwiesen – zunächst beim doppelt so alten Zimmermädchen Genovefa. Als die Sektfabrik pleite ist und sich sein Vater erschießt, zieht Felix mit seiner Mutter nach Frankfurt am Main, um dort eine kleine Pension zu eröffnen, während seine ältere Schwester Olympia zur Operette geht. Nachdem er sich, mit einer filmreifen realsatirischen Finte, bei der Wiesbadener Musterung dem Militärdienst entzogen hat, kann er als „Herzensgesellschafter“ der ungarischen Prostituierten Rosza ein bohèmehaftes Leben am Main führen, bevor er auf Vermittlung seines Paten Felix Schimmelpreester an der Seine beim Generaldirektor Stürzli im Pariser Grandhotel Saint James and Albany als Liftboy Armand beginnt. Und sogleich das Interesse einer Straßburger Dame, Madame Houpflé, erweckt. Bald kann der Frauenliebling bei Maitre Machatschek in den Kellnerdienst eintreten, wo er weiteren amourösen Versuchungen ausgesetzt ist von höheren Töchtern wie der 17-jährigen Eleanor aus Birmingham bis hin zu einem schottischen Lord. Felix freundet sich bei einem seiner Incognito-Ausflüge in die feine Gesellschaft mit dem Marquis de Venota an, der mit der schönen Soubrette Zaza liiert ist. Weshalb ihm seine Eltern mit Enterbung drohen, wenn er nicht ihr entsagt und auf Weltreise geht. Felix willigt ein, an seiner statt von Lissabon aus in See zu stechen und verwandelt sich mit den nötigen Papieren und Geldmitteln versehen in Louis de Venota alias Loulou. Bereits auf der Zugfahrt nach Portugal lernt er Antonio Jose Kuckuck kennen, Professor der Naturwissenschaft und Direktor des Naturhistorischen Museums Lissabon. Felix wird von dessen Gattin Maria Pia und Tochter Suzanna alias Zouzou herzlich aufgenommen. Als er mit Letzterer inflagranti erwischt wird, findet er Erfüllung am Busen der Mutter – bis zu seiner Abreise nach Südamerika… Nach Markus Kopfs Adaption „Mario und der Zauberer“ 2013 arbeitet das Westfälische Landestheater (WLT) Castrop-Rauxel mit „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ erneut einen bekannten Stoff Thomas Manns für ein junges Publikum (ab 15 Jahren bzw. 10. Klasse) auf. Karin Eppler hat ihre eigene Bühnenfassung als Klassenzimmerstück inszeniert mit dem 31-jährigen Schauspieler Mario Rolf Brutschin in der Solorolle des Felix Krull. Sie konzentriert sich dabei auf die erste Hälfte des 370-seitigen Romans, in dem sie eine überraschend gegenwärtige Geschichte entdeckt und von „Match!“ bis „Next Level“ behutsam sprachlich aktualisiert hat: „Felix Krull lügt kaum bewusst – er wird gelesen, interpretiert, bewundert. Mich interessiert, wie sehr eine Gesellschaft selbst daran beteiligt ist, ihren eigenen Betrug zu erzeugen.“ In unseren Zeiten der Fake News und der unter jungen Leuten grassierenden medialen Selbstinszenierung stellen sich Fragen nach der Wahrheit neu: Wer bestimmt, was wahr ist? Und warum lassen wir uns so gern täuschen? Mario Rolf Brutschin zieht gut fünfzig Minuten lang alle Register, verkörpert das achtjährige „Felix Wunderkind“ im Matrosenanzug ebenso virtuos wie den scheinbaren Epileptiker bei der Musterung im Unterhemd oder den gefälligen Liftboy in der Uniform der Pariser Nobelherberge. Der bei der Premiere am 5. Februar 2026 in der Recklinghäuser Käthe Kollwitz Gesamtschule heftig umjubelte WLT-Debütant schlüpft darüberhinaus rastellihaft in mehr als ein Dutzend Rollen. Geboren 1994 in Lörrach im Schwarzwald absolvierte Brutschin ein Studium an der Freiburger Schauspielschule, um danach vor allem am Landestheater Dinkelsbühl und am Münchner Theater für Kinder auf den Brettern zu stehen – und auf den Planken des TUI-Ozeanriesen „Mein Schiff“ für Unterhaltung auf den sieben Weltmeeren zu sorgen. 2024 mit dem Theaterpreis der Fränkischen Landeszeitung ausgezeichnet wird Mario Rolf Brutschin in dieser Spielzeit auch zum Ensemble der Rockshow „Respect! Die Würde des Menschen ist unantastbar“ von Tankred Schleinschock gehören, die – schon ‘mal zum Vormerken – am 21. Juni 2026 um 19.30 Uhr im Theater Duisburg gastiert. Doch zunächst tourt er in der 100. Jubiläumsinszenierung Karin Epplers, ihrer 16. Regiearbeit am WLT, durch das großen Einzugsgebiet des Landestheaters – und sorgt mit Extempores etwa zur erneuten Einführung der Wehrpflicht für beste Stimmung im Publikum. Am 25. Februar, 12. und 13. März 2026 können Schulen auch Vormittagsaufführungen im WLT-Studio am Europaplatz in Castrop-Rauxel buchen – und Erwachsene haben erstmals im Mai 2026 die Möglichkeit, Mario Rolf Brutschin im wahren Wortsinn hautnah zu erleben. Karten unter westfaelisches-landestheater.de oder Tel. 02305–978020.

20 Uhr

„Noch nicht tot, aber schon im Museum“

Hülk und Lippmeyer stellen in Düsseldorf aus

v.l. Wolfgang Hülk und Jörg Lippmeyer. 'Rettet die schönen Wörter' – Ausstellung im Mai 2026 in Düsseldorf.

Die beiden alten Künstlerfreunde tun es wieder: Der Zeichner und Fotograf Wolfgang Hülk und der freie Künstler Jörg Lippmeyer – beide Ur-Wanne-Eickeler – stellen ihre kollaborativ entstandenen Werke aus. Dieses Mal sind ihre Gemeinschaftsarbeiten von Mittwoch, 6. Mai, bis Sonntag, 31. Mai 2026, im Stadtmuseum Düsseldorf zu sehen. Die Eröffnungsrede zur Vernissage hält der Stadtführer und Buch-Autor Dietmar Schönhoff. Erneut widmen sich die Künstler Werken, mit denen sie sich anschicken, schöne Wörter dieser Welt zu retten. In einer Zeit, in der sich Sprache ständig weiterentwickelt und verändert, in der neue Begriffe – vorzugsweise aus technologischen Bereichen – entstehen, bleibt es ihr Anliegen, die Vielfalt der deutschen Sprache zu bewahren. Jörg Lippmeyer, vielen besser bekannt als „der bunte Mann aus Unser Fritz“, ist in seiner Heimatstadt bereits seit Jahren als Wörter-Retter unterwegs. In seinem Fundus finden sich Begriffe wie Flitzpiepe, Mumpitz, Brimborium, Kuddelmuddel oder auch Papperlapapp – Wörter, die vor dem Vergessen bewahrt werden sollen. Seit rund einem Jahr steht ihm dabei sein Düsseldorfer Künstlerfreund Wolfgang Hülk zur Seite. Hülk hat die Sammlung nicht nur erweitert, sondern sie auch um Düsseldorfer Mundart bereichert. So befinden sich nun so charmante Ausdrücke wie Retematäng oder Rotzech darin. Die beiden präsentieren die Wörter auf künstlerisch gestalteten Leinwänden. Anschließend bearbeitet jeder die Werke des anderen weiter, sodass fusionierte Arbeiten entstehen, die zwei Handschriften erkennen lassen. Mit diesem besonderen Projekt, leisten sie ihren Beitrag, die deutsche Sprache ein wenig lebendiger und fröhlicher zu behalten.

seit 6. Mai

Freitag, 15. Mai

Handgemacht und kostenfrei

Rondoprinz verlost ein Gartenkonzert

Das vierte Album von Rondoprinz: "Gartentagebau" erklingt beim unplugged Konzert in einem Garten.

Der deutschsprachige Sänger und Gitarrist Chris Bigos, vielen besser bekannt unter seinem Künstlernamen Rondoprinz, geht auf Tour und hat dazu sein neuestes Album „Gartentagebau“ mit dem Titelsong „Geheimgarten“ im Gepäck. CD und auch die passende Kassette sind seit Januar 2026 im Handel erhältlich. Wer zudem auf der Suche nach etwas Besonderem ist, einen Garten im Umkreis von 200 km um Herne sein Eigen nennt und demnächst ein Gartenfest mit einem außergewöhnlichen Extra plant – zum Beispiel, um seine Liebste oder seinen Liebsten zu überraschen oder sich mit den Schwiegereltern gutzustellen – der sollte jetzt weiterlesen. Rondoprinz verlost exklusiv ein kostenfreies (Privat-)Konzert im Garten des Gewinners. Geplant sind zwei Sets von jeweils circa 30 Minuten. Das Konzert wird unplugged und privat für den Gastgeber und seine Gäste gespielt. Rondoprinz bringt die Musik direkt in den Garten – dieser sollte allerdings über einen Stromanschluss verfügen. Auch wenn Rondoprinz keine klassische Partymusik mit Coversongs liefert, die Menschen nicht auf den Tischen tanzen und grölen, sondern sie ehrliche, handgemachte und akustische Unterhaltung geliefert bekommen, wäre eine entspannte Nachbarschaft natürlich von Vorteil. Wie nimmt man teil? Ganz einfach: klassisch eine Postkarte oder einen Brief an Christian Bigos, Bismarckstraße 48, 44629 Herne schicken. Darin sollte auf jeden Fall stehen, wo sich der Garten befindet und warum Rondoprinz gerade in diesem Garten auftreten sollte. Außerdem müssen die Menschen, die sich an dem Gewinnspiel beteiligen, mindestens 18 Jahre alt sein. Wer es hingegen etwas moderner mag, kann alternativ eine E-Mail mit den gleichen Inhalten an dagmar@rondoprinz.de senden. Einsendeschluss ist Freitag, 15. Mai 2026. Anschließend erfolgt mit dem glücklichen Gewinner die genaue Terminabsprache. Wenn es Menschen geben sollte, die die Musik von Rondoprinz nicht kennen, die müssen nicht die Katze – pardon: Musik natürlich – im Sack nehmen, sondern können hier einmal hineinhören.

Preisgekröntes Puppen- und Objekttheater im MiR

Solange das Fax funktioniert, ist alles gut

Die Büroangestellten Gruber (Luisa Krause), Noll (Moritz Ilmer), Weber (Gloria Iberl-Thieme) und das Paranormalen Phänomen (Daniel Jeroma, v.l.) in Svealena Kutschkes Stück „Fußnoten aus dem späten 21. Jahrhundert“.

„Ich will nur sagen: Zwei Stunden eine Zigarette rauchen, vielleicht geht das auch schneller“: Es sind ganz alltägliche Konflikte, die in Svealena Kutschkes Stück „Fußnoten aus dem späten 21. Jahrhundert“ das Salz in der faden Suppe des Büroalltags zwischen Abheften, Tackern und Kopieren darstellen. Ihr im vergangenen Jahr beim Heidelberger Stückemarkt ausgezeichnetes dystopisches Zukunftsszenario einer Klimakatastrophe, welche die Welt ins Chaos stürzt, feiert am Freitag, 13. Februar 2026, um 19.30 Uhr als Mischung aus Puppen- und Objekttheater im Kleinen Haus des Gelsenkirchener Musiktheaters im Revier Premiere in einer Inszenierung von Pablo Lawall. Gruber (Luisa Krause), Noll (Moritz Ilmer), Weber (Gloria Iberl-Thieme) und „Das paranormale Phänomen“ (Daniel Jeroma) arbeiten im Großraumbüro einer Behörde. Den Zweck ihres Tuns beschreiben sie so: „Aber unsere Aufgabe ist ja nicht das Lösen der, ähm, Probleme. Wir sind dafür zuständig, die, ähm, Probleme zu verwalten.“ In diesen Fußnoten steckt eine gute Portion Stromberg, doch bei Svealena Kutschke gibt es auch noch eine Außenwelt, in der es ziemlich übel zugeht. So sehr sich die wackeren Angestellten auch bemühen, die Katastrophe zu ignorieren, irgendwann können sie den riesigen Fleck, der sich an der Wand ausbreitet und überdeutlich vom nahenden Untergang kündet, nicht mehr übersehen. Und natürlich fragen sie sich: Warum hat dieser Fleck exakt die Umrisse von Deutschland? Svealena Kutschke erzählt in „Fußnoten aus dem späten 21. Jahrhundert“ mit einem hintersinnigen, manchmal absurden Humor, der sich mehr und mehr zuspitzt und verdunkelt, von Menschen im Großraumbüro einer Behörde, die unbeirrt ihre überflüssig gewordenen Aufgaben erfüllen, während draußen längst die gewohnte Ordnung zerbröckelt und das Chaos langsam durch die Wände ins Büro sickert. Mit diesem Text gewann sie 2025 beim renommierten Heidelberger Stückemarkt den erstmals vom Deutschen Forum für Figurentheater und Puppenspielkunst e.V. und dem Musiktheater im Revier gemeinsam ausgelobten Fidena-Preis. Die Koproduktion des MiR Puppentheaters (Bühne und Kostüme: Lex Hymer, Puppenbau: Ulrike Langenbein) mit dem Theater Heidelberg und dem Deutschen Forum für Figurentheater und Puppenspielkunst Fidena Bochum wird ab Ende April 2026 auch beim Heidelberger Stückemarkt gezeigt. Die 1977 in Lübeck geborene Autorin Svealena Kutschke lebt in Berlin und veröffentlichte bislang fünf Romane. Im Jahr 2019 wurde ihr erstes Theaterstück „zu unseren Füßen, das gold, aus dem boden verschwunden“ uraufgeführt. Es folgte 2023 „no shame in hope (eine Jogginghose ist ja kein Schicksal)“, das am Theater Oberhausen seine Uraufführung erlebte. Die Autorin war mehrfach Stipendiatin des Goetheinstitutes und erhielt etliche Auszeichnungen. Die Vorstellungen im Kleinen Haus des MiR: Karten unter musiktheater-im-revier.de oder unter Tel. 0209 – 4097200.

18 Uhr

Premiere des neuen Asterix-Bandes auf Ruhrdeutsch im LWL-Römermuseum

Lesung mit Bochumer Comedian Hennes Bender

Hennes Bender feiert mit dem zehnten Asterix-Band auf Ruhrdeutsch Premiere im LWL-Römermuseum.

Haltern. Am Freitag, 15. Mai 2026, um 19.30 Uhr liest der Autor Hennes Bender im LWL-Römermuseum in Haltern am See zum ersten Mal aus seiner neuen Ruhrdeutsch-Übersetzung des Comics „Der große Graben“, dem 25. Band der Asterix-Reihe. Bender hat den inzwischen zehnten Asterix-Band ins Ruhrdeutsche übersetzt. Diesmal heißt er „Der Mond von Wanne-Eickel“ und ist gleichzeitig der 105. aus der Reihe der Asterix-Mundartübersetzungen. Er erscheint am 7. April. Dieser Band erzählt die Geschichte von Schakeline und Fritz, in der die beiden versuchen, ihre verfeindeten Dörfer Wanne und Eickel wieder zu versöhnen. Hennes Bender: „Dat Abenteuer is eine Ode anne Liebe und gleichzeitich ein Aufruf zum Zusammenhalten, also genau dat wat dat Ruhrgebiet ausmachen tut: Spannung, Liebe, Lachen und Klopperei. Un über allem scheint er: Der Mond von Wanne-Eickel!“ Der Bochumer Hennes Bender ist Comedian, Autor, Moderator und Schauspieler - ausgezeichnet mit dem Deutschen Comedypreis 2004 und 2007, Gewinner von „Tegtmeiers Erben“ und Träger der Bochumer Grubenlampe in Gold. Er moderiert regelmäßig das Kabarettfest auf WDR5, war 2020 bis 2022 Podcaster bei „Blühende Landschaften“ mit Thomas Nicolai und bis Ende 2024 bei „Sträter Bender Streberg". Er ist Gastgeber beim "John Sinclair Nighttalk“ auf YouTube und regelmäßig zu Gast im Fernsehen und auf deutschen Bühnen. Nach der Lesung steht Bender für eine Signierstunde zur Verfügung. Karten für die Lesung kosten 20 Euro und können ab jetzt im Online-Vorverkauf oder direkt im LWL-Römermuseum erworben werden. Auch an der Abendkasse gibt es noch ein kleines Restkontingent. Hier geht es zum Online-Vorverkauf.

19:30 Uhr

'Vorsicht, Patienten!' am Kleinen Theater

Stefan Urban debütiert als Hausautor

'Vorsicht, Patienten!' heißt die neue Boulevardkomödie von Stefan Urban, die derzeit im Kleinen Theater Herne geprobt wird und am 18. April 2026 ihre Uraufführung feiert.

Das Kleine Theater Herne hat nach Jürgen Seifert und Dr. Christian Weymayr mit Stefan Urban einen dritten Hausautor. Nachdem der langjährige Schauspieler im Herner Amateurensemble 2021 bereits den Online-Krimi „Man(n) wird nur einmal 60“ vorlegte, ist „Vorsicht, Patienten!“ nun sein erstes Theaterstück. Die Uraufführungs-Premiere am 18. April 2026 ist bereits ausverkauft. In dem es recht boulevardesk zugeht: In der Arztpraxis von Dr. Stefan Liebhold (Markus Stehmann) läuft der Alltag selten nach Plan, denn hier treffen Temperamente aufeinander, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Da wäre die eigenwillige Ursula „Uschi“ Spritzmann (Gudrun Rosenke), die zwar kurz vor der Rente steht, aber mit einer Persönlichkeit ausgestattet ist, die man so schnell nicht vergisst. An ihrer Seite wirbelt die chaotische Auszubildende Sandy Schmatz (Lucy Janßen alternierend mit Lisa Liedtke), die jede Situation mit viel Enthusiasmus – und manchmal auch mit etwas zu viel Aktion – angeht. Und als wäre das nicht genug, sorgen die Patienten für ein Praxiserlebnis der besonderen Art: der Hypochonder Hugo Zipperlein (Benno Janßen) als Dauergast, Lieselotte Plauder (Anke Uzoma alternierend mit Christa Herzog) mit ihrem unerschöpflichen Redefluss, die elegante Beate Schwärmer (Heike Hebing alternierend mit Christine Boinski), der Außendienstler Bernd Hektikus (Jens Pelny alternierend mit Stephan Urban) im Dauerstress und der alternativ-entspannte Rainer Kräutergeist (Erik Hebing) bringen ihre ganz eigenen „Diagnosen“ mit – und treiben den Praxisbetrieb zuverlässig an die Grenze der Belastbarkeit. Zwischen Wartezimmer, Behandlungsraum und jeder Menge Pannen entsteht ein urkomischer Mikrokosmos, in dem Komödie und Realität auf charmante Weise verschwimmen. Stefan Urban gewährt in seinem Stück, das er auch selbst inszeniert, einen Blick hinter die Kulissen des Praxisalltags – voll Herz, Humor und liebevoller Alltagssatire. Sowohl die Uraufführungs-Premiere am 18. April 2026 als auch die drei Folgevorstellungen am 19., 24. und 26. April 2026 sind bereits ausverkauft, Restkarten sind für die Vorstellung am Sonntag, 3. Mai 2026, um 18 Uhr erhältlich.

20 Uhr

Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull

Klassenzimmerstück nach Thomas Mann

Hoppla, jetzt komm‘ ich: Mario Rolf Brutschin brilliert in der Titelrolle der Adaption des Thomas-Mann-Romans „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ am WLT.

