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Heute

Entsorgung Herne informiert

Geänderte Abholtermine zu Weihnachten und Neujahr

Aufgrund der Feiertage ändern sich die Abholtermine.

Aufgrund der Feiertage ändern sich die Abholtermine. Dazu informiert Entsorgung Herne Am 1. Weihnachtstag: Vorverlegung der Abfuhrtermine für die Abfallbehälter - die Abfuhr findet früher statt. Der reguläre Abfuhrtermin verschiebt sich: Am 2. Weihnachtstag: Nachverlegung der Abfuhrtermine für die Abfallbehälter - die Abfuhr findet einen Werktag später statt. Der reguläre Abfuhrtermin verschiebt sich: Neujahr: Nachverlegung der Abfuhrtermine für die Abfallbehälter Die Abfuhr findet später statt. Deshalb verschiebt sich der reguläre Abfuhrtermin: Bitte beachten: An Heiligabend und Silvester bleiben das Servicecenter und der Wertstoffhof geschlossen.

6 Uhr

Stadt Herne informiert

Senioren- und Pflegeberatung Wanne geschlossen

Die neue Senioren- und Pflegeberatung der Stadt Herne im Erdgeschoss des WEZ an der Hauptstraße 241.

Die städtische Senioren- und Pflegeberatung Wanne bleibt am Freitag, 2. Januar 2026, aus betrieblichen Gründen geschlossen. Das Team steht ab Montag, 5. Januar 2026, wieder wie gewohnt für alle Hilfesuchenden zur Verfügung.

6 Uhr

„Dornröschen“ an der Rheinoper

Bridget Breiners etwas anderes Märchen

Die Königstochter heißt nun Aurora (Chiara Scarrone) und der Königssohn Désiré (Lucas Erni), beide kommen aber auch bei Bridget Breiner zusammen, wenn auch anders als im Grimmschen Märchen „Dornröschen“.

Ein kleiner Junge (Sonderbeifall für Jonas Klöckner wie auch später für Matilda Staigis als junge Aurora) schaut, sich an den Souffleurkasten lehnend, ins sich allmählich füllende Parkett des Opernhauses Düsseldorf. Die ersten Handykameras klicken von begeisterten jungen Leuten, die offenbar noch nicht so vertraut sind mit den Gepflogenheiten des Live-Erlebnisses Theater. Zumal am Premierenabend des 15. November 2025, wie alle folgenden Vorstellungen des Balletts „Dornröschen“ bis Anfang Januar 2026 ausverkauft, die diesbezügliche Standard-Ansage ausbleibt. Peter Iljitsch Tschaikowskys ursprünglich dreistündige Ballettmusik ist unter dem Titel „La belle au Bois Dormant“ 1890 im Mariinski-Theater St. Petersburg uraufgeführt worden in der Choreografie von Marius Petipa auf ein Libretto von Iwan Wsewoloschsky nach dem gleichnamigen Märchen des Franzosen Charles Perrault. Als sich zur Ouvertüre der Vorhang hebt, führt der – im Ballett naturgemäß nonverbale – Erzähler (der umjubelte Alejandro Azorin bekommt von Bridget Breiner wie alle anderen Solisten ihres vorzüglichen Balletts am Rhein ausgiebig Möglichkeiten, sein Können unter Beweis zu stellen), der immer wieder auch unmittelbar in das Geschehen eingreift, in nuce den Jungen in die Geschichte ein. Und damit auch das Publikum, das zwar mit „Dornröschen“, 1812 erstmals erschienen in der Sammlung der Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm, vertraut ist, nicht unbedingt aber mit Figuren wie Aurora, Carabosse, Désiré oder der Fliederfee, welche es schon in der Ur-Choreografie Petipas gegeben hat, die in den gemeinhin zur Vorweihnachtszeit inszenierten Familienvorstellungen unserer Theater aber nicht auftauchen. Zudem ist es, jedenfalls nach Ansicht der Rheinopern-Dramaturgin Julia Schinke, 135 Jahre nach der Uraufführung an der Zeit, an einigen obsoleten Stellen der Vorlage zu feilen. So geht es in unseren woken Zeiten natürlich gar nicht, dass ein Mann, Prinz oder nicht, ungefragt eine schlafende Frau küsst. Wie Bridget Breiner das „Problem“ auf höchst befreiend-ironische Weise gelöst hat, sei hier nicht verraten. Nur soviel: Am Ende kommen Prinzessin und Prinz, die hier Aurora (Chiara Scarrone) und Désiré (Lucas Erni) heißen, auf schönste – und naturgemäß politisch korrekte – Weise zusammen, indem sie die Initiative ergreift und ihm einen innigen Kuss aufdrückt. Die zweieinhalbstündige Choreographie ist ein rundum begeisterndes Gesamtkunstwerk. Das mit der stärker an den Brüdern Grimm orientierten Handlung beginnt, aber durchaus eigene, zeitgemäße Akzente setzt: Aurora, die Tochter des Königspaares (Orazio Di Bella und Balkiya Zhanburchinova), muss sich ebenso mit ihren Eltern auseinandersetzen wie Désiré mit seiner rachsüchtigen Mutter Carabosse (Sophie Martin), für die als dreizehnter Weisen Frau am Tisch der anderen Zwölf, die zum 15. Geburtstagsfest Auroras mit Ascot-würdigen Hutkreationen die Hofgesellschaft bilden, kein Platz gewesen ist. Die starke Symbolik der dialektischen Choreographie spiegelt sich in zahlreichen Details des Ausstatters Jürgen Franz Kirner. So werden aus beweglichen Elementen der Palast-Architektur im Handumdrehen Baumsilhouetten, die sich mit dem Bühnenprospekt zu einem Wald vereinen. In der Spindel-Szene am Ende des ersten Aktes mutieren zwei Stützbalken zu Damoklesschwertern, die erst wieder ihren ursprünglichen Zweck erfüllen, als die jüngste Weise Frau, Fliederchen (Elisabeth Wincenti), das Todesurteil Auroras in einen einhundertjährigen Schlaf verwandelt. Aus dem sie ein „Held“ erwecken soll, den Fliederchen gleich nach der Pause mit mehrsprachigen Transparenten im Parkett sucht. Breiners „Dornröschen“ macht, bei aller Seriosität neoklassischen Balletts der Spitzenklasse, auch enormen Spaß. Von Carabosses grünem Frosch-Outfit samt Schwimmflossen, als sie der badenden Königin nach langen Jahren des Bangens die Geburt eines Kindes offenbart, bis hin zu den drei „Kerlen“ Kurz (Yoav Bosidan), Rund (Skyler Maxey-Wert) und Lang (Dukin Seo), die sich um die Hand Auroras bewerben und in ihren blauen Uniformen auch ohne Strapse glatt als Barrie Kosky-Erfindungen durchgehen. Unter der musikalischen Leitung von Yura Yang, der Ersten Kapellmeisterin an der Oper Leipzig, spielen die Düsseldorfer Symphoniker Tschaikowskys Ballettmusik mit einer Neukomposition von Tom Smith für die Alptraumszene Auroras im 2. Akt. Bridget Breiners „Dornröschen“-Choreographie ist komplett ausverkauft und wird hoffentlich in der kommenden Saison im Theater Duisburg, dem Revier-Standbein der Rheinoper, wiederaufgenommen. Unbedingt merken und dann rechtzeitig am Ende dieser Spielzeit Karten sichern! Alle Vorstellungen sind ausverkauft, erfahrungsgemäß besteht aber die Möglichkeit, Restkarten kurzfristig an der Abendkasse zu erwerben

19:30 Uhr

Johann Strauss-Feuerwerk zum 200. Geburtstag

'Wiener Blut' im Aalto Musiktheater Essen

Der geplagte Kammerdiener Josef (Boris Eder) muss sich auch noch mit der Tänzerin Franziska „Franzi“ Cagliari (Natalia Labourdette) auseinandersetzen, als die Gattin des Grafen Balduin Zedlau in die Döblinger Villa zurückkehrt.

Der Kongress tanzt: Während Europa auf dem Wiener Kongress 1814/15 neu vermessen wird und selbst ein Duodezfürstentum wie Reuß-Schleiz-Greiz darauf hofft, ein größeres Stück vom Kuchen abzubekommen, wird hinter den Kulissen der großen Politik geflirtet und gezecht was das Zeug hält – übrigens auch vom sogenannten einfachen Volk. Das schließlich auch allen Grund hat, das Ende der blutigen Koalitionskriege gegen Napoleon zu feiern. Alles Walzer: Regelmäßig zum Jahreswechsel kommt der Zauber Wiens in die Opernhäuser und Konzertsäle des Ruhrgebiets. Heuer jedoch schon früher: Exakt zum 200. Geburtstag von Johann Strauß Sohn am 25. Oktober 2025 präsentierte das Aalto Musiktheater in Essen die dreiaktige Operette „Wiener Blut“, die als Koproduktion mit dem Festival „Johann Strauss Wien 2025“ zuvor am 10. August 2025 im Schlosstheater Schönbrunn Premiere gefeiert hatte. Darin kehrt die lebenslustige Wiener Gräfin Gabriele (die Sopranistin Raffaela Lintl als Gast), die ihrem Langweiler von Gatten, dem Grafen Balduin Zedlau (der Wiener Tenor Clemens Kerschbaumer als Gast), den Rücken gekehrt hatte, in die Villa des Gesandten von Reuß-Schleiz-Greiz zurück. Denn erstens ist die Donaumetropole gerade der Nabel der Welt und zweitens hat sich ihr „Wiener Würstl“ inzwischen zu einem Gesellschaftslöwen entwickelt mit der attraktiven Franziska „Franzi“ Cagliari (die Aalto-Sopranistin Natalia Labourdette), Tänzerin am Kärntnertor-Theater, an seiner Seite. „Dringende Akten legt man ab, bis sie nicht mehr dringend sind“: Graf Balduin hat das vielbesungene und bei ihm bisher vermisste Wiener Blut geradezu überschüssig in seinen Adern, macht er doch auch der Modesalon-Probiermamsell Pepi Pleininger (Aalto-Sopranistin KS. Christina Clark) heftig den Hof, allerdings ohne zu wissen, dass sein „süßes Zuckertäubelein“ die Freundin seines geplagten Kammerdieners Josef („Mein Herr ist ein Gesandter, aber ich bin ein Geschickter“: der wunderbare Wiener Schauspieler Boris Eder) ist. Als mit dem Fürsten von Ypsheim-Gindelbach (der Bariton Stefan Stoll als Gast) der Premierminister von Reuß-Schleiz-Greiz und damit Graf Balduins Chef in Wien auftaucht, nicht zuletzt, um nach dem Rechten zu sehen und preußische Tugenden einzufordern, beginnt ein turbulentes erotisches Verwechslungsspiel. Bei dem auch Fürst Mitrowski (der Aalto-Tenor Albrecht Kludszuweit) als Gastgeber eines Kostümballs und der Ringelspiel-Besitzer Kagler (der gebürtige Wiener Franz-Xaver Zach, als begnadeter Komödiant im Bochumer Peymann-Ensemble ein immer wieder gern gesehener Gast im Revier) als Franzis stolzer Vater mitmischen und das zünftig beim Heurigen in Hietzing seinen naturgemäß glücklichen Ausgang findet. Mit seiner letzten, posthum am 26. Oktober 1899 im Carltheater Wien uraufgeführten Operette und deren lustvoller (Tanz- und Konzert-) Musik setzte der Wiener Walzerkönig Johann Strauß seiner Heimatstadt ein klingendes Denkmal. Knapp 30 Walzer, (Schnell-) Polkas, Tänze und Märsche wurden 1899 von Adolf Müller, dem damaligen Kapellmeisters des Theaters an der Wien, zu einer Partitur geformt, nach der das bewährte Duo Viktor Léon und Leo Stein ein Libretto verfasste. Auf so ungewöhnliche Weise entstand eine höchst unterhaltsame Pasticcio-Operette mit unsterblichen Melodien wie „An der schönen blauen Donau“ und „Draußt in Hietzing gibt’s a Remasuri“. In der grandios-opulenten Ausstattung von Heike Vollmer (Showtreppe im ersten und das gespiegelte Barockjuwel Schlosstheater Schönbrunn im zweiten Akt) und Denise Heschl (berauschende Kostüme) inszeniert der österreichische Regisseur, Puppenspieler und Kunstpfeifers Nikolaus Habjan, der bereits im Frühjahr dieses Jahres als Erzähler durch die Aufführung von „Der Karneval in Rom“ im Aalto geführt hat. Meiner Seel‘ (um mit Hubert von Goisern zu sprechen): Die dreistündige Hetz‘ beginnt bereits im Prolog mitten im Publikum und setzt sich mit aktuellen Extempores („Die Fiakerfahrer sind das Problem im Stadtbild“) fort. Die übrigens auf Johann Nestroy zurückgehen, der mit solchen improvisierten Einlagen der Metternichschen Zensur zur Zeit des Wiener Kongresses ein Schnippchen schlug. „Österreicher in der deutschen Politik – das werden wir in hundert Jahren nicht zulassen“, so der Reußsche Fürst. Statt des Schönbrunner Puppenspiels punktet die Essener Version der Inszenierung des dreifachen „Nestroy“-Preisträgers, dem österreichischen Pendant zum deutschen Theaterpreis „Der Faust“, mit satirischen Spitzen und pointierten Bonmots („Schicht im Schacht“). Unter der sehr sängerdienlichen musikalischen Leitung des auch darstellerisch gefragten 1. Koordinierten Kapellmeisters am Aalto-Theater, Tommaso Turchetta, entpuppt sich „Wiener Blut“ als schwungvolle Unterhaltung ohne Risiko und Nebenwirkungen. Das richtige Narkotikum in unseren bewegten Zeiten wird übrigens auch an Silvester gegeben – Schnellentschlossene haben noch Chancen auf Karten. Am Rande: Das Haus Reuß ist keine Phantasiegeburt der Librettisten, sondern ein regierendes Herrschergeschlecht im Grenzgebiet der heutigen Bundesländer Thüringen, Sachsen und Bayern. Noch bis zur Novemberrevolution 1918 bestanden das Fürstentum Reuß der älteren Linie mit der Landeshauptstadt Greiz und das Fürstentum Reuß der jüngeren Linie mit der Landeshauptstadt Gera als souveräne Bundesstaaten des Deutschen Kaiserreichs. Das Adelsgeschlecht war jüngst in die Schlagzeilen geraten, als der einer Reuß-Köstritz genannten nicht-regierenden Nebenlinie entstammende, 1951 geborene Dipl.-Ingenieur und Immobilienunternehmer Heinrich XIII. Prinz Reuß im Dezember 2022 verhaftet wurde unter dem Vorwurf, als führendes Mitglied der „Patriotische Union“ mit Reichsbürgern und QAnon-Anhängern einen gewaltsamen Umsturz zu planen. Karten unter theater-essen.de oder Tel. 0201 81 22-200. Die weiteren Vorstellungen (Einführung jeweils 45 Minuten vor der Vorstellung):

19:30 Uhr

Drei Spiele in fünf Tagen - vielleicht mit nur drei Verteidigern

Miners starten angeschlagen in das Jahr 2026

Nicklas Müller (re.) und Hugo Enock wollen mit dem HEV weiter Punkte sammeln.

Durch eine geschlossene Mannschaftsleistung und einen sehr stark aufgelegten Lukas Schulte konnte der HEV am Dienstagabend (30.12.2025) in Tilburg nach Penaltyschießen siegen und zwei wichtige Punkte einfahren. Bereits dort fielen mit Raik Rennert, Julian Herbold und Vincent Grunewald weitere Verteidiger aus. Mithilfe der Förderlizenzspieler aus Düsseldorf kam man mit Mühe jedoch trotzdem auf drei Verteidigerreihen. Für die kommenden Spiele ab Freitag, 2. Januar 2026, sieht es bei den Miners nicht besser aus. Raik Rennert und Julian Herbold fehlten gegen Tilburg bereits krankheitsbedingt und werden auch an diesem Wochenende voraussichtlich nicht zum Einsatz kommen. Vincent Grunewald hat momentan mit einer Oberkörperverletzung zu kämpfen, bei der noch weitere Untersuchungen ausstehen. Auch er wird in den nächsten drei Spielen nicht zum Einsatz kommen. Bei Mike Mieszkowski, der das Eis im Auswärtsspiel gegen Leipzig bereits verletzt verlassen musste, stehen ebenfalls weitere Untersuchungen aus. Aktuell ist mit einer Ausfallzeit von mindestens ein bis zwei Wochen zu rechnen. Auch Marius Demmler laboriert weiterhin an einer Oberkörperverletzung und fällt voraussichtlich weitere zwei bis drei Wochen aus. Dazu befindet sich hinter drei weiteren Akteuren ein Fragezeichen: Fabian Nifosi und Dennis Palka sind ebenfalls erkrankt – ein Einsatz entscheidet sich demnach kurzfristig. Marc Hofmann konnte das Spiel gegen Tilburg nach einem Zusammenprall mit der Bande ebenfalls nicht beenden, bei ihm ist ein Einsatz ebenfalls unwahrscheinlich. Sofiene Bräuner befindet sich derweil wieder auf dem Eis, benötigt jedoch voraussichtlich noch zwei Wochen für seine Rückkehr. Einzig bei Kapitän Justus Meyl sieht es gut aus – der Verteidiger wird wahrscheinlich nach seiner Oberkörperverletzung sehr zeitnah sein Comeback feiern können. Die Förderlizenzspieler aus Düsseldorf werden die Miners am Freitag erneut unterstützen, ab Sonntag werden sie jedoch wieder für die U20 der DEG auflaufen und Herne nicht zur Verfügung stehen. „Wenn wir Pech haben, spielen wir am Sonntag mit drei eigenen Verteidigern. Das ist sehr frustrierend“, so Dirk Schmitz über die Verletztenlage. Füchse Duisburg, Freitag, 2. Januar 2026: In den bisherigen drei Aufeinandertreffen gingen zwei Mal die Füchse Duisburg als Sieger vom Eis und einmal die Miners. In allen drei Partien nahmen die Sieger jeweils die volle Punktzahl mit, und das Heimteam setzte sich immer vor den eigenen Fans durch. Ein Trend, der aus Sicht der Grün-Weiß-Roten gerne weitergeführt werden darf. Achten müssen die Miners weiterhin auf den Duisburger Topscorer Sandis Zolmanis, der als Dreh- und Angelpunkt im Duisburger Spiel fungiert. Bully in der Hannibal-Arena ist um 20 Uhr. Hammer Eisbären, Sonntag, 4. Januar 2026: Das letzte Spiel gegen die Hammer Eisbären ist noch nicht lange her: Einen Tag vor Heilig Abend gewannen die Eisbären knapp nach Verlängerung in der Hannibal-Arena und entführten somit zwei Punkte. Danach bezwangen sie sogar die Hannover Indians, gegen den bis zu diesem Zeitpunkt Tabellenletzten, die Herforder Ice Dragons, mussten sich die Hammer jedoch geschlagen geben. In Hamm wird es ab 18:30 Uhr wieder eine spannende Partie werden. Hannover Indians, Dienstag, 6. Januar 2026: Das dritte Spiel in fünf Tagen findet für den dezimierten Herner Kader wieder zu Hause in der Hannibal-Arena statt. Gegner sind dabei erneut die Hannover Indians. Am Pferdeturm waren die Indians zwar zwei Mal deutlich überlegen, in der Hannibal-Arena zwang man die Hannoveraner jedoch bis ins Penaltyschießen, bevor man sich geschlagen geben musste. Im Penaltyschießen war es zwei Mal Topscorer Jacob Lagacé, der den Indians den Extrapunkt sicherte – auf ihn wird auch in diesem Spiel wieder besonders zu achten sein. Bully ist am Dienstagabend um 20 Uhr in der Hannibal-Arena.

20 Uhr

'House of Banksy – An Unauthorized Exhibition'

Banksy-Ausstellung in Dortmund

Motive des derzeit wohl bekanntesten aber anonymen Straßenkünstlers Banksy, der mit seinen mal ironischen, mal politischen Graffitis bekannt wurde.

Dortmund. Die Pop-Up-Ausstellung „House of Banksy – An Unauthorized Exhibition“ lässt seit Mittwoch (17.12.2025) den anonymen Graffiti-Künstler Banksy in Dortmund hoch leben. Im ehemaligen C&A-Haus ist mit mehr als 150 Motiven eine umfangreiche Werkschau seiner Kunst zu sehen. Graffitis, Fotografien, Skulpturen, Videoinstallationen und Drucke wurden eigens für diese Schau reproduziert und sind jetzt an einem Ort zu sehen. Niemand weiß, wer Banksy ist, aber jeder kennt seinen Namen. Er ist einer der berühmtesten und gleichzeitig geheimnisvollsten Künstler der Welt. Banksy ist Untergrundkämpfer, Hotelbetreiber und ohne Zweifel der unumstrittene König der Straßenkunst, ein genialer Geist und Starkünstler, der mit seinen mal ironischen, mal politischen, aber stets poetischen Arbeiten die Menschen berührt und ihnen aus der Seele spricht. Seine Identität hält der Schätzungen zufolge etwa 45–50-jährige in Bristol geborene und bis heute anonyme Graffiti-Künstler bis heute erfolgreich geheim. Seine Werke dagegen erobern international nicht nur die Straßen, sondern auch die Auktionshäuser, und das höchst erfolgreich: Er gilt derzeit als einer der teuersten Künstler der Gegenwart. 2010 setzte ihn das „Time Magazine“ erstmals auf seine Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt, neben Persönlichkeiten wie Barack Obama, Steve Jobs oder Lady Gaga. Die Ausstellung läuft bis zum 15. März in Dortmund und ist montags bis sonntags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Letzter Einlass: Eine Stunde vor Ausstellungsende. Geschlossen hat das Haus am 24. und 25. Dezember 2025, am 1. Januar 2026. An Silvester, 31. Dezember 2025, ist die Ausstellung nur von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

seit 17. Dezember

Stadtmarketing informiert über Geschenkideen

Ticketshop hat zwischen den Jahren zu

Der Ticketshop des Stadtmarketings Herne bleibt zwischen den Jahren geschlossen.

In der Zeit von Heilig Abend, Mittwoch, 24. Dezember 2025, bis Sonntag, 4. Januar 2026, bleibt der Ticketshop des Stadtmarketings Herne in diesem Jahr geschlossen. „Ab Montag, den 5. Januar, sind wir im kommenden Jahr gerne wieder für unsere Kundschaft da“, so Ticketshopleiter Dirk Dämmig. Wer seinen Lieben zu Weihnachten ein unvergessliches Erlebnis schenken möchte, bekommt im Ticketshop die passendenden Karten dazu – egal ob Konzert, Musical oder Theater. „Besonders gefragt ist aktuell die Ruhr.Topcard, außerdem geht der neue Fritz-Pin (Fritz beim Entenangeln, halloherne berichtete) häufig über die Ladentheke. Beliebt in der Adventszeit sind außerdem der Weihnachts-Fritz-Pin im Set mit der Fritz-Fibel, das Krimi-Spiel: ‚Der Mord von Wanne-Eickel‘ und Honig aus Herne“, verrät Dämmig. Bis zum Jahresende gibt es 10,- Euro Rabatt auf die RUHR.TOPCARD: 60 Euro statt 70 Euro für Erwachsene und 33 Euro statt 43 Euro für Kinder. Die letzte Möglichkeit, diesen Rabatt im Ticketshop zu erhalten, ist am Dienstag, 23. Dezember 2025.

seit 24. Dezember

Samstag, 3. Januar

Entsorgung Herne informiert

Geänderte Abholtermine zu Weihnachten und Neujahr

Aufgrund der Feiertage ändern sich die Abholtermine.

Aufgrund der Feiertage ändern sich die Abholtermine. Dazu informiert Entsorgung Herne Am 1. Weihnachtstag: Vorverlegung der Abfuhrtermine für die Abfallbehälter - die Abfuhr findet früher statt. Der reguläre Abfuhrtermin verschiebt sich: Am 2. Weihnachtstag: Nachverlegung der Abfuhrtermine für die Abfallbehälter - die Abfuhr findet einen Werktag später statt. Der reguläre Abfuhrtermin verschiebt sich: Neujahr: Nachverlegung der Abfuhrtermine für die Abfallbehälter Die Abfuhr findet später statt. Deshalb verschiebt sich der reguläre Abfuhrtermin: Bitte beachten: An Heiligabend und Silvester bleiben das Servicecenter und der Wertstoffhof geschlossen.

6 Uhr

'Orfeo ed Euridice' am Gelsenkirchener Musiktheater

Der Triumph der Liebe lässt auf sich warten

Orfeo (Constanze Jader) in der zwischen Halfpipe, Boulderwand und kanalisiertem Umweltfluss Lethe chargierenden Bühne Giuseppe Spotas.

Weil Euridice bereits kurz nach der Hochzeit an einem Schlangenbiss gestorben ist, jedenfalls bei Ovid, rührt Orfeo die Götter mit seinem Klagegesang so lange, bis ihm gestattet wird, seine Gattin aus der Unterwelt herauszuholen. Freilich nur unter der ihr gegenüber geheim zu haltenden Bedingung, dass er ihr nicht in die Augen blicken darf. Euridice missversteht sein Verhalten als Missachtung und drängt ihn daher, ihr seine Liebe zu bezeugen. Als sie seinen Widerstand bricht und Orfeo sich ihr zuwendet, stirbt Euridice ein zweites Mal. „Che farò senza Euridice?“: Erneut kann Orfeo mit seinem himmlischen Gesang die hier von Amore repräsentierte Götterwelt betören… Christoph Willibald Glucks „Orfeo ed Euridice“, am 5. Oktober 1762 im Wiener Hofburgtheater uraufgeführt, gilt zum einen als seine erste bedeutende „Reformoper“ vor „Alceste“ und „Paride ed Elena“. Ohne Dacapo-Arien für Koloratur-Wettkämpfe, stattdessen ein wahrhaftiges Musiktheater aus einem Guss, das empathisches Mitfühlen mit seinen Protagonisten ermöglicht. Hatte Monteverdi 1607 noch für ein Dutzend Figuren in „L‘ Orfeo“ komponiert, beschränkt sich Gluck auf ein Trio aus den beiden Titelfiguren und Amore als Stellvertreter Jupiters. Mehr noch: Euridice bleibt in den ersten beiden Akten stumm, taucht überhaupt erst spät im zweiten Akt in der Unterwelt auf. Sodass man durchaus von einem Monodram sprechen könnte, komponiert auf die Kastratenstimme Gaetano Guadagnis, der mit Händel-Werken in London Berühmtheit erlangt hatte. Seine Partie wird heute naturgemäß von Countertenören gesungen, jetzt in Gelsenkirchen in der letzten abendfüllenden Produktion Giuseppe Spotas mit der MiR Dance Company von einem international gefragten Gast, der Mezzosopranistin Constanze Jader. An ihrer Seite die südkoreanische Sopranistin Heejin Kim als Euridice sowie die Schweizer Sopranistin Tamina Biber vom Opernstudio NRW als Amore. Aufgeführt wird zwar, in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln, die ursprüngliche Wiener Fassung, Giuseppe Spota legt in seiner neunzigminütigen Inszenierung den Fokus jedoch auf die zu Beginn der Oper bereits verstorbene Euridice, die im Mythos eine eher passive Rolle einnimmt und in Glucks Oper erst im dritten Akt mit ihren offen vorgetragenen Zweifeln bis heute gültige Themen wie unerfüllte Sehnsüchte, Bedürfnisse und Zweifel anspricht. Es ist die vielköpfige MiR Dance Company, die als Schatten der Euridice und zugleich als Seelenspiegel Orfeos von der (Un-)Fähigkeit loszulassen, der Bereitschaft zum Abschiednehmen und vom allzu langen Festhalten an vielleicht längst vergangener Liebe erzählt. Und das in einer kalten Drehbühne (Ausstattung: Giuseppe Spota) zwischen Halfpipe, Boulderwand und kanalisiertem Unterweltfluss Lethe, deren rückseitiges Backstage-Gestänge den Hades, das Totenreich bildet, aus dem es gewöhnlich kein Entkommen gibt. Unter der musikalischen Leitung des 1. Kapellmeisters Giulano Betta entfalten die Neue Philharmonie im auf halbe Tiefe hochgezogenen Graben und der Chor zu beiden Seiten des 2. Rangs zusammen mit den drei vorzüglichen Gesangssolistinnen ein beglückendes Raumklang-Erlebnis. Augen zu und durch: Am Ende erschallt zwar ein mächtiges „Trionfi d’amore!“, der Inszenierung aber bleibt das lieto fine versagt: Für heutige Dramaturginnen geht es nicht an, dass ein Mann eine Frau rettet, und das sogar gleich zweimal. Frauen retten sich gefälligst selbst – oder gehen erhobenen Hauptes unter. Ganz soweit geht man am MiR zwar nicht, der Triumph der Liebe, von Amore warum auch immer im Gewand einer Priesterin bewerkstelligt, aber stellt sich – immerhin! – nur musikalisch ein: Zu einer Umarmung der angeblich glücklich Liebenden kommt es nicht. Das ist aus meiner Sicht schade, weil es der Musik Glucks widerspricht, aber nichts Neues. Dass es keiner Schlange bedarf, um eine unglückliche Ehe zweier sich fremd gewordener Partner aufzulösen, ist heute Inszenierungs-Standard in den Opern-Metropolen wie die bisweilen wörtlich zu nehmende klinische Ausstattung. Aus dem Jahr 1987 stammt Harry Kupfers Version an der Komischen Oper Berlin mit einem Orfeo als Rockstar, der in einer Nervenklinik landet und sich am Ende in einem Bus-Wartehäuschen das Leben nimmt. Also: Schwamm drüber! Karten unter musiktheater-im-revier.de oder unter Tel. 0209 – 4097200. Am Sonntag, 25. Januar 2026 findet ab 15 Uhr ein Familienworkshop zum Eintauchen ins Stück mit Musik und Bewegung statt. Hierfür ist eine Anmeldung bis drei Tage vorher per Mail erforderlich. Die weiteren Vorstellungen:

19 Uhr

'House of Banksy – An Unauthorized Exhibition'

Banksy-Ausstellung in Dortmund

Motive des derzeit wohl bekanntesten aber anonymen Straßenkünstlers Banksy, der mit seinen mal ironischen, mal politischen Graffitis bekannt wurde.

Dortmund. Die Pop-Up-Ausstellung „House of Banksy – An Unauthorized Exhibition“ lässt seit Mittwoch (17.12.2025) den anonymen Graffiti-Künstler Banksy in Dortmund hoch leben. Im ehemaligen C&A-Haus ist mit mehr als 150 Motiven eine umfangreiche Werkschau seiner Kunst zu sehen. Graffitis, Fotografien, Skulpturen, Videoinstallationen und Drucke wurden eigens für diese Schau reproduziert und sind jetzt an einem Ort zu sehen. Niemand weiß, wer Banksy ist, aber jeder kennt seinen Namen. Er ist einer der berühmtesten und gleichzeitig geheimnisvollsten Künstler der Welt. Banksy ist Untergrundkämpfer, Hotelbetreiber und ohne Zweifel der unumstrittene König der Straßenkunst, ein genialer Geist und Starkünstler, der mit seinen mal ironischen, mal politischen, aber stets poetischen Arbeiten die Menschen berührt und ihnen aus der Seele spricht. Seine Identität hält der Schätzungen zufolge etwa 45–50-jährige in Bristol geborene und bis heute anonyme Graffiti-Künstler bis heute erfolgreich geheim. Seine Werke dagegen erobern international nicht nur die Straßen, sondern auch die Auktionshäuser, und das höchst erfolgreich: Er gilt derzeit als einer der teuersten Künstler der Gegenwart. 2010 setzte ihn das „Time Magazine“ erstmals auf seine Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt, neben Persönlichkeiten wie Barack Obama, Steve Jobs oder Lady Gaga. Die Ausstellung läuft bis zum 15. März in Dortmund und ist montags bis sonntags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Letzter Einlass: Eine Stunde vor Ausstellungsende. Geschlossen hat das Haus am 24. und 25. Dezember 2025, am 1. Januar 2026. An Silvester, 31. Dezember 2025, ist die Ausstellung nur von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

seit 17. Dezember

Stadtmarketing informiert über Geschenkideen

Ticketshop hat zwischen den Jahren zu

Der Ticketshop des Stadtmarketings Herne bleibt zwischen den Jahren geschlossen.

In der Zeit von Heilig Abend, Mittwoch, 24. Dezember 2025, bis Sonntag, 4. Januar 2026, bleibt der Ticketshop des Stadtmarketings Herne in diesem Jahr geschlossen. „Ab Montag, den 5. Januar, sind wir im kommenden Jahr gerne wieder für unsere Kundschaft da“, so Ticketshopleiter Dirk Dämmig. Wer seinen Lieben zu Weihnachten ein unvergessliches Erlebnis schenken möchte, bekommt im Ticketshop die passendenden Karten dazu – egal ob Konzert, Musical oder Theater. „Besonders gefragt ist aktuell die Ruhr.Topcard, außerdem geht der neue Fritz-Pin (Fritz beim Entenangeln, halloherne berichtete) häufig über die Ladentheke. Beliebt in der Adventszeit sind außerdem der Weihnachts-Fritz-Pin im Set mit der Fritz-Fibel, das Krimi-Spiel: ‚Der Mord von Wanne-Eickel‘ und Honig aus Herne“, verrät Dämmig. Bis zum Jahresende gibt es 10,- Euro Rabatt auf die RUHR.TOPCARD: 60 Euro statt 70 Euro für Erwachsene und 33 Euro statt 43 Euro für Kinder. Die letzte Möglichkeit, diesen Rabatt im Ticketshop zu erhalten, ist am Dienstag, 23. Dezember 2025.

seit 24. Dezember

Stadt Herne informiert

Senioren- und Pflegeberatung Wanne geschlossen

Die neue Senioren- und Pflegeberatung der Stadt Herne im Erdgeschoss des WEZ an der Hauptstraße 241.

Die städtische Senioren- und Pflegeberatung Wanne bleibt am Freitag, 2. Januar 2026, aus betrieblichen Gründen geschlossen. Das Team steht ab Montag, 5. Januar 2026, wieder wie gewohnt für alle Hilfesuchenden zur Verfügung.

seit 2. Januar

Sonntag, 4. Januar

Zum Bundesstart der Sternsinger-Aktion

ZDF-Fernsehgottesdienst aus Herne

Mit Herner Sternsingern kleine Filme gedreht, die als „Einspieler“ den Zuschauern des ZDF-Fernsehgottesdienstes am 4. Januar 2026 gezeigt werden.

Am 4. Januar überträgt am Sonntag, 4. Januar 2026, 9:30 bis 10:15 Uhr, den Fernsehgottesdienst aus der St. Bonifatiuskirche. Unter dem Motto „Licht für’s neue Jahr“ werden Kinder, die als Heilige Drei Könige unterwegs sind, eine besondere Rolle spielen. Der ZDF-Fernsehgottesdienst aus Herne wird der Start der bundesweiten Aktion "Dreikönigssingen 2026“ sein und wird in Kooperation mit dem Kindermissionswerk und dem BDKJ gefeiert. Die Aktion steht unter dem Leitwort „Schule statt Fabrik – Sternsinger gegen Kinderarbeit“ und das Beispielland ist in diesem Jahr Bangladesch. Zwei Mitglieder der St. Dionysius Pfarrei haben Projekte in dem asiatischen Land besucht und werden in der Predigt von ihren bewegenden Eindrücken berichten. Pfarrer Dr. Nils Petrat und Vikar Dr. Jakob Ohm von der St. Dionysius Pfarrei zelebrieren den Gottesdienst. Die Hauptrolle spielen freilich Sternsinger. Für die Kinder ist es besonders aufregend. In den letzten Tagen wurden schon kleine Filme über ihren Einsatz gedreht.

9:30 Uhr

Gottesdienst im Radio

Am ersten Sonntag im Jahr 2026, 4. Januar, überträgt der Deutschlandfunk ab 10:05 Uhr den Gottesdienst aus der Klosterkirche St. Michael in Metten.

10:05 Uhr

Der Januar im LWL-Museum für Archäologie

Familiensonntag, Vortrag und Kreativ-Workshop

Die Besucher der Ausstellung können auf einem großen Wimmelbild auf die Suche nach Orten des Essens gehen.

Auch im neuen Jahr 2026 steht das LWL-Museum für Archäologie und Kultur in Herne im Zeichen der Sonderausstellung „Mahlzeit! Wie Essen uns verbindet!“. Prof. Dr. Eva Bärlosius beleuchtet in einem kostenlosen Vortrag, warum Essen so ein heiß diskutiertes Thema ist . Vorher steht der Familiensonntag unter dem Motto „Eiszeit“: Dann stehen eine Spezial-Führung für die Kleinsten, eine steinzeitliche Schmuckwerkstatt und Bogenschießen auf dem Programm. Unter dem Motto „Gar nicht unappetitlich - Das Mittelalter in Westfalen“ zeigt das Museum am Familienwochenende, wie Essen vor rund 1.000 Jahren aussah und räumt dabei mit Mythen auf. Jetzt anmelden heißt es für Interessierte des Kreativ-Workshops „Aus dem Löffel wird ein Ring - Schmuckbearbeitung für Einsteiger“. Am Familiensonntag, 4. Januar 2026, können Kinder von sechs bis acht Jahren um 13 Uhr und 15 Uhr an dem Programm „Kalle und die Tiere der Eiszeit“ teilnehmen. Kalle, der Museumsmaulwurf, hat beim Graben seltsame Knochen gefunden. Die befreundeten Archäologen, erzählen ihm dazu etwas von einer Eiszeit und von Tieren, die längst ausgestorben sind. Gemeinsam mit Kalle gehen die Kinder diesen Geschichten auf den Grund. Dabei können sie einige uralte Knochen unter die Lupe nehmen und sogar anfassen. Wie groß und schwer ist ein Mammutzahn? Wo ist das Horn des Wollnashorns geblieben? Zum Abschluss dürfen die Teilnehmenden mit neuem Wissen und künstlerischem Geschick einen Malbogen zu den Tieren der Eiszeit und ihrem Lebensraum gestalten. Für alle weiteren Besucher steht an diesem Familiensonntag von 11 bis 18 Uhr die steinzeitliche Schmuckwerkstatt sowie das Bogenschießen offen. Die öffentliche Führung „gesucht. gefunden. ausgegraben.“ durch die Dauerausstellung steht an allen Sonntagen im Januar (4., 11., 18., und 25. Januar 2026) um 13 Uhr auf dem Programm. Bei dem Rundgang folgen Besuchende in einer nachgestalteten Ausgrabung den Spuren der Menschen in Westfalen. Neben zahlreichen Funden erwartet sie beispielsweise ein in Mitteleuropa einmaliger Faustkeil aus Mammutknochen, der Schmuck der Damen von Ilse als eine der geheimnisvollsten Entdeckungen aus der Eisenzeit sowie das reich mit Beigaben ausgestattete Grab des Fürsten von Beckum. Am Sonntag, 4. Januar 2026, startet um 15 Uhr die öffentliche Führung „Mahlzeit“ durch die gleichnamige Sonderausstellung. Gemeinsames Essen ist weit mehr als nur Nahrungsaufnahme. Ob beim königlichen Bankett, der einfachen Bauernmahlzeit, dem familiären Abendessen oder der gemeinsamen Mittagspause - überall offenbaren sich Fragen: Wer sitzt wo? Welche Rituale bestimmen das gemeinsame Mahl? Und was verrät das alles über Macht, Zugehörigkeit, gesellschaftlichen Wandel und vor allem Kultur? Von opulenten Festtafeln und rituellen Speisungen bis hin zu den Herausforderungen der Gegenwart - schnelle Snacks, digitale Ablenkung und der Verlust gemeinsamer Rituale - zeigt diese Ausstellung, wie Essen seit Jahrtausenden als sozialer Klebstoff wirkt. Mit einem Blick auf mehr als 300 Exponate und Geschichten lädt „Mahlzeit!“ dazu ein, die kulturelle Dimension des Essens neu zu entdecken. Diese Führung wird auch an jedem weiteren Sonntag im Januar (11., 18. und 25. Januar 2026) um 15 Uhr angeboten. Am Donnerstag, 15. Januar 2026, ab 19 Uhr blickt die Soziologin Prof. Dr. Eva Barlösius von der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover in einem kostenlosen Vortrag auf die gesellschaftliche Dimension des Essens, soziale Ungleichheit und Ernährungsgewohnheiten in Zeiten des sozialen Wandels. Wer nicht vor Ort sein kann, hat die Möglichkeit, den Vortrag auf dem YouTube-Kanal des Museums live im Internet zu verfolgen. Wie wird aus einem Löffel ein Ring? Das erfahren Teilnehmende im Kreativseminar „Schmuckbearbeitung für Einsteiger“ am Samstag, 24. Januar 2026 von 15 bis 17 Uhr. Mitmachen können alle, die Lust haben, kreativ zu arbeiten. Ziel ist es, aus einem einfachen Löffel einen einzigartigen Ring zu formen. Zunächst suchen sich die Teilnehmenden vor Ort einen Löffel aus. Unter fachkundiger Anleitung erfahren sie Schritt für Schritt, wie man das Besteckteil bearbeitet, formt und in ein individuelles Schmuckstück verwandelt. Am Ende halten alle ein eigenes handgemachtes und nachhaltiges Unikat in den Händen. Das Programm richtet sich an Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene. Die Kosten betragen 39 Euro pro Person, inklusive Material, zuzüglich Museumseintritt für alle Teilnehmenden ab 18 Jahren. Um Anmeldung wird gebeten. Bitte unempfindliche Kleidung tragen oder eine Schürze mitbringen. Am letzten Wochenende im Januar widmet sich das LWL-Museum an zwei Tagen dem Thema Essen vor 500 bis 1.000 Jahren. Wie funktionierte saisonale Ernährung in Westfalen vor 700 Jahren und was wurde wie importiert? Das Familienwochenende „Gar nicht unappetitlich - Das Mittelalter in Westfalen“ findet von 11 bis 18 Uhr am Samstag und Sonntag, 31. Januar und 1. Februar 2026, in Zusammenarbeit mit der Living History-Gruppe „IG-Hochgotik“ statt. Dann dreht es sich um Ernährung, Esskultur, Tischsitten und die Verfügbarkeit von Lebensmitteln um 1300. Schon damals war Essen viel mehr als nur reine Nahrungsaufnahme. Wie das Essen ohne Gabel funktionierte und was es bedeutete, „jemandem das Wasser reichen zu können“, erfahren Kinder und Erwachsene bei einem kleinen Ausflug in die mittelalterliche Tischkultur. Am Modell eines typischen niederdeutschen Stadthauses erfahren Besuchende mehr über die zentrale Bedeutung des Herdes und der Küche im Haus. Ernährung war durch Religion geprägt. Fachleute zeigen, wie Mönche im Mittelalter ihre Mahlzeiten schweigend zu sich nahmen und es trotzdem schafften, um etwas vom Tisch zu bitten. Die Teilnahme ist kostenfrei. Es ist lediglich der Eintritt zu entrichten.

15 Uhr

Checker Tobi zum Dritten

Preview in der Filmwelt Herne

Tobi Krell im südmexikanischen Bundesstaat Chiapas bei Nachfahren der alten Maya, welche sich auf die nachhaltige Landwirtschaft ihrer Vorfahren rückbesinnen.

Nach „Checker Tobi und das Geheimnis unseres Planeten“ (2019) und „Checker Tobi und die Reise zu den fliegenden Flüssen“, den 2023 rund 1,4 Millionen Besucher in die Kinos lockte, geht der KiKa-Moderator Tobias Krell in „Die heimlichen Herrscher der Erde“ zusammen mit Marina der Frage nach, wer die mächtigste Spur auf der Erde hinterlässt. Weil er beim Aufräumen im Keller eine alte Videoaufnahme von sich als Achtjähriger entdeckt hat, in der sich Tobi in einer selbst erfundenen Show mit dem Element Erde beschäftigt und Fragen stellt, die er damals natürlich noch nicht beantworten konnte. Die erste Spur führt Tobi in die einzigartige endemische, also nur hier vorkommende Tier- und Pflanzenwelt Madagaskars. Mit der seit vielen Jahren in Deutschland lebenden Biologin Dr. Hanitra Markolf Rakotonirina, die einst in Göttingen studiert hat und immer wieder in ihre Heimat zurückkehrt, wo sie das Umweltprojekt „Chances for Nature“ mitgegründet hat, erkundet Tobi u.a. Flora und Fauna zwischen messerscharfen Felsen im Westen des ostafrikanischen Inselstaates. Die zweite Reise ist nicht nur temperaturmäßig ein gewaltiger Kontrast, führt sie Tobi doch zusammen mit dem deutschen Geologen Malte tief in den Permafrostboden Spitzbergens. Bei minus 20 Grad C. bringen Huskies genannte Schlittenhunde beide zum „wichtigsten Ort der Welt“, einem Saatgut-Tresor in der Arktis. Hier lagern in einem Hochsicherheitstrakt mehr als eine Million Samen von Nutzpflanzen, der nur von einem ganz kleinen Kreis hochspezialisierter Wissenschaftler betreten werden darf. Malte, der seit mehr als 20 Jahren auf Spitzbergen lebt und dort an der Renaturierung des letzten norwegischen Kohlebergwerks mitwirkt, gehört nicht dazu. Obwohl auch Tobi draußen bleiben muss, ist die zweite, voller Geheimnisse steckende Station die spannendste des 93-minütigen Hybrids aus Dokumentation und Spielfilmszenen. Mit Samara Sánchez Pöll, einer in Mexiko geborenen und in Österreich aufgewachsenen Anthropologie-Studentin, besucht Tobi die Maya-Pyramiden im südmexikanischen Bundesstaat Chiapas. Dort engagiert sich Samara, die als Köchin in Österreich lebt, neben ihrer zeitraubenden Arbeit in einem sozialen Landwirtschaftsprojekt. Unweit der archäologische Maya-Stätten an der Grenze zu Guatemala lernt Tobi die Milpa kennen – eine traditionelle, umweltschonende Anbauweise der Maya. Dritter im Bunde ist der deutsche Archäologe Dr. Nicolaus Seefeld, der in seiner Wahlheimat Mexiko mehrere Ausgrabungen leitet. Auch sein besonderes Interesse gilt alten, fast vergessenen landwirtschaftlichen Methoden. Im Film führt er Tobi durch Calakmul, eine der größten Maya-Stätten Mexikos, die bereits in der Präklassik entstand: Vor mehreren tausend Jahren errichteten die Mayas monumentale Bauten ohne maschinelle Unterstützung. In „Checker Tobi 3 – Die heimlichen Herrscher der Erde“ von Antonia Simm (Buch und Regie) wird zwar, Achtung: Spoiler!, die Ausgangsfrage beantwortet: Es ist die Zeit, welche die mächtigsten Spuren im Erdreich hinterlässt. Im Mittelpunkt aber steht diesmal der sorgsame Umgang mit unserer Umwelt, wofür auch der Wertstoffhof-Mitarbeiter Gustl steht, der vom Schauspieler, Synchronsprecher und Stand-Up-Comedian Simon Pearce verkörpert wird. Der zukunftsoptimistische Checker-Tobi-Dreiklang aus Abenteuer, Witz und Wissen kommt einmal mehr ohne erhobenen Zeigefinger aus – und macht richtig Spaß! Noch vor dem Kinostart am 8. Januar 2026 lädt die Filmwelt Herne am Sonntag, 4. Januar 2026, um 15:15 Uhr zur Preview.

