Vogt: Schluss mit dem Angstraum Bahnhof

Der Hauptbahnhof Wanne-Eickel am Heinz-Rühmann-Platz in Herne (NW), am Dienstag (02.03.2021).
Der Hauptbahnhof Wanne-Eickel am helllichten Tag aufgenommen. Foto: Stefan Kuhn

Die SPD-Fraktion im nordrhein-westfälischen Landtag brachte am Mittwoch (3.11.2021) einen Antrag für mehr Sicherheit an Bahnhöfen ins Plenum des Landtags ein. Der Herner Landtagsabgeordnete Alexander Vogt erklärt, mit welchen Maßnahmen seine Fraktion dafür sorgen will, dass auch die Bahnhöfe in Herne attraktiver werden.

„Viele Bahnhöfe im Land sind in einem jämmerlichen Zustand. Müll an Bahnsteigen, beschmierte Wände, zerschlagene Scheiben und dunkle Zugänge mit spärlicher Beleuchtung prägen das Bild. Viele Menschen fühlen sich an solchen Orten zu recht nicht sicher. Bahnhöfe in NRW dürfen keine Angsträume mehr sein. Es ist höchste Zeit, zu handeln.

Die großen Bahnhöfe in Köln, Düsseldorf oder Dortmund liegen bei den von der Bundespolizei erfassten Delikten in der bundesweiten Spitzengruppe. Die Folge: Die Attraktivität, öffentlichen Personennahverkehr zu nutzen, sinkt, gerade in der dunklen Jahreszeit. Für modernen Verkehr und Umweltschutz ist es jedoch notwendig, dass mehr Menschen öffentliche Verkehrsmittel nutzen.

Für mehr Sicherheit muss die Landesregierung zusammen mit den verantwortlichen Stellen im Bund, bei der Deutschen Bahn und in den Kommunen Waffenverbotszonen rund um die großen NRW-Bahnhöfe einrichten. Zudem müssen sich an diesen Bahnhöfen Polizei, Zoll, DB-Sicherheitsdienst, kommunale Ordnungsdienste und Sozialarbeiter besser vernetzen.

Gerade kleinere und mittlere Bahnhöfe wie in Herne benötigen Personal. Dort sind Polizei und der Sicherheitsdienst der Bahn kaum präsent. Deshalb fordern wir eine Bahnhofsaufsicht. Sie soll sich um das Erscheinungsbild des Bahnhofs kümmern, aufräumen und rasch reparieren. Außerdem soll die Bahnhofsaufsicht Ansprechpartner für Fahrgäste sein und im Notfall Sicherheitskräfte oder den Rettungsdienst alarmieren.

Um die Abschreckungswirkung auf potentielle Täter zu erhöhen, fordern wir die Landesregierung auch dazu auf, sich dort, wo es erforderlich ist, für den Ausbau und eine bessere Sichtbarmachung der Videobeobachtung in Bahnhöfen einzusetzen. So kommen wir endlich weg vom Bahnhof als öffentliches Ärgernis.“

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