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Freuen sich auf die Faire Woche 2022: (v.l.) Lina Heberlein, Nicola Henseler, Mirco Szymyslik, Markus Heißler (Eine Welt Zentrum), Christa Winger und Andrea Prislan.

Faire Woche 2022 startet Mitte September

Passendes Motto: 'Fair steht dir'

Weltweit fertigen circa 75 Millionen Menschen Kleidung an. Die meisten von ihnen sind Frauen und arbeiten zum großen Teil unter menschenunwürdigen Bedingungen. Sie werden schlecht bezahlt, ausgebeutet und arbeiten unter einem hohen gesundheitlichen Risiko. Der Brand in der Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesch im Jahr 2013, bei dem über 1.000 Menschen starben, hat der westlichen Welt verdeutlicht, unter welchen prekären Bedingungen Menschen zum Teil in der Modeindustrie arbeiten müssen.

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Die Akteure der Fairen Woche wissen um die vielen Nachteile für viele Beschäftigte in der Modeindustrie und haben deshalb die Faire Woche 2022 unter das Motto 'Fair steht dir' gestellt. Insbesondere wollen sie sich in diesem Jahr mit dem Thema 'Menschenwürdige Arbeitsbedingungen und nachhaltiges Wirtschaften in der textilen Lieferkette' beschäftigen.

Das junge Start Up Fairnica präsentiert ökologisch produzierte Kleidung in Form von Mini-Garderoben.

Bei einem Pressegespräch am Mittwoch (7.9.2022) erläuterten Nicola Henseler von Fairnica, Lina Eberlein vom Lighthouse Jugendzentrum, Christa Winger vom Weltladen Esperanza, Andrea Prislan vom Emschertalmuseum und Markus Heißler vom Eine Welt Zentrum die Vorhaben zur Fairen Woche 2022, die von Freitag bis Freitag, 16. bis 30. September 2022, stattfindet. In diesem Jahr beteiligen sich 25 Organisationen, Vereine und Unternehmen an der Woche.

Modeindustrie verbraucht 1,2 Milliarden Tonnen CO2

„Die Modeindustrie hat neben den vielen Nachteilen für die Beschäftigten auch enorme Umweltauswirkungen für uns alle", verdeutlichte Markus Heißler vom Eine Welt Zentrum und Koordinator der Fairen Woche die Intention für den diesjährigen Schwerpunkt. „Sie ist einer der größten Klimasünder, denn sie sorgt für 1,2 Milliarden Tonnen CO2. Das ist mehr als die internationale Luft- und Schifffahrt verbraucht.“

Den Auftakt gibt es am Donnerstag, 15. September 2022, ab 17 Uhr im Kulturzentrum Herne. Dort wird neben der Fairen Woche auch die Ausstellung 'Fairer Handel in Herne - Zehn Jahre Fairtrade-Stadt' durch Bürgermeisterin Andrea Oehler eröffnet.

Esperanza drittältester Weltladen Deutschlands

In der Ausstellung werden Herner vorgestellt, die sich auf unterschiedlichste Weise für einen Fairen Handel in der Stadt einsetzen. Eine von ihnen ist Christa Winger, die den drittältesten Weltladen in Deutschland betreibt. Für Winger ist es natürlich selbstverständlich, dass auch sie sich bei der Fairen Woche mit ihrem Weltladen Esperanza engagiert.

Der Weltladen Esperanza beteiligt sich an der Fairen Woche.

So hat der Weltladen Esperanza am Freitag, 16. September 2022, durchgehend von 10 bis 18 Uhr geöffnet. „Unsere Kunden und Interessierte können Schokolade, Gebäck und Brotaufstriche probieren sowie den fair gehandelten Haranni Kaffee. Übrigens wurde der Name Haranni Kaffee von meinem Mann kreiert", so Winger.

Recycelte Taschen aus Nylon- und Fischernetzen aus Kambodscha seien bei ihren Kunden sehr beliebt, verriet Winger, da sie extrem leicht und hochwertig verarbeitet wurden. Außerdem wird ab 14 Uhr der Herner Honig durch Lukas Fetten von der Stadtentwicklungsgesellschaft Herne zusammen mit dem Imker Tobias Büch überreicht.