15:15 Uhr

Spektakuläre Krimi-Oper im Essener 'Aalto'

Paul Hindemiths 'Cardillac'

Cardillac (Heiko Trinsinger) überlebt als recht derangierter böser Clown, umringt von den grauen Gestalten des Volkes (Opernchor des Aalto-Theaters).

E.T.A. Hoffmanns letzte vollständige Erzählung, „Das Fräulein von Scuderi“, im Herbst 1918 im „Taschenbuch für Liebe und Freundschaft“ erschienen, basiert auf einer von Johann Christoph Wagenseil 1697 in seiner „Chronik von Nürnberg“ geschilderten Begebenheit und spielt um 1680 im Paris König Ludwigs XIV.: Der Goldschmied René Cardillac ist von seinen künstlerischen Schöpfungen so besessen, dass er seine Kunden der Reihe nach ermordet, um die Preziosen wieder zurückzuerhalten. Cardillacs Tochter Madelon ist mit dessen Gesellen Olivier verlobt, der das Doppelleben seines Schwiegervaters durchschaut und sich selbst der Justiz als Täter ausliefert, nachdem ein Offizier einen Messerangriff des Goldschmieds abwehrte und diesen dabei tödlich verletzte. Olivier schweigt beharrlich, um seine engelsgleich-zarte Braut zu schonen. Öffnet sich dann aber seiner einstigen Pflegemutter, der nunmehr 73-jährigen Romanautorin Fräulein von Scuderi, welcher er anonym ein Kästchen mit wertvollem Schmuck anvertraut hatte, das einst für die ermordete Prinzessin Henriette von England bestimmt war. Als sich besagter Offizier bei dem Fräulein als Täter in Notwehr zu erkennen gibt, erreicht sie beim König eine Lösung, welche die Gefühle Madelons nicht verletzt und das Brautpaar mit tausend Louis ausgestattet in die Schweiz auswandern lässt. Der Librettist Ferdinand Lion hat aus dieser eher betulich-romantischen Liebesgeschichte, in der sich Hoffmann, selbst wohlbestallter Beamter, mit dem Spannungsverhältnis von Kunst und Leben auseinandersetzt, zusammen mit dem Komponisten Paul Hindemith eine packende, psychologisch grundierte Krimi-Oper über Versuchung, Sucht, Gier und Künstlertum geschaffen, die viel zu selten auf den Spielplänen steht. Dabei bereitet die höchst abwechslungsreiche, zwischen Expressionismus, Neo-Barock, Neuer Sachlichkeit und Avantgarde changierende Musik selbst einem eher konservativen Publikum überhaupt keine Schwierigkeiten. Im Aalto Musiktheater Essen wird die im Vergleich zur revidierten vieraktigen Version von 1952 radikalere dreiaktige Erstfassung der Oper, die am 9. November 1926 an der Sächischen Staatsoper Dresden ihre Uraufführung erlebte, aufgeführt. In der sowohl der König als auch die Hoffmannsche Titelheldin gestrichen sind, dafür aber – in der Konzentration auf den Goldschmied Cardillac – die Figur eines jüdischen Goldhändlers eingefügt worden ist. Welche die Ausstatterin Katrin Nottrodt für die Inszenierung des belgischen Altmeisters Guy Joosten, die bereits am 3. Februar 2019 an der Opera Vlaanderen herausgekommen ist, mit Kaftan, Schläfenlocken und langem Bart als chassidischen Juden ausgewiesen hat. Für die europäische Diamanten-Hauptstadt Antwerpen gewöhnlicher Alltag, für woke deutsche Theatermacher offenbar ein potentieller Aufreger, der gleich auf zwei eingeschobenen Programmheft-Seiten „kontextualisiert“ wird. Die nach rund einhundert pausenlosen Minuten am Premierenabend des Samstag (6.12.2025) umjubelte Aufführung unter der musikalischen Leitung des international gefragten Gastdirigenten Patrick Lange führt in die Zeit der 1920er Jahre mit deutlichen Anklängen an den Stummfilm „Metropolis“, aber auch an Fritz Langs ersten Tonfilm „M“ von 1931 über einen psychopathischen Kindermörder. Masse Mensch: Dunkle Gestalten, durch Projektionen auf den Gazevorhang verstärkt, wuseln als Volk über die Bühne, in deren Mitte die „brennende Kammer“, ein rotglühender Höllenorkus. Die ganz in schwarze Uniformen gesteckten Andreas Hermann (Offizier), der Geliebte von Cardillacs Tochter (Betsy Horne), und Samuel Furness (Kavalier), der für seine offenherzige „Dame“ (Astrik Khanamiryan) das kostbarste Geschmeide Cardillacs erwerben soll, kommen warum auch immer wie SS-Offiziere ‘rüber. Im Mittelpunkt der Oper wie der Inszenierung aber der Titelheld, der im Hermelinmantel wie ein absolutistischer König auftritt – bekrönt mit einer diamantenbesetzten Kostbarkeit, die bei Hoffmann noch für die heilige Jungfrau der Kirche St. Eustache bestimmt war. Aber heilig ist hier nichts und niemand, was besonders auf die „Dame“ genannte Sexarbeiterin zutrifft, die erst nach Erhalt des goldenen Geschmeides dazu bereit ist, sich an der Pole Dance Stange zu räkeln und mit dem Schwarzhemd von Kavalier unter die Bettdecke zu schlüpfen. Heiko Trinsinger als Cardillac ist ein Ereignis: ein Psychopath, der sich als König geriert, der in seinem Goldschatz badet wie Dagobert Duck und mit einem Lächeln mordet wie Joker. Selten war der exzellente Bariton, seit 1999 Aalto-Ensemblemitglied, darstellerisch so gefordert wie hier als dem Wahnsinn verfallener Künstler. Karten unter theater-essen.de oder unter Tel. 0201 81 22-200. Die weiteren Vorstellungen:

16:30 Uhr

Kinofilm 'Lautlos' auf Leinwand und Bildschirm

Joachim Król kann auch anders

Der Herner Schauspieler Joachim Król kann auch anders: In „Lautlos“ spielt er einen professionellen Auftragskiller, zu sehen am 4. Januar 2026 um 17:30 Uhr im Essener Astra-Kino.

Ein deutscher Thriller mit dem Herner Schauspieler Joachim Król als eiskaltem Auftragsmörder – zu Beginn der Nullerjahre ein Wagnis gleich in mehrfacher Hinsicht. Hat es doch der deutsche Genrefilm außerhalb der erfolgreichen TV-Serien wie „Tatort“ und „Polizeiruf 110“ sehr schwer, sich in den Kinos zu behaupten gegen hochkarätig besetzte internationale Produktionen. Seit den späten 1980er Jahren, seit Dominik Graf („Die Katze“, „Die Sieger“) das Genre des „film noir“ fast im Alleingang bestritt, gab es nur wenige Versuche etwa eines Romuald Karmakar, den Genrefilm in deutschen Landen heimisch zu machen. Ausgerechnet der deutsch-türkische Regisseur Mennan Yapo (eigentlich Mennan Yapicioglu, 1966 in München geboren) hat 2004 mit „Lautlos“ wieder einen Thriller in die Kinos gebracht, der diese Bezeichnung auch wirklich verdient. Ein Mann lehnt mit einem Glas Whiskey am Geländer eines Balkons und blickt über eine nicht näher kenntlich gemachte Großstadt (gedreht wurde vom 13. August bis zum 17. Oktober 2002 in München und Stuttgart). Da löst sich eine Gestalt aus dem Dunkel, richtet eine Waffe auf ihn und drückt ab. Das Glas fällt, landet sanft im Blumenkasten, der Mann sackt nach hinten, die Gestalt tritt heran, fängt den Körper rechtzeitig auf und lässt ihn zu Boden gleiten – ohne jedes Geräusch. Viktor (er kann auch anders: Joachim Król), ein Auftragskiller Mitte 40, hat es wieder einmal geschafft, einen Mann zu töten, der von der Polizei streng bewacht wurde. Doch im Bett des Opfers liegt eine Frau, die nicht zu Viktors Auftrag gehört: Nina (Nadja Uhl), Mitte 30. Als er die Waffe auf sie richtet, wendet sie sich ihm im Schlaf zu und summt ein Kinderlied. Die Melodie durchbricht seine innere Stille. Am nächsten Morgen findet Nina die Leiche auf dem Balkon. Sie wird einem harten polizeilichen Verhör unterzogen, bei dem sie wie paralysiert wirkt. Der „Profiler“ Lang (herausragend: Christian Berkel), der die Ermittlungen leitet, glaubt nicht, dass sie etwas mit dem Mord zu tun hat – und lässt sie gehen. Viktor folgt ihr heimlich und rettet ihr das Leben, als sich Nina durch den Sprung von einer Brücke das Leben nehmen will. Nun ist diese Frau in sein Leben getreten, und Viktors väterlicher, todkranker Auftraggeber (Peter Fitz) fürchtet zurecht, dass er seine eiskalte Besonnenheit verlieren könnte. Und das unmittelbar vor einem letzten Auftrag: Viktor soll einen russischen Politiker umbringen, der sich nur für drei Tage in der Stadt aufhält... Mit „Lautlos“ hat der Sympathieträger des deutschen Films, Joachim Król, vor zwanzig Jahren einen Imagewechsel gewagt und sein Repertoire um die Rolle eines Serienmörders, der bereit ist, für seine Liebe alles aufs Spiel zu setzen, erweitert: Viktor möchte das Land verlassen und mit Nina ein neues Leben anfangen. „Ich wollte, dass Joachim Król ein völlig neues Körperbewusstsein entwickelt“, so Regisseur Yapo, „und dadurch ein ganz anderer Mensch wird. Er sollte sich seine Rolle über den Körper erarbeiten, nicht über das übliche Spielen und Verstellen. Darum habe ich ihn schon bei unserem ersten Treffen im Mai 2.000 darauf eingestimmt, dass er hart trainiert und abspeckt, dass er seine gesamte Haltung und seine Sprache verändert. Und Joachim Król fand das eine großartige Herausforderung.“ So präsentierten sich bei der NRW-Premiere am 29. April 2004 in der Essener „Lichtburg“ vor großer Revierprominenz, darunter auch der damalige Herner Theatermacher und Schauspieler Willi Thomczyk, neben dem Regisseur und seinem Hauptdarsteller auch die Trainerin und die Physiotherapeutin des Herners. Joachim Król: „Der Killer verlangte von mir eine ganz andere Physis, eine völlig neue körperliche Präsenz. Ich finde es reizvoll, neue Aufgaben zu suchen. Darum bin ich nach vier Kommissar-Auftritten in Venedig aus der Brunetti-Serie ausgestiegen, um Zeit für ‚Lautlos’ zu haben. Es war eine Entscheidung für ein Wagnis und gegen eine Form von Routine, in der ich mich sicher noch weitere fünf bis sechs Jahre hätte treiben lassen können. Aber danach hätte ich wohl auch ausgesehen wie ein gelangweilter Kommissar.“ Für seinen 94-minütigen, am 22. April 2004 im Berlin uraufgeführten Thriller „Lautlos“ ist Regisseur Mennan Yapo 2005 auf zwei Festivals ausgezeichnet worden: mit dem Sonderpreis der Jury des Festival du Film Policier im französischen Cognac und dem Platin Award des World Film Fest in Houston/Texas in der Kategorie „Bester Independentfilm – Spannung/Thriller“. „Lautlos“ entfaltet seine volle Wucht naturgemäß nur auf der großen Leinwand, weshalb ich die Vorführung am Sonntag, 4. Januar 2026, um 17:30 Uhr im Essener Astra im Rahmen der großen Joachim Król-Retrospektive ans Herz lege. Andererseits aber nicht verschweigen kann, dass der Film noch bis zum 22. Januar 2026 in der ARD-Mediathek gestreamt werden kann.

17:30 Uhr

Leiser Musical-Hit in Gelsenkirchen

„Das Licht auf der Piazza“

Es braucht zumal in den 1950er Jahren auch unter südlicher Sonne einige Zeit, bis Clara (Katherine Allen) und Fabrizio (Luc Steegers) zusammenfinden.

È una bellissima serata! „Das Licht auf der Piazza“, der jüngste Gelsenkirchener Erfolg des Musical-Spezialisten Carsten Kirchmeier, dessen gefeierte Inszenierungen „Der kleine Horrorladen“ (ab 29. Mai 2026) und „Hello, Dolly!“ (ab 21. März 2026) weiterhin auf dem Spielplan des Musiktheaters im Revier stehen, kommt eher auf leisen Sohlen daher. In den 1950er Jahre unternimmt die Amerikanerin Margaret Johnson (überragend: Anke Sieloff) mit ihrer Tochter Clara (die australische Sopranistin Katherine Allen seit ihrem Europa-Debut vor zwei Jahren am MiR ein gern gesehener Gast am Kennedyplatz) eine Bildungsreise nach Florenz, wo sie einst ihre Flitterwochen genossen hat. Mit dem Gatten Roy (Klaus Brantzen), der daheim seinen Geschäften nachgeht, verbindet Margaret nur noch die Sorge um die gemeinsame Tochter, die als Zwölfjährige vom Hufschlag eines Ponys am Kopf getroffen wurde. Clara ist nun 26 und von bildschönem Äußeren, aber in ihrer geistigen Entwicklung noch auf dem Stand eines Kindes. Weshalb ihre Mutter alles daransetzt, sie vor allen nur möglichen Widrigkeiten zu beschützen. Als sich Clara im wahren Wortsinn auf den ersten Blick unsterblich in den jungen Italiener Fabrizio (der Niederländer Luc Steegers überzeugte zuletzt in „Tick, tick…BOOM!“ am MiR) verliebt, läuten bei Margaret alle Alarmglocken. Dabei ist es Fabrizio, der sich der scheinbar weltgewandten Amerikanerin nicht gewachsen fühlt. Weshalb er, von seinem Vater (Patrick Imhof) an kurzer Leine gehalten, bei Franca (Rebecca Davis), der Gattin seines Bruders Giuseppe (Sebastian Schiller), nicht nur Sprachunterricht nimmt. Bis die beiden gebrannten Kinder zusammenkommen, dauert es – zumal in der konservativen Nachkriegszeit – eine geraume Weile. Letztlich blüht auch Margaret in der Großfamilie Naccarelli mit der herzlichen Mamma (Elpiniko Zervou) im Zentrum auf. Wenn da nicht der für italienische Verhältnisse enorme Altersunterschied wäre: Fabrizio ist erst zwanzig… „The Light In The Piazza“, das gleich mit sechs Tony Awards ausgezeichnete Musical nach der gleichnamigen Erzählung von Elizabeth Spencer aus dem Jahr 1960, ist von Craig Lucas (Buch) und Adam Guettel (Songtexte und Musik) am 14. Juni 2003 im Intiman Teatre in Seattle uraufgeführt worden, bevor es seinen Siegeszug am Broadway mit über 500 Vorstellung en suite antrat. Und doch fand es erst 2018 den Weg zur Deutschsprachigen Erstaufführung an der Landesbühne Sachsen in Radebeul. Nach einer Inszenierung in der oberösterreichischen Kulturhauptstadt Europas Linz ist Gelsenkirchen in Kooperation mit der Oper Wuppertal erst die dritte Station dieses „Geheimtipps“, und das erstaunt dann schon. Denn diese wundervolle, trotz des ernsten Hintergrundes sehr komödiantisch-ironische Romanze eines Culture Clash unter der Sonne Italiens ist nicht nur optisch (Bilder einer Ausstellung: Julia Schnittger, Kostüme: Hedi Mohr) und szenisch (Filmblenden) ein Genuss, sondern auch akustisch ein Repertoire-Gewinn: die musikalische Mittellage ohne große Ausreißer hat eine eigene Qualität angesichts der zu Herzen gehenden Emanzipations-Geschichte sich von der elterlichen Bevormundung lösender junger Leute. Die auch unter einem Balkon spielt, wenn auch nicht dem in Verona. Nicht ganz zu Unrecht ist „Das Licht auf der Piazza“ mit Leonard Bernsteins genialer „West Side Story“ verglichen worden, obwohl ich nicht so weit gehen würde. Aber dass sich Adam Guettel mit seinem feinen, bisweilen hauchzarten Pasticcio aus Musical und Oper bewusst von den Krachern des Genres (derzeit etwa „Grease“ in Dortmund) absetzt, kann man auch als Vorzug ansehen. Zumal die Musikalische Leitung in den Händen von Mateo Peñaloza Cecconi („Story of My Life“, „Der Mann von La Mancha“) liegt, der am Kennedyplatz auch die Wiederaufnahme von „Hello Dolly!“ betreuen wird. Karten gibt es online oder unter Tel. 0209 – 4097200.

18 Uhr

Dennis kam, sang und siegte

Power-Barock in Duisburg

Sie kam, sah und siegte: Giulio Cesare (Anna Harvey, r., mit Roman Hoza als Achilla) mutiert in Händels Oper in Duisburg zu Giulia.

Als Georg Friedrich Händels erfolgreichste seiner rund vierzig Opern, „Giulio Cesare in Egitto“, am 20. Februar 1724 im King's Theatre uraufgeführt wurde, stand ein komplettes italienisches Starensemble auf den Brettern am Londoner Haymarket, an der Spitze Francesca Cuzzoni als Cleopatra und ihre größte Rivalin Margherita Durastanti in der Hosenrolle als Sesto Pompeo. In der Titelpartie des Julius Cäsar wurde der neben Farinelli berühmteste Kastrat der damaligen Opernwelt, Senesino (alias Francesco Bernardi), bejubelt an der Seite eines weiteren prominenten, in der Pubertät beschnittenen Sopranista, Gaetano Berenstadt als Tolomeo. Michaela Dicu, im Revier bestens bekannt von ihrer jahrelangen Tätigkeit am Gelsenkirchener Musiktheater („Ariadne auf Naxos“, „Teufels Küche“, „Bis aufs Blut“, „Kennst du den Mythos?“), die Leiterin der Jungen Oper am Rhein, hat nun im Theater Duisburg für einen Paukenschlag gesorgt, darin kongenial unterstützt vom Barock- und speziell Händel-Spezialisten Attilio Cremonesi am Pult der Duisburger Philharmoniker im auf halbe Höhe hochgefahrenen „Graben“: Aus Giulio wird mit der für ihr Rollendebut gefeierten Mezzosopranistin Anna Harvey eine Giulia, die ihre Beine nicht in einer Männerhose verstecken muss. Und aus Cleopatra beim überragenden Countertenor Dennis Orellana ein Cleopatro, der sich deshalb nicht die Männerbrust ausstopfen muss. In der Neuinszenierung der Deutschen Oper am Rhein, die am 30. November 2025 im Theater Duisburg eine denkwürdige, leider aber längst nicht ausverkaufte Premiere feierte, geht es um das – zeitlose – Primat der Macht. Weshalb die acht Gesangssolisten unter überdimensionalen, aber immerhin begrünten Neon-Versalien des (englischen Macht-) Wortes Power in einem bis zur Jetztzeit reichenden Kostüm-Stilmix agieren in der kühlen Ausstattung des eingespielten Teams aus Rifail Ajdarpasic und Ariane Isabell Unfried, die außer einer stilisierten Rialto-Brücke über den Nil kein ägyptisches Lokalkolorit aufweist. Sie kamen, sangen und siegten: Gleich drei Countertenöre, sämtlich international renommierte Gäste, verzücken das Rheinopern-Publikum über knapp drei Stunden. Allen voran Dennis Orellana als Cleopatro. In Honduras geboren und ursprünglich an der Posaune ausgebildet, studierte der derzeit wahrscheinlich spannendste junge Sänger der Barockszene in Madrid und Stuttgart. Er bestreitet zusammen mit dem Bass Valentin Ruckebier am Sonntag, 7. Dezember 2025, um 11 Uhr im Theater Duisburg die Liedmatinee „Perlen der Barockmusik“. An seiner Seite zwei kaum weniger brillante Sänger dieser gefragten Stimmlage mit Maximiliano Danta als Sesto, der gebürtige Uruguayer ist aktuell zweifacher Wettbewerbs-Sieger in Versailles und Innsbruck, sowie dem jungen Rheinopern-Debutanten Tobias Hechler, der sein Gesangsstudium in Bremen und Hannover absolvierte und auf dem besten Wege ist, sich über den deutschsprachigen Raum hinaus einen Namen zu machen. Als Tolomeo muss er ‘mal im Tennis-Outfit zum Match antreten, was gagreich beginnt und in Albernheit ausartet, ‘mal mit dem Golfschläger die zu seiner Haremsdame degradierte Cornelia (Katarzyna Kuncio) demütigen, was nun wirklich nicht lustig ist. Aber das sind wie bei zahlreichen weiteren drastischen und vielfach auch anzüglichen Szenen Geschmacksfragen, die ein an Horrorfilme zur TV-Primetime gewöhntes Publikum anders beantworten dürfte. Michaela Dicu kann aber auch anders – etwa mit der Liebesnacht Cäsars und Cleopatras in der Badewanne und einer kleinen, feinen Mutter-Sohn-Petitesse: Beim Totenmahl für den geköpften Pompeo untersagt die Witwe Cornelia ihrem Sohn Sesto noch den Griff ins Zigarettenpäckchen, der muss seiner Nikotinsucht draußen nachkommen. Als Sesto jedoch seinen Vater gerächt und Tolomeo getötet hat, kann er auf der Tennis-Tribüne nach Herzenslust qualmen. Noch zu erwähnen aus dem eigenen Ensemble Roman Hoza als Tolomeos Feldherr Achilla, der kraftvolle Bassbariton Torben Jürgens als Cäsars Vertrauter Curio sowie die junge, in London ausgebildete englische Mezzosopranistin Annabel Kennedy, die als Cleopatras Vertraute Nirena ständig mit Handy und Tablet unterwegs ist. „Giulio Cesare in Egitto“ in Duisburg könnte man auch so zusammenfassen: Power-Barock für Einsteiger. Fortgeschrittene und vor allem die Puristen darunter werden die Rezitative vermissen, ich gehöre nicht dazu. Achtung Spoiler: Am Ende überlässt das glückliche Liebespaar Cäsar und Cleopatra den rabenschwarzen Mantel des Regenten Curio und verschwindet samt Rollkoffer durchs Parkett in den Honeymoon. Einmal abgesehen von der Frage, ob die mit dem Geschlechtertausch verbundene Rollen-Umkehr von Herrscher und Verführerin tatsächlich den gewünschten – und im Programmheft u.a. mit Margaret Thatcher und Angela Merkel untermauerten – Effekt eines Wechsels im Bewusstsein zugunsten von noch stark unterrepräsentierten der Frauen in Führungspositionen von Politik und Wirtschaft erbringt, ist der Deutschen Oper am Rhein zu gratulieren für diesen ungewöhnlichen, musikalisch beglückenden und dabei höchst unterhaltsamen knapp dreistündigen Barockabend. Tickets gibt es auf der Webseite operamrhein.de oder per Tel 0203 – 28362100.

18:30 Uhr

Drei Spiele in fünf Tagen - vielleicht mit nur drei Verteidigern

Miners starten angeschlagen in das Jahr 2026

Nicklas Müller (re.) und Hugo Enock wollen mit dem HEV weiter Punkte sammeln.

Durch eine geschlossene Mannschaftsleistung und einen sehr stark aufgelegten Lukas Schulte konnte der HEV am Dienstagabend (30.12.2025) in Tilburg nach Penaltyschießen siegen und zwei wichtige Punkte einfahren. Bereits dort fielen mit Raik Rennert, Julian Herbold und Vincent Grunewald weitere Verteidiger aus. Mithilfe der Förderlizenzspieler aus Düsseldorf kam man mit Mühe jedoch trotzdem auf drei Verteidigerreihen. Für die kommenden Spiele ab Freitag, 2. Januar 2026, sieht es bei den Miners nicht besser aus. Raik Rennert und Julian Herbold fehlten gegen Tilburg bereits krankheitsbedingt und werden auch an diesem Wochenende voraussichtlich nicht zum Einsatz kommen. Vincent Grunewald hat momentan mit einer Oberkörperverletzung zu kämpfen, bei der noch weitere Untersuchungen ausstehen. Auch er wird in den nächsten drei Spielen nicht zum Einsatz kommen. Bei Mike Mieszkowski, der das Eis im Auswärtsspiel gegen Leipzig bereits verletzt verlassen musste, stehen ebenfalls weitere Untersuchungen aus. Aktuell ist mit einer Ausfallzeit von mindestens ein bis zwei Wochen zu rechnen. Auch Marius Demmler laboriert weiterhin an einer Oberkörperverletzung und fällt voraussichtlich weitere zwei bis drei Wochen aus. Dazu befindet sich hinter drei weiteren Akteuren ein Fragezeichen: Fabian Nifosi und Dennis Palka sind ebenfalls erkrankt – ein Einsatz entscheidet sich demnach kurzfristig. Marc Hofmann konnte das Spiel gegen Tilburg nach einem Zusammenprall mit der Bande ebenfalls nicht beenden, bei ihm ist ein Einsatz ebenfalls unwahrscheinlich. Sofiene Bräuner befindet sich derweil wieder auf dem Eis, benötigt jedoch voraussichtlich noch zwei Wochen für seine Rückkehr. Einzig bei Kapitän Justus Meyl sieht es gut aus – der Verteidiger wird wahrscheinlich nach seiner Oberkörperverletzung sehr zeitnah sein Comeback feiern können. Die Förderlizenzspieler aus Düsseldorf werden die Miners am Freitag erneut unterstützen, ab Sonntag werden sie jedoch wieder für die U20 der DEG auflaufen und Herne nicht zur Verfügung stehen. „Wenn wir Pech haben, spielen wir am Sonntag mit drei eigenen Verteidigern. Das ist sehr frustrierend“, so Dirk Schmitz über die Verletztenlage. Füchse Duisburg, Freitag, 2. Januar 2026: In den bisherigen drei Aufeinandertreffen gingen zwei Mal die Füchse Duisburg als Sieger vom Eis und einmal die Miners. In allen drei Partien nahmen die Sieger jeweils die volle Punktzahl mit, und das Heimteam setzte sich immer vor den eigenen Fans durch. Ein Trend, der aus Sicht der Grün-Weiß-Roten gerne weitergeführt werden darf. Achten müssen die Miners weiterhin auf den Duisburger Topscorer Sandis Zolmanis, der als Dreh- und Angelpunkt im Duisburger Spiel fungiert. Bully in der Hannibal-Arena ist um 20 Uhr. Hammer Eisbären, Sonntag, 4. Januar 2026: Das letzte Spiel gegen die Hammer Eisbären ist noch nicht lange her: Einen Tag vor Heilig Abend gewannen die Eisbären knapp nach Verlängerung in der Hannibal-Arena und entführten somit zwei Punkte. Danach bezwangen sie sogar die Hannover Indians, gegen den bis zu diesem Zeitpunkt Tabellenletzten, die Herforder Ice Dragons, mussten sich die Hammer jedoch geschlagen geben. In Hamm wird es ab 18:30 Uhr wieder eine spannende Partie werden. Hannover Indians, Dienstag, 6. Januar 2026: Das dritte Spiel in fünf Tagen findet für den dezimierten Herner Kader wieder zu Hause in der Hannibal-Arena statt. Gegner sind dabei erneut die Hannover Indians. Am Pferdeturm waren die Indians zwar zwei Mal deutlich überlegen, in der Hannibal-Arena zwang man die Hannoveraner jedoch bis ins Penaltyschießen, bevor man sich geschlagen geben musste. Im Penaltyschießen war es zwei Mal Topscorer Jacob Lagacé, der den Indians den Extrapunkt sicherte – auf ihn wird auch in diesem Spiel wieder besonders zu achten sein. Bully ist am Dienstagabend um 20 Uhr in der Hannibal-Arena.

18:30 Uhr

'House of Banksy – An Unauthorized Exhibition'

Banksy-Ausstellung in Dortmund

Motive des derzeit wohl bekanntesten aber anonymen Straßenkünstlers Banksy, der mit seinen mal ironischen, mal politischen Graffitis bekannt wurde.

Dortmund. Die Pop-Up-Ausstellung „House of Banksy – An Unauthorized Exhibition“ lässt seit Mittwoch (17.12.2025) den anonymen Graffiti-Künstler Banksy in Dortmund hoch leben. Im ehemaligen C&A-Haus ist mit mehr als 150 Motiven eine umfangreiche Werkschau seiner Kunst zu sehen. Graffitis, Fotografien, Skulpturen, Videoinstallationen und Drucke wurden eigens für diese Schau reproduziert und sind jetzt an einem Ort zu sehen. Niemand weiß, wer Banksy ist, aber jeder kennt seinen Namen. Er ist einer der berühmtesten und gleichzeitig geheimnisvollsten Künstler der Welt. Banksy ist Untergrundkämpfer, Hotelbetreiber und ohne Zweifel der unumstrittene König der Straßenkunst, ein genialer Geist und Starkünstler, der mit seinen mal ironischen, mal politischen, aber stets poetischen Arbeiten die Menschen berührt und ihnen aus der Seele spricht. Seine Identität hält der Schätzungen zufolge etwa 45–50-jährige in Bristol geborene und bis heute anonyme Graffiti-Künstler bis heute erfolgreich geheim. Seine Werke dagegen erobern international nicht nur die Straßen, sondern auch die Auktionshäuser, und das höchst erfolgreich: Er gilt derzeit als einer der teuersten Künstler der Gegenwart. 2010 setzte ihn das „Time Magazine“ erstmals auf seine Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt, neben Persönlichkeiten wie Barack Obama, Steve Jobs oder Lady Gaga. Die Ausstellung läuft bis zum 15. März in Dortmund und ist montags bis sonntags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Letzter Einlass: Eine Stunde vor Ausstellungsende. Geschlossen hat das Haus am 24. und 25. Dezember 2025, am 1. Januar 2026. An Silvester, 31. Dezember 2025, ist die Ausstellung nur von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

seit 17. Dezember

Stadtmarketing informiert über Geschenkideen

Ticketshop hat zwischen den Jahren zu

Der Ticketshop des Stadtmarketings Herne bleibt zwischen den Jahren geschlossen.

In der Zeit von Heilig Abend, Mittwoch, 24. Dezember 2025, bis Sonntag, 4. Januar 2026, bleibt der Ticketshop des Stadtmarketings Herne in diesem Jahr geschlossen. „Ab Montag, den 5. Januar, sind wir im kommenden Jahr gerne wieder für unsere Kundschaft da“, so Ticketshopleiter Dirk Dämmig. Wer seinen Lieben zu Weihnachten ein unvergessliches Erlebnis schenken möchte, bekommt im Ticketshop die passendenden Karten dazu – egal ob Konzert, Musical oder Theater. „Besonders gefragt ist aktuell die Ruhr.Topcard, außerdem geht der neue Fritz-Pin (Fritz beim Entenangeln, halloherne berichtete) häufig über die Ladentheke. Beliebt in der Adventszeit sind außerdem der Weihnachts-Fritz-Pin im Set mit der Fritz-Fibel, das Krimi-Spiel: ‚Der Mord von Wanne-Eickel‘ und Honig aus Herne“, verrät Dämmig. Bis zum Jahresende gibt es 10,- Euro Rabatt auf die RUHR.TOPCARD: 60 Euro statt 70 Euro für Erwachsene und 33 Euro statt 43 Euro für Kinder. Die letzte Möglichkeit, diesen Rabatt im Ticketshop zu erhalten, ist am Dienstag, 23. Dezember 2025.

seit 24. Dezember

Stadt Herne informiert

Senioren- und Pflegeberatung Wanne geschlossen

Die neue Senioren- und Pflegeberatung der Stadt Herne im Erdgeschoss des WEZ an der Hauptstraße 241.

Die städtische Senioren- und Pflegeberatung Wanne bleibt am Freitag, 2. Januar 2026, aus betrieblichen Gründen geschlossen. Das Team steht ab Montag, 5. Januar 2026, wieder wie gewohnt für alle Hilfesuchenden zur Verfügung.

seit 2. Januar

Montag, 5. Januar

Treffpunkt in der Bibliothek Herne-Wanne

Bürgersprechstunde mit Winfried Marx

Winfried Marx lädt zur Bürgersprechstunde.

Winfried Marx, Bezirksbürgermeister des Stadtbezirks Wanne, lädt interessierte Bürger zur Sprechstunde ein, am Montag, 5. Januar 2026, von 16 bis 18 Uhr in die Bibliothek Herne-Wanne, Wanner Straße 21. In der Sprechstunde können Bürger Sorgen und Probleme ansprechen sowie Lösungsmöglichkeiten diskutieren und eigene Ideen vortragen. Eine Anmeldung unter Telefon 0 23 23 / 16 - 32 81 oder per E-Mail an ratsangelegenheiten@herne.de ist notwendig.

16 Uhr

SPD- Bezirksbürgermeisters lädt ein

Bürgersprechstunde in der Stadtbibliothek

SPD- Bezirksbürgermeister Winfried Marx.

Winfried Marx, der SPD-Bezirksbürgermeister des Stadtbezirks Wanne, lädt am Montag, 5. Januar 2026, in der Zeit von 16 bis 18 Uhr, zur Bürgersprechstunde in die Bibliothek Herne-Wanne ein. In der Sprechstunde können die Bürger ihre Sorgen und Probleme ansprechen sowie Lösungsmöglichkeiten diskutieren und eigene Ideen vortragen. Eine Voranmeldung unter Tel 02323 - 16-3281 oder per E-Mail an ratsangelegenheiten@herne.de ist notwendig.

16 Uhr

'House of Banksy – An Unauthorized Exhibition'

Banksy-Ausstellung in Dortmund

Motive des derzeit wohl bekanntesten aber anonymen Straßenkünstlers Banksy, der mit seinen mal ironischen, mal politischen Graffitis bekannt wurde.

Dortmund. Die Pop-Up-Ausstellung „House of Banksy – An Unauthorized Exhibition“ lässt seit Mittwoch (17.12.2025) den anonymen Graffiti-Künstler Banksy in Dortmund hoch leben. Im ehemaligen C&A-Haus ist mit mehr als 150 Motiven eine umfangreiche Werkschau seiner Kunst zu sehen. Graffitis, Fotografien, Skulpturen, Videoinstallationen und Drucke wurden eigens für diese Schau reproduziert und sind jetzt an einem Ort zu sehen. Niemand weiß, wer Banksy ist, aber jeder kennt seinen Namen. Er ist einer der berühmtesten und gleichzeitig geheimnisvollsten Künstler der Welt. Banksy ist Untergrundkämpfer, Hotelbetreiber und ohne Zweifel der unumstrittene König der Straßenkunst, ein genialer Geist und Starkünstler, der mit seinen mal ironischen, mal politischen, aber stets poetischen Arbeiten die Menschen berührt und ihnen aus der Seele spricht. Seine Identität hält der Schätzungen zufolge etwa 45–50-jährige in Bristol geborene und bis heute anonyme Graffiti-Künstler bis heute erfolgreich geheim. Seine Werke dagegen erobern international nicht nur die Straßen, sondern auch die Auktionshäuser, und das höchst erfolgreich: Er gilt derzeit als einer der teuersten Künstler der Gegenwart. 2010 setzte ihn das „Time Magazine“ erstmals auf seine Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt, neben Persönlichkeiten wie Barack Obama, Steve Jobs oder Lady Gaga. Die Ausstellung läuft bis zum 15. März in Dortmund und ist montags bis sonntags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Letzter Einlass: Eine Stunde vor Ausstellungsende. Geschlossen hat das Haus am 24. und 25. Dezember 2025, am 1. Januar 2026. An Silvester, 31. Dezember 2025, ist die Ausstellung nur von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

seit 17. Dezember

Stadt Herne informiert

Senioren- und Pflegeberatung Wanne geschlossen

Die neue Senioren- und Pflegeberatung der Stadt Herne im Erdgeschoss des WEZ an der Hauptstraße 241.

Die städtische Senioren- und Pflegeberatung Wanne bleibt am Freitag, 2. Januar 2026, aus betrieblichen Gründen geschlossen. Das Team steht ab Montag, 5. Januar 2026, wieder wie gewohnt für alle Hilfesuchenden zur Verfügung.

seit 2. Januar

Dienstag, 6. Januar

Vorbereitungskurs für ambulante Sterbebegleitung startet

Hospizdienst sucht Ehrenamtliche

Arbeiten jetzt zusammen: Petra Stach-Wittekind (Evangelische Erwachsenenbildung, Mitte) und die Koordinatorinnen des Hospizdienstes Karin Leutbecher (li.) und Anja Schröder.

Der Ambulante Hospizdienst Herne bietet ab Donnerstag, 22. Januar 2026 einen neuen Vorbereitungskurs für das Ehrenamt in der ambulanten Sterbebegleitung an. Das Besondere: Die Ausbildung der zukünftigen Zeitschenkerinnen und Zeitschenker findet erstmals in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Erwachsenenbildung im Kirchenkreis Herne statt. „Diese Kooperation ist Ausdruck unserer langjährigen guten Partnerschaft mit dem Kirchenkreis", erklärt Karin Leutbecher, Koordinatorin des Ambulanten Hospizdienstes. „Wir können nun bestehende Kontakte und Strukturen nutzen. So erreichen wir mehr Menschen, die sich für diese Aufgabe interessieren." Die Partnerschaft mit einem zertifizierten Bildungsträger bringt für beide Seiten Vorteile. Petra Stach-Wittekind, die neue Koordinatorin der Evangelischen Erwachsenenbildung beim Kirchenkreis Herne, betont: „Der Vorbereitungskurs passt hervorragend in unser Angebot. Wir freuen uns, den Ambulanten Hospizdienst bei dieser wertvollen Arbeit zu unterstützen." Der Vorbereitungskurs vermittelt in zwei Teilen alle notwendigen Kenntnisse für die ehrenamtliche Begleitung schwerkranker und sterbender Menschen sowie ihrer Angehörigen im eigenen Zuhause, im Krankenhaus und im Heim. Wenn der erste Kursteil absolviert wurde, können die Zeitschenkerinnen und Zeitschenker auf Wunsch und in Begleitung in die praktische Arbeit einsteigen. Die Themen des Kurses sind breit gefächert: Sie reichen von Hospizidee und Kommunikation über Demenz und Spiritualität bis hin zu einer persönlichen Auseinandersetzung mit Sterben, Tod und Trauer. Eine weitere Neuerung: Viele Unterrichtseinheiten finden am Nachmittag statt. Ein Infonachmittag zum Vorbereitungskurs findet am Dienstag, 6. Januar 2026, um 14.30 Uhr im Gemeindezentrum Herz Jesu, Düngelstraße 34, in Herne statt. Anmeldungen nehmen der Ambulante Hospizdienst unter info@hospizdienst-herne.de und Telefon 02323 – 988 290 entgegen.

14:30 Uhr

Mit der „Faust“-Preisträgerin Bettina Ranch

'Hänsel und Gretel' zur Weihnachtszeit in Essen

Engelbert Humperdincks Opernklassiker „Hänsel und Gretel“ kehrt mit fünf Vorstellungen in der Vorweihnachtszeit ans Essener Aalto Musiktheater zurück.

Ein wunderbares Märchen, packende Orchestermusik und ein spielfreudiges Gesangsensemble plus Kinderchor – das sind die Zutaten für Engelbert Humperdincks Opernklassiker „Hänsel und Gretel“. Am Aalto Musiktheater ist das bezaubernde Märchenspiel in der Inszenierung von Marie-Helen Joël rechtzeitig zur Weihnachtszeit wieder zu erleben in fünf Vorstellungen. Die frischgebackene „Faust“-Preisträgerin Bettina Ranch ist in der Partie der Gertrud zu erleben. Erzählt wird ein Märchen über Verlockung und Versuchung, über Risikobereitschaft, Übermut und vor allem über die Stärke von zwei Kindern, die sich aus einer scheinbar ausweglosen Situation selbst befreien. Keine Figur dieser Geschichte ist eindeutig gut oder böse: Die überforderte Mutter schickt die Kinder in ihrer Verzweiflung in den dunklen Wald, und die hungrigen Kinder knabbern unerlaubterweise an einem fremden Lebkuchenhaus. Sogar Hexe Rosina Leckermaul hat zwei Seiten: Erfüllt von einer Art der Liebe, die Kinder zum Fressen gern hat, backt sie riesige Plätzchen, rettet damit (vielleicht unbeabsichtigt) Hänsel und Gretel vor dem Hungertod und offenbart erst im letzten Moment ihren wahren Charakter. Zu den schönsten Momenten der Oper gehört wohl der Augenblick, in dem die beiden Kinder, „wenn die Not am größten ist“, einfach einschlafen. Getragen von unerschütterlichem Vertrauen in ihre „Schutzengel“ sind sie neugierig auf eine fantastische Welt, die geheimnisvoll und gefährlich ist, zugleich aber auch traumhaft schön. Unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Andrea Sanguineti sind alle sechs Partien mit Mitgliedern des Aalto-Ensembles besetzt: Liliana de Sousa/Nataliia Kukhar (Hänsel), Idil Kutay (Gretel), Tobias Greenhalgh (Peter), Bettina Ranch (Gertrud), Rainer Maria Röhr (Knusperhexe) und Mercy Malieloa (Sandmännchen/Taumännchen). Darunter auch die gebürtige Berliner Mezzosopranistin Bettina Ranch, die seit der Spielzeit 2016/2017 festes Ensemblemitglied am Aalto Musiktheater ist. Sie hat gerade im Theaterhaus Stuttgart den „Theater-Oscar“ des deutschsprachigen Raumes, „Der Faust“, in Empfang nehmen dürfen für ihre überragende Darstellung der Kundry in Richard Wagners „Parsifal“ in Essen. Die Inszenierung von Roland Schwab wird am 26. April 2026 am Aalto wiederaufgenommen mit weiteren Vorstellungen am 2., 17. und 24. Mai 2026, der Kartenvorverkauf läuft. Apropos Wagner: Bettina Ranch, die bereits an allen drei Berliner Opernhäusern wie auch in Amsterdam, Hamburg und Luxemburg gastierte, debütierte am 26. Oktober 2025 als Fricka im neuen „Ring des Nibelungen“ an der Oper Köln unter der Leitung von Marc Albrecht und der Regie von Paul-Georg Dittrich im inzwischen abgespielten „Rheingold“, wird aber ab 29. März 2026 im Staatenhaus Köln-Deutz in „Die Walküre“ zu erleben sein. Obs überhaupt noch „Ring“-Karten gibt, kann unter Tel. 0221 – 221 28400 erfragt werden. Die „Hänsel und Gretel“-Wiederaufnahme findet am Samstag, 29. November 2025, um 18 Uhr statt, weitere Vorstellungen folgen am 14., 26. und 28. Dezember 2025 sowie am 6. Januar 2026 mit Einführungsvorträgen jeweils 45 Minuten vor jeder Vorstellung im Foyer. Karten unter theater-essen.de oder unter Tel. 0201 – 8122200.

16:30 Uhr

'Orlando Gastspiel' im Bochumer Schauspielhaus

'Das Leben ist ein Schweinestall'

Szene aus "Orlando" am Bochumer Schauspielhaus: (v.li.) Leona Bert, Nils Miekisch, Pauline Stine Steger, Felina Zenner, Carlos Motolese-Trausan.

Die Premiere von Orlando am Samstag (20.12.2025) bringt einen bahnbrechenden Text auf die Bühne der Kammerspiele, der einmal mehr zugleich alt und irritierend jung ist. Regisseur Martin Laberenz und sein Ensemble – eine Koproduktion mit der Folkwang Universität der Künste – nehmen Virginia Woolfs berühmte „Biografie“ über die ewige Jugend und Schönheit aus dem Jahre 1928 nicht als Stoff, den man illustriert, sondern betritt und rasant miterlebt. Die Kammerspiele werden zu einem kurzweiligen Bühnen-Labor einer vor allem kollektiven queeren Verwandlung. Schon der kurze Solo-Anfang macht klar, dass diese Inszenierung mit dem Schauspieler-Dekett keinen sicheren Boden bietet. Woolfs ikonischer erster Satz: „Er – denn an seinem Geschlecht konnte kein Zweifel bestehen“ hängt wie ein Versprechen im Raum. Es wird auch in Bochum schnell brüchig. Denn Zweifel ist die eigentliche Hauptfigur. Regisseur Laberenz, der als Assistent früher bei gemeinsamen Produktionen am Schauspielhaus Bochum auch mit Helge Schneider zusammen gearbeitet war, vertraut nicht nur auf gut gemachte dramatische Effekte, sondern auf ein präzises, nicht immer nur nüchternes Spiel mit schillernden Körpern und Kostümen, Stimmen, Musik und vielen Blicken. Die Bühne von Oliver Helf mit recht minimalistischer Hauswand, Straße und einem Raum bleibt dabei bewusst offen und ist oft in szenigen, mystischen Nebel getaucht, der mit sehr gut inszenierten Bildern eine hervorragende Ästhetik zeigt. Es gibt keinen historisierenden Ballast, keine opulente Epoche. Drei Jahrhunderte rauschen vorbei, ohne dass man sie ausbuchstabieren müsste. Ausgefallene, witzige, skurrile Kostüme markieren Geschlecht nicht als Kostümierung, sondern als queeres Angebot: etwas, das man anlegen, ablegen, verschieben kann, scheinbar beliebig. Gerade darin liegt eine Stärke des Abends. Orlando wird nicht aktualisiert, sondern tatsächlich freigelegt. Was bei Woolf Roman literarisch verspielt daherkommt, wird hier im Theater körperlich erfahrbar und funktioniert, manchmal etwas wild. Über gut zwei Stunden (130 Minuten) gibt es eine angenehme Spannung zwischen Text und Spiel. Das Nachwuchs-Ensemble zeigt sich präsent, wach, präzise und trägt den Abend als buntes Kollektiv. Nur in der neuen Reihe könnte manchmal etwas mehr Phonetikstärke einzelner Akteure ankommen. Niemand drängt sich in den Vordergrund, und doch entstehen immer wieder starke Einzelmomente. Besonders stark und unerwartet humorig ist die „Todesszene“ von Königin Elisabeth I, die kaum enden will. Auch als Gruppe kommen alle Schauspieler immer wieder zusammen, viel Spaß macht die nebelige Disco-Szene mit genialer Musik von Kouddlam im Love Song. Tanzende Körper, die ihre Haltung verändern und damit ganze gesellschaftliche Ordnungen infrage stellen. Dramaturgisch wird Woolfs Biografie-Parodie wohl ernst genommen: Das Erzählen selbst gerät unter Beobachtung. Wer spricht - und mit welchem Recht? Es wird viel gesprochen, das macht den Abend anspruchsvoll, aber auch reizvoll. Wer eine lineare Geschichte erwartet, wird enttäuscht. Wer bereit ist, sich auf ein Denken in teils rasant schnellen Übergängen einzulassen, erlebt ein konzentriertes, kluges Theatererlebnis. Orlando will auch zeigen, wie sehr Geschlecht, Rolle und Identität von Blicken abhängen – von gesellschaftlichen Erwartungen, die sich historisch verändern und doch hartnäckig bleiben. Dass Woolf diesen Text vor fast hundert Jahren geschrieben hat, wirkt an diesem Abend weniger erstaunlich als brandaktuell. Nach gut zwei Stunden endet die Premiere ohne Pause – und ohne Auflösung. Orlando bleibt unterwegs, es ist wohl eine offene Bewegung und endet musikalisch mit dem Titel „Life is a pigsty“ von Morrissey, wie treffend. Karten sind auf der Homepage unter schauspielhausbochum.de und Tel 0234 – 33335555 zu bekommen. Weitere Aufführungen in den Kammerspielen des Schauspielhauses Bochum:

19:30 Uhr

Wissenswertes über die Schwangerschaft

Infoabend der Geburtshilfe

Im St. Anna Hospital gibt es einen Infoabend der Geburtshilfe.

Am Dienstag, 6. Januar 2026, lädt die Geburtshilfliche Abteilung des St. Anna Hospital Herne werdende Eltern um 19.30 Uhr zum Informationsabend ein. Das Team der Geburtshilfe stellt sich und seine Abteilung gemeinsam mit einem Kinderarzt vor. Wissenswertes über die Schwangerschaft, die Geburt sowie die Zeit im Wochenbett wird ebenfalls erläutert. Eine Kreißsaalführung ist je nach Belegung des Kreißsaals gegebenenfalls spontan möglich. Die Veranstaltung findet im Kongresszentrum der St. Elisabeth Gruppe am St. Anna Hospital Herne, Am Ruschenhof 24, 44649 Herne, statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

19:30 Uhr

Drei Spiele in fünf Tagen - vielleicht mit nur drei Verteidigern

Miners starten angeschlagen in das Jahr 2026

Nicklas Müller (re.) und Hugo Enock wollen mit dem HEV weiter Punkte sammeln.

Durch eine geschlossene Mannschaftsleistung und einen sehr stark aufgelegten Lukas Schulte konnte der HEV am Dienstagabend (30.12.2025) in Tilburg nach Penaltyschießen siegen und zwei wichtige Punkte einfahren. Bereits dort fielen mit Raik Rennert, Julian Herbold und Vincent Grunewald weitere Verteidiger aus. Mithilfe der Förderlizenzspieler aus Düsseldorf kam man mit Mühe jedoch trotzdem auf drei Verteidigerreihen. Für die kommenden Spiele ab Freitag, 2. Januar 2026, sieht es bei den Miners nicht besser aus. Raik Rennert und Julian Herbold fehlten gegen Tilburg bereits krankheitsbedingt und werden auch an diesem Wochenende voraussichtlich nicht zum Einsatz kommen. Vincent Grunewald hat momentan mit einer Oberkörperverletzung zu kämpfen, bei der noch weitere Untersuchungen ausstehen. Auch er wird in den nächsten drei Spielen nicht zum Einsatz kommen. Bei Mike Mieszkowski, der das Eis im Auswärtsspiel gegen Leipzig bereits verletzt verlassen musste, stehen ebenfalls weitere Untersuchungen aus. Aktuell ist mit einer Ausfallzeit von mindestens ein bis zwei Wochen zu rechnen. Auch Marius Demmler laboriert weiterhin an einer Oberkörperverletzung und fällt voraussichtlich weitere zwei bis drei Wochen aus. Dazu befindet sich hinter drei weiteren Akteuren ein Fragezeichen: Fabian Nifosi und Dennis Palka sind ebenfalls erkrankt – ein Einsatz entscheidet sich demnach kurzfristig. Marc Hofmann konnte das Spiel gegen Tilburg nach einem Zusammenprall mit der Bande ebenfalls nicht beenden, bei ihm ist ein Einsatz ebenfalls unwahrscheinlich. Sofiene Bräuner befindet sich derweil wieder auf dem Eis, benötigt jedoch voraussichtlich noch zwei Wochen für seine Rückkehr. Einzig bei Kapitän Justus Meyl sieht es gut aus – der Verteidiger wird wahrscheinlich nach seiner Oberkörperverletzung sehr zeitnah sein Comeback feiern können. Die Förderlizenzspieler aus Düsseldorf werden die Miners am Freitag erneut unterstützen, ab Sonntag werden sie jedoch wieder für die U20 der DEG auflaufen und Herne nicht zur Verfügung stehen. „Wenn wir Pech haben, spielen wir am Sonntag mit drei eigenen Verteidigern. Das ist sehr frustrierend“, so Dirk Schmitz über die Verletztenlage. Füchse Duisburg, Freitag, 2. Januar 2026: In den bisherigen drei Aufeinandertreffen gingen zwei Mal die Füchse Duisburg als Sieger vom Eis und einmal die Miners. In allen drei Partien nahmen die Sieger jeweils die volle Punktzahl mit, und das Heimteam setzte sich immer vor den eigenen Fans durch. Ein Trend, der aus Sicht der Grün-Weiß-Roten gerne weitergeführt werden darf. Achten müssen die Miners weiterhin auf den Duisburger Topscorer Sandis Zolmanis, der als Dreh- und Angelpunkt im Duisburger Spiel fungiert. Bully in der Hannibal-Arena ist um 20 Uhr. Hammer Eisbären, Sonntag, 4. Januar 2026: Das letzte Spiel gegen die Hammer Eisbären ist noch nicht lange her: Einen Tag vor Heilig Abend gewannen die Eisbären knapp nach Verlängerung in der Hannibal-Arena und entführten somit zwei Punkte. Danach bezwangen sie sogar die Hannover Indians, gegen den bis zu diesem Zeitpunkt Tabellenletzten, die Herforder Ice Dragons, mussten sich die Hammer jedoch geschlagen geben. In Hamm wird es ab 18:30 Uhr wieder eine spannende Partie werden. Hannover Indians, Dienstag, 6. Januar 2026: Das dritte Spiel in fünf Tagen findet für den dezimierten Herner Kader wieder zu Hause in der Hannibal-Arena statt. Gegner sind dabei erneut die Hannover Indians. Am Pferdeturm waren die Indians zwar zwei Mal deutlich überlegen, in der Hannibal-Arena zwang man die Hannoveraner jedoch bis ins Penaltyschießen, bevor man sich geschlagen geben musste. Im Penaltyschießen war es zwei Mal Topscorer Jacob Lagacé, der den Indians den Extrapunkt sicherte – auf ihn wird auch in diesem Spiel wieder besonders zu achten sein. Bully ist am Dienstagabend um 20 Uhr in der Hannibal-Arena.

20 Uhr

'House of Banksy – An Unauthorized Exhibition'

Banksy-Ausstellung in Dortmund

Motive des derzeit wohl bekanntesten aber anonymen Straßenkünstlers Banksy, der mit seinen mal ironischen, mal politischen Graffitis bekannt wurde.

Dortmund. Die Pop-Up-Ausstellung „House of Banksy – An Unauthorized Exhibition“ lässt seit Mittwoch (17.12.2025) den anonymen Graffiti-Künstler Banksy in Dortmund hoch leben. Im ehemaligen C&A-Haus ist mit mehr als 150 Motiven eine umfangreiche Werkschau seiner Kunst zu sehen. Graffitis, Fotografien, Skulpturen, Videoinstallationen und Drucke wurden eigens für diese Schau reproduziert und sind jetzt an einem Ort zu sehen. Niemand weiß, wer Banksy ist, aber jeder kennt seinen Namen. Er ist einer der berühmtesten und gleichzeitig geheimnisvollsten Künstler der Welt. Banksy ist Untergrundkämpfer, Hotelbetreiber und ohne Zweifel der unumstrittene König der Straßenkunst, ein genialer Geist und Starkünstler, der mit seinen mal ironischen, mal politischen, aber stets poetischen Arbeiten die Menschen berührt und ihnen aus der Seele spricht. Seine Identität hält der Schätzungen zufolge etwa 45–50-jährige in Bristol geborene und bis heute anonyme Graffiti-Künstler bis heute erfolgreich geheim. Seine Werke dagegen erobern international nicht nur die Straßen, sondern auch die Auktionshäuser, und das höchst erfolgreich: Er gilt derzeit als einer der teuersten Künstler der Gegenwart. 2010 setzte ihn das „Time Magazine“ erstmals auf seine Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt, neben Persönlichkeiten wie Barack Obama, Steve Jobs oder Lady Gaga. Die Ausstellung läuft bis zum 15. März in Dortmund und ist montags bis sonntags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Letzter Einlass: Eine Stunde vor Ausstellungsende. Geschlossen hat das Haus am 24. und 25. Dezember 2025, am 1. Januar 2026. An Silvester, 31. Dezember 2025, ist die Ausstellung nur von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

seit 17. Dezember

Mittwoch, 7. Januar

Angebot im Marien Hospital Herne

Aqua-Fit für Schwangere

Die Elternschule des Marien Hospital Herne bietet Aqua-Fit-Kurse an (Symbolbild).

Die Elternschule des Marien Hospital Herne bietet ab Mittwoch, 7. Januar 2026, drei neue Aqua-Fit Kurse für Schwangere an. Aqua-Fit in der Schwangerschaft ist eine Kombination aus Aquajogging, Wassergymnastik und Wasser-Shiatsu zur Förderung der Gesundheit und des Wohlbefindens für die Mutter und das ungeborene Kind. Schwangerschaftsbedingte Probleme wie Rückenschmerzen können gelindert und Krampfadern vorgebeugt werden. Außerdem fördern die Übungen die Körperwahrnehmung und die gezielten Atemübungen bereichern die klassische Geburtsvorbereitung. Die Kurse finden immer mittwochs jeweils in der Zeit von 9 bis 9.45 Uhr, 10 bis 10.45 Uhr und von 11 bis 11.45 Uhr statt. Kursort ist das Thermalbad im ehemaligen Rheumazentrum, Am Solbad 10, 44652 Herne. Die Kosten betragen 100 Euro für zehn Termine. Informationen und Anmeldung unter Tel 0 23 23 - 499 - 27 47 oder unter bildungswerk@elisabethgruppe.de. Alternativ ist auch eine Anmeldung über die Website www.marienhospital-herne.de/elternschule möglich.

9 Uhr

Unterstützung für Angehörige

Allgemeiner Pflegekurs im EvK Herne

Evangelisches Krankenhaus an der Wiescherstraße: Hier findet ein allgemeiner Pflegekurs statt.

Angehörige, die zu Hause einen pflegebedürftigen Menschen zu versorgen haben, sind einem enormen Druck ausgesetzt – sowohl körperlich als auch psychisch. Unterstützung bietet ein Pflegekurs für Angehörige im Evangelischen Krankenhaus Herne. Die Pflegeberaterinnen und examinierten Krankenschwestern Andrea Lendermann und Jolanta Cojaniz stellen Grundlegendes zum Thema häusliche Pflege vor. Sie zeigen Kniffe und Tricks, wie man mit einfachen, in jedem Haushalt vorhandenen Hilfsmitteln den Patienten Gutes tun und sich als pflegende Angehörige die Versorgung der Kranken erleichtern kann. Darüber hinaus werden auch individuelle Fragestellungen aus dem Alltag der Teilnehmenden bei der Gestaltung des Kurses berücksichtigt. Der Kurs findet im EvK Herne, Wiescherstraße 24, an insgesamt zwei Tagen statt: Am Mittwoch und Donnerstag, 7. und 8. Januar 2026, jeweils von 9.30 bis 13 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos, eine vorherige Anmeldung unter Tel 02323 498-92828 oder -2975 ist verpflichtend.

9:30 Uhr

Ausblick auf 2026

HAGAR Frauencafé

Das HAGAR-Frauencafé findet an jedem ersten Mittwoch im Monat statt.

Das erste HAGAR-Frauencafé im Jahr 2026 findet am Mittwoch, 7. Januar 2026 in der Zeit von 9:30 bis 11:30 Uhr statt.

9:30 Uhr

Telefonische Beratung von Blickpunkt-Auge

Rat und Hilfe bei Sehverlust

Bei Sehverlust bietet Blickpunkt Auge eine telefonische Beratung an (Symbolbild).

Blickpunkt-Auge, Rat und Hilfe bei Sehverlust, bietet eine kostenlose telefonische Beratung an. Sie findet statt am Mittwoch, 7. Januar 2026, von 15 bis 18 Uhr. Menschen, bei denen eine Krankheit diagnostiziert wurde, die zu einer erheblichen Sehbehinderung oder zur Erblindung führen kann, benötigen umfassende Information und Hilfe. Von formalen Fragen zur neuen Lebenssituation, über wirtschaftliche Gesichtspunkte bis hin zur praktischen Alltagsbewältigung gibt es vieles zu bedenken. Um den Betroffenen zu helfen, bietet der Blinden und Sehbehindertenverein Recklinghausen die kostenlose Blickpunkt Auge-Beratung an. Das Beratungsangebot richtet sich an alle Betroffenen und deren Angehörige, auch Nichtmitglieder sind willkommen. Ausgebildete und zertifizierte Berater für Sehbehinderte und Blinde informieren über alle Fragen, die mit der Sehbehinderung oder der Erblindung im Zusammenhang stehen, z.B. über Hilfsmittel, Selbständigkeit im Alltag, Erhalt des Arbeitsplatzes sowie Freizeit- und Urlaubsangebote. Auch Fragen zum Behindertenausweis, Blinden- und Sehbehindertengeld, Rundfunkgebührenermäßigung, Fahrausweis für den öffentlichen Nahverkehr, Kostenübernahme von Hilfsmitteln oder zum Rentenbereich gehören zum Gesamtbereich der Beratung. Um Anmeldung wird bis Dienstagabend, 6. Januar 2026, bei Hannelore Deutschmann unter Tel 02361/16826 gebeten. Die Beratung ist kostenlos, aber nur nach telefonischer Anmeldung möglich.

15 Uhr

Black Barons informieren

Winterpause bei den Jugendteams

Die Black Barons gehen in die Winterpause

Seit Freitag (19.12.2025) befinden sich jetzt auch alle Jugend-Teams der Black Barons in der Winterpause. Während die U16 am Freitag, 16. Januar 2026, um 18 Uhr wieder ins Training einsteigt, starten die U10 und U13 bereits am Mittwoch, 7. Januar 2026, um 17 Uhr in die Saisonvorbereitung. Trainiert wird natürlich, im Horststadion in Herne. Wer noch Teil der Barons-Familie werden möchte, kann sich jederzeit unter info@herne-blackbarons.de melden, die Black Barons freuen sich über jeden Kontakt.

17 Uhr

Erstes Treffen im neuen Jahr am 7. Januar

LWL-Uniklinik startet mit Inforeihe für Angehörige

Sozialarbeiter Lutz Bittner leitet seit zehn Jahren die Angehörigenreihe des LWL-Universitätsklinikums Bochum. Foto:

Bochum (lwl). Die langjährige Angehörigenreihe „Ich darf an mich denken“ der LWL-Universitätsklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Präventivmedizin im Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) geht im neuen Jahr in die nächste Runde: Bis zum Sommer werden wieder zweimal im Monat Infoabende für Angehörige von psychisch erkrankten Menschen angeboten. Das erste Treffen ist bereits am Mittwoch, 7. Januar 2026, 17:30 bis 19 Uhr, im LWL-Universitätsklinikum Bochum an der Alexandrinenstraße 1. Zum zweiten Treffen am 21. Januar ist der Verein „Angehörige psychisch erkrankter Menschen - Landesverband Nordrhein-Westfalen e.V.“ eingeladen und wird über seine Arbeit und Hilfen berichten. An allen Infoabenden, die an jedem ersten und dritten Mittwoch des Monats stattfinden, können sich Angehörige und Interessierte bis zu den Sommerferien im Juli über psychische Erkrankungen und deren Behandlung informieren. Sie erfahren dabei, wie wichtig es ist, auf die eigenen Belastungsgrenzen und Bedürfnisse zu achten, und stellen im Austausch fest, dass sie nicht alleine sind. Unter qualifizierter fachlicher Anleitung eines Arztes und eines Sozialarbeiters werden grundlegende Informationen über psychische Erkrankungen vermittelt. Symptome, Ursachen, Entwicklung und Verlauf sowie die Behandlung sind Schwerpunkte der Gespräche, aber auch der Umgang mit Belastungen und Krisen. Darüber hinaus haben die Teilnehmenden die Gelegenheit, über ihre Erfahrungen zu berichten. Die Teilnahme ist kostenlos und unabhängig davon, ob sich ein Familienmitglied in stationärer, teilstationärer oder ambulanter Behandlung befindet.

17:30 Uhr

Ab der 20. Schwangerschaftswoche

Geburtsvorbereitung für Paare

Schwangerschaft Symbolbild.

Die Elternschule des Marien Hospital Herne lädt ab Mittwoch, 7. Januar 2026, zu einem Geburtsvorbereitungskursus für Paare ein. Der Kursus ist gedacht für Schwangere ab der 20. Schwangerschaftswoche und findet wöchentlich mittwochs von 18:30 bis 20:30 Uhr statt und umfasst fünf Termine. Der Kursus unterstützt Schwangere und ihre Begleitung dabei, die Geburt gut vorbereitet und selbstbewusst zu erleben. Themenschwerpunkte sind der Verlauf der Geburt, die verschiedenen Geburtsphasen, Atem- und Entspannungstechniken sowie die unterschiedlichen Möglichkeiten der Geburtsbegleitung. Darüber hinaus werden auch das Wochenbett und das Stillen behandelt. Teilnehmende haben zudem die Möglichkeit, die Kreißsäle des Marien Hospital Herne zu besichtigen und ihre Fragen an eine erfahrene Hebamme zu richten. Der Kursus findet in den Räumen der Elternschule an der Altenhöfener Straße 92, 44623 Herne statt. Wenn kein weiterer Geburtsvorbereitungskurs über die Krankenkasse abgerechnet wird, kann die Gebühr für die Frau von dieser übernommen werden. Die Gebühr für die Begleitperson beträgt 100,00 Euro. Informationen und Anmeldung über Tel 0 23 23 - 499 - 27 47 oder bildungswerk@elisabethgruppe.de sowie alternativ über die Website.

18:30 Uhr

Trainingsstart für die Barons ist im Januar

Winterpause Senioren-Tackle und Flag

Am Mittwoch (17.12.2025) haben das Senioren-Tackle und das Flag-Team ihre letzte Trainingseinheit in diesem Jahr absolviert.

Am Mittwoch (17.12.2025) haben das Senioren-Tackle und das Flag-Team ihre letzte Trainingseinheit in diesem Jahr absolviert. Beide Teams gehen damit in die verdiente Winterpause, um Kraft zu tanken für das Jahr 2026. Trainingsstart im Jahr 2026, ist am Mittwoch, 7. Januar 2025, um 19 Uhr im Horststadion in Herne. Beide Teams suchen noch Verstärkungen, auch Anfänger sind immer herzlich Willkommen, wer American oder Flag-Football einmal ausprobieren möchte, kann sich jederzeit unter info@herne-blackbarons.de melden oder komm im Horststadion vorbei.

19 Uhr

Spektakuläre Krimi-Oper im Essener 'Aalto'

Paul Hindemiths 'Cardillac'

Cardillac (Heiko Trinsinger) überlebt als recht derangierter böser Clown, umringt von den grauen Gestalten des Volkes (Opernchor des Aalto-Theaters).

E.T.A. Hoffmanns letzte vollständige Erzählung, „Das Fräulein von Scuderi“, im Herbst 1918 im „Taschenbuch für Liebe und Freundschaft“ erschienen, basiert auf einer von Johann Christoph Wagenseil 1697 in seiner „Chronik von Nürnberg“ geschilderten Begebenheit und spielt um 1680 im Paris König Ludwigs XIV.: Der Goldschmied René Cardillac ist von seinen künstlerischen Schöpfungen so besessen, dass er seine Kunden der Reihe nach ermordet, um die Preziosen wieder zurückzuerhalten. Cardillacs Tochter Madelon ist mit dessen Gesellen Olivier verlobt, der das Doppelleben seines Schwiegervaters durchschaut und sich selbst der Justiz als Täter ausliefert, nachdem ein Offizier einen Messerangriff des Goldschmieds abwehrte und diesen dabei tödlich verletzte. Olivier schweigt beharrlich, um seine engelsgleich-zarte Braut zu schonen. Öffnet sich dann aber seiner einstigen Pflegemutter, der nunmehr 73-jährigen Romanautorin Fräulein von Scuderi, welcher er anonym ein Kästchen mit wertvollem Schmuck anvertraut hatte, das einst für die ermordete Prinzessin Henriette von England bestimmt war. Als sich besagter Offizier bei dem Fräulein als Täter in Notwehr zu erkennen gibt, erreicht sie beim König eine Lösung, welche die Gefühle Madelons nicht verletzt und das Brautpaar mit tausend Louis ausgestattet in die Schweiz auswandern lässt. Der Librettist Ferdinand Lion hat aus dieser eher betulich-romantischen Liebesgeschichte, in der sich Hoffmann, selbst wohlbestallter Beamter, mit dem Spannungsverhältnis von Kunst und Leben auseinandersetzt, zusammen mit dem Komponisten Paul Hindemith eine packende, psychologisch grundierte Krimi-Oper über Versuchung, Sucht, Gier und Künstlertum geschaffen, die viel zu selten auf den Spielplänen steht. Dabei bereitet die höchst abwechslungsreiche, zwischen Expressionismus, Neo-Barock, Neuer Sachlichkeit und Avantgarde changierende Musik selbst einem eher konservativen Publikum überhaupt keine Schwierigkeiten. Im Aalto Musiktheater Essen wird die im Vergleich zur revidierten vieraktigen Version von 1952 radikalere dreiaktige Erstfassung der Oper, die am 9. November 1926 an der Sächischen Staatsoper Dresden ihre Uraufführung erlebte, aufgeführt. In der sowohl der König als auch die Hoffmannsche Titelheldin gestrichen sind, dafür aber – in der Konzentration auf den Goldschmied Cardillac – die Figur eines jüdischen Goldhändlers eingefügt worden ist. Welche die Ausstatterin Katrin Nottrodt für die Inszenierung des belgischen Altmeisters Guy Joosten, die bereits am 3. Februar 2019 an der Opera Vlaanderen herausgekommen ist, mit Kaftan, Schläfenlocken und langem Bart als chassidischen Juden ausgewiesen hat. Für die europäische Diamanten-Hauptstadt Antwerpen gewöhnlicher Alltag, für woke deutsche Theatermacher offenbar ein potentieller Aufreger, der gleich auf zwei eingeschobenen Programmheft-Seiten „kontextualisiert“ wird. Die nach rund einhundert pausenlosen Minuten am Premierenabend des Samstag (6.12.2025) umjubelte Aufführung unter der musikalischen Leitung des international gefragten Gastdirigenten Patrick Lange führt in die Zeit der 1920er Jahre mit deutlichen Anklängen an den Stummfilm „Metropolis“, aber auch an Fritz Langs ersten Tonfilm „M“ von 1931 über einen psychopathischen Kindermörder. Masse Mensch: Dunkle Gestalten, durch Projektionen auf den Gazevorhang verstärkt, wuseln als Volk über die Bühne, in deren Mitte die „brennende Kammer“, ein rotglühender Höllenorkus. Die ganz in schwarze Uniformen gesteckten Andreas Hermann (Offizier), der Geliebte von Cardillacs Tochter (Betsy Horne), und Samuel Furness (Kavalier), der für seine offenherzige „Dame“ (Astrik Khanamiryan) das kostbarste Geschmeide Cardillacs erwerben soll, kommen warum auch immer wie SS-Offiziere ‘rüber. Im Mittelpunkt der Oper wie der Inszenierung aber der Titelheld, der im Hermelinmantel wie ein absolutistischer König auftritt – bekrönt mit einer diamantenbesetzten Kostbarkeit, die bei Hoffmann noch für die heilige Jungfrau der Kirche St. Eustache bestimmt war. Aber heilig ist hier nichts und niemand, was besonders auf die „Dame“ genannte Sexarbeiterin zutrifft, die erst nach Erhalt des goldenen Geschmeides dazu bereit ist, sich an der Pole Dance Stange zu räkeln und mit dem Schwarzhemd von Kavalier unter die Bettdecke zu schlüpfen. Heiko Trinsinger als Cardillac ist ein Ereignis: ein Psychopath, der sich als König geriert, der in seinem Goldschatz badet wie Dagobert Duck und mit einem Lächeln mordet wie Joker. Selten war der exzellente Bariton, seit 1999 Aalto-Ensemblemitglied, darstellerisch so gefordert wie hier als dem Wahnsinn verfallener Künstler. Karten unter theater-essen.de oder unter Tel. 0201 81 22-200. Die weiteren Vorstellungen:

19:30 Uhr

Umjubelte Uraufführung am Kleinen Theater Herne

'Die geheimnisvolle Emily Hart'

Der Schein trügt: Johann Winkler (Christian Weymayr) als stolzer Vater seiner Töchter Johanna (Lucy Janßen, l.) und Maxi (Nele Nussbaum).

Das Grandhotel Winkler hat schon bessere Zeiten gesehen. Wovon im privaten Salon des Inhabers Johann Winkler (hat sich die Rolle des „widerwärtigen Scheusals“ auf den eigenen Leib geschrieben: Christian Weymayr) freilich nichts zu bemerken ist, da haben die Ausstatter Bernd Averbeck (Bühne) und Josef Koll (Requisite) ganze Arbeit geleistet: Rechterhand des Kamins eine opulent bestückte Gemäldesammlung, links eine raumhohe Bücherwand, davor ein Schmuckstück von plüschigem Sofa. Zum Empfang seiner wohlhabenden Gönnerin Jadwiga Bonnemeier (Anke Uzoma ruht in sich selbst), der Patentante seiner älteren Tochter Maxi, hat Johann Winkler sich herabgelassen und den Tee selbst zubereitet, während der distinguierte Butler (Paraderolle für Benno Janßen) den Rest zum „Kaviar frisch vom Stör“ übernimmt. Geht es doch in dem bevorstehenden Gespräch um die Ausbildung von Papas Liebling Maxi (selbstüberhebliche Zicke: Nele Nussbaum), seiner designierten Nachfolgerin als Hotelchefin, in Lausanne und Tokyo. Doch der erfolgreichen Schauspielerin ist Johann Winklers aufwändiger Lebenswandel mit Yacht, Lamborghini und teuren Jet-Set-Terminen schon längere Zeit ein Dorn im Auge, weshalb sie keine Kohle mehr herausrücken will. Ganz abgesehen davon, dass sie die ständig gemobbte jüngeren Tochter Johanna (eine Lucy Janßen zum Knuddeln) ins Herz geschlossen hat. Die ist einfach zu gut für diese (Kommerz-) Welt, gibt weder dem höchst ungerechten Vater noch der eingebildeten Schwester Kontra, sondern ist mit ihrem Küchenjob voll ausgelastet und dabei hoch zufrieden. Vom apostrophierten Verwelken bei den Salatköpfen kann also gar nicht die Rede sein, wofür nicht zuletzt „Winklers Vinaigrette“ steht, die allerdings nur in Form eines feinen Sahnelikörs mit Marzipangeschmack an der Theaterbar erhältlich ist. Der vielgeplagten Hotelmanagerin Francesca Salvini (Christine Boinski) bleibt gar keine andere Wahl, als den Konkurs des Traditionshauses an die Wand zu malen, da die Banken keine weiteren Kredite mehr gewähren wollen. Immerhin eines kann sich der selbsternannte gutaussehende Charming Boy Johann Winkler auf die Fahnen schreiben: Networking. So ist er auf die global erfolgreiche Hotelberaterin Emily Hart (cooles Debüt: Johanna Cadenbach) gestoßen, die sich bereit erklärt, für ihn die Kohlen aus dem Feuer zu holen. Hohes Gehalt und langjährige Erfolgs-Provision für die taffe und dabei auch noch sehr attraktive Geschäftsfrau eingeschlossen. Tatsächlich brummt bald nicht nur der Laden im Grandhotel, sondern mit der Route 67 Road Company kann sogar eine Kette mit 43 Motels in den USA hinzugekauft werden. Sodass Johann Winkler ernsthaft in Erwägung zieht, nach einem „wilden Vogel und blassen Hühnern“ erneut in den Ehestand zu treten. Doch da ist Emily Hart vor, hierin tatkräftig unterstützt von den beiden Töchtern des Bonsai-Casanovas. Denn die wissen inzwischen mehr… „Die geheimnisvolle Emily Hart“, bei der Uraufführung am Samstag (6.9.2025) mit stehenden Ovationen des naturgemäß ausverkauften Hauses gefeiert, ist ein so anspielungs- wie spannungsreiches Drama aus der Feder des Herner Medizin- und Wissenschaftsjournalisten Christian Weymayr, dem neben Jürgen Seifert zweiten Hausautor des Kleinen Theaters Herne. Ein zweistündiger Abend mit herrlichen szenischen Petitessen (noch zu nennen Josef Koll als „Strickmörder von Poppenborstel“), gleich zwei Running Gags und viel Humor, aber kein schenkelklopfender Boulevard. Eine große Herausforderung für das achtköpfige Ensemble, zu dem noch die Zweitbesetzungen Natalie Frank (Emily), Christa Herzog (Bonnemeier), Heike Hebing (Salvini) und Andreas Orlowski (Strickmörder) gehören. Und das besonders für drei Debütantinnen an der Neustraße 67. Die 27-jährige Johanna Cadenbach, die seit rund zwölf Jahren in Herne lebt und in der Personalabteilung des Schauspielhauses Bochum quasi permanent Theaterluft schnuppert, hat die Bochumer Take off-Schauspielschule besucht und sieht im Kleinen Theater eine ideale Möglichkeit, Auftrittspraxis zu sammeln für ihr erklärtes Ziel, vor einer Filmkamera zu agieren. Die 24-jährige Nele Nussbaum, in Datteln geborene und in Herne aufgewachsene Archäologie-Studentin an der Ruhr-Universität Bochum, hat in Berlin schon vor der Kamera gestanden für die ZDF-KiKa-Jugendserie „True Crime“. In der Reihe werden verschiedene Fälle von Jugendkriminalität beleuchtet und in fiktionalisierten Szenen Taten und ihre Hintergründe dargestellt, welche von drei Jugendlichen und einer Jugendrichterin im Studio diskutiert werden. Während Nele Nussbaum mit Johanna Cadenbach in Bochum studierte und über sie zum Kleinen Theater Herne kam, lag das längst fällige erste Engagement für die gebürtige Hernerin Lucy Janßen sozusagen bereits in der Wiege: Die 21-jährige Studentin der Sozialarbeit ist die Tochter des langjährigen Ensemblemitglieds Benno Janßen, der in der neuen Produktion einen Butler nicht einfach nur spielt, sondern zwischen Parkett und Rampe geradezu lebt. Und zusammen mit Birte Gembaczka und Christian Weymayr auch inszeniert hat. Das Regie-Trio wurde unterstützt durch die Essener Schauspielerin, Sängerin und Musical-Darstellerin Mara Dorn. Ab November 2025 erhöhen sich die Eintrittspreise für Theater-Eigenproduktionen des Kleinen Theaters von 14 Euro auf 16 Euro, die Kindertheater-Vorstellungen im Dezember 2025 kosten 8 Euro und für die Gastspiele gelten wie gewohnt Sonderpreise. Tickets online über Eventim und die Homepage theater-herne.de, an der Theaterkasse Neustraße 67 mittwochs und freitags jeweils von 17:30 bis 19 Uhr sowie außerhalb der Öffnungszeiten unter Tel. 02323 – 911191 (Nachricht hinterlassen). Die weiteren Vorstellungen:

20 Uhr

'House of Banksy – An Unauthorized Exhibition'

Banksy-Ausstellung in Dortmund

Motive des derzeit wohl bekanntesten aber anonymen Straßenkünstlers Banksy, der mit seinen mal ironischen, mal politischen Graffitis bekannt wurde.

Dortmund. Die Pop-Up-Ausstellung „House of Banksy – An Unauthorized Exhibition“ lässt seit Mittwoch (17.12.2025) den anonymen Graffiti-Künstler Banksy in Dortmund hoch leben. Im ehemaligen C&A-Haus ist mit mehr als 150 Motiven eine umfangreiche Werkschau seiner Kunst zu sehen. Graffitis, Fotografien, Skulpturen, Videoinstallationen und Drucke wurden eigens für diese Schau reproduziert und sind jetzt an einem Ort zu sehen. Niemand weiß, wer Banksy ist, aber jeder kennt seinen Namen. Er ist einer der berühmtesten und gleichzeitig geheimnisvollsten Künstler der Welt. Banksy ist Untergrundkämpfer, Hotelbetreiber und ohne Zweifel der unumstrittene König der Straßenkunst, ein genialer Geist und Starkünstler, der mit seinen mal ironischen, mal politischen, aber stets poetischen Arbeiten die Menschen berührt und ihnen aus der Seele spricht. Seine Identität hält der Schätzungen zufolge etwa 45–50-jährige in Bristol geborene und bis heute anonyme Graffiti-Künstler bis heute erfolgreich geheim. Seine Werke dagegen erobern international nicht nur die Straßen, sondern auch die Auktionshäuser, und das höchst erfolgreich: Er gilt derzeit als einer der teuersten Künstler der Gegenwart. 2010 setzte ihn das „Time Magazine“ erstmals auf seine Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt, neben Persönlichkeiten wie Barack Obama, Steve Jobs oder Lady Gaga. Die Ausstellung läuft bis zum 15. März in Dortmund und ist montags bis sonntags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Letzter Einlass: Eine Stunde vor Ausstellungsende. Geschlossen hat das Haus am 24. und 25. Dezember 2025, am 1. Januar 2026. An Silvester, 31. Dezember 2025, ist die Ausstellung nur von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

seit 17. Dezember

Donnerstag, 8. Januar

Unterstützung für Angehörige

Allgemeiner Pflegekurs im EvK Herne

Evangelisches Krankenhaus an der Wiescherstraße: Hier findet ein allgemeiner Pflegekurs statt.

Angehörige, die zu Hause einen pflegebedürftigen Menschen zu versorgen haben, sind einem enormen Druck ausgesetzt – sowohl körperlich als auch psychisch. Unterstützung bietet ein Pflegekurs für Angehörige im Evangelischen Krankenhaus Herne. Die Pflegeberaterinnen und examinierten Krankenschwestern Andrea Lendermann und Jolanta Cojaniz stellen Grundlegendes zum Thema häusliche Pflege vor. Sie zeigen Kniffe und Tricks, wie man mit einfachen, in jedem Haushalt vorhandenen Hilfsmitteln den Patienten Gutes tun und sich als pflegende Angehörige die Versorgung der Kranken erleichtern kann. Darüber hinaus werden auch individuelle Fragestellungen aus dem Alltag der Teilnehmenden bei der Gestaltung des Kurses berücksichtigt. Der Kurs findet im EvK Herne, Wiescherstraße 24, an insgesamt zwei Tagen statt: Am Mittwoch und Donnerstag, 7. und 8. Januar 2026, jeweils von 9.30 bis 13 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos, eine vorherige Anmeldung unter Tel 02323 498-92828 oder -2975 ist verpflichtend.

9:30 Uhr

Eine unbezahlte 1.700 Euro Gasrechnung und ein Schlachtfeld der Sinne

'Amsterdam' im Bochumer Schauspielhaus

Eine Szene aus "Amsterdam" am Bochumer Schauspielhaus: (v.li.) Payam Yazdani, Nina Steils und Alexander Wertmann.

Ein gemütliches Theatererlebnis sieht anders aus, wer einfache Unterhaltung erwartet, ist eher fehl am Platz. Das „Amsterdam“ in den Bochumer Kammerspielen ist so ganz anders als das Amsterdam, was wir kennen - oder doch nicht? Es ist ein „spielerisches“ Holocaust Mahnmal an die 1940er Jahre als die Nazis dominieren und die Holländische Metropole beherrschen. Es ist gleichzeitig Fiktion und Projektion auf mögliche Parallelen zur heutigen Zeit. Gezeigt wird kein Rückzugsort, sondern ein modern-skurril inszeniertes Schlachtfeld der Sinne und ein Verhör der Seelen. Es fordert auf zur Auseinandersetzung und konfrontiert mit bekannten Fragen zu dunklen Schatten von Verfolgung, Ausgrenzung, Macht und Schuld wie es sie im Amsterdam der Kriegszeit gab. Das Stück beginnt mit einer Mehrfach-Wiederholung, die im Stück sehr wiederholt vorkommen: „Amsterdam an den Eiern gepackt“ hallt es durch den Saal. Es sind keine typisch höfliche Szenen und Ausdrücke, sie sind oft vulgär, laut, brüllend, verzweifelt und unbequem. Die Protagonistin, eine israelische Violistin (Jüdin, das wird noch wichtig), lebt in der eleganten Wasserlage an der Keizersgracht in Amsterdam — eine Adresse, die bis heute Glanz und Wohlstand evoziert. Leider kommt per Post eine unbezahlte Gasrechnung, 1.700 Euro (inklusive saftiger Zinsen). Aus dem Jahre 1944. Es beginnt eine Suche und Aufarbeitung, die sich tief und tiefer in die dramatische Geschichte ihres Wohnhauses eben zur Zeit des Holocaust bohrt. Die Musikerin muss sich schließlich mit alles anderem als spielerischen Fragen zu ihrer Identität, Herkunft und Position auch in Parallelität der heutigen Gesellschaft konfrontiert sehen. Der intuitive Glanz ihres Premium-Wohnortes mit direktem Blick auf das Kanalwasser wird im Stück durch ein stark reduziertes, nahezu minimaltisches Bühnenbild zerkratzt: links ein DJ-Pult, daneben eine fahrbare Stahlbrücke, ein großer Halbbogen, die fast die ganze Bühne einnimmt. Diese Konstruktion wirkt später wie eine klobige Metapher: eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Privileg und Schuld, zwischen Leben und Bedrohung. Die Inszenierung zieht viele Register: Der weibliche DJ macht Musik und Töne. Plötzlich und unerwartet sprechend, kommentiert er auch das Geschehen. Einer der Schauspieler reagiert verblüfft: „Wusste gar nicht, dass sie auch Text hat.“ Eine Mischung aus Kunstinstallation, Kirmes und Theater ist ein bewusst irritierender Tonfall, der den gesamten Abend begleitet. Musik und ­mitunter grotesk an Grenzen gehend überspitzte Sprache wechseln einander ab. Immer wieder fällt das Wort „Genever“: der niederländische Genever Superior, wie ein altes Lebenselixier, das zugleich betäuben und enthemmen kann. Die Sprache ist roh, vulgär, aggressiv. „Ich muss mein verficktes Holländisch verbessern“, „Heil Hitler“, oder etwa Beschreibungen wie „rosafarbene Nippel, ihre Brüste“ oder die Amsterdamer Grachtenbrücken, die als „zwei Penisse“ interpretiert werden „mit einer Erregung vor Stolz“ dienen wohl nicht dem Voyeurismus, sondern einer radikalen Überzeichnung. Es ist ein künstlerisches Aufschreien der israelischen Autorin Maya Arad Yasur und der Regisseurin Sapir Heller. Tabus werden gebrochen, Rücksichtslosigkeit wird zum Stilmittel. Die Lautstärke nimmt zu, Schreie hallen, Aggression wird hörbar — und im Publikum spürt man: hier geht es nicht um Ästhetik, es geht um Belastung. Als Übernahme vom Münchner Volkstheater aus 2019 ist die Inszenierung in teilweise neuer Besetzung aktuell am Schauspielhaus Bochum zu sehen. Nur Nina Steils feiert ein Comeback, sie war damals schon dabei und gehört seit der Spielzeit 2024/2025 zum Bochumer Ensemble. Meist wirken die konsequent stattfindenden Überzeichnung nicht beliebig. Sie dienen dem Ziel der politischen und ideologischen Entblößung. In den Kammerspielen wird man plötzlich Zeuge eines nahezu gnadenlosen Ritts durch provokante Fragen zu Identität, Unterdrückung, Diskriminierung und Machtverhältnissen. Es sind nicht nur Bilder und Angstszenen vergangener Kriegszeiten, es sind auch der historische und aktuelle Konflikt von Israel und Gaza. Einige Provokationen lassen erröten, aber sie können zur Auseinandersetzung beitragen. Ein besonders eindrückliches Bild: die Szene am beleuchteten Stahlbogen mit einer sehr grotesken Frauenarzt-Visite, der detailliert benannten „vaginalen Ulltraschalluntersuchung“. Die schwangere Mutter, im neunten Monat, fleht in angstvollem Ton, ob noch Herztöne zu hören seien. Der antisemitische Gynäkologe arbeitet in Latexhandschuhen absurd am Unterleib des männlichen Schauspielers an einer Seite des Bogens. Auf der anderen Seite, meterweit entfernt, liegt die schwangere jüdische Frau hingegen, hier ist nur der Oberkörper zu sehen - die Dialoge sind böse. Die Situation spitzt sich zu, als das Echo tödlicher Zahlen erklingt: „17.820 tote Kinder in Gaza“, ein Schrei, ein Vorwurf, eine Schlacht um Erinnerung. Statt eines Feigenblatts wird ein Requiem gefordert. Die Geigerin solle es doch komponieren, damit erinnern und klagen. Dieser Moment ist belastend, ohne Pathos. Die Bühne wird zur politischen Arena. Die schwangere Violistin, so ist wie in einem gut aufgebauten Krimi zu erfahren, ist von einem Geliebten schwanger. Eine tragische Geschichte. Die später finale Geburtsszene unterstreicht dann den teils abstrusen Rahmen, der gesamthaft die Fiktion stark benutzt und die Zuschauer in Logik und Abfolge fordert. Alle Akteure hangeln, turnen, winden sich an und auf der Stahlbrücke — wie komplett entfesselte Kinder auf dem Schulhof an den Turnstangen. Der DJ haucht psychedelische Wehen-Sounds ins Mikrofon. Die Energie taumelt zwischen Ekstase und Trance, es ist Orgie, es ist ein Zerreißen zugleich. Am Ende bleibt eine immer noch uralte unbezahlte Gasrechnung und ein frisch geborenes Baby zurück, alle Erwachsenen wurden von den Nazi abgeführt oder gar deportiert: „Das Baby bleibt zurück, es war nur eine Made“. Der prominente Verweis auf Karl Silberbauer ruft die historische Realität der Nazi-Verbrechen auf den Plan, Silberbauer war deutscher SS-Oberscharführer, der am 4. August 1944 die Familie Anne Frank und deren Mitflüchtlinge in Amsterdam verhaften ließ. Auf der tristen Bühne folgt im Finale „ein 43-minütiges Todesspiel“ des gesamtverantwortlichen „Kolaborateurs“, nachdem er einen Giftcocktail augenscheinlich freiwillig getrunken hat. Zusammengerafft in vielleicht fünf Minuten Schauspiel. Mit dabei sind 14 Versuche, giftsterbend und Exkremente ausscheidend doch noch etwas los zu werden. Sich dabei aber nicht ein einziges Mal zu entschuldigen. Skurril, verwirrend, ein bisschen durcheinander? Offen für Überraschungen? Genau wie „Amsterdam“, aber alles vom neuen Stück soll noch nicht verraten werden, vielleicht mögen Sie es sich selbst anschauen. Für einige könnte „Amsterdam“ wie eine Zumutung sein. Für andere ist es eine existenzielle Erfahrung. Wer sich auf die rohe und teils vulgäre Kraft, Ambivalenz und Widersprüche einlässt, kann eine besondere Vorstellung erleben, die aus dem Schauspielhaus einen Ort des Schmerzes und der Wahrheit macht. Die vier Darsteller brillieren durch starke Auftritte und eine abgestimmte Synchronität. Die Premiere lief am Samstag (29.11.2025), es folgen fünf weitere Termine: Karten sind auf der Homepage unter schauspielhausbochum.de und Tel 0234 – 33335555 zu bekommen.