In Thomas Manns unvollendet gebliebenem Entwicklungsroman „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“, an dem der Literatur-Nobelpreisträger von 1910 bis 1954 gearbeitet hat, blickt der 40-jährige Ich-Erzähler Felix auf sein bewegtes Leben zurück. „Aus feinstem Holz geschnitzt schon als kleiner Knabe“ habe sich der Sohn des rheinischen Lorley-Schaumwein-Produzenten als begnadeter Müßiggänger und notorischer Schulschwänzer, vor allem aber als höchst begabt zur „Große Freude“ genannten Liebeslust erwiesen – zunächst beim doppelt so alten Zimmermädchen Genovefa. Als die Sektfabrik pleite ist und sich sein Vater erschießt, zieht Felix mit seiner Mutter nach Frankfurt am Main, um dort eine kleine Pension zu eröffnen, während seine ältere Schwester Olympia zur Operette geht. Nachdem er sich, mit einer filmreifen realsatirischen Finte, bei der Wiesbadener Musterung dem Militärdienst entzogen hat, kann er als „Herzensgesellschafter“ der ungarischen Prostituierten Rosza ein bohèmehaftes Leben am Main führen, bevor er auf Vermittlung seines Paten Felix Schimmelpreester an der Seine beim Generaldirektor Stürzli im Pariser Grandhotel Saint James and Albany als Liftboy Armand beginnt. Und sogleich das Interesse einer Straßburger Dame, Madame Houpflé, erweckt. Bald kann der Frauenliebling bei Maitre Machatschek in den Kellnerdienst eintreten, wo er weiteren amourösen Versuchungen ausgesetzt ist von höheren Töchtern wie der 17-jährigen Eleanor aus Birmingham bis hin zu einem schottischen Lord. Felix freundet sich bei einem seiner Incognito-Ausflüge in die feine Gesellschaft mit dem Marquis de Venota an, der mit der schönen Soubrette Zaza liiert ist. Weshalb ihm seine Eltern mit Enterbung drohen, wenn er nicht ihr entsagt und auf Weltreise geht. Felix willigt ein, an seiner statt von Lissabon aus in See zu stechen und verwandelt sich mit den nötigen Papieren und Geldmitteln versehen in Louis de Venota alias Loulou. Bereits auf der Zugfahrt nach Portugal lernt er Antonio Jose Kuckuck kennen, Professor der Naturwissenschaft und Direktor des Naturhistorischen Museums Lissabon. Felix wird von dessen Gattin Maria Pia und Tochter Suzanna alias Zouzou herzlich aufgenommen. Als er mit Letzterer inflagranti erwischt wird, findet er Erfüllung am Busen der Mutter – bis zu seiner Abreise nach Südamerika… Nach Markus Kopfs Adaption „Mario und der Zauberer“ 2013 arbeitet das Westfälische Landestheater (WLT) Castrop-Rauxel mit „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ erneut einen bekannten Stoff Thomas Manns für ein junges Publikum (ab 15 Jahren bzw. 10. Klasse) auf. Karin Eppler hat ihre eigene Bühnenfassung als Klassenzimmerstück inszeniert mit dem 31-jährigen Schauspieler Mario Rolf Brutschin in der Solorolle des Felix Krull. Sie konzentriert sich dabei auf die erste Hälfte des 370-seitigen Romans, in dem sie eine überraschend gegenwärtige Geschichte entdeckt und von „Match!“ bis „Next Level“ behutsam sprachlich aktualisiert hat: „Felix Krull lügt kaum bewusst – er wird gelesen, interpretiert, bewundert. Mich interessiert, wie sehr eine Gesellschaft selbst daran beteiligt ist, ihren eigenen Betrug zu erzeugen.“ In unseren Zeiten der Fake News und der unter jungen Leuten grassierenden medialen Selbstinszenierung stellen sich Fragen nach der Wahrheit neu: Wer bestimmt, was wahr ist? Und warum lassen wir uns so gern täuschen? Mario Rolf Brutschin zieht gut fünfzig Minuten lang alle Register, verkörpert das achtjährige „Felix Wunderkind“ im Matrosenanzug ebenso virtuos wie den scheinbaren Epileptiker bei der Musterung im Unterhemd oder den gefälligen Liftboy in der Uniform der Pariser Nobelherberge. Der bei der Premiere am 5. Februar 2026 in der Recklinghäuser Käthe Kollwitz Gesamtschule heftig umjubelte WLT-Debütant schlüpft darüberhinaus rastellihaft in mehr als ein Dutzend Rollen. Geboren 1994 in Lörrach im Schwarzwald absolvierte Brutschin ein Studium an der Freiburger Schauspielschule, um danach vor allem am Landestheater Dinkelsbühl und am Münchner Theater für Kinder auf den Brettern zu stehen – und auf den Planken des TUI-Ozeanriesen „Mein Schiff“ für Unterhaltung auf den sieben Weltmeeren zu sorgen. 2024 mit dem Theaterpreis der Fränkischen Landeszeitung ausgezeichnet wird Mario Rolf Brutschin in dieser Spielzeit auch zum Ensemble der Rockshow „Respect! Die Würde des Menschen ist unantastbar“ von Tankred Schleinschock gehören, die – schon ‘mal zum Vormerken – am 21. Juni 2026 um 19.30 Uhr im Theater Duisburg gastiert. Doch zunächst tourt er in der 100. Jubiläumsinszenierung Karin Epplers, ihrer 16. Regiearbeit am WLT, durch das großen Einzugsgebiet des Landestheaters – und sorgt mit Extempores etwa zur erneuten Einführung der Wehrpflicht für beste Stimmung im Publikum. Am 25. Februar, 12. und 13. März 2026 können Schulen auch Vormittagsaufführungen im WLT-Studio am Europaplatz in Castrop-Rauxel buchen – und Erwachsene haben erstmals im Mai 2026 die Möglichkeit, Mario Rolf Brutschin im wahren Wortsinn hautnah zu erleben. Karten unter westfaelisches-landestheater.de oder Tel. 02305–978020.

20 Uhr

„Noch nicht tot, aber schon im Museum“

Hülk und Lippmeyer stellen in Düsseldorf aus

v.l. Wolfgang Hülk und Jörg Lippmeyer. 'Rettet die schönen Wörter' – Ausstellung im Mai 2026 in Düsseldorf.

Die beiden alten Künstlerfreunde tun es wieder: Der Zeichner und Fotograf Wolfgang Hülk und der freie Künstler Jörg Lippmeyer – beide Ur-Wanne-Eickeler – stellen ihre kollaborativ entstandenen Werke aus. Dieses Mal sind ihre Gemeinschaftsarbeiten von Mittwoch, 6. Mai, bis Sonntag, 31. Mai 2026, im Stadtmuseum Düsseldorf zu sehen. Die Eröffnungsrede zur Vernissage hält der Stadtführer und Buch-Autor Dietmar Schönhoff. Erneut widmen sich die Künstler Werken, mit denen sie sich anschicken, schöne Wörter dieser Welt zu retten. In einer Zeit, in der sich Sprache ständig weiterentwickelt und verändert, in der neue Begriffe – vorzugsweise aus technologischen Bereichen – entstehen, bleibt es ihr Anliegen, die Vielfalt der deutschen Sprache zu bewahren. Jörg Lippmeyer, vielen besser bekannt als „der bunte Mann aus Unser Fritz“, ist in seiner Heimatstadt bereits seit Jahren als Wörter-Retter unterwegs. In seinem Fundus finden sich Begriffe wie Flitzpiepe, Mumpitz, Brimborium, Kuddelmuddel oder auch Papperlapapp – Wörter, die vor dem Vergessen bewahrt werden sollen. Seit rund einem Jahr steht ihm dabei sein Düsseldorfer Künstlerfreund Wolfgang Hülk zur Seite. Hülk hat die Sammlung nicht nur erweitert, sondern sie auch um Düsseldorfer Mundart bereichert. So befinden sich nun so charmante Ausdrücke wie Retematäng oder Rotzech darin. Die beiden präsentieren die Wörter auf künstlerisch gestalteten Leinwänden. Anschließend bearbeitet jeder die Werke des anderen weiter, sodass fusionierte Arbeiten entstehen, die zwei Handschriften erkennen lassen. Mit diesem besonderen Projekt, leisten sie ihren Beitrag, die deutsche Sprache ein wenig lebendiger und fröhlicher zu behalten.

seit 6. Mai

Samstag, 16. Mai

Lebenskluge Komödie der Volksbühne Körner

'Anderthalb Stunden zu spät'

In der lebensklugen französischen Komödie von Gérald Sibleyras und Jean Dell brillieren Klaus Mahlberg und Heike Gruß.

„Kommen wir zu spät?“ - „Ja, mit Sicherheit.“ - „Ach so, dann habe ich ja noch etwas Zeit“: Er tigert nervös im Mantel durch die modern eingerichtete Wohnung (Sonderapplaus für die Bühnenbildner Peter Mahlberg, Franz Josef Krabbe, Kijara Keppler und Karin Krebs), immer häufiger geht sein Blick zum gut bestückten Barwagen. Sie lässt sich zwar immer ‘mal wieder kurz blicken, verschwindet dann aber rasch mit immer wieder neuen Ausreden. Pierre (Klaus Mahlberg) und Laurence Sansieu (Heike Gruß) sind seit 30 Jahren verheiratet. Seit ihr gemeinsamer Sohn Alexander aus dem Haus ist, der Achtzehnjährige studiert in Straßburg, hat zumindest für Laurence ein neuer Lebensabschnitt begonnen. Zwar ist auch der erfolgreiche Pariser Steueranwalt bereit, zumindest etwas kürzer zu treten: Sein Freund und Geschäftspartner Chalmet hat Anteile an seiner Kanzlei erworben, was an diesem Abend gebührend gefeiert werden soll. Aber für Laurence stellt sich die Frage nach der Zukunftsgestaltung grundsätzlicher: „Ohne Kinder bin ich überflüssig.“ Weshalb ihr der Sinn nicht nach Smalltalk mit Chalmet steht, sondern nach einem offenen, tiefgründigen Austausch mit ihrem „Dealmaker“ von Gatten. Zumal die 56-Jährige gerade erfahren hat, dass sie Großmutter geworden ist und sie die englische Schwiegertochter partout nicht leiden kann. „Jetzt wollen wir das Fass aber nicht zum Überlaufen bringen“ mahnt Pierre, der alle Register gezogen hat, um seine Gattin umzustimmen, nun aber erkennen muss, sein Repertoire ausgereizt zu haben. Seufzend lässt er sich neben Laurence nieder in der Hoffnung, irgendwie doch noch die Kurve zu kriegen, wenn sie sich ausgesprochen hat über ihr bisheriges Leben in der Familie und das künftige zu zweit. Kurz: über den bevorstehenden Ruhestand, den „Endspurt zum Sarg.“ Sie möchte sich verstärkt ihrem Hobby, der Malerei, zuwenden und das nun verwaiste Zimmer des Jüngsten als Atelier nutzen. Schließlich sei sie nicht zur Glucke geboren, sondern eine geworden. Sichtlich widerwillig und zunehmend resigniert lässt sich Pierre auf das Gespräch ein, in dessen Verlauf sich Laurence von der enttäuschten Großmutter zur entflammten Kurtisane mausert und das am Premierenabend am Samstag (21.2.2026) begeisterte Publikum ganz nebenbei erfährt, nach welcher Logik die Welt funktioniert, wieso ein Ehebruch der Ehe guttut und wodurch Persönlichkeiten wie Vasco da Gama oder Leonardo da Vinci überhaupt erst möglich wurden. Kaum ein Lebensbereich bleibt unberührt; sogar Alexander der Große und Che Guevara werden miteinbezogen. Auf ungemein humorvoll-lebenskluge Weise zeichnen die Autoren Gérald Sibleyras und Jean Dell die Wünsche und Nöte dieses liebevoll gezeichneten „Vorruhestandspaares“, das mit großer Leidenschaft und Schlagfertigkeit ihre Beziehung seziert. Und je länger das Gespräch der beiden dauert, desto emotionaler und bewegender wird es. Alte Gewissheiten geraten ins Wanken und völlig neue Horizonte tun sich auf – um sich am Ende als Paar genau dort wiederzufinden, wo Laurence und Pierre angefangen haben. Denn trotz allem schaffen sie es noch: Sie kommen zwar zu spät, aber letztendlich „nur“ anderthalb Stunden… Das Zwei-Personen-Stück „Une heure et demie de retard“, so der Originaltitel, ist am 6. September 2005 Théâtre des Mathurins in Paris uraufgeführt worden. Die Deutschsprachige Erstaufführung folgte erst im September 2014 in der Berliner Komödie am Kurfürstendamm mit Herbert Herrmann (auch Regie) und Nora von Collande. Auch die Volksbühne Körner spielt die deutsche Übersetzung von Dorothea Renckhoff und Fedora Wesseler in der am Premierenabend mit stehenden Ovationen gefeierten Inszenierung Klaus Mahlbergs. Der in Heike Gruß eine in jeder Hinsicht ebenbürtige Bühnenpartnerin hat in dieser ganz von geschliffenen Dialogen lebenden Komödie, die binnen zweier höchst unterhaltsamer Stunden weder boulevardesk-türenknallend noch schenkelklopfend-pointengeil daherkommt, sondern beinahe pausenlos für enormen Wiedererkennungswert beim Publikum in der intimen Atmosphäre der Komödie am Park sorgt. Der Eickeler Bresser-Keller erweist sich einmal mehr als ideale Spielstätte für hautnah zu erlebendes emotionales Theater. Karten im Vorverkauf für die weiteren Vorstellungen in der Komödie am Park an der Hauptstraße 25 in Herne-Eickel am 28. und 29. März, 18. und 19. April, 16. und 17. Mai sowie 27. und 28. Juni 2026 sind bei „Blickpunkt Optik“ an der Hauptstraße 21 in Eickel, Tel. 02325 - 61760, erhältlich.

HTC richtet Ligaturnier der Tänzer aus

Die HTC Tänzerinnen Be crazy – sie tanzen in der Regionalliga.

Der Herner Turn-Club 1880 richtet am Wochenende, Samstag und Sonntag, 16. und 17. Mai 2026, erneut ein großes Ligaturnier im Bereich Jazz- und Modern/Contemporary aus. Zum 15. Mal seit der Gründung der Tanzabteilung im Jahr 2006 wurde der HTC vom Tanzsportverband NRW mit der Ausrichtung beauftragt. An den beiden Tagen präsentieren 40 Mannschaften ihr Können in insgesamt vier Startklassen in der Sporthalle am Westring. Der Samstag beginnt mit der Kinderverbandsliga. Nach dem Aufstieg in die höchste Kinderliga in der vergangenen Saison tritt die HTC-Mannschaft La melodia mit dem Ziel an, sich in der Liga zu behaupten. Die Trainerinnen haben in den vergangenen Wochen intensiv an der Choreografie gearbeitet, um die bestmögliche Leistung auf die Fläche zu bringen. die HTC Tänzerinnen Move!. Im Anschluss folgt ab etwa 17:30 Uhr die Regionalliga – die höchste Liga der Erwachsenen an diesem Wochenende. Hier startet die HTC-Formation Be crazy, die sich in dieser Saison im Mittelfeld der Tabelle bewegt. Vor heimischem Publikum möchte das Team seine Leistung erneut bestätigen und wichtige Punkte sammeln. Am Sonntag öffnet die Westringhalle um 13 Uhr ihre Türen. Den Auftakt macht die Jugendlandesliga. Die Herner Mannschaft Move! liegt aktuell auf dem dritten Tabellenplatz und konnte in dieser Saison bereits zwei Pokale feiern. An diesen Erfolg möchte das Team zuhause anknüpfen. Den Abschluss des Turnierwochenendes bildet ab etwa 16:30 Uhr die Verbandsliga. Hier sind gleich zwei HTC-Teams vertreten: Während sixPoint aktuell souverän die Tabelle anführt und gute Chancen auf den Aufstieg in die Oberliga hat, kämpft FOURmation auf dem zweiten Platz um eine mögliche Relegation. Spannende Entscheidungen sind somit garantiert. Die Tanzabteilung des HTC freut sich auf zahlreiche Zuschauer, die mit ihrer Unterstützung für eine besondere Atmosphäre sorgen und alle Teams mit Applaus begleiten.

14 Uhr

Installation 'Schwarzkaue/Weißkaue' zu sehen

Gereon Krebber in der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3

Keramische Kugeln im Außenraum der Künstlerzeche Unser Fritz erinnern an fragile Schneefragmente - sie sind Teil der Ausstellung und Installation "Schwarzkaue/Weißkaue" von Gereon Krebber.

Gereon Krebber, seit 2012 Professor für Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf, stellt eine raumgreifende Installation ins Kauengebäude der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3 und greift unter dem Titel „Schwarzkaue/Weißkaue“ am historischen Ort in Unser Fritz die historische Funktion der Kauen als Umkleideräume im Bergbau auf und verschiebt deren ursprüngliche Ordnung: Schwarz und Weiß, Arbeit und Alltag, werden räumlich vertauscht. Die von Danuta Karsten und Florian Kunath kuratierte Ausstellung wird am Samstag, 25. April 2026, um 17 Uhr in der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3 eröffnet. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des Fördervereins, Jürgen Hausmann, führt Georg Elben, Direktor des Skulpturenmuseums Marl, in Leben und Werk des Bildhauers ein. Nach einem Studium generale am Leibniz-Kolleg in Tübingen wechselte Gereon Krebber von 1994 bis 2000 an der Düsseldorfer Kunstakademie als Schüler von Tony Cragg und Hubert Kiecol. Anschließend setzte er seine Ausbildung mit einem Bildhauer-Studium am Royal College of Art in London fort. Krebber, der in Köln lebt und arbeitet, zählt längst zu den profilierten Bildhauern seiner Generation. Seine Arbeiten sind national und international in Ausstellungen und Sammlungen vertreten. Der gebürtige Oberhausener des Jahrgangs 1973 hat bereits in Herne ausgestellt, im Rahmen des Kultur-Hauptstadtjahres zusammen mit Luka Fineisen „Wasserspiegel“ in den Flottmann-Hallen als Auftakt der Ausstellungsreihe „liquid area“ (Flüssigkeitsbereich) der Ruhr.2010. Mit der Ausstellung „Schwarzkaue/Weißkaue“ entwickelt Gereon Krebber nun auf Unser Fritz eine ortsspezifische Installation, die direkt aus der Geschichte der ehemaligen Zeche heraus gedacht ist. Ausgangspunkt sind die sogenannten Kauen – die Umkleideräume der Bergleute, in denen zwischen Arbeits- und Alltagskleidung getrennt wurde. Krebber greift diese Struktur auf und kehrt sie bewusst um: Schwarz und Weiß, Arbeit und Alltag, verschieben ihre Plätze. In der Weißkaue breitet sich eine große, kohlenschwarze Formation aus verbranntem Holz aus, verschachtelt und beinahe labyrinthisch. In der Schwarzkaue hingegen hängt ein heller, unregelmäßig gesägter Körper aus Styropor und Wachs, leicht geneigt und in Bewegung. Diese Gegenüberstellung bildet den Kern der Ausstellung. Ergänzt wird sie durch eine Reihe eigenwilliger plastischer Arbeiten: farbig gesprenkelte, quallenartige Keramiken an den Wänden, ein grünlich schimmernder, von wurmartigen Strukturen überzogener Körper aus Bauschaum sowie keramische Kugeln im Außenraum, die an fragile Schneefragmente erinnern. Zwischen diesen Elementen entsteht ein irritierendes, zugleich spielerisches Szenario, das sich jeder eindeutigen Lesart entzieht. Inhaltlich verbindet die Ausstellung zwei zentrale Traditionslinien des Ruhrgebiets: Bergbau und Keramik. Ohne die materiellen und infrastrukturellen Voraussetzungen des Bergbaus wäre keramische Produktion in dieser Form nicht denkbar gewesen. Krebber nimmt diese historische Verbindung nicht illustrativ auf, sondern überführt sie in eine eigenständige, zeitgenössische Formensprache. Fragen von Material, Transformation und – unterschwellig – auch von Klima und Vergänglichkeit werden dabei mit verhandelt. Die Ausstellung „Schwarzkaue/Weißkaue“ ist im Anschluss an die Vernissage noch bis Sonntag, 17. Mai 2026 in der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3, Zur Künstlerzeche 10 in 44653 Herne bei freiem Eintritt zu sehen: Mittwochs und samstags jeweils zwischen 15 und 18 Uhr sowie sonntags von 14 bis 17 Uhr. Zum Rahmenprogramm gehören das Künstlercafé auf Unser Fritz am Samstag, 2. Mai 2026 von 14:30 bis 16:30 Uhr sowie der gemütliche Feierabend-Plausch „Schichtwechsel“ am Freitag, 8. Mai 2026 von 18 bis 21 Uhr.

15 Uhr

'Anderthalb Stunden zu spät'

Neue Komödie der Volksbühne Körner

Heike Gruß und Klaus Mahlberg geben in der Komödie „Anderthalb Stunden zu spät“ ein Ehepaar, das kurz vor der Pierres Pension steht, die bei Gattin Laurence einige Befürchtungen auslöst.

Laurence: „Kommen wir zu spät?“. Pierre: „Ja, mit Sicherheit.“ Laurence: „Ach so, dann habe ich ja noch etwas Zeit.“ Pierre (Klaus Mahlberg) und Laurence Sansieu (Heike Gruß), seit 30 Jahren verheiratet, sind zum Abendessen bei Pierres Geschäftspartner und Freund Chalmet eingeladen. Pierre wartet schon seit einer Viertelstunde darauf, dass Laurence endlich fertig wird – doch im letzten Moment entschließt sie sich, dass sie keine Lust auf die Einladung hat. Sie will endlich einmal mit ihm reden. Von sich. Von ihm. Von ihnen beiden. Von ihren Kindern. Und vor allem über die vielen, vielen gemeinsamen Jahre und davon, was am Horizont droht: Der Ruhestand. Eben ist Laurence Großmutter geworden, der jüngste Sohn ausgezogen. Mit dem bevorstehenden Ruhestand ihres Mannes könnte nun ein ruhigeres Kapitel im Leben der Eheleute beginnen – doch genau davor graut der eigenwilligen Hobbymalerin, denn die neue Lebensphase löst bei ihr nicht nur erhöhten Redebedarf, sondern auch eine Identitätskrise aus. Nur widerwillig lässt Pierre sich auf das Gespräch ein. Und so erfahren wir neben vielen anderen erhellenden Aussagen nicht nur, nach welcher Logik die Welt funktioniert, sondern auch, wieso ein Ehebruch der Ehe guttut und wodurch Persönlichkeiten wie Vasco da Gama oder Leonardo da Vinci überhaupt erst möglich wurden. Kaum ein Lebensbereich bleibt unberührt; sogar Alexander der Große und Che Guevara werden miteinbezogen. Auf sehr humorvolle Weise zeichnen die Autoren Gérald Sibleyras und Jean Dell die Wünsche und Nöte dieses liebevollen „Vorruhestandspaares“, das mit großer Leidenschaft und Schlagfertigkeit ihre Beziehung seziert. Und je länger das Gespräch der beiden dauert, desto emotionaler und bewegender wird es. Alte Gewissheiten geraten ins Wanken und völlig neue Horizonte tun sich auf – um sich am Ende als Paar genau dort wiederzufinden, wo Laurence und Pierre angefangen haben. Denn trotz allem schaffen sie es noch: Sie kommen zwar zu spät, aber letztendlich „nur“ ‚Anderthalb Stunden‘… Das Zwei-Personen-Stück „Une heure et demie de retard“, so der Originaltitel, stammt aus der Feder des am 7. November 1961 in Paris geborenen Gérald Sibleyras („Wind in den Pappeln“), der zu den meistgespielten französischen Theaterautoren Europas gehört. Er ist ebenso mit dem Prix Molière ausgezeichnet worden wie sein gleichaltriger, in Saint-Etienne geborener Ko-Autor, der Schauspieler Jean Dell, den man hierzulande etwa aus dem Film „Grace of Monaco“ an der Seite von Nicole Kidman kennt. Uraufgeführt am 6. September 2005 Théâtre des Mathurins in Paris in der Regie des Hausherrn Bernard Murat mit Patrick Chesnais und Evelyne Buyle fand die Deutschsprachige Erstaufführung im September 2014 in der Berliner Komödie am Kurfürstendamm mit Herbert Herrmann (auch Regie) und Nora von Collande statt. Auch die Volksbühne Körner spielt die deutsche Übersetzung von Dorothea Renckhoff und Fedora Wesseler, Premiere der Inszenierung von Klaus Mahlberg ist in der Komödie am Park am Samstag, 21. Februar 2026, um 19:30 Uhr. Karten im Vorverkauf auch für die weiteren Vorstellungen am 22. Februar, 28. und 29. März, 18. und 19. April, 16. und 17. Mai sowie 27. und 28. Juni 2026 sind bei „Blickpunkt Optik“ an der Hauptstraße 21 in Eickel, Tel 02325 - 61760, erhältlich.