Es werden zwei Honigsorten geliefert. Zum einen der Frühlingshonig. Dieser sei süßer im Geschmack als der Sommerhonig, der etwas kräftiger schmecke. Die Bienenstöcke befinden sich auf dem Technischen Rathaus. „Im vergangenen Jahr war der Honig schon nach einer Woche ausverkauft", so Christa Winger. Außerdem wird Tobias Bülow afrikanische Rhythmen auf der Djembe vorspielen.

Workshops 'Art Bag' & 'Kaffeefilter selbst herstellen'

Während der Veranstaltungsreihe wird es viele unterschiedliche Angebote rund um das Thema 'Fairer Handel' geben. Ferner beteiligt sich auch das Emschertalmuseum.

Workshop: ARTbags - Kunsttaschen im Kaminzimmer von Schloss Strünkede.

Andrea Prislan erläuterte, was unter anderem geplant ist: „Wir bieten einen Workshop zum Thema 'Art Bags' am Samstag, 17. September 2022, um 11 Uhr an. Zum Finissage-Wochenende unserer aktuellen Ausstellung (halloherne berichtete), wollen wir einen Blick auf das Thema fair und nachhaltig werfen. Dazu können Interessierte selbst Art Bags in unserem Workshop entwerfen." Daneben werden die Teilnehmer auch darüber informiert, wie sich die Herstellung von Kleidern in den Jahrzehnten entwickelt hat.

Kleidertauschpartys

Ferner beteiligt sich auch Nicola Henseler mit ihrem Start Up Fairnica (halloherne berichtete) an der Fairen Woche. Das Unternehmen, das es seit 2019 gibt, vermietet fair und ökologisch produzierte Kleidung in Form von Mini-Garderoben, den sogenannten Capsule Wardrobe. Seit November 2021 gibt es für die Kunden an der Bergstraße 42 nun schon den ersten Showroom (halloherne berichtete). Mittlerweile hat Henseler neben Kunden aus Deutschland auch welche aus Dänemark, Österreich oder den Niederlanden.

Gemeinsam mit den Herner Grünen bietet sie am Donnerstag, 29. September 2022, in der Zeit von 16 bis 19 Uhr am Ladenlokal Fairnica eine Kleidertauschparty an (halloherne berichtete). Es ist die dritte Kleidertauschparty, die die Akteure gemeinsam auf die Beine stellen.

Im Showroom von Fairnica wird die Tauschparty stattfinden.

„Jeder kann bis zu zehn Kleidungsstücke anbieten und genauso viele wieder mitnehmen", berichtete Nicola Henseler. „Kleidungsstücke, die an diesem Tag übrig bleiben, werden wir spenden. In der Vergangenheit haben wir bereits an Pusteblume und den Kinderschutzbund gespendet.“

Mirco Szymyslik, Sprecher des OAK Soziales der Herner Grünen, verdeutlichte, dass die Aktion das Augenmerk auf das Thema Nachhaltigkeit richten will. „Wir möchten den Menschen ein möglichst niedrigschwelliges Angebot zu diesem Thema machen und so Aufmerksamkeit erzielen. Denn es ist ein sehr bedrückendes Gefühl, wenn man Bilder von Bergen von Kleidung in der Wüste sieht", sagte Szymyslik.

'Alternative zum klassischen Kauf'

Henseler ergänzte: „Wir bieten mit dem Konzept von Fairnica eine gute Alternative zum klassischen Kauf. Denn das Ziel von Greenpeace ist es, dass 2035 nur noch 40 Prozent von Kleidungsstücken Neukäufe sind."

Ein ähnliches Angebot richtet auch Lina Eberlein vom Lighthouse Jugendzentrum am Freitag, 23. September 2022, von 18 bis 21 Uhr aus. Sie bietet im Jugendzentrum eine Kleidertauschbörse für Jugendliche und junge Erwachsene an. „Ich sehe im Lighthouse immer wieder Jugendliche, die ständig mit neuen Kleidungsstücken ankommen. Hier finde ich es wichtig, den Jugendlichen ein Angebot zu machen, das eigene Kaufverhalten zu hinterfragen", so die Leiterin des Jugendzentrums. Neben der eigentlichen Tauschbörse erfahren die Teilnehmenden in Videos und Präsentationen alles zu Herstellung, Lieferketten und Fast Fashion.