19:30 Uhr

Umjubelte Uraufführung am Kleinen Theater Herne

'Die geheimnisvolle Emily Hart'

Der Schein trügt: Johann Winkler (Christian Weymayr) als stolzer Vater seiner Töchter Johanna (Lucy Janßen, l.) und Maxi (Nele Nussbaum).

Das Grandhotel Winkler hat schon bessere Zeiten gesehen. Wovon im privaten Salon des Inhabers Johann Winkler (hat sich die Rolle des „widerwärtigen Scheusals“ auf den eigenen Leib geschrieben: Christian Weymayr) freilich nichts zu bemerken ist, da haben die Ausstatter Bernd Averbeck (Bühne) und Josef Koll (Requisite) ganze Arbeit geleistet: Rechterhand des Kamins eine opulent bestückte Gemäldesammlung, links eine raumhohe Bücherwand, davor ein Schmuckstück von plüschigem Sofa. Zum Empfang seiner wohlhabenden Gönnerin Jadwiga Bonnemeier (Anke Uzoma ruht in sich selbst), der Patentante seiner älteren Tochter Maxi, hat Johann Winkler sich herabgelassen und den Tee selbst zubereitet, während der distinguierte Butler (Paraderolle für Benno Janßen) den Rest zum „Kaviar frisch vom Stör“ übernimmt. Geht es doch in dem bevorstehenden Gespräch um die Ausbildung von Papas Liebling Maxi (selbstüberhebliche Zicke: Nele Nussbaum), seiner designierten Nachfolgerin als Hotelchefin, in Lausanne und Tokyo. Doch der erfolgreichen Schauspielerin ist Johann Winklers aufwändiger Lebenswandel mit Yacht, Lamborghini und teuren Jet-Set-Terminen schon längere Zeit ein Dorn im Auge, weshalb sie keine Kohle mehr herausrücken will. Ganz abgesehen davon, dass sie die ständig gemobbte jüngeren Tochter Johanna (eine Lucy Janßen zum Knuddeln) ins Herz geschlossen hat. Die ist einfach zu gut für diese (Kommerz-) Welt, gibt weder dem höchst ungerechten Vater noch der eingebildeten Schwester Kontra, sondern ist mit ihrem Küchenjob voll ausgelastet und dabei hoch zufrieden. Vom apostrophierten Verwelken bei den Salatköpfen kann also gar nicht die Rede sein, wofür nicht zuletzt „Winklers Vinaigrette“ steht, die allerdings nur in Form eines feinen Sahnelikörs mit Marzipangeschmack an der Theaterbar erhältlich ist. Der vielgeplagten Hotelmanagerin Francesca Salvini (Christine Boinski) bleibt gar keine andere Wahl, als den Konkurs des Traditionshauses an die Wand zu malen, da die Banken keine weiteren Kredite mehr gewähren wollen. Immerhin eines kann sich der selbsternannte gutaussehende Charming Boy Johann Winkler auf die Fahnen schreiben: Networking. So ist er auf die global erfolgreiche Hotelberaterin Emily Hart (cooles Debüt: Johanna Cadenbach) gestoßen, die sich bereit erklärt, für ihn die Kohlen aus dem Feuer zu holen. Hohes Gehalt und langjährige Erfolgs-Provision für die taffe und dabei auch noch sehr attraktive Geschäftsfrau eingeschlossen. Tatsächlich brummt bald nicht nur der Laden im Grandhotel, sondern mit der Route 67 Road Company kann sogar eine Kette mit 43 Motels in den USA hinzugekauft werden. Sodass Johann Winkler ernsthaft in Erwägung zieht, nach einem „wilden Vogel und blassen Hühnern“ erneut in den Ehestand zu treten. Doch da ist Emily Hart vor, hierin tatkräftig unterstützt von den beiden Töchtern des Bonsai-Casanovas. Denn die wissen inzwischen mehr… „Die geheimnisvolle Emily Hart“, bei der Uraufführung am Samstag (6.9.2025) mit stehenden Ovationen des naturgemäß ausverkauften Hauses gefeiert, ist ein so anspielungs- wie spannungsreiches Drama aus der Feder des Herner Medizin- und Wissenschaftsjournalisten Christian Weymayr, dem neben Jürgen Seifert zweiten Hausautor des Kleinen Theaters Herne. Ein zweistündiger Abend mit herrlichen szenischen Petitessen (noch zu nennen Josef Koll als „Strickmörder von Poppenborstel“), gleich zwei Running Gags und viel Humor, aber kein schenkelklopfender Boulevard. Eine große Herausforderung für das achtköpfige Ensemble, zu dem noch die Zweitbesetzungen Natalie Frank (Emily), Christa Herzog (Bonnemeier), Heike Hebing (Salvini) und Andreas Orlowski (Strickmörder) gehören. Und das besonders für drei Debütantinnen an der Neustraße 67. Die 27-jährige Johanna Cadenbach, die seit rund zwölf Jahren in Herne lebt und in der Personalabteilung des Schauspielhauses Bochum quasi permanent Theaterluft schnuppert, hat die Bochumer Take off-Schauspielschule besucht und sieht im Kleinen Theater eine ideale Möglichkeit, Auftrittspraxis zu sammeln für ihr erklärtes Ziel, vor einer Filmkamera zu agieren. Die 24-jährige Nele Nussbaum, in Datteln geborene und in Herne aufgewachsene Archäologie-Studentin an der Ruhr-Universität Bochum, hat in Berlin schon vor der Kamera gestanden für die ZDF-KiKa-Jugendserie „True Crime“. In der Reihe werden verschiedene Fälle von Jugendkriminalität beleuchtet und in fiktionalisierten Szenen Taten und ihre Hintergründe dargestellt, welche von drei Jugendlichen und einer Jugendrichterin im Studio diskutiert werden. Während Nele Nussbaum mit Johanna Cadenbach in Bochum studierte und über sie zum Kleinen Theater Herne kam, lag das längst fällige erste Engagement für die gebürtige Hernerin Lucy Janßen sozusagen bereits in der Wiege: Die 21-jährige Studentin der Sozialarbeit ist die Tochter des langjährigen Ensemblemitglieds Benno Janßen, der in der neuen Produktion einen Butler nicht einfach nur spielt, sondern zwischen Parkett und Rampe geradezu lebt. Und zusammen mit Birte Gembaczka und Christian Weymayr auch inszeniert hat. Das Regie-Trio wurde unterstützt durch die Essener Schauspielerin, Sängerin und Musical-Darstellerin Mara Dorn. Ab November 2025 erhöhen sich die Eintrittspreise für Theater-Eigenproduktionen des Kleinen Theaters von 14 Euro auf 16 Euro, die Kindertheater-Vorstellungen im Dezember 2025 kosten 8 Euro und für die Gastspiele gelten wie gewohnt Sonderpreise. Tickets online über Eventim und die Homepage theater-herne.de, an der Theaterkasse Neustraße 67 mittwochs und freitags jeweils von 17:30 bis 19 Uhr sowie außerhalb der Öffnungszeiten unter Tel. 02323 – 911191 (Nachricht hinterlassen). Die weiteren Vorstellungen:

20 Uhr

'House of Banksy – An Unauthorized Exhibition'

Banksy-Ausstellung in Dortmund

Motive des derzeit wohl bekanntesten aber anonymen Straßenkünstlers Banksy, der mit seinen mal ironischen, mal politischen Graffitis bekannt wurde.

Dortmund. Die Pop-Up-Ausstellung „House of Banksy – An Unauthorized Exhibition“ lässt seit Mittwoch (17.12.2025) den anonymen Graffiti-Künstler Banksy in Dortmund hoch leben. Im ehemaligen C&A-Haus ist mit mehr als 150 Motiven eine umfangreiche Werkschau seiner Kunst zu sehen. Graffitis, Fotografien, Skulpturen, Videoinstallationen und Drucke wurden eigens für diese Schau reproduziert und sind jetzt an einem Ort zu sehen. Niemand weiß, wer Banksy ist, aber jeder kennt seinen Namen. Er ist einer der berühmtesten und gleichzeitig geheimnisvollsten Künstler der Welt. Banksy ist Untergrundkämpfer, Hotelbetreiber und ohne Zweifel der unumstrittene König der Straßenkunst, ein genialer Geist und Starkünstler, der mit seinen mal ironischen, mal politischen, aber stets poetischen Arbeiten die Menschen berührt und ihnen aus der Seele spricht. Seine Identität hält der Schätzungen zufolge etwa 45–50-jährige in Bristol geborene und bis heute anonyme Graffiti-Künstler bis heute erfolgreich geheim. Seine Werke dagegen erobern international nicht nur die Straßen, sondern auch die Auktionshäuser, und das höchst erfolgreich: Er gilt derzeit als einer der teuersten Künstler der Gegenwart. 2010 setzte ihn das „Time Magazine“ erstmals auf seine Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt, neben Persönlichkeiten wie Barack Obama, Steve Jobs oder Lady Gaga. Die Ausstellung läuft bis zum 15. März in Dortmund und ist montags bis sonntags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Letzter Einlass: Eine Stunde vor Ausstellungsende. Geschlossen hat das Haus am 24. und 25. Dezember 2025, am 1. Januar 2026. An Silvester, 31. Dezember 2025, ist die Ausstellung nur von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

seit 17. Dezember

Freitag, 9. Januar

Hagar-Gruppe lädt ein

Selbsthilfegruppe für Alleinerziehende

Das HAGAR-Frauencafé findet an jedem ersten Mittwoch im Monat statt.

Die erste Selbsthilfegruppe für Alleinerziehende im Jahr 2026 findet am Freitag, 9. Januar 2026 in der Zeit von 12 bis 13:30 Uhr statt.

12 Uhr

Neue Impulse mit Pilates

Ladies Night in St. Barbara

Fit mit Pilates (Symbolfoto).

Mit einer Fitnessmatte und warmen Socken sollten die Teilnehmerinnen am Freitag, 9. Januar 2026, „bewaffnet“ sein, die an der neuen Ausgabe von „Ladies Night“ der Gemeinde St. Christoporus teilnehmen möchten. Der Kostenbeitrag beträgt 6 Euro. Anmeldungen nimmt dybowskibarbara1@gmail.com oder 0160/6560244 entgegen.

19 Uhr

Spektakuläre Krimi-Oper im Essener 'Aalto'

Paul Hindemiths 'Cardillac'

Cardillac (Heiko Trinsinger) überlebt als recht derangierter böser Clown, umringt von den grauen Gestalten des Volkes (Opernchor des Aalto-Theaters).

E.T.A. Hoffmanns letzte vollständige Erzählung, „Das Fräulein von Scuderi“, im Herbst 1918 im „Taschenbuch für Liebe und Freundschaft“ erschienen, basiert auf einer von Johann Christoph Wagenseil 1697 in seiner „Chronik von Nürnberg“ geschilderten Begebenheit und spielt um 1680 im Paris König Ludwigs XIV.: Der Goldschmied René Cardillac ist von seinen künstlerischen Schöpfungen so besessen, dass er seine Kunden der Reihe nach ermordet, um die Preziosen wieder zurückzuerhalten. Cardillacs Tochter Madelon ist mit dessen Gesellen Olivier verlobt, der das Doppelleben seines Schwiegervaters durchschaut und sich selbst der Justiz als Täter ausliefert, nachdem ein Offizier einen Messerangriff des Goldschmieds abwehrte und diesen dabei tödlich verletzte. Olivier schweigt beharrlich, um seine engelsgleich-zarte Braut zu schonen. Öffnet sich dann aber seiner einstigen Pflegemutter, der nunmehr 73-jährigen Romanautorin Fräulein von Scuderi, welcher er anonym ein Kästchen mit wertvollem Schmuck anvertraut hatte, das einst für die ermordete Prinzessin Henriette von England bestimmt war. Als sich besagter Offizier bei dem Fräulein als Täter in Notwehr zu erkennen gibt, erreicht sie beim König eine Lösung, welche die Gefühle Madelons nicht verletzt und das Brautpaar mit tausend Louis ausgestattet in die Schweiz auswandern lässt. Der Librettist Ferdinand Lion hat aus dieser eher betulich-romantischen Liebesgeschichte, in der sich Hoffmann, selbst wohlbestallter Beamter, mit dem Spannungsverhältnis von Kunst und Leben auseinandersetzt, zusammen mit dem Komponisten Paul Hindemith eine packende, psychologisch grundierte Krimi-Oper über Versuchung, Sucht, Gier und Künstlertum geschaffen, die viel zu selten auf den Spielplänen steht. Dabei bereitet die höchst abwechslungsreiche, zwischen Expressionismus, Neo-Barock, Neuer Sachlichkeit und Avantgarde changierende Musik selbst einem eher konservativen Publikum überhaupt keine Schwierigkeiten. Im Aalto Musiktheater Essen wird die im Vergleich zur revidierten vieraktigen Version von 1952 radikalere dreiaktige Erstfassung der Oper, die am 9. November 1926 an der Sächischen Staatsoper Dresden ihre Uraufführung erlebte, aufgeführt. In der sowohl der König als auch die Hoffmannsche Titelheldin gestrichen sind, dafür aber – in der Konzentration auf den Goldschmied Cardillac – die Figur eines jüdischen Goldhändlers eingefügt worden ist. Welche die Ausstatterin Katrin Nottrodt für die Inszenierung des belgischen Altmeisters Guy Joosten, die bereits am 3. Februar 2019 an der Opera Vlaanderen herausgekommen ist, mit Kaftan, Schläfenlocken und langem Bart als chassidischen Juden ausgewiesen hat. Für die europäische Diamanten-Hauptstadt Antwerpen gewöhnlicher Alltag, für woke deutsche Theatermacher offenbar ein potentieller Aufreger, der gleich auf zwei eingeschobenen Programmheft-Seiten „kontextualisiert“ wird. Die nach rund einhundert pausenlosen Minuten am Premierenabend des Samstag (6.12.2025) umjubelte Aufführung unter der musikalischen Leitung des international gefragten Gastdirigenten Patrick Lange führt in die Zeit der 1920er Jahre mit deutlichen Anklängen an den Stummfilm „Metropolis“, aber auch an Fritz Langs ersten Tonfilm „M“ von 1931 über einen psychopathischen Kindermörder. Masse Mensch: Dunkle Gestalten, durch Projektionen auf den Gazevorhang verstärkt, wuseln als Volk über die Bühne, in deren Mitte die „brennende Kammer“, ein rotglühender Höllenorkus. Die ganz in schwarze Uniformen gesteckten Andreas Hermann (Offizier), der Geliebte von Cardillacs Tochter (Betsy Horne), und Samuel Furness (Kavalier), der für seine offenherzige „Dame“ (Astrik Khanamiryan) das kostbarste Geschmeide Cardillacs erwerben soll, kommen warum auch immer wie SS-Offiziere ‘rüber. Im Mittelpunkt der Oper wie der Inszenierung aber der Titelheld, der im Hermelinmantel wie ein absolutistischer König auftritt – bekrönt mit einer diamantenbesetzten Kostbarkeit, die bei Hoffmann noch für die heilige Jungfrau der Kirche St. Eustache bestimmt war. Aber heilig ist hier nichts und niemand, was besonders auf die „Dame“ genannte Sexarbeiterin zutrifft, die erst nach Erhalt des goldenen Geschmeides dazu bereit ist, sich an der Pole Dance Stange zu räkeln und mit dem Schwarzhemd von Kavalier unter die Bettdecke zu schlüpfen. Heiko Trinsinger als Cardillac ist ein Ereignis: ein Psychopath, der sich als König geriert, der in seinem Goldschatz badet wie Dagobert Duck und mit einem Lächeln mordet wie Joker. Selten war der exzellente Bariton, seit 1999 Aalto-Ensemblemitglied, darstellerisch so gefordert wie hier als dem Wahnsinn verfallener Künstler. Karten unter theater-essen.de oder unter Tel. 0201 81 22-200. Die weiteren Vorstellungen:

19:30 Uhr

'House of Banksy – An Unauthorized Exhibition'

Banksy-Ausstellung in Dortmund

Motive des derzeit wohl bekanntesten aber anonymen Straßenkünstlers Banksy, der mit seinen mal ironischen, mal politischen Graffitis bekannt wurde.

Dortmund. Die Pop-Up-Ausstellung „House of Banksy – An Unauthorized Exhibition“ lässt seit Mittwoch (17.12.2025) den anonymen Graffiti-Künstler Banksy in Dortmund hoch leben. Im ehemaligen C&A-Haus ist mit mehr als 150 Motiven eine umfangreiche Werkschau seiner Kunst zu sehen. Graffitis, Fotografien, Skulpturen, Videoinstallationen und Drucke wurden eigens für diese Schau reproduziert und sind jetzt an einem Ort zu sehen. Niemand weiß, wer Banksy ist, aber jeder kennt seinen Namen. Er ist einer der berühmtesten und gleichzeitig geheimnisvollsten Künstler der Welt. Banksy ist Untergrundkämpfer, Hotelbetreiber und ohne Zweifel der unumstrittene König der Straßenkunst, ein genialer Geist und Starkünstler, der mit seinen mal ironischen, mal politischen, aber stets poetischen Arbeiten die Menschen berührt und ihnen aus der Seele spricht. Seine Identität hält der Schätzungen zufolge etwa 45–50-jährige in Bristol geborene und bis heute anonyme Graffiti-Künstler bis heute erfolgreich geheim. Seine Werke dagegen erobern international nicht nur die Straßen, sondern auch die Auktionshäuser, und das höchst erfolgreich: Er gilt derzeit als einer der teuersten Künstler der Gegenwart. 2010 setzte ihn das „Time Magazine“ erstmals auf seine Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt, neben Persönlichkeiten wie Barack Obama, Steve Jobs oder Lady Gaga. Die Ausstellung läuft bis zum 15. März in Dortmund und ist montags bis sonntags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Letzter Einlass: Eine Stunde vor Ausstellungsende. Geschlossen hat das Haus am 24. und 25. Dezember 2025, am 1. Januar 2026. An Silvester, 31. Dezember 2025, ist die Ausstellung nur von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

seit 17. Dezember

Samstag, 10. Januar

vhs Travel Talk – Stufe B1/B2

Sehenswertes Irland

vhs-Herne Logo.

In der vhs im Kulturzentrum findet an zwei Tagen eine Veranstaltung statt, die eine sprachliche Vorbereitung mit einer Einstimmung auf Ihre Irlandreise durch Musik und kurze Geschichten ist. An den Samstagen, 15. November 2025, und 10. Januar 2025, findet der Talk jeweils von 10 bis 13 Uhr statt. Die beiden Termine sind unabhängig voneinander buchbar. Eine Reise auf die Grüne Insel ist geplant? Und es soll nicht nur zu den üblichen Touristenzielen gehen? In diesem Kursus erhalten Sie Tipps für Ihre Reiseplanung auf die „Emerald Isle“, erfahren etwas über malerische Küsten, wunderschöne Orte und Sehenswertes abseits der üblichen Pfade. Anmeldung unter Tel 02323163584 oder 2920 oder per Mail an natella.schuepp@herne.de

10 Uhr

Architektonische Perspektiven in den Flottmann-Hallen

'Anders als daheim'

„Anders als daheim“ – architektonische Perspektiven in den Flottmann-Hallen zeigt bis zum 18. Januar 2026 Werke von Yevgeniya Safronova und Petra Deta Weidemann.

Die Flottmann-Hallen präsentieren eine Ausstellung zweier Künstlerinnen: Yevgeniya Safronova und Petra Deta Weidemann. Unter dem Titel „Anders als daheim“ lädt sie dazu ein, eingeübte Sehgewohnheiten zu hinterfragen und urbane Strukturen neu zu erleben. Die Vernissage fand am Sonntag (30.11.2025) statt. „Anders als daheim“ endet am Sonntag, 18. Januar 2026. Kuratorin Katrin Lieske hob hervor, dass Safronovas skulpturale Arbeiten in dieser Ausstellung fast ausschließlich neue Objekte zeigen. „Besondere Materialien wie Gelatine, aber auch alltägliche Stoffe werden verwendet, um Installationen zu schaffen, die sowohl architektonische Elemente aufgreifen als auch beim ersten Blick eigenständige Kunstwerke sind.“ Petra Deta Weidemann bringt mit ihren perspektivisch gestalteten Betonelementen eine ganz eigene Ästhetik in die Ausstellung. Ihre Arbeiten erinnern an Balkone und Nischen, die in maximal reduzierter Formensprache präsentiert werden. „Es sind die Auslassungen und Leerstellen, die das Werk erzählen, und die Zwischenräume, die es komplettieren“, erklärt Weidemann. Ihre teils neu geschaffenen Werke korrespondieren zudem mit den denkmalgeschützten Räumen der Flottmann-Hallen. Hilfreich ist es, die Namen der Werke Weidemanns zu lesen, dann erschließt sich das betreffende Werk meist neu und umfassend. Die Öffnungszeiten sind von Dienstag bis Sonntag jeweils von 14 bis 18 Uhr. Zusätzlich gibt es am Mittwoch, 10. Dezember, und am Donnerstag, 15. Januar, die Veranstaltung Kunst, Kaffee und Kuchen jeweils um 10:30 Uhr. Der Eintritt zur Ausstellung und zu allen Begleitveranstaltungen ist frei. Die Ausstellung bleibt zwischen den Feiertagen geschlossen.

10:30 Uhr

Multimedia-Spektakel im Gelsenkirchener Musiktheater

'Der fliegende Holländer'

Spektakulärer multimedialer Auftakt im Gelsenkirchener Musiktheater in Wagners „Fliegendem Holländer“ zur gewaltigen Wucht der Musik aus dem Graben.

Als das Gelsenkirchener Musiktheater im Revier noch unter Schillertheater NRW firmierte, stand Richard Wagners am 2. Januar 1943 im Dresdener Hoftheater uraufgeführte romantische Oper „Der fliegende Holländer“ das letzte Mal auf dem Spielplan. Auf der bis zum Bersten überfüllten Matinee am 11. Oktober 1998 las der Senior des Ensembles, der Herner Schauspieler Waldemar Mauelshagen, das in Amsterdam spielende Kapitel aus Heinrich Heines 1834 erschienener Erzählung „Die Memoiren des Herrn von Schnabelewopski“, Grundlage des 29-jährigen Komponisten Richard Wagner für sein erstes Werk, das für würdig empfunden wurde, bei den Bayreuther Festspielen aufgeführt zu werden. Regisseurin Karin Mauksch, deren Wuppertaler Inszenierung am 25. Oktober 1998 an den Kennedyplatz wechselte, hat sich nicht für den fluchbeladenen Titelhelden interessiert, der alle sieben Jahre eine neue Frau freit, weil er angeblich nie eine treue Gattin gefunden hat. Wobei der Treue-Begriff Wagners der des 19. Jahrhunderts ist: Treue bis in den Tod. Dabei bringe, so Mauksch, doch erst Senta das Opfer – mit ihrem eigenen Leben. Also: Erlösung des Mannes durch die Frau. Schon recht und keineswegs unzeitgemäß. Aber deshalb gleich sterben? Richetta Manager hat seinerzeit blutigen Selbstmord begangen, das bleibt der kindlich-bezopften Susanne Serfling 27 Jahre später glücklicherweise erspart. „Ich bin ein Kind und weiß nicht, was ich singe“: Im sehr stringenten Gesamtkunstwerk-Konzept der in Wanne-Eickel aufgewachsene Regisseurin Gabriele Rech, das krankheitsbedingt Igor Pison bis zur mit Ovationen gefeierten Premiere am 27. September 2025 umsetzte, wird wie immer wieder auch in Bayreuth der hier von Benedict Nelson gesungene Titelheld nicht als Phantasmagorie Sentas interpretiert, sondern als Traumvorstellung eines immer wieder auf der Bühne präsenten kleinen Mädchens (Marie Wöhrl alternierend mit Selma Albrecht und Mia Werner), der die Amme Mary (Dania Durmus alternierend mit Anna-Lucis Lens als junge Mary) die Geschichte vom Fliegenden Holländer vorliest. Die raffiniert-detailreiche Bühne der Ausstatterin Nicola Reichert stilisiert zunächst einen Schiffsrumpf, in dem die Seesäcke der Matrosen unter der Decke hängen wie die Kleidungskörbe der Bergleute in der Waschkaue. Und sich die Protagonisten wie in längst vergangen geglaubten Tagen kaum von der Rampe entfernen. Im wesentlich lebendigeren 2. Akt mutiert dieser Rumpf zur Fabrik mit Näherinnen an Maschinen, die freilich erst nach 1843 entwickelt wurden: Bei Wagner sitzen Fischersfrauen als Heimarbeiterinnen am Spinnrad im Haus von Sentas Vater Daland (Tobias Schabel). Bereits die Puppenstube im schon zur Ouvertüre hinter einem Gazevorhang schimmernden Kinderzimmer linkerhand weist auf das spätere Geschehen hin, ist sie doch bis hin zur barock-ausladenden Robe Sentas die originalgetreue Kopie der unteren Hälfte der horizontal zweigeteilten Bühne im zweiten Akt. In der sich Senta – wenn auch nur für einen kurzen Moment – die flämische Haube einer verheirateten Hausfrau wie eine Königinnenkrone aufs Haupt setzt. „Wir brauchen heute eine Senta, die nicht nur davon träumt aufzubrechen, sondern ihr Leben selbst in die Hand nimmt. Senta soll sich nicht für die Liebe opfern“ bekundet Igor Pison im MiR-Programmheft und so bleiben nach höchst unterhaltsamen, zu Beginn geradezu multimedial-spektakulären zweieinhalb Stunden die letzten Fragen offen. Denn auch Sentas Verlobter, der Jäger Erik (Martin Homrich), entpuppt sich am Ende nicht als Objekt ihrer Begierde. Ihr Hochzeitskleid wird, ein augenzwinkernd-versöhnlicher Abschluss, die überglückliche Braut des fröhlich-lebensbejahenden Steuermanns (Adam Temple-Smith alternierend mit Khanyiso Gwenxane) tragen. Dem optischen Wolkenmeer und Wellenrauschen (Video: Gregor Eisenmann) folgt unter Rasmus Baumanns Leitung ein gewaltiges Blitzlichtgewitter und Donnergrollen aus dem Graben, von den angekündigten „volkstümlichen Melodien“ oder gar „Belcanto-Augenblicken größter Zartheit“ war mit der Ausnahme der einmal mehr überragenden Gelsenkirchener Chöre wenig bis nichts zu vernehmen. Was freilich an Richard Wagners Partitur seines sogenannten Erlöserdramas liegt. Karten unter musiktheater-im-revier.de oder unter Tel. 0209 – 4097200. Die weiteren Vorstellungen:

19 Uhr

'House of Banksy – An Unauthorized Exhibition'

Banksy-Ausstellung in Dortmund

Motive des derzeit wohl bekanntesten aber anonymen Straßenkünstlers Banksy, der mit seinen mal ironischen, mal politischen Graffitis bekannt wurde.

Dortmund. Die Pop-Up-Ausstellung „House of Banksy – An Unauthorized Exhibition“ lässt seit Mittwoch (17.12.2025) den anonymen Graffiti-Künstler Banksy in Dortmund hoch leben. Im ehemaligen C&A-Haus ist mit mehr als 150 Motiven eine umfangreiche Werkschau seiner Kunst zu sehen. Graffitis, Fotografien, Skulpturen, Videoinstallationen und Drucke wurden eigens für diese Schau reproduziert und sind jetzt an einem Ort zu sehen. Niemand weiß, wer Banksy ist, aber jeder kennt seinen Namen. Er ist einer der berühmtesten und gleichzeitig geheimnisvollsten Künstler der Welt. Banksy ist Untergrundkämpfer, Hotelbetreiber und ohne Zweifel der unumstrittene König der Straßenkunst, ein genialer Geist und Starkünstler, der mit seinen mal ironischen, mal politischen, aber stets poetischen Arbeiten die Menschen berührt und ihnen aus der Seele spricht. Seine Identität hält der Schätzungen zufolge etwa 45–50-jährige in Bristol geborene und bis heute anonyme Graffiti-Künstler bis heute erfolgreich geheim. Seine Werke dagegen erobern international nicht nur die Straßen, sondern auch die Auktionshäuser, und das höchst erfolgreich: Er gilt derzeit als einer der teuersten Künstler der Gegenwart. 2010 setzte ihn das „Time Magazine“ erstmals auf seine Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt, neben Persönlichkeiten wie Barack Obama, Steve Jobs oder Lady Gaga. Die Ausstellung läuft bis zum 15. März in Dortmund und ist montags bis sonntags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Letzter Einlass: Eine Stunde vor Ausstellungsende. Geschlossen hat das Haus am 24. und 25. Dezember 2025, am 1. Januar 2026. An Silvester, 31. Dezember 2025, ist die Ausstellung nur von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

seit 17. Dezember

Sonntag, 11. Januar

'Stunde der Wintervögel'

Norbert Kilimann hat Vögel an der Futtersäule geknipst.

Der NABU Stadtverband Herne lädt am Sonntag, 11. Januar 2026, wieder naturinteressierte Menschen ein, die Wintervögel zu zählen. Unter der fachlichen Leitung von Herrn Norbert Kilimann werden einheimische Vögel und Wintergäste bestimmt. Beobachtet werden die gefiederten Freunde im warmen und wettergeschützten Foyer der Biostation mit Blick auf den Futterplatz des NABU Herne. Falls eigene Ferngläser vorhanden sind, bitte mitbringen, ansonsten stehen auch Leihferngläser bereit, ebenso wie Kekse, Getränke und Infomaterial. Die Zählung beginnt um 9 Uhr und endet um 11:30 Uhr. Mehr Infos zur Stunde der Wintervögel gibt es auf der Seite des NABU-Bundesverbands

9 Uhr

Übertragen vom Zweiten Deutschen Fernsehen

Evangelischer Gottesdienst aus Hamburg

Das ZDF überträgt am Sonntag, 11. Januar 2026, ab 9:30 Uhr den Gottesdienst aus Hamburg Neuallermöhe. Nach dem Gottesdienst gibt es bis 18 Uhr ein telefonisches Gesprächsangebot unter der Nummer: 0700 1414 10 10 (6 Cent/Minute aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkkosten abweichend) an.

9:30 Uhr

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Neujahrskonzert der Herner Symphoniker

Neujahrskonzert der Herner Symphoniker.

Die Städt. Musikschule und die Herner Symphoniker unter der Leitung von Elmar Witt laden zu zwei stimmungsvollen Neujahrskonzerten am Sonntag, 11. Januar 2026, um 11 und um 17 Uhr in das Kulturzentrum ein. Das Programm spannt diesmal einen großen Bogen von der klassischen Operette über Melodien aus der „Westside Story“ und „Candide“ bis hin zu Filmmusiken aus „Jurassic Park“ und "Die glorreichen Sieben". Für zauberhafte musikalisch Momente ist in jedem Fall gesorgt. Karten zum Preis von 22 Euro (Erwachsene), 14 Euro (Schüler / Studenten) und 6 Euro (Kinder bis 12 Jahre) können am Samstag, 29. November 2025, in der Zeit von 10 bis 13 Uhr telefonisch unter 02323 - 9190114 für die Vorstellung um 11 Uhr und 02323 - 9190116 für die Vorstellung um 17 Uhr

11 Uhr

Alle Spielbegeisterten sind eingeladen

Spiele-Sonntag im Spielezentrum

Chef Thomas Moder im Reich der Spiele.

Einmal im Monat lädt das Team vom Stadtteilzentrum zu einem Spiele-Sonntag ein, so auch im neuen Jahr: Am Sonntag, 11. Januar 2026, sind in der Zeit von 12 bis 18 Uhr alle spielenden Familien, Viel- und Gelegenheitsspielern sowie weitere Spielebegeisterte von 3 - 99 Jahren zu Suppe, belegten Brötchen, Kaffee und Kuchen ins Stadtteilzentrum H2Ö eingeladen. Am Spiele-Sonntag ist die Spieliothek mit ihren rund 18.000 Spielen natürlich geöffnet und fachkundiges Personal steht den Besuchern mit Rat und Tat zur Seite. In der Einladung heißt es: „Verbringen Sie doch einmal den Sonntagnachmittag nicht bei Oma und Opa, sondern kommen Sie zusammen mit ihnen einfach direkt zu uns.“

12 Uhr

Der Januar im LWL-Museum für Archäologie

Familiensonntag, Vortrag und Kreativ-Workshop

Die Besucher der Ausstellung können auf einem großen Wimmelbild auf die Suche nach Orten des Essens gehen.

Auch im neuen Jahr 2026 steht das LWL-Museum für Archäologie und Kultur in Herne im Zeichen der Sonderausstellung „Mahlzeit! Wie Essen uns verbindet!“. Prof. Dr. Eva Bärlosius beleuchtet in einem kostenlosen Vortrag, warum Essen so ein heiß diskutiertes Thema ist . Vorher steht der Familiensonntag unter dem Motto „Eiszeit“: Dann stehen eine Spezial-Führung für die Kleinsten, eine steinzeitliche Schmuckwerkstatt und Bogenschießen auf dem Programm. Unter dem Motto „Gar nicht unappetitlich - Das Mittelalter in Westfalen“ zeigt das Museum am Familienwochenende, wie Essen vor rund 1.000 Jahren aussah und räumt dabei mit Mythen auf. Jetzt anmelden heißt es für Interessierte des Kreativ-Workshops „Aus dem Löffel wird ein Ring - Schmuckbearbeitung für Einsteiger“. Am Familiensonntag, 4. Januar 2026, können Kinder von sechs bis acht Jahren um 13 Uhr und 15 Uhr an dem Programm „Kalle und die Tiere der Eiszeit“ teilnehmen. Kalle, der Museumsmaulwurf, hat beim Graben seltsame Knochen gefunden. Die befreundeten Archäologen, erzählen ihm dazu etwas von einer Eiszeit und von Tieren, die längst ausgestorben sind. Gemeinsam mit Kalle gehen die Kinder diesen Geschichten auf den Grund. Dabei können sie einige uralte Knochen unter die Lupe nehmen und sogar anfassen. Wie groß und schwer ist ein Mammutzahn? Wo ist das Horn des Wollnashorns geblieben? Zum Abschluss dürfen die Teilnehmenden mit neuem Wissen und künstlerischem Geschick einen Malbogen zu den Tieren der Eiszeit und ihrem Lebensraum gestalten. Für alle weiteren Besucher steht an diesem Familiensonntag von 11 bis 18 Uhr die steinzeitliche Schmuckwerkstatt sowie das Bogenschießen offen. Die öffentliche Führung „gesucht. gefunden. ausgegraben.“ durch die Dauerausstellung steht an allen Sonntagen im Januar (4., 11., 18., und 25. Januar 2026) um 13 Uhr auf dem Programm. Bei dem Rundgang folgen Besuchende in einer nachgestalteten Ausgrabung den Spuren der Menschen in Westfalen. Neben zahlreichen Funden erwartet sie beispielsweise ein in Mitteleuropa einmaliger Faustkeil aus Mammutknochen, der Schmuck der Damen von Ilse als eine der geheimnisvollsten Entdeckungen aus der Eisenzeit sowie das reich mit Beigaben ausgestattete Grab des Fürsten von Beckum. Am Sonntag, 4. Januar 2026, startet um 15 Uhr die öffentliche Führung „Mahlzeit“ durch die gleichnamige Sonderausstellung. Gemeinsames Essen ist weit mehr als nur Nahrungsaufnahme. Ob beim königlichen Bankett, der einfachen Bauernmahlzeit, dem familiären Abendessen oder der gemeinsamen Mittagspause - überall offenbaren sich Fragen: Wer sitzt wo? Welche Rituale bestimmen das gemeinsame Mahl? Und was verrät das alles über Macht, Zugehörigkeit, gesellschaftlichen Wandel und vor allem Kultur? Von opulenten Festtafeln und rituellen Speisungen bis hin zu den Herausforderungen der Gegenwart - schnelle Snacks, digitale Ablenkung und der Verlust gemeinsamer Rituale - zeigt diese Ausstellung, wie Essen seit Jahrtausenden als sozialer Klebstoff wirkt. Mit einem Blick auf mehr als 300 Exponate und Geschichten lädt „Mahlzeit!“ dazu ein, die kulturelle Dimension des Essens neu zu entdecken. Diese Führung wird auch an jedem weiteren Sonntag im Januar (11., 18. und 25. Januar 2026) um 15 Uhr angeboten. Am Donnerstag, 15. Januar 2026, ab 19 Uhr blickt die Soziologin Prof. Dr. Eva Barlösius von der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover in einem kostenlosen Vortrag auf die gesellschaftliche Dimension des Essens, soziale Ungleichheit und Ernährungsgewohnheiten in Zeiten des sozialen Wandels. Wer nicht vor Ort sein kann, hat die Möglichkeit, den Vortrag auf dem YouTube-Kanal des Museums live im Internet zu verfolgen. Wie wird aus einem Löffel ein Ring? Das erfahren Teilnehmende im Kreativseminar „Schmuckbearbeitung für Einsteiger“ am Samstag, 24. Januar 2026 von 15 bis 17 Uhr. Mitmachen können alle, die Lust haben, kreativ zu arbeiten. Ziel ist es, aus einem einfachen Löffel einen einzigartigen Ring zu formen. Zunächst suchen sich die Teilnehmenden vor Ort einen Löffel aus. Unter fachkundiger Anleitung erfahren sie Schritt für Schritt, wie man das Besteckteil bearbeitet, formt und in ein individuelles Schmuckstück verwandelt. Am Ende halten alle ein eigenes handgemachtes und nachhaltiges Unikat in den Händen. Das Programm richtet sich an Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene. Die Kosten betragen 39 Euro pro Person, inklusive Material, zuzüglich Museumseintritt für alle Teilnehmenden ab 18 Jahren. Um Anmeldung wird gebeten. Bitte unempfindliche Kleidung tragen oder eine Schürze mitbringen. Am letzten Wochenende im Januar widmet sich das LWL-Museum an zwei Tagen dem Thema Essen vor 500 bis 1.000 Jahren. Wie funktionierte saisonale Ernährung in Westfalen vor 700 Jahren und was wurde wie importiert? Das Familienwochenende „Gar nicht unappetitlich - Das Mittelalter in Westfalen“ findet von 11 bis 18 Uhr am Samstag und Sonntag, 31. Januar und 1. Februar 2026, in Zusammenarbeit mit der Living History-Gruppe „IG-Hochgotik“ statt. Dann dreht es sich um Ernährung, Esskultur, Tischsitten und die Verfügbarkeit von Lebensmitteln um 1300. Schon damals war Essen viel mehr als nur reine Nahrungsaufnahme. Wie das Essen ohne Gabel funktionierte und was es bedeutete, „jemandem das Wasser reichen zu können“, erfahren Kinder und Erwachsene bei einem kleinen Ausflug in die mittelalterliche Tischkultur. Am Modell eines typischen niederdeutschen Stadthauses erfahren Besuchende mehr über die zentrale Bedeutung des Herdes und der Küche im Haus. Ernährung war durch Religion geprägt. Fachleute zeigen, wie Mönche im Mittelalter ihre Mahlzeiten schweigend zu sich nahmen und es trotzdem schafften, um etwas vom Tisch zu bitten. Die Teilnahme ist kostenfrei. Es ist lediglich der Eintritt zu entrichten.

15 Uhr

Weihnachtssingen mit dem Chor Herz Jesu

Weihnachtssingen in der Herz Jesu Kirche.

Der Kirchenchor Herz Jesu lädt unter der Leitung von Wolfgang Ballhausen zum Weihnachtssingen in die Kirche ein. Am Sonntag, 11. Januar 2025, sind die Besucher zum zuhören aber auch zum Mitsingen eingeladen. Als Gäste werden erwartet: Elisabeth Bathe-Weber am Saxophon und der Engelchor.

15 Uhr

Johann Strauss-Feuerwerk zum 200. Geburtstag

'Wiener Blut' im Aalto Musiktheater Essen

Der geplagte Kammerdiener Josef (Boris Eder) muss sich auch noch mit der Tänzerin Franziska „Franzi“ Cagliari (Natalia Labourdette) auseinandersetzen, als die Gattin des Grafen Balduin Zedlau in die Döblinger Villa zurückkehrt.

Der Kongress tanzt: Während Europa auf dem Wiener Kongress 1814/15 neu vermessen wird und selbst ein Duodezfürstentum wie Reuß-Schleiz-Greiz darauf hofft, ein größeres Stück vom Kuchen abzubekommen, wird hinter den Kulissen der großen Politik geflirtet und gezecht was das Zeug hält – übrigens auch vom sogenannten einfachen Volk. Das schließlich auch allen Grund hat, das Ende der blutigen Koalitionskriege gegen Napoleon zu feiern. Alles Walzer: Regelmäßig zum Jahreswechsel kommt der Zauber Wiens in die Opernhäuser und Konzertsäle des Ruhrgebiets. Heuer jedoch schon früher: Exakt zum 200. Geburtstag von Johann Strauß Sohn am 25. Oktober 2025 präsentierte das Aalto Musiktheater in Essen die dreiaktige Operette „Wiener Blut“, die als Koproduktion mit dem Festival „Johann Strauss Wien 2025“ zuvor am 10. August 2025 im Schlosstheater Schönbrunn Premiere gefeiert hatte. Darin kehrt die lebenslustige Wiener Gräfin Gabriele (die Sopranistin Raffaela Lintl als Gast), die ihrem Langweiler von Gatten, dem Grafen Balduin Zedlau (der Wiener Tenor Clemens Kerschbaumer als Gast), den Rücken gekehrt hatte, in die Villa des Gesandten von Reuß-Schleiz-Greiz zurück. Denn erstens ist die Donaumetropole gerade der Nabel der Welt und zweitens hat sich ihr „Wiener Würstl“ inzwischen zu einem Gesellschaftslöwen entwickelt mit der attraktiven Franziska „Franzi“ Cagliari (die Aalto-Sopranistin Natalia Labourdette), Tänzerin am Kärntnertor-Theater, an seiner Seite. „Dringende Akten legt man ab, bis sie nicht mehr dringend sind“: Graf Balduin hat das vielbesungene und bei ihm bisher vermisste Wiener Blut geradezu überschüssig in seinen Adern, macht er doch auch der Modesalon-Probiermamsell Pepi Pleininger (Aalto-Sopranistin KS. Christina Clark) heftig den Hof, allerdings ohne zu wissen, dass sein „süßes Zuckertäubelein“ die Freundin seines geplagten Kammerdieners Josef („Mein Herr ist ein Gesandter, aber ich bin ein Geschickter“: der wunderbare Wiener Schauspieler Boris Eder) ist. Als mit dem Fürsten von Ypsheim-Gindelbach (der Bariton Stefan Stoll als Gast) der Premierminister von Reuß-Schleiz-Greiz und damit Graf Balduins Chef in Wien auftaucht, nicht zuletzt, um nach dem Rechten zu sehen und preußische Tugenden einzufordern, beginnt ein turbulentes erotisches Verwechslungsspiel. Bei dem auch Fürst Mitrowski (der Aalto-Tenor Albrecht Kludszuweit) als Gastgeber eines Kostümballs und der Ringelspiel-Besitzer Kagler (der gebürtige Wiener Franz-Xaver Zach, als begnadeter Komödiant im Bochumer Peymann-Ensemble ein immer wieder gern gesehener Gast im Revier) als Franzis stolzer Vater mitmischen und das zünftig beim Heurigen in Hietzing seinen naturgemäß glücklichen Ausgang findet. Mit seiner letzten, posthum am 26. Oktober 1899 im Carltheater Wien uraufgeführten Operette und deren lustvoller (Tanz- und Konzert-) Musik setzte der Wiener Walzerkönig Johann Strauß seiner Heimatstadt ein klingendes Denkmal. Knapp 30 Walzer, (Schnell-) Polkas, Tänze und Märsche wurden 1899 von Adolf Müller, dem damaligen Kapellmeisters des Theaters an der Wien, zu einer Partitur geformt, nach der das bewährte Duo Viktor Léon und Leo Stein ein Libretto verfasste. Auf so ungewöhnliche Weise entstand eine höchst unterhaltsame Pasticcio-Operette mit unsterblichen Melodien wie „An der schönen blauen Donau“ und „Draußt in Hietzing gibt’s a Remasuri“. In der grandios-opulenten Ausstattung von Heike Vollmer (Showtreppe im ersten und das gespiegelte Barockjuwel Schlosstheater Schönbrunn im zweiten Akt) und Denise Heschl (berauschende Kostüme) inszeniert der österreichische Regisseur, Puppenspieler und Kunstpfeifers Nikolaus Habjan, der bereits im Frühjahr dieses Jahres als Erzähler durch die Aufführung von „Der Karneval in Rom“ im Aalto geführt hat. Meiner Seel‘ (um mit Hubert von Goisern zu sprechen): Die dreistündige Hetz‘ beginnt bereits im Prolog mitten im Publikum und setzt sich mit aktuellen Extempores („Die Fiakerfahrer sind das Problem im Stadtbild“) fort. Die übrigens auf Johann Nestroy zurückgehen, der mit solchen improvisierten Einlagen der Metternichschen Zensur zur Zeit des Wiener Kongresses ein Schnippchen schlug. „Österreicher in der deutschen Politik – das werden wir in hundert Jahren nicht zulassen“, so der Reußsche Fürst. Statt des Schönbrunner Puppenspiels punktet die Essener Version der Inszenierung des dreifachen „Nestroy“-Preisträgers, dem österreichischen Pendant zum deutschen Theaterpreis „Der Faust“, mit satirischen Spitzen und pointierten Bonmots („Schicht im Schacht“). Unter der sehr sängerdienlichen musikalischen Leitung des auch darstellerisch gefragten 1. Koordinierten Kapellmeisters am Aalto-Theater, Tommaso Turchetta, entpuppt sich „Wiener Blut“ als schwungvolle Unterhaltung ohne Risiko und Nebenwirkungen. Das richtige Narkotikum in unseren bewegten Zeiten wird übrigens auch an Silvester gegeben – Schnellentschlossene haben noch Chancen auf Karten. Am Rande: Das Haus Reuß ist keine Phantasiegeburt der Librettisten, sondern ein regierendes Herrschergeschlecht im Grenzgebiet der heutigen Bundesländer Thüringen, Sachsen und Bayern. Noch bis zur Novemberrevolution 1918 bestanden das Fürstentum Reuß der älteren Linie mit der Landeshauptstadt Greiz und das Fürstentum Reuß der jüngeren Linie mit der Landeshauptstadt Gera als souveräne Bundesstaaten des Deutschen Kaiserreichs. Das Adelsgeschlecht war jüngst in die Schlagzeilen geraten, als der einer Reuß-Köstritz genannten nicht-regierenden Nebenlinie entstammende, 1951 geborene Dipl.-Ingenieur und Immobilienunternehmer Heinrich XIII. Prinz Reuß im Dezember 2022 verhaftet wurde unter dem Vorwurf, als führendes Mitglied der „Patriotische Union“ mit Reichsbürgern und QAnon-Anhängern einen gewaltsamen Umsturz zu planen. Karten unter theater-essen.de oder Tel. 0201 81 22-200. Die weiteren Vorstellungen (Einführung jeweils 45 Minuten vor der Vorstellung):

16:30 Uhr

St. Laurentius Kirche

Konzert zum Abschluss der Weihnachtszeit

Jahresabschluss-Konzert unter der Leitung von Bernd Sägebarth-Backwinkel (Archivfoto).

