Gelbe Tonne zur Probe ab Mai 2016

Gelbe Tonne.
Gelbe Tonne. Foto: Patrick Mammen

Entsorgung Herne will ab Mai 2016 in ausgewählten Stadtteilen die Gelbe Tonne aufstellen. Das sagte Horst Tschöke, Geschäftsführer der neu gegründeten Firma Wertstoffrecycling eh GmbH (halloherne berichtete) am Dienstag (15.12.2015). 4.000 Tonnen sollen in den Stadtteilen Elpeshof, Pantringshof, Börnig und in Alt-Holthausen aufgestellt werden. "Die Tonne kommt, egal ob die Bürger sie für ihren Haushalt haben wollen - oder nicht", so Tschöke. Es gehe darum, ein Testgebiet zu haben, das verlässliche Daten liefert. "Die Tonne wird kostenfrei sein." - genauso wie die Gelben Säcke.

Horst Tschöke.
Horst Tschöke. Foto: Patrick Mammen

Die Tonne wird in diesen Stadtteilen den Gelben Sack ersetzen, den es seit 1992 in der Stadt gibt. "In die Tonne können die gleichen Kunststoff-Materialien gepackt werden, wie sie in die Säcke kommen. Zum Beispiel Spül-Schüsseln oder Kinderspielzeug, aber auch Altmetall, wie Bratpfannen oder Töpfe", so Tschöke. Bis 2018 soll der Versuch laufen. Die Wertstoffrecycling wird in dieser Zeit testen wie die Tonne von den Bürgern angenommen wird.

Glebe Säcke.
Gelbe Säcke. Foto: Wolfgang Quickels

Es gehe auch um die Einnahmen, die mit dem recycelbaren Material gemacht werden können, die die Wertstoffrecycling damit erzielen wird, so Tschöke. "Wenn der Versuch ein Erfolg wird, möchten wir erreichen, dass die Gelbe Tonne in der gesamten Stadt eingeführt wird." Dazu müsse sich die Verwaltung bereit erklären, außerdem stünden dann auch noch Verhandlungen mit dem Dualen System Deutschland an. Der Geschäftsführer geht davon aus, dass die Tonne vor vielen Wohn-Häusern und Liegenschaften Platz finden wird. "Natürlich wird es auch Ausnahmen geben, falls es tatsächlich keinen Platz für die Tonne geben sollte." Dort könne man dann weiter auf den Gelben Sack zurückgreifen. Tschöke ist der Meinung, dass die Sammlung von wiederverwertbaren Rohstoffen Sache der Kommunen sein sollte. Die Verwertung solle dann von der Privatwirtschaft übernommen werden. "Das Wertstoff-Gesetz, an dem zurzeit gearbeitet wird, hat dazu bisher keine vernünftige Grundlage geliefert."