Der Uhu auf Ewald ist zurück

Uhu auf Ewald.Foto: Heinz-Jürgen BourichterUhu auf Ewald.

Herten. Viele Menschen haben gespannt darauf gewartet, ob das Uhu-Pärchen, das sich Jahr 2017 den Malakow-Turm auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Ewald im Hertener Süden als Nistplatz ausgesucht hatte, in diesem Jahr wiederkommt. Die Antwort ist: Ja. Drei Jungvögel hat das Pärchen im letzten Jahr groß gezogen - wieviele es in diesem Jahr sein werden? Man weiß es noch nicht. 

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Klar ist auf jeden Fall, dass das Uhu-Weibchen wieder auf einem Gelege sitzt und brütet. Der zukünftige Uhu-Vater sitzt derweil in in luftiger Höhe des Gemäuers und begutachtet argwöhnisch, was am Boden passiert. Dort tummeln sich täglich, vor allem an den Wochenende, Menschen mit ihren Kameras und versuchen die Nachtjäger auf ihre Chips zu bannen. Zum Schutz der Tiere wurde ein Zaun rund um den Turm aufgebaut. Der verhindert zum einen, dass menschliche Beobachter zu nah an den Turm herankommen, aber er bietet - nach dem Schlüpfen - den zunächst noch flugunfähigen Jungvögeln Schutz, die aus ihrem Nest geflüchtet am Boden sitzen. Dort werden sie von ihren Eltern noch gefüttert werden. Der Nachtjäger brütet in der Zeit von März bis Mai. Die Uhu-Mutter legt zwei bis fünf weiße Eier, die Brutdauer beträgt etwa 35 Tage. Die kleinen Uhus werden rund 150 Tage lang von den Eltern mit Nahrung versorgt.

Carsten Uhlenbrock, stellvertretender Ressortleiter Landschaftsrecht beim Kreis Recklinghausen: „Unsere Beobachtungen bei der Aufzucht der Jungvögel im letzten Jahr hat gezeigt, dass die Tiere in besonderem Maße störungsempfindlich sind.“ Warum sich die Uhus den Malakow-Turm ausgesucht haben, erklärt Uhlenbrock so: „Die angrenzende Haldenlandschaft und die Umgebung des Emscherbruchs bieten für den Jagdvogel ideale Bedingungen mit einem ausreichenden Nahrungsangebot.“

Veranstaltungen, die auf dem Gelände geplant sind, wie zum Beispiel die Extraschicht inklusive Feuerwerk, können trotzdem stattfinden, zumal bereits im vergangenen Jahr der Standort des Feuerwerkes entsprechend verlagert wurde.

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10. März 2018, 10:33 Uhr