Unter der Gesamtleitung von Bernd Sägebarth-Backwinkel findet am Sonntag, 11. Januar 2025, ein Konzert zum Jahresabschluss in der St. Laurentiuskire in Wanne-Nord statt. Ab16:30 Uhr sind alle Menschen eingeladen dabei zu sein, den Chören der Pfarrei St. Christophorus zuzuhören.

16:30 Uhr

'House of Banksy – An Unauthorized Exhibition'

Banksy-Ausstellung in Dortmund

Motive des derzeit wohl bekanntesten aber anonymen Straßenkünstlers Banksy, der mit seinen mal ironischen, mal politischen Graffitis bekannt wurde.

Dortmund. Die Pop-Up-Ausstellung „House of Banksy – An Unauthorized Exhibition“ lässt seit Mittwoch (17.12.2025) den anonymen Graffiti-Künstler Banksy in Dortmund hoch leben. Im ehemaligen C&A-Haus ist mit mehr als 150 Motiven eine umfangreiche Werkschau seiner Kunst zu sehen. Graffitis, Fotografien, Skulpturen, Videoinstallationen und Drucke wurden eigens für diese Schau reproduziert und sind jetzt an einem Ort zu sehen. Niemand weiß, wer Banksy ist, aber jeder kennt seinen Namen. Er ist einer der berühmtesten und gleichzeitig geheimnisvollsten Künstler der Welt. Banksy ist Untergrundkämpfer, Hotelbetreiber und ohne Zweifel der unumstrittene König der Straßenkunst, ein genialer Geist und Starkünstler, der mit seinen mal ironischen, mal politischen, aber stets poetischen Arbeiten die Menschen berührt und ihnen aus der Seele spricht. Seine Identität hält der Schätzungen zufolge etwa 45–50-jährige in Bristol geborene und bis heute anonyme Graffiti-Künstler bis heute erfolgreich geheim. Seine Werke dagegen erobern international nicht nur die Straßen, sondern auch die Auktionshäuser, und das höchst erfolgreich: Er gilt derzeit als einer der teuersten Künstler der Gegenwart. 2010 setzte ihn das „Time Magazine“ erstmals auf seine Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt, neben Persönlichkeiten wie Barack Obama, Steve Jobs oder Lady Gaga. Die Ausstellung läuft bis zum 15. März in Dortmund und ist montags bis sonntags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Letzter Einlass: Eine Stunde vor Ausstellungsende. Geschlossen hat das Haus am 24. und 25. Dezember 2025, am 1. Januar 2026. An Silvester, 31. Dezember 2025, ist die Ausstellung nur von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

seit 17. Dezember

Montag, 12. Januar

'House of Banksy – An Unauthorized Exhibition'

Banksy-Ausstellung in Dortmund

Motive des derzeit wohl bekanntesten aber anonymen Straßenkünstlers Banksy, der mit seinen mal ironischen, mal politischen Graffitis bekannt wurde.

Dortmund. Die Pop-Up-Ausstellung „House of Banksy – An Unauthorized Exhibition“ lässt seit Mittwoch (17.12.2025) den anonymen Graffiti-Künstler Banksy in Dortmund hoch leben. Im ehemaligen C&A-Haus ist mit mehr als 150 Motiven eine umfangreiche Werkschau seiner Kunst zu sehen. Graffitis, Fotografien, Skulpturen, Videoinstallationen und Drucke wurden eigens für diese Schau reproduziert und sind jetzt an einem Ort zu sehen. Niemand weiß, wer Banksy ist, aber jeder kennt seinen Namen. Er ist einer der berühmtesten und gleichzeitig geheimnisvollsten Künstler der Welt. Banksy ist Untergrundkämpfer, Hotelbetreiber und ohne Zweifel der unumstrittene König der Straßenkunst, ein genialer Geist und Starkünstler, der mit seinen mal ironischen, mal politischen, aber stets poetischen Arbeiten die Menschen berührt und ihnen aus der Seele spricht. Seine Identität hält der Schätzungen zufolge etwa 45–50-jährige in Bristol geborene und bis heute anonyme Graffiti-Künstler bis heute erfolgreich geheim. Seine Werke dagegen erobern international nicht nur die Straßen, sondern auch die Auktionshäuser, und das höchst erfolgreich: Er gilt derzeit als einer der teuersten Künstler der Gegenwart. 2010 setzte ihn das „Time Magazine“ erstmals auf seine Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt, neben Persönlichkeiten wie Barack Obama, Steve Jobs oder Lady Gaga. Die Ausstellung läuft bis zum 15. März in Dortmund und ist montags bis sonntags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Letzter Einlass: Eine Stunde vor Ausstellungsende. Geschlossen hat das Haus am 24. und 25. Dezember 2025, am 1. Januar 2026. An Silvester, 31. Dezember 2025, ist die Ausstellung nur von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

seit 17. Dezember

Dienstag, 13. Januar

Kolping-Treffen in St. Barbara Röhlinghausen

Das Kirchenfenster in der St. Barbarakirche in Röhlinghausen.

In einem Vortrag, der am Dienstag, 13. Januar 2026, ab 15:45 Uhr in dem Gemeindehaus der Kath. Gemeinde St. Barbara an der Hofstraße stattfindet, geht es um die Aufgaben des neu gewählten Kirchenvorstandes St. Christophorus Wanne-Eickel für die kommenden Jahre. Referent ist Hubert Vorreiter, eingeladen dazu sind alle Interessierten.

15:45 Uhr

'House of Banksy – An Unauthorized Exhibition'

Banksy-Ausstellung in Dortmund

Motive des derzeit wohl bekanntesten aber anonymen Straßenkünstlers Banksy, der mit seinen mal ironischen, mal politischen Graffitis bekannt wurde.

Dortmund. Die Pop-Up-Ausstellung „House of Banksy – An Unauthorized Exhibition“ lässt seit Mittwoch (17.12.2025) den anonymen Graffiti-Künstler Banksy in Dortmund hoch leben. Im ehemaligen C&A-Haus ist mit mehr als 150 Motiven eine umfangreiche Werkschau seiner Kunst zu sehen. Graffitis, Fotografien, Skulpturen, Videoinstallationen und Drucke wurden eigens für diese Schau reproduziert und sind jetzt an einem Ort zu sehen. Niemand weiß, wer Banksy ist, aber jeder kennt seinen Namen. Er ist einer der berühmtesten und gleichzeitig geheimnisvollsten Künstler der Welt. Banksy ist Untergrundkämpfer, Hotelbetreiber und ohne Zweifel der unumstrittene König der Straßenkunst, ein genialer Geist und Starkünstler, der mit seinen mal ironischen, mal politischen, aber stets poetischen Arbeiten die Menschen berührt und ihnen aus der Seele spricht. Seine Identität hält der Schätzungen zufolge etwa 45–50-jährige in Bristol geborene und bis heute anonyme Graffiti-Künstler bis heute erfolgreich geheim. Seine Werke dagegen erobern international nicht nur die Straßen, sondern auch die Auktionshäuser, und das höchst erfolgreich: Er gilt derzeit als einer der teuersten Künstler der Gegenwart. 2010 setzte ihn das „Time Magazine“ erstmals auf seine Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt, neben Persönlichkeiten wie Barack Obama, Steve Jobs oder Lady Gaga. Die Ausstellung läuft bis zum 15. März in Dortmund und ist montags bis sonntags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Letzter Einlass: Eine Stunde vor Ausstellungsende. Geschlossen hat das Haus am 24. und 25. Dezember 2025, am 1. Januar 2026. An Silvester, 31. Dezember 2025, ist die Ausstellung nur von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

seit 17. Dezember

Mittwoch, 14. Januar

Veranstaltung im Gemeindehaus von St. Joseph

Willkommensfrühstück für Familien

Familien, die Nachwuchs bekommen haben, sind zum Willkommensfrühstück eingeladen (Symbolbild).

Familien, die Nachwuchs bekommen haben, sind zum Willkommensfrühstück am Mittwoch, 14. Januar 2026, um 10 Uhr in das Gemeindehaus von St. Joseph eingeladen. Hier besteht Gelegenheit zu netten Gesprächen, in Ruhe zu frühstücken und andere Familien kennenzulernen. Außerdem können sie sich über Angebote für Familien der Pfarrei St. Christophorus und der evangelischen Kirchengemeinde Wanne wie z.B. Krabbelgruppen, Kindergottesdienste, Taufe etc. informieren. Angeschrieben wurden Familien mit mindestens einem katholischen oder evangelischen Elternteil. Selbstverständlich sind auch weitere interessierte Familien herzlich willkommen. Zur besseren Planung wird um Anmeldung mit Angabe der Personenzahl bis zum 7. Januar 2026 gebeten.

10 Uhr

Innovative Ideen können gefördert werden

Mikroprojekte der Gesundheitsförderung gesucht

Suchen Mikroprojekte im Bereich der Gesundheitsförderung zur Unterstützung: (v.li.) Stephanie Jordan, Stadträtin, Nikolai Salzmann und Benedict Bösing von der Techniker Krankenkasse, Rasmus Nell von der Abteilung Gesundheitsförderung und -planung der Stadt Herne, Dr. Angelika Burrichter, Fachbereichsleitung Gesundheit, und Malina Schäfer-König, Abteilungsleitung Gesundheitsförderung und -planung.

Der Fachbereich Gesundheit der Stadt Herne und die Techniker Krankenkasse suchen innovative Projektideen in den Bereichen „Mentale Gesundheit“ und „Gesundheitskompetenz“. Die Techniker Krankenkasse stellt der Kommune dafür im kommenden Jahr 40.000 Euro zur Verfügung. Die Projektlaufzeit erstreckt sich vom 1. April bis zum 30. September 2026. Es sollen möglichst mehrere Projekte mit einem Umfang von je maximal 5.000 Euro gefördert werden. Gesucht werden Projekte, die in den Stadtteilen umgesetzt werden und einen Beitrag zur Gesundheitsförderung leisten. Die Projekte sollen gesundheitsförderliches Verhalten stärken und Menschen in schwierigen Lebenslagen dabei helfen, Zugang zu entsprechenden Strukturen in der Stadt zu finden. Antragsberechtigt sind Einrichtungen, Initiativen und Vereine freier Träger sowie städtische Institutionen. Für Schulen und Kindertagesstätten bestehen andere Fördermöglichkeiten der Techniker Krankenkasse. Gefördert werden ausschließlich neue Projekte oder solche, die bereits bestehende Ansätze weiterentwickeln. Die Fördermittel stehen vorrangig für Personalkosten oder Honorare zur Verfügung, zu mindestens 90 Prozent. Die Stadt Herne lädt alle Interessierten an zwei Terminen zu sogenannten Antragswerkstätten ein. Hier werden alle Fragen rund um die Antragsstellung, Förderkriterien und den Verwendungsnachweis ausführlich beantwortet. Die erste Antragswerkstatt findet am Mittwoch, 14. Januar 2026, von 16 bis 18 Uhr im Stadt Forum in Herne-Mitte, Bahnhofstraße 65, statt. Bei der zweiten Veranstaltung handelt es sich um einen Online-Termin am Montag,19. Januar 2026, von 16 bis 18 Uhr. Es handelt sich jeweils um die gleiche Veranstaltung. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung unter www.herne.de/tkv nötig. Anträge können ab sofort bis Samstag, 28. Februar 2026, online unter www.herne.de/tkv eingereicht werden. Alle eingereichten Projekte müssen den Qualitätsrichtlinien des Leitfadens Prävention des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenkasse entsprechen. Weitere Informationen zu den Förderkriterien gibt es online. Beratung dazu gibt es von Rasmus Nell aus der Abteilung Gesundheitsförderung und -planung im Fachbereich Gesundheit der Stadt Herne per Email an tkv@herne.de oder telefonisch unter 0 23 23 / 16 - 45 91.

16 Uhr

Veranstaltung in der Sporthalle am Sportpark

Öffentlichkeitsdialog für 'Blumenthal hoch3' startet

Für das Blumenthal-Gelände startet am Mittwoch, 14. Januar 2026, der Öffentlichkeitsdialog.

Wie bereits Mitte Dezember anlässlich der Vorstellung der neuen Wort-Bild-Marke des Stadtentwicklungsprojekts „Blumenthal hoch3“ angekündigt (halloherne berichtete), startet der begleitende Öffentlichkeitsdialog am Mittwoch, 14. Januar 2026, ab 17 Uhr mit einer Auftaktveranstaltung in der Sporthalle am Sportpark (Im Sportpark 20, 44652 Herne). „Wir setzen damit den Kurs fort, den wir mit der Arbeit des 'Kommunalen Entwicklungsbeirats‘ bei der gemeinsamen Erarbeitung von Planungsempfehlungen an Verwaltung und Politik erfolgreich eingeschlagen haben: Wir hören zu, wir binden ein und nehmen gerne Vorschläge zur Verbesserung mit“, sagt Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda. Die Veranstaltung ist der Auftakt zu einem umfassenden Dialog- und Beteiligungsprozess. „Ziel ist es, die Vorstellungen der Menschen in Herne und Wanne-Eickel in Erfahrung zu bringen: Welche Erwartungen haben sie? Was sollte bei der weiteren Planung möglichst berücksichtigt werden? Was ist ihnen wichtig?“, erläutert Ronald Graf, Geschäftsführer der Blumenthal Entwicklungsgesellschaft mbH (BEG) das Verfahren. Bei der Veranstaltung werden auch Vertreter des mit der nun folgenden Detailplanung beauftragten, international tätige Architektur- und Planungsbüros „De zwarte Hond“ zugegen sein. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit 'De zwarte Hond‘ für die Planungsleistungen im weiteren Prozess einen renommierten Partner an unserer Seite haben, der in Deutschland unter anderem die Neugestaltung des Tempelhofer Felds in Berlin verantwortet hat. Das unterstreicht noch einmal deutlich den Qualitätsanspruch, mit dem wir das Quartier entwickeln wollen“, so Frank Dudda. Die Teilnahme am Öffentlichkeitsdialog ist ohne Voranmeldung möglich. „Wir wünschen uns eine rege Beteiligung und freuen uns auf den Austausch mit den Menschen in der Stadt“, fasst Ronald Graf die Erwartungshaltung von Stadt und Projektgesellschaft zusammen. Weitere Informationen zur Veranstaltung sowie zum Projekt „Blumenthal hoch3“ sind jederzeit Verfügung unter: www.blumenthalhoch3.de.

17 Uhr

Das Projekt Blumenthal tritt künftig unter diesem Namen auf

Neue Marke: 'Blumenthal hoch3'

Stellen das neue Blumenthal Logo vor: (v.l.) Jutta Schlotthauer (Agentur „dot.blue“), Dezernent Stefan Thabe, Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda und Ronald Graf (Geschäftsführer der städtischen Blumenthal-Entwicklungsgesellschaft mbH).

Das Stadtentwicklungsprojekt Blumenthal tritt künftig unter der Wort-Bild-Marke „Blumenthal hoch3“ auf. Gemeinsam mit der Kommunikationsagentur „dot.blue“, welche die Entwicklung der Marke verantwortet, stellten Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda und Ronald Graf, Geschäftsführer der städtischen Blumenthal- Entwicklungsgesellschaft mbH (BEG), den Medien am Donnerstag (11.12.2025) die Marke und ihre grafische Gestaltung vor. „Die neue Projekt-Marke 'Blumenthal hoch 3‘ verbindet auf überzeugende Weise die im Vorfeld definierten Auflagen: ein klarer und verständlicher Bezug zum Projekt, eine Vergegenständlichung des hochtechnologischen Profils der auf dem Areal künftig anzusiedelnden Arbeitsplätze und die Differenzierung der Gesamtfläche nach den verschiedenen Teilarealen“, freut sich Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda über das Ergebnis. Zudem nehme das Logo in seiner farbigen Variante die Grundfarben des bekannten Corporate Designs der Stadt Herne auf. Jutta Schlotthauer von der Agentur „dot.blue“ ergänzt: „Das geplante Innovationsquartier hebt die Nutzung des ehemaligen Zechenareals buchstäblich auf ein neues Level. Das spiegelt sich auch in der von uns entwickelten Wort-Bild-Marke wider, die viele Bezüge zur geplanten Entwicklung der Fläche herstellt. Zudem sorgen der Begriff 'Blumenthal‘ sowie die Stadtfarben für eine hohe Wiedererkennbarkeit und stärken die Identifikation der Stadtgesellschaft mit diesem zukunftsweisenden Projekt.“ Die nicht-mathematische Schreibweise ist bewusst gewählt, um die Marke auch in der Schriftsprache unkompliziert und unverfälscht einsetzen zu können. Die ergänzenden grafischen Gestaltungselemente visualisieren zudem einerseits die Potenz Drei, zum anderen stehen sie für die drei Teilflächen, die im Rahmen des Blumenthal-Entwicklungskonzepts auf dem Areal entwickelt werden sollen. Und schließlich verweist die ausgeschriebene mathematische Potenz „hoch3“ an sich auch noch einmal auf die geplante verkehrliche Erschließung des Blumenthal-Geländes per urbaner Seilbahn. Mit Blick auf die zugrundeliegende Gesamtplanung erinnerte Frank Dudda noch einmal an die einvernehmlichen Planungsempfehlungen, die im Rahmen eines breit aufgestellten Beteiligungsprozesses von wichtigen Gruppen und Akteuren der Stadtgesellschaft erarbeitet worden waren: „Im Ergebnis sehen wir unter anderem eine klare Festlegung, dass annähernd 60 Prozent der Blumenthal-Fläche als Natur- und Freiflächen als öffentliches Naherholungsgebiet im Herzen der Stadt erhalten bleiben werden.“ Für die Stadtentwicklungsgesellschaft gab Geschäftsführer Ronald Graf einen Ausblick auf die nächsten Schritte im Rahmen der Projektentwicklung: „Mitte Januar werden wir mit einer ersten Runde in Sachen Öffentlichkeitsbeteiligung starten. Insofern war nun ein guter Zeitpunkt, die Wort-Bild-Marke des Projekts öffentlich vorzustellen, weil diese in den kommenden Wochen in der Stadt in dem Maße wahrnehmbarer wird, wie die Kommunikation rund um die Öffentlichkeitsbeteiligung anläuft.“ Als Termin für die Dialogveranstaltung steht Mittwoch, 14. Januar 2026 bereits fest: An diesem Tag laden BEG und Stadt Herne interessierte Bürger in der Zeit von 17:30 bis 20:30 Uhr in die „Sporthalle im Sportpark“, Im Sportpark 20, ein. Erste Informationen über das Projekt sind ferner der Projekt-Website zu entnehmen, die mit der Pressekonferenz unter der Adresse www.blumenthalhoch3.de ebenso startet, wie entsprechende Präsenzen auf den einschlägigen Social Media-Kanälen.

17:30 Uhr

'House of Banksy – An Unauthorized Exhibition'

Banksy-Ausstellung in Dortmund

Motive des derzeit wohl bekanntesten aber anonymen Straßenkünstlers Banksy, der mit seinen mal ironischen, mal politischen Graffitis bekannt wurde.

Dortmund. Die Pop-Up-Ausstellung „House of Banksy – An Unauthorized Exhibition“ lässt seit Mittwoch (17.12.2025) den anonymen Graffiti-Künstler Banksy in Dortmund hoch leben. Im ehemaligen C&A-Haus ist mit mehr als 150 Motiven eine umfangreiche Werkschau seiner Kunst zu sehen. Graffitis, Fotografien, Skulpturen, Videoinstallationen und Drucke wurden eigens für diese Schau reproduziert und sind jetzt an einem Ort zu sehen. Niemand weiß, wer Banksy ist, aber jeder kennt seinen Namen. Er ist einer der berühmtesten und gleichzeitig geheimnisvollsten Künstler der Welt. Banksy ist Untergrundkämpfer, Hotelbetreiber und ohne Zweifel der unumstrittene König der Straßenkunst, ein genialer Geist und Starkünstler, der mit seinen mal ironischen, mal politischen, aber stets poetischen Arbeiten die Menschen berührt und ihnen aus der Seele spricht. Seine Identität hält der Schätzungen zufolge etwa 45–50-jährige in Bristol geborene und bis heute anonyme Graffiti-Künstler bis heute erfolgreich geheim. Seine Werke dagegen erobern international nicht nur die Straßen, sondern auch die Auktionshäuser, und das höchst erfolgreich: Er gilt derzeit als einer der teuersten Künstler der Gegenwart. 2010 setzte ihn das „Time Magazine“ erstmals auf seine Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt, neben Persönlichkeiten wie Barack Obama, Steve Jobs oder Lady Gaga. Die Ausstellung läuft bis zum 15. März in Dortmund und ist montags bis sonntags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Letzter Einlass: Eine Stunde vor Ausstellungsende. Geschlossen hat das Haus am 24. und 25. Dezember 2025, am 1. Januar 2026. An Silvester, 31. Dezember 2025, ist die Ausstellung nur von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

seit 17. Dezember

Donnerstag, 15. Januar

Architektonische Perspektiven in den Flottmann-Hallen

'Anders als daheim'

„Anders als daheim“ – architektonische Perspektiven in den Flottmann-Hallen zeigt bis zum 18. Januar 2026 Werke von Yevgeniya Safronova und Petra Deta Weidemann.

Die Flottmann-Hallen präsentieren eine Ausstellung zweier Künstlerinnen: Yevgeniya Safronova und Petra Deta Weidemann. Unter dem Titel „Anders als daheim“ lädt sie dazu ein, eingeübte Sehgewohnheiten zu hinterfragen und urbane Strukturen neu zu erleben. Die Vernissage fand am Sonntag (30.11.2025) statt. „Anders als daheim“ endet am Sonntag, 18. Januar 2026. Kuratorin Katrin Lieske hob hervor, dass Safronovas skulpturale Arbeiten in dieser Ausstellung fast ausschließlich neue Objekte zeigen. „Besondere Materialien wie Gelatine, aber auch alltägliche Stoffe werden verwendet, um Installationen zu schaffen, die sowohl architektonische Elemente aufgreifen als auch beim ersten Blick eigenständige Kunstwerke sind.“ Petra Deta Weidemann bringt mit ihren perspektivisch gestalteten Betonelementen eine ganz eigene Ästhetik in die Ausstellung. Ihre Arbeiten erinnern an Balkone und Nischen, die in maximal reduzierter Formensprache präsentiert werden. „Es sind die Auslassungen und Leerstellen, die das Werk erzählen, und die Zwischenräume, die es komplettieren“, erklärt Weidemann. Ihre teils neu geschaffenen Werke korrespondieren zudem mit den denkmalgeschützten Räumen der Flottmann-Hallen. Hilfreich ist es, die Namen der Werke Weidemanns zu lesen, dann erschließt sich das betreffende Werk meist neu und umfassend. Die Öffnungszeiten sind von Dienstag bis Sonntag jeweils von 14 bis 18 Uhr. Zusätzlich gibt es am Mittwoch, 10. Dezember, und am Donnerstag, 15. Januar, die Veranstaltung Kunst, Kaffee und Kuchen jeweils um 10:30 Uhr. Der Eintritt zur Ausstellung und zu allen Begleitveranstaltungen ist frei. Die Ausstellung bleibt zwischen den Feiertagen geschlossen.

10:30 Uhr

'Time out' in der Kulturküche

Peter Zontkowski liest aus seinem Buch

Peter Zontkowski liest in der Kulturküche.

In der Kulturküche von Sodingen wird am Donnerstag, 15. Januar 2026, ein sogenannter Wiederholungstäter zu Gast sein. Der Herner Musiker, Autor und Radiomann Peter Zontkowski wird dann zum dritten Mal in der Bunkergastronomie auftreten und dort seine zum größten Teil autobiographischen Short-Stories zum Besten geben. Die Stimmungsbilder und Impressionen aus seinem mittlerweile 71jährigen Leben finden bei den Zuhörern immer wieder regen Anklang. Zonte wird Texte aus seinem Buch „Time Out“ und einige neue Stories lesen. Frühe Kindheitserinnerungen, das Leben in einer typischen Neubausiedlung in den 60ern, längst verflossene Freundschaften, die Berufsausbildung in einem Stahlwerk, die „wilden“, von sub-kulturellen Einflüssen geprägten 70er, Anekdoten aus der ungeliebten Bundeswehrzeit und liebevolle Reminiszenzen an ehemalige Arbeitskollegen während seiner Zeit als Herner Stadtgärtner und Baumkontrolleur. All seine Erinnerungen wird er in klarer Sprache wieder zum Leben erwecken, mit trockenem Humor und einer Prise Wehmut. In seinen neuen Texten geht es um Zontes frühe Versuche, mit der Gitarre Eindruck auf Girls zu machen und um eine erste, ungewöhnliche Begegnung mit der seltsamen Musik des mysteriösen Akustikgitarristen John Fahey in einem Bochumer Kino Anfang der 70er. Überhaupt spielt Musik aller Schattierungen eine wichtige Rolle in seinen Texten und in seinem Leben sowieso – mehr als 130 Sendungen seiner allmonatlichen Bürgerfunksendung „Time Out“ auf Radio Herne (halloherne berichtete) zeugen davon. Hier geht es zur Tisch-Reservierung.

19 Uhr

Der Januar im LWL-Museum für Archäologie

Familiensonntag, Vortrag und Kreativ-Workshop

Die Besucher der Ausstellung können auf einem großen Wimmelbild auf die Suche nach Orten des Essens gehen.

Auch im neuen Jahr 2026 steht das LWL-Museum für Archäologie und Kultur in Herne im Zeichen der Sonderausstellung „Mahlzeit! Wie Essen uns verbindet!“. Prof. Dr. Eva Bärlosius beleuchtet in einem kostenlosen Vortrag, warum Essen so ein heiß diskutiertes Thema ist . Vorher steht der Familiensonntag unter dem Motto „Eiszeit“: Dann stehen eine Spezial-Führung für die Kleinsten, eine steinzeitliche Schmuckwerkstatt und Bogenschießen auf dem Programm. Unter dem Motto „Gar nicht unappetitlich - Das Mittelalter in Westfalen“ zeigt das Museum am Familienwochenende, wie Essen vor rund 1.000 Jahren aussah und räumt dabei mit Mythen auf. Jetzt anmelden heißt es für Interessierte des Kreativ-Workshops „Aus dem Löffel wird ein Ring - Schmuckbearbeitung für Einsteiger“. Am Familiensonntag, 4. Januar 2026, können Kinder von sechs bis acht Jahren um 13 Uhr und 15 Uhr an dem Programm „Kalle und die Tiere der Eiszeit“ teilnehmen. Kalle, der Museumsmaulwurf, hat beim Graben seltsame Knochen gefunden. Die befreundeten Archäologen, erzählen ihm dazu etwas von einer Eiszeit und von Tieren, die längst ausgestorben sind. Gemeinsam mit Kalle gehen die Kinder diesen Geschichten auf den Grund. Dabei können sie einige uralte Knochen unter die Lupe nehmen und sogar anfassen. Wie groß und schwer ist ein Mammutzahn? Wo ist das Horn des Wollnashorns geblieben? Zum Abschluss dürfen die Teilnehmenden mit neuem Wissen und künstlerischem Geschick einen Malbogen zu den Tieren der Eiszeit und ihrem Lebensraum gestalten. Für alle weiteren Besucher steht an diesem Familiensonntag von 11 bis 18 Uhr die steinzeitliche Schmuckwerkstatt sowie das Bogenschießen offen. Die öffentliche Führung „gesucht. gefunden. ausgegraben.“ durch die Dauerausstellung steht an allen Sonntagen im Januar (4., 11., 18., und 25. Januar 2026) um 13 Uhr auf dem Programm. Bei dem Rundgang folgen Besuchende in einer nachgestalteten Ausgrabung den Spuren der Menschen in Westfalen. Neben zahlreichen Funden erwartet sie beispielsweise ein in Mitteleuropa einmaliger Faustkeil aus Mammutknochen, der Schmuck der Damen von Ilse als eine der geheimnisvollsten Entdeckungen aus der Eisenzeit sowie das reich mit Beigaben ausgestattete Grab des Fürsten von Beckum. Am Sonntag, 4. Januar 2026, startet um 15 Uhr die öffentliche Führung „Mahlzeit“ durch die gleichnamige Sonderausstellung. Gemeinsames Essen ist weit mehr als nur Nahrungsaufnahme. Ob beim königlichen Bankett, der einfachen Bauernmahlzeit, dem familiären Abendessen oder der gemeinsamen Mittagspause - überall offenbaren sich Fragen: Wer sitzt wo? Welche Rituale bestimmen das gemeinsame Mahl? Und was verrät das alles über Macht, Zugehörigkeit, gesellschaftlichen Wandel und vor allem Kultur? Von opulenten Festtafeln und rituellen Speisungen bis hin zu den Herausforderungen der Gegenwart - schnelle Snacks, digitale Ablenkung und der Verlust gemeinsamer Rituale - zeigt diese Ausstellung, wie Essen seit Jahrtausenden als sozialer Klebstoff wirkt. Mit einem Blick auf mehr als 300 Exponate und Geschichten lädt „Mahlzeit!“ dazu ein, die kulturelle Dimension des Essens neu zu entdecken. Diese Führung wird auch an jedem weiteren Sonntag im Januar (11., 18. und 25. Januar 2026) um 15 Uhr angeboten. Am Donnerstag, 15. Januar 2026, ab 19 Uhr blickt die Soziologin Prof. Dr. Eva Barlösius von der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover in einem kostenlosen Vortrag auf die gesellschaftliche Dimension des Essens, soziale Ungleichheit und Ernährungsgewohnheiten in Zeiten des sozialen Wandels. Wer nicht vor Ort sein kann, hat die Möglichkeit, den Vortrag auf dem YouTube-Kanal des Museums live im Internet zu verfolgen. Wie wird aus einem Löffel ein Ring? Das erfahren Teilnehmende im Kreativseminar „Schmuckbearbeitung für Einsteiger“ am Samstag, 24. Januar 2026 von 15 bis 17 Uhr. Mitmachen können alle, die Lust haben, kreativ zu arbeiten. Ziel ist es, aus einem einfachen Löffel einen einzigartigen Ring zu formen. Zunächst suchen sich die Teilnehmenden vor Ort einen Löffel aus. Unter fachkundiger Anleitung erfahren sie Schritt für Schritt, wie man das Besteckteil bearbeitet, formt und in ein individuelles Schmuckstück verwandelt. Am Ende halten alle ein eigenes handgemachtes und nachhaltiges Unikat in den Händen. Das Programm richtet sich an Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene. Die Kosten betragen 39 Euro pro Person, inklusive Material, zuzüglich Museumseintritt für alle Teilnehmenden ab 18 Jahren. Um Anmeldung wird gebeten. Bitte unempfindliche Kleidung tragen oder eine Schürze mitbringen. Am letzten Wochenende im Januar widmet sich das LWL-Museum an zwei Tagen dem Thema Essen vor 500 bis 1.000 Jahren. Wie funktionierte saisonale Ernährung in Westfalen vor 700 Jahren und was wurde wie importiert? Das Familienwochenende „Gar nicht unappetitlich - Das Mittelalter in Westfalen“ findet von 11 bis 18 Uhr am Samstag und Sonntag, 31. Januar und 1. Februar 2026, in Zusammenarbeit mit der Living History-Gruppe „IG-Hochgotik“ statt. Dann dreht es sich um Ernährung, Esskultur, Tischsitten und die Verfügbarkeit von Lebensmitteln um 1300. Schon damals war Essen viel mehr als nur reine Nahrungsaufnahme. Wie das Essen ohne Gabel funktionierte und was es bedeutete, „jemandem das Wasser reichen zu können“, erfahren Kinder und Erwachsene bei einem kleinen Ausflug in die mittelalterliche Tischkultur. Am Modell eines typischen niederdeutschen Stadthauses erfahren Besuchende mehr über die zentrale Bedeutung des Herdes und der Küche im Haus. Ernährung war durch Religion geprägt. Fachleute zeigen, wie Mönche im Mittelalter ihre Mahlzeiten schweigend zu sich nahmen und es trotzdem schafften, um etwas vom Tisch zu bitten. Die Teilnahme ist kostenfrei. Es ist lediglich der Eintritt zu entrichten.

19 Uhr

Spektakuläre Krimi-Oper im Essener 'Aalto'

Paul Hindemiths 'Cardillac'

Cardillac (Heiko Trinsinger) überlebt als recht derangierter böser Clown, umringt von den grauen Gestalten des Volkes (Opernchor des Aalto-Theaters).

E.T.A. Hoffmanns letzte vollständige Erzählung, „Das Fräulein von Scuderi“, im Herbst 1918 im „Taschenbuch für Liebe und Freundschaft“ erschienen, basiert auf einer von Johann Christoph Wagenseil 1697 in seiner „Chronik von Nürnberg“ geschilderten Begebenheit und spielt um 1680 im Paris König Ludwigs XIV.: Der Goldschmied René Cardillac ist von seinen künstlerischen Schöpfungen so besessen, dass er seine Kunden der Reihe nach ermordet, um die Preziosen wieder zurückzuerhalten. Cardillacs Tochter Madelon ist mit dessen Gesellen Olivier verlobt, der das Doppelleben seines Schwiegervaters durchschaut und sich selbst der Justiz als Täter ausliefert, nachdem ein Offizier einen Messerangriff des Goldschmieds abwehrte und diesen dabei tödlich verletzte. Olivier schweigt beharrlich, um seine engelsgleich-zarte Braut zu schonen. Öffnet sich dann aber seiner einstigen Pflegemutter, der nunmehr 73-jährigen Romanautorin Fräulein von Scuderi, welcher er anonym ein Kästchen mit wertvollem Schmuck anvertraut hatte, das einst für die ermordete Prinzessin Henriette von England bestimmt war. Als sich besagter Offizier bei dem Fräulein als Täter in Notwehr zu erkennen gibt, erreicht sie beim König eine Lösung, welche die Gefühle Madelons nicht verletzt und das Brautpaar mit tausend Louis ausgestattet in die Schweiz auswandern lässt. Der Librettist Ferdinand Lion hat aus dieser eher betulich-romantischen Liebesgeschichte, in der sich Hoffmann, selbst wohlbestallter Beamter, mit dem Spannungsverhältnis von Kunst und Leben auseinandersetzt, zusammen mit dem Komponisten Paul Hindemith eine packende, psychologisch grundierte Krimi-Oper über Versuchung, Sucht, Gier und Künstlertum geschaffen, die viel zu selten auf den Spielplänen steht. Dabei bereitet die höchst abwechslungsreiche, zwischen Expressionismus, Neo-Barock, Neuer Sachlichkeit und Avantgarde changierende Musik selbst einem eher konservativen Publikum überhaupt keine Schwierigkeiten. Im Aalto Musiktheater Essen wird die im Vergleich zur revidierten vieraktigen Version von 1952 radikalere dreiaktige Erstfassung der Oper, die am 9. November 1926 an der Sächischen Staatsoper Dresden ihre Uraufführung erlebte, aufgeführt. In der sowohl der König als auch die Hoffmannsche Titelheldin gestrichen sind, dafür aber – in der Konzentration auf den Goldschmied Cardillac – die Figur eines jüdischen Goldhändlers eingefügt worden ist. Welche die Ausstatterin Katrin Nottrodt für die Inszenierung des belgischen Altmeisters Guy Joosten, die bereits am 3. Februar 2019 an der Opera Vlaanderen herausgekommen ist, mit Kaftan, Schläfenlocken und langem Bart als chassidischen Juden ausgewiesen hat. Für die europäische Diamanten-Hauptstadt Antwerpen gewöhnlicher Alltag, für woke deutsche Theatermacher offenbar ein potentieller Aufreger, der gleich auf zwei eingeschobenen Programmheft-Seiten „kontextualisiert“ wird. Die nach rund einhundert pausenlosen Minuten am Premierenabend des Samstag (6.12.2025) umjubelte Aufführung unter der musikalischen Leitung des international gefragten Gastdirigenten Patrick Lange führt in die Zeit der 1920er Jahre mit deutlichen Anklängen an den Stummfilm „Metropolis“, aber auch an Fritz Langs ersten Tonfilm „M“ von 1931 über einen psychopathischen Kindermörder. Masse Mensch: Dunkle Gestalten, durch Projektionen auf den Gazevorhang verstärkt, wuseln als Volk über die Bühne, in deren Mitte die „brennende Kammer“, ein rotglühender Höllenorkus. Die ganz in schwarze Uniformen gesteckten Andreas Hermann (Offizier), der Geliebte von Cardillacs Tochter (Betsy Horne), und Samuel Furness (Kavalier), der für seine offenherzige „Dame“ (Astrik Khanamiryan) das kostbarste Geschmeide Cardillacs erwerben soll, kommen warum auch immer wie SS-Offiziere ‘rüber. Im Mittelpunkt der Oper wie der Inszenierung aber der Titelheld, der im Hermelinmantel wie ein absolutistischer König auftritt – bekrönt mit einer diamantenbesetzten Kostbarkeit, die bei Hoffmann noch für die heilige Jungfrau der Kirche St. Eustache bestimmt war. Aber heilig ist hier nichts und niemand, was besonders auf die „Dame“ genannte Sexarbeiterin zutrifft, die erst nach Erhalt des goldenen Geschmeides dazu bereit ist, sich an der Pole Dance Stange zu räkeln und mit dem Schwarzhemd von Kavalier unter die Bettdecke zu schlüpfen. Heiko Trinsinger als Cardillac ist ein Ereignis: ein Psychopath, der sich als König geriert, der in seinem Goldschatz badet wie Dagobert Duck und mit einem Lächeln mordet wie Joker. Selten war der exzellente Bariton, seit 1999 Aalto-Ensemblemitglied, darstellerisch so gefordert wie hier als dem Wahnsinn verfallener Künstler. Karten unter theater-essen.de oder unter Tel. 0201 81 22-200. Die weiteren Vorstellungen:

19:30 Uhr

'House of Banksy – An Unauthorized Exhibition'

Banksy-Ausstellung in Dortmund

Motive des derzeit wohl bekanntesten aber anonymen Straßenkünstlers Banksy, der mit seinen mal ironischen, mal politischen Graffitis bekannt wurde.

Dortmund. Die Pop-Up-Ausstellung „House of Banksy – An Unauthorized Exhibition“ lässt seit Mittwoch (17.12.2025) den anonymen Graffiti-Künstler Banksy in Dortmund hoch leben. Im ehemaligen C&A-Haus ist mit mehr als 150 Motiven eine umfangreiche Werkschau seiner Kunst zu sehen. Graffitis, Fotografien, Skulpturen, Videoinstallationen und Drucke wurden eigens für diese Schau reproduziert und sind jetzt an einem Ort zu sehen. Niemand weiß, wer Banksy ist, aber jeder kennt seinen Namen. Er ist einer der berühmtesten und gleichzeitig geheimnisvollsten Künstler der Welt. Banksy ist Untergrundkämpfer, Hotelbetreiber und ohne Zweifel der unumstrittene König der Straßenkunst, ein genialer Geist und Starkünstler, der mit seinen mal ironischen, mal politischen, aber stets poetischen Arbeiten die Menschen berührt und ihnen aus der Seele spricht. Seine Identität hält der Schätzungen zufolge etwa 45–50-jährige in Bristol geborene und bis heute anonyme Graffiti-Künstler bis heute erfolgreich geheim. Seine Werke dagegen erobern international nicht nur die Straßen, sondern auch die Auktionshäuser, und das höchst erfolgreich: Er gilt derzeit als einer der teuersten Künstler der Gegenwart. 2010 setzte ihn das „Time Magazine“ erstmals auf seine Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt, neben Persönlichkeiten wie Barack Obama, Steve Jobs oder Lady Gaga. Die Ausstellung läuft bis zum 15. März in Dortmund und ist montags bis sonntags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Letzter Einlass: Eine Stunde vor Ausstellungsende. Geschlossen hat das Haus am 24. und 25. Dezember 2025, am 1. Januar 2026. An Silvester, 31. Dezember 2025, ist die Ausstellung nur von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

seit 17. Dezember

Freitag, 16. Januar

Black Barons informieren

Winterpause bei den Jugendteams

Die Black Barons gehen in die Winterpause

Seit Freitag (19.12.2025) befinden sich jetzt auch alle Jugend-Teams der Black Barons in der Winterpause. Während die U16 am Freitag, 16. Januar 2026, um 18 Uhr wieder ins Training einsteigt, starten die U10 und U13 bereits am Mittwoch, 7. Januar 2026, um 17 Uhr in die Saisonvorbereitung. Trainiert wird natürlich, im Horststadion in Herne. Wer noch Teil der Barons-Familie werden möchte, kann sich jederzeit unter info@herne-blackbarons.de melden, die Black Barons freuen sich über jeden Kontakt.

18 Uhr

Oasenabend zum Innhalten

Oasenabend in der Kirche St. Marien Eickel.

In der Kirche St. Marien Eickel findet am Freitag, 16. Januar 2025, ein Oasenabend unter dem Motto – Vom Licht berührt – für Engagierte im Bereich Liturgie mit Weihbischof Josef Holtkotte statt. Licht ist in der Liturgie nicht wegzudenken. Es eröffnet Räume, führt durch die Gottesdienste und lässt sichtbar werden, was wir glauben. Wie ein Polarlicht, das Himmel und Erde verbindet, weist das Licht in der Liturgie über uns hinaus und berührt zugleich unser Leben. Am Oasenabend laden Impulse und kleine Stationen dazu ein, diesem Licht nachzuspüren. Im Anschluss besteht bei Fingerfood die Gelegenheit zum Austausch und zur Begegnung. Im Rahmen der Visitation wird auch Weihbischof Josef Holtkotte dabei sein. Anmeldung werden bis zum 12. Januar 2026 entgegengenommen: Jennifer Markwiok Tel 0174 6892103, markwiok@st-christophorus-wan.de.

18 Uhr

Eine unbezahlte 1.700 Euro Gasrechnung und ein Schlachtfeld der Sinne

'Amsterdam' im Bochumer Schauspielhaus

Eine Szene aus "Amsterdam" am Bochumer Schauspielhaus: (v.li.) Payam Yazdani, Nina Steils und Alexander Wertmann.

