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Herr Rössler und sein Tiffany Ensemble

Jochen Malmsheimer: Jauchzet, Frohlocket!

Jochen Malmsheimer.

In das Kulturzentrum lädt Jochen Malmsheimer am Mittwoch, 30. November 2022, um 20 Uhr ein. Gemeinsam mit Herrn Rössler und seinem Tiffany rät er: Jauchzet, Frohlocket! Bei diesem vorweihnachtlichen Adventssingen predigt Jochen Malmsheimer und es lobpreisen: Herr Rössler und sein Tiffany-Ensemble. „Jauchzet, Frohlocket“ ist ein halbkonzertanter Spaß für Liebhaber beißender Pointen, die Jochen Malmsheimer seinem Publikum gnadenlos entgegen schmettert. Anhand der großen „B“ wie Basteln, Backen, Bescherung und Bamilie modelliert Malmsheimer die weltlichen Aspekte dieses deutschesten aller Zentralfeste ein wenig heraus, auf dass man gestärkt in die Feiertage gehe und allenthalben Freude sei und den Menschen ein Wohlgefallen. Halleluja! Doch auch für zarten Schmelz und die eine oder andere Weihnachtsüberraschung der besonderen musikalischen Art ist gesorgt: Uwe Rössler und sein unvergleichliches Tiffany Ensemble, eines der originellsten, lebendigsten und sympathischsten Salonmusik-Ensembles in Deutschland, begeistern mit einer musikalischen Schlittenfahrt von Bach bis Crosby. Gemeinsam gehen also Jochen Malmsheimer und das Tiffany-Ensemble auf die Suche nach den schönen Momenten in den Weihnachtstagen. Denn die muss es geben. Irgendwo da draußen. Amen. Hier geht es zum Kauf der Karten über eventim. Die Karten kosten bei freier Platzwahl - 18 Euro zzgl. Vorverkaufs-Gebühren. Ansonsten bekommt man die Karten an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Trio Spielraum mit Silvia Droste in den Flottmann-Hallen

'Berliner Tage - Broadway Nights'

Das Trio Spielraum tritt in den Flottmann-Hallen auf: (v.l.) Michael Kotzian, Silvia Droste und Stefan Werni.

Dreigroschenoper, Mackie Messer, Bertolt Brecht, Broadway, Musical Begriffe, die man sofort mit dem Namen Kurt Weill verbindet. Nach der erfolgreichen Präsentation des Konzertformats zur Musik von George Gershwin wollten Michael Kotzian und Stefan Werni Musik und Leben des Komponisten Kurt Weill auf die Bühne bringen. Nicht nur den amerikanischen Kurt Weill von Musicalsongs wie Speak Low, My Ship oder September Song, sondern auch den Berliner Kurt Weill aus der Dreigroschenoper, aus Mahagonny und Happy End. Nur musste es wegen der Texte diesmal eine deutschsprachige Sängerin sein. Für dieses neue Projekt konnten sie die international renommierte Jazzsängerin Silvia Droste gewinnen. So entstand das Trio Spielraum und das neue Konzertformat „Berliner Tage Broadway Nights: Musik und Leben von Kurt Weill“. In diesem Konzertformat sollten nicht nur Songs wie Mackie Messer, Alabama Song, Surabaya Johnny oder Seeräuber Jenny für das Trio mit Jazzmusikern besetzt einen Platz haben, sondern auch das bewegte Leben von Kurt Weill vorgestellt werden. Silvia Droste führt dabei durch Kurt Weills Leben, in dem sich Berlin in den 1930er und New York in den 1940er Jahre spiegeln. Weill musste als jüdischer Komponist nach 1933 aus Berlin emigrieren und kam über Frankreich nach New York, wo er ein sehr erfolgreicher Komponist am Broadway wurde. Früh mit 51 Jahren verstarb er an den Folgen eines Herzinfarktes. Das Konzert ist für Freitag, 9. Dezember 2022, 20 Uhr in den Flottmann-Hallen vorgesehen. Karten im VVK 10 Euro zzgl. Gebühren, Abendkasse 15 Euro (ermäßigt 10 Euro). Eintrittskarten sind in allen bekannten Vorverkaufsstellen mit Anbindung an ProTicket erhältlich.