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Wer nun interessiert am Programm der Fairen Woche ist, hier gibt es das ganze Programm und weitere Informationen. Jedoch ist für einige Veranstaltungen im Vorfeld eine Anmeldung beim jeweiligen Anbieter nötig.

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  • Donnerstag, 15. September bis Donnerstag, 29. September 2022

Weitere Termine

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  • Donnerstag, 15. September 2022, um 17 Uhr
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  • Freitag, 16. September 2022, von 10 bis 18 Uhr
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  • Samstag, 17. September 2022, um 11 Uhr
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  • Freitag, 23. September 2022, von 18 bis 21 Uhr
| Autor: Julia Blesgen

Sparkasse zu Selbstbedienungsstandorte

Angepasste nächtliche Öffnungszeiten

Die Filiale in Holsterhausen ist seit dem 1.1.2022 geschlossen, der SB-Foyer schließt zum 16.10.2022.

Die Herner Sparkasse reagiert auf die gegenwärtigen Anforderungen zum Energiesparen und teilt in einer Pressemitteilung von Freitag (30.9.2022) mit, dass das bislang übergangsweise weiterbetriebene SB-Foyer der ehemaligen Geschäftsstelle Holthausen nach einer Übergangszeit - wie angekündigt - geschlossen wird. Nach Abstimmung mit dem Vermieter des Standortes betreibt die Sparkasse ihre SB-Technik an diesem Standort daher nur noch bis Sonntag, 16. Oktober 2022, weiter. Die nächstgelegenen Selbstbedienungsgeräte hält die Sparkasse für ihre Kunden in der Geschäftsstelle Sodingen vor. In der Mont-Cenis-Straße 267a bietet die Herner Sparkasse darüber hinaus auch umfassende Serviceangebote und eine persönliche und individuelle Beratung vor Ort. Neben verschiedenen Maßnahmen wie der Absenkung der Raumtemperatur in den Räumen des Kreditinstituts schränkt die Sparkasse künftig nachts auch die Öffnungszeiten ihrer Selbstbedienungsstandorte an weniger frequentierten Standorten ein. Aus diesem Grunde schließt die Geschäftsstelle Röhlinghausen den Zugang zu den Selbstbedienungsgeräten ab Anfang Oktober zwischen 0:00 und 5:30 Uhr und schaltet die vorgehaltene SB-Technik in diesem Zeitraum ab. Auch die beiden SB-Standorte Elpes Hof und Wanne-Nord schließen künftig im selben Zeitraum in der Nacht. In den Geschäftsstellen Horsthausen und Holsterhausen wird diese Regelung für den nächtlichen Zugang zu den Selbstbedienungsgeräten bereits seit eineinhalb Jahren umgesetzt. Die SB-Foyers der Hauptstelle, der Niederlassung Wanne sowie der Geschäftsstellen Sodingen, City und Eickel hält die Sparkasse aufgrund einer höheren nächtlichen Kundenfrequenz weiterhin durchgehend geöffnet. Gleiches gilt für den SB-Standort am Bahnhof. Allerdings wird an diesen Standorten in der Zeit von 0:00 und 5:30 Uhr ein Teil der SB-Geräte ausgeschaltet. Neben der Einsparung von Energie für Geräte, Beleuchtung und Heizung kommt die Sparkasse damit auch gestiegenen Sicherheitsanforderungen nach. Aufgrund der Zunahme von Geldautomaten-Sprengungen bei Nachbarsparkassen folgt die Herner Sparkasse mit den Nachtschließungen damit zusätzlich auch den Empfehlungen des Landeskriminalamtes sowie des Versicherers. Bereits angekündigt war, dass das bislang übergangsweise weiterbetriebene SB-Foyer der ehemaligen Geschäftsstelle Holthausen nach einer Übergangszeit geschlossen wird. Nach Abstimmung mit dem Vermieter des Standortes betreibt die Sparkasse ihre SB-Technik an diesem Standort daher nur noch bis zum 16.10.2022 weiter. Die nächstgelegenen Selbstbedienungsgeräte hält die Sparkasse für ihre Kunden in der Geschäftsstelle Sodingen vor. In der Mont-Cenis-Straße 267a bietet die Herner Sparkasse darüber hinaus auch umfassende Serviceangebote und eine persönliche und individuelle Beratung vor Ort.

