Andrea Behnke liest aus 'Die Verknöpften'

Andrea Behnke liest aus ihrem Roman.
Andrea Behnke liest aus ihrem Roman. Foto: Veranstalter

Die Verantwortlichen der Integrationsagentur ZIVA – Zusammen für Integration und Vielfalt, gegen Antisemitismus der Jüdischen Gemeinde Bochum-Herne-Hattingen K.d.ö.R. laden zur Autorinnenlesung ein. Andrea Behnke liest am Donnerstag, 20. Mai 2021, um 17 Uhr aus ihrem Roman 'Die Verknöpften' über die Online-Plattform Zoom.

Die Lesung ist für Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren geeignet, sowie für Familien und alle Interessierten. Die Teilnehmendenzahl ist begrenzt, um eine frühzeitige Anmeldung wird daher gebeten. Zugangsdaten erhalten die Teilnehmenden nach Anmeldung unter j.mantoan@jg-bochum.de. Eine Anmeldung über die Webseite des Freundeskreises Synagoge Bochum-HerneHattingen ist zeitnah ebenfalls möglich.

Darum geht es im Roman

Bochum 1938: Liselotte, Leon, Minna und Hildegard sind eng befreundet. Nichts kann die Verknöpften, die mit Freundschafts-Armbändern verbunden sind, trennen. Doch in der Zeit vor dem Krieg ist nichts, wie es war. Von Woche zu Woche verändert sich das Leben von Liselotte und den anderen immer mehr. Hildegard, die als Einzige nicht die jüdische Schule besucht, darf ihre beiden Freundinnen und ihren Freund nicht mehr treffen. Nach einer dunklen Novembernacht ist sogar die Schule geschlossen. Und Liselotte hört von einem Schiff, mit dem Minna und ihre Eltern wegfahren … Nur die beliebte und engagierte Lehrerin Fräulein Hirschberg ist ein Anker in diesen dunklen Zeiten.

Was hält Freundschaft aus? Wie viel kann das Freundschafts-Armband mit dem schönen Knopf zusammenhalten? Eine berührende Geschichte aus der Vergangenheit.

Was Andrea Behnke, Autorin und Schriftstellerin aus Bochum, in ihrem Roman „Die Verknöpften“ geschrieben hat, ist eine berührende Geschichte für Kinder und Jugendliche. Doch nicht alles, was dort geschrieben steht, ist der Fantasie der Autorin entsprungen: Fräulein Hirschberg liegt ein reales Vorbild zugrunde, die Bochumer Lehrerin Else Hirsch. Und auch die Zeit des Nationalsozialismus mit seinem grassierenden Antisemitismus ist, so wissen wir es alle, wahr. Auch vor Bochum machte diese Zeit nicht Halt, sehr zum Leidwesen von fast 600 Bochumer Juden. Sie wurden, wie mehr als sechs Millionen anderer, Opfer der Shoah. Unter ihnen viele Kinder. Else Hirsch tat ihr Bestes, möglichst viele der jüdischen Kinder Bochums zu retten. Das tat sie bis zu ihrem Tod, vermutlich 1943 im Ghetto Riga. Unlängst wurde die Geschichte dieser mutigen Frau, die viele ihrer Zeitgenossen als unscheinbar beschrieben, festgehalten, was nicht nur mittels dieses Romans auch Andrea Behnke zu verdanken ist. Denn wer über Else Hirsch informiert werden will, kommt an Andrea Behnke nicht vorbei.

ZIVA ist gemeinsam mit den Servicestellen SABRA und ADIRA sowie der Integrationsagentur der Synagogengemeinde Köln Teil des Kompetenzverbunds Antisemitismus. Die Lesung wird unterstützt durch den Freundeskreis Synagoge Bochum-Herne-Hattingen.

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Donnerstag, 20. Mai 2021, um 17 Uhr
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