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Heute

Titelverteidiger ist die Sportvereinigung Horsthausen

Herne im Zeichen des Frauenfußballs

Herne steht am Samstag im Zeichen des Frauenfußballs.

Am Samstag, 10. Januar 2026, steht der Fußball im Kreis Herne ganz im Zeichen des 12. Frauen-Hallen-Kreispokals. In der Sporthalle im Sportpark empfängt der Ausrichter SC Constantin ab 12:30 Uhr sechs Mannschaften, um den begehrten Hallentitel auszuspielen. Titelverteidiger ist die Sportvereinigung Horsthausen, die auch in diesem Jahr als absoluter Topfavorit in das Turnier geht. Mit dabei sind außerdem Constantin Herne-Mark, der Sportverein Wanne 11, Viktoria Ickern, ASC Leone sowie SV Horst-Emscher 08 aus Gelsenkirchen. Gespielt wird im Modus „Jeder gegen jeden“, der Ball rollt dabei bis etwa 17 Uhr. Ausrichter des Turniers ist Constantin Herne-Mark, der für einen reibungslosen Ablauf sorgen wird. Bereits am Vormittag gehört die Halle dem Nachwuchs: Von 8:30 bis 11.30 Uhr findet der Hallencup der D-Juniorinnen unter dem Motto „Die Kleinsten unserer Zukunft“ statt. Damit unterstreicht der Fußballkreis Herne sein Engagement für die nachhaltige Förderung des Mädchen- und Frauenfußballs. Gespielt wird mit einer Spielzeit von 1 x 10 Minuten, die Wechselzeit beträgt zwei Minuten. Folgende Mannschaften gehen an den Start: Zuschauer dürfen sich auf spannende Spiele, temporeichen Hallenfußball und eine stimmungsvolle Atmosphäre freuen. Für das leibliche Wohl ist gesorgt, der Eintritt ist frei. Der Frauen-Hallen-Kreispokal verspricht damit nicht nur sportliche Höhepunkte, sondern einen gelungenen Fußballtag für die ganze Familie.

8:30 Uhr

vhs Travel Talk – Stufe B1/B2

Sehenswertes Irland

vhs-Herne Logo.

In der vhs im Kulturzentrum findet an zwei Tagen eine Veranstaltung statt, die eine sprachliche Vorbereitung mit einer Einstimmung auf Ihre Irlandreise durch Musik und kurze Geschichten ist. An den Samstagen, 15. November 2025, und 10. Januar 2025, findet der Talk jeweils von 10 bis 13 Uhr statt. Die beiden Termine sind unabhängig voneinander buchbar. Eine Reise auf die Grüne Insel ist geplant? Und es soll nicht nur zu den üblichen Touristenzielen gehen? In diesem Kursus erhalten Sie Tipps für Ihre Reiseplanung auf die „Emerald Isle“, erfahren etwas über malerische Küsten, wunderschöne Orte und Sehenswertes abseits der üblichen Pfade. Anmeldung unter Tel 02323163584 oder 2920 oder per Mail an natella.schuepp@herne.de

10 Uhr

Architektonische Perspektiven in den Flottmann-Hallen

'Anders als daheim'

„Anders als daheim“ – architektonische Perspektiven in den Flottmann-Hallen zeigt bis zum 18. Januar 2026 Werke von Yevgeniya Safronova und Petra Deta Weidemann.

Die Flottmann-Hallen präsentieren eine Ausstellung zweier Künstlerinnen: Yevgeniya Safronova und Petra Deta Weidemann. Unter dem Titel „Anders als daheim“ lädt sie dazu ein, eingeübte Sehgewohnheiten zu hinterfragen und urbane Strukturen neu zu erleben. Die Vernissage fand am Sonntag (30.11.2025) statt. „Anders als daheim“ endet am Sonntag, 18. Januar 2026. Kuratorin Katrin Lieske hob hervor, dass Safronovas skulpturale Arbeiten in dieser Ausstellung fast ausschließlich neue Objekte zeigen. „Besondere Materialien wie Gelatine, aber auch alltägliche Stoffe werden verwendet, um Installationen zu schaffen, die sowohl architektonische Elemente aufgreifen als auch beim ersten Blick eigenständige Kunstwerke sind.“ Petra Deta Weidemann bringt mit ihren perspektivisch gestalteten Betonelementen eine ganz eigene Ästhetik in die Ausstellung. Ihre Arbeiten erinnern an Balkone und Nischen, die in maximal reduzierter Formensprache präsentiert werden. „Es sind die Auslassungen und Leerstellen, die das Werk erzählen, und die Zwischenräume, die es komplettieren“, erklärt Weidemann. Ihre teils neu geschaffenen Werke korrespondieren zudem mit den denkmalgeschützten Räumen der Flottmann-Hallen. Hilfreich ist es, die Namen der Werke Weidemanns zu lesen, dann erschließt sich das betreffende Werk meist neu und umfassend. Die Öffnungszeiten sind von Dienstag bis Sonntag jeweils von 14 bis 18 Uhr. Zusätzlich gibt es am Mittwoch, 10. Dezember, und am Donnerstag, 15. Januar, die Veranstaltung Kunst, Kaffee und Kuchen jeweils um 10:30 Uhr. Der Eintritt zur Ausstellung und zu allen Begleitveranstaltungen ist frei. Die Ausstellung bleibt zwischen den Feiertagen geschlossen.

10:30 Uhr

Interessierte können Einblicke ins Unternehmen bekommen

Werkstatt ARTig öffnet die Türen

Am Samstag, 10. Januar 2026, öffnet die Werkstatt ARTig von 14 bis 18 Uhr ihre Türen (Symbolbild).

Am Samstag, 10. Januar 2026, öffnet die Werkstatt ARTig von 14 bis 18 Uhr ihre Türen und lädt Interessierte ein, die Räume, Menschen und Ideen hinter der Werkstatt kennenzulernen. Der Tag der offenen Tür bietet Gelegenheit, in entspannter Atmosphäre Einblicke in die Arbeit der Werkstatt zu erhalten, ins Gespräch zu kommen und die vielfältigen kreativen Angebote vor Ort zu entdecken. Besucherinnen und Besucher können sich umschauen, Fragen stellen und die Werkstatt mit ihren Angeboten zu erleben. Ein besonderes Highlight des Nachmittags sind Spiele vom Spieleschwan, die zum Ausprobieren und Mitspielen einladen. Ob neugierige Einsteiger oder erfahrene Spielerinnen und Spieler, gemeinsames Spielen schafft Raum für Begegnung und Austausch. Die Werkstatt ARTig freut sich auf alle, die vorbeikommen möchten, um einen offenen, lebendigen Ort kennenzulernen und einen winterlichen Nachmittag kreativ zu verbringen.

14 Uhr

Multimedia-Spektakel im Gelsenkirchener Musiktheater

'Der fliegende Holländer'

Spektakulärer multimedialer Auftakt im Gelsenkirchener Musiktheater in Wagners „Fliegendem Holländer“ zur gewaltigen Wucht der Musik aus dem Graben.

Als das Gelsenkirchener Musiktheater im Revier noch unter Schillertheater NRW firmierte, stand Richard Wagners am 2. Januar 1943 im Dresdener Hoftheater uraufgeführte romantische Oper „Der fliegende Holländer“ das letzte Mal auf dem Spielplan. Auf der bis zum Bersten überfüllten Matinee am 11. Oktober 1998 las der Senior des Ensembles, der Herner Schauspieler Waldemar Mauelshagen, das in Amsterdam spielende Kapitel aus Heinrich Heines 1834 erschienener Erzählung „Die Memoiren des Herrn von Schnabelewopski“, Grundlage des 29-jährigen Komponisten Richard Wagner für sein erstes Werk, das für würdig empfunden wurde, bei den Bayreuther Festspielen aufgeführt zu werden. Regisseurin Karin Mauksch, deren Wuppertaler Inszenierung am 25. Oktober 1998 an den Kennedyplatz wechselte, hat sich nicht für den fluchbeladenen Titelhelden interessiert, der alle sieben Jahre eine neue Frau freit, weil er angeblich nie eine treue Gattin gefunden hat. Wobei der Treue-Begriff Wagners der des 19. Jahrhunderts ist: Treue bis in den Tod. Dabei bringe, so Mauksch, doch erst Senta das Opfer – mit ihrem eigenen Leben. Also: Erlösung des Mannes durch die Frau. Schon recht und keineswegs unzeitgemäß. Aber deshalb gleich sterben? Richetta Manager hat seinerzeit blutigen Selbstmord begangen, das bleibt der kindlich-bezopften Susanne Serfling 27 Jahre später glücklicherweise erspart. „Ich bin ein Kind und weiß nicht, was ich singe“: Im sehr stringenten Gesamtkunstwerk-Konzept der in Wanne-Eickel aufgewachsene Regisseurin Gabriele Rech, das krankheitsbedingt Igor Pison bis zur mit Ovationen gefeierten Premiere am 27. September 2025 umsetzte, wird wie immer wieder auch in Bayreuth der hier von Benedict Nelson gesungene Titelheld nicht als Phantasmagorie Sentas interpretiert, sondern als Traumvorstellung eines immer wieder auf der Bühne präsenten kleinen Mädchens (Marie Wöhrl alternierend mit Selma Albrecht und Mia Werner), der die Amme Mary (Dania Durmus alternierend mit Anna-Lucis Lens als junge Mary) die Geschichte vom Fliegenden Holländer vorliest. Die raffiniert-detailreiche Bühne der Ausstatterin Nicola Reichert stilisiert zunächst einen Schiffsrumpf, in dem die Seesäcke der Matrosen unter der Decke hängen wie die Kleidungskörbe der Bergleute in der Waschkaue. Und sich die Protagonisten wie in längst vergangen geglaubten Tagen kaum von der Rampe entfernen. Im wesentlich lebendigeren 2. Akt mutiert dieser Rumpf zur Fabrik mit Näherinnen an Maschinen, die freilich erst nach 1843 entwickelt wurden: Bei Wagner sitzen Fischersfrauen als Heimarbeiterinnen am Spinnrad im Haus von Sentas Vater Daland (Tobias Schabel). Bereits die Puppenstube im schon zur Ouvertüre hinter einem Gazevorhang schimmernden Kinderzimmer linkerhand weist auf das spätere Geschehen hin, ist sie doch bis hin zur barock-ausladenden Robe Sentas die originalgetreue Kopie der unteren Hälfte der horizontal zweigeteilten Bühne im zweiten Akt. In der sich Senta – wenn auch nur für einen kurzen Moment – die flämische Haube einer verheirateten Hausfrau wie eine Königinnenkrone aufs Haupt setzt. „Wir brauchen heute eine Senta, die nicht nur davon träumt aufzubrechen, sondern ihr Leben selbst in die Hand nimmt. Senta soll sich nicht für die Liebe opfern“ bekundet Igor Pison im MiR-Programmheft und so bleiben nach höchst unterhaltsamen, zu Beginn geradezu multimedial-spektakulären zweieinhalb Stunden die letzten Fragen offen. Denn auch Sentas Verlobter, der Jäger Erik (Martin Homrich), entpuppt sich am Ende nicht als Objekt ihrer Begierde. Ihr Hochzeitskleid wird, ein augenzwinkernd-versöhnlicher Abschluss, die überglückliche Braut des fröhlich-lebensbejahenden Steuermanns (Adam Temple-Smith alternierend mit Khanyiso Gwenxane) tragen. Dem optischen Wolkenmeer und Wellenrauschen (Video: Gregor Eisenmann) folgt unter Rasmus Baumanns Leitung ein gewaltiges Blitzlichtgewitter und Donnergrollen aus dem Graben, von den angekündigten „volkstümlichen Melodien“ oder gar „Belcanto-Augenblicken größter Zartheit“ war mit der Ausnahme der einmal mehr überragenden Gelsenkirchener Chöre wenig bis nichts zu vernehmen. Was freilich an Richard Wagners Partitur seines sogenannten Erlöserdramas liegt. Karten unter musiktheater-im-revier.de oder unter Tel. 0209 – 4097200. Die weiteren Vorstellungen:

19 Uhr

'House of Banksy – An Unauthorized Exhibition'

Banksy-Ausstellung in Dortmund

Motive des derzeit wohl bekanntesten aber anonymen Straßenkünstlers Banksy, der mit seinen mal ironischen, mal politischen Graffitis bekannt wurde.

Dortmund. Die Pop-Up-Ausstellung „House of Banksy – An Unauthorized Exhibition“ lässt seit Mittwoch (17.12.2025) den anonymen Graffiti-Künstler Banksy in Dortmund hoch leben. Im ehemaligen C&A-Haus ist mit mehr als 150 Motiven eine umfangreiche Werkschau seiner Kunst zu sehen. Graffitis, Fotografien, Skulpturen, Videoinstallationen und Drucke wurden eigens für diese Schau reproduziert und sind jetzt an einem Ort zu sehen. Niemand weiß, wer Banksy ist, aber jeder kennt seinen Namen. Er ist einer der berühmtesten und gleichzeitig geheimnisvollsten Künstler der Welt. Banksy ist Untergrundkämpfer, Hotelbetreiber und ohne Zweifel der unumstrittene König der Straßenkunst, ein genialer Geist und Starkünstler, der mit seinen mal ironischen, mal politischen, aber stets poetischen Arbeiten die Menschen berührt und ihnen aus der Seele spricht. Seine Identität hält der Schätzungen zufolge etwa 45–50-jährige in Bristol geborene und bis heute anonyme Graffiti-Künstler bis heute erfolgreich geheim. Seine Werke dagegen erobern international nicht nur die Straßen, sondern auch die Auktionshäuser, und das höchst erfolgreich: Er gilt derzeit als einer der teuersten Künstler der Gegenwart. 2010 setzte ihn das „Time Magazine“ erstmals auf seine Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt, neben Persönlichkeiten wie Barack Obama, Steve Jobs oder Lady Gaga. Die Ausstellung läuft bis zum 15. März in Dortmund und ist montags bis sonntags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Letzter Einlass: Eine Stunde vor Ausstellungsende. Geschlossen hat das Haus am 24. und 25. Dezember 2025, am 1. Januar 2026. An Silvester, 31. Dezember 2025, ist die Ausstellung nur von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

seit 17. Dezember

Sonntag, 11. Januar

'Stunde der Wintervögel'

Norbert Kilimann hat Vögel an der Futtersäule geknipst.

Der NABU Stadtverband Herne lädt am Sonntag, 11. Januar 2026, wieder naturinteressierte Menschen ein, die Wintervögel zu zählen. Unter der fachlichen Leitung von Herrn Norbert Kilimann werden einheimische Vögel und Wintergäste bestimmt. Beobachtet werden die gefiederten Freunde im warmen und wettergeschützten Foyer der Biostation mit Blick auf den Futterplatz des NABU Herne. Falls eigene Ferngläser vorhanden sind, bitte mitbringen, ansonsten stehen auch Leihferngläser bereit, ebenso wie Kekse, Getränke und Infomaterial. Die Zählung beginnt um 9 Uhr und endet um 11:30 Uhr. Mehr Infos zur Stunde der Wintervögel gibt es auf der Seite des NABU-Bundesverbands

9 Uhr

Übertragen vom Zweiten Deutschen Fernsehen

Evangelischer Gottesdienst aus Hamburg

Das ZDF überträgt am Sonntag, 11. Januar 2026, ab 9:30 Uhr den Gottesdienst aus Hamburg Neuallermöhe. Nach dem Gottesdienst gibt es bis 18 Uhr ein telefonisches Gesprächsangebot unter der Nummer: 0700 1414 10 10 (6 Cent/Minute aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkkosten abweichend) an.

9:30 Uhr

Jetzt Karten sichern

Neujahrskonzert der Herner Symphoniker

Neujahrskonzert der Herner Symphoniker.

Die Städt. Musikschule und die Herner Symphoniker unter der Leitung von Elmar Witt laden zu zwei stimmungsvollen Neujahrskonzerten am Sonntag, 11. Januar 2026, um 11 und um 17 Uhr in das Kulturzentrum ein. Das Programm spannt diesmal einen großen Bogen von der klassischen Operette über Melodien aus der „Westside Story“ und „Candide“ bis hin zu Filmmusiken aus „Jurassic Park“ und "Die glorreichen Sieben". Für zauberhafte musikalisch Momente ist in jedem Fall gesorgt. Karten zum Preis von 22 Euro (Erwachsene), 14 Euro (Schüler / Studenten) und 6 Euro (Kinder bis 12 Jahre) können am Samstag, 29. November 2025, in der Zeit von 10 bis 13 Uhr telefonisch unter 02323 - 9190114 für die Vorstellung um 11 Uhr und 02323 - 9190116 für die Vorstellung um 17 Uhr

11 Uhr

Anna Pocher stellt im HKB-Kunstpunkt aus

Von den Brettern an die Staffelei

Anna Pocher neben einer Öl-/Papier-Mischtechnik, die einen Hermaphroditen mit alchimistischen Symbolen eines Zürcher Codex aus dem 15. Jahrhundert zeigt.

„Das Sichtbare und das Verborgene“ ist der Titel der ersten Herner Einzelausstellung der 1953 in Turin geborenen Tänzerin, Choreographin, Folkwang-Dozentin und Bildenden Künstlerin Anna Pocher, die seit 2023 Mitglied im Herner Künstlerbund HKB’90 ist und auch zwei Collagen auf der aktuellen HKB-Jahresschau im Rathaus Herne zeigt. Wer jetzt Schauspieler oder andere in die Jahre gekommene Prominente vor Augen hat, die plötzlich ihre bildkünstlerische Ader entdecken, liegt bei Anna Pocher völlig falsch, die an der Accademia Albertina delle Belle Arti in Turin eine geradezu klassische vierjährige Ausbildung genoss: Malerei, Zeichnung, Plastik und Kunstgeschichte. „Der Akt des Sehens hat mein ganzes Leben begleitet und inspiriert“, so die in ihrer norditalienischen Heimatstadt ausgebildete Kunstpädagogin für die Grundschulen und die Mittelstufe. Ihre Collagen, die den größten Teil der in der Galerie Kunstpunkt gezeigten Arbeiten ausmachen, sind nicht nach dem Zufallsprinzip entstanden, sondern haben eine Komposition als Vorgabe: „Die Leere und die Fülle, Form und Raum der Bilder befinden sich im gegenseitigen Dialog.“ Was auch auf die Kohärenz der Farben zutrifft, die entweder miteinander verschmelzen oder kontrastieren. Eine dieser durchaus auch politischen Collagen, die sich ästhetisch an denen der 1920er und 1930er Jahre etwa in der AIZ (Arbeiter-Illustrierte-Zeitung) orientieren, zeigt von Berliner Polizisten verprügelte protestierende Arbeiter in der Weimarer Republik in Verbindung mit einem friedlichen Alltagsmotiv einer Einkaufsmeile in der Wirtschaftswunderzeit der Fünfziger Jahre. Das erinnert daran, dass Anna Pocher, die Ende der 1970er Jahre als Tänzerin ins Bremer Ensemble Reinhild Hoffmanns eintrat, im Dezember 1992 am Schauspielhaus Bochum in ihrer Choreographie „Volx-Muzak“, der Titel bezieht sich auf das frühere Gedudel in unseren Konsumtempeln, eine betriebliche Weihnachtsfeier ironisch aufs Korn genommen hat. Anna Pochers Arbeiten, auch die geradezu altmeisterlichen Ölgemälde, bilden eine eigene Welt in sich und wollen rein assoziativ wahrgenommen werden. Sie sind häufig sinnlicher Natur wie bei einem kleinformatigen Gemälde, das einen Klavierspieler ohne Klavier und eine unter ihm sitzende nackte Frau zeigt. Die Motive sind auf den ersten Blick nicht immer miteinander in Verbindung zu bringen: Anna Pocher liebt das Verborgene und den versteckten Humor der einzelnen Figuren. Weshalb es sich doppelt lohnt, auf der Vernissage am Sonntag, 11. Januar 2026 oder der Finissage am Sonntag, 15. Februar 2026 mit der Künstlerin ins Gespräch zu kommen. Die zumindest einige Herner Tanztheater-Liebhaber noch in bester Erinnerung haben etwa in der zum Berliner Theatertreffen eingeladenen Hoffmann-Choreographie „Könige und Königinnen“, wo sie auf furiose Weise mit Julie Shanahan zwei Rivalinnen verkörperte. Oder in „Verreist“, einer Reise durch die Lebensabschnitte der Menschen von der Geburt bis zum Tod. Unvergesslich das narrative Tanz-Theater „Machandel“, das die Märchen der Brüder Grimm mit archaischen Menschheits-Riten verband. Wie auch „Ich schenk‘ mein Herz“ über das so schwer zu machende Leichte in der Operette: Anna Pocher und Annamirl van der Pluym als zwei Herzdamen, die walzerselig herumwirbelnd um gleich drei Tenöre buhlen. Die Ausstellung „Das Sichtbare und das Verborgene“ mit Arbeiten von Anna Pocher wird am Sonntag, 11. Januar 2026, um 11.30 Uhr in der Galerie Kunstpunkt, Mont-Cenis-Straße 296, eröffnet und kann anschließend bis zum 15. Februar 2026 jeweils mittwochs und sonntags zwischen 15 und 18 Uhr besichtigt werden. Auf der Vernissage wird der Bochumer Schauspieler Maximilian Strestik nicht nur einführende Worte sprechen nach der Begrüßung durch die 2. Vorsitzende des Herner Künstlerbundes, Gisela Schulte. Die Finissage am Sonntag, 15. Februar 2026, um 15 Uhr wird musikalisch gerahmt durch den Folkwang-Absolventen Anton Richard auf dem Violoncello.

11:30 Uhr

Alle Spielbegeisterten sind eingeladen

Spiele-Sonntag im Spielezentrum

Chef Thomas Moder im Reich der Spiele.

Einmal im Monat lädt das Team vom Stadtteilzentrum zu einem Spiele-Sonntag ein, so auch im neuen Jahr: Am Sonntag, 11. Januar 2026, sind in der Zeit von 12 bis 18 Uhr alle spielenden Familien, Viel- und Gelegenheitsspielern sowie weitere Spielebegeisterte von 3 - 99 Jahren zu Suppe, belegten Brötchen, Kaffee und Kuchen ins Stadtteilzentrum H2Ö eingeladen. Am Spiele-Sonntag ist die Spieliothek mit ihren rund 18.000 Spielen natürlich geöffnet und fachkundiges Personal steht den Besuchern mit Rat und Tat zur Seite. In der Einladung heißt es: „Verbringen Sie doch einmal den Sonntagnachmittag nicht bei Oma und Opa, sondern kommen Sie zusammen mit ihnen einfach direkt zu uns.“

12 Uhr

Das Verschwinden des Josef Mengele

Der Todesengel von Auschwitz

Josef Mengele (August Diehl) beim Blick in den Spiegel: Eine Mischung aus Sentimentalität, Wut, Enttäuschung, Größenwahn und Selbstverliebtheit kulminiert in der Erkenntnis, dass er zwar Deutschland hinter sich gelassen hat, sich selbst aber nicht entkommen kann.

Im Rahmen des VHS-Filmforum läuft „Das Verschwinden des Josef Mengele“ dreimal in der Filmwelt Herne: Sonntag, 11. Januar 2026, 12.30 Uhr, Montag, 12. Januar 2026, 20.15 Uhr und Mittwoch, 14. Januar 2026, 17.30 Uhr. São Paulo, 2023. In der medizinischen Fakultät der Universität erläutert der Professor seinen Studenten, wer Josef Mengele war, dessen sterbliche Überreste vor ihnen liegen. Rückblende, Buenos Aires, 1956. Unter dem Namen Gregor lebt Josef Mengele (überragend: August Diehl), der leitende Lagerarzt des ehemaligen Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau, im Exil. Unterstützt durch ein Netzwerk Ewiggestriger und finanziert von seiner Familie, gelingt es ihm, über dreißig Jahre hinweg der internationalen Justiz – und besonders dem israelischen Geheimdienst Mossad – zu entkommen. München, 1965. Josef Mengele ist aus Brasilien mit bundesdeutschem Pass zurückgekehrt zur Beerdigung seines Vaters Karl Mengele (Paraderolle für Burghart Klaußner). Der ihn nach Kriegsende zunächst in seinem Unternehmen im bayerischen Günzburg beherbergt hatte, umsorgt von Falk (Falk Rockstroh), dem langjährigen Butler der Familie. Zumal Konrad Adenauer einen Nazi-Ministerialrat wie den Juristen Hans Globke, Mitverfasser und Kommentator der Nürnberger Rassengesetze, in gleicher Funktion als Chef des Bundeskanzleramtes nach Bonn geholt und damit quasi rehabilitiert hat. Josef Mengele aber setzt sich vorsichtshalber nach Argentinien ab. Wo er in der feudalen Villa Clara in Buenos Aires zu Wagner-Klängen unter Hakenkreuz-Flaggen Martha (Friederike Becht), die Witwe seines Bruders Alois (Mirco Kreibich), als seine zweite Frau heiratet. Und seine fürchterlichen medizinischen Versuche weiterführt, die 1960 zu seiner kurzzeitigen Verhaftung führen. Als in Deutschland eine Kopfprämie auf ihn ausgesetzt wird und der Mossad Adolf Eichmann entführt hat, zieht er zusammen mit Martha und wenigen Getreuen wie Wolfgang Gerhard (Johannes Hegemann) nach Paraguay weiter. Bis hierhin eine in Schwarzweiß gefilmte Biographie nach dem Roman „La disparition de Josef Mengele“ von Olivier Guez aus dem Jahr 2017, wird der erste deutschsprachige Film des hierzulande auch als Theaterregisseur bekannten Russen Kirill Serebrennikov, zuletzt „Der Schneesturm“ von Vladimir Sorokin am Düsseldorfer Schauspielhaus, plötzlich farbig: 1943 kehrt Josef Mengele nach einjährigem freiwilligen Sanitätsdienst bei der Waffen-SS an der Ostfront heim ins Reich und genießt zusammen mit Gattin Irene (Dana Herfurth) die auf den ersten Blick so friedliche erscheinende „Normalität“ der vergleichsweise paradiesischen Idylle an der Soła, einem Nebenfluss der Weichsel. Die beim Konzert eines Orchesters Kleinwüchsiger zur Selektion an der „Rampe“ von Auschwitz ins Grauen umschlägt. 1962, Brasilien, die Bilder werden wieder Schwarzweiß. In der Fazenda Santa Lucia ist Josef Mengele alias Peter Hochbichler als Farmer tätig, „experimentiert“ jetzt mit Tieren. Der „Todesengel von Auschwitz“ ist nach wie vor von seiner wissenschaftlichen Mission überzeugt, hadert aber mit seinem Schicksal als Exilant. Was ihn nicht daran hindert, gegenüber seinen ungarischstämmigen Gastgebern, die er als „Zigeunerpack“ beschimpf, die Herrenmensch-Attitüde herauszukehren. São Paulo, 1978. Josef Mengele ist als Don Pedro auf seiner letzten Station bei Geza (Tilo Werner) und Gitta Stammer (Annamária Láng) gelandet. Ein von Alpträumen geplagter, kranker, einsamer Greis. Der nicht verstehen will, warum gerade er das Sinnbild des Bösen schlechthin darstellt: In Auschwitz gab es schließlich viele andere Ärzte. Den Rest gibt ihm ein unerwarteter Besucher: Sein inzwischen erwachsener Sohn aus erster Ehe, Rolf Mengele (Max Bretschneider), ein langhaariger 30-jähriger Langzeit-Studenten, hat ihn aufgespürt und will seinen Erzeuger zur Rede stellen. Aber es kommt nur zu einem letzten, stummen Aufeinandertreffen zwischen den Generationen… Kirill Serebrennikov erzählt, Hannah Arendts Erkenntnis von der „Banalität des Bösen“ entsprechend, aus der Perspektive Josef Mengeles und zeigt so, wie aus einem normalen, eher kleinbürgerlichen Menschen ein Monster werden kann. Dabei hat sich der Drehbuchautor und Regisseur eigenen Angaben zufolge von Jonathan Littells „Die Wohlgesinnten“ inspirieren lassen, dem Monolog eines SS-Offiziers. Sein 135-minütiger Film, vom 4. Juni bis 24. Juli 2023 in Lettland, Uruguay und Bayern gedreht, ist in drei Kapitel gegliedert, die mit Mengeles Decknamen Gregor, Peter und Pedro betitelt sind. Josef Mengele, auf geradezu unheimliche Weise ganz selbstverständlich verkörpert von August Diehl, ist übrigens 1979 vor der Küste von Bertiogan ertrunken und unter dem Namen Wolfgang Gerhard bestattet worden. Der Uraufführung am 20. Mai 2025 beim 78. Int. Filmfestval Cannes folgte die Deutsche Erstaufführung am 22. August 2025 auf dem 21. Festival des deutschen Films in Ludwigshafen samt Auszeichnung als „Bester Film“. Zum Kinostart am 23. Oktober 2025 läuft „Das Verschwinden des Josef Mengele“ im Casablanca Bochum, in den Schauburg-Häusern Dortmund und Gelsenkirchen, im Astra Essen sowie im Bambi Düsseldorf.

12:30 Uhr

Klasse Besetzung mit Hape Kerkeling und Christoph Maria Herbst

'Extrawurst' ist eine hintergründige Realsatire

Der ewige 2. Vorsitzende Matthias Scholz (Friedrich Mücke), der Berliner Neuzugang Torsten Pfaff (Christoph Maria Herbst) und der ewige Patriarch Heribert Bräsemann (Hape Kerkeling, v.l.) bei der Lagebesprechung in der Umkleide.

„Abgehakt und Streusand drüber“: Eigentlich ist es reine Formsache am Ende einer überlangen Jahreshauptversammlung des TC Lengenheide, in der es bisher um die geplante und völlig unstrittige Grundsanierung des Vereinsheims gegangen ist. Dass Heribert Bräsemann (Paraderolle für Hape Kerkeling), der seit 25 Jahren stets einstimmig gewählte Vorsitzende des Tennisclubs vor den Toren Kölns, seinem Schwager Peter Lohr (Andreas Windhuis) den Auftrag zugeschustert hat, führt bei den Clubmitgliedern noch nicht einmal zum Achselzucken. „Im Frieden und im Krieg bringt Einigkeit den Sieg“: Sie sind es gewohnt, dem einerseits zwar jovialen, andererseits aber höchst selbstherrlich regierenden Patriarchen Bräsemann ohne Widerrede zu folgen – etwa bei der einheitlichen Tenniskleidung in Weiß. Seinem sich seit Jahr und Tag übergangenen fühlenden Stellvertreter Matthias Scholz (Friedrich Mücke), dem seine ehrgeizige Mutter Elisabeth Scholz (Gaby Dohm) im Nacken sitzt, bleibt da nur, nach der ermüdenden Powerpoint-Präsentation der geplanten Umbaumaßnahmen den Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ aufzurufen. Welcher in der Regel schnell abgehakt ist, weshalb der Koch (Stefano Zarrella) des Vereinsheims bereits die Platten für den gemütlichen Teil der Versammlung auffahren lässt. Zur Überraschung aller meldet sich Melanie Pfaff (Anja Knauer) mit einem Vorschlag zu Wort, der allgemeines Stirnrunzeln erzeugt: Die vor noch nicht langer Zeit zusammen mit ihrem Gatten, dem hippen, stets den witzigen Intellektuellen herauskehrende Werbetexter Torsten Pfaff (Christoph Maria Herbst), von Berlin in die rheinische Provinz gekommene aktive Tennisspielerin schlägt vor, zum bereits beschlossenen neuen Super-Gasgrill mit vier Etagen samt Pizza-Stein bis zum nächsten Sommerfest einen zweiten, ruhig einfacheren Holzkohlen-Grill anzuschaffen. Und zwar für ihren Doppelpartner Erol Oturan (Fahri Yardim), dem einzigen muslimischen Mitglied des Vereins, und dessen Familie: Gläubige Muslime dürfen ihre Grillwürste bekanntlich nicht auf einen Rost legen, auf dem zuvor Schweinefleisch gebrutzelt hat. Melanies Wort hat Gewicht, ist sie doch innerhalb kurzer Zeit zu einem sportlichen Aushängeschild des Vereins geworden. Doch der von ihr angesprochene Erol, seit Teenagertagen voll integriertes Vereinsmitglied und überdies deutscher Staatsbürger, will für sich und die Seiten keine Extrawurst gebraten bekommen und daher auch künftig keine Extrawürste grillen. Während der Platzwart Hans Günther Schnippering (Milan Peschel) die Ballmaschine repariert mit durchaus schmerzhaften Folgen für das eine oder andere Vereinsmitglied, entspannt sich rasch ein turbulenter Schlagabtausch u.a. mit dem bisherigen „Mehrheitsbratwurst“-Lieferanten, Metzgermeister Heinz Gumberger (Patrick Joswig), bei dem die Protokollführerin Anne Ackermeier (Katrin Röver) bald nicht mehr mitkommt. Zumal sich die immer persönlicher geführte Debatte gefährlich zuspitzt und tiefgreifende gesellschaftliche Konflikte offenbart, die auch von Melanies grenzenloser Toleranz und Torstens trockenen verbalen Einwürfen nicht zugekleistert werden können. Dabei waren die Pfaffs doch vor Hundekacke, Drogenexzessen, Spielplatz-Schlägereien und nerviger Parkplatz-Suche bewusst aus der Hauptstadt tief in den Westen geflüchtet! Bald spielt der zweite Grill für die „Türkenwurst“ gar keine Rolle mehr… „Extrawurst“ von Dietmar Jacobi und Moritz Netenjakob war in der Spielzeit 2021/22 das meistgespielte deutsche Stück auf den Theaterbühnen. Das naturgemäß nur im Vereinslokal des TC Langenheide spielte, während Marcus H. Rosenmüller für seine Leinwand-Adaption mit erweitertem Figurenarsenal vom 14. April bis 28. Mai 2025 das gesamte Vereinsgelände des RTHC (Ruder-Tennis-Hockey-Club) Bayer Leverkusen einschließlich des Clubhaus-Restaurants Rococo zur Verfügung stand. Wobei das Eigenheim des Präsidenten Bräsemann, Ort eines makabren Treppenlift-Unfalls, in Köln gefunden wurde. Es bleibt bei diesem einzigen Spoiler, um den knapp hundertminütigen Spaß an dieser ungemein hintergründig-witzigen, nichts und Niemanden schonenden realsatirischen Komödie nicht zu verderben, die nicht zuletzt der Klasse-Besetzung zu verdanken ist. Vor dem Kinostart am Donnerstag, 15. Januar 2026 sind zahlreiche Previews nicht nur in den Multiplexen angekündigt: Am Sonntag, 11. Januar 2026, im Capitol Bochum und der Schauburg Gelsenkirchen (beide 13 Uhr) sowie in der Lichtburg Essen (17.30 Uhr), am Montag, 12. Januar 2026, im Atelier Düsseldorf (19 Uhr) und im Casablanca Bochum (20.15 Uhr) sowie am Mittwoch, 14. Januar 2026 um 17.40 Uhr in der Filmwelt Herne.

13 Uhr

Der Januar im LWL-Museum für Archäologie

Familiensonntag, Vortrag und Kreativ-Workshop

Die Besucher der Ausstellung können auf einem großen Wimmelbild auf die Suche nach Orten des Essens gehen.

Auch im neuen Jahr 2026 steht das LWL-Museum für Archäologie und Kultur in Herne im Zeichen der Sonderausstellung „Mahlzeit! Wie Essen uns verbindet!“. Prof. Dr. Eva Bärlosius beleuchtet in einem kostenlosen Vortrag, warum Essen so ein heiß diskutiertes Thema ist . Vorher steht der Familiensonntag unter dem Motto „Eiszeit“: Dann stehen eine Spezial-Führung für die Kleinsten, eine steinzeitliche Schmuckwerkstatt und Bogenschießen auf dem Programm. Unter dem Motto „Gar nicht unappetitlich - Das Mittelalter in Westfalen“ zeigt das Museum am Familienwochenende, wie Essen vor rund 1.000 Jahren aussah und räumt dabei mit Mythen auf. Jetzt anmelden heißt es für Interessierte des Kreativ-Workshops „Aus dem Löffel wird ein Ring - Schmuckbearbeitung für Einsteiger“. Am Familiensonntag, 4. Januar 2026, können Kinder von sechs bis acht Jahren um 13 Uhr und 15 Uhr an dem Programm „Kalle und die Tiere der Eiszeit“ teilnehmen. Kalle, der Museumsmaulwurf, hat beim Graben seltsame Knochen gefunden. Die befreundeten Archäologen, erzählen ihm dazu etwas von einer Eiszeit und von Tieren, die längst ausgestorben sind. Gemeinsam mit Kalle gehen die Kinder diesen Geschichten auf den Grund. Dabei können sie einige uralte Knochen unter die Lupe nehmen und sogar anfassen. Wie groß und schwer ist ein Mammutzahn? Wo ist das Horn des Wollnashorns geblieben? Zum Abschluss dürfen die Teilnehmenden mit neuem Wissen und künstlerischem Geschick einen Malbogen zu den Tieren der Eiszeit und ihrem Lebensraum gestalten. Für alle weiteren Besucher steht an diesem Familiensonntag von 11 bis 18 Uhr die steinzeitliche Schmuckwerkstatt sowie das Bogenschießen offen. Die öffentliche Führung „gesucht. gefunden. ausgegraben.“ durch die Dauerausstellung steht an allen Sonntagen im Januar (4., 11., 18., und 25. Januar 2026) um 13 Uhr auf dem Programm. Bei dem Rundgang folgen Besuchende in einer nachgestalteten Ausgrabung den Spuren der Menschen in Westfalen. Neben zahlreichen Funden erwartet sie beispielsweise ein in Mitteleuropa einmaliger Faustkeil aus Mammutknochen, der Schmuck der Damen von Ilse als eine der geheimnisvollsten Entdeckungen aus der Eisenzeit sowie das reich mit Beigaben ausgestattete Grab des Fürsten von Beckum. Am Sonntag, 4. Januar 2026, startet um 15 Uhr die öffentliche Führung „Mahlzeit“ durch die gleichnamige Sonderausstellung. Gemeinsames Essen ist weit mehr als nur Nahrungsaufnahme. Ob beim königlichen Bankett, der einfachen Bauernmahlzeit, dem familiären Abendessen oder der gemeinsamen Mittagspause - überall offenbaren sich Fragen: Wer sitzt wo? Welche Rituale bestimmen das gemeinsame Mahl? Und was verrät das alles über Macht, Zugehörigkeit, gesellschaftlichen Wandel und vor allem Kultur? Von opulenten Festtafeln und rituellen Speisungen bis hin zu den Herausforderungen der Gegenwart - schnelle Snacks, digitale Ablenkung und der Verlust gemeinsamer Rituale - zeigt diese Ausstellung, wie Essen seit Jahrtausenden als sozialer Klebstoff wirkt. Mit einem Blick auf mehr als 300 Exponate und Geschichten lädt „Mahlzeit!“ dazu ein, die kulturelle Dimension des Essens neu zu entdecken. Diese Führung wird auch an jedem weiteren Sonntag im Januar (11., 18. und 25. Januar 2026) um 15 Uhr angeboten. Am Donnerstag, 15. Januar 2026, ab 19 Uhr blickt die Soziologin Prof. Dr. Eva Barlösius von der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover in einem kostenlosen Vortrag auf die gesellschaftliche Dimension des Essens, soziale Ungleichheit und Ernährungsgewohnheiten in Zeiten des sozialen Wandels. Wer nicht vor Ort sein kann, hat die Möglichkeit, den Vortrag auf dem YouTube-Kanal des Museums live im Internet zu verfolgen. Wie wird aus einem Löffel ein Ring? Das erfahren Teilnehmende im Kreativseminar „Schmuckbearbeitung für Einsteiger“ am Samstag, 24. Januar 2026 von 15 bis 17 Uhr. Mitmachen können alle, die Lust haben, kreativ zu arbeiten. Ziel ist es, aus einem einfachen Löffel einen einzigartigen Ring zu formen. Zunächst suchen sich die Teilnehmenden vor Ort einen Löffel aus. Unter fachkundiger Anleitung erfahren sie Schritt für Schritt, wie man das Besteckteil bearbeitet, formt und in ein individuelles Schmuckstück verwandelt. Am Ende halten alle ein eigenes handgemachtes und nachhaltiges Unikat in den Händen. Das Programm richtet sich an Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene. Die Kosten betragen 39 Euro pro Person, inklusive Material, zuzüglich Museumseintritt für alle Teilnehmenden ab 18 Jahren. Um Anmeldung wird gebeten. Bitte unempfindliche Kleidung tragen oder eine Schürze mitbringen. Am letzten Wochenende im Januar widmet sich das LWL-Museum an zwei Tagen dem Thema Essen vor 500 bis 1.000 Jahren. Wie funktionierte saisonale Ernährung in Westfalen vor 700 Jahren und was wurde wie importiert? Das Familienwochenende „Gar nicht unappetitlich - Das Mittelalter in Westfalen“ findet von 11 bis 18 Uhr am Samstag und Sonntag, 31. Januar und 1. Februar 2026, in Zusammenarbeit mit der Living History-Gruppe „IG-Hochgotik“ statt. Dann dreht es sich um Ernährung, Esskultur, Tischsitten und die Verfügbarkeit von Lebensmitteln um 1300. Schon damals war Essen viel mehr als nur reine Nahrungsaufnahme. Wie das Essen ohne Gabel funktionierte und was es bedeutete, „jemandem das Wasser reichen zu können“, erfahren Kinder und Erwachsene bei einem kleinen Ausflug in die mittelalterliche Tischkultur. Am Modell eines typischen niederdeutschen Stadthauses erfahren Besuchende mehr über die zentrale Bedeutung des Herdes und der Küche im Haus. Ernährung war durch Religion geprägt. Fachleute zeigen, wie Mönche im Mittelalter ihre Mahlzeiten schweigend zu sich nahmen und es trotzdem schafften, um etwas vom Tisch zu bitten. Die Teilnahme ist kostenfrei. Es ist lediglich der Eintritt zu entrichten.

15 Uhr

Weihnachtssingen mit dem Chor Herz Jesu

Weihnachtssingen in der Herz Jesu Kirche.

Der Kirchenchor Herz Jesu lädt unter der Leitung von Wolfgang Ballhausen zum Weihnachtssingen in die Kirche ein. Am Sonntag, 11. Januar 2025, sind die Besucher zum zuhören aber auch zum Mitsingen eingeladen. Als Gäste werden erwartet: Elisabeth Bathe-Weber am Saxophon und der Engelchor.

15 Uhr

Emschertal-Museum lädt zu Sonntagsführung

'Strünkede - das Haus, seine Geschichte, seine Menschen'

Das Schloss Strünkede.

Am Sonntag, 11. Januar 2026, um 15 Uhr lädt das Emschertal- Museum der Stadt Herne zur kostenfreien Führung durch das Schloss Strünkede, Karl-Brandt-Weg 5, ein. Treffpunkt ist am Eingang des Schlosses. Beim Rundgang erfahren Teilnehmende Interessantes über die Architektur und die Geschichte der Kapelle und des Schlosses sowie über die Familie der Strünkeder. Der Eintritt in das Schloss Strünkede und in das Heimatmuseum Unser Fritz ist an diesem Tag von 15 Uhr bis 17 Uhr frei. Die Führung richtet sich an Erwachsene. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

15 Uhr

St. Laurentius Kirche

Konzert zum Abschluss der Weihnachtszeit

Jahresabschluss-Konzert unter der Leitung von Bernd Sägebarth-Backwinkel (Archivfoto).

Unter der Gesamtleitung von Bernd Sägebarth-Backwinkel findet am Sonntag, 11. Januar 2025, ein Konzert zum Jahresabschluss in der St. Laurentiuskire in Wanne-Nord statt. Ab16:30 Uhr sind alle Menschen eingeladen dabei zu sein, den Chören der Pfarrei St. Christophorus zuzuhören.

16:30 Uhr

Johann Strauss-Feuerwerk zum 200. Geburtstag

'Wiener Blut' im Aalto Musiktheater Essen

Der geplagte Kammerdiener Josef (Boris Eder) muss sich auch noch mit der Tänzerin Franziska „Franzi“ Cagliari (Natalia Labourdette) auseinandersetzen, als die Gattin des Grafen Balduin Zedlau in die Döblinger Villa zurückkehrt.