1,67 Millionen Unterstützung vom Bund

Förderung des Wasserstoff-Netzwerkes

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz wird das Wasserstoff-Netzwerk in den kommenden Jahren mit bis zu 1,67 Millionen Euro fördern.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz wird das Wasserstoff-Netzwerk, dem alle 53 Kommunen in der Metropole angehören, in den kommenden Jahren mit bis zu 1,67 Millionen Euro fördern. Das Netzwerk soll den interkommunalen Austausch über aktuelle Entwicklungen zu Wasserstoff-Themen in der Metropole Ruhr fördern, um gemeinsame infrastrukturelle Voraussetzungen schaffen zu können. Ein IT-Tool soll eingerichtet werden, mit dem die bereits erreichte Treibhausgasminderung sichtbar gemacht und geplante Minderungsstrategien simuliert werden können. Darüber hinaus sei eine Beratung der Kommunen zum Einsatz von grünem Wasserstoff geplant. Für die Koordination des Netzwerkes wurde ein Förderantrag als Teil der Nationalen Klimaschutzinitiative gestellt. Den Eigenmittelanteil wird der Regionalverband Ruhr (RVR) über die Wasserstoff-Koordinierungsstelle (HyMR) beisteuern. Der RVR übernehme das Netzwerkmanagement. „Mit der großen Bereitschaft der Kommunen im Klimaschutznetzwerk Wasserstoff mitzuwirken, macht die Metropole Ruhr deutlich, dass das Ziel Klimaneutralität nur zusammen gelingen kann“, betont RVR- Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel. „Mit Hilfe der Bundesmittel werden wir die industrielle und klimafreundliche Erneuerung unserer Region gemeinsam vorantreiben.“ Dr. Frank Dudda, Oberbürgermeister der Stadt Herne und zugleich Vorsitzender der RVR- Verbandsversammlung erklärt: „Für Herne wird Frau Dr. Rebsch als Bereichsleitung des 5-StandorteProgramms Herne am Klimaschutznetzwerk Wasserstoff mitwirken, um das Thema Wasserstoff mit Herner Projekten aus dem 5-StandorteProgramm zu verknüpfen.“ Um die im Klimaschutzgesetz verankerte Klimaneutralität im Jahre 2045 zu erreichen, sei es erforderlich, dass alle Sektoren von fossilen Energieträgern auf erneuerbare Energien umrüsten. Dem Einsatz von grünem Wasserstoff komme dabei vor allem in der Industrie eine Schlüsselrolle zu. Die RVR-Verbandsversammlung habe daher Ende letzten Jahres beschlossen, eine regionale Koordinierungsstelle für Wasserstoff in der Metropole Ruhr (HYMR) einzurichten. Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiere und fördere die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgas-emissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen

we-house ist noch Baustelle

Verschenkeladen in Sodingen

Das we-house-Team vom Verschenkeladen.