Ein gemütliches Theatererlebnis sieht anders aus, wer einfache Unterhaltung erwartet, ist eher fehl am Platz. Das „Amsterdam“ in den Bochumer Kammerspielen ist so ganz anders als das Amsterdam, was wir kennen - oder doch nicht? Es ist ein „spielerisches“ Holocaust Mahnmal an die 1940er Jahre als die Nazis dominieren und die Holländische Metropole beherrschen. Es ist gleichzeitig Fiktion und Projektion auf mögliche Parallelen zur heutigen Zeit. Gezeigt wird kein Rückzugsort, sondern ein modern-skurril inszeniertes Schlachtfeld der Sinne und ein Verhör der Seelen. Es fordert auf zur Auseinandersetzung und konfrontiert mit bekannten Fragen zu dunklen Schatten von Verfolgung, Ausgrenzung, Macht und Schuld wie es sie im Amsterdam der Kriegszeit gab. Das Stück beginnt mit einer Mehrfach-Wiederholung, die im Stück sehr wiederholt vorkommen: „Amsterdam an den Eiern gepackt“ hallt es durch den Saal. Es sind keine typisch höfliche Szenen und Ausdrücke, sie sind oft vulgär, laut, brüllend, verzweifelt und unbequem. Die Protagonistin, eine israelische Violistin (Jüdin, das wird noch wichtig), lebt in der eleganten Wasserlage an der Keizersgracht in Amsterdam — eine Adresse, die bis heute Glanz und Wohlstand evoziert. Leider kommt per Post eine unbezahlte Gasrechnung, 1.700 Euro (inklusive saftiger Zinsen). Aus dem Jahre 1944. Es beginnt eine Suche und Aufarbeitung, die sich tief und tiefer in die dramatische Geschichte ihres Wohnhauses eben zur Zeit des Holocaust bohrt. Die Musikerin muss sich schließlich mit alles anderem als spielerischen Fragen zu ihrer Identität, Herkunft und Position auch in Parallelität der heutigen Gesellschaft konfrontiert sehen. Der intuitive Glanz ihres Premium-Wohnortes mit direktem Blick auf das Kanalwasser wird im Stück durch ein stark reduziertes, nahezu minimaltisches Bühnenbild zerkratzt: links ein DJ-Pult, daneben eine fahrbare Stahlbrücke, ein großer Halbbogen, die fast die ganze Bühne einnimmt. Diese Konstruktion wirkt später wie eine klobige Metapher: eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Privileg und Schuld, zwischen Leben und Bedrohung. Die Inszenierung zieht viele Register: Der weibliche DJ macht Musik und Töne. Plötzlich und unerwartet sprechend, kommentiert er auch das Geschehen. Einer der Schauspieler reagiert verblüfft: „Wusste gar nicht, dass sie auch Text hat.“ Eine Mischung aus Kunstinstallation, Kirmes und Theater ist ein bewusst irritierender Tonfall, der den gesamten Abend begleitet. Musik und ­mitunter grotesk an Grenzen gehend überspitzte Sprache wechseln einander ab. Immer wieder fällt das Wort „Genever“: der niederländische Genever Superior, wie ein altes Lebenselixier, das zugleich betäuben und enthemmen kann. Die Sprache ist roh, vulgär, aggressiv. „Ich muss mein verficktes Holländisch verbessern“, „Heil Hitler“, oder etwa Beschreibungen wie „rosafarbene Nippel, ihre Brüste“ oder die Amsterdamer Grachtenbrücken, die als „zwei Penisse“ interpretiert werden „mit einer Erregung vor Stolz“ dienen wohl nicht dem Voyeurismus, sondern einer radikalen Überzeichnung. Es ist ein künstlerisches Aufschreien der israelischen Autorin Maya Arad Yasur und der Regisseurin Sapir Heller. Tabus werden gebrochen, Rücksichtslosigkeit wird zum Stilmittel. Die Lautstärke nimmt zu, Schreie hallen, Aggression wird hörbar — und im Publikum spürt man: hier geht es nicht um Ästhetik, es geht um Belastung. Als Übernahme vom Münchner Volkstheater aus 2019 ist die Inszenierung in teilweise neuer Besetzung aktuell am Schauspielhaus Bochum zu sehen. Nur Nina Steils feiert ein Comeback, sie war damals schon dabei und gehört seit der Spielzeit 2024/2025 zum Bochumer Ensemble. Meist wirken die konsequent stattfindenden Überzeichnung nicht beliebig. Sie dienen dem Ziel der politischen und ideologischen Entblößung. In den Kammerspielen wird man plötzlich Zeuge eines nahezu gnadenlosen Ritts durch provokante Fragen zu Identität, Unterdrückung, Diskriminierung und Machtverhältnissen. Es sind nicht nur Bilder und Angstszenen vergangener Kriegszeiten, es sind auch der historische und aktuelle Konflikt von Israel und Gaza. Einige Provokationen lassen erröten, aber sie können zur Auseinandersetzung beitragen. Ein besonders eindrückliches Bild: die Szene am beleuchteten Stahlbogen mit einer sehr grotesken Frauenarzt-Visite, der detailliert benannten „vaginalen Ulltraschalluntersuchung“. Die schwangere Mutter, im neunten Monat, fleht in angstvollem Ton, ob noch Herztöne zu hören seien. Der antisemitische Gynäkologe arbeitet in Latexhandschuhen absurd am Unterleib des männlichen Schauspielers an einer Seite des Bogens. Auf der anderen Seite, meterweit entfernt, liegt die schwangere jüdische Frau hingegen, hier ist nur der Oberkörper zu sehen - die Dialoge sind böse. Die Situation spitzt sich zu, als das Echo tödlicher Zahlen erklingt: „17.820 tote Kinder in Gaza“, ein Schrei, ein Vorwurf, eine Schlacht um Erinnerung. Statt eines Feigenblatts wird ein Requiem gefordert. Die Geigerin solle es doch komponieren, damit erinnern und klagen. Dieser Moment ist belastend, ohne Pathos. Die Bühne wird zur politischen Arena. Die schwangere Violistin, so ist wie in einem gut aufgebauten Krimi zu erfahren, ist von einem Geliebten schwanger. Eine tragische Geschichte. Die später finale Geburtsszene unterstreicht dann den teils abstrusen Rahmen, der gesamthaft die Fiktion stark benutzt und die Zuschauer in Logik und Abfolge fordert. Alle Akteure hangeln, turnen, winden sich an und auf der Stahlbrücke — wie komplett entfesselte Kinder auf dem Schulhof an den Turnstangen. Der DJ haucht psychedelische Wehen-Sounds ins Mikrofon. Die Energie taumelt zwischen Ekstase und Trance, es ist Orgie, es ist ein Zerreißen zugleich. Am Ende bleibt eine immer noch uralte unbezahlte Gasrechnung und ein frisch geborenes Baby zurück, alle Erwachsenen wurden von den Nazi abgeführt oder gar deportiert: „Das Baby bleibt zurück, es war nur eine Made“. Der prominente Verweis auf Karl Silberbauer ruft die historische Realität der Nazi-Verbrechen auf den Plan, Silberbauer war deutscher SS-Oberscharführer, der am 4. August 1944 die Familie Anne Frank und deren Mitflüchtlinge in Amsterdam verhaften ließ. Auf der tristen Bühne folgt im Finale „ein 43-minütiges Todesspiel“ des gesamtverantwortlichen „Kolaborateurs“, nachdem er einen Giftcocktail augenscheinlich freiwillig getrunken hat. Zusammengerafft in vielleicht fünf Minuten Schauspiel. Mit dabei sind 14 Versuche, giftsterbend und Exkremente ausscheidend doch noch etwas los zu werden. Sich dabei aber nicht ein einziges Mal zu entschuldigen. Skurril, verwirrend, ein bisschen durcheinander? Offen für Überraschungen? Genau wie „Amsterdam“, aber alles vom neuen Stück soll noch nicht verraten werden, vielleicht mögen Sie es sich selbst anschauen. Für einige könnte „Amsterdam“ wie eine Zumutung sein. Für andere ist es eine existenzielle Erfahrung. Wer sich auf die rohe und teils vulgäre Kraft, Ambivalenz und Widersprüche einlässt, kann eine besondere Vorstellung erleben, die aus dem Schauspielhaus einen Ort des Schmerzes und der Wahrheit macht. Die vier Darsteller brillieren durch starke Auftritte und eine abgestimmte Synchronität. Die Premiere lief am Samstag (29.11.2025), es folgen fünf weitere Termine: Karten sind auf der Homepage unter schauspielhausbochum.de und Tel 0234 – 33335555 zu bekommen.

19:30 Uhr

'House of Banksy – An Unauthorized Exhibition'

Banksy-Ausstellung in Dortmund

Motive des derzeit wohl bekanntesten aber anonymen Straßenkünstlers Banksy, der mit seinen mal ironischen, mal politischen Graffitis bekannt wurde.

Dortmund. Die Pop-Up-Ausstellung „House of Banksy – An Unauthorized Exhibition“ lässt seit Mittwoch (17.12.2025) den anonymen Graffiti-Künstler Banksy in Dortmund hoch leben. Im ehemaligen C&A-Haus ist mit mehr als 150 Motiven eine umfangreiche Werkschau seiner Kunst zu sehen. Graffitis, Fotografien, Skulpturen, Videoinstallationen und Drucke wurden eigens für diese Schau reproduziert und sind jetzt an einem Ort zu sehen. Niemand weiß, wer Banksy ist, aber jeder kennt seinen Namen. Er ist einer der berühmtesten und gleichzeitig geheimnisvollsten Künstler der Welt. Banksy ist Untergrundkämpfer, Hotelbetreiber und ohne Zweifel der unumstrittene König der Straßenkunst, ein genialer Geist und Starkünstler, der mit seinen mal ironischen, mal politischen, aber stets poetischen Arbeiten die Menschen berührt und ihnen aus der Seele spricht. Seine Identität hält der Schätzungen zufolge etwa 45–50-jährige in Bristol geborene und bis heute anonyme Graffiti-Künstler bis heute erfolgreich geheim. Seine Werke dagegen erobern international nicht nur die Straßen, sondern auch die Auktionshäuser, und das höchst erfolgreich: Er gilt derzeit als einer der teuersten Künstler der Gegenwart. 2010 setzte ihn das „Time Magazine“ erstmals auf seine Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt, neben Persönlichkeiten wie Barack Obama, Steve Jobs oder Lady Gaga. Die Ausstellung läuft bis zum 15. März in Dortmund und ist montags bis sonntags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Letzter Einlass: Eine Stunde vor Ausstellungsende. Geschlossen hat das Haus am 24. und 25. Dezember 2025, am 1. Januar 2026. An Silvester, 31. Dezember 2025, ist die Ausstellung nur von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

seit 17. Dezember

Samstag, 17. Januar

Leiser Musical-Hit in Gelsenkirchen

„Das Licht auf der Piazza“

Es braucht zumal in den 1950er Jahren auch unter südlicher Sonne einige Zeit, bis Clara (Katherine Allen) und Fabrizio (Luc Steegers) zusammenfinden.

È una bellissima serata! „Das Licht auf der Piazza“, der jüngste Gelsenkirchener Erfolg des Musical-Spezialisten Carsten Kirchmeier, dessen gefeierte Inszenierungen „Der kleine Horrorladen“ (ab 29. Mai 2026) und „Hello, Dolly!“ (ab 21. März 2026) weiterhin auf dem Spielplan des Musiktheaters im Revier stehen, kommt eher auf leisen Sohlen daher. In den 1950er Jahre unternimmt die Amerikanerin Margaret Johnson (überragend: Anke Sieloff) mit ihrer Tochter Clara (die australische Sopranistin Katherine Allen seit ihrem Europa-Debut vor zwei Jahren am MiR ein gern gesehener Gast am Kennedyplatz) eine Bildungsreise nach Florenz, wo sie einst ihre Flitterwochen genossen hat. Mit dem Gatten Roy (Klaus Brantzen), der daheim seinen Geschäften nachgeht, verbindet Margaret nur noch die Sorge um die gemeinsame Tochter, die als Zwölfjährige vom Hufschlag eines Ponys am Kopf getroffen wurde. Clara ist nun 26 und von bildschönem Äußeren, aber in ihrer geistigen Entwicklung noch auf dem Stand eines Kindes. Weshalb ihre Mutter alles daransetzt, sie vor allen nur möglichen Widrigkeiten zu beschützen. Als sich Clara im wahren Wortsinn auf den ersten Blick unsterblich in den jungen Italiener Fabrizio (der Niederländer Luc Steegers überzeugte zuletzt in „Tick, tick…BOOM!“ am MiR) verliebt, läuten bei Margaret alle Alarmglocken. Dabei ist es Fabrizio, der sich der scheinbar weltgewandten Amerikanerin nicht gewachsen fühlt. Weshalb er, von seinem Vater (Patrick Imhof) an kurzer Leine gehalten, bei Franca (Rebecca Davis), der Gattin seines Bruders Giuseppe (Sebastian Schiller), nicht nur Sprachunterricht nimmt. Bis die beiden gebrannten Kinder zusammenkommen, dauert es – zumal in der konservativen Nachkriegszeit – eine geraume Weile. Letztlich blüht auch Margaret in der Großfamilie Naccarelli mit der herzlichen Mamma (Elpiniko Zervou) im Zentrum auf. Wenn da nicht der für italienische Verhältnisse enorme Altersunterschied wäre: Fabrizio ist erst zwanzig… „The Light In The Piazza“, das gleich mit sechs Tony Awards ausgezeichnete Musical nach der gleichnamigen Erzählung von Elizabeth Spencer aus dem Jahr 1960, ist von Craig Lucas (Buch) und Adam Guettel (Songtexte und Musik) am 14. Juni 2003 im Intiman Teatre in Seattle uraufgeführt worden, bevor es seinen Siegeszug am Broadway mit über 500 Vorstellung en suite antrat. Und doch fand es erst 2018 den Weg zur Deutschsprachigen Erstaufführung an der Landesbühne Sachsen in Radebeul. Nach einer Inszenierung in der oberösterreichischen Kulturhauptstadt Europas Linz ist Gelsenkirchen in Kooperation mit der Oper Wuppertal erst die dritte Station dieses „Geheimtipps“, und das erstaunt dann schon. Denn diese wundervolle, trotz des ernsten Hintergrundes sehr komödiantisch-ironische Romanze eines Culture Clash unter der Sonne Italiens ist nicht nur optisch (Bilder einer Ausstellung: Julia Schnittger, Kostüme: Hedi Mohr) und szenisch (Filmblenden) ein Genuss, sondern auch akustisch ein Repertoire-Gewinn: die musikalische Mittellage ohne große Ausreißer hat eine eigene Qualität angesichts der zu Herzen gehenden Emanzipations-Geschichte sich von der elterlichen Bevormundung lösender junger Leute. Die auch unter einem Balkon spielt, wenn auch nicht dem in Verona. Nicht ganz zu Unrecht ist „Das Licht auf der Piazza“ mit Leonard Bernsteins genialer „West Side Story“ verglichen worden, obwohl ich nicht so weit gehen würde. Aber dass sich Adam Guettel mit seinem feinen, bisweilen hauchzarten Pasticcio aus Musical und Oper bewusst von den Krachern des Genres (derzeit etwa „Grease“ in Dortmund) absetzt, kann man auch als Vorzug ansehen. Zumal die Musikalische Leitung in den Händen von Mateo Peñaloza Cecconi („Story of My Life“, „Der Mann von La Mancha“) liegt, der am Kennedyplatz auch die Wiederaufnahme von „Hello Dolly!“ betreuen wird. Karten gibt es online oder unter Tel. 0209 – 4097200.

19 Uhr

'Orlando Gastspiel' im Bochumer Schauspielhaus

'Das Leben ist ein Schweinestall'

Szene aus "Orlando" am Bochumer Schauspielhaus: (v.li.) Leona Bert, Nils Miekisch, Pauline Stine Steger, Felina Zenner, Carlos Motolese-Trausan.

Die Premiere von Orlando am Samstag (20.12.2025) bringt einen bahnbrechenden Text auf die Bühne der Kammerspiele, der einmal mehr zugleich alt und irritierend jung ist. Regisseur Martin Laberenz und sein Ensemble – eine Koproduktion mit der Folkwang Universität der Künste – nehmen Virginia Woolfs berühmte „Biografie“ über die ewige Jugend und Schönheit aus dem Jahre 1928 nicht als Stoff, den man illustriert, sondern betritt und rasant miterlebt. Die Kammerspiele werden zu einem kurzweiligen Bühnen-Labor einer vor allem kollektiven queeren Verwandlung. Schon der kurze Solo-Anfang macht klar, dass diese Inszenierung mit dem Schauspieler-Dekett keinen sicheren Boden bietet. Woolfs ikonischer erster Satz: „Er – denn an seinem Geschlecht konnte kein Zweifel bestehen“ hängt wie ein Versprechen im Raum. Es wird auch in Bochum schnell brüchig. Denn Zweifel ist die eigentliche Hauptfigur. Regisseur Laberenz, der als Assistent früher bei gemeinsamen Produktionen am Schauspielhaus Bochum auch mit Helge Schneider zusammen gearbeitet war, vertraut nicht nur auf gut gemachte dramatische Effekte, sondern auf ein präzises, nicht immer nur nüchternes Spiel mit schillernden Körpern und Kostümen, Stimmen, Musik und vielen Blicken. Die Bühne von Oliver Helf mit recht minimalistischer Hauswand, Straße und einem Raum bleibt dabei bewusst offen und ist oft in szenigen, mystischen Nebel getaucht, der mit sehr gut inszenierten Bildern eine hervorragende Ästhetik zeigt. Es gibt keinen historisierenden Ballast, keine opulente Epoche. Drei Jahrhunderte rauschen vorbei, ohne dass man sie ausbuchstabieren müsste. Ausgefallene, witzige, skurrile Kostüme markieren Geschlecht nicht als Kostümierung, sondern als queeres Angebot: etwas, das man anlegen, ablegen, verschieben kann, scheinbar beliebig. Gerade darin liegt eine Stärke des Abends. Orlando wird nicht aktualisiert, sondern tatsächlich freigelegt. Was bei Woolf Roman literarisch verspielt daherkommt, wird hier im Theater körperlich erfahrbar und funktioniert, manchmal etwas wild. Über gut zwei Stunden (130 Minuten) gibt es eine angenehme Spannung zwischen Text und Spiel. Das Nachwuchs-Ensemble zeigt sich präsent, wach, präzise und trägt den Abend als buntes Kollektiv. Nur in der neuen Reihe könnte manchmal etwas mehr Phonetikstärke einzelner Akteure ankommen. Niemand drängt sich in den Vordergrund, und doch entstehen immer wieder starke Einzelmomente. Besonders stark und unerwartet humorig ist die „Todesszene“ von Königin Elisabeth I, die kaum enden will. Auch als Gruppe kommen alle Schauspieler immer wieder zusammen, viel Spaß macht die nebelige Disco-Szene mit genialer Musik von Kouddlam im Love Song. Tanzende Körper, die ihre Haltung verändern und damit ganze gesellschaftliche Ordnungen infrage stellen. Dramaturgisch wird Woolfs Biografie-Parodie wohl ernst genommen: Das Erzählen selbst gerät unter Beobachtung. Wer spricht - und mit welchem Recht? Es wird viel gesprochen, das macht den Abend anspruchsvoll, aber auch reizvoll. Wer eine lineare Geschichte erwartet, wird enttäuscht. Wer bereit ist, sich auf ein Denken in teils rasant schnellen Übergängen einzulassen, erlebt ein konzentriertes, kluges Theatererlebnis. Orlando will auch zeigen, wie sehr Geschlecht, Rolle und Identität von Blicken abhängen – von gesellschaftlichen Erwartungen, die sich historisch verändern und doch hartnäckig bleiben. Dass Woolf diesen Text vor fast hundert Jahren geschrieben hat, wirkt an diesem Abend weniger erstaunlich als brandaktuell. Nach gut zwei Stunden endet die Premiere ohne Pause – und ohne Auflösung. Orlando bleibt unterwegs, es ist wohl eine offene Bewegung und endet musikalisch mit dem Titel „Life is a pigsty“ von Morrissey, wie treffend. Karten sind auf der Homepage unter schauspielhausbochum.de und Tel 0234 – 33335555 zu bekommen. Weitere Aufführungen in den Kammerspielen des Schauspielhauses Bochum:

19:30 Uhr

Umjubelte Uraufführung am Kleinen Theater Herne

'Die geheimnisvolle Emily Hart'

Der Schein trügt: Johann Winkler (Christian Weymayr) als stolzer Vater seiner Töchter Johanna (Lucy Janßen, l.) und Maxi (Nele Nussbaum).

Das Grandhotel Winkler hat schon bessere Zeiten gesehen. Wovon im privaten Salon des Inhabers Johann Winkler (hat sich die Rolle des „widerwärtigen Scheusals“ auf den eigenen Leib geschrieben: Christian Weymayr) freilich nichts zu bemerken ist, da haben die Ausstatter Bernd Averbeck (Bühne) und Josef Koll (Requisite) ganze Arbeit geleistet: Rechterhand des Kamins eine opulent bestückte Gemäldesammlung, links eine raumhohe Bücherwand, davor ein Schmuckstück von plüschigem Sofa. Zum Empfang seiner wohlhabenden Gönnerin Jadwiga Bonnemeier (Anke Uzoma ruht in sich selbst), der Patentante seiner älteren Tochter Maxi, hat Johann Winkler sich herabgelassen und den Tee selbst zubereitet, während der distinguierte Butler (Paraderolle für Benno Janßen) den Rest zum „Kaviar frisch vom Stör“ übernimmt. Geht es doch in dem bevorstehenden Gespräch um die Ausbildung von Papas Liebling Maxi (selbstüberhebliche Zicke: Nele Nussbaum), seiner designierten Nachfolgerin als Hotelchefin, in Lausanne und Tokyo. Doch der erfolgreichen Schauspielerin ist Johann Winklers aufwändiger Lebenswandel mit Yacht, Lamborghini und teuren Jet-Set-Terminen schon längere Zeit ein Dorn im Auge, weshalb sie keine Kohle mehr herausrücken will. Ganz abgesehen davon, dass sie die ständig gemobbte jüngeren Tochter Johanna (eine Lucy Janßen zum Knuddeln) ins Herz geschlossen hat. Die ist einfach zu gut für diese (Kommerz-) Welt, gibt weder dem höchst ungerechten Vater noch der eingebildeten Schwester Kontra, sondern ist mit ihrem Küchenjob voll ausgelastet und dabei hoch zufrieden. Vom apostrophierten Verwelken bei den Salatköpfen kann also gar nicht die Rede sein, wofür nicht zuletzt „Winklers Vinaigrette“ steht, die allerdings nur in Form eines feinen Sahnelikörs mit Marzipangeschmack an der Theaterbar erhältlich ist. Der vielgeplagten Hotelmanagerin Francesca Salvini (Christine Boinski) bleibt gar keine andere Wahl, als den Konkurs des Traditionshauses an die Wand zu malen, da die Banken keine weiteren Kredite mehr gewähren wollen. Immerhin eines kann sich der selbsternannte gutaussehende Charming Boy Johann Winkler auf die Fahnen schreiben: Networking. So ist er auf die global erfolgreiche Hotelberaterin Emily Hart (cooles Debüt: Johanna Cadenbach) gestoßen, die sich bereit erklärt, für ihn die Kohlen aus dem Feuer zu holen. Hohes Gehalt und langjährige Erfolgs-Provision für die taffe und dabei auch noch sehr attraktive Geschäftsfrau eingeschlossen. Tatsächlich brummt bald nicht nur der Laden im Grandhotel, sondern mit der Route 67 Road Company kann sogar eine Kette mit 43 Motels in den USA hinzugekauft werden. Sodass Johann Winkler ernsthaft in Erwägung zieht, nach einem „wilden Vogel und blassen Hühnern“ erneut in den Ehestand zu treten. Doch da ist Emily Hart vor, hierin tatkräftig unterstützt von den beiden Töchtern des Bonsai-Casanovas. Denn die wissen inzwischen mehr… „Die geheimnisvolle Emily Hart“, bei der Uraufführung am Samstag (6.9.2025) mit stehenden Ovationen des naturgemäß ausverkauften Hauses gefeiert, ist ein so anspielungs- wie spannungsreiches Drama aus der Feder des Herner Medizin- und Wissenschaftsjournalisten Christian Weymayr, dem neben Jürgen Seifert zweiten Hausautor des Kleinen Theaters Herne. Ein zweistündiger Abend mit herrlichen szenischen Petitessen (noch zu nennen Josef Koll als „Strickmörder von Poppenborstel“), gleich zwei Running Gags und viel Humor, aber kein schenkelklopfender Boulevard. Eine große Herausforderung für das achtköpfige Ensemble, zu dem noch die Zweitbesetzungen Natalie Frank (Emily), Christa Herzog (Bonnemeier), Heike Hebing (Salvini) und Andreas Orlowski (Strickmörder) gehören. Und das besonders für drei Debütantinnen an der Neustraße 67. Die 27-jährige Johanna Cadenbach, die seit rund zwölf Jahren in Herne lebt und in der Personalabteilung des Schauspielhauses Bochum quasi permanent Theaterluft schnuppert, hat die Bochumer Take off-Schauspielschule besucht und sieht im Kleinen Theater eine ideale Möglichkeit, Auftrittspraxis zu sammeln für ihr erklärtes Ziel, vor einer Filmkamera zu agieren. Die 24-jährige Nele Nussbaum, in Datteln geborene und in Herne aufgewachsene Archäologie-Studentin an der Ruhr-Universität Bochum, hat in Berlin schon vor der Kamera gestanden für die ZDF-KiKa-Jugendserie „True Crime“. In der Reihe werden verschiedene Fälle von Jugendkriminalität beleuchtet und in fiktionalisierten Szenen Taten und ihre Hintergründe dargestellt, welche von drei Jugendlichen und einer Jugendrichterin im Studio diskutiert werden. Während Nele Nussbaum mit Johanna Cadenbach in Bochum studierte und über sie zum Kleinen Theater Herne kam, lag das längst fällige erste Engagement für die gebürtige Hernerin Lucy Janßen sozusagen bereits in der Wiege: Die 21-jährige Studentin der Sozialarbeit ist die Tochter des langjährigen Ensemblemitglieds Benno Janßen, der in der neuen Produktion einen Butler nicht einfach nur spielt, sondern zwischen Parkett und Rampe geradezu lebt. Und zusammen mit Birte Gembaczka und Christian Weymayr auch inszeniert hat. Das Regie-Trio wurde unterstützt durch die Essener Schauspielerin, Sängerin und Musical-Darstellerin Mara Dorn. Ab November 2025 erhöhen sich die Eintrittspreise für Theater-Eigenproduktionen des Kleinen Theaters von 14 Euro auf 16 Euro, die Kindertheater-Vorstellungen im Dezember 2025 kosten 8 Euro und für die Gastspiele gelten wie gewohnt Sonderpreise. Tickets online über Eventim und die Homepage theater-herne.de, an der Theaterkasse Neustraße 67 mittwochs und freitags jeweils von 17:30 bis 19 Uhr sowie außerhalb der Öffnungszeiten unter Tel. 02323 – 911191 (Nachricht hinterlassen). Die weiteren Vorstellungen:

20 Uhr

'House of Banksy – An Unauthorized Exhibition'

Banksy-Ausstellung in Dortmund

Motive des derzeit wohl bekanntesten aber anonymen Straßenkünstlers Banksy, der mit seinen mal ironischen, mal politischen Graffitis bekannt wurde.

Dortmund. Die Pop-Up-Ausstellung „House of Banksy – An Unauthorized Exhibition“ lässt seit Mittwoch (17.12.2025) den anonymen Graffiti-Künstler Banksy in Dortmund hoch leben. Im ehemaligen C&A-Haus ist mit mehr als 150 Motiven eine umfangreiche Werkschau seiner Kunst zu sehen. Graffitis, Fotografien, Skulpturen, Videoinstallationen und Drucke wurden eigens für diese Schau reproduziert und sind jetzt an einem Ort zu sehen. Niemand weiß, wer Banksy ist, aber jeder kennt seinen Namen. Er ist einer der berühmtesten und gleichzeitig geheimnisvollsten Künstler der Welt. Banksy ist Untergrundkämpfer, Hotelbetreiber und ohne Zweifel der unumstrittene König der Straßenkunst, ein genialer Geist und Starkünstler, der mit seinen mal ironischen, mal politischen, aber stets poetischen Arbeiten die Menschen berührt und ihnen aus der Seele spricht. Seine Identität hält der Schätzungen zufolge etwa 45–50-jährige in Bristol geborene und bis heute anonyme Graffiti-Künstler bis heute erfolgreich geheim. Seine Werke dagegen erobern international nicht nur die Straßen, sondern auch die Auktionshäuser, und das höchst erfolgreich: Er gilt derzeit als einer der teuersten Künstler der Gegenwart. 2010 setzte ihn das „Time Magazine“ erstmals auf seine Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt, neben Persönlichkeiten wie Barack Obama, Steve Jobs oder Lady Gaga. Die Ausstellung läuft bis zum 15. März in Dortmund und ist montags bis sonntags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Letzter Einlass: Eine Stunde vor Ausstellungsende. Geschlossen hat das Haus am 24. und 25. Dezember 2025, am 1. Januar 2026. An Silvester, 31. Dezember 2025, ist die Ausstellung nur von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

seit 17. Dezember

Sonntag, 18. Januar

Udo Lindenberg in der Ludwiggalerie Oberhausen

Das 'Udoversum': Kometenhaft panisch

Das Schiff „Andrea Doria“ steht für Udo Lindenbergs maritime Affinität. Der gebürtige Westfale, 1946 in Gronau zur Welt gekommen, bewohnt seit Jahrzehnten eine Suite im Hamburger Luxushotel Atlantic.

Wegen des anhaltend extrem hohen Besucherinteresses verlängert die Ludwiggalerie Schloss Oberhausen die große Retrospektive von Udo Lindenberg zum zweiten Mal - und zwar bis Sonntag, 18. Januar 2026. Die Ludwiggalerie Schloss Oberhausen konnte in diesem Jahr schon bei der Loriot-Ausstellung einen Besucherrekord verzeichnen. Nun bahnt sich ein neuer an. Aktuell zu sehen ist die Lindenberg-Schau „Kometenhaft panisch – Likörelle, Udogramme, nackte Akte & viel mehr“, die in Zusammenarbeit mit der Brost-Stiftung das ganze Udoversum ins Ruhrgebiet bringt. Bereits nach wenigen Wochen wurde der 25.000 Besucher begrüßt. Deshalb wird aufgrund des hohen Interesses die Udo Lindenberg-Ausstellung bis Sonntag, 23. November 2025 verlängert. In der Ludwiggalerie Schloss Oberhausen offenbart sich eine bisher weithin unbekannte Seite des im westfälischen Gronau geborenen Universalgenies Udo Lindenberg: der Hamburger Rocksänger als Pop-Art-Künstler. In der Ausstellung „Kometenhaft panisch – Likörelle, Udogramme, nackte Akte & viel mehr“, die am Samstag, 28. Juni 2025, um 19 Uhr am Rhein-Herne-Kanal eröffnet wird, ist erstmals öffentlich sein zeichnerisches Frühwerk zu entdecken. Zum Udoversum gehören naturgemäß Detektiv Coolman, Elli Pyrelli und Rudi Ratlos, aber auch ein Zyklus zu Johann Wolfgang Goethes Opus magnum „Faust“, die Auseinandersetzung mit biblischen Geboten und, das vor allem, seine klare politische Haltung gegen die rechte Gesinnung der „Pimmelköppe“, die wie die „White Trash“-Arbeiten im 1. Obergeschoss gezeigt werden. Die Besucher der noch bis weit in den September 2025 geöffneten Retrospektive, ein genaues Datum der Finissage steht noch nicht fest, werden im Erdgeschoss von Großformaten mit hohem Wiedererkennungswert empfangen. So stehen seine Arbeiten zur „Andrea Doria“ für die maritime Affinität des 79-Jährigen, der seit Jahrzehnten eine Suite im Hamburger Luxushotel Atlantic bewohnt. Anfang der 2000er Jahre nimmt Udo Lindenberg an bundesweiten Kampagnen für mehr Zuversicht und Eigeninitiative („Du bist Deutschland“) teil – mit großformatigen Likörell-Mischtechniken auf Leinwand. „Bunte Republik Deutschland“ sind zwei Acryl-Arbeiten auf Leinwand von 2006 betitelt: Auf dem linken Bild reitet ein höchst zuversichtlicher Udo Lindenberg auf der Quadriga des Brandenburger Tores in die Hauptstadt hinein. Apropos Likörell. Hat Udo in den Anfängen der späten 1970er Jahre auf Bierdeckeln oder der Spargelkarte des Münchner Hilton-Hotels gezeichnet, malt er seit Mitte der 1990er Jahre in einer höchst eigenen Technik, wobei er bunte Liköre mit Acrylfarben mischt und sie in Aquarelltechnik auf Büttenpapier oder Leinwand aufträgt. Im Erdgeschoss sind in Vitrinen u.a. die 24-bändige Künstlerausgabe des Brockhaus-Konversationslexikons von 2006 und das HO-Modell des komplett bemalten „Sonderzugs nach Pankow“ zu sehen: Mit dem Original hatte Udo Lindenberg 2003 in Magdeburg eine symbolische „Frustmauer“ aus Styropor durchbrochen. Ebenfalls im Erdgeschoss zu sehen sein erster öffentlicher Auftritt als bildender Künstler 1995 mit zwölf (Kalender-) Motiven in Mischtechnik auf Papier zu seinem bereits 32. Studioalbum „Kosmos“, mit dem er Funk, Elektronik, Walzer und Rock zu einem experimentellen Klangbild verschmolz.Akustisch kennenzulernen zusammen mit allen anderen Studioalben gegenüber in der Panoramagalerie des Kleinen Schlosses. In einem anderen Raum sind Udos Hits digitally remastered in einer Video-Sound-Installation in Dolby Surround-Qualität ganz neu zu erleben! Die beiden Kuratoren Frank Bartsch vom Hamburger Udo Lindenberg Archiv und Dr. Sarah Hülsewig von der Ludwig Galerie Schloss Oberhausen haben sich neben der Hausherrin Dr. Christine Vogt dem Udoversum erstmals dezidiert aus kunsthistorischer Sicht genähert, wovon neben der thematisch gestalteten Ausstellung auch der opulente Katalog zeugt, der für wohlfeile 39,95 Euro im Shop erhältlich ist. Dennoch ist die Ausstellung auch für „reine“ Musikfans ein Event – mit Schallplatten und CD-Editionen bis hin zu witzigen Accessoires eines künstlerisch gestalteten Türanhängers: „Bitte nicht stören. Ich mach‘ mein Ding.“ Im 2. Obergeschoss schließlich kann multimedial die Ejakulator-Session nachvollzogen werden: In seiner ersten Ausstellung im Erotic Art Museum Hamburg setzte sich Udo Lindenberg 1996 selbst ans Schlagzeug. Die Ausstellung „Kometenhaft panisch“ ist dienstags bis sonntags jeweils von 11 bis 18 Uhr geöffnet in der Ludwig Galerie Schloss Oberhausen, Konrad-Adenauer-Allee 46. Öffentliche Führungen finden sonntags um 11.30 Uhr statt, an den drei Sonntagen 20. Juli, 31. August und 14. September 2025 führt Christine Vogt persönlich jeweils um 15 Uhr. Alles weitere und Tickets im Netz unter ludwiggalerie.de.

Der Januar im LWL-Museum für Archäologie

Familiensonntag, Vortrag und Kreativ-Workshop

Die Besucher der Ausstellung können auf einem großen Wimmelbild auf die Suche nach Orten des Essens gehen.

Auch im neuen Jahr 2026 steht das LWL-Museum für Archäologie und Kultur in Herne im Zeichen der Sonderausstellung „Mahlzeit! Wie Essen uns verbindet!“. Prof. Dr. Eva Bärlosius beleuchtet in einem kostenlosen Vortrag, warum Essen so ein heiß diskutiertes Thema ist . Vorher steht der Familiensonntag unter dem Motto „Eiszeit“: Dann stehen eine Spezial-Führung für die Kleinsten, eine steinzeitliche Schmuckwerkstatt und Bogenschießen auf dem Programm. Unter dem Motto „Gar nicht unappetitlich - Das Mittelalter in Westfalen“ zeigt das Museum am Familienwochenende, wie Essen vor rund 1.000 Jahren aussah und räumt dabei mit Mythen auf. Jetzt anmelden heißt es für Interessierte des Kreativ-Workshops „Aus dem Löffel wird ein Ring - Schmuckbearbeitung für Einsteiger“. Am Familiensonntag, 4. Januar 2026, können Kinder von sechs bis acht Jahren um 13 Uhr und 15 Uhr an dem Programm „Kalle und die Tiere der Eiszeit“ teilnehmen. Kalle, der Museumsmaulwurf, hat beim Graben seltsame Knochen gefunden. Die befreundeten Archäologen, erzählen ihm dazu etwas von einer Eiszeit und von Tieren, die längst ausgestorben sind. Gemeinsam mit Kalle gehen die Kinder diesen Geschichten auf den Grund. Dabei können sie einige uralte Knochen unter die Lupe nehmen und sogar anfassen. Wie groß und schwer ist ein Mammutzahn? Wo ist das Horn des Wollnashorns geblieben? Zum Abschluss dürfen die Teilnehmenden mit neuem Wissen und künstlerischem Geschick einen Malbogen zu den Tieren der Eiszeit und ihrem Lebensraum gestalten. Für alle weiteren Besucher steht an diesem Familiensonntag von 11 bis 18 Uhr die steinzeitliche Schmuckwerkstatt sowie das Bogenschießen offen. Die öffentliche Führung „gesucht. gefunden. ausgegraben.“ durch die Dauerausstellung steht an allen Sonntagen im Januar (4., 11., 18., und 25. Januar 2026) um 13 Uhr auf dem Programm. Bei dem Rundgang folgen Besuchende in einer nachgestalteten Ausgrabung den Spuren der Menschen in Westfalen. Neben zahlreichen Funden erwartet sie beispielsweise ein in Mitteleuropa einmaliger Faustkeil aus Mammutknochen, der Schmuck der Damen von Ilse als eine der geheimnisvollsten Entdeckungen aus der Eisenzeit sowie das reich mit Beigaben ausgestattete Grab des Fürsten von Beckum. Am Sonntag, 4. Januar 2026, startet um 15 Uhr die öffentliche Führung „Mahlzeit“ durch die gleichnamige Sonderausstellung. Gemeinsames Essen ist weit mehr als nur Nahrungsaufnahme. Ob beim königlichen Bankett, der einfachen Bauernmahlzeit, dem familiären Abendessen oder der gemeinsamen Mittagspause - überall offenbaren sich Fragen: Wer sitzt wo? Welche Rituale bestimmen das gemeinsame Mahl? Und was verrät das alles über Macht, Zugehörigkeit, gesellschaftlichen Wandel und vor allem Kultur? Von opulenten Festtafeln und rituellen Speisungen bis hin zu den Herausforderungen der Gegenwart - schnelle Snacks, digitale Ablenkung und der Verlust gemeinsamer Rituale - zeigt diese Ausstellung, wie Essen seit Jahrtausenden als sozialer Klebstoff wirkt. Mit einem Blick auf mehr als 300 Exponate und Geschichten lädt „Mahlzeit!“ dazu ein, die kulturelle Dimension des Essens neu zu entdecken. Diese Führung wird auch an jedem weiteren Sonntag im Januar (11., 18. und 25. Januar 2026) um 15 Uhr angeboten. Am Donnerstag, 15. Januar 2026, ab 19 Uhr blickt die Soziologin Prof. Dr. Eva Barlösius von der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover in einem kostenlosen Vortrag auf die gesellschaftliche Dimension des Essens, soziale Ungleichheit und Ernährungsgewohnheiten in Zeiten des sozialen Wandels. Wer nicht vor Ort sein kann, hat die Möglichkeit, den Vortrag auf dem YouTube-Kanal des Museums live im Internet zu verfolgen. Wie wird aus einem Löffel ein Ring? Das erfahren Teilnehmende im Kreativseminar „Schmuckbearbeitung für Einsteiger“ am Samstag, 24. Januar 2026 von 15 bis 17 Uhr. Mitmachen können alle, die Lust haben, kreativ zu arbeiten. Ziel ist es, aus einem einfachen Löffel einen einzigartigen Ring zu formen. Zunächst suchen sich die Teilnehmenden vor Ort einen Löffel aus. Unter fachkundiger Anleitung erfahren sie Schritt für Schritt, wie man das Besteckteil bearbeitet, formt und in ein individuelles Schmuckstück verwandelt. Am Ende halten alle ein eigenes handgemachtes und nachhaltiges Unikat in den Händen. Das Programm richtet sich an Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene. Die Kosten betragen 39 Euro pro Person, inklusive Material, zuzüglich Museumseintritt für alle Teilnehmenden ab 18 Jahren. Um Anmeldung wird gebeten. Bitte unempfindliche Kleidung tragen oder eine Schürze mitbringen. Am letzten Wochenende im Januar widmet sich das LWL-Museum an zwei Tagen dem Thema Essen vor 500 bis 1.000 Jahren. Wie funktionierte saisonale Ernährung in Westfalen vor 700 Jahren und was wurde wie importiert? Das Familienwochenende „Gar nicht unappetitlich - Das Mittelalter in Westfalen“ findet von 11 bis 18 Uhr am Samstag und Sonntag, 31. Januar und 1. Februar 2026, in Zusammenarbeit mit der Living History-Gruppe „IG-Hochgotik“ statt. Dann dreht es sich um Ernährung, Esskultur, Tischsitten und die Verfügbarkeit von Lebensmitteln um 1300. Schon damals war Essen viel mehr als nur reine Nahrungsaufnahme. Wie das Essen ohne Gabel funktionierte und was es bedeutete, „jemandem das Wasser reichen zu können“, erfahren Kinder und Erwachsene bei einem kleinen Ausflug in die mittelalterliche Tischkultur. Am Modell eines typischen niederdeutschen Stadthauses erfahren Besuchende mehr über die zentrale Bedeutung des Herdes und der Küche im Haus. Ernährung war durch Religion geprägt. Fachleute zeigen, wie Mönche im Mittelalter ihre Mahlzeiten schweigend zu sich nahmen und es trotzdem schafften, um etwas vom Tisch zu bitten. Die Teilnahme ist kostenfrei. Es ist lediglich der Eintritt zu entrichten.

15 Uhr

Umjubelte Uraufführung am Kleinen Theater Herne

'Die geheimnisvolle Emily Hart'

Der Schein trügt: Johann Winkler (Christian Weymayr) als stolzer Vater seiner Töchter Johanna (Lucy Janßen, l.) und Maxi (Nele Nussbaum).

Das Grandhotel Winkler hat schon bessere Zeiten gesehen. Wovon im privaten Salon des Inhabers Johann Winkler (hat sich die Rolle des „widerwärtigen Scheusals“ auf den eigenen Leib geschrieben: Christian Weymayr) freilich nichts zu bemerken ist, da haben die Ausstatter Bernd Averbeck (Bühne) und Josef Koll (Requisite) ganze Arbeit geleistet: Rechterhand des Kamins eine opulent bestückte Gemäldesammlung, links eine raumhohe Bücherwand, davor ein Schmuckstück von plüschigem Sofa. Zum Empfang seiner wohlhabenden Gönnerin Jadwiga Bonnemeier (Anke Uzoma ruht in sich selbst), der Patentante seiner älteren Tochter Maxi, hat Johann Winkler sich herabgelassen und den Tee selbst zubereitet, während der distinguierte Butler (Paraderolle für Benno Janßen) den Rest zum „Kaviar frisch vom Stör“ übernimmt. Geht es doch in dem bevorstehenden Gespräch um die Ausbildung von Papas Liebling Maxi (selbstüberhebliche Zicke: Nele Nussbaum), seiner designierten Nachfolgerin als Hotelchefin, in Lausanne und Tokyo. Doch der erfolgreichen Schauspielerin ist Johann Winklers aufwändiger Lebenswandel mit Yacht, Lamborghini und teuren Jet-Set-Terminen schon längere Zeit ein Dorn im Auge, weshalb sie keine Kohle mehr herausrücken will. Ganz abgesehen davon, dass sie die ständig gemobbte jüngeren Tochter Johanna (eine Lucy Janßen zum Knuddeln) ins Herz geschlossen hat. Die ist einfach zu gut für diese (Kommerz-) Welt, gibt weder dem höchst ungerechten Vater noch der eingebildeten Schwester Kontra, sondern ist mit ihrem Küchenjob voll ausgelastet und dabei hoch zufrieden. Vom apostrophierten Verwelken bei den Salatköpfen kann also gar nicht die Rede sein, wofür nicht zuletzt „Winklers Vinaigrette“ steht, die allerdings nur in Form eines feinen Sahnelikörs mit Marzipangeschmack an der Theaterbar erhältlich ist. Der vielgeplagten Hotelmanagerin Francesca Salvini (Christine Boinski) bleibt gar keine andere Wahl, als den Konkurs des Traditionshauses an die Wand zu malen, da die Banken keine weiteren Kredite mehr gewähren wollen. Immerhin eines kann sich der selbsternannte gutaussehende Charming Boy Johann Winkler auf die Fahnen schreiben: Networking. So ist er auf die global erfolgreiche Hotelberaterin Emily Hart (cooles Debüt: Johanna Cadenbach) gestoßen, die sich bereit erklärt, für ihn die Kohlen aus dem Feuer zu holen. Hohes Gehalt und langjährige Erfolgs-Provision für die taffe und dabei auch noch sehr attraktive Geschäftsfrau eingeschlossen. Tatsächlich brummt bald nicht nur der Laden im Grandhotel, sondern mit der Route 67 Road Company kann sogar eine Kette mit 43 Motels in den USA hinzugekauft werden. Sodass Johann Winkler ernsthaft in Erwägung zieht, nach einem „wilden Vogel und blassen Hühnern“ erneut in den Ehestand zu treten. Doch da ist Emily Hart vor, hierin tatkräftig unterstützt von den beiden Töchtern des Bonsai-Casanovas. Denn die wissen inzwischen mehr… „Die geheimnisvolle Emily Hart“, bei der Uraufführung am Samstag (6.9.2025) mit stehenden Ovationen des naturgemäß ausverkauften Hauses gefeiert, ist ein so anspielungs- wie spannungsreiches Drama aus der Feder des Herner Medizin- und Wissenschaftsjournalisten Christian Weymayr, dem neben Jürgen Seifert zweiten Hausautor des Kleinen Theaters Herne. Ein zweistündiger Abend mit herrlichen szenischen Petitessen (noch zu nennen Josef Koll als „Strickmörder von Poppenborstel“), gleich zwei Running Gags und viel Humor, aber kein schenkelklopfender Boulevard. Eine große Herausforderung für das achtköpfige Ensemble, zu dem noch die Zweitbesetzungen Natalie Frank (Emily), Christa Herzog (Bonnemeier), Heike Hebing (Salvini) und Andreas Orlowski (Strickmörder) gehören. Und das besonders für drei Debütantinnen an der Neustraße 67. Die 27-jährige Johanna Cadenbach, die seit rund zwölf Jahren in Herne lebt und in der Personalabteilung des Schauspielhauses Bochum quasi permanent Theaterluft schnuppert, hat die Bochumer Take off-Schauspielschule besucht und sieht im Kleinen Theater eine ideale Möglichkeit, Auftrittspraxis zu sammeln für ihr erklärtes Ziel, vor einer Filmkamera zu agieren. Die 24-jährige Nele Nussbaum, in Datteln geborene und in Herne aufgewachsene Archäologie-Studentin an der Ruhr-Universität Bochum, hat in Berlin schon vor der Kamera gestanden für die ZDF-KiKa-Jugendserie „True Crime“. In der Reihe werden verschiedene Fälle von Jugendkriminalität beleuchtet und in fiktionalisierten Szenen Taten und ihre Hintergründe dargestellt, welche von drei Jugendlichen und einer Jugendrichterin im Studio diskutiert werden. Während Nele Nussbaum mit Johanna Cadenbach in Bochum studierte und über sie zum Kleinen Theater Herne kam, lag das längst fällige erste Engagement für die gebürtige Hernerin Lucy Janßen sozusagen bereits in der Wiege: Die 21-jährige Studentin der Sozialarbeit ist die Tochter des langjährigen Ensemblemitglieds Benno Janßen, der in der neuen Produktion einen Butler nicht einfach nur spielt, sondern zwischen Parkett und Rampe geradezu lebt. Und zusammen mit Birte Gembaczka und Christian Weymayr auch inszeniert hat. Das Regie-Trio wurde unterstützt durch die Essener Schauspielerin, Sängerin und Musical-Darstellerin Mara Dorn. Ab November 2025 erhöhen sich die Eintrittspreise für Theater-Eigenproduktionen des Kleinen Theaters von 14 Euro auf 16 Euro, die Kindertheater-Vorstellungen im Dezember 2025 kosten 8 Euro und für die Gastspiele gelten wie gewohnt Sonderpreise. Tickets online über Eventim und die Homepage theater-herne.de, an der Theaterkasse Neustraße 67 mittwochs und freitags jeweils von 17:30 bis 19 Uhr sowie außerhalb der Öffnungszeiten unter Tel. 02323 – 911191 (Nachricht hinterlassen). Die weiteren Vorstellungen:

18 Uhr

Multimedia-Spektakel im Gelsenkirchener Musiktheater

'Der fliegende Holländer'

Spektakulärer multimedialer Auftakt im Gelsenkirchener Musiktheater in Wagners „Fliegendem Holländer“ zur gewaltigen Wucht der Musik aus dem Graben.

