Einbrecherbande zerschlagen

Durchsuchung in Herne

Diebesgut.
Diebesgut. Foto: Polizei Osnabrück
Schlag- und Stichwaffen.
Schlag- und Stichwaffen. Foto: Polizei Osnabrück

Osnabrück/Herne. Die Zentrale Ermittlungsgruppe Wohnungseinbruchdiebstahl (ZEG WED) der Polizeidirektion Osnabrück konnte bei einer groß angelegten Durchsuchungsaktion am Dienstag (8..1. 2019) in Zusammenarbeit mit Spezialkräften der Polizei Niedersachsen sowie in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Osnabrück zahlreiches Diebesgut sichestellen. Darunter zum Teil hochwertiger Schmuck, über 15.000 Euro Bargeld, wie auch professionelles Einbruchswerkzeug, Falschgeld in Höhe von 5.000 Euro, mehrere Waffen (Messer, Pistole, Schlagstöcke) und mehrere elektronische Geräte wie Handys und Laptops sicherstellen.

Diebesgut im Auto.
Diebesgut im Auto. Foto: Polizei Osnabrück

Auffällig: Gut 1,5 Kg Schmuck hatten die Täter in einer Socke, versteckt im Pkw, deponiert. Insgesamt wurden 17 Objekte in Osnabrück, Herne (Nordrhein-Westfalen) und Georgsmarienhütte durchsucht. Neun Tatverdächtige, die als Bande für mehr als 15 Einbrüche in Frage kommen, konnten ermittelt werden. Mangels Haftgründen befinden sie sich derzeit alle auf freien Fuß.

Diebesgut.
Diebesgut. Foto: Polizei Osnabrück

Seit Januar 2018 hatte die ZEG WED aufgrund eines anonymen Hinweises umfangreiche Ermittlungen wegen des Verdachts des schweren Bandendiebstahls aufgenommen. Der Verdacht richtet sich gegen eine Familie aus dem Bereich Georgsmarienhütte. Der Kopf der Bande hatte die Einbrüche überwiegend nicht selbst begangen. Er kümmerte sich in erster Linie um die Unterbringung der Mittäter, Logistik und um die Aufteilung der Beute. Seine Bandenmitglieder heuerte er aus europäischen Nachbarstaaten wie Schweden, Österreich und Bosnien-Herzegowina an. Im Zuge der weiteren Ermittlungen stellten die Ermittler fest, dass insbesondere ältere und teilweise pflegebedürftige Menschen Opfer dieser Bande geworden sind.

Die ZEG WED konnte seit ihrer Gründung Mitte Oktober 2016 schon 12 Einbrecherbanden das Handwerk legen. Auch konnten bereits mehr als 70 Tatverdächtige ermittelt werden. Der Gesamtschaden des Diebesguts aus den aufgeklärten Einbrüchen beläuft sich mittlerweile auf über 1,3 Millionen Euro. Da der Schmuck teilweise sehr individuelle Merkmale aufweist, hoffen die Ermittler auf Hinweise aus der Bevölkerung, auch im Hinblick auf die Zuordnung des Diebesguts unter Tel 0541/3274422. Die Ermittlungen dauern an.

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