In das we-house, dem ehemaligen Sodinger Hochbunker am Kurt-Edelhagen-Platz, sind mittlerweile fast alle Bewohner eingezogen. Rund 50 Menschen - von schwanger bis zu 65 Jahren - wohnen nun im Oktober 2022 in den 25 Wohnungen und fühlen sich hinter den dicken Wänden eigentlich pudelwohl. Ja, eigentlich! Denn der Bunker gleicht an vielen Stellen immer noch einer Baustelle. Aber das Miteinander in dem gemeinschaftlichen Wohnprojekt funktioniert und so lässt sich das Leben mit dem Gerüst, der unvollständigen Fassade und der Baustelle im Treppenhaus besser aushalten. Gemeinsam und nachhaltig, das sind zwei Adjektive, die den (Bunker-) Menschen wichtig sind. Darum ist ein Aspekt des Zusammenlebens auch, dass nicht jeder alles besitzen muss, sondern das gegenseitige Ausleihen wird groß geschrieben. So hat jeder von ihnen seine Dinge gesichtet und das, was nicht benötigt, wird nun in dem Verschenkeladen angeboten. Der befindet sich auf der andern Straßenseite des Bunkers, Mont-Cenis-Straße 313, und hat seit Sonntag (18.9.2022) geöffnet. Jutta Büschkes, eine Bewohnerin, sagt gegenüber halloherne: „Wir haben die Öffnungszeiten unseres kleinen Lädchens der Galerie vis-à-vis angepasst und wechseln uns mit dem Ladendienst ab.“ Mittwochs und sonntags kann nun jeder in der Zeit von 15 bis 18 Uhr erst 'Kunst gucken' und dann shoppen oder andersherum. Gegen eine Spende wechseln dann die Gegenstände ihren Besitzer. Das ist erstmal bis Ende des Jahres möglich, da der Laden in dem (Bunker-) Baubüro untergebracht ist, dessen Räume bis Ende des Jahres angemietet sind. Wenn denn der Bunker einmal komplett fertig und die Baustelle verschwunden sein sollte, dann könne sich die Gemeinschaft eine kleine Tauschecke im Erdgeschoss vorstellen. Auf jeden Fall kommt in das Erdgeschoss aber ein Bistro mit einem Bio-Angebot und einem günstigen Mittagstisch - für die Bewohner, aber auch für die Sodinger. Zudem könne sich die Gemeinschaft vorstellen, dass das Bistro als Begegnungsstätte für die Bewohner und die Nachbarschaft fungiert und sich hier ein kleine Kulturprogramm etabliert. Dazu wird noch ein Pächter gesucht, der das Bistro zwar in Eigenverantwortung - aber in Absprache mit der Hausgemeinschaft - führt. Wer sich vorstellen könnte, das Bistro zu führen, der kann sich bei Alex Timm, we-house Herne GmbH & Co. KG, Mont-Cenis-Straße 294, 44627 Herne, oder aber auch per Tel 02323 3689 363 melden.

Erstes Netzwerktreffen des Projektes 'Herner Brücke'

Gemeinsam Suchterkrankten helfen

Das Projekt 'Herner Brücke' will Hilfsangebote vernetzen. Projektleiter Dr. Florian Ternes (10.v.l) und Stefanie Thomczyk (12.v.l.) freuen sich über den Start.

