SPD-Fraktion hinterfragt Wananas-Fernsehbericht

Aufklärung und Fortschritt nicht nur für Vereine

Lehrschwimmbecken im Wananas.
Das Lehrschwimmbecken im Wananas. Foto: Fabian Dobbeck

Aufgrund einer aktuellen Berichterstattung in der WDR Lokalzeit hat die SPD-Fraktion Hernes Bäderchef Lothar Przybyl in ihre Fraktionssitzung eingeladen, um sich umfassend über die derzeitige Situation der Bäder zu informieren, aber auch um die wiederkehrenden Kritikpunkte zum Wananas zu erörtern (halloherne berichtete, berichtete und berichtete).

Als Ergebnis kann festgestellt werden, dass es nicht nur falsche Aussagen gab, sondern in den nächsten Wochen und Monaten positive Entwicklungen und Projekte für die Vereinsschwimmer auf den Weg gebracht werden sollen.

„Mit dem Wananas haben wir für die Familien und zahlreichen Nutzer des Bades eine über die Stadtgrenzen hinaus beliebte Freizeit- und Sportstätte geschaffen. Die ständig steigenden Gästezahlen vor der Corona bedingten Schließung unterstreichen dies eindrucksvoll“, resümiert der SPD Fraktionsvorsitzende Udo Sobieski.

Bereits vor einer Woche überraschte ein Fernsehbericht in der Lokalzeit Ruhr, in dem berichtet wurde, dass der Sportbereich des Wananas für viele Vereine unzureichend sei, da das Becken nicht wettkampftauglich ist. Der Originalton eines DLRG-Vertreters lautete: „Das Becken ist einen halben Meter zu kurz. Der Deutsche Schwimmverband hat die Zertifizierung zwecks Wettkampftauglichkeit abgelehnt.“

„Dies war für uns Anlass genug, den Bäder-Geschäftsführer Lothar Przybyl in unsere Fraktionssitzung zu bitten, um Aufklärung zu leisten. Natürlich schlossen sich im Rahmen einer regen Diskussion zahlreiche weitere Fragen an", so Udo Sobieski.

In diesem Zusammenhang konnte festgestellt werden, dass es amtliche Vermessungsprotokolle des Sportbeckens gibt, die Schwimmbahnen demnach nicht zu kurz sind und somit die beste Grundlage besteht, durch den Deutschen Schwimmverband eine Zertifizierung als regionale Wettkampfstätte zu erreichen.

Aufkommendes Engagement

Sowohl Martin Kortmann als Vorsitzender des Sportausschusses als auch der Bäder-Aufsichtsratsvorsitzende Kai Gera begrüßten das nunmehr anstehende Engagement für eine Anerkennung als Wettkampfstätte.

„Leider müssen wir feststellen, dass es durch unterschiedliche Zuständigkeiten zwischen Stadt, Stadtsportbund mit der Fachschaft Schwimmen und der Bädergesellschaft als Betreiber des Wananas bislang zu keiner Lösung kam“, so Martin Kortmann. Kai Gera ergänzt: „Ich bin froh, dass jetzt Schwung in diese Angelegenheit kommt, um weiteren Legendenbildungen vorzugreifen“. Abgerundet wird das anstehende Engagement durch weitere Planungen.

Przybyl kündigte an, dass man sich jetzt um die Bestätigung als Wettkampfstätte, die Anschaffung einer digitalen Zeitmessung, sowie um einen Unterstand am Sportlereingang kümmern wird. „Darüber hinaus sind uns die Vereine und eine baldige Wiederaufnahme des Trainingsbetriebes sehr wichtig. Sobald möglich, stellen wir gerne im Freibad Südpool oder nach Wiedereröffnung des Wananas umgehend Bahnen zur Verfügung. Selbstverständlich auch in den kommenden Ferien“, so der Bäderchef.

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