Mannschaften verloren alle Spiele
Siegloses Wochenende für die Ruhrpott Baskets
Basketball. Mit dem Start der Rückrunde ging es für die Ruhrpott Baskets Herne I am Sonntag (25.1.2026) zum SV Haspe 70, welche den 2. Tabellenplatz mit nur einer Niederlage innehaben. Doch der SV Haspe 70 entschied das Spiel mit 33:23 (59:55) (Viertelergebnisse: 21:9 / 12:14 / 13:15 / 13:17) für sich
Haspe startete mit einem ersten starken Viertel und die Hernerinnen hatten Schwierigkeiten in ihrem Rhythmus zu finden. Schnelle Umschaltmomente von Haspe und vier 3-Punkte-Treffer setzten die Ruhrpott Baskets deutlich unter Druck.
In der 4. Spielminute fing der offensive Flow über Centerspielerin Holtkamp der Hernerinnen langsam an und man konnte langsam ins Spiel finden. Mit dem 2. Viertel zeigten die Ruhrpott Baskets Herne, dass die Pressverteidigung von Haspe nicht länger erfolgreich war, und die bekannte Aufholjagd begann mit einem Dreier von Kapitänin Beckmann in der 12. Spielminute. Es gab auf beiden Seiten gute Aktionen, aber die Defense auf Herner Seite wurde zunehmend besser. Das Setplay von Haspe wurde gut unterbunden und es konnten vermehrt Skip-Pässe der Hagenerinnen abgefangen werden. In der 2. Halbzeit konnten die Ruhrpott Baskets Herne beide Viertel punktetechnisch für sich entscheiden. Lorke konnte vermehrt einfache Fast-Break-Punkte erzielen durch ein gutes Umschaltspiel auf Herner Seite. Ein weiterer entscheidender Faktor für die Punkteausbeute war das gute Zusammenspiel zwischen Beckmann und Gertz, wodurch spielerisch gute Abschlüsse und einfache Punkte erzielt werden konnten.
Trainer Fabian Karphoff: „Wir haben in der Hinrunde gegen diese Mannschaft mit 15 Punkten Unterschied verloren, jetzt nur mit 4 Punkten Differenz. Eine Steigerung ist für mich auf jeden Fall ersichtlich. Das wäre für uns ein verdienter Sieg gewesen, aber leider hat man nicht immer Glück. Auf der einen Seite haben wir in drei von vier Vierteln richtig gut abgeliefert und wir mussten den Rückstand seit Spielbeginn mal wieder hinterherlaufen. Auf der anderen Seite konnte ich nicht immer die Entscheidungen der Schiedsrichter nachvollziehen. Wir haken das Spiel ab und konzentrieren uns jetzt auf Spiel am nächsten Samstag. Auf das Spiel gegen den Tabellenersten aus Gevelsberg blicke ich optimistisch. Wir sind auch das einzige Team in der Liga, welches Gevelsberg geschlagen hat. Wir bringen also ideale Voraussetzungen mit, um uns im nächsten Spiel mit einem Sieg zu belohnen.“
Mannschaftsaufstellung und Punkteverteilung: Beckmann (13, 1 Dreier), Holtkamp (12), Lorke (10), Ibrahim (8, 2 Dreier), Gertz (8), Beerkotte (3), Günther (2), Bakhaus, Niedrieg. Freiwurfquote: 55 Prozent (6/11).
Zweite Damen verlieren gegen Erle
Auch bei den zweiten Damen sah es nicht besser aus. Ihr Spiel gegen den Eintracht Erle II ging 32:61 (14:26) (Viertelergebnisse: 8:14 / 6:12 / 10:22 / 8:13) aus.
Nach dem Erfolg im Derby und dem damit geglückten Start ins Basketballjahr hatten sich die Bezirksliga-Damen der Ruhrpott Baskets für das erste Heimspiel des Jahres viel vorgenommen. Mit Erle kam ein Team in die „Flotti“, das im Hinspiel vor allem mit seiner intensiven Defense überzeugte. Daher erwarteten die Hernerinnen ein körperlichesSpiel – und schnell zeigte sich, dass diese Erwartungen sich erfüllten. Trotz der zu erwartenden Körperlichkeit der Gegnerinnen taten sich die Gastgeberinnen extrem schwer, ins Spiel zu kommen – auf beiden Seiten des Courts. Immer wieder führte fehlende Kommunikation in der Verteidigung zu einfachen Punkten der Gäste, während zu wenig Bewegung im eigenen Angriff zu Ballverlusten führte.
Erle konnte sich bereits früh etwas absetzen und trotz einiger Phasen, in denen die Hernerinnen ihr Potenzial erahnen ließen, kam keine Spannung mehr auf. Erle baute die 12-Punkte-Pausenführung kontinuierlich weiter aus, während es den Baskets in keinem Viertel gelang, über zehn Punkte zu erzielen. Am Ende ging Erle mit einem etwas zu deutlichen aber nicht unverdienten Sieg vom Feld. Zum letzten Spiel der Bezirksliga-Vorrunde empfängt der RBH am nächsten Wochenende die Löwen aus Herten.
Coach Jan Dannert: „Wir sind heute überhaupt nicht gut ins Spiel gekommen und haben es nur zwischenzeitlich geschafft, das abzurufen, was wir uns vorgenommen haben. Dass wir verloren haben, ist okay, die Art und Weise jedoch nicht. Obwohl wir in etwa wussten, was uns erwartet und wie Erle spielt, haben wir es kaum geschafft, unseren Plan umzusetzen. Jetzt gilt es, mit einem besseren Spiel gegen Herten ein gutes Gefühl für die anschließend startende Platzierungsrunde mitzunehmen.“
Mannschaftsaufstellung und Punkteverteilung: Unverhau, E. (8), Klosek, Y. (6, 1 Dreier), Kullik, L. (6), Hoefener, S. (4), Przybyl, C. (4), Molck, J. (2), Schulte Pelkum, V. (2), Celik, R., Ketteler, H. und Pasch, V.
Freiwurfquote: 8 Prozent (1/12).
Deutliche Niederlage für dezimierte u16
Auch die U16 verlor am Sonntag (26.1.2026) ihr Spiel. Die CroBaskets Essen besiegten die Hernerinnen mit 68:25 (34:12) (Viertelergebnisse: 15:7 / 19:5 / 11:8 / 23:5).
Mit Annika Pokropowitz fehlte die einzige Altjahrgangsspielerin krankheitsbedingt und Lisa Reichenberg konnte verletzungsbedingt am 3. Spieltag der Endrunde der 2. Regionalliga U16w nicht mitspielen. 4 U16-Jungjahrgangspielerinnen und 4 U14-Spielerinnen, die allerdings von Freitag und Sonntag noch die Partien gegen die RheinStars Köln in der 1. Regionalliga U14w in den Knochen hatten, machten sich am ungewohnten Montagabend auf den Weg nach Essen. Dort trafen die Hernerinnen auf einen Gegner, der über die kompletten 40 Minuten einen unglaublichen Druck auf den Ballvortrag der Ruhrpott Baskets ausübte, was immer wieder zu Ballverlusten und schnellen Fast-Breaks der Gastgeberinnen führte.
Nur bis zur 6. Minute konnte man die Partie aufgrund einer starken Defense offenhalten (3:3), dann bestraften die Essenerinnen jeden Fehler der RBH-Girls konsequent. Bis zur 26. Minute (45:12) war man dem Gegner trotz großem Kampf in nahezu allen Belangen unterlegen, dann folgte die mit Abstand beste Phase der Hernerinnen, in der ihnen bis zur 32. Minute ein eigener 12:2 Lauf gelang (24:47 aus RBH-Sicht). Dann steigerten die Gastgeberinnen nochmal Tempo und Intensität und ließen den Gästen in den Schlussminuten wieder keine Chance. Am Ende der Partie stand aus RBH-Sicht eine extrem deutliche 25:68 Niederlage.
„Wir sind mit dem Verteidigungsdruck der Essenerinnen heute überhaupt nicht zurechtgekommen, müssen unbedingt im Training besser und härter verteidigen, damit wir lernen gegen viel Druck besser auf den Ball aufzupassen und schneller gute Entscheidungen zu treffen. Zudem hat man gerade den U14ern den Kräfteverschleiß der letzten Tage angemerkt. Wie Lavinia Orszulik nochmal eine solche Leistung bringen konnte ist unfassbar, neben der gewohnt guten Defensivleistung konnte sie auch offensiv die meisten Akzente in unserem Team setzen. Wir hoffen, dass wir bis Freitag wieder Kraft sammeln können, wenn der LTV Lippstadt dann zu Gast in der SH Kolibri-Schule/Flottmannstraße sein wird. Aber nur mit einer ganz starken Team-Leistung werden wir da um den Sieg mitspielen können“, haben die Trainer Nicole Moschner-Dittinger und Heiko Dittinger schon die nächste Aufgabe im Blick
Mannschaftsaufstellung und Punkteverteilung: Orszulik (11), Ouattara (6), Wolfram (4), Hain (2), S. Pokropowitz (2), Jakic, Köhler, Niebisch. Freiwurfquote: 46 Prozent (11/24).