Menschen, die an einer Suchterkrankung leiden oder kurz davorstehen, in eine Abhängigkeit zu fallen, benötigen Unterstützung und Hilfestellung. Jedoch ist es für viele schwer, den Weg ins Hilfesystem zu finden, da eine Suchterkrankung oftmals immer noch mit einer Stigmatisierung verbunden ist. Das Projekt „Herner Brücke“, welches die unterschiedlichen Herner Sozial- und Gesundheitshilfen miteinander vernetzen will, setzt genau hier an. Die Akteure möchten Betroffenen und Angehörigen, die ihrerseits den Weg ins Hilfesystem noch nicht gefunden haben, einen niederschwelligen Zugang zu Hilfsangeboten bieten. Am Freitag (30.9.2022) fand das erste Netzwerktreffen, der 16 beteiligten Partner statt. Im Anschluss dran präsentierten die Akteure ihr Ziele und Planungen. „Der Ursprung des Projektes liegt im Jahr 2019. Die Stadt Herne hat beschlossen, das bestehende Suchthilfe-Angebot zu verbessern und die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Akteuren noch besser zu gestalten", berichtete Projektleiter, Dr. Florian Ternes. Die derzeitigen Netzwerkpartner bestehen aus der Arbeiterwohlfahrt, dem Arbeiter-Samariter-Bund, dem Bürger-Selbsthilfe-Zentrum Herne, dem Caritasverband Herne, dem Diakonischen Werk im Kirchenkreis Herne, der Gesellschaft freie Sozialarbeit, der Jugend,-Konflikt-und Drogenberatung, der Kadesch gGmbh, dem Kommunalen Integrationszentrum, Nachbarn e.V., der wewole Stiftung, dem Zeppelin-Zentrum/Kirchenkreis Herne und den Fachbereichen der Stadt Herne für Gesundheitsmanagement, dem Fachbereich Soziales und Kinder-Jugend-Familie. Dr. Florian Ternes: „Mit dem Projekt möchten wir einen niederschwelligen Zugang zum Hilfssystem ermöglichen. Es soll im Kern, um die Beratung und Vermittlung von Hilfe gehen. Dazu beschäftigen wir uns mit den Fragen: Wie finden Menschen Zugang zu den Suchthilfesystemen und wie kann die gesundheitliche sowie soziale Versorgung auf kommunaler Ebene durch ganzheitliche Hilfeprozesse verbessert werden?" Das Projekt sei zunächst für zwei Jahre angelegt und in zwei Phasen untergliedert. Die erste Phase sei bereits gestartet. Hierbei gehe es zunächst um die Planung und Theorie. Ab Anfang 2023 soll es dann in die praktische Phase gehen. Es wird durch das Ministerium Arbeit, Gesundheit, Soziales des Landes NRW als Teil des Aktionsplans gegen Sucht NRW gefördert. Dazu soll unter anderem im Februar 2023 eine App an den Start gehen, die Betroffenen und Angehörigen dabei helfen soll, das passende Hilfsangebot zu finden, das in einfacher Sprache verfasst sein wird. Die Menschen finden hier passgenau zu ihrer Suchterkrankung ein Angebot. Außerdem möchten die Akteure Handlungsempfehlungen entwickeln, wie man mit schwierigen Situationen wie Rückfällen, Therapieabbruch oder auch Gewalt umgehen kann. Stefanie Thomczyk, Mitarbeiterin des Projekts „Herner Brücke“: „Heute ist ein ganz tolles Datum. Ich freue mich sehr über das Projekt mit den vielen tollen beteiligten Akteuren. Mit der Herner Brücke wollen wir uns direkt an die Menschen richten. Keiner soll Hemmungen haben, sich an uns zu wenden. Ähnlich sah es auch Kristin Pfotenhauer, Geschäftsführerin der Kadesch gGmbH und Jugend-, Konflikt- und Drogenberatung. Ihr ist die Vernetzung der einzelnen Stellen wichtig. „Der Austausch mit den einzelnen Hilfsangeboten ist wichtig. Deshalb finde ich dieses Projekt so großartig." Claudia Bartsch vom Soziotherapeutischen Zentrum Heyermanns Hof des ASB: „Die enge Zusammenarbeit bietet eine tolle Hilfestellung für betroffene Menschen und kann auch ein stückweit entstigmatisierend wirken." Pia Plattner vom Sozialpsychiatrischen Dienst der Stadt Herne sprach gegenüber halloherne von der Bedeutung des Netzwerkes für Suchterkrankte. „Es gibt immer noch Menschen, die den Weg ins Hilfesystem nicht finden. Deshalb ist es so maßgebend, dass diese Vernetzung stattfindet. Denn jeder Mensch sollte die Möglichkeit haben, Hilfe zu bekommen. Daher ist es toll, dass wir mit dem Projekt Hand in Hand arbeiten."

Bier, Brezel, Weißwurst, Tracht und Co. in der City

Oktoberfest im Wirtshaus Herne

Ein Prosit auf die Gemütlichkeit: Das Herner Wirtshaus veranstaltet am 1. Oktober 2022 sein eigenes Oktoberfest.

„O'zapft is!“ heißt es nicht nur ab Samstag, 17. September 2022, in der bayerischen Landeshauptstadt München, wenn die 187. Wiesn eröffnet werden. Auch Herne kann Oktoberfest. Daher lädt das Herner Wirtshaus in den Neuen Höfen Herne am Robert-Brauner-Platz die Ruhrpott-Bajuwaren am Samstag, 1. Oktober 2022, ab 17 Uhr ein. Der Eintritt ist frei - das freut den Geldbeutel. Die Gäste erwartet bayerische Festzeltstimmung samt DJ und Tanzfläche - ein Prosit der Gemütlichkeit ist hier nahezu garantiert. Aus den Zapfhähnen läuft literweise das Löwenbräu Oktoberfestbier, um die durstigen Teilzeit-Bayern zu versorgen. Zur deftigen Stärkung gibt es allerhand Kulinarisches aus dem Süden der Republik: Brezel, Weißwurst, Haxen oder Kaiserschmarrn stehen an diesem Abend auf der Wirtshaus-Speisekarte. Denn jeder weiß: Auf leeren Magen trinkt (und feiert) es sich nicht besonders gut. Natürlich ist auch die Trachtenmode mit feschen Dirndln, karierten Hemden und den Lederhosen sehr gerne gesehen. „Es ist aber kein Muss“, stellt die Wirtshaus-Geschäftsführerin Britta Rommel klar und öffnet somit auch für modisch anders gekleidete Besucher gerne die Türen. Dementsprechend steht einem Abend mit Schunkeln, Singen und gegenseitig Zuprosten nichts im Wege - so kann man sich die rund 650 Kilometer bis zum Original auf der Münchner Theresienwiese sparen.