19:30 Uhr

Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull

Klassenzimmerstück nach Thomas Mann

Hoppla, jetzt komm‘ ich: Mario Rolf Brutschin brilliert in der Titelrolle der Adaption des Thomas-Mann-Romans „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ am WLT.

In Thomas Manns unvollendet gebliebenem Entwicklungsroman „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“, an dem der Literatur-Nobelpreisträger von 1910 bis 1954 gearbeitet hat, blickt der 40-jährige Ich-Erzähler Felix auf sein bewegtes Leben zurück. „Aus feinstem Holz geschnitzt schon als kleiner Knabe“ habe sich der Sohn des rheinischen Lorley-Schaumwein-Produzenten als begnadeter Müßiggänger und notorischer Schulschwänzer, vor allem aber als höchst begabt zur „Große Freude“ genannten Liebeslust erwiesen – zunächst beim doppelt so alten Zimmermädchen Genovefa. Als die Sektfabrik pleite ist und sich sein Vater erschießt, zieht Felix mit seiner Mutter nach Frankfurt am Main, um dort eine kleine Pension zu eröffnen, während seine ältere Schwester Olympia zur Operette geht. Nachdem er sich, mit einer filmreifen realsatirischen Finte, bei der Wiesbadener Musterung dem Militärdienst entzogen hat, kann er als „Herzensgesellschafter“ der ungarischen Prostituierten Rosza ein bohèmehaftes Leben am Main führen, bevor er auf Vermittlung seines Paten Felix Schimmelpreester an der Seine beim Generaldirektor Stürzli im Pariser Grandhotel Saint James and Albany als Liftboy Armand beginnt. Und sogleich das Interesse einer Straßburger Dame, Madame Houpflé, erweckt. Bald kann der Frauenliebling bei Maitre Machatschek in den Kellnerdienst eintreten, wo er weiteren amourösen Versuchungen ausgesetzt ist von höheren Töchtern wie der 17-jährigen Eleanor aus Birmingham bis hin zu einem schottischen Lord. Felix freundet sich bei einem seiner Incognito-Ausflüge in die feine Gesellschaft mit dem Marquis de Venota an, der mit der schönen Soubrette Zaza liiert ist. Weshalb ihm seine Eltern mit Enterbung drohen, wenn er nicht ihr entsagt und auf Weltreise geht. Felix willigt ein, an seiner statt von Lissabon aus in See zu stechen und verwandelt sich mit den nötigen Papieren und Geldmitteln versehen in Louis de Venota alias Loulou. Bereits auf der Zugfahrt nach Portugal lernt er Antonio Jose Kuckuck kennen, Professor der Naturwissenschaft und Direktor des Naturhistorischen Museums Lissabon. Felix wird von dessen Gattin Maria Pia und Tochter Suzanna alias Zouzou herzlich aufgenommen. Als er mit Letzterer inflagranti erwischt wird, findet er Erfüllung am Busen der Mutter – bis zu seiner Abreise nach Südamerika… Nach Markus Kopfs Adaption „Mario und der Zauberer“ 2013 arbeitet das Westfälische Landestheater (WLT) Castrop-Rauxel mit „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ erneut einen bekannten Stoff Thomas Manns für ein junges Publikum (ab 15 Jahren bzw. 10. Klasse) auf. Karin Eppler hat ihre eigene Bühnenfassung als Klassenzimmerstück inszeniert mit dem 31-jährigen Schauspieler Mario Rolf Brutschin in der Solorolle des Felix Krull. Sie konzentriert sich dabei auf die erste Hälfte des 370-seitigen Romans, in dem sie eine überraschend gegenwärtige Geschichte entdeckt und von „Match!“ bis „Next Level“ behutsam sprachlich aktualisiert hat: „Felix Krull lügt kaum bewusst – er wird gelesen, interpretiert, bewundert. Mich interessiert, wie sehr eine Gesellschaft selbst daran beteiligt ist, ihren eigenen Betrug zu erzeugen.“ In unseren Zeiten der Fake News und der unter jungen Leuten grassierenden medialen Selbstinszenierung stellen sich Fragen nach der Wahrheit neu: Wer bestimmt, was wahr ist? Und warum lassen wir uns so gern täuschen? Mario Rolf Brutschin zieht gut fünfzig Minuten lang alle Register, verkörpert das achtjährige „Felix Wunderkind“ im Matrosenanzug ebenso virtuos wie den scheinbaren Epileptiker bei der Musterung im Unterhemd oder den gefälligen Liftboy in der Uniform der Pariser Nobelherberge. Der bei der Premiere am 5. Februar 2026 in der Recklinghäuser Käthe Kollwitz Gesamtschule heftig umjubelte WLT-Debütant schlüpft darüberhinaus rastellihaft in mehr als ein Dutzend Rollen. Geboren 1994 in Lörrach im Schwarzwald absolvierte Brutschin ein Studium an der Freiburger Schauspielschule, um danach vor allem am Landestheater Dinkelsbühl und am Münchner Theater für Kinder auf den Brettern zu stehen – und auf den Planken des TUI-Ozeanriesen „Mein Schiff“ für Unterhaltung auf den sieben Weltmeeren zu sorgen. 2024 mit dem Theaterpreis der Fränkischen Landeszeitung ausgezeichnet wird Mario Rolf Brutschin in dieser Spielzeit auch zum Ensemble der Rockshow „Respect! Die Würde des Menschen ist unantastbar“ von Tankred Schleinschock gehören, die – schon ‘mal zum Vormerken – am 21. Juni 2026 um 19.30 Uhr im Theater Duisburg gastiert. Doch zunächst tourt er in der 100. Jubiläumsinszenierung Karin Epplers, ihrer 16. Regiearbeit am WLT, durch das großen Einzugsgebiet des Landestheaters – und sorgt mit Extempores etwa zur erneuten Einführung der Wehrpflicht für beste Stimmung im Publikum. Am 25. Februar, 12. und 13. März 2026 können Schulen auch Vormittagsaufführungen im WLT-Studio am Europaplatz in Castrop-Rauxel buchen – und Erwachsene haben erstmals im Mai 2026 die Möglichkeit, Mario Rolf Brutschin im wahren Wortsinn hautnah zu erleben. Karten unter westfaelisches-landestheater.de oder Tel. 02305–978020.

20 Uhr

„Noch nicht tot, aber schon im Museum“

Hülk und Lippmeyer stellen in Düsseldorf aus

v.l. Wolfgang Hülk und Jörg Lippmeyer. 'Rettet die schönen Wörter' – Ausstellung im Mai 2026 in Düsseldorf.

Die beiden alten Künstlerfreunde tun es wieder: Der Zeichner und Fotograf Wolfgang Hülk und der freie Künstler Jörg Lippmeyer – beide Ur-Wanne-Eickeler – stellen ihre kollaborativ entstandenen Werke aus. Dieses Mal sind ihre Gemeinschaftsarbeiten von Mittwoch, 6. Mai, bis Sonntag, 31. Mai 2026, im Stadtmuseum Düsseldorf zu sehen. Die Eröffnungsrede zur Vernissage hält der Stadtführer und Buch-Autor Dietmar Schönhoff. Erneut widmen sich die Künstler Werken, mit denen sie sich anschicken, schöne Wörter dieser Welt zu retten. In einer Zeit, in der sich Sprache ständig weiterentwickelt und verändert, in der neue Begriffe – vorzugsweise aus technologischen Bereichen – entstehen, bleibt es ihr Anliegen, die Vielfalt der deutschen Sprache zu bewahren. Jörg Lippmeyer, vielen besser bekannt als „der bunte Mann aus Unser Fritz“, ist in seiner Heimatstadt bereits seit Jahren als Wörter-Retter unterwegs. In seinem Fundus finden sich Begriffe wie Flitzpiepe, Mumpitz, Brimborium, Kuddelmuddel oder auch Papperlapapp – Wörter, die vor dem Vergessen bewahrt werden sollen. Seit rund einem Jahr steht ihm dabei sein Düsseldorfer Künstlerfreund Wolfgang Hülk zur Seite. Hülk hat die Sammlung nicht nur erweitert, sondern sie auch um Düsseldorfer Mundart bereichert. So befinden sich nun so charmante Ausdrücke wie Retematäng oder Rotzech darin. Die beiden präsentieren die Wörter auf künstlerisch gestalteten Leinwänden. Anschließend bearbeitet jeder die Werke des anderen weiter, sodass fusionierte Arbeiten entstehen, die zwei Handschriften erkennen lassen. Mit diesem besonderen Projekt, leisten sie ihren Beitrag, die deutsche Sprache ein wenig lebendiger und fröhlicher zu behalten.

seit 6. Mai

Sonntag, 17. Mai

Lebenskluge Komödie der Volksbühne Körner

'Anderthalb Stunden zu spät'

In der lebensklugen französischen Komödie von Gérald Sibleyras und Jean Dell brillieren Klaus Mahlberg und Heike Gruß.

„Kommen wir zu spät?“ - „Ja, mit Sicherheit.“ - „Ach so, dann habe ich ja noch etwas Zeit“: Er tigert nervös im Mantel durch die modern eingerichtete Wohnung (Sonderapplaus für die Bühnenbildner Peter Mahlberg, Franz Josef Krabbe, Kijara Keppler und Karin Krebs), immer häufiger geht sein Blick zum gut bestückten Barwagen. Sie lässt sich zwar immer ‘mal wieder kurz blicken, verschwindet dann aber rasch mit immer wieder neuen Ausreden. Pierre (Klaus Mahlberg) und Laurence Sansieu (Heike Gruß) sind seit 30 Jahren verheiratet. Seit ihr gemeinsamer Sohn Alexander aus dem Haus ist, der Achtzehnjährige studiert in Straßburg, hat zumindest für Laurence ein neuer Lebensabschnitt begonnen. Zwar ist auch der erfolgreiche Pariser Steueranwalt bereit, zumindest etwas kürzer zu treten: Sein Freund und Geschäftspartner Chalmet hat Anteile an seiner Kanzlei erworben, was an diesem Abend gebührend gefeiert werden soll. Aber für Laurence stellt sich die Frage nach der Zukunftsgestaltung grundsätzlicher: „Ohne Kinder bin ich überflüssig.“ Weshalb ihr der Sinn nicht nach Smalltalk mit Chalmet steht, sondern nach einem offenen, tiefgründigen Austausch mit ihrem „Dealmaker“ von Gatten. Zumal die 56-Jährige gerade erfahren hat, dass sie Großmutter geworden ist und sie die englische Schwiegertochter partout nicht leiden kann. „Jetzt wollen wir das Fass aber nicht zum Überlaufen bringen“ mahnt Pierre, der alle Register gezogen hat, um seine Gattin umzustimmen, nun aber erkennen muss, sein Repertoire ausgereizt zu haben. Seufzend lässt er sich neben Laurence nieder in der Hoffnung, irgendwie doch noch die Kurve zu kriegen, wenn sie sich ausgesprochen hat über ihr bisheriges Leben in der Familie und das künftige zu zweit. Kurz: über den bevorstehenden Ruhestand, den „Endspurt zum Sarg.“ Sie möchte sich verstärkt ihrem Hobby, der Malerei, zuwenden und das nun verwaiste Zimmer des Jüngsten als Atelier nutzen. Schließlich sei sie nicht zur Glucke geboren, sondern eine geworden. Sichtlich widerwillig und zunehmend resigniert lässt sich Pierre auf das Gespräch ein, in dessen Verlauf sich Laurence von der enttäuschten Großmutter zur entflammten Kurtisane mausert und das am Premierenabend am Samstag (21.2.2026) begeisterte Publikum ganz nebenbei erfährt, nach welcher Logik die Welt funktioniert, wieso ein Ehebruch der Ehe guttut und wodurch Persönlichkeiten wie Vasco da Gama oder Leonardo da Vinci überhaupt erst möglich wurden. Kaum ein Lebensbereich bleibt unberührt; sogar Alexander der Große und Che Guevara werden miteinbezogen. Auf ungemein humorvoll-lebenskluge Weise zeichnen die Autoren Gérald Sibleyras und Jean Dell die Wünsche und Nöte dieses liebevoll gezeichneten „Vorruhestandspaares“, das mit großer Leidenschaft und Schlagfertigkeit ihre Beziehung seziert. Und je länger das Gespräch der beiden dauert, desto emotionaler und bewegender wird es. Alte Gewissheiten geraten ins Wanken und völlig neue Horizonte tun sich auf – um sich am Ende als Paar genau dort wiederzufinden, wo Laurence und Pierre angefangen haben. Denn trotz allem schaffen sie es noch: Sie kommen zwar zu spät, aber letztendlich „nur“ anderthalb Stunden… Das Zwei-Personen-Stück „Une heure et demie de retard“, so der Originaltitel, ist am 6. September 2005 Théâtre des Mathurins in Paris uraufgeführt worden. Die Deutschsprachige Erstaufführung folgte erst im September 2014 in der Berliner Komödie am Kurfürstendamm mit Herbert Herrmann (auch Regie) und Nora von Collande. Auch die Volksbühne Körner spielt die deutsche Übersetzung von Dorothea Renckhoff und Fedora Wesseler in der am Premierenabend mit stehenden Ovationen gefeierten Inszenierung Klaus Mahlbergs. Der in Heike Gruß eine in jeder Hinsicht ebenbürtige Bühnenpartnerin hat in dieser ganz von geschliffenen Dialogen lebenden Komödie, die binnen zweier höchst unterhaltsamer Stunden weder boulevardesk-türenknallend noch schenkelklopfend-pointengeil daherkommt, sondern beinahe pausenlos für enormen Wiedererkennungswert beim Publikum in der intimen Atmosphäre der Komödie am Park sorgt. Der Eickeler Bresser-Keller erweist sich einmal mehr als ideale Spielstätte für hautnah zu erlebendes emotionales Theater. Karten im Vorverkauf für die weiteren Vorstellungen in der Komödie am Park an der Hauptstraße 25 in Herne-Eickel am 28. und 29. März, 18. und 19. April, 16. und 17. Mai sowie 27. und 28. Juni 2026 sind bei „Blickpunkt Optik“ an der Hauptstraße 21 in Eickel, Tel. 02325 - 61760, erhältlich.

Ballett „Phoenix Effect“ am MiR

Vom Beenden und immer wieder neu anfangen

Douglas Oliveira und Ashley Affolter in „Phoenix Effect“ ab Ende April 2026 in Gelsenkirchen.

Die Sage vom Phoenix, der am Ende seines sehr langen Lebenszyklus' verbrennt, um aus der Asche wiedergeboren zu werden, ist der Ausgangspunkt des letzten Ballettabends unter der alten Leitung am Gelsenkirchener Musiktheater im Revier. Sie geht zurück auf den altägyptischen Benu-Mythos, dessen Zyklus allerdings nur einen Tag dauert und der so den Kreislauf der Sonne symbolisiert. Die international gefragte Choreographin Lali Ayguadé teilt sich die Auseinandersetzung mit dem Mythos mit ihrem Kollegen Akira Yoshida. Zwei eigenständige Kreationen fügen sich zu einem kompletten Zyklus und abendfüllenden Stück zusammen. Dabei kommt ihnen zugute, dass sie schon in zahlreichen Projekten eng zusammengearbeitet haben und ihre unterschiedlichen Bewegungssprachen sich perfekt ergänzen. Akira Yoshida beschäftigt sich in „Ashes to Down“ (Arbeitstitel) mit dem Enden, also der ersten Hälfte des Zyklus', in einer Tanzsprache, die der Choreograph vom Vokabular des Breakdance her entwickelt. Die Katalanin Lali Ayguadé, die mit bedeutenden Künstlern wie Marcos Morau, Akram Khan und Hofesh Shechter zusammenarbeitete, setzt sich in ihrem Teil mit der Wiedergeburt als Chance auseinander. Am Donnerstag, 30. April 2026, um 19.30 Uhr feiert „Phoenix Effect“ im Kleinen Haus am Kennedyplatz seine Uraufführung. Gemeinsam ist beiden Choreographen eine sehr erzählerische Bewegungssprache, die sich aus der genauen Beobachtung alltäglicher Interaktion von Menschen herleitet. Das gibt ihren Stücken eine Unmittelbarkeit und Zugänglichkeit, die im zeitgenössischen Tanz nicht selbstverständlich ist. Gleichzeitig sind Gesten und Bewegungsmuster künstlerisch überformt und fügen sich zu einem ästhetischen Gesamtbild. Karten kosten ab 16 Euro. Als dritte Arbeit ergänzt „Hand made“ von Olivia Court Mesa den Abend. Das kurze, hoch konzentrierte Stück für vier Tänzer war bereits 2023 im Kunstmuseum Gelsenkirchen zu sehen. Jetzt ist die Kreation der Gewinnerin der Rotterdam International Duet Choreography Competition 2022 (RIDCC) erstmals auf der Theaterbühne zu erleben. Getanzt wird sie von den vier „Gründungsmitgliedern“ der MiR Dance Company: Marie-Louise Hertog, Alessio Monforte, Pablo Navarro Muñoz und Chiara Rontini. Zu dieser Produktion findet am Freitag, 24. April 2026, um 18 Uhr eine Tanz-Werkstatt, bei der das Publikum Einblicke in Proben erhält und Gelegenheit hat, die Choreographen kennen zu lernen, statt. Die weiteren Aufführungen nach der Premiere: Am Samstag, 9. Mai, Sonntag, 17. Mai, am Samstag, 6. Juni, Freitag, 12. Juni und Sonntag, 21. Juni sowie am Donnerstag, 2. Juli 2026. Karten unter musiktheater-im-revier.de oder Tel. 0209 – 4097200.

Programm im zweiten Quartal 2026

vhs-Filmforum zeigt internationale Filmkunst

Internationale Filmkunst im vhs-Filmforum.

