Es kann eben nur einen geben

Musikschulleiter lud zum GarageBand Workshop

v.l. Patrick Mmammen, Christian Ribbe.
v.l. Patrick Mammen, Christian Ribbe. Foto: Frank Dieper, Stadt Herne

Der Leiter der städtischen Musikschule Herne, Christian Ribbe, lud die Herner Journalisten am Donnerstag (17.1.2019) zum Workshop GarageBand ein. Bei GarageBand handelt es sich um eine App, die exklusiv für und von Apple entwickelt wurde. Sie ermöglicht den Einstieg ins Musik machen und ist auf allen Apple-Endgeräten vorinstalliert. Redakteur Patrick Mammen war für halloherne beim Kursus dabei.

Christian Ribbe erklärt GarageBand.
Christian Ribbe erklärt GarageBand. Foto: Frank Dieper, Stadt Herne

Die Kollegen und ich sitzen im Halbkreis vor einem Monitor, auf dem die App bereits geöffnet ist. Jeder von uns hat ein iPad auf den Knien und harrt der Dinge, die da kommen mögen. Christian Ribbe erklärt zunächst einmal, wie man das iPad ans Laufen bekommt, denn nicht jeder von uns ist Apple-Kunde. Die App ist geöffnet und wir alle sollen den C-Jam-Blues von Duke Ellington mit dem Tablet spielen. „Es ist ein einfaches Stück, so dass jeder von euch das hinkriegen sollte", so Ribbe. Aber - weit gefehlt - denn schon bei der Aufnahme des Schlagzeugs haben viele von uns Probleme. Es hapert am Timing, heißt, die virtuellen Tasten so zu drücken, dass der Takt auch gleichmäßig wird. Auch ich habe Schwierigkeiten, was mich als Drummer besonders ärgert.

Christian Ribbe erklärt GarageBand.
Christian Ribbe freut sich diebisch über sein neues Angebot Foto: Frank Dieper, Stadt Herne

„Kein Problem", ermutigt Ribbe, „dafür hat das Programm einige Korrektur-Möglichkeiten eingebaut." Am Beispiel des Schlagzeug-Takes, den ich eingetippt habe, zeigt der Musiker, dass Apple alles im Griff hat. Ribbe verschiebt die Spuren, verdoppelt sie, korrigiert per Finger-Wisch die Tempo-Schwankungen und schon ist das Schlagzeug in der Spur. „Jetzt fügen wir noch den Bass hinzu", sagt Ribbe, wischt ein paar mal über das iPad und - Simsalabim - schallt ein 1A Kontrabass aus den Boxen. „Wie das funktioniert, werde ich natürlich im Kursus GarageBand genau erklären", besänftigt Ribbe die verwirrten Journalisten, es ging einigen doch etwas zu schnell. „Ich gebe heute ein bisschen Gas, weil wir hier ja keine Doppelstunde abhalten", sagt der Multi-Instrumentalist.

Am Ende der Unterrichtsstunde ist der C-Jam-Blues fertig. Wie er klingt, hört man im Video unten. Darin gibt es auch eine Eigenkomposition von Christian Ribbe, ebenfalls auf dem iPad eingespielt. Für den Kursus hat Ribbe extra zehn iPads angeschafft. Das Geld dafür kam aus einem Förderprogramm des Landes NRW.

GarageBand auf dem iPad.
GarageBand auf dem iPad. Foto: Frank Dieper, Stadt Herne

Ribbe schwärmt von der App: „Man kann sie zum Komponieren und Üben benutzen - oder als Wiedereinstieg ins Musik machen. Das Üben wird mit der App erleichtert. Wenn ich zum Beispiel Gitarre spiele, kann ich, wie in unserem Beispiel C-Jam-Blues, die Gitarre leise drehen und live dazu meine Klampfe schlagen." Der Kursus wird im Februar 2019 starten. „Wer Lust hat, kann sich jetzt schon bei der Musikschule anmelden. Ich sehe dann, wie viele Menschen mitmachen wollen. Erst dann machen wir die Termine", erklärt Ribbe. Für eine Gruppenstunde rechnet Ribbe mit sechs Euro Gebühren, pro halber Stunde Einzelunterricht werden wohl 60 Euro fällig. In beiden Kursus-Varianten bekommt man Unterricht bei Ribbe persönlich. „Aktuell biete nur ich den Kursus GarageBand in der Musikschule an." Es kann halt nur einen geben. - Infos und Anmeldungen zum Kursus unter Tel 02323/919010.

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