
Der September im LWL-Museum für Archäologie und Kultur
Selber ausgraben, Schmieden und Fechten
Egal ob Graben, Fechten oder Schmieden: Im September können Besucher des LWL-Museums für Archäologie und Kultur in verschiedenen Workshops selbst Hand anlegen. An den Sonntagen, 7., 14. 21. und 28. September 2025, haben sie während Führungen Gelegenheit, durch die unterirdische Grabungslandschaft der Dauerausstellung zu wandeln.
'Grabungscamp spezial' am Familiensonntag

Der Familiensonntag, 7. September 2025, steht unter dem Motto "Grabungscamp spezial". Kinder ab acht Jahren und Erwachsene erwartet um 13 und 15 Uhr eine noch unerschlossene Grabungslandschaft, die es archäologisch zu erforschen gilt. Mit echten Grabungswerkzeugen legen die Teilnehmenden Schritt für Schritt Funde und Befunde frei, die ihnen unter anderem das Mittelalter, die römische Kaiserzeit und die Jungsteinzeit direkt vor Augen führen. Sämtliche Arbeitsschritte werden als Team erledigt: Familien werden zu Forschungsteams, Freunde zu Kollegen und alle zu Archäologie-Fachleuten - für einen Tag.
Öffentliche Führung 'gesucht. gefunden. ausgegraben.'
Die öffentliche Führung „gesucht. gefunden. ausgegraben.“ durch die Dauerausstellung steht jeweils sonntags, 7., 14., 21. und 28. September 2025, um 13 und 15 Uhr auf dem Programm. Bei dem Rundgang folgen Besucher in einer nachgestalteten Ausgrabung den Spuren der Menschen in Westfalen. Neben zahlreichen Funden erwartet sie beispielsweise ein in Mitteleuropa einmaliger Faustkeil aus Mammutknochen, der Schmuck der Damen von Ilse als eine der geheimnisvollsten Entdeckungen aus der Eisenzeit sowie das reich mit Beigaben ausgestattete Grab des Fürsten von Beckum.
Mit dem Spielmann durch die Zeiten

Ebenfalls am Sonntag, 7. September 2025, geht es um 14 Uhr "Mit dem Spielmann durch die Zeiten". Abenteuerliche und amüsante Geschichten, die sich um die Vergangenheit Westfalens und ihre archäologischen Funde ranken, bilden den Inhalt der musikalischen Führung mit Spielmann Michel. Der zeitreisende Musikus geht mit Witz und Musikalität, mit Liedern, Texten und Klangbeispielen den Fragen nach: Wie klang die Musik der Neandertaler und wieso geht die Musik Carlos Santanas auf das alte Griechenland zurück?
Kostenloser Vortrag
Am Donnerstag, 18. September 2025, lädt das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) zum kostenlosen Vortrag "Die Ringwallanlage Alteburg in Essen-Heidhausen im Fokus neuer Forschungen". Dr. Sebastian Senczek von der Stadtarchäologie Essen lenkt um 19 Uhr den Blick auf eines der größten Bodendenkmäler innerhalb des Stadtgebietes. In den 1920/30er Jahren wurde die Alteburg erstmals ausgegraben. Viele Fragen blieben aber bis heute offen. Aus diesem Grund werden die Ausgrabungen seit 2023 fortgeführt. In seinem Vortrag stellt Senszek die aktuellen Forschungsergebnisse vor.
Historisches Fechten

Beim Kreativseminar „Historisches Fechten mit dem langen Schwert“ können Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren ein Wochenende lang am Samstag und Sonntag, 20. und 21. September 2025, jeweils von 11 bis 17 Uhr selbst aktiv werden. Von den ersten Klingen aus Steinabschlägen der mittleren Altsteinzeit über die ersten Metallschwerter der Bronzezeit bis hin zu den langen Schwertern des späten Mittelalters war es ein langer Weg. Hier vollzog sich der Wandel vom Werkzeug zur Waffe und weiter zum mystisch verklärten Kultobjekt.
In diesem Kreativseminar lernen Teilnehmende diese Geschichte anhand der Exponate der Dauerausstellung kennen und setzen sich mit den überlieferten historischen Quellen zur Handhabung des langen Schwertes auseinander. Auch die Praxis kommt hierbei nicht zu kurz: Bereits am ersten Tag werden die gewonnenen Erkenntnisse in praktische Fechttechniken umgesetzt. Der zweite Tag widmet sich dann den Grundlagen des Fechtens mit dem langen Schwert.
Für dieses Seminar empfiehlt es sich, bequeme Sportkleidung zu tragen. Die Kosten für das Seminar betragen 60 Euro pro Person, inklusive Material und zuzüglich des Museumseintritts. Um Anmeldung wird gebeten unter: 02323-94628-24.
Das Mittelalter gebärdensprachlich erkunden

Am Sonntag, 21. September 2025, geht es um 16 Uhr für Interessierte „Gebärdensprachlich durch das Mittelalter". Die Führung findet live im Internet über "Zoom“ in Deutscher Gebärdensprache statt (halloherne berichtete).
Der Rundgang durch das Mittelalter beginnt gleich bei einem Höhepunkt der Ausstellung - das Grab des Fürsten von Beckum. Von hier führt der Weg durch rund 800 Jahre bis in die Zeit des ausgehenden Rittertums. Unter anderem begegnen die Teilnehmenden der prunkvollen Ausstattung früher Kirchen und Klöster. Schmuck, Waffen und Spielzeug geben Einblicke in das Leben der Adligen. Spannend sind auch die Funde, die über die Menschen auf dem Land und in den Städten berichten.
Einstieg in die Schmiedekunst

Am Samstag und Sonntag, 27. und 28. September 2025, lädt das Museum jeweils von 11 bis 18 Uhr zum Workshop „Einstieg in die Schmiedekunst“ ein. Hier erfahren Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren mehr über das alte Handwerk und fertigen eigene Werkstücke an. Der zweitägige Workshop macht die Teilnehmenden mit den theoretischen Grundlagen der Metallverarbeitung in Geschichte und Gegenwart vertraut. Im Mittelpunkt stehen das Erlernen und die praktische Anwendung der Schmiedetechniken an der Esse, dem Herd des Metallarbeiters. Unter fachmännischer Anleitung fertigen die Teilnehmenden einen Kesselhaken und eine Ringfibel, einen Feuerschläger oder eine Messerklinge an.
Bei jedem Werkstück kommen neue Techniken zum Einsatz, sodass im Laufe des Workshops immer anspruchsvollere Stücke gefertigt werden können, später auch weitere Objekte nach Wunsch. Die Kosten für den Workshop betragen 120 Euro pro Person zuzüglich des Museumseintritts für Erwachsene ab 18 Jahren. Jugendliche bis zum 17. Lebensjahr sind vom Museumseintritt befreit. Das Material ist im Preis enthalten. Um Anmeldung wird gebeten unter Tel. 02323-94628-24.