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Caritas Herne zeigt die Arbeit der Case Managerinnen vom Kommunalen Integrationsmanagement (KIM).

Caritas Herne gibt Einblicke

Wie Arbeit von Case Managerinnen funktioniert

Mit dem Kommunalen Integrationsmanagement (KIM) hat die Stadt Herne ein passgenaues Instrument, um zugewanderte Menschen bei der Integration zu unterstützen. Ein Baustein ist das Case Management: Das Programm wird vom Land NRW gefördert und durch fünf Beratungsbüros im Stadtgebiet praktisch umgesetzt. Dort sitzen Berater, die Zugewanderte kostenfrei unterstützen.

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Über diese Arbeit informierten sich Stadtrat Andreas Merkendorf und Claudia Heinrich, Leiterin des Fachbereichs Integration am Montag (10.6.2024) beim Caritasverband Herne. „Das Case Management ist ein passgenaues Modell für die Stadt Herne“, so Merkendorf beim gemeinsamen Austausch. Er betonte, dass die Stadt Herne die Entscheidung für das Programm immer wieder fällen würde.

Mit einer guten Basis angefangen

580 Menschen haben stadtweit bereits daran teilgenommen, 147 davon waren beim Caritasverband in Herne-Mitte. Dort setzt man sich schon länger für die Integrationsförderung von Zugewanderten ein. „Wir sind inhaltlich nicht bei null gestartet, sondern konnten auf einer guten Basis anfangen“, erklärt Ansgar Montag, Vorstand des Caritasverbands Herne.

Zwei Case Managerinnen beraten in Herne-Mitte zugewanderte Menschen und unterstützen sie bei Fragen und Problemen. Karina Miranda da Costa ist seit eineinhalb Jahren dabei und lobt den Ansatz des Modells: „Hier habe ich mehr Zeit, um mit den Klienten ins Gespräch zu kommen, es lässt sich so viel intensiver arbeiten.“

Unabhängige Beratung

Die Beratung sei unabhängig vom Aufenthaltstitel oder Status der Klienten. Die Fragen, die zugewanderte Menschen haben, sind laut der Case Managerin vielfältig: Es gehe unter anderem um Passbeschaffung, Aufenthaltstitel, Kita-Plätze, das Beantragen von Sozialleistungen, Schuldnerberatung und um die Wohnungssuche.

Stadtrat Andreas Merkendorf.

Auch wenn das Ziel am Ende ist, dass die zugewanderten Menschen ausreichend Deutschkenntnisse erwerben – der Erstkontakt kann auch in der jeweiligen Muttersprache erfolgen. Das Team der Caritas deckt unter anderem Englisch, Russisch, Polnisch, Spanisch und Portugiesisch ab.

Karina Miranda da Costa schilderte einen ihrer Erfolgsfälle. Sie betreut eine zugewanderte Frau aus Eritrea, die seit neun Jahren mit einer Duldung in Deutschland lebte und jetzt eine Aufenthaltserlaubnis erhalten hat. „Sie wird ab August einen Sprachkurs besuchen und möchte danach gerne eine Ausbildung im Bereich Pflege beginnen. Es ist schön zu sehen, wie motiviert sie ist.“

Mann aus Guinea arbeitet als Schweißer

Ihre Kollegin ist Agnieszka Gemza. Auch sie wusste von einem erfreulichen Fall zu berichten. „Ich habe einen jungen Mann aus Guinea als Klient, der eine Qualifizierung zum Schweißer gemacht hat und in diesem Beruf in einer Vollzeitstelle arbeitet. Diese Menschen sehen den Nutzen für sich selbst und so entsteht Hilfe zur Selbsthilfe.“

Claudia Heinrich, Leiterin des Fachbereichs Integration zog ein positives Fazit: „Es wird zu oft auf die Defizite bei der Integration geschaut. Diese Beispiele zeigen, dass die Motivation da ist und es mit ein bisschen Hilfe auch klappt.“

Weitere Case Manager gibt es zum Beispiel bei der AWO in Horsthausen (halloherne berichtete) und beim DRK Herne in Eickel (halloherne berichtete).

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Termine finden nach Vereinbarung statt. Kontakt zum Case Management der Caritas Herne-Mitte, Schulstraße 16: Karina Miranda da Costa, Telefon: 0 23 23 / 9 29 60 - 94 0, E-Mail: k.miranda-da-costa@caritas-herne.de sowie Agnieszka Gemza, Telefon: 0 23 23 / 9 29 60 - 90, E-Mail: a.gemza@caritas-herne.de.

Caritas Herne zeigt die Arbeit der Case Managerinnen vom Kommunalen Integrationsmanagement (KIM). Im Bild (v.li.) Karina Miranda da Costa und Agnieszka Gemza.
Freitag, 14. Juni 2024 | Quelle: Tobias Kindel / Stadt Herne