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Die Performerin und Freestyle Dancerin Melena 'Mel' Tortoh vom im April 2023 gegründeten 'Urban Arts Ensemble Ruhr' bringt den Hip Hop zu den Grundschülern.

Eine Workshop-Woche der besonderen Art

Urban Arts goes Laurentius

Fünf, sechs, sieben, acht. Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht! Eins und zwei, bounce, bounce. So schallt es laut durch die geschlossene Tür der Turnhalle der Laurentiusschule. Und wieder bounce, bounce – verbunden mit der Aufforderung: „Jetzt kann jeder einmal in die Mitte.“ Und: „Los, zeigt eure coolen Moves!“

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Öffnet man die Tür, wummert der pulsierende Bass ungehindert auf einen zu und knapp 30 Grundschüler der Klasse 2c „moven“ fröhlich durch die Halle. Angeleitet von ihrer Trainerin für eine Woche: Melena „Mel“ Tortoh. Mel ist Performerin und Freestyle Dancerin und gehört zum im April 2023 gegründeten 'Urban Arts Ensemble Ruhr'. Dem, nach eigenen Angaben, ersten professionellen Hip-Hop-Tanztheater Deutschlands.

Die Performerin und Freestyle Dancerin Melena 'Mel' Tortoh inmitten der Grundschüler.

Hip-Hop bekannter machen

Das Ensemble aus dem Hause Pottporus ist mit seinen sieben internationalen Tänzern angetreten, die Tanzlandschaft im Ruhrgebiet weiterzuentwickeln und den Hip-Hop in die Kunstlandschaft des Ruhrgebiets zu integrieren. Dazu bringen sie den Hip-Hop in die Schulen.

Als das Ensemble im Dezember 2023 bei Schulleiterin Martina Nissalk anfragte, ob Interesse an einer fünftägigen und zudem kostenfreien Workshop-Woche mit einer professionellen Dozentin bestehe, musste Nissalk nicht lange überlegen und sagte sofort zu. So steht für alle 13 Klassen der Grundschule in der letzten Januarwoche 2024 eine Doppelstunde Hip-Hop auf dem Stundenplan.

'Dance-Battle-Labor'

Seitdem wird die Turnhalle täglich für vier Stunden zu einem „Dance-Battle-Labor“, an dem nicht nur begeisterte Kinder teilnehmen, sondern auch die Schulleiterin beim halloherne-Besuch fröhlich mitgroovt.

Jusef erfindet einfach eigene Moves.

Nissalk ist nicht nur vom Grooven begeistert, sondern auch von der unkomplizierten Kooperation mit dem Verein Pottporus: „Dieses zusätzliche Bewegungsangebot, Urban Dance, ist wichtig für das Selbstbewusstsein unserer Kinder und kommt selbst bei unseren coolen Jungs an. Die stehen nicht am Rand und maulen, nein, auch sie sind mit Feuereifer dabei und zeigen ihr tänzerisches Können.“

So wie zum Beispiel der siebenjährige Jusef, der ohne Scheu seine Moves und Skills präsentiert. Auf die Frage der halloherne-Redakteurin, wer ihm die denn beigebracht hat, lautet die prompte Antwort: „Die habe ich auf meinem 6. Geburtstag erfunden.“ Zack, und er legt nach: „Und ich erfinde noch mehr.“ Wir sind auf jeden Fall gespannt.

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Urban Arts goes Laurentius: Die Performerin und Freestyle Dancerin Melena 'Mel' Tortoh vom im April 2023 gegründeten 'Urban Arts Ensemble Ruhr' bringt den Hip Hop zu den Grundschülern.

Foto:  Carola Quickels

Urban Arts goes Laurentius: Die Performerin und Freestyle Dancerin Melena 'Mel' Tortoh vom im April 2023 gegründeten 'Urban Arts Ensemble Ruhr' bringt den Hip Hop zu den Grundschülern.

Foto:  Carola Quickels

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Foto:  Carola Quickels

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Foto:  Carola Quickels

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Foto:  Carola Quickels

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Foto:  Carola Quickels

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Foto:  Carola Quickels

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Foto:  Carola Quickels

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Foto:  Carola Quickels

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Foto:  Carola Quickels

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Foto:  Carola Quickels

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Foto:  Carola Quickels

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Foto:  Carola Quickels

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Foto:  Carola Quickels

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Foto:  Carola Quickels

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Foto:  Carola Quickels

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Foto:  Carola Quickels

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Foto:  Carola Quickels

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Foto:  Carola Quickels

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Foto:  Carola Quickels

Urban Arts goes Laurentius: Die Performerin und Freestyle Dancerin Melena 'Mel' Tortoh vom im April 2023 gegründeten 'Urban Arts Ensemble Ruhr' bringt den Hip Hop zu den Grundschülern.

Foto:  Carola Quickels

Urban Arts goes Laurentius: Die Performerin und Freestyle Dancerin Melena 'Mel' Tortoh vom im April 2023 gegründeten 'Urban Arts Ensemble Ruhr' bringt den Hip Hop zu den Grundschülern.

Foto:  Carola Quickels

Koordination und Rhythmusgefühl

Auch der Schulsportleiter der Laurentiusschule, Stefan Orhöfer, der maßgeblich an der Organisation der Workshop-Woche beteiligt war, ist voll des Lobes: „Dies ist eine super Woche und für all unsere Kinder ein gutes Training – auch für die kognitive Seite. Hier wird nicht nur die Körperkoordination angeregt, sondern auch das Rhythmusgefühl gestärkt.“

Beide – Schulleiterin und Schulsportleiter – können sich eine weitergehende Kooperation mit Pottporus vorstellen. Denn diese zusätzliche Bewegungseinheit, wie die Schulleiterin es nennt, fördert den Mut, das Selbstbewusstsein und auch das Selbstvertrauen der Kinder. Viele der Kinder wagen sich auf Neuland, gehen aus sich heraus und bringen so ihre Gefühle zum Ausdruck.

Schulsportleiter der Laurentiusschule, Stefan Orhöfer.

Wir sind ein Team!

Aber auch das Gruppengefühl wird in dieser Doppelstunde gestärkt. Als es etwas unruhiger in der Halle wird, ruft Mel den Kindern zu: „So, die ganze Choreo noch einmal! Wir schaffen das, weil wir ein Team sind.“ Und aus 30 Kinderkehlen schallt es durch die Halle: „Wir sind ein Team! Wir sind ein Team! Wir sind ein Team!“

Eine 'All-In-One-Woche'

Zudem sind sich die Lehrkräfte auch darüber einig, dass dieser Workshop die i-Dötzchen und auch die Kinder der Willkommensklasse auf eine weitere Art fördert. Schulleiterin Martina Nissalk: „Durch die vielen Wiederholungen der Trainerin, nicht nur in der Schrittfolge, sondern auch im Anzählen der Schritte, findet hier auch Sprachbildung und das Erlernen der Zahlenfolge statt. Es ist sozusagen eine All-In-One-Woche.“

Traurig sind die Kinder an diesem Morgen allerdings auch einmal. Nämlich genau dann, als die Doppelstunde vorbei ist und es wieder in den „normalen“ Unterricht gehen soll. So steht Johanna vor Mel und bettelt: „Ich bin noch gar nicht ausgepowert. Können wir noch weitermachen?“ Und auch Paulina und Katharina möchten unbedingt noch weiter tanzen.

Sollte eine Kooperation zustande kommen, dann stehen auf jeden Fall mindestens zwei extrem motivierte Tänzerinnen schon einmal fest.

Dozentin Melena 'Mel' Tortoh

Die Performerin und Freestyle Dancerin Melena 'Mel' Tortoh.

Die 26-jährige Mel ist seit neun Jahren Tänzerin und Dozentin aus und mit Leidenschaft. Mit ihrer offenen Art und ihrer guten Laune erreicht sie alle. Als Mitglied des Urban Arts Ensemble Ruhr will sie die Tanzszene in NRW verändern. Sie will den Urbanen Tanz bekannter machen, ihn damit auf die Bühnen der Theaterhäuser bringen und ihn in die Kulturgesellschaft integrieren.

'Ich kann mir nichts anderes als Tanzen vorstellen'

Sie wünscht sich, dass der Urbane Tanz mehr Anerkennung erfährt. „Schön wäre es“, sagt sie, „wenn es mehr Orte gibt, an denen trainiert werden kann. Mehr Angebote, den Urbanen Tanz zu erlernen, denn der ist noch nicht in der Gesellschaft angekommen. Ich kann mir nichts anderes als Tanzen vorstellen. Ich habe richtig Lust darauf.“ Und diese Lust, die sieht man Mel auch an.

Urban Arts wird bis Mitte 2025 vom NRW-Kulturministerium gefördert.

Urban Arts goes Laurentius: Ein Gruppenfoto zum Abschluss.
| Autor: Carola Quickels