Corona-Verbesserungen gefordert

Grüne Fraktion zur aktuellen Corona-Situation

Die Grünen.
Die Fraktion der Grünen ist mit der Umsetzung des Corona-Maßnahmenpakets noch nicht zufrieden (Symbolbild). Foto: halloherne

Die Grüne Fraktion begrüßt, dass die Stadt zunehmend Vorschläge aus dem im April vorgestellten Maßnahmenpaket umsetzt, teilte sie am Mittwochabend (5.5.2021) mit (halloherne berichtete). Angesichts weiterhin hohen Infektionszahlen sowie der jetzt erkennbar anlaufenden Impfstoffzuteilung sollten laut der Fraktion weitere Maßnahmen und Verbesserungen bei der Organisation durchgeführt werden.

Deshalb schlägt die Grüne Fraktion folgende Punkte vor:

"1. Uns erreichen weiterhin Beschwerden bezüglich der telefonischen Erreichbarkeit des Fachbereichs Gesundheitsmanagement. Menschen mit einem positiven Schnelltest wissen nicht, an wen sie sich wenden sollen. Dies führt dazu, dass positive Schnelltests ggf. ignoriert werden. Wir erwarten eine bessere Kommunikation der Nummer des Info-Telefons und eine Besetzung auch an Wochenenden.

2. Landesweit zeigt sich, dass die Infektionszahlen nicht gleichmäßig über die Städte verteilt sind. Arme Städte wie Herne, sind besonders stark von Covid-19 betroffen. Innerhalb der Stadt zeigen sich Stadtteile mit besonders hohen Inzidenzen. Hier leben oft Menschen in prekären Arbeits- und Wohnverhältnissen, häufig kommen bildungsferne und Sprachprobleme hinzu.

Da in Herne die Impfung der Priorisierungsgruppe 2 noch nicht abgeschlossen ist und Menschen in sozial schwierigen Lagen erst in Gruppe 3 geimpft werden können, fordern wir die Stadt auf, schon jetzt eine Aufklärungskampagne zum Impfen zu starten, ggf. mit Sprachvermittlern vor Ort. Sobald ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht, sollte in diesen Stadtteilen mobil geimpft werden.

3. Auch langzeitarbeitslose Menschen gehören zur Priorisierungsgruppe 3. Wir fordern, dass Menschen in Grundsicherung, die Arbeitsgelegenheiten wahrnehmen, an ihrem Arbeitsplatz geimpft werden.

Start für die Corona-Schutzimpfung in Herne (NW), am Sonntag (27.12.2020). Am späten Vormittag wurden im Altenheim am Koppenbergs-Hof rund 100 Bewohner und rund 70 Mitarbeiter zum ersten Mal mit dem zugelassenen Impfstoff von BionTech/Pfizer geeimpft.
Die Grüne Fraktion fordert u.a. dezentrale Impfeinrichtungen, wenn mehr Impfstoff zur Verfügung steht. Foto: Stefan Kuhn

4. Die Mengen an Impfstoff werden stetig zunehmen und somit die Impfkampagne an Fahrt aufnehmen. Wir rechnen damit, dass die Impfkapazitäten von Impfzentrum und niedergelassenen Ärzten nicht ausreichen wird. Wir fordern daher die Einrichtung von dezentralen Impfeinrichtungen vor! Diese können sich z.B. in Räumen von Religionsgemeinschaften oder städtischen Gebäuden befinden. Die Planung sollte jetzt starten, da die Örtlichkeiten bestimmten Anforderungen genügen müssen.

5. Herne leidet unter einer besonders hohen Inzidenz an Covid-19 infizierten, auch die Todesrate ist im Vergleich hoch. Wir fordern den Oberbürgermeister auf, beim Land mehr Impfstoff zu beantragen.

6. In Herne sind Antigen-Schnelltests zu Sitzungen bürgerschaftlicher Gremien freiwillig. Wir fordern einen verpflichtenden Schnelltest oder einen Immunitätsnachweis von allen, die an Sitzungen teilnehmen."

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