Weitere Azubistellen zu vergeben

Bäckerei Brinker begrüßte acht Auszubildene, wünscht sich aber noch mehr

Neue Azubis der Bäckerei Brinker im Jahr 2020.
Neue Azubis der Bäckerei Brinker im Jahr 2020. Foto: Bäckerei Brinker

Wenn ein Bäckereiunternehmen wie Brinker Azubis sucht und einstellt, bedeutet das nicht automatisch, dass nur Stellen als Verkäufer oder Bäcker frei sind. Das Traditionsunternehmen mit Hauptsitz an der Straße Friedrich der Große hat zwischen 800 und 850 Mitarbeiter und daher auch viele Stellen zu besetzen, die nichts mit dem Verkauf oder der Herstellung von Backwaren zu tun haben. Der Ausbildungsbeauftragte der Firma, Bernd Schlarmann, erläuterte im Gespräch mit halloherne, bei welchen Azubistellen noch Personal gesucht wird. Acht Azubis konnte das Unternehmen derweil Anfang August begrüßen.

„Wir haben acht neue Auszubildende bekommen. Diese Arbeiten in den Berufen Fachverkäufer, Bäcker, als Bürokaufmann und als Industriekaufmann“, berichtete Schlarmann. „Acht sind eigentlich noch zu wenig, es wäre gut, wenn noch welche folgen würden. Unser Einzugsgebiet erstreckt sich von Datteln bis Moers und südlich bis Langenfeld. Daher würden wir gerne noch weitere Auszubildende begrüßen.“ So könnten vor allem noch drei Ausbildungsplätze im Büromanagement und je einer als Bäcker und Industriekaufmann besetzt werden.

Wegen der Corona-Pandemie sei auch im Jahr 2020 nicht der übliche Eintrittstermin zum 1. August verpflichtend, sagt Bernd Schlarmann und ergänzt: „Wegen Corona können wir Auszubildende auch bis zum 1. November 2020 starten lassen, die Pandemie hat einiges verschoben.“ Dazu käme, dass andere Firmen und Betriebe kaum oder gar nicht mehr ausbilden würden, die Auswahl also ohnehin nicht riesig wäre.

Warum die Bäckerei Brinker ein guter Ausbildungsbetrieb ist, begründet er so: „Bei uns können Azubis einen guten Verlauf ihrer Ausbildung erwarten. Dazu hat jeder, der sich zum Beispiel im Verkauf gut anstellt, große Aufstiegsmöglichkeiten. Das fängt an bei der Filialleitung, geht über den Bezirksleiter bis hin zum Verkaufsleiter.“ Er erzählt von einer 22-jährigen Frau, die in ihrem jungen Alter nun schon Bezirksleiterin geworden ist.

„Wer Leidenschaft für den Beruf aufbringt und bereit ist, ein bisschen auf Freizeit zu verzichten, der hat gute Chancen bei uns“, bekräftigt der Ausbildungsbeauftragte. „Ob der Beruf zu einem passt, merkt man ja während der Lehre. Wir halten uns auch strikt an das Arbeitsschutzgesetz sowie das Jugendarbeitsschutzgesetz. Dennoch bevorzugen wir es, wenn die Bewerber volljährig sind.“

Als Voraussetzung für eine Verkaufslehre reicht ein Hauptschulabschluss, dazu „muss man ein bisschen rechnen und sich gewählt ausdrücken können“, fügt Schlarmann an. „Wir sehen auch sehr gerne Bewerbungen von Personen mit Migrationshintergrund und von Flüchtlingen.“ Er betont: „Wer sich bei uns gut präsentiert und einbringt, dem winken auch Prämien - zusätzlich zur Ausbildungsvergütung.“

82 Verkaufsfilialen hat das Unternehmen im Ruhrgebiet, Rheinland und am Niederrhein. Normalerweise ist auch der Export ein großes Geschäftsfeld bei der Bäckerei Brinker, doch auch hier hat Covid-19 zugeschlagen. „Der Export ins Ausland ist durch den verminderten Verbrauch stark gesunken“, berichtet Schlarmann. Hotels und andere Firmen und Branchen hätten schlicht weniger Bedarf momentan.

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