Der Kongress tanzt: Während Europa auf dem Wiener Kongress 1814/15 neu vermessen wird und selbst ein Duodezfürstentum wie Reuß-Schleiz-Greiz darauf hofft, ein größeres Stück vom Kuchen abzubekommen, wird hinter den Kulissen der großen Politik geflirtet und gezecht was das Zeug hält – übrigens auch vom sogenannten einfachen Volk. Das schließlich auch allen Grund hat, das Ende der blutigen Koalitionskriege gegen Napoleon zu feiern. Alles Walzer: Regelmäßig zum Jahreswechsel kommt der Zauber Wiens in die Opernhäuser und Konzertsäle des Ruhrgebiets. Heuer jedoch schon früher: Exakt zum 200. Geburtstag von Johann Strauß Sohn am 25. Oktober 2025 präsentierte das Aalto Musiktheater in Essen die dreiaktige Operette „Wiener Blut“, die als Koproduktion mit dem Festival „Johann Strauss Wien 2025“ zuvor am 10. August 2025 im Schlosstheater Schönbrunn Premiere gefeiert hatte. Darin kehrt die lebenslustige Wiener Gräfin Gabriele (die Sopranistin Raffaela Lintl als Gast), die ihrem Langweiler von Gatten, dem Grafen Balduin Zedlau (der Wiener Tenor Clemens Kerschbaumer als Gast), den Rücken gekehrt hatte, in die Villa des Gesandten von Reuß-Schleiz-Greiz zurück. Denn erstens ist die Donaumetropole gerade der Nabel der Welt und zweitens hat sich ihr „Wiener Würstl“ inzwischen zu einem Gesellschaftslöwen entwickelt mit der attraktiven Franziska „Franzi“ Cagliari (die Aalto-Sopranistin Natalia Labourdette), Tänzerin am Kärntnertor-Theater, an seiner Seite. „Dringende Akten legt man ab, bis sie nicht mehr dringend sind“: Graf Balduin hat das vielbesungene und bei ihm bisher vermisste Wiener Blut geradezu überschüssig in seinen Adern, macht er doch auch der Modesalon-Probiermamsell Pepi Pleininger (Aalto-Sopranistin KS. Christina Clark) heftig den Hof, allerdings ohne zu wissen, dass sein „süßes Zuckertäubelein“ die Freundin seines geplagten Kammerdieners Josef („Mein Herr ist ein Gesandter, aber ich bin ein Geschickter“: der wunderbare Wiener Schauspieler Boris Eder) ist. Als mit dem Fürsten von Ypsheim-Gindelbach (der Bariton Stefan Stoll als Gast) der Premierminister von Reuß-Schleiz-Greiz und damit Graf Balduins Chef in Wien auftaucht, nicht zuletzt, um nach dem Rechten zu sehen und preußische Tugenden einzufordern, beginnt ein turbulentes erotisches Verwechslungsspiel. Bei dem auch Fürst Mitrowski (der Aalto-Tenor Albrecht Kludszuweit) als Gastgeber eines Kostümballs und der Ringelspiel-Besitzer Kagler (der gebürtige Wiener Franz-Xaver Zach, als begnadeter Komödiant im Bochumer Peymann-Ensemble ein immer wieder gern gesehener Gast im Revier) als Franzis stolzer Vater mitmischen und das zünftig beim Heurigen in Hietzing seinen naturgemäß glücklichen Ausgang findet. Mit seiner letzten, posthum am 26. Oktober 1899 im Carltheater Wien uraufgeführten Operette und deren lustvoller (Tanz- und Konzert-) Musik setzte der Wiener Walzerkönig Johann Strauß seiner Heimatstadt ein klingendes Denkmal. Knapp 30 Walzer, (Schnell-) Polkas, Tänze und Märsche wurden 1899 von Adolf Müller, dem damaligen Kapellmeisters des Theaters an der Wien, zu einer Partitur geformt, nach der das bewährte Duo Viktor Léon und Leo Stein ein Libretto verfasste. Auf so ungewöhnliche Weise entstand eine höchst unterhaltsame Pasticcio-Operette mit unsterblichen Melodien wie „An der schönen blauen Donau“ und „Draußt in Hietzing gibt’s a Remasuri“. In der grandios-opulenten Ausstattung von Heike Vollmer (Showtreppe im ersten und das gespiegelte Barockjuwel Schlosstheater Schönbrunn im zweiten Akt) und Denise Heschl (berauschende Kostüme) inszeniert der österreichische Regisseur, Puppenspieler und Kunstpfeifers Nikolaus Habjan, der bereits im Frühjahr dieses Jahres als Erzähler durch die Aufführung von „Der Karneval in Rom“ im Aalto geführt hat. Meiner Seel‘ (um mit Hubert von Goisern zu sprechen): Die dreistündige Hetz‘ beginnt bereits im Prolog mitten im Publikum und setzt sich mit aktuellen Extempores („Die Fiakerfahrer sind das Problem im Stadtbild“) fort. Die übrigens auf Johann Nestroy zurückgehen, der mit solchen improvisierten Einlagen der Metternichschen Zensur zur Zeit des Wiener Kongresses ein Schnippchen schlug. „Österreicher in der deutschen Politik – das werden wir in hundert Jahren nicht zulassen“, so der Reußsche Fürst. Statt des Schönbrunner Puppenspiels punktet die Essener Version der Inszenierung des dreifachen „Nestroy“-Preisträgers, dem österreichischen Pendant zum deutschen Theaterpreis „Der Faust“, mit satirischen Spitzen und pointierten Bonmots („Schicht im Schacht“). Unter der sehr sängerdienlichen musikalischen Leitung des auch darstellerisch gefragten 1. Koordinierten Kapellmeisters am Aalto-Theater, Tommaso Turchetta, entpuppt sich „Wiener Blut“ als schwungvolle Unterhaltung ohne Risiko und Nebenwirkungen. Das richtige Narkotikum in unseren bewegten Zeiten wird übrigens auch an Silvester gegeben – Schnellentschlossene haben noch Chancen auf Karten. Am Rande: Das Haus Reuß ist keine Phantasiegeburt der Librettisten, sondern ein regierendes Herrschergeschlecht im Grenzgebiet der heutigen Bundesländer Thüringen, Sachsen und Bayern. Noch bis zur Novemberrevolution 1918 bestanden das Fürstentum Reuß der älteren Linie mit der Landeshauptstadt Greiz und das Fürstentum Reuß der jüngeren Linie mit der Landeshauptstadt Gera als souveräne Bundesstaaten des Deutschen Kaiserreichs. Das Adelsgeschlecht war jüngst in die Schlagzeilen geraten, als der einer Reuß-Köstritz genannten nicht-regierenden Nebenlinie entstammende, 1951 geborene Dipl.-Ingenieur und Immobilienunternehmer Heinrich XIII. Prinz Reuß im Dezember 2022 verhaftet wurde unter dem Vorwurf, als führendes Mitglied der „Patriotische Union“ mit Reichsbürgern und QAnon-Anhängern einen gewaltsamen Umsturz zu planen. Karten unter theater-essen.de oder Tel. 0201 81 22-200. Die weiteren Vorstellungen (Einführung jeweils 45 Minuten vor der Vorstellung):

16:30 Uhr

'House of Banksy – An Unauthorized Exhibition'

Banksy-Ausstellung in Dortmund

Motive des derzeit wohl bekanntesten aber anonymen Straßenkünstlers Banksy, der mit seinen mal ironischen, mal politischen Graffitis bekannt wurde.

Dortmund. Die Pop-Up-Ausstellung „House of Banksy – An Unauthorized Exhibition“ lässt seit Mittwoch (17.12.2025) den anonymen Graffiti-Künstler Banksy in Dortmund hoch leben. Im ehemaligen C&A-Haus ist mit mehr als 150 Motiven eine umfangreiche Werkschau seiner Kunst zu sehen. Graffitis, Fotografien, Skulpturen, Videoinstallationen und Drucke wurden eigens für diese Schau reproduziert und sind jetzt an einem Ort zu sehen. Niemand weiß, wer Banksy ist, aber jeder kennt seinen Namen. Er ist einer der berühmtesten und gleichzeitig geheimnisvollsten Künstler der Welt. Banksy ist Untergrundkämpfer, Hotelbetreiber und ohne Zweifel der unumstrittene König der Straßenkunst, ein genialer Geist und Starkünstler, der mit seinen mal ironischen, mal politischen, aber stets poetischen Arbeiten die Menschen berührt und ihnen aus der Seele spricht. Seine Identität hält der Schätzungen zufolge etwa 45–50-jährige in Bristol geborene und bis heute anonyme Graffiti-Künstler bis heute erfolgreich geheim. Seine Werke dagegen erobern international nicht nur die Straßen, sondern auch die Auktionshäuser, und das höchst erfolgreich: Er gilt derzeit als einer der teuersten Künstler der Gegenwart. 2010 setzte ihn das „Time Magazine“ erstmals auf seine Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt, neben Persönlichkeiten wie Barack Obama, Steve Jobs oder Lady Gaga. Die Ausstellung läuft bis zum 15. März in Dortmund und ist montags bis sonntags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Letzter Einlass: Eine Stunde vor Ausstellungsende. Geschlossen hat das Haus am 24. und 25. Dezember 2025, am 1. Januar 2026. An Silvester, 31. Dezember 2025, ist die Ausstellung nur von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

seit 17. Dezember

Montag, 12. Januar

Gelsenwasser informiert

Erneuerung einer Wasserleitung im Lütge Bruch

Im Auftrag der Wasserversorgung Herne erneuert die Gelsenwasser AG ab Montag, 12. Januar 2026, eine Wasserleitung in Herne.

Im Auftrag der Wasserversorgung Herne erneuert die Gelsenwasser AG ab Montag, 12. Januar 2026, eine Wasserleitung in Herne. Die Arbeiten in der Straße Lütge Bruch, zwischen den Hausnummern 1 und 6, werden voraussichtlich bis Anfang Februar andauern. Die Bauarbeiten sind im Rahmen des Erneuerungsprogramms von Trinkwasserleitungen für eine auch in Zukunft sichere Wasserversorgung notwendig. Für unvermeidbare Behinderungen im Zuge der Bauarbeiten bittet Gelsenwasser um Verständnis.

6 Uhr

vhs Kursus zu Computerproblemen

Grundlagen des Troubleshootings

Es gibt einen vhs Kursus zu Computerproblemen (Symbolbild).

Die vhs Herne bietet am Montag, 12. Januar 2026, von 18 bis 20:15 Uhr einen Kursus zu Lösungen von Computerproblemen an. Die Teilnahmegebühr beträgt 16 Euro. In einer Mitteilung heißt es: "Ihr Computer macht Probleme? Lernen Sie in diesem Einführungskurs, häufige PC-Probleme selbst zu lösen. Wir sprechen über typische Fehlerquellen und geben praktische Tipps, wie Sie technische Hürden überwinden können. Dieser Kurs richtet sich an Anfänger*innen und kann bei Bedarf um persönliche Sprechstunden ergänzt werden, um spezifische Fragen individuell zu klären." Online geht es zur Anmeldung.

18 Uhr

Klasse Besetzung mit Hape Kerkeling und Christoph Maria Herbst

'Extrawurst' ist eine hintergründige Realsatire

Der ewige 2. Vorsitzende Matthias Scholz (Friedrich Mücke), der Berliner Neuzugang Torsten Pfaff (Christoph Maria Herbst) und der ewige Patriarch Heribert Bräsemann (Hape Kerkeling, v.l.) bei der Lagebesprechung in der Umkleide.

„Abgehakt und Streusand drüber“: Eigentlich ist es reine Formsache am Ende einer überlangen Jahreshauptversammlung des TC Lengenheide, in der es bisher um die geplante und völlig unstrittige Grundsanierung des Vereinsheims gegangen ist. Dass Heribert Bräsemann (Paraderolle für Hape Kerkeling), der seit 25 Jahren stets einstimmig gewählte Vorsitzende des Tennisclubs vor den Toren Kölns, seinem Schwager Peter Lohr (Andreas Windhuis) den Auftrag zugeschustert hat, führt bei den Clubmitgliedern noch nicht einmal zum Achselzucken. „Im Frieden und im Krieg bringt Einigkeit den Sieg“: Sie sind es gewohnt, dem einerseits zwar jovialen, andererseits aber höchst selbstherrlich regierenden Patriarchen Bräsemann ohne Widerrede zu folgen – etwa bei der einheitlichen Tenniskleidung in Weiß. Seinem sich seit Jahr und Tag übergangenen fühlenden Stellvertreter Matthias Scholz (Friedrich Mücke), dem seine ehrgeizige Mutter Elisabeth Scholz (Gaby Dohm) im Nacken sitzt, bleibt da nur, nach der ermüdenden Powerpoint-Präsentation der geplanten Umbaumaßnahmen den Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ aufzurufen. Welcher in der Regel schnell abgehakt ist, weshalb der Koch (Stefano Zarrella) des Vereinsheims bereits die Platten für den gemütlichen Teil der Versammlung auffahren lässt. Zur Überraschung aller meldet sich Melanie Pfaff (Anja Knauer) mit einem Vorschlag zu Wort, der allgemeines Stirnrunzeln erzeugt: Die vor noch nicht langer Zeit zusammen mit ihrem Gatten, dem hippen, stets den witzigen Intellektuellen herauskehrende Werbetexter Torsten Pfaff (Christoph Maria Herbst), von Berlin in die rheinische Provinz gekommene aktive Tennisspielerin schlägt vor, zum bereits beschlossenen neuen Super-Gasgrill mit vier Etagen samt Pizza-Stein bis zum nächsten Sommerfest einen zweiten, ruhig einfacheren Holzkohlen-Grill anzuschaffen. Und zwar für ihren Doppelpartner Erol Oturan (Fahri Yardim), dem einzigen muslimischen Mitglied des Vereins, und dessen Familie: Gläubige Muslime dürfen ihre Grillwürste bekanntlich nicht auf einen Rost legen, auf dem zuvor Schweinefleisch gebrutzelt hat. Melanies Wort hat Gewicht, ist sie doch innerhalb kurzer Zeit zu einem sportlichen Aushängeschild des Vereins geworden. Doch der von ihr angesprochene Erol, seit Teenagertagen voll integriertes Vereinsmitglied und überdies deutscher Staatsbürger, will für sich und die Seiten keine Extrawurst gebraten bekommen und daher auch künftig keine Extrawürste grillen. Während der Platzwart Hans Günther Schnippering (Milan Peschel) die Ballmaschine repariert mit durchaus schmerzhaften Folgen für das eine oder andere Vereinsmitglied, entspannt sich rasch ein turbulenter Schlagabtausch u.a. mit dem bisherigen „Mehrheitsbratwurst“-Lieferanten, Metzgermeister Heinz Gumberger (Patrick Joswig), bei dem die Protokollführerin Anne Ackermeier (Katrin Röver) bald nicht mehr mitkommt. Zumal sich die immer persönlicher geführte Debatte gefährlich zuspitzt und tiefgreifende gesellschaftliche Konflikte offenbart, die auch von Melanies grenzenloser Toleranz und Torstens trockenen verbalen Einwürfen nicht zugekleistert werden können. Dabei waren die Pfaffs doch vor Hundekacke, Drogenexzessen, Spielplatz-Schlägereien und nerviger Parkplatz-Suche bewusst aus der Hauptstadt tief in den Westen geflüchtet! Bald spielt der zweite Grill für die „Türkenwurst“ gar keine Rolle mehr… „Extrawurst“ von Dietmar Jacobi und Moritz Netenjakob war in der Spielzeit 2021/22 das meistgespielte deutsche Stück auf den Theaterbühnen. Das naturgemäß nur im Vereinslokal des TC Langenheide spielte, während Marcus H. Rosenmüller für seine Leinwand-Adaption mit erweitertem Figurenarsenal vom 14. April bis 28. Mai 2025 das gesamte Vereinsgelände des RTHC (Ruder-Tennis-Hockey-Club) Bayer Leverkusen einschließlich des Clubhaus-Restaurants Rococo zur Verfügung stand. Wobei das Eigenheim des Präsidenten Bräsemann, Ort eines makabren Treppenlift-Unfalls, in Köln gefunden wurde. Es bleibt bei diesem einzigen Spoiler, um den knapp hundertminütigen Spaß an dieser ungemein hintergründig-witzigen, nichts und Niemanden schonenden realsatirischen Komödie nicht zu verderben, die nicht zuletzt der Klasse-Besetzung zu verdanken ist. Vor dem Kinostart am Donnerstag, 15. Januar 2026 sind zahlreiche Previews nicht nur in den Multiplexen angekündigt: Am Sonntag, 11. Januar 2026, im Capitol Bochum und der Schauburg Gelsenkirchen (beide 13 Uhr) sowie in der Lichtburg Essen (17.30 Uhr), am Montag, 12. Januar 2026, im Atelier Düsseldorf (19 Uhr) und im Casablanca Bochum (20.15 Uhr) sowie am Mittwoch, 14. Januar 2026 um 17.40 Uhr in der Filmwelt Herne.

19 Uhr

Das Verschwinden des Josef Mengele

Der Todesengel von Auschwitz

Josef Mengele (August Diehl) beim Blick in den Spiegel: Eine Mischung aus Sentimentalität, Wut, Enttäuschung, Größenwahn und Selbstverliebtheit kulminiert in der Erkenntnis, dass er zwar Deutschland hinter sich gelassen hat, sich selbst aber nicht entkommen kann.

Im Rahmen des VHS-Filmforum läuft „Das Verschwinden des Josef Mengele“ dreimal in der Filmwelt Herne: Sonntag, 11. Januar 2026, 12.30 Uhr, Montag, 12. Januar 2026, 20.15 Uhr und Mittwoch, 14. Januar 2026, 17.30 Uhr. São Paulo, 2023. In der medizinischen Fakultät der Universität erläutert der Professor seinen Studenten, wer Josef Mengele war, dessen sterbliche Überreste vor ihnen liegen. Rückblende, Buenos Aires, 1956. Unter dem Namen Gregor lebt Josef Mengele (überragend: August Diehl), der leitende Lagerarzt des ehemaligen Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau, im Exil. Unterstützt durch ein Netzwerk Ewiggestriger und finanziert von seiner Familie, gelingt es ihm, über dreißig Jahre hinweg der internationalen Justiz – und besonders dem israelischen Geheimdienst Mossad – zu entkommen. München, 1965. Josef Mengele ist aus Brasilien mit bundesdeutschem Pass zurückgekehrt zur Beerdigung seines Vaters Karl Mengele (Paraderolle für Burghart Klaußner). Der ihn nach Kriegsende zunächst in seinem Unternehmen im bayerischen Günzburg beherbergt hatte, umsorgt von Falk (Falk Rockstroh), dem langjährigen Butler der Familie. Zumal Konrad Adenauer einen Nazi-Ministerialrat wie den Juristen Hans Globke, Mitverfasser und Kommentator der Nürnberger Rassengesetze, in gleicher Funktion als Chef des Bundeskanzleramtes nach Bonn geholt und damit quasi rehabilitiert hat. Josef Mengele aber setzt sich vorsichtshalber nach Argentinien ab. Wo er in der feudalen Villa Clara in Buenos Aires zu Wagner-Klängen unter Hakenkreuz-Flaggen Martha (Friederike Becht), die Witwe seines Bruders Alois (Mirco Kreibich), als seine zweite Frau heiratet. Und seine fürchterlichen medizinischen Versuche weiterführt, die 1960 zu seiner kurzzeitigen Verhaftung führen. Als in Deutschland eine Kopfprämie auf ihn ausgesetzt wird und der Mossad Adolf Eichmann entführt hat, zieht er zusammen mit Martha und wenigen Getreuen wie Wolfgang Gerhard (Johannes Hegemann) nach Paraguay weiter. Bis hierhin eine in Schwarzweiß gefilmte Biographie nach dem Roman „La disparition de Josef Mengele“ von Olivier Guez aus dem Jahr 2017, wird der erste deutschsprachige Film des hierzulande auch als Theaterregisseur bekannten Russen Kirill Serebrennikov, zuletzt „Der Schneesturm“ von Vladimir Sorokin am Düsseldorfer Schauspielhaus, plötzlich farbig: 1943 kehrt Josef Mengele nach einjährigem freiwilligen Sanitätsdienst bei der Waffen-SS an der Ostfront heim ins Reich und genießt zusammen mit Gattin Irene (Dana Herfurth) die auf den ersten Blick so friedliche erscheinende „Normalität“ der vergleichsweise paradiesischen Idylle an der Soła, einem Nebenfluss der Weichsel. Die beim Konzert eines Orchesters Kleinwüchsiger zur Selektion an der „Rampe“ von Auschwitz ins Grauen umschlägt. 1962, Brasilien, die Bilder werden wieder Schwarzweiß. In der Fazenda Santa Lucia ist Josef Mengele alias Peter Hochbichler als Farmer tätig, „experimentiert“ jetzt mit Tieren. Der „Todesengel von Auschwitz“ ist nach wie vor von seiner wissenschaftlichen Mission überzeugt, hadert aber mit seinem Schicksal als Exilant. Was ihn nicht daran hindert, gegenüber seinen ungarischstämmigen Gastgebern, die er als „Zigeunerpack“ beschimpf, die Herrenmensch-Attitüde herauszukehren. São Paulo, 1978. Josef Mengele ist als Don Pedro auf seiner letzten Station bei Geza (Tilo Werner) und Gitta Stammer (Annamária Láng) gelandet. Ein von Alpträumen geplagter, kranker, einsamer Greis. Der nicht verstehen will, warum gerade er das Sinnbild des Bösen schlechthin darstellt: In Auschwitz gab es schließlich viele andere Ärzte. Den Rest gibt ihm ein unerwarteter Besucher: Sein inzwischen erwachsener Sohn aus erster Ehe, Rolf Mengele (Max Bretschneider), ein langhaariger 30-jähriger Langzeit-Studenten, hat ihn aufgespürt und will seinen Erzeuger zur Rede stellen. Aber es kommt nur zu einem letzten, stummen Aufeinandertreffen zwischen den Generationen… Kirill Serebrennikov erzählt, Hannah Arendts Erkenntnis von der „Banalität des Bösen“ entsprechend, aus der Perspektive Josef Mengeles und zeigt so, wie aus einem normalen, eher kleinbürgerlichen Menschen ein Monster werden kann. Dabei hat sich der Drehbuchautor und Regisseur eigenen Angaben zufolge von Jonathan Littells „Die Wohlgesinnten“ inspirieren lassen, dem Monolog eines SS-Offiziers. Sein 135-minütiger Film, vom 4. Juni bis 24. Juli 2023 in Lettland, Uruguay und Bayern gedreht, ist in drei Kapitel gegliedert, die mit Mengeles Decknamen Gregor, Peter und Pedro betitelt sind. Josef Mengele, auf geradezu unheimliche Weise ganz selbstverständlich verkörpert von August Diehl, ist übrigens 1979 vor der Küste von Bertiogan ertrunken und unter dem Namen Wolfgang Gerhard bestattet worden. Der Uraufführung am 20. Mai 2025 beim 78. Int. Filmfestval Cannes folgte die Deutsche Erstaufführung am 22. August 2025 auf dem 21. Festival des deutschen Films in Ludwigshafen samt Auszeichnung als „Bester Film“. Zum Kinostart am 23. Oktober 2025 läuft „Das Verschwinden des Josef Mengele“ im Casablanca Bochum, in den Schauburg-Häusern Dortmund und Gelsenkirchen, im Astra Essen sowie im Bambi Düsseldorf.

20:15 Uhr

'House of Banksy – An Unauthorized Exhibition'

Banksy-Ausstellung in Dortmund

Motive des derzeit wohl bekanntesten aber anonymen Straßenkünstlers Banksy, der mit seinen mal ironischen, mal politischen Graffitis bekannt wurde.

Dortmund. Die Pop-Up-Ausstellung „House of Banksy – An Unauthorized Exhibition“ lässt seit Mittwoch (17.12.2025) den anonymen Graffiti-Künstler Banksy in Dortmund hoch leben. Im ehemaligen C&A-Haus ist mit mehr als 150 Motiven eine umfangreiche Werkschau seiner Kunst zu sehen. Graffitis, Fotografien, Skulpturen, Videoinstallationen und Drucke wurden eigens für diese Schau reproduziert und sind jetzt an einem Ort zu sehen. Niemand weiß, wer Banksy ist, aber jeder kennt seinen Namen. Er ist einer der berühmtesten und gleichzeitig geheimnisvollsten Künstler der Welt. Banksy ist Untergrundkämpfer, Hotelbetreiber und ohne Zweifel der unumstrittene König der Straßenkunst, ein genialer Geist und Starkünstler, der mit seinen mal ironischen, mal politischen, aber stets poetischen Arbeiten die Menschen berührt und ihnen aus der Seele spricht. Seine Identität hält der Schätzungen zufolge etwa 45–50-jährige in Bristol geborene und bis heute anonyme Graffiti-Künstler bis heute erfolgreich geheim. Seine Werke dagegen erobern international nicht nur die Straßen, sondern auch die Auktionshäuser, und das höchst erfolgreich: Er gilt derzeit als einer der teuersten Künstler der Gegenwart. 2010 setzte ihn das „Time Magazine“ erstmals auf seine Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt, neben Persönlichkeiten wie Barack Obama, Steve Jobs oder Lady Gaga. Die Ausstellung läuft bis zum 15. März in Dortmund und ist montags bis sonntags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Letzter Einlass: Eine Stunde vor Ausstellungsende. Geschlossen hat das Haus am 24. und 25. Dezember 2025, am 1. Januar 2026. An Silvester, 31. Dezember 2025, ist die Ausstellung nur von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

seit 17. Dezember

Dienstag, 13. Januar

Kolping-Treffen in St. Barbara Röhlinghausen

Das Kirchenfenster in der St. Barbarakirche in Röhlinghausen.

In einem Vortrag, der am Dienstag, 13. Januar 2026, ab 15:45 Uhr in dem Gemeindehaus der Kath. Gemeinde St. Barbara an der Hofstraße stattfindet, geht es um die Aufgaben des neu gewählten Kirchenvorstandes St. Christophorus Wanne-Eickel für die kommenden Jahre. Referent ist Hubert Vorreiter, eingeladen dazu sind alle Interessierten.

15:45 Uhr

Ausschüsse tagen

Gremiensitzungen in der KW 3

Im Bürgersaal findet Ausschüsse statt.

In der kommenden Woche finden die Sitzungen folgender Gremien statt: Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung: Dienstag, 13. Januar 2026, 16 Uhr, Bürgersaal des Sud- und Treberhauses, Eickeler Markt 1. Schulausschuss: Mittwoch, 14. Januar 2026, 16 Uhr, in der neuen Mensa der Gesamtschule Mont-Cenis, Mont-Cenis-Straße 180. Ausschuss für Digitales, Infrastruktur und Mobilität: Donnerstag, 15. Januar 2026, 16 Uhr, Bürgersaal des Sud- und Treberhauses, Eickeler Markt 1. Tagesordnungen und Sitzungsunterlagen können im Ratsinformationssystem eingesehen werden.

16 Uhr

Neue Startzeit im Jahr 2026

Frauentreff bei der gfi Herne

gfi bei der Eröffnung Ort der Kulturen.

Die Gesellschaft zur Förderung der Integrationsarbeit in Herne (gfi) lädt wieder interessierte Frauen zu ihrem Frauentreff. Neu ist ab 2026 die Startzeit. Der Frauentreff findet jetzt immer um 17 Uhr statt. Der nächste Termin, zu dem die gfi einlädt, ist Dienstag, der 13. Januar 2026. Alle Frauen sind herzlich eingeladen bei Kaffee, Tee und Gebäck miteinander ins Gespräch zu kommen. Der Frauentreff findet in den Räumlichkeiten der gfi im Kulturzentrum "das O" an der Overwegstraße 32 (Eingang über den Schulhof) statt. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

17 Uhr

Nächsten Runde der Akustikreihe

Flottmann-Kneipe: Konzertsaison geht weiter

No Fishing eröffnen den Reigen der Konzertsaison 2026 in der Flottmann-Kneipe.

Auch in 2026 öffnet die Flottmann-Kneipe ihre Bühne wieder für lokale und regionale Musiktalente. Regelmäßig an den Dienstagabenden findet die Veranstaltung in der Kneipe an der Flottmannstraße 94 statt. Start ist am Dienstag, 13. Januar 2026, 19:30 Uhr mit „No Fishing“, einem Herner Original, die auch schon zur Premiere der Reihe im Januar 2024 spielten. Mit dieser nach wie vor beliebten Akustik-Kneipenkonzert-Reihe bietet Krystian Pietrzyk, Betreiber der Flottmann-Kneipe, auch unbekannteren Künstlern eine Plattform. Der Erfolg dieser Reihe zeigt sich in der großen Resonanz. Gästen wird eine Tischreservierung für die Dienstagskonzerte dringend empfohlen (Tel 02323 3983005, Mail info@flottmannkneipe.de). Bei freiem Eintritt haben im vergangenen Jahr zahlreiche Musikfreunde stimmungsvolle Abende mit Singer-Songwritern und Musik aus unterschiedlichen Genres erlebt.

19:30 Uhr

'House of Banksy – An Unauthorized Exhibition'

Banksy-Ausstellung in Dortmund

Motive des derzeit wohl bekanntesten aber anonymen Straßenkünstlers Banksy, der mit seinen mal ironischen, mal politischen Graffitis bekannt wurde.

Dortmund. Die Pop-Up-Ausstellung „House of Banksy – An Unauthorized Exhibition“ lässt seit Mittwoch (17.12.2025) den anonymen Graffiti-Künstler Banksy in Dortmund hoch leben. Im ehemaligen C&A-Haus ist mit mehr als 150 Motiven eine umfangreiche Werkschau seiner Kunst zu sehen. Graffitis, Fotografien, Skulpturen, Videoinstallationen und Drucke wurden eigens für diese Schau reproduziert und sind jetzt an einem Ort zu sehen. Niemand weiß, wer Banksy ist, aber jeder kennt seinen Namen. Er ist einer der berühmtesten und gleichzeitig geheimnisvollsten Künstler der Welt. Banksy ist Untergrundkämpfer, Hotelbetreiber und ohne Zweifel der unumstrittene König der Straßenkunst, ein genialer Geist und Starkünstler, der mit seinen mal ironischen, mal politischen, aber stets poetischen Arbeiten die Menschen berührt und ihnen aus der Seele spricht. Seine Identität hält der Schätzungen zufolge etwa 45–50-jährige in Bristol geborene und bis heute anonyme Graffiti-Künstler bis heute erfolgreich geheim. Seine Werke dagegen erobern international nicht nur die Straßen, sondern auch die Auktionshäuser, und das höchst erfolgreich: Er gilt derzeit als einer der teuersten Künstler der Gegenwart. 2010 setzte ihn das „Time Magazine“ erstmals auf seine Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt, neben Persönlichkeiten wie Barack Obama, Steve Jobs oder Lady Gaga. Die Ausstellung läuft bis zum 15. März in Dortmund und ist montags bis sonntags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Letzter Einlass: Eine Stunde vor Ausstellungsende. Geschlossen hat das Haus am 24. und 25. Dezember 2025, am 1. Januar 2026. An Silvester, 31. Dezember 2025, ist die Ausstellung nur von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

seit 17. Dezember

Mittwoch, 14. Januar

Veranstaltung im Gemeindehaus von St. Joseph

Willkommensfrühstück für Familien

Familien, die Nachwuchs bekommen haben, sind zum Willkommensfrühstück eingeladen (Symbolbild).

Familien, die Nachwuchs bekommen haben, sind zum Willkommensfrühstück am Mittwoch, 14. Januar 2026, um 10 Uhr in das Gemeindehaus von St. Joseph eingeladen. Hier besteht Gelegenheit zu netten Gesprächen, in Ruhe zu frühstücken und andere Familien kennenzulernen. Außerdem können sie sich über Angebote für Familien der Pfarrei St. Christophorus und der evangelischen Kirchengemeinde Wanne wie z.B. Krabbelgruppen, Kindergottesdienste, Taufe etc. informieren. Angeschrieben wurden Familien mit mindestens einem katholischen oder evangelischen Elternteil. Selbstverständlich sind auch weitere interessierte Familien herzlich willkommen. Zur besseren Planung wird um Anmeldung mit Angabe der Personenzahl bis zum 7. Januar 2026 gebeten.

10 Uhr

Anna Pocher stellt im HKB-Kunstpunkt aus

Von den Brettern an die Staffelei

Anna Pocher neben einer Öl-/Papier-Mischtechnik, die einen Hermaphroditen mit alchimistischen Symbolen eines Zürcher Codex aus dem 15. Jahrhundert zeigt.

„Das Sichtbare und das Verborgene“ ist der Titel der ersten Herner Einzelausstellung der 1953 in Turin geborenen Tänzerin, Choreographin, Folkwang-Dozentin und Bildenden Künstlerin Anna Pocher, die seit 2023 Mitglied im Herner Künstlerbund HKB’90 ist und auch zwei Collagen auf der aktuellen HKB-Jahresschau im Rathaus Herne zeigt. Wer jetzt Schauspieler oder andere in die Jahre gekommene Prominente vor Augen hat, die plötzlich ihre bildkünstlerische Ader entdecken, liegt bei Anna Pocher völlig falsch, die an der Accademia Albertina delle Belle Arti in Turin eine geradezu klassische vierjährige Ausbildung genoss: Malerei, Zeichnung, Plastik und Kunstgeschichte. „Der Akt des Sehens hat mein ganzes Leben begleitet und inspiriert“, so die in ihrer norditalienischen Heimatstadt ausgebildete Kunstpädagogin für die Grundschulen und die Mittelstufe. Ihre Collagen, die den größten Teil der in der Galerie Kunstpunkt gezeigten Arbeiten ausmachen, sind nicht nach dem Zufallsprinzip entstanden, sondern haben eine Komposition als Vorgabe: „Die Leere und die Fülle, Form und Raum der Bilder befinden sich im gegenseitigen Dialog.“ Was auch auf die Kohärenz der Farben zutrifft, die entweder miteinander verschmelzen oder kontrastieren. Eine dieser durchaus auch politischen Collagen, die sich ästhetisch an denen der 1920er und 1930er Jahre etwa in der AIZ (Arbeiter-Illustrierte-Zeitung) orientieren, zeigt von Berliner Polizisten verprügelte protestierende Arbeiter in der Weimarer Republik in Verbindung mit einem friedlichen Alltagsmotiv einer Einkaufsmeile in der Wirtschaftswunderzeit der Fünfziger Jahre. Das erinnert daran, dass Anna Pocher, die Ende der 1970er Jahre als Tänzerin ins Bremer Ensemble Reinhild Hoffmanns eintrat, im Dezember 1992 am Schauspielhaus Bochum in ihrer Choreographie „Volx-Muzak“, der Titel bezieht sich auf das frühere Gedudel in unseren Konsumtempeln, eine betriebliche Weihnachtsfeier ironisch aufs Korn genommen hat. Anna Pochers Arbeiten, auch die geradezu altmeisterlichen Ölgemälde, bilden eine eigene Welt in sich und wollen rein assoziativ wahrgenommen werden. Sie sind häufig sinnlicher Natur wie bei einem kleinformatigen Gemälde, das einen Klavierspieler ohne Klavier und eine unter ihm sitzende nackte Frau zeigt. Die Motive sind auf den ersten Blick nicht immer miteinander in Verbindung zu bringen: Anna Pocher liebt das Verborgene und den versteckten Humor der einzelnen Figuren. Weshalb es sich doppelt lohnt, auf der Vernissage am Sonntag, 11. Januar 2026 oder der Finissage am Sonntag, 15. Februar 2026 mit der Künstlerin ins Gespräch zu kommen. Die zumindest einige Herner Tanztheater-Liebhaber noch in bester Erinnerung haben etwa in der zum Berliner Theatertreffen eingeladenen Hoffmann-Choreographie „Könige und Königinnen“, wo sie auf furiose Weise mit Julie Shanahan zwei Rivalinnen verkörperte. Oder in „Verreist“, einer Reise durch die Lebensabschnitte der Menschen von der Geburt bis zum Tod. Unvergesslich das narrative Tanz-Theater „Machandel“, das die Märchen der Brüder Grimm mit archaischen Menschheits-Riten verband. Wie auch „Ich schenk‘ mein Herz“ über das so schwer zu machende Leichte in der Operette: Anna Pocher und Annamirl van der Pluym als zwei Herzdamen, die walzerselig herumwirbelnd um gleich drei Tenöre buhlen. Die Ausstellung „Das Sichtbare und das Verborgene“ mit Arbeiten von Anna Pocher wird am Sonntag, 11. Januar 2026, um 11.30 Uhr in der Galerie Kunstpunkt, Mont-Cenis-Straße 296, eröffnet und kann anschließend bis zum 15. Februar 2026 jeweils mittwochs und sonntags zwischen 15 und 18 Uhr besichtigt werden. Auf der Vernissage wird der Bochumer Schauspieler Maximilian Strestik nicht nur einführende Worte sprechen nach der Begrüßung durch die 2. Vorsitzende des Herner Künstlerbundes, Gisela Schulte. Die Finissage am Sonntag, 15. Februar 2026, um 15 Uhr wird musikalisch gerahmt durch den Folkwang-Absolventen Anton Richard auf dem Violoncello.

15 Uhr

Ausschüsse tagen

Gremiensitzungen in der KW 3

Im Bürgersaal findet Ausschüsse statt.

In der kommenden Woche finden die Sitzungen folgender Gremien statt: Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung: Dienstag, 13. Januar 2026, 16 Uhr, Bürgersaal des Sud- und Treberhauses, Eickeler Markt 1. Schulausschuss: Mittwoch, 14. Januar 2026, 16 Uhr, in der neuen Mensa der Gesamtschule Mont-Cenis, Mont-Cenis-Straße 180. Ausschuss für Digitales, Infrastruktur und Mobilität: Donnerstag, 15. Januar 2026, 16 Uhr, Bürgersaal des Sud- und Treberhauses, Eickeler Markt 1. Tagesordnungen und Sitzungsunterlagen können im Ratsinformationssystem eingesehen werden.

16 Uhr

Innovative Ideen können gefördert werden

Mikroprojekte der Gesundheitsförderung gesucht

Suchen Mikroprojekte im Bereich der Gesundheitsförderung zur Unterstützung: (v.li.) Stephanie Jordan, Stadträtin, Nikolai Salzmann und Benedict Bösing von der Techniker Krankenkasse, Rasmus Nell von der Abteilung Gesundheitsförderung und -planung der Stadt Herne, Dr. Angelika Burrichter, Fachbereichsleitung Gesundheit, und Malina Schäfer-König, Abteilungsleitung Gesundheitsförderung und -planung.

Der Fachbereich Gesundheit der Stadt Herne und die Techniker Krankenkasse suchen innovative Projektideen in den Bereichen „Mentale Gesundheit“ und „Gesundheitskompetenz“. Die Techniker Krankenkasse stellt der Kommune dafür im kommenden Jahr 40.000 Euro zur Verfügung. Die Projektlaufzeit erstreckt sich vom 1. April bis zum 30. September 2026. Es sollen möglichst mehrere Projekte mit einem Umfang von je maximal 5.000 Euro gefördert werden. Gesucht werden Projekte, die in den Stadtteilen umgesetzt werden und einen Beitrag zur Gesundheitsförderung leisten. Die Projekte sollen gesundheitsförderliches Verhalten stärken und Menschen in schwierigen Lebenslagen dabei helfen, Zugang zu entsprechenden Strukturen in der Stadt zu finden. Antragsberechtigt sind Einrichtungen, Initiativen und Vereine freier Träger sowie städtische Institutionen. Für Schulen und Kindertagesstätten bestehen andere Fördermöglichkeiten der Techniker Krankenkasse. Gefördert werden ausschließlich neue Projekte oder solche, die bereits bestehende Ansätze weiterentwickeln. Die Fördermittel stehen vorrangig für Personalkosten oder Honorare zur Verfügung, zu mindestens 90 Prozent. Die Stadt Herne lädt alle Interessierten an zwei Terminen zu sogenannten Antragswerkstätten ein. Hier werden alle Fragen rund um die Antragsstellung, Förderkriterien und den Verwendungsnachweis ausführlich beantwortet. Die erste Antragswerkstatt findet am Mittwoch, 14. Januar 2026, von 16 bis 18 Uhr im Stadt Forum in Herne-Mitte, Bahnhofstraße 65, statt. Bei der zweiten Veranstaltung handelt es sich um einen Online-Termin am Montag,19. Januar 2026, von 16 bis 18 Uhr. Es handelt sich jeweils um die gleiche Veranstaltung. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung unter www.herne.de/tkv nötig. Anträge können ab sofort bis Samstag, 28. Februar 2026, online unter www.herne.de/tkv eingereicht werden. Alle eingereichten Projekte müssen den Qualitätsrichtlinien des Leitfadens Prävention des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenkasse entsprechen. Weitere Informationen zu den Förderkriterien gibt es online. Beratung dazu gibt es von Rasmus Nell aus der Abteilung Gesundheitsförderung und -planung im Fachbereich Gesundheit der Stadt Herne per Email an tkv@herne.de oder telefonisch unter 0 23 23 / 16 - 45 91.

16 Uhr

Veranstaltung in der Sporthalle am Sportpark

Öffentlichkeitsdialog für 'Blumenthal hoch3' startet

Für das Blumenthal-Gelände startet am Mittwoch, 14. Januar 2026, der Öffentlichkeitsdialog.

Wie bereits Mitte Dezember anlässlich der Vorstellung der neuen Wort-Bild-Marke des Stadtentwicklungsprojekts „Blumenthal hoch3“ angekündigt (halloherne berichtete), startet der begleitende Öffentlichkeitsdialog am Mittwoch, 14. Januar 2026, ab 17 Uhr mit einer Auftaktveranstaltung in der Sporthalle am Sportpark (Im Sportpark 20, 44652 Herne). „Wir setzen damit den Kurs fort, den wir mit der Arbeit des 'Kommunalen Entwicklungsbeirats‘ bei der gemeinsamen Erarbeitung von Planungsempfehlungen an Verwaltung und Politik erfolgreich eingeschlagen haben: Wir hören zu, wir binden ein und nehmen gerne Vorschläge zur Verbesserung mit“, sagt Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda. Die Veranstaltung ist der Auftakt zu einem umfassenden Dialog- und Beteiligungsprozess. „Ziel ist es, die Vorstellungen der Menschen in Herne und Wanne-Eickel in Erfahrung zu bringen: Welche Erwartungen haben sie? Was sollte bei der weiteren Planung möglichst berücksichtigt werden? Was ist ihnen wichtig?“, erläutert Ronald Graf, Geschäftsführer der Blumenthal Entwicklungsgesellschaft mbH (BEG) das Verfahren. Bei der Veranstaltung werden auch Vertreter des mit der nun folgenden Detailplanung beauftragten, international tätige Architektur- und Planungsbüros „De zwarte Hond“ zugegen sein. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit 'De zwarte Hond‘ für die Planungsleistungen im weiteren Prozess einen renommierten Partner an unserer Seite haben, der in Deutschland unter anderem die Neugestaltung des Tempelhofer Felds in Berlin verantwortet hat. Das unterstreicht noch einmal deutlich den Qualitätsanspruch, mit dem wir das Quartier entwickeln wollen“, so Frank Dudda. Die Teilnahme am Öffentlichkeitsdialog ist ohne Voranmeldung möglich. „Wir wünschen uns eine rege Beteiligung und freuen uns auf den Austausch mit den Menschen in der Stadt“, fasst Ronald Graf die Erwartungshaltung von Stadt und Projektgesellschaft zusammen. Weitere Informationen zur Veranstaltung sowie zum Projekt „Blumenthal hoch3“ sind jederzeit Verfügung unter: www.blumenthalhoch3.de.

17 Uhr

Das Verschwinden des Josef Mengele

Der Todesengel von Auschwitz

Josef Mengele (August Diehl) beim Blick in den Spiegel: Eine Mischung aus Sentimentalität, Wut, Enttäuschung, Größenwahn und Selbstverliebtheit kulminiert in der Erkenntnis, dass er zwar Deutschland hinter sich gelassen hat, sich selbst aber nicht entkommen kann.

