MCG-Wetterrückblick Februar 2018

cool cats mögen es kalt.Foto: Jörg Lippmeyercool cats mögen es kalt.

Bisher war der Winter in Herne eher mild, trüb und feucht. Nicht so in diesem Februar, in dem sich mal endlich passend zur Jahreszeit, eine kalte und sonnige Witterung einstellte. Somit erlebten wir einen typischen Wintermonat mit vielen Extremen. Einen sicherlich nachhaltigen Eindruck hinterließ die, wenn auch zum Teil nur gefühlte, klirrende Kälte. Aber auch 24 (von möglichen 28) Frosttage sind ein objektiver Beweis dafür, dass es dieses Mal in Herne ziemlich kalt war. Normal wären es nur 10 Frosttage gewesen und auch die Zahl der Eistage, an denen die Höchsttemperatur beständig unter null Grad blieb, ist mit dreizehn deutlich höher als der langjährige Durchschnitt mit zwei bis drei Eistagen.

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Besonders nachts war es ziemlich kalt und die nächtlichen Tiefsttemperaturen von gemittelt -3,0°C stellen einen Kälterekord innerhalb der vergangenen 28 Jahre dar. Somit ist es auch nicht verwunderlich, dass die monatliche Durchschnittstemperatur mit -0,2°C zum ersten Mal seit vielen Jahren im negativen Temperaturbereich verharrte und sie somit fast vier Grad unter dem langjährigen Mittelwert lag. Diese doch erhebliche Abweichung ermittelte die Wetterstation der Mont-CenisGesamtschule in Herne-Sodingen sowohl für die Nachttemperaturen als auch tagsüber. Hinzu wehte an zehn Tagen ein frischer bis starker Wind über Herne, so dass oftmals die gefühlten Temperaturen noch zehn Grad unter den tatsächlichen lagen. Dies machte sich besonders am letzten und kältesten Tag des Monats, dem Achtundzwanzigsten, bemerkbar, an dem sich morgens in Sodingen um sieben Uhr das monatliche Temperaturminimum von -8,8°C bei einer Windstärke von über 45 km/h einstellte.

Ursächlich für dieses eigentlich typische Winterwetter waren, besonders in der zweiten Monatshälfte, stabile Hochdruckwetterlagen nord- und östlich über Europa, welche auf der Rückseite trockene und kalte Luft aus dem östlichen und südöstlichen, kontinentalen Europa in unsere Region beförderten. Somit fielen in diesem Monat auch lediglich in der ersten Hälfte Niederschläge, zumeist in Form von Schnee. Diese waren mit 13,2 Litern je Quadratmeter extrem gering und betrugen nicht einmal zwanzig Prozent der sonst üblichen Niederschlagsmenge.

Wenig Regen stellt sich bei einer geringen Bewölkung ein, welche wiederum die Sonnenscheindauer positiv beeinflusst. Darauf haben wir den ganzen trüben Winter gewartet und mit über 132 Stunden schien die Sonne fast doppelt so lang über Herne wie sonst in einem Februar. Lediglich im Februar 2003 war es noch sonniger. Rückblickend erlebten wir einen prächtigen Wintermonat, der zu vielen Spaziergängen draußen an der frischen Luft einlud.

Die wesentlichen Januar-Wetterdaten im Überblick, in Klammern stehen die

Vergleichswerte der vergangenen 28 Jahre:

Durchschnittliche Monatstemperatur: 5,1 °C (2,9 °C)

Durchschnittliche Tageshöchsttemperatur: 7,2 °C (4,7 °C)

Durchschnittliche nächtliche Tiefsttemperatur: 3,1 °C (1,1 °C)

Maximale Tageshöchsttemperatur: 13,3 °C, gemessen am 24. Januar um 14.30 Uhr.

Minimale nächtliche Tiefsttemperatur: 0,2 °C, gemessen am 17. Januar um 4.00 Uhr.

Anzahl der Frosttage: 0 Tage (11,4 Tage)

Monatliche Niederschlagsmenge: 75 mm (81,3 mm)

Summe der Niederschlagstage: 16 Tage (13,3 Tage)

Monatliche Sonnenscheindauer: 26 Stunden (55,1 Stunden)

Tage mit Windstärken > 45km/h: 7 Tage (3,7 Tage)

Die Wetterstation wurde Mitte Februar 2011 auf dem Dach der Mont-CenisGesamtschule installiert. Die von ihr ermittelten Daten werden zunächst von Schülern der Mont-Cenis-Gesamtschule durch einen Vergleich mit den Durchschnittswerten der Jahre 1990-2016, ermittelt vom Wetteramt in Essen veröffentlicht , ausgewertet. Den endgültigen Bericht schreibt ihr Lehrer Joachim Lilei.

Tagesaktuelle Werte, welche die Wetterstation alle 30 Minuten erfasst, sind einsehbar auf der Homepage der Mont-Cenis-Gesamtschule Herne.

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Quelle: Joachim Lilei 09. März 2018, 11:11 Uhr