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An der Straße Im Sportpark ist der erste klimagerechte Parkplatz am Montag (16.1.2023) fertiggestellt worden.

Knapp 2.000 Quadratmeter versiegelte Parkplatzfläche wurden umgestaltet

Hernes erster Klimaparkplatz ist eröffnet

Nach fünf Monaten Bauzeit ist am Montag (16.1.2023) als Teil der Klimafolgenanpassung in Herne an der Straße Im Sportpark, der erste klimagerechte Parkplatz fertiggestellt worden.

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Knapp 2.000 Quadratmeter versiegelte Parkplatzfläche wurden so umgestaltet, dass durch eine gleichberechtigte Berücksichtigung von Grün und Wasser eine Abkühlung des Stadtklimas erreicht werden kann und frühere Hitzeinseln eine schattenspendende Begrünung erhalten. Entwickelt wurde das Projekt im Rahmen der Zukunftsinitiative Klima.Werk, dem gemeinsamen Netzwerk von Emscher-Kommunen und Emschergenossenschaft, zu dem auch die Stadt Herne gehört. Finanziert wurde der Umbau der Fläche zum klimagerechten Parkplatz mit einer Förderung des Landes Nordrhein-Westfalen.

Knapp 2.000 Quadratmeter versiegelte Parkplatzfläche wurden umgestaltet.

Die Stadt Herne hat das Konzept des Klimaparkplatzes so entwickelt, dass pro fünf Stellplätze ein Baum auf der Fläche gepflanzt wird. Die Stellplatzflächen sind mit einem versickerungsfähigen Pflaster hergestellt, die Baumstandorte als Baumrigolen konzipiert worden. So wird das anfallende Niederschlagswasser der Parkplatzflächen gesammelt und für die Wasserversorgung der Bäume genutzt. Die Modellierung des Parkplatzes als Mulde sowie der unterirdische Einbau von Füllkörperrigolen (Speicherkörpern) sorgt für eine temporäre Zwischenspeicherung und einen Retentionsraum für Niederschläge bei Starkregen. So kann auch die städtische Kanalisation entlastet werden.

Klimaparkplatz bietet 74 Stellplätze

„Der Klimaparkplatz bietet nach der Umgestaltung insgesamt 74 Stellplätze, von denen drei barrierefrei hergestellt worden sind. Die Erschließung erfolgt jetzt verkehrssicher über eine gemeinsame Zu- und Ausfahrt. Fußläufig kann der Klimaparkplatz über vier Zuwegungen, zwei davon barrierefrei, erreicht werden. Eine neue Fahrradabstellanlage mit zehn Abstellmöglichkeiten befindet sich nahe der Sporthalle im Sportpark“, beschreibt Stadtrat Karlheinz Friedrichs.

'Städte müssen klimarobust umgebaut werden'

Andreas Giga, Leiter der Serviceorganisation der Zukunftsinitiative Klima.Werk bei der Emschergenossenschaft: „Die Städte im Ruhrgebiet müssen klimarobust umgebaut werden - mit dem städtebaulichen Konzept der Schwammstadt. Durch verschiedene Maßnahmen wie zum Bespiel Dach- und Fassadenbegrünungen oder Flächenentsiegelungen wie hier beim klimagerechten Parkplatz müssen wir dafür sorgen, dass Regenwasser lokal aufgenommen und gespeichert wird, um vor Ort positiv fürs Mikroklima zu wirken.“

Nach gut fünf Monaten Bauzeit wurde der Parkplatz u.a. von Stadtrat Karlheinz Friedrichs (2.v.r.) eingeweiht.

Weiter führt er aus: „Je mehr Speicherkapazitäten und Ablaufflächen es für Niederschlag gibt, desto geringer ist auch das Gefährdungspotenzial von Starkregen. Je mehr Grün und damit Verdunstungsflächen es gibt, desto besser funktionieren Kühlung und Frischluftzufuhr“.

Zukunftsinitiative Klima.Werk

In der Zukunftsinitiative Klima.Werk arbeiten Emschergenossenschaft und Emscher-Kommunen zusammen an einer wasserbewussten Stadt- und Raumentwicklung, um die Folgen des Klimawandels abzumildern und die Lebensqualität in den Quartieren zu steigern. Der grün-blaue Umbau startete 2005 mit der Zukunftsvereinbarung Regenwasser (ZVR) und entwickelte sich 2014 zur Zukunftsinitiative „Wasser in der Stadt von morgen“ weiter, jetzt Zukunftsinitiative Klima.Werk. Unter dem Dach des Klima.Werks wird das Ruhrkonferenz-Projekt „Klimaresiliente Region mit internationaler Strahlkraft“ des Landes Nordrhein-Westfalen umgesetzt, an dem sich seit 2020 alle Wasserverbände der Region beteiligen. Die Förderkulisse des Projekts umfasst das Gebiet des Regionalverbandes Ruhr (53 Städte und Gemeinden).

In den klimafesten Wandel sollen bis 2030 rund 250 Millionen Euro investiert und in ausgewiesenen Gebieten 25 Prozent der befestigten Flächen abgekoppelt und die Verdunstungsrate um 10 Prozentpunkte gesteigert werden. Die Serviceorganisation der Zukunftsinitiative bei der Emschergenossenschaft setzt mit den Städten die Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung um. Weitere Informationen (auch zu Förderung von Projekten) auf www.klima-werk.de.

Von den 74 Stellplätzen sind drei barrierefrei.
| Quelle: Stadt Herne