Im Rahmen des VHS-Filmforum läuft „Das Verschwinden des Josef Mengele“ dreimal in der Filmwelt Herne: Sonntag, 11. Januar 2026, 12.30 Uhr, Montag, 12. Januar 2026, 20.15 Uhr und Mittwoch, 14. Januar 2026, 17.30 Uhr. São Paulo, 2023. In der medizinischen Fakultät der Universität erläutert der Professor seinen Studenten, wer Josef Mengele war, dessen sterbliche Überreste vor ihnen liegen. Rückblende, Buenos Aires, 1956. Unter dem Namen Gregor lebt Josef Mengele (überragend: August Diehl), der leitende Lagerarzt des ehemaligen Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau, im Exil. Unterstützt durch ein Netzwerk Ewiggestriger und finanziert von seiner Familie, gelingt es ihm, über dreißig Jahre hinweg der internationalen Justiz – und besonders dem israelischen Geheimdienst Mossad – zu entkommen. München, 1965. Josef Mengele ist aus Brasilien mit bundesdeutschem Pass zurückgekehrt zur Beerdigung seines Vaters Karl Mengele (Paraderolle für Burghart Klaußner). Der ihn nach Kriegsende zunächst in seinem Unternehmen im bayerischen Günzburg beherbergt hatte, umsorgt von Falk (Falk Rockstroh), dem langjährigen Butler der Familie. Zumal Konrad Adenauer einen Nazi-Ministerialrat wie den Juristen Hans Globke, Mitverfasser und Kommentator der Nürnberger Rassengesetze, in gleicher Funktion als Chef des Bundeskanzleramtes nach Bonn geholt und damit quasi rehabilitiert hat. Josef Mengele aber setzt sich vorsichtshalber nach Argentinien ab. Wo er in der feudalen Villa Clara in Buenos Aires zu Wagner-Klängen unter Hakenkreuz-Flaggen Martha (Friederike Becht), die Witwe seines Bruders Alois (Mirco Kreibich), als seine zweite Frau heiratet. Und seine fürchterlichen medizinischen Versuche weiterführt, die 1960 zu seiner kurzzeitigen Verhaftung führen. Als in Deutschland eine Kopfprämie auf ihn ausgesetzt wird und der Mossad Adolf Eichmann entführt hat, zieht er zusammen mit Martha und wenigen Getreuen wie Wolfgang Gerhard (Johannes Hegemann) nach Paraguay weiter. Bis hierhin eine in Schwarzweiß gefilmte Biographie nach dem Roman „La disparition de Josef Mengele“ von Olivier Guez aus dem Jahr 2017, wird der erste deutschsprachige Film des hierzulande auch als Theaterregisseur bekannten Russen Kirill Serebrennikov, zuletzt „Der Schneesturm“ von Vladimir Sorokin am Düsseldorfer Schauspielhaus, plötzlich farbig: 1943 kehrt Josef Mengele nach einjährigem freiwilligen Sanitätsdienst bei der Waffen-SS an der Ostfront heim ins Reich und genießt zusammen mit Gattin Irene (Dana Herfurth) die auf den ersten Blick so friedliche erscheinende „Normalität“ der vergleichsweise paradiesischen Idylle an der Soła, einem Nebenfluss der Weichsel. Die beim Konzert eines Orchesters Kleinwüchsiger zur Selektion an der „Rampe“ von Auschwitz ins Grauen umschlägt. 1962, Brasilien, die Bilder werden wieder Schwarzweiß. In der Fazenda Santa Lucia ist Josef Mengele alias Peter Hochbichler als Farmer tätig, „experimentiert“ jetzt mit Tieren. Der „Todesengel von Auschwitz“ ist nach wie vor von seiner wissenschaftlichen Mission überzeugt, hadert aber mit seinem Schicksal als Exilant. Was ihn nicht daran hindert, gegenüber seinen ungarischstämmigen Gastgebern, die er als „Zigeunerpack“ beschimpf, die Herrenmensch-Attitüde herauszukehren. São Paulo, 1978. Josef Mengele ist als Don Pedro auf seiner letzten Station bei Geza (Tilo Werner) und Gitta Stammer (Annamária Láng) gelandet. Ein von Alpträumen geplagter, kranker, einsamer Greis. Der nicht verstehen will, warum gerade er das Sinnbild des Bösen schlechthin darstellt: In Auschwitz gab es schließlich viele andere Ärzte. Den Rest gibt ihm ein unerwarteter Besucher: Sein inzwischen erwachsener Sohn aus erster Ehe, Rolf Mengele (Max Bretschneider), ein langhaariger 30-jähriger Langzeit-Studenten, hat ihn aufgespürt und will seinen Erzeuger zur Rede stellen. Aber es kommt nur zu einem letzten, stummen Aufeinandertreffen zwischen den Generationen… Kirill Serebrennikov erzählt, Hannah Arendts Erkenntnis von der „Banalität des Bösen“ entsprechend, aus der Perspektive Josef Mengeles und zeigt so, wie aus einem normalen, eher kleinbürgerlichen Menschen ein Monster werden kann. Dabei hat sich der Drehbuchautor und Regisseur eigenen Angaben zufolge von Jonathan Littells „Die Wohlgesinnten“ inspirieren lassen, dem Monolog eines SS-Offiziers. Sein 135-minütiger Film, vom 4. Juni bis 24. Juli 2023 in Lettland, Uruguay und Bayern gedreht, ist in drei Kapitel gegliedert, die mit Mengeles Decknamen Gregor, Peter und Pedro betitelt sind. Josef Mengele, auf geradezu unheimliche Weise ganz selbstverständlich verkörpert von August Diehl, ist übrigens 1979 vor der Küste von Bertiogan ertrunken und unter dem Namen Wolfgang Gerhard bestattet worden. Der Uraufführung am 20. Mai 2025 beim 78. Int. Filmfestval Cannes folgte die Deutsche Erstaufführung am 22. August 2025 auf dem 21. Festival des deutschen Films in Ludwigshafen samt Auszeichnung als „Bester Film“. Zum Kinostart am 23. Oktober 2025 läuft „Das Verschwinden des Josef Mengele“ im Casablanca Bochum, in den Schauburg-Häusern Dortmund und Gelsenkirchen, im Astra Essen sowie im Bambi Düsseldorf.

17:30 Uhr

Das Projekt Blumenthal tritt künftig unter diesem Namen auf

Neue Marke: 'Blumenthal hoch3'

Stellen das neue Blumenthal Logo vor: (v.l.) Jutta Schlotthauer (Agentur „dot.blue“), Dezernent Stefan Thabe, Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda und Ronald Graf (Geschäftsführer der städtischen Blumenthal-Entwicklungsgesellschaft mbH).

Das Stadtentwicklungsprojekt Blumenthal tritt künftig unter der Wort-Bild-Marke „Blumenthal hoch3“ auf. Gemeinsam mit der Kommunikationsagentur „dot.blue“, welche die Entwicklung der Marke verantwortet, stellten Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda und Ronald Graf, Geschäftsführer der städtischen Blumenthal- Entwicklungsgesellschaft mbH (BEG), den Medien am Donnerstag (11.12.2025) die Marke und ihre grafische Gestaltung vor. „Die neue Projekt-Marke 'Blumenthal hoch 3‘ verbindet auf überzeugende Weise die im Vorfeld definierten Auflagen: ein klarer und verständlicher Bezug zum Projekt, eine Vergegenständlichung des hochtechnologischen Profils der auf dem Areal künftig anzusiedelnden Arbeitsplätze und die Differenzierung der Gesamtfläche nach den verschiedenen Teilarealen“, freut sich Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda über das Ergebnis. Zudem nehme das Logo in seiner farbigen Variante die Grundfarben des bekannten Corporate Designs der Stadt Herne auf. Jutta Schlotthauer von der Agentur „dot.blue“ ergänzt: „Das geplante Innovationsquartier hebt die Nutzung des ehemaligen Zechenareals buchstäblich auf ein neues Level. Das spiegelt sich auch in der von uns entwickelten Wort-Bild-Marke wider, die viele Bezüge zur geplanten Entwicklung der Fläche herstellt. Zudem sorgen der Begriff 'Blumenthal‘ sowie die Stadtfarben für eine hohe Wiedererkennbarkeit und stärken die Identifikation der Stadtgesellschaft mit diesem zukunftsweisenden Projekt.“ Die nicht-mathematische Schreibweise ist bewusst gewählt, um die Marke auch in der Schriftsprache unkompliziert und unverfälscht einsetzen zu können. Die ergänzenden grafischen Gestaltungselemente visualisieren zudem einerseits die Potenz Drei, zum anderen stehen sie für die drei Teilflächen, die im Rahmen des Blumenthal-Entwicklungskonzepts auf dem Areal entwickelt werden sollen. Und schließlich verweist die ausgeschriebene mathematische Potenz „hoch3“ an sich auch noch einmal auf die geplante verkehrliche Erschließung des Blumenthal-Geländes per urbaner Seilbahn. Mit Blick auf die zugrundeliegende Gesamtplanung erinnerte Frank Dudda noch einmal an die einvernehmlichen Planungsempfehlungen, die im Rahmen eines breit aufgestellten Beteiligungsprozesses von wichtigen Gruppen und Akteuren der Stadtgesellschaft erarbeitet worden waren: „Im Ergebnis sehen wir unter anderem eine klare Festlegung, dass annähernd 60 Prozent der Blumenthal-Fläche als Natur- und Freiflächen als öffentliches Naherholungsgebiet im Herzen der Stadt erhalten bleiben werden.“ Für die Stadtentwicklungsgesellschaft gab Geschäftsführer Ronald Graf einen Ausblick auf die nächsten Schritte im Rahmen der Projektentwicklung: „Mitte Januar werden wir mit einer ersten Runde in Sachen Öffentlichkeitsbeteiligung starten. Insofern war nun ein guter Zeitpunkt, die Wort-Bild-Marke des Projekts öffentlich vorzustellen, weil diese in den kommenden Wochen in der Stadt in dem Maße wahrnehmbarer wird, wie die Kommunikation rund um die Öffentlichkeitsbeteiligung anläuft.“ Als Termin für die Dialogveranstaltung steht Mittwoch, 14. Januar 2026 bereits fest: An diesem Tag laden BEG und Stadt Herne interessierte Bürger in der Zeit von 17:30 bis 20:30 Uhr in die „Sporthalle im Sportpark“, Im Sportpark 20, ein. Erste Informationen über das Projekt sind ferner der Projekt-Website zu entnehmen, die mit der Pressekonferenz unter der Adresse www.blumenthalhoch3.de ebenso startet, wie entsprechende Präsenzen auf den einschlägigen Social Media-Kanälen.

17:30 Uhr

Klasse Besetzung mit Hape Kerkeling und Christoph Maria Herbst

'Extrawurst' ist eine hintergründige Realsatire

Der ewige 2. Vorsitzende Matthias Scholz (Friedrich Mücke), der Berliner Neuzugang Torsten Pfaff (Christoph Maria Herbst) und der ewige Patriarch Heribert Bräsemann (Hape Kerkeling, v.l.) bei der Lagebesprechung in der Umkleide.

„Abgehakt und Streusand drüber“: Eigentlich ist es reine Formsache am Ende einer überlangen Jahreshauptversammlung des TC Lengenheide, in der es bisher um die geplante und völlig unstrittige Grundsanierung des Vereinsheims gegangen ist. Dass Heribert Bräsemann (Paraderolle für Hape Kerkeling), der seit 25 Jahren stets einstimmig gewählte Vorsitzende des Tennisclubs vor den Toren Kölns, seinem Schwager Peter Lohr (Andreas Windhuis) den Auftrag zugeschustert hat, führt bei den Clubmitgliedern noch nicht einmal zum Achselzucken. „Im Frieden und im Krieg bringt Einigkeit den Sieg“: Sie sind es gewohnt, dem einerseits zwar jovialen, andererseits aber höchst selbstherrlich regierenden Patriarchen Bräsemann ohne Widerrede zu folgen – etwa bei der einheitlichen Tenniskleidung in Weiß. Seinem sich seit Jahr und Tag übergangenen fühlenden Stellvertreter Matthias Scholz (Friedrich Mücke), dem seine ehrgeizige Mutter Elisabeth Scholz (Gaby Dohm) im Nacken sitzt, bleibt da nur, nach der ermüdenden Powerpoint-Präsentation der geplanten Umbaumaßnahmen den Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ aufzurufen. Welcher in der Regel schnell abgehakt ist, weshalb der Koch (Stefano Zarrella) des Vereinsheims bereits die Platten für den gemütlichen Teil der Versammlung auffahren lässt. Zur Überraschung aller meldet sich Melanie Pfaff (Anja Knauer) mit einem Vorschlag zu Wort, der allgemeines Stirnrunzeln erzeugt: Die vor noch nicht langer Zeit zusammen mit ihrem Gatten, dem hippen, stets den witzigen Intellektuellen herauskehrende Werbetexter Torsten Pfaff (Christoph Maria Herbst), von Berlin in die rheinische Provinz gekommene aktive Tennisspielerin schlägt vor, zum bereits beschlossenen neuen Super-Gasgrill mit vier Etagen samt Pizza-Stein bis zum nächsten Sommerfest einen zweiten, ruhig einfacheren Holzkohlen-Grill anzuschaffen. Und zwar für ihren Doppelpartner Erol Oturan (Fahri Yardim), dem einzigen muslimischen Mitglied des Vereins, und dessen Familie: Gläubige Muslime dürfen ihre Grillwürste bekanntlich nicht auf einen Rost legen, auf dem zuvor Schweinefleisch gebrutzelt hat. Melanies Wort hat Gewicht, ist sie doch innerhalb kurzer Zeit zu einem sportlichen Aushängeschild des Vereins geworden. Doch der von ihr angesprochene Erol, seit Teenagertagen voll integriertes Vereinsmitglied und überdies deutscher Staatsbürger, will für sich und die Seiten keine Extrawurst gebraten bekommen und daher auch künftig keine Extrawürste grillen. Während der Platzwart Hans Günther Schnippering (Milan Peschel) die Ballmaschine repariert mit durchaus schmerzhaften Folgen für das eine oder andere Vereinsmitglied, entspannt sich rasch ein turbulenter Schlagabtausch u.a. mit dem bisherigen „Mehrheitsbratwurst“-Lieferanten, Metzgermeister Heinz Gumberger (Patrick Joswig), bei dem die Protokollführerin Anne Ackermeier (Katrin Röver) bald nicht mehr mitkommt. Zumal sich die immer persönlicher geführte Debatte gefährlich zuspitzt und tiefgreifende gesellschaftliche Konflikte offenbart, die auch von Melanies grenzenloser Toleranz und Torstens trockenen verbalen Einwürfen nicht zugekleistert werden können. Dabei waren die Pfaffs doch vor Hundekacke, Drogenexzessen, Spielplatz-Schlägereien und nerviger Parkplatz-Suche bewusst aus der Hauptstadt tief in den Westen geflüchtet! Bald spielt der zweite Grill für die „Türkenwurst“ gar keine Rolle mehr… „Extrawurst“ von Dietmar Jacobi und Moritz Netenjakob war in der Spielzeit 2021/22 das meistgespielte deutsche Stück auf den Theaterbühnen. Das naturgemäß nur im Vereinslokal des TC Langenheide spielte, während Marcus H. Rosenmüller für seine Leinwand-Adaption mit erweitertem Figurenarsenal vom 14. April bis 28. Mai 2025 das gesamte Vereinsgelände des RTHC (Ruder-Tennis-Hockey-Club) Bayer Leverkusen einschließlich des Clubhaus-Restaurants Rococo zur Verfügung stand. Wobei das Eigenheim des Präsidenten Bräsemann, Ort eines makabren Treppenlift-Unfalls, in Köln gefunden wurde. Es bleibt bei diesem einzigen Spoiler, um den knapp hundertminütigen Spaß an dieser ungemein hintergründig-witzigen, nichts und Niemanden schonenden realsatirischen Komödie nicht zu verderben, die nicht zuletzt der Klasse-Besetzung zu verdanken ist. Vor dem Kinostart am Donnerstag, 15. Januar 2026 sind zahlreiche Previews nicht nur in den Multiplexen angekündigt: Am Sonntag, 11. Januar 2026, im Capitol Bochum und der Schauburg Gelsenkirchen (beide 13 Uhr) sowie in der Lichtburg Essen (17.30 Uhr), am Montag, 12. Januar 2026, im Atelier Düsseldorf (19 Uhr) und im Casablanca Bochum (20.15 Uhr) sowie am Mittwoch, 14. Januar 2026 um 17.40 Uhr in der Filmwelt Herne.

17:40 Uhr

Elternschule des Marien Hospital Herne lädt ein

Infoabend für werdende Eltern

Die Elternschule lädt zu einem Infoabend für werdende Eltern ein.

Am Mittwoch, 14. Januar 2026, um 18 Uhr, lädt die Elternschule des Marien Hospital Herne werdende Eltern zum Informationsabend mit Kreißsaalführung in Präsenz ein. An dem Abend informiert das Team der Geburtshilfe des Marien Hospital Herne gemeinsam mit einem Anästhesisten zu den Themen Schwangerschaft, Geburt, Schmerzerleichterung und Wochenbett. Außerdem sollen die familienorientierte natürliche Geburtsvorbereitung, die selbstbestimmte Geburt sowie der hebammengeführte Kreißsaal erläutert werden. Die Veranstaltung findet in den Hörsälen 1 – 3 des Marien Hospital Herne, Hölkeskampring 40, 44625 Herne, statt. Beginn der Veranstaltung ist 18 Uhr. Es ist keine Anmeldung nötig.

18 Uhr

vhs Vortrag

Livestream: Datenschutzrechte

Die vhs am Willi-Pohlmann-Platz.

Am Mittwoch, 14. Januar 2026, lädt die vhs Herne von 18:30 bis 20 Uhr zum Livestream in Bezug auf Datenschutzrechte ein. Die Teilnahmegebühr beträgt 10 Euro. Hier geht es zur Anmeldung. Zur Veranstaltung heißt es: „Einer Hotelkette werden 500 Millionen Datensätze von Kunden gestohlen – inklusive Kreditkartendaten. Erst im Gerichtsverfahren räumt das Unternehmen ein, dass die Daten nicht ausreichend gesichert waren. Informieren will man die Betroffenen aber nicht, obwohl man es müsste. Dieser Fall ist sicher extrem, aber bei weitem kein Einzelfall. Tagtäglich verletzen Unternehmen und andere Stellen die Rechte der Personen, deren Daten sie verarbeiten. Dabei hilft ihnen die Unwissenheit der meisten Betroffenen. Im Vortrag lernen Sie die sogenannten „Betroffenenrechte“ aus der DSGVO kennen und anzuwenden.“

18:30 Uhr

'Wunschkonzert' in der Zille lädt zum Mitmachen ein

ID55 stellt Programm für 2026 vor

Der Verein ID55 stellt das Programm für 2026 vor und lädt zu einem Wunschkonzert in die Zille ein.

Wann, wenn nicht jetzt? Um die zweite Lebenshälfte aktiv und gemeinsam zu gestalten, dazu bietet in Herne der Verein „ID55 - anders alt werden“ viele Möglichkeiten. Unter dem Motto „Das Beste kommt noch“ stellt ID55 am Mittwoch, 14. Januar 2026, beim bekannten „ID55-Wunschkonzert“ im Restaurant „Zille“ die Programmangebote für 2026 vor und lädt zum Mitgestalten ein. Zum Jahresprogramm gehören neben den monatlichen Mittwochstreffs mit aktuellen Vorträgen u.a. die ID55-Schreibwerkstatt, IT-Workshops, die ID55-Mittagsmaler, eine Radfahrgruppe, Kochtreffs, Exkursionen, Wanderungen und Spaziergänge. Wer Lust hat, kann sich in der ID55-Redaktion engagieren, über die die Social Media Kanäle und die Webseite des Vereins sowie der Podcast „Zwischen TikTok und Tagesschau“ betreut werden. Nach langer Pause wird erstmals wieder eine Reise mit ID55 angeboten. Darüber hinaus sind alle Gäste des Abends eingeladen, ihre ganz persönlichen Wünsche für ein aktives Älterwerden in Gemeinschaft zu formulieren und bei Interesse im Verein mitzugestalten. Der Verein ID55 - anders alt werden wurde 2011 gegründet, ist seit 2012 Mitglied der Paritätischen Kreisgruppe Herne und gehört seit 2025 dem Seniorenbeirat der Stadt an. Aktuell zählt ID55 heute rund 160 Mitglieder. Programmangebote stehen grundsätzlich auch Nicht-Mitgliedern offen. Das ID55-Wunschkonzert beginnt um 19 Uhr im Restaurant „Zille“, Willi-Pohlmann-Platz 1, Herne. Nicht-Mitglieder sind herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei.

19 Uhr

'House of Banksy – An Unauthorized Exhibition'

Banksy-Ausstellung in Dortmund

Motive des derzeit wohl bekanntesten aber anonymen Straßenkünstlers Banksy, der mit seinen mal ironischen, mal politischen Graffitis bekannt wurde.

Dortmund. Die Pop-Up-Ausstellung „House of Banksy – An Unauthorized Exhibition“ lässt seit Mittwoch (17.12.2025) den anonymen Graffiti-Künstler Banksy in Dortmund hoch leben. Im ehemaligen C&A-Haus ist mit mehr als 150 Motiven eine umfangreiche Werkschau seiner Kunst zu sehen. Graffitis, Fotografien, Skulpturen, Videoinstallationen und Drucke wurden eigens für diese Schau reproduziert und sind jetzt an einem Ort zu sehen. Niemand weiß, wer Banksy ist, aber jeder kennt seinen Namen. Er ist einer der berühmtesten und gleichzeitig geheimnisvollsten Künstler der Welt. Banksy ist Untergrundkämpfer, Hotelbetreiber und ohne Zweifel der unumstrittene König der Straßenkunst, ein genialer Geist und Starkünstler, der mit seinen mal ironischen, mal politischen, aber stets poetischen Arbeiten die Menschen berührt und ihnen aus der Seele spricht. Seine Identität hält der Schätzungen zufolge etwa 45–50-jährige in Bristol geborene und bis heute anonyme Graffiti-Künstler bis heute erfolgreich geheim. Seine Werke dagegen erobern international nicht nur die Straßen, sondern auch die Auktionshäuser, und das höchst erfolgreich: Er gilt derzeit als einer der teuersten Künstler der Gegenwart. 2010 setzte ihn das „Time Magazine“ erstmals auf seine Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt, neben Persönlichkeiten wie Barack Obama, Steve Jobs oder Lady Gaga. Die Ausstellung läuft bis zum 15. März in Dortmund und ist montags bis sonntags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Letzter Einlass: Eine Stunde vor Ausstellungsende. Geschlossen hat das Haus am 24. und 25. Dezember 2025, am 1. Januar 2026. An Silvester, 31. Dezember 2025, ist die Ausstellung nur von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

seit 17. Dezember

Donnerstag, 15. Januar

Klasse Besetzung mit Hape Kerkeling und Christoph Maria Herbst

'Extrawurst' ist eine hintergründige Realsatire

Der ewige 2. Vorsitzende Matthias Scholz (Friedrich Mücke), der Berliner Neuzugang Torsten Pfaff (Christoph Maria Herbst) und der ewige Patriarch Heribert Bräsemann (Hape Kerkeling, v.l.) bei der Lagebesprechung in der Umkleide.

„Abgehakt und Streusand drüber“: Eigentlich ist es reine Formsache am Ende einer überlangen Jahreshauptversammlung des TC Lengenheide, in der es bisher um die geplante und völlig unstrittige Grundsanierung des Vereinsheims gegangen ist. Dass Heribert Bräsemann (Paraderolle für Hape Kerkeling), der seit 25 Jahren stets einstimmig gewählte Vorsitzende des Tennisclubs vor den Toren Kölns, seinem Schwager Peter Lohr (Andreas Windhuis) den Auftrag zugeschustert hat, führt bei den Clubmitgliedern noch nicht einmal zum Achselzucken. „Im Frieden und im Krieg bringt Einigkeit den Sieg“: Sie sind es gewohnt, dem einerseits zwar jovialen, andererseits aber höchst selbstherrlich regierenden Patriarchen Bräsemann ohne Widerrede zu folgen – etwa bei der einheitlichen Tenniskleidung in Weiß. Seinem sich seit Jahr und Tag übergangenen fühlenden Stellvertreter Matthias Scholz (Friedrich Mücke), dem seine ehrgeizige Mutter Elisabeth Scholz (Gaby Dohm) im Nacken sitzt, bleibt da nur, nach der ermüdenden Powerpoint-Präsentation der geplanten Umbaumaßnahmen den Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ aufzurufen. Welcher in der Regel schnell abgehakt ist, weshalb der Koch (Stefano Zarrella) des Vereinsheims bereits die Platten für den gemütlichen Teil der Versammlung auffahren lässt. Zur Überraschung aller meldet sich Melanie Pfaff (Anja Knauer) mit einem Vorschlag zu Wort, der allgemeines Stirnrunzeln erzeugt: Die vor noch nicht langer Zeit zusammen mit ihrem Gatten, dem hippen, stets den witzigen Intellektuellen herauskehrende Werbetexter Torsten Pfaff (Christoph Maria Herbst), von Berlin in die rheinische Provinz gekommene aktive Tennisspielerin schlägt vor, zum bereits beschlossenen neuen Super-Gasgrill mit vier Etagen samt Pizza-Stein bis zum nächsten Sommerfest einen zweiten, ruhig einfacheren Holzkohlen-Grill anzuschaffen. Und zwar für ihren Doppelpartner Erol Oturan (Fahri Yardim), dem einzigen muslimischen Mitglied des Vereins, und dessen Familie: Gläubige Muslime dürfen ihre Grillwürste bekanntlich nicht auf einen Rost legen, auf dem zuvor Schweinefleisch gebrutzelt hat. Melanies Wort hat Gewicht, ist sie doch innerhalb kurzer Zeit zu einem sportlichen Aushängeschild des Vereins geworden. Doch der von ihr angesprochene Erol, seit Teenagertagen voll integriertes Vereinsmitglied und überdies deutscher Staatsbürger, will für sich und die Seiten keine Extrawurst gebraten bekommen und daher auch künftig keine Extrawürste grillen. Während der Platzwart Hans Günther Schnippering (Milan Peschel) die Ballmaschine repariert mit durchaus schmerzhaften Folgen für das eine oder andere Vereinsmitglied, entspannt sich rasch ein turbulenter Schlagabtausch u.a. mit dem bisherigen „Mehrheitsbratwurst“-Lieferanten, Metzgermeister Heinz Gumberger (Patrick Joswig), bei dem die Protokollführerin Anne Ackermeier (Katrin Röver) bald nicht mehr mitkommt. Zumal sich die immer persönlicher geführte Debatte gefährlich zuspitzt und tiefgreifende gesellschaftliche Konflikte offenbart, die auch von Melanies grenzenloser Toleranz und Torstens trockenen verbalen Einwürfen nicht zugekleistert werden können. Dabei waren die Pfaffs doch vor Hundekacke, Drogenexzessen, Spielplatz-Schlägereien und nerviger Parkplatz-Suche bewusst aus der Hauptstadt tief in den Westen geflüchtet! Bald spielt der zweite Grill für die „Türkenwurst“ gar keine Rolle mehr… „Extrawurst“ von Dietmar Jacobi und Moritz Netenjakob war in der Spielzeit 2021/22 das meistgespielte deutsche Stück auf den Theaterbühnen. Das naturgemäß nur im Vereinslokal des TC Langenheide spielte, während Marcus H. Rosenmüller für seine Leinwand-Adaption mit erweitertem Figurenarsenal vom 14. April bis 28. Mai 2025 das gesamte Vereinsgelände des RTHC (Ruder-Tennis-Hockey-Club) Bayer Leverkusen einschließlich des Clubhaus-Restaurants Rococo zur Verfügung stand. Wobei das Eigenheim des Präsidenten Bräsemann, Ort eines makabren Treppenlift-Unfalls, in Köln gefunden wurde. Es bleibt bei diesem einzigen Spoiler, um den knapp hundertminütigen Spaß an dieser ungemein hintergründig-witzigen, nichts und Niemanden schonenden realsatirischen Komödie nicht zu verderben, die nicht zuletzt der Klasse-Besetzung zu verdanken ist. Vor dem Kinostart am Donnerstag, 15. Januar 2026 sind zahlreiche Previews nicht nur in den Multiplexen angekündigt: Am Sonntag, 11. Januar 2026, im Capitol Bochum und der Schauburg Gelsenkirchen (beide 13 Uhr) sowie in der Lichtburg Essen (17.30 Uhr), am Montag, 12. Januar 2026, im Atelier Düsseldorf (19 Uhr) und im Casablanca Bochum (20.15 Uhr) sowie am Mittwoch, 14. Januar 2026 um 17.40 Uhr in der Filmwelt Herne.

Architektonische Perspektiven in den Flottmann-Hallen

'Anders als daheim'

„Anders als daheim“ – architektonische Perspektiven in den Flottmann-Hallen zeigt bis zum 18. Januar 2026 Werke von Yevgeniya Safronova und Petra Deta Weidemann.

Die Flottmann-Hallen präsentieren eine Ausstellung zweier Künstlerinnen: Yevgeniya Safronova und Petra Deta Weidemann. Unter dem Titel „Anders als daheim“ lädt sie dazu ein, eingeübte Sehgewohnheiten zu hinterfragen und urbane Strukturen neu zu erleben. Die Vernissage fand am Sonntag (30.11.2025) statt. „Anders als daheim“ endet am Sonntag, 18. Januar 2026. Kuratorin Katrin Lieske hob hervor, dass Safronovas skulpturale Arbeiten in dieser Ausstellung fast ausschließlich neue Objekte zeigen. „Besondere Materialien wie Gelatine, aber auch alltägliche Stoffe werden verwendet, um Installationen zu schaffen, die sowohl architektonische Elemente aufgreifen als auch beim ersten Blick eigenständige Kunstwerke sind.“ Petra Deta Weidemann bringt mit ihren perspektivisch gestalteten Betonelementen eine ganz eigene Ästhetik in die Ausstellung. Ihre Arbeiten erinnern an Balkone und Nischen, die in maximal reduzierter Formensprache präsentiert werden. „Es sind die Auslassungen und Leerstellen, die das Werk erzählen, und die Zwischenräume, die es komplettieren“, erklärt Weidemann. Ihre teils neu geschaffenen Werke korrespondieren zudem mit den denkmalgeschützten Räumen der Flottmann-Hallen. Hilfreich ist es, die Namen der Werke Weidemanns zu lesen, dann erschließt sich das betreffende Werk meist neu und umfassend. Die Öffnungszeiten sind von Dienstag bis Sonntag jeweils von 14 bis 18 Uhr. Zusätzlich gibt es am Mittwoch, 10. Dezember, und am Donnerstag, 15. Januar, die Veranstaltung Kunst, Kaffee und Kuchen jeweils um 10:30 Uhr. Der Eintritt zur Ausstellung und zu allen Begleitveranstaltungen ist frei. Die Ausstellung bleibt zwischen den Feiertagen geschlossen.

10:30 Uhr

Ausschüsse tagen

Gremiensitzungen in der KW 3

Im Bürgersaal findet Ausschüsse statt.

In der kommenden Woche finden die Sitzungen folgender Gremien statt: Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung: Dienstag, 13. Januar 2026, 16 Uhr, Bürgersaal des Sud- und Treberhauses, Eickeler Markt 1. Schulausschuss: Mittwoch, 14. Januar 2026, 16 Uhr, in der neuen Mensa der Gesamtschule Mont-Cenis, Mont-Cenis-Straße 180. Ausschuss für Digitales, Infrastruktur und Mobilität: Donnerstag, 15. Januar 2026, 16 Uhr, Bürgersaal des Sud- und Treberhauses, Eickeler Markt 1. Tagesordnungen und Sitzungsunterlagen können im Ratsinformationssystem eingesehen werden.

16 Uhr

Kostenfrei und anschließende Diskussion in der vhs Herne

Vortrag über das Kriegsende vor 80 Jahren

Die VHS am Willi-Pohlmann-Platz lädt zu einem kostenfreien Vortrag über das Kriegsende 1945.

Zu einem kostenfreien Vortrag mit anschließender Diskussion mit dem Titel „Vor 80 Jahren: Kriegsende 1945 und die Rolle Russlands bei der Nachkriegsordnung Deutschlands“ lädt die vhs Herne am Donnerstag, 15. Januar 2026, von 18 bis 19:30 Uhr im Kulturzentrum (Willi-Pohlmann-Platz 1) ein. Dazu heißt es: "Das Kriegsende 1945 setzte den Beginn des Kalten Krieges und die Teilung Deutschlands, zwei Ereignisse, die über vierzig Jahre die deutsche Nachkriegsgeschichte bestimmten. Im Vortrag widmet sich Dr. Eva Stolberg dem Einfluss Russlands auf die Nachkriegsordnung und der Analyse des Wandels in den deutsch-russischen Beziehungen. Noch ist die Frage offen, wie sich die Zukunft der deutsch-russischen Beziehungen angesichts des Ukrainekrieges gestalten lässt." Anmeldungen nehmen die Geschäftsstellen der vhs Herne unter Tel 02323/16-2920 und 02323/16-3584 entgegen.

18 Uhr

Der Januar im LWL-Museum für Archäologie

Familiensonntag, Vortrag und Kreativ-Workshop

Die Besucher der Ausstellung können auf einem großen Wimmelbild auf die Suche nach Orten des Essens gehen.

Auch im neuen Jahr 2026 steht das LWL-Museum für Archäologie und Kultur in Herne im Zeichen der Sonderausstellung „Mahlzeit! Wie Essen uns verbindet!“. Prof. Dr. Eva Bärlosius beleuchtet in einem kostenlosen Vortrag, warum Essen so ein heiß diskutiertes Thema ist . Vorher steht der Familiensonntag unter dem Motto „Eiszeit“: Dann stehen eine Spezial-Führung für die Kleinsten, eine steinzeitliche Schmuckwerkstatt und Bogenschießen auf dem Programm. Unter dem Motto „Gar nicht unappetitlich - Das Mittelalter in Westfalen“ zeigt das Museum am Familienwochenende, wie Essen vor rund 1.000 Jahren aussah und räumt dabei mit Mythen auf. Jetzt anmelden heißt es für Interessierte des Kreativ-Workshops „Aus dem Löffel wird ein Ring - Schmuckbearbeitung für Einsteiger“. Am Familiensonntag, 4. Januar 2026, können Kinder von sechs bis acht Jahren um 13 Uhr und 15 Uhr an dem Programm „Kalle und die Tiere der Eiszeit“ teilnehmen. Kalle, der Museumsmaulwurf, hat beim Graben seltsame Knochen gefunden. Die befreundeten Archäologen, erzählen ihm dazu etwas von einer Eiszeit und von Tieren, die längst ausgestorben sind. Gemeinsam mit Kalle gehen die Kinder diesen Geschichten auf den Grund. Dabei können sie einige uralte Knochen unter die Lupe nehmen und sogar anfassen. Wie groß und schwer ist ein Mammutzahn? Wo ist das Horn des Wollnashorns geblieben? Zum Abschluss dürfen die Teilnehmenden mit neuem Wissen und künstlerischem Geschick einen Malbogen zu den Tieren der Eiszeit und ihrem Lebensraum gestalten. Für alle weiteren Besucher steht an diesem Familiensonntag von 11 bis 18 Uhr die steinzeitliche Schmuckwerkstatt sowie das Bogenschießen offen. Die öffentliche Führung „gesucht. gefunden. ausgegraben.“ durch die Dauerausstellung steht an allen Sonntagen im Januar (4., 11., 18., und 25. Januar 2026) um 13 Uhr auf dem Programm. Bei dem Rundgang folgen Besuchende in einer nachgestalteten Ausgrabung den Spuren der Menschen in Westfalen. Neben zahlreichen Funden erwartet sie beispielsweise ein in Mitteleuropa einmaliger Faustkeil aus Mammutknochen, der Schmuck der Damen von Ilse als eine der geheimnisvollsten Entdeckungen aus der Eisenzeit sowie das reich mit Beigaben ausgestattete Grab des Fürsten von Beckum. Am Sonntag, 4. Januar 2026, startet um 15 Uhr die öffentliche Führung „Mahlzeit“ durch die gleichnamige Sonderausstellung. Gemeinsames Essen ist weit mehr als nur Nahrungsaufnahme. Ob beim königlichen Bankett, der einfachen Bauernmahlzeit, dem familiären Abendessen oder der gemeinsamen Mittagspause - überall offenbaren sich Fragen: Wer sitzt wo? Welche Rituale bestimmen das gemeinsame Mahl? Und was verrät das alles über Macht, Zugehörigkeit, gesellschaftlichen Wandel und vor allem Kultur? Von opulenten Festtafeln und rituellen Speisungen bis hin zu den Herausforderungen der Gegenwart - schnelle Snacks, digitale Ablenkung und der Verlust gemeinsamer Rituale - zeigt diese Ausstellung, wie Essen seit Jahrtausenden als sozialer Klebstoff wirkt. Mit einem Blick auf mehr als 300 Exponate und Geschichten lädt „Mahlzeit!“ dazu ein, die kulturelle Dimension des Essens neu zu entdecken. Diese Führung wird auch an jedem weiteren Sonntag im Januar (11., 18. und 25. Januar 2026) um 15 Uhr angeboten. Am Donnerstag, 15. Januar 2026, ab 19 Uhr blickt die Soziologin Prof. Dr. Eva Barlösius von der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover in einem kostenlosen Vortrag auf die gesellschaftliche Dimension des Essens, soziale Ungleichheit und Ernährungsgewohnheiten in Zeiten des sozialen Wandels. Wer nicht vor Ort sein kann, hat die Möglichkeit, den Vortrag auf dem YouTube-Kanal des Museums live im Internet zu verfolgen. Wie wird aus einem Löffel ein Ring? Das erfahren Teilnehmende im Kreativseminar „Schmuckbearbeitung für Einsteiger“ am Samstag, 24. Januar 2026 von 15 bis 17 Uhr. Mitmachen können alle, die Lust haben, kreativ zu arbeiten. Ziel ist es, aus einem einfachen Löffel einen einzigartigen Ring zu formen. Zunächst suchen sich die Teilnehmenden vor Ort einen Löffel aus. Unter fachkundiger Anleitung erfahren sie Schritt für Schritt, wie man das Besteckteil bearbeitet, formt und in ein individuelles Schmuckstück verwandelt. Am Ende halten alle ein eigenes handgemachtes und nachhaltiges Unikat in den Händen. Das Programm richtet sich an Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene. Die Kosten betragen 39 Euro pro Person, inklusive Material, zuzüglich Museumseintritt für alle Teilnehmenden ab 18 Jahren. Um Anmeldung wird gebeten. Bitte unempfindliche Kleidung tragen oder eine Schürze mitbringen. Am letzten Wochenende im Januar widmet sich das LWL-Museum an zwei Tagen dem Thema Essen vor 500 bis 1.000 Jahren. Wie funktionierte saisonale Ernährung in Westfalen vor 700 Jahren und was wurde wie importiert? Das Familienwochenende „Gar nicht unappetitlich - Das Mittelalter in Westfalen“ findet von 11 bis 18 Uhr am Samstag und Sonntag, 31. Januar und 1. Februar 2026, in Zusammenarbeit mit der Living History-Gruppe „IG-Hochgotik“ statt. Dann dreht es sich um Ernährung, Esskultur, Tischsitten und die Verfügbarkeit von Lebensmitteln um 1300. Schon damals war Essen viel mehr als nur reine Nahrungsaufnahme. Wie das Essen ohne Gabel funktionierte und was es bedeutete, „jemandem das Wasser reichen zu können“, erfahren Kinder und Erwachsene bei einem kleinen Ausflug in die mittelalterliche Tischkultur. Am Modell eines typischen niederdeutschen Stadthauses erfahren Besuchende mehr über die zentrale Bedeutung des Herdes und der Küche im Haus. Ernährung war durch Religion geprägt. Fachleute zeigen, wie Mönche im Mittelalter ihre Mahlzeiten schweigend zu sich nahmen und es trotzdem schafften, um etwas vom Tisch zu bitten. Die Teilnahme ist kostenfrei. Es ist lediglich der Eintritt zu entrichten.

19 Uhr

'Time out' in der Kulturküche

Peter Zontkowski liest aus seinem Buch

Peter Zontkowski liest in der Kulturküche.

In der Kulturküche von Sodingen wird am Donnerstag, 15. Januar 2026, ein sogenannter Wiederholungstäter zu Gast sein. Der Herner Musiker, Autor und Radiomann Peter Zontkowski wird dann zum dritten Mal in der Bunkergastronomie auftreten und dort seine zum größten Teil autobiographischen Short-Stories zum Besten geben. Die Stimmungsbilder und Impressionen aus seinem mittlerweile 71jährigen Leben finden bei den Zuhörern immer wieder regen Anklang. Zonte wird Texte aus seinem Buch „Time Out“ und einige neue Stories lesen. Frühe Kindheitserinnerungen, das Leben in einer typischen Neubausiedlung in den 60ern, längst verflossene Freundschaften, die Berufsausbildung in einem Stahlwerk, die „wilden“, von sub-kulturellen Einflüssen geprägten 70er, Anekdoten aus der ungeliebten Bundeswehrzeit und liebevolle Reminiszenzen an ehemalige Arbeitskollegen während seiner Zeit als Herner Stadtgärtner und Baumkontrolleur. All seine Erinnerungen wird er in klarer Sprache wieder zum Leben erwecken, mit trockenem Humor und einer Prise Wehmut. In seinen neuen Texten geht es um Zontes frühe Versuche, mit der Gitarre Eindruck auf Girls zu machen und um eine erste, ungewöhnliche Begegnung mit der seltsamen Musik des mysteriösen Akustikgitarristen John Fahey in einem Bochumer Kino Anfang der 70er. Überhaupt spielt Musik aller Schattierungen eine wichtige Rolle in seinen Texten und in seinem Leben sowieso – mehr als 130 Sendungen seiner allmonatlichen Bürgerfunksendung „Time Out“ auf Radio Herne (halloherne berichtete) zeugen davon. Hier geht es zur Tisch-Reservierung.

19 Uhr

Spektakuläre Krimi-Oper im Essener 'Aalto'

Paul Hindemiths 'Cardillac'

Cardillac (Heiko Trinsinger) überlebt als recht derangierter böser Clown, umringt von den grauen Gestalten des Volkes (Opernchor des Aalto-Theaters).

E.T.A. Hoffmanns letzte vollständige Erzählung, „Das Fräulein von Scuderi“, im Herbst 1918 im „Taschenbuch für Liebe und Freundschaft“ erschienen, basiert auf einer von Johann Christoph Wagenseil 1697 in seiner „Chronik von Nürnberg“ geschilderten Begebenheit und spielt um 1680 im Paris König Ludwigs XIV.: Der Goldschmied René Cardillac ist von seinen künstlerischen Schöpfungen so besessen, dass er seine Kunden der Reihe nach ermordet, um die Preziosen wieder zurückzuerhalten. Cardillacs Tochter Madelon ist mit dessen Gesellen Olivier verlobt, der das Doppelleben seines Schwiegervaters durchschaut und sich selbst der Justiz als Täter ausliefert, nachdem ein Offizier einen Messerangriff des Goldschmieds abwehrte und diesen dabei tödlich verletzte. Olivier schweigt beharrlich, um seine engelsgleich-zarte Braut zu schonen. Öffnet sich dann aber seiner einstigen Pflegemutter, der nunmehr 73-jährigen Romanautorin Fräulein von Scuderi, welcher er anonym ein Kästchen mit wertvollem Schmuck anvertraut hatte, das einst für die ermordete Prinzessin Henriette von England bestimmt war. Als sich besagter Offizier bei dem Fräulein als Täter in Notwehr zu erkennen gibt, erreicht sie beim König eine Lösung, welche die Gefühle Madelons nicht verletzt und das Brautpaar mit tausend Louis ausgestattet in die Schweiz auswandern lässt. Der Librettist Ferdinand Lion hat aus dieser eher betulich-romantischen Liebesgeschichte, in der sich Hoffmann, selbst wohlbestallter Beamter, mit dem Spannungsverhältnis von Kunst und Leben auseinandersetzt, zusammen mit dem Komponisten Paul Hindemith eine packende, psychologisch grundierte Krimi-Oper über Versuchung, Sucht, Gier und Künstlertum geschaffen, die viel zu selten auf den Spielplänen steht. Dabei bereitet die höchst abwechslungsreiche, zwischen Expressionismus, Neo-Barock, Neuer Sachlichkeit und Avantgarde changierende Musik selbst einem eher konservativen Publikum überhaupt keine Schwierigkeiten. Im Aalto Musiktheater Essen wird die im Vergleich zur revidierten vieraktigen Version von 1952 radikalere dreiaktige Erstfassung der Oper, die am 9. November 1926 an der Sächischen Staatsoper Dresden ihre Uraufführung erlebte, aufgeführt. In der sowohl der König als auch die Hoffmannsche Titelheldin gestrichen sind, dafür aber – in der Konzentration auf den Goldschmied Cardillac – die Figur eines jüdischen Goldhändlers eingefügt worden ist. Welche die Ausstatterin Katrin Nottrodt für die Inszenierung des belgischen Altmeisters Guy Joosten, die bereits am 3. Februar 2019 an der Opera Vlaanderen herausgekommen ist, mit Kaftan, Schläfenlocken und langem Bart als chassidischen Juden ausgewiesen hat. Für die europäische Diamanten-Hauptstadt Antwerpen gewöhnlicher Alltag, für woke deutsche Theatermacher offenbar ein potentieller Aufreger, der gleich auf zwei eingeschobenen Programmheft-Seiten „kontextualisiert“ wird. Die nach rund einhundert pausenlosen Minuten am Premierenabend des Samstag (6.12.2025) umjubelte Aufführung unter der musikalischen Leitung des international gefragten Gastdirigenten Patrick Lange führt in die Zeit der 1920er Jahre mit deutlichen Anklängen an den Stummfilm „Metropolis“, aber auch an Fritz Langs ersten Tonfilm „M“ von 1931 über einen psychopathischen Kindermörder. Masse Mensch: Dunkle Gestalten, durch Projektionen auf den Gazevorhang verstärkt, wuseln als Volk über die Bühne, in deren Mitte die „brennende Kammer“, ein rotglühender Höllenorkus. Die ganz in schwarze Uniformen gesteckten Andreas Hermann (Offizier), der Geliebte von Cardillacs Tochter (Betsy Horne), und Samuel Furness (Kavalier), der für seine offenherzige „Dame“ (Astrik Khanamiryan) das kostbarste Geschmeide Cardillacs erwerben soll, kommen warum auch immer wie SS-Offiziere ‘rüber. Im Mittelpunkt der Oper wie der Inszenierung aber der Titelheld, der im Hermelinmantel wie ein absolutistischer König auftritt – bekrönt mit einer diamantenbesetzten Kostbarkeit, die bei Hoffmann noch für die heilige Jungfrau der Kirche St. Eustache bestimmt war. Aber heilig ist hier nichts und niemand, was besonders auf die „Dame“ genannte Sexarbeiterin zutrifft, die erst nach Erhalt des goldenen Geschmeides dazu bereit ist, sich an der Pole Dance Stange zu räkeln und mit dem Schwarzhemd von Kavalier unter die Bettdecke zu schlüpfen. Heiko Trinsinger als Cardillac ist ein Ereignis: ein Psychopath, der sich als König geriert, der in seinem Goldschatz badet wie Dagobert Duck und mit einem Lächeln mordet wie Joker. Selten war der exzellente Bariton, seit 1999 Aalto-Ensemblemitglied, darstellerisch so gefordert wie hier als dem Wahnsinn verfallener Künstler. Karten unter theater-essen.de oder unter Tel. 0201 81 22-200. Die weiteren Vorstellungen:

19:30 Uhr

'House of Banksy – An Unauthorized Exhibition'

Banksy-Ausstellung in Dortmund

Motive des derzeit wohl bekanntesten aber anonymen Straßenkünstlers Banksy, der mit seinen mal ironischen, mal politischen Graffitis bekannt wurde.