Mit dem Überraschungserfolg „Rental Family“ beginnt am Sonntag, 19. April 2026, das zweite Quartalsprogramm des Filmforums der vhs Herne. Erzählt wird die Geschichte eines amerikanischen Schauspielers, der bei einer japanischen Agentur als „Onkel auf Zeit“ gebucht werden kann. Alle Filme laufen wie gewohnt jeweils sonntags um 12:30 Uhr, montags um 20:15 Uhr und mittwochs um 17:30 Uhr in der Filmwelt Herne am Berliner Platz. Stets aktuelle Informationen zu Titeln und Terminen gibt es online unter vhs-herne.de und filmwelt-herne.de sowie im Programmflyer, der an vielen Stellen in der Stadt ausliegt und in den social media Kanälen. Das Thema „Familienverhältnisse“ zieht sich, rein zufällig, wie ein roter Faden durch diese aktuelle Auswahl internationaler Filmkunst, wenn auch nicht immer so unübersehbar, wie bei „Father Mother Sister Brother“ von Jim Jarmusch. Der Film des Kult-Regisseurs, der in Venedig mit dem Goldenen Löwen prämiert wurde, zählt zu den preisgekrönten Höhepunkten des neuen Programms. Ähnliches gilt für Chloé Zhaos „Hamnet“ (Oscar für die Beste Hauptdarstellerin) und Richard Linklaters „Nouvelle Vague“, der mit vier „Césars“ ausgezeichnet wurde. Den Abschluss des Programms bildet Mitte Juni der Film „Rose“, dessen Hauptdarstellerin Sandra Hüller bei der Berlinale den Silbernen Bären erhielt. Am Sonntag, 19., Montag, 20. und Mittwoch, 22. April 2026, wird der Film 'Rental Family' gezeigt. Regie: Hikari Darsteller: Brendan Fraser, Takehiro Hira, Mari Yamamoto, Akira Emoto, JAP/USA 2025, 103 Min. FSK 0 Weil ihm in der Heimat kein Erfolg beschieden ist, wandert der US-Schauspieler Philipp Vandarploeg nach Japan aus. Als auch hier, trotz seines kultverdächtigen Auftritts in einer Zahnpastawerbung, die Aufträge ausbleiben, heuert er widerwillig bei einer Agentur an, die falsche Familienmitglieder auf Zeit vermietet. Ab sofort spielt Philipp seine Rollen nicht mehr auf dem Bildschirm, sondern im wahren Leben. In einem Land, wo ein zumindest äußerlich perfektes Familienleben als Bedingung für gesellschaftlichen Erfolg gilt, geht ihm die Arbeit nicht mehr aus. So täuscht er als Bräutigam an der Seite einer 20 Jahre jüngeren Frau eine „ganz normale“ Hochzeit vor und setzt sich als Pseudo-Vater eines amerikanisch-japanischen Mädchens dafür ein, dass die 11-jährige Tochter an einer Eliteschule angenommen wird. Für „Philipp“, den Menschen hinter dem Schauspieler, wird es dabei immer schwieriger, die Grenzen zwischen Rolle und Realität zu bewahren. Am Sonntag, 26., Montag, 27. und Mittwoch, 29. April 2026, wird der Film „Hamnet“ gezeigt. Regie: Chloé Zhao Mit Jessie Buckley, Paul Mescal, Joe Alwyn, Emily Watson, Davis Wilmot, GB 2025, 125 Min. FSK 12. Das „Kind einer Waldhexe“, so wird Agnes von manchen Menschen im Stratford des späten 16. Jahrhunderts genannt. Auf den dort tätigen Lateinlehrer, der von seinen Schülern gelangweilt ist, hat diese junge Frau jedenfalls eine magische Anziehungskraft. William ist fasziniert von Agnes, vielleicht wegen ihrer Naturverbundenheit, die seiner Bildung und seinem literarischen Geist so entgegengesetzt ist. Trotz der Widerstände ihrer Elternhäuser heiraten sie, und schon bald werden die Kinder Susanna, Judith und Hamnet geboren. Doch der Ehe steht eine Zerreißprobe bevor: Die Pest wütet in England, und Hamnets früher Tod hinterlässt eine Wunde, die umso mehr schmerzt, als William kaum noch zuhause ist. Er, der schon immer mehr in seinem eigenen Kopf lebte, als auf der Erde, hält sich viel in London auf, wo seine Theaterstücke Erfolge feiern. Die Trauer über den Verlust bringt ihn dennoch fast um den Verstand. Der einzige Heilung versprechende Ausweg lautet: Schreiben. Am Sonntag, 3., Montag, 4. und Mittwoch, 6. Mai 2026, wird der Film „Father Mother Sister Brother“ gezeigt. Regie: Jim Jarmusch Mit Tom Waits, Adam Driver, Cate Blanchett, Vicky Krieps, Charlotte Rampling, USA/I/F/IRE 2025, 110 Min. (halloherne berichtete) Am Sonntag, 10., Montag, 11. und Mittwoch, 13. Mai 2026, wird der Film „Gelbe Briefe“ gezeigt (halloherne berichtete). Regie: Ilker Ҫatak Mit Özgü Naml, Tansu Biçer, Leyla Smyrna Cabas, Ipek Bilgin, D/TK/F 2026, 128 Min. FSK 12 . Das Ehepaar Derya und Aziz ist, gemeinsam mit der Teenager-Tochter Ezgi, in den intellektuellen Kreisen der türkischen Hauptstadt Ankara bestens etabliert. Die gefeierte Schauspielerin des Staatstheaters und der Autor und Universitätsdozent zählen zur Bildungselite ihres Landes, stehen politisch selbstverständlich links und äußern sich privat gerne kritisch gegenüber einer zunehmend autokratisch handelnden Regierung. Doch die politische Spaltung der Türkei, durch Terroranschläge, gewaltsame Proteste und dagegen aufgebotene Polizeitruppen, macht vor ihrer schicken Altbauwohnung nicht halt. Aziz verliert zunächst seinen Job an der Uni; dann wird sein Stück abgesetzt, in dem Derya die Hauptrolle spielt. Schon bald sieht sich die Familie gezwungen, zu Aziz‘ Mutter nach Istanbul zu ziehen. Auch an der Ehe gehen Geldsorgen, Platznot und Zukunftsängste nicht spurlos vorüber, zumal die Beiden unter äußerem Druck unterschiedliche Vorstellungen von einem Ausweg haben. Am Sonntag, 17., Montag, 18. und Mittwoch, 20. Mai 2026, wird der Film „The Testament of Ann Lee“ gezeigt. Regie: Mona Fastvold Mit Amanda Seyfried, Lewis Pullmann, Thomasin McKenzie, Matthew Beard, Christopher Abbott, GB 2025, 137 Min. FSK 12. Manchester 1736. Um dem tiefen Schmerz entgegenzuwirken, den der frühe Tod ihrer Kinder verursacht, gründet Ann Lee die utopisch-christliche Gemeinschaft der „Shaker“. Ausgelöst durch eine Vision von Adam und Eva im Garten Eden sieht die messianisch auftretende Frau die Gleichberechtigung der Geschlechter sowie harte, perfektionistische Arbeit und sexuelle Enthaltsamkeit als oberste Gebote. Die Nähe zu Gott soll nicht durch nüchterne Gebete, sondern durch ekstatische Tänze voller schüttelnder Körperbewegungen ausgelöst werden. In der Hoffnung auf religiöse Freiräume wandert die stetig wachsende Gemeinschaft nach New York aus. Doch auch dort gehören Ausgrenzung und Mißtrauen zum Alltag für diese von einer Frau angeführte Gruppierung, zumal Ann Lee auf die Neutralität der Shaker im Konflikt um die amerikanische Unabhängigkeit besteht. „The Testament of Ann Lee“ ist kein biederer Historienfilm, sondern genauso impulsiv und überraschend wie seine Hauptfigur. Am Sonntag, 31. Mai, Montag, 1. und Mittwoch, 3. Juni 2026, wird der Film 'Nouvelle Vague' gezeigt. Regie: Richard Linklater. Darsteller: Guillaume Marbeck, Zoey Deutch, Aubry Dullin, Adrien Rouyard, Antoine Besson, F/USA 2025, 106 Min. FSK 12 Paris 1959. Während der junge François Truffaut in Cannes Triumphe feiert, hat Jean-Luc Godard immer noch keinen Film realisiert. Dabei sieht sich der Kritiker der Szene-Zeitschrift „Cahiers du cinéma“ als das eigentliche Genie der neuen revolutionären Bewegung, die gerade dabei ist, das französische Kino auf den Kopf zu stellen. Doch der Weg zum Ruhm gestaltet sich beschwerlich für den eigenwilligen Intellektuellen, der sich nicht nur im Kino am liebsten allen geltenden Regeln widersetzen würde. Für seinen Debütfilm „Außer Atem“ verfügt Godard nur über wenig Geld und noch weniger Drehbuch. Seiner Überzeugung nach braucht man für einen Film aber auch nur „ein Mädchen und eine Knarre“. Neben dem unbekannten Jean-Paul Belmondo soll Hollywoodstar Jean Seberg die weibliche Hauptrolle spielen. Angesichts der Extravaganzen ihres Regisseurs, der schon mal den Kameramann in eine Kiste steckt, fühlt sich die charmante Darstellerin allerdings häufig wie im falschen Film. Am Sonntag, 7., Montag, 8. und Mittwoch, 10. Juni 2026, wird der Film „Vier minus Drei“ gezeigt (halloherne berichtete). Regie: Adrian Goiginger Mit Valerie Pachner, Robert Stadlober, Stefanie Reinsperger, Hanno Koffler, Ronald Zehrfeld, A/D 2026, 120 Min. FSK 12 Barbara und ihr Partner Heli führen mit ihren beiden Kindern Fini und Thimo ein glückliches und liebevolles Familienleben. Als professionelle Clowns nehmen sie das Leben nicht zu ernst und wissen, dass man auch über das lachen kann, was misslingt. Heli ist mit Leib und Seele Zirkusclown, bringt das große Publikum mit seiner Kunst zum Lachen. Barbara findet ihre Erfüllung im Kleinen und erhellt als Klinikclown den tristen Alltag kranker Kinder. Doch dann passiert das Unvorstellbare: Durch einen Verkehrsunfall verliert Barbara wie aus dem Nichts ihre Familie. Mit einem Schlag erscheint alles sinnlos und leer. Nur Erinnerungen sind noch da von dem gemeinsamen Weg, den sie mit Heli gegangen ist. Und nur noch Schmerz und Verzweiflung bleiben, wo alles voller Liebe war. Der Verlust lässt sie auch am Clownsein zweifeln. Doch Barbara will weiterleben. Mutig und unkonventionell sucht sie nach Wegen, mit der Trauer umzugehen – und mit dem Schicksal, noch am Leben zu sein Am Sonntag, 14., Montag, 15. und Mittwoch, 17. Juni 2026, wird der Film „Rose“ gezeigt. Regie: Markus Schleinzer. Darsteller: Sandra Hüller, Caro Braun, Marisa Growaldt, Godehard Giese, Robert Gwisdek, Maria Dragus, A/D 2026, 94 Min. FSK 12. In den Wirren des 30-jährigen Krieges erscheint ein mysteriöser Soldat in einem abgeschiedenen protestantischen Dorf im Harz. Wortkarg und schmal, das Gesicht durch eine Narbe entstellt, behauptet der Fremde, der rechtmäßige Erbe eines seit langem verlassenen Gutshofs zu sein. Zum großen Missfallen der Dorfgemeinschaft kann er auch ein Dokument vorlegen, das seinen Anspruch bestätigt. Über seine Herkunft oder seine Vorgeschichte in diesen Zeiten des Krieges hüllt er sich in Schweigen. Mit gutem Grund, denn der Fremde verbirgt ein Geheimnis. Doch sein Streben danach, anerkannt zu werden und hier sein Glück zu finden ist groß. Um dieses Ziel zu erreichen, schreckt er noch nicht einmal vor einer arrangierten Ehe mit Suzanna zurück, der Tochter eines Großbauern. Sie ist bereit, sein Geheimnis zu bewahren. Und als Suzanna von einem Unbekannten schwanger wird, glaubt Rose, so der wahre Name des Fremden, sich am Ziel ihrer Wünsche

12:30 Uhr

HTC richtet Ligaturnier der Tänzer aus

Die HTC Tänzerinnen Be crazy – sie tanzen in der Regionalliga.

Der Herner Turn-Club 1880 richtet am Wochenende, Samstag und Sonntag, 16. und 17. Mai 2026, erneut ein großes Ligaturnier im Bereich Jazz- und Modern/Contemporary aus. Zum 15. Mal seit der Gründung der Tanzabteilung im Jahr 2006 wurde der HTC vom Tanzsportverband NRW mit der Ausrichtung beauftragt. An den beiden Tagen präsentieren 40 Mannschaften ihr Können in insgesamt vier Startklassen in der Sporthalle am Westring. Der Samstag beginnt mit der Kinderverbandsliga. Nach dem Aufstieg in die höchste Kinderliga in der vergangenen Saison tritt die HTC-Mannschaft La melodia mit dem Ziel an, sich in der Liga zu behaupten. Die Trainerinnen haben in den vergangenen Wochen intensiv an der Choreografie gearbeitet, um die bestmögliche Leistung auf die Fläche zu bringen. die HTC Tänzerinnen Move!. Im Anschluss folgt ab etwa 17:30 Uhr die Regionalliga – die höchste Liga der Erwachsenen an diesem Wochenende. Hier startet die HTC-Formation Be crazy, die sich in dieser Saison im Mittelfeld der Tabelle bewegt. Vor heimischem Publikum möchte das Team seine Leistung erneut bestätigen und wichtige Punkte sammeln. Am Sonntag öffnet die Westringhalle um 13 Uhr ihre Türen. Den Auftakt macht die Jugendlandesliga. Die Herner Mannschaft Move! liegt aktuell auf dem dritten Tabellenplatz und konnte in dieser Saison bereits zwei Pokale feiern. An diesen Erfolg möchte das Team zuhause anknüpfen. Den Abschluss des Turnierwochenendes bildet ab etwa 16:30 Uhr die Verbandsliga. Hier sind gleich zwei HTC-Teams vertreten: Während sixPoint aktuell souverän die Tabelle anführt und gute Chancen auf den Aufstieg in die Oberliga hat, kämpft FOURmation auf dem zweiten Platz um eine mögliche Relegation. Spannende Entscheidungen sind somit garantiert. Die Tanzabteilung des HTC freut sich auf zahlreiche Zuschauer, die mit ihrer Unterstützung für eine besondere Atmosphäre sorgen und alle Teams mit Applaus begleiten.

13 Uhr

Installation 'Schwarzkaue/Weißkaue' zu sehen

Gereon Krebber in der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3

Keramische Kugeln im Außenraum der Künstlerzeche Unser Fritz erinnern an fragile Schneefragmente - sie sind Teil der Ausstellung und Installation "Schwarzkaue/Weißkaue" von Gereon Krebber.

Gereon Krebber, seit 2012 Professor für Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf, stellt eine raumgreifende Installation ins Kauengebäude der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3 und greift unter dem Titel „Schwarzkaue/Weißkaue“ am historischen Ort in Unser Fritz die historische Funktion der Kauen als Umkleideräume im Bergbau auf und verschiebt deren ursprüngliche Ordnung: Schwarz und Weiß, Arbeit und Alltag, werden räumlich vertauscht. Die von Danuta Karsten und Florian Kunath kuratierte Ausstellung wird am Samstag, 25. April 2026, um 17 Uhr in der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3 eröffnet. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des Fördervereins, Jürgen Hausmann, führt Georg Elben, Direktor des Skulpturenmuseums Marl, in Leben und Werk des Bildhauers ein. Nach einem Studium generale am Leibniz-Kolleg in Tübingen wechselte Gereon Krebber von 1994 bis 2000 an der Düsseldorfer Kunstakademie als Schüler von Tony Cragg und Hubert Kiecol. Anschließend setzte er seine Ausbildung mit einem Bildhauer-Studium am Royal College of Art in London fort. Krebber, der in Köln lebt und arbeitet, zählt längst zu den profilierten Bildhauern seiner Generation. Seine Arbeiten sind national und international in Ausstellungen und Sammlungen vertreten. Der gebürtige Oberhausener des Jahrgangs 1973 hat bereits in Herne ausgestellt, im Rahmen des Kultur-Hauptstadtjahres zusammen mit Luka Fineisen „Wasserspiegel“ in den Flottmann-Hallen als Auftakt der Ausstellungsreihe „liquid area“ (Flüssigkeitsbereich) der Ruhr.2010. Mit der Ausstellung „Schwarzkaue/Weißkaue“ entwickelt Gereon Krebber nun auf Unser Fritz eine ortsspezifische Installation, die direkt aus der Geschichte der ehemaligen Zeche heraus gedacht ist. Ausgangspunkt sind die sogenannten Kauen – die Umkleideräume der Bergleute, in denen zwischen Arbeits- und Alltagskleidung getrennt wurde. Krebber greift diese Struktur auf und kehrt sie bewusst um: Schwarz und Weiß, Arbeit und Alltag, verschieben ihre Plätze. In der Weißkaue breitet sich eine große, kohlenschwarze Formation aus verbranntem Holz aus, verschachtelt und beinahe labyrinthisch. In der Schwarzkaue hingegen hängt ein heller, unregelmäßig gesägter Körper aus Styropor und Wachs, leicht geneigt und in Bewegung. Diese Gegenüberstellung bildet den Kern der Ausstellung. Ergänzt wird sie durch eine Reihe eigenwilliger plastischer Arbeiten: farbig gesprenkelte, quallenartige Keramiken an den Wänden, ein grünlich schimmernder, von wurmartigen Strukturen überzogener Körper aus Bauschaum sowie keramische Kugeln im Außenraum, die an fragile Schneefragmente erinnern. Zwischen diesen Elementen entsteht ein irritierendes, zugleich spielerisches Szenario, das sich jeder eindeutigen Lesart entzieht. Inhaltlich verbindet die Ausstellung zwei zentrale Traditionslinien des Ruhrgebiets: Bergbau und Keramik. Ohne die materiellen und infrastrukturellen Voraussetzungen des Bergbaus wäre keramische Produktion in dieser Form nicht denkbar gewesen. Krebber nimmt diese historische Verbindung nicht illustrativ auf, sondern überführt sie in eine eigenständige, zeitgenössische Formensprache. Fragen von Material, Transformation und – unterschwellig – auch von Klima und Vergänglichkeit werden dabei mit verhandelt. Die Ausstellung „Schwarzkaue/Weißkaue“ ist im Anschluss an die Vernissage noch bis Sonntag, 17. Mai 2026 in der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3, Zur Künstlerzeche 10 in 44653 Herne bei freiem Eintritt zu sehen: Mittwochs und samstags jeweils zwischen 15 und 18 Uhr sowie sonntags von 14 bis 17 Uhr. Zum Rahmenprogramm gehören das Künstlercafé auf Unser Fritz am Samstag, 2. Mai 2026 von 14:30 bis 16:30 Uhr sowie der gemütliche Feierabend-Plausch „Schichtwechsel“ am Freitag, 8. Mai 2026 von 18 bis 21 Uhr.

14 Uhr

'Zu Gast: Bund Gelsenkirchener Künstler'

Der künstlerische Austausch geht weiter

'Zu Gast: Bund Gelsenkirchener Künstler'. Im Bild das Werk von Christian Hardick.

Der künstlerische Austausch geht in die nächste Runde. Dazu präsentiert der Herner Künstlerbund HKB ’90 vom 3. Mai bis einschließlich 14. Juni 2026 Arbeiten von 19 Gelsenkirchener Künstlern, die dem Bund Gelsenkirchener Künstler (BGK) angehören. Eröffnet wird die Ausstellung unter dem Titel „Zu Gast“ am Sonntag, 3. Mai 2026, um 15 Uhr. Mit einem impulsgebenden Blick „über den Tellerrand“, genauer gesagt über die Stadtgrenzen hinaus, fand im Januar 2026 der erste künstlerische Austausch unter dem Titel „Zu Gast“ statt – damals in Gelsenkirchen-Ückendorf, damals mit acht Künstlern aus Herne – nun also in Herne. Die Besucher können sich auf einen Querschnitt durch das Schaffen folgender Künstler aus der Nachbarstadt freuen: Angie Christiani, Gordana Djukic, Andreas Frings, Christian Hardick, Thomas J. Helms, Christel Klarhöfer, Heike Klinger, Sabine Leichner-Heuer, Maria Meza, Angelika Noa, Barbara Ring, Christiane Steffler, Monika Stolarczyk-Salehian, Karin Templin-Glees, Gabriele Tolksdorf, Wolfgang Weck, Jen Weissenbacher, Gregor Wildförster und Brigitte von der Eltz. Im Gespräch mit halloherne erklärt die zweite Vorsitzende des Vereins, Nina Ryschawy, das Zustandekommen der großen Anzahl an Beteiligten: „Für uns als Verein ist es wichtig, dass Künstler, die sich präsentieren möchten, dazu auch die Möglichkeit bekommen. In diesem Fall waren es eben 19.“ Das bedeutet zugleich, dass von jedem Künstler nur ein Werk gezeigt werden kann. Das sieht die zweite Vorsitzende nicht unbedingt als Manko an und sagt dazu: „Für uns stehen weniger die einzelnen Werke im Mittelpunkt als vielmehr die Künstler selbst und die gegenseitige Wertschätzung. Wir verstehen diese Ausstellungen als Ausdruck von Freundschaft und Austausch.“ Ein festgelegtes Thema gab es bewusst nicht. Die einzige Vorgabe war das Format – nicht größer als 50 × 100 cm. Dem Bund Gelsenkirchener Künstler, der im Jahr 2025 sein 75-jähriges Bestehen feierte, gehören derzeit 34 Kulturschaffende an. 19 von ihnen nehmen nun an der Ausstellung in den Räumen des HKB teil. Die Vernissage der Ausstellung „BGK zu Gast beim HKB ’90“ findet am Sonntag, 3. Mai 2026, um 15 Uhr im Kunstpunkt an der Mont-Cenis-Straße statt. Die Begrüßung übernimmt Gisela Schulte, zweite Vorsitzende der Herner Künstler. In das Thema führt Dr. Falko Herlemann ein. Für die musikalische Begleitung sorgt Greta Langer am Klavier und mit Gesang. Die Ausstellung ist anschließend mittwochs und sonntags jeweils von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Workshop: „Papierpoesie – Individuelle Grußkarten selbst gestalten“ mit Gordana Djukic und Jen Weissenbacher. Sonntag, 17. Mai 2026, 15 bis 18 Uhr Lesung: Angie Christiani, „Du und ich und irgendwas dazwischen“, Sonntag, 31. Mai 2026, ab 15 Uhr.

15 Uhr

'Anderthalb Stunden zu spät'

Neue Komödie der Volksbühne Körner

Heike Gruß und Klaus Mahlberg geben in der Komödie „Anderthalb Stunden zu spät“ ein Ehepaar, das kurz vor der Pierres Pension steht, die bei Gattin Laurence einige Befürchtungen auslöst.

Laurence: „Kommen wir zu spät?“. Pierre: „Ja, mit Sicherheit.“ Laurence: „Ach so, dann habe ich ja noch etwas Zeit.“ Pierre (Klaus Mahlberg) und Laurence Sansieu (Heike Gruß), seit 30 Jahren verheiratet, sind zum Abendessen bei Pierres Geschäftspartner und Freund Chalmet eingeladen. Pierre wartet schon seit einer Viertelstunde darauf, dass Laurence endlich fertig wird – doch im letzten Moment entschließt sie sich, dass sie keine Lust auf die Einladung hat. Sie will endlich einmal mit ihm reden. Von sich. Von ihm. Von ihnen beiden. Von ihren Kindern. Und vor allem über die vielen, vielen gemeinsamen Jahre und davon, was am Horizont droht: Der Ruhestand. Eben ist Laurence Großmutter geworden, der jüngste Sohn ausgezogen. Mit dem bevorstehenden Ruhestand ihres Mannes könnte nun ein ruhigeres Kapitel im Leben der Eheleute beginnen – doch genau davor graut der eigenwilligen Hobbymalerin, denn die neue Lebensphase löst bei ihr nicht nur erhöhten Redebedarf, sondern auch eine Identitätskrise aus. Nur widerwillig lässt Pierre sich auf das Gespräch ein. Und so erfahren wir neben vielen anderen erhellenden Aussagen nicht nur, nach welcher Logik die Welt funktioniert, sondern auch, wieso ein Ehebruch der Ehe guttut und wodurch Persönlichkeiten wie Vasco da Gama oder Leonardo da Vinci überhaupt erst möglich wurden. Kaum ein Lebensbereich bleibt unberührt; sogar Alexander der Große und Che Guevara werden miteinbezogen. Auf sehr humorvolle Weise zeichnen die Autoren Gérald Sibleyras und Jean Dell die Wünsche und Nöte dieses liebevollen „Vorruhestandspaares“, das mit großer Leidenschaft und Schlagfertigkeit ihre Beziehung seziert. Und je länger das Gespräch der beiden dauert, desto emotionaler und bewegender wird es. Alte Gewissheiten geraten ins Wanken und völlig neue Horizonte tun sich auf – um sich am Ende als Paar genau dort wiederzufinden, wo Laurence und Pierre angefangen haben. Denn trotz allem schaffen sie es noch: Sie kommen zwar zu spät, aber letztendlich „nur“ ‚Anderthalb Stunden‘… Das Zwei-Personen-Stück „Une heure et demie de retard“, so der Originaltitel, stammt aus der Feder des am 7. November 1961 in Paris geborenen Gérald Sibleyras („Wind in den Pappeln“), der zu den meistgespielten französischen Theaterautoren Europas gehört. Er ist ebenso mit dem Prix Molière ausgezeichnet worden wie sein gleichaltriger, in Saint-Etienne geborener Ko-Autor, der Schauspieler Jean Dell, den man hierzulande etwa aus dem Film „Grace of Monaco“ an der Seite von Nicole Kidman kennt. Uraufgeführt am 6. September 2005 Théâtre des Mathurins in Paris in der Regie des Hausherrn Bernard Murat mit Patrick Chesnais und Evelyne Buyle fand die Deutschsprachige Erstaufführung im September 2014 in der Berliner Komödie am Kurfürstendamm mit Herbert Herrmann (auch Regie) und Nora von Collande statt. Auch die Volksbühne Körner spielt die deutsche Übersetzung von Dorothea Renckhoff und Fedora Wesseler, Premiere der Inszenierung von Klaus Mahlberg ist in der Komödie am Park am Samstag, 21. Februar 2026, um 19:30 Uhr. Karten im Vorverkauf auch für die weiteren Vorstellungen am 22. Februar, 28. und 29. März, 18. und 19. April, 16. und 17. Mai sowie 27. und 28. Juni 2026 sind bei „Blickpunkt Optik“ an der Hauptstraße 21 in Eickel, Tel 02325 - 61760, erhältlich.

18 Uhr

Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull

Klassenzimmerstück nach Thomas Mann

Hoppla, jetzt komm‘ ich: Mario Rolf Brutschin brilliert in der Titelrolle der Adaption des Thomas-Mann-Romans „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ am WLT.

In Thomas Manns unvollendet gebliebenem Entwicklungsroman „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“, an dem der Literatur-Nobelpreisträger von 1910 bis 1954 gearbeitet hat, blickt der 40-jährige Ich-Erzähler Felix auf sein bewegtes Leben zurück. „Aus feinstem Holz geschnitzt schon als kleiner Knabe“ habe sich der Sohn des rheinischen Lorley-Schaumwein-Produzenten als begnadeter Müßiggänger und notorischer Schulschwänzer, vor allem aber als höchst begabt zur „Große Freude“ genannten Liebeslust erwiesen – zunächst beim doppelt so alten Zimmermädchen Genovefa. Als die Sektfabrik pleite ist und sich sein Vater erschießt, zieht Felix mit seiner Mutter nach Frankfurt am Main, um dort eine kleine Pension zu eröffnen, während seine ältere Schwester Olympia zur Operette geht. Nachdem er sich, mit einer filmreifen realsatirischen Finte, bei der Wiesbadener Musterung dem Militärdienst entzogen hat, kann er als „Herzensgesellschafter“ der ungarischen Prostituierten Rosza ein bohèmehaftes Leben am Main führen, bevor er auf Vermittlung seines Paten Felix Schimmelpreester an der Seine beim Generaldirektor Stürzli im Pariser Grandhotel Saint James and Albany als Liftboy Armand beginnt. Und sogleich das Interesse einer Straßburger Dame, Madame Houpflé, erweckt. Bald kann der Frauenliebling bei Maitre Machatschek in den Kellnerdienst eintreten, wo er weiteren amourösen Versuchungen ausgesetzt ist von höheren Töchtern wie der 17-jährigen Eleanor aus Birmingham bis hin zu einem schottischen Lord. Felix freundet sich bei einem seiner Incognito-Ausflüge in die feine Gesellschaft mit dem Marquis de Venota an, der mit der schönen Soubrette Zaza liiert ist. Weshalb ihm seine Eltern mit Enterbung drohen, wenn er nicht ihr entsagt und auf Weltreise geht. Felix willigt ein, an seiner statt von Lissabon aus in See zu stechen und verwandelt sich mit den nötigen Papieren und Geldmitteln versehen in Louis de Venota alias Loulou. Bereits auf der Zugfahrt nach Portugal lernt er Antonio Jose Kuckuck kennen, Professor der Naturwissenschaft und Direktor des Naturhistorischen Museums Lissabon. Felix wird von dessen Gattin Maria Pia und Tochter Suzanna alias Zouzou herzlich aufgenommen. Als er mit Letzterer inflagranti erwischt wird, findet er Erfüllung am Busen der Mutter – bis zu seiner Abreise nach Südamerika… Nach Markus Kopfs Adaption „Mario und der Zauberer“ 2013 arbeitet das Westfälische Landestheater (WLT) Castrop-Rauxel mit „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ erneut einen bekannten Stoff Thomas Manns für ein junges Publikum (ab 15 Jahren bzw. 10. Klasse) auf. Karin Eppler hat ihre eigene Bühnenfassung als Klassenzimmerstück inszeniert mit dem 31-jährigen Schauspieler Mario Rolf Brutschin in der Solorolle des Felix Krull. Sie konzentriert sich dabei auf die erste Hälfte des 370-seitigen Romans, in dem sie eine überraschend gegenwärtige Geschichte entdeckt und von „Match!“ bis „Next Level“ behutsam sprachlich aktualisiert hat: „Felix Krull lügt kaum bewusst – er wird gelesen, interpretiert, bewundert. Mich interessiert, wie sehr eine Gesellschaft selbst daran beteiligt ist, ihren eigenen Betrug zu erzeugen.“ In unseren Zeiten der Fake News und der unter jungen Leuten grassierenden medialen Selbstinszenierung stellen sich Fragen nach der Wahrheit neu: Wer bestimmt, was wahr ist? Und warum lassen wir uns so gern täuschen? Mario Rolf Brutschin zieht gut fünfzig Minuten lang alle Register, verkörpert das achtjährige „Felix Wunderkind“ im Matrosenanzug ebenso virtuos wie den scheinbaren Epileptiker bei der Musterung im Unterhemd oder den gefälligen Liftboy in der Uniform der Pariser Nobelherberge. Der bei der Premiere am 5. Februar 2026 in der Recklinghäuser Käthe Kollwitz Gesamtschule heftig umjubelte WLT-Debütant schlüpft darüberhinaus rastellihaft in mehr als ein Dutzend Rollen. Geboren 1994 in Lörrach im Schwarzwald absolvierte Brutschin ein Studium an der Freiburger Schauspielschule, um danach vor allem am Landestheater Dinkelsbühl und am Münchner Theater für Kinder auf den Brettern zu stehen – und auf den Planken des TUI-Ozeanriesen „Mein Schiff“ für Unterhaltung auf den sieben Weltmeeren zu sorgen. 2024 mit dem Theaterpreis der Fränkischen Landeszeitung ausgezeichnet wird Mario Rolf Brutschin in dieser Spielzeit auch zum Ensemble der Rockshow „Respect! Die Würde des Menschen ist unantastbar“ von Tankred Schleinschock gehören, die – schon ‘mal zum Vormerken – am 21. Juni 2026 um 19.30 Uhr im Theater Duisburg gastiert. Doch zunächst tourt er in der 100. Jubiläumsinszenierung Karin Epplers, ihrer 16. Regiearbeit am WLT, durch das großen Einzugsgebiet des Landestheaters – und sorgt mit Extempores etwa zur erneuten Einführung der Wehrpflicht für beste Stimmung im Publikum. Am 25. Februar, 12. und 13. März 2026 können Schulen auch Vormittagsaufführungen im WLT-Studio am Europaplatz in Castrop-Rauxel buchen – und Erwachsene haben erstmals im Mai 2026 die Möglichkeit, Mario Rolf Brutschin im wahren Wortsinn hautnah zu erleben. Karten unter westfaelisches-landestheater.de oder Tel. 02305–978020.

18 Uhr

Zwei Konzerte im Café Desaster

Das Cafe Desaster an der Mont-Cenis-Straße 26 i.

Das Café Desaster an der Mont-Cenis-Straße lädt zu zwei Konzerten ein. Am kommenden Sonntag, 17. Mai 2026, bringen ab 18 Uhr mit „Angels and Aliens“ eine Gitarre und zwei Stimmen mit ganz viel Emotionen unter die Zuhörer. Am letzten Mai im Jahr 2026, Sonntag, 31., spielen „Kalle Moosherr Experience“ im Café.

18 Uhr

Bürgerfunksendung von Peter Zontkowski

'Time Out' auf UKW 90,8 im Mai 2026

Peter Zontkowski gemeinsam mit dem Toningenieur Wolfgang Bökelmann in der Radiowerkstatt der vhs Herne. Hier wird eine neue Sendung 'Time out' produziert. Musik mit Geplauder auf UKW 90,8. Gesendet wird jeden 3. Sonntag, immer um 19:04 Uhr.

Seit über zwölf Jahren lädt Radiomann Peter Zontkowski einmal im Monat zu seiner Radio-Bürgersendung „Time Out“ auf UKW 90,8 ein. Die nächste Sendung geht am Sonntag, 17. Mai 2026, 19:04 Uhr, 'On Air'. Seit geraumer Zeit feiern die heimischen Radiosender musikmäßig die 80er. Allerdings moniert der Autor und bekennender Musikliebhaber Zonte: "... aber nur leider mit den immer gleichen Songs. Von Vielfalt kann man da wirklich nicht reden, wenn das dargebotene Repertoire aus ein paar Dutzend zigmal durchgekauten Titeln besteht." Das ist für den Moderator wieder einmal Grund genug noch tiefer in der Kiste der Musik vergangener Tage zu gegraben und so manch einen Kracher an Licht der Musikwelt zu holen. Im halloherne-Gespräch erzählt der Kenner der Musik: „Die 80er waren ein musikalisch schillerndes Jahrzehnt, in dem aus Popmusik New Wave wurde. Speziell aus England kam viel Hörenswertes!" Da gab es die Ska-Bewegung mit Bands wie The Beat, Specials und Madness. Aus Schottland gab es Folkiges von Roddy Frame und seiner Formation Aztec Kamera. Melodiebetont-flott ging es bei Squeeze und XTC zu. Kühl und Keyboardbetont klangen die Eurhythmics mit der Sängerin Annie Lennox und Everything But The Girl flirteten mit Bossa Nova-Grooves. Außerdem brachten die Smiths aus Manchester eine ganz „neue Sensibilität“ in die Gehörgänge und Paul Weller überzeugte zunächst bei The Jam mit schrofferen Klängen um dann bei The Style Council mit Soulmusic zu flirten. Am Sonntag, 17. Mai 2026, beschließen schließlich Elvis Costello and The Attractions die Auswahl auf Radio Herne mit wundervoller und reggaebeeinflusster New Wave-Musik.

19:04 Uhr

„Noch nicht tot, aber schon im Museum“

Hülk und Lippmeyer stellen in Düsseldorf aus

v.l. Wolfgang Hülk und Jörg Lippmeyer. 'Rettet die schönen Wörter' – Ausstellung im Mai 2026 in Düsseldorf.

Die beiden alten Künstlerfreunde tun es wieder: Der Zeichner und Fotograf Wolfgang Hülk und der freie Künstler Jörg Lippmeyer – beide Ur-Wanne-Eickeler – stellen ihre kollaborativ entstandenen Werke aus. Dieses Mal sind ihre Gemeinschaftsarbeiten von Mittwoch, 6. Mai, bis Sonntag, 31. Mai 2026, im Stadtmuseum Düsseldorf zu sehen. Die Eröffnungsrede zur Vernissage hält der Stadtführer und Buch-Autor Dietmar Schönhoff. Erneut widmen sich die Künstler Werken, mit denen sie sich anschicken, schöne Wörter dieser Welt zu retten. In einer Zeit, in der sich Sprache ständig weiterentwickelt und verändert, in der neue Begriffe – vorzugsweise aus technologischen Bereichen – entstehen, bleibt es ihr Anliegen, die Vielfalt der deutschen Sprache zu bewahren. Jörg Lippmeyer, vielen besser bekannt als „der bunte Mann aus Unser Fritz“, ist in seiner Heimatstadt bereits seit Jahren als Wörter-Retter unterwegs. In seinem Fundus finden sich Begriffe wie Flitzpiepe, Mumpitz, Brimborium, Kuddelmuddel oder auch Papperlapapp – Wörter, die vor dem Vergessen bewahrt werden sollen. Seit rund einem Jahr steht ihm dabei sein Düsseldorfer Künstlerfreund Wolfgang Hülk zur Seite. Hülk hat die Sammlung nicht nur erweitert, sondern sie auch um Düsseldorfer Mundart bereichert. So befinden sich nun so charmante Ausdrücke wie Retematäng oder Rotzech darin. Die beiden präsentieren die Wörter auf künstlerisch gestalteten Leinwänden. Anschließend bearbeitet jeder die Werke des anderen weiter, sodass fusionierte Arbeiten entstehen, die zwei Handschriften erkennen lassen. Mit diesem besonderen Projekt, leisten sie ihren Beitrag, die deutsche Sprache ein wenig lebendiger und fröhlicher zu behalten.

seit 6. Mai

Montag, 18. Mai

vhs Bildungsurlaub

Ausstieg aus dem Berufsleben

Die vhs am Willi-Pohlmann-Platz.

„Ausstieg aus dem Berufsleben - Perspektiven und Zukünftiges: da geht noch was?!“ Unter diesem Motto können sich Teilnehmende im dreitägigen Bildungsurlaub auf den baldigen Ruhestand hin orientieren. Gemeinsam werden aus individuellen Ideen konkrete Perspektiven entwickelt. Der Dozent, selbst Rentner, ist langjährig erfahrener Berater. Der Kurs findet von Montag bis Mittwoch, 18. bis 20. Mai 2026, jeweils von 9 bis 15 Uhr in der vhs im Kulturzentrum, Willi-Pohlmann-Platz 1 statt. Entgelt 159 Euro (erm.107 Euro); für Arbeitnehmer als Bildungsurlaub nach dem AWbG NRW; auch offen für alle Interessierte in den letzten Berufsjahren. Anmeldung sind online möglich.

9 Uhr

Caritas: Info-Angebot zu Seniorenwohngemeinschaften

Ein modernes Zuhause im Alter

Davina Rohloff, Leiterin der Caritas-Seniorenwohngemeinschaften.

Wie möchte ich im Alter leben – und welche Möglichkeiten gibt es heute überhaupt? Antworten auf diese wichtigen Fragen bietet ab Montag, 11. Mai 2026, ein neues, kostenloses Beratungsangebot des Herner Caritasverbandes. Das Angebot richtet sich gezielt an pflegende Angehörige und gibt Orientierung in einer oft herausfordernden Lebensphase gibt. In der neuen Sprechstunde informiert Davina Rohloff, Leiterin der Caritas-Seniorenwohngemeinschaften und erfahrene Pflegefachkraft, kostenlos und unverbindlich über Senioren-WGs als Alternative zum klassischen Pflegeheim, individuelle Unterstützungsangebote in Herne und wirksame Entlastungsmöglichkeiten für pflegende Angehörige. Die Sprechstunde am 11. Mai findet von 17 bis 19 Uhr im Caritas-Quartiersbüro Herne-Mitte, Viktor-Reuter-Straße 1, statt. „Wenn das Leben im eigenen Zuhause zunehmend herausfordernd wird, wünschen sich viele ältere Menschen vor allem eines: Geborgenheit, Gemeinschaft und ein echtes Zuhause-Gefühl. Genau hier setzen moderne Wohnformen wie Seniorenwohngemeinschaften an – persönlich, familiär und nah am Leben. Viele Menschen wissen gar nicht, wie vielfältig und menschlich die Wohnmöglichkeiten im Alter heute sind“, sagt Rohloff. „In unseren liebevoll eingerichteten Senioren-WGs leben ältere Menschen selbstbestimmt – und gleichzeitig in Gemeinschaft. Gemeinsame Mahlzeiten, Gespräche und ein strukturierter Alltag schaffen Lebensfreude und Sicherheit.“ Interessierte haben die Möglichkeit, die Wohngemeinschaften persönlich kennenzulernen und sich vor Ort ein Bild vom Leben und der Atmosphäre zu machen. Die Sprechstunde richtet sich bewusst auch an berufstätige Angehörige und findet zu arbeitnehmerfreundlichen Zeiten statt: jeden zweiten Montag im Monat von 17 bis 19 Uhr im Caritas-Quartiersbüro Herne-Mitte (Viktor-Reuter-Straße 1) sowie jeden dritten Montag im Monat von 17 bis 19 Uhr im Caritas-Quartiersbüro Wanne-Eickel (Hauptstraße 208). Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Infos: Davina Rohloff, Tel 0176 11928-273, E-Mail: d.rohloff.@caritas-herne.de. Die Termine werden auch regelmäßig auf der Caritas-Homepage veröffentlicht. „Ob Seniorenwohngemeinschaft, ambulante Pflege oder Tagespflege: Ziel der Beratung ist es, für jede Lebenssituation die passende Lösung zu finden. Dabei zählen nicht nur fachliche Informationen, sondern auch ein offenes Ohr und persönliche Begleitung“, so Rohloff. Sie betont: „Es muss nicht immer der Umzug in ein klassisches Pflegeheim sein. Gerade für Menschen mit Pflegebedarf oder beginnender Demenz kann eine Senioren-WG ein lebendiger, sicherer und erfüllender Lebensort sein.“

17 Uhr

Programm im zweiten Quartal 2026

vhs-Filmforum zeigt internationale Filmkunst

Internationale Filmkunst im vhs-Filmforum.