Als das Gelsenkirchener Musiktheater im Revier noch unter Schillertheater NRW firmierte, stand Richard Wagners am 2. Januar 1943 im Dresdener Hoftheater uraufgeführte romantische Oper „Der fliegende Holländer“ das letzte Mal auf dem Spielplan. Auf der bis zum Bersten überfüllten Matinee am 11. Oktober 1998 las der Senior des Ensembles, der Herner Schauspieler Waldemar Mauelshagen, das in Amsterdam spielende Kapitel aus Heinrich Heines 1834 erschienener Erzählung „Die Memoiren des Herrn von Schnabelewopski“, Grundlage des 29-jährigen Komponisten Richard Wagner für sein erstes Werk, das für würdig empfunden wurde, bei den Bayreuther Festspielen aufgeführt zu werden. Regisseurin Karin Mauksch, deren Wuppertaler Inszenierung am 25. Oktober 1998 an den Kennedyplatz wechselte, hat sich nicht für den fluchbeladenen Titelhelden interessiert, der alle sieben Jahre eine neue Frau freit, weil er angeblich nie eine treue Gattin gefunden hat. Wobei der Treue-Begriff Wagners der des 19. Jahrhunderts ist: Treue bis in den Tod. Dabei bringe, so Mauksch, doch erst Senta das Opfer – mit ihrem eigenen Leben. Also: Erlösung des Mannes durch die Frau. Schon recht und keineswegs unzeitgemäß. Aber deshalb gleich sterben? Richetta Manager hat seinerzeit blutigen Selbstmord begangen, das bleibt der kindlich-bezopften Susanne Serfling 27 Jahre später glücklicherweise erspart. „Ich bin ein Kind und weiß nicht, was ich singe“: Im sehr stringenten Gesamtkunstwerk-Konzept der in Wanne-Eickel aufgewachsene Regisseurin Gabriele Rech, das krankheitsbedingt Igor Pison bis zur mit Ovationen gefeierten Premiere am 27. September 2025 umsetzte, wird wie immer wieder auch in Bayreuth der hier von Benedict Nelson gesungene Titelheld nicht als Phantasmagorie Sentas interpretiert, sondern als Traumvorstellung eines immer wieder auf der Bühne präsenten kleinen Mädchens (Marie Wöhrl alternierend mit Selma Albrecht und Mia Werner), der die Amme Mary (Dania Durmus alternierend mit Anna-Lucis Lens als junge Mary) die Geschichte vom Fliegenden Holländer vorliest. Die raffiniert-detailreiche Bühne der Ausstatterin Nicola Reichert stilisiert zunächst einen Schiffsrumpf, in dem die Seesäcke der Matrosen unter der Decke hängen wie die Kleidungskörbe der Bergleute in der Waschkaue. Und sich die Protagonisten wie in längst vergangen geglaubten Tagen kaum von der Rampe entfernen. Im wesentlich lebendigeren 2. Akt mutiert dieser Rumpf zur Fabrik mit Näherinnen an Maschinen, die freilich erst nach 1843 entwickelt wurden: Bei Wagner sitzen Fischersfrauen als Heimarbeiterinnen am Spinnrad im Haus von Sentas Vater Daland (Tobias Schabel). Bereits die Puppenstube im schon zur Ouvertüre hinter einem Gazevorhang schimmernden Kinderzimmer linkerhand weist auf das spätere Geschehen hin, ist sie doch bis hin zur barock-ausladenden Robe Sentas die originalgetreue Kopie der unteren Hälfte der horizontal zweigeteilten Bühne im zweiten Akt. In der sich Senta – wenn auch nur für einen kurzen Moment – die flämische Haube einer verheirateten Hausfrau wie eine Königinnenkrone aufs Haupt setzt. „Wir brauchen heute eine Senta, die nicht nur davon träumt aufzubrechen, sondern ihr Leben selbst in die Hand nimmt. Senta soll sich nicht für die Liebe opfern“ bekundet Igor Pison im MiR-Programmheft und so bleiben nach höchst unterhaltsamen, zu Beginn geradezu multimedial-spektakulären zweieinhalb Stunden die letzten Fragen offen. Denn auch Sentas Verlobter, der Jäger Erik (Martin Homrich), entpuppt sich am Ende nicht als Objekt ihrer Begierde. Ihr Hochzeitskleid wird, ein augenzwinkernd-versöhnlicher Abschluss, die überglückliche Braut des fröhlich-lebensbejahenden Steuermanns (Adam Temple-Smith alternierend mit Khanyiso Gwenxane) tragen. Dem optischen Wolkenmeer und Wellenrauschen (Video: Gregor Eisenmann) folgt unter Rasmus Baumanns Leitung ein gewaltiges Blitzlichtgewitter und Donnergrollen aus dem Graben, von den angekündigten „volkstümlichen Melodien“ oder gar „Belcanto-Augenblicken größter Zartheit“ war mit der Ausnahme der einmal mehr überragenden Gelsenkirchener Chöre wenig bis nichts zu vernehmen. Was freilich an Richard Wagners Partitur seines sogenannten Erlöserdramas liegt. Karten unter musiktheater-im-revier.de oder unter Tel. 0209 – 4097200. Die weiteren Vorstellungen:

18 Uhr

Dennis kam, sang und siegte

Power-Barock in Duisburg

Sie kam, sah und siegte: Giulio Cesare (Anna Harvey, r., mit Roman Hoza als Achilla) mutiert in Händels Oper in Duisburg zu Giulia.

Als Georg Friedrich Händels erfolgreichste seiner rund vierzig Opern, „Giulio Cesare in Egitto“, am 20. Februar 1724 im King's Theatre uraufgeführt wurde, stand ein komplettes italienisches Starensemble auf den Brettern am Londoner Haymarket, an der Spitze Francesca Cuzzoni als Cleopatra und ihre größte Rivalin Margherita Durastanti in der Hosenrolle als Sesto Pompeo. In der Titelpartie des Julius Cäsar wurde der neben Farinelli berühmteste Kastrat der damaligen Opernwelt, Senesino (alias Francesco Bernardi), bejubelt an der Seite eines weiteren prominenten, in der Pubertät beschnittenen Sopranista, Gaetano Berenstadt als Tolomeo. Michaela Dicu, im Revier bestens bekannt von ihrer jahrelangen Tätigkeit am Gelsenkirchener Musiktheater („Ariadne auf Naxos“, „Teufels Küche“, „Bis aufs Blut“, „Kennst du den Mythos?“), die Leiterin der Jungen Oper am Rhein, hat nun im Theater Duisburg für einen Paukenschlag gesorgt, darin kongenial unterstützt vom Barock- und speziell Händel-Spezialisten Attilio Cremonesi am Pult der Duisburger Philharmoniker im auf halbe Höhe hochgefahrenen „Graben“: Aus Giulio wird mit der für ihr Rollendebut gefeierten Mezzosopranistin Anna Harvey eine Giulia, die ihre Beine nicht in einer Männerhose verstecken muss. Und aus Cleopatra beim überragenden Countertenor Dennis Orellana ein Cleopatro, der sich deshalb nicht die Männerbrust ausstopfen muss. In der Neuinszenierung der Deutschen Oper am Rhein, die am 30. November 2025 im Theater Duisburg eine denkwürdige, leider aber längst nicht ausverkaufte Premiere feierte, geht es um das – zeitlose – Primat der Macht. Weshalb die acht Gesangssolisten unter überdimensionalen, aber immerhin begrünten Neon-Versalien des (englischen Macht-) Wortes Power in einem bis zur Jetztzeit reichenden Kostüm-Stilmix agieren in der kühlen Ausstattung des eingespielten Teams aus Rifail Ajdarpasic und Ariane Isabell Unfried, die außer einer stilisierten Rialto-Brücke über den Nil kein ägyptisches Lokalkolorit aufweist. Sie kamen, sangen und siegten: Gleich drei Countertenöre, sämtlich international renommierte Gäste, verzücken das Rheinopern-Publikum über knapp drei Stunden. Allen voran Dennis Orellana als Cleopatro. In Honduras geboren und ursprünglich an der Posaune ausgebildet, studierte der derzeit wahrscheinlich spannendste junge Sänger der Barockszene in Madrid und Stuttgart. Er bestreitet zusammen mit dem Bass Valentin Ruckebier am Sonntag, 7. Dezember 2025, um 11 Uhr im Theater Duisburg die Liedmatinee „Perlen der Barockmusik“. An seiner Seite zwei kaum weniger brillante Sänger dieser gefragten Stimmlage mit Maximiliano Danta als Sesto, der gebürtige Uruguayer ist aktuell zweifacher Wettbewerbs-Sieger in Versailles und Innsbruck, sowie dem jungen Rheinopern-Debutanten Tobias Hechler, der sein Gesangsstudium in Bremen und Hannover absolvierte und auf dem besten Wege ist, sich über den deutschsprachigen Raum hinaus einen Namen zu machen. Als Tolomeo muss er ‘mal im Tennis-Outfit zum Match antreten, was gagreich beginnt und in Albernheit ausartet, ‘mal mit dem Golfschläger die zu seiner Haremsdame degradierte Cornelia (Katarzyna Kuncio) demütigen, was nun wirklich nicht lustig ist. Aber das sind wie bei zahlreichen weiteren drastischen und vielfach auch anzüglichen Szenen Geschmacksfragen, die ein an Horrorfilme zur TV-Primetime gewöhntes Publikum anders beantworten dürfte. Michaela Dicu kann aber auch anders – etwa mit der Liebesnacht Cäsars und Cleopatras in der Badewanne und einer kleinen, feinen Mutter-Sohn-Petitesse: Beim Totenmahl für den geköpften Pompeo untersagt die Witwe Cornelia ihrem Sohn Sesto noch den Griff ins Zigarettenpäckchen, der muss seiner Nikotinsucht draußen nachkommen. Als Sesto jedoch seinen Vater gerächt und Tolomeo getötet hat, kann er auf der Tennis-Tribüne nach Herzenslust qualmen. Noch zu erwähnen aus dem eigenen Ensemble Roman Hoza als Tolomeos Feldherr Achilla, der kraftvolle Bassbariton Torben Jürgens als Cäsars Vertrauter Curio sowie die junge, in London ausgebildete englische Mezzosopranistin Annabel Kennedy, die als Cleopatras Vertraute Nirena ständig mit Handy und Tablet unterwegs ist. „Giulio Cesare in Egitto“ in Duisburg könnte man auch so zusammenfassen: Power-Barock für Einsteiger. Fortgeschrittene und vor allem die Puristen darunter werden die Rezitative vermissen, ich gehöre nicht dazu. Achtung Spoiler: Am Ende überlässt das glückliche Liebespaar Cäsar und Cleopatra den rabenschwarzen Mantel des Regenten Curio und verschwindet samt Rollkoffer durchs Parkett in den Honeymoon. Einmal abgesehen von der Frage, ob die mit dem Geschlechtertausch verbundene Rollen-Umkehr von Herrscher und Verführerin tatsächlich den gewünschten – und im Programmheft u.a. mit Margaret Thatcher und Angela Merkel untermauerten – Effekt eines Wechsels im Bewusstsein zugunsten von noch stark unterrepräsentierten der Frauen in Führungspositionen von Politik und Wirtschaft erbringt, ist der Deutschen Oper am Rhein zu gratulieren für diesen ungewöhnlichen, musikalisch beglückenden und dabei höchst unterhaltsamen knapp dreistündigen Barockabend. Tickets gibt es auf der Webseite operamrhein.de oder per Tel 0203 – 28362100.

18:30 Uhr

Musik aus der 'goldenen Ära' der Popmusik

'Time Out' im Januar 2026

Peter Zontkowski, Autor, Musiker und Macher der Radiosendung 'Time out' auf UKW 90,8: Die nächste Sendung ist am Sonntag, 18. Januar 2026.

Einmal im Monat sendet der Radiomann von Herne, Peter Zontkowski, an jedem dritten Sonntag rockige, jazzige oder auch bluesige Musik über den Äther. Die nächste Ausgabe der Bürgerfunksendung „Time out“ wird am Sonntag, 18. Januar 2026, ab 19:05 Uhr, auf UKW 90,8 in die Welt hinaus geschickt. In einer Mitteilung zur Sendung heißt es: „Free, Stealers Wheel, Traffic, The Who, Golden Earring, Badfinger, Slade, Family, Faces, Fairport Convention, Badfinger, Roxy Music und Man: Wer einmal abschalten und verschnaufen will in diesen zukunftsweisenden Tagen, wo an allen möglichen 'Zukunftsprojekten' geschraubt wird, sollte einschalten.“ Gespielt werde Musik aus der „goldenen Ära“ der Popmusik. Weiter sagt Zontkowski: „Verstaubt klingt das keinesfalls, im Gegenteil. Es bringt Erinnerungen an andere, nicht immer bessere Tage zurück. Musik ohne Gimmicks wie Autotune und Mallorca-Bumsbeat. Eine knappe Stunde Nostalgie der netten Sorte kann man zum Jahresbeginn mal vertragen. Wer weiß schon, was der Rest des Jahres bringt?“

19:05 Uhr

'House of Banksy – An Unauthorized Exhibition'

Banksy-Ausstellung in Dortmund

Motive des derzeit wohl bekanntesten aber anonymen Straßenkünstlers Banksy, der mit seinen mal ironischen, mal politischen Graffitis bekannt wurde.

Dortmund. Die Pop-Up-Ausstellung „House of Banksy – An Unauthorized Exhibition“ lässt seit Mittwoch (17.12.2025) den anonymen Graffiti-Künstler Banksy in Dortmund hoch leben. Im ehemaligen C&A-Haus ist mit mehr als 150 Motiven eine umfangreiche Werkschau seiner Kunst zu sehen. Graffitis, Fotografien, Skulpturen, Videoinstallationen und Drucke wurden eigens für diese Schau reproduziert und sind jetzt an einem Ort zu sehen. Niemand weiß, wer Banksy ist, aber jeder kennt seinen Namen. Er ist einer der berühmtesten und gleichzeitig geheimnisvollsten Künstler der Welt. Banksy ist Untergrundkämpfer, Hotelbetreiber und ohne Zweifel der unumstrittene König der Straßenkunst, ein genialer Geist und Starkünstler, der mit seinen mal ironischen, mal politischen, aber stets poetischen Arbeiten die Menschen berührt und ihnen aus der Seele spricht. Seine Identität hält der Schätzungen zufolge etwa 45–50-jährige in Bristol geborene und bis heute anonyme Graffiti-Künstler bis heute erfolgreich geheim. Seine Werke dagegen erobern international nicht nur die Straßen, sondern auch die Auktionshäuser, und das höchst erfolgreich: Er gilt derzeit als einer der teuersten Künstler der Gegenwart. 2010 setzte ihn das „Time Magazine“ erstmals auf seine Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt, neben Persönlichkeiten wie Barack Obama, Steve Jobs oder Lady Gaga. Die Ausstellung läuft bis zum 15. März in Dortmund und ist montags bis sonntags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Letzter Einlass: Eine Stunde vor Ausstellungsende. Geschlossen hat das Haus am 24. und 25. Dezember 2025, am 1. Januar 2026. An Silvester, 31. Dezember 2025, ist die Ausstellung nur von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

seit 17. Dezember

Montag, 19. Januar

Innovative Ideen können gefördert werden

Mikroprojekte der Gesundheitsförderung gesucht

Suchen Mikroprojekte im Bereich der Gesundheitsförderung zur Unterstützung: (v.li.) Stephanie Jordan, Stadträtin, Nikolai Salzmann und Benedict Bösing von der Techniker Krankenkasse, Rasmus Nell von der Abteilung Gesundheitsförderung und -planung der Stadt Herne, Dr. Angelika Burrichter, Fachbereichsleitung Gesundheit, und Malina Schäfer-König, Abteilungsleitung Gesundheitsförderung und -planung.

Der Fachbereich Gesundheit der Stadt Herne und die Techniker Krankenkasse suchen innovative Projektideen in den Bereichen „Mentale Gesundheit“ und „Gesundheitskompetenz“. Die Techniker Krankenkasse stellt der Kommune dafür im kommenden Jahr 40.000 Euro zur Verfügung. Die Projektlaufzeit erstreckt sich vom 1. April bis zum 30. September 2026. Es sollen möglichst mehrere Projekte mit einem Umfang von je maximal 5.000 Euro gefördert werden. Gesucht werden Projekte, die in den Stadtteilen umgesetzt werden und einen Beitrag zur Gesundheitsförderung leisten. Die Projekte sollen gesundheitsförderliches Verhalten stärken und Menschen in schwierigen Lebenslagen dabei helfen, Zugang zu entsprechenden Strukturen in der Stadt zu finden. Antragsberechtigt sind Einrichtungen, Initiativen und Vereine freier Träger sowie städtische Institutionen. Für Schulen und Kindertagesstätten bestehen andere Fördermöglichkeiten der Techniker Krankenkasse. Gefördert werden ausschließlich neue Projekte oder solche, die bereits bestehende Ansätze weiterentwickeln. Die Fördermittel stehen vorrangig für Personalkosten oder Honorare zur Verfügung, zu mindestens 90 Prozent. Die Stadt Herne lädt alle Interessierten an zwei Terminen zu sogenannten Antragswerkstätten ein. Hier werden alle Fragen rund um die Antragsstellung, Förderkriterien und den Verwendungsnachweis ausführlich beantwortet. Die erste Antragswerkstatt findet am Mittwoch, 14. Januar 2026, von 16 bis 18 Uhr im Stadt Forum in Herne-Mitte, Bahnhofstraße 65, statt. Bei der zweiten Veranstaltung handelt es sich um einen Online-Termin am Montag,19. Januar 2026, von 16 bis 18 Uhr. Es handelt sich jeweils um die gleiche Veranstaltung. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung unter www.herne.de/tkv nötig. Anträge können ab sofort bis Samstag, 28. Februar 2026, online unter www.herne.de/tkv eingereicht werden. Alle eingereichten Projekte müssen den Qualitätsrichtlinien des Leitfadens Prävention des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenkasse entsprechen. Weitere Informationen zu den Förderkriterien gibt es online. Beratung dazu gibt es von Rasmus Nell aus der Abteilung Gesundheitsförderung und -planung im Fachbereich Gesundheit der Stadt Herne per Email an tkv@herne.de oder telefonisch unter 0 23 23 / 16 - 45 91.

16 Uhr

'House of Banksy – An Unauthorized Exhibition'

Banksy-Ausstellung in Dortmund

Motive des derzeit wohl bekanntesten aber anonymen Straßenkünstlers Banksy, der mit seinen mal ironischen, mal politischen Graffitis bekannt wurde.

Dortmund. Die Pop-Up-Ausstellung „House of Banksy – An Unauthorized Exhibition“ lässt seit Mittwoch (17.12.2025) den anonymen Graffiti-Künstler Banksy in Dortmund hoch leben. Im ehemaligen C&A-Haus ist mit mehr als 150 Motiven eine umfangreiche Werkschau seiner Kunst zu sehen. Graffitis, Fotografien, Skulpturen, Videoinstallationen und Drucke wurden eigens für diese Schau reproduziert und sind jetzt an einem Ort zu sehen. Niemand weiß, wer Banksy ist, aber jeder kennt seinen Namen. Er ist einer der berühmtesten und gleichzeitig geheimnisvollsten Künstler der Welt. Banksy ist Untergrundkämpfer, Hotelbetreiber und ohne Zweifel der unumstrittene König der Straßenkunst, ein genialer Geist und Starkünstler, der mit seinen mal ironischen, mal politischen, aber stets poetischen Arbeiten die Menschen berührt und ihnen aus der Seele spricht. Seine Identität hält der Schätzungen zufolge etwa 45–50-jährige in Bristol geborene und bis heute anonyme Graffiti-Künstler bis heute erfolgreich geheim. Seine Werke dagegen erobern international nicht nur die Straßen, sondern auch die Auktionshäuser, und das höchst erfolgreich: Er gilt derzeit als einer der teuersten Künstler der Gegenwart. 2010 setzte ihn das „Time Magazine“ erstmals auf seine Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt, neben Persönlichkeiten wie Barack Obama, Steve Jobs oder Lady Gaga. Die Ausstellung läuft bis zum 15. März in Dortmund und ist montags bis sonntags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Letzter Einlass: Eine Stunde vor Ausstellungsende. Geschlossen hat das Haus am 24. und 25. Dezember 2025, am 1. Januar 2026. An Silvester, 31. Dezember 2025, ist die Ausstellung nur von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

seit 17. Dezember

Dienstag, 20. Januar

Start im Januar 2026

Qigongkurs für Senioren

Ab Januar 2026 gibt es einen neuen Qigongkurs für Senioren (Symbolbild).

Mit „Langsamkeit und Kräftigung mit Qigong“ startet am Dienstag, 20. Januar 2026, ein neuer Bewegungskurs der Stadt Herne, der speziell auf die Bedürfnisse älterer Menschen zugeschnitten ist. Ziel des Angebots ist es, Kraft, Beweglichkeit und innere Ruhe auf sanfte Weise zu fördern. Der Kurs ist sowohl für Anfänger als auch Fortgeschrittene geeignet und findet immer von 11:15 bis 12:15 Uhr im Senioren- Freizeit-Zentrum, Jürgen-von-Manger-Straße 15, statt. Im Kurs lernen die Teilnehmenden durch achtsame und langsame Bewegungsabläufe ihre Muskulatur zu kräftigen, das Gleichgewicht zu verbessern und die Gelenke geschmeidig zu halten. Gleichzeitig trägt Qigong dazu bei, den Energiefluss im Körper zu regulieren und das Wohlbefinden zu steigern. Die wöchentlichen Kurse bieten abwechslungsreiche Übungen im Sitzen und Stehen. Diese sind so gestaltet, dass auch Personen mit körperlichen Einschränkungen teilnehmen können. Die Übungsleitung liegt in den Händen einer erfahrenen Fachkraft, welche mit viel Einfühlungsvermögen und Engagement arbeitet. Die Kursgebühr für die insgesamt 17 Termine beträgt 17 Euro. Interessierte Senioren sind herzlich eingeladen, sich über das neue Angebot zu informieren und teilzunehmen. Anmeldungen werden ab sofort unter der Telefonnummer 0 23 23/ 16 - 30 82 von 9 bis 12 Uhr entgegengenommen.

11:15 Uhr

Veranstaltungen für Interessierte

Verein 'Queer in Herne' gegründet

Am Mittwoch (17.12.2025) wurde der Verein „Queer in Herne“ offiziell gegründet unter anderem Beschäftigen sich die Verantwortlichen mit der Realisierung des CSD.

Am Mittwoch (17.12.2025) wurde der Verein „Queer in Herne“ offiziell gegründet. Dazu heißt es in einer Mitteilung an die Redaktion: „Herne ist bunt - und gemeinsam machen wir es jeden Tag sichtbarer! Queer in Herne setzt sich für Vielfalt, Akzeptanz und ein selbstbestimmtes Leben aller queeren Menschen in unserer Stadt ein. Damit wir weiterhin sichere Räume schaffen, Aktionen planen und Sichtbarkeit stärken können, brauchen wir eure Unterstützung.“ So findet jeden dritten Sonntag im Monat ein queerer Stammtisch statt. Der Winterstammtisch findet am Sonntag, 21. Dezember 2025, ab 17 Uhr im Cafè Desaster, Mont-Cenis-Straße 26, statt. Bei den Treffen soll es um Austausch, Vernetzung und Gemeinschaft gehen. Es ist dabei völlig egal. ob man queer oder Unterstützer ist. Ebenso steht der nächste Christopher Street Day bereits in den Startlöchern. „Damit wir wieder ein starkes Zeichen für Vielfalt und Menschenrechte setzen können, suchen wir engagierte Menschen, die Lust haben, den CSD 2026 mitzugestalten – von Planung über Organisation bis hin zur Durchführung“, heißt es vom Verein. Am Dienstag, 20. Januar 2026, um 18:30 Uhr findet im H2Ö ein offenes Treffen statt. Damit der Verein Projekte, Aktionen und den CSD weiterhin erfolgreich umzusetzen kann, sind sie auf finanzielle Unterstützung angewiesen. „Ob Privatperson, Unternehmen oder Initiative - jede Spende hilft, jede Kooperation stärkt die queere Community in Herne. Gemeinsam können wir eine Stadt schaffen, in der jede Person sicher, sichtbar und stolz leben kann. Mach mit, unterstütze uns und zeig Haltung für ein vielfältiges Herne“, so die Verantwortlichen. Mehr Informationen und Untersützungsmöglichkeiten gibt es online und auf Instagram. Ferner kann man auch per Mail Kontakt aufnehmen.

17 Uhr

'House of Banksy – An Unauthorized Exhibition'

Banksy-Ausstellung in Dortmund

Motive des derzeit wohl bekanntesten aber anonymen Straßenkünstlers Banksy, der mit seinen mal ironischen, mal politischen Graffitis bekannt wurde.

Dortmund. Die Pop-Up-Ausstellung „House of Banksy – An Unauthorized Exhibition“ lässt seit Mittwoch (17.12.2025) den anonymen Graffiti-Künstler Banksy in Dortmund hoch leben. Im ehemaligen C&A-Haus ist mit mehr als 150 Motiven eine umfangreiche Werkschau seiner Kunst zu sehen. Graffitis, Fotografien, Skulpturen, Videoinstallationen und Drucke wurden eigens für diese Schau reproduziert und sind jetzt an einem Ort zu sehen. Niemand weiß, wer Banksy ist, aber jeder kennt seinen Namen. Er ist einer der berühmtesten und gleichzeitig geheimnisvollsten Künstler der Welt. Banksy ist Untergrundkämpfer, Hotelbetreiber und ohne Zweifel der unumstrittene König der Straßenkunst, ein genialer Geist und Starkünstler, der mit seinen mal ironischen, mal politischen, aber stets poetischen Arbeiten die Menschen berührt und ihnen aus der Seele spricht. Seine Identität hält der Schätzungen zufolge etwa 45–50-jährige in Bristol geborene und bis heute anonyme Graffiti-Künstler bis heute erfolgreich geheim. Seine Werke dagegen erobern international nicht nur die Straßen, sondern auch die Auktionshäuser, und das höchst erfolgreich: Er gilt derzeit als einer der teuersten Künstler der Gegenwart. 2010 setzte ihn das „Time Magazine“ erstmals auf seine Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt, neben Persönlichkeiten wie Barack Obama, Steve Jobs oder Lady Gaga. Die Ausstellung läuft bis zum 15. März in Dortmund und ist montags bis sonntags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Letzter Einlass: Eine Stunde vor Ausstellungsende. Geschlossen hat das Haus am 24. und 25. Dezember 2025, am 1. Januar 2026. An Silvester, 31. Dezember 2025, ist die Ausstellung nur von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

seit 17. Dezember

Mittwoch, 21. Januar

KULTUR 60+ startet jeck ins neue Jahr

„HELAU“ und „ALAAF“ in Bochum

Karneval im RuhrCongress Bochum am 21. Januar 2026.

Die Veranstaltungsreihe KULTUR 60+ der Stadt Bochum und der Bochumer Veranstaltungs-GmbH (BoVG) feierte Anfang Dezember 2025 einen gelungenen Jahresabschluss: Das Weihnachtskonzert der Bochumer Symphoniker im Anneliese Brost Musikforum Ruhr war restlos ausverkauft und sorgte für große Begeisterung beim Publikum. Nun steht die nächste Veranstaltung der beliebten Reihe in den Startlöchern – und der Vorverkauf hat begonnen. Zum fröhlichen Auftakt ins neue Jahr lädt der Festausschuss Bochumer Karneval alle Bürger ab 60 Jahren am Mittwoch, 21. Januar 2026, ab 15 Uhr zu einem Karnevalsprogramm in den RuhrCongress Bochum ein. Der jecke Nachmittag bietet unterhaltsame Tanzaufführungen sowie Gesang zum Mitschunkeln, Mitsingen und Mitlachen – ein geselliges Erlebnis für alle, die Freude am Karneval haben. Im Eintrittspreis von 9 Euro sind Kaffee und ein Stück Kuchen enthalten – so steht einem ausgelassenen Nachmittag nichts im Wege. Karten können ab sofort per Tel 0234 6103-410 oder per E-Mail an senioren@bochum-veranstaltungen.de bestellt werden. Weitere Informationen zur Reihe KULTUR 60+ finden Sie unter www.bochum-veranstaltungen.de.

15 Uhr

Erstes Treffen im neuen Jahr am 7. Januar

LWL-Uniklinik startet mit Inforeihe für Angehörige

Sozialarbeiter Lutz Bittner leitet seit zehn Jahren die Angehörigenreihe des LWL-Universitätsklinikums Bochum. Foto:

Bochum (lwl). Die langjährige Angehörigenreihe „Ich darf an mich denken“ der LWL-Universitätsklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Präventivmedizin im Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) geht im neuen Jahr in die nächste Runde: Bis zum Sommer werden wieder zweimal im Monat Infoabende für Angehörige von psychisch erkrankten Menschen angeboten. Das erste Treffen ist bereits am Mittwoch, 7. Januar 2026, 17:30 bis 19 Uhr, im LWL-Universitätsklinikum Bochum an der Alexandrinenstraße 1. Zum zweiten Treffen am 21. Januar ist der Verein „Angehörige psychisch erkrankter Menschen - Landesverband Nordrhein-Westfalen e.V.“ eingeladen und wird über seine Arbeit und Hilfen berichten. An allen Infoabenden, die an jedem ersten und dritten Mittwoch des Monats stattfinden, können sich Angehörige und Interessierte bis zu den Sommerferien im Juli über psychische Erkrankungen und deren Behandlung informieren. Sie erfahren dabei, wie wichtig es ist, auf die eigenen Belastungsgrenzen und Bedürfnisse zu achten, und stellen im Austausch fest, dass sie nicht alleine sind. Unter qualifizierter fachlicher Anleitung eines Arztes und eines Sozialarbeiters werden grundlegende Informationen über psychische Erkrankungen vermittelt. Symptome, Ursachen, Entwicklung und Verlauf sowie die Behandlung sind Schwerpunkte der Gespräche, aber auch der Umgang mit Belastungen und Krisen. Darüber hinaus haben die Teilnehmenden die Gelegenheit, über ihre Erfahrungen zu berichten. Die Teilnahme ist kostenlos und unabhängig davon, ob sich ein Familienmitglied in stationärer, teilstationärer oder ambulanter Behandlung befindet.

17:30 Uhr

'House of Banksy – An Unauthorized Exhibition'

Banksy-Ausstellung in Dortmund

Motive des derzeit wohl bekanntesten aber anonymen Straßenkünstlers Banksy, der mit seinen mal ironischen, mal politischen Graffitis bekannt wurde.

Dortmund. Die Pop-Up-Ausstellung „House of Banksy – An Unauthorized Exhibition“ lässt seit Mittwoch (17.12.2025) den anonymen Graffiti-Künstler Banksy in Dortmund hoch leben. Im ehemaligen C&A-Haus ist mit mehr als 150 Motiven eine umfangreiche Werkschau seiner Kunst zu sehen. Graffitis, Fotografien, Skulpturen, Videoinstallationen und Drucke wurden eigens für diese Schau reproduziert und sind jetzt an einem Ort zu sehen. Niemand weiß, wer Banksy ist, aber jeder kennt seinen Namen. Er ist einer der berühmtesten und gleichzeitig geheimnisvollsten Künstler der Welt. Banksy ist Untergrundkämpfer, Hotelbetreiber und ohne Zweifel der unumstrittene König der Straßenkunst, ein genialer Geist und Starkünstler, der mit seinen mal ironischen, mal politischen, aber stets poetischen Arbeiten die Menschen berührt und ihnen aus der Seele spricht. Seine Identität hält der Schätzungen zufolge etwa 45–50-jährige in Bristol geborene und bis heute anonyme Graffiti-Künstler bis heute erfolgreich geheim. Seine Werke dagegen erobern international nicht nur die Straßen, sondern auch die Auktionshäuser, und das höchst erfolgreich: Er gilt derzeit als einer der teuersten Künstler der Gegenwart. 2010 setzte ihn das „Time Magazine“ erstmals auf seine Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt, neben Persönlichkeiten wie Barack Obama, Steve Jobs oder Lady Gaga. Die Ausstellung läuft bis zum 15. März in Dortmund und ist montags bis sonntags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Letzter Einlass: Eine Stunde vor Ausstellungsende. Geschlossen hat das Haus am 24. und 25. Dezember 2025, am 1. Januar 2026. An Silvester, 31. Dezember 2025, ist die Ausstellung nur von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

seit 17. Dezember

Donnerstag, 22. Januar

Vorbereitungskurs für ambulante Sterbebegleitung startet

Hospizdienst sucht Ehrenamtliche

Arbeiten jetzt zusammen: Petra Stach-Wittekind (Evangelische Erwachsenenbildung, Mitte) und die Koordinatorinnen des Hospizdienstes Karin Leutbecher (li.) und Anja Schröder.

Der Ambulante Hospizdienst Herne bietet ab Donnerstag, 22. Januar 2026 einen neuen Vorbereitungskurs für das Ehrenamt in der ambulanten Sterbebegleitung an. Das Besondere: Die Ausbildung der zukünftigen Zeitschenkerinnen und Zeitschenker findet erstmals in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Erwachsenenbildung im Kirchenkreis Herne statt. „Diese Kooperation ist Ausdruck unserer langjährigen guten Partnerschaft mit dem Kirchenkreis", erklärt Karin Leutbecher, Koordinatorin des Ambulanten Hospizdienstes. „Wir können nun bestehende Kontakte und Strukturen nutzen. So erreichen wir mehr Menschen, die sich für diese Aufgabe interessieren." Die Partnerschaft mit einem zertifizierten Bildungsträger bringt für beide Seiten Vorteile. Petra Stach-Wittekind, die neue Koordinatorin der Evangelischen Erwachsenenbildung beim Kirchenkreis Herne, betont: „Der Vorbereitungskurs passt hervorragend in unser Angebot. Wir freuen uns, den Ambulanten Hospizdienst bei dieser wertvollen Arbeit zu unterstützen." Der Vorbereitungskurs vermittelt in zwei Teilen alle notwendigen Kenntnisse für die ehrenamtliche Begleitung schwerkranker und sterbender Menschen sowie ihrer Angehörigen im eigenen Zuhause, im Krankenhaus und im Heim. Wenn der erste Kursteil absolviert wurde, können die Zeitschenkerinnen und Zeitschenker auf Wunsch und in Begleitung in die praktische Arbeit einsteigen. Die Themen des Kurses sind breit gefächert: Sie reichen von Hospizidee und Kommunikation über Demenz und Spiritualität bis hin zu einer persönlichen Auseinandersetzung mit Sterben, Tod und Trauer. Eine weitere Neuerung: Viele Unterrichtseinheiten finden am Nachmittag statt. Ein Infonachmittag zum Vorbereitungskurs findet am Dienstag, 6. Januar 2026, um 14.30 Uhr im Gemeindezentrum Herz Jesu, Düngelstraße 34, in Herne statt. Anmeldungen nehmen der Ambulante Hospizdienst unter info@hospizdienst-herne.de und Telefon 02323 – 988 290 entgegen.

Die neue Spielzeit 2025/26

Kindertheater der Stadt Herne

Dschungelbuch - das Musical.

Jede Menge Theater für junges Publikum im Kulturzentrum Herne – an zehn Nachmittagen gibt es in der kommenden Saison Geschichten und Abenteuer mit vielen bekannten Lieblingshelden zu erleben. Das Kulturbüro bietet einen günstigen Abo-Tarif an. Abonnements sind bis zur ersten Veranstaltung der jeweiligen Abo- Reihe beim Kulturbüro der Stadt Herne erhältlich. Ansprechpartnerin Denise Goldhahn nimmt Anmeldungen unter 02323 / 16 - 23 45 oder per Mail an denise.goldhahn@herne.de entgegen. Der Kauf von Einzelkarten ist ab Montag, 1. September 2025, beim Stadtmarketing an der Kirchhofstraße möglich. Außerdem gibt es Karten auf reservix.de sowie über die Reservix- Hotline (07 61) 88 84 99 99. Der Einzelpreis pro Ticket beträgt sechs Euro. Der Abo-Preis für die Reihen „Gänseblümchen“ und „Kleeblatt“ mit je vier Vorführungen ist 18 Euro, für „Sonnenblume“ mit zwei Veranstaltungen werden im Abo zehn Euro fällig. Der gestiefelte Kater – Dienstag, 23. September 2025, 16 Uhr.Ein zauberhaftes Märchenmusical nach den Gebrüdern Grimm über eine außergewöhnliche Freundschaft. Mit viel Witz kämpft unser cleverer Kater für seinen Besitzer Heiner und nutzt dabei die Geltungssucht und Gier der Menschen, um sie zu täuschen. Robin Hood – Dienstag, 4. November 2025, 16 Uhr. Dies ist die berühmte Geschichte eines freien Menschen: Robin Hood nimmt von den Reichen und gibt den Armen. Zusammen mit seiner Bande lebt Robin von Locksley im Sherwood Forest und setzt sich für die Unterdrückten ein. Für einen Wettbewerb im Bogenschießen verlässt Robin Hood seinen Wald. So trifft er nicht nur auf die bezaubernde Prinzessin Marian, sondern auch auf den bösen Sheriff von Nottingham. Feuerwehrmann Sam – Abenteuer auf der Dino-Insel – Donnerstag, 22. Januar 2026, 16 Uhr. Als Professor Pickles auf einer Insel ein sehr altes Dino-Ei findet, vermutet er, dass es dort noch andere Dinosaurier-Fossilien geben könnte. Ein Glück, dass Feuerwehrmann Sam sich mit auf Entdeckungsreise begibt. Denn als der Professor und sein Assistent in einer uralten Höhle in Schwierigkeiten geraten, müssen Sam und sein Team schnell zur Stelle sein. Das tapfere Schneiderlein – Dienstag, 10. März 2026, 16 Uhr. Ein Held muss her, denn der Garten des Königs wird von Riesen bedroht! Da kommt Schneider Felix gerade recht. Mit seinen verblüffenden Schneidertricks besiegt er heldenhaft das tückische Einhorn, die singenden Riesen und das gefährliche Wildschwein. Alice im Wunderland – Dienstag, 7. Oktober 2025, 16 Uhr. Alice folgt dem weißen Kaninchen und fällt durch einen Schacht ins Wunderland. Sie begegnet einer rauchenden Raupe, einem teetrinkenden Hutmacher und einer grinsenden Katze. Dieser verrückten Gesellschaft entflohen, gelangt sie zum Hofstaat der grausamen Herzkönigin. Jemand muss ihr die Stirn bieten. A Capella Christmas for Kids – Mittwoch, 17. Dezember 2025, 16 Uhr. Fünf Stimmen, eine Band – „Quintense“ bringen auch in diesem Jahr ein musikalisches Winter Wonderland zum Mitsingen nach Herne. Ob verträumt, gut gelaunt, andächtig oder mit Wumms: Jeder Sound entsteht allein durch Gesang und Beatbox. Auf der Reise durch eine musikalische Winterlandschaft mit großen Weihnachts-Klassikern von Frank Sinatra und Michael Bublé lassen „Quintense“ ihr Publikum immer wieder Teil der Musik werden. Dschungelbuch – Das Musical – Mittwoch, 4. Februar 2026, 16 Uhr. Mithilfe seines Freundes Balu und des weisen Panthers Baghira erlernt Mogli die Gesetze des Dschungels, er will schließlich in das Wolfsrudel aufgenommen werden. Der Dschungel birgt jede Menge Gefahren: Die dreiste Affenbande mischt den Urwald auf, und die geheimnisvolle Schlange Kaa spinnt ihre Intrigen. Am meisten ist es jedoch der mächtige Tiger Shir Khan, der Mogli zu schaffen macht. Der tapfere Junge muss allen Mut aufbringen, um sich zu behaupten. Ronja Räubertochter – Montag, 13. April 2026, 16 Uhr. In einer Gewitternacht wird auf der Mattisburg ein Mädchen geboren: Ronja, die Tochter des Räuberhauptmanns Mattis. Zur gleichen Zeit erblickt auch Birk Borkason das Licht der Welt. Die Mattis- und Borkaräuber sind seit jeher verfeindet, doch Ronja und Birk werden Freunde. Als die Räuber ihre Freundschaft entdecken, flüchten die beiden in den Mattiswald. Auch wenn sie ihre Familien sehr lieben, wollen sich Birk und Ronja ihre Freundschaft nicht verbieten lassen. Im Mondpalast von Wanne-Eickel: Die drei ??? Kids – Der singende Geist – Mittwoch, 1. Oktober 2025, 16 Uhr. Onkel Titus hat eine alte Standuhr ersteigert. Kaum steht sie auf dem Schrottplatz, sind plötzlich jede Menge Leute hinter ihr her. Die drei ??? merken schnell, dass die Uhr ein Geheimnis verbirgt. Ein singender Geist gibt den drei Detektiven jede Menge knifflige Rätsel auf und führt sie auf eine gefährliche Spur Herkules – Freitag, 22. Mai 2026, 16 Uhr. Der berühmteste Held der Antike hat das Unglaubliche geschafft: den gigantischen Löwen und die neunköpfige Hydra zu bezwingen, den Höllenhund aus der Unterwelt zu entführen und noch mehr. Doch wie geht es einem Halbgott wirklich, wenn er nur auf sein Äußeres und seine Muskeln reduziert wird? So begibt sich Herkules auf sein wohl aufregendstes Abenteuer: die Suche nach sich selbst.

16 Uhr

'House of Banksy – An Unauthorized Exhibition'

Banksy-Ausstellung in Dortmund

Motive des derzeit wohl bekanntesten aber anonymen Straßenkünstlers Banksy, der mit seinen mal ironischen, mal politischen Graffitis bekannt wurde.

