Wohnungsbrand und Kellerbrand

Beides an der Saarstraße

Bei der Leitstelle der Feuerwehr ging am Donnerstag (3.9.2020, 23 Uhr) ein Anruf ein, bei dem die Anruferin angab, einen lauten Knall in der Wohnung über ihr gehört zu haben. Während des Gespräches hörte der Disponent im Hintergrund das Piepen mehrere Rauchmelder. Daraufhin wurden beide Löschzüge der Berufsfeuerwehr zur Einsatzstelle entsandt.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte wurde der Brand zunächst nicht sofort erkannt, da sich die Brandwohnung auf der Rückseite des Gebäudes befand. Bei der Erkundung stellte die Feuerwehr einen Vollbrand in einer Wohnung im dritten Obergeschoss fest. Flammen schlugen bereits aus dem Fenster. Alle Anwohner hatten zu diesem Zeitpunkt bereits das Gebäude verlassen.

Sofort wurden mehrere Atemschutztrupps zur Brandbekämpfung eingesetzt, gleichzeitig musste eine Drehleiter auf der Rückseite im Außenangriff eingesetzt werden. Unterstützt wurden die Einsatzkräfte durch die Freiwillige Feuerwehr, die auch den Grundschutz im Stadtgebiet sicherstellten.

Aufgrund der enormen Brandlast in der Wohnung und den damit verbundenen extremen Temperaturen gestalteten sich die Löschmaßnahmen sehr aufwendig. Sieben Personen und ein Hund wurden durch den Notarzt untersucht. Ein Transport ins Krankenhaus war nicht erforderlich. Die gesamte Wohnung musste für die abschließende Brandbekämpfung ausgeräumt werden. Die Arbeiten zogen sich bis in den Freitagmorgen hinein. Das Haus ist nicht mehr bewohnbar.

Kellerbrand

Noch während der Brandbekämpfung meldeten mehrere Anrufer einen Kellerbrand, ebenfalls auf der Saarstraße circa 200 m von der ersten Einsatzstelle entfernt. Sofort wurden Einsatzkräfte vom laufenden Einsatz zum Kellerbrand geschickt und weitere Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr angefordert. Die Feuerwehr rettete 21 Personen aus dem verrauchten Treppenraum.

Zwei Atemschutztrupps löschten das Feuer in einer elektrischen Anlage. Da zunächst noch eine Person vermisst wurde, musste eine umfangreiche Personensuche durchgeführt werden. Es stellte sich heraus, dass die Person bereits das Gebäude verlassen hatte.

Das Brandhaus ist ebenfalls nicht mehr bewohnbar. Elf Bewohner wurden durch den Fachbereich Soziales der Stadt Herne in Notunterkünften untergebracht.

Die Kriminalpolizei hat an beiden Einsatzstellen die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Insgesamt waren 75 Einsatzkräfte der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr über mehrere Stunden im Einsatz.

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