Zugverkehr bleibt weiter stark beeinträchtigt

Aufgrund der Unwetters in NRW und Rheinland-Pfalz

Deutsche Bahn Symbolbilder
Der Zugverkehr in NRW und Rheinland-Pfalz bleibt durch die Folgen der extremen Niederschläge weiterhin massiv beeinträchtigt Foto: Deutsche Bahn AG / Volker Emersleben

Der Zugverkehr in NRW und Rheinland-Pfalz bleibt durch die Folgen der extremen Niederschläge weiterhin massiv beeinträchtigt. Zahlreiche Strecken sind komplett gesperrt oder nur eingeschränkt befahrbar. Die Wassermassen haben Gleise, Weichen Signaltechnik, Bahnhöfe und Stelle in vielen Landesteilen von NRW und Rheinland-Pfalz stark beschädigt.

In NRW sind Gleise auf einer Länge von rund 600 Kilometern betroffen. Nach wie vor gibt es insbesondere für die besonders betroffenen Regionen kein umfassendes Lagebild. Mitarbeitende der DB und von beauftragten Firmen sind weiter ununterbrochen dabei, die Schäden zu begutachten. Mit Hubschraubern werden Strecken erkundet. Wo immer es die Gegebenheiten vor Ort möglich machen, laufen bereits erste Reparaturen. Ein komplettes Lagebild und eine genaue Prognose über die Dauer aller notwendigen Reparaturarbeiten ist jedoch erst möglich, wenn das Wasser weiter abgeflossen sowie Schlamm und Geröll abgetragen worden sind. Doch schon jetzt zeigt sich, dass die Wassermassen die Eisenbahninfrastruktur in vielen Landesteilen schwer beschädigt haben.

Der Nahverkehr ist in NRW und in Teilen von Rheinland-Pfalz stark beeinträchtigt. Aufgrund gesperrter Strecken verkehren zahlreiche S-Bahn- und Regionallinien weiterhin nicht oder nur eingeschränkt. Ersatzverkehre mit Bussen sind, soweit es die Straßenverhältnisse zulassen, eingerichtet. Seit kurzem ist Wuppertal von Köln aus wieder mit Regionalzügen erreichbar.

Im Fernverkehr der Deutschen Bahn gibt es die folgenden Einschränkungen: Die Strecke Köln–Düsseldorf–Essen–Dortmund ist nur mit erheblichen Einschränkungen befahrbar. Teilweise kommt es hier zu Umleitungen mit Verspätungen und/oder Zug- bzw. Haltausfällen. Die ICE von Berlin fahren jetzt über Düsseldorf hinaus bis nach Köln beziehungsweise von dort nach Berlin. Ab morgen halten die Züge auch wieder in Bochum und Düsseldorf Flughafen.

Der Abschnitt Wuppertal–Hagen–Dortmund ist derzeit nicht befahrbar. Auf dieser Verbindung fallen die Züge aus. Die Strecke Köln–Koblenz über Bonn Hbf. kann noch nicht wieder befahren werden. Der Abschnitt Köln–Koblenz über Bonn-Beuel auf der rechten Rheinseite ist befahrbar. Züge von/nach Hamburg werden zwischen Köln und Münster über Neuss umgeleitet und halten nicht in Düsseldorf. Es kommt zu Verspätungen. Der internationale Fernverkehr von/nach Brüssel ist immer noch unterbrochen, da auch in Belgien zahlreiche Strecken gesperrt sind. Die betroffenen Fernverkehrszüge fallen zwischen Köln Hbf. und Bruxelles-Midi aus.

Reisende müssen sich auch in den nächsten Tagen auf Verspätungen und Zugausfälle in NRW und Rheinland-Pfalz einstellen und werden gebeten zu prüfen, ob Fahrten verschoben werden können. Für die vom Extremwetter betroffenen Regionen behalten daher alle für den 14. bis 19. Juli 2021 gebuchten Tickets für den Fernverkehr ihre Gültigkeit und können entweder kostenfrei storniert oder bis eine Woche nach Störungsende flexibel genutzt werden. Sitzplatzreservierungen können umgetauscht werden. Betroffene Reisende, die ihre bereits gebuchte Reise nicht antreten möchten, können ihre Tickets kostenlos zurückgeben.

Die DB empfiehlt allen Reisenden, sich vor Fahrtantritt über die DB-Auskunftsmedien www.bahn.de/aktuell, dem DB Navigator sowie unter bahn.de zu informieren. Für Informationen zur aktuellen Lage im Zugverkehr hat die Deutsche Bahn zudem eine kostenlose Sonder-Hotline eingerichtet: 08000 99 66 33.

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