Gespräch abgesagt

Lorbeer für Lina Beckmann

Lina Beckmann als Richard, Herzog von Gloucester, später Richard III. in der Shakespeare-Produktion „Richard the Kid & the King“ am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, für die sie jetzt mit dem „Faust“ ausgezeichnet wurde. Foto: Deutsches Schauspielhaus Hamburg

Diese Theaterfamilie ist einzigartig: Die Beckmanns aus Herne. Und Lina, die heuer im festen Engagement am Schauspielhaus Hamburg wirkt, heimst einen Preis nach dem anderen ein - mehr als beachtlich. Jetzt den „Faust“ – der „Lorbeer“ von Theaterschaffenden für Theaterschaffende des Deutschen Bühnenvereins. Lina Beckmann erhielt den Theater-„Oscar“ des deutschsprachigen Raums in der Kategorie „Darsteller:in“ am Samstag ( 26.11.2022) im Düsseldorfer Schauspielhaus für ihre Rolle als Richard, Herzog von Gloucester, später Richard III., in der Shakespeare-Produktion „Richard the Kid & the King“ am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, einer Koproduktion mit den Salzburger Festspielen 2021. An der heimischen Hibernia-Schule war Lina Beckmann das Theaterspielen das Liebste. Und im benachbarten Bochum gehörte sie ein Jahr lang, um sich auszuprobieren, der Talent-Truppe von „Theater Total“ um Prinzipalin Barbara Wollrath-Krämer an, bevor sie sich für den Besuch der Folkwang-Schule entschied, um sich zu professionalisieren. Was ihre Einmaligkeit ausmacht, ist für diese Bauchschauspielerin ihre Wandlungsfähigkeit und dabei doch immer große Authentizität, die enorme Präsenz ausstrahlt. Auch in Film- und Fernsehproduktionen macht sie mit darstellerischer Bandbreite stets eine gute Figur. Das unter dem Motto „Ein Gast. Eine Stunde“ für Sonntag, 11. Dezember 2022, geplante Gespräch des ehemaligen Bundestagspräsidenten Norbert Lammert mit Lina Beckmann musste aus gesundheitlichen Gründen abgesagt werden. Dafür flimmert die Hernerin am Samstag, 3. Dezember 2022, zur Primetime um 20:15 Uhr über den Bildschirm: Der Westdeutsche Rundfunk zeigt im „Dritten“ die deutsch-niederländische Komödie „Fühlen Sie sich manchmal ausgebrannt und leer?“ von Lola Randl, in der Lina als Luisa durch ihr Leben rast. Als sie eines Morgens erwacht, gibt es sie doppelt! Auch ihre Geschwister Maja, Nils und Till wandeln in Thalias Welten. Maja, nach vielen Jahren am Bochumer Schauspielhaus dort zum Publikumsliebling avanciert, der sie auch immer bleiben wird, obwohl sie in Zürich schon längst eine neue Bühnenheimat gefunden hat: in der Company von Leib- und Magenregisseur Christopher Rüping. Nils Beckmann, gemeinsam mit Bruder Till einst ein unschlagbares Team am Herner Theater Kohlenpott und auch Drehbuchautor, ist jetzt Lehrer in Bochum. Er entschied sich als Familienvater für eine gesichertere Existenz. Im Beckmannschen Lust-und-Laune-Kollektiv „Spielkinder“ ist er aber mit großer Freude und viel Einsatz nach wie vor dabei. Bleibt Till. Dieser künstlerische Tausendsassa ist aus dem kulturellen Leben unserer Stadt nicht mehr wegzudenken. Am Donnerstag, 1. Dezember 2022, hat der frischgebackene Vater eines weiteren Sohnes um 19 Uhr ein bemerkenswertes Heimspiel bei der Volkshochschule im Herner Kulturzentrum. Der Wanne-Eickeler Historiker Ralf Piorr fand vor ein paar Jahren ein Manuskript, das eindringlich das harte und mühsame Leben der Bergleute schilderte und unter dem Titel „Die Männer von Luise“ publizierte. Auch erarbeitete er gemeinsam mit Till Beckmann eine szenische Lesung, die jetzt noch einmal von Beckmann und dem Musiker Christian Donovan aufgeführt wird (halloherne berichtete). Anmeldung Hier geht es zur Online-Anmeldug und hier zur telefonischen: 02323 / 16 35 84 oder 16 29 20. Fernab jeglicher Nostalgie den Alltag untertage wiedergebend bis zum letzten Atemzug der Knappen bis sie im wahrsten Sinn des Wortes „Weg vom Fenster“ sind. Wer diesen Kulturtermin in Herne nicht wahrnehmen kann, dem sei ein Ausweichangebot ans Herz gelegt: Am Samstag, 10. Dezember 2022, gastieren Beckmann und Donovan um 19:30 Uhr im Gelsenkirchener Alfred-Zingler-Haus.

