Arm des MIRI-Clans in Bochum zerschlagen

Vier Brüder in Untersuchungshaft

Polizei im Einsatz. (Symbolbild)
Polizei im Einsatz. (Symbolbild) Foto: halloherne

Gemeinsame Presseerklärung der Bochumer Staatsanwaltschaft und der Polizei. In einem Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Bochum führte die Kriminalinspektion 2 des Bochumer Polizeipräsidiums, die für die Bekämpfung der Organisierten Kriminalität zuständig ist, in den Morgenstunden vom Dienstag (23.10.2018) eine großangelegte Durchsuchungsaktion gegen den Bochumer „MIRI-Clan“ durch, der über weitreichende kriminelle Verbindungen innerhalb Deutschlands verfügt (halloherne berichtete).

Aufgrund von Hinweisen auf eine mögliche Bewaffnung waren mehrere Spezialeinsatzkommandos in den Einsatz eingebunden. Gegen 7:30 Uhr begannen die Durchsuchungen in Bochum und Herne, in Essen sowie auch in Sachsen, wenig später klickten die Handschellen. Drei in Bochum lebende Brüder (22/28/30) sowie das selbst als Patron bezeichnete Familienoberhaupt (32) in Auerbach/Sachsen stehen im dringenden Verdacht des gewerbs- und bandenmäßigen Handels und Einfuhrschmuggels von und mit Kokain sowie Marihuana. Gegen die vier festgenommenen Brüder vollstreckten die Kriminalbeamten Haftbefehle des Amtsgerichts Bochum.

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Polizeikräfte im Einsatz (Archivbild). Foto: Stefan Kuhn Foto: Stefan Kuhn

Zehn Wohnungen wurden nach monatelangen Ermittlungen durchsucht. Schon seit längerer Zeit macht der Bochumer MIRI-Ableger durch Drogengeschäfte und Gewaltdelikte auf sich aufmerksam. Immer wieder waren dabei ein Bochumer Kiosk sowie eine in der Nähe gelegene Shisha-Bar Anlaufpunkt und Anbahnungsort für Drogengeschäfte. Zurückliegende Ermittlungen hatten bereits die Verdachtslage bestätigt und zur Sicherstellung von Kleinmengen verschiedener Betäubungsmittel geführt. Zeitnah gelang darüber hinaus der Nachweis des Einfuhrschmuggels von fünf Kilogramm Marihuana, die für Abnehmer in Sachsen bestimmt waren und sichergestellt wurden. Auch Kokain in nicht geringer Menge wurde in das Absatzgebiet des ältesten und vierten Bruders der Familie transportiert.

Polizei im Einsatz. (Symbolbild)
Polizei im Einsatz. (Symbolbild) Foto: halloherne

Daneben betrieb die Bande einen schwunghaften Handel mit den genannten Drogen im Raum Bochum. Wie bereits berichtet, erwies sich ein gruppenhaftes Auftreten mit Bedrohungskulisse für die Brüder auch in der letzten Silvesternacht vor einer Bochumer Diskothek als vermeintlich probates Einschüchterungsmittel. Als den Männern vom Sicherheitspersonal der Zutritt verwehrt wurde, fuhr man mit zwei Pkw und in die Luft gehaltener Schusswaffe auf den Türsteher zu und verletzte ihn. Eine weitere Zusammenrottung konnte seitens der Polizei verhindert werden. Nach dem Einsatz ist vor dem Einsatz! Die landesweite Bekämpfung der organisierten Clankriminalität geht weiter - auch im Zuständigkeitsbereich der Bochumer Staatsanwaltschaft und der Polizei.

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