Bildungskonferenz 2022

'Kultur bildet'

In der städtischen Musikschule trafen sich Teilnehmende aus Verwaltung, Politik und Institutionen zur Konferenz.

Unter dem Motto „Kultur bildet!“ fand am Mittwoch, 28. September 2022, die Bildungskonferenz 2022 statt. In der städtischen Musikschule trafen sich Teilnehmende aus Verwaltung, Politik und Institutionen zur Konferenz. Der Hausherr der Musikschule, Christian Ribbe, begrüßte die Teilnehmenden und übergab das Wort an Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda, der eine Videobotschaft geschickt hatte. Dudda unterstrich den Wert, den die Kultur für die Bildung hat. „Insbesondere in den Schulen gewinnt kulturelle Bildung immer mehr an Bedeutung. Denn gerade nach der Pandemie haben wir festgestellt: Die Bildungs- und Entwicklungschancen von Kindern und Jugendlichen sind noch weiter auseinandergedriftet. Damit diese Schere nicht noch weiter aufgeht, kann kulturelle Bildung Schüler in ihrer sozio-emotionalen Entwicklung zu unterstützen.“ Mit Blick auf die Zukunft ergänzte das Stadtoberhaupt: „Wir glauben, dass Kultur, Architektur und Datenorientierung Motoren einer guten zukünftigen Stadtentwicklung sein werden. Von daher kann man nicht früh genug dafür ein Bewusstsein wecken.“ Als nächstes richtete Andrea Christoph-Martini, Schulamtsdirektorin, das Wort an die Anwesenden. „Heute reden wir über kulturelle Bildung, die kein unwichtiger Appendix ist, sondern entscheidender Faktor für gelingende Lebens- und Bildungsbiografien. Davon bin ich, nicht allein aus meiner eigenen Biografie heraus, überzeugt.“ Schul- und Kulturdezernent Andreas Merkendorf freute sich darüber, dass die Bildungskonferenz wieder stattfinden konnte. „Wir haben alle gemeinsam eine große Aufgabe zu stemmen, damit kulturelle Bildung wieder in Fahrt kommt. Ich freue mich, dass gerade die drei Fachbereiche Schule, Kultur und Kinder, Jugend und Familie in dieser herausfordernden Zeit mit knappen Ressourcen in den letzten Monaten viele tolle Dinge auf die Beine gestellt haben." Simone Hoberg von der Arbeitsstelle Kulturelle Bildung NRW gab einen Impulsvortrag mit dem Titel „Das Potential der kulturellen Bildung für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen – Wer, wie, was? Wieso, weshalb, warum?“ und eröffnete die erste Workshop-Runde. Mit einer Podiumsdiskussion und einem Ausblick auf die nächsten Monate und Jahre ging die Bildungskonferenz zu Ende.

Laubzeit

Die Entsorgung informiert

Laubentsorgung in Herten.

