'Mit Rechten demonstriert man nicht'

Kritik der Jusos Herne an 'Spaziergängern'

Bei der Kundgebung vom Bündnis Herne am Robert-Brauner-Platz: Amelie Menges (Vorsitzende Jusos Herne), Emek Öner (Vorsitzende AG Migration und Vielfalt in der SPD), Patrick Steinbach (Ratsmitglied SPD), Hendrik Bollmann (stellv. Herner SPD-Vorsitzender), Alexander Stahl (Vorsitzender Jusos Herne) und Jan Menningmann.
Bei der Kundgebung vom Bündnis Herne am Robert-Brauner-Platz: Amelie Menges (Vorsitzende Jusos Herne), Emek Öner (Vorsitzende AG Migration und Vielfalt in der SPD), Patrick Steinbach (Ratsmitglied SPD), Hendrik Bollmann (stellv. Herner SPD-Vorsitzender), Alexander Stahl (Vorsitzender Jusos Herne) und Jan Menningmann. Foto: jusos herne

Eine Pressemitteilung der Herner Jusos erreichte die Redaktion. Darin heißt es: "Seit zwei Jahren bestimmt die Corona-Pandemie das Leben der Herner. Die große Mehrheit der Menschen hier hat sich in dieser Zeit solidarisch verhalten. Sie haben ihre Sozialkontakte eingeschränkt und sich impfen lassen – die überdurchschnittliche Impfquote in Herne unterstreicht die große Bereitschaft der Herner, das Virus zu besiegen. Das Gesundheitspersonal riskiert weiterhin täglich die eigene Gesundheit im Kampf gegen die Pandemie. Diese Menschen verdienen die volle Solidarität in der Gesellschaft – die Pandemie ist noch nicht vorbei.

Seit einigen Wochen marschieren Coronaleugner durch die Herner Innenstadt. Unter der Parole ,Widerstand meldet man nicht an' deklarieren sie ihre unangemeldeten Demonstrationen als Spaziergänge (halloherne berichtete und berichtete) und stilisieren sich als Freiheitskämpfer. Neben wenigen Herner laufen dort viele Menschen aus anderen Städten mit. Den zynischen Umgang mit der Pandemie – angesichts von über 300 Hernern, die im Zusammenhang mit Corona verstorben sind – kritisieren die Herner Jusos deutlich und führen dazu aus: ,Es sind nicht Masken, Impfen oder Abstandsregeln, die Leben und Freiheit der Menschen in Herne bedrohen. Es sind die Aufmärsche der Coronaleugner.'

Vernetzung in Telegramgruppen

Rechte versuchen die Aufmärsche der Coronaleugenr zu nutzen, um ihre antisemitischen und rechtsradikalen Gedanken in Herne zu verbreiten. In einer Telegramgruppe der Organisatoren werden volksverhetzende Verschwörungstheorien verbreitet. Allen Teilnehmenden an den Demonstrationen der Coronaleugner sollte bewusst werden, dass dadurch jeder legitimen Kritik an den Corona-Maßnahmen die Diskussionsgrundlage entzogen wird. Dazu erklären die Jusos Herne: ,Wer mit Nazis demonstriert, stellt sich gegen die Demokratie! Mit Rechten redet man nicht, mit Rechten spaziert man nicht und mit Rechten demonstriert man nicht.'

Daher begrüßen und unterstützen die Jusos Herne die Gegenkundgebungen des Bündnis Herne und seiner Partner (halloherne berichtete). Nur solidarisch kann es uns gelingen, die Pandemie zu überwinden."

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