Dortmund. Die Pop-Up-Ausstellung „House of Banksy – An Unauthorized Exhibition“ lässt seit Mittwoch (17.12.2025) den anonymen Graffiti-Künstler Banksy in Dortmund hoch leben. Im ehemaligen C&A-Haus ist mit mehr als 150 Motiven eine umfangreiche Werkschau seiner Kunst zu sehen. Graffitis, Fotografien, Skulpturen, Videoinstallationen und Drucke wurden eigens für diese Schau reproduziert und sind jetzt an einem Ort zu sehen. Niemand weiß, wer Banksy ist, aber jeder kennt seinen Namen. Er ist einer der berühmtesten und gleichzeitig geheimnisvollsten Künstler der Welt. Banksy ist Untergrundkämpfer, Hotelbetreiber und ohne Zweifel der unumstrittene König der Straßenkunst, ein genialer Geist und Starkünstler, der mit seinen mal ironischen, mal politischen, aber stets poetischen Arbeiten die Menschen berührt und ihnen aus der Seele spricht. Seine Identität hält der Schätzungen zufolge etwa 45–50-jährige in Bristol geborene und bis heute anonyme Graffiti-Künstler bis heute erfolgreich geheim. Seine Werke dagegen erobern international nicht nur die Straßen, sondern auch die Auktionshäuser, und das höchst erfolgreich: Er gilt derzeit als einer der teuersten Künstler der Gegenwart. 2010 setzte ihn das „Time Magazine“ erstmals auf seine Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt, neben Persönlichkeiten wie Barack Obama, Steve Jobs oder Lady Gaga. Die Ausstellung läuft bis zum 15. März in Dortmund und ist montags bis sonntags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Letzter Einlass: Eine Stunde vor Ausstellungsende. Geschlossen hat das Haus am 24. und 25. Dezember 2025, am 1. Januar 2026. An Silvester, 31. Dezember 2025, ist die Ausstellung nur von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

seit 17. Dezember

Freitag, 16. Januar

Black Barons informieren

Winterpause bei den Jugendteams

Die Black Barons gehen in die Winterpause

Seit Freitag (19.12.2025) befinden sich jetzt auch alle Jugend-Teams der Black Barons in der Winterpause. Während die U16 am Freitag, 16. Januar 2026, um 18 Uhr wieder ins Training einsteigt, starten die U10 und U13 bereits am Mittwoch, 7. Januar 2026, um 17 Uhr in die Saisonvorbereitung. Trainiert wird natürlich, im Horststadion in Herne. Wer noch Teil der Barons-Familie werden möchte, kann sich jederzeit unter info@herne-blackbarons.de melden, die Black Barons freuen sich über jeden Kontakt.

18 Uhr

Oasenabend zum Innhalten

Oasenabend in der Kirche St. Marien Eickel.

In der Kirche St. Marien Eickel findet am Freitag, 16. Januar 2025, ein Oasenabend unter dem Motto – Vom Licht berührt – für Engagierte im Bereich Liturgie mit Weihbischof Josef Holtkotte statt. Licht ist in der Liturgie nicht wegzudenken. Es eröffnet Räume, führt durch die Gottesdienste und lässt sichtbar werden, was wir glauben. Wie ein Polarlicht, das Himmel und Erde verbindet, weist das Licht in der Liturgie über uns hinaus und berührt zugleich unser Leben. Am Oasenabend laden Impulse und kleine Stationen dazu ein, diesem Licht nachzuspüren. Im Anschluss besteht bei Fingerfood die Gelegenheit zum Austausch und zur Begegnung. Im Rahmen der Visitation wird auch Weihbischof Josef Holtkotte dabei sein. Anmeldung werden bis zum 12. Januar 2026 entgegengenommen: Jennifer Markwiok Tel 0174 6892103, markwiok@st-christophorus-wan.de.

18 Uhr

Eine unbezahlte 1.700 Euro Gasrechnung und ein Schlachtfeld der Sinne

'Amsterdam' im Bochumer Schauspielhaus

Eine Szene aus "Amsterdam" am Bochumer Schauspielhaus: (v.li.) Payam Yazdani, Nina Steils und Alexander Wertmann.

Ein gemütliches Theatererlebnis sieht anders aus, wer einfache Unterhaltung erwartet, ist eher fehl am Platz. Das „Amsterdam“ in den Bochumer Kammerspielen ist so ganz anders als das Amsterdam, was wir kennen - oder doch nicht? Es ist ein „spielerisches“ Holocaust Mahnmal an die 1940er Jahre als die Nazis dominieren und die Holländische Metropole beherrschen. Es ist gleichzeitig Fiktion und Projektion auf mögliche Parallelen zur heutigen Zeit. Gezeigt wird kein Rückzugsort, sondern ein modern-skurril inszeniertes Schlachtfeld der Sinne und ein Verhör der Seelen. Es fordert auf zur Auseinandersetzung und konfrontiert mit bekannten Fragen zu dunklen Schatten von Verfolgung, Ausgrenzung, Macht und Schuld wie es sie im Amsterdam der Kriegszeit gab. Das Stück beginnt mit einer Mehrfach-Wiederholung, die im Stück sehr wiederholt vorkommen: „Amsterdam an den Eiern gepackt“ hallt es durch den Saal. Es sind keine typisch höfliche Szenen und Ausdrücke, sie sind oft vulgär, laut, brüllend, verzweifelt und unbequem. Die Protagonistin, eine israelische Violistin (Jüdin, das wird noch wichtig), lebt in der eleganten Wasserlage an der Keizersgracht in Amsterdam — eine Adresse, die bis heute Glanz und Wohlstand evoziert. Leider kommt per Post eine unbezahlte Gasrechnung, 1.700 Euro (inklusive saftiger Zinsen). Aus dem Jahre 1944. Es beginnt eine Suche und Aufarbeitung, die sich tief und tiefer in die dramatische Geschichte ihres Wohnhauses eben zur Zeit des Holocaust bohrt. Die Musikerin muss sich schließlich mit alles anderem als spielerischen Fragen zu ihrer Identität, Herkunft und Position auch in Parallelität der heutigen Gesellschaft konfrontiert sehen. Der intuitive Glanz ihres Premium-Wohnortes mit direktem Blick auf das Kanalwasser wird im Stück durch ein stark reduziertes, nahezu minimaltisches Bühnenbild zerkratzt: links ein DJ-Pult, daneben eine fahrbare Stahlbrücke, ein großer Halbbogen, die fast die ganze Bühne einnimmt. Diese Konstruktion wirkt später wie eine klobige Metapher: eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Privileg und Schuld, zwischen Leben und Bedrohung. Die Inszenierung zieht viele Register: Der weibliche DJ macht Musik und Töne. Plötzlich und unerwartet sprechend, kommentiert er auch das Geschehen. Einer der Schauspieler reagiert verblüfft: „Wusste gar nicht, dass sie auch Text hat.“ Eine Mischung aus Kunstinstallation, Kirmes und Theater ist ein bewusst irritierender Tonfall, der den gesamten Abend begleitet. Musik und ­mitunter grotesk an Grenzen gehend überspitzte Sprache wechseln einander ab. Immer wieder fällt das Wort „Genever“: der niederländische Genever Superior, wie ein altes Lebenselixier, das zugleich betäuben und enthemmen kann. Die Sprache ist roh, vulgär, aggressiv. „Ich muss mein verficktes Holländisch verbessern“, „Heil Hitler“, oder etwa Beschreibungen wie „rosafarbene Nippel, ihre Brüste“ oder die Amsterdamer Grachtenbrücken, die als „zwei Penisse“ interpretiert werden „mit einer Erregung vor Stolz“ dienen wohl nicht dem Voyeurismus, sondern einer radikalen Überzeichnung. Es ist ein künstlerisches Aufschreien der israelischen Autorin Maya Arad Yasur und der Regisseurin Sapir Heller. Tabus werden gebrochen, Rücksichtslosigkeit wird zum Stilmittel. Die Lautstärke nimmt zu, Schreie hallen, Aggression wird hörbar — und im Publikum spürt man: hier geht es nicht um Ästhetik, es geht um Belastung. Als Übernahme vom Münchner Volkstheater aus 2019 ist die Inszenierung in teilweise neuer Besetzung aktuell am Schauspielhaus Bochum zu sehen. Nur Nina Steils feiert ein Comeback, sie war damals schon dabei und gehört seit der Spielzeit 2024/2025 zum Bochumer Ensemble. Meist wirken die konsequent stattfindenden Überzeichnung nicht beliebig. Sie dienen dem Ziel der politischen und ideologischen Entblößung. In den Kammerspielen wird man plötzlich Zeuge eines nahezu gnadenlosen Ritts durch provokante Fragen zu Identität, Unterdrückung, Diskriminierung und Machtverhältnissen. Es sind nicht nur Bilder und Angstszenen vergangener Kriegszeiten, es sind auch der historische und aktuelle Konflikt von Israel und Gaza. Einige Provokationen lassen erröten, aber sie können zur Auseinandersetzung beitragen. Ein besonders eindrückliches Bild: die Szene am beleuchteten Stahlbogen mit einer sehr grotesken Frauenarzt-Visite, der detailliert benannten „vaginalen Ulltraschalluntersuchung“. Die schwangere Mutter, im neunten Monat, fleht in angstvollem Ton, ob noch Herztöne zu hören seien. Der antisemitische Gynäkologe arbeitet in Latexhandschuhen absurd am Unterleib des männlichen Schauspielers an einer Seite des Bogens. Auf der anderen Seite, meterweit entfernt, liegt die schwangere jüdische Frau hingegen, hier ist nur der Oberkörper zu sehen - die Dialoge sind böse. Die Situation spitzt sich zu, als das Echo tödlicher Zahlen erklingt: „17.820 tote Kinder in Gaza“, ein Schrei, ein Vorwurf, eine Schlacht um Erinnerung. Statt eines Feigenblatts wird ein Requiem gefordert. Die Geigerin solle es doch komponieren, damit erinnern und klagen. Dieser Moment ist belastend, ohne Pathos. Die Bühne wird zur politischen Arena. Die schwangere Violistin, so ist wie in einem gut aufgebauten Krimi zu erfahren, ist von einem Geliebten schwanger. Eine tragische Geschichte. Die später finale Geburtsszene unterstreicht dann den teils abstrusen Rahmen, der gesamthaft die Fiktion stark benutzt und die Zuschauer in Logik und Abfolge fordert. Alle Akteure hangeln, turnen, winden sich an und auf der Stahlbrücke — wie komplett entfesselte Kinder auf dem Schulhof an den Turnstangen. Der DJ haucht psychedelische Wehen-Sounds ins Mikrofon. Die Energie taumelt zwischen Ekstase und Trance, es ist Orgie, es ist ein Zerreißen zugleich. Am Ende bleibt eine immer noch uralte unbezahlte Gasrechnung und ein frisch geborenes Baby zurück, alle Erwachsenen wurden von den Nazi abgeführt oder gar deportiert: „Das Baby bleibt zurück, es war nur eine Made“. Der prominente Verweis auf Karl Silberbauer ruft die historische Realität der Nazi-Verbrechen auf den Plan, Silberbauer war deutscher SS-Oberscharführer, der am 4. August 1944 die Familie Anne Frank und deren Mitflüchtlinge in Amsterdam verhaften ließ. Auf der tristen Bühne folgt im Finale „ein 43-minütiges Todesspiel“ des gesamtverantwortlichen „Kolaborateurs“, nachdem er einen Giftcocktail augenscheinlich freiwillig getrunken hat. Zusammengerafft in vielleicht fünf Minuten Schauspiel. Mit dabei sind 14 Versuche, giftsterbend und Exkremente ausscheidend doch noch etwas los zu werden. Sich dabei aber nicht ein einziges Mal zu entschuldigen. Skurril, verwirrend, ein bisschen durcheinander? Offen für Überraschungen? Genau wie „Amsterdam“, aber alles vom neuen Stück soll noch nicht verraten werden, vielleicht mögen Sie es sich selbst anschauen. Für einige könnte „Amsterdam“ wie eine Zumutung sein. Für andere ist es eine existenzielle Erfahrung. Wer sich auf die rohe und teils vulgäre Kraft, Ambivalenz und Widersprüche einlässt, kann eine besondere Vorstellung erleben, die aus dem Schauspielhaus einen Ort des Schmerzes und der Wahrheit macht. Die vier Darsteller brillieren durch starke Auftritte und eine abgestimmte Synchronität. Die Premiere lief am Samstag (29.11.2025), es folgen fünf weitere Termine: Karten sind auf der Homepage unter schauspielhausbochum.de und Tel 0234 – 33335555 zu bekommen.

19:30 Uhr

Arikia Orbáns Meisterstück

Suzie Millers Bühnen-Blockbuster 'Prima Facie'

Tessa Ensler (Arikia Orbán) ist eine toughe Juristin, die sich einen Namen gemacht hat als überaus erfolgreiche Strafverteidigerin von der Vergewaltigung beschuldigter Männer.

Tessa Ensler (Arikia Orbán) ist ein Star in der Welt der Juristen, Richter und Staatsanwälte. Dabei hat sie es nicht leicht gehabt – und auf der Eliteuniversität Cambridge schon gar nicht. Stammt sie doch nicht wie der weitaus größte Teil ihrer Kommilitonen aus wohlhabenden bürgerlichen Verhältnissen, hat keine Chance, als Tochter eines Staatsanwaltes als Protegé durchs Studium zu gehen oder nach dessen Abschluss die Kanzlei eines Vaters zu übernehmen. Die Dekanin hat ihr schon bei der Erstsemester-Einführung zu verstehen gegeben, dass sie sich auf einen gnadenlosen Kampf um möglichst gute Noten einstellen muss: Nur ein kleiner Teil der Studenten schafft es überhaupt zum Examen. Tessa hat es geschafft – und mit Auszeichnung bestanden. Und ist dabei, in der angesagten Großkanzlei die Karriereleiter einige Stufen auf einmal hinaufzusteigen, als sie von ihrem Kollegen Julian nach einer ausgelassenen Feier mit viel Alkohol vergewaltigt wird. Dabei hatte die Liaison mit sanftem, einvernehmlichem Sex begonnen und Tessa war gar nicht abgeneigt, diese unter dem Deckmantel beiderseitiger Verschwiegenheit gegenüber den Kollegen in der Kanzlei fortzusetzen. Doch nun ist sie bereit, ihr dreijähriges entbehrungsreiches Studium und sieben Jahre Berufserfahrung aufs Spiel zu setzen, indem sie Julian anzeigt: „Wenn eine Frau ‚'Nein‘ sagt, wenn ihr Verhalten ‚'Nein‘ sagt, ist das nichts Feinsinniges oder schwer zu verstehen … das Gesetz besagt, so darf man mit einer Frau nicht umgehen. Man darf nicht vergewaltigen. Und danach so tun, als wäre es einvernehmlich gewesen. Oder?“ Tessa weiß aus eigener Erfahrung, was auf sie zukommt, hat sie doch – auf der anderen Seite des Gerichtsaals – jahrelang mit Erfolg ihre Mandanten freigeboxt, indem sie Lücken in den Anklagen misshandelter und vergewaltigter Frauen entdeckt und diese so lange in Widersprüche verwickelt hat, bis sie freiwillig das Handtuch schmissen. Die Uraufführung des dramatischen Debüts „Prima Facie“ der australisch-britischen Immunologin, Mikrobiologin und Juristin Suzie Miller am 17. Mai 2019 am Griffin Theatre in Sidney löste geradezu ein Erdbeben in der Theaterwelt aus, allein im deutschsprachigen Raum hat es seitdem 44 Inszenierungen des unter die Haut gehenden Monodramas gegeben bis zur nach neunzig Minuten mit stehenden Ovationen gefeierten Premiere der Inszenierung des hier auch für die Ausstattung zuständigen WLT-Intendanten Ralf Ebeling am 11. Juli 2025 im WLT-Studio am Europaplatz in Castrop-Rauxel. Die in erster Linie naturgemäß Arikia Orbán galten, die nicht nur die Tessa verkörpert, was wörtlich zu nehmen ist mit jeder Faser ihres Körpers, sondern auch in zahlreiche andere Rollen schlüpft wie die der Unidozentin, des Richters, ihrer den Prozess beobachtenden Mutter und sogar in die ihres Vergewaltigers Julian. Der Stücktitel bezieht sich auf den aus dem Lateinischen stammenden juristischen Terminus „Prima Facie“, zu Deutsch „auf den ersten Blick“ oder „bei erster Betrachtung“. Er steht für den „Anscheinbeweis“, der vor Gericht genutzt wird, um einen Sachverhalt bei unzureichender Beweislage, wenn etwa Aussage gegen Aussage steht, so zu bewerten, wie er sich beim ersten Anschein präsentiert. Arikia Orbán, 1993 in Hamburg-Altona geboren und im Wendland aufgewachsen, ist nach ihrer Ausbildung im Hamburger Studio Frese zum Jungen Staatstheater Parchim nach Mecklenburg-Vorpommern gegangen. Von der Metropole in die Provinz an der Seite ihrer Kommilitonin und besten Freundin Gesa Penthin: Dieter Schumann hat die beiden jungen Frauen zwei Jahre begleitet für seine grandiose Kino-Dokumentation „Dann gehste eben nach Parchim - Von der Leidenschaft des jungen Theaters“, die noch bis zum 2. Februar 2026 in der ARD-Mediathek gestreamt werden kann. In der Arikia Orbán mit bewunderungswürdiger Offenheit über private Probleme nach dem allzu frühen Tod ihrer Eltern und berufliche Schwierigkeiten während der Corona-Pandemie spricht, sich förmlich offenbart. Eine Parallele zu ihrer bis an die Grenzen gehende Entäußerung als Tessa Ensler in „Prima Facie“, die unter die Haut geht: WLT-Ensemblemitglied seit 2024 hat die Allrounderin Arikia Orbán in Castrop-Rauxel „Cabaret“ gespielt und „Der zerbrochne Krug“ – und starke Frauen in zwei Literatur-Adaptionen verkörpert: Charlie in Frank Goosens „Sommerfest“ und Hanna Schmitz in Bernhard Schlinks „Der Vorleser“. Vier Jahre gehörte sie zum Mecklenburgischen Staatstheater, es sollten auch – mindestens – vier Jahre beim Westfälischen Landestheater werden. Was nach diesem Meisterstück nicht vorauszusehen ist. Alle im WLT-Studio Castrop-Rauxel, Europaplatz, Karten unter westfaelisches-landestheater oder Tel 0 23 05-97 80 20. Eine weitere Aufführung in unserer Region findet am Freitag, 6. März 2026, um 19:30 Uhr im Ruhrfestspielhaus Recklinghausen statt.

20 Uhr

'House of Banksy – An Unauthorized Exhibition'

Banksy-Ausstellung in Dortmund

Motive des derzeit wohl bekanntesten aber anonymen Straßenkünstlers Banksy, der mit seinen mal ironischen, mal politischen Graffitis bekannt wurde.

Dortmund. Die Pop-Up-Ausstellung „House of Banksy – An Unauthorized Exhibition“ lässt seit Mittwoch (17.12.2025) den anonymen Graffiti-Künstler Banksy in Dortmund hoch leben. Im ehemaligen C&A-Haus ist mit mehr als 150 Motiven eine umfangreiche Werkschau seiner Kunst zu sehen. Graffitis, Fotografien, Skulpturen, Videoinstallationen und Drucke wurden eigens für diese Schau reproduziert und sind jetzt an einem Ort zu sehen. Niemand weiß, wer Banksy ist, aber jeder kennt seinen Namen. Er ist einer der berühmtesten und gleichzeitig geheimnisvollsten Künstler der Welt. Banksy ist Untergrundkämpfer, Hotelbetreiber und ohne Zweifel der unumstrittene König der Straßenkunst, ein genialer Geist und Starkünstler, der mit seinen mal ironischen, mal politischen, aber stets poetischen Arbeiten die Menschen berührt und ihnen aus der Seele spricht. Seine Identität hält der Schätzungen zufolge etwa 45–50-jährige in Bristol geborene und bis heute anonyme Graffiti-Künstler bis heute erfolgreich geheim. Seine Werke dagegen erobern international nicht nur die Straßen, sondern auch die Auktionshäuser, und das höchst erfolgreich: Er gilt derzeit als einer der teuersten Künstler der Gegenwart. 2010 setzte ihn das „Time Magazine“ erstmals auf seine Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt, neben Persönlichkeiten wie Barack Obama, Steve Jobs oder Lady Gaga. Die Ausstellung läuft bis zum 15. März in Dortmund und ist montags bis sonntags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Letzter Einlass: Eine Stunde vor Ausstellungsende. Geschlossen hat das Haus am 24. und 25. Dezember 2025, am 1. Januar 2026. An Silvester, 31. Dezember 2025, ist die Ausstellung nur von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

seit 17. Dezember

Samstag, 17. Januar

Leiser Musical-Hit in Gelsenkirchen

„Das Licht auf der Piazza“

Es braucht zumal in den 1950er Jahren auch unter südlicher Sonne einige Zeit, bis Clara (Katherine Allen) und Fabrizio (Luc Steegers) zusammenfinden.

È una bellissima serata! „Das Licht auf der Piazza“, der jüngste Gelsenkirchener Erfolg des Musical-Spezialisten Carsten Kirchmeier, dessen gefeierte Inszenierungen „Der kleine Horrorladen“ (ab 29. Mai 2026) und „Hello, Dolly!“ (ab 21. März 2026) weiterhin auf dem Spielplan des Musiktheaters im Revier stehen, kommt eher auf leisen Sohlen daher. In den 1950er Jahre unternimmt die Amerikanerin Margaret Johnson (überragend: Anke Sieloff) mit ihrer Tochter Clara (die australische Sopranistin Katherine Allen seit ihrem Europa-Debut vor zwei Jahren am MiR ein gern gesehener Gast am Kennedyplatz) eine Bildungsreise nach Florenz, wo sie einst ihre Flitterwochen genossen hat. Mit dem Gatten Roy (Klaus Brantzen), der daheim seinen Geschäften nachgeht, verbindet Margaret nur noch die Sorge um die gemeinsame Tochter, die als Zwölfjährige vom Hufschlag eines Ponys am Kopf getroffen wurde. Clara ist nun 26 und von bildschönem Äußeren, aber in ihrer geistigen Entwicklung noch auf dem Stand eines Kindes. Weshalb ihre Mutter alles daransetzt, sie vor allen nur möglichen Widrigkeiten zu beschützen. Als sich Clara im wahren Wortsinn auf den ersten Blick unsterblich in den jungen Italiener Fabrizio (der Niederländer Luc Steegers überzeugte zuletzt in „Tick, tick…BOOM!“ am MiR) verliebt, läuten bei Margaret alle Alarmglocken. Dabei ist es Fabrizio, der sich der scheinbar weltgewandten Amerikanerin nicht gewachsen fühlt. Weshalb er, von seinem Vater (Patrick Imhof) an kurzer Leine gehalten, bei Franca (Rebecca Davis), der Gattin seines Bruders Giuseppe (Sebastian Schiller), nicht nur Sprachunterricht nimmt. Bis die beiden gebrannten Kinder zusammenkommen, dauert es – zumal in der konservativen Nachkriegszeit – eine geraume Weile. Letztlich blüht auch Margaret in der Großfamilie Naccarelli mit der herzlichen Mamma (Elpiniko Zervou) im Zentrum auf. Wenn da nicht der für italienische Verhältnisse enorme Altersunterschied wäre: Fabrizio ist erst zwanzig… „The Light In The Piazza“, das gleich mit sechs Tony Awards ausgezeichnete Musical nach der gleichnamigen Erzählung von Elizabeth Spencer aus dem Jahr 1960, ist von Craig Lucas (Buch) und Adam Guettel (Songtexte und Musik) am 14. Juni 2003 im Intiman Teatre in Seattle uraufgeführt worden, bevor es seinen Siegeszug am Broadway mit über 500 Vorstellung en suite antrat. Und doch fand es erst 2018 den Weg zur Deutschsprachigen Erstaufführung an der Landesbühne Sachsen in Radebeul. Nach einer Inszenierung in der oberösterreichischen Kulturhauptstadt Europas Linz ist Gelsenkirchen in Kooperation mit der Oper Wuppertal erst die dritte Station dieses „Geheimtipps“, und das erstaunt dann schon. Denn diese wundervolle, trotz des ernsten Hintergrundes sehr komödiantisch-ironische Romanze eines Culture Clash unter der Sonne Italiens ist nicht nur optisch (Bilder einer Ausstellung: Julia Schnittger, Kostüme: Hedi Mohr) und szenisch (Filmblenden) ein Genuss, sondern auch akustisch ein Repertoire-Gewinn: die musikalische Mittellage ohne große Ausreißer hat eine eigene Qualität angesichts der zu Herzen gehenden Emanzipations-Geschichte sich von der elterlichen Bevormundung lösender junger Leute. Die auch unter einem Balkon spielt, wenn auch nicht dem in Verona. Nicht ganz zu Unrecht ist „Das Licht auf der Piazza“ mit Leonard Bernsteins genialer „West Side Story“ verglichen worden, obwohl ich nicht so weit gehen würde. Aber dass sich Adam Guettel mit seinem feinen, bisweilen hauchzarten Pasticcio aus Musical und Oper bewusst von den Krachern des Genres (derzeit etwa „Grease“ in Dortmund) absetzt, kann man auch als Vorzug ansehen. Zumal die Musikalische Leitung in den Händen von Mateo Peñaloza Cecconi („Story of My Life“, „Der Mann von La Mancha“) liegt, der am Kennedyplatz auch die Wiederaufnahme von „Hello Dolly!“ betreuen wird. Karten gibt es online oder unter Tel. 0209 – 4097200.

19 Uhr

'Orlando Gastspiel' im Bochumer Schauspielhaus

'Das Leben ist ein Schweinestall'

Szene aus "Orlando" am Bochumer Schauspielhaus: (v.li.) Leona Bert, Nils Miekisch, Pauline Stine Steger, Felina Zenner, Carlos Motolese-Trausan.

Die Premiere von Orlando am Samstag (20.12.2025) bringt einen bahnbrechenden Text auf die Bühne der Kammerspiele, der einmal mehr zugleich alt und irritierend jung ist. Regisseur Martin Laberenz und sein Ensemble – eine Koproduktion mit der Folkwang Universität der Künste – nehmen Virginia Woolfs berühmte „Biografie“ über die ewige Jugend und Schönheit aus dem Jahre 1928 nicht als Stoff, den man illustriert, sondern betritt und rasant miterlebt. Die Kammerspiele werden zu einem kurzweiligen Bühnen-Labor einer vor allem kollektiven queeren Verwandlung. Schon der kurze Solo-Anfang macht klar, dass diese Inszenierung mit dem Schauspieler-Dekett keinen sicheren Boden bietet. Woolfs ikonischer erster Satz: „Er – denn an seinem Geschlecht konnte kein Zweifel bestehen“ hängt wie ein Versprechen im Raum. Es wird auch in Bochum schnell brüchig. Denn Zweifel ist die eigentliche Hauptfigur. Regisseur Laberenz, der als Assistent früher bei gemeinsamen Produktionen am Schauspielhaus Bochum auch mit Helge Schneider zusammen gearbeitet war, vertraut nicht nur auf gut gemachte dramatische Effekte, sondern auf ein präzises, nicht immer nur nüchternes Spiel mit schillernden Körpern und Kostümen, Stimmen, Musik und vielen Blicken. Die Bühne von Oliver Helf mit recht minimalistischer Hauswand, Straße und einem Raum bleibt dabei bewusst offen und ist oft in szenigen, mystischen Nebel getaucht, der mit sehr gut inszenierten Bildern eine hervorragende Ästhetik zeigt. Es gibt keinen historisierenden Ballast, keine opulente Epoche. Drei Jahrhunderte rauschen vorbei, ohne dass man sie ausbuchstabieren müsste. Ausgefallene, witzige, skurrile Kostüme markieren Geschlecht nicht als Kostümierung, sondern als queeres Angebot: etwas, das man anlegen, ablegen, verschieben kann, scheinbar beliebig. Gerade darin liegt eine Stärke des Abends. Orlando wird nicht aktualisiert, sondern tatsächlich freigelegt. Was bei Woolf Roman literarisch verspielt daherkommt, wird hier im Theater körperlich erfahrbar und funktioniert, manchmal etwas wild. Über gut zwei Stunden (130 Minuten) gibt es eine angenehme Spannung zwischen Text und Spiel. Das Nachwuchs-Ensemble zeigt sich präsent, wach, präzise und trägt den Abend als buntes Kollektiv. Nur in der neuen Reihe könnte manchmal etwas mehr Phonetikstärke einzelner Akteure ankommen. Niemand drängt sich in den Vordergrund, und doch entstehen immer wieder starke Einzelmomente. Besonders stark und unerwartet humorig ist die „Todesszene“ von Königin Elisabeth I, die kaum enden will. Auch als Gruppe kommen alle Schauspieler immer wieder zusammen, viel Spaß macht die nebelige Disco-Szene mit genialer Musik von Kouddlam im Love Song. Tanzende Körper, die ihre Haltung verändern und damit ganze gesellschaftliche Ordnungen infrage stellen. Dramaturgisch wird Woolfs Biografie-Parodie wohl ernst genommen: Das Erzählen selbst gerät unter Beobachtung. Wer spricht - und mit welchem Recht? Es wird viel gesprochen, das macht den Abend anspruchsvoll, aber auch reizvoll. Wer eine lineare Geschichte erwartet, wird enttäuscht. Wer bereit ist, sich auf ein Denken in teils rasant schnellen Übergängen einzulassen, erlebt ein konzentriertes, kluges Theatererlebnis. Orlando will auch zeigen, wie sehr Geschlecht, Rolle und Identität von Blicken abhängen – von gesellschaftlichen Erwartungen, die sich historisch verändern und doch hartnäckig bleiben. Dass Woolf diesen Text vor fast hundert Jahren geschrieben hat, wirkt an diesem Abend weniger erstaunlich als brandaktuell. Nach gut zwei Stunden endet die Premiere ohne Pause – und ohne Auflösung. Orlando bleibt unterwegs, es ist wohl eine offene Bewegung und endet musikalisch mit dem Titel „Life is a pigsty“ von Morrissey, wie treffend. Karten sind auf der Homepage unter schauspielhausbochum.de und Tel 0234 – 33335555 zu bekommen. Weitere Aufführungen in den Kammerspielen des Schauspielhauses Bochum:

19:30 Uhr

Umjubelte Uraufführung am Kleinen Theater Herne

'Die geheimnisvolle Emily Hart'

Der Schein trügt: Johann Winkler (Christian Weymayr) als stolzer Vater seiner Töchter Johanna (Lucy Janßen, l.) und Maxi (Nele Nussbaum).

Das Grandhotel Winkler hat schon bessere Zeiten gesehen. Wovon im privaten Salon des Inhabers Johann Winkler (hat sich die Rolle des „widerwärtigen Scheusals“ auf den eigenen Leib geschrieben: Christian Weymayr) freilich nichts zu bemerken ist, da haben die Ausstatter Bernd Averbeck (Bühne) und Josef Koll (Requisite) ganze Arbeit geleistet: Rechterhand des Kamins eine opulent bestückte Gemäldesammlung, links eine raumhohe Bücherwand, davor ein Schmuckstück von plüschigem Sofa. Zum Empfang seiner wohlhabenden Gönnerin Jadwiga Bonnemeier (Anke Uzoma ruht in sich selbst), der Patentante seiner älteren Tochter Maxi, hat Johann Winkler sich herabgelassen und den Tee selbst zubereitet, während der distinguierte Butler (Paraderolle für Benno Janßen) den Rest zum „Kaviar frisch vom Stör“ übernimmt. Geht es doch in dem bevorstehenden Gespräch um die Ausbildung von Papas Liebling Maxi (selbstüberhebliche Zicke: Nele Nussbaum), seiner designierten Nachfolgerin als Hotelchefin, in Lausanne und Tokyo. Doch der erfolgreichen Schauspielerin ist Johann Winklers aufwändiger Lebenswandel mit Yacht, Lamborghini und teuren Jet-Set-Terminen schon längere Zeit ein Dorn im Auge, weshalb sie keine Kohle mehr herausrücken will. Ganz abgesehen davon, dass sie die ständig gemobbte jüngeren Tochter Johanna (eine Lucy Janßen zum Knuddeln) ins Herz geschlossen hat. Die ist einfach zu gut für diese (Kommerz-) Welt, gibt weder dem höchst ungerechten Vater noch der eingebildeten Schwester Kontra, sondern ist mit ihrem Küchenjob voll ausgelastet und dabei hoch zufrieden. Vom apostrophierten Verwelken bei den Salatköpfen kann also gar nicht die Rede sein, wofür nicht zuletzt „Winklers Vinaigrette“ steht, die allerdings nur in Form eines feinen Sahnelikörs mit Marzipangeschmack an der Theaterbar erhältlich ist. Der vielgeplagten Hotelmanagerin Francesca Salvini (Christine Boinski) bleibt gar keine andere Wahl, als den Konkurs des Traditionshauses an die Wand zu malen, da die Banken keine weiteren Kredite mehr gewähren wollen. Immerhin eines kann sich der selbsternannte gutaussehende Charming Boy Johann Winkler auf die Fahnen schreiben: Networking. So ist er auf die global erfolgreiche Hotelberaterin Emily Hart (cooles Debüt: Johanna Cadenbach) gestoßen, die sich bereit erklärt, für ihn die Kohlen aus dem Feuer zu holen. Hohes Gehalt und langjährige Erfolgs-Provision für die taffe und dabei auch noch sehr attraktive Geschäftsfrau eingeschlossen. Tatsächlich brummt bald nicht nur der Laden im Grandhotel, sondern mit der Route 67 Road Company kann sogar eine Kette mit 43 Motels in den USA hinzugekauft werden. Sodass Johann Winkler ernsthaft in Erwägung zieht, nach einem „wilden Vogel und blassen Hühnern“ erneut in den Ehestand zu treten. Doch da ist Emily Hart vor, hierin tatkräftig unterstützt von den beiden Töchtern des Bonsai-Casanovas. Denn die wissen inzwischen mehr… „Die geheimnisvolle Emily Hart“, bei der Uraufführung am Samstag (6.9.2025) mit stehenden Ovationen des naturgemäß ausverkauften Hauses gefeiert, ist ein so anspielungs- wie spannungsreiches Drama aus der Feder des Herner Medizin- und Wissenschaftsjournalisten Christian Weymayr, dem neben Jürgen Seifert zweiten Hausautor des Kleinen Theaters Herne. Ein zweistündiger Abend mit herrlichen szenischen Petitessen (noch zu nennen Josef Koll als „Strickmörder von Poppenborstel“), gleich zwei Running Gags und viel Humor, aber kein schenkelklopfender Boulevard. Eine große Herausforderung für das achtköpfige Ensemble, zu dem noch die Zweitbesetzungen Natalie Frank (Emily), Christa Herzog (Bonnemeier), Heike Hebing (Salvini) und Andreas Orlowski (Strickmörder) gehören. Und das besonders für drei Debütantinnen an der Neustraße 67. Die 27-jährige Johanna Cadenbach, die seit rund zwölf Jahren in Herne lebt und in der Personalabteilung des Schauspielhauses Bochum quasi permanent Theaterluft schnuppert, hat die Bochumer Take off-Schauspielschule besucht und sieht im Kleinen Theater eine ideale Möglichkeit, Auftrittspraxis zu sammeln für ihr erklärtes Ziel, vor einer Filmkamera zu agieren. Die 24-jährige Nele Nussbaum, in Datteln geborene und in Herne aufgewachsene Archäologie-Studentin an der Ruhr-Universität Bochum, hat in Berlin schon vor der Kamera gestanden für die ZDF-KiKa-Jugendserie „True Crime“. In der Reihe werden verschiedene Fälle von Jugendkriminalität beleuchtet und in fiktionalisierten Szenen Taten und ihre Hintergründe dargestellt, welche von drei Jugendlichen und einer Jugendrichterin im Studio diskutiert werden. Während Nele Nussbaum mit Johanna Cadenbach in Bochum studierte und über sie zum Kleinen Theater Herne kam, lag das längst fällige erste Engagement für die gebürtige Hernerin Lucy Janßen sozusagen bereits in der Wiege: Die 21-jährige Studentin der Sozialarbeit ist die Tochter des langjährigen Ensemblemitglieds Benno Janßen, der in der neuen Produktion einen Butler nicht einfach nur spielt, sondern zwischen Parkett und Rampe geradezu lebt. Und zusammen mit Birte Gembaczka und Christian Weymayr auch inszeniert hat. Das Regie-Trio wurde unterstützt durch die Essener Schauspielerin, Sängerin und Musical-Darstellerin Mara Dorn. Ab November 2025 erhöhen sich die Eintrittspreise für Theater-Eigenproduktionen des Kleinen Theaters von 14 Euro auf 16 Euro, die Kindertheater-Vorstellungen im Dezember 2025 kosten 8 Euro und für die Gastspiele gelten wie gewohnt Sonderpreise. Tickets online über Eventim und die Homepage theater-herne.de, an der Theaterkasse Neustraße 67 mittwochs und freitags jeweils von 17:30 bis 19 Uhr sowie außerhalb der Öffnungszeiten unter Tel. 02323 – 911191 (Nachricht hinterlassen). Die weiteren Vorstellungen:

20 Uhr

'House of Banksy – An Unauthorized Exhibition'

Banksy-Ausstellung in Dortmund

Motive des derzeit wohl bekanntesten aber anonymen Straßenkünstlers Banksy, der mit seinen mal ironischen, mal politischen Graffitis bekannt wurde.

Dortmund. Die Pop-Up-Ausstellung „House of Banksy – An Unauthorized Exhibition“ lässt seit Mittwoch (17.12.2025) den anonymen Graffiti-Künstler Banksy in Dortmund hoch leben. Im ehemaligen C&A-Haus ist mit mehr als 150 Motiven eine umfangreiche Werkschau seiner Kunst zu sehen. Graffitis, Fotografien, Skulpturen, Videoinstallationen und Drucke wurden eigens für diese Schau reproduziert und sind jetzt an einem Ort zu sehen. Niemand weiß, wer Banksy ist, aber jeder kennt seinen Namen. Er ist einer der berühmtesten und gleichzeitig geheimnisvollsten Künstler der Welt. Banksy ist Untergrundkämpfer, Hotelbetreiber und ohne Zweifel der unumstrittene König der Straßenkunst, ein genialer Geist und Starkünstler, der mit seinen mal ironischen, mal politischen, aber stets poetischen Arbeiten die Menschen berührt und ihnen aus der Seele spricht. Seine Identität hält der Schätzungen zufolge etwa 45–50-jährige in Bristol geborene und bis heute anonyme Graffiti-Künstler bis heute erfolgreich geheim. Seine Werke dagegen erobern international nicht nur die Straßen, sondern auch die Auktionshäuser, und das höchst erfolgreich: Er gilt derzeit als einer der teuersten Künstler der Gegenwart. 2010 setzte ihn das „Time Magazine“ erstmals auf seine Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt, neben Persönlichkeiten wie Barack Obama, Steve Jobs oder Lady Gaga. Die Ausstellung läuft bis zum 15. März in Dortmund und ist montags bis sonntags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Letzter Einlass: Eine Stunde vor Ausstellungsende. Geschlossen hat das Haus am 24. und 25. Dezember 2025, am 1. Januar 2026. An Silvester, 31. Dezember 2025, ist die Ausstellung nur von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

seit 17. Dezember

Sonntag, 18. Januar

Udo Lindenberg in der Ludwiggalerie Oberhausen

Das 'Udoversum': Kometenhaft panisch

Das Schiff „Andrea Doria“ steht für Udo Lindenbergs maritime Affinität. Der gebürtige Westfale, 1946 in Gronau zur Welt gekommen, bewohnt seit Jahrzehnten eine Suite im Hamburger Luxushotel Atlantic.

Wegen des anhaltend extrem hohen Besucherinteresses verlängert die Ludwiggalerie Schloss Oberhausen die große Retrospektive von Udo Lindenberg zum zweiten Mal - und zwar bis Sonntag, 18. Januar 2026. Die Ludwiggalerie Schloss Oberhausen konnte in diesem Jahr schon bei der Loriot-Ausstellung einen Besucherrekord verzeichnen. Nun bahnt sich ein neuer an. Aktuell zu sehen ist die Lindenberg-Schau „Kometenhaft panisch – Likörelle, Udogramme, nackte Akte & viel mehr“, die in Zusammenarbeit mit der Brost-Stiftung das ganze Udoversum ins Ruhrgebiet bringt. Bereits nach wenigen Wochen wurde der 25.000 Besucher begrüßt. Deshalb wird aufgrund des hohen Interesses die Udo Lindenberg-Ausstellung bis Sonntag, 23. November 2025 verlängert. In der Ludwiggalerie Schloss Oberhausen offenbart sich eine bisher weithin unbekannte Seite des im westfälischen Gronau geborenen Universalgenies Udo Lindenberg: der Hamburger Rocksänger als Pop-Art-Künstler. In der Ausstellung „Kometenhaft panisch – Likörelle, Udogramme, nackte Akte & viel mehr“, die am Samstag, 28. Juni 2025, um 19 Uhr am Rhein-Herne-Kanal eröffnet wird, ist erstmals öffentlich sein zeichnerisches Frühwerk zu entdecken. Zum Udoversum gehören naturgemäß Detektiv Coolman, Elli Pyrelli und Rudi Ratlos, aber auch ein Zyklus zu Johann Wolfgang Goethes Opus magnum „Faust“, die Auseinandersetzung mit biblischen Geboten und, das vor allem, seine klare politische Haltung gegen die rechte Gesinnung der „Pimmelköppe“, die wie die „White Trash“-Arbeiten im 1. Obergeschoss gezeigt werden. Die Besucher der noch bis weit in den September 2025 geöffneten Retrospektive, ein genaues Datum der Finissage steht noch nicht fest, werden im Erdgeschoss von Großformaten mit hohem Wiedererkennungswert empfangen. So stehen seine Arbeiten zur „Andrea Doria“ für die maritime Affinität des 79-Jährigen, der seit Jahrzehnten eine Suite im Hamburger Luxushotel Atlantic bewohnt. Anfang der 2000er Jahre nimmt Udo Lindenberg an bundesweiten Kampagnen für mehr Zuversicht und Eigeninitiative („Du bist Deutschland“) teil – mit großformatigen Likörell-Mischtechniken auf Leinwand. „Bunte Republik Deutschland“ sind zwei Acryl-Arbeiten auf Leinwand von 2006 betitelt: Auf dem linken Bild reitet ein höchst zuversichtlicher Udo Lindenberg auf der Quadriga des Brandenburger Tores in die Hauptstadt hinein. Apropos Likörell. Hat Udo in den Anfängen der späten 1970er Jahre auf Bierdeckeln oder der Spargelkarte des Münchner Hilton-Hotels gezeichnet, malt er seit Mitte der 1990er Jahre in einer höchst eigenen Technik, wobei er bunte Liköre mit Acrylfarben mischt und sie in Aquarelltechnik auf Büttenpapier oder Leinwand aufträgt. Im Erdgeschoss sind in Vitrinen u.a. die 24-bändige Künstlerausgabe des Brockhaus-Konversationslexikons von 2006 und das HO-Modell des komplett bemalten „Sonderzugs nach Pankow“ zu sehen: Mit dem Original hatte Udo Lindenberg 2003 in Magdeburg eine symbolische „Frustmauer“ aus Styropor durchbrochen. Ebenfalls im Erdgeschoss zu sehen sein erster öffentlicher Auftritt als bildender Künstler 1995 mit zwölf (Kalender-) Motiven in Mischtechnik auf Papier zu seinem bereits 32. Studioalbum „Kosmos“, mit dem er Funk, Elektronik, Walzer und Rock zu einem experimentellen Klangbild verschmolz.Akustisch kennenzulernen zusammen mit allen anderen Studioalben gegenüber in der Panoramagalerie des Kleinen Schlosses. In einem anderen Raum sind Udos Hits digitally remastered in einer Video-Sound-Installation in Dolby Surround-Qualität ganz neu zu erleben! Die beiden Kuratoren Frank Bartsch vom Hamburger Udo Lindenberg Archiv und Dr. Sarah Hülsewig von der Ludwig Galerie Schloss Oberhausen haben sich neben der Hausherrin Dr. Christine Vogt dem Udoversum erstmals dezidiert aus kunsthistorischer Sicht genähert, wovon neben der thematisch gestalteten Ausstellung auch der opulente Katalog zeugt, der für wohlfeile 39,95 Euro im Shop erhältlich ist. Dennoch ist die Ausstellung auch für „reine“ Musikfans ein Event – mit Schallplatten und CD-Editionen bis hin zu witzigen Accessoires eines künstlerisch gestalteten Türanhängers: „Bitte nicht stören. Ich mach‘ mein Ding.“ Im 2. Obergeschoss schließlich kann multimedial die Ejakulator-Session nachvollzogen werden: In seiner ersten Ausstellung im Erotic Art Museum Hamburg setzte sich Udo Lindenberg 1996 selbst ans Schlagzeug. Die Ausstellung „Kometenhaft panisch“ ist dienstags bis sonntags jeweils von 11 bis 18 Uhr geöffnet in der Ludwig Galerie Schloss Oberhausen, Konrad-Adenauer-Allee 46. Öffentliche Führungen finden sonntags um 11.30 Uhr statt, an den drei Sonntagen 20. Juli, 31. August und 14. September 2025 führt Christine Vogt persönlich jeweils um 15 Uhr. Alles weitere und Tickets im Netz unter ludwiggalerie.de.

