Stummfilm-Konzert Germinal

Ein Live Bild Klang Experiment

Eckard Koltermann.
Eckard Koltermann. Foto: Robert Freise

Am Dienstag, 5. Juni 2018, 20 Uhr, lädt die Musik-Film-Performance Germinal mit den Musikern Martin Blume, Gunda Gottschalk und Eckard Koltermann in die Flottmann Hallen Herne, Straße des Bohrhammers 5. Das Vorprogramm (19 Uhr) besteht aus der Führung durch die Ausstellung David Nash - Kunst & Kohle.

Ausgehend vom Stummfilmklassiker Germinal, der das Thema Bergbau in eindringlicher und realistischer Weise zeigt, wird eine künstlerische Collage assoziativer Bilder zum Thema erstellt. Teil dieser Collage wird unter anderem auch eine echte Filmrarität sein: der Kurzfilm Demolition Entertainment von Jörg Keweloh. Dieser Film setzt sich mit dem Verschwinden der materiellen Zeichen der Industriekultur im Ruhrgebiet auseinander. Doch was verschwindet, lebt in den Bildern weiter. Gespenster ertanzen sich ihre Welt neu.

Nach dem Meisterwerk Germinal von Emile Zola inszenierte der um Authentizität bemühte Claude Berri den bislang teuersten Film der französischen Geschichte mit Gerard Depardieu in der Hauptrolle.
Nach dem Meisterwerk Germinal von Emile Zola inszenierte Claude Berri den bislang teuersten Film der französischen Geschichte mit Gerard Depardieu in der Hauptrolle. Er kam 1994 ins Kino. Foto: Veranstalter

Damit wird auf filmischer Ebene versucht, einen historischen Bogen zum Thema Bergbau herzustellen. Musikalisch wird es keine den Film begleitende Ausdrucksform geben, sondern eine energetisch geladene Musik-Film-Performance mit spontanen Kompositionen, die den filmischen Code aufgreift und als Inspirations-Beschleuniger für die eigenen Gestaltungs-Prozesse nutzt. Die Film-Collage, initiiert vom Trio Koltermann (Bassklarinette), Gottschalk (Viola) und Blume (Percussion), dauert 60 Minuten.

Termine in Bochum: 16. Juni 2018, 20 Uhr; Kunstmuseum Bochum,12. Juli, 18 Uhr, Kunstsammlungen der Ruhr-Universität Bochum Museum unter Tage. Die Veranstaltungen finden zu der Ausstellung Kunst und Kohle statt und werden durch den Förderverein RuhrKunstMuseen finanziert.