Testzentrum zieht zum Wananas

HospiTrans mit Standortwechsel - ein Interview

HospiTrans zeigt Veränderungen am Cranger Testzentrum und das neue am Wananas.
Hier geht's lang zum Wananas-Testzentrum: Nina (li.) und Klaus Möllmann mit Hund Faro am Schwimmbadparkplatz. Foto: Faloco Fotografie

HospiTrans wechselt den Standort für eines seiner Corona-Testzentren: Wie das Unternehmen gegenüber halloherne bestätigte, werden neue Zelte (beziehungsweise ein neuer Container) am Wananas aufgeschlagen. Dafür muss jedoch der Standort am Westring Ecke Behrensstraße weichen. Im Interview sprechen die HospiTrans-Geschäftsführer Klaus und Nina Möllmann über die Gründe und neuen Möglichkeiten. Am Cranger Platz (halloherne berichtete) bleibt alles wie gehabt, nur die Ausstattung hat sich etwas geändert.

Ab wann ist die Teststation am Wananas bereit?

Klaus Möllmann: Wir starten ab Montag, 7. Juni 2021. Wir haben dort einen weiteren Container aufgebaut, der hinter den Parkplätzen auf dem Grünstreifen steht, damit keine Parkplätze blockiert werden. Dort bieten wir ebenfalls unseren Drive-In-Testservice an.

Warum das Wananas?

HospiTrans zeigt Veränderungen am Cranger Testzentrum und das neue am Wananas.
Einmal testen bitte! Mitarbeiter von HospiTrans mit einem Corona-Schnelltest. Foto: Faloco Fotografie

Klaus Möllmann: Wir wurden vom Chef der Bädergesellschaft, Lothar Przybyl, angesprochen, ob wir bei der Öffnung der Bäder helfen wollen, in dem wir vor Ort testen. Und da ich selber persönlich auch gerne in die Bäder und Saunen gehe, möchte ich das unterstützen. Nach der Anfrage beim Gesundheitsamt kam dann auch recht schnell die Zusage.

Was passiert mit der Teststelle am Westring?

Klaus Möllmann: Die werden wir in Kürze räumen.

Warum darf die nicht erhalten bleiben?

Klaus Möllmann: Zunächst hieß es, sie darf geöffnet bleiben. Zwei Tage später folgte aber der Widerruf - wir dürfen nur am Wananas eröffnen, wenn der Westring schließt.

Thema Betrugsverdacht: Pushen auch Sie Ihre Testzahlen?

Klaus Möllmann: Nein, das tun wir nicht. Es ist auch unschön, diese neue Skepsis zu erleben, da alle Teststationen plötzlich in Verruf geraten sind. Man reißt sich bei der Arbeit auseinander, das Familienleben leidet, aber man kommt plötzlich unter Generalverdacht. Jedoch kann es tatsächlich sein, dass an einer Teststation weniger Kunden gezählt werden, als abends gemeldet. Das liegt daran, dass mobile Teststationen zu einer festen dazu gezählt werden. Das ist bei uns auch so, die mobilen, wie zum Beispiel bei Oskar am Kanal, werden zu Herne-Mitte gezählt. Wenn 300 Tester am Westring waren, aber noch 500 an den mobilen Stationen, schreiben wir dann auch 800 auf, auch wenn jemand beim Beobachten nur 300 gezählt hat.

Wie laufen die Abrechnungen ab?

HospiTrans zeigt Veränderungen am Cranger Testzentrum und das neue am Wananas.
Die HospiTrans-Chefs: Klaus (li.) und Nina Möllmann. Foto: Faloco Fotografie

Klaus Möllmann: Das ist mittlerweile professioneller und einfacher geworden, am Anfang war es noch etwas unübersichtlich. Einmal im Monat schicke ich die Abrechnungen an die Kassenärztliche Vereinigung (KV). Diese werden dann an den Bund weitergeleitet und ein paar Tage später wird das Geld überwiesen.

Nina Möllmann: Da das aber nicht sofort kam, mussten wir unsere Lieferanten um Zahlungsaufschub bitten. Einer unserer Partner ist Apotheker Dr. Robert Sibbel. Für sein Verständnis bedanken wir uns sehr.

Die Inzidenzen fallen, die Impfungen steigen. Werden weitere Teststellen benötigt?

Nina Möllmann: Das Geschäft ist natürlich sehr risikoreich. Sinkt die Inzidenz länger unter 35 und es werden weniger Tests benötigt: Dann ist das halt so, aber auch gut für die Gesundheit in der Stadt. Den Verdienst geben wir auch mit einem guten Stundenlohn an unsere Mitarbeiter weiter.

Klaus Möllmann: Zudem wird der nächste Winter wieder kommen, dazu können Geimpfte das Virus immer noch weitergeben. Aber wahrscheinlich wird irgendwann die Nachfrage sinken und die Zahl der bundesweiten Teststellen zurückgehen.

Stichwort Mitarbeiter: Einige sind neu als Aushilfe dabei. Wie zufrieden sind Sie?

HospiTrans zeigt Veränderungen am Cranger Testzentrum und das neue am Wananas.
Das Testzentrum auf dem Crange Platz bietet zwei Durchfahrten im Drive-In. Foto: Faloco Fotografie

Nina Möllmann: Sehr. Trotzdem suchen wir weitere Mitarbeiter, die sich bei uns melden können. Am Mittwoch, 9. Juni 2021, veranstalten wir bei Oskar am Kanal einen Theorie- und Praxistag. Da es momentan schwer ist, sich mit vielen Leuten in geschlossenen Räumen zu treffen, haben wir uns dazu entschlossen, den Biergarten zu mieten. Dort wird dann nicht gefeiert, sondern gelernt.

Was passiert mit dem Testzentrum am Crange Platz?

Klaus Möllmann: Wir haben dort die Verkehrsführung optimiert, zwei Zelte, einen Container und mehrere Pylonen aufgestellt, um die Wege zu markieren. Das alles kostet aber auch Geld, das darf man nicht vergessen. Dennoch sind wir sehr zufrieden mit dem Standort.

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