Dortmund. Die Pop-Up-Ausstellung „House of Banksy – An Unauthorized Exhibition“ lässt seit Mittwoch (17.12.2025) den anonymen Graffiti-Künstler Banksy in Dortmund hoch leben. Im ehemaligen C&A-Haus ist mit mehr als 150 Motiven eine umfangreiche Werkschau seiner Kunst zu sehen. Graffitis, Fotografien, Skulpturen, Videoinstallationen und Drucke wurden eigens für diese Schau reproduziert und sind jetzt an einem Ort zu sehen. Niemand weiß, wer Banksy ist, aber jeder kennt seinen Namen. Er ist einer der berühmtesten und gleichzeitig geheimnisvollsten Künstler der Welt. Banksy ist Untergrundkämpfer, Hotelbetreiber und ohne Zweifel der unumstrittene König der Straßenkunst, ein genialer Geist und Starkünstler, der mit seinen mal ironischen, mal politischen, aber stets poetischen Arbeiten die Menschen berührt und ihnen aus der Seele spricht. Seine Identität hält der Schätzungen zufolge etwa 45–50-jährige in Bristol geborene und bis heute anonyme Graffiti-Künstler bis heute erfolgreich geheim. Seine Werke dagegen erobern international nicht nur die Straßen, sondern auch die Auktionshäuser, und das höchst erfolgreich: Er gilt derzeit als einer der teuersten Künstler der Gegenwart. 2010 setzte ihn das „Time Magazine“ erstmals auf seine Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt, neben Persönlichkeiten wie Barack Obama, Steve Jobs oder Lady Gaga. Die Ausstellung läuft bis zum 15. März in Dortmund und ist montags bis sonntags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Letzter Einlass: Eine Stunde vor Ausstellungsende. Geschlossen hat das Haus am 24. und 25. Dezember 2025, am 1. Januar 2026. An Silvester, 31. Dezember 2025, ist die Ausstellung nur von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

seit 17. Dezember

Freitag, 23. Januar

Eine unbezahlte 1.700 Euro Gasrechnung und ein Schlachtfeld der Sinne

'Amsterdam' im Bochumer Schauspielhaus

Eine Szene aus "Amsterdam" am Bochumer Schauspielhaus: (v.li.) Payam Yazdani, Nina Steils und Alexander Wertmann.

Ein gemütliches Theatererlebnis sieht anders aus, wer einfache Unterhaltung erwartet, ist eher fehl am Platz. Das „Amsterdam“ in den Bochumer Kammerspielen ist so ganz anders als das Amsterdam, was wir kennen - oder doch nicht? Es ist ein „spielerisches“ Holocaust Mahnmal an die 1940er Jahre als die Nazis dominieren und die Holländische Metropole beherrschen. Es ist gleichzeitig Fiktion und Projektion auf mögliche Parallelen zur heutigen Zeit. Gezeigt wird kein Rückzugsort, sondern ein modern-skurril inszeniertes Schlachtfeld der Sinne und ein Verhör der Seelen. Es fordert auf zur Auseinandersetzung und konfrontiert mit bekannten Fragen zu dunklen Schatten von Verfolgung, Ausgrenzung, Macht und Schuld wie es sie im Amsterdam der Kriegszeit gab. Das Stück beginnt mit einer Mehrfach-Wiederholung, die im Stück sehr wiederholt vorkommen: „Amsterdam an den Eiern gepackt“ hallt es durch den Saal. Es sind keine typisch höfliche Szenen und Ausdrücke, sie sind oft vulgär, laut, brüllend, verzweifelt und unbequem. Die Protagonistin, eine israelische Violistin (Jüdin, das wird noch wichtig), lebt in der eleganten Wasserlage an der Keizersgracht in Amsterdam — eine Adresse, die bis heute Glanz und Wohlstand evoziert. Leider kommt per Post eine unbezahlte Gasrechnung, 1.700 Euro (inklusive saftiger Zinsen). Aus dem Jahre 1944. Es beginnt eine Suche und Aufarbeitung, die sich tief und tiefer in die dramatische Geschichte ihres Wohnhauses eben zur Zeit des Holocaust bohrt. Die Musikerin muss sich schließlich mit alles anderem als spielerischen Fragen zu ihrer Identität, Herkunft und Position auch in Parallelität der heutigen Gesellschaft konfrontiert sehen. Der intuitive Glanz ihres Premium-Wohnortes mit direktem Blick auf das Kanalwasser wird im Stück durch ein stark reduziertes, nahezu minimaltisches Bühnenbild zerkratzt: links ein DJ-Pult, daneben eine fahrbare Stahlbrücke, ein großer Halbbogen, die fast die ganze Bühne einnimmt. Diese Konstruktion wirkt später wie eine klobige Metapher: eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Privileg und Schuld, zwischen Leben und Bedrohung. Die Inszenierung zieht viele Register: Der weibliche DJ macht Musik und Töne. Plötzlich und unerwartet sprechend, kommentiert er auch das Geschehen. Einer der Schauspieler reagiert verblüfft: „Wusste gar nicht, dass sie auch Text hat.“ Eine Mischung aus Kunstinstallation, Kirmes und Theater ist ein bewusst irritierender Tonfall, der den gesamten Abend begleitet. Musik und ­mitunter grotesk an Grenzen gehend überspitzte Sprache wechseln einander ab. Immer wieder fällt das Wort „Genever“: der niederländische Genever Superior, wie ein altes Lebenselixier, das zugleich betäuben und enthemmen kann. Die Sprache ist roh, vulgär, aggressiv. „Ich muss mein verficktes Holländisch verbessern“, „Heil Hitler“, oder etwa Beschreibungen wie „rosafarbene Nippel, ihre Brüste“ oder die Amsterdamer Grachtenbrücken, die als „zwei Penisse“ interpretiert werden „mit einer Erregung vor Stolz“ dienen wohl nicht dem Voyeurismus, sondern einer radikalen Überzeichnung. Es ist ein künstlerisches Aufschreien der israelischen Autorin Maya Arad Yasur und der Regisseurin Sapir Heller. Tabus werden gebrochen, Rücksichtslosigkeit wird zum Stilmittel. Die Lautstärke nimmt zu, Schreie hallen, Aggression wird hörbar — und im Publikum spürt man: hier geht es nicht um Ästhetik, es geht um Belastung. Als Übernahme vom Münchner Volkstheater aus 2019 ist die Inszenierung in teilweise neuer Besetzung aktuell am Schauspielhaus Bochum zu sehen. Nur Nina Steils feiert ein Comeback, sie war damals schon dabei und gehört seit der Spielzeit 2024/2025 zum Bochumer Ensemble. Meist wirken die konsequent stattfindenden Überzeichnung nicht beliebig. Sie dienen dem Ziel der politischen und ideologischen Entblößung. In den Kammerspielen wird man plötzlich Zeuge eines nahezu gnadenlosen Ritts durch provokante Fragen zu Identität, Unterdrückung, Diskriminierung und Machtverhältnissen. Es sind nicht nur Bilder und Angstszenen vergangener Kriegszeiten, es sind auch der historische und aktuelle Konflikt von Israel und Gaza. Einige Provokationen lassen erröten, aber sie können zur Auseinandersetzung beitragen. Ein besonders eindrückliches Bild: die Szene am beleuchteten Stahlbogen mit einer sehr grotesken Frauenarzt-Visite, der detailliert benannten „vaginalen Ulltraschalluntersuchung“. Die schwangere Mutter, im neunten Monat, fleht in angstvollem Ton, ob noch Herztöne zu hören seien. Der antisemitische Gynäkologe arbeitet in Latexhandschuhen absurd am Unterleib des männlichen Schauspielers an einer Seite des Bogens. Auf der anderen Seite, meterweit entfernt, liegt die schwangere jüdische Frau hingegen, hier ist nur der Oberkörper zu sehen - die Dialoge sind böse. Die Situation spitzt sich zu, als das Echo tödlicher Zahlen erklingt: „17.820 tote Kinder in Gaza“, ein Schrei, ein Vorwurf, eine Schlacht um Erinnerung. Statt eines Feigenblatts wird ein Requiem gefordert. Die Geigerin solle es doch komponieren, damit erinnern und klagen. Dieser Moment ist belastend, ohne Pathos. Die Bühne wird zur politischen Arena. Die schwangere Violistin, so ist wie in einem gut aufgebauten Krimi zu erfahren, ist von einem Geliebten schwanger. Eine tragische Geschichte. Die später finale Geburtsszene unterstreicht dann den teils abstrusen Rahmen, der gesamthaft die Fiktion stark benutzt und die Zuschauer in Logik und Abfolge fordert. Alle Akteure hangeln, turnen, winden sich an und auf der Stahlbrücke — wie komplett entfesselte Kinder auf dem Schulhof an den Turnstangen. Der DJ haucht psychedelische Wehen-Sounds ins Mikrofon. Die Energie taumelt zwischen Ekstase und Trance, es ist Orgie, es ist ein Zerreißen zugleich. Am Ende bleibt eine immer noch uralte unbezahlte Gasrechnung und ein frisch geborenes Baby zurück, alle Erwachsenen wurden von den Nazi abgeführt oder gar deportiert: „Das Baby bleibt zurück, es war nur eine Made“. Der prominente Verweis auf Karl Silberbauer ruft die historische Realität der Nazi-Verbrechen auf den Plan, Silberbauer war deutscher SS-Oberscharführer, der am 4. August 1944 die Familie Anne Frank und deren Mitflüchtlinge in Amsterdam verhaften ließ. Auf der tristen Bühne folgt im Finale „ein 43-minütiges Todesspiel“ des gesamtverantwortlichen „Kolaborateurs“, nachdem er einen Giftcocktail augenscheinlich freiwillig getrunken hat. Zusammengerafft in vielleicht fünf Minuten Schauspiel. Mit dabei sind 14 Versuche, giftsterbend und Exkremente ausscheidend doch noch etwas los zu werden. Sich dabei aber nicht ein einziges Mal zu entschuldigen. Skurril, verwirrend, ein bisschen durcheinander? Offen für Überraschungen? Genau wie „Amsterdam“, aber alles vom neuen Stück soll noch nicht verraten werden, vielleicht mögen Sie es sich selbst anschauen. Für einige könnte „Amsterdam“ wie eine Zumutung sein. Für andere ist es eine existenzielle Erfahrung. Wer sich auf die rohe und teils vulgäre Kraft, Ambivalenz und Widersprüche einlässt, kann eine besondere Vorstellung erleben, die aus dem Schauspielhaus einen Ort des Schmerzes und der Wahrheit macht. Die vier Darsteller brillieren durch starke Auftritte und eine abgestimmte Synchronität. Die Premiere lief am Samstag (29.11.2025), es folgen fünf weitere Termine: Karten sind auf der Homepage unter schauspielhausbochum.de und Tel 0234 – 33335555 zu bekommen.

19:30 Uhr

'House of Banksy – An Unauthorized Exhibition'

Banksy-Ausstellung in Dortmund

Motive des derzeit wohl bekanntesten aber anonymen Straßenkünstlers Banksy, der mit seinen mal ironischen, mal politischen Graffitis bekannt wurde.

Dortmund. Die Pop-Up-Ausstellung „House of Banksy – An Unauthorized Exhibition“ lässt seit Mittwoch (17.12.2025) den anonymen Graffiti-Künstler Banksy in Dortmund hoch leben. Im ehemaligen C&A-Haus ist mit mehr als 150 Motiven eine umfangreiche Werkschau seiner Kunst zu sehen. Graffitis, Fotografien, Skulpturen, Videoinstallationen und Drucke wurden eigens für diese Schau reproduziert und sind jetzt an einem Ort zu sehen. Niemand weiß, wer Banksy ist, aber jeder kennt seinen Namen. Er ist einer der berühmtesten und gleichzeitig geheimnisvollsten Künstler der Welt. Banksy ist Untergrundkämpfer, Hotelbetreiber und ohne Zweifel der unumstrittene König der Straßenkunst, ein genialer Geist und Starkünstler, der mit seinen mal ironischen, mal politischen, aber stets poetischen Arbeiten die Menschen berührt und ihnen aus der Seele spricht. Seine Identität hält der Schätzungen zufolge etwa 45–50-jährige in Bristol geborene und bis heute anonyme Graffiti-Künstler bis heute erfolgreich geheim. Seine Werke dagegen erobern international nicht nur die Straßen, sondern auch die Auktionshäuser, und das höchst erfolgreich: Er gilt derzeit als einer der teuersten Künstler der Gegenwart. 2010 setzte ihn das „Time Magazine“ erstmals auf seine Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt, neben Persönlichkeiten wie Barack Obama, Steve Jobs oder Lady Gaga. Die Ausstellung läuft bis zum 15. März in Dortmund und ist montags bis sonntags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Letzter Einlass: Eine Stunde vor Ausstellungsende. Geschlossen hat das Haus am 24. und 25. Dezember 2025, am 1. Januar 2026. An Silvester, 31. Dezember 2025, ist die Ausstellung nur von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

seit 17. Dezember

Samstag, 24. Januar

Der Januar im LWL-Museum für Archäologie

Familiensonntag, Vortrag und Kreativ-Workshop

Die Besucher der Ausstellung können auf einem großen Wimmelbild auf die Suche nach Orten des Essens gehen.

Auch im neuen Jahr 2026 steht das LWL-Museum für Archäologie und Kultur in Herne im Zeichen der Sonderausstellung „Mahlzeit! Wie Essen uns verbindet!“. Prof. Dr. Eva Bärlosius beleuchtet in einem kostenlosen Vortrag, warum Essen so ein heiß diskutiertes Thema ist . Vorher steht der Familiensonntag unter dem Motto „Eiszeit“: Dann stehen eine Spezial-Führung für die Kleinsten, eine steinzeitliche Schmuckwerkstatt und Bogenschießen auf dem Programm. Unter dem Motto „Gar nicht unappetitlich - Das Mittelalter in Westfalen“ zeigt das Museum am Familienwochenende, wie Essen vor rund 1.000 Jahren aussah und räumt dabei mit Mythen auf. Jetzt anmelden heißt es für Interessierte des Kreativ-Workshops „Aus dem Löffel wird ein Ring - Schmuckbearbeitung für Einsteiger“. Am Familiensonntag, 4. Januar 2026, können Kinder von sechs bis acht Jahren um 13 Uhr und 15 Uhr an dem Programm „Kalle und die Tiere der Eiszeit“ teilnehmen. Kalle, der Museumsmaulwurf, hat beim Graben seltsame Knochen gefunden. Die befreundeten Archäologen, erzählen ihm dazu etwas von einer Eiszeit und von Tieren, die längst ausgestorben sind. Gemeinsam mit Kalle gehen die Kinder diesen Geschichten auf den Grund. Dabei können sie einige uralte Knochen unter die Lupe nehmen und sogar anfassen. Wie groß und schwer ist ein Mammutzahn? Wo ist das Horn des Wollnashorns geblieben? Zum Abschluss dürfen die Teilnehmenden mit neuem Wissen und künstlerischem Geschick einen Malbogen zu den Tieren der Eiszeit und ihrem Lebensraum gestalten. Für alle weiteren Besucher steht an diesem Familiensonntag von 11 bis 18 Uhr die steinzeitliche Schmuckwerkstatt sowie das Bogenschießen offen. Die öffentliche Führung „gesucht. gefunden. ausgegraben.“ durch die Dauerausstellung steht an allen Sonntagen im Januar (4., 11., 18., und 25. Januar 2026) um 13 Uhr auf dem Programm. Bei dem Rundgang folgen Besuchende in einer nachgestalteten Ausgrabung den Spuren der Menschen in Westfalen. Neben zahlreichen Funden erwartet sie beispielsweise ein in Mitteleuropa einmaliger Faustkeil aus Mammutknochen, der Schmuck der Damen von Ilse als eine der geheimnisvollsten Entdeckungen aus der Eisenzeit sowie das reich mit Beigaben ausgestattete Grab des Fürsten von Beckum. Am Sonntag, 4. Januar 2026, startet um 15 Uhr die öffentliche Führung „Mahlzeit“ durch die gleichnamige Sonderausstellung. Gemeinsames Essen ist weit mehr als nur Nahrungsaufnahme. Ob beim königlichen Bankett, der einfachen Bauernmahlzeit, dem familiären Abendessen oder der gemeinsamen Mittagspause - überall offenbaren sich Fragen: Wer sitzt wo? Welche Rituale bestimmen das gemeinsame Mahl? Und was verrät das alles über Macht, Zugehörigkeit, gesellschaftlichen Wandel und vor allem Kultur? Von opulenten Festtafeln und rituellen Speisungen bis hin zu den Herausforderungen der Gegenwart - schnelle Snacks, digitale Ablenkung und der Verlust gemeinsamer Rituale - zeigt diese Ausstellung, wie Essen seit Jahrtausenden als sozialer Klebstoff wirkt. Mit einem Blick auf mehr als 300 Exponate und Geschichten lädt „Mahlzeit!“ dazu ein, die kulturelle Dimension des Essens neu zu entdecken. Diese Führung wird auch an jedem weiteren Sonntag im Januar (11., 18. und 25. Januar 2026) um 15 Uhr angeboten. Am Donnerstag, 15. Januar 2026, ab 19 Uhr blickt die Soziologin Prof. Dr. Eva Barlösius von der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover in einem kostenlosen Vortrag auf die gesellschaftliche Dimension des Essens, soziale Ungleichheit und Ernährungsgewohnheiten in Zeiten des sozialen Wandels. Wer nicht vor Ort sein kann, hat die Möglichkeit, den Vortrag auf dem YouTube-Kanal des Museums live im Internet zu verfolgen. Wie wird aus einem Löffel ein Ring? Das erfahren Teilnehmende im Kreativseminar „Schmuckbearbeitung für Einsteiger“ am Samstag, 24. Januar 2026 von 15 bis 17 Uhr. Mitmachen können alle, die Lust haben, kreativ zu arbeiten. Ziel ist es, aus einem einfachen Löffel einen einzigartigen Ring zu formen. Zunächst suchen sich die Teilnehmenden vor Ort einen Löffel aus. Unter fachkundiger Anleitung erfahren sie Schritt für Schritt, wie man das Besteckteil bearbeitet, formt und in ein individuelles Schmuckstück verwandelt. Am Ende halten alle ein eigenes handgemachtes und nachhaltiges Unikat in den Händen. Das Programm richtet sich an Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene. Die Kosten betragen 39 Euro pro Person, inklusive Material, zuzüglich Museumseintritt für alle Teilnehmenden ab 18 Jahren. Um Anmeldung wird gebeten. Bitte unempfindliche Kleidung tragen oder eine Schürze mitbringen. Am letzten Wochenende im Januar widmet sich das LWL-Museum an zwei Tagen dem Thema Essen vor 500 bis 1.000 Jahren. Wie funktionierte saisonale Ernährung in Westfalen vor 700 Jahren und was wurde wie importiert? Das Familienwochenende „Gar nicht unappetitlich - Das Mittelalter in Westfalen“ findet von 11 bis 18 Uhr am Samstag und Sonntag, 31. Januar und 1. Februar 2026, in Zusammenarbeit mit der Living History-Gruppe „IG-Hochgotik“ statt. Dann dreht es sich um Ernährung, Esskultur, Tischsitten und die Verfügbarkeit von Lebensmitteln um 1300. Schon damals war Essen viel mehr als nur reine Nahrungsaufnahme. Wie das Essen ohne Gabel funktionierte und was es bedeutete, „jemandem das Wasser reichen zu können“, erfahren Kinder und Erwachsene bei einem kleinen Ausflug in die mittelalterliche Tischkultur. Am Modell eines typischen niederdeutschen Stadthauses erfahren Besuchende mehr über die zentrale Bedeutung des Herdes und der Küche im Haus. Ernährung war durch Religion geprägt. Fachleute zeigen, wie Mönche im Mittelalter ihre Mahlzeiten schweigend zu sich nahmen und es trotzdem schafften, um etwas vom Tisch zu bitten. Die Teilnahme ist kostenfrei. Es ist lediglich der Eintritt zu entrichten.

15 Uhr

Nach dem Kultfilm 'Das Leben des Brian' im Musiktheater

'Monty Python’s Not the Messiah'

In „Monty Python’s Not the Messiah“ verschmelzen am Gelsenkirchener Musiktheater im Revier ab 13. Dezember 2025 Konzert-Parodie und Musical zu einem absurd-komischen Spektakel.

Spekulatius, Adventskranz und Glühwein gehören zur Weihnachtszeit genauso wie ein Oratorium. Es muss nicht immer „Jauchzet, frohlocket“ und Johann Sebastian Bach oder Georg Friedrich Händels „Messias“ sein nicht einmal Jesus, denn im Stall nebenan soll zur gleichen Zeit der kleine Brian Cohen zur Welt gekommen sein, dessen Geschichte bestens aus dem 1979er Kultfilm „Das Leben des Brian“ bekannt ist. Eric Idle, Mitglied der britischen Komikertruppe Monty Python, machte es sich zur Aufgabe, die berühmte Story als waschechtes Oratorium auch auf die Konzertbühnen der Welt zu bringen. Mit dem Komponisten John Du Prez hatte er einen Partner in Crime, mit dem er bereits erfolgreich das Monty-Python-Musical „Spamalot“ realisiert hatte. Am Samstag, 13. Dezember 2025, um 19 Uhr, feiert „Monty Python’s Not the Messiah“ in deutscher Sprache im Großen Haus des Gelsenkirchener Musiktheaters im Revier Premiere in der szenischen Einrichtung von Carsten Kirchmeier. Der tiefschwarze und absurde Humor von Monty Python steckt bei „Not the Messiah“ nicht nur in der Geschichte von Brian, der aus Versehen und gänzlich ungewollt zum Messias erklärt wird, sondern mindestens genauso in der musikalischen Form. Eric Idle und John du Prez haben ein Oratorium komponiert, das sehr glaubhaft die großen barocken Vorbilder imitiert, nur um dann umso überraschender in etwas ganz anderes abzurutschen: Mal biegt ein Tango um die Ecke, dann ist da plötzliche eine Mariachi-Band auf der Bühne oder ein entfesselter Gospelchor bricht über das Geschehen herein. Ohne zu viel zu verraten: Bei all‘ dem spielen Schafe eine kaum zu überschätzende Rolle und mit dem hoffnungsfrohen Ratschlag „Allways look on the bright side of life“ kommt wie der Film auch das Oratorium zu einem seligen Ende. Unter der musikalischen Leitung des 2. Kapellmeisters Mateo Peñaloza Cecconi, der Rasmus Baumann-Schüler leitet u.a. den Philharmonischen Chor Bochum und den Städtischen Chor Recklinghausen, sind die Gesangssolisten Katherine Allen (Sopran), Almuth Herbst (Alt), Adam Temple-Smith (Tenor), Dirk Weiler (Bariton) und Philipp Kranjc (Bass) sowie der Schauspieler Daniel Jeroma zu erleben in Anna von der Heides Kostümen. Die deutsche Übersetzung von Thomas Pigor, der zuletzt mit seiner Adaption von Erich Kästners „Drei Männer im Schnee“ am MiR bezauberte, nimmt auch Bezug auf deutsche Traditionen. Auf die Premiere folgen weitere Vorstellungen am Donnerstag, 25. Dezember 2025, um 18 Uhr, am Mittwoch, 31.Dezember 2025, um 19 Uhr (nur noch Restkarten), am Samstag, 24. Januar 2026, um 19 Uhr, am Samstag, 7. Februar 2026, um 19 Uhr (anschl. Bargespräche), am Sonntag, 22. März 2026, um 18 Uhr (mit Spezial-Einführung um 17.15 Uhr) sowie am Sonntag, 5. April 2026, um 18 Uhr. Karten unter musiktheater-im-revier.de oder unter Tel. 0209 – 4097200.

19 Uhr

'House of Banksy – An Unauthorized Exhibition'

Banksy-Ausstellung in Dortmund

Motive des derzeit wohl bekanntesten aber anonymen Straßenkünstlers Banksy, der mit seinen mal ironischen, mal politischen Graffitis bekannt wurde.

Dortmund. Die Pop-Up-Ausstellung „House of Banksy – An Unauthorized Exhibition“ lässt seit Mittwoch (17.12.2025) den anonymen Graffiti-Künstler Banksy in Dortmund hoch leben. Im ehemaligen C&A-Haus ist mit mehr als 150 Motiven eine umfangreiche Werkschau seiner Kunst zu sehen. Graffitis, Fotografien, Skulpturen, Videoinstallationen und Drucke wurden eigens für diese Schau reproduziert und sind jetzt an einem Ort zu sehen. Niemand weiß, wer Banksy ist, aber jeder kennt seinen Namen. Er ist einer der berühmtesten und gleichzeitig geheimnisvollsten Künstler der Welt. Banksy ist Untergrundkämpfer, Hotelbetreiber und ohne Zweifel der unumstrittene König der Straßenkunst, ein genialer Geist und Starkünstler, der mit seinen mal ironischen, mal politischen, aber stets poetischen Arbeiten die Menschen berührt und ihnen aus der Seele spricht. Seine Identität hält der Schätzungen zufolge etwa 45–50-jährige in Bristol geborene und bis heute anonyme Graffiti-Künstler bis heute erfolgreich geheim. Seine Werke dagegen erobern international nicht nur die Straßen, sondern auch die Auktionshäuser, und das höchst erfolgreich: Er gilt derzeit als einer der teuersten Künstler der Gegenwart. 2010 setzte ihn das „Time Magazine“ erstmals auf seine Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt, neben Persönlichkeiten wie Barack Obama, Steve Jobs oder Lady Gaga. Die Ausstellung läuft bis zum 15. März in Dortmund und ist montags bis sonntags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Letzter Einlass: Eine Stunde vor Ausstellungsende. Geschlossen hat das Haus am 24. und 25. Dezember 2025, am 1. Januar 2026. An Silvester, 31. Dezember 2025, ist die Ausstellung nur von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

seit 17. Dezember

Sonntag, 25. Januar

Der Januar im LWL-Museum für Archäologie

Familiensonntag, Vortrag und Kreativ-Workshop

Die Besucher der Ausstellung können auf einem großen Wimmelbild auf die Suche nach Orten des Essens gehen.

Auch im neuen Jahr 2026 steht das LWL-Museum für Archäologie und Kultur in Herne im Zeichen der Sonderausstellung „Mahlzeit! Wie Essen uns verbindet!“. Prof. Dr. Eva Bärlosius beleuchtet in einem kostenlosen Vortrag, warum Essen so ein heiß diskutiertes Thema ist . Vorher steht der Familiensonntag unter dem Motto „Eiszeit“: Dann stehen eine Spezial-Führung für die Kleinsten, eine steinzeitliche Schmuckwerkstatt und Bogenschießen auf dem Programm. Unter dem Motto „Gar nicht unappetitlich - Das Mittelalter in Westfalen“ zeigt das Museum am Familienwochenende, wie Essen vor rund 1.000 Jahren aussah und räumt dabei mit Mythen auf. Jetzt anmelden heißt es für Interessierte des Kreativ-Workshops „Aus dem Löffel wird ein Ring - Schmuckbearbeitung für Einsteiger“. Am Familiensonntag, 4. Januar 2026, können Kinder von sechs bis acht Jahren um 13 Uhr und 15 Uhr an dem Programm „Kalle und die Tiere der Eiszeit“ teilnehmen. Kalle, der Museumsmaulwurf, hat beim Graben seltsame Knochen gefunden. Die befreundeten Archäologen, erzählen ihm dazu etwas von einer Eiszeit und von Tieren, die längst ausgestorben sind. Gemeinsam mit Kalle gehen die Kinder diesen Geschichten auf den Grund. Dabei können sie einige uralte Knochen unter die Lupe nehmen und sogar anfassen. Wie groß und schwer ist ein Mammutzahn? Wo ist das Horn des Wollnashorns geblieben? Zum Abschluss dürfen die Teilnehmenden mit neuem Wissen und künstlerischem Geschick einen Malbogen zu den Tieren der Eiszeit und ihrem Lebensraum gestalten. Für alle weiteren Besucher steht an diesem Familiensonntag von 11 bis 18 Uhr die steinzeitliche Schmuckwerkstatt sowie das Bogenschießen offen. Die öffentliche Führung „gesucht. gefunden. ausgegraben.“ durch die Dauerausstellung steht an allen Sonntagen im Januar (4., 11., 18., und 25. Januar 2026) um 13 Uhr auf dem Programm. Bei dem Rundgang folgen Besuchende in einer nachgestalteten Ausgrabung den Spuren der Menschen in Westfalen. Neben zahlreichen Funden erwartet sie beispielsweise ein in Mitteleuropa einmaliger Faustkeil aus Mammutknochen, der Schmuck der Damen von Ilse als eine der geheimnisvollsten Entdeckungen aus der Eisenzeit sowie das reich mit Beigaben ausgestattete Grab des Fürsten von Beckum. Am Sonntag, 4. Januar 2026, startet um 15 Uhr die öffentliche Führung „Mahlzeit“ durch die gleichnamige Sonderausstellung. Gemeinsames Essen ist weit mehr als nur Nahrungsaufnahme. Ob beim königlichen Bankett, der einfachen Bauernmahlzeit, dem familiären Abendessen oder der gemeinsamen Mittagspause - überall offenbaren sich Fragen: Wer sitzt wo? Welche Rituale bestimmen das gemeinsame Mahl? Und was verrät das alles über Macht, Zugehörigkeit, gesellschaftlichen Wandel und vor allem Kultur? Von opulenten Festtafeln und rituellen Speisungen bis hin zu den Herausforderungen der Gegenwart - schnelle Snacks, digitale Ablenkung und der Verlust gemeinsamer Rituale - zeigt diese Ausstellung, wie Essen seit Jahrtausenden als sozialer Klebstoff wirkt. Mit einem Blick auf mehr als 300 Exponate und Geschichten lädt „Mahlzeit!“ dazu ein, die kulturelle Dimension des Essens neu zu entdecken. Diese Führung wird auch an jedem weiteren Sonntag im Januar (11., 18. und 25. Januar 2026) um 15 Uhr angeboten. Am Donnerstag, 15. Januar 2026, ab 19 Uhr blickt die Soziologin Prof. Dr. Eva Barlösius von der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover in einem kostenlosen Vortrag auf die gesellschaftliche Dimension des Essens, soziale Ungleichheit und Ernährungsgewohnheiten in Zeiten des sozialen Wandels. Wer nicht vor Ort sein kann, hat die Möglichkeit, den Vortrag auf dem YouTube-Kanal des Museums live im Internet zu verfolgen. Wie wird aus einem Löffel ein Ring? Das erfahren Teilnehmende im Kreativseminar „Schmuckbearbeitung für Einsteiger“ am Samstag, 24. Januar 2026 von 15 bis 17 Uhr. Mitmachen können alle, die Lust haben, kreativ zu arbeiten. Ziel ist es, aus einem einfachen Löffel einen einzigartigen Ring zu formen. Zunächst suchen sich die Teilnehmenden vor Ort einen Löffel aus. Unter fachkundiger Anleitung erfahren sie Schritt für Schritt, wie man das Besteckteil bearbeitet, formt und in ein individuelles Schmuckstück verwandelt. Am Ende halten alle ein eigenes handgemachtes und nachhaltiges Unikat in den Händen. Das Programm richtet sich an Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene. Die Kosten betragen 39 Euro pro Person, inklusive Material, zuzüglich Museumseintritt für alle Teilnehmenden ab 18 Jahren. Um Anmeldung wird gebeten. Bitte unempfindliche Kleidung tragen oder eine Schürze mitbringen. Am letzten Wochenende im Januar widmet sich das LWL-Museum an zwei Tagen dem Thema Essen vor 500 bis 1.000 Jahren. Wie funktionierte saisonale Ernährung in Westfalen vor 700 Jahren und was wurde wie importiert? Das Familienwochenende „Gar nicht unappetitlich - Das Mittelalter in Westfalen“ findet von 11 bis 18 Uhr am Samstag und Sonntag, 31. Januar und 1. Februar 2026, in Zusammenarbeit mit der Living History-Gruppe „IG-Hochgotik“ statt. Dann dreht es sich um Ernährung, Esskultur, Tischsitten und die Verfügbarkeit von Lebensmitteln um 1300. Schon damals war Essen viel mehr als nur reine Nahrungsaufnahme. Wie das Essen ohne Gabel funktionierte und was es bedeutete, „jemandem das Wasser reichen zu können“, erfahren Kinder und Erwachsene bei einem kleinen Ausflug in die mittelalterliche Tischkultur. Am Modell eines typischen niederdeutschen Stadthauses erfahren Besuchende mehr über die zentrale Bedeutung des Herdes und der Küche im Haus. Ernährung war durch Religion geprägt. Fachleute zeigen, wie Mönche im Mittelalter ihre Mahlzeiten schweigend zu sich nahmen und es trotzdem schafften, um etwas vom Tisch zu bitten. Die Teilnahme ist kostenfrei. Es ist lediglich der Eintritt zu entrichten.

15 Uhr

'Orfeo ed Euridice' am Gelsenkirchener Musiktheater

Der Triumph der Liebe lässt auf sich warten

Orfeo (Constanze Jader) in der zwischen Halfpipe, Boulderwand und kanalisiertem Umweltfluss Lethe chargierenden Bühne Giuseppe Spotas.

Weil Euridice bereits kurz nach der Hochzeit an einem Schlangenbiss gestorben ist, jedenfalls bei Ovid, rührt Orfeo die Götter mit seinem Klagegesang so lange, bis ihm gestattet wird, seine Gattin aus der Unterwelt herauszuholen. Freilich nur unter der ihr gegenüber geheim zu haltenden Bedingung, dass er ihr nicht in die Augen blicken darf. Euridice missversteht sein Verhalten als Missachtung und drängt ihn daher, ihr seine Liebe zu bezeugen. Als sie seinen Widerstand bricht und Orfeo sich ihr zuwendet, stirbt Euridice ein zweites Mal. „Che farò senza Euridice?“: Erneut kann Orfeo mit seinem himmlischen Gesang die hier von Amore repräsentierte Götterwelt betören… Christoph Willibald Glucks „Orfeo ed Euridice“, am 5. Oktober 1762 im Wiener Hofburgtheater uraufgeführt, gilt zum einen als seine erste bedeutende „Reformoper“ vor „Alceste“ und „Paride ed Elena“. Ohne Dacapo-Arien für Koloratur-Wettkämpfe, stattdessen ein wahrhaftiges Musiktheater aus einem Guss, das empathisches Mitfühlen mit seinen Protagonisten ermöglicht. Hatte Monteverdi 1607 noch für ein Dutzend Figuren in „L‘ Orfeo“ komponiert, beschränkt sich Gluck auf ein Trio aus den beiden Titelfiguren und Amore als Stellvertreter Jupiters. Mehr noch: Euridice bleibt in den ersten beiden Akten stumm, taucht überhaupt erst spät im zweiten Akt in der Unterwelt auf. Sodass man durchaus von einem Monodram sprechen könnte, komponiert auf die Kastratenstimme Gaetano Guadagnis, der mit Händel-Werken in London Berühmtheit erlangt hatte. Seine Partie wird heute naturgemäß von Countertenören gesungen, jetzt in Gelsenkirchen in der letzten abendfüllenden Produktion Giuseppe Spotas mit der MiR Dance Company von einem international gefragten Gast, der Mezzosopranistin Constanze Jader. An ihrer Seite die südkoreanische Sopranistin Heejin Kim als Euridice sowie die Schweizer Sopranistin Tamina Biber vom Opernstudio NRW als Amore. Aufgeführt wird zwar, in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln, die ursprüngliche Wiener Fassung, Giuseppe Spota legt in seiner neunzigminütigen Inszenierung den Fokus jedoch auf die zu Beginn der Oper bereits verstorbene Euridice, die im Mythos eine eher passive Rolle einnimmt und in Glucks Oper erst im dritten Akt mit ihren offen vorgetragenen Zweifeln bis heute gültige Themen wie unerfüllte Sehnsüchte, Bedürfnisse und Zweifel anspricht. Es ist die vielköpfige MiR Dance Company, die als Schatten der Euridice und zugleich als Seelenspiegel Orfeos von der (Un-)Fähigkeit loszulassen, der Bereitschaft zum Abschiednehmen und vom allzu langen Festhalten an vielleicht längst vergangener Liebe erzählt. Und das in einer kalten Drehbühne (Ausstattung: Giuseppe Spota) zwischen Halfpipe, Boulderwand und kanalisiertem Unterweltfluss Lethe, deren rückseitiges Backstage-Gestänge den Hades, das Totenreich bildet, aus dem es gewöhnlich kein Entkommen gibt. Unter der musikalischen Leitung des 1. Kapellmeisters Giulano Betta entfalten die Neue Philharmonie im auf halbe Tiefe hochgezogenen Graben und der Chor zu beiden Seiten des 2. Rangs zusammen mit den drei vorzüglichen Gesangssolistinnen ein beglückendes Raumklang-Erlebnis. Augen zu und durch: Am Ende erschallt zwar ein mächtiges „Trionfi d’amore!“, der Inszenierung aber bleibt das lieto fine versagt: Für heutige Dramaturginnen geht es nicht an, dass ein Mann eine Frau rettet, und das sogar gleich zweimal. Frauen retten sich gefälligst selbst – oder gehen erhobenen Hauptes unter. Ganz soweit geht man am MiR zwar nicht, der Triumph der Liebe, von Amore warum auch immer im Gewand einer Priesterin bewerkstelligt, aber stellt sich – immerhin! – nur musikalisch ein: Zu einer Umarmung der angeblich glücklich Liebenden kommt es nicht. Das ist aus meiner Sicht schade, weil es der Musik Glucks widerspricht, aber nichts Neues. Dass es keiner Schlange bedarf, um eine unglückliche Ehe zweier sich fremd gewordener Partner aufzulösen, ist heute Inszenierungs-Standard in den Opern-Metropolen wie die bisweilen wörtlich zu nehmende klinische Ausstattung. Aus dem Jahr 1987 stammt Harry Kupfers Version an der Komischen Oper Berlin mit einem Orfeo als Rockstar, der in einer Nervenklinik landet und sich am Ende in einem Bus-Wartehäuschen das Leben nimmt. Also: Schwamm drüber! Karten unter musiktheater-im-revier.de oder unter Tel. 0209 – 4097200. Am Sonntag, 25. Januar 2026 findet ab 15 Uhr ein Familienworkshop zum Eintauchen ins Stück mit Musik und Bewegung statt. Hierfür ist eine Anmeldung bis drei Tage vorher per Mail erforderlich. Die weiteren Vorstellungen:

16 Uhr

Spektakuläre Krimi-Oper im Essener 'Aalto'

Paul Hindemiths 'Cardillac'

Cardillac (Heiko Trinsinger) überlebt als recht derangierter böser Clown, umringt von den grauen Gestalten des Volkes (Opernchor des Aalto-Theaters).

E.T.A. Hoffmanns letzte vollständige Erzählung, „Das Fräulein von Scuderi“, im Herbst 1918 im „Taschenbuch für Liebe und Freundschaft“ erschienen, basiert auf einer von Johann Christoph Wagenseil 1697 in seiner „Chronik von Nürnberg“ geschilderten Begebenheit und spielt um 1680 im Paris König Ludwigs XIV.: Der Goldschmied René Cardillac ist von seinen künstlerischen Schöpfungen so besessen, dass er seine Kunden der Reihe nach ermordet, um die Preziosen wieder zurückzuerhalten. Cardillacs Tochter Madelon ist mit dessen Gesellen Olivier verlobt, der das Doppelleben seines Schwiegervaters durchschaut und sich selbst der Justiz als Täter ausliefert, nachdem ein Offizier einen Messerangriff des Goldschmieds abwehrte und diesen dabei tödlich verletzte. Olivier schweigt beharrlich, um seine engelsgleich-zarte Braut zu schonen. Öffnet sich dann aber seiner einstigen Pflegemutter, der nunmehr 73-jährigen Romanautorin Fräulein von Scuderi, welcher er anonym ein Kästchen mit wertvollem Schmuck anvertraut hatte, das einst für die ermordete Prinzessin Henriette von England bestimmt war. Als sich besagter Offizier bei dem Fräulein als Täter in Notwehr zu erkennen gibt, erreicht sie beim König eine Lösung, welche die Gefühle Madelons nicht verletzt und das Brautpaar mit tausend Louis ausgestattet in die Schweiz auswandern lässt. Der Librettist Ferdinand Lion hat aus dieser eher betulich-romantischen Liebesgeschichte, in der sich Hoffmann, selbst wohlbestallter Beamter, mit dem Spannungsverhältnis von Kunst und Leben auseinandersetzt, zusammen mit dem Komponisten Paul Hindemith eine packende, psychologisch grundierte Krimi-Oper über Versuchung, Sucht, Gier und Künstlertum geschaffen, die viel zu selten auf den Spielplänen steht. Dabei bereitet die höchst abwechslungsreiche, zwischen Expressionismus, Neo-Barock, Neuer Sachlichkeit und Avantgarde changierende Musik selbst einem eher konservativen Publikum überhaupt keine Schwierigkeiten. Im Aalto Musiktheater Essen wird die im Vergleich zur revidierten vieraktigen Version von 1952 radikalere dreiaktige Erstfassung der Oper, die am 9. November 1926 an der Sächischen Staatsoper Dresden ihre Uraufführung erlebte, aufgeführt. In der sowohl der König als auch die Hoffmannsche Titelheldin gestrichen sind, dafür aber – in der Konzentration auf den Goldschmied Cardillac – die Figur eines jüdischen Goldhändlers eingefügt worden ist. Welche die Ausstatterin Katrin Nottrodt für die Inszenierung des belgischen Altmeisters Guy Joosten, die bereits am 3. Februar 2019 an der Opera Vlaanderen herausgekommen ist, mit Kaftan, Schläfenlocken und langem Bart als chassidischen Juden ausgewiesen hat. Für die europäische Diamanten-Hauptstadt Antwerpen gewöhnlicher Alltag, für woke deutsche Theatermacher offenbar ein potentieller Aufreger, der gleich auf zwei eingeschobenen Programmheft-Seiten „kontextualisiert“ wird. Die nach rund einhundert pausenlosen Minuten am Premierenabend des Samstag (6.12.2025) umjubelte Aufführung unter der musikalischen Leitung des international gefragten Gastdirigenten Patrick Lange führt in die Zeit der 1920er Jahre mit deutlichen Anklängen an den Stummfilm „Metropolis“, aber auch an Fritz Langs ersten Tonfilm „M“ von 1931 über einen psychopathischen Kindermörder. Masse Mensch: Dunkle Gestalten, durch Projektionen auf den Gazevorhang verstärkt, wuseln als Volk über die Bühne, in deren Mitte die „brennende Kammer“, ein rotglühender Höllenorkus. Die ganz in schwarze Uniformen gesteckten Andreas Hermann (Offizier), der Geliebte von Cardillacs Tochter (Betsy Horne), und Samuel Furness (Kavalier), der für seine offenherzige „Dame“ (Astrik Khanamiryan) das kostbarste Geschmeide Cardillacs erwerben soll, kommen warum auch immer wie SS-Offiziere ‘rüber. Im Mittelpunkt der Oper wie der Inszenierung aber der Titelheld, der im Hermelinmantel wie ein absolutistischer König auftritt – bekrönt mit einer diamantenbesetzten Kostbarkeit, die bei Hoffmann noch für die heilige Jungfrau der Kirche St. Eustache bestimmt war. Aber heilig ist hier nichts und niemand, was besonders auf die „Dame“ genannte Sexarbeiterin zutrifft, die erst nach Erhalt des goldenen Geschmeides dazu bereit ist, sich an der Pole Dance Stange zu räkeln und mit dem Schwarzhemd von Kavalier unter die Bettdecke zu schlüpfen. Heiko Trinsinger als Cardillac ist ein Ereignis: ein Psychopath, der sich als König geriert, der in seinem Goldschatz badet wie Dagobert Duck und mit einem Lächeln mordet wie Joker. Selten war der exzellente Bariton, seit 1999 Aalto-Ensemblemitglied, darstellerisch so gefordert wie hier als dem Wahnsinn verfallener Künstler. Karten unter theater-essen.de oder unter Tel. 0201 81 22-200. Die weiteren Vorstellungen:

18 Uhr

'House of Banksy – An Unauthorized Exhibition'

Banksy-Ausstellung in Dortmund

Motive des derzeit wohl bekanntesten aber anonymen Straßenkünstlers Banksy, der mit seinen mal ironischen, mal politischen Graffitis bekannt wurde.

Dortmund. Die Pop-Up-Ausstellung „House of Banksy – An Unauthorized Exhibition“ lässt seit Mittwoch (17.12.2025) den anonymen Graffiti-Künstler Banksy in Dortmund hoch leben. Im ehemaligen C&A-Haus ist mit mehr als 150 Motiven eine umfangreiche Werkschau seiner Kunst zu sehen. Graffitis, Fotografien, Skulpturen, Videoinstallationen und Drucke wurden eigens für diese Schau reproduziert und sind jetzt an einem Ort zu sehen. Niemand weiß, wer Banksy ist, aber jeder kennt seinen Namen. Er ist einer der berühmtesten und gleichzeitig geheimnisvollsten Künstler der Welt. Banksy ist Untergrundkämpfer, Hotelbetreiber und ohne Zweifel der unumstrittene König der Straßenkunst, ein genialer Geist und Starkünstler, der mit seinen mal ironischen, mal politischen, aber stets poetischen Arbeiten die Menschen berührt und ihnen aus der Seele spricht. Seine Identität hält der Schätzungen zufolge etwa 45–50-jährige in Bristol geborene und bis heute anonyme Graffiti-Künstler bis heute erfolgreich geheim. Seine Werke dagegen erobern international nicht nur die Straßen, sondern auch die Auktionshäuser, und das höchst erfolgreich: Er gilt derzeit als einer der teuersten Künstler der Gegenwart. 2010 setzte ihn das „Time Magazine“ erstmals auf seine Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt, neben Persönlichkeiten wie Barack Obama, Steve Jobs oder Lady Gaga. Die Ausstellung läuft bis zum 15. März in Dortmund und ist montags bis sonntags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Letzter Einlass: Eine Stunde vor Ausstellungsende. Geschlossen hat das Haus am 24. und 25. Dezember 2025, am 1. Januar 2026. An Silvester, 31. Dezember 2025, ist die Ausstellung nur von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

seit 17. Dezember