U14 verliert trotz tollem Kampf gegen Köln
Mehr Pech als die U14-I der Ruhrpott Baskets kann derzeit wohl kein Team haben: Aus verschiedenen Gründen (Erkrankungen, Verletzungen, private Termine) fielen am Freitag (23.1.2026) mit Greta Göttker, Liya Köylüoglu, Maxine Müssigbrodt und Alexis Tiemann gleich vier U14-Spielerinnen aus, so dass man die Reise in die Domstadt gerade noch mit sechs U14-I Spielerinnen sowie gleich drei Aushilfen aus der starken U12-I antreten musste. So siegten die RheinStars Köln gegen die Ruhrpott Baskets Herne mit 68:51 (25:14) (Viertelergebnisse: 11:4 / 14:10 / 21:8 / 22:29).
Als dann kurz vor Spielbeginn auch noch Anni Helling krankheitsbedingt abwinkte und nicht eingesetzt werden konnte, waren es dann sogar nur noch fünf U14-Spielerinnen. Trotz dieser wirklich krassen Personalsituation hatten sich die verbliebenen 8 Spielerinnen fest vorgenommen positiv zu bleiben und ein bestmögliche Ergebnis zu erkämpfen. Doch nach einem 2:2 Start nutzten die Gastgeberinnen die anfängliche Verunsicherung auf RBH-Seite zu einer frühen 10:2 Führung (8. Minute), bevor das Duo Lavinia Orszulik und Leni Niebisch durch eine unglaubliche Willensleistung ihr Team anführten und in die Spur brachten. Dabei war die Defensive von Beginn an völlig in Ordnung, denn nach 10 Minuten hatten die Hernerinnen lediglich 11 Punkte kassiert, im Angriff hakte es deutlich mehr, denn gerade einmal 4 Punkte von Leni Niebisch standen nach Spielabschnitt 1 auf dem digitalen Spielbericht. Es folgte ein zweites Viertel, in dem die Hernerinnen nahezu auf Augenhöhe agierten.
Die aggressive und aufmerksame Defense um „Verteidigungsministerin“ Lavinia Orszulik kam immer wieder zu Ballgewinnen und auch offensiv konnten sich die Hernerinnen jetzt immer wieder erfolgreich durchsetzen, so erzielte auch U12-Spielerin Sarah Sendzick ihre ersten Punkte in der höchsten Spielklasse der für sie höheren Altersklasse. Mit einem 14:25 ging es in die Kabine und man nahm sich vor offensiv mutiger zu agieren. Doch das sollte im 3. Viertel nur bedingt gelingen, denn Köln baute den Vorsprung kontinuierlich aus und erkämpfte sich bis zum Ende des 3. Viertels eine 46:22 Führung. Wer aber gedacht hatte, dass die Hernerinnen sich nun ihrem Schicksal ergaben, der hatte sich getäuscht: Angeführt vom grandios aufspielenden Duo Lavinia Orszulik und Leni Niebisch spielten die Hernerinnen ein ganz starkes Schlussviertel, in dem dann auch U12-Spielerin Carla Dannert ihr großes Potential zeigte und stolze 9 Punkte erzielen konnte. Die wie entfesselt aufspielenden Hernerinnen erzielten in den letzten 10 Minuten stolze 29 (!) Punkte und damit 5 Punkte mehr als in den 30 Minuten davor. Da aber auch die Kölnerinnen weiter hochprozentig trafen, half dies am Ende nur zur Ergebniskosmetik, gleichwohl waren die RBH-Coaches am Ende trotz der 51:68 Niederlage mehr als zufrieden mit ihren Schützlingen.
„Wie unsere Mädels alle Ausfälle weggesteckt und zu keinem Zeitpunkt aufgehört haben zu kämpfen, das war schon beeindruckend. Unter dem Strich war das ein ganz starkes Spiel des schwer dezimierten Teams, wir sind uns sicher, dass wir in Bestbesetzung heute ganz sicher um den Sieg mitgespielt hätten. Aber wir müssen die aktuelle Situation annehmen und das Beste daraus machen. Die Mädchen ziehen da gerade klasse mit“, freute sich Coach Heiko Dittinger über den Auftritt in der Domstadt
Mannschaftsaufstellung und Punkteverteilung: Niebisch (20), C. Dannert (9), Orszulik (8), Öztürk (5), Sendzick (5), Köhler (4), De Stefano, S. Pokropowitz. Freiwurfquote: 50 Prozent (11/22).
Zweite Niederlage gegen Köln innerhalb von 48 Stunden
Nur 2 Tage nach dem Hinspiel in Köln (das im November aufgrund einer defekten Korbanlage nicht stattfinden konnte) stand auch schon am Sonntag (25.1.2026) das Rückspiel gegen Köln statt. Im Vergleich zum Freitag hatte sich die Personalsituation minimal entspannt, zwar fehlten mit Greta Göttker, Liya Köylüoglu, Maxine Müssigbrodt und Alexis Tiemann weiter gleich vier Spielerinnen, aber immerhin stand mit Anni Helling zumindest eine sechste U14-Spielerin zur Verfügung. Erneut hatte Köln den besseren Start, nach den ersten 10 Minuten lagen die Gäste aus der Domstadt mit 19:8 in Führung.
Bis zur 15. Minute hielt die Dominanz der Gäste an (31:16 für Köln), doch dann war ein schöner Dreier von Leni Niebisch das Startsignal für eine starke 9:1 Serie der Hernerinnen in der 2. Hälfte des 2. Viertels. Für die weiteren RBH-Punkte in dieser Phase sorgten die U12-Spielerinnen Carla Dannert und Sarah Sendzick sowie die einmal mehr unermüdlich kämpfende Lavinia Orszulik. Beim Halbzeitstand von 25:32 aus RBH-Sicht ging es in die Kabine. Die Achterbahnfahrt im Spielverlauf ging dann auch im 3. Spielabschnitt weiter, bis zur 26. Minute gelang Köln ein 9:0 Lauf, dann antworteten die Hernerinnen ihrerseits mit einem 8:0 Lauf durch Treffer von Klara Köhler, Leni Niebisch (2) und Meryem Öztürk. Vor den letzten 10 Minuten stand es somit 33:41, doch die dezimierten Hernerinnen mobilisieren nochmal die letzten Kräfte und kämpften sich Punkt für Punkt heran. Anni Helling sammelte jetzt jede Menge Rebounds ein und nach Treffern von Anni Helling, Leni Niebisch (2) und Meryem Öztürk (2) hatte man sich in der 33. Minute nochmal bis auf 2 Punkte (43:53) herangekämpft. Doch nun machte sich der Kräfteverschleiß bei den so tapfer kämpfenden Hernerinnen, die zudem jetzt auch eine hohe Foulbelastung aufwiesen, endgültig bemerkbar, was die Gäste zu den entscheidenden Treffern in den Schlussminuten nutzten. Am Ende der hochintensiven 40 Minuten stand eine 48:58 Niederlage sowie die Erkenntnis, dass die RBH-Girls wie schon am Freitag ihren Charakter bewiesen hatten, indem man ihnen nicht in einer einzigen Situation fehlenden Kampf und Einsatz vorwerfen konnte.
Die Ruhrpott Baskets Herne verloren gegen die RheinStars Köln mit 48:58 (25:32) (Viertelergebnisse: 8:19 / 17:13 / 8:9 / 15:17)
Nicole Moschner-Dittinger und Heiko Dittinger: „Wir ziehen den Hut vor dieser Leistung und diesem Willen! Ich glaube ohne unser unglaubliches Verletzungspech hätten wir jetzt 2 bis 3 Siege mehr auf dem Konto. Aber auch so können wir unglaublich stolz auf dieses Team sein, das gezeigt hat, dass es auch ohne wichtige Leistungsträgerinnen über weite Strecken in der höchsten Spielklasse konkurrenzfähig ist. Darauf kann man aufbauen, auch wenn uns jetzt mit den Talents BonnRhöndorf am letzten Spieltag der Hauptrunde noch ein wirklicher Brocken bevorsteht.“
Mannschaftsaufstellung und Punkteverteilung: Niebisch (13, 1 Dreier), C. Dannert (10), Orszulik (7), Öztürk (6), Köhler (5), Helling (3), S. Pokropowitz (2), Sendzick (2), De Stefano. Freiwurfquote: 50 %Prozent (11/22).