Mondtritter fordern Entschuldigung

von der Stadtmarketing GmbH

Die Mondritterschaft Wanne-Eickel.
Die Mondritterschaft Wanne-Eickel. Foto: Veranstalter

Die Mondritterschaft um Horst Schröder fordert von der Stadtmarketing GmbH eine Enschuldigung. Zum Hintergrund: Horst Schröder hatte angeprangert, dass die aktuelle Zählweise der Cranger Kirmes auf die NS-Zeit zurück ginge. Schröder: „Die Nazis haben 1935 die 500. Cranger Kirmes gefeiert, und das aus Propaganda-Gründen. Sie wollten dieses 'Jubiläum' mit einer Massenveranstaltung feiern.“ Die Stadtmarketing GmbH hatte Schröder die Absicht unterstellt, mit diesem Hinweis einzig und allein seine eigene Publicity zu fördern.

Zu diesem Vorwurf äußern sich die Mondritter wie folgt: „Wir nehmen als Mitbetroffene Stellung zur Meinungsäußerung der Stadtmarketing Herne GmbH gegen Horst Schröder (Mondritter). Unser Verein, der sich seit seiner Gründung im Oktober 2010 und auch als Gemeinschaft davor ehrenamtlich für die Menschen in Herne und Wanne-Eickel einsetzt, wurde ganz bestimmt nicht unter dem Aspekt gegründet, eigene Ziele zu verfolgen oder der Selbstdarstellung wegen. Diesen Vorwurf weisen wir entschieden und in aller Deutlichkeit zurück und unterstützen die von Horst Schröder geforderte Entschuldigung seitens der Stadtmarketing Herne GmbH auf Grund ihrer Aussage. Unsere Aktionen, wie etwa das Seepferdchen-Projekt in Kooperation mit der DLRG, Einladung der Kinder aus den Kinderheimen unserer Stadt und Umgebung zur Cranger Kirmes oder auch der Mond-Weihnachtsmarkt in Kooperation mit dem Emschertal Museum Unser Fritz der Stadt Herne, um nur ein paar Beispiele zu nennen, sind stets für Herne und Wanne-Eickel ausgerichtet. Unsere Medienpräsenz dient keinesfalls eigenen Vorteilen und der von Horst Schröder, der alle Aktivitäten im Namen der Mondritterschaft durchführt, schon gar nicht. Nicht von ungefähr wurde ihm 2017, beschlossen durch den ältesten Rat der Stadt Herne, für sein Engagement die Ehrennadel der Stadt Herne von Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda überreicht."

Mit seinem Hinweis auf die Zeitrechnung steht Schröder keinesfalls alleine da. Dieser Hinweis wurde schon im Jahr 2013 von dem Historiker Ralf Piorr bestätigt, der in seinem Buch - Historischer Stadtführer - schrieb: „In Sachen Cranger Kirmes griffen die NSDAP-Kreisleitung und die Stadtverwaltung in die Trickkiste. Warum sollte man nicht 1935 das 500. Kirmesjubiläum begehen?“ weiter heißt es darin: „Die Spekulationen divergieren zwischen mehreren Jahrzehnten bis hin zu über einem Jahrhundert.“ An anderer Stelle heißt es: "Dass das 500-jährige Jubiläum willkürlich gewählt wurde, gab 1935 sogar der Arbeitsausschuss zu." Laut Piorrs Buch stammt der erste wirkliche Quellenbeleg aus einem Rechtsstreit, der um 1702 geführt wurde.

Ein anderer Hinweis könnte sein, das am 10. August 1449 der Erzbischhofvon Köln nach Crange kam, um die neu erbaute Kapelle zu weihen (halloherne berichtete).

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