Mit dem Überraschungserfolg „Rental Family“ beginnt am Sonntag, 19. April 2026, das zweite Quartalsprogramm des Filmforums der vhs Herne. Erzählt wird die Geschichte eines amerikanischen Schauspielers, der bei einer japanischen Agentur als „Onkel auf Zeit“ gebucht werden kann. Alle Filme laufen wie gewohnt jeweils sonntags um 12:30 Uhr, montags um 20:15 Uhr und mittwochs um 17:30 Uhr in der Filmwelt Herne am Berliner Platz. Stets aktuelle Informationen zu Titeln und Terminen gibt es online unter vhs-herne.de und filmwelt-herne.de sowie im Programmflyer, der an vielen Stellen in der Stadt ausliegt und in den social media Kanälen. Das Thema „Familienverhältnisse“ zieht sich, rein zufällig, wie ein roter Faden durch diese aktuelle Auswahl internationaler Filmkunst, wenn auch nicht immer so unübersehbar, wie bei „Father Mother Sister Brother“ von Jim Jarmusch. Der Film des Kult-Regisseurs, der in Venedig mit dem Goldenen Löwen prämiert wurde, zählt zu den preisgekrönten Höhepunkten des neuen Programms. Ähnliches gilt für Chloé Zhaos „Hamnet“ (Oscar für die Beste Hauptdarstellerin) und Richard Linklaters „Nouvelle Vague“, der mit vier „Césars“ ausgezeichnet wurde. Den Abschluss des Programms bildet Mitte Juni der Film „Rose“, dessen Hauptdarstellerin Sandra Hüller bei der Berlinale den Silbernen Bären erhielt. Am Sonntag, 19., Montag, 20. und Mittwoch, 22. April 2026, wird der Film 'Rental Family' gezeigt. Regie: Hikari Darsteller: Brendan Fraser, Takehiro Hira, Mari Yamamoto, Akira Emoto, JAP/USA 2025, 103 Min. FSK 0 Weil ihm in der Heimat kein Erfolg beschieden ist, wandert der US-Schauspieler Philipp Vandarploeg nach Japan aus. Als auch hier, trotz seines kultverdächtigen Auftritts in einer Zahnpastawerbung, die Aufträge ausbleiben, heuert er widerwillig bei einer Agentur an, die falsche Familienmitglieder auf Zeit vermietet. Ab sofort spielt Philipp seine Rollen nicht mehr auf dem Bildschirm, sondern im wahren Leben. In einem Land, wo ein zumindest äußerlich perfektes Familienleben als Bedingung für gesellschaftlichen Erfolg gilt, geht ihm die Arbeit nicht mehr aus. So täuscht er als Bräutigam an der Seite einer 20 Jahre jüngeren Frau eine „ganz normale“ Hochzeit vor und setzt sich als Pseudo-Vater eines amerikanisch-japanischen Mädchens dafür ein, dass die 11-jährige Tochter an einer Eliteschule angenommen wird. Für „Philipp“, den Menschen hinter dem Schauspieler, wird es dabei immer schwieriger, die Grenzen zwischen Rolle und Realität zu bewahren. Am Sonntag, 26., Montag, 27. und Mittwoch, 29. April 2026, wird der Film „Hamnet“ gezeigt. Regie: Chloé Zhao Mit Jessie Buckley, Paul Mescal, Joe Alwyn, Emily Watson, Davis Wilmot, GB 2025, 125 Min. FSK 12. Das „Kind einer Waldhexe“, so wird Agnes von manchen Menschen im Stratford des späten 16. Jahrhunderts genannt. Auf den dort tätigen Lateinlehrer, der von seinen Schülern gelangweilt ist, hat diese junge Frau jedenfalls eine magische Anziehungskraft. William ist fasziniert von Agnes, vielleicht wegen ihrer Naturverbundenheit, die seiner Bildung und seinem literarischen Geist so entgegengesetzt ist. Trotz der Widerstände ihrer Elternhäuser heiraten sie, und schon bald werden die Kinder Susanna, Judith und Hamnet geboren. Doch der Ehe steht eine Zerreißprobe bevor: Die Pest wütet in England, und Hamnets früher Tod hinterlässt eine Wunde, die umso mehr schmerzt, als William kaum noch zuhause ist. Er, der schon immer mehr in seinem eigenen Kopf lebte, als auf der Erde, hält sich viel in London auf, wo seine Theaterstücke Erfolge feiern. Die Trauer über den Verlust bringt ihn dennoch fast um den Verstand. Der einzige Heilung versprechende Ausweg lautet: Schreiben. Am Sonntag, 3., Montag, 4. und Mittwoch, 6. Mai 2026, wird der Film „Father Mother Sister Brother“ gezeigt. Regie: Jim Jarmusch Mit Tom Waits, Adam Driver, Cate Blanchett, Vicky Krieps, Charlotte Rampling, USA/I/F/IRE 2025, 110 Min. (halloherne berichtete) Am Sonntag, 10., Montag, 11. und Mittwoch, 13. Mai 2026, wird der Film „Gelbe Briefe“ gezeigt (halloherne berichtete). Regie: Ilker Ҫatak Mit Özgü Naml, Tansu Biçer, Leyla Smyrna Cabas, Ipek Bilgin, D/TK/F 2026, 128 Min. FSK 12 . Das Ehepaar Derya und Aziz ist, gemeinsam mit der Teenager-Tochter Ezgi, in den intellektuellen Kreisen der türkischen Hauptstadt Ankara bestens etabliert. Die gefeierte Schauspielerin des Staatstheaters und der Autor und Universitätsdozent zählen zur Bildungselite ihres Landes, stehen politisch selbstverständlich links und äußern sich privat gerne kritisch gegenüber einer zunehmend autokratisch handelnden Regierung. Doch die politische Spaltung der Türkei, durch Terroranschläge, gewaltsame Proteste und dagegen aufgebotene Polizeitruppen, macht vor ihrer schicken Altbauwohnung nicht halt. Aziz verliert zunächst seinen Job an der Uni; dann wird sein Stück abgesetzt, in dem Derya die Hauptrolle spielt. Schon bald sieht sich die Familie gezwungen, zu Aziz‘ Mutter nach Istanbul zu ziehen. Auch an der Ehe gehen Geldsorgen, Platznot und Zukunftsängste nicht spurlos vorüber, zumal die Beiden unter äußerem Druck unterschiedliche Vorstellungen von einem Ausweg haben. Am Sonntag, 17., Montag, 18. und Mittwoch, 20. Mai 2026, wird der Film „The Testament of Ann Lee“ gezeigt. Regie: Mona Fastvold Mit Amanda Seyfried, Lewis Pullmann, Thomasin McKenzie, Matthew Beard, Christopher Abbott, GB 2025, 137 Min. FSK 12. Manchester 1736. Um dem tiefen Schmerz entgegenzuwirken, den der frühe Tod ihrer Kinder verursacht, gründet Ann Lee die utopisch-christliche Gemeinschaft der „Shaker“. Ausgelöst durch eine Vision von Adam und Eva im Garten Eden sieht die messianisch auftretende Frau die Gleichberechtigung der Geschlechter sowie harte, perfektionistische Arbeit und sexuelle Enthaltsamkeit als oberste Gebote. Die Nähe zu Gott soll nicht durch nüchterne Gebete, sondern durch ekstatische Tänze voller schüttelnder Körperbewegungen ausgelöst werden. In der Hoffnung auf religiöse Freiräume wandert die stetig wachsende Gemeinschaft nach New York aus. Doch auch dort gehören Ausgrenzung und Mißtrauen zum Alltag für diese von einer Frau angeführte Gruppierung, zumal Ann Lee auf die Neutralität der Shaker im Konflikt um die amerikanische Unabhängigkeit besteht. „The Testament of Ann Lee“ ist kein biederer Historienfilm, sondern genauso impulsiv und überraschend wie seine Hauptfigur. Am Sonntag, 31. Mai, Montag, 1. und Mittwoch, 3. Juni 2026, wird der Film 'Nouvelle Vague' gezeigt. Regie: Richard Linklater. Darsteller: Guillaume Marbeck, Zoey Deutch, Aubry Dullin, Adrien Rouyard, Antoine Besson, F/USA 2025, 106 Min. FSK 12 Paris 1959. Während der junge François Truffaut in Cannes Triumphe feiert, hat Jean-Luc Godard immer noch keinen Film realisiert. Dabei sieht sich der Kritiker der Szene-Zeitschrift „Cahiers du cinéma“ als das eigentliche Genie der neuen revolutionären Bewegung, die gerade dabei ist, das französische Kino auf den Kopf zu stellen. Doch der Weg zum Ruhm gestaltet sich beschwerlich für den eigenwilligen Intellektuellen, der sich nicht nur im Kino am liebsten allen geltenden Regeln widersetzen würde. Für seinen Debütfilm „Außer Atem“ verfügt Godard nur über wenig Geld und noch weniger Drehbuch. Seiner Überzeugung nach braucht man für einen Film aber auch nur „ein Mädchen und eine Knarre“. Neben dem unbekannten Jean-Paul Belmondo soll Hollywoodstar Jean Seberg die weibliche Hauptrolle spielen. Angesichts der Extravaganzen ihres Regisseurs, der schon mal den Kameramann in eine Kiste steckt, fühlt sich die charmante Darstellerin allerdings häufig wie im falschen Film. Am Sonntag, 7., Montag, 8. und Mittwoch, 10. Juni 2026, wird der Film „Vier minus Drei“ gezeigt (halloherne berichtete). Regie: Adrian Goiginger Mit Valerie Pachner, Robert Stadlober, Stefanie Reinsperger, Hanno Koffler, Ronald Zehrfeld, A/D 2026, 120 Min. FSK 12 Barbara und ihr Partner Heli führen mit ihren beiden Kindern Fini und Thimo ein glückliches und liebevolles Familienleben. Als professionelle Clowns nehmen sie das Leben nicht zu ernst und wissen, dass man auch über das lachen kann, was misslingt. Heli ist mit Leib und Seele Zirkusclown, bringt das große Publikum mit seiner Kunst zum Lachen. Barbara findet ihre Erfüllung im Kleinen und erhellt als Klinikclown den tristen Alltag kranker Kinder. Doch dann passiert das Unvorstellbare: Durch einen Verkehrsunfall verliert Barbara wie aus dem Nichts ihre Familie. Mit einem Schlag erscheint alles sinnlos und leer. Nur Erinnerungen sind noch da von dem gemeinsamen Weg, den sie mit Heli gegangen ist. Und nur noch Schmerz und Verzweiflung bleiben, wo alles voller Liebe war. Der Verlust lässt sie auch am Clownsein zweifeln. Doch Barbara will weiterleben. Mutig und unkonventionell sucht sie nach Wegen, mit der Trauer umzugehen – und mit dem Schicksal, noch am Leben zu sein Am Sonntag, 14., Montag, 15. und Mittwoch, 17. Juni 2026, wird der Film „Rose“ gezeigt. Regie: Markus Schleinzer. Darsteller: Sandra Hüller, Caro Braun, Marisa Growaldt, Godehard Giese, Robert Gwisdek, Maria Dragus, A/D 2026, 94 Min. FSK 12. In den Wirren des 30-jährigen Krieges erscheint ein mysteriöser Soldat in einem abgeschiedenen protestantischen Dorf im Harz. Wortkarg und schmal, das Gesicht durch eine Narbe entstellt, behauptet der Fremde, der rechtmäßige Erbe eines seit langem verlassenen Gutshofs zu sein. Zum großen Missfallen der Dorfgemeinschaft kann er auch ein Dokument vorlegen, das seinen Anspruch bestätigt. Über seine Herkunft oder seine Vorgeschichte in diesen Zeiten des Krieges hüllt er sich in Schweigen. Mit gutem Grund, denn der Fremde verbirgt ein Geheimnis. Doch sein Streben danach, anerkannt zu werden und hier sein Glück zu finden ist groß. Um dieses Ziel zu erreichen, schreckt er noch nicht einmal vor einer arrangierten Ehe mit Suzanna zurück, der Tochter eines Großbauern. Sie ist bereit, sein Geheimnis zu bewahren. Und als Suzanna von einem Unbekannten schwanger wird, glaubt Rose, so der wahre Name des Fremden, sich am Ziel ihrer Wünsche

20:15 Uhr

„Noch nicht tot, aber schon im Museum“

Hülk und Lippmeyer stellen in Düsseldorf aus

v.l. Wolfgang Hülk und Jörg Lippmeyer. 'Rettet die schönen Wörter' – Ausstellung im Mai 2026 in Düsseldorf.

Die beiden alten Künstlerfreunde tun es wieder: Der Zeichner und Fotograf Wolfgang Hülk und der freie Künstler Jörg Lippmeyer – beide Ur-Wanne-Eickeler – stellen ihre kollaborativ entstandenen Werke aus. Dieses Mal sind ihre Gemeinschaftsarbeiten von Mittwoch, 6. Mai, bis Sonntag, 31. Mai 2026, im Stadtmuseum Düsseldorf zu sehen. Die Eröffnungsrede zur Vernissage hält der Stadtführer und Buch-Autor Dietmar Schönhoff. Erneut widmen sich die Künstler Werken, mit denen sie sich anschicken, schöne Wörter dieser Welt zu retten. In einer Zeit, in der sich Sprache ständig weiterentwickelt und verändert, in der neue Begriffe – vorzugsweise aus technologischen Bereichen – entstehen, bleibt es ihr Anliegen, die Vielfalt der deutschen Sprache zu bewahren. Jörg Lippmeyer, vielen besser bekannt als „der bunte Mann aus Unser Fritz“, ist in seiner Heimatstadt bereits seit Jahren als Wörter-Retter unterwegs. In seinem Fundus finden sich Begriffe wie Flitzpiepe, Mumpitz, Brimborium, Kuddelmuddel oder auch Papperlapapp – Wörter, die vor dem Vergessen bewahrt werden sollen. Seit rund einem Jahr steht ihm dabei sein Düsseldorfer Künstlerfreund Wolfgang Hülk zur Seite. Hülk hat die Sammlung nicht nur erweitert, sondern sie auch um Düsseldorfer Mundart bereichert. So befinden sich nun so charmante Ausdrücke wie Retematäng oder Rotzech darin. Die beiden präsentieren die Wörter auf künstlerisch gestalteten Leinwänden. Anschließend bearbeitet jeder die Werke des anderen weiter, sodass fusionierte Arbeiten entstehen, die zwei Handschriften erkennen lassen. Mit diesem besonderen Projekt, leisten sie ihren Beitrag, die deutsche Sprache ein wenig lebendiger und fröhlicher zu behalten.

seit 6. Mai

Dienstag, 19. Mai

Information bei belegten Brötchen im Café Pluto

Seniorenfrühstück zum Thema 'Schwerbehinderung'

Im Café des Stadtteilzentrums Pluto findet das Seniorenfrühstück statt.

Die städtischen Seniorenberatungsstellen laden am Dienstag, 19. Mai 2026, von 9 bis 12 Uhr zum Seniorenfrühstück ins Café Pluto, Wilhelmstraße 89 a, ein. Karen Bonkhoff-Müller, Mitarbeiterin der städtischen Seniorenberatungsstelle Wanne, wird über das Thema „Schwerbehinderung“ informieren. Dazu zählen unter anderem: Das Antragsverfahren, die Feststellung des Grades der Behinderung, die Bedeutung von Merkzeichen sowie mögliche Nachteilsausgleiche. Daneben steht sie den Teilnehmenden auch für Fragen zur Verfügung. Der Eigenanteil für das Frühstück beträgt 4,90 Euro und ist vor Ort zu zahlen. Es umfasst zwei Brötchen, Butter, Käse, Wurst, Marmelade, zwei Tassen Kaffee und Mineralwasser. Die Teilnahme ist nur mit vorheriger und verbindlicher Anmeldung möglich bis Montag, 11. Mai, unter den Telefonnummern 0 23 23 / 16 -30 81 oder - 27 04.

9 Uhr

Neues Angebot für pflegende Angehörige in Röhlinghausen

DRK: 'Café Auszeit' startet 2026

Bei Kaffee und Kuchen stehen im "Café Auszeit" des DRK Herne an vier Terminen die pflegenden Angehörigen im Mittelpunkt, die sich austauschen können.

Pflegende Angehörige leisten täglich Enormes. Um sie in ihrem anspruchsvollen Alltag zu entlasten, startet im Jahr 2026 in Röhlinghausen ein neues, kostenfreies Angebot vom DRK Herne/ Wanne-Eickel: das „Café Auszeit“. Das Café richtet sich speziell an pflegende Angehörige und bietet Raum für Erholung, Austausch und Entspannung. Das „Café Auszeit“ wird in Kooperation mit der Tagespflege sowie der Seniorenberatung des DRK-Kreisverbandes Herne und Wanne-Eickel angeboten und findet in den Räumlichkeiten der Tagespflege im Altenhilfezentrum, Bergmannstraße 20, statt. An vier Terminen im Jahr, jeweils dienstags von 15:30 bis 17 Uhr, können sich pflegende Angehörige in entspannter Atmosphäre bei Kaffee, Tee und Kuchen eine Auszeit vom Pflegealltag gönnen. Neben der Möglichkeit zum Austausch über Themen rund um Alter und Pflege stehen auch thematische Angebote im Mittelpunkt. Die Termine sind (jeweils Dienstag): Für weitere Informationen stehen die Pflegedienstleitung Frau Kegel sowie die Seniorenberaterin Frau Gregorzewski zur Verfügung. Um vorherige Anmeldung wird gebeten unter Tel. 02325/969-1522 oder 02325/969-450 oder per E-Mail an a.gregorzewski@drk-herne.de. Darüber hinaus bietet die Seniorenberatungsstelle des DRK-Herne und Wanne-Eickel umfassende Unterstützung für Seniorinnen und Senioren sowie deren Angehörige. Die Beratungsstelle befindet sich in der Harkortstraße 29. Die Seniorenberaterin Frau Gregorzewski ist zu folgenden Zeiten erreichbar: Montag bis Mittwoch: 9:30 bis 12 Uhr und Donnerstag: 14 bis 16:30 Uhr. Die Seniorenberatung ist kostenlos und erfolgt in persönlichen Gesprächen, telefonisch oder – bei Bedarf – auch im Rahmen von Hausbesuchen. Zudem werden flexible Termine, beispielsweise für berufstätige Angehörige, angeboten. Die Seniorenberatung der Stadt Herne findet in Kooperation mit dem DRK-Kreisverband Herne und Wanne-Eickel statt.

15:30 Uhr

Einladung zum Taufvorbereitungsnachmittag

Taufvorbereitung in St. Christophorus.

Familien, die ihr Kind zur Taufe angemeldet haben sind am Dienstag, 24. Februar 2026, oder am Dienstag, 19. Mai 2026, jeweils in der Zeit von 17 bis 18:30 Uhr in das Gemeindehaus St. Joseph an der Hauptstraße zu einem Gespräch eingeladen. An diesem Taufvorbereitungsnachmittag mit einem Priester oder Diakon sind neben der Familie mit dem Täufling natürlich auch die Geschwisterkinder und Paten eingeladen. Der Nachmittag dient dem gegenseitige Kennenlernen der Tauffamilien, die Besprechung der Tauffeier sowie die Klärung aller offenen Fragen. Die Anmeldung dazu benötigen wir jeweils eine Woche im Voraus mit Anzahl der Personen. Für die Geschwisterkinder oder „älteren“ Taufkinder werden wir ein kreatives Angebot bereithalten. Uta Trosien: „Auch, wenn man nicht teilnehmen kann oder will, freuen wir uns über eine Rückmeldung per Mail: trosien@st-christophorus-wan.de.“

17 Uhr

„Noch nicht tot, aber schon im Museum“

Hülk und Lippmeyer stellen in Düsseldorf aus

v.l. Wolfgang Hülk und Jörg Lippmeyer. 'Rettet die schönen Wörter' – Ausstellung im Mai 2026 in Düsseldorf.

Die beiden alten Künstlerfreunde tun es wieder: Der Zeichner und Fotograf Wolfgang Hülk und der freie Künstler Jörg Lippmeyer – beide Ur-Wanne-Eickeler – stellen ihre kollaborativ entstandenen Werke aus. Dieses Mal sind ihre Gemeinschaftsarbeiten von Mittwoch, 6. Mai, bis Sonntag, 31. Mai 2026, im Stadtmuseum Düsseldorf zu sehen. Die Eröffnungsrede zur Vernissage hält der Stadtführer und Buch-Autor Dietmar Schönhoff. Erneut widmen sich die Künstler Werken, mit denen sie sich anschicken, schöne Wörter dieser Welt zu retten. In einer Zeit, in der sich Sprache ständig weiterentwickelt und verändert, in der neue Begriffe – vorzugsweise aus technologischen Bereichen – entstehen, bleibt es ihr Anliegen, die Vielfalt der deutschen Sprache zu bewahren. Jörg Lippmeyer, vielen besser bekannt als „der bunte Mann aus Unser Fritz“, ist in seiner Heimatstadt bereits seit Jahren als Wörter-Retter unterwegs. In seinem Fundus finden sich Begriffe wie Flitzpiepe, Mumpitz, Brimborium, Kuddelmuddel oder auch Papperlapapp – Wörter, die vor dem Vergessen bewahrt werden sollen. Seit rund einem Jahr steht ihm dabei sein Düsseldorfer Künstlerfreund Wolfgang Hülk zur Seite. Hülk hat die Sammlung nicht nur erweitert, sondern sie auch um Düsseldorfer Mundart bereichert. So befinden sich nun so charmante Ausdrücke wie Retematäng oder Rotzech darin. Die beiden präsentieren die Wörter auf künstlerisch gestalteten Leinwänden. Anschließend bearbeitet jeder die Werke des anderen weiter, sodass fusionierte Arbeiten entstehen, die zwei Handschriften erkennen lassen. Mit diesem besonderen Projekt, leisten sie ihren Beitrag, die deutsche Sprache ein wenig lebendiger und fröhlicher zu behalten.

seit 6. Mai

Mittwoch, 20. Mai

Programm im zweiten Quartal 2026

vhs-Filmforum zeigt internationale Filmkunst

Internationale Filmkunst im vhs-Filmforum.

Mit dem Überraschungserfolg „Rental Family“ beginnt am Sonntag, 19. April 2026, das zweite Quartalsprogramm des Filmforums der vhs Herne. Erzählt wird die Geschichte eines amerikanischen Schauspielers, der bei einer japanischen Agentur als „Onkel auf Zeit“ gebucht werden kann. Alle Filme laufen wie gewohnt jeweils sonntags um 12:30 Uhr, montags um 20:15 Uhr und mittwochs um 17:30 Uhr in der Filmwelt Herne am Berliner Platz. Stets aktuelle Informationen zu Titeln und Terminen gibt es online unter vhs-herne.de und filmwelt-herne.de sowie im Programmflyer, der an vielen Stellen in der Stadt ausliegt und in den social media Kanälen. Das Thema „Familienverhältnisse“ zieht sich, rein zufällig, wie ein roter Faden durch diese aktuelle Auswahl internationaler Filmkunst, wenn auch nicht immer so unübersehbar, wie bei „Father Mother Sister Brother“ von Jim Jarmusch. Der Film des Kult-Regisseurs, der in Venedig mit dem Goldenen Löwen prämiert wurde, zählt zu den preisgekrönten Höhepunkten des neuen Programms. Ähnliches gilt für Chloé Zhaos „Hamnet“ (Oscar für die Beste Hauptdarstellerin) und Richard Linklaters „Nouvelle Vague“, der mit vier „Césars“ ausgezeichnet wurde. Den Abschluss des Programms bildet Mitte Juni der Film „Rose“, dessen Hauptdarstellerin Sandra Hüller bei der Berlinale den Silbernen Bären erhielt. Am Sonntag, 19., Montag, 20. und Mittwoch, 22. April 2026, wird der Film 'Rental Family' gezeigt. Regie: Hikari Darsteller: Brendan Fraser, Takehiro Hira, Mari Yamamoto, Akira Emoto, JAP/USA 2025, 103 Min. FSK 0 Weil ihm in der Heimat kein Erfolg beschieden ist, wandert der US-Schauspieler Philipp Vandarploeg nach Japan aus. Als auch hier, trotz seines kultverdächtigen Auftritts in einer Zahnpastawerbung, die Aufträge ausbleiben, heuert er widerwillig bei einer Agentur an, die falsche Familienmitglieder auf Zeit vermietet. Ab sofort spielt Philipp seine Rollen nicht mehr auf dem Bildschirm, sondern im wahren Leben. In einem Land, wo ein zumindest äußerlich perfektes Familienleben als Bedingung für gesellschaftlichen Erfolg gilt, geht ihm die Arbeit nicht mehr aus. So täuscht er als Bräutigam an der Seite einer 20 Jahre jüngeren Frau eine „ganz normale“ Hochzeit vor und setzt sich als Pseudo-Vater eines amerikanisch-japanischen Mädchens dafür ein, dass die 11-jährige Tochter an einer Eliteschule angenommen wird. Für „Philipp“, den Menschen hinter dem Schauspieler, wird es dabei immer schwieriger, die Grenzen zwischen Rolle und Realität zu bewahren. Am Sonntag, 26., Montag, 27. und Mittwoch, 29. April 2026, wird der Film „Hamnet“ gezeigt. Regie: Chloé Zhao Mit Jessie Buckley, Paul Mescal, Joe Alwyn, Emily Watson, Davis Wilmot, GB 2025, 125 Min. FSK 12. Das „Kind einer Waldhexe“, so wird Agnes von manchen Menschen im Stratford des späten 16. Jahrhunderts genannt. Auf den dort tätigen Lateinlehrer, der von seinen Schülern gelangweilt ist, hat diese junge Frau jedenfalls eine magische Anziehungskraft. William ist fasziniert von Agnes, vielleicht wegen ihrer Naturverbundenheit, die seiner Bildung und seinem literarischen Geist so entgegengesetzt ist. Trotz der Widerstände ihrer Elternhäuser heiraten sie, und schon bald werden die Kinder Susanna, Judith und Hamnet geboren. Doch der Ehe steht eine Zerreißprobe bevor: Die Pest wütet in England, und Hamnets früher Tod hinterlässt eine Wunde, die umso mehr schmerzt, als William kaum noch zuhause ist. Er, der schon immer mehr in seinem eigenen Kopf lebte, als auf der Erde, hält sich viel in London auf, wo seine Theaterstücke Erfolge feiern. Die Trauer über den Verlust bringt ihn dennoch fast um den Verstand. Der einzige Heilung versprechende Ausweg lautet: Schreiben. Am Sonntag, 3., Montag, 4. und Mittwoch, 6. Mai 2026, wird der Film „Father Mother Sister Brother“ gezeigt. Regie: Jim Jarmusch Mit Tom Waits, Adam Driver, Cate Blanchett, Vicky Krieps, Charlotte Rampling, USA/I/F/IRE 2025, 110 Min. (halloherne berichtete) Am Sonntag, 10., Montag, 11. und Mittwoch, 13. Mai 2026, wird der Film „Gelbe Briefe“ gezeigt (halloherne berichtete). Regie: Ilker Ҫatak Mit Özgü Naml, Tansu Biçer, Leyla Smyrna Cabas, Ipek Bilgin, D/TK/F 2026, 128 Min. FSK 12 . Das Ehepaar Derya und Aziz ist, gemeinsam mit der Teenager-Tochter Ezgi, in den intellektuellen Kreisen der türkischen Hauptstadt Ankara bestens etabliert. Die gefeierte Schauspielerin des Staatstheaters und der Autor und Universitätsdozent zählen zur Bildungselite ihres Landes, stehen politisch selbstverständlich links und äußern sich privat gerne kritisch gegenüber einer zunehmend autokratisch handelnden Regierung. Doch die politische Spaltung der Türkei, durch Terroranschläge, gewaltsame Proteste und dagegen aufgebotene Polizeitruppen, macht vor ihrer schicken Altbauwohnung nicht halt. Aziz verliert zunächst seinen Job an der Uni; dann wird sein Stück abgesetzt, in dem Derya die Hauptrolle spielt. Schon bald sieht sich die Familie gezwungen, zu Aziz‘ Mutter nach Istanbul zu ziehen. Auch an der Ehe gehen Geldsorgen, Platznot und Zukunftsängste nicht spurlos vorüber, zumal die Beiden unter äußerem Druck unterschiedliche Vorstellungen von einem Ausweg haben. Am Sonntag, 17., Montag, 18. und Mittwoch, 20. Mai 2026, wird der Film „The Testament of Ann Lee“ gezeigt. Regie: Mona Fastvold Mit Amanda Seyfried, Lewis Pullmann, Thomasin McKenzie, Matthew Beard, Christopher Abbott, GB 2025, 137 Min. FSK 12. Manchester 1736. Um dem tiefen Schmerz entgegenzuwirken, den der frühe Tod ihrer Kinder verursacht, gründet Ann Lee die utopisch-christliche Gemeinschaft der „Shaker“. Ausgelöst durch eine Vision von Adam und Eva im Garten Eden sieht die messianisch auftretende Frau die Gleichberechtigung der Geschlechter sowie harte, perfektionistische Arbeit und sexuelle Enthaltsamkeit als oberste Gebote. Die Nähe zu Gott soll nicht durch nüchterne Gebete, sondern durch ekstatische Tänze voller schüttelnder Körperbewegungen ausgelöst werden. In der Hoffnung auf religiöse Freiräume wandert die stetig wachsende Gemeinschaft nach New York aus. Doch auch dort gehören Ausgrenzung und Mißtrauen zum Alltag für diese von einer Frau angeführte Gruppierung, zumal Ann Lee auf die Neutralität der Shaker im Konflikt um die amerikanische Unabhängigkeit besteht. „The Testament of Ann Lee“ ist kein biederer Historienfilm, sondern genauso impulsiv und überraschend wie seine Hauptfigur. Am Sonntag, 31. Mai, Montag, 1. und Mittwoch, 3. Juni 2026, wird der Film 'Nouvelle Vague' gezeigt. Regie: Richard Linklater. Darsteller: Guillaume Marbeck, Zoey Deutch, Aubry Dullin, Adrien Rouyard, Antoine Besson, F/USA 2025, 106 Min. FSK 12 Paris 1959. Während der junge François Truffaut in Cannes Triumphe feiert, hat Jean-Luc Godard immer noch keinen Film realisiert. Dabei sieht sich der Kritiker der Szene-Zeitschrift „Cahiers du cinéma“ als das eigentliche Genie der neuen revolutionären Bewegung, die gerade dabei ist, das französische Kino auf den Kopf zu stellen. Doch der Weg zum Ruhm gestaltet sich beschwerlich für den eigenwilligen Intellektuellen, der sich nicht nur im Kino am liebsten allen geltenden Regeln widersetzen würde. Für seinen Debütfilm „Außer Atem“ verfügt Godard nur über wenig Geld und noch weniger Drehbuch. Seiner Überzeugung nach braucht man für einen Film aber auch nur „ein Mädchen und eine Knarre“. Neben dem unbekannten Jean-Paul Belmondo soll Hollywoodstar Jean Seberg die weibliche Hauptrolle spielen. Angesichts der Extravaganzen ihres Regisseurs, der schon mal den Kameramann in eine Kiste steckt, fühlt sich die charmante Darstellerin allerdings häufig wie im falschen Film. Am Sonntag, 7., Montag, 8. und Mittwoch, 10. Juni 2026, wird der Film „Vier minus Drei“ gezeigt (halloherne berichtete). Regie: Adrian Goiginger Mit Valerie Pachner, Robert Stadlober, Stefanie Reinsperger, Hanno Koffler, Ronald Zehrfeld, A/D 2026, 120 Min. FSK 12 Barbara und ihr Partner Heli führen mit ihren beiden Kindern Fini und Thimo ein glückliches und liebevolles Familienleben. Als professionelle Clowns nehmen sie das Leben nicht zu ernst und wissen, dass man auch über das lachen kann, was misslingt. Heli ist mit Leib und Seele Zirkusclown, bringt das große Publikum mit seiner Kunst zum Lachen. Barbara findet ihre Erfüllung im Kleinen und erhellt als Klinikclown den tristen Alltag kranker Kinder. Doch dann passiert das Unvorstellbare: Durch einen Verkehrsunfall verliert Barbara wie aus dem Nichts ihre Familie. Mit einem Schlag erscheint alles sinnlos und leer. Nur Erinnerungen sind noch da von dem gemeinsamen Weg, den sie mit Heli gegangen ist. Und nur noch Schmerz und Verzweiflung bleiben, wo alles voller Liebe war. Der Verlust lässt sie auch am Clownsein zweifeln. Doch Barbara will weiterleben. Mutig und unkonventionell sucht sie nach Wegen, mit der Trauer umzugehen – und mit dem Schicksal, noch am Leben zu sein Am Sonntag, 14., Montag, 15. und Mittwoch, 17. Juni 2026, wird der Film „Rose“ gezeigt. Regie: Markus Schleinzer. Darsteller: Sandra Hüller, Caro Braun, Marisa Growaldt, Godehard Giese, Robert Gwisdek, Maria Dragus, A/D 2026, 94 Min. FSK 12. In den Wirren des 30-jährigen Krieges erscheint ein mysteriöser Soldat in einem abgeschiedenen protestantischen Dorf im Harz. Wortkarg und schmal, das Gesicht durch eine Narbe entstellt, behauptet der Fremde, der rechtmäßige Erbe eines seit langem verlassenen Gutshofs zu sein. Zum großen Missfallen der Dorfgemeinschaft kann er auch ein Dokument vorlegen, das seinen Anspruch bestätigt. Über seine Herkunft oder seine Vorgeschichte in diesen Zeiten des Krieges hüllt er sich in Schweigen. Mit gutem Grund, denn der Fremde verbirgt ein Geheimnis. Doch sein Streben danach, anerkannt zu werden und hier sein Glück zu finden ist groß. Um dieses Ziel zu erreichen, schreckt er noch nicht einmal vor einer arrangierten Ehe mit Suzanna zurück, der Tochter eines Großbauern. Sie ist bereit, sein Geheimnis zu bewahren. Und als Suzanna von einem Unbekannten schwanger wird, glaubt Rose, so der wahre Name des Fremden, sich am Ziel ihrer Wünsche

17:30 Uhr

Inforeihe startet ab 29. April mit der Gruppe 'Psychosen/Schizophrenien'

Treff für Angehörige von psychisch Erkrankten

Die LWL-Klinik Herten ermöglicht mit ihrer Informationsreihe seit vielen Jahren einen Austausch zwischen betroffenen Angehörigen und Experten der Klinik.

Herten. Die LWL-Klinik Herten für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin im Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) lädt zu ihrer Informationsreihe für Angehörige von psychisch erkrankten Menschen mit dem Themenschwerpunkt „Psychosen/Schizophrenien“ ein. Die Gruppe startet erstmals am Mittwoch, 29. April 2026, 18 bis 19.30 Uhr, in der LWL-Klinik Herten, Im Schloßpark 20, und trifft sich wöchentlich bis zum 27. Mai 2026. Die Hertener Klinik ermöglicht mit ihrer Informationsreihe seit vielen Jahren einen Austausch zwischen betroffenen Angehörigen und Experten der Klinik. In den Gesprächen erfahren die Angehörigen nicht nur Entlastung, sie erlangen auch ein besseres Verständnis für die psychische Erkrankung eines Elternteils, eines Kindes oder des Lebenspartners. An fünf Themenabenden erhalten die Teilnehmenden grundlegende Informationen über affektive Störungen, außerdem über Symptome, Ursachen, Entwicklungen, Verlauf und Umgang mit Belastungen und Krisen. Auch Fragen zum Umgang mit Medikamenten und zu Behandlungsmöglichkeiten werden von einem Facharzt oder einer Fachärztin beantwortet. Ein Einstieg ist zu jedem Termin möglich. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich - entweder über das Kontaktformular der Klinik-Homepage oder per E-Mail angehoerigenreihe.herten@lwl.org. Die Teilnahme ist kostenlos und unabhängig davon, ob sich ein Familienmitglied in stationärer, teilstationärer oder ambulanter Behandlung befindet. Alle weiteren Termine im Überblick: Jeweils Mittwoch, 6., 13., 20. und 27. Mai 2026. Ansprechpartnerinnen bei Fragen sind die beiden Sozialarbeiterinnen Diana Chafranov und Carolin von Rhein, E-Mail: angehoerigenreihe.herten@lwl.org.

18 Uhr

„Noch nicht tot, aber schon im Museum“

Hülk und Lippmeyer stellen in Düsseldorf aus

v.l. Wolfgang Hülk und Jörg Lippmeyer. 'Rettet die schönen Wörter' – Ausstellung im Mai 2026 in Düsseldorf.

Die beiden alten Künstlerfreunde tun es wieder: Der Zeichner und Fotograf Wolfgang Hülk und der freie Künstler Jörg Lippmeyer – beide Ur-Wanne-Eickeler – stellen ihre kollaborativ entstandenen Werke aus. Dieses Mal sind ihre Gemeinschaftsarbeiten von Mittwoch, 6. Mai, bis Sonntag, 31. Mai 2026, im Stadtmuseum Düsseldorf zu sehen. Die Eröffnungsrede zur Vernissage hält der Stadtführer und Buch-Autor Dietmar Schönhoff. Erneut widmen sich die Künstler Werken, mit denen sie sich anschicken, schöne Wörter dieser Welt zu retten. In einer Zeit, in der sich Sprache ständig weiterentwickelt und verändert, in der neue Begriffe – vorzugsweise aus technologischen Bereichen – entstehen, bleibt es ihr Anliegen, die Vielfalt der deutschen Sprache zu bewahren. Jörg Lippmeyer, vielen besser bekannt als „der bunte Mann aus Unser Fritz“, ist in seiner Heimatstadt bereits seit Jahren als Wörter-Retter unterwegs. In seinem Fundus finden sich Begriffe wie Flitzpiepe, Mumpitz, Brimborium, Kuddelmuddel oder auch Papperlapapp – Wörter, die vor dem Vergessen bewahrt werden sollen. Seit rund einem Jahr steht ihm dabei sein Düsseldorfer Künstlerfreund Wolfgang Hülk zur Seite. Hülk hat die Sammlung nicht nur erweitert, sondern sie auch um Düsseldorfer Mundart bereichert. So befinden sich nun so charmante Ausdrücke wie Retematäng oder Rotzech darin. Die beiden präsentieren die Wörter auf künstlerisch gestalteten Leinwänden. Anschließend bearbeitet jeder die Werke des anderen weiter, sodass fusionierte Arbeiten entstehen, die zwei Handschriften erkennen lassen. Mit diesem besonderen Projekt, leisten sie ihren Beitrag, die deutsche Sprache ein wenig lebendiger und fröhlicher zu behalten.

seit 6. Mai

Donnerstag, 21. Mai

Alle Infos rund um die Veranstaltung und Anmeldung ist ab sofort möglich

12. Ausgabe des St. Elisabeth Firmenlaufs

Am Donnerstag, 21. Mai 2026, startet wieder der St. Elisabeth-Firmenlauf: Anmeldungen sind online möglich.

Bald heißt es wieder, Sportschuhe putzen und die Firmentrikots herausholen, denn am Donnerstag, 21. Mai 2026, findet die 12. Ausgabe des St. Elisabeth Firmenlaufs im Stadion des Sportparks Wanne-Eickel statt. Los geht es wie immer um 19 Uhr. Sportbegeisterte, die sich der fünf Kilometer langen Strecke stellen wollen, können sich ab sofort anmelden. Wie immer geht es nicht um die schnellste Zeit, sondern mehr um den Spaß an der Bewegung und um ein paar nette Stunden mit Freunden und Arbeitskollegen zu erleben. Obwohl in diesem Jahr Norbert Menzel mit seinem LM:V Veranstaltungsservice zusammen mit dem Co-Veranstalter Hamann and friends die Organisation des Laufes übernimmt und somit die Agentur Prinz ablöst, wird sich am bewährten Konzept aus den vergangenen Jahren nichts ändern, da LM:V in der Vergangenheit eh für die technische Organisation zuständig war. Das bedeutet, alles bleibt beim Alten: Gemeldet werden können Vierer-Teams aus Unternehmen, Institutionen, Vereinen, Familien, Freunden, Schulen - ganz egal, natürlich sind auch mehrere Teams aus einer Firma möglich. Das Mindestalter beträgt 14 Jahre. Allerdings gilt die Einschränkung: Nordic Walker, Skater, Hunde, Kinderwagen sind aus sicherheitstechnischen Gründen nicht zugelassen. Auch die Strecke bleibt gleich. Sie führt vom Sportpark Wanne-Eickel durch das Wohngebiet am Heisterkamp und durch den Sportpark rund um das Stadion wieder zurück zum Ziel. Leichte Änderungen bleiben aber beispielsweise durch Baustellen oder Wetterbedingungen möglich. Da es im vergangenen Jahr die höchste gemeldete Teilnehmeranzahl gab, wollen die Organisatoren hier anknüpfen. „Unser Traum waren immer 1.000 Anmeldungen, die haben wir 2025 mit 1.500 überschritten“, freut sich Rüdiger Döring aus dem Fachbereich Sport der Stadt Herne bei der diesjährigen Pressekonferenz am Montag (2.2.2026). Auch Norbert Menzel schließt sich an: „Natürlich wäre es super, wenn wir den Rekord knacken. Diese Zahl zeigt einfach, wie stark das Interesse und die Begeisterung für den Firmenlauf ist.“ Anmeldungen sind - wenn der Lauf nicht vorher ausverkauft ist - online bis Mittwoch, 13. Mai 2026, möglich. Die Startgebühr beträgt 89,90 Euro inkl. Mehrwertsteuer. Inkludiert sind vier Startnummern und Einweg-Zeitmesschips, kostenlose Zielverpflegung mit Wasser und Veltins Pilsener alkoholfrei, Streckensicherung und medizinische Erstversorgung. Nach dem Zieleinlauf gibt es wie immer die Siegerehrungen und eine After-Run-Party, um bei Kaltgetränken den Abend ausklingen zu lassen. Jeder Teilnehmer erhält eine Urkunde und ein Online-Video mit dem jeweiligen Zieleinlauf jedes Läufers. Weitere Infos rund um den Firmenlauf sind auf der Homepage zu finden. Dr. Sabine Edlinger, Geschäftsführerin vom Namensgeber St. Elisabeth-Gruppe, freut sich auf das Sportereignis und hat auf dem Weg zum Pressegespräch schon Mitarbeiter der St. Elisabeth Gruppe für den Lauf verpflichten können. „Der Spaß steht im Vordergrund, aber Bewegung fördert die Gesundheit und das Wohlergehen. Der Lauf lädt ein, sich in entspannter Atmosphäre zu bewegen, den Teamgeist zu stärken und sportliche Aktivität mit gemeinsamen Erlebnissen zu verbinden“, so Edlinger. In gewohnter Manier gibt es drei Wertungsklassen: Frauen, Männer und Mixed. Beim Alter wird jedoch kein Unterschied gemacht. Zusätzlich werden durch Sponsoren Sonderwertungen ausgelobt: Das älteste Team, das Unternehmen oder die Einrichtung mit den meisten Teams sowie die Gruppe mit dem originellsten Mannschaftsdress. Im vergangenen Jahr hat sich im Übrigen die Herrenmannschaft der Berufsfeuerwehr Herne den ersten Platz gesichert. Bei den Frauen war es das Team von Sergio Maestro Personaltraining. Die meisten Teams stellte mit 110 Mannschaften die St. Elisabeth Gruppe. Ob und wer in diesem Jahr ganz vorne liegt, wird sich zeigen.

19 Uhr

„Noch nicht tot, aber schon im Museum“

Hülk und Lippmeyer stellen in Düsseldorf aus

v.l. Wolfgang Hülk und Jörg Lippmeyer. 'Rettet die schönen Wörter' – Ausstellung im Mai 2026 in Düsseldorf.

Die beiden alten Künstlerfreunde tun es wieder: Der Zeichner und Fotograf Wolfgang Hülk und der freie Künstler Jörg Lippmeyer – beide Ur-Wanne-Eickeler – stellen ihre kollaborativ entstandenen Werke aus. Dieses Mal sind ihre Gemeinschaftsarbeiten von Mittwoch, 6. Mai, bis Sonntag, 31. Mai 2026, im Stadtmuseum Düsseldorf zu sehen. Die Eröffnungsrede zur Vernissage hält der Stadtführer und Buch-Autor Dietmar Schönhoff. Erneut widmen sich die Künstler Werken, mit denen sie sich anschicken, schöne Wörter dieser Welt zu retten. In einer Zeit, in der sich Sprache ständig weiterentwickelt und verändert, in der neue Begriffe – vorzugsweise aus technologischen Bereichen – entstehen, bleibt es ihr Anliegen, die Vielfalt der deutschen Sprache zu bewahren. Jörg Lippmeyer, vielen besser bekannt als „der bunte Mann aus Unser Fritz“, ist in seiner Heimatstadt bereits seit Jahren als Wörter-Retter unterwegs. In seinem Fundus finden sich Begriffe wie Flitzpiepe, Mumpitz, Brimborium, Kuddelmuddel oder auch Papperlapapp – Wörter, die vor dem Vergessen bewahrt werden sollen. Seit rund einem Jahr steht ihm dabei sein Düsseldorfer Künstlerfreund Wolfgang Hülk zur Seite. Hülk hat die Sammlung nicht nur erweitert, sondern sie auch um Düsseldorfer Mundart bereichert. So befinden sich nun so charmante Ausdrücke wie Retematäng oder Rotzech darin. Die beiden präsentieren die Wörter auf künstlerisch gestalteten Leinwänden. Anschließend bearbeitet jeder die Werke des anderen weiter, sodass fusionierte Arbeiten entstehen, die zwei Handschriften erkennen lassen. Mit diesem besonderen Projekt, leisten sie ihren Beitrag, die deutsche Sprache ein wenig lebendiger und fröhlicher zu behalten.

seit 6. Mai

Freitag, 22. Mai

Bewegungsprojekt im 'Pluto' für Kinder und Jugendliche

'Move Your Power' wird fortgesetzt

Das Bewegungsprojekt "Move Your Power" wird im Stadtteilzentrum Pluto fortgesetzt. Geleitet wird das Angebot von Bboy Juz (Julian Süßengut, re.)

Nach dem erfolgreichen Osterferienprogramm wird das Projekt Move Your Power im Stadtteilzentrum Pluto, Wilhelmstraße 89a, in Herne fortgesetzt: Ab Freitag, 22. Mai 2026, finden wöchentliche, offene Trainings für Kinder und Jugendliche statt, die Bewegung, Kreativität und gemeinsames Erleben in den Mittelpunkt stellen. Das Angebot richtet sich gezielt an Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 14 Jahren und schafft einen niedrigschwelligen Zugang zu regelmäßiger körperlicher Aktivität. Die Einheiten beinhalten unter anderem Elemente aus dem Breakdance, die spielerisch vermittelt werden und Bewegung mit Musik, Rhythmus und Ausdruck verbinden. Neben körperlicher Aktivität stehen insbesondere das Erleben von Selbstwirksamkeit, der Aufbau sozialer Kompetenzen sowie die Stärkung des Wohlbefindens im Fokus. Die Übungsstunden finden bis zu den Sommerferien freitags von 15:30 bis 17 Uhr statt und knüpfen an die positiven Erfahrungen aus dem Ferienprogramm an. Geleitet wird das Angebot von Bboy Juz (Julian Süßengut), der seine Erfahrung aus der urbanen Tanzkultur praxisnah in die Einheiten einbringt. Ziel ist es, langfristige und verlässliche Freizeitangebote im Stadtteil zu etablieren und Kindern und Jugendlichen einen geschützten Raum für Entwicklung, Austausch und Teilhabe zu bieten. Wer mal reinschnuppern möchte, kann gerne auch an den Intensiv-Sonntagen dazukommen, am 26. April und 28. Juni 2026, in der Zeit von 14:30 bis 17:30 Uhr. Das kostenfreie Angebot findet im Rahmen der Jugendförderung der Stadt Herne statt und wird durch pädagogische Fachkräfte begleitet, die eine altersgerechte und unterstützende Atmosphäre gewährleisten. Das Projekt wird gefördert durch die Techniker Krankenkasse mit Unterstützung des Fachbereichs Gesundheit der Stadt Herne. Eine Teilnahme ist ohne Anmeldung möglich.

