Verbleibende Patienten evakuiert

EvK. Herne-Eickel musste wegen möglichem Bombenfund geräumt werden

Die verlassene Intensivstation nach der Evakuierung.
Die verlassene Intensivstation nach der Evakuierung. Foto: Björn Koch

Wie die Stadt Herne am Montag (13.9.2021) mitteilte, gäbe es am Lohofer Feld mehrere Verdachtspunkte auf Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg. In dem Bereich zwischen Hordeler Straße, Edmund-Weber-Straße und Magdeburger Straße wurden bei ersten Untersuchungen auffällige Stellen entdeckt. Dabei kann es sich um sogenannte Blindgänger handeln oder um Metallteile, die im Boden liegen (halloherne berichtete).

Seit Freitag (17.9.2021) werden die Verdachtspunkte am Lohofer Feld ausgegraben. Wie Stadtsprecher Patrick Mammen auf Nachfrage von halloherne bestätigte, wird erst am Sonntag, 19. September 2021, die Entscheidung fallen, ob in Herne eine Bombe entschärft werden muss.

Evakuierung startete um 9:30 Uhr

Ein Krankenwagen vor dem EvK Eickel
Ein Krankenwagen vor dem EvK Eickel Foto: Björn Koch

Da auch das Evangelische Krankenhaus Eickel im Evakuierungsbereich liegt, muss auch dieses geräumt werden (halloherne berichtete). Die verbliebenen 24 Patienten wurden am Samstag (18.9.2021) ab 9:30 Uhr gemeinsam mit der Herner Feuerwehr und dem Team des Evangelischen Krankenhauses Herne-Eickel evakuiert.

Von den 24, waren vier Intensivpatienten und fünf überwachungspflichtige Patienten. Der letzte Patient verließ das Krankenhaus gegen 13 Uhr. Die Evakuierung ging schneller als gedacht“, erklärte Danh Vu, Geschäftsführer des EvK. „Anfangs hatten wir mit 50 bis 60 Patienten gerechnet, allerdings konnten wir viele planbare Eingriffe verschieben.“

Seit Mittwoch fahre der Rettungsdienst das Krankenhaus auch nicht mehr an. Dies sei der Grund, dass keine weiteren Patienten eingeliefert wurden. „Die Transporte sind reibungslos gelaufen, auch dank der langen und gründlichen Vorbereitung, nicht nur in Eickel, sondern auch in den empfangenden Krankenhäusern. Außerdem hatten wir Unterstützung von zwei Patiententransportzügen der Feuerwehren Hagen und Dortmund", berichtete Marco Diesing, stellvertretender Leiter der Herner Feuerwehr.

(3. v.l.) Marco Diesing, stellv. Leiter Feuerwehr Herne
(3. v.l.) Marco Diesing, stellv. Leiter Feuerwehr Herne Foto: Björn Koch

Zahlreiche Patienten nun im EvK Herne -

Da die meisten der Patienten in das EvK in Herne-Mitte gebracht wurden unterstützen nun das Personal und der ärztlicher Dienst aus Eickel ihre Kollegen in Herne.

Ebenso wird im EvK Herne nun ein spezieller OP für Thoraxchirurgie wie für Verletzungen der Lunge oder einen Pneumothorax vorgehalten, der sich sonst in Eickel befindet. Dazu haben die Verantwortlichen aus Eickel bereits die nötigen medizinischen Gerätschaften dorthin gebracht.

Im Fall eines Bombenfundes

Die Berufsfeuerwehr Herne führte die Verlegung der Patienten durch
Die Berufsfeuerwehr Herne führte die Verlegung der Patienten durch Foto: Björn Koch

Sollte sich der Verdacht bestätigen, müssen am Sonntag, 18. September 2021, fast 1.500 Menschen um 10 Uhr ihre Häuser verlassen. Die Stadt Herne, die Polizei und die Feuerwehr Herne werden dann nach der Räumung den Gefahrenbereich weiträumig absperren und diesen erst wieder freigeben, wenn die Kampfmittel beseitigt sind.

Menschen, die keine Möglichkeit haben, die Zeit während der Entschärfung anderswo zu verbringen, können in die Sporthalle Im Sportpark 20 kommen. Jedoch ist aufgrund der pandemischen Lage die Platzanzahl begrenzt.

Die verlassene Intensivstation nach der Evakuierung. Die verlassene Intensivstation nach der Evakuierung. Die Berufsfeuerwehr Herne führte die Verlegung der Patienten durch Die verlassene Intensivstation nach der Evakuierung.

Evakuierung EvK Eickel

zur Fotostrecke

Die Verantwortlichen der Stadt bitten darum dort, die 3G-Nachweise bereitzuhalten. Wer den Nachweis vorlegt, kann sich frei in der Sporthalle bewegen. Wer keinen Nachweis vorlegt, muss eine medizinische Maske tragen und sich in einem separaten Raum aufhalten. Jedoch weist die Stadt darauf hin, dass vor der Sporthalle kostenlose Bürgertestungen angeboten werden.

Autor: