MCG-Wetterrückblick März 2018

Winter in Herne.Foto: Wolfgang QuickelsWinter in Herne.

Trotz des meteorologischen Frühlingsbeginns knüpften die März-Temperaturen in Herne dieses Jahr nahtlos an dem frostigen Februar an und unterboten sogar die winterlichen Januar-Temperaturen im Durchschnitt um 0,6°C. Die von der Wetterstation der Mont-Cenis-Gesamtschule in Herne-Sodingen ermittelte März-Durchschnittstemperatur von 4,5°C lag dementsprechend rekordverdächtige 2,3°C unter dem Referenzwert der vergangenen 29 Jahre.

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Dabei war es tagsüber gar nicht einmal besonders kalt, nachts sank hingegen die Temperatur oftmals in den frostigen Bereich und erreichte, über den gesamten Monat gesehen, nicht ein Grad plus im Durchschnitt. Somit lagen die nächtlichen Tiefstwerte fast drei Grad unter dem langjährigen Mittelwert. Sie bescherten uns in diesem Monat elf Frosttage, an denen die Temperatur unter dem Gefrierpunkt sank – normal wären es fünf bis sechs Frosttage gewesen. An fünf Tagen im März war es auch tagsüber sehr kalt und die Höchstwerte erreichten infolge dessen nicht den positiven Temperaturbereich. Diese fünf Eistage sind schon sehr ungewöhnlich für den ersten Frühlingsmonat des Jahres. Sie verteilten sich auf zwei mehrtägige Kältewellen, einmal zu Beginn des Monats und ein zweites Mal vom siebzehnten bis neunzehnten März.

Es traten aber auch relativ große Temperaturschwankungen innerhalb kürzester Zeit auf: So war es in der Nacht des vierten März noch -3,8°C kalt, tagsüber erwärmte es sich dann auf immerhin fast 13 Grad. Auch die Niederschlagsmenge blieb mit knapp 50 Litern je Quadratmeter über 20% unter dem Vergleichswert, obwohl es an siebzehn Tagen regnete. Sonst regnet es in unserer Region lediglich an elf bis zwölf Tagen im März, dafür dann aber intensiver. Die monatliche Sonnenscheindauer traf allerdings mit 124 Stunden in Herne-Sodingen genau den langjährigen Mittelwert. Diese Wetterverhältnisse wurden maßgeblich beeinflusst von der an fünfzehn Tagen vorherrschenden östlichen- bis süd-östlichen Windrichtung, welche kalte, aber auch eher trockene Luftmassen nach Herne lenkte, die der Sonne immer mal wieder eine Chance gaben. In der letzten März-Woche reichte dann auch ihre Intensität, um die Luft derart zu erwärmen, dass die Temperaturen nachts beständig über dem Gefriepunkt blieben und tagsüber in den zweistelligen Bereich gelangten.

Die wesentlichen März-Wetterdaten im Überblick, in Klammern stehen die Vergleichswerte der vergangenen 29 Jahre:

Durchschnittliche Monatstemperatur: 4,5 °C (6,8 °C)

Durchschnittliche Tageshöchsttemperatur: 8,4 °C (9,9 °C)

Durchschnittliche nächtliche Tiefsttemperatur: 0,7 °C (3,6 °C)

Maximale Tageshöchsttemperatur: 15,4 °C, gemessen am 10. März um 14.00 Uhr.

Minimale nächtliche Tiefsttemperatur: -8,7 °C, gemessen am 1. März um 0.30 Uhr.

Anzahl der Frosttage: 11 Tage (5,5 Tage)

Anzahl der Eistage: 5 (keine Durchschnittswerte erfasst)

Monatliche Niederschlagsmenge: 49,2 mm (63,0 mm)

Summe der Niederschlagstage: 18 Tage (11,4 Tage)

Monatliche Sonnenscheindauer: 124 Stunden (124 Stunden)

Tage mit Windstärken > 45km/h: 2 Tage (2,4 Tage)

Die Wetterstation wurde Mitte Februar 2011 auf dem Dach der Mont-Cenis- Gesamtschule installiert. Die von ihr ermittelten Daten werden zunächst von Schülerinnen und Schülern der Mont-Cenis-Gesamtschule durch einen Vergleich mit den Durchschnittswerten der Jahre 1990-2016, ermittelt vom Wetteramt in Essen, veröffentlicht auf www.wetteronline.de, ausgewertet. Den endgültigen Bericht schreibt ihr Lehrer Joachim Lilei. Tagesaktuelle Werte, welche die Wetterstation alle 30 Minuten erfasst, sind einsehbar auf der Homepage der Mont-Cenis-Gesamtschule.

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Quelle: Joachim Lilei 13. April 2018, 13:57 Uhr