15:30 Uhr

Die neue Spielzeit 2025/26

Kindertheater der Stadt Herne

Dschungelbuch - das Musical.

Jede Menge Theater für junges Publikum im Kulturzentrum Herne – an zehn Nachmittagen gibt es in der kommenden Saison Geschichten und Abenteuer mit vielen bekannten Lieblingshelden zu erleben. Das Kulturbüro bietet einen günstigen Abo-Tarif an. Abonnements sind bis zur ersten Veranstaltung der jeweiligen Abo- Reihe beim Kulturbüro der Stadt Herne erhältlich. Ansprechpartnerin Denise Goldhahn nimmt Anmeldungen unter 02323 / 16 - 23 45 oder per Mail an denise.goldhahn@herne.de entgegen. Der Kauf von Einzelkarten ist ab Montag, 1. September 2025, beim Stadtmarketing an der Kirchhofstraße möglich. Außerdem gibt es Karten auf reservix.de sowie über die Reservix- Hotline (07 61) 88 84 99 99. Der Einzelpreis pro Ticket beträgt sechs Euro. Der Abo-Preis für die Reihen „Gänseblümchen“ und „Kleeblatt“ mit je vier Vorführungen ist 18 Euro, für „Sonnenblume“ mit zwei Veranstaltungen werden im Abo zehn Euro fällig. Der gestiefelte Kater – Dienstag, 23. September 2025, 16 Uhr.Ein zauberhaftes Märchenmusical nach den Gebrüdern Grimm über eine außergewöhnliche Freundschaft. Mit viel Witz kämpft unser cleverer Kater für seinen Besitzer Heiner und nutzt dabei die Geltungssucht und Gier der Menschen, um sie zu täuschen. Robin Hood – Dienstag, 4. November 2025, 16 Uhr. Dies ist die berühmte Geschichte eines freien Menschen: Robin Hood nimmt von den Reichen und gibt den Armen. Zusammen mit seiner Bande lebt Robin von Locksley im Sherwood Forest und setzt sich für die Unterdrückten ein. Für einen Wettbewerb im Bogenschießen verlässt Robin Hood seinen Wald. So trifft er nicht nur auf die bezaubernde Prinzessin Marian, sondern auch auf den bösen Sheriff von Nottingham. Feuerwehrmann Sam – Abenteuer auf der Dino-Insel – Donnerstag, 22. Januar 2026, 16 Uhr. Als Professor Pickles auf einer Insel ein sehr altes Dino-Ei findet, vermutet er, dass es dort noch andere Dinosaurier-Fossilien geben könnte. Ein Glück, dass Feuerwehrmann Sam sich mit auf Entdeckungsreise begibt. Denn als der Professor und sein Assistent in einer uralten Höhle in Schwierigkeiten geraten, müssen Sam und sein Team schnell zur Stelle sein. Das tapfere Schneiderlein – Dienstag, 10. März 2026, 16 Uhr. Ein Held muss her, denn der Garten des Königs wird von Riesen bedroht! Da kommt Schneider Felix gerade recht. Mit seinen verblüffenden Schneidertricks besiegt er heldenhaft das tückische Einhorn, die singenden Riesen und das gefährliche Wildschwein. Alice im Wunderland – Dienstag, 7. Oktober 2025, 16 Uhr. Alice folgt dem weißen Kaninchen und fällt durch einen Schacht ins Wunderland. Sie begegnet einer rauchenden Raupe, einem teetrinkenden Hutmacher und einer grinsenden Katze. Dieser verrückten Gesellschaft entflohen, gelangt sie zum Hofstaat der grausamen Herzkönigin. Jemand muss ihr die Stirn bieten. A Capella Christmas for Kids – Mittwoch, 17. Dezember 2025, 16 Uhr. Fünf Stimmen, eine Band – „Quintense“ bringen auch in diesem Jahr ein musikalisches Winter Wonderland zum Mitsingen nach Herne. Ob verträumt, gut gelaunt, andächtig oder mit Wumms: Jeder Sound entsteht allein durch Gesang und Beatbox. Auf der Reise durch eine musikalische Winterlandschaft mit großen Weihnachts-Klassikern von Frank Sinatra und Michael Bublé lassen „Quintense“ ihr Publikum immer wieder Teil der Musik werden. Dschungelbuch – Das Musical – Mittwoch, 4. Februar 2026, 16 Uhr. Mithilfe seines Freundes Balu und des weisen Panthers Baghira erlernt Mogli die Gesetze des Dschungels, er will schließlich in das Wolfsrudel aufgenommen werden. Der Dschungel birgt jede Menge Gefahren: Die dreiste Affenbande mischt den Urwald auf, und die geheimnisvolle Schlange Kaa spinnt ihre Intrigen. Am meisten ist es jedoch der mächtige Tiger Shir Khan, der Mogli zu schaffen macht. Der tapfere Junge muss allen Mut aufbringen, um sich zu behaupten. Ronja Räubertochter – Montag, 13. April 2026, 16 Uhr. In einer Gewitternacht wird auf der Mattisburg ein Mädchen geboren: Ronja, die Tochter des Räuberhauptmanns Mattis. Zur gleichen Zeit erblickt auch Birk Borkason das Licht der Welt. Die Mattis- und Borkaräuber sind seit jeher verfeindet, doch Ronja und Birk werden Freunde. Als die Räuber ihre Freundschaft entdecken, flüchten die beiden in den Mattiswald. Auch wenn sie ihre Familien sehr lieben, wollen sich Birk und Ronja ihre Freundschaft nicht verbieten lassen. Im Mondpalast von Wanne-Eickel: Die drei ??? Kids – Der singende Geist – Mittwoch, 1. Oktober 2025, 16 Uhr. Onkel Titus hat eine alte Standuhr ersteigert. Kaum steht sie auf dem Schrottplatz, sind plötzlich jede Menge Leute hinter ihr her. Die drei ??? merken schnell, dass die Uhr ein Geheimnis verbirgt. Ein singender Geist gibt den drei Detektiven jede Menge knifflige Rätsel auf und führt sie auf eine gefährliche Spur Herkules – Freitag, 22. Mai 2026, 16 Uhr. Der berühmteste Held der Antike hat das Unglaubliche geschafft: den gigantischen Löwen und die neunköpfige Hydra zu bezwingen, den Höllenhund aus der Unterwelt zu entführen und noch mehr. Doch wie geht es einem Halbgott wirklich, wenn er nur auf sein Äußeres und seine Muskeln reduziert wird? So begibt sich Herkules auf sein wohl aufregendstes Abenteuer: die Suche nach sich selbst.

16 Uhr

Thomas Bernhards Klassiker im Kulturzentrum

Ganz heutiger 'Theatermacher'

Ein Despot unserer Tage: Mike Kühne als „geborener Theatermacher“ Bruscon in der neuen WLT-Inszenierung des Thomas Bernhardschen Klassikers.

„Ein gewisses Talent für das Theater / schon als Kind / geborener Theatermacher wissen Sie / Theatermacher / Fallensteller schon sehr früh“: Die Komödie, die der Staatsschauspieler Bruscon (Mike Kühne) mit den Worten „Eine Menschheitskomödie, die in Wahrheit eine Tragödie ist“ charakterisiert, trägt den schönen Titel „Das Rad der Geschichte“. Diese „Geschichtsstandpauke“, für die Bruscon neun Jahre seines Lebens geopfert hat, allein die „Metternich-Szene“ hat acht Monate Zeit gekostet, soll – jedenfalls in Thomas Bernhards Theater-auf-dem-Theater-Klassiker „Der Theatermacher“ – im Tanzsaal des „Schwarzen Hirschen“ zu Utzbach, einem 280-Seelen-Nest irgendwo in der österreichischen Provinz, aufgeführt werden – bei drückender Sommer-Schwüle und ausgerechnet am Blutwursttag. Frauenpower am Westfälischen Landestheater Castrop-Rauxel: Für die am Sonntag (12.4.2026) in der Stadthalle Castrop-Rauxel erstaufgeführte, nur einhundertminütige Inszenierung von Dalila Niksic, die mit der Wirtin und ihrer Tochter Erna ausgerechnet zwei Frauenrollen gestrichen und den Text stark gekürzt hat, haben die beiden Ausstatterinnen Clara Eigeldinger und Rabea Stadthaus den Ort in eine angeschmuddelte Kneipe aus den 1990er Jahren verlegt mit Discokugel unter der Decke und reichlich Plakaten und Stickern an den Wänden. Aber auch mit einer kleinen Bühne mit Beleuchterbrücke aus vergangenen Nachtbar-Zeiten. „Wir gehen auf Tournee / und gehen doch in eine Falle / eine Theaterfalle“: Trotz dieser Erkenntnis will der narzisstische Prinzipal („Shakespeare – Goethe – Bruscon, das ist die Wahrheit“) sein Opus Magnum hier aufführen zusammen mit seiner Gattin Agathe („Der einzige Reiz an dir ist der Hustenreiz“: Carolin Leweling) sowie ihren Kindern Ferrucio („Das Antitalent“: Vincent John) und Sarah („Du bist die einzige Schwachstelle in meiner Komödie“: Arikia Orbán). Die erst einmal damit beschäftigt sind, die technischen Voraussetzungen zu schaffen – von der Beleuchtung bis zu den Requisiten, bevor es ans Rekapitulieren des Textes gehen kann. Nur der vom Blitzeinschlag in Brand gesetzte Pfarrhof retten das Utzbacher wie das WLT-Publikum vor diesem Theaterereignis… Thomas Bernhards viertes Stück ist am 17. August 1985 u.a. mit der Hernerin Tana Schanzara als Wirtin bei den Salzburger Festspielen uraufgeführt und am 21. September 1985 erstmals in Bochum gezeigt worden, bevor es später mit dem Regisseur Claus Peymann ans Wiener Burgtheater wechselte. Wer es heute herausbringt, kämpft immer noch mit dem Nachhall der legendären Ur-Besetzung um Traugott Buhre, Kirsten Dene und Martin Schwab. Die 1999 in Siegen geborene Bochumer Regisseurin Dalila Niksic setzt zeitgemäße Akzente, ohne die sprachmächtigen Wortschöpfungen des Autors zu beschädigen: In nonverbalen szenischen Miniaturen verbünden sich nicht nur die Mutter und die Kinder gegen den tyrannischen Vater, sondern diese sich auch mit dem von Jan-Hendrik Kroll verkörperten Wirt. Der gibt statt des damals von Hugo Lindinger verkörperten bräsig-unterwürfigen, darin aber beharrlichen Dörflers einen coolen, empathischen, immer wieder zu Stricknadeln greifenden Wollmützenträger unserer Tage. „Ohne Minetti geht es nicht“ unkte einst Theaterpapst Benjamin Henrichs nach der Salzburger Uraufführung in der „Zeit“, nachdem sich der „Geistestheaterkopf“ Bernhards für die Titelrolle in William Shakespeares „Lear“ am damals größten deutschen Schauspielhaus, dem Berliner Schillertheater, entschieden hatte. Der enorme Erfolg der Peymann-Inszenierung hat die Kritiker eines Besseren belehrt. Mike Kühne zeigt nun eindrucksvoll, dass es auch ohne Traugott Buhre geht: Sein Bruscon legt sich mit Verve ins Zeug für die aus seiner Sicht einzig wahre Kunst, kennt auch gegen die Seinen kein Pardon – und ist sich letztlich doch des eigenen Scheiterns bewusst. Dieser stark verdichtete „Theatermacher“ ist am Donnerstag, 23. April 2026, um 19.30 Uhr im Kulturzentrum Herne sowie am Freitag, 22. Mai 2026, um 20 Uhr im WLT-Studio am Europaplatz in Castrop-Rauxel zu sehen. Karten sind an der Abendkasse sowie im Vorverkauf beim Stadtmarketing Herne, Kirchhofstraße 5, oder online über reservix.de erhältlich. Im Vorverkauf kosten Karten je nach Platzkategorie ab 18 Euro, ermäßigt 9,25 Euro und an der Abendkasse ab 20 Euro, ermäßigt 10,50 Euro.

20 Uhr

„Noch nicht tot, aber schon im Museum“

Hülk und Lippmeyer stellen in Düsseldorf aus

v.l. Wolfgang Hülk und Jörg Lippmeyer. 'Rettet die schönen Wörter' – Ausstellung im Mai 2026 in Düsseldorf.

Die beiden alten Künstlerfreunde tun es wieder: Der Zeichner und Fotograf Wolfgang Hülk und der freie Künstler Jörg Lippmeyer – beide Ur-Wanne-Eickeler – stellen ihre kollaborativ entstandenen Werke aus. Dieses Mal sind ihre Gemeinschaftsarbeiten von Mittwoch, 6. Mai, bis Sonntag, 31. Mai 2026, im Stadtmuseum Düsseldorf zu sehen. Die Eröffnungsrede zur Vernissage hält der Stadtführer und Buch-Autor Dietmar Schönhoff. Erneut widmen sich die Künstler Werken, mit denen sie sich anschicken, schöne Wörter dieser Welt zu retten. In einer Zeit, in der sich Sprache ständig weiterentwickelt und verändert, in der neue Begriffe – vorzugsweise aus technologischen Bereichen – entstehen, bleibt es ihr Anliegen, die Vielfalt der deutschen Sprache zu bewahren. Jörg Lippmeyer, vielen besser bekannt als „der bunte Mann aus Unser Fritz“, ist in seiner Heimatstadt bereits seit Jahren als Wörter-Retter unterwegs. In seinem Fundus finden sich Begriffe wie Flitzpiepe, Mumpitz, Brimborium, Kuddelmuddel oder auch Papperlapapp – Wörter, die vor dem Vergessen bewahrt werden sollen. Seit rund einem Jahr steht ihm dabei sein Düsseldorfer Künstlerfreund Wolfgang Hülk zur Seite. Hülk hat die Sammlung nicht nur erweitert, sondern sie auch um Düsseldorfer Mundart bereichert. So befinden sich nun so charmante Ausdrücke wie Retematäng oder Rotzech darin. Die beiden präsentieren die Wörter auf künstlerisch gestalteten Leinwänden. Anschließend bearbeitet jeder die Werke des anderen weiter, sodass fusionierte Arbeiten entstehen, die zwei Handschriften erkennen lassen. Mit diesem besonderen Projekt, leisten sie ihren Beitrag, die deutsche Sprache ein wenig lebendiger und fröhlicher zu behalten.

seit 6. Mai

Samstag, 23. Mai

Mit dabei: DAME DIOP

Afrikatage im Schollbrockhaus

Der Trommler und Tänzer DAME DIOP aus Mbour/Senegal kommt zu den Afrikatagen im Mai 2026 ins Schollbrockhaus.

Die Vorsitzende des Schollbrockhaus Hanne Krüger und die Weihrauch/Jebram GbR laden am Samstag, 23.Mai 2026, zu einem Konzert mit dem aus Mbour/Senegal stammenden Trommler, Tänzer und Tanzlehrer, Dame Diop Sabar ins Herner Schollbrockhaus ein. Beginn ist um 19 Uhr. Dame war lange Zeit Schüler von Nago Koité, ein senegalischer Tanzlehrer mit internationalen Erfolgen. Er arbeitet als Dozent für westafrikanischen Tanz und tritt auch mit der traditionellen Trommel- und Tanzformation „Lamp Fall“ auf diversen Festivals auf. Dames Tanzstil ist von Experimentierfreude und Stilvariabilität geprägt. Er legt bei seinen Auftritten Wert auf ein genaues Verständnis der Rhythmen – mit viel Spaß und Humor. Als Dozent berücksichtigt er die Bedürfnisse europäischer Schüler und führt sie zu den, in unserer Kultur ungewohnten, Bewegungen hin und ermutigt dazu, die Beweglichkeit des eigenen Körpers zu entdecken und seine Lebendigkeit zu spüren. Dabei vermittelt er den Zuschauern offen und unkompliziert Spaß und Freude an der Bewegung und möchte mit seinem Unterricht und Auftritten Einblick in die energiegeladene Tanzkunst Westafrikas geben. Die Veranstalter versprechen, dass es an diesem Abend Speisen und Getränke geben wird, die zu dem Thema passen werden. Das Gastspiel von Dame Diop Sabar ist ein Teil der Veranstaltungsreihe zum Thema „Afrika“, die von Hanne Krüger im Schollbrockaus bis zu 7. Juni 2026 im Schollbrockhaus durchgeführt wird.

19 Uhr

„Noch nicht tot, aber schon im Museum“

Hülk und Lippmeyer stellen in Düsseldorf aus

v.l. Wolfgang Hülk und Jörg Lippmeyer. 'Rettet die schönen Wörter' – Ausstellung im Mai 2026 in Düsseldorf.

Die beiden alten Künstlerfreunde tun es wieder: Der Zeichner und Fotograf Wolfgang Hülk und der freie Künstler Jörg Lippmeyer – beide Ur-Wanne-Eickeler – stellen ihre kollaborativ entstandenen Werke aus. Dieses Mal sind ihre Gemeinschaftsarbeiten von Mittwoch, 6. Mai, bis Sonntag, 31. Mai 2026, im Stadtmuseum Düsseldorf zu sehen. Die Eröffnungsrede zur Vernissage hält der Stadtführer und Buch-Autor Dietmar Schönhoff. Erneut widmen sich die Künstler Werken, mit denen sie sich anschicken, schöne Wörter dieser Welt zu retten. In einer Zeit, in der sich Sprache ständig weiterentwickelt und verändert, in der neue Begriffe – vorzugsweise aus technologischen Bereichen – entstehen, bleibt es ihr Anliegen, die Vielfalt der deutschen Sprache zu bewahren. Jörg Lippmeyer, vielen besser bekannt als „der bunte Mann aus Unser Fritz“, ist in seiner Heimatstadt bereits seit Jahren als Wörter-Retter unterwegs. In seinem Fundus finden sich Begriffe wie Flitzpiepe, Mumpitz, Brimborium, Kuddelmuddel oder auch Papperlapapp – Wörter, die vor dem Vergessen bewahrt werden sollen. Seit rund einem Jahr steht ihm dabei sein Düsseldorfer Künstlerfreund Wolfgang Hülk zur Seite. Hülk hat die Sammlung nicht nur erweitert, sondern sie auch um Düsseldorfer Mundart bereichert. So befinden sich nun so charmante Ausdrücke wie Retematäng oder Rotzech darin. Die beiden präsentieren die Wörter auf künstlerisch gestalteten Leinwänden. Anschließend bearbeitet jeder die Werke des anderen weiter, sodass fusionierte Arbeiten entstehen, die zwei Handschriften erkennen lassen. Mit diesem besonderen Projekt, leisten sie ihren Beitrag, die deutsche Sprache ein wenig lebendiger und fröhlicher zu behalten.

seit 6. Mai

Sonntag, 24. Mai

„Noch nicht tot, aber schon im Museum“

Hülk und Lippmeyer stellen in Düsseldorf aus

v.l. Wolfgang Hülk und Jörg Lippmeyer. 'Rettet die schönen Wörter' – Ausstellung im Mai 2026 in Düsseldorf.

Die beiden alten Künstlerfreunde tun es wieder: Der Zeichner und Fotograf Wolfgang Hülk und der freie Künstler Jörg Lippmeyer – beide Ur-Wanne-Eickeler – stellen ihre kollaborativ entstandenen Werke aus. Dieses Mal sind ihre Gemeinschaftsarbeiten von Mittwoch, 6. Mai, bis Sonntag, 31. Mai 2026, im Stadtmuseum Düsseldorf zu sehen. Die Eröffnungsrede zur Vernissage hält der Stadtführer und Buch-Autor Dietmar Schönhoff. Erneut widmen sich die Künstler Werken, mit denen sie sich anschicken, schöne Wörter dieser Welt zu retten. In einer Zeit, in der sich Sprache ständig weiterentwickelt und verändert, in der neue Begriffe – vorzugsweise aus technologischen Bereichen – entstehen, bleibt es ihr Anliegen, die Vielfalt der deutschen Sprache zu bewahren. Jörg Lippmeyer, vielen besser bekannt als „der bunte Mann aus Unser Fritz“, ist in seiner Heimatstadt bereits seit Jahren als Wörter-Retter unterwegs. In seinem Fundus finden sich Begriffe wie Flitzpiepe, Mumpitz, Brimborium, Kuddelmuddel oder auch Papperlapapp – Wörter, die vor dem Vergessen bewahrt werden sollen. Seit rund einem Jahr steht ihm dabei sein Düsseldorfer Künstlerfreund Wolfgang Hülk zur Seite. Hülk hat die Sammlung nicht nur erweitert, sondern sie auch um Düsseldorfer Mundart bereichert. So befinden sich nun so charmante Ausdrücke wie Retematäng oder Rotzech darin. Die beiden präsentieren die Wörter auf künstlerisch gestalteten Leinwänden. Anschließend bearbeitet jeder die Werke des anderen weiter, sodass fusionierte Arbeiten entstehen, die zwei Handschriften erkennen lassen. Mit diesem besonderen Projekt, leisten sie ihren Beitrag, die deutsche Sprache ein wenig lebendiger und fröhlicher zu behalten.

seit 6. Mai