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Viele alte Schätze: Hilmar Born betrieb über 30 Jahre das Opelmuseum an der Riemker Straße.

Alte Schätzchen finden neues Zuhause in der Eifel

Hilmar Born gibt sein Opelmuseum ab

Über 30 Jahre lang hat Hilmar Born in seinem Opelmuseum alles gesammelt, was mit Opel zu tun hat. Neben Autos fanden sich dort Gegenstände wie Kühlschränke, Nähmaschinen, Fahrräder oder Seifenkisten - natürlich alles von der Marke Opel. Mitte 2022 hat sich Born nun entschieden, sich von seinem Opelmuseum zu trennen. Im Gespräch mit halloherne blickt Hilmar Born nun zurück auf die vergangenen Jahre und verrät, was mit seinen alten Schätzchen passiert.

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Durch den Vater wurde Liebe zu Opel geweckt

„Als mein Vater sich 1966 einen Opel Rekord zugelegt hatte, war es um mich geschehen. Ab da war meine Liebe zu Opel geboren", sagt Hilmar Born. Gerne habe er mit seinem Vater am Fahrzeug geschraubt und später habe er dann selbst das Auto gefahren.

Obwohl der Oldtimerfan mittlerweile nur noch Mercedes fährt, bleibt ein Opel weiterhin in seinem Besitz: Ein grüner Opel Admiral. „Seit 33 Jahren ist der Wagen in meinem Besitz. Er hat nur 22.000 Kilometer herunter und immer noch den Erstlack drauf", so Born.

Mit den Jahren wuchs seine Sammelleidenschaft, für alles, was mit Opel zu tun hatte und manifestierte sich dann im Opelmuseum an der Riemker Straße. Über viele Jahre kamen Opel-Begeisterte in große Halle sowie die kleine Nebenhalle, um sich an den alten Schätzen zu erfreuen. „Das Museum zu betreiben hat mir immer sehr viel Spaß gemacht und der Austausch mit den Interessierten war immer großartig", so Born.

Von Autos und Gegenständen verabschiedet

Doch alles habe seine Zeit, meint Born und nun sei es für ihn soweit, sich von 'seinem Museum' zu trennen. „Ehrlich gesagt fiel es mir gar nicht so schwer, mich von den Autos und Gegenständen zu verabschieden, dann ich weiß ja, dass sie bei meinem Freund Martin Degener ein tolles neues Zuhause finden werden", verrät der ehemalige Inhaber des Opelmuseums.

Der Opel Admiral verbleibt auch weiterhin bei Hilmar Born.

Weiter führt er aus: „Martin und sein Bruder führen seit 2022 auf dem ehemaligen Kasernengelände 'Vogelsang' in der Eifel ein neues Opelmuseum. Dort werden dann auch Teile meiner Gegenstände ihren Platz finden. Einige Autos habe ich aber bereits vorher schon verkauft."

Wie Born weiter erzählt gibt es im neuen Museum, das den Namen Degener Opel Museum (DOM) trägt, ebenfalls einiges zu bestaunen. So gebe es eine Abteilung im Stil einer Fahrschule, da die Familie Degener unter anderem in früheren Zeiten Inhaber einer Fahrschule war. „Es ist toll eingerichtet. Man fühlt sich wirklich, als sei man in einer Fahrschule. Außerdem wird dort ein Opel Rekord B1 ausgestellt", sagt der Opelbegeisterte. Momentan befinde sich das Museum aber noch im Aufbau.

Messe 'Techno-Classica' in Essen

Zwar habe sich Hilmar Born von seinem Museum getrennt, dennoch wird er weiterhin auf der Oldtimermesse Techno-Classica in Essen präsent sein. Bisher waren er und seine Frau Martina Arndt-Born jedes Jahr - mit Ausnahme der Corona-Jahre - dort vertreten. „In diesem Jahr war die Nachfrage an unserem Stand wieder sehr groß. Wir haben dort unter anderem das Buch 'Benzingeruch und Chromglanz' von Wolfgang Bruch (halloherne bereichtete) vorgestellt, in dem er ebenso meinem Museum ein Kapitel widmet", berichtet Hilmar Born.

Hilmar Born und Martina Arndt-Born präsentieren ihren Opel weiterhin auf der Techno Classic in Essen.

Obgleich Born sich nun von seinem Opelmuseum verabschiedet, so bleibt seine Liebe zur Marke natürlich weiterhin bestehen und langweilig wird es ihm sicherlich auch nicht. Seine Frau und er werden sich weiterhin für die Herner Tafel engagieren. „Während unserer Zeit als Prinzenpaar von 2016 bis 2018 kamen wir über eine Benefizveranstaltung mit der Herner Tafel in Berührung und uns war klar, dass wir die Arbeit unterstützen wollen", sagt Hilmar Born. Erst kurz vor Ostern 2023 spendeten sie 200 Schoko-Osterhasen (halloherne berichtete).

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Abschließend führt er aus: „Wir können alle nicht die Welt retten, aber jeder kann seinen Beitrag leisten, sein Umfeld zu verbessern."

| Autor: Julia Blesgen
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