Der Januar im LWL-Museum für Archäologie

Familiensonntag, Vortrag und Kreativ-Workshop

Die Besucher der Ausstellung können auf einem großen Wimmelbild auf die Suche nach Orten des Essens gehen.

Auch im neuen Jahr 2026 steht das LWL-Museum für Archäologie und Kultur in Herne im Zeichen der Sonderausstellung „Mahlzeit! Wie Essen uns verbindet!“. Prof. Dr. Eva Bärlosius beleuchtet in einem kostenlosen Vortrag, warum Essen so ein heiß diskutiertes Thema ist . Vorher steht der Familiensonntag unter dem Motto „Eiszeit“: Dann stehen eine Spezial-Führung für die Kleinsten, eine steinzeitliche Schmuckwerkstatt und Bogenschießen auf dem Programm. Unter dem Motto „Gar nicht unappetitlich - Das Mittelalter in Westfalen“ zeigt das Museum am Familienwochenende, wie Essen vor rund 1.000 Jahren aussah und räumt dabei mit Mythen auf. Jetzt anmelden heißt es für Interessierte des Kreativ-Workshops „Aus dem Löffel wird ein Ring - Schmuckbearbeitung für Einsteiger“. Am Familiensonntag, 4. Januar 2026, können Kinder von sechs bis acht Jahren um 13 Uhr und 15 Uhr an dem Programm „Kalle und die Tiere der Eiszeit“ teilnehmen. Kalle, der Museumsmaulwurf, hat beim Graben seltsame Knochen gefunden. Die befreundeten Archäologen, erzählen ihm dazu etwas von einer Eiszeit und von Tieren, die längst ausgestorben sind. Gemeinsam mit Kalle gehen die Kinder diesen Geschichten auf den Grund. Dabei können sie einige uralte Knochen unter die Lupe nehmen und sogar anfassen. Wie groß und schwer ist ein Mammutzahn? Wo ist das Horn des Wollnashorns geblieben? Zum Abschluss dürfen die Teilnehmenden mit neuem Wissen und künstlerischem Geschick einen Malbogen zu den Tieren der Eiszeit und ihrem Lebensraum gestalten. Für alle weiteren Besucher steht an diesem Familiensonntag von 11 bis 18 Uhr die steinzeitliche Schmuckwerkstatt sowie das Bogenschießen offen. Die öffentliche Führung „gesucht. gefunden. ausgegraben.“ durch die Dauerausstellung steht an allen Sonntagen im Januar (4., 11., 18., und 25. Januar 2026) um 13 Uhr auf dem Programm. Bei dem Rundgang folgen Besuchende in einer nachgestalteten Ausgrabung den Spuren der Menschen in Westfalen. Neben zahlreichen Funden erwartet sie beispielsweise ein in Mitteleuropa einmaliger Faustkeil aus Mammutknochen, der Schmuck der Damen von Ilse als eine der geheimnisvollsten Entdeckungen aus der Eisenzeit sowie das reich mit Beigaben ausgestattete Grab des Fürsten von Beckum. Am Sonntag, 4. Januar 2026, startet um 15 Uhr die öffentliche Führung „Mahlzeit“ durch die gleichnamige Sonderausstellung. Gemeinsames Essen ist weit mehr als nur Nahrungsaufnahme. Ob beim königlichen Bankett, der einfachen Bauernmahlzeit, dem familiären Abendessen oder der gemeinsamen Mittagspause - überall offenbaren sich Fragen: Wer sitzt wo? Welche Rituale bestimmen das gemeinsame Mahl? Und was verrät das alles über Macht, Zugehörigkeit, gesellschaftlichen Wandel und vor allem Kultur? Von opulenten Festtafeln und rituellen Speisungen bis hin zu den Herausforderungen der Gegenwart - schnelle Snacks, digitale Ablenkung und der Verlust gemeinsamer Rituale - zeigt diese Ausstellung, wie Essen seit Jahrtausenden als sozialer Klebstoff wirkt. Mit einem Blick auf mehr als 300 Exponate und Geschichten lädt „Mahlzeit!“ dazu ein, die kulturelle Dimension des Essens neu zu entdecken. Diese Führung wird auch an jedem weiteren Sonntag im Januar (11., 18. und 25. Januar 2026) um 15 Uhr angeboten. Am Donnerstag, 15. Januar 2026, ab 19 Uhr blickt die Soziologin Prof. Dr. Eva Barlösius von der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover in einem kostenlosen Vortrag auf die gesellschaftliche Dimension des Essens, soziale Ungleichheit und Ernährungsgewohnheiten in Zeiten des sozialen Wandels. Wer nicht vor Ort sein kann, hat die Möglichkeit, den Vortrag auf dem YouTube-Kanal des Museums live im Internet zu verfolgen. Wie wird aus einem Löffel ein Ring? Das erfahren Teilnehmende im Kreativseminar „Schmuckbearbeitung für Einsteiger“ am Samstag, 24. Januar 2026 von 15 bis 17 Uhr. Mitmachen können alle, die Lust haben, kreativ zu arbeiten. Ziel ist es, aus einem einfachen Löffel einen einzigartigen Ring zu formen. Zunächst suchen sich die Teilnehmenden vor Ort einen Löffel aus. Unter fachkundiger Anleitung erfahren sie Schritt für Schritt, wie man das Besteckteil bearbeitet, formt und in ein individuelles Schmuckstück verwandelt. Am Ende halten alle ein eigenes handgemachtes und nachhaltiges Unikat in den Händen. Das Programm richtet sich an Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene. Die Kosten betragen 39 Euro pro Person, inklusive Material, zuzüglich Museumseintritt für alle Teilnehmenden ab 18 Jahren. Um Anmeldung wird gebeten. Bitte unempfindliche Kleidung tragen oder eine Schürze mitbringen. Am letzten Wochenende im Januar widmet sich das LWL-Museum an zwei Tagen dem Thema Essen vor 500 bis 1.000 Jahren. Wie funktionierte saisonale Ernährung in Westfalen vor 700 Jahren und was wurde wie importiert? Das Familienwochenende „Gar nicht unappetitlich - Das Mittelalter in Westfalen“ findet von 11 bis 18 Uhr am Samstag und Sonntag, 31. Januar und 1. Februar 2026, in Zusammenarbeit mit der Living History-Gruppe „IG-Hochgotik“ statt. Dann dreht es sich um Ernährung, Esskultur, Tischsitten und die Verfügbarkeit von Lebensmitteln um 1300. Schon damals war Essen viel mehr als nur reine Nahrungsaufnahme. Wie das Essen ohne Gabel funktionierte und was es bedeutete, „jemandem das Wasser reichen zu können“, erfahren Kinder und Erwachsene bei einem kleinen Ausflug in die mittelalterliche Tischkultur. Am Modell eines typischen niederdeutschen Stadthauses erfahren Besuchende mehr über die zentrale Bedeutung des Herdes und der Küche im Haus. Ernährung war durch Religion geprägt. Fachleute zeigen, wie Mönche im Mittelalter ihre Mahlzeiten schweigend zu sich nahmen und es trotzdem schafften, um etwas vom Tisch zu bitten. Die Teilnahme ist kostenfrei. Es ist lediglich der Eintritt zu entrichten.

15 Uhr

Anna Pocher stellt im HKB-Kunstpunkt aus

Von den Brettern an die Staffelei

Anna Pocher neben einer Öl-/Papier-Mischtechnik, die einen Hermaphroditen mit alchimistischen Symbolen eines Zürcher Codex aus dem 15. Jahrhundert zeigt.

„Das Sichtbare und das Verborgene“ ist der Titel der ersten Herner Einzelausstellung der 1953 in Turin geborenen Tänzerin, Choreographin, Folkwang-Dozentin und Bildenden Künstlerin Anna Pocher, die seit 2023 Mitglied im Herner Künstlerbund HKB’90 ist und auch zwei Collagen auf der aktuellen HKB-Jahresschau im Rathaus Herne zeigt. Wer jetzt Schauspieler oder andere in die Jahre gekommene Prominente vor Augen hat, die plötzlich ihre bildkünstlerische Ader entdecken, liegt bei Anna Pocher völlig falsch, die an der Accademia Albertina delle Belle Arti in Turin eine geradezu klassische vierjährige Ausbildung genoss: Malerei, Zeichnung, Plastik und Kunstgeschichte. „Der Akt des Sehens hat mein ganzes Leben begleitet und inspiriert“, so die in ihrer norditalienischen Heimatstadt ausgebildete Kunstpädagogin für die Grundschulen und die Mittelstufe. Ihre Collagen, die den größten Teil der in der Galerie Kunstpunkt gezeigten Arbeiten ausmachen, sind nicht nach dem Zufallsprinzip entstanden, sondern haben eine Komposition als Vorgabe: „Die Leere und die Fülle, Form und Raum der Bilder befinden sich im gegenseitigen Dialog.“ Was auch auf die Kohärenz der Farben zutrifft, die entweder miteinander verschmelzen oder kontrastieren. Eine dieser durchaus auch politischen Collagen, die sich ästhetisch an denen der 1920er und 1930er Jahre etwa in der AIZ (Arbeiter-Illustrierte-Zeitung) orientieren, zeigt von Berliner Polizisten verprügelte protestierende Arbeiter in der Weimarer Republik in Verbindung mit einem friedlichen Alltagsmotiv einer Einkaufsmeile in der Wirtschaftswunderzeit der Fünfziger Jahre. Das erinnert daran, dass Anna Pocher, die Ende der 1970er Jahre als Tänzerin ins Bremer Ensemble Reinhild Hoffmanns eintrat, im Dezember 1992 am Schauspielhaus Bochum in ihrer Choreographie „Volx-Muzak“, der Titel bezieht sich auf das frühere Gedudel in unseren Konsumtempeln, eine betriebliche Weihnachtsfeier ironisch aufs Korn genommen hat. Anna Pochers Arbeiten, auch die geradezu altmeisterlichen Ölgemälde, bilden eine eigene Welt in sich und wollen rein assoziativ wahrgenommen werden. Sie sind häufig sinnlicher Natur wie bei einem kleinformatigen Gemälde, das einen Klavierspieler ohne Klavier und eine unter ihm sitzende nackte Frau zeigt. Die Motive sind auf den ersten Blick nicht immer miteinander in Verbindung zu bringen: Anna Pocher liebt das Verborgene und den versteckten Humor der einzelnen Figuren. Weshalb es sich doppelt lohnt, auf der Vernissage am Sonntag, 11. Januar 2026 oder der Finissage am Sonntag, 15. Februar 2026 mit der Künstlerin ins Gespräch zu kommen. Die zumindest einige Herner Tanztheater-Liebhaber noch in bester Erinnerung haben etwa in der zum Berliner Theatertreffen eingeladenen Hoffmann-Choreographie „Könige und Königinnen“, wo sie auf furiose Weise mit Julie Shanahan zwei Rivalinnen verkörperte. Oder in „Verreist“, einer Reise durch die Lebensabschnitte der Menschen von der Geburt bis zum Tod. Unvergesslich das narrative Tanz-Theater „Machandel“, das die Märchen der Brüder Grimm mit archaischen Menschheits-Riten verband. Wie auch „Ich schenk‘ mein Herz“ über das so schwer zu machende Leichte in der Operette: Anna Pocher und Annamirl van der Pluym als zwei Herzdamen, die walzerselig herumwirbelnd um gleich drei Tenöre buhlen. Die Ausstellung „Das Sichtbare und das Verborgene“ mit Arbeiten von Anna Pocher wird am Sonntag, 11. Januar 2026, um 11.30 Uhr in der Galerie Kunstpunkt, Mont-Cenis-Straße 296, eröffnet und kann anschließend bis zum 15. Februar 2026 jeweils mittwochs und sonntags zwischen 15 und 18 Uhr besichtigt werden. Auf der Vernissage wird der Bochumer Schauspieler Maximilian Strestik nicht nur einführende Worte sprechen nach der Begrüßung durch die 2. Vorsitzende des Herner Künstlerbundes, Gisela Schulte. Die Finissage am Sonntag, 15. Februar 2026, um 15 Uhr wird musikalisch gerahmt durch den Folkwang-Absolventen Anton Richard auf dem Violoncello.

15 Uhr

Umjubelte Uraufführung am Kleinen Theater Herne

'Die geheimnisvolle Emily Hart'

Der Schein trügt: Johann Winkler (Christian Weymayr) als stolzer Vater seiner Töchter Johanna (Lucy Janßen, l.) und Maxi (Nele Nussbaum).

Das Grandhotel Winkler hat schon bessere Zeiten gesehen. Wovon im privaten Salon des Inhabers Johann Winkler (hat sich die Rolle des „widerwärtigen Scheusals“ auf den eigenen Leib geschrieben: Christian Weymayr) freilich nichts zu bemerken ist, da haben die Ausstatter Bernd Averbeck (Bühne) und Josef Koll (Requisite) ganze Arbeit geleistet: Rechterhand des Kamins eine opulent bestückte Gemäldesammlung, links eine raumhohe Bücherwand, davor ein Schmuckstück von plüschigem Sofa. Zum Empfang seiner wohlhabenden Gönnerin Jadwiga Bonnemeier (Anke Uzoma ruht in sich selbst), der Patentante seiner älteren Tochter Maxi, hat Johann Winkler sich herabgelassen und den Tee selbst zubereitet, während der distinguierte Butler (Paraderolle für Benno Janßen) den Rest zum „Kaviar frisch vom Stör“ übernimmt. Geht es doch in dem bevorstehenden Gespräch um die Ausbildung von Papas Liebling Maxi (selbstüberhebliche Zicke: Nele Nussbaum), seiner designierten Nachfolgerin als Hotelchefin, in Lausanne und Tokyo. Doch der erfolgreichen Schauspielerin ist Johann Winklers aufwändiger Lebenswandel mit Yacht, Lamborghini und teuren Jet-Set-Terminen schon längere Zeit ein Dorn im Auge, weshalb sie keine Kohle mehr herausrücken will. Ganz abgesehen davon, dass sie die ständig gemobbte jüngeren Tochter Johanna (eine Lucy Janßen zum Knuddeln) ins Herz geschlossen hat. Die ist einfach zu gut für diese (Kommerz-) Welt, gibt weder dem höchst ungerechten Vater noch der eingebildeten Schwester Kontra, sondern ist mit ihrem Küchenjob voll ausgelastet und dabei hoch zufrieden. Vom apostrophierten Verwelken bei den Salatköpfen kann also gar nicht die Rede sein, wofür nicht zuletzt „Winklers Vinaigrette“ steht, die allerdings nur in Form eines feinen Sahnelikörs mit Marzipangeschmack an der Theaterbar erhältlich ist. Der vielgeplagten Hotelmanagerin Francesca Salvini (Christine Boinski) bleibt gar keine andere Wahl, als den Konkurs des Traditionshauses an die Wand zu malen, da die Banken keine weiteren Kredite mehr gewähren wollen. Immerhin eines kann sich der selbsternannte gutaussehende Charming Boy Johann Winkler auf die Fahnen schreiben: Networking. So ist er auf die global erfolgreiche Hotelberaterin Emily Hart (cooles Debüt: Johanna Cadenbach) gestoßen, die sich bereit erklärt, für ihn die Kohlen aus dem Feuer zu holen. Hohes Gehalt und langjährige Erfolgs-Provision für die taffe und dabei auch noch sehr attraktive Geschäftsfrau eingeschlossen. Tatsächlich brummt bald nicht nur der Laden im Grandhotel, sondern mit der Route 67 Road Company kann sogar eine Kette mit 43 Motels in den USA hinzugekauft werden. Sodass Johann Winkler ernsthaft in Erwägung zieht, nach einem „wilden Vogel und blassen Hühnern“ erneut in den Ehestand zu treten. Doch da ist Emily Hart vor, hierin tatkräftig unterstützt von den beiden Töchtern des Bonsai-Casanovas. Denn die wissen inzwischen mehr… „Die geheimnisvolle Emily Hart“, bei der Uraufführung am Samstag (6.9.2025) mit stehenden Ovationen des naturgemäß ausverkauften Hauses gefeiert, ist ein so anspielungs- wie spannungsreiches Drama aus der Feder des Herner Medizin- und Wissenschaftsjournalisten Christian Weymayr, dem neben Jürgen Seifert zweiten Hausautor des Kleinen Theaters Herne. Ein zweistündiger Abend mit herrlichen szenischen Petitessen (noch zu nennen Josef Koll als „Strickmörder von Poppenborstel“), gleich zwei Running Gags und viel Humor, aber kein schenkelklopfender Boulevard. Eine große Herausforderung für das achtköpfige Ensemble, zu dem noch die Zweitbesetzungen Natalie Frank (Emily), Christa Herzog (Bonnemeier), Heike Hebing (Salvini) und Andreas Orlowski (Strickmörder) gehören. Und das besonders für drei Debütantinnen an der Neustraße 67. Die 27-jährige Johanna Cadenbach, die seit rund zwölf Jahren in Herne lebt und in der Personalabteilung des Schauspielhauses Bochum quasi permanent Theaterluft schnuppert, hat die Bochumer Take off-Schauspielschule besucht und sieht im Kleinen Theater eine ideale Möglichkeit, Auftrittspraxis zu sammeln für ihr erklärtes Ziel, vor einer Filmkamera zu agieren. Die 24-jährige Nele Nussbaum, in Datteln geborene und in Herne aufgewachsene Archäologie-Studentin an der Ruhr-Universität Bochum, hat in Berlin schon vor der Kamera gestanden für die ZDF-KiKa-Jugendserie „True Crime“. In der Reihe werden verschiedene Fälle von Jugendkriminalität beleuchtet und in fiktionalisierten Szenen Taten und ihre Hintergründe dargestellt, welche von drei Jugendlichen und einer Jugendrichterin im Studio diskutiert werden. Während Nele Nussbaum mit Johanna Cadenbach in Bochum studierte und über sie zum Kleinen Theater Herne kam, lag das längst fällige erste Engagement für die gebürtige Hernerin Lucy Janßen sozusagen bereits in der Wiege: Die 21-jährige Studentin der Sozialarbeit ist die Tochter des langjährigen Ensemblemitglieds Benno Janßen, der in der neuen Produktion einen Butler nicht einfach nur spielt, sondern zwischen Parkett und Rampe geradezu lebt. Und zusammen mit Birte Gembaczka und Christian Weymayr auch inszeniert hat. Das Regie-Trio wurde unterstützt durch die Essener Schauspielerin, Sängerin und Musical-Darstellerin Mara Dorn. Ab November 2025 erhöhen sich die Eintrittspreise für Theater-Eigenproduktionen des Kleinen Theaters von 14 Euro auf 16 Euro, die Kindertheater-Vorstellungen im Dezember 2025 kosten 8 Euro und für die Gastspiele gelten wie gewohnt Sonderpreise. Tickets online über Eventim und die Homepage theater-herne.de, an der Theaterkasse Neustraße 67 mittwochs und freitags jeweils von 17:30 bis 19 Uhr sowie außerhalb der Öffnungszeiten unter Tel. 02323 – 911191 (Nachricht hinterlassen). Die weiteren Vorstellungen:

18 Uhr

Ort des Geschehens ist das Café Desaster

Konzert von Frank Sandfort

Im Cafe Desaster an der Mont-Cenis-Straße 26 findet ein Konzert statt.

Ein Konzert von Frank Sandfort im Desaster findet am Samstag, 18. Januar 2026, um 18 Uhr im Café Desaster statt. Der Eintritt ist frei.

18 Uhr

Multimedia-Spektakel im Gelsenkirchener Musiktheater

'Der fliegende Holländer'

Spektakulärer multimedialer Auftakt im Gelsenkirchener Musiktheater in Wagners „Fliegendem Holländer“ zur gewaltigen Wucht der Musik aus dem Graben.

Als das Gelsenkirchener Musiktheater im Revier noch unter Schillertheater NRW firmierte, stand Richard Wagners am 2. Januar 1943 im Dresdener Hoftheater uraufgeführte romantische Oper „Der fliegende Holländer“ das letzte Mal auf dem Spielplan. Auf der bis zum Bersten überfüllten Matinee am 11. Oktober 1998 las der Senior des Ensembles, der Herner Schauspieler Waldemar Mauelshagen, das in Amsterdam spielende Kapitel aus Heinrich Heines 1834 erschienener Erzählung „Die Memoiren des Herrn von Schnabelewopski“, Grundlage des 29-jährigen Komponisten Richard Wagner für sein erstes Werk, das für würdig empfunden wurde, bei den Bayreuther Festspielen aufgeführt zu werden. Regisseurin Karin Mauksch, deren Wuppertaler Inszenierung am 25. Oktober 1998 an den Kennedyplatz wechselte, hat sich nicht für den fluchbeladenen Titelhelden interessiert, der alle sieben Jahre eine neue Frau freit, weil er angeblich nie eine treue Gattin gefunden hat. Wobei der Treue-Begriff Wagners der des 19. Jahrhunderts ist: Treue bis in den Tod. Dabei bringe, so Mauksch, doch erst Senta das Opfer – mit ihrem eigenen Leben. Also: Erlösung des Mannes durch die Frau. Schon recht und keineswegs unzeitgemäß. Aber deshalb gleich sterben? Richetta Manager hat seinerzeit blutigen Selbstmord begangen, das bleibt der kindlich-bezopften Susanne Serfling 27 Jahre später glücklicherweise erspart. „Ich bin ein Kind und weiß nicht, was ich singe“: Im sehr stringenten Gesamtkunstwerk-Konzept der in Wanne-Eickel aufgewachsene Regisseurin Gabriele Rech, das krankheitsbedingt Igor Pison bis zur mit Ovationen gefeierten Premiere am 27. September 2025 umsetzte, wird wie immer wieder auch in Bayreuth der hier von Benedict Nelson gesungene Titelheld nicht als Phantasmagorie Sentas interpretiert, sondern als Traumvorstellung eines immer wieder auf der Bühne präsenten kleinen Mädchens (Marie Wöhrl alternierend mit Selma Albrecht und Mia Werner), der die Amme Mary (Dania Durmus alternierend mit Anna-Lucis Lens als junge Mary) die Geschichte vom Fliegenden Holländer vorliest. Die raffiniert-detailreiche Bühne der Ausstatterin Nicola Reichert stilisiert zunächst einen Schiffsrumpf, in dem die Seesäcke der Matrosen unter der Decke hängen wie die Kleidungskörbe der Bergleute in der Waschkaue. Und sich die Protagonisten wie in längst vergangen geglaubten Tagen kaum von der Rampe entfernen. Im wesentlich lebendigeren 2. Akt mutiert dieser Rumpf zur Fabrik mit Näherinnen an Maschinen, die freilich erst nach 1843 entwickelt wurden: Bei Wagner sitzen Fischersfrauen als Heimarbeiterinnen am Spinnrad im Haus von Sentas Vater Daland (Tobias Schabel). Bereits die Puppenstube im schon zur Ouvertüre hinter einem Gazevorhang schimmernden Kinderzimmer linkerhand weist auf das spätere Geschehen hin, ist sie doch bis hin zur barock-ausladenden Robe Sentas die originalgetreue Kopie der unteren Hälfte der horizontal zweigeteilten Bühne im zweiten Akt. In der sich Senta – wenn auch nur für einen kurzen Moment – die flämische Haube einer verheirateten Hausfrau wie eine Königinnenkrone aufs Haupt setzt. „Wir brauchen heute eine Senta, die nicht nur davon träumt aufzubrechen, sondern ihr Leben selbst in die Hand nimmt. Senta soll sich nicht für die Liebe opfern“ bekundet Igor Pison im MiR-Programmheft und so bleiben nach höchst unterhaltsamen, zu Beginn geradezu multimedial-spektakulären zweieinhalb Stunden die letzten Fragen offen. Denn auch Sentas Verlobter, der Jäger Erik (Martin Homrich), entpuppt sich am Ende nicht als Objekt ihrer Begierde. Ihr Hochzeitskleid wird, ein augenzwinkernd-versöhnlicher Abschluss, die überglückliche Braut des fröhlich-lebensbejahenden Steuermanns (Adam Temple-Smith alternierend mit Khanyiso Gwenxane) tragen. Dem optischen Wolkenmeer und Wellenrauschen (Video: Gregor Eisenmann) folgt unter Rasmus Baumanns Leitung ein gewaltiges Blitzlichtgewitter und Donnergrollen aus dem Graben, von den angekündigten „volkstümlichen Melodien“ oder gar „Belcanto-Augenblicken größter Zartheit“ war mit der Ausnahme der einmal mehr überragenden Gelsenkirchener Chöre wenig bis nichts zu vernehmen. Was freilich an Richard Wagners Partitur seines sogenannten Erlöserdramas liegt. Karten unter musiktheater-im-revier.de oder unter Tel. 0209 – 4097200. Die weiteren Vorstellungen:

18 Uhr

Dennis kam, sang und siegte

Power-Barock in Duisburg

Sie kam, sah und siegte: Giulio Cesare (Anna Harvey, r., mit Roman Hoza als Achilla) mutiert in Händels Oper in Duisburg zu Giulia.

Als Georg Friedrich Händels erfolgreichste seiner rund vierzig Opern, „Giulio Cesare in Egitto“, am 20. Februar 1724 im King's Theatre uraufgeführt wurde, stand ein komplettes italienisches Starensemble auf den Brettern am Londoner Haymarket, an der Spitze Francesca Cuzzoni als Cleopatra und ihre größte Rivalin Margherita Durastanti in der Hosenrolle als Sesto Pompeo. In der Titelpartie des Julius Cäsar wurde der neben Farinelli berühmteste Kastrat der damaligen Opernwelt, Senesino (alias Francesco Bernardi), bejubelt an der Seite eines weiteren prominenten, in der Pubertät beschnittenen Sopranista, Gaetano Berenstadt als Tolomeo. Michaela Dicu, im Revier bestens bekannt von ihrer jahrelangen Tätigkeit am Gelsenkirchener Musiktheater („Ariadne auf Naxos“, „Teufels Küche“, „Bis aufs Blut“, „Kennst du den Mythos?“), die Leiterin der Jungen Oper am Rhein, hat nun im Theater Duisburg für einen Paukenschlag gesorgt, darin kongenial unterstützt vom Barock- und speziell Händel-Spezialisten Attilio Cremonesi am Pult der Duisburger Philharmoniker im auf halbe Höhe hochgefahrenen „Graben“: Aus Giulio wird mit der für ihr Rollendebut gefeierten Mezzosopranistin Anna Harvey eine Giulia, die ihre Beine nicht in einer Männerhose verstecken muss. Und aus Cleopatra beim überragenden Countertenor Dennis Orellana ein Cleopatro, der sich deshalb nicht die Männerbrust ausstopfen muss. In der Neuinszenierung der Deutschen Oper am Rhein, die am 30. November 2025 im Theater Duisburg eine denkwürdige, leider aber längst nicht ausverkaufte Premiere feierte, geht es um das – zeitlose – Primat der Macht. Weshalb die acht Gesangssolisten unter überdimensionalen, aber immerhin begrünten Neon-Versalien des (englischen Macht-) Wortes Power in einem bis zur Jetztzeit reichenden Kostüm-Stilmix agieren in der kühlen Ausstattung des eingespielten Teams aus Rifail Ajdarpasic und Ariane Isabell Unfried, die außer einer stilisierten Rialto-Brücke über den Nil kein ägyptisches Lokalkolorit aufweist. Sie kamen, sangen und siegten: Gleich drei Countertenöre, sämtlich international renommierte Gäste, verzücken das Rheinopern-Publikum über knapp drei Stunden. Allen voran Dennis Orellana als Cleopatro. In Honduras geboren und ursprünglich an der Posaune ausgebildet, studierte der derzeit wahrscheinlich spannendste junge Sänger der Barockszene in Madrid und Stuttgart. Er bestreitet zusammen mit dem Bass Valentin Ruckebier am Sonntag, 7. Dezember 2025, um 11 Uhr im Theater Duisburg die Liedmatinee „Perlen der Barockmusik“. An seiner Seite zwei kaum weniger brillante Sänger dieser gefragten Stimmlage mit Maximiliano Danta als Sesto, der gebürtige Uruguayer ist aktuell zweifacher Wettbewerbs-Sieger in Versailles und Innsbruck, sowie dem jungen Rheinopern-Debutanten Tobias Hechler, der sein Gesangsstudium in Bremen und Hannover absolvierte und auf dem besten Wege ist, sich über den deutschsprachigen Raum hinaus einen Namen zu machen. Als Tolomeo muss er ‘mal im Tennis-Outfit zum Match antreten, was gagreich beginnt und in Albernheit ausartet, ‘mal mit dem Golfschläger die zu seiner Haremsdame degradierte Cornelia (Katarzyna Kuncio) demütigen, was nun wirklich nicht lustig ist. Aber das sind wie bei zahlreichen weiteren drastischen und vielfach auch anzüglichen Szenen Geschmacksfragen, die ein an Horrorfilme zur TV-Primetime gewöhntes Publikum anders beantworten dürfte. Michaela Dicu kann aber auch anders – etwa mit der Liebesnacht Cäsars und Cleopatras in der Badewanne und einer kleinen, feinen Mutter-Sohn-Petitesse: Beim Totenmahl für den geköpften Pompeo untersagt die Witwe Cornelia ihrem Sohn Sesto noch den Griff ins Zigarettenpäckchen, der muss seiner Nikotinsucht draußen nachkommen. Als Sesto jedoch seinen Vater gerächt und Tolomeo getötet hat, kann er auf der Tennis-Tribüne nach Herzenslust qualmen. Noch zu erwähnen aus dem eigenen Ensemble Roman Hoza als Tolomeos Feldherr Achilla, der kraftvolle Bassbariton Torben Jürgens als Cäsars Vertrauter Curio sowie die junge, in London ausgebildete englische Mezzosopranistin Annabel Kennedy, die als Cleopatras Vertraute Nirena ständig mit Handy und Tablet unterwegs ist. „Giulio Cesare in Egitto“ in Duisburg könnte man auch so zusammenfassen: Power-Barock für Einsteiger. Fortgeschrittene und vor allem die Puristen darunter werden die Rezitative vermissen, ich gehöre nicht dazu. Achtung Spoiler: Am Ende überlässt das glückliche Liebespaar Cäsar und Cleopatra den rabenschwarzen Mantel des Regenten Curio und verschwindet samt Rollkoffer durchs Parkett in den Honeymoon. Einmal abgesehen von der Frage, ob die mit dem Geschlechtertausch verbundene Rollen-Umkehr von Herrscher und Verführerin tatsächlich den gewünschten – und im Programmheft u.a. mit Margaret Thatcher und Angela Merkel untermauerten – Effekt eines Wechsels im Bewusstsein zugunsten von noch stark unterrepräsentierten der Frauen in Führungspositionen von Politik und Wirtschaft erbringt, ist der Deutschen Oper am Rhein zu gratulieren für diesen ungewöhnlichen, musikalisch beglückenden und dabei höchst unterhaltsamen knapp dreistündigen Barockabend. Tickets gibt es auf der Webseite operamrhein.de oder per Tel 0203 – 28362100.

18:30 Uhr

Musik aus der 'goldenen Ära' der Popmusik

'Time Out' im Januar 2026

Peter Zontkowski, Autor, Musiker und Macher der Radiosendung 'Time out' auf UKW 90,8: Die nächste Sendung ist am Sonntag, 18. Januar 2026.

Einmal im Monat sendet der Radiomann von Herne, Peter Zontkowski, an jedem dritten Sonntag rockige, jazzige oder auch bluesige Musik über den Äther. Die nächste Ausgabe der Bürgerfunksendung „Time out“ wird am Sonntag, 18. Januar 2026, ab 19:05 Uhr, auf UKW 90,8 in die Welt hinaus geschickt. In einer Mitteilung zur Sendung heißt es: „Free, Stealers Wheel, Traffic, The Who, Golden Earring, Badfinger, Slade, Family, Faces, Fairport Convention, Badfinger, Roxy Music und Man: Wer einmal abschalten und verschnaufen will in diesen zukunftsweisenden Tagen, wo an allen möglichen 'Zukunftsprojekten' geschraubt wird, sollte einschalten.“ Gespielt werde Musik aus der „goldenen Ära“ der Popmusik. Weiter sagt Zontkowski: „Verstaubt klingt das keinesfalls, im Gegenteil. Es bringt Erinnerungen an andere, nicht immer bessere Tage zurück. Musik ohne Gimmicks wie Autotune und Mallorca-Bumsbeat. Eine knappe Stunde Nostalgie der netten Sorte kann man zum Jahresbeginn mal vertragen. Wer weiß schon, was der Rest des Jahres bringt?“

19:05 Uhr

'House of Banksy – An Unauthorized Exhibition'

Banksy-Ausstellung in Dortmund

Motive des derzeit wohl bekanntesten aber anonymen Straßenkünstlers Banksy, der mit seinen mal ironischen, mal politischen Graffitis bekannt wurde.

Dortmund. Die Pop-Up-Ausstellung „House of Banksy – An Unauthorized Exhibition“ lässt seit Mittwoch (17.12.2025) den anonymen Graffiti-Künstler Banksy in Dortmund hoch leben. Im ehemaligen C&A-Haus ist mit mehr als 150 Motiven eine umfangreiche Werkschau seiner Kunst zu sehen. Graffitis, Fotografien, Skulpturen, Videoinstallationen und Drucke wurden eigens für diese Schau reproduziert und sind jetzt an einem Ort zu sehen. Niemand weiß, wer Banksy ist, aber jeder kennt seinen Namen. Er ist einer der berühmtesten und gleichzeitig geheimnisvollsten Künstler der Welt. Banksy ist Untergrundkämpfer, Hotelbetreiber und ohne Zweifel der unumstrittene König der Straßenkunst, ein genialer Geist und Starkünstler, der mit seinen mal ironischen, mal politischen, aber stets poetischen Arbeiten die Menschen berührt und ihnen aus der Seele spricht. Seine Identität hält der Schätzungen zufolge etwa 45–50-jährige in Bristol geborene und bis heute anonyme Graffiti-Künstler bis heute erfolgreich geheim. Seine Werke dagegen erobern international nicht nur die Straßen, sondern auch die Auktionshäuser, und das höchst erfolgreich: Er gilt derzeit als einer der teuersten Künstler der Gegenwart. 2010 setzte ihn das „Time Magazine“ erstmals auf seine Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt, neben Persönlichkeiten wie Barack Obama, Steve Jobs oder Lady Gaga. Die Ausstellung läuft bis zum 15. März in Dortmund und ist montags bis sonntags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Letzter Einlass: Eine Stunde vor Ausstellungsende. Geschlossen hat das Haus am 24. und 25. Dezember 2025, am 1. Januar 2026. An Silvester, 31. Dezember 2025, ist die Ausstellung nur von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

seit 17. Dezember

Montag, 19. Januar

Anmeldungen werden ab sofort entgegnegenommen

Wahl zur 'Mannschaft des Jahres 2025' startet

Eindrücke von der Fritz' Sportgala am Freitag (28.3.2025) im Kulturzentrum: Mannschaft des Jahres 2024 sind die E-Darter vom DC Desperados. Nun startet die Wahl für das Jahr 2025.

Es geht wieder los: Die Herner Bürger sind aufgerufen, ihre „Mannschaft des Jahres“ für 2025 zu wählen. Die Online- Abstimmung ist in zwei Phasen unterteilt und wird von einer Fachjury begleitet. Die erste Phase beginnt am Montag, 19. Januar 2026. In der ersten Phase, der „Vorschlagsphase“, haben Bürger die Möglichkeit, Herner Teams für die Wahl zur „Mannschaft des Jahres 2025“ vorzuschlagen. Dabei sollen vor allem sportliche Erfolge als Vorschlagskriterium dienen. Diese Phase dauert von Montag, 19. Januar, bis einschließlich Sonntag, 1. Februar 2026. Sie findet online statt. Im Anschluss werden die eingegangenen Vorschläge von einer Fachjury verdichtet. Diese besteht aus Personen aus Sportpolitik und Sportverwaltung sowie aus Sportjournalisten und Sponsoren. Das ausgewählte und begrenzte Feld an Vorschlägen wird anschließend zur Wahl aufgestellt. In der zweiten Phase, der „Abstimmungsphase“, haben die Herner Bürger die Chance, das Lieblingsteam mit ihrer Stimme zu unterstützen. Von Montag, 9. Februar, bis einschließlich Sonntag, 22. Februar 2026, kann online für die zur Wahl stehenden Mannschaften votiert werden. Das Ergebnis setzt sich jeweils zu 50 Prozent aus dem Online-Voting der Herner sowie einem abschließenden Voting der Fachjury zusammen. Alle Bürger, die an der Online-Abstimmung teilnehmen, erhalten die Chance, Karten für die „Fritz’ Sportgala“ am Freitag, 13. März 2026, zu gewinnen. Bei dem Gala-Abend im Kulturzentrum Herne wird das Ergebnis der Wahl zur „Mannschaft des Jahres“ bekannt gegeben.

6 Uhr

Innovative Ideen können gefördert werden

Mikroprojekte der Gesundheitsförderung gesucht

Suchen Mikroprojekte im Bereich der Gesundheitsförderung zur Unterstützung: (v.li.) Stephanie Jordan, Stadträtin, Nikolai Salzmann und Benedict Bösing von der Techniker Krankenkasse, Rasmus Nell von der Abteilung Gesundheitsförderung und -planung der Stadt Herne, Dr. Angelika Burrichter, Fachbereichsleitung Gesundheit, und Malina Schäfer-König, Abteilungsleitung Gesundheitsförderung und -planung.

Der Fachbereich Gesundheit der Stadt Herne und die Techniker Krankenkasse suchen innovative Projektideen in den Bereichen „Mentale Gesundheit“ und „Gesundheitskompetenz“. Die Techniker Krankenkasse stellt der Kommune dafür im kommenden Jahr 40.000 Euro zur Verfügung. Die Projektlaufzeit erstreckt sich vom 1. April bis zum 30. September 2026. Es sollen möglichst mehrere Projekte mit einem Umfang von je maximal 5.000 Euro gefördert werden. Gesucht werden Projekte, die in den Stadtteilen umgesetzt werden und einen Beitrag zur Gesundheitsförderung leisten. Die Projekte sollen gesundheitsförderliches Verhalten stärken und Menschen in schwierigen Lebenslagen dabei helfen, Zugang zu entsprechenden Strukturen in der Stadt zu finden. Antragsberechtigt sind Einrichtungen, Initiativen und Vereine freier Träger sowie städtische Institutionen. Für Schulen und Kindertagesstätten bestehen andere Fördermöglichkeiten der Techniker Krankenkasse. Gefördert werden ausschließlich neue Projekte oder solche, die bereits bestehende Ansätze weiterentwickeln. Die Fördermittel stehen vorrangig für Personalkosten oder Honorare zur Verfügung, zu mindestens 90 Prozent. Die Stadt Herne lädt alle Interessierten an zwei Terminen zu sogenannten Antragswerkstätten ein. Hier werden alle Fragen rund um die Antragsstellung, Förderkriterien und den Verwendungsnachweis ausführlich beantwortet. Die erste Antragswerkstatt findet am Mittwoch, 14. Januar 2026, von 16 bis 18 Uhr im Stadt Forum in Herne-Mitte, Bahnhofstraße 65, statt. Bei der zweiten Veranstaltung handelt es sich um einen Online-Termin am Montag,19. Januar 2026, von 16 bis 18 Uhr. Es handelt sich jeweils um die gleiche Veranstaltung. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung unter www.herne.de/tkv nötig. Anträge können ab sofort bis Samstag, 28. Februar 2026, online unter www.herne.de/tkv eingereicht werden. Alle eingereichten Projekte müssen den Qualitätsrichtlinien des Leitfadens Prävention des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenkasse entsprechen. Weitere Informationen zu den Förderkriterien gibt es online. Beratung dazu gibt es von Rasmus Nell aus der Abteilung Gesundheitsförderung und -planung im Fachbereich Gesundheit der Stadt Herne per Email an tkv@herne.de oder telefonisch unter 0 23 23 / 16 - 45 91.

16 Uhr

'House of Banksy – An Unauthorized Exhibition'

Banksy-Ausstellung in Dortmund

Motive des derzeit wohl bekanntesten aber anonymen Straßenkünstlers Banksy, der mit seinen mal ironischen, mal politischen Graffitis bekannt wurde.

Dortmund. Die Pop-Up-Ausstellung „House of Banksy – An Unauthorized Exhibition“ lässt seit Mittwoch (17.12.2025) den anonymen Graffiti-Künstler Banksy in Dortmund hoch leben. Im ehemaligen C&A-Haus ist mit mehr als 150 Motiven eine umfangreiche Werkschau seiner Kunst zu sehen. Graffitis, Fotografien, Skulpturen, Videoinstallationen und Drucke wurden eigens für diese Schau reproduziert und sind jetzt an einem Ort zu sehen. Niemand weiß, wer Banksy ist, aber jeder kennt seinen Namen. Er ist einer der berühmtesten und gleichzeitig geheimnisvollsten Künstler der Welt. Banksy ist Untergrundkämpfer, Hotelbetreiber und ohne Zweifel der unumstrittene König der Straßenkunst, ein genialer Geist und Starkünstler, der mit seinen mal ironischen, mal politischen, aber stets poetischen Arbeiten die Menschen berührt und ihnen aus der Seele spricht. Seine Identität hält der Schätzungen zufolge etwa 45–50-jährige in Bristol geborene und bis heute anonyme Graffiti-Künstler bis heute erfolgreich geheim. Seine Werke dagegen erobern international nicht nur die Straßen, sondern auch die Auktionshäuser, und das höchst erfolgreich: Er gilt derzeit als einer der teuersten Künstler der Gegenwart. 2010 setzte ihn das „Time Magazine“ erstmals auf seine Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt, neben Persönlichkeiten wie Barack Obama, Steve Jobs oder Lady Gaga. Die Ausstellung läuft bis zum 15. März in Dortmund und ist montags bis sonntags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Letzter Einlass: Eine Stunde vor Ausstellungsende. Geschlossen hat das Haus am 24. und 25. Dezember 2025, am 1. Januar 2026. An Silvester, 31. Dezember 2025, ist die Ausstellung nur von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

seit 17. Dezember

Dienstag, 20. Januar

Start im Januar 2026

Qigongkurs für Senioren

Ab Januar 2026 gibt es einen neuen Qigongkurs für Senioren (Symbolbild).

Mit „Langsamkeit und Kräftigung mit Qigong“ startet am Dienstag, 20. Januar 2026, ein neuer Bewegungskurs der Stadt Herne, der speziell auf die Bedürfnisse älterer Menschen zugeschnitten ist. Ziel des Angebots ist es, Kraft, Beweglichkeit und innere Ruhe auf sanfte Weise zu fördern. Der Kurs ist sowohl für Anfänger als auch Fortgeschrittene geeignet und findet immer von 11:15 bis 12:15 Uhr im Senioren- Freizeit-Zentrum, Jürgen-von-Manger-Straße 15, statt. Im Kurs lernen die Teilnehmenden durch achtsame und langsame Bewegungsabläufe ihre Muskulatur zu kräftigen, das Gleichgewicht zu verbessern und die Gelenke geschmeidig zu halten. Gleichzeitig trägt Qigong dazu bei, den Energiefluss im Körper zu regulieren und das Wohlbefinden zu steigern. Die wöchentlichen Kurse bieten abwechslungsreiche Übungen im Sitzen und Stehen. Diese sind so gestaltet, dass auch Personen mit körperlichen Einschränkungen teilnehmen können. Die Übungsleitung liegt in den Händen einer erfahrenen Fachkraft, welche mit viel Einfühlungsvermögen und Engagement arbeitet. Die Kursgebühr für die insgesamt 17 Termine beträgt 17 Euro. Interessierte Senioren sind herzlich eingeladen, sich über das neue Angebot zu informieren und teilzunehmen. Anmeldungen werden ab sofort unter der Telefonnummer 0 23 23/ 16 - 30 82 von 9 bis 12 Uhr entgegengenommen.

11:15 Uhr

Veranstaltung an der Sporthalle am Sportpark

Blumenthal hoch3 startet Öffentlichkeitsbeteiligung

Am Mittwoch, 14. Januar 2026, startet ab 17 Uhr die Auftaktveranstaltung zur Öffentlichkeitsbeteiligung im Rahmen der Realisierung des Projekts Blumenthal hoch3.

Am Mittwoch, 14. Januar 2026, startet ab 17 Uhr die Auftaktveranstaltung zur Öffentlichkeitsbeteiligung im Rahmen der Realisierung des Projekts Blumenthal hoch3: Interessierte Bürger sind eingeladen, in die Sporthalle am Sportpark (Im Sportpark 20, 44652 Herne) zu kommen und ihre Ideen zum Projekt mit- und einzubringen. Eine Anmeldung zu der Veranstaltung ist nicht erforderlich. Die Veranstaltung bildet den Auftakt für einen Beteiligungsprozess, der bis 2027 insgesamt drei große Dialogveranstaltungen sowie eine größere Zahl an ergänzenden Informationsveranstaltungen zum Thema Blumenthal hoch3 vorsieht. Der Ablauf der Auftaktveranstaltung ist wie folgt vorgesehen: Nach der Auftaktveranstaltung folgen bis Ende Januar weitere, dezentrale Beteiligungsformate, bei denen das Projekt Blumenthal hoch3 sich vorstellt und Partizipationsmöglichkeiten bietet: Am Dienstag, 20. Januar 2026, ist ein Pop-up-Infostand des Projekts zwischen 15 und 17 Uhr auf dem Heinz-Rühmann-Platz vor dem Hauptbahnhof Herne Wanne-Eickel zu Gast. Am darauffolgenden Freitag, 23. Januar 2026, ist der Pop-up-Infostand zwischen 10 und 13 Uhr auf dem Eickeler Wochenmarkt anzutreffen. Daneben besteht ab Mittwoch, 14. Januar 2026, die Möglichkeit, am Online-Dialog. Der entsprechende Link ist ab diesem Tag auf der Website zum Projekt „Blumenthal hoch3“ online veröffentlicht. Auf der Website sind zudem alle Informationen zum Projekt zu finden.

15 Uhr

Sorgen und Probleme aus Eickel ansprechen und diskutieren

Ulrich Syberg lädt zur Bürgersprechstunde

Ulrich Syberg, Bezirksbürgermeister von Eickel, lädt zur Bürgersprechstunde.

Ulrich Syberg, Bezirksbürgermeister des Stadtbezirks Eickel, lädt interessierte Bürger zur Sprechstunde ein. Sie findet statt am Dienstag, 20. Januar 2026, in der Genussdiele Berger, Schultenhof 5, 44652 Herne, von 15:30 bis 17:30 Uhr. In der Sprechstunde können die Bürger ihre Sorgen und Probleme ansprechen sowie Lösungsmöglichkeiten diskutieren und eigene Ideen vortragen. Eine Voranmeldung unter Telefon 0 23 23 / 16 - 31 36 oder per E-Mail an ratsangelegenheiten@herne.de ist gewünscht.

15:30 Uhr

Veranstaltungen für Interessierte

Verein 'Queer in Herne' gegründet

Am Mittwoch (17.12.2025) wurde der Verein „Queer in Herne“ offiziell gegründet unter anderem Beschäftigen sich die Verantwortlichen mit der Realisierung des CSD.

Am Mittwoch (17.12.2025) wurde der Verein „Queer in Herne“ offiziell gegründet. Dazu heißt es in einer Mitteilung an die Redaktion: „Herne ist bunt - und gemeinsam machen wir es jeden Tag sichtbarer! Queer in Herne setzt sich für Vielfalt, Akzeptanz und ein selbstbestimmtes Leben aller queeren Menschen in unserer Stadt ein. Damit wir weiterhin sichere Räume schaffen, Aktionen planen und Sichtbarkeit stärken können, brauchen wir eure Unterstützung.“ So findet jeden dritten Sonntag im Monat ein queerer Stammtisch statt. Der Winterstammtisch findet am Sonntag, 21. Dezember 2025, ab 17 Uhr im Cafè Desaster, Mont-Cenis-Straße 26, statt. Bei den Treffen soll es um Austausch, Vernetzung und Gemeinschaft gehen. Es ist dabei völlig egal. ob man queer oder Unterstützer ist. Ebenso steht der nächste Christopher Street Day bereits in den Startlöchern. „Damit wir wieder ein starkes Zeichen für Vielfalt und Menschenrechte setzen können, suchen wir engagierte Menschen, die Lust haben, den CSD 2026 mitzugestalten – von Planung über Organisation bis hin zur Durchführung“, heißt es vom Verein. Am Dienstag, 20. Januar 2026, um 18:30 Uhr findet im H2Ö ein offenes Treffen statt. Damit der Verein Projekte, Aktionen und den CSD weiterhin erfolgreich umzusetzen kann, sind sie auf finanzielle Unterstützung angewiesen. „Ob Privatperson, Unternehmen oder Initiative - jede Spende hilft, jede Kooperation stärkt die queere Community in Herne. Gemeinsam können wir eine Stadt schaffen, in der jede Person sicher, sichtbar und stolz leben kann. Mach mit, unterstütze uns und zeig Haltung für ein vielfältiges Herne“, so die Verantwortlichen. Mehr Informationen und Untersützungsmöglichkeiten gibt es online und auf Instagram. Ferner kann man auch per Mail Kontakt aufnehmen.

17 Uhr

Nächsten Runde der Akustikreihe

Flottmann-Kneipe: Konzertsaison geht weiter

No Fishing eröffnen den Reigen der Konzertsaison 2026 in der Flottmann-Kneipe.

Auch in 2026 öffnet die Flottmann-Kneipe ihre Bühne wieder für lokale und regionale Musiktalente. Regelmäßig an den Dienstagabenden findet die Veranstaltung in der Kneipe an der Flottmannstraße 94 statt. Start ist am Dienstag, 13. Januar 2026, 19:30 Uhr mit „No Fishing“, einem Herner Original, die auch schon zur Premiere der Reihe im Januar 2024 spielten. Mit dieser nach wie vor beliebten Akustik-Kneipenkonzert-Reihe bietet Krystian Pietrzyk, Betreiber der Flottmann-Kneipe, auch unbekannteren Künstlern eine Plattform. Der Erfolg dieser Reihe zeigt sich in der großen Resonanz. Gästen wird eine Tischreservierung für die Dienstagskonzerte dringend empfohlen (Tel 02323 3983005, Mail info@flottmannkneipe.de). Bei freiem Eintritt haben im vergangenen Jahr zahlreiche Musikfreunde stimmungsvolle Abende mit Singer-Songwritern und Musik aus unterschiedlichen Genres erlebt.

19:30 Uhr

'House of Banksy – An Unauthorized Exhibition'

Banksy-Ausstellung in Dortmund

Motive des derzeit wohl bekanntesten aber anonymen Straßenkünstlers Banksy, der mit seinen mal ironischen, mal politischen Graffitis bekannt wurde.

Dortmund. Die Pop-Up-Ausstellung „House of Banksy – An Unauthorized Exhibition“ lässt seit Mittwoch (17.12.2025) den anonymen Graffiti-Künstler Banksy in Dortmund hoch leben. Im ehemaligen C&A-Haus ist mit mehr als 150 Motiven eine umfangreiche Werkschau seiner Kunst zu sehen. Graffitis, Fotografien, Skulpturen, Videoinstallationen und Drucke wurden eigens für diese Schau reproduziert und sind jetzt an einem Ort zu sehen. Niemand weiß, wer Banksy ist, aber jeder kennt seinen Namen. Er ist einer der berühmtesten und gleichzeitig geheimnisvollsten Künstler der Welt. Banksy ist Untergrundkämpfer, Hotelbetreiber und ohne Zweifel der unumstrittene König der Straßenkunst, ein genialer Geist und Starkünstler, der mit seinen mal ironischen, mal politischen, aber stets poetischen Arbeiten die Menschen berührt und ihnen aus der Seele spricht. Seine Identität hält der Schätzungen zufolge etwa 45–50-jährige in Bristol geborene und bis heute anonyme Graffiti-Künstler bis heute erfolgreich geheim. Seine Werke dagegen erobern international nicht nur die Straßen, sondern auch die Auktionshäuser, und das höchst erfolgreich: Er gilt derzeit als einer der teuersten Künstler der Gegenwart. 2010 setzte ihn das „Time Magazine“ erstmals auf seine Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt, neben Persönlichkeiten wie Barack Obama, Steve Jobs oder Lady Gaga. Die Ausstellung läuft bis zum 15. März in Dortmund und ist montags bis sonntags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Letzter Einlass: Eine Stunde vor Ausstellungsende. Geschlossen hat das Haus am 24. und 25. Dezember 2025, am 1. Januar 2026. An Silvester, 31. Dezember 2025, ist die Ausstellung nur von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

seit 17. Dezember

Mittwoch, 21. Januar

KULTUR 60+ startet jeck ins neue Jahr

„HELAU“ und „ALAAF“ in Bochum

Karneval im RuhrCongress Bochum am 21. Januar 2026.

Die Veranstaltungsreihe KULTUR 60+ der Stadt Bochum und der Bochumer Veranstaltungs-GmbH (BoVG) feierte Anfang Dezember 2025 einen gelungenen Jahresabschluss: Das Weihnachtskonzert der Bochumer Symphoniker im Anneliese Brost Musikforum Ruhr war restlos ausverkauft und sorgte für große Begeisterung beim Publikum. Nun steht die nächste Veranstaltung der beliebten Reihe in den Startlöchern – und der Vorverkauf hat begonnen. Zum fröhlichen Auftakt ins neue Jahr lädt der Festausschuss Bochumer Karneval alle Bürger ab 60 Jahren am Mittwoch, 21. Januar 2026, ab 15 Uhr zu einem Karnevalsprogramm in den RuhrCongress Bochum ein. Der jecke Nachmittag bietet unterhaltsame Tanzaufführungen sowie Gesang zum Mitschunkeln, Mitsingen und Mitlachen – ein geselliges Erlebnis für alle, die Freude am Karneval haben. Im Eintrittspreis von 9 Euro sind Kaffee und ein Stück Kuchen enthalten – so steht einem ausgelassenen Nachmittag nichts im Wege. Karten können ab sofort per Tel 0234 6103-410 oder per E-Mail an senioren@bochum-veranstaltungen.de bestellt werden. Weitere Informationen zur Reihe KULTUR 60+ finden Sie unter www.bochum-veranstaltungen.de.

15 Uhr

Anna Pocher stellt im HKB-Kunstpunkt aus

Von den Brettern an die Staffelei

Anna Pocher neben einer Öl-/Papier-Mischtechnik, die einen Hermaphroditen mit alchimistischen Symbolen eines Zürcher Codex aus dem 15. Jahrhundert zeigt.

„Das Sichtbare und das Verborgene“ ist der Titel der ersten Herner Einzelausstellung der 1953 in Turin geborenen Tänzerin, Choreographin, Folkwang-Dozentin und Bildenden Künstlerin Anna Pocher, die seit 2023 Mitglied im Herner Künstlerbund HKB’90 ist und auch zwei Collagen auf der aktuellen HKB-Jahresschau im Rathaus Herne zeigt. Wer jetzt Schauspieler oder andere in die Jahre gekommene Prominente vor Augen hat, die plötzlich ihre bildkünstlerische Ader entdecken, liegt bei Anna Pocher völlig falsch, die an der Accademia Albertina delle Belle Arti in Turin eine geradezu klassische vierjährige Ausbildung genoss: Malerei, Zeichnung, Plastik und Kunstgeschichte. „Der Akt des Sehens hat mein ganzes Leben begleitet und inspiriert“, so die in ihrer norditalienischen Heimatstadt ausgebildete Kunstpädagogin für die Grundschulen und die Mittelstufe. Ihre Collagen, die den größten Teil der in der Galerie Kunstpunkt gezeigten Arbeiten ausmachen, sind nicht nach dem Zufallsprinzip entstanden, sondern haben eine Komposition als Vorgabe: „Die Leere und die Fülle, Form und Raum der Bilder befinden sich im gegenseitigen Dialog.“ Was auch auf die Kohärenz der Farben zutrifft, die entweder miteinander verschmelzen oder kontrastieren. Eine dieser durchaus auch politischen Collagen, die sich ästhetisch an denen der 1920er und 1930er Jahre etwa in der AIZ (Arbeiter-Illustrierte-Zeitung) orientieren, zeigt von Berliner Polizisten verprügelte protestierende Arbeiter in der Weimarer Republik in Verbindung mit einem friedlichen Alltagsmotiv einer Einkaufsmeile in der Wirtschaftswunderzeit der Fünfziger Jahre. Das erinnert daran, dass Anna Pocher, die Ende der 1970er Jahre als Tänzerin ins Bremer Ensemble Reinhild Hoffmanns eintrat, im Dezember 1992 am Schauspielhaus Bochum in ihrer Choreographie „Volx-Muzak“, der Titel bezieht sich auf das frühere Gedudel in unseren Konsumtempeln, eine betriebliche Weihnachtsfeier ironisch aufs Korn genommen hat. Anna Pochers Arbeiten, auch die geradezu altmeisterlichen Ölgemälde, bilden eine eigene Welt in sich und wollen rein assoziativ wahrgenommen werden. Sie sind häufig sinnlicher Natur wie bei einem kleinformatigen Gemälde, das einen Klavierspieler ohne Klavier und eine unter ihm sitzende nackte Frau zeigt. Die Motive sind auf den ersten Blick nicht immer miteinander in Verbindung zu bringen: Anna Pocher liebt das Verborgene und den versteckten Humor der einzelnen Figuren. Weshalb es sich doppelt lohnt, auf der Vernissage am Sonntag, 11. Januar 2026 oder der Finissage am Sonntag, 15. Februar 2026 mit der Künstlerin ins Gespräch zu kommen. Die zumindest einige Herner Tanztheater-Liebhaber noch in bester Erinnerung haben etwa in der zum Berliner Theatertreffen eingeladenen Hoffmann-Choreographie „Könige und Königinnen“, wo sie auf furiose Weise mit Julie Shanahan zwei Rivalinnen verkörperte. Oder in „Verreist“, einer Reise durch die Lebensabschnitte der Menschen von der Geburt bis zum Tod. Unvergesslich das narrative Tanz-Theater „Machandel“, das die Märchen der Brüder Grimm mit archaischen Menschheits-Riten verband. Wie auch „Ich schenk‘ mein Herz“ über das so schwer zu machende Leichte in der Operette: Anna Pocher und Annamirl van der Pluym als zwei Herzdamen, die walzerselig herumwirbelnd um gleich drei Tenöre buhlen. Die Ausstellung „Das Sichtbare und das Verborgene“ mit Arbeiten von Anna Pocher wird am Sonntag, 11. Januar 2026, um 11.30 Uhr in der Galerie Kunstpunkt, Mont-Cenis-Straße 296, eröffnet und kann anschließend bis zum 15. Februar 2026 jeweils mittwochs und sonntags zwischen 15 und 18 Uhr besichtigt werden. Auf der Vernissage wird der Bochumer Schauspieler Maximilian Strestik nicht nur einführende Worte sprechen nach der Begrüßung durch die 2. Vorsitzende des Herner Künstlerbundes, Gisela Schulte. Die Finissage am Sonntag, 15. Februar 2026, um 15 Uhr wird musikalisch gerahmt durch den Folkwang-Absolventen Anton Richard auf dem Violoncello.

15 Uhr

Erstes Treffen im neuen Jahr am 7. Januar

LWL-Uniklinik startet mit Inforeihe für Angehörige

Sozialarbeiter Lutz Bittner leitet seit zehn Jahren die Angehörigenreihe des LWL-Universitätsklinikums Bochum. Foto:

Bochum (lwl). Die langjährige Angehörigenreihe „Ich darf an mich denken“ der LWL-Universitätsklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Präventivmedizin im Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) geht im neuen Jahr in die nächste Runde: Bis zum Sommer werden wieder zweimal im Monat Infoabende für Angehörige von psychisch erkrankten Menschen angeboten. Das erste Treffen ist bereits am Mittwoch, 7. Januar 2026, 17:30 bis 19 Uhr, im LWL-Universitätsklinikum Bochum an der Alexandrinenstraße 1. Zum zweiten Treffen am 21. Januar ist der Verein „Angehörige psychisch erkrankter Menschen - Landesverband Nordrhein-Westfalen e.V.“ eingeladen und wird über seine Arbeit und Hilfen berichten. An allen Infoabenden, die an jedem ersten und dritten Mittwoch des Monats stattfinden, können sich Angehörige und Interessierte bis zu den Sommerferien im Juli über psychische Erkrankungen und deren Behandlung informieren. Sie erfahren dabei, wie wichtig es ist, auf die eigenen Belastungsgrenzen und Bedürfnisse zu achten, und stellen im Austausch fest, dass sie nicht alleine sind. Unter qualifizierter fachlicher Anleitung eines Arztes und eines Sozialarbeiters werden grundlegende Informationen über psychische Erkrankungen vermittelt. Symptome, Ursachen, Entwicklung und Verlauf sowie die Behandlung sind Schwerpunkte der Gespräche, aber auch der Umgang mit Belastungen und Krisen. Darüber hinaus haben die Teilnehmenden die Gelegenheit, über ihre Erfahrungen zu berichten. Die Teilnahme ist kostenlos und unabhängig davon, ob sich ein Familienmitglied in stationärer, teilstationärer oder ambulanter Behandlung befindet.

17:30 Uhr

'House of Banksy – An Unauthorized Exhibition'

Banksy-Ausstellung in Dortmund

Motive des derzeit wohl bekanntesten aber anonymen Straßenkünstlers Banksy, der mit seinen mal ironischen, mal politischen Graffitis bekannt wurde.

Dortmund. Die Pop-Up-Ausstellung „House of Banksy – An Unauthorized Exhibition“ lässt seit Mittwoch (17.12.2025) den anonymen Graffiti-Künstler Banksy in Dortmund hoch leben. Im ehemaligen C&A-Haus ist mit mehr als 150 Motiven eine umfangreiche Werkschau seiner Kunst zu sehen. Graffitis, Fotografien, Skulpturen, Videoinstallationen und Drucke wurden eigens für diese Schau reproduziert und sind jetzt an einem Ort zu sehen. Niemand weiß, wer Banksy ist, aber jeder kennt seinen Namen. Er ist einer der berühmtesten und gleichzeitig geheimnisvollsten Künstler der Welt. Banksy ist Untergrundkämpfer, Hotelbetreiber und ohne Zweifel der unumstrittene König der Straßenkunst, ein genialer Geist und Starkünstler, der mit seinen mal ironischen, mal politischen, aber stets poetischen Arbeiten die Menschen berührt und ihnen aus der Seele spricht. Seine Identität hält der Schätzungen zufolge etwa 45–50-jährige in Bristol geborene und bis heute anonyme Graffiti-Künstler bis heute erfolgreich geheim. Seine Werke dagegen erobern international nicht nur die Straßen, sondern auch die Auktionshäuser, und das höchst erfolgreich: Er gilt derzeit als einer der teuersten Künstler der Gegenwart. 2010 setzte ihn das „Time Magazine“ erstmals auf seine Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt, neben Persönlichkeiten wie Barack Obama, Steve Jobs oder Lady Gaga. Die Ausstellung läuft bis zum 15. März in Dortmund und ist montags bis sonntags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Letzter Einlass: Eine Stunde vor Ausstellungsende. Geschlossen hat das Haus am 24. und 25. Dezember 2025, am 1. Januar 2026. An Silvester, 31. Dezember 2025, ist die Ausstellung nur von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

seit 17. Dezember

Donnerstag, 22. Januar

Vorbereitungskurs für ambulante Sterbebegleitung startet

Hospizdienst sucht Ehrenamtliche

Arbeiten jetzt zusammen: Petra Stach-Wittekind (Evangelische Erwachsenenbildung, Mitte) und die Koordinatorinnen des Hospizdienstes Karin Leutbecher (li.) und Anja Schröder.

Der Ambulante Hospizdienst Herne bietet ab Donnerstag, 22. Januar 2026 einen neuen Vorbereitungskurs für das Ehrenamt in der ambulanten Sterbebegleitung an. Das Besondere: Die Ausbildung der zukünftigen Zeitschenkerinnen und Zeitschenker findet erstmals in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Erwachsenenbildung im Kirchenkreis Herne statt. „Diese Kooperation ist Ausdruck unserer langjährigen guten Partnerschaft mit dem Kirchenkreis", erklärt Karin Leutbecher, Koordinatorin des Ambulanten Hospizdienstes. „Wir können nun bestehende Kontakte und Strukturen nutzen. So erreichen wir mehr Menschen, die sich für diese Aufgabe interessieren." Die Partnerschaft mit einem zertifizierten Bildungsträger bringt für beide Seiten Vorteile. Petra Stach-Wittekind, die neue Koordinatorin der Evangelischen Erwachsenenbildung beim Kirchenkreis Herne, betont: „Der Vorbereitungskurs passt hervorragend in unser Angebot. Wir freuen uns, den Ambulanten Hospizdienst bei dieser wertvollen Arbeit zu unterstützen." Der Vorbereitungskurs vermittelt in zwei Teilen alle notwendigen Kenntnisse für die ehrenamtliche Begleitung schwerkranker und sterbender Menschen sowie ihrer Angehörigen im eigenen Zuhause, im Krankenhaus und im Heim. Wenn der erste Kursteil absolviert wurde, können die Zeitschenkerinnen und Zeitschenker auf Wunsch und in Begleitung in die praktische Arbeit einsteigen. Die Themen des Kurses sind breit gefächert: Sie reichen von Hospizidee und Kommunikation über Demenz und Spiritualität bis hin zu einer persönlichen Auseinandersetzung mit Sterben, Tod und Trauer. Eine weitere Neuerung: Viele Unterrichtseinheiten finden am Nachmittag statt. Ein Infonachmittag zum Vorbereitungskurs findet am Dienstag, 6. Januar 2026, um 14.30 Uhr im Gemeindezentrum Herz Jesu, Düngelstraße 34, in Herne statt. Anmeldungen nehmen der Ambulante Hospizdienst unter info@hospizdienst-herne.de und Telefon 02323 – 988 290 entgegen.

Die neue Spielzeit 2025/26

Kindertheater der Stadt Herne

Dschungelbuch - das Musical.

Jede Menge Theater für junges Publikum im Kulturzentrum Herne – an zehn Nachmittagen gibt es in der kommenden Saison Geschichten und Abenteuer mit vielen bekannten Lieblingshelden zu erleben. Das Kulturbüro bietet einen günstigen Abo-Tarif an. Abonnements sind bis zur ersten Veranstaltung der jeweiligen Abo- Reihe beim Kulturbüro der Stadt Herne erhältlich. Ansprechpartnerin Denise Goldhahn nimmt Anmeldungen unter 02323 / 16 - 23 45 oder per Mail an denise.goldhahn@herne.de entgegen. Der Kauf von Einzelkarten ist ab Montag, 1. September 2025, beim Stadtmarketing an der Kirchhofstraße möglich. Außerdem gibt es Karten auf reservix.de sowie über die Reservix- Hotline (07 61) 88 84 99 99. Der Einzelpreis pro Ticket beträgt sechs Euro. Der Abo-Preis für die Reihen „Gänseblümchen“ und „Kleeblatt“ mit je vier Vorführungen ist 18 Euro, für „Sonnenblume“ mit zwei Veranstaltungen werden im Abo zehn Euro fällig. Der gestiefelte Kater – Dienstag, 23. September 2025, 16 Uhr.Ein zauberhaftes Märchenmusical nach den Gebrüdern Grimm über eine außergewöhnliche Freundschaft. Mit viel Witz kämpft unser cleverer Kater für seinen Besitzer Heiner und nutzt dabei die Geltungssucht und Gier der Menschen, um sie zu täuschen. Robin Hood – Dienstag, 4. November 2025, 16 Uhr. Dies ist die berühmte Geschichte eines freien Menschen: Robin Hood nimmt von den Reichen und gibt den Armen. Zusammen mit seiner Bande lebt Robin von Locksley im Sherwood Forest und setzt sich für die Unterdrückten ein. Für einen Wettbewerb im Bogenschießen verlässt Robin Hood seinen Wald. So trifft er nicht nur auf die bezaubernde Prinzessin Marian, sondern auch auf den bösen Sheriff von Nottingham. Feuerwehrmann Sam – Abenteuer auf der Dino-Insel – Donnerstag, 22. Januar 2026, 16 Uhr. Als Professor Pickles auf einer Insel ein sehr altes Dino-Ei findet, vermutet er, dass es dort noch andere Dinosaurier-Fossilien geben könnte. Ein Glück, dass Feuerwehrmann Sam sich mit auf Entdeckungsreise begibt. Denn als der Professor und sein Assistent in einer uralten Höhle in Schwierigkeiten geraten, müssen Sam und sein Team schnell zur Stelle sein. Das tapfere Schneiderlein – Dienstag, 10. März 2026, 16 Uhr. Ein Held muss her, denn der Garten des Königs wird von Riesen bedroht! Da kommt Schneider Felix gerade recht. Mit seinen verblüffenden Schneidertricks besiegt er heldenhaft das tückische Einhorn, die singenden Riesen und das gefährliche Wildschwein. Alice im Wunderland – Dienstag, 7. Oktober 2025, 16 Uhr. Alice folgt dem weißen Kaninchen und fällt durch einen Schacht ins Wunderland. Sie begegnet einer rauchenden Raupe, einem teetrinkenden Hutmacher und einer grinsenden Katze. Dieser verrückten Gesellschaft entflohen, gelangt sie zum Hofstaat der grausamen Herzkönigin. Jemand muss ihr die Stirn bieten. A Capella Christmas for Kids – Mittwoch, 17. Dezember 2025, 16 Uhr. Fünf Stimmen, eine Band – „Quintense“ bringen auch in diesem Jahr ein musikalisches Winter Wonderland zum Mitsingen nach Herne. Ob verträumt, gut gelaunt, andächtig oder mit Wumms: Jeder Sound entsteht allein durch Gesang und Beatbox. Auf der Reise durch eine musikalische Winterlandschaft mit großen Weihnachts-Klassikern von Frank Sinatra und Michael Bublé lassen „Quintense“ ihr Publikum immer wieder Teil der Musik werden. Dschungelbuch – Das Musical – Mittwoch, 4. Februar 2026, 16 Uhr. Mithilfe seines Freundes Balu und des weisen Panthers Baghira erlernt Mogli die Gesetze des Dschungels, er will schließlich in das Wolfsrudel aufgenommen werden. Der Dschungel birgt jede Menge Gefahren: Die dreiste Affenbande mischt den Urwald auf, und die geheimnisvolle Schlange Kaa spinnt ihre Intrigen. Am meisten ist es jedoch der mächtige Tiger Shir Khan, der Mogli zu schaffen macht. Der tapfere Junge muss allen Mut aufbringen, um sich zu behaupten. Ronja Räubertochter – Montag, 13. April 2026, 16 Uhr. In einer Gewitternacht wird auf der Mattisburg ein Mädchen geboren: Ronja, die Tochter des Räuberhauptmanns Mattis. Zur gleichen Zeit erblickt auch Birk Borkason das Licht der Welt. Die Mattis- und Borkaräuber sind seit jeher verfeindet, doch Ronja und Birk werden Freunde. Als die Räuber ihre Freundschaft entdecken, flüchten die beiden in den Mattiswald. Auch wenn sie ihre Familien sehr lieben, wollen sich Birk und Ronja ihre Freundschaft nicht verbieten lassen. Im Mondpalast von Wanne-Eickel: Die drei ??? Kids – Der singende Geist – Mittwoch, 1. Oktober 2025, 16 Uhr. Onkel Titus hat eine alte Standuhr ersteigert. Kaum steht sie auf dem Schrottplatz, sind plötzlich jede Menge Leute hinter ihr her. Die drei ??? merken schnell, dass die Uhr ein Geheimnis verbirgt. Ein singender Geist gibt den drei Detektiven jede Menge knifflige Rätsel auf und führt sie auf eine gefährliche Spur Herkules – Freitag, 22. Mai 2026, 16 Uhr. Der berühmteste Held der Antike hat das Unglaubliche geschafft: den gigantischen Löwen und die neunköpfige Hydra zu bezwingen, den Höllenhund aus der Unterwelt zu entführen und noch mehr. Doch wie geht es einem Halbgott wirklich, wenn er nur auf sein Äußeres und seine Muskeln reduziert wird? So begibt sich Herkules auf sein wohl aufregendstes Abenteuer: die Suche nach sich selbst.

16 Uhr

Treff des Abgeordneten mit Holger Dressler in Röhlinghausen

Bürgersprechstunde mit Hendrik Bollmann (SPD)

Hendrik Bollmann bietet eine Bürgersprechstunde in Röhlinghausen an.

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Hendrik Bollmann lädt gemeinsam mit dem Ratsmitglied Holger Dressler zu einem offenen Bürgergespräch in Röhlinghausen ein. Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 22. Januar 2026, um 17 Uhr auf der Edmund-Weber-Straße 194 bei der Bäckerei Malzers in Röhlinghausen statt. Im Mittelpunkt des Bürgergesprächs stehen die Themen, die die Menschen vor Ort aktuell bewegen – von Fragen der Stadtteilentwicklung über soziale Gerechtigkeit bis hin zu bundespolitischen Entscheidungen und ihren Auswirkungen auf den Alltag. „Politik muss nahbar sein. Mir ist es wichtig, regelmäßig direkt mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen, zuzuhören und ihre Anliegen sowohl nach Berlin als auch in die kommunale Arbeit vor Ort mitzunehmen“, erklärt Hendrik Bollmann. Auch Ratsmitglied Holger Dressler betont die Bedeutung des direkten Austauschs: „Gerade auf kommunaler Ebene zeigt sich sehr konkret, wo Entscheidungen wirken und wo es noch Handlungsbedarf gibt. Das Gespräch mit den Menschen ist dafür unverzichtbar.“ Das Bürgergespräch ist offen für alle Interessierten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

17 Uhr

Deutsch-Türkisches Puppenmusical am MiR

Osmans Töchter – Kochshow wider Willen

Nicht immer ein Herz und eine Seele: die selbstbewusste Cemre (Neda Pourbakhshayeshi) und Baba Osman (Emir Tebatebai).

Eine Küche mag ein Ort der Geheimnisse, der Gerüche, der Verführung und nicht zuletzt der Vorfreude auf bevorstehende Gaumenfreuden sein. Wie bei „Osmans Töchter“, einem türkischen Restaurant unweit des S-Bahnhofs Schönhauser Allee im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg, Namensgeber des deutsch-türkische Puppenmusicals der renommierten Berliner Off-Truppe „Das Helmi“ um Florian Loycke, der sich selbst die Rolle eines Eşek, also eines Grautiers, zugedacht hat. Baba Osman Özer (Emir Tebatebai) war nicht als Koch nach Deutschland gekommen, sondern als Ingenieur, wie seine jüngste Tochter Cemre (Neda Pourbakhshayeshi aka addeN) zu Beginn erzählt. Aber als alleinerziehender Vater von (jedenfalls in Gelsenkirchen) gleich drei Töchtern musste er sich, nachdem ihm seine Frau davongelaufen war, als Selbständiger durchbeißen und eröffnete ein Fischrestaurant. In dem sich ziemlich krasse Dramen abspielen: Ein Oktopus will lieber die Kochmütze aufsetzen als selbst gekocht zu werden und hat deshalb für den Topf eine Ente geordert. Und eine eitle Fleischtomate beansprucht die Hauptrolle im Salat. Das alles wächst Baba, einem richtigen, aber sympathischen Patriarchen, über den Kopf, zumal sich seine älteste Tochter Petra (Gizem Akmann) nach Istanbul verabschiedet hat, seine Freundin Katharina (Gloria Iberl-Thieme als „Kathi“ Thalbach) nur eine „Freundschaft-Plus-Geschichte“ will und seine Tochter Nilüfer (Daniel Jeroma), die stolz auf ihren deutschen Pass und das Deutschland-Ticket ist, auch noch einen Habibi Alman (Maximilian Teschemacher) anschleppt. Vom bürokratischen Stress, Thomas vom Gesundheitsamt als Warzenschwein, ganz abgesehen hat sich auch noch Ex-Kanzlerin Angela Merkel als Gast angesagt! Mit einem Knall verschwindet Baba Osman von der Bildfläche. Wer übernimmt für ihn das Ruder? Wie auf Kommando steht Petra in der Tür, die in Istanbul von Babas Verschwinden gehört hat. Aber Cemre ist bereit zum Kampf gegen ihre beiden Schwestern um die Nachfolge des offenbar heimwehkranken Patriarchen… Nach der Uraufführung am 2. November 2025 in einer intimen Spielstätte des Saarländischen Staatstheaters am Saarbrücker Osthafen hagelte es niederschmetternde Verrisse, welche den Regisseur Florian Loycke zu einigen Änderungen veranlassten, die in Gelsenkirchen im Kleinen Haus sogleich zündeten. Wesentlichen Anteil hat neben der Straffung der Aufführung auf neunzig Minuten (die Pause mit Catering wurde gestrichen) der von zwei auf sechs großartige alevitische Stimmungskanonen erweiterte „Chor“ der Teyzes, also der Tanten mütterlicherseits bzw. der älteren Frauen. Die bringen die im Vergleich zur Saar an Ruhr und Emscher naturgemäß wesentlich größere türkische Community im Handumdrehen auf Betriebstemperatur. Dass da noch viel mehr geht, beweisen die bewegenden „Istanbul“-Abende im Essener Grillo-Theater. An den skurril-verknitterten Schaumstoff-Puppen liegts jedenfalls nicht, sondern daran, dass die Berliner Helmi-Truppe zu viel in die Geschichte hineingepackt hat, von der moralischen Integrität Mesut Özils über die deutsche Ost-West-Problematik bis hin zum gescheiterten Versuch einer neuen Nationalhymne nach der Wiedervereinigung. Ausbaufähig ist sicherlich auch der musikalische Anteil, wenn man schon den Gattungsbegriff „Musical“ verwendet. Schließlich hat das „Helmi“-Kollektiv sein Können 2024 bei der ersten Zusammenarbeit mit dem MiR-Puppentheater, dem Nick-Cave-Musical „Death is not the end“, bewiesen. Was mich besonders freut: Der musikalische Leiter Jakob Dobers erinnert mit seiner Rollenfigur Cem Karaca an „den“ türkischen Rockstar (Istanbul 1945 – 2004), der zwischen 1970 und 1987 in Deutschland lebte. Sein bei „Pläne“ in Dortmund herausgebrachtes Album „Die Kanaken“ haben Martin Burkert und Harry Bösecke zur Grundlage ihres musikalischen Schauspiels „Ab in den Orient-Express“ gemacht, das 1983 am Westfälischen Landestheater Castrop-Rauxel uraufgeführt wurde und auch in Istanbul gastierte. Vierzig Jahre später hat folgender Liedtext daraus nichts an Aktualität verloren: „Deutscher, Deutscher wechsel dich / wirf die Kleider hinter dich / kleb dir einen Schnauzbart an / fertig ist der Muselmann / Willst du mal ein anderer sein / kriechst ganz einfach in ihn rein / siehst mit seinen Augen dann / schade - dass man das nicht kann / Haare, Kleider ändern sich / doch das ist nur äußerlich / anders aussehn ist nicht schwer / anders sein dagegen sehr.“ Karten gibt es unter musiktheater-im-revier oder Tel. 0209 – 4097200

19:30 Uhr

'House of Banksy – An Unauthorized Exhibition'

Banksy-Ausstellung in Dortmund

Motive des derzeit wohl bekanntesten aber anonymen Straßenkünstlers Banksy, der mit seinen mal ironischen, mal politischen Graffitis bekannt wurde.

Dortmund. Die Pop-Up-Ausstellung „House of Banksy – An Unauthorized Exhibition“ lässt seit Mittwoch (17.12.2025) den anonymen Graffiti-Künstler Banksy in Dortmund hoch leben. Im ehemaligen C&A-Haus ist mit mehr als 150 Motiven eine umfangreiche Werkschau seiner Kunst zu sehen. Graffitis, Fotografien, Skulpturen, Videoinstallationen und Drucke wurden eigens für diese Schau reproduziert und sind jetzt an einem Ort zu sehen. Niemand weiß, wer Banksy ist, aber jeder kennt seinen Namen. Er ist einer der berühmtesten und gleichzeitig geheimnisvollsten Künstler der Welt. Banksy ist Untergrundkämpfer, Hotelbetreiber und ohne Zweifel der unumstrittene König der Straßenkunst, ein genialer Geist und Starkünstler, der mit seinen mal ironischen, mal politischen, aber stets poetischen Arbeiten die Menschen berührt und ihnen aus der Seele spricht. Seine Identität hält der Schätzungen zufolge etwa 45–50-jährige in Bristol geborene und bis heute anonyme Graffiti-Künstler bis heute erfolgreich geheim. Seine Werke dagegen erobern international nicht nur die Straßen, sondern auch die Auktionshäuser, und das höchst erfolgreich: Er gilt derzeit als einer der teuersten Künstler der Gegenwart. 2010 setzte ihn das „Time Magazine“ erstmals auf seine Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt, neben Persönlichkeiten wie Barack Obama, Steve Jobs oder Lady Gaga. Die Ausstellung läuft bis zum 15. März in Dortmund und ist montags bis sonntags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Letzter Einlass: Eine Stunde vor Ausstellungsende. Geschlossen hat das Haus am 24. und 25. Dezember 2025, am 1. Januar 2026. An Silvester, 31. Dezember 2025, ist die Ausstellung nur von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

seit 17. Dezember

Freitag, 23. Januar

Veranstaltung an der Sporthalle am Sportpark

Blumenthal hoch3 startet Öffentlichkeitsbeteiligung

Am Mittwoch, 14. Januar 2026, startet ab 17 Uhr die Auftaktveranstaltung zur Öffentlichkeitsbeteiligung im Rahmen der Realisierung des Projekts Blumenthal hoch3.

Am Mittwoch, 14. Januar 2026, startet ab 17 Uhr die Auftaktveranstaltung zur Öffentlichkeitsbeteiligung im Rahmen der Realisierung des Projekts Blumenthal hoch3: Interessierte Bürger sind eingeladen, in die Sporthalle am Sportpark (Im Sportpark 20, 44652 Herne) zu kommen und ihre Ideen zum Projekt mit- und einzubringen. Eine Anmeldung zu der Veranstaltung ist nicht erforderlich. Die Veranstaltung bildet den Auftakt für einen Beteiligungsprozess, der bis 2027 insgesamt drei große Dialogveranstaltungen sowie eine größere Zahl an ergänzenden Informationsveranstaltungen zum Thema Blumenthal hoch3 vorsieht. Der Ablauf der Auftaktveranstaltung ist wie folgt vorgesehen: Nach der Auftaktveranstaltung folgen bis Ende Januar weitere, dezentrale Beteiligungsformate, bei denen das Projekt Blumenthal hoch3 sich vorstellt und Partizipationsmöglichkeiten bietet: Am Dienstag, 20. Januar 2026, ist ein Pop-up-Infostand des Projekts zwischen 15 und 17 Uhr auf dem Heinz-Rühmann-Platz vor dem Hauptbahnhof Herne Wanne-Eickel zu Gast. Am darauffolgenden Freitag, 23. Januar 2026, ist der Pop-up-Infostand zwischen 10 und 13 Uhr auf dem Eickeler Wochenmarkt anzutreffen. Daneben besteht ab Mittwoch, 14. Januar 2026, die Möglichkeit, am Online-Dialog. Der entsprechende Link ist ab diesem Tag auf der Website zum Projekt „Blumenthal hoch3“ online veröffentlicht. Auf der Website sind zudem alle Informationen zum Projekt zu finden.

10 Uhr

Eine unbezahlte 1.700 Euro Gasrechnung und ein Schlachtfeld der Sinne

'Amsterdam' im Bochumer Schauspielhaus

Eine Szene aus "Amsterdam" am Bochumer Schauspielhaus: (v.li.) Payam Yazdani, Nina Steils und Alexander Wertmann.

Ein gemütliches Theatererlebnis sieht anders aus, wer einfache Unterhaltung erwartet, ist eher fehl am Platz. Das „Amsterdam“ in den Bochumer Kammerspielen ist so ganz anders als das Amsterdam, was wir kennen - oder doch nicht? Es ist ein „spielerisches“ Holocaust Mahnmal an die 1940er Jahre als die Nazis dominieren und die Holländische Metropole beherrschen. Es ist gleichzeitig Fiktion und Projektion auf mögliche Parallelen zur heutigen Zeit. Gezeigt wird kein Rückzugsort, sondern ein modern-skurril inszeniertes Schlachtfeld der Sinne und ein Verhör der Seelen. Es fordert auf zur Auseinandersetzung und konfrontiert mit bekannten Fragen zu dunklen Schatten von Verfolgung, Ausgrenzung, Macht und Schuld wie es sie im Amsterdam der Kriegszeit gab. Das Stück beginnt mit einer Mehrfach-Wiederholung, die im Stück sehr wiederholt vorkommen: „Amsterdam an den Eiern gepackt“ hallt es durch den Saal. Es sind keine typisch höfliche Szenen und Ausdrücke, sie sind oft vulgär, laut, brüllend, verzweifelt und unbequem. Die Protagonistin, eine israelische Violistin (Jüdin, das wird noch wichtig), lebt in der eleganten Wasserlage an der Keizersgracht in Amsterdam — eine Adresse, die bis heute Glanz und Wohlstand evoziert. Leider kommt per Post eine unbezahlte Gasrechnung, 1.700 Euro (inklusive saftiger Zinsen). Aus dem Jahre 1944. Es beginnt eine Suche und Aufarbeitung, die sich tief und tiefer in die dramatische Geschichte ihres Wohnhauses eben zur Zeit des Holocaust bohrt. Die Musikerin muss sich schließlich mit alles anderem als spielerischen Fragen zu ihrer Identität, Herkunft und Position auch in Parallelität der heutigen Gesellschaft konfrontiert sehen. Der intuitive Glanz ihres Premium-Wohnortes mit direktem Blick auf das Kanalwasser wird im Stück durch ein stark reduziertes, nahezu minimaltisches Bühnenbild zerkratzt: links ein DJ-Pult, daneben eine fahrbare Stahlbrücke, ein großer Halbbogen, die fast die ganze Bühne einnimmt. Diese Konstruktion wirkt später wie eine klobige Metapher: eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Privileg und Schuld, zwischen Leben und Bedrohung. Die Inszenierung zieht viele Register: Der weibliche DJ macht Musik und Töne. Plötzlich und unerwartet sprechend, kommentiert er auch das Geschehen. Einer der Schauspieler reagiert verblüfft: „Wusste gar nicht, dass sie auch Text hat.“ Eine Mischung aus Kunstinstallation, Kirmes und Theater ist ein bewusst irritierender Tonfall, der den gesamten Abend begleitet. Musik und ­mitunter grotesk an Grenzen gehend überspitzte Sprache wechseln einander ab. Immer wieder fällt das Wort „Genever“: der niederländische Genever Superior, wie ein altes Lebenselixier, das zugleich betäuben und enthemmen kann. Die Sprache ist roh, vulgär, aggressiv. „Ich muss mein verficktes Holländisch verbessern“, „Heil Hitler“, oder etwa Beschreibungen wie „rosafarbene Nippel, ihre Brüste“ oder die Amsterdamer Grachtenbrücken, die als „zwei Penisse“ interpretiert werden „mit einer Erregung vor Stolz“ dienen wohl nicht dem Voyeurismus, sondern einer radikalen Überzeichnung. Es ist ein künstlerisches Aufschreien der israelischen Autorin Maya Arad Yasur und der Regisseurin Sapir Heller. Tabus werden gebrochen, Rücksichtslosigkeit wird zum Stilmittel. Die Lautstärke nimmt zu, Schreie hallen, Aggression wird hörbar — und im Publikum spürt man: hier geht es nicht um Ästhetik, es geht um Belastung. Als Übernahme vom Münchner Volkstheater aus 2019 ist die Inszenierung in teilweise neuer Besetzung aktuell am Schauspielhaus Bochum zu sehen. Nur Nina Steils feiert ein Comeback, sie war damals schon dabei und gehört seit der Spielzeit 2024/2025 zum Bochumer Ensemble. Meist wirken die konsequent stattfindenden Überzeichnung nicht beliebig. Sie dienen dem Ziel der politischen und ideologischen Entblößung. In den Kammerspielen wird man plötzlich Zeuge eines nahezu gnadenlosen Ritts durch provokante Fragen zu Identität, Unterdrückung, Diskriminierung und Machtverhältnissen. Es sind nicht nur Bilder und Angstszenen vergangener Kriegszeiten, es sind auch der historische und aktuelle Konflikt von Israel und Gaza. Einige Provokationen lassen erröten, aber sie können zur Auseinandersetzung beitragen. Ein besonders eindrückliches Bild: die Szene am beleuchteten Stahlbogen mit einer sehr grotesken Frauenarzt-Visite, der detailliert benannten „vaginalen Ulltraschalluntersuchung“. Die schwangere Mutter, im neunten Monat, fleht in angstvollem Ton, ob noch Herztöne zu hören seien. Der antisemitische Gynäkologe arbeitet in Latexhandschuhen absurd am Unterleib des männlichen Schauspielers an einer Seite des Bogens. Auf der anderen Seite, meterweit entfernt, liegt die schwangere jüdische Frau hingegen, hier ist nur der Oberkörper zu sehen - die Dialoge sind böse. Die Situation spitzt sich zu, als das Echo tödlicher Zahlen erklingt: „17.820 tote Kinder in Gaza“, ein Schrei, ein Vorwurf, eine Schlacht um Erinnerung. Statt eines Feigenblatts wird ein Requiem gefordert. Die Geigerin solle es doch komponieren, damit erinnern und klagen. Dieser Moment ist belastend, ohne Pathos. Die Bühne wird zur politischen Arena. Die schwangere Violistin, so ist wie in einem gut aufgebauten Krimi zu erfahren, ist von einem Geliebten schwanger. Eine tragische Geschichte. Die später finale Geburtsszene unterstreicht dann den teils abstrusen Rahmen, der gesamthaft die Fiktion stark benutzt und die Zuschauer in Logik und Abfolge fordert. Alle Akteure hangeln, turnen, winden sich an und auf der Stahlbrücke — wie komplett entfesselte Kinder auf dem Schulhof an den Turnstangen. Der DJ haucht psychedelische Wehen-Sounds ins Mikrofon. Die Energie taumelt zwischen Ekstase und Trance, es ist Orgie, es ist ein Zerreißen zugleich. Am Ende bleibt eine immer noch uralte unbezahlte Gasrechnung und ein frisch geborenes Baby zurück, alle Erwachsenen wurden von den Nazi abgeführt oder gar deportiert: „Das Baby bleibt zurück, es war nur eine Made“. Der prominente Verweis auf Karl Silberbauer ruft die historische Realität der Nazi-Verbrechen auf den Plan, Silberbauer war deutscher SS-Oberscharführer, der am 4. August 1944 die Familie Anne Frank und deren Mitflüchtlinge in Amsterdam verhaften ließ. Auf der tristen Bühne folgt im Finale „ein 43-minütiges Todesspiel“ des gesamtverantwortlichen „Kolaborateurs“, nachdem er einen Giftcocktail augenscheinlich freiwillig getrunken hat. Zusammengerafft in vielleicht fünf Minuten Schauspiel. Mit dabei sind 14 Versuche, giftsterbend und Exkremente ausscheidend doch noch etwas los zu werden. Sich dabei aber nicht ein einziges Mal zu entschuldigen. Skurril, verwirrend, ein bisschen durcheinander? Offen für Überraschungen? Genau wie „Amsterdam“, aber alles vom neuen Stück soll noch nicht verraten werden, vielleicht mögen Sie es sich selbst anschauen. Für einige könnte „Amsterdam“ wie eine Zumutung sein. Für andere ist es eine existenzielle Erfahrung. Wer sich auf die rohe und teils vulgäre Kraft, Ambivalenz und Widersprüche einlässt, kann eine besondere Vorstellung erleben, die aus dem Schauspielhaus einen Ort des Schmerzes und der Wahrheit macht. Die vier Darsteller brillieren durch starke Auftritte und eine abgestimmte Synchronität. Die Premiere lief am Samstag (29.11.2025), es folgen fünf weitere Termine: Karten sind auf der Homepage unter schauspielhausbochum.de und Tel 0234 – 33335555 zu bekommen.

