Die Bremer Stadtmusikanten

Familienstück für alle ab vier Jahren

Die WLT-Stadtmusikanten (v.l.): Luisa Cichosch, Anja Müller, Kristoffer Keudel, Anne Noack, Chris Carsten Rohmann, Thyra Uhde, Vincent Bermel und Mark Plewe.
Die WLT-Stadtmusikanten (v.l.): Luisa Cichosch, Anja Müller, Kristoffer Keudel, Anne Noack, Chris Carsten Rohmann, Thyra Uhde, Vincent Bermel und Mark Plewe. Foto: Volker Beushausen

Der renommierte Dramatiker Philipp Löhle (u.a. „Genannt Gospodin“ am Schauspielhaus Bochum) hat das Grimmsche Märchen „Die Bremer Stadtmusikanten“ als musikalisches Familienstück für alle Menschen ab vier Jahren bearbeitet. In der Ausstattung von Anja Müller inszeniert Kristoffer Keudel am Westfälischen Landestheater Castrop-Rauxel, Premiere ist am Samstag, 24. Oktober 2020.

Vier furchtlose Tiere machen sich auf den Weg nach Bremen. Der alte Esel (Mark Plewe) findet, dass er lange genug die schweren Säcke beim Müller getragen hat. Nun wird es Zeit für den spaßigeren Teil des Lebens. Fortan möchte er sein Futter als Musiker verdienen. Unterwegs in die große Stadt trifft er einen alten Jagdhund (Anne Noack), der ein begnadeter Schlagzeuger ist. Zu ihrem Glück fehlen ihnen nur noch eine gemütliche Katzendame (Luisa Cichosch) und ein stimmgewaltiger Hahn (Chris Carsten Rohmann). Das musikalische Quartett kommt allerdings gar nicht in Bremen an. Auf ihrem Weg machen sie im Wald an einem Räuberhaus halt. Mit einer List und viel Musik vertreiben die Tiere die Räuberbande (in weiteren Rollen: Vincent Bermel und Thyra Uhde) und die Stadtmusikanten finden im Wald ein schönes, neues Zuhause.

Philipp Löhle, Hausautor am Maxim Gorki Theater in Berlin, am Nationaltheater Mannheim, am Staatstheater Mainz und seit der Spielzeit 2019/20 am Staatstheater Nürnberg des früherem Dortmunder Opernchefs Jens Daniel Herzog, hat ein optimistisches Plädoyer geschrieben für mehr Mitgefühl in einer leistungsorientierten Gesellschaft. Und für Tiere, die in Sachen Menschlichkeit die Nase - Verzeihung: Schnauze - vorn haben. Seine Tierwelt, uraufgeführt am 30. Oktober 2019 von den Westfälischen Kammerspielen Paderborn, glänzt durch lautmalerischen Sprachwitz und temporeiche Situationskomik.

Weihnachten 1812 brachten Jacob und Wilhelm Grimm ihre erste Sammlung von Kinder- und Hausmärchen heraus, die noch heute Kinder- und Erwachsene zugleich begeistern. Sie sammelten über 200 Märchen und Legenden, die von Generation zu Generation weitererzählt worden waren. So erhielten sie die mündlich überlieferten Volkserzählungen als deutsches Kulturgut für die Ewigkeit. Im Alter von 73 Jahren starb Wilhelm 1859 und vier Jahre später auch Jacob. Doch durch ihren weltberühmten Märchenschatz sind sie nahezu unsterblich geworden.

Regisseur Kristoffer Keudel, in Rotenburg bei Hamburg geboren, absolvierte in Schweden eine Theaterschule und erwarb mit einer Hörspielregiearbeit sein Diplom mit Auszeichnung an der Bauhaus-Universität Weimar. Schauspielengagements führten ihn nach Bremen, Weimar sowie zwischen 2008 und 2012 nach Castrop-Rauxel, wo er am WLT auch als Regieassistent tätig war. Anschließend wechselte er als Schauspieler und Spielleiter ans Theater Hof.

Beide Premieren-Vorstellungen am 24. Oktober 2020 (15 und 17 Uhr im WLT-Studio Castrop-Rauxel) sind ausverkauft, für die zwei Vormittagsaufführungen am 15. Dezember 2020 gibt es noch Restkarten. Weitere Vorstellungen: 3. Januar 2021 um 15 Uhr im WLT-Studio und am 29. Januar 2021 um 15 Uhr im Städt. Saalbau Witten. mehr Info

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Sonntag, 03. Januar 2021, um 15 Uhr Westfälisches Landestheater Castrop-Rauxel , Europaplatz 10 , 44575 Castrop-Rauxel
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