Wenn die Tage kürzer werden und die Blätter sich verfärben, bereiten sich die Straßenbäume auf ihren „Winterurlaub“ vor. Spätestens wenn die ersten Herbstböen an den Ästen rütteln, fällt die bunte Pracht auf Straßen und Gehwege und das große Fegen geht los... Darum informiert die Entsorgung Herne in einer Pressemitteilung vom Mittwoch (28.9.2022) welche Regeln für wen gültig sind. Die Pflicht zur Gehwegreinigung für Grundstückseigentümer, die in der Straßenreinigungssatzung geregelt wird, gilt auch für die Laubbeseitigung. Mindestens einmal in der Woche, bei Bedarf auch häufiger, ist der Blättersegen aufzunehmen. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Wind die herbstliche Pracht aus dem eigenen Vorgarten, von den Straßenbäumen oder aus dem Nachbargarten auf den Gehweg vor dem Grundstück geweht hat. Entsorgung Herne hilft bei der Reinigungspflicht mit dem Aufstellen von Laubbehältern. Am 21. September wurde mit der Aufstellung begonnen. Im letzten Jahr standen 440 Laubbehälter in Straßen mit hoher Baumdichte. In diesem Herbst werden noch mehr Behälter für Straßenlaub an neuen Standorten dazukommen. Die Laubgefäße haben ein Volumen von 1.100 L und dienen ausschließlich der Aufnahme von Straßenlaub. Übrigens: Der Laubbehälter, der vor einem Grundstück steht, darf selbstverständlich auch von allen anderen Nachbarinnen und Nachbarn aus der Umgebung benutzt werden! Auf keinen Fall darf das Laub in die Straßenrinne gefegt werden. Das kann zu Verstopfung der Gullys führen. Jeder Laubbehälter wird zweimal in der Woche geleert. Dazu werden zwei Müllwagen auf Tour geschickt. Etwa acht Wochen lang bleiben die Laubbehälter in den Revieren. Rund 2000 Tonnen Straßenlaub werden jährlich in Herne eingesammelt und einer Firma zur Verwertung übergeben. Laub aus Gärten sowie Strauch-und Grünschnitt darf nicht über Behälter für Straßenlaub entsorgt werden. Die Blätterpracht kann genauso wie das andere Grüngut aus dem eigenen Garten in die Biotonne gegeben werden. Bei Grundstücken, die nicht an die Biotonne angeschlossen sind, gehört das Laub in die Restmülltonne. Bei Laubanfall auf großen Grundstücken bietet Entsorgung Herne Container für Garten- und Parkabfälle in verschiedenen Größen gegen Entgelt an. Auch bei den kostenlosen Gartenabfallaktionen im Oktober und November kann man das Grüngut zur Verwertung abgegeben. So gelangt es in den Kreislauf der Natur zurück. Etwa 30 bis 35 Tonnen Laub werden täglich von den Teams der Straßenreinigung mit großen und kleinen Kehrmaschinen von den Straßen aufgenommen. Die Zahl der wöchentlichen Reinigungen ist unterschiedlich: Zwischen einer Reinigung in der Woche in reinen Wohnstraßen bis zu sieben Reinigungen in der Woche in den Fußgängerzonen in Herne und Wanne. Weil es um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer geht, hat die Laubbeseitigung immer Vorrang vor der üblichen Straßenreinigung, d. h. der „gewohnte“ Reinigungstag kann sich in der „Laubzeit“ verschieben.

Spielstadt 2022

Hier geben die Kinder den Ton

Bibi Buntstrumpf lädt zur Spielstadt 2022 ein.

Die Kinderanwältin Bibi Buntstrumpf bietet in Kooperation mit den Kinder- und Jugendeinrichtungen der Falken Herne (Galaxy Horsthausen, Kindertreff am Pütt, das JUP und dem Pub a la Pub) von Dienstag, 4., bis Samstag, 17. Oktober 2022, in den Herbstferien die Spielstadt an. Arbeiten, Steuern zahlen und wählen gehen, hier können die Jüngsten spielerisch lernen wie eine Stadt und Demokratie funktioniert. Täglich von 10:30 bis 15:30 Uhr sind alle Kinder zwischen 6 und 12 Jahren in die Einrichtung Galaxy Horsthausen auf der Gneisenaustraße 6 eingeladen, mit vielen anderen Kindern eine „Stadt im Kleinen“ zu gestalten. Die Kinder können hier in die Fußstapfen der Erwachsenen treten und ihre eigene kleine Stadt leiten, bei der Post, Bank , Jobcenter oder für die Zeitung arbeiten. Dieses komplexe Projekt ist ein umfassendes Bildungsangebot für die Kinder, Jungen wie Mädchen, unabhängig von Herkunft und Bildungshintergrund. Die inszenierte Welt der Spielstadt eröffnet den Kindern die Möglichkeit, probeweise im Spiel, aber in ernst genommenen Rollen, ein städtisches Gemeinwesen und im weitesten Sinne soziales Leben zu erfahren. Wie funktioniert das Stadtleben, wie die Verwaltung, die lokale Politik, der Kreislauf von Arbeit, Geld und Konsum? Die Wirklichkeit einer Stadt, wenn auch diesmal im kleineren Rahmen, bleibt anschlussfähig an die fantasievoll entwickelte Kinderwelt und umgekehrt. Am Donnerstag, den 6.10.22 wird gewählt, Bürgermeister*in Wahlen. So Lernen Kinder Einfluss auf Abläufe zu nehmen.