19:30 Uhr

'House of Banksy – An Unauthorized Exhibition'

Banksy-Ausstellung in Dortmund

Motive des derzeit wohl bekanntesten aber anonymen Straßenkünstlers Banksy, der mit seinen mal ironischen, mal politischen Graffitis bekannt wurde.

Dortmund. Die Pop-Up-Ausstellung „House of Banksy – An Unauthorized Exhibition“ lässt seit Mittwoch (17.12.2025) den anonymen Graffiti-Künstler Banksy in Dortmund hoch leben. Im ehemaligen C&A-Haus ist mit mehr als 150 Motiven eine umfangreiche Werkschau seiner Kunst zu sehen. Graffitis, Fotografien, Skulpturen, Videoinstallationen und Drucke wurden eigens für diese Schau reproduziert und sind jetzt an einem Ort zu sehen. Niemand weiß, wer Banksy ist, aber jeder kennt seinen Namen. Er ist einer der berühmtesten und gleichzeitig geheimnisvollsten Künstler der Welt. Banksy ist Untergrundkämpfer, Hotelbetreiber und ohne Zweifel der unumstrittene König der Straßenkunst, ein genialer Geist und Starkünstler, der mit seinen mal ironischen, mal politischen, aber stets poetischen Arbeiten die Menschen berührt und ihnen aus der Seele spricht. Seine Identität hält der Schätzungen zufolge etwa 45–50-jährige in Bristol geborene und bis heute anonyme Graffiti-Künstler bis heute erfolgreich geheim. Seine Werke dagegen erobern international nicht nur die Straßen, sondern auch die Auktionshäuser, und das höchst erfolgreich: Er gilt derzeit als einer der teuersten Künstler der Gegenwart. 2010 setzte ihn das „Time Magazine“ erstmals auf seine Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt, neben Persönlichkeiten wie Barack Obama, Steve Jobs oder Lady Gaga. Die Ausstellung läuft bis zum 15. März in Dortmund und ist montags bis sonntags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Letzter Einlass: Eine Stunde vor Ausstellungsende. Geschlossen hat das Haus am 24. und 25. Dezember 2025, am 1. Januar 2026. An Silvester, 31. Dezember 2025, ist die Ausstellung nur von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

seit 17. Dezember

Samstag, 24. Januar

Der Januar im LWL-Museum für Archäologie

Familiensonntag, Vortrag und Kreativ-Workshop

Die Besucher der Ausstellung können auf einem großen Wimmelbild auf die Suche nach Orten des Essens gehen.

Auch im neuen Jahr 2026 steht das LWL-Museum für Archäologie und Kultur in Herne im Zeichen der Sonderausstellung „Mahlzeit! Wie Essen uns verbindet!“. Prof. Dr. Eva Bärlosius beleuchtet in einem kostenlosen Vortrag, warum Essen so ein heiß diskutiertes Thema ist . Vorher steht der Familiensonntag unter dem Motto „Eiszeit“: Dann stehen eine Spezial-Führung für die Kleinsten, eine steinzeitliche Schmuckwerkstatt und Bogenschießen auf dem Programm. Unter dem Motto „Gar nicht unappetitlich - Das Mittelalter in Westfalen“ zeigt das Museum am Familienwochenende, wie Essen vor rund 1.000 Jahren aussah und räumt dabei mit Mythen auf. Jetzt anmelden heißt es für Interessierte des Kreativ-Workshops „Aus dem Löffel wird ein Ring - Schmuckbearbeitung für Einsteiger“. Am Familiensonntag, 4. Januar 2026, können Kinder von sechs bis acht Jahren um 13 Uhr und 15 Uhr an dem Programm „Kalle und die Tiere der Eiszeit“ teilnehmen. Kalle, der Museumsmaulwurf, hat beim Graben seltsame Knochen gefunden. Die befreundeten Archäologen, erzählen ihm dazu etwas von einer Eiszeit und von Tieren, die längst ausgestorben sind. Gemeinsam mit Kalle gehen die Kinder diesen Geschichten auf den Grund. Dabei können sie einige uralte Knochen unter die Lupe nehmen und sogar anfassen. Wie groß und schwer ist ein Mammutzahn? Wo ist das Horn des Wollnashorns geblieben? Zum Abschluss dürfen die Teilnehmenden mit neuem Wissen und künstlerischem Geschick einen Malbogen zu den Tieren der Eiszeit und ihrem Lebensraum gestalten. Für alle weiteren Besucher steht an diesem Familiensonntag von 11 bis 18 Uhr die steinzeitliche Schmuckwerkstatt sowie das Bogenschießen offen. Die öffentliche Führung „gesucht. gefunden. ausgegraben.“ durch die Dauerausstellung steht an allen Sonntagen im Januar (4., 11., 18., und 25. Januar 2026) um 13 Uhr auf dem Programm. Bei dem Rundgang folgen Besuchende in einer nachgestalteten Ausgrabung den Spuren der Menschen in Westfalen. Neben zahlreichen Funden erwartet sie beispielsweise ein in Mitteleuropa einmaliger Faustkeil aus Mammutknochen, der Schmuck der Damen von Ilse als eine der geheimnisvollsten Entdeckungen aus der Eisenzeit sowie das reich mit Beigaben ausgestattete Grab des Fürsten von Beckum. Am Sonntag, 4. Januar 2026, startet um 15 Uhr die öffentliche Führung „Mahlzeit“ durch die gleichnamige Sonderausstellung. Gemeinsames Essen ist weit mehr als nur Nahrungsaufnahme. Ob beim königlichen Bankett, der einfachen Bauernmahlzeit, dem familiären Abendessen oder der gemeinsamen Mittagspause - überall offenbaren sich Fragen: Wer sitzt wo? Welche Rituale bestimmen das gemeinsame Mahl? Und was verrät das alles über Macht, Zugehörigkeit, gesellschaftlichen Wandel und vor allem Kultur? Von opulenten Festtafeln und rituellen Speisungen bis hin zu den Herausforderungen der Gegenwart - schnelle Snacks, digitale Ablenkung und der Verlust gemeinsamer Rituale - zeigt diese Ausstellung, wie Essen seit Jahrtausenden als sozialer Klebstoff wirkt. Mit einem Blick auf mehr als 300 Exponate und Geschichten lädt „Mahlzeit!“ dazu ein, die kulturelle Dimension des Essens neu zu entdecken. Diese Führung wird auch an jedem weiteren Sonntag im Januar (11., 18. und 25. Januar 2026) um 15 Uhr angeboten. Am Donnerstag, 15. Januar 2026, ab 19 Uhr blickt die Soziologin Prof. Dr. Eva Barlösius von der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover in einem kostenlosen Vortrag auf die gesellschaftliche Dimension des Essens, soziale Ungleichheit und Ernährungsgewohnheiten in Zeiten des sozialen Wandels. Wer nicht vor Ort sein kann, hat die Möglichkeit, den Vortrag auf dem YouTube-Kanal des Museums live im Internet zu verfolgen. Wie wird aus einem Löffel ein Ring? Das erfahren Teilnehmende im Kreativseminar „Schmuckbearbeitung für Einsteiger“ am Samstag, 24. Januar 2026 von 15 bis 17 Uhr. Mitmachen können alle, die Lust haben, kreativ zu arbeiten. Ziel ist es, aus einem einfachen Löffel einen einzigartigen Ring zu formen. Zunächst suchen sich die Teilnehmenden vor Ort einen Löffel aus. Unter fachkundiger Anleitung erfahren sie Schritt für Schritt, wie man das Besteckteil bearbeitet, formt und in ein individuelles Schmuckstück verwandelt. Am Ende halten alle ein eigenes handgemachtes und nachhaltiges Unikat in den Händen. Das Programm richtet sich an Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene. Die Kosten betragen 39 Euro pro Person, inklusive Material, zuzüglich Museumseintritt für alle Teilnehmenden ab 18 Jahren. Um Anmeldung wird gebeten. Bitte unempfindliche Kleidung tragen oder eine Schürze mitbringen. Am letzten Wochenende im Januar widmet sich das LWL-Museum an zwei Tagen dem Thema Essen vor 500 bis 1.000 Jahren. Wie funktionierte saisonale Ernährung in Westfalen vor 700 Jahren und was wurde wie importiert? Das Familienwochenende „Gar nicht unappetitlich - Das Mittelalter in Westfalen“ findet von 11 bis 18 Uhr am Samstag und Sonntag, 31. Januar und 1. Februar 2026, in Zusammenarbeit mit der Living History-Gruppe „IG-Hochgotik“ statt. Dann dreht es sich um Ernährung, Esskultur, Tischsitten und die Verfügbarkeit von Lebensmitteln um 1300. Schon damals war Essen viel mehr als nur reine Nahrungsaufnahme. Wie das Essen ohne Gabel funktionierte und was es bedeutete, „jemandem das Wasser reichen zu können“, erfahren Kinder und Erwachsene bei einem kleinen Ausflug in die mittelalterliche Tischkultur. Am Modell eines typischen niederdeutschen Stadthauses erfahren Besuchende mehr über die zentrale Bedeutung des Herdes und der Küche im Haus. Ernährung war durch Religion geprägt. Fachleute zeigen, wie Mönche im Mittelalter ihre Mahlzeiten schweigend zu sich nahmen und es trotzdem schafften, um etwas vom Tisch zu bitten. Die Teilnahme ist kostenfrei. Es ist lediglich der Eintritt zu entrichten.

15 Uhr

Nach dem Kultfilm 'Das Leben des Brian' im Musiktheater

'Monty Python’s Not the Messiah'

In „Monty Python’s Not the Messiah“ verschmelzen am Gelsenkirchener Musiktheater im Revier ab 13. Dezember 2025 Konzert-Parodie und Musical zu einem absurd-komischen Spektakel.

Spekulatius, Adventskranz und Glühwein gehören zur Weihnachtszeit genauso wie ein Oratorium. Es muss nicht immer „Jauchzet, frohlocket“ und Johann Sebastian Bach oder Georg Friedrich Händels „Messias“ sein nicht einmal Jesus, denn im Stall nebenan soll zur gleichen Zeit der kleine Brian Cohen zur Welt gekommen sein, dessen Geschichte bestens aus dem 1979er Kultfilm „Das Leben des Brian“ bekannt ist. Eric Idle, Mitglied der britischen Komikertruppe Monty Python, machte es sich zur Aufgabe, die berühmte Story als waschechtes Oratorium auch auf die Konzertbühnen der Welt zu bringen. Mit dem Komponisten John Du Prez hatte er einen Partner in Crime, mit dem er bereits erfolgreich das Monty-Python-Musical „Spamalot“ realisiert hatte. Am Samstag, 13. Dezember 2025, um 19 Uhr, feiert „Monty Python’s Not the Messiah“ in deutscher Sprache im Großen Haus des Gelsenkirchener Musiktheaters im Revier Premiere in der szenischen Einrichtung von Carsten Kirchmeier. Der tiefschwarze und absurde Humor von Monty Python steckt bei „Not the Messiah“ nicht nur in der Geschichte von Brian, der aus Versehen und gänzlich ungewollt zum Messias erklärt wird, sondern mindestens genauso in der musikalischen Form. Eric Idle und John du Prez haben ein Oratorium komponiert, das sehr glaubhaft die großen barocken Vorbilder imitiert, nur um dann umso überraschender in etwas ganz anderes abzurutschen: Mal biegt ein Tango um die Ecke, dann ist da plötzliche eine Mariachi-Band auf der Bühne oder ein entfesselter Gospelchor bricht über das Geschehen herein. Ohne zu viel zu verraten: Bei all‘ dem spielen Schafe eine kaum zu überschätzende Rolle und mit dem hoffnungsfrohen Ratschlag „Allways look on the bright side of life“ kommt wie der Film auch das Oratorium zu einem seligen Ende. Unter der musikalischen Leitung des 2. Kapellmeisters Mateo Peñaloza Cecconi, der Rasmus Baumann-Schüler leitet u.a. den Philharmonischen Chor Bochum und den Städtischen Chor Recklinghausen, sind die Gesangssolisten Katherine Allen (Sopran), Almuth Herbst (Alt), Adam Temple-Smith (Tenor), Dirk Weiler (Bariton) und Philipp Kranjc (Bass) sowie der Schauspieler Daniel Jeroma zu erleben in Anna von der Heides Kostümen. Die deutsche Übersetzung von Thomas Pigor, der zuletzt mit seiner Adaption von Erich Kästners „Drei Männer im Schnee“ am MiR bezauberte, nimmt auch Bezug auf deutsche Traditionen. Auf die Premiere folgen weitere Vorstellungen am Donnerstag, 25. Dezember 2025, um 18 Uhr, am Mittwoch, 31.Dezember 2025, um 19 Uhr (nur noch Restkarten), am Samstag, 24. Januar 2026, um 19 Uhr, am Samstag, 7. Februar 2026, um 19 Uhr (anschl. Bargespräche), am Sonntag, 22. März 2026, um 18 Uhr (mit Spezial-Einführung um 17.15 Uhr) sowie am Sonntag, 5. April 2026, um 18 Uhr. Karten unter musiktheater-im-revier.de oder unter Tel. 0209 – 4097200.

19 Uhr

'House of Banksy – An Unauthorized Exhibition'

Banksy-Ausstellung in Dortmund

Motive des derzeit wohl bekanntesten aber anonymen Straßenkünstlers Banksy, der mit seinen mal ironischen, mal politischen Graffitis bekannt wurde.

Dortmund. Die Pop-Up-Ausstellung „House of Banksy – An Unauthorized Exhibition“ lässt seit Mittwoch (17.12.2025) den anonymen Graffiti-Künstler Banksy in Dortmund hoch leben. Im ehemaligen C&A-Haus ist mit mehr als 150 Motiven eine umfangreiche Werkschau seiner Kunst zu sehen. Graffitis, Fotografien, Skulpturen, Videoinstallationen und Drucke wurden eigens für diese Schau reproduziert und sind jetzt an einem Ort zu sehen. Niemand weiß, wer Banksy ist, aber jeder kennt seinen Namen. Er ist einer der berühmtesten und gleichzeitig geheimnisvollsten Künstler der Welt. Banksy ist Untergrundkämpfer, Hotelbetreiber und ohne Zweifel der unumstrittene König der Straßenkunst, ein genialer Geist und Starkünstler, der mit seinen mal ironischen, mal politischen, aber stets poetischen Arbeiten die Menschen berührt und ihnen aus der Seele spricht. Seine Identität hält der Schätzungen zufolge etwa 45–50-jährige in Bristol geborene und bis heute anonyme Graffiti-Künstler bis heute erfolgreich geheim. Seine Werke dagegen erobern international nicht nur die Straßen, sondern auch die Auktionshäuser, und das höchst erfolgreich: Er gilt derzeit als einer der teuersten Künstler der Gegenwart. 2010 setzte ihn das „Time Magazine“ erstmals auf seine Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt, neben Persönlichkeiten wie Barack Obama, Steve Jobs oder Lady Gaga. Die Ausstellung läuft bis zum 15. März in Dortmund und ist montags bis sonntags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Letzter Einlass: Eine Stunde vor Ausstellungsende. Geschlossen hat das Haus am 24. und 25. Dezember 2025, am 1. Januar 2026. An Silvester, 31. Dezember 2025, ist die Ausstellung nur von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

seit 17. Dezember

Sonntag, 25. Januar

Der Januar im LWL-Museum für Archäologie

Familiensonntag, Vortrag und Kreativ-Workshop

Die Besucher der Ausstellung können auf einem großen Wimmelbild auf die Suche nach Orten des Essens gehen.

Auch im neuen Jahr 2026 steht das LWL-Museum für Archäologie und Kultur in Herne im Zeichen der Sonderausstellung „Mahlzeit! Wie Essen uns verbindet!“. Prof. Dr. Eva Bärlosius beleuchtet in einem kostenlosen Vortrag, warum Essen so ein heiß diskutiertes Thema ist . Vorher steht der Familiensonntag unter dem Motto „Eiszeit“: Dann stehen eine Spezial-Führung für die Kleinsten, eine steinzeitliche Schmuckwerkstatt und Bogenschießen auf dem Programm. Unter dem Motto „Gar nicht unappetitlich - Das Mittelalter in Westfalen“ zeigt das Museum am Familienwochenende, wie Essen vor rund 1.000 Jahren aussah und räumt dabei mit Mythen auf. Jetzt anmelden heißt es für Interessierte des Kreativ-Workshops „Aus dem Löffel wird ein Ring - Schmuckbearbeitung für Einsteiger“. Am Familiensonntag, 4. Januar 2026, können Kinder von sechs bis acht Jahren um 13 Uhr und 15 Uhr an dem Programm „Kalle und die Tiere der Eiszeit“ teilnehmen. Kalle, der Museumsmaulwurf, hat beim Graben seltsame Knochen gefunden. Die befreundeten Archäologen, erzählen ihm dazu etwas von einer Eiszeit und von Tieren, die längst ausgestorben sind. Gemeinsam mit Kalle gehen die Kinder diesen Geschichten auf den Grund. Dabei können sie einige uralte Knochen unter die Lupe nehmen und sogar anfassen. Wie groß und schwer ist ein Mammutzahn? Wo ist das Horn des Wollnashorns geblieben? Zum Abschluss dürfen die Teilnehmenden mit neuem Wissen und künstlerischem Geschick einen Malbogen zu den Tieren der Eiszeit und ihrem Lebensraum gestalten. Für alle weiteren Besucher steht an diesem Familiensonntag von 11 bis 18 Uhr die steinzeitliche Schmuckwerkstatt sowie das Bogenschießen offen. Die öffentliche Führung „gesucht. gefunden. ausgegraben.“ durch die Dauerausstellung steht an allen Sonntagen im Januar (4., 11., 18., und 25. Januar 2026) um 13 Uhr auf dem Programm. Bei dem Rundgang folgen Besuchende in einer nachgestalteten Ausgrabung den Spuren der Menschen in Westfalen. Neben zahlreichen Funden erwartet sie beispielsweise ein in Mitteleuropa einmaliger Faustkeil aus Mammutknochen, der Schmuck der Damen von Ilse als eine der geheimnisvollsten Entdeckungen aus der Eisenzeit sowie das reich mit Beigaben ausgestattete Grab des Fürsten von Beckum. Am Sonntag, 4. Januar 2026, startet um 15 Uhr die öffentliche Führung „Mahlzeit“ durch die gleichnamige Sonderausstellung. Gemeinsames Essen ist weit mehr als nur Nahrungsaufnahme. Ob beim königlichen Bankett, der einfachen Bauernmahlzeit, dem familiären Abendessen oder der gemeinsamen Mittagspause - überall offenbaren sich Fragen: Wer sitzt wo? Welche Rituale bestimmen das gemeinsame Mahl? Und was verrät das alles über Macht, Zugehörigkeit, gesellschaftlichen Wandel und vor allem Kultur? Von opulenten Festtafeln und rituellen Speisungen bis hin zu den Herausforderungen der Gegenwart - schnelle Snacks, digitale Ablenkung und der Verlust gemeinsamer Rituale - zeigt diese Ausstellung, wie Essen seit Jahrtausenden als sozialer Klebstoff wirkt. Mit einem Blick auf mehr als 300 Exponate und Geschichten lädt „Mahlzeit!“ dazu ein, die kulturelle Dimension des Essens neu zu entdecken. Diese Führung wird auch an jedem weiteren Sonntag im Januar (11., 18. und 25. Januar 2026) um 15 Uhr angeboten. Am Donnerstag, 15. Januar 2026, ab 19 Uhr blickt die Soziologin Prof. Dr. Eva Barlösius von der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover in einem kostenlosen Vortrag auf die gesellschaftliche Dimension des Essens, soziale Ungleichheit und Ernährungsgewohnheiten in Zeiten des sozialen Wandels. Wer nicht vor Ort sein kann, hat die Möglichkeit, den Vortrag auf dem YouTube-Kanal des Museums live im Internet zu verfolgen. Wie wird aus einem Löffel ein Ring? Das erfahren Teilnehmende im Kreativseminar „Schmuckbearbeitung für Einsteiger“ am Samstag, 24. Januar 2026 von 15 bis 17 Uhr. Mitmachen können alle, die Lust haben, kreativ zu arbeiten. Ziel ist es, aus einem einfachen Löffel einen einzigartigen Ring zu formen. Zunächst suchen sich die Teilnehmenden vor Ort einen Löffel aus. Unter fachkundiger Anleitung erfahren sie Schritt für Schritt, wie man das Besteckteil bearbeitet, formt und in ein individuelles Schmuckstück verwandelt. Am Ende halten alle ein eigenes handgemachtes und nachhaltiges Unikat in den Händen. Das Programm richtet sich an Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene. Die Kosten betragen 39 Euro pro Person, inklusive Material, zuzüglich Museumseintritt für alle Teilnehmenden ab 18 Jahren. Um Anmeldung wird gebeten. Bitte unempfindliche Kleidung tragen oder eine Schürze mitbringen. Am letzten Wochenende im Januar widmet sich das LWL-Museum an zwei Tagen dem Thema Essen vor 500 bis 1.000 Jahren. Wie funktionierte saisonale Ernährung in Westfalen vor 700 Jahren und was wurde wie importiert? Das Familienwochenende „Gar nicht unappetitlich - Das Mittelalter in Westfalen“ findet von 11 bis 18 Uhr am Samstag und Sonntag, 31. Januar und 1. Februar 2026, in Zusammenarbeit mit der Living History-Gruppe „IG-Hochgotik“ statt. Dann dreht es sich um Ernährung, Esskultur, Tischsitten und die Verfügbarkeit von Lebensmitteln um 1300. Schon damals war Essen viel mehr als nur reine Nahrungsaufnahme. Wie das Essen ohne Gabel funktionierte und was es bedeutete, „jemandem das Wasser reichen zu können“, erfahren Kinder und Erwachsene bei einem kleinen Ausflug in die mittelalterliche Tischkultur. Am Modell eines typischen niederdeutschen Stadthauses erfahren Besuchende mehr über die zentrale Bedeutung des Herdes und der Küche im Haus. Ernährung war durch Religion geprägt. Fachleute zeigen, wie Mönche im Mittelalter ihre Mahlzeiten schweigend zu sich nahmen und es trotzdem schafften, um etwas vom Tisch zu bitten. Die Teilnahme ist kostenfrei. Es ist lediglich der Eintritt zu entrichten.

15 Uhr

Anna Pocher stellt im HKB-Kunstpunkt aus

Von den Brettern an die Staffelei

Anna Pocher neben einer Öl-/Papier-Mischtechnik, die einen Hermaphroditen mit alchimistischen Symbolen eines Zürcher Codex aus dem 15. Jahrhundert zeigt.

„Das Sichtbare und das Verborgene“ ist der Titel der ersten Herner Einzelausstellung der 1953 in Turin geborenen Tänzerin, Choreographin, Folkwang-Dozentin und Bildenden Künstlerin Anna Pocher, die seit 2023 Mitglied im Herner Künstlerbund HKB’90 ist und auch zwei Collagen auf der aktuellen HKB-Jahresschau im Rathaus Herne zeigt. Wer jetzt Schauspieler oder andere in die Jahre gekommene Prominente vor Augen hat, die plötzlich ihre bildkünstlerische Ader entdecken, liegt bei Anna Pocher völlig falsch, die an der Accademia Albertina delle Belle Arti in Turin eine geradezu klassische vierjährige Ausbildung genoss: Malerei, Zeichnung, Plastik und Kunstgeschichte. „Der Akt des Sehens hat mein ganzes Leben begleitet und inspiriert“, so die in ihrer norditalienischen Heimatstadt ausgebildete Kunstpädagogin für die Grundschulen und die Mittelstufe. Ihre Collagen, die den größten Teil der in der Galerie Kunstpunkt gezeigten Arbeiten ausmachen, sind nicht nach dem Zufallsprinzip entstanden, sondern haben eine Komposition als Vorgabe: „Die Leere und die Fülle, Form und Raum der Bilder befinden sich im gegenseitigen Dialog.“ Was auch auf die Kohärenz der Farben zutrifft, die entweder miteinander verschmelzen oder kontrastieren. Eine dieser durchaus auch politischen Collagen, die sich ästhetisch an denen der 1920er und 1930er Jahre etwa in der AIZ (Arbeiter-Illustrierte-Zeitung) orientieren, zeigt von Berliner Polizisten verprügelte protestierende Arbeiter in der Weimarer Republik in Verbindung mit einem friedlichen Alltagsmotiv einer Einkaufsmeile in der Wirtschaftswunderzeit der Fünfziger Jahre. Das erinnert daran, dass Anna Pocher, die Ende der 1970er Jahre als Tänzerin ins Bremer Ensemble Reinhild Hoffmanns eintrat, im Dezember 1992 am Schauspielhaus Bochum in ihrer Choreographie „Volx-Muzak“, der Titel bezieht sich auf das frühere Gedudel in unseren Konsumtempeln, eine betriebliche Weihnachtsfeier ironisch aufs Korn genommen hat. Anna Pochers Arbeiten, auch die geradezu altmeisterlichen Ölgemälde, bilden eine eigene Welt in sich und wollen rein assoziativ wahrgenommen werden. Sie sind häufig sinnlicher Natur wie bei einem kleinformatigen Gemälde, das einen Klavierspieler ohne Klavier und eine unter ihm sitzende nackte Frau zeigt. Die Motive sind auf den ersten Blick nicht immer miteinander in Verbindung zu bringen: Anna Pocher liebt das Verborgene und den versteckten Humor der einzelnen Figuren. Weshalb es sich doppelt lohnt, auf der Vernissage am Sonntag, 11. Januar 2026 oder der Finissage am Sonntag, 15. Februar 2026 mit der Künstlerin ins Gespräch zu kommen. Die zumindest einige Herner Tanztheater-Liebhaber noch in bester Erinnerung haben etwa in der zum Berliner Theatertreffen eingeladenen Hoffmann-Choreographie „Könige und Königinnen“, wo sie auf furiose Weise mit Julie Shanahan zwei Rivalinnen verkörperte. Oder in „Verreist“, einer Reise durch die Lebensabschnitte der Menschen von der Geburt bis zum Tod. Unvergesslich das narrative Tanz-Theater „Machandel“, das die Märchen der Brüder Grimm mit archaischen Menschheits-Riten verband. Wie auch „Ich schenk‘ mein Herz“ über das so schwer zu machende Leichte in der Operette: Anna Pocher und Annamirl van der Pluym als zwei Herzdamen, die walzerselig herumwirbelnd um gleich drei Tenöre buhlen. Die Ausstellung „Das Sichtbare und das Verborgene“ mit Arbeiten von Anna Pocher wird am Sonntag, 11. Januar 2026, um 11.30 Uhr in der Galerie Kunstpunkt, Mont-Cenis-Straße 296, eröffnet und kann anschließend bis zum 15. Februar 2026 jeweils mittwochs und sonntags zwischen 15 und 18 Uhr besichtigt werden. Auf der Vernissage wird der Bochumer Schauspieler Maximilian Strestik nicht nur einführende Worte sprechen nach der Begrüßung durch die 2. Vorsitzende des Herner Künstlerbundes, Gisela Schulte. Die Finissage am Sonntag, 15. Februar 2026, um 15 Uhr wird musikalisch gerahmt durch den Folkwang-Absolventen Anton Richard auf dem Violoncello.

15 Uhr

'Orfeo ed Euridice' am Gelsenkirchener Musiktheater

Der Triumph der Liebe lässt auf sich warten

Orfeo (Constanze Jader) in der zwischen Halfpipe, Boulderwand und kanalisiertem Umweltfluss Lethe chargierenden Bühne Giuseppe Spotas.

Weil Euridice bereits kurz nach der Hochzeit an einem Schlangenbiss gestorben ist, jedenfalls bei Ovid, rührt Orfeo die Götter mit seinem Klagegesang so lange, bis ihm gestattet wird, seine Gattin aus der Unterwelt herauszuholen. Freilich nur unter der ihr gegenüber geheim zu haltenden Bedingung, dass er ihr nicht in die Augen blicken darf. Euridice missversteht sein Verhalten als Missachtung und drängt ihn daher, ihr seine Liebe zu bezeugen. Als sie seinen Widerstand bricht und Orfeo sich ihr zuwendet, stirbt Euridice ein zweites Mal. „Che farò senza Euridice?“: Erneut kann Orfeo mit seinem himmlischen Gesang die hier von Amore repräsentierte Götterwelt betören… Christoph Willibald Glucks „Orfeo ed Euridice“, am 5. Oktober 1762 im Wiener Hofburgtheater uraufgeführt, gilt zum einen als seine erste bedeutende „Reformoper“ vor „Alceste“ und „Paride ed Elena“. Ohne Dacapo-Arien für Koloratur-Wettkämpfe, stattdessen ein wahrhaftiges Musiktheater aus einem Guss, das empathisches Mitfühlen mit seinen Protagonisten ermöglicht. Hatte Monteverdi 1607 noch für ein Dutzend Figuren in „L‘ Orfeo“ komponiert, beschränkt sich Gluck auf ein Trio aus den beiden Titelfiguren und Amore als Stellvertreter Jupiters. Mehr noch: Euridice bleibt in den ersten beiden Akten stumm, taucht überhaupt erst spät im zweiten Akt in der Unterwelt auf. Sodass man durchaus von einem Monodram sprechen könnte, komponiert auf die Kastratenstimme Gaetano Guadagnis, der mit Händel-Werken in London Berühmtheit erlangt hatte. Seine Partie wird heute naturgemäß von Countertenören gesungen, jetzt in Gelsenkirchen in der letzten abendfüllenden Produktion Giuseppe Spotas mit der MiR Dance Company von einem international gefragten Gast, der Mezzosopranistin Constanze Jader. An ihrer Seite die südkoreanische Sopranistin Heejin Kim als Euridice sowie die Schweizer Sopranistin Tamina Biber vom Opernstudio NRW als Amore. Aufgeführt wird zwar, in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln, die ursprüngliche Wiener Fassung, Giuseppe Spota legt in seiner neunzigminütigen Inszenierung den Fokus jedoch auf die zu Beginn der Oper bereits verstorbene Euridice, die im Mythos eine eher passive Rolle einnimmt und in Glucks Oper erst im dritten Akt mit ihren offen vorgetragenen Zweifeln bis heute gültige Themen wie unerfüllte Sehnsüchte, Bedürfnisse und Zweifel anspricht. Es ist die vielköpfige MiR Dance Company, die als Schatten der Euridice und zugleich als Seelenspiegel Orfeos von der (Un-)Fähigkeit loszulassen, der Bereitschaft zum Abschiednehmen und vom allzu langen Festhalten an vielleicht längst vergangener Liebe erzählt. Und das in einer kalten Drehbühne (Ausstattung: Giuseppe Spota) zwischen Halfpipe, Boulderwand und kanalisiertem Unterweltfluss Lethe, deren rückseitiges Backstage-Gestänge den Hades, das Totenreich bildet, aus dem es gewöhnlich kein Entkommen gibt. Unter der musikalischen Leitung des 1. Kapellmeisters Giulano Betta entfalten die Neue Philharmonie im auf halbe Tiefe hochgezogenen Graben und der Chor zu beiden Seiten des 2. Rangs zusammen mit den drei vorzüglichen Gesangssolistinnen ein beglückendes Raumklang-Erlebnis. Augen zu und durch: Am Ende erschallt zwar ein mächtiges „Trionfi d’amore!“, der Inszenierung aber bleibt das lieto fine versagt: Für heutige Dramaturginnen geht es nicht an, dass ein Mann eine Frau rettet, und das sogar gleich zweimal. Frauen retten sich gefälligst selbst – oder gehen erhobenen Hauptes unter. Ganz soweit geht man am MiR zwar nicht, der Triumph der Liebe, von Amore warum auch immer im Gewand einer Priesterin bewerkstelligt, aber stellt sich – immerhin! – nur musikalisch ein: Zu einer Umarmung der angeblich glücklich Liebenden kommt es nicht. Das ist aus meiner Sicht schade, weil es der Musik Glucks widerspricht, aber nichts Neues. Dass es keiner Schlange bedarf, um eine unglückliche Ehe zweier sich fremd gewordener Partner aufzulösen, ist heute Inszenierungs-Standard in den Opern-Metropolen wie die bisweilen wörtlich zu nehmende klinische Ausstattung. Aus dem Jahr 1987 stammt Harry Kupfers Version an der Komischen Oper Berlin mit einem Orfeo als Rockstar, der in einer Nervenklinik landet und sich am Ende in einem Bus-Wartehäuschen das Leben nimmt. Also: Schwamm drüber! Karten unter musiktheater-im-revier.de oder unter Tel. 0209 – 4097200. Am Sonntag, 25. Januar 2026 findet ab 15 Uhr ein Familienworkshop zum Eintauchen ins Stück mit Musik und Bewegung statt. Hierfür ist eine Anmeldung bis drei Tage vorher per Mail erforderlich. Die weiteren Vorstellungen:

16 Uhr

Spektakuläre Krimi-Oper im Essener 'Aalto'

Paul Hindemiths 'Cardillac'

Cardillac (Heiko Trinsinger) überlebt als recht derangierter böser Clown, umringt von den grauen Gestalten des Volkes (Opernchor des Aalto-Theaters).

E.T.A. Hoffmanns letzte vollständige Erzählung, „Das Fräulein von Scuderi“, im Herbst 1918 im „Taschenbuch für Liebe und Freundschaft“ erschienen, basiert auf einer von Johann Christoph Wagenseil 1697 in seiner „Chronik von Nürnberg“ geschilderten Begebenheit und spielt um 1680 im Paris König Ludwigs XIV.: Der Goldschmied René Cardillac ist von seinen künstlerischen Schöpfungen so besessen, dass er seine Kunden der Reihe nach ermordet, um die Preziosen wieder zurückzuerhalten. Cardillacs Tochter Madelon ist mit dessen Gesellen Olivier verlobt, der das Doppelleben seines Schwiegervaters durchschaut und sich selbst der Justiz als Täter ausliefert, nachdem ein Offizier einen Messerangriff des Goldschmieds abwehrte und diesen dabei tödlich verletzte. Olivier schweigt beharrlich, um seine engelsgleich-zarte Braut zu schonen. Öffnet sich dann aber seiner einstigen Pflegemutter, der nunmehr 73-jährigen Romanautorin Fräulein von Scuderi, welcher er anonym ein Kästchen mit wertvollem Schmuck anvertraut hatte, das einst für die ermordete Prinzessin Henriette von England bestimmt war. Als sich besagter Offizier bei dem Fräulein als Täter in Notwehr zu erkennen gibt, erreicht sie beim König eine Lösung, welche die Gefühle Madelons nicht verletzt und das Brautpaar mit tausend Louis ausgestattet in die Schweiz auswandern lässt. Der Librettist Ferdinand Lion hat aus dieser eher betulich-romantischen Liebesgeschichte, in der sich Hoffmann, selbst wohlbestallter Beamter, mit dem Spannungsverhältnis von Kunst und Leben auseinandersetzt, zusammen mit dem Komponisten Paul Hindemith eine packende, psychologisch grundierte Krimi-Oper über Versuchung, Sucht, Gier und Künstlertum geschaffen, die viel zu selten auf den Spielplänen steht. Dabei bereitet die höchst abwechslungsreiche, zwischen Expressionismus, Neo-Barock, Neuer Sachlichkeit und Avantgarde changierende Musik selbst einem eher konservativen Publikum überhaupt keine Schwierigkeiten. Im Aalto Musiktheater Essen wird die im Vergleich zur revidierten vieraktigen Version von 1952 radikalere dreiaktige Erstfassung der Oper, die am 9. November 1926 an der Sächischen Staatsoper Dresden ihre Uraufführung erlebte, aufgeführt. In der sowohl der König als auch die Hoffmannsche Titelheldin gestrichen sind, dafür aber – in der Konzentration auf den Goldschmied Cardillac – die Figur eines jüdischen Goldhändlers eingefügt worden ist. Welche die Ausstatterin Katrin Nottrodt für die Inszenierung des belgischen Altmeisters Guy Joosten, die bereits am 3. Februar 2019 an der Opera Vlaanderen herausgekommen ist, mit Kaftan, Schläfenlocken und langem Bart als chassidischen Juden ausgewiesen hat. Für die europäische Diamanten-Hauptstadt Antwerpen gewöhnlicher Alltag, für woke deutsche Theatermacher offenbar ein potentieller Aufreger, der gleich auf zwei eingeschobenen Programmheft-Seiten „kontextualisiert“ wird. Die nach rund einhundert pausenlosen Minuten am Premierenabend des Samstag (6.12.2025) umjubelte Aufführung unter der musikalischen Leitung des international gefragten Gastdirigenten Patrick Lange führt in die Zeit der 1920er Jahre mit deutlichen Anklängen an den Stummfilm „Metropolis“, aber auch an Fritz Langs ersten Tonfilm „M“ von 1931 über einen psychopathischen Kindermörder. Masse Mensch: Dunkle Gestalten, durch Projektionen auf den Gazevorhang verstärkt, wuseln als Volk über die Bühne, in deren Mitte die „brennende Kammer“, ein rotglühender Höllenorkus. Die ganz in schwarze Uniformen gesteckten Andreas Hermann (Offizier), der Geliebte von Cardillacs Tochter (Betsy Horne), und Samuel Furness (Kavalier), der für seine offenherzige „Dame“ (Astrik Khanamiryan) das kostbarste Geschmeide Cardillacs erwerben soll, kommen warum auch immer wie SS-Offiziere ‘rüber. Im Mittelpunkt der Oper wie der Inszenierung aber der Titelheld, der im Hermelinmantel wie ein absolutistischer König auftritt – bekrönt mit einer diamantenbesetzten Kostbarkeit, die bei Hoffmann noch für die heilige Jungfrau der Kirche St. Eustache bestimmt war. Aber heilig ist hier nichts und niemand, was besonders auf die „Dame“ genannte Sexarbeiterin zutrifft, die erst nach Erhalt des goldenen Geschmeides dazu bereit ist, sich an der Pole Dance Stange zu räkeln und mit dem Schwarzhemd von Kavalier unter die Bettdecke zu schlüpfen. Heiko Trinsinger als Cardillac ist ein Ereignis: ein Psychopath, der sich als König geriert, der in seinem Goldschatz badet wie Dagobert Duck und mit einem Lächeln mordet wie Joker. Selten war der exzellente Bariton, seit 1999 Aalto-Ensemblemitglied, darstellerisch so gefordert wie hier als dem Wahnsinn verfallener Künstler. Karten unter theater-essen.de oder unter Tel. 0201 81 22-200. Die weiteren Vorstellungen:

18 Uhr

'House of Banksy – An Unauthorized Exhibition'

Banksy-Ausstellung in Dortmund

Motive des derzeit wohl bekanntesten aber anonymen Straßenkünstlers Banksy, der mit seinen mal ironischen, mal politischen Graffitis bekannt wurde.

Dortmund. Die Pop-Up-Ausstellung „House of Banksy – An Unauthorized Exhibition“ lässt seit Mittwoch (17.12.2025) den anonymen Graffiti-Künstler Banksy in Dortmund hoch leben. Im ehemaligen C&A-Haus ist mit mehr als 150 Motiven eine umfangreiche Werkschau seiner Kunst zu sehen. Graffitis, Fotografien, Skulpturen, Videoinstallationen und Drucke wurden eigens für diese Schau reproduziert und sind jetzt an einem Ort zu sehen. Niemand weiß, wer Banksy ist, aber jeder kennt seinen Namen. Er ist einer der berühmtesten und gleichzeitig geheimnisvollsten Künstler der Welt. Banksy ist Untergrundkämpfer, Hotelbetreiber und ohne Zweifel der unumstrittene König der Straßenkunst, ein genialer Geist und Starkünstler, der mit seinen mal ironischen, mal politischen, aber stets poetischen Arbeiten die Menschen berührt und ihnen aus der Seele spricht. Seine Identität hält der Schätzungen zufolge etwa 45–50-jährige in Bristol geborene und bis heute anonyme Graffiti-Künstler bis heute erfolgreich geheim. Seine Werke dagegen erobern international nicht nur die Straßen, sondern auch die Auktionshäuser, und das höchst erfolgreich: Er gilt derzeit als einer der teuersten Künstler der Gegenwart. 2010 setzte ihn das „Time Magazine“ erstmals auf seine Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt, neben Persönlichkeiten wie Barack Obama, Steve Jobs oder Lady Gaga. Die Ausstellung läuft bis zum 15. März in Dortmund und ist montags bis sonntags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Letzter Einlass: Eine Stunde vor Ausstellungsende. Geschlossen hat das Haus am 24. und 25. Dezember 2025, am 1. Januar 2026. An Silvester, 31. Dezember 2025, ist die Ausstellung nur von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

seit 17. Dezember

Montag, 26. Januar

'House of Banksy – An Unauthorized Exhibition'

Banksy-Ausstellung in Dortmund

Motive des derzeit wohl bekanntesten aber anonymen Straßenkünstlers Banksy, der mit seinen mal ironischen, mal politischen Graffitis bekannt wurde.

Dortmund. Die Pop-Up-Ausstellung „House of Banksy – An Unauthorized Exhibition“ lässt seit Mittwoch (17.12.2025) den anonymen Graffiti-Künstler Banksy in Dortmund hoch leben. Im ehemaligen C&A-Haus ist mit mehr als 150 Motiven eine umfangreiche Werkschau seiner Kunst zu sehen. Graffitis, Fotografien, Skulpturen, Videoinstallationen und Drucke wurden eigens für diese Schau reproduziert und sind jetzt an einem Ort zu sehen. Niemand weiß, wer Banksy ist, aber jeder kennt seinen Namen. Er ist einer der berühmtesten und gleichzeitig geheimnisvollsten Künstler der Welt. Banksy ist Untergrundkämpfer, Hotelbetreiber und ohne Zweifel der unumstrittene König der Straßenkunst, ein genialer Geist und Starkünstler, der mit seinen mal ironischen, mal politischen, aber stets poetischen Arbeiten die Menschen berührt und ihnen aus der Seele spricht. Seine Identität hält der Schätzungen zufolge etwa 45–50-jährige in Bristol geborene und bis heute anonyme Graffiti-Künstler bis heute erfolgreich geheim. Seine Werke dagegen erobern international nicht nur die Straßen, sondern auch die Auktionshäuser, und das höchst erfolgreich: Er gilt derzeit als einer der teuersten Künstler der Gegenwart. 2010 setzte ihn das „Time Magazine“ erstmals auf seine Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt, neben Persönlichkeiten wie Barack Obama, Steve Jobs oder Lady Gaga. Die Ausstellung läuft bis zum 15. März in Dortmund und ist montags bis sonntags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Letzter Einlass: Eine Stunde vor Ausstellungsende. Geschlossen hat das Haus am 24. und 25. Dezember 2025, am 1. Januar 2026. An Silvester, 31. Dezember 2025, ist die Ausstellung nur von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

seit 17. Dezember

Dienstag, 27. Januar

Für die Opfer des Nationalsozialismus

Gedenkstunde am zentralen Shoah-Mahnmal

Gedenkstunde, die an die Opfer der Shoah erinnert.

Zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus wird auch im Jahre 2026 eine Gedenkstunde am zentralen Shoah- Mahnmal auf dem Willi-Pohlmann-Platz in Herne stattfinden. Am Dienstag, 27. Januar 2026, beginnt die Veranstaltung um 12 Uhr im großen Saal des Kulturzentrums Herne und wird anschließend am Mahnmal fortgeführt. Interessierte Bürger*innen sind eingeladen, der Gedenkstunde beizuwohnen. Seit einigen Jahren trifft sich die Stadtgesellschaft am Mahnmal, um in einer besonderen Veranstaltung an die Opfer des Nationalsozialismus aus Herne und Wanne-Eickel zu erinnern. Neben den ganz persönlichen Erinnerungsorten im Stadtbild wurde das Mahnmal geschaffen, um nicht zu vergessen. Die Gebete bei der Gedenkstunde werden gesprochen von Rabbiner Andrés Bruckner von der jüdischen Gemeinde Bochum-Herne- Hattingen, Pfarrer Dr. Nils Petrat von der katholischen Pfarrei St. Dionysius Herne, Imam Ibrahim Nazik von der Islamischen Gemeinde Röhlinghausen und Superintendentin Claudia Reifenberger vom Evangelischen Kirchenkreis Herne.

Die Anti-Atomkraft-Bewegung in Deutschland

Vortrag: Geschichte des Atomausstiegs

Das Bergbau-Museum in Bochum.

Bochum. Das Deutsche Bergbau-Museum in Bochum bietet am Dienstag, 27. Januar 2026, im Haus der Archäologien einen Vortrag an, der sich mit der Anti-Atomkraft-Bewegung in Deutschland beschäftigt. Referentin des Vortrags, der um 16 Uhr beginnt ist: Dr. Astrid Kirchhof. Der deutsche Atomausstieg war das Ergebnis jahrzehntelanger sozialer Konflikte. Seit den 1970er Jahren formierte sich eine vielfältige Anti-Atomkraft-Bewegung, die lokale, ökologische und feministische Perspektiven vereinte. Das Verhältnis zwischen Staat, Wissenschaft und Zivilgesellschaft wurde neu verhandelt. Der Vortrag beleuchtet zentrale Konfliktherde wie Wyhl und Gorleben, zeigt, wie das Misstrauen gegenüber Technologie und Autorität neue Formen annahm und wie die demokratische Teilhabe – auch symbolisch – in der „Freien Republik Wendland“ gipfelte. Die Geschichte des Atomausstiegs belegt dies, indem sie sich als Kulturgeschichte des sozialen Wandels manifestiert, die weiterhin Fragen nach Verantwortung, Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit aufwirft. Astrid Mignon Kirchhof ist ab 2025 Winkelmannstipendiatin des Deutsches Bergbau-Museum Bochum und habilitierte sich 2024 an der Universität Innsbruck zur Umweltgeschichte der DDR. Zuvor war sie an der Humboldt-Universität zu Berlin, der Georgetown University sowie in internationalen Forschungsprojekten am Deutschen Museum und anderen Einrichtungen tätig. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der transnationalen Sozial-, Umwelt- und Technikgeschichte vom 19. bis 21. Jahrhundert. Ort: Haus der Archäologien, Seminarraum 1. Anmeldung auf folgender Web-Seite: reform.ressourcencampus

16 Uhr

Nächsten Runde der Akustikreihe

Flottmann-Kneipe: Konzertsaison geht weiter

No Fishing eröffnen den Reigen der Konzertsaison 2026 in der Flottmann-Kneipe.

Auch in 2026 öffnet die Flottmann-Kneipe ihre Bühne wieder für lokale und regionale Musiktalente. Regelmäßig an den Dienstagabenden findet die Veranstaltung in der Kneipe an der Flottmannstraße 94 statt. Start ist am Dienstag, 13. Januar 2026, 19:30 Uhr mit „No Fishing“, einem Herner Original, die auch schon zur Premiere der Reihe im Januar 2024 spielten. Mit dieser nach wie vor beliebten Akustik-Kneipenkonzert-Reihe bietet Krystian Pietrzyk, Betreiber der Flottmann-Kneipe, auch unbekannteren Künstlern eine Plattform. Der Erfolg dieser Reihe zeigt sich in der großen Resonanz. Gästen wird eine Tischreservierung für die Dienstagskonzerte dringend empfohlen (Tel 02323 3983005, Mail info@flottmannkneipe.de). Bei freiem Eintritt haben im vergangenen Jahr zahlreiche Musikfreunde stimmungsvolle Abende mit Singer-Songwritern und Musik aus unterschiedlichen Genres erlebt.

19:30 Uhr

'House of Banksy – An Unauthorized Exhibition'

Banksy-Ausstellung in Dortmund

Motive des derzeit wohl bekanntesten aber anonymen Straßenkünstlers Banksy, der mit seinen mal ironischen, mal politischen Graffitis bekannt wurde.

Dortmund. Die Pop-Up-Ausstellung „House of Banksy – An Unauthorized Exhibition“ lässt seit Mittwoch (17.12.2025) den anonymen Graffiti-Künstler Banksy in Dortmund hoch leben. Im ehemaligen C&A-Haus ist mit mehr als 150 Motiven eine umfangreiche Werkschau seiner Kunst zu sehen. Graffitis, Fotografien, Skulpturen, Videoinstallationen und Drucke wurden eigens für diese Schau reproduziert und sind jetzt an einem Ort zu sehen. Niemand weiß, wer Banksy ist, aber jeder kennt seinen Namen. Er ist einer der berühmtesten und gleichzeitig geheimnisvollsten Künstler der Welt. Banksy ist Untergrundkämpfer, Hotelbetreiber und ohne Zweifel der unumstrittene König der Straßenkunst, ein genialer Geist und Starkünstler, der mit seinen mal ironischen, mal politischen, aber stets poetischen Arbeiten die Menschen berührt und ihnen aus der Seele spricht. Seine Identität hält der Schätzungen zufolge etwa 45–50-jährige in Bristol geborene und bis heute anonyme Graffiti-Künstler bis heute erfolgreich geheim. Seine Werke dagegen erobern international nicht nur die Straßen, sondern auch die Auktionshäuser, und das höchst erfolgreich: Er gilt derzeit als einer der teuersten Künstler der Gegenwart. 2010 setzte ihn das „Time Magazine“ erstmals auf seine Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt, neben Persönlichkeiten wie Barack Obama, Steve Jobs oder Lady Gaga. Die Ausstellung läuft bis zum 15. März in Dortmund und ist montags bis sonntags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Letzter Einlass: Eine Stunde vor Ausstellungsende. Geschlossen hat das Haus am 24. und 25. Dezember 2025, am 1. Januar 2026. An Silvester, 31. Dezember 2025, ist die Ausstellung nur von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

seit 17. Dezember

Mittwoch, 28. Januar

Anna Pocher stellt im HKB-Kunstpunkt aus

Von den Brettern an die Staffelei

Anna Pocher neben einer Öl-/Papier-Mischtechnik, die einen Hermaphroditen mit alchimistischen Symbolen eines Zürcher Codex aus dem 15. Jahrhundert zeigt.

„Das Sichtbare und das Verborgene“ ist der Titel der ersten Herner Einzelausstellung der 1953 in Turin geborenen Tänzerin, Choreographin, Folkwang-Dozentin und Bildenden Künstlerin Anna Pocher, die seit 2023 Mitglied im Herner Künstlerbund HKB’90 ist und auch zwei Collagen auf der aktuellen HKB-Jahresschau im Rathaus Herne zeigt. Wer jetzt Schauspieler oder andere in die Jahre gekommene Prominente vor Augen hat, die plötzlich ihre bildkünstlerische Ader entdecken, liegt bei Anna Pocher völlig falsch, die an der Accademia Albertina delle Belle Arti in Turin eine geradezu klassische vierjährige Ausbildung genoss: Malerei, Zeichnung, Plastik und Kunstgeschichte. „Der Akt des Sehens hat mein ganzes Leben begleitet und inspiriert“, so die in ihrer norditalienischen Heimatstadt ausgebildete Kunstpädagogin für die Grundschulen und die Mittelstufe. Ihre Collagen, die den größten Teil der in der Galerie Kunstpunkt gezeigten Arbeiten ausmachen, sind nicht nach dem Zufallsprinzip entstanden, sondern haben eine Komposition als Vorgabe: „Die Leere und die Fülle, Form und Raum der Bilder befinden sich im gegenseitigen Dialog.“ Was auch auf die Kohärenz der Farben zutrifft, die entweder miteinander verschmelzen oder kontrastieren. Eine dieser durchaus auch politischen Collagen, die sich ästhetisch an denen der 1920er und 1930er Jahre etwa in der AIZ (Arbeiter-Illustrierte-Zeitung) orientieren, zeigt von Berliner Polizisten verprügelte protestierende Arbeiter in der Weimarer Republik in Verbindung mit einem friedlichen Alltagsmotiv einer Einkaufsmeile in der Wirtschaftswunderzeit der Fünfziger Jahre. Das erinnert daran, dass Anna Pocher, die Ende der 1970er Jahre als Tänzerin ins Bremer Ensemble Reinhild Hoffmanns eintrat, im Dezember 1992 am Schauspielhaus Bochum in ihrer Choreographie „Volx-Muzak“, der Titel bezieht sich auf das frühere Gedudel in unseren Konsumtempeln, eine betriebliche Weihnachtsfeier ironisch aufs Korn genommen hat. Anna Pochers Arbeiten, auch die geradezu altmeisterlichen Ölgemälde, bilden eine eigene Welt in sich und wollen rein assoziativ wahrgenommen werden. Sie sind häufig sinnlicher Natur wie bei einem kleinformatigen Gemälde, das einen Klavierspieler ohne Klavier und eine unter ihm sitzende nackte Frau zeigt. Die Motive sind auf den ersten Blick nicht immer miteinander in Verbindung zu bringen: Anna Pocher liebt das Verborgene und den versteckten Humor der einzelnen Figuren. Weshalb es sich doppelt lohnt, auf der Vernissage am Sonntag, 11. Januar 2026 oder der Finissage am Sonntag, 15. Februar 2026 mit der Künstlerin ins Gespräch zu kommen. Die zumindest einige Herner Tanztheater-Liebhaber noch in bester Erinnerung haben etwa in der zum Berliner Theatertreffen eingeladenen Hoffmann-Choreographie „Könige und Königinnen“, wo sie auf furiose Weise mit Julie Shanahan zwei Rivalinnen verkörperte. Oder in „Verreist“, einer Reise durch die Lebensabschnitte der Menschen von der Geburt bis zum Tod. Unvergesslich das narrative Tanz-Theater „Machandel“, das die Märchen der Brüder Grimm mit archaischen Menschheits-Riten verband. Wie auch „Ich schenk‘ mein Herz“ über das so schwer zu machende Leichte in der Operette: Anna Pocher und Annamirl van der Pluym als zwei Herzdamen, die walzerselig herumwirbelnd um gleich drei Tenöre buhlen. Die Ausstellung „Das Sichtbare und das Verborgene“ mit Arbeiten von Anna Pocher wird am Sonntag, 11. Januar 2026, um 11.30 Uhr in der Galerie Kunstpunkt, Mont-Cenis-Straße 296, eröffnet und kann anschließend bis zum 15. Februar 2026 jeweils mittwochs und sonntags zwischen 15 und 18 Uhr besichtigt werden. Auf der Vernissage wird der Bochumer Schauspieler Maximilian Strestik nicht nur einführende Worte sprechen nach der Begrüßung durch die 2. Vorsitzende des Herner Künstlerbundes, Gisela Schulte. Die Finissage am Sonntag, 15. Februar 2026, um 15 Uhr wird musikalisch gerahmt durch den Folkwang-Absolventen Anton Richard auf dem Violoncello.

15 Uhr

Herzensangelegenheit Demenz – jetzt als offener Themenabend

Neuer Tag – Neue Uhrzeit

Anja Schröder leitet die Themenabende für den Ambulanten Hospizdienst.

Neuer Wochentag, neue Uhrzeit, neues Konzept: “Herzensangelegenheit Demenz”, seit 2018 ein festes Angebot des Ambulanten Hospizdienstes für Angehörige von Menschen mit Demenz, wechselt von Montag auf Mittwoch und vom Vormittag auf den frühen Abend. Ab Mittwoch, 29. Oktober findet die Veranstaltung als offener Themenabend statt – jeweils am letzten Mittwoch im Monat zwischen 18 und 19.30 Uhr, im Gemeindezentrum Herz Jesu, Düngelstraße 34, in 44623 Herne. Die Teilnahme ist kostenfrei. Geleitet wird der Themenabend von Anja Schröder, Koordinatorin beim Ambulanten Hospizdienst. Für die einzelnen Themenabende wurden folgende Schwerpunkte gesetzt: Der offene Themenabend „Herzensangelegenheit Demenz“ bietet einen geschützten Rahmen für vertrauensvollen Austausch mit Gleichgesinnten unter fachlicher und inhaltlicher Leitung der Hospizdienst-Koordinatorin Anja Schröder. Schwerpunkt ist das gelingende Zusammenleben mit Menschen mit Demenz in der letzten Lebensphase. „Das Herz wird nicht dement“, zitiert Anja Schröder, Fachaltenpflegerin für gerontopsychiatrische Pflege und Palliative Care, einen der bekanntesten Buchtitel über die Innenwelten von Alzheimer-Patienten. Bis zum Ende ihrer Tage können Menschen mit Demenz über ihre Gefühle erreicht werden. Sätze wie „Der kriegt doch gar nichts mehr mit“ oder „Die merkt doch sowieso nichts mehr“ sollten möglichst vermieden werden. Ziel des Gesprächskreises sei es, mit diesem Wissen eine Haltung für den Umgang mit demenziell Veränderten zu entwickeln: „Es ist wichtig, mit dem Herzen dabei sein.“ Der offene Themenabend “Herzensangelegenheit Demenz” eignet sich besonders für Teilnehmende des Mitmach-Tagesseminars “Demenz Parcours” und/oder der Veranstaltung “Demenz-Zirkel – Wie fühlt sich Demenz an?”, eines interaktiven Vortragsabends mit Anja Schröder für Angehörige und Interessierte. Beide Angebote führt der Ambulante Hospizdienst regelmäßig halbjährlich in Kooperation mit der vhs Herne durch. Anmeldungen nimmt der Ambulante Hospizdienst telefonisch unter 02323 – 988 290 oder per Mail unter info@hospizdienst-herne.de entgegen.

18 Uhr

'House of Banksy – An Unauthorized Exhibition'

Banksy-Ausstellung in Dortmund

Motive des derzeit wohl bekanntesten aber anonymen Straßenkünstlers Banksy, der mit seinen mal ironischen, mal politischen Graffitis bekannt wurde.

Dortmund. Die Pop-Up-Ausstellung „House of Banksy – An Unauthorized Exhibition“ lässt seit Mittwoch (17.12.2025) den anonymen Graffiti-Künstler Banksy in Dortmund hoch leben. Im ehemaligen C&A-Haus ist mit mehr als 150 Motiven eine umfangreiche Werkschau seiner Kunst zu sehen. Graffitis, Fotografien, Skulpturen, Videoinstallationen und Drucke wurden eigens für diese Schau reproduziert und sind jetzt an einem Ort zu sehen. Niemand weiß, wer Banksy ist, aber jeder kennt seinen Namen. Er ist einer der berühmtesten und gleichzeitig geheimnisvollsten Künstler der Welt. Banksy ist Untergrundkämpfer, Hotelbetreiber und ohne Zweifel der unumstrittene König der Straßenkunst, ein genialer Geist und Starkünstler, der mit seinen mal ironischen, mal politischen, aber stets poetischen Arbeiten die Menschen berührt und ihnen aus der Seele spricht. Seine Identität hält der Schätzungen zufolge etwa 45–50-jährige in Bristol geborene und bis heute anonyme Graffiti-Künstler bis heute erfolgreich geheim. Seine Werke dagegen erobern international nicht nur die Straßen, sondern auch die Auktionshäuser, und das höchst erfolgreich: Er gilt derzeit als einer der teuersten Künstler der Gegenwart. 2010 setzte ihn das „Time Magazine“ erstmals auf seine Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt, neben Persönlichkeiten wie Barack Obama, Steve Jobs oder Lady Gaga. Die Ausstellung läuft bis zum 15. März in Dortmund und ist montags bis sonntags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Letzter Einlass: Eine Stunde vor Ausstellungsende. Geschlossen hat das Haus am 24. und 25. Dezember 2025, am 1. Januar 2026. An Silvester, 31. Dezember 2025, ist die Ausstellung nur von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

seit 17. Dezember

Donnerstag, 29. Januar

'House of Banksy – An Unauthorized Exhibition'

Banksy-Ausstellung in Dortmund

Motive des derzeit wohl bekanntesten aber anonymen Straßenkünstlers Banksy, der mit seinen mal ironischen, mal politischen Graffitis bekannt wurde.

Dortmund. Die Pop-Up-Ausstellung „House of Banksy – An Unauthorized Exhibition“ lässt seit Mittwoch (17.12.2025) den anonymen Graffiti-Künstler Banksy in Dortmund hoch leben. Im ehemaligen C&A-Haus ist mit mehr als 150 Motiven eine umfangreiche Werkschau seiner Kunst zu sehen. Graffitis, Fotografien, Skulpturen, Videoinstallationen und Drucke wurden eigens für diese Schau reproduziert und sind jetzt an einem Ort zu sehen. Niemand weiß, wer Banksy ist, aber jeder kennt seinen Namen. Er ist einer der berühmtesten und gleichzeitig geheimnisvollsten Künstler der Welt. Banksy ist Untergrundkämpfer, Hotelbetreiber und ohne Zweifel der unumstrittene König der Straßenkunst, ein genialer Geist und Starkünstler, der mit seinen mal ironischen, mal politischen, aber stets poetischen Arbeiten die Menschen berührt und ihnen aus der Seele spricht. Seine Identität hält der Schätzungen zufolge etwa 45–50-jährige in Bristol geborene und bis heute anonyme Graffiti-Künstler bis heute erfolgreich geheim. Seine Werke dagegen erobern international nicht nur die Straßen, sondern auch die Auktionshäuser, und das höchst erfolgreich: Er gilt derzeit als einer der teuersten Künstler der Gegenwart. 2010 setzte ihn das „Time Magazine“ erstmals auf seine Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt, neben Persönlichkeiten wie Barack Obama, Steve Jobs oder Lady Gaga. Die Ausstellung läuft bis zum 15. März in Dortmund und ist montags bis sonntags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Letzter Einlass: Eine Stunde vor Ausstellungsende. Geschlossen hat das Haus am 24. und 25. Dezember 2025, am 1. Januar 2026. An Silvester, 31. Dezember 2025, ist die Ausstellung nur von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

seit 17. Dezember

Freitag, 30. Januar

'House of Banksy – An Unauthorized Exhibition'

Banksy-Ausstellung in Dortmund

Motive des derzeit wohl bekanntesten aber anonymen Straßenkünstlers Banksy, der mit seinen mal ironischen, mal politischen Graffitis bekannt wurde.

Dortmund. Die Pop-Up-Ausstellung „House of Banksy – An Unauthorized Exhibition“ lässt seit Mittwoch (17.12.2025) den anonymen Graffiti-Künstler Banksy in Dortmund hoch leben. Im ehemaligen C&A-Haus ist mit mehr als 150 Motiven eine umfangreiche Werkschau seiner Kunst zu sehen. Graffitis, Fotografien, Skulpturen, Videoinstallationen und Drucke wurden eigens für diese Schau reproduziert und sind jetzt an einem Ort zu sehen. Niemand weiß, wer Banksy ist, aber jeder kennt seinen Namen. Er ist einer der berühmtesten und gleichzeitig geheimnisvollsten Künstler der Welt. Banksy ist Untergrundkämpfer, Hotelbetreiber und ohne Zweifel der unumstrittene König der Straßenkunst, ein genialer Geist und Starkünstler, der mit seinen mal ironischen, mal politischen, aber stets poetischen Arbeiten die Menschen berührt und ihnen aus der Seele spricht. Seine Identität hält der Schätzungen zufolge etwa 45–50-jährige in Bristol geborene und bis heute anonyme Graffiti-Künstler bis heute erfolgreich geheim. Seine Werke dagegen erobern international nicht nur die Straßen, sondern auch die Auktionshäuser, und das höchst erfolgreich: Er gilt derzeit als einer der teuersten Künstler der Gegenwart. 2010 setzte ihn das „Time Magazine“ erstmals auf seine Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt, neben Persönlichkeiten wie Barack Obama, Steve Jobs oder Lady Gaga. Die Ausstellung läuft bis zum 15. März in Dortmund und ist montags bis sonntags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Letzter Einlass: Eine Stunde vor Ausstellungsende. Geschlossen hat das Haus am 24. und 25. Dezember 2025, am 1. Januar 2026. An Silvester, 31. Dezember 2025, ist die Ausstellung nur von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

seit 17. Dezember

Samstag, 31. Januar

Der Januar im LWL-Museum für Archäologie

Familiensonntag, Vortrag und Kreativ-Workshop

Die Besucher der Ausstellung können auf einem großen Wimmelbild auf die Suche nach Orten des Essens gehen.

Auch im neuen Jahr 2026 steht das LWL-Museum für Archäologie und Kultur in Herne im Zeichen der Sonderausstellung „Mahlzeit! Wie Essen uns verbindet!“. Prof. Dr. Eva Bärlosius beleuchtet in einem kostenlosen Vortrag, warum Essen so ein heiß diskutiertes Thema ist . Vorher steht der Familiensonntag unter dem Motto „Eiszeit“: Dann stehen eine Spezial-Führung für die Kleinsten, eine steinzeitliche Schmuckwerkstatt und Bogenschießen auf dem Programm. Unter dem Motto „Gar nicht unappetitlich - Das Mittelalter in Westfalen“ zeigt das Museum am Familienwochenende, wie Essen vor rund 1.000 Jahren aussah und räumt dabei mit Mythen auf. Jetzt anmelden heißt es für Interessierte des Kreativ-Workshops „Aus dem Löffel wird ein Ring - Schmuckbearbeitung für Einsteiger“. Am Familiensonntag, 4. Januar 2026, können Kinder von sechs bis acht Jahren um 13 Uhr und 15 Uhr an dem Programm „Kalle und die Tiere der Eiszeit“ teilnehmen. Kalle, der Museumsmaulwurf, hat beim Graben seltsame Knochen gefunden. Die befreundeten Archäologen, erzählen ihm dazu etwas von einer Eiszeit und von Tieren, die längst ausgestorben sind. Gemeinsam mit Kalle gehen die Kinder diesen Geschichten auf den Grund. Dabei können sie einige uralte Knochen unter die Lupe nehmen und sogar anfassen. Wie groß und schwer ist ein Mammutzahn? Wo ist das Horn des Wollnashorns geblieben? Zum Abschluss dürfen die Teilnehmenden mit neuem Wissen und künstlerischem Geschick einen Malbogen zu den Tieren der Eiszeit und ihrem Lebensraum gestalten. Für alle weiteren Besucher steht an diesem Familiensonntag von 11 bis 18 Uhr die steinzeitliche Schmuckwerkstatt sowie das Bogenschießen offen. Die öffentliche Führung „gesucht. gefunden. ausgegraben.“ durch die Dauerausstellung steht an allen Sonntagen im Januar (4., 11., 18., und 25. Januar 2026) um 13 Uhr auf dem Programm. Bei dem Rundgang folgen Besuchende in einer nachgestalteten Ausgrabung den Spuren der Menschen in Westfalen. Neben zahlreichen Funden erwartet sie beispielsweise ein in Mitteleuropa einmaliger Faustkeil aus Mammutknochen, der Schmuck der Damen von Ilse als eine der geheimnisvollsten Entdeckungen aus der Eisenzeit sowie das reich mit Beigaben ausgestattete Grab des Fürsten von Beckum. Am Sonntag, 4. Januar 2026, startet um 15 Uhr die öffentliche Führung „Mahlzeit“ durch die gleichnamige Sonderausstellung. Gemeinsames Essen ist weit mehr als nur Nahrungsaufnahme. Ob beim königlichen Bankett, der einfachen Bauernmahlzeit, dem familiären Abendessen oder der gemeinsamen Mittagspause - überall offenbaren sich Fragen: Wer sitzt wo? Welche Rituale bestimmen das gemeinsame Mahl? Und was verrät das alles über Macht, Zugehörigkeit, gesellschaftlichen Wandel und vor allem Kultur? Von opulenten Festtafeln und rituellen Speisungen bis hin zu den Herausforderungen der Gegenwart - schnelle Snacks, digitale Ablenkung und der Verlust gemeinsamer Rituale - zeigt diese Ausstellung, wie Essen seit Jahrtausenden als sozialer Klebstoff wirkt. Mit einem Blick auf mehr als 300 Exponate und Geschichten lädt „Mahlzeit!“ dazu ein, die kulturelle Dimension des Essens neu zu entdecken. Diese Führung wird auch an jedem weiteren Sonntag im Januar (11., 18. und 25. Januar 2026) um 15 Uhr angeboten. Am Donnerstag, 15. Januar 2026, ab 19 Uhr blickt die Soziologin Prof. Dr. Eva Barlösius von der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover in einem kostenlosen Vortrag auf die gesellschaftliche Dimension des Essens, soziale Ungleichheit und Ernährungsgewohnheiten in Zeiten des sozialen Wandels. Wer nicht vor Ort sein kann, hat die Möglichkeit, den Vortrag auf dem YouTube-Kanal des Museums live im Internet zu verfolgen. Wie wird aus einem Löffel ein Ring? Das erfahren Teilnehmende im Kreativseminar „Schmuckbearbeitung für Einsteiger“ am Samstag, 24. Januar 2026 von 15 bis 17 Uhr. Mitmachen können alle, die Lust haben, kreativ zu arbeiten. Ziel ist es, aus einem einfachen Löffel einen einzigartigen Ring zu formen. Zunächst suchen sich die Teilnehmenden vor Ort einen Löffel aus. Unter fachkundiger Anleitung erfahren sie Schritt für Schritt, wie man das Besteckteil bearbeitet, formt und in ein individuelles Schmuckstück verwandelt. Am Ende halten alle ein eigenes handgemachtes und nachhaltiges Unikat in den Händen. Das Programm richtet sich an Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene. Die Kosten betragen 39 Euro pro Person, inklusive Material, zuzüglich Museumseintritt für alle Teilnehmenden ab 18 Jahren. Um Anmeldung wird gebeten. Bitte unempfindliche Kleidung tragen oder eine Schürze mitbringen. Am letzten Wochenende im Januar widmet sich das LWL-Museum an zwei Tagen dem Thema Essen vor 500 bis 1.000 Jahren. Wie funktionierte saisonale Ernährung in Westfalen vor 700 Jahren und was wurde wie importiert? Das Familienwochenende „Gar nicht unappetitlich - Das Mittelalter in Westfalen“ findet von 11 bis 18 Uhr am Samstag und Sonntag, 31. Januar und 1. Februar 2026, in Zusammenarbeit mit der Living History-Gruppe „IG-Hochgotik“ statt. Dann dreht es sich um Ernährung, Esskultur, Tischsitten und die Verfügbarkeit von Lebensmitteln um 1300. Schon damals war Essen viel mehr als nur reine Nahrungsaufnahme. Wie das Essen ohne Gabel funktionierte und was es bedeutete, „jemandem das Wasser reichen zu können“, erfahren Kinder und Erwachsene bei einem kleinen Ausflug in die mittelalterliche Tischkultur. Am Modell eines typischen niederdeutschen Stadthauses erfahren Besuchende mehr über die zentrale Bedeutung des Herdes und der Küche im Haus. Ernährung war durch Religion geprägt. Fachleute zeigen, wie Mönche im Mittelalter ihre Mahlzeiten schweigend zu sich nahmen und es trotzdem schafften, um etwas vom Tisch zu bitten. Die Teilnahme ist kostenfrei. Es ist lediglich der Eintritt zu entrichten.

11 Uhr

DJ Andreas Schiro legt auf

Karneval beim BSV Holthausen

DJ Andreas Schiro legt ebenfalls auf (Symbolbild).

Der BSV Holthausen 1857 e.V. lädt am Samstag, 31. Januar 2026, um 19:30 Uhr (Einlass:18:30 Uhr) zur Karnevalsveranstaltung an die Holthauser Straße 288 Die Besucher erwartet das Beste aus zehn Jahren Bühnenprogramm und DJ Andreas Schiro legt auf. Karten gibt es für 8 Euro unter 02323/9510577 oder per Mail.

19:30 Uhr

'House of Banksy – An Unauthorized Exhibition'

Banksy-Ausstellung in Dortmund

Motive des derzeit wohl bekanntesten aber anonymen Straßenkünstlers Banksy, der mit seinen mal ironischen, mal politischen Graffitis bekannt wurde.

Dortmund. Die Pop-Up-Ausstellung „House of Banksy – An Unauthorized Exhibition“ lässt seit Mittwoch (17.12.2025) den anonymen Graffiti-Künstler Banksy in Dortmund hoch leben. Im ehemaligen C&A-Haus ist mit mehr als 150 Motiven eine umfangreiche Werkschau seiner Kunst zu sehen. Graffitis, Fotografien, Skulpturen, Videoinstallationen und Drucke wurden eigens für diese Schau reproduziert und sind jetzt an einem Ort zu sehen. Niemand weiß, wer Banksy ist, aber jeder kennt seinen Namen. Er ist einer der berühmtesten und gleichzeitig geheimnisvollsten Künstler der Welt. Banksy ist Untergrundkämpfer, Hotelbetreiber und ohne Zweifel der unumstrittene König der Straßenkunst, ein genialer Geist und Starkünstler, der mit seinen mal ironischen, mal politischen, aber stets poetischen Arbeiten die Menschen berührt und ihnen aus der Seele spricht. Seine Identität hält der Schätzungen zufolge etwa 45–50-jährige in Bristol geborene und bis heute anonyme Graffiti-Künstler bis heute erfolgreich geheim. Seine Werke dagegen erobern international nicht nur die Straßen, sondern auch die Auktionshäuser, und das höchst erfolgreich: Er gilt derzeit als einer der teuersten Künstler der Gegenwart. 2010 setzte ihn das „Time Magazine“ erstmals auf seine Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt, neben Persönlichkeiten wie Barack Obama, Steve Jobs oder Lady Gaga. Die Ausstellung läuft bis zum 15. März in Dortmund und ist montags bis sonntags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Letzter Einlass: Eine Stunde vor Ausstellungsende. Geschlossen hat das Haus am 24. und 25. Dezember 2025, am 1. Januar 2026. An Silvester, 31. Dezember 2025, ist die Ausstellung nur von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

seit 17. Dezember

Sonntag, 1. Februar

Der Januar im LWL-Museum für Archäologie

Familiensonntag, Vortrag und Kreativ-Workshop

Die Besucher der Ausstellung können auf einem großen Wimmelbild auf die Suche nach Orten des Essens gehen.

Auch im neuen Jahr 2026 steht das LWL-Museum für Archäologie und Kultur in Herne im Zeichen der Sonderausstellung „Mahlzeit! Wie Essen uns verbindet!“. Prof. Dr. Eva Bärlosius beleuchtet in einem kostenlosen Vortrag, warum Essen so ein heiß diskutiertes Thema ist . Vorher steht der Familiensonntag unter dem Motto „Eiszeit“: Dann stehen eine Spezial-Führung für die Kleinsten, eine steinzeitliche Schmuckwerkstatt und Bogenschießen auf dem Programm. Unter dem Motto „Gar nicht unappetitlich - Das Mittelalter in Westfalen“ zeigt das Museum am Familienwochenende, wie Essen vor rund 1.000 Jahren aussah und räumt dabei mit Mythen auf. Jetzt anmelden heißt es für Interessierte des Kreativ-Workshops „Aus dem Löffel wird ein Ring - Schmuckbearbeitung für Einsteiger“. Am Familiensonntag, 4. Januar 2026, können Kinder von sechs bis acht Jahren um 13 Uhr und 15 Uhr an dem Programm „Kalle und die Tiere der Eiszeit“ teilnehmen. Kalle, der Museumsmaulwurf, hat beim Graben seltsame Knochen gefunden. Die befreundeten Archäologen, erzählen ihm dazu etwas von einer Eiszeit und von Tieren, die längst ausgestorben sind. Gemeinsam mit Kalle gehen die Kinder diesen Geschichten auf den Grund. Dabei können sie einige uralte Knochen unter die Lupe nehmen und sogar anfassen. Wie groß und schwer ist ein Mammutzahn? Wo ist das Horn des Wollnashorns geblieben? Zum Abschluss dürfen die Teilnehmenden mit neuem Wissen und künstlerischem Geschick einen Malbogen zu den Tieren der Eiszeit und ihrem Lebensraum gestalten. Für alle weiteren Besucher steht an diesem Familiensonntag von 11 bis 18 Uhr die steinzeitliche Schmuckwerkstatt sowie das Bogenschießen offen. Die öffentliche Führung „gesucht. gefunden. ausgegraben.“ durch die Dauerausstellung steht an allen Sonntagen im Januar (4., 11., 18., und 25. Januar 2026) um 13 Uhr auf dem Programm. Bei dem Rundgang folgen Besuchende in einer nachgestalteten Ausgrabung den Spuren der Menschen in Westfalen. Neben zahlreichen Funden erwartet sie beispielsweise ein in Mitteleuropa einmaliger Faustkeil aus Mammutknochen, der Schmuck der Damen von Ilse als eine der geheimnisvollsten Entdeckungen aus der Eisenzeit sowie das reich mit Beigaben ausgestattete Grab des Fürsten von Beckum. Am Sonntag, 4. Januar 2026, startet um 15 Uhr die öffentliche Führung „Mahlzeit“ durch die gleichnamige Sonderausstellung. Gemeinsames Essen ist weit mehr als nur Nahrungsaufnahme. Ob beim königlichen Bankett, der einfachen Bauernmahlzeit, dem familiären Abendessen oder der gemeinsamen Mittagspause - überall offenbaren sich Fragen: Wer sitzt wo? Welche Rituale bestimmen das gemeinsame Mahl? Und was verrät das alles über Macht, Zugehörigkeit, gesellschaftlichen Wandel und vor allem Kultur? Von opulenten Festtafeln und rituellen Speisungen bis hin zu den Herausforderungen der Gegenwart - schnelle Snacks, digitale Ablenkung und der Verlust gemeinsamer Rituale - zeigt diese Ausstellung, wie Essen seit Jahrtausenden als sozialer Klebstoff wirkt. Mit einem Blick auf mehr als 300 Exponate und Geschichten lädt „Mahlzeit!“ dazu ein, die kulturelle Dimension des Essens neu zu entdecken. Diese Führung wird auch an jedem weiteren Sonntag im Januar (11., 18. und 25. Januar 2026) um 15 Uhr angeboten. Am Donnerstag, 15. Januar 2026, ab 19 Uhr blickt die Soziologin Prof. Dr. Eva Barlösius von der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover in einem kostenlosen Vortrag auf die gesellschaftliche Dimension des Essens, soziale Ungleichheit und Ernährungsgewohnheiten in Zeiten des sozialen Wandels. Wer nicht vor Ort sein kann, hat die Möglichkeit, den Vortrag auf dem YouTube-Kanal des Museums live im Internet zu verfolgen. Wie wird aus einem Löffel ein Ring? Das erfahren Teilnehmende im Kreativseminar „Schmuckbearbeitung für Einsteiger“ am Samstag, 24. Januar 2026 von 15 bis 17 Uhr. Mitmachen können alle, die Lust haben, kreativ zu arbeiten. Ziel ist es, aus einem einfachen Löffel einen einzigartigen Ring zu formen. Zunächst suchen sich die Teilnehmenden vor Ort einen Löffel aus. Unter fachkundiger Anleitung erfahren sie Schritt für Schritt, wie man das Besteckteil bearbeitet, formt und in ein individuelles Schmuckstück verwandelt. Am Ende halten alle ein eigenes handgemachtes und nachhaltiges Unikat in den Händen. Das Programm richtet sich an Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene. Die Kosten betragen 39 Euro pro Person, inklusive Material, zuzüglich Museumseintritt für alle Teilnehmenden ab 18 Jahren. Um Anmeldung wird gebeten. Bitte unempfindliche Kleidung tragen oder eine Schürze mitbringen. Am letzten Wochenende im Januar widmet sich das LWL-Museum an zwei Tagen dem Thema Essen vor 500 bis 1.000 Jahren. Wie funktionierte saisonale Ernährung in Westfalen vor 700 Jahren und was wurde wie importiert? Das Familienwochenende „Gar nicht unappetitlich - Das Mittelalter in Westfalen“ findet von 11 bis 18 Uhr am Samstag und Sonntag, 31. Januar und 1. Februar 2026, in Zusammenarbeit mit der Living History-Gruppe „IG-Hochgotik“ statt. Dann dreht es sich um Ernährung, Esskultur, Tischsitten und die Verfügbarkeit von Lebensmitteln um 1300. Schon damals war Essen viel mehr als nur reine Nahrungsaufnahme. Wie das Essen ohne Gabel funktionierte und was es bedeutete, „jemandem das Wasser reichen zu können“, erfahren Kinder und Erwachsene bei einem kleinen Ausflug in die mittelalterliche Tischkultur. Am Modell eines typischen niederdeutschen Stadthauses erfahren Besuchende mehr über die zentrale Bedeutung des Herdes und der Küche im Haus. Ernährung war durch Religion geprägt. Fachleute zeigen, wie Mönche im Mittelalter ihre Mahlzeiten schweigend zu sich nahmen und es trotzdem schafften, um etwas vom Tisch zu bitten. Die Teilnahme ist kostenfrei. Es ist lediglich der Eintritt zu entrichten.

11 Uhr

Anna Pocher stellt im HKB-Kunstpunkt aus

Von den Brettern an die Staffelei

Anna Pocher neben einer Öl-/Papier-Mischtechnik, die einen Hermaphroditen mit alchimistischen Symbolen eines Zürcher Codex aus dem 15. Jahrhundert zeigt.

„Das Sichtbare und das Verborgene“ ist der Titel der ersten Herner Einzelausstellung der 1953 in Turin geborenen Tänzerin, Choreographin, Folkwang-Dozentin und Bildenden Künstlerin Anna Pocher, die seit 2023 Mitglied im Herner Künstlerbund HKB’90 ist und auch zwei Collagen auf der aktuellen HKB-Jahresschau im Rathaus Herne zeigt. Wer jetzt Schauspieler oder andere in die Jahre gekommene Prominente vor Augen hat, die plötzlich ihre bildkünstlerische Ader entdecken, liegt bei Anna Pocher völlig falsch, die an der Accademia Albertina delle Belle Arti in Turin eine geradezu klassische vierjährige Ausbildung genoss: Malerei, Zeichnung, Plastik und Kunstgeschichte. „Der Akt des Sehens hat mein ganzes Leben begleitet und inspiriert“, so die in ihrer norditalienischen Heimatstadt ausgebildete Kunstpädagogin für die Grundschulen und die Mittelstufe. Ihre Collagen, die den größten Teil der in der Galerie Kunstpunkt gezeigten Arbeiten ausmachen, sind nicht nach dem Zufallsprinzip entstanden, sondern haben eine Komposition als Vorgabe: „Die Leere und die Fülle, Form und Raum der Bilder befinden sich im gegenseitigen Dialog.“ Was auch auf die Kohärenz der Farben zutrifft, die entweder miteinander verschmelzen oder kontrastieren. Eine dieser durchaus auch politischen Collagen, die sich ästhetisch an denen der 1920er und 1930er Jahre etwa in der AIZ (Arbeiter-Illustrierte-Zeitung) orientieren, zeigt von Berliner Polizisten verprügelte protestierende Arbeiter in der Weimarer Republik in Verbindung mit einem friedlichen Alltagsmotiv einer Einkaufsmeile in der Wirtschaftswunderzeit der Fünfziger Jahre. Das erinnert daran, dass Anna Pocher, die Ende der 1970er Jahre als Tänzerin ins Bremer Ensemble Reinhild Hoffmanns eintrat, im Dezember 1992 am Schauspielhaus Bochum in ihrer Choreographie „Volx-Muzak“, der Titel bezieht sich auf das frühere Gedudel in unseren Konsumtempeln, eine betriebliche Weihnachtsfeier ironisch aufs Korn genommen hat. Anna Pochers Arbeiten, auch die geradezu altmeisterlichen Ölgemälde, bilden eine eigene Welt in sich und wollen rein assoziativ wahrgenommen werden. Sie sind häufig sinnlicher Natur wie bei einem kleinformatigen Gemälde, das einen Klavierspieler ohne Klavier und eine unter ihm sitzende nackte Frau zeigt. Die Motive sind auf den ersten Blick nicht immer miteinander in Verbindung zu bringen: Anna Pocher liebt das Verborgene und den versteckten Humor der einzelnen Figuren. Weshalb es sich doppelt lohnt, auf der Vernissage am Sonntag, 11. Januar 2026 oder der Finissage am Sonntag, 15. Februar 2026 mit der Künstlerin ins Gespräch zu kommen. Die zumindest einige Herner Tanztheater-Liebhaber noch in bester Erinnerung haben etwa in der zum Berliner Theatertreffen eingeladenen Hoffmann-Choreographie „Könige und Königinnen“, wo sie auf furiose Weise mit Julie Shanahan zwei Rivalinnen verkörperte. Oder in „Verreist“, einer Reise durch die Lebensabschnitte der Menschen von der Geburt bis zum Tod. Unvergesslich das narrative Tanz-Theater „Machandel“, das die Märchen der Brüder Grimm mit archaischen Menschheits-Riten verband. Wie auch „Ich schenk‘ mein Herz“ über das so schwer zu machende Leichte in der Operette: Anna Pocher und Annamirl van der Pluym als zwei Herzdamen, die walzerselig herumwirbelnd um gleich drei Tenöre buhlen. Die Ausstellung „Das Sichtbare und das Verborgene“ mit Arbeiten von Anna Pocher wird am Sonntag, 11. Januar 2026, um 11.30 Uhr in der Galerie Kunstpunkt, Mont-Cenis-Straße 296, eröffnet und kann anschließend bis zum 15. Februar 2026 jeweils mittwochs und sonntags zwischen 15 und 18 Uhr besichtigt werden. Auf der Vernissage wird der Bochumer Schauspieler Maximilian Strestik nicht nur einführende Worte sprechen nach der Begrüßung durch die 2. Vorsitzende des Herner Künstlerbundes, Gisela Schulte. Die Finissage am Sonntag, 15. Februar 2026, um 15 Uhr wird musikalisch gerahmt durch den Folkwang-Absolventen Anton Richard auf dem Violoncello.

15 Uhr

'House of Banksy – An Unauthorized Exhibition'

Banksy-Ausstellung in Dortmund

Motive des derzeit wohl bekanntesten aber anonymen Straßenkünstlers Banksy, der mit seinen mal ironischen, mal politischen Graffitis bekannt wurde.

Dortmund. Die Pop-Up-Ausstellung „House of Banksy – An Unauthorized Exhibition“ lässt seit Mittwoch (17.12.2025) den anonymen Graffiti-Künstler Banksy in Dortmund hoch leben. Im ehemaligen C&A-Haus ist mit mehr als 150 Motiven eine umfangreiche Werkschau seiner Kunst zu sehen. Graffitis, Fotografien, Skulpturen, Videoinstallationen und Drucke wurden eigens für diese Schau reproduziert und sind jetzt an einem Ort zu sehen. Niemand weiß, wer Banksy ist, aber jeder kennt seinen Namen. Er ist einer der berühmtesten und gleichzeitig geheimnisvollsten Künstler der Welt. Banksy ist Untergrundkämpfer, Hotelbetreiber und ohne Zweifel der unumstrittene König der Straßenkunst, ein genialer Geist und Starkünstler, der mit seinen mal ironischen, mal politischen, aber stets poetischen Arbeiten die Menschen berührt und ihnen aus der Seele spricht. Seine Identität hält der Schätzungen zufolge etwa 45–50-jährige in Bristol geborene und bis heute anonyme Graffiti-Künstler bis heute erfolgreich geheim. Seine Werke dagegen erobern international nicht nur die Straßen, sondern auch die Auktionshäuser, und das höchst erfolgreich: Er gilt derzeit als einer der teuersten Künstler der Gegenwart. 2010 setzte ihn das „Time Magazine“ erstmals auf seine Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt, neben Persönlichkeiten wie Barack Obama, Steve Jobs oder Lady Gaga. Die Ausstellung läuft bis zum 15. März in Dortmund und ist montags bis sonntags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Letzter Einlass: Eine Stunde vor Ausstellungsende. Geschlossen hat das Haus am 24. und 25. Dezember 2025, am 1. Januar 2026. An Silvester, 31. Dezember 2025, ist die Ausstellung nur von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

seit 17. Dezember