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Stellten das Programm zum 20-jährigen Bestehen des LWL-Archäologiemuseums vor: (v.li.) LWL-Chefarchäologe Prof. Michael Rind, Museumsleiterin Dr. Doreen Mölders, Dr. Georg Lunemann (Direktor LWL) und Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger (LWL Kulturdezernentin).

Dreitägiges Fest zum 20-jährigen Jubiläum am Europaplatz

LWL-Archäologiemuseum feiert Geburtstag

Herzlichen Glückwunsch: Das Archäologiemuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) feiert am Europaplatz sein 20-jähriges Bestehen. Eröffnet wurde es Ende März 2003, gefeiert wird nun von Freitag, 31. März, bis Sonntag, 2. April 2023. Dafür haben sich die Verantwortlichen ein Programm mit Performance-Theater, Musik, Zeitreisen und Mitmachprogrammen überlegt. Besucher können bei freiem Eintritt mitfeiern.

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Doch zunächst ein Blick in die Vergangenheit und die Entstehungsgeschichte. „Herne war damals in der Diskussion, wo ein neues Museum entstehen könnte. Unsere Frage war: Was machen wir in der Region? Dann wurde der Beschluss gefasst, dass Herne ein neues Gesicht bekommt und hat sich unter anderem gegen Dortmund durchgesetzt“, blickt Dr. Georg Lunemann, Direktor des LWL, zurück. In Herne sollte nach Kohle und Stahl auch Kultur, Wissen und Historie entstehen.

Von neu (links) bis alt: Die Plakate aus 20 Jahren Archäologiemuseum.

Rund 1,5 Millionen Besucher bislang

„Das Archäologiemuseum dann von Münster nach Herne zu verlagern, war eine Pionierleistung. Viele hielten das für eine mutige Entscheidung, aber der Erfolg gibt einem Recht“, führt Lunemann fort. Rund 1,5 Millionen Besucher haben seitdem den Weg ins Museum am Europaplatz gefunden, Stadt und LWL grundsätzlich gut miteinander zusammengearbeitet. Es gibt sogar noch einen weiteren Grund zum Feiern: Passenderweise darf auch der LWL sein 70-jähriges Bestehen im Jahr 2023 feiern.

Will das Jubiläum mit den Besuchern zusammen feiern: Museumsleiterin Dr. Doreen Mölders.

„Es war damals eine umstrittene Entscheidung, in Herne zu bauen“, erinnert sich Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger. Sie war die Gründungsdirektorin des Museums und ist heute LWL-Kulturdezernentin. „Die Leute in Herne wollten das Museum nicht unbedingt, sie wollten aufgrund einer hohen Arbeitslosigkeit lieber neue Arbeitsplätze.“ Doch das Museum kam – und nach Ansicht von Rüschoff-Parzinger müssen solche Häuser nicht langweilig sein.

Innovative unterirdische Grabenlandschaft

Dabei half auch, dass mit dem unterirdischen Bau und den dortigen Ausstellungshallen Innovatives geschaffen wurde. „Archäologie ist eine Methode, daher wollten wir mit der unterirdischen Grabenlandschaft etwas Neues schaffen“, erzählt die LWL-Kulturdezernentin. Das später hinzugekommene Forschungslabor helfe dabei zu vermitteln, wie Archäologen an ihr Wissen kämen.

Ebenso hätten die zahlreichen Sonderausstellungen wie die Pest (halloherne berichtete), Stonehenge (halloherne berichtete), Klima und Menschen sowie der Schädelkult zum Interesse vieler Besucher beigetragen. Man habe sich auch nie auf eine Besuchergruppe festgelegt, das Publikum sei vom Alter her bunt gemischt, sowohl Kleinkinder als auch Senioren kämen gut zurecht.

Erläuterten gemeinsam die Geschichte: (v.li.) LWL-Direktor Dr. Georg Lunemann, LWL-Kulturdezernentin Barbara Rüschoff-Parzinger und Frank Tafertshofer (LWL Pressesprecher).

Die aktuelle Museumsleiterin, Dr. Doreen Mölders, sieht das ähnlich: „Wir haben die Aufgabe, die Landesarchäologie und ihre Forschungsergebnisse für die Öffentlichkeit so aufzubereiten und zu vermitteln, dass im besten Fall alle Interessierten an ihnen teilhaben können. Es ist uns wichtig, das nun kommende Jubiläum mit unserem Publikum zu feiern und uns damit auch für sein Interesse zu bedanken.“ Daher öffnet das Museum bei kostenlosem Eintritt seine Türen für alle und verzichtet auf eine geschlossene Veranstaltung.

3D-Objekte an der Museumsfassade

Am Freitag, 31. März 2023, geht es um 19 Uhr los mit dem Aktionstheater „Titanick“, welches mit Pyro-geladenen „Firebirds“, das sind Propellerfahrzeuge, den Europaplatz in eine funkensprühende Rennbahn verwandeln wird. Sie werden sich eine Art Wettbewerb liefern, wer die beste Show abliefern kann. Wenn es später dunkel ist, wird die Museumsfassade zu einer großen Leinwand, auf der riesige 3D-Objekte erscheinen werden. Untermalt wird das von Videoprojektionen sowie musikalischer Begleitung bei einer Zeitreise durch die Geschichte der Menschheit. Das Ende ist gegen 23 Uhr vorgesehen.

LWL-Direktor Dr. Georg Lunemann lobte die damalige Entscheidung, in Herne das Museum zu bauen.

Am Samstag, 1. April 2023, soll die Vergangenheit lebendig werden. So gibt es zwischen 11 und 18 Uhr mehrere historische Modenschauen, bei denen die Akteure die Geschichte von der Steinzeit bis hin zur Neuzeit darstellen. Um 15:30 Uhr schneidet der Förderverein des LWL-Museums eine riesige Geburtstagstorte an, die Stücke werden dann an die Besucher verteilt.

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Aktionen für Kinder und Jugendliche

Der Sonntag, 2. April 2023, steht zwischen 11 und 18 Uhr im Zeichen der Kinder und Jugendlichen. Hier gibt es verschiedene Mitmachangebote wie Schmieden oder Zinngießen, Zaubertöpferscheiben sowie spezielle Führungen für die jüngeren Besucher. Interesse Fotokulissen, ein Kinoprogramm sowie Musik von den Speedos runden den Tag ab.

Das Westffälische Museum für Archäologie des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) am Europaplatz.
Vergangene Termine (3) anzeigen...
  • Freitag, 31. März 2023, von 19 bis 23 Uhr
  • Samstag, 1. April 2023, von 11 bis 18 Uhr
  • Sonntag, 2. April 2023, von 11 bis 18 Uhr
| Autor: Marcel Gruteser
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