Vogt zur Burkini-Diskussion

Stellungnahme

Alexander Vogt.
Alexander Vogt. Foto: Carola Quickels

Der Vorsitzende der Herner SPD, Alexander Vogt, nimmt im Namen der Herner SPD Stellung zur Burkini-Diskussion: „Schwimmen gehört bei uns zum Schulunterricht. Dieser ist verpflichtend. Der gemeinsame Unterricht von Mädchen und Jungen ist dabei eine bildungspolitische Errungenschaft, für die wir uns als SPD stark gemacht haben. Unsere Lehrerinnen und Lehrer stehen hier bei uns täglich vor großen Herausforderungen – insbesondere beim Thema Integration. Es kommen Menschen, Eltern und Kinder in Deutschland an, in deren Herkunftsgesellschaften sich eben jene Geschlechterauffassungen (noch) nicht durchgesetzt haben. Wir müssen ihnen einen Weg in unsere moderne Gesellschaft bahnen.

Sollte es Probleme bei der Teilnahme am Schwimmunterricht geben, müssen diese individuell mit den Schülerinnen und in direktem Kontakt mit deren Eltern gelöst werden. Das allgemeine Anschaffen von Burkinis durch die Schule ist nicht der richtige Weg. Wir hätten uns von der Schulleitung auch eine umsichtigere Form der Kommunikation gewünscht. Denn: Einerseits gibt es Menschen, die Sorge haben, wohin sich unser Land angesichts der Aufnahme vieler hilfesuchender Menschen in den letzten Jahren entwickelt.

Andererseits gibt es jedoch auch Menschen, die unsicher sind, was diese unsere offene Gesellschaft von ihnen verlangt. Nicht zuletzt sind für die Finanzierung der Schwimm-Kleidung die Eltern verantwortlich. Andernfalls sollte die Schule allen Schülerinnen und Schülern Schwimmkleidung zur Verfügung stellen. Wenngleich wir große Zweifel gegenüber dem Vorgehen haben, laden wir die Schulleitung ein, mit uns im Gespräch darzulegen, wie sich die Situation an der Schule darstellt und wie künftig Probleme bei der Integration gemeinsam mit der Kommunalpolitik besser gelöst werden können."

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