'Industrielle Kulturlandschaft Ruhrgebiet'

SPD: Landesregierung ignoriert klares Votum - Stellungnahme

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Die Siedlung Teutoburgia ist eines von zwölf Projekten mit denen sich die Stadt an der Bewerbung zum Weltkulturerbe beteiligt hat. Foto: Fabian Dobbeck

Nach dem Erfolg der Kulturhauptstadt Essen im Jahr 2021 ist die Idee gewachsen, die einzigartige industriekulturelle Landschaft des Ruhrgebiets bei der UNESCO als Welterbe eintragen zu lassen. Hierzu wurden die Kommunen in der Region beteiligt und es wurde ein eindeutiges Votum erzielt: von 45 Stellungnahmen waren 42 positiv. Von den 46 politischen Beschlüssen in den Räten, Kreistagen und im Ruhrparlament waren 40 positiv, nur vier negativ und zwei Beratungen sind noch nicht beendet, heißt es in einer Mitteilung der SPD-Fraktion vom Freitag (27.8.2021).

Udo Sobieski, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion Herne: „Ich bin überrascht und enttäuscht, dass das Landeskabinett nun den Antrag nicht an die im Oktober tagenden Kultusministerkonferenz weitergeleitet hat.“

'Erfolgreicher Prozess des Wandels'

Sobieski weiter: „Für mich ist die Bewerbung um den UNESCO-Welterbe-Titel kein wehmütiger Blick zurück in die Vergangenheit. Der Titel soll vielmehr zeigen, wie die Region einen erfolgreichen Prozess des Wandels nach dem Ende der Steinkohle Ära gestaltet und ein Zeichen für das Wir-Gefühl in der Region.“

Über die Bewerbung könne man unterschiedlicher Auffassung sein, „aber“, so Udo Sobieski: „Wie die Landesregierung mit dem eindeutigen Votum der Region umgeht, ist für mich unverständlich.“ Die Stadt Herne war mit insgesamt zwölf Projekten an der Bewerbung beteiligt, unter anderem mit der Siedlung Teutoburgia.

Der Fraktionsvorsitzende abschließend: „Wir sind sehr enttäuscht, dass mit diesem Votum des CDU geführten Kabinetts wieder einmal eine Chance für unsere Region und unsere Stadt verpasst wird, denn auch Herne hätte sicher vom internationalen Gütesiegel ,Welterbe' profitiert.“

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