Cranger Kirmesstart rückt näher

Vorstellung vom Festumzug und Sicherheitskonzept

Der Start des Kirmes Umzugs 2019 in Eickel.
Am Samstag, 6. August 2022, gibt es wieder den traditionellen Kirmesumzug. Hier ein Bild aus dem Jahr 2019. Foto: Robert Freise

Noch knapp zwei Wochen dann heißt es wieder: „Piel op no Crange“. Nach zwei Jahren Corona-bedingter Pause kann die Cranger Kirmes 2022 wieder stattfinden. Neben der Eröffnung samt Fassanstich am Freitag, 5. August 2022, bei der Howard Carpendale auftritt (halloherne berichtete), darf natürlich auch der traditionelle Umzug nicht fehlen.

3.800 Teilnehmende, 100 Gruppen und 100.000 Schaulustige erwartet

Am Samstag, 6. August 2022, werden ab 10:30 Uhr wieder circa 3.800 Teilnehmer und 100 Gruppen von Eickel nach Crange ziehen. Wenn das Wetter mitspielt, erwarten die Organisatoren auch wieder rund 100.000 Schaulustige am Straßenrand. Start ist der St. Jörgen-Platz in Eickel, danach geht es für den großen Tross 3,7 Kilometer hinunter bis zur Kreuzung Heidstraße/Unser-Fritz-Straße. Bis 14:30 Uhr sollten alle Teilnehmenden das Ende dann erreicht haben.

„Wir haben dieses Jahr zwar ein bis zwei Gruppen weniger, aber das Interesse am Zug ist ungebrochen. Ich selbst hatte zu Beginn der Planung Zweifel, aber diese stellten sich zum Glück als unbegründet heraus. Alle sind wieder mit viel Spaß und Freude dabei“, berichtet Zugleiter Michael Torkowski vom städtischen Fachbereich Öffentliche Ordnung beim Pressegespräch am Mittwoch (20.7.2022), bei dem neben dem Umzug auch das Sicherheitskonzept vorgestellt wurde.

Pressekonferenz zur Sicherheit und Festumzug
Michael Torkowski informierte über den Ablauf des Festumzuges. Foto: Björn Koch

Änderung bei der Jury-Tribüne

Auch in diesem Jahr wird wieder die beste teilnehmende Gruppe gekürt. Jedoch gibt es eine kleine Änderung: Die Jury-Bühne wird nicht wie gewohnt vor der Christuskirche stehen, sondern nahe des Buschmannshofs auf der rechten Seite.

Das Sicherheitskonzept für die Kirmes

Damit aber die Kirmes wie gewohnt sicher ablaufen kann, benötige es natürlich ebenso ein Sicherheitskonzept. Dieses wurde von Stadtrat Dr. Frank Burbulla, Beigeordneter für Recht, Bauordnung, Bürgerdienste, Feuerwehr, Alexander Neumann vom Fachbereich Öffentliche Ordnung, Felix Horn, dem Leiter der Polizeiinspektion Herne und Ralf Radloff von der Berufsfeuerwehr Herne vorgestellt.

'Im Wesentlichen ein normale Kirmes'

„Wir freuen uns, dass im Wesentlichen eine normale Kirmes stattfinden kann. Obwohl wir frühzeitig entschieden haben, dass es eine Kirmes ohne Einschränkungen geben wird, wird das Thema des Gesundheitsschutzes dennoch eine große Rolle spielen", so Stadtrat Dr. Frank Burbulla. Da aktuell keine wirklichen Corona-Schutzmaßnahmen mehr gelten, gibt es dementsprechend für die Kirmes auch keine Maskenpflicht oder eine Umzäunung des Geländes - quasi alles wie früher.

Ralf Radloff.
Ralf Radloff von der Feuerwehr Herne. Foto: Arne Pöhnert

„Allgemein geben wir Handlungsempfehlungen wie dass man die allgemeinen Hygieneregeln beachten sollte, Abstände einzuhalten und dort, wo es nicht geht, Masken aufzusetzen. Ferner sollte man bei Corona-typischen Symptomen von einem Besuch der Cranger Kirmes absehen", so Dr. Burbulla weiter.

Multifunktionsmasten zum Schutz der Besucher

Alexander Neumann vom Fachbereich Öffentliche Ordnung erläutert, dass in diesem Jahr erstmals auf Multifunktionsmasten gesetzt wird (halloherne berichtete). Sie beinhalten Kameras, Lautsprecher und Notlichtsensoren. „Mit den Kameras sind wir erstmals in der Lage, Besucherströme zu lenken. Mit den LED-Displays haben wir die Möglichkeit, beispielsweise Problemhinweise zu geben und in Schadenslagen - was wir nicht hoffen - sind wir in der Lage, rasch Infos an die Besucher weiterzugeben", so Neumann.

Ferner gebe es außerdem eine aktive Wetterbeobachtung in Kooperation mit dem Deutschen Wetterdienst. Bei einer Unwetterlage könnte ein Meteorologe direkt vor Ort eine Einschätzung geben, berichtet Neumann.

Polizeiwache an der JKS/ Einsatzleitung der Feuerwehr an der Schleuse

Auch Felix Horn freut sich auf seine erste Cranger Kirmes als Leiter der Polizeiinspektion Herne (halloherne berichtete). Dennoch erinnert er daran, dass es eine sehr herausfordernde Zeit für ihn und seine Kollegen wird. „Wir haben bereits ein halbes Jahr vorher mit den Planungen begonnen und nun wird alles immer konkreter. Dennoch ist es für uns personell eine große Herausforderung. Wir müssen uns schon sehr strecken."

Felix Horn ist seit Juli 2021 der neue Leiter der Polizeiinspektion Herne, hier steht er im Innenhof an der Bebelstraße.
Felix Horn freut sich auf seine erste Cranger Kirmes als Leiter der Polizeiinspektion Herne. Foto: Marcel Gruteser

Wie auch in den vergangenen Jahren wird es eine Polizeiwache an der Jugendkunstschule geben, die 24 Stunden am Tag besetzt sein wird. Der Führungskopf der Polizei wird wieder in Bochum sitzen und von dort aus die Kräfte auf der Kirmes steuern. „Außerdem wird die Videobeobachtung erneut eingesetzt und es wird eine Drohne im Einsatz sein", sagt Horn. Ferner bittet die Polizei nur kleine Taschen und Rucksäcke mit auf das Kirmes-Gelände zu nehmen.

'Ohne Freiwillige Feuerwehr nicht möglich'

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr werden wie in der Vergangenheit bei Schwing und am Pumpwerk, nahe der Schleuse, postiert. Dort sitzt ebenfalls die Einsatzleitung. „Auch ich hatte anfangs die Sorge, ob wir es überhaupt stemmen können. Ohne die Freiwillige Feuerwehr wäre dies nicht möglich. Aber meine Sorgen waren unbegründet. Noch nie haben sich so viele in die Arbeitsliste eingetragen wie in diesem Jahr", berichtet Ralf Radloff von der Berufsfeuerwehr.

Zu den Kernöffnungszeiten werden immer 15 Kräfte vor Ort sein. „Außerdem haben wir noch Unterstützung von Kräften aus Bochum, Gelsenkirchen und dem Regierungsbezirk Arnsberg", so Radloff.

Ob die Feuerwerke wie geplant stattfinden können, hänge vom Wetter ab. Insgesamt hoffen alle Beteiligten nach zwei Jahren Corona-Zwangspause auf eine gelungene Kirmes.

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  • Samstag, 06. August 2022, von 10:30 bis 14:30 Uhr
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