Erlhöfer zu Personaldiskussionen

Stellungnahme

Dirk W. Erlhöfer.
Dirk W. Erlhöfer. Foto: Monika Lawrenz, Thomas Stelzmann

Die Wirtschaft in der Rezession, die geopolitische Lage zunehmend instabil, drohende Handelskriege auf der ganzen Welt, Europa in der Krise – und Deutschlands Regierungsparteien? Zermürben sich in internen Personaldebatten, der Suche nach künftigen Vorsitzenden und einem „ideologischen Richtungsstreit“. „Zurück zur Sacharbeit“, fordert deshalb Dirk W. Erlhöfer, Hauptgeschäftsführer der Arbeitgeberverbände Ruhr/Westfalen mit Sitz in Bochum. „Unsere Wirtschaft ist gerade jetzt auf eine stabile politische Lage angewiesen. So turbulent und unvorhersehbar die vergangenen Jahre und die zurückliegenden Wahlen mit dem Erstarken der AfD auch waren: sie kamen zu einer Zeit, in der die Wirtschaft brummte und die Unternehmen stabile Zahlen einfuhren. Das ändert sich gerade“, mahnt Erlhöfer.

Auch in Gesprächen mit Unternehmern stelle er fest, dass gerade jetzt – in einer Zeit, in der Aufträge, Umsätze und Produktion zurückgehen - ein verlässlicher politischer Rahmen wichtiger denn je seien. „Der Brexit beschäftigt die Unternehmen der Region ebenso wie weltweit drohende Handelskonflikte, von denen unsere exportorientierte Industrie besonders betroffen wäre. Wenn um uns herum die Lage unberechenbarer wird, müssen wir in Deutschland unsere Wirtschaft stärken“, so Erlhöfer. Dazu zählten unter anderem Investitionen in den Standort Deutschland, Bürokratieabbau und flexiblere Arbeitszeit-Regelungen für Unternehmen.

„Ich fordere die Regierungsparteien in Land und Bund auf, endlich zur Sacharbeit zurückzukehren. Denn nur so überzeugen wir die Bürgerinnen und Bürger, verhindern weiter steigenden Politikverdruss und wehren uns gegen das schleichende Gift der AfD. Was passieren kann, wenn wirtschaftliche Krise und Politik(er)verdrossenheit zusammenkommen, haben wir in Deutschland schon einmal erleben müssen“, so Erlhöfer abschließend.

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