Komödie am Park bringt 'Barfuß im Park'

Erfolgreicher Start in die Saison

v.l. Armin Genge, Kristina Keppler in der Komödie 'Barfuß im Park'.

Mit zwei ausverkauften Theaterwochenenden gelingt der 'Komödie am Park' ein erfolgreicher Start in die Theatersaison 2022/2023. Das Stück „Barfuß im Park“ von Neil Simon hatte im Frühjahr Premiere im Theater der Volksbühne Körner in Wanne-Eickel. Damals hatte das Theater gerade zwei Jahre der Schließung hinter sich, nachdem Corona ein Spielen lange unmöglich machte. Klaus Mahlberg, Geschäftsführer und Intendant des Theaters zeigt sich erleichtert: „Die finanziellen Auswirkungen der langen Schließung haben zunächst befürchten lassen, dass der Betrieb am Ende eingestellt werden muss. Heute sind wir froh, wieder für unser Publikum spielen zu dürfen. Das Ensemble hat zusammengehalten, ist in Kontakt geblieben und war stets fest entschlossen, den Spielort in Eickel und das Theater unbedingt zu erhalten.“ Trotz Pandemie haben sogar neue Mitglieder das Ensemble verstärkt, sodass „Barfuß im Park“ eine gelungene Premiere in der 'Komödie am Park' feierte. Regisseurin Karin Krebs freut sich doppelt: „Wir haben unser Ensemble verstärken können und überdies mit einer Auslastung von durchschnittlich fast 90 Prozent an den Publikumszuspruch der Zeit vor der Pandemie anknüpfen können. Das Ensemble ist glücklich, endlich wieder sich und anderen Spaß auf der Bühne zu vermitteln“. „Barfuß im Park“ steht wieder auf dem Programm: jeweils Samstag und Sonntag, 3. und 4. Dezember 2022, 14. und 5. Januar 2023 und 25. und 26. Februar 2023. Restkarten für den 3. Dezember 2022 und für den 25. Februar 2023 sind noch erhältlich. Die Volksbühne Körner, Träger und Betreiber der 'Komödie am Park', ist das älteste Amateurtheater der Stadt und blickt auf eine 114 Jahre bewegte Theatergeschichte zurück. Lange waren der Saalbau in Wanne und das Kulturzentrum in Herne Heimat der Bühne. Seit 2006 werden in der 'Komödie am Park' jährlich bis zu zwei Inszenierungen gezeigt und ganzjährig gespielt. Voller Elan geht es jetzt im Theater weiter. Armin Genge, Neuzugang und Hauptdarsteller in „Barfuß im Park“ ist ganz begeistert von der intimen Atmosphäre: „ Der unmittelbare Kontakt zum Publikum gibt einem das Gefühl eines wunderbaren Bühnenerlebnisses“. Kollegin und Bühnenpartnerin Kristina Keppler ergänzt: „ Es macht einfach einen Riesenspaß“. Als Dank für die Treue des Publikums zeigt die 'Komödie am Park' am Sonntag, 11. Dezember 2022, 18 Uhr, mit „Lametta“ wieder einmal ein musikalisch-literarisches Weihnachtsprogramm. Vorstellungen sind um 15 und 18 Uhr. Karten für 12 Euro gibt es bei Blickpunkt Optik, Hauptstraße 21, 44651 Herne. Tel 02325/ 61760.

Führung durch den Skulpturenpark

Der Skulpturenpark an den Flottmannhallen.

Am Sonntag, 4. Dezember 2022, laden die Flottmann-Hallen zu einer kostenlosen Führung durch den Skulpturenpark ein. Um 14 Uhr startet die Führung mit Erika Porsch am Jugendstiltor an den Flottmann-Hallen, Straße des Bohrhammers 5. Im Kulturhauptstadtjahr 2010 wurde der Skulpturenpark rund um die Flottmann-Hallen eröffnet. Inmitten des Wiesen- und Waldgeländes stehen 21 Arbeiten von 19 zeitgenössischen Künstler*innen. Ein Höhepunkt ist das 1902 aus Bronze und Eisen gestaltete Jugendstiltor, das einst das Haupteingangstor der Firma Heinrich Flottmann war

Film und Kino

Doku über Ex-Bundeskanzlerin neu im Kino

'Merkel - Macht der Freiheit'

Eine Frau unter all‘ den Männern schreitet voran - beim 41. G7-Gipfel auf Schloss Elmau.

Als Angela Merkel 2019 in der Havard University appelliert, alle Mauern abzureißen, rekurriert sie auf den US-Präsidenten Ronald Reagan, der 1987 vor dem Brandenburger Tor den sowjetischen Generalsekretär Gorbatschow aufgefordert hatte: „Tear down this wall!“ Und setzt, im 14. Jahr als Bundeskanzlerin, zugleich ein öffentliches Zeichen gegen das Projekt des US-Präsidenten Donald Trump, eine Mauer an der mexikanischen Grenze zu errichten. Schwarz-Weiß-Porträts zeigen den auch äußerlich deutlich erkennbaren Reifeprozess von der 1954 in Hamburg geborenen Pfarrerstochter, deren Eltern noch im gleichen Jahr in die DDR gingen, über die junge Naturwissenschaftlerin in der DDR und die kometenhaft aufsteigende Nachwende-Politikerin („Kohls Mädel“) bis hin zur weltweit geachteten und, befeuert von der Grenzöffnung für Flüchtlinge, daheim vom rechten Rand angefeindeten ersten Frau im Bundeskanzleramt. Keine zwei Jahre in der Bonner Politik, wird sie 1991 als 37-Jährige Helmut Kohls Ministerin für Frauen und Jugend. 30 Jahre später nimmt sie mit persönlich ausgewählter Musik im Rahmen eines Großen Zapfenstreichs der Bundeswehr sehr emotional Abschied von der großen Bühne: Angela Merkel ist sich treu geblieben und ähnelt darin, auch wenn sie das sicherlich ganz anders sieht, ihrem politischen Ziehvater Helmut Kohl. Die Dokumentation „Merkel – Macht der Freiheit“ erzählt die immer noch erstaunliche Geschichte, wie eine dreifache Außenseiterin – als Frau, als Wissenschaftlerin und als immerhin 36 Jahre lang Ostdeutsche – zu einer der erfolgreichsten Politikerinnen der Welt wurde. Als Pfarrerstochter, die hinter dem Eisernen Vorhang aufwuchs, hat sich Merkel, so der aus Herne stammende stellv. „Welt“-Chefredakteur Robin Alexander, nach dem Fall der Berliner Mauer „neu aufgestellt“ in einer „imponierenden Form von Selbstbestimmung“. Sie löste den „Kanzler der Einheit“, Helmut Kohl, ab und überdauerte 16 Jahre im Amt, weil sie ihre zahlreichen männlichen Gegner von Gerhard Schröder über Edmund Stoiber bis hin zu Friedrich Merz zu überlisten wusste. Was Melissa Eddy, Deutschland-Korrespondentin der „New York Times“, vor Reinhold Vorschneiders Kamera so ausdrückt: „Sie wurde unterschätzt. Sie wurde ständig unterschätzt. Nicht nur als Politikerin, sondern auch als Frau.“ Anhand von umfangreichem Archivmaterial und Interviews mit Freunden, Journalisten, politischen Verbündete und Kritikern bietet der Film eine Reflexion ihres Lebens, in der vor allem Angela Merkel selbst zu Wort kommt. Eva Weber, eine erklärte „Grüne“, die inhaltlich mit der Porträtierten nicht allzu viel verbindet, hat ihre 96-minütige Doku bewusst mit Szenen des Nicht-Verhältnisses zwischen Merkel und Trump gerahmt. Sie zeigt eine Bundeskanzlerin, die mit pragmatischer, faktenbasierter und kompromissorientierter Politik regiert hat - und das in einer Zeit, in der so viele populistische Führer auf der Welt an die Macht gekommen sind. Selbst der ehemalige britische Premierminister Tony Blair, nun wirklich kein Merkel-Freund, gesteht im Film: „Das entscheidende Merkmal von Angela ist die Abwesenheit von Ego.“ Es ist die Außenperspektive einer deutschen Regisseurin, die seit 1991 in London lebt. Ein Jahr nach der deutschen Wiedervereinigung und ungefähr zu der Zeit, als Angela Merkel in die Politik ging, ist Eva Weber ins Vereinigte Königreich gezogen und hat ihren Weg zur „mächtigsten Frau der Welt“ (Forbes Magazine, 2020) aus der Ferne verfolgt. Nach der Uraufführung am Mittwoch (9.11.2022) beim International Documentary Filmfestival Amsterdam und der Deutschen Erstaufführung am Dienstag (22.11.2022) im Multikulturellen Zentrum MKC Templin, der Heimatstadt Angela Merkels, startet „Merkel – Macht der Freiheit“ am Donnerstag, 24. November 2022, bundesweit in den Kinos, bevor er bei der koproduzierenden RTL-Gruppe bereits am Donnerstag, 8. Dezember 2022 auf GEO Television gezeigt wird und parallel auf RTL Plus gestreamt werden kann. Bei uns zu sehen in den Essener Kinos Rio und Filmstudio Glückauf sowie im Düsseldorfer Metropol.

Theater und Bühne

Jüdische Märchen und Geschichten jenseits der Shoah

Theaterstück 'Schlamasel-Masel'

Das Theater Traumbaum bringt das Stück 'Schlamasel-Masel, jüdische Märchen und Geschichten' auf die Bühne.

Am zweiten Advent am Sonntag, 4. Dezmeber 2022, gibt es um 15 Uhr beim Theater Traumbaum, an der Lothringer Straße 36c, in Bochum eine vorweihnachtliche Familienvorstellung der besonderen Art. Auf dem Programm steht ganz bewusst für Menschen ab sechs Jahren das Stück "Schlamasel-Masel, jüdische Märchen und Geschichten". „Da wir glücklicherweise mittlerweile in einer multikulturellen Gesellschaft leben, alles andere wäre ja auch schrecklich langweilig, nimmt das Theater Traumbaum das jüdische Lichterfest Chanukka zum Anlass, sein Familienpublikum zu einem sehr unterhaltsamen Blick über den Tellerrand zu verführen. Denn das scheinbar Fremde ist gar nicht so fremd, wenn es einem mit Geschichten näher gebracht wird. Wie beim Theater Traumbaum üblich, nicht beschaulich als Märchenerzählstunde aus dem Ohrensessel heraus, sondern sehr lebendig, dynamisch und bunt“, heißt es in einer Mitteilung an die Redaktion. Darum geht es: Golde & Mottel, ein jüdisches Ehepaar, müssen wie so oft mal wieder umziehen und da sie ihre neuen Nachbarn nicht mit Kuchen willkommen heißen können, bewirten sie sie mit ihren Geschichten. Und so werden sehr witzig und gewitzt die Grundpfeiler jüdischen Lebens auf die Bühne gebracht: Zedaka, Zedek, Chochme, Seychel und Sey a Mentsch. Was sich dahinter verbirgt? Das erfahren Besucher des Theaterstückes. Kartenvorbestellung und Infos unter Tel 0234 /890 66 81 oder www.theater-traumbaum.de.

Galerien und Austellungen

Upcycling-Unikate des Labels sind nachhaltig

'Einzigware'-Ausstellung des Caritasverbandes

Das Label Einzigware des Caritasverbandes verbindet Upcycling und die Beschäftigung von Langzeitarbeitslosen.

Das Label „Einzigware“ des Deutschen Caritasverbandes verbindet durch Upcycling die Beschäftigung von Langzeitarbeitslosen mit Nachhaltigkeit. In seinen Räumlichkeiten in Herne-Mitte, Bahnhofstr. 64, präsentiert der Herner Caritasverband aktuell eine bunte Palette seiner Einzigware-Produkte und zeigt die handwerkliche Arbeit, mit der die hochwertigen Unikate hergestellt werden. Alle Interessierten sind bis Dienstag, 20. Dezember 2022, eingeladen, vor Ort zu stöbern und sich über das Angebot zu informieren. Wie wird aus einem alten Kleidungsstück oder einem ausrangierten Möbelstück ein neues Lieblingsteil? „Indem man langzeitarbeitslosen Menschen etwas zutraut, sie fördert und an kreativen Prozessen teilhaben lässt“, erläutert Sandra Endemann, Fachbereichsleiterin Beschäftigungsförderung beim Herner Caritasverband, das Konzept. „So erhalten Gegenstände neues Leben und unsere Teilnehmer neue Perspektiven am Arbeitsmarkt.“ Einzigware ist ein Beschäftigungsprojekt im Bereich Upcycling, das Langzeitarbeitslosen die Chance auf den (Wieder-)Einstieg in eine sinnstiftende Arbeit bietet und vom Jobcenter Herne gefördert wird. Es handelt sich um eine Arbeitsgelegenheit, in der die Teilnehmer unter fachlicher Anleitung ihre Ressourcen und Kreativität entdecken und sich in verschiedenen Bereichen der Handwerkskunst erproben. So entstehen hochwertige, nachhaltige Produkte und zugleich für die Menschen neue Wege in den Arbeitsmarkt. Die Ausstellung ist montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr für die Öffentlichkeit geöffnet. Zu den Öffnungszeiten können auch weihnachtliche Dekoartikel erworben werden. Die Verkaufserlöse fließen zurück in das Beschäftigungsprojekt, zum Beispiel in die Anschaffung neuen Materials. Weitere Infos unter Tel 02323 92960-23, s.endemann@caritas-herne.de und www.caritas-herne.de.