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Das Arbeitsgericht Herne an der Schillerstraße wird aller Voraussicht zum 1. Januar 2029 geschlossen.

OB Dr. Dudda kann geplante Schließung nicht nachvollziehen

Reaktion zum Aus des Arbeitsgerichtes

Seit Donnerstag (26.2.2026) steht es nun fest, die schwarz-grüne Landesregierung hat das Aus des Herner Arbeitsgerichtes zum 1. Januar 2029 verkündet. Trotz großer Kritik aus Gesellschaft und Politik, hält die NRW-Regierung also an ihren, im Oktober 2025 bekannt gewordenen, Plänen zur Schließung (halloherne berichtete) fest. Zur Begründung wird die Neuordnung der Arbeitsgerichte in Nordrhein-Westfalen angegeben.

Hernes Landtagsabgeordnete Alexander Vogt (SPD) zeigt sich bereits am Donnerstag (26.6.2026) kurz nach Bekanntwerden fassungslos über die Entscheidung der Landesregierung (halloherne berichtete). „Das Arbeitsgericht Herne ist stark ausgelastet, anerkannt und seit Jahrzehnten fester Bestandteil unserer Stadt. Einen funktionierenden Standort aus politischen Gründen zu streichen, ist ein beispielloser Vorgang zulasten unserer Stadt“, heißt es von Vogt in einer schriftlichen Stellungnahme an die Redaktion.

'Halte die Entscheidung nach wie vor für falsch'

Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda sieht die Entscheidung kritisch.

Auch Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda zeigt sich am Freitag (27.2.2026) verärgert über das Aus des Herner Arbeitsgerichtes. „Ich halte die Entscheidung nach wie vor für falsch und bin auch enttäuscht. Enttäuscht, dass es keinen einzigen Satz zu einer justizbedeuteten Stadt wie Herne mit über 160.000 Einwohnern gegeben hat“, zeigt sich der OB kritisch zu der Verkündung des Justizministeriums.

Weiter sagt er: „Dies scheint mir vom grünen Tisch aus entschieden worden zu sein. Dieser Kabinettbeschluss ist für mich nicht zielführend.“ Und gerade deshalb hat er auch noch ein wenig Hoffnung, dass dieser Kabinettsbeschluss nicht das Ende des Gerichtes ist und sich durch das weitere Gesetzgebungsverfahren noch positive Änderung eröffnen.

Freitag, 27. Februar 2026 | Autor: Julia Blesgen