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Dr. Michael Rosenkranz erklärt OB Dr. Dudda, welchen Zweck die verschiedenen Gegenstände in der jüdischen Kultur und Religion haben.

Ausstellung '1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland' startet

'Vielfältig, divers und lebendig'

„Die jüdische Kultur prägt in Deutschland schon sehr lange unsere Geschichte und Kultur maßgeblich mit und wird noch Generationen nach uns prägen“, sagte Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda anlässlich der Eröffnung der Ausstellung „1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ der Zeitbild-Stiftung.

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Und genau das wollen die Verantwortlichen der Ausstellung. Sie wollen zeigen, wie divers, vielfältig und lebendig das jüdische Leben in Deutschland war und auch heute noch ist.

Zusätzlich zur Ausstellung bietet die vhs Herne ein umfangreiches Begleitprogramm an, um noch tiefer in die Geschichte des jüdischen Lebens eintauchen zu können. Dies geschehe in Kooperation mit der jüdischen Gemeinde Bochum-Herne-Hattingen, dem Emschertal-Museum, dem Eine-Welt-Zentrum, der Stadtbibliothek und dem Stadtarchiv. Die Ausstellung ist von Mittwoch, 30. November 2022, bis Dienstag, 31. Januar 2023, in der vhs im Kulturzentrum zu sehen.

Plakate spiegeln die Vielfalt des jüdischen Leben wider

„Wir freuen uns, dass wir die Ausstellung nun zeigen können. Eigentlich sollte die Ausstellung schon im vergangenen Herbst laufen, aber Corona-bedingt mussten wir sie auf 2022 verschieben. Es ist uns ein Anliegen, dass die Besucher der Ausstellung einen Einblick in das jüdische Leben bekommen", so vhs-Leiterin Heike Bandholz.

Die Ausstellung '1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland' läuft ab Mittwoch, 30. November 2022.

Als Teil der bundesweiten Ausstellung werden 20 Plakate gezeigt, durch die verschiedene Persönlichkeiten aus Kultur, Film, Fernsehen, Politik, aber auch unbekannte Personen, zu Wort kommen und erläutern, was für sie 'jüdisch sein' bedeutet. Unter anderem finden sich dort Statements von Charlotte Knobloch, dem Schauspieler Daniel Donskoy, des Rappers Ben Salomo oder auch von Schaupielerin Susan Sideropoulos wieder.

Ebenso finden sich in der Ausstellung auch konkrete Bezüge und Geschichten zum jüdischen Leben in Herne wieder. Neben einem Miniaturnachbau der jüdischen Synagoge in Herne, gibt es auch alles Wissenswerte rund um die Geschichte der jüdischen Mitbürger in Herne. So gehen erste Nachweise über jüdisches Leben auf das Jahr 1748 zurück. „Es gibt unter anderem einen Torbalken in Alt-Crange, der einen hebräischen Segensspruch beinhalte, der in diese Zeit zu datieren ist", so Jürgen Hagen vom Stadtarchiv.

Für Umgang mit Antisemitismus sensibilisieren

Außerdem möchte die Ausstellung für den Umgang mit Antisemitismus sensibilisieren. „Wir haben mit dieser Ausstellung kulturhistorisch einen wertvollen Beitrag. Es geht bei dieser Ausstellung auch um persönliche Perspektiven und Toleranz, Diversität sowie Miteinander", machte OB Dr. Dudda deutlich.

Auch erinnerte er an das rauer werdende Klima innerhalb der Gesellschaft. „Bei uns in der Stadt gab es zuletzt rechtsradikale und antisemitische Parolen an einer Kirche (halloherne berichtete). Das ist etwas, was wir nicht dulden. Wir müssen miteinander so umgehen, wie wir es in unseren Familien gewohnt sind. So miteinander diskutieren, dass wir wieder zueinanderfinden können", so der OB weiter.

OB Dr. Dudda und vhs-Leiterin Heike Bandholz schauen sich die Plakate an.

Dr. Michael Rosenkranz, Vorsitzender des Gemeinderates der Jüdischen Gemeinde Bochum-Herne-Hattingen, ergänzte: „Wenn wir Vorurteile und verrückte Gedanken über andere in den Köpfen haben, haben wir meist keine Ahnung von der Kultur oder der Religion der anderen."

'Jüdisches Leben gab und gibt es immer schon'

Rosenkranz zeigte sich deshalb erfreut, dass die Besucher so einen Einblick über das alltägliche jüdische Leben und die Geschichte erfahren können. „Heute, wo es kaum noch Juden gibt, wird mit ihnen meist nur noch die Shoah verbunden, aber dabei gab und gibt es immer schon jüdisches Leben. Wir sind der vhs Herne sehr dankbar und hoffen, dass es Gleiches auch für viele andere Kulturen noch geben wird", sagte der Vorsitzende des Gemeinderates der Jüdischen Gemeinde.

Ferner erinnerte er ebenfalls daran, dass auch Geflüchtete es immer mehr mit Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit zu tun bekommen. So machte er deutlich: „Alle Zuwanderer, die in eine Stadt kommen, haben dieser immer etwas zu geben."

Um den Besuchern die jüdische Kultur näher zu bringen, hat er auch gleich einiges aus seinem privaten Besitz der Ausstellung zur Verfügung gestellt. So brachte er beispielsweise Gebetsriemen und auch einen Gebetsmantel, die fürs Morgengebet verwendet werden, für die Ausstellung mit.

Die Ausstellung ist noch bis Dienstag, 31. Januar 2023, in der vhs im Kulturzentrum von montags bis freitags von 10 bis 19 Uhr und samstags von 10 bis 13 Uhr zu sehen. Hier geht es zum Begleitprogramm der vhs.

Dr. Michael Rosenkranz (re.) im Gespräch mit OB Dr. Frank Dudda.
Januar
31
HEUTE
Dienstag, 31. Januar 2023, von 10 bis 19 Uhr VHS im Kulturzentrum , Willi-Pohlmann-Platz 1 , 44623 Herne
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  • Mittwoch, 30. November 2022, von 10 bis 19 Uhr
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  • Freitag, 02. Dezember 2022, von 10 bis 19 Uhr
  • Samstag, 03. Dezember 2022, von 10 bis 13 Uhr
  • Montag, 05. Dezember 2022, von 10 bis 19 Uhr
  • Dienstag, 06. Dezember 2022, von 10 bis 19 Uhr
  • Mittwoch, 07. Dezember 2022, von 10 bis 19 Uhr
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  • Mittwoch, 25. Januar 2023, von 10 bis 19 Uhr
  • Donnerstag, 26. Januar 2023, von 10 bis 19 Uhr
  • Freitag, 27. Januar 2023, von 10 bis 19 Uhr
  • Samstag, 28. Januar 2023, von 10 bis 13 Uhr
  • Montag, 30. Januar 2023, von 10 bis 19 Uhr
| Autor: Julia Blesgen