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Prof. Dr. Jens Pöppelbuß (RUB), Matthias Meyer (networker:NRW), Prof. Dr. Uwe Handmann (HRW), Markus Majdaniuk (Wirtschaftsförderung Bochum WiFö GmbH), Dr. Dirk Drenk (Herne.Business, WFG Herne mbH)

Ruhrgebiet soll Vorzeigeregion für Digitalisierung und Nachhaltigkeit werden

Projekt #digital.zirkulär.ruhr startet

Wie kann die Digitalisierung dem Ruhrgebiet beim Übergang in eine nachhaltige Zukunft helfen? Und wie kann das Ruhgebiet zur Vorzeigeregion für eine digitale Kreislaufwirtschaft werden? Antworten darauf sucht das Projekt #digital.zirkulär.ruhr. Das Projekt feierte am 20.02.2024 in Bottrop seinen internen Auftakt. Das Land NRW und die EU fördern das Projekt mit circa 2,6 Millionen Euro.

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Innovation für Digitalisierung und Circular Economy

Das Projekt #digital.zirkulär.ruhr fördert gezielt Synergien zwischen Digitalisierung und Nachhaltigkeit im Ruhrgebiet. Der Schwerpunkt liegt im Bereich der digitalen Kreislaufwirtschaft bzw. digitalen Circular Economy. Dafür erhält das Projekt von 2024 bis 2026 circa 2,6 Mio. € vom Land NRW und der EU. Die Förderung stammt aus dem sogenannten EFRE/JTF-Programm NRW 2021-2027. Doch was verbirgt sich hinter #digital.zirkulär.ruhr? „Digital“ steht für die vielfältigen technologischen Möglichkeiten wie u. a. 3D-Druck, Künstliche Intelligenz, Robotik und Virtuelle Realität. „Zirkulär“ steht für eine umfassende Kreislaufwirtschaft im Sinne der Circular Economy. Diese Wirtschaftsweise schaut nicht nur auf das Recycling, sondern berücksichtigt darüber hinaus Alternativen wie Materialeinsparung, Wiederverwendung, Instandhaltung und Reparatur bis hin zum „Nutzen statt Besitzen“. Um dies zu ermöglichen, setzt sie bereits bei der Gestaltung von (digitalen) Geschäftsmodellen, Produkten und Prozessen an. „Ruhr“ verdeutlicht einerseits, wo das Herz des Projekts schlägt, und andererseits das Ziel, einen Markt für Geschäftsmodelle, Designs, Produkte, Services und Technologien zu schaffen und die Region als führenden Standort im Themenfeld digitale Circular Economy zu etablieren.

Austausch zwischen Theorie und Praxis

Das Projektteam von #digital.zirkulär.ruhr beim internen Projektauftakt am 20.02.2024 in Bottrop

Das Projekt #digital.zirkulär.ruhr verfolgt einen innovativen Ansatz, der Unternehmen und weitere Wirtschaftsakteure Schritt für Schritt an das Thema digitale Circular Economy heranführt. Durch Besuche und Workshops in Forschungseinrichtungen der Hochschule Ruhr West (Circular Digital Economy Lab, HRW FabLab) und der Ruhruni Bochum (LPS Lern- und Forschungsfabrik, Forschungszentrum für das Engineering Smarter Produkt-Service Systeme (ZESS)), wie auch bei Vorreiterunternehmen, wird das Thema für Unternehmen erlebbar und Motivation zum Mitmachen erzeugt. In zahlreichen Veranstaltungen und Workshops können sich Interessierte informieren, untereinander vernetzen und Projektideen für das eigene Unternehmen entwickeln. Begleitende Online- Informationen, Sprechstunden und Fallstudien runden das Angebot ab. Dieses Vorgehen fördert den Aufbau von Kompetenzen, Kooperationen und Innovationen für eine digital unterstützte nachhaltige Wirtschaft im Ruhrgebiet.

Auftakt in Bottrop

Im Projekt #digital.zirkulär.ruhr arbeiten unter Federführung der Hochschule Ruhr West, die Ruhr Uni Bochum, die Wirtschaftsförderungen der Städte Bochum und Herne sowie der IT-Verband Networker NRW e.V. eng zusammen. Die Partner feierten am 20.02.2024 in Bottrop den internen Auftakt, bei dem sie die Weichen für eine erfolgreiche Projektzusammenarbeit stellten. Ein öffentlicher Auftakt soll Ende April in Bottrop erfolgen.

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Wirtschaftsförderungsgesellschaft als Transfermanager im Projekt

Herne.Business wird mit dem Projekt #digital.zirkulär.ruhr die Tür in Richtung der Megatrends Digitalisierung und Circular Economy weit aufstoßen und die regionalen Wirtschaftsakteure für diese Themen sensibilisieren und aufschließen. „Unterstützt durch Fachleute der Hochschule Ruhr West und der Ruhr Uni Bochum wird die erste Aufgabe von Herne.Business sein, Unternehmen anzusprechen und für das Thema Circular Economy zu begeistern“, erläutert Dr. Dirk Drenk, Geschäftsführer von Herne.Business. Danach werden die Unternehmen und Projektpartner gezielt vernetzt und mit kreativen Innovationsevents, Workshops und Wettbewerben befähigt, eigene Umsetzungsprojekte und Ideen zu starten. „Schlussendlich sollen Herner Unternehmen über #digital.zirkulär.ruhr den Einstieg in das Themenfeld der digitalen Kreislaufwirtschaft finden, um die Wettbewerbsfähigkeit des eigenen Betriebs zu stärken“, so Dr. Drenk weiter. Um die Rolle als Transfermanager auszufüllen, erhält Herne.Business eine Projektförderung in Höhe von ca. 145.000 € für die Projektlaufzeit von drei Jahren.

| Quelle: Herne.Business