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Minijobber haben die gleichen Rechte wie Vollzeit-Beschäftigte, so auch bei Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.

Minijob-Zentrale informiert

Lohnfortzahlung für Minijobber im Krankheitsfall

Die kalte Jahreszeit steht vor der Tür und damit auch die Erkältungszeit. Krankheitsbedingte Ausfälle betreffen auch Minijob-Beschäftigte und ihre Arbeitgeber. Minijobber haben die gleichen Rechte wie Vollzeit-Beschäftigte, so auch bei Lohnfortzahlung im Krankheitsfall durch den Arbeitgeber. Zudem müssen die durch Krankheit verpassten Arbeitsstunden nicht verschoben oder nachgearbeitet werden.

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Lohnfortzahlung im Krankheitsfall

Beschäftigte in einem Minijob erhalten eine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall schon ab dem 29. Kalendertag ihrer Beschäftigung, wenn das Beschäftigungsverhältnis ununterbrochen bestanden hat. Dabei muss spätestens ab dem vierten Tag der Krankheit, je nach Vorgabe des Arbeitgebers auch früher, eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorgelegt werden. Die Lohnfortzahlung gibt es, wie bei Vollzeitbeschäftigten auch, bis zu sechs Wochen für dieselbe Krankheit. Ebenso erhalten Minijobber Lohnfortzahlung auch bei einer medizinischen Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahme.

Wichtig für die Arbeitgebenden ist, dass sie die Vorerkrankungszeiten im Blick behalten und entweder bei der zuständigen Krankenkasse oder bei der Minijobberin oder dem Minijobber selbst nachfragen.

Arbeitgeberversicherung unterstützt Minijob-Arbeitgeber

Gegen finanzielle Risiken wegen krankheitsbedingtem Ausfall der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können sich Arbeitgeber mit Hilfe der Arbeitgeberversicherung der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (KBS) absichern. Unternehmen mit bis zu 30 Mitarbeitern und Arbeitgeber von Minijobbern in Privathaushalten können vom Umlageverfahren U1 profitieren. Bei einer Teilnahme am so genannten Ausgleichsverfahren U1 erstattet die KBS die Aufwendungen für die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und bei Rehabilitation. Gezahlt wird die Umlage zusammen mit den übrigen Abgaben an die Minijob-Zentrale.

„Wir unterstützen Arbeitgeber bei der Entgeltfortzahlung im Falle einer Erkrankung. Die Arbeitgeber zahlen pro Monat 1,1 Prozent des Bruttoarbeitslohnes der Minijobberin oder des Minijobbers in die Umlage 1 ein und erhalten dafür im Krankheitsfall 80 Prozent ihrer Aufwände von uns zurück", so Dr. Rainer Wilhelm, der Geschäftsführer bei der KBS, der für die Minijob-Zentrale und die Arbeitgeberversicherung zuständig ist.

Weitere Informationen zu den Themen Lohnfortzahlung und Sonderzahlungen im Minijob gibt es auf der Website der Minijob-Zentrale.

| Quelle: Pressestelle Minijob-Zentral
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