Zwei weitere Talentschulen für Herne

Anfang des Jahres haben Schüler aus dem 10. und 11. Jahrgang der Mont-Cenis-Gesamtschule die Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus aus Herne und Wanne-Eickel gestaltet, zu der Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda ins Kulturzentrum eingeladen ha
Mont-Cenis-Gesamtschule wird Talentschule. Foto: Veranstalter

Mit dem Gymnasium Wanne und der Mont-Cenis-Gesamtschule haben zwei weitere Herner Schulen die Zusage zur Teilnahme am Schulversuch Talentschulen NRW erhalten. Eine Fachjury nahm die aussagekräftigen Bewerbungen an, sodass neben der schon in der ersten Runde ausgewählten Realschule Crange nun drei Schulen am landesweiten Schulversuch teilnehmen. Die Aufnahme der beiden Schulen ist ein starkes Signal für die Talentförderung in Herne und Auftrag für die Stadt Herne die Schulen weiterhin zu unterstützen. Zu dem schließt der Schulversuch Talentschulen NRW an die erfolgreichen kommunalen Gesamtkonzepte zur Schulsozialarbeit und kulturellen Bildung für einheitliche sowie gemeinsame Standards an.

Durch den Erfahrungstansfer aus dem Schulversuch Talentschulen NRW wird die gesamte Herner Schul- und Bildungslandschaft profitieren. Eine Kooperationsvereinbarung zwischen Schulträger, Schulen und Talentkolleg Ruhr soll die Vernetzungsaktivitäten verstärken, die Öffnung von Schule im Sozialraum zielführend ausbauen und gleichzeitig die Schulentwicklung im Schulversuch Talentschulen unterstützen. Diese Erkenntnisse fließen positiv in die Bildungs- und Schullandschaft ein.

Bildungsdezernentin Gudrun Thierhoff.
Bildungsdezernentin Gudrun Thierhoff. Foto: Carola Quickels

Hernes Bildungsdezernentin Gudrun Thierhoff ist sehr erfreut über die erfolgreichen Bewerbungen. „Herzlichen Glückwunsch an die beiden Schulen, die es mit ihren hervorragenden Konzepten zur kulturellen Bildung geschafft haben, nun auch als Talentschule ausgewählt zu sein. Ich freue mich sehr, dass wir mit zwei weiteren Talentschulen vor Ort nun mit insgesamt drei Schulen nicht nur in den ausgewählten Schulen selbst, sondern insgesamt ein Netzwerk an schulischer kultureller Bildung ausbauen können und dieses sich hervorragend in das gesamtstädtische Konzept der kulturellen Bildung einfügt. Die Auszeichnung Talentschule ist insofern ein Mehrwert für jede einzelne Schule und ein Mehrwert für die Weiterentwicklung der kulturellen Bildung in Herne", erklärt die Stadträtin

Heike Bennet, Schulleiterin des Gymnasiums Wanne sagt: „Wir alle - Kollegium und Schulleitung - freuen uns sehr, dass sich das Gymnasium Wanne in Zukunft Talentschule nennen darf. Am Gymnasium Wanne leben und lernen Menschen aus über 30 verschiedenen Nationen friedlich und respektvoll miteinander. Vor diesem multikulturellen Hintergrund können sich - unserer pädagogischen Überzeugung nach - ganz besondere Chancen zu einer gelingenden Integration von Schülern, zur Schaffung individuellen Bildungserfolgs und sozialer Chancengleichheit eröffnen. Diese Ziele können wir nunmehr mit den im Schulversuch Talentschulen in Aussicht gestellten Ressourcen in der von uns geplanten Intensität angehen. Wir möchten unser Team mit zusätzlichen Lehrkräften verstärken, damit mehr Zeit für individuelle Förderung bleibt. Wir hoffen auf eine Ausstattung mit zusätzlichen Räumen für Beratung und Differenzierung und vor allem eine Stärkung der digitalen Ausstattung durch unseren Schulträger. Von der geplanten wissenschaftlichen Begleitung erhoffen wir uns zusätzliche Impulse für die Schulprogrammarbeit und für die dauerhafte Implementierung unserer Vorhaben. Nicht zuletzt geht es uns mittelbar natürlich auch um eine Quartiersentwicklung hier in Wanne, damit die enge Korrelation zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg entschärft werden kann.“

Sylke Reimann-Perez.
Sylke Reimann-Perez. Foto: Stefan Kuhn

Sylke Reimann-Perez, Schulleiterin der Mont-Cenis-Gesamtschule,erklärt: „Unsere Freude ist riesengroß! Diese Anerkennung spornt uns an, unseren erfolgreichen Weg mit unseren Schülern, Lehrern, unseren Eltern und allen unseren Freunden weiterzugehen. Besonders freuen wir uns darüber, dass wir als Talentschule nun noch bessere Unterstützung und Ressourcen für einen weiterhin gelingenden Schulentwicklungsprozess erhalten. Die Rückmeldungen der bereits als Talentschulen geförderten Schulen sind vielversprechend und zeigen, dass sie sich in Richtung einer guten Schule der Zukunft entwickeln. Das wollen wir auch.“

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