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Der neue Boeing 787-9

Boeing 787-9 'Dreamliner' trägt den Stadtnamen durch die Luft

Neues Lufthansa-Patenflugzeug für Herne

Herne hat ein neues Patenflugzeug: Es ist eine Boeing 787-9 der deutschen Airline Lufthansa mit der Kennung D-ABPQ, heißt es von der Fluggesellschaft in einer Mitteilung. Die hochmodernen „Dreamliner“ Langstreckenflugzeuge verbrauchen im Schnitt nur noch rund 2,5 Liter Kerosin pro Passagier und 100 Kilometer Flugstrecke. Das sind bis zu 40 Prozent weniger als bei ihrem Vorgängermodell A340.

Die erste „Herne“ war ein Airbus A340-300, Registrierung D-AIGL. Sie kam im Mai 1996 zur Lufthansa Flotte und wurde am 15. Juli 1996 auf den Namen „Herne“ getauft. Mitte Januar 2026 wurde sie ausgemustert. Nun fliegt also die zweite „Herne“ durch die Luft und bringt Passagiere an ihr Ziel.

Lufthansa erhält bis 2027 32 Boeing 'Dreamliner'

Zwischen 2022 und 2027 erhielt und erhält die Lufthansa Group insgesamt 32 Boeing „Dreamliner“. Die Boeing 787-9 soll Fluggästen ein spürbar verbessertes Reiseerlebnis bieten. Die Flugzeugkabine sei ausgesprochen leise und wird je nach Tageszeit durch ein neuartiges Lichtsystem ideal beleuchtet.

Marlies Becker bei der Taufe des ersten Flugzeugs

Der höhere Eingangsbereich gibt allen Gästen schon beim Boarding ein sehr angenehmes Raumgefühl und die großen Fenster bieten allen Passagieren die Möglichkeit, den Blick bis zum Horizont schweifen zu lassen oder leicht per Knopfdruck zu dimmen. Gäste der Business Class kommen in den Genuss eines sogenannten „state-of-the-art Sitzes“, unter anderem mit direktem Zugang zum Gang.

Erstmalige Taufe im Jahr 1960

Im Jahr 1960 wurde erstmals ein Lufthansa Flugzeug getauft. Es war eine Boeing 707 mit dem Kennzeichen D-ABOC. Sie wurde am 16. September 1960 auf den Namen Berlin getauft. Das Ziel laut Lufthansa war, die Verbundenheit zum Heimatstandort Deutschland jenseits der großen Drehkreuze und Standorte auch in die Regionen zu tragen, aus denen ein Großteil der Lufthansa Passagiere und Mitarbeitenden kommt.

Eine Lufthansa-Sprecherin erklärt: „In der Zwischenzeit hat sich der Kreis der Patenstädte stetig erweitert. Unsere Flotte trägt momentan unter anderem die Namen fast aller deutschen Großstädte, Bundesländer und Landeshauptstädte. Die getauften Flugzeuge sind fliegende Botschafter ihrer Heimat und tragen deren Namen buchstäblich in alle Welt. Momentan gibt es mehr als 300 Patenschaften.“

Nur besondere Orte werden Teil einer Namens-Patenschaft

Bei der Namens-Vergabe orientiert sich Lufthansa an der historischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedeutung des betreffenden Ortes. Auch Städte, die in besonderer Weise mit der Luftfahrt oder Lufthansa verbunden sind, finden Berücksichtigung. Im Allgemeinen wird darauf geachtet, dass die Einwohnerzahl der Größe des Flugzeugmusters entspricht. Städte haben auch die Möglichkeit, sich für eine Patenschaft zu bewerben und somit Ihre Stadt auf eine Warteliste setzen zu lassen.

Einmal in den Kreis der Patenstädte aufgenommen, geht der Name auf ein neues Flugzeug über, wenn die ursprünglich getaufte Maschine aus der Lufthansa Flotte ausscheidet. Der Flugzeugname steht stets deutlich sichtbar außen angebracht rechts neben der vorderen Eingangstür. Eine erneute Taufzeremonie gab es nicht. Die gibt es immer bzr dann, wenn ein Städtename erstmalig vergeben wird, im Falle von Herne im Juli 1996.

War fast 30 Jahre lang in der Luft unterwegs: Der Lufthansa Airbus A340-300 mit der Kennzeichnung D-AIGL - ein Botschafter der Stadt Herne.
Donnerstag, 26. Februar 2026 | Quelle: Lufthansa