Erfassung des Zustands der Radwege beginnt

2.500 Kilometer Strecke untersucht Straßen.NTW

Der Hauptweg im Revierpark Gysenberg in Herne (NW), am Sonntag (28.02.2021).
Straßen.NRW untersucht die Beschaffenheit der Radwege im Ruhrgebiet. Foto: Stefan Kuhn

Bochum. Über 2.500 Kilometer Radwege hat der sogenannte Laser-Buggy in diesem Jahr bereits in Ostwestfalen-Lippe und im Münsterland kontrolliert. Ab Dienstag (7.9.) patrouilliert das Gefährt auf nutzungspflichtigen Radwegen entlang von Landes- und Bundesstraßen im Bereich der Straßen.NRW-Regionalniederlassung Ruhr, zum Beispiel entlang der B1 in Mülheim an der Ruhr, der B227 in Essen, Heiligenhaus und Ratingen, der B236 in Werne und Selm oder der L607 in Dorsten. Über 600 Kilometer zusätzlich werden nach knapp vier Wochen dann auf dem Tacho des ungewöhnlichen Gefährts stehen. Kontrolliert werden neben reinen Radwegen auch gemeinsame Geh- und Radwege außerhalb der sogenannten Ortsdurchfahrten.

In den vergangenen Wochen haben die Mitarbeiter der Straßenmeistereien gezielt an den zu kontrollierenden Strecken den Bewuchs auf den Grünstreifen zurückgeschnitten, zudem werden die Fahrbahnen der Radwege kurz vor der Kontrollfahrt nochmals gesäubert. Denn der Laser-Buggy soll auch kleinere Schäden, die zum Beispiel durch Baumwurzeln oder starken Frost verursacht wurden, erkennen und dokumentieren. Dafür ist das Quad-ähnliche Fahrzeug mit diversen technischen Geräten ausgerüstet. Da sind zunächst die Laser, mit denen die Strecke lückenlos abgetastet wird, so dass ein Längsprofil des jeweiligen Weges erstellt werden kann. Zum anderen verfügt das Fahrzeug über eine senkrecht auf die Fahrbahnoberfläche filmende, hochauflösende Kamera, die Schäden lückenlos dokumentieren kann. Zusätzlich erfassen Front- und Rückkameras die nähere Umgebung, also zum Beispiel den Bewuchs entlang der Strecke oder kreuzende Wege und Straßen.

„Nach der Erfassung durch den Laser-Buggy werden wir ganz genaue Daten über den Zustand all unserer Radwege haben und somit in der Lage sein, gezielte Sanierungsmaßnahmen vorzunehmen. Natürlich sind unseren Streckenwarten die Schäden an den Radwegen in ihrem Bereich bekannt, aber mit der Zustandserfassung erhalten wir ein nochmal präziseres und auch umfassenderes Bild“, sagt Ann-Christin Padberg, zuständig für die Straßenmeistereien Marl und Unna.

Die Ergebnisse der Kontrollfahrten werden in sogenannten Zustandskarten festgehalten, die voraussichtlich im Laufe des kommenden Jahres vorliegen werden. Auf der Basis dieser detaillierten Informationen kann Straßen.NRW notwendige Erhaltungsmaßnahmen an seinen Radwegen besser planen und effektiver durchführen.

Quelle: