Neue Photovoltaikanlagen in Herne

1.000 Dächer-Programm von Vonovia, Arbeiten auf 61 Gebäuden geplant

Für das 1.000 Dächer-Programm vom Wohnungsunternehmen Vonovia gibt es neue Photovoltaikanlagen in Herne.
Für das 1.000 Dächer-Programm vom Wohnungsunternehmen Vonovia gibt es neue Photovoltaikanlagen in Herne - auf 61 Herner Gebäuden sind Arbeiten geplant. Foto: Vonovia/Simon Bierwald

Bisher ungenutzte Potenziale für die Photovoltaiknutzung möchte das Wohnungsunternehmen Vonovia nun im Rahmen seines bundesweiten 1.000 Dächer-Programms auch in Herne erschließen, teilten Vonovia und die Stadt Herne am Freitag (30.4.2021) mit.

Vonovia unterstützt die Energiewende durch den Ausbau erneuerbarer Energien im eigenen Immobilienbestand. Im Jahr 2021 will Vonovia eine Zahl von mindestens 1.000 neuen mit Photovoltaikmodulen ausgerüsteten Dachflächen erreichen. In Herne installiert das Wohnungsunternehmen auf den ersten Dächern von insgesamt 61 eigenen Mehrfamilienhäusern Photovoltaik- Anlagen.

„Seit 2019 ist die Stadt Herne Pilotkommune der Ausbau-Initiative Solarmetropole Ruhr, einem Netzwerk zur Förderung der Solarenergienutzung. Die Initiative schätzt das Dachflächenpotential auf 214 Millionen Kilowattstunden, die mit Solarenergie produziert werden könnten. Dieser Wert entspricht rund der Hälfte des jährlichen Stromverbrauches in der gesamten Stadt“, berichtet Frank Dudda, Oberbürgermeister der Stadt Herne. „Wir begrüßen die Initiative von Vonovia, das ist ein wichtiger und beispielgebender Beitrag zur Erreichung der Zielsetzungen in Herne.“

Von Mario Stamerra, Vonovia Geschäftsführer West, heißt es dazu: „Mit einer konstant hohen Modernisierungsrate – bundesweit wie auch in Herne – bekennt sich Vonovia bereits seit mehreren Jahren zur gesamtgesellschaftlichen Verantwortung der Wohnungswirtschaft, auch im Gebäudebestand nachhaltige Beiträge zum Klimaschutz zu leisten. Durch Modernisierungen seit 2018 konnten in Herne bereits mehr als 1.000 Tonnen CO2 eingespart werden, jetzt kommt ein weiterer Meilenstein dazu.“

Strom vom Dach

Der zukünftig auf den eigenen Dächern erzeugte Solarstrom wird in das öffentliche Stromnetz eingespeist und würde rein rechnerisch ausreichen, um etwa 370 Haushalte zu versorgen. Zwar können ihn die Bewohner nicht direkt nutzen, sie können aber über den Vonovia Energie Service mit günstigem Grünstrom beliefert werden.

Für das 1.000 Dächer-Programm vom Wohnungsunternehmen Vonovia gibt es neue Photovoltaikanlagen in Herne, (v.li.) OB Dr. Frank Dudda, Rafael Wilke, Teamleiter Photovoltaik bei Vonovia und Mario Stamerra, Vonovia Geschäftsführer West.
Vor Ort im Gespräch: (v.li.) OB Dr. Frank Dudda, Rafael Wilke, Teamleiter Photovoltaik bei Vonovia und Mario Stamerra, Vonovia Geschäftsführer West. Foto: Vonovia/Simon Bierwald

Herne ist ein neuer zentraler Standpunkt für das Programm in der Region West. Die ausgewählten 61 Dächer, die Vonovia sukzessiv mit Photovoltaik-Anlagen ausstattet, bieten besonders gute Voraussetzungen für die Solarstromnutzung – sowohl bei der Ausrichtung als auch in baulicher Hinsicht. Damit können allein diese Anlagen bis zu 680.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr produzieren. Das entspricht etwa einer jährlichen CO2-Einsparung von 272.000 Kilogramm.

Programm für die Region

Für Vonovia ist das 1.000 Dächer-Programm ein wichtiger Baustein, um gemeinsam mit den jeweiligen Kommunen die Energiewende in den Quartieren seiner Immobilienstandorte voranzutreiben. Bereits jetzt sind durch das Programm deutschlandweit Photovoltaikanlagen auf 841 Dächern installiert worden. Insgesamt erzeugte Vonovia im Jahr 2020 sogar auf insgesamt fast 1.300 Dächern in Deutschland Solarstrom.

Mit mehr als 14,5 Millionen Kilowattstunden sauberem Strom konnte so allein im vergangenen Jahr der Ausstoß von mehr als 5.850 Tonnen CO2 vermieden werden. Mit Blick auf gute Erfahrungen in den ersten Pilotgebieten – Dresden, Leipzig, Erfurt, Gelsenkirchen, Leverkusen und jetzt auch Herne – soll das aktuell realisierte Modell nach Möglichkeit in weiteren nordrhein-westfälischen Kommunen etabliert werden.

Quelle: