Streetworker für Jugendliche in Herne-Mitte

Till Hübner über das Caritas-Projekt 'Zukunftschancen'

Till Hübner (Mitte) ist Streetworker und Teil des Projekts
Till Hübner (Mitte) ist Streetworker und Teil des Projekts "Zukunftschancen in Herne-Mitte". Foto: Caritas Herne

Mit Jugendlichen ins Gespräch kommen, deren Bedürfnisse erfahren, ihnen helfen und Probleme lösen: Das sind einige der Aufgaben von Streetworker Till Hübner. Er ist unter anderem an Schulhöfen, Skateparks oder am Basketballplatz des Herner Stadtgartens aktiv und Teil des Projekts „HER(ne)-MIT(te) … Zukunftschancen in Herne-Mitte“ vom Caritasverband Herne.

Das startete im März 2021 und wird durch Landesmittel und mit Geldern aus dem Europäischen Sozialfonds zunächst bis Jahresende gefördert. „Eine Antrag auf Verlängerung ist bereits gestellt, die Wahrscheinlichkeit auch hoch, doch entschieden sei noch nichts“, sagt Sandra Endemann, Leitung der Beschäftigungsförderung beim Herner Caritasverband.

Bedarfsanalyse mit 100 Jugendlichen

Im Vordergrund des Projekts stehen sowohl die Aktivierung der Nachbarschaft in Herne-Mitte, als auch das gesunde Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen. „Ich gehe dahin, wo junge Menschen sind, um vor Ort präsent zu sein. Durch den langen Lockdown war der Erstkontakt natürlich schwieriger“, berichtet Till Hübner über seine Anfänge, der als „Kümmerer im Quartier“ beschrieben wird. Als Ersatz gab es zu Beginn eine Bedarfsanalyse, bei der 100 Jugendliche mitgemacht haben.

Ein Skater an der Halfpipe.
Auch in den Skateparks sucht Hübner das Gespräch mit Jugendlichen. Foto: Jan Niklas Heidelbach

„Ich wollte wissen, was sind die Bedürfnisse, was kann man verändern, welche Probleme gibt es und vor allem: Was fehlt und wie kann man es lösen?“, sagt Hübner. Ziel sei es, den Jugendlichen eine Lobby zu geben.

Wünsche für den Basketballplatz

Am Beispiel des Basketballplatzes erläutert der 25-jährige Streetworker seine Arbeit: „Viele haben sich mehr kostenlose Basketballangebote gewünscht, aber auch dass es mehr Körbe und mehr Plätze gibt. Zudem sollte der Boden ausgetauscht werden, da Beton bei einer schnellen Sportart nicht gut für die Gelenke ist. Außerdem sollten die Dreier-Linien mit der richtigen Länge eingezeichnet sein und die Körbe nicht unterschiedlich hoch hängen.“ Sitzmöglichkeiten wurden ebenfalls gewünscht, die sind sogar schon entstanden, freut sich Hübner.

Im Herner Stadtgarten (Archiv).
Im Herner Stadtgarten besucht Till Hübner zum Beispiel am Basketballplatz Jugendliche (Symbolbild). Foto: Wolfgang Quickels

Zusätzlich hilft er den Jugendlichen beispielsweise bei Bewerbungen, wenn es um eine Ausbildung geht. „Dafür ist jeden Dienstag von 14 bis 17 Uhr eine offene Sprechstunde im Quartiersbüro Herne, Viktor-Reuter-Straße 1, da. Dort kann über alles gesprochen werden“, sagt der junge Mann, der soziale Arbeit studiert hat.

In der nahen Zukunft, als auch bei einer Verlängerung des Projekts, möchte er die angestoßenen Projekte mit dem Stadtsportbund Herne (SSB) weiterführen, aber auch zum Beispiel ein geplantes Graffiti fertigstellen. Dazu macht er beim Tag der Sportvereine mit (halloherne berichtete).

Interessierte können sich montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr bei Till Hübner entweder per Mail (t.huebner@caritas-herne.de) oder per Tel 0176 1192 8256 melden.

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